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Seltsames Bild aus der Antarktis: Hat hier das “ewige Eis” ein UFO freigelegt? (+ Video)

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Seltsames Bild der Antarktis: Hat hier das ewige Eis und UFO freigelegt? (Bilder: gemeinfrei & Google Earth / Montage: Fischinger-Online)
Seltsames Bild der Antarktis: Hat hier das ewige Eis ein UFO freigelegt? (Bilder: gemeinfrei & Google Earth / Montage: Fischinger-Online)

Immer wieder sorgen angeblich sensationelle Entdeckungen auf Fotos im Netz für Diskussionen. Beispielsweise auf Mars-Fotos, auf denen schon unzählige angebliche Anomalien entdeckt worden sein sollen. Das gilt aber auch für die Software Google Earth, die immer wieder Überraschungen für den Nutzer bereit hält. Wie jetzt auf einem Foto aus der Antarktis, auf denen man ein UFO im Eis zu erkennen glaubt.


UFO & Co. bei Google Earth

Fotos vom Mond oder Mars, auf denen Mystery-Fans und oft vor allem regelrechte UFO-Freaks immer wieder “spektakuläre” Funde machen, kursieren seit Jahrzehnten. Und ebenso lange berichte ich über diese Anomalien, zum Beispiel auf diesem Blog.

Noch neben NASA-Fotos aus dem All ist auch die Software Google Earth ein überaus beliebtes Instrument, um mit diesem auf unserer Erde Rätselhaftes zu entdecken. Kurioses, Mysteriöses und durchaus auch überaus Interessantes kann man damit in der Tat finden. Wie auch bei den oftmals arg strapazierten Interpretationen von Mars-Fotos und ähnlichen Aufnahmen, ist dabei sehr viel Phantasie und Spekulation mit im Spiel. Leider zum Teil auch absichtliche Missdeutungen. Meistens aber sind vorgebrachte Entdeckungen reiner Unsinn, wie auf diesem Blog vielfach belegt.

Bei Google Earth ist das in vielen Fällen anders. Anders deshalb, da man dort bei weitem mehr Bildmaterial zur Verfügung hat, mit denen man arbeiten kann. Oder eben spekulieren. Dort gibt es zusätzlich eine Zeitleiste, über die man sich Fotos von jedem Flecken der Erde aus unterschiedlichen Jahren anschauen kann. Mal mehr Bilder, mal weniger. Mal in “guter Qualität”, mal ist kaum was zu erkennen. Komprimiert sind diese Daten ausnahmslos alle. Das macht in so machen Fällen eine echte Zuordnung einer vermeintliche Anomalie kaum mehr möglich. Die Zoomfunktion hilft auch nicht immer weiter. Oft erhält man nur unscharfen Pixelbrei und sieht oder erkennt fast nichts mehr.

Kein Wunder, dass mittels Google Earth und dem dazugehörigen Google Street View die Erde von Anomalien nur so zu wimmeln scheint. Auf meinem YouTube-Kanal Mystery Files habe ich in der Vergangenheit mehrfach über solche Entdeckungen berichtet. (z. B. Link HIER) Mit dem wachsenden Umfang von Google Earth und durch immer neues Bildmaterial in dem System, nehmen auch die seltsamen und angeblich seltsamen Funde dort enorm zu.

Ein UFO in der Antarktis?

Das macht die Software für Mystery-Jäger durchaus immer interessanter. Gleichzeitig aber auch immer komplexer, so dass man quasi in jedem Winkel der Erde irgendwas finden kann, das “da nicht hingehört”. Selten lohnt es sich hierbei zweimal hinzusehen.

Mein YouTube-Kollege des Kanal “Mach Dich schlau!” (MDS) hat jedoch am 17. Juni 2021 ein Video hochgeladen, dass durchaus eine Ausnahme darstellt. Das Video habe ich Euch unten angehangen.

Denn hier sieht man etwas am Rande des “ewigen Eises” der Antarktis, das einem klassischen UFO sehr ähnelt. Eine “Fliegende Untertasse”, die scheinbar schräg im Eis/Meer steckt, silbern zu glänzen scheint, eine Kuppel hat und sich durchaus von der Umgebung unterscheidet. “Die Antarktis hat etwas freigegeben”, schreibt dazu MDS. “Etwas, dass aussieht wie ein UFO”, heißt es auf meinem befreundeten Kanal weiter.

Und damit hat MDS absolut Recht. Das “Ding” liegt direkt an einer Abbruchkante des Eises der Insel “Two Hummock Island”. Hierdurch erweckt es bei Google Earth den klaren Eindruck, als sei das “Objekt” durch die Eisschmelze freigelegt worden. So, als sei es über Jahrtausende dort im Eis der Antarktis eingeschlossen gewesen. Den Abbruch des Eises kann man deutlich auf den Bildern sehen. Ebenso etwas südlich davon bereits gebrochene Eis- bzw. Schneemassen, die kurz davor sind, ebenfalls ins Meer zu rutschen.

Ein Objekt oder eine Täuschung?

Der “Körper” selber ist, ausgemessen mit Google Earth, etwa 11 – 12 Meter im Durchmesser und rund 8,5 Meter hoch. Durchaus bekannte Maße einer solchen klassischen Fliegenden Untertasse. Die Aufnahme selber stammt nach Google Earth-Informationen vom 14. Januar 2011, ist also über zehn Jahre alt. Nutzt man die genannte Zeitleiste, um sich ältere Bilder des Gebietes anzusehen, kann man leider nichts erkennen. Am Besten und einigermaßen deutlich sieht man das “UFO” bei einer Sichthöhe von 500 bis 1000 Metern in der Software.

Die Koordinaten sind: 64° 7’2.79″S 61°40’48.18″W

Was das Teil ist, kann man anhand der Bilder natürlich nicht sagen! Eine optische Täuschung durch Eis und reflektierendes Sonnenlicht, moderner Müll oder ein seit tausenden von Jahren dort liegendes UFO – alles wäre denkbar.

Hollywood hat uns ja in zahlreichen Filmen gezeigt, was alles aus anderen Welten im Eis der Antarktis und des Nordpols so schlummern kann. In diesem Fall ist die rein optische Ähnlichkeit mit einem UFO klar zu erkennen. Doch das gab es schon auf dem Mars, wie in diesem Video HIER berichtet. Oder auf einem Atoll im Pazifik hier auf der Erde, auf der man via Google Earth ein abgestürztes UFO zu erkennen glaubt, wie HIER in einem Video berichtet.

Auch wenn uns das Auge hier wiedermal einen Streich spielen mag: Man stelle sich einmal vor, es wäre tatsächlich ein UFO. Genau das ist vielfach der Reiz an der Grenzwissenschaft und der Jagd nach dem Unfassbaren.

Video

Video vom 17. Juni 2021 auf MDS

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Interview mit Erich von Däniken: “Es gibt eine Alien-Basis in der Antarktis” +++ Video +++

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VIDEO: Interview mit Erich von Däniken: "Es gibt eine Alien-Basis in der Antarktis" (Bild: Screenshot YouTube)
VIDEO: Interview mit Erich von Däniken: “Es gibt eine Alien-Basis in der Antarktis” (Bild: Screenshot YouTube)

Im Herbst 2019 veröffentlichte Erich von Däniken sein neues Buch “Die Bekenntnisse des Ägyptologen Adel H.”, das auf diesem Blog HIER bereits vorgestellt wurde. In diesem Buch berichtet der Jäger der Götter aus dem All vor allem darüber, “was ein junger Grabräuber unter den Pyramiden von Sakkara entdeckte”. Ebenso widmet sich von Däniken drin der aktuellen UFO-Thematik. Jetzt wurde ein halbstündiges Video-Interview mit von Däniken zu seiner neuen Veröffentlichung online gestellt, in dem einige erstaunliche Aussagen fallen!


Erich von Däniken

Erich von Däniken berichtet in seinem neuen Buch “Die Bekenntnisse des Ägyptologen Adel H.” unter anderem eine phantastische Geschichte. Dazu heißt es:

Im Land am Nil führte von Däniken nächtelange Gespräche mit Adel H., einem studierten Ägyptologen, dessen Familienmitglieder als Grabräuber tätig waren. Als 16-jähriger Knabe war derselbe Adel H. tagelang unter der Stufenpyramide von Sakkara gefangen gewesen.

Auf seiner Suche nach einem Weg aus der Unterwelt hatte der Junge unterirdische Gänge und Räume durchstreift und atemberaubende Dinge gesehen, von denen die Fachwelt keine Ahnung hat. Adel erlebte Unheimliches, eine Mischung aus Geisterwelt und Realität, über die hier erstmals berichtet wird.

‘Ägypten’, so Adel, ‘kennt zwei Geschichten. Die offizielle und eine unbekannte, die Jahrzehntausende alt sein muss.‘”

Ein unglaublicher Bericht, den von Däniken in klaren Zusammenhang mit den Göttern der Sterne sieht. Jene Astronauten aus dem All, die vor Jahrtausenden die Erde besucht haben – und vielleicht heute hinter dem UFO-Phänomen stecken, wie von Däniken im unten stehenden Interview ausführt.

Auch die UFO-Sichtungen von Piloten der US-Navy kommen zur Sprache. Gleichfalls auch andere Themen aus der Arbeit von Erich von Däniken.

Erstaunlich auch die Aussagen, dass es in der Antarktis eine geheime UFO-Basis geben soll. Eine Geheimbasis, in der Menschen und Außerirdischen gemeinsam tätig sind! Angebliche Geheimdokumente, die der bekannten Autorin und UFO-Forscherin Linda Moulton Howe vorliegen, sollen dies belegen, so von Däniken im Interview.

Das 30 Minuten lange Interview führte Peter Orzechowski.

