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Geheime Mondlandungen, Schüsse auf dem Mond und Atombomben gegen Alien-Basen: Seltsames aus der UFO-Forschung +++ Artikel +++

Geheime Mondlandungen, Schüsse auf dem Mond und Atombomben auf Alien-Basen: Seltsames aus der UFO-Forschung (Bilder: PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Geheime Mondlandungen, Schüsse auf dem Mond und Atombomben auf Alien-Basen: Seltsames aus der UFO-Forschung (Bilder: PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Geht es bei Verschwörungstheorien um den Mond, geht es fast ausschließlich um die Frage, ob 1969 die USA tatsächlich mit “Apollo 11” oder später auf dem Mond landeten. Daneben kursieren jedoch noch weit mehr “Verschwörungen” und Spekulationen rund um unseren Erdtrabanten. Diese reichen von geheimen Mond-Stationen und dortigen Alien-Basen bis zu verschwiegenen Raumfahrtprogrammen zum Mond. Über besonders sonderbare Aussagen in diese Richtung habe ich bereits 2010 in meinem Buch “Verbotene Geschichte” kurz berichtet. Nach diesen waren vor den Amerikanern bereits die Sowjets auf dem Mond, wo sie nicht nur auf außerirdische Basen gestoßen sein sollen. Denn das war nur der Anfang. Was in diesem Zusammenhang noch alles geschehen sein soll und was die genauen Hintergründe dieser Behauptungen im Detail sind, erfahrt Ihr in diesem Artikel.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Verschwörungen um den Mond

Vor genau 50 Jahren war die Welt im Mond- und Raumfahrtfieber.

Grund war natürlich die erste Mondlandung der NASA mit ihrer „Apollo 11“-Missionen 1969 sowie die zuvor erreichen Leistungen der USA und UdSSR in der Raumfahrt. Ob die Amerikaner wirklich auf dem Mond waren, bestreiten einige bis heute. Keiner der insgesamt 12 Astronauten der unterschiedlichen Missionen von „Apollo“, die offiziell den Mond betraten, war wirklich jemals dort. So ein durchaus weit verbreitete Annahme oder Verschwörungstheorie.

Doch andere Verschwörungstheorien gehen bei diesem Thema in eine vollkommen andere Richtung. Demnach seine die Amerikaner sehr wohl auf dem Mond gewesen und haben neben den offiziellen Landungen noch weitere geheime Landungen durchgeführt. In diesem Zusammenhang wird auch von Geheimbasen auf dem Mond (und sogar Mars) gesprochen, die dort errichtet wurden. Und das nicht nur von Menschen – auch Außerirdische sollen auf unserem Erdtrabanten geheime Basen und Stützpunkte haben. Vielleicht sogar mit uns Menschen zusammen, mit denen sie „geheime Weltraumprogramme“ und „Allianzen“ vereinbart haben.

Immerhin soll ja bereits die Besatzung von „Apollo 11“ 1969 mit UFOs auf oder am Mond konfrontiert worden sein.

Die Russen waren die ersten?

Auch kursieren Mutmaßungen und Gerüchte, dass vielleicht schon lange vor der Landung von „Apollo 11“ Menschen den Mond betraten. Nicht nur Amerikaner, sondern im Geheimen auch Kosmonauten der Sowjetunion. Obwohl nach der offiziellen Geschichtsschreibung nie ein Sowjetbürger den Mond betreten haben soll.

All diese und noch mehr Theorien und Spekulationen in Sachen Mondlandungen, Aliens und Raumfahrt kursieren in den Weiten des Internet. Sie scheinen dabei auch auf ein durchaus wachsendes Interesse zu stoßen.  Zumindest verbreiten sich entsprechende „Enthüllungen“ von angeblichen „Whistleblowern“ in der einschlägigen Community sowie auch dem Buchmarkt immer rasend schnell.

Doch solche „Verschwörungstheorien“ sind alles andere als neu und vor allem auch kein Kind der Internetzeitalters. Sie verbreiten sich nur wesentlich schneller wenn mal wieder ein „Informant auspackte“ oder jemand künstliche Strukturen auf dem Mond oder Mars auf Fotos von Raumsonden oder Robotern entdeckt haben will.

Viele dieser Behauptungen klingen einfach zu phantastisch, als das sie wahr sein könnten. Und handfeste Beweise fehlen dabei eigentlich immer völlig.

Geheime Mondlandung der Russen

Nicht anders bei einem angeblich wahrem Ereignis, das bereits vor knapp 45 Jahren von dem spanische Bestsellerautor, UFO-Forscher und Journalisten Juan José Benítez veröffentlicht wurde. Ein Autor von über 50 Büchern, der sich ab 1972 der UFO-Thematik zuwandte.

Bereits 1975 behauptete Benítez in seinem Buch „OVNIS: SOS a la Humanidad“ Unglaubliches. Er behauptete, dass einige Monate vor den USA mit „Apollo 11“ bereits zwei Russen dem Mond einen Besuch abgestattet hätten. In einer streng geheimer Mission, die schlussendlich vollkommen aus dem Ruder lief.

Benítez schrieb damals:

Was aber nun die Mondlandungen betrifft, so ist es bereits einige Monate vor der Landung der Nordamerikaner zwei sowjetischen Kosmonauten gelungen, auf der Erde abgewandten Seite unseres Mondes zu landen. Sie wählten diese Stelle, weil alle Observatorium der Erde – und natürlich auch die der Sowjetunion – ständig eine Vielzahl von Daten über seltsame Heiligkeiten auf dem Mond empfangen haben. Solche hellen Stellen waren schon seit Jahrhunderten aus der Oberfläche des Mondes beobachtet worden. Dies sei (…) einer der Hauptgründe für die Landung der sowjetischen Kosmonauten auf der Erde abgewandten Seite des Mondes gewesen.“

Diese nunmehr 45 Jahre alte Behauptung widerspricht allem, was die offizielle Geschichte der Raumfahrt lehrt. Und wirft gleich zu Beginn viele Fragen auf, die nicht nur eine erste Mondlandung durch die UdSSR betreffen. Vor allem auch der Ort der Landung der ersten Menschen auf dem Mond ist mehr als fraglich. Die Rückseite des Mondes ist bekanntlich immer von der Erde abgewandt, so dass wir sie nicht sehen. Wie können dann aber genau dort seit Jahrhunderten „seltsame Heiligkeiten“ von der Erde aus beobachtet worden sein? Gar nicht. Obwohl „solche hellen Stellen“ tatsächlich bekannt sind. Sie werden „Mondblitz“ oder „Moonblinks“ genannt und sorgen immer wieder für Spekulationen.

Offiziell sind es Einschläge und Explosionen von Meteoren. Das „NASA Marshall Space Flight Center“ hat beispielsweise in knapp zwei Jahren zwischen 2006 und Anfang 2008 insgesamt 102 dieser „Moonblinks“ registriert. Natürlich alle auf der der Erde zugewandten Seite des Mondes.

Ein Mond-Basis der Außerirdischen

Trotzdem behauptete Benítez, dass die Russen deshalb auf der Rückseite landeten. Wie es allerdings den Kosmonauten möglich gewesen sein soll, im Erd-Funkschatten auf der dunklen Seite des Mondes Kontakt mit der Erde halten zu können, darüber schweigt er sich aus (dazu gleich mehr).

Die dunkle Mondseite bietet sich geradezu dafür an, dass man über sie spekuliert und phantasiert. Was wirklich da ist, man aber niemals sehen kann, bietet viel Spielraum für Spekulationen. Zum Beispiel wäre hier der ideale Ort für Aliens, von dem aus sie die Erde und Menschheit im Verborgenen beobachten können. Natürlich nur so lange bis eine Mond-Sonde sie dort entdeckt. Oder die Russen – wie bei J. J. Benítez.

Nach seinen Aussagen waren die beiden Kosmonauten bei ihrer geheimen ersten Mondlandung allerdings nicht allein auf der dunklen Seite! Und „was sie dort sahen erfüllte sie mit Schrecken“, so Benítez weiter:

Einer der Kosmonauten entdeckte nämlich in der Nähe ihrer Landestelle so etwas wie Anlagen und Gebäude, die jedoch auf den ersten Blick verlassen schienen.

Dies (…) überraschte die Russen ungeheuer und machte ihnen schließlich auch Angst. Nachdem sie ihren sensationellen Fund zur Erde gemeldet hatten, beschlossen sie, sich den geheimnisvollen Anlagen zu nähren. Sie kamen näher und näher, bis einer von ihnen glaubte, Bewegungen inmitten dieser Gebäude wahrzunehmen.“

Eine Alien-Basis oder andere außerirdische und künstliche Dinge auf dem Mond ist – ob verlassen oder nicht – ist bis heute in der Grenzwissenschaft ein viel diskutiertes Thema. Die fremde Mond-Konstruktion war nach den weiteren Ausführungen von Benítez jedoch nicht von ihren außerirdischen Erbauern aufgegeben worden, sondern wurde zur Zeit der angeblichen Sowjet-Mondlandung nur nicht genutzt.

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Schüsse auf dem Mond

Es waren nur „Maschinen, eine Art Roboter, die zur Instandhaltung der zu dieser Zeit unbenutzten Anlage zurückgelassen worden waren“ anwesend. Und diese waren wohl mehr als angsteinflößend, denn „in seiner Panik schoss“ einer der Kosmonauten „auf eine sich dort bewegende Gestalt“. Was ein Fehler war:

Offensichtlich ist eines der Geschosse mit solcher Wucht auf den Schützen zurückgeprallt, dass dieser durch den Rückschuss getötet wurde.

Seinen Kollegen ergriff angesichts dieses Dramas eine derartige Panik, dass er nur noch an Flucht dachte und daran, auf schnellstem Wege zum Landemodul zurückzukehren, von wo aus er zu einer anderen russischen Raumfähre flog, die ebenfalls den Mond umkreiste. Mit seinem Kameraden kehrte er dann wohlbehalten zur Erde zurück.“

Nun wissen wir wenigstens, wie die Russen von der dunklen Seite des Mondes mit der Erde in Funkkontakt treten konnten. Schließlich war noch ein anderes russisches Raumfahrzeug in einem Orbit um den Mond. Praktisch als Relaisstation für den Funk. Vielleicht war es auch nur der dritte Kosmonaut, der während der Mondlandung in seinem Raumfahrzeug im All blieb. So wie bei den Missionen von „Apollo“, bei denen von den drei Mond-Astronauten einer immer im Raumschiff im Orbit des Mondes blieb, während zwei auf dem Mond landeten.

Falls nicht, hatte er zumindest ein riesen Glück, dass in der „anderen russischen Raumfähre“ offensichtlich nur ein Kosmonaut saß und dieser noch Platz für ihn hatte. Glücklicherweise waren miteinander kompatible Andocksysteme ebenso vorhanden wie genügend Treibstoff für das Zusatzgewicht des zweiten Mannes, Sauerstoff und Wasser …

Phantastischer können Verschwörungen oder Enthüllungen über Aliens auf den Mond und geheime Raumfahrtprogramme wohl nicht mehr werden. Möchte man meinen. Nicht so in Benítez Veröffentlichung von 1975, in der er auch über geheime Details der „Apollo“-Missionen der NASA berichtet. Nach seinen Aussagen wussten „auch die amerikanischen Astronauten von der Existenz dieser alten Anlagen“ auf unserem Erdtrabanten. „Auch wenn sie natürlich keine Ahnung von diesen Erbauern hatten“, so Benítez.

Atombomben gegen Alien-Basen

Für die Verantwortlichen bei der NASA oder allgemein der USA waren diese außerirdischen Konstruktionen auf dem Mond eine Gefahr. Zumindest war ein geheimes Ziel der Missionen die Vernichtung dieser Bauten der Außerirdischen auf dem Mond, und so …

„… wurden auf der Oberfläche unseres Mondes – von verschiedenen amerikanischen ‚Apollo-Kapseln‘ aus – zahlreiche kleinere Atombomben abgeworfen, nicht etwa nur zum Zweck der Prüfung möglicher Beeinflussung der Mondumlaufbahn, nein, die wirkliche Absicht der Amerikaner bestand darin, die besagten Anlagen, deren Standorte sie genau kannten, zu zerstören.“

Dass die USA vor den Mondlandungen gewusst haben soll, wo auf dem Mond (hier spricht er diesmal nicht von der Mondrückseite) derartige Anlagen von Außerirdischen stehen, ist sehr gut möglich. Unbekannte Raumsonden, Teleskope oder die ersten „Apollo“-Missionen hätten diese durchaus entdecken können.

Doch, dass die winzigen Raumkapseln, die während den Missionen mit einem Astronauten an Bord den Mond umrundeten, „zahlreiche kleine Atombomben“ inklusive Abwurfvorrichtungen mitgeführt haben sollen, ist ein Spekulation kaum zu überbieten.

Einmal vorausgesetzt es wäre so gewesen. Warum hat dann während der Mondlandungen keiner der unzähligen Astronomen und Hobbysternengucker die Atomexplosionen auf dem Mond gesehen? Sofern sie nicht alle auf der dunklen Seite abgeworfen sein sollen. „Moonblinks“ während die Astronauten am oder auf dem Mond sind, hätte kaum jemand während des damaligen Mondfiebers übersehen.

