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Rätselhafte Überlieferungen: Biblische Schöpfungsmythologie auch auf der Osterinsel? (+ Videos)

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Eine biblische Schöpfungsgeschichte auf der Osterinsel? (Bilder: gemeinfrei & Fischinger-Online)
Eine biblische Schöpfungsgeschichte auf der Osterinsel? (Bilder: gemeinfrei & Fischinger-Online)

Kulturen und Völker, die in der Vergangenheit geographisch mehr oder weniger nahe beieinander existierten, weisen immer wieder Parallelen auf. Auch in deren Mythologie, Götterwelten und Weltanschauungen sind diese zu finden, was eher wenig erstaunlich sein dürfte. Erstaunlich wird es immer dann, wenn in Überlieferungen vollkommen unabhängiger Zivilisationen solche Parallelen zu finden sind. Auch über tausende Kilometer und über Ozeane hinweg. So wie auf der Osterinsel im Pazifik. Dort aufgezeichnete Mythen der Schöpfung ähneln der Bibel so sehr, dass das kaum ein Zufall sein kann, wie Ihr in diesem Blog-Artikel erfahrt.


Rätselhafte Mythologien

In der Mythologie finden sich immer wieder große Ähnlichkeiten und Parallelen zwischen den einzelnen Überlieferungen aus vielen Teilen der Welt. Oft werden diese zum Teil eindeutigen Verwandtschaften damit erklärt, dass etwa Völker des Nahen Osten geographisch eng beieinander existierten. Dass diese in ihrer Entwicklung Elemente aus der Mythologie von benachbarten oder vorangegangenen Kulturen übernahmen, ist eindeutig. Auch wenn solche Vorstellungen fast immer von den jeweiligen Religionen oder Völkern „angepasst“ wurden. Was schon bei den Namen einzelner Gottheiten anfing, deren Funktionen dabei auch erweitert und individualisiert wurden.

Verwandte Völker haben überall auf der Erde auch verwandte Mythen in ihren Erinnerungen. Selbst in den weiten Wasserwelten des Pazifiks war und ist das der Fall. Kulte und Glaubenswelten auf oft tausende Kilometer voneinander entfernt liegende Inseln weisen auch identische Kernaussagen auf. Auch wenn man diese auf den ersten Blick nicht unbedingt sofort erkennt. Ihr gemeinsamer Ursprung erschließt sich letztlich doch. Ethnologen und Mythenforscher konnten das in der Vergangenheit immer wieder belegen.

Geht es aber darum, dass beispielsweise Überlieferungen aus Mesopotamien, Afrika, Südamerika oder auch Polynesien deutliche Ähnlichkeiten zeigen, wird es rätselhaft. Diese Kulturen und Zivilisationen trennen tausende oder sogar zehntausende Kilometer und in einigen Fällen auch tausende von Jahren. Sie hatten nach der üblichen Geschichtsschreibung niemals miteinander Kontakt. Sie wussten nicht mal voneinander.

Wie konnten diese sich dann in ihrer mythologischen und spirituellen Weltanschauung gegeneinander beeinflussen? Wenn in Texten des Alten Testament aus der Bibel Einflüsse von älteren Zivilisationen aus Mesopotamien nachweisbar sind, verwundert das heute niemanden mehr. Sind Parallelen dazu aber auch auf der anderen Seite der Erde zu finden, wird er rätselhaft!

Mythen der Osterinsel

So auch bei zwei Legenden, die eine französische Forschungsexpedition auf der Osterinsel im Pazifik aufgezeichnet hat. Das Team startete am 22. November 1962 von Frankreich aus in Richtung Pazifischer Ozean, wo verschiedene Inseln und deren Bewohner erkundet wurden. Unter anderem führte die 20.000 Kilometer lange Reiserute des Schiffes bis nach Tahiti und den Gesellschaftsinsel in Polynesien. Unterwegs wurde natürlich die legendäre und rätselhafte Osterinsel nicht vergessen, auf der die Expedition ebenfalls Halt machte.

Hier erkundete man nicht nur die heute weltbekannten Statuen namens Moai, den „Vogelmann-Kult“ und andere archäologische Zeugnisse der Vergangenheit. Auch Legenden und Mythologien der Einwohner ließen sich die Forscher erzählen, von denen zwei ganz besonders auffallen. Denn bei diesen glaubt man, es handelt sich um eine etwas eigenwillige Übersetzung jener Geschichte über die Schöpfung des Menschen, die man aus dem Buch Genesis der Bibel kennt. Aufgezeichnet hat sie der Expeditionsteilnehmer Francis Mazière, der sie in einem 1965 in Paris erscheinenden Buch eher beiläufig wiedergibt.

„Hier seien zwei Legenden wiedergegeben, die wir sammeln konnten“, so Mazière, und zitiert diese mit den Worten:

Die Lüfte, die Dämpfe, die Leere, das Nichts rundherum, die Meere, die Finsternis, das erste Beben, das erste Wort, das Licht gebar (…). Die Erde entstehe! Das Meer vergehe! Es komme die Sonne, das große Licht! Es komme der Mond, das kleine Licht! Es mögen die Sterne kommen (…). Es komme Make Make, der erste Mensch!

Damit sei „die Erschaffung der Welt“ gemeint, so überschrieb der Autor diese Überlieferung. Durchaus lassen sich hier Vergleiche mit der Schöpfung der Welt durch den biblischen Gott erkennen.

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Make Make (oder Makemake) wiederum ist in dieser Form nur auf der Osterinsel bekannt. Eigentlich als Gott und Schöpfer der Welt. Den Namen oder Ausdruck findet man hingegen in abweichenden Formen durchaus auf einigen Inseln des Pazifiks. Der auf der Osterinsel einmalige und längst legendäre „Vogelmann-Kult“ ist auf diesen Make Make-Gott zurückzuführen. Abbildungen und Figuren von solchen „Vogelmännern“ sind in der gesamten Südsee und sogar in Südamerika zu finden. In diesem Fall soll „der erste Mensch“ gleichfalls diesen bedeutenden Osterinsel-Namen getragen haben.

Die Erschaffung des Menschen

Die zweite von Mazière zitierte Legende dieser rätselhaften Insel ist meiner Meinung ungleich spannender. „Die Erschaffung des Menschen“ hat diese zum Thema, und wir erfahren über diese Folgendes:

Make Make nahm eine Kalebasse, erblickte sich darin, sah sein Gesicht und rief: Make Makes erstgeborener Sohn! Ein weißer Vogel kam, setzte sich auf seine rechte Schulter und rief: Kuihi-Kuaha te anga a makemake! (ein Zauberspruch, Anm. LAF) Make Make tat Erde in eine runde Form, legte die Hand mitten hinein, um ein Loch zu machen, blies dann hinein in das Loch. Hervor kam daraus ein junger Mann, He repa.

Sagte Make Make: Das ist nicht gut. Er schläferte He repa ein. Make Make nahm einen Bananentrieb. Er öffnete den Brustkorb He repas auf der linken Seite. Das Blut floß auf den Bananentrieb. Da hauchte Make Make den blutigen Bananentrieb an. Geboren wurde Uka, die junge Frau.“

Es ist nicht bekannt wann dieser Mythos erstmals erzählt oder sogar aufgeschrieben wurde. Man könnte meinen, die „Erfinder“ dieser Überlieferung kannten die Bibel sehr gut. Die „Zweite Schöpfung“, die Schöpfung des Menschen durch „Gott“, klingt im ersten Buch Moses erstaunlich ähnlich. Im Buch Genesis steht geschrieben:

Dann bildete Jahwe Elohim den Menschen aus dem Staub von dem Erdboden und blies in seine Nase einen Lebenshauch. So wurde der Mensch ein lebendiges Wesen.

(…)

Dann sprach Jahwe Gott: ,Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei. Ich will ihm eine Hilfe machen, die ihm entspricht.‘ (…) Nun ließ Jahwe Elohim einen Tiefschlaf über den Menschen fallen, dass dieser einschlief, und er nahm eine von seinen Rippen und schloss das Fleisch an ihrer Stelle zu. Dann baute Jahwe Gott die Rippe, die er vom Menschen genommen hatte, zu einem Weibe und führte es zum Menschen.“ (Gen. 2,7-22)

Eine biblische Schöpfungsgeschichte auf der Osterinsel

Die Parallelen zwischen Osterinsel und Bibel sind deutlich erkennbar. Die Kernpunkte, wie das Einhauchen des Lebens, die Erde (Lehm), das Einschläfern des Mannes und die Öffnung seiner Brust sowie die Schöpfung der Frau aus diesem „Material“, liegen auf der Hand. Und selbst Make Make stellte nach dieser Legende fest, dass es „nicht gut“ sei, dass der erste Mensch als Mann allein auf der Welt ist.

Wie bei vielen anderen Kulturen der Welt gibt es unterschiedliche Ausformungen solcher Mythologien. Blickt man in einschlägige Publikationen über die Mythologie Polynesiens oder Schöpfungsmythen der Welt, sind diese leicht zu finden. Jedoch nicht in dieser erstaunlichen „biblischen Form“, wie sie die französische Expedition Anfang der 1960er Jahre auf der Osterinsel aufgezeichnet haben will. Dass Make Make unzufrieden war, dass der von ihm geschaffene Mann allein existierte, und er deshalb eine Frau für ihn schuf, behaupten sie fast alle. Selbst die deutschsprachige Wikipedia gibt einen entsprechen Mythos wieder, nennt aber keinerlei Quelle dazu.

Für Mystery-Jäger, Grenzwissenschaftler aber auch Mythenforscher ist das ein überaus spannendes Betätigungsfeld.

Von den Europäern kontaminiert?

Im Jahr 1963 erreichte das Schiff die Osterinsel, damit also in der Moderne. Und Mazière notierte zu den beiden Überlieferungen, dass sie während dieser Zeit aufgezeichnet wurden. Legenden, „die wir sammeln konnten“, wie er es nennt.

Da verschiedene Elemente der Schöpfungserzählungen auch in anderen Quellen zu finden sind, stellt sich die Frage: Wie authentisch mögen diese beiden Beispiele aus der Urzeit der Menschheit sein? Sind sie in dieser Form bereits erzählt worden, bevor die Europäer die Osterinsel 1722 erreichten und später mit Bibel und Schwert „zivilisierten“? Es wird nicht verraten, wer diese Legenden den Franzosen erzählte oder welche Umstände dazu führten. Mazière verliert nicht mal ein Wort über die Tatsache, dass diese stark an das Alte Testament erinnern. Nur, dass der Gott Make Make an die Götter oder mythischen Herrscher Tiki und Tulpa anderer Inseln erinnert.

Wenn hier nicht biblische Schöpfungsmythen mit ursprünglichen Osterinsel-Legenden vermischt wurden, bleiben diese Überlieferungen ein Rätsel. Es sei denn, dass globale Schöpfungsmythen mit ähnlichen Aussagen eine Urerinnerung an einst reale Begebenheiten darstellen …

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Henoch und die außerirdischen Wächter des Himmels: Alles nur geträumt? (+ Videos)

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Henoch und die außerirdischen Wächter des Himmels: Alles nur geträumt? (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Henoch und die außerirdischen Wächter des Himmels: Alles nur geträumt? (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Alles, was die Propheten der Schriften innerhalb und außerhalb der Bibel mit himmlischen Wesen erlebten, waren nichts als Träume. Im besten Fall Visionen, da einige Überlieferungen diese selber so nennen. Für den Propheten Henoch und seine außerbiblischen Bücher gelte das damit natürlich ebenso. So sagen es viele Kritiker. Dabei besagt das weniger beachtete „2. Buch Henoch“ das genaue Gegenteil – und betont sogar, dass es kein Traum war. Es sei real gewesen. Was wir dort erfahren, und in welchem Zusammenhang dies zu sehen ist, erfahrt Ihr hier.


Henoch und die Außerirdischen

Mit dem Buch „Rebellion der Astronautenwächter“ (2015) erschien die bisher umfangreichste Betrachtung, Analyse und auch Spekulation rund um den Propheten Henoch. Jener biblische Held der vorsintflutlichen Patriarchen, der laut Buch Genesis dem Herrn so treu ergeben und dienlich war, dass er von ihm vor seinem Tod in den Himmel geholt wurde. Er starb damit nicht auf der Erde. Ein Privileg, dass keiner der Patriarchen für sich beanspruchen konnte.

Da Henoch vor allem in der Prä-Astronautik aufgrund dieser biblische Behauptung seit jeher viel Beachtung findet, ist er immer wieder Thema. Vor allem aber deshalb, da es Legenden und außerbiblische Bücher gibt, die seinen Namen als Autor tragen. Spannende Erzählungen rund um „Wächter des Himmels“, Gottessöhne, von denen sich interessante Überlegungen über Astronauten der Antike ableiten lassen. Vor allem drei „Kern-Thesen“ oder Aussagen, die deshalb im oben genannten Buch genau beleuchtet wurden.

In der Prä-Astronautik scheint die Meinung zu herrschen, dass diese Schriften mit Henochs Namen tatsächlich von ihm verfasst wurden. Ein absurder Gedanke. Nicht nur deshalb, da die ältesten bisher vorhandenen Texte dieser Bücher erst in christlicher Zeit entstanden. Vor allem aber, da die aus den Texten der Bibel abzulesende Lebenszeit des Propheten vor der Sintflut gewesen sein soll. Wann immer das auch genau gewesen sein mag – vielleicht vor 5.000, vielleicht vor 12.000 Jahren -, es ist kaum vorstellbar, dass aus dieser Zeit bis heute ganze Bücher enthalten sind. Auch ist der christliche Einfluss auf die erstaunlichen Aussagen dieser Überlieferungen unverkennbar!

Dennoch verweisen „die“ Prä-Astronautiker gerne darauf, dass die Werke in der „Ich-Form“ geschrieben wurden. Eigentlich nichts besonders, da wir sogar altjüdisches Schriftgut haben, sogenannte Apokryphen, in denen Adam und Eva selber berichten. Zum Beispiel Eva über die Ereignisse nach dem Tod ihres Gatten, als dieser mit einem göttlichen Fluggerät abgeholt wurde. Mehr dazu in diesem Video HIER.

Wer schrieb Henoch?

Verwiesen wird aber auch auf den Umstand, dass in den Henoch-Büchern gewisse Aussagen doppelt betont werden. Im Sinne von „Ich sah und schaute“, was die „Anhänger der Prä-Astronautik“ sehr gut aus dem biblischen Buch des Propheten Ezechiel kennen.

Mit Sicherheit wurden die Geschichten über Henoch schon lange, sehr lange, vor der Niederschrift der heute vorhandenen Henoch-Bücher mündlich weitergegeben. Seine Abenteuer mit den außerirdischen Wächtern des Himmels usw. vor der Sintflut finden sich in Legenden und Mythen. Eines Tages wurden sie aufgeschrieben. Nicht anders als bei all den zahllosen anderen Büchern innerhalb und außerhalb der Bibel. Durchaus ein sehr großes Problem für all jene, die in solchen Überlieferungen die Spuren der Ancient Aliens suchen.

Was ist Fakt und was ist Fiktion um die Raumfahrer des Altertums in solchem Schriftgut? Niemand weiß es. Was man aber sicher weiß und was durch die alten Schriften bewiesen ist, ist der Umstand, dass von solchen Außerirdischen gesprochen wird. Zwar als Wesen Gottes, meinetwegen Engel, aber auch sie sind außerirdisch. Selbst wenn sie aus einer „metaphysischen Welt“ oder eben dem „Himmel“ stammen, wie es die Theologie sagt. Auch diese Welten sind außerirdisch.

Überlesen wird bei Henoch aber immer wieder eine Aussage, die ich in einigen Büchern bereits unterstrichen habe. So wie auch in dem ersten YouTube-Video unten von 2016. Denn während gerne hochgehalten wird, dass in den Henoch-Büchern betont wird, dass er „sah und schaute“ oder ähnlich, und damit nicht irgendwie träumte, schloss „er“ einen Traum selber aus. Er in Anführungszeichen. So, als wolle der Verfasser doppelt unterstreichen, dass diese Kontakte mit den Himmlischen real stattfanden. Und das tat der Autor so deutlich, dass es an der Aussage nichts zu deuten gibt.

Henoch und die Wächter

Was man über Henoch außerhalb seiner Bücher weiß, fasst dieser Artikel HIER zusammen. Sicherlich aber sind die Bücher mit seinen Namen die Hauptquelle von Erzählungen über ihn. Studiert man das 1. Buch Henoch (äthiopisches Buch Henoch), so wird dort über Henoch stolz notiert:

Vorher war Henoch verborgen worden, und niemand von den Menschenkinder wusste, wo er verborgen war (…) Was er tat, das tat er mit den Wächtern, und seine Tage verbrachte er mit den Heiligen.“ (12,1-2)

Diese Aussage finden wir mehrfach auch in den anerkannten Texten der Bibel. Sowohl im Alten wie auch im Neuen Testament. Er „ging seinen Weg mit dem Herrn “ (Sir. 44,16) heißt es dort. Und natürlich als die Hauptaussage von allem im Buch Genesis:

Nach der Geburt Metuschelach ging Henoch seinen Weg mit Gott noch dreihundert Jahre lang und zeugte Söhne und Töchter. Die gesamte Lebenszeit Henochs betrug dreihundertfünfundsechzig Jahre. Henoch war seinen Weg mit Gott gegangen, dann war er nicht mehr da; denn Gott hatte ihn aufgenommen.“(5,22-24)

Wie in „Rebellion der Astronautenwächter„aufgezeigt, verschwand Henoch im angeblich „perfekten“ Alter von 365 Jahren (ein Sonnenjahr = 365 Tage) aber nicht für immer und ewig von der Erde. Hier ist der Beginn der umfangreichen Kontakte und damit verbundenen Missionen mit den Himmlischen (auch außerhalb der Erde) zu datieren.

Diese Berichte sind im 2. Buch Henoch zu finden. Es spielt damit eigentlich vor dem allseits bekannten äthiopischen Buch des Propheten. Dort lesen wir von einer rätselhaften Begegnung des Henoch mit Alter von „jungen“ 365 Jahren:

Als ich 365 Jahre alt geworden war, war ich an einem Tag des zweiten Monats alleine zu Hause. Ich war in großer Kümmernis und weinte; dann schlief ich ein. Da erschienen mit zwei sehr große Männer, wie ich nie auf Erden gesehen. Ihr Antlitz leuchtete wie die Sonne, ihr Augen wie brennende Fackeln; aus ihrem Munde sprühte Feuer: ihre Kleidung und ihr Gesang waren herrlich, ihre Arme wie goldene Flügel. Sie standen zu Häupten meines Bettes und riefen mich mit Namen.“ (1,1-5)

Kein Traum

Nichts weiter als eine bizarrer Traum eines traurig eingeschlafenen, frommen Propheten, könnte man meinen. Schließlich heißt es ja, dass er einschlief. Also doch eine „Vision“? Nicht wenn man den Kontext beachtet. Zwar kennen Prä-Astronautik-Autoren wie Erich von Däniken die Aussagen über große Wesen, die Henoch nie zuvor auf diesem Planeten sah, und dennoch seinen Namen kannten – aber es heißt weiter:

Ich erwachte vom Schlaf und stand von meinem Lager auf; dann verneigte ich mich vor ihnen, mein Antlitz bleich vor Schrecken. Da sprachen die zwei Männer zu mir: Sei getrost, Henoch! Fürchte dich nicht! Der ewige Herr hat uns zu dir gesandt. Du sollst mit uns heute in den Himmel gehen. Gib deinen Söhnen und deinen Gesinde Anweisung für das, was sie in deinem Haus tun sollen! Keiner soll dich suchen, bis der Herr dich ihnen wieder zuführt.“ (1,6-9)

Hier beginnt die Überlieferung über Henochs erste Kontakte mit Wächtern oder Engeln, durch die er die Geheimnisse des Himmels und der Erde erfahren haben will. Entstanden seine hierbei übrigens nicht weniger als 360 Bücher, die der Prophet von einem Himmlischen diktiert bekommen haben will. Henoch erwies sich als gelehriger und friedlicher Schüler der Himmelssöhne, so dass er später sogar mit der Aufgabe eines Botschafters der Fremden beauftragt wurde. Klar und deutlich wird bei all dem betont, dass es kein Traum war. Henoch „erwachte vom Schlaf“, stand erschrocken auf und begann eine Unterredung mit den Abgesandten des Himmels.

