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Kon-Tiki und die Seefahrt vor Jahrtausenden: Zu Besuch im Thor Heyerdahl Museum in Oslo / +++YouTube-Video+++

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Kon-Tiki und die Seefahrt vor Jahrtausenden: Zu Besuch im Thor Heyerdahl Museum in Oslo (Bilder: L. A. Fischinger)
Kon-Tiki und die Seefahrt vor Jahrtausenden: Zu Besuch im Thor Heyerdahl Museum in Oslo (Bilder: L. A. Fischinger)

Konnten unsere Vorfahren vor Jahrtausenden schon die Ozeane mit Schiffen überqueren? Eine Frage, die vor allem schon der Norweger Thor Heyerdahl mit seinen spektakulären Seefahrt-Expeditionen mit Schilfbooten und Holzflößen ab 1947 zu beweisen versuchte. Ich war deshalb im Kon-Tiki Museum in Oslo, in dem die Arbeiten und Projekte von Heyerdahl gewürdigt werden. Mehr dazu in meinem neuen YouTube-Video, dass ich für Euch in Norwegen gemacht habe.

 

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Eine Legende war der 2002 verstorbene “Expeditions-Archäologe” Thor Heyerdahl schon zu Lebzeiten. Daran besteht sicher kein Zweifel.

Das zeige ich Euch auch in diesem Video, dass ich vor Ort im Kon-Tiki Museum zu Ehren des Abenteuers in Oslo im Februar 2017 für Euch gedreht habe.

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Die Cheops-Pyramide: Mumien, Grabräuber und Mysterien – Artikel-Serie von Lars A. Fischinger, Teil #4: DIE ARTEFAKTE

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Die Cheops-Pyramide: Mumien Grabräuber und Mysterien - Artikel-Serie Teil #4: DIE ARTEFAKTE AUS DER PYRAMIDE
Die Cheops-Pyramide: Mumien Grabräuber und Mysterien – Artikel-Serie Teil #4: DIE ARTEFAKTE AUS DER PYRAMIDE (Bild: L. A. Fischinger)

Die Cheops-Pyramide von Gizeh – Das letzte und zugleich älteste Weltwunder der Antike, wie es immer wieder gerne betont wird. Ein Bauwerk, das seit rund 4.500 Jahren die Menschen in ihren Bann zieht. Dabei ist eine jener Fragen, die der Pyramide des Cheops immer wieder gestellt werden, jene nach er Mumie des Pharao und der erster Öffnung des Monumentes durch den Kalifen Al-Mamun im Jahre 832. Auf Grundlage einer früheren Veröffentlichung von mir soll in dieser Artikel-Serie der Spur der Plünderung(en) der Cheops-Pyramide, den Funden des Al-Mamun und seiner Entdeckungen genauer nachgegangen werden. Dabei ergeben sich – wie so oft in der Mystery-Forschung – neue Fragen auf alte Antworten …

Von Lars A. Fischinger

Hallo, liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Einleitung

Pyramiden gibt es in Ägypten wie den sprichwörtlichen Sand am Meer. Doch gerade und vor allem die Pyramide von Pharao Cheops (ca. 2620 bis 2580 vor Christus) aus der 4. Dynastie (2639 bis 2504 vor Christus) in Gizeh nahe Kairo erregt bis heute die Aufmerksamkeit zahllose Touristen und Autoren. (K)ein Wunder: ist sie doch mit ihren einst fast 147 Metern Höhe und einer Länger an der Basis von rund 230 Metern die größte Pyramide der Erde. Die Bauarbeiter des Königs türmten zu seinen Ehren unzählige Steinblöcke in den Himmel. Und so entstand ein Bauwerk, das nicht nur durch seine Wucht und Größe fasziniert, sondern auch vielen Autoren der Grenzwissenschaft durch ihre Rätsel und weiterhin offenen Fragen.

Gerne wird die Pyramide des Cheops als Monument aus fernen Tagen vor einer Sintflut gehandelt. Als eine Art „Wissensspeicher“ oder eine Art „kosmischer Plan“ für das Wissen der Menschheit. Eine „Zeitkapsel“, die die Weisheiten jener Menschen erhalten und schützen sollte, die vor der großen Sintflut bzw. vor Jahrtausenden lebten. Folglich ein Bauwerk, dass die Geheimnisse einer verborgenen Welt enthält. Vielleicht sogar von Atlantis. Eindeutige Beweise für diese Ideen gibt es keine.

Mehr als sonderbar und mysteriös ist, dass nie eine Mumie im Inneren der Steinberges entdeckt worden sein soll. Als das gewaltige Monument vor fast 1.200 Jahren erstmals durch einen Kalifen geöffnet wurde – war es vollkommen leer, wie es heißt.

Auf Grundlage meines Buches „Verbotene Geschichte“ (2010) und eines einstigen E-Book zum Thema soll in dieser kleinen Artikel-Serie speziell genau diesem Mysterium der Cheops-Pyramide nachgegangen werden. Fragen nach der Plünderung der Pyramide werden ebenso dargelegt, wie arabische Überlieferungen über die Öffnung des Bauwerkes sowie die Widersprüche, die sich daraus ergeben. Ebenso eine Spur, wo der mutmaßlich innere Sarkophag einer offenbar tatsächlich gefunden Mumie letztlich gelandet ist.

Alte Fragen, die durch ihre Antworten neue Fragen ergeben.

Zum Abschluss der Reihe plane ich als 5. Teil eine Zusammenfassung in einem YouTube-Video auf meinem Grenzwissenschaft-Channel „Ancient Aliens & Mystery Files“.

Bleibt also neugierig!

 

Die Cheops-Pyramide: Mumien Grabräuber und Mysterien

Teil #4: DIE ARTEFAKTE AUS DER PYRAMIDE

 

Lars A. Fischinger (mit Sonja Ampssler) vor dem rätselhaften Sarkophag in der Cheops-Pyramide (Bild: L. A. Fischinger)
Lars A. Fischinger (mit Sonja Ampssler) vor dem rätselhaften Sarkophag in der Cheops-Pyramide: Was befand sich hier im Jahre 832 drin? Und von wem? (Bild: L. A. Fischinger)

In den bisherigen Teilen der Artikel-Serie habe ich unter anderem eine ganze Reihe von Chronisten zu Wort kommen lassen, die im „Hitat“ über die „erste Öffnung“ der Cheops-Pyramide im Jahre 832 nach Christus berichtet haben. Selber dabei war – bis auf eine Ausnahme – kein einziger dieser Autoren. Das sollte anhand ihrer genannten Lebenszeiten klar zu erkennen gewesen sein. Dennoch stimmen zumindest alle diese Chronisten darin überein, dass vor rund 1.200 Jahren von den Arabern „etwas“ im Inneren der Cheops-Pyramide entdeckt wurde. Inklusive einer Mumie, einer Leiche oder zumindest Reste mindestens eines dort bestatteten Menschen.

Und, davon bin ich überzeugt, es handelte sich dabei nicht um die Mumie des Pharao Cheops, der seit seinem Tode 2580 vor Christus hier verborgen lag. Die Idee, Aussage oder Spekulation, dass Cheops hier durch Al-Mamun 3.403 Jahre nach seiner Bestattung gefunden wurde, ist meiner Meinung nach absurd. Dennoch scheint der Kalif in der großen Pyramide allerlei zum Teil sehr seltsame Dinge vorgefunden zu haben.

Also sehen wir uns in dieser Folge der Artikel-Reihe einmal näher an, was genau nach diesen Chroniken in der Pyramide entdeckt worden sein soll.

Da wären:

  • Eine „vollkommen wohl erhaltene und trockene“ Mumie/Leiche eines Mannes
  • Eine ebenso erhaltene Mumie/Leiche einer Frau
  • Ein goldener Deckel, mit dem der Sarkophag verschlossen war
  • Ein goldenes Kästchen mit Blut
  • Ein „ganz zerfallendes Gewand“ mit goldenen Fäden
  • Eine grünliche „Bildsäule eines Menschen“, die aus „einer Art Malachit“ bestand
  • Einen Leichnam in dieser „Bildsäule“
  • Einen „Panzer“ um diesen Leichnam mit Gold und Edelsteinen
  • Ein Schwert ohne Griff
  • Eine Frauenstatue mit einem Spiegel mit Metallrand
  • Eine Männerstatue mit einer „beschriebe Tafel“ in der Hand
  • „Morsche Knochen“ unter einem goldenen Deckel im Sarkophag
  • Pech, Aloe, Myrrhe, Edelsteine
Ein fragwürdiges Video zeigt angeblich sogar die Bergung einer Alien-Mumie in Gizeh durch den KGB (Bild: L.A. Fischinger / gemeinfrei)
Gerüchte und fragwürdiges Aussagen zu den Pyramiden gibt es genug: Ein Video zeigt angeblich sogar die Bergung einer Alien-Mumie in Gizeh durch den KGB (Bild: L.A. Fischinger / gemeinfrei)

Sofort dürfte auffallen, dass die überlieferten Angaben sich eindeutig widersprechen. Denn von „morschen Knochen“ bis zu einer „vollkommen wohl erhaltenen und trockenen“ Mumie ist es ein weiter Schritt.

Grundsätzlich sollte das aber nicht weiter von Interesse sein, da diese Aufzeichnungen in verschiedenen Jahrhunderten verfasst wurden und ausnahmslos auf Hörensagen beruhen. Fast niemand der zitierten Autoren im mittelalterlichen „Hitat“ hat diese Dinge aus der Cheops-Pyramide mit eigenen Augen gesehen. Alle notierten Erzählungen, Geschichten und Überlieferungen über das Reich der Pyramiden, die man sich dort erzählte. Die legendäre „Stille Post“ hat diese zweifellos verfälscht und es sei nochmals darauf hingewiesen, dass das „Hitat“ aus dem Mittelalter stammt.

Aber: Auch die in der Mystery-Forschung sehr bekannte Aussage, dass der biblischen Prophet Henoch die Cheops-Pyramide erbaut habe – da er eine große Flut kommen sah – wurde aus der Textsammlung „Hitat“ von al-Maqrizi abgeleitet. In diesem konkreten Fall sogar von ihm selber, der bekanntlich 1364 bis 1442 nach Christus lebte. Also tausende Jahre nach der Herrschaft des Pharao Cheops oder sogar den Tages den Henoch.

Eine blutige Entdeckung?

Ich wäre kein „Jäger des Phantastischen“, wenn ich nicht die Aussagen der alten Chronisten quasi mit drei Augen lesen würde. Denn so fällt bei den oben aufgelisteten Funden aus der Cheops-Pyramide und den zuvor angeführten Zitaten Sonderbares auf.

Da wäre zum einen das goldene Kästchen, dass der bereits 990 nach Christus verstorben al-Nadim erwähnt hat. Er notierte die Geschichte, dass die arabischen Entdecker in der Grabkammer ein Kästchen fanden, in dem sich wiederum „frisches Blut“ befand. Dieses Blut, so schreibt er weiter, gerann jedoch und trocknete ein, als es der Luft ausgesetzt wurde, eben „wie Blut zu gerinnen pflegt“.

Eindrücke aus der Königskammer - sie ist alles andere als "zierlich". Auf der Leiter zu sehen ist Dr. Dominique Görlitz; bekannt durch das "Cheops-Projekt".<span style="color: #999999;">(Bild: L. A. Fischinger / D. Görlitz)
Eindrücke aus der Königskammer – sie ist alles andere als “zierlich”. Auf der Leiter zu sehen ist Dr. Dominique Görlitz; bekannt auch durch das “Cheops-Projekt“.(Bild: L. A. Fischinger / D. Görlitz)

Wie soll man so eine Aussage verstehen, wenn sie wahr ist? Über 3.000 Jahre nach dem Bau der Pyramide fanden die arabischen Grabräuber dort noch immer ein Kästchen mit „frischem Blut“? Wenn dem so wäre, stammt es aus einer späteren Epoche und von einer viel späteren Bestattung.

Es könnte sich bei diesem „Kästchen“ um eine der sogenannten Kanopen gehandelt haben. Dies sind kleine Gefäße (oft in Form einer Gottheit), in dem die Ägypter die Eingeweide getrennt mit bestatteten, die bei der Mumifizierung dem Leichnam entnommen wurden. Diese kamen ab dem Ende der 4. Dynastie „in Mode“. Also jener Dynastie, in der Pharao Cheops gelebt hat. „Frisches“ Blut enthält aber keine dieser „Vasen“, und so ist es auch Spekulation, was es mit diesem Fund in Wahrheit auf sich hat.