Unzählige Fragen stellen sich bei den Behauptungen von J. J. Benítez. Schon allein der Umstand, dass die Kosmonauten der ersten und geheimen Mondlandung bewaffnet ihre Reise antraten, klingt mehr als absurd. Immerhin sollen sie ja auch zufällig und überraschend auf diese Alien-Basis mit den „Robotern“ gestoßen sein. Hatten also zuvor keine Ahnung, dass dort potentielle Gefahren durch Außerirdische auf sie warten …

Benítez sieht selber ein, dass seine Berichte unglaubhafter kaum sein könnten. So schreibt er unter anderem:

Ich weiß, dass viele Leute empört sein werden über das, was hier berichtet wird – und andere werden sich darüber lustig machen.

(…)

Ich verfüge zwar nicht über Beweise für die Glaubhaftigkeit dieser Behauptungen, hätte solche aber gerne gehabt (…)“

Kontakt mit dem Universum

Als „professioneller Journalist“ (Benítez hat Journalismus an der Universität Navarra studiert) sei er nur von dem überzeugt, „was ich mit eigenen Augen gesehen habe“. Natürlich war er nicht mit auf dem Mond dabei, doch seine Quellen waren damals auch kein UFO-Akten, „Whistleblower“ oder Geheimdokumente. Er schöpfte seine Informationen aus ganz anderen Quellen, die zur damaligen Zeit durchaus beliebt waren: Alien-Kontakte.

Diese Kontakte mit Außerirdischen hatte Benítez nicht selber. Eine Gruppe mit Namen „Instituto Peruano de Relaciones Interplanetarias“ (IPRI) mit Sitz in Lima, Peru, habe diese Erfahrungen gemacht. Zum Teil, so Benítez, haben bis zu 40 Mitglieder des IPRI in Peru gleichzeitig zahlreiche UFOs am Himmel gesehen und Kontakt mit deren Insassen gehabt. Auch er selber sei bei seinen Recherchen zu den UFOs in Peru mit sieben weiteren Personen Zeuge dieser UFOs geworden. „Mit absoluter Bestimmtheit“ kann er sich nur für genau diese UFO-Begegnung „verantwortlich zeichnen“.

Medienberichte über die Mitglieder des „Peruanischen Instituts für Interplanetarische Beziehungen“ im Jahr 1974 haben den Autor nach Peru gelockt. Er wollte diesen Pressemeldungen nachgehen, dass das IPRI in den Anden Kontakt mit Außerirdischen habe. Enttäuscht wurde er bei seinen Recherchen vor Ort nicht, so Benítez, so dass daraufhin sein entsprechendes Buch entstand.

Angeblich haben die Mitglieder dieser Gruppe zu dieser Zeit „telepathischen Kontakt mit Wesen aus anderen Welten“ gehabt. Etwa 30 Mitglieder des IPRI haben ihm dann bei seinen Nachforschungen in Südamerika „nach und nach ihre wahrlich sensationellen Abenteuer“ erzählt. So kamen auch die hier wiedergegeben und fragwürdigen Behauptungen über geheime Raumfahrtmissionen der USA und UdSSR zustande. Die außerirdischen Wesen, mit denen das IPRI in telepathischen Kontakt gestanden haben will, haben diese den Menschen übermittelt.

Zweifellos ist das alles andere als eine seriöse Quelle!

Außerirdische “Meister”?

Einen faden Beigeschmack hat auch die Tatsache, dass diese Außerirdischen „Meister“ oder „Führer“ von den Mitgliedern des IPRI genannt wurden. „Sind es wirklich Forscher und glaubwürdige Leute“, fragt wohl nicht nur Benítez in seinem Buch. Immerhin habe damals diese am 31. Januar 1955 durch Carlos Paz García gegründete Gruppe über 200 Mitglieder gehabt. Hausfrauen, Astronomen, Beamte, Ärzte, Universitätsdozenten, Arbeiter – alles sei dort vertreten.

Für irgendeine Form der Seriosität spricht das erst mal nicht. Lediglich für eine UFO-Gruppe, wie es sie vor allem zur damaligen Zeit unzählige gab. Auch der angebliche Kontakt mit Außerirdische – physisch wie „telepathisch“ gehörte bei vielen dieser Gruppierungen quasi „zum guten Ton“ (detailliert dazu HIER). Das aber irgendwas von diesen Ereignissen tatsächlich auf dem Mond geschah, ist wohl reines Wunschdenken. Hier war eher die Phantasie der Vater der Gedanken.

Angenommen, dass Mitglieder des IPRI tatsächlich in Kontakt mit Aliens gestanden hätten – warum sollen diese Wesen derartige Phantastereien den Menschen mitteilen? Das hier genannte Beispiel der „Botschaften“ an IPRI-Mitglieder ist nur eines einer ganzen Palette von kuriosen Informationen. So finden sich beispielsweise in den vermeintlichen Alien-Nachrichten auch Prophezeiungen für die Erde, wie eine Katastrophe und eine Evakuierung der Menschen, die alle nicht eintrafen. Ebenfalls Behauptungen, dass beispielsweise verschiedene Monde des Jupiter Kolonien und Basen von Außerirdischen sind. Leben auf Mars und Venus existiert. Oder auch, dass die irdischen Kontaktpersonen ihre Informationen erst nach „Prüfungen“ an ganz bestimmten Orten und zu bestimmten Zeiten bekamen.

Hin und wieder erinnert die Form dieser Kontakte auch an Erfahrungen von Schamanen, Reisen in die Anderswelt oder sogar irgendwelche „Dimensionstore“. All dies wird von den angeblichen Außerirdischen mit einer Mission in Verbindung gebrachte, die sie „RAMA“ nannten. Ihr Ziel war nichts anders als die Rettung der Menschheit vor einer Katastrophe. Im Zuge des Bekannt werden dieser Botschaften und Kontakte „bildeten sich Gruppen in ganz Spanien, die darauf warteten, ausgewählt zu werden, um im Atomkrieg anderer Welten zu überleben“, so die Zeitung „El Correo

Auch wenn sich die UFO-Gruppe 1990 offiziell auflöste, wird sie von Sixto Paz Wells, dem Sohn des Gründers García, mehr oder weniger weitergeführt. Zumindest deren „Botschaften“, die auch einige Splittergruppen“ vertreten. Durchaus mit einem sehr neureligiösen Charakter, was man keinesfalls außer Acht lassen darf!

Die Aussage in der Vorbemerkung von Benítez, dass „jeder Leser seine eigenen Schlussfolgerungen daraus ziehen“ soll, ist eher eine Art Freibrief für den Autor.

Unsinn und Wahrheit

Etwas anders sah es der deutsche UFO-Forscher Dr. Johannes Fiebag. Auf seinen Rat hin veröffentlichte 1997 ein großer renommierter deutscher Verlag das Buch von Benítez in Deutschland. Immerhin, so Fiebag damals im Nachwort zur deutschen Ausgabe, sei J. J. Benítez einer „der bekanntesten spanischen UFO-Forscher überhaupt, „der selbst mit einer gesunden Portion Skepsis an diese Sache herangegangen ist“. Auch und obwohl viele der angeblichen „Alien-Botschaften“ darin von vornherein „unsinnig, unverständlich und unglaubwürdig“ wären. Andere wiederum längst widerlegt – etwa Prophezeiungen – und wieder andere „nicht mit der Wirklichkeit übereinstimmen“. Selbst die Namen diverser angeblicher Außerirdischer erscheinen ihm, als seien diese „geradewegs einem Superman-Comic entsprungen“.

Fiebag, der in den 1990er Jahren bis zu seinem Tode 1999 zu den bekanntesten UFO-Forschern und –Autoren im deutschen Sprachraum überhaupt zählte, sieht in den damaligen Kontakten in Peru dennoch eine verborgene Wahrheit. Er warnt zwar zu Recht vor schwarzen Scharfen unter den sogenannten Kontaktlern (s. UFO-Sekten), vermutet aber in den Ereignissen  und Kontakten von IPRI durchaus einen sehr realen Kern! Ganz bewusst habe hier eine außerirdische Intelligenz wahre Informationen gestreut, die mit absurden Behauptungen vermischt worden sein sollen.

Ordnung im UFO-Chaos

Warum diese Aliens das taten, ist für Fiebag deutlich. Es dient bis heute der Vorbereitung für einen Kontakt mit ihnen und zur Vermeidung eines „Kulturschock“ für die Menschheit. Nach Fiebags Thesen würden diese Außerirdischen seit unbekannten Zeiten überall auf der Erde Kontakte herstellen und diverse Informationen mitteilen. In den unterschiedlichsten Erscheinungsformen und mit zum Teil erheblich abweichenden und widersprüchlichen Inhalten:

Blind den Botschaftsoberflächen zu glauben (wie es viele UFO-Spiritisten leider tun) ist daher genauso falsch, wie sie von vornherein ungeprüft und in Bausch und Bogen abzuschlagen. Das gesamte UFO-Phänomen ist ein Sammelsurium aus chaotisch überlagerten Inhalten, und es ist die Pflicht des ernsthaften Forschers, Ordnung in dieses Chaos zu bringen. Zumindest sollte er versuchen, jene Inhalte zu isolieren, herauszulösen und letztlich natürlich auch zu interpretieren, die sich nach vorsichtiger und gründlicher Abwägung als durchaus sinnvoll erweisen könnten.“

Dem ist nicht viel hinzuzufügen. Außer die Frage, welcher „ernsthafte Forscher“ was und warum nach welcher „gründlichen Abwägung“ als „durchaus sinnvoll“ sieht …

Was denkst DU darüber? Diskutiere gerne bei Facebook mit.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Hinweise in alten Texten: Gab es schon vor Jahrtausenden Atombomben-Explosionen in Indien? +++Artikel+++

Hinweise in Alten Texten: Gab es schon vor Jahrtausenden Atombomben-Explosionen im Alten Indien? (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Hinweise in Alten Texten: Gab es schon vor Jahrtausenden Atombomben-Explosionen im Alten Indien? (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Haben Außerirdische, die Astronautengötter der Vorzeit, vor Jahrtausenden auf unserem Planeten Kriege geführt? Die Mythologien der unterschiedlichsten Völker sagen zumindest eindeutig, dass die “Götter” es taten. Auseinandersetzungen, Kriege und Kämpfe waren in der “glückseligen Welt” der Götter scheinbar an der Tagesordnung, wie es die weltweiten Überlieferungen erzählen. Aber haben diese  Himmelswesen dabei auch mit modernen Waffen ihre Schlachten ausgefochten? Nutzten die mutmaßlichen Ancient Aliens Atombomben auf unserem Planeten? Ein Text aus den alten Schriften Indiens scheint das nahezulegen.  Was sich hinter diesem “Atombomben-Zitat” aus den heiligen Büchern des alten Indien verbirgt, berichte ich in diesem Artikel.


Atombomben und Kriege der Astronautengötter

„Götter sind auch nur Menschen“, pflege ich gerne zu sagen. Warum?

Weil wir in den Mythologien der Erde ein Flut von Überlieferungen haben, die die vermeintlichen „Götter“ als überaus menschlich zeigen. Da gibt es Intrigen, Kriege, Mord, Zwietracht und Verrat sowie ganze (Sex-)Rebellionen der Götterwesen gegen ihren Höchsten. Letzteres finden wir in der jüdischen Mythologie, dem Christentum und sogar weltweit überliefert.

Von Amerika bis nach Asien beweisen die Überlieferungen der Völker, dass deren Götterwelt alles andere als das viel gepriesene „Himmlische Reich des Friedens“ war. Das sind zuerst einmal Fakten.

Angebliche Mythen-Kenner sagen, das alles sei eigentlich auch kein Wunder: Die Menschen haben zu allen Zeiten in allen Teilen der Welt ihre irdische Gesellschaft auf bzw. in den Himmel projiziert. Zornige Götterwesen, die sich bekämpfen etc., haben ihren Ursprung ganz einfach im menschlichen Geist. Damit wären klar: alles Phantasie unserer Ahnen. Keine Realität.

Anhänger der Prä-Astronautik schmunzeln über derartige Erklärungen. Sie sind nicht bereit, Götter-Mythen als pure Erfindungen anzusehen. „Die Götter waren Astronauten!“, titelt denn auch Erich von Däniken in einem Buch.

Haben Außerirdische auf dem Mars einen Atomkrieg geführt? (Bilder: NASA & gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Haben Außerirdische auf dem Mars einen Atomkrieg geführt? (Bilder: NASA & gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Wenn es Kriege der Götter gab, so fragt man sich denn auch, was für Waffen diese eingesetzt haben mögen. Und so kommt man schnell nach Indien und deren umfangreichen Mythenschatz. Deren uralte Texte berichten (wie viele andere auch) von Kriegen am Himmel zwischen Göttern oder auch Dämonen. Selbst mit modernen Waffen, feurigen Geschossen und sogar „Laserstrahlen“ soll hier vor Jahrtausenden gekämpft worden sein.

Im Rahmen der Ancient Aliens-Idee werden diese Schriften aus dem fernen Indien immer wieder ins „moderne Licht“ gerückt. Was geschah hier vor Jahrtausenden am Himmel? Und…gibt es Hinweise auf Atomwaffen, die sich in diesen indischen Texten finden lassen? Atombomben in ferner Vergangenheit?

Atomkrieg in der Steinzeit?

So beispielsweise las ich in einem Prä-Astronautik-Buch von 2007:

An der Tatsache, dass im Mahabharata die Explosion einer Atombombe detailliert beschrieben wird, ist nach menschlichen Maßstäben nicht mehr zu rütteln.“

Stimmt das so?

