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Der Umgang mit Leben im All und Alien-Zivilisationen: Interessante Richtlinien und Überlegungen im irdischen Paragraphen-Dschungel

Irdische Gesetzte zum "Umgang" mit Leben im All und außerirdischen Zivilisationen (Bilder: NASA / gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)
Irdische Gesetzte zum “Umgang” mit Leben im All und außerirdischen Zivilisationen (Bilder: NASA / gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Mitte Mai 2018 erschien auf Grenzwissenschaft & Mystery Files derArtikel “Wem gehört eigentlich der Mond?“, in dem es um “lunare Ländereien, irdische Weltraumverträge und Wildwest im All” ging. Vor allem wurde darin auch der Frage nach gegangen, wie und ob die Menschheit ihre Aktivitäten in der Raumfahrt untereinander geregelt und vertraglich abgesichert hat. Und solche Regelungen und Absprachen bestehen durchaus. Aber sie existieren auch für ein anderes Gebiet der Weltraumforschung: Für außerirdisches Leben! Auch hier gibt es Bestimmungen, Konzepte und Vorgaben, wie man sich gegenüber Leben im All verhalten soll. Das gilt für Mikroorganismen innerhalb unseres Sonnensystems ebenso, wie für intelligente Außerirdische aus dem Weiten des Kosmos. Wie sich Wissenschaftler über Verhaltensrichtlinien im Umgang mit außerirdischen Zivilisation und Aliens den Kopf zerbrechen, erfahrt Ihr in diesem Blog-Artikel.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Leben im All

Ob es irgendeine Art von Leben im All gibt, wissen wir nicht mit Bestimmtheit zu sagen und zu belegen. Es ist mehr als Wahrscheinlich, dass es existiert. Und es ist ebenso wahrscheinlich, dass es auch intelligente Zivilisation im Universum gibt. Vielleicht sogar hunderttausende oder Millionen Völker von Außerirdischen im Kosmos.

Gleichfalls besteht sogar die Chance, dass wir innerhalb unseres eigenen Sonnensystems außerirdisches Leben finden könnten. Auf verschiedenen Monden oder auch dem Mars.

Exobiologen und Astronomen sind unlängst von diesen Aussagen überzeugt. Das Thema “Aliens” hat lange schon sein Schattendasein im Bereich der Verschwörungstheoretiker, UFO-Forscher, Science-Fiction und Grenzwissenschaft und Mystery Files verlassen. Es ist in der sogenannten seriösen und etablierten Wissenschaft in sehr weiten Teilen angekommen.

Natürlich war das nicht immer so. Und der Unterschied zu irgendwelchen Mikroorganismen im All und dem Thema UFOs als “Alien-Fahrzeuge” oder Prä-Astronautik ist dabei weiterhin gewaltig.

Trotzdem hat die wissenschaftliche Community zum Teil bereits vor Jahrzehnten Regellungen beschlossen, die man mit diesem Leben im All oder sogar intelligenten Aliens umzugehen gedenke. Das gilt für versehentlich auf der Erde eingeschleppte Bakterien, wie in diesem Posting HIER dargelegt, ebenso wie für Intelligenzen aus dem All.

Sorgen um die Menschheit

Neil Armstrong, Buzz Aldrin und Michael Collins wurden am 20. Juli 1969 zu Legenden, als sie mit “Apollo 11” der NASA auf dem Mond landeten. Während Collins im Mutterschiff von “Apollo 11” verblieb, landeten Armstrong und Aldrin der Landefähre “Eagle” auf dem Mond. Am 21. Juli 1969 um exakt 02:56:20 UTC (= koordinierte Weltzeit) betrat dann Armstrong unseren Erdtrabanten. Aldrin folgte etwas später.

Diese offiziellen Fakten werden auch ein halbes Jahrhundert danach noch als Triumph der Menschheit gefeiert. Die Namen Neil Armstrong, Buzz Aldrin und Michael Collins brannten sich in das kollektive Gedächtnis der Menschheit.

Was den Amerikanern auf dem Mond erwartete, war der NASA im Vorfeld durch andere Weltraummission weitestgehend bekannt. Zumindest im Groben, denn wirklich zu 100 Prozent konnte das kein Wissenschaftler der Welt sagen. Und hier kommt ein vierter Name der “Apollo 11”-Mondlandung ins Spiel, den heute niemand kennt: General Samuel Choran Phillips.

Ein Mann der NASA, der sich im Zuge der Mondlandungen Sorgen um den Fortbestand des irdischen Lebens machte.

Killerbakterien vom Mond

Obwohl unbekannt, war General Phillips in den Jahren 1964 bis 1969 Direktor des “Apollo Manned Lunar Lander Program”. Und er war nicht nur um das Wohlergehen der Astronauten an sich besorgt, sondern um das der gesamten Menschheit. So verfasste Phillips am 8. Juli 1969 einen 51-seitigen “Mission Operation Report” über die “Apollo 11”-Mission und veranlasste darin unter anderem eine Quarantäne für Besatzung und Material nach der Heimkehr zur Erde (mehr dazu in diesem Blog-Artikel HIER).

Im Report mit der Nummer M-932-69-11 heißt es dazu:

Um das Risiko einer Kontamination der Biosphäre der Erde durch Mondmaterial zu minimieren, werden Quarantäne-Maßnahmen durchgeführt. Die Besatzung wird für etwa 21 Tage nach dem Start von der Mondoberfläche unter Quarantäne gestellt.

Außerdem wird das CM (Kommando-Modul, Anm. LAF) nach der Landung unter Quarantäne gestellt. Die Beendigung der CM-Quarantänezeit hängt von den Ergebnissen der Mondprobenanalyse und den Beobachtungen der Besatzung ab.

“Kontamination der Biosphäre” unseres Planeten durch Killerbakterien vom Mond? Theoretisch: Ja! Damit war diese Vorsichtsmaßnahme 1969 sicherlich mehr als angebracht. Immerhin, so schrieb es beispielsweise “Time” am 25. Juli 1969, besteht “die entfernte Möglichkeit, dass sie unbekannte Mondorganismen beherbergen, die das Leben auf der Erde gefährden könnten”.

Die Quarantäne und Dekontamination begann sofort nach der Landung von “Apollo 11” am 24. Juli. Nachdem die Kapsel mit den Astronauten im Pazifik wasserte wurde noch im Wasser damit begonnen. Danach flog man die Astronauten zu dem 24 Kilometer entfernt wartenden US-Schiff “Hornet”. Hier “sperrte” man sie drei Wochen lang in eine mobile Quarantäneeinrichtung.

Die Erde ist (vorerst) sicher

Heute wissen natürlich, dass all diese Vorsichtsmaßnahmen unbegründet waren, da auf dem Mond keine Mikroorganismen existieren, die hätten unseren Planeten verseuchen können. Aber hätte es sie gegeben – hätten sie im schlimmsten Fall jeden Menschen des Planeten umbringen können (s. a. HIER).

Ende April 1971 gab Dr. George Michael Low von der NASA nach drei erfolgreichen Mondlandungen endgültig Entwarnung. So hieß es im “Albuquerque Journal” am 30. April 1971 dazu:

Auf der Grundlage dieser Analyse [der Quarantäne-Informationen von Apollo 14 sowie der Ergebnisse der Apollo 11- und 12-Flüge] haben wir festgestellt, dass es keine Gefährdung für Menschen, Tiere oder Pflanzen im Mondmaterial (…) gibt. Der Ausschuss hat empfohlen, dass weitere Mondmissionen nicht unter Quarantäne gestellt werden dürfen.

Es mag 50 Jahre später naiv erscheinen, was die NASA im Rahmen ihrer Mondlandungen da für einen Aufwand zum Schutz der Erde betrieb. Doch es war alles andere als naiv, sondern das genaue Gegenteil. Erstaunlich ist jedoch der Umstand, dass die NASA erst nach zwei weiteren Landungen sowie der Untersuchung und Quarantäne der beteiligten Astronauten etc. Entwarnung geben konnte.

Das bedeutet nämlich, dass die Flüge von “Apollo 12”, “Apollo 13” (auch wenn nicht auf dem Mond gelandet) und “Apollo 14” durchgeführt wurden, obwohl man da noch immer nicht sicher war, dass dadurch unser Planet nicht kontaminiert wird. Statt abzuwarten, was die “Apollo 11”-Raumfahrer vom Mond theoretisch mitgeschleppt haben könnten, folgte eine bemannte Mondmission nach der anderen …

Die Gesetzgeber in den USA nahmen einst diesen Kontakt mit außerirdischem Leben (gleich welcher Art) ebenso ernst. Sie nahmen 1969 das “Extra-Terrestrial Exposure Law” in den “Code of Federal Regulations” (14 C.F.R. 1211) auf, und übertrugen der NASA damit weitreichende Befugnisse. Mit dieser Regelung konnten Menschen, Tiere, privates Eigentum, Pflanzen oder ganz einfach alle Dinge, die mit etwas Außerirdischem in Kontakt kamen, unter eine Zwangs-Quarantäne gestellt werden.

Anwendung fand dieses Gesetzt offiziell nie und wurde bereits 1977 außer Kraft gesetzt. Ganz gestrichen wurde es aber erst 1991. Ob aber nicht irgendwann doch die Erde mit außerirdischem Material kontaminiert wird, kann definitiv niemand ausschließen.

Weltraumhygiene

Für “irre Gesetzte” ist die USA durchaus bekannt. Doch verschiedene Regelungen und Vereinbarungen sollen nicht nur das irdische Leben und unseren Planeten von irgendwelchen außerirdischen Einflüssen schützen.

Das bekannte Beispiel ist sicher die “Weltraumhygiene”. Denn so kann man die Abkommen der Raumfahrt betreibenden (und anderer) Nationen durchaus bezeichnen, die Raumsonden auf andere Himmelskörper im All schicken. Im Grunde genommen ist es ein ganz einfacher Kodex, der besagt, dass niemand Sonden oder Raumfahrzeuge auf andere Planeten oder Monde landen darf, die nicht bis in den kleinsten Winkel sterilisiert wurden. Möglichst alle irdischen Mikroorganismen müssen vor dem Start einer solchen Missionen abgetötet werden, um eine irdische Kontaminationen fremder Welten zu verhindern.

Ein überaus nachvollziehbarer Schritt. Wenn beispielsweise der Mars oder der Jupiter-Mond Europa eine Biosphäre und damit Leben beherbergen, können diese durch irdische Mikroben irreparabel zerstört werden. Zumindest aber eben kontaminiert und dadurch auch beeinflusst.

Im eigenen Interesse der Forscher wird das auch getan. Beispielsweise wurden die Mars-Landesonden von den beiden NASA-Missionen “Viking” Mitte der 1970ger Jahre mit größter Sorgfalt steril gehalten. Über Stunden wurden sie unter anderem in Öfen geradezu gebacken. Schließlich will kein Exobiologe nach Jahren der Vorbereitung am Ende bei der Suche nach Leben im All eingeschleppte irdische Bakterien finden.

Erste Hygienevorschriften

Solche Vorkehrungen zur Weltraumhygiene werden in diesem Jahr bereits 55 Jahre alt. Im Jahr 1964 hat das “Komitee für Weltraumforschung (COSPAR) die Resolution Nummer 26 veröffentlicht, in der es unter anderem heißt:

Die Suche nach außerirdischem Leben ist ein wichtiges Ziel der Weltraumforschung. Der Planet Mars bietet in absehbarer Zeit die einzige mögliche Möglichkeit, diese Suche durchzuführen. Eine Kontamination dieses Planeten würde eine solche Suche erheblich erschweren und möglicherweise sogar verhindern. 

(Es müssen) alle praktischen Schritte unternommen werden, um sicherzustellen, dass der Mars bis zu dem Zeitpunkt, an dem diese Suche zufriedenstellend durchgeführt wurde, nicht biologisch kontaminiert ist, und dass die Zusammenarbeit bei der richtigen Planung von Experimenten und dem Einsatz angemessener Sterilisationstechniken für Raumfahrzeuge gewährleistet ist. Dies wird allen Startbehörden für Weltraumsonden vorgeschrieben, um eine solche Kontamination zu vermeiden.

Im Jahr 1964 war zwar an Landungen auf dem Mars technisch noch nicht zu denken, doch sie waren absehbar. Die Raumsonde “Mars 3” der UdSSR schaffte dann auch 1971 die erste Landung auf dem Roten Planten. Fünf Jahre später folgten “Viking 1 & 2” der USA.

Nur drei Jahre nach dieser Resolution wurde auch der schon legendäre Weltraumvertrag der Vereinten Nationen beschlossen. Ein Vertrag, der sämtliche Aktivitäten im Weltraum und auf anderen Himmelskörpern regeln sollte. Von Besitzansprüchen bis zur besagten Weltraumhygiene. Immerhin haben dieses Regelwerk fast 130 Nationen unterzeichnet und knapp über 100 Staaten ratifiziert.

In Artikel IX des Weltraumvertrages heißt es, dass “die Vertragsstaaten nach dem Grundsatz der Zusammenarbeit und gegenseitigen Unterstützung” handeln und “alle ihre Tätigkeiten im Weltraum (…) unter gebührender Berücksichtigung der entsprechenden Interessen aller anderen Vertragsstaaten” ausrichten. Und über den Schutz anderer Welten sowie der irdischen Umwelt selbst heißt es darin:

Die Vertragsstaaten führen Untersuchungen des Weltraums – einschließlich des Mondes und anderer Himmelskörper – durch und erforschen sie. Um ihre schädliche Kontamination und auch nachteilige Veränderungen der Umwelt der Erde infolge der Einführung von außerirdischem Material zu vermeiden, werden alle erforderlichen und geeigneten Maßnahmen getroffen.”

Weltraumethik

Grundsätzlich herrscht in der wissenschaftlichen Community also die Meinung, dass jegliche Art von außerirdischem Leben vor irdischer Kontamination bewahrt werden muss. Für zukünftige Forschungen und Forschergenerationen ebenso wie “aus ethischen Gründen”. Wobei man sich fragen muss, was das für “ethische Gründe” sein sollen. Immerhin sitzt die ethische Messlatte bei Leben aller Art auf unserem eigenen Planeten mehr als nur etwas weit unten.

Mit Blick auf diese Bemühungen ist die Aussage des Physikers Dr. Claudius Gros von der Universität Frankfurt eigentlich sehr erstaunlich. Gros, der sich mit Themen wie Leben im All und interstellare Raumfahrt befasst, sagte Anfang März 2019 in einem Interview unter anderem:

Wenn wir zu einem Planeten, auf dem es nur primitive prokaryotische Bakterien gibt, Bakterien von der Erde bringen, erhöhen wir die Chance, dass sich dort komplexes Leben entwickelt, gewaltig. Das wäre die Sache also wert.”

Mit dieser Aussage warf Dr. Gros einfach mal alle Ansichten und Bemühungen der bisherigen Raumfahrt über den Haufen, wie in diesem Blog-Beitrag HIER dargelegt. Auch wenn man argumentieren kann, dass irgendwelche Bakterien auf dem Mars oder sogar fernen Exoplaneten eben nur Bakterien sind, sollte man mit diesem Thema keinesfalls so leichtfertig umgehen.

Lippenbekenntnisse?

Prinzipiell hat Artikel IX des Weltraumvertrages auch solche Vorhaben geregelt. Denn laut dem Abkommen können die Unterzeichner-Staaten gegen derartige Aktivitäten Beschwerde einlegen. Gleichfalls bei den Vereinten Nationen “eine Konsultation bezüglich der Aktivität oder des Experiments beantragen”, um diese abzuklären. Weiter heißt es:

Wenn ein Vertragsstaat Grund zu der Annahme hat, dass eine von ihm oder seinen Staatsangehörigen geplante Aktivität oder ein von ihm geplantes Experiment im Weltraum, einschließlich des Mondes und anderer Himmelskörper, potenziell schädliche Störungen der Aktivitäten anderer Vertragsstaaten bei der friedlichen Erkundung und Nutzung des Weltraum hervorrufen würde (…), führt sie geeignete internationale Konsultationen durch, bevor sie mit solchen Aktivitäten oder Experimenten fortfährt.”

Vernünftige und mehr als sinnvolle Regelungen. Ob sie aber das Papier wert sind, auf dem diese und andere Regeln des Weltraumvertrages stehen, steht auf einem anderen Blatt. Wohlwollende Lippenbekenntnisse, deren wirkliche Überprüfbarkeit und Durchführung in der Realität schwierig sein dürfte. Zieht man dann noch diverse Verschwörungstheorien hinzu, wäre der Weltraumvertrag an sich schlicht ein Witz.