Kritiker wenden gerne ein, dass Propheten alles nur geträumt haben. Oder sie eben ein „Vision“ hatten, da beispielsweise auch Ezechiel im Alten Testament bei seiner Begegnung mit dem „Raumschiff des Ezechiel“ selber von einer „Vision“ (je nach Übersetzung) spricht. Sofern überhaupt Kritiker hier reale Hintergründe zulassen, und nicht alles als Fiktion und Phantasie anlehnen.  Diese Verse beweisen, dass herausgestellt wurde, dass die Person wach war. Sie beweisen natürlich nicht, dass hier reale Außerirdische vom Himmel kamen und Kontakt aufnahmen.

Dies gilt auch für eine Art „modernen Henoch“ und seine angeblichen Kontakte mit Himmelswesen. Diesen Religionsgründer sehen wir uns in einen späteren Artikel auf diesem Blog deshalb einmal genauer an.

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Mischwesen aus Mensch und Affe: Genetiker erschaffen Chimäre-Embryos – doch schon die „Götter“ schufen Monster, Menschen und Mischwesen

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Mischwesen aus Mensch und Affe - Genetiker erschaffen Chimäre-Embryos: Alles schon mal dagewesen (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Mischwesen aus Mensch und Affe – Genetiker erschaffen Chimäre-Embryos: Alles schon mal dagewesen (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Wie eine jetzt Veröffentlichte Untersuchung berichtet, haben Genetiker in China mal wieder „Gott gespielt“. Sie erschufen über 130 Embryo-Mischwesen, sogenannte Chimäre, aus der DNA von Affen und Menschen, die sie rund drei Wochen wachsen ließen. Auch wenn das Experiment aus ethischen Gründen abgebrochen wurde, so manipuliert der Mensch schon seit tausenden von Jahren den Genpool des Lebens und erschafft damit „Kreuzungen“. Und nicht nur die, wenn wir den alten Mythen glauben wollen. Mischwesen und regelrechte Monster waren einst Teil von Experimenten der Götter, wie es weltweit Mythologien behaupten. Und genau diese sollen hier einmal genauer betrachtet werden.


Hybride aus Mensch und Affe

In der aktuellen Ausgabe des Fachmagazins „Cell“ vom 14. April 2021 berichten Genetiker um Tao Tan, dass sie (mehr oder weniger) erfolgreich Menschen und Affen gekreuzt haben. Dafür nahmen die Forscher sechs Tage junge Affenembryonen, von denen jedes mit 25 menschlichen Stammzellen „geimpft“ wurde. Hierdurch erhielten sie 132 Embryo-Mischwesen, die später in der Gebärmutter zu fast 8 Prozent aus menschlichen Zellen bestanden.

Diese Chimäre genannte Mutanten, Mischwesen, Hybride oder schlicht Kreuzungen ließ man 19 Tage lang sich entwickeln. Da waren nur noch 3 der „Monster“ am Leben und das Gen-Experiment wurde abgebrochen. Aus ethischen Gründen, wie es heißt.

Solche Mischwesen aus Mensch und Affe oder auch anderen Tieren wie Schweinen gibt es in der modernen Genforschung schon seit Jahren. In vielen Ländern sind solche Experimente grundsätzlich verboten, während andere sie in sehr kleinem Umfang erlauben. So hat beispielsweise Großbritannien schon 2008 die Schöpfung von Schwein-Mensch-Hybriden erlaubt. Einige Länder haben für derartige Gen-Experimente oder sogar das Klonen von Lebewesen und sogar Menschen überhaupt keine Regelungen.

Grundsätzlich sind derartige Experimente scharfer Kritik ausgesetzt. Nicht nur von kirchlicher Seite, die hier einen Eingriff in die Schöpfung sieht. Womit die Kirchen aber auch andere Kritiker solcher genetischen Forschungen grundsätzlich Recht haben. Auch wenn die Befürworter aus den möglichen Nutzen für die Medizin der Zukunft verwiesen. So ist es wenig verwunderlich, dass seit Jahrzehnten über derartige Experimente erbittert gestritten wird und die Gesetzgeber oft überfordert zu sein scheinen.

Dabei macht der Mensch dies seit tausenden von Jahren. Klonen und Kreuzen ist Alltag und überall um uns herum. Allerdings fast nur bei Pflanzen, in deren DNA der Mensch seit jeher eingreift. Bei Blumen ebenso wie bei Obstbäumen oder Getreide:Überall wird genetisch Gekreuzt. Geht es um die DNA des Menschen oder sogar Kreuzungen menschlicher Gene und Zellen mit anderen Lebewesen, überwiegen die Bedenken. Hier kann aber niemand sagen, ob nicht in irgendwelchen Laboren solche hybriden Monster im Geheimen längst das Licht der Welt erblickten! Ob und wie lange diese Überlebensfähig sein würden, steht dabei in einer anderen DNA …

 „Lassend uns Menschen und Monster machen…“

Prä-Astronautiker horchen bei derartigen Meldungen und Experimenten schnell auf. Wie schon 1996, als  in Schottland das Klon-Schaf „Dolly“ geboren wurde. Das erste geklonte Säugetier der Welt. So zumindest hieß es offiziell.

So wurde schon damals darauf verwiesen, dass nach alten Mythen und Überlieferungen schon die Götter an Menschen und Tieren experimentierten. Diese Himmelswesen, die Raumfahrer der Antike, hätte einst selber genetische Experimente durchgeführt. Sie haben laut alten Mythologien Menschen mit Tieren und Tiere mit anderen Tieren gekreuzt. Und letztlich sollen diese Himmlischen laut entsprechenden uralten Überlieferungen sogar den modernen Menschen an sich durch solche Gen-Experimente geschaffen haben. Aus einem Urmenschen, der genetisch „verfeinert“ oder „zellular gekreuzt“ wurde.

Perverse Gedanken der Grenzwissenschaft, denken die Laien dabei sicher. Doch „lassend uns Menschen und Monster machen“ war tatsächlich der Wunsch dieser Götter. Solche Überlieferungen finden wir auf der ganzen Welt. Wobei jene aus dem Buch Genesis dabei sicher die bekanntesten sind.

Bei diesen angeblichen Experimenten der Astronauten aus dem All lief nicht immer alles nach Plan, wie es die Mythen sagen. Es sollen immer wieder „Monster“ gezüchtet worden sein. Oder sogar Menschen, die irgendwie misslangen und daraufhin durch eine neue Schöpfung mit anderen Voraussetzungen ersetzt wurden. Solche Ideen entstammen nicht irgendwelche „kranken Gehirnen“ diverser Autoren, sondern sind tatsächlich so überliefert. Mystery- und Prä-Astronautik-Forscher vermuten hier lediglich, dass diese Geschichten reale Hintergründe haben. „Etablierte Mythenforscher“ oder Theologen nehmen solche Mythologien natürlich nie wörtlich.

Auch ich habe ich verschiedenen Büchern solcher spannenden Überlieferungen aus aller Welt in diesem Sinne durchleuchtet udn werde es auch weiterhin tun. Zum Beispiels schon 1998 in „Götter der Sterne„, 1999 in „Begleiter aus dem Universum“ und 2015 in „Rebellion der Astronautenwächter„.

„Fehlschöpfungen“ der Götter

Hybridwesen oder Gen-Experimente sind natürlich auch in der UFO-Forschung seit Jahrzehnten ein Thema. Auch hier verweisen verschiedene Autoren darauf, dass Außerirdische angeblich genetische Kreuzungen und Versuche am Menschen durchführen. Mehr dazu zum Beispiel in diesem Video HIER auf meinem YouTube-Kanal.

Auf irgendwelche Experimente der Astronautengötter am irdischen Leben zu verweisen, ist einfach. Es ist leicht daher gesagt, dass dies geschehen sei, da diverse Mythen das so sagen. Wenige konkrete Beispiele mit vor allem ebensolchen (seriösen!) Quellen werden dabei immer genannt. Obwohl die Fülle an entsprechenden Quellen und mythologischen Aussagen erstaunlich groß ist. Gerne nennt man die Schöpfung des Menschen in der Tradition der Völker Mesopotamiens. Denn auch hier heißt es, dass der Mensch durch eine Kreuzung aus Urmensch und Götter erschaffen wurde. Wir alle wären demnach Hybriden oder Chimäre.

Dabei muss man nicht mal sehr zweifelhafte „Übersetzungen“ der alten Texte gewisser Autoren heranziehen. Auch die Nutzung seriöser Quellen liefert dazu genug spannenden Stoff, wie HIER belegt. Mit dem Unterschied, dass Kritiker nicht von „Fehlübersetzungen“ oder „Phantasie“ sprechen können. Auch wenn diese Quellen weniger „sensationell“ ist. Für die Völker des Zweistromlandes waren die Menschen zwar durch Kreuzungen „göttlich geschaffen“, aber es gelang auch hier scheinbar erst nach diversen Rückschlägen, den endgültigen Menschen zu kreieren. Sehr ähnlich wie es die Maya in ihrem Epos „Popul Vuh“ schilderten.

Im Mythos „Enki und Ninchursang“ über den Schöpfergott Enki und die machtvolle Urgöttin Ninchursang vermuten einige Forscher einen Hinweis auf diese Fehlschöpfungen der Götter. Nicht nur Forscher der Prä-Astronautik. So schreibt etwa der bekannte Sumerologe Hartmut Schmökel in seinem Standartwerk „Kulturgeschichte des Alten Orient„:

Wahrscheinlich darf aus einem leider sehr zerstörten Text geschlossen, dass man Enki auch die Erschaffung des Menschen als Diener der Götter zuschrieb – bei welchem Werk freilich Fehlschöpfungen nicht ausblieben.“

Was aber mögen diese „Fehlschöpfungen“ gewesen sein? Missglückte Menschen oder sogar Monster aus der Retorte der Götter?

Die Götter von Eden

Monster oder missglückte Experimente kennt die Schöpfung der Bibel nicht direkt. In der Thematik der Astronautengötter werden die dortigen Aussagen eher dahingehend betrachtet, dass hier die Götter von Eden mit künstlicher Befruchtung arbeiteten. So geschehen bei Eva, der Frau Adams, als sie ihren dritten Sohn Seth von Gott „eingesetzt“ bekam. Und natürlich die Erschaffung der Eva aus einer „Rippe“ ihres Gatten an sich. Weiter wird sehr viel auf die Riesen hingewiesen, die laut dem 6. Kapitel der Genesis auf der Erde lebten, als sich Söhne des Himmels mit Menschenfrauen paarten.

Dazu gibt es jedoch einige unheimliche Ergänzungen, auf die ich bereits in „Rebellion der Astronautenwächter“ und in Artikeln 1996 hinweisen habe.

Auch Texte aus Qumran kennen offensichtlich diese Herabgestiegenen und die Vermischung mit den Menschen. Darauf wies ich bereits 1996 in einigen Artikeln hin. Denn auch die weltberühmten Texte aus Qumran kennen offensichtlich diese Herabgestiegenen und die Vermischung mit den Menschen. Hier findet sich in dem Text 4Q531 Fragment 3 ebenfalls die Aussage, dass diese Himmlischen die Erde ins Unglück stürzten. Ebenso wie bei Henoch 200 dieser Gestalten auf die Erde niedergekommen sein sollen, nennt auch der Qumran-Text 1Q23 Fragment 1 und 6 des sogenannten „Buch der Giganten“ diese Zahl.

Monster in biblischen Tagen

„Sie kannte die Geheimnisse“ und brachten Sünde und die Riesen. Und, so die Wissenschaftler Michael Wise, Martin Abegg jr. und Edward Cook in den Kommentaren dazu schon 1997 in „Die Schriftrollen von Qumran„, diese 200 Engel suchten sich Tiere und Menschen aus „mit denen sie perverse Dinge taten“. Es ist zu erfahren:

„[… zweihundert] Esel, zweihundert Wildesel, zweihundert … Schafböcke der] Herde, zweihundert Ziegen, zweihundert [… Tiere des] Feldes von jedem Tier, von jedem [Vogel …] […] für Rassenvermischung […]

Was mag man unter der Angabe „für Rassenvermischung“ verstehen? Ein Hinweis, dass die Wesen des Himmels Tiere und Menschen kreuzten? Zwitter, wie sie praktisch alle Völker der Erde in Wort und Bild beschrieben? Oder sind mit der vermischten Rasse die Kinder zwischen den Rebellen und den Menschenfrauen gemeint? Eine Klärung dieser Frage ergibt sich aus einer anderen Stelle im „Buch der Giganten„, denn in 4Q531 Fragment 2 ist ein wesentliches Detail erhalten geblieben:

[…] sie (die Himmlischen, Anm. LAF) besudelten […] [… sie zeugten] Riesen und Ungeheuer […] […] zeugten sie, und sahen, die ganze [Erde war verdorben …] […] in seinem Blut und durch die Hände von […] [Riesen] die ihnen nicht genügten und […] […] und sie suchten viele zu verschlingen […] […] […] die Ungeheuer griffen sie an.“

Der fragmentarische Text besagt klar: Die Wächter zeugten „Riesen und Ungeheuer“. Die Kinder der Herniedergestiegen sind demnach nicht identisch mit den „Ungeheuern“, sondern die Wächter schufen (zeugten) Riesenkinder und auch Monster – durch „Rassenvermischung“ ausgesuchter Tiere, wie es der Qumran-Text besagt. Gentechnik in der Urzeit? Tausende Jahre bevor die chinesischen Genetiker jetzt ihren fragwürdigen Erfolg bekanntgeben konnten?

Monster in Griechenland

Selbst der große Grieche Platon, bekannt durch die Erzählung der mythischen Insel Atlantis, berichtet in seinem Werk „Das Gastmahl“ („Symposion“) ausführlich von einem anderen Geschlecht. Letztlich habe dieses sogar versucht die Götter im Himmel zustürzen. Durchaus ähnlich wie die rebellischen Engel der jüdisch-christlichen Tradition. So schreibt Platon beispielsweise über dieses „dritte Geschlecht“ unter anderem:

Unsere ehemalige Naturbeschaffenheit nämlich war nicht dieselbe wie jetzt, sondern von ganz anderer Art. Denn zunächst gab es damals drei Geschlechter unter den Menschen, während jetzt nur zwei, das männliche und das weibliche; damals kam nämlich als ein drittes noch ein aus diesen beiden zusammengesetztes hinzu, von welchem jetzt nur noch der Name übrig ist, während es selber verschwunden ist. (…) Ferner war damals die ganze Gestalt jedes Menschen rund, indem Rücken und Seiten im Kreise herumliefen, und ein jeder hatte vier Hände und ebenso viele Füße und zwei einander durchaus ähnliche Gesichter auf einem rings herumgehenden Nacken, zu den beiden nach der entgegengesetzten Seite von einander stehenden Gesichtern aber einen gemeinschaftlichen Kopf, ferner vier Ohren und zwei Schamteile, und so alles übrige, wie man es sich hiernach wohl vorstellen kann.

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(…) Sie waren daher auch von gewaltiger Kraft und Stärke und gingen mit hohen Gedanken um, so dass sie selbst an die Götter sich wagten; denn was Homeros von Ephialtes und Otos erzählt, das gilt von ihnen, dass sie sich einen Zugang zum Himmel bahnen wollten, um die Götter anzugreifen.“

Auch der bekannte Grieche Hesiod in seiner „Theogonie“ um 700 vor Christus weiß von solchen Wesen. Er gilt neben Homer, dem Autor der „Ilias“ und „Odyssee“, als wichtigste Quelle über unser heutiges Wissen über die Mythologie der damaligen Griechen. Hesiod kennt in seinen niedergeschriebenen Überlieferungen ein ganzes Füllhorn an Mischwesen und Monstern,wie sie beispielsweise G. F. Schoemann 1898 in „Die Hesiodische Theogonie“ wiedergibt.Alle diese Bestien waren das Werk der Götter, so Hesiod.

Die bekanntesten Kreaturen sind hierbei wohl die Kyklopen, bei denen „ein einziges Auge mitten in der Stirn lag“.

Unaussprechliche Kreaturen

Unaussprechliche Wesen haben die griechischen Ur-Götter nach Hesiod einst geschaffen oder geboren. Gewaltige Riesen (Titanen) ebenso wie Monster, bei denen „100 Arme zugleich sich ihren Schultern entstreckten“. Gleichfalls Wesen, bei denen „50 Häupter aus den Schultern gewachsen“ waren. So notierte Hesiod unter anderem diese Taten und Abkömmlingen der Götter. In „Hesiod’s Werke verdeutscht im Versmaße der Urschrift“ (1858) gibt der Übersetzer Eduard Eyth Hesiod mit den diesen Worten wieder:

Kraft und Stärke jedoch und Kunst – das hatte die Arbeit! Aber noch andere waren der Erde und dem Himmel entsprossen (…) Unnahbar war ihre Gewalt bei mächtigem Aussehen. Denn von Sämtlichen, welche die Erde gezeugt mit dem Himmel, waren sie die Schrecklichsten (…)“

Die Mythen der Griechen über solche Monster, Riesen und Titanen sind heute auch dank der Aufzeichnungen von Hesiod durchaus populär. Hollywood und die Populärkultur der Moderne haben das Thema längst für sich entdeckt. Doch ob jemals darüber nachgedacht wurde, dass zumindest nach den Behauptungen der Chronisten diese Wesen wirklich gelebt haben sollen?

Einige Geschichtsschreiber berufen sich auch auf den Chronisten Manetho. Er verfasste etwa in der Zeit 285 bis 246 vor Christus in seiner Funktion als  altägyptischer Priester und Geschichtsschreiber eine Chronik über die Götter und Pharaonen Ägyptens. Für Ägyptologen ist die Chronologie der ägyptischen Könige in seinem Werk „Aegyptiaca“ noch heute eine unschätzbare Quelle. Allerdings nur dafür und nicht für das, was Manetho über die Zeit vor diesen Pharaonen überliefert hat. Denn Manetho ist jener Geschichtsschreiber, der die Geschichte Ägyptens sehr weit in die Vergangenheit verlagerte, als noch Götter und nach diesen Halbgötter das Land regiert haben sollen.

