^

Search Results for: Aliens Religion

Müssen alle unsere Religionsbücher umgeschrieben werden, wenn wir Aliens finden oder Kontakt mit ihnen haben?

Teilen:
Müssen alle Religionsbücher umgeschrieben werden - wenn wir Aliens finden? Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Müssen alle Religionsbücher neu geschrieben werden – wenn wir eines Tages Kontakt mit Aliens haben? (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Drei Fragen bewegen Menschen immer wieder: Gibt es Gott? Gibt es intelligente Außerirdische? Gibt es ein Leben nach dem Tod? Alle Religionen der Welt kombinieren die erste und dritte Frage in ihren Heilslehren, Dogmen und Weltanschauungen. Die Angst vor dem Tod und einem möglichen “Danach” ist das Fundament aller Religionen, gleich wie genau sie dieses angebliche Leben nach dem Tod jeweils ihren Anhängern verkünden. Aber brächte die direkte oder indirekte Entdeckung von anderen Zivilisationen im All diese Glaubenslehren ins Wanken? Müssten die Religionsbücher “neu geschrieben” werden, wenn wir eines Tages Aliens entdeckten? Wichtige Fragen, die ich in diesem zusammenfassenden Artikel beantworte.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Die Suche nach den Aliens

Noch haben wir sie nicht gefunden, die Aliens, die Außerirdischen. Bisher sind wir allein auf unserem Planeten Erde und wissen nicht, ob und wo sich andere intelligente Spezies im Universum befinden. Aber wir vermuten oder glauben, dass es sie gibt!

Heutige Astronomen leben und arbeiten in einem für sie unfassbar faszinierenden Zeitalter der Entdeckungen im All. Nicht nur, da unlängst die allermeisten sicher sind, dass es irgendwo auch andere Intelligenzen und Zivilisationen im Universum gibt. Begeistert sind viele “Weltraumforscher” auch deshalb, da sie sicher sind, dass noch zu unseren Lebzeiten diese Aliens gefunden werden.

Ob wir jetzt Mikroben auf anderen Himmelskörpern unseres Sonnensystems finden, ein Radiosignal einer Alien-Zivilisation durch SETI empfangen oder einen bewohnten Exoplaneten finden werden: Wir werden anders Leben im All finden. Wenn die fremden Wesen nicht eines Tages plötzlich mit ihren Raumfahrzeugen die Erde besuchen, suchen Astronomen weltweit eben nach diesen “Anderen”.

Das sind nüchternen Fakten. Wobei natürlich der Unterschied zwischen gefundenen Mikroben irgendwo in unserem eigenen Solarsystem und einer fremden Intelligenz irgendwo im All natürlich gewaltig sind.

Was aber würden die Weltreligionen dazu sagen, wenn wir eines Tages (SETI-)Kontakt mit einer anderen Rasse aus dem Weltraum haben werden? Stampfen sie dann ihre Religionsbücher ein oder werden diese “umgeschrieben” und erscheinen dann als “Bibel 2.0” oder “Cosmic Koran”? Spannende Fragen, die ich schon seit Jahren auf Grenzwissenschaft und Mystery Files in Artikeln und Postings immer wieder behandel.

So auch aus “aktuellem Anlass” zusammenfassend an dieser Stelle.

Update der Religionsbücher?

Auf der Webseite “Gutefrage.net”, auf der ich immer wieder Themen meiner Kategorie “Netzfundstück” finde, erschien vor zwei Tagen die Frage:

Müssen alle Religionsbücher umgeschrieben werden, wenn Radiosignale von Außerirdischen die Erde erreichen oder wenn sogar Außerirdische auf der Erde landen?

Eine einfache Frage die man grundsätzlich ganz einfach beantworten kann: Nein!

Man kann sie aber auch wesentlich umfassender beantworten und diskutieren, wenn man die Konsequenzen dieser Entdeckung für Religionen mit in die Antwort einbezieht. Eben so, wie ich es in vielen Blog-Postings getan habe (z. B. HIER, HIER, HIER, HIER & HIER uvm.). Die Folgen für Religion und Gesellschaft und vor allem auch für die individuellen Gläubigen dieser Religionen wären weltweit kaum fassbar. Von katastrophal bis ignorant.

“Umschreiben” kann man aber Religionsbücher deshalb nicht. Ob Koran, Bibel oder externe Religionsbücher zu den verschiedenen religiösen Texten, sie alle stehen fest. Der Inhalt der Bibel vor allem ist seit Jahrhunderten zumindest im großen Kern festgelegt. Obwohl es unzählige Schriften außerhalb der Bibel gibt, die nicht in die Bibel aufgenommen wurden. Das gilt für Evangelien ebenso wie für Propheten-Bücher oder Apokalypse.

Werde auch DU Fan von Grenzwissenschaft & Mystery Files!

Grenzwissenschaft und Mystery Files auf YouTubeWerde Fan von Grenzwissenschaft und Mystery Files auf Facebook+++ Blog-Newsletter HIER abonnieren +++

Zusätzlich ist die Bibel nicht das Wort Gottes, sondern wurde im Laufe der Jahrtausende immer und immer wieder verändert, wie in diesem Artikel dargelegt. Sollten jetzt also SETI-Signale von intelligenten Aliens empfangen werden oder die Fremden gleich hier landen – kann man nicht einfach die Religionsbücher “umschreiben”.

Mit diesem “umschreiben” der heiligen Schriften inkl. ihrer Sekundärliteratur ist natürlich gemeint, dass man diese korrigieren und ergänzen würde. Das würde bei Texten und Büchern, die teilweise Jahrtausende alt sind, überhaupt nicht gehen. Wer sollte sich beispielsweise hinsetzten, das heute jedem bekannte Neue Testamt in die Hand nehmen und dort Ergänzungen vornehmen? Zum Beispiel um irgendwelche Aussagen zu außerirdischem Leben hinzuzufügen, die dann vielleicht sogar Jesus Christus zugesprochen werden …

Natürlich gilt das auch für die jüdische Thora und den Koran. Kein Rabbiner oder Imam würde es auch nur wagen in den Schriften etwas umzuschreiben und zu ändern,”nur” weil jetzt Außerirdische gefunden wurden. Eher wäre das Gegenteil der Fall.

Das Ende der Religionen?!

Religiöse Schulbücher könnte man selbstverständlich einfach erweitern. Einfügungen in dem Sinne, dass der Herr überall im Kosmos Leben erschaffen hat, wären hier durchaus realistisch. Gleiches gilt für all die zahllosen Bücher, die Gott und seine Texte interpretieren etc., die es bekanntlich ja auch von verschiedenen Päpsten gibt.

Alles andere wäre auch naiv, schließlich sind Außerirdische in diesem Gedankenexperiment ja eindeutig bewiesen oder sogar hier. Vielmehr werden die Religionen der Welt statt ihre Bücher “umzuschreiben” diese für ihre Anhänger neu deuten und auslegen. Der Vatikan hat zum Beispiel kein Problem mit anderen Völkern im All. Sofern diese Aliens nie von Jesus besucht worden wären, da es nach deren Ansicht nur hier auf der Erde Jesus als Erlöser gab.

Viele Religions-Fanatiker werden sicherlich die Außerirdischen dämonisieren und verteufeln. Für mich steht das außer Frage. “Normale” Anhänger dieser oder jener Religion werden aber sicher auf entsprechende Aussagen und Deutungen ihrer geistigen und spirituellen Führer warten und hören. Immerhin finden sich in Thora, Bibel und auch Koran keine klaren Aussagen für die gläubigen Leser, dass es noch andere Wesen im All gibt. Aber auch keine dagegen. Auch bei “Gutefrage.net” wird dies in einer Reihe von Antworten richtigerweise betont.

Ob das nicht dennoch das Ende vieler Religionen sein wird, steht auf einem anderen Blatt.

Betrachtet man aber diese heiligen Bücher modern und im Sinne von Außerirdischen im All, wird man durchaus an vielen Stellen fündig. Man muss dabei nicht einmal ein Prä-Astronautiker oder allgemein Grenzwissenschaftler sein, der (wie ich) solche Schriften nach Astronautengötter-Spuren der Vergangenheit hin untersucht. Solche Stellen, Verse oder Aussagen sind dann für die geistigen Oberhäupter quasi “Hintertürchen” für ein neue bzw. erweiterte Deutung der religiösen Bücher.

Religiöse Hintertüchern für die Gläubigen

Nehmen wir den ersten Satz der Bibel und damit der Thora im Buch Genesis:

Am Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde.

Schon hier haben wir ein Hintertürchen. Auch wenn in vielen modernen Bibeln nicht mehr “die Himmel” steht, sondern nur “den” , so schuf der Herr doch mehre Himmel. Für die Neuauslegung nach dem Kontakt mit Außerirdischen ist schon das wunderbar dazu geeignet, den Gläubigen zu sagen: “Seht her, es gibt noch andere Himmel und damit Welten.”

Beispiele für solche Textstellen, die aufgrund der Entdeckung von Aliens neu interpretiert werden können, gibt es viele in der Bibel.

Einfacher haben es da aber die Muslime mit dem Koran, denn hier könnte der Imam zum Beispiel auf folgende Verse verweisen:

Seht ihr nicht, wie Allah sieben Himmel erschuf, einen über dem anderen (…)“ (71. Sure, “Noah”, Vers 16)

Und er (Allah, L.A.F.) bildete in zwei Tagen zu sieben Himmel und teilte jedem Himmel seine Aufgabe zu, und wir schmückten den untersten Himmel mit Leuchten aus und stellten ein Wache hin.“ (41. Sure, “Die deutliche Erklärung“, Vers 13)

Natürlich können auch die Christen die angeblichen Worte von Jesus “In meines Vaters Hause sind viele Wohnungen” (Joh. 14,2) in dieser Hinsicht deuten. Es steht ja nicht geschrieben, dass diese “Wohnungen” nur Menschen vorbehalten sind.

Die zahllosen Gläubigen in Indien und Asien, die ihrem National-Epos Mahabharata treu sind, finden darin ähnliche Aussagen. So etwa über die hinduistische Gottheit Indra, in deren Zusammenhang auch von einem “Weltenhüter” gesprochen wird. Was sind oder waren das für “Welten”, die Heimatwelten von Außerirdischen?

In jüdischen Schriften außerhalb der Bibel (Apokryphen) sowie in den weltbekannten Schriftrollen von Qumran gibt ebenso viele Alien-deutbare Verse für die Gläubigen. Im rund 2.000 Jahre alten “Genesis-Apokryphon” (früher “Lamech-Rolle” genannt) aus Qumran lesen wir zum Beispiel in 1QapGen II  bis V Aussagen wie diese über Gott:

Ich möchte, dass du schwörst, beim Allerhöchsten, beim obersten Herrn, dem König aller Welten, dem Führer der Söhne des Himmels (…)“

Ich schwöre es du durch den Heiligen Großen, den König der Himmel (…)”

König “aller Welten” und “der Himmel” ist problemlos als Gott oder Schöpfer von anderen Planeten und deren Bewohner auszulegen.

Auch wenn nach der Entdeckung von Aliens sicher keine Religionsbücher “umgeschrieben” werden müssen (oder können), werden viele Gläubige trotzdem fragend in den Himmel blicken. Ob zu den Außerirdischen oder ihrem jeweiligen Gott sei mal dahingestellt. Sicher wird aber eine nicht geringe Anzahl der Gläubigen ihre spirituellen Führer fragen, warum sie nicht viel früher ihre heiligen Schriften dahingehend betrachtet haben.

“Jetzt, wo die fremden Wesen im All gefunden wurden, könnt ihr uns viel erzählen!” So oder so ähnlich könnte ich mir deren Vorwürfe und Zweifel vorstellen.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

Interessantes zum Thema bei amazon.de:

Tagged , , , , , , , , , , <

Frage: “Gibt es eine Religion, welche Außerirdische anbetet?” – ein interessantes Netzfundstück und warum Milliarden Menschen zu Aliens beten

Teilen:
Gibt es Menschen, die Außerirdische anbeten? - eine interessante Frage aus dem Netz (Bilder: gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)
Gibt es Menschen, die Außerirdische anbeten? – eine interessante Frage aus dem Netz (Bilder: gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)

Jesus Christus, Gott, Allah, Heilige, Buddha, die Mutter Gottes, Engel, Shiva, Jehova … die Palette an Namen ist lang, zu denen Menschen heute beten und die sie verehren. Dabei haben die drei großen “Buchreligionen”, Christentum, Judentum und Islam, ein und denselben Gott, zu denen die Gläubigen beten. Der Gott der Thora, der Bibel inkl. Jesus und des Koran ist demnach eine Art “Hauptgott” der Menschheit auf diesem Planten, da Milliarden Menschen an diesen glauben. Aber längst nicht alle Menschen der Erde glauben an diesen Gott. Und so tauchte im Netz kürzlich eine scheinbar seltsame Frage auf: Die Frage, ob es Menschen gibt, die Aliens “anbeteten”. Eine kleine Frage, die durchaus Sprengstoff birgt! Warum und was es mit dieser Frage genau auf sich hat, erkläre ich hier.


+++ Blog-Newsletter HIER abonnieren +++

Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Netzfundstücke sind grundsätzlich nichts besonders. Je nachdem, wofür sich eine Person im Internet interessiert, findet diese zu seinem Interesse immer interessante Fundstücke im Netz.

Doch auf diesem Blog geht es um die Grenzwissenschaft und die Mystery Files, die bekanntlich auch Mythen, Religionen, Aliens, Götter-Sagen, Sekten und Überlieferungen einschließen. Und so stieß ich bei meinen “Streifzügen auf den Spuren des Unfassbaren” kürzlich wieder auf die Webseite gutefrage.net. Das ist jene Internet-Seite, auf der immer mal wieder auch ein Mystery-Jäger interessante Fragen und dazugehörigen Antworten/Diskussionen findet. Beispielsweise jene, wie man ein UFO erkennt und was man dann machen soll. Oder auch die Frage nach einem “Erich von Däniken-Instiut” und wo man Prä-Astronautik studieren kann.

Obwohl auf dieser Webseite praktisch aus allen erdenklichen Bereichen Fragen an die dortige Community gestellt werden, ist eine vom 2. August 2017 sehr spannend für einen Grenzwissenschaftler:

Gibt es eine Religion, welche Außerirdische anbetet?

Das klingt auf den ersten Blick mehr als bizarr! Aber nur auf dem ersten Blick, da diese Frage wie kaum eine andere in der Mystery-Welt Sprengstoff birgt.

Menschen, die Aliens “anbeten”?

Es gibt viele Götter und Erich von Däniken ist ihr Prophet! Über die Absurdität von UFO-Sekten und den Vorwürfen gegen die Prä-Astronautik als „Ancient Aliens Sekte“
ARTIKEL: Die Absurdität von UFO-Sekten und den Vorwürfen gegen die Prä-Astronautik als „Ancient Aliens Sekte“ (Bild: L.A. Fischinger / gemeinfrei / NASA/JPL)

Im Jahr 1999 veröffentlichten mein Freund und Autorenkollege Roland M. Horn und ich unser gemeinsames Erfolgsbuch “UFO-Sekten”. Darin schildern wir sehr umfangreich esoterisch-religiöse Strömungen innerhalb der UFO-Szene, in denen (teilweise) tatsächlich Außerirdische angebetet wurden. Und werden. Solche UFO-Sekten waren und sind deshalb auch immer wieder Thema auf diesem BLOG und bei meiner Arbeit als Mystery-Jäger.

Diese sektenartigen UFO-Gruppen sind “ein Irrsinn”, wie ich es bereits 1998/99 in meinem Buch “Begleiter aus dem Universum” in einem entsprechenden Kapitel ausführte. Leider gibt es also tatsächlich Menschen, die Außerirdische quasi “vergöttlichen” und anbeten. Keine Religionen im eigentlich Sinn, aber Gruppen und Menschen, die in solchen Aliens weit mehr als nur Wesen aus Fleisch und Blut sehen.

Ein Problem, dass sich auf die gesamte Szene der UFO-Forschung und Grenzwissenschaft negativ auswirkt. So schrieb ich in einem Artikel für das Magazin “Sagenhafte Zeiten” (Nr. 1/2002) vor über 15 Jahren zu solchen UFO-Sekten warnend:

Die rasant wachsende Anzahl derartiger und zahlreicher anderer Weltanschauungen in den letzten Jahren hat leider zur Folge, dass nicht nur immer mehr Menschen diesen Gruppen verfallen, sondern das die breiten Medien eben vorzugsweise über eben jene Anhänger dieser Lehren berichten. TV-Sendungen und vor allem die Massenprintmedien schildern meist genau diese wirren Thesen.

Die breite Öffentlichkeit muss aufgrund dieser irrationalen Aussagen in den Medien zu der Meinung kommen, die Thesen der UFO-Forschung und der Prä-Astronautik sind nichts als Unfug! Leider ist die Wirkung der Medien auf die Meinungsbildung der Öffentlichkeit enorm. Vor allem deshalb, da es offensichtlich keinerlei Unterscheidung der jeweiligen Redaktionen zwischen seriöser Beschäftigung und esoterischen UFO-Gruppierungen gibt.”

Damit ist klar, dass es Menschen gibt, die in Außerirdischen geradezu “Götter” sehen und sie entsprechend verehren. Jedoch auf den unterschiedlichsten Art und Weisen und dabei selten sogar gefährlich. Aber diese Gruppen sind höchstens Sekten und damit keine “echten” Religionen. Obwohl nicht selten auch Jesus, Moses, Buddha oder welche religiöse Person in deren außerirdischen Weltanschauung integriert sind.

Auch bei gutefrage.net kam eine entsprechende Antwort auf die oben zitierte Frage. Darin heißt es:

Es gibt eine sehr hoch intelligente Spezies,die mit Gott in Verbindung steht,und irgendwann zur seiner Zeit werden sie dabei helfen, die Erde zu evakuieren.”

Damit ist die Lehre der UFO-Sekte Ashtar Command gemeint. Eine mehr fragwürdige UFO-Gruppe, die an göttliche Außerirdische glaubt, die eines Tages die Menschheit retten und über die auf diesen Seiten bereits mehrfach berichtet wurde. Folglich eine Gruppierung, die UFOs, Aliens und Gott/Jesus miteinander vermischt hat.

