^

Search Results for: Mikroorganismen

Sommer 1550, zwischen Halle und Merseburg: Blut aus dem Inneren der Erde verängstigt die Menschen – und ist doch kein Einzelfall (+ Videos)

Teilen:
1550 zwischen Halle und Merseburg: Blut aus dem Inneren der Erde verängstigt die Menschen! (Bild gemeinfrei)
1550 zwischen Halle und Merseburg: Blut aus dem Inneren der Erde verängstigt die Menschen! (Bild gemeinfrei)

Etwas Unheimliches soll sich vor fast 500 Jahren in Deutschland zugetragen haben. Nahe Halle und Merseburg unweit von Leipzig tat sich plötzlich eine „Blutquelle“ auf. Hunderte Menschen sahen das seltsame „Blut“ aus dem Inneren der Erde. Ein böses Wunderzeichen Gottes, wie es hieß. Doch solche und ähnliche Berichte von „Blut-Wasser“ sind alles andere als selten und reichen bis weit in biblische Zeiten zurück.


Blut, Zeichen und Bibel

Das Alte Testament erzählt uns im zweiten Buch Moses, dem Buch Exodus, nahezu in jedem Abschnitt phantastische Geschichten. Es sind jene Berichte, die überliefern, wie Moses das Volk der Hebräer aus der Knechtschaft der Ägypter befreite und in Richtung „Gelobtes Land“ zog. Ein „Marsch der Wunder“, wie ich diese Erzählungen 1997 einmal nannte. Denn vor, während und auch nach dem Exodus kam es angeblich zu den erstaunlichsten Wundern und Ereignissen. Einige wenige davon kennen sogar Nicht-Bibelleser. Etwa die Geschichte von den Zehn Geboten und vielleicht noch jene der Plagen, die Ägypten im Vorfeld des Auszuges heimgesucht haben sollen.

Im Buch Exodus lesen wir sehr umfangreich von dieser Flucht der Sklaven aus dem Land der Pyramiden. Moses hat das Land Ägypten und den Pharao demzufolge mit Hilfe seines Bruders Aaron und vor allem durch Rückendeckung und Unterstützung seines Gottes Jahwe erpresst. Der Herr habe, so behauptet es der Bericht, immer neues Leid in Form von Katastrophen – die zehn „Plagen“ – über das ägyptische Volk gebracht. Eine folgte auf die andere, die Menschen litten und starben und letztlich gab der Pharao den Erpressungen und Machtdemonstrationen des Moses-Gottes nach. Die Hebräer konnten das Land verlassen.

Die erste Plage ist zugleich eine der bekanntesten in diesem Kontext. Auch wenn greifbare historische Fakten für diese gesamte biblische Episode bis heute fehlen. Von dieser erste „Plage“ lesen wir im Buch Exodus ab 7,14. Dort erfahren wir, dass Moses und Aaron vom Pharao die Freilassung der Hebräer verlangten, aber dieser ganz und gar nicht daran dachte, diesen Forderungen nachzukommen. Also musste ein Zeichen gesetzt werden.

Wasser zu Blut als Drohung Gottes

Dieses Zeichen war die Verwandlung von Wasser in Blut. Nicht irgendein Wasser in irgendeinem Kelch oder ähnlichem, sondern gleich das gesamte Wasser in Ägypten! Gott befahl, dass Aaron mit seinem Stab, den er von dem Herrn selber erhalten habe, das Wasser verwandeln soll:

Und der Herr sprach zu Mose: Sage zu Aaron: Nimm deinen Stab und strecke deine Hand aus über die Wasser in Ägypten, über ihre Flüsse, über ihre Bäche und über ihre Seen und über alle Wasserbehälter, dass sie zu Blut werden und dass in ganz Ägyptenland Blut sei in hölzernen und steinernen Geschirren.“ (Ex. 7,19)

Gesagt, getan. Und so wurde das Wasser in Ägypten zu „Blut“ und zu einer „stinkende“ Brühe. Nicht nur der Nil, wie viele denken mögen, sondern das gesamte Wasser im Land. „Selbst in den entlegenen Ecken“, wie es die Bibel unterstreicht, und selbst „die Flüsse und Kanäle, die Sümpfe und alle Wasserstellen“. Niemand konnte es mehr trinken und es ekelte die Menschen vor diesem „Blut“, so dass sie neue Brunnen abseits vom Nil gruben. Die Katastrophe dauerte eine Woche, so das Buch Exodus. Doch sie beeindruckte den Herrscher nicht im Geringsten, da seine „Zauberer“ oder „Magier“ dasselbe konnten:

Aber die ägyptischen Magier machten es mit ihren Zauberkünsten nach. Deshalb blieb der Pharao hart und hörte nicht auf Mose und Aaron, wie Jahwe es gesagt hatte. Er drehte ihnen den Rücken zu und ging in seinen Palast zurück. Er nahm es nicht ernst.“ (Ex. 7,22f.)

Wen aber dieses „Blutwunder“ des Herrn beeindruckte, waren nachfolgende Generationen von Bibellesern. „Blut“ ist und war ein fester Bestandteil der Bibel, der sich bis zur Kreuzigung Jesus Christus wie ein blutroter Faden durch die Bibel zieht. Wenn dann plötzlich irgendwo (angebliches) Blut von Himmel als Regen oder Schnee fällt, oder Gewässer zu Blut werden, horchten die Menschen auf. Vor allem im Mittelalter, in dem die Gesellschaft von Aberglauben, ängstlicher Gottesfurcht und den Lehren der katholischen Kirche bestimmt war. Die Angst vor irgendwelchen Strafen Gottes war Alltag.

Blutquellen und blutender Regen

Selbst heute noch tauchen immer wieder Berichte auf, dass es „Blut geregnet“ haben soll. Roter Regen, den Naturwissenschaftler je nach Fall unterschiedlich deuten. Oft zitiert wird hier Sand aus der Sahara, der den Regen rötlich einfärbt. Wobei man bei dieser Färbung eigentlich nicht wirklich von „blutrot“ sprechen kann.

Wenn aber Wasser aus dem Inneren der Erde plötzlich zu Blut geworden sein soll, wurde es ganz unheimlich. Die meisten Menschen hatten vor Jahrhunderten zumindest von ihren Predigern von den blutigen Ereignissen beim Exodus gehört. Selber lesen konnten die wenigsten Menschen. So schwebte die Angst vor Plagen und Strafen des Himmels immer über den Menschen. Alternativ konnten diese auch von Hexen oder bösen Zauberern herbeigeführt werden, die sich mitten unter ihnen im Verborgenen aufhielten.

Werde auch DU Fan Mystery Files!

Grenzwissenschaft und Mystery Files auf YouTube

Werde Fan von Grenzwissenschaft und Mystery Files auf Facebook+++ Blog-Newsletter HIER abonnieren +++

So auch geschehen im Juli 1550 in Deutschland zwischen den Städten Halle und Merseburg. Ein Flugblatt berichtet und illustriert (s. Ausschnitt im Titelbild), dass sich hier unverhofft eine „Blutquelle“ in der Erde aufgetan habe. Erschienen ist das Flugblatt in Nürnberg; vermutlich 1550 von Hans Weigel (Hanns weygel), und es wird heute in der Zentrabibliotkek Zürich verwahrt (Archiv-Nr.: PAS II 2/21). Es zeigt die sich geöffnete Blutquelle, um die drei Menschen staunend und sicherlich auch ängstlich herum stehen. Im Begleittext wird in einem Gebet der Herr um Gnade und Barmherzigkeit in Anbetracht des unheilverkündenden Wunders gebeten.

Aberglaube und Naturwissenschaft

„Etlich hundert Personen edel und nobel“ haben dieses „erschrecklich Wunder“ gemeldet, so das Flugblatt. Auch das „Augsburger Wunderzeichenbuch“ (s. a. Videos unten) von 1550 dokumentiert dieses seltsame Ereignis. Illustriert mit einem sehr ähnlichen Bild, so dass den Autoren sicher das Bild von Weigel aus Nürnberg als Quelle und Vorlage diente.

Heute lässt sich natürlich nicht mehr sagen, was 1550 die wahre Natur dieser „Blutquelle“ war. Mit naturwissenschaftlichen Methoden könnte man heute wahrscheinlich sehr einfach durch eine Probe dieses „Blutes“ die Ursachen bestimmen. Vielleicht eine Art Alge oder eine Zerfallsstoff einer solchen? Denn das wird heute zum Teil auch als Ursache für das Blutwasser beim Exodus angeführt.

Interessant ist aber, das solche „Blutquellen“ im Mittelalter alles andere als selten gewesen sein sollen. Alle wurden als böses Zeichen Gottes gedeutet und immer als Warnung interpretiert. Um das Jahr 1000 waren diese „Himmelszeichen“ offenbar besonders häufig anzutreffen. Obwohl kaum ein Jahr verging, in dem nicht irgendwo Blut vom Himmel regnete oder sich Wasserquellen in Blut verwandelt haben sollen. Zumindest wenn man in das Werk „Passat-Staub und Blut-Regen ein grosses organisches unsichtbares Wirken und Leben in des Atmosphäre“ von Dr. Christian G. Ehrenberg schaut. Ein naturwissenschaftliches Werk aus dem Jahre 1849, als rationale Wissenschaft längst göttlichen Aberglauben ablöste.

Unheimliche Wunderzeichen

Ein paar ausgewählte Beispiele:

  • 990: Blut regnete vom Himmel, das „sowohl an dem Fleisch als an Kleidern und Steinen so fest klebte, dass mans mit Wasser nicht abwaschen“ konnte.
  • um 990: Im Vorfeld der Kreuzzüge sollen „ganze Blutströme geflossen“ und „Blut aus frischem Brot“ gekommen sein.
  • 1009: Am Palmsonntag fielen „an verschiedenen Orten rothe Tropfen wie Blut aus der Luft“. Etwas später haben drei Tage lang Sonne und Mond „ein garausenvolles Ansehen“ gehabt, da „ein Höhrauch“ sie verdeckte.
  • 1010: 25 Tage lang sprudelte eine Blutquelle, die im Laufe der Zeit für „jedermann augenscheinlich einen nahen Sumpf“ nährte.
  • 1011 „Ist (…) ein Wasserbrunnen in Blut berwandelt worden“.
  • 1017: Im Juni „fiel ein dreitägiger Blutregen“ nieder, „der wenn er auf die Haut der Menschen oder auf Steine fiel nicht abgewaschen werden konnte, aber von Holz vertilgbar war“.
  • 1056: „Bei heiteren Himmel“ fiel nachts so weit das Auge reichte roter Schnee.

Diese Liste ließe sich endlos fortsetzten. Vor und nach dem Jahr 1000 nach Christus. Bemerkenswerte scheinen neben „Blutquellen“ aber auch jene „Blutregen“ zu sein, die sich nicht abwaschen ließen. Durch Winde herangetragener roter Staub, der sich mit Wasser in der Atmosphäre verbindet und als roter Regen niedergeht, sollte eigentlich einfach abzuwaschen sein. Warum in diesen und vielen anderen Fällen nicht? Oder warum kommt Blut aus frischem Brot? Sind Mikroorganismen der Grund? Oder Insekten, was auch schon im 19. Jahrhundert spekuliert wurde?