Auf Manetho wiederum beruft sich unter anderem der spätere Geschichtsschreiber Eusebius von Caesarea (ca. 260/64 bis  339 nach Christus). Eusebius ist nicht nur einer der ersten Kirchenhistoriker, sondern auch Verfasser von gleich dutzenden Geschichtswerken. Ihm stand umfangreiches Quellenmaterial zur Verfügung,  weshalb er auch als „Vater der Kirchengeschichte“ gilt. Obwohl ein früher Christ, enthalten seine Werke „Chronik“ eine gewaltige Sammlung der Geschichte vieler Völker. Inklusive detaillierter Chronologien von Königen, Regierungszeiten etc.

„Eine Menge von Wunderwesen“

Unheimlich wird es bei Eusebius aber, als dieser über seltsame Taten der Götter in der Urzeit schreibt. Denn diese haben wahre Monster erschaffen, Mischwesen und Zwitter kaum vorstellbarer Art und Weise. In „Eusebius Werke“ (Bd. V, 1911) von Josef Karst erfahren wir dazu von Eusebius, dass in der Vorzeit bizarre Kreaturen existiert haben sollen. Angeblich stamme dieses Wissen sogar von Oannes persönlich:

Es war, sagt er (Oan/Onannes, Anm. LAF), einstens, da durch das das (Welt-)All hin Finsternis und Wasser war. Und es waren daselbst gewisse andere Untiere, von denen ein Teil selbsterzeugte waren, und mit lebenerzeugenden Formen ausgestattete; und sie hätten erzeugt Menschen, doppeltbeflügelte; dazu auch andere mit vier Flügeln und zwei Gesichtern und einem Leib und zwei Köpfen, Frauen- und Männerköpfen, und zwei Naturen, männlichen und weiblichen; weiter noch andere Menschen, mit Schenkeln von Ziegen und Hörnern am Kopfe; noch andere, pferdefüßige; und andere von Pferdegestalt an der Hinterseite und Menschengestalt an der Vorderseite, welche der Hippokentauren Formen haben; erzeugt hätten sie auch Stiere, menschenköpfige, und Hunde, vierleibige, deren Schweife nach Art der Fischschwänze rückseits aus den Hinterteilen hervorliefen; auch Pferde mit Hundeköpfen; und Menschen sowie noch andere Ungeheuer, pferdeköpfige und menschenleibige und nach Art der Fische beschwänzte; dazu weiter auch allerlei drachenförmige Unwesen; und Fische und Reptilien und Schlangen und eine Menge von Wunderwesen, mannigfaltig gearteten und untereinander verschieden geformten, deren Bilder sie im Tempel des Belos eins neben dem andern dargestellt aufbewahrten.“

Eine rund 1.700 Jahre alte Aufzählung, die man sicher zweimal lesen muss. Bizarre und zweifellos grausige Kreaturen als Produkt „göttlicher“ Schöpfungskraft haben demnach einstmals existiert. „Eine Menge von Wunderwesen“, die lange, bevor der Mensch auf der Bühne der Schöpfung erschien, existiert haben sollen. Beherrscht wurden diese, auch das überliefert Eusebius, von einer Göttin:

Und es habe über alle diese ein Weib geherrscht, dessen Name Markaye heiße, das auf chaldäisch Thalattha genannt werde und auf Griechisch verdolmetscht werde Thalattha (das ist Meer).“

Diese Thalatta oder auch Thalassa aus der griechischen Mythologie ist eine Muttergöttin, die unter anderem mit dem Meer identifiziert wurde. Sie hatte verschiedene Funktionen, ist jedoch immer als eine Art Ur-Mutter zu erkennen. Bei Nonnos von Panopolis, einem Dichter und Denker des 5. Jahrhunderts, ist sie sogar die Mutter der bekannten Göttin Aphrodite.

Göttliche Hybride

Solche Monster und Zwitter aus der Retorte der Götter will aber auch ein biblischer Prophet gesehen haben. In der griechischen „Apokalypse des Baruch“ heißt es, dass der Prophet eines Tages von einem Himmlischen im Auftrag Gottes mit in den Himmel genommen wurde, wo ihm ungeahnte Geheimnisse offenbart wurden. Bereits im „ersten Himmel“ seiner Reise begannen diese Offenbarungen, denn hier lebten ausschließlich Zwitterwesen:

Er zeigte mir im Himmel eine Ebene. Da waren viele Menschen drauf, Gesichter wie die Rinder und Hörner wie die Hirsche und Füße wie die Ziegen und Hüften wie die Lämmer.“ (2,3)

Kirchenvater Eusebius wiederum schöpfte sein Wissen aus zahllosen Quellen. Als Universalgelehrter ist es sicher, dass er Zugriff auf umfangreiche antike Texte und Schriften hatte, die er oft auch zitiert. Eine seiner zahllosen Quellen war der Historiker Berossos, einer der wichtigsten Astronomen und Priester des Gottes Marduk von Babylon. Dieser Berossos verfasste etwa um das Jahr 290 vor Christus eine Chronik der Babylonischen Geschichte, in der er auch von der Urzeit berichtet.

Auch Berossos berichtet in seiner Chronik von einer Zeit, als eine rätselhafte Art von Kreaturen existiert haben soll. Oannes nennt er diese, die bei Eusebius unter den Namen Oan zu finden sind. Göttliche Zwitter-Kreaturen aus Mensch und Fisch, die aus dem Meer (meist Persischer Golf) kamen, die Zivilisation brachten und zum Teil unter den Menschen lebten. Auch wenn Oannes meist als ein einzelner Gott angesehen wird, so ist diese Art der Kulturbringer von Babylon bzw. Mesopotamien auf zahlreichen Abbildungen mehrfach zu sehen. Menschen mit Fischschwänzen, die in ganzen Gruppen abgebildet wurden, allerdings nicht eins zu eins den späteren Beschreibungen von Berossos entsprechen.

In Band V von „Eusebius Werke“ heißt es dazu, dass „ein furchtbares Untier, dessen Name Oan heiße“, dem Meer entstieg. Über diese heiße es, „dass sein ganzer Körper der eines Fisches war, und unter dem Kopfe des Fisches ein anderer Kopf an jenen angefügt; und am Schweife Füße wie die eines Menschen, und die Stimme gemäß der Stimme der Menschen; dessen Bild noch bis jetzt in Zeichnung aufbewahrt werde“. So Eusebius.

Diese Wesen kennt man heute meist unter den Namen Oannes. Es sind Mischwesen, die als Kulturbringer in Mesopotamien angesehen wurden. Vor allem bei den Babyloniern. Vielfältige bildliche Darstellungen von diesen Kreaturen haben die Archäologe inzwischen ausgegraben.

Fisch-Menschen und Sintflut

Selbst die Mythologie aus dem fernen Indien kennt etwas Ähnliches wie Oannes bzw. Oan. Und zwar über die bekannte Gottheit Vishnu. Eine der Hauptformen Gottes im Hinduismus, von denen schon die alten Veden Indiens sprechen. Von dieser höchsten Offenbarung der Göttlichkeit wird …

„…ausführlich erzählt, wie der Gott Vishnu als Fisch die verlorenen Vedas aus der Tiefe des Meeres wieder heraufholte, und dadurch den Menschen das Gesetz aufs Neue offenbart habe (…).

So beschreibt es schon Friedrich Creuzer 1836 in „Symbolik und Mythologie der alten Völker besonders der Griechen“. Vishnu tat dabei nichts anders als die Oannes-Kreaturen: Aus dem Meer kommen und den Menschen das Gesetzt (die Kultur) bringen.

Im Alten Testament wird die große Sintflut als Strafgericht für böse Menschen und/oder Mischwesen angesehen. Mythen anderer Völker weltweit sehen das teilweise sehr ähnlich, um diese Vernichtung irgendwie deuten oder erklären zu können. Gleichgültig ob Legenden der Bibel, Mesopotamien, Indiens, der Maya oder sonst wo auf der Welt. Sie alle haben häufig den Kern, dass Götter Mischwesen schufen, die dann wieder vernichtet wurden.

Die Häufigkeit dieses Motivs in den Mythologien ist zu frappierend, als das sie meiner Meinung nach reiner Zufall sein kann. Von den großen Zivilisationen der Vergangenheit bis zu den weniegr bekannten Kulturen, Völkern und Stämmen. Ein Beispiel: In einem Mythos der Wyot Indianer aus Kalifornien in den USA wird erzählt, dass die erste Erschaffung des Menschen auch hier daneben ging:

Als die ersten Menschen geboren waren, konnten sie nicht richtig sprechen. Es war gar nicht richtig, was sie sprechen. Auch waren sie behaart. Da hörte er sie, der Alte-Mann-Droben. Er dachte: Wie kann ich sie wieder loswerden? Schließlich wusste er es. (…) Wasser würde kommen

Auch bei den Wyot überlebte natürlich jemand die Katastrophe.

Zwitter-Monster in Ur

Durchaus interessant ist mit Blick auf die Bibel im Zusammenhang mit „Fischmenschen“ die Figur des Stammvaters Abraham. Abraham wiederum stammte aus der Stadt Ur im Süden Mesopotamiens, wie es die Bibel erzählt (Gen. 11,31). Ein Ort, den schon die alten Sumerer gründeten. Hier hat der Herr seinen Vater durch Feuer vom Himmel getötet, um Abraham als „Auserwählten“ für sich zu gewinnen, wie ich es unter anderem in diesem YouTube-Video HIER erkläre.

Eusebius wie natürlich Berossos siedeln die beschriebenen Mischwesen in Chaldäa an. Chaldäa ist exakt das Gebiet im Süden des Zweistromlandes am Persischen Golf, wo auch die Stadt Ur lag. Römische und Griechische Geschichtsschreiber sowie die Bibel nennen es oft schlicht Babylon. Wobei Abbildungen dieser Gestalten bei allen Kulturen der Region zu finden sind. Gleichgültig ob Babylonier, Sumerer, Assyrer oder Akkader.

So sehen wir beispielsweise auf Rollsiegeln aus Ton sehr häufig geflügelte Menschen oder geflügelte Löwen. Aber auch menschliche Kreaturen mit Ziegenbeinen, Schwänzen sowie Tierköpfen. Also genau jene Bestien, wie sie Eusebius beschrieben hat. Siegelabrollungen mit diesen Wesen wurden unter anderem in den Ruinen von Abrahams Heimatstadt Ur gefunden. In Gräbern aus der I. Dynastie, die zum großen Teil von dem berühmten Archäologen Leonard Woolley zwischen 1926 und 1928 freigelegt wurden, lagen bis zu 5.000 Jahre alte Darstellungen genau dieser grausigen Zwittern.

Existierten diese also tatsächlich in diesem Gebiet, oder hat der Chronist Eusebius nur solche Abbildungen gesehen und von entsprechenden Mythen gehört? Starben diese in der Sintflut, oder kannte Abraham als bekanntester Sohn der Stadt Ur diese sogar noch? Angeblich ja. Und nicht nur das.

Abraham und die „Krebsfrau“

Über Abraham überliefert wiederum der heilige Sohar (Zohar), dass er einst mit einer seltsamen „Krebsfrau“ ein Kind zeugte. Im Sohar (II. fol. 147a-148b) heißt es darüber, „dass Abraham mit seiner Krebsfrau einen Sohn zeugte, den er Tachasch nannte (…)“. Tachasch wiederum soll laut Sohar etwas mit himmlischen Wesen gemein haben. Sollte das etwa bedeuten, dass Abraham Kontakt zu solchen Zwittern der Götter  hatte? Jene, wie sie bildlich in seiner Heimatstadt ausgegraben und von den Chronisten überliefert wurden?

Der Name oder die Bezeichnung „Tachasch“ ist noch in anderer Hinsicht sehr seltsam. Laut Bibel soll die Bundeslade aus dem Buch Exodus mit einer Haut oder einem Fell aus „Tachasch“ beim Transport abgedeckt worden sein. Auch Teile des Allerheiligsten beim Exodus, der Stiftshütte, in dem die Lade verwahrt wurde, sollen aus „Tachasch“ bestanden haben.

Was aber genau dieses Material war, ist unbekannt und umstritten. Von Seehund-Fell über Delphin-Haut bis zur Haut von Wesen, die Gott extra für diesen Zweck geschaffen (gezüchtet) hat, reichen die Deutungen der Bibelforschung. Selbst von Einhörner wird hierbei gesprochen. An anderen Stellen habe ich das genauer ausgeführt. Etwa in „Götter der Sterne„, in diesem YouTube-Video HIER und diesem Vortrag auf YouTube HIER.

Der Sohar wiederum ist das bedeutendsten Werk der mystische Traditionen des Judentums der Kabbala. Allgemein wird das Werk als eine recht junge Schrift angesehen, die erst im 13. Jahrhundert entstand. Es soll die Geheimnisse der Kabbala vertiefen, deuten und weiter erörtern, der bekanntlich von vielen Seiten enormes Geheimwissen zugesprochen wird. Gerade in der Moderne erfuhr die Kabbala eine regelrechte Renaissance unter Mystikern und Sinnsuchern auch außerhalb des Judentums.

Sind Mythen Reportagen?

In der Prä-Astronautik werden seit jeher Mythen, Überlieferungen, Sagen, Legenden, alte Schriften, heilige Texte usw. im Sinne der Idee der Astronautengötter abgeklopft. Überall gibt es Hinweise auf diese Astronauten aus dem All, sofern man diese Mythologien so deuten möchte. Ob diese Himmelswesen oder andere Übernatürliche darin wirklich physische Außerirdische waren, wissen wir defensiv nicht! Dafür gibt es nicht einen einzigen unstrittigen Beweis. Vielleicht finden wir sogar eines Tages eindeutige „Alien-DNA“ in unseren Genen.

Wenn man mit der Prä-Astronautik liebäugelt oder sogar überzeugt ist, dass die Götter Aliens waren, dann darf man solche und viele weitere Überlieferungen über „Gen-Experimente der Götter“ nicht ignorieren. Von diesen gibt es weit mehr, als in diesem Online-Beitrag als Beispiele angeführt wurden.

Die jetzt publizierten Experimente der Chinesen beweisen, dass wir längst Gott spiele. Da die Geschichte beweist, dass der Mensch alles, was möglich sein wird, auch in die Tat umsetzt, wird es auch bei solchen genetischen Kreuzungen so sein. Wenn es nicht schon geschehen ist. Der Mensch wird bizarre Mischwesen erschaffen. Ethische Bedenken oder Einwände von Humanisten oder Kirchen spielen dabei keine Rolle. Was der Mensch imstande ist zu tun, wird er tun. Aus Neugierde oder ganz einfach nur, weil er es kann.

Sofern jene Außerirdische, die vor Jahrtausenden als Götter angesehen wurden, ähnlich dachten, taten sie es auch. Und so finden wir ihre Werke und Taten in mythologisch-verzerrten Überlieferungen bis heute auf der ganze Welt.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Papst Franziskus in der irakischen Stadt Ur: Dort, wo Stammvater Abraham einst Kontakt zu Außerirdischen hatte? (+ Videos)

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Papst Franziskus in der irakischen Stadt Ur: Dort wo Stammvater Abraham einst Kontakt zu Außerirdischen hatte? (Bilder: WikiCommons & tagesschau.de / Montage: Fischinger-Online)
Papst Franziskus in der irakischen Stadt Ur: Dort wo Stammvater Abraham einst Kontakt zu Außerirdischen hatte? (Bilder: WikiCommons & tagesschau.de / Montage: Fischinger-Online)

Papst Franziskus war wieder unterwegs. Diesmal im Irak, wie es der TV-Zuschauer in verschieden Nachrichten sehen konnte. Eine kurze Reise von vier Tagen, bei der er auch die Stadt Ur besuchte und dort betete. Eigentlich eine uralte Stadt des Kulturlandes Mesopotamien, in der der laut Bibel Abraham geboren wurde. Der Stammvater aller Juden, Christen und Muslime. Doch kam es dort vor Jahrtausenden „klipp und klar“ zu einem Kontakt von Abraham mit Außerirdischen? Denn das schrieb der Prä-Astronautiker Erich von Däniken dazu in einem Tweet, der sicher einige erstaunte. Was aber meinte er damit, wie kommt von Däniken zu dieser Aussage? Das und mehr erfahrt Ihr hier.


Papst Franziskus im Irak

Kürzlich flimmerten in die heimischen Wohnzimmer in den Nachrichten Neuigkeiten über Papst Franziskus. Der „oberste Hirte“ der katholischen Kirche befinde sich derzeit auf einer Reise durch den Irak, träfe sich dort mit verschiedenen Vertretern des Glaubens und feierte mit den dortigen Christen Messen. Alles wie üblich verbunden mit dem Aufruf auf Frieden und einen Dialog zwischen den Religionen. In diesem Fall vor allem Christen und Muslime. Eine sogenannte „Apostolische Reise“, wie es die Kirche nennt, die vom 5. bis 8. März dauerte.

Der TV-Zuschauer oder Nachrichtenkonsument wird sich bei den Berichten über die Irak-Reise des Papstes sicher gedacht haben: „Mutig von ihm.“ Denn die ganze Welt weiß natürlich über die Lage im Nahen Osten und hier speziell den Irak. Vielmehr wird sich der normale News-Konsument wohl nicht dabei gedacht haben. Auch nicht als Papst Franziskus die im Süden des Irak liegende Stadt Ur besuchte und dort bei einem interreligiösen Treffen für die Opfer von Terror und Krieg betete. Eine wichtige Kernaussage war, dass es keinen Frieden geben könne, wenn sich die Völker nicht „die Hand reichen“.

Zuschauer der üblichen Fernsehnachrichten (privat und öffentlich-rechtlich) werden es wohlwollend zur Kenntnis genommen haben. Und der ein oder andere mag sich dabei gefragt haben, was Ur denn für eine Stadt ist, das der „Heilige Vater“ genau dort zu Gebet rief. Immerhin ist Ur in all den Jahren der Berichte aus dem Irak praktisch nie erwähnt worden. Mossul oder Bagdad kennt man – aber Ur?

Geschichtlich Interessierte oder bibelfeste Leser kennen Ur selbstverständlich. Auch die Internetseite der „Tagesschau“ klärt dazu ihr Zielpublikum etwas auf:

Laut biblischer Überlieferung ist der Ort Ur in der Wüste des Südirak die Geburtsstätte Abrahams, des Stammvaters von Juden, Christen und Muslimen.“

Abraham aus Ur

Der Ort Ur ist kein Ort oder keine Stadt im eigentlich Sinn. Es ist eine uralte Stadt der Sumerer und späterer Kulturen Mesopotamiens, die schon vor 6.000 und mehr Jahren besiedelt war. Eine der wichtigsten Ruinenstätte des Landes überhaupt, dessen zentrales Heiligtum eine Zikkurat, eine Art Stufenpyramide, zu Ehren des Mondgottes Nanna bildete. Wie bei vielen uralten Städten im Zweistromland. Am bekanntesten ist hier wohl der „Turm von Babel“, den man unter anderem aus dem Alten Testament kennt.

Aber auch die Stadt Ur ist im Alten Testament zu finden. Hier sei der Überlieferung im Buch Genesis nach der legendären Patriarch Abraham geboren. Der Stammvater von Juden, Christen und Muslimen. Und natürlich ist das auch dem Vatikan bzw. Papst Franziskus bekannt, weshalb genau diese geschichtliche Stätte für einen Besuch ausgesucht wurde. So sagte der Papst in Bezug zu Abraham bei seinem Gebet in Ur auch:

Dass wir uns heute hier auf seinen Spuren befinden, dies möge ein Zeichen des Segens und der Hoffnung sein für den Irak, für den Nahen Osten und für die ganze Welt.