Seltsam auch, dass al-Nadim die Königskammer als „zierlicher, gewölbter Bau“ beschrieben hat. Diese Grabkammer ist alles andere als „zierlich“ und hat auch eine vollkommen flache Decke. Offensichtlich war er nie im Inneren der Pyramide bzw. in der Königskammer. Sonst wüsste er auch, dass im dortigen Sarkophag überhaupt kein Platz für die Mumie einer zweiten Person neben der genannten männlichen Mumie ist. „An seiner Seite ruhte ein Weib“, wie er schreibt, passt wortwörtlich nicht.

Al-Kaisi war offenkundig nie in der Königskammer der Cheops-Pyramide, als er die ihm zu Ohren gekommenen Geschichten notierte. Sonst hätte er den Raum nicht in der vorliegenden Form beschrieben. Immerhin ist diese Kammer ca. 10,49 Meter lang, 5,24 breit und 5,84 Meter hoch und wurde aus zum Teil überaus mächtigen Ganitblöcken erbaut. Das sind übrigens genau jene (Decken-)Monolithen, an denen die Forscher Stefan Erdmann und Dr. Dominique Görlitz Eisen gefunden haben, worüber in diesem Video auf meinem YouTube-Kanal ausführlicher berichtet wird.

Dieser Widerspruch zwischen arabischen Bericht und Realität der Kammer es Königs wirft ein durchaus „fragliches Licht“auf al-Kaisi. Und zwar auf seine Geschichte über die Entdeckungen in dem senkrechten Schacht der Felskammern, die er persönlich gemacht haben will. Diese Funde von Geheimkammern und Mumien durch al-Kaisi kamen im vorherigen Artikel der Reihe zur Sprache kamen ….

Der Chronist Al-Mutanabbi wiederum war hier bei seinen Notizen genauer. Er schrieb von schwer zu erklimmenden Gängen und Treppen sowie einem „würfelförmigen“ Gemach mit einem Sarg darin. Das beschreibt das tatsächliche Aussehen der Königskammer schon recht gut.

Der verlorene Sarkophag – noch im 12. Jahrhundert zu besichtigen?

Der Granit-Sarkophag in der großen Pyramide: Lag in diesem ein weiterer Sarkophag, der noch bis ins 12. Jahrhundert in Kairo zu sehen war? (Bild: gemeinfrei)
Der Granit-Sarkophag in der großen Pyramide: Lag in diesem ein weiterer Sarkophag, der noch bis ins 12. Jahrhundert in Kairo zu sehen war? (Bild: gemeinfrei)

Was beim zitierten al-Kaisi wiederum sehr interessant ist, ist der Umstand, dass er höchstpersönlich die „Steinsäule“ gesehen habe, in der sich letztlich die Mumie befand. Jene „Bildsäule eines Menschen”, die “wie aus grünem Stein, einer Art Malachit, gefertigt“ gewesen sei, wie er sie beschreibt. Nach dem Öffnen genauer dieser „Säule“ erblickte Al-Mamun „darin den Leichnam eines Menschen“ und einige wertvolle Grabbeigaben. Und dieses Götzenbild, „aus dem man diesen Leichnam hervorholte, habe ich neben der Pforte des königlichen Palastes zu Misr liegen sehen“.

Auch wenn al-Kaisi vielleicht die Pyramide von König Cheops niemals selber von innen sah und nur Erzählungen ihres Inneren notierte, ist es bei dieser Bildsäule oder Statue etwas anders. Sie lag in seinen Tagen nicht mehr im Inneren der Pyramide und konnte folgerichtig von ihm auch ohne das Monument zu betreten bestaunt werden. Das heißt, dass al-Kaisi durchaus einen Sarkophag einer Bestattung gesehen haben kann, den die Araber 832 nach Christus aus der Cheops-Pyramide holten.

Ich vermute, dass es sich hierbei möglicherweise um einen „inneren Sarkophag“ gehandelt haben könnte, der sich in dem heute bekannten und für Besucher zu sehenden Sarg in der Königskammer befand. Es ist kein Geheimnis und sicherlich den meisten Menschen bekannt, dass die alten Ägypter ihre verstorbenen Könige nicht selten in einer „Schicht“ ineinander verschachtelter Särge beisetzten. Das bekannteste Beispiel ist hier selbstverständlich der Pharao Tutanchamun.

Interessant ist im Weiteren auch die Aussage, dass al-Kaisi diesen Sarg im arabischen Jahr 511 am Eingang eines Palastes in Misr hat herumliegen sehen. Das war nach christlicher Zeitrechnung 1133 nach Christus und über 300 Jahre nach dem Kalifen. Sollten also wirklich ein Artefakt aus dem Inneren der Pyramide des Cheops in verhältnismäßig junger Vergangenheit noch existiert haben?

Ein Sarg als Palast-Dekoration der Kalifen?

Was aber ist der „königliche Palast zu Misr“ genau?

Misr ist ein Kürzel von Misr al-qadima und liegt im Süden des heutigen Kairo, nur rund 10 Kilometer Luftlinie von den Pyramiden Gizeh entfernt am Ostufer des Nil. Die Nil-Insel Er-Roda gehört zu dem in Deutsch „Alt-Kairo“ bedeutenden Gebiet. (Heute) 400 Meter vom Nil entfernt steht die Festung Per-Ḥapi-n-Iwnw, die unter der Herrschaft der Griechen „Babylon“ genannt wurde.

Der Herausgeber des „Hitat“, al-Maqrizi, selber notierte erstmals auch einen anderen Namen für diesen Ort. Er nannte ihn „Qaṣr asch-Scham“, was in Etwa „Palast“ oder „Festung der Kerzen“ bedeutet. Auch bei der Eroberungen Ägyptens durch die Araber spielte diese Region oder besser gesagt diese heutige Altstadt von Kairo ein große Rolle. Genau hier irgendwo will der Augenzeuge al-Kaisi im Jahr 1133 den mutmaßlich inneren Sarg gesehen haben, der 832 aus der Cheops-Pyramide gestohlen wurde.

Teilansicht des Pyramiden von Abusir, südlich von Gizeh. Auch hier wurden Steine als Baumaterial geplündert. (Bild: L. A. Fischinger)
Teilansicht des Pyramiden von Abusir, südlich von Gizeh. Auch hier wurden Steine als Baumaterial geplündert. (Bild: L. A. Fischinger)

Und das ist auch nicht so unwahrscheinlich.

Vielen an Ägypten interessierten Menschen ist bekannt, dass nach der Gründung der Stadt Kairo durch die Araber im Jahre 969, diese die Bauten des alten Ägypten als „Steinbrüche“ nutzten. Die verschiedenen Pyramiden auf dem nahem Plateau Gizeh wurden dabei ebenso ihrer Steine beraubt, wie andere Heiligtümer des Landes auch. Hierbei wird auch gerne auf die Spitze der Chephren-Pyramide in Gizeh verwiesen, die noch Reste ihrer früheren Verkleidung besitzt. Dieser Steinraub zog sich Jahre hin und reichte bis zum südlich von Kairo gelegenen Pyramidenfeld von Abusir. Auch beim Bau und Ausbau des Kalifenpalast in Misr, oder besser gesagt der Palaststadt der Kalifen dort, kamen solche Bausteine aus dem alten Ägypten zum Einsatz. Im Jahr unsres Augenzeugen, 1133, regierte dort der Kalif Al-Hafiz aus der Dynastie der Fatimiden.

Gab es also unter seiner Regentschaft tatsächlich noch diese „Säule“ aus der Königskammer der Cheops-Pyramide? Nicht weniger wichtig ist aber auch die Frage, wie der Araber al-Kaisi diese steinerne „Bildsäule eines Menschen“ in Misr als genau jene aus der großen Pyramide identifizieren konnte? Es waren zwar „nur“ rund 300 Jahre seit der arabischen Öffnung der Pyramide vergangen – aber die ägyptischen Hieroglyphen konnte schon damals niemand mehr lesen. Sofern dieses Objekt überhaupt solche trug, anhand derer man dieses Objekt irgendwie zuordnen konnte.

Obwohl einer anderer Chronist die Behauptung des al-Kaisi durchaus stützen könnte, da dieser im “Hitat” überliefert:

Einige Geschichtsschreiber Ägyptens berichten, dass dieses grüne Götzenbild, in dem man die Gebeine fand, bis zum Jahre 611 der Higra beständig neben dem königlichen Palaste zu Misr lag.“

Es wäre spannend, ob nach bald 1.000 Jahren ein derartiges (Stein-)Artefakt überhaupt noch wiederzufinden wäre. Und: ob es überhaupt als das erkannt würde, was es ist.

Der grüne Sarkophag

Nische in der Kammer der Königin der Cheops-Pyramide : Stand hier einst ein Statue oder Sarkophag? (Bild: gemeinfrei)
Nische in der Kammer der Königin der Cheops-Pyramide: Stand hier einst ein Statue und/oder Sarkophag einer Frau? (Bild: gemeinfrei)

Wenig beachtet scheint mir bei der „Spurensuche“ aber die Erwähnung, dass dieses ominöse Bildnis mit einer Mumie darin grün gewesen sei. Das Objekt habe aus „grünen Stein“ bestanden, der Malachit ähnlich gesehen haben soll. Malachit ist ein bekannter Schmuckstein von eindringlicher grüner Farbe und auch im Land der Pharaonen sehr beliebt gewesen. Die Ägypter schmückten mit diesem Stein auch Sarkophage, weshalb die Aussagen der “Hitat”-Chronisten durchaus plausibel klingt. Vielleicht waren die in der Auflistung oben genannten Statuen eines Mannes und einer Frau eben solche Särge?! Oder weiter spekuliert, in der „Königinnenkammer“, die ihren Namen tatsächlich erst in der arabischen Zeit Ägyptens bekam und deren wahren Namen heute niemand mehr kennt, fand sich sogar eine solches Bildnis.

In der Kammer der Königin befindet sich in der Tat eine Nische an deren Ostwand, in der eine „Statue“ gestanden haben könnte. Diese Nische ist fast 5 Meter hoch und einen Meter tief und ihre Funktion ist in der Ägyptologie vollkommen unklar. Fragmente von Diorit innerhalb dieses kleinen “Gewölbes” können dafür sprechen, dass hier einstmals eine Statue stand. Und wer weiß, ob die Araber nicht tatsächlich dort (auch) einen Sarkophag vorfanden, der den Leichnam einer Frau enthielt. Diese in unbekannter Zeit nach Cheops erfolgte Beisetzung veranlasste daraufhin die Araber dem Raum den Namen „Königinnenkammer“ zu geben.

Von Vasen und inneren Organen

Auch wenn solche Spekulationen zutreffen, waren die von den Chronisten erwähnten beiden Statuen eines Mannes und einer Frau, die sich gegenseitig ansahen und in der Königskammer gestanden haben sollen, andere Artefakte. Vielleicht waren auch diese Kanopen-Vasen einer Bestattung, da sich das oben erwähnte „Kästchen“ mit dem Blut zwischen diesen Bildnissen befand. So zumindest hat es Ibn-an-Nadim (935 bis 990) vom „Hörensagen“ her notiert. Wenn man sich sein bereits zitiertes „Fundbild“ nochmal vor Augen führt, könnte es so gewesen sein:

„(Neben dem Sarkophag) erheben sich 2 Felsblöcke in vollendeter Sauberkeit und Schönheit und reichen Farben. Auf jedem gewahrt man eine steinerne Statue; die eine stellt einen Mann, die andere eine Frau dar. Die beiden stehen sich Aug in Aug gegenüber

(…)

Zwischen den beiden Blöcken steht ein steinernes Gefäß (…) in diesem fand man beim Öffnen frisches Blut (…)“

Beispiele solcher Kanopen-Vasen (Bilder: gemeinfrei/WikiCommons)
Beispiele solcher Kanopen-Vasen (Bilder: gemeinfrei/WikiCommons)

Die Funde von Edelsteinen sind bei den Schilderungen der arabischen Chronisten nettes aber nicht gerade rätselhaftes Beiwerk. Die „beschriebe Tafel“ hingegen, die die männliche Statue in Händen gehalten haben soll, wäre hier ein wesentlich spannenderes Artefakt. Was mag auf dieser Schrifttafel gestanden haben? Welche Informationen wurden hier überliefert? Würde es sich bei diesen Statuen tatsächlich “nur” um steinerne Kanopen-Vasen gehandelt haben, so wäre es rein religiöse Inschriften gewesen. Zumal wir auch keinerlei Anhaltspunkte haben, wie groß diese beiden Bildnisse eigentlich gewesen sind!

