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“Prä-Astronautik: Lenken Aliens seit Jahrtausenden die Welt?”: Fake-Jäger interviewen Erich von Däniken – und widerlegen Nicht-Gesagtes (+ Video)

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"Prä-Astronautik: Lenken Aliens seit Jahrtausenden die Welt?" - Fake-Jäger interviewen Erich von Däniken - und widerlegen Nicht-Gesagtes (Bilder: LAF & gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
“Prä-Astronautik: Lenken Aliens seit Jahrtausenden die Welt?”: “Fake-Jäger” interviewen Erich von Däniken – und widerlegen Nicht-Gesagtes (Bilder: LAF & gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Wer sich mit Prä-Astronautik und antiken Göttern aus dem All beschäftigen will, kommt an Erich von Däniken nicht vorbei. Das sehen seien Fans ebenso, wie Kritiker und Skeptiker dieser Ideen, dass die “Götter” reale Wesen von den Sternen waren. Und natürlich sehen das auch all jene so, die dazu ein Interview oder irgendeine andere Art von Beitrag machen wollen. So auch die sogenannten “Fake Busters”, die von Däniken für einen Podcast zum Thema Außerirdische und Prä-Astronautik interviewt haben. Heraus kam ein erstaunliches Ergebnis! Denn die angeblichen Fake-Jäger “widerlegen” im Anschluss in ihrem Podcast Aussagen von Däniken, die er überhaupt nicht gemacht hat. Aussagen, die die “Fake Busters” verdrehten, um dann dazu die Meinung eines Experten einzuholen. Ein ganz erstaunlicher Podcast, den ich für Euch in diesem neuen Mystery-Review einmal genauer beleuchte.


Prä-Astronautik = Erich von Däniken

Es gibt Punkte und Tatsachen in der Welt der Prä-Astronautik, an die gibt es nicht das Geringste zu rütteln. Zum Beispiel besteht an folgenden Fakten kein Zweifel:

  • Es gibt keinen einzigen handfesten und wissenschaftlichen blitzsauberen Beweis, dass vor Jahrtausenden Außerirdische auf der Erde waren.
  • Jeder Autor und Forscher der Prä-Astronautik “kocht sein eigenes Süppchen” – so was wie ein einheitlicher Konsens existiert nicht.
  • Die prä-astronautische Community ist voll von wilden Spekulationen, Fakes und immer wieder werden aus Unwissenheit neue “Rätsel” erschaffen und verbreitet.
  • Niemand kommt beim Thema Astronauten aus dem Kosmos an dem Autoren Erich von Däniken vorbei.

Vor allem der letzte Punkt bietet damit eine gewaltige “Angriffsfläche” für Kritiker, Gegner und Skeptiker aller Art. Denn will man sich mit der Prä-Astronautik beschäftigen, so der einhellige Tenor, muss man sich mit den Ideen und Büchern von Erich von Däniken auseinandersetzten. Immerhin kam durch seine Bücher das Thema vor rund 50 Jahren erst richtig in Schwung. Alle anderen heutigen Forscher und Autoren folgen mit sehr weiten Abstand. Und von denen gibt es nicht wenige.

Wer im Rahmen eines Interviews über Prä-Astronautik berichten möchte, der wendet sich folglich an von Däniken. Und obwohl diese Interviews aufgrund häufig gleicher oder ähnlicher Fragen in den meisten Fällen damit auch wiederkehrende Antworten beinhalten, sind sie für viele interessant. Vor allem für den Laien oder Einsteiger in die Welt der Götter der Sterne. Selten sticht ein Interview dabei heraus, sofern man sie alle (wie ich) verfolgt.

Da vor allem im öffentlichen Bild und bei den Skeptikern Prä-Astronautik = Däniken ist, verfolge ich für Euch solche Interviews immer mit Spannung. So stieß ich am 22. September auf ein Interview mit Erich von Däniken, das unter anderem der österreichische “Kurier” online verbreitet. Ein Podcast zum Thema Prä-Astronautik der sogenannten “Fake Busters”, in dem ein Däniken-Interview integriert wurde.

“Ein Kritiker widerlegt die Thesen” von Erich von Däniken

Zu diesem Podcast heißt es einleitend unter anderem:

“(…) Ende der 60er (betrat) ein Mann die Bühne der Prä-Astronautik, der sofort zum Superstar dieser Parawissenschaft avancierte: Erich von Däniken. Der Autor argumentierte auf – angeblich – rein wissenschaftlicher und beweisfundierter Basis. (…) Spricht man über Prä-Astronautik, muss man mit Däniken sprechen, und das haben die Fake Busters getan. Wissenschaftsjournalist Florian Aigner liefert Gegenargumente.

Soweit, so richtig. Wäre da nicht die Falschaussage, dass von Däniken behauptet auf “rein wissenschaftlicher und beweisfundierter Basis” zu argumentieren. Eine reine Unterstellung der “Fake Busters”. Seit Jahrzehnten wird von Däniken nämlich nicht müde zu betonen, dass er populärwissenschaftliche Bücher schreibt. Bücher, die keine wissenschaftlichen Arbeiten sind. Das hat er nie – und hat es auch nie behauptet. Vielmehr hat er sogar immer wieder unterstrichen, dass seine Werke für den Laien sind. Anders hätten seine Bücher auch sicherlich nicht diesen Welterfolg gefeiert.

Er selber betonte noch dazu schon vor Jahrzehnten, dass er kein Wissenschaftler sei. Er sei ein “Sonntagsforscher”.

Bei “beweisfundiert” sieht es schon etwas anders aus. Denn in diesem Zusammenhang spricht von Däniken sehr gerne davon, dass “die Quellen stimmen”. Womit er vor allem diverse Zitate aus allen Schriften usw. meint. Einen “Beweis” für die einstige Anwesenheit von Aliens hat aber damit auch er – nicht. Wie alle Prä-Astronautiker steht auch von Däniken damit natürlich in der Beweispflicht.

“Ein Kritiker widerlegt die Thesen” von Erich von Däniken, ließt man in der Ankündigung des Podcast. “Bleibt skeptisch, aber hört uns gut zu”, mahnen die Fake-Jäger in ihrer Sendung. Und das sollte man in diesem Fall tatsächlich. Denn die trocken abgelesenen Fragen an Erich von Däniken beginnen direkt damit, was denn seiner Meinung nach das “stärkste Argument” sei, das für “einen frühen Besuch von Außerirdischen auf der Erde spricht”.

Eine Reise gen Himmel

Und jetzt wird es direkt sehr spannend. Hier führt von Däniken als Beispiel die “Apokalypse des Abraham” an und fasst diese Schrift unter anderem in seinen Worten zusammen. Im Video unten sowie in meinem Buch “Götter der Sterne” und in diesem Blog-Artikel HIER habe ich über diese Überlieferung sehr ausführlich berichtet.

Zusammengefasst: In dieser außerbiblischen Schrift wird beschrieben, wie ein Mensch (Abraham) von der Erde mit Gott bzw. seinen “Engeln” in den Himmel fliegt und so Erde verlässt (s. auch Video HIER). Mit diesen fremden Wesen oben angekommen, sieht er die Erde und die Sterne. Dabei befindet er sich in einem sich drehenden Ort, der anhand der Beschreibungen unschwer an eine rotierende Raumstation erinnert.

Eine Raumstation von Außerirdischen vor Jahrtausenden, wäre das in diesem Fall natürlich. Sofern man solche Ideen in Betracht ziehen möchte. Vielleicht sogar ein sich um die eigene Achse drehendes Generationenraumschiff der “Götter”. Rotieren deshalb, da so im Inneren eine “künstliche Schwerkraft” entsteht.

Genau das erzählt von Däniken unter Berufung auf diesen altjüdischen Text. Er spricht von einem “Mutterraumschiff”, in das dieser Mensch vor tausenden von Jahren gebracht wurde. Eine sehr spannende Schrift, die natürlich kein echter Beweis für Ancient Aliens ist. Nur ein Hinweis, wie ich es sehr gerne formuliere.

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In einem anderen Kontext spricht von Däniken weiter davon, dass wir vermutlich von diesen einstigen Astronautengöttern heute beobachtet werden. Sie seien wieder hier, so, wie sie es laut alten Mythen und Schriften einst gesagt haben sollen. Ich als Prä-Astronautiker und Autor denke zwar, dass sie nie weg waren, aber in diesem Fall denkt von Däniken an die “modernen” UFOs. Ein Thema, dem er sich früher kaum annahm, aber seit geraumer Zeit verstärkt zuwendet.

Jetzt kommen die “Fake Busters” mit ihrem zum Interview geladenen Experten Florian Aigner (Physiker und Wissenschaftspublizist an der Technischen Universität Wien) hinzu, um alles zu verdrehen. So können sie nämlich ihren Zuhörern aufzeigen, wie leicht sie von Dänikens Aussagen widerlegen können.

Ein UFO-Mutterschiff im Erdorbit?

Diese “Widerlegung” ist gelinde gesagt lächerlich! Denn die angeblichen Jäger von Fakes verbreiten diese selber, in dem sie nach dem Däniken-Interview Aussagen “widerlegen”, die er überhaupt nicht gemacht hat. Was allerdings seit Jahrzehnten von Prä-Astronautik- und auch UFO-Krikern immer wieder getan wird. Nicht nur bei von Däniken. Wobei es umgekehrt von Mystery-Jägern gegenüber der “etablierten Wissenschaft” teilweise nicht viel anders aussieht.

So stellen die “Fake Busters” ihrem Experten Florian Aigner gleich zu Beginn des Interviews eine Frage zu einer angeblichen Däniken-Aussage, die sie selber erfunden haben:

Herr von Däniken glaubt ja, wir werden beobachtet. Vermutlich von einem Mutterraumschiff. Warum hat dieses Schiff noch niemand entdeckt?

Unverkennbar haben die “Fake Busters” hier selber einen Fake in die Welt gesetzt.

Dass ein Mutterraumschiff von Aliens hier ist (im Erdorbit), hat weder Däniken noch sonst wer gesagt. Eine Lüge der “Fake Busters”. Von Däniken sprach von der “Apokalypse des Abraham”, was Jahrtausende her ist. Kein Wort davon, dass diese Raumstation oder das Mutterraumschiff hier ist und die Menschheit von dort beobachtet wird. Das steht auch in keinem seiner Bücher, noch in Büchern anderer Prä-Astronautiker. Zumindest keinem die ich kenne.

Wenn die “Fake Frager” also Aigner direkt mit einer solchen Aussagen konfrontieren, und ihn nach dem Wahrheitsgehalt dazu befragen, kann Aigner nicht anders antworten, als er es in dem Podcast tat. Denn er legt dar, dass ein solches Mutterschiff längst im Erdorbit auch mit unseren Technologien entdeckt worden wäre. “Detektiert”, wie es Aigner formuliert. Zweifellos sind seine Ausführungen dazu richtig. Widerlegt hat er durch diese ausgedachte Frage natürlich nichts. Wie auch, wenn diese mutmaßliche Raumstation vor Jahrtausenden hier war?

Aigner antwortet lediglich korrekt auf eine falsche Frage. Allerdings – dies der Vollständigkeit halber! – seit Jahrzehnten kursieren Spekulationen, dass sich Außerirdische irgendwo im Sonnensystem vor uns verbergen. Im Asteroidengürtel, auf/im Mars, in Monden des Mars, auf/in unserem Mond. Davon war im Interview jedoch keine Rede.

“Dunkle Mächte”?