Dumme Frage? Dumme Antwort?

"Das Alien-Grey-Dämonen-Evangelium" der UFOs und Astronautengötter: Wie Erich von Däniken bin auch ich ein dämonischer Verführer mit meinen Lehren (Bild: gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)
ARTIKEL: Das “teuflische Evangelium der Aliens” und “die dämonischen Lehren der Prä-Astronautik” (Bild: gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)

Die Frage nach “Religion, welche Außerirdische anbeteten” in der gutefrage.net-Community mag kindisch klingen. Ist sie aber ganz und gar nicht.

So sind auch die Antworteten dort bisher frei Hohn und Spott gegen den Fragesteller. Eine Antwort nennt beispielsweise “so ziemliche jede” Religion:

Weil alles was da so vorkommt ist doch (außerirdisch) Engel z. B. kommen ja nicht von hier…

Mehrere Antworten nennen die Scientology als eine Religion, deren Mitglieder Aliens anbeten. Ein User ist sogar überzeugt:

Aliens haben die Religionen erfunden, um die Masse zu kontrollieren.

Doch eine Antwort sticht in der dortigen Community heraus. Sie wird von der Online-Plattform derzeit auch als “Hilfreichste Antwort” zu der Frage geführt. Obwohl es darin nur kurz und knapp heißt, dass “alle drei monotheistischen Religionen” Außerirdische anbeten. Folglich, dass gläubige Juden, Christen und Muslime in Wahrheit zu Aliens beten.

Mit Blick auf die Ideen der Prä-Astronautik, der Ancient Aliens-Überlegungen der Astronautengötter, ist das sogar vollkommen – richtig.

Allerdings ist dieser Umstand so etwas wie ein “rotes Tuch” innerhalb der Vertreter der Idee, dass die Götter aus dem All kamen. Zwar ist jedem überzeugten Prä-Astronautiker dies bewusst, aber so wirklich direkt und unmissverständlich beim Namen nennen mag man es dann doch nicht.

Gott ist ein Außerirdischer und Jesus war ein Alien-Mensch-Hybrid

Als in den 1960er Jahren Erich von Däniken mit seinem Manuskript zu seinem ersten Buch “Erinnerungen an die Zukunft” auf der Suche nach einem Verlag war, hagelte es Absagen. Das kennen alle Autoren bis heute. Bekanntlich erschien dieses Buch im Jahr 1968  im ECON Verlag in Düsseldorf letztlich doch noch und wurde ein Erfolg.

+++YouTube-Video+++ Erich von Däniken im TV-Interview 1978 über die Manna-Maschine, die Bundeslade, Astronauten in der Bibel und seine Suche nach der Wahrheit
VIDEO: EvD im TV-Interview 1978 über die Manna-Maschine, die Bundeslade und Astronauten in der Bibel (Bild: YouTube-Screenshot / Archiv / Montage: L. A. Fischinger)

Das wissen die Fans und Leser von EvD. Weniger bekannt ist aber die Tatsache, dass “Erinnerungen an die Zukunft” damals von einem Redakteur bearbeitet wurde. Dieser hieß Wilhelm Roggersdorf und ist auch vorne in den jeweiligen Büchern namentlich benannt. Das ist also kein Geheimnis. Doch noch weniger bekannt ist, dass ursprünglich in dem Manuskript von Erich von Däniken auch das Thema Jesus Christus und Außerirdische Thema war. Also das Neue Testament als “Spurengeben” auf außerirdische Götter.

“Zu heikel” hieß es damals – und so wurden Jesus und die Astronautengötter gestrichen. Zu vielen Menschen wäre das damals viel zu weit gegangen, da es ein direkter und ungeschönter Angriff auf ihren Glauben gewesen wäre. Jesus…der Sohn von Aliens? Ein beispielloses Sakrileg. Obwohl von Dänikens Erstling  zur Hochzeit der Weltraum-Begeisterung und auch der Hippie-Ära erschien, waren solche Ideen viel heikel. Man denke beispielsweise auch an den Jahrzehnte später erschienenen Roman “Sakrileg” von Dan Brown. Obwohl “Sakrileg” ein Roman ist, was das Echo der Medien und auch der Kirche gewaltig.

Allerdings, dies sei der Vollständigkeit halber erwähnt, veröffentlichte der Prä-Astronautiker Gerhard R. Steinhäuser im Zuge des “Däniken-Boom” 1973 sein Buch “Jesus Christus – Erbe der Astronauten Die Religion aus der Retorte”. Hier war der Titel Programm.

Aber nur weil ein Thema zu irgendeiner Zeit als “zu heikel” angesehen wurde, um es zu publizieren, verschwindet es nicht einfach. Es steht im Raum. Die obige Aussage, dass “alle drei monotheistischen Religionen” Aliens anbeten, ist von Seiten der Prä-Astronautik ganz einfach wahr. Milliarden Menschen auf diesem Planten glauben an einen Gott, der keiner ist.

In den meisten Büchern über vorzeitliche Raumfahrer von den Sternen finden sich Zitate oder Verweise auf Überlieferungen des Alten Testament. Mal mehr und mal weniger umfangreich werden in diesen Veröffentlichungen verschiedene Berichte der Bibel über “Gott” und seine “Engel” als mythologische Zeugen der einstigen Astronautengötter benannt. Der Gott es Alten Testament war demnach nicht der Gott, wie ihn der Großteil der Menschheit heute verehrt. Nein! – er war ein Außerirdischer.

Da “alle drei monotheistischen Religionen” im Alten Testamt wurzeln, die Prä-Astronautik in dem Gott dieser Texte nicht den Gott sieht, beten Juden, Muslime und Christen demzufolge Außerirdische an.

Jesus wiederum, der nach dem Neun Testament auf wundersame Weise von Maria empfangen wurde, war ein Hybridwesen. Das ist ganz einfach die logische Konsequenz, wenn man als Prä-Astronautiker im Alten Testament das Wirken von Astronautengöttern sieht.

VIDEO: Sah schon die biblische Eva ein UFO? (Bild: L.A. Fischinger / gemeinfrei)
VIDEO: Sah schon die biblische Eva ein UFO? (Bild: L.A. Fischinger / gemeinfrei)

Der Jesus aus dem Neuen Testament wurde von einer Menschenfrau geboren, wie es die Weihnachtsgeschichte erzählt. Aber er wurde von Außerirdischen “in” diese Menschenfrau mit Namen Maria “eingepflanzt”. Klar sagt das Neue Testament schließlich, dass sein Vater kein Mensch war.

Jesus war damit eine Kreuzung aus Mensch und Alien. Weltweit gibt es Überlieferungen von Personen, die eine irdische Mutter und einen göttlichen Vater gehabt haben sollen. Frühere Religionen kennen diese Geschichten zu alten Zeiten rund um die Welt. Und das schon Jahrtausendelang. Jesus Christus reiht sich da nur ein.

In der Konsequenz ist der Fall eindeutig: Alle Muslime, Juden, Christen und wer sich sonst noch auf das Alte Testament beruft, beten nicht zu Gott, sie beten zu Außerirdischen. Zum Beispiel preisen auch die Zeugen Jehovas oder die Mormonen in ihren Gebeten einem Alien bzw. Aliens. Und wer zu Engel betet, etwa um von ihren Schutz zu erbitten, bittet in Wahrheit Außerirdische um Beistand, die einst auf der Erde waren.

Das alles setzt natürlich voraus, dass die Spekulationen der Prä-Astronautik um vorzeitliche Besuche von Wesen aus dem All, auch stimmt …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

Interessantes zum Thema:

Tagged , , , , , , , , , , <

Was wäre wenn – wir intelligente Außerirdische finden? Sind die Religionen der Welt auf die Aliens vorbereitet? Oder wir?

Teilen:
Sind die Weltreligionen auf Außerirdische vorbereitet? (Bild: L. A. Fischinger)
Sind die Weltreligionen auf Außerirdische vorbereitet? (Bild: L. A. Fischinger)

Das Thema außerirdisches Leben und Intelligenzen im All fasziniert die etablierte Wissenschaft ebenso wie Hollywood und die Grenzwissenschaft. Aber was sagen eigentlich die Weltreligionen dazu? Was wäre, wenn morgen Aliens entdeckt werden und den “First Contact” Realität wird? Ein überaus spannendes Thema, das immer wieder für heftige Diskussionen sorgt. Aber spannend ist nicht nur, wie Menschen in der “westlichen Welt” reagieren und wie die Menschen in der “dritten Welt”, sondern auch, was die Weltreligionen dann unternehmen werden, sollen, könnten … Spekulationen.

Von Lars A. Fischinger

Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Seit einigen Jahrzehnten ist die Frage, ob es andere Zivilisationen im Kosmos gibt, auch von der sogenannten “etablierten Wissenschaft” unlängst keine Science-Fiction mehr. Nicht nur irgendwelche Esoteriker, Grenzwissenschaftler oder UFO-Spinner oder ein Herr Erich von Däniken und seine Leserinnen und Leser beschäftigen sich damit, sondern die heutige Kosmologie ebenso.

In der Prä-Astronautik wird dabei ebenso die frage nach dem “Götter-Schock” gestellt, wie in der Soziologie oder Psychologie. Nicht unbedingt dann, wenn wir einen Beweis für die Ancient Aliens finden würden, sondern wenn  sie eines Tages an unsere kosmischen Haustür klingeln. Ist die Menschheit auf einen Kontakt oder noch besser die physische Ankunft von Fremden aus dem All vorbereitet und wie regiert die Bevölkerung unseres Planten auf den ersten Kontakt? Fragen, die auch mich immer wieder in ihren Bann ziehen und die ich bereits an anderen Stellen darlegte.

Doch wie würden die Weltreligionen eigentlich reagieren? Die Frage, wie die Menschheit einen Kontakt hinnimmt, ist mit Sicherheit auch und vor allem mit den Religionen dieses Planeten verbunden. Fast alle Menschen der Erde glauben das ein oder andere, gehören überwiegend einer Kirche oder einer der Weltreligionen an oder haben ihre eigene spirituelle Weltanschauung.

Ich persönlich war und bin schon immer überzeugt, dass die Ankunft der Aliens auch die Welt der Religionen ins Chaos stürzen wird. Unzählige Menschen würden bei diesem globalen Ereignis mit Sicherheit in ihren individuellen Religionen Rat, Tat und Antworten suchen. Chaos und Tod wären ebenso die Folge, wie wirtschaftliche Zusammenbrüche. Dabei ist es bedeutungslos, ob die “westlichen und aufgeklärten Menschen” sich eher mit Außerirdischen abfinden könnten, als jene in anderen Teilen der Erde, deren Tagesgeschäft andere Prioritäten hat, als die Luxus-Beschäftigung mit der Frage nach Aliens im All. Wobei es auch gleichgültig wäre, ob die Außerirdischen nun friedlich hier herkommen – oder aber unseren Planten gewaltsam überfallen: die Menschheit wäre vollkommen überfordert.

Aber bring die Flucht in Religion, Glauben und Gebet etwas? Seien es selbsternannte Sekten, Endzeit-Gruppen oder das Christentum als größte Religion der Welt, wie mögen diese reagieren? Oder wie sollten sie reagieren?

Der persönliche Background zählt – und die Bildung!

Jerusalem: Wie reagieren die Weltregionen auf Außerirdische? (Bild: L. A. Fischinger)
Jerusalem: Wie reagieren die Weltregionen auf Außerirdische? (Bild: L. A. Fischinger)

“Altbackene Weltanschauungen” werfen wir Menschen der Industrienationen sehr gerne vielen anderen Bevölkerungen in anderen Teilen der Welt vor. Wer nicht so “schlau” ist wie wir, nicht Milliarden und Multimilliarden in Wissenschaft, Forschung und Technologien steckt, ist leider allzu leicht im westlichen Auge “unterentwickelt”. Wobei die Frage erlaubt sein darf, wer wohl die Hände über den Kopf zusammenschlagen würde, wenn zum Beispiel ein europäischen Physiker einem Naturvolk in der Serengeti in Tansania erklärt was der “Large Hadron Collider” bei Genf ist, wozu das dient, was es kostet (3 Mrd. Euro) etc. …

Zweifellos hängt die Reaktion der Menschen in aller Welt auf den Beweis für außerirdisches Leben im All (es muss ja nicht nicht gleich die Ankunft sein) auch stark von deren religiösen Weltanschauungen ab. Innerhalb dieser gibt es dann aber noch Unterschiede, da heute zumindest in den Industrienationen die Menschen gerne ihre eigenen Bilder eines Gottes oder Schöpfers formen. Ebenso ist das Bildungsniveau der Menschen ohne Frage einer der wichtigsten Punkte, wie diese Menschen reagieren. So, wie es oben bereit angeklungen ist. Dazu gibt es einige ganz interessante statistische Erhebungen, wie und unter welchen Hintergründen die Bevölkerung zur Frage nach Gott, Außerirdische, einem Schöpfer im Sinne des “Intelligenten Design” usw. steht, die ich an anderer Stelle diskutierte. Auch die Frage nach den Ansichten zu UFOs im Sinne von Aliens spielt dabei eine Rolle.

Sehr interessant ist auch die neue Arbeit des US-Astronomen David Weintraub von der Vanderbilt Universität in Nashville, Tennessee, in diesem Zusammenhang. In seinem Buch “Religions and Extraterrestrial Life” geht er genau diesen Fragen nach: Wo haben die Religionen ihren Platz, wenn Leben außerhalb der Erde gefunden wird?

Weintraub zeigt darin deutlich, auch durch statistische Erhebungen, dass stark davon anhängt, wie, also in welcher Religion, ein Mensch geboren. In Mitteleuropa werden die meisten Menschen in das Christentum hinein geboren. Der Startschuss ist die Taufe als Baby. Wobei die deutsche Statistik zur “Religionszugehörigkeit Deutschland” zeigt, dass inzwischen rund 37 % (= etwa 30 Millionen) der Bevölkerung als konfessionslos gelten. Weit mehr als doppelt so viele wie noch Mitte der 1980er Jahren. Der Kirchen schwinden hierzulande die Mitglieder:

Der früher überwiegend erklärt christliche Westen befindet sich in einer Phase uneinheitlicher weltanschaulicher Entwicklungen. Während beispielsweise in den USA religiöse Rhetorik öffentlich einen zentralen Stellenwert hat und der Gottesglauben allgegenwärtig scheint, ist in vielen westeuropäischen Ländern eine schwindende Bedeutung von Kirchlichkeit und traditioneller Religiosität diagnostizierbar.” (Quelle: Terwey, Michael: “Kirchen weiter auf der Verliererstraße – Inferno und Aberglauben im Aufwind?” 2003)

Das zeigt sich auch in einem für die “Volkskirchen” hierzulande geradezu dramatischen Rückgang der jährlichen Kirchgänge ihrer “Schäfchen”. Der oben “traditionelle Religiosität” genannte Glaube ist auf einem absteigenden Ast, was sich immer wieder bestätigt. In den Industrieländern siegt der Glaube an Wissenschaft und Technik. Etwa ergab eine Befragung, dass nur 8 % in den Kirchen Hoffnungsträger für die Zukunft sehen, aber 62 % sehen dies in der Wissenschaft. Die Zugehörigkeit zu einer Kirche ist demnach oft nur formal auf dem Papier existent.

Aber blicken wir von außerhalb auf den gesamten Planeten, ist das eben nicht so. Während viele Menschen in aller Welt sich ihre eigenes Bild eines Gottes, Schöpfers oder spirituellen Geistes des Kosmos durch die Vermengung verschiedener Ansichten und Religionen zusammen mischen, ist eine “klassische Religiosität” verschiedener Konfessionen weltweit dennoch sehr sehr stark. Und genau hier ist das Problem der Kirchen, wenn Leben außerhalb der Erde nachgewiesen wird. Obwohl sich selbst UFO-Fans in esoterisch-religiösem Wahn wieder umbringen könnten, wäre die Weltbevölkerung mit dieser Entdeckung überfordert. Wer, wenn nicht auch und vor allem die religiösen Führer, müssten hier reagieren? Aber wie – und wollen sie das überhaupt?

Religionen und ihre spirituellen Führer sind nicht blöd. Hoffentlich!

Der Astronomen David Weintraub hat sich für seine Arbeit über Religion und Aliens zwölf Religionen und deren Ansichten genauer angesehen. Interessant finde ich dabei die Umfragen unter den fünf Weltreligionen, die Weintraub bezüglich “gibt es außerirdisches Leben?” in seinem Buch diskutiert.

Ich habe diese Ergebnisse in folgendem Diagramm einmal dargestellt:

Wer glaubt an außerirdisches Leben (Grafik: L. A. Fischinger)
Wer glaubt an außerirdisches Leben? (Grafik: L. A. Fischinger)

Dass nur 32 % der Christen glauben, dass es Außerirdische im Universum gibt, ist schon verwunderlich. Zumal der Vatikan selber mit der Existenz von Aliens kein Problem hätte, wie ich bereits in einem Artikel auf diesem Blog berichtete. Auch der amtierende Papst würde den kosmischen Besuchern nicht die Tür vor der Nase zuschließen, wie er im Frühjahr 2014 erklärte. Wie die katholische Kirche sieht aber auch der Dalai Lama in den Fremden im All “Schwestern und Brüder”. Zumindest sollte man diese so ansehen und behandeln. Und wie der Vatikan sieht auch er in möglichen Außerirdischen Wesen der Schöpfung. Auch sie haben einen “göttlichen Funken”, der alle Wesen verbindet. Gleich wo im All.

Weniger überraschend ist natürlich, dass die mehr als die Hälfte der Atheisten an außerirdisches Leben glaubt. Sind sie also, die beim Nachweis von Aliens am ehesten “die Ruhe bewahren”? Auch hier liegt die Lösung wieder im Detail.

So ist die Verbindung zur Kirche, der Gottes-Glaube und die Religiosität der Christen in den USA eine andere als bei uns in Deutschland. Das Zitat von Michael Terwey weiter oben beschrieb es sehr treffend. Auch ist etwa der Kreationismus und der Glaube an einen “intelligenten Designer” in den USA wesentlich verbreiteter, als in Europa und Deutschland.

