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10 (erstaunliche) Dinge, die man wissen muss – über: Die Cheops-Pyramide +++ Blog-Serie, Teil #6 +++

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Blog-Serie, Teil #6: "10 (erstaunliche) Dinge die man wissen muss - über die Cheops-Pyramide (Bild: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Blog-Serie, Teil #6: „10 (erstaunliche) Dinge die man wissen muss – über die Cheops-Pyramide (Bild: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

„10 (erstaunliche) Dinge, die man über wissen muss“ – sechster Teil meiner Serie auf dem Mystery Files-Blog für Euch. Teil #6 der erstaunlichen „10 Dinge, die man wissen muss„, widmet sich diesmal der Cheops-Pyramide. Dieses riesige Weltwunder der Vergangenheit in Ägypten ist wohl das Sinnbild aller Mysterien und Rätsel der Geschichte. Aus diesem Grunde werden nur 10 herausgesuchte Beispiele dem Monument wohl kaum gerecht!

Dennoch hier „10 (erstaunliche) Dinge, die man über die Cheops-Pyramide wissen muss“!


10 (erstaunliche) Dinge, die man über die Cheops-Pyramide wissen muss

Wissen zum Angeben, Mitreden, Auffrischen und Nachdenken!

1.:

Die Cheops-Pyramide ist nach den „klassischen“ Deutungen und Forschungen vor rund 4.500 Jahren als höchste Pyramide der Welt erbaut worden. Nicht ganz 147 Meter reichte sie einstmals in die Höhe. Keine Pyramide davor oder danach war jemals höher. Heißt es. Denn das muss nicht stimmen, da nur wenige Kilometer entfernt einst ein Monument aus Nilschlammziegeln stand, dass einige Meter weiter in den Himmel ragte.

Diese mächtige und fast unbekannte Pyramide ist bis heute ein einziges Rätsel. Die Archäologen wissen nicht einmal wann genau diese von wem erbaut wurde, weshalb sie nicht einmal einen Namen hat. Nicht ein Artefakt fand sich in den Ruinen. Und sie ist schon seit unbekannten Zeiten so gut wie vollkommen zerstört. Als die ersten Archäologen eintrafen, konnten sie noch mit eigenen Augen sehen, wie die Bevölkerung in Massen das Baumaterial abtransportierte. Zum Düngen ihrer Felder und zum Bau ihrer eigenen Häuser.

So blieb nur ein Schutthaufen der Pyramide über. Eine Stufenpyramide, ähnlich wie in Sakkara, sei sie einst gewesen. Oder vielleicht doch eine richtige Pyramide mit glatten Seiten. Es war ein Bauwerk, dass breites rund 500 Jahre vor der üblichen Datierung der Pyramide des Cheops in den Himmel gebaut worden sein könnte. Bis auf über 150 Meter, wie es Berechnungen der traurigen Trümmer in den 1980er Jahren ergaben. (Video dazu HIER).

2.:

Bis heute hält sich mehr als hartnäckig der Mythos, dass „die Prä-Astronautiker“ behaupten, dass Außerirdische die Pyramide bauten. Allen voran wird das Erich von Däniken in den Mund gelegt. Eine Aussage, die seit Jahrzehnten immer wieder aufkommt. In der Presse ebenso wie von Seiten der Prä-Astronautik-Kritiker in Sozialen Netzwerken & Co.

Dabei muss man schon sehr genau suchen um Autoren oder Forscher zu finden, die genau das tatsächlich behauptet haben. Denn mit Abstand die wenigsten „Anhänger der Prä-Astronautik“ haben derartiges jemals publiziert.

Mehr dazu findet Ihr auch in diesem Mystery Files-Video HIER.

3.:

Apropos Baumeister: Jahrzehntelang wurde in der Ägyptologie behauptet, dass 100.000 Sklaven die Große Pyramide in einem unsäglichen Kraftakt für Pharao Cheops bauen mussten. In der Archäologie ist dieser einstige Stand der Forschung lange widerlegt. Jedoch nicht in allen Veröffentlichungen dazu.

Dabei berief sich die Forschung immer auf den Historiker Herodot aus Griechenland, der das in Band 2 seiner „Historien“ im 5. Jahrhundert vor Christus behauptete. Dieser Aussage schenkte man sehr lange Glauben. Der Angabe von Herodot, dass „Maschinen“ beim Bau genutzt wurden, glaubte man allerdings nicht. Ebenso wenig wie seine Behauptung, dass Cheops nahe der Pyramide Geheimkammern anlegte, in denen er sich bestatten ließ. Demnach nicht im Inneren der Pyramide selber.

Herodot galt schon in der Antike auch als „Märchenonkel„. Etwa um 60 vor Christus bei dem Geschichtsschreiber Diodor von Sizilien. Ebenfalls einem Griechen, dessen Werke heute wertvolle Quellen für die Forschung sind. Jedoch schrieb auch der Kritiker Diodor, dass Cheops tatsächlich nicht in der Pyramide mit seinem Namen begraben wurde, sondern in einem geheimen Versteck. Ähnliches also wie sein Vorgänger Herodot.

Als Grund für diese Form des Begräbnisses des Königs führt Diodor aus, dass er die Rache der von ihm versklavten Bauarbeiter beziehungsweise Bevölkerung befürchtet habe. Auch sein Nachfolger Pharao Chephren sei auf diese Weise und genau aus demselben Grund versteckt bestattet worden. Ganz nebenbei nennt Diodor auch noch andere Namen als Bauherren der Großen Pyramide. Zum Beispiel Harmais und Amasis.

4.:

Bleiben wir mal bei diesem Pharao Amasis, den Diodor nennt. Wer war das?

Diesen Pharao wiederum hat es tatsächlich gegeben, auch wenn er rund 2.000 Jahre nach dem Bau der großen Pyramiden lebte. Es handelt sich dabei um den Pharao Ahmose II. (570 bis 526 vor Christus), der erst rund 2.000 Jahre nach Cheops Herrscher wurde. Damit wäre die Pyramide Jahrtausende jünger und von einem König erbaut worden, den Diodor als Pharao von „außergewöhnlicher Klugheit und in seinem Charakter maßvoll und gerecht“ lobt.

Pharao Ahmose II. könnte dennoch tatsächlich etwas mit den Pyramiden zu tun gehabt haben. Seine Herrschaft fiel in die 26. Dynastie des Pharaonenreiches. Das ist genau jene Saiten-Dynastie genannte Epoche, in der Umbauten und Restaurationen an den Pyramiden von Gizeh und anderen Monumenten durchgeführt wurden. Wurde er deshalb vielleicht nachträglich in der Cheops-Pyramide bestattet?



5.:

Nachträglich in der Pyramide bestattet? Tatsächlich stimmt die weit verbreitete Behauptung nicht, das 832, als die Araber unter Kalif al-Mamun „erstmals“ die Cheops-Pyramide aufbrachen, diese vollkommen leer war. Und auch nicht, dass keine Mumie von den Plünderern in ihrem Inneren gefunden wurde.

Heute betreten die Besucher durch diesen Stollen die Pyramide.

Tatsächlich machten sie laut arabischen Chronisten innerhalb der Pyramide sogar sehr zahlreiche Funde. Inklusive einiger Kostbarkeiten, „Mumien“, „Leichen“ und weiteren Gegenständen (Artikel-Serie in 5 Teilen dazu HIER). Diese zahlreichen Funde sind heute alle verschollen und können somit nicht mehr zugeordnet oder erforscht werden. Aufgeschrieben wurden diese erst im Mittelalter im bekannten Werk „Hitat“.

Ein ausführliches Video über die angeblich entdeckten Artefakte finden Ihr HIER.

6.:

Das Buch „Hitat“ ist es auch, in dem an einer einzigen Stelle erwähnt wird, dass ein König Saurid, denn die Hebräer Henoch nennen, die Große Pyramide vor der Sintflut gebaut hat. Eine arabische Behauptung, die vielfach und oft von Mystery-Autoren erwähnt wird (mehr auch zum Beispiel HIER).

Dabei finden sich allein in dem Pyramidenkapitel dieses Buches von al-Makrizi unzählige weitere Namen, die arabische Chronisten als Bauherren der Großen Pyramide(n) nennen. Der dabei am häufigsten erwähnte Erbauer ist Pharao Cheops.

7.:

Die Araber hatten noch im 9. Jahrhundert genaue Kenntnisse, wo sie wie genau in das Innere der Cheops-Pyramide einbrechen konnten. Anders können es sich viele nicht erklären, warum der gemeißelte Tunnel exakt so durch das Kernmauerwerk verläuft, dass er nach einer scharfen Kurve genau da auf den inneren Tunnel trifft, von wo die Sperrsteine umgangen werden. Und diese Sperren waren aus massiven Granit und damit bei weitem schwerer zu durchschlagen, als der weiche Kalkstein der Pyramide.

Folglich kannten die Araber entweder den inneren Bauplan der Cheops-Pyramide oder sie nutzen einen schon vorhanden Gang. Denn schon rund 900 Jahre vor ihnen berichtete der griechische Geschichtsschreiber Strabon in seinem Werk „Geograhika“ von einer offenen Pyramide. Er bereiste um 25 vor Christus Ägypten und erwähnt eine herausklappbare Steinplatte vor dem Eingang. Ein Art Schwingtür, wie man spekulieren könnte.

Nur rund 100 Jahre später berichtete der römische Gelehrte Plinius der Ältere in seiner Enzyklopädie „Naturalis historia“ von einem Schacht im Inneren der Pyramide. Dieser sei 86 Ellen tief gewesen, was grob 43 Metern entsprechen würde. Archäologen vermuten, dass er den sogenannten „Flucht- oder Luftschacht“ mit der „Grotte“ gemeint haben könnte. Dieser Schacht führt vor dem Aufstieg in die Große Galerie steil in die Tiefe bis zum absteigenden Tunnel, der in die untere Kammer führt.

8.:

Ägyptologen schließen fast ausnahmslos heute aus, dass es im Inneren der Pyramide noch Geheimkammern oder verborgene Korridore gibt. Mit Ausnahme von Ägyptens letzten Pharao Dr. Zahi Hawass. Je nach Laune gibt es für ihn keine versteckten Kammern mehr in der Pyramide – oder eben doch.

So sagte er zum Beispiel bei seiner weltweiten Vortragstournee im Juni 2013 gegenüber dem Portal „LiveScience“, dass er glaube, dass „dass die Kammer des Cheops noch nicht entdeckt wurde und alle drei Kammern nur da sind, um die Diebe zu täuschen“. Seiner Meinung nach seien „die Schätze des Cheops (…) immer noch in der Großen Pyramide versteck“. Und das, obwohl er 1999 verkündete, er habe einen Schacht in Gizeh gefunden, den er für das Cheops-Grab hält, dass Herodot beschrieben hat: Ein tiefes System außerhalb der Pyramide mit einem Sarg auf einer Insel im See.

