^

Search Results for: Pazifik

Südamerikanische Seefahrt über den Pazifik: Genetiker bestätigen „Kon-Tiki“ und Thor Heyerdahl +++ Video +++

Teilen:
VDIEO: Seefahrt über den Pazifik: Genetiker bestätigen Kon-Tiki und Thor Heyerdahl (Bilder/Montage: Fischinger-Online)
VIDEO: Genanalysen zeigen: Thor Heyerdahl hatte doch recht: Seefahrt über den Pazifik (Bilder/Montage: Fischinger-Online)

Im Jahr 1947 versuchte der längst legendäre Thor Heyerdahl mit seinem Floß „Kon-Tiki“ der Fachwelt zu beweisen, dass primitive Seefahrzeuge von Südamerika aus den Pazifik befahren haben könnten. Er war sicher, dass lange vor der Ankunft der Europäer bereits Seefahrer aus Südamerika Inseln im Pazifik (Polynesien) besiedelten. Inklusive der Osterinsel. Handfeste Beweise konnte Heyerdahl nicht liefern und gab es nicht. Bin jetzt. Denn Genetiker haben kürzlich eine umfangreiche DNA-Untersuchung der betreffenden Bevölkerungsgruppen veröffentlicht,. Diese zeigt, dass Heyerdahl von Anfang an recht hatte. Wo er erstaunlich richtig lag, wo etwas daneben und was die Genetiker heraus fanden, erfahrt Ihr in diesem YouTube-Video.


Thor Heyerdahl und die Expedition „Kon-Tiki“: Genetiker finden Beweise!

Wie wurde wann und von wem die Inselwelt des Pazifiks besiedelt? Woher kamen die Siedler von Polynesien, die bis Hawaii im Norden und zur Osterinsel im Südosten unzählige Inseln über den Ozean besiedelten?

Solche und ähnliche Fragen stellte sich auch der Forscher und Seefahrt-Abenteuer Thor Heyerdahl. Er startete 1947 seine Expedition „Kon-Tiki“, mit der er beweisen wollte, dass Seefahrer aus Südamerika lange vor Kolumbus tausende Kilometer über den Pazifik segelten. Sie haben so nicht nur die Osterinsel erreicht, sondern auch die Inselwelt in Polynesien und Neuseeland.

Durch sein Floß „Kon-Tiki“ wurde Heyerdahl 1947 schlagartig weltberühmt. Denn ihm gelang es so zu beweisen, dass es mit primitiven Seefahrzeugen sehr wohl technisch möglich war, dass Bewohner der Westküste Südamerikas den riesigen Ozean befuhren. Und auch besiedelten. Das machte ihn schon zu Lebzeiten zu einer Legende.

Eindeutige Belege dafür fehlten bisher.

Auch wenn es theoretisch erwiesen wurde. So verweisen seine Kritiker bis heute beispielsweise auf genetische Untersuchungen der Polynesier. Diese haben ergeben, dass die Besiedlung der gigantischen Weiten des Pazifischen Ozeans von Südost Asien aus erfolgte. Ob auch südamerikanische Ureinwohner wie das Volk der Inka aus der anderen Richtung kamen, blieb ungewiss.

Bis jetzt. Denn eine jetzt in „Nature“ veröffentlichte Studie der genetischen Abstammungen dieser Region zeigte: Die Legende Thor Heyerdahl hatte mit seinen Thesen tatsächlich teilweise sehr genau recht!

Eine spannende DNA-Untersuchung von hunderten Menschen, wie Ihr in diesem YouTube-Video erfahrt.

Bleibt neugierig …

Video vom 9. Juli 2020 auf Fischinger-Online

Bitte auf das „Play-Symbol“ klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

Lasst gerne ein Abo & Daumen hoch da …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

Interessantes zum Thema bei amazon.de:

Werde auch DU Fan von Grenzwissenschaft & Mystery Files!

Grenzwissenschaft und Mystery Files auf YouTube

Werde Fan von Grenzwissenschaft und Mystery Files auf Facebook+++ Blog-Newsletter HIER abonnieren +++

Tagged , , , , , , , , , <

Gigantische Pyramide, UFO oder Atlantis? Über die Entdeckung einer „perfekten Pyramide“ am Grund des Pazifik – und anderswo

Teilen:
Angeblich gigantische Pyramide oder sogar ein UFO auf dem Grund des Pazifik entdeckt (Bild: Google Earth / Montage: L. A. Fischinger)
Angeblich gigantische Pyramide oder sogar ein UFO auf dem Grund des Pazifik entdeckt (Bild: Google Earth / Montage: L. A. Fischinger)

Erneut macht eine Meldung aus der Grenzwissenschaft Schlagzeilen in der Medienlandschaft und den Sozialen Netzwerken. Ein UFO-Forscher aus Argentinien habe mit dem Programm „Google Earth“ eine gigantische „perfekte Pyramide“ auf dem Meeresboden des Pazifik vor Mexiko gefunden. Ist es vielleicht sogar ein UFO, eine Alien-Basis oder Spuren von Atlantis? All diese Spekulationen werden gerade zu diesem weit über 10 Kilometer riesigen „Objekt“ breitgetreten. Aber um was handelt es sich hier tatsächlich und ist dieser Fund so einzigartig?

 

+++ Blog-Newsletter HIER abonnieren +++

Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Ich liebe „Google Earth„, denn es ist eine herrliche Software um sich gemütlich am PC die Welt oder auch nur sein heimatliches Umfeld anzusehen. Ebenso aber berichte ich auch immer wieder in YouTube-Videos und Postings von durchaus sehr spannenden und interessanten Entdeckungen mit dieser Software. Wobei sich dabei aber speziell die „sensationellen Funde“ aus dem Bereich Grenzwissenschaft bei genauer Analyse eigentlich immer als Unfug oder Irrtum heraus stellen.

Auf diesem Blog findet Ihr dazu zahlreiche Beispiele.

Eine gigantische Pyramide auf dem Meeresboden – oder doch ein UFO?

Derzeit schildern verschiedene Medien, dass der UFO-Forscher Marcelo Irazusta aus Argentinien in Südamerika eine geradezu „perfekte Pyramide“ auf dem Grund des Pazifischen Ozeans gefunden hat. Der Fund soll durch seine Ausmaße von rund 15 Kilometern Kantenlänge derart gewaltig sein, dass er nicht von Menschen geschaffen worden sein kann. Aber eben auch nicht von der Mutter Natur. Und so kursieren Ideen von einem UFO auf dem Meeresgrund, Spuren von Atlantis (das aber eigentlich – wenn – im Atlantik gelegen haben soll!) oder sogar einer UFO-Basis. Eine Alien-Basis, die übrigens nicht allzu weit vor der angeblichen UFO-Basis auf dem Meeresboden vor Los Angeles liegt, über die ich in diesem YouTube-Video berichtete.

Gigantische Pyramide oder UFO auf dem Grunde des Pazifik entdeckt - Bild 2 (Bild: Google Earth / Montage: L. A. Fischinger)
Gigantische Pyramide oder UFO auf dem Grunde des Pazifik entdeckt – Bild 2 [zur Großansicht anklicken] (Bild: Google Earth / Montage: L. A. Fischinger)
Die Entdeckung dieser angeblich künstlichen Struktur im Pazifik ist eigentlich nicht neu. Schon am 20. Juni 2016 wurde beispielsweise dazu ein Video auf YouTube hochgeladen, in dem dieses „Gebilde“ als UFO bezeichnet wird. Die Struktur selber liegt ca. 1750 Kilometer von der Westküste Mexikos entfernt und in einer Tiefe von grob fünf Kilometern.

Die Vermessung des „Objektes“ selber ist schwierig. Etwa 10 Kilometer Kantenlänge oder mehr könnte es haben. Die Bild-Montage links soll es verdeutlichen (zur Großansicht anklicken):

Marcelo Irazustahält hält das dreieckige Gebilde für ein außerirdisches Raumschiff oder eine UFO-Basis. Der UFO- und Mystery-Blogger Scott C. Warren, der die bekannte Seite ufosightingsdaily.com mit oftmals überaus fragwürdigen Inhalten betreibt, findet diese Entdeckung ebenso sensationell:

Auch wenn es kein im Ozean gelandetes UFO oder kein für Aliens gedachtes Objekt ist, handelt es sich hier zweifelsfrei um einen grandiosen Fund.

Die Fakten

Was ist von dieser Meldung und dem „Objekt“ nun wirklich zu halten? Kurz: Nichts!

Wie an der Bildmontage oben zu sehen ist, wimmelt es in der Region von solchen „pyramidenförmigen Bergen“ oder kegelförmigen Erhebungen. Diese finden sich weltweit und sind fast immer Vulkane. Unter den Koordinaten 12° 8’1.49″ N 119°35’26.39″ W könnt Ihr Euch selber davon überzeugen.

Die beiden hellen und mindestens 10 Kilometer langen Linien auf diesem Kegel sehen auch alles andere als nach einer „perfekten Pyramide“ aus. Wenn solche „Striche“ als Hinweis auf ein UFO, eine Alien-Basis oder eben eine Pyramide im Meer schon reichen, dann würde es auf der Erde nur so von ihnen wimmeln. Eine Weltreise via „Google Earth“ zeigt dies deutlich.

Pyramiden à la Gizeh im Meer vor Südafrika …

Pyramiden im Meer vor Südafrika? (Bilder: Google Earth)
Pyramiden im Meer vor Südafrika? (Bilder: Google Earth)

Zu einem sehr ähnlichen Thema bekam ich erst vor wenigen Wochen eine E-Mail eines Mystery-Interessierten.

Drei Pyramiden, so schrieb er mir am 3. Juli 2016, habe er mittels „Google Earth“ im Atlantischen Ozean auf dem Meeresboden gefunden. Mehr noch, denn diese drei vermeintlichen künstlichen Pyramiden seien identisch angeordnet wie die drei großen Pyramiden von Gizeh in Ägypten. „Eine klar deutlich erkennbare Pyramide“ und zwei etwas davon entfernte seien hier in den Tiefen des Ozeans verborgen. Im Internet würden diese Pyramiden mit keinem Wort irgendwo erwähnt, schrieb der Interessierte weiter, und fügte als Anlage seiner E-Mail eine kleine Montage dieser „Bauten“ an (siehe Bild).

Da keine Koordinaten genannt wurden, konnte ich aber nach einigem Suchen diese „Monumente“ dennoch finden. Die Koordinaten der „Hauptpyramide“ sind 36°10’21.71″ S 14°20’3.46″ E und sie liegt ca. 420 Kilometer vor Kapstadt in Südafrika. Ein Screenshot spare ich mir an dieser Stelle und belasse es bei den Koordinaten.

Doch auch hier im Südatlantik finden sich zahlreiche „Pyramiden“ rund um die drei angeblich an Gizeh erinnernden Pyramiden auf dem Meeresboden. Auch die „deutlich erkennbare Pyramide“ – in der Montage oben links und unten zu sehen – ist nur ein Berg, der längst bekannt ist. Im Katalog für Seeberge trägt er die Index-Nummer SMNT-362S-0143E, besitzt die militärischen Koordinaten 33HVV4010588116 und wird „Engelbrecht Seamount“ genannt …

Die Suche geht also weiter!

Eurer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

(Geschäfts-eMail: FischingerOnline@gmail.com)

Interessantes zum Thema:

Tagged , , , , , , , <

Nan Madol, das „Venedig der Südsee“: Die Rätsel einer versunkene Stadt mitten im Pazifik (Gast-Artikel)

Teilen:
Kleine Teilansicht der versunkenen Stadt Nan Madol mitten um Pazifik im Pazifik (Bild: W.-J. Langbein)
Kleine Teilansicht der versunkenen Stadt Nan Madol mitten um Pazifik im Pazifik (Bild: W.-J. Langbein)

Die Föderierten Staaten von Mikronesien sind ein 702 Quadratkilometer großer Inselstaat im westlichen Teil des Pazifischen Ozeans. Auf den rund 600 Inseln leben heute ca. 105.000 Einwohner (2013). Die Hauptstadt ist Palikir auf der Hauptinsel Pohnpei (früher auch Ponape), was übersetzt auf einem steinernen Altar heissen soll. Auf der Insel existierte schon in vorkolonialer Zeit eine hochentwickelte Kultur, von dessen erstaunliche Bauleistungen die Ruinen von Nan Madol zeugen. Nach den bisherigen Funden (Lapita-Keramik) soll Pohnpei schon ab etwa 1.000 bis 1.200 v. Chr. besiedelt gewesen sein, woraus sich mehrere Stammesfürstentümer herausbildeten. Auf der östlich gelegenen Halbinsel Temwen (Island), sind die eindrucksvollen Ruinen der alten Stadt Nan Madol zu bewundern, bei dessen Alter sich die Fachwelt der Archäologie noch uneinig ist, so das die eine Seite von einem Baubeginn ab ca. 200 v. Chr. spricht, die andere Seite aber eher favorisiert, das Nan Madol erst zwischen 900 bis 1200 n. Chr. erbaut wurde.

 

 

Hallo, liebe Freundinnen & Freunde des Phantastische!

