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Das "Wunder von Guadalupe" (Mexiko) von 1531: Interview mit Lars A. Fischinger zum Thema

Interview der GEP eV zum Wunder von Guadalupe mit Lars A. Fischinger (Bild: L. A. Fischinger)
Interview der GEP eV zum Wunder von Guadalupe mit Lars A. Fischinger (Bild: L. A. Fischinger)

Die aztekische Schrift “Nican Mopohua” aus dem 16. Jahrhundert berichtet von einem unglaublichen Ereignis, das sich im Dezember 1531 in Mexiko zugetragen hat. Damals kam der aztekischstämmige Juan Diego aus Tolpetlac am Hügel Tepeyac vorbei, der heute der Wallfahrtsort Guadalupe (Mexiko-City) ist. Von der Kuppe her hörte er eine Art Musik und Gesang und als diese verstummt waren, erklomm er den Hügel und sah sich einer bildschönen weiblichen Gestalt gegenüber. Laut Meinung der katholichen Kirche war diese Frau die Mutter Gottes – die Madonna, “Unsere Liebe Frau von Guadalupe”. Diese erste Begegnung war der Beginn des “Wunder von Guadalupe”. Hier ein Interview zum Thema von 2008 (mit der G.E.P. e.V.).

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Das Wunder von Guadalupe: Die Marienerscheinung in Mexiko von 1531

Am 9. Dezember 1531 erschien in Guadalupe, Mexiko, dem Indianer Juan Diego (um 1474 – 1548, 2002 heiliggesprochen) die Muttergottes. “Ich bin eure erbarmungsreiche Mutter, die Mutter aller Menschen, all jener, die mich lieben, die zu mir rufen, die Vertrauen zu mir haben. Hier will ich auf ihr Weinen und ihre Sorgen hören und will ihre Leiden, ihre Nöte und ihr Unglück lindern und heilen.” Dies bewahrheitete sich auf unwahrscheinliche Weise: Innerhalb weniger Jahre bekehrten sich über acht Millionen Indios vom Götzendienst zum Christentum. Als Zeichen hinterließ die Muttergottes ein fortwährendes Wunder: Ihr Bildnis auf der Tilma, dem mantelartigen Überhang des Sehers, das in den letzten Jahrzehnten Gegenstand ungezählter wissenschaftlicher Untersuchungen gewesen ist.

von Francis Johnston
Die Jahrhunderte hindurch wurde das heilige Bild einer Vielzahl von eingehenden Prüfungen und gründlichen Untersuchungen durch Kunstexperten und Wissenschaftler unterzogen, um zu entscheiden, ob es irgendeine mögliche natürliche Erklärung für seine Existenz gebe. Doch bis heute haben alle Untersuchungen, ob mit Mikroskopen, Infrarotstrahlung oder computer-vergrösserten Fotografien, auf seinen übernatürlichen Ursprung hingewiesen. 
Siehe zum Thema meine Webseite
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Ist das Turiner Grabtuch doch keine Fälschung? Ein neuer Film soll den aktuellen Stand der Forschung zeigen.

Grabtuch von Turin doch keine mittelalterliche Fälschung? Dokumentarfilm zeigt aktuellen Forschungsstand. Die beiden vergangenen Jahre waren sehr bewegt rund um das Grabtuch von Turin. Das sicher wichtigste Dokument des Jahres 2011 war der Bericht mehrerer vom Physiker Paolo Di Lazzaro geleiteteter Wissenschaftler von ENEA. Sie verwiesen anhand reichbelegter Argumente die Möglichkeit einer mittelalterlichen Fälschung des Grabtuches ins Reich des Unmöglichen. Ihre Ergebnisse sind inzwischen publiziert und der Fachwelt zugänglich. Die Forschergruppe erbrachte den Nachweis, daß die künstliche Einfärbung eines Leinentuches, um die Tönungen des Grabtuches mit den menschlichen Umrissen zu erhalten, lediglich durch UV- und VUV-Strahlen eines Lasers erzielt werden könnten. Techniken, die mittelalterlichen Fälschern ebenso unzugänglich wie fremd waren.

von Giuseppe Nardi

Mittelalterliche Fälschung mit den damaligen Mitteln unmöglich

Im Februar 2012 erschien der Dokumentarfilm “La notte della Sindone” (Die Nacht des Grabtuchs), eine italienische Produktion von Polifemo und RAI unter der Gesamtleitung von Francesca Saracino. Der Journalist Marco Tosatti von Vatican Insider hatte die Möglichkeit, den Film vorab zu sehen. Er bringt Licht in die Untersuchungen, die beteiligten Personen und die mysteriösen Begleiterscheinungen rund um die umstrittene Radiokarbon-Datierung des Grabtuches im Jahr 1988. Das Ergebnis der C14-Untersuchung nannte als Entstehungszeit des Grabtuches die Zeit zwischen 1290 und 1360. Ein Ergebnis, das heute von einem Gutteil der Wissenschaft bezweifelt wird. Unter der Vielzahl an Kritik sei lediglich der Bericht der Italienischen Gesellschaft für Statistik (SIS) genannt, die nach einer Fehlerkalkulation bei den C14- Untersuchungen von 1988 zu einer Glaubwürdigkeitsrate zwischen einem und höchstens fünf Prozent gelangte. Ein Ergebnis, das unter allen nur denkbaren wissenschaftlichen Standards liegt.

Der Streit geht also mit Sicherheit weiter!

Ich bin mehr als gespannt, da ich in meinem Buch “Das Wunder von Guadalupe – Nicht von Menschenhand“2007 in einem “Exkurs” auch mit dem sonderbaren “Grabtuch Jesu” (und anderer Tücher) befasst habe …
 
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    Der Schleier von Manoppello: Das “Jesus-Foto” und was das ZDF (passend zu Ostern) 2007 unterschlug (Artikel)

    Das Jesus-Foto und was das ZDF seinen Zuschauern unterschlug! (Bild: Fischinger-Online)
    Das “Jesus-Foto” von Manoppello und was das ZDF seinen Zuschauern 2007 unterschlug! (Bild: Fischinger-Online/Archiv)

    Dass man nicht alles glauben soll, was das Fernsehen den Zuschauern präsentiert, dürfte kein Geheimnis sein. Der Übergang von bewusster Manipulation, dem “verschweigen” oder “vergessen” von Fakten und Meinungen und kleinen und großen Irrtümern dürfte dabei wohl fließend sein. Das gilt prinzipiell für alle Medien. Und es galt auch schon lange bevor Bezeichnungen wie “Lügenpresse” oder “Lückenpresse” scheinbar salonfähig wurden. So wie Ostern 2007, als das ZDF passend zum höchsten Fest der Christen eine Dokumentation über eine Tuchreliquie in Italien sendete. Dem “Schleier von Manoppello“, den einige als “Jesus-Foto” bezeichnen. Angeblich zeige es das Abbild von Jesus Christus und gilt unter Gläubigen als “nicht von Menschenhand” gemacht. Für andere ist es ein frommer Schwindel. Und genau diese Vermutung wurde damals auch im ZDF verbreitet. Wie Ihr in diesem Artikel erfahren werdet, wurde in der TV-Dokumentation allerdings das ein oder anderer “vergessen” …


    Das “Jesus-Foto” von Manoppello

    Anfang Dezember 2007 übergab ich auf Einladung des Vatikan Papst Benedikt XVI. persönlich mein Buch „Das Wunder von Guadalupe“. Darin befasse ich mich umfassend mit dem „Wundertuch“ von Guadalupe in Mexiko und seiner Geschichte seit 1531, über das Ihr HIER mehr erfahren könnt.

    Doch ein Kapitel darin widmete ich einer ganz anderen Tuch-Reliquie, die angeblich ebenfalls „nicht von Menschenhand“ stammen soll: Dem Schleier von Manoppello in Italien, östlich von Rom. Es ist das angebliche „Schweißtuch Jesus Christus“ oder sogar die heilige „Veronika“, die im Vatikan gestohlen worden sein soll. Medienwirksam wird es auch als „Das Jesus-Foto“ bezeichnet.

    Ein christlicher Gegenstand, der nach katholischer Tradition von Jesus Christus selber stammen soll. Im Vergleich zum weltberühmten Turiner Grabtuch ist das „Schweißtuch von Manoppello“ aber kaum jemanden bekannt. Außerhalb der Gläubigen oder einiger Mystery-Forscher haben selbst die wenigsten Christen oder Katholiken jemals von dieser Reliquie gehört.

    Aber, um dies vorweg klar zu betonen, eindeutige Beweise, dass es “echt” und damit von Jesus vor 2.000 Jahren stammt, gibt es nicht. Nicht anders als beim Grabtuch von Turin und den zahllosen anderen Objekten dieser Art in der christlichen Welt!

    Papst Benedikt beim “Jesus-Foto”

    Das Tuch befindet sich in einer Kapelle in dem Dorf Manoppello in den Abruzzen in Italien, rund 130 Kilometer östlich von Rom. Die fragliche Reliquie ist sehr klein, nur etwa 17,5 mal 24 Zentimeter groß, und war sehr lange unbekannt.

    Erst im September 2006 wurde es weiteren Kreisen bekannt, als Papst Benedikt XVI. – den zahlreichen Kritikern zum Trotz – Manoppello und die Reliquie persönlich besuchte. „Angezogen vom Glanz Deines ersehnten und verborgenen Angesichts“, so begann der Papst sein Gebet am Bildnis am 1. September 2006.

