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NASA-Mission „Mars 2020“ zum Mars: Wird der Rover „Perseverance“ den definitiven Beweis für Leben im All bringen? +++ Video +++

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VIDEO: Die Mission "Mars 2020" der NASA zum Mars: Wird sie den definitiven Beweis für Leben im All bringen? (Bild: NASA)
VIDEO: Die Mission „Mars 2020“ der NASA: Wird sie den definitiven Beweis für Leben im All bringen? (Bild: NASA)

In diesem Jahr startet die NASA die Mars-Mission „Mars 2020“ zum Roten Planeten. Eine ehrgeizige Mission mit einem Rover, genannt „Perseverance“, die wie keine zuvor nach Leben suchen soll. Vergangene oder noch existierende Organismen, die damit den Beweis für Leben im All liefern würden. Welche ehrgeizigen Ziele die NASA mit dieser neuen Mission verfolgt und wo sie nach Leben suchen wird, erfahrt Ihr in diesem YouTube-Video.


Leben im Universum?

Wann findet die Menschheit den definitiven Beweis für Leben im All (auf dem Mars)? Und das ganz offiziell und damit ohne irgendwelche Verschwörungstheorien?

Erstaunlicherweise könnte das schon sehr bald sein! Und zwar durch die Mission „Mars 2020“ der NASA, die im Sommer 2020 starten soll. Keine andere Mission zum Mars war mit ihrem Rover „Perseverance“ an Bord bisher so sehr darauf ausgelegt Leben auf dem Mars zu finden, wie diese. Vergangenes oder noch bestehendes.

Auch wenn dieses Leben auf unserem Nachbarplaneten nur Mikroorganismen wie Bakterien sein sollen, wäre der Nachweis eine sensationelle Entdeckung. Denn wenn sich herausstellt, dass sich hier wie dort unabhänig voneinander Leben in nur einem Sonnensystem entwickelte, hieße das: Leben im Universum ist der „Normalzustand“ …

Alles über diese überaus spannende Mission zum Roten Planeten in diesem Video auf YouTube.

Bleibt neugierig …

Video vom 12. Dez. 2019 auf Fischinger-Online

Bitte auf das „Play-Symbol“ klicken.
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Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Der Umgang mit Leben im All und Alien-Zivilisationen: Interessante Richtlinien und Überlegungen im irdischen Paragraphen-Dschungel

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Irdische Gesetzte zum "Umgang" mit Leben im All und außerirdischen Zivilisationen (Bilder: NASA / gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)
Irdische Gesetzte zum „Umgang“ mit Leben im All und außerirdischen Zivilisationen (Bilder: NASA / gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Mitte Mai 2018 erschien auf Grenzwissenschaft & Mystery Files derArtikel „Wem gehört eigentlich der Mond?„, in dem es um „lunare Ländereien, irdische Weltraumverträge und Wildwest im All“ ging. Vor allem wurde darin auch der Frage nach gegangen, wie und ob die Menschheit ihre Aktivitäten in der Raumfahrt untereinander geregelt und vertraglich abgesichert hat. Und solche Regelungen und Absprachen bestehen durchaus. Aber sie existieren auch für ein anderes Gebiet der Weltraumforschung: Für außerirdisches Leben! Auch hier gibt es Bestimmungen, Konzepte und Vorgaben, wie man sich gegenüber Leben im All verhalten soll. Das gilt für Mikroorganismen innerhalb unseres Sonnensystems ebenso, wie für intelligente Außerirdische aus dem Weiten des Kosmos. Wie sich Wissenschaftler über Verhaltensrichtlinien im Umgang mit außerirdischen Zivilisation und Aliens den Kopf zerbrechen, erfahrt Ihr in diesem Blog-Artikel.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Leben im All

Ob es irgendeine Art von Leben im All gibt, wissen wir nicht mit Bestimmtheit zu sagen und zu belegen. Es ist mehr als Wahrscheinlich, dass es existiert. Und es ist ebenso wahrscheinlich, dass es auch intelligente Zivilisation im Universum gibt. Vielleicht sogar hunderttausende oder Millionen Völker von Außerirdischen im Kosmos.

Gleichfalls besteht sogar die Chance, dass wir innerhalb unseres eigenen Sonnensystems außerirdisches Leben finden könnten. Auf verschiedenen Monden oder auch dem Mars.

Exobiologen und Astronomen sind unlängst von diesen Aussagen überzeugt. Das Thema „Aliens“ hat lange schon sein Schattendasein im Bereich der Verschwörungstheoretiker, UFO-Forscher, Science-Fiction und Grenzwissenschaft und Mystery Files verlassen. Es ist in der sogenannten seriösen und etablierten Wissenschaft in sehr weiten Teilen angekommen.

Natürlich war das nicht immer so. Und der Unterschied zu irgendwelchen Mikroorganismen im All und dem Thema UFOs als „Alien-Fahrzeuge“ oder Prä-Astronautik ist dabei weiterhin gewaltig.

Trotzdem hat die wissenschaftliche Community zum Teil bereits vor Jahrzehnten Regellungen beschlossen, die man mit diesem Leben im All oder sogar intelligenten Aliens umzugehen gedenke. Das gilt für versehentlich auf der Erde eingeschleppte Bakterien, wie in diesem Posting HIER dargelegt, ebenso wie für Intelligenzen aus dem All.

Sorgen um die Menschheit

Neil Armstrong, Buzz Aldrin und Michael Collins wurden am 20. Juli 1969 zu Legenden, als sie mit „Apollo 11“ der NASA auf dem Mond landeten. Während Collins im Mutterschiff von „Apollo 11“ verblieb, landeten Armstrong und Aldrin der Landefähre „Eagle“ auf dem Mond. Am 21. Juli 1969 um exakt 02:56:20 UTC (= koordinierte Weltzeit) betrat dann Armstrong unseren Erdtrabanten. Aldrin folgte etwas später.

Diese offiziellen Fakten werden auch ein halbes Jahrhundert danach noch als Triumph der Menschheit gefeiert. Die Namen Neil Armstrong, Buzz Aldrin und Michael Collins brannten sich in das kollektive Gedächtnis der Menschheit.

