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Ein UFO im Jahr 1034 über Deutschland? Das Rätsel der Nürnberger Chronik und UFOs im Mittelalter +++ Video +++

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UFO-Sichtung im Jahr 1034 über Deutschland? Das Geheimnis der Nürnberger Chronik (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
UFO-Sichtung im Jahr 1034 über Deutschland? Das Geheimnis der Nürnberger Chronik (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Was flog im Jahr 1034 am Himmel über Deutschland? Verschiedene UFO-Seiten im Netz meinen, dass eine alte Chronik aus dem 15. Jahrhundert hier einen der ersten UFO-Sichtungen schildert, der sich vor bald 1.000 Jahre ereignete. Ein zylindrisches UFO im frühen  Mittelalter, das über den Himmel raste. Woher stammt diese Geschichte, die im Netz eigentlich immer nur weiter kopiert wurde? Was ist die Quelle diese UFO-Sichtung und was genau soll sich ereignet haben? Ich bin für Euch in diesem YouTube-Video dem seltsamen Bericht einmal auf den Grund gegangen.


UFOs im Mittelalter?

Das UFO-Phänomen ist eigentlich sehr alt. Jahrhunderte oder vielleicht sogar Jahrtausende. Denn der Mensch hat schon immer Seltsames am Himmel beobachtet. Das sagen Prä-Astronautiker, UFO-Forscher und UFO-Interessiere.

Dabei deuten sie unter anderem rätselhafte Erscheinungen und „Wunder“ am Himmel im Mittelalter in dieser Hinsicht. Zu finden sind solche Beobachtungen in zahlreichen alten Chroniken und Aufzeichnungen der vergangenen Jahrhunderte.

Kritiker verweise dabei gerne auf den Umstand, dass diese Himmelszeichen oder Wunderzeichen natürliche Phänomene waren. Kometen und Asteroiden beispielsweise, die von den damaligen Menschen als Zeichen von Gott oder dem Teufel interpretiert wurden.

Damit haben die Kritiker der UFO-Forschung und Prä-Astronautik sicherlich Recht. Nur: Lassen sich tatsächlich alle diese Erscheinungen und „Zeichen am Himmel“ so einfach erklären?

Etwa jenes Objekt, das lau einer alten Chronik von 1493 im Jahr 1034 über Deutschland geflogen sein soll? Eine Himmelserscheinung, die heute als „UFO“ interpretiert wird. Doch schaut man genauer hin, gibt es bei dieser mutmaßlichen UFO-Sichtung aus dem Mittelalter Widersprüche und weitere Fragen.

Ich bin für Euch in diesem YouTube-Video vom 19. April 2020 vom dem Bericht von 1034 einmal auf den Grund gegangen. Denn woher genau stammt er und was sind und sagen die Quellen?

All das erfahrt Ihr in diesem Video.

Bleibt neugierig …

Video vom 19. April 2020 auf Fischinger-Online

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Lars A. Fischinger

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+++YouTube-Video+++ UFOs, Außerirdische und UFO-Entführungen durch fremde Wesen im Mittelalter und seit Jahrtausenden!

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YouTube-Video: UFOs und fremde Wesen im Mittelalter und seit Jahrtausenden: Das UFO-Phänomen ist uralt ... und keine moderne Erfindung einer "Phantasten"! (Bild: gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)
YouTube-Video: UFOs und fremde Wesen im Mittelalter und seit Jahrtausenden: Das UFO-Phänomen ist uralt … und keine moderne Erfindung einer “Phantasten”! (Bild: gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)

UFOs, Außerirdische, Entführungen durch Aliens – all das klingt zu modern, um auch wirklich wahr zu sein! Doch das Gegenteil ist der Fall: Diese Phänomene, Geschichten, Beobachtungen und Erlebnisse sind uralt. Schon im Mittelalter und sogar vor Jahrtausenden haben Menschen von Begegnungen mit fremden Wesen und Entführungen in andere Welten berichtet. Ob das wirklich alles nur Märchen, Mythen und Legenden ohne einen wahren Kern sind, dass erscheint fraglich. Das UFO-Phänomen gibt es quasi seit Anbeginn der Menschheit, nur hatte es immer andere Namen. Davon ist mein erneuter Gast Marie überzeugt, wie sie es für Euch in diesem neuen Video auf meinem YouTube-Channel zusammenfasst …

 

 

Von Lars A. Fischinger

Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Erich von Däniken pflegt immer zu sagen: “Es sind die Phantasten, die die Welt verändern. Nicht die Erbsenzähler!” Und da hat er mit Sicherheit recht.

Viele dieser Phantasten – häufig sogleich mit dem Wort “Spinner” tituliert! – interessieren sich auch für das weite Feld des UFO-Phänomen. Von Sichtungen unbekannter Objekte oder Erscheinungen über das Thema der UFO-Entführungen bis hin zu Begegnungen mit fremden Wesen, die meist als Außerirdische angesehen werden. Für Skeptiker oftmals moderner Humbug und Aberglaube, nicht mehr.

Dennoch erzählt die gesamte Menschheit seit Jahrtausenden solche Geschichten. In vermeintlichen “Märchen und Sagen” des Mittelalters treffen wir ähnliche Schilderungen von fremden Kreaturen und Entführungen wie vor Jahrtausenden. Alles Spinnerei?

Mein Gast Marie-Luise Sievers hat in einem neuen Video diese Themen einmal zusammengefasst.

  • Das von ihr im Video genannte Märchen mit der Entführung des Jungen in den Bergen habe ich ergänzend am 25. Oktober HIER diskutiert.

Bleibt also neugierig!

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Artikel: Aliens im Mittelalter?