Damit ist das „Osiris-Grab“ weit abseits der Pyramide gemeint, durch das Zahi Hawass übrigens schon 4 Jahre zuvor ein NBC-Kamerateam führt. Dass dieses unterhalb der Cheops-Pyramide gefunden wurde, ist damit falsch. Ebenso falsch wie Hawass seine Aussage, er habe diese Entdeckung gemacht. Als „die aufregendste Entdeckung meines Lebens“. Denn das war der Ägyptologe Professor Dr. Selim Hassan, der das „Osiris-Grab“ schon bei seinen Grabungen in den Jahren 1933 und 1934 entdeckte und in „Excavations at Giza“ (vol. V: 1933-1934, Kairo 1944) dokumentierte.

Mehr dazu in diesem Artikel HIER.

9.:

Vor wenigen Jahren entdeckten Wissenschaftler mittels modernsten Technologien weitere Hohlräume im Pyramiden-Inneren. Vor allem eine große „Kammer“, die sie „Big Void“ nannten und sich oberhalb der Großen Galerie befindet. Dieser Hohlraum soll mindestens 40 Meter groß sein, wie es weitere Untersuchungen ergaben (zum Beispiel Video HIER). Zuvor sprach noch von 30 Metern. Auch nahe dem Eingang fanden die Forscher durch den Scan von kosmischen Teilchen, den Myonen, eine weitere „Anomalie“. Also einen Hohlraum.

Ob diese „Höhlungen“ als ein Ganzes zusammenhängen, ist noch nimmer unklar. Denn dann wurde es still um diese ausgesprochen spannenden Entdeckungen und die Forschungen wurden eingestellt.

Das stimmt so nicht. Unlängst wurde ein erweitertes Projekt vorgestellt, dass die vorherigen Untersuchungen nicht nur ergänzen soll. Vielmehr soll es 100fach genauerer Ergebnisse liefern als die bisherigen Daten. Somit können man auch genau feststellen, was sich im Inneren der mutmaßlichen Geheimkammern befindet und ob diese Hohlräume als absichtliche Kammern gebaut wurden. Diese Forschung geht damit tatsächlich (irgendwann) weiter.

Die Ergebnisse durch die lang andauernden Scans und Datenauswertungen werden aber wohl einige Jahre auf sich warten lassen, wie in diesem Video HIER berichtet.

10.:

Immer wieder wird behauptet, dass die Cheops-Pyramide aus perfekten Steinen gebaut wurde. Millimetergenau bearbeitet und Tonnen schwer wären diese Bausteine gewesen. Das Gegenteil ist jedoch der Fall. Die einzelnen Bausteine der Pyramide sind verschieden groß und im Inneren findet sich sogar „Bauschutt“ und einfacher Bruchstein als Füllmaterial. Teilweise kann man in die Fugen gleich sein ganzes Bein hineinstecken. Auch vor Ort kann man sehen, wo diese weichen Kalksteine zum Teil abgebaut wurden.

Wie sie oft ist das aber wieder nur die halbe Wahrheit.

Denn es gibt riesige Blöcke aus hartem Granit, die perfekt bearbeitet und verlegt wurden. Es sind im Vergleich zwar nur verschwindet wenige – aber dafür um ein vielfaches beeindruckender. Diese befinden sich beispielsweise als Bausteine der Königskammer und wiegen bis über 70 Tonnen. Ebenfalls finden sich im direkten Umfeld der Pyramide solche Steine in kleineren Versionen. Doch vor allem nahe der Sphinx sind diese in den Resten des dortigen Tempels zu bestaunen. Also weit abseits der Großen Pyramide und damit auch nicht ein Teil von ihr.

Hier sieht selbst der Tourist, dass die dortigen Granitblöcke quasi ohne Fugen und perfekt verbaut wurden. Hier wird gerne darauf verwiesen, dass die Blöcke so haarfein voneinander getrennt wurden, dass einzelne Kristalle im Inneren dabei durchtrennt wurden. Vor allem Dr. Hans Jelitto machte darauf durch fotografische Vergrößerungen aufmerksam (mehr dazu HIER). Was bei diesen Schnitten „ohne Materialverlust“ (Bild) aber fast kaum beachtet wird:

Wie konnten die Baumeister nach Schnitten im Bereich von Zehntel Millimetern diese Tonnen schweren Steine dann so exakt wieder zusammensetzten, dass die durchtrennten Granitkörner wieder aufeinander liegen?

Kein Anspruch auf Vollständigkeit.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Verdacht bestätigt: Bizarre Mumie einer Meerjungfrau in Japan stellte sich als Betrug heraus

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Verdacht bestätigt: Alte Mumie einer Meerjungfrau in Japan stellte sich als Betrug heraus (Bilder: Hiroshi Kinoshita / Bearbeitung: Fischinger-Online)
Verdacht bestätigt: Alte Mumie einer Meerjungfrau in Japan stellte sich als Betrug heraus (Bilder: Hiroshi Kinoshita / Bearbeitung: Fischinger-Online)

In aller Welt finden sich bizarre Reliquien, Mumien und heilige Objekte, die eine „übernatürliche Herkunft“ haben sollen. Darunter sogar Mumien von angeblich echten Meerjungfrauen. Wesen mit einem menschlichen Oberkörper inklusive Armen und dem Unterleib eines Fisches mit Schwanzflosse. Jetzt haben Forscher in Japan genau eine solche Kreatur aus einem Kloster untersucht. Mit dem wenig überraschenden Ergebnis, dass hier jemand diese Mumie aus echten Tieren zusammen genäht hat.


Mumie einer Meerjungfrau in Japan?

Irgendwann zwischen 1736 und 1741 sollen Fischer nahe der Insel Shikoku vor Japan einen rätselhaften Fund gemacht haben: Eine Meerjungfrau ging ihnen ins Netz!

Das klingt sehr nach Seemannsgarn, da Legenden über Meerjungfrauen zu allen Zeiten auf allen Weltmeeren erzählt wurden. Sie gehörten ebenso zu den Bewohnern der Tiefe, wie allerlei Monster, tödliche Strudel und Seeungeheuer, die arglosen Seemännern das Fürchten lehrten. Anders jedoch in diesem Fall aus Japan, denn diese vermeintliche Meerjungfrau nahmen die Fischer mit nach Osaka und so sei sie letztlich in einem buddhistischen Tempel in Asakuchi gelandet.

Dort fristete die nur rund 30,5 Zentimeter kleine Meerjungfrau als Mumie ihr Dasein. Zusammen mit einem Schreiben auf Japanisch aus dem Jahre 1903. Dieses besagt, dass das Wesen von Fischern abgekauft wurde, die es für einen normalen Fisch hielten. Sie boten es auf dem Markt an und die Vorfahren des Absenders des Briefes wären so in den Besitz der Meerjungfrau gelangt. Als „Familienschatz“ haben diese das Wesen verwahrt.

Dann stieß Hiroshi Kinoshita von der „Okayama Folklore Society“ auf die seltsame Mumie in einem Buch über rätselhafte und mythischen Kreaturen. Tatsächlich ist diese Mumie (wie andere ihrer Art) schon lange bekannt. So etwa berichtete bereits 2003 BBC London darüber. Das Buch jedoch weckte das Interesse von Kinoshita und so fand er das Kuriosum tatsächlich vor Ort in einer Holzkiste in dem Tempel. Zusammen mit Forschern der „Kurashiki University of Science and the Arts“ ließ er daraufhin die seltsame Mumie der Meerjungfrau genauer untersuchen.

Dabei bestätigte sich das, was schon bereits nach den ersten Medienberichten über die Kreatur spekuliert wurde. Nämlich, dass die Meerjungfrau ein bizarrer Betrug ist. Hier hat jemand den Oberkörper eines kleinen Affen mit einem Fischschwanz zusammen genäht, das „Werk“ mumifiziert und so eine Meerjungfrau-Mumie vorgetäuscht. Mutmaßlich, so der an der Untersuchung beteiligte Paläontologe Takafumi Kato, habe der Schwindler noch menschliche Haare und Nägel hinzugefügt. Dies sollte seine Arbeit wohl echter erscheinen zu lassen.

Makabere Kuriositäten

Wie genau die Mumie aber letztendlich in den Tempel kam, wissen die Forscher auch nicht. Früher sei sie in einer Glasvitrine im Tempel ausgestellt gewesen, damit Besucher oder Pilger zu ihr beten konnten, so Konzen Kuida, der vorstehende Priester des Tempels. Man erhoffte sich von ihr Gesundheit und habe sie auch verehrt, um die die Pandemie zu linder, so Kuida laut einem Bericht in „Live Science“.

Dauerhaft und frei zugänglich ausgestellt werde sie aber schon 40 Jahre nicht mehr. Die Verantwortlichen hatten sie zum Schutz vor Verfall in einem feuerfesten Tresor gelagert.

Die CT-Scans fanden bereits am 2. Februar statt. Hierbei zeigte sich sehr schnell, dass die Mumie eine Fake ist. Doch auch DNA-Proben wurden genommen, deren Auswertung auf sich warten ließ. Im Laufe dieses Jahres wollen die Forscher um Hiroshi Kinoshita alle genauen Resultate veröffentlichen. Warum aber jemand eine solche makabere Mumie anfertigte, bleibt damit natürlich unklar.

Wahrscheinlich um sie an an Touristen zu verkaufen, so die Vermutungen. Oder auch um Pilger in das Kloster zu locken? Denn weltweit finden sich seltsame Mumien, kuriose Artefakte und „heilige Objekte“ in Kirchen, Tempeln und Klöstern. Unter ihnen auch weitere „Mumien von Meerungfrauen“. Vor 100, 200 Jahren waren solche gruseligen Kreaturen auch oft gezeigte Highlight von Kuriositäten-Ausstellungen. Gerne zog man mit ihnen auch durch das Land.

Doch vor allem Reliquien der Christenheit locken bis heute Millionen Pilger und brachten vor allem im Mittelalter Geld und Ansehen. Wissenschaftliche Untersuchungen der verehrten Objekte werden dabei so gut wie immer abgelehnt.

Warum wohl?