Was den Amerikanern auf dem Mond erwartete, war der NASA im Vorfeld durch andere Weltraummission weitestgehend bekannt. Zumindest im Groben, denn wirklich zu 100 Prozent konnte das kein Wissenschaftler der Welt sagen. Und hier kommt ein vierter Name der „Apollo 11“-Mondlandung ins Spiel, den heute niemand kennt: General Samuel Choran Phillips.

Ein Mann der NASA, der sich im Zuge der Mondlandungen Sorgen um den Fortbestand des irdischen Lebens machte.

Killerbakterien vom Mond

Obwohl unbekannt, war General Phillips in den Jahren 1964 bis 1969 Direktor des „Apollo Manned Lunar Lander Program“. Und er war nicht nur um das Wohlergehen der Astronauten an sich besorgt, sondern um das der gesamten Menschheit. So verfasste Phillips am 8. Juli 1969 einen 51-seitigen „Mission Operation Report“ über die „Apollo 11“-Mission und veranlasste darin unter anderem eine Quarantäne für Besatzung und Material nach der Heimkehr zur Erde (mehr dazu in diesem Blog-Artikel HIER).

Im Report mit der Nummer M-932-69-11 heißt es dazu:

Um das Risiko einer Kontamination der Biosphäre der Erde durch Mondmaterial zu minimieren, werden Quarantäne-Maßnahmen durchgeführt. Die Besatzung wird für etwa 21 Tage nach dem Start von der Mondoberfläche unter Quarantäne gestellt.

Außerdem wird das CM (Kommando-Modul, Anm. LAF) nach der Landung unter Quarantäne gestellt. Die Beendigung der CM-Quarantänezeit hängt von den Ergebnissen der Mondprobenanalyse und den Beobachtungen der Besatzung ab.

„Kontamination der Biosphäre“ unseres Planeten durch Killerbakterien vom Mond? Theoretisch: Ja! Damit war diese Vorsichtsmaßnahme 1969 sicherlich mehr als angebracht. Immerhin, so schrieb es beispielsweise „Time“ am 25. Juli 1969, besteht „die entfernte Möglichkeit, dass sie unbekannte Mondorganismen beherbergen, die das Leben auf der Erde gefährden könnten“.

Die Quarantäne und Dekontamination begann sofort nach der Landung von „Apollo 11“ am 24. Juli. Nachdem die Kapsel mit den Astronauten im Pazifik wasserte wurde noch im Wasser damit begonnen. Danach flog man die Astronauten zu dem 24 Kilometer entfernt wartenden US-Schiff „Hornet“. Hier „sperrte“ man sie drei Wochen lang in eine mobile Quarantäneeinrichtung.

Die Erde ist (vorerst) sicher

Heute wissen natürlich, dass all diese Vorsichtsmaßnahmen unbegründet waren, da auf dem Mond keine Mikroorganismen existieren, die hätten unseren Planeten verseuchen können. Aber hätte es sie gegeben – hätten sie im schlimmsten Fall jeden Menschen des Planeten umbringen können (s. a. HIER).

Ende April 1971 gab Dr. George Michael Low von der NASA nach drei erfolgreichen Mondlandungen endgültig Entwarnung. So hieß es im „Albuquerque Journal“ am 30. April 1971 dazu:

Auf der Grundlage dieser Analyse [der Quarantäne-Informationen von Apollo 14 sowie der Ergebnisse der Apollo 11- und 12-Flüge] haben wir festgestellt, dass es keine Gefährdung für Menschen, Tiere oder Pflanzen im Mondmaterial (…) gibt. Der Ausschuss hat empfohlen, dass weitere Mondmissionen nicht unter Quarantäne gestellt werden dürfen.

Es mag 50 Jahre später naiv erscheinen, was die NASA im Rahmen ihrer Mondlandungen da für einen Aufwand zum Schutz der Erde betrieb. Doch es war alles andere als naiv, sondern das genaue Gegenteil. Erstaunlich ist jedoch der Umstand, dass die NASA erst nach zwei weiteren Landungen sowie der Untersuchung und Quarantäne der beteiligten Astronauten etc. Entwarnung geben konnte.

Das bedeutet nämlich, dass die Flüge von „Apollo 12“, „Apollo 13“ (auch wenn nicht auf dem Mond gelandet) und „Apollo 14“ durchgeführt wurden, obwohl man da noch immer nicht sicher war, dass dadurch unser Planet nicht kontaminiert wird. Statt abzuwarten, was die „Apollo 11“-Raumfahrer vom Mond theoretisch mitgeschleppt haben könnten, folgte eine bemannte Mondmission nach der anderen …

Die Gesetzgeber in den USA nahmen einst diesen Kontakt mit außerirdischem Leben (gleich welcher Art) ebenso ernst. Sie nahmen 1969 das „Extra-Terrestrial Exposure Law“ in den „Code of Federal Regulations“ (14 C.F.R. 1211) auf, und übertrugen der NASA damit weitreichende Befugnisse. Mit dieser Regelung konnten Menschen, Tiere, privates Eigentum, Pflanzen oder ganz einfach alle Dinge, die mit etwas Außerirdischem in Kontakt kamen, unter eine Zwangs-Quarantäne gestellt werden.

Anwendung fand dieses Gesetzt offiziell nie und wurde bereits 1977 außer Kraft gesetzt. Ganz gestrichen wurde es aber erst 1991. Ob aber nicht irgendwann doch die Erde mit außerirdischem Material kontaminiert wird, kann definitiv niemand ausschließen.

Weltraumhygiene

Für „irre Gesetzte“ ist die USA durchaus bekannt. Doch verschiedene Regelungen und Vereinbarungen sollen nicht nur das irdische Leben und unseren Planeten von irgendwelchen außerirdischen Einflüssen schützen.

