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2. Juli: Der "Welt UFO Tag" – World UFO Day im Österreichischen Fernsehen

Gestern war der “offizielle Welt UFO Tag”: Der 2. Juli. Auch wenn verschiedenen Medien und ein paar UFOlogen gerne noch immer einen anderen Termin als “World UFO Day” vermelden, berichtete gestern der ORF aus Wien über diesen. Die UFO-Forschungsorganisation DEGUFO e.V. Österreich gab dazu dem “ZIB Magazin” ein Interview, das nun online zu sehen ist.


Von Lars A. Fischinger

Was dieser –  sagen wir: komisch klimngende – “Welt UFO Tag” ist, erklärt die offizielle Webseite (hier) dazu selber:

Der Welt UFO Tag ist der Existenz unidentifizierter Flugobjekte (UFOs) gewidmet. Der erste weltweite UFO Tag wurde in 2001 gefeiert. Warum gerade nun dieser Tag?

Hauptsächlich um ein Bewusstsein für die zweifellose Existenz von UFOs und intelligentem Leben aus dem Weltall zu schaffen. Dieser Tag dient außerdem als Ansporn für Regierungen, ihr über die Geschichte angehäuftes Wissen über Sichtungen offen zu legen. Allen Menschen, die an die Existenz ausserirdischen Lebens glauben, wird an diesem Tag nahe gelegt, ihre eigenen Parties während des Welt UFO Tages zu veranstalten. Dabei kann man z.B. zusammen den Himmel beobachten oder andere UFO bezogene Aktivitäten verfolgen.

In der Vergangenheit gab es zwei Tage, die Welt UFO Tag genannt wurden: der 2. Juli und der 24. Juni. Die WUFODO (World UFO Day Organization) hat nun den Tag des 2. Juli zum offiziellen Welt UFO Tag erklärt. Dies wurde entschieden um jeglicher Verwirrung vorzubeugen und hat den Effekt, dass sich viele Menschen auf der Welt an einem Tag bewusst zusammen finden, statt zwei kleinere Gruppen an zwei verschiedenen Tagen.

Der UFO-Forscher Mario Rank von der DEGUFO e.V. Österreich (hier) im Interview zum Thema Word UFO Day:


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Zum Thema

      Es muss nicht alles so sein, es kann auch ganz anders sein. Manche Rätsel sind Scheinrätsel, manche werden zu welchen gemacht, manche aber widerstehen ziemlich hartnäckig allzu glatten Erklärungsversuchen.”
      (Walter-Jörg Langbein, 1993 in “Die großen Rätsel der letzten 2500 Jahre”)

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      Österreicher glauben nach einer aktuellen Umfrage eher an Außerirdische als an die Heiligen der Kirche

      Aliens sind laut Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Marketagent.com unter 500 Österreichern glaubhafter als Heilige. Die meisten Befragten glauben dabei an das Schicksal und Schutzengel. Aber auch an Zombies und Vampiren glauben nach dieser Umfrage einige Menschen.

      Auf der Webseite von diePresse.com hieß es dazu am 6. Mai 2013 unter anderem:
       
      Drei von vier Österreichern glauben an die Macht des Schicksals, zwei Drittel an Schutzengel. Gott und Jesus rangieren auf den Plätzen drei und vier. Das ergab zumindest eine Online-Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Marketagent.com, das von 500 Personen im Alter von 14 bis 69 Jahren wissen wollte, was sie von übergeordneten Mächten und Übersinnlichem halten. Zwei von fünf Österreich hatten in ihrem Leben schon einmal ein übersinnliches Erlebnis (38 Prozent) – Frauen mit 45,7 Prozent deutlich häufiger als Männer mit 30,1 Prozent.