    Vor allem für die Gläubigen vor Ort in Manoppello war das ein Highlight. “Und jetzt kommt der Papst”, schrieb beispielsweise im Vorfeld des Besuches die “Berliner Morgenpost am 27. August 2006. Und Armin Schwibach berichtete in “Die Tagespost” am 27. Juli 2006 von dem Tuch als “eine verehrungswürdige Ikone ungewisser Herkunft”.

    Ob diese Ehrung der Reliquie durch den persönlichen Besuch des damaligen Papstes gerechtfertigt war, ist bis heute Streitthema unter den Christen. Immerhin, so kritische Katholiken, seit die Tuch-Reliquie durch den Papst-Besuch natürlich nicht anerkannt worden. Es war eher so was wie ein Antrittsbesuch bei einem verehrten Bildnis von Jesus, wie es so viele in der Welt des Glaubens gibt. Im Vatikan habe schließlich auch niemand das Tuch als Wunder des Himmels oder von Jesus selbst für die Christen “freigegeben” …

    Das Heilige Gesicht von Jesus

    Heute hängt das Tuch aus extrem seltener und schwer herzustellender Muschelseide in der Kapelle in einem prunkvollen Rahmen für die Besucher. Es wird schlicht als „Volto Santo“ oder in Deutsch als das „Heiliges Gesicht“ bezeichnet. Das Gesicht von Jesus Christus am Tage seiner Kreuzigung, so der fromme Glaube.

    Dies sagt schon alles über das Tuch aus: Es zeigt aus der Ferne nur unscheinbare Schatten. Doch nährt man sich dem prachtvoll verzierten Bilderrahmen mit der Krone obenauf, erkennt man sehr schnell ein klares, farbiges und deutliches Gesicht eines Mannes auf dem sehr dünnen Stoff. Unvermittelt bekommt der Betrachter den Eindruck, dieses Antlitz zeigt Jesus Christus. Es ähnelt im starken Maß all den unzähligen Jesus-Bildern, die wir heute aus der Vergangenheit kennen.

    Längst ist es gleichgültig, worauf und wie genau ein Künstler Jesus malte oder abbildete: Die Menschen erkennen sofort, wer da zu sehen sein soll. Sein Gesicht, oder besser: sein vermeintliches Portrait, hat sich seit Jahrhunderten in das kulturelle Gedächtnis der Menschheit eingebrannt.

    Was zeigt der Schleier von Manoppello?

    Die Augen des abgebildeten Mannes sind offen. Auch der Mund steht leicht offen und man kann sogar Zähne erkennen. Er hat langes Haar, einen dünnen Bart und blickt irgendwie teilnahmslos auf den Betrachter. Mit nur etwas gutem Willen kann man in dem Antlitz durchaus einen leidenden und geschundenen Menschen erkennen.

    Das Bildnis wirkt weder gestickt noch gemalt.

    Und tatsächlich haben Untersuchungen bei diesem angeblichen Schweißtuch keinerlei Spuren irgendwelcher Farben gefunden. Professor Vittori von der Universität in Bari und der Professor Fanti von der Universität Bologna haben zumindest bei ihren Untersuchungen mit dem Mikroskop keinerlei entsprechende Spuren auf dem Abbild entdecken können.

    Wohl aber fanden sie in den Pupillen schwarze Stellen, als seien diese durch Hitzeeinwirkung irgendwie angesengt worden. Und das alles, obwohl das Bild, ganz anders als das Turiner Grabtuch, farbig ist und plastisch ist. Pinselstriche sind ebenso nicht vorhanden, wie andere Zeichen einer Malerei, so Fanti und Bari nach ihen Analysen.

    Das Bild selber ist erstaunlicherweise durchsichtig, was bei einer “normalen Malerei” kaum möglich wäre. Ursache hierfür ist vor allem das Material des Tuches. Überall hat das sehr feine seidenartige Gewebe dieselbe Durchsichtigkeit. So kann der Betrachter auch von beiden Seiten das Bildnisses des Mannes auf dem Stoff sehen. Dabei ist es erstaunlich, dass beide Seiten sich geringfügig unterscheiden.

    Keine Spuren in der Bibel

    Das seltsame Tuch aus Italien soll, so die Gerüchte, das legendäre „Schweißtuch der Veronika“ sein. Es wird eigentlich bis heute im „Veronika-Pfeiler“ hinten links in Petersdom im Vatikan verwahrt.

    Nach einer christlichen Legende hat die heilige Veronika dem gepeinigten und mit dem Kreuz beladenen Jesus Christus ihr Schweißtuch gereicht, als dieser auf seinen Weg zur Kreuzigung unter der Last stürzte. Jesus wusch sich damit sein Gesicht ab und auf wundersame Weise sei daraufhin auf Veronikas Tuch das Bildnis des Messias entstanden. In der Bibel steht diese Geschichte nicht.

    Doch der Vatikan zeigt jedes Jahr ein „Schweißtuch der Veronika“ für wenige Sekunden dem gläubigen Volk. Laut Vatikan ist also das Tuch der Veronika noch immer im Besitz der Kirche in Rom.

    Dennoch hat die Geschichte beim Leidensweg Christi ihren festen Platz mit der Nummer VI. Besucht man Kirchen mit wachem Auge, ist in zahllosen Gotteshäusern dieser Leidensweg mit den einzelnen Stationen bildlich auf die eine oder andere Art dargestellt. Station sechs zeigt dabei immer die Legender um Veronika, ihr Tuch und Jesus. Meist mit dem Abbild Christi darauf. Eigentlich erstaunlich, wenn man bedenkt, dass kein einziges Worte darüber im Neuen Testament zu finden ist.

    Für Gläubige kein Problem. In Jerusalem besuchte ich bei Recherchen sogar das angebliche Wohnhaus der Veronika auf der Via Dolorosa. Heute eine französische Veronikakirche und natürlich die sechste Station des angeblichen Kreuzweges Jesu. Ob dies Frau überhaupt jemals lebte und in diesem Gebäude wohnte, weiß niemand.

    Alles nur ein Irrtum, ein frommes Märchen? Woher stammt dann der Schleier? Es gab bisher auch keine Altersbestimmung des Schweißtuches, wie etwa mit der C14-Methode. Das Alter ist demnach vollkommen unbekannt. Kirchenkritiker könnten skeptisch einwenden, dass der Vatikan überhaupt kein Interesse an einer Datierung der Reliquie habe. Wohlweislich, dass das Ergebnis nicht ein alter von rund 2.000 Jahren ergeben würde.

    Ganz Unrecht haben diese kritischen Stimmen dabei mit Sicherheit nicht.

    Von einem “Engel” gebracht

    Doch wie kam das verehrte Stück Tuch in das Kloster in dem kleinen italienischen Städtchen? Auch das soll ein Wunder gewesen sein. Und auch das ist eine Legende:

    Im Jahre 1506 hielt sich der Physiker und Kunstkenner Dr. Giacomo Antonio Leonelli auf dem Vorplatz der Kirche von Manoppello auf. Plötzlich trat ihm ein fremder Mann gegenüber und sprach ihn an. In den Händen hielt er ein sorgsam verpacktes Bündel und überreichte es Leonelli. Der Fremde unterstrich mit deutlichen Worten den Umstand, dass er etwas sehr wertvolles und überaus Heiliges in den Händen halte. Es soll sicher verwahrt und verehrt werden, darum übergebe er es Leonelli in Manoppello.

    Neugierig packte Leonelli das seltsame Geschenk aus und hielt das Tuch mit dem Antlitz eines Mannes in den Händen. Doch kaum, als er fragen wollte, was es mit dem Bildnis auf sich habe und wen es zeige, war der Fremde wieder verschwunden. Die Suche nach dem Überbringer blieb erfolglos und die Legende weiß zu berichten, dass es möglicherweise ein Engel war, der das Tuch überreicht hat …

    Das Schweißtuch Christi blieb im Besitz Leonellis und seiner Nachfahren für rund 100 Jahre. Dann brauchte eine gewisse Maria Leonelli im Jahr 1620 dringend Geld, um ihren Mann aus dem Gefängnis von Chieti frei zukaufen.

    Für vier Skudi veräußerte sie den kostbaren Familienbesitz an einem gewissen Dr. Donato Antonio de Fabritijs. Dieser behielt das Tuch bis ins Jahr 1638 und schenkte es dann den Mönchen vom Orden der Kapuziner. Kapuzinerpater Clemente da Castelvecchio stutzte den ausgefransten Rand des Tuches in dem er die Rändern abschnitt, lies es 1646 einrahmen und hinter Glas geschützt in der Kirche aufstellen. Daran hat sich bis heute nichts geändert.

    Das Schweißtuch hat demnach erst eine 500 Jahre andauernde Geschichte vorzuweisen. Vor dem Jahr 1506 gibt es keine offiziellen Spuren des Heiligtums. Wie bei so vielen – eigentlich so gut wie allen – Reliquien.

    Das Antlitz Jesus Christus?