Jede der großen Weltreligionen hat in vielen Teilen der Welt unterschiedliche Ausprägungen, Strömungen und Ansichten. Die immer wieder in den Medien auftauchenden Bibelfundamentalisten der christlich-fundamentalen Sekte der “12 Stämme” zum Beispiel sind auch Christen. Auch muslimische Fundamentalisten sind letztlich Muslime. Und auch vollkommen verrückte Esoterik-Sekten sind in den meisten Fällen christlich orientiert. Das zeigt auf, dass kaum ein Oberhaupt einer Kirche beim Nachweis von Leben auf anderen Welten tatsächlich das eine “Machtwort” sprechen kann, dass für alle der Kirche zugehörigen Menschen Gültigkeit haben wird. Wenn die Nachricht vom Nachweis der Aliens um den Globus geht, muss man sich fragen, was es etwa gläubigen Evangelisten-Kirchen in Patagonien interessiert, wenn etwa der Heilige Stuhl in Rom die Entdeckung gebüßt oder die Aliens als Geschöpfe Gottes ansieht? So ein fach ist das nicht getan.

Ich bin sicher, dass ausnahmslos alle Religionen, Sekten und Kirchen durch eine solche fundamentale Entdeckung der Wissenschaft in eine Sinnkrise stürzen werden. Weiter bin ich auch sicher, dass noch viele Statements der Kirchen dazu daran nichts ändern werden und können. Drittens bin ich aber auch sicher, dass in vielen Teilen der Welt die Gläubigen solche Neuigkeiten ignorieren, nicht interpretieren können oder es ihnen ganz einfach egal ist. Es gäbe ja, von einer direkten Ankunft von Außerirdischen auf der Erde einmal abgesehen, keine unmittelbar spürbaren Konsequenzen und Änderungen für die Menschen. Ebenso muss sich diese Neuigkeit erst einmal um die ganze Erde verbreiten, in allen Winkeln des Planeten, und dann muss diese auch als wahr und nicht gelogen angesehen werden. Wer weiß schon, wo überall die Menschen diese News mit einem Handstreich und einem “ja, ja” ignorieren würden?

E-Mail von Gott - Wo ist die Botschaft der Außerirdischen? (Bild: NASA/ESA/Hubble Heritage Team/STScI/AURA / L. A. Fischinger)
ARTIKEL: E-Mail von Gott – Wo ist die Botschaft der Außerirdischen? (Bild: NASA/ESA/Hubble Heritage Team/STScI/AURA / L. A. Fischinger)

Verstehen diese Menschen aber die gewaltige Tragweite der Entdeckung mit Blick auf ihren Glauben, dann könnte es wieder anders aussehen. Das würde allein schon bei der katholischen Lehre  zur “Erbsünde” und “Erlösung durch Jesus” beginnen: Müssen und wurden die Aliens auch erlöst …?

Die “Forschungsgruppe Weltanschauungen in Deutschland” veröffentlichte 2013 ein Papier zur Frage, ob es intelligente Außerirdische gibt und wenn, wie man diese finden könne. Darin schreibt Gerhard Vollmer:

Die Entdeckung außerirdischen Lebens würde unser Weltbild sehr verändern. Betrachtet man das Weltgeschehen als eine Folge von Evolutionen, so gibt es zwei Phasen, an denen unser Wissen besonders lückenhaft ist: die Entstehung des Lebens und die Entstehung des Bewusstseins. Beide kennen wir nur von einem einzigen Fall: das Leben nur auf der Erde, das Bewusstsein sogar nur bei höheren Tieren und natürlich bei Menschen. (…) Finden wir jedoch irgendwo eine zweite Form von Leben, die unabhängig vom Leben auf der Erde entstanden ist, so haben wir guten Grund zu der Annahme, dass Leben leicht entsteht und in unserem Universum noch oft vorkommt.

Wenn wir nun nicht nur außerirdisches Leben, sondern sogar außerirdische Intelligenz fänden, so würde sich nicht nur unser Weltbild, sondern auch und vor allem unser Menschenbild verändern.“

Das ist richtig. Aber: es würde eben nicht das Weltbild aller individuellen Menschen sehr verändern. Verändern würde es aber natürlich der Blick auf die Menschheit im All an sich enorm. Mit bisher ungeahnten Konsequenzen von Religion bis Ethik.

Der Frage nach den UFOs als Beleg für Intelligenzen aus dem All geht der Autor Vollmer in seinem Papier übrigens auch in einem winzigen Absatz nach. Darin nennt er UFO-Berichte sogar “Berichte von Psychopathen” und natürlich das Werk “geschäftstüchtiger Autoren” Er ist sicher, “dass uns bisher keine besucht haben – das wissen wir zuverlässig”! Zuverlässig weiß das übrigens auch unsere Regierung in Berlin, die auf mehrere offizielle Partei-Anfragen rund um die Themen “Außerirdische”, deren Suche danach und sogar “was tun bei UFO-Landungen?” im Bundestag durchweg negative Erklärungen abgab. Man wisse nichts davon und sehe auch keine Veranlassung sich auf irgendwas in diese Richtung vorzubereiten, wie ich es in meinem Buch “Verbotene Geschichte” darlegte.

Das wird passieren und das wird man sich fragen. Resümee

Ich bin sicher, dass es intelligente Außerirdische in Massen im Universum gibt. Viel ältere Zivilisationen ebenso wie technologische Neulinge und “Steinzeit-Aliens”. Ich bin auch sicher, dass sie bereits hier waren, wie es die Idee der Prä-Astronautik ja seit Jahrzehnten sagt. Vielleicht finden wir ja sogar eines Tages einen Beweis für die Astronauten der Vorzeit, den diese mit Absicht hier ließen, wie ich es in dem Artikel “E-Mail von Gott: Die Suche nach einer Botschaft der Ancient Aliens” vor exakt einem Jahr ausführte. Aber da müssen wir uns noch gedulden.

Wird nun die unzweifelhafte Entdeckung von intelligentem Leben außerhalb der Erde bekannt gegeben, gibt es abschließend folgende Schlusspunkte zu ziehen. Was würde passieren und welche Konsequenzen würden sich ergeben?

Die 10 wichtigsten Punkte zusammengefasst:

  1. Praktisch alle Religionen des Planeten müssten die Existenz dieser Wesen in ihre Lehren einbauen. Wenn es ihnen denn überhaupt möglich sein wird!
  2. Sie müssten ihren “Schäfchen” erklären, wie diese Aliens in Bezug zu Gott oder dem Schöpfer stehen.
  3. In vielen Teilen der Erde würden religiöse Konflikte und Kriege ausbrechen.
  4. Viele Menschen in aller Welt würden in ihrer Sinnkrise Selbstmord begehen, da ihr individuelles Weltbild ad absurdum geführt wurde.
  5. Die Menschheit als ganzes müsste sich überlegen, wer (und ob) eigentlich der Sprecher des Planeten sein wird.
  6. Weltweit werden den Religionen und Kirchen die Gläubigen davon laufen.
  7. Sekten jeglicher Art werden gewaltig boomen.
  8. Damit einher wird auch der Terrorismus boomen.
  9. Die Menschheit wird sich die Fragen stellen, ob man hier eine potentielle Gefahr für unseren Planeten aufgespürt hat, da alles Fremde erst einmal böse, schlecht und feindlich ist. Das lehrt uns die Geschichte der menschlichen Natur.
  10. Die Weltwirtschaft wird zusammenbrechen.

Das sind, keine Frage, nicht gerade nette Aussichten. Auch wenn selbstverständlich zahllose Menschen kühl im Sinne von “ich hab es doch gewusst!” reagieren würden. Ganz anders wären die zehn Punkte oben aber dann, wenn plötzlich die Außerirdischen vollkommen real hier an der Erde ankommen.

Da müsste man meiner Meinung nach diese zehn Punkte nehmen und um ein Vielfaches potenzieren …

Ich danke Euch, Euer Jäger des Phantastischen

Fischinger-Online

(Geschäfts-eMail: FischingerOnline@gmail.com)

Interessantes zum Thema:

 

Diesen BLOG & den FischingerOnline-YouTube-Kanal durch eine PayPal-Spende unterstützen
(inkl. PayPal-Spendenbeleg):

DANKE SEHR!

Tagged , , , , , , , , , , , , , , , <

Die Religionen, die UFOs und die Ancient Aliens: Das Erich von Däniken Vermächtnis (Video)

Teilen:
Die Ancient Aliens und das Erich von Däniken Vermächtnis (Trailer) (Bild: E. v. Däniken / A.A.S.)
Die Ancient Aliens und das Erich von Däniken Vermächtnis (Trailer) (Bild: E. v. Däniken / A.A.S.)

Seit 2,5 Jahren läuft nun sehr erfolgreich in den USA und bei uns in Deutschland die 90-teilige Serie „Ancient Aliens” von und mit Erich von Däniken. Eine Folge der Prä-Astronautik-Reihe des History Channel heißt „Das Erich von Däniken Vermächtnis”, die von Däniken nicht nur sehr stolz machte, sondern ihn auch „grün und blau” ärgerte.

Blog-News hier abonnieren

Continue reading Die Religionen, die UFOs und die Ancient Aliens: Das Erich von Däniken Vermächtnis (Video)

Tagged , , , , , <

Grenzwissenschafts-Autor und Mystery-Jäger Lars A. Fischinger im Interview: Die Welt der Prä-Astronautik, die Skeptiker, der Papst und die “Ancient Aliens-Religion”

Teilen:
Grenzwissenschafts-Autor und Mystery-Jäger Lars A. Fischinger im Interview: Die Welt der Prä-Astronautik, die Skeptiker, der Papst und die “Ancient Aliens-Religion” (Bild: L. A. Fischinger)
Interview mit Lars A. Fischinger: “Die Prä-Astronautik ist keine Sekte oder Religion!” (Bild: L. A. Fischinger)

Ende September 2013 besuchte mich der Journalist, Psychologe, Autor & Blogger Dr. Sebastian Bartoschek von der GWUP zu einem Interview in meinem Heimatdorf Coesfeld-Lette. In dem rund einstündigen Gespräch in meinem Büro ging es (natürlich) um die Prä-Astronautik, die Welt der Ancient Aliens-Fans, das „Wunder von Guadalupe“, die Szene der Skeptiker und etablierten Wissenschaft, den Kopp Verlag und vielem anderen mehr. Ebenso gehe ich in dem Interview auf den Vorwurf ein, dass die Idee der Götter aus dem All inzwischen zu einer Art Religion oder Alien-Sekte geworden ist. Ab sofort findet Ihr das Video-Interview auf meinem YouTube-Kanal der Mysterien der Welt.

+++ Blog-Newsletter HIER abonnieren +++

Liebe und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

In „lockerer Runde“ ging es in dem folgenden Interview in meinem Arbeitszimmer rund um die Themen der Grenzwissenschaft wie UFOs, Astronautengötter/Prä-Astronautik & Co. und die Suche nach dem Beweis für die Idee der Astronauten aus dem All.

Ich habe das Video-Interview mit freundlicher Genehmigung von Dr. Sebastian Bartoschek für Euch inzwischen online gestellt.

Alles weitere zu den genannten Themen und ob die Prä-Astronautik nicht eigentlich eine religiöse bzw. esoterische Alien-Sekte ist, erfahrt Ihr in diesem Video.

Bleibt also neugierig …

Bitte auf das “Play-Symbol” klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft [klick] hier.

+++ Postet mir Eure Fragen, Anregungen, Kommentare & Meinungen dazu bei YouTube. / Abo & Daumen hoch nicht vergessen … +++

Eurer Jäger des Phantastischen

Fischinger-Online

Geschäfts-eMail: FischingerOnline@gmail.com)

Interessantes zum Thema:
Tagged , , , , , , , , <

Ein moderner Henoch? Mormonen-Religionsgründer Joseph Smith Jr. und seine Kontakte mit “Lichtwesen” und dem außerirdischen Engel Moroni

Teilen:
Der moderne Henoch - Joseph Smith Jr. und sein erster Kontakt mit dem außerirdischen Engel Moroni (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Der moderne Henoch – Joseph Smith Jr. und sein erster Kontakt mit dem außerirdischen Engel Moroni (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Seit tausenden von Jahren berichten Menschen, dass sie seltsame Erscheinungen hatten. Fremde Wesen vom Himmel oder aus anderen Sphären, die mal als Engel, mal als Feen, mal schlicht als Lichtwesen und mal auch gleich als Gott gedeutet werden. vielfach überbringen diese Fremden dabei auch Botschaften und erteilen den Auserwählten Aufträge. So wie bei Joseph Smith Jr., dem Gründer der Religion der Mormonen. Seine Erfahrungen und angeblichen Kontakte mit fremden Wesen sind auch für die Prä-Astronautik und UFO-Forschung überaus interessant, wie Ihr es in diesem Artikel erfahrt.


Der “moderne Henoch”

Ein guter Prä-Astronautiker schaut bei alten Überlieferungen und Texten aller Art immer zweimal hin. Mindestens. Denn nicht selten verbergen sich “zwischen den Zeilen” Hinweise darauf, dass hier “die Fremden” am Werk gewesen sein könnten. Spuren jener überirdischen Erscheinungen und Wesenheiten, die als antike Raumfahrer interpretiert werden. Ein faszinierendes Betätigungsfeld in den Tiefen uralter Mythologien und Aufzeichnungen , die dabei mal schnell viele tausend Jahre in die Vergangenheit reichen können.

Im Zusammenhang mit diesen Überlieferungen ist eine andere Geschichte durchaus sehr interessant. Vor allem deshalb, da sie sich in einem Punkt klar von den zahllosen Mythen der Vergangenheit um Götter, Himmelswesen, Lehrmeister aus dem All oder Engel unterscheidet. In diesem Fall kennen wir den Protagonisten. Wir wissen ganz genau, wer er war, wann er erlebte, was dieser zu Lebzeiten tat und auch, dass er seine angeblichen Kontakte mit fremden bzw. außerirdischen Wesen selber niederschrieb.

Die Rede ist natürlich von Joseph Smith Jr., dem Gründer der “Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage” (Mormonen), der 1844 in den USA starb. Hierzulande wird ihn kaum jemand kennen, doch Millionen Menschen bekennen sich heute vor allem in den USA zum “Mormonentum”. Eine vom Christentum hergeleitete Religion, die auf angebliche Kontakte des Gründers Smith mit außerirdischen Wesen zurück geht. Für ihn waren es Engel, keine Aliens. Denn auch “Religionen”, UFO-Sekten, die konkret auf reale Kontakte mit uns überlegenden Aliens gründen, gibt es bis heute.

Joseph Smith und das “Buch Mormon”

Smith ist der unangefochtene Gründer der Mormonen, wie man die Glaubensrichtungen dieser Religionen zusammenfassen nennt. Er ist zugleich der Verfasser des “Buch Mormon”, die als Bibel dieser Religionsgemeinschaft gilt. Angeblich habe nicht Smith dieses Werk selber geschrieben, sondern nur übersetzt. In Wahrheit, so die Lehre dieser Kirche, sei das Werk auf rätselhaften “goldenen Platten” in einer unbekannten Schrift vor langer, langer Zeit geschrieben und versteckt worden. Erst Smith  konnte sie mit Hilfe himmlischer Wesen wiederfinden. Sie wollten, dass er sie übersetzt, wozu ihm entsprechende Instrumente zur Übersetzung ebenfalls von den Engeln überlassen wurden.

Das Titelbild dieses Beitrages zeigte dieser Übergabe durch einen Engel namens “Moroni”.

Auf diesen Goldplatten, deren Existenz Zeugen schriftlich in eidesstattlichen Erklärungen bestätigten, habe das “Buch Mormon” gestanden. Ein Werk mit fraglos faszinierenden Inhalten, dessen Kernaussagen auf der Bibel beruhen. Etwa, dass in Zeiten des Alten Testamentes Hebräer nach Amerika kamen. Oder auch, dass Jesus nach der Wiederauferstehung in Amerika war. Grund dafür, dass Smith diese Überlieferungen und Erzählungen übersetzten sollte, war laut Aussage der Fremden des Himmels die Wiederherstellung des wahren Christentums. So erschien 1830 das “Buch Mormon” und Smith gründete mit einigen Weggefährten seine Kirche.

Bis heute sind die Mormonen überaus aktiv wenn es darum geht wissenschaftlich Belege für deren Geschichte(n) zu finden. Ganze Armeen von eigenen Historikern forschen und publizieren hierzu wissenschaftlich mehr oder weniger plausible Untersuchungen, Studien und Erkenntnisse. Setzt man sich mit diesen Veröffentlichungen und Forschungen intensiv auseinander, ist man schnell angesichts dieser Hartnäckigkeit beeindruckt.

Wenige Forscher der Prä-Astronautik haben sich bisher mit Smith und den zahlreichen Schilderungen rund um ihn, seine angeblichen Kontakte und seine Kirche auseinandergesetzt. Meistens wurde sich dabei auf die “Hauptkontakte” des Smith  mit den angeblichen Gottesboten konzentriert. Andere Schriften von Smith und rund um die Kirche wurden dabei praktisch nie beachtet. Ebenso wenig wie der Inhalt der Mormonen-Bibel. Bis auf Auszüge, von denen ich auch einige 1998 in “Götter der Sterne” anführte.

Die “Vision” des Joseph Smith

Als “Hauptkontakt” gelten vor allem die Erscheinungen, bei denen Smith angeblich die Gegenstände und Goldplatten bekam. Die Grundlage des “Buch Mormon”. Dabei hatte er nach eigenen Bekunden bereits am 21. September 1823 eine Begegnung mit einer fremden Erscheinung, die bis heute bei den Mormonen hoch angesehen ist. Bei den Anhängern dieser Kirche heißt sie schlicht “Vision”. Sie sei das “Zeugnis” des Joseph Smith, dass heute dem “Buch Mormon” meistens voran gestellt ist.