Und bei angeblichen Blut aus Brot musste der gottesfürchtige Zeuge fast schon zwangsläufig eine Verbindung zum neuen Testament und Jesus herstellen. Wie sagt man so schön? Wunder gibt es immer wieder …

Video-Auswahl zum Thema

Video vom 28. April 2019 auf Mystery Files

Bitte auf das „Play-Symbol“ klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

Lasst gerne ein Abo & Daumen hoch da …

Video vom 24. März 2019 auf Mystery Files

Bitte auf das „Play-Symbol“ klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

Lasst gerne ein Abo & Daumen hoch da …

Video vom 17. August 2021 auf Mystery Files

Bitte auf das „Play-Symbol“ klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

Lasst gerne ein Abo & Daumen hoch da …

Video vom 10. Oktober 2020 auf Mystery Files

Bitte auf das „Play-Symbol“ klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

Lasst gerne ein Abo & Daumen hoch da …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

Interessantes zum Thema bei amazon.de:

Tagged , , , , , , , , , <

Ein rätselhafter Pilz gedeiht mitten im Reaktor von Tschernobyl prächtig – das interessiert auch die NASA

Teilen:
Rätselhafter Pilz gedeiht mitten im Reaktor von Tschernobyl (Bild: gemeinfrei)
Rätselhafter Pilz gedeiht mitten im Reaktor von Tschernobyl (Bild: gemeinfrei)

Als 1986 der Reaktor 4 des Kernkraftwerkes Tschernobyl explodierte, stand die Welt still. Eine Katastrophe, die bis heute Nach- und Auswirkungen hat, die wohl noch viele Jahre erforscht werde. So wie ein seltsamer Pilz, der sich nur wenige Jahre später bereits im zerstörten Reaktor ansiedelte. Hier wächst er vor allem dort, wo die Strahlung am höchsten ist. Er lebt von dieser, was auch für zukünftige Missionen der NASA von Interesse ist.


Seltsamer Pilz in Reaktor von Tschernobyl

Im April 1986 explodierte im Kernkraftwerk Tschernobyl der UdSSR der Reaktorblock Nummer 4. die Folge war der verheerendste nukleare Unfall der Geschichte, der bis heute seine Spuren hinterlassen hat. Eine der bekanntesten Katastrophen der jüngeren Geschichte, gegen die vor Ort noch immer Wissenschaftler und Arbeiter ankämpfen. Vor allem versucht man den Reaktor so gut wie möglich abzuschirmen, um die atomare Strahlung der Ruine „unter Kontrolle“ zu halten.

Eine Todeszone. Doch nicht für allem Lebewesen dieses Planeten. Denn Jahrzehnte nach diesem verehrenden Ereignis von Tschernobyl fühlen sich Organismen im Inneren des Tschernobyl-Reaktors pudelwohl. Nicht nur Extremophile, also Mikroorganismen, die unter den lebensfeindlichen Bedingungen existieren können. Auch ein seltsamer schwarzer Pilz gedeiht dort prächtig udn ernährt sich von der Strahlung des Reaktors. Und dieser Pilz siedelte sich sehr schnell dort an. Entdeckt wurde er bereits nur fünf Jahre nach der Explosion des Kernkraftwerkes.

Das interessierte sehr bald auch die US-Weltraumbehörde NASA. Kasthuri Venkateswaran, der Leiter der NASA-Forschungen an diesem Pilz, betonte, dass man verstehen will, wie dieser Pilz überhaupt überleben kann. Immerhin ist ein Pilz kein Mikroorganismus wie die bekannten Extremophile. Auffällig ist bei diesem sonderbaren Pilz auch, dass dieser dort am besten wächst, wo die Strahlung am höchsten ist. Dort wachsen sie nicht nur schneller und zersetzten radioaktives Material, sondern richten ihr Wachstum sogar in Richtung der stärksten Strahlungsquelle hin aus.

Ein Pilz für die Raumfahrt und Medizin?

Die NASA fragte sich deshalb, ob dieser Pilz auch für die bemannte Raumfahrt von Nutzen sein könnte. Da bekanntlich die Strahlung im Weltraum weit höher als auf der Erde ist, wurden Proben des Pilzes auf der Internationalen Raumstation gezüchtet. Auch wenn im Orbit die kosmische Strahlung geringer ist, als beispielsweise während einer Mars-Mission. Die Experimente mit dem ungewöhnlichen Pilz sollen zeigen, ob man diesen nutzen kann, um Menschen bei solchen Reisen vor der Strahlung im All abzuschirmen.

Schon seit Jahrzehnten machen sich Ingenieure und Forscher Gedanken darüber, wie das Problem der Strahlung im All gelöst werden kann. Von Schutzschilden aus Blei, die damit das Raumfahrzeug weit schwerer machen würden, bis zu Wasser oder sogar der Kot der Astronauten in den Wänden des Raumfahrzeuges wurde dabei schon gesprochen.

Der Pilz selber enthält ungewöhnlich viel Melanien, einem menschlichen Hautpigment zum Schutz vor ultravioletter Strahlung. Das Melanien der Pilze wird dazu genutzt aus Gammastrahlung chemische Energie für das Wachstum zu gewinnen. „Radiosynthese“ nennt man diesen Vorgang, den der Organismus an die Intensität der Strahlung anpasst. Auch medizinische Anwendungen wären denkbar, so Venkateswaran. Er denkt dabei an medizinische Gräte, die mit Radioaktivität arbeiten. Der Pilz könnte bei diesen Behandlungen als natürlicher Schutz für den Patienten genutzt werden.

Ob tatsächlich ein einfacher irdischer Pilz in der Zukunft in Raumfahrt und Medizin Anwendung finden wird, ist allerdings noch fraglich.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

Interessantes zum Thema bei amazon.de:

Werde auch DU Fan von Mystery Files!

Grenzwissenschaft und Mystery Files auf YouTube

Werde Fan von Grenzwissenschaft und Mystery Files auf Facebook+++ Blog-Newsletter HIER abonnieren +++

Tagged , , , <

Universität Würzburg: Wissenschaftliche UFO-Forschung für Deutschland – UFOs „frei von Vorurteilen und Stigmatisierungen“? (+ Video)

Teilen:

 

Universität Würzburg: UFO-Forschung für Deutschland? (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Universität Würzburg: UFO-Forschung für Deutschland? (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Wie in einem YouTube-Video auf Mystery Files berichtet, fand Mitte August 2021 ein Workshop der „Deutschen Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt“ (DGLR) zum Fachbereich „Extraterrestrik“statt. Unter anderem ging es bei diesem Workshop unter Leitung von Prof. Dr. Hakan Kayal von der Universität Würzburg auch um die wissenschaftliche Erforschung des Phänomens der Unbekannten Luft-Phänomene. Also um UFOs (UAPs). Jetzt haben auch die Mainstreammedien diesen Workshop aufgriffen und darüber berichtet. Wie genau, das erfahrt Ihr in diesem neuen „Mystery-Review“.


UFOs als Thema für akademischer Forschung

Etablierte Wissenschaftler wie auch die Presse wollen in Deutschland mit dem Thema UFOs und UAPs nicht wirklich etwas zu tun haben. Zu schnell „verbrennt man sich die Finger“ daran und wird als „Alien-Spinner“ dargestellt. Ein Umstand, den selbst der interessierte Laie nur allzu gut kennt, sofern er sein Interesse oder Hobby preisgibt. Aber in anderen Ländern wiederum ganz anders aussieht.

Ein Workshop der „Deutschen Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt“ (DGLR) wollte das in einem ersten, kleinen Schritt ändern, wie im unten nochmals eingefügten Video berichtet. Geleitet wurde dieser von Prof. Dr. Hakan Kayal von der Universität Würzburg und organisiert im Rahmen des DGLR-Fachbereich „Extraterrestrik“. Wie HIER berichtet, waren sich die teilnehmenden Wissenschaftler und Interessierten einig, dass es eine wissenschaftliche Erforschung des Phänomens der UFOs geben muss. Diese Forschung, so betonten es die Teilnehmer, muss dabei vor allem frei von Vorurteilen und Stigmatisierungen sein.

Eben genau das, was dem Phänomen und all jenen, die versuchen sich damit ernsthaft zu befassen, seit Jahrzehnten anhaftet.

Erstaunlich bei diesem Workshop war auch, dass die teilnehmenden Akademiker nicht ausgeschlossen, das hinter dem Phänomen Außerirdische stecken könnten. Eine verblüffende Aussage, die man so nicht erwartet hat. Auch wenn diese Vermutung oder „starke Behauptung“ von Seiten der Wissenschaftler natürlich nicht minder starke Beweise bedarf.

Wie nicht anders zu erwarten war, berichteten die „etablierten Medien“ nichts über diesen Workshop. Was man grundsätzlich von den Mainstreammedien in Deutschland nicht anders kennt. Wer will es ihnen verübeln, da es in ihren Augen „weit wichtigere Themen“ gibt, die die Öffentlichkeit auch sicherlich mehr interessieren? Die Finger mag sich auch niemand verbrennen. Und auf eine ironische und mit einem breiten Grinsen im Gesicht des Journalisten gebrachte TV-Meldung kann man lieber gleich verzichten, denken sicher viele.

Wissenschaftliche UFO-Forschung

Anders der „Bayerische Rundfunk“ (BR) der GEZ-Presse, der am 2. September das Thema und den Workshop für sich in der Radiosendung „Hier ist Bayern“ entdeckte und mit einem zusätzlich Artikel online stellte.

Sehr ähnlich wie in meiner Video-Beschreibung vom 16. August formuliert, heißt es im Artikel des BR korrekt:

Doch während in anderen Ländern etablierte Wissenschaftler UAPs seit Jahren ernst nehmen, sah es an deutschen Universitäten lange mau aus: Fachpresse wie Wissenschaft wollte damit nichts zu tun haben. Eine Professur an der Universität Würzburg will das schon seit geraumer Zeit ändern – indem sie die Forschung zu UAPs zu einem ihrer Schwerpunkte im Gebiet Raumfahrttechnik erklärt.

„Deutschlandweit einmalig“ wäre dieser Schritt, so titelt der BR.

Natürlich beruft sich auch der BR auf Kayal, der „sich seit Jahren mit der Erforschung von UAPs und somit von allen Phänomenen am Himmel“ befasse. Deshalb könne er nicht verstehen, dass „es in ganz Deutschland keine institutionelle Forschung über UAPs gibt und ich auch keine andere Universität kenne, in der das als aktiver Schwerpunkt betrieben wird“, wie ihn der BR zitiert. Selbst, dass Kayal, wie er auf dem Workshop nochmals erklärte, „intelligente Sensoren“ zur UFO-Jagd entwickelt, vergisst der BR nicht zu erwähnen.

Werde auch DU Fan von Mystery Files!

Grenzwissenschaft und Mystery Files auf YouTube

Werde Fan von Grenzwissenschaft und Mystery Files auf Facebook+++ Blog-Newsletter HIER abonnieren +++

Sensoren zur Erfassung von UFOs? Gerade dieser Punkt mag viele Skeptiker Bauchweh verursachen. Und damit fraglos auch jeden Journalisten, die sich nicht mit der UFO-Forschung auskennen.

Grundsätzlich aber will Kayal damit hochauflösende Fotos von UFOs bekommen. In Verbindung mit sämtlichen sensorischen und anderen gewonnen Daten, wolle man so UFOs identifizieren. Erst klare Grundlagendaten einer Sichtung oder ähnlichem hilft bei der Erklärung. Und sei es nur ein Vogel, der da vorerst für ein Unbekanntes Flugobjekt gehalten wurde. Immerhin würden rund 97 Prozent aller UFO-Sichtungen erklärt werden können, wenn genügen Datenmaterial der einzelnen Sichtungen vorliegen würde, so der Wissenschaftler. Mehr dazu im Video unten.