    Die Ordensschwester Blandina Schlömer ist sicher, dass das Tuch in Manoppello und das Grabtuch von Turin nicht nur authentisch sind, sondern sogar ein und denselben Ursprung haben: Jesus Christus. Nach umfangreichen Analysen teilt auch Dr. Markus van den Hövel, Autor einer Reihe Bücher zu dieser Reliquie, diese Idee: „Wer Manoppello verstehen will, muss Turin verstehen.“

    Schlömer stellte schon vor Jahren zahlreiche Vergleiche des Gesichtes auf dem Grabtuch und auf dem Schweißtuch an und ist sicher, dass beide ein und denselben Mann zeigen. Schwester Blandina, die in Manoppello selber wohnt und seit Ende 2009 Ehrenbürger ist, berichtete mir in einem Gespräch 2006 auch, dass sie ihrer Sache sehr sicher sei. Die Übereinstimmungen der Tücher seien einfach zu deutlich.

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    Die biblische Überlieferung im Evangelium des Johannes (20,1ff.) berichtet davon. Zumindest lässt das Neue Testament hier Spielraum für Spekulationen, die vor allem auch das Turiner Grabtuch mit einschließen.

    Bei Johannes heißt es unter der Überschrift „Das leere Grab“, dass Maria von Magdala in den frühen Morgenstunden als erste an das Grab Jesus gekommen sein. Sofort sah die, dass der Sperrstein weg gerollt wurde und das Grab selber leer war. Eilig lief sie zu den Jüngern Jesus und berichtete ihnen ihre Entdeckung. Petrus und ein namentlich nicht genannter zweiter Jünger machten sich daraufhin auf den Weg, um sich das selber anzusehen. Der „andere Jünger“ kam als erster an das Grab und sah „die Binden daliegen“, ging aber nicht hinein. Erst Petrus wagte es das Grab zu betreten.

    Im Neuen Testament heißt es dazu:

    Da kam auch Simon Petrus, der ihm gefolgt war, und ging in das Grab hinein. Er sah die Leinenbinden liegen und das Schweißtuch, das auf dem Kopf Jesu gelegen hatte; es lag aber nicht bei den Leinenbinden, sondern zusammengebunden daneben an einer besonderen Stelle. Da ging auch der andere Jünger, der zuerst an das Grab gekommen war, hinein; er sah und glaubte.“ (Joh. 20,6-8)

    Von irgendwelchen Abbildungen des Messias auf den Leichentüchern ist in der Bibel mit keinem Wort die Rede. Es war jedoch Sitte bei jüdischen Begräbnissen – und Jesus war natürlich Jude – den Körper einzuwickeln und das Gesicht mit einem Tuch zu bedecken. So etwa heißt es bei Johannes 19,40:

    Sie nahmen den Leichnam Jesu und umwickelten ihn mit Leinenbinden, zusammen mit den wohlriechenden Salben, wie es beim jüdischen Begräbnis Sitte ist.

    Auch die berühmte Geschichte der Erweckung des Lazarus von den Toten (zum Beispiel Johannes 11,44) enthält ein solches Detail. Waren solche Aussagen Ansporn für mittelalterliche Fälscher Schweißtücher wie auch das Grabtuch von Turin zu fälschen?

    Der “Moment der Wahrheit” am ZDF

    Pater Professor Dr. Heinrich Pfeiffer und Schwester Blandina Schlömer sind nach ihren Forschungen sicher hier authentische Zeugen der Passion Christi vorliegen zu haben. Fakt bleibt, dass die Bibel im Neuen Testament erzählt, dass im leeren Grab Jesus zwei Tücher gefunden wurden. Die Bibel spricht im Johannes-Evangelium (20,7) deutlich von einem „Schweißtuch, das auf dem Kopf Jesu gelegen hatte“. Folglich lagen zwei Tücher über den Kopf des Gekreuzigten.

    Das Manopello-Tuch unterscheidet sich dabei erheblich vom Turiner Grableinen. Es ist farbig, prachtvoll und klar erkennbar. Und vor allem ist es im Vergleich bis heute wesentlich unbekannter. Das schien der TV-Sender ZDF zu Ostern 2007 mit einer Dokumentation ändern zu wollen. Passend zum Fest der Auferstehung Jesus für die Christen.

    Am Karfreitag den 6. April 2007 zur besten Sendezeit berichtete das ZDF in einer einstündigen Berichterstattung von neuen Untersuchungen des Bildes in Italien. Ergebnis der sensationell und aufwändig gestalteten Sendung: Das Tuch von Manoppello ist ein Schwindel und wurde gemalt! So wurde erst am Ende der Sendung von einer Untersuchung am 25. Januar 2007 berichtet. Als „der Moment der Wahrheit“ wurden dabei den Zuschauern diese Ergebnisse präsentiert – und der Mythos des Schleiers angeblich entzaubert.

    Die Sendung war plötzlich zu ende, nachdem man festgestellt haben will, das Farbe auf dem Bildnis ist. Niemand kam mehr zu Wort.

    War das alles so die Wahrheit, die das ZDF einem großen Publikum präsentierte? Nein – war sie nicht.

    Zweifel am ZDF-Bericht

    Professor Giulio Fanti aus Padua habe bewiesen, so die Kernaussage der Sendung, dass das Bild ein Gemälde ist. Das war aber irreführend, denn Professor Fanti zweifelte selber daran, dass das Bild gemalt wurde.

    Die gefundenen Farben bzw. Hinweise auf Farbpikmente, könnten „von einem mittelalterlichen Maler hinzugefügt worden sein“, so Fanti. Er stellt selber klar, „dass ich der Idee, das Bild könnte übernatürlichen Ursprungs sein, positiv gegenüberstehe.“ Weiter stellte er deutlich fest, dass das extrem fein gewebte Gewebe leere Zwischenräume zwischen den winzigen Fäden habe. Es sind keine Farbverlaufspuren in den Gewebe-Zwischenräumen zu sehen. Nur einen Tag nach der “ZDF-Untersuchung” betonte Fanti bei einem Vortrag in Padua erneut, dass das Tuch „nicht von Menschenhand“ gemacht worden ist.

    Diese Aussagen ihres Hauptuntersuchers vom 25. Januar 2007 verschweigt das ZDF komplett. Ebenso, dass Schwester Blandina anregte, die rein visuell entdeckten mutmaßlichen Farbpigmente naturwissenschaftlich zu analysieren. Es folgten eine Reihe böser und kritischer Briefe an das ZDF. Der Kunsthistoriker Professor Pfeiffer beispielsweise schrieb Dr. Helmut Pflüger, der am 27. April 2007 in einem umfangreichen Leserbrief die ZDF-Sendung kritisierte, am 8. Mai 2007:

    Es ist noch schlimmer als Sie denken, das ZDF hat Professor Fanti Dinge in den Mund gelegt, die er nie gesagt hat. (…)

    Von Malerei hat er nie gesprochen und hält das Christusbild eindeutig für ein acheiropíetos (nicht von Menschenhand, Anm. LAF). (…)Unglücklicherweise hat er von ,Pigmenten’ gesprochen und meinte damit jeden mikroskopisch kleinen Partikel, der auf den Fäden zu finden ist. Niemand vom Fernsehen, der beim Minikongress in Manoppello dabei war, verstand genügend Italienisch.

    So konnten kühn falsche Behauptungen aufgestellt und falsche Schlussfolgerungen gezogen werden.

    Pfeiffer, der unter anderem als Berater für die “Päpstliche Kommission für die Kulturgüter der Kirche” tätig ist, war mit seiner Kritik damals nicht allein.

    Am 30. April 2007 wurde das Bild erneut umfassend untersucht. Da war die Dokumentation des ZDF natürlich längst abgedreht und gesendet worden. Sie bestätigten jedoch die ersten Analysen über die unklare “Natur” des Tuches von Manoppello.

    Weitere Untersuchen

    Durchgeführt hatte die zweite Untersuchung der Chemiker Professor Pietro Baraldi von der Universität Modena. Unter anderem mit einem „Raman“-Mikroskop für spektroskopische Untersuchungen der Tuchoberflächen. Damit können Material- und Substanzanalysen anhand der vorkommenden Moleküle ermittelt werden. Das Ergebnis, das zum Beispiel auf antlitz-chrtisti.de und in dem Magazin „Veronica“ (Nr. 1/2008) veröffentlicht wurde, war diesmal, dass überhaupt keine bekannten Farbsubstanzen nachzuweisen sind. Das Spektrum zeigte nur Eiweiß an, da Muschelseide selber aus Eiweiß besteht.

    Entweder sind die Farben im Laufe der Jahrhunderte „verschwunden“ (verblasst), so Professor Baraldi abschließend, oder sie liegen „unterhalb des für seine Identifizierung mit dieser Technik notwendigen Minimums“. Das Bild bleibt also auch der irreführenden und unvollständigen Dokumentation des ZDF von Ostern 2007 bisher ein Rätsel. „Es handelt sich um ein anderes, bisher nicht geklärtes Phänomen“, notierte Schwester Blandina am 30. April 2007 nach den neuen Untersuchungen in ihr Tagebuch.

    Erstaunliches wurde aber über das Material selber dabei herausgefunden. Üblicherweise wird angenommen, dass es aus extrem feiner und dünner Muschelseide besteht, wie es auch der Name “Muschelseidentuch” besagt. Die Analysen zeigten allerdings, dass das Gewebe noch erheblich feiner war, als man bisher dachte (“Heritage”, Nr.  1/2018, 25. Oktober 2018). Fäden aus Muschelseite sind etwa 0,2 bis 0,3 Millimeter stark, doch das Material des Schleiers von Manoppello wie eine durchschnittlich Stärke von nur 0,12 Millimeter auf.

