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VIDEO: Forscher warnen vor einer „Invasion“ aus dem All und ins All: Von Bakterien und Viren, die unser aller Ende sein könnten

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Video vom November 2021: Forscher warnen vor einer Invasion aus dem All und ins All: Von Viren und anderen Mikroorganismen, die unser aller Ende sein könnten! (Bilder: Pixabay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Video vom November 2021: Forscher warnen vor einer Invasion aus dem All und ins All: Von Viren und anderen Mikroorganismen, die unser aller Ende sein könnten! (Bilder: Pixabay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Hollywood macht uns seit Jahrzehnte vor, wie eine Invasion von Aliens aussehen soll oder könnte. Doch Wissenschaftler haben jüngst vor einer ganz anderen Art einer solchen „Invasion“ gewarnt. Vor Mikroorganismen, die wir von anderen Himmelskörpern auf die Erde schleppen könnten. Oder sogar solche, die wir unabsichtlich dort hin brachten und deren mutierte Nachfahren wir dann eines Tages wieder hierher holen. Es könnte unserer aller Untergang sein, die die Forscher in ihrer Studie. Ein sehr spannendes Thema, das zu vielerlei Spekulationen anregt, wie Ihr in diesem Video vom 20. November 2021 erfahrt.


Eine „Alien-Invasion“ von Mikroorganismen?

Jüngst haben internationale Forscher in einem Papier vor einer „Alien-Invasion“ gewarnt. Die „Planetare Sicherheit“ sei im Zuge des neuen Raumfahrt-Boom gefährdet. Eine „biologische Kontamination außerirdischer Umgebungen von der Erde und umgekehrt“ muss verhindert werden, so die Wissenschaftler in dem Magazin „Bio Science“.

Die Forderung der Wissenschaftler vor dieser Invasion von Mini-Aliens ist nicht aus der Luft gegriffen, wie sie in ihrer Veröffentlichung belegen. Und auf die Erde eingeschleppte Mikroorganismen von anderen Himmelskörpern wie dem Mars wäre „mit extremen Natur- und Technologiekatastrophen vergleichbar“.

Eine reale Gefahr!

Dabei spiele es keine Rolle, ob diese „Außerirdischen“ zuvor von der Erde aus unabsichtlich auf andere Himmelskörper gebracht wurden. Was vielleicht sogar längst geschehen ist. Sie könnten sich dort weiter entwickelt haben und dann bei späteren Missionen wieder hierher gelangen. Sie nennen das „Rückkontamination“. Und die Konsequenzen sind „schwer vorherzusagen“ – könnten aber im schlimmsten Fall unser aller Ende bedeuteten! Eine geringe aber vorhandene Gefahr, so sind sie sicher.

Gleichzeitig fordern sie aber auch, dass mehr getan werden muss, damit irdische Viren oder Bakterien nicht andere Himmelskörper verseuchen. Niemand will bei der Suche nach Leben im All selber eingeschleppte Organismen als Alien finden …

Ein sehr spannendes Thema, das zu vielerlei Spekulationen anregt, wie Ihr in diesem Video vom 20. November 2021 erfahrt.

Bleibt neugierig …

Video vom 20. November 2021 auf Mystery Files

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Kurioses Foto vom Mars erstaunt die Netzgemeinde – in vielerlei Hinsicht: Fällt der Mars-Rover „Perseverance“ schon auseinander?

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Kurioses Foto vom Mars erstaunt die Netzgemeinde - in vielerlei Hinsicht (Bild: NASA/JPL-Caltech/ASU / Bearbeitung: Fischinger-Online)
Kurioses Foto vom Mars erstaunt die Netzgemeinde – in vielerlei Hinsicht (Bild: NASA/JPL-Caltech/ASU / Bearbeitung: Fischinger-Online)

Seit Jahrzehnten faszinieren Fotos vom Mars und von seiner Oberfläche viele Menschen. Vor allem all jene, die auf diesen Aufnahmen „Anomalien“ zu erkennen glauben. Artefakte und Objekte, die da nicht hingehören. Von ganzen Gebäuden bis Alien-Artefakten und Tieren wurde auf diesen Mars-Fotos schon alles entdeckt. Meist nur sehr undeutlich und nur mit viele Fantasie wirklich zu erkennen. Anders bei einem neuen Foto des Mars-Rovers „Perseverance“ der NASA, auf dem eindeutig ein technisches Artefakt zu sehen ist. Und das sorgt für Spekulationen, die teilweise sogar besagten, dass die NASA überhaupt nicht auf dem Mars ist.


Der Mars und die Marsianer

Unser Nachbarplanet Mars fasziniert die Menschen seit jeher. Und so galt es einst als vollkommen normal anzunehmen, dass auf dem Roten Planeten Außerirdische existieren. Marsmenschen oder Marsianer waren keine Fantasie, sie waren real und teilweise Stand der Wissenschaft. Wie beispielsweise in diesem Mystery Files-Artikel HIER dokumentiert.

Nach und nach änderte sich das Bild des Mars und seiner angeblichen Zivilisation dort. Doch noch im Zeitalter der aufkommenden UFOs waren Kontakte mit angeblichen Marsbewohnern in gewissen Kreisen der UFO-Szene Normalität. Es waren sogenannte Kontakter, die vor allen in den 1950er und 1960er Jahren vorgaben, mit solchen Aliens vom Mars in Verbindung zu stehen. Heute sind diese UFO-Kontaktler untrennbar mit der Historie des UFO-Phänomens verbunden. Und diese Zeit wirkt bis heute nach.

Im Zuge der aufkommenden Raumfahrt zum Mars änderte sich das Bild unseres Nachbarn. Vor allem durch die ersten Mars-Fotos, die Raumsonden von seiner Oberfläche machten. Keine Spur einer Zivilisation von Marsmenschen war zu sehen. Was nicht bedeutet, dass es sie nicht einst doch gab. Denn spätestens seit den 1970er Jahren, als die ersten Raumfahrzeuge auf dem Mars landeten und die Fotos immer besser wurden, wurden viele stutzig.

Immer wieder wurden Fotos von der Oberfläche des Planeten und auch aus dem Orbit heraus mit neugierigen Augen begutachtet. Auf einigen von ihnen soll „etwas nicht stimmen“, so eine bis heute weit verbreitete Überzeugung. Immerhin haben die Menschen seitdem eine ganze Flotte von Raumfahrzeugen, Landegeräten und Fahrzeugen zum Mars geschickt. Unzählige Und so stehen heute unzählige Fotos online zur Verfügung, auf denen immer wieder sogenannte Mars-Anomalien zu sehen sein sollen. Anomalien, die wohl jemand bei der NASA vergessen hat zu vertuschen und zu retuschieren …

Anomalien auf dem Mars

Meistens sind diese Bildfunde nichts als wilde Spekulation. Alles und Nichts kann man dort sehen oder mit viel Fantasie hinein deuten. So, wie es auch getan wird, wenn man sich die zahllosen „Enthüllungen“ ansieht, die hierzu immer wieder publik werden. Von Pyramiden, abgestürzten UFOs und Tieren über Roboter bis Knochen und humanoide Aliens wurde schon alles auf dem Mars entdeckt und „nachgewiesen“.

Leider sind alle diese Entdeckungen mehr als unklar. Nicht selten ist hier Wunschdenken oder sogar Sensationsgier der Grund für diese angeblich spektakulären Funde auf dem Mars. Hin und  wieder, wie HIER gezeigt, wird dabei sogar mit etwas Bildmanipulation nachgeholfen. Üblich ist vor allem aber auch, dass entsprechende Bilder ohne exakte Quelle und bis ins unkenntliche vergrößert wiedergegeben werden. Ohne Nennung einer Bildnummer und damit Herkunft wird gerne auch nur ein kleiner Ausschnitt eines Gesamtbildes präsentiert. Dieser zeige dann dieses oder jenes, was da nicht hingehören soll.

Eigentlich bedauerlich, da dass Thema Mars-Anomalien durchaus bis heute spannend ist. Denn wenn Außerirdische hier waren oder sind – warum sollten sie nicht auch den Mars besucht haben? Warum ihn nicht sogar gleich als „Stützpunkt“ nutzen, um vor den Augen der Menschen verborgen zu bleiben? Oder wieso soll der Rote Planet einstmals nicht sogar quasi von diesen in großem Umfang „besiedelt“ worden sein? Theoretisch spricht nichts dagegen …

Davon wollen etablierte Planetenforscher nichts wissen. Der Mars ist öde und eine Wüste. Dort gebe es keine Beweise für intelligentes Leben im oder aus dem All, ist deren einhellige Überzeugung. Mikroorganismen, das wäre das einzige, was dort vielleicht heute noch lebt.


Mars-Foto zeigt Metallobjekt

Um so hellhöriger werden Mars- und Alien-Fans (mich eingeschlossen) wenn Mars-Bilder auftauchen, die ausnahmsweise nicht ein verschwommenes oder verpixeltes Etwas zeigen. So wie aktuell auf einem Mars-Bild, das vor allem in den sozialen Netzwerken die Runde macht.