Immerhin, so die unterschiedlichsten Spekulationen, soll es nicht nur geheime Mondlandungen gegeben haben, sondern es soll längst Mars-Basen und auch Stationen auf dem Mond geben. Einige Spekulationen gehen soweit zu behaupten, dass auch Außerirdische hier ihre Finger mit im Spiel haben. Also, dass Aliens mit Menschen hier gemeinsam geheime Weltraumaktivitäten durchführen. Dadurch wären alle (irdischen!) Vereinbarungen, Verträge und Abkommen hinfällig …

Die Menschenwürde der Außerirdischen

Dass der Mensch nicht möchte, dass außerirdische Mikroben unseren Planeten verseuchen und uns als Spezies dabei vielleicht sogar auslöschen, ist nur allzu verständlich. Nicht minder nachvollziehbar ist es, dass für die zukünftige Wissenschaft und Forschung alle Himmelskörper im Sonnensystem und darüber hinaus vor irdischer Kontamination bewahrt werden müssen. Doch im All gibt es mit Sicherheit weit mehr als als nur Mikroorganismen oder fliegende Schleimpilze. Es wir auch intelligentes Leben geben.

Und auch über deren Schutz wird seit Jahrzehnten debattiert. Vor allem natürlich seit dem sich SETI als Suche nach außerirdischer Intelligenz weithin verbreitet hat.

Der Anwalt Andrew G. Haley war vor knapp 60 Jahren der erste, der “gesetzlichen Regeln, die die Beziehungen zwischen verschiedenen Rassen im Universum regeln”, in einem Gesetzt zusammenfasste, dass als “Metalaw” bekannt ist. Veröffentlicht am 8. November 1956 unter dem Titel “Space law and Metalaw – A Synoptic View” in “Harvard Law Record” Nr. 23, als Außerirdische und Zivilisationen im All eigentlich nur Thema bei UFO-Freaks und Science-Fiction-Fans war.

Auch wenn Haley selber und andere dieses Metalaw immer wieder neu formulierten und in Details umarbeiteten, gelten nach diesem universellen Gesetzt folgende Grundprinzipien “des strengen Konzeptes der absoluten Gerechtigkeit”:

  1. Menschen dürfen Außerirdische keinen Schaden zufügen.
  2. Alle Rassen im Universum haben das Recht auf Selbstverteidigung.
  3. Außerirdische haben das Recht auf einen sicheren Lebensraum im All.

Im Kern soll das Metalaw allen außerirdischen Zivilisationen und Spezies unsere irdischen Menschenrechte zubilligen. Ob diese Außerirdischen sich jetzt in einer Entwicklungsstufe von Höhlenaliens befinden oder unendlich weit voraus sind, spielt dabei keine Rolle. Alle Aliens sind vor dem Meta-Gesetzt gleich und haben alle die gleichen Rechte.

Zum Wohle der Außerirdischen

Selbstverständlich gab und gibt es bis heute Kritiken an diesem Metalaw.

Einige Kritiker bemängeln, dass hier das Konzept von “Gut” und “Böse” auf alle Spezies im All angewandt wird. Andere meinen, dass es unsinnig wäre darüber nachzudenken, da niemand sagen kann, ob sich irgendwelche Aliens auch daran halten. Wieder andere argumentieren, dass diese kosmischen Gesetzte uns und unsere Vorstellungen, Ethik und Weltanschauungen in den Mittelpunkt stellen (Anthropozentrismus).

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Alles sicher nicht zu widerlegende Kritikpunkte. Doch darüber nachdenken und philosophieren ist mit Sicherheit nicht falsch. Obwohl wir auf unserer eigenen Welt solche oder ähnliche Regen nicht einmal Ansatzweise bei unserer eigenen Spezies anwenden. Auch vor dem Hintergrund, dass die Menschen nicht mal wissen, wer bei einem Kontakt mit Aliens für “uns” sprechen wird, scheint so ein Metalaw grotesk. Denn auch das ist eine bisher vollkommen ungelöste Frage, wie in diesem Blog-Artikel HIER und diesem Vortrags-Video bei YouTube HIER dargelegt.

Dennoch wurde bereits 1960 das “Internationale Institut für Weltraumgesetz” (IISL) gegründet. Dieses “International Institute of Space Law” vergibt seit 1961 auch Preise an Personen, die in einem von fünf verschiedenen Bereichen zum Thema Weltraumgesetz Besonders geleistet haben. Und einer dieser Preisträger war 1963 aus Österreich stammende Jurist Dr. Ernst Fasan, der bis heute als Autorität auf dem Gebiet Weltraumrecht gilt.

11 Regeln für alle Alien-Rassen

Fasan hat 1970 das Metalaw von Andrew G. Haley aus dem Jahr 1956 umfangreich neu formuliert, angepasst und erweitert und 11 Kerngesetze ausgearbeitet. Diese diskutiert er in seiner Veröffentlichung “Relations with Alien Intelligences – The Scientific Basis of Metalaw” und fasst sie in folgenden Punkten zusammen:

  1. Jegliche Handlung, die einer anderen Rasse Schaden zufügt, muss vermieden werden.
  2. Jede Rasse hat das Recht, sich gegen jegliche schädliche Handlung einer anderen Rasse zu verteidigen.
  3. Alle intelligenten Rassen im Universum haben prinzipiell die gleichen Rechte und Werte.
  4. Jeder Partner von Metalaw hat das Recht auf Selbstbestimmung.
  5. Das Prinzip, eine Rasse zu erhalten, hat Vorrang vor der Entwicklung einer anderen Rasse.
  6. Es ist kein legaler, sondern ein ethischer Grundsatz, dass eine Rasse der anderen durch ihre eigenen Aktivitäten hilft.
  7. Im Schadensfall hat der Verursacher die Unversehrtheit des Geschädigten wiederherzustellen.
  8. Kein Partner von Metalaw darf eine Unmöglichkeit verlangen.
  9. Es muss keine Regelung des Metalaw eingehalten werden, wenn die Einhaltung zu einem praktischen Selbstmord für die verpflichtete Rasse führen würde.
  10. Metalaw-Vereinbarungen und -Verträge müssen eingehalten werden.
  11. Jede Rasse hat einen Anspruch auf ihren eigenen Lebensraum.

Auch dieser Kodex klingt nicht nur nach Science-Fiction, er ist es auch. Obwohl dahinter keine Science-Fiction-Fans oder UFO-Enthusiasten stecken. Es sind vielmehr ernsthafte wissenschaftliche Überlegungen, die zu derartigen “Gesetzten” führten. Und genauso wie alle anderen Weltraumgesetze, die irgendwelche anderen Spezies im All einschließen, sind sie letztlich doch nur Wunschdenken.

Science-Fiction und Wissenschaft sind natürlich keine sich widersprechende Gebiete, sondern beeinflussen sich gegenseitig. Träumerei und Vordenken ist hier Alltag. Doch ob es jetzt 11 oder 1.111 Regelungen über ein Miteinander der Alien-Rassen mit noch so fundierten, logischen und wissenschaftlichen Argumenten erdacht werden, sind sie wahrscheinlich am Tag X so oder so unnütz …

Interstellare Handesgesetze

Blickt man als an Themen wie Leben im All, Aliens und Grenzwissenschaft & Mystery Files Interessierter auf die etablierte wissenschaftliche Community, wundert man sich nicht selten über deren Arbeiten und Veröffentlichungen. Zynisch ausgedrückt muss man sich teilweise fragen, womit diese eigentlich so alles ihre Zeit und (Steuer-)Gelder verschwenden.

Zum Beispiel auch mit “der Theorie des interstellaren Handel”, deren Regelungen, Besteuerung und Durchführbarkeit. Veröffentlicht hat diese theoretischen Überlegungen der Wirtschaftsprofessor Paul R. Krugman bereits im Juli 1978. Immerhin ein sehr bekannter Experte für Wirtschaft und Handel, der 2008 den Alfred-Nobel-Gedächtnispreises für Wirtschaftswissenschaften verliehen bekam.

In seiner Studie “Die Theorie des Interstellaren Handel” geht Krugman vor allem auch der Frage nach, wie aufgrund der gigantischen Distanzen im Universum ein solcher Handel funktionieren könnte. Viele Lichtjahre müssten hierbei überbrückt werden und damit wäre es “eine sehr zeitaufwändige Investition”. Preis-Leitung eines derartigen Handel wäre innerhalb des Sonnensystems möglicherweise rentabel. “Ist diese Transaktion profitabel”, wenn es um Handel zwischen den Sternen geht, fragt Krugman zurecht.

Handessbeziehungen mit Außerirdischen schloss Krugman vor rund 40 Jahren in seine Überlegungen ebenso mit ein. Er nennt es “Interspezies Transaktionen” von Waren und Kapital. Doch das alles sei “nicht so einfach”, solange wir die Entfernungen im All nicht wesentlich schneller oder mit anderen Technologien überwiesen können. Etwa wie bei “Star Trek”.

Was in seinen Berechnungen und Gedankengängen aber fehlt, sind genaue Ausführungen, ob irgendwelche anderen Zivilisationen mit der Erde überhaupt Handel treiben wollen. Und womit eigentlich. Ebenso, ob Aliens überhaupt Interesse an Kapitel und damit Geld haben. Dies wissen wir heute ebenso wenig wie 1978.

Wenn ich einen Alien töte …

Vor fast fünf Jahren bin ich in diesem Blog-Artikel HIER auf eine andere spekulative aber durchaus spannende Frage eingegangenen: Was droht “gesetzlich gesehen” einem Menschen, der ein UFO mit Aliens landen sieht – und die Außerirdischen daraufhin tötet?

Eine seltsame Frage, die aber letztlich darauf hinauslaufen würde, dass man straffrei davon kommt. Es fehlt ganz einfach in Deutschland die Gesetzesgrundlage, da “die Delikte ‘Mord’ und ‘Totschlag’ jeweils den Tod eines anderen Menschen voraussetzen”, wie damals jemand kommentierte. Außerirdische sind eben keine Menschen und sind im Strafgesetzbuch schlicht und einfach irrelevant. So heiß es damals in einem Kommentar weiter:

Denn tatsächlich gilt, dass eine Strafbarkeit die Existenz eines entsprechenden Gesetzes vor dem Ausüben der Tat voraussetzt.”

So unwahrscheinlich es auch ist, dass jemand gelandete Außerirdische antrifft und dann tötet, es ist ein interessanter Gedanke. Mich erinnert das an “Tötung eines Wirbeltieres” oder auch, dass etwa Hunde juristisch als “Sache” betrachtet werden. Ermorde ich also einen Alien, weil mir zum Beispiel seine ggf. nicht vorhandene Nase nicht passt (juristisch also: “Mordlust”), wäre das Sachbeschädigung?

Auch das ist fraglich, denn muss zur Strafverfolgung eine “Sache” nicht jemanden gehören?

Alien-Invasion und die Folgekosten

Im Juli 2016 befasste sich der Jurist Klaus Hempel für den Sender SWR mit einer nicht minder spekulativen und Frage, wie in diesem Blog-Beitrag HIER berichtet:

Wer zahlt eigentlich wenn Außerirdische angreifen?

Eine Alien-Invasion ist nach den Vorstellungen von Hollywood bekanntlich immer mit enormen bis gigantischen Schäden verbunden. Vermutlich war auch der Film “Independence Day 2: Wiederkehr” der Ideengeber, dass sich der SWR damals die Frage nach den Folgekosten einer solchen Invasion stellte. Zerschießen die Außerirdischen dabei mein Haus oder eines ihrer UFOs stürzt beim Kampf in mein Dach, ist es erstmal ein Fall für die Versicherung, so Hempel.

Weiter schrieb er:

“In Frage kommt zunächst einmal eine Haftung durch die Gebäudeversicherung. Das Problem besteht erst einmal darin, dass es sich bei einem Angriff von Aliens nicht um einen klassischen Fall von Naturgewalt handelt. Insofern bringt es mir nichts, wenn ich mich gegen sogenannte Elementarschäden versichert habe. In den Geschäftsbedingungen der Versicherer ist außerdem vielfach geregelt, dass eine Haftung bei kriegerischen Angriffen von außen nicht besteht, aber: wir haben es hier mit einem Sonderfall zu tun.

Wenn beispielsweise ein UFO versehentlich auf dem Dach landet und dadurch die Immobilie beschädigt wird, liegt ein sogenannter Anprallschaden vor. Der ist in der Regel vom Versicherungsschutz umfasst. Und gleiches gilt auch für den Absturz von unbemannten Flugkörpern. Und im Wege der ergänzenden Vertragsauslegung kann da eigentlich nichts anderes gelten, wenn mein Haus von einem UFO beschossen wird. Für Beschädigungen an der Inneneinrichtung, also Möbel usw., kann man dann konsequenterweise die Hausratversicherung in Anspruch nehmen. Und wer sich voll umfänglich versichert hat, der kann sogar die Kosten für die Aufräumarbeiten geltend machen.”

Wer hätte das gedacht? Ob bei einer unwahrscheinlichen aber theoretischen möglichen Alien-Invasion dann aber wirklich Gelder von den Versicherungen fließen, sei einmal dahingestellt. Sofern diese den Angriff überstanden, wären sie so oder so ruiniert …

Spekulationen und SETI

Viele – sehr viele – Spekulationen. Das steht außer Frage. Aber dieser Ausflug in die Welt der Vorschriften und vertraglichen Regelungen von uns Menschen zeigt mehr als deutlich, dass man sich seit Jahrzehnten Gedanken über so was wie eine einheitliche Richtlinie bei diesen Themen macht.

Diverse Bereiche haben hierbei durchaus konsequente Bestimmungen was Leben  im All betrifft. Allen voran die SETI-Forscher. Also jene Astronomen und Wissenschaftler, die mir Radioteleskopen und anderen Technologien nach Signalen von außerirdischen Zivilisation suchen. Irgendwo und irgendwann muss es andere Intelligenzen im All geben oder gegen haben, davon sind sie überzeugt. Man muss deren Signale und Spuren im Universum “nur” finden.

Auch wenn SETI-Astronomen seit Jahrzehnten vergeblich nach diesen eindeutigen Botschaften von Aliens suchen, haben sie längst Regelungen für den Tag X getroffen. Keiner der Beteiligten darf beim Empfang eines Signales einer Alien-Zivilisation diese Information einfach eigenmächtig an die Öffentlichkeit geben. Erst nach einer mehrfachen Bestätigung des Signals durch weiterer Teleskope und Astronomen und nach Absprache untereinander. Der gesamte Vorgang ist klar strukturiert und gegliedert.

Was aber in unserer Welt wohl nicht zu regeln sein wird ist, wer diesen Aliens in Namen der Menschheit was antwortet. Jeder Staat, jede Gruppe, jede Religion und jede Gesellschaft hat mit Sicherheit hierzu ihre eigenen Ansichten und Wünsche.

Ich denke jedoch, dass ausnahmslos alle Gesetzte, Regelungen und jeder Kodex und jeder guter Wille eines Tages im Sand verlaufen werden …

Was denkst DU darüber? Diskutiere gerne bei Facebook mit.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Auf den Spuren der großen Rätsel von Nazca in Peru: Das Crowdfunding-Projekt “Nazca III” (+ Videos)

Auf den Spuren der Rätsel von Nazca in Peru: Das Crowdfunding-Projekt "Nazca III" (Bilder: D. Renner / E. v. Däniken / Bearbeitung/Montage: Fischinger-Online)
Auf den Spuren der Rätsel von Nazca in Peru: Das Crowdfunding-Projekt “Nazca III” (Bilder: D. Renner / E. v. Däniken / Bearbeitung/Montage: Fischinger-Online)

Die Nazca-Linien von Peru gehören seit Jahrzehnten zu den großen Rätseln und Themen der Prä-Astronautik. Archäologen, Grenzwissenschaftler und Laien sind fasziniert von den Scharrbildern, Linien, Pisten und Figuren auf der Hochebene in den Anden von Südamerika. Vor allem Erich von Däniken machte diese Nazca-Linien weltweit und außerhalb der archäologischen Community bekannt. Und so plant die Erich von Däniken-Stiftung zur interdisziplinären Erforschung der Anomalien der Wüstenfläche von Nazca ein drittes Forschungsprojekt mit den Namen “Nazca III”. Die Erich von Däniken-Stiftung möchte neueste wissenschaftliche Untersuchungen in Auftrag geben. Die Stiftung hat bisher zwei Nazca-Expeditionen finanziert. Durchgeführt von einem internationalen Team von Wissenschaftlern, verbunden über die Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden. Und die dabei von den Experten entdeckten Anomalien sollen mit dem Projekt “Nazca III” weiter erforscht werden. In diesem Beitrag erfahrt Ihr alle Details zu diesem Forschungsprojekt: Die Ziele, die Fragestellungen an Nazca, die teilnehmenden Institute und die Forschungsergebnisse der beiden vorherigen Untersuchungsprojekte.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

“Forschungsprojekt Nazca III”

Das geplante Projekt “Nazca III” wird eine umfangreiche Untersuchung der Rätsel, Anomalien und Mysterien der Hochebene von Nazca sein. Ein drittes Forschungsprojekt, dass Erich von Däniken zu diesem Thema ins Leben gerufen hat.