    Zum Vergleich: Ein menschliches Haar ist im Durchschnitt 0,05 bis 0,08 Millimeter stark.

    Dass die Reliquie von Manoppello eine fromme Fälschung und damit gemalt wurde, ist reine Spekulationen. Es könnte sein, der Beweis steht aber noch aus. Es ist gleichzeitig aber ebenso spekulativ, dass es 2.000 Jahre als ist und von Jesus stammt!

    Euer Jäger des Phantastischen

    Lars A. Fischinger

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    Wie genau ist die C14-Datierung? Wissenschaftler weisen zum Teil erhebliche Abweichungen bei Radiokarbondatierungen nach

    Wie genau ist die C14-Datierung? Wissenschaftler weisen Abweichungen der Radiokarbondatierungen nach - die erheblich sein können (Bilder: PixaBay/gemeinfrei/Fischinger / Montage: Fischinger-Online)
    Wie genau ist die C14-Datierung? Wissenschaftler weisen Abweichungen der Radiokarbondatierungen nach – die erheblich sein können (Bilder: PixaBay/gemeinfrei/Fischinger / Montage: Fischinger-Online)

    Die Radiokarbondatierung, auch C14-Datierung genannt, ist eine “Allzweckwaffe” für all jene, die das Alter von organischen Material bestimmen wollen. Vor allem sind das natürlich Archäologen, die mittels C14-Analysen von kohlenstoffhaltigen Funden wie Holz oder Knochen deren Alter ermitteln. Wie alle Datierungen hat aber auch C14 seine Fehler und Grenzen. Und diese sind in der Wissenschaft durchaus bekannt. Doch wie stark Radiokarbondatierungen von archäologischen Funden von anderen zeitlichen Einordnungen abweichen können, zeigt jetzt ein neue Studie. Und diese Abweichungen haben durchaus einen großen Einfluss auf die Geschichtsschreibung der frühen Hochkulturen, wie Ihr in diesem Beitrag erfahrt.


    Die Radiokarbondatierungen (C14)

    Archäologen bedienen sich bei ihrer Arbeit verschiedensten Methoden, um einen Fund oder ein Artefakt in einen zeitlichen Rahmen einzuordnen. Neben dem jeweiligen Fundkontext sind das unter anderem auch schriftliche Zeugnisse und Aufzeichnungen aus der Vergangenheit.

    Zu diesen Methoden kam rund 70 Jahren die Naturwissenschaft mit der Radiokarbondatierung, die man allgemein auch C14-Datierung nennt. Entwickelt wurde sie schon 1946 von dem Chemiker und Physiker Willard Libby in den USA, der dafür 14 Jahren den Nobelpreis für Chemie bekam. Seit dem ist die C14-Datierung eine „Allzweckwaffe“ der Archäologie und anderer Untersuchungen.

    Mit dieser Datierungsmethode wird der radioaktive Zerfall der C14-Atome in kohlenstoffhaltigen Material gemessen. Vor allem natürlich in organischen Material wie Holz oder Holzkohle, Knochen oder Pflanzenresten. Diese neben zu Lebzeiten das natürlich zerfallende C14 aus der Atmosphäre auf und reichen es so immer wieder neu an. Sterben diese, endet auch die natürliche Aufnahme und damit die Erneuerung von C14 des Organismus. Es zerfällt immer weiter innerhalb des Materials bzw. der Lebewesen, was mittels der Radiokarbondatierung gemessen werden kann.

    Die bekannte „Halbwertzeit“ beträgt im Fall von C14 exakt 5.730 Jahre (+/- 40 Jahre). Zum Vergleich: Das Iod 131-Isotop hat eine Halbwertzeit von nur 8 Tagen – Tellur 128 benötigt unfassbare 7 Quadrillionen Jahre. Weit länger als das Universum überhaupt alt ist …

    Anhand der Bestimmung des C14-Zerfalls einer Probe kann so der Forscher im Labor bestimmen, wann die natürliche C14-Aufnahme dieser stoppte. Also, wann das „Objekt“ gestorben ist. Entdeckt irgendwo auf der Welt ein emsiger Archäologe menschliche Überreste in einem Grab, kann so anhand der Knochen das Alter dieser Reste ermittelt werden.

    Vorausgesetzt, dass die organische Probe sachgemäß gewonnen, verpackt und analysiert wurde. Das heißt, dass sie nicht im Nachhinein durch äußere Einflüsse kontaminiert wurde.

    Allzweckwaffe C14-Datierung

    Denn das ist immer wieder ein Kritikpunkt bei der längst bewährten C14-Datierung. Nicht nur dann, wenn ein ermitteltes Alter eines Objektes nicht den Erwartungen entspricht. Das Grabtuch von Turin, das viele Menschen für das Leichentuch Jesus Christus halten, ist dabei wohl das bekannteste Beispiel. Auch diese heilige Reliquie wurde 1988 mittels C14 datiert.

    Heraus kam nach der Analyse der Proben, dass das Turiner Grabtuch im Mittelalter entstanden sein muss. Also ist es zumindest nach dieser Datierung eindeutig eine Fälschung. Für viele Gläubige und Grabtuch-Forscher ein Schock. Sie vermuten – nicht ganz zu Unrecht – eine Kontaminierung der Proben, weshalb die Diskussion um das Leichentuch Christi bis heute hitzig geführt wird (s. a. HIER, HIER , HIER & Video HIER).

    Natürlich zweifeln verschiedene Seiten immer wieder an der Genauigkeit der C14-Analysen. Aus den unterschiedlichsten Gründen und nicht nur aus religiösen Motiven, wie beim Turiner Grabtuch. Vielfach wird diese wissenschaftliche Methode sogar komplett abgelehnt. Und zwar wird sie vor allem in der Grenzwissenschaft oder „alternativen Geschichtsschreibung“ gerne „verteufelt“.

    Natürlich nicht immer und grundsätzlich, doch lässt sich diese Ablehnung nicht selten erkennen. Dabei ist der Kern der Kritik von dieser Seite praktisch immer gleich. Gräbt ein Archäologe irgendwo nahe, bei oder sogar direkt unter einer uralten Stätte ein mittels C14 datierbares Objekt aus, sagt deren Alter nichts über das „wahre Alter“ der jeweiligen Stätte. So das Hauptargument der Kritik innerhalb der „alternativen Historiker“.

    Bekannte Beispiele sind die Pyramiden von Gizeh (die bereits mehrfach mittels C14 datiert wurden), die Ruinenstätte von Tiahuanaco und Puma Punku in Bolivien, Stonehenge und andere Anlagen der Megalithkultur, Baalbek im Libanon oder auch Bauten der Inka in Peru.

    Bei den Ruinen von Göbekli Tepe in Anatolien hingegen, die ganz offiziell mit C14 auf ein sensationelles Alter bis zu 12.600 Jahren datiert wurden, wird die Radiokarbonmethode akzeptiert …

    Schwankungen der Radiokarbondatierung

    Bis ins Unendliche funktioniert die C14-Datierung letztlich aber auch nicht. Zeitlich lässt sie sich im Bereich zwischen 300 und rund 60.000 Jahren nutzen. Mit unterschiedlicher Genauigkeit. Vereinfacht gesagt, wird diese Methode mit zunehmenden Alter der datierten Proben ungenauer. Bei einem beprobten Fundstück, dass mehrere Zehntausend Jahre alt ist, ist allerdings eine Abweichung von angenommen 1.000 Jahren zum wahren Alter unerheblich.

    Mehr oder weniger, denn ob vor 41.000 Jahren ein Feuer in einer Höhle in Süddeutschland brannte, oder sich hier „erst“ vor 40.000 Jahren jemand wärmte, wird die Geschichtsschreibung nicht sonderlich ändern.

    Ganz anders sieht es auf, wenn man nur einige Jahrtausende in die Vergangenheit schaut. Etwa zu den ersten großen Zivilisationen der Menschheit am Nil oder in Mesopotamien. Eine Abweichung von nur 50 Jahren kann hier ganz erhebliche Konsequenzen für die Geschichtsschreibung, Altertumsforschung und Archäologie haben!

    Mit der Radiokarbondatierung festgestellte Altersangaben können etwa einer alten aufgezeichneten Chronologie widersprechen. Ob ein Pharao in Ägypten vor 3.000 Jahren 50 Jahre früher oder später lebte und regiert, macht einen deutlichen Unterschied.

    Um eine möglichst genaue Datierung sicherzustellen, bedienen sich Archäologen und Naturwissenschaftler auch verschiedener Methoden der „Kalibrierung“. Zumal auch der natürliche Anteil von C14 in der Erdatmosphäre Schwankungen unterliegt. Abhängig von der kosmische Strahlung, die unseren Planeten permanent aus dem All trifft. Probates Mittel ist für die Forscher unter anderem die Dendrochronologie, also die bekannte „Baumringdatierung“. Wissenschaftler nutzen dazu verschiedene standardisierte Jahresringtabellen und Vergleichskurven, die in unterschiedlichen Regionen der Erde durch die Jahresringe von Bäumen erstellt wurde.

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    Wie exakt die Datierung auch mit Hilfe der C14-Kalibrieurng letztlich ist, weiß niemand ganz genau. Abweichungen und Unsicherheiten sind immer Teil der Analysen und werden auch immer in den Untersuchungsberichten der entsprechenden Proben benannt.