Auf diesem Bild (s. Titelbild) erkennt man eindeutig ein künstliches Objekt auf der Planetenoberfläche. Ein technisches und scheinbar mechanisches Bauteil aus Metall, das einsam und verlassen auf dem Wüstenboden herumliegt. Umgehend wurde eine erste Erklärung ins Spiel gebracht: Das Bild ist ein Fake, da es eben zu deutlich ist. Doch schon die zweite Interpretation vieler in der Netzgemeinde brachte „Klärung“, da sich einige die Mühe machten nach der exakten Herkunft des Fotos zu fahnden. Und die war auch sehr schnell gefunden.

Es ist ein Bild des Rovers „Perseverance“ der Mission „Mars 2020“, über die in diesem Mystery Files-Video HIER bereits berichtet wurde. Eine spannende Mars-Mission, die (mal wieder) Leben auf dem Mars suchen soll. Es ist damit ein sehr neues Bild aus dem Kosmos, dass die NASA auf der Missions-Seite selber hochgeladen hat. Wie unzählige weitere Aufnahmen auch. Aufgenommen wurde es am 16. Februar 2022 am Missions-Tag Sol 353 (Zeit: 11:35:50) und dazu heißt es in der Originalquelle:

Der Mars Perseverance Rover der NASA hat dieses Bild mit seiner linken Mastcam-Z Kamera aufgenommen. Mastcam-Z ist ein Kamerapaar, das sich hoch oben am Mast des Rovers befindet.

Einige in der Netzgemeinde meinten daraufhin, dass das Ding auf dem Boden damit wohl die linke Mastcam-Z-Kamera ist. Sie wäre quasi abgefallen und läge nun im Staub herum. Ebenso wurde darauf verwiesen, dass dieses technische Bauteil kaum sehr lange dort liegt, da keinerlei Staub um und auf diesem zu sehen ist.

Das Bild zeigt natürlich nicht die entsprechende Kamera, die hier einfach verloren wurde, da wohl ein Ingenieur die Schrauben nicht fest genug anzog.

Ein unabsichtlich verlorenes Bauteil?

Aufnahme von hochauflösenden Video-, Panorama-, Farb- und 3D-Bildern der Mars-Oberfläche und von Merkmalen in der Atmosphäre mit einem Zoomobjektiv zur Vergrößerung entfernter Ziele.

Die Mastkamera (Bild: NASA)
Die Mastcam-Z des Rovers (Bild: NASA)

So beschreibt die NASA selber die wichtige Aufgabe dieser Mastcam-Z  des Rover. Ein enorm wichtiges Instrument von „Perseverance“, wie eigentlich alle Bauteile an Bord, das mal nicht ebenso herunterfällt oder „abgeworfen“ wird. Ich glaube nicht, dass sich der Rover nach so kurzer Betriebszeit schon in seine Einzelteile auflöst. Dazu aber gleich mehr. Auch lässt sich leicht auf den technischen Seiten der NASA nachsehen, wie diese Kameras aussehen und aufgebaut sind, wie im Bild oben zu sehen.

Was aber ist das Objekt dann? Dazu fällt ein weiteres NASA-Bild des Rovers auf, dass am 18. Januar 2022 (Sol 325) entstand und einst zum „Bild der Woche“ gewählt wurde. Zu diesem Foto schreibt die US-Weltraumbehörde allerdings nur:

Der Mars Perseverance Rover der NASA nahm dieses Bild mit seiner SHERLOC WATSON-Kamera auf, die sich auf dem Turm am Ende des Roboterarms des Rovers befindet.

Dieses Gerät ist eine „Farbkamera, die Nahaufnahmen von Gesteinskörnern und Oberflächenstrukturen macht“, so die Technik-Seite der NASA zu der Mission unter anderem dazu. Es ist aber nicht diese Kamera an sich, wie ein Bildvergleich zeigt. Was genau an diesem Tag da fotografiert wurde, sagt die NASA nicht. Auch eine überaus detailliere 3D-Animation des Rovers, die die NASA online zur Verfügung stellt, hilft da nicht weiter. Zumindest fand ich dort keine Entsprechung.

"Bild der Woche": Fehlt das Bauteil genau dort? (Bild: NASA)
„Bild der Woche“: Fehlt das Bauteil genau dort? (Bild: NASA)

Der Rover selber hat insgesamt unglaubliche 23 Kameras an Bord. Ein Teil einer solchen scheint es mutmaßlich nicht zu sein. Auf dem Foto Sol 325 vom 18. Januar 2022 (Zeit: 12:17:30) scheint aber genau ein solches Bauteil oben zu fehlen. Unten ist ein zweites Objekt dieser Art noch montiert und offenbar sieht man Schmutz oder Dreck vom Marsboden auf dem Foto, wo das Teil zu fehlen scheint.

Fotos aus dem Studio?

Und genau das macht die Sache kurios. Auf dem Foto von Sol 353 mit dem Objekt auf dem Boden, sieht man Fahrspuren von „Perseverance“ im Sand. Diese gerillten Abdrücke dort entsprechen zumindest dem Radprofil des Fahrzeuges. Es ist wohl nicht falsch anzunehmen, dass ein solches Bauteil einfach abgeworfen wurde, da man es nicht mehr benötigt. Doch es erweckt den deutlichen Eindruck, dass der Rover dieses Rohr oder diesen Flansch versehentlich verlor, als er langsam da entlang fuhr.

Sollte sich der Hightech-Rover auf dem Mars in seine Bestandteile auflösen, ist das schon merkwürdig. Immerhin kann kein Pannendienst hier mal eben zur Hilfe eilen. Zumindest wenn wir den Worten der Wissenschaftler glauben. Denn längst nicht alle sind überzeugt, dass die NASA (oder wer auch immer) wirklich auf dem Mars ist! Auch angesichts dieses Fotos wird spekuliert, dass alles eine große Verschwörung sei und diese Aufnahmen nur Fakes. Entstanden sind sie irgendwo in einem Studio oder auf einem irdischen Wüstengelände.

Schaut man sich solche Fotos an, muss man zugeben, dass sie für sich genommen ebenso gut auf der Erde gefälscht worden sein können. Das ist sogar sehr einfach und ohne großen Aufwand möglich. Auch ich habe spontan entstandene Handy-Fotos von meinem Hund in einer Sandgrube, die ebenso gut auf dem Mars gemacht worden sein könnten ….

Bohrkopf des Rovers (Bild: NASA)
Bohrkopf des Rovers (Ausschnitt) – liegt ein solcher auf dem Mars herum? (Bild: NASA)

Weltraumschott oder wichtiges Behältnis?

Wenn ein Rover etwas nicht mehr benötigt, muss es seinen Dienst bereits getan haben. Auf dem Twitter-Profil des NASA-Rovers „Perseverance“ könnte sich die Lösung verbergen. Dort finden sich Fotos eines Bohrkopfes des Rovers, der am Roboterarm angebracht ist. Unter anderem ein Foto, wo dieser im Fels steckt, was naturgemäß auch dessen Aufgabe ist. Insgesamt seien 10 Bohrköpfe an Bord, so die NASA bei Twitter. Einige davon dienen zum Bohren und „zum Sammeln von Proben“ und andere „zum Abschleifen von Steinen„.

Die Ähnlichkeiten sind auffällig. Nur Weltraumschrott also, den man nicht mehr benötigte? Dafür spräche auch der erwähnte Mars-Dreck auf dem zweiten Bild. Was das Metallstück aber dort mitten auf dem Foto fernab von irgendwelchen Felsen zu suchen hat, bleibt offen.

Außer, dass man hier weit in die Zukunft plante. Und zwar für eine spätere Mission zum Mars, bei der dieser Bohrkopf wieder eingesammelt wird. In diesem Fall wäre das Objekt zugleich ein Behältnis für eine Boden- oder Gesteinsprobe, die im Inneren sicher verwahrt wird. Bis ein zukünftiges automatisches Landegerät das „Ding“ wieder einsammelt, in eine entsprechende Vorrichtung an Bord verfrachtet und diese dann auf den Weg zur Erde gesandt wird.

Immerhin sehnen sich Mars-Forscher auf der Erde nach frischen Proben direkt vom Mars. Wobei diese mutmaßliche Probe in dem zylindrischen Metallobjekt einsam und lieblos im Wüstensand sicher alles andere als spektakulär aussieht.

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Der „Baumring-Krater“: Verblüffendes Foto vom Mars verrät die Vergangenheit – und könnte bei der Suche nach Leben helfen (+ Videos)

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Der "Baumringe-Krater": Verblüffendes Foto vom Mars verrät die Vergangenheit (Bild: ESA/Roscosmos/CaSSIS, CC BY-SA 3.0 IGO)
Der „Baumring-Krater“: Verblüffendes Foto vom Mars verrät die Vergangenheit (Bild:
ESA/Roscosmos/CaSSIS, CC BY-SA 3.0 IGO)

Auf unserem Nachbarplaneten Mars hat eine Raumsonde einen Krater fotografiert, dessen Aussehen die beteiligten ESA-Forscher treffend mit „Baumringen“ vergleichen. Ein beeindruckendes Foto. Und es verrät den Mars-Forschern weit mehr, als es auf den ersten Blick den Anschein hat. Auch zu Frage nach Leben auf dem Mars.