Widerfahren sei ihm während eines “flehentlichem Gebet” demnach angeblich unter anderem:

Am Abend des … 21. Septembers (1823) … wandte ich mich in flehentlichen Gebet an Gott den Allmächtigen…

Während ich so im Begriff war, Gott anzurufen, bemerkte ich, wie in meinem Zimmer ein Licht erschien, das immer stärker wurde, bis der Raum schließlich heller war als am Mittag. Gleich darauf wurden an meinem Bett eine Gestalt sichtbar, und der Betreffende stand in der Luft, denn seine Füße berührten den Boden nicht.“

Er hatte ein loses Gewand von außergewöhnlicher Weiße an. Es war weißer als alles, was ich auf Erden je gesehen hatte; auch glaube ich nicht, dass irgendetwas Irdisches derart gemacht werden kann, dass es so überaus weiß und hell leuchtend erscheint. Seine Hände waren unbedeckt, auch seine Arme bis knapp über dem Handgelenk; ebenso waren seine Füße nackt und auch die Beine bis knapp über den Knöcheln. Sein Haupt und sein Hals waren auch nicht bedeckt. Ich konnte erkennen, dass er außer diesem Gewand keine andere Kleidung trug, denn es war offen, sodass ich seine Brust sehen konnte.

Nicht nur sein Gewand war überaus weiß, sondern seine ganze Gestalt war unbeschreiblich herrlich und sein Antlitz leuchtend wie ein Blitz. Im Zimmer war es überaus hell, aber doch nicht so hell wie in seiner unmittelbaren Nähe. Als ich ihn erblickte, fürchtete ich mich zuerst; aber bald verließ mich die Furcht. Er nannte mich beim Namen und sagte zu mir, er sein ein Bote, aus der Gegenwart Gottes zu mir gesandt, und heiße Moroni; Gott habe eine Arbeit für mich (…)”

Der Prophet Henoch

Eine schwebende Lichtgestalt von einem geradezu leuchtenden Weiß sahen auch zahllose andere Menschen erscheinen oder vom Himmel kommen. Juan Diego, der Seher der Marienerscheinungen von Guadalupe in Mexiko 1531 ebenso, wie auch die Kinder von Fatima in Portugal vor rund 100 Jahren. Alle diese Boten kamen, da sie oder Gott eine “Arbeit” oder “Aufgabe” für den jeweiligen Menschen hatten.

Bei Smith war es nicht anders. Seine Aufgabe bestand unter anderem in der “Schaffung” des “Buch Mormon”

Jahrtausende bevor Smith diese Erscheinung an seinem Bett sah, erging es einem anderen Auserwählten allerdings bereits sehr ähnlich. Und zwar dem biblischen Propheten Henoch, dessen Bücher in der Prä-Astronautik seit Jahren zitiert werden. Nur wurde dabei häufig die eigentliche Berufung des Henoch überlesen, worauf ich kürzlich in diesem Artikel HIER verwies. Gerade mit Blick auf Joseph Smith ist diese aber besonders spannend. So erfahren wir im Slawischen Buch Henoch dazu:

Werde auch DU Fan von Grenzwissenschaft & Mystery Files!

Grenzwissenschaft und Mystery Files auf YouTube

Werde Fan von Grenzwissenschaft und Mystery Files auf Facebook+++ Blog-Newsletter HIER abonnieren +++

Ich war in großer Kümmernis und weinte; dann schlief ich ein. Da erschienen mit zwei sehr große Männer, wie ich nie auf Erden gesehen. Ihr Antlitz leuchtete wie die Sonne, ihr Augen wie brennende Fackeln; aus ihrem Munde sprühte Feuer: ihre Kleidung und ihr Gesang waren herrlich, ihre Arme wie goldene Flügel. Sie standen zu Häupten meines Bettes und riefen mich mit Namen.

Ich erwachte vom Schlaf und stand von meinem Lager auf; dann verneigte ich mich vor ihnen, mein Antlitz bleich vor Schrecken. Da sprachen die zwei Männer zu mir: Sei getrost, Henoch! Fürchte dich nicht! Der ewige Herr hat uns zu dir gesandt. Du sollst mit uns heute in den Himmel gehen. Gib deinen Söhnen und deinen Gesinde Anweisung für das, was sie in deinem Haus tun sollen! Keiner soll dich suchen, bis der Herr dich ihnen wieder zuführt!” (1,1-9)

Die Parallelen zu der Geschichte vom Smith sind zu augenfällig, als dass sie bloß Zufall sein können.

Hat Smith abgeschrieben?

Hat Joseph Smith etwa bei Henoch abgeschrieben? Wollte er so seiner phantastischen Geschichte mehr Glaubwürdigkeit verleihen? Studierte er die Texte von Henoch aufmerksam und fand dabei, dass dies auch gut in seine Vita als Religionsgründer passen würde? Gedanken, die aufgrund der Ähnlichkeit durchaus sehr nahe liegen. Aber doch wohl eher unwahrscheinlich sind.

Heute kann jeder das Slawische Henochbuch zum Beispiel in deutscher Übersetzung kaufen. Die ersten Ausgaben erschienen 1900 und 1928 durch Emil Kautzsch und Paul Rießler. Ein paar Klicks bei einem Online-Buchhändler oder der Besuch einer entsprechenden Bibliothek reichen aus, und schnell hat man diese Schriften selber vorliegen. Anders war es in Tagen des des Smith.

Zu seinen Lebzeiten Anfang des 19. Jahrhundert war dieser Text in der westlichen (englischen) Welt noch unbekannt. Es gab zwar im 10. oder 11. Jahrhundert wahrscheinlich Übersetzungen aus dem griechischen Original ins Bulgarische, aber der Rest der Welt erfuhr erst Ende des 19. Jahrhunderts von diesem Henochbuch. So dokumentiert es Christfried Böttrich in seiner Untersuchung des Slawischen Buch Henoch, die 1995 in “Jüdische Schriften aus hellenistisch-römischer Zeit” (Bd. V, Lieferung 7: “Das slavische Henochbuch”, S. 800ff.) erschien.

Da lebte Joseph Smith schon nicht mehr und seine “Bibel” und sein “Zeugnis” erschienen bereits erstmals 1830. Es ist sehr fraglich, aber nicht grundsätzlich ausgeschlossen, dass er Bulgarische Übersetzungen des “2. Henoch” hatte oder diese beschaffen konnte.

Wer aber waren dann dieses leuchtenden Wesen? Vielleicht gibt der weitere Verlauf der Ereignisse hierzu mehr Auskunft.

Riss in der Zeit?

Smith schreibt in seinem “Zeugnis” weiter:

Nach dieser Mitteilung sah ich, wie das Licht im Zimmer um ihn, der zu mir gesprochen hatte, sogleich zusammenzog, bis es im Raum wieder finster war, außer ganz nahe um ihn herum. In diesem Augenblick sah ich gleichsam einen Schacht sich bis in den Himmel öffnen, und der Besucher fuhr in die Höhe auf, bis er ganz verschwunden war; im Zimmer war es wieder so wie vorher, bevor das himmlische Licht sich gezeigt hatte.”

Und in seiner “Lebensgeschichte” beschreibt Smith das Wesen ergänzend mit folgenden Worten:

Nicht nur sein Gewand war überaus weiß, sondern seine ganze Gestalt war unbeschreiblich herrlich und sein Antlitz leuchtend wie ein Blitz. Im Zimmer war es überaus hell, aber doch nicht so hell wie in seiner unmittelbaren Nähe. Als ich ihn erblickte, fürchtete ich mich zuerst; aber bald verließ mich die Furcht.” (1,32)

Noch zutiefst beeindruckt von diesem Besuch, “stand derselbe Himmelsbote wieder an meinem Bett”, schreibt Smith weiter. Danach sogar direkt noch ein drittes Mal. “Ohne die geringste Abweichung” habe der leuchtende Himmlische ihm dabei dreimal dieselbe Botschaft überbracht. Als seien die drei direkt hintereinander erfolgten Besuche nicht erstaunlich genug, notierte Smith im Anschluss folgende spannende Bemerkung über diese:

Aber kaum war der Himmelsbote zum dritten Male von mir aufgefahren, da krähte der Hahn, und ich wurde gewahr, dass es Tag wurde. Diese Besuche mussten somit die ganze Nacht gedauert haben.”

Was hier beschrieben ist, ist ein offensichtlicher Zeitverlust. Smith selber erkannte erst bei Tagesanbruch, dass plötzlich “die ganze Nacht” um war. Während der Kontaktaufnahme durch den Boten war ihm das nicht klar. Ihm fehlte Zeit – was in der UFO-Forschung ein überaus bekanntes Phänomen ist. Geprägt als “Missing Time”, als “Fehlende Zeit”, von der zahllose UFO-Zeugen sprechen. Nicht nur beim Thema UFO-Entführungen. Zugleich ist es auch ein sehr häufiges Motiv in der Welt der Sagen, Mythen und Märchen, in denen von Begegnungen mit Wesen aus der Anderswelt gesprochen wird. Etwa mit Feen, Zwergen oder anderen überirdischen Wesen.

Seltsame Nachwirkungen der Begegnung

In derartigen phantastischen Geschichten “verloren” Menschen auf unerklärliche Weise Zeit, nachdem diese solchen Erscheinungen begegnet sind. Oder sogar von ihnen entführt wurden. Auf diesem Blog und in einer Reihe von Büchern habe ich dazu in den letzten Jahrzehnten zahllose Beispiele veröffentlicht und diskutiert. Ein gemeinsames Merkmal dieser nur scheinbar unterschiedlichen Phänomene, Erfahrungen und Erscheinungen sind auch die Nachwirkungen. Sie reichen von “Verwirrtheit” bis “Schwäche”. Bei Smith war es nicht anders, nachdem er plötzlich den Hahn krähen hörte:

Kurz darauf erhob ich mich von meinem Bett und ging wie gewöhnlich an die notwendige Tagesarbeit; als ich aber zu arbeiten anfing, war ich derart erschöpft, dass ich zu nichts fähig war. Mein Vater, der mit mir zusammen arbeitete, bemerkte, dass mit mir etwas nicht in Ordnung war, und schickte mich nach Hause. Ich machte mich auf und wollte zum Haus hingehen; als ich aber am Rande des Ackers, auf dem wir arbeiteten, den Zaun übersteigen wollte, verließen mich die Kräfte, und ich fiel hilflos zu Boden; eine Zeit lang war ich gänzlich bewusstlos.”

Jahrzehnte später erging es den Seher-Kinder von Fatima ebenso, als diese eine leuchtende Erscheinung hatten. Die “Jungfrau Maria”, wie bis heute geglaubt wird, die strahlend über den Boden schwebte, ohne ihn mit den Füßen zu berühren. Auch sie brachten vor Erschöpfung von ihrem “normalen Tagwerk” anschließend “kaum etwas zustande”, wie es der bekannte UFO-Forscher Dr. Jacques Vallée in seinem Buch “Dimensionen” vergleicht. Auch die indianische Seherin Odschi Wein Akwot Okwä, deren erstaunliche Berichte über Begegnungen mit fremden Wesen ich zum Beispiele HIER bereits darlegte, erging es ebenso. Auch sie war vollkommen matt, schwach oder, wie man heute sagen würde, ausgelaugt.

Ob Henoch irgendetwas in diese Art erlebt haben soll, ist hingegen unbekannt. Bekannt sind hingegen solche Lichtwesen durchaus bei nordamerikanischen Indianern. “Diese Leuchtenden Wesen erschienen den Indianern bei geheimen Ritualen, die an hochgelegenen Stellen oder auf heiligen Bergen abgehalten wurden”, schreibt etwa Jacques Vallée. “Solche Visionssuchen sind bei allen Indianern Amerikas bekannt, auch wenn sie bei manchen Stämmen auf die Priester und Initianden beschränkt sind.”

“Das größte Ereignis in der Geschichte der Menschheit”

Ob Lichtwesen aus der spirituellen Welt der nordamerikanischen Indianer (und anderer Völker) oder eine außerirdische Intelligenz, Smith sah darin Boten des biblischen Gottes. Wobei das eine das andere eigentlich nicht ausschließt! Man muss sich fragen, wo eigentlich genau der Unterschied liegt oder liegen soll? Sicherlich im berühmten “Auge des Betrachters”. Was die Mormonen natürlich bei ihren Religionsgründer ebenso sehen.

Die bei den Mormonen als “erste Vision” verehrte Begegnung des Smith – dazu gleich mehr –  wird von dieser Kirche als welthistorisch angesehen. Über dieses wichtigste Ereignis im Leben des Kirchenvaters Smith schrieb etwa Sonntagszeitung “Church News” der Mormone in Salt Lake City am 7. April 1990 bescheiden:

Die erste Vision – nicht die Landung von Menschen auf dem Mond – ist das größte Ereignis in der Geschichte der Menschheit seit der Auferstehung Christi.

Mit Sicherheit sehen das Andersgläubige mitnichten so, wie es die Mormonen lehren. Auch wenn man Zweifel an Smith Geschichten hat, seine Berufung und Erscheinungen stehen auf gleicher Ebene, wie all jene, die man aus anderen Religionen kennt. Davon ist unter anderem auch Vallée überzeugt, wenn er schreibt:

Der Wendepunkt im Leben dieses Mannes, die Sichtung des seltsamen Lichts und der Kontakt mit einem Wesen im Licht, steht meiner Ansicht nach gleichrangig neben den Berichten, die wir in anderen Religionen und in anderen Ländern finden können.

Die “Verwandlung eines gewöhnlichen Bauernjungen (…) in den unangefochtenen Anführer vieler Menschen”, sei eine “ungewöhnliche Tatsache”, so Vallée, “die unsere Aufmerksamkeit verdient”. Ich als Prä-Astronautiker und Mystery-Jäger sehe das genauso. Deshalb lohnt sich ein kurzer Blick auf diese “erste Vision” des Joseph Smith.

Die “erste Vision”

Offizielles Mormonen-Dogma dieser Erscheinung ist, dass Gott Vater und Jesus Christus an diesem Tage vom Himmel erschienen sind, da Smith an den Konfessionen zweifelte. Niedergelegt ist dieser anerkannte Bericht in der “Lebensgeschichte” von Smith in dem Buch “Die köstliche Perle“. Obwohl es verschiedene Darstellungen dieser Begegnung gibt, die zum Teil erheblich variieren. Auch von Smith selber sowie von verschiedenen Weggefährten. Die von den Mormonen anerkannte Version in Textform dieser Begegnung mit dem Unfassbaren stammt aus dem Jahr 1838.

Doch erst 1965 fand ein Student der Mormonen von der Brigham-Young-Universität in Provo in den “Church Archives” in Salt Lake City eine weitere Version der “Ersten Vision”. Das Dokument stammt aus dem Jahre 1832 und beinhaltet eine bis dato unveröffentlichte Fassung in der Handschrift von Smith. Sie wurde also von ihm persönlich verfasst und ist damit die bisher älteste Aussage über seine erste Begegnung mit himmlischen Mächten. Von den Historikern der Mormonen ist dieses Smith-Dokument als “echt” anerkannt.

In der fünfseitigen Handschrift findet sich keine Silbe davon, dass die Lehren der Kirchen “ein Gräuel” in Gottes Augen wären, wie es in anderen Versionen steht. Es heißt hier nur vorwurfsvoll, dass die Menschen sich nicht mehr als die Gebote Gottes halten. Grundsätzlich eine Aussage aller derartiger Erscheinungen christlicher bzw. biblischer Prägung, vom Alten Testament bis modernen Marienerscheinungen.

Des Weiteren berichtet Smith in dem Dokument nur von der Erscheinung von Jesus Christus. Kein Wort davon, das angeblich auch “Gott Vater” dabei war; also zwei “Personen” ihn kontaktierten. Diese gewaltige Diskrepanz verschweigen die Mormonen-Gläubigen jedoch nicht:

Die Mormonen bestätigen inzwischen die Tatsache, dass es mehrere inhaltlich nicht identische Schilderungen der ‚Ersten Vision‘ gibt, die J. Smith teils selbst verfasst, teils anderen diktiert habe. Sie erklären dies damit, dass er sein ‚Erlebnis‘ mehrfach und verschiedenen Adressaten mit unterschiedlichen Betonungen und anderen Schwerpunkten dargelegt habe.

So beispielsweise Hand Rech und Matthias Kleiminger im “Handbuch Religiöse Gemeinschaften und Weltanschauungen” (6. Auflage, 2006). Bezeichnend an den handschriftlichen Ausführungen von Smith ist, dass er selber aufgrund seiner Sünden an sich zweifelte. Deshalb habe er “die heiligen Schriften durchsucht” und festgestellt, dass die Menschheit “vom wahren und lebendigen Glauben abgefallen waren”.

“Eine Säule aus Licht”

Er selber – und nicht Gott und Jesus, wie in der offiziellen Version der Ereignisse dargelegt, beklagte also den Abfall vom “wahren Evangelium”. Ein im wahrsten Sinne des Wortes himmelweiter Unterschied. Auch wenn die “Erste Vision” nach Erscheinen ihn in dieser Ansicht beipflichtete. So widerfuhr Smith damals an diesem schicksalhaften Tag:

“(…) da kam eine Säule aus Licht über die Helligkeit der Sonne am Mittag von oben herab und ruhte auf mir, und ich war erfüllt vom Geist Gottes und der (Herr) öffnete den Himmel über mir und ich sah den Herrn und er sprach zu mir und sagte: Joseph (mein Sohn), deine Sünden sind dir vergeben. (…) ich bin der Herr der Herrlichkeit. Ich wurde für die Welt gekreuzigt, damit alle, die an meinen Namen glauben, ewiges Leben haben. (Siehe), die Welt liegt in Sünde und zu dieser Zeit und niemand tut Gutes, niemand, dem sie sich vom Evangelium abgewandt haben, und hält sich an (meine) Gebote (…).”

Die leuchtende Erscheinung gab sich als Jesus aus. Nicht namentlich, aber da sie “für die Welt gekreuzigt” worden sein soll, ist das deutlich. Wie genau dieses “Wesen” aus dem geöffneten Himmel kam, war Smith 1832, als er diesen Text niederschrieb, wohl nicht mehr ganz klar. Wie an der Handschrift zu erkennen ist, hatte er zuvor von “Feuer”, also eine Feuersäule, geschrieben. Das Wort strich er daraufhin durch und ersetzte es durch das Wort “Licht”.