Wissenschaftsjournalist Florian Aigner geht auch noch auf andere Fragen und Aussagen der “Fake Busters” ein. Etwa zu weltweiten Pyramiden. Seiner Meinung nach ist es nur logisch, dass sie überall auf dem Planeten stehen, da die Pyramide die einfachste Form darstelle, die hoch und zugleich stabil ist. Selbst kleine Kinder, so Aigner, würden mit Bauklötzen Pyramiden bauen, wenn sie den Auftrag bekämen, einen stabilen Turm zu errichten.

Keine neuen Aussagen zum “Pyramiden-Rätsel”. Sollte die Lösung so einfach sein? Schließlich geht er mit keinem einzigen Wort darauf ein, welchen Zweck diese Bauten dienten. Sie waren alle, mit Variationen, zu Ehren der Götter des Himmels oder des Jenseits im Kreise der “Götter”. Womit man sich wieder im Kreis dreht. Wer waren denn diese “Götter”? Die Form dieser Bauwerke ist da eher zweitrangig.

Fast schon dramatisch wird es, wenn die “Busters” danach fragen, ob es stimmt, dass sich etablierte Wissenschaftler nicht mit Aliens & Co. befassen wollen, weil sie sich nicht lächerlich machen möchten. Diese Frage bezog sich vor allem auf eine Aussage im Däniken-Interview zu einer Akte der CIA. In dieser wurde bereit vor Jahrzehnten tatsächlich klipp und klar festgeschrieben, dass solche Themen lächerlich gemacht werden sollen. Ob UFOs an sich, UFO-Gruppen und -Forscher oder Personen, die sich dafür interessieren. Eine Verschwörungstheorie ist das nicht, wie auch von Däniken betont, da die fragliche CIA-Dokumente heute freigegeben sind.

Aigner spricht hier von “absurden Vorstellungen”, dass irgendwelche “dunklen Mächte” oder eben die CIA die Wissenschaft in der Hand hat. “Vollkommen lächerlich” sei diese Behauptung. Eine Aussage die – wiedermal! – niemand traf. Weiter führt Aigner aus, dass es eben in der Wissenschaft keine Interesse an Däniken-Themen gibt, da es dafür keinerlei Anhaltspunkte gäbe. Wären sie da, würde sich auch die Wissenschaft damit befassen. Sie sind es aber nicht, so Aigner. Sonst wäre das “ein Ticket für Reichtum und Ruhm und einer glänzenden Karriere” in der Wissenschaft.

Nicht unbedingt. In welchem wissenschaftliche Betrieb sollte sich jemand diese Themen vornehmen, ohne das Gespött seiner Kollegen auf sich zu ziehen? Man denke an die Thesen über das interstellare Objekt “Oumuamua” von Prof. Abraham Loeb von der Harvard Universität und den Reaktionen seiner Astronomie-Kollegen (s. dazu Video HIER). Oder den Astronomen Dr. Carl Sagan, heute längst einen Legende, als dieser sich ernsthaft ab 1966 mit Außerirdischen auseinandersetzte (auch in der Vergangenheit – s. auch Video HIER) und das Video HIER).

 Grabplatte von Palenque

Es ist aber sicher auch eindeutig, dass sich ein Forscher aus dem wissenschaftlichen Betrieb im Wust der Prä-Astronautik erst mal ein Thema herauspicken müsste. Wo soll derjenige anfangen und was ist tatsächlich mehr als nur ein Hinweis auf raumfahrende “Götter” im Altertum? Hier kann man Aigner sicher zustimmen.

In diesem Zusammenhang kommt ein immer wieder sehr gerne genanntes Beispiel ins Gespräch: Die Grabplatte von Palenque in Mexiko, über die auf Fischinger-Online bereits mehrfach berichtet wurde. Von Däniken nennt sie selbst als Beispiel in seinem Interview mit den “Fake Busters” als eines seiner Indizien. Deshalb nehmen die “Busters” sie im Anschluss im Podcast auch noch einmal auf. Um dieses Indiz des Herrn von Däniken zu “widerlegen”.

“Man sieht einen Menschen umgeben von Leitungen und Knöpfen”, so die “Fake Busters”. Zumindest könne man es “so interpretieren”. Für von Däniken ist diese Darstellung auf der wuchtigen Grabplatte bekanntlich ein Raumfahrer. Besser gesagt ein Mensch, den der Maya-Künstler in ein stilisiertes Fahrzeug der antiken Astronauten platzierte. Archäologen sehen hier eine Art symbolischer Reise des Verstorbenen in den Himmel, ins Jenseits, und seiner Wiedergeburt.

Die Deutungen im Sinne von Raumfahrt im Altertum ist für die “Fake Busters” kein Problem. Solche Ideen zur Grabplatte können sie schnell “widerlegen”:

Von wenigen Jahren fanden Archäologen dann aber ein Kanalsystem unter dem Grabstein. Bei den Leitungen (auf der Grabplatte, Anm. LAF) soll es sich um diese Kanäle handeln und um Wurzeln des Weltbaumes, die in der Maya-Mythologie in die Unterwelt reichen.

So könnte zumindest eine Thesen des Prä-Astronautikers widerlegt werden.

Gemeint ist damit die Entdeckung des Archäologen Arnoldo González Cruz und seinem Team 2015/2016. 2012 gab es mittels Bodenradar erste Hinweise auf diesen 60 Zentimeter kleinen Kanal, der unter der Grabkammer im “Tempel der Inschriften” her führt. Dort, wo sich tief im Inneren im Boden die Grabkammer mit der Platte befindet. Tatsächlich für Archäologen ein Hinweis auf ein Art “Verbindung zur Unterwelt”.

Aber kein “Kanalsystem”, das auf der berühmten Grabplatte abgebildet worden sein soll. Die Deutung, das auch der “Weltenbaum” der Maya mit auf der Platte abgebildet ist, ist dabei auch alles andere als neu. Als Symbol der Welt mit Unterwelt, Erde und Kosmos hat von Däniken selbst diesen in zahllosen seiner Bücher erwähnt …

Video zum Thema

Video vom 12. Juli 2012 auf Fischinger-Online

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Was machte eigentlich der “Nibiru-Autor” und Prä-Astronautiker Zecharia Sitchin in der Cheops-Pyramide – mit Hammer und Meißel?! (+ Videos)

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Was machte eigentlich der "Nibiru-Autor" Zecharia Sitchin in der Cheops-Pyramide - mit Hammer und Meißel?! (Bilder: Sitchin.com & Fischinger-Online)
Was machte eigentlich der “Nibiru-Autor” Zecharia Sitchin in der Cheops-Pyramide – mit Hammer und Meißel?! (Bilder: Sitchin.com & Fischinger-Online)

Vor einigen Jahren machte der “Cheops-Skandal” um die Privatforscher Stefan Erdmann und Dr. Dominique Görlitz international Schlagzeilen. Angeblich hätten sie die Namenskartusche des Pharao Cheops in einer kleinen Kammer der Cheops-Pyramide beschädigt. Ein Aufschrei in den Medien folgte. Eine regelrechte Hetzjagd begann. Doch bereits Jahre zuvor hatte schon der bekannte Prä-Astronautik-Autor Zecharia Sitchin einen ganz anderen Plan. Er wollte auf illegalen Wege und mit voller Absicht die besagte Inschrift in der Pyramide beschädigen, um eine Probe herauszubrechen. Unverblümt und detailliert hat er selber dieses Vorhaben geschildert. Was dahin steckt und warum er meint, dass dabei ein  Attentat auf ihn verübt wurde, erfahrt Ihr in diesem Artikel. Ein Kaum bekanntes oder beachtetes Kapitel rund um Sitchin und die Cheops-Pyramide!


Zecharia Sitchin und die Prä-Astronautik

Ein Autor, der die heutige Prä-Astronautik wie kaum ein zweiter beeinflusst hat, war Zecharia Sitchin aus den USA.

Der 2010 verstorbene Prä-Astronautik ist jener, der die Außerirdischen Anunnaki “in die Welt setzte”. Heute längst ein Kampfbegriff in Sachen Ancient Aliens und Prä-Astronautik. In seinen zahlreichen Büchern verbreitete er die Spekulation, dass diese Anunnaki-Aliens einstmals von einem bisher unbekannten Planeten in unserem Sonnensystem kamen.

Diesen Planeten innerhalb unseres Sonnensystems taufte er Nibiru. Von hier sollen die Astronauten der Antike gekommen sein. Auch wenn nachweislich eine derartige außerirdische Zivilisation auf einen Planeten, wie Sitchin ihn sich erdachte, nicht existieren konnte.

Vielfach war der Autor Sitchin bereits Thema auf Fischinger-Online. Ebenso “seine Anunnaki”, die sich leider in den letzten Jahren immer mehr in der Prä-Astronautik und entsprechender Literatur ausbreiten. Fernab der Realität über diese Anunnaki vom Himmel, sondern längst bis ins Absurde gesteigert. Sogar fernab der von Sitchin selber dazu erfunden Geschichten. Das stellt längst eine ernsthafte Beschäftigung mit dem Thema vor ungeahnte Probleme, wenn man sich für die Götter der Vergangenheit interessiert. Oder besser zu interessieren beginnt, worauf ich als Prä-Astronautiker immer wieder umfassend verweise (verweisen muss).

Zecharia Sitchin hat in seinen Büchern neben den Hautideen der Anunnaki vom Planeten Nibiru zahllose weitere Themen in der Prä-Astronautik bekannt gemacht. Themen, die heute vielfach isoliert von ihm als eigentliche Quelle weiterhin kursieren. Gern auch in abgewandelten Formen. Auch und vor allem gilt das für die Pyramiden von Gizeh in Ägypten.

Die Cheops-Pyramide und Sitchin

Vor allem die weit verbreitete Idee, dass die Entdeckung des Namens von Pharao Cheops als Beweis für die Archäologie innerhalb der Cheops-Pyramide ein Betrug sei, stammt von Sitchin. Dieser Name finden ich in der sogenannten Cheops-Kartusche in einer der Entlastungskammern in der Großen Pyramide. Es sind niedrige “Räume”, die sich oberhalb der Königskammer befinden, und die erst im 19. Jahrhundert entdeckt wurden.

Mittels Sprengstoff bahnten sich die Entdecker ihren Weg durch die Pyramide, bis sie auf besagte Kammern stießen. Dort finden sich Schriften auf den Steinen und unter ihnen eine Kartusche mit den Namen des Cheops. Hierzu heißt es bis heute, dass diese Inschrift bei ihrer Entdeckung 1837 durch Howard Vyse von ihm selber an die Wand gemalt wurde. Damit läge hier ein gewaltiger Betrug vor, den Vyse nur deshalb heimlich initiierte, damit er sich als großen Entdecker feiern lassen konnte.

Genau das brachte Sitchin 1982 in die Prä-Astronautik ein. Umfassend hat er es damals in seinem Buch “Stufen zum Kosmos” versucht zu beweisen, da Sitchin die Gizeh-Pyramiden in seinen Büchern für eine Art Navigationshilfen für einfliegende Raumschiffe hielt. Und seit Jahren werde auch ich als Autor des Phantastischen immer mal wieder beim Thema “Pyramiden” gefragt: “Warum nimmt niemand eine Probe der Kartusche, um das Thema Fake oder echt endlich ad acta legen zu können?” Vor einigen Jahren löste genau dieses Thema aber den “Cheops-Skandal” um Dr. Dominique Görlitz und Stefan Erdmann aus, über den HIER vielfach berichtet wurde.