Seit Jahrzehnten kursiert ein scheinbar sensationeller Bericht aus Indien in der Literatur der Grenzwissenschaft, der nur staunen lässt! Lesen wir diese alte Überlieferung, so kann es eigentlich keinerlei Zweifel darüber geben, dass vor unbekannten Zeiten einmal Wesen aus dem Himmel atomare Waffen benutzt haben.

Ich selber zitierte schon in meinem ersten Buch 1996 diese indische Überlieferung mit den Worten:

„Das Feuer dieser Waffe (der Götter, LAF) zerstörte die Städte, indem es ein Licht verbreitete, das heller war als hun­derttausend Sonnen.

Dann erhob sich ein Wind, und das Feuer der furchtbaren Waffe verbrannte die Elefanten, die Sol­daten, die Kampfwagen und die Pferde ohne dass man es sehen konnte, denn es war unsichtbar. Die­ses Feuer bewirkte es auch, dass den Menschen die Haare und die Nä­gel an den Händen und Füßen ausfielen. Es bleichte das Gefieder der Vögel, färbte ihre ver­krampften Krallen rot.

Um diesen Feuer zu entfliehen, warfen sich die Soldaten in die Flüsse, um sich selbst darin zu wa­schen und alles, was sie berüh­ren mussten.“ (nach Robert Charroux)

VIDEO: “Die Wahrheit über Aliens”: Was passieren kann, wenn man die Astronautengötter vor lauter Alien-Beweisen nicht mehr sieht (Bildmontage: L. A. Fischinger)
VIDEO: “Die Wahrheit über Aliens”: Was passieren kann, wenn man die Astronautengötter vor lauter Alien-Beweisen nicht mehr sieht (Bildmontage: Fischinger-Online)

Ein erstaunlicher und rätselhafter Text aus den alten indischen Schriften. Zugleich aber auch dahingehend sehr sonderbar, da es seit Jahrzehnten offenkundig unterschiedliche Versionen dieses angeblichen Textes gibt. Fast alle Veröffentlichungen, die sich in den vergangenen 60 Jahren mit dem Thema Astronautengötter & Co. befassen, scheinen andere „Variationen“ dieser Überlieferungen zu haben. Auch wenn es ein oder derselbe Autor ist.

Atomar verstrahlt – vor Jahrtausenden?

`Zum Beispiel zitierte bereits der Bestsellerautor Charles Berlitz 1973 in seinem Buch “Geheimnisse versunkener Welten” diesen Bericht mit den Worten:

„…einem einzigen Geschoss, das die Kraft des Universums in sich trug. Eine weißglühende Säule aus Rauch und Flammen, heller als zehntausend Sonnen, erhob sich in all ihrem Glanz … Es war eine unbekannte Waffe, ein eiserner Donnerkeil, ein gigantischer Todesbringer, der das ganze Volk der Vrischnis und der Andhakas zu Asche verbrannte … Die Körper waren so verbrannt, dass sie unkenntlich waren. Ihre Haare und Nägel fielen aus. Tongefäße zerbrachen ohne ersichtlichen Grund, und die Vögel waren weiß geworden. Nach ein paar Stunden waren alle Nahrungsmittel vergiftet.

Um diesem Feuer zu entgehen, warfen sich die Soldaten in die Flüsse und versuchten, sich und ihre Ausrüstung abzuwaschen …

Die 2003 verstorbene Mystery-Autor-Legende Berlitz gab 1973 in seinem weniger bekannten Buch an, er habe diese Überlieferungen im Mahābhārata und dem Ramanyana gefunden. Uralte indische Texte mit enormem Umfang.

So umfasst der indische Sanskrittext Mahābhārata etwa 106.000 Verse, die in 18 Büchern gegliedert sind. Meine englische Gesamtausgabe aus dem 19. Jahrhundert ist zum Beispiel fast 5.000 Textseiten lang. Vor allem in der Prä-Astronautik sorgen diese spannenden Texte für hitzige Diskussionen. Denn darin werden auch „fliegende Wagen“ der Götter beschrieben, die „Vimāna“ (Vimana) heißen.

Der Siegeszug der Kernwaffen der Vorzeit

Umfangreich hat der französische Kultautor Robert Charroux in seinem Buch „Phantastische Vergangenheit“ schon 1966 über „Atomkriege im alten Indien“ geschrieben. Jedoch eher von der Öffentlichkeit unbemerkt.

VIDEO & ARTIKEL: Ein Rentner spricht 1969 im britischen TV auf “Venusianisch” – und beherrscht dazu noch 16 weitere Alien-Sprachen (Bild: gemeinfrei/NASA/JPL / YouTube-Screenshot)
VIDEO & ARTIKEL: Ein Rentner spricht 1969 im TV auf “Venusianisch” – und beherrscht dazu noch 16 weitere Alien-Sprachen (Bild: gemeinfrei/NASA/JPL / YouTube-Screenshot)

Von Charroux fand das Kernwaffen-Thema kurz danach Einzug in Erich von Däniken seinem Weltbestseller „Erinnerungen an die Zukunft“ von 1968. Durch dieses weltweit erfolgreiche Buch über die Götter aus dem Weltall begann der Weg des Themas/Zitates in die phantastische Literatur über die Ancient Astronauts.

Der Franzose Charroux gibt wie meistens in seinen Büchern keine Quelle an, wo er den weiter oben zitierten Text in den altindischen Schriften gefunden haben will. Er spekulierte dazu allerdings 1966, dass die Texte „sich auf einen Atomkrieg beziehen, der sich 10.000 oder 20.000 Jahre früher abgespielt hat“. Einen Krieg, in dem Außerirdische gegen Menschen kämpften.

Letztlich hat US-Bestsellerautor Zecharia Sitchin den „Kriegen der Menschen und der Götter“ 1985 ein sehr umfangreiches Buch gewidmet. Auch Sitchin ist darin von atomaren Vernichtungen und Kriegen vor Jahrtausenden überzeugt. Seiner Meinung nach durch die Aliens mit Namen Anunnaki seines Planeten Nibiru …

UFOs von der Venus und die Kräfte des Kosmos

Die älteste Quelle der „Atombomben-Überlieferung“ stammt von George Adamski und seinem Co-Autoren Desmond Leslie aus dem Jahr 1953. Zumindest die älteste Quelle in der Mystery-Literatur, in denen der Text ziert wird, die mir bekannt ist. Adamski gehörte damals zu den sogenannten “Kontaktlern” im Bereich der UFO-Szene. Das waren Menschen, die vor allem in den 50er, 60er und 70er Jahren behaupteten, dass sie mit den Aliens aus den UFOs in direkten Kontakt stünden.

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Eine sehr spezilelle UFO-Szene, die durchaus noch heute besteht.

Damals, vor nun mehr knapp 65 Jahren, erschien das Buch „Flying Soucers have landed“ von Adamski und Leslie in London. Dieses UFO-Buch wurde vor allem ab 1957 durch die (zweite) deutsche Veröffentlichung „Fliegende Untertassen sind gelandet“ zu einem Klassiker. Bis heute. Leslie nimmt darin zahlreiche Themen der Prä-Astronautik vorweg, die teilweise bis heute noch diskutiert werden.

Adamski wiederum berichtet in diesem Buch über UFOs und deren Piloten von der Venus, mit denen er selber angeblich realen Kontakt habe. Ihr habt richtig gelesen: von der Venus…

Leslie will mit einer Vielzahl von Zitaten beweisen, dass unsere Ahnen bereits über die Kräfte des Kosmos und deren Auswirkungen Kenntnis hatten. Anders als die späteren Autoren nennen Leslie und Adamski jedoch eine Quelle für ihre zahlreichen Zitate aus dem alten Indien.

Es handelt sich um die Übersetzung des Mahābhārata und den immer wieder in der Literatur erwähnten (Unter-)Texten wie „Drona Parva“, „Karna Parva“ usw. von Protap Chandra Roy. Erschienen ist sie 1889 in Kalkutta. Auch Erich von Däniken berief sich Jahrzehnte später (1977 und 2001) unter anderem auf diese englische Übersetzung. Auch Berlitz führt diese im Quellenverzeichnis.

Charroux als einer der Pioniere der Prä-Astronautik fügte seinen Büchern fast nie ein Quellenverzeichnis an. Allerdings erwähnte er in seinem Buch „Phantastische Vergangenheit“ von 1966 in einem vollkommen anderen Zusammenhang beiläufig das besagte Buch von Leslie und Adamski. Der Schluss liegt klar auf der Hand, dass Robert Charroux seine Zitate aus dem ihm offensichtlich bekannten Buch hat.

Alles nur erfunden?

Die beiden “Atombomben-Zitate” oben kursieren in vielen Büchern zur Grenzwissenschaft.

Jedoch wird oft (wenn überhaupt) eine andere Quelle der „Atombomben-Überlieferung“ angegeben. Den englischen Originaltext hatte dabei praktisch niemand benutzt, sondern es wurde via „Copy & Past“ der Mythos durch die Literatur übernommen. Auch von mir 1996 in einem meiner Bücher, wie oben erwähnt.

Ein Textvergleich mit den englischen Übersetzungen aus dem 19. Jahrhundert belegt allerdings, dass Leslie 1953 tatsächlich richtig aus den alten Texten zitiert hat. Doch der Zusammenhang der Verse wurde dabei in späteren Jahren missachtet, wie ein Blick in in sein Buch zeigt.

70 Jahre UFOs: Am 24. Juni 1947 wurden die Fliegenden Untertassen geboren (Bilder: gemeinfrei)
70 Jahre UFOs: Wie am 24. Juni 1947  die “Fliegenden Untertassen” geboren wurden (Bilder: gemeinfrei)

Bei einem genaueren Studium der ursprünglichen Übersetzungen von Roy und der Übersetzung von 1883 bis 1896 durch Kisari Mohan Ganguli (die mir vorliegt und die sich praktisch entsprechen) zeigt sich, dass die Aussagen der Zitate oben existieren. Die Aussagen aus den indischen Überlieferungen wurden grundsätzlich nicht einfach erfunden.

Allerdings finden sie diese anderen Zusammenhängen und sogar anderen Büchern des Mahābhārata! Etwa aus den Büchern „Drona Parva“ (Buch XII) und „Mausala Parva“ (Buch XVI).

Atomkrieg der Ancient Aliens

Das bedeutet, dass das Zitat über den Atomkrieg im alten Indien zusammengebaut wurde.

Auch Lutz Gentes, der 1996 eine Mammutarbeit vorlegte, in der er versuchte wissenschaftlich indische Texte modern zu analysieren, kennt keine Atombomben im alten Indien. Er ist auch der einzige Ancient-Aliens-Autor, der in seinem Buch “Die Wirklichkeit der Götter” möglichst genaue Quellen nennt.

Doch die umfassende Pro-Prä-Astronautik-Analyse von Gentes wurde nur wenig beachtet. Das liegt allerdings nicht zuletzt auch an dem großen Umfang und die Seltenheit des Buches sowie den schwierigen Texten darin. Allerdings merkte Gentes bereits 1995 in einer umfangreichen Analyse der alten Inder-Texte für die „Ancient Astronaut Society“ an:

Die von einigen Paläo-SETI-Autoren (…) aufgestellte Behauptung, im alten Indien seien Kernwaffen eingesetzt worden, hält (…) genauer Nachprüfung nicht stand.

Die alten Texte Indiens haben für die Forschung der Astronautengötter eine Vielzahl an spannenden Versen. Daran besteht kein Zweifel. Aber das legendäre Zitat mit Atombomben existiert in dieser Form – nicht.

Was wusste Dr. Robert Oppenheimer, der Vater der Atombombe?

In diesem Zusammenhang kursiert ein weiteres Gerücht:

Lars A. Fischinger: "Verbotene Geschichte: Die großen Geheimnisse der Menschheit und was die Wissenschaft uns verschwiegen hat"
Mehr zum Thema in: Lars A. Fischinger: “Verbotene Geschichte”

Dr. Julius Robert Oppenheimer, der „Vater der Atombombe“ der USA, sagte zur Explosion der ersten Atombombe 1945 in New Mexiko:

Wenn das Licht von tausend Sonnen am Himmel plötzlich bräche hervor, zu gleicher Zeit – das wäre gleich dem Glanze dieses Herrlichen.“

Zu einem „Erschütterer der Welten“ sei er nun geworden und zitierte dabei uralte indische Schriften. Also, so fragen sich einige, war sich Dr. Oppenheimer bewusst, dass am 16. Juli 1945 lediglich die erste Atombombe der Neuzeit detonierte? Hinweise auf atomare Vernichtungen von Jahrtausenden, die er kannte? Oder doch nur eine „Fake-News“ der Mystery-Literatur?

Nein – Dr. Oppenheimer zitierte 1945 soweit richtig. Eine Suche in den alten Texten der Inder zeigt, dass er aus der „Bhagavad-Gῑtā“ zitiert. Darin heißt es:

Wenn hunderttausende von Sonnen gleichzeitig am Himmel aufstiegen, gliche ihr strahlender Glanz vielleicht dem Glanz der Höchsten Person in jener universalen Form.“ (11,12)

Aber: der Zusammenhang der Schrift zeigt, dass hier nichts von „Götterkriegen“ oder Waffen zu finden ist. Das Zitat von Dr. Oppenheimer hat ursprünglich nichts mit (Atom-)Waffen der Astronautengötter zu tun.

Auch das Gerücht von etwa 2000, dass in Indien eine Stadt gefunden wurde, die von auf einer Fläche von fünf Quadratkilometern von radioaktiver Asche bedeckt war, ist fraglich. Angeblich soll dort vor 8.000 bis 12.000 Jahren Atombomben detoniert sein und zahllose Menschen getötet haben.

