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Maria Reiche und die Linien von Nazca: Verdienter Mainstream-Bericht über die vergessene Gringa, die die Wüste in Peru fegte

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Maria Reiche und die Linien von Nazca: Die Gringa, die die Wüste in Peru fegte (Bilder: latinamericanstudies.org)
Maria Reiche und die Linien von Nazca: Die Gringa, die die Wüste in Peru fegte (Bilder: latinamericanstudies.org)

Es existiert wohl kein an Prä-Astronautik sowie Grenzwissenschaft und Mystery Files Interessierter auf diesem Planeten, der nicht die Linien und Scharrbilder von Nazca in Peru kennt. Zu verdanken haben die Nazca-Linien ihre Berühmtheit ohne Zweifel Erich von Däniken und seinen Thesen über die Raumfahrer des Altertums. Nazca ist seit nun 50 Jahren Teil seiner Argumentationen. Vergessen wurde darin nie Dr. Maria Reiche aus Deutschland, die als Pionierin der Nazca-Forschung ihr Leben der Entschlüsselung der Hochebene in Peru widmete. “Die Gringa, die die Wüste fegte”, wie sie einst in Peru belächelt wurde. Vergessen wurde Reiche aber vielfach in der Öffentlichkeit. Ein jüngst erschienener Artikel in der Mainstreampresse ruft die Nazca-Forscherin jetzt gebührend ins Gedächtnis zurück. Genau 20 Jahre nach ihrem Tod am 8. Juni 1998 in Peru. Ein Beitrag, der natürlich um von Däniken nicht herum kommt, weshalb das Thema bzw. Maria Reiche an dieser Stelle ebenso einmal genauer betrachtet und gewürdigt werden soll.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Das Bilderbuch der Götter

Nazca ist jener Ort in Peru, in dem sich die legendären Scharrbilder, Pisten, Linien und Figuren in der Wüste befinden, die nur aus der Luft wirklich in ihrem Ausmaß zu erfassen sind. Diese mysteriösen Nazca-Linien und ihre “Verwandten” in aller Welt, waren bereits vielfach Thema unterschiedlicher Beiträge auf diesem Blog. So gut wie jeder an den Rätseln der Geschichte Interessierte kennt sie. Jeder Erich von Däniken-Leser kennt sie fast schon “in und auswendig”, da sie bereits in seinem 1. Buch 1968 ein wichtiges Thema waren.

So ist auch von Däniken zu verdanken, dass die Bilder in der Wüste heute weltweit bekannt sind. Natürlich nicht nur in der Grenzwissenschaft und Prä-Astronautik. Vor nicht einmal 100 Jahren war das ganz anders!

Erst im Jahre 1927 wurden von dem peruanischen Archäologen Toribio Mejia Xesspe die Geoglyphen von Nazca wieder entdeckt. 13 Jahre später berichtete er erstmals über die sonderbaren Bodenstrukturen in der Ebene in einem Artikel und auf einer Pressekonferenz in Peru. Beachtung fand er dabei eher weniger. Ebenso die wohl erste wissenschaftliche Beschreibung Nazca-Linien von Alfred Kroeber aus den USA, der auf einer Peru-Reise 1926 über die Eben “stolperte”.

Als aber im Juni 1941 der Historiker Paul Kosok aus New York mit einem Flugzeug über den Ebene flog und darüber in “Natural History” 1947 berichte, war Nazca aus dem Winterschlaf der Geschichte endgültig geweckt. Seit diesen Tagen ist die Ebene von Nazca mit ihren rund 1.500 Scharrbildern Archäologen und Forschern aus aller Welt ein Begriff.

Paul Kosok wiederum hatte bei seiner Arbeit in Peru eine Assistentin, die heute untrennbar mit Nazca in Verbindung steht: Maria Reiche aus Dresden.

Maria Reiche und die Linien von Nazca

Kosok sah in der Hochebene von Nazca “das größte Astronomie-Buch der Welt”. Eine Art von gigantischen astronomischen Kalender der Ureinwohner von Peru. In den folgenden Jahren verfiel seine deutsche Assistentin Maria Reiche dem Zauber der Nazca-Linien und verfolgte die Thesen von Kosak in Peru weiter. Sie wurde so geradezu zu einer Ikone der Nazca-Forschung, die bis zum ihrem Tod 1998 unermüdlich die ebene erforschte und dokumentierte.

Was bedeuten die Rätselhaften Bodenzeichnungen in Schottland? Ein "Nazca Europas" ...? (Bilder: Google Earth / Montage: Fischinger-Online)
VIDEO: Was bedeuten die Rätselhaften Bodenzeichnungen in Schottland? Ein “Nazca Europas” …? (Bilder: Google Earth / Montage: Fischinger-Online)

Im fernen Peru ist Maria Reiche bis heute unvergessen. Sie war zu Lebzeiten eine Frau, die buchstäblich bis zum letztem Atemzug für Nazca lebte und arbeitete. Der Erhalt der Linien und Figuren ist zu einem großen Teil allein ihrem Einsatz zu verdanken. Eine seltsame Frau aus Europa, eine “Gringa”, die die Einheimischen vor Ort misstrauisch beäugten.

Einige hielten sie für eine “Hexe”, andere schlicht für ein wenig verrückt. Nicht nur, da die Deutsche ohne Mann und Kinder in spärlichen und geradezu ärmlichen Verhältnissen in Nazca in einer Hütte lebte und täglich bis zu 14 Stunden die Scharrbilder erkundete. Reiche pflegte es auch die Wüste mit einem Besen zu fegen. Ein Bild, das sich vielen Menschen vor Ort eingebrannt hat. Natürlich war Reiche nicht als einsame Hütten-Hausfrau einem Reinigungswahn verfallen, sondern sie legte auf diese Weise zugewehte Scharrbilder der Wüste frei. Eine einfache aber eben effektive Methode.

Bis zu 14 Stunden am Tag versuchte sie das Mysterium der Scharrbilder von Nazca zu ergründen. Entdeckte und dokumentierte unzählige dieser sogenannten Geoglyphen, schlief auch mal einsam in der Wüste oder fuhr mit ihrem “VW Käfer” durch die Pampa und Berge Perus. Immer auf der Suche nach Antworten auf die Fragen, die die etwa 500 Quadratkilometer große Ebene von Nazca an sie stellte. Selbst als die Forscherin ab 1987 nach und nach erblindetet sowie Krebs und Parkinson bekam, arbeitete sie weiter: Sie ließ sich mit einem Gestell auf dem Rücken von Helfern in der Wüste tragen …

Die Jahre und Jahrzehnte gaben der Leidenschaft von Maria Reiche recht. Fünf Ehrendoktortitel erhielt sie, in Nazca steht eine Staue von ihr und eine Allee trägt dort ihren Namen. Ihr es es auch zu verdanken, dass die UNESCO 1994 die “Linien und Bodenzeichnungen von Nasca und Pampa de Jumana” zum Weltkulturerbe ernannte. Bereits 1978 gelang es ihr in Peru Nazca als archäologische Schutzzone ausweisen zu lassen. Angesichts der Tatsache, dass man die Scharrbilder da schon Jahrzehnte kannte, eine überfällige Notwenigkeit.

Als Zeichen der Würdigung ihrer Leistungen erhielt sie mit 90 Jahren die Staatsbürgerschaft von Peru. Ebenso verlieh der Staat ihr 1993 den “Orden der Weisen der Inka” – die höchste Auszeichnung des Landes Peru. Zehn Jahre zuvor erhielt sie das Verdienstkreuz 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland. Auch Dresden, der Heimatstadt Maria Reiches, würdigt inzwischen verschiedentlich ihrer 1903 dort geborenen Tochter der Stadt.

Heute gibt es nicht nur Museen, Vereine und Organisationen zu ihren Ehren, sondern auch der kleine Flughafen von Nazca trägt ihren Namen. Jener kleine Airport, von dem heute die unzähligen Touristen aus der ganzen Welt zu Rundflügen über die Nazca-Linien starten.

VIDEO: Sensationelle Entdeckungen in Kasachstan: Ein “zweites Nazca” mit dutzenden Geoglyphen in Asien gefunden (Bilder: Google Earth)
VIDEO: Sensationelle Entdeckungen in Kasachstan: Ein “zweites Nazca” mit dutzenden Geoglyphen in Asien gefunden (Bilder: Google Earth)

Das Nachrichtenmagazin “Der Spiegel” veröffentlichte zum 20. Todestag der außergewöhnlichen Nazca-Forscherin am 8. Juni 2018 den Artikel “Wie eine Deutsche die Nazca-Linien rettete”. Darin wird Ana Maria Cogorno, die Adoptivtochter von Maria Reiche, mit den Worten zitiert:

Aus Deutschland gab es keine Hilfe. Nur in den Achtzigerjahren interessierte sich ein deutscher Botschafter für die Arbeit. Es ist eine Schande.

In diesen Worten von Cogorno scheint “Verbitterung mitzuschwingen” so Matthias Lauerer in seinem “Spiegel”-Artikel. Verwunderlich ist das wirklich nicht, da wohl kein anderer Name als eben Erich von Däniken mit Nazca in Verbindung gebracht wird.

Maria Reiche und Erich von Däniken

Erich von Dänikens spektakuläre Thesen über Zeichen für Außerirdische auf der Ebene, machten die Region letztendlich im öffentlichen Bewusstsein erst bekannt. Ebenso aber auch der Franzose Robert Charroux drei Jahre später.

Die Autoren Dietrich Schulze und Viola Zetzsche schreiben in ihrer Maria Reiche-Biographie “Bilderbuch der Wüste” (2005) zu Däniken/Charroux:

Ihre phantastischen Ideen wirkten auf die Pampa wie das Licht eines Scheinwerfers.