Für die Mormonen ist das das alles kein Problem, da diese fünf Seiten handschriftlicher Text bei ihren eigenen Historikern natürlich Gegenstand der Forschung ist. Bei den Mormonen wird alles erforscht und analysiert, was irgendwie mit ihrem Glauben zu tun hat. So kann diese Gemeinschaft inzwischen auf eine ganz erstaunliche Fülle an entsprechenden Publikationen zu ihren entsprechenden Analysen blicken. So auch zu diesem Dokument.

Smith war nicht der erste – sagen die Mormonen

Dem “Institut for Religious Research” (IRR), einem Forschungsinstitut der Mormonen, entging dabei nicht, dass Joseph Smith längst nicht der erste war, der von solchen Begegnungen geschrieben hat. Unter dem Titel “Inventing Mormonism” erschien dazu von H. Michael Marquardt und Wesley P. Walters 1994 sogar eine entsprechende Veröffentlichung. “Traditionen und historische Aufzeichnungen” wurden darin untersucht und mit entsprechenden Beispielen aufgeführt.

So bemerkt auch das IRR in der Veröffentlichung “Changing First Vision Accounts – 1832 First Vision Account by Joseph Smith, Jr.” vom 26. Juli 2011:

“Viele Aspekte dieses Berichts entsprechen anderen visionären Berichten, die von jungen Männern veröffentlicht wurden, die aus Überzeugung der Sünden behaupteten, eine übernatürliche Begegnung mit Jesus Christus zu haben, in der ihnen Vergebung zugesichert wurde. Diese Berichte wurden in lokalen Nachrichtenquellen veröffentlicht und wären Joseph Smith zugänglich gewesen.”

Ein, wie ich finde, überaus beachtliches Eingeständnis der Mormonen-Kirche! Dazu schreibt der Mormonen-Historiker Dan Vogel in seiner Analyse “Early Mormon Documents” (Vol. 1, 1996) der frühsten Texte von Smith:

Es handelt sich also nicht nur um eine autobiografische Fassung, sondern um eine entschuldigende Einstellung, in der Smiths Referenzen als Führer der Kirche dargelegt werden. Die Geschichte (von Josephs Leben) enthält daher den frühesten Bericht über das, was als seine ‚erste Vision‘ bekannt ist, und die früheste Erwähnung von Priesterweihen des Engels.”

Somit hatte Smith nach eigenen Angaben nur Kontakt mit dem angeblichen Jesus. Dieser wurde später von dem himmlischen Boten Moroni abgelöst, dessen Erscheinungen grundsätzlich ähnlich lichtvoll und hell wie die “Erste Vision” verliefen.

Die Dogmatische “Erste Vision”

Keine Kirche ohne Dogma, festgelegte Glaubensbekenntnisse, grundlegende Lehren oder prinzipielle “Kernwahrheiten” deren Glauben. Die katholische Kirche hat neben der Bibel beispielsweise den “Katechismus der katholischen Kirche“. Und auch die Mormonen haben solche “Heiligen Schriften”, wie sie sie nennen, wozu auch das Werk “Die Köstliche Perle” gehört. Die darin in “Joseph Smith Lebensgeschichte” enthaltene Erzählung der “Erste Vision” gilt als Glaubensgrundsatz. Als wahres Dogma und damit Fundament dieser Religionsgemeinschaft.

Auch wenn verschiedene Versionen dieses Ereignisses bei den Mormonen bekannt sind – und von diesen auch in einer kaum überschaubaren Anzahl an Veröffentlichungen diskutiert werden. Anerkannt sind von dieser Kirche grundsätzlich (fast) alle. Variationen werden auf die unterschiedlichen Niederschriften zurückgeführt, die aber alle im Kern dasselbe besagen. So der Mormonen-Forscher Steven C. Harper in seiner Arbeit “Die erste Vision: Eine Schilderung anhand der Berichte von Joseph Smith” vom 27. April 2016. Demnach erlebte Smith etwas sehr Sonderbares:

Ich nahm aber alle Kraft zusammen und rief Gott an, er möge mich aus der Macht dieses Feindes befreien, der mich gepackt hatte; und gerade in dem Augenblick, als ich in Verzweiflung versinken und mich der Vernichtung preisgeben wollte – und nicht etwa einem eingebildeten Verderben, sondern der Macht eines wirklichen Wesens aus der Welt des Unsichtbaren, das eine so unglaubliche Macht hatte, wie ich sie nie zuvor bei irgendeinem Wesen verspürt hatte –, eben in diesem Augenblick höchster Angst sah ich gerade über meinem Haupt, heller als das Licht der Sonne, eine Säule aus Licht, die allmählich herab kam, bis sie auf mich fiel.

Kaum war sie erschienen, da fand ich mich auch schon von dem Feind befreit, der mich gebunden gehalten hatte. Als das Licht auf mir ruhte, sah ich zwei Personen von unbeschreiblicher Helle und Herrlichkeit über mir in der Luft stehen. Eine von ihnen redete mich an, nannte mich beim Namen und sagte, dabei auf die andere deutend: Dies ist mein geliebter Sohn. Ihn höre!” (1,16-17)

Die ist das unerschütterliche, offizielle Fundament der Gläubigen, das genau in dieser Form gelehrt wird. In der handschriftlichen Version aus dem Sommer 1832 von Smith selber, archiviert in den “The Church Historian’s Press: The Joseph Smith Papers” der Mormonen, erfahren wir:

Und der Herr hörte mein Rufen in der Wildnis, und als ich in meinem sechszehnten Lebensjahr zu ihm rief, kam eine Säule aus Licht herab, heller als die Mittagssonne, und ruhte auf mir; und ich wurde vom Geist Gottes erfüllt. Und der Herr öffnete mir die Himmel und ich sah den Herrn.

Sah Joseph Smith ein UFO?

Andere Übersetzungen aus dem Englischen ins Deutsche nennen hier einen “Lichtbalken” der “langsam herab kam”, bis Smith dann die strahlenden Wesen “über mir in der Luft schweben” sah. Gedeutet werden von Smith seinen Anhängern alle Variationen der Lichtwesen als Gott und/oder Jesus Christus. Hollywood würde hier mit Sicherheit ein strahlendes UFO mit einem hellen Licht oder Lichtstahl sehen, in dem Aliens einem Zeugen erscheinen, um diesen Botschaften zu überbringen. Oder diesen zu entführen.

Film und Fernsehen haben das in den letzten Jahrzehnten auch in einem riesigen Ausmaß genauso dargestellt. Inspiriert durch die UFO-Forschung. Nicht etwa durch Smith und andere Propheten, Marienerscheinungen oder Erzählungen aus vermeintlichen “Märchen” mit dem Feenvolk. Smith selber konnte bei diesem Erlebnis mit irgendwelchen Außerirdischen in UFOs natürlich nichts anfangen. Das Thema lag zu seiner Zeit noch über 100 Jahre in der Zukunft. Wie anders sollte er also ein derartiges Phänomen interpretieren, das ihm genau dann erschien, als er im innigen Gebet zum biblischen Gott verbrachte?

Joseph Smith wurde durch diese fremden vom Himmel berufen. Nicht anders als all die zahllosen Propheten der Vergangenheit. Mit dem Unterschied, dass deren Lehren oder Schriften meistens von der Kirche als “Gotteswerk” anerkannt sind. Ich sehe da nun wirklich keinen Unterschied zu Smith. Gott oder Astronautengötter beriefen laut den Texten und Berichten aber (wahrscheinlich) nicht einfach so aus Spaß irgendwelche Menschen “zu Höherem”. Ausnahmslos allen wurde von den Himmlischen dabei eine Aufgabe gegeben, die sie fortan zu erfüllen haben. Die genaue Art dieser erteilten Aufgaben, Missionen oder für sie von dem Auserwählten zu erledigten Aufträge kann dabei vielfältiger nicht sein.

Aufgaben der Himmlischen

Angenommen, dass hinter Phänomenen der Erscheinungen von Engeln, Lichtwesen, Gott, Göttern, Aliens oder der Mutter Gottes tatsächlich eine außerirdische Intelligenz steckt, scheinen diese zu glauben, dass unsere Erde ein Planet von Verrückten ist. Das sage ich absichtlich überspitzt und voller Ironie, denn wer sich (wie ich) mit solchen “Wundern” intensiv auseinander gesetzte hat, stellt schnell die Sinnlosigkeit und vor allem Widersprüchlichkeit solcher “Aufgaben” fest.

Beispiele dafür würden Büchern füllen. So reichen die Aufträge, die übernatürliche Erscheinungen den von ihnen ausgesuchten Menschen erteilen, von “Baue mir genau hier eine Kapelle” über “warne die Menschheit vor der Apokalypse” bis “schreibe die Geheimnisse, die ich dir offenbare werde, in Büchern nieder und gibt sie der Nachwelt”. Hinzu kommen “Standard-Forderungen” wie, dass der Auserwählte die Menschen mahnend an den “rechten Weg des Glaubens” erinnern soll. Oder, dass er gleich eine ganze neue Religion etablieren müsse. Nicht erwähnt sind hier all die angeblichen UFO-Kontaktler, die plötzlich irgend eine Art “neue Physik” erfinden oder “Antigravitations-Warp-Triebwerke” und ähnliches konstruieren wollen …

Da habe ich es lieber mit den Befehlen der Fremden, dass die kontaktierten Propheten Bücher mit (angeblichen) Wissen und Weisheit für kommenden Generationen niederschreiben sollen. So wie es es unzählige Propheten der jüdisch-christlichen Schriften angeblich taten. So schrieb laut dem Apokryph “4. Buch Esdra” (12,38ff.) der Prophet Esdra 94 Bücher, nachdem er von himmlischen Wesen “Einsicht” und “Weisheit” verliehen bekam. Durch einen magischen Trank übrigens, den auch andere Propheten erwähnen. Ezechiel (Ez. 40,4) und Johannes (Off. 1,11 und Off. 1,19) hatten diese Mission ebenfalls. Und natürlich Henoch, wie es im Slawischen Henochbuch (22,11ff.) geschrieben steht. Mehr dazu erfahrt Ihr umfangreich HIER.

Hier ist zu erfahren, dass der “Höchste”, wie er genannt wird, dem Engel Bretil befahl, dass er im Himmel “die Bücher aus den Behältern” nehmen und Henoch diktieren soll. So tat es der himmlische Diener des “Höchsten” auch und Henoch schrieb alle Weisheiten und Dinge der Welt und des Universums nieder. “Als ich fertig war, hatte ich 360 Bücher geschrieben”, heißt es dazu im zweiten Buch Henoch.

Die 360 Bücher des Henoch

Nach dieser gewaltigen Arbeitsleistung war der Oberste der Himmlischen überaus zufrieden mit dem Werk des Henoch. Sein Auftrag war erledigt. Und so heißt es in “2. Henoch” weiter:

Henoch! Ich habe dir alles gesagt, und du hast alles auf Erden gesehen, und alles hast du in diese Bücher geschrieben. Ich habe die Erschaffung von all dem ersonnen; ich schuf vom Höchsten bis zum Niedrigsten. Mein Ratgeber war dabei (…)

Nimm dich zusammen, Henoch, und erkenne den, der mit dir spricht! Nimm die Bücher, die du geschrieben! Ich gebe dir die Engel Semiel und Rafuel und den, der dich zu mir gebracht. Seh auf die Erde hinab und sag deinen Söhnen alles, was ich dir erzählte, und alles was du gesehen vom unteren Himmel bis zu meinem Thron!” (33,3-6)

Die Worte des “Höchsten” besagen hier sogar deutlich, dass Henoch sich nicht auf der Erde befand, sondern darüber. Er soll auf die Erde herunter schauen, doch gleichzeitig auch erkennen, wer da mit ihm sprach. So als wolle “Gott” dem Erdling über seine wahre Identität aufklären. Nun bekam Henoch von diesem Himmelswesen einen Engel eingeteilt, die ihn wieder zur Erde bringen sollten. Dabei wurde ihm geboten, alles, was er erlebte und erfahren hatte, an seine Kinder weitergeben:

Gib ihnen die Bücher mit deiner Handschrift und die Kinder sollen sie den Kindern geben, die Verwandten den Verwandten, das Geschlecht dem Geschlecht! Henoch! Sei der Mittler meines Heerführers Michael! Denn deine Handschrift und die deiner Väter Adam und Seth werden nicht vernichtet bis zum Ende der Zeiten.” (33,8-11)

Wir wissen natürlich nicht, ob es diese 360 Bücher mit Geheimwissen des Himmels jemals gab oder wo sie heute sind. Hier öffnet sich sehr viel Spielraum für weitreichende Spekulationen. Wir wissen aber, dass Joseph Smith von seinem himmlischen Wesen grundsätzlich einen identischen Befehl oder Auftrag bekam.

“Gottes” Auftrag für die letzten Tage

Nach den Lehren der Mormonen und der überlieferten Entstehungsgeschichte des “Buch Mormon” entstand das Werk ebenfalls mit “übernatürlichen” Mitteln. Abgesehen davon, dass es auf mysteriösen Goldplatten in einer fremden Sprache geschrieben gewesen sein soll, die Smith übersetzte. Dazu nutze er magische “Steine” und eine seltsame “Brille”, die es ihm erst ermöglicht haben sollen, diese fremdartige Schrift zu lesen und zu verstehen. Sie habe, so damaligen Zeugen, ähnlich wie Hieroglyphen ausgesehen.

Die “Berufung” des Smith in jener Nacht, als er sich am folgenden Tag nicht mehr auf den Beinen halten konnte, verlief durchaus ungewöhnlich. Der “Bote”, wie Smith ihn nennt, sei ihm dreimal nachts am Bett erschienen. Am Folgetag kam das Wesen sogar nochmal vom Himmel. Smith sagte über die nächtliche Begegnung unter anderem in seinem “Zeugnis”:

Nach dieser Mitteilung sah ich, wie das Licht im Zimmer begann, sich unmittelbar um die Person dessen, der zu mir gesprochen hatte, zusammenzuziehen, und das setzte sich fort, bis es im Zimmer wieder finster war, außer ganz nahe um ihn herum. In diesem Augenblick sah ich gleichsam einen Schacht sich bis in den Himmel öffnen, und der Besucher fuhr in die Höhe auf, bis er ganz verschwunden war; und im Zimmer war es wieder so wie zuvor, ehe das himmlische Licht sich gezeigt hatte.

Diese “Mitteilung” bestand darin, dass bald die Zeit kommen werde, in dem seine göttliche Mission beginnt. Fortan wurde er angeblich regelmäßig von dieser Erscheinung geschult. Er “empfing von ihm bei jeder Unterredung Anweisungen und Auskunft darüber, was der Herr vorhabe und wie und auf welche Weise sein Reich in den letzten Tagen zu leiten sei”, so behauptete Smith. “Gott habe sie bereitet, damit das Buch übersetzt werden könne”, so der Mormonen-Prophet in seiner “Lebensgeschichte” (1,35) über die Hilfsmittel zur Übersetzung der Tafeln.

Der Auserwählte durfte fortan “keinen anderen Beweggrund haben als den, sein Reich aufzubauen”, so Smith weiter (“Lebensgeschichte”, 1,46). Nur die kommende Übergabe, Übersetzung und Verbreitung des “Buch Mormon” war fortan wichtig und bestimmend.

Machenschaften des Satan

Das “Buch Mormon” erschien im März  1830 in einer ersten, noch sehr kleinen Auflage. Finanziert durch einen Sponsor.Hierbei spielt die Person Oliver Cowdery eine entscheide Rolle. Ein Lehrer, der von den Platten in Smith seinem Besitz erfuhr, und der sich am 5. April 1829 erstmals bei Smith vorstelle. Schon am 7. April 1829 begannen Smith und Cowdery mit der Übersetzungsarbeit am “Buch Mormon”, wie es seine “Lebensgeschichte” (1,66f.) verrät. Smith übersetze, Cowders schrieb es nieder.

Ein gutes Team, wie es offenbar das Himmelswesen empfand. Denn angeblich kam schon am 15. Mai 1829 “ein Bote vom Himmel in einer Lichtwolke herab” und berief beide zu “Priestern”. Unter anderem durch eine Art neue Taufe, da sich der Bote als Johannes der Täufer aus dem Neuen Testament den beiden Männern vorstellt (“Lebensgeschichte”, 1,68ff.). Das war auch dringend notwendig, denn Joseph Smith erlitt zuvor einen schweren Rückschlag bei seiner Schreibarbeit. Sein frühere Schreiber, der Unterstützer Martin Harris, nahm das in Arbeit befindliche Manuskript mit heim, wo er es seiner Frau zeigen wollte. Da habe der Text des Buches bereits 116 Seiten umfasst.

Harris Frau war mit dem religiösen Treiben ihres Mannes und Smith ganz und gar nicht einverstanden. So soll, wie in “Lehre und Bündnis”, Abschnitt 10, der Mormonen gelehrt wird, das Manuskript “verloren gegangen” sein. “Der Satan stachelt schlechte Menschen dazu auf, sich dem Werk des Herrn zu widersetzen”, wie es darin heißt, womit die Frau von Harris gemeint ist. Angeblich habe sie das Manuskript beseitigt.

Schlimmer noch, denn nach dieser satanischen Untat habe Smith die Gabe und den Verstand zur Übersetzung der rätselhaften Schriften verloren. Die Arbeit an der “neuen Bibel” musste vorerst ruhen. Da kam Cowdery zur rechten Zeit …

Übersetzung aus dem Nichts?

Am 7. April 1829 begann die Übersetzung des religiösen Bestsellers von Smith und seinem neuen Schreiber Oliver Cowdery. Im Juni 1829 waren sie damit fertig, tippten eine Kopie für die Druckerei und im März 1830 erschien das Werk in New York.

Das sind gerade mal rund zwei Monate. Angesichts des Umfanges und des Inhaltes des “Buch Mormon” ist das überaus beachtlich! Zumal man sich vor Augen führen muss, dass der Inhalt zumindest von der Story her ein sehr komplexes und in sich stimmiges Ganzes ergibt. Auch wenn historisch, archäologisch oder auch theologisch darin natürlich zahlreiche Aussagen zu finden sind, die nicht dem Strand der Wissenschaft entsprechen. Etwa, dass es zu biblischen Zeiten Pferde in Amerika gab oder diverse Orte bis heute unbekannt sind. Grundsätzlich aber geht die Geschichte auf – wenn man sie als “Roman” ansehen würde.