Obwohl schon früh solchen Kanopen beschriftet wurden, wurden diese Vasen erst ab dem sogenannten Mittleren Reich (2137 bis 1781 vor Christus) mit Deckel in Form menschlicher Köpfe geschmückt. Üblicherweise waren es aber Darstellungen von Göttern (den Söhnen des Horus), die Schutz und Sicherheit geben sollten. Und meistens waren es vier Kanopen mit jeweils einem der göttlichen Horus-Söhne für vier entnommene Organe der Mumie.

In der „Dritten Zwischenzeit“ wiederum fertigten die Ägypter diese Beigaben in Form von Mini-Mumien an, die teils auch mit Mini-Totenmasken geschmückt wurden. Und das wiederum fällt zeitlich in die schon bekannte 26. Dynastie, oder besser gesagt, in den Übergang zwischen „Dritter Zwischenzeit“ in die „Spätzeit“ Ägyptens. Damit ist es auch hier mehr als unwahrscheinlich, dass authentische Artefakte aus der Tagen des Pharao Cheops beschrieben worden sind. Stimmt die Vermutung von entdeckten Kanopen, waren es nach den alten Texten aber nur drei – und nicht wie üblich vier für Lunge, Gedärme, Leber und Magen des Bestatteten.

Einen Spiegel oder eine beschriebene Tafel, wie es überliefert ist, hielt aber so oder so keine der heute bekannte Kanopen oder Mini-Mumie in den Händen. Was auch schwerlich möglich wäre, da derartige Vasen überhaupt keine Hände oder Arme haben …

Widersprüche, Unklarheiten und – Klarheiten

Ohne Frage ist in der Phänomene-Forschung und Grenzwissenschaft oft der Wunsch der Vater des Mysteriums. Dennoch aber bleibt „Cheops Vermächtnis“ aufgrund folgender Tatsachen und ihrer Widersprüche weiter nebulös:

  • Es wurde mit Sicherheit eine Mumie (oder sogar mehrere Mumien) in der großen Pyramiden gefunden. Inklusive einige Beigaben.
  • Nichts deutet darauf hin, dass der Pharao Cheops gefunden wurde.
  • Die arabischen Chronisten widersprechen sich teils deutlich.
  • Durch diese Widersprüche ist nicht mal klar festzustellen, was eigentlich genau gefunden wurde.
  • Wann sich wer in der Pyramide des Cheops lange nach ihrer Errichtung beerdigen lies, ist vollkommen unklar.
  • Wenn die Pyramide schon vor Al-Mamun 832 nach Christus offen war oder stand, ist es seltsam, dass trotzdem von ihm Kostbarkeiten wie Edelsteine und ein Sargdeckel aus Gold gefunden wurden.
  • Die bisher einzige bekannte Darstellung der Pharao Cheops (Bilder: L. A. Fischinger)
    Die bisher einzige bekannte Darstellung der Pharao Cheops (Bilder: L. A. Fischinger)

    Das spricht durchaus für eine erneute Versiegelung in unbekannten Tagen, die dann von Al-Mamun aufgebrochen wurde.

  • Noch im 12. Jahrhundert wollen Augenzeugen einen „Sarg“ aus der Cheops-Pyramide gesehen haben.
  • Wie diese Chronisten den im 9. Jahrhundert gefundenen „inneren Sarkophag“ als Entdeckung von Al-Mamun identifizierten konnten, ist offen.
  • Wenn 25 vor Christus die Cheops-Pyramide noch durch eine „Klapptür“ betreten werden konnte (wie der Geschichtsschreiber Strabo berichtet, siehe Teil 1) – dann stammen die Funde von Al-Mamun aus der Zeit danach. Niemand hätte wertvolle Objekte unangetastet gelassen, wäre das Monument nicht nach dem Jahr 25 vor Christus erneut verschlossen worden!
  • Die Vermutung, dass bei Renovierungen Jahrhunderte vor Strabo jemand dort bestattet wurde, könnte stimmen. Aber diese Bestattung(en) blieben nicht bis 832 unangetastet.
  • Die Beschreibungen von Mumien-Funden usw. im Schacht der Felsenkammer aus dem 3. Teil dieser Reihe, sind wohl eher Erfindungen, da der Autor scheinbar nie das Innere der Pyramide betrat.

Möglicherweise haben die Widersprüche und Unklarheiten der arabischen Chronisten über Al-Mamuns Funde folgenden Grund:

Im „Hitat“ des al-Maqrizi werden Erzählungen und Gerüchte aus dem ägyptischen Volksmund überliefert. Auch wenn diese zum Teil Jahrhunderte alt waren, bestätigen sie zumindest Beisetzungen in der Pyramide des Cheops. Die widersprüchlichen Angaben könnten sich dadurch erklären, dass unterschiedliche Funde aus unterschiedlichen Zeiten in einen Topf geworfen wurden. Obwohl Al-Mamun die Cheops-Pyramide nicht als erster Prüderer betrat, sind Geschichten über dort entdeckte Objekte mit ihm verknüpft worden.

Die Ägypter selber wussten von Funden im Inneren der Pyramide, aber schrieben sie alle Al-Mamun zu. Welcher „Einbrecher“ was wann wo genau vorfand, war längst in Vergessenheit geraten. Der eine fand nichts als morsche Knochen im Sarkophag der Königskammer – der andere wiederum vielleicht eine Mumie in recht gutem Zustand. Einer entdeckte Statuen/Kanopen oder sogar mehrere Särge in menschlicher Form – der andere einen kostbaren Sargdeckel aus Gold mit Leichenresten darunter …

Doch Pharao Cheops wurde nach dieser “Analyse” der arabischen Überlieferungen nie in seiner Pyramide gefunden.

Eine abschließende Zusammenfassung als 5. Folge der Artikel-Serie findet Ihr hier in einem YouTube-Video.

 

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Das “Osiris-Grab” von Gizeh: Wie Ägyptens letzter Pharao Dr. Zahi Hawass einen Jahrzehnte bekannten Fund in seine Entdeckung ummünzte

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ARTIKEL: Das Grab des Osiris von Gizeh: Wie Ägyptens letzter Pharao Zahi Hawass einen fast 100 Jahre alten Fund als seine Entdeckung präsentierte (Bild: L. A. Fischinger)
ARTIKEL: Das Grab des Osiris von Gizeh: Wie Ägyptens letzter Pharao Zahi Hawass einen fast 100 Jahre alten Fund als seine Entdeckung präsentierte (Bild: L. A. Fischinger)

Ägypten ist seit geraumer Zeit wieder als Land der Pharaonen mit seiner Jahrtausende alten Geschichte im Fokus der Medien. Grund sind mutmaßlich Geheimkammern, die sich im Grab des Pharao Tutanchamun in Tal der Könige nahe Luxor befinden könnten. Im Zuge dieser Berichterstattungen bot “Focus Online” in einem Video & Artikel den ehemaligen “Pyramiden-Chef” Dr. Zahi Hawass wieder eine mediale Plattform. Und zwar mit einer alter Aussage von ihm, in der er sich selber als Entdecker des schon legendären “Osiris-Grab” von Gizeh feierte. Nur leider schmückte sich Hawass hier mit der Entdecker-Krone eines anderen, denn das “Osiris-Grab” wurde schon 1933/34 von jemanden anderem entdeckt. Und das wusste Hawass mit Sicherheit. Die genauen Hintergründe zu dem Schwindel von Ägyptens letzten Pharao Zahi Hawass erfahrt Ihr hier.


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Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Bei den Namen Dr. Zahi Hawass sträuben sich zahlreichen Archäologen und auch Grenzwissenschaftlern die Nackenhaare. Obwohl der Archäologe offiziell schon lange nicht mehr das Amt des Chef der ägyptischen Antikenverwaltung innehat, so zieht der doch im Hintergrund immer wieder die Fäden. Das zeigte sich beispielsweise beim Cheops-Skandal um die Deutschen Stefan Erdmann und Dr. Dominque Görlitz, über den hier vielfach berichtet wurde.

Dr. Hawass und “die aufregendste Entdeckung meines Lebens”, die “er” in Gizeh machte

Der Archäologe Dr. Hawass, spätestens seit der inszenierten „Live-Öffnung“ des Sperrstein am Ende des Gantenbrink-Schacht der Cheops-Pyramide im September 2002 spöttisch mit „Indianer Jones“ verglichen, sorgte durch eine andere Entdeckung ebenso für Schlagzeilen. Auch wenn ihn die TV-Show 2002 weltweit bekannt machte, so war und ist der Ägyptologe immer wieder für fragliche Überraschungen gut. Beispielsweise im Sommer 2015, als sich Hawass bei einem Vortrag von Graham Hancock in Beschimpfungen gegen den Autor Robert Bauval verlor. Und er dabei ganz nebenbei behauptet, dass es die sensationellen Ruinen von Göbekli Tepe in der Türkei nicht gibt bzw. wenn, dass sie niemals 12.000 Jahre alt sein können. Zum Vergleich: Die Cheops-Pyramide in seinem Land ist “erst” rund 4.500 Jahre alt.

Dr. Zahi Hawass: Er kennt als Archäologe die sensationelle Ruinen von Göbekli Tepe nicht! (Bild: gemeinfrei/WikiCommons / L.A. Fischinger)
VIDEO: Dr. Zahi Hawass: Er kennt als Archäologe die sensationelle Ruinen von Göbekli Tepe (angeblich) nicht! (Bild: gemeinfrei/WikiCommons / L.A. Fischinger)

Aber eine Sensation hatte Dr. Zahi Hawass schon vor bald zwei Jahrzehnten zu melden. Er persönlich habe, so ließ er es 1999 verkünden, einen fast 30 Meter tiefen, senkrechten Schacht „genau in der Mitte zwischen der Chephren-Pyramide und der Sphinx“ gefunden.[i] Im inneren des unterirdischen Systems lagen eine Reihe von Kammern verborgen, die Hawass als „Osiris-Grab“ bezeichnete und die Anlass zu Spekulationen gaben und noch immer geben. Immerhin war auch Hawass mehr als begeistert über den Grabfund, den er “die aufregendste Entdeckung meines Lebens” nannte.

Die Spekulationen um das seltsame Grab eines Gottes reißen weiterhin nicht ab. Auch wenn mehrere Vor-Ort-Besuche die ganze Sache weniger spektakulär erscheinen lassen und eine ganze Reihe Irrtümer in der Diskussion über die Grabanlage offenbaren, wie ich 2015 in meinem Buch “Rebellion der Astronautenwächter” berichtete. Auch gab es unlängst Untersuchungen der “National Research Institute of Astronomy and Geophysics” in Kairo mit dem “Ground Penetrating Radar” (GPR) dieses und anderer Gebiete auf dem Plateau von Gizeh. Diese zeigten noch weitere “Geheimkammern” usw. um die Pyramiden von Gizeh. Verborgene Räume und Schächte, die zu einem Großteil sicher Grabanlagen aus der Zeit nach den großen Pyramiden sein werden. Von diesen finden sich auf dem Plateau unzählige und auch das “Osiris-Grab” gehört dazu, da es fast 2.000 Jahre nach der Cheops-Pyramide gebaut wurde.

Diese Schachtanlage liegt auch nicht – wie sehr oft behauptet wird! – in oder unter einer Pyramide sondern unter dem Auffweg der Chephren-Pyramide. Etwa zwischen dieser und der Sphinx, was Hawass aber immer korrekt angab und es damit nicht auf “seinem Mist gewachsen” ist. Das Grab des Osiris ist folglich keine Geheimkammer in einer Pyramide, sondern liegt ein ganzes Stück weiter von ihnen entfernt.

Dennoch hieß 2006 in dem Untersuchungsbericht über die GPR-Forschungsergebnisse zum Beispiel:

Die Ergebnisse dieser Studien unterstützen die Möglichkeit der Präsenz unentdeckter Relikte von hohem Wert.” [ii]

Wenigstens etwas …

Doch schon früher waren Dr. Hawass solche Schachtanlagen unter der Erde von Gizeh und anderswo mit Sicherheit bekannt. In einer Fernsehdokumentation von 1995 beispielsweise führt er das TV-Team selber in unterirdischen Räumen herum.[iii] Am 2. März 1999 brachte der TV-Sender “FOX” sogar das Live-Spezial “Öffnung des verlorenen Grabes – Live aus Ägypten” um die Entdeckung der Kammern/Schächte und präsentierte einem erstaunten Publikum die unterirdische Welt von Gizeh.[iv]

Wie Dr. Zahi Hawass die Entdeckung von jemand anderem in seine eigene ummünzte!