       

          Es muss nicht alles so sein, es kann auch ganz anders sein. Manche Rätsel sind Scheinrätsel, manche werden zu welchen gemacht, manche aber widerstehen ziemlich hartnäckig allzu glatten Erklärungsversuchen.”
          (Walter-Jörg Langbein, 1993 in “Die großen Rätsel der letzten 2500 Jahre”)
          www.Youtube.com/FischingerOnlineDER MYSTERY-VIDEO-CHANNEL
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          Die "UFO-Jäger" online. Die TV-Reportage über die Arbeit der DEGUFO Österreich ist online

          Am 4. Februar 2013 sendete “ATV Die Reportage” in Österreich die Sendung “UFO-Jäger”. In der Reportage wurde, wie auf diesem BLOG berichtet (hier) die Arbeit der “DEGUFO Österreich” und deren Forschungen auf den Spuren des Phänomens vorgestellt. “ATV Die Reportage” ist nun online zu sehen.

          von Lars A. Fischinger

          Unbekannte Flugobjekte, Himmelsphänomene und Lichterscheinungen die schwer einzuordnen sind gibt es schon so lange, wie den Menschen selber. Die ,DEGUFO e.V.’ widmet sich der Erforschung des UFO-Phänomens auf wissenschaftlicher Ebene und hält Kontakt zu den wichtigsten UFO-Forschungsstellen und Vereinen im deutschsprachigen Raum.

          So stellt sich die “DEGUFO” Österreich online vor (hier).


          Zeugen eines unbekannten Flugobjektes in unserem Nachbarland können die eingerichtete  UFO-Hotline unter der Österreichischen Nummer 0676-7177225 anrufen. “Die Fallermittler widmen sich jeder Sichtung vertraulich und professionell”, so die “DEGUFO” Österreich. Ebenso stellt die Organisation einen Fragebogen zu möglichen Sichtungs-Erlebnissen online als PDF zum Download bereit, der hier zu finden ist.

          Hier der genannte TV-Bericht vom 4. Februar 2013:

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               Zum Thema:

              Es muss nicht alles so sein, es kann auch ganz anders sein. Manche Rätsel sind Scheinrätsel, manche werden zu welchen gemacht, manche aber widerstehen ziemlich hartnäckig allzu glatten Erklärungsversuchen.

            (Walter-Jörg Langbein, 1993 in “Die großen Rätsel der letzten 2500 Jahre”)
            www.Youtube.com/FischingerOnlineDER MYSTERY-VIDEO-CHANNEL
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            TV-Reportage über die Arbeit der UFO-Forscher der DEGUFO aus Österreich am 4. Feburar 2013

            Am 4. Februar 2013 sendet “ATV Die Reportage” in Österreich die “UFO-Jäger”. In der Reportage wird die Arbeit der “DEGUFO Österreich” und deren Arbeiten auf den Spuren des Phänomens vorgestellt. Die UFO-Jäger gehen darin außergewöhnlichen Sichtungen von Flugobjekten nach, befragen Zeugen und analysieren Fotos und Amateurfilme. “ATV Die Reportage” hat sich an ihre Fersen geheftet um ungeklärten Phänomenen auf den Grund zu gehen. Die Sendung ist auch online zu sehen.

            von Lars A. Fischinger

            Unbekannte Flugobjekte, Himmelsphänomene und Lichterscheinungen die schwer einzuordnen sind gibt es schon so lange, wie den Menschen selber. Die ,DEGUFO e.V.’ widmet sich der Erforschung des UFO-Phänomens auf wissenschaftlicher Ebene und hält Kontakt zu den wichtigsten UFO-Forschungsstellen und Vereinen im deutschsprachigen Raum.” So stellt sich die “DEGUFO” Österreich online vor (hier).


            Das Fernsehen in Österreich hat die die Arbeit der noch recht jungen UFO-Forschungs-Vertretung der “Deutschsprachige Gesellschaft für Ufo-Forschung e.V.” begleitet. Erst Anfang 2012 wurde die “DEGUFO”-Stelle in Österreich beim Kongress WE ARE NOT ALONE in Wien gegründet, worüber auf diesem BLOG vor einem Jahr bereits berichtet wurde (hier & hier) Auch ich hielt auf dem Kongress in Wien einen Doppel-Vortrag.

            Zeugen eines unbekannten Flugobjektes in unserem Nachbarland können die eingerichtete  UFO-Hotline unter der Österreichischen Nummer 0676-7177225 anrufen. “Die Fallermittler widmen sich jeder Sichtung vertraulich und professionell”, so die “DEGUFO” Österreich. Ebenso stellt die Organisation einen Fragebogen zu möglichen Sichtungs-Erlebnissen online als PDF zum Download bereit, der hier zu finden ist.

            1. Sendetermin: 4. Februar 2013, ab 22.15 Uhr

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                 Zum Thema:

                Es muss nicht alles so sein, es kann auch ganz anders sein. Manche Rätsel sind Scheinrätsel, manche werden zu welchen gemacht, manche aber widerstehen ziemlich hartnäckig allzu glatten Erklärungsversuchen.