Wissenschaftliche Fakten hierzu sind nicht aufzufinden.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Weitere Literatur:

  • Berlitz, Charles: Geheimnisse versunkener Welten. Frankfurt a. M. 1973
  • Charroux, Robert: Phantastische Vergangenheit. Berlin 1966
  • Däniken, Erich von. Erinnerungen an die Zukunft. Düsseldorf 1968
  • Däniken, Erich von: Beweise. Düsseldorf 1977
  • Däniken, Erich von: Die Götter waren Astronauten! München 2001
  • Fischinger, Lars A.: Göttliche Zeiten. Münster 1996
  • Ganguli, Kisari Mohan: The Mahabharata of Krishna-Dwaipayana Vyasa. Calcutta 1883 bis 1896
  • Gentes, Lutz: Der Krieg gegen Dwârakâ: Beschreibung eines Luftangriffs im altindischen Mahâbhârata und Bhâgavata-Purâna. In: Scientific Ancient Skies, Band 2, Berlin 1995
  • Gentes, Lutz: Die Wirklichkeit der Götter. München und Essen 1996
  • Gentes, Lutz: Zur Frage der Tatsächlichkeit von Kontakten zu Außerirdischen in Altertum und Vorzeit: Ein neuer Weg zur Beweisführung anhand eines Vergleichsverfahrens zur Psychologie plötzlicher Kontakte sowie altindischer Schriften zur Luft- und Raumfahrt. Ergänzungsband zum Bericht über die Tagung der MUFON – Central European Section. München 1977
  • Jungk, Robert: Heller als tausend Sonnen. Bern und Stuttgart 1962
  • Leslie, Desmond & Adamski, George: Flying Soucers have landed. London 1953
  • A.: Atomexplosion vor 8000 Jahren? In: Sagenhafte Zeiten Nr. 2/2001
  • Roy, Biren: Mahābhārata. München 1995
  • Sitchin, Zecharia: Die Kriege der Menschen und der Götter. München 1991
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Deutsche Banken finanzieren Bau von Atombomben

von Gerhard Piper


Offiziell hat Deutschland auf die Entwicklung und Produktion von Atomwaffen verzichtet. Aber dieser Atomwaffenverzicht gilt nur fürs Inland

Die EADS beteiligt sich am Bau französischer Atomwaffen und immerhin elf deutsche Banken und Versicherungen investieren in internationale Rüstungsunternehmen, die auch am Bau von Nuklearwaffen beteiligt sind. Dies ist das Ergebnis einer neuen Studie der Internationalen Kampagne gegen Atomwaffen.

 
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Zerstörte die UdSSR 1979 eine Basis der USA auf dem Mond? Die Spekulationen zu einem sonderbaren Datensatz auf WikiLeaks

Die UdSSR zerstörte 1979 eine Basis auf dem Mond? Ein seltsames WikiLeaks-Dokument (Bilder: WikiLeaks / NASA)
Die UdSSR zerstörte 1979 eine Basis auf dem Mond! Behauptet ein seltsames WikiLeaks-Dokument (Bilder: WikiLeaks / NASA)

Vor einiger Zeit tauchte auf der bekannten Enthüllungsplattform WikiLeaks ein Dokument bzw. Datensatz auf, in dem Erstaunliches behauptet wird. Demnach habe die Sowjetunion 1979 eine Mond-Basis der USA zerstört! Eine Aussage, die allem widerspricht, was man aus der offiziellen Raumfahrtgeschichte kennt. Doch diese  WikiLeaks-Veröffentlichung wirft weit mehr Fragen auf, als die beantwortet. Vor allem aufgrund des nicht vorhandenen Inhalt der fragwürdigen Veröffentlichung. Ein bisher nicht beachtetes zweites und thematisch identisches Dokument trägt auch nicht zu Klärung bei. Wie soll man diese “Enthüllung” sowie die von einigen Autoren zusätzlich angeführten Dokumente bewerten? Diesen und anderen Fragen wird in diesem Artikel einmal genau nachgegangen.


WikiLeaks

Vor über 10 Jahren ging die Enthüllungsplattform WikiLeaks online. Eine unlängst weltweit bekannte Webseite, auf der anonym und ohne „Filter“ inzwischen Millionen von Dokumenten hochgeladen wurden. Geheimhaltung, nationale Sicherheit oder auch Vertraulichkeiten zählen hier nicht. Und unter der treibenden Kraft Julian Assange wurde WikiLeaks zu einem Politikum. Bis heute.

Inzwischen kennt diese Plattform als eine Art der Geburtsstunde von Whistleblowern jeder. Und viele Politiker und Regierungen fürchten sie. Wie sich in der Vergangenheit zeigte auch nicht umsonst. Daran änderten auch zahllose Sperrungen diverser Domains und andere Versuche nichts, dem Treiben von WikiLeaks Einhalt zu gebieten.

Politisch ist diese Plattform seit Jahren immer wieder Thema im Mainstream. Denn nicht selten lösten Enthüllungen auf WikiLeaks handfeste Skandale und Krisen aus. Doch auch abseits der Millionen politischen Papiere dort ist die Plattform auch immer mal wieder für Mystery-Jäger ein Thema. Obwohl die „Ausbeute“ an relevanten Informationen in diesem Bereich sehr mager ist.

Angesichts der Tatsache, welchen Umfang WikiLeaks inzwischen angenommen hat, ist das eigentlich überaus erstaunlich!

Sowjets zerstören Mond-Basis der USA

Ein Dokument bei WikiLeaks macht aber in der grenzwissenschaftlichen Community dann doch seit einiger Zeit immer wieder von sich reden. Es ist eine Veröffentlichung, die den erstaunlichen Titel trägt: „Bericht, dass die SU geheime US-Basis auf dem Mond zerstörte“. SU steht hier für die Sowjetunion. Datiert ist es auf den 24. Januar 1979 (s. Bild).

Zweifellos lässt dieses Dokument mit der Nummer P790011-1247_e schon allein mit diesen Angaben aus folgenden einfacher Gründe aufhorchen:

  • Es hat nie eine Mond-Basis der USA gegeben.
  • Die Amerikaner haben nach „Apollo 17“ im Jahr 1972 alle Mondlandungen eingestellt.
  • Die Sowjetunion war niemals mit bemannten Flügen auf oder am Mond.
  • Es gab keine Missionen der NASA, die Baumaterial und Ausrüstungen für eine solche Mond-Basis in den 1970ger Jahren hätten zum Mond bringen können.
  • Von der damaligen UdSSR sind keine Informationen darüber bekannt.
  • Nie hat es Waffen oder Ähnliches im All gegeben, mit der man sogar auf Mond eine Basis hätte vernichten können.

Dies sind die offiziellen Lesarten der Raumfahrtgeschichte. Das Dokument bei WikiLeaks widerspricht also allein schon in der Überschrift diesem offiziellen Bild der Geschichte. Und sicherlich könnte man noch mehr Punkte anführen.

Für Verschwörungstheorien aller Art ist diese Veröffentlichung aber ohne Zweifel prädestiniert wie kaum eine andere. Immerhin ist es weithin bekannt, dass schon seit vielen Jahren über geheime Raumfahrtprogramme spekuliert wird. Basen auf dem Mond und auch Mars inklusive, wobei auch Außerirdische in diesem Zusammenhang immer wieder genannt.

Das fragwürdige WikiLeaks-Dokument (Bild: WikiLeaks)
Das fragwürdige WikiLeaks-Dokument (Bild: WikiLeaks)

Geheime Weltraumprogramme?

Nachdem das Papier an die Öffentlichkeit kam, drehen sich auch genau darum die meisten Spekulationen. Inhaltlich sind diese Veröffentlichungen im Prinzip alle gleich. Kernaussage ist dabei, dass diese Aussage im Grunde vielen Whistleblowern (bzw. solche, die es sein wollen!) Recht gibt, die von solch einer geheimen Raumfahrt sprechen. Es sind nicht wenige. Sie werden auch in den entsprechenden Artikeln zu diesem WikiLeaks-Datensatz immer wieder rezitiert.

Gleichfalls wird auf eine Reihe inzwischen frei verfügbarer Dokumente der 1960ger und 70ger Jahre verwiesen, die zum Beispiel von Mond-Basen sprechen. Zum Beispiel eine Aussage von HON. George P. Miller in diesem Papier vom 26. April 1966; also noch vor der 1. Landung der Amerikaner auf dem Mond. Unter anderem heißt es darin, dass Miller selber keinen Zweifel hat, dass die Mondlandung vor 1970 auch gelingen wird. Wie von Präsident John F. Kennedy gefordert.

Sein „eigenes Vertrauen in unsere rasch fortschreitende Wissenschaft und Technologie ist jedoch so groß“, schreibt Miller weiter, „dass ich mir viele weitere dramatische Erfolge vorstellen kann“. Hier nennt er insgesamt sechs Punkt, und führt unter Punkt 1 an:

Die Erforschung der Mondoberfläche und möglicherweise die Errichtung einer oder mehrerer ständiger Stützpunkte.“

Weitere Punkte sind regelmäßige Fähren in den Weltraum, die Einrichtung zahlreicher Weltraumbahnhöfe in den USA, bessere, günstigere und wiederverwendbare Raumfahrzeuge, neue  Antriebstechniken sowie letztlich Raumsonden und vielleicht sogar bemannte Missionen zu anderen Planeten.

Mit dem, was sich der Autor Miller hier 1966 „vorstellen kann“, war er aber alles andere als allein. Angefangen von den ersten Raketenpionieren, Wissenschaftlern und Weltraumträumern sind solche Vorstellungen bis heute allgegenwärtig. Daran ist nichts geheim. Im Gegenteil, denn die Träume rund um zukünftige Raumfahrt waren schon vor über einem halben Jahrhundert hoch gesteckt.

Mond-Basis der Russen

Dies gilt auch für Aussagen in anderen Dokumenten, auf die im Zusammenhang der WikiLeaks-Veröffentlichung oft verwiesen sind. Und zwar jene, die sich teilweise schon in den 1960ger Jahren mit Überlegungen befassen, wie man im All Waffen stationieren kann.

Auch ein von der CIA selber freigegebenes CIA-Dokument vom 13. September 1965 ist da kaum hilfreich. In diesem „Memorandum für den Direktor“ geht es um die „Überprüfung der Einschätzung einer sowjetischen bemannten Mondlandung“ und es entstand mitten mit Kalt Krieg während des Wettlaufs der Supermächte ins All. Folglich ein zu erwartendes Papier, von denen es ähnliche fraglos in allen US-Behörden gibt.

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Augenmerk wird in dieser Einschätzung vor allem auf den 11. Punkt gerichtet. In diesem heißt es, dass nach einem Erfolg der UdSSR mit einer bemannten Landung auf dem Mond diese daraufhin auch eine „Mond-Basis etablieren“ könnten. Zumindest habe die Sowjetunion zusätzlich zur Mondlandung die Absicht, hieß es von der CIA in dem Memorandum 1965. Dass aber die Spione der USA eben nur von den Plänen und Wünschen der UdSSR für ihre zukünftige Raumfahrt berichteten, ist deutlich. Noch heute sind das Ziele in der Raumfahrt.

Damit kann man schlecht die behauptete Zerstörung einer Mond-Basis der USA durch den Klassenfeind im Osten irgendwie untermauern!

Das Problem ist ganz einfach, dass das WikiLeaks-Dokument eigentlich bis auf die Überschrift und natürlich das Datum überhaupt keinen Inhalt hat. Es existiert zwar tatsächlich auf WikiLeaks – aber das war es leider schon. Dies wiederum ist durchaus ungewöhnlich, denn die allermeisten Veröffentlichungen im dortigen Bereich „Public Library of US Diplomacy“ sind sehr wohl vollständige Dokumente. Mehr als 2 Millionen waren es 2015. Nur dieses (für den Mystery-Interessierten so spannende) Papier ist leer.

Lapidar heißt es dazu auf der Plattform:

Dieses Dokument ist kein elektronisches Dokument, daher ist nicht der gesamte Inhalt online verfügbar. Es wurden jedoch einige Metadaten zur Verfügung gestellt, die Sie für Ihre Forschungs- und FOIA-Zwecke verwenden können.“

Ein zweites Dokument mit gleicher Inhalt

Aufgrund der Bekanntheit von WikiLeaks und den dortigen Enthüllungen verwundert es nicht, dass Verschwörungstheoretiker hierzu viel spekulieren. Zumal vom genannte Absender Samuell Devine weitere Dokumente dort auffindbar sind. Jedoch keine mit einem ähnlich brisanten Inhalt wie der Datensatz mit der Nummer P790011-1247_e. Hinzu kommt, dass dieses Papier als „unklassifiziert“ benannt ist.

Sucht man bei WikiLeaks aber nach weiteren Informationen über diese von den Russen zerstörte Mond-Basis der USA, sucht man vergeblich. Fast vergeblich, denn es gibt ein weiteres Dokument dazu, das bisher wohl in den zahlreichen Veröffentlichungen zum Thema übersehen wurde. Aufzufinden über die Detailsuche der „Public Library of US Diplomacy“.

Es trägt den sehr ähnlichen Titel „Geheime US-Mond-Basis von der US zerstört“ und ist auf den 11. Januar 1979 datiert. Also noch vor dem im Internet kursierenden Dokument. Wie dieses stammt auch die zweite Veröffentlichung von Samuel Devine und es trägt die Nummer P790005-1028_e.