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Angeblich, so die Ansicht der modernen Medien, ist das Geburtsjahr von UFOs im Sinne von „fliegenden Untertassen“ das Jahr 1947. Herkunft der UFO-Geschichten sei dabei die USA – und 1947 war in der Tat ein besonderes Jahr für die UFOlogen: Damals kam es zum legendären Zwischenfall in Roswell, USA, wo angeblich ein UFO abgestürzt ist und die Regierung das außerirdische Vehikel barg und versteckte. Bis heute soll dieses UFO versteckt sein. Ebenso kam es im Jahre 1947 zu der UFO-Sichtung des Privatpiloten Kenneth Arnold aus den USA, der neun seltsame Objekte aus seinem Flugzeug beobachtete. Die Presse prägte damals den Begriff „fliegende Untertassen“.

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Forscher untersuchen 3.500 Jahre altes Hügelgrab auf dem Grund des “Süßen See” bei Halle +++ Video +++

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Forscher untersuchen 3500 Jahre altes Hügelgrab im Süßen See bei Halle (Bild: Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt)
Forscher untersuchen 3500 Jahre altes Hügelgrab im Süßen See bei Halle (Bild: Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt)

Im April 2018 wurde auf dem Grund des “Süßen See” bei Halle mit einer Unterwasserdrohne eine seltsame, kreisförmige Struktur entdeckt. Ein Hügelgrab, wie sich die Archäologen schnell einige waren, das bis zu 3.500 Jahre alt sein könnte. Jetzt gehen die Forschungen und 3D-Scans des versunkenen Hünengrabes weiter. Das, wie es scheint, bis heute unberührt bliebt. Warum erfahrt Ihr in diesem Video auf YouTube.


Ein versunkenes Hünengarb

Deutsche Archäologen fanden im April 2018 auf dem Grund des “Süßen Sees” westlich von Halle eine kreisförmige Struktur mit einer Unterwasserdrohne.

Einen runden Hügelgrab, waren sie sich schnell sicher, der fast 3.500 Jahre alt ist. Mittels Sonartechnik und Scans in modernster 3D-Technik soll nun dieses versunkene Hünengrab genauer erforscht und dokumentiert werden. Denn schon jetzt sind sich die Archäologen sicher, dass das Hügelgrab offenbar unversehrt ist.

Hydromagnetische Messungen, so der verantwortliche Forscher Dr. Sven Thomas, bestätigen, dass sich im Inneren Metall befindet.

Damit scheint es nicht irgendwann einmal ausgeraubt worden zu werden . Zum Beispiel im Mittelalter. Der See selber lag in der Vergangenheit immer wieder trocken. Alles über diese untergegangene Entdeckung und den “zeitlichen Kontext” erfahrt Ihr in diesem YouTube-Video vom 1. Januar 2021.

Bleibt neugierig …

YouTube-Video vom 1. Januar 2021 auf Mystery Files

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“Pyramiden in Bosnien”: Der TV-Sender MDR auf den Spuren der “Bosnischen Pyramiden” von Visoko (+ Videos)

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"Pyramiden in Bosnien":Der MDR auf den Spuren der Bosnischen Pyramiden von Visoko (Bild: Screenshot MDR)
“Pyramiden in Bosnien”: Der MDR auf den Spuren der Bosnischen Pyramiden von Visoko (Bild: Screenshot MDR)

Der Fernsehsender MDR widmete sich am 23. Januar 2021 in seiner Sendereihe “Heute im Osten” einem eher ungewöhnlichen Thema: Den “Pyramiden in Bosnien” nahe des Ortes Visoko. Was der MDR über diese “Pyramiden” in der knapp 15-minütigen Sendung zu berichten weiß und welche weiteren Hintergründe es dazu gibt, erfahrt Ihr in diesem neuen Mystery-Review-Beitrag.


“Bosnische Pyramiden”

Der Fernsehsender MDR widmete sich am 23. Januar 2021 in seiner Sendereihe “Heute im Osten” einem eher ungewöhnlichen Thema: “Pyramiden in Bosnien”. So de Titel des knapp 15-minütiges Berichtes, der noch bis zum 23. Januar 2022 online HIER zu sehen sein wird. Mit sehr beeindrucken Luftaufnahmen der Visoko-Berge in Bosnien und Herzegowina, die dank unserer Gebühren mittels Drohne gefilmt wurden.

In sehr knappen Worten heißt es zu der Sendung beim MDR:

Sie sollen vor 30.000 Jahren erbaut worden und damit die ältesten Pyramiden der Welt sein. Wissenschaftler halten die ‘bosnischen Pyramiden’ für einen Mythos. Dennoch locken sie viele Touristen an.

Natürlich habe ich mir die Sendung für Euch angesehen. Und im Grunde bestätigt der MDR-Bericht genau das, was bereits am 1. Februar 2020 in diesem YouTube-Video HIER auf Fischinger-Online dazu gesagt wurde: Der Tourismus rund um die Berge bei dem Ort Visoko boomt gewaltig (s. a. das erste Video unten). Sie sind zu einem Tourismusmagnet geworden. Etwas Neues erfährt der Kenner nicht. Ihr findet das Video dazu am Ende nochmals eingefügt.

Auch der MDR betont, dass Dr. Sam Osmanagich, der Entdecker der “Bosnischen Pyramiden”, nach eigenen Angaben 100.000sende Dollar in sein “Pyramiden-Projekt” bei Visoko in Bosnien investiert habe. Osmanagich ist überzeugt, dass hier sensationelle Pyramiden stehen, die möglicherweise 30.000 Jahre alt sind. Die ältesten der Welt und zugleich auch die höchsten. Bei einer Begehung auf dem Berg ist er sicher:

Wenn wir hier alle Vegetation und die Erde abtragen würden, dann würde die Pyramide zum Vorschein kommen.”

Der MDR wiederum begleitet eines Touristengruppe aus Deutschland und der Schweiz zu den “Pyramiden” und den dort gegrabenen Tunneln. Alle Grabungen geschahen und geschehen in Eigenleitung, betont auch der MDR, da es keinerlei staatliche Unterstützung für die Vorhaben von Sam Osmanagich gäbe. Da die Berge dort Staatseigentum sind, sind auch direkte private Ausgrabungen untersagt. Hunderte Freiwillige kommen jedes Jahr, um sich an diesen Grabungen zu beteiligen.

