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Die USA will keinen "Todesstern" á la STAR WARS bauen: Er wäre zu teuer, hat Schwachstellen und die USA "ist gegen die Zerstörung von Planeten"

Das Weiße Haus (Sebastian Wallroth, Wikimedia)

Vor einiger Zeit wurde das Weiße Haus in Washington, USA,  in einer Online-Petition dazu aufgefordert, bis zum Jahr 2016 mit dem Bau eines “STAR WARS-Todesstern” anzufangen. Über 34.000 Unterschriften kamem dafür online zusammen. Paul Shawcross, der Chef der Wissenschafts- und Weltraumabteilung des Weißen Hauses Büro für Management und Budget, lehnte dies nun in einer offiziellen Antwort der Obama-Regierung mit viel “STAR WARS”-Witz ab. Aber es gibt auch eine durchaus ernste Komponente.

von Lars A. Fischinger


Drei Argumente sprechen laut Shawcross gegen den Bau eines “Todessterns”: 

  • Die Konstruktion eines Todessterns würde uns schätzungsweise mehr als 850.000.000.000.000.000 US-Dollar kosten (hier). Wir arbeiten hart daran, das Defizit zu verringern, nicht es zu vergrößern.
  • Die Regierung ist gegen die Vernichtung von Planeten.
  • Warum sollten wir unzählige Mengen von Steuergeldern in einen Todesstern mit einer fundamentalen Schwachstelle investieren, die durch ein Ein-Mann-Raumschiff ausgenutzt werden kann?

Shawcross spielt damit auf Episode IV (“Eine neue Hoffnung”) der Science-Fiction-Fime aus dem Jahr 1977 an. Dort wird der friedliche und unbewaffnete Planet “Alderaan” vom “Todesstern” mit einem Super-Laser vernichtet und die Kampfstation später von Luke Skywalker an der genannten Schwachstelle zerstört.

Shawcross schließt seine Antwort auf die Petition ebenfalls mit Anspielungen auf die “STAR WARS”-Filme:



Wenn sie eine Karriere in den Bereichen Wissenschaft, Technologie, Ingenieurswissenschaften oder Mathematik anstreben, wird die Macht mit uns sein! Vergessen Sie nicht: Die Fähigkeit des Todessterns, einen Planeten oder sogar ein ganzes Sternensystem zu zerstören, ist nichts gegen die Stärke, die die Macht verleiht.”

Auch hier spielt er wieder auf Episode IV an. Darin sagt der Bösewicht Darth Vader an Bord des Todessterns zum Kommandanten:

Sein Sie nicht allzu stolz auf Ihr technologisches Schreckgespenst…. Die Fähigkeit, einen ganzen Planeten zu vernichten, ist nichts gegen die Stärke, die die Macht verleiht.”

…wie auch schon der Titel seiner Antwort eine Anspielung auf Episode IV für die Fans ist:

“This Isn’t the Petition Response You’re Looking For” – “Das ist nicht die Petition, die sie suchen.”

Jedi-Ritter Obi-Wan Kenobi sagt nämliches Ähnliches bei der Flucht vom Wüstenplaneten “Tatooine” (hier) in dem verruchten Raumflughafen “Mos Eisley”. Dort, wo man laut Kenobi zu Luke Skywalker “mehr Abschaum und Verkommenheit versammelt finden” kann, als sonst wo. Mit Hilfe der “Macht” manipuliert Kenobi dort ein Suchkommando der imperialen Sturmtruppen mit den Worten:

Das sind nicht die Droiden, die ihr sucht.”

Und entkommt so den Häschern.

Als “STAR WARS”-Fan für mich natürlich eine schöne Antwort des Weißen Hauses…
Natürlich war die Online-Petition mit dem Wunsch, die USA mögen einen “Todesstern” bauen und so auch die Wirtschaft ankurbeln auch nicht so bierernst gemeint. Zumal die beiden “Todessterne” in den Filmen mehrer hundert Kilometer Durchmesser haben.

Aber halt!


Tatsächlich gibt es Ideen und Gedanken solche ähnlichen “Laser-Stationen” um die Erde und/oder auch im Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter zu stationieren. Diese würden zwei Aufgaben erfüllen. Erstens: die Abwehr von bösen Aliens und zweitens, die Abwehr von Asteroiden und Kometen, die mit der Erde kollidieren würden. Das ist nicht sehr weit hergeholt, wie es die Erdgeschichte eindeutig beweist. Derzeit sind wird Erdenmenschen vollkommen wehrlos wenn ein Asteroid gleich welcher Größe in Richtung Erde rast. Ein solcher Broken von 10, 20 oder noch mehr Kilometern Durchmesser wird “Planetenkiller” genannt. Doch schon viel kleinere Objekt würden der Erd-Zivilisation den Garaus machen.

Die meisten Astronomen sind überzeugt, dass irgendwann erneut ein kosmischer Killer auf unseren Planeten einschlagen wird. “Todessterne” könnten eines Tages tatsächlich solche Geschosse auf Erdkurs abwehren.

Und wer weiss, ob nicht doch irgendwann fremde Aliens die Erde überfallen wollen…

Links

   Zum Thema:

  Es muss nicht alles so sein, es kann auch ganz anders sein. Manche Rätsel sind Scheinrätsel, manche werden zu welchen gemacht, manche aber widerstehen ziemlich hartnäckig allzu glatten Erklärungsversuchen.

(Walter-Jörg Langbein, 1993 in “Die großen Rätsel der letzten 2500 Jahre”)
www.Youtube.com/FischingerOnlineDER MYSTERY-VIDEO-CHANNEL
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vor 20 Jahren in Sachsen: Der Alien “Jimmy”, die UFO-Landung der Trigonier und “Außerirdische raus!”: Bizarres aus der UFO-Welt +++ Artikel +++

Die UFO-Landung der Trigonier 1997 in Deutschland (Bild: gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)
Die UFO-Landung der Trigonier 1997 in Deutschland (Bild: gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)

In einem meiner Bücher ging ich im 2010 der Frage nach, ob die deutsche Regierung oder irgendwer in unserem Land eigentlich auf die Landung eines UFOs aus dem All in irgendeiner Art und Weise vorbereitet ist. Gibt es hierzulande Pläne oder Maßnahmen für ein solches spektakuläres Ereignis, das auch immer wieder Thema auf diesem Blog ist? Der Grund meiner Recherchen zu diesem Thema waren damals offizielle Anfragen verschiedener Abgeordneten an den Deutschen Bundestag genau zu diesen (und anderen) Fragen. Offiziell vorbereitet ist die Regierung nach eigenen Angaben allerdings nicht. Was aber geschehen kann wenn Privatpersonen mit Unterstützung der Medien behaupten, sie haben Kontakt mit Aliens und diese werden zu einer bestimmten Zeit landen, haben mein Kollege Roland M. Horn und ich bereits 1999 in einem gemeinsamen Buch geschildert. Es ging um den Fall einer 1997 angekündigten UFO-Landung in Sachsen, die quasi “aus dem Ruder lief”. Eine bizarre Geschichte, die an dieser Stelle noch einmal erzählt werden soll …

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Liebe Freundinnen und Freunde des Phantastischen!

Wie unterschiedlich Aussagen über die “Ankunft der Aliens” seien können, zeigt ein Beispiel von 1997 aus Deutschland. Ein Beispiel, das auch wundervoll in meine YouTube-Video-Reihe “Grenzwissenschaft Classics Videos” passt, die Ihr HIER findet.

Es war eine verrückte Geschichte, die wie kaum eine Zweite hier in Deutschland zeigt(e), dass Personen, die behaupten mit Aliens in Kontakt zu stehen, wirklich kaum jemand ernst nimmt. Doch gleichzeitig zeigt dieser UFO-Fall vor nun genau 20 Jahren auch deutlich, dass irgendwelche Behauptungen von UFO-Fans über die Ankunft der Aliens (die es immer und immer wieder gab und gibt!) nicht mit einem plötzlich “aus dem Nichts” kommenden und realen Alien-Besuch zu vergleichen sind. Also die echte Ankunft von Außerirdischen, die plötzlich vor “unserem Planten stehen”.