Ein Gast-Artikel von Wilfried Stevens

Im Pazifik gibt es einige Inseln mit einer Vielzahl sehr interessanter Ruinen, so u. a. auf Kiribati, Tahiti oder Tonga, doch die winzige Insel Nan Madol ist aufgrund seiner Architektur, Größe und Geschichte ein Sonderfall.

Die Ruinen von Nan Madol

Seit der Zeit als Pohnpei besiedelt wurde, einstanden im Laufe der Zeit verschiedene Stammesfürstentümer. Dazu fand man bisher Hunderte Überbleibsel von Statusbauten wie Häuptlingsgräber, Residenzen und Siedlungen. Auch wenn der Baubeginn und die Gründer von Nan Madol nicht sicher belegt sind, konnte man aus Funden rekonstruieren, das die Dynastie der Saudeleurs um 500 n. Chr. zunächst Nan Madol einnahm und dann in einer Reihe von Kriegen die gesamte Insel samt Bevölkerung von geschätzten 25.000 Bewohnern eroberte. Interessant ist dabei, das die Bewohner der Insel die alte Sage erzählen, das die Saudeleur anders als einheimische Ponapesen aussahen und vom Meer kamen, aber woher, das wisse niemand. Nan Madol wurde unter ihrer Herrschaft ein großes religiöses Zentrum. Weil sie die Traditionen und Gottheiten der Ponapesen nicht ehrten und das Volk unterdrückten, sahen sie es als Strafe an, das die Krieger von Isokelekelkamen, um wieder Ordnung und Wohlstand zu bringen.

Nan Madol (Bild: gemeinfrei)
Nan Madol (Bild: gemeinfrei)

Dazu gibt es die Legende, das ein Donnergott sich in die Frau des Stammesfürsten (Saudeleurs) verliebte und mit ihr vor der Verfolgung des Herrschers auf die benachbarte Insel Kosrae fliehen mussten. Dort gebar die einheimische Frau einen Sohn, den sie Isokelekel nannte, der im Bewusstsein der Tyrannei der Saudeleurs aufwuchs. Als er zum Krieger ran reifte, schmiedete ihm sein Vater mächtige Waffen und er segelte mit 333 Getreuen nach Nan Madol zurück, bezwang die Krieger des Saudeleurs und gründete eine neue Dynastie.

Nan Madol wurde wahrscheinlich spätestens um 1600 n. Chr. aufgegeben oder nicht mehr im vollem Umfang besiedelt. Es kann davon ausgegangen werden, das es auch große Holztore gab, um Teilbereiche als eine Art Festung zu nutzen.

Architektur und Bauweise

Nan Madol ist in seiner Bauweise nicht vergleichbar mit anderen Bauwerken im Pazifik, und vermutlich war die Meereshöhe bei Baubeginn auch niedriger. Die meisten Bauwerke sind auf einem Korallenriff und auf (wahrscheinlich) künstlich angelegten Sandbänken gebaut. Insgesamt besteht die heute sichtbare Gesamtanlage aus 92 künstlich errichteten und befestigten Inseln, die sich auf einer Fläche von rund 80 Hektar verteilen.

Die Stadt hat Festungscharakter und wird an großen Teilen von seeseitigen Mauern umgeben und einzelne Inseln von künstlichen Kanälen getrennt, die bei Flut mit Wasser gefüllt sind. Deshalb nennen die Touristen den Ort auch Venedig der Südsee. Die gesamte Anlage besteht aus Residenzen, Grabanlagen, Wohnbereiche, Tempel und Wohnplätze für Priester und Begräbnisplätze, was den religiösen Charakter unterstreicht. Alle Bauwerke wurden sehr sorgfältig aus geschichteten Basaltsteinen errichtet und die Hohlräume wurden mit Korallensteinen und -schutt mehrere Meter hoch aufgefüllt, was alles eine gute Stabilität gab. So entstanden auch hohe, ummauerte Plattformen worauf man Bauwerke aus Holz errichtete, die heute nicht mehr erhalten sind.

Teilansicht der Ruinen von Nan Madol (Bild: gemeinfrei)
Teilansicht der Ruinen von Nan Madol [zur Großansicht anklicken] (Bild: gemeinfrei)

Es ist erweisen, dass mit einer enormen Bauleistung die gesamte die Stadt systematisch und im Ganzen geplant wurde und nur in einer Bauperiode komplett errichtet wurde. Das mächtigste Bauwerk heißt

Nandauwas, eine gigantische 3.100 Quadratkilometer große Grabplattform der Saudeleurs im östlichen Stadtteil, die mit einer bis zu 10 Meter dicken und bis zu 4,5 Meter hohen Mauer umgeben ist. Flankiert wird sie von zwei kleineren Inseln, Pondauwas und Pandauwas, die ebenfalls Grabanlagen sind. Nur dieses Bauwerk weist nachweislich Merkmale auf, das auch streng nach den Himmelsrichtungen gebaut wurde. Wahrscheinlich wurde Nan Madol von den Spaniern im 17. Jahrhundert entdeckt. Als das Gerücht im Umlauf kam, das auf der Insel spanische Schatztruhen oder Piratenschätze versteckt seien, lockte dies Abenteurer, Söldner und Schatzsucher an, die sämtliche Grabanlagen plünderten und so archäologische Spuren vernichteten.

Rätsel bleiben

Warum dieser enorme Aufwand in einer Gigantomanie mit tonnenschweren Basaltblöcken, um auf Korallenriffen und künstlich angelegten Sandbänken 92 künstliche Inseln zu errichten und nicht im Inselinneren?

Es wurde errechnet, das sagenhafte 750.000 Tonnen Basaltstein verbaut wurden, der schwerste Stein, ein Grundeckstein wiegt fast 50 Tonnen. Der Steinbruch der Basalt-Säulen liegt zudem 30 km entfernt, genau auf der anderen Seite der Insel Pohnpei, im Sokehs Distrikt, so das vermutet wird, das der gesamte Transport über das Meer an der Küste erfolgte. Eine kaum begreifliche und unglaubliche Bauleistung. Es gibt verschiedene Volkssagen der Ponapesen, um diese Bauleistung zu erklären. In einer Version behaupten sie, das die Erbauer Götter aus dem Meer waren, die die Zwillingen und Zauberer Olisihpa und Olosohpa, schickten, die mit einem eisernen großem Kanu kamen und die Macht hatten mit Magie schwere Steine heben und aufschichten konnten, in einer anderen Version sollen Riesen an den Bau geholfen haben.

Unter Wasser stieß man in einer Tiefe von 20 bis 30 Metern auch auf viele Basaltblöcke und sogar aufrecht stehenden Säulenreihen ins Meer hinab, so dass man vermuten könnte, auch im Meer sei bewusst weiter gebaut worden. Es werden weitere Bauten in noch größere Tiefen bis zu 50 Metern vermutet. Ist also doch was an die Legende der Meeres-Götter wahr und wer waren sie. Nach einer alten Volkssage der Ponapesen, soll es einst auf dem Meeresgrund eine Residenz der Meeres-Götter gegeben haben.

Nan Madol hat sein Geheimnis noch nicht preisgegeben.

Ich danke Euch und Wilfried,

Euer Jäger des Phantastischen

Fischinger-Online

(Geschäfts-eMail: FischingerOnline@gmail.com)

Interessantes zum Thema:

Tagged , , , , , <

+++YouTube-Video+++ Das „Millennium Falke UFO“ von Starbuck Island: UFO-Absturz auf einem Atoll im Pazifik? Die Fakten und die Hintergründe

Teilen:
Das "Millennium Falke UFO" von Starbuck Island: Eine Analyse der "Sensationsmeldung" von Lars A. Fischinger auf YouTube (Bild: Google Earth / Bearbeitung: L. A. Fischinger)
Das „Millennium Falke UFO“ von Starbuck Island: Eine Analyse der „Sensationsmeldung“ von Lars A. Fischinger auf YouTube (Bild: Google Earth / Bearbeitung: L. A. Fischinger)

Hat es einen UFO-Absturz auf einer gottverlassenen Insel mit Namen Starbuck Island mitten im Pazifik gegeben? Eine Insel, auf der kein Mensch wohnt, auf dem es nichts gibt und die gerade mal 16 Quadratkilometer winzig ist? Das zumindest kursiert momentan recht erfolgreich in englischen Medien, die von einem UFO in Form des „Millennium Falke“ von Han Solo und Chewbacca aus Star Wars sprechen, das sogar eine lange „Schleifspur“ hinter sich gelassen hat. Ich fand dieses (neuerliche) UFO auf Google Earth recht interessant und zeige Euch in diesem Video auf YouTube detailliert, wie ich den „UFO-Absturz von Starbuck Island“ nachgegangen bin …

 

News-Feed

Von Lars A. Fischinger

Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Google Earth ist mit Sicherheit auch für viele von Euch eine wirklich tolle Sache ist, mit der durchaus fraglos spannende und archäologische Spuren gefunden werden können. Aber viele dieser Spuren und Funde aus dem Mystery-Bereich werden zu voreilig ohne genau Überprüfung „breitgetreten“. Zum Beispiel wie eine UFO-Basis im Himalaja, eine UFO-Absturz am Südpol, eine UFO-Basis unter Wasser von Los Angeles, UFO-Bilder samt Piloten in den USA und vielem mehr.

So auch das „Millennium Falken UFO“ auf der Insel Starbuck Island. Auch wenn es diesmal nach einem durchaus Interessanten Objekt aussah – ergab meine Überprüfung Ernüchterung.

In diesem Video auf meinem Mystery-Channel bei YouTube lege ich dar, wie der „Millennium Falke“ im Pazifik entzaubert wurde. Leider Alltag eines Jäger des Phantastischen, wie ich einer bin …

++Postet mir Eure Fragen, Anregungen, Kommentare & Meinungen hier bei YouTube. / Abo & Daumen hoch nicht vergessen ;-)++

Fischinger Online Mystery-Kanal bei YouTube abonnieren
Bitte auf das „Play-Symbol“ klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft [klick] hier.

Ich freue mich über Eure Ansichten, Postings, Kommentare und Meinungen bei YouTube dazu – und wenn Ihr meinen Mystery-Channel abonnieren würdet.

Ich danke Euch, Euer Jäger des Phantastischen

Fischinger-Online

(Geschäfts-eMail: FischingerOnline@gmail.com)

 

 

 

Interessantes zum Thema:

Tagged , , , , , , , <

„Kon-Tiki 2“: Experimental-Segler auf den stürmischen Spuren des Thor Heyerdahl von 1947: Schiffbruch nach 114 Tagen im Pazifik

Teilen:
"Kon-Tiki 2" - Auf den stürmischen Spuren des Thor Heyerdahl (Bild: gemeinfrei / www.kontiki2.com)
„Kon-Tiki 2“ 2016: Auf den stürmischen Spuren des Thor Heyerdahl. Kleines Bild: Die „Kon-Tiki“ von Heyerdahl im Jahre 1947 (Bild: gemeinfrei / kontiki2.com)

Er war schon zu Lebzeiten eine weltweite Legende: Der 2002 im Alter von 87 Jahren verstorbene Norweger Thor Heyerdahl. Sein alles andere als normales Leben wurde im Jahr 1947 schlagartig bekannt, als Heyerdahl und seine fünf Mann starke Crew mit einem Holzfloß von Peru, Südamerika, nach Polynesien fuhren. Weitere Expeditionen folgten und bis heute sind seine Fahrten Ideengeber für so machen „alternativen Geschichtsschreiber“ bzw. Experimental-Archäologen. Die Thesen von kulturellen Kontakten über die Ozean lange vor der „christlichen Seefahrt“ solchen so untermauert werden. Das wollten auch die 14 Teilnehmer der Expedition „Kon-Tiki 2“ im Fahrwasser des Thor Heyerdahl. Doch nach 114 Tagen auf dem Pazifik mussten sie von einem Frachter aus Seenot gerettet werden.

Blog-Newsletter hier abonnieren

Fischinger Online Mystery-Kanal bei YouTube abonnierenVon Lars A. Fischinger

Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Am 7. November 2015 machte sich die Expedition „Kon-Tiki 2„, bestehend aus zwei Flößen und insgesamt 14 Teilnehmern aus verschiedenen Ländern, von Callao in Peru auf dem Weg den Pazifik zu bezwingen. Wie auch Thor Heyerdahl 1947, der ebenso in Callao aus seine ehrgeizige Expedition startete. Auch das „Kon-Tiki 2“-Team wollte die Thesen untermauern, dass südamerikanische Indianer schon vor den Zeiten der bekannten Inka in der Lage waren mit einfachen Booten bis in die Inselwelt Polynesiens zu segeln.

Technisch belegt hat das eigentlich schon Heyerdahl vor rund 70 Jahren mit seiner 1. Expedition. Doch begeisterte Experimental-Forscher sind selten zu bremsen. Zum Glück!

Schiffbruch für die die beiden „Kon-Tiki“.

Nach dem Start der Expedition Anfang November 2015 erreichten die unter anderem aus Norwegen, Russland, Peru und Neuseeland stammenden Forscher nach 43 Tagen die legendäre und weltbekannt Osterinsel. Die „einsamste Insel der Welt“, die durch ihre hunderten von gigantischen Steinfiguren (Moai genannt) bekannt ist.