    Wissenschaftler um den Archäologen Professor Sturt W. Manning von der Cornell University in Ithaca veröffentlichten kürzlich genau zu diesem Problem in „Science Advances“ (18. März 2020) eine neue Studie. Sie kommen zu dem eindeutigen Ergebnis, dass es zum Teil signifikante Abweichungen in den C14-Datierungen und entsprechenden Abgleichungen gibt.

    Je nach Region auf der Nordhalbkugel, die mit derselben „Baumring-Kalibrierung“ vorgenommen wurden. Altersbestimmungen in Zentraleuropa unterscheiden sich mit dieser Methode deutlich von jenen, die im Mittelmeerraum oder Ägypten vorgenommen wurden, so die Forscher. Radiokarbondatierungen widersprechen auch häufig dem Alter, das entsprechende Artefakte nach historischen Aufzeichnungen oder Dokumenten haben müssten. Archäologe Manning:

    Eine einzige Kalibrierungskurve für die nördliche Hemisphäre bildet seit fünf Jahrzehnten die Grundlage für die Radiokarbondatierung in Europa und im Mittelmeerraum und legt den Zeitrahmen für die Vorgeschichte fest. In dem Maße, wie die Messgenauigkeit zunimmt, wachsen auch die Hinweise für kleine, aber substanzielle regionale (teilweise wachsende) Abweichungen in den Radiokarbondaten des gleichen Jahres.

    Die Altersbestimmung zu korrigieren, könnte daher auch unsere Sicht der Geschichte verändern und das Wissen darüber, welche Gruppen wann dazu beitrugen, die klassischen Zivilisationen zu prägen.“

    Manning und sein Team untersuchten für ihre Studie unter anderem Holz aus Norditalien, Deutschland und Zentralanatolien, das aus dem 1. und  2. Jahrhundert vor Christus stammt, sowie andere Proben. Schon dabei zeigten sich Abweichungen in der Datierung von bis zu 31 Jahren in Baumringen aus ein und demselben Jahr. „Dieses wiederkehrende Phänomen untergräbt die Relevanz der C14-Kalibrierungskurve mittlerer Breite für die Chronologie im Mittelmeerraum“, so die Forscher in ihrer Studie.

    Radiokarbondatierungen schreiben die Geschichte um

    In ihrer Untersuchung verweisen die Autoren darauf, dass eben nicht nur der natürliche C14-Gehalt der Atmosphäre und damit auch dessen Aufnahme von lebenden Organismen schwankt, sondern auch die Vegetation. Im Bereich des Mittelmeeres, und damit der frühen Kulturen, liegt der Pflanzenwachstum eher im milden Winter und Herbst. In Zentraleuropa im Frühling und Sommer. Dieser Unterschied verfälsche auch den bisher angewandten C14-Dantierungsabgleich durch die Jahresringe von Bäumen, sind sich die Forscher sicher.

    Das Team um Manning datierte unter Berücksichtigung der erkannten Fehlerquote auch den Vulkanausbruch auf der Insel Thera (Santorin) neu. Diese kleine Mittelmeerinsel wurde einst von einem gewaltigen Vulkan in weiten Teilen vernichtet, was vor Jahrtausenden erhebliche Auswirkungen auf die dortige und gesamte Kultur des Mittelmeeres hatte. Nicht wenige glauben, dass diese Vernichtung als Vorlage für den Mythos von Atlantis des Platon diente.

    Archäologische Grabungen datierten den Untergang von Thera bisher auf ca. 1500 vor Christus. Die jetzige C14-Datierung durch Manning weicht davon erheblich ab, und datiert diese Katastrophe auf 1649 bis 1617 vor Christus. 150 Jahre Abweichung sind für den Untergang einer ganzen Zivilisation im Mittelmeer gewaltig.

    Bei der Altersbestimmung des legendären Pharao Tutanchamun sieht es nicht für Manning und seine Kollegen nicht viel anders aus. Auch hier kommen sie anhand von 6 Proben zu anderen Daten als die klassische Archäologie durch die Chronologie Ägyptens und früherer C14-Messungen. Zum Beispiel auf eine Bestattung vor 3117 (+/- 12 Jahre) vor Christus. Ägyptologen datieren seinen Tod bisher um das Jahr 1323 vor Christus.

    Radiokarbondatierungen aus dem Grab des Tutanchamun stimmten bisher nicht immer mit der historischen Geschichtsschreibung überein. Und Abweichungen von Jahrzehnten wiegen nachvollziehbarer Weise in diesem Zusammenhang überaus schwer.

    Euer Jäger des Phantastischen

    Lars A. Fischinger

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    Die Madonna von Guadalupe: Gerüchte und wilde Spekulationen um die Tilma von Guadalupe (Artikel)

    Die Madonna von Guadalupe: Gerüchte und wilde Spekulationen um die Tilma von Guadalupe (Bild: Fischinger-Online)
    Die Madonna von Guadalupe: Gerüchte und wilde Spekulationen um die Tilma von Guadalupe (Bild: Fischinger-Online)

    Im Dezember 1531 soll es im heutigen Mexiko-City zu einer Reihe von Marienerscheinungen gekommen sein, die der Azteke Juan Diego dort erlebte. Höhepunkt war ein ein Wunder – das Wunder von Guadalupe. Vor den Augen einer Reihe von Zeugen soll sich farbiges Bildnis der Jungfrau Maria auf einem Kleidungsstück des Diego aus dem Nichts gebildet haben: Die heute als Tilma von Guadalupe verehrte Reliquie in dem gleichnamigen Wallfahrtsort in Mexiko. Die größte ihrer Art weltweit. Für Gläubige ein Wunder des Himmels, zu dem Millionen Menschen pilgern. Doch es gab schon im 16. Jahrhundert Kritiken und mehr Gerüchte über die Tilma von Guadalupe, als je zuvor. Was genau es damit auf sich hat und welche frommen Spekulationen dazu seit Jahren kursieren, erfahrt Ihr in diesem Blog-Artikel.


    Das Wunder von Guadalupe 1531

    Im Jahre 1531 soll mitten im heutigen Mexiko-City ein Wunder geschehen sein: Mehrfach begegnete der Indio Juan Diego auf einem kleinen Hügel einer rätselhaften Erscheinung, die „vom Himmel“ kam. Die Frauengestalt sprach mit ihm, erteilte ihm Botschaften bzw. Aufträge, die er unter anderem dem damaligen Bischof überbringen sollte. Letztlich kündigte die Erscheinung ein großes Wunder an. „Damit alle glauben“.

    Vorgestellt hatte sich die schöne Dame vom Himmel als Mutter Maria – die Gottesmutter.

    Dieses angekündigte Wunder zum Abschluss der Marienerscheinungen von Guadalupe, wie die Ereignisse heute bekannt sind, war ein plötzlich erscheinendes Bild der Jungfrau Maria auf dem Umhang des Diego. Vor den Augen des Bischofs Juan de Zumárraga und anderer Anwesenden „manifestierte“ sich diese Abbildung auf der sogenannten „Tima“ (eine Art Poncho der Azteken) des Juan Diego. Zumárraga, 1531 der erste Bischof von Mexiko-City, dem damaligen Tenochtitlan, der Hauptstadt der Azteken, war durch dieses Wunder überzeugt. Hier wirkte wirklich die Mutter Gottes, war er sich sicher.

    In dem Text „Nican Mopohua“ (1540 – 1550), dem Urtext zu den Ereignissen von Guadalupe, heißt es zu diesem Höhepunkt der Erscheinungen:

    Und als der regierende Bischof es sah, und alle die dort waren, knieten sie nieder, bewunderten sie es sehr, sie standen auf, um es zu sehen, sie waren traurig, sie betrübten sich, das Herz, die Gedanken erstaunt.

    Und der regierende Bischof bat ihn mit Weinen, in Betrübnis, er begehrte von ihm Verzeihung, dass er nicht gleich ihren Willen, ihren ehrwürdigen Hauch, ihr ehrwürdiges Wort ausgeführt hatte.“ (Verse 185-187)

    In den Folgejahren wurde der Ort der Marienerscheinungen immer weiter ausgebaut und mit Kapellen und Kirchen versehen. Heute ist dieser Hügel mit dem Namen Tepeyac in Mexico-City die größte Wallfahrtsstätte der Welt – Guadalupe. Und die wundersamen Erscheinungen der Madonna sind als „Unsere Liebe Frau von Guadalupe“ unter Gläubigen weltweit bekannt. Genauer gesagt ist ihr Abbild darunter bekannt. Denn das Bild der Mutter Gottes, das 1531 durch ein himmlisches Zeichen oder Wunder auf der Tilma des Juan Diego erschien, wird dort bis auf den heutigen Tag verehrt.

    Herkunft? Der Himmel!

    Mehr als 20 Millionen(!) Pilger reisen jedes Jahr nach Guadalupe, um das 142,24 Zentimeter hohe Bildnis der Madonna zu sehen und dort zu beten. Ein sogenanntes „Gnadenbild“ der Katholischen Kirche, das sich von allen anderen in der Welt enorm unterscheidet.

    Zu einem durch die angebliche Herkunft von Gott, dem Himmel oder eben durch die Mutter Gottes selbst. Durch ihre überirdische – göttliche – Macht hat sie bewirkt, dass das Bildnis auf der Tilma erschien. Inklusive einer Vorankündigung.

