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Engel sind wahrlich keine Engel: Das völlig falsche und verzerrte Bild der lieblichen “Boten Gottes” der Bibel

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Engel – In Wahrheit waren sie alles andere als Engel. Im Gegenteil! (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

In diesen Tagen kurz vor Weihnachten sind sie wieder allgegenwärtig: Die Engel. Niedliche oder besser gesagt kitschige Darstellungen der Boten und Diener Gottes, die wir alle aus der Bibel kennen. Glauben zumindest die meisten Menschen und “Gläubigen”. In Wahrheit sind Engel alles andere als Engel in den alten Schriften und Überlieferungen. Fast alles, was heute als “Engel” gehandelt wird, ist nicht nicht nur falsch und verzerrt, sondern schlicht erfunden und falsch. In diesem Artikel erfahrt Ihr, warum die heutigen Engel schon lange nichts mehr mit ihrem wahren Ursprung zu tun haben – und dass diese Himmelswesen aus dem Hofstaat Gottes das genaue Gegenteil von dem waren, als was sie heute angesehen werden. Eine unangenehme Wahrheit, die von der Kirche längst verdreht wurde …


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Engel sind keine Engel

Jahrtausende alte Schriften und Texte aus dem Nahen Osten erzählen uns von seltsamen Wesen aus dem Himmel. Meistens werden sie darin Himmlische, Söhne Gottes, Gesandte, Göttersöhne, Wächter, himmlische Heerscharen etc. genannt. Heute kennt sie jeder unter ihrem allgemeinen Namen „Engel“.

Das Problem ist nur, dass diese „Abgesandten Gottes“ lange schon ihre wahre Identität verloren haben. Engel von heute sind nur noch Karikaturen ihres wahren Ursprungs. Ein erster flüchtiger Blick genügt hier schon:

Die mythischen Himmlischen sahen in den alten Texten alle ausnahmslos wie wir Menschen aus. Und ohne Ausnahme waren es Männer wie die irdischen Männer. Mit dem Unterschied natürlich, dass ihre Welt eben nicht die Erde gewesen sei, sondern sie vom Himmel kamen. „Engel“ waren demnach alles andere als die asexuellen Gestalten mit Flügeln, Harfe oder Trompete in der Hand, dicken Kinderbäckchen und niedlichen Babygesichtern von heute.

Es ist ein vollkommen verzerrtes oder besser gesagt falsches und erfundenes Bild, dass heute von Engeln in der westlichen Welt vorherrscht. Gerade in der Weihnachtszeit, in der allerorten solche kitschigen Engel-Darstellungen zu sehen sind. Ob in Kirchen, heimischen Wohnungen oder in den Innenstätten: Überall Zerrbilder, die rein gar nichts mit den Engel der alten Schriften zu tun haben.

Gleiches gilt auch für die „moderne“ Art der Engel als Lichtwesen, Schutzengel oder „spirituelle Begleiter“ usw. Solche Ansichten sind ebenfalls Erfindungen und Wunschdenken, die sich aus keinen alten Überlieferungen wirklich herleiten lassen.

Aus diesem Grund lohnt es sich immer mal wieder in Erinnerung  zu rufen, was die alten Texte von diesen Engeln eigentlich so alles erzählen.

Männer sind auch nur Engel

Schauen wir zuerst auf eine spannende Aussage des Propheten Henoch, die wohl kaum jemand kennt. Henoch hält in den nach ihm bekannten Schriften zum Beispiel fest, dass er einst von den „Glorreichen“ von der Erde in die Gefilde des „Höchsten“ entrückt wurde. Engel bzw. „Wächter des Himmels“ nahmen ihn fort und brachten ihn zu Gott. Oder, da Henoch nie den Terminus „Gott“ nutzte, zum „Höchsten“ oder auch den „Alten, des Regenten der Sternenreihen“ (Slawisches Buch Henoch 4,1).

Hier oben im Himmel – außerhalb der irdischen Welt der Menschen – zog er dann die Kleidung der vermeintlichen „Engel“ an, um dann erstaunt an sich festzustellen:

Als ich mich beschaute, war ich wie einer der Glorreichen ohne Unterschied. Furcht und zittern viel von mir ab.“ (Slawisches Buch Henoch 22,10)

Folgerichtig hat der Mensch und Mann Henoch sich nur umziehen müssen, um wie ein Engel auszusehen. Schon das ist mit Blick auf die Engel von heute eine staunenswerte Feststellung.

Eine Ausnahme dieser Männer aus dem All ist aber im Jahrhunderte später entstandenen Koran zu finden. Dort wird von eindeutig weiblichen Engeln gesprochen, die sich sonst nirgendwo finden. So heißt es in Sure 43, Vers 19:

Und sie machen die Engel, die des Gnadenreichen Diener sind, zu weiblichen Wesen.

Solche “weiblichen Engel” sind den älteren Texten des Nahen Osten vollkommen fremd. Eigentlich aber haben Engel im Islam keine festen Körper. Sie seien auch Licht erschaffen worden und damit nicht-materiell.

Thomas von Aquin (1225 – 1274), einer der bedeutendsten Kirchenlehrer und Theologen der Katholischen Kirche, sieht das in seinen Lehren sehr ähnlich. In seinem Werk “Summa theologica, also der “Summe der Thologie” legte r fest, dass Engel immaterielle Wesen des Himmels seien. Sie haben keine Materie, so der Theologe in seinem bedeutenden Standartwerk.

Im Buch Tobit aus dem 2. Jahrhundert vor Christus lesen wir dann aber wiederum, dass die Himmlischen den Menschen glichen. Nicht nur glichen – sie waren identisch mit uns Menschen bzw. den Männern der Menschen:

Tobias ging hinaus, um jemanden zu suchen, der mit ihm nach Medien reisen könnte und dem der Weg vertraut war. Er ging also hinaus und fand Rafaël, den Engel, vor sich stehen. Er wusste aber nicht, dass es ein Engel Gottes ist.“ (Tobit 5,4)

„Junger Mann“ und „Bruder“ nannten Tobias und andere im Verlauf des Textes im Buch Tobit den Engel. Offensichtlich sah er demnach nicht aus, als stamme er nicht der Erde. Flügel, eine Trompete dicke Bäckchen und ein asexuelles und babyhaftes Aussehen war an ihm ebenso wenig zu erkennen. Das wäre Tobias und den anderen Personen der Überlieferung sicherlich aufgefallen.

Engel-Besuch in Sodom

Wie auch bei den drei Engeln von Sodom im 1. Buch Mose.

Laut dem Buch Genesis (Kapitel 18) kamen drei Männer in das Lager von Stammvater Abraham und seiner Frau Sara. Abraham lebte in diesen Tagen als Nomade und Schäfer unweit der verruchten Stadt Sodom. Dass die drei Männer in Wahrheit aber Engel waren, erkannten sie vorerst nicht. Im Gegenteil, da die Familie Abraham die drei Herren erst einmal freundlich als Gäste in ihren Zelten willkommen hieß.

Wie wir wissen, war die zu überprüfende Stadt Sodom eine Stadt voll Sünde und Gotteslästerung. Sie und einige andere Orte der Region wurden letztlich durch den Zorn Gottes vernichtet. Mit fast allen Bewohnern.

Zum Teil wird einer der Männer/Engel später sogar als Gott persönlich angesprochen. Was recht interessant ist, da die Bibelforschung die drei Männer als „Vorzeichen der Dreifaltigkeit Gottes“ deutet. Also Gott, Sohn und Heiliger Geist (was aber eine Erfindung des Christentums ist, die nicht durch die Bibel belegt ist).

Abraham und Sara bewirteten im Folgenden gastfreundlich die drei Engel, die dann weiter Richtung Sodom zogen. Es galt vor Ort zu prüfen, ob die Stadt tatsächlich so sündig und ungerecht sei, wie es den vollkommen menschlichen Engeln zu Ohren gekommen war.

Übrigens sagt die Bibelforschung zu dieser Bewirtung wiederum, dass die Autoren der Geschichte damit lediglich die unter Nomaden verbreitete Gastfreundschaft betonen wollten. Den Umstand, dass Abraham im weiteren Verlauf der Erzählung dann mit Gott/den Engeln um die Anzahl der in Sodom lebenden Gerechten feilscht und handelt – ist nach Bibel-Exegese Ausdruck der im Nahen Osten beliebten Feilscherei …

Zurück zu der Erzählung:

Am Stadttor von Sodom angekommen saß Lot – der Neffe von Abraham – davor (Gen. 19,1ff.). Mit den Worten „meine Herren! Kehrt doch ein in das Haus eures Knechtes“ lud er sie in sein Haus ein. Gastfreundlich eben.

Auf sein Drängen gaben die Engel schließlich nach und kamen mit. Eigentlich wollten sie auf dem Markplatz von Sodom übernachten. Was dann geschah, kennen viele Menschen aus aller Welt:

Noch hatten sie sich nicht niedergelegt, da umringten die Männer der Stadt, die Männer von Sodom, das Haus, vom Knaben bis zum Greis, das ganze Volk von allen Enden der Stadt.

Und sie riefen nach Lot und sagten zu ihm: Wo sind die Männer, die diese Nacht zu dir gekommen sind? Führe sie zu uns heraus, dass wir sie erkennen!“ (Gen. 19,4-5)

Auch hier: Eindeutig vollkommen menschliche Männer diese Engel des Himmels. Immerhin wollten die (männlichen und homosexuellen) Bewohner von Sodom mit ihnen sogar Sex („erkennen“) haben. Selbst als Lot anbot, dass er seine beiden jungfräulichen Töchter zum Sex herausbringen würde, damit man seine Engel in Ruhe ließe, lehnte der Pöbel vor dem Haus ab.

Was sagt die Bibelforschung dazu? Es sei ein indirekter oder verspielter Hinweis darauf, dass Homosexualität gegen Gottes Gebote und eine schwere Sünde sei.

Auf der Suche nach den Engeln der Bibel

Engel des Himmels, die hin und wieder als „Glorreiche“ oder „Wächter“ bezeichnet werden, waren nach diesen Textbeispielen zweifellos Männer. Nicht oder kaum zu unterscheiden von den Männern der Menschen, die damals über die Erde liefen. Und doch glaubt jeder „anständige Christ“ genau zu wissen, was es mit diesen Wesen auf sich hat. Immerhin berichtet ja die Bibel vielfach von ihnen – glauben sie zumindest – und schon die Geburt von Jesus Christus wurde ja von einem Engel verkündet.

Mit diesem „Wissen“ ist die Tatsache erstaunlich, dass man in den Schriften der kanonischen Bibel meist vollkommen vergeblich nach Engeln sucht. Namentlich genannt werden sogar nur vier Männer: Michael, Gabriel, Rafael und den später gegen den Höchsten auflehnenden Rebellenführer Luzifer (s. weiter unten).

Alle Engel von heute wurden später erfunden oder stehen in alten Schriften, die wir heute nicht in der Bibel finden. Wie die Bücher Henoch oder auch das Buch der Jubiläen. Von dort bedienten sich die gläubigen Kirchenväter mit vollen Händen im Pool der Himmlischen. In ihren Lehren oder besser gesagt Irrlehren unterschlagen sie dabei bis heute, was in diesen Texten die Wesen Gottes eigentlich so alles machten.

Sehr umfangreich und im Detail beleuchtet habe ich das im meinem Buch „Rebellion der Astronautenwächter“. Aufgrund des gewaltigen Umfangs des Themas, möchte ich an dieser darauf verweisen.

Der Hofstaat des Herrn

Es soll aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Bibel ganze Scharen von Engeln kennt. Zwar nennt sie keine Namen, aber immer wieder findet der aufmerksame Leser die „himmlischen Heerscharen“. Einen Hofstaat des Herrn voller Engel, deren Anzahl an keiner Stelle exakt benannt ist. Der „Herr der Heerscharen“, wie Gott im Alten Testament auch genannt wird (z. B. in 1. Sam. 4,4), habe tausende von Engeln unter und um sich gehabt. Sagen zumindest einige Texte außerhalb der Bibel.

Konkreter wird es im bereits oben zitierten Buch Tobit. Dort lesen wir in 12,15 zumindest von sieben Anführern (ohne Namen):

Denn ich bin Rafaël, einer von den sieben Engeln, die vor die Herrlichkeit des Herrn treten dürfen.“

Nur sieben dürfen das? Eine klare Hierarchie der Engel im Himmelreich der Glückseligkeit. Was aber auch nicht von der modernen Bibel-Lehre abgestritten wird. Warum sich aber niemand der Gläubigen fragt, weshalb es im himmlischen Reich Gottes eine Hierarchie unter den Glorreichen geben soll, ist zumindest mir schleierhaft.

Der Hofstaat des Herrn aus seinen Helfern und Helfershelfern ist gleichzeitig eine himmlisches Ratsversammlung. Eine Glaubensvorstellung, die wir von den alten Völkern Mesopotamiens bis zu den Römern und Griechen überall vorfinden: Ein Chef-Gott und ein Stab von Beratern, Unter-Göttern, Himmlischen oder eben Engeln. Dazu mehr in dieser Artikel-Reihe HIER.

Im Neuen Testament ist dazu eine recht interessante Spur zu finden, da dort eventuell die Anzahl der Berater am Himmels-Hof genannt ist. In der Offenbarung heißt es, dass der Herr einen Ältestenrat von 24 Getreuen um sich versammelt hatte:

Und rings um den Thron waren 24 Throne, und auf den Thronen saßen 24 Älteste, bekleidet mit weißen Kleidern, und auf ihren Häuptern goldene Kronen.“ (Off. 4,4)

Solche Überlieferungen passen natürlich auch nicht in das heutige Bild der Engel, die ihren Herrn umgeben. Der Allmächtige bedarf doch eigentlich keinen Ältestenrat, Berater oder überhaupt Boten als Mittler seines Willens. Sollte man denken.

In einem beliebten viel genutzten Handbuch zur Bibelforschung liest sich das so:

Im Alten Testament bedeutet Söhne Gottes immer die Wesen, die zum Hof oder Heer Jahwes gehören ihm dienen und seine Boten sind.“

Beispielsweise im 1. Buch der Könige in Vers 22,19:

Ich sah Jehova auf seinem Throne sitzen, und alles Heer des Himmels bei ihm stehen, zu seiner Rechten und zu seiner Linken.“

Ein Angehöriger des Stabes um Gott war natürlich auch der Engel Luzifer. Bevor man ihn verteufelte. So erfahren wir im Buch Hiob 1,6 über eine Versammlung des Herrn mit seinem Engel-Hofstaat Folgendes:

Es begab sich aber eines Tages, da die Söhne Gottes vor den Herrn zu treten pflegten, dass auch der Satan unter ihnen kam.“

Hier steht die Bezeichnung „Satan“ für den Engel Luzifer.

