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Wunderheilung in Israel? Tumor einer schwer erkrankten Krebspatientin "ohne jede Behandlung verschwunden"

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Heilte Jesus eine Krebspatienten in Israel? (Bild: WikiCommons)

Die Medien in Israel berichten derzeit von einer “Wunderheilung” der lebensbedrohlich an Krebs erkrankten Therese Daoud. Ihr sollte in einer Klinik in Tel Aviv aufgrund eines bösartigen Krebstumors ein Bein als letzte Überlebenschance amputiert werden – doch nun stehen die Ärzte vor einem Rätsel: Der Tumor sei durch “Gebete” verschwunden.


MYSTERY & Prä-Astronautik auf YouTube

Von Lars A. Fischinger 

Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen! 

Wunder gibt es immer wieder … hat der Volksmund recht? Wie in diesem Fall einer “Wunderheilung” im Heiligen Land?

“Die größe einer Organge” habe der Krebs der Therese Daoud gehabt, erklärte Professor Yaakov Bickels vom Ichilov-Krankenhaus in Tel Aviv. Der Krebs sei „einer der aggressivsten und entsetzlichsten Krebs-Tumore, die es gibt“, so der Professor weiter. „Mit einem Tumor dieses Ausmaßes war die einzige Behandlung, die wir Therese anbieten konnten, die Amputation ihres Beins.“

Doch nachdem die OP mehrfach verschoben wurde, begann die Gläubige zu beten. Daoud sah es als “ein klares Signal des Himmels”, dass sie sich nicht operieren lassen solle. Drei Monate später sei sie geheilt gewesen, was auch die medizinischen Untersuchen beweisen sollen. Professor Bickels wird mit den Worten zitiert:

So etwas ist einfach unmöglich. Ein Tumor dieser Größe kann niemals so zurückgehen wie bei Therese. Wir haben wieder und wieder ihre Werte überprüft. Wir konnten einfach nicht akzeptieren, dass der Krebs ohne jede Behandlung verschwunden war.“


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      Die Marienerscheinungen von Guadalupe 1531 und das Tuch-Wunder auf der Tilma: Artikel, Videos, Vortrag & Interviews

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      Das Wunder von Guadalupe 1531 und seine Geschichte: Vortrag, Interview und Artikel von Lars A. Fischinger (Bild: Fischinger-Online / gemeinfrei)
      Das Wunder von Guadalupe 1531 und seine Geschichte: Vortrag, Interviews und Artikel von Lars A. Fischinger (Bild: Fischinger-Online / gemeinfrei)

      Der Volksmund weiß es schon sehr lange: „Wunder gibt es immer wieder.“ Aber das Thema „Wunder“ ist auch fester Bestandteil aller Religionen der Welt. Vor allem auch im Christentum werden Wunder gerne als Zeichen Gottes oder des Himmels angenommen. Und die „Marienerscheinungen“ sind dabei in der gesamten christlichen Welt ein fundamentaler Bestandteil der Glaubenswelt. Doch auch wenn die wenigstens angeblichen Erscheinungen von den entsprechenden vatikanischen Untersuchungsbehörden anerkannt werden, so ist ein Marien-Wunder für die katholische Kirche unumstritten: Guadalupe in Mexiko-Stadt, das ab dem 9. Dezember 1531 seinen Anfang nahm. In diesem Posting fasse ich für Euch das Thema in einem umfangreicher Artikel zusammen. Ebenso findet Ihr hier einen Vortrag dazu von meinem YouTube-Kanal, der auch andere Mysterien, wie etwa das Grabtuch von Turin und der Schleier von Manoppello, zum Thema hat.


      “Nicht von Menschenhand – Das Wunder von Guadalupe”

      Der erste Papst, der das Guadalupe-Wunder von 1531 offiziell anerkannte, war bereits im Jahr 1754 Benedikt XIV. Auch andere Päpste nach ihm betonten die Echtheit der Marienerscheinung und im Jahre 1976 wurde aufgrund des großen Zustroms von gläubigen Pilgern sogar eine neue Basilika mit Platz für ca. 10.000 Menschen in Mexiko-City gebaut.

      Guadalupe gilt damit heute als der größte Wallfahrtsort der Erde.

      Im Jahre 2007 habe ich zum Thema der Erscheinungen der Mutter Gottes 1531, der Reliquie der “Tilma von Guadalupe” und anderen rätselhaften Tuch-Reliquien mein Buch “Nicht von Menschenhand – Das Wunder von Guadalupe” veröffentlicht habe (s. a. HIER). In dieser Veröffentlicht erfahrt Ihr die Geschichte und die Details rund um dieses Erscheinung in allen Einzelheiten. Ebenso findet Ihr am Ende dieses Artikels ein entsprechendes YouTube-Video mit einem Vortrag von mir zu diesen Mysterien der Christenheit.

      Doch was war hier vor Jahrhunderten geschehen?

      Die Geschichte des Wunders von Guadalupe.

      Am 9. Dezember 1531 machte sich der aztekisch-stämmige Christ Juan Diego aus Tolpetlac auf den Weg zur heiligen Messe in Mexiko-Stadt. Auf dem Wege dorthin passierte er den Hügel Tepeyac und hatte dort seine erste Begegnung mit der rätselhaften Erscheinung. Von der Spitze des Hügels herab konnte Diego eine für ihn übernatürlich erscheinende Musik und einen „wunderbaren himmlischen Gesang“ vernehmen.

      Plötzlich aber verstummte diese himmlische Musik und er hörte wie jemand seinen Namen rief. Neugierig machte er sich auf den Weg zum Gipfel. Dort angekommen sah er sich nun einer wunderbaren Gestalt, einem „Edelfräulein“, wie es die Überlieferung nennt, gegenüber.

      Bild des Juan Diego in Guadalupe (Bild: L. A. Fischinger)
      Bild des Juan Diego in Guadalupe (Bild: L. A. Fischinger)

      Diego erfuhr von der Erscheinung, dass sie die heilige Jungfrau Maria persönlich sei und einen Auftrag für ihn habe. Er sei dazu auserwählt, an diesem Ort auf dem Tepeya für die Mutter Gottes ein Heiligtum zu errichten. Dazu soll er nach Mexiko-City gehen um diesen heiligen Auftrag dem dortigen Bischof P. Juan de Zumárraga zu unterbreiten. Ein Auftrag des Himmels, das war für Diego klar. Und natürlich machte er sich umgehend auf den Weg zum Bischof.

      Doch Bischof Zumárraga war verständlicherweise misstrauisch gegenüber der Bitte des Azteken Diego. Und so entließ er Diego mit dem Hinweis, bei Zeiten über das von ihm Gehörte nochmals nachzudenken.

      Juan Diego verließ Mexiko-City und begab sich zurück zum Hügel der Erscheinung wo es erneut zu einer Begegnung mit der heiligen Mutter Gottes kam. Diego berichtete, dass er mit Sicherheit der falsche Mann für diese Aufgabe sei und sie doch bitte einen anderen in ihren Namen zum Bischof schicken solle. Doch die „Mutter Gottes“ blieb stur: Diego sei der Vermittler ihrer Bitte und solle am folgenden Tag gleich wieder zum Bischof gehen um seiner Forderung Nachdruck zu verleihen.

