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UFO-Sekten-Führerin und “Sprachrohr Gottes” Uriella ist tot. Ein Rückblick und Ausblick auf den “Orden Fiat Lux”

UFO-Sekten Führerin und "Sprachrohr Gottes" Uriella ist tot (Bilder: gemeinfrei & Blick.ch / Bearbeitung/Montage: Fischinger-Online)
UFO-Sekten Führerin und “Sprachrohr Gottes” Uriella ist tot (Bilder: gemeinfrei & Blick.ch / Bearbeitung/Montage: Fischinger-Online)

Sie war zweifellos eine der “schillerndsten” Persönlichkeiten aus dem Bereich UFO-Sekten und neu-religiöse Gruppen: Uriella, die  Chefin der Sekte “Fiat Lux” mit Hauptsitz in der Schweiz, die erst kürzlich ihren 90. Geburtstag feierte. Wie jetzt bekannt wurde ist das Oberhaupt des “Orden Fiat Lux” und selbsternanntes “Sprachrohr Gottes” nach langer Krankheit verstorben. Mehr dazu und einen  Rückblick und Ausblick auf die UFO-Sekte “Fiat Lux” und deren Lehren lest Ihr hier.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Uriella und ihre UFO-Sekte “Fiat Lux”

Uriella wurde 1929 als Erika Hedwig Bertschinger-Eicke in Zürich in der Schweiz geboren und behauptete ab 1973, dass sie spirituelle Kräfte habe. Hellsehen gehörte ebenso dazu, wie der angeblich Kontakt mit Gott, Jesus Christus und zahlreichen weiteren religiösen Personen bzw. “Meistern”. Sie selber sei vom Himmel als “Sprachrohr Gottes” auf Erden ausgewählt worden.

Die Lehren von “Fiat Lux” unter Uriella und ihrem Mann Icordo (Eberhard Bertschinger-Eicke) waren mehr als umfangreich. Reinkarnation, (göttliche) Offenbarungen durch Uriella, Naturheilkunde, “Wundermittel” und “Wunderheilungen” gehörten ebenso dazu, wie der Glaube an UFOs, den Weltuntergang oder einem kommenden Paradies auf Erden.

Vor allem der Glaube an UFOs und geradezu göttliche Aliens ist im Bereich Grenzwissenschaft und Mystery Files interessant. Ein Glaube, den viele UFO-Sekten weltweit teilen, wie Roland M. Horn und ich es 1999 in unserem Buch “UFO-Sekten” ausführlich dargelegt haben. Auch der Orden “Fit Lux” wird darin behandelt. Denn vor allem in den 1990ger Jahren war die Sekte mit ihren Lehren und Weltanschauungen medial stark vertreten. Neben Probleme mit der Justiz vor allem durch den vom “Sprachrohr Gottes” angekündigten Weltuntergang.

Uriella verbreite dabei vor allem auch die “Lehre”, dass beim kommenden Ende der Welt zahllose UFOs erscheinen werden. Diese Raumschiffe würden die “Gläubigen” von unserem Planeten evakuieren, bis die Zeit der Wandlung vorüber sei. Danach herrsche hier ein Paradies für all jene, die den Weltuntergang überstanden hätten. Diese neue Welt hieße dann “Amora“.

Vor allem für das Jahr 1998 verbreite Uriella und “Fiat Lux” diese angeblich himmlischen Ankündigungen. Dass dieses Ende der Welt nicht eintraf, so die UFO-Sekte später, ist dabei nur einem “Aufschub” Gottes zu verdanken. So zumindest erklärten Uriella und Icordo es mir damals in einem Schreiben.

Die Idee der Evakuierung der Menschheit oder Auserwählter durch UFOs ist allerdings alles andere als eine “Exklusiv-Lehre” von Uriella und ihrem Mann Icordo. Vor allem die UFO-Sekte “Ashtar Command” (s. Artikel HIER) um den imaginären Außerirdischen “Ashtar Sheran” sowie entsprechende Splittergruppen verbreiten diese UFO-Religion bis heute intensiv. Ander UFO-Kulte schließen sich hier an, wobei die Selbstmord-Alien-Sekte “Heavens Gate” wohl das extremste Beispiel ist.

In diesem Blog-Artikel HIER wurde der Orden und ihr Glaube bereits detailliert diskutiert.

Uriellas lange Krankheit

Eine Sekte oder ein Orden, wie “Fit Lux” sich selber bezeichnet, lebt und stirbt meistens mit ihren geistigen Anführern. Nicht anders ist es bei der esoterischen Gruppe um Icordo und Uriella.

Schon lange war bekannt, dass die betont kitschig auftretende Orden-Chefin Uriella schwer krankt war. Obwohl die UFO-Gruppe “Fiat Lux” dies vorerst verneinte, kamen interne Schreiben der Sekte dazu sehr schnell an die Öffentlichkeit. In einer von Uriella empfangenen “Kurzbotschaft von Jesus Christus” vom 8. Februar 2009 hieß es beispielsweise, dass ihr Leben “auf des Messers Schneide” stehen würde. Eine schwere Erkrankung der Chefin war demnach nicht mehr zu leugnen.

Dies hatte fatale Folgen für die UFO-Sekte selber. In einer weiteren “Kurzbotschaft von Jesus Christus” vom 20. März 2009 teilte der “Gottvater” persönlich über sein Sprachrohr Uriella mit, dass er “zutiefst erschüttert” sei. Denn 90 Prozent aller Mitglieder würden “Fiat Lux” den Rücken gekehrt haben. Eine Todsünde für alle Abtrünnigen des Ordens, wie es hieß, der nur vergleichbar mit dem biblischen “Fall der Engel” sei.

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“Kein Erdenmensch mit diesen verheerenden Untugenden hat auf Amora Zutritt”, ließ Gott über seine Dienerin Uriella übermitteln. “Wer auf eine Amnesie Gottes spekuliert”, so weiter, “lebt in einer gewaltigen Täuschung”. Damit war das Ende der Sekte grundsätzlich besiegelt. Ihr Mann Icordo bestätigte in den Folgejahren mehrfach die schwere Krankheit (“Amyotrophe Lateralsklerose”, ALS) seiner Frau. So beispielsweise gegenüber der Boulevardzeitung “Blick” im August 2014, in der er bestätigte, dass sie gelähmt sei und starke Schmerzen habe.

Obwohl immer wieder über den Tod von Uriella spekuliert wurde, gab “Fiat Lux” jetzt offiziell ihren Tod bekannt. “Icordo hat uns gestern mitgeteilt, dass Uriella verstorben ist”, so Ibachs Bürgermeister Helmut Kaiser in diversen Medienberichten. Nur vier Tage nach ihrem 90. Geburtstag am 20. Februar.

Nachdem in den letzten zehn Jahren die meisten Mitglieder die Sekte verlassen haben, wird es wohl keine Zukunft mehr für den “Orden” geben. Bis zum Tode von Uriella soll die Gruppe nur noch 15 bis 20 treue Mitglieder in Ibach gehabt haben, so der Kaiser. Der “Südkurier” zitiert Bürgermeister Kaiser dazu auch mit den Worten:

Auf dem Friedhof der Gemeinde Ibach sind schon mehrere Fiat-Lux-Anhänger bebraben. Die Familie wird natürlich entscheiden, ob dort auch Uriella ihre letzte Ruhe finden wird.

Möge das “Sprachrohr Gottes” ihren Frieden gefunden haben. Und es ist zu hoffen, dass die wenigen verbliebenen Anhänger den Zusammenbuch ihrer Welt unbeschadet überstehen …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Die “geheime UFO-Sekte” der Rael-Bewegung: “Eine der gefährlichsten und angsteinflössesten Sekten der Welt”? (mit Video)

Die UFO-Sekte Rael-Bewegung: "Eine der gefährlichsten und angsteinflössesten Sekten der Welt"? (Bilder: rael.org & gemeinfrei Bearbeitung/Montage: Fischinger-Online)
Die UFO-Sekte Rael-Bewegung: “Eine der gefährlichsten und angsteinflössesten Sekten der Welt”? (Bilder: rael.org & gemeinfrei / Bearbeitung/Montage: Fischinger-Online)

Sekten, neu-religiöse Glaubensgemeinschaften und  religiöse Sondergruppen gab es weltweit schon immer und wird es immer geben. Es gibt dabei nichts, was nicht geglaubt, gelehrt oder angebetet wird. Eine dieser Glaubensgruppen ist die UFO-Sekte Rael-Bewegung (= Raelianer), die auch auf Grenzwissenschaft & Mystery Files und an anderen Stellen immer wieder Thema war. Diese Gruppe ist eine Prä-Astronautik- und UFO-Sekte, die in den 1970ger Jahren ausschließlich aus den Themen rund um die Astronautengötter aus dem All entstanden und bis heute sehr aktiv ist. Doch ist sie wirklich eine der “drei gefährlichsten Sekten der Welt”, wie jetzt in einem Video behauptet wurde? Die Raelianer um ihren Alien-Gott-Führer Claude Vorilhon, die Aliens als Götter preisen und die in deren Auftrag unter anderem Menschen als “Auserwählte” klonen wollen, eine Gefahr für die Menschheit? Lassen wir in diesem Beitrag die UFO-Kirche im Dorf – und schauten einmal auf die Fakten.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Erlöser aus dem All

UFO-Sekten aller Art und vor allem Unart gibt es seit vielen Jahrzehnten.

Eigentlich seit den ersten Tagen der “Fliegenden Untertassen” nach dem Zweiten Weltkrieg, als die ersten Menschen behaupteten, Sprecher dieser Aliens in ihren UFOs zu sein. “Kontaktler” wurden diese genannt, da sie eben mit den angeblichen Außerirdischen in Kontakt stünden. In deren Auftrag seien sie auserwählt allerlei “Lehren” und “Weisheiten” der Aliens der gesamten Menschheit zu offenbaren …

Das mag heute fast schon “niedlich” erscheinen, doch das Gegenteil war und ist der Fall!

Jeder am Thema UFOs, Prä-Astronautik oder eben Aliens Interessierte wird sich sicherlich denken können, dass solche “Sprecher der Außerirdischen” sowie deren Anhänger und Gläubige dem Thema in der Öffentlichkeit schaden. Einer der Gründe, warum auf diesem Blog solche UFO-Sekten immer wieder zum Thema gemacht werden. Denn diese Gruppen gibt es in verschieden starken Ausprägungen und mit sehr unterschiedlich großen Anhängerschaften bis heute. Sind sind Teil der Thematik.

Wobei jede dieser UFO-Sekten unterschiedliche Alien-Lehren verbreitet, die sich dabei natürlich alle widersprechen. Ein Grundtenor ist aber, dass diese Fremden von den Sternen in Sorge um die Menschheit und unseren Planten sind. Sie wollen uns helfen oder sogar erlösen.

Eine dieser Sekten ist ist die Gruppe der Raelianer um ihren Guru Claude Vorilhon, die vor allem auch als Real-Bewegung bekannt ist. Sicher eine der bekanntesten Alien-Religionen, die sich in den 1970ger Jahre im Zuge des weltweit ausgebrochenen Prä-Astronautik-Fiebers um die Bücher von Erich von Däniken und anderen gründete. Sehr zum Ärger von EvD selber, wie er immer wieder betont.

Immerhin behauptete der Sekten-Gründer Claude Vorilhon damals, dass diese Ancient Aliens, wie sie heute heißen, mit ihm persönlich Kontakt aufgenommen haben. Mehr noch: Er selber sei am 25. Dezember 1945 von den göttlichen Außerirdischen gezeugt worden. Grund genug für den Auserwählten Weihnachten doppelt zu feiern:

“Natürlich haben wir Weihnachten gefeiert, denn es ist der Tag meiner Zeugung. Meine Mutter empfing mich am 25. Dezember 1945 durch einen Außerirdischen. An Weihnachten feiere ich zugleich meine Zeugung und den Geburtstag meines Bruders Jesus, denn wir haben denselben Vater.

So Claude Vorilhon beispielsweise in einem Interview am 30. Dezember 2002.

Die drei “gefährlichsten und angsteinflössesten Sekten der Welt”?

Als überzeugter Prä-Astronautiker und Mystery-Jäger verfolge ich die Aktivitäten und Tätigkeiten solcher UFO-Gruppen und -Sekten seit nunmehr bald 30 Jahren. Ein Ergebnis war dabei bereits 1999 mein Buch “UFO-Sekten“, das ich zusammen mit dem Kollegen Roland M. Horn veröffentlicht habe. Eine sehr umfangreiche Analyse solcher Alien-Sekten, Kontaktler und UFO-Religionen.

Spätestens nach dem Massenselbstmord der UFO-Sekte “Heavens Gate” 1997 sowie den Massensuizid der (Alien-)Sekte der “Sonnentempler” 1994 und anderer Ereignisse, war das ganz einfach notwendig. Zumindest sahen und sehen das mein Coautor Roland M. Horn und ich so. In meinem Nachwort schrieb ich 1999 dazu unter anderem:

“Wenn die Medien das Thema ‘Sekten’ aufgreifen, werden fast immer die selben Gruppen ins Licht der Öffentlichkeit gezerrt. Esoterische UFO-Kulte sind praktisch unbekannt, und doch sind sie in unserer Gesellschaft weit verbreitet. Sie sind ‘im Hintergrund’ des öffentlichen Interesses vertreten und könnten potentielle Gefahren bergen.

Nicht unbedingt für Leib und Leben, aber dennoch für den gesunden Menschenverstand.”

Das sehe ich bis heute nicht anders als vor 20 Jahren. Und verwundert mich doch, was ein Video mit dem Titel “Geheime UFO-Sekte betet Außerirdische an – Die 3 gefährlichsten Sekten der Welt” vom 31. Oktober 2018 bei YouTube behauptet (s. unten). In diesem möchte der YouTube-Kanal “MULTI” …

Drei Sekten vorstellen, die zu den gefährlichsten und angsteinflössesten Sekten der Welt gehören.

Zu diesen drei Gruppen gehört laut dem YouTube-Channel die Rael-Bewegung, als “geheime UFO-Sekte, die Außerirdische anbetete”. Die anderen beiden Sekten in dem Video sind die Sekte “AUM” (eigentlich “Ōmu Shinrikyō”) aus Japan und “Boko Haram” aus Nigeria.

Die Kirche im Dorf lassen

Ich bin wahrlich kein Freund der UFO-Sekte der Raelianer und ihrer wirren und verrückten Alien-Lehren um ihren “Gott-Guru” Claude Vorilhon. Im Gegenteil. Doch man sollte die Kirche im Dorf lassen, wenn man solche Gruppen zum Thema macht. Das unten eingebundene Video schießt hier bei weitem über das Ziel hinaus und wirft die Rael-Bewegung in einen Topf mit zwei Terror-Sekten, auf deren Konto unzählige Tote gehen.

So wurde die Sekte “AUM” (heute “Aleph”) weltbekannt, als diese Gruppe um ihren Führer Shōkō Asahara am 20. März 1995 in der U-Bahn von Tokio einen Giftgas-Anschlag mit dem Nervengift Sarin verübte. 13 Menschen verloren ihr Leben, über 6.000 wurde verletzt und 12 Führer von “Ōmu Shinrikyō” wurden daraufhin zum Tode verurteilt.

“Boko Haram” aus Nigeria bzw. Afrika wiederum ist eine bis heute immer mal wieder in den Medien erscheinende islamistische Terrororganisation. Eine fundamentalistische Vereinigung des Terrors,der Gewalt und des Hasses auf “Andersgläubige”, die durch zahlreiche (Massen-)Morde und Terroranschläge traurige Berühmtheit erlangt hat.

Die Rael-UFO-Sekte mit den Mördern und Terroristen von “Ōmu Shinrikyō” und “Boko Haram” in einem Atemzug zu nennen, ist in keinster Weise irgendwie gerechtfertigt.

Die “High-Tech-Spinner” der Rael-Bewegung

“Geheim”, wie es das Video unten suggeriert, ist die Rael-Bewegung auch nicht. Im Gegenteil, denn sie pflegt seit Jahrzehnten eine überaus intensive Öffentlichkeitsarbeit. Spektakuläre Behauptungen und Mitteilungen wie jene vom Sommer 2001, dass sie Adolf Hitler und Jesus Christus klonen wollen oder angeblich in ihrem Genlabor “Clonaid” die ersten Klon-Menschen erschaffen haben, gehören dazu. Selbst Dracula sollte nach Meldungen der UFO-Sekte vom Mai 2002 geklont werden.