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Guter Bote …

Göttersöhne“ (s. weiter unten), „Söhne des Höchsten“, „Wächter“ … alle diese Bezeichnungen für Engel und ihren Staat sind zwar selten in der Bibel, aber durchaus vorhanden. Sie finden sich ausführlich bei Henoch & Co. Zugleich sind es eben die Boten Gottes, wie es auch der Name „Engel“ sagt, was vom griechischen „ángelos“ stammt und so viel wie „Bote“ oder „(Ab)Gesandter“ bedeutet. Wer diese Schriften und biblischen Texte auch nur etwas genauer kennt, der weiß, dass die Bezeichnung als „Bote“ durchaus zutreffend ist. Immerhin treten diese Himmels-Männer als Botschafter des Herrn auf.

Im Koran sind Engel ebenfalls Diener. Mittler und Boten Gottes. (z. B. Sure 43:19 Sure 16:2 oder Sure 21:26), was eigentlich nicht weiter verwundern sollte. Immerhin entstand der Koran nach und aus den jüdisch-christlichen Texten und der Bibel. Das Judentum und das Christentum sind die Grundlage des Koran und Islam.

Besonders erfreulich war ihre Botschaft natürlich im Neuen Testament, wo sie die berühmte „Frohe Botschaft“ verkündet haben.

Als laut der „Weihnachtsgeschichte“ das leere Grab Jesus Christus entdeckt wurde, waren sie da, um die Botschaft der Auferstehung zu überbringen. Ein oder zwei von ihnen. Laut dem Evangelium des Markus (16,5) trafen die drei Frauen Maria, Maria Magdalena und Salome im Grab „einen jungen Mann“ an, „der mit einem weißen Gewand bekleidet war“. Ein Engel, der vom Himmel kam und laut Matthäus Evangelium (28,3) „wie der Blitz“ ausgesehen haben soll und ein „Gewand weiß wie Schnee“ trug. Lukas indes erzählt in 24,4 von „zwei Männer in strahlendem Gewand“, die am leeren Grab erschienen seien.

Auch hier zeigt sich die Betonung der fremdartigen oder zumindest außergewöhnlichen Kleidung dieser Männer vom Himmel.

Übrigens konnte auch Luzifer als rebellierender Engel gegen Gott wie ein Blitz vom Himmel fahren. Jesus selber habe das gesehen, wie er es zu Lebzeiten seinen Jüngern sagte:

Da sagte er zu ihnen: Ich sah den Satan wie einen Blitz aus dem Himmel fallen.“ (Lk. 10,18)

Die Männer des Himmels standen laut Bibel zum Teil sogar unter Termindruck. Zumindest kann man so Daniel 10,13-14 deuten. Hier offenbart sich Daniel ein ihm fremder Engel, obwohl zuvor „Michael, einer der ersten Fürsten“ mit ihm Kontakt hatte. Jetzt aber kam dieser andere Himmlische, um die Mission weiter zu führen. „Einer, den Menschenkindern gleich“ übrigens.

… schlechter Bote

Wenn die Bibel und verwandte Überlieferungen Gott als „Herr der Heerscharen“ benennt, sollte der genaue Leser eigentlich ebenfalls stutzig werden. Hier ist nicht von den Scharen des Herrn im Sinne von Gott die Rede, sondern von einem Herr – und damit von einer kriegerischen Organisation! Ein Heer ist nichts anders als Militär oder eine Armee.

Überspitzt aber dennoch wahrheitsgemäß ausgedrückt, stellen wir uns also zu Weihnachten Soldaten/Krieger in die Wohnzimmer und Kaufhäuser. Mit ihren goldenen Haaren, Flügelchen und kindlichen Aussehen mag man es gerne vergessen. Vor allem angesichts der Botschaft, die schließlich ein oder zwei der Himmels-Krieger am leeren Jesus-Grab nach der Auferstehung den Anwesenden verkündet haben.

Anders erging es erneut dem Propheten Henoch, als dieser von zwei Wächtern in den Himmel geholt wurde. Er sah dort nämlich beispielsweise das:

Inmitten des Himmels sah ich bewaffnete Scharen, die dem Herrn mit Pauken und Zhmbeln fortwährend Lob sangen. Ich ergötzte mich an ihnen.“ (Slawischens Buches Henoch 17,1)

Wer sich bis hierhin noch nicht von dem Bild der Engel in den Köpfen der westlichen Welt verabschiedet hat, sollte es spätestens jetzt. Bleiben wir aber bei der Bibel als „Quelle“ des Engel-Bildes.

Im Buch Numeri lesen wir die Geschichte von Bileam, wie er zu König Balak reisen wollte. Kein König, der dem Volk Israel wohlgesonnen war, wohlgemerkt. Der Herr wollte dieses Treffen unterbinden „und wurde zornig, weil Bileam mitging“. Also sandte er einen seinen Botschafter aus „und der Engel des Herrn trat Bileam in feindlicher Absicht in den Weg“ (Num. 22,22). Und Bileam „sah den Engel des Herrn auf dem Weg stehen, mit dem gezügten Schwert in der Hand“, heißt es daraufhin später im Buch Numeri 22,31.

Während das Erlebnis von Bileam noch harmlos war, ist das, was das 2. Buch der Könige überliefert, schon eine ganz andere Kategorie. In den Texten heißt es, dass der assyrische König Sanherib 701 vor Christus den Jerusalemer König Heskija/Hiskia bedrohte und ihm eine Art Ultimatum zukommen ließ. Laut 2. Kön. 19,14-16 aber auch Jes. 37,14-20 nahm König Hiskia die Drohschrift der Assyrer und trug sie mit der Bitte um Hilfe Gott mittels der Bundeslade im Tempel vor.

Laut der Überlieferung in der Bibel hat der Höchste den Hilferuf des Königs auch gehört. Also schickte der Herr einen seiner Engel, der die Sache auf „göttliche Art“ erledigen sollte:

In jener Nacht zog der Engel des Herrn aus und erschlug im Lager der Assyrer 125.000 Mann. Als man am nächsten Morgen aufstand, fand man sie alle als Leichen.“ (2. Kön. 19,35)

Ob Wahrheit oder Fiktion: Das sind die Geschichten, die die Bibel über Engel aus dem Hofstaat Gottes überliefert!

Sex-Lüsterne Engel

Auch wenn im Zeitalter der Aufklärung bzw. im 19. Jahrhundert einige Künstler Engel weiblich darstellten, waren sie es nicht. Ganz besonders zeigt sich das bei ihrem allerersten Auftreten in der Bibel überhaupt, wo sie direkt das moderne Engel-Bild zunichte machten.

Dort lüsterte es ihnen nach Sex mit den Frauen der Menschen auf der Erde, mit denen sie unbedingt Kinder zeugen wollten. Für angeblich aus Licht von Gott geschaffene und nicht-materielle Wesen schon eine durchaus verblüffend menschliche Schwäche dieser Engel.

Beschrieben ist das im 1. Buch Moses ab 6,1 in nur vier Versen. Wir erfahren dort, dass sich vor der Sintflut die Menschheit verbreitete und die „Töchter der Menschen schön waren“. Da „sahen die Göttersöhne, wie schön die Menschentöchter waren, und sie nahmen sich von ihnen allen Frauen, die sie auswählten“, wie es die Bibel weiß. Riesen habe es damals gegeben, „nachdem sich die Göttersöhne mit den Menschentöchtern eingelassen und diese ihnen Kinder geboren hatten“, so Gen. 6,4.

Da im Zuge dieser Vermischung der abtrünnigen Engel mit menschlichen Frauen angeblich die „Bosheit des Menschen zunahm und das alles Sinnen und Trachte seines Herzens immer nur böse war“, wollte Gott alle töten. Deshalb habe er die Sintflut geschickt, denn es „reute es den Herrn, auf der Erde den Menschen gemacht zu haben“ sagt Gen. 6,6.

Überaus detailliert schildern diese Geschehnisse biblische Texte außerhalb der Bibel und auch Schriften aus den Höhlen von Qumran. Auslöser für alle diese Ereignisse war der Wunsch einer Gruppe von himmlischen Engeln nach Sex mit Menschenfrauen. Sie planten eine Rebellion gegen den Höchsten der Ratsversammlung und „diesen Plan nicht aufzugeben, sondern ihn auszuführen“. So sagt es das äthiopische Buch Henoch in 6,4 beispielsweise. Oder an anderer Stellen:

Sie gingen zu den Menschentöchtern auf der Erde, schliefen bei den Weibern und verunreinigten sich; dann machten sie sie mit allen Arten von Sünden bekannt. Die Weiber gebaren Kinder und dadurch ward die ganze Erde von Blut und Ungerechtigkeit erfüllt.“ (Äthiopische Buch Henoch 9,8-9)

Alle anderen bei ihnen nahmen sich Weiber, und jeder von ihnen wählte sich eine aus. Dann begann sie, zu ihnen zu gehen und sich an ihnen zu verunreinigen. (…) Sie wurden schwanger und gebaren Riesen, die 3.000 Ellen groß waren. Diese verzehrten alle Vorräte der anderen Menschen. Als aber die Leute ihnen nichts mehr geben konnten, wandten sich die Riesen gegen diese und fraßen sie auf.“ (Äthiopische Buch Henoch 7,1-4)

Insgesamt seien es 200 Himmlische gewesen, „die in Jareds Tagen zum Gipfel des Hermonsberges herabstiegen“ erzählt Henoch. Diese Engelschar wurde von 19 namentlich genannten Anführern befehligt, wobei sich ihnen auch „Semjasa, ihr Oberster“ trotz anfänglicher Bedenken anschloss.

Wirklich kein „engelhaftes“ Verhalten der Himmlischen.

Göttersöhne

„Göttersöhne“ sind eine uralte Bezeichnung für die heutigen Engel. Im frühen Judentum bzw. den Schriften der Bibel steht sie für ein Pantheon von himmlischen/göttlichen Wesen. Den Hofstaat oder die die Entourage von Gott als Höchsten. Hierzu finden sich zahlreiche sehr deutliche Parallelen zu benachbarten Völkern der biblischen Autoren. Erinnerungen an urzeitliche Götterwesen im Himmel, wie es die Bibelforschung sieht.

Allerdings sollen diese Göttersöhne nicht nur vor der Flut auf der Erde gewesen sein, sondern auch in historischer Zeit. So heißt es im Buch Daniel in 3,25:

Ich sehe aber vier Männer frei im Feuer umhergehen und sie sind unversehrt; und der vierte sieht aus, als wäre er ein Sohn der Götter.

Angeblich soll das der babylonische König Nebukadnezar gesagt oder gesehen haben. Eine geschichtlich belegte Person also. Wobei das Buch Daniel aber fraglos eine apokalyptische Schrift ist, die bekanntermaßen angeblich „codierte Visionen“ beinhalten. Daniel nennt wie andere Propheten auch die Göttersöhne aber auch Wächter. „Und siehe, ein heiliger Wächter fuhr vom Himmel herab“, lesen wir dort in 4,10. Und in 4,20 heißt es, „dass aber der König einen heiligen Wächter gesehen hat vom Himmel herabfahren“ wäre.

Verständlich, dass „Söhne der Götter“ (vor allem wenn sie Sex mit Menschenfrauen haben) im Monotheismus der Bibel bei Juden und Christen ein Problem sind. In der Septuaginta, der ältesten bisher bekannten durchgehende Übersetzung der hebräisch-aramäischen Bibel, war man deshalb ganz geschickt bei der Verschleierung dieser unangenehmen Aussagen. Hier setzte man einfach „Engel Gottes“ als „Übersetzung“ ein. Zum Beispiel bei Hiob in 1,6, wo der Höchste seinen Hofstaat inklusive Luzifer zusammenkommen lässt.

Bei anderen erhaltenen Übersetzungen wie etwa Texten in Griechisch sind unliebsame Feststellungen mit „Söhne des Himmels“ wiedergegeben. Etwa jene, in denen die Göttersöhne sich mit den irdischen Frauen vereinigten in Gen. 6,1-4. Jüdische Rabbiner haben diese sogar als „Söhne der Richter“ gedeutet, um ihnen so jegliche Verbindung zu Gott und dem Himmel abzuerkennen.

Damit wurden aus diesen außerirdischen und göttlichen Wesen des Himmels – Menschen. Nur wären dann auch die Engel der Christenheit Menschen …

Gefallene Engel

All dies taten die Göttersöhne in den Tagen vor der Sintflut, als laut Buch Genesis Henoch lebte. Der Anführer dieser Rebellen ist heute unter den Namen Luzifer, Teufel oder schlicht Satan jedem einen Begriff. Jener Engel vom Hofstaat Gottes, der sich gegen seinen Herrn aufrührte und so vom Himmel verstoßen wurde. In der christlichen Tradition wurde daraus später der „Fall der Engel“.

Hier ist sich die Bibelforschung einig, dass sich die „gefallenen Engel“ auch und vor allem aus den Texten außerhalb der Bibel herleiten. Die vier knappen Verse im Buch Genesis sind nur „mythologische Reste“ dieser himmlischen Sünder und ihrer Menschenfrauen. Auch darin ist man sich einig. Einig ist man sich auch, dass Luzifer ihr Anführer war und dessen „Fall“ mit Textstellen in der Bibel über den Sturz des „Morgenstern“ verbunden wurde.

Luzifer beutet vom Lateinischen „Lichtbringer“. Einer der vielen Gründe, weshalb verschiedene Übersetzungen der Bibel und einige der ersten Kirchenväter Luzifer mit dem Morgenstern gleichstellen oder direkt übersetzten. Oder umgekehrt.

Ohne hier zu sehr ins Detail gehen zu wollen, wandelte sich der Engel Luzifer und der Morgenstern im Laufe der Zeit bei den Übersetzern zum Satan. Wirklich Gleichgestellt wurde der Lichtbringer Luzifer mit dem Satan aber erst in späterer Zeit. Hier vor allem in außerbiblischen Büchern, wie etwa „Leben Adam und Evas“. Wieder ein Buch also, das nicht in der Bibel zu finden ist, doch dessen Inhalt in den kirchlichen Lehren und Traditionen übernommen wurde.

Was aber in diesem Zusammenhang am Rade durchaus interessant ist, ist der Umstand, dass sich Jesus Christus in der Offenbarung (22,16) selber als „strahlender Morgenstern“ bezeichnet. Tatsächlich sah man deshalb im frühen Mittelalter Luzifer sogar als einen Beinamen von Jesus selber an.

Im Evangelium des Lukas sagt Jesus wiederum:

Ich sah den Satan wie einen Blitz aus dem Himmel fallen.“ (Lk. 10,18)

Passend für einen Lichtbringer.

„Satan“ ist eigentlich für den Anführer dieser rebellierenden Engel ein nicht minder treffender Name. Im Hebräischen bedeutet „ha-Satan“ so viel wie „Widersacher“. Genau das war er mit seiner  Schar Engel, die vom Himmel zu den Menschenfrauen kamen, ja auch. Erst die aufkommende christliche Engelslehre im 4. und 5. Jahrhundert formte nach und nach das heute bekannte Bild der „gefallenen Engel“.

Sie fielen ja durchaus tatsächlich.

Und zwar vor den Augen ihres Höchsten, gegen die sich meuterten um auf die Erde zu kommen. Ein Zurück gab es für diese 200 Wächter nicht mehr, wie es die Schriften und jüdische Sagen berichten. Henoch als weiser und tugendhafter Mann wurde sogar vom obersten Herrn dazu berufen, dass er als Mensch als Mittler zwischen herabgestiegenen Engeln und ihm fungieren solle. Als Diplomat und Botschafter zwischen Himmel und Erde.