Die bisherigen Forschungsergebnisse findet ihr HIER als PDF-Dokument kostenlos online. Ebenso detailliert in der Veröffentlichung “Also doch: In Nazca stimmt was nicht”, die Ihr kostenlos HIER als PDF-Dokument findet.

Doch Forschung ist teuer, sehr teuer. Und so sucht die Erich von Däniken-Stiftung weitere 65.000 Euro zur Realisierung der Untersuchungen und Analysen. Ein Großteil der Kosten ist bereits durch die beteiligten Institute, Universitäten und Organisationen abdeckt. Jedoch nicht alles. Deshalb soll der Rest der anfallenden Forschungskosten durch Crowdfunding mittels des renommierten Anbieters “Startnext” gesammelt werden.

Aber was will sie Stiftung mit 65.000 Euro? Und was sind die Ziele?

Worum geht es in dem Projekt?

Nazca fasziniert. Denn Nazcas gigantische Landschaftsmarkierungen sind viele Jahrhunderte alt. Hier wurde das Wissen einer untergegangenen Kultur eingraviert in den dunklen, ockerfarbenen Untergrund nahe der Pazifikküste Perus. Diese Tierdarstellung von mehr als 60 Metern Größe, Trapezformen mit zwei Kilometern Länge, rätselhafte Markierungen, schnurgerade Linien hinweg über Bodenspalten und einplanierte Bergspitzen haben ihr Geheimnis noch immer nicht preisgegeben.

Die Erich von Däniken-Stiftung möchte jetzt neueste wissenschaftliche Untersuchungen in Auftrag geben.

Was um alles in der Welt ist denn in Nazca so wichtig? Zuerst einmal: Dieses Nazca ist rätselhaft, geheimnisvoll und unheimlich. Die Wüste von Nazca ist überschaubar und undurchsichtig zugleich. Sie ist zauberhaft, verführerisch, logisch und gleichzeitig absurd. Die Botschaft von Nazca ist verhüllt und verworren, viele Theorien darüber sind widersprüchlich. Für Nazca gibt es keine einfachen Lösungen. Die Wissenschaft – in Nazca die Archäologie – versucht, unser gegenwärtiges Wissen und Denken auf Menschen zu übertragen, die vor langer Zeit lebten und deren Weltbild nicht das unsrige war. Über Jahrzehnte entstanden Nazca-Theorien, die am Ende allesamt nichts Überzeugendes aussagten.

Wer Nazca näher kommen will, muss umdenken. Eine andere Fragestellung muss her – eine an die Naturwissenschaften. Nur so können wir hinter die Geheimnisse der Linien und Figuren in der Steinwüste kommen.

Fragen an die Hochebene von Nazca

Deshalb finanzierte die Erich von Däniken-Stiftung bisher zwei Nazca-Expeditionen. Durchgeführt von einem internationalen Team von Wissenschaftlern unter der Leitung von Frau Dr. K. Hartsch und Prof. Dr. G. Reppchen, verbunden über die Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden. Die Wissenschaftler entdeckten neben Anomalien des Magnetfeldes auch geoelektrische Unregelmäßigkeiten. Über Elektroden im Boden wurden schwache Impulse von Wechselstrom ausgestrahlt. Dann wurde der elektrische Widerstand gemessen.

Und siehe, an den Schnittstellen von Linien und elektrischen Messprofilen übertrafen die Messwerte das erwartete Resultat gleich um das Vielfache. Bald war klar: In Nazca gibt es Anomalien. Doch weshalb?

  • Aus welchem Material bestehen die breiten, pistenähnlichen Linien?
  • Gibt es unterschiedliche Minerale oder geochemische Elementverbindungen zwischen dem Wüstenboden und den “las Pistas”?
  • Existieren Hinweise auf irgendeine verborgene Technologie, die bei den bisherigen Untersuchungen nicht entdeckt wurde, weil gar nicht danach gesucht wurde?
  • Gibt es Informationen, die sich unterhalb der Scharrlinien und Figuren im Wüstenboden befinden?
  • Sollten neue Messinstrumente eingesetzt werden?

Jetzt hat sich ein wissenschaftliches Team aus drei Ländern gefunden, das den alten Rätseln mit neuen Methoden auf den Grund gehen will. Welche Hochschulen forschen mit? Wer ist beteiligt?

  1. Pontificia Universidad Catolica del Peru (Mineralogie und Geochemie)
  2. Technischen Universität Clausthal-Zellerfeld (Geophysik)
  3. Universität Lausanne, Schweiz (Geochemie und Altersdatierungen)
  4. Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden (Photogrammetrie, Satellitenbild- Auswertung)
  5. IPRO-Consult Dresden GmbH (Geowissenschaftliche Leitung)
  6. Erich von Däniken-Stifung (Auftraggeber und Fragesteller).

Was sind die Ziele? Wer ist die Zielgruppe?

Das Thema “Anomalien” der Hochebene von Nazca soll auf unterschiedlichen Ebenen eingehend analysiert werden:

  • Der stofflichen (Geochemie und Mineralogie),
  • Der räumlichen (in der Vertikalen und Horizontalen – Bezug 1: Linien und Pistas. Bezug 2: Upscaling, s. weiter unten.)
  • Die zeitliche Einordnung (Altersdatierungen).

Die Zielgruppe sind alle Menschen, welche Antworten über die ungelösten Rätsel in Nazca wünschen. Seit Jahrzehnten wimmelt es von Spekulationen und archäologischen Meinungen zu Nazca, zum Sinn und Zweck seiner Bodenbilder und den gewaltigen Planierungsarbeiten. Was fehlt, sind wissenschaftlich messbare Daten. Und genau diese sollen mit “Nazca III” endlich erbracht werden.

Warum sollte jemand das Projekt unterstützen?

Die Archäologie konnte das Rätsel Nazca nie lösen, weil ausschließlich nach archäologischen Denkmustern vorgegangen wurde. Exakte wissenschaftliche Forschungen, welche messbare und jederzeit wiederholbare Daten liefern, die belastbar und transparent sind, fehlen weitgehend. Dies soll durch unser Projekt Nazca III geschehen. Bislang ist keine derartige Initiative ergriffen worden.

Deshalb tun wir es – außer uns tut es ohnehin niemand, und die alte Schwärmereien geistern weiter herum. Helfen Sie mit, dieses einzigartige Projekt zu verwirklichen. Es wird ein Meilenstein in der Erforschung Nazcas werden, dem großen Weltkulturerbe der Menschheit.

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Das gesamte Projekt “Nazca III”, wird 208.800 Euro kosten!

Zwei Drittel dieser Summe wurden von den beteiligten Hochschulen verbindlich zugesagt. Es fehlen 65.000 Euro, welche über die Erich von Däniken-Stiftung durch Crowdfunding generiert werden sollen.

Die beteiligten Wissenschaftler von Projekt “Nazca III”, die über drei Länder hinweg kooperieren, werden methodisch-systematisch das Gebiet von Nazca erforschen. Sie werden:

  • Geophysikalische Messungen vornehmen, und auch das neue “Gesteinsradar” soll zum Einsatz kommen.
  • Laboruntersuchungen der Bodenchemie, Bodenphysik und der Mineralogie durchführen.
  • Altersdatierungen erstellen.
  • Sogar die Luft-und Satellitenbildauswertung einsetzen. Auch deshalb, um verschiedene Zeitepochen der letzten 70 Jahre miteinander zu vergleichen und zu erfahren, ob Einflüsse von Klimaveränderungen, Umweltverschmutzungen und Massentourismus auf die sensiblen Bodenzeichnungen zu erkennen sind. Unter anderem wird Upscaling eingesetzt. Das heißt, durch modernste Berechnungsverfahren wird die Bildqualität oder Bildstärke hochskaliert. Zum Beispiel bei der Pampa de Nasca.

Wer steht hinter deinem Projekt?

Die Forschungsaufgaben übernehmen:

  • Die Fakultät für Geochemie und Mineralogie der Pontificia Universidad Catolica del Peru, Lima, Peru.
  • Die Fakultät für Geochemie und Altersdatierungen der Universität Lausanne, Schweiz.
  • Die Fakultät für Geoinformation der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden, Deutschland.
  • Die Fakultät für Geophysik der Technischen Universität Clausthal-Zellerfeld, Deutschland.

Für die wissenschaftliche Leitung, Planung und Koordination zuständig ist die IPRO-Consult Dresden GmbH aus Deutschland. Die Erich von Däniken-Stiftung, Schweiz, ist Auftraggeber und Fragesteller.

Erich von Däniken schreibt dazu (PDF HIER):

Die Archäologie hat das Rätsel Nazca nie lösen können, weil nur nach archäologischen Denkmustern vorgegangen wurde. Das wollen wir ändern und wissenschaftlich unanfechtbare Daten ermitteln. Außer uns tut es ohnehin niemand, und alles bleibt beim Alten. Helfen Sie mit, dieses wichtige Projekt möglich zu machen. Es wird ein Meilenstein in der Forschung von Nazca werden.”

Das Projekt findet Ihr bei “Startnext” HIER.

(Text von Startnext, Links von Fischinger-Online)

Videos zum Thema Nazca

Video von Erich von Däniken zum Projekt Nazca III auf YouTube

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Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

Nazca und die Prä-Astronautik: Längst von Archäologen widerlegt? YouTube-Video auf Grenzwissenschaft & Mystery Files

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Neue Forschungen zu den Moai der Osterinsel veröffentlicht: Ist das Rätsel von Rapa Nui damit wirklich gelöst? +++ YouTube-Video +++

VIDEO: Das Rätsel der Moai-Figuren der Osterinsel - ist es wirklich gelöst? (Bilder: gemeinfrei & W.-J. Langbein / Montage: Fischinger-Online)
VIDEO: Das Rätsel der Moai-Figuren der Osterinsel – ist es wirklich gelöst? (Bilder: gemeinfrei & W.-J. Langbein / Montage: Fischinger-Online)

Etwa 4.000 Kilometer vor der Westküste von Südamerika liegt einsam mitten im Pazifik die Osterinsel. Auch bekamt als Rapa Nui, wie sie eigentlich heißt. Seit ihrer Entdeckung 1722 durch Europäer rätseln Archäologen wie Laien über die (heute) fast 900 riesigen Statuen mit Namen Moai. Denn überall auf der winzigen Insel sind sie zu finden. Eines der bekanntesten Rätsel der Archäologie, welches US-Forscher vielleicht gelöst haben. Zumindest sagt es eine jetzt veröffentlichte Studie der Wissenschaftler. Aber welche Rätsel und Geheimnisse verbirgt die Osterinsel alias Rapa Nui noch? Welche Spekulationen und Thesen kursieren? Was haben die Wissenschaftler genau herausgefunden? Das erfahrt Ihr wie immer detailliert in einem Video, das jetzt auf meinem YouTube-Channel online ist.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Rapa Nui gilt als die einsamste Insel der Welt, denn sie liegt rund 4.000 Kilometer vom nächsten Festland entfernt mitten im Pazifik. Dennoch ist die Osterinsel weltweit bekannt.

Bekannt durch die fast 900 riesigen Steinstatuen namens Moai. Diese Moai stehen auf der ganzen Insel verteilt und faszinieren bis heute. Wissenschaftler wie Laien sind von diesen tonnenschweren Moai auf der kleinen Osterinsel begeistert, seit die Insel 1722 erstmals von Europäern betreten wurde. Und vor allem seit sie der Thor Heyerdahl 1947 mit seinem Floß „Kon Tiki“ weltberühmt machte.

Denn diese einst über 1.000 Moai geben der Wissenschaft noch immer Rätsel auf. Nicht nur Heyerdahl vor über 70 Jahren, als er mit seiner „Kon Tiki“ den Pazifischen Ozean bezwang. Bis heute werden diese Moai, die Insel und die einstige Kultur von Rapa Nui erforscht.

Jetzt stellte ein Forscherteam eine Studie vor, in der sie dem Mysterium um die Moai auf dem Grund gingen. Demnach sind sie sicher, dass sie Hinweise dafür gefunden haben, warum die Insulaner einst diese kolossalen Steinfiguren aufstellten: Süßwasserquellen!

Doch ist das wirklich alles so einfach?

Welche Rätsel und Geheimnisse verbirgt die Osterinsel alias Rapa Nui noch? Welche Spekulationen und Thesen kursieren? Und was haben die Wissenschaftler herausgefunden? Das erfahrt Ihr wie immer detailliert in einem Video auf meinem Channel.

Bleibt neugierig …

YouTube-Video vom 22. Jan. 2019 auf Grenzwissenschaft & Mystery Files

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Oak Island, Kanadas legendäre Schatzinsel: Ein Insel-Besitzer hat seine Fundstücke online gestellt – die Hintergründe

Die legendäre Schatzinsel Oak Island vor der Ostküste Kanadas: Ein Besitzer hat jetzt alle seine Fundstücke von der Schatzinsel ins Netz gestellt (Bilder: Google Earth / aus L. A. Fischinger "Historia Mystica" / Montage: Fischinger-Online)
Die legendäre Schatzinsel Oak Island vor der Ostküste Kanadas: Ein Besitzer hat jetzt alle seine Fundstücke von der Schatzinsel ins Netz gestellt (Bilder: Google Earth & L. A. Fischinger “Historia Mystica” 2009 / Montage: Fischinger-Online)

Denkt man an Schatzinseln, denkt man gleichzeitig an irgendwelche Piraten, die auf warmen Inseln irgendwo in der Karibik oder im Pazifik Truhen voller Gold und Edelsteine unter Palmen vergraben haben. Ganz anders als diese einsamen und “klassischen Schatzinseln” aus Film und Literatur ist es bei dem winzigen Eiland Oak Island. Diese Schatzinsel liegt im kalten Nord-Atlantik an der Ostküste Kanadas und ist alles andere als einsam und weit abgelegen. Und trotzdem suchen auf Oak Island seit Jahrhunderten Schatzsucher, Neugierige und ganze Bergungsgesellschaften nach einem mutmaßlichen Schatz. Zumindest nach einem dort verborgenen Geheimnis, von dem nicht mal klar ist, was und von wem dieses eigentlich stammt. Ein Landbesitzer der kleinen und geheimnisvollen Insel hat jetzt alle Fundstücke von seinem Grundstück dokumentiert und ins Netz gestellt. Für alle an dem Mythos von Oak Island Interessierte ein Glücksfall. Was es damit genau auf sich hat, die Hintergründe und Details erfahrt Ihr in diesem Beitrag.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Oak Island

Klein, kalt, öde und vollkommen unspektakulär. Nur eine Insel von insgesamt rund 350 weiteren Inseln in der Mahone Bay, die sich an der Ostküste von Nova Scotia, Kanada, befindet. Sie ist gerade einmal 1,3 Kilometer lang und rund 600 Meter breit udn liegt nur knapp 200 Meter vom Festland entfernt.

Mit diesen Worten könnte man die Insel Oak Island auf den ersten Blick treffend beschreiben. Wenn sie nicht schon vor Jahrhunderten zu einem Mythos geworden wäre, da seit 1795 dort nach einem Schatz oder einem vergrabenen Geheimnis gesucht wird. Eine Suche, an der seit dem tausende Menschen beteiligt waren, die unzählige Millionen Dollar kostete, mehre Todesopfer forderte, Bergungsfirmen in den Ruin stürzte und letztlich doch (fast) nichts brachte!

Auslöser des Mythos waren drei Freunde.

1795

Daniel McGinnis, John Smith und Anthony Vaughan erkundeten 1795 die Insel und stieße dabei auf eine Art von Senke im Boden. Irgendwie erschien sie den drei Männern künstlich angelegt, so als sei hier etwas vergraben worden. Ein Schatz! – so ihre erste Vermutung. Also begannen sie zu graben und stießen Meter für Meter weiter in das Innere von Oak Island vor. Sie waren sicher, dass sie einen von Menschenhand angelegten Schacht entdeckt haben, auf dessen Grund sich etwas Wertvolles verbergen müsse.

Gefunden haben die drei ersten Oak Island-Jäger keinen Schatz. Sie fanden keine unermesslichen Reichtümer oder irgendwas, das vor unbekannten Zeiten von unbekannten Menschen dort verborgen wurde. Sie gaben schließlich auf. Obwohl sie fest glaubten, dass sie hier ein Versteck gefunden haben.

Seit diesem Ereignis pilgerten unzählige Menschen auf die kleine Insel Oak Island. Es wurden Gesellschaften gegründet, Teams von Bergbauexperten zusammengestellte, Millionen Gelder besorgt, schwere Bohr- und Grabungsgeräte auf die Insel gebracht und Oak Island im Laufe der Jahre wortwörtlich durchlöchert. Am Ende sah die geschundene Insel aus wie ein Schweizer Käse und war in weiten Teilen vollkommen umgepflügt.