Professor Kayal betonte aber auch zum UFO-Phänomen, dass ein intelligentes Verhalten dahinter stecken könnte:

„(Es gibt) Dinge, die scheinbar aus dem Stand heraus sehr hohe Beschleunigungen aufweisen, abrupte Richtungswechsel vollführen oder auf der Stelle schweben ohne Geräusche von sich zu geben.

Derartige Aussagen sind nicht neu und vor allem im Zusammenhang mit den UFO-Videos der US-Navy ab 2017 wieder in den Fokus gerückt. In Deutschland allerdings erst, wie in diesem Video HIER , diesem Artikel HIER sowie auch HIER berichtet, als Ex-Präsident Barack Obama das in der Talkshow wiederholte. Da wurden auch die deutschen Mainstreammedien etwas aufmerksam, da es der hierzulande noch immer beliebte Obama sagte. Wenn er etwas sagt, hört man – warum auch immer – hin.

UFOs und die Wissenschaft: Ein Umdenken?

Wie der BR weiter berichtet, ist Kayal (wie viele andere Wissenschaftler auch) voller Optimismus, dass wir „bald“ Leben im All finden und beweisen können. Er sprich von den kommenden 10, 20 oder 30 Jahren. Damit meint er keine außerirdischen Zivilisationen, sondern Mikroorganismen und demnach primitives Leben. Was sich bekanntlich auch auf einigen Himmelskörpern inkl. Monden in unserem Sonnensystem entwickelt haben kann.

In „einer fernen Zukunft“, so der BR, glaubt aber auch der Raumfahrttechnik-Professor, dass wir „auf außerirdische Intelligenz“ im All stoßen werden:

Bis dahin will der Würzburger Lehrstuhl die Zahl der falsch-positiven Erkennungen reduzieren und zunächst die noch unbekannten Wetterphänomene verstehen. Kayal fordert, dass UAPs deutschlandweit auch im wissenschaftlichen Umfeld mit größerer Offenheit und ohne Stigmatisierung untersucht werden.

So der BR in seinem zusammenfassenden Artikel über dieses Thema.

Auf diesen Blog-Seiten wurde in der Kategorie „Mystery Reviews“ zum Teil wie ein Rohspatz über diesen oder jenen Bericht des Mainstream oder entsprechenden TV-Sendungen zu grenzwissenschaftlichen Themen geschimpft. In diesem Fall hat der BR in der kürze des Artikels die Sachlage und Hintergründe klar und sachlich dargelegt. Eine Ausnahme, wie meine Erfahrung zeigt.

Der Artikel selber ist nur eine Art Ergänzung zu dem Radiointerview mit Hakan Kayal, das der BR dort ebenso online stellte. Knapp über drei Minuten, in der die Moderatorin gleich zu Beginn betont: „Wissenschaftlich wird das Thema eher stiefmütterlich behandelt“. Die Frage, die sich bei den redlichen Bemühungen von Kayal jedoch stellt, ist die, ob er in der wissenschaftlichen Gemeinschaft in Deutschland damit wirklich etwas bewegen kann.

Vielleicht erweisen sich letztlich seine Forschungen dann doch als Tropfen auf den heißen Stein – oder als Beginn des Umdenkendens …

Video zum Thema

Video vom 18. August 2021 auf Mystery Files

Bitte auf das „Play-Symbol“ klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

Lasst gerne ein Abo & Daumen hoch da …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

Interessantes zum Thema bei amazon.de:

Werde auch DU Fan von Mystery Files!

Grenzwissenschaft und Mystery Files auf YouTube

Werde Fan von Grenzwissenschaft und Mystery Files auf Facebook+++ Blog-Newsletter HIER abonnieren +++

Tagged , , , , , , , , <

Das erste Leben auf der Erde? 3,42 Milliarden Jahre alte fossile Mikroben in Südafrika entdeckt!

Teilen:
Fossile Mikroben: 3,42 Milliarden Jahre altes Leben entdeckt! (Bilder: B. Cavalazzi & WikiCommons/Zentrum für Marine Umweltwissenschaften, Universität Bremen, CC-BY 4.0 / Montage: Fischinger-Online)
Fossile Mikroben: 3,42 Milliarden Jahre altes Leben entdeckt! (Bilder: B. Cavalazzi & WikiCommons/Zentrum für Marine Umweltwissenschaften, Universität Bremen, CC-BY 4.0 / Montage: Fischinger-Online)

Wann gab es das erste Leben auf der Erde? Nach einer aktuellen Studie war das vor (mindestens) 3,42 Milliarden Jahren. Denn so alt sind Spuren in einem Gestein in Südafrika, die die Wissenschaftler als Mikrofossilien von frühen Mikroorganismen deuten. Die bisher ältesten bekannten Bewohner der Erde. Wie die Forscher diese Entdeckungen deuten und was das mit der Suche nach Leben im All und auf dem Planeten Mars zu tun hat, erfahrt Ihr hier.


Erde, Planet des Lebens – aber seit wann?

Unsere Erde ist fast 4,6 Milliarden Jahre alt und präsentiert sich seit Milliarden von Jahren als der berühmte „baue Punkt im All“. Doch wie jedes Schulkind lernt, war die Erde nicht immer ein so einladender Ort, wie er heute ist. In der Frühzeit zeigte er sich als glühende Feuerkugel im All – ohne wirklich feste Oberfläche und ohne Meere und Ozeane. Ein Ball aus geschmolzenem Gestein, der sich nach und nach verfestigte, später Ozeane bekam (und auch hielt) und auf der sich noch viel später auf der festen Oberfläche Leben in einer schier unendlichen Vielfalt ausbreitete.

Milliarden Jahre durch die Erdzeitalter seit Anbeginn unseres Sonnensystems, die uns in unzähligen TV-Dokumentationen und Büchern so plastisch und anschaulich präsentiert werden. Mit zwei großen und bisher ungelösten Problemen gleich zu Beginn von dem, was wir heute unseren Heimatplaneten nennen. Erstens die Frage, wie überhaupt das ersten Leben auf der Ur-Erde entstehen konnte. Und zweitens, wann und wo das war.

Die erste Frage ist und bleibt unbeantwortet. Niemand weiß es genau, wie das erste Leben aus toter Materie entstand. Ein Wunder des Universums – selbst dann, wenn das Leben aus dem Kosmos zu uns gelangt sein sollte. Etwa durch Kometen. Was die Frage nach der Entstehung des Lebens an sich nicht beantwortet, sondern nur an einen anderen und uns fremden Ort verlegt. Ein weites Feld der Forschung, der Wissenschaftler seit Jahrzehnten auf der Spur sind.

Der zweiten Frage jedoch nähren sich Wissenschaftler immer mehr und genauer. Lange schon wird angenommen, dass relativ kurz nach Entstehung und Abkühlung der Erde sich die ersten Mikroorganismen entwickelten. Möglicherweise schon nach rund einer haben Milliarde Jahren.

Das älteste Leben auf der Erde

Hoch im Kurs stehen bei dieser Fragestellung schon seit längerer Zeit hydrothermale Quellen und Schlote auf dem Meeresgrund. Heiße Schlote voller Nährstoffe und chemischer Bausteine, die die Entstehung primitiven Lebens in Gang gesetzt haben könnten. Auch auf anderen Himmelskörpern, wie diversen Monden in unserem Sonnensystem. Auch dort werden solche Schlote und damit auch Leben vermutet.

Wann das auf der Erde geschah, versuchen Forscher durch Mikrofossilien herauszufinden. Keine Fossilien im klassischen Sinn, sondern winzige Rillen in uraltem Gestein. Diese Spuren werden auf ihre chemische Zusammensetzung hin untersucht, um so schlussfolgern zu können, ob diese „Risse“ von einst lebenden Mikroorganismen stammen. 1996 wurde auf diesem Wege sogar in dem Meteoriten ALH 84001 mutmaßliche Lebensspuren nachgewiesen. Ein Gesteinsbrocken, der vom Mars kam und in der Antarktis einschlug.

Wie bei dem Mars-Meteoriten sind auch die Nachweise von Mikrofossilien in irdischem Gestein nicht immer unumstritten. Nicht alles, was nach einstigem Leben aussehen soll, war auch welches. Eine lang anhalte Diskussion unter den Forschern, die aktuell neue Nahrung bekommen hat. Denn Wissenschaftler um Barbara Cavalazzi von der Universität Bologna (Italien) haben nun genau solche Mikrofossilien entdeckt, die ihrer Meinung nach belegen, dass es vor 3,42 Milliarden Jahren bereits Leben auf unserem Planeten gab.

Bei ihrer Untersuchung griffen sie auf Proben zurück, die aus dem „Barberton Greenstone Belt“ in Südafrika stammen. Sie gelten als eine der ältesten Gesteine der Erde, die durch Sedimentablagerungen entstanden sind. Hier nutzten die Forscher Proben aus einem Bereich, in dem vor Milliarden von Jahren sich kaltes Meerwasser mit durch Vulkane erhitztes Wasser vermischte. Ein Cocktail für Chemikalien und Nährstoffe für die Entstehung von Leben, so die Forscher in ihrer aktuellen Studie in „Science Advances„.

Auswirkungen bei der Suche nach Leben auf dem Mars

Hier fanden die Forscher winzige Spuren, sogenannte Filamente, die ihrer Ansicht nach nur von Lebewesen stammen können. Die gemessene Nickel-Konzentration in diesen Spuren ähnelt dabei sogar denen, „die sich bei heute lebenden Mikroben finden, die Methan verstoffwechseln“. Außerdem würden die angenommenen Mikrofossilien eindeutig eine kohlenstoffreiche Außenhülle aufweisen, die in ihrer Struktur und Chemie klar einen inneren Kern abgrenzt. Die Verteilung dieser Ur-Organismen in den früheren Höhlungen zeige außerdem, dass es sich um Leben handeln würde. Cavalazzi:

Wir haben außergewöhnlich gut erhaltene versteinerte Mikroben gefunden, die offenbar an den Wänden von Hohlräumen gediehen, die durch warmes Wasser aus hydrothermalen Systemen einige Meter unter dem Meeresboden entstanden sind. Unterirdische Lebensräume, die durch vulkanische Aktivität aufgeheizt wurden, haben wahrscheinlich einige der frühesten mikrobiellen Ökosysteme der Erde beherbergt, und dies ist das älteste Beispiel, das wir bisher gefunden haben.“

Damit wäre es ihnen erstmals gelungen solche Fossilien in eine Zeit zu datieren, „in der das Leben erstmals auf der Erde entstand“, so Cavalazzi weiter. Und das habe direkte Auswirkungen auf die Suche nach Leben im All bei unserem Nachbarn Mars:

Da wir ähnliche Umgebungen auch auf dem Mars finden, hat die Studie auch Auswirkungen auf die Astrobiologie und die Chancen, Leben außerhalb der Erde zu finden.