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Vor 1000 Jahren: Eine rätselhafte Stimme aus der Luft entscheidet eine historisch bedeutende Schlacht der heutigen Niederlande

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Vor 1000 Jahren: Eine Stimme aus der Luft entscheidet eine historisch bedeutende Schlacht! (Bild: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Vor 1000 Jahren: Eine Stimme aus der Luft entscheidet eine historisch bedeutende Schlacht! (Bild: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Viele Überlieferungen und Legenden berichten von seltsamen Erscheinungen, Phänomenen und Himmelszeichen. Solche Wunderzeichen finden sich in alten Chroniken zeitlich recht gut überliefert. Doch vielfach lassen sich rätselhafte Ereignisse in Sagen überhaupt nicht näher bestimmen. Es scheitert schon bei den Namen der handelnden Personen oder Zeugen. Anders bei einer kleinen niederländischen Sage, in der eine unheimliche Stimme vom Himmel den Ausgang einer Schlacht bestimmte. Und interessanterweise stellten sich bei genauem Hinsehen sämtliche Personen, Ereignisse und Aussagen dieser Sage als real und richtig heraus. Also damit auch die rätselhafte Stimme aus der Luft? Eine Spurensuche in diesem Blog-Artikel.


Rätselhafte Sagen und Mythen und der „wahre Kern“

In Sagen, Legenden und alten Überlieferungen der Vergangenheit allgemein stecken häufig historische Wahrheiten verborgen. Zum Teil uraltes Wissen, das uns von längst vergangenen Zeiten erzählt.

Darin sind sich etablierte Historiker oder auch Sagen-Forscher mit all jenen einig, die noch weit mehr hinter solchen Erzählungen vermuten. Denn Autoren des Phantastischen, der Prä-Astronautik oder allgemein der Mysterien der Welt, blicken vielfach zweimal auf solche alten Geschichten unserer Ahnen. Immer auf der Suche nach überlieferten Ereignissen oder Vorkommnissen, die „nicht von dieser Welt“ gewesen zu sein scheinen.

Dabei ist es mehr oder weniger zweitrangig, ob sich diese Informationen in mündlichen Sagen oder in niedergeschriebenen religiösen Mythologien finden. Überall stößt man auf seltsame Wesen aus anderen Welten oder Ereignisse, die scheinbar aus der Welt des Paranormalen stammen. Ebenso wimmelt es hierin an ungewöhnlichen Erscheinungen am Himmel. Himmelszeichen oder Wunderzeichen, die nicht immer als Naturphänomene zu deuten sind.

Auf Mystery Files wurde dies in unzähligen Beispielen in Artikeln und Videos immer wieder thematisiert.

Lieschen Müller aus Kleinkleckersdorf

Hierbei gibt es oft ein Problem. Vielfach lassen sich solche alten Berichte historisch nicht zuordnen. Rätselhafte Überlieferungen über Begegnungen mit Wesen der sogenannten Anderswelt etwa, wie sie Sagen und Märchen vorkommen, sind nicht fassbar. Auch wenn es Ausnahmen gibt, wie zum Beispiel HIER gezeigt. Solche Ausnahmen gibt es auch bei historischen Himmels-Erscheinungen, die sich zumindest in vielen Fällen lokalisieren und datieren lassen.

Dennoch bleibt der trübe Beigeschmack, dass der viel beschworene „wahre Kern“ grundsätzlich nicht greifbar ist. Was allerdings die Beschäftigung mit solchen phantastischen Storys unserer Vorfahren nicht minder spannend macht.

Nicht wenige dieser Geschichten weltweit kursieren auch in zahllosen Variationen. Vor allem betrifft das neben Details auch sehr oft die Namen der dort erwähnten Personen, die dieses oder jenes gesehen oder erlebt haben sollen. Gerne liest man deshalb einfach über diese hinweg. Vor allem dann, wenn irgendwelche Namen von Menschen in Märchen, Legenden und Sagen auftauche. Also nicht in historischen Aufzeichnungen oder Chroniken. Eine „Lieschen Müller“ aus Kleinkleckersdorf kann in einer abweichenden Erzählung derselben Sage „Erika Mustermann“ aus München sein.

Manchmal sollte man aber genauer hinschauen, wenn in Sagen rätselhafte Vorkommnisse geschildert werden und sich dort offenbar historische Personen ihr Stelldichein geben.

Eine unheimliche Stimme „aus der Luft“

So wie in einer niederländischen Sage, die beispielsweise Johann Wilhelm Wolf 1843 im 1. Buch seiner „Niederländischen Sagen“ veröffentlichte. Wolf berief sich dabei auf eine Chronik aus dem Jahre 1585 und gibt sie wie folgt wieder:


Graf Dirck der Dritte wollte seines Vaters Tod an den Friesen rächen und zog darum mit großer Heermacht gen Ostfrießland. Kaiser Heinrich hatte ihm den Herzog von Lothringen, Gottfried den Bärtigen und viele andere fromme Helden zu Hülfe gesandt.

Als nun von beiden Seiten viel Volkes zusammen stand und zur Schlacht bereit war, da hörte man plötzlich aus der Luft eine gräuliche Stimme, welche rief: ‚Flieht, flieht, flieht!‘ und zur Stunde nahmen die Holländer die Flucht und liefen, ein jeder seines Weges, ohne sich umzusehen.

Und Bischof Adelbold von Utrecht, den Graf Dirck gefangen mit sich geführt hatte, entkam und ging über zu den Friesen, welche er nun noch mehr in ihrem Aufruhr unterstützte.“

Offensichtlich wird hier ein mehr als seltsames Ereignis beschrieben: Während einer großen Schlacht ertönte aus dem Himmel eine warnende Stimme, die in das Geschehen eingriff. Und dadurch wurde diese Schlacht vom Heer eines gewissen „Graf Dirck der Dritte“ gewonnen.

Durchaus kein Einzelfall, dass solche wundersamen Ereignisse im Umfeld einer Schlacht stattgefunden haben sollen. Selbst himmlische Objekte oder Himmelszeichen zeigten sich dann und wann dabei am Firmament. Forscher der Prä-Astronautik und auch UFO-Forscher diskutieren seit Jahrzehnten solche Berichte. Kritiker und „Schulwissenschaftler“ sehen hier nur Unsinn. Religiöse und/oder politische Propaganda, so die lang läufige Deutung. Die mit Sicherheit nicht immer nur als Versuch, diese Berichte wegzudiskutieren, angesehen werden darf.

„Graf Dirck der Dritte“

Was aber war das für eine „gräuliche Stimme“ aus der Luft, die hier den Ausgang der Schlacht manipulierte? Da wir den Urheber nicht mehr fragen können, wird das für immer ein Rätsel bleiben. So wie andere sagenhafte Ereignisse im Vorfeld dieser Kämpfe. Dazu später mehr.

Die ausgesprochen kurze Sage aus den Niederlanden enthält dennoch insgesamt vier Namen. Plus den nicht genannten Vater des Grafen „Dirck“. Und alle diese Personen waren einst ebenso real, wie die hier geschilderte Schlacht, als die Stimme vom Himmel erklang. Selbst der Ausgang dieser Schlacht ist in der Sage richtig wiedergegeben.

Beispiel: Seltsame Objekte flogen als "Wunderzeichen" 1697 über Städte in Norddeutschland (Bild: gemeinfrei)
Beispiel: Seltsame Objekte flogen als „Wunderzeichen“ 1697 über Städte in Norddeutschland – mehr in diesem Video HIER (Bild: gemeinfrei)

Bei dem Grafen namens Dirck III. handelt es sich um Dietrich III., der auch Dirk oder Diederik genannt wurde. „Dietrich der Jerusalemer“ nennt man den frommen Herrscher heute auch, da er von den heutigen Niederlanden eine Pilgerfahrt bis nach Jerusalem auf sich nahm. Er war der Graf von Holland, lebte von 993 bis 1039 und herrschte in Teilen der heutigen Niederlande. Damals nannte man das Gebiet noch Westfriesland und die niederländische Stadt Utrecht war Teil seines Machtbereiches.

Durchaus ein wohlhabendes Gebiet, da seefahrende Händler der Nordsee hier hindurch kamen. Unweit von Rotterdam baute der Graf deshalb auch in Vlaardingen eine Festung zur Sicherung des Handels. Vor allem aber, um dort Zölle zu kassieren. Genau das aber war ihm untersagt, da er dem deutschen Kaiser Heinrich II. unterstand. Der zweite reale Name in dieser Geschichte.

Reale Personen – reale Schlacht

Dieser Kaiser war ein mächtiger Herrscher, der den Beinamen „der Zänker“ trug und unter anderem auch König von Italien war. Ihm gegenüber war Dietrich III. als „Handlanger“ verpflichtet.

Als sich dann aber Kaufleute über die Machenschaften von Dietrich III. beim Kaiser selber beschweren, sah sich dieser zum Handeln gezwungen. Er stellte ein gewaltiges Heer auf, sammelte Soldaten seiner Verbündeten und zog gegen Dietrich III. nach Vlaardingen in den Krieg. Geführt wurde die Streitmacht unter dem Befehl von Gottfried II. Er war der Herzog von Niederlothringen, dem Kaiser treu ergeben und damit die dritte reale Person in dieser Sage. Bekannt ist er, da er keine Nachkommen hatte, eigentlich unter den Namen „Gottfried der Kinderlose“.

Laut Legende zogen „viele andere fromme Helden“ in den Kampf. Auch das stimmt, da verschiedene Bischöfe aus dem Reich des Kaisers ihre Heere schickten. Unter anderem, man ahnt es schon, Adalbald II., der Bischofs von Utrecht, der in der Sage „Adelbold von Utrecht“ genannt wird. Ihm hatte Kaiser Heinrich II. zuvor das Land von Dietrich III. gegeben, um diesen widerspenstigen Vasall vollständig zu entmachten.

Es sah ganz und gar nicht gut aus für die paar Soldaten von Dietrich III. angesichts einer solchen Streitmacht des Kaisers. Doch es kam so, wie es auch die Legende behauptet: Des Kaisers Truppen wurden vernichtend geschlagen und die Kämpfer von Dietrich III. feierten einen grandiosen Sieg. Die meisten kaiserlichen Soldaten und Offiziere starben im Kampf oder wurden anschließend hingerichtet.

Rache für den Vater

Ereignet hat sich all das am 29. Juli 1018 und wurde als „Schlacht von Vlaardingen“ berühmt. Ein historisches Ereignis, das bis heute in den Niederlanden im Gedächtnis blieb. Beispielsweise wird die Schlacht bei mittelalterlichen Veranstaltungen in entsprechend historischen Bekleidungen regelmäßig vor Publikum nachgestellt. Von einer überirdischen Stimme vom Himmel, die laut Überlieferung den Schlachtverlauf beeinflusst haben soll, sprechen dabei wohl die wenigsten. Vielmehr werden für den überraschenden Ausgang der Schlacht das sumpfige Schlachtfeld und die Taktik der Gegner verantwortlich gemacht.

Wahrscheinlich war es genau diese Schlacht, von der hier gesprochen wurde. Denn Dietrich III. war mehrfach in Kämpfe verwickelt. Nicht anders wie andere Herrscher des Mittelalters auch. Und hier kommt sein Vater ins Spiel, von dem die Sage nur berichtet, dass er bereits tot war. Auch hier ist die Geschichte wieder korrekt.