Invasion zum Mars

Seit Jahrhunderten steht unser Nachbarplanet Mars unter neugieriger Beobachtung der Erdlinge. Vielfach mit dem Hauptaugenmerk, wo dort die Marsianer sind, was sie tun und wie sie wohl aussehen mögen. Dieses zivilisierte Mars-Leben ist dank moderner Forschung längst vom Tisch. Niemand glaubt mehr wirklich daran, dass dort eine Mars-Zivilisation bis heute existiert. Wohl aber könnte es dennoch Leben auf dem Mars geben. Sogar noch heute.

Dieses Leben bestünde, sofern es nicht bereits vergangen ist, aus Mikroorganismen. Kleinstlebewesen, die in geeigneten Nischen auf dem Roten Planten bis heute überlebt haben könnten. Etwa in Kratern oder unter der staubigen Oberfläche. Vielleicht entstand sogar auf dem Mars das Leben früher als auf unserer Erde. Von dort könnte es theoretisch durch Mars-Meteoriten zu uns gekommen sein. Ausschließen kann diese von einigen Forschern diskutierte These niemand (s. a. 2. Video unten).

Doch obwohl seit Jahrzehnten die Menschheit unzählige Raumfahrzeuge, Roboter, Rover-Fahrzeuge und Landegeräte zum Mars schickt, ist die Frage nach dortigen Leben noch immer nicht geklärt. Eine regelrechte Invasion zum Mars ist seit Jahren im Gange. In den kommenden Jahren wird sich die Frage nach Mars-Leben nach Jahrhunderten der Suche wahrscheinlich auch klären.

Was die neugierigen Wissenschaftler aber erreicht haben, sind unzählige Einblicke in die Welt des Mars. In seine Frühzeit, seine Geologie, seine Atmosphäre und seine Entwicklung. Immerhin, so wird heute praktisch von allen Planetenforschern angenommen, war der Mars vor Milliarden Jahren eine Welt, die der Erde nicht unähnlich war. Mit Flüssen und Ozeanen und einem weit milderen Klima. Noch heute verrät die Geologie dieser Welt den Forschern viel aus dieser lange zurück liegenden Zeit. Zugleich erfahren wir aus ihr aber auch, was aktuell dort los ist. Unter anderem, dass auf unserem Nachbarn offenbar noch immer Wasser existiert. Unter gewissen Voraussetzungen auch flüssiges Wasser.

Ein Mars-Krater wie „Baumringe“

Eine dieser geologischen Formationen, von der sich Astronomen Erkenntnisse über den Mars erhoffen, ist ein ganz besonderer Meteoritenkrater auf seiner Oberfläche. Die europäische Weltraumorganisation ESA bezeichnet sein Aussehen als „Baumringe“. Denn seine Strukturen erinnern sogar farblich an die Ringe in einem Baumstamm, wie es das Titelbild hier zeigt (Bild in HD HIER).

Aufgenommen wurde das Foto am 13. Juni 2021 von Bord des Raumfahrzeuges „ExoMars Trace Gas Orbiter“ (TGO) in dem nördlichen Mars-Gebiet „Acidalia Planitia“. TGO ist ein Gemeinschaftsprojekt der ESA und der russischen Roscosmos, das im März 2016 zum Mars geschickt wurde. Und so schreibt die ESA zu dem am 28. Januar veröffentlichten Foto unter anderem:

Dieses Objekt könnte leicht mit einem Baumstumpf mit charakteristischen konzentrischen Ringen verwechselt werden. In Wirklichkeit ist es ein beeindruckender Blick aus der Vogelperspektive auf einen eisreichen Einschlagskrater auf dem Mars. Baumringe liefern Momentaufnahmen des vergangenen Klimas auf der Erde, und obwohl sie auf ganz andere Weise entstanden sind, verraten die Muster in diesem Krater auch Details aus der Geschichte des Roten Planeten.

Das Innere des Kraters ist mit Ablagerungen gefüllt, die wahrscheinlich reich an Wassereis sind. Es wird vermutet, dass diese Ablagerungen zu einem früheren Zeitpunkt in der Geschichte des Mars entstanden sind, als die Neigung der Drehachse des Planeten die Bildung von Wassereisablagerungen in niedrigeren Breitengraden als heute ermöglichte. Genau wie auf der Erde führt die Neigung des Mars zu Jahreszeiten, aber im Gegensatz zur Erde hat sich seine Neigung über lange Zeiträume hinweg dramatisch verändert.

Die deutlich sichtbaren, kreisförmigen Brüche, die den Krater an Baumringe erinnern lassen, sind für die Forscher besonders interessant. Ebenso wie tatsächliche Baumringe für Biologen und Klimaforscher vor Interesse sind.

Leben auf dem Mars

Damit war es auch schon mit den Parallelen.

Diese ringförmigen Spuren in den Ablagerungen des Kraters sind Bruchmuster, die „wahrscheinlich das Ergebnis jahreszeitlicher Temperaturschwankungen“ auf dem Mars sind, so die ESA. „Eine zyklische Ausdehnung und Kontraktion des eisreichen Materials“ innerhalb des Kraters habe diese Risse entstehen lassen. Genau solche Spuren sind es, die all jene Wissenschaftler interessieren, die nach Leben auf dem Mars suchen. Frei nach dem grundsätzlichen Motto: „Wo flüssiges Wasser ist, da ist auch Leben.“

Ob es in diesem „Baumringe-Krater“ Leben gibt, weiß natürlich niemand. Die Aufnahme entstand aus dem Orbit heraus. Kein Rover mit entsprechenden Geräten und Sensoren an Bord befindet sich in diesem Krater. „Die Erforschung der Geschichte des Wassers auf dem Mars und der Frage, ob dies einst Leben ermöglichte, steht im Mittelpunkt der ExoMars-Missionen“, kommentiert auch die ESA dieses Foto. Und weiter:

Die Sonde liefert nicht nur spektakuläre Bilder, sondern auch die bisher beste Bestandsaufnahme der atmosphärischen Gase des Planeten mit besonderem Schwerpunkt auf geologisch und biologisch wichtigen Gasen und kartiert die Oberfläche des Planeten auf wasserreiche Stellen.“

Solche Orte werden im Vorfeld jeder Mars-Missison mittels Satelliten im Orbit ausgekundschaftet. Daraufhin stecken die Forscher und Techniker ihre Köpfe zusammen und wählen einen zukünftigen Landeplatz kommender Missionen aus. Besser gesagt mehrere, da immer auch Ausweichziele bestimmt werden. Ein Plan B oder sogar C erhört die Erfolgschancen entsprechender Landungen und Untersuchungen. Auch der Orbiter der „ExoMars“-Mission, der diese Aufnahme machte, ist nur ein Teil weiterer Erkundungen:

Es wird auch Datenübertragungsdienste für die zweite ExoMars-Mission, bestehend aus dem Rosalind-Franklin-Rover und der Kazachok-Plattform, bereitstellen, wenn diese im Jahr 2023 auf dem Mars eintrifft. Der Rover wird eine Region des Mars erforschen, in der sich vermutlich einst ein alter Ozean befand, und unterirdisch nach Anzeichen von Leben suchen.“

Hoffen wir, dass es bald gefunden wird …

Video-Auswahl zum Thema

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Sommer 1550, zwischen Halle und Merseburg: Blut aus dem Inneren der Erde verängstigt die Menschen – und ist doch kein Einzelfall (+ Videos)

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1550 zwischen Halle und Merseburg: Blut aus dem Inneren der Erde verängstigt die Menschen! (Bild gemeinfrei)
1550 zwischen Halle und Merseburg: Blut aus dem Inneren der Erde verängstigt die Menschen! (Bild gemeinfrei)

Etwas Unheimliches soll sich vor fast 500 Jahren in Deutschland zugetragen haben. Nahe Halle und Merseburg unweit von Leipzig tat sich plötzlich eine „Blutquelle“ auf. Hunderte Menschen sahen das seltsame „Blut“ aus dem Inneren der Erde. Ein böses Wunderzeichen Gottes, wie es hieß. Doch solche und ähnliche Berichte von „Blut-Wasser“ sind alles andere als selten und reichen bis weit in biblische Zeiten zurück.


Blut, Zeichen und Bibel

Das Alte Testament erzählt uns im zweiten Buch Moses, dem Buch Exodus, nahezu in jedem Abschnitt phantastische Geschichten. Es sind jene Berichte, die überliefern, wie Moses das Volk der Hebräer aus der Knechtschaft der Ägypter befreite und in Richtung „Gelobtes Land“ zog. Ein „Marsch der Wunder“, wie ich diese Erzählungen 1997 einmal nannte. Denn vor, während und auch nach dem Exodus kam es angeblich zu den erstaunlichsten Wundern und Ereignissen. Einige wenige davon kennen sogar Nicht-Bibelleser. Etwa die Geschichte von den Zehn Geboten und vielleicht noch jene der Plagen, die Ägypten im Vorfeld des Auszuges heimgesucht haben sollen.