      So sprach Diego am kommenden Tag erneut bei Bischof Zumárraga vor. Doch dieser war weiterhin nicht überzeugt, dass der Azteke die Wahrheit sprach. Auf das Wort eines einzelnen Mannes könne er nicht eine Kirche bauen, so der Bischof. Diego solle einen Beweis bringen, dass er tatsächlich „von der Königin des Himmels persönlich gesandt“ wurde.

      Auf dem Weg zurück traf Diego ein drittes Mal auf die „Königin des Himmels“ und schilderte ihr erneut seinen Misserfolg. Doch diesmal erfuhr Diego, dass er am kommenden Tag erneut hierher kommen soll und dann den geforderten Beweis erhalten werde. 

      Das eigentliche Wunder von 1531: Die Tilma von Guadalupe und das Abbild der Mutter Gottes

      Blick zur Spitze des Tepeyac heute (Bild: L. A. Fischinger)
      Blick zur Spitze des Tepeyac heute (Bild: L. A. Fischinger)

      Nun wurde es sehr interessant, denn Diego kam natürlich wie befohlen erneut zum verabredeten Treffpunkt und die heilige Dame trug Diego auf, er soll zum Gipfel steigen und dort die Blumen pflücken, die er dort vorfinden wird. Schon das verwunderte Diego, denn es war mitten im Winter.

      Auch im Dezember ist es kalt in Mexiko und von einer Blumenpracht kann keine Rede sein.

      Doch an diesem Tage, so die Überlieferungen weiter, wuchsen dort die herrlichsten Blumen und Diego sammelte sie begeistert auf und legte sie in seinen Umhang, die so genannte „Tilma“. Die Madonna trug ihm deutlich auf, dass diese Blumen der Beweis sind, den der Bischof verlangt habe. Ein drittes Mal machte sich Diego nun auf dem Weg zum Bischof und wurde auch zu ihm vorgelassen. Dieser war aber nun nicht allein in seinem Raum. Als ihn der Bischof fragte, ob er nun den Beweis habe – geschah das eigentliche “Wunder von Guadalupe”.

      Wieder schilderte Diego voller Leidenschaft seine Geschichte und aufmerksam hörte sich der Bischof alles an. Sicher voller Erwartung, ob der Azteke das geforderte Wunder liefen kann, blickte er auf die an sich schon wundersame Blumenpracht in Diegos Tilma! Dann geschah das “Zeichen des Himmels”, das bis auf den heutigen Tag von 20 Millionen Menschen im Jahr besucht wird.

      Der Urtext überliefert:

      Vortrag über "Das Wunder von Guadalupe", das Grabuch von Turin und den "Schleier von Manoppello" von L.A. Fischinger 2009 (Bild: L.A. Fischinger)
      VORTRAG über “Das Wunder von Guadalupe”, das Grabuch von Turin und den “Schleier von Manoppello” von Lars A. Fischinger (Bild: L.A. Fischinger)

      Und dann breitete er seine weiße Tilma aus, in die hinein sie die Blumen gelegt hatte. Und sobald die verschiedenen kostbaren Blumen zu Boden fielen, da verwandelte sie (die Tilma, Anm. LAF) sich dort in ein Zeichen, es erschien plötzlich das geliebte Bild der Vollkommenen, der Heiligen Jungfrau Maria, der Mutter Gottes, in der Form und Gestalt, wie es jetzt ist.

      Dort, wo es jetzt aufbewahrt wird in ihrem geliebten kleinen Haus, in ihrem kleinen Heiligtum dort auf dem Tepeyac, der Guadalupe genannt wird. Und als der regierende Bischof es sah, und alle die dort waren, knieten sie nieder und bewunderten es sehr. Sie standen auf, um es zu sehen (…) das Herz, die Gedanken erstaunt…

      Und der regierende Bischof bat ihn unter Weinen und in Betrübnis um Verzeihung, dass er nicht gleich ihren Willen, ihren ehrwürdigen Hauch, ihr ehrwürdiges Wort ausgeführt hatte. Und als er aufstand, löste er von der Schulter, wo es zusammengebunden war, das Gewand, die Tilma von Juan Diego, auf der erschienen war, auf der sich in ein Zeichen verwandelt hatte die Königin des Himmels.

      Die Blumen lösten sich bei der Berührung des Bodens in Luft auf, aber von Erstaunen ergriffen blickten die Anwesenden nun auf ein Bild der Jungfrau Maria, das auf Tilma erschien.

      Die Tilma von Guadalupe heute (Bild: L. A. Fischinger)
      Die Tilma von Guadalupe heute (Bild: L. A. Fischinger)

      Umgehend erklärte sich der tief beeindruckte Bischof bereit, die kleine Kirche am Ort der Erscheinung zu errichten und am 26. Dezember 1531 wurde das Bildnis der Madonna feierlich in die neue Kapelle getragen. Der Bischof war nicht nur erstaunt, er war nun überzeugt! Zumárraga zweifelte nach dem, was er da gesehen hatte, keine Sekunde mehr, dass der Indio tatsächlich eine Begegnung mit dem Himmel gehabt hatte, dass er der Sprecher der Gottesmutter war und dass der Wunsch nach einer Marienkirche erfüllt werden musste.

      So bat er Diego am folgenden Morgen, dass er ihm genau zeigen solle, wo das Gotteshaus der Maria denn erbaut werden sollte. Also machten sich Diego, der Bischof und einige Gefolgsleute auf den Weg zum Tepeyac. Diego führte die Gesandtschaft genau dorthin, wo er seine Treffen mit der Erscheinung gehabt hatte. Dort entstand in den folgenden Jahrhunderten nach und nach die Wallfahrtsstätte der Jungfrau von Guadalupe in Mexiko-Stadt; der meistbesuchte Pilgerort der Erde.

      Eine Marienerscheinung, die eine Reliquie hinterlassen hat?

      Was hier vor über 450 Jahren geschehen sein soll, gilt bis heute als ein reales Wunder. Die Zeugen, die 1531 bei der Manifestation des Bildes der „lieben Frau“ zugegen waren, sahen die plötzliche Erscheinung des Bildes mit eigenen Augen. Aber das Originalbild dieses Wunders liegt bis heute vor. Es existiert noch immer – und es ist ohne Zweifel eines der erstaunlichsten Reliquien der Christenheit.

      Als Wunder muss man eigentlich schon allein den Umstand bezeichnen, dass wir das Bildnis seit 1531 noch immer vorliegen haben. Außer natürlich, wir unterstellen der katholischen Kirche, dass sie schon lange das Bildnis in der Basilika gegen eine Kopie ausgetauscht hat. Der Stoff, aus dem die Tilma einst hergestellt wurde, hält normalerweise nämlich nicht länger als 20 bis 25 Jahre. Normalerweise …

      Lars A. Fischinger vor der Basilika von Guadalupe in Mexiko (Bild: L. A. Fischinger)
      Lars A. Fischinger vor der Basilika von Guadalupe in Mexiko (Bild: L. A. Fischinger)

      Doch bis heute ist an dem Gewebe keinerlei Spur einer Abnutzung zu sehen. Jahrhunderte lang haben es fromme Menschen geküsst und gestreichelt, Weihrauch geopfert, unzählige Kerzen vor dem Bildnis angezündet, und zum Teil sogar kranken Menschen über gelegt. Dabei war das Bild über lange Zeiten hinweg offen in der Kapelle ausgestellt. Keine Glasscheibe schützte das heilige Relikt vor den Einwirkungen der Zeit.