Sein Vater hieß Arnulf von Holland und er war Graf von Westfriesland beziehungsweise Holland. Seine Frau Liutgard war sogar eine Schwester von Kunigunde von Luxemburg, die nicht irgendwer aus dem Adel war. Sie war die Frau von eben genau diesem Kaiser Heindrich II., der später gegen Arnulf seinen Sohn zu Felde zog. Heute sieht die katholische Kirche in ihr sogar eine Heilige.

Im Jahre 993 fand Graf Arnulf tatsächlich einen gewaltsamen Tod. Und zwar so, wie es die Sage behauptet: Bei einem Kampf mit den Friesen bei Winkel fiel er auf dem Schlachtfeld. Das war genau im Jahr der Geburt von Dietrich III., der damit seinen Vater nie kennenlernte.

Der wundersame Graf Arnulf von Holland

Ein Ausflug in die mittelalterliche Geschichte, der so erst mal nichts mit den Mystery Files zu hat. Jedoch zeigte sich, dass ausnahmslos alle Angaben aus der niederländischen Sage den historischen Tatsachen entsprechen. Wie passt da das Wunder mit einer warnenden Stimme vom Himmel hinein?

Wunder oder „Zeichen von Gott“ gehörten hier aber fast schon zur Tradition der Familie, wenn man weitere Legenden aus den Niederlanden studiert. So hat Graf Arnulf kurz vor seinem Tod auf dem Schlachtfeld bei dem Ort Winkel angeblich selber ein Wunder gewirkt. In dieser Sage, die Johann Wilhelm Wolf derselben Chronik-Quelle von 1585 entnahm, erfahren wir dazu Seltsames.

In dieser heißt es, dass er „während der ganzen Zeit seiner Regierung“ in kriegerischen Auseinandersetzungen mit den Friesen verwickelt gewesen sein. Sie wollten „nicht unter seiner Herrschaft stehen“, weshalb er „alle streitbaren Männer von Holland“ auf einem Feld beim Dorf Winkel versammelte.

Offenbar ohne ausreichende Versorgung, denn alle litten unter großen Durst, da „überall nur Salzwasser zu haben“ war.

Graf Arnulf als „holländischer Moses“

So konnte es nicht weiter gehen, erzählt die Sage weiter:

Der Graf, welcher herzlich Mitleiden mit seinem Volke hatte, fiel in seinem Zelte auf die Kniee und bat inniglich zu Gott, und als er wieder aus seinem Zelte kam, wies er ihnen eine Stelle, welche ihm von Gott in seinem Gebete geoffenbaret war, und da sollten sie graben.

Und das thaten sie und er stach seine Lanze hinein, und da fanden sie frisches, schönes Wasser und tranken alle und wurden gelabt.“

Moses schlägt beim Exodus auf einen Felsen in der Wüste - und dank Gottes Hilfe kommt Wasser hervor (Bilder: gemeinfrei)
Moses schlägt beim Exodus auf einen Felsen in der Wüste – und dank Gottes Hilfe kommt Wasser hervor (Bilder: gemeinfrei)

Es klingt schon fast nach Moses im Buch Exodus, der mit Gottes Hilfe seinem dürstenden Volk beim Auszug aus Ägypten frisches Wasser „herbei zaubern“ konnte. Doch anders als bei Moses ging es für Arnulf alles andere als gut aus, da er auf diesem Schlachtfeld sein Leben ließ. Wie es auch sie Sage zu berichten weiß:

Inzwischen kamen die wilden Friesen mit einer großen Menge Kriegsvolkes und der Graf ging ihnen mit seiner ganzen Macht ritterlich zu Gemüth und schlug sie; ist aber durch Gottes Verhängniß selber in der Schlacht geblieben.“

Also ist auch die Behauptung der Sage mit der Stimme aus der Luft, dass sein Vater von den Friesen getötet wurde, richtig. So, wie die Angabe in dieser zweiten Legende. War Arnulf also ein Wundertäter, dem Gott den richtigen Ort zeigte? Oder hatte er nur ein gutes Gespür dafür, wo er eine Quelle für seine durstigen Soldaten finden kann?

Wahre Ereignisse = ein wahre Erscheinung?

Seine Wunder hielten angeblich noch lange nach seinem Tode an, wie es eine dritte Sage über seine letzte Ruhestätte überliefert. So kam es eines Tages dazu, „als viel Volk in der Kirche von Egmont war“, wo der Graf beerdigt wurde. Doch auf einmal sahen sie …

„… daß der Sarg, in welchem der heilige Graf ruhete, bei Abentheuer (von Ungefähr) sich öffnete, da er durch Alter mürbe und morsch geworden war, und drang aus der Oeffnung ein gar süßer Geruch, wie von Myrrhen und Weihrauch, so daß alle, die herum standen, glaubten, sie wären im irdischen Paradiese.

Das Loch aber konnte man nicht wieder zustopfen, wie oft man es auch versuchte, und ist noch offen bis auf den heutigen Tag.“

Ein sich plötzlich von selber öffnender, in die Jahre gekommener Sarg, klingt nicht sehr spektakulär. Seltsam ist hier die Behauptung, dass ein „süßer Geruch, wie von Myrrhen und Weihrauch“, hervor gekommen sein soll. Bei „süßem Geruch“ mag man an Verwesung denken – aber dann würde sich wohl kaum jemand der Kirchenbesucher vorkommen, als wäre er „im irdischen Paradiese“.

Der Graf war da auch schon „lange gestorben“ und begraben, wie es heißt. Wie lange, wissen wir nicht. Und irgendwer hätte das Loch auch mit Sicherheit auch wieder „zustopfen“ können.

„Die Stimme eines Starken vom Himmel“

Wahrheit und (fromme) Erfindung geben sich immer wieder die Klinke in den Überlieferungen der Welt in die Hand. Die Grenzen scheinen oftmals fließend. Wer mag schon angesichts dieses ausgewählten Beispiels einer „Himmelsstimme“ mit seinem historisch exakten Kontext die Grenzen bestimmen können?

Man mag hier geneigt sein, das Phänomen der „Himmelsposaunen“ als Deutung zu sehen, über die auf Mystery Files schon mehrfach berichtet wurde. Einem weltweiten Phänomen, bei dem davon berichtet wird, dass unerklärliches „Dröhnen“ vom Himmel kommt. Eben ähnlich wie Posaunen. Doch diese Klänge oder Töne vom Himmel oder dieser Krach aus der Luft ist alles andere als eine Stimme. Zumal in der Sage davon gesprochen wird, dass diese Luft-Stimme sogar eine klare Anweisung gab.

Eher könnte man hier an die „Stimme Gottes“ denken, von denen biblischen und außerbiblische Schriften sehr zahlreich berichten. „Die Stimme eines Starken vom Himmel in einem Feuerwolkenbruch“ kam beispielsweise laut der „Apokalypse des Abraham“ (8,2) einstmals vom Himmel, um Abraham Anweisungen zu geben.

Besteht hier ein Zusammenhang …?

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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War der biblische Gott der wahre Teufel – oder doch eher kraftvoll wie ein Stier oder vielleicht sogar nur freudig wie ein Einhorn?

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War der biblische Gott der wahre Teufel? (Bild: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
War der biblische Gott der wahre Teufel? (Bild: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

In der Bibel finden sich Überlieferungen, die von erstaunlich über grausam bis kurios und rätselhaft reichen. Und die zu unzähligen Deutungen und Spekulationen verleiten. Vor allem dann, wenn man verschiedene Übersetzungen miteinander vergleicht. So wie im Falle einer Behauptung im Alten Testament, die von „Bibel-Kritikern“ dahingehend gedeutet wird, dass Gott in Wahrheit selber Satan oder der Teufel war. Immerhin sei der alttestamentarische Herr so oder so ein grausamer Gott der Rache und des Zorns gewesen, wie dort zu lesen ist. Eine Bibelstelle, die aber noch ganz andere Aussagen in sich verbirgt.


Ein Gott der Gnade und Barmherzigkeit?

In aller Welt beten Milliarden Menschen zum Gott des Alten Testament. Sie bekennen sich zu einer der Abrahamitischen Religionen mit all ihren zahllosen Abspaltungen, Sekten und Splitter-Religionen. Trotz aller Unterschiede ist man sich in einem Punkt fast immer einig: Der Gott des Alten Testament ist der wahre und einzige Gott von Allem.

In diesem überirdischen Herrn setzen viele ihre Hoffnungen. Denn immerhin wird gelehrt, dass er ein „gütiger“, „gerechter“ und „liebevoller“ Gott der Menschen wäre. Ein nicht-irdisches (außerirdisches) „Wesen“, voller Güte, Barmherzigkeit, Erbarmen, Gnade, Liebe, Gerechtigkeit und Fürsorge. In jeder katholischen Messe wird beispielsweise der Herr (inklusive Maria und Jesus Christus) um seine Güte und Gnade für die armen Sünder gebeten. Denn als Herr der Liebe kann der fromme Gläubige immer auf seine verzeihende Macht zählen.

Liest man aber im Alten Testament, die Grundlage all dieser Religionen, sieht das ganz anders aus. Der Gott der Christen in der Sonntagsmesse scheint ein ganz anderer zu sein, als der, den wir dort finden. In den Schriften des Alten Testament und den zugehörigen Apokryphen findet sich offenbar eine ganz andere Gottheit wieder. Dieser ist eher das genaue Gegenteil von jenem Herrn, wie man ihn beschreibt und lehrt.

Darin begegnet man einem Herrn und seinem Hofstaat (die angeblichen „Engel“), der sich vielfach vor allem durch „Ungöttlichkeit“ auszeichnet. Und seine irdischen Fürsprecher, die Propheten, stehen dem in seinem Auftrag in nichts nach. Massenmorde, Kriege und die Vernichtung ganzer Völker werden von diesem Gott befohlen. Oder gleich von ihm oder seinen Helfern selber in die Tat umgesetzt. Widersacher gilt es zu beseitigen. Rache wird ebenso gerne genommen, wie drakonische Strafen verhängt. Sogar ein ganzes „Buch der Kriege Gottes“ hat es einst gegeben, das im Alten Testamt sogar zitiert wird, aber heute als „verschollen“ gilt. Dazu mehr in diesem Mystery Files-Video HIER.

Güte, Erbarmen oder gar Liebe zu dem Menschen? Allzu oft Fehlanzeige!

„Der Herr übt Rache und ist voll Zorn“

Heute scheint kaum mehr jemand diese Tatsachen zu kennen. Obwohl sie in der Bibel niedergeschrieben für alle Anhänger nachzulesen sind. Offenbar aber nicht nachgelesen werden. Immerhin ist ein „gütiger Gott“, der tausende oder sogar zehntausende von Menschen umbringen lässt und/oder ihren Tod in kauf nimmt, sicherlich mit dem „lieben Gott“ zu vereinbaren.