Damit sind versteckte Kammern, Tunnel, Schächte und Räume bei den Pyramiden von Gizeh eine Realität. Doch zu oft werden diese aufgebauscht und es wird dabei verschwiegen, dass es auf/in Gizeh eben von Gräbern aus unterschiedlichen Zeiten nur so wimmelt. Das Plateau ist ein Schweizer Käse. Das “Osiris-Grab” wiederum hebt sich fraglos von anderen ab, steht aber archäologisch nicht allein dar.

Und hier kommt Ägyptens letzter Pharao ins Spiel:

Zahi Hawass persönlich foppte die Medienwelt mit der Aussage, er selber habe das unterirdische Grab des Gottes Osiris gefunden. Eben jene bis heute heiß diskutierte Anlage, die ich erstmals im Februar 2006 aufsuchte, als dort die oben genannten Radar-Messungen durchgeführt wurden. Diese Hawass-Behauptung wurde erst am 4. Mai 2016 von “Focus online” in einem Online-Video und dem zugehörigen Artikel “Archäologische Sensation in Pyramide gefunden” neu belebt. Im Zusammenhang mit den Untersuchungen im Grab des Tutanchamun haben verschiedene Mainstream-Medien über diverse Themen der Ägyptologie berichtet. So eben auch der “Focus” über Hawass “seine” spektakuläre Entdeckung vor etwa 20 Jahren.

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Hawass im erneut zitierten Interview zu dem Fund der Grabanlage:

“Ich habe mit diesem Schacht zwei wichtige Entdeckungen gemacht, die erste ist, das es sich um das Grab handelt, dass Herodot beschrieben hat. Niemand ahnte, dass es tatsächlich existierte, bis ich es ausgegraben habe und den Sarkophag fand. Die zweite Entdeckung ist, dass es sich um ein symbolisches Grab für den Totengott Osiris handelt, Osiris der auch über das unterirdische Labyrinth von Gizeh regierte. Ich muss sagen das Osiris Grab ist wirklich die aufregendste Entdeckung meines Lebens.

Bravo, Herr Dr. Hawass, für diese dreisten Lügen damals! Beim Bart des Pharao und bei Hut von Indiana Jones – die Ehre der Entdeckung gebührt einem anderen Ägyptologen. Hawass sagte rund um die Umstände der Entdeckungen nicht die Wahrheit.

Es war der Ägyptologe Professor Dr. Selim Hassan, der das “Osiris-Grab” schon bei seinen Grabungen in den Jahren 1933 und 1934 entdeckte und dokumentierte und nicht Hawass.[v] Dr. Hassan war es übrigens auch schon, der die Grabanlage damals auf etwa 600 vor Christus datierte. Das muss einem Ex-Chef der Antikenverwaltung, Ägyptologe und einstmals Wächter der Grabungen und Forschungen in Gizeh und ganz Ägypten bei seinen Interviews um 1999 bekannt gewesen sein.

Hawass und die jüdische Weltverschwörung

Wohlwollend könnte man annehmen, dass Zahi Hawass tatsächlich nichts von den Entdeckungen seines früheren Kollegen Selim Hassan wusste. Ob das aber irgendwie glaubhaft erscheint, ist fraglich. Dr. Hawass als Teil der ehemaligen Elite unter der Regierung von Präsident Muhammad Husni Mubarak glaubt so oder so an eine Verschwörung gegen ihn, weshalb er im Juli 2011 seine Ämter endgültig verlor. Selbst an eine jüdische Weltverschwörung glaubt Hawass, wie er es beispielsweise in einem TV-Interview am 11. Februar 2009 im ägyptischen Fernsehen erzählte.

Dr. Dominique Görlitz und Lars A. Fischinger im Interview zu den Rätseln der Cheops-Pyramide und dem "Cheops-Projekt" (Bild: L. A. Fischinger)
VIDEO: Dr. Dominique Görlitz und Lars A. Fischinger im Interview zu den Rätseln der Cheops-Pyramide und dem “Cheops-Projekt” (Bild: L. A. Fischinger)

Auch Stefan Erdmann und Dr. Dominique Görlitz sowie Robert Bauval gehören dieser geheimen Weltherrschaft der Juden an. So zumindest seine haarsträubenden Aussagen im Rahmen der Kontroversen um den Cheops-Skandal. Hawass unterstellte ihnen nämlich, dass sie die Cheops-Pyramide neu und älter datieren und die Juden zu den Bauherren erklären wollen. Die beiden Deutschen bzw. alle alle Drei wollen mit ihrem “Cheops-Projekt” nichts anders, als belegen, dass vor 15.000 Jahre die Juden die mächtigen Monumente von Gizeh erbaut hätte, so Zahi Hawass.

Dass das Unfug ist, wird allein schon durch die Tatsache belegt, dass es vor 15.000 Jahren noch gar keine Juden gab. Noch sehr lange nicht, weshalb es wohl mehr als schwer sein würde, diesem Volk den Bau der Pyramiden von Gizeh vor 15 Jahrtausenden zuzusprechen. Aber vielleicht ist dies dem Ägyptologen ebenso entgangen, wie die (anerkannten) Ausgrabungen und Forschungen in Göbekli Tepe in Anatolien, die vor allem von dem 2014 verstorbenen Archäologen Dr. Klaus Schmidt seit 1995 durchgeführt wurden. Einem Deutschen übrigens …

Immerhin glaubt Hawass an geheime Kammern in der Cheops-Pyramide. Hin und wieder zumindest, da er diesen Glauben auch gerne mal ändert. So sagte er zum Beispiel bei seiner weltweiten Vortragstournee im Juni 2013 gegenüber “LiveScience”:

Ich glaube wirklich, dass die Kammer des Cheops noch nicht entdeckt wurde und alle drei Kammern nur da sind, um die Diebe zu täuschen. Die Schätze des Cheops sind immer noch in der Großen Pyramide versteckt.

Wirklich eine schillernde Figur der Ägyptologie.

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Fußnoten

[i] Insel in der Unterwelt, Spiegel online, 30. Oktober 2000 (und Nr. 44/2000) & Hawass, Zahi, in: Newspaper Extra Bladet (Kopenhagen), vom 31. Januar 1999, „Sandpit Of Royalty“, von Dorte Quist

[ii] z. B.: Abbas, Mohamed (u. a.): Uncovering the Pyramids Plateau – Giza Plateau in a Search for Archaeological Relics by Untilizing Ground Penetrating Radar, in: NRIAG Journal of Geophysics, Special Issue, National Research Institute of Astronomy and Geophysics, Cairo 2006, S. 2

[iii] The Mystery of the Sphinx, NBC 1995

[iv] Opening The Lost Tombs, Fox TV, 2. März 1999

[v] Hassan, Selim: Excavations at Giza, vol. V: 1933-1934. Kairo 1944, S. 193ff.

 

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Ausstellungseröffnung zur Cheops-Pyramide: “Das Eisen der Pharaonen” im Galileo-Park Lennestadt am 19. März 2016: Infos und Bilder

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Ausstellungseröffnung am 19. März 2016: "Das Eisen der Pharaonen" im Galileo-Park Lennestadt (Bild: D. Görliz)
Ausstellungseröffnung am 19. März 2016: “Das Eisen der Pharaonen” im Galileo-Park Lennestadt (Bild: D. Görliz)

In den nächsten drei Tagen findet im Galileo-Park Lennestadt die Sneak- Preview für die Presse und alle geladenen Gäste des Galileo-Parks statt. Mehr als 220 Personen haben für die Veranstaltungen gemeldet. Auf 400 Quadratmetern können sich die Besucher in einer aufwendigen und multimedialen Sonderausstellung alles Wissenswerte über das Eisen der Pharaonen ansehen. Für die Besucher haben Görlitz und das Team vom Galileo-Park aufwendige Nachbauten aus dem Inneren der Cheops-Pyramide, wie z.B. den Aufsteigenden Gang oder die Königskammer im Maßstab 1 : 2, gefertigt. Dort kann man sich auch die rätselhaften schwarzen Zungen an der Decke der Pyramide in Originalgröße anschauen.

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Fischinger Online Mystery-Kanal bei YouTube abonnierenVon Lars A. Fischinger

Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Nun ist es bald soweit: Die bereits auf diesem Blog bzw. in einem Video auf meinem YouTube-Kanal (siehe Video unten) genannte Ausstellung “Das Eisen der Pharaonen” in den “Sauerland-Pyramiden” Lennestadt steht vor der Eröffnung.

Der Ausstellungs-Kuraktor Dr. Dominique Görlitz hat bei Facebook dazu nun weitere Details veröffentlicht:

Die Ausstellungseröffnung “Das Eisen der Pharaonen” im Galileo-Park Lennestadt am 19. März 2016

“Die neue Sonderausstellung präsentiert in aufwendigen Inszenierungen die Ergebnisse des Cheops-Projektes, welche im April 2013 von Dominique Görlitz und Stefan Erdmann erbracht worden sind. Mit diesen Befunden aus dem Inneren der Cheopspyramide und der Unterstützung zahlreicher interdisziplinär arbeitender Wissenschaftler stellt diese Ausstellung die gängigen Theorien der Ägyptologen auf den Prüfstand: Das Hauptergebnis stellt die Entdeckung von Eisenoxid an der Decke der Königskammer dar. Eisen hat es nach der bisherigen Auffassung zur Zeit der Erbauung der Cheops-Pyramide in der Mitte des 3. Jahrtausends v. Chr. jedoch noch nicht gegeben. Dieses Paradigma muss nach dem Cheops-Projekt revidiert werden, weil die Forschungsergebnisse auch durch Spezialisten der TU Bergakademie Freiberg begutachtet und für authentisch eingeschätzt wurden.

Interview & Pressemitteilung: Der Cheops-Skandal um Stefan Erdmann und Dr. Dominique Görlitz: juristisch überaus fragwürdig! (Bild: L. A. Fischinger)
Der Cheops-Skandal um Stefan Erdmann und Dr. Dominique Görlitz: juristisch überaus fragwürdig! (Bild: L. A. Fischinger)

Eines der Kardinalprobleme des Pyramidenbaus, nämlich die Frage, wie die mehr als 60 Tonnen schweren Granitblöcke ohne Rampen auf den Pyramidenstumpf transportiert wurden, wird in der Ausstellung diskutiert. Nach Görlitz wurden die Granitblöcke für die Entlastungskammern mit Hilfe der Keil-Hebetechnik von Schicht zu Schicht auf die Pyramide angehoben. Diese Hebetechnik können die Besucher in einem kleinen Experiment mit Hilfe eines Betonsteins und kleiner Keile selbst ausprobieren!

Die Ausstellung thematisiert aber noch viele weitere Fragen rund um das alte Ägypten. In einem eigens gefertigten Kino können die Besucher sich auf den Film “Das Cheops-Projekt” anschauen. Außerdem werden die im Rahmen des Cheops-Projektes erbrachten Eisenfunde in einen größeren Zusammenhang mit den Handelsbeziehungen der Ägypter gebracht. Die Präsentation geht auch auf die rätselhafte Steinbearbeitung auf dem Giza-Plateau und die astronomische Ausrichtung der Pyramiden ein. Damit ist diese Wissensschau für Laien wie auch für Berufsarchäologen eine bestens geeignete Plattform, um den gegenwärtigen und z.T. widersprüchlichen Wissensstand zum alten Ägypten erkenntnisoffen zu diskutieren.

Die Ausstellung läuft vom 19.3. bis 19. November 2016. Der Galileo-Park hat in den Ferien in NRW auch täglich geöffnet; nur außerhalb der Ferien ist montags Ruhetag. Bitte schauen Sie auch auf die Homepage des Galileo-Parks aufgrund möglicher kurzfristiger Änderungen.

Ausstellung "Das Eisen der Pharaonen" im Galileo-Park Lennestadt (Bild: D. Görlitz)
Impressionen der Ausstellung “Das Eisen der Pharaonen” im Galileo-Park Lennestadt [zur Großansicht anklicken] (Bilder: D. Görlitz)

Video zum Kongress “Die Geheimnisse der Sphinx”:

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+++ YouTube-Video +++ Die Geheimnisse der Sphinx, die Rätsel der Cheops-Pyramide und das Cheops-Projekt: Internationaler Kongress im Sauerland

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Die Geheimnisse der Sphinx, die Rätsel der Cheops-Pyramide und das Cheops-Projekt: Internationaler Kongress im Sauerland (Bild: L. A. Fischinger)
Die Geheimnisse der Sphinx, die Rätsel der Cheops-Pyramide und das Cheops-Projekt: Internationaler Kongress im Sauerland (Bild: L. A. Fischinger)

Im Sommer 2015 fand in Lennestadt bei den „Sauerland-Pyramiden“ der Kongress „Das Cheops-Projekt“ statt. Als Referenten waren neben Stefan Erdmann und Dr. Dominique Görlitz (die „Auslöser“ des „Cheops-Skandal“) Robert Bauval und David Rohl mit dabei. Nun gibt es einen weiteren Kongress inklusive einer entsprechenden Ausstellung rund um die Rätsel der Cheops-Pyramide, Gizeh und auch der Sphinx in Lennestadt: Der Kongress „Die Geheimnisse der Sphinx“ im dortigen Galileo Park. Auch Erich von Däniken wird vor dem Kongress vor Ort anwesend sein. Alle Infos rund um diese Tagung und weitere Hintergründe erfahrt Ihr in einem neuen Video auf meinem YouTube-Channel und hier.