Von der Osterinsel aus wollten die Expeditions-Teilnehmer am 6. Januar zurück nach Peru fahren. Doch das Team verfehlte ihr Ziel und geriet aufgrund des sich verschlechternden Zustandes ihrer beiden Flöße in Seenot. Die drohende Gefahr lies den 14 Seglern letztlich keine andere Wahl, als am 16. März einen Notruf abzusetzen. Der Frachter „Hokuetsu Ushaka“ nahm daraufhin die Mannschaften am 17. März wohlbehalten auf.

Im Fahrwasser des Thor Heyerdahl: Bericht über den Kongress "Kam Kolumbus 15.000 Jahre zu spät?" und Video(Bild: L. A. Fischinger / gemeinfrei)
Im Fahrwasser des Thor Heyerdahl: Bericht über den Kongress „Kam Kolumbus 15.000 Jahre zu spät?“ und Video (Bild: L. A. Fischinger / gemeinfrei)

Mit Sicherheit bitter für die ehrgeizigen Teilnehmer der Expedition. Aber Sicherheit geht vor!

Anerkennung von anderen Heyerdahl-Enthusiasten

Thor Heyerdahl hat mit seinem Experiment 1947, dem darauf folgenden Buch und dem preisgekrönten Dokumentarfilm zu „Kon-Tiki“ vor rund 70 Jahren, die Welt fasziniert. Diese Begeisterung hält bis heute an. Zumal auch deshalb, da Heyerdahl es nicht bei dieser einen Expedition im Pazifik belassen hat. Nein, vielmehr war es der Anfang einer ganzen Reihe von Expeditionen der Schifffahrt der Antike.

Mein Freund und Kollege Dr. Dominique Görlitz, den regelmäßige Leserinnen und Leser dieser Webseiten natürlich kennen, hat beispielsweise ebenso derartige Expeditionen im Kielwasser des Thor Heyerdahl unternommen. Seine „Abora“-Schifffahrt-Expeditionen sind nicht minder ehrgeizig gewesen, wie es aktuell „Kon-Tiki 2“ war.

Und so schrieb Görlitz am 19. März 2016 bei Facebook zu dem Projekt „Kon-Tiki 2“ auch anerkennend:

Meine Sympathie für unsere Kollegen von dem norwegischen Floß Kon-Tiki 2!

Von einem Floß-Segler zu einem Floß-Segler – Ich möchte meine Anteilnahme über das vorzeitige Ende der Kon-Tiki 2-Expedition zusenden.

In der Gnade der Elemente ist es immer schwer, den richtigen Kurs zu finden. Selbst wenn ein solches Experiment letztlich nicht mit einem Erfolg endet, helfen uns diese Erfahrungen zu verstehen, wie die alten Seefahrer ihren Kurs über den Ozean fanden.

Gab es Seefahrt über die Ozeane schon vor Jahrtausenden? (Bild: L. A. Fischinger / Reto Stöckli, NASA Earth Observatory)
VIDEO: Gab es Seefahrt über die Ozeane schon vor Jahrtausenden? Es scheint tatsächlich so! (Bild: L. A. Fischinger / Reto Stöckli, NASA Earth Observatory)

Wir haben die selben Erfahrungen mit Abora III im Jahr 2007 gemacht. Ab er das war nicht das Ende unserer Forschungen.

Ich wünsche der Mannschaft von Kon-Tiki 2 alles Gute bei ihrer Rückkehr zu ihren Familien.

Viel Glück!

Heyerdahl fasziniert ohne Frage viele Menschen auch nach Jahrzehnten. Mich ebenso. Auch der beeindruckende Kinofilm „Kon-Tiki“ von 2012 zeigt diese Faszination eindringlich. Es steht für viele „alternative Geschichtsforscher“ außer Frage, dass es Kulturkontakte über die Ozeane gab, als Kolumbus oder auch die Wikinger noch nicht mal existierten …

[yop_poll id=“29″]

Ich danke Euch, Euer Jäger des Phantastischen

Fischinger-Online

(Geschäfts-eMail: FischingerOnline@gmail.com)

Interessantes zum Thema:

Tagged , , , , , , , , , <

VIDEO: Atom-U-Boot der USA kollidierte mit unbekannten Unterwasser-Objekt (USO) – und fast keinen interessiert es!

Teilen:
VIDEO: Atom-U-Boot der USA kollidierte mit Unterwasser-UFO (USO) (Bilder gemeinfrei / Montage Fischinger-Online)
VIDEO: Atom-U-Boot der USA kollidierte mit Unterwasser-UFO (USO) (Bilder gemeinfrei / Montage Fischinger-Online)

Am 2. Oktober kam es zu einem Zwischenfall im Westen des Pazifik: Das Atom-U-Boot „USS Connecticut“ kollidierte im Indopazifik mit einem unbekannten Objekt, so die US-Navy in einer Mitteilung. Ein Vorfall, der den Medien kaum eine Meldung wert war. Obwohl es sich um ein Atom-U-Boot der USA handelt und sich die Kollision im politisch brisanten Südchinesischen Meer ereignete. Was war dieses USO, wieso sah man es nicht?


U-Boot versus USO

Nachdem die Marine der USA den Vorfall am 7. Oktober bekannt gab, berichteten zumindest hierzulande nur sehr wenige Medien darüber. Und wenn, dann nur in kurzen Meldungen oder Schlagzeilen. Erstaunlich! Denn nicht nur, dass das U-Boot „Connecticut“ der „Seawolf“-Klasse der USA ein Atom-U-Boot ist. Auch der Indopazifik, das Südchinesische Meer, ist seit Jahrzehnten eine politisch brisante Zone.

Und hier soll eines der besten Jagd-U-Boote der US-Marine einfach mit einem unbekannten Objekt zusammenstoßen? Einem USO, einem „unidentified submerged object“?

Spekulationen in englischen Mainstreammedien sprechen von einer Kollision mit meinem Container oder versunkenen Schiff. Folglich wurde dieses „Hidnernis“ wohl von der Besatzung „übersehen“. Nur: Der Meeresgrund ist dort über 1.000 Meter tief – das U-Boot schafft nicht mal ein Viertel davon. War es vielleicht doch eine Unterwasserdohne aus China? Spielten sie sie hier „irrer Iwan“? Oder eben das, was es bis jetzt ist: Ein USO …

Mehr dazu in diesem Video vom 12. Oktober 2021.

Bleibt neugierig …

Video vom 12. Oktober 2021 auf Mystery Files

Bitte auf das „Play-Symbol“ klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

Lasst gerne ein Abo & Daumen hoch da …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

Interessantes zum Thema bei amazon.de:

Werde auch DU Fan von Mystery Files!

Grenzwissenschaft und Mystery Files auf YouTube

Werde Fan von Grenzwissenschaft und Mystery Files auf Facebook+++ Blog-Newsletter HIER abonnieren +++

Tagged , , , , , , <

Indianische Mythologie: Eine Sintflut in Kalifornien, seltsame Legenden und unheimliche Monster im Tahoe-See (+ Videos)

Teilen:
Indianische Mythologie: Eine Sintflut in Kalifornien und das Monster im Tahoe-See (Bilder: PixaBay/gemeinfrei / Montage/Bearbeitung: Fischinger-Online)
Indianische Mythologie: Eine Sintflut in Kalifornien und das Monster im Tahoe-See (Bilder: PixaBay/gemeinfrei / Montage/Bearbeitung: Fischinger-Online)

Wer als Jäger des Phantastischen die Sagen, Mythen und Legenden verschiedenster Kulturen der Welt durchstöbert, findet immer wieder erstaunliche Ähnlichkeiten und sogar Übereinstimmungen. Egal wo auf der Welt und bei welchen Völkern. Das gilt auch für den Mythos von einer Sintflut, der weltweit in Überlieferungen oft verblüffende Parallelen zeigt. Auch was das Geschehen rund um diese Urkatastrophe der Menschheit betrifft. Eine solche Sintflut-Legende aus Kalifornien soll hier einmal vorgestellt werden, da sie eher weniger bekannt sein dürfte. Dann aber doch wieder einiges darin bekannt erscheint. Und sie der Einstieg in einen Stoff ist, aus dem im wahrsten Sinne des Wortes Legenden sind.


Die Sintflut

Jeder kennt aus der Bibel die phantastische Geschichte von der Sintflut. Einer großen Flut als Katastrophe der Menschheit, die Gott laut dem Buch Genesis als Strafe schickte. Diese Überlieferung ist eine der großen Mythen der Menschheit und fasziniert seit jeher die Menschen. Entweder aus religiösen und theologischen Motiven heraus, oder aber, da sie nach greifbaren Spuren einer solchen Sintflut suchen.

Lange ist bekannt, dass der Mythos von der großen Flut im Alten Testament zum Teil sehr viel älteren Schriften aus dem Mesopotamien entlehnt wurde. Vor allem ist hier das Gilgamesch-Epos zu nennen, das eine recht ähnliche Flut-Geschichte erzählt. Einige Passagen in diesem Epos ähneln oder gleichen der biblischen Geschichte so sehr, dass kein Zweifel bestehen kann, das unter anderem dieses Epos den Autoren des Buch Genesis als Vorlage gedient haben muss.

Als der englische Assyrologe George Smith 1872 den Sintflut-Bericht des Gilgamesch-Epos übersetzte, ging ein Aufschrei durch die bibeltreue Gesellschaft. Schlagzeilen im Sinne von „Ist die Bibel abgeschrieben?“ beherrschten die Zeitungen. Ein Unding für bibelfeste Christen. Ein Beweis für die Wahrheit der Bibel-Erzählung für andere Gläubige. Für Archäologen ganz nüchtern nur ein Beleg, dass die Redakteure und Autoren der Bibel sich bei ihrer Arbeit an älteren Mythen und religiösen Texten benachbarter Völker orientierten. Weltanschauungen von Kulturen aus Mesopotamien wurden von diesen adaptiert. Angepasst an ihre Theologie.

Sintflut und Sintfluten rund um den Erdball

Eigentlich sollte das niemanden wirklich verwundern. Die Kulturen und Zivilisationen im Nahen Osten und damit auch Mesopotamien beeinflussten sich alle untereinander. Direkt oder indirekt durch die Jahrtausende hinweg. Geographisch waren es letztlich auch Nachbarn. Und bekanntlich hielten sich auch Teile der hebräischen Bevölkerung in Babylon auf. Während des sogenannten „Babylonisches Exils“, als auch weite Episoden des Alten Testamentes verfasst worden sein sollen. Inklusive Sintflut-Mythos mit Arche Noah, Rettung auf einem Berg usw. im Buch Genesis.

Solche geschichtlichen Werdegänge von Mythologien und theologischen Weltbildern sind für viele Zweige der Wissenschaft spannend. Ein umfangreiches Betätigungsfeld auf den Spuren der Rätsel der Vergangenheit. Das natürlich auch „alternative Historiker“, Mystery-Jäger und Grenzwissenschaftler in ihren Bann zieht. Hier besteht ein kleiner aber feiner Unterschied darin, dass diese derartige Mythologien global betrachten. Weltweit suchen sie nach Verbindungen in Mythen und alten Überlieferungen. Nicht nur bei der Story der Sintflut. Und immer wieder wird man dabei tatsächlich fündig.

Dass es weltweit Sintflut-Mythen gibt, ist seit Jahrhunderten bekannt. Rund um den Erdball erzählen die Völker solche Geschichten von einer großen Flut und/oder einem Weltenbrand. Erst im 19. Jahrhundert haben einige wenige Forscher ihren Blick genauer auf diese Überlieferungen gerichtet. Es erschienen eine handvoll Bücher, die diese globalen Sintflut-Sagen dokumentierten und diskutierten.

Belegen diese Mythologien aus einer Urzeit der Menschheit rund um den Planeten, dass es ein solche Sintflut gab? Wie sonst sollten man erklären, dass beispielsweise Bewohner des Pazifik (s. a. Artikel HIER) derartigen Stoff überlieferten? Die Autoren der Bibel waren tausende Kilometer entfernt. Gelangte das Wissen erst durch christliche Seefahrer in ihre Mythen? Oder kam es sogar vor tausenden von Jahren durch eine heute vergessene, vorzeitliche Seefahrt in andere Regionen der Erde? Oder sind all diese Überlieferungen auf zahllose unterschiedliche Sintfluten zurückzuführen, die nur lokal zu einem „Weltuntergang“ führten?

Sind es letztlich vielleicht doch Beweise für eine globale Flutkatastrophe vor Jahrtausenden?

Die Washoe-Indianer und die Flut vom „großen Geist“

Diese Fragen sind bis heute unbeantwortet. Doch sie verleiten zu spannenden Spekulationen, Ideen, Thesen und Überlegungen. Nicht nur was die (theologische) Ursache der angeblichen Vernichtung betrifft, die sich in vielen Teilen der Erde erstaunlich ähnelt. Etwa eine Rebellion von Himmelswesen gegen ihren obersten Gott oder Führer, worauf ihre Niederkunft auf die Erde und eine sündige Menschheit folgte. Biblische Motive, die überall zu finden sind!