Das bekannte Beispiel ist sicher die „Weltraumhygiene“. Denn so kann man die Abkommen der Raumfahrt betreibenden (und anderer) Nationen durchaus bezeichnen, die Raumsonden auf andere Himmelskörper im All schicken. Im Grunde genommen ist es ein ganz einfacher Kodex, der besagt, dass niemand Sonden oder Raumfahrzeuge auf andere Planeten oder Monde landen darf, die nicht bis in den kleinsten Winkel sterilisiert wurden. Möglichst alle irdischen Mikroorganismen müssen vor dem Start einer solchen Missionen abgetötet werden, um eine irdische Kontaminationen fremder Welten zu verhindern.

Ein überaus nachvollziehbarer Schritt. Wenn beispielsweise der Mars oder der Jupiter-Mond Europa eine Biosphäre und damit Leben beherbergen, können diese durch irdische Mikroben irreparabel zerstört werden. Zumindest aber eben kontaminiert und dadurch auch beeinflusst.

Im eigenen Interesse der Forscher wird das auch getan. Beispielsweise wurden die Mars-Landesonden von den beiden NASA-Missionen „Viking“ Mitte der 1970ger Jahre mit größter Sorgfalt steril gehalten. Über Stunden wurden sie unter anderem in Öfen geradezu gebacken. Schließlich will kein Exobiologe nach Jahren der Vorbereitung am Ende bei der Suche nach Leben im All eingeschleppte irdische Bakterien finden.

Erste Hygienevorschriften

Solche Vorkehrungen zur Weltraumhygiene werden in diesem Jahr bereits 55 Jahre alt. Im Jahr 1964 hat das „Komitee für Weltraumforschung (COSPAR) die Resolution Nummer 26 veröffentlicht, in der es unter anderem heißt:

Die Suche nach außerirdischem Leben ist ein wichtiges Ziel der Weltraumforschung. Der Planet Mars bietet in absehbarer Zeit die einzige mögliche Möglichkeit, diese Suche durchzuführen. Eine Kontamination dieses Planeten würde eine solche Suche erheblich erschweren und möglicherweise sogar verhindern. 

(Es müssen) alle praktischen Schritte unternommen werden, um sicherzustellen, dass der Mars bis zu dem Zeitpunkt, an dem diese Suche zufriedenstellend durchgeführt wurde, nicht biologisch kontaminiert ist, und dass die Zusammenarbeit bei der richtigen Planung von Experimenten und dem Einsatz angemessener Sterilisationstechniken für Raumfahrzeuge gewährleistet ist. Dies wird allen Startbehörden für Weltraumsonden vorgeschrieben, um eine solche Kontamination zu vermeiden.

Im Jahr 1964 war zwar an Landungen auf dem Mars technisch noch nicht zu denken, doch sie waren absehbar. Die Raumsonde „Mars 3“ der UdSSR schaffte dann auch 1971 die erste Landung auf dem Roten Planten. Fünf Jahre später folgten „Viking 1 & 2“ der USA.

Nur drei Jahre nach dieser Resolution wurde auch der schon legendäre Weltraumvertrag der Vereinten Nationen beschlossen. Ein Vertrag, der sämtliche Aktivitäten im Weltraum und auf anderen Himmelskörpern regeln sollte. Von Besitzansprüchen bis zur besagten Weltraumhygiene. Immerhin haben dieses Regelwerk fast 130 Nationen unterzeichnet und knapp über 100 Staaten ratifiziert.

In Artikel IX des Weltraumvertrages heißt es, dass „die Vertragsstaaten nach dem Grundsatz der Zusammenarbeit und gegenseitigen Unterstützung“ handeln und „alle ihre Tätigkeiten im Weltraum (…) unter gebührender Berücksichtigung der entsprechenden Interessen aller anderen Vertragsstaaten“ ausrichten. Und über den Schutz anderer Welten sowie der irdischen Umwelt selbst heißt es darin:

Die Vertragsstaaten führen Untersuchungen des Weltraums – einschließlich des Mondes und anderer Himmelskörper – durch und erforschen sie. Um ihre schädliche Kontamination und auch nachteilige Veränderungen der Umwelt der Erde infolge der Einführung von außerirdischem Material zu vermeiden, werden alle erforderlichen und geeigneten Maßnahmen getroffen.“

Weltraumethik

Grundsätzlich herrscht in der wissenschaftlichen Community also die Meinung, dass jegliche Art von außerirdischem Leben vor irdischer Kontamination bewahrt werden muss. Für zukünftige Forschungen und Forschergenerationen ebenso wie „aus ethischen Gründen“. Wobei man sich fragen muss, was das für „ethische Gründe“ sein sollen. Immerhin sitzt die ethische Messlatte bei Leben aller Art auf unserem eigenen Planeten mehr als nur etwas weit unten.

Mit Blick auf diese Bemühungen ist die Aussage des Physikers Dr. Claudius Gros von der Universität Frankfurt eigentlich sehr erstaunlich. Gros, der sich mit Themen wie Leben im All und interstellare Raumfahrt befasst, sagte Anfang März 2019 in einem Interview unter anderem:

Wenn wir zu einem Planeten, auf dem es nur primitive prokaryotische Bakterien gibt, Bakterien von der Erde bringen, erhöhen wir die Chance, dass sich dort komplexes Leben entwickelt, gewaltig. Das wäre die Sache also wert.“

Mit dieser Aussage warf Dr. Gros einfach mal alle Ansichten und Bemühungen der bisherigen Raumfahrt über den Haufen, wie in diesem Blog-Beitrag HIER dargelegt. Auch wenn man argumentieren kann, dass irgendwelche Bakterien auf dem Mars oder sogar fernen Exoplaneten eben nur Bakterien sind, sollte man mit diesem Thema keinesfalls so leichtfertig umgehen.

Lippenbekenntnisse?