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Von Lars A. Fischinger

Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Vom 29. April bis 1. Mai 2016 steht Lennestadt im Sauerland und vor allem der dortige Galileo Park mit seinen „Sauerland-Pyramiden“ wieder ganz im Zeichen der Mysterien und Fragen rund um das alte Ägypten.

Von den offenen Fragen zum Bau der Cheops-Pyramide über die Rätsel der Sphinx bis zu den ungelösten Mysterien von Gizeh reichen die Themen. Neben den Informationen in meinem neuen YouTube-Video findet Ihr alles nochmal detailliert zusammen mit dem Programm weiter unten.

Worum es bei dem Kongress “Die Geheimnisse der Sphinx” genau geht, berichte ich Euch in diesem neuen Video auf YouTube:

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+++Ich freue mich über Eure Ansichten, Postings, Kommentare und Meinungen bei YouTube dazu und wenn Ihr meinen Mystery-Channel abonniert – sowie Euren Daumen hoch für meine Arbeit. +++

Programm “Die Geheimnisse der Sphinx”

Kongressort: Galileo-Park, Sauerland-Pyramiden 4-7, 57368 Lennestadt-Meggen
Kongressdatum: 29. April  bis  1. Mai 2016

Ablaufsplan:

(Stand: 9. März 2016 / Änderungen vorbehalten)

"Die Geheimnisse der Sphinx" - Flyer des Kongresses (Bild: D. Görlitz / St. Erdmann / Galileo-Park.de)
“Die Geheimnisse der Sphinx” – Flyer des Kongresses (Bild: D. Görlitz / St. Erdmann / Galileo-Park.de)

Ablaufplan Freitag

Zusatz-Event: (kostenpflichtig)

  • 17.00 Uhr Einlass Vortrag “Unmögliche Wahrheiten” von Erich von Däniken (Pädagogischen Zentrum Lennestadt-Meggen)
  • 18.00 Uhr Vortrag von Erich von Däniken

Ablaufplan Samstag

  • 10.00 Uhr Einlass und Begrüßung
  • 10.15 Uhr 1. Vortrag: Dr. Dominique Görlitz: „Ungelöste Rätsel des Baus der Großen Pyramide von Giza“
  • 11.15 Uhr Wechselpause
  • 11.30 Uhr 2. Vortrag: Prof. Dr. Robert Schoch: „The Secrets of the Sphinx“
  • 12.30 Uhr Mittagspause
  • 13.30 Uhr 3. Vortrag: David Rohl: „Rostau: A Necropolis and Ritual Site at Giza Before the Pyramids”
  • 14.30 Uhr Wechselpause
  • 14.45 Uhr 4. Vortrag: Robert Bauval: „The unsolved Mysteries of the Great Pyramid”
  • 15.45 Uhr Kurzpause (30 min.)
  • 16.15 Uhr 5. Vortrag: Stefan Erdmann: „Die technischen Hintergründe der Cheops Pyramide“
    Interview & Pressemitteilung: Der Cheops-Skandal um Stefan Erdmann und Dr. Dominique Görlitz: juristisch überaus fragwürdig! +++Plus YouTube-Video+++ (Bild: L. A. Fischinger)
    Interview & Pressemitteilung: Der Cheops-Skandal um Stefan Erdmann und Dr. Dominique Görlitz: juristisch überaus fragwürdig! +++Plus YouTube-Video+++ (Bild: L. A. Fischinger)
  • 17.45 Uhr Abendessenspause
  • 19.00 Uhr Abend-Programm: Musikeinführung, Preview Trailer mit Filmausschnitten, Podiumsdiskussion mit den Referenten
  • 21.00 Uhr Get together mit den Referenten im Tagungshotel “Schweinsberg”

Ablaufplan Sonntag

(für spät Anreisende Wiederholung des Freitagprogramms, ohne Vortrag von Erich von Däniken)

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Neue Denkansätze für die Ägyptologie: Der Kongress “Das Cheops-Projekt” in Lennestadt setzte Akzente für die weitere Erforschung der Frühzeit des Pharaonenreichs

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"Das Cheops-Projekt": Die Referenten (Bild: L.A. Fischinger)
“Das Cheops-Projekt”: Die Referenten (Bild: L.A. Fischinger)

Über einen höchst erfolgreichen Verlauf des Kongresses “Das Cheops-Projekt”, der am 22. und 23. August 2015 in den Sauerland-Pyramiden bei Lennestadt stattfand, können sich sowohl die Veranstalter, die beteiligten Forscher und auch die Besucher/innen der Veranstaltung freuen. Im Verlauf der Veranstaltung wurde nicht nur deutlich, dass sich die offizielle Ägyptologie in wesentlichen Fragen in Sackgassen manövriert hat, sondern es konnten auch Wege aus der Stagnation skizziert und neue Denk- sowie Forschungsansätze präsentiert werden.

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Fischinger Online Mystery-Kanal bei YouTube abonnierenVon Lars A. Fischinger

(Text der Veranstalter / Links & Bilder von mir eingefügt)

Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

“Über einen höchst erfolgreichen Verlauf des Kongresses ‘Das Cheops-Projekt’, der am 22. und 23. August 2015 in den Sauerland-Pyramiden bei Lennestadt stattfand, können sich sowohl die Veranstalter, die beteiligten Forscher und auch die Besucher/innen der Veranstaltung freuen. Im Verlauf der Veranstaltung wurde nicht nur deutlich, dass sich die offizielle Ägyptologie in wesentlichen Fragen in Sackgassen manövriert hat, sondern es konnten auch Wege aus der Stagnation skizziert und neue Denk- sowie Forschungsansätze präsentiert werden.

Eisen im Alten Reich – Die Rampen-Theorie zum Bau der Pyramiden hat endgültig ausgedient

Dr. Dominique Görlitz machte mit seinem Auftaktreferat zu den von Stefan Erdmann entdeckten schwarzen ‘Zungen’ an der Decke der Königskammer deutlich, dass es sich hierbei um authentische Rückstände magnetithaltigen Eisenoxids handelt. Anhand der vorliegenden Befunde ist davon auszugehen, dass die Ägypter bereits in der IV. Dynastie – also vor ca. 4.600 Jahren – die Herstellung von Schmiedeeisen beherrschten. Die klassische Vorstellung der Abfolge so genannter Material-Zeitalter (Stein-, Kupfer-, Bronze- und Eisenzeit) sei damit, was Nordostafrika betrifft, nicht länger haltbar.

Das Cheops-Projekt - Video auf YouTube zum Kongress in Lennestadt (Bild: L.A. Fischinger)
Das Cheops-Projekt – Video auf YouTube zum Kongress in Lennestadt (Bild: L.A. Fischinger)

In Hinsicht auf den Bau der Großpyramiden auf dem Gizeh-Plateau ergibt sich aus dieser Erkenntnis die revolutionäre Theorie zur vertikalen Bewegung tonnenschwerer Megalith-Bauelemente. Dazu rekonstruierte Görlitz eine Technologie mittels der Nutzung eiserner Transportklammern und dem mechanischem Aufkeilen der Riesen-Blöcke durch die Bauleute der Alten Pharaonen.

Diese Methode, die in Lennestadt am 2. Kongresstag bereits zum zweiten Mal den experimental-archäologischen Praxistest bestanden hat (siehe unten / Anm. L.A.F.: Ich habe den Hebeversucht vor Ort gefilmt – ggf. für meinen YouTube-Kanal.), weist ein weitaus größeres Erklärungspotential auf, als die letztlich höchst fragwürdige, in der Ägyptologie akzeptierte Annahme gewaltiger Rampen, über welche hunderte von Arbeitern die Riesen-Steine zum Einbau in die Pyramiden emporgeschleift haben sollen. Diese unhaltbare und praxisfremde Theorie ist durch Görlitz‘ Forschungen fachwissenschaftlich und empirisch widerlegt.

Folgenschwere Ermittlungsergebnisse zur ‘Königskartusche’

Im zweiten Vortrag legte Stefan Erdmann die Ergebnisse seiner mehr als anderthalbjährigen, akribischen Ermittlungen zur Frage der Authentizität der so genannten Khufu- oder Königskartusche vor. In der klassischen Ägyptologie betrachtet man diese Kartusche seit Jahrzehnten allgemein als unwiderruflichen Beweis, dass der Pharao Khufu (griech.: Cheops) der Bauherr der Großen Pyramide gewesen sei. In der Vergangenheit waren zwar wiederholt Zweifel an der Echtheit der Kartusche geäußert worden – z.B. durch den bekannten Autor Zecharia Sitchin -, aber die bisher vorgebrachten Argumente dafür, dass es sich bei diesem eher unscheinbaren roten Graffito um eine Fälschung des Pyramidenforscher-Pioniers Howard Vyse und seiner Mitarbeiter handele, hatten sich als nicht stichhaltig erwiesen.

Video: Geheimkammern in Gizeh: Gibt es eine Verschwörung um die Cheops-Pyramide und unbekannte Kammern? (Bild: gemeinfrei / L.A. Fischinger)
VIDEO: Gibt es eine Verschwörung um die Cheops-Pyramide und unbekannte Kammern? (Bild: gemeinfrei / L.A. Fischinger)

Zusammenfassend kam Stefan Erdmann zu dem Ergebnis, dass es klare optische Befunde an dem „Kh“-Zeichen der Kartusche dafür gibt, dass Vyse daran nachträglich Veränderungen vorgenommen hat, die den Fälschungsvorwurf tendenziell rechtfertigen. Damit ist die gängige Annahme der Authentizität der Kartusche so schwer erschüttert, dass dieses Graffito keinerlei Beweiskraft mehr hat, was die Bauherrenschaft des Cheops betrifft. Dieses Ergebnis wird durch Stefan Erdmann und Dominique Görlitz jedoch nicht als Argument dafür herangezogen, Cheops generell als Bauherrn in Frage zu stellen. Lediglich diese Kartusche fällt aus der Beweiskette heraus.

Sowohl Erdmann und Görlitz als auch andere Kongressteilnehmer betonten, dass nun die zuständigen Stellen in Kairo in der Pflicht stehen, entweder die Ergebnisse der zwischen 2004 und 2006 erfolgten Beprobung zur Überprüfung durch die weltweite Wissenschaftsgemeinde vorzulegen oder die Authentizitäts-Frage durch erneute, transparente, d.h. international kontrollierte naturwissenschaftliche Material-Analysen definitiv zu klären.

Podiumsdiskussion (Bild: L.A. Fischinger)
Podiumsdiskussion (Bild: L.A. Fischinger)

David Rohl: Die ägyptische Kultur hat ihre Ursprünge im vorzeitlichen Mesopotamien

Mit dem Vortrag von David Rohl stellte sich erstmals ein etablierter und weltbekannter Ägyptologe vor die beiden deutschen Forscher. Zudem reiste auch die deutsche Ägyptologin Dr. Renate Germer (Universität Hamburg) an, welche die Forschungen von Dr. Dominique Görlitz nach seinem Vortrag sehr positiv reflektierte.

David Rohl beschäftigt sich in seinem mitreißenden Vortrag intensiv mit den prädynastischen Kontakten zwischen Mesopotamien und der Nilzivilisation. Dazu legte er überzeugende kulturhistorische und archäologische Befunde zur Stützung seiner Annahme vor, dass die vorzeitliche Nilkultur erhebliche kulturelle Stimuli aus dem fernen Zweistromtal erhielt. Rohl schlägt damit in dieselbe ‘Kerbe’ wie Görlitz, der in Buch und Film zum Cheops-Projekt zum Ausdruck bringt, dass sich die steinzeitliche afrikanische Kultur so sehr von der nachfolgend erscheinenden ägyptischen Kultur unterscheidet, dass ein massiver überseeischer Kulturtransfer angenommen werden muss.