Eine spannende Legende ist von dem Volk der Washoe (Washo) bekannt. Amerikanische Ureinwohner aus Kalifornien, die im Gebiet des Tahoe-See siedeln. Wiedergegeben hat diese Überlieferung  Prof. Dr. Johannes Riem in seinem beachtenswerten Werk „Die Sintflut in Sage und Wissenschaft“. Ein Buch, das als Band IV der theologischen Reihe „Natur und Bibel in der Harmonie ihrer Offenbarungen“ schon 1925 erschien. Insgesamt 268 Flut- und Katastrophen-Berichte dokumentierte und diskutierte Riem darin. Deren Parallelen ebenso, wie deren Unterschiede.

Über den Flut-Mythos der Washoe schreibt er:

Die dortigen Einwohner wurden von einem fremden Stamme unterjocht und zu Sklaven gemacht. Da kam, vom großen Geist gesandt, eine ungeheure Woge vom Meere über das Land und ertränkte die meisten Menschen, so dass nur wenige übrigblieben.

Schon ist auch hier klar, dass die Flut als Strafe Gottes, des „großen Geist“, gesandt worden sein soll. Interessant ist hier aber, dass die Katastrophe als riesige Welle vom Meer über das Land herein brach. Das klingt sehr nach einem Tsunami. Kalifornien als eine der aktivsten Erdbebengebiete der Welt könnte diese Spekulationen untermauern.

Ein schneller Blick auf die Karte zeigt jedoch, dass das Meer (Pazifik) heute rund 310 Kilometer Richtung Westen vom Tahoe-See entfernt liegt. Zwischen dem Pazifischen Ozean und dem See erstreckt sich noch dazu das Hochgebirge der Sierra Nevada bzw. das Kalifornische Küstengebirge. Über 4.000 Meter reichen hier heute die höchsten Gipfel in den Himmel. Für einen angenommenen Tsunami eine gewaltige Barriere auf dem Weg zum Volk der Washoe. Dazu gleich mehr.

Wobei natürlich nicht zu sagen ist, dass sich diese mythische Flut auch tatsächlich im Gebiet des heutigen Sees ereignete, an dem später die Washoe siedelten.

Ein „amerikanisches Zikkurat“?

Nach dem Mythos der Washoe rafften sich die Überlebenden wieder auf. Eine Verbesserung für ihr Volk gab es aber nicht, sie blieben in der Sklaverei. Riem weiter:

Die Sklaven mussten nun einen großen Tempel bauen, in dem ihre Herren bei Einbruch einer neuen Flut Zuflucht finden konnten. Auf der Spitze des Tempels verehrten sie ein ewiges Feuer.“

So unscheinbar diese Aussage auch klingt, um so interessanter wird sie, wenn man einmal nach Mesopotamien schaut. Jene Region zwischen Euphrat und Tigris, in der die Sintflut-Berichte niedergeschrieben wurden, die den biblischen Autoren als Vorlage dienten. Denn hier, dem heutigen Irak aber auch Iran, bauten die Menschen vor tausenden von Jahren ebenfalls solche Tempel. Sie werden Zikkurat genannt und sind eigentlich nichts weiter als Stufenpyramiden mit einem Tempel an der Spitze. Sehr ähnlich wie jene in Mittelamerika. Der „Turm zu Babel“ ist hierbei sicher jedem ein Begriff.

Archäologen haben für diese in ganz Mesopotamien verstreuten Tempel-Pyramiden eine interessante Deutung ins Spiel gebracht. Diese Bauten könnten einigen Vermutungen nach aus Plattformen entstanden sein, die Menschen zum Schutz vor Fluten errichteten. Vor den immer wiederkehrenden Überschwemmungen der Flüsse Euphrat und Tigris, die teilweise katastrophale Ausmaße annahmen. Zugleich als Sinnbild des „Urhügels“ oder „Himmelshügel“, aus dem die Welt einst entstanden sein soll. Auch so ein weltweit wiederkehrenden Motiv, übrigens …

Dort haben schon vor 100 Jahren Ausgrabungen gezeigt, dass ganze Landstriche von Fluten vernichtetet wurde. Danach bauten die Menschen ihre Siedlungen wieder auf. Ganze Stadtstaaten entstanden und mit ihnen die Zikkurate. Ursprünglich seien dies eher Terrassen mit einem Tempel darauf gewesen, aus denen nach und nach schon ab dem 5. Jahrtausend vor Christus die ersten Stufenpyramiden wuchsen. Die erhöhte Lage bot gleichzeitig Schutz vor Fluten.

Durchaus erkenne ich in dem Washoe-Mythos hier eine Parallele.

Der versunkene Tempel

Die Legende der Washoe geht natürlich noch weiter. Denn während die „Herren“ mit ihrem Tempel fortan einen Schutz vor Wassermassen hatten, waren sie vor einer Katastrophe damit nicht geschützt: Vor Erdbeben. Und die sind in dieser Region nicht gerade selten und können verehrend sein.

So kam es laut Washoe dann auch so, wie es kommen musste. Ein Beben traf die Menschen und ängstlich „flüchteten die Herren in den Tempel“. Die „Erdrevolutuion“, wie sie das Erdbeben nannten, war dabei eine Katastrophe unvorstellbaren Ausmaßes. Mit nichts zu vergleichen, was wir heute kennen. Es war so stark, „dass die Flammen zum Himmel schlugen und dort die Sterne schmolzen“. Mehr noch, denn im Washoe-Mythos heißt es, „die Sierra erhob sich aus der Ebene“ während dieses Erdbebens.

Geologen werden den Kopf schütteln. Gebirge wachsen in Millionen von Jahren empor. Sie entstehen nicht plötzlich in dieser Größe bei einem Erdbeben, so stark es auch immer sein mag. Zumindest aber haben wir hier eine Art „mythologischer Erklärung“, wie die Sintflut der Washoe als gigantische Welle vom Meer im Westen gekommen sein kann. Die Sierra Nevada des kalifornischen Küstengebirges als Barriere gab es ganz einfach noch nicht.

Werde auch DU Fan von Mystery Files!

Grenzwissenschaft und Mystery Files auf YouTube

Werde Fan von Grenzwissenschaft und Mystery Files auf Facebook+++ Blog-Newsletter HIER abonnieren +++

Selbstverständlich hatte diese Vernichtung auch Folgen für den Tempel der „Herren“. „Der Tempel versank bis auf seinen Dom im Tahoe-See“, heißt es dazu bei Riem. Auf diesem Dom, die Spitze des von Sklaven erbauten Bauwerkes, kauerten die letzten Überlebenden der „Herren“ zusammen. Ganz zum Missfallen des obersten Gottes, wie es weiter heißt:

„(…) indessen der große Geist war ergrimmt über sie, ergriff sie und warf sie wie Kieselsteine in die Schluchten einer großen Höhle, dort hört man sie noch heulen.“

Damit endet dieser Mythos in der Form, wie ihn Johannes Riem 1925 wiedergegeben hat. Durchaus könnte man ihn mit anderen Indianer-Legenden der Region verglichen, ergänzen und weiter ausbauen. Doch das würde an dieser Stelle zu weit führen. Auch wenn unter anderem Riem selber solche Berichte wiedergibt.

Uralte Spuren

Liegt also im Tahoe-See ein Beweis für diese Erzählung in Form eines versunkenen Bauwerkes? Immerhin soll es in den ganzen USA bzw. Nordamerika in diversen Seen versunkene Ruinen geben, über die auf diesem Blog und auf dem Mystery Files-YouTube-Kanal immer wieder berichtet wurde.

Besiedelt ist dieses Gebiet schon sehr lange. Nur etwas weiter östlich finden sich Felszeichnungen mit einem Alter von bis zu fast 15.000 Jahren. Nahe der Ortschaft Fallon wurde hier auch die älteste bekannte Mumie Amerikas entdeckt. Sie ist als „Spirit-Cave-Mann“ bekannt und wird auf bis zu 10.600 Jahre datiert, so eine am 7. Dezember 2018 in „Science“ (vol. 362, issue 6419) veröffentlichte Untersuchung. Es ist uraltes Land der amerikanischen Ureinwohner in Kalifornien und Nevada, in dem seit Jahrzehnten Archäologen forschen.

Und dieses Land war einst tatsächlich von einer „Flut“ überschwemmt.

Der „Pyramiden-See“

Vor rund 15.000 Jahren bedeckte ein gewaltiger Gletschersee das gesamte Gebiet bis Fallon, der heute Lake Lahontan genannt wird. Nichts als ein paar Seen und erstaunlichen Landschaften blieben von diesem Eiszeit-See übrig. Für heutige Touristen und Indianer-Fans ist das „Große Becken“, wie diese Gegend heißt, ein Highlight jeder USA-Reise. Einer dieser Seen liegt nur rund 80 Kilometer nördlich vom Tahoe-See und heißt heute Pyramiden-See.

Das lässt mit Blick auf die Washoe-Legende aufhorchen. Auch wenn diese klar sagt, dass der Tempel der „Herren“ im Tahoe-See versank. Der „Pyramid Lake“ wiederum hat seinen Namen nicht von archäologischen Spuren, die an seinen Ufern oder sogar auf seinem Grund entdeckt wurden. Namensgeber ist eine sehr auffallende pyramidenförmige Insel im See, die ca. 175 Meter vom Ostufer liegt. Über 100 Meter ragt diese „Pyramide“ aus dem See heraus und misst an der breiteste Stelle mehr als 200 Meter.

Eine mehr als auffällige Formation. Könnte diese Inspiration für den Mythos der Wahsoe von dem versunkenen Tempel gewesen sein, den sie im Tahoe-See lokalisieren?

USOs und ein Seeungeheuer

Der Lake Tahoe lässt sich nicht so einfach nach Beweisen für diesen Flut-Mythos durchsuchen. Er ist bis zu 500 Meter tief (der zweittiefste der USA), rund 500 Quadratkilometer groß und im Durchschnitt geht es dort 300 Meter hinab. Auch nimmt durch eingeschleppte Algen und andere Pflanzen die Sichtweite im See seit vielen Jahren kontinuierlich ab, wie erst im Sommer 2020 Forscher der nahen Universität von Nevada in Reno dokumentierten.

Wo soll man da – wenn man mit einem solchen Gedanken spielt – anfangen nach Belegen für eine indianische Legende suchen?

Ein Problem, dass nicht nur Mythen- und Mystery-Jäger betrifft, sondern auch Kryptozoologen. Denn wie in so vielen Seen der Welt, allen voran Loch Ness in Schottland, soll auch im Tahoe-See ein Monster leben. Dieses Seeungeheuer wird „Tessie“ genannt. Schon Legenden der Wahsoe und der benachbarten Paiute kennen dieses Biest in den Tiefen des Sees. Ähnlich wie Nessie im Loch Ness soll diese Kreatur aussehen und sich in Höhlen verbergen.

Um die Geheimnisse des Sees abzurunden, kursieren hier auch Geschichten über Unbekannten Unterwasserobjekte. Die bekannten USOs als maritimes Gegenstück zu den UFOs am Himmel. Im Januar 2004 wurde deshalb am „Squaw Valley Institute“ unter der Leitung von Dr. Charles Goldman von der „Tahoe Research Group“ eigens eine Konferenz dazu abgehalten. Angeblich hatten sich zu der der Zeit die ungewöhnlichen Sichtungen enorm gehäuft.

Der „Ong“ und der unheimliche Strudel

Die Wahsoe kennen in ihren Mythenschatz aber noch ein weiteres, seltsames Lebewesen, dass in ihrem See hausen soll. Sie nennen es „Ong“. Nach einer Aufzeichnung dieser Legende, die Nonette V. McGlashan am 3. November 1905 im „Sunset Magazine“ veröffentlichte, ist diese Kreatur „ein riesiger Vogel, größer als die Häuser der Weißen“. Er habe den Körper eines Adlers, Flügel länger als Kiefern und das Gesicht eines Indianers. Sein Körper sei „mit harten Schuppen bedeckt, und seine Füße waren mit Schwimmhäuten versehen“.

Sein Nest befindet sich nach dieser Legende „tief unten im Grund des Sees in der Mitte“. Dort stamme auch alles Wasser des Sees her. Alles Leben, dass dem Nest zu nahe kommt, wird hereingezogen und diene dem „Ong“ als Nahrung. Am Liebsten verspeist er dabei Menschen. Legenden berichten davon, wie mutige Krieger den Kampf mit dem Ungeheuer aufgenommen haben sollen:

Hoch am Himmel kreisend wie eine riesige, formlose Donnerwolke, schwarz wie die Nacht, die das Ungeheuer mal hier, mal dort auf der Suche nach Beute fegte.

So sahen die tapferen Indianer laut Sage dieses Fabelwesen aus dem See.

Das „Whirlpool-Loch“ im See

Auch all jene armen Menschen, die im See ertrinken, holt sich der „Ong“ zu sich in die großen, dunklen Tiefen. Wobei sich durchaus die Frage stellt, ob und woher die Wahsoe von der außergewöhnlich großen Tiefe des Sees von bis zu 500 Metern wussten. Maßen sie diesen mit Seilen, an denen Gewichte hingen, einfach aus Neugier aus?