Hitler sollte übrigens nur aus dem Grund geklont werden, damit man ihn vor Gericht stellen kann. “Ich halte diesen Mann für größenwahnsinnig. Er muss gestoppt werden”, kommentierte dieses Vorhaben damals Michael Fürst, Vorsitzender des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden Niedersachsens (“Der Spiegel”, 4. August 2001).

Als “High-Tech-Spinner” bezeichnete am 2. August 2001 “Kulturzeit” des Senders 3sat die Vorhaben oder besser Behauptungen der UFO-Sekte und ihre Klon-Phantasien. Denn die Real-Bewegung konnte nicht mal belegen, dass sie wirklich den ersten Menschen namens “Eve” gentechnisch erschaffen haben. “Science-Fiction-Klamauk” von “Monstermachern” nannte es “Der Tagesspiegel” am 14. Juni 2001 und auch die “Bild-Zeitung” berichtete damals in großen Aufmachungen von diesen Klon-Ideen der Alien-Sekte.

Ergänzt durch eine überaus umfangreiche Präsenz im Internet in dutzenden Sprachen und natürlich den Bemühungen ein “Botschaftsgebäude für Außerirdische” bauen zu wollen. Immerhin, so sind sich Claude Vorilhon und seine Gläubigen sicher, sollen die göttlichen Aliens als wahre Schöpfer der Menschheit bis zum Jahr 2035 wieder auf die Erde kommen. Ein angemessenes Botschaftsgebäude der Raelianer zu ihrem Empfang sei deshalb mehr als nötig, glauben sie …

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Nichts als “harmlose” Werbung

Ethische Bedenken einmal außen vorgelassen: Die ganzen Klon-Behauptungen der Sekte waren nichts als PR für deren Alien-Religion. Das bestätigte der Sekten-Chef jubelnd selber, in dem er in einem internen Schreiben seiner “Bischöfin” Brigitte Boisselier (Chefin von “Clonaid”) für ihre PR-Arbeit dankt. Vorilhon schrieb darin unter anderem (“Berliner Zeitung”, 23. Januar 2003):

Wenn ihr das Experiment wirklich gelungen ist, hat sie eine historische Leistung vollbracht, für die sie den Nobelpreis verdient. Wenn es ihr nicht gelungen ist, hat sie auch eine historische Leistung vollbracht, weil der ganze Planet nun über unsere Religion und unsere Botschaften informiert ist. Wir sind in jedem Fall die Gewinner.

Seit dem Tag hatten wir mehr als 30 Millionen Hits auf unserer Webseite. Brigitte und ich haben hunderte von Interviews gegeben. Die Zahl unserer Mitglieder ist in zwei Wochen um zehn Prozent gestiegen. Einem kanadischen Experten zufolge haben wir ein Äquivalent von 500 Millionen Dollar kostenloser Werbung erhalten.

“Wenn” es gelungen ist sagt schon alles. Nichtmal der UFO-Guru selber war demnach informiert, ob das Klonen des ersten Menschen “Eve” überhaupt erfolgreich war.

Ernsthaft an dem UFO- und Alien-Thema interessierte Menschen können über die Rael-Sekte nur müde lächeln. Auch wenn sie dem öffentlichen UFO-Bild ohne Zweifel immer wieder geschadet hat. Aber sie als als eine Gefahr wie die beiden Terror-Sekten “Ōmu Shinrikyō” und “Boko Haram” anzusehen, ist unfair. Selbst der energischste Kritiker sollte das zugestehen.

Geheime UFO-Sekte betet Außerirdische an - Die 3 gefährlichsten Sekten der Welt

Bitte auf das “Play-Symbol” klicken.
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Lars A. Fischinger

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Wenn UFO-Sekten wahnsinnig werden und der Alien-Glaube in den Massenselbstmord führt: Die UFO-Sekte “Heavens Gate” 1997 – eine Analyse

Screenshot der Webseite der UFO-Sekte Heavens Gate von 1997 (Bild: Archiv)
Screenshot der Webseite der UFO-Sekte Heavens Gate von 1997 (Bild: Archiv)

Das spezielle UFO-Randthema der UFO-Sekten im Bereich der “Fliegenden Untertassen” und Außerirdischen ist eigentlich immer aktuell. UFO-Kulte und gewissen UFO-Alien-Esoteriker mit den wildesten Phantastereien bringen mit diesen seit je her auch die Prä-Astronautik und die UFO-Forschung in Verruf, da sich gerade diese Verrückten in den (modernen) Medien tummeln und ggf. Mainstream-Schlagzeilen machen. Besonders erschreckend war dies 1997 mit einer dieser UFO-Sekten: “Heavens Gate”. Hier eine umfangreiche Aufarbeitung der Ereignisse vor 20 Jahren rund um den Massensuizid des Alien-Kultes.

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Es gibt viele Götter und Erich von Däniken ist ihr Prophet! Über die Absurdität von UFO-Sekten und den Vorwürfen gegen die Prä-Astronautik als “Ancient Aliens Sekte”

UFO-Sekten - bis heute ein Irrsinn (Bild: L.A. Fischinger / gemeinfrei / NASA/JPL)
UFO-Sekten – bis heute ein Irrsinn (Bild: L.A. Fischinger / gemeinfrei / NASA/JPL)

Die Beschäftigung mit den Gebieten der Prä-Astronautik – den “Ancient Aliens” – und auch der UFO-Forschung konfrontiert uns Journalisten des Unfassbaren und Mystery-Autoren immer wieder mit sehr fraglichen Gruppen, Aussagen und Weltanschauungen aus der esoterischen Sparte: der UFO-Sektierer. Und leider sind es schon immer genau diese Menschen, die das Bild der Öffentlichkeit in Sachen “Rätsel & Mysterien der Welt” bilden. Nicht alle, die sich mit diesen Themen befassen, sind aber auch “Verrückte”. Und die wenigstens überzeugten Menschen sehen in der Prä-Astronautik eine Art “Heilslehre”. Ebenso ist Erich von Däniken als bekannteste Person der Idee der Götter aus dem All kein Guru einer wie auch immer gearteten UFO- oder Alien-Sekte. Dieser Vorwurf steht immer wieder im Raum der Skeptiker. Warum erklärt dieser Artikel.

Es gibt viele Götter und Erich von Däniken ist ihr Prophet! Über die Absurdität von UFO-Sekten und den Vorwürfen gegen die Prä-Astronautik als “Ancient Aliens Sekte” weiterlesen

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Rückschlag für die “Parapsychologische Beratungsstelle” in Freiburg i. Br.: Das Land Baden-Württemberg hat die Fördergelder gestrichen!

Rückschlag für die "Parapsychologische Beratungsstelle" in Freiburg i. Br.: Das Land Baden-Württemberg hat die Fördergelder gestrichen! (Bilder: gemeinfrei & SWR / Montage: Fischinger-Online)
Rückschlag für die “Parapsychologische Beratungsstelle” in Freiburg i. Br.: Das Land Baden-Württemberg hat die Fördergelder gestrichen! (Bilder: PixaBay/gemeinfrei & SWR / Montage: Fischinger-Online)

Menschen die glauben, dass es bei ihnen spukt, sie von Geistern besucht werden oder sonst etwas “nicht mit rechten Dingen” zugeht, suchen zum Teil Hilfe und Beratung aufgrund dieser Erfahrungen. Neben den unzähligen Geisterjägern und entsprechenden Gruppen, die in den letzten Jahren wie Pilze aus dem Boden schossen, gibt es in Deutschland auch “offizielle Ansprechpartner” für solche Fälle: Die “Parapsychologische Beratungsstelle” in Freiburg, deren bekanntester Vertreter Dr. Walter von Lucadou ist. Bezahlt vom Bundesland Baden-Württemberg. Doch jetzt wurde der Beratungsstelle der Geldhahn zugedreht und die Förderung gestrichen. Ein herber Rückschlag für die dortigen “Geisterjäger”, wie Ihr in diesem Beitrag erfahrt. Denn eine solche Institution ist wichtiger denn je!


Geisterjäger

In den letzten Jahren boomen Geisterjäger und “Ghosthunter-Gruppierungen” in den westlichen Ländern. Auch bei uns im deutschsprachigen Raum, wo es unzähliger solcher Geisterjäger-Vereine oder -Gruppen gibt.

Alle diese Gruppierungen bestehen aus Laien und Hobbyforschern, die sich in ihrer Freizeit auf die Spuren von Paranormalen Phänomenen, Spuk und Geistern begeben. Oftmals handelt es sich dabei um mehr oder weniger lockere Zusammenschlüsse von Interessierten, die von solchen Themen aus der Welt der Unfassbaren oer schlicht der Frage nach einem Leben nach dem Tod begeistert sind.

So wollen sie mit ihren “Untersuchungen” den Phänomenen dahinter auf die Spur kommen.

Die Herangehensweise und Untersuchungen der einzelnen Gruppen und Geisterjäger ist dabei teils sehr unterschiedlich. Einige besuchen alte Gebäude, Spukorte und Spukhäuser, um dort mit diversen technischen Instrumenten unerklärlichen Phänomenen oder Erscheinungen auf die Spur zu kommen.

Andere gehen die Nachforschungen eher “spirituell” an. Sie versuchen auf “geistigem Wege” mehr über mögliche Spuk-Erscheinungen oder sogar Geistern zu erfahren. Meistens jedoch bedienen sich die Geisterjäger allen Möglichkeiten, von denen sie sich Ergebnisse versprechen. Von medialen Kontakten mit der Geisterwelt bis zur Messung von Störungen des Magnetfeldes der Erde an einem Spukort mit technischen Messgeräten.

Daran auszusetzen ist grundsätzlich nichts. Und, dass alle diese Erforscher des Paranormalen Laien und Freizeitforscher sind, ist natürlich klar. Eine anerkannte Ausbildung oder ein Studium an einer Universität zum Geisterjäger kann schließlich niemand machen. Ebenso wenig wie zum UFO-Forscher oder Prä-Astronautiker

“Parapsychologische Beratungsstelle”

Die einzigen Geisterjäger, die quasi “staatlich anerkannt” sind, sind die Mitarbeiter der “Parapsychologischen Beratungsstelle” in Freiburg. Eine Institution, die 1989 von der “Wissenschaftlichen Gesellschaft zur Förderung der Parapsychologie e.V.” (WGFP) in Freiburg mit einem klaren Ziel gegründet wurde. Die Beratungsstelle möchte “auf dem Gebiet der Parapsychologie / ungewöhnliche Erfahrungen gezielte und sachgerechte Aufklärung zu betreiben”, wie sie sich auf ihrer Webseite vorstellen.

Weiter heißt es:

Aufgabe der Parapsychologischen Beratungsstelle ist es, Menschen Hilfestellung anzubieten, die durch ungewöhnliche Erfahrungen oder den Umgang mit Psychotechniken, okkulten Glaubenssystemen oder Psychogruppen Probleme bekommen haben. Ziel ist es, sie in die Lage zu versetzen, ihre Probleme selbst zu lösen. Hierzu gehört auch die gezielte psychotherapeutische Beratung von ‘Aussteigern’ aus sogenannte Psychosekten.

Die Beratungsstelle führt Fortbildungsveranstaltungen für psychologische, psychiatrische und pädagogische Fachkräfte durch und unterstützt diese bei ihrer Arbeit. Sie betreibt eine gezielte und breit gefächerte Öffentlichkeitsarbeit und bietet Vorträge und Seminare an Schulen, Volkshochschulen, Fachhochschulen und Universitäten an.”

Damit ist diese Anlaufstelle in Freiburg seit Bestehen weit mehr als nur eine Gruppe von Geisterjägern, die man rufen kann, wenn es bei einem daheim spukt. Das betont auch Dr. Dr. Walter von Lucdadou immer wieder, der durch seine Medienpräsenz das “Aushängeschild” der Beratungsstelle ist. “Deutschlands berühmtester Geisterjäger”, wie ihn die Presse schon mal nennt.

Denn es gibt immer Menschen, die aufgrund ihrer ungewöhnlichen Erfahrungen oder Kontakte zu “alternativen Heimethoden” der Esoterik Rede- und Beratungsbedarf haben:

Die Parapsychologische Beratungsstelle bietet ein umfassendes Beratungsangebot für Menschen, die ungewöhnliche, paranormale, okkulte oder unerklärliche Erfahrungen gemacht haben und kompetente Gesprächspartner brauchen oder Hilfestellung für den Umgang mit ihren Erfahrungen benötigen.

Gleichzeitig berät und informiert die Parapsychologische Beratungsstelle auf wissenschaftlicher Basis über alle Angebote des Marktes der alternativen Heilmethoden und von esoterischen Anbietern.”

Geisterjagd auf Staatskosten

Der Umfang der Tätigkeiten und Beratungen des Teams um den Physiker und Psychologen von Lucadou ist überaus umfangreich. Sie stehen für zahllose Einzelgebiete beratend oder für Veranstaltungen zur Verfügung. Allein 3.000 telefonische Nachfragen erhält die Beratungsstelle nach eigenen Angaben jedes Jahr. Das zeigt deutlich, dass diese Art der “staatlichen Geisterjagd” offensichtlich notwendig ist.

Denn Menschen in “spirituellen Notlagen” oder mit Geistererfahrungen wird es immer geben.

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Dies sieht das Land Banden-Württemberg nach drei Jahrzehnten jetzt allerdings nicht mehr so. Zu Beginn des Jahres 2020 wurde die finanzielle Förderung der Beratungsstelle ersatzlos gestrichen. Es bestünde kein Bedarf, wie es das Land der Beratungsstelle mitteilte. Walter von Lucadou schreibt dazu:

Das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport von Baden-Württemberg hat die institutionelle Förderung der ‘Parapsychologischen Beratungsstelle’ mit Ablauf des Jahres 2019 eingestellt. Als Grund hierfür wurde mitgeteilt, dass keine Haushaltsmittel mehr zur Verfügung stünden, weil eine ‘Ressortzuständigkeit’ für die gegebenen Fragestellungen nicht mehr vorhanden sei.

Alle bisherigen Versuche, die konstruktive und auf gegenseitigem Vertrauen beruhende, erfolgreiche Kooperation mit dem Ministerium, die seit 30 Jahren unzähligen Menschen in schwierigen Lebenssituationen wirkungsvolle Hilfe ermöglichte, aufrecht zu erhalten, hat sich als fruchtlos erwiesen.

Dass kein Bedarf mehr an einer solchen Art Beratungsstelle bestünde, sieht von Lucadou natürlich anders. Und das ist verständlich – nicht nur da er der Leiter des Institutes ist. Auch deshalb, da die dort angebotenen Hilfen, Beratungen, Untersuchungen und Aufklärungen nicht einfach plötzlich nicht mehr benötigt werden.

Allein gelassene “Sinnsuchende”?

Eher ist das Gegenteil der Fall. Die Arbeit der “Parapsychologischen Beratungsstelle” ist in der Vergangenheit offensichtlich wichtiger geworden. Nicht unbedingt deshalb, da es mehr Menschen gibt, die glauben, dass bei ihnen seltsame Dinge vor sich gehen oder sie von Geistern heimgesucht werden. Vielmehr gibt es immer mehr “Sinnsuchende”.  Menschen, die sich in spirituellen Notlagen befinden und damit anfällig für die unterschiedlichsten angebotenen “Lösungen” sind.

Diese “Lösungen” und “Hilfen” können dabei aus den unterschiedlichsten Bereichen kommen, die von “sanfter Esoterik” bis Sekten und Okkultismus reichen. Vor allem leider auch in Negativen. An wen sollen sich diese Menschen wenden?

Eigentlich sind die Kirchen und ihre Geistlichen in solchen Fällen gefragt. Priester und andere Geistliche der Kirche sind die klassischen Ansprechpartner für jede Art von Lebenskrise. Durchaus auch und vor allem in spirituellen Belangen, die auch Spuk oder Geister mit einschließen. Schließlich glauben viele Betroffene, dass diese Erscheinungen in direkten Zusammenhang mit ihnen selber oder nahen (verstorbenen) Angehörigen oder Freunden stehen.

Die letzten Jahre und Jahrzehnte beweisen aber, dass sich die Kirchen selbst in einer deutlichen Krise befinden. Sie verlieren scharenweise ihr Schäfchen, haben mehr und mehr Autoritär verloren und vielfach ihr Vertrauen verspielt. Menschen mit entsprechenden Erfahrungen und Krisen wenden sich überall hin – nur nicht mehr an die Kirche, in denen mehr und mehr Menschen keinen Sinn mehr sehen.

Das große Kirchensterben, das verlorene Vertrauen und natürlich die Tatsache, dass den Lehren der Institution Kirche immer weniger Menschen folgen wollen, beweist dies seit Jahren. Menschen, die nicht oder nicht mehr an irgendwelche angeblich “göttlichen Wege” glauben, suchen sich andere Ansprechpartner im Fall des Falles.