Natürlich haben sich die zahllosen Wissenschaftler bzw. Historiker der Mormonen bereits mehrfach auch Gedanken über die eigentliche Niederschrift ihrer Bibel durch Smith und Cowdery gemacht. Sie untersuchen, analysieren und erforschen ausnahmslos alles, was irgendwie mit ihrem Glauben und ihrem Prophet zu tun hat. So etwa in der Analyse “Timing the Translation of the Book of Mormon: ‘Days [and Hours] Never to Be Forgotten'” des Moronen-Forschers John W. Welch. Darin untersucht Welch bis ins Detail wann die beiden was schrieben. Wie viele Worte die einzelnen Bücher des “Buch Mormon” haben, welche Leistung hier zugrunde liegen muss und an welchen Tagen diese erfolgt sein könnten. Grundlage sind auch hier wieder die zahlreichen archivierten Dokumente dieser Kirche.

269.510 Wörter umfasst das Werk, so Welch, und sei am 30. Juni 1829 fertig gewesen. Da ungefähr wurde auch das Vorwort verfasst, wie seine Untersucht ergab. Ohne die wundersamen Gegenstände, die der Engel Moroni leihweise übergeben haben soll, seiner Meinung nach kaum vorstellbar.

Götter vs. Glauben

Religion ist eine Sache des Glaubens. Das will niemand leugnen. Und schaut man auf die Thesen und Spekulationen der Prä-Astronautik, die hinter Kulten und solchen Religionen das Wirken von Außerirdischen vermuten, ergeben sich zahlreiche Fragen und Probleme. Vor allem dann, wenn diese außerirdischen Intelligenzen scheinbar ganz bewusst und nach Plan derartige “Bewegungen” etablieren.

Wenn bei den Mormonen solche Kontakte stattfanden: Was wollten die Fremden damit erreichen? Welche Ziele mögen diese Götter des Alls damit verfolgen? Was bringt es diesen Außerirdischen, dass sie einigen Auserwählten Botschaften übermitteln, die sich in sehr vielen Fällen auch untereinander widersprechen? Und das seit tausenden von Jahren.

Diese Probleme sind Forschern aus dem Bereich UFOs und Prä-Astronautik nicht neu. Eine Lösung hat bisher niemand wirklich liefern können. Höchstens für jene mutmaßlichen Kontakte, die von den Zeugen selber als religiöse Erfahrung gedeutet wurden. Eine Art “Masterplan” vermuten die allermeisten Autoren hinter diesen vollkommen undurchdringlichen Verhaltensmustern der Fremden. Die Frage ist nur, wann und ob wir diesen erkennen werden.

Ob die Erlebnisse und Aussagen des Joseph Smith und seines Buches, die hier natürlich nicht alle dargelegt wurden, der Wahrheit entsprechen, wissen wir letztlich nicht definitiv zu sagen. Warum aber sollten sie nicht?

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

Interessantes zum Thema bei amazon.de:

Tagged , , , , , , , , , <

Die “Goldflieger der Ancient Aliens” aus Kolumbien: Was weiß und sagt Wikipedia eigentlich darüber – und warum? (+ Video)

Teilen:
Die "Goldflieger der Ancient Aliens" aus Kolumbien: Was weiß und sagt Wikipedia eigentlich darüber? (Bilder: R. Habeck & Fischinger-Online)
Die “Goldflieger der Ancient Aliens” aus Kolumbien: Was weiß und sagt Wikipedia eigentlich darüber? (Bilder: R. Habeck & Fischinger-Online)

Jeder an der Prä-Astronautik und an den Ideen der Astronautengötter Interessierte kennt die “Goldflieger aus Kolumbien“. Jene Goldobjekte, die aussehen wie Flugzeuge, und von dem ich ein Exemplar oder ein “Typ” auch als Anhänger in meinen Videos bei YouTube trage. Vor allem ist es als Zeichen oder Logo der “Forschungsgesellschaft für Archäologie, Astronautik und SETI” (A.A.S.) bekannt. Auch im Logo von Fischinger-Online ist es zu finden. Doch was hat es “offiziell” und in der Prä-Astronautik mit diesen “Goldfliegern” auf sich, die seit vielen Jahrzehnten in der Grenzwissenschaft bekannt sind? Und was schreibt Wikipedia als das Online-Lexikon schlechthin eigentlich über diese zum Teil fast 2.000 Jahre alten Fundstücke aus Südamerika?


Wikipedia und die Grenzwissenschaft

Über das Online-Lexikon Wikipedia kann man vortrefflich streiten. Vor alle auch in Bezug zu Themen rund um UFOs, Mystery Files, Grenzwissenschaft oder “Parawissenschaft”. Auf diesem Blog finden sich dazu auch eine ganze Reihe Beiträge und Postings, denn der ewige “Wiki-Streit” kennt kein Ende.

Immer wieder verweise ich allerdings auch darauf, dass ich Wikipedia für ganz eine hervorragende Erfindung und Quelle halte. An dieser Tatsache gibt es nichts zu rütteln und man kann sie nicht ernsthaft leugnen. Auch wenn es selbstverständlich Menschen gibt, die Wikipedia pauschal und komplett ablehnen. Ein großer Fehler, der lediglich von der mangelnden Bereitschaft herrührt, sich intensiver mit den dortigen Aussagen und vor allem Quellenangaben zu befassen!

Wikipedia muss man als Einstieg in eine Thematik verstehen. Die Quellenangaben der Fußnoten sowie er “verborgene” Diskussionsbereich zu den einzelnen Artikeln sind das A und O dort. Hierdurch kann man weit – sehr weit – tiefer in die jeweilige Materie einstiegen, wenn man es denn überhaupt will und diese Quellen denn auch beachtet. Wobei Quellenverweise seit Bestehen des Lexikons natürlich Streitthemen sind. Was für die einen nützliche Quellen sind, sind für andere unseriöse Verweise, die bei Wikipedia nichts zu suchen haben würden.

Darum lohnt sich eben ein Blick in die Diskussionen und auch die Bearbeitsungschronologie der individuellen Artikel dort.

Das löst natürlich nicht das Grundsätzliche Problem bei Wikipedia. Denn viele User sind ganz einfach zu faul nähre Quellen zu studieren, sich intensiver mit einem Gebiet oder einer Aussage auseinanderzusetzen. Es fehlt der Blick “hinter ein Thema”. Leider eben auch bei der Grenzwissenschaft mit all seinen Einzelthemen.

“Mal eben” bei Wikipedia nachlesen

Ein großes Problem ist es dann, wenn User nur beiläufig “mal eben” dort etwas nachlesen wollen.

Sie hörten mal von diesem oder jenem Mysterium oder Rätsel, suchen es daraufhin im Netz und landen bei einem entsprechenden Wikipedia-Beitrag. Schnell dort nachgelesen und man ist “informiert”. Grundsätzlich ist ein Lexikon ja genau dafür da. Es ist unrealistisch zu verlangen, dass sich jemand nach der Lexikon-Lektüre weiter und tiefer gehend informiert. Dies machen wohl nur wirklich Interessierte und dies gilt dabei fraglos für alle Themen. Nicht nur Mystery & Co.

Ärgerlich wird es für den Fan oder den wirklich auf mehr Informationen bedachten Leser, wenn Quellen zu Aussagen ganz fehlen. Ein Unding, dass bei diversen Behauptungen und Beiträgen zur Prä-Astronautik und Grenzwissenschaft vielfach vorgekommen ist oder noch vorkommt. Wikipedia hat sich aber in diesem Gebiet zum Teil sehr gebessert. Zum Teil aber auch nur in einer eher schwammigen und nichtssagenden Art und Weise. Man sollte das nicht ignorieren

Und diese hier zusammengefassten Probleme muss man im Hinterkopf behalten, wenn man sich das Thema “Goldflieger aus Kolumbien” bei Wikipedia anschaut.

Freunde des Phantastischen kennen eines dieser Objekte aus meinen YouTube-Videos und als Teil meines Logos. “Eines dieser Objekte” deshalb, da es zahlreiche verschiedene Ausführungen, Arten oder “Typen” dieser Goldflieger gibt. Das rechts im Titelbild zu diesem Beitrag eingefügte Objekt ist dabei zweifellos der Klassiker. Und es ist das Logo der “Forschungsgesellschaft für Archäologie, Astrononautik und SETI” (A.A.S.).

A.A.S.-Mitglieder, Interessierte und natürlich Erich von Däniken selber tragen Repliken dieser Goldflieger seit Jahrzehnten als Anstecken oder Kettenanhänger. Vielen ist das bekannt, doch viele fragen zumindest mich doch immer wieder danach, “was es damit auf sich hat”.

Goldflieger und Prä-Astronautik

In der Archäologie sagt niemand zu den unterschiedlichen Arten dieser Goldstücke aus Südamerika “Goldflieger“. So heißen sie nur in der Grenzwissenschaft und eben der Prä-Astronautik. Weil sie eben zweifellos wie Flugzeuge aussehen. Egal welche “Bauart” man sich von diesen Goldfliegern ansieht: Flugzeugen ähneln sie alle. Deshalb stellen sich viele Prä-Astronautiker eben genau deshalb die Frage, ob es vielleicht solche darstellen sollten.

Das heißt, dass vor 1.500 bzw. fast 2.000 Jahren, denn so alt sind diese Grabbeigaben aus Gräbern in Kolumbien, Menschen solche Flugobjekte sahen und dann in Gold kopierten. Flugobjekte am Himmel, mit denen die Götter durch die Wolken oder über das Firmament flogen. Für den damaligen Menschen in Südamerika etwas, das sie nicht verstehen konnten. Es war göttlich oder himmlisch, weshalb man das Gesehene in Gold als kleine Kunstwerk kopierte. Denn Gold war als Metall der Götter oder Tränen, Blut oder Schweiß des Sonnengottes für solche Objekte gerade angemessen.

Die einzelnen Typen dieser Goldflieger sind dabei zum Teil recht klein. Einige nur um 2 Zentimeter lang, andere etwa 4,5 Zentimeter. Etwa der “klassische Flieger” vom Titelbild. Damit waren sie natürlich keine eins zu eins Kopien von echten Technologien, die die damaligen Menschen sahen. Sie sind auch alle keine technisch perfekten Kopien. Von maßstabsgerechten Repliken mit einem Anspruch auf Exaktheit kann keine Rede sein.

Zwar wird das – zumindest unterschwellig – hin und wieder behauptet, aber es entspricht nicht der Realität der vorhandenen Goldflieger-Flotte!

Prä-Astronautiker verwiesen auf drei einfache Fakten an diesen Objekten:

  • Sie sind alle (mehr oder weniger) aerodynamisch geformt.
  • Die “Schwanzflosse” bzw. “Heckflosse” ist senkrecht, und das habe kein Vogel oder Fisch.
  • An den Goldfliegern finden sich vier flache Flügel – zwei Große vorne, zwei Kleine hinten. Zum Teil in Form von Deltaflügel.

Goldflieger am Himmel

Hinzu kommt die Tatsache, dass Mitte der 1990er Jahre Nachbildungen dieser Goldflieger im Maßstab 1 : 16 mit Motoren versehen gebaut wurden und diese tatsächlich flogen (s. Titelbild). Realisiert wurde dies damals von Peter Belting und Algund Eenboom, die mehrfach ihre flugfähigen Modelle auf Tagungen oder im Rahmen von TV-Sendungen vorführten. Daraus entstand zusammen mit Peter Fiebag 2004 auch das Buch “Flugzeuge der Pharaonen“.

Viele Anhänger der Ancient Aliens-Idee waren und sind von diesen Versuchen bis heute begeistert. Zeigten sie doch ganz klar, dass diese Objekte tatsächlich fliegen konnten, sobald man sie mit einem Propellermotor versieht.

Bei Wikipedia werden diese Nachbauten erfreulich neutral mit Verweis auf das Buch “Flugzeuge der Pharaonen” auch erwähnt. Unter dem Punkt “Interpretation der Ingenieurwissenschaft” heißt es dort unter anderem:

Flugfähige Modelle bauten unter anderem Algund Eenboom und der Luftwaffenoffizier Peter Belting (Deutschland), weitere Untersuchungen fanden an der TU Bremen statt.

Kritiker winkten schon damals gelangweilt ab. Sie verwiesen darauf, dass alles, was nur mit einem Motor und Propeller ausgestattet wird, fliegen kann. Auch ein Rasenmäher, wie von den Kritikern dazu sehr gerne als Beispiel genannt wird.

Der Mystery-Autor Reinhard Habeck hat im Sommer 2019 erneut einen Nachbaut eines Goldfliegers präsentiert. “Geglückt ist das Projekt den ‘Aeroplane’-Konstrukteuren Erik Unger und Ramin Dalkouhi, beide Software-Entwickler aus der Steiermark”, so Habeck auf seiner Webseite. UFO-Forscher Mario Rank hat diesen Versuch in einem Video bei YouTube veröffentlicht.

Beim Jahresmeeting 2019 der oben genannten A.A.S. hat Habeck neben dem neuen Nachbau auch Ausschnitte aus dem Video präsentiert. Im Prinzip also wurden die Experimente der 1990ger Jahre damit erneut untermauert, dass das “Ding” eben tatsächlich fliegen kann. Aber ob diese Goldflieger deshalb auch tatsächlich religiös-vergöttlichte “Kopien” von Luftfahrzeugen der Götter im alten Kolumbien waren, belegt auch der neue Versuch nicht.

Goldflieger bei Wikipedia

Neben der wertneutral vorgestellten Interpretation der Goldstücke bei Wikipedia im Sinne der Prä-Astronautik, findet sich dort natürlich auch die “Interpretation der Natur- und Geisteswissenschaft”. Dort heißt es sehr knapp:

Es handelt sich um die Nachbildung flugfähiger Fische. Andererseits kann auch der Meerengel oder Engelshai in Frage kommen, der anatomisch einige Besonderheiten (z. B. die deltaförmigen Brustflossen) mit den Goldobjekten teilt.

“Fliegende Fische” (Exocoetidae) kennt sicher auch der biologische und zoologische Laie. Bei einem “Engelhai” (Squatina) oder “Meerengel” sieht es schon anders aus. Von diesen Tieren mit ihren extrem flachen Körper gibt es an die zwei Dutzend Arten, die an die bekannten Rochen erinnern. Hier verlinkt Wikipedia auch einen eigenen entsprechenden Eintrag zu “Engelhaien”, in dem sich auch zahlreiche Bilder und Abbildungen dieser Tierart im Commons-Bereich finden.

Ähnlichkeiten zwischen “Fliegenden Fischen” und “Engelhaien” mit den legendären Goldfliegern sind dabei nicht zu leugnen. Sollen also diese Goldobjekte eben solche Fische darstellen? Oder “fliegende Krokodile”, wie auch immer wieder angeführt wird? Vielleicht auch nur Mischwesen, die der Phantasie der frühen Kolumbianer entsprungen sind, wie von Seiten der Kritiker dann und wann auch angeführt wird?

Wikipedia führ hier unter anderem die Quelle “El Dorado. Das Gold der Fürstengräber” von 1994 an, in der vier diese Objekte als “Anhänger in Form von Mischwesen” bezeichnet werden. Artefakte, die sich im berühmten Goldmuseum (“Museo del Oro”) von Bogotá in Kolumbien befinden. Eine andere Quelle, der Katalog “The Gold of El Dorado” von 1978, wird ebenso benannt. In dieser werden sechs Objekte aus dem Museum in Bogotá mit den Worten “Anhänger, fischähnliche Formen. Besetzung Gold” vorgestellt. Herkunft sei die Kultur der Quimbaya aus der Region Qiundío in Kolumbien.

Werde auch DU Fan von Grenzwissenschaft & Mystery Files!

Grenzwissenschaft und Mystery Files auf YouTube

Werde Fan von Grenzwissenschaft und Mystery Files auf Facebook+++ Blog-Newsletter HIER abonnieren +++

In der Tat war die ab etwa dem 6. Jahrhundert vor Christus entstandene Quimbaya-Kultur für ihre Kunstfertigkeiten bei der Herstellung von Goldschmuck und anderen Objekten sehr bekannt. Viele ihrer Artefakte finden sich in den Museen der Welt. Darunter eben auch die Goldflieger, von denen man auch im “Überseemusem” Bremen, im “Humboldt Forum” des Berliner Schloss (dort aber im Archiv) und im “Metropolitan Museum of Art” in New York Exemplare bewundern kann.

Fliegende Fische und Mischwesen

Damit wären nach diesen Quellen aus Sicht der Archäologen die Goldflieger entweder schlicht “fischähnlich” oder “Mischwesen” (aus was auch immer). Ursprung seien die Goldschmiede der Quimbaya-Kultur.

Darauf haben schon Peter Fiebag, Algund Eenboom und Peter Belting vor rund 20 Jahren in ihrem Buch Flugzeuge der Pharaonen” sehr umfangreich hingewiesen. Die Autoren berichten darin auch von ihrem Besuch im “Überseemuseum” in Bremen 1996, wo neben vielen anderen Goldstücken auch die Goldflieger gerade neu ausgestellt wurden. Bis heute kann man sie dort bewundern.

Hier traf Eenboom auf die Museumsleiterin Dr. Viola König, der er die “moderne Interpretationen” der Goldflieger erklärte. Gleichfalls auch, dass Modelle davon angefertigt wurden.

König hatte aber keine wirklichen Informationen zu den “Fliegern” aus Kolumbien und ihre Bedeutung. Auf Seite 125 zitiert das Autorentrio sie mit den Worten:

Alle historischen Details finden Sie übrigens in dem Buch ‘El Dorado. Das Gold der Fürstengräber’. Mehr wissen wir nicht.

Also eben jene Quelle, die auch Wikipedia anführt, und in der diese Objekte als “Anhänger in Form von Mischwesen” gedeutet werden.

Eine wissenschaftliche oder archäologische Quelle ist das nicht. Es ist ein Katalog oder Museumsführer zu einer entsprechenden Ausstellung, die 1994 vom “Museums für Völkerkunde” in Berlin veröffentlicht wurde. Ab Seite 41 findet sich darin “Der Schatz der Quimbaya”, wozu diese Kunstwerke natürlich zählen. Eine Veröffentlichung in Buchform ist bei entsprechen Sonderausstellungen in Museen durchaus üblich. Man denke hier an die Ausstellungen zu Pharao Tutanchamun. Der Interessierte kann diese in den jeweiligen Shops der Museen kaufen.