Ein Ort von “globaler Bedeutung”

“Dieser Ort wird von globaler Bedeutung sein”, prophezeit Osmanagich überzeugt. Auch sein “Pyramiden Park” dort boome deshalb. Bekanntlich sehen das etablierte Archäologen ganz anders, die beim Thema “Pyramiden von Bosnien” nur müde abwinken.

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Wie im ersten Video unten und diesem Blog-Artikel HIER auch ausgeführt, sehen das die Anwohner ganz anders. Sie sehen es gelassen bzw. mit Freude, was hier um die “Bosnischen Pyramiden” geschieht und entsteht. Ein Zentrum des Tourismus. Mehr als 2.000 Einwohner von Visoko sollen nach Angaben von Osmanagich bereits jetzt vom Tourismus leben. Visoko selber hat knall über 40.000 Einwohner. Solange Besucher angezogen werden, ist es der lokalen Bevölkerung auch egal, ob hier echte archäologische Sensationen im Berg stecken, oder diese eben doch rein natürliche Formationen sind. Wie sie auch augenscheinlich aussehen. Dazu der MDR:

In Visoko, der Stadt am Fuß der Berge, sind Semis Aktivitäten sehr willkommen. Wer kann, setzt hier jetzt auf den Tourismus. 2019 kamen schon über 50.000 Touristen.

Es haben sich “viele lokale Händler niedergelassen – sie verkaufen Souvenirs”, erfahren die MDR-Zuschauer. Osmanagich möchte den Menschen dort auch eine Perspektive geben, wie der Geschäftsmann und Hobby-Archäologe betont. In der Tat finden sich an den Bergen Händler, die vom Boom profitieren wollen. Ebenso wie an katholischen Wallfahrtsstätten von Marienerscheinungen wie Fatima in Portugal oder Guadalupe in Mexiko. Oder an archäologischen Orten wie Gizeh in Ägypten, den Stätten in Jerusalem oder Teotihuacán in Mexiko. Dort, wo Menschen aus welchen Gründen auch immer hin strömen, kommen die Händler und Geschäftemacher. Das war schon im Mittelalter so, wenn Andenken an an irgendwelchen Pilgerorten verkauft wurden oder dort Märkte stattfanden. Letzteres bevorzugt im Umfeld von Kirchen passend zur Messe.

Kitsch (nicht selten in extremen Formen!) und Kommerz an Händlerständen, die oftmals überaus verstörend wirken. Vor allem an heiligen Orten des Christentums oder anderer Religionen. Wer aber will es den lokalen Menschen – auch mit Blick auf die Berge bei Visoko – verübeln, dass sie nach Wegen suchen, ihr Auskommen zu bestreiten?

Alles in allem liefert der MDR-Bericht keine Neuigkeiten für alle jene, die sich für diese “Pyramiden” interessieren. Was auch nicht zu erwarten war, da es sich nicht um eine TV-Dokumentation handelt. Nur um einen kurzweiligen Bericht, der sich aber aufgrund der wundervollen Drohnen-Aufnahmen lohnt.

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Video vom 2. Feb. 2020 auf YouTube

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Video vom 17. März 2019 auf YouTube

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Die Kreisgrabenanlage Pömmelte: Archäologen entdeckten einen bis zu 4.800 Jahre alten Vorgängerbau (+ Videos)

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Die Kreisgrabenanlage Pömmelte: Archäologen haben hier einen bis zu 4.800 Jahre alten Vorgängerbau entdeckt (Bild: L. Petereit/himmelswege.de / Bearbeitung: Fischinger-Online)
Die Kreisgrabenanlage Pömmelte: Archäologen haben hier einen bis zu 4.800 Jahre alten Vorgängerbau entdeckt (Bild: L. Petereit/himmelswege.de / Bearbeitung: Fischinger-Online)

Wie im April dieses Jahres auf Fischinger-Online berichtet, gingen “trotz Corona” die Ausgrabungen am über 4.300 Jahre alten “Ringheiligtum Pömmelte” südlich von Magdeburg weiter. Eine Kreisgrabenanlage, die sich inmitten einer “rituellen Landschaft” befindet, die über Jahrtausende hinweg genutzt wurde. Seit der Steinzeit. Jetzt haben die Archäologen der Universität Halle die ersten Ergebnisse ihrer Ausgrabungen öffentlich gemacht. Unter anderem fanden sie einen älteren Vorgängerbau der Anlage von Pömmelte. Doch auch zahlreiche weitere Funde bestärken die Archäologen in ihrer Annahme, dass hier eine uralte “Rituallandschaft” inmitten Deutschlands liegt. Alles dazu erfahrt Ihr hier.


“Ringheiligtum Pömmelte”

Südlich von Magdeburg entdeckten Luftbildarchäologen “Ringheiligtum Pömmelte”, wie die Anlage seit 2015 offiziell heißt. Genauere Untersuchungen 2005 und  2006 bestätigen die Kreisgrabenanlage, die daraufhin von den Archäologen ausgraben und rekonstruiert wurde.

Heute wird sie in einem Gesamtkontext mit anderen ähnlichen Ringanlage aus der Steinzeit in der Region gesehen. Vor allem mit der Kreisgrabenanlage von Gosek sowie der 1,3 Kilometer entfernten Kreisgrabenanlage Schönebeck. In ihrem funktionellen und auf astronomische Bezüge ausgerichteten Aufbau, ähnelt auch die Anlage von Pömmelte dem englischen Stonehenge. Gerne nennt man deshalb auch dieses Bauwerk “deutsches Stonehenge”.

Auch wenn in Pömmelte nur mit Holz gebaut wurde. Kein Vergleich mit dem Original-Stonehenge in Großbritannien, dessen Megalithen immer sichtbar waren. Zumindest die Reste.