Interview mit Erich von Däniken

Video vom 7. Jan. 2020

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Ungläubiges Staunen in der Presse und bei Facebook: Wurden uralte Pyramiden im Eis der Antarktis entdeckt? (Update)

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Aufruhr in der Presse und bei Facebook: Wurden Pyramiden im Eis der Antarktis gefunden?
Aufruhr in der Presse und bei Facebook: Wurden Pyramiden im Eis der Antarktis gefunden? (Bilder: Screenshot YouTube)

In den englischen Medien sorgt eine erstaunliche Entdeckung für großes Aufsehen. Das durch die Erderwärmung auch in der Antarktis schwinde Eis habe eine oder mehre Pyramiden “freigelegt”, die auf eine uralte und vollkommen fremde Zivilisation am Südpol hindeuten. Diese Pyramiden in der Antarktis ähneln nicht nur jene berühmten Pyramiden in Gizeh in Ägypten, sondern sind dabei annähernd doppelt so breit. Nachdem auch das bekannte Nachrichtenmagazin “Focus” online über diese Strukturen in der Antarktis berichtet hat, sorgen diese auch im deutschsprachigen Facebook unter Mystery-Interessierte für Staunen – und Kopfschütteln. Eine Analyse der “Pyramiden in der Antarktis” und einige spannende und verblüffende Hintergründe zu diesem Thema erfahrt Ihr hier.

 

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Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Dass es auch unseren Planeten von Pyramiden nur so wimmelt, ist ein offenes Geheimnis. Selbst in China stehen mehr Pyramiden in Ägypten, an das wohl jeder bei solchen Bauwerken denken muss.

Auch wenn Skeptiker unermüdlich davon sprechen, dass es “echte Pyramiden” nur und ausschließlich in Ägypten gibt, faszinieren Pyramiden-Bauten schon immer die Menschen. Selbst wenn sie eben nicht perfekte geometrische Formen wie eben jene in Ägypten haben. Und sogar dann noch, wenn nicht mal annähernd eine eine Pyramidenform zu erkennen ist, wie es die “Pyramide vor Japans Küste” (Yonaguni-Monument) zeigt.

Pyramiden in der Antarktis

Nachdem seit einigen Tagen in unzähligen (vor allem englischen) Medien über die Entdeckung der Pyramiden in Antarktis berichtet wurde, hat auch “Focus online” am 22. November das Thema aufgenommen. “Schneepyramiden in der Antarktis entdeckt – muss die Geschichte umgeschrieben werden?”, fragt das Magazin. Immerhin sollen “Wissenschaftler auf der ganzen Welt” über diese Fund verblüfft sein.

VIDEO auf YouTube: Sensation oder Phantasie: Die Antarktis auf einer Weltkarte von 1508? (Bild: L.A. Fischinger / Google Earth)
VIDEO auf YouTube: Sensation oder Phantasie: Die Antarktis auf einer Weltkarte von 1508? (Bild: L. A. Fischinger / Google Earth)

Die verschiedenen Berichte zu diesen Pyramiden fragen sich nun, ob hier einst Menschen lebten, die diese Monumente erbaut haben. Auch Außerirdisch, die Ancient Aliens der Prä-Astronautik, sind hierbei unlängst im Gespräch. Ebenso die Nazis und irgendwelche Geheimbasen im Sonne von Neuschwabenland & Co.

Vielleicht existierte hier eine Zivilisation, als die Antarktis noch warm und bewohnbar war, so die Spekulationen weiter. Ein Volk, von wir heute nichts mehr wissen. “Focus online” etwa zitiert dazu Dr. Vanessa Bowmann vom”British Antarctic Survey” mit den Worten:

Vor 100 Millionen Jahren war die Antarktis mit üppigen Regenwäldern überdeckt, ähnlich denen, die es heute in Neuseeland gibt. Die Temperaturen konnten dort bis auf 20 Grad Celsius klettern. Dass der Klimawandel eine ernste Auswirkung auf die Umwelt hat, steht schon lange fest. Wenn sich diese Pyramiden allerdings als künstlich erweisen, verändert das die Geschichte, wie wir sie kennen.”

“Vor 100 Millionen Jahren”? Also dutzende von Millionen Jahren vor den ersten primitiven Menschen! Das würde selbstverständlich die bekannte Geschichte verändern. Wenn denn die Pyramiden der Antarktis auch wirklich solche sind.

Ihr könnt Euch mit Google Earth dieses “Gebilde” unter den Koordinaten -79.977277 und dem Breitengrad -81.961749 selber einmal ansehen. Achtet dabei auch mal auf die alles andere als gleichmäßigen Kanten. Gut auch zu sehen bei diesem Bild (anklicken zur Großansicht):

Ist das wirklich eine Pyramide im Eis der Antarktis? (Bild: Google Earth)
Ist das wirklich eine Pyramide im Eis der Antarktis? (Bild: Google Earth)

Antarktis = Atlantis?

Eine versunkene Kultur am Südpol? Das sind keine neuen Überlegungen.

Nicht wenige Autoren und Forscher, die sich der Suche nach Atlantis verschrieben haben, deuteten bereits unseren Südkontinent als dieses gesucht Reich der Vorzeit. Vor allem die Autoren Rand und Rose Flem-Ath haben diese Idee in ihrem Buch “Atlantis: Der versunkene Kontinent unter dem ewigen Eis” 1996 weithin bekannt gemacht. Ihre Überlegungen haben später auch andere Autoren aufgriffen oder weiter ausgeführt.

Wichtigtuer oder Whistleblower? Ein ehemaliger US-Navy-Pilot will während seines Dienstes in der Antarktis UFOs und eine Alien-Basis gesehen haben (Bild: L.A. Fischinger / WikiCommons)
Wichtigtuer oder Whistleblower? Ein ehemaliger US-Navy-Pilot will während seines Dienstes in der Antarktis UFOs und eine Alien-Basis gesehen haben (Bild: L.A. Fischinger / WikiCommons)

Beispielsweise wurde eine plötzliche Verschiebung der Kontinente als Ganzes als Grund für das Ende der Kultur von Atlantis-Antaktis angeführt. Darum habe man auch alte Landkarten, die die Antarktis zeigen sollen, obwohl man sie damals noch gar nicht gekannt haben soll.

Die Ursache dafür könnte der gewaltige Eispanzer am Nordpol während der letzten Eiszeit gewesen sein. Durch das gigantische Gewicht des Eises und die Rotation der Erde habe dieser Eisschild die gesamte Erdkruste “ruckartig” und plötzlich als Ganzes verschoben.

Die Folgen waren Sintfluten, extreme Klimaveränderungen und letztlich, dass Atlantis zur Antarktis wurde. R. und R. Flem-Ath haben mit diesen Spekulationen vor rund 20 Jahren durchaus viel Aufsehen erregt. Etwa zusammen mit dem bekannten Autoren Graham Hancock, die sich beispielsweise auch auf die weltbekannte Landkarte des Piri Reis stützten.

Die Pyramiden sind längst bekannt

Bei Facebook findet sich die Meldung zu diesen Pyramiden am Südpol in vielen Gruppen und auf vielen Seiten, die sich mit Mystery und Grenzwissenschaft befassen. Was auch nachvollziehbar ist, da in solchen Gruppen eben genau solche Themen zu finden sind. Dafür sind sie schließlich da. Auch ich selber wurde bei Facebook mehrfach auf diese Berichte hingewiesen.

Doch neu ist diese vermeintliche Sensation lange nicht. Nicht nur, dass sie bereits vor einigen Monaten hier und dort erschienen ist, sondern sogar schon vor Jahren. Inklusive den jetzt kursierenden Fotos und YouTube-Videos. Ein Video bei YouTube mit dem Titel “Ancient Pyramids found in Antarctica?” stammt sogar schon vom 2. September 2012. Auch die “Sputnik News” berichteten im Sommer 2013 darüber – und verhalfen so diesen angeblichen Pyramiden zu erster Bekanntheit.

Natürlich kann man mit “guten Willen” hier eine Pyramide erkennen wollen. Etwa 450 mal 420 Meter groß ist dieser “Eisberg” und nimmt somit mehr Fläche als die Cheops-Pyramide in Gizeh mit rund 230 Metern Seitenlänge ein. Und von der Form her sieht der Berg eben aus wie eine Pyramide. Obwohl schon die Bilder zeigen, dass hier natürlicher Fels zu erkennen ist.

VIDEO auf YouTube: UFO-Absturz in der Antarktis entdeckt? Über „Das Ding aus einer anderen Welt“ bei Google Earth (Bild: WikiCommons/gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)
VIDEO auf YouTube: UFO-Absturz in der Antarktis entdeckt? Über „Das Ding aus einer anderen Welt“ bei Google Earth (Bild: WikiCommons/gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)

Aber der gute Wille hilft eben nicht weiter bei der Jagd nach dem Phantastischen. Man denke dabei an die unzähligen Pyramiden im Meer und Alien-Basen, die angeblich schon mittels Google Earth gefunden wurden. Oder das abgestürzte UFO in der Antarktis. Dies befindet sich übrigens rund 950 Kilometer von der vermeintlichen Pyramide entfernt.

Alien vs. Predator

Pyramiden in der Antarktis als Werk von Aliens, wie es zu diesen Strukturen auch spekuliert wird? Das hatten wir schon mal im Jahr 2004 in einer durchaus spannenderen Variante.

Damals kam im Internet ein sehr sonderbares Gerücht auf, das von der Entdeckung einer Pyramide im ewigen Eis unseres Südkontinentes sprach. Es war vor der Zeit von Facebook & Co. und so wurde die kurze Meldung vor allen in Diskussionen und per E-Mail verbreitet. Das spannende dabei war vor 12 Jahren, dass es Fotos von dieser Pyramide bzw. aus deren Inneren gab. Es waren (trotz der mehr als schlechten Qualität der Bilder) darauf eindeutig künstliche Darstellungen zu erkennen, die aus dieser Pyramide stammen sollen. Einer unbekannten und damit rätselhaften Schrift nicht unähnlich.