Im Buch Exodus lesen wir sehr umfangreich von dieser Flucht der Sklaven aus dem Land der Pyramiden. Moses hat das Land Ägypten und den Pharao demzufolge mit Hilfe seines Bruders Aaron und vor allem durch Rückendeckung und Unterstützung seines Gottes Jahwe erpresst. Der Herr habe, so behauptet es der Bericht, immer neues Leid in Form von Katastrophen – die zehn „Plagen“ – über das ägyptische Volk gebracht. Eine folgte auf die andere, die Menschen litten und starben und letztlich gab der Pharao den Erpressungen und Machtdemonstrationen des Moses-Gottes nach. Die Hebräer konnten das Land verlassen.

Die erste Plage ist zugleich eine der bekanntesten in diesem Kontext. Auch wenn greifbare historische Fakten für diese gesamte biblische Episode bis heute fehlen. Von dieser erste „Plage“ lesen wir im Buch Exodus ab 7,14. Dort erfahren wir, dass Moses und Aaron vom Pharao die Freilassung der Hebräer verlangten, aber dieser ganz und gar nicht daran dachte, diesen Forderungen nachzukommen. Also musste ein Zeichen gesetzt werden.

Wasser zu Blut als Drohung Gottes

Dieses Zeichen war die Verwandlung von Wasser in Blut. Nicht irgendein Wasser in irgendeinem Kelch oder ähnlichem, sondern gleich das gesamte Wasser in Ägypten! Gott befahl, dass Aaron mit seinem Stab, den er von dem Herrn selber erhalten habe, das Wasser verwandeln soll:

Und der Herr sprach zu Mose: Sage zu Aaron: Nimm deinen Stab und strecke deine Hand aus über die Wasser in Ägypten, über ihre Flüsse, über ihre Bäche und über ihre Seen und über alle Wasserbehälter, dass sie zu Blut werden und dass in ganz Ägyptenland Blut sei in hölzernen und steinernen Geschirren.“ (Ex. 7,19)

Gesagt, getan. Und so wurde das Wasser in Ägypten zu „Blut“ und zu einer „stinkende“ Brühe. Nicht nur der Nil, wie viele denken mögen, sondern das gesamte Wasser im Land. „Selbst in den entlegenen Ecken“, wie es die Bibel unterstreicht, und selbst „die Flüsse und Kanäle, die Sümpfe und alle Wasserstellen“. Niemand konnte es mehr trinken und es ekelte die Menschen vor diesem „Blut“, so dass sie neue Brunnen abseits vom Nil gruben. Die Katastrophe dauerte eine Woche, so das Buch Exodus. Doch sie beeindruckte den Herrscher nicht im Geringsten, da seine „Zauberer“ oder „Magier“ dasselbe konnten:

Aber die ägyptischen Magier machten es mit ihren Zauberkünsten nach. Deshalb blieb der Pharao hart und hörte nicht auf Mose und Aaron, wie Jahwe es gesagt hatte. Er drehte ihnen den Rücken zu und ging in seinen Palast zurück. Er nahm es nicht ernst.“ (Ex. 7,22f.)

Wen aber dieses „Blutwunder“ des Herrn beeindruckte, waren nachfolgende Generationen von Bibellesern. „Blut“ ist und war ein fester Bestandteil der Bibel, der sich bis zur Kreuzigung Jesus Christus wie ein blutroter Faden durch die Bibel zieht. Wenn dann plötzlich irgendwo (angebliches) Blut von Himmel als Regen oder Schnee fällt, oder Gewässer zu Blut werden, horchten die Menschen auf. Vor allem im Mittelalter, in dem die Gesellschaft von Aberglauben, ängstlicher Gottesfurcht und den Lehren der katholischen Kirche bestimmt war. Die Angst vor irgendwelchen Strafen Gottes war Alltag.

Blutquellen und blutender Regen

Selbst heute noch tauchen immer wieder Berichte auf, dass es „Blut geregnet“ haben soll. Roter Regen, den Naturwissenschaftler je nach Fall unterschiedlich deuten. Oft zitiert wird hier Sand aus der Sahara, der den Regen rötlich einfärbt. Wobei man bei dieser Färbung eigentlich nicht wirklich von „blutrot“ sprechen kann.

Wenn aber Wasser aus dem Inneren der Erde plötzlich zu Blut geworden sein soll, wurde es ganz unheimlich. Die meisten Menschen hatten vor Jahrhunderten zumindest von ihren Predigern von den blutigen Ereignissen beim Exodus gehört. Selber lesen konnten die wenigsten Menschen. So schwebte die Angst vor Plagen und Strafen des Himmels immer über den Menschen. Alternativ konnten diese auch von Hexen oder bösen Zauberern herbeigeführt werden, die sich mitten unter ihnen im Verborgenen aufhielten.

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So auch geschehen im Juli 1550 in Deutschland zwischen den Städten Halle und Merseburg. Ein Flugblatt berichtet und illustriert (s. Ausschnitt im Titelbild), dass sich hier unverhofft eine „Blutquelle“ in der Erde aufgetan habe. Erschienen ist das Flugblatt in Nürnberg; vermutlich 1550 von Hans Weigel (Hanns weygel), und es wird heute in der Zentrabibliotkek Zürich verwahrt (Archiv-Nr.: PAS II 2/21). Es zeigt die sich geöffnete Blutquelle, um die drei Menschen staunend und sicherlich auch ängstlich herum stehen. Im Begleittext wird in einem Gebet der Herr um Gnade und Barmherzigkeit in Anbetracht des unheilverkündenden Wunders gebeten.

Aberglaube und Naturwissenschaft

„Etlich hundert Personen edel und nobel“ haben dieses „erschrecklich Wunder“ gemeldet, so das Flugblatt. Auch das „Augsburger Wunderzeichenbuch“ (s. a. Videos unten) von 1550 dokumentiert dieses seltsame Ereignis. Illustriert mit einem sehr ähnlichen Bild, so dass den Autoren sicher das Bild von Weigel aus Nürnberg als Quelle und Vorlage diente.

Heute lässt sich natürlich nicht mehr sagen, was 1550 die wahre Natur dieser „Blutquelle“ war. Mit naturwissenschaftlichen Methoden könnte man heute wahrscheinlich sehr einfach durch eine Probe dieses „Blutes“ die Ursachen bestimmen. Vielleicht eine Art Alge oder eine Zerfallsstoff einer solchen? Denn das wird heute zum Teil auch als Ursache für das Blutwasser beim Exodus angeführt.

Interessant ist aber, das solche „Blutquellen“ im Mittelalter alles andere als selten gewesen sein sollen. Alle wurden als böses Zeichen Gottes gedeutet und immer als Warnung interpretiert. Um das Jahr 1000 waren diese „Himmelszeichen“ offenbar besonders häufig anzutreffen. Obwohl kaum ein Jahr verging, in dem nicht irgendwo Blut vom Himmel regnete oder sich Wasserquellen in Blut verwandelt haben sollen. Zumindest wenn man in das Werk „Passat-Staub und Blut-Regen ein grosses organisches unsichtbares Wirken und Leben in des Atmosphäre“ von Dr. Christian G. Ehrenberg schaut. Ein naturwissenschaftliches Werk aus dem Jahre 1849, als rationale Wissenschaft längst göttlichen Aberglauben ablöste.

Unheimliche Wunderzeichen

Ein paar ausgewählte Beispiele:

  • 990: Blut regnete vom Himmel, das „sowohl an dem Fleisch als an Kleidern und Steinen so fest klebte, dass mans mit Wasser nicht abwaschen“ konnte.
  • um 990: Im Vorfeld der Kreuzzüge sollen „ganze Blutströme geflossen“ und „Blut aus frischem Brot“ gekommen sein.
  • 1009: Am Palmsonntag fielen „an verschiedenen Orten rothe Tropfen wie Blut aus der Luft“. Etwas später haben drei Tage lang Sonne und Mond „ein garausenvolles Ansehen“ gehabt, da „ein Höhrauch“ sie verdeckte.
  • 1010: 25 Tage lang sprudelte eine Blutquelle, die im Laufe der Zeit für „jedermann augenscheinlich einen nahen Sumpf“ nährte.
  • 1011 „Ist (…) ein Wasserbrunnen in Blut berwandelt worden“.
  • 1017: Im Juni „fiel ein dreitägiger Blutregen“ nieder, „der wenn er auf die Haut der Menschen oder auf Steine fiel nicht abgewaschen werden konnte, aber von Holz vertilgbar war“.
  • 1056: „Bei heiteren Himmel“ fiel nachts so weit das Auge reichte roter Schnee.

Diese Liste ließe sich endlos fortsetzten. Vor und nach dem Jahr 1000 nach Christus. Bemerkenswerte scheinen neben „Blutquellen“ aber auch jene „Blutregen“ zu sein, die sich nicht abwaschen ließen. Durch Winde herangetragener roter Staub, der sich mit Wasser in der Atmosphäre verbindet und als roter Regen niedergeht, sollte eigentlich einfach abzuwaschen sein. Warum in diesen und vielen anderen Fällen nicht? Oder warum kommt Blut aus frischem Brot? Sind Mikroorganismen der Grund? Oder Insekten, was auch schon im 19. Jahrhundert spekuliert wurde?