Mit einem Alter von 3,42 Milliarden Jahren wären diese Organismen die bisher ältesten, die auf unserer Erde nachgewiesen wurden. Und sie fallen in eine Epoche unseres Sonnensystems, in der auch der Mars aller Wahrscheinlichkeit nach lebensfreundlich war. Auf ihm gab es Meere, Ozeane, fließendes Wasser und vermutlich auch Leben. Der genannte Mars-Meteorit ALH 84001 wird übrigens auf ein Alter von rund 4,09 Milliarden Jahren datiert. Nur rund 0,67 Milliarden Jahre älter als die Spuren aus dem „Barberton Greenstone Belt“ in Südafrika.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

Interessantes zum Thema bei amazon.de:

Werde auch DU Fan von Mystery Files!

Grenzwissenschaft und Mystery Files auf YouTube

Werde Fan von Grenzwissenschaft und Mystery Files auf Facebook+++ Blog-Newsletter HIER abonnieren +++

Tagged , , , , <

Astronaut und ehemaliger ISS-Kommandant Chris Hadfield zum Thema Mars und UFOs: „Zu meinen es sind Außerirdische, ist die Höhe der Dummheit!“

Teilen:
Astronaut und ehemaliger ISS-Kommandant Chris Hadfield zum Thema Mars und UFOs: "Zu meinen es sind Außerirdische, ist die Höhe der Dummheit!" (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Astronaut und ehemaliger ISS-Kommandant Chris Hadfield zum Thema Mars und UFOs: „Zu meinen es sind Außerirdische, ist die Höhe der Dummheit!“ (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Wenn aktive oder ehemalige Astronauten über UFOs sprechen, hören UFO-Interessierte und -Forscher meistens hin. Vor allem wenn diese in ihren Aussagen das Phänomen mehr oder weniger „bestätigen“ oder sich positiv im UFO-Sinne äußern. Jetzt hat sich auch kanadische Astronaut Chris Hadfield zum UFO-Phänomen im Rahmen einer Anrufer-Frage-Runde des Senders CBC geäußert. Seine Antworten verraten, dass er nichts von all jenen hält, die Außerirdische hinter dem UFO-Phänomen vermuten.


Astronauten und UFOs

Chris Hadfield aus Kanada vor seiner Karriere als Astronaut und Kommandant der ISS in der Luftwaffe seines Landes und der USA. Im März 2013 übernahm er für zwei Monate den Posten des Kommandanten der Internationalen Raumstation. Wie so viele Astronauten aus ebenso vielen Ländern der Welt kennen ihn wohl die wenigsten Menschen beim Namen. es ist jener ISS-Astronaut, der mit einer Gitarre durch die Raumstation schwebte und David Bowies Hit „Space Oddity“ aufnahm. Ein Bild, das medial durchaus in Erinnerung geblieben sein dürfte.

Natürlich hört man auf Astronauten, wenn diese sich in irgendeiner Form zu Astronomie, Raumfahrt, Leben im All, Außerirdische oder eben auch UFOs äußern. Mit „man“ ist an dieser Stelle gemeint: Der Mainstream und die Öffentlichkeit. Nicht umsonst tauchen immer wieder Astronauten der NASA der ESA in entsprechenden TV-Dokumentationen auf. Oder so haben sogar selber ganze Doku-Reihen, in denen sie als Moderatoren erscheinen. Zum Beispiel in Deutschland.

Sprechen Astronauten aber in irgendeiner Form positiv von UFOs im Sinne eines unerklärlichen Phänomens, reagieren viele Menschen zurückhaltender. Hier scheint die offenbar pauschal den Raumfahrern entgegengebrachte Glaubwürdigkeit an ihre Grenzen zu stoßen. Um so spannendes ist das für die UFO-Forschung seit Jahrzehnten. Denn immer wieder haben sich Astronauten oder Kosmonauten positiv zum UFO-Phänomen geäußert.

Fraglos ist hier NASA-Astronaut Edgar Mitchell am bekanntesten. Er war als im Rahmen der US-Mondlandungen mit „Apollo 14“ 1971 der sechste Mann auf dem Mond. Bis zu seinem Tode 2016 behauptete er, das 1947 in Roswell tatsächlich ein UFO abgestürzt sei und es bereits mehrfach Kontakt zwischen Menschen und Außerirdischen gab. Geheimorganisationen würde diese angeblichen Fakten bis heute vertuschen und eine strikte Geheimhaltung betreiben.

Echte Beweise hatte Mitchell dafür leider nie. Meist berief er sich auf „Kontakte“ oder „Freunde“ …

Astronaut Chris Hadfield und der Mars

Im Rahmen der Sendung „Cross Country Checkup: Ask Me Anything“ des Radiosenders CBC in Kanada stand Astronaut Hadfield den Anrufer Rede und Antwort. Es ging hierbei vor allem auch um die Erforschung der Mars, die aktuellen Mars-Missionen und eine zukünftige bemannte Landung auf dem Roten Planeten. Die Erforschung unseres Nachbarplaneten ist auch für Hadfield entscheidend bei der Frage, ob es Leben außerhalb der Erde gibt. Bekanntlich könnte es dort einst Leben gegeben haben oder sogar noch heute existieren:

Warum versuchen wir auf dem Mars zu landen? Nun, ich denke, die grundlegende Frage ist, dass der Mars vor vier Milliarden Jahren der Erde sehr ähnlich war, als sich das Leben zum ersten Mal auf der Erde bildete.

Also, wenn es hier passiert ist, ist es dort passiert? Und es wird irgendwo in der Geologie ersichtlich sein.“

Werde auch DU Fan von Grenzwissenschaft & Mystery Files!

Grenzwissenschaft und Mystery Files auf YouTube

Werde Fan von Grenzwissenschaft und Mystery Files auf Facebook+++ Blog-Newsletter HIER abonnieren +++

Findet einer der Mars-Rover tatsächlich ein Fossil auf dem Mars, „werden wir wissen, dass wir im Universum nicht allein sind“, so Hadfield weiter. Auch deshalb soll eine Kontamination des Planeten oder anderer Himmelskörper mit irdischen Mikroorganismen auch dringend vermieden werden, unterstrich der Astronaut (mehr dazu z.B. HIER, HIER und HIER). Darum sei man „nach besten Kräften“ bemüht alles zu sterilisieren, was man zum Mars schickt. „Damit es nicht versehentlich Leben auf den Mars bringt.“

Wie wohl jeder Astronaut oder Mitarbeiter in der Raumfahrt ist auch Hadfield sicher, dass eines Tages Menschen auf dem Mars landen werden. Er wäre gerne Teil des Teams, „dass das möglich macht“, schwärmte er bei CBC. Immerhin könnte so der definitive Beweis erbracht werden, dass die Erde keine Spezialanfertigung für Leben ist – und das gleich vor unserer Haustüre, wie ich es immer gerne betone.

Astronaut Chris Hadfield und die UFOs

Beim Thema UFOs sieht Chris Hadfield die Sache schon sehr viel skeptischer. So fragte der Anrufer Byron McDonald den Astronauten, ob er die wachsende Diskussion zum Thema UFOs verfolge.

Oft ein Tabuthema, ist die Präsenz von UFOs nicht nur in den sozialen Medien, sondern auch in den Mainstream-Medien und sogar in den Korridoren der Macht in Washington, DC. zu einem heißen Thema geworden.

Wie es CBC beschreibt. Auch unter Verweis auf den offiziellen „UFO-Bericht“ der USA, der im kommenden Monat vorgelegt und veröffentlicht werden soll. Mehr dazu in diesem Video HIER auf meinem YouTube-Kanal. Eine spannende Sache, von der sich einige viel und andere nichts erhoffen. Wie kürzlich in diesem Video HIER berichtet weiß auch der bis heute beliebte Ex-Präsident Barack Obama nicht wirklich, was hinter dem UFO-Phänomen steckt.

Hadfield verwies in seiner Antwort zwar darauf, dass er „unzählige Dinge am Himmel gesehen hat, die ich nicht verstehe“, doch mit irgendwelchen Außerirdischen habe das sicher nichts zu tun. Auch wenn es Leben irgendwo im All sicher geben wird. Er hält die Idee, dass UFOs außerirdischer Herkunft sind, schlicht für dumm:

Aber etwas am Himmel zu sehen, das man nicht versteht, und dann sofort zu dem Schluss zu kommen, dass es intelligentes Leben aus einem anderen Sonnensystem ist, ist die Höhe der Dummheit und des Mangels an Logik.

Deshalb  haben wir bis jetzt keinen „definitiv keinen Beweis für Leben gefunden“, dass nicht von der Erde stamme. Gesucht werde danach und er wundert sich auch nicht, dass die Diskussion um das UFO-Phänomen an Fahrt gewinnt. Sogar Spaß mache es, sich über die Idee, dass Aliens hinter UFOs stecken, Gedanken zu machen:

Es ist faszinierend und liegt am Rande zwischen Realität, Science-Fiction und Fantasie. Es macht also wirklich Spaß, darüber nachzudenken.“

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

Interessantes zum Thema bei amazon.de:

Tagged , , , , , , , <

Mars könnte voller Leben sein! Für dessen (unverfälschte) Entdeckung ist es vielleicht bald zu spät – warnt eine SETI-Forscherin

Teilen:
Der Mars könnte voller Leben sein! Für dessen (unverfälschte) Entdeckung ist es vielleicht bald zu spät - warnt eine SETI-Forscherin (Bilder: NASA & gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Der Mars könnte voller Leben sein! Für dessen (unverfälschte) Entdeckung ist es vielleicht bald zu spät – warnt eine SETI-Forscherin (Bilder: NASA & gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Der Mars ist derzeit vielfach Thema. So auch aktuell in einem Bericht in der Boulevardpresse. Dort ist zu erfahren, dass eine „Alien-Forscherin“ in einer Studie vermutet, dass der Mars „voller Leben“ sei, und „es sogar jede Menge Aliens auf dem roten Planeten geben könnte“. Reine Sensationsgier in den Überschriften, wie sich schnell herausstellt. Es geht zwar um Leben auf dem Mars, aber in einem anderen Kontext, wie Ihr es hier erfahren könnt.


Leben auf dem Mars

In meinem ersten Buch schrieb ich 1996, noch vor der Bekanntgabe angeblicher Bakterien-Hinweise in dem Mars-Meteoriten ALH 84001, zum Thema Leben auf dem Mars:

Diese ‚Bewohner‘ sind aber keine humanoiden Lebewesen, sondern, wenn überhaupt, kleinste Bakterien im Wüstenboden.

Verfasst hatte ich diese Zeilen einige Jahre zuvor Anfang der 1990er Jahre. Denn noch lebende Mikroorganismen werden seit Jahrzehnten in „biologischen Nischen“ und unter der Marsoberfläche vermutet und gesucht. Angefangen mit den Missionen „Viking“ der NASA, die 1976 auf dem Mars landeten und nach diesen Mars-Leben suchten. Jene Mission, die auch das „Marsgesicht“ erstmals aus dem Orbit heraus fotografierte.

Seit „Viking“ der NASA sind genau 45 Jahre vergangen und erstaunlicherweise wissen wir immer noch nicht, ob es auf dem Mars Leben gibt oder gab. Trotz zahlreicher weitere Missionen, Landungen und der ganzen Flotte von Rovern, die auf der Oberfläche des Mars fahren oder fuhren. Ausgestattet mit der allerneusten High-Tech, die die Menschheit zu bieten hat, suchen diese fahrenden Labore bis heute nach diesem Mars-Leben. Aktuell natürlich die Mission „Mars 2020“ mit dem Rover Perseverance”, über die ich auf diesem Blog und in Videos bei YouTube immer wieder berichtete (Link HIER).