Auch bei einem Kongress zur Prä-Astronautik wurde damals diese Internet-Meldung in einigen Pausengesprächen teils hitzig diskutiert. Doch, wenn ich mich recht erinnere, stieß diese “Top-News” auf überaus große Skepsis.

Zurecht, wie sich herausstellte, da sie ein Fake war. Und zwar haben damals die Macher des Hollywood-Filmes “Alien vs. Predator” dieses Gerücht absichtlich im Internet gestreut, um die Werbetrommel für ihren Science-Fiction-Film zu rühren. Denn die Entdeckung einer uralten Pyramide in der Antarktis ist in “Alien vs. Predator” von 2004 der Kern oder Aufhänger, um den sich der Film aufbaut …

Ergänzung 25. November 2016:

Mein Facebook- und Mystery-Freund Alex Schlee hat mich während einer Diskussion zu diesem Thema bzw. diesem Posting auf ein sehr interessantes Video vom 15. März 2016 hingewiesen. Und zwar auf das YouTube-Video “Gibt es Pyramiden in der Antarktis?” von ihm selber, dass Ihr auf seinem grenzwissenschaftlichen Kanal “MOHRsrclik” findet.

Schlee nimmt sich darin genau diesen “Pyramiden” in der Antarktis an. Und das sehr aufschlussreich, wie Ihr hier sehen könnt:

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+++YouTube-Video+++ UFO-Absturz in der Antarktis entdeckt? Über “Das Ding aus einer anderen Welt” bei Google Earth

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Stürzte in der Antarktis ein UFO ab? (Bild: WikiCommons/gemeinfrei / Montage: L.A. Fischinger)
Stürzte in der Antarktis ein UFO ab? (Bild: WikiCommons/gemeinfrei / Montage: L.A. Fischinger)

„Das Ding aus einer anderen Welt“: UFO-Absturz in der Antarktis? Der Russe Valentin Degterev glaubt, dass er via „Google Earth“ im ewigen Eis des Südpol einen UFO-Absturz entdeckt hat. Eine fast 70 Meter lange und ovale „Struktur“ im Eis der Antarktis deutet er Medienberichten nach als UFO-Absturzstelle. Ich habe mir die Story um „The Thing“ einmal genau angesehen und dazu bei YouTube ein Video auf meinen Channel des Unfassbaren gestellt ...

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Von Lars A. Fischinger

Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Wenn UFOs als ein „exotisches Phänomen“ im Sinne von Alien-Raumschiffen existieren, können wir gerne spekulieren, dass solche Objekte auch mal abstürzen könnten. Nicht nur wie angeblich 1947 in Roswell (USA) sondern natürlich überall auf der Welt und zu allen Zeiten der Menschheit.

Aber sind diese die Spuren dieser UFO-Abstürze dann quasi daheim vom PC ganz einfach mit Hilfe von „Google Earth“ zu finden und vor allem – nachzuweisen? Wie jetzt bei dem Fall des UFO-Absturzes in der Antarktis.

Alles dazu erfahrt Ihr detailliert in diesem Video.

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Sensation oder Phantasie: Zeigt eine Weltkarte von 1508 erstaunlich genau die Antarktis, die damals eigentlich noch niemand kannte? (Video auf YouTube)

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Sensation oder Phantasie: Die Antarktis auf einer Weltkarte von 1508? (Bild: L.A. Fischinger / Google Earth)
Sensation oder Phantasie: Die Antarktis auf einer Weltkarte von 1508? (Bild: L.A. Fischinger / Google Earth)

Sensation oder doch nur reine Phantasie eines mittelalterlichen Künstlers? Eine Weltkarte aus dem Jahr 1508 zeigt am Südpol scheinbar die Antarktis. Sogar die Größe des Kontinentes scheint zu passen. Doch vor rund 500 Jahren kannte noch niemand die Antarktis. Pure Phantasie eines “Südkontinentes” oder real?

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Von Lars A. Fischinger

Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Was mag die Weltkarte von Francesco Rosselli aus dem Jahr 1508 tatsächlich am Südpol zeigen? Die Antarktis, die damals noch niemand kannte? Hatte er “unbekannte Quellen” für seine Arbeit? Oder war es der lange von den Seefahrern und Entdeckern vermutetet Südkontinent “Terra australis incognita” und damit reine Fiction? Aber weshalb stimmen die Proportionen der Landmasse auf der 500 Jahre alten Weltkarte dann so erstaunlich gut mit der tatsächlichen Antarktis überein? Zufall …?

Mehr dazu in diesem Mystery-Video.

  • Die gezeigte Piri Reis Karte könnt Ihr bei mir in meinem Online-Shop bekommen – oder via eMail: FischingerOnline @gmail.com

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Wichtigtuer oder Whistleblower? Ein ehemaliger US-Navy-Pilot will während seines Dienstes in der Antarktis UFOs und eine Alien-Basis gesehen haben

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Die Antarktis: Standort einer Alien-Basis? (Bild: L.A. Fischinger / WikiCommons)
Die Antarktis: Standort einer Alien-Basis? (Bild: L.A. Fischinger / WikiCommons)

In der UFO-Forschung machen neue Gerüchte um die Antarktis die Runde: Die Mystery-Forscherin Linda Moulton Howe berichtet, dass sie im Januar 2015 einen anonymen Teletonanruf bekam, der angeblich von einem ehemaligen Flieger der US-Navy stamme. Dieser nannte sich bereits in einer eMail am 2. Januar an Howe “Brian” und erzählte, dass er UFOs und eine “Alien-Basis” und andere sonderbare Dinge bei seinem Dienst in der Antarktis gesehen habe. Auch von einer “verbotenen Zone” am Südpol will der Informant Kenntnisse haben.

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Fischinger Online Mystery-Kanal bei YouTube abonnierenVon Lars A. Fischinger

Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Die Antarktis ist und bleibt ein seltsamer und fremdartiger Kontinent mit überwältigender Landschaft. Doch neben Naturfreunden haben auch die Freunde des Phantastischen diesen Kontinent am Südende der Erde immer mal wieder im Blick. Sei es, dass dieser angeblich einst das wahre Atlantis gewesen sei, dass es dort eine Basis der Nazis inkl. “Flugscheiben” aus/seit dem Dritten Reich geben soll, oder auch, dass es dort uralte Pyramiden, UFOs usw. gibt.

UFOs über der Antarktis

Die US-UFO-Forscherin Linda Moulton Howe, die vor Jahren vor allem durch ihre Beschäftigung mit dem Phänomen der Tierverstümmelungen in den USA bekannt wurde, berichtet nun von einer weiteren Episode der Rätsel um die Antarktis. Sie habe, so schreibt sie umfangreich auf ihrer Internetseite, am 2. Januar dieses Jahres eine eMail erhalten, bei dem sich der Absender als

Die Antarktis - gibt es hier tatsächlich UFOs und eine Alien-Basis? (Bild: gemeinfrei)
Die Antarktis – gibt es hier tatsächlich UFOs und eine Alien-Basis? (Bild: gemeinfrei)

“Brian” und Ex-US-Navy-Pilot ausgab. Mit diesem habe sie daraufhin auch ein Telefon-Interview geführt, das ebenso auf ihren Webseiten zu finden ist. Dieser Informant berichtete, dass er bis 1997 bei der Navy-Einheit “Antarctic Development Squadron Six” (VXE-6) als Pilot in der Antarktis seinen Dienst tat, und dabei hunderte Flüge und Missionen in/über der Antarktis mit seiner Maschine absolvierte. Beispielsweise auch auf der australischen “Davis Station” (Prinzessin Elisabeth Land) an der Küste der Antarktis. Doch seine Dienstzeit am Ende der Welt sei alles andere als normal gewesen:

In seinem Anruf erzählt “Brian” der UFO-Forscherin Howe auch von Begegnungen mit UFOs, die er und seine Flugbesatzung im Dezember 1995 gemacht hätten. Zu dieser UFO-Sichtung sei es bei einem Flug an einem wolkenlosen Tag unweit des Beardmore-Gletschers in den Transantarktischen Bergen gekommen. Er und seine Crew konnten dabei plötzlich sonderbare “Scheiben” am Himmel fliegen sehen, sie sehr seltsame und abrupte Flugmanöver um die Berge vollführten. Solche UFO-Sichtungen kamen seinen Aussagen nach in der Antarktis sogar öfter vor.

Eine andere Story, die Howe von ihrem Anrufer erfuhr, war, dass zahlreiche Wissenschaftler aus  einer Station im antarktischen Marie Byrd Land plötzlich spurlos aus ihrer Basis verschwunden sein sollen. Erst zwei Wochen später, als “Brian” den Auftrag bekam, dort nachzusehen, seien diese wieder aufgetaucht, woraufhin er diese nach Neuseeland geflogen habe. Wo diese Forscher in den zwei Wochen waren, sagten sie ihm nicht. Aber er habe in ihren Gesichtern deutlich erkennen können, dass alle große Angst gehabt hätten.

Außerirdische am Südpol?

Das Seltsamste an diesem Anruf ist aber mit Sicherheit die Geschichte, dass es unweit des Südpols eine Art “Alien-Basis” geben soll. Diese UFO-Basis befinde sich in einer Flugverbotszone, die bis zu 15 Kilometer vom Südpol entfernt liegt und deren Existenz von offizieller Seite damit begründet worden sei, dass Wissenschaftler dort Luftanalysen durchführen würden. Geglaubt habe jedoch niemand der Piloten und Mannschaften diese Erklärung.