Auf neuen Forschungswegen: die Referenten in Lennestadt (Bild: L.A. Fischinger)
Auf neuen Forschungswegen: die Referenten in Lennestadt (Bild: L.A. Fischinger)

Die Darlegungen der englischen Archäologen wurden von ihm so exzellent in Wort und Bild präsentiert, dass auch die in der englischen Sprache weniger versierten Gäste seinen hervorragenden Vortrag genießen konnten.

Robert Bauval: Ungelöste Mysterien der Großen Pyramide von Giza

Robert Bauval, Bestsellerautor und Pyramidenforscher, sprach als letzter Referent. Sein Vortrag wurde zu einem weiteren Höhepunkt des Kongresses. Dies lag nicht nur an seinen überaus spannenden Informationen zum möglichen kulturhistorischen Hintergrund der Cheops-Pyramide, die seiner Meinung nach ein Mehrzweckbauwerk darstellt, welches nicht zuletzt nach dem Tod des Pharaos seine Seele zu den Sternen geleiten sollte.

Zudem zog Bauval durch den Vergleich mit Rudolf Gantenbrinks UPOAUT Forschungen Parallelen zum Cheops-Skandal. In eindringlichen Worten legte er den Finger auf die ‘wunden Stellen’ aktueller Ägyptologie, die scheinbar nur noch wenig Interesse an einer erkenntnisoffenen und ideologiefreien Erforschung der ägyptischen Altertümer zeigt. Bauval verteidigte eindringlich das Cheops-Projekt, welches ausschließlich zum Ziel gehabt habe, das hohe kulturelle Erbe der ägyptischen Hochkultur zu erforschen, wie es eine innovative Wissenschaft im 21. Jahrhundert eben erfordere.

Angeregte Publikumsdiskussion mit den Referenten

Am zweiten Kongresstag hatten die Besucher zunächst die Möglichkeit zur Diskussion mit den vier Referenten, die sich auf dem Podium in der ‘Großen Pyramide’ von Lennestadt den Fragen des Publikums stellten. Erweitert wurde die Expertenrunde durch den Geographen und Sternbildforscher Dr. Kai Helge Wirth sowie durch den Wissenschaftspublizisten Bernhard Beier.

Gab es eine Art Bundeslade auch in der Alten Welt bei den Azteken? (Bild: L. A. Fischinger / gemeinfrei / WikiCommons/ Bearbeitung: L. A. Fischinger)
ARTIKEL: Gab es eine Art Bundeslade auch in der Alten Welt bei den Azteken? (Bild: L. A. Fischinger / gemeinfrei / WikiCommons/ Bearbeitung: L. A. Fischinger)

Dabei blieb es keineswegs bei der Klärung allgemeiner Fragen, wie: Was bewegt Kritiker des derzeitigen Pyramiden-Paradigmas dazu, die Funktion dieser Bauwerke als Grabstätten der Pharaonen infrage zu stellen? Vielmehr reichte das Spektrum der angerissenen Themen – zu einer tiefer gehenden Debatte ließ der eng gesteckte Terminplan leider keine Zeit – z.B. bis hin zu Detailproblemen der Analyse-Möglichkeiten bei der geforderten Untersuchung der ‘Königs-Kartusche’.

Besonderes Interesse zeigte das Auditorium auch an den frühen nautischen Fähigkeiten und Leistungen alter Kulturen im Allgemeinen und insbesondere der Ägypter. So wurde die Frage aufgeworfen, ob tatsächlich Spuren altägyptischer Expeditionen in Nordamerika und Australien existieren. Der Ägyptologe David Rohl verneinte dies zwar, verwies aber – man denke hier z.B. an die Nikotin- und Kokainfunde in ägyptischen Mumien – auf die grundsätzliche Möglichkeit phönizischer ‘Auftragsfahrten’ in die Neue Welt. Zudem sei aufgrund zahlreicher Entdeckungen von Felsritzungen mit der so genannten Ogham-Schrift in Amerika auch die Frage transatlantischer keltischer Seereisen ernsthaft zu diskutieren.

Hebeexperiment erfolgreich wiederholt

Getreu dem Grundsatz ,ein Experiment und seine Ergebnisse müssen jederzeit reproduzierbar sein’, organisierte Dr. Dominique Görlitz in Zusammenarbeit mit dem Galileo-Park Lennestadt eine Wiederholung des Hebe-Experiments vom April 2015. Mit diesem Experiment wurde die praktische Anwendbarkeit der von ihm rekonstruierten Methode zum vertikalen Transport gewaltiger Steinblöcke durch die Altägypter erstmals unter Beweis gestellt.

Das Cheops-Projekt: Diesen Betonblock halt bes anzuheben (Bild: L.A. Fischinger)
Das Cheops-Projekt: Diesen Betonblock galt es anzuheben (Bild: L.A. Fischinger)

Unter den Augen von mehr als 100 Gästen der Veranstaltung hoben nur zwei (!) Mitarbeiter des ABORA-Teams mit eingesetzten Keilen aus Eisen bzw. Eichenholz den mehr als 16 Tonnen schweren Betonblock an. Für die Gäste war es aufschlussreich zu sehen, dass sich Holzkeile viel leichter als solche aus Metall unter den schweren Stein eintreiben ließen.

Mit diesem Hebeversuch konnte der Chemnitzer Experimentalarchäologe seine Theorie empirisch untermauern und transparent machen, warum die Keil-Hebetechnik das Standard-Paradigma der Ägyptologen zum Großstein-Transport im wahrsten Sinne des Wortes ‘aushebelt’. Fast alle Ägyptologen gehen noch immer davon aus, dass die Altägypter schwere Lasten ausschließlich nur durch Schleppen und Ziehen in vertikaler Richtung über Rampen bewegen konnten. Das Experiment von Lennestadt dokumentiert jedoch, dass effiziente Hebetechniken bereits im Alten Reich praktikabel waren.

Gestützt wurde durch die Experimente mit dem Betonblock aber auch die der Rekonstruktion dieser Transport-Technik zugrunde liegende Interpretation der Magnetit-‘Zungen’ in der Königskammer der Cheops-Pyramide: Auch auf dem Betonblock, an dem seit April die Eisenklammern befestigt sind, entstehen an den entsprechenden Stellen Ablagerungen von Eisenoxid (s. Bild unten, Anm.: L.A.F.). Diese Patina hat stetig zugenommen und zeigt immer größere Ähnlichkeit mit den Anhaftungen in der Königskammer.

Das Cheops-Projekt - Das Eisen der Pharaonen: Die Anhaftungen am Betonblock (Bild: D. Görlitz)
Das Eisen der Pharaonen: Die Anhaftungen am Betonblock [zur Großansicht anklicken] (Bild: D. Görlitz)

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Kongress in Lennestadt: “Das Cheops Projekt” – Eisen in der Cheops-Pyramide und die Rätsel von Gizeh (YouTube-Video zum Kongress im “Galileo-Park” rund um den “Cheops-Skandal”)

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"Das Cheops-Projekt": Kongress im August im "Galileo-Park" (Bild: L.A. Fischinger)
“Das Cheops-Projekt”: Kongress im August im “Galileo-Park” (Bild: L.A. Fischinger)

In der Vergangenheit haben die beiden Hobbyforscher Dr. Dominique Görlitz und Stefan Erdmann durch den weltweiten “Pyramiden-Skandal” um die angebliche Zerstörung der Cheops-Pyramide in Gizeh für Schlagzeilen gesorgt. Weniger wurde von den Massenmedien jedoch bemerkt, dass es in diesem Zusammenhang auch um ein andere Thema gibt: Hatten die alten Ägypter bereits Eisen beim Bau der Pyramide des Cheops benutzt? Dazu wird es im August 2015 den Kongress “Das Cheops-Projekt” mit Erdmann und Görlitz geben. Mit dabei sind auch Robert Bauval und David Rohl. Das Programm und alles zum Kongress in einem neuen Video bei YouTube.

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Von Lars A. Fischinger

Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Am 22. und 23. August findet im “Galileo Park” in Lennestadt, bei den sog. “Sauerland-Pyramiden” der Kongress “Das Cheops-Projekt” statt. Im Zuge dieser Tagung werden nicht nur die neuen Erkenntnisse rund um den “Cheops-Skandal” dargelegt, sondern auch ein “Hebexperiment” mit einem 15 Tonnen schweren Stein durchgeführt. ebenso wird die Frage diskutiert, ob die alten Ägypten tatsächlich Eisen beim Bau der Cheops-Pyramide verwendet haben.

Neben Stefan Erdmann und Dominique Görlitz halten auch der Ägyptologe David Rohl und der Mystery-Autor Robert Bauval Vorträge. Bauval ist bis heute in der Grenzwissenschaft vor allem durch seine Orion-These von 1994 bekannt, wonach Gizeh nach dem Sternbild des Orion mittels eines “Masterplan” der Vorzeit errichtet wurde. Das Programm findet Ihr nach dem Video.

Alle Informationen zur kommenden Tagung im Sauerland in diesem Video.

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Programm

Erleben Sie ein Wochenende rund um das Rätsel der Erbauung der ägyptischen Pyramiden. Die Experimental-Forscher Dominique Görlitz und Stefan Erdmann präsentieren die Premiere des Videos zu ihren Forschungen rund um die Cheops-Pyramide und ihre sensationellen Entdeckungen. Die Kongressbesucher werden live Zeugen eines Experimentes zur Klärung der Frage, wie mit einfachsten Mitteln tonnenschwere Blöcke angehoben werden konnten – und wie die Pyramiden erbaut worden sein könnten. Die Bestseller-Autoren Robert Bauval und David Rohl sprechen über weitere Rätsel der altägyptischen Zivilisation. Ein MUSS für jeden an Pyramidenforschung Interessierten.”

Die Referenten:

Dr. Dominique Görlitz

“Das Eisen der Pharaonen“

Deutscher Experimentalarchäologe, Buchautor, Filmemacher und 5 Sterneredner

Stefan Erdmann 

“Das Rätsel um die Cheops-Kartusche“

Ägypten-Forscher, Pyramidenexperte und Buchautor

Ägyptologe David Rohl

“The Egyptian Genesis“

Ägyptologe, Bestseller-Autor, Leiter des Institutes “Study of Interdisciplinary Sciences” London, Direktor der “Eastern Dessert Survey” Forschungsgruppe

Robert Bauval 

“The unsolved Mysteries of the Great Pyramid“

Ägypten-Forscher und Pyramidenexperte, Bestseller-Autor

Das Kongresshotel:
Hotel Schweinsberg-Lennestadt

www.hotel-schweinsberg.de

info@hotel-schweinsberg.de

Achtung – Das Kongresshotel ist nicht der Veranstaltungsort, es dient den Kongressteilnehmern ausschließlich zur Übernachtung!

Kongressgebühr: 

€ 70,-

Preis beinhaltet:

  • 3 Eintrittskarten für den Galileo-Park und Ausstellungen (21.-23.08.)
  • Teilnahme am Kongress (22.-23.08.)
  • Kongressmappe mit Freiexemplaren „Mysteries“ Magazin
  • 4 Getränke (Wasser, Cola, Fanta, Saft, Bier, Kaffee) pro Tag

Karten nur im Vorverkauf im Galileo-Park

Veranstalter:

Galileo-Park & Dr. Dominique Görlitz

Premium Partner:

Kopp Verlag, Mysteries Magazin, AAS, NuoViso tv

Kartenverkauf:

GALILEO-PARK (online-Shop)

Ablaufplan (Änderungen vorbehalten)

Samstag, 22.8.

  • 10:00-  Einlass in den Galileo-Park / Empfang der Kongressunterlagen
  • 11:00 – Begrüßung der Kongressteilnehmer und Vorstellung Ablauf
  • 11:30 – 1. Vortrag Dr. Görlitz (Dauer 0:50), Fragen (0:10), Pause (0:05)
  • 12:30 – 2. Vortrag S. Erdmann (Dauer 0:40), Fragen (0:10), Pause (0:05)
  • 13:30 – Mittagspause: Essen, Trinken, Ausstellungsbesuche (1:30)
  • 15:00 – 3.Vortrag  David Rohl (Dauer 0:45), Fragen (0:10), Pause(0:05)
  • 16:00 – 4. Vortrag Robert Bauval (Dauer 0:45), Fragen (0:10); P. (0:05)
  • 17:00 – Pause: Gelegenheit für Essen, Trinken, Ausstellungsbesuche
  • 18:00 – Video-Premiere von  „Das Cheops Projekt“
  • 20:00 – Ende des ersten Kongresstags
  • 20:30 – „Get together“ im Kongresshotel mit der Gelegenheit zu Gesprächen mit den Referenten

Sonntag, 23.8.

