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Wunderzeichen und Zeichen am Himmel: Seltsame Erscheinungen in der Vergangenheit (Vortrag 2019) +++ YouTube-Video +++

VIDEO: Wunderzeichen - Rätselhafte Erscheinungen am Himmel und darüber hinaus - Vortrag von Fischinger-Online 2019
VIDEO: Wunderzeichen – Rätselhafte Erscheinungen am Himmel und darüber hinaus – Vortrag von Fischinger-Online 2019 (Bild: gemeinfrei)

Wunderzeichen, Zeichen am Himmel oder auch schlicht Himmelszeichen – so nannte man im Mittelalter allerlei unerklärliche Dinge. Am Himmel ebenso, wie auch auf der Erde. Dabei reichen diese Zeichen des Himmels von (natürlichen) Kometen über seltsame Wesen wie Zwerge, Riesen oder “Monster” bis hin zu allerlei fliegenden Objekten am Himmel. Vieles lässt sich ganz natürlich erklären, anderes scheint aber nicht so leicht wegzudeuten zu sein. In diesem Vortrag vom März 2019 geht es genau um diese Wunderzeichen. Phänomene, Beschreibungen und Überlieferungen, die heute auch von der UFO-Forschung diskutiert werden. Denn diese fragt: Wer waren die “Urheber” einiger dieser Zeichen des Himmels …? Mehr dazu in diesem Video auf Fischinger-Online bei YouTube.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Zeichen am Himmel waren im Mittelalter praktisch ausnahmslos überirdisch. Im wahrsten Sinne des Wortes.

Doch immer waren es in den Augen der damaligen Menschen auch Zeichen von Gott. Vielleicht aber auch von dunklen Mächten, wie etwa dem Teufel und seiner Helfer.

In diesem Vortrag vom März 2019 geht es genau um diese Wunderzeichen. Phänomene, Beschreibungen, Wunder und Überlieferungen, die heute auch von der UFO-Forschung diskutiert werden. Denn diese fragt: Wer waren die “Urheber” einiger dieser Zeichen des Himmels …?

Alle Details dazu erfahrt Ihr in diesem Vortags-Video bei YouTube (mehr Vorträge HIER).

Bleibt neugierig …

YouTube-Video vom 15. März 2019 auf Grenzwissenschaft und Mystery Files

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Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Religiöser Betrug oder Wunder Gottes? Der rätselhafte “Madonna-Hagel” von 1907 in Frankreich und die damalige “Erklärung”

Ein Wunder Gottes? Der rätselhafte "Madonna-Hagel" von 1907 in Frankreich (Bilder: PixaBay/gemeinfrei / Montage/Bearbeitung: Fischinger-Online)
Ein Wunder Gottes? Der rätselhafte “Madonna-Hagel” von 1907 in Frankreich (Bilder: PixaBay/gemeinfrei / Montage/Bearbeitung: Fischinger-Online)

Der 1932 verstorbene Autor Charles Fort war ein Pionier auf dem Gebiet der Grenzwissenschaft und der Mysterien der Welt. Sein Leben widmete er der Suche nach dem Unbekannten, Phantastischen und Unerklärlichen, worüber er (auch mit einem leichten Augenzwinkern) in einer Reihe von Büchern berichtete. Vor über 100 Jahren durchstöberte er deshalb zahllose Archive und Bibliotheken nach diesen ungelösten Wundern der Welt. Und seit dem nennt mal solche seltsame Erscheinungen auch „forteantische Phänomene“. Das beste Beispiel hierfür sind all die Berichte über ominöse Dinge, die vom Himmel regnen. Fische, Frösche, anders Getier oder auch Nüsse und Pflanzen, die scheinbar aus dem Nichts auf die Erde fallen. Ein ganz besonderes Ereignis dieser sonderbaren Mysterien der Welt ereignete sich 1907 in Frankreich. Ein scheinbar von Gott gesandter Hagelschauer mit Abbildungen der Mutter Gottes, für den die Wissenschaft damals eine nicht minder wundersame „Erklärung“ fand …


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Ein wundersamer Hagelschauer 1907

Am Abend des 26. Mai 1907 zog über der französischen Ortschaft Remiremont ein schweres Gewitter auf. An sich nicht ungewöhnliches. Doch was sich dabei laut dem Magazin „English Mechanic and World of Science“ (Nr. 87, 2. Juni 1908 & Nr. 87, 3. Juli 1908) ereignete, sorgte für Aufruhr. Und gibt bis heute Anlass zu zahlreichen Spekulationen.

Dokumentiert hat diesen wundersamen Hagel vor allem der Pfarrer des Ortes. Nichts ahnend saß Abbé Gueniot während des Unwetters in seiner Bibliothek und las ruhig in einem Buch. Bis plötzlich jedoch seine Ruhe unterbrochen wurde, als seine aufgeregte Haushaltshilfe zum ihm eilte. Sie wollte ihm unbedingt ein „Wunder“ zeigen, dass soeben mit einem Hagelschauer vom Himmel gekommen sei.

Neugierig aber auch widerwillig ging Gueniot nach draußen, um sich selber ein Bild von diesem Hagel zu machen. Und hier entdeckten er schnell unzählige von großen Hagelkörner, die dort gerade vom Himmel gefallen waren. Nichts ahnend hob einige von ihnen auf und blickte unverhofft und staunend auf das Abbild einer Frau in einem langen Kleid. Deutlich sah man auf den Hagelkörnern dieses rätselhafte Abbild, so der Abbé.

Es schien aber nicht aus dem Eis selber heraus, sondern erweckte den Anschein, als seien die Darstellungen der Frau in das Eis geschnitzt worden. Es waren Reliefdarstellungen, in denen Abbé Gueniot und zahlreiche Bewohner von Remiremont eindeutig die Mutter Gottes erkannt haben wollen.

Die Jungfrau Maria vom Himmel

Die Madonna als Zeichen von Gott? Der Geistliche Gueniot berichtete damals zu diesem Vorfall:

Um sie (die herbeigeeilte Haushalshilfe, Anm. LAF) zufriedenzustellen, habe ich einen flüchtigen Blick auf die Hagelkörner geworfen, die sie in der Hand hatte. Aber da ich nichts zu sehen beabsichtigt habe und ohne meine Brille sowieso nichts erkennen konnte, wollte ich mich wieder meinem Buch zuwenden. Doch sie drängte mich: ‚Ich bitte Euch, setzt doch Eure Brille auf.‘ Ich tat es und sah auf der Vorderseite der Hagelkörner, die im Zentrum leicht konvex und an den Rändern etwas unregelmäßig waren, ganz deutlich das Bildnis einer Frau. Sie trug ein Gewand, das unten umgeschlagen war wie der Talar eines Priesters.

Vielleicht sollte ich das Bildnis etwas genauer beschreiben und sagen, dass die Frau unserer Jungfrau der Einsiedler ähnlich sah. Rings um die Bilder lief eine Art Rinne, als seien sie mit einem Stempel aufgeprägt worden, aber sie waren kräftig gezeichnet.

Mademoiselle André wollte mich auf gewisse Details der Kleidung aufmerksam machen, doch ich habe mich geweigert, es mir länger anzusehen. Ich schämte mich wegen meiner Leichtgläubigkeit, denn ich war sicher, dass die Heilige Jungfrau sich wohl kaum mit solchen Photographien auf Hagelkörnern beschäftigen würde.

Ich sagte: ‚Aber sehen Sie nicht, dass diese Hagelkörner auf Pflanzen gefallen sind und dort Abdrücke bekommen haben? Schaffen Sie sie fort, ich kann damit nichts anfangen.‘ Ich wandte mich wieder meinem Buch zu, ohne weiter darüber nachzudenken. Nur über die einzigartige Form der Hagelkörner machte ich mir gewisse Gedanken.

Ich hob dann noch einmal drei von ihnen auf, ohne näher hinzusehen. Sie wogen zwischen sechs und sieben Unzen. Eines von ihnen war vollkommen rund. Es kam mir vor wie ein Ball, mit dem Kinder spielen. Rundherum lief eine Naht, als wäre es in einer Form gegossen worden.“

Fraglos ein mehr als sonderbarerer Bericht über einen nicht minder seltsamen Hagelschauer.

Betrug oder Zeichen Gottes?

Die Hagelkörner waren alle fast kugelförmig und zeigten ringsherum einen Rand (Grad), so als seien die Stücke wie Eisenkugeln in einer zweiteiligen Verschalung gegossen worden. Eine Laune der Natur schloss der Geistliche aus. Die Madonnen oder besser Frauengestalten waren auf den Körner klar und regelmäßig zu erkennen. Ein Irrtum sei Ausgeschlossen.

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Aber war dieses „Hagel-Wunder“ vielleicht sogar eine Fälschung? Sollte ein gewitzter Dorfbewohner die Eiskugeln mit dem Bild der Mutter Gottes selber angefertigt und dann in der Gegend verteilt haben? Auch das wurde angesichts der unzähligen Hagelkörner schnell wieder verworfen. Auch haben viele der Dorfbewohner von Remiremont mit eigenen Augen gesehen, wie die wundersamen Eisbälle vom Himmel gefallen sind.

Für Abbé Gueniot war der Hagel mit Sicherheit keine natürliche Erscheinung – eher ein wundersames Zeichen des Himmels:

Und wenn ihr Weisen euch noch so viel Mühe gebt, diese Tatsachen mit natürlichen Ursachen zu erklären, ihr werdet keinen Erfolg haben.

Nach Aussage des Abbé habe er insgesamt 50 Unterschriften von Zeugen gesammelt, die dieses Wunder vom Himmel mit eigenen Augen gesehen haben. Vielleicht war es eine Warnung von Gott, so Gueniot, der der „unfromme Stadtrat“ einige Tage zuvor einen religiösen Umzug untersagt habe. Das führte zu religiösen Unruhen in Remiremont.