Prinzipiell hat Artikel IX des Weltraumvertrages auch solche Vorhaben geregelt. Denn laut dem Abkommen können die Unterzeichner-Staaten gegen derartige Aktivitäten Beschwerde einlegen. Gleichfalls bei den Vereinten Nationen „eine Konsultation bezüglich der Aktivität oder des Experiments beantragen“, um diese abzuklären. Weiter heißt es:

Wenn ein Vertragsstaat Grund zu der Annahme hat, dass eine von ihm oder seinen Staatsangehörigen geplante Aktivität oder ein von ihm geplantes Experiment im Weltraum, einschließlich des Mondes und anderer Himmelskörper, potenziell schädliche Störungen der Aktivitäten anderer Vertragsstaaten bei der friedlichen Erkundung und Nutzung des Weltraum hervorrufen würde (…), führt sie geeignete internationale Konsultationen durch, bevor sie mit solchen Aktivitäten oder Experimenten fortfährt.“

Vernünftige und mehr als sinnvolle Regelungen. Ob sie aber das Papier wert sind, auf dem diese und andere Regeln des Weltraumvertrages stehen, steht auf einem anderen Blatt. Wohlwollende Lippenbekenntnisse, deren wirkliche Überprüfbarkeit und Durchführung in der Realität schwierig sein dürfte. Zieht man dann noch diverse Verschwörungstheorien hinzu, wäre der Weltraumvertrag an sich schlicht ein Witz.

Immerhin, so die unterschiedlichsten Spekulationen, soll es nicht nur geheime Mondlandungen gegeben haben, sondern es soll längst Mars-Basen und auch Stationen auf dem Mond geben. Einige Spekulationen gehen soweit zu behaupten, dass auch Außerirdische hier ihre Finger mit im Spiel haben. Also, dass Aliens mit Menschen hier gemeinsam geheime Weltraumaktivitäten durchführen. Dadurch wären alle (irdischen!) Vereinbarungen, Verträge und Abkommen hinfällig …

Die Menschenwürde der Außerirdischen

Dass der Mensch nicht möchte, dass außerirdische Mikroben unseren Planeten verseuchen und uns als Spezies dabei vielleicht sogar auslöschen, ist nur allzu verständlich. Nicht minder nachvollziehbar ist es, dass für die zukünftige Wissenschaft und Forschung alle Himmelskörper im Sonnensystem und darüber hinaus vor irdischer Kontamination bewahrt werden müssen. Doch im All gibt es mit Sicherheit weit mehr als als nur Mikroorganismen oder fliegende Schleimpilze. Es wir auch intelligentes Leben geben.

Und auch über deren Schutz wird seit Jahrzehnten debattiert. Vor allem natürlich seit dem sich SETI als Suche nach außerirdischer Intelligenz weithin verbreitet hat.

Der Anwalt Andrew G. Haley war vor knapp 60 Jahren der erste, der „gesetzlichen Regeln, die die Beziehungen zwischen verschiedenen Rassen im Universum regeln“, in einem Gesetzt zusammenfasste, dass als „Metalaw“ bekannt ist. Veröffentlicht am 8. November 1956 unter dem Titel „Space law and Metalaw – A Synoptic View“ in „Harvard Law Record“ Nr. 23, als Außerirdische und Zivilisationen im All eigentlich nur Thema bei UFO-Freaks und Science-Fiction-Fans war.

Auch wenn Haley selber und andere dieses Metalaw immer wieder neu formulierten und in Details umarbeiteten, gelten nach diesem universellen Gesetzt folgende Grundprinzipien „des strengen Konzeptes der absoluten Gerechtigkeit“:

  1. Menschen dürfen Außerirdische keinen Schaden zufügen.
  2. Alle Rassen im Universum haben das Recht auf Selbstverteidigung.
  3. Außerirdische haben das Recht auf einen sicheren Lebensraum im All.

Im Kern soll das Metalaw allen außerirdischen Zivilisationen und Spezies unsere irdischen Menschenrechte zubilligen. Ob diese Außerirdischen sich jetzt in einer Entwicklungsstufe von Höhlenaliens befinden oder unendlich weit voraus sind, spielt dabei keine Rolle. Alle Aliens sind vor dem Meta-Gesetzt gleich und haben alle die gleichen Rechte.

Zum Wohle der Außerirdischen

Selbstverständlich gab und gibt es bis heute Kritiken an diesem Metalaw.

Einige Kritiker bemängeln, dass hier das Konzept von „Gut“ und „Böse“ auf alle Spezies im All angewandt wird. Andere meinen, dass es unsinnig wäre darüber nachzudenken, da niemand sagen kann, ob sich irgendwelche Aliens auch daran halten. Wieder andere argumentieren, dass diese kosmischen Gesetzte uns und unsere Vorstellungen, Ethik und Weltanschauungen in den Mittelpunkt stellen (Anthropozentrismus).

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Alles sicher nicht zu widerlegende Kritikpunkte. Doch darüber nachdenken und philosophieren ist mit Sicherheit nicht falsch. Obwohl wir auf unserer eigenen Welt solche oder ähnliche Regen nicht einmal Ansatzweise bei unserer eigenen Spezies anwenden. Auch vor dem Hintergrund, dass die Menschen nicht mal wissen, wer bei einem Kontakt mit Aliens für „uns“ sprechen wird, scheint so ein Metalaw grotesk. Denn auch das ist eine bisher vollkommen ungelöste Frage, wie in diesem Blog-Artikel HIER und diesem Vortrags-Video bei YouTube HIER dargelegt.

Dennoch wurde bereits 1960 das „Internationale Institut für Weltraumgesetz“ (IISL) gegründet. Dieses „International Institute of Space Law“ vergibt seit 1961 auch Preise an Personen, die in einem von fünf verschiedenen Bereichen zum Thema Weltraumgesetz Besonders geleistet haben. Und einer dieser Preisträger war 1963 aus Österreich stammende Jurist Dr. Ernst Fasan, der bis heute als Autorität auf dem Gebiet Weltraumrecht gilt.