Diese Frage steht seit Jahrzehnten im Raum und ist demnach mit Sicherheit nicht neu. Auch wenn beispielsweise eine Datierung der Farbe mit der Radiokarbon-Methode wohl nicht möglich wäre, da sie nicht organisch ist. Dennoch wurde dann und wann danach “verlangt”, dass man endlich eine Probe der Kartusche nimmt und diese datiert und analysiert. Stammt sie aus dem 19. Jahrhundert und ist damit ein Betrug – oder ist sie mindestens 4.500 Jahre alt?

Sitchins geheimer Plan

Auch Zecharia Sitchin selber dachte sich, dass ein Probe “seiner Kartusche” des Cheops eine wunderbare Sache wäre. So könne er, sofern das Ergebnis zu seinen Gunsten ausfiele, endliche belegen, dass die Kartusche eine Fälschung sei. Und tatsächlich hatte Sitchin mit einem Kollegen vor, eine Probe der Königskartusche zu nehmen. Auf illegalem Wege und ohne Wissen der Behörden, wie er es selber zugab. Inklusive Beschädigung der Kartusche.

Vielen scheint diese Tatsache nicht bewusst zu sein. Und gerade im Zuge des “Cheops-Skandal” vor einigen Jahren ist das nicht uninteressant. Wirft es doch erneut an fragwürdiges Licht auf Dr. Zahi Hawass. Es mag aber auch daran liegen, dass Sitchin selber diese Ereignisse um “seine Probe” in einem Buch veröffentlichte. Und was heutzutage in Büchern und damit nicht erscheint, nehmen viele gar nicht mehr war …

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So schreibt Sitchin in “Journeys to the Mythical Past” 2007, das 2010 als “Auf den Spuren alter Mythen” in deutsch erschien, folgendes: Während einer Leserreise 1997 in Israel entschied er sich einen spontanen Abstecher von dort nach Ägypten zu machen. Er wolle schließlich schon lange “die Zeichen in Farbe untersuchen”, mit denen der Name des Pharao in einer Entlastungskammer geschrieben steht. Dafür sollte sein Mittelsmann Abbas schon vor der besagten Leserreise “seine gute Beziehungen zu Dr. Hawass nutzen”, um hier irgendwie Zugang zu den Kammern zu bekommen. Sitchin “drängte ihn”, wie er schreibt, da die die Lage vor Ort in Ägypten sehr schwierig machen würde.

Letztlich wurde von Hawass tatsächlich die Erlaubnis erteilt. Nie zuvor sei es Sitchin gelungen “den ‘Tatort’ persönlich aufzusuchen”, an dem seiner Meinung nach der “große Pyramiden-Schwindel” durch Vyse geschah.

Da kein geringerer als Dr. Zahi Hawass ihnen die Erlaubnis erteilte, die Entlastungskammern zu betreten, war Sitchin voller Hoffnung. Ein Leser mit Namen “Wallace M.” (“Wally”) begleitete ihn, da dieser seien Exkursion und möglichen Entdeckungen im Bild dokumentieren konnte.

Unter falschen Tatsachen in die Cheops-Pyramide

“Wally” wurde daraufhin als Sitchins offizieller Fotograf ausgegeben. Sitchin schreibt weiter:

Abbas schrieb Wallys Namen auf die Liste, die er zuvor beim Büro des Direktors der Altertümer von Gizeh einreiche musste, und bezeichnete ihn als meinen Fotografen; tatsächlich aber hatte ich noch eine andere, vertrauliche Aufgabe für Wally, für die er einige seiner kleinen Werkzeuge mitnehmen sollte: Er sollte eine Probe der roten Farbe entnehmen, mit der die ,Steinmetzzeichen’ an die Steinquader gemalt waren, damit wir sie auf ihr Alter hin untersuchen lassen konnten. Ich hielt dies für wichtig (…)”

Sitchin hielt diese “Datierung” und heimliche und illegalen Probeentnahme in dem Sinne für wichtig, da er damit beweisen wollte, dass sein “Verdacht auf eine Fälschung richtig” wäre.

Am 25. September 1997 gestatte es Hawass dann, in die Kammern über der Königskammer zu gehen. Besser gesagt zu klettern. “Aber es darf keine Fotos geben”, mahnte er, da jüngst an diesem Tag eine ägyptische Zeitung umfangreich berichtete, dass zahllose Ausländer “unter dem Deckmantel der Archäologie” das Erbe der Ägypter zu besudeln. Mit Duldung der Behörden würden Atlantis– und Alien-Fans als “Archäologen” sich an den Denkmälern Ägyptens zu schaffen machen. Ein Vorwurf, der tatsächlich (auch) Mitte der 1990ger Jahre absolut korrekt war.

Trotzdem erlaubte Hawass nach einigem hin und her in seinem Büro letztlich doch. Seine Angestellten halfen natürlich auch mit Leitern in der Pyramide aus, da die Entlastungskammern ohne Leiter nicht zu erreichen sind.

Zecharia Sitchin war gut vorbereitet und hatte sogar Kopien von Skizzen dabei, die die Positionen der roten Inschriften in den Kammern zeigten. Von diesen sollten Stücke heraus gebrochen werden. Aber soweit kam es nicht. Sitchin fiel beim Aufstieg über die Leiter ein schweres Stück Holz auf den Schädel, und er musste umgehend blutend in ein Krankenhaus. Er glaubte sogar schon, wie er es umfangreich in seinem Buch ausführt, dass es “sein Ende” und sein Schädel gebrochen sei. Mehr noch, denn Sitchin spekuliert sogar, dass es ein Anschlag auf ihn war. Selbst Hawass wird zwischen den Zeilen als Auftraggeber des Attentates genannt.

Sitchin jedenfalls wollte “noch heute Nacht” zurück in die USA, da er meinte, er sei in Ägypten nicht mehr sicher …

Ziel: Absichtlich und illegal die Cheops-Kartusche beschädigen!

“Wally” wiederum schaffte es nach oben in die Kammer des Schreckens, nachdem “Anschlag” auf Sitchin. Und so berichtete er Sitchin was weiter geschah:

Als wir in unser Hotel zurückkehrten, wartete Wally bereits auf mich; er hatte schon gehört, was mir zugestoßen war. Seine Hand war verbunden. ,Was ist mit DIR passiert?’, fragte ich nach. Er beugte sich zu mir herüber und flüsterte mir ihn Ort: ,Ich versuchte, ein Stück aus dem Stein herauszubrechen, auf dem sich die Zeichen in roter Farbe befinden, doch stattdessen verletzte ich mich nur.’

Es wurde also 1997 nichts, dass der Sitchin-Freund “Wally” mit Hammer und Meißel ein Stück aus der Kartusche des geheimnisvollen Cheops heraus schlagen konnte.

Aber diese Ausführungen zu Zecharia Sitchins Bericht, zeigt eines mehr als deutlich: Dr. Zahi Hawass konnte viele Jahre zu privaten Anliegen “Ja und Amen” oder “Nein und Tschüss” sagen, wie es ihm beliebte. Natürlich wusste Hawass damals aber nicht, was dieser “Wally” und Sitchin in Wahrheit mit der Kartusche des Pharao vor hatte. Und dieses Vorhaben von Sitchin und seinem Helfershelfern war eindeutig. Die absichtliche und illegale Beschädigung der Kartusche in der Cheops-Pyramide, nachdem man sich zuvor unter Vorspiegelung falscher Tatsachen Zutritt zur besagten Entlastungskammer verschaffte.

Falsche Tatsachen deshalb, da “Wally” als Sitchins Fotograf ausgeben wurde. Er aber eindeutig im Rahmen dieser angezettelten Verschwörung den Auftrag hatte für den Privatmann Sitchin “eine Probe der roten Farbe” zu nehmen. “Herausbrechen” wollte sie “Wally” sogar, wie er seinem Auftraggeber Sitchin später erzählte.

Irgendeine Art von Aufschrei, nachdem Sitchin 2007 in seinem Buch diese Geschichte detailliert in dem Kapitel “Der verhängnisvolle Tag” unverblümt schilderte, hat es nie gegeben. Obwohl dieses Kapitel durch das darin geschilderte “Attentat” auf Sitchin in allen Ausgaben des Buches mit als Werbeaufmacher diente. Die Suche nach der Wahrheit und dem “größten Geheimnis der Pyramiden” habe er “fast mit dem Leben bezahlt”, wie es darin heißt.

Kein Vergleich zum “Cheops-Skandal” um Erdmann und Görlitz, nachdem diese Proben an einer ganz anderen Stelle der Großen Pyramide entnahmen. Legal übrigens …

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Das “Raumschiff des Ezechiel” aus der Bibel und seine “Vorläufer” vor der Prä-Astronautik +++ Video +++

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VIDEO: Das Raumschiff des Ezechiel - noch vor der Prä-Astronautik (Bilder: gemeinfrei / J. Blumrich / Montage: Fischinger-Online)
VIDEO: Das Raumschiff des Ezechiel – noch vor der Prä-Astronautik (Bilder: gemeinfrei / J. Blumrich / Montage: Fischinger-Online)

Seit Mitte der 1970ger Jahre ist es nicht mehr aus der Prä-Astronautik wegzudenken: Das sogenannte “Raumschiff des Ezechiel”. Im Alten Testament beschreibt der Prophet Ezechiel wie er vor rund 2.500 Jahren die “Herrlichkeit des Herrn” auf seinem “Thronwagen” hat kommen sehen. In einem “Sturmwind” sei dieser hell und feurig strahlend gekommen, um Ezechiel zu berufen. Schon früh wurde dieser Bericht als ein “UFO der Bibel” gedeutet. Und nachdem der Ingenieur Josef F. Blumrich anhand des Bibeltextes dieses Fluggerät rekonstruiert haben will, kennt jeder Prä-Astronautiker diesen Flugwagen des Propheten. Doch es es ganz interessante und heute vollkommen vergessene Veröffentlichungen, die scheinbar einen erheblichen Teil dazu beitrugen, dass Blumrich später dieses “Fahrzeug der Außerirdischen” technisch rekonstruierte und deutete. Vergessene Fakten der Prä-Astronautik. Welche das sind – erfahrt Ihr detailliert in diesem YouTube-Video.


Das “Raumschiff des Ezechiel”

Das sogenannte Raumschiff des Ezechiel (auch Hezechiel) ist seit rund einem halben Jahrhundert ein fester Bestandteil der Prä-Astronautik bzw. Ancient Aliens.

Es ist jenes seltsame Fluggerät mit Raketen- und Helikopter-Antrieben, dass einst der NASA-Ingenieur Josef F. Blumrich anhand der Texte aus dem Buch Ezechiel im Alten Testament der Bibel rekonstruiert haben will. Seit Mitte der 1970ger Jahre ist es auf der Thematik “Waren die Götter Außerirdische?” kaum mehr wegzudenken. Vor allem seit Erich von Däniken dies weltberühmt machte.

In der Bibel beschreibt der Prophet Ezechiel wie er vor über 2.500 Jahren in „Visionen“ die „Herrlichkeit des Herrn“ kommen sah. Den bekannten „Thronwagen Gottes“, der in der Prä-Astronautik technisch interpretiert wird. Also als Fluggerät der Astronautengötter.

Heute kennt jeder Interessierte diese „Raumschiff des Ezechiel“ bzw. hat es schon mal gesehen oder davon gehört. Auf diesem Blog gibt es dazu bereits eine Reihe von Beiträgen dazu. Ebenso einige Videos zum Thema auf meinem YouTube-Kanal.

Dabei war der Weg zu diesem „Raumschiff des Propheten“ eigentlich sehr lang. Und vor allem war er überaus spannend, wenn man weit in die Prä-Astronautik zurückblickt. Denn lange bevor durch Prä-Astronautik-Pionier Erich von Däniken die Begegnung Ezechiels mit dem seltsamen „Gefährt“ berühmt wurde, spekulierten bereits andere um das „UFO der Bibel“.