Folglich ist die Interpretation als “Mischwesen” oder auch “fischähnlich” nicht in Stein gemeißelt. Es ist nicht mehr als eine Deutung, um diese Objekte irgendwie zu bezeichnen und zu katalogisieren. Wie so vieles in der Archäologie. Da die Goldflieger teilweise augenscheinlich Fischen wie dem “Engelhai” ähneln, kann man froh sein, dass sie nicht einfach nur als “Kultobjekte” geführt wurden. Mangels Alternativen wimmelt es in den Museen der Welt schon von diesen …

Dass die Handwerker der Quimbaya-Kultur vorzügliche Goldschmiede waren, belegen ihre Hinterlassenschaften sehr deutlich. Der Mythos von “El Dorado“, der legendären Stadt aus Gold irgendwo im Urwald von Südamerika, die verzweifelt von den goldgierigen Spaniern im 16. Jahrhundert gesucht wurde, fußt zumindest zum Teil in dieser Goldschmiedekunst der Quimbaya.

Die Religion der Fliegenden Fische

Aufgrund fehlender schriftlicher Zeugnisse aus erster Hand der südamerikanische Völker und Zivilisationen, herrscht Rätselraten bei vielen gefundenen “Kultobjekten”. Gleiches gilt für Funde in anderen Teile der Welt oder sogar aus der Steinzeit. Hier bedarf es der Interpretation der Archäologen und Wissenschaftler, was dieses oder jenes Objekt, Bild, Relief oder eine Statue bedeuten soll. Der Ermessensspielraum ist dabei zum Teil riesig.

Wen wundert es da, dass Archäologen auch vorgeworfen wird, sie saugen sich ihre Erklärungen, Deutungen und Identifizierungen “aus den Fingern”?

Die Quimbaya legten die Goldflieger zusammen mit anderen Gegenständen ihren Verstorbenen mit ins Grab. Natürlich nicht allen, sondern wohl eher Würdenträgern und hohen Persönlichkeiten der Gesellschaft. Eine “Gebrauchsanweisung”, was die jeweilige Beigabe aussagen oder bedeuten soll, fand sich nicht. Warum auch, wenn der Verstorbene so oder so weiß, was da in seinem Grab neben ihm liegt? In der Prä-Astronautik wird hier vielfach von einem Cargo-Kult gesprochen (mehr dazu HIER).

Es lässt sich sehr wohl vermuten, dass es etwas “Heiliges” war. In der Archäologie streitet dies auch niemand ab. Das hat verschiedene Gründe. Zum Einen waren diese Beigaben für den Toten und damit für das Jenseits oder das Leben nach dem Tod bestimmt, und damit nicht mehr “Teil dieser Welt”. Somit waren sie eineindeutig religiöser und göttlicher Natur bzw. Teil der Religion und der Verehrung.

Gold war für viele Kulturen Südamerikas göttlichen Ursprungs. Götter und Gold gehörten untrennbar zusammen. Es wird teilweise sogar vermutet, dass Gold überhaupt keinen materiellen Wert für diese Völker hatte. Erst die Spanier brachten diese Anschauung.

Viele Goldobjekte zeigen klar, dass hier Götter oder Ähnliches dargestellt wurde. Sie dienten Augenscheinlich der Verehrung und der Ehrfurcht vor den himmlischen und spirituellen Mächten. Dass die Goldflieger irgendwie einen anderen Zweck dienten, ist kaum denkbar! Wenn sie aber Fische darstellen sollen, gab es dann eine Religion oder einen Kult der “Fliegenden Fische”?

Oder symbolisierten sie genau diese Fische als Nahrung für das Jenseits, da der Verstorbene auf seine Leibspeise in den Sphären der Götter nicht verzichten wollte?

Ein Goldflieger im Windkanal

Wir werden nie eindeutig und belegbar erfahren, was diese Goldflieger wirklich darstellen sollten. So erstaunlich sie auch aussehen mögen.

Wikipedia weiß aber in dem dortigen Absatz über diese “Flugzeugmodelle” noch mehr zu berichten. Es ist dort zu lesen:

Untersuchungen im Windkanal am ‘Aeronautical Institute’, New York lassen nicht unbedingt auf Flugzeuge schließen, da ja neben den Vögeln auch Fische über einen aerodynamischen Aufbau verfügen (müssen), um sich optimal in ihrem Milieu bewegen zu können.

Zu diesen “Untersuchungen im Windkanal am ‘Aeronautical Institute'” in den USA findet sich keine direkte Quellenangabe. Es ist aber unter anderem im Backend von Wikipedia zu sehen, dass hier das Buch “Aussaat und Kosmos” von Erich von Däniken in einer Taschenbuchauflage aus dem Jahr 1990 wohl als Quelle diente. Und das ist eigentlich eine uralte Information.

Das besagte Buch ist einer der Däniken-Klassiker und war das dritte Buch von ihm. Erschienen ist es bereits 1972. Eines der umstrittensten (und spannendsten) Bücher von Erich von Däniken überhaupt, auf dessen Originalcover sich sogar schon ein Foto eines Goldfliegers befand.

“Ich habe drei prähistorische Modelle von Flugzeugtypen modernster Bauart gesehen”, schreibt von Däniken darin auf Seite 44. Unter anderem zeigte er damals zwei schlechte Fotos in schwarzweiß des “klassischen Goldfliegers” aus Bogotá, das “sich in keinen Fisch-Vogel-Kult einbauen” ließe, so von Däniken. “Es gab keinen.”

Weiter berichtet von Däniken, dass “Luftfahrtexperten” sich “das Ding angesehen” haben und schließlich “im Windkanal untersucht” hätten. “Sie halten es für ein Flugzeugmodell”, heißt es im Buch von 1972. Dazu zitiert von Däniken “Dr. Arthur Poyslee vom Aeronautical Institute, New York” auf S. 46:

Die Möglichkeit, daß der Gegenstand einen Fisch oder einen Vogel darstellen soll, ist höchst unwahrscheinlich. Nicht nur, daß dieses goldene Modell tief im Landesinneren Columbiens gefunden wurde und der Künstler nie einen Meerfisch zu Gesicht bekommen hat, sondern auch, weil man sich Vögel mit derartig präzisen Tragflächen und senkrecht hochgestellten Spannflossen nicht vorstellen kann.”

Spätestens damit war eine “Legende” vor fast 50 Jahren geboren. Legende deshalb, da diese Aussage des Dr. Arthur Poyslee seit dem in viele entsprechenden Publikationen zu finden ist. Es ist bis dato aber offen, woher genau diese Aussage des Luftfahrtexperten stammt und ob es weitere Unterlagen oder Berichte zu diesem Versuch in New York gibt.

Allerdings floß diese Information mit dem Windkanal-Test in New York sowie die beiden in “Aussat und Kosmos” dazu veröffentlichten Fotos schon früher in die Prä-Astronautik ein. Zischen dem 2. Däniken-Buch “Zurück zu den Sternen” 1969, in dem die Goldflieger noch kein Thema waren,  und dem Buch “Aussaat und Kosmos” 1972 erschien die berühmte Dokumentation “Erinnerungen an die Zukunft”.

Dieser Kultfilm wurde 1969 von Harald Reindl produziert und kam am 26. April 1970 in die Kinos des damaligen Westdeutschland. Er basierte auf den ersten beiden Däniken-Büchern und im Kommentar hieß es 1970 dazu im Film:

Die kleine goldene Nachbildung eines Flugkörpers stammt aus Kolumbien. Mehr als 1.000 Jahre alt.

Sie wurde im Windkanal getestet. Ihre aerodynamischen Eigenschaften entsprechen denen eines modernen Flugzeuges.

Hier werden gegen Ende erstmals die Goldflieger kurz präsentiert und damit einer sehr weiten Öffentlichkeit bekannt gemacht.

Der vergessene Windkanal-Test

Mag sein, dass irgendwann um 1970 ein Goldflieger in den USA im Windkanal getestet wurde. Das ist lange her.

Inzwischen gab es aber längst einen neuen Test, um die “Flugfähigkeit” von diesen Artefakten zu überprüfen. Und obwohl dieser 2009 in Deutschland stattgefunden hat, ist er offensichtlich vergessen worden. Auf jeden Fall findet dieses Experiment heute keine Beachtung, was vielleicht auch an der Art und dem Zeitpunkt der Veröffentlichung liegen mag.

Diese war eine “Galileo”-Sondersendung mit dem Moderator Aiman Abdallah von Pro7, die am 8. August 2011 um 23 Uhr unter dem Titel “ProSieben Spezial: Leben Aliens längst unter uns?” ausgestrahlt wurde. Also einige Jahre nach dem Experiment.

Auf diese Sendung habe ich in diesem Beitrag HIER im September 2012 umfangreich verwiesen. Dort findet sich auch eine umfangreiche Stellungsnahme zu der Sendung von Erich von Däniken selber. Eine scharfe Kritik, da die Sendung manipulativ produziert worden sei, um ihn und seine Thesen “lächerlich zu machen”. “Die Verdreher der Sendung unterstellten mir Aussagen, die nie gefallen sind, und widerlegten anschließend die nie gemachten Aussagen”, so beispielsweise von Däniken nach der Ausstrahlung vor acht Jahren.

Leider ist die Sendung nicht mehr online auffindbar. Im oben verlinkten Posting war sie es damals noch auf der Plattform “MyVideo”.

In meiner persönlichen Erinnerung wurde damals ein Modell des “klassischen Goldfliegers” in einen Windkanal montiert und getestet. Weiter glaube ich, dass in den den folgenden Jahren Ausschnitte dieses Versuches in anderen Dokumentationen oder TV-Sendungen zum Thema gesehen zu haben. (Wer dazu mehr sagen kann, bitte Email an mich.)

Das Ergebnis 2009 war wie erwartet: Das Objekt hatte aerodynamische Eigenschaften und war damit durchaus stromlinienförmig. Fische sind das aber auch, da sie sich durch das Medium “Wasser” bewegen …

Der “moderne Fisch-Kult” der Prä-Astronautiker

Der ein oder andere zynische Kritiker mag einwenden, dass Prä-Astronautiker mit ihrem Goldflieger-Zeichen einen “modernen Fisch-Kult” betreiben. Tatsächlich kam das sinngemäß schon vor. Zum Beispiel in zwei, drei Kommentaren zu Videos auf meinem Kanal unter YouTube.com/FischingerOnline, da ich dort bekanntlich diesen Goldflieger trage.

Ob die besagten Objekte mit ihren unterschiedlichen Formen und “Typen” wirklich Fische darstellen sollten, ist nicht belegt. Natürlich ist auch unbewiesen, dass diese Fluggeräte der Götter aus dem All waren. Auch die Nachbauten dieser archäologischen Artefakte als flugfähige Modelle sind aus wissenschaftlicher Sicht natürlich kein Beweis für eine Hochtechnologie vor Jahrtausenden.

“Es war ein Sieg des des praktischen Verstandes über die akademischen Verurteile”, kommentierte Erich von Däniken beispielsweise diese Flugversuche in seinem Buch “Zeichen für den Ewigkeit” (1997). In der Tat könnte man, mit etwas guten Willen, diese Nachbauten mit experimenteller Archäologie vergleichen. Mit dem kleinen aber sehr feinen Unterschied, dass kein Archäologe annimmt, dass einstmals solche Geräte tatsächlich am Himmel flogen.

Und doch versinnbildlichen diese Goldflieger sicherlich wie kaum ein anders “Symbol” die Idee der Prä-Astronautik und gleichzeitig den “Konflikt” mit der etablierten Wissenschaft und Archäologie.

YouTube-Video zum Thema von Fischinger-Online

YouTube-Video vom 26. Nov. 2014 auf Fischinger-Online

Bitte auf das “Play-Symbol” klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

Interessantes zum Thema bei amazon.de:

Tagged , , , , , , <

UFO-Sekte Rael-Bewegung und ihr Botschaftsgebäude für die Aliens: Jetzt sollen die Vereinten Nationen helfen

Teilen:
UFO-Sekte Rael-Bewegung und ihr Botschaftsgebäude für die Aliens: Jetzt soll es die UN regeln (Bilder: Fischinger-Online / gemeinfrei / Real.org / Montage: Fischinger-Online)
UFO-Sekte Rael-Bewegung und ihr Botschaftsgebäude für die Aliens: Jetzt soll es die UN regeln (Bilder: Fischinger-Online / gemeinfrei / Real.org / Montage: Fischinger-Online)

Die UFO-Sekte Rael-Bewegung oder auch Raelianer ist eine Gruppe, die aus der Idee der Prä-Astronautik heraus entstanden ist. Deren Anhänger glauben, dass gott-gleiche Aliens die Menschheit erschufen und mit ihrem geistigen Führer Rael (eigentlich Claude Vorilhon) in direktem Kontakt stünden. Eine Alien-Sekte, die in den 1970ger Jahren ausschließlich aus den Themen rund um die Astronautengötter entstand und bis heute sehr aktiv ist. Vor allem auch in den Medien. Dort sorgt die UFO-Sekte immer wieder (absichtlich) durch “sensationelle” Aussagen für Schlagzeilen. Ein Kernthema der UFO-Sekte um den Guru Rael ist auch immer wieder die Absicht ein “Botschaftsgebäude für Außerirdische” bauen zu wollen. Dort wolle sie ihre Götter auf Erden empfangen, sobald sie wieder zur Erde kommen. Bisher aber waren die Bemühungen der auch “Klon-Sekte” genannten Gruppe vergeblich. Darum sollen es jetzt laut einer Erklärung der Sekte die Vereinten Nationen regeln. Zumindest wenn es nach ihren Wünschen geht …


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

UFO-Sekten und echte Alien-Götter

Sekten, neu-religiöse Gruppen und esoterische Religionen, die Außerirdische in UFOs als echte Götter verehren und anbeten, gab und gibt es tatsächlich. So absurd es sich auch anhören mag, dass erwachsene Menschen sich derartigen Alien-Lehren von irgendwelchen Gurus und “Botschaftern der Außerirdischen” hingeben!

In zahlreichen Beiträgen auf diesem Blog habe ich das zum Teil überaus unheimliche Thema aufgriffen. Mein Autorenkollege Roland M. Horn und ich legte dazu bereits 1999 eine umfangreiche Analyse in Buchform vor. Denn so naiv und verrückt sich solche UFO-Sekten und deren Alien-Lehren auch anhören mögen, so sind sie doch präsent. Und nicht nur das. Religiöse und dabei sehr oft fanatische UFO- und Alien-Gläubige sind (leider) seit über einem halben Jahrhundert Teil der UFO-Forschung und Grenzwissenschaft.

Im Prinzip haben alle diese Alien-Sekten einen Kernglauben: Außerirdische gibt es, sie waren und sind auf der Erde und der jeweilige Guru der einzelnen Gruppen steht mit diesen in direkten Kontakt. Der entsprechende Führer ist damit ein Sprachrohr oder Botschafter dieser Aliens und die Anhänger sind Auserwählte und “Wissende”.

Gerne werden auch religiöse Figuren der “etablierten Religionen” in deren Alien-Religion integriert. Moses, Jesus Christus, Buddha, Mohammed, Jungfrau Maria, Elija … alles in den Augen solcher Gruppen entweder Aliens oder auserwählte Botschafter dieser.

Nicht viel anders ist es bei der UFO-Sekte Rael-Bewegung. Die Sekte um den Franzosen Claude Vorilhon, der sich selber Rael nennen lässt. Der Alien-Priester Rael und seine Gläubigen wollen aber auch ganz real etwas für Ihre Götter tun. Sie versuchen schon sehr lange eine Botschaft der Aliens zu bauen, in denen sie ihre UFO-Götter eines Tages empfangen können.

Ein Botschaftsgebäude für Götter in in UFOs

Wenn die von der Rael-Bewegung vergöttlichten Aliens zur Erde kommen – so wie es Ihr Führer vereist – dann muss man diese auch standesgemäß empfangen. Das ist die Grundidee der Gruppe wenn sie von ihrer Idee eines “Botschaftsgebäudes für Außerirdische” sprechen. Erst 2015 wollten sie deshalb auch die Bundesregierung in Berlin um Hilfe und ein Grundstück bitten, wie in diesem Blog-Artikel HIER berichtet. Als Dankeschön würde Deutschland dann bei der Ankunft der Alien-Götter deren Wissen und Weisheit bekommen …

Auch andere “Ansprechpartner” für diese Botschaft wurden von der UFO-Sekte bereits ausgesucht. Doch ergeben hat sich bisher – nichts. Vielleicht auch deshalb, da niemand diese “Religion” wirklich ernst nimmt.

Doch die Bewegung gibt ihren Plan natürlich trotz bisheriger Misserfolge nicht auf. Zumindest scheint es so, wenn man deren Mitteilungen und Veröffentlichungen verfolgt. Denn am 2. April veröffentlichte die “Religion” eine Presseerklärung von dem Rael-Anhänger Daniel Turcotte, die direkt forderte:

Raelianer fordern die Vereinten Nationen auf, eine internationale Konferenz zu organisieren, um die diplomatischen Vorkehrungen für eine Botschaft zu erörtern, um eine ET-Zivilisation auf der Erde willkommen zu heißen.

Gemeint ist damit natürlich deren Wunsch nach einem Botschaftsgebäude. Jetzt soll es also die UN in die Hand nehmen. Bei aller Kritik an der kindischen UFO-Religion der Raelianer ist das eigentlich gar nicht so dumm. Die UN ist immerhin auf diesem Planeten das, was man am Ehesten als “Sprachrohr der Menschheit” bezeichnen könnte, wenn eines Tages wirklich Außerirdische hier zur Erde kommen. Irgendwer auf diesem Planeten muss dann ja für die Menschheit sprechen.

Ob allerdings die “Vereinten Nationen” dann auch von der gesamten Menschheit als ihr Sprachrohr akzeptiert werden, sei einmal dahingestellt. Mehr dazu beispielsweise in diesem YouTube HIER von mir.