Fraglos klingt es auch viel faszinierender, dass die Bilder, Linien und Pisten von Nazca für Besucher aus dem All gedachte waren, als dass sie ein “astronomischer Kalender” waren, wie es Reiche annahm. Von Däniken wiederum hat 1968 in seinem Weltbesteller “Erinnerungen an die Zukunft” Maria Reiche auch nicht (direkt) erwähnt. Was er aber sagte ist Folgendes:

Uns vermittelt die 60 km lange Ebene von Nazca – aus der Luft betrachtet – eindeutig die Idee eines Flugplatzes!

Damit war die Geschichte, von Däniken hält die Ebene in Peru für den Rest eines UFO-Flughafen der Vorzeit, geboren. Eigentlich ist das aber eine Aussage von – Maria Reiche. Nicht von ihm, wie ich es 2009 in meinem Buch “Historia Mystica” aufgezeigt habe. Das mag viele Prä-Astronautik-Interessierte an dieser Stelle mit Sicherheit verwundern, ist aber eine Tatsache.

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So hat EvD in seinem ersten Buch im Anhang zwei Veröffentlichungen von Maria Reiche angeführt. Das von ihr erstmals 1949 in drei Sprachen im Eigenverlag veröffentlichte Büchlein “Mystery on the Desert” ist eine davon. Darin heißt es von Reiche zu den Pisten und ebenen Flächen von Nazca: „Einige könnte man für Flugplätze halten“. Eine Aussage, die man heute kennt …

Zum Thema “von Däniken und Nazca als UFO-Flughafen” wird hier auf Grenzwissenschaft und Mystery Files noch ein gesonderter Artikel folgen, in dem das Thema genauer durchleuchtet werden soll. Ich möchte an dieser Stelle nicht zu viel vorweg greifen …

Däniken widerlegt? Im Gegenteil: ZDF-Historiker Guido Knopp “bestätigt” (versehentlich) die Prä-Astronautik (Bild: WikiCommons/gemeinfrei / D. Herper / Fischinger-Online)
Däniken widerlegt? Im Gegenteil: ZDF-Historiker Guido Knopp “bestätigt” (versehentlich) die Prä-Astronautik (Bild: WikiCommons/gemeinfrei / D. Herper / Fischinger-Online)

Von Däniken hat seine Ideen und Thesen zu Nazca in seinem zweiten Buch “Zurück zu den Sternen” 1969 wesentlich weiter ausgebaut. Auch Maria Reiche wird darin mehrfach erwähnt und zitiert. “Das Phänomen auf der Pampa von Nazca”, so schreib EvD, “ist von der Wissenschaft bisher viel zu wenig beachtet worden”. Maria Reiche sei dabei die Person, “die sich am längsten und intensivsten um die Enträtselung des Geheimnisses der Nazca-Ebene bemüht”. Und weiter schreibt von Däniken in “Zurück zu den Sternen”:

Ich weiß, dass Maria Reiche meine Deutung der geometrischen Zeichnungen von Nazca nicht teilt, da ihre bisherigen Versuchsergebnisse solche kühnen Schlüsse nicht rechtfertigen würden. Trotzdem sei es mir gestattet, meine Theorie zu erläutern:

Im Artikel des “Spiegel” lesen wir, dass Reiche “seine unwissenschaftliche Arbeit nicht ausstehen” konnte und “ihm wütende Postkarten” aus Peru geschrieben habe. “Däniken wurde mit seinen Fantastereien reich”, als er Mitte der 70ger Jahre seine Ideen publik machte, so der Autor im “Spiegel”. “Sie blieb arm”, was ihr nichts ausgemacht haben soll.

Nazca als Kampfplatz der Meinungen

Tausende Artikel, Bücher und Studien sind in den vergangenen fast 100 Jahren  über Nazca veröffentlicht worden. Ohne Maria Reiches unermüdliche und obsessive Arbeit in Peru, wäre Nazca nicht das, was es heute noch ist. Es wäre sicher zu weiten Teilen achtlos zerstört worden. Vielleicht sogar schon vor Jahrzehnten, wie Ana Maria Cogorno erklärt:

In den Fünfzigerjahren sollte ein großes Bewässerungsprojekt das gesamte Areal überfluten, die Zeichnungen wären verloren gewesen. Sie verhinderte das.

So kann man die Arbeit und den Einsatz von Reiche in diesem Zusammenhang eigentlich nicht deutlich genug unterstreichen. Auch die Prä-Astronautik hat, ungeachtet aller Meinungsverschiedenheiten über den Sinn der Scharrbilder, Pisten und Linien, ihr folgerichtig bis auf den heutigen Tag viel zu verdanken. Auch wenn sie hierzulande kaum jemand kennt. So schreibt auch Matthias Lauerer in “Der Spiegel”:

Die 1.500 rätselhaften Scharrbilder im Süden Perus sind weltberühmt. Maria Reiche, Forscherin aus Leidenschaft, bewahrte die Nazca-Linien vor der Auslöschung. In Deutschland kennt die gebürtige Dresdnerin fast niemand.

Das rätselhafte "Band der Löcher" in Peru: ist hier tatsächlich alles geklärt? (Bilder: GoogleEarth / American Museum of Natural History)
Das rätselhafte “Band der Löcher” in Peru: ist hier tatsächlich alles geklärt? (Bilder: GoogleEarth / American Museum of Natural History)

Deutlich muss man dabei aber auch sagen, dass es vor rund 50 Jahren eben “Der Spiegel” selber war, der Erich von Däniken und seien Bücher zu einem derart gewaltigen Erfolg verholfen hat. Zwar unabsichtlich, aber auch schlechte Presse ist eben Presse, wie ich es in diesem Blog-Posting HIER vom 30. Mai 2018 zusammengefasst habe.

An der Auseinandersetzung zwischen der klassischen Archäologie von und in Nazca mit den Ideen der Prä-Astronautik hat sich bis heute nichts geändert. Seit einem halben Jahrhundert erscheinen regelmäßig Meldungen zu der Ebene, die groß die Widerlegung von EvD & Co. verkünden. Nazca ist ein Kampfplatz der Meinungen. Hervorheben kann man an dieser Stelle durchaus den bekannten Historiker Guido Knopp und seine “Widerlegung” der Prä-Astronautik im Rahmen der Sendung “Die großen Rätsel der Archäologie” des ZDF.

Knopp hatte darin verkündet, dass “hartnäckige Rätsel um die sogenannten Nazca-Linien” inzwischen gelöst und von Däniken widerlegt sei. Nur “ging der Schuss” in der ZDF-Sendung nach hinten los, da er als “Widerlegung” im Grunde ganz genau das über die Scharrbilder sagt, was auch von Däniken sagt: Nazca sei “Graffiti für die Götter”. In diesem Posting HIER vom 5. Juni 2012 erfahrt Ihr die genauen Details dazu und findet das entsprechende ZDF-Video …

Hassliebe?

Da kommt ein schweizer Hotelier ohne akademische Ausbildung aus dem Nichts, schreibt einen Weltbesteller nach dem anderen, wird damit über Nacht weltberühmt und plötzlich kennt jeder die Ebene von Nazca. Was folgte waren nach und nach immer mehr Besucher aus aller Welt, die selber diese Scharrbilder sehen wollten.

Dass das Maria Reiche im fernen Peru aufgrund ihrer jahrzehntelangen Leidenschaft und Liebe zu der Ebene durchaus sauer auf stieß, kann man sich durchaus vorstellen. Ein Mann mit Thesen von Astronautengöttern in “ihrem” Nazca, stellte so ihre Arbeit udn die Arbeiten aller anderen Forscher sehr weit in den Hintergrund. Aber gab es deshalb eigentlich einen regelrechten “Krieg” zwischen von Däniken und Reiche in der damaligen Zeit? Eine Behauptung, die bis heute von Kritikern und Skeptikern immer wieder erhoben wird.

Die Alien-Leichen von Nazca in Peru: Ist der "Spaß" um Alien-Mumien bald vorbei? (Bilder: Gaia.com / Screenshots YouTube / WikiCommons)
Die “Alien-Leichen” von Nazca in Peru:Maria Reiche würde sich im Grabe umdrehen! (Bilder: Gaia.com / Screenshots YouTube / WikiCommons)

Im Jahr 1978 erschien das Buch “Erich von Däniken im Kreuzverhör” in seinem damaligen Verlag. Ein Buch, in dem eine Auswahl zahlreicher Fragen der Zuschauer der Däniken-Vorträge in aller Welt und seine entsprechenden Antworten veröffentlicht wurden. Eine dieser Fragen bezog sich auf einen Artikel über Nazca in dem Magazin “GEO”, in dem auch Maria Reiche zu Wort gekommen war. Sie nannte EvD darin angeblich “einen Schwindler”, so dass der Fragestelle gerne wüsste, was von Däniken dazu sagt.

Seine umfangreiche Antwort auf die Publikumsfrage:

“Gleich nach Lektüre schrieb ich an Frau Reiche, bekam aber bis heute keine Antwort. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass die alte Dame das gesagt hat! Sie hätte zu dieser Diffamierung auch nicht den geringsten Anlass, weil ich über die Ebene von Nazca nichts veröffentlicht habe, was man als ‘Schwindel’ bezeichnen könnte. Und dass ich zu Nazca eine andere Meinung vertrete als Frau Reiche und die offizielle Archäologie, das ist doch wohl mein gutes Recht, besonders deswegen, weil sich die Gelehrten selbst wieder mal nicht einig sind.