Das ist alles andere als „Geheimwissen“ oder eine „Verschwörungstheorie“. Dennoch löst es aus Unwissenheit nicht selten Verwunderung aus, wenn man drauf hinweist. Ob jedes dieser Ereignisse oder dieser Taten des „rachsüchtigen Gottes“ historisch korrekt sind, ist eine andere Frage. Etwa die Sintflut, die er als Rache kommen ließ, was er danach aber wieder bereute. Oder, dass er am Berg der Zehn Gebote während des Exodus tausende Abtrünnige umbringen wollte. 3.0o0 Menschen seines „auserwählten Volkes“ wurden daraufhin von ihren eigenen Brüdern in seinem Namen abgeschlachtet (Ex. 32,27-28).

Aber so richtig „im Griff“ hatte der Herr sich in seiner Wut nie. Das Buch Exodus überliefert sogar, dass  dass er beim Weitermarsch des Volkes der Hebräer vom Sinai nach der Übergabe der Zehn Gebote sie lieber nicht mehr persönlich anführen wollte.

„Weil du ein halsstarriges Volk bist, damit ich dich nicht auf dem Weg vernichte“ (Ex. 33,3), heißt es dazu von ihm beim Exodus. Diese „göttliche“ Eigenschaft bestätigt auch das rund 2.600 Jahre alte Buch Nahum, als ein letztes Beispiel an dieser Stelle. In diesem erfahren wir gleich zu Beginn:

Ein eifernder und rächender Gott ist der Herr. / Der Herr übt Rache und ist voll Zorn. Der übt Rache an seinen Gegnern / und hält fest am Zorn gegen seine Feinde. Der Herr ist langmütig und von großer Macht; / doch lässt der Herr gewiss keinen ungestraft. (…) Sein Grimm greift um sich wie Feuer, / und die Felsen bersten vor ihm.“ (Nah. 1,2-6)

Der biblische Gott: Der wahre Teufel?

Die Widersacher und Konkurrenten Gottes hatten es offensichtlich alles andere als leicht in biblischen Zeiten. Und solche und unzählig weitere Aussagen dieser Art lassen sich seit jeher sehr schön für „eigene Zwecke“ nutzen. Sehr gerne dabei natürlich als Drohung. Ungläubige oder Abtrünnige können so eingeschüchtert werden. Als Mahnung, das man „glauben muss“, da man sonst Gottes Zorn auf sich ziehen würde. Oder gleich direkt in die christliche Version der Hölle kommt.



Seit nahezu jeder Internet hat, kann man über diesen Weg heutzutage auch bequem entsprechenden Ungläubigen eine Strafe des Herrn verkünden. Mit ein paar Klicks hat der „wahre Gläubige“ anonym vom Sofa aus die Möglichkeit, mahnende bis drohende Worte zu senden, um Widersacher auf den angeblich „rechten Weg“ zu bringen. Als Autor des Phantastischen kenne ich das seit rund 30 Jahren – so wie viele andere auch. Einst musste man dazu extra Briefe schreiben und versenden, heute nur den PC anstellen.

Und seit es den Mystery Files-YouTube-Kanal (2012) mit entsprechenden Videos gibt, sind hier in Windeseile entsprechende Kommentare „frommer“ Menschen anonym abgesetzt.

Es gibt aber auch eine Gegenseite, die die mörderischen und ungöttlichen Verse der Bibel sehr wohl kennen. Diese deuten sie nicht in dem Sinne, dass ein „gütiger“ Herr auch mal in seiner Wut Ungläubige ermordet. Hier wird vielmehr davon ausgegangen, dass der biblische Gott der wahre Teufel oder Satan war.

Jahwe, Elohim oder schlicht der Herr selber war das Böse. Dieses Wissen wäre angeblich vor allem durch die katholische Kirche vertuscht und verfälscht worden. Angesichts der zahllosen göttlichen Untaten in den Büchern des Alten Testamentes und anderen Texten, ist diese Vertuschung aber wohl vollends daneben gegangen. Dennoch soll es eine eindeutige Belegstelle in der Bibel geben, die der Zensur entgangen sei. Sie dient sogar als Aufmacher eines Buches, dass beweisen will, dass Gott der Teufel war.

Ein Gott mit (teuflischen) Hörnern …

Ja, Gott hat ihn aus Ägypten herausgeführt. / Er hat Hörner wie ein Wildstier. / Er frisst die Nationen, die ihm Feind sind, / er zermalmt ihre Knochen und zerbricht ihre Pfeile.“ (Num 24,8)

So lesen wir es im Buch Numeri im Kontext einer überaus ungewöhnlichen Geschichte über einen Mann namens Bileam und seinem Esel, die HIER schon 1997 genauer durchleuchtet wurde (s. a. HIER).

Der Zusammenhang dieser Aussage im Buch Numeri ist eindeutig. Es geht um den Auszug der Hebräer aus Ägypten, in dessen Verlauf ihr Gott all jene vernichtete, die dem Exodus im Wege standen. „Er hat Hörner wie ein Wildstier“ ist der an dieser Stelle besonders verstörende Teil dieses Verses. Der Gehörnte ist eigentlich nach christlicher Lehre der Satan. Und genau deshalb soll diese Bibelstelle einigen Aussagen nach beweisen, das Jahwe der echte Höllenfürst war.

Sollte das von der angeblich teuflischen Zensur dunkler Mächte der Kirche tatsächlich übersehen worden sein? Hier lohnt sich zur weiteren Recherche ein Blick in die zahllosen anderen Bibelübersetzungen, die es heute gibt. Etwas, dass so oder so immer getan werden sollte, da es hier teilweise erhebliche Unterschiede in diversen Details und Aussagen gibt. Ein Dutzend verschiedene Bibeln sollte man mindestens dafür immer zur Hand haben.

Der oben zitierte Vers stammt aus der „Einheitsübersetzung“ von 2016 und ist damit recht neu. Doch auch in der berühmten „neuen Jerusalemer Bibel“ (1985) finden wir die Bemerkung „Hörner wie ein Wildstier“ wiedergegeben. Ähnlich auch in der „Menge Bibel“ von 1939, wo es jedoch heißt „ist ihm wie die Hörner eines Wildstiers“. Offensichtlich hat er dort keine Hörner, sondern es ist lediglich ein Attribut, dass dem Herrn hier zugeschrieben wird.

Schon die ältisten Kulturen und Völker der Welt haben bekanntlich ihren Göttern diverse Eigenschaften von Tieren zugesprochen. Ein Stier als Sinnbild von Kraft, Ausdauer und Stärke stand dabei schon immer ganz hoch im Kurs. Dies zeigt auch der Vers im Buch Numeri in seinem Zusammenhang sowie der Folgevers, in dem Gott auch mit einem Löwen verglichen wird.

„Er hat die Kraft eines Einhorn“

Jahwe sei demnach stark und machtvoll wie ein Löwe und Stier. Kein Wunder, dass er in Rage geriet und alle Hebräer umbringen wollte, als sie am Berg Sinai hinter seinem Rücken das Goldene Kalb als „neuen Gott“ anfertigten und anbeteten …

„Stark wie die Hörner des Wildstiers“ nennt es die Neue evangelistische Bibel“ (2010). Die „Elberfelder Bibel“ sieht das dann schon wieder etwas anders, da es hier heißt „er hat (Kraft) wie die Hörner eines Büffels“. In der Ausgabe 1905 dieser Bibel war es noch „sein ist die Stärke des Wildochsen“. „Hörner eines wilden Ochsen“ heißt es in diversen englischen Bibelübersetzungen. Und hier ist die „King James Bible“ die bekanntes Übersetzung aus dem englischen Sprachraum, dessen Leser aber stutzig werden sollen: „Er hat die Kraft eines Einhorn“ (Unicorn) wird darin behauptet.

Ein Einhorn? Das klingt nicht nur kurios, sondern ist etwas ganz anders, als der (wilde) Stier, Büffel oder Ochse der anderen Bibelausgaben. Auch wenn es Einhörner zu Moses Zeiten angeblich real gab, da deren Felle für das Allerheiligste mit der Bundeslade am Berg Sinai verwendet wurden. So einige Übersetzungen und Deutungen diverser Aussagen, wie in diesem Mystery Files-Video HIER gezeigt. Angeblich habe der Herr extra zu diesem Zweck diese Tiere sogar noch zusätzlich erschaffen. Mehr dazu auch in diesem Vortrags-Video HIER.

Hier scheint kein geringer als Martin Luther und seine Bibelübersetzung verantwortlich zu sein. Er hat bekanntlich die Bibel vor rund 500 Jahren erstmals durch den Buchdruck in Deutsch zu einer weiten Verbreitung verholfen. „Seine fredigkeit ist wie eins Einhorns“ heißt in der Ausgabe 1545 die entsprechende Stelle. In einer „neudeutschen“ Luther-Version von 1912 ist von „seine Freudigkeit ist wie eines Einhorns“ die Rede, was auch in spätere Luther-Ausgaben übernommen wurde.

„Freudigkeit“ wie ein Einhorn und „Stark wie die Hörner des Wildstiers“ oder ähnlich sind grundverschiedene Aussagen. Erschwerend kommt hinzu, dass kein Zoologe ein echtes Einhorn je studieren konnte. Es sind mythische Kreaturen, die in der Moderne von heute längst ein kindlich-kitschiges Eigenleben führen.

Einhorn, Stier, Ochse, Büffel

Durch solche verwirrenden Aussagen, die nur dann auffallen, wenn man unterschiedliche Bibeln liest, lassen sich viele Bibelstellen so oder so deuten. Und sogar in dem Sinne, dass Gott „Hörner wie ein Wildstier“ habe, da es halt so in einigen Bibelausgaben steht. Ein überirdisches Wesen, dass Hörner am Kopf trägt. Sehr unheimlich.

„Gott hat sie aus Ägypten geführt; sein munterer Lauf ist wie eines Einhorns“, heißt es in der Bibelanalyse „Botschafter des Heils in Christo“ von 1866 sogar. „Das Volk hatte die ‚Freudigkeit des Einhorns'“ wird dazu 1870 weiter gedeutet, wobei zweifellos Luthers Übersetzung hier als Vorlage diente. An verschiedenen Stellen übersetzte Luther das Wort Einhorn, das in anderen deutschen Bibeln als Stier, Ochse oder Büffel wiedergegeben wurde. In Psalm 22,22 wird bei ihm zum Beispiel „Vnd errette mich von den Einhörnern“ gefehlt.