HIER findet Ihr zum Thema Mars und auch die aktuelle Mission Videos auf meinem Kanal.

„Aliens auf dem Roten Planeten“

Die Wissenschaftler sind hartnäckig und offensichtlich sehr geduldig, bei der Beantwortung der Frage nach „Mars-Bewohnern“. Fast niemand will deren Existenz auch von Vornherein ausschließen. Ein immer wiederkehrender Streitpunkt in der Debatte ist natürlich die Frage, ob dieses Leben vor Milliarden Jahren mal existierte, ober heute noch auf dem Mars lebt. Möglich ist beides.

Davon ist auch die Astrobiologin Dr. Nathalie A. Cabrol vom „Carl Sagan Center for Research“ (CSC) am berühmten SETI-Institut überzeugt. Dort sucht man bekanntlich auf wissenschaftlichen oder „professionellen Wege“ nach außerirdischem Leben, wobei deren SETI-Projekte fraglos die medienwirksamsten sind. Also die Suche nach Signalen von außerirdischen Zivilisationen mittels Radioteleskopen und anderen Technologien. Insgesamt arbeiten dort über 75 Wissenschaftler in verschiedenen Gebieten, die alle mit der Frage nach Leben im All zu tun haben. Etwa Exoplaneten, Astrobiologie oder Klimaforschung.

Cabrol ist dabei nicht irgendwer. Sie ist die Direktorin des „Carl Sagan Center for the Study of Life in the Universe“, die hunderte anerkannte Publikationen zur ihren Forschungen vorweisen kann. Die mehrfach ausgezeichnete Wissenschaftlerin konzentriert sich dabei auch auf Leben unter Extrembedienungen. Hier auf der Erde oder auch außerhalb dieses Planeten. Wie auf dem Mars. Für die Webseite „Tag24„wurde sie deshalb zu einer „Alien-Forscherin“, die „behauptet, der Mars ist voller Leben, aber nicht ans der Oberfläche“. „Aliens auf dem Roten Planeten“ oder „wenn es also auf dem Mars Außerirdische gibt“, sind nur einige der irreführenden Formulierungen bei „Tag24“.

Leben auf dem Mars schützen

Denn zur Frage nach Leben auf dem Mars veröffentlichte Cabrol in der März-Ausgabe des angesehen Magazins „Nature Astronomie“ einen Artikel. Der allerdings in der Hauptsache eindringlichen Warnungen enthält, dass wir dieses Leben schützen müssen. In diesem Beitrag, bei dem es sich nicht um eine „Studie“ handelt, steht nicht die Aussage im Vordergrund, dass der Mars voller Leben ist.

Die Erforschung der Hypothese, dass das Leben heute auf dem Mars vorhanden ist“, so Cabrol, stehe an einem entscheidenden Wendepunkt. Damit meint sie ausdrücklich die Frage nach dem Schutz der mutmaßlichen Biosphäre auf dem Mars vor Kontamination durch irdische MikroorganismenDie Uhr tickt, um unverfälschte Proben zurückzubringen, bevor Menschen die Umwelt unwiderruflich verändern“, warnt sie.

Was damit gemeint ist, ist unmissverständlich. Lander oder sogar eines Tages Menschen auf dem Mars haben theoretisch das Potential irdisches Mikro-Leben einzuschleppen. Ein Problem, dass seit Jahrzehnten diskutiert wird, auch wenn Lander auf Mond oder Mars in allen Ecken und Kanten zuvor sterilisiert werden, wie zum Beispiel in diesem Blog-Artikel HIER ausgeführt (s. a. Link HIER). Welcher Wissenschaftler will schon in einer Probe vom Mars irdische Mikroorganismen entdecken? Oder Bakterien der Erde, die sich veränderten, um in der Umgebung des Mars zu überleben?

Cabrol ist in ihrem Artikel sicher, dass der Mars vor 3,5 bis 3,9 Milliarden Jahren erdähnlich war, womit auch dort Leben entstanden sein kann. Die meisten Astrobiogen und Planetenforscher teilen diese These, für die es immer mehr Anzeichen gibt. Nur noch keine Belege. Möglich, dass es dieses Leben bis heute auf dem gesamten Planeten gibt. Vor allem unter der Oberfläche, wo ja auch der aktuelle Rover „Perseverance“ nach diesen suchen soll. Wenn erst Menschen auf dem Mars landen, so Cabrol weiter, könnte es mit dem urtümlichen Mars-Leben schnell vorbei sein. Ein kontaminierter Planet wäre die Folge.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

Interessantes zum Thema bei amazon.de:

Werde auch DU Fan von Grenzwissenschaft & Mystery Files!

Grenzwissenschaft und Mystery Files auf YouTube

Werde Fan von Grenzwissenschaft und Mystery Files auf Facebook+++ Blog-Newsletter HIER abonnieren +++

Tagged , , , , , , , , <

Die Spuren der Anderen: Der deutsche UFO-Forscher und Prä-Astronautiker Dr. Johannes Fiebag wäre heute 65 geworden (+ Videos)

Teilen:
Auf den Spuren der Anderen: Dr. Johannes Fiebag wäre heute 65 geworden (Bilder: Fiebag/Archiv / Montage: Fischinger-Online)
Auf den Spuren der Anderen: Dr. Johannes Fiebag wäre heute 65 geworden (Bilder: Fiebag/Archiv / Montage: Fischinger-Online)

Heute (14. März) wäre der deutsche Geologe und UFO-Forscher Dr. Johannes Fiebag 65 Jahre alt geworden. Ein Autor unter anderem aus den Bereichen UFO-Forschung und Prä-Astronautik, der bis zu seinem viel zu frühen Tod 1999 maßgeblich die „Szene“ hierzulande mitbestimmte. Grund genug an ihn zu erinnern, da zu seinem Geburtstag ein ihm gewidmetes Musikalbum erschien. Und auch ich selber hatte als blutjunger Einsteiger in die Welt der Astronautengötter so einige denkwürdige Augenblicke mit Johannes.


Dr. Johannes Fiebag

In den 1990er Jahren stand alles, was mit UFOs, Aliens, Mystery und Prä-Astronautik zu tun hat, sehr hoch im Kurs. Es waren zweifellos Boom-Jahre der Grenzwissenschaft, die man mit heute nicht vergleichen kann.

Viele Autoren und Forscher, die man durchaus auch heute noch in der grenzwissenschaftlichen Gemeinschaft kennt, da diese weiterhin aktiv sind, starteten in diesen Jahren ihre Jagd nach dem Phantastischen. Auch ich selber nach und nach ab September 1989. Damals bekannt war schon Dr. Johannes Fiebag als UFO-Forscher und Prä-Astronautiker. Ein studierter Geologe, der 1988 promovierte und bereits 1982 mit 26 Jahren sein erstes Buch veröffentlichte. In „Rätsel der Menschheit“, so der Titel des längst vergriffenen Werkes, beschäftigte sich Fiebag mit zahlreichen Mysterien der Welt. Aus Geschichte und Gegenwart, die damals sogar noch Themen wie Kryptozoologie einschlossen.

Später spezialisierte sich Fiebag bei seinen Forschungen auf die UFO-Thematik und Prä-Astronautik. Hierzu erschienen zahlreiche Bücher, die er teilweise mit seinem Bruder Peter Fiebag verfasste. Auch Anthologien erschienen unter seinem Namen und ebenso fand man in diversen Sammelbänden aus diesem Themenfeld immer wieder Beiträge von Fiebag. Dazu kamen zahllose Artikel, die unter anderem in dem Magazin „Ancient Skies“ erschienen.

Dieses Magazin war das Sprachrohr der „Ancient Astronaut Society“. Einem Verein, der sich ganz dem Thema „Waren die Götter Astronauten?“ widmete. Heute nennt sich die Vereinigung „Forschungsgesellschaft für Archäologie, Astronautik und SETI“ (A.A.S.), die Ihr sicher durch diverse Beiträge auf diesem Blog kennt. Auch deren Magazin wandelte sich zeitgleich und nennt sich seit dem „Sagenhafte Zeiten„. Maßgeblich war es unter anderem Johannes Fiebag, der an der Reorganisation und Umgestaltung des Vereins und vor allem des Magazins beteiligt war. Hier übernahm er auch die Redaktion, schrieb fast immer das Editorial und viele Ausgaben enthielten Beiträge mit seinen Forschungen. Vielfach wieder mit seinem Bruder Peter Fiebag, der bis heute in der A.A.S. und als Autor maßgeblich aktiv ist.

Die Anderen

Bis zu seinem Tode 1999 war Johannes Fiebag in Deutschland vor allem im Kreise der UFO-Forscher und -Interessierten ein fester Begriff. Vor allem widmete er sich in dieser Zeit dem Thema UFO-Entführungen und veröffentlichte speziell hierzu eine Reihe von Büchern und Sammelbänden. Dabei konzentrierte er sich auf das Phänomen im deutschsprachigen Raum und war dazu auch im TV ein gern gesehener Gast.

Vor allem sollte hier das Buch „Die Anderen“ genannt werden, das von ihm bereits 1993 veröffentlicht wurde. Eine Kernthese, die Fiebag darin formulierte, ist die „Mimikry-Hypothese“, die aus der Zoologie abgeleitet ist. Dort bezeichnet „Mimikry“ die Anpassung von Farbe oder Gestalt, die der Täuschung dienen. Meist zum eigenen Schutz, wie etwa vor Fressfeinden. Dieses Verhalten übertrug Fiebag auf die Außerirdischen. Sie tarnen und täuschen, wodurch sie sich in den vollkommen unterschiedlichsten „Erscheinungsformen“ manifestieren, so seine Überzeugung.

Dazu führte ich 1997 ein Interview mit ihm, das Ihr HIER auf meinem Blog online findet. Beachtet aber auch das erste Video mit Johannes Fiebag unten dazu.

Auch die heute in Kreisen der Grenzwissenschaft immer wieder diskutierte Überlegung, ob Marienerscheinungen in Wahrheit auf das Einwirken einer außerirdischen Intelligenz zurückzuführen sind, wurde maßgeblich durch Bücher der beiden Fiebags hierzulande geprägt. HIER findet Ihr unter anderem ein Video dazu.

Obwohl Fiebag durch seine Beschäftigung mit UFOs, dem Entführungsphänomen und den „antiken Aliens“ damals jedem aus diesem Bereich sehr bekannt war, ist ein Buch von ihm heute nahezu vergessen. Er erschien zusammen mit Torsten Sasse 1996 unter dem Titel „Mars: Planet des Lebens„. Wie es der Titel unschwer erkennen lässt, geht es darin um Leben auf dem Mars und den möglichen Spuren von Mikroorganismen in dem Mars-Meteoriten ALH 84001 (mehr dazu u. a. in diesem Video HIER). Das besondere daran ist die Tatsache, dass das Buch nur wenige Monate nach der Bekanntgabe der Entdeckungen in ALH 84001 bereits erschien. Bekannt gegeben wurden die Neuigkeit zu diesem Meteortiten unter anderem durch den damaligen US-Präsidenten Bill Clinton persönlich am 7. August 1996.

Werde auch DU Fan von Grenzwissenschaft & Mystery Files!