Dabei ist es vollkommen belanglos wie groß die Wahrscheinlichkeit eines Besuches von intelligenten Außerirdischen auf der Erde ist: man kann diese nicht grundsätzlich ausschließen.

Was war also 1997 in Sachsen geschehen? Roland M. Horn und ich gingen der Sache 1998/1999 einmal nach.

Aliens und UFOs im Fernsehen der 1990er Jahre

In zahlreichen Talkshows waren sie in den 90gern zu Gast, um über die Botschaften eines Außerirdischen mit dem Namen “Jimmy” zu berichten. Er gehört der Alien-Rasse der “Trigonier” an und spracht damals nur durch das Esoterik-Paar Erika und Wolfgang Ressler. Unermüdlich sprach Erika Ressler im Deutschen TV als “Jimmy”, als Medium eines Aliens. Und doch: In den beliebten Talkshows, in denen die Resslers auftraten, hatten sie kein Geld gefordert – sie schienen selbst an ihre Story zu glauben.

"Grenzwissenschaft Classics Videos": die retro Mystery-Serie von Lars A. Fischinger
YouTube-Video-Reihe: “Grenzwissenschaft Classics Videos”: die retro Mystery-Serie von Lars A. Fischinger

Bis zu jenem Tag, als der angebliche Alien seine Landung mit einem UFO bei den Resslers in Sachsen ankündigte!

Schon Anfang 1995 wurde die Bulevardpresse auf das Ehepaar Ressler aufmerksam. “Forscher sicher: Bald landen UFOs im Tegeler Fließ”, berichtete beispielsweise die “Bild” Berlin am 2 Januar 1995. Dort erfuhren wir, dass Wolfgang Ressler ein Jahr zuvor seine Heimat bei Detmold verlassen habe, um sich in Seifhennersdorf in Sachsen anzusiedeln. Aber nicht aus beruflichen oder ähnlichen Gründen:

Weil hier in Kürze erstmals UFOs landen! Bei einem telepathischen Kontakt 1993 haben sie’s mir verraten.”

In klaren Vollmondnächten stand Wolfgang Ressler auf dem Westhang des 43 Meter hohen Jockelberges. Er verwendete dabei 50 Meter lange Aluminiumstreifen, um so die Einflugschneise seiner erwarteten UFO-Raumschiffe zu markieren. “30 Jahre spüre ich schon Kraftfelder von Außerirdischen auf!”, sagte Ressler gegenüber der Berliner “Bild”. Ressler sei ferner sicher, dass Außerirdische seit 15 Millionen Jahren die Erde besuchen.

Neben Seifhennersdorf sollen auch Collmberg bei Oschatz und das Tegeler Fließ potentielle UFO-Landestellen sein. Der Bergsporn nahe Heftstett in Sachsen-Anhalt soll seiner Meinung nach sogar seit mindestens 8.000 Jahren von UFOs angeflogen werden. Und im Boifiner Wald bei Bützow in Mecklenburg-Vorpommern sollen fünf Steinringe die Landestelle eines UFOs aus dem Jahr 600 vor Christus markieren.

Wolfgang Ressler wusste auch Interessantes über die „wahre Entstehung“ des Riesenkraters “Nördlinger Ries” (rund 25 Kilometer Durchmesser) in der fränkischen Alb zu berichten. Vor 14 Millionen Jahren haben Außerirdische ihn als Platz für eine ganze Raumflotte in die Erde gesprengt![i]

Heute weiß jedoch jeder Geologe: Hier schlug ein gigantischer Meteorit aus den Tiefen des Alls ein, was der bekannte Geologe Eugene M. Shoemaker – der Mitentdecker des sensationellen Kometen “Shoemaker-Levy 9”, der auf Jupiter 1994 einschlug – bereits in den 60ger Jahren nachweisen konnte.[ii]

Auffallend ist, dass in diesem ersten Zeitungsbericht ausschließlich von Wolfgang Ressler gesprochen wurde, während spätere Medienmeldungen immer angaben, seine Frau Erika sei das eigentliche Medium.

So trat etwa in der Talkshow “Vera am Mittag” des Senders “SAT 1” Erika Ressler als telepathische Kontaktperson auf. Die hypnotische Kontaktaufnahme zu dem in Oregon, USA, lebenden Trigonier mit Namen “Jimmy” sei sicherer und billiger als ein Telefonat. So Erika Ressler.[iii]

Das UFO kommt – und die Polizei!

Dann kam die Stunde, zu der sich die Prophezeiung von der Ankunft der UFOs und Aliens erfüllen sollte: Die Nacht vom 12. auf den 13. April 1997. Die Bewohner des Planeten Trigon wollten nach dem angeblich durch Erika Ressler sprechenden Alien “Jimmy” im Lausitzort Seifhennersdorf landen. Und ganz Deutschland wusste durch die medialen Auftritte der beiden darüber Bescheid!

Ravensburgerin von der Polizei aufgegriffen, da sie angeblich von Außerirdischen verfolgt wurde! (Bild: Wappen & historische Ansicht von Ravensburg/gemeinfrei / Bearbeitung: L. A. Fischinger)
Ravensburgerin von der Polizei aufgegriffen, da sie angeblich von Außerirdischen verfolgt wurde! (Bild: Wappen & historische Ansicht von Ravensburg/gemeinfrei / Bearbeitung: L. A. Fischinger)

400 Schaulustige warteten dort nun auf das versprochene UFO. Doch es kam einfach nicht und die Anwesenden wurden langsam unruhig. Es kam zu Gewalttätigkeiten. 15 Jugendliche machten sich sogar auf, um das Haus des Ehepaares Ressler zu stürmen. Sie warfen Fenster ein und brachen sogar die Tür auf. Es dauerte nicht lange, bis die Polizei eingreifen musste und auch der Bundesgrenzschutz gerufen wurde. Es kam so zu einem Großeinsatz der Ordnungskräfte wegen einer “UFO-Landung”, die aber freilich ausblieb …

Damit aber nicht genug:

Als alle noch auf das UFO warteten, liefen Verhandlungen zwischen den Resslers und Fernsehsendern: “RTL” erhielt wie auch “PRO 7” eine Absage und “SAT 1” kaufte die Exklusivrechte für die kommende Landung der Außerirdischen. Der Sender erhielt den Zuschlag aufgrund seiner schnellen und unbürokratischen Reaktion.

Der zuständige Redakteur soll gleich einen Vertrag über eine Summe über fünf Millionen DM sowie einen Verrechnungsscheck über 1.000 DM dabei gehabt haben. Bedingung war allerdings, dass die Trigonier auch wirklich auf der Erde landen würden. Wären es also tatsächlich zur Landung der Außerirdischen gekommen, dann wären die Bilder des ersten Kontaktes zwischen Menschen und außerirdischen Besuchern selbstverständlich weit mehr wert gewesen. Was die TV-Sender natürlich wussten.

Die ungewöhnlich gute Zusammenarbeit zwischen “SAT 1” und “RTL” ließ damals jedoch durchaus darauf schließen, dass beide Sender nicht so richtig an die bevorstehende UFO-Landung glaubten. Sicher kann es ihnen auch niemand verübeln. Man half sich gegenseitig bei der Ausleuchtung des Grundstücks und “SAT 1” pochte nicht wirklich auf die Exklusivrechte, die sie sich zuvor vertraglich gesichert hatten.

“RTL” wiederum tat alles, um die dortige Stimmung unter den Schaulustigen anzuheizen. Man warf eine Nebelmaschine an und führte diverse Interviews in mystisch-esoterischer Atmosphäre. Auch junge Mädchen mit Plakaten, die die Aufschrift “Herzlich willkommen, Jimmy” trugen, fielen in der Menge auf. Und die Menge skandierte fröhlich “UFO! UFO! UFO!”.

Kurz nach Mitternacht zogen 15 grün gekleidete Männchen mit Gasmasken vor Resslers Grundstück auf. Es war der lokale Karnevalsverein, der mit einem selbst gebastelten Blech-UFO anrückte. Unter den Schaulustigen herrschte eine regelrechte Volksfeststimmung – man machte einfach Party. Als das echte UFO jedoch ausblieb, konnten auch der Verein die Stimmung nicht mehr retten.