Die Legende, dass ein unheimlicher Strudel Menschen, Tiere und Pflanzen in das Nest des „Ong“ zieht, bekam Mitte des 19. Jahrhunderts neue Nahrung. Ab 1858 brach im nahen Virgina City ein Silberrausch aus und der Bergbau boomte. Lester Williams aus San Francisco fiel dabei eines Tages beim Angeln auf dem mythischen See auf, dass sein Boot sich wie in einem Wirbel zu drehen begann. Ein hineingeworfenes Brett wurde tatsächlich von diesem Wirbel wie durch einen Abfluss in die Tiefe gezogen.

Zusammen mit Williams Speed wollte er diesem „Whirlpool-Loch“ im wahrsten Sinne auf dem Grund gehen. Sie entdeckten, dass der Wirbel mit den nahen „Comstock-Minen“ in Verbindung stand. Diese wurden immer wieder überschwemmt und waren damit eine Gefahr für die Bergleute. Würde es ihnen gelingen, diesen Wassereinbruch zu unterbinden, wären sie reiche Männer geworden. Was sie für einige Zeit auch wurden. Doch sie fanden bei weiteren Versuchen 1869 auf dem See den Tod.

Eine neue Heimat nach der Flut

Kehren wir nochmal zum Sintflut-Mythos der Washoe zurück. Denn die Legende erzählt uns auch, was mit ihnen geschah, als ihre „Herren“ starben und der Rest vom „großen Geist“ vernichtet wurde. Sie hatten damit ihr Dasein als Sklaven überwunden und konnten neu beginnen. Als das Erdbeben kam, flüchteten „die armen Sklaven nach dem Humboldt River“, vermerkt hierzu die Legende.

Dieser gerade mal 483 Kilometer lange Fluss entspringt nahe Wells, rund 500 Kilometer Luftlinie östlich vom Tahoe-See. Er fließt nach Westen in Richtung der „Großen Becken“ und mündest in der „Humboldt Senke“. Einem trockenen Seengebiet, dass einst zum verschwundenen Lahontan-See gehörte. Eine trostlose und öde Gegend heute. Vor 15.000 Jahren jedoch ein Siedlungsgebiet der amerikanischen Ureinwohner, die hier optimale Bedienungen vorfanden.

Die „Humboldt Senke“ liegt nur wenige Kilometer nordöstlich von Fallon mit den dortigen Spuren vorzeitlicher Siedlungen. Und damit keine 130 Kilometer vom Tahoe-See entfernt. Wenn nun aber der Mythos der Washoe sagt, dass ihre Vorfahren nach der Flut und Zerstörung an den Humboldt Fluss wanderten, kann das eine Urerinnerung aus er Eiszeit sein? So wie der gesamte Mythos ans sich? Vor über 10.000 Jahren hätten die Ahnen der Washoe dort ideale und fruchtbare Lebensbedienungen vorgefunden. Mit reichlich Wild, Wasser und Wäldern. Erst der Klimawandel am Ende der letzten Eiszeit zwang sie zur Abwanderung von dort. Ins Gebiet des Tahoe-See, wo sie in alten Legenden ihr Wissen aus der Vorzeit bewahrten.

Der Stoff, aus dem Legenden sind!

Viele Überlegungen, Deutungen und Ideen zu einem einzigen Mythos nur eines Stammes und zu nur einem einzigen See in den USA. Sicher. Würde das Szenario zutreffen, lebte dieses Volk einst in der Sklaverei, wurde von einer Flut heimgesucht, die ihre Peiniger vernichtete (die zuvor einen Tempelturm errichten ließen), und floh dann Richtung Osten. Dort, wo heute Ödnis vorherrscht. Wobei die Legende nicht explizit vom Humboldt Becken als neue Heimat spricht, sondern nur von dem entsprechenden Fluss.

Da der Fluss auch heute weiterhin gemächlich durch Nevada fließt, hätte es aber keinen Grund für die Washoe gegeben, dort wieder zum Tahoe-See zurückzukehren. Wo sie schließlich bei der Ankunft der Europäer bereits (wieder?) lebten. Außer vielleicht aufgrund von kriegerischen Auseinandersetzungen mit anderen Völkern. Auch die genannten Nachbarn der Paiute lagen immer wieder mit ihnen im Konflikt.

Dennoch sehe ich hier ein schönes Beispiel für die Faszination bei der Jagd nach dem Unfassbaren. Uralte Mythen, die in Teilen an biblische Erzählungen und weltweite Legenden erinnern, gepaart mit phantastischen Details. Etwa dem plötzlichen Entstehen der Berge. Hinzu kommen Informationen, die man durchaus in wahre Welt und die Realität der Umgebung übertragen kann. Ob es so oder so ähnlich stimmt, ist natürlich unklar.

Und zu guter Letzt ist dieser „Stoff“ im weiteren Sinn noch mit USOs, einem Seemonster und einem mythologischen Vogelwesen innerhalb dieses mysteriösen Sees gewürzt. Genau der Stoff, aus dem Legenden sind.

Video-Auswahl zum Thema

Video vom 3. April 2020 auf Mystery Files

Bitte auf das „Play-Symbol“ klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

Lasst gerne ein Abo & Daumen hoch da …

Video vom 15. Mai 2018 auf Mystery Files

Bitte auf das „Play-Symbol“ klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

Lasst gerne ein Abo & Daumen hoch da …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

Interessantes zum Thema bei amazon.de:

Werde auch DU Fan von Mystery Files!

Grenzwissenschaft und Mystery Files auf YouTube

Werde Fan von Grenzwissenschaft und Mystery Files auf Facebook+++ Blog-Newsletter HIER abonnieren +++

Tagged , , , , , , , , , , <

VIDEO: 23.000 Jahre alte Fußspuren entdeckt: Sensationelle Funde in Amerika schreiben die Geschichte der Menschheit um

Teilen:
VIDEO: Spektakuläre Funde in Amerika schreiben die Geschichte neu! (Bild: M. Bennett/Science)
VIDEO: Spektakuläre Funde in Amerika schreiben die Geschichte neu! (Bild: M. Bennett/Science)

Ein großes Rätsel der Archäologie und Erforschung der Menschheit ist die Frage, wann erstmals Menschen Amerika betraten. Und woher kamen sie? Doch jetzt hat ein Forscherteam eine Untersuchung veröffentlicht, die belegt, das schon vor 23.000 Jahren Menschen in Nordamerika siedelten. Diese Siedler hinterließen in New Mexiko ihre eindeutigen Fußspuren, so die Forscher. Woher und vor allem wie sie während des Maximums der letzten Eiszeit nach Amerika kamen, wissen die Archäologen allerdings nicht.


Wann kam der erste Mensch nach Amerika (und woher)?

Wann und wie kam der erste Mensch nach Amerika? Das ist eines der großen Rätsel der Archäologie. Jetzt haben Forscher eindeutige Beweise gefunden, dass schon vor 23.000 Jahren Menschen in Nordamerika lebten. Woher sie kamen, wissen sie nicht.

Denn zu jener Zeit war das Maximum der letzten Eiszeit. Die kälteste Periode in Nordamerika, so dass diese Menschen nicht zu Fuß über einen „eisfreien Korridor“ von Norden einwandern konnten. So das Ergebnis einer aktuellen Untersuchung, die jüngst in dem angesehenen Magazin „Science“ erschien.

Darin haben Wissenschaftler um Matthew Bennett ihre Untersuchungen von Fußspuren veröffentlicht, die sie zweifelsfrei Menschen zuordnen. Gefunden wurden diese Abdrücke im Lake Otero im White Sands National Park in New Mexiko in den USA. Dort konnten die Forscher über 60 solcher Abdrücke ausgraben und auf bis zu 23.000 Jahren datieren.

Demnach müssen hier Menschen über einen langen Zeitraum hinweg gelebt haben. Wahrscheinlich kamen diese frühzeitlichen Amerikaner sogar schon lange vor dem Maximum der vergangenen Eiszeit nach Amerika. Vielleicht sogar in Booten aus dem Westen über den Pazifik bzw. immer der Küste entlang. Vermutlich in mehren Wellen von Siedlern und Einwanderern.

Solche Szenarien galten früher als undenkbar. Die Geschichte der Besiedlung der „neuen“ Welt muss damit neu geschrieben werden. Mehr dazu in diesem Video vom 24. September 2021.

Bleibt neugierig …

Video vom 24. September 2021 auf Mystery Files

Bitte auf das „Play-Symbol“ klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

Lasst gerne ein Abo & Daumen hoch da …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

Interessantes zum Thema bei amazon.de:

Werde auch DU Fan von Mystery Files!

Grenzwissenschaft und Mystery Files auf YouTube

Werde Fan von Grenzwissenschaft und Mystery Files auf Facebook+++ Blog-Newsletter HIER abonnieren +++

Tagged , , , , , , <

Erdbeben in Mexiko: Zahlreiche Zeugen sahen und filmten während des Bebens rätselhafte Leuchterscheinungen am Himmel

Teilen:
Rätselhaftes Himmelsleuchten während des Erdbeben in Mexiko (Bild: Twitter-Screenshot)
Rätselhaftes Himmelsleuchten während des Erdbeben in Mexiko (Bild: Twitter-Screenshot)

Am 7. September erschütterte ein starkes Erdbeben Mexiko, dessen Zentrum nahe dem Ort Acapulco am Pazifik lag. Auswirkungen waren auch hunderte Kilometer weiter in Mexiko-City zu spüren. Doch während in den üblichen Medien das ebenso übliche über die Katastrophe berichtet wurde, berichteten Augenzeugen noch mehr. Zahlreiche Menschen sahen und filmten unheimliche Lichter und Leuchterscheinungen während des Bebens am Himmel. Ein Phänomen, das seit Jahrtausenden bekannt aber bisher ungeklärt ist.


Seltsame Lichter beim Erdbeben über Mexiko

Am vergangenen Dienstag (7. September) erschütterte ein schweres Erdbeben der Stärke 7 bis 7,1 Mexiko. Das Zentrum lag nahe dem Badeort Acapulco im südlichen Bundesstaat Guerrero am Pazifik. Auch im über 300 Kilometer entfernten Mexiko-City war das Beben zu spüren. Binnen einer Stunde kam es zu über 70 Nachbeben, die eine Stärke von bis zu 5,2 aufweisen. Millionen Menschen waren ohne Strom.

So schrecklich solche Katastrophen auch sind, so normal sind sie vor allem in Mexiko und im Westen von Mittelamerika. Als Teil des „Pazifischen Feuerrings“, der sich rund um die Pazifischen Ozean erschreckt und in dem Erbeben häufig sind, besteht auch Mexiko immer eine erhörte Gefahr von Erdbeben.

Während in den Medien in der üblichen Berichterstattung über das mexikanische Beben die ebenso üblichen Informationen zu sehen waren, sahen die Betroffenen vor Ort noch mehr. Unerklärliche (meist blaue) Lichter am Himmel. Ein Phänomen, dass seit Jahrhunderten im Zusammenhang beobachtet wird und in diesem Fall von zahlreichen Zeugen auch gefilmt wurde. Auch in Mexiko-City waren diese Erscheinungen am Himmel zu sehen, die entweder vom Boden „herauf“ oder sogar auf dem ihm „heraus“ kamen, oder aber in den Wolken erst zu sehen waren.

Diese Erdbebenlichter waren bei diesem Erdbeben besonders gut sehen, da das Beben in der Dunkelheit stattfand. Und im Informationszeitalter mit unseren zahllosen Kameras wurden diese diesmal auch besonders häufig gefilmt. Ein unheimlich erleuchteter Nachthimmel, der fraglos viele Menschen zusätzlich verängstigte. Selbst von der „Apokalypse“ wurde in Sozialen Netzwerken deshalb gesprochen.

Unter Videos dieser Leuchterscheinungen, die auf Plattformen wie Facebook, YouTube und vor allem Twitter hochgeladen wurden, finden sich zahllose Kommentaren zu diesen. Selbst von einer Alien-Invasion wurde verschiedentlich dort fabuliert. Wohl nicht ganz im ernst, wie zu hoffen ist. Oder auch von geheimen Projekten dunkler Mächte. Viele vermuteten einfach Kurzschlüsse in Trafostationen, die für diese Lichter verantwortlich sein sollen.

Seit Jahrtausenden dokumentiert

Die in den vergangenen Tagen online gestellten Videos und Fotos der Erscheinungen bekamen im spanischen Sprachraum schnell den Hashtag „Apocalipsis“ – also dem Weltuntergang. Der natürlich nicht eintrat.

Da solche Leuchterscheinungen während eines Erdbebens, aber auch davor und danach, seit hunderten wenn nicht tausenden von Jahren bekannt sind, scheinen sie offensichtlich ein Naturphänomen zu sein. Was die Ursache dieser unheimlichen Lichter ist, ist bisher unbekannt. Theorien reichen von aus dem Erdinneren austretenden radioaktiven Isotopen bis zu elektrischen Entladungen des Gestein. Auch über Störungen des Magnetfeldes der Erde, die dabei kurzzeitig eine Aurora in Erdnähe auslösen, wurde schon diskutiert.