Grenzwissenschaft und Mystery Files auf YouTube

Werde Fan von Grenzwissenschaft und Mystery Files auf Facebook+++ Blog-Newsletter HIER abonnieren +++

Ich selber begann schon 1990 mit der Arbeit an meinem allerersten Buch. Einige Jahre darauf intensivierte ich diese, da ich beschloss, es auch tatsächlich zu veröffentlichen (mehr HIER). Also wandte ich mich immer wieder an Johannes Fiebag von der damaligen „Ancient Astronaut Society“, und bat per Fax oder Brief um Rat, Tipps, Quellen und auch Bildmaterial. Unter anderem Bilder vom/zum Marsgesicht und anderen „Anomalien auf dem Mars“. All das bekam ich von ihm postwendend umgehend zugeschickt. In einem Brief von ihm, der sich noch immer in meinem Archiv befindet, warnte er als Geologe mich damals sogar, die Sache mit dem Gesicht und den Pyramiden auf dem Mars nicht zu hoch zu bewerten.

Es war einmal im Aufzug …

Nach Erscheinen meines ersten Buchs im Juni 1996 meinte Fiebag unter anderem, dass es „ganz gut aussieht“. Einen jungen Frischling wie mich, ich war damals 22, spornt so was natürlich enorm an, wenn ein alter Hase sich Zeit für irgendwelche unbekannten Enthusiasten nimmt. Einige Zeit später erschien bereits mein zweites Buch unter dem Titel „Götter der Sterne“. Hierzu steuerte Fiebag bereits ein Nachwort bei.

Im gleichen Jahr, im Oktober 1996, kam es dann zu einer „schicksalhaften“ Begegnung mit ihm. Es war auf einem Kongress der „Ancient Astronaut Society“ in Mannheim, auf dem selbstverständlich auch Johannes Fiebag war. Diese Tagungen, auf denen ich inzwischen selber einige Vorträge hielt, gibt es bis heute. Die letzte fand im Oktober 2020 in Leipzig statt.

In Mannheim begegnete ich Fiebag meiner Erinnerung nach zum ersten Mal persönlich. Und zwar fand ich mich selber mit ihm zufällig im Aufzug des Hotels wieder, in dem sich noch eine dritte Person befand. Es war ein inzwischen ebenso verstorbener UFO-Aktivist, der damals überaus bekannt war. Vor allem durch das Fernsehen, seine enorme „Schreibwut“ im frühen Internet und seine zahllosen Pressemitteilungen zur UFO-Thematik, auf die immer wieder von den Mainstreammedien zurückgegriffen wurde. Er selber gehörte aber mit seinem kleinen UFO-Verein der „Gegenseite“ an. Er war der Kritiker“ der UFO-Forschung überhaupt, wodurch er in der deutschen (Presse-)Öffentlichkeit viel Gehört fand. Damit waren Johannes Fiebag und er alles andere als Freunde, um es freundlich zu formulieren.

Es war, wie man sich denken kann, Werner Walter, der bis zu seinem Tode 2016 selber in Mannheim lebte. Wer ihn, seine Schriften und Aussagen etc. kannte oder kennt, weiß, dass zwischen Fiebag und ihm unüberbrückbare Differenzen lagen. Gerade das machte meinen First Contact mit gleich beiden zusammen in einem engen Aufzug als blutjunger Autor zu einer unvergesslichen Begegnung der III. Art …

Ein musikalisches Andenken

Ein Weggefährte von Dr. Johannes Fiebag war auch Gottfried Bonn, der einige Veröffentlichungen zu UFOs und Prä-Astronautik herausgab. Doch Bonn macht bis heute auch Musik – elektronische Musik -, in denen er sich diesen Themen annimmt. Er hat anlässlich des 65. Geburtstag von Fiebag in seinem Gedenken das Album „The Others (Interdimensional Aliens)“ komponiert, zu dem er schreibt:

Dieses Album ist den Theorien und der Arbeit des Paläo-SETI-Autors Dr. Johannes Fiebag gewidmet und von ihm und seinen Werken inspiriert. Er wurde am 14. März 1956 in Northeim geboren und verstarb am 11. Oktober 1999 in Bad Neustadt. Er war ein Pionier der Paläo-SETI-Theorie.“

Ihr findet dieses musikalische Andenken an Fiebag mit Themen aus dessen Schaffensbereich HIER auf der Seite von Bonn.

Video-Auswahl mit Johannes Fiebag von meinem Kanal

  • Weitere Videos findet Ihr HIER.

Video auf Mystery Files bei YouTube

Bitte auf das „Play-Symbol“ klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

Lasst gerne ein Abo & Daumen hoch da …

Video auf Mystery Files bei YouTube

Bitte auf das „Play-Symbol“ klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

Lasst gerne ein Abo & Daumen hoch da …

Video auf Mystery Files bei YouTube

Bitte auf das „Play-Symbol“ klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

Lasst gerne ein Abo & Daumen hoch da …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

Interessantes zum Thema von Fiebag bei amazon.de:

Tagged , , , , , , , <

Erneute Debatte und Uneinigkeit in der Kirche: Was ist wenn „Perseverance“ auf dem Mars Leben findet – oder wir eines Tages intelligentes Leben im All? (+ Video)

Teilen:
Debatte und Uneinigkeit in der Kirche: Was ist wenn Perseverance auf dem Mars Leben findet - oder wir eines Tages intelligentes Leben im All? (Bilder: NASA & PixaBay / Montage: Fischinger-Online)
Debatte und Uneinigkeit in der Kirche: Was ist wenn „Perseverance“ auf dem Mars Leben findet – oder wir eines Tages intelligentes Leben im All? (Bilder: NASA & PixaBay / Montage: Fischinger-Online)

Am 18. Februar landete der neue NASA-Rover „Perseverance“ erfolgreich auf dem Mars. Die Suche nach aktuellem oder einstigen Leben auf dem Mars kann beginnen. Und vielleicht wird die Mission „Mars 2020“ der NASA tatsächlich Erfolg haben, und wir wissen bald alle, dass es Leben im All gibt. Für Naturwissenschaftler und alle Weltraum-Freunde eine enorm spannende Mission. Doch das ist sie auch für gewissen Kreise der katholischen Kirche, die sich immer wieder die Frage stellen muss, was ist, wenn es außerirdisches Leben oder sogar andere Intelligenzen im Kosmos gibt? Welche Auswirkungen hat das auf deren Lehren, den Gedanken des Jesus als Erlöser oder die Stellung der Menschheit? Dazu erschien jüngst ein aufschlussreiches Interview, dass diese Probleme deutlich macht. Und doch nur an der Oberfläche kratzt, wie Ihr hier lesen könnte. Brauch die Kirche eines Tages sogar Missionare im All?


Leben auf dem Mars – Leben überall?

Wohl in keinem Gebiet des menschlichen Geistes kann man soviel spekulieren, wie bei der Frage nach Leben im Universum, andere Zivilisationen und Aliens allgemein. Immerhin ist der Kosmos groß genug und bietet damit reichlich Platz für die kühnsten Ideen und Phantasien. Von grandiosen Science-Fiction bis zu Feststellung, das wir vollkommen alleine im All sind. Letztere Ansicht teilen wohl die wenigstens naturwissenschaftlich informierten Menschen.

Erneut steht bekanntlich wieder der Mars im Fokus der Suche nach den Aliens. Mit der Mission „Mars 2020„, über die ich bereits im Januar 2020 in diesem YouTube-Video HIER berichtete. Dieser Mars-Mission der NASA mit ihrem Rover „Perseverance“ könnte es tatsächlich gelingen zu beweisen, dass es auf dem Planeten Mars Leben gibt. Oder einstmals gab. Allerdings wurde das auch schon Mitte der 1970er Jahre von den beiden Missionen „Viking“ der NASA gesagt, die auf dem Roten Planeten erfolgreich landeten. Auch diese Lander, stationäre Labore ohne Rover, suchten nach Leben oder wenigstens Spuren von diesem. Vergeblich, wie zumeist gesagt wird.

Findet „Perseverance“ Leben auf unserem Nachbarplaneten, ändert das grundsätzlich erstmals alles. Alles in dem Sinne, dass der wissenschaftliche Beweis erfolgt ist, dass es auch außerhalb er Erde Leben gibt oder gab. Spätere Missionen könnten zusätzlich belegen, dass es auch an anderen Orten in unserem Sonnensystem Leben gibt. Etwa auf dem Jupiter-Mond Europa. Doch das ist noch Zukunftsmusik und könnte eines Tages wieder alles ändern.

Für die katholische Kirche und das Christentum mit ihren Heilslehren und biblischen Dogmen ändert die Entdeckung von Leben auf dem Mars ebenso alles. Obwohl es dort natürlich keine Alien-Zivilisationen gibt, sondern dieses Leben nur aus Mikroorganismen bestünde. Dennoch würde die Kirche vom Grundsatz her zwei Fragen stellen, die sich identisch wohl auch die Wissenschaft oder NASA stellen würden:

  1. Stammt dieses Mars-Leben ursprünglich von der Erde, oder entwickelte es sich unabhängig von unserer Welt? (Oder kommt das irdischen Leben sogar vom Mars? Denn auch das ist möglich.)
  2. Ist also Leben – auch intelligentes – der Normalfall im riesigen Kosmos, wenn schon mindestens zwei Welten in nur einem System Leben tragen oder trugen?

Mars-Leben: Ein Problem für Christen?

Hitzige Debatten werden dem Nachweis von Leben auf dem Mars folgen, die genau diese Fragen behandeln.

Naturwissenschaftler wie Exobiologen werden jubeln. Schlaue Köpfe werden wiedereinmal die Drake-Gleichung heranziehen, mit der theoretisch die Anzahl von außerirdischen Zivilisationen berechnet werden kann, und neue statistische Wahrscheinlichkeiten errechnen. Immerhin kann man mit dieser Formen oder Gleichung grundsätzlich jede Anzahl von Zivilisationen im All berechnen. Von nur einer, uns hier auf der Erde, bis Millionen bewohnter Welten. Ein Nachweis von Mars-Leben macht entsprechende Berechnungen aber durchaus genauer. Schließlich sind die meisten der Faktoren der Drake-Formel reine Schätzwerte.

Als eine Art „Faustformel“ muss man immer bedenken, dass es ein gewaltiger Schritt von Mikroorganismen auf dem Mars oder einem Mond bis zur einer außerirdischen, intelligenten Spezies ist. Eine lebendige Bakterie im kargen Wüstenboden des Mars ist noch kein intelligenter Außerirdischer auf einem anderen Planeten, der vielleicht sogar in einem UFO herum fliegt.

So fragte auch das „Domradio“ aus Köln, ein vor allem in Deutschland sehr bekannter christlicher Radiosender, ob es zwischen Leben auf dem Mars und dem Christentum „ein Problem“ geben würde. In einem Interview am 24. Februar mit Dr. Christian Weidemann, dem wissenschaftlichen Mitarbeiter am Lehrstuhl für philosophisch-theologische Grenzfragen der Ruhr-Universität in Bochum. Wenn „Perseverance“ Leben finden würde, so Weidemann, würde das für den christlichen Glauben ersteinmal „gar nichts bedeuten“. Immerhin könnte es sein, „dass sich das Leben mit Meteoriten im Sonnensystem verteilt hat“. Damit hätten irdisches Leben und Mars-Leben vielleicht „einen gemeinsamen Ursprung“. Theologisch und philosophisch sei dies kein Problem für die Gläubigen der Kirche, meint Weidemann.