Wieder eine vermeintliche UFO-Basis bei Google Earth gefunden - diesmal im Himalaya (Bild: Google Earth / L. A. Fischinger)
VIDEO: Wieder eine vermeintliche UFO-Basis bei Google Earth gefunden – diesmal im Himalaya (Bild: Google Earth / L. A. Fischinger)

Als der angebliche US-Navy-Pilot “Brian” mit seiner Mannschaft jedoch bei einer Evakuierung des Lagers “Davis Camp” der Australier beteiligt war, überflogen sie dennoch auch die Flugverbotszone. Bei dieser Gelegenheit haben er und seine Crew ein riesiges Loch im Eis gesehen, in das er von der Größe her sogar mit seinem Flugzeug hätte fliegen können.

Seine Maschine war bei dieser medizinisches Evakuierung der australischen Station wie üblich eine Transportmaschine vom Typ “C 130” gewesen. Tatsächlich ist dieses bekannte Transportflugzeug der Firma “Lockheed” auch in der Antarktis im Einsatz und hat nach den Angaben der US-Navi eine Flügelspannweite von rund 40 Metern und eine Höhe von etwa 11,5 Metern. Würde also dieser ominöser Anrufer die Wahrheit sagen, wäre das fragliche “Loch im Eis” gewaltig!

Wurde eine gewaltige UFO-Basis auf dem Meeresbodengefunden? (Bild: L. A. Fischinger / WikiCommons)
VIDEO: Auch hier soll es sie geben: Eine UFO-Basis auf dem Meeresboden vor Los Angeles! (Bild: L. A. Fischinger / WikiCommons)

Dieses “Loch”, so wusste “Brian” weiter zu erzählen, war jedoch in Wahrheit eine Art Eingang zu einer unterirdischen UFO-Basis. Das sei natürlich auch der wahre Grund für die Flugverbotszone in dieser region. In dieser UFO-Basis würden “Aliens, Extraterrstrische oder was auch immer” mit irdischen Wissenschaftlern gemeinsam arbeiten, was bekanntlich auch von der “Area 51” in Nevada gemunkelt wird. Die Alien-Basis unweit des Südpols sei aber auch ein offenes Geheimnis gewesen, da verschiedene Flugbesatzungen und Forscher dort über diese auch gesprochen haben …

“Brian”: ein Wichtigtuer oder echter Whistleblower?

Das klingt alles schon sehr verrückt. Ein wenig “Alien vs. Predator” gemischt mit einer ja angeblich existierenden Nazi-Basis im ewigen Eis und einer Art “neuen Area 51” am Südpol. Ob an den Geschichten dieses Informanten irgendetwas dran ist, ist mit Sicherheit fraglich und Glaubenssache.

Interessant aber ist der Umstand, dass Linda Moulton Howe auf ihren entsprechenden Seiten auch ein Foto veröffentlichte, das diesen “Brian” am Südpol zeigen soll. Dabei ist auch sein Gesicht erkennbar. Ist das nicht etwas “riskant”, wenn er sich schon eines Pseudonyms bemächtigt? Ebenso veröffentlicht ist das Bild eines Dokumentes der US-Navy vom 20. November 1984, dass angeblich “Brians” Tätigkeit in der Antarktis belegt. Der Name, für wen das Papier tatsächlich ausgestellt wurde, ist jedoch entfernt.

Artikel von D.D. Fisher - ihn gab es 1984 in entsprechender Funktion ... (Bild: L.A. Fischinger)
Artikel von D.D. Fisher – ihn gab es 1984 in entsprechender Funktion … (Bild: L.A. Fischinger aus”Antarctic Journal of the U.S.” )

Die Unterzeichner des des Dokumentes sind hingegen offen zu lesen. Zum einen ist es ein Brian Shoemaker von der “Naval Support Force Antarctica” der USA, nicht nur tatsächlich zur fraglichen Zeit (1984) existierte, sondern offensichtlich auch eine entsprechende Funktion in der Antarktis hatte. Der andere Unterzeichner ist der kommandierende Offizier D. D. Fisher, der ebenfalls real ist (oder es zur fraglichen Zeit zumindest war). Dieser Fisher hat 1985 über die Arbeiten der Navy am Süpol sogar den Beitrag “U.S. Navy Antarctic Development Squadron Six activities, 1984-1985” im “Antarctic Journal of the U.S.” Nr. 20(5), S. 267, veröffentlicht (s. Bild). Auch er ist also keine Erfindung des ominösen “Brain” …

Ich danke Euch, Euer Jäger des Phantastischen

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Russische Forscher bohrten Antarktis-See an

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Die Antartis (NASA)


Nach mehr als 30 Jahren Bohrarbeiten wurde ein seit 500.000 Jahren isolierter See erreicht

Der Durchbruch zu einem seit rund 500.000 Jahren isolierten See tief unter dem Eis der Antarktis ist gelungen: Nach mehr als 30 Jahren Bohrarbeiten durch fast vier Kilometer dickes Eis sind russische Forscher zum Wostok-See in der Antarktis vorgedrungen. Das teilte das Ministerium für Naturressourcen am Mittwoch mit. Im See könnten Bakterien existieren.

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Russischer Forschungs-Erfolg weckt Gerüchte über Hitler-Bunker in Antarktis neu

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Russischer Forschungs-Erfolg weckt Gerüchte über Hitler-Bunker in Antarktis neu
Der sensationelle Erfolg russischer Forscher, die dieser Tage zum subglazialen See Wostok in der Antarktis vorgedrungen sind, der in rund vier Kilometer Tiefe liegt, hat auch alte Mythen aus der Nazi-Geschichte wieder ins Leben gerufen.
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Die Hagia Sophia in Istanbul: Geschichte, Mythen und Legenden um das (einst) christliche Gotteshaus

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Die Hagia Sophia in Istanbul: Mythen und Legenden um das (einst) christliche Gotteshaus (Bild: Fischinger-Online)
Die Hagia Sophia in Istanbul: Geschichte, Mythen und Legenden um das (einst) christliche Gotteshaus (Bild: Fischinger-Online)

Die eigentlich christliche Kirche Hagia Sophia in Istanbul in der Türkei sorgt derzeit für Schlagzeilen. der Prachtbau war rund 1.000 Jahre eine Kirche der Christen und teilweise das wichtigste Gotteshaus überhaupt. Bis zum Fall der Stadt 1453 durch die Eroberung durch Sultan Mehmed II., woraufhin die Kirche einige Jahrhunderte zu einer Moschee und ab 1934/35 zu einem Museum wurde. Bis heute, denn seit dem 24. Juli 2020 ist die Hagia Sophia auf Anordnung des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan wieder eine Moschee. Trotz weltweiter Proteste, über die in den Medien vielfach berichtet wurde. Doch die prachtvolle Hagia Sophia hat auch hinter den Kulissen und ihrer wechselvollen Geschichte vieles zu bedienten. Und zwar Sagen, Legenden und Mythen, die sich um sie ranken. In diesem Beitrag erfahrt Ihr von diesen und von der Geschichte des Bauwerkes. Spannende Hintergründe, die in der aktuellen Berichterstattung der Medien keinen Platz fanden.


Hagia Sophia – “Heilige Weisheit”

Als ich vor 30 Jahren erstmals in Istanbul an der prachtvollen Kirche Hagia Sophia (= “Heilige Weisheit”) stand, war ich als Teenager beeindruckt. Das änderte sich auch bei weiteren Besuchen Jahrzehnte später nicht. Zumal ganz Istanbul in der Türkei ein wundervolle Stadt ist, deren Besuch immer eine Reise wert ist. Kein Ort auf der Welt vereint so viel Geschichte der Antike, Spätantike, des Römischen Reiches und der Religionen, wie das heutige Istanbul.

Eine Stadt, die in der Grenzwissenschaft allerdings fast ausschließlich dafür bekannt ist, dass sich dort die legendäre Landkarte des Piri Reis befindet.

Stellvertretend für diese überaus bewegte Vergangenheit von Istanbul bzw. Konstantinopel, wie die Stadt ursprünglich hieß, steht am Bosporus die Kirche Hagia Sophia. Denn auch sie hat seit ihrer Grundsteinlegung im Jahr 532 nach Christus eine wechselvolle Geschichte erlebt. Gebaut als christliche Kirche auf den Resten ihrer Vorgänger wurde sie vielfach erweitert, umgebaut und renoviert und diente verschiedenen christlichen Konfektionen als Heiligtum. Sie war einstmals das Zentrum der Christenheit. Ein Bau mit außerordentlicher Symbolkraft.

Bis der Islam unter Sultan Mehmed II. die Stadt 1453 eroberte und sie tagelang seinen Truppen zur Plünderung freigab. Ein Gemetzel, das vor der Hagia Sophia nicht stoppte. In der Folge wurden im Inneren christliche Symbole, Bilder und Ausstattungen zerstört, gestohlen oder durch islamische Insignien des Glaubens ersetzt und überdeckt. Flüchtlinge innerhalb der Kirche wurden versklavt, geschändet und ermordet. Ein Vorgehen, dass nur einige Jahrzehnte später die Christen bei der Eroberung Amerikas geradezu “perfektionierten”.

Nach fast einem Jahrtausend christliche Kirche wurde die Hagia Sophia nach er Eroberung durch Mehmed II. zu einer Moschee. Ein erstes Minarett wurde noch im Jahr des Sieges an die ehemalige Kirche angebaut. Weitere folgten und so nahm der Prachtbau nach und nach seine heutige Gestalt an.

Die Hagia Sophia macht Schlagzeilen

Der Islam zerstörte im Inneren längst nicht alle Spuren ihrer ursprünglichen Bedeutung als eine der bedeutendsten christlichen Gotteshäuser der Welt. Bis heute finden sich in der Hagia Sophia (noch) christliche Reliefs, Bilder, Mosaike und ähnliches. Beispielsweise von Engeln, Jesus Christus oder der Mutter Maria. Teilweise wurden diese in späteren Zeiten allerdings wiederhergestellt, da sie nach der Umwandlung des Bauwerkes in eine Moschee lediglich übermalt oder mit Gips überdeckt wurden.