115 Meter Durchmesser hat die Anlage von Pömmelte und besteht aus insgesamt sieben Gräben, Palisaden und Ringwällen. Erbaut wurde das Heiligtum laut Archäologen aus Halle bereits vor rund 4.350 Jahren. In diesem Kontext wird auch die in dieser Region 1999 gefundene “Himmelsscheibe von Nebra” gesehen, die – wie HIER und HIER berichtet – derzeit wieder für Schlagzeilen sorgt. Mehr dazu im 1. Video unten.

“Rituallandschaft” seit der Steinzeit

Jetzt haben Archäologen der Universität Halle bzw. des “Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt” neue Ergebnisse ihrer aktuellen Ausgrabungen an und um die Anlagen von Pömmelte und Schönebeck bekannt gegeben. Wie im April 2020 auf Fischinger-Online in diesem Beitrag HIER ausführlich beichtet, gingen “trotz Corona” die Ausgrabungen dort weiter. In einer riesigen “sakralen Landschaft”, wie es die Archäologen nennen.

Eine “Rituallandschaft”, die Jahrtausende in die Vergangenheit reicht. Am 9. September konnte Projektleiterin Franziska Knoll die bisherigen Ergebnisse verkünden. Angesichts des derzeitigen Rummel um die “Himmelscheibe von Nebra” geht das momentan scheinbar eher unter.

So kam unter anderem ein Urnenfeld zutage, auf dem bisher 80 Urnen entdeckt wurden. Diese seien bis zu 2.750 Jahre alt und demnach wesentlich jünger als die Ringwallanlagen von Pömmelte, Schönebeck oder sogar Gosek. Sie zeugen jedoch davon, dass dieses Gebiet, die “sakrale Landschaft” über tausende von Jahren von den Menschen genutzt wurde. So wie auch mehrere entdeckte Grabhügel, die die Archäologen auf ein Alter von 3.000 bis 3.500 Jahre datieren. Dazu kommen insgesamt 67 Häuser, die bisher um das “Ringheiligtum Pömmelte” identifiziert wurden.

Wie Koll weiter berichtet, entdeckte ihr Team unweit der Kreisanlage eine monumentale Grabanlage, die bis zu 6.000 Jahre alt ist. Das heißt, dass die damaligen Bewohner über mindestens ca. 3.000 Jahre hinweg diese “Rituallandschaft” nutzten. Auch wenn die Ausgrabungen der letzten Jahren zeigten, dass verschiedene Kulturen an diesen Orten ihre “Kulte” und Bestattungen durchführten.

Neue Entdeckungen an der Kreisgrabenanlage von Pömmelte

Scheinbar auch mit sehr ähnlichen spirituellen, “kultischen” oder religiösen Ansichten. Denn wie die Forscher weiter bekannt gaben, konnten sie einen älteren Vorgängerbau des “Ringheiligtum Pömmelte” identifizieren. Auch dieser wurde einst auf die Sonnenwenden ausgerichtet. Ein Merkmal praktisch aller Kreisanlagen dieser Art in aller Welt – Angefangen von der frühen Steinzeit bis ins Mittelalter Nordamerikas vor der Ankunft der Europäer.

Über diesen Vorgängerbau und die neuen Ausgrabungen sagte die Archäologin am 9. September:

Es handelt sich um eine quadratische Grabenstruktur mit ungefähr 11 Metern Seitenlänge, etwa 4.800 bis 4.500 Jahre alt. Vor einigen Jahren wurde bereits ein nahezu identisches, fast quadratisches Geviert, allerdings mit ungefähr 14 Metern Seitenlänge, an der Kreisgrabenanlage Pömmelte entdeckt.

Die Erbauer von Pömmelte und Schönebeck haben diese älteren Strukturen wohl oberirdisch noch erkannt und deshalb nicht überbaut. Über den langen Zeitraum wurde hier auch gesiedelt. Insgesamt sind im Süden des Ringheiligtums Pömmelte 67 Hausgrundrisse dokumentiert, deren Mehrzahl der frühbronzezeitlichen Aunjetitzer Kultur vor 4.300 bis 3.900 Jahren zuzurechnen ist.

Die bis zu 6.000 Jahre alte Grabanlage wurde indes bisher noch nicht vollständig ausgegraben und dokumentiert. Sie sei trapezförmig und enthalte eine zentrale Bestattung, so Koll. In den kommenden Wochen soll auch dieser Grabbau von den Archäologen ausgegraben werden. Weitere Entdeckungen in dieser “sakralen Landschaft” sind also gewiss.

Video-Auswahl zum Thema

Video vom 4. Sep. 2020 auf Fischinger-Online

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Video vom 6. Nov. 2019 auf Fischinger-Online

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Video vom 26. Feb. 2019 auf Fischinger-Online

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Die Marienburg in Polen: Von Deutschrittern, Wundern und sagenhaften Phänomenen +++ Video +++

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VIDEO: Die Marienburg in Polen: Von Deutschrittern und sagenhaften Phänomenen (Bild: Fischinger-Online)
VIDEO: Die Marienburg in Polen: Von Deutschrittern und sagenhaften Phänomenen (Bild: Fischinger-Online)

Legenden, Sagen und phantastische Geschichten ranken sich um so manches Bauwerk der Vergangenheit. Nicht nur um solche, deren Grundsteinlegung Jahrtausende zurückreichen und deren Wurzeln sich teilweise im Dunkeln der Geschichte verlieren. Auch um Bauwerke aus dem Mittelalter erzählt man sich so manche sonderbare Legende und Überlieferung. Vor allem um Burgen und Schlösser. Eine solches Baumwerk ist die gewaltige Marienburg bzw. Malbork im polnischen Pommern. Gegründet im aus dem 13. Jahrhundert von den Deutschrittern. Ich war für Euch vor Ort und berichte Euch in diesem Video auf YouTube von genau diesen Legenden, die sich um die Marienburg und vor allem um die dortige Statue der Mutter Maria ranken.