Inhaltlich liefert auch dieses grundsätzlich nicht mehr als Datum und Überschrift. Auch hier gibt es keinen Inhalt. Allerdings stammen beide Enthüllungen, wenn wir sie so nennen wollen, vom 17. Dezember 2012 und von Sheryl P. Walter.

Folglich kann man mit diesen überaus seltsamen WikiLeaks-Funden nichts anfangen. Außer dann, wenn man den Worten diverser „Insider“ vertraut, die von eben solchen Geheimprojekten im All immer wieder sprechen. Belege hatte bis jetzt aber – niemand.

Das zweite fragwürdige WikiLeaks-Dokument (Bild: WikiLeaks)
Das zweite fragwürdige WikiLeaks-Dokument (Bild: WikiLeaks)

Wilde Phantasien!

Seit diese WikiLeaks-Aussage mit der zerstörten US-Basis erstmals im Internet diskutiert wurde, ist einige Zeit vergangen. Inhaltlich geändert hat sich die Quelle dabei nicht. Sie bleibt so gut wie leer. Was sich aber änderte ist das, was einige in diesen gelesen haben wollen. Ein Beispiel (von “Pravda TV”):

Laut eines von Wikileaks-Dokuments mit dem Namen ‚Report this UR Destroyed Secret US Base on Moon‘, das auf den 24. Januar 1979 datiert ist, bauten die Vereinigten Staaten mit Unterstützung der Familie Rockefeller in den 1960er Jahren an einer geheimen Basisstation auf dem Mond; kurz vor der Fertigstellung soll sie aber von der der ehemaligen Sowjetunion mit einer Teilchenstrahlenwaffe zerstört worden sein.“

Das ist reine Erfindung, die sich nicht annähernd aus der WikiLeaks-Quelle „herauslesen“ lässt!

Entspräche der knappe Inhalt den Tatsachen, ist es natürlich ein klarer Beweis für ein geheimes Weltraumprogramm. Und zwar in Ost und West. Daran besteht kein Zweifel. Was bei den hitzigen Spekulationen um die WikiLeaks-Enthüllung kaum oder gar nicht beachtet wird, ist die Frage nach dem Grund der Veröffentlichung.

Desinformant oder echter Whistleblower ?

Im Eigenverständnis sieht sich WikiLeaks spätestens seit 2007 als Plattform für die Informationsfreiheit. Eine Plattform für Themen und Angelegenheiten von „öffentlichem Interesse“, die anonym und verschlüsselt hochgeladen werden. Ein System „für die massenweise und nicht auf den Absender zurückzuführende Veröffentlichung von geheimen Informationen und Analysen“, heißt es in der Selbstbeschreibung. Insgesamt seien so bereits „mehr als 10 Millionen Dokumente und zugehörige Analysen veröffentlicht“ worden. Man habe sich dabei auf geheimen und zensierten „offiziellem Material spezialisiert, das mit Krieg, Spionage und Korruption zu tun hat“.

Die „Informationen“ über die Zerstörung der Mond-Basis 1979 brechen offensichtlich aus den Reihen dieser Datensätze aus. Anonym „verratene Geheimnisse“ … oder wollte hier jemand absichtlich die Leser in die Irre führen? Zu welchem Zweck sollte dies geschehen sein? Der angebliche Whistleblower scheint eher eine Art „Fakeblower“ zu sein. Was aber das Thema nicht minder sonderbar macht, da diese Quelle weiterhin online bei WikiLeaks zu finden ist.

Hinzu kommt, dass man auch bei offiziellen Stellen eindeutige Fake-Enthüllungen findet. Wie ein CIA-Papier über einen UFO-Abschuss der Russen, über das in diesem Video HIER ausführlich berichtet wurde.

Es stellt sich auch die Frage, warum gerade eine solche Story „enthüllt“ wurde. Warum keine spektakuläre Aussagen zum Thema UFOs und Außerirdische? Immerhin scheint dies thematisch auf mehr Interesse zu stoßen, als eine Mond-Basis. Vermutlich zumindest.

Die immer wieder geäußerte Vermutung, dass „dunkle Mächte“ absichtlich Desinformationen streuen, scheint zumindest durch diese WikiLeaks-Daten wahrscheinlich. Genauso wahrscheinlich wie ein Witzbold.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Zwischen den Zeilen gelesen: Moderne Kenntnisse der Astronomie in alten Überlieferungen? +++ Artikel +++

Moderne Kenntnisse der Astronomie in alten Überlieferungen? (Bilder: gemeinfrei/PixaBay / Montage: Fischinger-Online)
Moderne Kenntnisse der Astronomie in alten Überlieferungen? (Bilder: gemeinfrei/PixaBay / Montage: Fischinger-Online)

Schöpfungsmythen und alte Überlieferungen der Menschheit sind ein wichtiger Bestandteil der Prä-Astronautik. Prinzipiell gibt es keinen Autoren aus dem Themenbereich der Ancient Aliens, der nicht auch auf verschiedene Mythen über Götter aus dem Himmel verweist.  Viele dieser Autoren und Mystery-Jäger haben in der Vergangenheit auch immer wieder auf Parallelen zwischen verschiedenen globalen Überlieferungen verwiesen. Auch und vor allem solche Erzählungen, die von der Entstehung der Welt und des Menschen berichten. Aber hierbei zeigt sich auch, dass diese Mythen “zwischen den Zeilen” scheinbar  “moderne” Kenntnisse der Naturwissenschaft anklingen lassen. Ein Wissen, dass wir unseren Ahnen in dieser Form gar nicht zugetraut haben. Und einige dieser Aussagen sind dabei offenbar erstaunlich korrekt, wie Ihr in diesem Blog-Artikel lesen könnt.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Wo war Moses?

Liest man Mythen und Überlieferung mit der oft zitierten “modernen Brille”, zeigt sich durchaus, dass darin scheinbar “moderne” Kenntnisse der Naturwissenschaft zu finden sind. Und einige dieser mythologischen Aussagen sind dabei offenbar erstaunlich korrekt. Dabei spielt es keine Rolle wo und wann auf der Erde diese Schöpfungslegenden von Himmel und Erde erzählt wurden.

So habe ich beispielsweise sehr detailliert 1997 in einem Buch und auf diesem Blog (z. B. HIER, HIER & HIER) auf das apokryphe Buch “Ezechiel der Tragiker” hingewiesen. Eine wenig bekannte aber dennoch sehr spannende Schrift, die von Moses, dem Exodus der Israeliten und den 10 Geboten am heiligen Berg berichtet. Jedoch mit Aussagen, die sich in dieser Form nicht annähernd in der Bibel finden.

So wird in diesem Text die überlange Abwesenheit Moses von seinem Volk (immerhin laut Bibel 40 Tage) damit erklärt, dass er während der Zeit nicht mehr auf der Erde war. Zumindest holte ihn “ein Mann, dem edelstem Geschlecht entsprossen”, mit dem berühmten Thronwagen des Herrn vom Berg ab und entrückte ihn in den Himmel. Bei dieser Himmelsreise  habe Moses dann “der Erde ganze Rundung, zugleich der Erde Tiefen und des Himmels Höhen” erblickt, wie es in “Ezechiel der Tragiker” (Verse 68 bis 78) beschrieben wurde.

Sah Moses demnach die Kugelgestalt der Erde, als mit dem Thronwagen von Berg “entrückt” wurde? Es klingt tatsächlich so.

Wobei hier unterstrichen werden muss, dass bereits verschiedene Gelehrte wie Platon (um 428 bis 348 vor Christus), Thales von Milet (um 624 bis 548 vor Christus) oder auch Plinius der Ältere (um 23 bis 79) die Kugelgestalt der Erde vertraten. Eratosthenes von Kyrene (um 276 bis 194 vor Christus) errechnete sogar den Radius der Erdkugel auf rund 4 Prozent genau aus. Vor fast 2.300 Jahren. Doch gesehen hat keiner der frühen Vordenker der Antike die kugelförmige Erde …

Der Stoff der Schöpfung

Im Alten Testament selber findet sich aber auch ein Hinweis auf die Kugelgestalt der Erde. In Jesaja 40,22 lesen wir unter anderem:

Er ist es, der da thront über dem Kreis der Erde, dass ihre Bewohner wie Heuschrecken erscheinen (…).”

Das hebräische Wort für “Kreis” in diesem Vers (chug) kann aber auch “Kugel” bedeuten. Schaut man in verschiedenen Übersetzungen des Buchs Jesaja nach, so finden sich an dieser Stelle auch Bezeichnungen wie “Erdkreis”, “Erdball” oder “Erdenrund”. Doch Moses war – zumindest nach dem oben zitierten Apokryph – einer der wenigen, die dieses “Erdenrund” bei seinem Flug in den Himmel selber gesehen hat.

Auch in einer Schöpfungslegende der Römer, die vor rund 2.000 Jahren der Dichter Ovid (41 vor  bis 18 nach Christus) niederschrieb, erfahren wir Erstaunliches. So berichtet Ovid davon, dass am Anfang der Welt das Chaos als “eine rohe und ungegliederte Masse” und als “nichts als träges Gewicht, und geballt am nämlichen Orte” existierte. “Nur lose vereinigter Dinge” sei diese Urmaterie gewesen, so überliefert Ovid.

Weiter heißt es dann:

“Als so der Gott, wer immer es war, die Materie geordnet, so sie zerteilt und die Teile zu wirklichen Gliedern gestaltet, ballte er gleich zu Beginn die Erde, damit sie auf jeder Seite sich gänzlich gleiche, zur Form einer riesigen Kugel.[i]

Während man die Erde als “riesige Kugel” aus der Schöpfungslegende des Ovid durchaus bei Gelehrten seiner Zeit findet, ist die Erwähnung des Chaos am Anfang der Welt nicht so leicht zu erklären. Eine rohe und unsortierte bzw. chaotische Masse mit “trägem Gewicht”, die sich im All zu “lose vereinigen Dinge” “ballte”, ist genau das, was Kosmologie über die Entstehung aller Himmelkörper heute sagt.

Bei Ovid wird daraufhin von einem ihm nicht bekannten Gott die lose zusammengefügte Materie geordnet, die Teile zu “Gliedern” geformt und daraus letztlich die Erde als gewaltige Kugel zusammengepresst. Nichts anders sagt die moderne Astronomie über Gravitation, Materie und die Entstehung der kosmischen Objekte und Strukturen wie Galaxien sowie der Erde an sich.

Natürlich ist auch in der Bibel die Erschaffung von Allem ein Werk Gottes. Eine Schöpfung durch die Gnade und Macht des Allmächtigen, der wie aus dem Nichts im 1. Vers der Bibel sogleich zur Tat schreitet:

Im Anfang schuf Gott (die) Himmel und Erde.“ (Gen. 1,1)

“Öde” und “leer” sei diese Ur-Erde anfangs gewesen, bis der Herr nach und nach seine Schöpfung erweiterte und vervollkommnete. Und letztlich nach sieben Tagen Arbeit mit allem fertig war. Nach einer wort-wörtlichen Übersetzung dieses Verses klingt die Schöpfung des Herrn aber weniger spektakulär, als wir sie alle aus der Bibel kennen:

Aus dem, was am Anfang war…”[ii]

Nach dieser wörtlichen Übersetzung existierte also etwas vor der Erschaffung der Welt. Dieses Material diente dann als Rohstoff oder Materie für den Akt der Schöpfung. Das klingt ähnlich wie bei Ovid und ist damit alles anderer als ein Schöpfungsakt aus dem Nichts. Die Vorstellung, dass die Erde aus Staub und anderer Materie durch die Anziehungskräfte zusammengepresst wurde, erwartet man sicherlich nicht in derart alten Schriften!

Als die Erde noch nicht fest war …

Die Ureinwohner im Gebiet des Flusses Noatak in Alaska erzählen in ihren Schöpfungslegenden ebenso einige spannende Details. Wie viele Völker weltweit berichten sie von den ersten Menschen im Himmel (s. a. HIER), die eines Tages von dort auf die Erde kamen. Zuvor aber war unser Planet noch nicht das, was er heute ist. Auch wenn der Himmel schon existierte, so die Überlieferung.

Vielmehr “war auch die Erde schon im Begriff sich zu formen und eine feste Kruste zu bekommen, noch ehe sie zu Land wurde”. Tatsächlich entdeckte der erste göttliche Mensch nach diesem Mythos später ein neues Land, “das gerade begonnen hatte, eine feste Kruste zu bilden”. Es war die Erde, auf der daraufhin nach und nach die Schöpfung erblühte.

Woher stammte das Wissen der Yupik (westliche Eskimos), wenn sie in ihrer Schöpfungslegende davon sprechen, dass unsere Erde erst eine “feste Kruste” bilden musste, um bewohnbar zu werden? Auch das ist eine moderne naturwissenschaftliche Erkenntnis, die man ebenso nicht in alten Mythen vermutet.

An der Elfenbeinküste in Afrika finden sich ebenso scheinbar moderne Kenntnisse in alten Überlieferungen vom Anfang des Seins. Zu Beginn sei “die Erde nur ein Schlammbrei” gewesen, aus dem sich langsam Wasser und Land trennten, erzählt man sich in Westafrika. In diesem “Schlammbrei” existierte zuerst eine Art mythologischer “Urzeit-Frosch”, der vom Himmel kam “als überhaupt noch kein Wasser da” war:

Man begann gerade erst, die Erde mit Wasser einzuebnen, und es gab nur da und dort einen Haufen Schlamm, dazwischen aber waren große Löcher und Spalten“.[iii]

Eine nicht minder erstaunliche Aussage, die moderne Kenntnisse der Kosmologie unserer Ahnen zeigt, stammt aus Indien.