Werde auch DU Fan von Grenzwissenschaft & Mystery Files!

Grenzwissenschaft und Mystery Files auf YouTube

Werde Fan von Grenzwissenschaft und Mystery Files auf Facebook+++ Blog-Newsletter HIER abonnieren +++

Doch auch wenn sich dieses Leben unabhängig entwickelt hätte, wäre es nicht allzu problematisch. Selbst wenn dies bedeuten würde, dass „Leben im Universum relativ weit verbreitet ist“. Weidemann:

Die Verbreitung von Leben als solchem ist theologisch auch noch relativ unverdächtig. Man hätte dann vielleicht eine Erklärung, warum das Universum so groß ist.

Wenn es überall Leben gibt, kann man sagen, Gott hat vielleicht gewollt, dass es ein sehr vielfältiges Leben gibt, das sich im Universum verteilt. Aber man hätte auch ein Argument dafür, dass auch intelligentes Leben im Universum verbreiteter ist. Intelligentes Leben wirft theologisch eine Reihe von Problemen auf.

Und genau diese „Reihe von Problemen“ sind jene nach der Frage nach Erlösung, Sünde und Jesus als Erlöser dieser Aliens, die ich bereits in einem früheren Artikel HIER ausführlich diskutiert habe. War Jesus etwa auch auf anderen Planeten in Alien-Form? Auch Weidemann sieht das in seinem Interview sehr ähnlich. Er geht davon aus, dass auch außerirdische Intelligenzen „Sünder“ sind, die „erlöst“ werden müssen. Darin würden sie den Menschen ähneln:

Es gibt wenig Grund anzunehmen, dass – wenn es anderes intelligentes Leben gibt – es sich dabei nicht auch um Sünder handelt. Und wenn es sich um Sünder handelt, dann ist dieses Leben auch erlösungsbedürftig. Dann haben wir das Problem, dass nach christlicher Vorstellung Jesus Christus für die gesamte ‚Welt‘ gestorben ist.

Sündige Außerirdische

Mit „Welt“ könnte nach Weidemann „Kosmos“ gemeint gewesen sein. Dies würde bedeuten, dass Jesus Christus vor 2.000 Jahren auf irgendeinem Planeten in irgendeiner Galaxis in irgendeiner Stadt (Jerusalem) durch seine Kreuzigung das gesamte Universum erlöst hat? Wissen die Außerirdischen überhaupt davon? Denn auch Weidemann sieht die offensichtlichen Probleme mit dieser Heilslehre eines Erlösers namens Jesus. „Aber wenn der Kosmos eng besiedelt ist, wäre es sehr unwahrscheinlich, dass das Heil des gesamten Kosmos von der Erde ausgeht“, gibt er ganz richtig zu bedenken.

Nach Meinung von Weidemann sei dies ein Rückfall in den Geozentrismus. Also die Lehre, dass die Erde und damit die Menschheit der Mittelpunkt des Universums sind. Eigentlich wurde diese seit Kopernikus ad acta gelegt. Natürlich nicht bei allen Menschen und bei allen Gläubigen. Dazu später mehr. Weidemann spricht in diesem Kontext von einem „Heils-Geozentrismus“, den er für unplausibel hält, wie den eigentlich Geozentrismus an sich. Fraglos werden die meisten Mystery Files-Leser dem uneingeschränkt zustimmen. Weidemann führt aus:

Was ist mit dem Heil von Menschen, die nie von Jesus erfahren haben und zwar ohne eigene Schuld? Also entweder, weil sie zu früh gelebt haben oder weil sie an zu entfernen Stellen der Erde gelebt haben. Was ist mit der Erlösung von diesen Menschen?

Da hat die Kirche sich ja auch schon bewegt. Das heißt, dass die Kenntnis der Heiligen Schrift oder die Kenntnis des Lebens Jesu Christi wird nicht für das individuelle Heil als notwendig erachtet. Da hat man dogmatisch schon Justierungen vorgenommen. Man müsste ähnliche, vielleicht aber noch radikalere Justierungen vornehmen, wenn man tatsächlich intelligentes Leben im Universum fände, oder zumindest falls man gute Anhaltspunkte hätte, dass es sehr, sehr weit verbreitet ist im Universum.“

Erstaunliche Aussagen, die es früher in der Kirche so nicht gab. Man denke nur an die Eroberungen der Kontinente und vieler anderer Regionen der Welt im Zeichen des Kreuzes (und Schwertes). Hier wollte man mit Bibel und Schwert den „Heiden“ das Christentum lehren, um diese „zu erlösen“. Jetzt also brauch ein Mensch gar nichts mehr von Jesus und der Bibel wissen, um sein Seelenheil zu finden. Eine radikale Kehrtwende zu früheren Ansichten der Kirche.

Alien-Erlöser Jesus Christus?

Im Zuge der anstehenden ersten Mondlandungen wurde damals sogar die Frage laut, ob wir eines Tages christliche Missionare im All benötigen, um die Außerirdischen zu erlösen. Darüber berichtete ich schon 2015 in einem Video auf YouTube, das ich am Ende nochmal angefügt habe.

Zumal schon der gesunde Menschenverstand einem sagen muss: Wenn ein Mensch am Tag der Geburt von Jesus Christus stirbt, hat er seine angebliche „Erlösungslehre“ nie erfahren. Er konnte es gar nicht. Wäre dieser also „verdammt“?

Der Theologe Dr. Hannes Bräutigam sieht diese Probleme sehr ähnlich. Er schrieb seine Doktorarbeit mit dem Titel „Das Kreuz mit den Aliens“ genau zu diesen Fragen. „Nicht jedes Selbstverständnis des christlichen Glaubens ist mit außerirdischer Intelligenz vereinbar“, ist sich Bräutigam sicher. So stelle sich die fundamentale Frage, ob die Kreuzigung Jesus als Erlösung der Menschen tatsächlich der einzige Weg zur Erlösung ist oder überhaupt sein kann. Genau das ist aber die Kernlehre der katholischen Kirche. Jesus wäre dann nicht mehr der einzige Erlöser und Heilsbringer. Oder Jesus ist auch auf anderen Planeten erschienen. Oder wird es noch. Vielleicht war es auch jemand ganz anders, der diese Außerirdisches erlöst hat.

Wahrscheinlich würden einige Dogmen der kirchlichen Heilslehre, etwa die (erfundene) Erbsünde von Adam und Eva, auf anderen Welten überhaupt nicht mehr greifen, ist auch Bräutigam sicher. Immer vorausgesetzt, dass Außerirdische „Sünder“ sind …

Ein Schock für Christen?

Als 2020 Spekulationen aufkamen, dass in der Atmosphäre der Venus vielleicht Leben existiert (s. Videos HIER), berichtete auch das christliche Magazin „pro“ darüber. Befragt wurde dazu am 16. September 2020 auch der Theologe Thorsten Dietz von der Evangelischen Hochschule Tabor in Marburg: „Was würde es für Christen ändern, wenn es auch anderswo Leben gäbe?“ Dietz ist sicher, dass außerirdisches Leben für Christen ein Schock wäre. Auch wenn, so führte er damals aus, es niemals zu einem Kontakt mit anderen Intelligenzen kommen würde. Das All sei zu groß, die Lichtgeschwindigkeit eine Grenze und deshalb „wird es niemals das Jahr des ersten Kontakts geben“, sagte Dietz pessimistisch. Ob er damit Recht hat, ist mehr als zweifelhaft!

Einige Gläubige werden die Sache mit intelligentem Leben im All recht einfach handhaben. Diese Außerirdischen werden in deren Augen schlicht Dämonen sein. Sie wären keine Geschöpfe Gottes, sondern Handlager des Teufels, womit man sich auch keine Gedanken machen muss, ob Jesus diese erlöst habe. So erstaunlich es klingt, aber einige Christen oder „Gläubige“ sehen das schon jetzt als Tatsache, wenn sie auf das Thema UFOs und Aliens blicken. UFOs sind dämonische Manifestationen des Satan, glauben diese. Mutmaßlich Aliens in diesen Objekten damit auch nur Dämonen des Bösen und Kreaturen, die die Menschen in die Irre leiten wollen. Erde und Mensch bleiben das Zentrum von allem. Mir selber als Autor, YouTuber und Blogger wird genau das immer vorgeworfen, da ich mich bekanntlich seit 31 Jahren mit dieser Thematik beschäftige.

Eine ganz einfache „Lehre“ dieser angeblichen Christen. Damit wäre das Thema andere Wesen im All bequem abgeschmettert und diese Menschen müssen sich keine Gedanken über ihre biblischen Lehren und Heilsversprechungen mehr machen. Oder sie sogar hinterfragen.

Video zum Thema

Video vom 28. Januar 2015 auf Mystery Files

Bitte auf das „Play-Symbol“ klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

Lasst gerne ein Abo & Daumen hoch da …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

Interessantes zum Thema bei amazon.de:

Tagged , , , , , , , , <

Nach der Entdeckung von möglichen Spuren von Leben auf der Venus: Stellungnahme der Europäischen Südsternwarte (+ Video)

Teilen:
Nach der Entdeckung von möglichen Spuren von Leben auf der Venus: Stellungnahme der Europäischen Südsternwarte (Bild: ESO/Nature/Royal Astronomical Society / Bearbeitung: Fischinger-Online)
Nach der Entdeckung von möglichen Spuren von Leben auf der Venus: Stellungnahme der Europäischen Südsternwarte (Bild: ESO/Nature/Royal Astronomical Society / Bearbeitung: Fischinger-Online)

Kürzlich gab ein Team aus internationalen Wissenschaftler bekannt, dass sie mögliche Hinweise auf Leben in den Wolken der Venus gefunden habe (Video dazu in diesem Beitrag). Diese Spuren bestehen aus dem Molekül Phospan (Phosphin), das auf der Erde nur industriell oder von Mikroorganismen produziert wird.  Gibt es also Leben auf der Venus? Oder existieren dort Prozesse, die wir bisher nicht verstehen? Dazu veröffentlichte die „Europäische Südsternwarte“ (ESO) gleich nach der Veröffentlichung der Forschungsergebnisse – die im Vorfeld zu zahlreichen Spekulationen führten – eine entsprechende Pressemitteilung.


Spuren von Leben in den Wolken der Venus?

Am 14. September gab ein internationales Wissenschaftlerteam bekannt, dass sie in den oberen Wolken der Venus mögliche Spuren von Leben gefunden haben (Video dazu unten). Hinweise, die auf das Vorhandensein von mikrobiologischen Leben auf unserem „Schwesterplaneten“ deuten, so die Forscher.

Beteiligt an diesen Forschungen und der in der Fachzeitschrift „Nature“ veröffentlichten Studie waren auch Wissenschaftler der „Europäische Südsternwarte“ (ESO) in Chile. Dort betreibt die ESO das Teleskop ALMA. Ein Zusammenschluss von dutzenden einzelnen Teleskopen. Dabei sei die ESO “ die führende europäische Organisation für astronomische Forschung und das wissenschaftlich produktivste Observatorium der Welt“, so die Organisation, die aus insgesamt 16 Mitgliedsländern besteht.

