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Wenn Außerirdische zur Erde kommen, können diese zum Judentum konvertieren? Was Rabbiner zu Aliens und Leben im Universum sagen

Können Außerirdische zum Judentum konvertieren? Was Rabbiner zu Leben im All sagen (Bild: gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)
Können Außerirdische zum Judentum konvertieren? Was Rabbiner zu Leben im All sagen (Bild: gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)

“Wenn ein UFO kommt”, fragt sich ein Rabbiner in der Zeitung “Jüdische Allgemeine”, und sich darin Außerirdische befinden, die gerne zum Judentum konvertieren möchten – was dann? Können Außerirdische überhaupt zum Judentum konvertieren? Und warum spricht scheinbar die ganze Medien- und Unterhaltungs-Landschaft der Welt so viel über Aliens? Fragen, die grundsätzlich jede Religion der Menschheit oder besser gesagt ihre aktiven Gläubigen interessieren (sollten). Aus diesem Grund widmet sich die auflagenstärkste und bedeutendste Zeitung des Judentums in Deutschland in einem Artikel diesen Fragen. Die jüdischen Rabbiner kommen dabei zu ganz erstaunlichen Antworten!

 

 

Von Lars A. Fischinger

Hallo, liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Die 1946 gegründete jüdische Zeitung “Jüdische Allgemeine” gilt für das deutsche Judentum als Wichtiges Sprachrohr und als bedeutende Informationsquelle. Es ist eine „Wochenzeitung für Politik, Kultur, Religion und jüdisches Leben“, die – wie alle Printmedien – zwar mit einem Rückgang der Druckausgaben zu kämpfen hat, aber dennoch online von zehntausenden Usern monatlich besucht wird. Und einer davon bin ich.

Rabbiner und Außerirdische

Am 28. Juli 2016 veröffentlichte der Rabbiner David Geballe den Artikel “Wenn ein UFO kommt …” in der “Jüdischen Allgemeinen”.

Geballe schreibt darin, dass der Boom des Themas Außerirdische im All und UFOs in den letzten Jahrzehnten gewaltig gewachsen sei. Anders als der der Glaube an Gott, der immer weiter abnehme. Umfragen in Deutschland oder auch den USA, so der Rabbiner, bezeugen den Rückgang an Gottes-Glauben und den Anstieg des Glaubens an Außerirdische. Das ist auch richtig, wie es zahlreiche Untersuchungen und Umfragen immer wieder deutlich gemacht haben. Einige davon habe ich auch auf diesem Blog vorgestellt und umfangreich in einem Buch diskutiert.

Rabbiner Geballe fragt sich angesichts dieser Tatsachen dabei folgendes:

Sicherlich haben in früheren Zeiten Sagen und Märchen, die von übernatürlichen Kreaturen handeln, das Interesse für das ,Andere’ abgedeckt. (…)

Doch welches Grundbedürfnis der menschlichen Psyche bedient der Glaube an extraterrestrisches Leben?

Und weiter schreibt er:

In den vergangenen 200 Jahren hat in der westlichen Welt eine immer stärkere Säkularisierung stattgefunden. Das heißt, dass alle Funktionen, die Religionen vorher innehatten, anders aufgefangen werden müssen. Das Verlangen in uns, das durch die ,Ersatzreligion’ Ufologie befriedigt wird, ist der Wunsch, nicht allein im Universum zu sein. Dadurch wird der Glaube an extraterrestrisches Leben sinnstiftend.”

UFOs und Aliens als Ersatzreligion?

ARTIKEL: UFO-Sekten gibt es tatsächlich: "Über die Absurdität von UFO-Sekten und den Vorwürfen gegen die Prä-Astronautik als Sekte" (Bild: L.A. Fischinger / gemeinfrei / NASA/JPL)
ARTIKEL: UFO-Sekten gibt es tatsächlich: “Über die Absurdität von UFO-Sekten und den Vorwürfen gegen die Prä-Astronautik als Sekte” (Bild: L.A. Fischinger / gemeinfrei / NASA/JPL)

Schon bei diesen Aussagen des Rabbiners würden mit Sicherheit Grenzwissenschaft, Mystery-Forscher, Prä-Astronautiker, UFO-Forscher usw. mehr als nur eine Anmerkung oder Ergänzung haben. Beispielsweise den Umstand, dass die “übernatürlichen Kreaturen” aus der Sagen- und Märchen-Welt von einer ganzen Reihe Mystery-Forscher in direkter Verbindung zu den “Aliens von heute sehen”.

Das heißt, es gibt nicht wenige Menschen aus dem Bereich der Prä-Astronautik (wie mich!) oder auch UFO-Forschung, die in den Berichten und Schilderungen der Folklore über Begegnungen mit Wesen aus der sogenannten “Anderswelt” deutliche Parallelen zu den Erzählungen über mutmaßliche Aliens sehen. Erst die moderne und wissenschaftlich westlich weiter entwickele Menschheit ersetzte diese “Kreaturen” durch “Außerirdische”.

Die Vermutung von Rabbiner David Geballe ist im Grunde genommen richtig. Aber auch nur deshalb, weil der Mensch von heute wesentlich mehr Wissen über das Universum und Leben um fremde Sterne hat. Die Menschen haben quasi die Wesen der Folklore als das erkannt, was sie sein könnten: Außerirdische.

Ein sehr komplexes Thema, wie viele Mystery-Interessiere wahrscheinlich wissen. Aber keine “Ersatzreligion”, wie ich immer wieder betone. Der Glaube an intelligentes Leben im All und auch daran, dass Außerirdische möglicherweise vor vielen Jahrtausenden hier auf der Erde waren oder noch sind, ist mit Sicherheit kein Ersatz für eine Religion mit einem Glauben an einen Schöpfergott. Jedoch wissen sicherlich viele Leserinnen und Leser, dass es tatsächlich auch echte UFO-Sekten gibt, weshalb mein Kollegen Roland M. Horn und ich 1999 ein entsprechendes Buch zu dieser Problematik veröffentlichten.