Eine schöne Geste, ein nettes Zeichen, werden die meisten Gläubigen sicher denken. Nicht aber der Religionskritiker und Prä-Astroauntik-Autor Erich von Däniken. Er setzte am 7. März einen auf den ersten Blick sehr seltsam erscheinen Tweet bei Twitter ab:

Mit „Mosur“ meinte Erich von Däniken Ur. Aber wieso soll dort Abraham „klipp und klar Kontakt zu Außerirdischen“ gehabt haben? Und wieso sollen das der Papst und der irakische Ministerpräsident wissen? Was hat das damit zu tun, dass unsere Religionen „auf die Rückkehr der Götter vorbereitet“ werden, womit von Däniken natürlich die antiken Raumfahrer meint? Die Ancient Aliens, wie man sie heute nennt.

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Kontakt zu Astronautengöttern?

Nun, ob „der Papst wie auch Iraks Ministerpräsident wissen“, dass Abraham in Ur einst Kontakt zu Astronautengöttern hatte, wissen wir natürlich nicht. Woher auch, da Papst Franziskus dies bisher nirgendwo kundtat. Ob die heutigen Religionen auf die Wiederkehr dieser Raumfahrer der Antike, die einst für „Götter“ gehalten wurden, „vorbereitet“ werden, wissen wir ebenso wenig. Zu vermuten ist es durchaus. Aber nur dann, wenn wir der Meinung sind, dass die Götter der alten Überlieferungen einschließlich des biblischen „Gott“ auch wirklich Außerirdisch waren. Dann allerdings, davon bin ich überzeugt, reicht es nicht nur die aktuellen Religionen auf deren Rückkehr vorzubereiten.

Von Däniken spricht von „klipp und klar“, was suggeriert, dass es für seine kühne Behauptung Beweise habe. Beweise dafür gibt es aber nicht. Sehr wohl aber finden sich in den alten Texten und Mythen Hinweise darauf, dass Abraham tatsächlich Kontakt mit diesen Außerirdischen des Altertums in Ur gehabt haben könnte. Sehr ausführlich habe ich das schon in meinem Buch „Götter der Sterne“ analysiert und diskutiert.

Denn, wie Ihr in diesem Blog Artikel HIER umfangreich nachlesen könnt (s. zweite Video unten), laut diesen Schriften hatte Abraham einst Kontakt mit fremden Wesen, die ihn mit in den Himmel nahmen. Zu einer Raumstation von Außerirdischen! So erstaunlich das klingt, so ist es eine Tatsache, das die entsprechende Überlieferung über diese „Himmelsreise“ des Stammvaters genauso interpretiert werden kann. Ob es deshalb wahr ist, wissen wir leider nicht.

In der Bibel findet sich dieser Bericht übrigens nicht. Das altjüdische Buch außerhalb der Bibel, ein Apokryph, nennt sich „Apokalypse des Abraham„. Im zweiten Video unten aus dem Jahr 2012 gehe ich auf dieses Thema genauer ein.

Feuer vom Himmel

Unheimliches ereignete sich aber auch bei der Berufung des Abraham durch den angeblichen „Gott“ an sich. Wie im ersten Video unten zusammengefasst, machte hier laut den alten Überlieferungen das Himmelswesen kurzen Prozess mit Terach, dem Vater von Abraham. Dieser war treu des Glaubens seiner Heimat ein Anhänger diverser Götter Mesopotamiens. Er soll sogar seinen Lebensunterhalt damit verdient haben, entsprechende „Götzen“ herzustellen.

Nach der Überlieferung war dieser Mann den Plänen „Gottes“ offenbar im Weg. So wurde er bei der Berufung des Abraham kurzerhand ermordet. Durch Feuer vom Himmel wurden er, sein Haus und seine ganze Habe dem Erdboden gleich gemacht. Nun konnte Abraham seine Heimat Ur verlassen und seine Mission im Auftrag seines himmlischen Herrn erfüllen, wie es auch die Bibel weiter erzählt. Wenig verwunderlich ist hierbei, dass sich diese Episode über die Ermordung des Terach durch „Gott“ nicht in der Bibel erwähnt wird. Dort finden sich – wenn überhaupt – widersprüchliche Angaben über den Tod von Abrahams Vater.

Genau diese nicht-biblichen Überlieferungen aus den sogenannten Apokryphen sind es, auf die Erich von Däniken in seinem Tweet anspielt. Faszinierende Geschichten einer längst vergangenen Zeit.

Videos zum Thema

Video vom 18. Februar 2020 auf Mystery Files

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Xavier Naidoo und seine Außerirdischen, die eigentlich ja gar keine sind: Seltsame Verschwörungstheorien und das Buch Henoch (+ Videos)

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Xavier Naidoo und seine Außerirdischen, die eigentlich ja gar keine sind (Bilder: PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Xavier Naidoo und seine Außerirdischen, die eigentlich ja gar keine sind (Bilder: PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Verschwörungstheorien und solche, die es sein sollen, haben immer Konjunktur. Mal mehr, mal weniger. Dabei kann die Hausfrau von nebenan ebenso an diverse Verschwörungsideen glauben, wie ein in den Medien vertretener Prominenten. Und der bekannte deutsche Musiker Xavier Naidoo ist dabei wohl das bekannteste Beispiel, da er es immer wieder schafft mit diversen Aussagen zu Verschwörungen aller Art mediale Aufmerksamkeit zu bekommen. So wie aktuell, in dem er im Internet erneut Aussagen und Thesen verbreitet, die von der Presse nur allzu gern aufgenommen werden. Auch über Außerirdische, die seiner Meinung nach gar keine „echten“ Außerirdische sind. Was genau der Sänger sagte und was offensichtlich das der Community von Fischinger-Online sehr gut bekannte Buch Henoch damit zu tun hat, erfahrt Ihr detailliert hier.


Xavier Naidoo und die Verschwörungen

Xavier Naidoo wurde in seiner bisherigen Karriere als Musiker und Sänger mit einer Vielzahl von Preisen ausgezeichnet, die seinen musikalischen Erfolg belegen.In den letzten Jahren macht Naidoo aber immer wieder Schlagzeilen in den Medien und der Boulevardpresse, die weniger mit seiner Arbeit als Künstler zu tun haben.

Vielmehr verbreitet er im Internet über verschiedene Plattformen diverse Verschwörungstheorien und „alternative Weltsichten“, deren Inhalte in der Presse immer wieder für Aufsehen sorgen. Diese reichen von politischen und religiösen Ansichten über krude Spekulationen um Verschwörungen und Geschichte bis zu Außerirdischen. Inklusive der Trend-Verschwörungstheorie, die die Erde in Wahrheit eine Scheibe sei.

Diesbezüglich scheint er den aus dem TV sehr bekannten Wissenschaftler Harald Lesch zu einer Art „persönlichen Feind“ auserwählt zu haben, wie es diverse Aussagen von  Naidoo auf seinem „Telegram“-Account zeigen. Selbst als „Übel der Menschheit“ und „Dreck“ wird Lesch dort bezeichnet, der „Lügen bis zum Tode“ wird.

Für diverse Magazine im Fernsehen und Online-Portale ein gefundenes Fressen. Sobald der Sänger eine neue „obskure Verschwörungstheorie“ verbreitet, werden seine Aussagen dankend in verschiedene Promi-News diskutiert. Sei es beim Frühstücksfernsehen des Senders Sat1 oder auf der bekannten Musik- und Medien-Webseite rollingstone.de. Kein Wunder, da Xavier Naidoo als Musiker allein auf der Sozial Media-Plattform „Telegram“ rund 750.ooo Follower bzw. „Fans“ hat.

Und genau dort verbreitet er immer wieder seine sonderbaren Ansichten, Postings und Verschwörungstheorien. Aussagen, die in Kreisen grenzwissenschaftlich Interessierter hinlänglich bekannt sind. Man denke an die Trend-These, dass die Erde in Wahrheit keine Kugel sei, sondern eine Scheibe, auf dessen Oberfläche wir leben. Auch dies findet sich in den Texten von Naidoo auf „Telegram“.

Außerirdische sind Dämonen aus dem Inneren der Erde!

Viele der dort gemachten Aussagen des Sängers wird die übliche Gemeinde „der Grenzwissenschaftler“ nicht interessieren. Wenn es um das Thema Außerirdische geht sieht das schon etwas anders aus. Und so postete er am 24. Mai auf „Telegram“:

Aliens sind nicht außerirdischen-, sie sind unterirdischen-Ursprungs. Es gibt keinen Weltraum. Es sind Dämonen und Gefallene. Lasst Euch nicht den nächsten Bären aufbinden.

Dass Außerirdische – besser gesagt: UFOs – Dämonen oder schlicht Handlanger des Satan sein sollen, ist ein alter Hut. Interessant ist, dass Naidoo hier behauptet, dass sie aus dem Inneren der (flachen) Erde kommen sollen und „Gefallene“ sind, womit er wohl die christliche „Hölle“ mein. Aber „Gefallene“? Spätestens hier sollte jeder aufhorchen, der sich für die Prä-Astronautik interessiert. Denn damit meint der Musiker zweifellos die biblischen „gefallenen Engel„, die bekanntlich in der Prä-Astronautik als Außerirdische gedeutet werden.

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Die bisher umfangreichste Veröffentlichung, die zu diesem Thema erhältlich ist, erschien 2015 unter dem Titel „Rebellion der Astronautengötter„. Deshalb soll an dieser Stelle auf die genauen Details dieser Interpretationen verzichtet werden. Immerhin setzte Naidoo nur rund eine halbe Stunde später diesen Post auf „Telegram“ ab:

Als Lektüre: Buch des Enoch (Er ist übrigens nicht gestorben). Seltsam, dieses Buch hat es nicht in ‚unsere‘ Bibel geschafft. Warum wohl?

Damit ist klar, was er gelesen hat, als ihm diese Gedanken kamen. Das außerbiblische Buch Henoch, das den Namen des Propheten Henoch aus dem Alten Testament trägt. Eine rätselhafte biblische Figur, über die in diesem Blog-Artikel HIER alle Hintergründe und mehr erfahrt. Die Behauptung, dass Henoch nicht gestorben sei, stimmt dabei sogar. Zumindest laut Bibel und ähnlicher Überlieferungen, da Henoch lebendig nach seiner Erdenmission vor der Sintflut in den Himmel geholt worden sein soll. So ist es dort nachzulesen.

Spätestens hier zeigt sich der Unsinn, den Naidoo verbreitet hat. Er sagt zwar nicht, welches Buch Henoch er mit seinem Lesetipp meint (es gibt mindestens drei), aber hätte er diese Texte wirklich gelesen, wüsste er, dass er seinen „Fans“ Falschaussagen vorsetzte.

„Gefallene“ – vom Himmel

„Gefallene“ sind in den Bücher Henoch die „gefallenen Gottessöhne“. Auch „Wächter“ oder „Himmlische“ darin genannt. Wesen, die sich im Himmel gegen ihren Führer, den „Höchsten“, auflehnten, und so von dort zur Erde kamen. Aussage, die sich in wenigen Worten auch im Buch Genesis finden. Diese „Gefallenen“ wandten sich von ihrem himmlische Chef ab, dessen Hofstaat sie einstmals angehörten. So kamen sie auf unseren Planeten, ins unsere Welt, hernieder.

Das Christentum hat sie später zu Dämonen gemacht, aus der die Tradition der „gefallenen Engel“ entstand.

In der Deutung der prä-astronautik waren es Außerirdische,m die vor Jahrtausenden zur Erde kamen. Die Bücher Henochs sprechen ausnahmslos in unzähligen Versen davon, dass diese „Gefallenen“ aus dem Reich des „Höchsten“ kamen und damit eindeutig der Himmel gemeint war. Auch Henoch selber hat nach diesen Schriften, die Naidoo immerhin seinen Followern als Lektüre empfiehlt, mehre Reisen in diesen Himmel angetreten, um dort mit dem Höchsten und seinen Getreuen zu sprechen. Bis er letztlich für immer dort aufgenommen wurde.

Wie können sie dann „unterirdischen-Ursprungs“ sein, wie Naidoo behauptet? Nur um zu seiner Aussage „es gibt keinen Weltraum“ zu passen?

Es ist kein Geheimnis, dass der Musiker seine religiösen Ansichten ebenso verbreitet. „Christen, die an einen Globus glauben, lesen am falschen Ende der Bibel“, beteuerte er zum Beispiel am 23. Mai in einem Posting. Denn die „Alien-Agenda funktioniert nur wenn Du an ein Weltall glaubst“, propagierte er nur einen Tag später. Darum sollen man sich vor dem Alien-Thema „hüten“, da „all dieser Kram von Betrügern“ kommt,  wie Naidoo am 18. Mai auf „Telegram“ schrieb.

Ob die abtrünnigen „Gottessöhne“ aus dem Buch Genesis, den Büchern Henochs und anderen Texten nun reale Wesen waren oder nicht: Sie sollen vom Himmel und nicht aus der Erde gekommen sein. Egal ob sie jetzt eine Scheibe ist, die von einer „Glocke“ umgeben ist und es damit keinen Weltraum geben würde …

Video-Auswahl zum Thema auf Fischinger-Online

Mehr Videos dazu findet Ihr auf meinem YouTube-Kanal HIER. Lasst gerne ein Abo & Daumen hoch da …

YouTube-Video vom 3. Nov. 2016 auf Fischinger-Online

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Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

YouTube-Video vom 24. Jan. 2015 auf Fischinger-Online

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10 (erstaunliche) Dinge, die man wissen muss – über: Adam und Eva aus der Bibel +++ Blog-Serie, Teil #5 +++

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Blog-Serie, Teil #5: "10 (erstaunliche) Dinge die man wissen muss - über Adam und Eva (Bild: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Blog-Serie, Teil #5: „10 (erstaunliche) Dinge die man wissen muss – über Adam und Eva (Bild: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

„10 (erstaunliche) Dinge, die man über wissen muss“ – fünfter Teil meiner Blog-Serie auf Grenzwissenschaft und Mystery Files für Euch. Teil #5 der erstaunlichen „10 Dinge, die man wissen muss„, widmet sich diesmal Adam und Eva. Jenem Menschenpaar, das laut der Bibel die ersten Menschen der Erde überhaupt waren. Geschaffen von Gott persönlich und sicher das bekannteste Pärchen der Weltgeschichte.

Hier also „10 (erstaunliche) Dinge, die man über Adam und Eva wissen muss“!


10 (erstaunliche) Dinge, die man über Adam und Eva wissen muss

Wissen zum Angeben, Mitreden, Auffrischen und Nachdenken!

1.:

Adam und Eva gehören neben Jesus sicherlich zu jenen biblischen Gestalten, die fromme Künstler der Vergangenheit am Meisten gemalt und künstlerisch dargestellt haben. Fast immer sind sie dabei nackt oder nur spärlich (nach dem „Sündenfall“) bedeckt im Garten Eden zu sehen.

Seltsam ist bei all diesen zahllosen Darstellung allerdings: Adam und Eva wurden dabei immer mit einem Bauchnabel abgebildet. Doch wie konnten die beiden ersten Menschen der Welt einen Bauchnabel haben, wenn sie doch keine Eltern hatte? Immerhin habe sie Gott persönlich aus Lehm oder Erde bzw. einer „Rippe“ erschaffen und geformt …

Fiel das niemanden auf?

2.:

Die „verbotene Frucht“, die Adam und Eva im Garten Eden vom Baum pflückten und damit den „Sündenfall“ und die „Erbsünde“ in die Welt setzten, wurde von bibeltreuen Künstlern fast immer als knackiger Apfel dargestellt. Sei es auf religiösen Gemälden oder Fresken des Mittelalters oder in Schulbüchern für Kinder.

Dabei steht ein keiner Stelle in der Paradies-Geschichte im Buch Genesis etwas von einem „Apfel“. Die scheinbar nicht auszulöschende Vorstellung der Apfelfrucht, die Eva einst vom „Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen“ pflückte, geht wahrscheinlich vom Lateinischen aus. Dort heißt „Des Guten und Bösen“ „bonum el malum“, wobei „malus“ auch mit „Apfel“ übersetzt werden kann.

Ein reines Missverständnis, das aber längst tief in der allgemeinen Vorstellung verwurzelt ist.

3.:

Apropos „Sündenfall“ und „verbotene Frucht“ in Eden: Angeblich habe Eva, als sie (überredet von der „Schlange“) die Frucht vom Baum nahm und auch Adam davon gab, die „Erbsünde“ geboren. Die Wurzel allen Übels war damit sie, da sie das Verbot Gottes übertrat, nicht von dem Baum der Erkenntnis zu essen.

Liest man die Geschichte im Alten Testament aber genau nach, stellt man fest, dass Gott dieses Verbot nur dem Adam gab. Eva selber konnte davon gar nichts wissen, da sie zu dem Zeitpunkt, als der Herr persönlich Adam diese Verbot mitteilte, laut Bibel noch gar nicht existierte. Sie wurde erst später aus der „Rippe“ des Adam erschaffen. Und ob ihr Gemahl sie dann über dieses göttliche Verbot informierte, verrät die Überlieferung nicht.

„Unwissenheit schützt vor Strafe nicht“, scheint wohl auch hier gegolten zu haben (s. d. Artikel HIER).

4.:

Inmitten des Garten Eden habe Gott bei der Schöpfung zwei angeblich „verbotene Bäume“ mit ebensolchen Früchten gepflanzt. Den „Baum des Lebens“ und den „Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen“, von dem schließlich Eva sich eine der Früchte nahm.

Sie hätte aber lieber vom „Baum des Lebens“ nehmen sollen. Nicht nur, da dieser laut der Geschichte im Buch Genesis ewiges Leben verleihen konnte. Vor allem deshalb, da an keiner einzige Stelle steht, dass Adam und Eva von dem „Baum des Lebens“ nicht essen durften! Gott untersagte Adam ausdrücklich nur, dass er sich nicht am „Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen“ bedienen durfte (Gen. 2,17).

Keine Rede von einem Verbot – nicht von dem zweiten Baum zu nehmen.

5.:

Im Paradies oder Garten Eden war schon zu Beginn längst nicht alles so „paradiesisch“, wie man es sich im Allgemeinen vorstellt.

In Wahrheit habe der Herr diesen Garten geschaffen und Adam dort hineingesetzt, „damit er ihn anbaue und pflege“ (Gen. 2,15). Er musste dort also ganz einfach gesagt arbeiten. Kurz darauf habe Gott jedoch schnell bemerkt, dass es „nicht gut“ sei, dass er dort allein arbeitet. Adam „fand keine Gehilfin“ oder „Hilfe“, die ihm entsprach, wie es heißt, so dass Gott entschied: „ich will ihm eine Gehilfin machen“ (Gen. 2,18).

Der Umstand, dass Adam als Ackermann oder Gärtner arbeitete und eine Gehilfin benötigte, ist heutzutage nicht mehr in allen Bibelausgaben so klar zu lesen. Nicht selten ist in „modernen Übersetzungen“ das Wort „Hilfe“ oder „Gehilfin“ durch das liebevoller klingende Wort „Gefährtin“ ersetzt worden.

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6.:

Laut dem Buch Genesis und der Schöpfungslegende von Adam und Eva darin wurden die ersten Menschen zweimal erschaffen.