So preist zum Beispiel auch das Buch der Jubiläen in 4,22 Henoch aufgrund seiner Taten mit den Worten:

Er zeugte gegen die Wächter, die mit den Menschentöchtern sündigten. Denn jene begannen, den Menschentöchtern beizuwohnen, so dass sie befleckt wurden, und Henoch zeugte gegen sie alle.“

Keine Gnade für die Engel!

Dass der Höchste über den Fall oder besser Abfall seiner Engel von ihm mehr als nur zornig war, lesen wir etwa in drastischen Gottesworten wie diesen:

Henoch, du Schreiber der Gerechtigkeit, geh hin und verkünde den Himmelswächtern, die den hohen Himmel, die heilige ewige Stätte verließen, sich mit Weibern nach Menschenart verunreinigten, sich Weiber nahmen und so großes Verderben auf die Erde brachten:

Sie werden weder Frieden noch Verzeihung finden. So oft sie sich über ihre Kinder freuen, werden sie die Ermordung ihrer Lieblinge erleben und über den Untergang ihrer Kinder seufzen; sie werden immerdar bitten, aber weder Gnade noch Frieden erlangen!“ (Äthiopisches Buch Henoch, 12,4)

Und so führte der „Fall der Engel“ auch laut Alten Testament zu Sintflut und „das Ende allen Fleisches“, wie es der Herr beschloss.

Schon sonderbar, was die „Ur-Engel“ getrieben haben sollen, und was die christliche Engelslehre aus ihren und ihrem „Fall“ machte. Dabei sagt schon das Alte Testament selber, dass Gott seinem Hofstaat nicht traute:

Siehe, selbst seinen Dienern vertraut er nicht, und seinen Engeln legt er Irrtum zur Last.“ (Hiob 4,18)

Auch das offensichtlich eine unpassende Aussage für ein (christliches) Himmelreich der Glückseligkeit bei Gott. Wobei es aber nicht so war, dass die Engel, Wächter, Göttersöhne, Boten – oder welchen ihrer Namen man auch bevorzugen mag – nicht wieder versuchten zurück in den Himmel kommen. So lesen wir bei Henoch in seiner Funktion als Mittler zwischen Erde und Himmel unter anderem folgende Passage:

Sie (die Wächter des Himmels, L.A.F.) baten mich (Henoch, L.A.F.), für sie eine Bittschrift zu schreiben, damit ihnen Verzeihung zuteil würde, und ihre Bittschrift vor dem Herrn des Himmels vorzulesen. Denn sie konnten von da an nicht mehr mit ihm reden, und ihre Augen zum Himmel erheben aus Scham über ihre Sünden, derentwegen sie gestraft wurden. So verfasste ich ihre Bitt- und Flehschrift (…).“ (Äthiopisches Buch Henoch 13,4-6)

Genutzt hat es bekanntlich nichts. Schließlich sind Engel eigentlich auch nur Menschen, wenn es heißt:

Es wurden ja die Menschen ganz gleich wie die Engel geschaffen (…)“ (Äthiopisches Buch Henoch 69,11).

Da sollte es auch nicht verwundern, dass diese Wesen sich nach den Frauen der Irdischen sehnten. Nicht nur weil es offensichtlich keine Frauen unter den Engeln gab. Auch deshalb, da beide „Spezies kompatibel“ waren. Die Söhne des Himmels waren aber laut einigen Schriften „Riesen“. Sicher nicht hoch wie ein Kirchturm, wie man sie aus Märchen und Sagen kennt, aber offenkundig größer als die Menschen der damaligen Zeit. Schon 2 Meter Körpergröße war von Jahrtausenden durchaus ein Riese.

Im Slawischen Buch Henoch (18,1) erfahren wir auch dazu etwas.

Als der Prophet auf dem Weg zum Höchsten durch die Himmelsregionen flog sah er „viele Scharen Wächter; ihr Aussehen glich den Menschen; sie waren größer als die größten Riesen.“ So sollte es nicht verwundern, dass laut 1. Buch Moses und zahllosen außerbiblischen Überlieferungen die Kinder der Engel mit den Menschenfrauen zu Riesen heran wuchsen. Halb-Engel vom enormen Wuchs, der mit Sicherheit nicht 3.000 Ellen betrug, wie weiter oben zitiert.

Dies wären immerhin rund 1,5 Kilometer Körpergröße …

Und die guten Erzengel?

Jetzt könnte man einwenden: Gut, diese Engel waren nun wirklich keine Engel. Aber es gibt ja in der Bibel die Erzengel; also die Guten.

Leider stimmt auch das so nicht.

Von den drei in der Bibel genannten Engeln (plus Luzifer) ist einer ausdrücklich der Chef. Es ist der Engel Michael, der in Judas 9,9 als „Erzengel Michael“ bezeichnet wird. Rafael und Gabriel werden zwar in der Bibel ausdrücklich als Engel bezeichnet, aber nur als einfache Engel. Alle anderen Erzengel, die man heute vor allem in der weltweiten Tradition unterschiedlicher christlicher Strömungen findet, sind pure Erfindungen.

Die christliche Tradition machte aber auch Rafael und Gabriel kurzerhand einfach so zu Erzengeln. Ebenso Uriel, den wir natürlich nirgends in der Bibel finden. Wie auch die ganze Armee von Engel-Namen bzw. Erzengeln wie Zedakiel, Anael, Sychael, Phlogotheel ,Rumiel, Pantasaron und viele weitere mehr. Ausnahmslos alles Fake-Engel.

Erst im 6. Jahrhundert erfanden die frühen Christenväter die heutige Engelslehre, die sich „Pseudo-Dionysius Areopagita“ nennt. Hierin wurde versucht der Welt der himmlischen Boten eine Struktur und vor allem eine Hierarchie zu geben. Eine Ordnung mit Gott an der Spitze und von da weiter abfallenden niederen Engeln. In den heute erhaltenen frühen Kirchen erkennt man diese erfundene Hierarchie sehr gut an den prachtvollen Innengemälden.

Bei den ersten Engel-Darstellungen ist es interessant, dass diese auch keine Flügel haben. Zum Beispiel zu finden in den Katakomben von Rom aus dem 3. Jahrhundert, in denen die ersten Christen auch ihre Toten bestatteten.

Nur findet man bekanntlich eine Vielzahl an Wächtern inkl. Namen in den Texten außerhalb der Bibel, von denen bei Henoch 19 explizit als „Anführer“ bezeichnet werden. Ein Chaos unter den Himmlischen, denn auch die außerbiblischen Schriften wurden selbstverständlich von den frühen Christen gelesen. Und selbst Jesus zitiert Henoch.

Im Jahr 745 wollte Papst Zacharias mit all dem Schluss machen. Er verbot auf einem Konzil in Rom kurzerhand die Anbetung irgendwelcher Engel/Erzengel von außerhalb der Bibel. Offizielle Lehre des Christentums sei es fortan, dass ausschließlich die drei Engel der Bibel namentlich bekannt sein dürfen und damit auch verehrt werden sollen. Und zwar als Erzengel.

Erzengel sind Befehlsgeber

„Erz“ bedeutet „Beginn“ oder „Führung“, weshalb ein Erz-Engel nichts weiter als ein „Führungs-Engel“ ist. Eben exakt wie jene 19 Anführer bei Henoch. In der Bibel wird es aber recht mühsam eine echte Hierarchie und überhaupt Erzengel namentlich zu finden. Rafael und Gabriel sind es schon mal nicht, auch wenn es die Kirche heute so lehrt. Dass es aber Führer-Engel gab, dass weiß die Bibel in der Tat, weshalb Erzengel an sich richtig sind.

Im Buch Sacharja 2,7-8 findet sich im Alten Testament dazu ein erster Hinweis. Hier steht eindeutig geschrieben, dass ein Engel dem anderen Engel einen „Befehl“ erteilt:

Und siehe, da trat der Engel, der mit mir redete, hervor und ein anderer Engel trat auf, ihm entgegen. Er sagte zu ihm: Lauf und sag dem jungen Mann dort (…)“

Zumindest in den Augen des Kirchenvaters Isidor von Sevilla um das Jahr 600 zeugt diese Passage von einfachen und befehlenden Engeln. Zweifellos nachvollziehbar, was auch folgende Passage aus dem biblischen Buch Josua 5,13-15 unterstreicht:

Als Josua bei Jericho war und die Augen erhob, schaute er und siehe: Ein Mann stand vor ihm, mit einem gezückten Schwert in der Hand. Josua ging auf ihn zu und fragte ihn: Gehörst du zu uns oder zu unseren Feinden?

Er antwortete: Nein, ich bin der Anführer des Heeres des Herrn. Ich bin soeben gekommen. Da fiel Josua auf sein Angesicht zur Erde nieder, um ihm zu huldigen, und fragte ihn: Was befiehlt mein Herr seinem Knecht?

Der Anführer des Heeres des Herrn antwortete Josua (…)“

Ein Name dieses Soldaten-Engel wird leider nicht verraten. Aber dieser führt das Heer Gottes, da schließlich auch der „Allmächtige“ Krieger besaß, wie oben gesehen. Vielleicht war es sogar der Engel Michael, da dieser im Slawischen Buch Henoch 33,10 als „Heerführer“ bezeichnet wird. Da Michael in der Bibel der einzige Himmlische mit der Stellung „Erzengel“ ist, könnte das sehr gut zutreffen. „Michael und seine Engel kämpften“ weiß denn auch die Offenbarung in Vers 12,7.

Auch wenn er nur einer von vielen ist oder war. So sagt das Bibel-Buch Daniel in 10,13, dass „Michael, einer der ersten unter den Fürsten“ sei. Folgerichtig gab es noch andere Führer der Heerscharren des Herrn, dessen Namen die Bibel leider ungenannt lässt.

Erzengel sind damit lediglich Befehlshaber, die den niederen Engeln Aufgaben und Aufträge erteilen. Wie es die Engelslehre der Kirche auch sagt. Sie führt auch weiter aus, dass normale Engel für die einfachen Botschaften von Gott an einen Menschen zuständig sind. Erzengel für Botschaften an ganze Völker oder die Menschheit selbst. Und natürlich gehört dieser Erzengel, da es nur einen davon in der Bibel gibt, nicht zu den „gefallenen Engeln“. Er steht in der Bibel bekanntlich weiterhin im Dienst des Höchsten.

Unheimliches aus dem Neuen Testament

Ein durchaus mulmiges Gefühl sollten Gläubige bekommen, wenn sie im Neuen Testament nachschlagen. Da Michael als Führungs-Engel laut Dogma als Künder von Botschaften für die ganze Menschheit fungiert, warum sucht man ihn dann bei Jesus Auferstehung vergeblich? Keine Spur von seinem Namen als Erzengel am leeren Grab Jesus Christus, wo nur von „Männern“ die Rede ist.

Es wird aber noch unheimlicher, sofern man es so ausdrücken möchte:

Im Evangelium des Lukas (1,26-38) lesen wir von der wundersamen Ankündigung, dass Maria schwanger werden und einen Sohn bekommen wird. Gott habe sie „unter allen Frauen auserwählt“ und sie werde „einen Sohn zur Welt bringen“. „Jesus soll er heißen“, offenbart es der Engel der erschrockenen Maria. Scheinbar eine eher „einfache Botschaft“ für einen niederen Boten des Herrn. Warum sonst schickte er nicht Erzengel Michael zu der kommenden Mutter von seinem Sohn, sondern den Engel Gabriel, wie es dort zu lesen ist?

Schaut man im „bedeutendstes Lexikon der wissenschaftlichen katholischen Theologie im deutschsprachigen Raum“ nach, findet man eine erstaunliche Aussage in diesem Zusammenhang. Im „Lexikon für Theologie und Kirche“, einer Standardwerk von rund 2.700 Theologen und Mitarbeitern, erfährt man zu Erzengel, dass diese im Neuen Testament überhaupt nicht vorkommen können. Im Aramäischen und Hebräischen, den Sprachen des Neuen Testaments, gibt es keine Entsprechung für das aus dem Griechischen stammende Wort „Erzengel“.

Was es nicht gibt – kann man auch nicht in Worte fassen.

Und die guten Schutzengel?

Es gibt natürlich noch eine weitere Kategorie der himmlische Heerscharen, die heute vor allem in der Esoterik bis auf das Äußerste strapaziert werden: Die Schutzengel.

Von diesen Schutzengeln finden wir natürlich auch keine Namen in den Schriften der Bibel. Keiner der drei bekannten Bibel-Engel noch Luzifer wird irgendwo als „Schutzengel“ oder ähnliches bezeichnet. Es ist aber nicht schwer anhand zahlreicher Aussagen des Neuen und des Alten Testament solche Schutzengel herzuleiten. Immer wieder griffen Engel bei diversen Gelegenheiten schützend, helfend oder rettend ein. In der Apostelgeschichte „öffnete während der Nacht“ ein Engel sogar „die Türen des Gefängnisses und führte sie hinaus“ und verhalf so den Jüngern Jesu zu Flucht.

So haben laut Bibel immer wieder Engel irgendwie in die Geschicke der Menschen eingegriffen: Mal Feine ermordet, mal Nahrung gebracht, mal Propheten in misslichen Situationen geholfen usw. Es gehörte auch zu ihren Aufgaben, die der Herr ihnen gegeben haben soll:

Denn er bietet seine Engel für dich auf, dich zu bewahren auf allen deinen Wegen.“ (Ps. 91,11)

Von solchen Aussagen auf die Idee einer Engel-Klasse der „Schutzengel“ zu kommen, war vor allem für die frühen Christen ein Leichtes. Immerhin hat Jesus selber in seinem berühmten „Gleichnis vom verlorenen Schaf“ laut Matthäus-Evangelium 18,10 gepredigt:

Seht zu, dass ihr keines dieser Kleinen verachtet! Denn ich sage euch: Ihre Engel im Himmel schauen allezeit das Angesicht meines Vaters im Himmel.“

Zur Ehrenrettung der Engel gibt es sie also – die guten Wächter des Himmels. Aber das stand niemals in Abrede. Im Gegenteil, denn der hinterhältige Plan den Höchsten zu umgehen, um sich mit den Frauen der Menschen einzulassen, wurde nicht von allen durchgeführt. Die Überlieferungen lassen keinen Zweifel daran, dass einige im Himmel bei ihrem Obersten blieben. Im Kern eine Aussage, die schon Jahrtausende vor der Bibel von anderen Kulturen des Nahen Ostens überliefert wurde, wie detailliert HIER ausgeführt.

Engel – Eine Bilanz

Mit Sicherheit ist in diesem Beitrag das schwierige Thema nicht in all seinen Punkten umfangreich durchleuchtet. Sollte es auch nicht, da es an anderen Stellen bereits getan wurde ( z. B. HIER, HIER, HIER , HIER, HIER & HIER). Einige Punkte wurden auch ganz ausgelassen. Trotz vieler nachträglicher Streichungen in diesem Artikel werden auch die wenigsten alles oder bis hierher gelesen haben …

Resümierend ist die Bilanz aber ernüchternd.