Zwanzig Personen, alles Bekannte von mir, darunter der Präsident der ‘Ancient Astronaut Society’, Rechtsanwalt Gene Philipps aus Chicago, unterhielten sich Mitte Juli ’77 mit Frau Maria Reiche. Diese Unterhaltung fand im Hotel Touristas in Nazca statt, wo Frau Reiche ihre Zelte aufgeschlagen hat. Die Tonbänder dieser Unterhaltung habe ich abhören können. Frau Reiche war außerordentlich freundlich und humorvoll und äußerte sich sehr positiv über mich!

Das klingt eher nach einer “Hassliebe”. Von Däniken hat ebenso nie die Leistungen von Maria Reiche irgendwie in Frage gestellt. Im Gegenteil: In seinem 1997 erscheinenden Buch “Zeichen für die Ewigkeit- Die Botschaft von Nazca” nennt er sie “die große alte Dame von Nazca”, würdigt mehrfach ihre “epochale Leistung” und schreibt unter anderem über sie:

Maria Reiche hat sich redlich alle Verdienste erworben, die in Peru nur möglich sind.

Dem ist nichts weiter hinzuzufügen!

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Gen-Analyse: Die Alien-Mumie “Ata” aus Chile ist ein Mensch! Doch niemand spricht von dem verschollenen Bruder aus Peru

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Der "Mini-Alien" aus Chile - und sein verschollener Bruder (Bilder: A. Kramer / ripleys.com / Montage: Fischinger-Online)
“Ata”, der “Mini-Alien” aus Chile – und sein verschollener Bruder (Bilder: A. Kramer / R. Ripley / Montage: Fischinger-Online)

Angebliche “Alien-Mumien“, “Monster-Kadaver” und “Alien-Leichen” gibt es immer wieder in der Grenzwissenschaft und UFO-Forschung. Sie wird es auch immer wieder geben. Gelegentlich schaffen es einige von diesen  seltsamen Leichen auch in die Mainstream- und Boulevardpresse. So auch eine winzige Mumie, die vor rund 15 Jahren in Chile in Südamerika gefunden wurde und über die ich in den letzten zehn Jahren bereits vielfach berichtet habe. Bekannt wurde die kleine Mumie mit dem Namen “Ata” aber erst ab 2012 durch Steven Greer, der den Geheimnissen der vermeintlichen Alien-Mumie medienwirksam auf den Grund gehen wollte. In der Mystery-Community ein viel diskutiertes Thema. Jetzt jedoch hat es “Ata” erneut in die Schlagzeilen geschafft, da Gen-Untersuchungen seine rein irdische Herkunft aufdeckten. Was aber bei alle den Kontroversen um die “Alien-Leiche” bisher übersehen wurde, ist die Tatsache, dass bereits vor ca. 85 Jahren ein Bruder von “Ata” in Südamerika gefunden wurde. Grund genug, diesen “Bruder” an dieser Stelle erneut ins Gedächtnis zu rufen, und seine Geschichte zu erzählen, wie Ihr es hier lesen könnt.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

“Ata”, die zwergenhafte Alien-Mumie aus Chile

Die Diskussion über die seltsame Mumie “Ata” aus der Atacama-Wüste in Chile, die Dr. Steven Greer in seinem Doku-Film “SIRIUS”  genetisch untersuchen ließ, zieht sich schon einige Jahre dahin. Auch ich habe über diese nur rund 7 Zentimeter kleine “Alien-Leiche” an verschiedenen Stelle schon ab 2002 berichtet (s. z. B. HIER, HIER, HIER und HIER ). Gleichzeit war sie mit anderen sonderbaren Mumien und Leichen aus aller Welt 2010 Thema in einem Buch von mir.

Warum ist nachvollziehbar: Derartige Funde sind für grenzwissenschaftlich Interesse immer spannend, vor allem wenn sie in den Medien ein großes Echo erfahren. Auch wenn bisher nie wirklich irgendwas handfestes dabei heraus kam.

Heraus kam aber jetzt, dass die Mini-Mumie “Ata” aus Südamerika durch und durch ein Mensch ist. Das haben genetische Untersuchungen und Analysen ergeben, von denen in der letzten Woche weltweit berichtet wurde. Erstaunlich viele Meldungen dazu erschienen in der Mainstreampresse. Von “etablierten Medien” bis zur Regenbogenpresse schienen sich die Redaktionen geradezu zu überschlagen, um über diese Ergebnisse der Gen-Untersuchungen zu berichten.

Heute, wo quasi jeder seltsame Leichnam oder Kadaver sogleich ein Außerirdischer oder ein Monster wie der Ziegensauger sein soll, war das mediale Interesse an “Ata” der letzten Tage/Wochen schon verwunderlich. Selbst die unsäglichen Machenschaften um die “Alien-Mumien aus Nazca in Peru” kommen da kaum hinterher ..

Ob die Spekulationen um “Ata” damit beendet sind, steht auf einem anderen Blatt der Grenzwissenschaft und Mystery Files.

“Ata” hat einen Bruder aus Peru!

Am 27. Mai 2013 fragte ich ich in einem Artikel auf diesem Blog, ob der “Atacama Humanoid ‘Ata’ einen Bruder hat”. Denn ebenfalls aus Südamerika, und zwar in Peru, wurde bereits vor rund 85 Jahren eine andere Mumie gefunden, die fraglos große Ähnlichkeiten mit der winzigen Mumie des “Ata” hat. Ihr Name: “Atta-Boy”.

Mystery Files Gerüchteküche, Folge #3: Mini Alien Mumien und UFOs in Peru gefunden? (Bild: gemeinfrei / L. A. Fischinger)
VIDEO: Mystery Files Gerüchteküche, Folge #3: Mini Alien Mumien und UFOs in Peru gefunden? (Bild: gemeinfrei / Fischinger-Online)

Zum Beispiel berichtet der Autor Neal Thompson in seinem 2013 erscheinenden Buch “A Curious Man” von dieser winzigen Mumie, die “Ata” so ähnlich sieht (s. Titelbild). Dieser Bruder der winzigen Mumie “Ata” trägt den schon sehr ähnlich klingenden Namen “Atta Boy” und stammt sogar grob aus der gleichen Region. Der Zwerg “Atta Boy” soll jedoch aus Bolivien oder Peru stammen, also nördlich von Chile, der Heimat von “Ata”.

Finder bzw. Besitzer dieser “Alien-Leiche” war der 1949 verstorbenen Reporter, Cartoon-Zeichner und Globetrotter Robert Ripley aus Kalifornien. LeRoy Robert Ripley war schon zu Lebzeiten eine Art Legende, was seltsame Artefakte, Geschichten und Objekte angeht. Er sammelte vor allen in den 1920ger und 30ger Jahren zahlreiche Kuriositäten, die er ab 1933 in einem eigenen Museum der Kuriositäten in Chicago ausstellte. Weitere solcher Ausstellungen folgten.

“Glaube es, oder nicht!”

Gelang es Ripley nicht, eines der von ihm irgendwo in der Welt gefundenen Kuriosa mitnehmen zu können, zeichnete er von diesen Comics und stellte sie in Radioshows vor. “Ripley’s Believe It or Not!” nannte er diese Veröffentlichungen, mit denen er schon 1918 in New York begann. Die TV-Serie „Ripleys unglaubliche Welt“, die hier in Deutschland zum Beispiel einst auf RTL2 lief, beruht darauf.

Und genau unter diesen Sammlungen des Kuriosen und Phantastischen aus der ganze Welt befand sich auch der Bruder der Mumie “Ata” aus Chile. Thompson berichtet zum Beispiel, dass Ripley zeitlebens „fasziniert von der Miniaturisierung von menschlichen Formen“ war. Etwa „in den Kulturen, wo das Schrumpfen von Köpfen praktiziert wurde“. Eben die bekannten „Schrumpfköpfe”, die bis heute in vielen Museen rund um die Erde verstreut zu sehen sind.

Offen sei, so Thompson weiter, ob diese Mumie ein auf diese Art geschrumpfter Fötus oder sogar ein bereits geborener Mensch sei. Wobei man aber auch bedenken muss, dass sich “Schrumpfköpfe” aus dem Gebiet des Amazons im 19. und 20. Jahrhundert in der westlichen Welt einer makaberen Beliebtheit erfreuten. Reisende und Seeleuten kauften sie genau so, wie Museen für Völkerkunde in Nordamerika oder Europa.

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Das hatte zur Folge, dass solche gruseligen Schädel auch absichtlich gefälscht wurden. Gefälscht in dem Sinne, dass man schlicht und einfach Menschen nur deshalb ermordete, um ihre Köpfe zu schrumpfen und dann zu verkaufen. Selbst Europäer in Südamerika waren davor nicht sicher, dass sie als derartige “Kopf-Souvenir” enden. Mit dem ursprünglichen religiösen Brauch dieser Kopftrophäen von einigen Stämmen im Amazonas hatte das nichts mehr zu tun.

Ist auch der “Atta Boy” von Ripley ein solche bizarre “Schrumpf-Mumie”?