    Dann unterscheidet es sich vor allem dadurch, dass die genaue Herkunft der Tilma lückenlos bis heute dokumentiert ist (sofern nicht längst heimlich durch eine Kopie ausgetauscht): Erschienen am 12. Dezember 1531 im Bischofssitz von Mexiko-Stadt, von dort kam sie später in eine erste dafür erbaute Kapelle auf dem Tepeyac und 1709 in die erste Basilika. Seit 1976 befindet sich das Abbild in der neu errichteten Basilika von Guadalupe. Eine der größten Kirchen der Welt, in der 40.000 Menschen (stehend) Platz haben! Das unterstreicht sehr deutlich den Stellenwert der Madonna von Guadalupe in der Kirche.

    Nicht weniger wie die Tatsache, dass Papst Johannes Paul II. zwischen 1979 und 2002 fünfmal den Wallfahrtort besuchte. Mit den Worten „sei gegrüßt, du Mutter Lateinamerikas“, eröffnete Johannes Paul II. am 27. Januar 1979 seine Rede an der Wallfahrtsstätte. Dabei sprach er von einem „entscheidenden Einfluss auf das christliche Leben des mexikanischen Volkes“, den die Marienerscheinungen und das Wunder von Guadalupe ausgeübt hätten.

    Die im 16. Jahrhundert auf 167,64 mal 94,15 Zentimeter zugeschnittene Tilma unterscheidet sich letztlich auch von ihrer „Machart“ her von allen anderen Reliquien dieser Art. Man denke hier an das Grabtuch von Turin, den Schleier von Manoppello oder auch das Schweißtuch von Oviedo. Oder auch an die unzähligen angeblichen Abbildungen der Mutter Gottes oder Jesus, die überall auf der Welt immer wieder entdeckt werden. Denn was man auf dem Tuch sieht, ist eindeutig. Hier gibt es keinen Spielraum für Interpretationen. Zu sehen ist klar und deutlich die Madonna in prachtvollen Farben.

    Azteken “sind keine Menschen”

    Die Bedeutung der Madonna von Guadalupe und ihres Heiligtums in Mexiko-City innerhalb der katholischen Kirche kann man nicht deutlich genug unterstreichen. Selbst der Umstand, dass nach dem Wunder rund zehn Millionen Azteken zum Christentum übertraten, wird mit diesen Erscheinungen in Verbindung gebracht. Die spanische Eroberung und die Zerschlagung des Aztekenreiches durch die Spanier waren zu diesem Zeitpunkt erst genau zehn Jahre her.

    Hierzu muss man sagen: Die spanischen Eroberer, die Konquistadores unter Hernán Cortés, wüteten bei der Eroberung Mexikos und der Vernichtung des Aztekenreiches im ganzen Land. Raub, Vergewaltigung, Mord, Zerstörung und Plünderung der Heiligtümer waren an der Tagesordnung. Die Gier nach Gold war ihr Antrieb. Sogar Cortés selber wurde wegen zweifachen Mordes 1528 angeklagt und musste nach Spanien zurück, um sich vor Kaiser Karl V. zu verteidigen – wurde aber freigesprochen.

    Cortés selber sah in den Indios keine Menschen, sondern Tiere ohne Seele. So könne man die Bewohner Mittelamerikas eben auch so behandeln. Dies sei, so heißt es immer wieder, der Grund warum so viele Azteken mehr oder weniger freiwillig Christen wurden. Jedoch hat der damalige Papst Paul III. bereits versucht dem Treiben Einhalt zu gebieten. Er erließ am 12. Juni 1537 die Bulle „Sublimis Deus“. Eine offizielle päpstliche Erklärung, in der der Papst deutlich machte, dass die Indios sehr wohl vernunftbegabte Menschen mit Seele sind.

    Heute unvorstellbar. Nun könnte man meinen, dass für die Katholische Kirche das Abbild der Jungfrau Maria auf der Tilma eben eines Azteken gerade zur rechten Zeit kam. Im Prinzip stimmt das auch. Doch auch das sorgte für Streit. Alonso de Montufar, der Zumárraga als Bischof in Mexiko-City folgte, hielt als erster eine Predigt unter der Tilma – um sogleich harsche Kritik anderer Christen auf sich zu ziehen. Der aus Europa auch in Mexiko angekommene Protestantismus sprach von Götzendienst. Die Anbetung von Bildern und anderen Objekten dieser Art war nichts als Teufelsanbetung. Eben ein heidnisches Treiben, wie bei den Azteken mit ihren Götzen.

    Streit um die Tilma von Guadalupe

    Angesichts des dadurch um sich greifenden Streites ist es fraglich, aus welchen Gründen genau Millionen „Heiden“ zum Christentum übertraten. Für Protestanten blieben sie Götzendiener …

    Natürlich ist neben den Marienerscheinungen auch das Abbild auf der Tilma selbst bis heute umstritten. Innerhalb des Christentums genauso wie bei den Skeptikern. Während die einen sagen, dass sind Wunder Gottes und des Himmels, lehnen andere Christen die Verehrung von solchen Reliquien und den Kult um die Jungfrau Maria bis heute rund weg ab. Dass in der Vatikanischen Krypta unter dem Petersdom, dort, wo die Päpste ihre letzte Ruhe finden, auch nur ein Bild – und zwar das von der Madonna von Guadalupe in einer Altarnische – hängt, macht die Sache nicht besser.

    Andere Kritiker aus dem nicht religiösen Bereich sehen das alles noch weitaus fragwürdiger. Das Bild der Madonna sei nichts als ein Gemälde und damit ein Fake der Kirche. Vielleicht strategisch angefertigt, damit die Azteken konvertieren. Juan Diego selber als Auserwählter der „vollkommenen heilige Jungfrau Maria, die Mutter des einzigwahren Gottes“, wie sie sich ihm laut „Nican Mopohua“ (Vers 26) unter anderem vorstellte, habe auch nie existiert. So die nüchternen Zweifler.

    Dass Johannes Paul II. Diego am 31. Juli 2002 Heilig sprach, ist dabei Öl im Feuer der Kirchenkritiker. Nicht minder wie der Umstand, dass die Katholische Kirche Guadalupe und all die Wunder natürlich als eben solche längst anerkannt hat.

    Die Ereignisse von 1531 bis heute rund um diese Marienerscheinungen sind sehr vielschichtig. Auch diesem Blog habe ich mehrfach in Artikeln darüber berichtet. Ebenso in meinem Buch „Das Wunder von Guadalupe“ (2007), in dem sämtliche Details umfangreich dargelegt wurden.

    Trotz aller Skepsis und obwohl niemand beweisen kann, dass hier „der Himmel“ am Werk war, verleiten Objekte dieser Art viele Menschen zu Spekulationen. Und das schließt ausdrücklich die Gläubigen mit ein. Gerade bei Reliquien aller Art werden immer wieder und sehr gerne die verschiedensten Querverbindungen gezogen. Ergänzt mit dem Glauben, dass solche Objekte der Verehrung Wunder bewirken können. Bei der Madonna von Guadalupe war und ist das nicht anders, wie ich es im oben genannten Buch aufzeige.

    Die himmlische Frau und der Drache

    Doch die „Liebe Frau von Guadalupe“ soll auch in direkten Zusammenhang mit der Apokalypse des Johannes stehen. Jenem rätselhaften letzten Buch der Bibel, in dem wir unter der Überschrift „Vision von der Frau und dem Drachen“ folgendes lesen:

    Und ein großes Zeichen erschien im Himmel: ein Weib, mit der Sonne bekleidet, und der Mond unter ihren Füßen, und auf ihrem Haupte eine Krone mit zwölf Sternen. Und sie war schwanger und schrie in Wehen und Schmerzen der Geburt.“ (12,1-2)

    Diese „Vision“ aus der Offenbarung wird hin und wieder mit der Madonna auf der Tilma von Guadalupe verglichen. (Übrigens auch mit diversen „Prophezeiungen“ vom Ende der Welt und diversen Sternenkonstellationen…)

    Warum?

    Die vermeintliche „Vision“ der Offenbarung spricht von einer im Licht der Sonne gekleideten Frau, unter deren Füßen sich der Mond befindet. Das stimmt mit der Tilma und den Erscheinungen des Juan Diego auf dem Tepeyac durchaus überein. Bedenken muss man aber, dass die Mondsichel auf der Tilma auch eine nachträgliche Malerei sein könnte. Es ist nicht ganz klar, ob die ursprüngliche Frauengestalt auf der Tilma tatsächlich auf einer Mondsichel stand. Untersuchungen zeigten, dass genau an dieser Stelle Farbe nachweisbar ist (an vielen anderen wiederum findet sich nichts dergleichen).

    Nicht ausgeschlossen ist aber auch, dass es Ausbesserungen sind. Zum Beispiel nachdem 1791 bei einem Unfall Salpetersäure über das Bild lief. Es ist ja nicht einmal klar wann genau und warum durch wen die Tilma im 16. Jahrhundert auf ihre heutigen Maße zugeschnitten wurde.

    Ein “schwangeres Bild”?

    Dennoch haben schon die Gläubigen im 16. Jahrhundert diese biblischen Verse auf die Erscheinungen der Gottesmutter in Guadalupe übertragen. Doch es gibt einen klaren Unterschied zwischen biblischer Überlieferung und der Tilma-Abbildung. Die Bibel spricht von einer schwangeren Frau, ja, sie berichtet sogar, dass die himmlische Dame in den Wehen liegen würde. Betrachten wir uns die prachtvolle Madonna auf der Tilma in Guadalupe, so ist von einer Schwangerschaft eindeutig nichts zu sehen.