Und wem beim genauen Betrachten von frommen Gemälden vergangener Zeiten mit der Arche Noah auffiel, dass dort zum Teil Einhörner beim Einzug in das Rettungsboot zu sehen sind, der mag sich hier Luthers Übersetzung in Erinnerung rufen.

Häufig behaupten Bibel-Kritiker pauschal, dass die Bibel von Redakteuren und Zensoren bearbeitet und verfälscht wurde. Ohne konkret aufgezeigte und nachprüfbare Beispiele ist das schnell daher gesagt. Hier jedoch haben wir ein solches Beispiel, dass diesen Vorwurf belegt. Auch wenn deshalb sicher nicht gleich die Geschichte der Bibel „neu geschrieben werden muss“. Hier gibt es Verfälschungen, die mit Abstand weit gewichtiger sind, als dieser Vers.

Aufgezeigt habe ich diese Beispielsweise in „Götter der Sterne“ HIER und in dem Mystery Files-Artikel HIER. Diese „Korrekturen“ innerhalb biblischer Texte haben im Vergleich ein ganz anders Gewicht (s. a. HIER)

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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VIDEO: Rätsel in der Schweiz: „Von sagenhaften Erdmannlihöhlen zu realen Erdställen“ – Vortrag von Dr. Helen Wider

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Vortrag/Video vom 30. Oktober 2021 von Dr. Helen Wider: "Von sagenhaften Erdmannlihöhlen zu realen Erdställen" (Bilder: H. Wider / Montage: Fischinger-Online)
Vortrag/Video vom 30. Oktober 2021 von Dr. Helen Wider: „Von sagenhaften Erdmannlihöhlen zu realen Erdställen“ (Bilder: H. Wider / Montage: Fischinger-Online)

Unterirdische Erdställe im Raum Österreich nun im süddeutschen Raum geben seit vielen Jahren den Archäologen Rätsel auf. Und inzwischen sind zahllose dieser unterirdischen Stollen, Tunnel, Grotten und Kammern heute der Forschung bekannt. Ständig kommen neue hinzu. Doch es gibt diese Höhlen auch in der Schweiz, wie Dr. Helen Wider es in diesem Vortrag vom 30. Oktober 2021 berichtet. Sie sind dabei nicht weniger ein Mysterium der Archäologie, wie jene in anderen Teilen Mitteleuropas.


Erdställe in der Schweiz

Was ist das Geheimnis der Erdställe, stammen diese Unterwelten wirklich aus dem Mittelalter? Oder reicht deren Erbauung bis weit in die frühe Steinzeit zurück, wie es auch Sagen und Legenden vermuten lassen? Gibt es solche unterirdischen Bauwerke nur in Österreich und Süddeutschland?

Unzählige dieser unterirdischen Stollen, Tunnel, Grotten und Kammern sind heute der Forschung bekannt. Sie finden sich vor allem im Süden von Deutschland und in Österreich und sorgen seit Jahrzehnten für Rätselraten unter Forschern wie Laien. Denn auch die Archäologie kann bisher nicht verbindlich erklären, zu welchem Zweck diese unterirdischen Anlagen geschaffen wurden.

Es gibt solche unerklärlichen Bauwerke jedoch auch in der Schweiz, die heute in der Forschung eher unbekannt sind. Genau über diese Funde berichtete Dr. Helen Wider in ihrem Vortrag vom 30. Oktober 2021.

Wie auf diesem Blog berichtet, fand da das Jahrestreffen der „Forschungsgesellschaft für Archäologie, Astronautik und SETI“ (A.A.S.) am 30. Oktober 2021 in Legden im Münsterland statt. Eine Veranstaltung mit zahlreichen Vorträgen, in denen sich die Referenten mit den großen Rätseln der Welt und den Universum sowie der Idee der Götter aus dem Weltraum beschäftigten. Vor Ort habe ich für Euch alle Vorträge gefilmt.

So unter anderem diesen Vortrag „Von sagenhaften Erdmannlihöhlen zu realen Erdställen“ von Dr. Helen Wider.

Bleibt neugierig …

Video/Vortrag vom 30. Oktober 2021 auf Mystery Files

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Lars A. Fischinger

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VIDEO: „Geheime Unterwelt“ – Erdställe, Außerirdische und fremde Kulturen vor 60.000 Jahren? Vortrag von Heinrich Kusch

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Vortrag/Video vom 30. Oktober 2021: Heinrich Kusch: "Geheime Unterwelt" - Erdställe, Außerirdische und fremde Kulturen vor 60.000 Jahren? (Bilder: H. Kusch / Montage: Fischinger-Online)
Vortrag/Video vom 30. Oktober 2021: Heinrich Kusch: „Geheime Unterwelt“ – Erdställe, Außerirdische und fremde Kulturen vor 60.000 Jahren? (Bilder: H. & I. Kusch / Montage: Fischinger-Online)

Woher stammen die sogenannten Erdställe in Europa? Wie alt sind sie und wer hat diese unterirdischen Anlagen gebaut? Üblicherweise werden sie in das Mittelalter datiert. Doch der Autor und Erdstall-Forscher Prof. Dr. Heinrich Kusch sieht das ganz anders, wie er es in einem Vortrag auf dem Kongress der A.A.S. 2021 darlegte. Für Euch habe ich diesen vor Ort mitgefilmt. Er ist sicher, diese Anlagen sind zehntausende von Jahren alt, stammen von einer bisher unbekannten Kultur und habe sogar etwas mit Außerirdischen zu tun. Warum, und was seien Ausgrabungen ergeben haben, erfahrt Ihr in diesem Video auf dem Mystery Files-YouTube-Kanal.


Das Rätsel der Erdställe – zehntausende Jahre alt?

Was ist das Geheimnis der Erdställe? Stammen diese wirklich aus dem Mittelalter – oder reichen sie weit in die frühe Steinzeit zurück? Aber was hat es mit den dortigen Funden von seltsamen Figuren auf sich, die teilweise wie Aliens aussehen? War hier eine fremde Kultur bereits vor zehntausenden von Jahren am Werk?

Genau davon ist zumindest der Historiker und Erdstall-Forscher Prof. Dr. Heinrich Kusch überzeugt. Seiner Meinungf nach sind diese Anlagen Hinterlassenschaften einer unbekannten und fremden Kultur. Sie hinterließen Spuren und Artefakte, die teilweise 60.000 Jahren in die Vergangenheit reichen. Somit sprengen die Erdstall-Untersuchungen alle bisherigen Datierungen, Deutungen und Forschungen zu solchen Höhlen in Österreich oder auch Bayern (Süddeutschland). Denn selbst Gravuren in Stein, die eindeutig wie „klassische fliegende Untertassen“ aussehen, will der Forscher entdeckt haben.

Ebenso Zeichen in Felsen beziehunsgweise Gesteinen, die unverkennbar einer Schrift ähneln und Objekte aus „modernen“ Metallen. Was aber zeigen diese Statuen? Waren es Wesen aus dem Erdinneren, Fremde aus dem Universum oder sogar Reptiloide? Und gab es Handel mit diesen Wesenheiten, von denen heute nur noch Sagen und Legenden künden? Wie alt sind diese Erdställe tatsächlich?

Wie auf diesem Blog berichtet, fand da das Jahrestreffen der „Forschungsgesellschaft für Archäologie, Astronautik und SETI“ (A.A.S.) am 30. Oktober 2021 in Legden im Münsterland statt. Eine Veranstaltung mit zahlreichen Vorträgen, in denen sich die Referenten mit den großen Rätseln der Welt und den Universum sowie der Idee der Götter aus dem Weltraum beschäftigten. Der Prä-Astronautik beziehungsweise Paläo-SETI oder, wie es heute pauschal gerne heißt, den Ancient Aliens.

Diese Vorträge habe ich vor Ort für Euch alle gefilmt. Und dort berichtete auch Dr. Kusch in diesem Vortrag über die „geheimen Unterwelten“ der Erdställe.

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Seltsame Gravur auf einer Scherbe: Zeigt es ein Zebra bei den Kelten in Deutschland vor 2.200 Jahren – oder Hinweis auf weite Handesswege?

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Seltsame Gravur auf einer Scherbe: Zebras bei den Kelten in Deutschland vor 2200 Jahren? (Bild: Keltenwelt am Glauberg/Facebook / Bearbeitung: Fischinger-Online)
Seltsame Gravur auf einer Scherbe: Zebras bei den Kelten in Deutschland vor 2.200 Jahren? (Bild: Keltenwelt am Glauberg/Facebook / Bearbeitung: Fischinger-Online)

Vor Jahrtausenden lebten die Kelten unter anderem in verschiedenen Gebieten Deutschlands. Ein Volk oder Stamm der sogenannten „Barbaren“, deren Hinterlassenschaften Archäologen bis heute ausgraben. So wie auf dem Glauberg in Hessen, wo 1996 der weltberühmte „Keltenfürst vom Glauberg“ mit seinen „Mickey Mouse-Ohren“ gefunden wurde. Unweit vom Glauberg gruben Forscher auch eine unscheinbare Keramikscherbe mit einer gestreiften Tiergravur aus. Aber was zeigt diese 2.200 Jahre Darstellung? Wirklich Ein Zebra aus Afrika? Was es mit den Funden vom Glauberg auf sich hat und woher die Kelten tatsächlich Zebras kennen konnten, erfahrt Ihr hier.


Kelten in Deutschland

Überall in Europa findet man heute versunkene Spuren verschiedener „Barbaren“ aus vorchristlicher Zeit. Ein Sammelsurium unterschiedlicher germanischer Stämme und aus unterschiedlichen Zeiten. So auch nordöstlich von Frankfurt am Main nahe dem Dorf Glauburg in Hessen.

Etwas südlich des Dorfes liegt der Glauberg. Eine rund 275 Meter hoher Bergrücken, von dem aus die Region sehr gut überschaut werden kann. Das wussten schon unsere Vorfahren, die hier bereits im 5. Jahrtausend vor Christus siedelten. Von der Steinzeit bis ins Mittelalter nutzen Menschen den Glauberg für Befestigungen, Ringwallanlagen, Bestattungen in Grabhügeln und wohl auch für astronomische Beobachtungen.

Erste größere Befestigungen bauten bereits die Kelten ab dem 6. Jahrhundert vor Christus dort. Vor mehr als 1.500 Jahren war das Plateau sogar Sitz eines Stammeskönigs des Stammes der Alamannen. Jahrhunderte später kamen die Franken, die hier bis in das 9. Jahrhunderte eine Burganlage erbauten. Diese Anlage ist heute unter den Namen „Burg Glauburg“ bekannt. Drei Jahrhunderte später folgten die berühmten Staufer, die den Bergkamm in ihre System auf Burgen und Wehranlagen eingliederten. Darauf folgten die reichen Patrizier der Familie Glauburg aus Frankfurt am Main, die sich im heutigen Namen der Anhöhe und vor allem des Dorfes widerspiegeln.