Das “Zeitprotokoll” der Aliens

Wieso kamen die Außerirdischen eigentlich nicht? Was sagten die Resslers selber dazu, dass die Aliens nicht kamen? In der “Dresdner Morgenpost” vom 14. April 1997 finden wir die Auskunft, die “Jimmy” durch Frau Ressler in “Trance” gab, als Protokoll abgedruckt. Darin heißt es als vermeintliche Erklärung oder außerirdische Entschuldigung:

13.07 – Okay – Anflug 0.00 Uhr

21.37 – Vorschau auf das bevorstehende Ereignis: Zigarrenförmiges, mehrere hundert Meter langes Mutterschiff (ca. 100 Trigonier an Bord) tritt in den Luftraum ein. Kleines rundes Boot (Durchmesser zwölf Meter) löst sich, parkt über Resslers Grundstück. Kraftfeldtreppe (gleißendes Licht) wird zu Resslers Terrasse aufgebaut. Luke öffnet sich, ein Trigonier steigt aus. Jimmys folgt in menschlicher Gestalt, für Interviews 60 Minuten Zeit.

22.38 – Anweisung an TV-Teams: ,Gegenlicht aufstellen, bessere Aufnahmen möglich.’

22.58 – ,Gehe soeben in Oregon/USA an Bord eines Shuttles’.

"So rasch wie der Wind": Eine UFO-Entführung vor Jahrhunderten in Irland? (Bild: gemeinfrei / Bearbeitung & Montage: L. A. Fischinger)
ARTIKEL: “So rasch wie der Wind”: Eine UFO-Entführung vor Jahrhunderten in Irland? (Bild: gemeinfrei / Bearbeitung & Montage: L. A. Fischinger)

23.01 – ,Bin im Anflug!’

23.06 – ,Ja, unsere Waffen sind euren weit überlegen. Wir haben kein Interesse, sie einzusetzen.’

23.18 – ,Viele Menschen auf dem Weg zu Euch.’

23.53 – ,Alles o.k., 40 Minuten.’

0.13 – ,Ich bin so aufgeregt, ein wichtiges Ereignis für Euch und unsere Geschichte.’

0.37 – ,Leiten Countdown ein. Etwa zehn Minuten.’

0.47 – ,Stellt bitte ein Glas Leitungswasser bereit.’

0.53 – ,Die Leute vorm Haus werden sich gleich beruhigen!’

0.57 – ,Fragt mich nicht nach Minuten. Für uns ist das eine schwierige Operation.’

0.59 – ,Wir stehen jetzt Südost.’

1.03 – ,Müssen stoppen. Zu viel negative Energie bei Euch!’

1.05 – ,Negative Energie!’

1.06 – ,Sorry, wir können das Volk da unten nicht beruhigen!’

1.09 – ,Sichert Euch selbst!’

1.23 – ,Wir drehen kurz ab.’

1.39 – ,Gleich wird sich das bei Euch beruhigen, wir warten.“

1.50 – ,Kann bis sechs dauern, es muss Ruhe herrschen.’

2.03 – ,Sorry, was bei Euch passiert ist. Es ist mir entglitten.’

2.59 – ,Wir warten noch!’

3.22 – ,Gut, das Polizei da ist. Sind aber bewaffnet. Wir prüfen.’

3.25 – ,Würden wir unsere Waffen einsetzen, wäre euer Garten ein riesiger Aschenbecher.’

3.37 Uhr – ,Heute nicht mehr berechenbar. Es sieht schlecht aus.’

ARTIKEL: Die UFO-Sekte “Ashtar Command” und die “Galaktische Föderation des Lichts”: Wie man an einen imaginären Alien-Gott glaubt (Bild: NASA/JPL / Montage/Bearbeitung: L. A. Fischinger)
ARTIKEL: Die UFO-Sekte “Ashtar Command” und die “Galaktische Föderation des Lichts”: Wie man an einen imaginären Alien-Gott glaubt (Bild: NASA/JPL / Montage/Bearbeitung: L. A. Fischinger)

3.53 – ,Zu viel negative Energie. Tut mir leid, es ist gelaufen.’

“Die Leute vorm Haus werden sich schon beruhigen”, meinte der nette Außerirdische alias Erika Ressler. Leider beruhigten sie sich nicht; im Gegenteil.

“Deutschland den Deutschen – Außerirdische raus!”

Bereits um 0.43 Uhr, als die Resslers von der Masse noch stürmisch gefeiert wurden, flog die erste leere Flasche, die von einem Skinhead geworfen wurde. Später eskalierte die Situation mehr und mehr: Noch harmlose Zurufe wie “UFO vor, noch ein Tor!” werden von Parolen wie “Hängt die Lügenschweine!” abgelöst. “Sieg Heil!” tönte es zum Hitlergruß und mit den Worten „Reißt die Bude ein!“ warfen die offensichtlich alkoholisierten Rechtsradikalen drei Fensterscheiben der Resslers ein.

Die Scheinwerfer der Fernsehsender wurden nach und nach auf dieselbe Art “ausgeschossen”. “Deutschland den Deutschen – Außerirdische raus”, brüllten die Skinheads im Chor.

Als Erika Ressler schließlich die Polizei rief, wurde sie zunächst nicht ernst genommen. So musste Christian Görzel von “RTL” die Polizei beschwören, hier doch einzugreifen. Als die Polizei um 1.30 Uhr endlich mit Blaulicht, Kampfausrüstung und 15 Beamten eintraf, war nur noch der harte Kern der 15 Randalierer anwesend, und so konnte es schnell zur Deeskalation kommen.

Der Dienst habende Leiter der Polizeidirektion Görlitz fuhr sogar persönlich zum Einsatzort, um Ermittlungen wegen Landfriedensbruchs einzuleiten. Nachdem die Geschichte von Polizei-Obermeister Eichner aufgenommen und mit einem schlichten “Na ja!” kommentiert worden war, löste der Polizeidirektionsleiter Reinhard Herwig die Menge auf und bat die Presse, nach Hause zu gehen. Mittlerweile war es zehn Minuten vor vier Uhr morgens.

Resultat der ufologischen Aktion: 3.000 DM Sachschaden und 15 Ermittlungsverfahren (hauptsächlich wegen Landfriedensbruch).[iv]

“Trigon”, die Heimatwelt der Außerirdischen

Der Planet Trigon, von dem “Jimmy” und sein Volk stammen sollen, hat laut Erika Ressler nur ein Zwölftel der Erdmasse, und soll sich in der „übernächsten Galaxie“ befinden. Innerhalb der nächsten 10 Jahre wird das Leben auf Trigon unmöglich sein, denn eine Klimakatastrophe bedroht “Jimmys” Heimatplaneten. Da sich die Trigonier mit einem Vielfachen der Lichtgeschwindigkeit fortbewegten sollen, bräuchten sie für die Strecke Trigon – Erde lediglich fünf Jahre.

ARTIKEL: Dauerstreitthema Flüchtlingskrise: Aber bekommen eigentlich auch echte Aliens im Sinne von Außerirdischen bei uns Asyl? Interessante Spekulationen … (Bild: gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)
ARTIKEL: Dauerstreitthema Flüchtlingskrise: Aber bekommen eigentlich auch echte Aliens im Sinne von Außerirdischen bei uns Asyl? Interessante Spekulationen … (Bild: gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)

Außer den Trigoniern soll es derzeit vier weitere Alien-Zivilisationen geben, von denen zwei feindlich gesinnt und aggressiv seien. Die Trigonier suchen auf der Erde Asyl, weil die Erde ihrem Heimatplaneten klimatisch am ähnlichsten sei. 70 Trigonier leben nach Erika Ressler bereits getarnt auf der Erde, davon zwei in Deutschland. “Jimmy” – ein Farmer aus Oregon, USA – sei dabei der Sprecher dieser intergalaktischen Agentengruppe. Er ist mit einer menschlichen Frau verheiratet und hat zwei Kinder. Allerdings musste er sie aus der Schule nehmen, weil sie zu klug waren und so seine Tarnung gefährdeten

Die Kommunikation unter den Trigoniern funktioniert natürlich telepathisch. Die Verwendung von Sprachen ist dort nicht nötig. Jeder kann mit jedem – auch über größere Entfernungen hinweg – Kontakt aufnehmen. Die Trigonier sind laut Resslers etwas kleiner als wir Menschen der Erde und haben einen größeren Kopf als wir. Es gibt auch dort zwei Geschlechter und die Lebenserwartung der Trigonier beträgt zwischen 150 und 180 Jahren. Wobei ich mich hier frage, wie es nach dieser Beschreibung mit dem Tarnen vor der Menschheit klappen soll.