  • 10:00 – Einlass in den Galileo-Park
  • 10:30 – Podiumsdiskussion mit den Referenten
  • 12:00 – Mittagspause
  • 13:00 – Erläuterungen zu dem Hebe-Experiment
  • 13:15 – Hebeversuch an einer 15-Tonnen-Säule
  • 14:15 – Ende des 2. Kongresstages; Zeit für Ausstellungsbesuche

Moderation:

Robert Stein

Musikalische Begl.:

Mike Rubin Music

(Entnommen der Webseite des “Galileo Park”)

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“Cheops-Skandal”: Spendenaufruf für die sechs unschuldig inhaftierten Ägypter und deren Familien

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"Cheops-Skandal": Spendenaufruf für die sechs unschuldig inhaftierten Ägypter (Bild: Atlantisforschung.de / gemeinfrei / L. A. Fischinger)
“Cheops-Skandal”: Spendenaufruf für die sechs unschuldig inhaftierten Ägypter (Bild: Atlantisforschung.de / gemeinfrei / L. A. Fischinger)

Die Urteile im “Pyramiden-Skandal” um das Duo Dr. Dominique Görlitz und Stefan Erdmann sind gesprochen. Aber was wurde und wird aus den Familien der sechs in Ägypten zu je fünf Jahren Gefängnis verurteilten Ägypter? Sie stehen vor dem Nichts! Dazu an dieser Stelle ein Aufruf für die unschuldigen Frauen und Kinder der Inhaftierten zu spenden.

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Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

“Unfassbares Urteil gegen die sechs ägyptischen Begleiter erfordert unser Engagement”

Genau so muss man es nennen, was da am 11. November 2014 in einem Gericht in Ägypten geschehen ist. Wie hier berichtet, wurden Stefan Erdmann und Dr. Dominique Görlitz in Abwesenheit zu je 5 Jahren Zuchthaus verurteilt, da sie die Pyramide des Cheops beschädigt haben sollen. Ebenso verurteilt wurden sechs ägyptische Beteiligte, die in Ägypten direkt für fünf Jahre in Haft gingen.

Jeder, der schon mindestens einmal in Ägypten war, nur ganz leicht den Pfad des “Otto-Normal-Touristen” verlassen hat und Kontakt zu “Pyramiden-Wächtern” usw. hatte, weiß, dass die “verschworenen Helfer” der Aktion von Görlitz und Erdmann mit Sicherheit keine kriminellen sind. Der ein oder andere kleine Schein wandert zum Beispiel für ein Foto innerhalb der Pyramiden täglich in die Hände von Aufpassern in Ägypten. Bei deren Verdienst und nicht vorhandenen Sozialabsicherungen kein Wunder. Und ob die Vorwürfe des ägyptisches Gerichtes überhaupt den Tatsachen entsprechen, ist ebenso fraglich.

Doch nun stehen die Familien der sechs inhaftierten Ägypter vor dem Nichts. Grund genug aufgrund dieses unverständlichen Urteils des Gerichtes die Frauen und Kinder der Menschen durch Spenden zu unterstützen. Nachfolgend der Spendenanruf von Dominique Görlitz vom 18. November von der Webseite Atlantisforschung.de:

“Cheops-Skandal”: Spendenaufruf für die sechs unschuldig inhaftierten Ägypter

Viele Medien berichten einseitig über die von uns vermeintlich verursachten Schäden an der Cheops-Kartusche, obwohl wir diese Kartusche gar nicht angetastet haben. [1] Auch die gewonnenen Proben, die als Diebstahl von Artefakten oder Relikten hingestellt werden, sind Materialproben im Milligramm-Bereich [2], die für wissenschaftliche Studien gemacht wurden. Über den eigentlichen Skandal, dass sechs Männer für fünf Jahre wegen einen paar Milligramm schwarzen Puders und Farbanhaftungen ins Gefängnis gesteckt werden sollen, redet überhaupt keiner. Dieses Urteil ist unmenschlich. Diese sechs Ägypter haben Frauen und Kinder, die über dieses Terror-Urteil in schwere Not geraten. Uns tut dieser Verurteilung unsagbar leid und wir müssen unserer Verantwortung gerecht werden, die Not der Familien auf ein Mindestmaß zu lindern. Die Namen der Verurteilten sind:

  • Hamam Abdullah (SCA Inspector)
  • Sadek Abdel Aziz Omar (Guardian at Giza Pyramids Area)
  • Aly Gaber (SCA Inspector)
  • Ahmed Mohammad Ali (Guardian at Giza Pyramids Area)
  • Mohammad Farouk Omar (SCA Inspector)
  • Fergany Komaty (Tour Operator)

Die Spenden sollen die notwendigsten Ausgaben der Familien decken, bis in einer Revision hoffentlich eine gerechte Lösung gefunden wird. Ich hoffe, Ihr alle beteiligt Euch an dieser Aktion, denn der Name unserer Vereinspatronin „ABORA“ steht in der direkten Übersetzung für das „Gute“ oder „die gute, göttliche Kraft, die den Menschen immer wohlgesonnen ist“.

Der Geldfluss wird über das ABORA-Vereinskonto und von Osama Karar geregelt. (Bild: Atlantisforschung.de)
Die Spenden werden über das ABORA-Vereinskonto und von Osama Karar geregelt. (Bild: Atlantisforschung.de)

Ich habe bereits mit dem Sprecher der „Egypt’s Heritage Task Force“, Osama Karar, die notwendigen Vorbereitungen getroffen. Osama Karar versichert, dass er die Gelder gerecht an die betroffenen Familien verteilen wird. Der Geldfluss wird über das ABORA-Vereinskonto und von Osama Karar geregelt. Unser Verein wird diese Einnahmen gesondert buchen. Wir werden alle Einnahmen offenlegen und bei höheren Beträgen (über 100 € und unter Angabe der Adresse) auch mit Spendenquittungen versehen.

Bitte alle Spenden mit dem Vermerk „Hilfe für Ägypten“ versehen, damit wir die Spenden exakt zuordnen können.

Die Gelder werden sicherlich nicht den schrecklichen Verlust des Ausfalls der Einkünfte der inhaftierten Ehemänner ausgleichen, aber zumindest ein wenig bei der Überbrückung der Nöte helfen.

Ich bedanke mich bereits im Voraus bei allen, die unserem Aufruf zur Unterstützung folgen werden.

Dominique Görlitz, 18. November 2014

Ich danke Euch, Euer Jäger des Phantastischen

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Cheops-Skandal: Die Beschädigung der Cheops-Pyramide durch zwei Deutsche Privatforscher, die Klage der Ägypter und die Hintergründe

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Die Cheops-Pyramide sorgt weiter für Schlagzeilen (Bild: L. A. Fischinger)
Die Cheops-Pyramide sorgt weiter für Schlagzeilen (Bild: L. A. Fischinger)

Im Spätherbst 2013 sorgten die Deutschen Stefan Erdmann und Dr. Dominique Görlitz für einen Aufschrei in der Archäologie. Ihnen wurde und wird vorgeworfen, illegal in der Pyramide des Cheops in Ägypten Proben entnommen zu haben. Unter anderem von der wertvollen Namens-Kartusche des Pharao in einer der sogenannten “Entlastungskammmern” in der Cheops-Pyramide. Nun soll laut einem Bericht der “Wiener Zeitung” Anklage in Ägypten erhoben werden. Oder steckt sogar eine Manipulation der Ägypter selber dahinter? Details zu den Hintergründen um den “Cheops-Skandal” erfahrt Ihr hier.

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Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Ohne Zweifel ist der Namensschriftzug des Pharao Cheops, die sogenannte “Kartusche”, in einer der Entlastungskammern oberhalb der Königskammer in der Cheops-Pyramide in der Grenzwissenschaft ein bekanntes Thema. Der Grund ist vor allem der Prä-Astronautik-Autor Zecharia Sitchin gewesen, der schon im Jahr 1980/82 in seinem Buch “Stufen zum Kosmos” zu beweisen versuchte, dass diese Schrift gefälscht wurde. Damit wäre ein wichtiger Beweis der Ägyptologie für den Pharao Cheops als Bauherr der Großen Pyramide vor 4500 Jahren in Gizeh in Ägypten ein Fake! Auf diesen Webseiten habe ich das Thema immer mal wieder aufgegriffen.

Nun aber lösten die Grenzwissenschaftler Erdmann und Görlitz ab ca. Herbst 2013 einen weltweiten Skandal aus, über den vor allem natürlich auch die Presse in Deutschland berichtete. Die Kernaussage war:

Die beiden deutschen Hobbyforscher hielten sich mit einem Kamerateam zu Dreharbeiten für eine Dokumentation in der Pyramide des Cheops auf und haben dabei die Kartusche des Cheops absichtlich beschädigt. Mit Gewalt hätten sie, so weiter, Proben von der roten Schrift in der fünften Entlastungskammer genommen, um diese in Deutschland analysieren zu lassen. Es sollte so die Echtheit oder eben eine Fälschung dieser Inschrift untersucht werden. Eine Erlaubnis hatten Görlitz und Erdmann dafür nicht und sie hinterließen zerstörtes Weltkulturerbe.

Von Strafanzeigen, Diebstahl, Sachbeschädigung und einer entzünden Ägyptologin

Neu erschienen: "Das Cheops-Projekt" Cover (Bild: Kopp-Verlag)
Neu im August 215 erschienen: “Das Cheops-Projekt” Cover (Bild: Kopp-Verlag)

Die “Wiener Zeitung” hat am 14. August 2014 dazu einen sehr lesenswerten Artikel veröffentlicht, in dem die Autorin versucht die Hintergründe des Cheops-Skandals um die beiden Deutschen darzulegen. Vor allem auch deshalb, da Görlitz und Erdmann von Monica Hanna in Deutschland wegen dieser Aktion angezeigt wurde. Hanna wird zitiert:

Können Sie Proben von der Büste der Nofretete im Berliner Museum entnehmen? Können Sie das tun, ohne vom Fleck weg verhaftet zu werden? Dass Sie nur wenig entnommen haben, ist einfach eine dumme Entschuldigung! (…)

Man kann nicht Amateuren, wie diesen zwei Männern, die die Pyramide beprobt haben, erlauben zu kommen und Experimente zu machen! Sie arbeiten nicht einmal für eine richtige Universität, die eine Ägyptologie-Abteilung hat. Man kann nicht jeden, der eine verrückte Idee hat, machen lassen, was er will. Das ist Wissenschaft und kein Abenteuerroman!

Aufgrund dieser Aktion der beiden Privatforscher entwickelte sich im Herbst/Winter 2013 der Skandal, wie ich auf meinem Blog damals auch berichtete. Die “Wiener Zeitung” schreibt aktuell dazu:

Daraufhin wurden Görlitz, Erdmann, ihr Kameramann sowie ihre ägyptischen Begleiter in Ägypten angeklagt. Die Ägypter sitzen seitdem im Gefängnis, darunter die Inspektoren der Antikenverwaltung und der Reiseleiter, der die Privatgenehmigung organisiert hatte. Im September soll es zur Verhandlung kommen. In Deutschland könnte nach Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Chemnitz wegen Sachbeschädigung und wegen Diebstahls eine Strafzahlung in der Höhe von mehreren tausend Euro drohen.”

Die Zusammenfassung der Hintergründe um den Cheops-Skandal in der “Wiener Zeitung” ist erfrischend. Denn es wird von der Autorin des Artikels, Liza Ulitzka, die als freie Journalistin in Ägypten arbeitet, auch umfangreich erwähnt, was für Dominique Görlitz und Stefan Erdmann spricht. Beide streiten seit 2013 ab, dass sie die Kartusche in der Cheops-Pyramide bei ihrem Besuch im April 2013 zerstört bzw. beschädigt hätten. Auch sei die ganze Sache mit der Probe “spontan” gewesen. Vielmehr, so weiter, hätten sie auch nur Proben von daneben befindlichen Schriften/Zeichen genommen, nicht aber von der Königsinschrift selber. “Hatte er die echte Kartusche verfehlt”, fragt Ulizka dazu, “oder wollten sie vielleicht Referenzproben nehmen?”

Auch sind die Nachforschungen des bekannten Autoren Robert Bauval in der “Wiener Zeitung” geschildert worden, die Erdmann/Görlitz entlasten könnten. Bauval hatte aufgrund von Vorwürfen des ehemaligen Antikenverwalters Dr. Zahi Hawass, dass Bauval der Auftraggeber von Erdmann/Görlitz gewesen sei, selber Recherchen angestellt. (Anm.: 18. August 2015: Dazu habe ich einen umfassenden Artikel im November 2014 verfasst, der derzeit aber noch nicht beendet “auf Eis liegt”.)