    Etwas ganz anderes besagen dazu aber fromme Gerüchte, die seit Jahren im Internet kursieren. Denn schon vor über 20 Jahren soll bei der Tilma eine neuerliche und sensationelle Entdeckung gemacht worden sein. Forschungen sollen laut der bis heute online kursierenden Meldung bewiesen haben, dass die Madonna auf der Tilma schwanger ist.

    Hier die Meldung im Wortlaut, die auf verschiedenen Webseiten im Internet noch immer zu finden ist:

    Maria in Erwartung

    Die Jungfrau von Guadalupe hat jene sieben typischen schwarzen Schleifen über ihren Schoss, die alle Azteken sofort zu deuten wussten: Diese Frau ist in Erwartung. Um das zu bestätigen, wurde 1991 die mexikanische Bischofskonferenz gebeten, ein Phonogramm, eine Geburtshilfeuntersuchung zur Aufzeichnung der Herztöne eines Ungeborenen, am Bild vorzunehmen zu lassen. 1995 machte P. Maria Rojas, Professor der Päpstlichen Universität Mexikos, daraufhin mit Hilfe der Herztonuntersuchung die unglaubliche Entdeckung: auf dem Bild waren im Bereich des Schoßes Mariens eindeutig Herztöne hörbar. Zudem zeigten Videoaufnahmen des Regisseurs John Bird an derselben Stelle Bewegungen wie bei einer Frau im letzten Schwangerschaftsstadium.

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    Nach dieser revolutionierenden Entdeckung untersuchte der bekannte Gynäkologe Dr. Carlos Fernandez del Castilo im Auftrag von Professor Rojas erneut das Bild der Tilma. Dabei konnte er in einem abschließenden Gutachten die bereits vorliegenden Befunde bestätigen. Demnach erwartet die Frau auf dem Guadalupebild eindeutig ein Kind, das mit dem Kopf nach unten in so genannter linker Position in ihrem Schoß liegt. Der Arzt schließt seinen Bericht mit dem Hinweis, dass es sich um eine normale, gesunde Schwangerschaft handelt und die Geburt des Kindes nahe bevorsteht.“

    Ohne Frage klingt die Aussage dieser Meldung nach einer Sensation. Ein Tilma-Bild, auf dem die Bewegung eines Ungeborenen nachweisbar ist, ist fraglos mehr als nur spektakulär.

    Die Herzschläge von Jesus

    Damit nicht genug, denn spätestens am 27. Februar 2016 verschärfte die „The American Society of the Defense of Tradition, Family an Property“ dieses Gerücht. In einem Artikel für die Gesellschaft schrieb Norman Fulkerson unter anderem:

    Die schwarze Schärpe mit Schleife, die sie (die Madonna auf der Tilma, Anm. LAF) um die Taille trägt, war unter aztekischen Frauen üblich, um anzuzeigen, dass sie ein Kind erwartet. Diese Tatsache wurde auf wundersame Weise von Carlos Fernandez del Castillo, einem führenden mexikanischen Gynäkologen, bestätigt. Nachdem er das Bild untersucht hatte, beschloss er, ein Stethoskop direkt unter der Schärpe zu platzieren. Er war erstaunt, die rhythmische Herzfrequenz von 115 Schlägen pro Minute zu hören. Die gleiche wie die eines Babys im Mutterleib.“

    Herztöne eines Ungeborenen aus dem Leib eines Frauenbildes? Wenn das nicht spektakulär ist, was dann?

    Die einschlägige Tilma-Literatur indes schweigt sich über diese Berichte weitestgehend aus. Eine Ausnahme ist der Geistliche Johannes Dieter Becker, der diese 2014 in seinem Buch „Das Lied von Guadalupe“ beiläufig erwähnt. Nach Becker, der unter dem glühenden Marienverherer Papst Johannes Paul II. Kaplan war, seien diese Entdeckungen an der Tilma 1995 gemacht worden. Eine exakte Quelle benennt der Träger des Deutschen Bundesverdienstkreuzes und von Papst Benedikt XVI. 2008 sogar zum „Apostolischen Protonatar“ ernannte Becker nicht. Er schreibt lediglich:

    Forscher der Universität Mexiko untersuchten das Gnadenbild und sind sicher, Herztöne eines Ungeborenen im Bauchbereich der Jungfrau Maria zu vernehmen, sie ist schwanger: Geburt Jesu 25. Dezember!

    Filmaufnahmen des Wissenschaftlers Jon Bird sollen Bewegungen eines Ungeborenen auf dem Tilmabild zeigen und der Gynäkologe Dr. Carlos Fernandez del Castilo bestätigt die Entdeckung. Ist es ein Gerücht? – Abwarten!

    Fromme Märchen?

    War Becker als tief religiöser und erfolgreicher Kirchenmann einem Irrtum aufgesessen? Immerhin ist er offenkundig auch ein Verehrer der Madonna von Guadalupe, wie es eine Passage in seinem Buch deutlich macht. Darin schreibt er, dass er 1999 ein Benediktinerkloster in Santa Rosa, Brasilien, zu Ehren der Gottesmutter gründete. „Die Klosterkirche ist Unserer Frau von Guadalupe – Mutter Amerikas geweiht“, so Becker.

    Auch die Quelle des oben zitierten Artikels der „The American Society of the Defense of Tradition, Family an Property“ ist sehr zweifelhaft. Denn darin wird sich auf den Artikel „Miraculous Image of Our Lady of Guadalupe“ berufen, der am 2. April 2012 auf dem Blog „Infallible Catholic“ („Unfehlbarer Katholik“) erschien. Ohne Quellenangabe heißt es dort:

    Carlos Fernandez del Castillo, ein Gynäkologe, untersuchte das Bild und hat festgestellt, dass die gynäkologischen Messungen Unserer Lieben Frau (zeigten), dass sie schwanger ist. Vollkommen im Einklang mit dem Stadium der Schwangerschaft am 9. Dezember für Jesus Geburt am Weihnachtstag auftreten.

    Ein Stethoskop wurde unter dem schwarzen Band an der Taille Unserer Dame (ein Zeichen, dass sie schwanger ist) gelegt und man hörte rhythmische wiederholende Takte bei 115 Schlägen pro Minute. Die gleichen, wie die eines Baby im Mutterleib.“

    Zum genannten Datum 9. Dezember ist zu sagen, dass dies der Tag war, als Juan Diego 1531 zum ersten Mal auf dem Tepeyac der Erscheinung der Gottesmutter begegnet ist.

    “Wahrheit und Lüge”

    Solche religiösen Aussagen waren auch auf dem Blog „Infallible Catholic“ einem Priester namens Anthony Gerber zu viel. Zumindest nannte sich diese Person am 13. Dezember 2014 so, als sie den dortigen Artikel kommentierte. Hier seien „Wahrheit und Lüge“ vermischt worden, da niemals solche Herztöne durch ein Stethoskop nachgewiesen worden sind, so Gerber. Er selber habe mit Verantwortlichen bzw. nahen Beteiligten der Heiligsprechung des Juan Diego gesprochen, die solche Entdeckungen dementierten. Konkret nennt er Pater Eduardo Chavez, dem Postulator der Heiligsprechung von Juan Diego und Mitgründer sowie Dekan des „Instituts für Guadalupe-Studien“ („INTERLUPE“) und Ehrenkanon der Basilika von Guadalupe.

    Anonyme Folgekommentare warfen auf dem Blog dann wieder Gerber vor, er sei ganz einfach ein Ungläubiger. Dass er „diese wundersamen Tatsachen“ ignoriert, solle „Schande“ über ihn bringen, da sein Vorwurf der Unwahrheit eine „Todsünde“ sei.

    Abgesehen von der sicher nicht unberechtigten Frage, wie man auf die Idee kommt, mit einem Stethoskop ein Bild abzuhören, ist die Quellenlage also sehr fragwürdig. Mich erinnert das an eine Szene aus dem ersten Teil der erfolgreichen Kinokomödie „Ghostbusters“ von 1984, als einer der Geisterjäger mit eben genau so einem Stethoskop den Geräuschen eines Geistes in einem Tisch lauscht …

    Spätestens im Jahr 2000 verbreitete sich diese religiöse Sensationsmeldung im Internet. Eine – wenn nicht die – erste Verbreitung erfolgte um 2000 durch die Webseite der „Br.-Thomas-Apostolatsgemeinschaft“. Dahinter steckt ein „Bruder Johannes-Markus“, der seit 1998 selber ein Seher ist und Botschaften von Maria und Gott persönlich empfangen will. Auslöser war eine Pilgerreise nach Medjugorje in Bosnien und Herzegowina. Ebenfalls ein Ort von Marienerscheinungen, wie es von den Gläubigen heißt (s. auch HIER). Von diesem angeblichen Seher stammt die oben zitierte Meldung, die von dort aus viral unter den Gläubigen ging.