Und bei angeblichen Blut aus Brot musste der gottesfürchtige Zeuge fast schon zwangsläufig eine Verbindung zum neuen Testament und Jesus herstellen. Wie sagt man so schön? Wunder gibt es immer wieder …

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Ein rätselhafter Pilz gedeiht mitten im Reaktor von Tschernobyl prächtig – das interessiert auch die NASA

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Rätselhafter Pilz gedeiht mitten im Reaktor von Tschernobyl (Bild: gemeinfrei)
Rätselhafter Pilz gedeiht mitten im Reaktor von Tschernobyl (Bild: gemeinfrei)

Als 1986 der Reaktor 4 des Kernkraftwerkes Tschernobyl explodierte, stand die Welt still. Eine Katastrophe, die bis heute Nach- und Auswirkungen hat, die wohl noch viele Jahre erforscht werde. So wie ein seltsamer Pilz, der sich nur wenige Jahre später bereits im zerstörten Reaktor ansiedelte. Hier wächst er vor allem dort, wo die Strahlung am höchsten ist. Er lebt von dieser, was auch für zukünftige Missionen der NASA von Interesse ist.


Seltsamer Pilz in Reaktor von Tschernobyl

Im April 1986 explodierte im Kernkraftwerk Tschernobyl der UdSSR der Reaktorblock Nummer 4. die Folge war der verheerendste nukleare Unfall der Geschichte, der bis heute seine Spuren hinterlassen hat. Eine der bekanntesten Katastrophen der jüngeren Geschichte, gegen die vor Ort noch immer Wissenschaftler und Arbeiter ankämpfen. Vor allem versucht man den Reaktor so gut wie möglich abzuschirmen, um die atomare Strahlung der Ruine „unter Kontrolle“ zu halten.

Eine Todeszone. Doch nicht für allem Lebewesen dieses Planeten. Denn Jahrzehnte nach diesem verehrenden Ereignis von Tschernobyl fühlen sich Organismen im Inneren des Tschernobyl-Reaktors pudelwohl. Nicht nur Extremophile, also Mikroorganismen, die unter den lebensfeindlichen Bedingungen existieren können. Auch ein seltsamer schwarzer Pilz gedeiht dort prächtig udn ernährt sich von der Strahlung des Reaktors. Und dieser Pilz siedelte sich sehr schnell dort an. Entdeckt wurde er bereits nur fünf Jahre nach der Explosion des Kernkraftwerkes.

Das interessierte sehr bald auch die US-Weltraumbehörde NASA. Kasthuri Venkateswaran, der Leiter der NASA-Forschungen an diesem Pilz, betonte, dass man verstehen will, wie dieser Pilz überhaupt überleben kann. Immerhin ist ein Pilz kein Mikroorganismus wie die bekannten Extremophile. Auffällig ist bei diesem sonderbaren Pilz auch, dass dieser dort am besten wächst, wo die Strahlung am höchsten ist. Dort wachsen sie nicht nur schneller und zersetzten radioaktives Material, sondern richten ihr Wachstum sogar in Richtung der stärksten Strahlungsquelle hin aus.

Ein Pilz für die Raumfahrt und Medizin?

Die NASA fragte sich deshalb, ob dieser Pilz auch für die bemannte Raumfahrt von Nutzen sein könnte. Da bekanntlich die Strahlung im Weltraum weit höher als auf der Erde ist, wurden Proben des Pilzes auf der Internationalen Raumstation gezüchtet. Auch wenn im Orbit die kosmische Strahlung geringer ist, als beispielsweise während einer Mars-Mission. Die Experimente mit dem ungewöhnlichen Pilz sollen zeigen, ob man diesen nutzen kann, um Menschen bei solchen Reisen vor der Strahlung im All abzuschirmen.

Schon seit Jahrzehnten machen sich Ingenieure und Forscher Gedanken darüber, wie das Problem der Strahlung im All gelöst werden kann. Von Schutzschilden aus Blei, die damit das Raumfahrzeug weit schwerer machen würden, bis zu Wasser oder sogar der Kot der Astronauten in den Wänden des Raumfahrzeuges wurde dabei schon gesprochen.

Der Pilz selber enthält ungewöhnlich viel Melanien, einem menschlichen Hautpigment zum Schutz vor ultravioletter Strahlung. Das Melanien der Pilze wird dazu genutzt aus Gammastrahlung chemische Energie für das Wachstum zu gewinnen. „Radiosynthese“ nennt man diesen Vorgang, den der Organismus an die Intensität der Strahlung anpasst. Auch medizinische Anwendungen wären denkbar, so Venkateswaran. Er denkt dabei an medizinische Gräte, die mit Radioaktivität arbeiten. Der Pilz könnte bei diesen Behandlungen als natürlicher Schutz für den Patienten genutzt werden.

Ob tatsächlich ein einfacher irdischer Pilz in der Zukunft in Raumfahrt und Medizin Anwendung finden wird, ist allerdings noch fraglich.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Universität Würzburg: Wissenschaftliche UFO-Forschung für Deutschland – UFOs „frei von Vorurteilen und Stigmatisierungen“? (+ Video)

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Universität Würzburg: UFO-Forschung für Deutschland? (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Universität Würzburg: UFO-Forschung für Deutschland? (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Wie in einem YouTube-Video auf Mystery Files berichtet, fand Mitte August 2021 ein Workshop der „Deutschen Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt“ (DGLR) zum Fachbereich „Extraterrestrik“statt. Unter anderem ging es bei diesem Workshop unter Leitung von Prof. Dr. Hakan Kayal von der Universität Würzburg auch um die wissenschaftliche Erforschung des Phänomens der Unbekannten Luft-Phänomene. Also um UFOs (UAPs). Jetzt haben auch die Mainstreammedien diesen Workshop aufgriffen und darüber berichtet. Wie genau, das erfahrt Ihr in diesem neuen „Mystery-Review“.


UFOs als Thema für akademischer Forschung

Etablierte Wissenschaftler wie auch die Presse wollen in Deutschland mit dem Thema UFOs und UAPs nicht wirklich etwas zu tun haben. Zu schnell „verbrennt man sich die Finger“ daran und wird als „Alien-Spinner“ dargestellt. Ein Umstand, den selbst der interessierte Laie nur allzu gut kennt, sofern er sein Interesse oder Hobby preisgibt. Aber in anderen Ländern wiederum ganz anders aussieht.

Ein Workshop der „Deutschen Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt“ (DGLR) wollte das in einem ersten, kleinen Schritt ändern, wie im unten nochmals eingefügten Video berichtet. Geleitet wurde dieser von Prof. Dr. Hakan Kayal von der Universität Würzburg und organisiert im Rahmen des DGLR-Fachbereich „Extraterrestrik“. Wie HIER berichtet, waren sich die teilnehmenden Wissenschaftler und Interessierten einig, dass es eine wissenschaftliche Erforschung des Phänomens der UFOs geben muss. Diese Forschung, so betonten es die Teilnehmer, muss dabei vor allem frei von Vorurteilen und Stigmatisierungen sein.

Eben genau das, was dem Phänomen und all jenen, die versuchen sich damit ernsthaft zu befassen, seit Jahrzehnten anhaftet.

Erstaunlich bei diesem Workshop war auch, dass die teilnehmenden Akademiker nicht ausgeschlossen, das hinter dem Phänomen Außerirdische stecken könnten. Eine verblüffende Aussage, die man so nicht erwartet hat. Auch wenn diese Vermutung oder „starke Behauptung“ von Seiten der Wissenschaftler natürlich nicht minder starke Beweise bedarf.

Wie nicht anders zu erwarten war, berichteten die „etablierten Medien“ nichts über diesen Workshop. Was man grundsätzlich von den Mainstreammedien in Deutschland nicht anders kennt. Wer will es ihnen verübeln, da es in ihren Augen „weit wichtigere Themen“ gibt, die die Öffentlichkeit auch sicherlich mehr interessieren? Die Finger mag sich auch niemand verbrennen. Und auf eine ironische und mit einem breiten Grinsen im Gesicht des Journalisten gebrachte TV-Meldung kann man lieber gleich verzichten, denken sicher viele.

Wissenschaftliche UFO-Forschung

Anders der „Bayerische Rundfunk“ (BR) der GEZ-Presse, der am 2. September das Thema und den Workshop für sich in der Radiosendung „Hier ist Bayern“ entdeckte und mit einem zusätzlich Artikel online stellte.

Sehr ähnlich wie in meiner Video-Beschreibung vom 16. August formuliert, heißt es im Artikel des BR korrekt:

Doch während in anderen Ländern etablierte Wissenschaftler UAPs seit Jahren ernst nehmen, sah es an deutschen Universitäten lange mau aus: Fachpresse wie Wissenschaft wollte damit nichts zu tun haben. Eine Professur an der Universität Würzburg will das schon seit geraumer Zeit ändern – indem sie die Forschung zu UAPs zu einem ihrer Schwerpunkte im Gebiet Raumfahrttechnik erklärt.

„Deutschlandweit einmalig“ wäre dieser Schritt, so titelt der BR.