Und dabei gibt es ganz erstaunliche und heute vollkommen vergessene Veröffentlichungen, die offenbar einen erheblichen Teil dazu beitrugen, dass später Blumrich dieses „Fahrzeug der Außerirdischen“ technisch rekonstruierte und deutete.

Vergessene Fakten der Prä-Astronautik. Welche das sind – erfahrt Ihr detailliert in diesem YouTube-Video vom 16. Mai 2020.

Bleibt neugierig …

Video vom 16. Mai 2020 auf Fischinger-Online

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“Italo Disco – Erich von Däniken”: Der Prä-Astronautik-Autor in elektronischer Popmusik: Über Satire und Hommagen zu Ancient Aliens (+ Video)

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"Italo Disco - Erich von Däniken": Der Prä-Astronautik-Autor hat es in die elektronische Popmusik geschafft (Bilder: PixaBay/gemeinfrei & E. v. Däniken / Montage: Fischinger-Online)
“Italo Disco – Erich von Däniken”: Der Prä-Astronautik-Autor hat es in die elektronische Popmusik geschafft (Bilder: PixaBay/gemeinfrei & E. v. Däniken / Montage: Fischinger-Online)

Erich von Däniken, die Prä-Astronautik und die neudeutschen Ancient Aliens spalten seit über einem halben Jahrhundert die Meinungen. Befürworter, Kritiker, Fans und Gegner geben sich zum Thema “Die Götter waren Astronauten” regelrecht die Klinke in die Hand. Die einen sind begeistert – die anderen mehr als skeptisch. Doch Fans wie Skeptiker begegnen der Prä-Astronautik und deren bekanntesten Vertreter von Däniken hin und wieder auf recht ausgefallene Art und Weise. Hierbei reicht das Spektrum von Satire bis “musikalischen Anerkennungen”. Jüngst wieder geschehen in Form elektronischer Musik mit dem vielsagenden Titel “Erich von Däniken”, die Ihr hier zu hören bekommt. Weitere Beispiele lest Ihr in diesem Beitrag.


Erich von Däniken und seine Freunde

Die Meinungen darüber, ob an der Prä-Astronautik irgendwas “dran” sein könnte, und damit die Götter aus dem All kamen, sind überaus vielschichtig. Gerade auch durch die erfolgreiche US-Serie “Ancient Aliens” des History Channel aus den USA, die in den Augen sehr vieler das Thema “kaputt gemacht hat”.

Als mit weiten Abstand bekanntester Vertreter der Prä-Astronautik ist fraglos der Autor Erich von Däniken zu nennen. Seit nunmehr 1968, seit sein erstes Buch erschien, ist er dafür bekannt. Dies brachte ihn “viel Fein und viel Ehr”, wie er es selber formulierte, und worüber auf Fischinger-Online HIER bereits 2016 berichtet wurde. Natürlich zog und zieht die Idee der antiken Astronautengötter viel Kritik mit sich. Von zahlreichen Seiten.

Aber diese Spekulationen haben auch viele Fans. Und Erich von Däniken selber damit ebenso. So hat beispielsweise der Musiker Rupam Islam vor einigen Jahren ein Musikvideo mit dem Titel “Erich von Däniken” online gestellt, das auf diesem Blog bereit HIER 2017 vorgestellt wurde. Eine Hommage an von Däniken in dem sich der asiatische Musiker offensichtlich selber auf die Spuren der Astronautengötter macht, erfolgreicher Autor wird und letztlich – in der Gummizelle landet …

Die Metal-Musik-Gruppe “Running Wild” veröffentlichte 1994 sogar einen Song, in dem sie die inzwischen berühmten Außerirdischen mit Namen Anunnaki besingen. Jene Raumfahrer der Vorzeit, die von dem (Phantasieplaneten) Nibiru zur Erde gekommen sein sollen, um hier Gold abzubauen. Was allerdings auch eine reine Erfindung ist, wie in diesem Artikel HIER belegt. Von diesen Ancient Aliens und der Schöpfung der Menschheit durch Außerirdische handelt der besagte Song von “Running Wild”, den ich bereits vor acht Jahren in diesem Beitrag HIER vorstellte.

Andere “Anhänger” der Prä-Astronautik nehmen die Thematik und mit ihr von Däniken ironisch auf den Arm. Zum Beispiel in Form von Karikaturen und Comics für Magazine, wie es beispielsweise der Mystery-Autor und Maler Reinhard Habeck seit Jahrzehnten macht. Auch Bücher von Habeck dazu sind unlängst erschienen. Ganz ähnlich wie es mein Kollege Heiko Stehr vor einigen Jahren mit den “Mystery Toons” machte. Jedoch mit dem Unterschied, dass hier ich selber in zahlreichen dieser “Toons” ironisch auf die Schippe genommen wurde (nur ein Beispiel HIER).

Witzbolde in der Prä-Astroanutik

Mit Kritik an der Prä-Astronautik oder an Erich von Däniken hat das alles nichts zu tun. Vielmehr sind es mit Humor gespickte ironische Beachtungen des Themas. Oder Ausdrücke der “Popkultur” von Fans und Interessierten, die damit Anerkennung statt Kritik oder Spot zeigen. Anders als beispielsweise eine Folge der beliebten und berühmt-berüchtigten TV-Trick-Serie “South Park”. Bereits 2011 nahm man sich dort in einer Folge satirisch der TV-Serie “Ancient Aliens” an. In einer ins Extreme überspitzen Art und Weise, für die “South Park” berühmt ist. Einen Beitrag zu dieser Folge finden Ihr HIER.

Unvergessen ist sicher auch Kult-Satiriker Oliver Kalkofe, der die TV-Werbung für die Doku-Serie “Auf den Spuren der Allmächtigen” von und mit von Däniken durch den Kakao zog. Eine Fernsehreihe, die Sonntags in den 1990ger Jahren sehr erfolgreich auf Sat1 lief und Kalkofe als “Auf den Spuren der Schwachsinnigen” verhohnepipelte.

Satire ist das Stichwort: 1975 erschien im angesehenen Bertelsmann Verlag in München das Buch “Und sie waren doch da”. Übrigens genau der Verlag, der kurz darauf Erich von Dänikens Bücher erfolgreich verlegte.

Der Verfasser, ein angeblich angesehener Professor Dr. Wilhelm Selhus, legte darin “wissenschaftliche Beweise für den Besuch aus dem All” vor, die seine Studien und Forschungen in Sachen Prä-Astronautik ergeben hätten. In Wahrheit aber ist das Buch reine Satire und der Inhalt ebenso erfunden, wie der Autor. Bis ins Absurde wurde hier die “Indizienkette” und “Beweise” der Prä-Astronautik auf die Spitze getrieben. So wurde im Grunde die Prä-Astronautik schlicht – verarscht.

Natürlich ist es durch das Internet heute Alltag, dass “Ancient Aliens”, von Däniken oder die Prä-Astronautik “aufs Korn genommen” werden. In Diskussionsforen ebenso wie in den Sozialen Medien. Mal ganz offen, mal aber durchaus versteckt. Ob jeder das als Satire oder Veräppelung erkennt, ist dabei eine andere Sache. So veröffentlichte erst heute ein User der Gruppe “Grenzwissenschaft vs. Wissenschaft” auf Facebook folgendes:

Herr von Dänikens Beitrag hat mir tiefe Erkenntnis gebracht. Es ist schön, wenn sich verschiedene Fragen mit einem Mal lösen. Die Wissenschaft fragt sich seit längerer Zeit, weshalb wir keine Wirkung intelligentem Lebens weder in unserer Milchstraße noch sonst wo bemerken. Da Leben fast sicher auf Planeten in der habitablen Zone entsteht, müsste es auf jeden Fall uns weit überlegene Zivilisationen geben, deren Wirken wir irgendwie bemerken sollten. Und sie müssten auch versuchen, mit uns in Kontakt zu treten.

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Auch streiten viele Leute noch ab, dass die Erde eine Scheibe ist, auch wenn die anderen Planeten rund sind. Die Erklärung lautet so: vor Jahrtausenden landeten Aliens auf unserem Planeten. Der war damals noch eine Kugel und hieß Atlantis. Nach eingehender Untersuchung beschlossen die Aliens, uns zu prüfen. Sie machten aus Atlantis die Erdscheibe. Als Kollateralschaden verschwanden einige Hochkulturen.

Und nun warten sie darauf, dass wir unser Scheibendasein bemerken und es offiziell wissenschaftlich anerkennen. Dann nehmen sie mit uns Kontakt auf. Wir müssen daher unbedingt versuchen, die Astronomen und die NASA von dieser Tatsache zu überzeugen, damit wir die Segnungen der überlegenen Technik dieser Aliens bekommen. Ich werde eine Gesellschaft gründen und hoffe auf viele Mitglieder.”

Zumindest kann man nur hoffen, dass es als “Scherz” gedacht ist.

Astronautengötter aus dem Ur-Anus

Nicht weniger “Ironie” fand sich Jahre nach dem Buch von Selhus auch in dem Buch “Der Götterbaum”. Erschienen 1994 von dem Autor “Walter Papst” im bekannten Herbig Verlag. Ein Verlagshaus, in dem in den 1990ger Jahren während der Boomzeit der Prä-Astronautik zahlreiche Mystery-Bücher in Deutschland veröffentlicht wurden. Kernaussage des Buches ist die “sensationelle Entdeckung”, wie es damals zu lesen war, “das Saturnbewohner unsere Nachbarn sind”! Die Astronautengötter seien nach diesem Buch einstmals aus dem Inneren eines hohlen Saturn zur Erde gekommen …

Was das Buch “Der Götterbaum” von dem Buch von “Selhus” unterscheidet, ist der Umstand, dass hier die Satire nicht so offensichtlich ist. Man könnte diese Arbeit aufgrund der umfangreichen Analysen und scheinbaren Spuren auf die Götter streckenweise ernst nehmen. Bis man auf Aussagen aus der Etymologie trifft, die die Realsatire dahinter zeigen. Etwa, dass der Mensch vom Hund eher abstamme, als “vom Affen”. Dies würde sich “aus der sprachlichen Verwandtschaft von God und dog” ebenso ergeben, wie auch auf dem Umstand, dass Schädel von Urmenschen zum Teil “im Knochenbau mit dem Profil eines Boxerhundes” übereinstimmen. Damit meinte Papst die Augenwülste.

Der “Höhepunkt” solcher satirischen Herleitungen ist Walter Papst seine “Analyse” des Uranus. Den kennen wir alle als griechischen Gott des Himmelsgewölbes und vor allem als Planeten. Für Papst ist es der “Ur-Anus”, der mit “Eingangsmöglichkeiten” in “die himmlische Unterwelt, also in den Weltenbaum”, zu tun hat. Und da “Uranos” mit “anos” endet schlussfolgerte er messerscharf:

Anus heißt im Lateinischen After, wörtlich: Himmelsausgang oder deutsch: Höllenabgang. Demnach haben wir es einerseits mit einem Ur-Ausgang (…) zu tun.”

Also kamen die Götter aus dem Anus im All …

So geht es bei Papst munter weiter. Das Volk der Finnen “belegt” etwa durch ihren Namen, dass sie “von Innen” gekommen seinen oder abstammen. Als “junge Bandwürmer aus dem Anus”. Und die ägyptische Himmelsgöttin Nut hat selbst in der deutschen Sprache eine Spur hinterlassen. Eine Nut ist “eine Einsenkung”, wie er schreibt, die jeder von Nut und Feder kennt. “Ein himmlischer Geschlechtsakt kommt ins Spiel”, stellt Papst dadurch fest. Natürlich mit dem Uranos, denn schließlich zeige das schon die Form des Buchstaben “U” in seinem Namen an.