Auf Trigon gibt es auch keinerlei Hierarchie. Entscheidungen werden durch das “Trigon-Network” getroffen – es besteht aus den gesammelten Gedanken aller (nur!) fünf Millionen Bewohner des Planeten. Aufgrund der Klimakatastrophe ist die Bevölkerungsdichte dort stark rückläufig, so dass vermutlich nur noch drei Millionen von ihnen übrigbleiben werden, die dann auf der Erde Asyl beantragen.

Nach der Landung in Seifhennersdorf hätten die Trigonier ein Jahr lang die Reaktion der Menschheit beobachten wollen. Erst nach dieser Probe-Phase wäre ein Folgetreffen auf Regierungsebene von den Aliens eingeleitet worden. Ein von ihnen, also den kosmischen Asylanten, geplantes Forschungszentrum im Zittauer Gebirge hätte die Menschen dann in den geistigen Fähigkeiten der Trigonier geschult.

“Stinknormale Leute” im UFO-Fieber

Die Resslers, die diese Geschichte intensiv verbreiten, bezeichnen sich selbst als “stinknormale Leute”.

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Erika Ressler war zum Zeitpunkt des Geschehens 42 Jahre alt, ihr Mann zwei Jahre älter. Bereits 17 Jahre vor der nicht eingetroffenen UFO-Landung begannen sich die beiden nach eigenen Aussagen mit den Fähigkeiten des Geistes, der Parapsychologie, Hypnose und Heilpraktiken zu beschäftigen. Sie hatten eine wachsende Fangemeinde, doch in ihrem kleinen Dorf in Sachsen galten sie schlicht und einfach als Spinner. Sie trösteten sich jedoch – insbesondere nach dem Fiasko jener denkwürdigen Nacht 1997 – damit, dass Galilei und Kopernikus auch auf Unverständnis gestoßen waren.

Der angebliche Kontakt zu “Jimmy” bestand 1997 bereits seit fünf Jahren. Er war es, der ihre Geisteskräfte entdeckte, als sie sich medial ins “Trigon-Network” einklinkten. Die Geistes-Fähigkeiten des Paares sollen denen der meisten Menschen überlegen sein, wonach sie quasi “auserwählt” seien. Die UFO-Landung war für die Resslers damit die Hoffnung schlechthin:

Wenn Jimmy nicht kommt, können wir uns erschießen oder nach Arnsdorf in die Klapse begeben.

ARTIKEL: Es gibt viele Götter und Erich von Däniken ist ihr Prophet! Über die Absurdität von UFO-Sekten und den Vorwürfen gegen die Prä-Astronautik als „Ancient Aliens Sekte“ (Bild: L.A. Fischinger / gemeinfrei / NASA/JPL)
ARTIKEL: Die absurden UFO-Sekten und die Vorwürfe gegen die Prä-Astronautik als „Ancient Aliens Sekte“ (Bild: L.A. Fischinger / gemeinfrei / NASA/JPL)

So wurden die Resslers damals von der “Dresdner Morgenpost” zitiert.

Tatsächlich erlitt Erika Resslers nach der missglückten Landung einen Nervenzusammenbruch. Ihr Mann meinte, die Trigonier würde jetzt vermutlich nach einem anderen Ort suchen, an dem sie von den Menschen friedfertiger empfangen würden. Die Redakteure der “Dresdner Morgenpost” waren dabei der Meinung, dass die Geschichte der Trigonier schlicht unglaubhaft, aber auch nicht auszuschließen sei. Sie schrieben außerdem, dass die Angaben der Resslers von Wissenschaftlern weder bestätigt noch widerlegt werden konnten.[v]

UFO-Kindergarten

Das ist alles viel zu einfach bzw. man macht es sich hier viel zu einfach!

Natürlich ist es für die Wissenschaft schwierig mit äußerst laienhaften Angaben wie “übernächste Galaxie” etwas anzufangen. So kann “die Wissenschaft” natürlich auch überhaupt nichts widerlegen. Allerdings scheint es in meinen Augen sehr unglaubwürdig, dass ein mit Überlichtgeschwindigkeit Raumfahrt betreibendes, hoch intelligentes und mit sich mit Telepathie verständigendes Volk Ausdrücke wie “übernächste Galaxie” verwendet. Zumal es eine übernächste Galaxie nicht gibt, da es immer auf den Standpunkt des Beobachters ankommt.

Wenn man sich die gesamte Geschichte ansieht, dann scheint es sich hier aber auch nicht um ein astrophysikalisches, sondern viel eher um ein psychologisches (vermutlich sogar psychiatrisches) und soziologisches Phänomen zu halten, das auch eine politische Komponente hatte.

Die Beobachtung der “Dresdner Morgenpost”, dass die Resslers „eine anwachsende Fan-Gemeinde“ hatte, deutet auch in diesem Fall auf die Entwicklung zu einer sektenartigen Gemeinschaft hin. Sollten die Resslers tatsächlich in Zukunft “Gläubige” um sich scharen können? Hätte es so kommen können?

Eine Woche nach der Nacht, in der die Aliens laut dem Ehepaar hätten landen sollen, waren jene übrigens gegenüber dem “FOCUS” schon wieder voller Hoffnung:

In drei Monaten kommen die wieder. Hundertprozentig! Wir haben Bescheid gekriegt.”[vi]

Aber auch diese Frist verstrich ereignislos und das UFO kam nicht. Und doch hatte das Ehepaar Ressler ihre Publicity und stand für einen kurzen Augenblick im Mittelpunkt des (lokalen) Geschehens. Die oben im Protokoll zitierten “Erklärungen” und “Begründungen” für den Rückzug von “Jimmy” , die ja immerhin von den Außerirdischen stammen sollen, klingen wohl mehr nach einer einfachen Ausrede …

Das Ehepaar Ressler war der festen Überzeugung (zumindest behaupteten sie es), dass das UFO eben nur wegen der unglücklichen Situation am Tag der vermeintlichen Landung nicht kam. Er werden aber sicher kommen, waren sie rund 1,5 Jahre später noch überzeugt. Wohl im Frühjahr 1999, wie sie es in einem TV-Interview mit “RTL 2” am 7. Oktober 1998 erzählten.[xi]

ARTIKEL: Die Sekte “Fiat Lux” und die kaum beachteten UFO- und Alien-Lehren der Führerin “Uriella” (Bild: YouTube-Screenshot/KEYSTONE Video / Montage: L. A. Fischinger)
ARTIKEL: Die Sekte “Fiat Lux” und die kaum beachteten UFO- und Alien-Lehren der Führerin “Uriella” (Bild: YouTube-Screenshot/KEYSTONE Video / Montage: L. A. Fischinger)

Doch wo die Aliens landen werden, schien schon damals eher in den Sternen zu stehen. Nach den Ereignissen am Haus der Resslers meldete die “Bild” Hamburg im Juni 1997[xii] unter der Überschrift “Abkassiert und in Luft aufgelöst”, dass die Resslers ihren UFO-Heimathafen verlassen hätten. Obwohl die Resslers angebliche Heilseminare für bis zu 2.000 DM veranstalteten, hatten sie 10.000 DM Mietschulden und verschwanden, bevor der Gerichtsvollzieher kam. Grund waren sicher auch Drohbriefe gegen die selbsternannten UFO-Kenner, die nach dem 12./13. April 1997 bei dem Ehepaar eingingen …

Eigentlich auch verständlich …

Ergänzung 20. Okt. 2017: Auffällig finde ich rückblickend Folgendes: Mitte der 1990er Jahre waren nicht nur große Boom-Jahre für Themen wie UFOs, Aliens, Grenzwissenschaft usw., in denen geradezu Massen an solchen Geschichten, Berichten und Behauptungen aufkamen. Es war genau die Zeit, in der sich das Internet geradezu schlagartig verbreitete. Auch die Aliens der Resslers hatten ein Netzwerk, das sie “Trigon-Network” nannten. Kaum jemand vor dem Internet hätte solch eine Formulierung benutzt.