Es heißt zu den Erkenntnissen von Bauval:

Bauval gelang es mit Hilfe von Fotos des amerikanischen Geologen Robert Schoch zu zeigen, dass die von den Inspektoren gefunden Meißelspuren bereits 2006 vorhanden waren.

Ebenso konnte Bauval anhand einer Folge der amerikanischen TV-Serie ,Chasing Mummies’ im History Channel feststellen, dass auch Zahi Hawass von den Meißelspuren gewusst haben musste. Denn in dieser Folge aus dem Jahr 2010 ist klar ersichtlich, wie Hawass vor der bereits beschädigten Cheops-Kartusche sitzt. Wenn es ihm nicht aufgefallen ist, wäre das für einen ausgewiesenen Ägyptologen und Pyramiden-Chef jedenfalls eine Schande. Und er wäre auf jeden Fall dafür zur Verantwortung zu ziehen, zumal die Beschädigung unter seiner “Regentschaft” passiert ist. Die spezielle Folge wurde inzwischen aus dem Internet genommen.

Die Rechercheergebnisse leitete Bauval an den damaligen Antikenminister Mohamed Ibrahim weiter, der 2014 eine neue Inspektion in Auftrag gab, mit der Anweisung, diese neuen Erkenntnisse zu berücksichtigen. Die Inspektion wurde jedoch aus ungeklärten Gründen gestoppt.”

Video: Geheimkammern in Gizeh: Gibt es eine Verschwörung um die Cheops-Pyramide und unbekannte Kammern? (Bild: gemeinfrei / L.A. Fischinger)
VIDEO: Geheimkammern in Gizeh: Gibt es eine Verschwörung um die Cheops-Pyramide und unbekannte Kammern? (Bild: gemeinfrei / L.A. Fischinger)

Zu diesem Vorwurf der Anstiftung durch Bauval und der Unterstützung durch ihn bei der Aufklärung hatte Görlitz bereits im Dezember 2013 auf seiner Facebook-Seite Stellung genommen. So schrieb er unter anderem:

Der berühmte Ägyptologe und Buchautor Robert Bauval kontaktierte mich (Dr. Görlitz), während ich mich in der vergangenen Woche in den USA aufhielt. Er bot mir Unterstützung und faire Verhandlungen mit den ägyptischen Medien in Kairo an. Der ehemalige Ex-Minister für Altertumsgüter, Zahi Hawass, verbreitet Lügen über uns und unser ,Cheops-Projekt’ Er beschuldigte sogar Robert Bauval, dass er uns zu unserer Forschungen motiviert hätte!”

Der Cheops-Skandal – was stimmt hier nicht?

Bauval legte jedoch dar, dass in einer Dokumentation aus dem Jahre 2004 die fragliche Kartusche noch vollkommen unbeschädigt gewesen sei. Im Dezember 2006 waren dann Beschädigungen vorhanden, wie Bilder von Robert Schoch zeigen. Doch wer ist tatsächlich daran schuld? Hat ein anderer Hobbyforscher gegen ein kleines Bestechungsgeld von den Pyramiden-Wärtern Zugang zu den Entlastungskammern bekommen und dabei die Kartusche beschädigt? Liza Ulitza weist aber gleichzeitig auf den Umstand hin, dass Stefan Erdmann im fraglichen Zeitraum selber in Ägypten war. Weiter weist sie darauf hin, dass Erdmann dabei auch innerhalb und außerhalb der Cheops-Pyramide Proben genommen habe. Erdmann hingegen sagt, dass er bei diesen Probenahmen nicht in den Entlastungskammern gewesen sei und deshalb für die Beschädigung nicht verantwortlich gemacht werden könne.

Der Skandal 2013 fiel auch mit einer Veranstaltung im “Galileo-Park” in Lennestadt zusammen, in dem am 12. und 13. Oktober der Kongress “Kam Kolumbus 15.000 Jahre zu spät?” stattfand. Zu diesem Thema findet Ihr auch ein Video auf meinem YouTube-Kanal, in dem es um die Frage möglicher Kontakte über den Atlantik schon vor Jahrtausenden geht (s. a. dieses Video auf meinem Kanal dazu). Bei diesem Kongress ging es auch um die angekündigte Dokumentation “Das Cheops-Projekt” von Erdmann und Görlitz und natürlich um die Analysen von Proben der Cheops-Pyramide im “Fresenius Institut” in Dresden. Vor allem aber auch um die Frage “War Cheops tatsächlich der Erbauer der großen Pyramide?”, wie es auf der Internetseite von Görlitz erläutert wird.

“Wir sind niemals mit der Absicht dahin, irgendwas kaputt zu machen oder zu schänden, sondern es ging rein um seriöse, ideologiefreie Forschung, Punkt!”, so Dominique Görlitz zu der Aufregung um ihn, Erdmann und ihrem Kamerateam.

Neue Runde im Streitfall um die Große Pyramide und Dr. D. Görlitz & St. Erdmann: Eisen in der Cheops-Pyramide? (Bild: L.A. Fischinger)
Neue Runde im Streitfall um die Große Pyramide und Dr. D. Görlitz & St. Erdmann: Eisen in der Cheops-Pyramide? (Bild: L.A. Fischinger)

Ganz interessant ist aber auch, dass Stefan Erdmann in der früheren Dokumentation “Die Cheops-Lüge” mit dem Autoren Jan van Helsing unmissverständlich davon berichtet, in den Entlastungskammern Proben genommen zu haben. Dominique Görlitz hat mit diesem ersten Cheops-Film von Erdmann aber nichts zu tun. Erschienen ist die DVD “Die Cheops Lüge” im Jahr 2007 im und spielt in Deutschland und Ägypten im Jahr 2006. Zumindest wird zu Beginn des Filmes von Erdmann und van Helsing “Kairo, die Hauptstadt Ägyptens, 2006 nach Christus” eingeblendet. Auch sehen wir in der Dokumentation mehrfach die Probeentnahmen in und an der Pyramide des Cheops, die Erdmann auch keineswegs abstreitet. Die Analyseergebnisse dieser Pyramiden-Proben vom “Fresenius Institut” sind auch klar eines der Kernthemen in “Die Cheops-Lüge” von Regisseur Christoph Lehmann. Hinsichtlich der beschädigten Kartusche des Cheops ist das Ende des Dokumentar-Spielfilmes jedoch sehr interessant.

Hier heißt es:

Nach Abschluss der Dreharbeiten zu diesem Film, reiste Stefan Erdmann zwei weitere Male nach Kairo. Wenn die Große Pyramide tatsächlich als ,Wasserhebewerk’ eingesetzt wurde, dann muss das Wasser auch in den sogenannten ,Entlastungskammern’ oberhalb der Königskammer gewesen sein. Nun raten Sie mal, was Stefan dort entdeckt hat? Nilschlamm.

Streitfall Entlastungskammern und “Korruption, Lügen und Antisemitismus”

Die Aussage bzg. der “Wasserhebewerk”-Idee ist hier nicht von Bedeutung. Sie wird in der Erdmann-van-Helsing-Doku umfassend diskutiert, da die Proben eben auf fließendes Wasser in der Cheops-Pyramide hinweisen sollen und damit einen großen Teil des Filmes einnehmen. Spannend ist die Aussage und die eingeblendeten Bilder im Abspann, dass Erdmann eben doch in den Entlastungskammern war. Die Bilder zeigen (oder sollen zeigen), wie er Schmutz-Proben vom Boden der Kammern nimmt. Da der Film 2006 spielen und gedreht worden sein soll und 2007 veröffentlicht wurde, stellt sich die Frage, wann genau Stefan Erdmann in den Entlastungskammern diese Proben nahm. “Nach Abschluss der Dreharbeiten” sagt der Sprecher im Abspann – und irgendwann zwischen 2004 und Dezember 2006 wurde die Cheops-Kartusche nach den Recherchen von Robert Bauval beschädigt.

Dominique Görlitz wiederum ließ es sich nicht nehmen, in einem Video auf YouTube vom 6. Juli 2014 umfangreich und in aller Ruhe selber zu dem gesamten Cheops-Skandal Stellung zu nehmen. Auch Robert Bauval kommt darin zu Wort. Zu dem Video heißt es unter anderem zu den Hintergründen, dass zum Cheops-Skandal in Ägypten selber ein Netz aus Lügen gesponnen wird.

Video: Der Skandal um illegale Proben deutscher Forscher in der Cheops-Pyramide: erstes offizielles Statement von Dr. Dominique Görlitz und Stefan Erdmann
Das erste offizielle Statement von Dr. D. Görlitz und St. Erdmann vom Dezember 2013 (Bild: L.A. Fischinger)

Vielleicht alles nur ein Missverständnis? Nein!

Mittlerweile verdichten sich die Hinweise auf einen politischen Skandal in Ägypten, interne Rangkämpfe, Korruption, Lügen und Antisemitismus in dem der selbsternannte ,letzte Pharao’ und Ex-Antikenminister Zahi Hawass eine gewichtige Rolle zu spielen scheint. All diese innenpolitischen Querelen werden nun auf dem Rücken der beiden deutschen Forscher und ihren ägyptischen Begleitern ausgetragen. So brachte z.B. die Aussage von Hawass, dass die deutschen Forscher von reichen Juden bestochen wurden, um die Cheops Kartusche aus ,dem Stein zu meißeln’, um diese ,umzudatieren’ und damit letztendlich jüdischen Erbauern zuzuschreiben, dass Fass in Ägypten zum überlaufen.

Diese widersinnigen Verschwörungstheorien stammen übrigens von derselben Person, welche Einfluss auf die Untersuchungskommission und die ägyptische Presse ausübt. In vielen Fällen ist dies auch die Informationsbasis deutscher Medien. Mit diesem Interview räumt Dr. Dominique Görlitz mit den vielen Spekulationen und Lügen um den ,Cheops Skandal’ auf.”

“Reiche Juden”? Tatsächlich berichtet auch die Journalistin Liza Ulizka aus Ägypten in der “Wiener Zeitung” etwas in dieser Richtung, da Zahi Hawass ja Robert Bauval der Anstiftung beschuldigte:

Auch Zahi Hawass mischte sich in den Skandal ein, obwohl er seit zwei Jahren kein Amt mehr in der Antikenverwaltung innehat. Er beschuldigt den Buchautor Robert Bauval, die Deutschen beauftragt zu haben, weil der beweisen wolle, dass die Pyramiden vor 15.000 Jahren von Juden erbaut wurden. Bauval konnte allerdings glaubhaft machen, dass er mit den beiden Deutschen bisher nichts zu tun hatte. Er blieb an dem Fall aber dran, indem er versuchte, nach Kontaktaufnahme mit Dominique Görlitz dessen Unschuld zu beweisen. Bauval gelang es mit Hilfe von Fotos des amerikanischen Geologen Robert Schoch zu zeigen, dass die von den Inspektoren gefunden Meißelspuren bereits 2006 vorhanden waren.

Schon spannend – denn vor 15.000 Jahren gab es überhaupt keine Juden …

(Anm. 18. August 2015: Der umfangreiche und oben genannte Artikel vom November 2014 zum Thema “Cheops-Skandal” und “Kartusche des Cheops” liegt zwar noch auf Eis, wird aber zu gegebener Zeit noch veröffentlicht.)

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Cheops-Pyramide: Aufregung in Ägypten um die illegale Entnahme von Proben in der Pyramide durch “alternative Geschichtsforscher”

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Pressemitteilungen zum "Pyramiden-Skandal" von Stefan Erdmann und Dominique Görlitz (Bild: L. A. Fischinger)
Der “Pyramiden-Skandal” um die Hobby-Forscher Stefan Erdmann und Dominique Görlitz (Bild: L. A. Fischinger)

Großer Streit um die „alternativen Geschichtsforscher“ Dominique Görlitz und Stefan Erdmann und ihre Probeentnahmen in der Pyramide des Cheops in Gizeh. Seit Jahrzehnten wird behauptet, dass die Inschrift mit dem Königsnamen in der Großen Pyramide eine Fälschung des Entdeckers Howard Vyse selber aus dem Jahr 1837 sei. Erdmann und Görlitz haben nun ohne Genehmigung in einer der “Entlastungskammern” eine Probe der Farbe der Inschriften genommen um diese in Dresden analysieren zu lassen. Und damit zogen sie den Zorn der Ägyptologen, der ägyptischen Behörden und auch vieler Mystery-Fans auf sich …

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