Der geschrumpfte “Atta Boy”: Kein Alien

„Es scheint mir eher ein mumifizierter Fötus zu sein, als ein geschrumpften Körper“, glaubt Edward Meyer, der Vizepräsident der Exponate des Sonderbaren und des Ripley-Archiv. „Nachdem wir tatsächliche geschrumpfte Körper gesehen haben“, so Meyer, “sieht dies sehr, sehr unterschiedlich aus”.“

800 Mio. Jahre alte Mumie in Sibirien gefunden? Eine Spurensuche (Bild: W. Da-Gang)
VIDEO: 800 Mio. Jahre alte Mumie in Sibirien gefunden? Eine Spurensuche (Bild: W. Da-Gang)

Auch seien ihm selber nur drei Fälle bekannt, wo der ganzer Körper eines Menschen geschrumpft wurde. Meyer vermutet, dass jemand einem Deutschen Arzt die Technik der Schrumpfköpfe zeigte, und dieser es dann an einem Fötus ausprobierte …

Die Ähnlichkeit mit der Mumie des “Ata” aus Chile ist schon erstaunlich. Der Zwerg aus Chile wurde immer wieder in den letzten zehn Jahren als “Alien-Mumie” angesehen und hitzig diskutiert. Bei seinem Bruder dem “Atta Boy” ist es eigentlich nicht der Fall. “Ata”, der seinen Namen von der Atacama-Wüste in Chile hat, liegt bekanntlich bis heute vor. Sein Bruder aus dem Besitz von Ripley ist aber spurlos verschollen.

Ob sie ein Deutscher Arzt anfertigte, ist reine Spekulation. Aber schon Ripley selber hat 1931 und 1933 bei der Präsentation seiner Mini-Mumie für Widersprüche gesorgt. So zeichnete er am 8. März 1931 einen Cartoon des “Atta Boy” und nannte es “das bolivianische Baby”, das “geschrumpft und mumifiziert” wurde. Nur 6,5 Inch (ca. 16,5 Zentimeter) groß sei die Mumie, so Ripley 1931.

1933 sah das dann etwas anders aus. Bei der Eröffnung des Kuriositäten-Museums in Chicago entstanden 3 Fotos von Robert Ripley mit dem “Atta-Boy”, von dem eines handschriftlich von ihm beschriftet wurde. Darauf steht, dass die Herkunft der Schrumpf-Mumie sei “Jivaro – Peru”. Kein Wort mehr von Bolivien, wie auf der Zeichnung von 1931, die übrigens die Mumie mit Haaren und einem Lendenschurz zeigt.

“Jivaro” ist allerdings kein Ort in Peru, sondern die Bezeichnung eines Indianer-Volkes, die diesen Namen den spanischen Eroberern verdanken. Eigentlich sind es vier unterschiedliche Stämme aus dem Gebiet des Flusses Marañón in Peru und Ecuador, die man “Jivaroan Leute” nennt. Und diese indigenen Stämme der Shuar, Achuar, Humabisa und Aguaruna waren – Kopfjäger, die Schrumpfköpfe anfertigten!

Angesicht der mutmaßlichen Herkunft des “Atta Boy” bei den “Jivaroan Leuten” in Südamerika, wird wohl die Beschreibung von Ribley als “geschrumpft und mumifiziert” zutreffen. Kein Alien, wie eben auch “Ata” aus Chile, wie wir jetzt wissen.-

Verschollen – oder identisch?

ARTIKEL: Dr. Steven Greer, die angebliche Alien-Mumie “Ata” aus der Wüste von Chile und das UFO-Filmprojekt “Sirius” (Bild: A. Kramer / Montage: L. A. Fischinger)
ARTIKEL: Dr. Steven Greer, die angebliche Alien-Mumie “Ata” aus der Wüste von Chile (Bild: A. Kramer / Montage: Fischinger-Online)

Der „Atta Boy“ ist heute verschollen – wohl in irgendeiner privaten Sammlung verborgen. Nur die Fotos von 1933 aus Chicago existieren. Die Mumie selber sei der „persönliche heilige Gral“ von Edward Meyer, wie er sagt, und die Story um sie „ist besser als die des modernen Ata“ …

Aber sind nicht vielleicht bei ein und die selbe Mumie? Ist der “Atta Boy” in Wahrheit “Ata” aus Chile und damit nicht spurlos verschwunden?

Bei zwei derart bizarren und sich so ähnelnden Mini-Mumien, könnte man das vermuten. In der Tat wird es auch hin und wieder. Aber vergleicht man Bilder beider Mumien miteinander, ist das ziemlich sicher ausgeschlossen, wie es auch Meyer glaubt. Trotz aller Ähnlichkeiten und Parallelen, zeigen sich erhebliche Unterschiede zwischen den beiden Zwergen, die sie als zwei Individuen ausweisen.

Dieser Bild-Vergleich von mir soll das verdeutlichen:

"Ata" aus Chile /li.) und der "Atta Boy" aus Peru (re.) im Vergleich: Sie sind nicht identisch! (Bilder: A. Kramer / ripleys.com / Montage: Fischinger-Online)
“Ata” aus Chile /li.) und der “Atta Boy” aus Peru (re.) im Vergleich: Sie sind nicht identisch! (Bilder: A. Kramer / ripleys.com / Montage: Fischinger-Online)

Ich bin sicher, dass es sich hierbei um zwei unterschiedliche Mumien handelt. Der “Ex-Alien” aus dem Doku-Fim “SIRIUS” von Dr. Steven Greer und der verschollenen “Atta Boy” sind nicht die selben Menschen/Föten/Babys.

Hier ein Mystery-Review zu Greer auf meinem YouTube-Kanal Grenzwissenschaft und Mystery Files

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Mehr Videos zur Grenzwissenschaft [klick] hier.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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6.000 Löcher hintereinander: Das rätselhafte “Band der Löcher” in Peru – ist hier tatsächlich alles geklärt?

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Das rätselhafte "Band der Löcher" in Peru: ist hier tatsächlich alles geklärt? (Bilder: GoogleEarth / American Museum of Natural History)
Das rätselhafte “Band der Löcher” in Peru: ist hier tatsächlich alles geklärt? (Bilder: GoogleEarth / American Museum of Natural History)

Wenn es um Mysterien und Rätsel der Vergangenheit in Südamerika geht, fällt den meisten Menschen umgehend die Eben von Nazca in Peru ein. Ein Gebiet in den Anden mit zum Teil riesigen Linien, Figuren und geometrischen Formen, die inzwischen weltberühmt sind. Obwohl solche gewaltigen Scharrbilder (Geoglyphen) in vielen Teilen der Welt vorkommen und für Rätselraten sorgen, wird ein archäologisches Phänomen in Peru oftmals übersehen: Das “Band der Löcher” in den peruanischen Bergen. Abertausende Löcher wie ein Lochstreifenband in der Erde, deren Sinn und Zweck für eine Reihe von Archäologen als geklärt gilt. Aber sind diese Erklärungen der Wissenschaft tatsächlich so sicher, wie vielfach behauptet wird?


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Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Scharrbilder in der Erde existieren in ganz Peru und weit darüber hinaus. Die Ebene von Nazca ist kein Einzelfall aber mit Sicherheit die “Königin der Geoglyphen”, die immer wieder Menschen faszinierend. Auch und vor allem die Grenzwissenschaft und Prä-Astronautik kennt diese Bilder in der Wüste, die nun schon Jahrzehnte für Spekulationen sorgen.

Weniger bekannt aber dennoch den meisten Mystery-Interessierten ein Begriff, ist der “Dreizack von Pisco” an der Pazifikküste von Peru. Dieser liegt auf der Halbinsel Paracas, auf der einst die Kultur der Paracas beheimatet war. Ein Volk, dass fast 3.000 Jahre in die Vergangenheit reicht und das heute vor allem auch durch seine gruseligen Mumien bekannt ist. Überaus viele dieser Mumien sorgen in der Prä-Astronautik aufgrund der Tatsache, dass diese auffallende Schädeldeformationen aufweisen, immer wieder für Gesprächsstoff.

Der etwa 170 Meter lange “Candelabro de Paracas (= Kerzenleuchter von Paracas) wird jünger datiert, als die Zeichnungen auf der Nacza-Ebene und deren Umgebung. Dennoch ist er durchaus als eines der bekanntesten Symbole für die archäologischen Rätsel Perus bzw. Südamerikas zu sehen.

Genau das kann man von den ca. 48 Kilometer Luftlinie nordöstlich des “Kerzenleuchters” gelegenen “Band der Löcher” leider nicht sagen. Obwohl dieses “Band” bis dato nicht minder spannend ist.

Ein “Lochstreifenband” ohne Sinn?

Dieses “Band der Löcher” liegt scheinbar sinnlos in der Erde Perus im Tal von Pisco und kann am Besten aus der Luft in seiner Vollständigkeit bestaunt werden. Zum Beispiel bequem mit Google Earth unter den am Ende angefügten Koordinaten, da die Ausmaße der Löcher heute noch zu gewaltig sind. Immerhin, so die Schätzungen, besteht das Band aus bis zu 6.000 oder sogar 7.000 Löchern oder Gruben.

Das "Band der Löcher" in Peru: Dieses Foto machte den Ort weithin bekannt (Bild: American Museum of Natural History)
Das “Band der Löcher” in Peru: Dieses Foto von 1931 machte den Ort weithin bekannt (Bild: American Museum of Natural History)

Das Band verläuft in Nord-Süd-Richtung, ist ca. 1,5 Kilometer lang und ist durchschnittlich um die 20 Meter breit. Die schmalste Stelle der Lochstreifen misst aber immerhin noch 14 Meter. Jede der tausende von Gruben für sich betrachtet, ist vollkommen unspektakulär. Ein jedes der Löcher hat nur eine Tiefe von 50 bis 100 Zentimetern, ist nur einen Meter im Durchmesser und wurde einst durch Steine und Geröll an den Rändern “verstärkt”. Erst die Menge und Anordnung der Gruben in dem unwegsamen Gelände machen sie zu einem Rätsel der Archäologie.

Wie auch die Linien von Nazca wurde auch das Lochband im Pisco-Tal erst durch die moderne Fliegerei weithin bekannt. Der Pilot Robert Shippee war es, der 1933 in “National Geographic” (Nr. 63) das erste weltweit bekannt gewordene Luftbild (von 1931) des Bandes in seinem Artikel “Air Adventures in Peru” veröffentlichte. Seitdem wird um diese “seltsamen und geheimnisvolle Pockennarben”, die Shippee sie nannte, gestritten.