Natürlich beruft sich auch der BR auf Kayal, der „sich seit Jahren mit der Erforschung von UAPs und somit von allen Phänomenen am Himmel“ befasse. Deshalb könne er nicht verstehen, dass „es in ganz Deutschland keine institutionelle Forschung über UAPs gibt und ich auch keine andere Universität kenne, in der das als aktiver Schwerpunkt betrieben wird“, wie ihn der BR zitiert. Selbst, dass Kayal, wie er auf dem Workshop nochmals erklärte, „intelligente Sensoren“ zur UFO-Jagd entwickelt, vergisst der BR nicht zu erwähnen.

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Sensoren zur Erfassung von UFOs? Gerade dieser Punkt mag viele Skeptiker Bauchweh verursachen. Und damit fraglos auch jeden Journalisten, die sich nicht mit der UFO-Forschung auskennen.

Grundsätzlich aber will Kayal damit hochauflösende Fotos von UFOs bekommen. In Verbindung mit sämtlichen sensorischen und anderen gewonnen Daten, wolle man so UFOs identifizieren. Erst klare Grundlagendaten einer Sichtung oder ähnlichem hilft bei der Erklärung. Und sei es nur ein Vogel, der da vorerst für ein Unbekanntes Flugobjekt gehalten wurde. Immerhin würden rund 97 Prozent aller UFO-Sichtungen erklärt werden können, wenn genügen Datenmaterial der einzelnen Sichtungen vorliegen würde, so der Wissenschaftler. Mehr dazu im Video unten.

Professor Kayal betonte aber auch zum UFO-Phänomen, dass ein intelligentes Verhalten dahinter stecken könnte:

„(Es gibt) Dinge, die scheinbar aus dem Stand heraus sehr hohe Beschleunigungen aufweisen, abrupte Richtungswechsel vollführen oder auf der Stelle schweben ohne Geräusche von sich zu geben.

Derartige Aussagen sind nicht neu und vor allem im Zusammenhang mit den UFO-Videos der US-Navy ab 2017 wieder in den Fokus gerückt. In Deutschland allerdings erst, wie in diesem Video HIER , diesem Artikel HIER sowie auch HIER berichtet, als Ex-Präsident Barack Obama das in der Talkshow wiederholte. Da wurden auch die deutschen Mainstreammedien etwas aufmerksam, da es der hierzulande noch immer beliebte Obama sagte. Wenn er etwas sagt, hört man – warum auch immer – hin.

UFOs und die Wissenschaft: Ein Umdenken?

Wie der BR weiter berichtet, ist Kayal (wie viele andere Wissenschaftler auch) voller Optimismus, dass wir „bald“ Leben im All finden und beweisen können. Er sprich von den kommenden 10, 20 oder 30 Jahren. Damit meint er keine außerirdischen Zivilisationen, sondern Mikroorganismen und demnach primitives Leben. Was sich bekanntlich auch auf einigen Himmelskörpern inkl. Monden in unserem Sonnensystem entwickelt haben kann.

In „einer fernen Zukunft“, so der BR, glaubt aber auch der Raumfahrttechnik-Professor, dass wir „auf außerirdische Intelligenz“ im All stoßen werden:

Bis dahin will der Würzburger Lehrstuhl die Zahl der falsch-positiven Erkennungen reduzieren und zunächst die noch unbekannten Wetterphänomene verstehen. Kayal fordert, dass UAPs deutschlandweit auch im wissenschaftlichen Umfeld mit größerer Offenheit und ohne Stigmatisierung untersucht werden.

So der BR in seinem zusammenfassenden Artikel über dieses Thema.

Auf diesen Blog-Seiten wurde in der Kategorie „Mystery Reviews“ zum Teil wie ein Rohspatz über diesen oder jenen Bericht des Mainstream oder entsprechenden TV-Sendungen zu grenzwissenschaftlichen Themen geschimpft. In diesem Fall hat der BR in der kürze des Artikels die Sachlage und Hintergründe klar und sachlich dargelegt. Eine Ausnahme, wie meine Erfahrung zeigt.

Der Artikel selber ist nur eine Art Ergänzung zu dem Radiointerview mit Hakan Kayal, das der BR dort ebenso online stellte. Knapp über drei Minuten, in der die Moderatorin gleich zu Beginn betont: „Wissenschaftlich wird das Thema eher stiefmütterlich behandelt“. Die Frage, die sich bei den redlichen Bemühungen von Kayal jedoch stellt, ist die, ob er in der wissenschaftlichen Gemeinschaft in Deutschland damit wirklich etwas bewegen kann.

Vielleicht erweisen sich letztlich seine Forschungen dann doch als Tropfen auf den heißen Stein – oder als Beginn des Umdenkendens …

Video zum Thema

Video vom 18. August 2021 auf Mystery Files

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Lars A. Fischinger

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Das erste Leben auf der Erde? 3,42 Milliarden Jahre alte fossile Mikroben in Südafrika entdeckt!

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Fossile Mikroben: 3,42 Milliarden Jahre altes Leben entdeckt! (Bilder: B. Cavalazzi & WikiCommons/Zentrum für Marine Umweltwissenschaften, Universität Bremen, CC-BY 4.0 / Montage: Fischinger-Online)
Fossile Mikroben: 3,42 Milliarden Jahre altes Leben entdeckt! (Bilder: B. Cavalazzi & WikiCommons/Zentrum für Marine Umweltwissenschaften, Universität Bremen, CC-BY 4.0 / Montage: Fischinger-Online)

Wann gab es das erste Leben auf der Erde? Nach einer aktuellen Studie war das vor (mindestens) 3,42 Milliarden Jahren. Denn so alt sind Spuren in einem Gestein in Südafrika, die die Wissenschaftler als Mikrofossilien von frühen Mikroorganismen deuten. Die bisher ältesten bekannten Bewohner der Erde. Wie die Forscher diese Entdeckungen deuten und was das mit der Suche nach Leben im All und auf dem Planeten Mars zu tun hat, erfahrt Ihr hier.


Erde, Planet des Lebens – aber seit wann?

Unsere Erde ist fast 4,6 Milliarden Jahre alt und präsentiert sich seit Milliarden von Jahren als der berühmte „baue Punkt im All“. Doch wie jedes Schulkind lernt, war die Erde nicht immer ein so einladender Ort, wie er heute ist. In der Frühzeit zeigte er sich als glühende Feuerkugel im All – ohne wirklich feste Oberfläche und ohne Meere und Ozeane. Ein Ball aus geschmolzenem Gestein, der sich nach und nach verfestigte, später Ozeane bekam (und auch hielt) und auf der sich noch viel später auf der festen Oberfläche Leben in einer schier unendlichen Vielfalt ausbreitete.

Milliarden Jahre durch die Erdzeitalter seit Anbeginn unseres Sonnensystems, die uns in unzähligen TV-Dokumentationen und Büchern so plastisch und anschaulich präsentiert werden. Mit zwei großen und bisher ungelösten Problemen gleich zu Beginn von dem, was wir heute unseren Heimatplaneten nennen. Erstens die Frage, wie überhaupt das ersten Leben auf der Ur-Erde entstehen konnte. Und zweitens, wann und wo das war.

Die erste Frage ist und bleibt unbeantwortet. Niemand weiß es genau, wie das erste Leben aus toter Materie entstand. Ein Wunder des Universums – selbst dann, wenn das Leben aus dem Kosmos zu uns gelangt sein sollte. Etwa durch Kometen. Was die Frage nach der Entstehung des Lebens an sich nicht beantwortet, sondern nur an einen anderen und uns fremden Ort verlegt. Ein weites Feld der Forschung, der Wissenschaftler seit Jahrzehnten auf der Spur sind.

Der zweiten Frage jedoch nähren sich Wissenschaftler immer mehr und genauer. Lange schon wird angenommen, dass relativ kurz nach Entstehung und Abkühlung der Erde sich die ersten Mikroorganismen entwickelten. Möglicherweise schon nach rund einer haben Milliarde Jahren.

Das älteste Leben auf der Erde

Hoch im Kurs stehen bei dieser Fragestellung schon seit längerer Zeit hydrothermale Quellen und Schlote auf dem Meeresgrund. Heiße Schlote voller Nährstoffe und chemischer Bausteine, die die Entstehung primitiven Lebens in Gang gesetzt haben könnten. Auch auf anderen Himmelskörpern, wie diversen Monden in unserem Sonnensystem. Auch dort werden solche Schlote und damit auch Leben vermutet.

Wann das auf der Erde geschah, versuchen Forscher durch Mikrofossilien herauszufinden. Keine Fossilien im klassischen Sinn, sondern winzige Rillen in uraltem Gestein. Diese Spuren werden auf ihre chemische Zusammensetzung hin untersucht, um so schlussfolgern zu können, ob diese „Risse“ von einst lebenden Mikroorganismen stammen. 1996 wurde auf diesem Wege sogar in dem Meteoriten ALH 84001 mutmaßliche Lebensspuren nachgewiesen. Ein Gesteinsbrocken, der vom Mars kam und in der Antarktis einschlug.