11 Regeln für alle Alien-Rassen

Fasan hat 1970 das Metalaw von Andrew G. Haley aus dem Jahr 1956 umfangreich neu formuliert, angepasst und erweitert und 11 Kerngesetze ausgearbeitet. Diese diskutiert er in seiner Veröffentlichung „Relations with Alien Intelligences – The Scientific Basis of Metalaw“ und fasst sie in folgenden Punkten zusammen:

  1. Jegliche Handlung, die einer anderen Rasse Schaden zufügt, muss vermieden werden.
  2. Jede Rasse hat das Recht, sich gegen jegliche schädliche Handlung einer anderen Rasse zu verteidigen.
  3. Alle intelligenten Rassen im Universum haben prinzipiell die gleichen Rechte und Werte.
  4. Jeder Partner von Metalaw hat das Recht auf Selbstbestimmung.
  5. Das Prinzip, eine Rasse zu erhalten, hat Vorrang vor der Entwicklung einer anderen Rasse.
  6. Es ist kein legaler, sondern ein ethischer Grundsatz, dass eine Rasse der anderen durch ihre eigenen Aktivitäten hilft.
  7. Im Schadensfall hat der Verursacher die Unversehrtheit des Geschädigten wiederherzustellen.
  8. Kein Partner von Metalaw darf eine Unmöglichkeit verlangen.
  9. Es muss keine Regelung des Metalaw eingehalten werden, wenn die Einhaltung zu einem praktischen Selbstmord für die verpflichtete Rasse führen würde.
  10. Metalaw-Vereinbarungen und -Verträge müssen eingehalten werden.
  11. Jede Rasse hat einen Anspruch auf ihren eigenen Lebensraum.

Auch dieser Kodex klingt nicht nur nach Science-Fiction, er ist es auch. Obwohl dahinter keine Science-Fiction-Fans oder UFO-Enthusiasten stecken. Es sind vielmehr ernsthafte wissenschaftliche Überlegungen, die zu derartigen „Gesetzten“ führten. Und genauso wie alle anderen Weltraumgesetze, die irgendwelche anderen Spezies im All einschließen, sind sie letztlich doch nur Wunschdenken.

Science-Fiction und Wissenschaft sind natürlich keine sich widersprechende Gebiete, sondern beeinflussen sich gegenseitig. Träumerei und Vordenken ist hier Alltag. Doch ob es jetzt 11 oder 1.111 Regelungen über ein Miteinander der Alien-Rassen mit noch so fundierten, logischen und wissenschaftlichen Argumenten erdacht werden, sind sie wahrscheinlich am Tag X so oder so unnütz …

Interstellare Handesgesetze

Blickt man als an Themen wie Leben im All, Aliens und Grenzwissenschaft & Mystery Files Interessierter auf die etablierte wissenschaftliche Community, wundert man sich nicht selten über deren Arbeiten und Veröffentlichungen. Zynisch ausgedrückt muss man sich teilweise fragen, womit diese eigentlich so alles ihre Zeit und (Steuer-)Gelder verschwenden.

Zum Beispiel auch mit „der Theorie des interstellaren Handel“, deren Regelungen, Besteuerung und Durchführbarkeit. Veröffentlicht hat diese theoretischen Überlegungen der Wirtschaftsprofessor Paul R. Krugman bereits im Juli 1978. Immerhin ein sehr bekannter Experte für Wirtschaft und Handel, der 2008 den Alfred-Nobel-Gedächtnispreises für Wirtschaftswissenschaften verliehen bekam.

In seiner Studie „Die Theorie des Interstellaren Handel“ geht Krugman vor allem auch der Frage nach, wie aufgrund der gigantischen Distanzen im Universum ein solcher Handel funktionieren könnte. Viele Lichtjahre müssten hierbei überbrückt werden und damit wäre es „eine sehr zeitaufwändige Investition“. Preis-Leitung eines derartigen Handel wäre innerhalb des Sonnensystems möglicherweise rentabel. „Ist diese Transaktion profitabel“, wenn es um Handel zwischen den Sternen geht, fragt Krugman zurecht.

Handessbeziehungen mit Außerirdischen schloss Krugman vor rund 40 Jahren in seine Überlegungen ebenso mit ein. Er nennt es „Interspezies Transaktionen“ von Waren und Kapital. Doch das alles sei „nicht so einfach“, solange wir die Entfernungen im All nicht wesentlich schneller oder mit anderen Technologien überwiesen können. Etwa wie bei „Star Trek“.

Was in seinen Berechnungen und Gedankengängen aber fehlt, sind genaue Ausführungen, ob irgendwelche anderen Zivilisationen mit der Erde überhaupt Handel treiben wollen. Und womit eigentlich. Ebenso, ob Aliens überhaupt Interesse an Kapitel und damit Geld haben. Dies wissen wir heute ebenso wenig wie 1978.

Wenn ich einen Alien töte …

Vor fast fünf Jahren bin ich in diesem Blog-Artikel HIER auf eine andere spekulative aber durchaus spannende Frage eingegangenen: Was droht „gesetzlich gesehen“ einem Menschen, der ein UFO mit Aliens landen sieht – und die Außerirdischen daraufhin tötet?

Eine seltsame Frage, die aber letztlich darauf hinauslaufen würde, dass man straffrei davon kommt. Es fehlt ganz einfach in Deutschland die Gesetzesgrundlage, da „die Delikte ‚Mord‘ und ‚Totschlag‘ jeweils den Tod eines anderen Menschen voraussetzen“, wie damals jemand kommentierte. Außerirdische sind eben keine Menschen und sind im Strafgesetzbuch schlicht und einfach irrelevant. So heiß es damals in einem Kommentar weiter:

Denn tatsächlich gilt, dass eine Strafbarkeit die Existenz eines entsprechenden Gesetzes vor dem Ausüben der Tat voraussetzt.“

So unwahrscheinlich es auch ist, dass jemand gelandete Außerirdische antrifft und dann tötet, es ist ein interessanter Gedanke. Mich erinnert das an „Tötung eines Wirbeltieres“ oder auch, dass etwa Hunde juristisch als „Sache“ betrachtet werden. Ermorde ich also einen Alien, weil mir zum Beispiel seine ggf. nicht vorhandene Nase nicht passt (juristisch also: „Mordlust“), wäre das Sachbeschädigung?

Auch das ist fraglich, denn muss zur Strafverfolgung eine „Sache“ nicht jemanden gehören?

Alien-Invasion und die Folgekosten

Im Juli 2016 befasste sich der Jurist Klaus Hempel für den Sender SWR mit einer nicht minder spekulativen und Frage, wie in diesem Blog-Beitrag HIER berichtet:

Wer zahlt eigentlich wenn Außerirdische angreifen?