Einen einschneidenden Wendepunkt erlebte das Bauwerk am 24. November 1934: Die Regierung von Mustafa Kemal Atatürk, erster Präsident der Türkei, beschloss an diesem Tag die Hagia Sophia in ein Museum umfunktionieren. Daraufhin wurde die Kirche/Moschee als “Hagia-Sophia-Museum” eröffnet und in ihrem Inneren fanden verschiedene Umbauten, Wiederherstellungen und Renovierungen statt. Sie wurde zu einem der wichtigsten und beliebtesten Ziele für Millionen von Besuchern aus aller Welt, die die Stadt am Bosporus jährlich besuchen.

Das änderte sich von einigen Tagen.

Trotz weltweiter Proteste ordnete der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan an, dass ab den 24. Juli 2020 die Hagia Sophia wieder als Moschee umfunktioniert werden solle. Viele sehen hier eine klare Verletzung der Trennung von Kirche und Staat und Kritiker werfen Erdogan vor, dass er die Türkei islamesiere. Auch die Minderheit der in der Türkei ansässigen Christen, vor allem der orthodoxen, sieht diesen Schritt mit Bedenken. Als verfolgte und unterdrückte Christen sehen auch sie diesen Schritt als Islamesierung.

Die Medien haben in diesen Tagen das Thema vielfach aufgriffen. Vor allem auch deshalb, da Erdogan symbolträchtig am ersten Gebet der “neuen” Moschee gleich in der ersten Reihe teilnahm, und bereits einen Tage vorher sich Menschen dort versammelten. Der normale Medien- und Nachrichtenkonsument wird die Hagia Sophia zuvor wahrscheinlich nicht mal gekannt haben. Trotz ihrer überaus bedeutenden Geschichte für das Christentum und während des Zerfalls des letzte Reste des Römisches Reiches.

Sultan Mehmed II.

Die Geschichte des Gotteshauses ist sehr gut dokumentiert und erforscht. Es ist kein Monument aus der “dunklen Vorzeit”, sondern am 23. Februar 532 wurde dort der Grundstein als Römische Reichskiche gelegt. Diesen Zweck erfüllte die erste Kirche auch nach ihrer Eröffnung am 27. Dezember 537 für fast 500 Jahre, bis sie 1054 zu einer orthodoxen Kirche wurde. Nach rund 1.500 Jahren Bautätigkeiten kann man die heutige Moschee natürlich nicht mehr mit der ersten Ur-Kirche vergleichen.

Wie bei eigentlich jedem sakralen Bauwerk, so ranken sich aber auch um die geschichtsträchtige Hagia Sophia Mythen und Legenden. Das fängt eigentlich schon bei der Eroberung der Stadt durch Sultan Mehmed II. 1453 an. Historiker aus Europa behaupteten, dass der Eroberer hoch zu Pferd in die Kirche geritten sein soll. Als Symbol des Sieges über das Christentum und gleichzeitig als deutliches Zeichen der Entweihung der Hagia Sophia.

Ob das den Tatsachen entspricht, ist unklar. Der 1856 verstorbene österreichische Orientalist, Übersetzer und Diplomat Freiherr Joseph von Hammer-Purgstall nannte es in “Geschichte des Osmanischen Reiches” (Bd. I, 1827) ein Märchen der europäischen Geschichtsschreiber.

Doch Märchen und Geschichten werden sich sehr zahlreich um die Hagia Sophia erzählt. Viele wurden von dem Reisenden Antony von Novgorod nach einer Reise in die Stadt im 13. Jahrhundert erst aufgezeichnet und dokumentiert.

Sagen und Legenden um die Hagia Sophia

Nach einer Erzählung soll kurz vor dem islamischen Einfall die Stadt von einem dichten Nebel eingeschlossen gewesen sein. Es dauert bis zum Abend, bis sich der undurchdringliche Nebel lichtete und dabei soll die Hagia Sophia plötzlich in einem rötlichen Licht getaucht gewesen sein. Der unheimliche Lichtschein stieg von der eindrucksvollen Kuppel hoch zu dem darauf stehenden Kreuz. Von da, so eine andere Version der Geschichte, stieg das rote Licht in den Himmel empor. Für die Christen war dies das Zeichen ihres kommendes Untergangs, da es als “Blut” gedeutet wurde.

Eine andere Sage erzählt, dass schon der biblische König Salomon den späteren Bauplatz der Kirche in einem Gebet oder einer Vision vorhergesagt habe. Als “wahre Religion” des biblischen Gottes sieht der Islam darin teilweise die Prophezeiung, dass ihnen die Hagia Sophia zustehe.

In einer islamischen Legende wird gesagt, dass heilige Erde und Wasser aus der Stadt Mekka zum Bau mit verwendet wurde. Hierzu existieren verschiedene Variationen der Legende, die alle zum Kern haben, dass der Prophet Mohammed durch seine wundersamen und göttlichen Kräfte oder Magie für den Kuppelbau verantwortlich ist. Seine “Wunderkraft” habe damit die Hagia Sophia als späteres Gotteshaus des Islam vorherbestimmt.

Als Mehmed II. Konstantinopel eroberte und damit das Ende des osmanischen Imperiums einläutete, soll auch er eine wundersame Spur hinterlassen haben. Und zwar habe er, als er angeblich hoch zu Ross in die Kirche ritt, eine Marmorsäule berührt, auf der sich bis heute sein klar erkennbarer Handabdruck befindet (s. a. Video HIER).

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Eine der beliebtesten Legenden der Christen sagt, dass am Tag der Eroberung sich während des Gottesdienstes in der Hagia Sophia ein Wunder ereignete. Der orthodoxe Patriarch sei durch dieses beim Eindringen der Osmanen in die Kirche während der Messe in einer Wand verschwunden, die sich plötzlich öffnete. Mit ihm verschwanden dort seine zeremoniellen Gegenstände. Etwas abgewandelt wird auch erzählt, dass der Geistliche in einer Geheimtür oder auch Seitentür verschwand. Erst an dem Tag, wenn die Stadt wieder christlich sein wird, komme der Patriarch wieder zum Vorschein, um seine Messe weiter zu führen und zu beenden.

Dazu gibt es eine ähnliche christliche Legende. Nach dieser überlebten zwei Mönche das Massaker der Muslime an den Christen und Einwohnern der Stadt, in dem sie oberhalb der Galerie in einer Wand verschwunden sind. Auch sie kehren wieder, wenn Konstantinopel bzw. Istanbul wieder christlich ist.

Auch einen “übersinnlichen Bewohner” hat das Gotteshaus. Nach einer Legende lebt (oder lebte) nämlich ein Engel Gottes seit mindestens 900 Jahren in dem Gemäuern. “Auf der rechten Seite der Säule, wo der Bogen zur Kuppel aufsteigt”, ist sein Wohnsitz. Der Engel sei der Wächter der Hagia Sophia, der einst während Baumaßnahmen an dem Gebäude erschien. An diesem Tage, so die Legende, wurden die Arbeiten unterbrochen, da die Handwerker zum Kaiser gerufen wurden. Dabei erschien dem Vorarbeiter der Engel, “ein Junge”, der ihm sagte, dass er Wache halten werde, “so wie es mir vom Herrn befohlen wurde”.

Noch mehr Legenden

Orthodoxe Historiker notierten dazu auch eine Erzählung über das “Ende” dieses Engels. Demnach kamen große Feuerflammen “aus der Kirche, schlossen sich zu einer Feuersäule zusammen und das daraus entstandene und unbeschreibliche Licht stieg in den Himmel hinauf”. Im Himmel angekommen “öffneten sich die Himmelstüren und das Licht verschwand dahinter”, was umgehend dem Kaiser berichtet wurde. Der Schutzengel habe nach 900 Jahren die Kirche verlassen und sei wieder in den Himmel aufgestiegen, so der Patriarch zum Herrscher. “Das bedeutet, dass Gott unsere Stadt schutzlos den Feinden überlässt.” Nicht auszuschließen, dass hier eine Variation der Sage um das rote Licht, das kurz vor dem Fall der Stadt über die Kirchen-Kuppel in den Himmel stieg, erzählt wird (s. a. Artikel HIER).

Im Inneren der Hagia Sophia befindet sich eine Säule, die im unteren Bereich mit Kupferblech verkleidet ist. Der Legende nach erschien genau hier der Heilige Gregor einer Reihe von Besuchern, die daraufhin ein Wunder erfuhren. Nachdem der Islam die Kirche in eine Moschee umbaute, änderte sich auch die Bedeutung dieser Marmorsäule. Fortan erfüllt sie jedem, der seinen Daumen in ein Loch in der Säule und durch die Kupferverkleidung steckt und ihn einmal 360 Grad dreht, jeden Wunsch.

Die mächtigen Eingangstüren des sogenannten “Kaisertor”, durch das der Herrscher mit seinem Gefolge das Gotteshaus betrat, soll der Legende nach aus ganz besonderem Holz geschnitzt sein. Hiernach handelt es sich um Holz von der Arche Noah. Jenem biblisches Rettungsboot vor der Sintflut, dass im “Gebirge Ararat” im Südosten der heutigen Türkei nach der Flut gestanden sein soll –  und laut Legenden dort noch immer liegt.