      Auch Fenster gab es nicht. Die „Farben“ sind bis heute dennoch kräftig und erscheinen frisch. Schon im Jahre 1979 stellte Professor Philipp Callaham, Biophysiker an der Universität Florida, fest, dass die andauernde Bestrahlung des Bildes mit ultraviolettem Licht der Kerzen die Farben schon unlängst zerstört hätte. Hat es aber nicht.

      Doch Jahrzehnte zuvor, im Jahre 1936, kam es bereits zu einer anderen, seltsamen Entdeckung: Professor Richard Kuhn, Nobelpreisträger für Chemie von der Universität Heidelberg, bekam eine gelbe und eine rote Faser des Stoffes zu genauen Analysen. Professor Kuhn kam nach eingehenden Untersuchungen der Proben zu einem seltsamen Ergebnis, denn er konnte weder tierische, mineralische noch pflanzliche Farbstoffe in den Proben nachweisen.

      Interview der GEP eV zum Wunder von Guadalupe mit Lars A. Fischinger (Bild: L. A. Fischinger)
      Interview der GEP eV zum Wunder von Guadalupe (Bild: L. A. Fischinger)

      Die Ergebnisse von Professor Kuhns Forschungen wurden zehn Jahre später bestätigt. 1946 untersuchte man das gesamte Tuch mit einem Mikroskop. Dabei stellte sich heraus, dass es sich bei dem Abbild auf keinen Fall um ein Gemälde handeln kann – jegliche Spuren einer Pinselführung fehlten vollkommen.

      Auch der Physiker Professor Franciso Camps Rivera untersuchte das Material 1954 und 1966 auf Hinweise, dass hier ein Gemälde und somit um eine Fälschung vorliegt. Doch auch seine Analysen kamen zu identischen Ergebnissen.

      Den endgültigen Nachweis, die die These einer geschickt angefertigten Fälschung widerlegte, erbrachten 1979 der schon erwähnte Professor Philipp Callaham und Professor Jody Smith. Durch ihre Infrarotuntersuchungen wiesen sie nach, dass das Bild keine Untermalung oder Grundierung besitzt.

      Auch wird das Motiv auf dem Tuch von keiner Glasur oder ähnlichem vor der Witterung geschützt, was aufgrund des sehr guten Erhaltungszustandes sicher mehr als erstaunt. Auch eine Leimung schlossen die beiden Forscher aus und bezeichneten das mysteriöse Phänomen des Tuches als „phantastisch“. Sogar die Zwischenräume der einzelnen Fasern waren leer; es fanden sich keine Farben oder andere Materialien dazwischen.

      Ein Team von KODAK gab im Jahre 1963 sogar bekannt, dass das Abbild der Madonna „den Charakter einer Fotografie“ habe. Erklären konnten sie es nicht. 

      Bilder in den Augen der Madonna von Guadalupe?

      Der Umstand, dass das umstrittene Abbild der Maria auf dem Mantel kein Gemälde ist, ist nur eine Besonderheit des Objektes. Eine andere Eigenart und sicher auch bedeutendere Feststellung sind die seltsamen Details des Bildes an sich. Im Jahr 1929 machte der mexikanische Fotograf Alfonso Gonzales als erster die Entdeckung, dass das Abbild der Jungfrau angeblich versteckte Szenen enthält. Er wies die kirchlichen Behörden darauf hin, dass er in den Augen der Mutter Maria das Gesicht eines Menschen fand.

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      Doch mit seiner Entdeckung konnte man lange nichts anfangen und so dauerte es noch bis zum Jahre 1951.

      Am 29. Mai griff der Grafiker Carlos Salinas diese Entdeckung wieder auf und stellte eigene Untersuchungen an. Salinas fand tatsächlich in der Pupille des rechten Auges das Abbild eines Mannes mit Bart. Sogleich unterrichtete er Luis Maria Martinez, Erzbischof von Mexiko-City. Salinas hatte mehr Glück als Gonzales 1929, denn der Erzbischof rief eine Sonderkommission ein, die das Abbild genauer untersuchen sollte. Die Untersucher bestätigten am 11. Dezember 1955 nicht nur das Vorhandensein eines menschlichen Gesichtes im Auge der Abbildung, sondern sprachen dies sogar Juan Diego höchst selbst zu.

      Sind in den Augen der Madonna der Tilma von Guadalupe Personen zu sehen? (Bild-Beispiele entnommen aus dem Buch "El secreto de sus ojos" von José Aste Tönsmann 2004)
      Sind in den Augen der Madonna der Tilma von Guadalupe Personen zu sehen? Klick zur Großansicht. (Bild-Beispiele entnommen aus dem Buch “El secreto de sus ojos” von José Aste Tönsmann 2004)

      Die Entdeckungen gingen noch weiter.

      Schon im Juli 1956 konnten die Augenärzte Dr. Javier Torroelle Bueno und Rafael Torifa Lavoignet die Ergebnisse nicht nur bestätigen sondern noch erweitern. Lavoignet wies darauf hin, dass die Abbildungen in den Augen der heiligen Madonna exakt einer Spiegelung entsprechen, wie sie in einem echten menschlichen Auge entstehen kann. „Die Verzerrung und die Stelle des optischen Bildes stimmen mit dem überein, was in einem normalen Auge produziert wird“, schrieb Lavoignet.

      Lars A. Fischinger im Interview 2010 (Bild: L.A. Fischinger)VIDEO: iPhone, eBooks, neue Medien & die alten Mysterien der Menschheit: Interview von Susan Heat mit Lars A Fischinger auf der Buchmesse Frankfurt 2010
      VIDEO: Lars A. Fischinger im spontanen Interview mit Susan Heat auf der Buchmesse Frankfurt 2010 (Bild: L. A. Fischinger)

      Doch die Untersuchungen des Augenarztes Dr. C. Wahlig und seinem Team aus Optikern und Ärzten übertrafen alle bisherigen. Ihnen gelang es nicht nur weitere „Personen“ in den Augen des Bildes zu finden, sondern sie konnten sogar rekonstruieren in welcher Anordnung sich diese befanden. Dr. Wahlig vermutet, dass die Szene in den Augen der Jungfrau Maria exakt jener Szene entspricht, wie sie sich im Dezember 1531 in den Räumen des Bischofs von Mexiko-City zugetragen hat, als Juan Diego die Blumen vor den Geistlichen auf dem Boden warf … heißt es.

      Die letzte derartige Untersuchung der Augen des Madonna-Bildnisses wurde 1986 von dem Augenarzt Dr. Jorge Padilla durchgeführt. Mittels Computeranalysen und Aufnahmen durch ein Elektronenmikroskop bestätigte auch Dr. Padilla die Existenz der Personen im vollen Umfang. 

      Ein „Wink des Himmels“?

      Die Tilma ist nur 167,64 mal 94,15 Zentimeter groß.

      Lars A. Fischinger im Interview (Bild: S. Ampssler / WikiCommons)
      VIDEO: Lars A. Fischinger 2008 im (lokalen) TV-Interview – u.a. zum Thema “Guadalupe” (Bild: S. Ampssler / WikiCommons)

      Das eigentliche Bild der „Mutter Lateinamerikas, wie Papst Johannes Paul II. es bei seinem Besuch in Guadalupe 1979 nannte, ist nur 142,24 Zentimeter hoch. Ein sehr grob gewebtes Stück Stoff, das seit der ersten, einfachen Untersuchung 1666 immer mehr Rätsel aufgibt.