Und jetzt?

Natürlich kann eine Beratungsstelle wie jene in Freiburg keine Kirche ersetzten. Doch sie kann eben diese “verlorenen Schäfchen” oder deren Angehörigen beraten. Typische Geisterjagd ist schließlich nur eine von vielen Angeboten der “Parapsychologischen Beratungsstelle”!

Da aber das Land Baden-Württemberg die Förderung eingestellt hat, wird auch das Institut von Walter von Lucadou in absehbarer Zeit in eine Krise geraten. Dieser Umstand zeichnet sich schon jetzt ab, da von Lucadou dazu schreibt:

Um unsere Beratungsarbeit fortsetzen zu können, sehen wir uns daher leider gezwungen, für die Beratung einen Unkostenbeitrag in Höhe von 60 Euro pro Beratungsstunde zu verlangen. Durch eine Spende, die steuerabzugsfähig ist, können Sie ebenfalls mithelfen, dass die Beratungsstelle weiterhin existieren kann.

60 Euro pro Stunde ist alles andere als wenig. Und bei Geld hört bekanntlich nicht nur die Freundschaft auf. Personen, die sonst vielleicht in Freiburg angerufen und nach Beratung oder einen Termin gebeten hätten, werden sich das jetzt nicht nur zweimal überlegen. Zumal es kaum mit nur einer einzigen Stunde getan sein wird, was aber von Fall zu Fall fraglos variiert.

Im schlimmsten Fall wenden sich die Ratsuchenden dann lieber obskuren und auf den ersten Blick kostenlosen “Experten” zu. Niemand ist leichter zu manipulieren wie Menschen in Lebenskrisen aller Art. Im weniger schlimmen Fall kontaktieren sie dann doch kirchliche Institutionen, die ja kostenlos sind bzw. von den Kirchensteuern getragen werden.

Natürlich ist die Beratungsstelle alles andere als ein Kirchenersatz. Aber doch eine wichtige Anlaufstelle! Übrigens auch für die Forschung im Bereich Paranormale Phänomene & Co. und damit Grenzwissenschaft:

Die Beratungsstelle sammelt für Forschungszwecke Berichte und Erfahrungen aus diesem Gebiet und betreibt eigene parapsychologische Forschungsprojekte.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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UFOs und die UFO-Forschung: Der Paradigmenwechsel des öffentlich-rechtlichen TV in 25 Jahren (+ Video)

UFOs und UFO-Foschung: Der Paradigmenwechsel des öffentlich-rechtlichen TV (Bilder: WikiCommons & PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
UFOs und UFO-Forschung: Der Paradigmenwechsel des öffentlich-rechtlichen TV (Bilder: WikiCommons & PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

UFOs und Mainstreammedien – das war eigentlich noch nie eine gute Kombination. Meistens zumindest, denn Themen aus der UFO-Forschung werden von den “etablierten Medien” selten neutral behandelt. Entweder sie werden vollkommen überzogen oder sie werden geradezu verspottet. Vor genau 25 Jahren ereignete sich dazu ein Tiefpunkt im öffentlich-rechtlichen TV. 1994 lief überaus erfolgreich eine TV-Doku zur besten Sendezeit auf ARD, die ein großes Echo bekam, so dass kurz darauf ein Talksendung dazu folgte. Für viele UFO-Forscher damals ein Tiefpunkt aufgrund eines beteiligten Wissenschaftlers aus der Sendung “Quarks”. Doch es hat sich offensichtlich genau dort viel getan. Sehr viel, wie Ihr in diesem Beitrag erfahren werdet!


UFOs und das Fernsehen

Die Welt und Gesellschaft wandeln sich stetig. Es gibt und gab nie einen Stillstand, denn Änderungen gehören zu unserer Kultur und Zivilisation. Mal sehen Menschen diese Wandel als Rückschritt oder negativ, mal aber auch als Fortschritt und damit positiv.

Selbstverständlich gilt das auch für die Welt der UFO-Forschung und UFO-Themen an sich. Nicht nur in der Hinsicht wie die Gesellschaft diesen Themen begegnet, sondern auch wie die Mainstreammedien damit umgehen. Die Liste an erschreckenden Beispielen ist dabei unendlich lang! Nur wenige Berichte oder Sendungen aus dem Bereich UFOs fallen in den “etablierten Medien” wirklich positiv auf. Dabei spielt es erst mal keine Rolle ob diese “für” oder “gegen” das Thema sind.

Einen der absoluten Tiefpunkte im öffentlich-rechtlichen Fernsehen hierbei wurde vor genau 25 Jahren erreicht. Jene Mystery-Jäger und UFO-Forscher, die damals schon aktiv waren, erinnern sich daran bis heute nur zu gut.

Doch was war geschehen? Dies (und andere TV-UFO-Themen) diskutierte ich 1999 in dem Buch “Begleiter aus dem Universum” sehr ausführlich:

“UFOs – und es gibt sie doch”

ARD, 24. Oktober 1994: Heinz Rode geht mit der Dokumentation “UFOs – und es gibt sie doch” auf Sendung. Eine Dokumentation, die vor allem die UFO-Sichtungen um 1991 im Belgien und die legendären Greifswald-UFOs (24. August 1990) zum Schwerpunkt hatte. Zeugen wurde befragt, vor Ort recherchiert und Wissenschaftler wie zum Beispiel Illobrand von Ludwiger, Autor des damaligen Standarterkers “Der Stand der UFO-Forschung” interviewt.

Eine Sendung, die der ARD traumhafte Einschaltquoten bescherte (acht Millionen), und die UFO-Forschung durchaus erfreute. Und selbst die legendäre Boulevardzeitung “Bild” kündigte am 14. Oktober 1994 diese Sendung mit der Überschrift “TV will beweisen: UFOs gibt es doch” an. Es war die Hochzeit grenzwissenschaftlicher Themen wie UFOs, Aliens, Rätsel der Welt und Prä-Astronautik in den Medien und vor allem auf dem Buchmark.

Doch, wie sollte es anders sein, es hagelte Kritik! Wie kann Rode in einer Doku behaupten, dass es UFOs gibt – und das im öffentlich-rechtlichen Fernsehen? Eine Art “Gegentalk” war am 27. Oktober 1994 auf ARD die Folge, bei dem verschiedene Personen versuchten Rodes Ergebnisse zu widerlegen, zu diskutieren und sogar ins Lächerliche zu ziehen (s. Video unten).

Dieser Talk ist bis heute ein wunderbares Beispiel der teilweisen Engstirnigkeit der Menschen bei der Konfrontation mit dem UFO-Phänomen. Die Sendung, mit dem Titel “UFOs – gibt es sie wirklich?”, wurde damals von dem Soziologen Peter Gatter moderiert, der neben – natürlich – Rode auch Illobrand von Ludwiger, Harald Lesch und den TV-Wissenschaftler des WDR, Ranga Yogeshwar, eingeladen hatte.

Ein TV-Wissenschaftler in Rage!

Die festgefahrene und geradezu militante Meinung Yogeshwars zur UFO-Forschung in dieser Talk-Sendung auf ARD war erstaunlich!

Immer wieder wurde von ihm der gesamten UFO-Forschung pseudowissenschaftlichkeit und sektiererische Untertöne vorgeworfen. Die Spitze seiner Angriffe war die Aussage, dass er Illobrand von Ludwiger, Physiker und Systemanalytiker, als unseriösen Forscher bzw. Lügner bezeichnete. Und relevante Forschungsergebnisse, die dem UFO-Phänomene eine Realität bezeugen, wurden erst gar nicht angehört. “Sie schwindeln ihnen (den Menschen) was vor”, so Yogeshwar. Die UFO-Forschung sei, so Yogeshwar, ein “Rücktritt in ein Mittelalter”:

Was wir heute haben ist ein Rückschritt in ein Mittelalter. Davor warne ich!

Er sei “zornig”, so Yogeshwar weiter, und “wir haben eine Verantwortung”. Damit meinte er das öffentlich-rechtliche TV. Denn die Menschen seien so oder so aufgrund allerlei neuen Technologien etc. “verunsichert” und so würden man ihnen mit UFOs quasi eine Art Glauben vorsetzten. Er verglich es explizit mit Sekten.

Ranga Yogeshwar,  damals sehr bekannt durch die TV-Sendung “Quarks & Co.”, wehrte sich energisch gegen die unseriöse Erforschung des UFO-Phänomens und stellt diese teilweise mit esoterischen Schnickschnack gleich. Zum Teil hat Yogeshwar hier ohne jeden Zweifel recht, doch zu behaupten, es besteht kein Forschungsbedarf in Richtung UFOs ist wohl mehr als voreilig. Denn alle anderen Gäste antworteten auf die Frage des Moderators Gatter, ob ein Forschungsbedarf zu UFOs bestünde, mit einem klaren Ja. Auch der damals noch eher unbekannte Harald Lesch, der aus der heutigen TV-Landschaft nicht mehr wegzudenken ist.

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Unverständlich erschien schon 1994 die Aufregungen, die der Ausstrahlung der Doku vom 24. Oktober 1994 folgten. Und der “ARD-Wissenschaftler” Yogeshwar hat sich mit seinen Aussagen im anschließenden Talk mehr lächerlich gemacht, als sachlich diskutiert, wie Ihr im Video unten sehen könnt.

Interessant am Rande um die Ereignisse vor 25 Jahren ist aber auch das: Nur einen Tag nach Rodes UFO-Sendung, also am 25. Oktober 1994, und damit zwei Tage vor der erwähnten ARD-Diskussion lief ein UFO-Talk-Show, die alle typischen Kriterien einer öden Gesprächsrunde erfüllte: Die Sendung “Fliege” und diese lief – auf ARD!

Darin kamen unterschiedliche Zeugen mit ihren privaten UFO-Sichtungen zu Wort. Von einfachen Sichtungen bis nahen Begegnungen mit fremden Wesen waren fast sämtliche Aspekte der UFO-Kontakte vertreten. Ein gut ausgesuchter Kreis von Gästen. Immerhin, die Sendung lief auf ARD, kurz nach Rodes angeblicher Pseudo-UFO-Sendung.

Bei dem Talk vom 27. Oktober wurde diese ARD-Sendung nicht erwähnt, und dass, obwohl Yogeshwar nicht genug von seiner angeblichen Pseudowissenschaftlichkeit der UFO-Berichte und -Sichtungen reden konnte …

Paradigmenwechsel bei der ARD

Der Auftritt von 1994 war sicherlich keine Glanzleitung von Ranga Yogeshwar. Doch der Diplomphysiker ist auch weiterhin am TV aktiv, wo er bereits ab 1987 als Wissenschaftsredakteur bei ARD und Moderator tätig ist. In den Jahren 1995 bis 2005 war er dort sogar stellvertretender Leiter und später Leiter der Programmgruppe “Wissenschaft Fernsehen”. Auch die von ihm (mit)entwickelten Sendung “Quarks” von damals gibt es noch immer.

Während 1994 die Wissenschaftssendung “Quarks” eigentlich nur von Yogeshwar bestimmt war, ist bes heute anders. Und auch das UFO-Thema wird dort heute offensichtlich ganz anders gesehen. Man könnte, mit Blick auf die Talkrunde von 1994, hier sogar von einem Paradigmenwechsel sprechen.

Zumindest wenn man sich den Artikel “Das wissen wir über UFOs” anschaut, der auf der Internetseite von “Quarks” am 6. Dezember 2019 erschienen ist. In dem sachlich-neutral verfassten Artikel werden vor allem auch die Arbeiten der deutschen UFO-Forschungsorganisationen vorgestellt.

“Eine sachliche Debatte ist nötig”

Drei davon gibt es in Deutschland und dazu heißt es:

Alle drei haben wissenschaftliche Grundsätze erarbeitet, nach denen sie sich bei ihrer Arbeit richten. In diesen sind Datenschutzregeln festgehalten und auch die Tatsache, dass sie alle ‘wissenschaftlich-kritisch’ nach Erklärungen für UFO-Sichtungen suchen, die ihnen gemeldet werden. Sie sind erst einmal skeptisch allen Alien-Theorien gegenüber, da diese bislang nicht wissenschaftlich belegt werden konnten. Die Vereine sehen sich vor allem als Anlaufstelle für die Menschen, die Antworten suchen und die melden wollen, wenn sie ein Objekt am Himmel sehen, das sie nicht zuordnen können.

Dafür führen die drei Vereine gemeinsam die ‘UFO-Sichtungsdatenbank’, in der alle Sichtungen zusammenlaufen.”

Weiter berichtet der “Quarks”-Artikel über die offiziellen UFOs der US-Navy, die auf Fischinger-Online bereits in verschiedenen YouTube-Videos Thema waren (s. Link HIER).

“Ufologie ist keine ausgewiesene akademische Wissenschaft”, so lesen wir dort ganz richtig, und “UFOs haben zunächst nichts mit Aliens oder außerirdischem Leben zu tun”. Abschließend stellt die “Quarks”-Autorin Annika Witzel klar fest: “Eine sachliche Debatte ist nötig” – Eine Aussage, die von Hans-Werner Peininger, 1. Vorsitzende der “Gesellschaft der Erforschung des UFO-Phänomens” (GEP e.V.) in dem Beitrag klar unterstrichen wird.

Ein solcher Artikel und derartige Aussagen waren vor 25 Jahren offiziell bei “Quarks” wohl undenkbar! Das Problem ist nur, dass ein Online-Artikel weit weniger Menschen erreicht, als die damalige TV-Sendung …

Ändert sich etwas in der Gesellschaft bzw. den Mainstreammedien, oder ist eher eine Ausnahme?

Video zum Thema

Die ARD-Talk-Sendung vom 27. Oktober 1994 auf YouTube

Bitte auf das “Play-Symbol” klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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“Akte X” lässt grüßen: UFO-Fotos von Billy Meier bei Sotheby’s unter dem Hammer – mit sehr hohen Gewinnerwartungen!

UFO-Fotos von Billy Meier bei Sotheby's unter dem Hammer: mit sehr hohen Erwartungen! (Bilder: Sotherby's & gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
UFO-Fotos von Billy Meier bei Sotheby’s unter dem Hammer: mit sehr hohen Erwartungen! (Bilder: Sotherby’s & gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Seit Jahrzehnten werden nicht nur UFOs gesehen, sondern sie werden auch fotografiert. Einige der bekanntesten UFO-Fotos stammen dabei zweifellos aus dem Zeitalter vor der Digitalisierung und sind rein analoge Aufnahmen. Heute vielfach Klassiker der UFO-Forschung, auch wenn sie vielfach reine Fälschungen sind. Zu diesen Klassikern gehören auch die UFO-Fotos des Eduard “Billy” Meier aus der Schweiz. Der Gründer der UFO-Sekte FIGU lieferte über Jahrzehnte hinweg hunderte UFO-Fotos, da er angeblich mit Aliens von den Plejaden in Kontakt steht, die ihn immer wieder besuchten. Seine Fotos schafften es bis auf das legendäre Poster “I want to Believe” aus der TV-Serie “Akte X”. Und genau aus dieser UFO-Bilderreihe bietet jetzt das weltbekannte Auktionshaus Sotheby’s Originale zum Verkauf. Im Rahmen von zahlreichen historischen NASA-Fotos mit Meilensteinen der Raumfahrt und zu Höchstpreisen! Ob falsch oder echt – das weiß Sotheby’s dabei selber nicht. Was es damit auf sich hat und warum die Bilder von Billy Meier weit mehr kosten als die der NASA, erfahrt Ihr in diesem Beitrag.


Billy Meier und die UFOs

Seit es das UFO-Phänomen gibt, gibt es auch UFO-Fotos. Bereits seit Jahrzehnten kursieren diverse Aufnahmen von UFOs oder vermeintlichen UFOs in der UFO-Forschung, die zum Teil heute echte „Klassiker“ sind. Dazu gehöre zweifellos die Fotos des Kontaktlers Eduard „Billy“ Meier aus der Schweiz. Dort gründete der die UFO-Sekte FIGU, die „Freie Interessengemeinschaft für Grenz- und Geisteswissenschafter und Ufologiestudien“ bzw. heute auch schlicht „Freie Interessengemeinschaft Universell“.

Billy Meier, heute über 80 Jahre alt, behauptet, dass er „bereits seit seinem fünften Altersjahr persönliche und telepathische Kontakte mit zwei Außerirdischen“ habe. Ab Januar 1975 kamen weitere angebliche Aliens hinzu, von denen seine „Außerirdischen“ mit Namen Semajse und Ptaah in den folgenden Jahrzehnten in UFO-Kreisen durchaus bekannt wurden. Zumal Meier mit seinen Anhängern in der Schweiz das „Semjase-Silver-Star-Center“ als Hauptsitz der UFO-Sekte FIGU gründete.