Bereits in meinem Buch “Götter der Sterne – Bibel, Mythen und kosmische Besucher” aus dem Jahre 1997 habe ich mich mit dieses Vorwurfs angenommen. So beendete ich damals das Nachwort mit den Worten

"Götter der Sterne" von Lars A. Fischinger 1997
“Götter der Sterne” von Lars A. Fischinger 1997

Der böse Vorwurf, hier wird eine Art ,Ersatzreligion“’ verbreitet, ist nicht stichhaltig. Denn für welche Religion sollte diese ein Ersatz sein? Vom Christentum, welches sich noch in evangelisch und katholisch unterteilt, vom islamischen Glauben, oder vom Buddhismus (wobei buddhistische Quellen auch im Christentum zu finden sind)?

Jeder Moslem könnte einem Christen vorwerfen, er glaube an die falsche Sache, genauso natürlich umgekehrt. Das vorliegende Buch ist keine ,heilige Schrift“ einer Ersatzreligion (was immer das sein mag), sondern eine Theorie, eine neue Auslegung religiöser Schriften. Niemand braucht irgend etwas davon zu ,glauben“’ – dieses Buch fordert keine Umstellung der alltäglichen Lebensweise oder finanzielle Unterstützung, wie es typisch für Religionen (Sekten) ist. Hier wird keine Heilsbotschaft oder eine Messiaserwartung verkündet, sondern altes Schriftgut neu analysiert und auslegt.

Noch weniger, und dies sei auf das deutlichste betont, wir hier eine Art Endzeit prophezeit, die wir unserem falschen Glauben und irdischen Verhalten zu verdanken haben. Die Außerirdischen der Bibel und andere Texte werden uns nicht irgendwann einmal in den Himmel evakuieren, da wir unseren Lebensraum Erde zerstört haben. Es werden keine selbsternannten Sternenbrüder oder Sternenpeople an die Öffentlichkeit gehen, um uns den Weg in die UFOs zu weisen, um uns so in die vermeintlich ,göttliche’ Obhut ebenso vermeintlicher ,Lichtwesen’ oder einem ,außerirdischen’ Jesus Christus, der nun eine Raumflotte von ,Strahlenschiffen’ kommandiert, zu übergeben…

Warum UFOs und Astronautengötter keine “Ersatzreligion” sind und sein können, erkläre ich beispielsweise auch in diesem Video-Interview vom Oktober 2013 auf YouTube.

Außerirdische haben “keinen freien Willen” …

David Geballe führt in seiner Betrachtung von Außerirdischen weiter aus, wie genau man dem Thema als gläubiger Jude begegnen muss. So schreibt er, dass laut Talmud das gesamte Universum und alles, was sich darin befindet, “für den Menschen gemacht wurde”.

Der Vatikan, der Papst und die Außerirdischen – Die Haltung der katholischen Kirche zu der Frage Leben im Universum (Bild: L. A. Fischinger /NASA / Montage: L. A. Fischinger)
ARTIKEL: Der Vatikan, der Papst und die Außerirdischen – Die Haltung der katholischen Kirche zu der Frage Leben im Universum (Bild: L. A. Fischinger /NASA / Montage: L. A. Fischinger)

Warum aber ein gleich derartig gigantisches All mit der Erde und Menschheit im (eher geistig zu verstehenden!) Zentrum darin von Gott erschaffen wurde, erklärt der Rabbiner auch. Es soll der Menschheit Ehrfurcht lehren:

“Eine mögliche Antwort auf diese Frage wäre, dass Größe und Anzahl Gott nichts bedeuten. Für Gott ist es eine ebenso große Anstrengung, ein Sonnensystem zu erschaffen, wie eine Zentilliarde (eine Eins gefolgt von 603 Nullen). Trotzdem müssen wir uns fragen, zu welchem Zweck unser unermessliches Weltall entstanden ist. Maimonides sagt dazu, dass das überwältigende Universum den Menschen dazu bringen soll, mehr Ehrfurcht vor Gott zu haben, der alles erschaffen hat.

Diesen theologischen Deutungen und Interpretationen des Rabbiners kann man mit Sicherheit noch gut folgen. Nicht aber den weiteren Ausführungen.

So heißt es weiter, da das All für die Menschheit  geschaffen wurde, kann es auch keine Außerirdischen mit einem “freien Willen” geben. Daraus folgert der Artikel diese Annahme:

Da es also auf anderen Planeten kein Wesen gibt, das einen freien Willen besitzt, kann es dort auch keine anderen Formen von Leben geben – auch keine Geschöpfe ohne freien Willen, denn deren Zweck besteht darin, für Geschöpfe mit freiem Willen zu existieren

Super intelligente Aliens? Ja! Zum Judentum konvertieren? Nein!

Auch wenn Rabbiner David Geballe in seiner Veröffentlichung verschiedene Rabbiner der Vergangenheit und ihren Auslegungen rezitiert, bleibt es im Grund bei dieser Aussage: Aliens haben keinen freien Willen, könnten aber existieren.

Die Tora und der Talmud widersprechen eindeutig nicht der Möglichkeit von außerirdischem Leben, sind sich die jüdischen Gelehrten sicher. Auch nicht, dass diese Außerirdischen vielleicht sogar weit intelligenter sind als wir Menschen, steht dem nicht im Widerspruch. Doch diese Wesen in den Weiten des Kosmos sind nach diesen Deutung willenlose Wesen. Und Lebewesen ohne einen freien Willen können auch nicht zum Judentum konvertieren.