      Was mag hier vor Jahrhunderten geschehen sein? Was hat es mit der Geschichte auf sich? Ist alles reines Wunschdenken der Gläubigen? Ist die Urschift der Ereignisse, das “Nican Mopohua” von 1540 bis 1550, das die Geschichte erzählt, authentisch? Für Skeptiker ist allein schon dieser Text ein Fake. Und was wollte Gott, Jesus, der heilige Geist oder die Mutter Maria mit diesen Erscheinungen und dem Wunder auf der Tilma überhaupt erreichen?

      Die Ereignisse und wundersamen Marienerscheinungen in Mexiko liegen lange zurück, sind aber vom Vatikan als eine Art „Wink aus dem Himmel“ und “Zeichen von Gott” anerkannt.

      Auch den Einheimische Juan Diego, der bis heute in Mexiko eine Art „Held“ oder besser eine nationale Ikone ist, hat der Papst als ersten Amerikaner heiliggesprochen. Obwohl es Zweifel gibt, dass es diesen Mann jemals gab. Und wir haben von der Erscheinung der Mutter Gottes ein „Zeichen“ in Form des Bildes auf der Tilma bis heute vorliegen. Jeder kann es sich ansehen. Wenn es – denn auch diese Einwände existieren – tatsächlich noch das echte Bild von 1531 ist.

      Bei allen Untersuchungen des Bildes verstärkten sich die Hinweise, dass wir hier tatsächlich eine unerklärliche Situation vor uns haben. Die Abbildung scheint kein Gemälde zu sein, sie ist seit rund 480 Jahren in einem bemerkenswert guten Erhaltungszustand und in den Augen wurden mutmaßlich die Abbildungen von Menschen nachgewiesen, die sogar jene Personen seien, die im Dezember 1531 beim Wunder anwesend waren. Und vom Bildnis selber sollen ebenso „Wunder“ ausgehen.

      Grenzwissenschafts-Autor und Mystery-Jäger Lars A. Fischinger im Interview: Die Welt der Prä-Astronautik, die Skeptiker, der Papst und die “Ancient Aliens-Religion” (Bild: L. A. Fischinger)
      VIDEO: Lars A. Fischinger im Interview: Die Prä-Astronautik, die Skeptiker, der Papst & die „Ancient Aliens-Religion“ (Bild: L. A. Fischinger)

      Wie vom heiligen Wallfahrtsort Fatimá und anderen wird auch von dem Bildnis in Guadalupe berichtet, es haben Menschen geheilt usw. Auch einer Wasserquelle, die am Ort der Erscheinungen entspringt, werden heilende Wirkungen nachgesagt. Doch das Größte Wunder ist wohl die Tatsache, dass das Bild der heiligen Jungfrau zu einer Zeit erschienen sein soll, als das große Volk der Azteken seine schlimmsten Jahre durchlebte.

      Die spanischen Eroberer schafften es in rund 40 Jahren nicht nur ein riesiges Reich zu zerschlagen sondern fast das gesamte Volk der Azteken auszulöschen. Eingeschleppte Erkrankungen der Europäer taten dabei ihr übriges. In diesen Tagen des Untergangs erschien das Bild.

      Im Zuge dieses Wunders von Guadalupe – ließen sich über neun Millionen Azteken taufen und vermischten sich mit den Spaniern …

      Update 2. September 2018: Layout, Links & Bilder

      Vortrag von 2009 auf Grenzwissenschaft und Mystery Files zum Thema
      Bitte auf das “Play-Symbol” klicken.
      Mehr Videos zur Grenzwissenschaft [klick] hier.

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      Euer Jäger des Phantastischen

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      12. Dezember: Der "Tag der Jungfrau von Guadalupe", Mexiko. Das Marienwunder von 1531

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      Nichts geht mehr heute – Mexiko feiert: Am 12. Dezember 1531 erschien die “Heilige Jungfrau Maria” zum 4. Mal dem Indianer Juan Diego auf dem Tepeyac Berg im heutigen Mexiko-Stadt und bat ihm, als Zeichen für den Bischof, auf der Spitze des Berges Blumen zu pflücken. Trotz Frost fand Diego dort eine Fülle bunter Blumen und blühende kastilische Rosen. Er pflückte die Blumen und Rosen und legte sie in seiner umgeschlagenen Tilma (= Umhang) und ging erneut zum Bischof von Mexiko-Stadt. Als er vor diesem seine Tilma öffnete, erschien auf dem Umgang das zuvor vom Bischof gewünschte “Wunderzeichen”: Während die Blumen zu Boden fielen erschien auf  dem Cape ein Bild der “Heiligen Jungfrau Maria”. Der Bischof erkannte darin das Bild der “Jungfrau von Guadalupe” von Spanien und war nun überzeugt, dass die wahre Gottesmjtter hier Wunder wirkt. Seit dem ist der 12. Dezember in ganz Mexiko (und darüber hinaus) ein Freundentag!

      Von Lars A. Fischinger

      Im Jahr 2007 veröffentlichte ich zu der oben nur sehr kurz geschilderten Geschichte mein 2006 geschriebenes Buch “Das Wunder von Guadalupe – Nicht von Menschenhand”.

      Ende 2007 wurde mir dazu die Ehre gewäht, dieses Buch persönlich bei einer Audienz Papst Benedikt XVI. im Vatikan zu überreichen. Der Einladung des Vatikan folgte ich Anfang Dezember 2007 (hier und hier).

      In ganz Mexiko wird die Nationalheilige heute gefeiert. Dazu:

      Papst Benedikt XVI. und Lars A. Fischinger im Vatikan

      Links:

        Zum Thema
         

         Es muss nicht alles so sein, es kann auch ganz anders sein. Manche Rätsel sind Scheinrätsel, manche werden zu welchen gemacht, manche aber widerstehen ziemlich hartnäckig allzu glatten Erklärungsversuchen.

        (Walter-Jörg Langbein, 1993 in “Die großen Rätsel der letzten 2500 Jahre”)
        www.Youtube.com/FischingerOnlineDER MYSTERY-VIDEO-CHANNEL

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        Vlog: Kommt/kam im Jahr 2012 ein wundersamer "Synchronisationsstrahl" aus dem All?

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        Rätsel & Mysterien der Welt – der Channel des Schriftstellers, Journalisten und Phänomene-Jägers Lars A. Fischinger.

        Viele Freunde vom Mythos 2012 meinen, dass ein wundersamer “Synchronisationsstrahl” 2012 unsere Erde erreichen wird oder besser schon erreicht hat. Angeblich, so weiter, habe die NASA das klar messen/nachweisen können.

        “Synchronisationsstrahl” – ein Thema, das vor allem von dem 2012-Autor Dieter Broers bekannt gemacht wurde (aber schon ähnlich 1987 in dem Buch “Der Maya-Faktor” von José Ergüelles postuliert wurde).

        So etwa Broers:

        So berichtete kürzlich die NASA, dass eine Energiewelle von nicht für möglich gehaltener Intensität — kurzzeitig so intensiv wie die Energie des gesamten Universums — direkt auf die Erde gerichtet war.