Eine Alien-Invasion ist nach den Vorstellungen von Hollywood bekanntlich immer mit enormen bis gigantischen Schäden verbunden. Vermutlich war auch der Film „Independence Day 2: Wiederkehr“ der Ideengeber, dass sich der SWR damals die Frage nach den Folgekosten einer solchen Invasion stellte. Zerschießen die Außerirdischen dabei mein Haus oder eines ihrer UFOs stürzt beim Kampf in mein Dach, ist es erstmal ein Fall für die Versicherung, so Hempel.

Weiter schrieb er:

„In Frage kommt zunächst einmal eine Haftung durch die Gebäudeversicherung. Das Problem besteht erst einmal darin, dass es sich bei einem Angriff von Aliens nicht um einen klassischen Fall von Naturgewalt handelt. Insofern bringt es mir nichts, wenn ich mich gegen sogenannte Elementarschäden versichert habe. In den Geschäftsbedingungen der Versicherer ist außerdem vielfach geregelt, dass eine Haftung bei kriegerischen Angriffen von außen nicht besteht, aber: wir haben es hier mit einem Sonderfall zu tun.

Wenn beispielsweise ein UFO versehentlich auf dem Dach landet und dadurch die Immobilie beschädigt wird, liegt ein sogenannter Anprallschaden vor. Der ist in der Regel vom Versicherungsschutz umfasst. Und gleiches gilt auch für den Absturz von unbemannten Flugkörpern. Und im Wege der ergänzenden Vertragsauslegung kann da eigentlich nichts anderes gelten, wenn mein Haus von einem UFO beschossen wird. Für Beschädigungen an der Inneneinrichtung, also Möbel usw., kann man dann konsequenterweise die Hausratversicherung in Anspruch nehmen. Und wer sich voll umfänglich versichert hat, der kann sogar die Kosten für die Aufräumarbeiten geltend machen.“

Wer hätte das gedacht? Ob bei einer unwahrscheinlichen aber theoretischen möglichen Alien-Invasion dann aber wirklich Gelder von den Versicherungen fließen, sei einmal dahingestellt. Sofern diese den Angriff überstanden, wären sie so oder so ruiniert …

Spekulationen und SETI

Viele – sehr viele – Spekulationen. Das steht außer Frage. Aber dieser Ausflug in die Welt der Vorschriften und vertraglichen Regelungen von uns Menschen zeigt mehr als deutlich, dass man sich seit Jahrzehnten Gedanken über so was wie eine einheitliche Richtlinie bei diesen Themen macht.

Diverse Bereiche haben hierbei durchaus konsequente Bestimmungen was Leben  im All betrifft. Allen voran die SETI-Forscher. Also jene Astronomen und Wissenschaftler, die mir Radioteleskopen und anderen Technologien nach Signalen von außerirdischen Zivilisation suchen. Irgendwo und irgendwann muss es andere Intelligenzen im All geben oder gegen haben, davon sind sie überzeugt. Man muss deren Signale und Spuren im Universum „nur“ finden.

Auch wenn SETI-Astronomen seit Jahrzehnten vergeblich nach diesen eindeutigen Botschaften von Aliens suchen, haben sie längst Regelungen für den Tag X getroffen. Keiner der Beteiligten darf beim Empfang eines Signales einer Alien-Zivilisation diese Information einfach eigenmächtig an die Öffentlichkeit geben. Erst nach einer mehrfachen Bestätigung des Signals durch weiterer Teleskope und Astronomen und nach Absprache untereinander. Der gesamte Vorgang ist klar strukturiert und gegliedert.

Was aber in unserer Welt wohl nicht zu regeln sein wird ist, wer diesen Aliens in Namen der Menschheit was antwortet. Jeder Staat, jede Gruppe, jede Religion und jede Gesellschaft hat mit Sicherheit hierzu ihre eigenen Ansichten und Wünsche.

Ich denke jedoch, dass ausnahmslos alle Gesetzte, Regelungen und jeder Kodex und jeder guter Wille eines Tages im Sand verlaufen werden …

Was denkst DU darüber? Diskutiere gerne bei Facebook mit.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Wie erkläre ich Kindern das Thema „Außerirdische“? Aliens, UFOs und Leben im All beim Kinderradiokanal „KiRaKa“ des WDR

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Aliens UFOs und Leben im All: Als Thema für Kinder beim öffentlich-rechtlichen Radiosender WDR (Bilder: gemeinfrei / Fischinger-Online)
Aliens UFOs und Leben im All: Als Thema für Kinder beim öffentlich-rechtlichen Radiosender WDR (Bilder: gemeinfrei / Fischinger-Online)

Schon viele Jahre debattieren etablierte Wissenschaftler, Laien, UFO- und Alien-Fans oder auch Science-Fiction-Freunde hitzig über Leben im All und Außerirdische. Von sachlichen Diskussionen über Spekulationen bis nüchterne Wissenschaft ist alles dabei.  Aber können unsere Kinder damit überhaupt irgendwas anfangen? Können unsere Kleinen Fakt und Fiktion, Tatsache und Spekulationen, voneinander trennen, nur weil „die Erwachsen das sagen“? Ich denke eher nicht. Das dachte sich auch der öffentlich-rechtliche Sender WDR in einer Sendung zum Thema auf  deren Kinderradiokanal „KiRaKa“. Ich habe mir für Euch die Kindersendung in Sachen UFOs und Aliens einmal genau angehört und online nachgelesen. In diesem Mystery-Review erfahrt Ihr, was der WDR den Kindern zum Thema zu sagen hatte und was eigentlich genau der Anlass war, dass das „KiRaKa“ von Außerirdischen & Co. berichtete.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

UFOs, Aliens, Leben im All, Science-Fiction und die Kinder

Grenzwissenschaftler und Mystery Files-Interessierte in aller Welt diskutieren wohl kein Thema und leidenschaftlicher mehr als UFOs und Aliens.