Erich von Däniken vs. Italo Disco

Nach diesem kurzen Ausflug nach “Bizarrastan” kommen wir zu etwas erfreulicheren. Am 2. Juni 2020 lud “Italo Disco” das unten stehende Video mit dem Musiktitel “Erich von Däniken” bei YouTube hoch. Hierbei handelt es sich offensichtlich um eine Hommage an den Autor und nicht um irgendeine Art von Satire.

So erfahren wir im deutschsprachigen Text des Liedes, der – wie ich von “Italo disco” erfuhr – von Erich von Däniken und Ramon Zürcher “abgesegnet” wurde:

Auf der Suche nach der Vergangenheit
macht er vor Stock und Stein nicht halt
Ihn hält auch kein dichter Dschungel auf
auf den höchsten Berg da muss er rauf

In alten Mythen kennt er sich aus
das ganze Wissen drängt aus ihm heraus
Rastlos eilt er durch jeden Kontinent
erzählt von dem von dem er sich auskennt

Erich – Erich von Däniken
Aus Mythen werden Fakten
ein Schock für Ignoranten
Erich – Erich von Däniken
Die Wahrheit kommt ans Licht
verhindern kann mans nicht
Erich – Erich von Däniken
Aus Mythen werden Fakten
ein Schock für Ignoranten
Erich – Erich von Däniken
Die Wahrheit kommt ans Licht
verhindern kann mans nicht

Sie kamen einst vom Himmel auf die Erde
und schufen uns nach ihrem Ebenbilde
Aus missverstandener Technologie
entstand daraus die Ancient Alien Theorie

Erich – Erich von Däniken
Aus Mythen werden Fakten
ein Schock für Ignoranten
Erich – Erich von Däniken
Die Wahrheit kommt ans Licht
verhindern kann mans nicht
Erich – Erich von Däniken
Aus Mythen werden Fakten
ein Schock für Ignoranten
Erich – Erich von Däniken
Die Wahrheit kommt ans Licht
verhindern kann mans nicht

Heute out und morgen in
das macht doch so gar keinen Sinn
Egal wohin er auch hinreist
kämpft er stets gegen den Zeitgeist

Erich – Erich von Däniken

(…)

“Italo Disco” scheint sich mit der TV-Serie “Ancient Aliens” und von Däniken durchaus auszukennen. Zumindest oberflächlich, wie es der Songtext verrät. Etwa die Erwähnung von “Zeitgeist”. Ein Wort, dass der Autor bei vielen Vorträgen, Interviews etc. seit Jahren immer wieder verwendet (“der Zeitgeist ändert sich”).

Auch wenn diese Art elektronische Musik nicht Euer Fall ist, hört mal rein.

“Italo Disco – Erich von Däniken”

Video auf YouTube

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Lars A. Fischinger

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Prä-Astronautik, Mysterien der Vergangenheit und die “Science-Fiction-Archäologie” von “Ancient Aliens”: Immer nur Feinde in den Mainstreammedien?

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Prä-Astronautik, Mysterien der Vergangenheit und "Science-Fiction-Archäologie" in den Mainstreammedien: immer nur Feinde? (Bilder: LAF/E. v. Däniken/Archiv / Montage: Fischinger-Online)
Prä-Astronautik, Mysterien der Vergangenheit und “Science-Fiction-Archäologie” in den Mainstreammedien: immer nur Feinde? (Bilder: LAF/E. v. Däniken/Archiv / Montage: Fischinger-Online)

Die sogenannten Mainstreammedien standen schon vor 50 Jahren der Prä-Astronautik meistens “feindlich” gegenüber. In den Boomjahren der Idee, dass die Götter der Vergangenheit Raumfahrer aus dem All waren, hagelte es Kritik in den Massenmedien an diesen Spekulationen. Das ebbte mit dem Rückgang des öffentlichen Interesses an diesen Ideen ab. Bis vor rund 10 Jahren die TV-Serie “Ancient Aliens” aus den USA ins Fernsehen kam und damit dieser Thematik eine neue Beliebtheit verschaffte. Für die Medien erneut ein gefundenes Fressen, da seit dem die fragwürdige Serie “Ancient Aliens” als “die” Prä-Astronautik gilt. Sind sich also etablierte Medien und Themen aus der Welt der Rätsel der Archäologie erneut spinnefeind? Ja und nein, wie es zwei Beispiele aus ein und derselben Zeitung hier zeigen werden.


Ancient Aliens und der Mainstream

Die Idee, dass irgendwann vor Jahrtausenden Außerirdische auf der Erde waren, ist seit rund 50 Jahren weltweit als Prä-Astronautik bekannt. Seit den 1990ger Jahren auch häufig Paläo-SETI genannt und heute vor allem als „Ancient Aliens“ weithin ein Begriff. Hergeleitet von der erfolgreichen TV-Dokuserie aus den USA.

Gerade die TV-Dokumentationen von „Ancient Aliens“ sind es, die der Prä-Astronautik in den letzten 11 Jahren eine unverhoffte neue Bekanntheit bescherten. In bisher 15 Staffeln mit aktuell 191 Folgen seit dessen Start 2009. Ein neuer Boom, der das Thema für eine neue Generation kostenlos in das TV brachte, die sich dadurch über allerlei Mysterien der Welt und den Raumfahrern der Antike „informieren“ könne. Ohne, dass sie teure Bücher kaufen müssen.

Natürlich geht der Erfolg der Serie nicht unbemerkt an der etablierten Archäologie und den Mainstreammedien vorbei. Mit einem praktisch ausnahmslos kritischen Grundtenor gegenüber der Dokuserie. Vor allem online finden sich deshalb für jeden frei zugänglich diverse Kritiken und Beiträge, die der Fernsehserie mehr als skeptisch gegenüber stehen.

Auch auf diesem Blog war in der Vergangenheit „Ancient Aliens“ immer wieder Thema. (Link dazu HIER)

Innerhalb der „Anhänger“ der Prä-Astronautik sieht wohl die Mehrheit diese US-Serie ebenfalls mehr als kritisch. Zumal sie sich inhaltlich schon sehr lange vom eigentlichen Thema – kamen die Götter au dem All? – entfernt hat. Längst werden dort sämtliche Rätsel und Mysterien der Welt thematisiert. Angereichert mit oftmals nicht mehr nachvollziehbaren Spekulationen, Behauptungen und Aussagen rund um Außerirdische in der Vergangenheit und diverse ungelöste Rätsel der Menschheit.

Prä-Astronautik = „Ancient Aliens“

Für sehr viele „alte Hasen“ und offen an der Thematik interessierte Menschen ist deshalb die US-Dokuserie längst indiskutabel geworden. Befürworter der Überlegungen um Aliens in der Vorgeschichte sahen die 1. Staffel der Reihe (s. Link unten) noch vielfach mit Wohlwollen. Was sich aber im Laufe der Serie schnell änderte, wie man zumindest sehr deutlich im deutschen Sprachraum innerhalb der Interessierten erkennt.

Obwohl sicher Zuschauer der Sendung erst durch diese  ihr Interesse für Prä-Astronautik, UFOs und ähnliche Themen entdecken werden. Denn ein immer wiederkehrender Vorwurf ist, dass „Ancient Aliens“ das gesamte Feld der Grenzwissenschaft und der „Raumfahrt im Altertum?“ nur noch ins Absurde führt. Das heißt, dass dadurch eine sachliche Beschäftigung damit nicht mehr möglich ist. Die Öffentlichkeit und damit vor allem der Mainstream sehen nur noch: Prä-Astronautik = „Ancient Aliens“.

Tatsächlich zeigt sich in den letzten Jahren, dass die sogenannten „etablierten Medien“ ihr „Wissen“ rund um solche Phänomene vielfach aus genau dieser Serie herleiten. Was übrigens im wesentlich stärkerem Maße für die „neue Generation“ der Prä-Astronautiker gilt!

Objektive und neutrale Berichte, Artikel und Meldungen rund um Mythen und Rätsel der Menschheit waren schon immer Mangelware. Hier wird gerne schwarz-weiß gedacht. Entweder ist alles rund weg Quatsch von Phantasten oder eine „sensationelle Enthüllung“, wie es Boulevardmedien gerne anpreisen.

Ausnahmen sucht man meistens vergeblich. Und doch findet man sie – man muss nur lange genug nach ihnen suchen. Umso mehr freut es alles Freunde des Phantastischen, der Grenzwissenschaft und vor allem der Prä-Astronautik, wenn eine solche Ausnahme in den Mainstreammedien gefunden wird.

Rätselhafte Vergangenheit

So wie der Artikel „Rätselhafte Vergangenheit“ der Redakteurin Christina Mondolfo, der am 22. Mai in der „Wiener Zeitung“ erschien. Immerhin eine österreichische Tageszeitung mit einer über 300-jährigen Geschichte.

Offensichtlich ist die Autorin des umfangreichen Beitrages um Neutralität bemüht, während sie diverse Rätsel der Archäologie und Vergangenheit thematisiert. Aufgrund der dort ausgewählten Beispiele lässt sich erkennen, dass hier mehrere Quellen herangezogen wurden. Unter anderem entsprechende Dokus des ZDF, die bereits HIER vorgestellt wurden.

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Doch auf den so oft üblichen Hohn und Spott wurde hier verzichtet. Auch gegen die „Anhänger der Prä-Astronautik“, wie es dort heißt. Eine neutral verfasste Vorstellung großer und kleiner Mysterien, zu denen Mondolfo abschließend schreibt:

Die Liste mit rätselhaften Bauwerken, Artefakten oder Schriftstücken könnte vermutlich eine vielbändige Enzyklopädie füllen und da man vermutet, dass bisher erst ein kleiner Teil aller möglichen archäologischen Funde ausgegraben ist, kann dieses Lexikon des Geheimnisvollen noch viel umfangreicher werden. Doch schon Albert Einstein wusste: ‚Das Schönste, das wir entdecken können, ist das Geheimnisvolle.‘ So gesehen können wir nur hoffen, dass Wissenschaft und Forschung noch viel Rätselhaftes finden.

Die Science-Fiction-Archäologie

Wer jetzt aber glaubt, dass die „Wiener Zeitung“ die Prä-Astronautik nicht auch ganz anders darstellen kann, der irrt. Geschehen bereits 2014 in dem Artikel „Die Science-Fiction-Archäologie“ von Edwin Baumgartner. Dessen scharfe Kritik an den Ideen der Prä-Astronautik leitet sich augenscheinlich von der Serie „Ancient Aliens“, da er dazu schreibt:

Prinzipiell wäre diese Science-Fiction-Archäologie kein Wort wert, würde sie nicht, nach merklichem Abflauen in den Achtzigerjahren, derzeit wieder an Boden gewinnen. Nicht nur das Internet macht’s möglich, wo ohnedies jede Verschwörung, jede fliegende Untertasse und selbstverständlich auch der Yeti Anhänger findet – die Präastronautik hat es sogar in einen Wissenschaftskanal des Fernsehens geschafft: ‚Ancient Aliens‘ (…)

Die totale Desinformation jenseits aller Wissenschaftlichkeit und Wahrheit ist dem History Channel im Grunde fremd. ‚Ancient Aliens‘ ist die Ausnahme.

Baumgartners Artikel beschreibt in weiten Teilen den Anfang der Prä-Astronautik und einige ihrer Vertreter bzw. Ideengeber um dann direkt festzustellen:

Damit sind wir bei der Gretchenfrage: Was ist dran an der Präastronautik? Die Antwort ist einfach: nichts.