Vatikan: Aliens könnte es geben aber nicht einen zweiten Jesus Christus (Bild: L.A. Fischinger / NASA)
Vatikan: Aliens könnte es geben aber nicht einen zweiten Jesus Christus. Warum sich mir deshalb drei brennende Fragen stellen. (Bild: L.A. Fischinger / NASA)

Resümierend heißt es dazu unmissverständlich:

Doch der freie Wille ist etwas intrinsisch menschliches, da nur uns Menschen die Tora gegeben worden ist.

Falls also eines Tages ein UFO landen sollte und die Insassen alsbald beim Rabbinat anklopfen, um zum Judentum überzutreten, wird unsere Antwort leider negativ ausfallen müssen – weil wir nicht davon ausgehen können, dass die Aliens über einen freien Willen verfügen.

Alles für nur uns – der Menschheit

Folgende wesentliche Punkte haben die Rabbiner oder besser gesagt deren Auslegungen und Analysen hier genannt:

  1. Das Universum wurde von Gott für die Menschen erschaffen
  2. Es kann durchaus Leben im All geben – das widerspricht nicht dem jüdischen Glauben
  3. Diese Außerirdischen könnten auch wesentlich intelligenter als wir Menschen sein
  4. Gibt es sie – egal wie intelligent – haben sie aber keinen eigenen und freien Willen, da sie für die Menschen erschaffen wurden
  5. Ohne einen freien Willen kann kein Mensch und natürlich auch kein Alien zum Judentum konvertieren

Was dieser viel zitierte “freie Wille” eigentlich genau ist, das erklärt der Artikel nicht. Wohl aber, dass dieser uns Menschen der Erde von Gott durch den Tora “gegeben worden ist”. Demnach haben Außerirdische diese Texte nicht von Gott bekommen und sind so quasi willenlose Lebewesen. Aliens, denen irgendwie die “spirituelle Erleuchtung” fehlt und die ohne den Glauben an die Tora auch keine Juden werden können. Das ist natürlich durchaus logisch. Es kann auch niemand wirklicher Katholik werden, der nicht an das Neue Testament und Jesus Christus glaubt.

VIDEO: Der Vatikan und die Außerirdischen: brauchen wir (eines Tages) Weltraummissionare?
VIDEO: Der Vatikan und die Außerirdischen: brauchen wir (eines Tages) Weltraummissionare? (Bild: L.A. Fischinger / WikiCommons/gemeinfrei / NASA/JPL)

Auch wenn der Papst der katholisch Kirche Außerirdische sogar selber taufen würde, Fremde aus dem All “Brüder und Schwester” der Menschheit sind und auch da Dalai Lama dies recht ähnlich sieht – im Judentum sieht die Welt scheinbar anders aus. Zumindest nach diesen rabbinische Deutungen.

In der Grenzwissenschaft ist das selbstredend vollkommen anders. Die Idee, dass die Götter der Vergangenheit und damit auch der Gott und seine Scharen im Alten Testament, in Wahrheit Außerirdische waren, löst religiöse Grenzen und Dogmen so oder so in Wohlgefallen auf.

Ganz nüchtern betrachtet es mit Sicherheit die Wissenschaft von den Sternen, die Astronomie. Hier ist es egal, ob Jesus auch für Aliens starb, diese Außerirdischen überhaupt erlöst werden mussten oder ob Gott die Tora nur und allein der Menschheit gegeben hat. Bei den Anstrengungen bei der Suche nach Leben im All und auch ganze Zivilisationen von Außerirdischen, spielen in der Astronomie Religionen keinerlei Rolle. Es wäre so oder so müßig zu spekulierten, ob Aliens irgendeine Art Religion haben. Und wenn ja, ob wir Menschen diese Alien-Religion von unserem Planten her schon kennen.

Erst die Ankunft bzw. der Nachweis dieser Intelligenzen im Kosmos wird, wie zum Beispiel in diesem Artikel dargelegt, das “kosmische Religions-Problem” global in den Fokus rücken. Ein weltweites Problem, dass ich auf meinem Blog mehrfach behandelt habe.

Was sollen außerirdische Zivilisation mit der jüdischen Tora überhaupt anfangen?

Jene Astronomen, die sich mit der Suche nach Aliens befassen, würden über die religiösen Auslegungen der Rabbiner mehr als nur den Kopf schütteln. Man könnte es schon vermessen nennen, da natürlich niemand weiß, ob die Tora auch auch Außerirdischen gebracht wurde. Aber die Rabbiner bezweifeln das energisch.

Hierbei muss man sich aber klar machen, was denn überhaupt der Inhalt der Tora – also den fünf Büchern Mose – ist. Auch wenn man die Tora nicht gelesen hat, so kennt man zumindest die Geschichten des Sündenfall von Adam und Eva, dem Garten Eden, der irgendwo gelesen haben soll, Moses und der Exodus der Hebräer aus Ägypten und all die Geschichten von Ländern, Menschen, Abenteuern usw. Und diese Berichte der Tora spielen unumstritten all auf unserer Erde. Was soll ein außerirdisches Volk auf einem fremden Planten mit diesen Geschichten anfangen?