Kein Wunder eigentlich, da in den letzten 20 Jahren auch etablierte Wissenschaftler wie Astronomen und Physiker über Leben im All öffentlich diskutieren. Und – vor zwei Jahrzehnten kaum denkbar! – keine Scheu haben zu sagen, dass es irgendwie Leben im Kosmos gibt. Intelligentes Leben auf fernen Welten inklusive, das wir auch finden werden.

Astronomen, die irgendwo im All andere Zivilisationen oder auch außerirdische Mikroorganismen in unserem eigenen Sonnensystem vermuten, wissen eigentlich sehr genau: UFO-Forschung ist grundsätzlich eine andere Thematik. Auch UFO-Forscher wissen zwischen irgendwelchen fernen Aliens im Kosmos und dem UFO-Phänomen als „Alien-Präsenz“ auf der Erde zu unterscheiden. Sollten sie zumindest.

Kinder können das aber nicht unbedingt. Wenn irgendein Erwachsener was von UFOs oder Aliens erzählt, stimmt das schon. Natürlich, keine Frage, es liegt an dem jeweiligen Kind und vor allem auch dessen Alter. Aber grundsätzlich kann man Kindern nicht die gleiche objektive Differenzierung zusprechen, wie erwachsen Menschen. Vor allem dann nicht, wenn diese sich sogar selber mit Aliens, UFOs oder Leben irgendwo im All befassen.

Wie erkläre ich einem Kind „Außerirdische“?

Nicht mit Hollywood-Filmen. Ich weiß aus eigener Erfahrung durch Gespräche mit Kindern, dass vieles am TV und vor allem YouTube in einen Topf geworfen wird. Fakt und Fiktion gehen dann fließend ineinander über.

Genau darum finde ich es spannend, wenn sich der WDR in einer Kindersendung genau mit diesem Thema befasst. Als Erwachsender, der sich selber als Mystery-Jäger bezeichnet, kann man solche „Kinder-UFO-Sendungen“ schwer beurteilen. Immer hat man sein eigenes und ganz individuelles Wissen und seinen Standpunkt im Hinterkopf. Ein Kinderpsychologe mit „Alien-Ausbildung“ wäre für eine Beurteilung wohl geeigneter …

„Nachrichten für Kinder: Leben aus dem All?“ So hieß am 21. August eine Radiosendung des WDR-Kinderradiokanal „KiRaKa“. Es war sogar das „KiRaKa Thema des Tages“. Die Moderatorin (Name ist mir nicht bekannt) fragte in der Radiosendung einleitend ganz einfach:

Gibt es da draußen in den unendlichen Weiten des Universums wohl noch andere Lebewesen? Außerirdische? Aliens? Grüne Männchen? Oder Wesen, die genauso aussehen wie wir – oder ganz anders?

Persönlich meint die Sprecherin: „Ich glaube es gibt Außerirdische!“. Das All sei zu riesig und darum denkt sie, es gibt diese Aliens. Auch wenn es nur irgendwelche Krabbelwesen sind. Nach einem paar minütigen Einleitungs-Talk mit ihrem Co-Moderator Matthias Hof, über das ich in diesem Folgeposting HIER ausführlich berichten werde, geht es um Wissenschaft. Und zwar eben um jene Wissenschaftler, die sich mit der Suche nach Leben im All beschäftigen. Ebenso um angebliche Aliens und UFOs bei uns auf der Erde.

Der Co-Moderator der Sendung, Matthias Hof, hat sich für die kleinen Zuhörer meiner Meinung nach sehr gut vorbereitet. So erklärt er zum Beispiel, dass andere Länder etwa mit Radioteleskopen nach Signalen von Aliens suchen (gemeint ist dabei natürlich SETI) aber wir „keine richtigen Beweise“ für solche außerirdischen Zivilisationen haben. Hof erklärt einfach und kompakt, dass es wirklich Wissenschaftler (wie eben Astronomen usw.) gibt, die sich mit diesen Wesen befassen. Auch damit, wie man mit ihnen Kontakt aufnehmen kann, was man machen soll, wenn man sie findet oder ob diese dazu Pläne haben.

„Alte-Alien-Hasen“ und junge Kinder

Für die „alten Alien-Hasen“ in Sachen Grenzwissenschaft, UFOs, Aliens etc. sind das lange bekannte Fakten. SETI-Projekte als Suche nach intelligenten Wesen im All mittels Radioteleskopen, ist Jahrzehnte alt. Wissenschaftler, wie Exobiologen, die sich mit der Entstehung von Leben auf anderen Monden und Planeten beschäftigen, kennt man auch. Aber wohl nicht die Kinder, die diesen WDR-Sender hören.

UFO-Meldungen und die zahllosen UFO-Fotos hingegen, so Hof, seien im Nachhinein immer als nicht-außerirdisch bewiesen worden. Ob das so stimmt, sei dahingestellt. Immerhin gibt es einige, bei denen man ganz einfach nicht sagen kann, was es sein könnte.

Abschließend erwähnt die Sendung auch das legendäre „Wow-Signal“ von 1977. Bekanntlich sorgt dieses vor rund 40 Jahren empfangene Funksignal aus dem All immer wieder für Spekulationen, ob es vielleicht von Außerirdischen stammen könnte. Auch die Raumsonden „Voyager“ der NASA spricht Moderator Hof an, und dass diese Botschaften an Aliens an Bord haben (dazu mehr HIER & HIER).

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Nicht ganz sechs Minuten ging die Sendung auf dem Kinderradiokanal. Dass der WDR-Mitarbeiter Matthias Hof trotz guter Vorbereitung den Kinder darin nicht das Universum und seine mutmaßlichen Bewohner erschöpfend erklären konnte, ist sicher jedem klar. Trotzdem hat mir als häufig mehr als kritischer Mystery-Review-Autor auf diesem Blog die Kinder-Sendung gefallen.

In den wenigen Minuten hat Matthias Hof und die Moderatorin kind- und sachgerecht das Alien-Thema den Kindern nahe gebracht. Natürlich hatte „KiRaKa“-Redaktion einen Grund, warum sie ihrem jungen Publikum das Thema „Ist das wer im All?“ präsentierten.