Wie bei dem Mars-Meteoriten sind auch die Nachweise von Mikrofossilien in irdischem Gestein nicht immer unumstritten. Nicht alles, was nach einstigem Leben aussehen soll, war auch welches. Eine lang anhalte Diskussion unter den Forschern, die aktuell neue Nahrung bekommen hat. Denn Wissenschaftler um Barbara Cavalazzi von der Universität Bologna (Italien) haben nun genau solche Mikrofossilien entdeckt, die ihrer Meinung nach belegen, dass es vor 3,42 Milliarden Jahren bereits Leben auf unserem Planeten gab.

Bei ihrer Untersuchung griffen sie auf Proben zurück, die aus dem „Barberton Greenstone Belt“ in Südafrika stammen. Sie gelten als eine der ältesten Gesteine der Erde, die durch Sedimentablagerungen entstanden sind. Hier nutzten die Forscher Proben aus einem Bereich, in dem vor Milliarden von Jahren sich kaltes Meerwasser mit durch Vulkane erhitztes Wasser vermischte. Ein Cocktail für Chemikalien und Nährstoffe für die Entstehung von Leben, so die Forscher in ihrer aktuellen Studie in „Science Advances„.

Auswirkungen bei der Suche nach Leben auf dem Mars

Hier fanden die Forscher winzige Spuren, sogenannte Filamente, die ihrer Ansicht nach nur von Lebewesen stammen können. Die gemessene Nickel-Konzentration in diesen Spuren ähnelt dabei sogar denen, „die sich bei heute lebenden Mikroben finden, die Methan verstoffwechseln“. Außerdem würden die angenommenen Mikrofossilien eindeutig eine kohlenstoffreiche Außenhülle aufweisen, die in ihrer Struktur und Chemie klar einen inneren Kern abgrenzt. Die Verteilung dieser Ur-Organismen in den früheren Höhlungen zeige außerdem, dass es sich um Leben handeln würde. Cavalazzi:

Wir haben außergewöhnlich gut erhaltene versteinerte Mikroben gefunden, die offenbar an den Wänden von Hohlräumen gediehen, die durch warmes Wasser aus hydrothermalen Systemen einige Meter unter dem Meeresboden entstanden sind. Unterirdische Lebensräume, die durch vulkanische Aktivität aufgeheizt wurden, haben wahrscheinlich einige der frühesten mikrobiellen Ökosysteme der Erde beherbergt, und dies ist das älteste Beispiel, das wir bisher gefunden haben.“

Damit wäre es ihnen erstmals gelungen solche Fossilien in eine Zeit zu datieren, „in der das Leben erstmals auf der Erde entstand“, so Cavalazzi weiter. Und das habe direkte Auswirkungen auf die Suche nach Leben im All bei unserem Nachbarn Mars:

Da wir ähnliche Umgebungen auch auf dem Mars finden, hat die Studie auch Auswirkungen auf die Astrobiologie und die Chancen, Leben außerhalb der Erde zu finden.

Mit einem Alter von 3,42 Milliarden Jahren wären diese Organismen die bisher ältesten, die auf unserer Erde nachgewiesen wurden. Und sie fallen in eine Epoche unseres Sonnensystems, in der auch der Mars aller Wahrscheinlichkeit nach lebensfreundlich war. Auf ihm gab es Meere, Ozeane, fließendes Wasser und vermutlich auch Leben. Der genannte Mars-Meteorit ALH 84001 wird übrigens auf ein Alter von rund 4,09 Milliarden Jahren datiert. Nur rund 0,67 Milliarden Jahre älter als die Spuren aus dem „Barberton Greenstone Belt“ in Südafrika.

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Astronaut und ehemaliger ISS-Kommandant Chris Hadfield zum Thema Mars und UFOs: „Zu meinen es sind Außerirdische, ist die Höhe der Dummheit!“

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Astronaut und ehemaliger ISS-Kommandant Chris Hadfield zum Thema Mars und UFOs: "Zu meinen es sind Außerirdische, ist die Höhe der Dummheit!" (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Astronaut und ehemaliger ISS-Kommandant Chris Hadfield zum Thema Mars und UFOs: „Zu meinen es sind Außerirdische, ist die Höhe der Dummheit!“ (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Wenn aktive oder ehemalige Astronauten über UFOs sprechen, hören UFO-Interessierte und -Forscher meistens hin. Vor allem wenn diese in ihren Aussagen das Phänomen mehr oder weniger „bestätigen“ oder sich positiv im UFO-Sinne äußern. Jetzt hat sich auch kanadische Astronaut Chris Hadfield zum UFO-Phänomen im Rahmen einer Anrufer-Frage-Runde des Senders CBC geäußert. Seine Antworten verraten, dass er nichts von all jenen hält, die Außerirdische hinter dem UFO-Phänomen vermuten.


Astronauten und UFOs

Chris Hadfield aus Kanada vor seiner Karriere als Astronaut und Kommandant der ISS in der Luftwaffe seines Landes und der USA. Im März 2013 übernahm er für zwei Monate den Posten des Kommandanten der Internationalen Raumstation. Wie so viele Astronauten aus ebenso vielen Ländern der Welt kennen ihn wohl die wenigsten Menschen beim Namen. es ist jener ISS-Astronaut, der mit einer Gitarre durch die Raumstation schwebte und David Bowies Hit „Space Oddity“ aufnahm. Ein Bild, das medial durchaus in Erinnerung geblieben sein dürfte.

Natürlich hört man auf Astronauten, wenn diese sich in irgendeiner Form zu Astronomie, Raumfahrt, Leben im All, Außerirdische oder eben auch UFOs äußern. Mit „man“ ist an dieser Stelle gemeint: Der Mainstream und die Öffentlichkeit. Nicht umsonst tauchen immer wieder Astronauten der NASA der ESA in entsprechenden TV-Dokumentationen auf. Oder so haben sogar selber ganze Doku-Reihen, in denen sie als Moderatoren erscheinen. Zum Beispiel in Deutschland.

Sprechen Astronauten aber in irgendeiner Form positiv von UFOs im Sinne eines unerklärlichen Phänomens, reagieren viele Menschen zurückhaltender. Hier scheint die offenbar pauschal den Raumfahrern entgegengebrachte Glaubwürdigkeit an ihre Grenzen zu stoßen. Um so spannendes ist das für die UFO-Forschung seit Jahrzehnten. Denn immer wieder haben sich Astronauten oder Kosmonauten positiv zum UFO-Phänomen geäußert.

Fraglos ist hier NASA-Astronaut Edgar Mitchell am bekanntesten. Er war als im Rahmen der US-Mondlandungen mit „Apollo 14“ 1971 der sechste Mann auf dem Mond. Bis zu seinem Tode 2016 behauptete er, das 1947 in Roswell tatsächlich ein UFO abgestürzt sei und es bereits mehrfach Kontakt zwischen Menschen und Außerirdischen gab. Geheimorganisationen würde diese angeblichen Fakten bis heute vertuschen und eine strikte Geheimhaltung betreiben.

Echte Beweise hatte Mitchell dafür leider nie. Meist berief er sich auf „Kontakte“ oder „Freunde“ …

Astronaut Chris Hadfield und der Mars

Im Rahmen der Sendung „Cross Country Checkup: Ask Me Anything“ des Radiosenders CBC in Kanada stand Astronaut Hadfield den Anrufer Rede und Antwort. Es ging hierbei vor allem auch um die Erforschung der Mars, die aktuellen Mars-Missionen und eine zukünftige bemannte Landung auf dem Roten Planeten. Die Erforschung unseres Nachbarplaneten ist auch für Hadfield entscheidend bei der Frage, ob es Leben außerhalb der Erde gibt. Bekanntlich könnte es dort einst Leben gegeben haben oder sogar noch heute existieren:

Warum versuchen wir auf dem Mars zu landen? Nun, ich denke, die grundlegende Frage ist, dass der Mars vor vier Milliarden Jahren der Erde sehr ähnlich war, als sich das Leben zum ersten Mal auf der Erde bildete.

Also, wenn es hier passiert ist, ist es dort passiert? Und es wird irgendwo in der Geologie ersichtlich sein.“

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Findet einer der Mars-Rover tatsächlich ein Fossil auf dem Mars, „werden wir wissen, dass wir im Universum nicht allein sind“, so Hadfield weiter. Auch deshalb soll eine Kontamination des Planeten oder anderer Himmelskörper mit irdischen Mikroorganismen auch dringend vermieden werden, unterstrich der Astronaut (mehr dazu z.B. HIER, HIER und HIER). Darum sei man „nach besten Kräften“ bemüht alles zu sterilisieren, was man zum Mars schickt. „Damit es nicht versehentlich Leben auf den Mars bringt.“

Wie wohl jeder Astronaut oder Mitarbeiter in der Raumfahrt ist auch Hadfield sicher, dass eines Tages Menschen auf dem Mars landen werden. Er wäre gerne Teil des Teams, „dass das möglich macht“, schwärmte er bei CBC. Immerhin könnte so der definitive Beweis erbracht werden, dass die Erde keine Spezialanfertigung für Leben ist – und das gleich vor unserer Haustüre, wie ich es immer gerne betone.

Astronaut Chris Hadfield und die UFOs

Beim Thema UFOs sieht Chris Hadfield die Sache schon sehr viel skeptischer. So fragte der Anrufer Byron McDonald den Astronauten, ob er die wachsende Diskussion zum Thema UFOs verfolge.