              (Walter-Jörg Langbein, 1993 in “Die großen Rätsel der letzten 2500 Jahre”)
              www.Youtube.com/FischingerOnlineDER MYSTERY-VIDEO-CHANNEL
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              Video: DEGUFO e.V.-UFO-Meldestelle in Österreich gegründet


              Bislang hatte Österreich keine eigene UFO-Meldestelle. Seit dem 24. März 2012 hat sich das geändert:

              Gemeinsam mit dem 1. Vorsitzenden der Deutschsprachigen Gesellschaft für UFO-Forschung aus Deutschland gründete der Wiener Mario Rank die österreichische Außenstelle der DEGUFO. Über das neue Webportal können UFO-Zeugen schnell und unkompliziert Meldungen einreichen. Für die ordnungsgemäße Erfassung der Fälle sorgt ein eigens konzipierter Fragebogen, der dort zum Download bereit steht.


              Die DEGUFO Österreich ist ab sofort unter dieser Webseite zu erreichen: http://www.degufo.at und betreibt eine eigene UFO-Hotline. Sichtungen können rund um die Uhr unter folgender Telefonnummer gemeldet werden: +43 676 7177225.

              Weitere Informationen unter http://www.degufo.at, http://www.degufo.de

              Ein Bericht von Exopolitik Deutschland – http://www.exopolitik.org


              Das Video der Gründung in Wien bei dem Kongress “WE ARE NOT ALONE”:


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              Die DEGUFO e.V. gründet UFO-Forschungs-Gruppe in Österreich

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              Am 24. März 2012 ist es so weit: beim “WE ARE NOT ALONE” UFO-Kongress wird die Regionalgruppe Österreich von der DEGUFO (deutschsprachige Gesellschaft für Ufo-Forschung e.V.) gegründet. Ziel der Vereinsgründung soll sein, UFO-Sichtungen aus Österreich besser koordinieren zu können und diese einer eingehenderen Untersuchung unterliegen zu lassen.

              Die DEGUFO Österreich ist dann online unter www.degufo.at zu erreichen und wird auch die erste UFO-Meldestelle in Österreich installieren.

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                 Zum Thema:

                Es muss nicht alles so sein, es kann auch ganz anders sein. Manche Rätsel sind Scheinrätsel, manche werden zu welchen gemacht, manche aber widerstehen ziemlich hartnäckig allzu glatten Erklärungsversuchen.

              (Walter-Jörg Langbein, 1993 in “Die großen Rätsel der letzten 2500 Jahre”)
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              Die Hagia Sophia in Istanbul: Geschichte, Mythen und Legenden um das (einst) christliche Gotteshaus

              Die Hagia Sophia in Istanbul: Mythen und Legenden um das (einst) christliche Gotteshaus (Bild: Fischinger-Online)
              Die Hagia Sophia in Istanbul: Geschichte, Mythen und Legenden um das (einst) christliche Gotteshaus (Bild: Fischinger-Online)

              Die eigentlich christliche Kirche Hagia Sophia in Istanbul in der Türkei sorgt derzeit für Schlagzeilen. der Prachtbau war rund 1.000 Jahre eine Kirche der Christen und teilweise das wichtigste Gotteshaus überhaupt. Bis zum Fall der Stadt 1453 durch die Eroberung durch Sultan Mehmed II., woraufhin die Kirche einige Jahrhunderte zu einer Moschee und ab 1934/35 zu einem Museum wurde. Bis heute, denn seit dem 24. Juli 2020 ist die Hagia Sophia auf Anordnung des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan wieder eine Moschee. Trotz weltweiter Proteste, über die in den Medien vielfach berichtet wurde. Doch die prachtvolle Hagia Sophia hat auch hinter den Kulissen und ihrer wechselvollen Geschichte vieles zu bedienten. Und zwar Sagen, Legenden und Mythen, die sich um sie ranken. In diesem Beitrag erfahrt Ihr von diesen und von der Geschichte des Bauwerkes. Spannende Hintergründe, die in der aktuellen Berichterstattung der Medien keinen Platz fanden.