Die Marienburg

In Pommern in Polen steht wohl eine der beeindruckten Burgen Europas: Die Marienburg oder auch Malbork unweit von Danzig.

Ein riesiger Ziegelbau, den die Deutschritter bzw. der Deutsche Ritterorden im 13. Jahrhundert erbaut haben. Als weithin sichtbares Zeichen ihrer Macht im Osten von Europa. Heute steht die gewaltige Burganlage nach den verehrenden Zerstörungen am Ende des 2. Weltkrieges wieder in weiten Teilen in neuem Glanz da.

Wie bei eigentlich allen Bauwerken dieser Art, so ranken sich auch um die Marienburg Sagen, Mythen und Legenden. Das beginnt schon bei der Grundsteinlegung durch die Ritter des Deutschen Orden, die angeblich einen ganz besonderen Stein aus Jerusalem dafür nutzten, und endet bei einem verzauberten Liebespaar.

Ich war für Euch vor Ort und berichte Euch in diesem Video auf YouTube von genau diesen Legenden, die sich um die Marienburg und vor allem um die dortige Statue der Mutter Maria ranken.

Bleibt neugierig …

Video vom 12. Aug. 2020 auf Fischinger-Online

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Eine Zeitreise am Rhein: Der zeitreisende Mönch vom Kloster Heisterbach im Siebengebirge

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Eine Zeitreise am Rhein: Der zeitreisende Mönch vom Kloster Heisterbach im Siebengebirge (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Eine Zeitreise am Rhein: Der zeitreisende Mönch vom Kloster Heisterbach im Siebengebirge (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Seit Jahrzehnten denken Physiker über das Thema “Zeitreisen” nach. Sie sind sicher, dass theoretisch Zeitmaschinen und damit Reisen durch die vierte Dimension möglich sind. Ein Thema, dass eigentlich vor allem aus der Science-Fiction bekannt, aber längst daraus entwachsen ist. Doch Zeitreisen, Zeitmanipulationen oder schlicht Reisen durch “andere Dimensionen” kennt die Menschheit seit tausenden von Jahren. In Überlieferungen, Legenden, Sagen und Märchen wird darüber bis heute berichtet. Ausgelöst wurden diese durch die “Macht Gottes” oder durch “fremde Wesen”. So wie in einer Sage aus dem Siebengebirge am Rhein, wie Ihr es in diesem Beitrag erfahrt.


Zeitreisen

Zeitreisen sind nicht erst sein Albert Einstein bekannt und ein Thema. Vor allem in der Science-Fiction gehören Zeitreisen längst zum festen Bestandteil vieler derartiger Geschichten. Beginnend natürlich mit dem Klassiker “Die Zeitmaschine” von H. G. Wells aus dem Jahr 1895. Und seit Jahren machen sich theoretische Physiker Gedanken darüber, ob und wie wir eines Tages Zeitmaschinen bauen könnten.

Prinzipiell sind Reisen durch die vierte Dimension möglich. Auch wenn uns heute eine praktische Anwendung mittels einer Art Maschine vor (noch?) ungeahnte Aufgaben und Herausforderungen stellt. In der Vergangenheit sahen das unsere Vorfahren ein wenig anders. Denn es gibt in Sagen, Legenden, alten Texten und Märchen eine Vielzahl an Erzählungen von Menschen, die angeblich durch die Zeit gereist sein sollen.

Bei diesen Berichten war es aber nicht die Leistung eines Menschen selbst, sondern diese Zeitreisen oder Zeitververschiebungen wurden durch “fremde Wesen” ausgelöst. Zum Beispiel durch den biblische Gott oder Sagengestalten wie Feen oder Zwerge, die dafür verantwortlich waren. Auf Fischinger-Online finden sich zu solchen Reisen durch andere Dimensionen zahlreiche Beiträge und Artikel mit entsprechenden Beispielen aus der Vergangenheit (s. a. HIER) …

Viele dieser altertümlichen Zeitreise-Erzählungen ähneln sich im Kern. Und eigentlich immer heißt es in den entsprechenden Märchen, dass der unfreiwillige Zeitreisende von der eigentlichen Zeitverschiebung nichts mitbekam. Erst im Nachhinein wurden diesen “Temponauten” bewusst, was mit ihnen geschehen war, und dass sie sich durch die Zeit bewegten. Oft sind es spannende und interessanten Erzählungen, die vor allem in der Grenzwissenschaft aufhorchen lassen.

Kloster Heisterbach und das sagenhafte Siebengebirge

So wie die Legende eines zeitreisenden Mönches aus dem Siebengebirge am Rhein südlich von Bonn.

Dort steht bei Königswinter das heutige Kloster Heisterbach sowie die Ruinen des ursprünglichen Klosters Heisterbach. Eine von dem Orden der Zisterzienser 1189 gegründet Klosterabtei, dessen aufgegebenes Gebäude sie von dem Orden der Augustiner übernahmen. Sogleich begannen umfangreiche Bautätigkeiten, Erweiterungen, Renovierungen und Umzüge der frommen Ordensbrüder.

Erst 1327 war die vollständige Anlage des Klosters fertig. Auf einem heiligen Boden, worauf der frühere Name schließen lässt. Denn das neu erbaute Kloster entstand in Heisterbach, das sie “Tal des heiligen Petrus” nannten. Ihr Kloster selber nannten sie “Maria im Peterstal in Heisterbach”. Bis heute existiert das Kloster. In einer Landschaft, in der es seit jeher von Sagen und Legenden nur so wimmelt. Etwa über die dort lebenden “Heinzelmännchen“.

Die berühmteste ist hierbei sicher die Sage über einen dort lebenden Drachen auf dem “Drachenfels” am Rheinufer, die auch mit der legendären Nibelungensage in Zusammenhang gebracht wird. Bis zu sieben Drachen sollen hier einst gehaust haben, so die Legenden.