Von diesem Zentrum aus verbreitete Billy Meier mit seinen Anhängern fortan eine gewaltige Anzahl von Botschaften und Mitteilungen dieser Aliens. Angeblich stammen sie von den Plejaden und würden Meier immer wieder in ihren UFOs besuchen. Vor allem mit dem Aufkommenden Internet in den 1990ger Jahren fanden diese Mitteilungen der angeblichen Außerirdischen über ihr auserwähltes Sprachrohr Billy Meier viel Aufmerksamkeit. Auch die zahlreichen UFO-Fotos von ihm, die er zum Teil schon in den 1970ger Jahren machte, aber fortan durch das Netz Verbreitung fanden.

Abenteuer mit Aliens

Für die meisten UFO-Forscher ist und war Meier mit seiner UFO-Sekte FIGU nichts weiter als ein Scharlatan. Seine angeblich „eigenen“ Erlebnisse in UFOs und mit seinen Aliens wurden vielfach eher belächelt als ernst genommen. Etwa Zeitreisen, Reisen ins All und zum Mond oder in geheimen riesigen UFO-Hangars unter der Cheops-Pyramide. Selbst bei Jesus Christus persönlich will er bei einer solchen Zeitreise getroffen haben, von dem er „wichtige Lehren empfangen durfte“, wie es in seiner Biografie noch heute zu lesen ist.

Die Fotos, die er bei seinen Abenteuern mit den Aliens gemacht haben will, zum Beispiel von lebenden Dinosauriern oder Alien-Frauen, sorgten dabei eher für Erheiterung bei vielen UFO-Forschern.

Zumal als sich seine Alien-Frauen als abfotografierte Tänzerinnen aus dem US-Fernsehen und Saurier als unscharf fotografierte Gemälde herausstellten. Der Fund von Mülltonnendeckel, die mehr als nur entfernt einem seiner fotografierten „UFO-Typen“ ähnelten, machte es nicht besser. Ebenso wenig als sein Sohn Methusalem in öffentlichen Briefen und Interviews seine Machenschaften und Fälschungen anprangerte. Seine Exfrau ebenso.

Trotzdem gehören die hunderte von UFO-Fotos von Billy Meier zu den Klassikern.

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Das legendäre Poster aus der TV-Serie „Akte X“ mit einem UFO am Himmel und der Aufschrift „I want to Believe“ ist zum Beispiel von ihm. Der Agent Fox Mulder der TV-Serie hatte dies in den ersten Staffeln in seinem FBI-Büro hängen und so wurde das Motiv zum Kult. UFO-Guru Meier passte dies damals jedoch ganz und gar nicht, da er auf sein Urheberrecht bestand. Deshalb wurde das Poster wieder entfernt und erst 2016 wieder – mit dem OK von Meier – in die Serie aufgenommen

Die komplexen Hintergründe zu Billy Meier haben meine Kollege Roland M. Horn und ich in unserem Buch „UFO-Sekten“ detailliert dargelegt.

UFO-Fotos unter dem Hammer

Auch wenn heute jeder UFO-Interessierte zumindest einige der über 500 UFO-Fotos von Meier zumindest am Sehen her aus dem Netz kennt, gibt es natürlich auch Originale davon. Und genau von diesen werden einige bei dem weltberühmten Auktionshaus Sotheby’s nun versteigert. Im Rahmen einer ganzen Serie von alten Fotos aus den 1960ger Jahren zum Thema Raumfahrt, Mond bzw. Mondlandungen und Weltraum.

Als sei das nicht erstaunlich genug, werden die drei Serien der Meier-Fotos dabei sogar sehr hoch gehandelt! Weit höher als beispielsweise Original-Fotos vom/am Mond.

So etwa gehen Startgebote der UFO-Fotos teilweise bei 3.000 Dollar los und es werden Verkaufspreise bis zu 9.000 Dollar pro Bilderserie vom Auktionshaus erwartet. Zum Vergleich: Einige Fotos des ersten Weltraumspazierganges der NASA 1965 von „Gemini IV“ starten ab 300 Dollar und sollen laut Sotherby’s bis 3.000 Dollar bringen. Andere frühe NASA-Fotos mit Meilensteinen der Raumfahrt starten schon ab 50 Dollar und sollen letztlich nur 1.200 Dollar einbringen. Zumindest nach den Schätzungen des Hauses …

Die von UFO-Fotos von Billy Meiner stammen aus den Jahren 1975 und 1976. Der „angebliche außerirdische Kontaktmann und Gründer der UFO-Religion“ FIGU, wie Sotheby’s schreibt, habe auch das berühmte „Akte X“-Bild mir um Angebot.

Die “Originale von Akte X”

In der Beschreibung heißt es dazu unter anderem:

Diese Bilder zeigen einen interstellaren Besuch eines Raumfahrzeugs vom Planeten Erra (…)

Die vorliegende Fotoserie gehört zu den bekanntesten und am besten dokumentierten Bildern von UFO-Phänomenen, die jemals aufgezeichnet wurden. Insbesondere eine der Fotografien im vorliegenden Los ist möglicherweise eines der berühmtesten und berüchtigtsten UFO-Bilder aller Zeiten (…)“

In den USA hat am 27. November selbst der Nachrichtensender Fox News von diesen Fotos berichtet. Fraglos steigerte das den Preis der UFO-Fotos (aber auch der dort angebotenen NASA-Fotos vom Mond usw.). Auch Fox News schreibt zu den „Akte X“-Bildern und der Beschriebung bei Sotheby’s:

Der Verkauf umfasst auch zwei Meier-Fotos, die im Serien-Trailer für den Neustart der Show 2016 verwendet wurden.

Das Bild wurde verwendet, um das berühmte ‚I want to Believe‘-Poster zu erstellen, das in den ersten drei Staffeln von ‚The X-Files‘ zu sehen war.“

UFOs, Ancient Aliens und Mystery sind in den USA derzeit überaus beliebt. Man kann schon von einem neuen Boom dieser Themen sprechen, wie in diesem Video HIER dargelegt. Da kommt der Verkauf der UFO-Fotos genau zur passenden Zeit. Da es sich um die „Original Akte X Fotos“ handelt, erklärt sich die extrem hohe Verkaufserwartung der Bilder zumindest etwas.

Wer also ein echter Fan mit genügend Kleingeld ist oder ein Weihnachtsgeschenk für einen solchen Fan sucht, kann noch bis zum 3. Dezember bieten …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Nakhon Sawan, die „Stadt des Himmels“ in Thailand: UFO-Hotspot und Pilgerstätte eines neuen Alien- und UFO-Kultes

Nakhon Sawan, die „Stadt des Himmels“ in Thailand: UFO-Hotspot und Pilgerstätte eines neuen UFO-Kultes (Bild: UFOkaokala / Montage: Fischinger-Online)
Nakhon Sawan, die „Stadt des Himmels“ in Thailand: UFO-Hotspot und Pilgerstätte eines neuen UFO-Kultes (Bild: UFOkaokala / Montage: Fischinger-Online)

Relativ unbemerkt vor der westliche UFO-Forschung hat sich in Thailand ein neuer UFO- und Alien-“Hotspot” entwickelt. Oder besser gesagt ein Pilgerort eines neuen UFO-Kultes, der 1997 in Nakhon Sawan nördlich von Bangkok seinen Anfang nahm. Hier sollen laut den Anhängern nicht nur regelmäßig UFOs und Außerirdische erscheinen, sondern diese Aliens würden den Gläubigen auch mediale Botschaften und Lehren übermitteln. Seit dem ist ein dortiger Hügel zu einem Zentrum dieses buddhistischen UFO-Kultes geworden. Was diese UFO-Gruppe glaubt, wie sie entstand und warum die Behörden sie teilweise mit Argwohn sehen, erfahrt Ihr detailliert in diesem Beitrag.


UFO-Kult in der “Stadt des Himmels”

Erstaunliches geht seit rund 20 Jahre in Thailand vor sich. Hier hat sich in dem Ort Nakhon Sawan (= “Stadt des Himmels”) nördlich von Bangkok rund um eine Buddha-Statue auf einem Hügel ab 1997 ein regelrechter UFO- und Alien-Kult entwickelt. Ein Hotspot, an dem nicht nur UFOs erscheinen sollen, sondern auch Außerirdische die Botschaften, Lehren und Weisheiten mitteilen.

Die buddhistische Anhängerschar des Kultes um Außerirdische von den beiden Planeten Loku und Pluto wächst seit dem rasant. Auch zum Ärger der Behörden, da die Pilgerstätte der zahlreichen UFO-Anhänger in einem Naturschutzgebiet liegt. Inzwischen berichten vermehrt weltweit Medien über diesen Kult bzw. die dortige UFO-Gemeinde „Kaokala UFO“, wie sie sich auf Facebook nennt. Nach dem Namen des Hügels, auf dem die Buddha-Statue steht.

Hier sollen die Außerirdischen sich immer wieder in UFOs und real zeigen. Sie würden den dort versammelten Menschen dabei auch immer wieder medial Botschaften senden, die sie „in ihren Köpfen“ empfangen. Inhaltlich seien diese Informationen vor allem „Ratschläge zu ‚Karma‘, ‚Reinkarnation‘, ‚Gier‘, ‚Angst‘ und anderen buddhistischen Anliegen“, so beispielsweise CNN über diese Gruppe. Denn Buddha sei nach den Worten der Außerirdischen „der größte menschliche Geist“ gewesen.

Botschaften also, die in einem Land, in dem mehr als 95 Prozent Buddhisten sind, natürlich gut angekommen. In Meditation versunken würden die Anhänger dieses UFO-Kultes aber auch Warnungen vor dem Ende der Welt bekommen. Inklusive tröstender Worte:

Das sie sich keine Sorgen machen sollten über die Erdapokalypse durch Atomkrieg, Klimawandel, mutierte Krankheiten oder andere ‚Katastrophen‘.

Technisch überlegene, wohlwollende Aliens versprechen, sich um ausgewählte ‚Überlebende‘ zu kümmern.“

Botschaften von Außerirdischen

Begonnen hat der Kult um diese Alien- und UFO-Kontakte bereits 1997 durch den pensionierte Sergeant-Major Cherd Chuensamnaun. Während einer Tiefenmediation in seinem Haus habe er plötzlich die ersten Botschaften dieser Außerirdischen medial empfangen. Als er aber seiner Familie von diesem Erlebnis berichtete, habe niemand seinen Aussagen geglaubt. Vielmehr haben seine Angehörigen ihn „verspottet“, bis seine Tochter Wassana Chuensamnaun nach Beweisen verlangte:

Ich habe meinen Vater gebeten, den Außerirdischen zu sagen, dass sie sich zeigen sollen. Am nächsten Tag sandten die Außerirdischen Energie, um meinen Bruder und Schwager zu drehen.“

Und genau so soll es am anderen Tag gekommen sein. Jaroen Raepeth, der anwesende Schwager, dazu:

Ich hatte das Gefühl, meine Beine und Arme müssten sich drehen. Ich konnte mich vier oder fünf Minuten lang nicht unter Kontrolle halten. Ich hatte keine Angst. Wir haben uns beide nach draußen gedreht.“

Bei diesem „Umherwirbeln“ sei ihm nicht mal schwindelig geworden, wie er CNN gegenüber beteuerte. Hinzu kam die Sichtung eines UFOs, das in Höhe der Baumkronen flog und 10 bis 15 Meter lang gewesen sein soll. Von da an erhielt Cherd Chuensamnaun nach eigenen Angaben regelmäßig geistige Nachrichten von den Außerirdischen. Jedoch nur bis zum Jahr 2000, denn da verstarb er.

Fortan übernahm seine Tochter Wassana seinen Platz als Kontaktler zu den Außerirdischen ein und kündigte ihre Arbeit als Krankenschwester. So könne sie sich voll und ganz den Aliens der beiden fremden Welten widmen. Denn auch nach dem Tod von Cherd Chuensamnaun hielten sie weiterhin Kontrakt und nutzen sogar den nahe gehenden See Bueng Boraphet als eine Art „Dimensionsportal“ für sich und ihre UFOs. So käme es immer wieder zu UFO-Sichtungen, Kontakten mit ihnen und Sichtungen der Aliens rund um den Hügel Kao Kala (Khao Kala). Die Anhänger dieser Gruppe sind sicher, dass sie immer wieder Außerirdische in den umgebenen Feldern landen und herumlaufen sehen.

Liebevolle Aliens in Sorge

Vor seinem Tod lernte Wassana die Kunst oder Technik des Kontaktes mit dem Fremden von ihren Vater, behauptet sie. Womit sie aber nicht allein ist. Inzwischen würden ihren Worten nach mehr als 100 Personen diese Fähigkeiten von ihr gelernt haben und selber Kontakt mit den Außerirdischen haben.

Die UFOs selber, die immer wieder erscheinen sollen, beschreiben die Anhänger nahezu klassisch. Silberne Objekte bzw. Scheiben mit bunten Lichtern, die sicher das stereotypische Bild einer „Fliegenden Unterasse“ sind.

Auch die Aliens an sich entsprechen einen klassischen Typus, der allerdings sehr an die früheren B-Movie-Filme aus der Science-Fiction der 50ger und 60ger Jahre erinnert. Die großen und kahlen Köpfe erinnern wiederum an die bekannten Greys mit ihren riesigen Augen. Jedoch tragen sie in den Zeichnungen der angeblichen Augenzeugen sehr oft eine Antenne auf dem Kopf und silberne „Raumanzüge“ über ihre dünnen Körper.

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Ein Bild von Aliens oder UFO-Besatzungen, das auch aus den frühen Jahren der UFO-Forschung durchaus bekannt ist.

Die Anhänger dieses UFO-Kultes sind aber gleichzeitig überzeugt, dass es zwei unterschiedliche Spezies von Aliens sind, mit denen sie in Kontakt stehen. Eben von den beiden unterschiedlichen Planeten namens Pluto und Loku. Wobei mit Pluto scheinbar nicht der Ex-Planet Pluto hinter Neptun in unserem Sonnensystem gemeint ist. Zu diesen Fremden aus dem All sagt die „UFO-Gruppenleiterin“ Wassana Chuensamnaun gegenüber CNN:

Pluto-Aliens bestehen aus Energie, können in physischer Form auftreten und sind in der Lage, Menschen zu unterrichten. Loku-Aliens haben einen physischen Körper und Wissen über Hochtechnologie. Sie arbeiten zusammen.

Pluto-Aliens sorgen sich um etwas so verheerendes, auf der Erde geschehenes, wie Krieg oder Umwelt, dass es sich auf ihren Planeten auswirken könnte. Sie möchten auch einigen Menschen die Möglichkeit geben, mit ihnen zu kommunizieren, wenn Menschen also alles in einem Atomkrieg zerstören, können die Außerirdischen den Überlebenden helfen, die menschliche Zivilisation wieder aufzubauen.“

Der Anführer der Außerirdischen von Pluto wiederum ist ein uraltes Wesen. „Ich lebte 10.000 Jahre“, habe er angeblich Wassana Chuensamnaun mitgeteilt. Ein Raumschiff benötigt er eigentlich nicht, denn:

Ich reise durch Dimensionen. Es ist fortgeschrittene Physik. Ich reise mit meinem Verstand.“

Spiritueller UFO-Hotspot

Die Gläubigen dieses UFO-Kultes sehen den Hügel Kao Kala unweit von Nakhon Sawan längst als ihr spirituelles Zentrum an. Immer wieder versammeln sie sich dort zur Meditation und vor allem zur Kontaktaufnahme mit den Außerirdischen. Einige dieser UFO-Treffen fallen für die Behörden allerdings immer wieder zu groß aus. Zumal dann, wenn rings um das UFO-Zentrum im Naturschutzgebiet Zelte aufgebaut werden. Erst im September mussten rund 30 Beamte eine solche Versammlung von etwa 60 UFO-Anhängern auflösen, die sich hier versammelten. Friedlich seien diese dann zum Fuß des Hügels gezogen und haben dort in den folgenden Stunden ihre UFO-Mediation weitergeführt.

Damit hätte die Gruppe rechnen müssen. Schon Mitte August haben ca. 40 Beamte sowie das Forstministerium eine solche Versammlung auf der Spitze des „UFO-Hügel“ aufgelöst und ein Versammlungsverbot erteilt. Erstaunlich erscheint die hohe Anzahl der Einsatzkräfte gegenüber die UFO-Jüngern. Soll hier etwa der Alien-Kult und deren wachsende Beliebtheit mehr oder weniger brachial verhindert werden?