Schätze und Geheimnisse der Insel

Die Geschichte der Arbeiten und Suchen auf Oak Island ist seit 1795 zu einer unendliche Geschichte geworden. Ausnahmslos niemand der dort tätigen Schatzsucher und Gesellschaften hat je einen Schatz gefunden. Nicht die Spur eines wertvollen Versteckes brachte man nach über 220 Jahren ans Tageslicht. Was aber die emsigen Oak Island-Forscher immer wieder in den Jahrhunderten fanden waren Hinweise oder Indizien für ein dort verborgenes Geheimnis. Vielleicht eben sogar ein Schatz von enormen finanziellen Wert.

Immer wieder kamen Objekte oder angebliche Hinweise auf ein Versteck in der Landschaft oder Geologie der Insel hervor. Mal Objekte, die ganz real ausgegraben oder durch Bohrungen gefunden wurden, mal auch solche Spuren, die mittels Bodenradar und ähnlichen modernden Technologien aufgespürt wurden.

Dutzende Thesen, was hier in Wahrheit einst von wem auf Oak Island versteckt worden sein könnte, wurden in de letzten 200 Jahren vertreten. Quasi jeder Fund verleitet zu einer neuen Spekulation um das Mysterien der Insel. Fast jeder vermutet die angeblich existierenden geheimen Kammern udn Tunnel unter der Erde woanders. Andere glauben sogar alles sei nur Tarnung udn Ablenkung der Erbauer des Versteckes, da der wahre Schatz (oder was auch immer dort verborgen liegen mag) auf einer anderen Insel in diesem Gebiet liegt …

Thesen, Thesen, Thesen

Der Mythos von Oak Island fasziniert heute viele Menschen (mich eingeschlossen, z. B.  HIER & HIER). Irgendwer muss irgendwann hier irgendwas auf/in dieser winzigen Insel verborgen haben. Reichtümer finanzieller Art oder vielleicht sogar ein so brisantes Geheimnis, dass es dort für allezeit vor der Welt versteckt bleiben sein sollte.

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Ich selber habe in einige Veröffentlichungen, Büchern und Vorträgen immer mal wieder das Thema Oak Island aufgriffen und diskutiert. Unlängst ist es zu einer ganzen “Themen-Krake” herangewachsen, wenn man sich all die Spekulationen zu dieser Insel heute anschaut. Vermutungen, wer hier einst ein Versteckte anlegte oder was sich dort befinden könnte, sind zahllos:

  • Piraten der Karibik (vor allem Captain Kidd & Francis Drake)
  • Die Inka aus Peru
  • Außerirdische
  • Die Azteken aus Mexiko
  • Die Wikinger
  • Die Original-Manuskripte von Francis Bacon (Texte, die William Shakespeare zugeschrieben werden)
  • Die Tempelritter aus Europa
  • Britische Soldaten
  • Die Bundeslade aus dem Alten Testament
  • Der Heilige Gral
  • Der Schatz der Tempelritter / Templer
  • Ein Alien-Raumschiff
  • Lokale Indianerstämme (Micmac-Indianer)
  • Die Maya aus Mexiko
  • Die Phönizier aus dem Mittelmeerraum
  • Bewohner des versunkenen Atlantis
  • Irgendwelche Geheimbünde wie die Freimauer,  Illuminaten etc.
  • Die Manna-Maschine (ein Gerät, dass angeblich von Astronautengöttern den Hebräern beim biblisches Exodus übergeben wurde, und für diese bei ihrer Wanderung die Nahrung “Manna” produzierte . s. d. Video mit Erich von Däniken HIER)

Es wäre müßig die gesamte Geschichte von Oak Island an dieser Stelle darzulegen und zu diskutieren. Dafür ist sie zu umfangreich geworden. Wie auch die Spekulationen, was hier eigentlich versteckt ist. Und wann, von wem, warum und ob es überhaupt ein derartiges Geheimnis gibt. Denn in der Auflistung der Beispiele oben fehlt der Punkt, dass alles um Oak Island nur ein Märchen ist. Demnach seien alle “ungewöhnlichen Funde” entweder natürlichen Ursprungs, durch Stürme angeschwemmt und dann verschüttet worden, nur Zufall oder wurden irgendwann einmal von irgendeinem Besucher dort verloren.

Rick und Marty Lagina und Oak Island

Auf keinen Fall unerwähnt bleiben dürfen aber die beiden Brüder Rick und Marty Lagia und ihr Team. Die beiden unermüdlichen Oak Island-Forscher sind seit Kindertagen von der Insel fasziniert und erwarben bereits im Jahr 2006 große Anteile von Oak Island. Seit dem suchen die wohlhabenden Geschäftsleute mit allen heute nur erdenklichen Mitteln und Techniken nach dem Geheimnis von Oak Island.

Ihre Begeisterung nahm ihren Anfang, als sie 1965 in “Reader’s Digest” erstmals von der Insel und dem dortigen Versteck “Mony-Pit” (“Geld-Loch”) lasen.

Bei ihren Forschungen werden die beiden nicht nur von Forscherkollegen und Expertenteams unterschiedlicher Richtungen begleitet, sondern auch von dem US-TV-Sender “History Channel”. Anfang Januar 2014 startete dieser die Doku-Reihe “The Curse of Oak Island” rund um die Laginas und ihren Arbeiten auf dem Eiland. Aktuell läuft die TV-Reihe in der 6. Staffel mit etwa 30 Folgen. In diesem Internet-Forum HIER wird das Thema und die TV-Reihe übrigens sehr aufmerksam verfolgt und umfangreich diskutiert (dort vor allem die Beiträge des Users “s..zwerg05” beachten).

The Curse of Oak Island”

The Curse of Oak Island” mit Rick und Marty Lagia & Co. ist eine typische Doku-Reihe der USA. Spektakulär aufgemacht, gespickt mit vermeintlich sensationelle Entdeckungen und auf Sensation gedrillt. Das kennt man nur zu gut von entsprechenden UFO-Dokumentationen aus Amerika. Doch streicht man diese unvermeidlichen US-Doku-Beigaben (schließlich will der Sender die Serie auch verkaufen) heraus, bleibt eine überaus spannende TV-Reihe zum Thema. Bedenken sollte man auch, dass die Brüder beträchtliche Summen ihres Privatvermögens für ihre Leidenschaft investierten.

Kritiker der Sendung übersehen das sehr gerne.

Sie übersehe auch, dass der “History Channel” erst Jahre nachdem die Lagias auf Oak Island Land und Grabungslizenzen erworben dazu kam. Die enormen Kosten der Arbeiten für Mensch, Material und Maschine sind in “The Curse of Oak Island” unübersehbar. Wenn (davon ist auszugehen) die Familienväter finanziell vom “History Channel” unterstützt werden, ist dagegen nichts einzuwenden. Immerhin besser, als wenn es eines Tages heißt “entschuldigt, liebe Familie, wird sind pleite. Alles Geld wurde für unseren Kindheitstraum in Oak Island versenkt” …

Und je mehr Finanzmittel, je mehr kann gesucht und geforscht werden und je mehr Ergebnisse können der rätselhaften Insel entlockt werden. Auch wenn diese Resultate eben vor allem für Mystery-Jäger und an den Rätseln der Welt Interessierte spannend sind.

Artefakte von Oak Island im Internet

Einer der seine ganz eigenen Ergebnisse bzw. Fund  jetzt ins Netz stellte ist Robert Young. Young ist ein Grundstücksbesitzer auf Oak Island, der 1996 eine Parzelle der Insel kaufte. Damals herrschte eine Art von kalten Krieg auf der Insel,  da die Haupteigentümer Fred Nolan und Dan Blankenship einen erbitterten Streit um die Insel führten. Begonnen hatte dieser bereits 1983, als Nolan Land auf der Insel kaufte. Unbemerkt von der damals auf der Insel aktiven “Triton-Allianz” von Dan Blankenship, der bereits seit Ende der 60ger Jahre auf der Insel wohnte.

Von diesem Fred Nolan erwarb Young das Grundstück “Lot 5”. Bis heute darf er nicht den 1965 erbauten Fahrdamm zum Festland benutzen und muss das Boot nehmen. Trotz dieser Streitigkeiten hat aber auch Young auf seinem Grundstück im Laufe der Jahre diverse Funde gemacht. Da sein Land für die Brüder Lagina und dem “History Channel” natürlich tabu sind, präsentiert Young seine Entdeckungen auf einem anderen Weg. Auf seiner Webseite OakIslandlotfive.com, die er nach seinem Grundstück benannt hat.

Durch die Streitigkeiten auf der Insel bleibt Young auch nicht viel anderes übrigen, wenn er seine gefundenen Objekte präsentieren will. Denn in der aktuellen TV-Reihe “The Curse of Oak Island” ist von Young niemals die Rede. So, als existiere er gar nicht …

Das ändert natürlich nichts daran, dass er seit 1996 auf seinem Grund und Boden auch diverse Funde machte. Wie die kanadische Tageszeitung “The Chronicle Herald” am 10. Januar 2018 über Robert Youngs Funde berichtete, haben diese ihn selber überrascht:

Ich war überrascht, wie viel ich wahrheitsgemäß gefunden habe. Ich dachte, ich würde verbogene Taschenmesser oder was auch immer finden, aber es war einfach wunderbar. Von Tag zu Tag wusste ich nie, was ich finden würde.

Lot 5

Ergebnis sind rund 100 Fotos verschiedenster Fundobjekte von seinem Grundstück “Lot 5”, die Ihr HIER online sehen könnt. Alle diese Objekte – von Münzen bis verbogenem Metall – sind von ihm, so betont er, ganz legal ausgegraben worden. Seit 1998 besaß er eine “Treasure Trove License” für seien Parzelle 5 der Behörden im nahen Halifax. Das ist eine Art offizielle Schatzsucherlizenz, die Young auch auf seiner Internetseite als Pdf vollständig online gestellt hat.

Für Fans des Mythos um Oak Island sind diese zahlreichen Artefakte von der Insel mehr als spannend. Immerhin ist seit Jahren die einzige wirkliche Quelle für Funde aller Art und Unart die US-TV-Serie des “History Channel”. So zitiert “The Chronicle Herald” ihn auch mit den Worten:

Ich bin eine Ein-Mann-Operation. Und als ich diese Arbeit machte, hatte ich nicht einmal einen Computer, um auf das Internet zuzugreifen, also musste ich in die Innenstadt zur Bibliothek gehen und alles über Cricket-Abzeichen oder was auch immer herausfinden. (…)

Ich betrachte diese Website immer als eine Art Geschenk für die Menschen in Nova Scotia. Ein Dankeschön, dass sie mich hier leben lassen und ich in den Laden gehen kann, ohne meine Tür und dergleichen verschließen zu müssen Im Grunde sag ich, ich war hier, das ist, was ich getan habe, und jetzt müssen sie herausfinden, was das alles bedeutet.

Eine kleines Stück Schatzinsel

Gefunden hat Young alle Objekte nach seinen Angaben ausschließlich auf seinem kleinen Stückchen Oak Island im Nord-Westen der Insel. Weit weg von all den Arbeiten, Grabungen, Tätigkeiten, Bohrungen usw. der Brüder Lagina und ihren Teams, die sich hauptsächlich 700 oder mehr Meter von seinem Grund und Boden abspielen. Denn dort befindet sich das “Haupt-Suchgebiet”, da in dieser Ecke der angeblich ursprüngliche Versteck lag, das 1795 entdeckt wurde. Auch wenn natürlich auf der gesamten Insel gesucht, geforscht und gegraben wird.

Auf diesem Screenshot der Insel von Google Earth habe ich das einmal grauer eingezeichnet (zur Großsicht anklicken):

Oak Island - Aktuelle Übersicht mit dem Grundstück Lot 5 von R. S. Young (Bilder: Google Earth Sceenshot & oakislandlotfive.com / Bearbeitung: Fischinger-Online)
Oak Island – Aktuelle Übersicht mit dem Grundstück Lot 5 von R. S. Young [Großansicht] (Bilder: Google Earth Sceenshot & oakislandlotfive.com / Bearbeitung: Fischinger-Online)
Insgesamt ist Oak Island in 32 Lot unterteilt. Ganz unten rechts auf dem Google Earth-Bild findet sich Lot 32; ganz oben links Lot 1.

Die Lot 5-Funde

In “The Curse of Oak Island” des “History Channel” sind die Objekte von Young nicht zu sehen. Die genannten Unstimmigkeiten sind der Grund. Für Oak Island-Interessierte sind sie gerade deshalb interessant, da jede Neuigkeit wissbegierig aufgenommen wird. So hat auch die Lokalzeitung “The Chronicle Herald” vor wenigen Tagen die veröffentlichten Fotos der Lot 5-Funde Professor Jonathan Fowler von der Universität Saint Mary in Halifax gezeigt, und ihn um eine Stellungnahme gebeten:

“Ich würde sagen, auf den ersten Blick ist das Material, das wir hier betrachten, eine typische Kolonialzeit-Artefaktsammlung. Es gibt eine Reihe funktionaler Kategorien, von Küchengeräten, Bekleidungselementen und persönlichen Elementen. Es gibt dort einen Schlüssel, ich sehe ein oder zwei Fingerhüte, einen Kochtopf und einige Werkzeuge. Dies ist ziemlich normal. Nun, es gibt einige Dinge, die ein bisschen seltsam sind, zum Beispiel dieses Cricket-Abzeichen und solche Dinge Aber selbst das ist nicht untypisch (…) Es gibt Leute, die zurückkommen und dort Sachen fallen lassen.”

Professor Fowler ist weiter sicher, dass es “eine echte archäologische Geschichte zu Oak Island gibt, die sich von der abenteuerlicheren Erzählung der populären spekulativen Geschichte unterscheidet.” Aus diesem Grunde findet er die Online-Bildergalerie der Objekt “nützlich”.

Etwas wirklich Spektakuläres sucht der Betrachter unter diesen Artefakten vergeblich. Auch der Archäologie Dr. Jonathan Fowler sieht das so. Fowler selber ist von der Athropolischen Abteilung der Universität Saint Mary und unter anderem auf die Archäologie des Kolonialismus Nordamerikas spezialisiert. Damit sind Robert Young seine Fundstücke für einen Forscher wie ihn fraglos interessant aber alltägliche Artefakte. Zynische Oak Island-Skeptiker würden sie vielleicht sogar schlicht als Müll aus zwei Jahrhunderten bezeichnen …

Ein enttäuschter Oak Island-Besitzer?

Robert Young äußerte sich in dem Zeitungsartikel auch zu den aktuellen Vorgängen auf Oak Island rund um die Brüder Lagina. Er gehört nicht zu dessen Team und habe auch keine Einigung über die Nutzung des Fahrdamms zum Festland erzielen können, schreibt “The Chronicle Herald”. Mehr noch, Young glaubt, so heißt es weiter, “dass die beliebte Fernsehserie ‘Curse of Oak Island’ andere wie ihn und seine Funde zur Seite gestoßen haben könnte”.

Klingt hier Unmut angesichts des Erfolges der TV-Serie und der enormen zur Verfügung stehenden Mittel heraus? Meiner Meinung durchaus denkbar. Ebenso sagt Young selber, dass der seine Schatzsucherlizenz “Treasure Trove License” bereits im Jahr 2008 auslaufen lies. Er habe sie nicht verlängert, da die “damit verbundenen Bestimmungen dazu führen könnten, dass sein Eigentum als Special Place ausgewiesen” werden könnte. Aus diesem Grunde habe er sich zurückgezogen, da es ihm “das Risiko nicht wert” war.

Ferien auf Oak Island

Seine Parzelle nutze er nur noch als “Ferienobjekt” und Young sei “grundsätzlich zufrieden mit dieser Entscheidung“, die Lizenz nicht verlängert zu haben. Letztlich haben Rick und Marty Lagia mit ihren Arbeiten und der TV-Serie das ganze Thema Oak Island zerstört und missbraucht, meint Young:

Ich bin überhaupt nicht damit einverstanden, was in den letzten Jahren dort vor sich gegangen ist. Ich denke, sie haben die Insel irgendwie missbraucht. Mein ganzes Thema ist es, es so original wie möglich zu halten.

Sehr gut möglich, dass Young es heute bereut, dass er zwei Jahre nach dem Landkauf der Lagina-Brüder hat seine eigene Lizenz auslaufen lassen. Jetzt gehört ihm nur ein kleines Waldgrundstück, mit dem er eigentlich nichts anfangen und das er nur mit einem Boot erreichen kann. Während andere mit LKWs, Kranwagen, Baggern, Bohrmaschinen und Kettenfahrzeugen über den Damm anreisen und auf Oak Island herumfahren und lärmen.