Eine Untersuchung und „Erklärung“

Da man vor einem Rätsel oder sogar Wunder stand, wurde der Bischof von Sainte-Dié über das Ereignis unterrichtet. Dieser gab zur Klärung eine Untersuchung in Auftrag, bei der auch einige Wissenschaftler zu dem Vorfall befragt wurden. Unter anderem nennt „English Mechannic“ hier einen Monsieur de Lapparent, Sekretär der „Adadémie Française“.

Insgesamt 107 Menschen wurden dabei befragt, die bezeugten, dass sie den Hagel selber haben niedergehen sehen. Doch auch die Untersuchung erbrachte keinen Hinweis, auf einen derart umfassenden Schwindel. Auch verursachten die Hagelkörner mit dem Abbild keinen Schaden an Glasscheiben und Pflanzen. „Aber andere, nicht markierte Hagelkörner, haben beim gleichen Sturm erheblichen Schaden angerichtet“, heißt es weiter.

Es hatte auch den Anschein, dass der Hagel nur langsam und/oder aus sehr geringer Höhe auf die Erde fiel. Abbé Gueniot notierte dazu:

Besonders bemerkenswert erschien die Tatsache, dass die Hagelkörner, die entsprechend der Gesetze der Fallbeschleunigung hätten herunterprasseln müssen, allem Anschein nach aus einer Höhe von nur wenigen Yards herabgefallen sind.

Der an der Untersuchung beteiligte Monsieur de Lapparent bot letztlich auch eine „Erklärung“ des Phänomens an. Er „vertrat die Ansicht, ein Blitz hätte ein Medaillon der Jungfrau Maria getroffen und ihr Abbild auf die Hagelkörner vervielfältigt“ …

Eine zweifellos mehr als fragwürdige Deutung, die wohl nicht minder ein Wunder wäre! Dazu schrieb Charles Fort als der Vater des Phantastischen 1932 in seinem Buch „Wild Talents“:

Ich kann keine weiteren Angaben zu Hagelkörnern finden, die von Blitzen oder sonst etwas mit Bildern versehen worden wären. Es wäre schon ein großer Zufall, wenn zur Zeit einer religiösen Auseinandersetzung in Remiremont ein Blitz den einzigen bekannten oder berichteten Fall von Bildern auf Hagelkörnern produziert und dabei ausgerechnet religiöse Motive gewählt hätte.

Aber dass die religiöse Aufregung eine Menge mit den religiösen Bildern auf den Hagelkörnern zu tun hatte, das kann ich mir gut vorstellen.“

Was denkst DU darüber? Diskutiere gerne bei Facebook mit.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Das “Blutwunder” des heiligen Märtyrer Januarius von Neapel: Es trat wie angekündigt ein. Warum weiß allerdings wohl niemand genau

Das "Blutwunder" des heiligen Januarius von Neapel: Es trat auch 2017 ein (Bilder: gemeinfrei / Bearbeitung: L. A. Fischinger)
Das “Blutwunder” des heiligen Januarius von Neapel: Es trat auch 2017 ein (Bilder: gemeinfrei / Bearbeitung: L. A. Fischinger)

In der Geschichte der römisch-katholischen Kirche gab es bereits viele sog. “Wunder”, die allerdings nicht alle auch vom Vatikan auch als solche anerkannt sind. Ebenso gibt es in der Kirche zahllose anerkannte und nicht anerkannte Reliquien, die meist von Heiligen oder Jesus Christus stammen sollen. Grundsätzlich unterscheidet sich das Christentum hier nicht sehr von vielen anderen Religionen der Welt. Allerdings liegt im Dom von Neapel in Italien eine Reliquie, die bei den Gläubigen immer wieder für Staunen sorgt. Es handelt sich um die Blutreliquie des Heiligen und Märtyrer Januarius von Neapel (“Blutwunder von San Gennaro”), einst Bischof und heute Schutzpatron der Stadt. Dabei soll es sich um authentisches Blut des Januarius handeln, das in einer verschlossenen Falsche verwahrt wird und sich auf wundersame Weise an bestimmten Tagen wieder verflüssigen soll. So jüngst wieder geschehen – pünktlich auf den Tag genau.


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Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Das Blutwunder von San Gennaro in der Kathedrale von Neapel in Italien ist ein “Wunder mit Ansage”. Mindestens dreimal im Jahr, am ersten Wochenende im Mai, am 19. September und am 16. Dezember, verflüssigt sich bei diesem Kirchen-Wunder das ansonsten verklumpte Blut des Heiligen Januarius in einem kleinen Fläschchen. Januarius ist der Schutzpatron der Stadt und wenn das Wunder einmal ausbleibt, so fürchten die Gläubigen ein schlechtes Zeichen oder Omen für die Zukunft.

Soweit kam es am vor zwei Tagen zum Glück nicht: Das Wunder trat pünktlich ein!

Der heilige San Gennaro und sein Blut

San Gennaro alias Januarius wurde ca. 305 unter dem römischen Kaiser Diokletian hingerichtet. Einem römischen Herrscher, der 303 eine Welle der Gewalt und Verfolgung gegen die Christen ausrief. Sie gilt als eine der brutalsten Hinrichtungs- und Verfolgungswellen der des damals noch jungen Christentums überhaupt. Im Zuge dieser Tötungen fiel auch der Januarius dem Henker zum Opfer und wurde enthauptet. Dabei habe eine gläubige Christin sein Blut aufgefangen und sicher aufbewahrt.

Januarius Gebeine wurden in Neapel bestatte, befanden sich kurzzeitig allerdings ab dem Jahr 835 in Benevento. Und genau dort soll es am 17. August 1389 erstmals zu dem Blutwunder des Heiligen gekommen sein. Am 1. Mai 1491 kam die Reliquie letztlich an ihren heutigen Platz im Dom von Neapel, wo sie bis heute von den Gläubigen tief verehrt wird.

Die Blut-Reliquie mit dem Blut des Heiligen Januarius von Neapel (Bild: gemeinfrei)
Die Blut-Reliquie mit dem Blut des Heiligen Januarius von Neapel (Bild: gemeinfrei)

Die Reliquie in der Kathedrale von Neapel an sich ist wenig spektakulär: Es ist ein kleines Glasgefäß in Form einer Birne mit einem sehr langen “Flaschenhals”, das in der Antike “Phiole” genannt wurde. In diesem fest verschlossenen Fläschchen wiederum befindet sich die eigentliche Reliquie, die aus dem verklumpten und damit festen Blut des hingerichteten Märtyrer besteht. So jedenfalls die Legende und Überzeugung der Gläubigen.

Dreimal im Jahr wird diese bräunliche und rötliche “Materie” den zahllosen Pilgern in der Stadt nach einer Prozession präsentiert. Und dabei geschieht das Wunder, dass diese Substanz sich in dem kleinen Fläschchen wieder verflüssigt. Oder besser gesagt in den beiden Ampullen, da es zwei sind, wie an der hier eingefügten Zeichnung der Reliquie auch gut erkennbar ist. Die Blutreliquie wird dabei an dem Griff der Monstranz gehalten und gedreht, so dass die Anwesenden selber “Zeugen” des Wunders von Neapel werden können.

Tatsächliche Augenzeugen sind die Pilger allerdings nicht. Tritt das Wunder der Verflüssigung in der Kathedrale der Stadt ein, so gibt ein Beobachter neben dem Bischof ein Zeichen betend wartenden Gläubigen. Erst am Folgetag können die Menschen die Reliquien in der Messe selber näher betrachten, während diese den Gläubigen bei der Eucharistie zum Küssen hingehalten wird. Die Blutreliquie ist damit auch und vor allem eine sogenannte “Berührungsreliquie”.

Die Substanz soll sich bei der wundersamen Verflüssigung , so der Glaube, wieder zu dem Blut des Januarius werden. Vor allem jedes Jahr am 19. September, der als Todestag und damit als Festtag des Schutzpatron von Neapel gilt.

Kein echtes Wunder für die Kirche

Die katholische Kirche bzw. der Vatikan ist bei dem Wunder um das Blut des ermordeten Januarius skeptisch. Das “Blutwunder von San Gennaro” von Neapel wurde bis heute nicht von dieser als “echt” und damit “göttlich” anerkannt. Aber sie verteufelt es aber auch nicht, sondern akzeptiert die Verehrung der Reliquie als christlichen Volksglauben und katholischen Brauch.

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Auch am Morgen des 19. September 2017 ist das Wunder von Neapel wieder eingetreten. Pünktlich, wie es von den zahllosen Pilgern erwartet wurde, die danach auf dem Domplatz vor Neapel die gute Nachricht mit Böllern und Gesängen feierten. Der katholische Nachrichtendienst kath.net schrieb dazu einen Tag später:

Das Blutwunder des heiligen Januarius in Neapel ist pünktlich eingetreten. Zum Todestag des Schutzpatrons der Stadt verflüssigte sich Dienstagfrüh im Dom dessen Blutreliquie. Zu Beginn eines Gottesdienstes verkündete Kardinal Crescenzio Sepe das Eintreten des sogenannten Blutwunders (‘O miracolo’).”

Obwohl die Kirche in diesem Wunder und seiner Anbetung eher einen “christlichen Volksglauben” sieht, war auch Papst Franziskus im März 2015 selber in der Kathedrale von Neapel. Nachdem für den Heiligen Vater die Monstranz aus ihrem sichern Safe geholt wurde, verflüssigte sie sich auch bei ihm. Zwar nur teilweise, aber immerhin. Und auch der Papst selber ließ es sich nicht nehmen, die Reliquie zu küssen, wie es die vielen Pilger machen. Für Neapel und die dortige Verehrung des Januarius ist eine derartige Aufwartung von Papst Franziskus durchaus eine Bestätigung ihres Glaubens.