Deutungen der Löcher in Peru gibt bzw. gab es in der Archäologie inzwischen einige. Sie reichen von Lagerstätten, Grabanlagen, Verteidigungsstellungen für Inka-Krieger, Gruben von Grabräubern, Probegrabungen nach Edelmetallen oder auch unbenutzte, also vorbereitete, Gräber. Richtig zufriedenstellend erklärt klingt das nicht. Gefunden wurde innerhalb dieser sonderbaren Löcher bisher auch nichts.

Der Archäologe John Hyslop schrieb zum Beispiel in seinem Standartwerk “The Inka Road System” 1984, dass diese Gruben für “die für die Lagerung verwendet wurden”. Hyslop schrieb dazu:

Wenngleich deren Rolle unbestimmt ist, ist eine Hypothese für die Forschung, dass sie für die Lagerung verwendet wurden. Sie befinden sich zwischen zwei wichtigen Inka-Stätten (Tambo Colorado und Lima la Vieja) und ganz in der Nähe der Stelle, wo die Inka-Küstenstraße die Straße zum Hochland kreuzt. Sie könnten einer der größeren Lagerstätten des Imperiums sein.

Also ist das 1,5 Kilometer lange Lochstreifenband ein Speicher oder eine Lagerstätte er alten Inka von Peru?

Ein Anruf beim Professor

Ich habe noch nie etwas ähnliches gesehen. Es ist wirklich einzigartig.”

Mit diesen Worten kommentierte der Archäologe Prof. Charles Stanish , ein Experte für Peru, Chile und Bolivien von der Universität Kalifornien in Los Angeles, das Gruben-Band in Peru. Das erstaunliche dabei ist, dass Stanish, obwohl er selber seit 30 Jahren in der Region arbeitet, von diesen Löchern bis 2014 noch nie gehört hatte. Ebenso erstaunlich ist, dass das Loch-Band keine 20 Kilometer von seinen eigenen Ausgrabungen im Chincha-Tal in Peru entfernt liegt.

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Das erstaunlichste ist für einen Grenzwissenschaftler aber, wie der Archäologe auf dieses Band der Löcher aufmerksam wurde. Nicht durch das Studium verstaubter Fachliteratur in Bibliotheken, sondern durch einen Zuschauer der US-Serie “Ancient Aliens”. Eine Prä-Astronautik-TV-Reihe, die sicher jeder Mystery-Fan kennt.

In dem Artikel “An Overlooked Inca Wonder” von Eric A. Powell in dem Magazin “Archaeology” vom 5. April 2016 heißt es dazu:

Ancient Aliens im deutschen Free TV (Bild: History Channel/USA)
“Ancient Aliens” jetzt auch im deutschen Free TV (Bild: History Channel/USA)

Vor zwei Jahren erhielt Stanish einen Anruf von einem Mann aus Pittsburgh, der gerade ein Programm sah, in dem behauptet wurde, dass Aliens eine große Rolle im Leben der frühen Menschen spielten. Er war daran interessiert, dass Stanish sicher einer bestimmten peruanische Stelle annahm, von der behauptet wurde, dass sie von Außerirdischen gemacht wurde. ‘Ich versuche immer nett zu den Leuten zu sein’, sagt Stanish. ‘Aus welchem Grund sie sich auch immer für die alte Vergangenheit interessieren, ich teile ihnen mit, was die Archäologen über das Thema wissen.’

In diesem Fall fragte der Mann Stanish, was er über die Idee denkt, dass Außerirdische die seltsam ausgerichteten Gruben bauten, die im Volksmund als Band der Löcher in Perus Pisco-Tal bekannt seien. Obwohl er mehr als 30 Jahren in der Gegend gearbeitet hat, hatte Stanish noch die von dieser Stelle gehört.”

Die Neugier von Prof. Stanish an diesem archäologische Stätte war dank der Serie “Ancient Aliens” geweckt, so dass er selbe vor Ort Nachforschungen anstellen wollten. Tatsächlich wurde er vor Ort nicht enttäuscht und bot später auch eine Erklärung oder besser Interpretation des Bandes der Löcher an.

Alles geklärt?

Zehn Arbeiter, so rechnete es Charles Stanish durch, hätten das gesamte “Band” mit allen Gruben in 300 Tagen bauen können. 100 Arbeiter in nur einem Monat. Angesicht der Art und Weise, wie diese doch recht niedrigen und kleinen Löcher in die Erde gegraben wurden, ist das grundsätzlich keine Meisterleistung.

Der Archäologe fand bei seinen Untersuchungen vor Ort auch Reste einer Straße der Inkas sowie einige Ruinen von “Colas”. Das Waren Lagerhäuser der Inkas, in dessen Umfeld Stanish auch Töpfereien der Inka fand. Ausgehend von diesen Funden vermutete Stanish, dass das Lochband aus dem 15. Jahrhundert stammen könnte, als das Imperium der Inka das Volk der dortigen Chincha unterwarf.

VIDEO: Sensationelle Entdeckungen in Kasachstan: Ein “zweites Nazca” mit dutzenden Geoglyphen in Asien gefunden (Bilder: Google Earth)
VIDEO: Sensationelle Entdeckungen in Kasachstan: Ein “zweites Nazca” mit dutzenden Geoglyphen in Asien gefunden (Bilder: Google Earth)

Das Inkareich war in Südamerika bekannt dafür, dass sie zahlreiche andere Völker und Stämme eroberten und sich ihrem eigen Reich einverleibten. So vermutete Stanish, dass “die Löcher einmal verwendet wurden, um etwas zu speichern, aber genau das und warum war noch nicht klar”, so Eric A. Powell in seinem Artikel 2016. Erst ein Vortrag des Archäologen Gary Urton von der Harvard Universität schien Stanish weiter zu helfen.

In diesem Vortrag berichtete Urton von schachbrettartigen Rechtecken, in denen Bauern Tribute für die Inkas abliefern mussten. Tatsächlich hatten Urton und seine Kollegen in diesen als Khipus bekannten Strukturen die Reste von landwirtschaftlichen Erzeugnissen wie Nüssen gefunden. Mit Hilfe dieser “Schachbretter” konnte dann ein Steuereintreiber bzw. Buchhalter die genaue Menge des Tribut bestimmen, die ein Bauer, eine Sippe oder oder Familie entrichtet hat.

Charles Stanish zu den Vermutungen von Urton:

Sie hatten eine wirklich gute Erklärung dafür, wie diese Quadrate verwendet wurden, um Tribute zu messen. Es erschien mir wahrscheinlich, dass die Löcher am Monte Sierpe auch dafür verwendet worden sein könnten, um Tribut zu messen.”

Die Abgabe von Steuern in Form von Naturalien an die Herrscherkasten der Inka war für alle eroberten Völker zwingend. Eigentlich nicht anders wie 1.500 Jahre führer bei den Römern oder bei “modernen Expansions-Imperien”.

Obwohl die Idee der “Mess-Löcher für Tributzahlungen” inzwischen als Erklärung des Löcher-Bandes vielfach akzeptiert wird, ist das keineswegs gesichert! gt werden muss.Selbst Charles Stanish betont, dass das bisher nur eine Spekulation ist, die erst noch belegt werden muss. Erst Pollen oder Kieselsäure von pflanzlichen Materialien innerhalb diesen Löchern könnte das beweisen, so der Archäologe. “Es ist spekulativ” aber es könnte der Anfang eines “ganz neuen Verständnisses der Buchhaltung der Inka sein”.

YouTube-Video: Waren Schwarz-Afrikaner lange vor Kolumbus bei den Maya in Mittelamerika? (Bild: M. Warnholtz/Lübbe Verlag / Bearbeitung: L. A. Fischinger)
VIDEO: Waren Schwarz-Afrikaner lange vor Kolumbus bei den Maya in Mittelamerika? (Bild: M. Warnholtz/Lübbe Verlag / Bearbeitung: L. A. Fischinger)

Obwohl das Imperium der Inka in den Anden-Gebieten Südamerikas im 15. und 16. Jahrhundert gewaltige Ausmaße und zehntausende Kilometer befestigter Straßen hatte, ist die Verwaltung des Reiches tatsächlich bis heute rätselhaft. Die Inka hatten keine Schrift und konnte folglich auch nicht schreiben. Alles, was wir heute beispielsweise schriftlich über die Mythologie, das Leben und Region der “Könige der Sonne” haben, ist von den spanischen Eroberern aufgezeichnet worden.

Es fehlt also (bisher) der Beweis, dass das spektakuläre Lochstreifenband einst tatsächlich als ein Hilfsmittel zur Mengenbestimmung von Abgaben an die Inka diente.

Zum Beispiel hat Jean-Pierre Protzen, ein Kenner der Architektur der Inka an der Universität von Kalifornien, so seine eigenen Theorien zu dem Gruben-Band. Vielleicht waren es auch Lagerstätten für Guano, also Dünger für die Landwirtschaft, so Protzen. In den oft kargen Gegenden der Region ist Dünger zweifellos überaus wichtig, “aber wir wissen noch nicht viel darüber”.

Vorteilhaft an diesen Thesen zum Lochband von Peru ist, dass sie sich verhältnismäßig leicht überprüfen lassen. Laboratorien können von Archäologen genommene Proben aus den Gruben mir recht wenig Aufwand auf Pollen, Sporen, Pflanzen- und Samenreste oder Guano-Spuren untersuchen. Auch Prof. Charles Stanish hofft, dass zukünftige Forscher genau das machen werden.