„Engel“ waren ursprünglich nichts weiter als außerirdische/himmlische Männer aus dem Hofstaat Gottes, die sich Sex mit menschlichen Frauen wünschten, um so Kinder zu zeugen. Natürlich gegen den Willen ihres Höchsten, so dass eine Gruppe der Himmlischen unter ihrem Anführer „Satan“ sich gegen diesen verschworen.

Von diesem sündigen Plan waren die Wächter vom Hof Gottes  nicht abzubringen und schworen diesen „nicht aufzugeben, sondern ihn auszuführen“. Ihren Weg zurück in die Reihen der im Himmel gebliebenen Engel und vor allem zum Höchsten hatten sie sich damit für immer verbaut.

Sie, ihre Kinder und die ganze Menschheit einschließlich aller auf der Welt lebenden Riesen mussten vernichtet werden. Tiere inklusive, da der Herr eine Flut zu deren Untergang schicken wollte.

Im Verlauf des Christentums wurde aus diesen alten Überlieferungen der „Fall der Engel“ und aus ihrem Anführer der Fürst der Hölle – Satan. Trotzdem pflegt man bis heute den Glauben an die guten Engel, von denen sich aber nur bescheidene drei in der Bibel finden. Von diesen wiederum ist nur einer ein machtvoller Erzengel und damit ein Chef-Himmlischer. So ein richtiger „Engel“ im heutigen Sinn war aber auch er ebenso wenig, wie alle anderen namenlosen Engel der Bibel. Erzengel Michael ist als Soldatenführer beschrieben, als ein Befehlsgeber des Heeres des liebenden und friedlichen Allmächtigen …

Urtümlich stammt der vielschichtige Engels-Glaube aus Schriften außerhalb der Bibel, worin sich die Bibelforschung einig ist. (Noch früher aus Mythen Mesopotamiens, was hier außen vor blieb!) Genau das sind aber die Quellen, die von den sündigen Machenschaften dieser Gottessöhne erzählen und die Gott damit nicht unter Kontrolle hatte. Und genau das erfährt weder der angeblich fromme Kirchengänger noch der Bibelleser überhaupt in den Schriften. Nur im 1. Buch Moses in wenigen Versen, die so gar nicht nach Engeln klingen und überlesen werden. Obwohl in diesen exakt das steht, was zur Rebellion im Himmel gegen den Herrn führte.

Industrienationen-Engel von heute sind nichts als Phantasie, Propaganda und sogar Lügen. Niedliche und bis zur Unkenntlichkeit verzerrte Darstellungen, die keine Entsprechung in der Bibel haben. Obwohl es selbstverständlich Texte mit geflügelten Wesen um den fliegenden Thronwagen des Herrn gibt, die mit Posaunenlärm und Lobgesagt seine Landungen ankündigen usw. Nur am Rande: Das sollen laut Engellehre Himmlische sein, die noch weiter in der Hierarchie oben stehen.

Kein einziger Engel in den Schriften ist eine Frau oder trägt einen Frauennamen. Es finden sich auch nirgends Kindlein, Babys, Mädchen, Jungen oder geschlechtlich undefinierbare Kreaturen, wie wir sie heute allerorten sehen müssen. Alle Diener des Herrn waren männlich und sahen aus wie die Männer der Menschen. Wahrscheinlich sogar nahezu identisch, wenn auch größer. Ihre hier und dort erwähnte „strahlend weiße“ Kleidung passt erfrischender Weise zu den beliebten Weihnachtsengeln. Schließlich war der Mann oder Jüngling im leeren Jesus-Grab auch so angezogen.

Doch ein „Engel“ war eigentlich keiner der Engel …

Was denkst DU darüber? Diskutiere gerne bei Facebook mit.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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“Auf den Spuren der Nephilim” Waren es Riesen? Außerirdische? Anunnaki? Fehlgeburten? Oder sogar Engel? (Vortrag von Lars A. Fischinger/März 2015)

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Auf den Spuren der Nephilim: Riesen? Ancient Aliens? Engel? (Vortrag v. Lars A. Fischinger)
“Auf den Spuren der Nephilim” Waren sie Riesen? Außerirdische? Anunnaki? Fehlgeburten? Oder sogar Engel? (Vortrag v. Lars A. Fischinger/März 2015)

Im März, beim 20. Seminar “Phantastische Phänomene” in Bremen, hielt auch ich einen Vortrag. Thema: “Riesen und Nephilim”. Ein Thema, das in der Grenzwissenschaft nicht wegzudenken ist, aber sehr oft vollkommen falsch darstellt wird. Auch in Verbindung mit den Anunnaki oder den gefallenen Engeln Gottes. Diesen Vortrag habe ich nun auf meinem YouTube-Kanal online gestellt. Zum Ende des Vortrages berichte ich noch kurz über Neuigkeiten zum Thema “Objekt M” – dem angeblichen UFO aus der Eiszeit in Estland.

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Von Lars A. Fischinger

Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Söhne Gottes, Wächter des Himmels, Anunnaki, Riesen, und gefallene Engel – das alles sind wichtige/bekannte Themen der Prä-Astronautik. Umfassend habe ich das Thema in allen Details jüngst in meinem aktuellen Buch “Rebellion der Astronautenwächter” ausgeführt, und dabei peinlich genau auf die Nutzung von Quellen abseits der “Mystery-Literatur” geachtet. Denn diese enthält zahlreiche Falschdarstellungen. Dennoch bleibt der Kern erhalten!

Und von diesem Kern berichte ich in zusammenfassend in folgendem Vortrag vom 7. März 2015.

Ebenfalls gehe ich auf den aktuellen Stand meiner Recherchen zum Mysterium von “Objekt M” ein, das meine Leserinnen und Leser sicher kennen werden.

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Also, ran an die Tasten bei YouTube. Ich freue mich über Eure Ansichten, Postings, Kommentare und Meinungen dazu – und wenn Ihr meinen Mystery-Channel abonnieren würdet.

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Ich danke Euch, Euer Jäger des Phantastischen

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(Geschäfts-eMail: FischingerOnline@gmail.com)

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Tod durch Reiki-Behandlung einer "Engelheilerin"

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Eine “Engelheilerin” aus Lamstedt bei Cuxhaven verliessen die Engel: Ihr Angebot, die Selbstheilungskräfte ihrer Kunden zu aktivieren und so nutzbar zu machen, endete für eine Klientin tötlich. Die Angehörigen klagten vor dem Amtsgericht in Ottendorf wegen der nicht erfolgten Aufkärung der Patientin, dass die “Engelheilerin” keine ärztliche Heimnethode anwendet und bekamen Recht.

Von Joël Grandke
(23. Januar 2013)

Im November 2011 besuchte die – mittlerweile verstorbene – 68-Jährige erstmals die ,Engelsheilerin’ aus Lamstedt. Ein Arzt hatte ihr zuvor eine Krebs-Diagnose gestellt, riet ihr zur Operation. Die Familie lehnte diese aber ab. ,Eine OP kam für sie zunächst nicht infrage, da sie erst versuchen wollte, mithilfe ihrer Selbstheilungskräfte zu genesen’, erklärte die 55-jährige Lamstedterin in der vergangenen Woche vor dem Amtsgericht. Sie habe eine Reiki-Ausbildung gemacht, die es ihr ermögliche, entsprechende Energien auf ihre Klienten zu übertragen.”

 Links

   Zum Thema:

  Es muss nicht alles so sein, es kann auch ganz anders sein. Manche Rätsel sind Scheinrätsel, manche werden zu welchen gemacht, manche aber widerstehen ziemlich hartnäckig allzu glatten Erklärungsversuchen.

(Walter-Jörg Langbein, 1993 in “Die großen Rätsel der letzten 2500 Jahre”)
www.Youtube.com/FischingerOnlineDER MYSTERY-VIDEO-CHANNEL

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Interview: Okkulte Geschäfte – "Die Esoterik will die Probleme der Welt mit Engelssprays lösen"

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Autor Johannes Fischler über den Umsatz, den Placebo-Effekt, die Suchtgefahr und den braunen Unterbau der Esoterik

Michael Matzenberger (April 2012


Mit “New Cage: Esoterik 2.0 – Wie sie die Köpfe leert und die Kassen füllt” legt Johannes Fischler sein erstes Sachbuch vor. Darin fühlt der Tiroler Psychologe dem esoterischen Konsumrausch und der dahinterliegenden Marketing-Dramaturgie auf den Zahn. Ein Erfolgsgarant der Szene: “Aufmerksamkeit ist die unwiderstehlichste aller Drogen.”
(Beachtet auch die unzähligen Kommentare der Leser dort!)

Aber äh, Augenblick bitte, liebe Freundinnen und Freunde. Ich muss doch etwas zu dem Interview anmerken. 
 

Spätestens seit meinem Beststeller “UFO-Sekten” von 1999 (mit Roland M. Horn) wissen meine geschätzten Leserinnen und Leser (und auch andere), dass ich das gesamte Feld der “Mystery-Thematik und -Forschung” auch mal sehr kritisch betrachte. Und es gibt mit Sicherheit eine Reihe Leser und Freunde, die auch wissen, dass man alles nicht immer alles “bierernst” nehmen und auch Humor haben sollte. Auch in “meinem” Gebiet der Prä-Astronautik, dass ich seit 1989 aus Überzeugung und Leidenschaft behandele. Aber im Interview oben sind einige Dinge meiner Meinung nach so nicht hinnehmbar da zu pauschal.

Nur kleine Anmerkungen von mir an dieser Stelle:

  • Fischler sagt, dass Esoterik ursprünglich “ein obskures, nur einem inneren Kreis zugängliches Geheimwissen” bedeutet. “Obskur” hat er dazu gedichtet.
  • Esoterik hat angeblich etwa 17 Milliarden Euro im Jahr Umsatz in Deutschland. So das “Hamburger Abendblatt” am 6. November 2009 unter Berufung auf die Sektenbeauftragte des Hamburger Senats Ursula Caberta, wie ich es in “Die Akte 2012” zitiere. Es kann aber gestiegen sein. Auch ist mir nicht klar, was alles in diesem “Esoterk-Jahresumsatz” einfliesst und beachtet wird v…
  • Die Ausführen zur SS und den Nazis suggerieren (mir – und dem Leser?!) in dem Interview, dass die Esoterik Nazi-Zeug ist!

Ich bin in vielen Dingen einer Meinung mit dem Interview, was schon 1999 von mir klar zu lesen war. Und auf Esoterik-Messen (schaut mal bei YouTube nach entsprechenden Videos – zum Beispiel hier) wird zum Teil höchst haarsträubender Blödsinn feilgeboten. Zu saftigen Preisen – verpackt in “wissenschaftlicher Sprache” um das jeweilige Produkt an den Mann zu bringen. Auch gibt es im Internet derartigen Blödsinn zu Esoterik & Co. dass ich fast täglich beim Leser der News im Büro lachen und weinen muss. Ebenso wie bei gewissen TV-Sendungen …

Aber die im Interview und im Buchtitel(?) von Fischler suggerierte Aussage, dass die Esoteriker alle leere Köpfe haben und nur zur Kassen gebeten werden, unterschreibe ich nicht. Viele ja – aber nicht alle Eso-Fans. Doch wenn es ihnen Freude macht.

Der “Kampf” von meinen Autorenkollegen und mir gegen die “Eingliederung” und Pauschalisierung unserer Thematiken und Tätigkeiten in den Esoterik-Bereich ist übrigens lange verloren. Ein Buch zu Engel-Kontakten und/oder mit Botschaften von “Erzengeln” sowie diverse “Heil-Dinge” haben wohl nichts mit Prä-Astronautik und den Rätseln der Welt zu tun. Sind aber in der öffentlichen Meinung und medialen Darstellung alles dasselbe …

Das Buch des Psychologen Johannes Fischler kenne ich aber bisher nicht … Der Link zum Buch am Endes des Interviews führt nach hier.





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"Engel-Expertin" Jana Haas zu 2012: "Angst kann auch verblöden"

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Von Karina Eyrich in “Schwarzwälder Bote“, 18. Januar 2012

Um das Thema “2012” kam sie dann doch nicht herum bei ihrem Vortrag in Lautlingen. Doch vom Weltuntergang will Engel-Expertin Jana Haas nichts wissen. Die Menschen und ihr Leben sind es, die sie interessieren.

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Katsina-Figuren der Hopi-Indianer als Online-Ausstellung in Deutschland: Dahinter verbirgt sich eine unglaubliche Geschichte!

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Katsina Figuren der legendären Hopi-Indianer als Online-Ausstellung in Deutschland - doch was hat es mit diesen Wesen auf sich? (Bilder: NASA & Nordamerika Native Museum der Stadt Zürich / Montage: Fischinger-Online)
Katsina Figuren der legendären Hopi-Indianer als Online-Ausstellung in Deutschland – doch was hat es mit diesen Wesen auf sich? (Bilder: NASA & Nordamerika Native Museum der Stadt Zürich / Montage: Fischinger-Online)

Die Goethe-Universität in Frankfurt am Main bereitete 2020 eine Ausstellung vor, die sich ganz den Figuren namens Katsina oder Katchina der Hopi-Indianer aus den USA widmen sollte. Wie die Universität jetzt mitteilte, steht diese aufgrund der aktuellen Lage “zunächst unbefristet online zur Verfügung”. Doch kaum jemand wird diese Katsina-Puppen oder auch nur die Hopi aus Arizona kennen, der sich nicht mit Indianern beschäftigt. Anders bei den “alten Hasen” der Prä-Astronautik, die bei dem Volk der Hopi sofort aufhorchen. Denn hinter diesem Stamm und dessen Katsina-Figuren verbirgt sich eine unglaubliche Geschichte um antike Außerirdische und versunkene Kontinente. Welche das genau ist, erfahrt ihr hier.


Die Hopi-Indianer

Überall auf der Welt haben versunkene Zivilisationen, Kulturen und  Religionen unzählige Bildnisse ihrer „spirituellen Welt“ und Weltanschauung hinterlassen. Figuren, Zeichnungen, Reliefs oder andere Objekte, die Götter, Himmelswesen oder Geister zeigen sollen. Derartiges findet sich bis heute. Man denke nur an das Christentum, das auf frommen Darstellungen den „Himmel“ mit vermeintlichen Engeln und Heiligen wiedergibt.

Solche Relikte einer überirdischen Welt finden sich aber auch bei eher weniger bekannten Kulturen und Völkern, die noch heute existierenden. So wie bei dem Stamm der Hopi-Indianer aus den USA. Das Volk, das eigentlich „Hopituh Shinumu“, „friedliches Volk“, heißt, lebt im Nordosten des US-Bundesstaates Arizona. Sie zählen zu der Gruppe der Pueblo-Indianer, von denen die bekanntesten sicher die Anasazi aus den Staaten Utah, Colorado, New Mexico und Arizona sind. Deren „Cliff Palace“ im „Mesa-Verde“-Nationalpark in Colorado oder ihre Bauwerke und Dörfer im „Chaco Canyon“ in New Mexico sind heute legendär. Auch bei uns im Westen sind diese dank des Fernsehens in der Allgemeinheit zumindest vom Ansehen her durchaus bekannt.