              Hagia Sophia – “Heilige Weisheit”

              Als ich vor 30 Jahren erstmals in Istanbul an der prachtvollen Kirche Hagia Sophia (= “Heilige Weisheit”) stand, war ich als Teenager beeindruckt. Das änderte sich auch bei weiteren Besuchen Jahrzehnte später nicht. Zumal ganz Istanbul in der Türkei ein wundervolle Stadt ist, deren Besuch immer eine Reise wert ist. Kein Ort auf der Welt vereint so viel Geschichte der Antike, Spätantike, des Römischen Reiches und der Religionen, wie das heutige Istanbul.

              Eine Stadt, die in der Grenzwissenschaft allerdings fast ausschließlich dafür bekannt ist, dass sich dort die legendäre Landkarte des Piri Reis befindet.

              Stellvertretend für diese überaus bewegte Vergangenheit von Istanbul bzw. Konstantinopel, wie die Stadt ursprünglich hieß, steht am Bosporus die Kirche Hagia Sophia. Denn auch sie hat seit ihrer Grundsteinlegung im Jahr 532 nach Christus eine wechselvolle Geschichte erlebt. Gebaut als christliche Kirche auf den Resten ihrer Vorgänger wurde sie vielfach erweitert, umgebaut und renoviert und diente verschiedenen christlichen Konfektionen als Heiligtum. Sie war einstmals das Zentrum der Christenheit. Ein Bau mit außerordentlicher Symbolkraft.

              Bis der Islam unter Sultan Mehmed II. die Stadt 1453 eroberte und sie tagelang seinen Truppen zur Plünderung freigab. Ein Gemetzel, das vor der Hagia Sophia nicht stoppte. In der Folge wurden im Inneren christliche Symbole, Bilder und Ausstattungen zerstört, gestohlen oder durch islamische Insignien des Glaubens ersetzt und überdeckt. Flüchtlinge innerhalb der Kirche wurden versklavt, geschändet und ermordet. Ein Vorgehen, dass nur einige Jahrzehnte später die Christen bei der Eroberung Amerikas geradezu “perfektionierten”.

              Nach fast einem Jahrtausend christliche Kirche wurde die Hagia Sophia nach er Eroberung durch Mehmed II. zu einer Moschee. Ein erstes Minarett wurde noch im Jahr des Sieges an die ehemalige Kirche angebaut. Weitere folgten und so nahm der Prachtbau nach und nach seine heutige Gestalt an.

              Die Hagia Sophia macht Schlagzeilen

              Der Islam zerstörte im Inneren längst nicht alle Spuren ihrer ursprünglichen Bedeutung als eine der bedeutendsten christlichen Gotteshäuser der Welt. Bis heute finden sich in der Hagia Sophia (noch) christliche Reliefs, Bilder, Mosaike und ähnliches. Beispielsweise von Engeln, Jesus Christus oder der Mutter Maria. Teilweise wurden diese in späteren Zeiten allerdings wiederhergestellt, da sie nach der Umwandlung des Bauwerkes in eine Moschee lediglich übermalt oder mit Gips überdeckt wurden.

              Einen einschneidenden Wendepunkt erlebte das Bauwerk am 24. November 1934: Die Regierung von Mustafa Kemal Atatürk, erster Präsident der Türkei, beschloss an diesem Tag die Hagia Sophia in ein Museum umfunktionieren. Daraufhin wurde die Kirche/Moschee als “Hagia-Sophia-Museum” eröffnet und in ihrem Inneren fanden verschiedene Umbauten, Wiederherstellungen und Renovierungen statt. Sie wurde zu einem der wichtigsten und beliebtesten Ziele für Millionen von Besuchern aus aller Welt, die die Stadt am Bosporus jährlich besuchen.

              Das änderte sich von einigen Tagen.

              Trotz weltweiter Proteste ordnete der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan an, dass ab den 24. Juli 2020 die Hagia Sophia wieder als Moschee umfunktioniert werden solle. Viele sehen hier eine klare Verletzung der Trennung von Kirche und Staat und Kritiker werfen Erdogan vor, dass er die Türkei islamesiere. Auch die Minderheit der in der Türkei ansässigen Christen, vor allem der orthodoxen, sieht diesen Schritt mit Bedenken. Als verfolgte und unterdrückte Christen sehen auch sie diesen Schritt als Islamesierung.