Erdbebenlichter sind keine Vorboten des Weltuntergang, sondern werden auch von der Wissenschaft ernst genommen. Troy Shinbrot, Physiker der Rutgers University im US-Bundesstaat New Jersey, erklärt aufgrund der Videos dem US-Sender NPR am 8. September, dass solche Lichter seit Jahrtausenden bekannt sind. So hätte auch die Apokalypse längst stattfinden müssen, wie er betont.

Schon Aristoteles beschrieb um 350 vor Christus dieses Phänomen. Ebenso der römische Autor Sencea im 1. Jahrhundert nach Christus. Besonders auffällig bei den seit der Antike dokumentierten Erdbebenlichtern ist die Tatsache, dass diese auch hunderte Kilometer vom Epizentrum auftreten können. Wie aktuell in Mexiko-City. Dabei sind den Bewohnern von Mexiko diese Lichter nicht fremd. Bei dem Beben am 8. September 2017 mit einer Stärke von 8,2 im Süden von Mexiko wurden ebenfalls Erdbebenlichter gesehen.

Auch wenn das Phänomen seit tausenden von Jahren dokumentiert und bekannt ist, steht eine verbindliche Erklärung noch aus. Und dass solche Erscheinungen im Zusammenhang mit einem Erdbeben bei den Betroffenen noch mehr Ängste auslösen können, dürfte jeder nachvollziehen können.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

Interessantes zum Thema bei amazon.de:

Werde auch DU Fan von Mystery Files!

Grenzwissenschaft und Mystery Files auf YouTube

Werde Fan von Grenzwissenschaft und Mystery Files auf Facebook+++ Blog-Newsletter HIER abonnieren +++

Tagged , , , , <

Nazca und die „Sternenmenschen“: Von UFOs von der Venus, Marsmenschen und Flughäfen für Außerirdische: frühe Spekulationen über die Nazca-Linien (+ Videos)

Teilen:
Nazca die UFOs und die Marsmenschen: frühe Spekulationen über die Nazca-Linien (Bilder: E. v. Däniken & gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Nazca die UFOs und die Marsmenschen: frühe Spekulationen über die Nazca-Linien (Bilder: E. v. Däniken & gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Heute kennen viele, die sich nicht speziell für Mystery und Rätsel der Archäologie interessieren, die Hochebene von Nazca in Peru. Jene Gegend, in der sich die längst legendären Nazca-Linien befinden. Scharrbilder – Geoglyphen -, die aus Pisten, Linien, Tierdarstellungen und geometrischen Formen bestehen und vor allem aus der Luft in ihrer Gesamtheit zu sehen sind. Anlass für viele Spekulationen. Vor allem seit Erich von Däniken diese ab 1968 bekannt machte. Seit dem spricht man gerne aus Unwissenheit von einem „UFO-Flughafen“. Doch dabei gab es zu Nazca schon Jahre vor von Däniken und auch zeitgleich mit ihm die bizarrsten Ideen und Aussagen über Nazca und Wesen aus dem All, die heute keiner mehr kennt. Welche das beispielsweise sind, stelle ich Euch in Anlehnung an mein Buch „Nazca und der ‚Flughafen der Außerirdischen‘“ in diesem Blog-Artikel einmal vor. Als die Spitze des Eisberges, wenn man hinter die Kulissen schaut.


Nazca

Ein „Kernthema“ der Idee, dass die Götter Astronauten aus dem All waren, ist zweifellos die Hochebene von Nazca in Peru. Die dort zu finden Linien, Figuren und Pisten gelten seit Jahrzehnten als eines der ungelösten Rätsel der Menschheit. Heute sind sie längst fest im Blick der archäologischen Forschung, die als etablierte Wissenschaft nichts mit all den Spekulationen um die Nazca-Linien zu tun haben will.

Denn solche Spekulationen sind rund um die mythische Ebene seit über einem halben Jahrhundert fast schon an der Tagesordnung. Längst hat sich hier ein Sammelsurium von Aussagen, Behauptungen, Spekulationen und Ideen in den vergangenen Jahrzehnten entwickelt, den fast niemand mehr überschaut. Zumal selbst Archäologen, Autoren, Skeptiker und Kritiker aller Art und Unart sich beim Thema Nazca nicht immer mit Ruhm bekleckerten! Auch wenn sie selbst nichts mit der Idee von Astronautengöttern anfangen können.

Wie ich in meinem jüngst erschienenen Buch „Nazca und der ‚Flughafen der Außerirdischen‘: Auf der Suche nach dem Mythos vom ‚UFO-Flugplatz in Peru‘“ aufgezeigt und belegt habe, sind selbst unter „etablierten“ Archäologen, Skeptikern und Autoren Falschaussagen, Unterstellungen und glatte Lügen in diesem Zusammenhang keine Seltenheit (s. a. HIER). Von mangelnder Recherchen ganz zu schweigen. Und so lässt sich eine ganze „Evolution“ mit zahllosen phantastischen und auch bizarren Facetten rund um die Nazca-Linien nachzeichnen.

„Nazca und der ‚Flughafen der Außerirdischen‘“

Denn das Thema Nazca und Außerirdische der Antike oder sogar UFOs ist weit tiefer und vielschichtiger. Es nur auf den Prä-Astronautik-Pionier Erich von Däniken und seine Bücher zu reduzieren, ist nur die Spitze des Eisberges, wie in „Nazca und der ‚Flughafen der Außerirdischen‘“ umfassend dargelegt. Erstaunliche vor, während und nach von Dänikens ersten Buch 1968 offenbarten sich hier. Von beiden Seiten, von der „seriösen“ und von der „spekulativen“ Anschauung aus! Was nicht nur die heute noch bekannten Vordenker der Prä-Astronautik betrifft.

Bevor Erich von Dänikens erstes Buch „Erinnerungen an die Zukunft“ 1968 erschien und damit die Prä-Astronautik inklusive Nazca zu einem weltweiten Thema wurden, waren bekanntlich schon andere Autoren von solchen Scharrbildern fasziniert. Etwa der heute schon legendäre aber oft vergessene Autor Robert Charroux in seinem Buch „Phantastische Vergangenheit“. Es erschien bereits 1963 in Frankreich und kam 1966 in Deutschland auf dem Markt.

Spannender wird es allerdings bei den französischen Autoren Louis Pauwels und Jacques Bergier, einem Journalisten sowie einem Chemiker und Nuklearwissenschaftler, die man ruhigen Gewissens als vergessene Wegbereiter der Prä-Astronautik bezeichnen kann. Zumindest kennen sie wohl nur noch die „alten Hasen“ der Prä-Astronautik bzw. „Ancient Aliens“-Thematik.

Bevor Erich von Däniken ab 1968 ungeahnte Welterfolge feiern konnte, schrieben auch sie bereits in verschiedene Büchern über die Mysterien der Welt und Raumfahrer der Antike. So in ihrem Erfolgstitel „Aufbruch ins dritte Jahrtausend“, das schon 1960 in Frankreich und 1962 in Deutschland erschienen war. Auch von Däniken listet dieses Werk in seinem Erstling im Quellenverzeichnis auf.

„Markierungen eines Flugplatzes“

In diesem Vorreiter der phantastischen Literatur schrieben Pauwels und Bergier bereits vor über 60 Jahren zu der Hochebene von Nazca zum Beispiel Folgendes:

Was bedeuten jetzt die Figuren von Nazca? (…) Eigentlich müsste man annehmen, die Konstrukteure hätten nach Weisungen gearbeitet, die ihnen von einem in der Luft schwebenden Fahrzeug erteilt wurden. (…) Die Photographien der Ebene von Nazca, die wir heute besitzen, lassen uns zwangsläufig an die Markierungen eines Flugplatzes denken. Söhne der Sonne, vom Himmel gekommen.“

Eine Aussage, die eindeutig nach der erst Jahre später durch von Däniken „geborenen“ Prä-Astronautik klingt. Mehr noch, denn Pauwels und Bergier warfen damals schon der Archäologie mehr oder weniger Engstirnigkeit vor, da diese den Nazca-Linien nur eine religiöse Bedeutung zusprächen. „Das behauptet man immer, um nur überhaupt etwas zu sagen“, so die Autoren damals. Eine klare Anspielung auf den Umstand, dass in der archäologischen Forschung viele sonderbare Funde zu einem „Kult“ gehören, „Kultobjekte“ sind oder eine Stätte schlicht ein „Kultort“ der Vorzeit war.

Lars A. Fischinger: "Nazca und der Flughafen der Außerirdischen"
Zum Thema: Lars A. Fischinger: „Nazca und der Flughafen der Außerirdischen“

Nach Meinung Pauwels und Bergier sollte man bei Nazca durchaus peruanische „Legenden heranziehen“, die von Göttern aus dem Himmel berichten. Denn es gebe „die prä-inkaische Mythologie, nach der die Sterne bewohnt und die Götter aus dem Sternbild der Plejaden herabgestiegen sind“, schreiben die Autoren weiter. Selbst die etablierte Archäologie würde diese Legenden erwähnen, nehme sie aber schlicht nicht ernst. Also wörtlich, wie es die beiden Autoren machten.

Nazca als außerirdische Basis

Der italienische Bestsellerautor und Prä-Astronautik-Pionier Dr. Peter Kolosimo wird da in seinem Buch „Terra senza tempo“ das schon 1964 in Italien erschien (deutscher Titel: „Woher wir kommen“, 1972), konkreter und nennt Namen. Er schreibt zu Nazca und den angeblichen Mythen von Göttern, die von den Plejaden kamen, unter anderem:

Ist es nicht seltsam, dass sie eigens für die Vogelperspektive angelegt scheinen, so dass sie erst durch die Luftaufklärung entdeckt werden konnten? Prof. John A. Mason von der Universität von Pennsylvania streift wohl die Vermutung, sie seien auf die Anweisungen von Wesen gezeichnet worden, die sich auf Flugmaschinen in der Luft befanden, aber als Anhänger der ‚offiziellen‘ Wissenschaft weist er diesen Gedanken zurück – um dann, wenn er von der Mythologie der Vorinkazeit spricht, über uralte Glauben berichten zu müssen, nach denen die Sterne ohne jeden Zweifel bewohnbar sind und die davon sprechen, dass aus der ‚Konstellation der Plejaden Gottheiten auf die Erde heruntergekommen sind.‘

Wie es heißt, existieren in Peru und teilweise in Chile noch viele solcher Anlagen, aber die Indios, die sie zwar kennen, können deren Bedeutung nicht erklären. Sie erzählen uns dafür etwas ganz Phantastisches, das die ‚Freunde der Uranosbewohner‘ in Ekstase versetzte und sie zu der Interpretation bewog, die mysteriösen Zeichen seien Symbole für die Piloten außerirdischer Flugkörper gewesen, die an diesen Punkten ihre Stützpunkte gegründet hätten.

Dann hat es also in der Vergangenheit richtige ‚Sternenhäfen‘ in den Anden gegeben? Wir wollen uns nicht zu kühnen Vermutungen versteigen (…).“

Der hier von Kolosimo erwähnte Prof. Dr. John A. Mason war bis zum seinem Tod 1967 ein hoch angesehener Archäologe, der sich auf Südamerika spezialisierte. Mit „The Ancient Civilizations of Peru“ legte er dazu 1957 das Standartwerk seiner Zeit vor, in dem er sich auch zahlreiche Gedanken über die Bodenzeichnungen von Nazca macht.

Aliens von den Plejaden im alten Peru?

Darin „streift“ er in der Tat auch die Idee, dass Nazca sei durch „Anweisungen von Wesen gezeichnet worden, die sich auf Flugmaschinen in der Luft befanden“, wie Kolosimo es ausdrückte. Nur von einem Flugzeug oder Ballon, so Mason, seien die Geogyphen zu sehen, was „einige faszinierende Vorschläge und Möglichkeiten“ zulassen würde:

Zweifellos wurden sie von himmlischen Gottheiten gesehen. (…) Wie wurden sie so perfekt gemacht, ohne in der richtigen Perspektive gesehen zu werden? Die Macher müssen viel über Proportionen wissen. Könnten sie von einem kleinen Modell an einem Gitter gearbeitet haben?

„Als Anhänger der ‚offiziellen‘ Wissenschaft“ enthält Mosons Hauptwerk aber keine Aussagen über leibhaftig vom Himmel gekommenen Götter. Auch wenn er beispielsweise auf Götter des Mondes, Venus und Plejaden verweist.

Wahrscheinlich inspirierte auch von Däniken diese Aussage über Götter der Plejaden. Im Jahre 1967, als noch niemand seinen kannte und sein Weltbesteller „Erinnerungen an die Zukunft“ tatsächlich noch Zukunft war, hielt er einen Prä-Astronautik-Vortrag in Mainz. Es war beim „7. Internationalen Weltkongress der UFO-Forscher“ vom 3. bis 6. November 1967, der ein großes mediales Echo nach sich zog. Hier sprach Mystery-Jäger von Däniken erstmals auf der große Bühne über das Vortragsthema „Erhielten unsere Vorfahren Besuch aus dem Weltall?“, bei dem folgender Satz fiel:

In der Mythologie der prä-inkaischen Völker wird versichert, dass die Götter aus dem Sternbild der Plejaden gekommen seien.