        Doch hier liegt ein Irrtum vor, den aber Broers unlängst korrigiert hat! Was aber wohl in der “2012-Szene” ungehört blieb …

        Bücher zum Thema “2012”
         

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        Das "Wunder von Guadalupe" (Mexiko) von 1531: Interview mit Lars A. Fischinger zum Thema

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        Interview der GEP eV zum Wunder von Guadalupe mit Lars A. Fischinger (Bild: L. A. Fischinger)
        Interview der GEP eV zum Wunder von Guadalupe mit Lars A. Fischinger (Bild: L. A. Fischinger)

        Die aztekische Schrift “Nican Mopohua” aus dem 16. Jahrhundert berichtet von einem unglaublichen Ereignis, das sich im Dezember 1531 in Mexiko zugetragen hat. Damals kam der aztekischstämmige Juan Diego aus Tolpetlac am Hügel Tepeyac vorbei, der heute der Wallfahrtsort Guadalupe (Mexiko-City) ist. Von der Kuppe her hörte er eine Art Musik und Gesang und als diese verstummt waren, erklomm er den Hügel und sah sich einer bildschönen weiblichen Gestalt gegenüber. Laut Meinung der katholichen Kirche war diese Frau die Mutter Gottes – die Madonna, “Unsere Liebe Frau von Guadalupe”. Diese erste Begegnung war der Beginn des “Wunder von Guadalupe”. Hier ein Interview zum Thema von 2008 (mit der G.E.P. e.V.).

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        Das Wunder von Guadalupe: Die Marienerscheinung in Mexiko von 1531

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        Das Wunde von Guadalupe 1531 (Bild: Fischinger-Online / gemeinfrei)
        Das Wunde von Guadalupe 1531 (Bild: Fischinger-Online / gemeinfrei)

        Am 9. Dezember 1531 erschien in Guadalupe, Mexiko, dem Indianer Juan Diego (um 1474 – 1548, 2002 heiliggesprochen) die Muttergottes. “Ich bin eure erbarmungsreiche Mutter, die Mutter aller Menschen, all jener, die mich lieben, die zu mir rufen, die Vertrauen zu mir haben. Hier will ich auf ihr Weinen und ihre Sorgen hören und will ihre Leiden, ihre Nöte und ihr Unglück lindern und heilen.” Dies bewahrheitete sich auf unwahrscheinliche Weise: Innerhalb weniger Jahre bekehrten sich über acht Millionen Indios vom Götzendienst zum Christentum. Als Zeichen hinterließ die Muttergottes ein fortwährendes Wunder: Ihr Bildnis auf der Tilma, dem mantelartigen Überhang des Sehers, das in den letzten Jahrzehnten Gegenstand ungezählter wissenschaftlicher Untersuchungen gewesen ist.


        von Francis Johnston
        Die Jahrhunderte hindurch wurde das heilige Bild einer Vielzahl von eingehenden Prüfungen und gründlichen Untersuchungen durch Kunstexperten und Wissenschaftler unterzogen, um zu entscheiden, ob es irgendeine mögliche natürliche Erklärung für seine Existenz gebe. Doch bis heute haben alle Untersuchungen, ob mit Mikroskopen, Infrarotstrahlung oder computer-vergrösserten Fotografien, auf seinen übernatürlichen Ursprung hingewiesen. 
        • Artikel und Video zum Thema findet Ihr auf meiner Webseite HIER. Ebenso auf diesem Blog HIER.
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        Video: "Welt der Wunder" und der Nibiru 2012

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        RTL II vom 20. Dezember 2009

        In dem Buch “Die Akte 2012” haben wir uns damals bös über diese absurde Nibiru-Sendung aufgeregt …

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        Artikel: Das Wunder der Maria von Guadalupe, Mexiko 1531

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        Die aztekische Schrift Nican Mopohua (16. Jh.) berichtet von einem unglaublichen Ereignis, das sich im Dezember 1531 in Mexiko zugetragen hat. Damals kam der aztekischstämmige Juan Diego aus Tolpetlac am Hügel Tepeyac vorbei, der heute die Wallfahrtsstätte Guadalupe ist. Von der Kuppe her hörte er Musik und Gesang, und als sie verstummt waren, erklomm er den Hügel und sah sich einer bildschönen weiblichen Gestalt gegenüber.

        Von Lars A. Fischinger
        Aus dem P.M. Magazin 2009 nach dem Buch “Historia Mystica

        Jahrhundertelang haben fromme Menschen das Tuch geküsst, mit den Händen berührt, unzählige Kerzen neben ihm verbrannt. Doch der empfindliche Stoff blieb unversehrt.

        Die aztekische Schrift Nican Mopohua (16. Jh.) berichtet von einem unglaublichen Ereignis, das sich im Dezember 1531 in Mexiko zugetragen hat. Damals kam der aztekischstämmige Juan Diego aus Tolpetlac am Hügel Tepeyac vorbei, der heute die Wallfahrtsstätte Guadalupe ist. Von der Kuppe her hörte er Musik und Gesang, und als sie verstummt waren, erklomm er den Hügel und sah sich einer bildschönen weiblichen Gestalt gegenüber. 


        Diese stellte sich als heilige Maria vor und bat Juan, beim Bischof P. Juan de Zumárraga (1468–1548) den Bau einer Kirche zu erwirken. Natürlich kam Juan diesem Wunsch unverzüglich nach. Doch der Bischof war misstrauisch und lehnte ab, auch nach einer weiteren Erscheinung und einem weiteren Treffen. Der Bischof wollte einen Beweis, dass Diego “von der Königin des Himmels persönlich gesandt” wurde. Und so zeigte sich Maria Juan ein drittes Mal und sagte ihm, dass er am nächsten Tag den Beweis bekommen werde.

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        Adam und Eva und das UFO: War die erste Frau auch die erste UFO-Zeugin der Menschheit? Hintergründe zu einer seltsamen Überlieferung

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        Adam und Eva und das UFO: Die erste Frau auch die UFO-Zeugin der Menschheit? (Bilder: gemeinfrei/Archiv / Montage: Fischinger-Online)
        Adam und Eva und das UFO: War die erste Frau auch die erste UFO-Zeugin der Menschheit? (Bilder: gemeinfrei/Archiv / Montage: Fischinger-Online)

        Wann berichteten Menschen erstmals von UFOs? Erst 1947 – oder doch schon vor tausenden oder zehntausenden von Jahren? Anfang 2015 sorgte Erich von Däniken mit einer kleinen Kolumne im Netz für Erstaunen, als dieser schrieb, dass schon Eva, die Frau Adams aus der Bibel, ein UFO sah. Was er damit meinte, legte ich damals in einem YouTube-Video dar. Und so kam aktuell das Prä-Astronautik-Thema “Eva und das UFO” erneut in einer kurzen Magazin-Kolumne auf. Aber was steckt genau dahinter und welche Überlieferungen oder Texte berichten wo und in welcher Form von diesem vermeintlichen UFO? Hier erfahrt Ihr die exakten Quellen und Aussagen rund um die “Lichtwagen” oder fliegenden “Thronwagen“, die in unbekannten Tagen (angeblich zu Eva) vom Himmel kamen.


        Erich von Däniken: Eva und das UFO

        Bereits am 5. Mai 2015 stellte ich auf meinem YouTube-Kanal rund um die Mystery Files das Video “Eva und das UFO” online. Unten angehangen findet Ihr das nun schon sehr in die Jahre gekommene Video erneut. Darin ging es um die Frage, ob die biblische erste Frau (und durchaus auch Adam) auch die erste UFO-Zeugin der Geschichte war. Alte Überlieferungen bzw. Schriften sollen dies nahelegen.