Nicht, weil nicht sein kann, was nicht sein darf, sondern, weil die gesamte Präastronautik auf einem Konglomerat von ignorierten Fakten und ignorierter Wissenschaft beruht – und auf einer fehlerhaften Erkenntnisfindung: Statt die beim Ansatz unbekannte These aus den Fakten abzuleiten, werden zur als Wahrheit angenommenen These Beweise gesucht.“

Hierzu nennt er einige wenige Beispiele, die er offensichtlich aus der Serie „Ancient Aliens“ hat. Zum Beispiel die Fakes des Autors Zecharia Sitchin, die auf diesem Blog bereits mehrfach zur Sprache kamen. Ebenso angeblich fragwürdige Interpretationen „der Präastronautiker“ von alten Darstellungen als Astronauten oder die Behauptungen um die Ruinenstätte von Puma Punku unweit des Titicacasee in Bolivien.

Alles in einen Topf?

Obwohl der Artikel nur am Ende leicht spezielle Themen der Prä-Astronautik anspricht, steht für den Autor fest, dass „Ancient Aliens“ und damit schlicht und einfach die gesamte Prä-Astronautik nichts als Unsinn ist:

Nicht ein einziger dieser sogenannten Beweise der Präastronautik hält auch nur diesem genauen Hinschauen stand. Unsere Vorfahren waren vielmehr clevere Kerlchen, die zu erstaunlichen Leistungen fähig waren. Sie waren weder eine tumbe Sklavenrasse noch brauchten sie Entwicklungshilfe von Raumfahrern aus hintergalaktischen Gefilden.“

An diesem nunmehr sechs Jahre alten Artikel in der „Wiener Zeitung“ sieht man sehr schön, wie aufgrund einer TV-Serie das gesamte Feld der Astronautengötter samt und sonderst im Mainstream „verteufelt“ wird. Auch wenn in Baumgartners Artikel nur im letzten Drittel auf das eigentliche Thema eingegangen wurde. Schon 2014, als der Artikel von Baumgartner erstmals auf diesem Bog in einem Posting vorgestellt wurde, schrieb ich:

Damit ist leider (zumindest in diesem Zeitungsartikel) genau das passiert, was ich immer mit Argwohn sehe: Die Ancient Aliens-Serie wurde mit der ‘eigentlichen Prä-Astronautik’ in einen Topf geworfen! Somit ist es auch kein Wunder, dass in dem Beitrag auch darauf hingewiesen wird, dass die Prä-Astronautik sehr oft an völlig überholten Ideen festhält. Es dürfte sicherlich ja auch kein Geheimnis sein, dass es wirklich neue große Themen bei den Ancient Astronauts schon lange nicht mehr gibt. Zumindest für all jene Mystery-Freunde, die sich schon lange mit diesen Ideen befassen oder sich intensiv diesem Hobby widmen …

Besser wurde es in den letzten sechs Jahre dabei nicht!

Zwei Veröffentlichungen in ein und derselben Zeitung „des Mainstream“ – und doch mit zwei vollkommen unterschiedlichen Grundaussagen. Und damit ein ausgezeichnetes Beispiel, dass der Mystery-Jäger oder „der“ Prä-Astronautiker immer alle Seiten der Medaille lesen sollte.

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Lars A. Fischinger

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Video mit Erich von Däniken: “Meine Geschichte” – Von Däniken über seinen Weg zum Autor der Prä-Astronautik

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Erich von Däniken: "Meine Geschichte" - Der Weg von Dänikens zum Autor der Prä-Astronautik (Bilder: Screenshot YouTube / E. v. Däniken / Bearbeitung: Fischinger-Online)
Erich von Däniken: “Meine Geschichte” – Der Weg von Dänikens zum Autor der Prä-Astronautik (Bilder: Screenshot YouTube / E. v. Däniken / Bearbeitung: Fischinger-Online)

Vor allem seit die TV-Dokureihe “Ancient Aliens” aus den USA seit über 10 Jahren so erfolgreich läuft, gibt es eine Art neuen Boom um Erich von Däniken. Damit verbunden natürlich ein großes Interesse an den Thesen, Spekulationen und Ideen der Prä-Astronautik. Also jener Überlegung, dass die “Götter” der Vergangenheit in Wahrheit außerirdische Astronauten waren. Von Däniken machte sie mit seinem 1. Buch “Erinnerungen an die Zukunft” 1968 schlagartig weltberühmt (detailliert in diesem Artikel HIER). Wie es aber genau dazu kam, wissen im Internetzeitalter die neuen Generationen der Fans und Interessieren eher weniger. Genau das erzählt von Däniken in diesem spannenden Video auf YouTube. Mit einer scheinbar “überheblichen” Aussage, die vor allem seine Kritiker “sauer aufstoßen” könnte. Welche das ist und warum er damit schlicht und einfach Recht hat, erfahrt Ihr in diesem Beitrag.


Der lange Weg des Erich von Däniken

Die Prä-Astronautik lebt heute fast ausschließlich von den sogenannten “neuen Medien” und vom Fernsehen- Vor allem seit rund 10 Jahren durch die US-Serie “Ancient Aliens”, die auch in Deutschland erfolgreich läuft.

Interessierte und Fans der Prä-Astronautik und damit untrennbar verbunden Erich von Däniken informieren sich heute (fast nur) online. Durch TV-Dokumentationen, Internetartikel oder YouTube-Videos, da diese kostenlos jederzeit verfügbar sind. Das kommt der “Generation Kostenlos” sehr entgegen. Auch von Däniken selber hat das erkannt. So ging er im April 2019 mit einem eigenen offiziellen YouTube-Kanal online, wie HIER berichtet.

Die Anfänge der Prä-Astronautik sahen natürlich vor über 50 Jahren ganz anders aus. Schlagartig wurde durch von Däniken diese Idee weltweit bekannt und ein Hit auf dem Buchmarkt.

Bis zum aufkommen des Internet folgten unzählige Bücher aus dem Bereich der “Astronauten aus dem All”. Und auch heute noch ist von Däniken als Autor der Prä-Astronautik aktiv. Da nützt es nichts, dass Kritiker immer wieder mit erhobenen Zeigefinger darauf verweisen, dass schon vor von Däniken andere Autoren Ideen der Prä-Astronautik in ihren Büchern publizierten.

Es bleibt unbestritten, dass erst von Däniken diese Thesen und Spekulationen berühmt machte, wie in diesem Blog-Artikel HIER detailliert nachzulesen.

Wie es dazu kam, dass ein Hotelier in der Schweiz ein erfolgreicher Bestsellerautor wurde, wissen im Detail heute wenige der “neuen Fans”. Auch wenn es zum Beispiel in diversen Bibliographien über ihn auf dem Buchmarkt nachgelesen werden kann. Denn Hintergründe sind, sofern man sich für diese Themen interessiert, immer sehr spannend. Und was könnte dabei spannender sein, als den Altmeister der Prä-Astronautik selber zuzuhören, wie er davon berichtet?

Genau das macht er in dem unteren eingebundenen Video.

Erich von Däniken und Nazca

Das Video “Erich von Däniken – Meine Geschichte” auf seinem offiziellen Kanal ist recht kurz. Es geht nur 15 Minuten. Angesichts dessen, was von Däniken zu den Anfängen seiner Arbeit als Prä-Astronautik-Autor zweifellos noch alles hätte erzählen können. Er beschränkte sich beim Dreh auf das wesentliche seiner Tätigkeit, bis im Februar 1968 sein 1. Buch auf dem Markt kam.

Anhand der Kommentare unter dem Video sieht man deutlich, dass auch nach einem halben Jahrhundert die Faszination an seinen Gedanken und vor allem an seiner Art, von diesen zu erzählen, noch immer die Fans begeistert. Zurecht!

Doch dann eine Aussage im Video, die ohne Zweifel vor allem Kritiker und Skeptiker “sauer aufstoßen” könnte:

Nur wegen mir ist Nazca weltberühmt geworden!

Ein gefundenes Fressen für seine Gegner und vielleicht auch Neider, da es mehr als überheblich klingt. Entspricht aber absolut den Tatsachen, was auch von Seiten der Archäologie zähneknirschend anerkannt wird. Natürlich nicht immer.

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Von Däniken hat selbstverständlich die Hochebene von Nazca und die weltbekannten Linien und Pisten von Nazca nicht selber entdeckt. Die waren schon Jahrhunderte zuvor von dem spanischen Eroberer Pedro de Cieza de León erstmals in “Chronik von Peru” 1553 erwähnt worden. Er glaubte hier Straßen oder Wegweiser der Inka vor sich zu haben. “In einigen Gebieten in der Wüste sind Zeichen zu sehen, damit sie den Weg finden, den sie nehmen müssen”, so de León.

Erst in den 1920ger und 1930ger Jahren folgte die wirklich Entdeckung vom Flugzeug aus. 1926 und 1927 erfolgten durch den US-Anthropologen Alfred Kroeber und dem peruanischen Archäologen Toribio Mejía Xesspe die ersten wissenschaftlichen Beschreibungen und Forschungen. Es folgte ab 1946 die Deutsche Maria Reiche, die gut 50 Jahre in Nacza blieb um die Bodenzeichnungen zu erforschen und zu dokumentierten.

Heute ist die 1998 verstorbene Forscherin eine Legende der Erforschung der Nazca-Linien.

Dass die Eben von Nazca aber weltberühmt wurde, ist in der Tat Erich von Däniken zu seinen “phantastischen Ideen” zu verdanken. Ebenso auch den Büchern des Franzosen Robert Charroux. Vor durch sein Werk “Das Rätsel der Anden”, dass erstmals 1974 in Frankreich erschien. Diese spektakulären Thesen über Zeichen für Außerirdische auf der Ebene im fernen Peru, machten die Region letztendlich im öffentlichen Bewusstsein erst bekannt.

“Ihre phantastischen Idee”

Die Autoren Dietrich Schulze und Viola Zetzsche schreiben in ihrer Reiche-Biographie “Bilderbuch der Wüste” (2005) zu Däniken und Charroux:

Ihre phantastischen Ideen wirkten auf die Pampa wie das Licht eines Scheinwerfers.

Fraglos klingt es viel faszinierender, dass die Bilder, Linien und Pisten von Nazca für Besucher aus dem All gedacht waren, als dass sie ein “astronomischer Kalender” waren, wie es Reiche annahm. Von Däniken wiederum hat 1968 in seinem 1. Weltbesteller Reiche nicht (direkt) erwähnt. Was er aber schrieb, war:

Uns vermittelt die 60 km lange Ebene von Nazca – aus der Luft betrachtet – eindeutig die Idee eines Flugplatzes!

Damit war die Geschichte, von Däniken hält die Ebene in Peru für einen UFO-Flughafen der Vorzeit, geboren. Eigentlich ist das aber eine Aussage von – Maria Reiche! Nicht von ihm, wie ich es 2009 in einem meiner Bücher ausgeführt habe. Das mag viele Prä-Astronautik-Interessierte an dieser Stelle verwundern, ist aber eine Tatsache.

Von Däniken selber hat in seinem 1. Buch im Anhang zwei Veröffentlichungen von Reiche aufgeführt. Das von ihr erstmals 1949 in drei Sprachen im Eigenverlag veröffentlichte Büchlein “Mystery on the Desert” ist eine davon. Darin heißt es von ihr zu den Pisten und Ebenen von Nazca:

Einige könnte man für Flugplätze halten.

Eine Aussage, die man kennt. Kern des Mythos vom “UFO-Flughafen”.