Der byzantinische Kaiser Justinian I., der den Grundstein für die heutige Hagia Sophia legte, soll bei seinem Einzug durch das “Kaisertor” am Tag der Eröffnung freudig und in aller Bescheidenheit ausgerufen haben: “Preis und Ehre sei Gott, der mich für würdig hielt, ein solches Werk zu vollenden. Salomon, ich habe dich übertroffen!” Damit meinte er den legendären ersten Tempel von Jerusalem, den König Salomon als Herrscher für den Gott Israels und seine Bundeslade errichten ließ …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Rüdiger Nehberg verstorben: Was der Survival-Experte mit den Themen von Erich von Däniken zu tun hatte – Ein Abenteuer auf der Suche nach den Außerirdischen von Akakor (Artikel)

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Rüdiger Nehberg verstorben: Was der Überlebenskünstler mit der Grenzwissenschaft zu tun hatte (Bilder: gemeinfrei / S. Schmid/Archiv W. Siebenhaar / WikiCommons/Chemikus69/gemeinfrei)
Rüdiger Nehberg verstorben: Was der Überlebenskünstler mit der Grenzwissenschaft zu tun hatte (Bilder: gemeinfrei / S. Schmid/Archiv W. Siebenhaar / WikiCommons/Chemikus69/gemeinfrei)

Der deutsche Abenteurer und Aktivist für Menschenrechte Rüdiger Nehberg ist verstorben. Ein weltbekannter Survival-Expert, den seine zahllosen Fans liebevolle “Sir Virval” nannten und den viele TV-Zuschauer kannten. Nicht nur deshalb, da er bei seinen Abenteuern und Überlebens-Tipps alles aß, was da irgendwo herumkrabbelte. Auch durch seinen Einsatz zum Schutz indigener Völker und zuletzt vor allem gegen die weibliche Genitalverstümmelung. Doch was die wenigstens wissen: Nehberg hatte einst weit mehr mit Grenzwissenschaft, Erich von Däniken und dem Thema “unbekannte Kulturen” zu tun, als es heute den Anschein hat. Denn er war maßgeblich an der Aufdeckung eines gewaltigen und vor allem tödlichen Betruges um ein versunkenes Reich namens Akakor in Brasilien beteiligt. Eine Story, die für Aufsehen sorgte und selbst Steven Spielberg seinen Film “Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels” beeinflusste. Ein Geschichte um Morde, Skandale, Betrug und der Suche nach einem fremden, rätselhaften Volk im Urwald Südamerikas, wie sie kein Autor erfinden könnte. Und dessen Hauptfigur, ein Deutscher, offenbar bis heute nicht von seinen Geschichten abrücken will. Was hinter dieser unglaublichen Geschichte steckt, was Rüdiger Nehberg einst aufdeckte, was die ARD und Erich von Däniken damit zu tun hat und warum die Ereignisse bis heute ohne Konsequenzen blieben, erfahrt Ihr in diesem Artikel.


Versunkene Kulturen und die Suche nach El Dorado

Sind die alten Kulturen und Völker der Vergangenheit von den Archäologen und Forschern in aller Welt bereits entdeckt? Wissen wir heute, wo und wann sich diese oder jene Zivilisation entwickelte und können wir in gerader Linie nachweisen, wie sich die Menschheit auf der Erde entwickelte? Gibt es noch heute unentdeckte Kulturen der Vergangenheit von denen wir – wenn überhaupt – nur in Mythen und Legenden erfahren?

Befasst man sich mit der Vergangenheit, so erscheint es, als sei alles lückenlos geklärt. Doch näher betrachtet streitet heute kein Archäologe der Welt mehr ab, dass es noch viele Fragen und unentdeckte Spuren der Ahnen gibt. Rund um den Erdball machen Wissenschaftler immer wieder neue Entdeckungen und immer wieder muss auch die Geschichte umgeschrieben werden. Ein Bruchteil der uralten Schriften der Vergangenheit ist zum Beispiel erst entziffert. Was mögen sie uns in Zukunft noch offenbaren?

Doch ist es nicht ein faszinierender Gedanke irgendwo auf der Erde neue und bislang unentdeckte Spuren unbekannter Zivilisationen und Völker zu finden? Beispielsweise wie die angeblichen “Bosnischen Pyramiden”, an denen seit Jahren gegraben wird. Oder auch die versunkenen Städte vor der Küste Indiens, die erst vor wenigen Jahren gefunden wurden und 9.000 Jahre alt sein sollen.

Auch Südamerika ist zum Teil noch ein weißes und unbekanntes Terrain. Das alte Kulturland Perus zum Beispiel verbirgt noch viele kulturelle und geschichtliche Fragen. Nicht nur die Inkas lebten hier, sondern vor ihnen bereits andere Zivilisationen. Selbst Pyramiden, die älter sind als die Pyramiden in Gizeh in Ägypten, finden sich in Peru.

Schon die Spanier suchten im 16. Jahrhundert versunkene Städte und Völker in Südamerika. El Dorado, die legendäre Goldstadt voller Reichtümer und Gold, wurde ebenso gesucht wie andere Orte in den Weiten des Kontinentes. Abenteurer und Reisende berichteten in den vergangenen Jahrhunderten auch immer wieder von versunkenen Städten unbekannter Herkunft und unbekannten Alters im riesigen Dschungelgebiet Brasiliens. Gefunden und erforscht wurden sie jedoch bis heute nicht.

Die Chronik von Akakor

Doch im Jahre 1976 erhielt die Suche nach versunkenen Völkern in Südamerika neuen, scheinbar sensationellen Aufwind.

In Deutschland erschien das Buch „Die Chronik von Akakor“ des Journalisten Karl Brugger. Und diese Veröffentlichung schlägt bis heute weite Wogen bei der Leserschaft. Auch über 30 Jahren nach seiner Erstauflage haben das Buch und vor allem die darin erzählte Geschichte ihre Fans. Obwohl schon damals die unglaubliche Geschichte in dem Buch mit keinerlei Beweisen aufwarten konnte. Auch wenn „Die Chronik von Akakor“ vom Verlag als „historisches und kulturelles Dokument“ beworben wurde.

Der Autor Brugger war bei Erscheinen seines Buches auch kein Unbekannter: Der 1942 nahe München geborene Brugger studierte Zeitgeschichte und Soziologie in München und Paris. Er gilt als Experte für Indianerfragen, arbeitete bis 1974 als Korrespondent für Fernsehen und Rundfunk und war außerdem Auslandskorrespondent der ARD in Rio de Janeiro in Brasilien. Folglich sah man in seinem Buch 1976 eine ernsthafte Veröffentlichung eines seriösen Journalisten aus Deutschland.

Doch was erzählte Brugger nun damals in seinem Buch?

Brugger schildert nicht weniger als die Geschichte eines unbekannten Indianervolkes in Südamerika mit einer sensationellen Herkunftsgeschichte. Der „weiße Häuptling“ der Ugha Mongulala genannten Indianer, Tatunca Nara, traf sich am 3. März 1972 mit Brugger und erzählte ihm die phantastische Story seines Indianervolkes und ihrer vor der Zivilisation versteckten Gesellschaft. Die vorrückende Zivilisation bedrohe die Existenz seines Volkes, und so wollte Tatunca Nara nach eigenen Angaben dafür sorgen, dass die Historie seines Volkes nicht untergeht.

Tatunca Nara, der “weiße Häuptling” der Ugha Mongulala

Angeblich, so schildert es der weißhäutige Häuptling dem deutschen Journalisten, begann die Geschichte seines Volkes vor weit mehr als 13.000 Jahren. Eine Zeit also, in der es nach der allgemeinen Geschichtsschreibung nirgendwo auf der Erde eine Zivilisation gab. Damals, so Nara weiter, kamen die leibhaftigen Götter aus dem Himmel zur Erde und wurden die Lehrmeister der Indianer Südamerikas. Mit glänzenden Raumschiffen seien sie von einem Planeten mit Namen „Schwerta“ gekommen. „In der Stunde Null, 10481 vor Christus in der Zeitrechnung der Weißen Barbaren, verließen die Götter die Erde“, so berichtete es Tatunca Nara.

Im Jahre 3166 vor Christus kamen die außerirdischen Götter wieder auf Erde. Es war die Zeit nach einer verheerenden Katastrophe und das Volk wurde immer kleiner. Die Außerirdischen verschwanden nach diesem Krieg der Sterne wieder und zurück blieb bis ihr Reich mit Akakor als Hauptstadt. Dieses legendäre Akakor liegt, so die Geschichte weiter, in Südamerika teilweise über und teilweise unter der Erde. Bis heute besteht dieses von den Außerirdischen gegründete Reich von Akakor und wird von einigen Tausend Menschen bewohnt. Es handelt sich um 13 unterirdische Städte, die von „künstlichen Licht“ erhellt werden.

Im Zentrum des Reiches liegt Akakor und die unterirdische Welt ist im „Sternbild der Götterheimat Schwerta“ angeordnet. Von hier haben die Götter über 362 Millionen Menschen und die ganze Erde geherrscht, erzählte Tatunca Nara.

Außerdem seien im zweiten Weltkrieg mindestens 2.000 Soldaten des Nazi-Regimes des Deutschen Reiches bis nach Akakor vorgedrungen. Ziel war es, die Akakor-Indianer zu unterstützten und den Kampf gegen Brasilien aufzunehmen. In der Story heißt es, dass der Hohe Rat von Akakor mit Adolf Hitler und dem Regime der Nazis einen Vertrag abschloss. Deutschland sollte nach dem Endsieg die brasilianischen Küstengebiete bekommen und das Volk von Akakor jene Region, die ihm vor Jahrtausenden von den Götter zugesprochen wurde.

Die Nachfahren dieser Deutschen Soldaten leben dort noch heute versteckt vor der Zivilisation des Westens. Auch Häuptling Tatunca Nara hat nach eigenen Angaben eine deutsche Ordensfrau als Mutter.

Da es Tatsache ist, dass die Nazis im Dritten Reich weltweit Expeditionen auf der Suche nach den Nachfahren der so genannten „Arier“ aussandten, wurde diese Behauptung vor 30 Jahren (bis heute) mit großem Interesse aufgenommen. Verantwortlich für derartige Expeditionen im Zeichen des Rassenwahns waren damals das Institut „Ahnenerbe“ in Berlin und die SS.