Gleich nach der Veröffentlichung der Forschungsergebnisse – die im Vorfeld zu zahlreichen Spekulationen führten – gab auch die ESO eine entsprechende Pressemitteilung heraus. Sie erschien am 14. September auf eso.org:

Möglicher Hinweis auf Leben auf der Venus entdeckt

Ein internationales Team von Astronomen gab heute die Entdeckung eines seltenen Moleküls – Phosphin – in den Wolken der Venus bekannt. Auf der Erde wird dieses Gas nur industriell oder von Mikroben hergestellt, die in sauerstofffreier Umgebung gedeihen. Astronomen haben jahrzehntelang darüber spekuliert, dass hohe Wolken auf der Venus eine Heimat für Mikroben bieten könnten, die weit oberhalb der sengenden Oberfläche schweben, aber einen sehr hohen Säuregehalt tolerieren müssen. Der Nachweis von Phosphin könnte auf ein solches außerirdisches „luftiges“ Leben hinweisen.

„Als wir die ersten Hinweise auf Phosphin im Spektrum der Venus erhielten, war das ein Schock“, sagt Teamleiterin Jane Greaves von der Universität Cardiff im Vereinigten Königreich, die die ersten Anzeichen von Phosphin bei Beobachtungen am James Clerk Maxwell-Teleskop (JCMT), das vom Ostasiatischen Observatorium betrieben wird, in Hawai’i entdeckte. Für die Bestätigung ihrer Entdeckung war der Einsatz von 45 Antennen des Atacama Large Millimeter/Submillimeter Array (ALMA) in Chile erforderlich, einem empfindlicheren Teleskop, an dem die Europäische Südsternwarte (ESO) als Partner beteiligt ist. Beide Einrichtungen beobachteten die Venus bei einer Wellenlänge von etwa 1 Millimeter, viel größer als das menschliche Auge sehen kann – nur Teleskope in großer Höhe können sie effektiv messen.

Das internationale Team, dem Forscher aus dem Vereinigten Königreich, den USA und Japan angehören, schätzt, dass Phosphin in den Wolken der Venus in einer geringen Konzentration von nur etwa zwanzig Molekülen pro Milliarde vorliegt. Infolge ihrer Beobachtungen führten sie Berechnungen durch, um festzustellen, ob diese Mengen aus natürlichen, nicht-biologischen Prozessen auf dem Planeten stammen könnten. Einige Ideen schlossen Sonnenlicht, von der Oberfläche nach oben gewehte Mineralien, Vulkane oder Blitze ein, aber nichts davon konnte auch nur annähernd genug davon erzeugen.

Es stellte sich heraus, dass diese nicht-biologischen Quellen höchstens ein Zehntausendstel der Phosphinmenge ausmachten, die die Teleskope sahen.

Um die beobachtete Menge an Phosphin (das aus Wasserstoff und Phosphor besteht) auf der Venus zu erzeugen, müssten die Organismen auf der Erde nach Angaben des Teams nur mit etwa 10% ihrer maximalen Produktivität arbeiten. Es ist bekannt, dass Erdbakterien Phosphin herstellen: Sie nehmen Phosphat aus Mineralien oder biologischem Material auf, fügen Wasserstoff hinzu und stoßen schließlich Phosphin aus. Sämtliche Organismen auf der Venus dürften sich sehr von ihren Verwandten auf der Erde unterscheiden, aber auch sie sollten in der Lage sein, das Phosphin in der Atmosphäre herzustellen.

Werde auch DU Fan von Grenzwissenschaft & Mystery Files!

Grenzwissenschaft und Mystery Files auf YouTube

Werde Fan von Grenzwissenschaft und Mystery Files auf Facebook+++ Blog-Newsletter HIER abonnieren +++

Obwohl die Entdeckung von Phosphin in den Wolken der Venus eine Überraschung war, sind die Forscher von ihrer Entdeckung überzeugt. „Zu unserer großen Erleichterung waren die Bedingungen am ALMA für Folgebeobachtungen gut, als die Venus in einem geeigneten Winkel zur Erde stand. Die Verarbeitung der Daten war jedoch schwierig, da ALMA normalerweise nicht nach sehr subtilen Effekten in sehr hellen Objekten wie der Venus sucht“, sagt Teammitglied Anita Richards vom britischen ALMA-Regionalzentrum und der Universität Manchester. „Am Ende stellten wir fest, dass beide Observatorien das Gleiche gesehen hatten – eine schwache Absorption bei der richtigen Wellenlänge durch Phosphingas, wobei die Moleküle von den darunter liegenden wärmeren Wolken angestrahlt werden“, fügt Greaves hinzu, der die heute in Nature Astronomy veröffentlichte Studie leitete.

Ein weiteres Teammitglied, Clara Sousa Silva vom Massachusetts Institute of Technology in den USA, hat Phosphin als „Biosignatur“-Gas für sauerstofffreies Leben auf Planeten um andere Sterne erforscht, weil die normale Chemie so wenig davon produziert. Sie kommentiert:

„Phosphin auf der Venus zu finden, war ein unerwarteter Erfolg! Die Entdeckung wirft viele Fragen auf, z.B. wie etwaige Organismen dort überleben könnten. Auf der Erde können einige Mikroben bis zu etwa 5 % Säure in ihrer Umgebung vertragen – aber die Wolken der Venus bestehen fast vollständig aus Säure.“

Das Team hält ihre Entdeckung für bedeutsam, weil sie viele alternative Wege zur Herstellung von Phosphin ausschließen können, räumt aber ein, dass es noch viel Arbeit erfordert, das Vorhandensein von „Leben“ zu bestätigen. Obwohl die hohen Wolken der Venus Temperaturen von bis zu angenehmen 30 Grad Celsius erreichen, sind sie außerordentlich säurehaltig – etwa 90 %ige Schwefelsäure – und stellen alle Mikroben, die dort zu überleben versuchen, vor große Probleme.

Der ESO-Astronom und ALMA European Operations Manager Leonardo Testi, der an der neuen Studie nicht teilgenommen hat, erläutert:

„Die abiotische Produktion von Phosphin auf der Venus ist nach unserem derzeitigen Verständnis der Phosphinchemie in der Atmosphäre von Gesteinsplaneten ausgeschlossen. Die Bestätigung der Existenz von Leben in der Venusatmosphäre wäre ein bedeutender Durchbruch für die Astrobiologie. Daher ist es unerlässlich, diese aufregenden Ergebnisse mit theoretischen und beobachtenden Studien weiterzuverfolgen, um die Möglichkeit auszuschließen, dass Phosphin auf Gesteinsplaneten auch einen anderen chemischen Ursprung haben könnte als auf der Erde.“

Weitere Beobachtungen der Venus und von Gesteinsplaneten außerhalb unseres Sonnensystems, auch mit dem demnächst in Betrieb gehenden Extremely Large Telescope der ESO, könnten helfen, Hinweise darauf zu sammeln, wie Phosphin auf ihnen entstehen kann, und zur Suche nach Anzeichen von Leben außerhalb der Erde beitragen.

Die Pressemitteilung unterstreicht, „dass es noch viel Arbeit erfordert, das Vorhandensein von ‚Leben‘ zu bestätigen“. Was für mögliche Mikroorganismen in de Wolken der Venus ebenso gilt, wie auf dem Mars (s. a. Video HIER). Wie im Video unten erklärt, wäre der endgültige Nachweis wohl erst dann möglich, wenn durch ein Raumsonde ein Probe der entsprechenden Venus-Wolken genommen würde.

Video zum Thema auf Fischinger-Online

Video vom 14. September 2020 auf Fischinger-Online

Bitte auf das „Play-Symbol“ klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

Lasst gerne ein Abo & Daumen hoch da …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

Interessantes zum Thema bei amazon.de:

Tagged , , , , , , <

Entdeckung in der Astronomie: Forscher finden deutliche Hinweise auf Leben in den Wolken der Venus +++ Video +++

Teilen:
VIDEO: Entdeckung in der Astronomie: Forscher finden deutliche Hinweise auf Leben in den Wolken der Venus (Bilder: NASA)
VIDEO: Entdeckung in der Astronomie: Forscher finden deutliche Hinweise auf Leben in den Wolken der Venus (Bilder: NASA)

Wissenschaftler fanden in den oberen Wolkenschichten unseres „Schwesterplaneten“ Venus deutliche Anzeichen für Leben! Eine „bahnbrechende Entdeckung“ bei der Suche nach Leben im All, wie es heißt. Nach den jüngst veröffentlichen Untersuchungen haben die beteiligen Forscher hoch über der Oberfläche der Venus Gase gefunden (Phosphan bzw. Monophosphan), die nach ihrer Analysen am wahrscheinlichsten von Mikroorganismen stammen. Sofern nicht Prozesse existieren, die bisher vollkommen unbekannt sind. Denn schon lange wird darüber spekuliert, ob es in den Wolken der Venus in „gemäßigten Klimazonen“ Leben geben könnte. Alles über diese spannende Entdeckung und warum bereits in den 1960ger Jahren dort Leben vermutet wurden, erfahrt Ihr in diesem Video.


Leben auf der Venus?

Gelang einem internationalen Forscherteam ein Durchbruch bei der Suche nach Leben im All? Oder doch nur – im wahrsten Sinne des Wortes – heiße Luft?

Ein Team aus internationalen Forschern hat am 14. September 2020 bekannt gegeben, dass es auf der Venus Leben geben könnte. Auf dem sicher unwirklichsten Planeten in unserem Sonnensystem.

Sie fanden in den obersten Schichten der Wolkendecke des Planeten Gase, die ihrer Meinung nach ein überaus starkes Indiz für Leben auf der Venus sind. So berichten sie in ihrer heute offiziell in „Nature“ veröffentlichten Untersuchung. Eine Studie, die im Vorfeld für Spekulationen sorgte. Denn nachdem unter anderem ein entsprechendes Video auf YouTube sowie die Studie an sich publiziert wurde – wurden die entsprechenden Veröffentlichungen wieder vom Netz genommen.

Doch heute gaben die Wissenschaftler ihre Ergebnisse über die „Royal Astronomical Society“ und in „Nature“ offiziell bekannt. Entweder verstehen wir die Chemie von Gesteinsplaneten und entsprechende Prozesse nicht, so das Fazit, oder es gibt Leben in den Wolken der Venus. Mikroben auf unserem Nachbarplaneten, die für das gewaltige Vorkommen von Phosphan (Phosphin) bzw. Monophosphan auf unserem „Schwesterplaneten“ verantwortlich sind!

Mikrobiologisches Leben gleich nebenan?!

Eine „bahnbrechende Entdeckung“, so die überwiegende Meinung. Aber: „Wir behaupten nicht, dass wir Leben auf der Venus gefunden haben“, so Sara Seager vom beteiligten „Massachusetts Institute of Technology“ (MIT). Und doch sei die Entdeckung für die an der Studie beteiligten Wissenschaftler zuerst „ein Schock“ gewesen.

Alles über diese spannende Entdeckung und warum bereits in den 1960ger Jahren dort Leben vermutet wurden, erfahrt Ihr in diesem YouTube-Video.

Bleibt neugierig …

Video vom 14. September 2020 auf Fischinger-Online

Bitte auf das „Play-Symbol“ klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

Lasst gerne ein Abo & Daumen hoch da …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

Interessantes zum Thema bei amazon.de:

Werde auch DU Fan von Grenzwissenschaft & Mystery Files!

Grenzwissenschaft und Mystery Files auf YouTube

Werde Fan von Grenzwissenschaft und Mystery Files auf Facebook+++ Blog-Newsletter HIER abonnieren +++

Tagged , , , , , <