ARTIKEL: Der Kölner Dom und die Reliquien der drei heidnischen Esoteriker aus dem Irak (Bild: Public Domain / L. A. Fischinger)
ARTIKEL: Der Kölner Dom und die Reliquien der drei heidnischen Esoteriker aus dem Irak (Bild: Public Domain / L. A. Fischinger)

Am 19. September 2017 schrieb das katholische domradio.de der Erzdiözese Köln zu dem nun eingetreten Blutwunder skeptisch:

Aller Verehrung zum Trotz – die katholische Kirche bleibt skeptisch und erkennt das Wunder offiziell nicht an. Die Überlieferung über Januarius stammt vor allem aus dem Martyrologium des Hieronymus und dem liturgischen Kalender von Karthago.

In Folge des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-1965), als das Verzeichnis der Heiligen und Seligen überarbeitet wurde, hat die Kirche San Gennaro zum ‘Ortsheiligen’ degradiert. Wegen der großen Volksfrömmigkeit toleriert sie ihn aber – und damit auch das Blutwunder.

Es zählt also hier die Volksfrömmigkeit der Gläubigen und vor allem der Neapolitaner. Eigentlich zählt immer nur der Glaube. Auch im Dom zu Köln liegen bekanntlich Reliquien, die von den legendären “drei Weisen aus dem Morgenland” der biblischen Weihnachtsgeschichte stammen sollen, und mit denen ich mich in diesem Artikel befasst habe.

“Schluss mit diesem Wunder auf Kommando!”

Die Webseite domradio.de verweist auch darauf, dass “meist jüngere Leute” sich im Internet über das Blutwunder mokieren und es als als Betrug ansehen. “Schluss mit diesem Wunder auf Kommando! Der Glaube ist was anderes”, soll zum Beispiel jemand in einem Online-Forum geschrieben haben. Ein anderer wiederum habe geschrieben, “ein Betrug (ist), hinter dem die Camorra steckt”. Also die Mafia von Neapel. Ein Vorwurf, der schon seit Jahren kursiert.

Tatsächlich ist es vollkommen unklar, um was es sich bei der Substanz in den Fläschchen wirklich handelt. Blut eines hingerichteten Märtyrer des Christentums, ein einfacher Irrtum oder sogar ein Betrug der ansässigen Kirche? Chemische oder biologische Untersuchungen und Analysen gab es bisher nie. Treffend heißt es dazu aus der Erzdiözese Köln:

“In der Vergangenheit gab es schon viele naturwissenschaftliche Forschungen über das Phänomen. Doch sie konnten schon deshalb keine eindeutigen Beweise bringen, weil dazu Verflüssigung von Substanzen nur simuliert, der Ampulleninhalt selbst aber gar nicht untersucht wurde.

Weiter unklar ist: Ist in der Monstranz überhaupt Blut? Und stammt es überhaupt von San Gennaro? Heutzutage wäre ein solcher wissenschaftlicher Nachweis denkbar. Aber kaum jemand scheint daran Interesse zu haben. Der Volksglaube zählt.

Interview: Dr. Mark Benecke über Erich von Däniken und die Prä-Astronautik (Bild: Büro E. v. Däniken / WikiCommons/gemeinfrei)
Interview: Dr. Mark Benecke über Erich von Däniken und die Prä-Astronautik (Bild: Büro E. v. Däniken / WikiCommons/gemeinfrei)

Eventuell wurde hier auch an Dr. Mark Benecke und seine Experimente zum Blutwunder von San Gennaro gedacht.

Auch Mark Benecke sah sich das Wunder im April 2004 näher an und meint, dass man dieses “Blut” leicht fälschen könne (thixotrope Flüssigkeiten). Auch mit Materialien, die bereits im 14. Jahrhundert den Menschen zur Verfügung standen.

Hier spekuliert der Kriminalbiologe, dass eine solche Substanz in die Fläschchen gefüllt wurde, die im Ruhezustand eine Art Gelee bilden und erst durch Bewegung flüssig werden. Etwa, in dem man sie nur kräftig genug schüttelt, wie es der Bischof von Neapel macht. Vielleicht sei es nur Wasser mit Eierschalenkalk und Farbe, so der Mediziner.

Möglich – aber auch nur eine Spekulation von Benecke.

Da aber das Ausbleiben des Wunders der Verflüssigung als schlechtes Omen gilt, ist es verwunderlich, dass es letztes Jahr und im Jahr 1980 tatsächlich ausblieb. Warum sollte es ausbleiben, wenn es doch eine natürliche chemische Reaktion ist? Oder war das Gemisch in diesen Jahren vielleicht “verbraucht” und musste durch die hinter dem Schwindel steckenden Personen wieder erneuert werden? Also reine Nachlässigkeit der Fälscher? Oder war es sogar Absicht, dass das Wunder in diesen Jahren nicht geschieht? Und wenn ja: warum?

Das weiß wohl nur der Himmel …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Die Wunder von Fatima 1917: Marienerscheinungen die (fast) keiner sah und der “Beamer der Götter” +++ Artikel +++

Die Marienerscheinungen von Fatima 1917 und der Beamer der Götter (Bild: gemeinfrei)
Die Marienerscheinungen von Fatima 1917 und der Beamer der Götter: Was geschah vor 100 Jahren in Fatima? (Bild: gemeinfrei)

Vor genau 100 Jahren, im Jahre 1917, kam es über mehre Monate hinweg in dem Ort Fatima in Portugal zu rätselhaften und übernatürlichen Ereignissen. Wundersame Marienerscheinungen, die von der römisch-katholischen Kirche als echte Erscheinungen der Mutter Gottes anerkannt sind und die bis heute eine tiefe religiöse Faszination auf die Gläubigen haben.  Einige Grenzwissenschaftler und UFO-Forscher vermuten jedoch, dass hinter diesen Phänomenen in Wahrheit Außerirdische stecken und nicht das Wirken Gottes. Das Problem ist dabei nur, dass eigentlich niemand außer drei Hirtenkindern die Marienerscheinungen auch wirklich sah oder hörte. Doch wie lässt dann das “Wunder von Fatima” deuten?


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Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Aktuell haben wir das Jahr 2017. Ein Jahr, das für gläubige Christen in aller Welt ein ganz besonders oder sogar heiliges Jahr ist. Denn vor genau 100 Jahren fanden in der heutigen Wallfahrtsstätte Fatima in Portugal die weltberühmten „Marienerscheinungen von Fatima“ statt. Wunder und Erscheinungen, die der Mutter Gottes, eben der Maria, zugesprochen werden und heute von Millionen Menschen tief verehrt werden.

Die Erscheinungen der Mutter Gottes mit all ihren Wundern rund um die Ereignisse 1917 in Fatima sind von der katholischen Kirche unlängst anerkannt.

Der Vatikan in Rom hat dem Wallfahrtsort Fatima den Stempel „echt!“ verliehen und so deutlich gemacht, dass hier tatsächlich Wunder und Erscheinungen geschehen sind. Ereignisse also, die auf Gott im Himmel höchst persönlich zurückzuführen sind. Die „Jungfrau Maria“ ist damit für die katholische Kirche hier ganz offiziell auf Erden in ihrer himmlischen Pracht erschienen. Ein Zeichen des Himmels!

Aber stimmt das?

Die strahlende Erscheinung von Fatima, die (fast) keiner sah

Die „normalen Mitglieder“ der katholischen Kirche sind Karteileichen, wie bereits an anderer Stelle beschrieben. Sie haben oft von Fatima und den Ereignissen ab dem 13. Mai 1917 noch nie gehört. Und wenn doch, dann meistens nur, dass hier irgendwie eine Wallfahrtsstätte sei und dass irgendwie hier mal die Madonna erschienen sein soll. Details über die Erscheinungen, die „drei Botschaften von Fatima“, das „Sonnenwunder“ oder auch die Hirtenkinder, die diese Wunder erlebten, kennen diese nicht.

Kritiker der Fatima-Thematik wenden zusätzlich seit 100 Jahren ein, dass die Seherkinder von damals nichts Göttliches und nichts physisch Reales erlebten. Wenn, sei alles Massenhysterie, religiöser Eifer oder sogar Wahn, Irrtümer, Verwechselungen und vieles mehr. Alles vermischt mit einer tiefen Religiosität der Anwesenden und vor allem auch der drei Seherkinder Lucia dos Santos, Jacinta Marto und Francisco Marto.

Fatima rückte allerdings um den 13. Mai 2017 in die Medien, als Papst Franziskus anlässlich des 100jährigen Jubiläums den Wallfahrtsort besuchte. Christen aus allen Ecken der Erde feierten. Doch eines übersehen diese sowie viele anderen Fatima-Gläubige oftmals.

Die “Seherkinder von Fátima”: Lucia Santos (Mitte) im Alter von 10 Jahren mit ihrer Cousine Jacinta Marto (7) und ihrem Cousin Francisco Marto (9). Unten rechts: Die Madonna von Fátima. (gemeinfrei / Bearbeitung: L.A. Fischinger)
Die “Seherkinder von Fátima”: Lucia Santos (Mitte) im Alter von 10 Jahren mit ihrer Cousine Jacinta Marto (7) und ihrem Cousin Francisco Marto (9). Unten rechts: Die Madonna von Fátima. (gemeinfrei / Bearbeitung: L.A. Fischinger)

Auch wenn immer wieder das „Sonnenwunder von Fatima“ mit den (angeblich) 70.000 bis 100.000 Zeugen am 13. Oktober 2017 hochgehalten wird, gibt es bei den eigentlichen Erscheinungen einen Problem: Die Mutter Gottes, die Jungfrau Maria, die Himmelskönigin oder auch „Unsere Liebe Frau vom Himmel“ hat niemand gesehen! Sie war bei allen Erscheinungen der drei Seherkinder, die sich immerhin über Monate hinweg ereigneten, unsichtbar. Nicht mal Francisco Marto, immerhin eines der Kinder, konnte sie zuerst sehen oder auch nur hören.