Diese Hopi, aber auch andere Stämme der Region, stellen seit unbekannten Zeiten seltsame Puppen her. Katsina, Katchinas oder auch Katsinam nennen sie diese spirituellen Figuren, deren Deutung und Bedeutung sowie Aussehen überaus vielfältig ist. Hierzu hat die Goethe-Universität in Frankfurt am Main in einem interdisziplinären Lehrprojekt 2020 eine Ausstellung erarbeitet, die vor allem aus einer Schweizer Privatsammlung stammt.

Wie Dr. Anke Sauter in einer Pressemitteilung am 11. März bekannt gab, wird diese Ausstellung aufgrund der Corona-Lage in diesem Jahr (auch) virtuell stattfinden. So sollen möglichst viele Interessierte in den Genuss der Ausstellung „Die Wanderer: Katsinam, Tithu und Aby Warburg“ (www.diewanderer.info) kommen. Eigentlich war sogar ein Besuch von Stammesmitgliedern der Hopi zu der Ausstellung geplant, doch Corona machte auch hier ein Strich durch die Planungen. In der Pressemitteilung heißt es:

Wegen der Pandemie konnten sich die Studierenden nur online besprechen; ein Besuch von Mitgliedern des Hopi-Stammes in Frankfurt musste abgesagt werden; und auch die bereits organisierte Exkursion nach Zürich fand nicht statt. Die 18 Studierenden, angeleitet durch den Ethnologen Dr. Markus Lindner und die Kunsthistorikerin Dr. Hilja Droste (inzwischen an der Universität Bonn) machten das Beste daraus und befassten sich intensiv mit dem Material, das ihnen vom Nordamerika Native Museum der Stadt Zürich (NONAM) zur Verfügung gestellt worden war.“

Hierzu soll auch eine Publikation von Dr. Markus Lindner und Dr. Hilja Droste folgen und die Ausstellung selber „steht zunächst unbefristet online zur Verfügung“, wie es in der Mitteilung heißt.

Die Katsina der Hopi

Die meist aus Holz geschnitzten Figuren oder Puppen wiederum unterscheiden sich zum Teil sehr in ihrem Aussehen:

Manche sehen aus wie Adler im Menschengewand, manche wie bunt behangene Außerirdische. Eine Art Clown mit Kopf und Körper einer Biene schleckt an einem Lutscher. Ein überdimensionierter Kopf ist von Kaktusblättern umkränzt. – Die Phantasie der Hopi beim Schnitzen ihrer sogenannten Katsina-Puppen scheint grenzenlos zu sein.“

Als „spirituelle Vorbilder“ und „spirituelle Wesen“ werden diese Katsinas auch in der Pressemitteilung der Goethe-Universität bezeichnet. Imaginäre „Gotteswesen“ oder Mittler zwischen den Welten in der Theologie der Hopi-Indianer. Über die Indianer vom Stamm der Hopi selber wiederum weiß indes der „Ottonormalbürger“ eigentlich überhaupt nichts. Von den rund 1.180(!) indigenen Völkern, die allein in den USA und Kanada anerkennt sind, kennen die meisten kaum mehr als die Gruppe der Apachen. Verbunden mit einem verträumten Indianer-Bild aus Hollywood.

Anders bei den „alten Hasen“ der Prä-Astronautik. Sie werden bei der Erwähnung des Hopi-Stammes und der Katsinas hellhörig. Warum?

Die Hopi fertigen seit Jahrhunderten diese Puppen an, die sie selber Katsinas nennen. Angeblich stellen diese himmlische Wesen dar, die einst von genau dort zu den Vorfahren der Indianer gekommen sind. Sie brachten den frühen Hopi Wissen, Weisheit, Technik und halfen ihnen, bevor sie wieder verschwanden, wie es die „klassische Prä-Astronautik“ sagt. Denn, so heißt es weiter, vor unbekannten Zeiten einmal seien die Urahnen der Hopi-Indianer aus einem fremden Land gekommen, das im Ozean versunken ist. Erst nach einer langen Reise voller Gefahren fanden sie eine sichere Heimat. Dort, wo sie heute noch leben. Ich komme am Ende darauf zurück.

Die Katsina: Außerirdische?

Spannende Legenden, die Millionen Menschen vor Jahrzehnten sicher erstmals hörten. Und zwar in dem Dokumentarfilm „Botschaft der Götter“, der nach dem Film „Erinnerungen an die Zukunft“ nach den Büchern von Erich von Däniken gedreht wurde. Darin wurden sehr viele Themen der Prä-Astronautik erstmals einem weiten Publikum in Wort und Bild erstmals präsentiert, die noch heute Teil der Ancient Aliens sind. Etwa das Raumschiff des Ezechiel, die Steine von Ica, die Goldflieger aus Südamerika, die Linien von Nazca oder auch die Ruinen von Pumpa Punku.

1976 hatte dieser heute längst legendäre Dokumentarfilm seine Uraufführung. Wie ich immer wieder gerne erwähne, war es genau dieser Film im September 1989, der mich zum Thema Prä-Astronautik brachte, als ich ihn damals zufällig am deutschen Privatfernsehen (Pro7) sah …

In „Botschaft der Götter“ wiederum rezitiert der Sprecher auch eine Legende der Hopi über ihre mythische Herkunft:

Von Insel zu Insel zogen sie dem Festland entgegen. Immer wenn sie eine Insel verließen, versank diese im Meer. Nur wenige Hopi-Krieger errichten das Festland, und auch sie hatten alle ihre Waffen verloren.

Da kamen aus glänzender Sonne seltsame Wesen, die ihnen Werkzeuge brachten, welche besser waren als alles, was sie vorher besaßen. Diese Wesen sahen anders aus, als die Menschen unserer Welt. Sie hatten unglaubliche Kräfte und ihr Zauber war stärker als Feuer und Blitz. Die Hopis nannten sie: Katsina.“

Für Prä-Astronautiker ein klarer Hinweis auf eine Überlieferung, die an die Götter aus dem All erinnert. Auch wenn die „Hopi-Thematik“ heute wohl kaum mehr in der Diskussion um Astronautengötter vorkommt. Genau diese Katsina-Puppen, die in solchen vielfältiger Form zu finden sind, werden in „Botschaft der Götter“ gezeigt und mit Darstellungen antiker Astronauten verglichen.

“Weißer Bär”

Auch „Weißer Bär“ („Sohn des letzten Hopi-Häuptlings“) kommt in dem Film zu Wort. Er erklärt zur Herkunft und Bedeutung dieser Katsinas:

„(…) Katsinas waren jene Wesen, die meinem Stamm einst in seinem Lebenskampf geholfen haben. Eines Tages haben sie uns verlassen. Sie versprachen jedoch zurück zu kommen. Damit nun unsere Kinder nicht erschrecken, wenn diese seltsamen Wesen wieder auftauchen, haben  wir über viele Geschlechter hinweg diese Puppen angefertigt, die wie Katsinas aussehen.“

Um die 400 verschiedene Arten solcher Figuren mit ihren sonderbaren Aussehen sollen es bei den diversen Stämmen geben. Auch werden solche Stücke unlängst für Touristen angefertigt und zum Teil für hohe Summen verkauft. Vor rund 100 Jahren begann aufgrund des Interesses der „Weißen“ an diesen Figuren deren Kommerzialisierung. Unter 100 Dollar geht es für einfache kleine Figuren los – und hört bei 2.500 Dollar für detailreiche Puppen auf. Wer hier ein Geschäft der Indianer mit den Touristen vermutet, liegt richtig. „Verwerflich“ ist diese Form des Dazuverdienen ganz und gar nicht! Was sich der normale Tourist sicher nicht leisten kann, sind alte Original-Puppen, die auf Auktionen durchaus mal fast 300.000 US-Dollar pro Stück kosten können.

Nur: Weiß der Besucher oder jemand, der sie online im Shop des „Kachina House“ (oder eBay, Etsy…) bestellt, dass diese Puppen angeblich Astronautengötter darstellen?

Ethnologen haben die Schnitzpuppen der Hopi schon lange im Visier. Sie verweisen immer wieder darauf, dass es grundsätzlich keine einheitliche Deutung der Wesen gibt. Sie sind alles in allem höre Wesenheiten, die mal Geister, mal Ahnen oder auch Götter bzw. Botschafter zwischen Himmelswesen und Menschen sein können. Ebenso Repräsentanten der Natur und Naturkräfte wie Wasser. Schon Kinder bekommen solche Puppen geschenkt, damit sie sich an deren Aussehen gewöhnen können. In sehr einfach gehaltenen Variationen dienen sie den Kleinen sogar als Spielzeug, worauf schon 1936 Gene Meany Hodge in „The Kachinas are coming“ hinwies.

“Vermittler zwischen den Göttern und den Menschen”

Sehr gut fasst die Seite Welt-der-Indianer.de dies zusammen:

Kachina wirken als Vermittler zwischen den Göttern und den Menschen und bringen den lebensnotwendigen Regen zur Erde. Sie sind also heilige Geistwesen, die viele Aspekte der Natur repräsentieren und mit Tanz und Gesang gefeiert wurden. Den Kachina zu Ehren, welche für die Indianer übernatürliche Wesen waren, wurden komplexe Maskenrituale durchgeführt.

Die Kachina-Puppen wurden den Kindern übergeben, um sie in spielerischer Art in die religiöse Welt der Erwachsenen einzuführen. Aus diesem Grund sind die Puppen exakte Kopien der Masken und Kostüme, die von den erwachsenen Kachina-Tänzer getragen werden, einschließlich der Symbole und Farben.“

Dort wird auch eine andere Geschichte über die „Entstehung der Katchinas“ zitiert, wie sie der Pueblo-Stamm der Zuni erzählen soll:

Vor langer Zeit, als das Volk auf der Suche nach der heiligen Mitte der Welt einen Fluss durchwatete, glitten einige Kinder ins Wasser und wurden dann in Wasserwesen verwandelt. Sie trieben bis zum Zusammenfluss des Zuni und des Colerado River. Nach vielem Beten und Opfern des Volkes kamen die Kinder als Kachinas zurück und brachten Regenwolken mit, welche die Felder fruchtbar machten. Nach dieser Begegnung wollten immer mehr Mütter in diese Kachina-Stadt, um ihre Kinder zu sehen. Da es aber nicht genügend Platz für alle gab, ließen die Kachinas die Zuni wissen, dass in Zukunft nur noch ihre Geister in die Tänzer der Zeremonien fahren werden.“

Diese Legende unterscheidet sich sehr von den Erzählungen von „Weißer Bär“ in der Dokumentation „Botschaft der Götter“. Parallelen sind aber zweifellos zu erkennen.

Die versunkene Welt Kasskara

In das Bewusstsein der Prä-Astronautik-Forscher kamen die Hopi und ihre Mythen um die Katsinas erst durch das Buch „Kasskara und die sieben Welten“ (1979) von Josef F. Blumrich. Es ist jener legendäre Autor, der zuvor das Buch „Da tat sich der Himmel auf“ (1974) veröffentlichte, in dem er die heute allseits bekannte „Rekonstruktion des Raumschiffs des Ezechiel“ aus dem Alten Testament vorlegte. Das Werk des NASA-Ingenieurs über die Hopi ist dagegen ungleich weniger bekannt.

Grundlage von Blumrichs Buch sind Aussagen von „Weißer Bär“, die er alle auf Tonband dokumentierte. Im Vorwort schrieb Josef F. Blumrich über den Indianer damals:

In seiner Darstellung von Tatsachen, Ereignissen und Einzelheiten war er unbeirrbar.“

Demnach gäbe es in der Mythologie der Hopi und auch zu den seltsamen Puppen zahllose Hinweise auf Außerirdische vor Jahrtausenden. Sie können an dieser Stelle keinesfalls alle rezitiert werden, doch zusammenfassen kann man sagen:

Die Hopi glauben, dass sie in einer vierten Welt leben und die dritte Welt Kasskara gewesen sei. Ein untergegangenes Land im Westen – also im Pazifik. Zeitgleich habe es im Osten, also Atlantik, einen weiteres Land gegeben, womit ausdrückliche Atlantis gemeint war. Während Atlantis schnell unterging, sei Kasskara als Urheimat der Hopi recht langsam „versunken“.

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Auch die Katsina wären alles andere als nur spirituelle Geistwesen, sondern waren physische Wesen von den Sternen. Seit der ersten Welt weilten diese bereit hier, wie „Weißer Bär“ Blumrich erzählte. Es waren Lehrmeister und Helfer der Hopi-Ahnen, die in Fluggeräten über den Himmel fuhren. Sie halfen auch bei der Umsiedlung der Hopi nach Amerika.

Der verlorene Kontinent

So erreichten sie letztlich auf drei verschiedene Arten Südamerika, während ihre Heimat nach und nach im Meer versank. Einmal durch „fliegende Schilde“, eine anderem Mal mit „großen Vögeln“ und die dritte Welle der Einwanderer kam mit Booten. Die Osterinsel wird dabei als die einzige Insel genannt, die bei ihrer Flucht anschließend nicht in den Fluten versank. Von Südamerika aus begann ihre Wanderung bis in die heutigen USA. Immer „unter dem Schutz der Kachinas“, so „Weißer Bär“: Blumrich zitiert ihn mit den Worten:

Das geschah natürlich alles vor sehr langer Zeit, denn der Anfang der Wanderung, die Ankunft der ersten Clans auf den Fliegenden Schilden, liegt etwa 80.000 Jahre zurück.“

Nach und nach begann so die Besiedlung und Landnahme auf den beiden amerikanischen Kontinenten.

Weiter heißt es, dass die Völker Mittelamerikas wie Maya und Azteken (abtrünnige) Angehörige der Hopi waren. Mehr noch, denn die himmlischen und real anwesenden Katsina haben den Menschen in der weltberühmten Maya-Stadt Palenque in Mexiko Wissen und Weisheit vermittelt! Palenque sei demnach eine Stadt der Hopi. Eine Art Universität, in dem die Fremden aus dem All die Menschen unterrichteten. Letztlich sind eines Tages diese Wesen wieder zu den Sternen zurückgekehrt.

Verständlicherweise folgte viel Kritik auf das Buch von Blumrich. Vor allem, da er die Katsina als leibhaftige Lebewesen wiedergibt und nicht als Geistwesen aus spirituellen Sphären. Ebenso auch, da er von Fluggeräten bzw. sogar Raumfahrtzeugen in der Hopi-Mythologie und über die versunkene Welt Kasskara spricht. Dem „Mutterland“ der Hopi, was „Kasskara“ bedeuten soll. So meinen Kritiker auch, dass die Hopi überhaupt kein Kasskara kennen würden. Alles sei frei erfunden. Anstoß wurde auch genommen, dass „Weißer Bär“ eindeutig von Atlantis als gesprochen haben soll. Bekanntlich ist Atlantis ein „westlicher Mythos“, den wir dem Griechen Platon verdanken.