Oft ein Tabuthema, ist die Präsenz von UFOs nicht nur in den sozialen Medien, sondern auch in den Mainstream-Medien und sogar in den Korridoren der Macht in Washington, DC. zu einem heißen Thema geworden.

Wie es CBC beschreibt. Auch unter Verweis auf den offiziellen „UFO-Bericht“ der USA, der im kommenden Monat vorgelegt und veröffentlicht werden soll. Mehr dazu in diesem Video HIER auf meinem YouTube-Kanal. Eine spannende Sache, von der sich einige viel und andere nichts erhoffen. Wie kürzlich in diesem Video HIER berichtet weiß auch der bis heute beliebte Ex-Präsident Barack Obama nicht wirklich, was hinter dem UFO-Phänomen steckt.

Hadfield verwies in seiner Antwort zwar darauf, dass er „unzählige Dinge am Himmel gesehen hat, die ich nicht verstehe“, doch mit irgendwelchen Außerirdischen habe das sicher nichts zu tun. Auch wenn es Leben irgendwo im All sicher geben wird. Er hält die Idee, dass UFOs außerirdischer Herkunft sind, schlicht für dumm:

Aber etwas am Himmel zu sehen, das man nicht versteht, und dann sofort zu dem Schluss zu kommen, dass es intelligentes Leben aus einem anderen Sonnensystem ist, ist die Höhe der Dummheit und des Mangels an Logik.

Deshalb  haben wir bis jetzt keinen „definitiv keinen Beweis für Leben gefunden“, dass nicht von der Erde stamme. Gesucht werde danach und er wundert sich auch nicht, dass die Diskussion um das UFO-Phänomen an Fahrt gewinnt. Sogar Spaß mache es, sich über die Idee, dass Aliens hinter UFOs stecken, Gedanken zu machen:

Es ist faszinierend und liegt am Rande zwischen Realität, Science-Fiction und Fantasie. Es macht also wirklich Spaß, darüber nachzudenken.“

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Mars könnte voller Leben sein! Für dessen (unverfälschte) Entdeckung ist es vielleicht bald zu spät – warnt eine SETI-Forscherin

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Der Mars könnte voller Leben sein! Für dessen (unverfälschte) Entdeckung ist es vielleicht bald zu spät - warnt eine SETI-Forscherin (Bilder: NASA & gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Der Mars könnte voller Leben sein! Für dessen (unverfälschte) Entdeckung ist es vielleicht bald zu spät – warnt eine SETI-Forscherin (Bilder: NASA & gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Der Mars ist derzeit vielfach Thema. So auch aktuell in einem Bericht in der Boulevardpresse. Dort ist zu erfahren, dass eine „Alien-Forscherin“ in einer Studie vermutet, dass der Mars „voller Leben“ sei, und „es sogar jede Menge Aliens auf dem roten Planeten geben könnte“. Reine Sensationsgier in den Überschriften, wie sich schnell herausstellt. Es geht zwar um Leben auf dem Mars, aber in einem anderen Kontext, wie Ihr es hier erfahren könnt.


Leben auf dem Mars

In meinem ersten Buch schrieb ich 1996, noch vor der Bekanntgabe angeblicher Bakterien-Hinweise in dem Mars-Meteoriten ALH 84001, zum Thema Leben auf dem Mars:

Diese ‚Bewohner‘ sind aber keine humanoiden Lebewesen, sondern, wenn überhaupt, kleinste Bakterien im Wüstenboden.

Verfasst hatte ich diese Zeilen einige Jahre zuvor Anfang der 1990er Jahre. Denn noch lebende Mikroorganismen werden seit Jahrzehnten in „biologischen Nischen“ und unter der Marsoberfläche vermutet und gesucht. Angefangen mit den Missionen „Viking“ der NASA, die 1976 auf dem Mars landeten und nach diesen Mars-Leben suchten. Jene Mission, die auch das „Marsgesicht“ erstmals aus dem Orbit heraus fotografierte.

Seit „Viking“ der NASA sind genau 45 Jahre vergangen und erstaunlicherweise wissen wir immer noch nicht, ob es auf dem Mars Leben gibt oder gab. Trotz zahlreicher weitere Missionen, Landungen und der ganzen Flotte von Rovern, die auf der Oberfläche des Mars fahren oder fuhren. Ausgestattet mit der allerneusten High-Tech, die die Menschheit zu bieten hat, suchen diese fahrenden Labore bis heute nach diesem Mars-Leben. Aktuell natürlich die Mission „Mars 2020“ mit dem Rover Perseverance”, über die ich auf diesem Blog und in Videos bei YouTube immer wieder berichtete (Link HIER).

HIER findet Ihr zum Thema Mars und auch die aktuelle Mission Videos auf meinem Kanal.

„Aliens auf dem Roten Planeten“

Die Wissenschaftler sind hartnäckig und offensichtlich sehr geduldig, bei der Beantwortung der Frage nach „Mars-Bewohnern“. Fast niemand will deren Existenz auch von Vornherein ausschließen. Ein immer wiederkehrender Streitpunkt in der Debatte ist natürlich die Frage, ob dieses Leben vor Milliarden Jahren mal existierte, ober heute noch auf dem Mars lebt. Möglich ist beides.

Davon ist auch die Astrobiologin Dr. Nathalie A. Cabrol vom „Carl Sagan Center for Research“ (CSC) am berühmten SETI-Institut überzeugt. Dort sucht man bekanntlich auf wissenschaftlichen oder „professionellen Wege“ nach außerirdischem Leben, wobei deren SETI-Projekte fraglos die medienwirksamsten sind. Also die Suche nach Signalen von außerirdischen Zivilisationen mittels Radioteleskopen und anderen Technologien. Insgesamt arbeiten dort über 75 Wissenschaftler in verschiedenen Gebieten, die alle mit der Frage nach Leben im All zu tun haben. Etwa Exoplaneten, Astrobiologie oder Klimaforschung.

Cabrol ist dabei nicht irgendwer. Sie ist die Direktorin des „Carl Sagan Center for the Study of Life in the Universe“, die hunderte anerkannte Publikationen zur ihren Forschungen vorweisen kann. Die mehrfach ausgezeichnete Wissenschaftlerin konzentriert sich dabei auch auf Leben unter Extrembedienungen. Hier auf der Erde oder auch außerhalb dieses Planeten. Wie auf dem Mars. Für die Webseite „Tag24„wurde sie deshalb zu einer „Alien-Forscherin“, die „behauptet, der Mars ist voller Leben, aber nicht ans der Oberfläche“. „Aliens auf dem Roten Planeten“ oder „wenn es also auf dem Mars Außerirdische gibt“, sind nur einige der irreführenden Formulierungen bei „Tag24“.

Leben auf dem Mars schützen

Denn zur Frage nach Leben auf dem Mars veröffentlichte Cabrol in der März-Ausgabe des angesehen Magazins „Nature Astronomie“ einen Artikel. Der allerdings in der Hauptsache eindringlichen Warnungen enthält, dass wir dieses Leben schützen müssen. In diesem Beitrag, bei dem es sich nicht um eine „Studie“ handelt, steht nicht die Aussage im Vordergrund, dass der Mars voller Leben ist.

Die Erforschung der Hypothese, dass das Leben heute auf dem Mars vorhanden ist“, so Cabrol, stehe an einem entscheidenden Wendepunkt. Damit meint sie ausdrücklich die Frage nach dem Schutz der mutmaßlichen Biosphäre auf dem Mars vor Kontamination durch irdische MikroorganismenDie Uhr tickt, um unverfälschte Proben zurückzubringen, bevor Menschen die Umwelt unwiderruflich verändern“, warnt sie.

Was damit gemeint ist, ist unmissverständlich. Lander oder sogar eines Tages Menschen auf dem Mars haben theoretisch das Potential irdisches Mikro-Leben einzuschleppen. Ein Problem, dass seit Jahrzehnten diskutiert wird, auch wenn Lander auf Mond oder Mars in allen Ecken und Kanten zuvor sterilisiert werden, wie zum Beispiel in diesem Blog-Artikel HIER ausgeführt (s. a. Link HIER). Welcher Wissenschaftler will schon in einer Probe vom Mars irdische Mikroorganismen entdecken? Oder Bakterien der Erde, die sich veränderten, um in der Umgebung des Mars zu überleben?

Cabrol ist in ihrem Artikel sicher, dass der Mars vor 3,5 bis 3,9 Milliarden Jahren erdähnlich war, womit auch dort Leben entstanden sein kann. Die meisten Astrobiogen und Planetenforscher teilen diese These, für die es immer mehr Anzeichen gibt. Nur noch keine Belege. Möglich, dass es dieses Leben bis heute auf dem gesamten Planeten gibt. Vor allem unter der Oberfläche, wo ja auch der aktuelle Rover „Perseverance“ nach diesen suchen soll. Wenn erst Menschen auf dem Mars landen, so Cabrol weiter, könnte es mit dem urtümlichen Mars-Leben schnell vorbei sein. Ein kontaminierter Planet wäre die Folge.

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