Schon der Theologe Dr. Josef Hanauer stellte in seiner kritischen Fatima-Analyse „Fatima Erscheinungen und Botschaften“ (1979) zu diesen Vorkommnissen eine ganze Reihe Fragen. Hanauer, der in seinen zahlreichen Veröffentlichungen immer wieder unangenehme Fragen zu Marienerscheinungen und andere Wunder der Kirche stellte, fasst diese „Unsichtbarkeit“ treffend zusammen:

Bei der ersten Erscheinung wie auch in den späteren Fällen konnten alle drei Kinder die Muttergottes schauen; die Gespräche aber mit ihr führte ausschließlich Lucia. Die Worte der überirdischen Dame wurden lediglich von den beiden Mädchen vernommen; Francisco hörte bloß, was Lucia sprach; für die Worte der Muttergottes war er regelmäßig taub; ja, ,er sah sie nicht einmal die Lippen bewegen‘.

Bei der ersten Erscheinung dauerte es sogar eine ganze Weile, bis auch Francisco die Frau zu Gesicht bekam. Nachdem er eine Zeitlang zugehört hatte, was Lucia sprach, wurde er unwillig. Aus diesem Grunde redete das Mädchen die überirdische Gestalt an: ,Wie? Ihr seid Unsere Liebe Frau vom Himmel und der Franz sieht Euch nicht?‘

Auf diese Worte hin gab die Frau zur Antwort: ,Sage dem Franz, er solle den Rosenkranz beten, dann werde er mich schon sehen!‘ Lucia richtete den Auftrag aus; Franz zog seinen Rosenkranz aus der Tasche und betete ,sechs oder sieben Ave Maria‘; dann sah er plötzlich die Frau vor sich stehen.“

Alle anderen Schaulustigen und Zeugen der späteren Ereignisse sahen ebenso keine lichtvolle Erscheinung der Madonna am Himmel schweben, wie sie es angeblich tat. Das heißt, dass die Erscheinung eben unsichtbar war. Allerdings ist das Phänomen von unsichtbaren oder teilweise unsichtbaren Erscheinungen an sich uralt. Schon Märchen und religiöse Schriften kennen solche Erzählungen, wie zum Beispiel in diesem Blog-Artikel an einem Beispiel ausgeführt wurde.

Das Sehermädchen Lucia indes sah geradezu etwas Spektakuläres. Sie erinnert sich an die erste Begegnung (bei der es natürlich keine tausende Schaulustige gab):

Über der Steineiche schwebte eine Dame, ganz in Weiß gekleidet, strahlender als die Sonne. Sie verbreitete ein noch helleres Licht als die hellsten Sonnenstrahlen, die durch ein mit Wasser gefülltes Kristallglas scheinen.“

Das Wunde von Guadalupe 1531 und seine Geschichte – Vortrag und Artikel von Lars A. Fischinger (Bild: L. A. Fischinger / gemeinfrei)
Vortrag, Videos, Interviews & Artikel von Lars A. Fischinger zum Wunder und den Marienerscheinungen von Guadalupe 1531 (Bild: L. A. Fischinger / gemeinfrei)

Bis auf 1,5 Meter seien Lucia, Francisco und Jacinta an die strahlende Dame am Himmel herangegangen. Eine Erscheinung, die zum Beispiel mit folgenden Worten beschrieben wird:

Die wunderbare Frau schien 15 bis 18 Jahre alt zu sein. Sie war nur 1,20 Meter groß und hatte schwarze Augen. Ihr Kleid war weiß wie der Schnee; es war am Halse mit einer goldenen Schnur geschlossen und reichte bis zu den Füßen, welche die Blatter der Steineiche kaum berührten. Ein weißer, goldumsäumter Mantel umhüllte den Kopf und die ganze Gestalt.

Von den Händen, die sie vor der Brust gefaltet hielt, hing ein Rosenkranz aus weißen Perlen mit einem silbernen Kreuzlein herab. Heller Lichtschein umstrahlte das Antlitz; doch die reinen, unendlich zarten Züge schienen von Traurigkeit überschattet. Die Dame blickte auf die Kinder. Lucias frommes Herz ahnte, dass es die Muttergottes sei, aber sie wagte nicht, es zu glauben.“

Ein fremdes Wesen, das lichtvoll und prächtig am Himmel erschien und sich vorher durch „Blitze“ am klaren Himmel angekündigte? Das klingt nach Science-Fiction und – nach Prä-Astronautik & dem UFO-Phänomen.

(Siehe dazu auch mein YouTube-Video am Ende dieses Artikels!)

Außerirdische oder Mutter Gottes?

Tatsächlich scheinen sich nur sehr wenige Gedanken darüber zu machen, warum die „Himmelkönigin“ unsichtbar war. Auch Mystery-Forscher aus dem Bereichen Prä-Astronautik und UFOs, die Fatima in diese Richtung deuten, übersehen das vielfach.

Die Anwesenden sahen zwar die beiden Mädchen sprechen, doch eine eindeutige Mutter Gottes als Gesprächspartner sah niemand von ihnen. Auch hörte niemand die Worte dieser Erscheinung. Wobei man aber erwähnen muss, dass es Aussagen gibt, dass einige Schaulustige „eine ganz zarte Stimme wie das Summen einer Biene“ bei der 2. Erscheinung am 13. Juni 1917 vernommen haben wollen.

Da aber als Beweis für die himmlische Herkunft der Frau am Himmel von dieser selber das „Sonnenwunder“ am 13. Oktober 1917 angekündigt wurde, ist die gesamte Fatima-Geschichte für viele zweifelhaft.

VIDEO: Erschien nicht die “Mutter Gottes” 1917 in Fatima sondern Aliens? (Bild: gemeinfrei / L.A. Fischinger)
VIDEO: “die Wunder von Fatima”: Kamen die Ancient Aliens schon vor rund 100 Jahren zurück? Oder waren sie nie fort? (Bild: gemeinfrei / Bearbeitung/Montage: L. A. Fischinger)

Hätte, so fragen Kritiker, die „Liebe Frau vom Himmel“ sich nicht einfach bei ihren Erscheinungen vorher allen Anwesenden zeigen können? Immerhin nahm die Zahl der Menschen, die jeden Monat am Tag der angekündigten Wiederkehr der Himmelsfrau zum Schauplatz des Geschehens kamen, stetig zu. Es waren nachher tausende Personen anwesend – und sahen: keine Madonna am Himmel schweben, mit denen die Seherkinder sprachen.

Das Thema Fatima ist schon seit Jahren in der UFO-Forschung und eben in der Prä-Astronautik in der Diskussion. Für die römisch-katholische Kirche ist die Sachlage klar, dass sich hier die Jungfrau Maria offenbarte. Für Mystery-Jäger ist sie das ganz und gar nicht.

Diese spekulieren über Außerirdische bzw. Astronautengötter, die sich damals quasi „geheimnisvoll der Menschheit offenbarten“. Das „Sonnenwunder“ vom Oktober 1917 wird dann in diesem Zusammenhang vielfach als UFO-Erscheinung interpretiert. Die angebliche Mutter Gottes wiederum als außerirdisches Wesen oder vielleicht auch nur eine (technische) Projektion von diesen.

Beide „modernden Deutungen“ können aber nicht stimmen. Physisches Auftauchen eines Wesens der Sterne wäre von allen Personen vor Ort ebenso gesehen worden, wie eine Projektion. Auch ein technologisches Trugbild dieser Art, erzeugt durch einen „Beamer der Götter“, hätte für alle Schaulustigen sichtbar sein müssen. War es aber nicht.

Was bleibt ist in der Deutung der außerirdischen Götter ausschließlich eine Suggestion. Das Abbild der Madonna am Himmel wurde in die Köpfe der beiden Sehermädchen und später dem Jungen „eingepflanzt“. Ebenso die Stimme der Erscheinung, die dadurch nur die Kinder vernommen haben.

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Das klingt utopisch und ist es auch. Aber das ist die Prä-Astronautik, die ja voraussetzt, dass Wesen aus dem Kosmos schon vor Jahrtausenden auf unserem Planeten waren, an sich auch. Heute haben wir noch keine Technologie, um Menschen Bilder und ganze Unterhaltungen in den Kopf zu setzten. Gott und die Götter könnten das vielleicht eben schon.

Es ist heute allerdings hinlänglich belegt, dass religiöse Erfahrungen in das Gehirn eines Menschen „projiziert“ werden können. Die Manipulation und Stimulation der Schläfenlappen mit von außen angelegten Magnetfeldern ist dazu nachweislich in der Lage. Vor allem auch bei religiösen Menschen, wie es eben auch die Kinder von Fatima waren.

Studie: Bei religiösen Menschen schaltet das Gehirn die Logik ab! Der ewige Streit zwischen Naturwissenschaft und Glaube (Bild: L. A. Fischinger / NASA / gemeinfrei)
Bei religiösen Menschen schaltet das Gehirn die Logik ab! Der ewige Streit zwischen Naturwissenschaft und Glaube (Bild: L. A. Fischinger / NASA / gemeinfrei)

Was solche Magnetfelder im menschlichen Gehirn aber bis heute nicht erzeugen konnten, sind ganze Dialoge. Es können also durch die Reizung des Gehirns von außen keine Gespräche zwischen Versuchsperson und deren eigenem Gehirn „erzeugt“ werden.