In der ersten Version (Gen. 1,27) heißt es, „er schuf sie als Mann und Frau“ gleichzeitig als Herrscher über die Erde. Mann und Frau waren identisch erschaffen, sollten fruchtbar sein und die Erde bevölkern. Eine Art „Wertigkeit“ gab es nicht, beide waren gleichberechtigt. Selbst Jesus selbst unterstreicht diese Tatsache im Neuen Testament. Laut Matthäus-Evangelium (19,4) hab er nämlich seinen Anhängern gesagt:

Habt ihr nie gelesen, dass Gott die Menschen von Anfang an als Mann und Frau geschaffen hat?

In der zweiten Version der Schöpfung kam es dann ganz anders. Adam war als Arbeiter für den Garten Eden erschaffen worden und benötigte dort Hilfe. Erst daraufhin ließ Gott ihn einschlafen, nahm eine seiner „Rippen“ und formte daraus seine Gehilfin Eva (Gen. 2,21ff.).

7.:

Jahrhundertelang haben bibeltreue und fromme Künstler diesen Akt der Schöpfung aus der „Rippe“ des Adam dargestellt. Warum aber unbedingt eine „Rippe“ des angeblich ersten Mannes der Erde?

Nicht alle Bibel-Ausgaben und -Übersetzungen sprechen von einer „Rippe“. Andere nur von „Fleisch“ oder schlicht der „Seite“ des Adam, aus dem seine Eva geformt worden sei. Hebräisch steht an dieser Stelle das Wort „szelá“ bzw. „zela“, dessen „wirklichen Sinn“ wir bis heute überhaupt nicht kennen, wie es ein thologisches Standartwerk zur Bibel betont. Auch hieß Eva ursprünglich überhaupt nicht Eva sondern schlicht „Männin“, da sie „vom Manne“ genommen wurde (Luther-Bibel).

Die vermeintliche „Rippe“ könnte durch eine Reihe weitere Wörter/Übersetzungen ersetzt werden, die die Entstehung der Frau durchweg logischer erscheinen lassen. Das Wort „Rippe“ wird im Sumerischen „ti“ geschrieben. Dieser vieldeutige Ausdruck „ti“ wiederum ist ein Begriff, der gleichfalls mit „Leben“ oder „Lebenskraft“ (auch „Pfeil“) übersetzt werden kann. Eva wurde nach dieser Lesart aus der „Lebenskraft“ des Adam erschaffen.

Gott nahm also von „Adams Lebenskraft“. Das sieht heute durchaus auch die moderne Bibelforschung so:

Die Doppeldeutigkeit des sumerischen Wortes könnte übrigens die Erzählung von der Erschaffung aus der Rippe veranlasst haben.

8.:

Adam und Eva als angeblich die ersten Menschen dieses Planeten finden sich verständlicherweise auch in vielen Schriften außerhalb der Bibel erwähnt. Dabei schildern diese Apokyrphen zum Teil erheblich mehr Einzelheiten rund um die ersten Menschen und den Garten Eden, als in der Bibel zu lesen sind.

Umfangreiche Details, die nicht selten der anerkannten Geschichte des Alten Testaments widersprechen. So existieren Texte die davon erzählen, dass der besagte Garten Eden überhaupt nicht auf der Erde gelegen habe (s. Artikel HIER). In diesen ist zu erfahren, dass Adam und Eva im Himmel lebten, sich dort dieser Garten befand und es auch dort zum „Sündenfall“ gekommen sei. Erst dann habe Gott sie als Strafe für ihr Vergehen auf die Erde verbannt.

Beschreibungen der Lage von Eden in der Bibel, etwa von den angeblichen dortigen Flüssen wie Tigris und Euphrat, wären damit vollkommen hinfällig (s. a. Video HIER).

9.:

Solche Texte außerhalb der Bibel erzählen noch weit mehr phantastische Geschichten rund um Eva und ihren Gemahl Adam. So auch jene über eine Frau mit Namen Lilith, die später zu einer „Dämonin“ geworden sein soll.

In diesen Überlieferungen erfahren wir, dass Lilith genau wie Adam aus „Erde“ oder „Lehm“ von Gott geschaffen worden sei. Mit ihm zusammen, gleichzeitig, was damit den Widerspruch in der Bibel über die zwei Schöpfungen der ersten Menschen erklären könnte. Irgendwann aber lehnte sich Lilith gegen ihren Mann Adam im Paradies auf. Sie soll sogar durch mächtige Zaubersprüche aus Eden und von ihrem Mann fortgeflogen sein, wie es die Legenden erzählen.

Nachdem Adam verlassen wurde, war er natürlich allein im Garten Eden. Also entschloss sich Gott zu handeln. Er bestrafte Lilith nicht nur für ihr Verhalten, sondern schuf erst daraufhin Eva als zweite Frau für Adam.

10.:

Warnend teile der Herr Adam bei seinem Einzug in den Garten Eden mit, dass er sterben wird, sobald er von dem verbotenen „Baum der Erkenntnis“ essen würde. Als Eva jedoch eines Tages von der „Schlange“ verführt wurde und sie und Adam davon kosteten, starben sie – nicht. So, wie es die „Schlange“ ihr selber gesagt haben soll: „Mitnichten werdet ihr des Todes sterben“ (Gen. 3,4).

Adam und Eva lebten noch viele Jahre nach dieser Tat. Erst dann starben sie. Eine späte Erfüllung der göttlichen Warnung?

Nein, denn für die Unsterblichkeit gab es den zweiten Baum in Eden. Erst wenn der Mensch von diesem nahm, würde er unsterblich werden. Aber, wie es jede Bibel weiß, wurde Adam der Zugang zu diesem Gewächs, dem „Baum des Lebens“, durch die „Cherube und das ständig zuckende Flammenschwert“ (Gen. 3,24) versperrt. Erst durch diesen Baum konnte der Mensch die ersehnte Unsterblichkeit erlangen. Und diese wurde ihm verweht, denn nach dem „Sündenfall“ heißt es unzweideutig:

Und der Herr sprach: Siehe, Adam ist geworden wie einer von uns, erkennend das Gute und Böse; dass er nur nicht seine Hand ausstrecke und vom Baum des Lebens nimmt und isst ewig lebe!“ (Gen. 3,22)

Der Mensch war von Anfang an sterblich, so wie es auch die Bibel in Gen. 3,19 berichtet. Die Todesdrohung war also nur dazu da, den ersten Menschen die „Erkenntnis des Guten und Bösen“ zu verwehren …

Kein Anspruch auf Vollständigkeit.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Die Zerstörung von Sodom und Gomorrha: Zorn Gottes, frommes Märchen oder Asteroid? +++ Video +++

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VIDEO: Die Zerstörung von Sodom und Gomorrha: Märchen, Zorn Gottes oder Meteorit ... oder mehr? (Bild: gemeinfrei)
VIDEO: Die Zerstörung von Sodom und Gomorrha: Märchen, Zorn Gottes oder Meteorit … oder mehr? (Bild: gemeinfrei)

Sodom und Gomorrha – Städte voller Gottlosigkeit, die der Herr deshalb durch Schwefel und Feuer vom Himmel vernichtete! Eine Geschichte aus dem Alten Testament, deren Kern wohl jeder kennt oder von denen jeder einmal gehört hat. Doch was geschah damals wirklich mit diesen „Städten der Sünde“ laut Bibel? Wie genau kam es zu diesem Zorn Gottes und könnte hier ein reales Ereignis Pate für diese biblische Erzählung gestanden haben? Viele Fragen um einen rätselhaften Bericht, denen in diesem YouTube-Video genauer nachgegangen erden soll.


Sodom und Gomorrha

Sodom und Gomorrha – Städte der Sünde, Gottlosigkeit und des Lasters!

So oder ähnlich kennt heute wohl jeder die Bezeichnung oder den Ausspruch „Sodom und Gomorrha“. Selbst dann, wenn man selber nie in der Bibel nachgelesen hat, was es genau damit auf sich hat.

Denn im Alten Testament findet sich im 1. Buch Moses (Genesis) die unheimliche, verwirrende und überaus rätselhafte Geschichte der „sündigen Orte“. Städte, die Gott in seinem Zorn vernichtete, in dem er auf sie „Schwefel und Feuer“ kommen ließ.

Fast alle Bewohner starben bei der entsetzlichen Katastrophe. Eine Katastrophe, bei deren Anblick die Frau des flüchtenden Lot zu einer „Salzsäule“ erstarrte.

Ist all das nur eine fromme Fabel, ein Märchen?

Nicht unbedingt, wie Ihr in diesem Video auf YouTube erfahrt. Denn auch ein genauer Blick in die alten Überlieferungen und „zwischen den Zeilen“ der Bibel offenbart noch weit mehr Rätsel!

Bleibt neugierig …

Video vom 28. Jan. 2020 auf Fischinger-Online

Bitte auf das „Play-Symbol“ klicken.
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Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Was wissen wir eigentlich über Henoch, dem Auserwählten der Astronautengötter vor der Sintflut, außerhalb seiner Bücher? (Artikel + Videos)

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ARTIKEL: Was wissen wir eigentlich über Henoch, dem Schreiber der Gerechtigkeit der Astronautengötter vor der Sintflut? (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
ARTIKEL: Was wissen wir eigentlich über Henoch, dem Schreiber der Gerechtigkeit der Astronautengötter vor der Sintflut? (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

In der Bibel wimmelt es von Namen. Von Protagonisten, die mal mehr oder weniger wichtig sind und mal häufig und teilweise sehr selten vorkommen. Vor allem im Alten Testament. Hier kennen der Karteikarten-Christ kaum irgendwelche Namen, die über Adam und Eva, Noah, Salomon oder Moses hinausgehen. Und falls die Bibel sogar selber gelesen wird, werden unzählige andere Namen überlesen und sehr schnell vergessen. Im Neuen Testament ist das etwas anders, aber durchaus ähnlich. Eine diese Personen, die der Mainstreamchrist kaum kennen wird, ist der Prophet Henoch. Einer der zehn Patriarchen vor der Sintflut im Buch Genesis, dem sogar einige Bücher außerhalb der Bibel zugeschrieben wurden. Ein Prophet, der sich in der Bibel ausgesprochen rar macht, obwohl er eigentlich eine herausragende Stellung in den Mythen der Bibel einnimmt. Was aber wissen wir über diesen Henoch? Was steht in der Heilige Schrift über ihn und was sagen Überlieferungen außerhalb der Bibel über ihn? Und zwar explizit solche, die nicht als Henochbücher bekannt sind. Das und mehr erfahrt Ihr in diesem Artikel, denn diese zeigen einmal mehr, warum Henoch in der Prä-Astronautik eine besondere Rolle zuteil wird.


Wer kennt Henoch?

Die seltene Spezies der normalen Bibelleser kennt ihn wahrscheinlich nicht. Ein Karteikarten-Christ wird nie von ihm oder jemals seinen Namen gehört haben. Und all jene, die nur zu Weihnachten als „Gläubige“ in die Kirche gehen, sowieso nicht. Doch jeder Prä-Astronautiker oder an Ancient Aliens-Themen Interessierte wird zumindest schon mal etwas über ihn gehört oder gelesen haben: Von dem Propheten Henoch aus dem Alten Testament.

Eigentlich ist das kein Wunder. In der Bibel sucht man vergeblich nach einem Buch des Propheten. Unter all den Büchern darin trägt keines den Namen Henoch als angeblicher Autor. Weder im Alten noch im Neuen Testament der Christen. Dass die biblische Figur Henoch (auch Enoch) deshalb niemand kennt, ist von daher nicht verwunderlich. Auch wenn er mehrfach in der Bibel genannt wird.

Nur ein Name unter unzähligen in der Heiligen Schrift. Könnte man meinen. Vor allem ist Henoch nämlich bei all jenen Mystery-Jägern, die sich intensiven mit der Prä-Astronautik beschäftigen, ein fester Begriff. Mal mehr, mal weniger.

Aber was genau ist über diesen Henoch eigentlich wirklich bekannt? Diese Frage ist sehr schnell beantwortet: Fast nichts! Sofern man sich nur den Schriften der bei uns geläufigen Bibel bedient. Dort findet sich der Prophet schon sehr früh im Buch Genesis genannt. In der Auflistung der zehn Patriarchen vor der Sintflut lesen wird dort knapp über ihn als siebten Patriarchen:

Jared war 162 Jahre alt, als er den Henoch zeugte; und Jared, nachdem er den Henoch gezeugt, lebte 800 Jahre und zeugte Söhne und Töchter (…) Henoch war 65 Jahre alt, als er den Methusalah zeugte; und Henoch, nachdem er den Methusalah gezeugt, wandelte er mit Gott 300 Jahre lang und zeugte Söhne und Töchter; also dass Henochs ganzes Alter 365 Jahre betrug. Und Henoch wandelte mit Gott und war nicht mehr, weil Gott ihn zu sich genommen hatte.“ (Gen. 5,18-24)

Das sind nicht viele Informationen über diesen Henoch. Ein direkter Nachfahre von Seth, dem dritten Sohn von Adam und Eva, also. Schaut man aber genauer hin, sind die Aussagen über ihn in der Geschlechterfolge von Adam bis Noah schon verblüffend. Sie unterscheiden sich stark von allen anderen aufgelisteten Patriarchen und enthalten weit mehr Informationen, wie es zuerst scheint.

Henoch: Kaum war er da, war er wieder weg

Beim Alter des Patriarchen fängt es bereits an. Dieser sei angeblich „nur“ 365 Jahre alt geworden, was in diesem Zusammenhang wirklich kein Alter ist. Sein Vater Jared beispielsweise starb mit 962 Jahren. Sein Sohn Methusalem bzw. Methusalah mit 969 Jahren und Noah als letzter der Patriarchen und Held der Sintflut mit 950 Jahren. Was sind da schon 365 Jahre?

Eine kleine und dennoch sehr bedeutende Aussage wird in dieser kurzen Erzählung über Henoch gleich zweimal erwähnt: Er sei mit „Gott gewandelt“, heiß es da, und das sogar 300 Jahre lang. Bis der Herr „ihn zu sich genommen hatte“.

„Zu sich genommen“ ist hierbei wörtlich zu nehmen. Denn im Stammbaum vor und nach Henoch wird bei jedem Patriarchen betont, dass er im Alter XY „starb“. Nur Henoch starb nicht – da Gott ihn quasi in jungen Jahren geholt haben soll. Grenzwissenschaftler der Prä-Astronautik werden bei derartigen Behauptungen hellhörig. Ein Mann, der mit dem Herrn „Umgang pflegte“, wie es andere Übersetzungen wiedergeben, wird nach nur relativ wenigen Jahren von genau diesem geholt. Folglich in den „Himmel“ aufgenommen. „Er war nicht mehr“, heißt es dazu.

In anderen Übersetzungen und Bibelausgaben liest sich diese Behauptung beispielsweise wie folgt:

  • Henoch hatte beständig mit Gott gelebt, und dann war er plötzlich nicht mehr da, weil Gott ihn weggenommen hatte.“
  • Und dieweil er ein göttliches Leben führte, nahm ihn Gott hinweg, und er ward nicht mehr gesehen.“
  • „Henoch hatte in enger Verbindung mit Gott gelebt. Dann war er plötzlich nicht mehr da; denn Gott hatte ihn von der Erde weggenommen.“
  • Und Henoch wandelte mit Gott; und er war nicht mehr, denn Gott nahm ihn hinweg.“
  • Sein ganzes Leben führte Henoch in enger Gemeinschaft mit Gott. Er wurde 365 Jahre alt. Dann war er plötzlich nicht mehr da – Gott hatte ihn zu sich genommen!
  • Und Henoch wandelte mit Gott und ward nicht mehr gesehen, denn Gott hatte ihn entrückt.“
  • Auf einmal war er nicht mehr da, denn Gott hatte ihn zu sich geholt, weil er in enger Gemeinschaft mit ihm gelebt hatte.“

Usw.

Missverstehen, was das Buch Genesis hier über den Propheten behauptet, kann man nicht: Aufgrund seines Umgang und Kontakt mit dem Herrn nahm dieser seinen Schützling Henoch eines Tages sehr plötzlich von diesem Planeten. Zumindest für alle anderen Menschen kam dies unerwartet. Niemand auf Erden sah ihn je wieder.

Henoch als Vorbild aller Gottesgläubigen!

Der durch Gottes Gnade von der Erde geholte Henoch wurde dadurch fraglos zu einer (religiösen) Legende. Über Jahrtausende hinweg gedachte man ihn und ehrte seine Frömmigkeit. Dies wird durch weitere Hinweise und Spuren zu seiner Person – wenn er denn je in der überlieferten Form und in jener Zeit lebte – in der Bibel belegt. Und zwar im Neuen Testament, wo im Brief an die Hebräer über die „Vorbilder des Glaubens“ oder „Glaubenszeugen des alten Bundes“ berichtet wird.

Dort wird er, je nach Übersetzung, in 11,5 mit den Worten gepriesen:

Weil Henoch glaubte, nahm Gott ihn zu sich, so dass er nicht sterben musste; er war plötzlich nicht mehr da. Die Heilige Schrift bestätigt, dass Henoch so gelebt hat, wie es Gott gefiel.“

Aufgrund des Glaubens wurde Henoch entrückt und musste nicht sterben; er wurde nicht mehr gefunden, weil Gott ihn entrückt hatte; vor der Entrückung erhielt er das Zeugnis, dass er Gott gefiel.“

Durch den Glauben ward Henoch weggenommen, dass er den Tod nicht sähe, und ward nicht gefunden, darum dass ihn Gott weg nahm; denn vor seinem Wegnehmen hat er Zeugnis gehabt, dass er Gott gefallen habe.“

Diese Lobpreisung auf den vorsintflutlichen Henoch wurde gegen Ende des 1. Jahrhunderts nach Christus niedergeschrieben (60 bis spätestens 90 nach Christus). Wenige Jahrzehnte nach der Kreuzigung Jesus, der zweifellos der wichtigste Protagonist der gesamten Bibel ist. Zumindest für die Christen. Und seine frühen Anhänger kannten im 1. Jahrhundert natürlich auch Henoch, wie es im Brief des Judas nachzulesen ist.

Henoch und Jesus

In diesem werden die Jesus-Anhänger von einem „Judas, Knecht Jesu Christi und Bruder des Jakobus“ vor gottlosen Irrlehren in der Welt gewarnt. „Es hat aber auch Henoch, der siebte von Adam, von diesen geweissagt und gesagt …“ ist dort in 1,14 zu erfahren. In Neuen Testament wird Henoch im Evangelium des Lukas in 3,37 auch eindeutig als Vorfahre von Jesus dessen Stammbaum, zugeordnet.

Im Buch Jesus Sirach aus der Mitte des 2. Jahrhunderts nach Christus, das nicht Teil des allgemeingültigen Kanons der Bibel ist, lesen wir über Henoch:

Henoch gefiel dem Herrn und wurde hinweg genommen, um für die Welt ein Beispiel der Buße zu sein.

Niemand ist auf Erden geschaffen, der Henoch gleich wäre; denn er ist von der Erde hinweg genommen worden.“ (44,16 & 49,16)

Damit ist die Spurensuche nach diesem mythischen Mann der Vorzeit in der Bibel bereits erschöpft. Bis auf einige Aussagen, die als Anspielungen auf Henoch gedeutet werden können, schweigt sich unsere heutige Heilige Schrift über ihn aus.