Heute sind dort die “Burg Drachenfels”, die “Nibelungenhalle” oder der “Siegfriedfels” beliebte Wander- und Ausflugsziele. Touristisch erschlossen, gut ausgebaut und selbstverständlich mit einem neu gebauten Ausflugslokal namens “Drachenfelsrestaurant”. Und wer nicht wandern möchte oder kann, der kann seit 1883 mit der “Drachenfelsbahn” gemächlich von Königswinter den Berg hinauf fahren. Soweit bekannt … sind alle heutigen Touristen auch wohlbehalten von ihrem Ausflug ins Siebengebirge zurückgekommen.

Anders sah es im Mittelalter aus.

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Durch Raum und Zeit

In einer Legende über einen Mönch des Klosters Heisterbach wird erzählt, dass dieser in der Zeit des Kölner Erzbischof Engelbert I. von Berg plötzlich verschwunden sei. Das war also irgendwann zwischen 1215 und 1225. Der fromme Mönch, der in einigen Versionen der Sage den Namen Ivo trägt, ging damals in der Umgebung des Klosters spazieren, um im wahrsten Sinne des Wortes über Gott und die Welt nachzudenken.

Ivo – bleiben wir bei dem Namen – sinnierte darüber, was die Bibel wohl damit meinen könnte, dass für Gott 1.000 Jahre nur wie ein Tag wären. Eine Aussage, die sich im Neuen wie im Alten Testament findet, wo es heißt:

Und ihr sollt wissen, liebe Freunde, dass ein Tag für den Herrn wie tausend Jahre ist und tausend Jahre wie ein Tag.” (2. Petrus 3,8)

Denn tausend Jahre sind vor dir wie der Tag, der gestern vergangen ist, und wie eine Nachtwache.” (Psalm 90,4)

Genau über diese rätselhaften Aussagen zu Gott habe der fromme aber zweifelnde Mönch nachgedacht, als er im Garten des Klosters spazieren ging. Plötzlich aber vernahm der Mönch eine vollkommen unbekannten Vogelstimme. Wie ein Regenbogen habe der Vogel ausgesehen und er folgte ihm immer weiter – bis hinaus in den Wald. Dabei habe er eine Tür des Klosters durchschritten, die ihm bisher nie aufgefallen war.

Gedanken machte er sich nicht und so geriet er immer weiter in den Wald hinein. Entspannt kauerte er sich schließlich unter einem Baum – bis der regenbogenfarbige Vogel mit seinem so lieblichen wie befremdlichen Gesang verstummte. Was er jetzt hörte alarmierte ihn. Es waren die Glocken des Klosters in der Ferne, die zum Gebet riefen. Er muss wohl eingeschlafen sein, wie er dachte.

300 Jahre in die Zukunft

Eilig lief er zurück zum Kloster, konnte aber die Tür, aus der er zuvor hinaus in den Wald ging, nicht mehr finden. Also nahm er den Haupteingang der Abtei, den ein ihm vollkommen fremder Ordensbruder öffnete. Etwas verdutzt lief er weiter in die Klosterkirche, um mit den anderen und bereits alle versammelten Brüdern zu beteten.

Doch auf seinem angestammten Platz saß bereits jemand. Und auch ihn kannte Ivo nicht; er hatte ihn noch nie zuvor gesehen. Als er nun in die Gesichter all der anderen zum Gebet anwesenden Mönche blickte, muss dies ihm einen Schock versetzte haben. Nicht einen einzigen der in der Abtei anwenden Personen kannte er. Und so stellte er sich erst mal den fremden Mönchen mit Namen vor. Womit er für Unruhe unter den frommen Ordensbrüdern gesorgt haben dürfte.

Denn einer der Anwesenden erklärt ihm, dass es in den Tagen von Erzbischof Engelbert von Berg aus Köln einen Mönch mit diesen Namen tatsächlich im Kloster gab. Das sei aber 300 Jahre her. Man wüsste über den Mönch nur, dass er ein gottesfürchtiger aber auch zweifelnder Mann war, der eines Tages im Wald spurlos verschwunden sei. Nie wieder habe man von ihm etwas gehört oder gesehen, wie es auch im Klosterbuch vermerkt sei.

Bis zu diesem Tag, wie die Sage abschließt. Der Mönch habe nun erkannt, dass Gott der Herr über Raum und Zeit ist und sei noch in der Kirche friedlich verstorben. Er war ein Zeitreisender. “Da wird ein großes Gotteswunder klar”, wie es Wolfgang Müller von Königswinter 1881 in Gendichtform schrieb. Denn “er ist’s, der drei Jahrhunderte verschwand”.

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“Voynich-Code geknackt”: Deutsches Museum meldet “Durchbruch in der Entzifferung des Voynich-Manuskript” – Die Hintergründe

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"Voynich-Code geknackt": Deutsches Museum meldet "Durchbruch in der Entzifferung des Voynich-Manuskript" (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
“Voynich-Code geknackt”: Deutsches Museum meldet “Durchbruch in der Entzifferung des Voynich-Manuskript” (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Es gilt als die geheimnisvollste Handschrift der Welt: Das Voynich-Manuskript. Ein seltsames Buch, das 1912 der Antiquar Wilfrid Michael Voynich erwarb, wodurch es der Öffentlichkeit bekannt wurde. Einst war es Teil der umfangreichen Sammlung von Rudolf II., Kaiser des Heiligen Römischen Reichs, und seit Jahrhunderten versuchen sich Experten an seiner Entschlüsslung. Eines der großen Mysterien der letzten Jahrhunderte, das sogar schon mit Außerirdischen in Verbindung gebracht wurde. Niemand konnte es bisher lesen oder die zahlreichen darin enthaltenen Zeichnungen interpretieren. Bis jetzt, denn das Roemer- und Pelizaeus-Museums in Hildesheim gab bekannt, dass es dem Ägyptologen Prof. Dr. Rainer Hannig gelungen sei den “Voynich-Code” zu knacken, wie es einige Medien berichten. Stimmt das? Und was sind die Hintergründe dieses mutmaßliches Durchbruchs? Alles dazu erfahrt Ihr hier.