        Denn damals publizierte Erich von Däniken in der Zeitung “Blick am Abend” in seiner dortigen Mystery-Kolumne diese Story in knappen Worten und Formulierungen. Dafür sind Kolumnen ja auch da. Dabei ist das Thema bei weitem viel komplexer und umfangreicher, wie ich es schon 1997 in meinem Buch “Götter der Sterne” darlegte. Darin ging es als eines von vielen Themen um den Tod Adams, Gott, seine vermeintlichen “Engel” usw. sowie um die Begegnung der Eva mit einem “Lichtwagen”. Ein “Thronwagen des Herrn”, der vom Himmel hernieder kam. Das, was von Däniken 2015 provokant als “UFO” damals bezeichnete.

        “Nun dreht Däniken durch”, “der Mann wird senil” und ähnliche Kommentare fand ich sinngemäßen dazu damals im Netz. Aktuell hat Erich von Däniken dieses Thema erneut in wenigen Worten in seiner Mystery-Kolumne aufgegriffen, die in dem Magazin “Mysteries” regelmäßig erscheint. Und grundsätzlich klingt das alles vollkommen verrückt. Eva als Zeugin eines UFOs?! Wie kann das sein?

        Verrückt ist das natürlich nur dann, wenn man sich nicht mit der Prä-Astronautik befasst hat. Wenn man also nicht annimmt, dass alte Mythen und Schriften auf die einstige Existenz von Außerirdischen hinweisen könnten, wie es eben die Astronautengötter-Idee voraussetzt. Dass es dafür keine Beweise gibt, ist dabei nebensächlich. Denn diese Thematik lebt von der Deutung und Interpretation von Überlieferungen und auch archäologischen Hinterlassenschaften. Dass Theologen und Archäologen dies naturgemäß ganz anders sehen, sollte wohl niemanden verwundern.

        “Fliegenden Wagen” der Astronautengötter

        Dennoch sind Texte da, die in der Tat von von fliegenden Wagen und anderen Fluggeräten sprechen, mit den Himmelswesen herum fliegen konnten. Auch und vor allem der biblische Gott. Auch er besaß “Thronwagen” und feurige, tosende Fluggeräte, die durch die Lüfte flogen und hier und dort mal landeten. Solche mutmaßlichen Technologien der “Alien-Götter” finden sich auch in biblischen Schriften außerhalb der Bibel. Also altjüdischem Schrifttum und entsprechenden Sagen, die nicht in der Bibel zu finden sind.

        Und genau aus solchen Texten stammt die Geschichte des UFO der Eva, das auch wohl Adam gesehen hat. In der Bibel sucht man diese Geschichte vergeblich. Und selbstverständlich nimmt kein Bibelforscher oder Theologe an, dass solche “Thronwagen” reale Fluggeräte realer und physischer Astronauten aus dem All waren! Das nimmt nur die Idee der Prä-Astronautik an. Dort hat sich in den letzten Jahrzehnten ganz klar die Meinung durchgesetzt, dass diese “Thronwagen Gottes” oder “Herrlichkeiten des Herrn” Zubringerfluggeräte waren, die in der Erdatmosphäre mittels Rotoren flogen. Im All hingegen mit einer Art Raketenantrieb.

        Ohne hier noch weiter in die Tiefe der Prä-Astronautik eindringen zu wollen: Der Entwurf dieses Vehikels stammt schon aus den 1970er Jahren von einem damaligen NASA-Ingenieur. Mehr dazu erfahrt Ihr unter dem Stichwort “Ezechiel” HIER und in Mystery Files-Videos HIER. Ebenso HIER. Diese beiden fliegenden “Dinger” in dem Titelbild dieses Beitrages zeigen diesen Flugwagen, die als “Raumschiff des Ezechiel” bekannt wurden.

        Lars A. Fischinger: "Götter der Sterne"
        Buch zum Thema: Lars A. Fischinger: “Götter der Sterne” – mehr auch HIER

        Schaut man sich die unzähligen Schriften und Mythen in und außerhalb der Bibel genauer an, findet man zahlreiche Beispiele dieser fliegenden Wagen des Herrn. Und so ist es dann auch bei diversen Geschichten über Adam und Eva, dem Garten Eden und ihrem späteren Leben der Fall. Nachzulesen nicht im Alten Testament, sondern beispielsweise in dem Buch “Das Leben Adam und Evas” bzw. “Apokalypse des Moses”.

        Adam und Eva – und das “UFO”

        Hierzu muss man im Hinterkopf haben, dass diese und andere Überlieferungen und Schriften inklusive des Koran sagen, dass der Garten in Eden nicht auf der Erde lag. Das besagen diese Texte unmissverständlich, wie in diesem umfangreichen Blog-Artikel HIER dargelegt. Er lag, im Sinne der Prä-Astronautik gedeutet, im All. Hier geschah der angebliche “Sündenfall” und das erste Menschenpaar wurde anschießend von dort auf die Erde verbannt. “Wir aber kamen auf die Erde.”, wie es zum Beispiel in “Apokalypse des Moses” (Vers 29) an einer Stelle heißt.

        Eines Tages jedoch musste auch Adam sterben. Genau hier beginnen die eigentlichen Geschichten um das “UFO der Eva” in dem Text “Apokalypse des Moses”. Wir erfahren dort (ab Vers 31), dass Eva in Kummer und Trauer nach dem Tod ihres Gatten bitterlich um die Vergebung der Sünden bat. Was auch erhört wurde, da ein Himmelswesen erschien und ihr sagte, sie sollen zusehen, wie Adams “Geist zu seinem Schöpfer fährt und dort vor ihm erscheint.”

        So kam es dann auch. Die verängstige Witwe Eva “deckt mit ihrer Hand das Angesicht” und sah einen fliegen Wagen kommen:

        Und Eva blickt zum Himmel auf; da sieht sie einen Lichtwagen heranfahren, gezogen von vier glänzenden Adlern. Kein aus dem Mutterleib Geborener kann ihre Herrlichkeit beschreiben, noch in ihr Antlitz schauen; voraus dem Wagen gingen Engel. Sie kamen zu dem Ort, wo Adam, euer Vater, lag. Da hielt der Wagen und zwischen eurem Vater und dem Wagen waren Seraphim.” (Vers 33)

        Die himmlisches Wesen (“Engel“) beteten daraufhin für den verstorben Adam und priesen ihn als Schöpfung des Herrn. Letztlich wurde der Leichnam mitgenommen:

        Nach diesem Engelsruf kam einer der sechsflügeligen Seraphim, nahm Adam auf und führte ihn zum acherontischen See (ein See der Unterwelt, Anm. LAF). Er wusch ihn dreimal ab und brachte ihn vor Gottes Angesicht.” (Vers 37)

        Ein “UFO” holt die Leiche Adams ab!