UFOs in der Bibel? Die "fliegende Buchrolle" des Sacharja: Ein zylindrisches Flugobjekt der Astronautengötter? (Bild: L. A. Fischinger / gemeinfrei)
VIDEO: UFOs in der Bibel? Die “fliegende Buchrolle” des Sacharja: Ein zylindrisches Flugobjekt der Astronautengötter? (Bild: L. A. Fischinger / gemeinfrei)

Doch auch hier gibt es ein Aber:

Der spanische Rabbiner Hasdai ben Judah Crescas (1340 – 1410) schrieb 1410 das Werk “Or Adonai or Or Hashem” (etwa: “Das Licht Gottes”), das postum 1555 veröffentlicht wurde. In diesem diskutierte er schon damals in einem ganzen Kapitel die Frage nach anderem Leben im Universum. Dabei kommt der Rabbiner zu dem Ergebnis, dass in den heiligen Texten (wie eben auch der Tora) nichts zu finden ist, dass die Existenz von  Außerirdischen widerspricht.

Mehr noch, denn Rabbiner Crescas nennt sogar selber ein Argument für anders Leben im All. So zitiert er einen Vers des Talmud in dem es heißt (Traktat Avoda Sara 3b):

Was tut Gott bei Nacht? Er setzt sich auf den schnellsten Cherub und reitet durch die 18.000 von ihm erschaffenen Welten, wie geschrieben steht.

Wenn es also auf diesen 18.000 anderen Welten kein Leben gibt, so der Rabbiner vor über 600 Jahren weiter, weshalb sollte Gott diesen überhaupt seine Aufmerksamkeit schenken …?

Ich danke Euch, Euer Jäger des Phantastischen

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Artikel: Der Vatikan und die Außerirdischen – Die Haltung der katholischen Kirche zu der Frage “Leben im Universum?” und intelligenten Aliens

Der Vatikan, der Papst und die Außerirdischen – Die Haltung der katholischen Kirche zu der Frage Leben im Universum (Bild: L. A. Fischinger /NASA / Montage: L. A. Fischinger)
Der Vatikan, der Papst und die Außerirdischen: Die Haltung der katholischen Kirche zu der Frage Leben im Universum (Bild: L. A. Fischinger /NASA / Montage: L. A. Fischinger)

In einem Interview mit dem vielsagenden Titel “Der Außerirdische ist mein Bruder” (“L’extraterrestre è mio fratello”) spricht Vatikan-Astronom Fundes auch über die Frage nach (intelligenten!) Leben im All und die Beziehung des katholischen Glaubens dazu. Er stellt darin eindeutig klar, dass der weit verbreitete Glaube an außerirdische Zivilisationen in keinerlei Widerspruch zum Glauben an Gott steht. Denn die Haltung des Vatikan bzw. der katholischen Kirche zu “Aliens & Co.” ist unlängst nicht mehr ablehnend. Zumindest gilt das für die Führer der Kirche. Mit Blick auf die Suche nach Leben auf dem Mars oder auch einer Erde 2.0 ist auch die Frage, wie genau die Kirche das alles sieht.

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Kette mit Universum-Anhänger – Schutzamulett: Vom ewigen Kreislauf des Lebens im Kosmos

Ein Universum zum Mitnehmen, bitte!

Das All kennt kein Ende – nur neue Anfänge

Faszination Universum – Faszination Weltraum!

“Das Universum in der Nussschale” (“The Universe in a Nutshell”), so heißt ein Weltbesteller des berühmten britischen Physikers Professor Dr. Stephen Hawking von 2001. Doch mit dieser Kette und dem dazugehörigen Amulett hat die Trägerin oder der Träger ein “Universum zum Mitnehmen”.

Das Motiv des Anhängers zeigt einen Ausschnitt des “Rosette Nebels”, den die NASA in über über 5.000 Lichtjahren Entfernung fotografierte und der über 100 Lichtjahre Durchmesser hat. Inmitten des Nebels bzw. auf dem Ketten-Amulett finden sich eine Reihe junger Sterne, die sich erst vor wenigen Millionen Jahren gebildet haben. Wie vermutlich auch unsere eigene Sonne vor fast fünf Milliarden Jahren sich aus den Resten explodierter Sterne bildetet, so zeigt dieser Anhänger die Neugeburt von Sternen im “Rosette Nebel”.

Ein Foto vom Werden und Vergehen, von Tod und Wiedergeburt, welche das gesamte Universum beherrscht.

Tausende Lichtjahre von der Erde entfernt zeigt dieses Abbild des Nebels und dessen neu geborener Sterne im Zentrum die Endlichkeit allen Seins. Gleichzeitig symbolisiert der farbenprächtige Nebel mit seinem durch die Sonnenwinde der aus dem Materieresten des Untergangs neu geborenen Sterne frei gewehtem Zentrum den ständigen Kreislauf des Neubeginn. Denn überall im Universum weht der “Wind des Lebens” …

Ein “kosmisches Rad des Lebens”.

(Ohne Deko)

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Videos zu Themen rund um Leben im All, UFOs & Aliens, Rätsel im Weltraum und Mysterien im Universum auf YouTube

Leben im Kosmos, Außerirdische, UFOs und Mysterien im Weltraum
Videos zu Leben im Kosmos, Außerirdische, UFOs und Mysterien im Weltraum

Playlist von Lars A. Fischinger mit Videos zu den Themen wie Außerirdische & Aliens, Leben im Universum?, SETI, UFO-Forschung und auch UFO-Fakes und Mysterien des Kosmos. Von “geheimen UFO-Alien-Basen” und seltsamen Funden bei Google Earth über Alien-Spuren auf Mond & Mars bis vermeintliche Leichen von Außerirdischen und Entdeckungen rund um die Suche nach Leben im All …

 

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Sind wir allein im Universum? Großforschungsprojekt zu Leben auf Planeten

Wo ist Erde II im All?