Gleichfalls waren es Jahre, in denen zahlreiche Asylanten nach Deutschland kamen. Auch die Aliens um “Jimmy” wollten Asyl. Es kam in jenen Jahren auch zu einer weitreichenden Ernüchterung nach der Wiedervereinigung und dem Zusammenbruch des Ostblock, der in weiten Teilen des Landes offenen Rechtsradikalismus inklusive Anschlägen nach sich zog. Vor allem auch in der ehemaligen DDR, wo unzählige Firmen durch die Gesellschaft “Treuhand” (Treuhandanstalt) schlicht “abgewickelt” wurden und so zahllose Menschen auf der Straße landeten. Die von Bundeskanzler Helmut Kohl versprochenen “blühenden Landschaften im Osten” ließen auf sich warten.

Dieser zum Teil ganz offene Rechtsradikalismus erklärt, warum es 1997 bei den Resslers zu diesen Szenen mit “Neonazis” gab.

In diesen Jahren waren auch Umweltthemen überall in den Medien. Vor allem auch dadurch, dass in der DDR Umwelt- und Klimaschutz eigentlich keine Rolle spielte, was nach der Wiedervereinigung jedem vor Augen geführt wurde. Ein ökologisches Problem, das laut den Resslers auch die Aliens auf ihrem gesamten Planeten haben oder hatten.

Damit spiegelt dieses UFO-Beispiel meiner Meinung nach auch sehr gut den damaligen Zeitgeist wider.

Ein Einzelfall? Nein!

ARTIKEL: Die Katastrophe der “Sonnentempler”-Sekte. Massenmord und Gruppensuizid um in eine neue Welt beim Stern Sirius zu reisen. (Bild: gemeinfrei / L. A. Fischinger/bearbeitet)
ARTIKEL: Die Katastrophe der “Sonnentempler”-Sekte. Massenmord und Gruppensuizid um in eine neue Welt beim Stern Sirius zu reisen. (Bild: gemeinfrei / L. A. Fischinger/bearbeitet)

Die Ereignisse von 1997 in Sachsen sind kein Einzelfall in der Welt der UFOs. Mitnichten, denn dieser UFO-Fall, wenn man überhaupt so nennen kann, reiht sich nahtlos in eine schier endlose Liste bizarrer UFO-Geschichten nein. Ein Beispiel aus meinem Archiv solle das veranschaulichen.

Paul Kuhn – ein selbst ernannter Prophet aus der Schweiz – sagte einst einen Weltuntergang inl. dem Kommen von Aliens für den Muttertag 1988 voraus. Ganz ähnlich, wie zahllose UFO-Freunde der Geschichte auch immer wieder einen solchen Untergang prophezeien.

Kuhn sprach von einem festen Termin der kommenden UFO-Landung, wie es die Resslers auch 1997 taten. UFO-Mutterschiffe hätten nach den Aussagen von Kuhn damals in dem schweizer Dorf Dozwil, Thurgau, landen und die Kinder der Sekte an einen “wunderschönen Ort” evakuieren sollen.[vii]

Aber schon 30 Jahre vor 1988 hatte der „ehemalige Gärtner und Gemüsehändler, Hypnotiseur, Telepath und Magier“ seine “St. Michaels-Vereinigung” gegründet. Seine Eingebungen will er durch ein zwischenzeitlich verstorbenes Medium erhalten haben. Später verwendete er eine Sekundärschülerin als Medium. Paul Kuhn hielt sich für einen “vom Himmel geweihten Priester” und seine Fan-Gemeinde bestand immerhin aus rund 3.000 Anhängern in der Schweiz und in Süddeutschland. Als Zweck der Bewegung wurde “Vereinigung, Versöhnung und Toleranz auf ökumenischer Basis” angegeben. Seine Aufgabe sah Kuhn darin “vor kommenden Ereignissen zu warnen” … und seine aufsehenerregendste Prophezeiung war eben jene, dass am Muttertag alle Kinder von UFOs abgeholt würden.

Rund ein Drittel der Dozwiler galten als Anhänger Paul Kuhns, und die übrigen Einwohner hatten sich entweder arrangiert oder sogar Gegentreffen abgehalten.

Die offiziellen Geistlichen des Ortes störten sich verständlicherweise an der Panikmache, die von Kuhns UFO- und Endzeit-Prophezeiung ausging. So etwa sagte  er für den Sommer 1988 kriegerische Auseinandersetzungen voraus, die von Russland, China und den anderen Ostblockstaaten ausgehen würden. Nur ein elitärer Kreis von Menschen würde dabei gerettet werden. Über die Kinder hatte Kuhn gesagt:

Diese reinen und unschuldigen Geschöpfe Gottes werden nicht den Heuschrecken und den Skorpionen ausgesetzt werden, die euch quälen werden, fünf Monate lang. Die Auserwählten unter euch, die mit den Kindern geholt werden, werden mit unseren Helfern für sie sorgen.“

Die Kinder erzählten in der Schule begeistert, dass ihnen nichts geschehen würde, und der örtliche Pfarrer befürchtete, sie könnten Paul Kuhn – der angeblich eine “wahnsinnige Macht” und große “magische Kraft” habe – mittlerweile hörig sein. Möglicherweise sei er dazu fähig, eine Massenhysterie zu erzeugen, die zu Todesopfern führen könnte. Und tatsächlich waren nicht alle Kinder entzückt über Kuhns Botschaft. Ein Mädchen soll sogar beim Lesen der Botschaften des Gurus in einen schüttelfrostähnlichen Zustand verfallen sein …

Die UFO-Sekte “Rael-Bewegung” will die Bundesregierung um Land für ein Botschaftsgelände für Außerirdische bitten  (Bild: WikiCommons/gemeinfrei / L.A. Fischinger / RealPress)

Vorsorglich wies Guru Kuhn allerdings darauf hin, dass er keine Drohungen, sondern Botschaften – die übrigens an alle schweizer Pfarrer gingen – verschickt habe. Und Warnungen seinen ja auch schon von den biblischen Aposteln ausgesprochen worden, verteidigte er sich. Es ginge ihm nicht um Leid, sondern um die “Hoffnung, die Reinigung und die Erlösung”. Derartige Erklärungen lies Paul Kuhn grundsätzlich über seinen Rechtsanwalt verbreiten, was eigentlich schon erstaunlich ist.

Vom Weltuntergang habe er auch nie gesprochen, betonte der ehemalige Gemüsehändler. Der Esoterik-UFOloge verwies darauf, dass der Papst schließlich auch einst selber zu den Gläubigen der Kirche gesagt habe, der Mensch müsse sich auf große “Prüfungen” gefasst machen, und er betonte ausdrücklich:

Nach Gottes Plan sollen alle Kinder gerettet werden, auch die hoffnungslosen.“[viii]

Quasi ein Rattenfänger nach den Plan des Herren also. Nach Polizeiangaben kam es am Samstag vor dem entscheiden Tag, am 7. Mai 1988, zu Ausschreitungen gegenüber Angehörigen der seltsamen “St. Michaels-Vereinigung”. Sogar Sachbeschädigungen wurden gemeldet.

Am gleichen Tag verbreitete die Sekte ein Kommuniqué, in dem es hieß, dass niemals ein bestimmter Tag für das prophezeite Ereignis genannt worden sei. Vielmehr sei der 8. Mai als “ein internes Datum” zu betrachten, an dem Paul Kuhn „mit dem Verschwinden der Kinder rechne“. (Ein alter Trick, der bereits von den Zeugen Jehovas mit Erfolg angewendet worden war. Zunächst macht man durch die Nennung eines Datums auf sich aufmerksam, und wenn sich das Datum nähert, weist man so langsam darauf hin, dass man ja nie ein konkretes Datum genannt habe. Diesbezügliche Aussagen werden relativiert. UFO-Sekten wie die UFO-Gruppe “Fiat Lux” und auch viele andere mehr reihen sich hier nahtlos ein.)