Sterne sind “große Körper”, die von selber leuchten

In dem großen Epos Mahabharata erfahren wir, dass der Held Ardschuna unter “Donner” und “im Lichtglanze” von einem fliegenden Wagen der Göttin Indra in dem Himmel entrückt wurde. Ein „himmlisches Zaubergeblid war es, ein augenraubendes fürwahr“, erfahren wir in dem Epos weite. “Die Weltgegenden anfüllend mit Getöse, dem Donner gleich”, so sei dieser Götterwagen angeflogen gekommen (s. a. HIER).

Die “Finsternis aus der Luft scheuchend, und erleuchtend die Wolken all”, kam dieses göttliche Fluggerät vom Himmel herab, um den Helden mitzunehmen. So bestieg der “Feinde Schreck” Ardschuna den “sonnen-ähnlichen Wagen” und flog mit diesem, gelenkt von einem himmlischen Lenker (Piloten) in die Himmelsstadt Indras.

Dabei macht die Überlieferung recht beiläufig eine interessante Feststellung, in dem es darin heißt:

Als er nun dem Bezirke nahte, der unsichtbar den Sterblichen, Erdenwandlern, sah Wagen, wunderschön er zu Tausenden. Dort scheint die Sonne nicht, Mond nicht, dort glänzt das Feuer nicht, sondern im eigenen Glanz leuchtet allda, durch edler Thaten Kraft, was in Sternengestalt unten auf der Erde gesehen wird, ob großer Ferne gleich Lampen, obwohl es große Körper sind.”[iv]

Die Deutlichkeit dieser Aussage ist fast schon erschreckend.

Der oder die Autoren dieser Geschichte haben korrekte Kenntnisse vom Aufbau des Universums festgehalten, die weit über eine Erde in Kugelform hinausgehen: Sterne erscheinen auf der Erde nur wie Lampen, sind aber in Wahrheit “große Körper”, die aus eigener Kraft in der Dunkelheit des Himmels leuchten.

Hier könnte man sogar die Aussage, dass dort kein Feuer brennt, dahingehend deuten, dass vom Vakuum des Alls gesprochen wird. Bekanntlich brennt bzw. “glänzt” dort ohne Sauerstoff tatsächlich kein Feuer …

In diesem Zusammenhang findet sich auch im äthiopischen Buch des biblischen Propheten Henoch eine seltsame (aber unklare!) Bemerkung.

Das All ist luftleer

Als der Prophet nach dieser Überlieferung in den Himmel zum “Höchsten” entrückt wurde, kam er dort zu einer Art gläsernem “Haus”. Es war das Haus des Höchsten, das wie “aus Hagelsteinen (oder Kristallsteinen) erbaut war”. “Seine Decke wie die Bahn der Sterne und wie Blitz” und “flammendes Feuer rings um die Wände”, bemerkt das 1. Buch Henoch dazu unter anderem.

Was aber Henoch bei dieser Reise in den Himmel geradezu in Panik versetzte war der Umstand, dass es dort keinen Sauerstoff gab. In Kapitel 14, ab Vers 13, steht dazu:

Und ich trat ein in jenes Haus, das heiß wie Feuer und kalt wie Schnee war; darin war keine Lebensluft vorhanden; mich umwehte Furcht, und zittern packte mich. Ich ward erschüttert, und zitternd fiel ich auf mein Angesicht.”[v]

Ist die Feststellung Henochs, der nicht vorhandenen Luft (zum Atmen), ein Hinweis auf das Wissen, dass das Universum eben ein luftleerer Raum ist? Konnten sich Menschen vor Jahrtausenden überhaupt vorstellen, dass es außerhalb der Erde im Himmel keinen Sauerstoff bzw. keine Luft zu Atmen gab?

An dieser Stelle darf aber nicht übergangen werden, dass andere Übersetzungen des 1. Buch Henoch diesen Vers anders wiedergeben. Zum Beispiel als “nichts von Lebensfreude war daselbst”[vi] oder “darin war keinerlei Annehmlichkeit vorhanden”[vii]. Wieder andere Übersetzer nennen hier allerdings auch “Lebensluft” und merken zudem an, dass “Luft und Leben” gemeint sei.[viii]

Auch in der griechischen Apokalypse des Baruch finden wir einen ähnlichen Hinweis. Darin heißt es, dass der Prophet im Zorn dem Herrn schlimme Vorwürfe machte, so dass dieser einen seiner “Engel” zu ihm auf die Erde sandte. Baruch solle, so der Abgesandte des Himmels, aufhören “Gott zum Zorne zu reizen”. Als Gegenleistung für sein Schweigen würde dieser dem Propheten “andere Geheimnisse zeigen, die noch größer sind als diese”.

Diesen Deal ging Baruch ein und versprach, dass er dann auch seine Schmähungen gegenüber dem Herrn unterlassen werde. So ging es dann zuerst in den “1. Himmel” hinauf:

“Da sprach zu mir der Kräfte Engel: ‚Wohlan! So zeig ich dir die göttlichen Geheimnisse.‘

Da nahm er mich und brachte mich dahin, wo fest der Himmel sitzt, und wo ein Fluss dahin fließt, den niemand zu durchschreiten wagt, wo nicht der fernste Windhauch ist von allen gottgeschaffenen Winden.” (Kapitel 1, ab Vers 8)

Ab hier schildert die Schrift dann den Aufstieg in verschiedene Himmel Gottes und seine Geheimnisse. Ähnlich wie bei anderen Himmelsreisen, bei denen verschiedene Stationen eingelegt wurden, bis der Auserwählte im letzten „Himmel“ auf den Höchsten trifft. Nur: Warum wird hier erzählt, dass bereits im ersten Himmel nicht mal mehr das kleinste Lüftchen wehte?

Eben da es außerhalb der Erdatmosphäre keine Luft und damit keinen “Windhauch” gibt?

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Am Anfang war das Chaos

Von einem Chaos vor der Entstehung der Erde bzw. des Universums wissen auch fernöstliche Mythologien zu berichten. Uralte Legenden aus China berichten, dass am Anfang der Zeiten das Chaos herrschte.[ix] Aus diesem “stieg das Lichte, Reine hervor und bildete den Himmel; das Trübe, Schwere aber gerann und formte sich zur Erde”. Daraufhin folgte die Entstehung unzähliger Geschöpfe und Arten, die “Anfang, Wachstum und Vollendung haben”. Letztlich sei daraus auch der Mensch hervorgebracht worden.

Wussten die Chinesen von einem Urknall bzw. davon, dass die Materie (das “Schwere”) erst zu Himmelskörpern “gerinnen” musste?

Später übrigens, so die Überlieferung weiter, kreiste “ein großes Gestirn in der Mitte des Firmaments” von dem ein “überirdisches Wesen” zur Erde kam. Dieses menschenähnliche Wesen sei mit einem “glänzenden Strahl zur Erde” gekommen und habe den ersten Menschen allerlei Dinge gelehrt. Von der Zubereitung von Nahrung bis zum “Lauf der Gestirne” …

In diesem Beitrag HIER auf Grenzwissenschaft und Mystery Files habe ich über diese rätselhafte Himmelswesen bereits berichtet.

Mythologien mit modern klingendem Wissen kennen auch die Japaner.[x] Etwa in der Chronik “Kojiki” (dem “Bericht über die alten Dinge”), der 712 nach Christus von Futo no Yasumaro niedergeschrieben wurde. Sie gilt als die älteste Chronik Japans. Yasumaro schreibt darin, dass am Anfang der Welt “das Chaos angefangen hatte, sich zu verdichten” und sich so die Erde vom Himmel trennte. Damals seien “weder Urkraft noch Form schon offenbar” gewesen.

Auch das erinnert stark an die Entstehung der Erde aus einem Chaos der Materie, die sich nach und nach zu unserem Planeten verdichtete.

Kosmischer Staub und der Keim des Lebens

Astronomen nennen dies eine “Protoplanetare Scheibe”. Materie aus Staub, Gasen und kleinen Teilchen, die um eine Sonne kreist und sich durch die Gravitation in Millionen von Jahren zu Planeten zusammenballt. Kosmischer Staub und Material, wie ihn moderne Astronomen überall im Universum beobachten können. Und der die Grundbausteine – die Keime – des Lebens enthält.

Das wussten aber schon die Japaner vor über einem Jahrtausend. Ähnliches kennt nämlich auch der Mythos “Nihongi” aus Japan.

Diese rund 1.300 Jahre alte Chronik weiß sogar davon zu erzählen, dass am Anfang in der “chaotischen Masse (…) ein Keim” des Lebens vorhanden war. Aus diesem Urzustand des Universums bildeten sich zuerst der Himmel aus dem “leichten” Material und danach die Erde aus den “schweren und trüben” Elementen des Chaos. Auch das entspricht unseren Kenntnissen der Astronomie.

Fraglos lohnt es sich bei der Jagd nach den Astronautengöttern in den Mythen der Völker auch “zwischen den Zeilen” zu lesen. Schon diese wenigen Beispiele zeigen, dass unser modernes Wissen vom Aufbau und der Entstehung des Universums bzw. der Erde so modern gar nicht zu sein scheint.

Das es auch außerhalb der Erde Leben gibt, war hingegen eine Art Grundwissen unserer Vorfahren. Sie nannten sie nur nicht Außerirdische oder Aliens, wie wir heute, sondern Götter, Himmlische, Lehrmeister, Ahnen etc.

Hierzu kann durchaus auch jene sonderbare Geschichte gezählt werden, die über Abraham überliefert ist. Der Stammvater, so sagt es ein Apokryph, sei einst von den Himmlischen von der Erde ins All zu einem sich selbst drehenden Ort geholt worden. Seine Beschreibungen, wie in diesem Video und Blog-Artikel HIER zitiert, erinnern zweifellos an eine sich um die eigene Achse drehende Raumstation …

Was denkst DU darüber? Diskutiere gerne bei Facebook mit.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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[i] Sproul, Barbara C.: Schöpfungsmythen der westlichen Welt. München 1994
[ii] Langbein, Walter-Jörg: Am Anfang war die Apokalypse. Lübeck 2000
[iii] Niederhäuser, Hans Rudolf: Fremde Länder – Fremde Völker. Stuttgart 19620
[iv] Bopp, Franz.: Ardschuna´s Reise zu Indras Himmel. Berlin 1824
[v] nach: Weidinger, Erich: Die Apokryphen. Augsburg 1989
[vi] Flemming, J. & Rademacher, L.: Die griechischen christlichen Schriftsteller der erste drei Jahrhunderte, Band 5: Das Buch Henoch. Leipzig 1901
[vii] Rießler, Paul: Altjüdisches Schrifttum außerhalb der Bibel. Heidelberg 1928/1988
[viii] Kautzsch, Emil: Die Apokryphen und Pseudepigraphen des Alten Testament. Band 2, Tübingen 1900 (Darmstadt 1975)
[ix] Sproul, Barbara C.: Schöpfungsmythen der östlichen Welt. München 1993
[x] Florenz, Karl: Die historischen Quellen der Shinto-Religion. Göttingen 1919

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Die “Raumschiff-Vision” des Ezechiel: Hat der biblische Prophet den Thronwagen Gottes abgeschrieben? (Artikel + Videos)

Die "Raumschiff-Vision" des Ezechiel: Hat der biblische Prophet abgeschrieben? (Bilder: gemeinfrei & Archiv E. v. Däniken / Bearbeitung/Montage: Fischinger-Online)
Die “Raumschiff-Vision” des Ezechiel: Hat der biblische Prophet abgeschrieben? (Bilder: gemeinfrei & Archiv E. v. Däniken / Bearbeitung/Montage: Fischinger-Online)

Es gibt in der Prä-Astronautik eine Handvoll Themen, die man ohne Bedenken als Klassiker bezeichnen kann. Der biblische Prophet Ezechiel und seine „Visionen“ vom „Thronwagen Gottes“ gehören zweifellos dazu. Erlebt haben will der Prophet diese himmlischen Erscheinungen der „Herrlichkeit des Herrn“ vor nun rund 2.600 Jahren. Göttliche Visionen seien es gewesen, sagt die Theologie. Wogegen die Prä-Astronautik es seit über einen halben Jahrhundert als ein technisches Fahrzeug von Außerirdischen betrachtet. Was jedoch beim diesem Klassiker der Ancient Aliens-Thematik praktisch nie beachtet wird, ist, dass bereits Jahrhunderte vor Ezechiel diese „Vision“ auch ein anderer Prophet hatte. Und wie der Text des Ezechiel, so gilt auch seine Beschreibung als authentisches Werk des Propheten selbst. Sein Name: Jesaja. Dieser Artikel berichte von ihm und anderen seiner Mitstreiter Gottes.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

UFOs und Aliens in der Bibel

Autoren und Forscher der Prä-Astronautik stöbern auch und vor allem in alten Schriften und Texten nach möglichen Hinweisen auf die Götter aus dem All. Das ist tägliches Brot und ein Kernthema der gesamten These um Außerirdische, die vor Jahrtausenden unsere Erde besuchten.

Geleitet werden diese (und ich) von einer ganz einfachen wie spekulativen Grundannahme: Wenn die frühe Menschheit wirklich von Aliens besucht wurde, muss es in den religiösen Aufzeichnungen der Menschheit Spuren dieser Begegnungen geben. Und die gibt es in Massen in allen Mythen und Überlieferungen der Welt. Allerdings nur dann, wenn man diese religiösen Schriften, Texte und Bücher so deuten möchte.