        Drei Stunden später “streckt der Allvater die Hände aus”, nahm Adam und übergab ihm einem seiner Gehilfen mit den Worten “erheb ihn bis zum dritten Himmel in das Paradies“. Danach bat der angebliche “Engel” seinen Chef “um die Bestattung seiner Überreste”, so das der Herr seinen Hofstaat nach Rangordnung getrennt “vor sein Antlitz kommen” lies. “Nach seiner Ordnung einen jeden”, wie es formuliert ist, worauf auch “alle Engel kamen” (Vers 38). Dann machte man sich mit dem fliegenden Wagen auf den Weg:

        Da stieg der Herr der Heeresscharen ein; die Winde zogen ihn, von Cheruben gelenkt; des Himmels Engel gingen ihm voran. Sie kamen zu dem Ort, wo Adams Leichnam lag; da nahmen sie ihn mit. So kommen sie ins Paradies und alle Paradiesesbäume blühen und von dem Wohlgeruch entschlummern die Adamskinder alle (…)” (Vers 38)

        Nach einer anderen Übersetzung ließ sich die fragliche Stelle so:

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        Und siehe, der Herr, der Starke, stieg ein in den Wagen; vier Winde zogen ihn, die Kerube lenkten die Winde, und die Engel vom Himmel gingen ihm voran. Und sie kamen auf die Erde, dahin, wo Adams Leib lag, und nahmen ihn mit. Als sie nun ins Paradies kamen, bewegten sich alle Blätter des Paradieses, und alle Menschen, von Adam geboren, schlummerten vom Wohlgeruch ein (…)”

        Ziel dieser Aktion war der “dritte Himmel” im Reich des Höchsten. Insgesamt, so schildern es nicht wenige Texte und jüdische Sagen, gab es bekanntlich “sieben Himmel”. Wir kennen noch heute alle den Ausdruck “im 7. Himmel”. Himmel Nr. 3 wird in den Überlieferungen vielfach als Ort angesehen, in dem sich der Garten Enden und/oder das Paradies befunden haben soll. Der Prophet Henoch, als ein Beispiel, bemerkt dazu während seiner Reise durch diese Himmel außerhalb er Erde:

        Da nahmen mich die beiden (Himmelswesen/”Engel”, Anm. LAF.), trugen mich in den dritten Himmel und setzten mich hier mitten im Paradiese ab, an einem wunderschönen Ort.” (Slawisches Buch Henoch 8,1)

        Und im Neuen Testament erfahren wir parallel dazu, was sich möglicherweise auf Henoch bezieht:

        Ich kenne jemand, einen Diener Christi, der vor vierzehn Jahren bis in den dritten Himmel entrückt wurde (…) Und ich weiß, dass dieser Mensch in das Paradies entrückt wurde (…) Er hörte unsagbare Worte, die ein Mensch nicht aussprechen kann.” (2. Kor. 12,2-4)

        Wer landete im Garten Eden?

        Aber was war mit Adam, der, wie eingangs erwähnt, auch ein “UFO” gesehen haben soll? Dies geschah unmittelbar nach dem “Sündenfall“, als das Pärchen von dem verbotenen Baum aß. Dazu heißt es im Alten Testamt:

        “Und sie hörten die Stimme (Schritte) Gottes des Herrn, der im Mittagswind (Tagwind) durch den Garten fuhr; da versteckten sich Adam und sein Weib vor Gott dem Herrn zwischen den Bäumen des Gartens. Und Gott der Herr rief nach Adam und sprach zu ihm: Wo bist du? – Und er antwortete ihm: Ich habe deine Stimme (Schritte) gehört im Garten und fürchtete mich, weil ich nackt bin, und verstecke mich. (Gen. 3,8-10)

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        Buch zum Thema: Lars A. Fischinger: “Rebellion der Astronauten-Wächter” – mehr auch HIER

        In der Apokryphe “Apokalypse des Moses” ließt sich dieses Ereignis folgendermaßen:

        Zur selben Stunden hörten wir, wie der Erzengel Michael die Trompete blies und wie die Engel also riefen: So spricht der Herr: Kommt in das Paradies mit mir und hört den Spruch, womit ich Adam richten werde! Als wir den Erzengel trompeten hörten, da dachten wir: Gott kommt ins Paradies, um uns zu richten; deswegen fürchteten wir uns und suchten ein Versteck. Gott aber fuhr zum Paradies auf einem Cherubwagen; die Engel aber priesen ihn. Als Gott das Paradies betrat, da schlugen alle Bäume wieder aus in dem Bezirke Adams, wie im meinen, und Gottes Thron ward aufgestellt beim Lebensbaum. Und Gott rief Adam: (…)” (Verse 22f.)

        Im Kern also dieselbe Geschichte. Mit dem Unterschied, dass hier der Herr mit Trompetenschall auf seinem “Thronwagen” ins Paradies kam und direkt am Lebensbaum landetet. Oder parkte, denn es ist nicht eindeutig vermerkt, dass er angeflogen kam. Man kann es aber durchaus annehmen.

        “Wir” …?

        Aber wieso “hörten wir” und “dachten wir”? Damit sind natürlich Adam und Eva selber gemeint. Denn nach diesen alten Schriften hat all das Eva höchst persönlich gesagt. Wie ein überlieferter Augenzeugenbericht der ersten Frau der Menschheit, die ihre Erinnerungen an ihr aufregendes und wechselhaftes Leben diktierte. Bei solchen Schriften ist das quasi die Norm, dass hier diese oder jene Person spricht oder diese entsprechenden Bücher selber geschrieben haben soll. Man denke nur an die biblischen Bücher “des” Moses. Oder jene des “des” Propheten Henoch.

        Niemand will, so hoffe ich, behaupten, dass hier echte Augenzeugenberichte vorliegen. Die mythische Eva also reale Person in Eden betrachten, die ihre Erinnerungen diktierte. Das Buch “Apokalypse des Moses” stammt aus dem 1. Jahrhundert nach Christus und beinhaltet mit Sicherheit Legenden, Sagen und Mythen, die weit älter sind. Aber bis zu Eva gehen sie kaum zurück! Vielmehr, so deuten es hoffentlich die meisten “Anhänger der Prä-Astronautik“, sind diese Schilderungen ausgeschmückte Mythologien. Erinnerungen an “fliegende Wagen” aus dem Himmel, in denen sich die Astronautengötter fortbewegten. Schon vor vielen Jahrtausenden – auch in der mythischen Zeit des Garten Eden.

        Mit den UFOs, wie sie heute jeder kennt, haben diese feurigen oder donnernden Fluggeräte des Herrn auch nichts gemeinsam. Außer, dass die für die damaligen Zeugen eben tatsächlich “unbekannte Flugobjekte” waren. Deren reale Existenz vorausgesetzt, natürlich. Und die lehnt die Bibelforschung kategorisch ab. Gleichnisse, Metaphern und theologische Anschauungen sollen hier zugrunde liegen, nicht mehr.  Etwa in dem Sinne, dass Gott als König natürlich einen Thron und einen Hofstaat braucht. Da der “Höchste” bekanntlich im “Himmel” wohnt, muss dieser Wagen dann auch fliegen können.

        Sein Hofstaat (der hin und wieder auch so oder so ähnlich genannt wird) bilden demnach die Himmelssöhne, “Engel”, Wächter oder Himmlischen, wie sie in den Texten zu finden sind. Dass es wirkliche Technologien von Außerirdischen waren, kann aber auch die Prä-Astronautik nicht nachweisen.

        Video zum Thema

        Video vom 5. Mai 2015 auf Mystery Files

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        Euer Jäger des Phantastischen

        Lars A. Fischinger

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        Das erste Leben auf der Erde? 3,42 Milliarden Jahre alte fossile Mikroben in Südafrika entdeckt!