“Wie kann das Volk so dumm sein?”

Am darauf folgenden Sonntag reisten hunderte von Ausflüglern aus der gesamten Schweiz nach Dozwil. Die Besucher warteten auf das angekündigte Raumschiff von den Sternen, das die Kinder in ein UFO-Mutterschiff im Erdorbit bringen sollte. Vor dort aus wären sie dann an den “wunderschönen Ort” gelangt, an dem diese Kinder auf ihre nachkommenden Eltern warten würden.

Für die Dozwiler Kinder war damit klar: Nach dem 8. Mai würden sie nicht mehr zur Schule gehen und so war bis zum Sonntagmittag der Ort Dozwil von Menschen überlaufen. Die Feuerwehr hatte die Straße zu dem einer Sporthalle ähnelnden Tempel der Gruppe mit einem Gitter abgesperrt, und ein Feuerwehrmann trug dafür Sorge, dass nur Fußgänger passieren konnten. Und diese versammelten sich auch recht zahlreich um den Tempel. An der Hauptstraße wurden Bratwürste verkauft und die Dorfstraßen waren komplett zugeparkt. Es herrschte auch hier eine Jahrmarktsatmosphäre. Alles wartete auf die Ankunft der Außerirdischen.

Grenzwissenschaft Classics Folge #16: UFO-Landeplätze in Österreich und die Evakuierung der Menschheit +++YouTube-Video+++
Grenzwissenschaft Classics Videos, Folge #17: UFO-Landeplätze in Österreich und die Evakuierung der Menschheit

Am Abend kam es dann allerdings zu ungewollten Ausschreitungen rund um die Gemeinschaft des Kuhn. Angetrunkene Jugendliche warfen beispielsweise mit Flaschen nach den Sektenanhängern – ähnlich wie es die Resslers knapp zehn Jahre später zu spüren bekamen. Das Sektenanwesen wurde verwüstet und Autos der St. Michaelaner zum Teil schwer beschädigt. Vier Sektengegner wurden festgenommen, wodurch eine Eskalation der Ereignisse verhindert werden sollte und wohl auch  konnte. Die Sektenanhänger hätten sich laut Polizeiangaben dennoch ruhig verhalten und lediglich mit Menschenketten und Autos den Zugang zum Tempelareal verbarrikadiert.[ix]

Nach diesem denkwürdigen Wochenende – die Raumschiffe waren natürlich nicht erschienen – entspannte sich die Lage in Dozwil wieder. Die Festgenommenen wurden auf freien Fuß gesetzt und der UFO-Prophet Paul Kuhn hielt keine weiteren Messen mehr ab. Er befürchtete weitere Ausschreitungen. Der Dodzwiler Gemeindeamtmann Alfred Bauman erklärte gegenüber der “Basler Zeitung” vom 10. Mai 1988:

Ich habe bei weitem nicht damit gerechnet, dass es so weit kommen würde und dass das Volk so dumm sein kann.“[x]

Wie wir wissen, war diese Geschichte jedoch nicht die einzige ihrer Art. Alfred Baumann kann folglich beruhigt sein. Nicht nur die Schweizer waren damals so dumm. Auch in Deutschland, den USA und in vielen anderen Ländern der Welt spielten und spielen sich wiederholt ähnliche Geschichten ab. Leider …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

(Geschäfts-E-Mail: FischingerOnline@gmail.com)

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Interessantes zum Thema:

Fußnoten


[i] CENAP-Report Nr. 224, S. 43
[ii] von Rétyi 1997, S. 127ff.
iii CENAP-Report Nr. 242, S. 28
[iv] Skeptiker, Nr.10/1997, S, 144
[v] Dresdner Morgenpost, 14. April 1997, S. 1, 22 u. 23
[vi] Focus vom 21.April 1997
[vii] Magin 1991, S. 78
[viii] Basler Zeitung vom 7. Mai 1988
[ix] Basler Zeitung vom 9. Mai 1988
[x] Basler Zeitung vom 10. Mai 1988
[xi] Von Aliens entführt? – Der ganz normale UFO-Wahnsinn, RTL2, 7. Oktober 1998
[xii] 23. Juni 1997

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‎1952: Aliens warnen die Menschheit vor der Wasserstoff-Bombe

Da werden bei den Mystery-Szene-Kennern mit Sicherheit Erinnerungen wach: Der brasilianische Autor Aladino Felix veröffentlichte unter dem Pseudonym “Dino Kraspedon” sein Buch “Meu Contato com os discos voadores” bzw. “My Contact with Flying Saucers” 1959 zu veröffentlichen. Darin berichtete er über seine angebliuchen Kontakte mit Außerirdischen, die im Jahre 1952 begonnen haben sollen. Wie es damals modern bei den “UFO-Kontaklern” war (und auch heute noch ist) wollten die Aliens die Menschheit vor bösen Dingen warnen – hier vor der Atombombe, was damals in “UFO-Kreisen” ein großes Thema war.


Damals fuhr er mit einem Freund durch den Staat Sao Paulo und waren am Bergrücken von Angatuba angekommen, als sie fünf fliegende Untertassen in der Luft schweben sahen. Es war jedoch ein verregneter Tag und die Sicht entsprechend beeinträchtigt. So fuhren sie die kommenden drei Tage immer wieder zu jener Stelle, um zu sehen, ob sie das Glück hätten, sie dort wieder zu sichten. Und tatsächlich, in der dritten Nacht setzte eine Untertasse zur Landung an sie wurden an Bord eingeladen. Dort trafen sie die Besatzung und ließen sich über eine Stunde an Bord die verschiedenen Geräte zeigen und erklären. Am Schluss versprachen die Aliens, sie erneut zu kontaktieren.

An einem Sonntag im April 1953 bekommt Kraspedon dann tatsächlich den versprochenen Besuch des UFO-Kommandanten bei sich zu Hause. Der über 1.80 m große Ausserirdische begrüsst Kraspedon und demonstriert sein Sprachtalent indem er in Griechisch und Latein aus der Bibel zitiert. Er spricht ebenso fließend Portugiesisch und sehr gutes Englisch mit Akzent. Er behauptet, er käme von Ganymed, einem Satelliten des Jupiters und nach einem längeren Gespräch verspricht er wiederzukommen.

Götter, UFOs & Mysterien auf FACEBOOK
Quelle: Die Facebook-Gruppe von Fernando Calvo

Links:

Zum Thema:

Es muss nicht alles so sein, es kann auch ganz anders sein. Manche Rätsel sind Scheinrätsel, manche werden zu welchen gemacht, manche aber widerstehen ziemlich hartnäckig allzu glatten Erklärungsversuchen.
(Walter-Jörg Langbein, 1993 in “Die großen Rätsel der letzten 2500 Jahre”)

www.Youtube.com/FischingerOnlineDER MYSTERY-VIDEO-CHANNEL
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Rückschlag für die UFO-Sekte “Ashtar Command”: Die göttlichen Aliens sind weg

Logo der UFO-Sekte "Ashtar Command" - immer wieder ein Ärgernis in der Grenzwissenschaft (Bild: L.A. Fischinger)
Logo der UFO-Sekte “Ashtar Command” – immer wieder ein Ärgernis in der Grenzwissenschaft (Bild: L.A. Fischinger)

In der UFO-Welt tummeln sich zahllose Fans, Interessierte und auch Skeptiker. Aber auch “religiöse UFO-Alien-Fans” mit zum Teil extrem wirren und kindischen Aussagen, Ideen, Weltanschauungen, Thesen und Sekten-Glauben. Das “Ashtar Command” und ihre “Lichtarbeiter” etc. gehören zum Schaden der seriösen UFO-Forschung ohne Frage dazu. Aber nun scheint es einen Rückschlag der Sekte gegeben zu haben: Die lieben Aliens sind weg geflogen und haben die Menschheit schlicht auf den Arm genommen!

Rückschlag für die UFO-Sekte “Ashtar Command”: Die göttlichen Aliens sind weg weiterlesen

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"Planet X" gefunden? Nibiru-Fans jubeln über einen (möglichen) neuen Planeten in unserem Sonnensystem

Neuer Planet in unserem Sonnensystem entdeckt? Die Umlaufbahnen der Objekte hinter Pluto und den anderen “Ex-Planeten” verweisen auf eine bisher nicht gefundene Welt – einen neuen “Planeten X”. Nibiru lässt grüssen.