  Alexander Dworzak, Informationsdienst Wissenschaf:

 
Sind wir allein im Universum? Zu dieser Frage hat der österreichische Wissenschaftsfonds (FWF) einer ForscherInnengruppe der Universitäten Wien und Graz sowie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften ein bis zu acht Jahre dauerndes und mit rund 600.000 Euro pro Jahr dotiertes astrophysikalisches Großprojekt zugesprochen. 90 ForscherInnen aus dem In- und Ausland gehen unter der Leitung von Manuel Güdel, Professor am Institut für Astronomie der Universität Wien, den Voraussetzungen für die Entstehung von lebensfreundlichen und lebenserhaltenden Umgebungen auf anderen Planeten nach.
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Weiterer Exoplanet um Proxima Centauri? Mögliche “Super-Erde” um unseren nächsten Nachbarn entdeckt (+ Videos)

Neues von Proxima Centauri: Weiterer Exoplanet um unseren nächsten Nachbarn entdeckt? (Bild: ESO)
Neues von Proxima Centauri: Weiterer Exoplanet um unseren nächsten Nachbarn entdeckt? (Bild: ESO)

Aktuell haben Astronomen bereits exakt 9.023 Exoplaneten oder entsprechende Kandidaten im Universum gefunden. Einen davon im Sommer 2016 bei unserem direkten Nachbarstern Proxima Centauri in nur 4,24 Lichtjahren Entfernung. Den erdähnlichen und potentiell lebensfreundlichen Planeten Proxima Centauri b. Doch neben dieser “zweiten Erde” könnte es dort noch einen weiteren Planeten geben, wie es jetzt eine neue Studie zeigt. Eine sogenannte “Super-Erde”. Was es mit dieser neuen Welt in unserer kosmischen Nachbarschaft auf sich hat, erfahrt Ihr hier.


Proxima Centauri b – unser Nachbar im All

Im Sommer 2016 haben Astronomen um unseren direkten Nachbarstern Proxima Centauri in nur 4,24 Lichtjahren Entfernung einen erdähnlichen Planten entdeckt. Den Exoplaneten Proxima Centauri b.

Für die Astronomen aufgrund seiner Nähe zu unserem Sonnensystem eine Sensation. Der Planet Proxima Centari b gehört prinzipiell zum Dreifach-Sternsystem Alpha Centauri und umrundet dort den Roten Zwerg Proxima Centauri in der lebensfreundlichen Zone. Obwohl der Stern nur rund 12 Prozent der Masse unserer Sonne hat, ist der kurz auch Proxima b genannte Exoplanet potentiell lebensfreundlich (mehr HIER, HIER, HIER & HIER).

Bis zu 80 Prozent aller Sterne im Universum sind kleine und kühle Rote Zwerge. Die lebensfreundliche Zone, also dort, wo Wasser in flüssiger Form vorhanden sein kann, liegt deshalb wesentlich dichter um diese Sterne. Der erdähnliche Proxima Centauri b liegt genau innerhalb dieser Zone um seine Sonne und umrundet sie in nur rund 7,5 Millionen Kilometern in rund 11 Tagen. Der Merkur – der sonnennächste Planet in unserem Sonnensystem – hat im Vergleich dazu einen Abstand um unsere Sonne von durchschnittlich 58 Millionen. Unser Erde sogar ca. 150 Millionen Kilometer.

Dieser erdähnliche Planet hat mindestens 1,27 Erdmassen und ist damit größer als unsere Erde. Und trotz seiner Nähe zu der als “unruhig” geltenden Sternklasse der Roten Zwerge könnte theoretisch dort Leber existieren. Mehr dazu in dem unten angefügten YouTube-Video auf Fischinger-Online.

Der Rote Zwergstern sorgt momentan für eine weitere Überraschung unter Astronomen. Nicht nur, dass in so unmittelbarer Nähe zu unserer Erde ein lebensfreundlicher Exoplanet gefunden wurde, sondern dort könnte es einen weiteren “erdähnlichen” Planeten geben. Eine sogenannte “Super-Erde“.

Das sind (Gesteins)planeten, die eine mehrfache Masse der Erde haben. Eine klar umrissene Definition gibt es hierbei nicht. Jedoch spricht man bei mehr als 10 Erdmassen bereits von einer “Mega-Erde”.

Proxima Centauri c?

Entdeckt hat diesen weiteren Planeten um Proxima Centauri ein Forscherteam um Mario Damasso vom Astrophysikalischen Observatorium Turin. Die Astronomen werteten dazu Beobachtungsdaten der letzten 17,5 Jahre des Sterns aus, die sie mit neuen Messungen des La Silla-Observatoriums in Chile ergänzten. Aus diesen schließen die Astronomen auf die Existenz einer weiteren Welt um den Roten Zwerg.

Wie die Forscher in ihrer Studie in “Science Advances” vom 15. Januar 2020 berichten, seien aber weiter Untersuchen notwendig, um diese “Super-Erde” eindeutig zu bestätigten. Lebensfreundlich ist dieser mögliche Planet Prxima Centari c allerdings nicht:

Wenn der Planet dort ist, ist er mindestens sechsmal so massereich wie die Erde – was ihn zu einer so genannten Supererde macht – und es dauert 1.936 Tage, bis er einmal um seinen Stern umrundet hat. Das bedeutet, dass die durchschnittliche Oberflächentemperatur des Planeten viel zu kalt ist, als dass flüssiges Wasser fließen könnte.

Auch Daten des Observatorium “Atacama Large Millimeter / Submilliter Array” (ALMA) in Chile lassen auf diesen Exoplaneten schließen, so die Forscher. Aber der Nachweis “ist sehr schwierig”, wie der Mitautor der Studie Fabio Del Sordo von der Universität von Kreta betont:

Es gibt eine unbekannte Quelle – da ist etwas. Es könnte eine Hintergrundquelle sein, es könnte Rauschen sein. Wir wissen es nicht.”