Vielleicht ein Teil des “Fluch von Oak Island, von denen einige Menschen sprechen. Aber vielleicht ist die Veröffentlichung seiner Artefakte von Lot 5 ja ein Anfang für ein Entgegenkommen …

Was denkst DU über das Thema? Diskutiere gerne bei Facebook mit.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Die kaum erforsche Machalilla-Kultur von Ecuador und ihre Schädeldeformationen: Deutsche Forscher auf den Spuren eines 3.500 Jahre alten Volkes

Die kaum erforschte Machalilla-Kultur von Ecuador: Deutscher Forscher auf den Spuren des 3.500 Jahre alten Volkes (Bilder: gemeinfrei & .thousandwonders.net/T. Ellis)
Die kaum erforschte Machalilla-Kultur von Ecuador: Deutsche Forscher auf den Spuren des 3.500 Jahre alten Volkes (Bilder: gemeinfrei & thousandwonders.net/T. Ellis)

Wissenschaftler des “Deutschen Archäologischen Instituts” (DAI) erforscht an der Küste von Ecuador die Spuren der kaum bekannten Machalilla-Kultur. Eine erst 1958 entdeckte Kultur an der Pazifikküste Südamerikas, von der die Forscher bis heute kaum etwas wissen. Die letzten Reste der Machalilla zeigen aber schon jetzt eine weit vernetzte Kultur, deren Beziehungen vor 3.500 Jahren bis nach Peru reichten, wie es das DAI in einer aktuellen Pressmitteilung mitteilte. Was die Archäologen über dieses unbekannte Volk jedoch wissen, ist, dass auch die Machalilla einem weltweitem Trend folgten: Denen der Schädeldeformationen. Mehr über diese bisher fast unerforschte Kultur von Ecuador lest Ihr in diesem Beitrag.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Die kaum bekannte Machalilla-Kultur

Erstmals entdeckt und beschrieben wurde die Machalilla-Kultur erst im Jahr 1958 von Emilio Estrada. Einem Archäologen aus Ecuador, der die Spuren dieses Volkes im heutigen Nationalpark Machalilla der Erde entlockte. Ein Naturreservart entlang der ecuadorianischen Küste am Pazifik mit einem kleinen Fischerdorf namens Machalilla.

Hier fand Estrade die erste Spuren und Artefakte dieser rund 3.500 Jahre alten Kultur aus der Frühzeit Südamerikas. Eine Art Zwischen-Volk, das aus der bis zu 5.900 Jahre alten Valdivia-Kultur hervorging und ab rund 1300 vor Christus in der Kultur der Chorrera aufging. Wobei die Abgrenzungen dieser drei Zivilisationen für Archäologen nicht immer klar zu ziehen sind (die Figur de Titelbildes zeigt ein Kunstwerk der Chorrera). Sie sind oftmals fließend, wobei 1800 vor Christus als Beginn der Machalilla-Kultur angehen wird.

Sie selber bestand nur rund 500 Jahre und wurde ab etwa 1300 vor Christus von den Chorrera abgelöst bzw. ging in dieser auf. In diesen 500 Jahren haben die Machalilla verhältnismäßig wenige Spuren hinterlassen, da das dieses Volk aus Südamerika bis heute wenig erforscht ist. Das “Deutsche Archäologische Institut” in Bonn möchte das mit einem “Team der Kommission für Archäologie Außereuropäischer Kulturen des DAI ändern”, heißt es in einer entsprechenden Presseerklärung vom 9. Januar 2019.

Darin heißt es:

Auf der Spur einer 3.500 Jahre alten Kultur an der Küste Ecuadors

DAI-Team erforscht die letzten Reste der kaum bekannten.

Die sogenannte Machalilla-Kultur (1.400-800 v. Chr.) ist bisher fast unerforscht. Sie breitete sich entlang der Küste Ecuadors aus und hatte Beziehungen bis ins Hochland und an die nordperuanische Küste. Ihren Namen erhielt sie 1958 vom ecuadorianischen Archäologen E. Estrada, der eine neuartige Keramik im heutigen Machalilla entdeckte. Viel mehr ist bisher nicht bekannt.

Das möchte ein Team der Kommission für Archäologie Außereuropäischer Kulturen des DAI ändern. Gemeinsam mit der Päpstlichen Universität in Quito (PUCE) haben die Archäolog*innen an zwei Fundorten in der Bucht von Machalilla gegraben. Der erste ist der namengebende Fundort, der zweite Fundplatz gehört zur sogenannten Chorrera-Kultur, die sich über mehrere Jahrhunderte parallel zur Machalilla-Kultur im gleichen Gebiet entwickelte. Auch das Verhältnis der beiden Kulturen zueinander steht im Fokus der archäologischen Untersuchungen.

Mittels einer Drohne und der Auswertung von Luftbildern wurde zunächst eine Gesamtkarte für die Bucht von Machalilla und die beiden ca. 2 km voneinander entfernten Fundorte erstellt . Parallel begannen die Grabungsarbeiten, die sich vor allem am namensgebenden Fundplatz aufgrund zahlreicher rezenter Gräber als sehr schwierig erwiesen. Dennoch stellte das Grabungsteam zahlreiche Funde sicher, die nun im Labor der PUCE genauer untersucht werden.

Anhand von verkohlten organischen Resten an den Innenseiten von Keramikfragmenten konnte der namengebende Fundort in die Zeit zwischen 1.380-1.000 v. Chr. datiert werden. Überraschend war, dass sich nicht eine einzige Scherbe des Keramiktyps ‘Ayangue Incised’ fand, der bisher in der Literatur als Leitfossil der Machalilla-Kultur gilt. Im Gegensatz dazu kamen am zweiten Fundort erstmals zahlreiche Fragmente von Figurinen zu tage, die bisher der Bahia-Kultur zugeordnet wurden. Da sie nun erstmals in gesichertem Fundzusammenhang nachgewiesen sind, muss ihre Zuordnung vermutlich komplett neu überdacht werden. Neben den Figurinen legte das Grabungsteam vor allem Objekte aus Meeresschnecken (Mollusken) wie Angelhaken oder Knöpfe in sämtlichen Bearbeitungsstufen frei.

Es bleiben noch viele Fragen und Auswertungen offen, die in den kommenden Kampagnen geklärt werden sollen.

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Rätsel alter Weltkulturen

Die Arbeiten der Archäologe in Ecuador sowie die DAI-Presseerklärung zeigt es uns mal wieder sehr deutlich: Auf der ganze Erde finden wird auch in der heutigen Zeit noch immer verwehte und verborgene Spuren, Relikte und Hinweise auf unbekannte Kulturen und Zivilisationen. Die Rätsel alter Weltkulturen sind noch lange nicht alle entdeckt oder sogar erforscht.

Machalilla waren vor Jahrtausenden Fischer, Ackerbauern und Jäger. Nicht unüblich für diese Zeit. Sie waren aber auch Anhänger eines bizarren Kultes oder eines bizarren Schönheitsideals. Denn auch die Machalilla-Kultur verformte absichtlich die noch weichen Schädelknochen ihrer Kinder. Solche Schädeldeformationen finden sich auf der ganzen Welt und vor allem auch in Südamerika. Etwa in der gesamten Region der Anden und den Gebieten zischen Pazifik und Hochanden.

Mittels Brettern, Bandagen und – wie im Fall der Machalilla – Steingewichten wurden von den Anhängern dieses “Kultes” hierbei der noch weiche Schädelknochen von Säuglingen verformt. Oftmals in schon gruselig aussehende Formen und Größen. Beispielsweise, wenn der Hinterkopf der noch wachsenden Kinder enorm in die Länge und Höhe “gepresst” wurde und diese Menschen dann ihr Leben lang mit “Turmschädel” herumliefen.

Schädeldeformationen

Ein für uns heute unheimlicher Brauch, der mit Sicherheit auch nicht ohne Schmerzen für die Heranwachsenden von statten ging! Über Jahre hinweg mussten die Kinder das über sich ergehen lassen. Und doch sahen sich weltweit Kulturen und Völker dazu veranlasst die Schädel ihrer Kinder auf solche Weisen zu verformen. Auch noch in Historischen Zeiten, etwa im 19. Jahrhundert in Afrika. Sonderbar ist dabei die Tatsache, dass dies nahezu weltweit praktiziert wurde. Von Deutschland über die Steppen Asiens bis Amerika und Afrika folgte man diesem vermeintlichen Schönheitsideal. Selbst unserer ehemaliger Mitmensch, der Neandertaler, tat dies seinen Kindern an.

Warum … wissen wir ganz einfach nicht.

Archäologen, Historiker und auch Ethnologen verweisen hierbei auf dem Umstand, dass vollkommen unterschiedliche Kulturen diesen Brauch pflegten. Und war solche, die nicht nur viele tausend Kilometer voneinander getrennt existieren, sondern auch solche, die Jahrtausende trennen. Untereinander können diese also niemals in Kontakt gestanden und der eine von den anderen abgeguckt haben. In direktem Kontakt über die Zeiten hinweg ist hier natürlich gemeint, denn geographische Kontakte zwischen “den Welten” gab es wahrscheinlich schon vor Jahrtausenden.

Bei der bis dato noch fremden Machalilla-Kultur ist das etwas anders. Immerhin haben nahezu alle Kulturen in Südamerika Schädeldeformationen an ihren Kindern durchgeführt. Kultureller Austausch, Handel und gegenseitige Beeinflussungen sind hier nicht nur zu erwarten sondern auch belegt. Immerhin haben auch die Machalilla Beziehungen bis in den Norden von Peru unterhalten, wo Schädeldeformationen geradezu Alltag waren. Nur eines der unzähligen Mysterien in Südamerika.

Natürlich haben diverse Forscher auch diverse Deutungen dieses Kultes der verformten Schädel. Etwa, dass es eben ein Schönheitsideal sei. Oder auch, dass die Menschen mit solch extrem verformten und lang gezogenen Schädeln Mitglieder einer höher gestellten Gruppe bzw. Gesellschaft angehörten. Vielleicht aber auch um Reichtum zu zeigen, da die noch nicht ausgewachsenen Kinder so zeigten, dass sie beispielsweise nicht hart arbeiten mussten. Schulpflicht gab es bekanntlich nicht und jedes Familienmitglied musste seinen Teil zum Familienauskommen beitragen.

Schönheit für die Götter

All das sind aber letztlich nur Vermutungen der “Mainstream-Wissenschaft“.

An derer Stelle habe ich das Thema der Schädeldeformationen bereits genauer behandelt. Denn immerhin gibt es auch die phantastische Deutung im Sinne der Prä-Astronautik. Demnach sahen die Menschen Götter von den Sternen, deren Schädel sich von den irdischen Menschen in dieser Form unterschieden. Sie waren größer und/oder länger und ähnelten diesen “Turmschädeln”. Um zumindest diesen Astronautengöttern etwas ähnlich zu sehen, erfand man die Technik der Schädeldeformationen an den Nachkommen.

Vielleicht ganz einfach zu ihren Ehren. Als sichtbares Zeichen ihrer Verbindung zu den Göttern.

Durchaus denkbar, dass eben genau solche Familien oder Gruppen aus hören sozialen oder religiösen Positionen dies taten. Man denke an geistige und religiöse Führer, Priesterkasten und Herrscherfamilien. Zumindest aber würde diese Hypothese sehr elegant erklären, dass Menschen zu unterschiedlichen Zeiten und in weit voneinander entfernten Regionen Schädeldeformationen durchführten. Schließlich kann – und sollte – man bei der Prä-Astronautik davon ausgehen, dass die “Götter” nicht nur einmal und nicht nur zu einem eng umrissenen Gebiet der Erde kamen …

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Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Der John Frum-Kult der Südsee: Wer war der Gott “John Frum” aus dem “Paradies” USA? +++ Gast-Artikel +++

Der John-Frum-Kult der Südsee: Wer war der Gott aus dem "Paradies namens USA"? (Bilder: W.-J. Langbein / Bearbeitung: Fischinger-Online)
Prozession zu Ehren des John Frum-Kult auf der Insel Tanna in der Südsee: Wer war der Gott aus dem “Paradies namens USA”? (Bilder: W.-J. Langbein / Bearbeitung: Fischinger-Online)

In einem bisher unveröffentlichten Artikel berichtete ich vor einigen Jahren unter anderem über einen ganz  besonderen religiösen Kult auf der Insel Tanna im Pazifik: Prinz Philip, Herzog von Edinburgh und Ehemann der Königin von England, wird in diesem als eine Art Gottheit bzw. Sohn eines lokalen Berggeistes verehrt. Ein überirdisches hellhäutig Wesen, dass einst über das Meer auf die Insel kam. So, wie es Prinz Philip einst tatsächlich tat. Solche Religionen nennt man allgemein hin “Cargo-Kulte” und sie sie fußen zum Teil in den früheren Kolonialbestrebungen der Europäer. In diesem Gast-Artikel berichtet mein Kollege Walter-Jörg Langbein von einem  ähnlichen Kult in der Südsee, den er sich vor Ort angesehen hat. Der Kult um den Gott, Geist, Messias “John Frum”, der einst aus einem gelobten Land “USA” auf die Insel gekommen sei. Ein spannender Ausflug in die Welt der religiösen Bewegungen, die möglicherweise nicht ganz umsonst an die Ideen der “Götter aus dem All” anklingt. Warum – lest Ihr hier.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Der rätselhaft “John Frum-Kult” der Südsee

Gast-Artikel von Walter-Jörg Langbein nach dem Buch “Monstermauern, Mumien und Mysterien(Zusammenfassung und zu Beginn leicht gekürzt)

Reise in die Südsee

Die Anreise war eine Tortur: Frankfurt – Amsterdam –Tokio – Guam – Pohnpei – Kosrae – Honolulu – Sydney – Port Vila (Vanuatu) – Tanna.

Nicht die Sehnsucht nach sandigen Südseestränden hat mich mit einigen wackeren Reisegefährten ins ferne Melanesien geführt. Es waren auch keine archäologischen Rätsel, die vor Ort zu ergründen waren. Es war ein geheimnisvoller Kult, der uns die weite Reise hat antreten lassen: der ominöse John-Frum-Kult lockte uns nach Tanna.

Jedes Jahr wird diesem John Frum am 15. Februar gehuldigt. Wie lange noch? Langsam aber sicher passt sich das Christentum der seltsamen Religion an, um irgendwann den fremden Glauben dem christlichen einzuverleiben.

Anno 1774 wurde James Cook auf das Eiland von Tanna gelockt: von nächtlichem Glühen „in den Wolken“. Die Quelle des rötlichen Lichts war rasch ausgemacht: Es rührte von Yasur, einem Vulkan. James Cook wollte mit seiner Mannschaft den Vulkankegel erklimmen. Doch die einheimische Bevölkerung hinderte ihn daran. Das Gebiet sei durch ein mächtiges Tabu geschützt und dürfe nicht entweiht werden. „Dort hausen die Seelen der Verstorbenen!“ erfuhr James Cook.

Yasur – Der Mittelpunkt der Welt

Die Anhänger des John-Frum-Kults sind überzeugt, dass der Yasur-Vulkan den Mittelpunkt der Welt darstellt. Aus der glühenden Lava, die der Yasur einst ausgespuckt hat, sei die Welt entstanden. Auch heute ist der Yasur noch mehr als imposant. Sein Hauptkrater hat einen Durchmesser von etwa 300 Metern und ist rund 100 Meter tief. Durchschnittlich alle drei Minuten wird ein glühender Klumpen zähflüssigen Materials empor gespuckt. Abends und nachts ist dieses natürliche Feuerwerk wirklich sehr imposant.

Unter dem Krater des Yasur-Vulkans lebt nach Überzeugung der Anhänger des John-Frum-Kults nicht etwa der von den Christen verteufelte Satan… sondern der göttliche Sohn. Und diesem positiven Wesen wird jeden Freitag gehuldigt. In einer größeren Hütte versammeln sich die Gläubigen. Sie lauschen andächtig Musikanten… Gitarren kommen zum Einsatz. Es erklingen aber keine schleppenden Kirchenlieder. Stattdessen erschallt frohe, mitreißende Musik. Die Menschen strahlen ruhige Gelassenheit, aber auch frohe Heiterkeit aus.

Uns wenige fremde Besucher nehmen sie wie selbstverständlich in ihren Kreis auf. Jung und alt tanzen um die Hütte herum. Schon kleine Kinder sind dabei.. wie auch altehrwürdige Greise. Die Feiern dauern bis zum Morgengrauen.