  • Googel Earth Koordinaten des “Bandes der Löcher”: 13°42’28.96″S / 75°52’30.56″W

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Die Alien-Leichen von Nazca in Peru: Ermittlungen wurden eingeleitet. Ist der “Spaß” um die Alien-Mumien bald vorbei?

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Die Alien-Leichen von Nazca in Peru: Ist der "Spaß" um Alien-Mumien bald vorbei? (Bilder: Gaia.com / Screenshots YouTube / WikiCommons)
Die Alien-Leichen von Nazca in Peru: Ist der “Spaß” um Alien-Mumien bald vorbei? (Bilder: Gaia.com / Screenshots YouTube / WikiCommons)

Manchmal – und leider viel zu oft – frage ich mich: Was denken sich eigentlich einige “Mystery-Jäger” dabei, die an der Grenzwissenschaft und Aliens Interessierten immer wieder mit Lug und Trug zu foppen? Warum geben sich immer wieder Menschen her, mit offenkundigen Schwindeleien und sogar Betrug vermeintliche Sensationen in die Welt zu posaunen? Genau das geschieht, wie mehrfach auf diesem Blog (HIER, HIER & HIER) und in einem YouTube-Video berichtet, derzeit in Südamerika. Denn dort, in Peru, geht eine “Forschergruppe” seit Monaten mit Alien-Mumien & Co. durch die Medien. Jetzt aber hat sich endlich das peruanische Kultur-Ministerium in die Angelegenheit eingeschaltet und die Staatsanwaltschaft ermittelt. Unter anderem wegen Grabräuberei.


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Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Ende 2016 schrieb ich in einem Fakten Check-Artikel auf diesem Blog zu den “sensationellen Alien-Mumien”, die in Peru gefunden sein sollen:

Wer will uns hier wieder einmal einen ,Alien aufbinden’, wie ich denke? Diese Bilder sagen eigentlich alles. Und das sollte auch jeder Mediziner und jeder medizinische Laie in Peru erkennen! Hier ist wohl eher von modifiziert als von mumifiziert zu sprechen.

Wenn man nicht die ganze Welt der Grenzwissenschaft wachsam im Auge behält, immer hinterfragt und sich diverse ,Sensationen’ genau ansieht (wenn man daran überhaupt Lust und Interesse hat) – gibt es bald nur noch Lug und Trug …”

Damals war nicht absehbar, dass die Story um den Fund einer angeblichen Alien-Mumie sechs Monate später in so einem Chaos gipfelt, das augenblicklich aus Südamerika zu erfahren ist. Nachdem in Peru angeblich ein kleine Alien-Mumie und ein kleiner Alien-Schädel gefunden wurden, tauchte alsbald noch eine riesige Alien-Hand mit drei langen Fingern auf.

Scheinbar aber nur, damit die “Mystery-Forscher” in Peru einige Zeit später eine komplette Mumie eines vermeintlichen Außerirdischen der stauenden Welt präsentieren konnten. Ebenso gefunden in Nazca, wie es heißt, und diesmal sogar fast 1,70 Meter groß. Unlängst hat man diese weibliche Alien-Leiche “Maria” getauft.

Röntgenbild der angeblichen nur 21 Zentimeter kleinen Alien-Leiche: Ein Blinder sieht die Manipulationen! – Zur Großansicht anklicken (Bild: YouTube-Screenshot / Bearbeitung: L. A. Fischinger)
Röntgenbild der angeblichen nur 21 Zentimeter kleinen Alien-Leiche: Ein Blinder sieht die Manipulationen! – Zur Großansicht anklicken (Bild: YouTube-Screenshot / Bearbeitung: L. A. Fischinger)

Doch dieser Alien-Fund war aufgrund der zuvor in Peru präsentierten Riesen-Hand und Mini-Mumie schon längst nicht mehr ernstzunehmen, wie ich es HIER beschrieben habe.

Frankenstein 2.0

Nachdem beispielsweise die erste Mumie dieser Story, der “Mini-Alien”, meiner Meinung ganz eindeutig aus echten Knochen zusammengebastelt war, wäre es bei dem “großen Alien” ebenso möglich. Das heißt, dass hier illegale Grabräuberei eine Rolle spielen würden.

Allerdings wäre das auch der Fall, wenn diese Funde authentisch wären. Denn sie wurden nicht von regulären Archäologen bei offiziellen Grabungen gefunden und geboren. In ersten Videos und Interviews zu der ersten vermeintlichen Alien-Mumie aus Peru war sogar eindeutig von Grabräubern die Rede. Oder, netter ausgedrückt, von “Hobby-Archäologen”.

In Peru ist es nicht anders, als in anderen Ländern der Erde: Archäologische Funde und Grabungen sind Sache der Behörden. In Peru ist es das “Ministerio de Cultura”, in dessen Aufgabenbereich solche Entdeckungen fallen. Wenn aber nun bei der neuen Alien-Mumie echte Knochen von Menschen/Mumien verwendet wurden, muss das peruanische Ministerium reagieren. Diese können nur aus einer Raubgrabung stammen.

Selbstverständlich können man dann auch anhand solcher verwendeten Knochen (der auch in Peru sehr zahlreich vorkommenden Mumien) wunderschön eine C14-Datierung vornehmen. Also mittels der Radiokarbondatierung das Alter der vermeintlichen Alien-Leiche bestimmen. Auch DNA-Analysen sind so möglich. Nimmt ein Betrüger Teile einer 2.000 Jahre alte Mumie, um daraus eine Alien-Mumie zu “basteln”, würde auch die C14-Datierung bestätigen, dass dieser “Außerirdische” eben 2.000 Jahre alt ist. Et voilà – eine Sensation …

Und das wurde auch bei der Mumie gemacht. Die fragwürdige Kreatur soll nach dieser Datierung etwa 1.750 Jahre alt sein, wie Gaia.com in einem Video berichtet. Der Genetiker Dr. Michael Aseev von Institut für Molekular-Genetik der Russischen Akademie der Wissenschaften in Moskau wiederum sagte nach der Untersuchung einer Mumien-Probe in einem weitere Video von “Gaia”:

Durch die DNA-Probe der Mumie, die jetzt Marie genannt wird, konnten wir feststellen, dass dies eine Frau ist. Das Y-Chromosom fehlt.

Mystery Files Gerüchteküche, Folge #3: Mini Alien Mumien und UFOs in Peru gefunden? (Bild: gemeinfrei / L. A. Fischinger)
VIDEO: Mystery Files Gerüchteküche, Folge #3: Mini Alien Mumien und UFOs in Peru gefunden? (Bild: gemeinfrei / L. A. Fischinger)

Doch weder das Alter der Probe noch die genetische Analyse dieser sagten irgendwas über eine “außerirdische Natur” der Mumie! Vielmehr zeigen diese, dass die Truppe sowie die fragwürdige Seite bzw. die Video-Arbeit von “Gaia” nicht davor zurück schrecken, echte Menschenteile für ihre Machenschaften zu nutzen. Mit die Ziel…Geld zu verdienen.

Dr. Konstantin Kototkow, der in diesem Zusammenhang ebenso wieder dabei ist, ist auch ganz interessant. Er hat eine Kamera entwickelt, die angeblich die Aura von Menschen, Tieren und Pflanzen fotografieren kann (sog. “Kirlian-Fotografie”). Diese bietet er für rund 850 Dollar an. Neben zahlreichen anderen Produkten, Software, Seminaren, Kursen usw.

Herr Staatsanwalt, übernehmen Sie!

Und so hat auch das “Ministerio de Cultura” von Peru vor einigen Tagen bekannt gegeben, dass Ermittlungen gegen die “Mystery-Forscher” eingeleitet wurden. Aufgrund “krimineller Attentate gegen archäologische Denkmäler” in Peru. Folglich: Beschädigung und Plünderung von archäologischen Stätten und Kulturgütern. Würde die Behauptung der Mumien-Faker, sie würden um die 20 solcher Alien-Leichen besitzen, stimmen, wäre das Ausmaß dieser dreisten Machenschaften kaum abschätzbar.

Ebenso sei bei der ganzen Sache zu bedenken, dass die Beteiligten online, etwa bei Facebook und YouTube, auch mal gerne Pseudonyme nutzen. Zumindest sind nicht wenige Postings und Videos in den Sozialen Netzwerken von anonymen Nutzern online gestellt worden.

Geld für die Alien-Mumien von Nazca in Peru
Geld für die Alien-Mumien von Nazca in Peru …

Das war auch bei einer Crowdfunding-Kampagne Anfang 2017 von Thierry Jamin so. Gesammelt werden sollte bei dieser Kampagne und Untersuchungen wie GEN-Analysen für die erste kleine Alien-Mumie, den kleinen Alien-Schädel und die Hand. Ziel waren 29.000 Dollar und zusammengekommen waren: 39.510 Dollar.

Der Anwalt Alberto Alfredo Urbano Jaciento, der unter anderem für die Verwaltung der archäologischen Bereiche um Nazca zuständig ist, äußerte ebenso bedenken. Es sei, so Jaciento, nicht möglich, diese Mumie einem Fundort auf oder um die Hochebene von Nazca zuzuordnen. Vor allem betonte er, dass die Internet-Videos der Untersuchungen, der Probe-Entnahmen und die Proben an sich etc. keinerlei Beweiskraft hätten.

“Es ist nicht möglich festzustellen”, so Janiento zu den Videos, “dass die Proben oder Artefakte (wenn sie echt sind) den Beweis erbracht haben, dass sie fremdartigen oder überhaupt archäologischen Charakter haben”.

Damit ist der neueste Fall von Alien-Mumien wohl ein Fall für den Staatsanwalt.