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        Fossile Mikroben: 3,42 Milliarden Jahre altes Leben entdeckt! (Bilder: B. Cavalazzi & WikiCommons/Zentrum für Marine Umweltwissenschaften, Universität Bremen, CC-BY 4.0 / Montage: Fischinger-Online)
        Fossile Mikroben: 3,42 Milliarden Jahre altes Leben entdeckt! (Bilder: B. Cavalazzi & WikiCommons/Zentrum für Marine Umweltwissenschaften, Universität Bremen, CC-BY 4.0 / Montage: Fischinger-Online)

        Wann gab es das erste Leben auf der Erde? Nach einer aktuellen Studie war das vor (mindestens) 3,42 Milliarden Jahren. Denn so alt sind Spuren in einem Gestein in Südafrika, die die Wissenschaftler als Mikrofossilien von frühen Mikroorganismen deuten. Die bisher ältesten bekannten Bewohner der Erde. Wie die Forscher diese Entdeckungen deuten und was das mit der Suche nach Leben im All und auf dem Planeten Mars zu tun hat, erfahrt Ihr hier.


        Erde, Planet des Lebens – aber seit wann?

        Unsere Erde ist fast 4,6 Milliarden Jahre alt und präsentiert sich seit Milliarden von Jahren als der berühmte “baue Punkt im All”. Doch wie jedes Schulkind lernt, war die Erde nicht immer ein so einladender Ort, wie er heute ist. In der Frühzeit zeigte er sich als glühende Feuerkugel im All – ohne wirklich feste Oberfläche und ohne Meere und Ozeane. Ein Ball aus geschmolzenem Gestein, der sich nach und nach verfestigte, später Ozeane bekam (und auch hielt) und auf der sich noch viel später auf der festen Oberfläche Leben in einer schier unendlichen Vielfalt ausbreitete.

        Milliarden Jahre durch die Erdzeitalter seit Anbeginn unseres Sonnensystems, die uns in unzähligen TV-Dokumentationen und Büchern so plastisch und anschaulich präsentiert werden. Mit zwei großen und bisher ungelösten Problemen gleich zu Beginn von dem, was wir heute unseren Heimatplaneten nennen. Erstens die Frage, wie überhaupt das ersten Leben auf der Ur-Erde entstehen konnte. Und zweitens, wann und wo das war.

        Die erste Frage ist und bleibt unbeantwortet. Niemand weiß es genau, wie das erste Leben aus toter Materie entstand. Ein Wunder des Universums – selbst dann, wenn das Leben aus dem Kosmos zu uns gelangt sein sollte. Etwa durch Kometen. Was die Frage nach der Entstehung des Lebens an sich nicht beantwortet, sondern nur an einen anderen und uns fremden Ort verlegt. Ein weites Feld der Forschung, der Wissenschaftler seit Jahrzehnten auf der Spur sind.

        Der zweiten Frage jedoch nähren sich Wissenschaftler immer mehr und genauer. Lange schon wird angenommen, dass relativ kurz nach Entstehung und Abkühlung der Erde sich die ersten Mikroorganismen entwickelten. Möglicherweise schon nach rund einer haben Milliarde Jahren.

        Das älteste Leben auf der Erde

        Hoch im Kurs stehen bei dieser Fragestellung schon seit längerer Zeit hydrothermale Quellen und Schlote auf dem Meeresgrund. Heiße Schlote voller Nährstoffe und chemischer Bausteine, die die Entstehung primitiven Lebens in Gang gesetzt haben könnten. Auch auf anderen Himmelskörpern, wie diversen Monden in unserem Sonnensystem. Auch dort werden solche Schlote und damit auch Leben vermutet.

        Wann das auf der Erde geschah, versuchen Forscher durch Mikrofossilien herauszufinden. Keine Fossilien im klassischen Sinn, sondern winzige Rillen in uraltem Gestein. Diese Spuren werden auf ihre chemische Zusammensetzung hin untersucht, um so schlussfolgern zu können, ob diese “Risse” von einst lebenden Mikroorganismen stammen. 1996 wurde auf diesem Wege sogar in dem Meteoriten ALH 84001 mutmaßliche Lebensspuren nachgewiesen. Ein Gesteinsbrocken, der vom Mars kam und in der Antarktis einschlug.

        Wie bei dem Mars-Meteoriten sind auch die Nachweise von Mikrofossilien in irdischem Gestein nicht immer unumstritten. Nicht alles, was nach einstigem Leben aussehen soll, war auch welches. Eine lang anhalte Diskussion unter den Forschern, die aktuell neue Nahrung bekommen hat. Denn Wissenschaftler um Barbara Cavalazzi von der Universität Bologna (Italien) haben nun genau solche Mikrofossilien entdeckt, die ihrer Meinung nach belegen, dass es vor 3,42 Milliarden Jahren bereits Leben auf unserem Planeten gab.

        Bei ihrer Untersuchung griffen sie auf Proben zurück, die aus dem “Barberton Greenstone Belt” in Südafrika stammen. Sie gelten als eine der ältesten Gesteine der Erde, die durch Sedimentablagerungen entstanden sind. Hier nutzten die Forscher Proben aus einem Bereich, in dem vor Milliarden von Jahren sich kaltes Meerwasser mit durch Vulkane erhitztes Wasser vermischte. Ein Cocktail für Chemikalien und Nährstoffe für die Entstehung von Leben, so die Forscher in ihrer aktuellen Studie in “Science Advances“.

        Auswirkungen bei der Suche nach Leben auf dem Mars

        Hier fanden die Forscher winzige Spuren, sogenannte Filamente, die ihrer Ansicht nach nur von Lebewesen stammen können. Die gemessene Nickel-Konzentration in diesen Spuren ähnelt dabei sogar denen, “die sich bei heute lebenden Mikroben finden, die Methan verstoffwechseln”. Außerdem würden die angenommenen Mikrofossilien eindeutig eine kohlenstoffreiche Außenhülle aufweisen, die in ihrer Struktur und Chemie klar einen inneren Kern abgrenzt. Die Verteilung dieser Ur-Organismen in den früheren Höhlungen zeige außerdem, dass es sich um Leben handeln würde. Cavalazzi:

        Wir haben außergewöhnlich gut erhaltene versteinerte Mikroben gefunden, die offenbar an den Wänden von Hohlräumen gediehen, die durch warmes Wasser aus hydrothermalen Systemen einige Meter unter dem Meeresboden entstanden sind. Unterirdische Lebensräume, die durch vulkanische Aktivität aufgeheizt wurden, haben wahrscheinlich einige der frühesten mikrobiellen Ökosysteme der Erde beherbergt, und dies ist das älteste Beispiel, das wir bisher gefunden haben.”

        Damit wäre es ihnen erstmals gelungen solche Fossilien in eine Zeit zu datieren, “in der das Leben erstmals auf der Erde entstand”, so Cavalazzi weiter. Und das habe direkte Auswirkungen auf die Suche nach Leben im All bei unserem Nachbarn Mars:

        Da wir ähnliche Umgebungen auch auf dem Mars finden, hat die Studie auch Auswirkungen auf die Astrobiologie und die Chancen, Leben außerhalb der Erde zu finden.

        Mit einem Alter von 3,42 Milliarden Jahren wären diese Organismen die bisher ältesten, die auf unserer Erde nachgewiesen wurden. Und sie fallen in eine Epoche unseres Sonnensystems, in der auch der Mars aller Wahrscheinlichkeit nach lebensfreundlich war. Auf ihm gab es Meere, Ozeane, fließendes Wasser und vermutlich auch Leben. Der genannte Mars-Meteorit ALH 84001 wird übrigens auf ein Alter von rund 4,09 Milliarden Jahren datiert. Nur rund 0,67 Milliarden Jahre älter als die Spuren aus dem “Barberton Greenstone Belt” in Südafrika.

        Euer Jäger des Phantastischen

        Lars A. Fischinger

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