John Frum-Kult Bild 1
John Frum-Kult auf Tanna (Bild: W.-J. Langbein)

Alle Jahre aber werden am 15. Februar besondere Rituale gefeiert. Mehr oder minder die gesamte Anhängerschaft John Frums ist dann zugegen, wenn verschiedene Gruppen stampfenden Schritts um den Festplatz marschieren. Sie vollführen dabei Sprünge im Rhythmus der Musik. Und alles geschieht in einer seltsamen Mischung aus heiterer Gelassenheit und stillem Ernst… zu Ehren von John Frum. Die stechende Sonne scheint den Anhängern John Frums nichts auszumachen.

Wer war John Frum?

Wer aber war dieser John Frum?

Ein göttlicher Sohn, der unter dem Vulkankrater lebte… wird immer wieder von seinen Anhängern verkündet. Ein Messias-Wesen, das den Menschen den ursprünglichen Glauben brachte. Eine göttliche Gestalt, die einst zu den Menschen von Tanna kam. Sie werde, so habe John Frum versprochen, dereinst wieder kommen und den Menschen von Tanna eine paradiesische Zeit bescheren. Ein rotes Kreuz auf weißem Grund sei, so hört man oft von seinen Anhängern, sei das heilige Zeichen John Frums.

Ein christlicher Missionar fragte einen John-Frum-Anhänger herablassend: „Du wartest auf die Rückkehr von John Frum? Wie lange schon?“ – „Seit fast fünfzig Jahren!“ Der Missionar erkundigte sich weiter: „Dein Vater… wie lange wartet der schon auf die Wiederkehr John Frums?“ – „80 Jahre!“ Kopfschüttelnd lachte der Missionar: „Du glaubst immer noch, dass John Frum wieder erscheinen wird… nachdem er 80 Jahre ausgeblieben ist?“ Die Antwort des John-Frum-Anhängers ließ das Gelächter des Missionars verstummen: „Man sagt, dass ihr Christen seit 2.000 Jahren auf die Wiederkehr eures Messias wartet. Und ihr meint immer noch, dass er doch noch erscheinen wird, obwohl er sich schon zwei Jahrtausende nicht hat blicken lassen?“

John Frum-Kult Bild 2
Prozession des John Frum-Kult auf Tanna (Bild: W.-J. Langbein)

Wer war John Frum? Oder: Wer ist John Frum? Beim Jahresfest der John-Frum-Anhänger am 15. Februar fällt auf, wie die einzelnen Männer-Gruppen marschieren: im Gleichschritt, mit geschulterten Fahnen und Holzstangen. Die Männer-Gruppen haben ganz und gar nichts Tänzerisches an sich. Sie wirken kriegerisch-militärisch. Manche scheinen sich dabei um einen grimmig-ernsten Gesichtsausdruck zu bemühen. Alkohol trinken sie keinen. Und so klappt es mit geradezu preußisch exaktem Gleichschritt.

Ohne Frage: Die Umzüge der Männer haben etwas Strenges, Militärisches an sich, auch wenn die „Soldaten“ barfuß und mit bloßem Oberkörper marschieren. Hat John Frum etwas mit Militär zu tun?

GI John

Zum Jahresfest der John-Frum-Bewegung marschieren bei den Feierlichkeiten auf dem Festplatz immer wieder Männergruppen auf, bei denen es sich um Kopien von Parademärsche zelebrierende Soldaten zu handeln scheint. Die Männer sind allerdings eher leger gekleidet (barfuß, bloßer Oberkörper). Und anstatt von Gewehren schultern sie Holzstöcke.

Und in der Tat: die John-Frum-Anhänger imitieren US-Soldaten. Warum?

Um 1940 wurden in der Südsee, wohl auch auf Tanna, amerikanische Soldaten stationiert. Die Fremden zeigten sich den Einheimischen gegenüber freundlich. Sie beschenkten sie reichlich. Die Einheimischen nahmen die Gaben – vom Kaugummi bis zur Konservendose – gern entgegen. Und sie staunten nicht wenig über die scheinbare Allmacht dieser Besucher. Kamen sie nicht mit metallenen Vögeln vom Himmel? Offenbar verfügten sie über Zauberkräfte! Ohne Magie kann kein Mensch fliegen. Und ohne Zauber konnte niemand aus den Leibern dieser künstlichen Vögel unerschöpfliche Mengen an kostbarem Frachtgut zu Tage fördern.

Die Verständigung zwischen den Einheimischen und den amerikanischen Soldaten erfolgte in erster Linie über Zeichensprache. Man redete mit Händen und Füßen. Und die amerikanischen Soldaten stellten sich immer wieder vor… „I’m John from America!“ mag so mancher GI verkündet haben, denn der Vorname John ist sehr häufig. „I’m John frum Idaho…“ mag der eine GI verkündet haben, „I’m John From Michigan…“ ein anderer. Und so hörten die Einheimischen immer wieder „John from…“ Also verpassten sie den Besuchern aus einer fremden Welt den Namen „John from“, woraus schließlich „John Frum“ wurde.

„John Frum“ marschierte mit geschultertem Gewehr. John Frum trug Uniform. Auf dieser Uniform standen Zeichen, Buchstaben: „USA“. Die Einheimischen imitieren seither die amerikanischen Soldaten, indem sie „uniformiert“ mit Holzstöcken über der Schulter auf und ab marschieren. Und sie schreiben sich „USA“ auf Brust oder Rücken: große wie kleine John-Frum-Anhänger tragen stolz auf nackter Haut die goldenen Lettern „USA“.

Göttliche US-Soldaten

Die Bewohner von Tanna und anderen Südseeinseln kombinierten: Einst wurden sie von einem mächtigen göttlichen Wesen besucht. Dieses Wesen konnte zaubern. So wie die amerikanischen Soldaten. Also identifizierten sie die amerikanischen GIs mit göttlichen Wesen. Eines Tages verabschiedeten sich die Besucher, von denen sie so viele Geschenke erhalten hatten. Sie versprachen, wieder zu kommen. Doch die spendablen Fremden blieben aus.

Prozession des John Frum-Kult auf Tanna (Bild: W.-J. Langbein)
Prozession des John Frum-Kult auf Tanna (Bild: W.-J. Langbein)

Jetzt fingen die Einheimischen an, John Frum zu imitieren. Er sollte erkennen, dass man ihm huldigte. Also marschierte man auch so wie er. Man versuchte sich so zu kleiden wie er, tätowierte oder malte sich „USA“ auf den Rücken und erhob ein mythisches Vogelwesen zum Kultobjekt. Und wie einst von “John Frum“ wurden Fahnen gehisst, es wurde salutiert und man marschierte vor den Fahnen auf und ab.

John Frum aber blieb aus. Schließlich erinnerten sich jene, die John Frum noch leibhaftig erlebt hatten: John Frums metallenes Flugvehikel landete auf straßenartigen Bahnen. Konnte John Frum nicht wieder auf die Insel zurückkehren, weil es keine Landebahnen mehr gab? Also legten die Einheimischen Landebahnen an. Sie imitierten nicht nur die Soldaten, sondern auch die Techniker der Amerikaner. So bastelten sie aus Holz Walkie talkies, sprachen in die Kästchen hinein, in der Hoffnung, John Frum würde sie erhöhen.

Der frühere Neuguinea-Missionar Dr. Friedrich Steinbauer erkannte nach langen Jahren der intensiven Forschung, dass der John-Frum-Kult von Tanna kein lokales Kuriosum einer einzelnen Insel darstellt. Es handelt sich vielmehr um eine in der Südsee weit verbreitete Heilserwartung. Dr. Steinbauer machte immerhin 185 ganz ähnliche Kulte ausfindig, in deren Zentrum stets ein Heilsbringer mit magischen Kräften steht.

Und diesen spendablen Heilsbringer möchte man zur Rückkehr auf die Insel bewegen.

Cargo-Kulte

Weil es bei all diesen Kulten um die erhofften Gaben geht, die sich die Anhänger der verschiedenen Gruppen erhoffen, bezeichnet man sie alle als „Cargo-Kulte“. Cargo steht dabei für das Frachtgut, das John Frum einst gebracht haben soll… und das er morgen oder übermorgen wiederum seinen Anhängern schenken soll.

Ein christlicher Missionar erklärte mir eines Abends auf Tanna den angeblichen wesentlichen Unterschied zwischen John-Frum-Glauben und Christentum. Der John-Frum-Kult sei profan und primitiv, ziele er doch – ganz anders als der christliche Glaube – nur auf materiellen Gewinn. Dabei hat der fromme Mann wohl vergessen, dass auch der christliche Glaube stark materialistisch geprägt ist. So lesen wir in den Evangelien nach Markus (Kapitel 10, Verse 29 und 30) und nach Lukas (Kapitel 18, Verse 28-30), dass den Anhängern des Messias Jesus irdischer Reichtum versprochen wird. Wer sich dazu entschließt, Jesus zu folgen, wer als Jünger des Jesus irdischen Besitz aufgibt, der wird bald – noch zu Lebzeiten – „hundertfach empfangen Häuser, Brüder, Schwestern, Mütter und Äcker“.

Mitte der Vierziger Jahre des 20. Jahrhunderts erklärte sich ein gewisser Neloiag zum „wiedergeborenen John Frum“. Er verkündete: die Wundervögel mit unermesslichen Reichtümern werden uns wieder besuchen, wenn wir sie einladen. Nach den Anweisungen von Neloiag wurden breite und lange Straßen für die künstlichen Vögel geschaffen. Mit Feuereifer wurde gearbeitet. Die Landebahnen wurden immer wieder verlängert und breiter gemacht… ohne Erfolg.

Als immer mehr Gefolgsleute Neloiag den Gehorsam versagten, drohte er mit drakonischen Strafen. Die Abtrünnigen würden ein schlimmes Ende finden. Aus den metallenen Vögeln würden Bomben abgeworfen, um sie zu vernichten. Die Strafe blieb aus, die Arbeiten wurden eingestellt.

Andere Gruppen kam zu der Überzeugung, sie seien zu reich. John Frum, so glaubten sie, komme nur zu Armen. Also versuchten sie, so mittellos wie nur möglich zu leben. Es kam sogar vor, dass die eigenen Hütten niedergebrannt wurden… in der Hoffnung, dass dann John Frum wieder erscheint und die wahren Anhänger reich beschenkt. Auch derlei drastische Maßnahmen veranlassten John Frum nicht, zu seinen Anhängern zurückzukehren.

John Frum vs. Jesus Christus

Der John-Frum-Kult aber lebte weiter… bis in unsere Tage. Und immer wieder werden die Buchstaben „USA“ auf die Rücken von John-Frum-Anhängern gemalt. Offenbar ist das Zeichen „USA“ zu einem Symbol für John Frum geworden, für das magische Wesen, das dank Zauberkraft Reichtum schenken kann.

Der John Frum-Kult - zu Ehren der Heimat des "Gottes" USA (Bild: W.-J. Langbein)
Der John Frum-Kult – zu Ehren der Heimat des “Messias”: USA (Bild: W.-J. Langbein)

Sehr zum Verdruss christlicher Missionare ließ sich der John-Frum-Glaube nicht verbieten noch verdrängen. Zu stark ist er im Bewusstsein der Bevölkerung verankert. Also änderten die Missionare ihre Methodik. Sie bekämpften nicht mehr den John-Frum-Glauben. Sie verkünden seit Jahren, John Frum sei nicht ein beliebiger Messias, der den Menschen Glückseligkeit bringen wird. John Frum sei kein anderer als Jesus, der von den Christen erwartete Messias. Und die christlichen Verkünder beteiligen sich an den Jahresfeiern der John-Frum-Bewegung.

Und so marschieren John-Frum-Anhänger der alten Schule als Pseudo-Soldaten in Uniform zum Jahresfest auf… gefolgt von Anhängern eines christlichen „John Frum“. Letztere stellen John Frum passionsspielartig als Gekreuzigten dar, der zu den Menschen von Tanna kommt. Ich beobachtete vor Ort folgendes kleines Theaterstück auf dem „großen Festplatz“:

Menschen arbeiten auf ihrer Insel (Tanna) auf dem Felde. Sie schuften, fristeten ein kärgliches Dasein. Ein Schiff taucht auf. Die Insulaner werden überfallen. Sie sollen als Sklaven verschleppt werden. Doch Hilfe naht. Jesus erscheint. Er trägt sein Kreuz.. er ist der Gekreuzigte. Die Menschen sehen ihn. Sie streben auf ihn zu. Schließlich fallen sie vor Jesus auf die Knie. Sie beten ihn an. Sie wenden sich Jesus als dem Messias zu. So verschmelzen nach und nach John Frum und Jesus zu einer Person.

Als ich den Jahresfeiern der John-Frum-Religion beiwohnte, war mir nicht klar, wer da auftrat: John Frum als Jesus oder Jesus als John Frum? Am Ende wird dann wohl aus dem John Frum namens Jesus… der Jesus der christlichen Kirche werden. Ob dann die fröhlichen Tänze zu Ehren von John Frum noch aufgeführt werden?

Wohl kaum!

Ein Chamäleon namens Kirche

Auch am Abend ist es noch schwül. Die drückende Hitze macht das Atmen schwer… die hohe Luftfeuchtigkeit lässt die Kleidung am Körper kleben. Ich stehe in einer großen Gruppe von Anhängern des John-Frum-Kults. Wir beobachten die Jahresfeierlichkeiten der Glaubensgemeinschaft. Die Menschen sind fröhlich und doch auch ernst. Unsere kleine Gesellschaft wird vorbehaltlos aufgenommen. Wir, in der aus unserer Sicht exotischen Südsee, sind hier die Exoten. Wir sind hier die „Heiden“.

Es wäre erfreulich, wenn wir in unseren Gefilden Fremde so freundlich behandelt würden… wie uns das in der Südsee widerfahren ist! „Die Kirche hat einen guten Magen, hat ganze Länder aufgefressen, und doch noch nie sich übergessen.“ So lässt Johann Wolfgang von Goethe Mephistopheles im Faust (Faust 1, Spaziergang) sagen.

Viele Jahrhunderte bedeutete Kirchenpolitik irdisches Machtstreben. Möglichst viele fremde Länder galt es zu erobern und mit dem eigenen Glauben zu beglücken. Die Zeiten haben sich geändert. Aber nach wie vor wird missioniert. Nach wie vor will jede Kirche die Zahl der eigenen Gläubigen erhöhen. Aber oft ist in fernen Gefilden ein eigener Glaube heimisch, den man dort nicht so gern aufgeben möchte. Da hat das Christentum eine wirksame Methode entwickelt. Heute werden Andersgläubige nicht mehr wahlweise zwangsgetauft oder als Ketzer verbrannt.

Wie ein Chamäleon passt die Kirche den eigenen Glauben dem fremden an, wo sie den fremden Glauben nicht verdrängen kann. Auf Tanna wird ein Messias „John Frum“ verehrt. Christliche Missionare machen aus John Frum den christlichen Messias Jesus… und hoffen, dass so der ursprüngliche Messias nach und nach vergessen wird.

Der Messias aus den USA

Gern verlachen gerade christliche Kritiker den John-Frum-Kult. Gehe er doch eindeutig auf den Besuch von amerikanischen Soldaten auf Tanna zurück. Nicht bestritten werden kann die militärische Prägung der John-Frum-Feierlichkeiten. Da wird militärisch marschiert, da werden Fahnen gehisst und durch Strammstehen geehrt.

Die „Uniformen“ der gewöhnlichen John-Frum-Jünger sind eher schlicht und ohne Pomp. Die Männer tragen mehr oder minder einheitliche Hosen von mehr oder minder ähnlicher Farbe. Sie gehen mit energischen Schritten barfuß und mit bloßem Oberkörper um den Festplatz. Die Zuschauer harren geduldig am Rand des Zeremonialplatzes aus. Einige suchen Schatten in schilfgedeckten Unterständen. Alkohol trinkt niemand. Alle bleiben nüchtern.

Eine Ausnahme in Sachen Kleidung stellt der Chief der Jahresfeier dar: Er trägt eine geradezu imposante Uniform, stets würdevoll und ernst dreinblickend. Eine breite Schärpe schmückt die breite Brust, an der Orden auszumachen sind.

Was uns merkwürdig vorkommen mag: Warum wurde aus dem US-Soldaten „John Frum“ so etwas wie eine Messiasgestalt, auf die die Anhänger des Kults heute noch warten? Der Journalist Albrecht Joachim Bahr beschrieb die ersten Kontakte von Tanna-Bewohnern mit Flugzeugpiloten im 20. Jahrhundert so:

Der Chief der Jahresfeier zu Ehren von John Frum (Bild: W.-J. Langbein)
Der Chief der Jahresfeier zu Ehren von John Frum (Bild: W.-J. Langbein)

Sie tragen Fliegermontur. Ihre Sonnenbrillen blitzen in der gleißenden Sonne. Für die Einheimischen müssen sie wie Götter erscheinen, die Hilfsgüter bringen und versprechen, wiederzukommen und sodann mit ihren Flugmaschinen wieder verschwinden. Die Eingeborenen warten bis heute auf die Wiederkehr der Besucher aus einer ganz anderen Welt.

