Neue Rezension zum Mythos um 2012 und dem Weltuntergang: "Die Akte 2012" - Grenzwissenschaft & Mystery Files

Neue Rezension zum Mythos um 2012 und dem Weltuntergang: "Die Akte 2012"

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Unsere “Gegen-Schrift” zum Mythos 2012

Beim Lesen dieses Buches bekommt man schon sehr früh den Eindruck, dass im Internet wohl eine ganze Menge “Blitzbirnen” unterwegs sein müssen. Web-Autoren verfälschen obskure Ideen, als ob sie nicht schon so skurril genug wären, und im Mittelpunkt dieser Ideen steht nun das Datum 21.12.2012, an dem nach der Thompson-Korrelation ein Großzyklus des Maya-Kalenders endet. Aus diesem “Kalenderende” soll je nach Autor entweder der Weltuntergang oder der Aufstieg in eine höhere Dimension stattfinden. Fischinger zerpflückt gekonnt diese ganzen Verflechtungen und stellt heraus, dass dann nur noch sehr wenig übrig bleibt.

Der Autor weist auch darauf hin, dass diese Korrelation des Maya-Kalenders gar nicht so gesichert ist, wie viele glauben. So zitiert Fischinger einen Wissenschaftler der Technischen Universität in Berlin, dessen Berechnungen zufolge der Maya-Kalender erst im Jahr 2020 endet.

Doch zurück zu den “Blitzbirnen”: Wie wir von Fischinger erfahren, kursiert im Internet ein Gerücht, dem zufolge die Norweger für die Mächtigen und Bonzen des Landes Schutzbunker bauen, in dem sie den angeblich drohenden Weltuntergang bequem aussitzen können. Andere sprechen von einem “kosmischen Kalender”, der auf die Bewegung der Plejaden ausgerichtet sein soll. Und wann geht dieser Kalender zu Ende? – Selbstverständlich am 21.12.2012. Ein weiterer Internet-Autor schreibt – man glaubt es kaum – etwas von der “Rückseite der Sonne”, auf der die Sonnenflecken “in Aufruhr seien”. Was er mit dieser dubiosen “Rückseite” meint, erklärt dieser Autor selbstverständlich nicht. Vielleicht hat er die Sonne ja mit dem Mond verwechselt. Fischinger leistet hier wichtige Aufklärungsarbeit.


Wer nun glaubt, schlimmer könne es nicht mehr kommen, der irrt: Der von dem jüngst verstorbenen Präastronautik-Autor Zecharia Sitchin erfundene und definitiv nicht existierende Planet Nibiru (er soll eine stark elliptische Umlaufbahn ähnlich wie die von Kometen aufweisen, also einmal in Sonnennähe (zwischen Mars und Jupiter) sein, sich die meiste Zeit aber weit von der Sonne entfernt befinden. Laut Sitchins abenteuerlicher und nicht stimmiger Theorie kommt dieser Planet all 3600 Jahre ins Sonnensystem und bringt Verwüstung. Internet-Autoren setzen noch einen drauf und sprechen von einer Wiederkehr des Nibiru (wann wohl?) – um den 21.12.2012. Dieser Verbindung hat sogar Sitchin selbst kurz vor seinem Tode noch widersprochen. Weiter kursieren Ideen, nach denen Nibiru ein “Künstlicher Planet” sei, der früher einmal “ein Kampfstern der Sirianer” war. Dann wird der Nibiru-Mythos mit der Suche der Astronomen nach einem “Planet X” , verwoben, der aber freilich außerhalb der Neptunbahn einer kreisähnlichen Ellipse um die Sonne beschreiben soll und nicht die unmögliche Bahn des Nibiru.

Nun könnte man denken, dass Fischinger, der diesen ganzen Unsinn entlarvt hat, ein ‘Skeptiker’ ist, der nur alles wegerklären will, doch er erklärt glaubhaft, dass dies nicht der Fall ist und macht seinen Standpunkt zu den Themen Grenzwissenschaften und Esoterik deutlich – und der ist keineswegs ablehnend.
Jeder, der sich fragt, was es mit dem angeblich von den Maya vorhergesagten Weltuntergang oder Aufstieg in eine höhere Dimension (ganz nach Belieben der verschiedenen Autoren) vertreten wird, sollte wissen, dass die Maya selbst nie etwas Derartiges prophezeit haben; und Fischinger geht detailliert auf das Thema ein, so dass jeder, der sich auch nur ansatzweise mit diesem Thema befasst hat, dieses Buch gelesen haben sollte.(hier und hier / Von Roland M. Horn)



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