Der eindeutige Beweis für einen weiteren “Nachbarn” im All steht noch aus. Möglicherweise kann dieser durch weitere Beobachtungen mit dem Weltraumteleskop Gaia der ESA erbrachte werden, das seit Ende 2013 im All ist. “Auch wenn dieser Planet ein Luftschloss ist”, so del Sordo, werden die Untersuchungen fortgesetzt.

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NASA-Mission “Mars 2020” zum Mars: Wird sie den definitiven Beweis für Leben im All bringen? +++ Video +++

VIDEO: Die Mission "Mars 2020" der NASA zum Mars: Wird sie den definitiven Beweis für Leben im All bringen? (Bild: NASA)
VIDEO: Die Mission “Mars 2020” der NASA: Wird sie den definitiven Beweis für Leben im All bringen? (Bild: NASA)

In diesem Jahr startet die NASA die Mars-Mission “Mars 2020” zum Roten Planeten. Eine ehrgeizige Mission mit einem Rover, die wie keine zuvor nach Leben suchen soll. Vergangene oder noch existierende Organismen, die damit den Beweis für Leben im All liefern würden. Welche ehrgeizigen Ziele die NASA mit dieser neuen Mission verfolgt und wo sie nach Leben suchen wird, erfahrt Ihr in diesem YouTube-Video.


Leben im Universum?

Wann findet die Menschheit den definitiven Beweis für Leben im All (auf dem Mars)? Und das ganz offiziell und damit ohne irgendwelche Verschwörungstheorien?

Erstaunlicherweise könnte das schon sehr bald sein! Und zwar durch die Mission “Mars 2020” der NASA, die im Sommer 2020 starten soll. Keine andere Mission zum Mars war mit ihrem Rover an Bord bisher so sehr darauf ausgelegt Leben auf dem Mars zu finden, wie diese. Vergangenes oder noch bestehendes.

Auch wenn dieses Leben auf unserem Nachbarplaneten nur Mikroorganismen wie Bakterien sein sollen, wäre der Nachweis eine sensationelle Entdeckung. Denn wenn sich herausstellt, dass sich hier wie dort unabhänig voneinander Leben in nur einem Sonnensystem entwickelte, hieße das: Leben im Universum ist der “Normalzustand” …

Alles über diese überaus spannende Mission zum Roten Planeten in diesem Video auf YouTube.

Bleibt neugierig …

Video vom 12. Dez. 2019 auf Fischinger-Online

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Leben im All? Ehemalige britische Astronautin: “Außerirdische existieren und sind vielleicht schon hier!”

Ehemalige Astronautin: "Außerirdische existieren und sind vielleicht schon hier" (Bild: PixaBay/gemeinfrei)
Ehemalige Astronautin: “Außerirdische existieren und sind vielleicht schon hier” (Bild: PixaBay/gemeinfrei)

Dass Leben im All oder Außerirdische existieren, davon sind in den letzten Jahrzehnten immer mehr Wissenschaftler überzeugt. Aufgrund der rasant ansteigenden Zahl von gefundenen Exoplaneten, von denen einige “erdähnlich” sind und sich in den bewohnbaren Zonen um ihre Sterne befinden, haben nur noch wenige Naturwissenschaftler Zweifel an Leben “da draußen”. So wie die ehemalige britische Astronautin Helen Sharman, die derzeit für Schlagzeilen sorgt. Sie glaub nicht nur an Außerirdische, sondern dass diese vielleicht schon hier sind. Wie sie das genau meint, erfahrt Ihr in diesem Beitrag.


Leben im All

Außerirdische existieren, es gibt keinen Zweifel daran. Es gibt so viele Milliarden von Sternen da draußen im Universum, dass es alle möglichen Arten von Lebensformen geben muss.”

So die ehemalige Astronautin Dr. Helen Sharman in einem Interview mit der Zeitung “The Guardian“. Eine Aussage, die derzeit ür internationale Schlagzeilen sorgte.

Sharman ist in Großbritannien so etwas wie eine Legende. Sie bewarb sich 1989 nach einem Aufruf als erste Astronautin für das Vereinige Königreich und flog daraufhin im Mai 1991 mit sowjetischen Kosmonauten zur damaligen Raumstation MIR. Dabei wurde sie zu einem ersten Popstar der britischen Raumfahrt, da sie von der MIR aus auch eine Unterrichtsstunde gab, die von dort direkt in britische Klassenzimmer übertragen wurde.

Vor den Tagen des Internet und Twitter sorgte vor allem diese Übertragung in die Schulen damals für großes mediales Interesse. Nicht minder wie ihre Aussagen zu Außerirdischen, an deren Existenz sie keinen Zweifel hat.

Diese Aussage für sich allein genommen, ist wenig “spektakulär”. Angesichts der Tatsache, dass kaum ein Astronom oder schlicht Naturwissenschaftler heute an der Existenz von Leben im All zweifelt. Man darf in diesem Zusammenhang aber “Außerirdische” bzw. “Leben im All” nicht vorschnell mit “Aliens” und “außerirdischen Zivilisationen” in einen Topf werfen. Mit dem Thema UFOs schon gar nicht.

Vielleicht sind Außerirdische schon hier

Sharman glaubt nicht nur, das es im All Leben gibt, sondern spekuliert in ihrem Interview noch weiter. Die Wissenschaftlerin meint, dass dieses außerirdische Leben nicht zwangsläufig auf Kohlenstoff und Stickstoff basieren muss, wie das Leben auf unserem Heimatplaneten Erde. Auch andere Basisgrundstoffe seien denkbar.