Der „John-Frum-Kult“ entstand keineswegs aus dem Nichts, als amerikanische Soldaten zu den Menschen von Tanna kamen. Gewiss, eine religiöse Bewegung wurde um 1940 unter dem Namen „John-Frum-Kult“ bekannt. Die Regierung verbot den Glauben zunächst. Christliche Missionare bekämpften ihn wütend. Konkurrenz, die sich großer Beliebtheit erfreute, empörte die Vertreter jener Religion, die sich Toleranz und Nächstenliebe auf die wehenden Fahnen geschrieben haben. 1952 wurden Anhänger der John-Frum-Bewegung ins Gefängnis gesteckt.

Dessen ungeachtet wurde fünf Jahre später ganz offiziell die „John-Frum-Glaubensgemeinschaft“ gegründet. Erst 1957 bekam eine alte religiöse Bewegung nur ihren neuen Namen als „John-Frum-Religion“.

Kapitän James Cook: Ein Gott

In der Südsee muss es einen uralten Glauben gegeben haben, in dessen Zentrum ein hilfreicher, den Menschen wohlgesonnener Gott stand. Er kam offenbar in uralten Zeiten zur Erde und verabschiedete sich wieder… nicht ohne zu versprechen, dereinst wieder zu kommen. So hielt man im 18. Jahrhundert Kapitän James Cook für einen göttlichen „John Frum“ als er am 13. April 1769 mit seinem Schiff „Endeavour“ vor Tahiti ankerte. Damals glaubten die Einheimischen, Gott Rongo sei zurückgekehrt. Einst habe sie Rongo mit seinem Wolkenschiff besucht… und nun sei er wieder erschienen.

Rongo, so wird überliefert, gehörte einer göttlichen Trinität an: Rongo, Rangi und Papa. „Rangi“ war Vater Himmel, „Papa“ war „Mutter Erde“ und „Rongo“ war der göttliche Sohn.

Am Abend löste sich die Veranstaltung langsam auf. Eine Gruppe von teilweise noch kleinen Kindern und Jugendlichen marschierte in die Dunkelheit. Der John-Frum-Kult soll überleben… Dafür wollen die führenden Männer und Frauen dieser religiösen Bewegung sorgen…

Bei strömendem Regen trat ich die „Rückreise“ vom Festplatz von Tanna zu meinem „Urwaldbungalow“ an… zu nächtlicher Stunde. Nach einem glutheißen Tag und einem kaum kühleren Abend schaukelte der alte Pickup über die marode „Straße“ durch die Nacht. Es regnete… immer stärker. Die Scheinwerfer tasteten sich wie zu kurz geratene schwächliche Finger durch die Dunkelheit. Ich stand auf der glitschigen Ladefläche und hielt mich krampfhaft fest. Ein orkanartiges Gewitter setzte ein. Es goss wie aus gewaltigen Kübeln und wenige Minuten später war ich bis auf die Haut durchnässt. Ich genoss die Abkühlung… und den abenteuerlichen Transport.

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Die Fahrt zog sich hin. In Kilometern gemessen war die Entfernung bescheiden. Aber bei den erbärmlichen Straßenverhältnissen und dem schauderhaften Wetter wurde daraus eine größere Reise. Wir kamen wir nur sehr langsam voran.

In den Monaten vor meiner Reise in die Südsee hatte ich unzählige Werke über die dortigen Religionen, Mythen und Mysterien gelesen. In jener Nacht kamen mir verblüffende Gedanken…

Rongo bedeutet in der Maori-Sprache: Frieden! Wie sich doch die Bilder ähneln: „Rongo“ alias „Frieden“ entspricht Jesus, dem göttlichen Sohn, der den Menschen Frieden bringen wollte. Gott Rongo war aber nicht das „Original“. Ihm vorausgegangen war Karaperamun. Karaperamun soll einst das erste Leben hervorgebracht gebracht haben. Zu Ehren von Karaperamun tanzten seine Anhänger… so wie „John Frum“ auch heute noch in Tänzen gehuldigt wird.

Die erfundene Dreifaltigkeit Gottes

Es lohnt sich, über die christliche Trinität („Dreifaltigkeit“) nachzudenken.

Sie ist um Jahrtausende älter als das Christentum. Erst seit dem fünften nachchristlichen Jahrhundert wird sie als reine „Männergruppe“ angesehen. Fakt ist: Das biblische Dreiergespann Gott, Sohn und Heiliger Geist hatte Vorläufer: In der uralten sumerischen Religion wird die Götterhierarchie durch ein Dreigespann, bestehend aus An, Enlil und Enki, angeführt.

Die Priesterschaft im babylonisch-assyrischen Raum übernahm die göttlichen Drei als Anu, Ellil und Ea. Auch die alten Ägypter verehrten ein göttliches Dreigespann: Osiris, Isis und Horus.

Bei den Römern dominierten zunächst Jupiter, Mars und Quirinus. Und in den ältesten indischen Texten, in den so genannten Veden, bestimmen Agni, Vayu und Surya die kosmischen wie die irdischen Geschicke. Selbst im Buddhismus sind eindeutig vergleichbare Strukturen zu erkennen.

Im christlichen Volksglauben allerdings wird die Dreifaltigkeit, die niemand wirklich zu verstehen vermag, als eine fromme Lehre christlichen Ursprungs gesehen. Gegen diesen Irrglauben geht die Kirche allerdings nicht vor…und das, obwohl es in der Theologie keinen Zweifel daran gibt, dass die Trinität weit älter als die Bibel ist. Mehr noch: Die wissenschaftliche Theologie lässt keinen Zweifel daran aufkommen, dass in der Bibel selbst die Trinitätslehre gar nicht vorkommt!

So muss der Theologe M. R. De Haan in seinem Werk „508 Answers to Bible Questions“ (ohne Ortsangabe 1982) zugeben:

Es gibt keinen Vers in der Bibel, der aussagt, dass Gott eine Dreifaltigkeit ist, bestehend aus drei Personen.

Damit vertritt er keine moderne Außenseiterposition, sondern die allgemeine wissenschaftliche Lehrmeinung, die auch der Theologe Karl-Heinz Ohlig teilt. 1999 brachte er es in seinem Buch „Ein Gott in drei Personen?“ (Mainz 1999) auf den Punkt. Kurz und bündig: Die Lehre von der Dreifaltigkeit „besitzt keinerlei biblische Grundlage“.

Ihren Ursprung hat die Lehre von der Dreifaltigkeit in uralten Zeiten… als Göttinnen Himmel und Erde beherrschten. Zu Zeiten des Matriarchats gab es Göttinnen-Triaden. Damals bestand die Dreifaltigkeit aus drei Göttinnen. Über alle Grenzen der Kulturen hinweg gab es sie. Mannigfaltig sind ihre Namen: Ereshkigal, Inanna und Nana zum Beispiel. Die drei Göttinnen wurden vor Jahrtausenden von den alten Sumerern verehrt und angebetet.

Der “Heilige Geist” war eine Frau

Auf Tanna hat die Göttin „Papa“ („Mutter Erde“) überlebt. Die christliche Trinität besteht aus Gottvater, Sohn und Heiligem Geist. Was kaum jemand weiß: der „Heilige Geist“ war ursprünglich weiblich. Was kaum jemand weiß: In einer uralten christlichen Kirche wird die Dreifaltigkeit dargestellt als Gottvater, Gottsohn und als eine – Frau.

Der “Heiligen Geist” in der Kirche von Urschalling aus den Jahren 1160 bis 1200: eine Frau! (Bild: W.-J. Langbein)

Unweit von Prien am Chiemsee liegt das Dörfchen Urschalling. Der ländliche Weiler bietet im kleinen Kirchlein eine echte Sensation. Errichtet wurde das Gotteshaus zwischen 1160 und 1200. Nicht ganz klar ist, wann die frommen Fresken angebracht wurden. Um 1550 jedenfalls wurden sie jedenfalls übermalt… und erst 1923 zufällig wieder entdeckt. Im Verlauf der Jahrhunderte wurden einige von ihnen stark beschädigt oder ganz zerstört, als die kleinen Fenster vergrößert wurden.

Warum wurden die kostbaren Malereien übertüncht?

Als ein „Sakrileg“ wurde wohl die „heilige Dreifaltigkeit“ hoch oben im Gewölbe erachtet: Da wurde vor mehr als einem halben Jahrtausend eine seltsame „Gestalt“ verewigt, bestehend aus einem Unterkörper und drei Oberkörpern. Das Wesen hat nur zwei Hände und ein Übergewand, aber drei ganz unterschiedliche Oberkörper. Man erkennt rechts „Gott Vater“ mit weißem Bart, links Jesus mit blondem Bart und – in der Mitte – den „Heiligen Geist“.

Und der „Heilige Geist“ ist eindeutig als Frau dargestellt: mit weichen weiblichen Formen, langem femininen Haaren und vollem Busen.

Auf Tanna erkannte ich: Religionen sind nichts Statisches. Sie verändern sich ständig gehen ineinander über. Glaubensinhalte sind nicht auf alle Ewigkeiten fixiert. Sie sind stetigem Wandel unterworfen. Einst herrschten Göttinnen am Himmel. Mit dem Monotheismus kam der Herrschergott.

Und doch leben die Göttinnen weiter: im uralten Südseeglauben als „Mutter Erde“, im Christentum als „Heiliger Geist“, der eigentlich eine „Geistin“ war!

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Die Osterinsel möchte die von Thor Heyerdahl “gesammelten” archäologisch Artefakte von Norwegen zurück – und nicht nur die (plus Video)

Die Osterinsel möchte die von Thor Heyerdahl "gesammelten" Objekte von Norwegen zurück (Bild: Fischinger-Online)
Die Osterinsel möchte die von Thor Heyerdahl “gesammelten” Objekte von Norwegen zurück (Bild: Fischinger-Online)

Die Museen der ganzen Welt sind voll mit Artefakten und archäologischen Objekten aus aller Herren Länder. Gesammelt – oder besser: eingesammelt – von den ersten Forschern der sich neu entwickelnden Wissenschaft der Archäologie, die sich vor allem im 18., 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts schamlos an fremden Ländern und deren Kulturen bedienten. Man denke an Ägypten, deren Relikte und Schätze die ersten Grabräuber-“Archäologen” Schiffsladungenweise nach Europa und in alle Welt schafften. Nicht viel anders war es auf der Osterinsel im Pazifik, die durch den Norweger Thor Heyerdahl berühmt wurde. Auch er schaffte archäologische Relikte und Funde von der Insel fort, die heute im weltbekannten “Kon-Tiki-Museum” in Oslo zu bestaunen sind. Doch jetzt möchte die Osterinsel ihr von Heyerdahl gesammeltes Eigentum von Norwegen zurück. Alles dazu erfahrt Ihr in diesem Posting und einem YouTube-Video aus dem “Kon-Tiki-Museum”. Aber auch, was sich hinter dieser scheinbar einfachen Bitte der Osterinsulaner für Abgründe auftun …


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Plündernde “Archäologen”

Wohl die wenigstens Besucher eines archäologischen oder ethnologischen Museums irgendwo auf der Welt fragen sich, woher eigentlich all die Ausstellungsobjekte ferner Länder kommen. Egal ob in Paris, Berlin, London oder New York: Museen sind voll von Diebesgut, das Hau-Ruck-Archäologen einst in der ganzen Welt zusammen klauten oder sich schenken ließen.

Auch den jeweiligen Museen hinterlassene Privatsammlungen gehören dazu. Sammlungen, die zum Teil beträchtlichen Umfang haben und selbst in kleinen Dorf-Museum zu finden sind (zum Beispiel in Waldenburg in Deutschland). Die Herkunft solcher Objekte ist dabei fast immer “unklar”, um es politisch korrekt auszudrücken. Auf den Punkt gebracht ist es jedoch so gut wie immer Raubgut.

Vor allem zu Beginn der heutigen Ägyptologie wurde es den ersten Raub-Archäologen aber auch mehr als leicht gemacht, an solche Stücke zu kommen. Ein regelrechter Wettbewerb im Land der Pharaonen entbrannte, wer im Auftrag seines Museums oder Landes die spektakulärsten Hinterlassenschaften “besorgen” konnte. Zum Teil konnte sogar bequem direkt aus dem Keller des Ägyptischen Museums heraus Artefakte, Mumien und Kunstgegenstände kaufen. Wenn nicht, dann nahm sich einfach, was man will.

Einige der ersten Entdecker sprengten sich übrigens einfach ihre Wege in diverse Altertümer frei. Selbst in der Cheops-Pyramide

Das begann schon mit der Eroberung Ägyptens durch Napoleon ab 1798. Beziehungsweise durch seine “Ägyptische Expedition” wurde Ägypten und alles, was aus dem Land stammt, in ganz Europa schick und populär. Der 250 Tonnen schwere und 23,5 Meter hohe Obelisk auf dem Place de la Concorde in Paris ist bis heute ein Zeugnis dieser Epoche, denn dort steht er erst seit 1836.

Eigentlich gehörte er dem weltberühmten und legendären Pharao Ramses II.,der ihn vor fast 3.200 Jahren an seinem Tempel in Luxor aufstellen ließ. Genau jenem Pharao, den das biblische Buch Exodus als Herrscher benennt, unter dessen Regierung die Israeliten unter Moses das Land verließen. Ali Pascha, damals Vizekönig von Ägypten, schenke den Ramses-Obelisken einfach dem französischen König. Auch wenn die Osmanen da schon längst die Franzosen aus Ägypten geworfen hatten.

Auf diese Weise plünderten Europäer und Nordamerikaner die alten Kulturländer wie eben Ägypten  aus. Aber auch Mittelamerika (Maya, Azteken etc.), Südamerika (Inkas etc.) oder auch Mesopotamien (Assyrer, Babylonier etc.). Das legendäre “Ischtar-Tor” von König Nebukadnezar II. (605 bis  562 vor Christus) aus Babylon, das heute im Pergamonmuseum in Berlin zu bestaunen ist, ist zum Beispiel kein Nachbau. Es ist das Original aus dem Irak, dass in Bruchstücken in an die 1.000 Kisten verpackt ab 1927 nach Berlin geschickt wurde. Mit Erlaubnis der Altertümerverwaltung des damaligen Osmanien in Istanbul.

König Nebukadnezar II. ist wiederum selbst eine Legende: Seine Truppen waren es, die 597 vor Christus Jerusalem und den heiligen Tempel zerstörten und die Bewohner in das babylonische Exil verschleppen. Dorthin, wo dann im laufe der Jahre das Alte Testament und die fünf Bücher Moses in ihrem Kern niedergeschrieben wurden. Aber vor allem ist seit dem die Bundeslade spurlos verschwunden, wie zum Beispiel in diesem YouTube-Video HIER erläutert.

Heute sind solche “Besorgungen” undenkbar!

Und doch ließe sich eine mehr als endlose Liste solcher erlaubten, gestohlenen, geschenkten und (damals) legal gekauften Objekte anführen. Große und kleine, schwere und leichte, kostbare und “wertlose”.

Thor Heyerdahl und die Osterinsel

Vor diesem Hintergrund und geschichtlichen Fakten muss man auch Thor Heyerdahl und seine Expeditionen ab 1947 zur Osterinsel (“Kapa Nui” bei den Einheimischen) sehen.

Auch wenn Heyerdahl Jahrzehnte und Jahrhunderte nach diesen ersten “Alles-Meins-Archäologen” lebte und arbeitete, nahm auch er unzählige Objekte von der Osterinsel (und anderswo) mit nach Norwegen. Nicht nur kleine Vasen oder irgendwelche Alltagsgegenstände, sondern er packe sogleich auch einige der weltweit bekannten Moai-Figuren ein. Jene menschlichen Statuen, von denen heute noch fast 900 auf der kleinen Insel verteilt stehen und liegen, und die der Insel ihren legendären Ruf einbrachten.

Eine steht übrigens auch im Britischen Museum in London. Dazu aber gleich mehr.

Alle diese von Heyerdahl seit seiner ersten Expedition mit dem Holzfloß “Kon Tiki” (s. z. B. HIER, HIER oder auch HIER) mitgenommenen “Andenken” befinden sich heute im “Kon-Tiki-Museum” in Oslo (s. Video unten). Ein zweifellos überaus beeindruckendes Museum, dass sich nicht nur der Osterinsel und Heyerdahl seiner ersten Expedition “Kon Tiki” von 1947 widmet, sondern allen Forschungen und Projektes von ihm.