Pinit Laoyuu vom örtlichen Forstamt betonte, dass hier allein der Schutz der Natur im Vordergrund steht:

Das Forstamt wird mithilfe von Satelliten-GPS prüfen, ob und wie viel sich das Zentrum im Wald befindet. Wir werden nach dem Gesetz vorgehen. Wir werden vorerst nicht zulassen, dass Menschen hier Zelte aufschlagen oder Aktivitäten abhalten, da ein Fall noch nicht abgeschlossen ist.“

Der Polizeibeamte Damrong Petpong wiederum sah die Sache im August 2019 eher humorvoll. Er würde gleich alle dort landenden Aliens verhaften:

Wenn wir jemanden des Fehlverhaltens für schuldig halten, werden wir ein Strafverfahren gegen ihn einleiten. Wenn ein UFO herunterkommt und hier parkt, ist das noch besser. Wir werden sie alle festnehmen.“

Eine “buddhistische UFO-Sekte”

Welche Faszination diese „buddhistische UFO-Sekte“ auf einzelne Menschen ausüben kann, zeigt das Beispiel der Gläubigen Ploy Buranasiri aus Bangkok. Sie komme seit nunmehr 9 Jahren regelmäßig zu diesem UFO-Zentrum. Nicht anders eine Sukwasa Mukprom, die 2018 mehr als 10-mal zu diesem Hügel pilgerte.

Der Anhänger Dusadee Prasonsuk wiederum gab seine Arbeit als Tontechniker in Bangkok auf, um sich ganz der UFO-Gruppe zu widmen. Inzwischen ist er sicher, dass die UFO-Gruppe von den Außerirdischen auserwählt sein. So zitiert ihn die „Bangkok Post“ bereits 2015 mit den Worten:

Jeder von uns wird von den Außerirdischen mit einer anderen Aufgabe beauftragt. Die Hauptaufgabe besteht darin, zu lernen, wie man mit der bevorstehenden Katastrophe umgeht, die die Hälfte der Menschen auf der Welt vernichtet.

Wir bereiten uns auf diesen Tag vor.“

Eine Aussage, die erneut unterstreicht, dass hier in Thailand eine neue UFO-Sekte entstanden ist. Und zwar nach ganz klassischen Strukturen, die natürlich auch auf andere Kulte und sogenannte „religiöse Sondergruppen“ zutrifft.

So bleibt zu hoffe, dass die Einschätzung eines Anwohners auch in Zukunft zutrifft, den die „Bangkok Post“ mit den Worten zitiert:

Ich weiß nicht, ob UFOs oder Aliens echt sind oder nicht, aber die Gruppe ist harmlos. Für mich sind es nur Menschen, die zusammen meditieren, was gut ist.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Mythos Mars: Die Marsianer, die Invasion vom Mars, die Science-Fiction +++ Artikel +++

ARTIKEL: Mythos Mars: Invasion vom Mars, Marsianer und Science-Fiction (Bilder: gemeinfrei & PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
ARTIKEL: Mythos Mars: Invasion vom Mars, Marsianer und Science-Fiction (Bilder: gemeinfrei & PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Kein anderer Planet in unserem Sonnensystem faszinierte und fasziniert die Menschen so sehr wie der Mars. Der Rote Planet ist von einer Aura des Geheimnisvollen umgeben und regte Astronomen einst zu den phantastischsten Spekulationen um Marsmenschen an. Eine Zivilisation, ähnlich wie die unsrige, die auf dieser fremden Welt lebt. Damit war im 19. Jahrhundert der Mars-Mythos geboren, der sich wie ein marsroter Faden bis heute zieht. In diesem Artikel wird genau diesem Faden rund um den Roten Planten nachgegangen. Von den um ihr Überleben kämpfenden Marsianern, über die Invasion vom Mars bis zur Science-Fiction von heute. Eine Reise durch eine spannende Welt, die auch die frühe UFO-Gemeinschaft berühmt.


Faszination Mars

Jahrtausende lang starrten die Menschen mit bloßem Auge gebannt in den Himmel und zum Planeten Mars herauf. Wirklich viel sahen sie dabei nicht.

Das änderte sich schlagartige ab dem Jahre 1608. In diesem Jahr entdecke der holländische Brillenmacher Hans Lippershey eher durch Zufall das Teleskop. Sein Lehrling, so erzählt er es der Mythos um diese Entdeckung, spielte in einer Pause mit den herumliegenden Brillenlinsen und hielt zwei davon in einem gewissen Abstand voreinander. Erschrocken sah er, dass der Kirchturm des Ortes plötzlich näher zu sein scheint. Lippershey erkannte sofort den Nutzen dieser Entdeckung.

Damit war das sogenannte “Galileo-Fernrohr” erfunden und das Zeitalter der wissenschaftlichen Erkundung des Himmels konnte beginnen.

Teleskope und ganze Teleskopanlagen waren die Folge dieser zufälligen Entdeckung. Fraglos hätte vor rund 400 Jahren der Lehrling des Brillenmachers Lippershey wohl niemals gedacht, dass längst Teleskope im All Routine sind. Und so, wie heute die Astronomen um die Wette Planeten in fremden Sonnensystemen suchen und finden, begann damals ein Wettlauf beim Aufspüren neuer Himmelskörper.

Zu einer Legende in der Astronomie wurde unter anderem der Astronom Percival Lowell. Ein emsiger Himmelsgucker, der auch nach noch unbekannten Planeten in unserem Sonnensystem suchte. Doch Lowell hat noch eine ganz andere Schwäche: Die legendären „Marskanäle“, die zu einem der großen Mythen über den Planeten Mars schlechthin wurden.

Alles begann im Jahre 1877

Der Mars hat – wie die anderen Planeten auch – eine exakt kreisrunde Bahn um die Sonne. Sie verläuft leicht elliptisch und bringt so den Planeten mal mehr und mal weniger nahe an uns heran. Das ist auch der Grund, warum 2003 der Mars eine wahre Invasion von irdischen Robotern ausgesetzt war, denn auch in diesem Jahr stand er der Erde sehr nahe. Die ist alle 15 Jahre der Fall und bietet dabei den neugierigen Beobachtern auf der Erde die besten Chancen ihn zu erkunden. Dies war auch 1877 der Fall und Asaph Hall entdeckte in diesem Jahr auch die kleinen Marsmonde Phobos und Deimos.

Der in Mailand tätige Astronom Giovanni Virginio Schiaparelli war ein international hoch geachteter Astronom. Seine Marsbeobachtungen galten als die besten astronomischen Informationen seiner Zeit. So nutze er die Chance der Mars-Nähe zu unserer Erde und fertigte eine detaillierte Karte des roten Planeten an. Die bis dato beste Karte der fremden Welt und eine erstaunliche Arbeit in den Anfängen er Astronomie. Routiniert zeichnete er helle und dunkelen Flecken des Mars in seine Karte und gab diesen Gebieten Bezeichnungen wie Meere, Ozeane oder Seen. Es mag verwundern, doch es ist üblich gewesen, solchen Gebieten derartige Bezeichnungen zu geben. Auch der Mond hat bei seiner Erforschung Meeren und Ozeanen erhalten. Apollo 11 landete beispielsweise im „Mare Tranquillitaris“, Apollo 15 und 17 nahe dem Meer „Mare Serenitatis“ und Apollo 12 sogar unweit des „Oceanus Procellarum“.

Dass die dunklen Gebiete echte Meere sind, glaubt natürlich niemand – auch wenn einst sogar Bewohner auf dem Mond vermutet wurden. So ist es kein Wunder, dass es auch dem Mars beispielsweise den „Daws Ocean“, die „Knobel Sea“ oder „Phillips Island“ gibt. In der Raumfahrt kamen sogar Namen wie „Dopey“ oder „Bashful“ aus der Welt von Walt Disney hinzu.

Zur damaligen Zeit gab es kein einheitliches System um geologische Gebiete auf anderen Himmelskörpern zu bezeichnen. So etwa hat Schiaparelli auch auf dem Mars (Südpolregion) geologischen Strukturen Namen der Odyssee von Ilias und der Reise der Argonauten benutzt. Die Beobachtungen Schiaparellis zeigten aber auch, dass diese „Meere“ auf dem Mars zum Teil durch dunkle, lange Strukturen verbunden waren.

Die Mars-Kanäle

Neben den „Meeren“, „Inseln“, „Kontinenten“ und „Ozeanen“ sah der Astronom in den länglichen Gebilden schlicht „canale“. Das italienische Wort bedeutet so viel wie „Rinne“, „Furche“ oder auch „Flussbett“. Die Astronomen der damaligen Zeit erkannten zahlreiche dieser Gebilde auf dem Mars, was heute als optische Täuschung durch die damals genutzten Teleskope erklärt wird.

Der Astronom Lowell wiederum sah sich in seiner Faszination vom Mars durch Schiaparelli mehr als bestätigt. Im englischen gibt es für „Kanal“ die Bezeichnungen „Channel“, beispielsweise für eine Meerenge und die Bezeichnung „Canal“ für eine künstliche Wasserstraße. Aus dem italienischen canale wurde daraufhin Canal – damit waren die künstlichen Mars-Kanäle geboren. Lowell war elektrisiert.

Schon zuvor beobachtete er selber, dass die Eiskappen des Mars mit den Jahreszeiten ihr Aussehen veränderten. Nun fragte er sich, was sind diese Kanäle wirklich? Besteht hier ein Zusammenhang?

Daraufhin widmete sich Lowell ab 1892 ganz dem Marsfieber. Er wollte herausfinden, was da vor sich geht und ob dort intelligentes Leben gibt. Immerhin waren die Kanäle nicht nur ihn künstliche Wasserstraßen der Marsmenschen. Auch andere spekulierten in diese Richtung und die Mars-Kanäle der Marsmenschen waren in aller Munde. Die Zivilisation dort, so mutmaßte man damals, scheint vom Untergang bedroht zu sein. In den damaligen Vorstellungen könnte der Heimatplanet der Marsmenschen langsam austrocknen, was das das Ende der dortigen Bewohner wäre. In ihrem Überlebenskampf haben sie ihren gesamten Planeten mit eben diesen Kanälen überzogen, um so das Schmelzwasser der Pole in ihrer Welt zu verteilen.

Zweifellos eine heute eher skurril erscheinende These einiger Astronomen dieser Zeit. Man muss sie jedoch auch vor dem Hintergrund sehen, dass im Jahre 1869 der Suezkanal eingeweiht wurde. Eine große künstliche Wasserstraße auf der Erde. Und im Jahre 1879 wurde in Paris die Entscheidung getroffen, den Panamakanal zwischen dem Atlantik und dem Pazifik zu bauen. Genau in dieser Zeit, als die Weltpresse permanent über das gewaltige Vorhaben des Panamakanals berichtete, fertigte Schiaparelli seine Karte des Mars an. Es war das Zeitalter der Technik- und Fortschritt-Euphorie unter den Menschen.

Alles schien möglich, warum also auch nicht bei den Bewohnern des Mars?

Im Jahr 1894 nährte sich der Mars erneut der Erde und Lowell sah die Chance, die Kanäle genauer zu erforschen. Hierzu errichte er im Norden Arizonas nahe dem Ort Flagstaff auf dem so genannten „Mars-Hügel“ sein 46 Zentimeter-Teleskop auf 2.300 Metern Höhe. Von hier hatte er gute Beobachtungsmöglichkeiten und fertigte im Zuge seiner Arbeiten insgesamt 917 Zeichnungen vom Mars an. Hunderte Kanäle und regelrechte „Oasen“ will Lowell dabei entdeckt haben. Das Marsfieber griff spätestens ab jetzt um sich.

Marsfieber

Auch wenn Kollegen von Lowell keine Mars-Kanäle erkennen konnten, so war er doch von seinen Ergebnissen überzeugt. Obwohl der auf dem „Mars-Hügel“ ebenfalls anwesende Astronom W. H. Pickering diese Kanäle nicht sehen konnte. Für Lowell gab es nach seinen Forschungen 1894 nur drei klare Schlussfolgerungen:

  1. Der Mars ist von einer intelligenten Lebensform bewohnt
  2. Der Mars hat eine dünne Atmosphäre und das Wasser sammelt sich an dem Polen
  3. Die Kanäle sind künstliche Bewässerungsanlagen in Gebieten mit Vegetation

Seine Thesen trug Lowell an die Öffentlichkeit und schon ein Jahr nach seinen Beobachtungen veröffentlichte er sein Buch „Mars“ in den USA. Trotz der massiven Kritik seiner Fachkollegen verbreitete Lowell seine Thesen weiter und die Presse nahm diese begierig auf. Auch wenn Lowell in den Reihen der Astronomen praktisch alleine mit seinen Ideen stand, nahm die breite Öffentlichkeit sie dank Zeitungsberichte fasziniert auf.

Hätte Lowell damals Bilder des angeblichen Marsgesichts der NASA aus den 1970ger Jahren in den Händen gehabt, so wäre er wohl zum „Missionar des Mars“ geworden. So eifernd vertrat er seine Ideen der Marsianer.

Einige Astronomen teilten allerdings durchaus die Ansicht, dass es sich bei den Linien auf dem Mars um künstliche Kanäle handelt. Auch sie gingen an die Öffentlichkeit und schrieben darüber Berichte und Artikel. Öl ins Feuer dieses frühen medialen Aliens-Hype der damaligen Massenmedien.

Es ist aus heutiger Sicht unverständlich, dass man vor über 100 Jahren (und später auch noch) annahm, dass es eine sterbende Mars-Zivilisation gibt, die in einem verzweifelten Kampf ums Überleben ihren Planeten derart umgestaltet. Doch man muss sich vor Augen führen, dass wir erst seit Sommer 1965 durch die US-Raumsonde Mariner 4 Nahaufnahmen des Mars haben. Aus 10.000 Kilometer Höhe machte sie einige wenige schwarzweiße Bilder und funkte sie zur Erde. Zuvor waren Spekulationen Tür und Tor geöffnet.

Doch mit den Kanälen von Marsmenschen, die heute als optische Täuschungen angesehen werden, war das Marsfieber noch lange nicht am Ende. Es fing in den späteren Jahren erst richtig an.

Marsmenschen

Das Marsfieber erfasste die Öffentlichkeit währen der industriellen Revolution und überall machte man sich Gedanken um die Lebewesen, die dort oben auf dem Mars wohnen. Viele Jahre wurde die Existenz dieser Marsmenschen ernsthaft in Betracht gezogen.

Im Jahre 1869 hatte beispielsweise der französische Physiker Charles Cros die Idee, in Europa riesige Spiegel in bestimmten Positionen anzuordnen um das Sonnenlicht auf den Mars zu lenken. Ein intelligentes Signal von der Erde für unsere Nachbarn im All.

1840 wollte der Astronom Joseph von Littrow aus Wien sogar 40 Kilometer riesige Löcher in der Sahara ausheben, mit Kerosin füllen und anzünden. So sollten geometrische Figuren die Bewohner des Sonnensystems aufmerksam gemacht werden.

Ähnliches wollte 20 Jahre vorher der Mathematiker Karl Gauss aus Göttingen. Er schlug vor in Sibirien riesige Wälder anzupflanzen, die intelligente Anordnungen wie den Satz des Pythagoras entsprechen. Intelligente Bewohner auf dem Mars oder Mond könnten diese sehen und würde so von uns Menschen erfahren.

Keine diese oder andere Idee wurde aber in die Tat umgesetzt. Sponsoren fanden sich auch nicht. Doch der Mars blieb das Thema.

Inspiriert durch die Mars-Spekulationen von Lowell und anderen schrieb 1897 der Schriftsteller Kurd Lasswitz sein Buch „Auf zwei Planeten“, in dem er die aktuelle Diskussion aufgriff. Über die Kanäle beispielsweise wusste Lasswitz:

Die nördliche Halbkugel besteht zum größten Teil aus unfruchtbaren Wüsten. Aber die Bevölkerung des Mars, der die von der Natur genügend bewässerte Region ihres Planeten längst zu klein geworden, wusste der kargen Natur neue Gebiete des Anbaus abzugewinnen. Sie durchzog das gesamte Wüstengebiet mit einem viel verzweigten Netz geradliniger breiter Kanäle und verteilte auf diese Weise zur Zeit der Schneeschmelze, im Beginn des Sommers einer jeden Halbkugel, das Wasser, welches sich in Gestalt von Schnee an den Polen angehäuft hatte, über den ganzen Planeten. Wie die Ägypter das Anwachsen des Nils benutzten, um der Wüste den fruchtbaren Boden des Niltals abzugewinnen, so tränkten die Marsbewohner durch ihre Kanäle beide Ufer derselben. Schnell schoss hier eine üppige Vegetation auf, und so wurde durch das Kanalnetz das ganze Wüstengebiet mit fruchtbaren, an hundert Kilometer breiten Vegetationsstreifen durchzogen, die eine ununterbrochene Kette blühender Ansiedlungen der Martier enthielten.