Das Voynich-Manuskript

Zahllose Menschen haben sich bereits an dem legendären Voynich-Manuskript die Zähne ausgebissen. Eine Handschrift, die nach Radikarbondatierungen (C14) möglicherweise zwischen 1404 und 1438 angefertigt wurde. Vielleicht auch schon Mitte bis Ende des 13. Jahrhunderts.

Wer genau das Werk verfasst hat, ist bis heute unklar. Ebenso unklar, was überhaupt in dem Buch geschrieben steht. Die Handschrift des Voynich-Manuskript konnte bisher nie jemand eindeutige Entschlüssen und übersetzten. Es ist nicht einmal geklärt, welche Sprache der Verschlüsslung des Textes zugrunde liegt. Erschwerend kommt hinzu, dass das gesamte Manuskript mit teilweise sehr detailreichen Bilder illustriert wurde, die gleichfalls niemand sicher deuten kann.

Dargestellt sind beispielsweise astrologische Bilder und in großem Umfang botanische Illustrationen. Die dargestellten Pflanzen – Blumen wie Kräuter – sind jedoch unbekannt. Anhand der im Buch enthaltenen Bilder ist man sich allerdings recht einig, dass das Maunsknip in sechs Hauptteile gegliedert werden kann. Sie reichen von Kräuterkunde über Kosmologie bis zur mutmaßlichen Rezepten, die aus diesen Pflanzen hergestellt werden können.

Sicher ist das nicht, da hier nur von den Bilder auf den Inhalt des Textes geschlossen wird. Auch wenn der Aufbau der Handschrift und die Art der Bilder dieses Schluss sehr nahelegen. Damit wäre das Voynich-Manuskript ein medizinisches Kräuterbuch, wie es im Mittelalter und auch später unzählige gab. Spekuliert wird in diesem Zusammenhang dahingehend, das der Autor des Werkes sein Wissen über Kräuterkunde, Astrologie usw. bei der Niederschrift codiert hat. Durchaus nicht unüblich, um diese Kenntnisse und Erkenntnisse vor der Konkurrenz zu schützen. Und natürlich vor dem Einfluss der katholischen Kirche auf diese “ketzerischen Wissenschaften”.

Eine Fälschung?

Unzählige Forscher versuchen sich seit dem daran, diesen Code zu knacken. Immer wieder wurden dabei in der Presse Meldungen verbreitet, dass dies dem einen oder anderen auch gelungen sei. Wirklich beweisen, dass eine Entschlüsselung und vor allem sinnvolle Übersetzung des Manuskriptes gelungen sein, konnte bisher niemand.

Dieser Umstand führte zu allerlei verwehenden Spekulationen und Interpretationen des geheimnisvollen Buches der Welt. So wurde etwa die Vermutung laut, dass das ganze Manuskript ein Schwindel sei. Fake-News, die irgendwer irgendwann einmal zu Pergament brachte. Selbst Wilfrid Voynich selber wurde verdächtigt, der als Buchsammler und Händler wertvoller Werke hier das schnelle Geld witterte.

Inhaltlich wäre der Text dann vielleicht sogar nichts weiter als eine Phantasie-Sprache. Obwohl “eine echte Botschaft” in dem Buch vermutet wird und sogar Künstliche Intelligent (KI) bei der Entschlüsslung helfen soll, wie auf Fischinger-Online HIER 2018 berichtet.

Wäre es eine Fälschung, wovon die wenigsten heute ausgehen, hat der Betrüger mit dem Werk eine gewaltige Arbeit geleistet. Die Qualität der genutzten Farben und ihrer Verwendung  beeindruckte bei Analysen nicht weniger, wie das hochwertige Pergament selbst. Für einen Betrug hätte der Autor neben viel Zeit auch sehr viel Geld investiert werden müssen. Scheinbar arbeitete der Verfassen auch ganz allein an seinem Werk. Ob nun als Fälscher oder weiser Kräuter-Doktor. Darauf ließe die durchgehend gleichbleibende Qualität der Arbeit schließen, wie es Forscher der Universität Arizona und des McCrone Forschungsinstituts in Chicago heraus fanden. Jene Experten, die auch eine C14-Datierung durchführen ließen.

Verlorenes Wissen?

Selbst Erich von Däniken widmete sich in seinem Buch “Falsch informiert!” (2007) umfangreich dem Voynich-Manuskript. Als Autor der “Götter aus dem All” ist Däniken bekannt dafür, dass überall mutmaßlichen Spuren dieser Astronautengötter nachjagt. So auch im Voynich-Code. Wobei er unter anderem darauf hinweist, dass sich in dem Buch keinerlei christliche Symbole oder ähnliches finden. Offenbar ein ganz und gar unchristliches Werkt …

Vielleicht sei das Werk sogar immer wieder abgeschrieben worden und in Wahrheit uralt. Und es könnte irgendwie direkt oder indirekt eine Verbindung mit dem Propheten Henoch aus dem Alten Testament bestehen. Bekanntlich hat dieser Henoch im Auftrag des Höchsten hunderte Bücher verfasst, die heute verschollen sind. Umfangreich dazu aber HIER und HIER.

Es “tauchen unzählige Pflanzen auf, die aus der Erde nicht existieren”, schreib von Däniken ganz richtig. “Als ob die Botanik bis zum Molekül hinter dargestellt werde”, so von Däniken weiter zu dieser Flora. Tatsächlich liegt bei einigen der abgebildeten Pflanzen der Gedanke nahe, dass diese Abbildungen etwas zeigen, dass der Autor unter einem Mikroskop sah. Das wiederum offiziell erst rund 200 Jahre nach der angenommenen Niederschrift (ab 1404 nach C14) erfunden wurde.