Im Museum selber wimmelt es aber eben auch und vor allem an Artefakten und Objekten, die der norwegische Abenteurer auf der Osterinsel einsammelte. Inklusive Moai-Figuren als schwergewichtige Mitbringsel. Darunter sind gleichfalls auch überaus wertvolle da seltene Stücke wie Schrifttafeln mit der Schrift “Rongo Rongo”. Ebenso zahllose steinerne Schätze wie diese, die sich im Keller des “Kon-Tiki-Museum” befinden:

"Sammlerstücke" von Thor Heyerdahl im Keller des Kon-Tiki-Museum in Oslo (Bild: Fischinger-Online)
“Sammlerstücke” von Thor Heyerdahl im Keller des Kon-Tiki-Museum in Oslo (Bild: Fischinger-Online)

Chile und die Osterinsel bitten um Rückgabe!

Heute gehört die Osterinsel politisch zu Chile. Roberto Ampuero, Außenminister von Chile, erklärt laut einer “APA”-Meldung vom 2. November 2018, was sein Land bzw. die Osterinsel gerne alles von Norwegen zurück haben möchte:

Archäologische und ethnografische Stücke, Skulpturen, genetisches Material sowie eine große Anzahl Fotos aus den 1950er Jahren.

Demnach eigentlich – alles.

Übrigens auch von den Briten, denn die im Britschen Museum befindliche Moai-Statue möchte Chile auch zurück. Sie trägt heute den Namen “Hoa Hakananai’a”, was soviel wie “verlorener” oder “gestohlener Freund” bedeutet. Obwohl sie mit nur 2,42 Metern Höhe und einem Durchmesser von nur 47 Zentimetern recht klein ist, ist sie aufgrund von eingeritzten “Vogel-Männern” und anderen Abbildungen auf der Rückseite eine Besonderheit unter den einst fast 1.000 Moai. Zeugnis der “Vogel-Mann-Religion” (“tangata manu”) auf der einsamsten Insel der Welt, wie die Osterinsel gern genannt wird.

“Hoa Hakananai’a” ist auch eines jener fragwürdigen “archäologischen Souvenirs” aus dem 19. Jahrhundert. Eine britischen Osterinsel-Expedition nahm sie 1868 als Geschenk für Königin Victoria mit, die sie ein Jahr später dem Britischen Museum überließ.

“Hoa Hakananai’a”

Für die Osterinsulaner ist der Moai in London durch seine direkte Verbindung zum einstigen “Vogel-Mann-Kult” spirituell und historisch sehr bedeutsam. Schon länger hätten sie ihr kulturelles Erde vom Britischen Museum zurück. So zitiert zum Beispiel der britische “The Telegraph” bereits am 8. August 2018 eine Museumssprecherin mit den Worten:

Wir haben hier im British Museum keinen offiziellen Antrag auf Rückgabe der Statue auf die Osterinsel erhalten.

Laut “APA” hat sich das nun geändert. Wobei das Museum in London das einstige Geschenk von Königin Victoria in einen etwas anderem Licht sieht, wie “The Telegraph” im August zitierte:

Die Moai-Skulptur, die wir im Museum haben, ist für die sechs Millionen Menschen, die jedes Jahr durch unsere Türen gehen, permanent ausgestellt. Wir glauben, dass es von großem öffentlichen Nutzen ist, sie für alle Menschen hier zu sehen und zu schätzen.

Wir glauben auch, dass es wichtig ist, die Geschichte der indigenen Gemeinschaft der Osterinseln im Britischen Museum darzustellen.

Wer möchte schon ein beliebtes bzw. so besonderes Museums-Stück freiwillig wieder abgeben? Vor Ort ist “Hoa Hakananai’a” als Blickfang für die Millionen Touristen des Museums in Szene gesetzte.

Übrigens auch der weltberühmte und archäologisch kaum zu bedeutend einzustufende “Stein von Rosette”, mit dem es einst gelang, die ägyptischen Hieroglyphen zu übersetzten. Mitgebracht als “Andenken” von Napoleon aus Ägypten, wo er am 15. Juli 1799 gefunden wurde und heute das Glanzstück des Museum. Als wertvollstes Objekt des Museum steht es im Eingangsbereich fast schon im Weg und ist als Motiv auf zahllosen Dingen im Museums-Shop zu kaufen. Vom Maus-Pad für den PC bis zu kleinen Kopien für die Wohnzimmerwand.

In Ägypten selber steht am Fundort des Stein bei Rashid ein Denkmal mit einer Kopie …

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Verhandlungen …

In seiner Funktion als Außenminister von Chile hat sich Roberto Ampuero bereits mit seiner norwegischen Amtskollegin Ine Eriksen Soreide getroffen, um die Rückführung der Objekte aus dem “Kon-Tiki-Museum” zu besprechen. Es hieß hierzu, dass das Museum in Oslo dazu durchaus auch bereit wäre. Wobei es fraglos noch zahlreicher weiterer Verhandlungen bedarf, bis Norwegen das kulturelle Erde der Insulaner wieder abgeben wird. Sollten sie es letztlich denn auch tun.

Sicher wird auch das “Kon-Tiki-Museum” nicht gerne Highlights ihrer Dauerausstellung zurück geben wollen. Zum Beispiel die beiden großen ausgestellten Original-Moai. Tarita Alarcon, Gouverneurin der Osterinsel, “trifft sich in zwei Wochen mit dem Direktor des Kon-Tiki-Museums, Martin Biehl, um ihn um die Rückgabe der Kollektion zu bitten”, heißt es in der aktuellen Meldung.

Felipe Ward wiederum, Minister für Nationalgüter von Chile, wird die Rückgabe der in London stehenden Moai “Hoa Hakananai’a” in Angriff nehmen. Am 15. November wird er deshalb nach Großbritannien reisen, um mit dem Britischen Museum “die Verhandlungen aufzunehmen”. Leicht sind solche Verhandlungen entgegen aller menschlichen Logik ganz und gar nicht. Man denke an die gigantischen Goldmengen und Schätze, die die Spanier bei ihrer Eroberung Südamerikas raubten.

“Wie die Affen”

Zum Beispiel ein Fall von 2007:

Da wurde von der US-Firma “Odyssey” in einem 200 Jahre alten spanischen Schiffswrack ein Schatz von 23 Tonnen(!) Gold, Silber und anderen Kostbarkeiten im Atlantik gefunden. Was folgte war ein Rechtsstreit, wem die Kostbarkeiten im Wert von ca. 380 Millionen Euro jetzt gehören…den Spaniern oder der Bergungsgesellschaft. Recht bekamen die Spanier vor einem US-Gericht und wessen Antrag erst gar nicht zur Debatte stand, war jener der Peruaner. Das Gold und Silber stammte nämlich ursprünglich aus ihrem Land und war Eigentum ihrer Vorfahren.

Es wurde von den Spaniern, dessen Kolonie Peru damals war, von den Inka und anderen Kulturen Perus brutal geraubt. Wer sein Gold in Peru und anderswo den Spaniern nicht freiwillig schenkte, der wurde gefoltert, verbrannt, zerstückelt, geköpft, massakriert, versklavt oder direkt ermordet. Nach solchen Argumenten und “netten Bitten” der christlichen Europäer schenkten die Inka ihnen natürlich “gerne” ihre heiligen Schätze.

Bei den Azteken in Mexiko war es im 16. Jahrhundert exakt dasselbe. “Wie die Affen”, so eine zeitgenössische Chronik wörtlich (mehr HIER), rafften die spanischen Eroberer selbst dann noch Gold zusammen, wenn sie vor den Azteken um ihr Leben rennen mussten. Unglaublich. Das Kulturgut des Volkes der Inka & Co. wurde daraufhin eingeschmolzen, in Münzen und Barren gegossen und nach Europa verschifft. Ganz zur Freude des spanisches Königshauses. Peru ging 2007 trotzdem leer aus …

Was denkt Ihr? Diskutiert gerne bei Facebook mit.

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Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Kilauea-Ausbruch auf Hawaii: Ursache sei der sich nährende Planet Nibiru, sagt “der wichtigste Nibiru-Prophet”

Kilauea-Ausbruch auf Hawaii: Nibiru sei der Grund, sagt "der wichtigste Nibiru-Prophet" (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Kilauea-Ausbruch auf Hawaii: Der unheimliche Planet Nibiru sei der Grund, sagt “der wichtigste Nibiru-Prophet” (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Die Fake-News-Schleudern in Sachen Nibiru alias Planet X schleudern aktuell weit, sehr weit. Und zwar bis nach Hawaii, wo in diesen Tagen der Ausbruch des Vulkans “Kilauea” auf der Hawaii-Insel Big Island für Schlagzeilen in den Medien sorgt. Ein Highlight für alle Vulkanologen und inzwischen auch – trotz aller Gefahren – auch für Touristen der Inseln im Pazifik. Ein eher erschütterndes Highlight ist es aber für einen “Nibiru-Propheten”, der in den Ausbrüchen des Vulkans Vorboten der Wiederkehr des Planeten X sieht. Wie dieser Nibiru-Anhänger zu dieser Schlussfolgerung kommt und was wohl seine wahre Beweggründe sind, erfahrt Ihr hier!


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Ein Nein! vorweg …

Der angeblich von Aliens mit den Namen Anunnaki bewohnte Planet Nibiru, der aus Ideen des Prä-Astronautik-Autoren Zecharia Sitchin geboren wurde, kommt nicht! Auch wenn er nach den seinem Erfinder Sitchin in unserem eigenen Sonnensystem beheimatet sein soll. Es ist Unsinn zu behaupten, dass es Nibiru mit den dort lebenden Anunnaki, die seit mindestens einer halben Millionen Jahren Raumfahrt betreiben sollen, in unserem Sternsystem gibt.

Vielfach wurde das von mir an den unterschiedlichsten Stellen klar dargestellt und belegt. Nein, er wird nicht kommen.

Was aber immer wieder in diesem Zusammenhang kommt, sind die Massen an Fake-News über Nibiru. Meldungen, die ich in einer Auswahl ebenso immer wieder mal auf Grenzwissenschaft und Mystery Files zum Thema mache. Eine Auswahl deshalb übrigens, da es viel zu viele davon gibt.

Kilauea-Ausbruch: Nibiru ist schuld!

In der Theorie ist der Gedanke eigentlich richtig und fußt grundsätzlich auch in den Ideen der Bücher von Zecharia Sitchin:

Würde eine riesige Masse im All, eben ein fremder Planet wie Nibiru, sich unserem Heimatplaneten nähren, wären die Folgen für uns verehrend. Seine Gravitation würde tatsächlich Erdbeben, Sinfluten und Tsunamis, Vulkanausbrüche mit sich bringen. Das Klima der Erde würde unvorhersehbar, das Erdmagnetfeld wird gestört und im Fall der Fälle könnte alles Leben der Erde sein Ende finden.

VIDEO: Wann kommt der Planet Nibiru zur Erde? Die Hintergründe des Mythos um Planet X (Bilder: NASA / Bearbeitung: Fischinger-Online)
VIDEO: Wann kommt der Planet Nibiru zur Erde? Die Hintergründe des Mythos um Planet X (Bilder: NASA / Bearbeitung: Fischinger-Online)

Theoretisch. Und natürlich abhängig von der Masse des kosmischen Objektes und seiner weitesten bzw. geringsten Annäherung an unseren zerbrechlichen Planeten.

Genau das soll aber jetzt der Grund für den Ausbruch auf Hawaii sein. Ausnahmsweise ist nicht Angela Merkel schuld, sondern die Annäherung von Planet X an unsere Heimatwelt. Planet Nibiru sei auf dem Weg und dieser Ausbruch eine Art Vorbote der Planet-X-Apokalypse ist.

Zumindest nach den Phantasien des Autoren David Meade aus den USA, mit der er es zum Beispiel am 18. Mai 2018 in die Zeitung “Express” geschafft hat. Und das nicht zum ersten und sicher nicht letzten Mal …

David Meade:

“Wenn sich das Nibiru-System nähert, beeinflusst es das Magnetfeld unserer Sonne, das sich direkt auf den Magnetismus der Erde auswirkt. So finden einmalige Ereignisse statt, wie wir sie auf Hawaii erleben. Wir treten in eine Situation ein oder beginnen einen Prozess oder eine Reise, die besonders seltsam, problematisch, schwierig, komplex oder chaotisch ist, vor allem eine, die sich zunehmend in diese Richtung entwickelt, indem sie weiter andauert und ausbreitet.”

In der Tat käme es durchaus zu solchen “einmaligen Ereignissen”, wie oben beschrieben. Jedoch bricht der Kilauea als einer der aktivsten Vulkane der Erde eigentlich ununterbrochen aus. Schon sein Name verrät das, da in der hawaiischen Sprachekīlauea” soviel wie (aus) „spucken“ oder (viel) „verbreiten“ bedeutet.

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Der jetzige Ausbruch feierte dieses Jahr auch sein 35-jähriges Jubiläum, da er am 3. Januar 1983 begann. Alles andere als aktuell also.

Fake-News-Schleuder David Meade

Jene starken Eruption des Kilauea, die wir alle aus den Medien kennen, ist aber neu: Sie begann am 3. Mai 2018. Trotzdem ist sie normal, da der “Dauerausbruch” des Vulkans immer wieder auch besonders heftige oder starke Phasen erlebt. Zum Beispiel auch in den Tagen vom 11. bis 27. Mai 1924. Da sprach niemand vom Kommen des Nibiru und dessen erste Auswirkungen auf der Erde.

David Meade mit seinen ungezählten Nibiru-Aussagen und -Prophezeiungen lebte da ja noch nicht.

Stichwort Nibiru: Zusammenfassung der 5 vergessenen “Planet X”-Fakten? (Bilder: NASA / Montage: Fischinger-Online)
Stichwort Nibiru: Zusammenfassung der 5 vergessenen “Planet X”-Fakten! (Bilder: NASA / Montage: Fischinger-Online)

Auch die fragwürdige Webseite “Pravda-TV” hat jüngst das Thema von Meade aufgenommen. “Meade, der als wichtigster Nibiru-Prophet gilt”, heißt es dazu in einem Artikel vom 10. Juni 2018. Was genau ihn “wichtig” macht, erfahren wir nicht. Wahrscheinlich die Massen seiner Aussagen, Ideen und Phantasien, die seit Jahren immer wieder in englischen Boulevard-Zeitungen erscheinen.

Ebenso hat Meade bereits über ein Dutzend Bücher über diese Themen veröffentlicht. Alle grundsätzlich anonym, da der Name “David Meade” lediglich ein Pseudonym ist. Eingetroffenen ist bisher nicht eine einzige Aussage von ihm. Auch nicht alle seine Nibiru-Ankündigungen in der Vergangenheit, mit denen er immer wieder auffällt. Auf “Pravda-TV” heißt es dazu:

Einer Endzeit-Theorie zufolge soll Planet X/Nibiru nämlich ein zerstörerisches Planetensystem sein, das alle 3.600 Jahre vom Rand des Universums kommend die Erde passiert.

Natürlich ist diese Aussage teilweise falsch oder es hat sich ein Tippfehler eingeschlichen, da Nibiru natürlich nicht “vom Rand des Universums” zur Erde kommen soll. Vom Rande unseres Sonnensystems (s. Bild HIER), wo er seine stark elliptische Bahn ziehen soll. Zumindest nach den Vorstellungen des Zecharia Sitchin.

Geld für David Meade?

Nehmen wir dennoch wohlwollend einmal an, dass Sitchin mit seinen Phantasien richtig läge. Dann würde sein Planet mit seinen außerirdischen Anunnaki so oder so erst in Jahrhunderten in die “Nähe” (etwas hinter dem Mars, laut Sitchin) der Erde kommen.

Und bewohnt von einer hunderttausende Jahre alten Alien-Zivilisation kann dieser Planet so oder so nicht sein, wie es in allen Details von mir HIER aufgezeigt wurde.

“Grenzwissenschaft und Mystery Files” von Lars A. Fischinger auf YouTube
Mehr Themen zu “Grenzwissenschaft und Mystery Files” natürlich auch auf auf YouTube!

Ich möchte oder muss vermuten, dass David Meade ganz einfach mit seinen Büchern, Internet-Videos und Aussagen schlicht Geld verdienen möchte. Er arbeitet zwar unter Pseudonym, aber das ist dabei eher Nebensache. Fraglich, ob er das glaubt, was er verbreitet. Er selber bezeichnet sich als gläubiger Katholik und behauptete in der “Washington Post” am 23. September 2017, dass er Astronomie studiert habe.

Heute sei Meade Autor, Forscher, forensischer Ermittler, investigativer Journalist und christlicher Numerologe. Ein Gläubiger, der die Geheimnisse bzw. Codes der Bibel und natürlich auch des Nibiru “entschlüsseln” will …

Unter dem Stichwort “Nibiru” findet Ihr auf meinem YouTube-Kanal und auf diesem Blog weitere, sehr detaillierte Informationen.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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