Bei den Erscheinungen der Gottesmutter in Fatima war es aber nach den Berichten und Aufzeichnungen so. Es fanden ganze Gespräche und Diskussionen mit Fragen und Antworten zwischen der Erscheinung und den Kindern statt. Dazu ist eine äußerliche Magnetfeldstimulation der Schläfenlappen (wie wir sie bisher kennen) eines Menschen nicht fähig.

Gleichfalls ist es bis dato auch nicht möglich durch solche Techniken der Versuchsperson ganz konkrete und klar umrissene Bilder oder Szenarien einzugeben. Es können religiöse, spirituelle oder sogar übersinnliche Wahrnehmungen im Gehirn erzeugt werden, aber nicht deren Thema oder Umfang. Das heißt, ein Laborleiter ist nicht in der Lage bei einer Versuchsperson auf Knopfdruck eine Marienerscheinung magnetisch zu erzeugen. Was ganz konkret der Proband – wenn überhaupt – bei solchen Experimenten „sieht“ ist eher Zufall.

Glauben …?

Natürlich sind die Ereignisse von 1917 um die Marienerscheinungen und der Verlauf des Themas in den Jahrzehnten danach wesentlich umfangreicher, als hier umrissen. Nicht umsonst streiten sich nun schon 100 Jahre lang Gläubige, Kritiker, Kirchen und Wissenschaftler um Fatima. Auch Veröffentlichungen dazu, die von Arbeiten von Gläubigen bis Untersuchungen von Soziologen und Psychologen reichen, erscheinen nun schon seit einem Jahrhundert.

Wissenschaftlich beweisen konnte es bisher niemand. Gleich auf welche Art und Weise und in welcher Richtung hier etwas belegt werden sollte. Auch die UFO-Forschung und die Prä-Astronautik können nicht beweisen, dass hier Außerirdische eingriffen haben. Man kann es aber glauben.

UMFRAGE: Mehr Deutsche glauben an Außerirdische als an das Jüngste Gericht und ewiges Leben. Über die Karteileichen der katholischen Kirche (Bild: WikiCommons/gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)
ARTIKEL: Mehr Deutsche glauben an Außerirdische an die Lehren der Kirche. Über die Karteileichen der katholischen Kirche (Bild: WikiCommons/gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)

Natürlich ist es keinesfalls ausgeschlossen, dass es Technologien geben kann, mit deren Hilfe es möglich ist, ganz bestimmten Menschen solche Ereignisse zu „implantieren“. Bei den oben genannten Magnetfeld-Experimenten beispielsweise müssen die Probanden verkabelte Kopfbedeckungen tragen und sind an verschiedene Geräte angeschlossen. Das waren die drei Seherkinder mit Sicherheit nicht. Wie so etwas in der Realität aussehen soll, steht für uns noch in den Sternen.

Ebenso kann man glauben, dass hier die Mutter von Jesus Christus aus dem Himmel den drei Kindern erschienen ist. Grundsätzlich ist natürlich auch das ein Angriff von außerhalb der Erde bzw. von außerhalb unserer Welt.

Die Erscheinungen, das spätere Wunder mit der „tanzenden Sonne“ am Himmel und nicht zuletzt natürlich die drei Botschaften der Gottesmutter werden wohl für immer eine Sache des Glaubens bleiben …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Reinhard Habeck: “Überirdische Rätsel: Entdeckungsreisen zu wundersamen Orten”

Wundersame Rätsel und spannende Entdeckungen rund um die Welt

Sakrale Stätten – mystische Kultorte – heilige Mysterien

Rätselhafte Phänomene, wundersame Begebenheiten sowie erstaunliche Entdeckungen, die mit mystischen Plätzen und heiligen Stätten verbunden werden: Alle Kulturen der Welt kennen solche geheimnisvollen Orte. Reinhard Habeck hat legendäre Pilgerstätten sowie verborgene Kultorte aufgespürt und ist ihren fantastischen Überlieferungen gefolgt.

Weshalb errichteten unsere Vorfahren Steindenkmäler und archäo-astronomische Altäre? Wer kennt jene Stätte, wo der Sonnengott Re erstmals erschienen sein soll? Existiert bei Neapel tatsächlich ein Eingang in ein unterirdisches Höllenreich ? Wieso werden Schwarze Madonnen verehrt? Welche Kräfte lösen spontane Heilungen an Pilgerorten aus?

Der Autor führt zu mystischen Orten in aller Welt und geht alten Überlieferungen, aber auch modernen Rätseln auf den Grund. Spannende Einblicke, wertvolle Sachinformationen und eine bunte Vielfalt an überraschenden Entdeckungen sind garantiert.

Aus dem Inhalt:

  • Kuriose Kirchenkunst: die bärtige Jungfrau und das Wurzelkruzifix von Straßengel
  • Astro-Mystiker: Mumienrätsel, Götterberge und Graffiti-Mysterien der Vorzeit
  • Die Steine der Heiligen: die Kaaba in Mekka, Wundersteine der Christenwelt
  • Die Macht der Schwarzen Madonna: Montserrat, Chartres und Loreto
  • Neapels explosive Idylle: das Höllenreich von Solfatara
  • Marienwunder in Ägypten: Spurensuche in Kairo
  • u.v.m.
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Erschien die “Mutter Gottes” tatsächlich in Medjugorje? Der Vatikan sucht eine Entscheidung zu den Botschaften und Wundern, die vor allem den Pilgern helfen soll

Die Marienwunder von Medjugorje - Der Vatikan sucht eine Entscheidung zu den Erscheinungen (Bild: gemeinfrei)
Die Marienwunder von Medjugorje – Der Vatikan sucht eine Entscheidung zu den Erscheinungen (Bild: gemeinfrei)

In der Ortschaft Medjugorje kam es Berichten nach seit dem Jahr 1981 immer wieder zu Erscheinungen der Mutter Gottes. Die Seher dieser Marienerscheinungen bzw. die “Botschaften der Maria” sind in der katholischen Kirche weithin bekannt aber der Ort vom Vatikan nicht offiziell anerkannt. Eine noch von Papst Benedikt XVI. einberufene Untersuchungskommission hat nun ihren Abschlussbericht vorgelegt, wie es auf dem Vatikan heißt.

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Fischinger Online Mystery-Kanal bei YouTube abonnierenVon Lars A. Fischinger

Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Es ist schon ein mehr als umstrittenes Thema, diese “Marienerscheinungen“. Nicht nur in der Grenzwissenschaft sondern auch und vor allem natürlich innerhalb der Kirchen selbst. Skeptiker sehen im gesamten Phänomen der Erscheinungen der Gottesmutter so oder so Humbug, Betrug, Irrtümer oder auch schlicht Geldmache. Gleichfalls gibt es auch die Spekulationen, dass in Wahrheit eine außerirdische Intelligenz hinter solchen vermeintlichen “Wundern” steckt.

Zehn Jahre nach den Erscheinungen in Medjugorje (Herzegowina), 1991, untersagte die katholische Kirche offizielle Wallfahrten. Trotz der fehlenden Anerkennung aus dem Vatikan pilgern bis zu eine Millionen Menschen jedes Jahr an den Ort der Marienwunder. Auch deshalb untersuchte eine Glaubenskongregation in den vergangenen Jahren unter Kardinal Camillo Ruini diese Erscheinungen. Schwerpunkt sei aber die seelsorgerische Begleitung der dortigen Pilger gewesen. Nicht die Erscheinungen an sich. Die Untersuchung bzw. die Ergebnisse dieser sind daraufhin an Glaubensbehörde unter Kardinal Gerhard Müller und der entsprechenden Kardinalsversammlung (“feria quarta”) gegangen und seit 2014 abgeschlossen.

Erschien nicht die "Mutter Gottes" 1917 in Fatima sondern Aliens? (Bild: gemeinfrei / L.A. Fischinger)
Erschien nicht die “Mutter Gottes” 1917 in Fatima sondern Aliens? (Bild: gemeinfrei / L.A. Fischinger)

Papst Franziskus, der jüngst den Balken besuchte, nahm gegenüber Journalisten auch Stellung zu den Untersuchungen der Marienerscheinungen. Auf dem Rückflug nach Rom sagte er zu den abgeschlossenen Untersuchungen:

Wir sind dabei eine Entscheidung zu fällen und sie dann zu publizieren.”

Nur jeder 10. Einwohner von Bosnien-Herzegowina ist katholisch. Das hindert aber nicht Gläubige aus der ganzen Welt nach Medjugorje zu pilgern, um etwa den Andachten von Ivan Dragicevic beizuwohnen.

Dragicevic ist einer der sechs Personen, denen im Sommer 1981 angeblich die Jungfrau Maria erstmals erschien. So sagte Dragicevic bei einer seiner Abendandachten:

Glaubt mir, es ist nicht einfach, jeden Tag mit der Jungfrau zu sein, mit ihr zu sprechen, jeden Tag im Paradies zu sein. Es ist nicht einfach, nach jedem Treffen mit ihr in diese Welt zurückzukehren.”

Viele der Pilger kommen auch auf den Balken, um von der Mutter Gottes Heilung, ein Wunder oder Ähnliches zu erbitten. Das ist in Medjugorje nicht anders, als an allen derartigen Wallfahrtsorten überall auf der Welt. Schon deshalb musste der Heilige Stuhl in Rom handeln, um all diesen Pilgern eben die besagte Seelsorge bei ihren Pilgerreisen zu gewährleisten. Auch wenn der Vatikan die Wunder und Botschaften an sich nicht irgendwann anerkennen wird – den Strom der Pilger wird das erst mal nicht stoppen!

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+++Video auf YouTube+++ Portugal 1917 und “die Wunder von Fatima”: Kamen die Ancient Aliens schon vor rund 100 Jahren zurück? Oder waren sie nie fort?