In Peru wiederum sind auch von Dänikens Werke und die damit verbundene Puplicity für Nazca geehrt worden. 1981 von der Stadt Nacza sowie dem Ort Ica. Damit ist seine Aussage im unten stehenden Video nicht überheblich, sondern wahr. Auch in Reiche sieht bzw. sah er, wie gerne behauptet wird, kein “Feindbild”.

In seinem Nazca-Buch “Zeichen für die Ewigkeit” (1997) nennt er sie “die große alte Dame von Nazca”, würdigt mehrfach ihre “epochale Leistung” und schreibt:

Maria Reiche hat sich redlich alle Verdienste erworben, die in Peru nur möglich sind.

Video mit Erich von Däniken

YouTube -Video vom 20. Feb. 2020 von Erich von Däniken

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Der Uranus als Auslöser der Sintflut? Warum der Planet gekippt ist und das Rätsel seines Mondes Miranda: Seltsames aus der Prä-Astronautik

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Der Uranus und sein Mond Miranda - zwei Sonderlinge in unserem Sonnensystem, die angeblich eine ganz besondere Geschichte haben [nicht maßstabsgetreu] (Bilder: gemeinfrei)
Der Uranus und sein Mond Miranda – zwei Sonderlinge in unserem Sonnensystem, die angeblich eine ganz besondere Geschichte haben [nicht maßstabsgetreu] (Bilder: gemeinfrei)

Alle Monde, Planeten und all die andere Himmelskörper im Sonnensystem sind einzigartig. Und jedes Objekt hat seine ganz eigenen Rätsel und Geheimnisse. Der Planet Uranus weit draußen im All bildetet da mit seinen seltsamen Monden und seiner um fast 100 Grad “gekippten” Achse keine Ausnahme. Irgendwas hat den Gasplaneten irgendwann gerammt, da sind sich Astronomen einig. Der Prä-Astronatik-Autor Zecharia Sitchin hatte zu diesem Rätsel des Uranus und auch dessen sonderbaren Mond Miranda eine ganz eigene Idee. Eine spektakulär klingende Behauptung, die nicht nur mit seinem Planeten Nibiru zu tun hat, sondern auch mit der irdischen Sintflut. Liest man aber genauer nach, zeigt sich, dass diese Spekulationen von Sitchin seine eigenen Behauptungen von einem bewohnten Nibiru vollkommen widersprechen. Warum erfahrt Ihr detailliert in diesem neuen Blog-Artikel.


Viel los im Sonnensystem

Offiziell hat unser Sonnensystem 8 Planeten, zu denen sich eine bisher unbekannte Anzahl von Zwergplaneten gesellen. Plutoiden nennt man einige dieser Objekte, und der Ex-Planet Pluto hinter dem Neptun ist da wohl der berühmteste.

Alle Planeten, Zwergplaneten, transneptunische Objekte (TNO) und auch Monde in unserem Sonnensystem sind dabei etwas besonders. Jeder Himmelskörper hat seine Besonderheiten, Rätsel und individuellen Eigenarten. Keiner ist wie der andere. Dazu kommen Millionen oder Milliarden Kometen und Asteroiden, so dass niemand sagen kann, wie viele Objekte letztlich in unserem System ihre Bahnen ziehen.

In die Mainstreammedien schaffen es dabei die allerwenigsten Himmelskörper. Hier liegt der Fokus auf Mars und Mond, da vor allem deren weitere und zukünftige Erforschung immer wieder für Schlagzeilen sorgt. Und natürlich auf Exoplaneten, die um ferne Sonnen ihre Bahnen ziehen.

Für Astronomen und Planetenforscher sind natürlich alle Planeten und Objekte im All spannend und interessant. So auch der Riesenplanet Uranus, der weit draußen hinter Saturn mit seinen berühmten Ringen seine Umlaufbahn hat.

Der seltsame Uranus

Uranus wurde erst 1781 entdeckt, ist rund 20-mal so weit von der Sonne entfernt wie unsere Erde und der drittgrößte Planet unseres Sonnensystems. Mit mehr als 51.000 Kilometern Durchmesser und der 14,5-fachen Erdmasse gehört er zu den Gasplaneten. Und mit fast minus 200 Grad Celsius und einer Jahreslänge von 84 Jahren ist er kein Planet, auf dem man leben möchte.

Doch obwohl er wie beispielsweise Jupiter zu den Gasplaneten gehört, tanzt Uranus doch aus der Reihe.

Uranus rotiert in etwas mehr als 17 Stunden um seine Achse, was erst mal nichts Ungewöhnliches ist. Ungewöhnlich ist aber die Rotationsachse des Planeten an sich, da diese um exakt 97,77 Grad gegen seine Umlaufbahn gekippt ist. Dadurch “rollt” der Planeten sprichwörtlich um die Sonne, was ihm die Spitznamen „Der rollende Planet“ einbrachte. Ein Umstand, der dafür sorgt, dass in einem Uranus-Jahr einmal die Nordhalbkugel und einmal die Südhalbkugel fast direkt in Richtung Sonne zeigen. Die andere Hälfte des Planeten liegt währenddessen in ewiger Nacht.

Mit etwas Phantasie kann man dies mit der Polarnacht auf der Erde vergleichen. Auch Polarlichter sind auf dieser fernen Welt zu sehen. Mit dem Unterschied, das auf Uranus eine Polarnacht bzw. ein Polartag rund 42 Jahre dauert …

Für Planetenforscher ist diese gewaltige Neigung der Achse faszinierend. Kein anderer Planet hat auch nur eine annähernd ähnliche Neigung der Rotationsachse, wie Uranus. Die Erde hat bekanntlich 23,44 Grad, Jupiter nur 3,13 Grad, Mars ähnlich wie die Erde 25,19 Grad und Merkur sogar nur winzige 0,01 Grad (eine Ausnahme ist die Venus).

Wie kommt oder besser kam es dazu?

Die Uranus-Katastrophe

Über die Ursache dieser exzentrischen Achse haben sich schon Generationen von Astronomen den Kopf zerbrochen. Verschiedene Theorien wurden entwickelt, wieder verworfen oder verfeinert. Die Grundidee ist dabei fast immer gleich geblieben. Irgendwas muss den Uranus in der Urzeit unseres Sonnensystems gerammt und dabei gekippt haben. Dies würde auch seine „wackeligen“ Ringe und seine seltsam „eiernden“ Monde erklären. Ebenso die Tatsache, dass das Magnetfeld des Uranus gleich vier Pole hat und der Planet in der Urzeit mit Jupiter die Plätze getauscht haben könnte.

Viele Rätsel für einen einzigen Planeten.

Neue Computersimulationen, die 2018 im „The Astrophysical Journal“ (Vol. 861, Nr. 1, 2. Juli 2018) veröffentlicht wurden, zeigen, dass eine Protoplanet vor Milliarden Jahren mit dem Urnaus kollidiert sein muss. Nach über 50 Simulationen sind die Forscher um Jacob Kegerreis von der Durham Universität in ihrer Studie überzeugt:

Am wahrscheinlichsten ist eine kataklysmische Kollision des jungen Uranus mit einem Objekt von der doppelten Masse der Erde oder sogar noch etwas größer. Diese kippte den Planeten auf die Seite.“

Bei dieser gigantischen Katastrophe wurden einige Monde des Uranus in ihre heutigen exzentrischen Bahnen gelenkt, andere wurden zerstört, einige bildeten sich aus den Trümmern neu und letztlich entstanden so auch die Ringe um den Planeten. In der Theorie, denn dabei war damals niemand.

Der Uranus-Mond Miranda und seine "Narben": Spuren einer Kollision mit Nibiru? (Bilder: NASA/gemeinfrei)
Der Uranus-Mond Miranda und seine “Narben”: Spuren einer Kollision mit Nibiru? (Bilder: NASA/gemeinfrei)

Nach den Simulationen der Wissenschaftler um Kegerreis soll dieses Ereignis vor ca. vier Milliarden Jahren stattgefunden haben. Im jungen Sonnensystem, in dem es noch nicht mal eine Erde gab, wie wir sie heute kennen.

Doch was wäre, wenn dieses Ereignis erst viel später stattgefunden hat? Sehr viel später in historischer Zeit, als es bereits den Menschen gab?

Das zumindest behauptet der Prä-Astronautiker Zecharia Sitchin in einem seiner Bücher. Es ist jener Autor, der die Idee des von Aliens namens Anunnaki bewohnten Planeten Nibiru erfunden hat. Jener Planet, der angeblich verborgen in unserem Sonnensystem existiert und etwa alle 3.600 Jahre in die „Nähe“ der Erde kommt.

Ein Thema, das auf diesem Blog und in dem Buch „Die Akte 2012“ vielfach und umfangreich diskutiert wurde (Link).

Der Planet Nibiru und die Sintflut

Und auch wenn Sitchin mit seinen wilden Spekulationen und Erfindungen der Prä-Astronautik mehr geschadet als genutzt hat, ist seine „Uranus-These“ interessant. Vor allem aus dem Grund, da sie belegt, dass seine Nibiru-Ideen mit den dortigen Außerirdischen reine Phantasie sind, wie es noch deutlich wird.

Sitchin selber, einmal knapp und kompakt zusammengefasst, sagt, dass sein Planet Nibiru mit den dort lebenden Außerirdischen in rund 3.600 Jahren einmal die Sonne umrundet. In einer starken Ellipse, vergleichbar mit Kometen, wobei die größte Sonnenannährung des Nibiru etwa im Bereich des Asteroidengürtels hinter dem Mars liegen würde.

Trotzdem ist Sitchin in seinen Büchern sicher, dass die Gravitation von Nibiru bei einer seiner Annäherungen an die Sonne vor etwa 13.000 Jahren die Sintflut auslöste. Da dieser Planet aber periodisch alle 3.600 Jahre „zu uns“ kommen soll, warum gab es dann nur einmal eine Sintflut? Warum nicht zum Beispiel auch um 556 vor Christus, wo nach Sitchin sein Planet auch hier gewesen sein soll? Oder um 4.000 vor Christus?

Während der letzten 120 SARs (die Umläufe des Nibiru, Anm. LAF) vor der Sintflut passierte Nibiru sein Perigäum, ohne eine solche Katastrophe zu verursachen. Dann plötzlich geschah etwas Ungewöhnliches, das Nibiru näher an die Erde heranführte.“

So Sitchin in seinem Buch „Apokalypse“ (2007). Und genau hier kommen nach den Spekulationen des Autors der Planet Uranus und auch sein rätselhafter Mond Miranda ins Spiel. Zu dem aber später mehr.

Abweichungen in seinen Berechnungen erklärt Sitchin damit, dass Nibiru bei seinem Lauf um die Sonne durchaus durch die Gravitation anderer Himmelskörper in seiner Bahn gestört werden kann. Der Umlauf des unbekannten Planeten von 3.600 Jahren sei „immer ein mathematischer Mittelwert“, schreibt Sitchin zum Beispiel in „Apokalypse“. Dieser Planet habe um 10.900 vor Christus die Sintflut auf der Erde eben genau deshalb ausgelöst, da seine Umlaufbahn zu diesem Zeitpunkt gestört worden sei.

Der Orbit des Nibiru führte unglücklicherweise bei genau diesem einen Umlauf viel zu nah an die Erde, so Sitchin weiter.

Crash mit Uranus!

Weiter spekuliert er, dass Nibiru dabei vielleicht mit dem Uranus zusammengestoßen ist. Das habe seinen Orbit dramatisch verändert und ablenkt, dass es letztlich zu dieser Katastrophe auf der Erde kam. Sitchin sieht darin eine Erklärung für die oben geschilderten sonderbaren Eigenschaften des Uranus. Es war nach ihm nur kein Protoplanet vor Milliarden von Jahren, sondern sein bewohnter Nibiru in historischer Zeit.