Astronomen spekulieren, dass die Bahnabweichungen von 92 verschiedenen Objekten im Kuipergürtel darauf hinweisen könnten, dass es dort einen weiteren Planeten gibt. 225 Millionen Kilometer von der Sonne entfernt.

Ist Nibiru entdeckt? Nein!
Rodney Gomes vom Nationalen Observatorium in Brasilien berichtete von diesem “Planet X” in seinem Vortrag “Signatures Of A Putative Planetary Mass Solar Companion On The Orbital Distribution Of Tno’s And Centaurs” am 8. Mai 2012 auf einem Kongress der “American Astronomical Society“. Aber nicht nur Gomes sprach 20 Minuten darüber, sondern auch andere Astronomie-Experten. Etwa Kathryn Volk (Universität von Arizona) in ihrem 20-Minuten-Vortrag “The Origin of Resonant Kuiper Belt Objects” gleich nach Gomes.
Die These eines solchen Objektes im Kuipergürtel ist schon lange in der Diskussion und hat nichts mit den Sitchin-Thesen des Nibiru gemeinsam. Auch wenn im US-Internet die Gerüchte anfangen zu kochen.
Ebenso kann es solche Objekte tatsächlich geben – aber gefunden wurden bisher keine (grossen) Objekte/Planeten im Kuipergürtel oder in der Oortschen Wolke.

  • COLLISIONS BETWEEN GRAVITY-DOMINATED BODIES. I. OUTCOME REGIMES AND SCALING LAWS (The Astrophysical Journal, 745:79 (27pp), 2012 January 20) – Harvard-Archiv
  • Matija Cuk: Chronology and sources of lunar impact bombardment (Smithsonian Astrophysical Observatory, 60 Garden Street, Cambridge, MA 02138, United States Department of Earth and Planetary Sciences, Harvard University, 20 Oxford Street, Cambridge, MA 02138, United States) Harvard-Archiv
  • Morbidelli, A., Levison, H.F., Tsiganis, K., Gomes, R., 2005: Chaotic capture of Jupiter’s Trojan asteroids in the early Solar System. Nature 435, 462–465
  •  Morbidelli, A., Brasser, R., Tsiganis, K., Gomes, R., Levison, H.F., 2009: Constructing the secular architecture of the Solar System. I. The giant planets. Astron. Astrophys. 507, 1041–1052
  •  Morbidelli, A., Brasser, R., Gomes, R., Levison, H.F., Tsiganis, K., 2010: Evidence from the asteroid belt for a violent past evolution of Jupiter’s orbit. Astron. J. 140, 1391–1401.

E.G. im Auftrag


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Darf ich Euch die (Märchen-)Geschichte erzählen – von "Nibiru" dem 12. Planeten unseres Sonnensystems?

 

Habt Ihr schon gehört vom “Planeten-X” wie ihn unsere Astronomen und Physiker heute nennen. Wenn sie es wagen darüber zu reden(schließlich könnte man seinen guten Ruf verlieren oder noch schlimmer Gelder werden gestrichen). Möchtet Ihr etwas wissen von der Vergangenheit dieses Planeten? Aber auch von seinem “Ende”

 Was zum Lachen von den “Raumbrüdern”

Dies ist die Story von einem Planeten, der in einer riesigen Elipse um unsere Sonne zieht und folglich auch zu unserem System gehört. Sein Platz ist zwischen Mars und Jupiter angesiedelt und er zieht Gegenläufig seine Bahn. Das heißt alle Planeten kreisen wie die Erde auch in der gleichen Richtung um unsere Sonne. Nibiru läuft dagegen. 3600 Jahre braucht er für eine Umlaufbahn. Auch die “Hopi” kannten dieses Gestirn. Bei Ihnen heißt “Red Star Katchina”.

 

 

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Neue Rezension zum Mythos um 2012 und dem Weltuntergang: "Die Akte 2012"

Unsere “Gegen-Schrift” zum Mythos 2012

Beim Lesen dieses Buches bekommt man schon sehr früh den Eindruck, dass im Internet wohl eine ganze Menge “Blitzbirnen” unterwegs sein müssen. Web-Autoren verfälschen obskure Ideen, als ob sie nicht schon so skurril genug wären, und im Mittelpunkt dieser Ideen steht nun das Datum 21.12.2012, an dem nach der Thompson-Korrelation ein Großzyklus des Maya-Kalenders endet. Aus diesem “Kalenderende” soll je nach Autor entweder der Weltuntergang oder der Aufstieg in eine höhere Dimension stattfinden. Fischinger zerpflückt gekonnt diese ganzen Verflechtungen und stellt heraus, dass dann nur noch sehr wenig übrig bleibt.

Der Autor weist auch darauf hin, dass diese Korrelation des Maya-Kalenders gar nicht so gesichert ist, wie viele glauben. So zitiert Fischinger einen Wissenschaftler der Technischen Universität in Berlin, dessen Berechnungen zufolge der Maya-Kalender erst im Jahr 2020 endet.

Doch zurück zu den “Blitzbirnen”: Wie wir von Fischinger erfahren, kursiert im Internet ein Gerücht, dem zufolge die Norweger für die Mächtigen und Bonzen des Landes Schutzbunker bauen, in dem sie den angeblich drohenden Weltuntergang bequem aussitzen können. Andere sprechen von einem “kosmischen Kalender”, der auf die Bewegung der Plejaden ausgerichtet sein soll. Und wann geht dieser Kalender zu Ende? – Selbstverständlich am 21.12.2012. Ein weiterer Internet-Autor schreibt – man glaubt es kaum – etwas von der “Rückseite der Sonne”, auf der die Sonnenflecken “in Aufruhr seien”. Was er mit dieser dubiosen “Rückseite” meint, erklärt dieser Autor selbstverständlich nicht. Vielleicht hat er die Sonne ja mit dem Mond verwechselt. Fischinger leistet hier wichtige Aufklärungsarbeit.

Wer nun glaubt, schlimmer könne es nicht mehr kommen, der irrt: Der von dem jüngst verstorbenen Präastronautik-Autor Zecharia Sitchin erfundene und definitiv nicht existierende Planet Nibiru (er soll eine stark elliptische Umlaufbahn ähnlich wie die von Kometen aufweisen, also einmal in Sonnennähe (zwischen Mars und Jupiter) sein, sich die meiste Zeit aber weit von der Sonne entfernt befinden. Laut Sitchins abenteuerlicher und nicht stimmiger Theorie kommt dieser Planet all 3600 Jahre ins Sonnensystem und bringt Verwüstung. Internet-Autoren setzen noch einen drauf und sprechen von einer Wiederkehr des Nibiru (wann wohl?) – um den 21.12.2012. Dieser Verbindung hat sogar Sitchin selbst kurz vor seinem Tode noch widersprochen. Weiter kursieren Ideen, nach denen Nibiru ein “Künstlicher Planet” sei, der früher einmal “ein Kampfstern der Sirianer” war. Dann wird der Nibiru-Mythos mit der Suche der Astronomen nach einem “Planet X” , verwoben, der aber freilich außerhalb der Neptunbahn einer kreisähnlichen Ellipse um die Sonne beschreiben soll und nicht die unmögliche Bahn des Nibiru.

Nun könnte man denken, dass Fischinger, der diesen ganzen Unsinn entlarvt hat, ein ‘Skeptiker’ ist, der nur alles wegerklären will, doch er erklärt glaubhaft, dass dies nicht der Fall ist und macht seinen Standpunkt zu den Themen Grenzwissenschaften und Esoterik deutlich – und der ist keineswegs ablehnend.
Jeder, der sich fragt, was es mit dem angeblich von den Maya vorhergesagten Weltuntergang oder Aufstieg in eine höhere Dimension (ganz nach Belieben der verschiedenen Autoren) vertreten wird, sollte wissen, dass die Maya selbst nie etwas Derartiges prophezeit haben; und Fischinger geht detailliert auf das Thema ein, so dass jeder, der sich auch nur ansatzweise mit diesem Thema befasst hat, dieses Buch gelesen haben sollte.(hier und hier / Von Roland M. Horn)



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Wie findet man eigentlich einen Exoplaneten?