Erschien nicht die "Mutter Gottes" 1917 in Fatima sondern Aliens? (Bild: gemeinfrei / L.A. Fischinger)
Erschien nicht die “Mutter Gottes” 1917 in Fatima sondern Aliens? (Bild: gemeinfrei / L.A. Fischinger)

Viele Freundinnen und Freunde des Phantastischen – vor allem aus dem Bereich Prä-Astronautik & Ancient Aliens – sind sicher, dass eines Tages die Außerirdischen von einst wieder kommen werden. Nur: wann ist es soweit? Oder waren die Astronautengötter nie weg? Oder Aber kamen sie zum Beispielspiel im Jahre 1917 zurück und zeigten sich in der heute weltberühmten Wallfahrtsstätte Fátima in Portugal? Denn dort soll die “Mutter Gottes” als legendäre Marienerscheinung erschienen sein. Waren es in Wahrheit…Aliens? Details dazu in diesem neuen Vlog-Video auf meinem YouTube-Channel.

 

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Von Lars A. Fischinger

Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Was mag von Mai bis Oktober 1917 im portugiesischen Fátima tatsächlich geschehen sein? “Griff der Himmel ein” – in Form der Gottesmutter Maria? Oder waren es in Wahrheit Außerirdische oder sogar die Ancient Aliens von einst?

Spekulationen um diese Marienerscheinungen wie vor allem auch dem Sonnenwunder und den “Drei Geheimnissen von Fátima” sind in der Grenzwissenschat sehr zahlreich. Aber auch als “Naturereignis” und “Massenhysterie” deuten Kritiker diese Wunder…

Mehr in meinem neuen Video. Sehr gerne könnt Ihr es liken, verlinken, teilen etc. Danke!

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Wunderheilung in Israel? Tumor einer schwer erkrankten Krebspatientin "ohne jede Behandlung verschwunden"

Heilte Jesus eine Krebspatienten in Israel? (Bild: WikiCommons)

Die Medien in Israel berichten derzeit von einer “Wunderheilung” der lebensbedrohlich an Krebs erkrankten Therese Daoud. Ihr sollte in einer Klinik in Tel Aviv aufgrund eines bösartigen Krebstumors ein Bein als letzte Überlebenschance amputiert werden – doch nun stehen die Ärzte vor einem Rätsel: Der Tumor sei durch “Gebete” verschwunden.


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Von Lars A. Fischinger 

Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen! 

Wunder gibt es immer wieder … hat der Volksmund recht? Wie in diesem Fall einer “Wunderheilung” im Heiligen Land?

“Die größe einer Organge” habe der Krebs der Therese Daoud gehabt, erklärte Professor Yaakov Bickels vom Ichilov-Krankenhaus in Tel Aviv. Der Krebs sei „einer der aggressivsten und entsetzlichsten Krebs-Tumore, die es gibt“, so der Professor weiter. „Mit einem Tumor dieses Ausmaßes war die einzige Behandlung, die wir Therese anbieten konnten, die Amputation ihres Beins.“

Doch nachdem die OP mehrfach verschoben wurde, begann die Gläubige zu beten. Daoud sah es als “ein klares Signal des Himmels”, dass sie sich nicht operieren lassen solle. Drei Monate später sei sie geheilt gewesen, was auch die medizinischen Untersuchen beweisen sollen. Professor Bickels wird mit den Worten zitiert:

So etwas ist einfach unmöglich. Ein Tumor dieser Größe kann niemals so zurückgehen wie bei Therese. Wir haben wieder und wieder ihre Werte überprüft. Wir konnten einfach nicht akzeptieren, dass der Krebs ohne jede Behandlung verschwunden war.“


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      Die Marienerscheinungen von Guadalupe 1531 und das Tuch-Wunder auf der Tilma: Artikel, Videos, Vortrag & Interviews

      Das Wunder von Guadalupe 1531 und seine Geschichte: Vortrag, Interview und Artikel von Lars A. Fischinger (Bild: Fischinger-Online / gemeinfrei)
      Das Wunder von Guadalupe 1531 und seine Geschichte: Vortrag, Interviews und Artikel von Lars A. Fischinger (Bild: Fischinger-Online / gemeinfrei)

      Der Volksmund weiß es schon sehr lange: „Wunder gibt es immer wieder.“ Aber das Thema „Wunder“ ist auch fester Bestandteil aller Religionen der Welt. Vor allem auch im Christentum werden Wunder gerne als Zeichen Gottes oder des Himmels angenommen. Und die „Marienerscheinungen“ sind dabei in der gesamten christlichen Welt ein fundamentaler Bestandteil der Glaubenswelt. Doch auch wenn die wenigstens angeblichen Erscheinungen von den entsprechenden vatikanischen Untersuchungsbehörden anerkannt werden, so ist ein Marien-Wunder für die katholische Kirche unumstritten: Guadalupe in Mexiko-Stadt, das ab dem 9. Dezember 1531 seinen Anfang nahm. In diesem Posting fasse ich für Euch das Thema in einem umfangreicher Artikel zusammen. Ebenso findet Ihr hier einen Vortrag dazu von meinem YouTube-Kanal, der auch andere Mysterien, wie etwa das Grabtuch von Turin und der Schleier von Manoppello, zum Thema hat.


      “Nicht von Menschenhand – Das Wunder von Guadalupe”

      Der erste Papst, der das Guadalupe-Wunder von 1531 offiziell anerkannte, war bereits im Jahr 1754 Benedikt XIV. Auch andere Päpste nach ihm betonten die Echtheit der Marienerscheinung und im Jahre 1976 wurde aufgrund des großen Zustroms von gläubigen Pilgern sogar eine neue Basilika mit Platz für ca. 10.000 Menschen in Mexiko-City gebaut.

      Guadalupe gilt damit heute als der größte Wallfahrtsort der Erde.

      Im Jahre 2007 habe ich zum Thema der Erscheinungen der Mutter Gottes 1531, der Reliquie der “Tilma von Guadalupe” und anderen rätselhaften Tuch-Reliquien mein Buch “Nicht von Menschenhand – Das Wunder von Guadalupe” veröffentlicht habe (s. a. HIER). In dieser Veröffentlicht erfahrt Ihr die Geschichte und die Details rund um dieses Erscheinung in allen Einzelheiten. Ebenso findet Ihr am Ende dieses Artikels ein entsprechendes YouTube-Video mit einem Vortrag von mir zu diesen Mysterien der Christenheit.

      Doch was war hier vor Jahrhunderten geschehen?

      Die Geschichte des Wunders von Guadalupe.

      Am 9. Dezember 1531 machte sich der aztekisch-stämmige Christ Juan Diego aus Tolpetlac auf den Weg zur heiligen Messe in Mexiko-Stadt. Auf dem Wege dorthin passierte er den Hügel Tepeyac und hatte dort seine erste Begegnung mit der rätselhaften Erscheinung. Von der Spitze des Hügels herab konnte Diego eine für ihn übernatürlich erscheinende Musik und einen „wunderbaren himmlischen Gesang“ vernehmen.

      Plötzlich aber verstummte diese himmlische Musik und er hörte wie jemand seinen Namen rief. Neugierig machte er sich auf den Weg zum Gipfel. Dort angekommen sah er sich nun einer wunderbaren Gestalt, einem „Edelfräulein“, wie es die Überlieferung nennt, gegenüber.

      Bild des Juan Diego in Guadalupe (Bild: L. A. Fischinger)
      Bild des Juan Diego in Guadalupe (Bild: L. A. Fischinger)

      Diego erfuhr von der Erscheinung, dass sie die heilige Jungfrau Maria persönlich sei und einen Auftrag für ihn habe. Er sei dazu auserwählt, an diesem Ort auf dem Tepeya für die Mutter Gottes ein Heiligtum zu errichten. Dazu soll er nach Mexiko-City gehen um diesen heiligen Auftrag dem dortigen Bischof P. Juan de Zumárraga zu unterbreiten. Ein Auftrag des Himmels, das war für Diego klar. Und natürlich machte er sich umgehend auf den Weg zum Bischof.

      Doch Bischof Zumárraga war verständlicherweise misstrauisch gegenüber der Bitte des Azteken Diego. Und so entließ er Diego mit dem Hinweis, bei Zeiten über das von ihm Gehörte nochmals nachzudenken.

      Juan Diego verließ Mexiko-City und begab sich zurück zum Hügel der Erscheinung wo es erneut zu einer Begegnung mit der heiligen Mutter Gottes kam. Diego berichtete, dass er mit Sicherheit der falsche Mann für diese Aufgabe sei und sie doch bitte einen anderen in ihren Namen zum Bischof schicken solle. Doch die „Mutter Gottes“ blieb stur: Diego sei der Vermittler ihrer Bitte und solle am folgenden Tag gleich wieder zum Bischof gehen um seiner Forderung Nachdruck zu verleihen.

      So sprach Diego am kommenden Tag erneut bei Bischof Zumárraga vor. Doch dieser war weiterhin nicht überzeugt, dass der Azteke die Wahrheit sprach. Auf das Wort eines einzelnen Mannes könne er nicht eine Kirche bauen, so der Bischof. Diego solle einen Beweis bringen, dass er tatsächlich „von der Königin des Himmels persönlich gesandt“ wurde.

      Auf dem Weg zurück traf Diego ein drittes Mal auf die „Königin des Himmels“ und schilderte ihr erneut seinen Misserfolg. Doch diesmal erfuhr Diego, dass er am kommenden Tag erneut hierher kommen soll und dann den geforderten Beweis erhalten werde. 

      Das eigentliche Wunder von 1531: Die Tilma von Guadalupe und das Abbild der Mutter Gottes

      Blick zur Spitze des Tepeyac heute (Bild: L. A. Fischinger)
      Blick zur Spitze des Tepeyac heute (Bild: L. A. Fischinger)

      Nun wurde es sehr interessant, denn Diego kam natürlich wie befohlen erneut zum verabredeten Treffpunkt und die heilige Dame trug Diego auf, er soll zum Gipfel steigen und dort die Blumen pflücken, die er dort vorfinden wird. Schon das verwunderte Diego, denn es war mitten im Winter.