Ich frage mich wirklich, wie man mit seinem Namen und Gesicht an die Öffentlichkeit gehen kann, um solche Storys zu verbreiten?!

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Die Alien-Leichen von Peru: Der nächste “spektakuläre Fund” einer Alien-Mumie in Südamerika (und eine Doku-Serie)

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Die Alien-Leichen von Peru - der nächste Streich aus Südamerika (Bilder: Gaia.com / Screenshots YouTube)
Die Alien-Leichen von Peru – der nächste Streich aus Südamerika (Bilder: Gaia.com / Screenshots YouTube)

Mehr und mehr entwickelt sich Südamerika und hier speziell Peru zu einem Eldorado für Alien-Fans. Nachdem zuerst winzige “Alien-Mumien” und dann eine “Alien-Hand” dort aufgetaucht sein sollen, wie HIER und HIER berichtet, geht es nun in die dritte Runde. Jetzt haben die dortigen Mystery-Fans/Forscher gleich eine vollständige und perfekte Mumie eines mutmaßlichen Außerirdischen mit drei riesigen Zehn und Fingern gefunden. Diesmal ist der Fund, der laut Berichten auf der legendären Hochebene von Nazca ausgegraben wurde, sogar etwa 1,68 Meter groß und sei ein weibliches Wesen. Eine archäologische und geschichtliche  Sensation, wie es heißt. Mehr dazu in diesem Posting und einigen Videos dazu.


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Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Die Grenzwissenschaft und Mystery Files Gemeinde in Südamerika kommt nicht zur Ruhe: Nach den mehr als zweifelhaften Entdeckungen von Alien-Leichen und einer fremdartigen mumifizierten Hand mit riesig langen Fingen kommt nun die nächste Sensation aus Peru!

Die dortigen Mystery-Forscher vermelden, dass sie im Bereich der Ebene von Nazca eine vollständige Mumie eines fremden Wesens gefunden haben (s. Titelbild). Diesmal sei die Entdeckung eine epochale Entdeckung, da das (weibliche) Wesen scheinbar ein Alien und in einem ausgezeichneten Zustand ist.

Außerdem sei es diesmal nicht eine kleine Alien-Leiche, wie meist bei  solchen Funden üblich, sondern dieser Humanoid war einst fast 1,70 Meter groß. Und trauen wir beispielsweise veröffentlichten Röntgenaufnahmen, dann gab es schon am 19. Mai 1997 erste Untersuchungen der Gestalt.

Hier seht Ihr eine Computer-Rekonstruktion aus Peru, wie man sich dort das aufrecht stehende Individuum vorstellt:

Die Alien-Leichen von Peru : So soll die Mumie aufgerichtet aussehen (Bilder: Gaia.com / Screenshots YouTube)
Die Alien-Leichen von Peru : So soll die Mumie aufgerichtet aussehen [für eine Großansicht – anblicken] (Bilder: Gaia.com / Screenshots YouTube)
Nun könnte man an dieser Stelle sehr viel über diese neue Mumie aus Peru diskutieren. Doch durch die oben verlinkten Postings mit den peruanischen Alien-Mumien und der seltsamen Hand, scheint es wieder nur Unfug zu sein. Zwar ist die “hockende Position” der Mumie im Andenraum von Südamerika sehr verbreitet, aber das war es auch schon.

Ebenso zeigt sich sehr schnell, wenn man die Internet-Videos und die Berichte zu dieser Mumie im Netz studiert, dass auch hinter dieser “sensationellen Entdeckung” die gleichen Personen stecken, wie bei der Hand und den Mumien zuvor.

Auch ist augenscheinlich, dass diese neue Alien-Mumie mit ihren 17 Zentimeter langen Fingen ausgezeichnet zu der gruseligen Hand passt, mit denen man zuvor an die Medien ging (Bild).

Die Mumie hat zwar Hand und Fuß, aber diesmal gehen die fragwürdigen Grenzwissenschaftler in Peru einen Schritt weiter: Sie haben zusammen mit der Firma “Gaia” eine Doku-Serie nach typischer us-amerikanischer Art daraus gemacht.

Kein Wunder, denn “Gaia” sitzt in Louisville, Colorado, USA, und hat zahlreiche Videos und Artikel zu Themen des Phantastischen im Angebot. Von Themen wie Ancient Aliens und Leben nach dem Tod bis UFOs, Jesus-Mysterien und Esoterik ist alles dabei. Übrigens auch den fragwürdigen “Alien-Mumien-Film” SIRIUS von Steven Greer (HIER mehr dazu).

So jetzt auch die Video-Reihe “Unearthing Nazca” mit dieser seltsamen “Alien-Leiche”, die man jedoch nur gegen Bezahlung vollständig sehen kann (was grundsätzlich ja OK ist). Wenn man sich jedoch schon in dem “Spezial Report”-Video HIER der Produktion einmal die ersten 5 bis 7 Sekunden anschaut ist es schon überaus erstaunlich, dass die riesigen Zehn der angeblich uralten Mumie so perfekt erhalten und nicht abgebrochen sind.

Ich bezweifele, dass hier irgendwas Spektakuläres heraus kommen wird. Leider …

Hier ein Video von mir zu den Funden in Peru, zu dem sich nun diese neue Mumie gesellt:

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Lars A. Fischinger

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Mystery Files Gerüchteküche, Folge #3: Mini Alien Mumien und UFOs in Peru gefunden? +++YouTube-Video+++

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Mystery Files Gerüchteküche, Folge #3: Mini Alien Mumien und UFOs in Peru gefunden? (Bild: gemeinfrei / L. A. Fischinger)
Mystery Files Gerüchteküche, Folge #3: Mini Alien Mumien und UFOs in Peru gefunden? (Bild: gemeinfrei / L. A. Fischinger)

Sensationelle Funde in Peru? Alien-Mumien und Teile von außerirdischen Leichen in einer Höhle entdeckt? Tatsächlich kursiert vor allem im spanischen Internet seit einigen Monaten eine sehr seltsame Geschichte und sonderbare Bilder aus Südamerika. Angebliche Beweise für die Existenz von Aliens und sogar einem dort gefundenen UFO. Doch die Geschichte aus Peru ist sogar noch weit „verrückter“, wie Ihr es in meinem neuen Video auf YouTube erfahrt.

 

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Was da so alles in Peru seit einigen Monaten gefunden worden sein soll, klingt mehr als phantastisch!

Von einer mumifizierten Alien-Hand über eine ganze Höhle voller Alien-Leichen unterschiedlicher Rassen bis zu einem “abgestürzten UFO” ist für jeden Mystery-Fan was dabei.

Mehr dazu in diesem Video.

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“Alien-Hand” in Peru gefunden: was ist denn da schon wieder in Südamerika los?

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"Alien-Hand" in Peru gefunden: was ist denn da schon wieder in Südamerika los? (Bild: YouTube-Screenshot Tyler Cusco)
“Alien-Hand” in Peru gefunden: was ist denn da schon wieder in Südamerika los? (Bild: YouTube-Screenshot Tyler Cusco)

Und wieder wurde etwas angeblich Seltsames in Peru gefunden; diesmal eine “Alien-Hand”. Man könnte auch sagen, dass das Trio Thierry Jamin, Scott C. Waring und Brien Foerster hat mal wieder zugeschlagen, nachdem sie kürzlich erst zwei “Alien-Mumien” aus Peru in der grenzwissenschaftlichen Szene in Südamerika und den USA bekannt machten. Diesmal jedoch ist eine sehr große menschenähnliche Hand, die nach den Röntgenbildern zu urteilen auf keinen Fall von einem Menschen stammen kann. Aber was ist sie dann und was geht derzeit in Peru vor sich? Den Background dieser “Alien-Hand” und wer genau hinter dieser Story steckt – erfahrt Ihr hier.

“Alien-Hand” in Peru gefunden: was ist denn da schon wieder in Südamerika los? weiterlesen

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UFO-Boom in Peru: Offizielles UFO-Büro der peruanischen Luftwaffe gegründet, die Linien von Nazca und die Prä-Astronautik +++ YouTube-Video +++

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In Peru boomen die UFOs (Bild: E. v. Däniken/A.A.S. / L. A. Fischinger / WikiCommons)
In Peru boomen die UFOs (Bild: E. v. Däniken/A.A.S. / L. A. Fischinger / WikiCommons)

Im Jahre 2001 gründete Peru die offizielle UFO-Meldestelle OIFAA, das “Oficina de Investigación de Fenómenos Anómalos Aérea” (Büro zur Erforschung anomaler Phänomene im Luftraum), die nach einigen Jahren wegen Verwaltungsproblemen geschlossen werden musste. Doch aufgrund der wachsenden Zahl von UFO-Sichtungen und -Meldungen in dem südamerikanischen Land, wurde nun das Büro nun unter den Namen DIFAA, das “Departamento de Investigación del Fenómeno Anómalo Aérea” (Department zur Erforschung anormaler Phänomene im Luftraum), reaktiviert. Aber warum sind Archäologen beim DIFAA dabei? Und warum wurde bei der offiziellen Eröffnung des UFO-Büros ein Vortrag über die weltberühmten Linien von Nazca und Außerirdische gehalten? Mehr dazu auf meinem YouTube-Kanal.


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Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Die peruanische Luftwaffe hat wieder ein offizielles UFO-Büro – denn es herrscht eine Art UFO-Boom in Südamerika. Doch was haben die Ancient Aliens damit zu tun?

Ein offizielles UFO-Büro in Peru, das von der dortigen Luftwaffe geleitet wird, mag seltsam klingen. Aber auch Brasilien, Chile oder Agentinnen unterhalten solche staatliche Meldestellen für UFOs. In Südamerika begegnet man Themen wie „Außerirdische” und „UFOs” wesentlich offener als bei uns in Deutschland. Brauchen also auch wir ein derartiges Büro?