Entsprechen vielschichtig sind deshalb dort auch die archäologischen Funde und Spuren. Jedoch nicht von den Römern bzw. aus römischer Zeit, da der Limes nur wenige Kilometer vom Glauberg entfernt verlief. In der Nachbarschaft lag in jener Zeit auch das römische Kastell von Altenstadt. Scheinbar war deshalb der Berg in dieser Epoche als eine Art Grenzsperrgebiet nicht besiedelt.

Ausgrabungen und der „Keltenfürst vom Glauberg“

Vor allem finden sich dort zahllose Spuren der früheren Burgbauten. Grundmauern, Reste der Gebäude und weitere steinerne Anlagen sind nicht zu übersehen. Ein geschichtsträchtiger Ort, der in seinem Inneren noch so manches Geheimnis birgt. Das zeigte sich erst 1988, als am südlichen Hang des Glauberges aus der Luft versunkene Spuren entdeckt wurden. Wie sich später herausstellte Grabhügel, Ringwallanlagen und mutmaßlich astronomische Bauten.

Vor allem die Reste eines riesigen Grabhügels aus 5. Jahrhundert vor Christus (wie sich später herausstellte) fielen 1988 aus der Luft in einem Feld auf. Zwei weiterer Grabhügel wurden daraufhin mittels Bodenradar vor Ort gefunden. Da sie unlängst vollständig eingeebnet waren, war am Boden selber von ihnen nichts mehr zu sehen. So begannen Ausgrabungen der neuen Befunde in den Jahren von 1994 bis 1997, die ab 2004 fortgesetzt wurden.

Geleitet wurden die Forschungen vor allem von dem damaligen hessischen Landesarchäologen Fritz-Rudolf Herrmann, der schon ab 1985 dort grub. Bis heute wird dort nach den Geheimnissen der Vergangenheit geforscht und erste Grabungen fanden sogar schon in den 1930er Jahren unter Heinrich Richter statt. Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges gingen seine Aufzeichnungen und viele Funde jedoch verloren oder wurde zerstört..

Schon bei den ersten Ausgrabungen der 1988 neu entdeckten Grabhügel und Gräber kam am 24. Juni 1996 ein archäologischer Schatz zum Vorschein, der heute weltberühmt ist. Eine lebensgroße Statue eines keltischen Herrschers, die um das Jahr 500 vor Christus angefertigt wurde. Dieser Statue wurde als „Keltenfürst vom Glauberg“ einer der wichtigsten archäologischen Funde Deutschlands. Und mit seinen „Mickey Mouse-Ohren“ das Highlight der dortigen Grabungen.



Schnell entdeckten die Archäologen am und auf dem Glauberg, dass hier ein Zentrum der Kelten gelegen haben muss. Ein Zentrum, dass schon in der Steinzeit genutzt wurde, womit hier ein „heiliger Ort“ vor und unter ihnen lag.

Sonderausstellung der „Keltenwelt am Glauberg“

Diesen wollte man erhalten, mehr oder weniger rekonstruieren und der Öffentlichkeit zugänglich machen. Inklusive einem Museum, diversen Ausstellungen und einem Archäologie-Park unter freiem Himmel. Sehr ähnlich, wie es auch nach dem Fund der „Himmelsscheibe von Nebra“ in Sachsen-Anhalt mit dem dortigen Besucherzentrum „Arche Nebra“ realisiert wurde.

Und so wurde 2011 ein entsprechendes Museum, das „Forschungszentrum Keltenwelt am Glauberg“ sowie ein archäologischer Park dort eröffnet. Inklusive rekonstruiertem Grabhügel und „Prozessionsstraße“, wofür unter anderem das Land Hessen 9 Millionen Euro bewilligte. Kultur und der Erhalt der Vergangenheit für die Öffentlichkeit haben ihren Preis.

Derzeit laufen dort die Vorbereitungen für eine kommende Ausstellung rund um die Kelten und unsere Vorgeschichte. Vom 10. März bis 31. Dezember 2022 wird die Sonderausstellung „Kelten Land Hessen – Eine neue Zeit beginnt“ ihre Tore öffnen. Dazu schreibt das Museum „Keltenwelt am Glauberg“:

Die große Ausstellung in der Keltenwelt am Glauberg greift interessante Aspekte der Keltenzeit auf der Basis von neuen Ausgrabungen und Forschungen auf. Circa 500 eindrucksvolle Fundstücke aus ganz Hessen geben interessante Hinweise auf die sich verändernde Lebenswelt, darunter reich verzierter Schmuck und wertvolle Waffen ebenso wie Alltagsgegenstände und Handwerksgeräte. Viele Neufunde werden erstmals gezeigt.“

Natürlich bleibt weiterhin die Figur des „Keltenfürsten vom Glauberg“ das Kernstück der archäologischen Fundstätte. Doch auch kleine, unscheinbare Funde sind interessant. Sowie eine Tonscherbe, die bei archäologischen Ausgrabungen in der Nähe gefunden wurde und die das Museum auf ihrer Facebookseite kürzlich vorstellte (s. Titelbild).

Zebras bei den Kelten?

Dazu heißt es von den Verantwortlichen und anderem auf Facebook:

Keltische Zebras?

Wohl eher nicht … aber welches Tier kann es sein, das jemand vor 2.200 Jahren auf ein Keramikgefäß eingeritzt hat?  Wir könnten uns ein Pferd vorstellen, nur warum ist es gestreift?

Was meint ihr? Und wie könnte man die fehlenden Bereiche ergänzen? (…)“

Gefunden worden sei das Stück bei Grabungen in der „keltischen Saline von Bad Nauheim“. Das liegt nur rund 20 Kilometer westlich vom Glauberg. „Wir sind gespannt auf Euer Feedback“, so „Keltenwelt am Glauberg“. Tatsächlich machte sich die dortige Community allerlei Gedanken zu dieser Ritzung, auf der man geneigt ist sogar ein Leine an dem dargestellten Tier zu erkennen.

Einiger User sprachen von einem Hund. Andere von einer Gottesanbeterin, also einem Insekt. Andere Deutungen waren: Reh,  Ziege, Hirschkuh, Pferd mit Streifen im Fell, Pferd mit „Kriegsbemalung“, wie bei den Ureinwohnern Nordamerikas nach Ankunft der Europäer, Schaf oder sogar eine Giraffe.

Ein stilisiertes Zebra ist nicht ganz auszuschließen, sie waren Bestandteil römischer Bestiarien, Arenen und Manegen“, kommentierte ein User, womit er sicher nicht Unrecht hat. Ebenso nicht wie ein weiterer User, der drauf hinwies, dass weit gereiste Händler Zebras gesehen haben könnten, die dann davon berichteten. „Wohl eher nicht“, wie es das Museum in der Bildbeschreibung schrieb, könnte demnach etwas übereilt sein.

Warum kein Zebra?

Längst schon ist bekannt, dass Händler tausende Kilometer zurücklegten. Über das Meer ebenso, wie über Land. Handelsbeziehungen zwischen den Pharaonen Ägyptens oder Königreichen in Mesopotamien und der Ostsee vor tausenden von Jahren sind beispielsweise belegt. Ebenso kultureller Austausch per Seefahrt über das Mittelmeer und den Atlantik vom Nahen Osten bis Nordeuropa. Dies zeigte erst kürzlich eine neue Studie, über die in diesem Mystery Files-Video HIER berichtet wurde (derzeit nur für Mitglieder/Unterstützer).

Da weite Teile der Gravur fehlen, werden wir wohl nie erfahren, was das für ein Tier sein soll. Ein afrikanisches Zebra kann man aber nicht ausschließen. Man könnte auch spekulieren, dass dieses Keramikgefäß inklusive Tierdarstellung ursprünglich gar nicht vor 2.200 Jahren im heutigen Hessen angefertigt wurde. Es könnte aus Afrika stammen und durch den besagten Handel dorthin gelangt sein.

Das ließe sich aber nur durch eine genaue Analyse des Materials belegen. Vielleicht hat tatsächlich auch nur ein Kelte ein Zebra in einer römischen Arena gesehen, wie es bereits ein User vermutete. Auf jeden Fall sind solche – auf den ersten Blick vollkommen unscheinbaren – Funde immer wieder interessant. Und vielleicht hat die Facebook-Userin Johanna V. recht, die humorvoll unter anderem folgende Deutungen dem Museum vorschlug:

Was sahen die Kelten? Interpretationen (Bilder: Keltenwelt am Glauberg/Facebook/Johanna V.)
Was sahen die Kelten? Interpretationen (Bilder: Keltenwelt am Glauberg/Facebook/Johanna V.)

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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VIDEO: Der Schädel von Jesus Großmutter: Ein Stück von ihm soll in Düren unweit von Köln in einer Kirche liegen! (re-Upload/Neuschnitt)

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VIDEO: Der Kopf von Jesus Großmutter: Ein Stück soll in Düren in einer Kirche liegen! (Bilder: Fischinger-Online & gemeinfrei)
VIDEO: Der Kopf von Jesus Großmutter: Ein Stück soll in Düren in einer Kirche liegen! (Bilder: Fischinger-Online & gemeinfrei)

In der katholischen Kirche spielen Reliquien aller Art (und Unart) seit jeher eine sehr wichtige Rolle des Glaubens. Überall finden sich fromme Andenken an Heilige oder sogar Jesus Christus selber, die vor allem im Mittelalter einen wahren Boom erlebten. Gruselig sind vor allem Körperteile und Knochen, die im Christentum verehrt werden und von diversen Vorreitern des Glaubens stammen sollen. So wie in ein einer Kirche in Düren unweit von Köln. Dort versteckt sich in einem Schrein ein Stück des Schädels der heiligen Anna, der Mutter von Maria und damit die Großmutter von Jesus Christus. Was hinter dieser Geschichte steckt und stecken soll, erfahrt Ihr in diesem Video vom Sommer 2018. Als neu geschnittenen re-Upload vom 30. Dezember 2021.


Ist das die Großmutter von Jesus?

Die katholische Kirche bzw. das Christentum hat eine Flut an heiligen Reliquien. Viele Gläubige verehren diese – wissen aber nicht, woher sie kommen. Oder ob sie überhaupt „echt“ sind. So wie der Kopf der heiligen Anna, der Großmutter von Jesus Christus. Von diesem soll in einer Kirche in Düren ein Stück verborgen liegen.

Denn das Thema „Reliquien“ spielt im Christentum eine ebenso wichtige Rolle, wie die Verehrung von Heiligen und Patronen. Vor allem seit dem frühen Christentum und später im Mittelalter wurde Europa geradezu überschwemmt von Reliquien aller Art. Von der Windel Jesus Christus über die Gebeine der Heiligen drei Könige bis hin zu diversen Körperteilen unterschiedlichster Heiliger hat die katholische Kirche ein großes Angebot an derartigen Objekten der Verehrung.