Somit liegt es mehr als nahe, auch in der Bibel als das Religionsbuch überhaupt nach diesen Hinweisen zu suchen. Schließlich sind die Schriften des meist verkauften Buches der Erde (meistens) problemlos und umgehend zur Hand. Schnell kann man so nach den „UFOs und Aliens der Bibel“ suchen.

Und gerade bei den Schriften des Propheten Ezechiel wird man schnell fündig. Jahrzehnte schon sind seine Erlebnisse mit dem „Thronwagen des Herrn“ Paradebeispiele für die Prä-Astronautik. Immerhin berichtet der Gottesmann bereits zu Beginn seines von ihm selber verfassten Textes wie er einen Himmlischen Wagen hat vom Himmel fliegen sehen. Geschehen sie dies um das Jahr 593 vor Christus.

Das “Raumschiff des Ezechiel”

Ein Fahrzeug Gottes sei damals gekommen, wie Ezechiel einst glaubte. Und der Pilot dieser „Herrlichkeit des Herrn“ genannten Erscheinung war für ihn der Herr. Daran änderte sich auch nichts, als der Prophet bei einer späteren Begegnung mit diesem Wagen des Himmel vom Herrn mit auf einen Flug genommen wurde.

Heute kennt zweifellos selbst jeder Neuling der Astronautengötter-Themen diese Beschreibungen aus dem Alten Testament. Nachzulesen ab Kapitel 1 bei Ezechiel. Gleichfalls auch das „Raumschiff des Ezechiel“, wie es einstmals von NASA-Ingenieur Josef F. Blumrich anhand der Bibel „rekonstruiert“ wurde.

Für Bibelforscher und Theologen alles Unsinn, Blasphemie und Phantasie. Die „im Sturmwind“ mit Donner und Getöse Erscheinung, die zum Propheten geflogen kam, sei nichts als eine spirituelle Vision. Sagt die Bibelforschung. Vielleicht inspiriert durch Nordlichter, wie es Mitte des 19. Jahrhunderts in diese Diskussion gebracht wurde.

Grundsätzlich aber gilt, dass kein Wagen und auch kein echter Thronwagen mit Gott herbei flogen und Ezechiel kontaktierte. „Göttlich inspiriert“ seien die mehrfachen Erscheinungen des Flugobjektes schon (sonst stünde der Text auch nicht im Kanon der Bibel), aber eben nicht physisch.

Himmlische Flugwagen hatte der biblische Gott aber eine ganze Menge. „Die Wagen Gottes sind zahllos, tausendmal tausend“, weiß etwa schon Psalm 68,18 zu berichten. Und tatsächlich finden sich in den Texten des Alten Testamentes und vor allem auch in den Apokryphen unzählige Beispiele von Erscheinungen des „Thronwagen des Höchsten“. In dem Buch “Götter der Sterne” habe ich dieses Thema sehr umfassend darlegt. Im Rahmen eines Blog-Artikels ist das natürlich nicht möglich.

Allerdings kann man die Bedeutung des Buches Ezechiel für die Prä-Astronautik nicht deutlich genug betonen. Warum? Weil es eben fast immer nur seine Begegnungen mit „Gott“ sind, die rezitiert werden. Auch wenn es Ausnahmen gibt.

Jesaja und der “Thronwagen Gottes”

Eine Art Arbeitskollege des Ezechiel war in biblischen Zeiten der Prophet Jesaja. Auch dieser Jesaja hat eine alttestamentarische Schrift hinterlassen. Sein Buch wird heute aufgrund seiner sprachlichen Gestaltung von der Bibelforschung sogar als einer der Höhepunkte des Alten Testamentes angesehen.

Interessant ist auch hier die Berufung des Propheten, die sich bei ihm in Kapitel 6 findet. Der Text, so wie er heute im Alten Testament zu finden ist, datieren die Bibelforscher in Zeit um 735/734 vor Christus (s. auch 2. Kön. 16,5-9). Dabei ist es interessant, dass der erste Teil des Buches mit ziemlicher Sicherheit aus Jesajas eigener Feder stammt.

(Jes. 40-55 sind jedoch wahrscheinlich nachträglich angefügt worden, was uns aber an dieser Stelle nicht interessieren soll.)

Folglich hat der Prophet seine Beobachtungen selber niedergeschrieben. Wie Ezechiel. Denn in diesem ersten Teil findet sich die Berufung des Jesaja durch „Gott“ auf seinem Himmelswagen. Das sei um das Jahr 740 vor Christus, im Todesjahr des Königs Usija (Jes. 6,1) gewesen.

Also gut 150 Jahre vor der legendären Berufung des Ezechiel!

Anders als bei dem im Babylonischen Exil lebenden Ezechiel soll das in Jerusalem geschehen sein. Und so beginnt das sogenannte „Immanuelbuch“, die Berufung Jesajas zum Propheten, mit ähnlichen Elementen, wie sie vom „Raumschiff des Ezechiel“ bekannt sind:

Im Todesjahr des Königs Usija sah ich den Herrn. Er saß auf einem hohen und erhabenen Thron. Der Saum seines Gewandes füllte den Tempel aus. Serafim standen über ihm. Jeder hatte sechs Flügel: Mit zwei Flügeln bedeckten sie ihr Gesicht, mit zwei bedeckten sie ihre Füße, und mit zwei flogen sie.“ (Jes. 6,1-2)

Diese geflügelten Serafim oder Seraphe sind aus verschiedenen Texten bekannt. Zum Beispiel aus dem apokryphen Buch „Schatzhöhle“. Hier begleiten sie Adam und Eva als diese in das himmlische Paradies aufgenommen wurden (s. Video unten bzw. HIER). Seraphe und Cherube waren, so dies Apokryph, bei diesem Flug mit dem „Thronwagen Gottes“ ebenfalls dabei.

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Feurige “Flügelwesen”

Diese ominösen, geflügelten Gestalten sind eng mit den Cherube verwandt, wenn nicht sogar identisch. Serafim bedeutet etymologisch die „Brennenden“ und ihr Name soll mit einem „brennenden, strahlenden Lichtglanz“ zusammenhängen. Ein Strahlen, das diese umgab, weshalb sie auch als „Feuerengel“ bekannt sind. In der christlichen Tradition sind es schlicht Engel aus dem Reich des Herrn. Allerdings zwei unterschiedliche Klassen dieser angeblichen Geistwesen:

Es sind menschliche, aber mit sechs Flügeln versehende Gestalten; sie erinnern an die geheimnisvollen Wesen, die den Wagen Jahwes in Ezechiel 1 und 10 tragen (…) Die spätere Überlieferung hat zwei Engelklassen mit den Namen Serafim und Kerubim benannt.

Mit späterer Überlieferung ist natürlich das Christentum gemeint. Bekanntlich verdanken wir dem christlichen Eifer die nicht mit der Bibel übereinstimmende Erfindung allerlei Engel-Wesen und ihren Hierarchien. Mehr dazu in diesem Blog-Artikel HIER.

Jesaja sah also nach eigener Aussage eine überaus „strahlende“ und/oder „feurige“ Erscheinung kommen. Eben typisch für das Alte Testament und verwandtes Schriftgut. Es liegt auf der Hand, dass jeder der „Typ Seraphe“ mit sechs Flügeln versehen war, da es der Prophet selber überliefert. Aber nur zwei davon wurden bei diesem Flugmanöver benötigt. Eigentlich ein Widerspruch zur Tradition des Christentums, da hier Engel eigentlich nicht mit sechs Flügeln darstellt wurden und werden …

Diese Cherube des Thronwagens des Ezechiel und anderer „Augenzeugen“ besaßen je zwei Flügelpaare. Augenscheinlich ein einer Typ der Herrlichkeit vom Himmel. In der theologischen Auslegung heißt es allerdings, dass die „Wesen“ mit zwei Flügeln ihre Gesichter „aus Furcht, Jahwe zu schauen“, bedeckten. Dann würden sie also mit zwei weiteren „aus Furcht“ vor dem Höchsten ihre Füße bedecken? Auch wenn die „Füße“ in diesem Zusammenhang als die „Geschlechtsteile“ der Wesen interpretiert werden.

Alles in Allem soll Jesaja durch die Erscheinung „die Transzendenz Gottes und die Unwürdigkeit des Menschen offenbar“ geworden sein.

Der fliegende Herr

Prä-Astronautisch gesehen reichte schlicht nur ein Flügelpaar aus, um sich in dieser Situation fortbewegen zu können. Jahwe befand sich schließlich auch im Landeanflug, und die anderen Paare wurden vielleicht nur für weitere (schnellere) Flüge genutzt.

Natürlich fehlten bei Jahwes Niederkunft auch keine Erschütterungen und Qualm (Rauch) in der Umgebung, denn Jesaja notierte:

Die Türschwellen bebten bei ihrem lauten Ruf, und der Tempel füllte sich mit Rauch.“ (Jes. 6,4)

Dieser „Ruf“ soll sich, so Jes. 6,3, wie eine Lobpreisung an den Herrn angehört haben, da die Seraphe ständig „heilig, heilig“ etc. brüllten. Bringt aber eine Preisung der Engel die Erde zum Beben und lässt Rauch aufsteigen? Kaum, aber eine starke Antriebsleistung ist dazu im Stande.

Das zweite Buch Samuel beinhaltet ebenfalls einen interessanten Bericht über die donnernde Herniederkunft Jahwes. In diesem Beispiel wird berichtet, dass König David seinen Gott im Himmel anrief, der schließlich mit seinem fliegende Wagen zur Erde fuhr:

Da wankte und schwankte die Erde, / und die Gründe des Himmels erbebten. / Aus seiner Nase quoll Rauch, / aus seinem Munde kam fressendes Feuer, / (…) Er neigte den Himmel und fuhr herab, / und dunkles Gewölk lag ihm unter den Füßen. Auf einem Cherub saß er und flog dahin, / auf Sturmesflügeln schwebte er einher.“ (2. Sam. 22,8-11)

Bei dieser Erscheinung soll der Höchste sogar im Himmel „Donner rollen“ gelassen haben und mit „dröhnender Stimme“ umhergezogen sein. Noch dazu „schoss er seine Pfeile ab“ und „schleuderte Blitze“ (2. Sam. 22,14-15). Wie anders sollte ein technisch uninformierter Beobachter ein fremdes Fluggerät beschreiben?!

Die “Hand Gottes”

Auch der der Prophet Jesaja sah eine ähnliche Erscheinung, die ihm Angst bereitete. „Weh mir, ich bin verloren“, rief er aus und lag dabei sicher vor Ehrfurcht erstarrt auf dem Boden. Unreine Lippe haben er und auch das Volk um ihn herum, weswegen er um sein Leben fürchtet, heißt es in Jes. 6,5.

Bevor Jahwe das Wort ergriff, kam ein Seraph auf ihn zu, und berührte Jesajas Lippen mit einer glühenden Kohle (Jes. 6,6-7). Dadurch, so das Wesen, wäre seine Schuld getilgt, und der „Herr“ richtete das Wort an ihm, um Jesaja zum Propheten zu erheben (Jes. 6,7-13).

Es liegt auf der Hand, und der Bericht bestätigt dies, dass Jesaja den Wagen äußerst ängstlich bei seiner Landung beobachtete. So wie auch Ezechiel. Wie soll man aber die glühenden Kohlen deuten, die in der Theologie als „Sühneritus“ verstanden werden? Tatsächliche glühende Kohlen, die der Seraph laut Jes. 6,6 mit einer „Zange“ vom „Altar“ nehmen musste, waren es kaum.

Auch könnte diese „Zange“ der „Arm“ gewesen sein, den einst der Priester Ezechiel sah. Ein solcher Arm war an jedem Cherub angebracht, wie der Prophet notierte. Auch diese Arme wurden in der Prä-Astronautik durch das Buch „Da tat sich der Himmel auf“ von Josef F. Blumrich weltweit bekannt. Blumrich deutete sie, inspiriert durch Erich von Däniken sein Buch „Erinnerungen an die Zukunft“ (1968) als mechanischen Greifarm. Eine Art Roboterarm mit Hand, die damit alles anderes als „die Hand Gottes“ war.

Interessant ist bei der Arbeit von Blumrich übrigens auch, dass die Texte von Jesaja gar nicht kannte. Zumindest nutze er ausschließlich bei der Arbeit an seinem “Raumschiff des Ezechiel” dessen Buch. So Blumrich in einem Interview mit mir, das Ihr HIER online findet.

Jesaja vs. Ezechiel

Es besteht nicht der geringste Zweifel, dass der Prophet Jesaja seine Erlebnisse vor Ezechiel hatte und niedergeschrieben hat. Das war vor 2.759 Jahren. Doch nur die Aussagen von Ezechiel wurden in der Grenzwissenschaft geradezu legendär. Ein Grund ist natürlich, dass seine Texte wesentlich umfangreicher, detaillierter und spannender sind.

Kein Zweifel besteht in der Bibelforschung aber auch dahingehend, dass beide Texte von den Propheten selber geschrieben wurden. Damit unterscheiden sie sich von den unzähligen anderen Erwähnungen des Thronwagens in anderen und zum Teil wesentlich jüngeren Texten und Büchern. Schriften, deren wirkliche Autoren wir nicht mehr kennen.