Schon Professor Harald Lesch forderte vor bald 20(!) Jahren ein derartiges “UFO-Büro”. Ein offizielles Institut in Deutschland, so Lesch in der “NDR”-UFO-Doku “UFOs, Erklärungen über Unerklärliches” (ich glaube vom 27. September 1994?!) des öffentlich-rechtlichen TV, an das sich Zeugen wenden können und das quasi “ehrenamtlich” arbeitet.

Doch wieso begleitete die offizielle UFO-Meldestelle-Eröffnung des Kommandos der Luftwaffe Perus am 18. Oktober 2013 ein derart „seltsamer Vortrag” zu Ancient Astronauts und den Linien von Nazca? Den Vortrag bzw. das Symposium „Las Lineas de Nazca y los Seres Extraterrestres” leitete der Archäologe Professor Manuel Aguirre („School of Archaeology”, Uni San Marcos) …

Alles dazu in diesem YouTube-Video auf Grenzwissenschaft und Mystery Files.

Bleibt neugierig …

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Lars A. Fischinger

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Drangen spanische Kelten lange vor Kolumbus bis nach Peru in Südamerika? Das Rätsel der "Wolkenmenschen" Chachapoya

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Kamen die Kelten als erste Siedler nach Amerika? Darüber berichtete ich kürzlich auf diesem BLOG. Nun hat der Kulturwissenschaftler Hans Giffhorn dazu ein Buch veröffentlicht. Er verweisst darin unter anderem auf eine genetische Verwandschaft zwischen Peru und Kelten aus Spanien. Auch “Focus Online” widmete sich nun diesem Thema.

Bei “Amazon” wird die Arbeit “Wurde Amerika in der Antike endeckt?von Hans Giffhorn mit diesen Worten beworben:

In den peruanischen Anden, in der kaum erforschten Region des rätselhaften, vor Jahrhunderten untergegangenen Volkes der Chachapoya, stießen Abenteurer auf uralte steinerne Rundbauten und gewaltige Festungen, die nirgendwo in Amerika ihresgleichen finden – die aber bis ins Detail den zweitausend Jahre alten Bauwerken spanischer Kelten entsprechen.

Zufall, könnte man meinen. Aber Hans Giffhorn entdeckte weitere Indizien, die für eine Herkunft der Chachapoya aus dem antiken keltisch-karthagischen Kulturraum sprechen: ähnliche Götterdarstellungen, fast identische Steinschleudern, die gleiche Technik der Schädelbohrung. Mehr noch: In uralten Mumien der Chachapoya konnte die aus der Alten Welt stammende Tuberkulose nachgewiesen werden, und neue genetische Untersuchungen ergaben Indizien für eine Verwandtschaft von Nachkommen der Chachapoya mit spanischen Kelten. Hans Giffhorn weist nach, dass es keltischen Kriegern im Verbund mit Karthagern durchaus möglich war, nach Peru zu gelangen, und er berichtet fesselnd von seiner akribischen Spurensuche am Amazonas und in den Anden, aber auch in Labors, Museen und Archiven.”

Fraglos ein sehr spannendes Thema.

“Focus Online” berichtet dazu am 28. Januar 2012 zum Beispiel:

Darin (in dem Buch, Anm. L.A.F.) entwirft er das Szenario, karthagische Seeleute hätten im 2. Jahrhundert vor Christus zusammen mit keltischen Kriegern und Söldnern aus Mallorca den Atlantik überquert. Ziel sei es gewesen, den Römern, die damals die rivalisierende Metropole Karthago in Nordafrika zerstörten, zu entkommen. Ebenfalls per Schiff hätten die Flüchtlinge anschließend das Amazonas-Gebiet durchquert und zuletzt im Nordosten des heutigen Perus eine neue Kultur begründet: die der Chachapoya.”

Das klingt schon sehr spannend …

Archäologie: Spektakuläre These: Kamen die Kelten bis nach Amerika? – weiter lesen auf FOCUS Online: http://www.focus.de/wissen/mensch/archaeologie/tid-29207/archaeologie-spektakulaere-these-kamen-die-kelten-bis-nach-amerika_aid_905807.html

VLOG zum Thema von Lars A. Fischinger:

 Links

   Zum Thema:

  Es muss nicht alles so sein, es kann auch ganz anders sein. Manche Rätsel sind Scheinrätsel, manche werden zu welchen gemacht, manche aber widerstehen ziemlich hartnäckig allzu glatten Erklärungsversuchen.

(Walter-Jörg Langbein, 1993 in “Die großen Rätsel der letzten 2500 Jahre”)
www.Youtube.com/FischingerOnlineDER MYSTERY-VIDEO-CHANNEL

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Auch das noch: 2012-Esoteriker-Pilgerreise nach .. Peru!

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2012 – was wird passieren?

Auch wenn sich esoterische Prophezeiungen nicht bewahrheiten, dürfte 2012 durch beschleunigte Entwicklungsprozesse geprägt sein, durch Eskalation und Enthüllungen. Während die Untauglichkeit der alten Systeme überdeutlich wird und sich die Wut der Missbrauchten in Protesten entlädt, baut eine Avantgarde schon an den Modellprojekten einer neuen Wirklichkeit. (Roland Rottenfusser)

Rituale für die neue Zeit

Das Jahr 2012 hat schon begonnen, genauer gesagt am 11.11.2011. Kein Faschingsscherz! Etwa 400 Menschen aus aller Welt sind aus diesem Anlass in die peruanische Andenregion, nahe dem Titicacasee, gereist, um eine einzigartige Zeremonie zu begehen. Sie findet nahe einer eindrucksvollen Felsformation statt, die “Gottes Tor” genannt wird – der Legende nach die Pforte in eine andere Dimension. Peruanische Priester sind zugegen, die das heilige Wissen der Mayas hüten.

Es ist ein uralter Kraftort, zu dem die Teilnehmer aufsteigen: auf 4000 Höhenmetern, was das Atmen schwer macht. Reiseleiterin Carolina Hehenkamp ist Bestsellerautorin (“Das Indigo-Phänomen”) und mit spirituellen Ritualen wohl vertraut. Dieses Erlebnis ist aber auch für sie nicht alltäglich. “In unseren Köpfen drehen sich unterschiedliche Galaxien und weit entfernte Planetengruppen”, beschreibt sie ihre Gefühle. “Uralte Portale öffnen sich, während wir in Bussen zu Gottes Tor ‚Amaru Muro’ fahren. (…) Wenn wir uns in die drei Portale stellen, spürt jeder sofort die Verbindung mit den Göttlichen Ebenen des Seins.”

Ritual hoch in den Anden. Warum wurde dieser Ritualort gewählt? Dort, in der Andenregion hat sich die “Schlange des Lichts” verankert. Einem Mythos zufolge hat die Erde, wie der menschliche Körper, bestimmte feinstoffliche Energiezentren (Kundalinizentren). Das wichtigste wird “Schlange des Lichts” genannt und war bis vor kurzem in Tibet zentriert. Es “wanderte” jetzt jedoch zum Titicacasee und verströmt von dort aus eine “weibliche elektrische Energie”. Sie berührt die Herzen und macht sie bereit für die Ankunft des neuen Zeitalters, in dem “Pacha Mama” (Mutter Erde) und Vater Himmel in Harmonie leben werden. Der 11.11.2011 ist ein Schwellendatum, mit dem dieser Prozess in seine heisse Phase tritt.

Carolina Hehenkamp schildert das Herzstück des Rituals:

Nach eine Zeremonie mit Cocablättern, um Mutter Erde zu danken, formen alle Teilnehmer eine Spirale. Um genau 11 Uhr 11 senden sie die Herzschwingungen von Liebe, Frieden und Einheit an Mutter Erde, die Elemente, die vier Richtungen und die Menschheit aus. Andenmusik, Flöten und Didgeridoos begleiten uns. Danach startet eine laute, fröhliche Feier. Alle umarmen sich.» Für Carolina Hehenkamp hat das Jahr 2012, das nun anbricht, gewichtige Bedeutung: «Die Trennung zwischen den Dimensionen wir aufgehoben und jeder kann erkennen dass er ein wertvoller Teil Gottes ist, immer gewesen ist.”

Siehe auch das Posting:

Teleboom.de: Wie man sich ein (albernes) Weltbild erträumt


Das Buch zum Thema “2012”

 

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Artikel: Peru, 65 Millionen vor Christus – Die Steine von Ica

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Einer der “Steine von Ica”, Peru (Langbein)

Ica, ein kleines Nest in Peru. Klein, unscheinbar. Doch hier sollen seit Jahren die bedeutendsten und zugleich umstrittensten Funde für den archäologisch interessierten Menschen gemacht werden: die “Steine von Ica”. Zigtausende  dieser unauffälligen Steine und Steinchen werden zutage gefördert. Sie sind mit Motiven verziert, die von einer uns vollkommen unbekannten Kultur erzählen, die scheinbar vor sehr, sehr langer Zeit existierte. Dieses Volk lebte, so die Grundaussage der Bildgravuren, in den Tagen der Saurier, hatte enorme Kenntnisse in wissenschaftlichen Bereichen und führte offenbar ein recht friedfertiges Leben.

Doch heute sind die Icasteine umstrittener denn je. Die Jahrzehnte andauernde Diskussion scheint zum Erliegen gekommen zu sein. Es macht sich der Eindruck breit, die Steine von Ica gäbe es nicht mehr. Doch der Reihe nach.


Buch zum Thema (Der Artikel ist schon einige Jahre alt):
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