Ob von Däniken mit seiner Spekulation in die richtige Richtung wies, ist natürlich wiederum unklar. Wie so vieles an dem Buch. Doch auch der Mainstream verschweigt diese Ähnlichkeit keineswegs. Beispielsweise diskutieren dies auch Klaus T. Steindl und Andreas Sulzer in der TV-Dokumentation “Das Voynich-Rätsel – Die geheimnisvollste Handschrift der Welt” (2009) des Senders ORF. Sie begleiteten die Arbeiten der Wissenschaftler Universität Arizona und des McCrone Forschungsinstituts in Chicago, in deren Verlauf  das Buch auch datiert wurde.

Voynich-Manuskript “entziffert”

Obwohl niemand das Manuskript übersetze und lesen kann bzw. je eine sinnvolle Übersetzung davon publizierte, wollen es einige decodiert haben. So auch der Ägyptologe Professor Dr. Rainer Hannig, wie am, 15. Juni das Roemer- und Pelizaeus-Museum in Hildesheim in einer Presseerklärung bekannt gab. Darin heißt es:

Nach jahrelanger Forschung ist es dem renommierten Ägyptologen Prof. Dr. Rainer Hannig gelungen, das geheimnisvolle Voynich-Manuskript zu entziffern.

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Prof. Hannig gilt als herausragender Experte der altägyptischen Sprache und ist seit vielen Jahren als wissenschaftlicher Berater und zeitweiliger Mitarbeiter am Roemer- und Pelizaeus-Museums in Hildesheim tätig. In diesem Zusammenhang forscht er nicht nur zu ägyptischen Hieroglyphen, sondern auch zu anderen alten Schriften und ihrer Entzifferung. Seit 2017 beschäftigt er sich intensiv mit dem geheimnisvollen Voynich-Manuskript, das als die rätselhafteste Handschrift unserer Zeit gilt. Jetzt ist es ihm gelungen, die Schriftzeichen zu entziffern, die Sprache des Voynich (wie schon von einigen Forschern vermutet) als Hebräisch zu identifizieren und die ersten Textpassagen zu übersetzen.

Das aus dem frühen 15. Jahrhundert stammende Voynich-Manuskript wurde nach einem seiner früheren Besitzer, Wilfrid Michael Voynich, benannt, der es 1912 erwarb. Heute befindet es sich in der Beinecke Rare Book & Manuscript Library der Universität Yale, USA. Das Buch ist reich illustriert mit Pflanzendarstellungen, Abbildungen verschiedener Wurzelsorten, Tierkreiszeichen sowie astronomischen und kosmologischen Motiven. Die Schrift ist einzigartig und hat sich bisher allen Entzifferungsversuchen widersetzt.

Die einzelnen Schriftzeichen sind gut zu erkennen und ästhetisch eindrucksvoll. Sie bestehen aus einer Kombination aus lateinischen Buchstaben, arabischen Ziffern und unbekannten Zeichen. Da sie wie eine Geheimschrift wirkt, sind insbesondere Kryptologen aus der ganzen Welt von ihr fasziniert. Trotz unzähliger Entzifferungsversuche ist es bislang jedoch nicht ge- lungen, die Schrift zu entziffern, die dadurch vermittelte Sprache zu ermitteln und den Inhalt des Manuskriptes zu entschlüsseln.

Am Anfang Hannigs Arbeit stand die Bestimmung der Sprache des Manuskripts. Nach Analyse der Wortstruktur, Wortlänge und Vokalbestimmung konnte er die Sprache durch den Vergleich mit europäischen und außereuropäischen Sprachen als semitisch bestimmen. Dadurch kamen Arabisch, Aramäisch und Hebräisch in die engere Auswahl, die im Mittelalter als Sprachen der Gelehrten in Europa gebräuchlich waren.

Voynich-Manuskript: Wirklich decodiert?

Obwohl bisher nur wenige Medien diesen neuen Decodierungsversuch von Hannig aufgriffen haben, sind diese Meldungen teilweise stark übertrieben! Der Experte für ägyptische Hieroglyphen hat das Voynich-Manuskript nicht übersetzt oder entschlüsselt. Weder Hannig noch das Roemer- und Pelizaeus-Museum haben dies auch behauptet. Hannig schuf jedoch einen neuen Ansatz, den Voynich-Code zu knacken, wie es der eigentlichen Presseerklärung klar zu entnehmen ist:

Dies war die Grundlage zur Entzifferung der ersten Texte, die auch inhaltlich Sinn machen und den Anfang einer vielversprechenden Übersetzungsarbeit darstellen, um dem alten Manuskript doch noch seine Geheimnisse zu entlocken.

Hannig hat mit seiner Methode bisher auch nur zwei winzige Textpassagen mit wenigen Zeilen entziffert. Entziffert in dem Sinne, dass er in diesen eine mehr oder weniger sinnvolle Aussage finden konnte. Verständlich werden dieser aber erst durch den “Versuch einer interpretativen Übersetzung”, wie er in seiner dazu veröffentlichten Arbeit “Voynich-Hebräisch: Der Weg zur Entzifferung” schreibt. In diesem Artikel legt er nicht nur seinen Weg zur Decodierung dar, sondern verweist auch auf bislang nicht entzifferte Buchstaben in der Handschrift.

Dennoch ist der Weg durch seine Studien und Veröffentlichung frei, “die geheimnisvollste Handschrift der Welt” in Zukunft vollständig zu entzaubern. Wenn es sich nicht letztlich wieder als Sackgasse erweist. Möglicherweise wird der Code auch niemals geknackt.

Haben zum Beispiel die beiden Botaniker Arthur O. Tucker und Rexford H. Talbert recht, die in einer Studie 2013 vermuten, dass die abgebildeten Pflanzen aus Mittelamerika stammen, wäre es aussichtslos. Dann wäre das Buch in Mittelamerika anfertigt und möglicherweise in einer lokalen Sprache geschrieben worden. Eine Sprache, die heute längst nicht mehr existiert.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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