    Die Tilma schweigt

    Die Mystery-Autorin Gisela Ermel, die unter anderem 2002 ein Buch über die Tilma von Guadalupe veröffentlichte, schrieb in dem Magazin „Sagenhafte Zeiten“ (Nr. 5/2005) dazu, dass Bruder Johannes-Markus diese Erkenntnisse auch nur aus einer Sekundärquelle habe. Auf Nachfrage teilte er ihr mit, dass er „die Informationen aus einer Broschüre während eines ‚Bischöflichen Projekts‘ abgeschrieben (habe); wo und wann war nicht zu erfahren“, so Ermel. Und weiter:

    Auch Anfragen bei der für Forschung zuständigen Stelle der Basilika von Guadalupe und verschiedenen Forschungsgesellschaften wie INTERLUPE (Zentrum für Guadalupe-Studien in Mexico-City) ergaben nichts anderes. Nirgends hatte man von einer derartigen Entdeckung oder Beobachtung auch nur andeutungsweise gehört.

    Auffindbar ist jedoch der in der Meldung erwähnte Film von John Bird, der angeblich diese Beweise zeige. Dieser wurde für 65 Dollar im Rahmen einer Videoreihe in vier Teilen über Orte in Portugal, Spanien, Afrika, USA und Mexiko, die für Marienerscheinungen bekannt sind, vertrieben. Die Serie nennt sich „River of Light“ und wurde unter anderem in den USA von der „Mary´s Media Foundation“, New York, vertrieben. Die Foundation ist eine gemeinnützige Vereinigung, die es sich zu Aufgabe gemacht hat Informationen über die Jungfrau Maria zu verbreiten. Finanziell wird die Foundation von der katholischen Kirche getragen. Und im Rahmen dieser Videoreihe taucht tatsächlich auch der Film von Bird und der Tilma von Guadalupe auf. Enthalten im 4. Teil der Filmreihe.

    Doch der Film von Bird zeigt keinerlei Bewegung auf der Tilma; nicht die Spur einer schwangeren Maria und eines ungeborenen Jesus-Baby sind nachweisbar. John Bird selber bestätigt, dass er und auch keiner aus seinem Mitarbeiterteam jemals ein Ungeborenes bei ihren Filmarbeiten zur Tilma beobachtet haben. Ermel dazu schon 2005:

    Eine schriftliche Anfrage bei dem Regisseur John Bird ergab, dass er und sein Team etwas Derartiges weder beim Filmen noch beim Bearbeiten des Filmmaterials bemerkt hätten.“

    Für Ermel ist das erneut ein Beweis, „wie kritisch man mit derartigen Berichten umgehen muss“, wie sie ganz richtig schreibt.

    Ein Zeichen der Jungfrau von Guadalupe …

    Kritik und Skepsis sind aber in der Religion und beim Glauben sehr oft Mangelware. Da hilft auch nicht der geflügelte Ausspruch „Gottes Wege sind unergründlich“ etwas. Außer für die Gläubigen, natürlich.

    Das zeigte sich auch 2007. In seinem kritischen Buch „Belichtete Augen“ (2011) schreibt Bernd Stiegler über dieses angebliche Mysterium des Glaubens:

    Und der Gynäkologe Dr. Carlos Fernandez del Castillo kann schließlich sogar die Lage des Kindes identifizieren: Es liegt mit dem Kopf nach unten in linker Position. Und solche Bilder sind nicht ohne klare Botschaft: In den diversen Diskussionsforen zur Jungfrau von Guadalupe findet sich ein weiteres Dokument einer vermeintlichen visuellen Offenbarung, das nun einen Lichtreflex als Zeichen für den Schutz des ungeborenen Lebens deutet: Am 24 April 2007, just zu dem Zeitpunkt, als der Schwangerschaftsabbruch bis zur 12. Woche in Mexiko legalisiert wird, erblickten viele Pilger eine besondere Lichterscheinung auf dem Gnadenbild.“

    Wirklich eine Warnung des Himmels bzw. der Jungfrau von Guadalupe? Oder doch eben nur ein religiös umgedeuteter Lichtreflex, wie es auch Stiegler sieht? Weiter zitiert Stiegler dazu von einer heute nicht mehr erreichbaren Webseite:

    Ein Fotograf hat das Bild untersucht und festgestellt, dass das Licht, das einen Embryo im Mutterschoß zeigt, kein Reflex ist, sondern aus dem Bild selbst herauskommt.“

    Eine erstaunliche “Analyse”

    Diese „Analyse“ des Fotografen wäre schon eine erstaunliche Leistung. Denn besucht man die Basilika von Guadalupe mit der Tilma wird man sehr schnell feststellen, dass man das Objekt aus verschiedenen Gründen überhaupt nicht genau sehen geschweige denn fotografieren kann. Es hängt in luftiger Höhe über dem Altar, und die Besucher fahren auf Laufbändern hinter und unter dem Altar an dem Bild vorbei. So werden Staus durch den Andrang der Betenden und natürlich auch all jener vermieden, die es fotografieren wollen.

    Mit einem guten Objektiv im Inneren der Basilika ist aber das kein Problem. Dabei hängt das Abbildung natürlich nicht frei in seinem Rahmen, sondern ist hinter einer dicken Glasscheibe zum Schutz gesichert (am 14. November 1921 gab es einen Bombenanschlag auf die Tilma). Und was eignet sich besser für eine Lichtreflexion als (Panzer)glas? Und wie sieht ein derartiger Reflex eigentlich aus, dass man darin „einen Embryo im Mutterschoß“ erkennen kann, der „aus dem Bild selbst herauskommt“, wie es Stiegler zitiert?

    Somit scheint es sich abzuzeichnen, dass die Meldung eine Ente ist. Auch wenn sie noch immer auf unterschiedlichen Seiten im Internet zitiert wird.

    Bedenken muss man auch, dass in der Meldung davon die Rede ist, dass „die Geburt des Kindes nahe bevorsteht“. Angeblich ermittelt durch die Frequenz des Herzschlages. Schon ein flüchtiger Blick auf die kunstvolle Abbildung der „Königin des Himmels“ auf der Tilma zeigt, dass von einem „Babybauch“ nichts zu sehen ist.

    Ebenso ist vollkommen unklar, was der Bericht mit den „sieben typischen schwarzen Schleifen über ihren Schoß“ meint (mehr HIER). Diese finden sich nicht auf der Tilma. Zumindest ich zähle dort, direkt unter den Händen, nur fünf schwarze „Bänder“.

    Wie also sollten 1531 „alle Azteken sofort“ gewusst haben, dass dies ein Zeichen für die Schwangerschaft der abgebildeten Gottesmutter ist?

    Video zum Thema

    Das Wunder von Guadalupe - Vortrag von Lars A. Fischinger von 2009

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    Euer Jäger des Phantastischen

    Lars A. Fischinger

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    Das Turiner Grabtuch: Wissenschaftliches Bild-Archiv des “Leichentuch Jesus” online gestellt! +++ YouTube-Video +++

    Das Turiner Grabtuch: Wissenschaftliches Bild-Archiv des Leichentuch Jesus online gestellt! (Bild: ShroudPhotos.com)
    VIDEO: Das Turiner Grabtuch: Wissenschaftliches Bild-Archiv des “Leichentuch Jesus” online gestellt! (Bild: ShroudPhotos.com)

    Sogenannte Tuch-Reliquien gibt es in der katholischen Kirche einige. Doch die fraglos bekannteste ist das Turnier Grabtuch oder auch Leichentuch Jesus. Erstmals urkundlich erwähnt wurde das Grabtuch von Turin Mitte des 14. Jahrhundert in Frankreich und niemand weiß, ob es das Grabtuch von Jesus Christus ist. Vielmehr zeigten C14-Datierungen 1988, dass es um 1325 erst “entstanden” sein soll. Doch bei einer umfangreichen Untersuchung des Leichentuch Christi entstanden 1978 unzählige weitere Fotos und Aufnahmen der Ikone des Glaubens. Und genau diese Bilder der berühmten Untersuchungen des “Shroud of Turin Research Projekt” (STURP) sind nun endlich öffentlich für jedermann zugänglich gemacht worden. Alle Details und mehr dazu erfahrt Ihr in diesem YouTube-Video von Fischinger-Online.


    Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

    Sogenannte Tuch-Reliquien gibt es in der katholischen Kirche einige. Doch die fraglos bekannteste ist das Turnier Grabtuch oder auch Leichentuch Jesus. Erstmals urkundlich erwähnt wurde das Grabtuch von Turin Mitte des 14. Jahrhundert in Frankreich und niemand weiß, ob es das Grabtuch von Jesus ist. Vielmehr zeigten C14-Datierungen 1988, dass es um 1325 erst “entstanden” sein soll.

    Bis heute ein sehr umstrittenes Thema zwischen Glauben, Wissenschaft und Forschung! Für die einen der Beweis für Jesus und die Auferstehung – für die anderen nichts als Betrug.

    Erst ab 1898 wurde das Tuch zu einer Legende der Christenheit. Denn damals entstand das erste Foto des Turiner Grabtuchs, das als Negativ klar einen Mann auf dem Leinen zeigte. Doch bei einer umfangreichen Untersuchung des Leichentuch Christi entstanden 1978 unzählige weitere Fotos und Aufnahmen der Ikone des Glaubens.

    Und genau diese Bilder der berühmten Untersuchungen des “Shroud of Turin Research Projekt” (STURP) sind nun endlich öffentlich für jedermann zugänglich gemacht worden.

    Alle Details udn Hintergründe dazu erfahrt Ihr in diesem Video auf YouTube.

    Bleibt neugierig …

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