Zum Beispiel Silicium, das bei diesen Überlegungen immer wieder angeführt wird. Da Silicium ähnliche Voraussetzungen und Eigenschaften wie Kohlenstoff erfülle, so die These, könne sich auch darauf Leben entwickeln. Eine Überlegung, über die schon länger diskutiert wird. Höre Lebensformen seien auf Basis von Silicium aber nicht denkbar, wie es heißt. Dafür seien Siliciumverbindungen zu unflexibel, fest und starr.

Die ehemalige Astronautin verblüfft in ihrem Interview auch mit der Aussage, das “es ist möglich” sein könnte, dass Außerirdische “schon hier sind und wir sie einfach nur nicht sehen können”. Eine Behauptung, die momentan in der Presse für viel Verwunderung sorgt. Doch auch diese Spekulation ist nicht unbedingt neu, wie in diesem Blog-Beitrag HIER berichtet.

Gemeint hat Sharman damit keine “klassischen Aliens”, die etwa in UFOs unsere Erde besuchen. Bei dieser Aussage bezieht sie sich auf die genannte Möglichkeit, dass Leben möglicherweise auch eine vollkommen andere Biologie haben kann, als die uns bekannte. Eben statt Kohlenstoff Silicium. Und dieses außerirdische Leben hier auf der Erde könnte – so zumindest einige Thesen – auch derart klein und bizarr sein, dass wir es schlicht nicht als Leben im eigentlich Sinn erkennen.

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Lars A. Fischinger

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“Pioniere der Meere”: Kongress über die frühen Anfänge der Seefahrt im November 2019 im Galileo-Park – Alle Infos hier

"Pioniere der Meere": Kongress über die frühen Anfänge der Seefahrt 2019 (Bilder: Silberfalke.media & Galileo-Park)
“Pioniere der Meere”: Kongress über die frühen Anfänge der Seefahrt 2019 (Bilder: Silberfalke.media & Galileo-Park)

Wann begannen die Menschen die Meere und Ozeane systematisch und geplant für die Seefahrt zu nutzen? Neue Forschungen und Expeditionen zeigen, dass dies viel früher geschah und auch viel intensiver war, als bisher von der etablierten Geschichtsschreibung vermutet wurde. Hierbei reichen die älteste Hinweise bis in die Epoche der letzten Eiszeit zurück. Mindestens. Pioniere der Meere, wie Thor Heyerdahl, aber auch Tim Severin und Dominique Görlitz zeigen, dass vorzeitliche Seefahrer zu fernen Ufern aufbrachen, um Völker und Länder miteinander zu verbinden. Aus diesem Grund veranstalten der Galileo-Park in Lennestadt und die ABORA-Projektgruppe am 23. November 2019 den Kongress “Pioniere der Meere”, auf dem die neustesten Ergebnisse aus der Entdeckergeschichte des Menschen  präsentiert werden sollen. In diesem Beitrag erfahrt Ihr dazu alle Details und weitere Tipps zur kommenden Veranstaltung auf den Spuren unserer unbekannten Vergangenheit.


Seefahrt in der Vorzeit

Jeder weiß, dass die ‘Anfänge der Zivilisation’ im Osten des Mittelmeers, im Vorderen Orient liegen. Aber nicht gleich von Beginn war das Meer dafür verantwortlich – Jahrtausende lang blieb es leer, öder als selbst die Wüste, ein Hindernis und nicht eine Verbindung zwischen den Menschen, obschon diese sehr früh an seinen Gestaden lebten…

Diese Worte des französischen Historikers Fernand Braudel drücken die Meinungen vieler Wissenschaftler über die frühe Seefahrt und deren Bedeutung für die Entstehungen der ältesten Hochkulturen aus: Der prähistorische Mensch war kein Seefahrer.

Er hatte Furcht, keine besonderen technischen Fertigkeiten und erst recht keine Erfahrung mit der Befahrung der Ozeane. Nach Ansicht vieler Wissenschaftler muss diese Menschenleere auf den Meeren über Zehntausende von Jahren angehalten haben, bis der Mensch mit dem Beginn unserer Zivilisation vor 5.000 Jahren plötzlich gelernt hatte, steuerbare Schiffe zu bauen, um die öde Wasserwüste erfolgreich zu überwinden.

Neue Forschungen und Expeditionen zeigen jedoch heute auf, dass die Seefahrt viel früher entstand und auch viel intensiver war. Älteste Hinweise stammen aus Nordspanien, welche bis vor die letzte Eiszeit zurückreichen. Außerdem belegen neue DNA-Sequenzierungen, dass im Zuge dieser maritimen Wanderungen auch domestizierte Pflanzen und Tiere verschleppt wurden. Aus diesem Grund veranstalten der Galileo-Park in Lennestadt und die ABORA-Projektgruppe den Mystery Kongress, um neuste Ergebnisse aus der Entdeckergeschichte des Menschen zu präsentieren.

Pioniere der Meere, wie Thor Heyerdahl, aber auch Tim Severin und Dominique Görlitz zeigen, dass vorzeitliche Seefahrer zu fernen Ufern aufbrachen, um Völker und Länder miteinander zu verbinden. Die Vorträge sollen dieses spannende Thema aufgreifen, um angesichts der anstehenden neuen Expedition ABORA IV über das Schwarze Meer das Abenteuer Seefahrt zu dokumentieren.

Programm am 23. November 2019

(Änderungen vorbehalten)

9:30 Uhr: Einlass in den Galileo-Park

10:00 Uhr: Dr. Dominique Görlitz, Experimentalarchäologe: Die Argonauten der Steinzeit (s. a. HIER)

11:00 Uhr: Prof. Dr. Frank Müller-Römer, Ägyptologe: Handelsschifffahrt in der Bronzezeit im Mittelalter

12:00 Uhr: Prof. Dr. Manfred Buchroithner, Kartographiehistoriker: Weltkarten aus der Antike?