Lasswitz nahm damit lediglich die Diskussion über den Mars zum Anlass für einen Roman. Er schildert in phantasievollen Worten das Leben der Marsmenschen und andere Dinge mehr, die über 100 Jahre später Hollywood sogar in die Kinos brachte.

Die Invasion vom Mars

Im Jahr 1898 legte H. Georg Wells (s. Titelbild) nach und veröffentlichte sein Buch „Krieg der Welten“. Heute ebenfalls ein – wenn nicht der –  Klassiker zum Thema. Wells indes sah die Dinge in seiner Phantasie, wie es schon der Titel sagt, etwas anders. In seinem Buch griffen die Marsmenschen die Erde an, während bei Lasswitz die Marsianer keine Invasion auf der Erde durchführen. Lasswitz lässt die Wesen vom Mars am unerforschten Nordpol der Erde landen, wo ihre Station von zwei Polarforschern eines Tages entdeckt wird. Die Polarforscher werden von den netten Menschen vom Mars mit auf ihren Planeten genommen. Dort erleben und sehen die beiden Abenteurer die fremde Welt des roten Planeten und seiner Bewohner. Eine friedliche Welt also.

Ganz anders bei Wells. Eine Invasion vom Mars bedroht bei ihm die gesamte Menschheit der Erde. Auch wenn sein Roman nur in England spielt. Sein Mars-Kreaturen wollen uns an den Kragen, da sie von ihrer sterbenden Welt fliehen müssen. Sie brauchen schlicht und einfach Lebensraum und damit unseren Planeten.

Bis heute ist es üblich, den Außerirdischen, egal woher sie kommen, in Science-Fiction-Filmen böse Absichten zu unterstellen. Wells machte den Anfang unseres „modernen“ Alien-Bildes. Und er bediente sich dabei Motiven, die bis heute aktuell sind.

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In „Krieg der Welten“ landen Zylinder mit den Marsmenschen in vielen Teilen der Welt. Ihnen entstiegen Kreaturen mit Tentakeln, lederartiger Haut und schleimigen Mündern. Es waren Bestien ohne wirklichen Körper und Verdauungsorgane. Nur Köpfe, die sich von dem Blut anderer Wesen ernährten und dennoch von hoher Intelligenz beseelt waren. Sie wollen nicht weiter als die Welt unterjochen, um Lebensraum erobern. Also beginnen sie die Menschheit zu vernichten und nutzen sie auch gleich als Nahrung (in einer Neuverfilmung).

Die Menschheit hat gegen die Maschinen der Marsianer keine Chance. Sie fliegen durch die Luft und führen erbitterte Schlachten gegen die fast wehrlose Bevölkerung. Doch Hilfe für die Menschheit kam von ganz anderer Seite: Die Marsmenschen waren nicht immun gegen irdische Viren und Bakterien, denn auf ihrem Heimatplaneten gab es diese nicht. „Von dem Augenblick an, als jene Eindringlinge auf der Erde anlangten, als sie aßen und tranken, machten unsere mikroskopischen Verbündeten sich ans Werk, sie zu vernichten“, schreibt H. G. Wells in seinem Roman.

Der Grundstein des H. G. Wells

Damit war er „up to date“ in der Wissenschaft seiner Zeit, wie man heute sagen würde. Denn erst im Jahr des Erscheinens seines Buches entdeckte der russische Botaniker Dmitri Iossifowitsch Iwanowski und sein holländischer Kollege Martinus Willem Beijerinck unabhängig voneinander Viren.

Die Grundidee der Invasion aus dem All (vom Mars) wurde von Wells geboren und ist in unzähligen Romanen, Comics und Filmen zu finden. Es ist erstaunlich, aber auffallend am Kinofilm und Klassiker „Independence Day“ ist, dass sich auch dieser Film an das Schema von Wells hält. Schleimige Aliens kommen (hier natürlich nicht vom Mars) aus dem All, um die Erde zu erobern und auszubeuten. Sie bedrohten zeitgleich verschiedene Städte auf der Erde und die Menschheit ist ihnen schutzlos ausgeliefert. Doch Hilfe kommt unerwartet und recht einfach: von Computer-Viren. Auch bei dem Blockbuster „Independence Day“ liegen nachher die abgestürzten Raumschiffe der Invasoren überall auf der Erde herum. Wie bei Wells.

Eine Hommage an den großen H. G. Wells, so der Produzent Roland Emmerich.

Lasswitz beschreibt die Marsmenschen als recht menschliche Wesen und vor allem friedliche Geschöpfe des Alls. Die netten Nachbarn von nebenan. Sie nehmen sogar gastfreundlich zwei Menschen der Erde mit auf den Mars und zeigen ihnen dort allerlei zum Teil wundersame Sachen

Der Roman von Lasswitz erinnert in Teilen sehr stark an die phantasievollen Berichte der 1950ger Jahre, in denen Menschen erzählten, sie seien von Marsmenschen oder auch anderen Aliens in UFOs auf fremde Planeten gebracht worden. Mit dem großen Unterschied, dass diese Autoren, Kontaktler genannt, damals behaupten, dass ihre Bücher der Wahrheit entsprechen würden.

Doch auch andere Autoren widmeten sich dem Mars. Die Frage „gibt es Leben auf dem Mars?“ war damals für viele Menschen mit einem klaren „Ja“ zu beantworten. Von romantischen schönen Frauen bis hin zu widerlichen Monstern bot die damalige Zeit alles, was der menschliche Geist so hervorbringen konnte. Und immer schwamm die Idee mit, dass es auf unserem Nachbarplaneten wirklich eine Zivilisation gibt oder geben könnte.

Die Geschichte, die sich Wells rund um den Mars und seiner aggressiven fiesen Bewohner ausdachte, wurde 1938 zur Vorlage eines Radiohörspiels von CBS. Und damit zu einer weiteren Legende rund um den Mars.

 30. Oktober 1938

Orson Wells und Howard Koch und ihr „Mercury Theatre on the Air“ gingen am Abend des 30. Oktober 1938 mit diesem Hörspiel erstmals auf Sendung. Das Hörspiel war so aufgemacht, als berichtet der Reporter Carl Phillips live von einer Invasion der Marsianer, die bei einer Farm in Grovers Mill in New Jersey landeten. Sie zerstörten alles auf ihrem Wege und ihre Invasion bewege sich geradewegs auf New York zu. Der „Reporter“ des Hörspiels kam immer wieder zu Wort. Aufgeregt schilderte er das grausame Szenario, das sich ihm bot. Die Show war sehr realistisch – angeblich zu realistisch für einige der rund 2,6 Millionen Zuhörer, die sich erst später in die Sendung einschalteten.

Die erst einige Zeit später zugeschalteten Radiohörer trauten ihren Ohren nicht. Sie dachten, sie hören hier eine wirkliche reale Reportage. Gebannt und voll Schrecken vernahmen sie von den aufgeregten „Reportern“, wie die Marsmenschen nah Grovers Mill in zylindrischen UFOs landeten und mit Giftgas und Hitzestrahlen die Menschen niedermetzelten. Immer wieder wurde die laufende Musiksendung von neuen Meldungen unterbrochen. „Das Ende der Welt ist nahe“ war das eindringliche Resümee der gesamten „Reportage“.

Aber es begann schon spannend. Kurz zuvor habe man, so hieß es, auf dem Mars Explosionen beobachtet und so war klar, dass man hier einer Invasionsarmee der Marsianer gegenüber stehen würde. Im Hörspiel hieß es:

Meine Damen und Herren, wir unterbrechen die Tanzmusik mit einer Sondermeldung des Nachrichtenbüros Intercontinental Radio News. Professor Farell vom Mount-Jennings-Observatorium in Chicago hat 20 Minuten vor acht auf dem Planeten Mars eine Reihe starken, in regelmäßigen Abständen aufleuchtenden Gasexplosionen beobachtet. Im Spektroskop erwies sich das Gas als Wasserstoff, der mit ungeheurer Geschwindigkeit auf die Erde zukommt. Professor Pierson vom Princeton-Observatorium in New Jersey bestätigt Farells Beobachtung.

Danach folgte wieder Musik, immer wieder unterbrochen von den aktuellsten Geschehnissen. Etwa, dass die Regierung der USA die Observatorien des Landes anwies, den Mars genau zu beobachten.

Dann wurde es unheimlich. Eine erneute Unterbrechung der Musik verkündete, dass ein „Asteroid“ nahe Grovers Mill niederging, dessen Aufprall 65 Kilometer weit zu hören war. Tatsächlich machten sich, so die Zeitung „Newsweek“ später, im sechs Kilometer entfernten Princton Menschen in ihren Autos auf den Weg zum vermeintlichen Einschlagsort. Arthur F. Buddington von der geologischen Fakultät der Universität von Princton, war ebenfalls überzeugt am Radio die Wahrheit gehört zu haben. Auch er fuhr zum Ort des Geschehens um ein Stück des „Asteroiden“ zu bekommen.

Das Ende der Menschheit ist nahe!

Doch der „Reporter“ meldete kurze Zeit später, dass es ein außerirdisches Raumschiff von 30 Metern Durchmesser sei, das da niederging. Kein Naturereignis, kein Asteroid. Daraufhin kam es zu ersten angsterfüllten Reaktionen einiger unwissender Radiohörer. Überall trafen besorgte Anrufe ein; die „New York Times“ erhielt beispielsweise 875 Anrufe besorgter Bürger. Es wurde aber alles viele schlimmer für die Menschen laut der „Reportage“.

Es dauerte nicht lange, dann verkündete das Radio das Unglaubliche: Schleimige Aliens entstiegen dem Flugobjekt! Das nahmen viele für wahr und in Los Angeles, Salt Lake City, New York, San Franzisco und anderen Städten meldeten sich Freiwillige, um den Kampf aufzunehmen. Das Radio vermeldete indes, man habe die gesamte Region zum Kriegsgebiet erklärt.

Die Lage spitze sich zu und die Zuhörer vernahmen entsetzt, wie der „Reporter“ Phillips beschrieb, dass die Marsmenschen mit ihren überlegenden Waffen angriffen. Nur 20 Meter sei er vom Grauen entfernt – dann war Totenstille, es hatte den „Reporter“ Phillips offensichtlich erwischt. Die Lage in den USA spitze sich zu, als „Hauptmann“ Lansoing in Grovers Mill schilderte, wie 7.000 Mann seiner Armee von den Marsianer einfach „zermalmt oder mit seinen Hitzestrahlen in Asche verwandelt“ wurden. Die Straßen seien von „wild flüchtenden Autos verstopft“. Eine Aussichtslose Lage.

Schließlich kam sogar der „Innenminister“ zu Wort und versuchte die Bevölkerung zu beruhigen. Er rief zum Zusammenhalt angesichts der Bedrohung aus dem All auf. Aufgeregt schallt es aus dem Radio, wie die Armee versucht die Maschinen der Marsmenschen zu bekämpfen, als sie Sendung plötzlich wieder schweigt. Nur kurz, denn eine andere Stimme schildert plötzlich, dass Giftgas über das Land zieht.

Das war das Ende der Menschheit, glaubten die uninformierten Zuhörer des Hörspiels. Man rannte auf die Straßen, versuchte sich mit Tüchern vor dem Mund gegen das Gas zu schützen, versammelte sich zum Gebet, floh aus den Städten oder versuchte sogar selber zu kämpfen. Als das Radio verkündete, die Invasion haben den Hudson River erreicht und dies werde wohl die letzte Sendung sein war die Lage aussichtslos – im Hörspiel.

New York in Gefahr

Zahlreiche Menschen der Ostküste, vor allem natürlich in New Jersey und New York, rannten hinaus auf die Straßen. Sie bewaffneten sich und es kam zu panischen Tumulten. Angsterfüllt blickte man in den Himmel und suchte ihn nach den brutalen Marsbewohnern ab. Die Behörden wurden mit Anrufen überschüttet und verängstigte Menschen zogen aus, um die Menschheit zu verteidigen. Es gab Verletzte bei Tumulten. Das junge Kommunikationssystem der USA und das Verkehrsnetz brachen teilweise zusammen. Einige Menschen ergriffen schlicht die Flucht und andere beteten weinend zum Himmel und dachten, dass Ende der Welt sei gekommen. Auch Luftschutzkeller wurden teilweise aufgesucht. Der Kommandeur der Nationalgarde ließ in New York sogar Verhaltensmaßregeln an die Bevölkerung verteilen, um die Sache in den Griff zu bekommen.

Das es Marsmenschen gibt, war damals für nicht wenige Menschen ganz einfach eine Tatsache. Das Hörspiel scheint es zu belegen. Im Jahre 1900 wurde in Frankreich sogar ein Wettbewerb ausgeschrieben. Eine Zeitung versprach demjenigen, der zuerst nachweislichen Kontakt mit Außerirdischen hat, 100.000 France. Dabei zählte aber kein Kontakt zum Mars, denn das sei schlicht zu einfach. Unverständlich bleibt jedoch, warum die Menschen nicht hörten, als in der laufenden Sendung viermal und nach der Sendung fünfmal darauf hingewiesen wurde, dass es nur ein Hörspiel ist.

Orson Wells und auch andere waren im Nachhinein mehr als erstaunt über die Wirkung ihres Hörspiels. Ein Beweis, wie man Massen manipulieren kann und ein Studienobjekt für Psychologen bis auf den heutigen Tag. Obwohl, das darf nicht übersehen werden, der weitaus größte Teil der Zuhörer ganz genau wusste, dass hiervon nichts Realität ist. Ebenso kam es trotz Tumulten und der oben beschrieben Ereignisse nicht zu weit verbreiteten „Massenpaniken“ oder ähnlichen, wie heute hier und da zu lesen ist.

Wells selber entschuldigte sich vor laufenden Kameras für den angerichteten Schlamassel. Und sicher werden viele Menschen im Nachhinein sich ihrer naiven Verhaltensweise geschämt haben.

Doch man mag es wieder nicht glauben: Am 30. Oktober 1988, 50 Jahre später, strahlte ein Sender in Portugal das Hörspiel leicht geändert erneut aus. Diesmal landeten die Mars-Soldaten nahe der Stadt Braga im Norden des Landes und wieder kam es zu Tumulten. Wieder hielten einige das Hörspiel für eine wahrheitsgetreue Reportage. Auch andere Sender strahlen das Hörspiel aus, ob dabei jemand die Sache ernst nahm, ist allerdings nicht bekannt.

Marsianer-Invasion in den Kinos

Mit Orson Wells Hörspiel nahm der Mars-Mythos neue Formen an. Es folgten Filme in Anlehnung an H. G. Wells, weitere Neu-Versionen des Hörspiels und auch TV-Serien zum “Kampf” bzw.  Krieg der Welten”. Im Jahre 1953 wurde die Geschichte vom „Krieg der Welten“ von Byron Haskin erstmals fürs Kino verfilmt.  Dieser Film ist einer der Klassiker der Science-Fiction-Filme überhaupt und beeinflusste sogar einige Astronomen in ihrer Kindheit. Die Invasion spielt wieder in den USA und wie im Roman vernichten irdische Mikroben die Marsmenschen letztlich doch, nachdem das irdische Militär nichts ausrichten konnte.

Es folgten zahlreiche Fortsetzungen des Spielfilms, von denen an dieser Stelle nur “Mars Attacks!” von Tim Burton aus dem Jahr 1996 genannt werden soll. Und zwar aus dem Grunde, das er eine satirische Komödie zu dem Stoff von  H. G. Wells ist, der mehr als gekonnt mit den Klischees entsprechender Filme dieser Ära spielt.

1953 erschien auch der Film „Invasion vom Mars“ von William C. Menzies. In diesem Klassiker landet ein UFO mit grünen Marsmenschen in einem Sandhügel und wird dabei von einem kleinen Jungen beobachtet. Die Marsmenschen entführen daraufhin Menschen in ihr Raumschiff und implantieren ihnen „Sonden“ im Nacken um sie so zu kontrollieren. Der Grund für ihr Tun ist eine startbereite Rakete nahem dem Landeort des UFOs, die die Marsbewohner als Bedrohung für sich sehen. In diesem Film schaffen es letztlich die Soldaten, eine Bombe im Raumschiff der Marsmenschen zu legen und besiegen so die unfreundlichen Eindringlinge.