Die spärlichen Spuren belegen jedoch eindrücklich, dass er als eine ganz besondere Person angesehen wurde. Vor allem auch von den ersten Christen, was der Kontext des Stammbaums von Adam bis Noah zur Sintflut sehr schön zeigt. Hinzu kommt, dass im Brief des Judas im Neuen Testament ab 1,14 sogar fast wortwörtlich aus einem Buch Henoch (1. Hen. 1,9) zitiert wird!

Solche Bücher, die dem Propheten Henoch zugeschrieben werden, gibt es tatsächlich. Nur nicht in der Bibel, da sie als Apokryphen gelten. Man nennt sie heute der Einfachheit halber oft nur 1., 2. und 3. Henoch. Gemeint sind damit das äthiopische, slawische und hebräische Buch Henoch. Hinzu kommen Fragmente eines ansonsten unbekannten „Buch der Riesen“ des Propheten, die den Höhlen von Qumran am Toten Meer ab 1947 gefunden wurden (Texte 1Q23, 1Q24, 4Q203, 4Q530, 4Q531, 4Q532, 4Q556, 4Q206 und 6Q8). Ebenso entdeckt wurden unter den Qumran-Rollen Textpassagen aus dem äthiopischen Henochbuch.

Henochbücher und Apokryphen

Diese Henochbücher sind es, die in der Prä-Astronautik seit Jahrzehnten für Diskussionen und Spekulationen sorgen. Denn sie beinhalten umfangreiche Schilderungen über die Verbindung der himmlischen Gottessöhne/Göttersöhne und den Frauen der Menschen, über deren Kinder bzw. über Riesen und den Ereignissen vor der Sintflut. Eine Rebellion vermeintlicher „Engel“ gegen Gott.

Die umfangreichste und detaillierteste Betrachtung dieser Überlieferungen im Sinne der Prä-Astronautik, die bisher erhält ist, erschien bereits vor wenigen Jahren (s. a. HIER & HIER). Deshalb soll im Rahmen dieses Artikels absichtlich nicht näher auf die Bücher Henochs selbst eingegangen werden. Obwohl naturgemäß in den Büchern Henochs die meisten Informationen über ihn und seine Erlebnisse zu finden sind, gibt es weitere, wenig beachtete Quelle, die deshalb hier thematisiert werden sollen.

Tatsächlich ist es sogar so, dass in der Bibel selbst über den darin als Vorbild für alle Menschen verehrten Propheten die wenigsten Angaben über ihn zu finden sind.

Geradezu in den Himmel gepriesen wird der vorsintflutliche Patriarch im Jubiläenbuch, das man auch „Kleine Genesis“ nennt. Ebenfalls ein Apokryph, das unter anderem die Existenz der oben genannten drei Henochbücher belegt bzw. sie rechtfertigt. Wobei anzumerken ist, dass Henoch, als dieser im Himmel beim „Höchsten“ weilte, hunderte Bücher in Gottes Auftrag geschrieben haben soll. „Als ich fertig war, hatte ich 360 Bücher geschrieben“, notiert 2. Hen. 23,6 zu dieser Leistung.

Prophet unendlicher Weisheit

Im Jubiläenbuch wiederum wird der wundersame Patriarch mit den Worten geehrt:

Dieser ist von den erdgeborenen Menschenkindern der erste, der Schrift, Wissenschaft und Weisheit lernte und die Himmelszeichen nach der Ordnung ihrer Monate in ein Buch schrieb, damit die Menschenkinder die Jahreszeiten nach der Ordnung ihrer einzelnen Monate wüssten.

Er schrieb auch zuerst ein Zeugnis auf und gab den Menschenkindern unter den Erdengeschlechtern ein Zeugnis; und er verkündete die Jahrwochen der Jubiläen, machte die Zahl der Jahre kund, ordnete die Monate und bekundete die Sabbate der Jahre, wie wir ihm kundgetan.

Er sah in einem Traumgesicht die Vergangenheit und Zukunft, wie es den Menschenkindern in ihren Geschlechtern bis zum Gerichtstag ergeht; er sah und verstand alles, schrieb sein Zeugnis nieder und legte es zum Zeugnis für alle Menschen und ihre Nachkommen auf Erden nieder.

(…)

Er war bei den Engeln Gottes sechs Jahrjubiläen, und sie zeigten ihm alles auf Erden und im Himmel, die Herrschaft der Sonne, und er schrieb alles auf.

Er zeugte gegen die Wächter, die mit den Menschentöchtern sündigten. Denn jene begannen, den Menschentöchtern beizuwohnen, so dass sie befleckt wurden, und Henoch zeugte gegen sie alle.

Dann ward er von den Menschenkindern hinweggenommen, und wir führten ihn in Edens Garten zu Hoheit und Ehre, und nun schrieb er dort das Gericht und das Urteil über die Welt und alle Bosheiten der Menschen nieder.

Und deshalb brachte Gott die Sintflut über das ganze Lande Eden; denn er ward dort zum Zeichen gegeben und sollte gegen alle Menschenkinder zeugen, damit er alles Tun der Geschlechter bis auf den Gerichtstag vermelde.

Er brachte auch im Heiligtum ein wohlriechendes Rauchopfer dar, das vor dem Herrn auf dem Berg des Südens angenommen ward.“ (4,17-25)

Auch hier zeigt der Kontext im Buch der Jubiläen, dass Henoch eine ganz besondere Stellung eingeräumt wurde. Niemand anders wird in dem dort niedergeschriebenen Stammbaum derart ausführlich erwähnt. Vor allem werden dort keinem anderen der Urväter derart viele Leistungen und Taten zugeschrieben. Selbst die Fähigkeit „der Schrift, Wissenschaft und Weisheit“, den Kalender und die Lehre der „Himmelszeichen“ stamme von ihm, heiß es da. Dies wiederum lehrnte er bei den „Engeln“ im Himmel.

Henoch, vollkommener als alle anderen!

Und, nachdem er die abtrünnigen „Engel“ aus Gottes Reich umfassend im Auftrag seines Höchsten über ihre Abstrafung für die Rebellion informierte (Sintflut), wurde er auch hier „von den Menschenkindern hinweggenommen“. Weiter heißt es im Jubiläenbuch, dass nicht mal Noah, der Überlebende der Sintflut, diesen Henoch in seiner Gottgefälligkeit übertraf und Henoch einen eindeutigen Auftrag hatte:

„(Noah), der in seinem Leben auf Erden die Menschenkinder an Gerechtigkeit, worin er vollkommen war, übertraf, ausgenommen Henoch.

Denn Henochs Werk war geschaffen zum Zeugnis für die Geschlechter der Welt, auf dass er all den Geschlechtern ihre Taten bis zum Gerichtstag aufzähle.“ (10,17 – detailliert dazu HIER)

Henoch war der „Schreiber der Gerechtigkeit“, wie ihn die „Himmelswächter“ selber nannten (z. B. 1. Hen. 15,1f.). Er sollte im Auftrag der Himmlischen alles Wissen in Büchern niederschreiben, um es den Generationen nach der Sintflut zu überliefern. Umfangreich finden sich diese Erzählung im slawischen Buch Henoch (ab 33,1ff.). So entstanden insgesamt 360 Bücher, die er im Himmel verfasst haben soll, bevor er wieder für kurze Zeit auf die Erde zurück kam. Vor seinem endgültigen Abschied von diesem Planeten sei das gewesen.

Folglich unterstreicht das Buch der Jubiläen mit der zitierten Aussage diese Überlieferung der Vermittlung und Verwahrung von Wissen durch den Propheten. Ob es den Tatsachen entspricht, beweist dies natürlich nicht. Laut Jubiläenbuch existierten zumindest einige dieser Bücher des Henoch noch Abrahams Zeiten. Denn dieser, so sagt er es seinem Sohn Isaak, habe selber darin gelesen:

Denn so fand ich es im Buch meiner Ahnen aufgeschrieben, ebenso in den Worten Henochs und in Noes Worten.“ (Jubi. 21,10)

Ungeachtet der heute in keiner Bibel zu findenden Henoch-Texte, genossen sie in der Vergangenheit offensichtlich großes Ansehen in der Bevölkerung. Bei den Juden ebenso wie bei den frühen Christen. Selbst Zitate des Propheten sind in der Bibel enthalten, worauf beispielsweise der angesehene Theologe und Bibelforscher Professor Robin Lane Fox in „Im Anfang war das Wort“ (1995) umfangreich hinweist. So finden sich in der Offenbarung des Johannes insgesamt 21 Henoch-Zitate und in den vier Evangelien ein Dutzend.

Henoch und die frühen Christen

Da die heute bekannten Henochbücher – und vielleicht bisher noch unbekannten Schriften von ihm – vor fast 2.000 Jahren viel gelesen wurden, finden sich weitere Spuren in anderen Texten. Und zwar in den Apokryphen zum Neuen Testament, die man zum Teil auch „Pseudepigraphen“ nennt. Es sind jene nicht-biblischen Bücher und Schriften, über die bereits zahlreiche „Enthüllungsbücher“ veröffentlicht wurden. Aus dem einfachen Grund, da diese unter anderem „geheime“ und der Bibel zum Teil widersprechende Aussagen über Jesus Christus enthalten. Man denke hier an diverse Evangelien, die nicht im Neuen Testament aufgenommen wurden.

Viele dieser christlichen Werke sind Apokalypsen, werden zumindest als „apokalyptische Werke“ angesehen. Da Henoch laut Genesis als Gerechter Mann lebendig von Gott in den Himmel „entrückt“ wurde, ist seine Person auch Teil dieser christlichen Werke (s. a. Videos unten). Ein solches Buch ist zum Beispiel „Die Himmelfahrt des Jesaja“, in dem wir über den Propheten erfahren:

Und er ließ mich aufsteigen in den siebenten Himmel, und daselbst sah ich ein wunderbares Licht und Engel ohne Zahl. Und daselbst sah ich alle Gerechten von Adam an, und daselbst sah ich den heiligen Abel und alle Gerechten. Und daselbst sah ich Henoch und alle, die mit ihm waren, entkleidet des fleischlichen Gewandes, und ich sah sie in ihren höheren Gewändern, und sie waren wie die Engel, die daselbst in großer Herrlichkeit stehen.

Aber auf ihren Thronen saßen sie nicht, noch waren die Kronen ihrer Herrlichkeit auf ihrem Haupte.“ (9,6-10)

Es ist nur allzu verständlich, dass geglaubt wurde, dass im „Reich Gottes“ der von der Erde genommenen Henoch auf die Gläubigen wartet. Dies unterstreicht auch ein weiteres Apokryph zum Neuen Testament. In der „Apokalypse des Paulus“ steht geschrieben:

Und als ich in das Innere der Pforte des Paradieses eingetreten war, ging mir ein alter Mann entgegen, dessen Angesicht wie die Sonne leuchtete. (…) Und ich fragte den Engel und sagte: Wer ist dieser? Und er sagte zu mir: Dieser ist Henoch, der Schreiber der Gerechtigkeit.“ (Abschnitt 20)

Nach Paulusapokalypse wurde er daraufhin von dem Propheten Elias in Empfang genommen. Einem der ganz großen Propheten, der laut Bibel am Ende seiner irdischen Mission von Gott von der Erde abgeholt wurde. In einem „Wagen von Feuer“ und einem „Sturmwind auf gen Himmel“ sei dieser damit geflogen, heißt es im Alten Testament (2. Kön. 2,11).

Der göttliche Geschichtsschreiber

In diesen himmlischen Gefilden des Höchsten und seiner „Engel“ sollen bekanntlich nach christlicher Tradition zahlreiche „Heilige“, „Märtyrer“ und Propheten aufgenommen worden sein. Angefangen von Adam. Von dort sollen diese auch über die Menschen wachen, wie es auch der äthiopische Text der ebenfalls nicht-biblischen „Offenbarung des Petrus“ in Abschnitt 2 unterstreicht. Hier heißt es, dass Henoch und Elias eines Tages vom Himmel kommen werden, um gegen falsche Propheten und Verführer zu kämpfen:

Henoch und Elias werden gesandt werden, um sie zu belehren, dass das der Verführer ist, der in die Welt kommen und Zeichen und Wunder tun muss, um zu verführen.“

Auch der „Pseudo-Titus-Brief“ kennt den weisen Henoch und bringt ihn mit Elias in Zusammenhang. Dabei bezieht sich dieses neutestamentarische Apokryph unter anderem klar auf die Himmelfahrt des Elia in diesem „Sturmwind“ auf dem „feurigen Wagen“ mit seltsamen „feurigen Rossen“, wie sie im 2. Buch der Könige (2,1ff.) überliefert wurde.

Vor allem erkennt man diese Tatsache an dem genannten Diener, dem der Prophet bei seiner Reise in den Himmel (versehentlich) seinen Mantel als Andenken hinterlassen haben soll. Gemeint ist damit eindeutig Elisa, der Helfer des Elias, der Zeuge wurde, als Gott seinen Meister im „Sturmwinde gen Himmel auffahren ließ“. Denn die Abreise und der Ort der Himmelfahrt waren exakt geplant, wie es die Bibel schildert. Und bei seinem Abflug fiel dem Propheten sein Mantel herunter, den sein Diener Elisa an sich nahm. Eine spannende Geschichte, die hier nur am Rande erwähnt werden soll, denn dem „Pseudo-Titus-Brief“ entnehmen wir dazu:

So nahm sich Elias, ein edler Mann, der noch im Leibe lebt, einen Jungen zum Diener, dem er auch seinen eigenen Mantel als heiliges Andenken hinterließ, als er von dem Feuerwagen in das Paradies emporgefahren wurde. Da lebt auch Enoch im Leibe, der im ersten Zeitalter (dorthin) entrückt wurde.

O heilige Fügung Gottes, der für das kommende Zeitalter gesorgt hat: Enoch, der Gerechte, aus dem ersten Volk, wird damit betraut, die Geschichte der ersten Menschen nieder zu schreiben, und der heilige Elias (bekommt den Auftrag), die neuen Taten dieses späteren Volkes zu verzeichnen!“ (Quelle, S. 98f.)

Auch hier wird die ruhmreiche Tat des Henoch gepriesen, dass er die Geschichte der Menschheit vor der Sintflut dokumentiert habe. Der Verfasser des christlichen „Pseudo-Titus-Brief“ hat entweder von diesen Henochbüchern gehört oder sie selber gelesen.

Wann der Titusbrief verfasst wurde, ist unklar. Vielleicht sogar erst im 8. Jahrhundert, was bedeuten würde, dass die Henochbücher da noch allgemein bekannt oder im Umlauf waren. Da aber „deren Lektüre erhebliche sprachliche Schwierigkeiten bietet, ist es noch nicht möglich, ein letztes Wort über die Entstehung des Titusbriefes zu sagen“, so A. de Santos Otero in seiner Analyse des Textes („Neutestamentliche Apokryphen in deutscher Übersetzung“, II. Band: „Apostolisches, Apokalypsen und Verwandtes“, herausgegeben von Wilhelm Schneemelcher, Tübingen 1964).

Henoch im „Himmel“

Im „Himmel“, „Reich Gottes“, „Paradies“ oder wie man es auch immer bezeichnen mag, tummelten sich den alten Texten nach die Heiligen und Propheten. Und mitten unter ihnen auch und vor allem Henoch, dessen vermeintliches Ableben schon im Alten Testament so wundersam geschildert wurde. So sollte es auch nicht weiter verwundern, dass gerade über Henoch allerlei Geschichten und Erzählungen im Umlauf waren. Nicht nur in christlichen und jüdischen außerbiblischen Schrifttum, sondern auch in vermeintlichen Märchen.

Und der Umfang dieser Geschichten, Aussagen und Überlieferungen ist enorm, weshalb an dieser Stelle nur einige wenige herausgesucht werden sollen (alle nach: Micha Josef bin Gorion: „Die Sagen der Juden“, Frankfurt a. M. 1919).

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Zum Beispiel jene angebliche „Sagen“, die davon berichten, dass Henoch nach seiner Abreise von der Erde im Reich Gottes eine geradezu steile Karriere machte. Das stellte schon Ismael bei seiner Himmelfahrt fest:

Als der Hohepriester Ismael, der Sohn Elisas, in den Himmel gestiegen war, schickte ihm der Herr Matatron, seinen inneren Fürsten, entgegen.“

Dieser Mataron ist kein geringerer als Henoch selbst. „Ich bin es, der vorher Henoch, der Sohn Jareds, war“, so berichtete er Ismael. Daraufhin schilderte Mataron alias Henoch, dass „das Geschlecht der Sintflut Sünde tat und sie fehlgingen in ihrem Tun“ und er so von dem Herrn auserwählt wurde. Also Zeuge gegen die rebellierenden „Engel“ und Schreiber. Hierbei betont Henoch selber, dass er lebendig von der Erde abgeholt worden sei – und im vermeintlichen „Paradies“ auch einen militärischen Posten bekam:

Darum eben hat der Herr mich noch bei Lebzeiten in den Himmel  genommen, auf dass ich  wider sie zeugen sollte, und er setzte  mich zum Fürsten und zum Befehlshaber über alle seine Heerscharen.“

Nicht allen gefiel die Gottes-Entscheidung, den Menschen aus dem sündigen Geschlecht vor der Sintflut zum Heerführer zu ernennen. Aza und Azael vom Hofstaat des Herrn beschwerten sich deshalb bei ihrem Höchsten, der sie schnell in ihre Schranken wies: „Was seid ihr, die ihr mir dazwischen redet?“ Er wolle lieber Henoch als die beiden himmlischen Gottessöhne zum Anführer machen, so der Herr. Und da Henoch „unter den Heerscharen der jüngste an Tagen, Monden und Jahren“ war, bekam er dort den Spitznamen „Knaben“.

Widersacher unter den „Engeln“

Hierzu sollte angemerkt werden, dass Aza und Azael laut diesem Märchen einen sehr guten Grund hatten, sich gegen den irdischen Henoch zu stellen. Denn sie selber waren verantwortlich für den Verfall der Menschen auf der Erde vor der Flut, wie es heißt:

Wo hatten sie aber die Kraft her, um sie auf die Erde herunterzubringen? Ja, Aza und Azael brachten ihnen die Zauberkunst bei, dass sie die Gestirne herunterbringen konnten und sie sich dienstbar machten; ohne diese beiden hätten sie es nicht zu tun vermocht.“

Kein Wunder, dass sie nicht wollten, dass Henoch zu ihrem Widersacher im Himmel wird …

Mit der Beförderung zu einem Heerführer und Fürsten sowie dem Erhalt eines neuen Namens waren die Ehrungen des Henoch in Gottes Gefilde aber noch nicht am Ende. Noch sehr lange nicht.