12:45 – 14:00 Uhr: Mittagspause

14:00 Uhr: Andreas Otte, Privatforscher: Das Rätsel der südamerikanischen Chachapoya-Kultur – ihr Ursprung im antiken Spanien

15:00 Uhr: Prof. Dr. Havva İşkan, Archäologin: Über die Geschichte und Bedeutung des antiken Patara

16:00 – 17:00 Uhr: Pause

17:00 – 18:00 Uhr: Podiumsdiskussion mit den Referenten

Ab ca. 19:00 Uhr: Gemeinsames Zusammensein im Tagungshotel “Schweinsberg” (s. unten).

Details und Veranstaltungsort

Termin:

23. November 2019, 10 bis 18 Uhr

Veranstaltungsort:

GALILEO-PARK
Sauerland-Pyramiden 4-7
57368 Lennestadt-Meggen
Telefon: 02723-8080
Fax: 02723-808180
E-Mail: Info@Galileo-Park.de
Webseite: www.Galileo-Park.de

Der gesamte Park ist barrierefrei.

Weitere Info auch HIER.

Karten:

Tickets: 25 Euro – erhältlich im Online-Shop des Galileo-Park HIER.

Tipps:

Sofern Ihr in Lennestadt übernachten wollt, ist das “Hotel Schweinsberg” sehr zu empfehlen:

Hotel und Restaurant Schweinsberg
Fredeburger Straße 23
57368 Lennestadt–Langenei
Telefon 02723–80990
Telefax 02723– 809964
E-Mail: hotel.schweinsberg@t-online.de
Webseite: hotel-schweinsberg.de

Dort werden sich die meisten Kongressteilnehmer treffen und übernachten.

Derzeit befinden sich im Galileo-Park Ausstellungen rund um Themen wie 50 Jahre Mondlandung, Raumfahrt und Zukunft der Raumfahrt, Außerirdische und Leben im All sowie die Faszination Universum. Der Besuch der Ausstellungen und Attraktionen ist für die Kongressteilnehmer kostenlos.

Details zu den Ausstellungen erfahrt Ihr in diesem Beitrag HIER auf diesem Blog. Ebenso in diesem YouTube-Video HIER, das ich während eines Besuches der aktuellen Ausstellungen kürzlich für Euch gemacht habe. Auf diesem Blog und meinem YouTube-Channel findet Ihr zum Beispiel HIER und HIER weitere Artikel, Videos und Postings zum Thema.

 

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Leben im All: Die Erde ist nicht ideal – Auf Exoplaneten könnte sich Leben “üppiger und aktiver” entwickeln +++ YouTube-Video +++

VIDEO: Erstaunliches bei der Suche nach Leben im All: Exoplaneten könnten für die Entstehung von Leben besser geeignet sein als die Erde (Bilder: NASA/JPL / Montage: Fischinger-Online)
VIDEO: Erstaunliches bei der Suche nach Leben im All: Exoplaneten könnten für die Entstehung von Leben besser geeignet sein als die Erde (Bilder: NASA/JPL / Montage: Fischinger-Online)

Die Suche nach Leben im All und einem bewohnbaren Exoplaneten macht weiterhin Fortschritte. Inzwischen sind über 4.000 derartige Planeten außerhalb unseres Sonnensystems bekannt, die um fernen Sterne kreisen. Eine “zweite Erde” oder “Erde 2.0” war bisher nicht darunter. Immerhin galt unsere Heimatwelt vor Milliarden von Jahren als “idealer Ort” für die Entwicklung von Leben, So zumindest wurde es bisher immer angenommen. Doch jetzt zeigen Computersimulationen von Exoplaneten, dass auf anderen Welten im Universum weitaus bessere Lebensbedienungen herrschen könnten, als auf unserer Erde. Dies verblüffte selbst die beteiligten Wissenschaftler, wie Ihr es in diesem YouTube-Video erfahrt.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Unsere Erde ist im Universum ein schöner Ort zum Leben. Das steht außer Frage.

Und unser Planet hatte vor Milliarden sehr viel Glück, dass hier Leben entstehen konnte. Viele “Zufälle“ seien hier glücklicherweise zusammen gekommen, heißt es immer aus der Astronomie, so dass sich schließlich auf der noch recht jungen Erde erste Lebewesen entwickelten.

Was genau die Voraussetzungen für diesen Sprung des Lebens auf der Ur-Erde waren, weiß niemand wirklich zu sagen. Einig ist man sich nur dahingehend, dass hier alles “optimal zusammen lief”.

Doch jetzt überrascht eine neue Untersuchung von Exoplaneten die Astrobiologen und Astronomen. Denn diese hat mittels Computersimulationen gezeigt, dass auf anderen Planeten die Bedingungen für die Lebensentwicklung weitaus besser sind, als vor Milliarden von Jahren auf der Erde!

Unsere Welt könnte “nicht optimal bewohnbar sein” und auf anderen Erden wären “viel bessere Bedingungen” als hier möglich. Ein “üppigeres und aktiveres Leben” wäre auf diesen Exoplaneten vorzufinden.

Eine Untersuchung, dessen Resultate selbst die verantwortlichen Wissenschaftler überraschte, wie Ihr es in diesem Video auf meinem YouTube-Kanal erfahrt.

Bleibt neugierig …

Video vom 1. Sep. 2019 auf Grenzwissenschaft und Mystery Files

Bitte auf das “Play-Symbol” klicken.
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