In diesem Zusammengang sind die Erzählungen von Adam und Eva fraglos das beste Beispiel. In diesen überaus interessanten und an anderen Stellen (HIER, HIER, & Video unten bzw. HIER) detailliert diskutierten Texten erzählt nämlich das erste Menschenpaar selber. Es sind teilweise Erzählungen unter christlichen Einfluss, in denen Eva und/oder Adam in der „Ich-Form“ von ihren Erlebnissen mit derartigen Gefährten vom Himmel berichten. Zum Beispiel im Garten Enden nach dem „Sündenfall“, als dieser tosend ins Paradies kam und landete. Oder auch, als die Leiche Adams damit weg geflogen wurde.

Es wird wohl niemand ernsthaft annehmen, dass Adam und Eva selber diese Schriften verfasst haben. Anders sieht es bei dem letzten Buch der Bibel aus.

Die Offenbarung des Johannes

Auch in der Apokalypse oder Offenbarung des Johannes finden wir den „Thronwagen Gottes“. Ein zweifellos christliches Buch aus dem 1. Jahrhundert, in dem sich jahrhundertealte Motive wiederfinden. In der Tradition vieler „göttlicher“ Offenbarungen findet sich auch zu Beginn der Apokalypse des Johannes der Hinweis, dass er entrückt wurde:

Danach sah ich: Ein Tür war geöffnet am Himmel; und die Stimme, die vorher zu mit gesprochen hatte und die wie eine Posaune klang, sagte: Komm herauf, und ich werde dir zeigen, was dann geschehen muss. Sogleich wurde ich vom Geist ergriffen. Und ich sah: Ein Thron stand im Himmel; auf dem Thron saß einer, der wie eine Jaspis und ein Karneol aussah. Und über den Thron wölbte sich ein Regenbogen, der wie ein Smaragd aussah.“ (Off. 4,1-3)

Schwer vorstellbar, dass Johannes in den Himmel geholt und vor einen königlichen Thron geführt wurde. Einem Thron, auf dem dann bequem „Gott“ saß. Oder mit den Worten des Johannes „einer, der wie Jaspis und ein Karneol aussah“, denn Gott nennt er nicht.

Natürlich ist auch das wiederum aus anderen Schriften bekannt. In einem Apokryph mit Namen „Ezechiel der Tragiker“ soll sogar Moses selber solch einen strahlenden Thron mit dem fremden Wesen gesehen haben. Weiter heißt es darin sogar, dass Moses diesen Thronwagen bestiegen habe und damit die Erde verließ (mehr im Blog-Artikel HIER).

Selbst der „Regenbogen“ in der Offenbarung, der Schein des Fluggerätes, ist im Buch Ezechiel zu finden (Ez. 1,26-28). Ebenso in anderen jüdischen und christlichen Texten zum Thema „Wagen Gottes“.

Das sind Parallelen, die kein Bibelforscher abstreitet. Im Gegenteil, denn wenn man in biblische Nachschlagewerke, Anmerkungen und Lexika schaut, werden diese sogar immer unterstrichen. Auch Professor Robin Lane Fox, einer der bekanntesten Bibelforscher unserer Zeit, vertritt die Meinung, dass Ezechiels „Vision“ den Schreiber der Offenbarung stark „beeinflusst“ habe. Gleichzeitig habe sich der Autor bei seiner Erfahrung auch aus den Texten des Propheten Daniel (Dan. 7,1+) bedient, so Fox und die Bibelexegese. Und Jesajas ähnliche und zugleich älteste Beschreibung macht da keine Ausnahme.

Gesehen oder nicht?

Folgerichtig hat der Texter der Apokalypse Beschreibungen andere Propheten einfach übernommen. Das wiederum bedeutet, dass er diese Erscheinung in der Form überhaupt nicht hatte. Ist dies aber der Fall, sind auch die folgenden „Prophezeiungen“ der Apokalypse mehr als fragwürdig. Und das beim letzten und für das Christentum theologisch wichtigsten Buch der gesamten Bibel. Immerhin verspricht die Offenbarung im Kern allen Gläubigen das ewige Leben und eine Rettung vor dem Ende aller Tage …

Die Lösung könne ganz einfach sein: Ezechiel, Jesaja, Johannes und all die anderen Autoren sahen alle den „Thronwagen Jahwes“. Und so beschrieben sie ihn natürlich auch alle ähnlich. Ob deren Schriften nun Teil der Bibel sind, oder nicht.

Innerhalb der Bibel finden sich nur Bücher, die „göttlich inspiriert“ sein sollen. War aber Johannes von Gott inspiriert, als er aus Texten, die schon zu seiner Zeit Jahrhunderte alt waren, Beschreibungen übernahm?

Erstaunlich ist auch die religiöse Interpretation als „Visionen von Gott“ an sich. Der „Heilige Geist Gottes“ habe hier auf die Autoren direkt oder indirekt gewirkt und diese inspiriert (s. auch Blog-Artikel HIER). Dies tat er also im 1. Jahrhundert nach Christus ebenso wie 740 vor Christus …

„Wie lebende Wesen“

Es ist gleichgültig wie genau die „Wesen“ unter dem himmlischen Thron genau genannt wurden, immer sahen sie aus „wie lebende Wesen“. Und der Herr oben auf dem Gefährt sah auf „wie ein Mensch“. Trotzdem sind innerhalb und außerhalb der Bibel diese geflügelten Gestalten ein Kernelement dieser Berichte.

Beispiel „Apokalypse des Abraham“, in der wir ab Vers 18,1 lesen:

„(es) hebt sich empor das Feuer, das auf der Feste war. Ich hörte eine Stimme gleich dem Meeresbrausen, und durch des Feuers reiche Fülle hört sie nicht auf. Und wie das Feuer, in die Höhe steigend, sich erhebt, erblick ich unterm Feuer einen Feuerthron und rings um ihn Vieläugige, die jenes Lied vortragen, und unterm Thron vier Feuerlebewesen singen.

(…)

Die beiden Flügel an den Schultern bedeckten ihre Angesicher, die beiden Flügel an den Lenden ihre Füße; die beiden Mittelflügel breiten sie beim Vorwärtsfliegen aus.

(…) und auf den Rädern war ein Thron, den ich erblickt, und dieser war bedeckt mit Feuer, und Feuer floss ringsher um ihn; es war ein unbeschreiblich Feuer auch um eine Feuerschar.“

Hier erschien also auch der „Typ Seraph“ mit sechs Flügel. Und obwohl das Buch „Apokalypse des Abraham“ nicht in der Bibel steht, sahen die feurigen Wesen auch darin so aus, wie Ezechiel sie beschrieb. „Ein jedes hatte vier Gesichter“, heißt es in den Versen 18,4-6, die wie Löwe, Mensch, Stier und Adler ausgehen hätten. „Vier Häupter saßen auf ihren Leibern, so dass die vier Geschöpfe sechszehn Köpfe hatten“, heißt es in dem Apokryph.

Übrigens ist es mehr als spannend, was laut der “Apokalypse des Abraham” weiter geschah. Im weiteren Verlauf des Buches wird beschrieben, wie Abraham (oder wer auch immer es war) die Erde mit diesem Fluggerät verließ. So kam er zu einer sich drehenden Raumstation im All (s. Video unten)!

Vier Gesichter

Das klingt schon recht gruselig, ist aber doch im Kern identisch mit der „Vision“ des Ezechiel. Der fromme Mann notierte:

Ihre Angesichter waren vorn gleich einem Menschen, und zur rechten Seite gleich einem Löwen bei allen Vieren, und zu linken Seite gleich einem Ochsen bei allen Vieren, und hinten gleich einem Adler bei allen Vieren. Ihre Flügel waren nach oben ausgespannt. Mit zwei Flügeln berührten sie einander, und mit zwei bedeckten sie ihren Leib.“ (Ez. 1,10-11)

Abgesehen davon, dass man hier durchaus sechs Flügel interpretierten könnte (zwei nach oben, zwei berührten die der anderen „Wesen“ und zwei hingen herunter), hat schon das frühe Christentum diese Schilderung für sich gedeutet.

Der legendäre Kirchenvater Hieronymus (347 bis 420 nach Christus) meinte, dass die vier Gesichter ein Sinnbild der vier Evangelien sind. Also der vier anerkannten Schriften des Neuen Testamentes, die vom Leben und Wirken Jesus Christus erzählen. Demnach wäre Ezechiels „Vision“ fast 600 Jahre vor der Geburt Jesus eine Art Prophezeiung der späteren Evangelien, die in die Bibel aufgenommen wurden.

Hieronymus stellte sich das mit den Evangelisten und den „Wesen“ etwa so vor:

  • Mensch = Matthäus, da er am Anfang seines Evangeliums ein Geschlechtsregister aufführt; die sogenannte „Abstammung Jesu“ (ab Mt. 1,1).
  • Löwe = Markus, da er zu Beginn seines Evangeliums angeblich einen „löwenhaften“ Ruf besitzt.
  • (Opfer-)Stier = Lukas, da mit dem Opfer Sacharjas seine Schrift beginnt (ab Luk. 1,8).
  • Adler = Johannes, da sein Prolog  „adlerhaft“ sein soll. Im Sinne der Idee der Götter aus dem All wäre auch das denkbar:

Das kann man glauben, muss man aber nicht.

  • Flügel = Flug = Adler
  • Getöse und Lärm = brüllendes Tier = Löwe
  • Menschenhände = Mensch
  • Füße bzw. Fußsohlen wie Rinder = Stier

Auch das kann man glauben …

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Neues Buch von Erich von Däniken: “Neue Erkenntnisse: Beweise für einen Besuch von Außerirdischen in vorgeschichtlichen Zeiten”

Erich von Däniken "Neue Erkenntnisse: Beweise für einen Besuch von Außerirdischen in vorgeschichtlichen Zeiten"(Bilder: LAF / KOPP-Verlag / NASA / Montage: Fischinger-Online)
Erich von Däniken “Neue Erkenntnisse: Beweise für einen Besuch von Außerirdischen in vorgeschichtlichen Zeiten”(Bilder: LAF / KOPP-Verlag / NASA / Montage: Fischinger-Online)

Soeben ist das 41. Buch von Erich von Däniken erschienen: “Neue Erkenntnisse: Beweise für einen Besuch von Außerirdischen in vorgeschichtlichen Zeiten“, so der Titel des im KOPP-Verlag veröffentlichen Werkes von EvD. “Erich von Däniken präsentiert Ihnen in diesem Buch seine neuesten und spektakulärsten Forschungsergebnisse”, so heißt es in der Ankündigung des Verlages. Alle Infos, Details und mehr zu diesem neuen Däniken-Buch finde Ihr wie immer in diesem Beitrag!


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Die neuesten Zeugnisse einer uralten Wahrheit

Erich von Däniken präsentiert Ihnen in diesem Buch seine neuesten und spektakulärsten Forschungsergebnisse. Er verbindet diese neuen Indizien intelligent mit denen, die sich in mittlerweile 41 Werken von ihm niedergeschlagen haben.

Dabei wird deutlich: Auch diese neuen Erkenntnisse stützen die Theorie, die der Bestsellerautor seit Langem vertritt. Vor Tausenden von Jahren kamen Außerirdische auf die Erde; sie vermittelten den Menschen bis dahin unbekannte Fertigkeiten und sorgten für einen Wissenssprung.

Der Krieg der Götter

Uralte Schriften aus Indien, Sibirien, Tahiti und vielen anderen Regionen der Erde berichten unabhängig voneinander von einem Krieg der Götter im Weltall. In der Schlacht wurden Waffen von unvorstellbarer Zerstörungskraft eingesetzt. Beim Einsatz einer dieser Waffen explodierte ein kompletter Planet.

Über Jahre regnete es Feuer vom Himmel

Überlieferungen aus allen Teilen der Erde schildern übereinstimmend und in Details die grauenhaften Auswirkungen der Schlacht im All. Über Jahre hinweg gingen endlose Meteoritenschauer auf die Erde nieder. Die Menschen der damaligen Zeit versuchten, sich davor zu schützen, und schufen so weitere Zeugnisse, die den Sternenkrieg und den Kontakt mit Wesen 3von anderen Planeten belegen.

Millionenstädte unter der Erde

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Mehr E. v. Däniken auch HIER: Grenzwissenschaft & Mystery Files Online-Shop rund um die Rätsel der Welt

Um vor den zerstörerischen Gesteinsbrocken sicher zu sein, gruben die Menschen kilometerlange Gänge unter der Erde; sie schafften dort auch Platz für Dörfer und ganze Städte. Erich von Däniken illustriert dies mit beeindruckenden Beispielen, die auf der ganzen Welt zu finden sind.

Die dreifingrigen Wesen von Nazca

Zu den neuen Entdeckungen, die Erich von Däniken in diesem Buch präsentiert, gehört auch ein Ereignis, das man nur als sensationell bezeichnen kann: 2017 wurde der Autor darüber informiert, dass in der Nähe des peruanischen Ortes Nazca merkwürdige mumifizierte Wesen gefunden wurden, die vor mehreren Tausend Jahren gelebt hatten, drei Finger und drei Zehen aufwiesen und außergewöhnlich lang gezogene Köpfe hatten.

Einer der Mumien war – offensichtlich vor mehreren Tausend Jahren – ein Metallplättchen unter die Haut implantiert worden. Die Wissenschaftler sind sich einig:

Diese Wesen stammen nicht von der Erde!

(Verlagstext)

Neue Erkenntnisse

Cover Erich von Däniken: "Neue Erkenntnisse"Beweise für einen Besuch von Außerirdischen in vorgeschichtlichen Zeiten

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