Eine dieser Reliquien stammt dabei angeblich von der Oma von Jesus persönlich. Es ist das sog. „Annahaupt“ in der Stadt Düren in Nordrhein-Westfalen unweit von Köln. Nach der frommen Tradition hantelt es sich dabei um ein Stück des Schädels bzw. der Schädelplatte der heiligen Anna, der Mutter von Maria. Damit also von der Großmutter von Jesus Christus höchst-selbst.

Interessant ist dabei vor allem, dass diese Anna als Mutter der Gottesmutter Maria mit keiner Silbe in der Bibel erwähnt wird. Ebenso, dass es sich bei diesem Stück Schädel von Jesus Großmutter um Raubgut handelt. Wie so viele Reliquien. Und grundsätzlich ist bei allen die Echtheit zumindest fragwürdig.

Verwahrt und verehrt wird die Großmutter Jesus Christus in der „Annakirche“ in Düren, in der ich dieses Mystery Files-Video für Euch im Juni 2018 gemacht habe. Für Euch neu geschnitten und hochgeladen am 30. Dezember 2021.

Bleibt neugierig …

Video vom 16. Juni 2018 auf Mystery Files -Neuschnitt und re-Upload 30. Dezember 2021

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Lars A. Fischinger

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Ein Trog für Riesen: Der rätselhafte „Cuve de Pierre“ im Elsass – Ein Relikt der Steinzeit? (+ Videos)

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Ein Trog für Riesen: Der rätselhafte La Cuve de Pierre im Elsass (Bild: WikiCommons/Pethrus CC BY-SA 4.0 / Bearbeitung: Fischinger-Online)
Ein Trog für Riesen: Der rätselhafte La Cuve de Pierre im Elsass – stammt er sogar aus der Steinzeit? -(Bild: WikiCommons/Pethrus CC BY-SA 4.0 / Bearbeitung: Fischinger-Online)

Im Elsass in Frankreich liegt ungefähr 30 Kilometer westlich von Straßburg ein riesiger „Steintopf“ mitten im Wald. Heute bekannt unter der Bezeichnung „La Cuve de Pierre“, „der Steinbottich“, ist der etwa 3 Meter große Stein ein ausgesprochen seltsamer „Megalith“. Was könnte es mit diesem mythischen Steinbottich auf sich haben? Stammt er aus dem Mittelalter – oder doch schon aus der dunklen Epoche der Steinzeit?


Rätsel der Steinzeit und ein Topf für Riesen

Ganz Europa ist übersät mit Megalithbauten der Steinzeit und aus späteren Jahrtausenden. Weltweit bauten unsere Vorfahren bis vor wenigen Jahrhunderten mit gewaltigen Megalithen die erstaunlichsten Monumente und Anlagen. Teilweise – wie in diesem Mystery Files-Video HIER gezeigt – erscheinen sie heute vollkommen sinnlos. Riesige Steine, die scheinbar spielerisch zu uns heute kaum mehr bekannten Zwecken geschaffen wurden. Wie etwa das „Klo der Prinzessin“ von den Inka in Peru (s. a. 2. Video unten).

Auch wenn viele der Megalithanlagen in Europa 5.000 oder sogar an die 10.000 Jahre alt sind, gibt es auch jene. die wesentlich jünger sind. Oder sein sollen. So wie ein „Bottich“ in Frankreich, der sich südlich der Stadt Zabern unweit Heagen im Elsass befindet. Wie aus einer anderer Welt stammend, steht oder liegt hier mitten im Wald „La Cuve de Pierre“. Ein Trog, eine Wanne oder ein Topf aus Stein, der an seinen Außenkanten sage und schreibe 3 Meter Durchmesser hat (andere sprechen sogar von 4,5 Metern Außendurchmesser). Innen sind es immerhin noch 2,50 Meter.

Der Monolith aus Sandstein ist heute noch etwa 1,80 bis 2,10 Meter hoch. Der Riesen-Bottich wurde einst sorgsam geglättet und ausgehöhlt, so dass er die Form eines Zylinders bekam. Wie ein Kochtopf für die Mahlzeit eines Riesen erscheint dieser Klotz heute. Und obwohl einstmals im Elsass die Überreste von Riesen gefunden und von Wissenschaftlern geborgen sein sollen, wie im 1. Video unten berichtet, weiß niemand, was „der Steintank“ einst war. Weder wozu er diente, noch wer ihn mühsam erschaffen hat, noch wann das wirklich war.

Ein Wasserspeicher der Kelten?

Eigentlich weiß man über den Trog der Riesen fast gar nichts. Archäologen vermuten angeblich, so ist es diversen französischen Webseiten zu entnehmen, dass es einst als Wasserbecken diente. Angelegt vor bis zu 2.500 Jahren von lokalen Kelten der Téne-Zeit, die auf dem nahen Brotschberg eine befestigte Siedlung hatten. Eine sogenannte Oppidum, deren Reste sich in ganz Mittel- und Südost-Europa aber auch in Spanien finden.

Diese Epoche wird auch Latène-Zeit genannt und fällt in die späte Eisenzeit, die etwa bis Christi Geburt ging. Bis zur Ankunft der Römer. Das wäre demnach lange nach der Steinzeit.

Der Brotsch ist 542 Meter hoch und der Gipfel, auf dem seit dem 19. Jahrhunderte ein Aussichtssturm steht, ist etwa einen halben Kilometer Luftlinie vom „Bottich“ am Fuße des Brotsch entfernt. Sollten sich die Kelten für ihre Siedlung tatsächlich die Mühe machen, am Fuß des Berges einen derartigen Wasserspeicher anzulegen? Nur, da sie hier nach einem mühsamen Fußmarsch einen geeigneten Felsen vorfanden? Und weshalb sollten sie ihn dann auch noch außen derart sorgsam glätten, wenn doch nur Regenwasser im Inneren gespeichert werden sollte?

Gehen wir von einem inneren Durchmesser von 2,50 Metern und einer Höhe von 2 Metern aus. Demnach fasste das Wasserbecken knapp 10.000 Liter Wasser, was nicht wenig ist. Je nach Größe der Siedlung und unter der Voraussetzung, dass es regelmäßig regnet. Bei einem feindlichen Angriff war das kostbare Nass aber nicht mehr für die Kelten auf dem Gipfel erreichbar.

Legenden: Ein Mönch und Spuren der Steinzeit

Eine Legende sagt, dass der Bottich für das Kloster von Marmoutier, eine ehemalige Benediktinerabtei im rund 4 Kilometer entfernten Ort Marmoutier, geschaffen wurde. Gründet wurde die Abtei bereits 590 oder 659. Ein dortiger Abt ließ sich laut Erzählung den Bottich im Wald anfertigen, da er beabsichtigte, ihn bei sich aufzustellen. Erst nach Beendigung der Arbeiten mussten die fleißigen Mönche und Arbeiter feststellen, dass er zu schwer war, um ihn in die Abtei zu schaffen. Also ließ man ihn an Ort und Stelle zurück, wo er in Vergessenheit geriet.

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Angeblich seit der Abt oder Mönch, der den Bauauftrag erteilte, auch ein Frauenheld gewesen. Darum habe Gott ihn zur Strafe dazu verurteilt, bis zum Ende aller Tage an dem „Wasserspeicher“ zu meißeln.  as erinnert mich an eine Sage aus dem alten Griechenland, die ich im Kontext der Frage „Leben nach dem Tod?“ HIER bereits anführte. Demnach wurden einst die 50 Töchter des Königs Danaos von Argos im südlichen Griechenland gezwungen die verhassten 50 Söhne des Ägyptos, des Bruders von Danaos, zu ehelichen. Der Hass auf ihre Cousins ging so weit, dass sie ihre neu angetrauten Ehemänner alle noch in der Hochzeitsnacht erdolchten.

Das sah das Dreiergericht der Götter der Unterwelt als Anlass, die Töchter des Danaos im Jenseits dazu zu verdammen, bis in alle Ewigkeit Wasser in ein Fass mit durchlöchertem Boden zu schöpfen.

La Cuve de Pierre im Elsass: Nur ein Wasserspeicher der Kelten? (Bild: gemeinfrei)
La Cuve de Pierre im Elsass: Nur ein Wasserspeicher der Kelten? (Bild: gemeinfrei)

Die Region um den Trog ist bis heute voller Hinterlassenschaften und Spuren der Vergangenheit. Nicht wenige reichen dabei eindeutig in die dunkle Steinzeit zurück. Etwa Hünengräber, Dolmen und andere megalitische Anlagen. Selbst mutmaßliche sogenannte „Cart Ruts“ (s. Videos HIER & HIER) sind dort zu finden. Ebenso kursieren viele Sagen und Legenden um diese Relikte der Vor- und Frühzeit, die gerne auch mit Namen wie „Hexentisch“ bedacht wurden. Reste der heidnischen Zeit Europas. Sogar Geister sollen hier umher gehen. Etwa in der „Brotschgrotte“.

Diese Höhle liegt genau auf halben Weg zwischen dem Riesen-Bottich und dem Gipfel des Brotschbergs. In dieser geht der Geist einer Wirtin umher, die einst im nahen St. Gallen eine Schankwirtschaft betrieb – und dabei ihre Kunden gerne über den Tisch zog. Sie sei so geizig gewesen, dass sie beispielsweise die Schnapsgläser nur halb voll machte. Das wurde eines Tages zu viel, so dass sie verflucht wurde.

Nach ihrem Tode war sie deshalb dazu verdammt, in der Grotte zu spuken. Eingesperrt in einer Flasche, so dass ihr Wehklagen und ihre Schreie an windigen Tagen dort zu hören sei. Verbittert würde ihr Geist flehen, dass jemand die Flasche öffnet und sie frei lässt …

Eine „Wanne der Feen“

Was auch immer der seltsame Topf gewesen sein mag, oder wie alt er wirklich ist, ähnliche „Wannen“ gibt es in aller Welt. Rund 100 Kilometer südwestlich von diesem „Trog“ liegt beispielsweise ein solches Exemplar im Tal von Saint-Martin. Ein Ort, der vor allem unter dem sehr treffenden Namen „Druidental“ bekannt ist. Hier finden sich mythische und rätselhafte Überreste aus Jahrtausenden, wie zahllose Felsbearbeitungen, Megalithstätten, Petroglpyhen, vorzeitliche Wehranlagen, ur-christliche Kapellen und angebliche Wasserheiligtümer.

Eines dieser mutmaßlichen Wasserheilgtümer ist das „

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Video vom 3. Februar 2021 auf Mystery Files

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Video vom 13. Dezember 2016 auf Mystery Files

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Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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