In der Folge überschüttete er ihn mit „Weisheit auf Weisheit, Verstand  auf  Verstand, Klugheit auf Klugheit, Wissen auf Wissen, Macht auf Macht, Schönheit auf Schönheit“ und vielen weiterem mehr. Derart von Gott ausgestattet und versorgt wurde Henoch „zum Diener seines Thrones“ ernannt. Später sogar von ihm selbst gekrönt und, man glaubt es kaum, zum Stellvertreter des Höchsten im Himmel. Seine Aufgaben waren unter anderem:

Und der Herr bestimmte auch über Henoch, dass er den Stuhl seiner Herrlichkeit täglich bedienen sollte. (…)

Und jeglicher Engel, so ein Anliegen an mich hat, soll erst vor ihn, vor den  Matatron treten und mit ihm sprechen. Und jedes Wort, das er zu euch spricht in meinem Namen, sollt ihr hüten und befolgen, denn der Fürst der Weisheit und der Fürst der Vernunft stehen ihm zur Seite (…)

Mehr Privilegien kann ein Mensch wohl kaum vom Höchsten erhalten. Henoch wurde zum 1. Sekretär Gottes in seinem „Vorzimmer“, der gleichfalls in seinem Namen sprechen konnte und durfte. Ganz nebenbei ernannte ihn der Herr noch „zum Aufseher über alle Kostbarkeiten der Hallen des Araboth und über alle Schätze des Lebens“. Nicht jedoch bevor er ihn „alles Verborgene der Schrift und alle Geheimnisse der Weisheit“ offenbarte, wie sie Überlieferung es schildert.

„Araboth“ ist nichts anders als der höchste Himmel als das Zentrum von Gottes Reich (Talmud, Chagigah Bab. S. 12.b.). Besser bekannt als der „7. Himmel“, zu dem in vielen Überlieferungen Propheten geflogen sein sollen. Nicht nur Henoch, der dort übrigens auch in der Grenzwissenschaft geschult wurde, wenn man es so bezeichnen mag:

Und auch alle Rätsel der Welt und alle Geheimnisse der Schöpfung lagen vor ihm offen, wie sie dem Schöpfer aller Dinge offen sind.“

Henochs Flug von der Erde

Henoch selber bekam auch einen Thron von seinem Herrn. Einen Thronwagen, den man aus der Bibel kennt, und mit dem dort bekanntlich Gott flog. Eben ein solches Gerät, mit dem Henoch nach der Tradition gen Himmel aufgefahren sein soll. „Er machte ihm einen Stuhl, ähnlich wie der Stuhl  seiner Herrlichkeit war.“

Wie Henoch von der Erde in dem Himmel kam, berichtete die Geschichte auch. „Da nahm der Herr mich, Henoch, den Sohn Jareds, von ihnen hin weg“, erzählte er dazu dem oben genannten Ismael bei dessen Ankunft im Himmel. Weiter erfahren wir:

Als der Herr Henoch gen Himmel bringen wollte, schickte er nach ihm den Fürsten Amphiel aus, der nahm ihn vor den Augen der Menschen hinweg und ließ ihn fahren mit großen Ehren in feurigem Wagen mit feurigen Rossen; die  Diener des Herrn liefen voran, und Henoch stieg in den obersten Himmel, wie die Herrlichkeit des Herrn selber.“

Eine Erscheinung, die buchstäblich meilenweit zu riechen war, denn sie „rochen sein Kommen schon in einer Entfernung von 65.300 Meilen“.

Fraglos eine sehr spannende Himmelfahrt, die sich aber in einem Detail stark von anderen dieser Art unterscheidet. Denn in der weiteren Erzählung heißt es, dass der Höchste selber zu dieser Zeit auf Erden weilte, diese jedoch verlassen wollte. „Alle Menschenkinder sind mir abtrünnig“ geworden „und sie dienten fremden Göttern“, klagte er. Es war an der Zeit, die Erde zu verlassen, so Gott. Nicht ohne Henoch zuvor noch mitzunehmen:

„(…) da nahm ich meine Herrlichkeit hinweg von ihnen und kam nun wieder  nach oben. Nur dieser hier (Henoch, Anm. LAF), den ich von ihnen emporhob, der ist von allen ausersehen, und er übertrifft sie alle durch seinen Glauben, durch seine Gerechtigkeit und durch seiner Taten Gabe; und dies ist der Entgelt, den allein ich von der Welt da unter dem Himmel habe.

(…) da trug er ihn auf den Flügeln seiner Herrlichkeit in das oberste Gewölbe und brachte ihn in die Mitte des großen Palastes, der in den Höhen des Araboth steht; dort ist der Stuhl seiner Herrlichkeit, dort ist sein Wagen, dort sind zornige Heere und grimmige Truppen, dort lagern feurige Engel und Cherubim gleich Fackeln und Räder wie glühende Kohlen und flammende Diener und strahlende Chasmalim und blitzhelle Seraphim.

Es mag zwar verstörend erscheinen, dass im Reich Gottes „zornige Heere und grimmige Truppen“ stationiert waren, aber das soll an dieser Stelle nicht weiter verwundern (s. a. Artikel HIER & Video HIER). Interessanter ist die Himmelfahrt Henochs an sich. Wie sie hier erzählt wird, war es eine „klassische Himmelfahrt“, wie man sie aus vielen Schriften in diesem Zusammenhang kennt. Fraglos nur detaillierter und mit weit mehr Ausschmücken. Immerhin war der Prophet ein ganz besonderer Auserwählter – und Gott „liebte ihn mehr denn alle Himmelskinder“, wie es die Sage formuliert.

Die Himmelfahrt: Ein Spektakel für die Schaulustigen

Ganz so einfach und nach Plan verlief die Himmelfahrt des Henoch dann aber doch nicht.

Zumindest behauptet das eine andere jüdische Sage, in der wir weitere Informationen über den Patriarchen finden. Nach dieser war die Himmelsreise des Henoch ein riesen Spektakel, das sich hunderttausende Schaulustige ansehen wollten. Eine unglaubliche Anzahl von 800.000 Personen habe den Propheten am Tag seiner Entrückung zum Abholungsort begleitet. Sie wollten Zeuge des Wunders werden. Trotz mehrfacher Warnungen von Henoch selbst, dass sie umkehren mögen, da die Herniederkunft von Gottes Thronwagen große Gefahren mit sich bringen würde.

Sie waren einfach zu neugierig.

Die Menschen wussten ganz genau, dass der Abflug von Henoch bevor steht, da er es ihnen selber mitgeteilt hatte. Immerhin hatte er, nachdem er erfuhr, „dass er in den Himmel komme“, sie zusammengerufen, um sie ein letztes Mal zu unterweisen und zu belehren. Schon bei dieser Ansprache des Propheten sahen die Anwesenden „die Gestalt eines Rosses im Sturme vom Himmel herunter steigen“, als sie „ihre Augen erhoben“. Es sei wegen ihm ihn hier, so Henoch, und „der Tag ist gekommen, da ich von euch gehe“.

Der Erwählte bestieg dieses feurige Pferd und „ritt von dannen“. Offensichtlich aber noch nicht auf direkten Weg in den Himmel zu Gott. 800.000 Mann folgten ihm nämlich einen Tag lang. Zum Missfallen von Henoch, der in den folgen Tagen die Neugierigen und Schaulustigen immer wieder aufforderte, sie sollen in ihre Zelte zurückkehren. „Folgt mir nicht, sonst müsst ihr sterben“, ermahnte er sie mehrfach.

Offensichtlich durch diese Warnungen verunsichert, setzten sich in den Folgetagen mehr und mehr Menschen ab. So wurden nicht alle der anfänglichen 800.000 Menschen Zeugen der Himmelfahrt. Die übrigen haben sich „noch enger an Henoch angeschlossen“ und bestanden darauf auch dorthin zu gehen, wohin ihr Prophet gehen werde. Wo immer das auch sein wird.

Katastrophe bei der Himmelfahrt!

Nach sechs Tagen der Warnungen und Aufforderungen zur Umkehr war es Henoch allerdings auch leid:

Da sie darauf beharrten, mit ihm zu gehen, redete er nicht mehr auf sie sein, und sie folgten ihm.“

Damit war ihr Ende besiegelt. Alle, die die Himmelfahrt selber beobachten wollten, ließen nie mehr etwas von sich hören. Um deren Schicksal aufzuklären, wurde daraufhin von den Hinterbliebenen eine Suchmannschaft ausgesandt. Was sie am Ort der Himmelfahrt vorfanden waren nur noch ihre Leichen. In der Sage liest sich das grausige Ende der Menschen so:

Am siebenten Tage aber fuhr Henoch im Wetter in den Himmel auf feurigen Rossen in feurigem Wagen.

Aber die Könige, die zurückgekehrt waren, wollten die Zahl derer wissen, die bei Henoch geblieben waren. Sie gingen nach dem Orte, von dem aus Henoch in den Himmel gefahren war, und fanden die Erde daselbst voll Schnee, und auf dem Schnee waren große Steine von der Art der Schneesteine. So sprachen sie zueinander: Lasst uns den Schnee wegscharren, wir wollen sehen, ob nicht die Menschen, die mit Henoch gegangen sind, unter dem Schnee liegen. Sie scharrten den Schnee weg und fanden die Menschen, die mit Henoch waren, tot daliegen. Sie suchten auch nach Henoch, der war aber nicht da, denn er war in den Himmel gefahren.“

Eine Himmelfahrt, eine Aufnahme ins „Paradies Gottes“, die offensichtlich in einer Katastrophe für die Zuschauer endeten. Nur „Henoch kam lebendig im Garten Eden“ an, wo er „lustwandeltete 300 Jahre“ lang. Während er von den „Engeln Gottes“ in Astronomie unterrichtet wurde und die Weisheiten der Welt erlernte …

Nur ein Märchen, keine Frage. Aber ein sehr verstörendes.

Alles nur „Phantastereien“?

Schon die ersten Kritiker dieser Sagen und Märchen, die der jüdische gelehrte Micha Josef Bin Gorion 1919 veröffentlichte, sahen diese (und andere) Geschichten sehr skeptisch. „Phantastereien“ mit vielen „Spuren der heidnischen Umwelt“ und damit „fast eine Art Volksbuch für Liebhaber jüdischer Folklore“, schrieb beispielsweise Salcia Landmann in einer Rezension. Die von bin Gorion gesammelten Sagen, beginnend mit der der Schöpfung und weiter durch die gesamte Geschichte des Alten Testament hinweg, würden „manchmal anmuten wie wirre Fiebertraume“. „Ein wundervoll anregendes und aufregendes Buch“ sei des trotzdem, so die Journalistin Landmann 1976 („Zeitschrift für Religions- und Geistesgeschichte“, Nr. 3/1976).

Wie an diesen Sagen zu erkennen ist – ob über Adam, Henoch, König David, die Babylonier oder den weisen Herrscher Salomon – nehmen sie klaren Bezug auf das Alte Testament. Mal sehr deutlich, und mal werden entsprechende Episoden daraus weiter ausgeschmückt. Mit „Phantastereien“, wie Landmann es nannte. Wie weit diese gehen, kann man nicht sagen.

Zum Ende dieser Spurensuche nach Informationen und Aussagen über Henoch abseits der Bibel und vor allem der Henochbücher, wollen wir uns aber den oben zitierten „Schnee“ ansehen.

„Aussatz“ und „Schnee“

Nach der tödlichen Himmelfahrt lag am Ort des Geschehens „die Erde daselbst voll Schnee, und auf dem Schnee waren große Steine von der Art der Schneesteine“. Der Suchtrupp musste diesen weg scharren, um die darunter liegenden Leichen zu bergen. Insgesamt 6 Mal erwähnt die Sage diesen „Schnee“ bzw. einmal „Schneesteine“ in diesen wenigen Sätzen. Es ist wohl klar, dass hier kein normaler Schnee gemeint sein kann, der im Winter vom Himmel fällt (durchaus auch im Nahen Osten, dem Schauplatz der Katastrophe).

Was aber mag dieser „Schnee“ dann gewesen sein? Rückstände der Antriebsaggregate von Gottes Luftschiff, wie man mit Blick auf die Prä-Astronautik spekulieren kann?

Auch die ominösen Steine, die aussahen wie Schneesteine, folglich also keine waren, sind rätselhaft. Was soll das gewesen sein? Eis? Leider ist es unmöglich festzustellen, was dies für „Steine“ gewesen sein mögen. Alles das ist schon sehr sonderbar. Oder haben wir hier nichts weiter als eine Art Gleichnis vorliegen? Der weiße „Schnee“ als Sinnbild der Unschuld und Güte des reinen Henoch, zum Beispiel?

Zumindest ist das keine reine Erfindung dieses Märchens, wie ein Blick in das Alte Testament beweist. Auch das Buch Numeri (12.1ff.) enthält einen ähnlichen Vorfall. Dort heißt es, dass sich Aaron und Mirjam beim Exodus gegen Moses auflehnten und ihn und Gott kritisierten. So machte der Herr mit den Kritikern kurzen Prozess und bestrafte sie. In seiner „Wolkensäule“, die beim Exodus vor dem Volk her flog, erhob er sich in den Himmel:

Und der Zorn des Herrn entbrannte über sie, und er ging; und die Wolke wich von der Hütte. Siehe, da war Mirjam aussätzig wie Schnee. Und Aaron wandte sich zu Mirjam, und siehe, sie war aussätzig.“ (Num. 12,9-10)

Nach Bitten von Moses und Aaron um Heilung befahl der Herr die Aussätzige sieben Tage außerhalb des Lagers von der Gemeinschaft auszuschließen. Sie musste in Quarantäne. „Und das Volk zog nicht weiter, bis Mirjam wieder aufgenommen ward“, überliefert Num. 12,15. Es ging für Mirjam also glimpflich aus, dass sie mit „Schnee“ als Aussatz bestraft wurden.

Der „strahlende Moses“ – ein Zusammenhang?

Vergleichbar mit einer Erfahrung, die Moses selber machen musste. Als dieser die Tafeln mit den Zehn Geboten von seinem Gott auf dem Berg bekam und zu seinem Volk brachte, strahlte sein Gesicht. So erzählt es das Buch Exodus ab 34,29. Unter Rauch, Donner, Lärm und Beben war zuvor der Herr in seiner Feuer- und Wolkensäule dort oben gelandet und das Volk Israel durfte auf keinen Fall zu nahe kommen. Sie schauten sich das ganze Spektakel am Fuß des Berges an (s. z. B. Videos HIER & HIER).

In sicher Entfernung, da Gott selber zuvor sogar befahl einen Zaun darum zu errichten. Sonst würde das Volk seine Niederkunft nicht überleben. Wie die Schaulustigen bei Henoch?

Im Buch Exodus finden dazu folgende Worte:

Als nun Mose vom Berge Sinai hinabstieg und die beiden Tafeln des Zeugnisses in der Hand hielt, als er vom Berge herabstieg, da wusste er nicht, dass die Haut seines Angesichts strahlte davon, dass er mit Ihm geredet hatte. Und Aaron und alle Kinder Israel sahen Mose, und siehe, die Haut seines Angesichtes strahlte; da fürchteten sie sich, ihm zu nahen.

Aber Mose rief sie; da wandten sie sich zu ihm, Aaron und alle Obersten der Gemeinde; und Mose redete mit ihnen. (…) Als nun Mose aufhörte mit ihnen zu reden, legte er eine Decke auf sein Angesicht. Und wenn Mose hineinging vor den Herrn (vor die Bundeslade, Anm. LAF), mit ihm zu reden, tat er die Decke ab, bis er wieder herausging. (…)

Und die Kinder Israel sahen das Angesicht Moses, dass die Haut desselben strahlte, und Mose tat die Decke wieder auf sein Angesicht, bis er wieder hineinging, mit Ihm zu reden.“ (Ex. 34,29-35)

Es sei die Herrlichkeit und Göttlichkeit gewesen, die Moses Gesicht „strahlen“ ließ, sagt die Bibelforschung. Schließlich habe er Gott persönlich gesehen. Wie es im Buch „Ezechiel der Tragiker“, ein Apokryph, heißt, wurde Moses damals sogar vom Berg Sinai mit einem feurigen Thronwagen in den Himmel entrückt. 40 Tage lang.

„Schnee“ und „Aussatz“ als Wunder des Herrn

Seine erste Erfahrung mit dieser Art von schneeweißem Aussatz hatte Moses allerdings schon bei seiner allerersten Gottesbegegnung. Jene am „Brennenden Dornbusch“, als ihn ein Engel bzw. Gott berufen hatte. Unter anderem soll sich bei dieser Begegnung folgendes ereignet haben, wie es das Buch Exodus erzählt:

Dann befahl Jahwe ihm: ‚Steck deine Hand in dein Gewand!‘ Mose tat es, und als er die Hand wieder hervorzog, war sie voller Aussatz, weiß wie Schnee. Da befahl er ihm: ‚Steck deine Hand noch einmal ins Gewand!‘ Mose tat es, und als er sie hervorzog, war sie wieder gesund. ‚Wenn sie dir auf das erste Zeichen (die „Schlange“, die sich in einen „Stab“ verwandeln konnte, Anm. LAF) hin nicht glauben, werden sie sich durch das zweite überzeugen lassen.‘“ (Ex. 4,6-8)

Im 2. Buch der Könige (5,1ff.) findet sich die Erzählung über „Naaman, der Feldhauptmann des Königs von Aram“. Er sei „ein trefflicher Mann vor seinem Herrn“ gewesen, der „jedoch aussätzig“ war. Um ihn zu heilen schickte der Prophet Elisa seinen Diener Gehasi im Namen des Herrn zu Naaman. Gehasi bereicherte sich bei dieser Mission aber materiell, was umgehend eine Strafe Gottes nach sich zog:

Aber der Aussatz Naamans wird dir anhangen und deinen Nachkommen allezeit. Da ging Gehasi von ihm hinaus, aussätzig wie Schnee.“ (2. Kön. 5,27)

Wirklich zufriedenstellend deuten kann man solche Aussagen nicht. Denn, dass diese Art von göttlichen oder wundersamen Aussatz mit „Schnee“ verglichen wurde, verwirrt. Was natürlich auch für den „Schnee“ bei Henochs Reise in den Himmel gilt. Denn eigentlich wurde das Aussehen der Himmlischen, der Wächter, der Gottessöhne, der „Engel“ oder Gott selbst mit diesem Attribut verglichen. Vor allem die Haare, die immer wieder als „weiß wie Wolle, leuchtend weiß wie Schnee“ (Off. 1,14) und ähnlich beschrieben wurden.

Ein Wesen mit einem „Leib weiß wie Schnee“ und „Haupthaar weiß wie Wolle“, sei zum Beispiel laut Henoch Noah gewesen (1. Hen. 106,2). Und im himmlischen Gottesreich sah Henoch persönlich Gottessöhne, dessen Antlitz „leuchtete wie Schnee“ (1. Hen. 71,1). Nach solchen und vielen ähnlichen Texten trugen die Himmlischen sowie Gott selber gerne schneeweiße und geradezu leuchtende Kleidung. Im Himmel traf Henoch zum Beispiel den Höchsten, den Führer aller Wächter. In „einem großen, aus Krystallsteinen gebauten Hause“ saß dieser auf einem feurigen Thron und „sein Gewand war glänzender als die Sonne und weißer als lauter Schnee.“, notiert das 1. Buch Henoch in 14,20 dazu.

Wächter des Himmels und Gottessöhne

Solchen Wächtern des Himmels begegnete auch Abraham, bevor er in das all flog, wie es die „Apokalypse des Abraham“ schildet (s. Video und Artikel dazu HIER). „Seines Hauptes Haar (glich) dem Schnee“, notiert das Apokryph in Vers 11,2.