Das habe auch für Nibiru Folgen gehabt, so schreibt er weiter, denn sein Orbit verkürzte sich so auf „nur“ ca. 3.450 Jahre. Sitchin:

Wenn es das ist, was geschah, würde es das ,frühe’ Erscheinen Nibirus 556 v. Chr. erklären – und darauf schließen lassen, dass mit seiner Wiederkunft um das Jahr 2900 n. Chr. zu rechnen ist.“ (s. a. HIER)

Als Resultat nimmt Sitchin aber nicht nur an, dass Uranus „gekippt“ und die Umlaufbahn des Nibiru verkürzt wurde. Auch einige Monde des Uranus (und auch des Neptun), die ihren Planeten „rückwärts“ umkreisen, könnten so ihre seltsamen Bahnen bekommen haben. In der Astronomie nennt man diese Umlaufbahnen „retrograd“, und werden meist mit kosmischen Katastrophen vor Milliarden von Jahren erklärt.

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Der nur 472 Kilometer kleine Uranus-Mond Miranda ist dabei besonders interessant.

Seit 1986 die Sonde „Voyager 2“ den Mond fotografierte, weiß man, dass er riesige rätselhafte Kerben oder Furchen auf seiner Oberfläche hat. Inzwischen kennen wir dank der Bilder die vernarbte Oberfläche von Miranda recht gut. Deutlich sieht man auf dem Mond die extremen Rillen, Verwerfungen und ein ganzes Netz von Canyons und Klippen. Die als „Verona Rupes“ bezeichnete Anomalie auf Miranda ist sogar bis zu 20 Kilometer tief.

Kein Mond des Sonnensystems hat auch nur annähernd ähnlich bizarre Formationen und geologischen Strukturen, wie er.

Der rätselhafte Mond Miranda

Tatsächlich glaubten Astronomen, dass Miranda in unbekannter Zeit einmal von einem kosmischen Objekt zertrümmert wurde, sich dann aber wieder „zusammensetzte“.

Inzwischen wird jedoch davon ausgegangen, dass Wechselwirkungen mit den Uranus-Monden Umbriel und Ariel sowie den Planeten selber für Mirandas Aussehen und auch Orbit verantwortlich sind. Gezeitenkräfte heizten dabei Miranda auf, tektonische Verschiebungen waren die Folge und Wassereis drang aus dem Inneren über die Oberfläche. Der Mond selber besteht zu 80 Prozent aus Eis.

Natürlich war auch hier niemand dabei, und die Narben von Miranda sehen zweifellos wie „Streifschüsse“ aus. Das sieht auch Zecharia Sitchin in „Apokalypse“ so:

Könnte eine kosmische Kollision mit dem passierenden Nibiru und seinen Monden seine Narben und die Kippstellung des Uranus verursacht haben?

(…)

Es ist nicht undenkbar anzunehmen, dass auf jenem Umlauf, der zur Sintflut führte, Nibiru zunächst den driftenden Uranus passierte, wobei einer von Nibirus Monden Uranus streifte und in Schlingern brachte, was seine Seitenlage verursachte; es könnte sogar sein, dass eben jener Mond, der daraufhin von der Gravitation des Uranus ‚eingefangen‘ wurde, der rätselhafte Miranda ist.“

Zecharia Sitchin ist sich also selber nicht ganz sicher, was da genau geschehen ist. Entweder rammte Nibiru selber den Uranus … oder nur einer seiner Monde. Oder sogar das Objekt, das wir heute als Miranda kennen, stieß als ehemaliger Nibiru-Mond mit Uranus zusammen, „kippte“ ihn dabei um, und war von da an ein neuer Mond des Uranus.

Wie sein Planet daraufhin aber wieder einen stabilen Orbit einnehmen konnte – der eben keine Fluten mehr auslöste – verrät Sitchin nicht. Wobei man sich auch fragen muss, ob und wie ein Eismond von nur 472 Kilometer Durchmesser einen Gasplaneten mit 51.000 Kilometern Durchmesser um fast 100 Grad „umkippen“ kann. Immerhin gehen die Forscher heute durch ihre Computersimulationen davon aus, dass ein Objekt von rund der doppelten Erdgröße mit dem Uranus kollidierte.

Das entspräche einem Planeten mit rund 25.500 Kilometern Durchmesser, der damit recht genau halb so groß wie der Uranus selber gewesen sein muss. Nur ein solcher Riese wäre dazu in der Lage die Achse des Uranus entsprechend zu kippen. Miranda ist 54-mal kleiner …

Zum Glück nur eine Sintflut …

Angenommen, Sitchins Phantasien würden zutreffen, dann können wir Glück sprechen, dass es nur eine Sintflut gab. Immerhin kam es weder vor noch nach diesen verheerenden komischen Kollisionen dazu. Nur ein einziges Mal in der langen Historie des Nibiru und des Sonnensystems hatten wir auf der Erde und der Uranus das Pech. Oder wir (bzw. Sitchin) wissen von keiner anderen entsprechenden Katastrophe.

Von Glück können aber auch und vor allem die Bewohner des Nibiru selber sprechen. Immerhin haben sie auf ihren Planeten die Uranus-Katastrophe überlebt!

Nibiru kam laut Sitchin vor vier Milliarden Jahren von Außerhalb in unser Sonnensystem. Obwohl er in seinem ersten Buch „Der 12. Planet“ (1976/79) auch von 3,2 Milliarden Jahren schreibt, bleiben wir mal den vier Milliarden Jahren. (Der Vollständigkeit halber: Bei der Ankunft war Nibiru laut Sitchin noch der Planet “Tiamat”.)

Nach der Zerstörung und dem Chaos im Sonnensystem, das der „Neuankömmling“ Nibiru ausgelöst haben soll, nahm er letztlich seinen Platz ein. Seinen extrem elliptischen Orbit von 3.600 Jahren in dem er, mit den oben gezeigten „Abweichungen“, bis heute seine Bahnen zieht. Seine Umläufe führen ihn dabei laut Sitchin bis weit hinter den Neptun und den Zwergplaneten Pluto in den Kuipergürtel – und dann wieder bis in den Bereich des Asteroidengürtels zwischen Mars und Jupiter.

Der Nibiru würden folglich mindestens die Bahnen von Jupiter, Saturn, Uranus, Neptun und Pluto währen eines Nibiru-Jahres zweimal kreuzen (Hin- und Rückweg). Und auch wenn die genaue Masse und Größe von Nibiru nicht wirklich von Sitchin „ermittelt“ wurde, ist es nicht denkbar, dass es dabei nicht zu gravitativen Wechselwirkungen mit den anderen Planeten gekommen ist.

Nibiru wäre sicher längst mit einem anderen Planeten kollidiert oder aus dem Sonnensystem geschleudert worden. Schon lange vor dem Uranus-Sintflut-Ereignis in der langen Zeit seit der „Ankunft“ des Planeten. Dazu am Ende mehr.

Damals, vor 445.000 Jahren

Zuvor eine ganz einfache Rechnung zu diesen vier Milliarden Jahren: 4.000.000.000 Jahre : 3.600 Jahre (Nibiru-Umlauf) = 1.111.111 Nibiru-Umläufe quer durch das Sonnensystem um unseren Stern.

Das heißt im Klartext, dass Nibiru bereits millionenfach die Bahnen der anderen Planeten kreuzte. Auch wenn sein Orbit zu den anderen Planeten oder besser gesagt zur Ebene des Sonnensystems „geneigt“ sein sollte. Und das ohne irgendwelche Auswirkungen auf das Sonnensystem gehabt zu haben? Weiter bedeutet dies, dass Nibiru bereits über eine Millionen Mal seit seiner Ankunft in unserem System zur Erde gekommen sein muss. Auch das scheinbar problemlos …

Die Umlaufbahn des Nibiru wie sie sich Zecharia Sitchin 1976 ausdachte – für eine Großansicht anklicken (Bild: L. A. Fischinger aus dem Buch “Die Akte 2012“)
Die Umlaufbahn des Nibiru wie sie sich Zecharia Sitchin 1976 ausdachte – für eine Großansicht anklicken (Bild: L. A. Fischinger aus dem Buch “Die Akte 2012“)

Sitchins Kernaussage in allen Büchern ist, dass auf seinem Nibiru Aliens leben. Diese von ihm Anunnaki genannten Wesen sind uns Menschen sehr ähnlich, allerdings technologisch weit voraus. Und das schon vor rund 445.000 Jahren, wie er schon 1979 bzw. 1976 in seinem Erstling „Der 12. Planet“ schrieb. Denn in jener fernen dunklen Epoche der Menschheit seien die Außerirdischen von Nibiru erstmals auf der Erde gelandet. Eine zweite Welle dieser Alien-Siedler kam dann etwa vor 400.000 Jahren hier an. Mehr als 100.000 Jahre leben und arbeiteten diese Anunnaki hier und schufen dann den Menschen als „Sklaven“, „Diener“ oder „Helfer“.

So weit, so seltsam.

Nach diesen Ideen entwickelten sich auf der Erde und Nibiru also zwei intelligente Spezies mehr oder weniger parallel. Die frühen primitiven Menschen schafften aber nicht den Sprung zu einer technologischen Zivilisation, wie die Nibiru-Bewohner. Sie waren fast eine halbe Millionen Jahre früher soweit und konnten sogar durch den Weltraum fliegen.

Zivilisierte dort – Primitive hier

Anzunehmen, dass Nibriu schon bewohnt war, als dieser vor Milliarden von Jahren aus den interstellaren Raum in unser Sonnensystem kam, ist natürlich unsinnig. Sitchin selber erklärt in seinen Büchern und vor allem bereits in „Der 12. Planet“ sehr detailliert und umfangreich, dass der „Eindringling“ für Katastrophen im Sonnensystem sorgte. Er kollidierte mit anderen Planeten und zertrümmerte sie teilweise, so dass irgendwelche Außerirdischen das nicht überlebt hätten!

Wie aber kann es sein, dass auf Nibiru mit seinem extremen Orbit daraufhin vor mindestens 445.000 eine raumfahrende Zivilisation entsteht, während die Menschheit auf der wesentlich besser geeigneten Erde noch auf Bäumen lebt? Um es überspitzt auszudrücken. Zumal man sich dabei immer die oben gezeigten millionenfache Sonnenumläufe des Nibiru vor Augen führen muss. Ein „ruhiger Planet“ zur Entwicklung von Leben und Zivilisation sieht ganz anders aus.

Auch die Aussage, dass es eben doch zu „Problemen“ auf Nibiru kam, hilft da auch nicht weiter. Sitchin behauptete in seinen Büchern nämlich, dass die Anunnaki zur Erde kamen, um Gold abzubauen. Sie benötigten es dringend zum Schutz für ihre Atmosphäre, da eben aufgrund des Orbits das Leben auf Nibiru bedroht gewesen sei.

Das Problem ist dabei, dass Sitchin diese Geschichte mit dem Gold frei erfunden hat. Er hat sich dabei nicht mal die Mühe gemacht diese Behauptung irgendwie zu untermauern, wie in diesem Artikel HIER belegt. Als zweites Problem kommt hinzu, dass die Anunnaki-Außerirdischen bereits eine technische Zivilisation hatten, als ihre Atmosphäre sich zu zersetzten begann, und sie genau deshalb unser Gold benötigten.

Schließlich flogen sie daraufhin durch das All zur Erde …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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