Fliegende Untertassen vom Mars

Es war, nebenbei bemerkt, eine in der damaligen UFO-Zeit viel beachte Konferenz. Anlass genug für einen Däniken-Kritiker aus der früheren DDR in einem späteren Buch die unglaublichsten Lügen rund um Däniken und Nazca seinen Lesern dazu aufzutischen …

„Wir sträuben uns nicht gegen die Annahme von Besuchern aus anderen Welten“, unterstreichen schon Pauwels und Bergier weiter. Erst acht Jahre später kannte durch von Dänikens Weltbestseller den „Flugplatz der Götter“, auf den Pauwels und Bergier hingewiesen hatten, die ganze Welt. Luftbilder der Geoglyphen „lassen uns zwangsläufig an die Markierungen eines Flugplatzes denken“, betonen sie in ihrem Buch. Damit inspirierten sie vielleicht Erich von Däniken zu diesem Satz in seinem ersten Werk:

Uns vermittelt die 60 Kilometer lange Ebene von Nazca – aus der Luft betrachtet – eindeutig die Idee eines Flugplatzes!

Nicht aber unbedingt, da auch Pauwels und Bergier 1960 nicht die ersten waren, die diesen Vergleich zogen. Schon fünf Jahre vorher erschien in dem legendären „Fate Magazine“ (Oktober 1955) ein entsprechender Artikel von James W. Moseley, der Nazca darin eindeutig mit UFOs bzw. „Fliegenden Untertassen“ (etwa vom Mars) in Verbindung brachte. „Fliegende Untertassen“ waren damals in aller Munde und das „Fate Magazine“ als Publikation rund um Phänomene und UFOs hatte einen gewichtigen Anteil daran.

Dieses Magazin brachte in seiner allerersten Ausgabe (1/1948) den Bericht des Privatpiloten Kenneth Arnold als Titelstory, in der er von seiner UFO-Sichtung am 24. Juni 1947 berichtete (s. Artikel HIER) Welche Wirkung diese Sichtung für die gesamte UFO-Thematik bis heute hat, ist sicher jedem klar. Somit hatte der Artikel von Moseley über Nazca und die „fliegenden Scheiben“ in dem Magazin ein gutes Umfeld und geeignetes Sprachrohr gefunden.

Eine Karte für Untertassen-Piloten

James W. Moseley stellte in seinem Artikel „Peruanische Wüstenkarte für Untertassen?“ („Peruvian Desert Map for Saucers?“) die Ebene von Nazca mit ihren Geoglyphen vor und rätselte über deren Sinn und Zweck. Auch die Forschungen des 1959 verstorbene Nazca-Pioniers Dr. Paul Kosok wurden von ihm diskutiert, die später die schon legendäre Nazca-Forscherin Maria Reiche übernahm. Bis heute sind sowohl Kosok wie auch Reiche feste Namen in der Nazca-Forschung.

Reiche wiederum war einst die Assistentin von Kosok und teilte seine These von 1941, dass Nazca eine Art riesiger (Kult-)Kalender der Indios war. Angeblich seien die Figuren Abbildungen von Sternkonstellationen und gewisse Pisten und Linien verweisen auf astronomische Ereignisse, so Reiche und Kosok. Selbst ein „Stonehenge“ aus Holz beim fast 2.000 Jahre alten Nazca-Kultzentrum Cahuáchi unweit der Ebene gehöre dazu. Damit wäre die Nazca-Wüste in Südamerika „das größte Astronomiebuch der Welt“, so Kosok und Reiche.

Nachdem Gerald Hawkins, Astronom am Smithsonian Astrophysical Observatory, 1969 in „Ancient Lines in the Peruvian Desert“ („Astrophysical Observatory, Special Report“, Nr. 906-4, 1969) belegen konnte, dass astronomische Bezüge in Nazca statistisch eher Zufälle oder Ausnahmen sind, wurde es allerdings mehr und mehr still um diese These. [ Auch wenn sie in keinem Buch über Nazca und südamerikanische Kulturen, wie die Inka, fehlt.

Neuere Untersuchungen, unter anderem von Forschern aus Dresden, der Heimatstadt von Maria Reiche, zeigten vor einigen Jahren, dass die „Kalender-Theorie“ vielleicht doch stimmt. Ihre GPS-Messungen und Berechnungen ergaben, dass es anscheinend mehr astronomische Ausrichtungen der Nazca-Bilder gibt, als es Hawkins rund 40 Jahre zuvor heraus fand. Wobei es Hawkins nicht bei einer Untersuchung vor Ort in Nazca beließ. Schon 1973 überprüfte er die Kalender-These erneut und kam zu dem Schluss, dass immerhin bei rund 20 Prozent der Linien eine astronomische Ausrichtung gegeben sei, wie er es in seinem Buch „Beyond Stonehenge” aus dem selben Jahr schilderte.

„Markierungen als Signal für interplanetare Besucher“

Hinzu kommen neu entdeckte Scharrbilder, die nicht nur älter als jene von Nazca sind, sondern eindeutig als „Sonnenwenden-Kalender“ identifiziert wurden. Sie werden dem Volk der Paracas zugeschrieben und sollen etwa um 400 vor Christus im Chincha-Tal an der Pazifikküste angelegt worden sein. So zumindest die Untersuchung „A 2,300-year-old architectural and astronomical complex in the Chincha Valley, Peru“ um Charles Stanish in „Proceedings of the National Academy of Sciences“ (Vol. 111, No. 20, 20. Mai 2014).

Eine Verbindung mit dem Firmament in Nazca – wenn auch nur astronomisch? Dieses Postulat teilte Moseley nicht, obwohl er seinen Blick ebenfalls in Richtung Himmel wandte. Zwei Jahre bevor mit „Sputnik“ 1957 der Mensch erstmals einen Satelliten ins All schoss, schrieb Moseley in seinem Artikel zu Nazca:

Werde auch DU Fan von Mystery Files!

Grenzwissenschaft und Mystery Files auf YouTube

Werde Fan von Grenzwissenschaft und Mystery Files auf Facebook+++ Blog-Newsletter HIER abonnieren +++

Von noch größerem Interesse ist heutzutage eine Überlegung, die vor allem im Hinblick auf anhaltende Berichte über Fliegende Untertassen von Archäologen völlig übersehen worden zu sein scheint.

Wie bereits erwähnt, sind die Linien und Figuren aufgrund ihrer enormen Größe nur aus der Luft deutlich sichtbar und aussagekräftig.

Es ist schwer vorstellbar, warum eine Zivilisation ein so großes, kompliziertes Muster aufbauen würde, wenn sie wüsste, dass weder sie noch sonst jemand jemals in der Lage sein würde, die vollendete Schönheit ihrer Arbeit zu bewundern.

Und wenn der Zweck dieser Markierungen rein astronomisch und religiös gewesen wäre, wäre ein viel kleinerer Konstruktionsmaßstab dann nicht ausreichend gewesen?

Oder wahrscheinlicher, selbst erdgebunden, konstruierten sie ihre riesigen Markierungen als Signal für interplanetare Besucher oder für eine fortgeschrittene Erdenrasse, die sie gelegentlich besuchte.

So fantastisch diese Vorschläge auch erscheinen mögen, solche Theorien können nicht ohne Weiteres verworfen werden. Es sei denn, es wird eine andere Erklärung zu der Größe der Wüstenmuster gegeben.

Bisher wurde keine bessere Erklärung angeboten.“

Obwohl der UFO-Anhänger Moseley an keiner Stelle „Flughafen“ oder ähnliches schreibt, ist seine Vermutung klar und eindeutig formuliert. Nazca ist Ausdruck eines menschlichen Kultes, mit dem – wie auch immer – außerirdische „Götter“ verehrt oder geehrt wurden. Als „Signal“ oder Graffiti an diese Wesen. Vielleicht aber auch an eine bisher unbekannte Rasse der Erde, womit er wohl eine Art versunkene Zivilisation wie Atlantis meinte.

Bojen für Raumfahrer in Nazca

Zwar schrieb James W. Moseley von „interplanetaren Besuchern“, also Aliens vom Mars oder von der Venus, aber das war in jenen Tagen in der UFO-Thematik vollkommen normal. Mars und Venus (und auch andere Planeten wie Uranus) waren wie selbstverständlich für viele UFO-Autoren von Außerirdischen bewohnt. Nicht wenige veröffentlichten dazu Bücher, in denen sie ihre Begegnungen und Reisen in deren UFOs schildern. Sie nannten sich „Kontaktler“ und spannen in ihren Veröffentlichungen die unglaublichsten Geschichten, die sie mit diesen Aliens erlebt haben wollten.

In dem Buch „UFO-Sekten“ (1999) haben mein Kollege Roland M. Horn und ich uns sehr umfangreich mit diesen frühen „UFOlogen“ beschäftigt, deren Nachwirkungen bis heute reichen, direkt und indirekt.

Indirekt gehörte auch der Franzose Robert Charroux dazu, der in seinen zahlreichen Büchern immer wieder von Außerirdischen auf der Venus sprach. Diese seien die Götter unserer Ahnen gewesen, wie er meinte. So spekulierte er in „Vergessene Welten“ (1971, also nach von Däniken) nach seinem Besuch 1969 in Nazca:

Wenn man Nazca überfliegt, sind es die riesigen ‚Landebahnen‘, die am stärksten ins Auge springen und die Phantasie anregen. Warum ‚Landebahnen‘? Ich kann es nicht sagen, aber dieser Verwendungszweck fällt einem unmittelbar ein, wenn man die großen Rechtecke oder Trapeze sieht (…)“

So sehr man auch nach einer Erklärung sucht, führt Charroux weiter aus, „man kommt immer wieder auf den ersten unwiderstehlichen Eindruck zurück: Landebahnen“. Sie scheinen von jemandem angefertigt worden zu sein, „der einer wissenschaftlich hoch gebildeten, außerirdischen Zivilisation angehört“   habe, ist sich Charroux sicher. Möglicherweise handele es sich auch um:

 „(…) eine Botschaft, von Erdbewohnern an außerirdische Leser gerichtet, oder um Bojen, ein Signalsystem, das Raumfahrer hinterlassen haben? (…)“

Sie kamen von der Venus

Diese hypothetischen außerirdischen Astronauten nennt Charroux dabei „die großen Instruktoren“, die vor 5.000 Jahren vom Himmel zu den Vorfahren der Inkas gekommen seien. Die Götter Perus, die, wie er meint, „nach übereinstimmenden Berichten der Überlieferungen vom Planeten Venus“ kamen. So könnte auf unserem Nachbarplaneten „der Schlüssel zu den Geheimnissen von Nazca“ liegen, und nicht bei den Ureinwohnern Perus. Sie wären damals, mit Verlaub, dafür einfach zu „blöde“ gewesen. Charroux:

Es fällt schwer zu glauben, dass die weit verstreute, arme und wenig entwickelte Bevölkerung im südlichen Peru das Schriftbild oder die astronomischen Tafeln von Nazca entworfen haben soll. Das Konzept, die Anlage der Linien scheinen nicht einer irdischen Phantasie entsprungen zu sein.

Vielleicht haben die Erdbewohner für die technische Durchführung der Arbeit gesorgt, aber die Konzeption scheint mit von einer höheren, erdenfremden Intelligenz zu stammen.“

Charroux war überzeugt, dass sich „gewisse Fakten herauskristallisieren“, wenn man die Ebene erkundet: „Flugfelder, ‚Kosmodrome‘, Laserspuren – Botschaft einer Kultur auf einem anderen Stern“, so seine Überzeugung.   Eine Auffassung, die er vor allem in seinem Buch „Das Rätsel der Anden“ vier Jahre später überaus detailreich zu untermauern versuchte. In mehreren Kapiteln geht es darin um die Nazca-Zeichnungen, die er unzweideutig als „prähistorischen Landeplatz“ darstellte.

„Einige könnte man für Flugplätze halten“

Zusammen mit ihrem Mentor, dem Pionier der Nazca-Forschung Dr. Paul Kosok, veröffentlichte Nazca-Legende Reiche bereits 1947 „The mysterious markings of Nazca“ („Natural History“, Nr. 5/1947). Kurz darauf folgte die erste Ausgabe ihres kleinen Buches „Mystery of the desert“ (1949, erweiterte Ausgabe 1968) im Selbstverlag in Lima, Peru. In diesem dreisprachig erschienen Buch beschreibt sie, was diejenigen sehen, die über die Ebene fliegen:

Dann wird er von oben auf flachem Wüstengelände auf Hochterrassen und an Berghängen riesige Drei- und Vierecke entdecken, deren wie mit einem Lineal gezogenen Umrisse helle Flächen umgrenzen, die sich gegen den dunklen Untergrund scharf abheben. Einige könnte man für Flugplätze halten. Von geringer Höhe, vom Kleinflugzeug oder vom Hubschrauber aus, bietet sich uns ein überraschender Anblick.“

Damit hat die über jeden Zweifel von allen Nazca-Archäologen hoch verehrte Maria Reiche die „Mär“ von einem Flugplatz selbst in die Welt gesetzt. Nicht, weil sie annahm, dass dort wirklich „irgendjemand“ vor Jahrtausenden vom Himmel kam, sondern um ihre Eindrücke in Worte zu fassen Wie so viele nach ihr, inklusive der Autoren des Phantastischen.