Tod und Verschwörungstheorien

Brugger nahm die Unterhaltungen mit dem Häuptling damals auf Tonband auf, fasst die sensationelle Geschichte zusammen und veröffentlichte letztlich alles in seinem erstaunlichen Buch über die Chronik von Akakor.

Seit nunmehr 40 Jahren kursiert die Legende von Akakor und den dort vor Jahrtausenden gelandeten Außerirdischen. Auch das Buch von Karl Brugger wurde 2002 neu aufgelegt und mit Verschwörungstheorien beworben. Dafür gab es auch einen triftigen Grund. Im Jahr 1985 wurde nämlich Karl Brugger in Brasilien erschossen. In der Nachrichtensendung „Tagesschau“ der ARD wurde am 3. Januar 1984 um 20 Uhr die Todesmeldung verlesen. Man sprach von einem Überfall auf offener Straße und dass der Zeuge Ulrich Encke, der Nachfolger von Brugger, unversehrt blieb.

Encke berichtete daraufhin in verschiedenen Hörfunksendungen über den Tot von Brugger, dass dieser ein neues Buch schreibe. Auch wusste Encke, dass Brugger sich in naher Zukunft auf die Suche nach einer verborgenen Stadt in Südamerika machen wolle. Was dies Akakor? Wusste Brugger zu viel über das geheime Reich Akakor, fragen sich die Anhänger der Akakor-Legende? Gibt es bei seinem Tod Ungereimtheiten?

Die Neuauflage des Buches wirbt nun damit, dass Brugger bei seinen Recherchen in Brasilien auf offener Straße erschossen wurde. Das gebe der Chronik noch mehr Brisanz. In Wahrheit jedoch wurde der Journalist Opfer eines schlichten Raubüberfalls und nicht von dunklen Mächten beiseite geschafft. Doch fraglich bleibt, warum der Räuber nach seiner Tat Brugger nicht dann doch ausraubte. Vielleicht hat er einfach nur nach dem Schuss Panik bekommen und floh…

Dennoch kann durchaus mehr hinter dem Tod von Brugger stecken, was sie nur noch immer nicht eindeutig belegen lässt!

Da nach der Legende auch einige Tausend Deutsche Soldaten nach Akakor geschickt wurden, nahmen auch gewisse Autoren und Verschwörungstheoretiker die Story auf. So genannte „Flugscheiben“ wie HANEBU oder VRIL, die angeblichen „UFOs“ der Nazis, seien dorthin gebracht worden. Deutsche Top-Wissenschaftler sind nicht nur in den Wirren der letzten Kriegstage nach Akakor geflohen, sondern sie haben dabei auch UFO-Technologie in den Dschungel Brasiliens gebracht. So die aktuellen Thesen diverser Autoren.

Eine Geschichte übrigens, die man sich auch über die Antarktis und das dortige Neuschwabenland erzählt. Ein 600.000 Quadratkilometer großes Gebiet der Südarktis, das von den Nazis bei einer Expedition im Jahre 1938/39 in Besitzt genommen wurde.

Rüdiger Nehberg und Tatunca Nara

Doch die Wahrheit hinter dem Mythos sieht wie so oft ganz anders aus.

Inzwischen ist bekannt, dass es Akakor ebenso wenig gibt, wie den weißen Häuptling Tatunca Nara, der eben ein Herrscher eines verborgenen Indianervolkes gewesen sein will. In Wahrheit hieß er allerdings vollkommen unspektakulär Günther Hauck, wurde am 5. Oktober 1941 in Grub am Forst nahe Coburg, Deutschland, geboren und wanderte Mitte der sechziger Jahre nach Südamerika aus. Nachdem er seine Frau und Familie im Stich ließ.

Er war also tatsächlich deutscher Herkunft – mehr auch nicht. Und sein Volk waren keine verborgenen Indianer in Brasilien. Wenn, dann waren es die deutschen Franken.

Rüdiger Nehberg als Survival-Experte und Abenteuer aus Hamburg nahm bei mehreren Vor-Ort-Recherchen in Brasilien Kontakt mit dem „Häuptling“ auf. Was steckte hinter diesem seltsamen Indianer, wollte er wissen. Und die Ergebnisse seiner Nachforschungen zeigten klar, dass Tatunca Nara ein Märchenerzähler und Betrüger ist!

Ein „Betrüger und mutmaßlicher Mehrfachmörder“ sei Tatunca sogar, so Nehberg zu mir, als ich ihn im Zuge meiner Recherchen zu meinem Buch “Historia Mystica” (2009) zu befragte. Eine Reihe von Personen, die mit Tatunca auf Expeditionen nach Akakor waren, kehrten nicht mehr zurück. Hat Tatunca mit ihren Verschwinden etwas zu tun? Sogar mit dem Mord an Karl Brugger wurde Tatunca in Verbindung gebracht. Und so fragte sich nicht nur die „BILD-Zeitung“ am 27. April 1989: „3 Morde im Regenwald: War´s der Indianer aus Nürnberg?“

Tatunca wehrte sich gegen die Vorwürfe von Nehberg und bezichtigte ihn, gegen ihn als armer Indianerhäuptling zu hetzen. Das Nehberg für seinen Einsatz in Sachen Menschenrechte und Indianer-Schutz bekannt ist, schien Tatunca nicht zu wissen.

Das ist der wahre Kern der erfundenen Akakor-Geschichte, die Nehberg vor allem in seinem Buch “Der selbstgemachte Häuptling: Tatunca Nara alias Günther Hauck – oder wie man der Welt einen Bären aufbindet: Eine Reportage” (1991) dokumentierte. Ein Buch, dass als Taschenbuchausgabe 1993 mit dem viel sagen Untertitel “Tatunca Nara alias Günther Hauck oder – Der Mörder im Regenwald” erschien. Auch eine TV-Dokumentation mit dem Titel “Das Geheimnis des Tatunca Nara” sendetet 1991 der WDR dazu.

Wir können heute nur raten, was Günther Hauck damals dazu bewegte, einem angesehenen deutschen Journalisten wie Brugger eine solche bizarre und erfundene Geschichte mit Außerirdischen und verborgenen Reichen zu erzählen. Und diese Geschichte bis heute zu erzählen. Dazu am Ende mehr. Hinzu kommt, so Martin Klenke, deutscher Konsul h. c. in Manaus, Brasilien, dass sich Tatunca 2003 „von einem angesehenen Arzt für verrückt erklären ließ“…

Erich von Däniken auf Spurensuche

Auch Bestsellerautor Erich von Däniken, der immer bemüht ist, Beweise für Astronautengötter auf der Erde zu finden, war angesichts der Geschichte begeistert. Er wollte vor Ort in Südamerika mehr über diese geheimnisvolle Welt Akakor erfahren.

In seinem Buch „Beweise“ von 1977 berichtete von Däniken umfassend über die Story von Akakor. Über mehrere Seiten zitiert er die Erzählungen von Tatunca Nara, die erst ein Jahr zuvor in “Die Chronik von Akakor” von Karl Brugger erschien. Im selben Verlag wie Dänikens Buch “Beweise”, das noch vor dem gewaltsamen Tod Bruggers erschien. Die Aussagen von Tatunca Nara über den Besuch von Außerirdischen vor rund 15.000 Jahren, ihren Fluggeräte, wie sie der Menschheit Wissen und Weisheit brachte und wie sie als “Götter” verehrt wurden, waren verständlicherweise für von Däniken hoch-spannend.

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Ein Beispiel aus den Erzählungen des “Häuptlings”, wie sie auch von Däniken 1977 zitierte:

Nach den Überlieferungen unserer Vorväter muss es 3.000 Jahre vor der Stunde Null gewesen sein, 13.000 vor Christus. in der Zeitrechnung der Weißen Barbaren. Da tauchten am Himmel plötzlich goldglänzende Schiffe auf. Gewaltige Feuerzeichen erleuchteten die Ebene. Die Erde bebte, und Donner hallte über die Hügel. Die Menschen beugten sich in Ehrfurcht vor den mächtigen Fremden, die kamen, um Besitz zu nehmen von der Erde.

Dass derartige angeblich uralte indianische Überlieferungen jeden Prä-Astronautiker auch heute noch begeistern, dürfte außer Frage stehen. Was aber von Däniken in seinem Buch von 1977 nicht klar mitteilt, ist die Tatsache, dass er selber vor Ort in Brasilien bei Tatunca Nara war. Denn er selber bekam ernsthafte Zweifel an der Geschichte, als er sich bemühte, Akakor persönlich zu besuchen.

Trotz umfassender Vorbereitungen, Kontakten nach Südamerika und großen Geldsummen für eine Helikopter-Expedition scheiterte seine Recherche. Von Däniken traf zu diesem Zweck am 15. Juli 1977 Tatunca Nara im „Sheraton“ Hotel in Rio de Janeiro. Großspurig versicherte der Häuptling bei diesem Gespräch, dass er als Führer Erich von Däniken und eine Expedition in sein geheimes Reich bringen würde. Dort würde er auch außerirdische Relikte zu sehen bekommen.

Für von Däniken der lang gesucht Beweis für seine Thesen.

Viel Geld für leere Versprechungen

Die genannte Expedition bestand aus dem Götterjäger selber, seinem damaligen Sekretär Willi Dünnenberger, dem Schriftsteller Walter Ernsting und dem ehemaligen “Swissair”-Piloten Ferdinand Schmid. Schmid lebte zur damaligen Zeit in Brasilien, wo er mit Tantunca Nara Kontakt hatte. Nach allem, was über Neugierige heute bekannt ist, die mit dem “Häuptling” Akakor besuchten wollten, kann die Gruppe von Glück reden, dass aus ihre Expedition 1977 nichts wurde …

Erst 2006 hat Wolfgang Siebenhaar in seinem Buch “Die Wahrheit über die Chronik von Akakor” die Umstände der Recherchen von Däniken in den 1970gern veröffentlicht. Inklusive einer Abschrift des damals auf Tonband aufgenommenen Gespräches zwischen ihm und den Blender Tatunca Nara. Ein sehr langes Gespräch, in dem von Däniken ihn vor allem erst mal nur berichten lassen wollte. Und vor allem wuchsen in ihm mehr und mehr Zweifel an diesem seltsamen “Indianer” und seiner verrückten Geschichte.