      Auch im Dezember ist es kalt in Mexiko und von einer Blumenpracht kann keine Rede sein.

      Doch an diesem Tage, so die Überlieferungen weiter, wuchsen dort die herrlichsten Blumen und Diego sammelte sie begeistert auf und legte sie in seinen Umhang, die so genannte „Tilma“. Die Madonna trug ihm deutlich auf, dass diese Blumen der Beweis sind, den der Bischof verlangt habe. Ein drittes Mal machte sich Diego nun auf dem Weg zum Bischof und wurde auch zu ihm vorgelassen. Dieser war aber nun nicht allein in seinem Raum. Als ihn der Bischof fragte, ob er nun den Beweis habe – geschah das eigentliche “Wunder von Guadalupe”.

      Wieder schilderte Diego voller Leidenschaft seine Geschichte und aufmerksam hörte sich der Bischof alles an. Sicher voller Erwartung, ob der Azteke das geforderte Wunder liefen kann, blickte er auf die an sich schon wundersame Blumenpracht in Diegos Tilma! Dann geschah das “Zeichen des Himmels”, das bis auf den heutigen Tag von 20 Millionen Menschen im Jahr besucht wird.

      Der Urtext überliefert:

      Vortrag über "Das Wunder von Guadalupe", das Grabuch von Turin und den "Schleier von Manoppello" von L.A. Fischinger 2009 (Bild: L.A. Fischinger)
      VORTRAG über “Das Wunder von Guadalupe”, das Grabuch von Turin und den “Schleier von Manoppello” von Lars A. Fischinger (Bild: L.A. Fischinger)

      Und dann breitete er seine weiße Tilma aus, in die hinein sie die Blumen gelegt hatte. Und sobald die verschiedenen kostbaren Blumen zu Boden fielen, da verwandelte sie (die Tilma, Anm. LAF) sich dort in ein Zeichen, es erschien plötzlich das geliebte Bild der Vollkommenen, der Heiligen Jungfrau Maria, der Mutter Gottes, in der Form und Gestalt, wie es jetzt ist.

      Dort, wo es jetzt aufbewahrt wird in ihrem geliebten kleinen Haus, in ihrem kleinen Heiligtum dort auf dem Tepeyac, der Guadalupe genannt wird. Und als der regierende Bischof es sah, und alle die dort waren, knieten sie nieder und bewunderten es sehr. Sie standen auf, um es zu sehen (…) das Herz, die Gedanken erstaunt…

      Und der regierende Bischof bat ihn unter Weinen und in Betrübnis um Verzeihung, dass er nicht gleich ihren Willen, ihren ehrwürdigen Hauch, ihr ehrwürdiges Wort ausgeführt hatte. Und als er aufstand, löste er von der Schulter, wo es zusammengebunden war, das Gewand, die Tilma von Juan Diego, auf der erschienen war, auf der sich in ein Zeichen verwandelt hatte die Königin des Himmels.

      Die Blumen lösten sich bei der Berührung des Bodens in Luft auf, aber von Erstaunen ergriffen blickten die Anwesenden nun auf ein Bild der Jungfrau Maria, das auf Tilma erschien.

      Die Tilma von Guadalupe heute (Bild: L. A. Fischinger)
      Die Tilma von Guadalupe heute (Bild: L. A. Fischinger)

      Umgehend erklärte sich der tief beeindruckte Bischof bereit, die kleine Kirche am Ort der Erscheinung zu errichten und am 26. Dezember 1531 wurde das Bildnis der Madonna feierlich in die neue Kapelle getragen. Der Bischof war nicht nur erstaunt, er war nun überzeugt! Zumárraga zweifelte nach dem, was er da gesehen hatte, keine Sekunde mehr, dass der Indio tatsächlich eine Begegnung mit dem Himmel gehabt hatte, dass er der Sprecher der Gottesmutter war und dass der Wunsch nach einer Marienkirche erfüllt werden musste.

      So bat er Diego am folgenden Morgen, dass er ihm genau zeigen solle, wo das Gotteshaus der Maria denn erbaut werden sollte. Also machten sich Diego, der Bischof und einige Gefolgsleute auf den Weg zum Tepeyac. Diego führte die Gesandtschaft genau dorthin, wo er seine Treffen mit der Erscheinung gehabt hatte. Dort entstand in den folgenden Jahrhunderten nach und nach die Wallfahrtsstätte der Jungfrau von Guadalupe in Mexiko-Stadt; der meistbesuchte Pilgerort der Erde.

      Eine Marienerscheinung, die eine Reliquie hinterlassen hat?

      Was hier vor über 450 Jahren geschehen sein soll, gilt bis heute als ein reales Wunder. Die Zeugen, die 1531 bei der Manifestation des Bildes der „lieben Frau“ zugegen waren, sahen die plötzliche Erscheinung des Bildes mit eigenen Augen. Aber das Originalbild dieses Wunders liegt bis heute vor. Es existiert noch immer – und es ist ohne Zweifel eines der erstaunlichsten Reliquien der Christenheit.

      Als Wunder muss man eigentlich schon allein den Umstand bezeichnen, dass wir das Bildnis seit 1531 noch immer vorliegen haben. Außer natürlich, wir unterstellen der katholischen Kirche, dass sie schon lange das Bildnis in der Basilika gegen eine Kopie ausgetauscht hat. Der Stoff, aus dem die Tilma einst hergestellt wurde, hält normalerweise nämlich nicht länger als 20 bis 25 Jahre. Normalerweise …

      Lars A. Fischinger vor der Basilika von Guadalupe in Mexiko (Bild: L. A. Fischinger)
      Lars A. Fischinger vor der Basilika von Guadalupe in Mexiko (Bild: L. A. Fischinger)

      Doch bis heute ist an dem Gewebe keinerlei Spur einer Abnutzung zu sehen. Jahrhunderte lang haben es fromme Menschen geküsst und gestreichelt, Weihrauch geopfert, unzählige Kerzen vor dem Bildnis angezündet, und zum Teil sogar kranken Menschen über gelegt. Dabei war das Bild über lange Zeiten hinweg offen in der Kapelle ausgestellt. Keine Glasscheibe schützte das heilige Relikt vor den Einwirkungen der Zeit.

      Auch Fenster gab es nicht. Die „Farben“ sind bis heute dennoch kräftig und erscheinen frisch. Schon im Jahre 1979 stellte Professor Philipp Callaham, Biophysiker an der Universität Florida, fest, dass die andauernde Bestrahlung des Bildes mit ultraviolettem Licht der Kerzen die Farben schon unlängst zerstört hätte. Hat es aber nicht.

      Doch Jahrzehnte zuvor, im Jahre 1936, kam es bereits zu einer anderen, seltsamen Entdeckung: Professor Richard Kuhn, Nobelpreisträger für Chemie von der Universität Heidelberg, bekam eine gelbe und eine rote Faser des Stoffes zu genauen Analysen. Professor Kuhn kam nach eingehenden Untersuchungen der Proben zu einem seltsamen Ergebnis, denn er konnte weder tierische, mineralische noch pflanzliche Farbstoffe in den Proben nachweisen.

      Interview der GEP eV zum Wunder von Guadalupe mit Lars A. Fischinger (Bild: L. A. Fischinger)
      Interview der GEP eV zum Wunder von Guadalupe (Bild: L. A. Fischinger)

      Die Ergebnisse von Professor Kuhns Forschungen wurden zehn Jahre später bestätigt. 1946 untersuchte man das gesamte Tuch mit einem Mikroskop. Dabei stellte sich heraus, dass es sich bei dem Abbild auf keinen Fall um ein Gemälde handeln kann – jegliche Spuren einer Pinselführung fehlten vollkommen.

      Auch der Physiker Professor Franciso Camps Rivera untersuchte das Material 1954 und 1966 auf Hinweise, dass hier ein Gemälde und somit um eine Fälschung vorliegt. Doch auch seine Analysen kamen zu identischen Ergebnissen.

      Den endgültigen Nachweis, die die These einer geschickt angefertigten Fälschung widerlegte, erbrachten 1979 der schon erwähnte Professor Philipp Callaham und Professor Jody Smith. Durch ihre Infrarotuntersuchungen wiesen sie nach, dass das Bild keine Untermalung oder Grundierung besitzt.

      Auch wird das Motiv auf dem Tuch von keiner Glasur oder ähnlichem vor der Witterung geschützt, was aufgrund des sehr guten Erhaltungszustandes sicher mehr als erstaunt. Auch eine Leimung schlossen die beiden Forscher aus und bezeichneten das mysteriöse Phänomen des Tuches als „phantastisch“. Sogar die Zwischenräume der einzelnen Fasern waren leer; es fanden sich keine Farben oder andere Materialien dazwischen.

      Ein Team von KODAK gab im Jahre 1963 sogar bekannt, dass das Abbild der Madonna „den Charakter einer Fotografie“ habe. Erklären konnten sie es nicht. 

      Bilder in den Augen der Madonna von Guadalupe?

      Der Umstand, dass das umstrittene Abbild der Maria auf dem Mantel kein Gemälde ist, ist nur eine Besonderheit des Objektes. Eine andere Eigenart und sicher auch bedeutendere Feststellung sind die seltsamen Details des Bildes an sich. Im Jahr 1929 machte der mexikanische Fotograf Alfonso Gonzales als erster die Entdeckung, dass das Abbild der Jungfrau angeblich versteckte Szenen enthält. Er wies die kirchlichen Behörden darauf hin, dass er in den Augen der Mutter Maria das Gesicht eines Menschen fand.

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      Doch mit seiner Entdeckung konnte man lange nichts anfangen und so dauerte es noch bis zum Jahre 1951.