Schaut man in das Quellenverzeichnis von Erich von Dänikens „Erinnerungen an die Zukunft“, in dem er 1968 den „verheerenden“ Satz schrieb, dass Nazca aus der Luft „die Idee eines Flugplatzes“ vermittle, findet sich in der Literaturangabe genau dieses Buch: „Mystery of the desert“ von Maria Reiche. Grundsätzlich ist also ihre richtige Aussage von Erich von Däniken nur übernommen worden …

Nazca und Marskanäle

Nimmt man es noch genauer, dann ist dieser Vergleich sogar noch älter. In ihrem Artikel „The mysterious markings of Nazca“, erschienen im Mai 1947 in dem Magazin „Natural History“, heißt es von Paul Kosok und Maria Reiche über die Linien von Nazca wörtlich:

Als sie zum ersten Mal aus der Luft betrachtet wurden, wurden sie als prähistorische Landeplätze bezeichnet und scherzhaft mit den sogenannten Kanälen auf dem Mars verglichen.“

Wohlgemerkt, diese Aussagen und Vergleiche sind in den Jahren 1947 und 1949 von jenen Pionieren der Nazca-Forschung gefallen, auf die sich bis heute Archäologen berufen.

In seinem Buch „Auf den Spuren der ältesten Reiche Perus“ (1990) hat Prof. Miloslav Stingl diese „Marskanäle“ von Nazca in den Tagen von Kosok thematisiert. Unter anderem schreibt er zusammenfassend:

Auch Kosok hat in Peru sehr viel erblickt und entdeckt. (…) Dort in dem Gebiet, das man Pampe de Nazca nennt, in der weiteren Umgebung der gleichnamigen südperuanischen Stadt wollten schon früher mehrere Reisende vom Flugzeug aus irgendwelche breiten Linien und Streifen erblickt haben, die angeblich ‚genauso wie jene Kanäle auf dem Mars aussahen‘.

(…) Er flog daher mit seiner kleinen Maschine in dieses Gebiet, um sich die ‚hydrologischen Systeme der Marsmenschen‘ in der Pampe de Nazca von oben anzusehen. (…)

(…) bisher (hatte) niemand diese größte Bildergalerie der Welt bemerkt (…). Mit Ausnahme lediglich jener Flugreisenden, denen für dieses auf den ersten Blick sinnloses Wirrwarr von Linien und Figuren kein anderer Name als ‚Marskanäle‘ eingefallen war.“

Kommunikation mit „Leuten von anderen Planeten“

Auch Dr. Hans Horkheimer, ein eher unbekannter Pionier der Nazca-Forschung von der peruanischen Trujillo-Universität, kam schon sehr früh mit Aussagen über Aliens zu der Ebene in Berührung. Ihm gelang es 1946 mit der Luftwaffe von Peru die ersten detaillierten Fotos der Ebene zu machen. Außerdem befragte er in diesem Zusammenhang ab 1945 die Einheimischen zu diesen Linien. „Die einfachen Bauern“ wusste nicht viel über sie, stellte er fest. Von den „gebildeten Leuten“ in Peru bekam Horkheimer bei seinen Befragungen indes „besser Antworten“, wie es Tony Morrison in seiner Reiche-Biographie „Das Geheimnis der Linien von Nazca“ (1987) schrieb. Darin heißt es:

Noch erstaunlicher war die Behauptung, dass die geometrischen Zeichnungen gemacht worden waren, um mit Leuten von anderen Planeten zu verständigen.“

Wohlgemerkt: Das war im Jahre 1946 oder schon 1945, also bevor die ganze Welt von „Fliegenden Untertassen“ sprach oder überhaupt das Kürzel „UFO“ kannte. Zehn Jahre später sah es in Deutschland nicht anders aus. Durch ihre Verbindungen nach Deutschland (vor allem über ihre dort lebende Schwester Dr. Renate Reiche) schaffte es M. Reiche, dass auch in ihrer Heimat 1955 verschiedene Artikel und Berichte in deutschen Magazinen über sie und Nazca erschienen. Am 9. August 1963 folgte die 30-minütige BBC-Dokumentation „Mystery of the Desert“ von Tony Morrison mit Reiche.

Die Artikel in deutschen Magazinen und Illustrierten wurden in Umlauf gebracht, um Reiches Arbeit bekannt zu machen, und zogen unterschiedliche Reaktionen nach sich. Laut Morrison auch solche wie diese:

Endlich erwachte das europäische Interesse an den Linien. Ein Leser schrieb Renate und schlug vor, (die Nazca-Linien, Anm. LAF) könnten etwas mit Marsmenschen zu tun haben oder als Landebahnen für Raumschiffe dienen – ein unbewusstes Echo auf die Äußerungen der Menschen in Nazca, die zehn Jahre zuvor von Hans Horkheimer interviewt worden waren.“

Nazca als „Leuchtfeuer für die Götter“

Zu guter Letzt sollte auch der UFO-Autor George Hunt Williamson und sein Buch „Road in the Sky“ aus dem Jahr 1959 nicht unbeachtet bleiben. Williamson, ein Anhänger und Getreuer des UFO-Propheten George Adamski, war damals schon sicher, dass Nazca von Außerirdischen stammt. Oder für sie angelegt wurde. Er betonte 1978 sogar selber in einem erbitterten Brief, dass viele Thesen und Themen, mit denen Erich von Däniken damals längst weltberühmt war, eigentlich von ihm stammten. Er sei der erste Autor gewesen, der diese publizierte, thematisierte, bekannt machte und entsprechende Thesen formulierte.

Sein Brief, rund zehn Seiten voller Frustration und Vorwürfen gegenüber von Däniken, wurde 2016 in der Williamson-Biographie „The incredible life of George Hunt Williamson“ von Michel Zirger und Maurizio Martinelli im Anhang veröffentlicht. Unter anderem schrieb er:

Ich glaubte nie, dass die Linien von Nazca antike ‚Landebahnen‘ waren! Jedem Forscher ist klar, dass es sich möglicherweise nicht um Inka oder andere Straßen handeln kann, geschweige denn um Landebahnen! Die Idee ist absolut absurd! In meinem Buch und meinem Vortrag habe ich deutlich gemacht, dass diese seltsamen Linien und Muster Richtungsmarkierungen und Signalstationen waren!

Seiner Meinung nach war Nazca ein „Leuchtfeuer für die Götter“, wie auch das entsprechende Kapitel in seinem Buch überschrieben wurde. Es waren Erinnerungen an „Himmelsgötter“ und „irgendwie waren sie mit der Notwendigkeit verbunden, die rätselhaften Linien zu konstruieren“.

Damit dienten seiner Meinung nach die Linien und Flächen in Nazca „als Markierungen oder Leuchtfeuer für etwas, das aus dem Weltraum kam“. Obwohl seiner Überlegung nach das Nazca, wie man es heute kennt, eher so was wie eine Kopie war. Zumindest wurde die Ebene dahingehend manipuliert, dass spätere Generationen nach dem Abzug der Außerirdischen selber auf der Ebene Linien etc. anlegten.

Taktische Abzeichen außerirdischer UFO-Piloten

In der Erinnerung blieben diese Astronautengötter der Vorzeit aber als Götter in peruanischen Legenden erhalten. So Williamson 1959, der in seinem Werk übrigens tatsächlich an keiner Stelle direkt von einem „Flughafen“ spricht.

Anders der Autor Jochim Pahl in seinem Werk „Sternenmenschen sind unter uns“, das drei Jahre nach von Dänikens erstem Buch erschien. Pahl will sogar die Tierdarstellungen der Ebene auf außerirdische Besucher zurückführen können:

Die bis zu 250 Meter messenden, nur aus großer Höhe erkennbaren Scharrbilder von Vögeln, Affen, Dreizack, Pfeilbündeln könnten dann vielleicht als taktische Zeichen für anfliegende Formationen gedeutet werden. Auch unsere Fliegerverbände tragen ihre taktischen Zeichen nicht nur an Ärmelstreifen und Kühlerhauben, sondern haben sie – Leopard, Adler, Tiger, Geier, Elefant und was immer – auch auf Flugzeugen und Landebahnen übertragen.“

Eine fast schon romantische Idee, dass die Bilder in der Wüste Fliegerabzeichen oder Zeichen diverser Raumschiff-Flugstaffeln von Außerirdischen sein sollen. So, wie man sie heute von Piloten, Fluggesellschaften und Fliegereinheiten kennt. Im Prinzip Ideen, die schon 1960/1 der Prä-Astronautik-Pionier Alexander Kazantsev in einem Artikel in dem Sowjet-Magazin „Smena“ (Nr. 10/1961) vertrat. Ebenso John Magor in zwei identischen Artikeln im „Canadian UFO Report“ und in der „Australien Flying Saucer Review“ (Dezember 1970).

Außerirdische Tiere und UFO-Navigation

Magor ging dabei soweit zu behaupten, dass Geoglyphen in der ganzen Welt den Außerirdischen dazu dienten, „die Region zu identifizieren, in der sie sich befinden, ähnlich wie wir unsere Flugplätze anhand bestimmter Funksignale identifizieren“. Und Scharrbilder und andere Geoglyphen, die fremdartige Tiere oder Fabelwesen zeigen, könnten seiner Meinung nach reale Lebewesen gewesen sein, wie sie auf dem Heimatplaneten der Außerirdischen tatsächlich lebten.

Auch der UFO-Autor und im wahrsten Sinne des Wortes UFO-Hippie John Michell aus Großbritannien glaubte an ein solches Navigationsnetz von Aliens. Schon 1967 verbreitete er diese Ideen in seinem Buch „The Flying Saucers Vision“, woraus sich ein ganzer Kult um ihn und diese Sternenmenschen entwickelte. Nicht nur Nazca gehöre zu diesem Flugsystem, sondern zahllose heilige Orte der Erde. Stonehenge eingeschlossen, womit er sogar die Band „The Rolling Stones“ beeindruckte: Sie kam nach Stonehenge, um mit Michell nach UFOs Ausschau zu halten. Heute sei dieses globale UFO-Netz in Vergessenheit geraten, wie er und seine Anhänger glaubten.

Karl Friedrich Kohlenberg sah das in seinem Buch „Enträtselte Vorzeit“ (1971) sehr ähnlich. Nazca als Flughafen sei eine „einleuchtende Erklärung“, war er sicher. Die Nazca-Geoglyphen waren einst „Flugplätze oder Modelle von Flugplätzen“ und dort befand sich einer der „Hauptstützpunkte der Götter“ aus dem Kosmos. Außerdem schrieb er:

Außer diesen größeren Stützpunkten, Raumfahrtbahnhöfen und Siedlungszentren (damit meint er zum Beispiel Atlantis, Anm. LAF) scheinen die Götter nach und nach auch kleinere Stationen und Flugplätze angelegt zu haben (…)“

Die Spitze des Eisberges

Nach diesem Ausflug in die Welt der Spekulationen um Nazca vor den Erfolgen von Dänikens, kann man die Abneigung der etablierten Archäologie durchaus nachvollziehen. Eindeutig zeigt sich aber, dass keinesfalls Erich von Däniken diese Ideen in die Welt setzte! Nur wurden die hier zitierten und erwähnten Autoren, Mystery-Pioniere und UFOlogen mit Abstand nicht so viel gelesen, wie Erich von Däniken später. Sie fanden ganz einfach kein Gehör bei den Massen.

Blickt man aber auf die Jahre vor und durchaus auch nach „Erinnerungen an die Zukunft“ und dem Folgebuch „Zurück zu den Sternen“ (1969), in dem Nazca weit umfangreicher thematisiert wurde, öffnen sich ungeahnte Welten. Und zwar im Sinne der erstaunlichsten Spekulationen, die damals in die Welt gesetzt wurden. Dieser Beitrag, angelehnt an das das anfangs erwähnte Buch „Nazca und der ‚Flughafen der Außerirdischen‘“ zeigt anschaulich, was um die Ebene von Nazca zum Teil unsägliches doch gesagt wurde. Als Spitze des Eisberges all der Nazca-Spekulationen und -Aussagen.

Erst von Däniken und durchaus auch Robert Charroux gelang es mit ihren „phantastischen Ideen“ auf Nazca „wie das Licht eines Scheinwerfers“ zu wirken. So formulierten es Dietrich Schulze und Viola Zetzsche in ihrer Maria Reiche-Biographie „Bilderbuch der Wüste“ (2005) …

Video-Auswahl zum Thema

Video vom 15. November 2018 auf Mystery Files

Bitte auf das „Play-Symbol“ klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

Lasst gerne ein Abo & Daumen hoch da …

Video vom 22. August 2020 auf Mystery Files

Bitte auf das „Play-Symbol“ klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

Lasst gerne ein Abo & Daumen hoch da …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

Interessantes zum Thema bei amazon.de:

Tagged , , , , , , , , , , , , <