Die UN ist gefordert!

Der Rael-Anhänger Turcotte fordert in der Pressemitteilung, dass “an der Zeit ist”, dass sich die UN engagiert. Deshalb habe der Sekten-Führer Rael für den “ersten Samstag im April den “ET-Botschaft-Tag” ausgerufen …

um auf das Hauptprojekt der Raelian Movement aufmerksam zu machen: den Bau einer Botschaft eine außerirdische Zivilisation – bekannt als Elohim – auf der Erde willkommen zu heißen.

Begleitet werden soll diese Forderung oder der Wusch der Gruppe von einer Sozial Media-Kampagne. Damit wollen man alle Menschen der Welt die Chance geben ihre Unterstützung für diese Idee gegenüber der UN auszudrücken.

Hierzu sollte man wissen, dass die UFO-Sekte der Rael-Bewegung medial schon immer überaus aktiv war. Nicht wie “klassische Sekten”, die bekanntlich oft Radio, Internet, Presse usw. ablehnen und ihren Anhängern sogar verbieten. Für Rael ist Presserummel mehr als willkommen und er und seine Anhänger nutzen durch Provokationen geschickt die Medien aus.

Hier sind zweifellos die besten Beispiele Schlagzeilen um die Raelianer, dass sie Menschen sowie Hitler und Jesus genetisch klonen wollen oder auch Berichte über “Sex-Lehren” und eben deren Idee einer Botschaft für Aliens. Dabei macht ihr Oberhaupt Claude Vorilhon auch kein Geheimnis daraus, dass solche Schlagzeilen der Presse seiner Gruppe zugute kommen.

Es heißt in der Pressekonferenz weiter:

Während der Vorbereitung unseres Botschaftstages beabsichtigen wir, die Vereinten Nationen zu beauftragen, die erste internationale Konferenz zu veranstalten, um ein neues Protokoll zum Wiener Übereinkommen über diplomatische Beziehungen zu erörtern, das vorläufig als ‘Fakultativprotokoll betreffend Botschaften für Außerirdische’ bezeichnet wird, erklärte Turcotte .

Er erklärte, dass viele Länder auf ihre Bitte um Aufnahme einer solchen Botschaft geantwortet haben, und mehrere von ihnen haben ein echtes Interesse an diesem vielversprechenden und wichtigen Projekt gezeigt. ‘Immer mehr Länder zeigen Interesse, denn es wird offensichtlich, dass eine außerirdische Zivilisation unsere Menschheit auf einen offiziellen Kontakt vorbereitet, durch immer mehr UFO-Auftritte und sehr komplexe Kornkreise auf der ganzen Welt'”

Werde auch DU Fan von Grenzwissenschaft & Mystery Files!

Grenzwissenschaft und Mystery Files auf YouTube

Werde Fan von Grenzwissenschaft und Mystery Files auf Facebook+++ Blog-Newsletter HIER abonnieren +++

Welche Länder “echtes Interesse an diesem vielversprechenden und wichtigen Projekt” in der welcher Art und Weise gezeigt haben sollen, wird leider nicht verraten.

Die Aliens bringen das “Goldene Zeitalter”

“Wir sind zuversichtlich, dass die UNO die wachsende Zahl von Menschen hören und anerkennen wird, die sich für einen ordentlichen und formellen Empfang einer weltlichen Zivilisation interessieren”, so Turcotte in der Erklärung weiter.

Für die Rael-Bewegung würden die Alien-Götter und Schöpfern der Menschheit “eine Ära des Friedens” einläuten. Diese Wesen würden die Menschheit in ein “Goldenes Zeitalter führen”, sind sich die Gläubigen sicher. UFO-Invasionen und kriegerische Aliens, die wir nur zu8 gut aus Hollywood kennen, seien für die UFO-Sekte Unsinn:

Während einige Länder zu Unrecht eine Invasion einer bewaffneten außerirdischen Zivilisation vorhersehen und sich darauf vorbereiten, in den Krieg gegen sie zu ziehen, müssen wir eine derart veraltete und kriegerische Position mit einer weltweiten Friedensbewegung ausgleichen und die Menschen dazu erziehen, dass nur Frieden von den Sternen kommen kann.

Also, so die Raelianer, müssen die Vereinten Nationen endlich handeln. Es muss endlich ein Botschaftsgebäude für die Götter der Sekte gebaut werden. Falls aber auch die UN kein Interesse an den Plänen der UFO-Sekte und ihres Führers zum Wohle der ganzen Menschheit haben, dann plane man quasi einen Alleingang. Dazu heißt es in der Mitteilung der Gruppe:

Und wenn die Vereinten Nationen nicht die Führung übernehmen, dann werden die Länder, mit denen wir diskutieren, einen Willen haben.”

Persönlich glaube ich nicht, dass die UN sich auf diesen Deal mit der Rael-Bewegung einlassen wird. Wobei es schon verwunderlich ist, dass nach all den Jahren die Gruppe noch immer kein solches Botschaftsgebäude gebaut hat. Bei deren angeblich so zahllosen Mitgliedern und Niederlassungen in zeitweise über 80 Ländern der Erde sollte doch jemand für diesen hören Zweck ein Grundstück organisieren können …

Was denkst DU darüber? Diskutiere gerne bei Facebook mit.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

Interessantes zum Thema “Sekten” bei amazon.de:

Tagged , , , , , <

Ancient Aliens in einem Museum in China und in Leipzig? Über die Jagd nach Prä-Astronautik-Artefakten

Teilen:
Ancient Alien in einem Museum in Leipzig? Über die Jagd nach Prä-Astronautik-Artefakten (Bilder: Fischinger-Online)
Ancient Alien in einem Museum in Leipzig? Über die Jagd nach Prä-Astronautik-Artefakten (Bilder: Fischinger-Online)

Seit Jahrzehnten nehmen die Vertreter der Prä-Astronautik an, dass vor Jahrtausenden Außerirdische auf der Erde waren. Sie wurden von den Menschen zu “Göttern” erhoben und hinterließen in Mythen, Kunst, Kultur und auch Artefakten ihre Spuren. Und so suchen “Ancient Aliens-Jäger” weltweit in Mythologien und Museen nach den Spuren dieser Götter der Sterne. Nicht selten werden sie bei ihrer Suche nach Artefakten der Astronautengötter auch fündig. Auf allen Kontinenten. So auch jüngst in Leipzig und in China. Wie man aber die Suche nach diesen Hinterlassenschaften der “Anderen” deuten soll, erfahrt Ihr hier.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Die Götter waren Astronauten!

Das ist die Grundannahme der gesamten Prä-Astronautik. Gleichgültig ob man sie jetzt Paläo-SETI, Astronautengötter oder neudeutsch Ancient Aliens nennt. An der grundlegenden Idee ändert das nichts.

Vertreter der Prä-Astronautik haben alles andere als eine einheitliche Überzeugung, Herangehensweise oder These. Jeder Prä-Astronatiker kocht sein eigenes Süppchen, wie es in diesem Blog-Beiträgen HIER, HIER und HIER bereits sehr detailliert erläutert wurde. Nur die Idee, dass die Götter Astronauten waren, ist im Grundsatz bei allen zu finden.

Alle “Ancient Aliens-Jäger” haben aber auch gemeinsam, dass sie Mythologien etc. sowie Artefakten der Vergangenheit auf Spuren der einstigen Besucher hin abklopfen. Das ist vollkommen legitim (wer sollte es auch verbieten?!) und meiner Überzeugung nach richtig!  Denn wenn Astronauten der Antike hier waren, dann sollten wir ihre Spuren eben genau in diesen Hinterlassenschaften finden. Eine Überzeugung, die bereits Jahre vor den klassischen Autoren wie Erich von Däniken oder Peter Krassa ausgesprochen wurde. Beispielsweise von der Astronomen-Legenden Carl Sagan 1966.

Und hat man diese Spuren und Hinweise gefunden? Ja, man hat. Und das in einer nicht zu überschauenden Zahl in nahezu allen Ländern und Kulturen der Erde. Einige Anhänger der Prä-Astronautik sprechen sogar von einer Fülle an Beweisen für die Astronautengötter. Was allerdings rund weg falsch ist und damit nicht stimmt.

Hinweise gibt es, die man im Sinne der Götter des Kosmos deuten kann. Ob die Interpretation deshalb richtig ist, weiß und kann niemand belegen.

Artefakte der Astronautengötter

Solche Hinweise veröffentlichte beispielsweise jüngst der Autor und Mystery-Jäger Alexander Knörr in dem Magazin “Mystikum”. In der Ausgabe 133 (März 2019) des kostenlosen Online-Magazins verweist er auf seltsame Artefakte, die er in dem Museum von Sanxingdui in China aufgespürt hat.

Bei einem Besuch dort starrten ihm aus den Vitrinen des Museums sonderbare Gesichter an, die alles andere als menschlich aussehen. 3.100 bis 4.500 Jahre sind diese “Fratzen” laut Meinung der Archäologie alt. Herkunft könnte das mythische Volk der Shu sein. Eine Art Ur-Dynastie des alten China.

Ancient Alien in einem Museum in Leipzig - über die Jagd nach Prä-Astronautik-Artefakten - Bild 2 von Alexander Knörr
Beispiele der von Alexander Knörr im Museum von Sanxingdui in China von Alexander Knörr fotografierten “Fratzen” (Bilder: A. Knörr / aus “Mystikum” Nr. 133)

Knörr schreibt dazu:

Mehr als 60 bronzene Skulpturen, die Köpfe zeigen, wurden gefunden. Und jeder dieser Köpfe ist anders gearbeitet. Jeder einzigartig! Man erkennt individuelle Gesichtszüge und Attribute an jeder Skulptur. Diese stellen also nicht durchweg ein Götzenbild dar, sondern meiner Meinung nach wirkliche Personen, die diesen wie eben erwähnt Modell gestanden haben.”

“Auch ohne viel Fantasie” erwecken die Abbildungen der Köpfe “als wären es außerirdische Besucher gewesen”, so der Autor Knörr weiter. Fraglos hat er da ebenso recht, wie all die anderen Autoren, die immer wieder auf derart fremdartige Abbildungen und Artefakte verweisen. Zumal immer im Hintergrund behalten werden muss, dass die meisten Kulturen- eben in ihren Religionen und Mythen von fremden Wesen aus dem Himmel sprechen.

Wenn diese real waren, dann darf (muss) man erwarten, dass sich deren Anwesenheit auch in der Kunst niedergeschlagen hat. War es auch bei diesen Darstellungen in China der Fall? Belegen lässt sich diese Spekulation nicht. In solchen Fällen wären sicher viele überzeugte Prä-Astronautiker lieber Archäologen. Immerhin ist deren Deutung und Erklärung einfach und allgemein anerkannt: “Kultobjekte”.

Als an den Mysterien-Interessierter sollte man in jedem Museum dazu immer die Augen offen halten.

Ein “Alien” in Leipzig

Leser von Prä-Astronautik-Büchern machen das so oder so seit Jahren. Denn immer wieder stolpert man über “Kultobjekte”, die sich in die Idee der außerirdischen Besucher einfügen lassen. Steinchen ohne Beweiskraft, aber dafür Phantasie anregend.

Im Naturkundemuseum in Leipzig liegt so ein Artefakt zwischen allerlei archäologischen Fundstücken und Keramiken aus den vergangenen Jahrtausenden in einer Vitrine. Eine angebliche Gürtelschnalle mit einer menschlichen Figur. Ein “Kultgegenstand” oder einfaches Schmuckwerk den Besucher ohne prä-astronautischen Hintergrund mit Sicherheit übersehen.

Der keltische Gürtelschmuck in einem Museum in Leipzig (Bilder: Fischinger-Online)
Der keltische Gürtelschmuck in einem Museum in Leipzig (Bilder: Fischinger-Online)

Der als “Gürtelhaken” keltischen Ursprungs beschriftete Gegenstand zeigt eine Figur mit “typisch keltischen, gedrehten Halsring”. Also einen Kelten. Verstörend sind hier aber die riesigen und lang gezogenen Augen des “Kelten” (s. a. Titelbild). Kein Mensch sieht oder sah so aus. Wohl aber sehen die angeblichen Aliens so ähnlich aus, die von UFO-Zeugen und unlängst Hollywood beschrieben werden. Man bezeichnet sie längst allgemein als “Kleine Graue” bzw. “Greys”.

Viele Museumsstücke aus aller Welt erscheinen uns heute wie Aliens. Nicht nur die von Figuren aus China oder das Beispiel aus Leipzig. Alles nur Kultgegenstände! – sagen die etablierten Forscher. Künstlerische Freiheiten nahm sich der Mensch schließlich zu jeder Zeit. Mythische Erinnerungen an wahre Besuche aus dem Universum, vermutet die Prä-Astronautik.

In diesem Zusammenhang rufen die Kritiker immer das Zauberwort “Beweispflicht”. Nein, es lässt sich nicht beweisen, dass es Abbildungen von Aliens sind. Alles Spekulation.

“Kultobjekte” im archäologischen Sinne sind auch Spekulation. Wobei diese “Mainstream-Deutung” im Kern zu 100 prozentig korrekt und eigentlich sogar dieselbe wie in der Prä-Astronautik ist. Der kleine aber sehr feine Unterschied ist nur, dass die Alien-Götter-Idee eine handfeste Ursache zum Ursprung diese Kulte annimmt.

Was denkst DU darüber? Diskutiere gerne bei Facebook mit.

Du hast selber ein “mysteriöses Museums-Artefakt” entdeckt? Dann schreib mir.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

Interessantes zum Thema bei amazon.de:

Werde auch DU Fan von Grenzwissenschaft & Mystery Files!

Grenzwissenschaft und Mystery Files auf YouTube

Werde Fan von Grenzwissenschaft und Mystery Files auf Facebook+++ Blog-Newsletter HIER abonnieren +++

Tagged , , , , , <

Nazca-Linien, Ancient Aliens und Prä-Astronautik: Erich von Däniken von Archäologen längst widerlegt? Im Gegenteil! +++ YouTube-Video +++

Teilen:
Nazca-Linien, Ancient Aliens und Prä-Astronautik: von Archäologen ständig widerlegt? Im Gegenteil! (Bild: E v. Däniken/History Channel / Bearbeitung: Fischinger-Online)
Nazca-Linien, Ancient Aliens und Prä-Astronautik: von Archäologen ständig widerlegt? Im Gegenteil! (Bild: E v. Däniken/History Channel / Bearbeitung: Fischinger-Online)

Die Hochebene von Nazca in Peru, die dortigen legendären Scharrbilder, Posten und Linien, sind legendär. Seit Anbeginn der Prä-Astronautik (Ancient Aliens) gehören diese Nazca-Linien zu einem der „Kern-Mysterien“ des Themas „waren die Götter Astronauten“. Auch die Archäologie ist von den rund 1.500 Bildern und Formen in der Wüste fasziniert. Was mögen vor rund 2.000 Jahren die Menschen von Nazca damit bezweckt haben? Doch für die Archäologie sind all die Thesen von Astronautengöttern in Nazca lange widerlegt, und der Mainstream wiederholt dies seit Jahrzehnten ständig in Presse und TV. Mainstream-Presse und –TV haben nach Jahrzehnten der Wiederholung noch immer nicht gemerkt, dass sie ihrem Publikum das genaue Gegenteil verkaufen! In diesem Video auf meinem YouTube-Channel erfahrt Ihr, warum Archäologen unbeabsichtigt die Prä-Astronautik-Thesen zu den Nazca-Linien nicht „widerlegt“ sondern „belegt“ haben.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Für viele Prä-Astronautiker ist Nazca ein klarer Hinweis auf die „Götter am/vom Himmel“. Hier in Peru haben Menschen einen Stempel für die Astronautengötter hinterlassen, sind viele Menschen überzeugt.

Archäologen sehen das im wahrsten Sinne des Wortes trocken: Nichts mit Außerirdischen vor Jahrtausenden. Kein „Weltraumbahnhof für UFOs“ und kein „Flughafen der Ancient Aliens“. Dies sei alles längst durch archäologische Forschungen widerlegt worden. Deshalb wissen man inzwischen genau, dass das alles nichts mit (realen) Göttern der Sterne zu tun hat.

Gebetsmühlenartig wiederholen Archäologen, dass die Nazca-Linien nichts mit irgendwelchen phantastischen Thesen von Aliens in der Antike zu haben. Alles sei „Kult“ und „Religion“ der Nazca-Kultur gewesen. Die Massenmedien des Mainstream wiederholen diese Ansichten nun schon an die 20 Jahre im TV und in Presse-Artikeln.

Was die ständigen Wiederholungen im Mainstream aber verschweigen … ist, dass die archäologischen Forschungen die Prä-Astronautik zu Nazca nicht widerlegt haben. Das Gegenteil ist der Fall: Sie haben sie eigentlich bestätigt. Selbst die Medienberichte sagen das „zwischen den Zeilen“ immer wieder – nur erkennen sie es mangels Kenntnisse der Thematik selber nicht.

In diesem YouTube-Video erfahrt Ihr, warum Archäologen unbeabsichtigt die Thesen der Astronautengötter oder auch von Erich von Däniken zu den Nazca-Linien nicht „widerlegt“ sondern „belegt“ haben. Absichtlich provokant ausgedrückt!

Mainstream-Presse und –TV haben nach Jahrzehnten der Wiederholung der archäologischen „Widerlegungen“ noch immer nicht gemerkt, dass sie ihrem Publikum das genaue Gegenteil verkaufen

Bleibt neugierig …

Nazca und die Prä-Astronautik: Längst von Archäologen widerlegt? YouTube-Video auf Grenzwissenschaft & Mystery Files

Bitte auf das “Play-Symbol” klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

+++ Postet mir Eure Fragen, Anregungen, Kommentare & Meinungen dazu bei YouTube. / Abo & Daumen hoch nicht vergessen … +++

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

Interessantes zum Thema bei amazon.de:

Tagged , , , , , , , , , <
How to whitelist website on AdBlocker?

How to whitelist website on AdBlocker?

  1. 1 Click on the AdBlock Plus icon on the top right corner of your browser
  2. 2 Click on "Enabled on this site" from the AdBlock Plus option
  3. 3 Refresh the page and start browsing the site