Schnee im Sinne von Wasser war es in keiner einzigen dieser Beschreibungen. Sehr gut zu erkennen im slawischen Buch Henoch, in dem der Prophet seine Begegnung im Himmel mit dem Wächter Tartarus schildert:

Dieser Engel sah aus wie Schnee, und seine Hände waren wie Eis, und er fühlte mein Antlitz ab; denn ich konnte die große Hitze nicht ertragen und nicht den Schrecken.“ (2. Hen. 37,1)

Solche phantastischen Geschichten und Beschreibungen sind in und außerhalb der Bibel überliefert. So etwa steht im Buch Daniel folgendes Abenteuer bzw. folgende „Vision“ des Propheten niedergeschrieben:

Ich sah immer noch hin: da wurden Throne aufgestellt, und ein Hochbetagter nahm Platz. Sein Gewand war weiß wie Schnee, sein Haar wie reine Wolle. Feuerflammen waren sein Thron, und dessen Räder waren loderndes Feuer. Ein Strom von Feuer ging von ihm aus. Tausendmal Tausende dienten ihm, zehntausendmal Zehntausende standen vor ihm. Das Gericht nahm Platz, und es wurden Bücher aufgeschlagen.“ (Dan. 7,9-10)

Wenn aber, und das sollten diese Beispiele verdeutlichen, „Schnee“ oder weiß wie Schnee immer mit Göttlichem und den Himmlischen assoziiert wurde, warum dann auch eindeutig mit Aussatz? Was ist oder war ein solcher schneeweißer Aussatz? Und warum konnte er nach der der Sage über Henochs Himmelfahrt scheinbar unzählige Menschen töten?

Henoch – ein unscheinbarere Name in der Bibel und doch der außergewöhnlichste Patriarch vor der Sintflut, wie man in der Genesis knapp erfährt. Selbst wenn man die Schriften mit seinem Autorennamen beiseite lässt, ist über diesen Propheten praktisch nur Erstaunliches zu erfahren. Ein kleiner Teil dessen sollte hier zusammengefasst werden. Warum diese biblische Figur gerade für die Prä-Astronautik interessant ist, sollte wohl niemanden verwundern.

Auch nicht, warum Erich von Däniken ihn schon 1977 in seinem Buch „Beweise“ seinen Lesern mit den Worten vorstellte: „Dieser Henoch ist mein Freund“ …

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Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Alle Qumran-Handschriften im weltberühmten „Museum der Bibel“ in Washington sind – gefälscht! Aber …

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Alle Qumran-Schriften im weltberühmten Museum der Bibel in Washington sind gefälscht! (Bilder: Fischinger-Online)
Alle Qumran-Schriften im weltberühmten Museum der Bibel in Washington sind gefälscht! (Bilder: Fischinger-Online)

Seit ab 1947 die ersten Qumran-Rollen bzw. Schriftrollen vom Toten Meer offiziell entdeckt wurden, sind die Texte Gegenstand der Forschung. Für Archäologen, Bibelforscher und Theologen sind die Qumran-Schriften ein Jahrtausendfund. Und bis heute kommen immer weitere Funde dieser Art in Israel hinzu. Doch eine wissenschaftliche Analyse der Qumran-Texte aus dem Besitz des „Museum of the Bible“ in Washington offenbarte jetzt, dass alle Fragmente des Museum Fälschungen sind! Alles über die Hintergründe und die möglichen Konsequenzen für die Forschung, erfahrt Ihr in diesem Beitrag.


Falsche Qumran-Schriften im „Museum der Bibel“

Entsetzen im weltberühmten „Museum oft the Bible“ in Washington in den USA: Alle dort verwahrten und ausgestellten Fragmente der legendären Schriftrollen vom Toten Meer bzw. Qumran-Rollen sind Fälschungen. Kein einziges der 16 Stücke aus dem Besitz des Museum ist authentisch.

Das haben jetzt neue Untersuchungen der Fragmente gezeigt. Für das Museum konnten die Ergebnisse der Analysen ihrer „Schätze“ nicht schlechter ausfallen. Denn schon im April 2017 Jahren kamen Forscher diesem Betrug auf die Spur, als erste Fragmente der Sammlung wissenschaftlich untersucht wurden. Beauftragt war die „Bundesanstalt für Materialforschung und –prüfung“ (BAM), da sich das Museum von vornherein der unklaren Herkunft der Fragmente bewusst war.

Heraus kam dabei, dass keines authentisch und damit echt war.

Also beauftrage das Museum daraufhin die Firma „Art Fraud Insights“, um auch die weiteren Qumran-Texte analysieren zu lassen. Im „abschließenden Bericht“ vom November 2019 der Untersuchungsleiterin Corlette Loll heißt es dazu unter anderem:

Im April 2017 beantragte das Museum die wissenschaftliche Prüfung von fünf Fragmenten durch die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM). In Erwartung der Ergebnisse und vor der Ausstellung zeigten die Herkunftsuntersuchungen des Museums weitere Unsicherheiten hinsichtlich ihrer Herkunft. Bei der Eröffnung des Museums wurden die Fragmente als ‚problematisch‘ eingestuft, um diese Unsicherheit widerzuspiegeln. Die vorläufige wissenschaftliche Untersuchung der Fragmente des Museums, die im Oktober 2018 eingegangen war, führte zu dem Hinweis, dass die Mineralablagerungen und das Schreibmaterial nicht mit der Authentizität vereinbar waren.

Es wurde der Schluss gezogen, dass alle fünf untersuchten Fragmente Merkmale aufwiesen, die ‚nicht mit einem alten Ursprung vereinbar waren‘. Sie wurden bis zur weiteren Untersuchung aus der Ausstellung entfernt.

Aufgrund der Bedenken, die durch diese erste Studie aufgeworfen wurden, wurde eine detailliertere Materialuntersuchung des gesamten Museums der Bibelfragmentsammlung angestrebt.“

Fakes in Museen

Zu diesem Zweck wurden die gesamtem Museumsstücke von „Art Fraud Insights“ auf Herz und Nieren geprüft. Es sollte wissenschaftlich „die Echtheit jedes Fragments entweder bestätigt oder widerlegt“ werden. Ergebnis: Alles Fake:

Wir konnten bestätigen, dass die Mineralogie der Oberflächenablagerungen mit der Region des Toten Meeres und anderen geologischen Stätten im Nahen Osten übereinstimmt. In einigen Fällen wurden nach dem Schreiben und während die Tinte noch feucht war, verschiedene lose Mineralablagerungen über die Fälschungen verstreut, um den Eindruck zu erwecken, dass es sich um authentische Schriftrollenfragmente aus dem Toten Meer handelte, die aus den Qumran-Höhlen stammten. Wir sind der Meinung, dass alle diese Methoden mit der ausdrücklichen Absicht angewendet wurden, zu betrügen.“

Das Bibelmuseum von Washington und die Experten um Corlette Loll sehen trotz des nachgewiesenen Betruges dennoch etwas Positives in ihren Analysen. Wie Loll in ihrem umfangreichen Abschlussbericht schreibt, könne die zukünftige Textforschung von den erreichten Ergebnissen profitieren. Vor allem um mögliche weitere Fälschungen in den Sammlungen in aller Welt nachzuweisen:

Darüber hinaus wird die Veröffentlichung aller zugehörigen Bilder und Datensätze die Identifizierung und Entfernung von Texten erheblich erleichtern, die möglicherweise wichtige literarische, paläografische und sprachliche Datensätze kontaminiert haben.“

Museen und Ausstellungen weltweit haben immer wieder mit Betrug und Fälschung zu kämpfen. Niemand kann sagen wie viele der angeblich „alten“ und „authentischen“ Artefakte und Objekte in archäologischen Museen echt sind. Teilweise wird der Anteil der Fälschungen in den Vitrinen dieser Welt sogar überaus hoch eingeschätzt! Millionen Artefakte auf ihre Echtheit hin zu überprüfen, ist indes nicht möglich.

Die Schriftrollen vom Qumran

Bei den jetzt nachgewiesenen falschen Qumran-Texten wiegt ein Betrug doppelt. Immerhin handelt es sich bei den echten Funden aus den Höhlen von Qumran in Israel um unschätzbar wertvolle archäologische Funde. Und zwar speziell für die Bibelforschung und damit Religionen und Theologie. Bekanntlich gehören diese zum Teil über 2.000 Jahre alten Handschriften zu den wichtigsten Quellen der Bibelforschung überhaupt. Auch wenn sie meistens nur noch als Fragmente und nicht wirklich als „Schriftrollen“ erhalten geblieben sind.

Zehntausende große, kleine und winzige beschriebene Stücke aus Papyrus und Pergament wurden aus den Höhlen am Toten Meer bereits geboren. Und immer wieder tauchen auf dem Antikmarkt neue Texte auf, die als „authentisch“ angeboten werden. Wie viele Rollen einst in den Höhlen von Qumran und Umgebung am Toten Meer in Tonkrügen versteckt wurden, ist deshalb bis heute nicht ganz klar. Schätzungen sprechen von 900 oder 1.000, de von mindestens 500 verschiedenen Personen beschrieben wurden. Über Jahrhunderte hinweg, da die Schreiber zwischen 250 vor Christus und 40 nach Christus ihre Werke schufen.

Besonders die Entdeckung, dass unter den Handschriften mindestens 200 Texte sind, die später als „Hebräische Bibel“ in das Alte Testament übernommen wurden, machen die Schriften so bedeutsam. Sie gelten damit als älteste Bibeltexte der Welt. Ein unermesslicher Schatz und Glücksfall für die Bibelforschung. Doch die muss sich darauf verlassen können, dass die Texte und damit deren Inhalt und Aussage auch wirklich authentisch ist.

Vergleichende Textstudien mit Fälschungen von geschäftstüchtigen Betrügern sind verständlicherweise vollkommen sinnlos!

An der Echtheit der ab 1947 gefundenen Schriften des frühen Judentums hat kaum jemand wirklich Zweifel. Höchstens von religiöser Seite her, da sie ab 1947 und 1948 weltweit mehr und mehr berühmt wurden. In jenen Wirren nach dem Zweiten Weltkrieg also, in dessen Folge im Frühjahr 1948 Israel gegründet wurde …

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Verschiedene Geschichtsschreiber scheinen aber bereits solche verborgen Schriftrollen in Tonkrügen gekannt zu haben. Jahrtausende bevor sie 1947 „offiziell“ unweit des Toten Meer entdeckt wurden. Zum Beispiel sei während der Herrschaft von Kaiser Antoninus (211 – 217 nach Christus) „in einem Tonkrug im Gebiet von Jericho“ Schriften in Griechisch und Hebräisch gefunden worden. Patriarch Timotheos I. von Seleucia schrieb um das Jahr 800, dass zehn Jahre zuvor ein arabischer Jäger die Jerusalemer Behörden über die Entdeckung von Schriftrollen in einer Höhle informiert habe. Darin seien „die Bücher des Alten Testaments und andere in hebräischer Schrift“ gefunden worden.

Jahrtausendfund für 97 Dollar

Solche Berichte klingen heute stark nach den Qumran-Texten.

Auch Jahrzehnte nach den ersten Funden der Neuzeit ist die Forschung an ihnen noch lange nicht beendet. Immer neue Funde, auch wenn in erheblich kleinerem Umfang, liefern immer neues Material. Dabei war die Entdeckung der Schriften durch den Beduinen-Knabel Mohammed Ad-Dib 1947 ein reiner Glücksfall. Zufällig habe er, so sagt es die Legende der Entdeckung, die Tonkrüge und Texte in den Höhlen am Toten Meer gefunden, als er eine entlaufene Ziege suchte. Ob die Entdeckergeschichte der Wahrheit entspricht, steht auf einem anderen Fragment.

Zumindest nahm die Geschichte der Texte von nun an Fahrt auf. Ein Khalil Iskander Schahin kaufte einige Rollen von Ad-Dib, die er dann dem Archäologen Professor Eleasar Sukenik von der Hebräischen Universität in Jerusalem weiterverkaufte. Gleichzeitig begann Schahin ein Geschäft zu wittern, suchte selber nach Schriften und weiteren Tonkrügen mit Rollen und verkaufte sie daraufhin. Ein Handel florierte und es wurden hunderttausende von Dollar für die ersten Schriftrollen bezahlt.

Heute sind sie zum Großteil im berühmten „Schrein des Buches“ in Jerusalem zu bewundern. Herzstück ist dort zweifellos die 7,34 Meter lange „Große Jesajarolle“ aus der sogenannten „Höhle 1“ von Qumran, die um 200 vor Christus geschrieben wurde. Angeblich war der erste Preis dafür nur 97 Dollar, die Schahin verlangte. Ein unbezahlbares Dokument, deren Echtheit C14-Datierungen bestätigten.

In den „wilden Jahren“ des Handels mit den Qumran-Schriften war den Archäologen noch nicht klar, wie alt diese Stücke wirklich sind. Ob sie überhaupt echt sind, war ebenfalls noch unklar. Erst in den Jahren 1951 bis 1956 suchte der Archäologe und Bibelforscher Roland de Vaux von der „Französischen biblische und archäologische Schule Jerusalem“ systematisch nach ihnen. Hunderte Funde konnte er dabei sichern. Weitere Entdeckungen wurden in anderen Höhlen in den Jahren 1952, 1960, 1963 und sogar 2004 gemacht.

Qumran oder nicht Qumran

Die Qumran-Texte sind natürlich auch umstritten. Sehr umstritten vor allem was ihren genauen Ursprung, den Zweck ihrer Niederschrift und ihre Interpretation betrifft.

Wobei schon der Name für Verwirrung sorgt, da nur ein Teil der Funde als „echte Qumran-Rollen“ angesehen werden. Sie entstammen einer jüdischen Gemeinschaft und betreffen auch deren Gemeindeleben mit allen Regen usw. Meist vermutet man die Essener hinter dieser Gemeinde. Andere Rollen und Texte sind Abschriften von biblischen und apokryphen Büchern, die man bereits vor den Funden kannte. Wieder andere Texte waren bis zu ihrer Entdeckung in den Höhlen vollkommen unbekannt.

Ob die unweit der „Haupthöhlen“ der Funde archäologisch ausgegrabene Siedlung „Chirbet Qumrān“ am Westufer des Toten Meeres der Ursprung der Rollen ist, gilt in Archäologenkreisen zumindest auch als strittig. Die Nähe der Ruinen zu den Höhlen legt diese Deutung der Archäologie zumindest sehr nahe. So werden auch verschiedene archäologische Funde der Stätte in diese Zusammenhang interpretiert. Große Räume zum Beispiel als „Schreibstuben“ oder mutmaßliche Wasserbecken als „rituelle Bäder“.

Wer selber einmal vor Ort ist kann sich überzeugen, dass zumindest dort an einem Zusammenhang kein Zweifel zu bestehen scheint. Besuchern wird dieser quasi in jeder Ecke vermittelt.

Im „Museum der Bibel“ wurden nur 16 Fragmente durch die Analysen als eindeutige Fälschungen identifiziert. Das ist mit Blick auf die Masse aller Funde zu vernachlässigen. Und es wirft doch – wie bei allen Fakes und Fälschungen – ein schlechtes Licht auf die Texte. Textforscher und Bibelkundler müssen natürlich bei ihren Forschungen sicher sein, dass das genutzte Material auch authentisch ist.

Nur wenige Fälschungen

Die gefälschten Fragmente in Washington sind nur wenige Zentimeter klein. Es sind „Schnipsel“, die nur wenige Worte bzw. Buchstaben tragen. Einige sind sogar überhaupt nicht beschriftet. Die vorhandenen Schriften selber entstammen verschiedenen Büchern des Alten Testament. Etwa aus den Büchern Genesis, Exodus, Ezechiel, Levitikus oder auch Daniel. Für umfassende Textvergleiche und –Analysen der Bibelforschung wären die „Washington-Papyri“  also von geringer Relevanz.

Mit Blick auf die Grenzwissenschaft und „alternative Bibelforschung“ gilt das ebenso. Schließlich sind Texte mit alten Überlieferungen vielerlei Art auch hier ein wichtiger Bestandteil der Forschung. Man denke an die Schriften des Propheten Henoch, die in Teilen auch unter den Schriftrollen vom Toten Meer zu finden sind. Vor allem wurden auch rund 10 Bruchstücke eines bis zur Entdeckung unbekannten „Buch der Riesen“ entdeckt. Jahrtausende verborgen in Höhle 1, 4 und 6 von Qumran und dort von den Forschern wieder entdeckt.

In diesem „Buch der Riesen“ wird die rätselhafte Geschichte der „gefallenen Engel“ aus dem Alten Testament geschildert. Sie sollen laut dem Buch Genesis vom Himmel gekommen sein, da sie Kinder mit Menschenfrauen zeugen wollten. Ergebnis dieser Rebellen aus dem Himmel waren laut Genesis die Riesen und die Sintflut als Strafe des Herrn. Auch die bekannten Bücher Henoch schildern diese Ereignisse sehr umfangreich (s. a. Video HIER).

Das „Buch der Riesen“, auch wenn nur in Bruchstücken erhalten, ergänzt diese Erzählungen  – und ist authentisch …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Die versunkene Stadt Ur und wie Gott den Vater von Abraham tötete: Was nicht in der Bibel steht +++ Video +++

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VIDEO: Die versunkene Stadt Ur und wie Gott den Vater von Abraham tötete! (Bild: gemeinfrei / Bearbeitung/Montage: Fischinger-Online)
VIDEO: Die versunkene Stadt Ur und wie Gott den Vater von Abraham tötete! (Bild: gemeinfrei / Bearbeitung/Montage: Fischinger-Online)

Abraham ist eine der bekanntesten Figuren der Bibel. Ein Stammvater, der einst auf Befehl Gottes seine Heimatstadt Ur mit seinem Vater und seiner Familie verließ und so zum „Stammvater vieler Völker“ wurde. Nach der Erzählung im Alten Testament eine schöne und friedliche Geschichte. Doch nur da, denn andere Schriften erzählen eine ganz andere und widersprüchliche Version der Ereignisse, wie Ihr es in diesem Video auf YouTube erfahrt.


Abraham aus Ur: Was die Bibel verschweigt!

Nach dem Buch Genesis im Alten Testament ist Abraham der „Stammvater vieler Völker“. Ein gottesfürchtiger Mann, der einst in der legendären Stadt Ur in Mesopotamien lebte und von dort auf Befehl Gottes mit seiner Familie in ferne Länder zog.

Nachdem Abraham die sumerische Stadt Ur verließ, wurde er Nomade. Begleitet von seinem Vater Terach, der eines Tages friedlich in dem Ort Haran starb, wie es die Bibel erzählt.

Die Stadt Ur gab es tatsächlich und deren Ruinen im Süden des Irak sind weltberühmt. Beispielsweise die dortige Stufenpyramide, die dem Mondgott geweiht war. Wie neue Studien jetzt zeigten, war Ur einst sehr viel größer, als Archäologen bisher angenommen hatten. Es war eine regelrechte Metropole, die Stammvater Abraham einst mit seiner Familie verlassen haben soll.

Doch es gibt bei dieser Geschichte ein mehr als nur dunkles Kapitel, das die Bibel nicht erzählt. Demnach lief die Berufung des Abraham durch Gott alles andere als friedlich ab! Vielmehr mit absichtlich herbeigeführtem Tod und Zerstörung, wie Ihr in diesem YouTube-Video erfahrt.

Bleibt neugierig …

Video vom 20. Jan. 2020 auf Fischinger-Online

Bitte auf das „Play-Symbol“ klicken.
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