              Die Medien haben in diesen Tagen das Thema vielfach aufgriffen. Vor allem auch deshalb, da Erdogan symbolträchtig am ersten Gebet der “neuen” Moschee gleich in der ersten Reihe teilnahm, und bereits einen Tage vorher sich Menschen dort versammelten. Der normale Medien- und Nachrichtenkonsument wird die Hagia Sophia zuvor wahrscheinlich nicht mal gekannt haben. Trotz ihrer überaus bedeutenden Geschichte für das Christentum und während des Zerfalls des letzte Reste des Römisches Reiches.

              Sultan Mehmed II.

              Die Geschichte des Gotteshauses ist sehr gut dokumentiert und erforscht. Es ist kein Monument aus der “dunklen Vorzeit”, sondern am 23. Februar 532 wurde dort der Grundstein als Römische Reichskiche gelegt. Diesen Zweck erfüllte die erste Kirche auch nach ihrer Eröffnung am 27. Dezember 537 für fast 500 Jahre, bis sie 1054 zu einer orthodoxen Kirche wurde. Nach rund 1.500 Jahren Bautätigkeiten kann man die heutige Moschee natürlich nicht mehr mit der ersten Ur-Kirche vergleichen.

              Wie bei eigentlich jedem sakralen Bauwerk, so ranken sich aber auch um die geschichtsträchtige Hagia Sophia Mythen und Legenden. Das fängt eigentlich schon bei der Eroberung der Stadt durch Sultan Mehmed II. 1453 an. Historiker aus Europa behaupteten, dass der Eroberer hoch zu Pferd in die Kirche geritten sein soll. Als Symbol des Sieges über das Christentum und gleichzeitig als deutliches Zeichen der Entweihung der Hagia Sophia.

              Ob das den Tatsachen entspricht, ist unklar. Der 1856 verstorbene österreichische Orientalist, Übersetzer und Diplomat Freiherr Joseph von Hammer-Purgstall nannte es in “Geschichte des Osmanischen Reiches” (Bd. I, 1827) ein Märchen der europäischen Geschichtsschreiber.

              Doch Märchen und Geschichten werden sich sehr zahlreich um die Hagia Sophia erzählt. Viele wurden von dem Reisenden Antony von Novgorod nach einer Reise in die Stadt im 13. Jahrhundert erst aufgezeichnet und dokumentiert.

              Sagen und Legenden um die Hagia Sophia

              Nach einer Erzählung soll kurz vor dem islamischen Einfall die Stadt von einem dichten Nebel eingeschlossen gewesen sein. Es dauert bis zum Abend, bis sich der undurchdringliche Nebel lichtete und dabei soll die Hagia Sophia plötzlich in einem rötlichen Licht getaucht gewesen sein. Der unheimliche Lichtschein stieg von der eindrucksvollen Kuppel hoch zu dem darauf stehenden Kreuz. Von da, so eine andere Version der Geschichte, stieg das rote Licht in den Himmel empor. Für die Christen war dies das Zeichen ihres kommendes Untergangs, da es als “Blut” gedeutet wurde.

              Eine andere Sage erzählt, dass schon der biblische König Salomon den späteren Bauplatz der Kirche in einem Gebet oder einer Vision vorhergesagt habe. Als “wahre Religion” des biblischen Gottes sieht der Islam darin teilweise die Prophezeiung, dass ihnen die Hagia Sophia zustehe.

              In einer islamischen Legende wird gesagt, dass heilige Erde und Wasser aus der Stadt Mekka zum Bau mit verwendet wurde. Hierzu existieren verschiedene Variationen der Legende, die alle zum Kern haben, dass der Prophet Mohammed durch seine wundersamen und göttlichen Kräfte oder Magie für den Kuppelbau verantwortlich ist. Seine “Wunderkraft” habe damit die Hagia Sophia als späteres Gotteshaus des Islam vorherbestimmt.

              Als Mehmed II. Konstantinopel eroberte und damit das Ende des osmanischen Imperiums einläutete, soll auch er eine wundersame Spur hinterlassen haben. Und zwar habe er, als er angeblich hoch zu Ross in die Kirche ritt, eine Marmorsäule berührt, auf der sich bis heute sein klar erkennbarer Handabdruck befindet (s. a. Video HIER).