Katsinas als Lehrmeister der Menschen

Übersehen wird von den Kritikern dabei aber, dass „Weißer Bär“ selber zu Blumrich sagte, dass er „bei diesem Namen bleiben“ will, „weil er dir geläufiger ist“. Bei den Hopi hieße das „Land im Osten“ nicht Atlantis, sondern werde als „Taláwaitichqua“ bezeichnet. Dies beute in Etwa so viel wie Land „Land in Richtung Morgen“ oder „Sonnenaufgang“ – also im Osten.

Hierzu muss man anmerken, dass das Standartwerk „Das Buch der Hopi“ (1977) von Frank Walters (aber auch andere Bücher) eindeutig zeigen, dass Blumrichs Ausführungen unter Berufung auf „Weißer Bär“ alles andere als aus der Luft gegriffen sind. Oder sein könnten. Bei Walters, der mehre Jahre unter den Hopi lebte, und die Überlieferungen von rund 30 Stammesmitgliedern verschiedener Clans aufzeichnete, findet sich das „Mutterland“ Kasskara als „Kuskurza“. Seine aufgezeichneten Überlieferungen sind ähnlich und im Kern mit den Schilderungen von Blumrich oft identisch. Auch bei ihm ging die Hopi-Urheimat unter. Und gleichfalls finden sich „Fluggeräte“ in der von ihm dokumentierten Theologie der Hopi. Blumrich selber vermerkt mehrfach, das “Das Buch der Hopi” sein Interesse an diesem Volk weckte.

Während Blumrich aber das Stichwort „Atlantis“ nutzt, findet sich bei Walters kein Verweis auf eine im Ozean versunkene dritte Welt. Was sich aber bei ihm findet, sind detaillierte Schilderungen, dass diese Wesen in der Maya-Stadt Palenque die Menschen in Wissenschaft schulten. Unter anderem lehrten diese Wesen:

  • „Geschichte und Bedeutung der vergangenen drei Welten“
  • „Aufbau und die Wirkungsweise des menschlichen Körpers“
  • „tieferes Wissen über die Gesetze der Natur“
  • „die Gesetzmäßigkeiten des planetaren Systems“
  • (wie diese) „die Sterne das Klima, die Ernte und den Menschen selbst beeinflussen“

Wissenschaftliche Erkenntnisse?

Zu diesem Zweck nahmen die Geistwesen „die Gestalt gewöhnlicher Menschen an und galten als Kachinaklan“. Folglich verwandelten sie sich geradezu, um Menschengestalt anzunehmen. Sie übernahmen daraufhin eine gewisse Zeit die Führung der Menschen in der neuen, vierten Welt. Nach dem Untergang oder der Vernichtung der dritten Welt, die Blumrich eben als Kasskara wiedergibt, sei dies vor allem geschehen. Nach reinen unsichtbaren Geistwesen klingt das nicht.

Wohlgemerkt, diese Ausführungen stammen nicht von einem Autor des Phantastischen oder Prä-Astronautik! Sie stammen aus dem Buch von Waters, der noch weitere Überraschungen bereithält:

Man weiß heute auch, dass es in verschiedenen Erdepochen ‚Sprünge‘ des magnetischen Felds der Erde gegeben hat, so dass sich die magnetischen Pole an wechselnden Stellen befanden, so lag der Nordpol wahrscheinlich auch einmal mitten im Pazifik und einmal im Südwesten der USA. Die Parallele zu dieser wissenschaftlichen Entdeckung findet sich in der Mythologie der Hopi in der Behauptung, dass sich die polare Mitte der Erde aus der verschwunden Dritten Welt in das Heimatland der Hopi in der gegenwärtigen Vierten Welt verlagerte.“

Wie konnten das die Hopi wissen? Ähnlich wie der Mythos, dass einige Clans der Hopi von einem Gott in den hohen, vereisten Norden gesandt wurden. Ausgerüstet mit magischen Kräften sollten sie durch Gebete gegen die voranschreitende Vereisung des Nordens ankämpfen. Letztlich gelang es nicht und das Vordringen des Eises war unaufhaltsam. Das klingt nach einer Erinnerung an die letzte Eiszeit und Vergletscherung Nordamerikas.

Sogar der Anthropologe Harold Courlander und sein Koautor Stephan Dömpke verweisen in ihrem Werk „Hopi – Stimmen eines Volkes“ (1986) auf das erstaunliche Wissen der Hopi. Die Wissenschaft würde das Können der Indianer in der Landwirtschaft „vor bisher ungelöste Rätsel“ stellen, so die Autoren. Mit dem Buch von Blumrich, dies am Rande, sind sie wiederum alles andere als zufrieden. Wie die meisten Indianerforscher. Richard S. Kelly zum Beispiel sah schon 1988 in „Spiritueller Imperialismus oder die Vereinnahmung der Hopi“ die Arbeit von Blumrich schlicht als „wertlos“ an. Sie sei voller „ungezügelten Dilettantentum“, so Kelly.

Geistwesen oder real?

Ob „Weißer Bär“, der mit vollen Namen Oswald „White Bear“ Fredericks heißt, in seinen Erzählungen uns den sprichwörtlichen Bären aufgebunden hat? Sicher zumindest scheint, dass er ein angesehenes Mitglied der Häuptlingssippe war. Wohl nicht, wie in „Botschaft der Götter“ behauptet, der Sohn des Stammesführers. Eher der Neffe des Häuptlings Oraibi, wie es auch Walters wiedergibt.

Anhand der oben zitieren Mythologien ist klar, dass es unter den Clans oder Stämmen der Hopi keine einheitliche und verbindliche Weltanschauung gibt. Die alten Überlieferungen und Legenden  variieren, was auch auf die wahre Natur der Katsina zutrifft. Sie sind oder waren offenbar beides, physische Wesen einer fernen Vergangenheit und rein spirituelle Geister. Das eine schließt das andere nicht aus. Auch in andere Religionen, Kulturen oder Theologien haben sich Götter, die einst real auf Erden gewandelt sein sollen, später zu Geistwesen gewandelt. Selbst für Jesus gilt das.

Interessant ist auch die untergegangene Welt Kasskara an sich. Sie war nicht einfach so plötzlich weg, denn dafür gab es einen Grund. Dieser wird, mehr oder weniger direkt, in dem sündhaften und ungöttlichen Verhalten der Ur-Hopi verortet. Eine eindeutige Parallele zu weltweiten Mythologien dieser Art, die ich in „Rebellion der Astronautenwächter“ dokumentiert habe. Allerdings auch fraglos zum Mythos des versunkenen Atlantis, dessen Ende kam, als die Bewohner zu „maßlos“ wurden. Zumindest Laut Platon. Obwohl Blumrich selber Kasskara und Atlantis miteinander verbindet, passt das eigentlich nicht, da die „Mutterheimat“ der Hopi im Westen gelange habe. Ob im Meer, da widersprechen sich die Aussagen.

Sind biblische Einflüsse in die Hopi-Mythologie zu finden? Etwa in den Aussagen, dass sie bei ihren Wanderungen nachts einem Stern und am Tage einer Wolke folgten, wie es Waters in seinem Buch „Hopi“ dokumentiert? Erinnerungen an den Exodus aus dem zweiten Buch Moses werden hier wach. Oder anders: Beruhen ähnliche Motive in den Mythen nicht ganz einfach daher, da hier ähnliche Erinnerungen verarbeitet wurden? Immerhin sollten wir annehmen, dass die raumfahrenden Götter der Prä-Astronautik einst überall auf der Erde waren. Bei allen oder vielen Menschen, die dann auch ähnliches erlebt haben könnten.

Der untergegangene Kontinent Mu

Was nicht unerwähnt bei diesen Katsinas und der vernichteten Welt Kasskara bleiben darf, ist die Geologie.

Blumrich gibt Ausführungen von „Weißer Bär“ wieder, die davon sprechen, dass die Erde mehrfach einen „Polsprung“ erfuhr. Ein Thema, das seit Jahrzehnten bis heute diskutiert wird (mehr dazu auch HIER). Der Indianer traf dabei Aussagen, die Geologen fraglos ein müdes Lächeln auf das Gesicht zaubern würden. So sollen zum Beispiel Nord- und Südpol ihre „Plätze“ getauscht habe, da sich die Erde als Planet als Ganzes drehte. Also nicht die magnetischen Pole sich umkehrten, was ein gewaltiger Unterschied ist. Verschiedene Erdachsenverschiebungen in verschiedenen Welten oder Zeitaltern musste unsere Erde dabei schon überstehen. Und mit ihnen unsere Ahnen und die Ur-Hopi. Nicht immer „kippte“ der Planet dabei aber vollständig, sondern teilweise nur „halb“.

So haben dann auch die außerirdischen Katsinas eines Tages bemerkt, dass Amerika aus dem Meer gestiegen sei. Denn zuvor gab es das nicht, und Atlantis im (heutigen) Atlantik und Kasskara im (heutigen) Pazifik waren nur durch Wasser voneinander getrennt. Die Katsinas nutzen diese neu entstandenen Kontinente zur Umsiedlung der Hopi, wie es Blumrich nach „Weißer Bär“ dokumentiert hat. Von (vier) verschiedenen Zeitaltern, Welten oder vernichteten Vorzeiten sprechen allerdings auch andere Völker. Inklusive der Maya und Azteken.

Geologen werden diese Art von Behauptungen rund weg als Spinnerei bezeichnen! Millionen Jahre sind beispielsweise schon die Anden in Südamerika alt, die nach und nach durch die Plattentektonik in die Höhe wuchsen. Nicht mehr oder wenig plötzlich durch Weltkatastrophen. Was aber dennoch bis heute durchaus von einigen angenommen wird.

Heute sind die Hopi, ihre seltsamen „Astronauten-Puppen“ und die Geschichten von „Weißer Bär“ offenbar der Diskussion der Prä-Astronautik-Fans herausgefallen. Viele werden diese kaum mehr kennen. Der Mythos, dass im Pazifischen Ozean einst eine riesige Landmasse oder eben ein ganzer Kontinent versank, ist aber weiterhin sehr populär. Meist wird dieser Mu genannt. Diese Spekulation gab es schon lange vor den Erzählungen von „Weißer Bär“, wobei dazu vor allem James Churchward genannt werden muss. Er veröffentlichte 1926 sein Buch „The Lost Continent of Mu, the Motherland of Men“, dem vier Bücher zum Thema versunkener Kontinent Mu bis 1935 folgten. Ein Jahr später starb der Erfinder der Mu-Idee.

Für die Hypothese einer unterfangenen Welt im Pazifik ist Churchward der vergessene Pionier überhaupt, der schon vor fast 100 Jahren dafür von der Fachwelt abgelehnt wurde.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Papst Franziskus in der irakischen Stadt Ur: Dort, wo Stammvater Abraham einst Kontakt zu Außerirdischen hatte? (+ Videos)

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Papst Franziskus in der irakischen Stadt Ur: Dort wo Stammvater Abraham einst Kontakt zu Außerirdischen hatte? (Bilder: WikiCommons & tagesschau.de / Montage: Fischinger-Online)
Papst Franziskus in der irakischen Stadt Ur: Dort wo Stammvater Abraham einst Kontakt zu Außerirdischen hatte? (Bilder: WikiCommons & tagesschau.de / Montage: Fischinger-Online)

Papst Franziskus war wieder unterwegs. Diesmal im Irak, wie es der TV-Zuschauer in verschieden Nachrichten sehen konnte. Eine kurze Reise von vier Tagen, bei der er auch die Stadt Ur besuchte und dort betete. Eigentlich eine uralte Stadt des Kulturlandes Mesopotamien, in der der laut Bibel Abraham geboren wurde. Der Stammvater aller Juden, Christen und Muslime. Doch kam es dort vor Jahrtausenden “klipp und klar” zu einem Kontakt von Abraham mit Außerirdischen? Denn das schrieb der Prä-Astronautiker Erich von Däniken dazu in einem Tweet, der sicher einige erstaunte. Was aber meinte er damit, wie kommt von Däniken zu dieser Aussage? Das und mehr erfahrt Ihr hier.


Papst Franziskus im Irak

Kürzlich flimmerten in die heimischen Wohnzimmer in den Nachrichten Neuigkeiten über Papst Franziskus. Der “oberste Hirte” der katholischen Kirche befinde sich derzeit auf einer Reise durch den Irak, träfe sich dort mit verschiedenen Vertretern des Glaubens und feierte mit den dortigen Christen Messen. Alles wie üblich verbunden mit dem Aufruf auf Frieden und einen Dialog zwischen den Religionen. In diesem Fall vor allem Christen und Muslime. Eine sogenannte “Apostolische Reise”, wie es die Kirche nennt, die vom 5. bis 8. März dauerte.

Der TV-Zuschauer oder Nachrichtenkonsument wird sich bei den Berichten über die Irak-Reise des Papstes sicher gedacht haben: “Mutig von ihm.” Denn die ganze Welt weiß natürlich über die Lage im Nahen Osten und hier speziell den Irak. Vielmehr wird sich der normale News-Konsument wohl nicht dabei gedacht haben. Auch nicht als Papst Franziskus die im Süden des Irak liegende Stadt Ur besuchte und dort bei einem interreligiösen Treffen für die Opfer von Terror und Krieg betete. Eine wichtige Kernaussage war, dass es keinen Frieden geben könne, wenn sich die Völker nicht “die Hand reichen”.

Zuschauer der üblichen Fernsehnachrichten (privat und öffentlich-rechtlich) werden es wohlwollend zur Kenntnis genommen haben. Und der ein oder andere mag sich dabei gefragt haben, was Ur denn für eine Stadt ist, das der “Heilige Vater” genau dort zu Gebet rief. Immerhin ist Ur in all den Jahren der Berichte aus dem Irak praktisch nie erwähnt worden. Mossul oder Bagdad kennt man – aber Ur?

Geschichtlich Interessierte oder bibelfeste Leser kennen Ur selbstverständlich. Auch die Internetseite der “Tagesschau” klärt dazu ihr Zielpublikum etwas auf:

Laut biblischer Überlieferung ist der Ort Ur in der Wüste des Südirak die Geburtsstätte Abrahams, des Stammvaters von Juden, Christen und Muslimen.”

Abraham aus Ur

Der Ort Ur ist kein Ort oder keine Stadt im eigentlich Sinn. Es ist eine uralte Stadt der Sumerer und späterer Kulturen Mesopotamiens, die schon vor 6.000 und mehr Jahren besiedelt war. Eine der wichtigsten Ruinenstätte des Landes überhaupt, dessen zentrales Heiligtum eine Zikkurat, eine Art Stufenpyramide, zu Ehren des Mondgottes Nanna bildete. Wie bei vielen uralten Städten im Zweistromland. Am bekanntesten ist hier wohl der “Turm von Babel”, den man unter anderem aus dem Alten Testament kennt.