Auch in diesem Streifen aus Hollywood erkennt man Elemente, die später zahllose der oben genannten UFO-Kontaktler in ihren vermeintlichen Sachbüchern berichteten. Der Vollständigkeit halber soll an dieser Stelle nicht vergessen werden, dass bis heute in der Grenzwissenschaft Außerirdische auf dem Mars vermutet werden. Etwa Basen dieser Fremden, die jedoch aus den Tiefen des Alls kommen. Dies soll hier jedoch nicht das Thema sein.

Sämtliche Science-Fiction-Filme jener Zeit, beispielsweise auch der damals sensationelle Film „Fliegende Untertassen greifen an“ von 1956, waren sehr einfach gestrickt. Auch endeten sie im Vergleich zu heutigen Filmen eigentlich dann, wenn sie erst richtig anfangen. Hauptdarsteller ist oft ein schlauer Wissenschaftler, der so allerlei über den Mars oder die Aliens weiß, sowie eine schöne Frau, die sich in ihn verliebt. Wundervoll auf die Schippe genommen in der genannten Komödie “Mars Attacks!”.

Aliens auf der Leinwand und UFOs

Den Absturz eines UFOs zeigt der Film „Flying Disc men from Mars“ (1951) von Fred Barnnon. Hier will ein Marsmensch die Invasion seiner Rasse vorbereiten und bedient sich der Hilfe eines schlauen Wissenschaftlers, um sein UFO zu reparieren. Doch dieser durchschaut letztlich den Plan des fremden Wesens.

Heute schmunzeln wir über diese sehr zahlreichen Filme, doch sie spiegeln einen Boom wieder, der sich auch in Comics niederschlug. Mars war überall und ein Verkaufsschlager. Auch in der frühen UFO-Literatur. Der Film „This Island Earth“ (1954), hier als „Metaluna 4 antwortet nicht“ bekannt, von Joseph Newman nimmt ebenso Motive der UFO-Thematik vorweg. Hier kommen die Außerirdischen zur Erde, da sie von den Menschen Hilfe brauchen. Zwei Wissenschaftler reisen deshalb später zur Alien-Heimat „Metaluna 4“, um dort den Fremden um zu helfen.

Aber warum ist der Mars in den Köpfen der meisten Menschen damals von „kleinen grünen Männchen“ bewohnt? Eine Vorstellung, die bis heute bei vielen Menschen zum Thema Aliens herumspukt. Fragen wir Kinder, wie denn Aliens sol aussehen, sind es vielfach eben solche grünen Wesen. Dann und wann sogar mit Antennen auf dem Kopf. Marsmännchen kennt heute jedes Kind. Selbst die Spielzeugindustrie bedient sich noch heute den Motiven des Science-Fiction der 50ger Jahren und des früheren Marsfiebers.

Wahrscheinlich wurden die grünen Marsbewohner von Edgar Rice Burroughs im Jahre 1911 geboren. Burroughs, der Erfinder des athletischen Helden „Tarzan“, veröffentlichte damals seinen Roman „Die Prinzessin vom Mars“, in dem er den Außerirdischen grüne Haut gab.

Eine neue Mars-Ära

Eine neue Ära der Mars-Filme wurde 1990 mit dem Film „Total Recall“ von Paul Verhoeven eingeleitet. Hier ist der Mars bereits besiedelt und die angeblich 1976 entdeckten „Pyramiden“ auf dem Mars, über die noch heute diskutiert wird, spielten hier eine wichtige Rolle. Die Helden des Filmes schaffen es eine uralte außerirdische Anlage in Gang zu bringen, die auf dem Planeten Mars eine Atmosphäre mit Sauerstoff freisetzt. Die Kolonisten können sich fortan sicher auf dem gesamten Planeten frei bewegen.

Andere Filme der neuen Mars-Ära waren zum Beispiel „Mission to Mars“ von Brian De Palma oder auch „Red Planet“ von Antony Hoffman (beide 2000). „Mission to Mars“ spielt ebenfalls mit dem Gedanken, dass Außerirdische auf dem Planeten waren und dort Bauwerke hinterließen. Im berühmten „Marsgesicht“ findet sich dort natürlich auch eine außerirdische Technologie. So erfahren die Zuschauer, dass vor langer Zeit ein Asteroid die Atmosphäre des Mars vernichtete, weshalb die Mars-Zivilisationen ihre Gene mit Raumfahrzeugen in das All schoss. Wir Menschen sind das Ergebnis.

Eine Story, die realen Spekulationen einiger Autoren entlehnt wurde.

Der Film „Red Planet“ ist da realistischer. Dort versucht man mittels Algen den Mars umzugestalten, da die Erde nur noch ein ökologisches Chaos ist. Terraforming nennt man diese Zukunftsvision, die ebenfalls einen realen Background hat. Selbst der Rover der NASA-Mission „Pathfinder“ wird in diesem Film erwähnt und als Notfunkzentrale genutzt. 50 Jahre nach seinem Einsatz. Doch auch hier geht es nicht ohne Action und so wird die erste bemannte Mars-Mission, die prüfen soll, warum die Algen vom Mars verschwunden sind, von Mars-Insekten und von einem selber mitgebrachten Roboter dezimiert.

Marsianer-Fieber

Marsfieber bricht in Schüben aus. Dies scheint deutlich zu sein. Und so dreht Hollywood bis heute Filme, die auf dem Mars spielen. Der Filme „Der Marsianer“ von Ridley Scott aus dem Jahr 2015 ist hier besonders zu nennen. Aus dem Grunde, da hier überhaupt keine Aliens oder außerirdische Objekte vorkommen. Vielmehr wird hier möglichst realistisch eine bemannte Mars-Mission von der Erde gezeigt, bei der ein Astronaut aufgrund einer Katastrophe aus dem Planeten zurückbleibt. Diesen gilt es im Laufe des Filmes zu Retten.

Einen „Robinson Crusoe auf dem Mars“ hat es zuvor in den Kinos jedoch auch schon gegeben. Im gleichnamigen Film von Byron Haskin aus dem Jahr 1964, der auch unter dem Titel „Notlandung im Weltraum“ bekannt ist, strandet ebenso ein Astronaut auf dem Mars. Zusammen mit einem Äffchen kämpft auch er ums Überleben und um seine Rückkehr zur Erde. Er bekommt aber Probleme mit Aliens, als er eines Tages UFOs und Außerirdische beobachtet, die eine Rasse von Weltraum-Menschen auf dem Mars zu Sklavenarbeit zwingen. Mit einem außerirdischen Sklaven, den der Held im Film „Freitag“ nennt, überleben sie letztlich bis zur Rettung von der Erde ….

Niemand glaubt heute mehr, dass auf dem Mars eine ganze Zivilisation existiert. Dass es dort bis heute Leben in Form von Mikroorganismen gibt, indes schon. So gilt der Mars bis heute in der Astronomie als Kandidat für außerirdisches Leben, dass es zu finden gilt. Solche Mikroorganismen bauen natürlich keine Mars-Kanäle, kommen in UFOs um Kontaktler zu besuchen oder greifen gleich die ganze Erde an.

Für Hollywood ist das kein Grund, nicht weiter an dem Mars-Mythos zu feilen. So geschehen in dem Film „Life“ von Daniél Espinosa von 2017. In diesem werden durch eine Raumsonde Bodenprobe vom Mars auf die Internationalen Raumstation ISS zur Untersuchung gebracht, in dem sich tatsächlich mikroskopisches Leben befindet. So weit, so realistisches, wie in diesem Artikel HIER, dargelegt. Mit dem Unterschied, dass sich in „Life“ dieses scheinbar primitive Mars-Leben in Windeseile zu einem großen und tödlichen Organismus entwickelt, der am Ende des Filmes zur Erde gelangt und damit die gesamte Menschheit bedroht.

Mal wieder …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Die anonyme “Denunzianten-Seite” Psiram: Jetzt hat es auch Lars A. Fischinger erwischt! Doch was steht drin – und was nicht?

Lars A. Fischinger: jetzt auch auf der umstrittenen anonymen "Hetz-Seite" Psiram vertreten (Bild: Fischinger-Online)
Lars A. Fischinger: jetzt auch auf der umstrittenen anonymen “Hetz-Seite” Psiram vertreten (Bild: Fischinger-Online)

Das Online-Lexikon Wikipedia kennt zweifellos jeder in der Netzgemeinde. Es ist fraglos die (erste) Anlaufstelle für den Suchenden, der zu diesem oder jenem Thema mehr Informationen möchte. Nahezu jeder schaut hier vorbei – Schulkinder, Mainstreammedien, Autoren und einfach nur Menschen, die mehr erfahren wollen. Obwohl Wikipedia bekanntlich auch immer wieder in der Kritik steht. Doch es gibt noch ein anders kleines Lexikon, dass sich ausschließlich mit Grenzwissenschaft, Pseudowissenschaft & Co. befasst: Psiram. Für viele nichts weiter als eine anonyme Hetz-Seite von Denunzianten. Jetzt wurde auch ich – Lars A. Fischinger von Grenzwissenschaft und Mystery Files – in Psiram mit einem anonymen Eintrag “geehrt”. Was die “Verleumdnungsplattform” über mich schreibt, behauptet, weiß oder zu wissen glaubt, erfahrt Ihr diesem Beitrag. Denn das ist durchaus sehr erstaunlich.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Psiram: Das anonyme Wikipedia der “Pseudowissenschaften”

Wikipedia ist ohne Frage die erste Anlaufelle für Informationen im Netz. Ein Online-Lexikon-Gigant, in dem der Interessierte gefühlt jedem Thema der Welt einen Eintrag findet. Mal sehr umfangreich, mal nur kurz und knapp. Mal sehr detailliert mit Quellen und Fußnoten versehen, mal aber auch mit unbelegten Aussagen angefüllt.

Wikipedia-Artikel und -Aussagen zu grenzwissenschaftlichen Themen werden bekanntlich von sehr vielen rund weg abgelehnt. Vor allem aufgrund der (meistens) anonym schreibenden Wiki-Autoren dahinter. Aber auch und vor allem mit einem teilweise fraglichen Umganges mit Quellen und deren Anerkennung. Ein Problem, dass aber auch außerhalb der dortigen “Mystery-Themen” immer wieder für Streit und negativen Schlagzeilen sorgt. Offensichtliche Spaßvögel treiben sich dort ebenso rum.

Eine Art “Abklatsch” von Wikipedia ist das Lexikon Psiram, das sich selbst als “Wiki der irrationalen Überzeugungssysteme” versteht. Ein Online-Lexikon mit Wikipedia-Technik, in dem sich ausschließlich Einträge zu Themen aus Grenzwissenschat, Esoterik, Pseudowissenschat und verwandte Gebiete befinden. Das alles vollkommen anonym. Die Autoren der Einträge sind ebenso anonym, wie die gesamte Webseite auch.

Online ist dieses Nachschlagewerk im Prinzip schon seit 2007, wo es noch unter den Namen “EsoWatch” zu finden war. Derzeit sind dort nur knapp über 3.400 Einträge zu finden. Ein Winzling im Vergleich zu Wikipedia.

Vollkommen absichtlich wollen die Psiram-Autoren und Hintermänner ihre Identitäten verbergen. Nicht mal ein Impressum findet sich auf der im Ausland gehosteten Seite. Laut Psiram geschieht das alles aus guten Grund. Man möchte so “die Autoren vor Belästigungen und Schlimmerem schützen”, da bereits Autoren belästigt wurden. Weiter heißt es im “Impressum“:

Es ist uns klar, dass Anonymität erst mal der Glaubwürdigkeit nicht dienlich ist. Aber sie sollen uns ja nicht glauben. Sie sollen sich ein eigenes Urteil bilden. Entsprechend ist Psiram bemüht, zu allen Beiträgen genügend Quellenmaterial anzugeben, damit dies möglich ist.

Für viele ist das eine faule Ausrede.

Denunzieren und dunkle Hintermänner

So hat die Skeptiker-Seite Psiram längst den Ruf eines reinen Denunzianten-Lexikons. “Andersdenkende” aus Grenzwissenschaft, Esoterik, Alternativ-Medizin und all den anderen Gebieten des weiten Feldes der “Pseudowissenschat” sollen dort schlicht verleugnet werden. Gleichgültig ob es sich um Personen aus diesen Bereichen handelt oder das Thema an sich. So die mehrheitliche Kritik an Psiram.

Psiram greift Themen aus der Esoterik, den Grenzwissenschaften und der alternativen Medizin auf und berichtet darüber aus kritischer, aufgeklärter Sicht.”

So stellt sich die kleine Plattform selber vor. Und im FAQ-Bereich heißt es unter anderem zu den Hintermännern:

Psiram wird von einer Gruppe von Leuten betrieben. Zum Teil haben wir uns im Internet kennengelernt, einige kannten sich aber auch schon vorher. Die meisten von uns sind Akademiker. Ein akademischer Grad ist aber keine Voraussetzung, um mitmachen zu dürfen.

“Wir wissen schon, warum wir anonym sind”, so das Lexikon. Belästigungen oder Bedrohungen sollen dadurch von vornherein ausgeschlossen werden. Kein Wunder, dass immer wieder vermutet wird, das irgendwelche dunklen Hintermänner dahinter stecken. Wer anonym im Netz in einer derart intensiven Art und Weise agiert, muss was zu verbergen haben. So denken viele. Die geheimen Köpfe dahinter brüsten sich aber damit, dass es bisher nicht oft passierte, “dass wir was zurücknehmen mussten, weil wir uns geirrt hatten”.

Und die Autoren mobben auch nicht Unschuldige, wie sie meinen:

Alle unsere ‘Opfer’ sind von sich aus mit ihren Ideen in die Öffentlichkeit gegangen. So wie sie ihre Ansichten äußern dürfen, äußern wir unsere eben auch. Wenn wir Aussagen treffen, dann sind die aber mit Zitaten und Verweisen belegt. Es kann sich also jeder selbst ein Urteil bilden, ob stimmt, was wir sagen.

In einem Artikel in der “Saarbrücker Zeitung” vom 12. Dezember 2017 wird das Lexikon als Online-Pranger bezeichnet. Es “werden Menschen für ihr Verhalten oder ihre Äußerungen öffentlich bloßgestellt”, so die Zeitung. “Auf die persönlichen Datenschutzrechte nehmen die Betreiber dieser Seiten keine Rücksicht”, wird kritisiert. Gemeint sind dabei allerdings auch andere Internet-Pranger.

Meine “Adelung” bei Psiram

Diese Hintergründe geben all jenen, die Psiram nicht kennen, einen ersten Überblick dazu. Denn ein neues “Opfer” bin nun auch ich geworden, wie mir am 13. August 2019 mein Mystery-Freund Sven P. bei Facebook mitteilte.

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Ehrlich gesagt sehe ich selber sehr selten bei Prisam rein und kenne kaum Artikel dort. Kann sie also auch nicht beurteilen. Es liegt einfach daran, dass mich der bei weitem größte Teil der Einträge thematisch nicht interessiert. Jedoch wunderte ich mich schon hin und wieder, warum ich als Jäger des Phantastischen und einer der aktivsten Grenzwissenschaftler im deutschen Sprachraum dort nicht vertreten bin.

Irgendwann werden die anonymen Autoren dort aber sicher auch mich “auf den Kieker haben”. Immerhin bewege ich mich eindeutig in der Grenzwissenschaft und passe somit als “Opfer” dazu.

Je mehr “Pseudowissenschaft” etc. man öffentlich verbreitet, je schneller landet man dort. Das ist klar. Ober irgendeinem der anonymen Autoren und angeblichen “Akademiker” dort passt schlicht deine Nase nicht. Im Forum des Lexikon fand ich zumindest im Bereich “Hinweise und Vorschläge für Psiram-Artikel” keinen Vorschlag zu meiner Person. Da ich keinen Account habe, kann ich allerdings auch nicht das dortige Forum detailliert durchsuchen.

Trotzdem wurde mein Eintrag am 26. Juli 2019 von einem User mit Namen “Abrax” in dem Nachschlagewerk angelegt. Ein anonymer Autor, der offensichtlich YouTube-Videos zu “Verschwörungstheorien” geradezu hasst. Und all jene, die sich diese ansehen, sind nach seiner Meinung “Idioten”, wie es in seinem Nutzer-Profil zu lesen ist:

Du ‘forscht’ nicht, wenn du Verschwörungsvideos auf YouTube guckst. Du bist nicht ‘skeptisch’, wenn du den Unsinn in diesen Videos glaubst. Du ‘philosophierst nicht, wenn du diesen Unsinn jedem ungefragt erzählst. Du bist einfach nur ein ganz normaler Idiot.”