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              Eine der beliebtesten Legenden der Christen sagt, dass am Tag der Eroberung sich während des Gottesdienstes in der Hagia Sophia ein Wunder ereignete. Der orthodoxe Patriarch sei durch dieses beim Eindringen der Osmanen in die Kirche während der Messe in einer Wand verschwunden, die sich plötzlich öffnete. Mit ihm verschwanden dort seine zeremoniellen Gegenstände. Etwas abgewandelt wird auch erzählt, dass der Geistliche in einer Geheimtür oder auch Seitentür verschwand. Erst an dem Tag, wenn die Stadt wieder christlich sein wird, komme der Patriarch wieder zum Vorschein, um seine Messe weiter zu führen und zu beenden.

              Dazu gibt es eine ähnliche christliche Legende. Nach dieser überlebten zwei Mönche das Massaker der Muslime an den Christen und Einwohnern der Stadt, in dem sie oberhalb der Galerie in einer Wand verschwunden sind. Auch sie kehren wieder, wenn Konstantinopel bzw. Istanbul wieder christlich ist.

              Auch einen “übersinnlichen Bewohner” hat das Gotteshaus. Nach einer Legende lebt (oder lebte) nämlich ein Engel Gottes seit mindestens 900 Jahren in dem Gemäuern. “Auf der rechten Seite der Säule, wo der Bogen zur Kuppel aufsteigt”, ist sein Wohnsitz. Der Engel sei der Wächter der Hagia Sophia, der einst während Baumaßnahmen an dem Gebäude erschien. An diesem Tage, so die Legende, wurden die Arbeiten unterbrochen, da die Handwerker zum Kaiser gerufen wurden. Dabei erschien dem Vorarbeiter der Engel, “ein Junge”, der ihm sagte, dass er Wache halten werde, “so wie es mir vom Herrn befohlen wurde”.

              Noch mehr Legenden

              Orthodoxe Historiker notierten dazu auch eine Erzählung über das “Ende” dieses Engels. Demnach kamen große Feuerflammen “aus der Kirche, schlossen sich zu einer Feuersäule zusammen und das daraus entstandene und unbeschreibliche Licht stieg in den Himmel hinauf”. Im Himmel angekommen “öffneten sich die Himmelstüren und das Licht verschwand dahinter”, was umgehend dem Kaiser berichtet wurde. Der Schutzengel habe nach 900 Jahren die Kirche verlassen und sei wieder in den Himmel aufgestiegen, so der Patriarch zum Herrscher. “Das bedeutet, dass Gott unsere Stadt schutzlos den Feinden überlässt.” Nicht auszuschließen, dass hier eine Variation der Sage um das rote Licht, das kurz vor dem Fall der Stadt über die Kirchen-Kuppel in den Himmel stieg, erzählt wird (s. a. Artikel HIER).

              Im Inneren der Hagia Sophia befindet sich eine Säule, die im unteren Bereich mit Kupferblech verkleidet ist. Der Legende nach erschien genau hier der Heilige Gregor einer Reihe von Besuchern, die daraufhin ein Wunder erfuhren. Nachdem der Islam die Kirche in eine Moschee umbaute, änderte sich auch die Bedeutung dieser Marmorsäule. Fortan erfüllt sie jedem, der seinen Daumen in ein Loch in der Säule und durch die Kupferverkleidung steckt und ihn einmal 360 Grad dreht, jeden Wunsch.

              Die mächtigen Eingangstüren des sogenannten “Kaisertor”, durch das der Herrscher mit seinem Gefolge das Gotteshaus betrat, soll der Legende nach aus ganz besonderem Holz geschnitzt sein. Hiernach handelt es sich um Holz von der Arche Noah. Jenem biblisches Rettungsboot vor der Sintflut, dass im “Gebirge Ararat” im Südosten der heutigen Türkei nach der Flut gestanden sein soll –  und laut Legenden dort noch immer liegt.

              Der byzantinische Kaiser Justinian I., der den Grundstein für die heutige Hagia Sophia legte, soll bei seinem Einzug durch das “Kaisertor” am Tag der Eröffnung freudig und in aller Bescheidenheit ausgerufen haben: “Preis und Ehre sei Gott, der mich für würdig hielt, ein solches Werk zu vollenden. Salomon, ich habe dich übertroffen!” Damit meinte er den legendären ersten Tempel von Jerusalem, den König Salomon als Herrscher für den Gott Israels und seine Bundeslade errichten ließ …

              Euer Jäger des Phantastischen

              Lars A. Fischinger

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