Aber auch die Stadt Ur ist im Alten Testament zu finden. Hier sei der Überlieferung im Buch Genesis nach der legendären Patriarch Abraham geboren. Der Stammvater von Juden, Christen und Muslimen. Und natürlich ist das auch dem Vatikan bzw. Papst Franziskus bekannt, weshalb genau diese geschichtliche Stätte für einen Besuch ausgesucht wurde. So sagte der Papst in Bezug zu Abraham bei seinem Gebet in Ur auch:

Dass wir uns heute hier auf seinen Spuren befinden, dies möge ein Zeichen des Segens und der Hoffnung sein für den Irak, für den Nahen Osten und für die ganze Welt.

Eine schöne Geste, ein nettes Zeichen, werden die meisten Gläubigen sicher denken. Nicht aber der Religionskritiker und Prä-Astroauntik-Autor Erich von Däniken. Er setzte am 7. März einen auf den ersten Blick sehr seltsam erscheinen Tweet bei Twitter ab:

Mit “Mosur” meinte Erich von Däniken Ur. Aber wieso soll dort Abraham “klipp und klar Kontakt zu Außerirdischen” gehabt haben? Und wieso sollen das der Papst und der irakische Ministerpräsident wissen? Was hat das damit zu tun, dass unsere Religionen “auf die Rückkehr der Götter vorbereitet” werden, womit von Däniken natürlich die antiken Raumfahrer meint? Die Ancient Aliens, wie man sie heute nennt.

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Kontakt zu Astronautengöttern?

Nun, ob “der Papst wie auch Iraks Ministerpräsident wissen”, dass Abraham in Ur einst Kontakt zu Astronautengöttern hatte, wissen wir natürlich nicht. Woher auch, da Papst Franziskus dies bisher nirgendwo kundtat. Ob die heutigen Religionen auf die Wiederkehr dieser Raumfahrer der Antike, die einst für “Götter” gehalten wurden, “vorbereitet” werden, wissen wir ebenso wenig. Zu vermuten ist es durchaus. Aber nur dann, wenn wir der Meinung sind, dass die Götter der alten Überlieferungen einschließlich des biblischen “Gott” auch wirklich Außerirdisch waren. Dann allerdings, davon bin ich überzeugt, reicht es nicht nur die aktuellen Religionen auf deren Rückkehr vorzubereiten.

Von Däniken spricht von “klipp und klar”, was suggeriert, dass es für seine kühne Behauptung Beweise habe. Beweise dafür gibt es aber nicht. Sehr wohl aber finden sich in den alten Texten und Mythen Hinweise darauf, dass Abraham tatsächlich Kontakt mit diesen Außerirdischen des Altertums in Ur gehabt haben könnte. Sehr ausführlich habe ich das schon in meinem Buch “Götter der Sterne” analysiert und diskutiert.

Denn, wie Ihr in diesem Blog Artikel HIER umfangreich nachlesen könnt (s. zweite Video unten), laut diesen Schriften hatte Abraham einst Kontakt mit fremden Wesen, die ihn mit in den Himmel nahmen. Zu einer Raumstation von Außerirdischen! So erstaunlich das klingt, so ist es eine Tatsache, das die entsprechende Überlieferung über diese “Himmelsreise” des Stammvaters genauso interpretiert werden kann. Ob es deshalb wahr ist, wissen wir leider nicht.

In der Bibel findet sich dieser Bericht übrigens nicht. Das altjüdische Buch außerhalb der Bibel, ein Apokryph, nennt sich “Apokalypse des Abraham“. Im zweiten Video unten aus dem Jahr 2012 gehe ich auf dieses Thema genauer ein.

Feuer vom Himmel

Unheimliches ereignete sich aber auch bei der Berufung des Abraham durch den angeblichen “Gott” an sich. Wie im ersten Video unten zusammengefasst, machte hier laut den alten Überlieferungen das Himmelswesen kurzen Prozess mit Terach, dem Vater von Abraham. Dieser war treu des Glaubens seiner Heimat ein Anhänger diverser Götter Mesopotamiens. Er soll sogar seinen Lebensunterhalt damit verdient haben, entsprechende “Götzen” herzustellen.

Nach der Überlieferung war dieser Mann den Plänen “Gottes” offenbar im Weg. So wurde er bei der Berufung des Abraham kurzerhand ermordet. Durch Feuer vom Himmel wurden er, sein Haus und seine ganze Habe dem Erdboden gleich gemacht. Nun konnte Abraham seine Heimat Ur verlassen und seine Mission im Auftrag seines himmlischen Herrn erfüllen, wie es auch die Bibel weiter erzählt. Wenig verwunderlich ist hierbei, dass sich diese Episode über die Ermordung des Terach durch “Gott” nicht in der Bibel erwähnt wird. Dort finden sich – wenn überhaupt – widersprüchliche Angaben über den Tod von Abrahams Vater.

Genau diese nicht-biblichen Überlieferungen aus den sogenannten Apokryphen sind es, auf die Erich von Däniken in seinem Tweet anspielt. Faszinierende Geschichten einer längst vergangenen Zeit.

Videos zum Thema

Video vom 18. Februar 2020 auf Mystery Files

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Wenn aus “Fremden” und “Ausländern” in der Bibel “Außerirdische” werden: Ein verrücktes und spannendes Netzfundstück

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Wenn aus "Ausländern" in der Bibel "Außerirdische" werden: Ein verrücktes Netzfundstück (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Wenn aus “Fremden” in der Bibel “Außerirdische” werden: Ein verrücktes Netzfundstück (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Prä-Astronautik-Forscher suchen seit über einem halben Jahrhundert in alten Schriften, Texten und Überlieferungen nach Spuren der Götter aus dem All. Auch in der Bibel wird nach diesen Astronautengöttern gefahndet, wie in “Götter der Sterne” 1998 aufgezeigt. Nicht wenige wollen dabei immer wieder fündig geworden sein. Doch jetzt erreichte mich eine “Google News” zum Thema Außerirdische in der Bibel, die auf den ersten Blick verstörend wirkte. Bei genaueren Hinsehen auf die exakten Hintergründe allerdings eher bizarr bis amüsant. Alles zu diesem Netzfundstück und wie genau es dazu kam, erfahrt Ihr hier.


Außerirdische in der Bibel

Dass die Bibel außerirdische Wesen nennt, ist zuerst einmal eine Tatsache. Im Alten wie im Neuen Testament finden wir diese unter verschiedenen Namen. Mal als (fremde) Götter, mal als Engel und mal auch als Göttersöhne, Boten Gottes oder Söhne des Höchsten. Damit sind Außerirdische gemeint, da diese Wesen nicht von der Erde kommen, sondern meistens aus Gottes Himmel. Also nicht von der Erde und per Definition der Bezeichnung “Außerirdisch” sind es eben genau solche. Selbst wenn diese mit einem theologischen Auge betrachtet aus einem nicht physischen Gottesreich stammen. Auch das ist nicht-irdisch und damit außerirdisch.

Soweit, so eindeutig. Anders wird das natürlich in weiten Teilen der Prä-Astronautik gesehen. Hier werden leibhaftige Außerirdische vermutet, die ganz real und physisch vor tausenden von Jahren hier auf der Erde waren. Ausdrücklich gilt das auch für all jene Wesen, die sich in den Schriften der Bibel und verwandten Texten finden. So, wie ich es sehr detailliert in meinen Büchern “Götter der Sterne” (1998) und “Rebellion der Astronautenwächter” (2015) darlegte, da bis dato entsprechende umfangreiche Detail-Betrachtungen dieser Texte im Sinne der Prä-Astronautik fehlten.

Verwundern kann “die Prä-Astronautiker” grundsätzlich schon lange nichts mehr. Auch nicht in den Schriften der Bibel, sofern diese überhaupt eingehend studiert wurden. Überall wimmelt es von Ancient Aliens, wie die Astronautengötter heute sehr gerne nach der gleichnamigen TV-Serie aus den USA genannt. Frei übersetzt bedeutet das soviel wie “Antike Außerirdische”, da die Bezeichnung “Aliens” heute ganz ein fach für Außerirdische steht. Nicht nur bei den “Anhängern der Prä-Astronautik”, sondern diese Bezeichnung ist seit Jahrzehnten in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Meiner Meinung nach trug der zeitlose Science-Fiction-Horror-Klassiker “Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt” von Ridley Scott 1979 maßgeblich dazu bei. Der Original-Titel des Kinohits war schlicht “Alien” und die Fortsetzung kam 1986 als “Aliens” in die Lichtspielhäuser der USA.

“Aliens”

“Aliens” ist aber keine Erfindung aus Hollywood. Die meisten Mystery-Fans wissen ganz genau, dass “Aliens” nicht nur für “Außerirdische” steht, sondern auch für “Fremde” oder “Ausländer”. Für etwas, das “fremd” oder “ausländisch” im (Adjektiv) ist. Kaum jemand nutzt allerdings diese Bezeichnung für Fremde (mit erstaunlichen Ausnahmen, wozu ich hier eine Anekdote anführen könnte – aber lassen wir es mal so stehen…). Ein Außerirdischer ist genau genommen ein “Extraterrestrial”. So wie bei dem Kinohit “E.T. – Der Außerirdische”, der 1982 als “E.T. the Extra-Terrestrial” in die Kinos kam.

Das sind grundsätzliche “Basics”, die viele kennen. Und all jene, die es so noch nicht wussten, wissen es jetzt. Denn sie sind dahingehend wichtig, da ich heute via “Google Alert” eine News von einer mehr als christlichen Quelle zum Schichtwort “Außerirdische” erhielt: “11 Bibelverse über Außerirdische, Gottes Haltung” hieß diese und erweckte verständlicherweise das Interesse eines Prä-Astronautikers. Gleichgültig ob man die entsprechenden Verse der Bibel hinter dem News-Link letztlich kennt oder nicht.

Schnell aber zeigte sich, dass die News von einer frommen und englischsprachigen Webseite stammt, die sich “Knowing Jesus” (“Kenne Jesus”) nennt. Genauer gesagt von einer deren Unterseiten, auf der sich erstaunlich viele Bibelübersetzung in allerlei Sprachen, Übersetzungen und Ausgaben finden. Darunter so “exotische Sprachen” wie Koreanisch, Tagalog oder Chinesisch. Die meisten Ausgaben und Übersetzung sind aber englisch. Und offensichtlich sind diese alles andere als kompetente Übersetzungen. Zumindest was die Übertragung (der Überschrift!) ins Deutsche angeht, da kein einziger der 11 dort zitierten Bibelverse wirklich von Außerirdischen spricht.

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Woher das kommt, dazu gleich mehr.

Die Verse beinhalten alle Aussagen über “Fremdlinge”, wie sie dort wiedergegeben wurde. Was auch nicht unbedingt richtig ist, wie man am Beispiel der dort zitierten Verses aus Jeremia 22,3 oder auch Ezechiel 22,29 sieht. Schlägt man in den verschiedenen englischen Übersetzung diese und die anderen Verse nach, blickt dabei in diverse deutsche Ausgaben, so finden sie an den entsprechenden Stellen verschiedenste Formulierungen. Was so oder so für viele Teile der Bibel gilt.

So wird etwa von einem “Mann aus einem fremden Land” bei Jeremia 22,3 gesprochen, was so gar nicht nach einem Außerirdischen klingt. An anderen Stellen lesen wir von “Sojourner” in diversen englischen Bibelausgabe, was in deutschen Übersetzungen als “Fremdling(e)” korrekt wiedergegeben wurde. In der weltbekannten “King James Bible” steht dort “Stranger”, was ebenfalls “Fremdling” bedeutet. Alle Verse, die “Knowing Jesus” hier zitiert, sprechen genau davon. Von Menschen aus fremden Ländern. Warum aber steht in der Überschrift was von Außerirdischen in der Bibel?

Eine “neue Bibel”

Schaut mal ein zweites Mal auf diese Webseite, so stellt man fest, dass diese nicht nur “Bible Study Tools” betreibt, sondern sich auf die “Holman Christian Standard Bible” beruft. Diese wurde ab Mitte der 1980er Jahre neu in “modernen Englisch” für bzw. von “Holman Bible Publishers” neu übersetzt. Kurz nennt man diese in einer neueren Version seit 2017 sogar nur “Christliche Standard Bibel”. Ziel war es eine Übersetzung der gesamten Bibel zu liefern, die sich so nah wie möglich an den Originaltext hält. Womit natürlich die noch vorhanden Schriften gemeint sind, da wirkliche Originale nicht mehr bekannt sind.

Rund 100 Wissenschaftler, Übersetzer und Bibelforscher waren an dem Projekt beteiligt. Hierzu erschienen diverse Versionen und Übersetzungen im Laufe der Arbeit an der Bibel. Sehr interessant ist vor allem, dass jene Verse, die offensichtlich nachträglich in die Schriften eingefügt wurden, in diesem Fall entsprechend gekennzeichnet wurden. Sie wurde meistens im Text gelassen, jedoch in Klammern gesetzt. Kulturell seien sie von Bedeutung – aber sind eben Nachtragungen, Umschreibungen und Veränderungen diverser Redakteure. Vom unveränderten “Wort Gottes” kann (und sollte!) bei der Bibel niemand reinen Gewissens sprechen. Wie in diesem Blog-Artikel HIER an einem Beispiel zur Auferstehung Jesus dargelegt.

Tatsächlich haben die Übersetzer in ihrer “neuen” Bibel an entsprechenden Stellen das Wort “Alien” für “Fremde” oder “Ausländer” genutzt. Mehr als 100-mal, auch wenn in Kommentaren, die auch “Knowing Jesus” nutzt, auf andere Wörter wie “Sojourner” verwiesen wird. Eine automatische Übersetzung der Überschrift auf dieser Webseite machte daraus “Außerirdische”, wobei in den Versen dann korrekt übersetzt wurde. Die Nutzung des Wortes “Aliens” ist verstörend bis amüsant. Denn wenn bei der mühsamen Arbeit an dieser “neuen” Bibel in verständlicher Sprache soviel Wert auf Text-Authentizität gelegt wurde, hätte man um die Bedeutung des Wortes im öffentlichen Bewusstsein wissen müssen.

Immerhin hat man, was mehr als erstaunlich ist, nachträgliche Passagen entsprechend behandelt und markiert. Mit Sicherheit wird das nicht allen Kirchen in den USA gefallen, die an die Unfehlbarkeit der Bibel glauben. Genauso wenig, dass man ab der Ausgabe 2017 656-mal den Gottesnamen Jahwe wieder entfernte.

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Rassismusvorwürfe gegen Erich von Däniken: Das sagt der Astronautengötter-Jäger selber dazu – ein Statement

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Rassismusvorwürfe gegen Erich von Däniken: Das sagt der Astronautengötter-Jäger selber dazu (Bilder: Archiv Fischinger-Online/ E. v. Däniken)
Rassismusvorwürfe gegen Erich von Däniken: Das sagt der Astronautengötter-Jäger selber dazu (Bilder: Archiv Fischinger-Online/ E. v. Däniken)

Erich von Däniken – ein “Rassist” und “islamophob”? Seit über einem halben Jahrhundert ist von Däniken Autor auf den Spuren der Götter aus dem All. Und eben solange wird er von vielen Seiten kritisiert. Teilweise sogar mit unsinnigen oder sogar erfundenen Behauptungen. Doch seit geraumer Zeit wird auch gegen ihn die beliebte “Nazi-Keule” geschwungen. Vor allem von einem “Kritiker” in den USA. Was Erich von Däniken dazu sagt, erfahrt Ihr in diesem Statement von ihm selber.