Starke Worte. Eine Erklärung oder Differenzierung, was nach seiner Meinung “Verschwörungsvideos auf YouTubegenau sind, verrät er nicht. Man kann aber anhand des Beitrages erahnen, warum ich jetzt bei den Skeptikern von Psiram “geadelt” wurde.

Was Psiram über mich zu sagen hat (oder auch nicht)

Mein Eintrag im “Online-Pranger” Psiram verwundert mich persönlich wirklich sehr! Auch die Länge des Artikel zu meiner Person.

Selbstverständlich fiel mir als Autor diverser Sachbücher zur Grenzwissenschaft sofort auf, dass dort nicht alle meine Bücher unter “Werke” aufgeführt sind. Schwamm drüber. Auffällig ist ebenso, das dort ungefragt und ohne Quellenangabe ein Foto von mir mit Papst Benedikt XVI. aus dem Jahr 2007 geklaut wurde. Oder, dass unter “Links” oder “Quellennachweisen” nicht ein Link zu mir zu finden ist. Keine einzige (bzw. nur eine einzige!) Aussage innerhalb des Eintrages, wurde mit einer exakten Quelle zu mir belegt.

Klares Fazit an dieser Stelle: Unsachlich und absolut unprofessionell. Aber schauen wir mal genauer in meinen Eintrag, um uns ein Urteil zu erlauben. Darin heißt es, dass ich angeben würde “Mitglied im Autorenforum ‘Montsegur’ zu sein. Das suggeriert, ich würde das einfach so (warum?) behaupten. Obwohl ich Jahre dort nicht aktiv war, ist es aber so. Mein Name dort ist “Spacelars”.

Dann ist dort zu lesen “ein wissenschaftliche Rezeption der Veröffentlichungen von Fischinger ist in Datenbanken unauffindbar”. Es bleibt zwar geheim, in welchen “Datenbanken” hier gesucht wurde, aber was will der anonyme Autor damit sagen? Von mir wird man keine wissenschaftliche Veröffentlichung (falls das gemeint sein sollte) finden, da es sie nicht gibt. Wurde auch nie behauptetet.

Weiter lese ich dort, dass Sebastian Bartoschek mich der “2. Generation von Prä-Astronautikern” zuordnet. Ich würde zwar schon 3. Generation sagen, aber das ist nicht so wichtig. Interessanter ist der genannte Bartoschek selbst, auf dem sich in meinem dortigen Eintrag an einigen Stellen berufen wird. Er ist quasi die Hauptquelle dort. Sebastian Bartoschek ist Mitglied der Skeptiker-Vereinigung GWUP, die im Kreise der Grenzwissenschaft nicht weniger unterbliebt ist, wie Psiram selbst. Und er ist mir wohl bekannt.

Psiram “übersieht” und “vergisst” gerne

Bartoschek besuchte mich vor einigen Jahren, um mit mir ein Interview rund um meine Arbeit zu führen. Ein Gespräch mit einem sympathischen und gut vorbereiteten Skeptiker, an das ich mich gerne erinnere. Darum habe ich sein Video des umfangreichen Interviews für Euch unten eingebunden. Denn Psiram hat es natürlich nicht auf YouTube verlinkt.

Mehr noch, denn im dortigen Eintrag ist überhaupt nichts(!) über meine Arbeit im Detail zu finden. Es fehlt nicht nur die Erwähnung meines YouTube-Kanal. Auch dieser Blog hier wird nicht erwähnt – wobei ich aber auch als “Blogger” vorgestellt werde. Von Verlinkungen, etwa zur eigenen Meinungsbildung, auf die das Lexikon laut Selbstverständnis ja wert legt, ganz zu schweigen (mit einer Ausnahme – s. unten).

Eintrag zu Lars A. Fischinger auf der anonymen Seite Psiram (auf eine Gesamtansicht verkleinerter Screenshot)
Eintrag zu Lars A. Fischinger auf der anonymen Seite Psiram (auf eine Gesamtansicht stark verkleinerter Screenshot)

Was aber in dem Eintrag irreführend zu lesen ist, ist, dass ich “Betreiber eines ‘Online-Shops zur Grenzwissenschaft'” und “Mitarbeiter des Internet-Projekts NuoViso” bin. Das wäre demnach meine Arbeit, so Psiram suggestiv. Nun, den besagten Shop findet Ihr HIER – schaut mal hinein. Bei NuoViso bin ich bin der Tat mit Videos zu finden, ganz richtig. Aber als “freier Mitarbeiter”. Ein kleiner und sehr feiner Unterschied. Ein einfacher Blick in dieses entsprechende Video HIER zum Thema der Zusammenarbeit hätte gereicht …

Indirekt findet sich aber mein Blog dann doch in dem Lexikon-Artikel. Es wird ein Screenshot dieses Blogs gezeigt, auf dem mein Beitrag bzw. Video zur “Alien-Autopsie” im Santilli-Film vom 23. Juli 2019 zu sehen ist. Darunter der Text:

Blog von Lars A. Fischinger 2019: gefälschte Filme von Ray Santilli über angebliche Aliens in der Area 51 sollen echt sein.”

Der der anonyme Autor “Abrax” laut Eigenbeschreibung YouTube-Zuschauer zum Thema Verschwörungen für “Idioten” hält, hat er offensichtlich mein Video zum “Alien-Autopsie-Video” des Santilli nicht gesehen. Denn dann wüsste er, dass ich nicht behauptet, dass der Film echt ist. Es geht im Beitrag um etwas anderes und ich sage darin nicht, dass der Film doch authentisch ist. Alles zu sehen in diesem Video HIER von mir.

Die Bildunterschrift erweckt also einen falschen Anschein.

Suggestiv oder nur unklar ausgedrückt?

Eine indirekte Unterstellung folgt beim Thema “Black Knight Satellit“. Dazu heißt es über mich:

Fischinger ist Verbreiter von Behauptungen zu einem hypothetischen Black-Knight-Satellit. Dabei soll es sich um einen angeblichen künstlichen Erdsatellit außerirdischen Ursprungs handeln, der die Erde seit ca. 13.000 Jahren umkreisen soll. Belege für die Existenz eines solchen Objektes existieren nicht, häufig präsentierte Fotos des angeblichen Satelliten stammen von der NASA und zeigen eine von einem Astronauten des Endeavour-Fluges STS-88 im Jahr 1998 verlorene und abgedriftete Decke zur Wärmeisolierung, die auf der einen Seite schwarz, auf der anderen silbern aussieht.”

In diesem Fall wird von Psiram auf meinen Beitrag und Artikel “Der Black Knight Satellit der Ancient Aliens und ein 1955 explodiertes UFO im Erdorbit: Die Fusion zweiter Mysterien” auf diesen Blog (mit einem Link inkl. kleinen Tippfehler) verwiesen. Immerhin, da ich dort in der Tat sehr umfangreich das Thema behandelt habe. Falsch ist aber die Behauptung, ich sei ein “Verbreiter von Behauptungen” zu diesem “Black Knight Satellit”. Außer natürlich wenn ein Artikel (entlehnt aus einem meiner Bücher) auf diesem Blog einen Autoren schon zu einem “Verbreiter von Behauptungen” macht …

Psiram schreibt ausgesprochen unklar, was diese “abgedriftete Decke zur Wärmeisolierung” betrifft, und von der ein NASA-Foto als Bild des “Black Knight Satellit” im Netz kuriert. Hier wird der Anschein erweckt, dass auch ich dieses Bild in Zusammenhang mit dem Thema bringe. In Wahrheit ist das genaue Gegenteil der Fall und im besagten Artikel steht kein Wort drüber.

Ich verweise immer wieder selber darauf, dass das Bild nichts mit dem eigentlichen Thema zu tun hat. Erst kürzlich habe ich auf Facebook dazu geschrieben, dass dieses Bild “zum Thema dazu erfunden wurde – warum auch immer”.

Am Thema absolut vorbei!

Der anonyme Schreiber meines Eintrages dort widmet dem meisten Raum einen vollkommen belanglosen Thema aus meiner Arbeit. Es ist geradezu verwunderlich, dass 99 Prozent ignoriert wurden, und ein Thema, das ich einmal in all den Jahrzehnten behandelt habe, bei Psiram die größte Aufmerksamkeit bekam. Dazu weiter unten aber mehr. Als Thema hat sich der Autor meiner “Adelung” meinen Beitrag “Ältestenrat der Inuit: Es gibt keinen Klimawandel durch Menschenhand – die Erdachse ist gekippt!” ausgesucht, den ich am 20. November 2018 online stellte.

Wie meine treue Leserschaft und Community weißt, ist wohl kaum eine Veröffentlichung ungeeigneter meine Arbeit vorzustellen, als dieser Ausnahmebeitrag. Was den Lexikon-Mitarbeiter dazu bewogen haben mag, kann man nur vermuten. Wohl um mich in die Ecke der Klimawandel-Leugner zu stellen. Ist zwar Unsinn, aber nicht so dramatisch wie ein Vermerk innerhalb des Absatzes, dass “viele Nibiru-Anhänger” etwas ähnliches sagen, wie in meinem Posting behauptet. Auch dazu unten mehr.

Worum geht es in dem Beitrag, der ja den Großteil dort ausmacht? Kurz gesagt darum, dass die Inuit “eine plötzliche Verlagerung der Erdachse bemerkt hätten und nun Sonne und Sterne an anderen Orten zu finden seien als zuvor”. Das wäre ein oder sogar der Grund für den Klimawandel. Hier habe ich “inhaltlich einen Bericht der Scharlatanerie-Seite Natural-News” irgendeines Mike Adams übernommen, heißt es dort.

Das stimmt.

Angeblich habe ich in diesem Beitrag unter anderem allerdings “die Präzession der Erdachse mit dem Wandern des magnetischen, arktischen Nordpols” verwechselt. Wo genau im besagten Beitrag, weiß ich aber nicht. Weiter heißt es, dass ich “spekulativ eine angebliche Änderung der Drehachse der Erde als mögliche Ursache für die aktuelle Klimaerwärmung” nennen würde. Stimmt so nicht, denn ich sage nicht (auch nicht spekulativ), dass das eine “mögliche Ursache” für die Klimaerwärmung ist. “Wäre die Erdachse verschoben” schrieb ich unter anderem.

Allerdings heißt es im besagten Beitrag von 2018 von mir eindeutig:

Ergebnis wäre weniger Sonnenenergie und somit Wärme, damit sinkende Temperaturen und damit mehr Eis. Genau das Szenario, dass die Klimaforscher beobachten …

Durchaus kann man daraus ableiten, dass ich hier eine “mögliche Ursache” vermute.

Was Psiram verschweigt

In meinem Inuit-Beitrag finden sich einige kritische Anmerkungen zu dieser Story, die Psiram nicht benennt. Trotzdem sollte man sehr kritisch sein, was die Aussagen der Inuit in diesem Zusammenhang betrifft. Die angebliche “Scharlatanerie-Seite” war nicht die einzige Quelle, die ich verlinkte. Psiram nennt aber Argumente, die die Aussagen der Inuit in einem fragwürdigen Licht erscheinen lassen. Diese habe ich in der Tat nicht beachtet. Aus diesem Grund ist ab sofort der Beitrag passwortgeschützt. Das Passwort für Euch ist: “Inuit“.

Mein Eintrag bei Psiram verrennt sich in einem Großteil in belanglosen Kram. Eben diese Inuit-Sache. Verständnis habe ich dafür nicht, da es meine Tätigkeiten ganz einfach falsch darstellt. Falsch in dem Sinne, dass eigentlich keine meiner Hauptthemen dort erwähnt wurden. Erstaunlicherweise nicht mal die kritischen, mit denen ich mir in den letzten Jahrzehnten auch viele Hater eingefangen habe.

Nicht erwähnt wurde beispielsweise meine Kritiken und sehr häufigen Warnungen von UFO-Esoterikern und UFO-Sekten. Schon vor zwei Jahrzehnten habe ich mit Roland M. Horn dazu das gleichnamigen Buch “UFO-Sekten” veröffentlicht. Seit dem werde nicht müde, solche Gruppen von der UFO-Forschung klar zu trennen. Gleiches gilt für meine Veröffentlichungen und Videos, in denen ich immer wieder auf die nicht zu zählenden Fakes, Lügen, Falschbehauptungen, Unwissenheiten und Irrtümer in Sachen Prä-Astronautik und angelehnte Themen verweise. Weite Teile meiner Online-Arbeiten handeln immer wieder davon. Wie ich weiß, schätzt unter anderem genau das meine aufgeschlossene und treue Community an mir.

Auf Psiram findet sich davon kein Wort. Gleichgültig ob zu UFO-Sekten, den erfundenen Planeten Nibiru mit den dort lebenden Aliens oder all die tägliche “Sensation” aus der Welt des Unfassbaren. Ebenso nicht der Bereich “christliche Mystik”, wie Wikipedia ihn nennt, die Themenwelt des Paranormalen, der (wissenschaftlichen) Suche nach Leben im All oder auch allgemein “Religion und Aliens”.

“Prä-Astronautik, Mythologie antiker Göttervorstellungen (‘Astronautengötter’) und Ufologie” seien meine Schwerpunkte, ist dort zu lesen. Stimmt sogar – findet sich nur nicht im dortigen Eintrag.

Verschwiegen wird im Lexikon auch, woher genau die dort von mir aufgelisteten Zitate stammen. Wahrscheinlich deshalb, da man dort sonst hätte auf meinen Blog verlinken müssen. Ob die Zitate von mir alle stimmen, weiß ich so nicht. Ich denke aber schon.

Erbsenzählereiresümee

Viele werden jetzt denken: Was eine Erbsenzählerei zu einem Eintrag in einem Skeptiker-Lexikon, in das so oder so kaum jemand hineinsieht. Zumindest niemand aus der Gemeinde rund um die Themen aus Grenzwissenschaft und Mystery Files. Immerhin liegen zwischen Wikipedia und Psiram Welten.

Das stimmt. Ich wäre aber kein Autor des Unfassbaren … wenn ich nicht immer und mit großer Leidenschaft “zwischen den Zeilen” lesen würde. Und quasi alles rund um “meine Themen”, wie ich es immer wider betone. Geht es dann um meine Person an sich, ist die Sache klar.

Der Eintrag zu “Lars A. Fischinger” wurde mit Stand heute zuletzt am 26. Juli 2019 bearbeitet oder geändert. Und er ist – entgegen dem Ruf von Psiram als Denunzianten-Seite von Skeptikern! – wertneutral verfasst. Der anonyme Autor “Abrax” hat sich sichtlich Mühe bei der Erstellung des Textes gegeben. Schaut man über die irreführenden oder suggestiven Teile sowie fehlenden und unwichtigen Informationen hinweg, ist dort nichts Falsches zu finden.

Zahlreiche Details und Aussagen zu meiner Person und meinem Werdegang als “Jäger Phantastischen” sind vollkommen korrekt. Ihr könnt sie in meine Autoren-Vita HIER sehr umfangreich selber nachlesen. Vieles scheint auch der Verfasser von dort übernommen zu haben. Ebenfalls von Wikipedia, was dort auch verlinkt wurde. Leider eben alles ohne Links zu mir. Da der Autor “Abrax” offensichtlich ein “Feind” entsprechender Mystery-Videos bei YouTube ist, wundert mich allerdings, dass er meine dortigen Arbeit mit keinem Sterbenswörtchen erwähnt. Schließlich hätten entsprechende Verweise der Philosophie von Psiram entsprochen:

Sie sollen sich ein eigenes Urteil bilden. Entsprechend ist Psiram bemüht, zu allen Beiträgen genügend Quellenmaterial anzugeben, damit dies möglich ist.”

Selbstverständlich möchte jeder in einem “glänzenden Licht” dastehen. Nur ist das als anerkannter Grenzwissenschaftler oder Prä-Astronautiker prinzipiell kaum möglich. Das liegt schon in der Natur der Thematik und der Sache an sich.

Der Autor “Abrax” scheint mich aber zu “mögen”. Auf welche Art auch immer. Denn mein Eintrag dort ist der längste aller entsprechenden Autoren aus dem Bereich Prä-Astronautik und Grenzwissenschaft. Weit mehr als doppelt so lang wie der selbstverständlich dort ebenso vertretene Eintrag zu Erich von Däniken. Und um Längen umfangreicher als der Psiram-Artikel zum Thema “Prä-Astronautik” an sich.

Und das finde ich am Erstaunlichsten.

Was denkst DU darüber? Diskutiere gerne bei Facebook mit.

Video zum Thema auf Grenzwissenschaft und Mystery Files

 

YouTube-Video vom 9. Oktober 2013 auf Fischinger-Online

Bitte auf das “Play-Symbol” klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

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Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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