Planeten – größere kugelförmige Himmelskörper, die ihren Zentralstern umkreisen – sind schon so lange bekannt, wie es menschliche Hochkulturen gab. Bereits in der Antike und davor waren Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn bekannt – die fünf Planeten unseres Sonnensystems, die sich mit bloßem Auge beobachten lassen. Einer der Planeten unseres Sonnensystems brachte Leben hervor: Die Erde. Doch gibt es auch um andere ferne Sonnen Planeten?

Wie  findet man die “Erde 2” der allgemein Planeten (“Exoplaneten”) ausserhalb unseres Sonnensystems?

weiter …

Links:

Zum Thema:

Es muss nicht alles so sein, es kann auch ganz anders sein. Manche Rätsel sind Scheinrätsel, manche werden zu welchen gemacht, manche aber widerstehen ziemlich hartnäckig allzu glatten Erklärungsversuchen.
(Walter-Jörg Langbein, 1993 in “Die großen Rätsel der letzten 2500 Jahre”)
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Warum "Nibiru" 2012 oder danach danach nachweislich nicht kommt: Die wahren Hintergründe der "Planet X"-Story

Es kommt kein “Planet X” oder “Nibiru” im Jahre 2012 – oder in den kommenden Jahren. Das alles sind Falschaussagen, ungeprüfte bzw. nicht überprüfte Gerüchte, Märchen, Irrtümer und leider sogar glatte Lügen. Selbst der ursprünge Erfinder der Thesen um diesen “Nibiru” wehrte sich bis zu seinem Tode 2009 gegen den Missbrauch seiner Ideen, die er schon 1978 formulierte. Dazu hier ein Auszug aus dem unliebsamen Buch “Die Akte 2012 – Wahn und Wirklichkeit” von 2010, dessen dargelegte Fakten den 2012-Apokalyptikern bis heute ein Dorn im Auge sind.


Von Lars A. Fischinger

Es haben sich inzwischen drei Main-Spekulationen in Sachen 2012 (mit Berufung auf nicht vorhandene Maya-Weissagungen) herausgebildet:

  1. Der Untergang der Welt
  2. Irgendwelche esoterischen Aussagen über den “Wandel”, “Aufstieg”, “Erleuchtung” usw.
  3. Die Wiederkehr des Planeten Nibiru/Marduk, auch gerne heute “Planet X” genannt.

Der dritte Punkt ist ein Thema, dass seit über 30 Jahren in der Grenzwissenschaft, hier speziell die Prä-Astronautik, aktuell ist. Und ein Thema, das wir seit Jahren sehr gut kennen und hier diskutieren wollen.

Eine flinke Anfrage bei google.de Ende November 2009 erbrachte bei Eingaben wie “Nibiru”, “Nibiru Planet X”, “Nibiru 2012” usw. zwischen 449000 und unfassbare 55300000 (bei “Nibiru Planet X”Treffer. Das ist weit mehr als bei der Eingabe “Maya 2012” mit rund 24,5 Millionen Treffern. Also steht schnell eindeutig fest: Das Thema Nibiru alias Planet X ist sehr weit verbreitet und hat lange Kultstatus erreicht.

Doch um was handelt es sich hierbei? Das ist schnell erklärt:



Nibiru soll ein 10. Planet (= “Planet X” der Wissenschaft, dazu später) unseres Sonnensystems sein, der von intelligenten Aliens – Anunnaki genannt – bewohnt wird. Nibiru zieht dabei seine Bahn in etwa 3600 Jahre in einer starken Ellipse sehr ähnlich der langperiodischen Kometen um die Sonne. Ein Jahr dort ist also 3600-mal länger als ein Jahr bei uns auf der Erde.

Dieser Planet kommt ursprünglich aus den Tiefen des Kosmos und drang vor Urzeiten in unser Sonnensystem ein. Zecharia Sitchin will anhand des berühmten babylonischen Schöpfungsepos Enûma elîsch des 8. Jahrhundert vor Christus dieses Szenario rekonstruiert haben. Der eingedrungene Nibiru nun wiederum soll wesentlich größer als die Erde sein. Wie groß, da streiten sich die Fans. Sogar von der dreißigfachen Erdmasse des Nibiru wurde schon spekuliert! Durch Gravitationschaos und Kollisionen, ausgelöst durch diesen Planeten, wurde nicht nur der damals noch existierende Planet “Tiamat”, der zwischen Mars und Jupiter gelegen haben soll, vernichtet. Nein, es wurden auch dabei die Erde und unser Mond (einst ein Mond des “Tiamat”) geschaffen.

Nachdem Nibiru dann seine elliptische Umlaufbahn um die Sonne einnahm, entwickelten sich dort Außerirdische. Diese kamen vor etwa 445000 Jahren erstmals auf unsere Erde gereist. Von nun an waren die Besuche der raumfahrenden Anunnaki auf der Erde regelmäßig. Diese Wesen schufen dabei vor 300000 Jahren die Menschen durch Genmanipulation – sie gaben ihm den “letzten Schliff” – schufen/befruchteten später die ersten Kulturen wie Sumer im heutigen Südirak und sind heute als die Götter der Vorzeit bekannt. Spuren dieser Götter des Nibiru sind weltweit “codiert” in Mythen, Schriften und Legenden zu finden, heißt es. Vor rund 11.000 Jahre habe der Nibiru angeblich auch bei seiner alle 3600 Jahre stattfinden, zyklischen Erdannährung die legendären Sintflut ausgelöst.

So die eigentliche, über 30 Jahre alte Grundthese. Aber: Im Jahre 2012 nun ist ein weiterer 3600 Jahre-Zyklus des Nibiru vorbei und er kommt wieder in das innere Sonnensystem und damit zur Erde. Heisst es! Aber auch von einer Kollision des großen Nibiru mit der Erde sprechen 2012-Apokalyptiker.

Die These um Nibiru gehört damit in die “Ancient Astronaut”-These, die als Prä-Astronautik bekannt ist und vor allem von unserem Kollegen Erich von Däniken seit 1968 berühmt wurde. Sie sagt, dass Außerirdische vor Urzeiten auf die Erde kamen, hier die frühen Menschen mit Wissen und Weisheit befruchteten und vielleicht sogar genetisch an uns “Versuche”durchführten. Die Frühmenschen sahen in den Aliens Götter des Himmels. Mythologien aber auch Funde in aller Welt liefern angeblich Hinweise auf diese Astronautengötter. Eine These, die auch Lars A. Fischinger in zahlreichen Büchern und Artikeln seit über 20 Jahren vertritt. Aber auch eine These, deren “Beweise” man kritisch sehen muss. Und eine populäre Teilthese der Prä-Astronautik sagt nun eben, dass diese Außerirdischen nicht aus den Tiefen des Universums kamen, sondern von einem bisher unentdeckten Planeten unseres Sonnensystems: Dem Nibiru – und diese These ist derzeit verbreitet wie kaum eine Zweite.

Sie stammt von dem US-Autoren Zecharia Sitchin von 1978/79… der nie was von 2012 sagte! Denn:

Ursprünglich hatten die Boom-Thesen um Nibiru absolut nichts mit 2012 zu tun. Diese Themen wurden Jahrzehnte später erst im Internet miteinander aus Unwissenheit der Esoteriker verknüpft.

Was steckt nun wirklich dahinter...?

    Links

    (Zusatz, 23. November 2012: Übrigens, das Gerede, ich “hasse” Zecharia Sitchin, ist ebenso dumm wie gelogen! )
       Zum Thema:

     Es muss nicht alles so sein, es kann auch ganz anders sein. Manche Rätsel sind Scheinrätsel, manche werden zu welchen gemacht, manche aber widerstehen ziemlich hartnäckig allzu glatten Erklärungsversuchen.

    (Walter-Jörg Langbein, 1993 in “Die großen Rätsel der letzten 2500 Jahre”)
    www.Youtube.com/FischingerOnlineDER MYSTERY-VIDEO-CHANNEL

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