Kritiker und Erich von Däniken

Man muss die Thesen und Spekulationen rund um antike Astronauten aus dem All weder glauben noch “toll” finden. Und kaum jemand, der sich für die Thematik der Prä-Astronautik begeistern kann oder selber in diesem Bereich forschend tätig ist, teilt all die Ideen rund um Götter aus dem Kosmos. Doch niemand kommt an der Person Erich von Däniken vorbei, der im Februar 1968 mit seinem ersten Buch “Erinnerungen an die Zukunft” die Prä-Astronautik, wie man sie heute kennt, geboren hat. Kein anderer Sachbuchautor, der sich vor ihm mit diesen Überlegungen um Astronautengötter befasst hat, fand auch nur annähernd soviel Gehör wie Erich von Däniken.

Damals wurde er von allen Seiten angefeindet – oder gefeiert. Das Gute hing schon damals vom Standpunkt des Betrachters ab. Man “glaubte” seinen Ideen, oder man lehnte sie ab. Wenige standen zwischen den Stühlen und sagten sich: “Vielleicht ist ja was dran?”

Grundsätzlich hat sich an der Situation gegenüber der Prä-Astronautik und vor allem der Person Erich von Däniken nichts geändert. Mit der Ausnahme, dass heute durch das Netz jeder alles und nichts von sich geben kann. Gerne auch anonym. Man muss nicht irgendwer sein, der seine Meinung (positiv wie negativ) in einem Artikel, einem Zeitungsbeitrag oder einer TV-Sendung verkünden kann und darf. Zu der diese Person dann auch erst mal einen Kontakt haben muss. Ein paar Klicks und schon ist es in der Welt. Unwahrheiten, Lügen und Irrtümer werden dabei erstaunlicherweise lieber geglaubt und bleiben eher hängen. Erstaunlich, eigentlich.

Die “Kritiken”, Unterstellungen und Vorwürfe sind dabei ausgesprochen vielseitig. Besser gesagt phantasievoll und oft vollkommen am Ziel vorbei. Da hieß es einst, Däniken ziehe Schuhe mit hohen Absätzen an, damit er vor dem Publikum größer und damit eindrucksvoller daherkommt. Oder, dass er von dämonischen Kräften oder Satan persönlich geleitet wird. Ja, vielleicht ist er es sogar selber. Dann wieder glauben einige, dass er eine Sekte gründen will. Eine neue Religion im Zeichen der Aliens. Und erst im September 2020 war zu “erfahren”, dass er mit seinen Büchern das unglaubliche Vermögen von 30 Millionen Dollar netto angehäuft habe.

Und doch kam in den letzten Jahren in der Öffentlichkeit und Mainstream mehr und mehr ein neues Tonschlagargument hinzu: Die Nazi-Keule. Vor dieser ist niemand mehr sicher und ganz schnell rücken Menschen andere Menschen in die “rechte Ecke”. Das gilt natürlich nicht allein für die Grenzwissenschaft! Denn man kann längst nicht mehr alles sagen, ohne, dass vorschnell diese Keule geschwungen wird. Die Nazi-Phobie ist allgegenwärtig und im Alltag angekommen. Ob sie im Einzelfall zutrifft – denn auch das kommt vor -, spielt dabei keine Rolle. Ein Fall für Psychologen und Soziologen.

Auch von Däniken muss sich schon seit Längerem anhören, dass er ein Rassist und Islamfeindlich sei. Mehrfach habe ich das bereits über ihn gelesen und gehört. Nun wurde es dem Vater der der Prä-Astronautik zu viel, denn heute erreichte mich eine Stellungnahme von ihm zu genau diesen Vorwürfen. Auslöser sind Äußerungen des “Kritikers” Jason Colavito. Ich möchte dieses Statement hier ungekürzt wiedergeben.

Außerdem könnt Ihr Euch dieses als PDF von meinem Server laden, sofern Ihr es selber weiter (unverändert!) teilen wollt: In Deutsch HIER und in Englisch HIER.

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Stellungnahme von Erich von Däniken vom 4. Februar 2021

To whom it may concern

Sehr geehrte Damen und Herren

Seit Jahrzehnten gibt es immer wieder vereinzelte Gruppen von Menschen, die der Meinung sind, einige Inhalte meiner Bücher seine rassistisch. In neuerer Zeit macht sich ein Pseudo-Wissenschaftler des Names Jason Colavito damit wichtig. Ganz offensichtlich hat er meine Bücher weder gelesen oder nicht verstanden.

So wird behauptet, in meinen Büchern würden islamophopische Kommentare vorkommen und ich würde die arische Rasse loben. Nichts davon stimmt. In meinen Büchern gibt es weder islamophobische Kommentare noch taucht die arische Rasse irgendwo auf.

Insbesondere wird mir zur Last gelegt, ich würde schreiben, Ausserirdische hätten mit Menschen Sex gehabt, und daraus sei eine spezielle Rasse entstanden. Tatsache ist, dass derartige Gedanken nicht von mir stammen, sondern aus allen grossen Überlieferungen der Menschheit.

Ich zitiere das Alte Testament, 1. Moses, Kapitel 6, Vers 1:

“Als aber die Menschen anfingen, sich auf der Erde zu mehren, und ihnen Töchter geboren wurden, sahen die Gottessöhne, dass die Töchter der Menschen schön waren, und sie nahmen sich zu Weibern, welche sie nur wünschten.”

Ebenfalls aus der Bibel stammt der Gedanke, irgendein Gott habe die Menschen geschaffen.

Ich zitiere das 1. Buch Moses, Kapitel 1, Vers 26:

“Und Gott sprach, lasset uns Menschen machen nach unserem Bilde, uns ähnlich…(Vers 1.27): ” …und Gott schuf den Menschen nach seinem Bilde, nach dem Bilde Gottes schuf er ihn.”

Je nach Bibelübersetzung wird in diesem Zusammenhang auch von “gefallenen Engeln” oder “gefallenen Gottessöhnen” gesprochen. Das Vergehen dieser “gefallenen Engel” wird im Buche des Propheten Henoch ausführlich beschrieben.

Nach der Betrachtungsweise von Jason Colavito und ähnlichen Kritikern müssten auch alle Überlieferungen über die sogenannte Sintflut rassistisch sein – und zwar in allen Kulturen der Welt – denn der jeweilige Gott lässt nur eine Gruppe am Leben und vernichtet die anderen.

Wir – die gesamte Menschheit – sind Nachfahren von Adam und Eva. Oder biblisch gesprochen, vom Schöpfungsakt eines Gottes. Da werden keinerlei Rassen privilegiert.

Ob rot-, gelb-, dunkel- oder hellhäutig, die gesamte Menschheit ist Nachfahre jenes eines Schöpfungsaktes. Genau so steht es auch in allen meinen Büchern. Dabei zitiere ich immer die grossen heiligen Bücher der Menschheit und mache klar, woher dieses Gedankengut kommt.

Jede Art von Rassismus ist mir völlig fremd. Ich hatte und habe auch nie etwas mit dem Gedankengut der NAZI gemeinsam. Ich selber habe weltweit Freunde in allen Kulturen. Wir kennen keinerlei Rassismus.

Bestimmte Kritiker werfen mir auch vor, ich würde den alten Kulturen die Fähigkeit absprechen, grandiose Tempel und Kunstwerke zu erbauen. Exakt das Gegenteil trifft zu. Es waren immer die Menschen, welche gigantische Tempel und die Pyramiden errichteten. Meine Fragen hatten eine andere Qualität: Weshalb taten die Menschen dies? Zu Ehren der Götter. Welcher Götter? Erst da beginnen meine Analysen.

In meinen Büchern schreibe ich auch, jene sogenannten “Götter” hätten versprochen in einer fernen Zukunft wiederzukehren. Tatsächlich wurde dieser Wiederkunftsgedanke Bestandteil aller Kulturen und Religionen – bis auf den heutigen Tag. Wenn Ausserirdische eines Tages wiederkehren, so betrifft das die gesamte Menschheit. Seit Jahrtausenden führen Menschen Kriege gegeneinander. Sowie uns bewusst würde, dass es eine Lebensform im Universum gäbe, die uns technologisch voraus ist und uns besucht, würde dies die Kriege zwischen den Menschen augenblicklich beenden. Das höhere Ziel wäre die Kommunikation mit den Fremden.

In neuerer Zeit haben sich namhafte Persönlichkeiten aus Politik und Wissenschaften zum Besuch von Ausserirdischen geäussert. Hier vier Beispiele:

“Mindestens vier verschiedene Spezies von Ausserirdischen haben die Erde seit Jahrtausenden besucht. Einige der Ausserirdischen sehen aus wie wir, und sie könnten die Strasse hinunter laufen und man würde es nicht merken.” (Paul Theodore Hellyer, Ex Verteidigungsminister Kanadas und 22 Jahre Mitglied des Kanadischen Kabinetts)

Professor Doktor Haim Eshed, der 30 Jahre lang das israelische Programm für Weltraumsicherheit leitete, gestand, Außerirdische seien hier auf der Erde und es existiere ein Geheimabkommen mit ihnen. [1]

Eshed wörtlich: “Wenn ich das, was ich heute sage, vor fünf Jahren gesagt hätte, hätte man mich ins Krankenhaus eingeliefert. Wo immer ich damit in der Wissenschaft hingekommen bin haben sie gesagt: <Der Mann hat seinen Verstand verloren>. Heute reden sie schon anders. Ich habe nichts zu verlieren. Ich habe meine Abschlüsse und Auszeichnungen, ich werde an den Universitäten im Ausland respektiert. Dort hat sich der Trend auch geändert.” [2]

Dr. Yves Sillard, immerhin der Ex-Chef der französischen Raumfahrbehörde: [3] “Die objektive Realität der UFOS unterliegt keinem Zweifel mehr…Das Klima des Misstrauens und der Desinformation, ganz zu schweigen vom Spott, lässt eine überraschende Form intellektueller Blindheit erkennen.”

Und ein weiterer Mensch, der es begriffen hat: ist Elon Musk. Er gehört zu den reichsten Menschen auf unserem Planeten und ist der Begründer des Unternehmens SPACE-X. Kürzlich sagte er in einem Interview: der Zweck des Menschen besteht darin, “dass wir zu einer multiplanetarischen Spezies und einer raumfahrenden Zivilisation werden”. [4]

Im Grunde genommen fällt der Rassimus-Vorwurf auf die Gruppe dieser Art von Kritikern zurück. Denn sie betrachten sich selbst als etwas Besonderes.

Dr. hc. Erich von Däniken,

[1] Jüdische Allgemeine vom 8. Dezember 2020

[2] Aliens exist and Donald Trump knows about it. Timesnownews, 9. Dec. 2020

[3] Alien technology, the best hope to save our Planet. In: OTTAWA CITIZEN, Kanada, 28. Feb. 2007

[4] WELT am SONNTAG vom 6. Dezember 2020.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Neues Buch: “Portale – Eine Spurensuche in Vergangenheit und Gegenwart” (+ Videos)

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Neues Buch: "Portale – Eine Spurensuche in Vergangenheit und Gegenwart"
Neues Buch: “Portale – Eine Spurensuche in Vergangenheit und Gegenwart”

Gibt es “Portale in andere Dimensionen”? Orte, an denen physikalische Anomalien auftreten, die sich mit heutiger Technik messen und dokumentieren lassen? Was sind solche Portal oder sogar Anomalien der Raumzeit? Diese und anderen Fragen gehen die Autoren und Mystery-Forscher Werner Betz und Sonja Ampssler seit vielen Jahren vor Ort nach. Jetzt stellen sie ihre neuen Ergebnisse auf den Spuren solcher “Anderswelten” und in ihrem neuen Buch “Portale – Eine Spurensuche in Vergangenheit und Gegenwart” vor.


“Portale in andere Dimensionen”

Portale zu anderen Dimensionen – wie kann man sich so etwas vorstellen?

Wir versuchen mit unseren Forschungen, ein Bild davon zu vermitteln und folgen seit mehreren Jahren allen Spuren, die uns Hinweise geben könnten. Diese fanden wir in Überlieferungen und Mythen sowie in alten Berichten, aber auch in Vorkommnissen, die bis in die Gegenwart reichen.

Ob am Untersberg, in den Pyrenäen oder an anderen Orten der Erde, überall fanden wir Parallelen, die nur den Schluss zulassen, dass es solche Tore sind, die in andere Welten oder Zeiten führen. Geheime militärische Forschungen seit Jahrzehnten weisen darauf hin, dass nicht nur wir an diesem Phänomen interessiert sind. Hinweise darauf, dass diese Portale Realität sind, geben aber auch unsere technischen Untersuchungen, mit deren Hilfe wir physikalische Kräfte nachweisen konnten, die uns offenbar verraten, wo wir diese Übergänge finden können.

Zahlreiche eigene, ganz persönliche Erfahrungen und Erlebnisse machen das Buch zu einem authentischen Forschungsbericht. Begleitet uns auf einer spannenden Suche, die vor unserer Haustür beginnt und bis in die entlegensten Winkel der Erde führt!

Inhalt von “Portale – Eine Spurensuche in Vergangenheit und Gegenwart”

  • Was bisher geschah
  • Wer dabei half
  • Terribilis est locus iste
  • Noch mehr schreckliche Orte?
  • Himmelsleitern überall
  • Überraschung in Schneeberg
  • Seltsame Kräfte in Arnstadt
  • Ein denkwürdiges Erlebnis
  • Was wissen die Militärs?
  • Die Gravitation am Untersberg
  • Physikalische Anomalien
  • Ein folgenschweres Experiment
  • Kann man Portale öffnen?
  • Die „Blauen Äpfel“
  • Sternentore
  • Portale im Fokus der Templer
  • Kirchen als Versuchslabore
  • Von den Pyrenäen in den Odenwald
  • Vielecke und die Antigravitation
  • Seltsame Erlebnisse im Salstal
  • Energie mit Nebenwirkungen
  • Verschwunden im Odenwald
  • Engel, Marienerscheinungen und Schlimmeres
  • Der wahre Kern von Überlieferungen
  • Ein Portal im ewigen Eis
  • Ein Paralleluniversum und das FBI
  • Wonach suchten Hitlers Schergen?
  • Gralssuche oder Portalsuche?
  • Energie im Tal der Ariege
  • Geheimnisse in der Tiefe
  • Reise ins Fichtelgebirge
  • Steine und Energie
  • Zeitreisen und „Schreckliche Orte“
  • Portale wie Sand am Meer
  • Das letzte Kapitel – Haben wir den Fuß in der Tür?
  • Anhang

Werner Betz und Sonja Ampssler:

Portale: Eine Spurensuche in Vergangenheit und Gegenwart”

Videos zum Thema mit den Autor(en)

Video des Vortrags vom 17. August 2019 auf Fischinger-Online

Bitte auf das “Play-Symbol” klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

Video vom 28. August 2015 auf Fischinger-Online

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Lars A. Fischinger

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