      Am 29. Mai griff der Grafiker Carlos Salinas diese Entdeckung wieder auf und stellte eigene Untersuchungen an. Salinas fand tatsächlich in der Pupille des rechten Auges das Abbild eines Mannes mit Bart. Sogleich unterrichtete er Luis Maria Martinez, Erzbischof von Mexiko-City. Salinas hatte mehr Glück als Gonzales 1929, denn der Erzbischof rief eine Sonderkommission ein, die das Abbild genauer untersuchen sollte. Die Untersucher bestätigten am 11. Dezember 1955 nicht nur das Vorhandensein eines menschlichen Gesichtes im Auge der Abbildung, sondern sprachen dies sogar Juan Diego höchst selbst zu.

      Sind in den Augen der Madonna der Tilma von Guadalupe Personen zu sehen? (Bild-Beispiele entnommen aus dem Buch "El secreto de sus ojos" von José Aste Tönsmann 2004)
      Sind in den Augen der Madonna der Tilma von Guadalupe Personen zu sehen? Klick zur Großansicht. (Bild-Beispiele entnommen aus dem Buch “El secreto de sus ojos” von José Aste Tönsmann 2004)

      Die Entdeckungen gingen noch weiter.

      Schon im Juli 1956 konnten die Augenärzte Dr. Javier Torroelle Bueno und Rafael Torifa Lavoignet die Ergebnisse nicht nur bestätigen sondern noch erweitern. Lavoignet wies darauf hin, dass die Abbildungen in den Augen der heiligen Madonna exakt einer Spiegelung entsprechen, wie sie in einem echten menschlichen Auge entstehen kann. „Die Verzerrung und die Stelle des optischen Bildes stimmen mit dem überein, was in einem normalen Auge produziert wird“, schrieb Lavoignet.

      Lars A. Fischinger im Interview 2010 (Bild: L.A. Fischinger)VIDEO: iPhone, eBooks, neue Medien & die alten Mysterien der Menschheit: Interview von Susan Heat mit Lars A Fischinger auf der Buchmesse Frankfurt 2010
      VIDEO: Lars A. Fischinger im spontanen Interview mit Susan Heat auf der Buchmesse Frankfurt 2010 (Bild: L. A. Fischinger)

      Doch die Untersuchungen des Augenarztes Dr. C. Wahlig und seinem Team aus Optikern und Ärzten übertrafen alle bisherigen. Ihnen gelang es nicht nur weitere „Personen“ in den Augen des Bildes zu finden, sondern sie konnten sogar rekonstruieren in welcher Anordnung sich diese befanden. Dr. Wahlig vermutet, dass die Szene in den Augen der Jungfrau Maria exakt jener Szene entspricht, wie sie sich im Dezember 1531 in den Räumen des Bischofs von Mexiko-City zugetragen hat, als Juan Diego die Blumen vor den Geistlichen auf dem Boden warf … heißt es.

      Die letzte derartige Untersuchung der Augen des Madonna-Bildnisses wurde 1986 von dem Augenarzt Dr. Jorge Padilla durchgeführt. Mittels Computeranalysen und Aufnahmen durch ein Elektronenmikroskop bestätigte auch Dr. Padilla die Existenz der Personen im vollen Umfang. 

      Ein „Wink des Himmels“?

      Die Tilma ist nur 167,64 mal 94,15 Zentimeter groß.

      Lars A. Fischinger im Interview (Bild: S. Ampssler / WikiCommons)
      VIDEO: Lars A. Fischinger 2008 im (lokalen) TV-Interview – u.a. zum Thema “Guadalupe” (Bild: S. Ampssler / WikiCommons)

      Das eigentliche Bild der „Mutter Lateinamerikas, wie Papst Johannes Paul II. es bei seinem Besuch in Guadalupe 1979 nannte, ist nur 142,24 Zentimeter hoch. Ein sehr grob gewebtes Stück Stoff, das seit der ersten, einfachen Untersuchung 1666 immer mehr Rätsel aufgibt.

      Was mag hier vor Jahrhunderten geschehen sein? Was hat es mit der Geschichte auf sich? Ist alles reines Wunschdenken der Gläubigen? Ist die Urschift der Ereignisse, das “Nican Mopohua” von 1540 bis 1550, das die Geschichte erzählt, authentisch? Für Skeptiker ist allein schon dieser Text ein Fake. Und was wollte Gott, Jesus, der heilige Geist oder die Mutter Maria mit diesen Erscheinungen und dem Wunder auf der Tilma überhaupt erreichen?

      Die Ereignisse und wundersamen Marienerscheinungen in Mexiko liegen lange zurück, sind aber vom Vatikan als eine Art „Wink aus dem Himmel“ und “Zeichen von Gott” anerkannt.

      Auch den Einheimische Juan Diego, der bis heute in Mexiko eine Art „Held“ oder besser eine nationale Ikone ist, hat der Papst als ersten Amerikaner heiliggesprochen. Obwohl es Zweifel gibt, dass es diesen Mann jemals gab. Und wir haben von der Erscheinung der Mutter Gottes ein „Zeichen“ in Form des Bildes auf der Tilma bis heute vorliegen. Jeder kann es sich ansehen. Wenn es – denn auch diese Einwände existieren – tatsächlich noch das echte Bild von 1531 ist.

      Bei allen Untersuchungen des Bildes verstärkten sich die Hinweise, dass wir hier tatsächlich eine unerklärliche Situation vor uns haben. Die Abbildung scheint kein Gemälde zu sein, sie ist seit rund 480 Jahren in einem bemerkenswert guten Erhaltungszustand und in den Augen wurden mutmaßlich die Abbildungen von Menschen nachgewiesen, die sogar jene Personen seien, die im Dezember 1531 beim Wunder anwesend waren. Und vom Bildnis selber sollen ebenso „Wunder“ ausgehen.

      Grenzwissenschafts-Autor und Mystery-Jäger Lars A. Fischinger im Interview: Die Welt der Prä-Astronautik, die Skeptiker, der Papst und die “Ancient Aliens-Religion” (Bild: L. A. Fischinger)
      VIDEO: Lars A. Fischinger im Interview: Die Prä-Astronautik, die Skeptiker, der Papst & die „Ancient Aliens-Religion“ (Bild: L. A. Fischinger)

      Wie vom heiligen Wallfahrtsort Fatimá und anderen wird auch von dem Bildnis in Guadalupe berichtet, es haben Menschen geheilt usw. Auch einer Wasserquelle, die am Ort der Erscheinungen entspringt, werden heilende Wirkungen nachgesagt. Doch das Größte Wunder ist wohl die Tatsache, dass das Bild der heiligen Jungfrau zu einer Zeit erschienen sein soll, als das große Volk der Azteken seine schlimmsten Jahre durchlebte.

      Die spanischen Eroberer schafften es in rund 40 Jahren nicht nur ein riesiges Reich zu zerschlagen sondern fast das gesamte Volk der Azteken auszulöschen. Eingeschleppte Erkrankungen der Europäer taten dabei ihr übriges. In diesen Tagen des Untergangs erschien das Bild.

      Im Zuge dieses Wunders von Guadalupe – ließen sich über neun Millionen Azteken taufen und vermischten sich mit den Spaniern …

      Update 2. September 2018: Layout, Links & Bilder

      Vortrag von 2009 auf Grenzwissenschaft und Mystery Files zum Thema
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      12. Dezember: Der "Tag der Jungfrau von Guadalupe", Mexiko. Das Marienwunder von 1531

      Nichts geht mehr heute – Mexiko feiert: Am 12. Dezember 1531 erschien die “Heilige Jungfrau Maria” zum 4. Mal dem Indianer Juan Diego auf dem Tepeyac Berg im heutigen Mexiko-Stadt und bat ihm, als Zeichen für den Bischof, auf der Spitze des Berges Blumen zu pflücken. Trotz Frost fand Diego dort eine Fülle bunter Blumen und blühende kastilische Rosen. Er pflückte die Blumen und Rosen und legte sie in seiner umgeschlagenen Tilma (= Umhang) und ging erneut zum Bischof von Mexiko-Stadt. Als er vor diesem seine Tilma öffnete, erschien auf dem Umgang das zuvor vom Bischof gewünschte “Wunderzeichen”: Während die Blumen zu Boden fielen erschien auf  dem Cape ein Bild der “Heiligen Jungfrau Maria”. Der Bischof erkannte darin das Bild der “Jungfrau von Guadalupe” von Spanien und war nun überzeugt, dass die wahre Gottesmjtter hier Wunder wirkt. Seit dem ist der 12. Dezember in ganz Mexiko (und darüber hinaus) ein Freundentag!

      Von Lars A. Fischinger

      Im Jahr 2007 veröffentlichte ich zu der oben nur sehr kurz geschilderten Geschichte mein 2006 geschriebenes Buch “Das Wunder von Guadalupe – Nicht von Menschenhand”.

      Ende 2007 wurde mir dazu die Ehre gewäht, dieses Buch persönlich bei einer Audienz Papst Benedikt XVI. im Vatikan zu überreichen. Der Einladung des Vatikan folgte ich Anfang Dezember 2007 (hier und hier).

      In ganz Mexiko wird die Nationalheilige heute gefeiert. Dazu:

      Papst Benedikt XVI. und Lars A. Fischinger im Vatikan

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         Es muss nicht alles so sein, es kann auch ganz anders sein. Manche Rätsel sind Scheinrätsel, manche werden zu welchen gemacht, manche aber widerstehen ziemlich hartnäckig allzu glatten Erklärungsversuchen.

        (Walter-Jörg Langbein, 1993 in “Die großen Rätsel der letzten 2500 Jahre”)
        www.Youtube.com/FischingerOnlineDER MYSTERY-VIDEO-CHANNEL

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