Die genauen Hintergründe seiner Recherchen gab von Däniken erst 2015 in seinem Buch “Was ich jahrzehntelang verschwiegen habe” preis. Am 18. November 1975 habe er von dem genannten Schmid einen 16seitigen Brief aus Brasilien bekommen, in dem dieser von Däniken über Akakor und die Nara-Story informierte. Von Däniken informierte sich daraufhin über Schmid selber. Ob er beispielsweise wirklich für “Swissair” arbeitete, was bestätigt wurde.

So folgte eine umfassende Korrespondenz mit ihm. Weitere Informationen zu Akakor folgten. Ebenso ein aufgezeichnetes Gespräch bzw. Interview zwischen Schmid und Tatunca Nara zu von Dänikens Wünschen Beweise für die Geschichte zu sehen und zu dokumentieren. Bereitwillig stimmte der “Eingeweihte” Nara zu, von Däniken reiste nach Brasilien und so kam es zum Treffen mit dem “Häuptling”. Und zur Absage des Besuches von Akakor durch ihn. Angeblich, da die “Götter” und “Weisen” von Akakor damit nicht einverstanden wären, so Tatunca Nara …

Zu diesem Zeitpunkt hatte Erich von Däniken bereits 80.000 Schweizer Franken investiert., Für den Helikopter ebenso wie Flüge nach Südamerika oder Hotels. Großspurig versprach ihn der “Häuptling” aber einen handfesten und greifbaren Beweis für Akakor zu liefern. Ein außerirdisches Artefakt. “Die Jahre vergingen, der Gegenstand kam nie an”, so von Däniken 2015. Heute wundert er sich darüber nicht mehr.

Dann kamen die verschwundenen bzw. ermordeten Personen im Umfeld des “Indianers” an Licht. Die Kriminalpolizei der Schweiz und das deutsche Bundeskriminalamt baten ihn “um Auskunft über Tatunca”. “Man machte mir klar, dass er vermutlich ein mehrfacher Mörder ist”, schreibt von Däniken zu den damaligen Ereignissen. Unter den Kriminalfällen, die er selber nochmals auflistet, war übrigens auch eine Bekannte von Däniken selber. Eine brasilianische Ethnologin namens Felicitas Barreto, die er einige Jahre zuvor in Brasilien traf.

Indiana Jones vs. Tatunca Nara

Interessant ist es, was bei meinen Recherchen 2008/2009 zu meinem Buch “Historia Mystica” über den Verbleib von Tatunca Nara zutage kam.

Eine niederländische Reiseagentur mit Büros in Eindhoven, Amsterdam und Rotterdam bot damals noch Abenteuerreisen in verschiedene Regionen der Erde an. So auch zum Beispiel nach Südamerika, speziell nach Brasilien ins Amazone-Gebiet des Rio Negro. Also exakt in dass “Herrschaftsgebiet” des Tatunca Nara.

Im Internet pries die Reisegesellschaft einen „einheimischen Indianer“ an, der Touristen tief in den Dschungel führen würde. Und dieser angebliche Indianer war kein anderer als Günther Hauk alias „Tatunca Nara“! Auf den Internetseiten der Agentur war zu lesen, dass der „Indianer“ noch immer in Barcelos am Rio Negro in Brasilien lebe und man seine Frau Anita Nara auf Wunsch kontaktieren kann.

Ob Tatunca Nara noch immer Interessiere auf die Spuren von Akakor bringt, stand dort jedoch nicht. Dass er schon seit Jahrzehnten auch als Führer tätig ist, macht die Sache nicht besser oder glaubhafter. Beispielsweise arbeitete er schon 1983 für den legendären Meeresforscher Jacques Cousteau als Führer, als dieser mit seinem nicht weniger legendären Schiff “Calypso” die Region erkundete …

Den jetzt verstorbenen Aktivisten und Abenteurer Nehberg ließ der Fall um den selbsternannten Häuptling scheinbar auch Jahre später keine Ruhe. So erschien 2004 erneut ein Buch zum Thema von ihm. In “Abenteuer Urwald” unterstrich er erneut, dass Tatunca Nara in Wirklichkeit Hansi Richard Günther Hauck sei – und er, trotz Ermittlungen des Bundeskriminalamt Ende der 1980ger Jahre, unbehelligt blieb.

“Die Morde um Tatunca Nara”, so ein Untertitel des Buches, konnte Rüdiger Nehberg hier penibel dokumentieren. Die Ermittlungen wegen Mordverdacht hingegen wurden in Deutschland eingestellt, da der Beschuldigte Hauck abwesend war. Abwesend im Urwald von Brasilien. Letzlich fehlen vor allem auch deshalb die endgültigen, juristischen Beweise in Deutschland.

Tatunca Nara selber gefällt seine wilde Geschichte von Aliens, Nazis und einer geheimen Stadt zweifellos.

Auch Hollywood-Legende Steven Spielberg beeindruckten und inspirierten die Märchen des Deutschen offensichtlich sehr. In seinem Spielfilm “Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels” aus dem Jahr 2008 sind entsprechende Parallelen zu ihnen unverkennbar. Hier sucht der Held Indiana Jones die am Amazonas verborgene Stadt “Akator” und das fremde Volk der “Ugha Mogulala”. Wie Tatunca Nara in seinem klassischen Auftreten als “Häuptling” trägt bei Spielberg der Indianer eine Feder und einen Lendenschurz.

Günther Hauck gibt nicht auf

Erst vor sechs Jahren betrat Hauck erneut die Bühne der Presse. Der “Spiegel” (Nr. 27/2014) nahm seine Spur in Südamerika wieder auf und besuchte ihn vor Ort. Niemand würde ihn trauen, so erfuhren die Reporter des “Spiegel”, und “die Leute scheinen Angst vor ihm zu haben”. Er habe sogar sein Haus “mit Dynamit gespickt”. “Unheimlich, der Mann”, so der US-Auswanderer Patrick Falterman zu den Journalisten.

Schließlich trafen sie Tatunca Nara in einem Einkaufszentrum in Manaus. Bereitwillig redete er mit den Reportern und beharrte darauf, dass er nicht der Deutsche Hauck sei und selbstverständlich  auch seine Geschichten wahr sind. Umgebracht habe er auch niemanden. Außer als Soldat, wie er betont, nicht aber die im Urwald vermissten Menschen, die unter anderem Akakor besuchen wollten. Nara:

Ich lebe mit meinem Gewissen. Ich habe viele umgebracht, aber als Soldat, die hatten eine Waffe in der Hand – ich bin nicht unschuldig. Aber ich habe die drei nicht umgebracht, wie sie mir vorgeworfen haben.

Zu seiner versunkenen Welt Akakor meine er gegenüber dem “Spiegel”:

Im November habe ich die Häuptlingswürde abgegeben. Der Chefpriester hatte zwei von diesen drei Meter großen Dienern der Götter bei sich. Er sagte, die Altväter kehren zurück, sie haben den Tunnel geöffnet.

Es gibt Deutsche in meinem Volk. Natürlich sind sie nicht mit U-Booten gekommen. Dazu ist das Wasser dort zu niedrig. Sie müssen vorher umgestiegen sein.”

Riesen leben also in dieser geheimen Welt, die den Göttern aus dem All dienen. Und noch wenige Monate zuvor habe er sie selber gesehen! Weiter heißt es:

“‘Wollt ihr nach Eldorado?’, fängt er an. ‘Das ist keine Legende. Ich habe Mauern gefunden wie die von Machu Picchu. Ich kann euch hinführen.’

Ohne Zögern nimmt er Stift und Notizblock und beginnt, den Weg nach Eldorado aufzuzeichnen. Es liegt irgendwo auf einem Hochplateau zwischen Rio Araçá und Rio Demini.

Günther Hauck sei auch eine ganz andere Person, wie der “Indianer” wiedermal betonte. “Ich bin Tatunca. Punkt.” Außerdem stehe in seinem brasilianischen Personalausweis, dass er “Indianer” ist. Die Recherchen von Nehberg seien außerdem sowieso alle falsch und erfunden: “Der ist schizophren, der Nehberg. Ein Lügner.” Nehberg selber schrieb noch im Mai 2014 an den “Spiegel”:

Tatunca will mich persönlich im Rio Negro ersäufen.

Frust bei “Familie Nara”

Was bleibt, außer einem Verdacht, von einem Fantasten, einem Blender und begnadeten Selbsterfinder, einem Menschen, dem seine Geburtsurkunde nicht mehr war als eine bloße Möglichkeit?

Resümieren die Journalisten nach ihren Gesprächen mit dem “weißen Indianer”. Dennoch trafen sie auch Seder Helio, dem Sohn von Tatunca. Er erlangte offensichtlich die nicht Häuptlingswürde als Erbe, nachdem sein Vater sie nach eigenen Angaben “im November abgegeben” habe. “Vorarbeiter” sei Helio geworden, der aufgrund seines fairen Umganges mit den Yanomami-Indianern geschätzt würde. “Ganz ohne Kontakt zu Außerirdischen, zu Altvätern und nach Eldorado”, so Alexander Smoltczyk in seinem Bericht für den “Spiegel”.

Trotzdem ist Helio frustriert. Das Gerede um seinen Vater als Mörder habe diesen ruiniert und nicht mal aus Hollywood gab es einen Cent:”

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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