Aliens: Deutschland ist planlos

Auslöser dieser Sendung war der Grünen-Politiker Dieter Janecek, der in einer Anfrage von der Bundesregierung wissen wollte, ob Deutschland auf Aliens vorbereitet ist. Also eine Frage eines echten „Grünen Männchen“ (das konnte ich mir einfach nicht verkneifen) …

Beim „KiRaKa“ heißt es dazu online etwa:

Es ist sehr unwahrscheinlich, dass Außerirdische nach Deutschland kommen.

In den Medien machte genau diese Anfrage und die entsprechende Antwort der Regierung in Berlin vor wenigen Tage die Runde. Denn Pläne hat unser Land nicht, falls UFOs auf einmal hier landen oder auftauchen, heißt momentan oft in der Presse. Denn Berlin antwortet Janecek auf seine parlamentarische Anfrage, dass es „für einen möglichen Erstkontakt mit außerirdischem Leben (…) keine Protokolle oder Pläne“ der Regierung gibt.

Doch leider wurde nur genau diese Teil-Antwort wurde jüngst durch die Presse verbreitet. Und zwar nicht gerade objektiv und ohne wirkliche Hintergrundinformationen. Der WDR-Kinderradiokanal hat das Thema dann schlicht übernommen bzw. als nahm es zum Anlass die Kinder über Außerirdische gut zu informieren. Heißt das also, dass Deutschland bei einem Alien-Kontakt planlos dasteht … und wir wehrlos vor einer UFO-Invasion kapitulieren müssen?

Genau dazu erfahrt Ihr in diesem Folgeposting zu diesem Mystery-Review alle Hintergründe und Fakten hinter den oftmals spektakulär aufbauschten Medienberichten!

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Die Suche nach der Erde 2.0 und Leben im All – sie macht Fortschritte: Die NASA hat neue und vielversprechende Ergebnisse der Kepler-Mission bekannt gegeben

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Die Suche nach der Erde 2.0 und Leben im All: NASA gibt neue Ergebnisse der Kepler-Mission bekannt (Bild: NASA)
Die Suche nach der Erde 2.0 und Leben im All: NASA gibt neue Ergebnisse der Kepler-Mission bekannt (Bild: NASA)

Wenn die NASA ankündigt, dass sie spannende oder sogar sensationelle Entdeckungen veröffentlichen wird, kocht die Gerüchteküche immer hoch. Selbstverständlich bei Astronomen aber auch bei all jenen, die sich für Leben im All und fremde Planeten interessieren. So war es auch bei der der vorab angekündigten NASA-Bekanntgabe am Abend des 10. Mai. Zwar wurde keine Erde 2.0 oder sogar außerirdisches Leben im Kosmos gefunden, aber dafür durch die Kepler-Mission 1284 weiterer Exoplanten. Seit 20 Jahren steigt die Anzahl der gefunden Planten um ferne Sonnen immer stärker an. Tausende wurden bereits gefunden. Aber diesmal gab die NASA bekannt, dass neun „erdähnliche“ Exoplanten nachgewiesen wurden, auf denen es theoretisch Leben geben könnte.

 

Fischinger Online Mystery-Kanal bei YouTube abonnierenVon Lars A. Fischinger

Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Nein, am heute am 10. Mai hat die die NASA nicht bekannt gegeben, dass sie Leben im All gefunden hat. Sie hat auch kein intelligentes Leben oder eine zweite Erde gefunden. Aber sie hat bei der Suche danach erneut große Fortschritte gemacht. Dem Weltraumteleskop Kepler sei dank.

Das Teleskop Kepler startete 2009 in einen Erdorbit und sollte neue Planeten im All finden. Wie die NASA heute verkündet hat, erledigte das Teleskop diese Arbeit auch mehr als gut. 1.284 neue Planten wurden mit dem hoch empfindlichen Teleskop nach der Datenauswertung erneut entdeckt, wie die Weltraumbehörde in einem Live-Stream sowie auf „Twitter“ bekannt gab. Damit sind inzwischen annähernd 5.000 fremde Welten und fremde Sonnen bekannt. Wobei hier die Angaben immer sehr schwanken!

Und natürlich gab es im Vorfeld die wildesten Spekulationen, was die NASA Spannendes der Welt mitzuteilen habe. In Sozialen Netzwerken wurde ebenso emsig spekuliert, wie in verschiedenen Online-Medien. Selbstverständlich auch über Aliens. Zumal die Kepler-Mission auch für die spannenden Meldungen rund um den „Fund“ einer außerirdischen Super-Zivilisation bei dem Stern KIC 8462852 verantwortlich ist, über die ich auf meinem YouTube-Kanal ein Video online stellte.

Die Hoffnung auf eine weitere Erde steigt auch bei der NASA stetig!

Das "Giant Magellan Telescope" (Bild: gmto.org)
Auch dass „Giant Magellan Telescope“ in Chile soll Erden im All suchen (Bild: gmto.org)

Inzwischen wissen wir, was die NASA entdeckt hat: Planeten!

Von den über 1.200 Exoplanten, die nach der Analyse der von Kepler übermittelten Daten jetzt zusätzlich bestätigt wurden, befinden sich 550 Planeten mit einer erdähnlichen Oberfläche. So die Angaben der NASA auf ihrer Presskonferenz. Das heißt, dass diese Objekte Gesteinsplanten sind und keine Gasriesen, die aufgrund ihrer schnellen Umlaufbahn um ihre Sonnen und ihrer Größe bereits zahlreich gefunden wurden. Leben wir wir es kennen, ist auf diesen „Hot Jupiters“ genannten Exoplanten mehr als unwahrscheinlich.

Von diesen Gesteinsplaneten wiederum sind rund 100 in ihrer Größe mit unserer Heimatwelt Erde zu vergleichen. Von diesen 100 Exoplanten wiederum befinden sich 9 in der habitablen Zone um ihre jeweiligen Sonnen. Also jenen Bereich der Sonnensysteme, in dem Wasser in flüssiger Form existieren könnte. Genau diese Planten suchen die Wissenschaftler, womit die heutigen NASA-Neuigkeiten der Suche nach einer Erde 2.0

Dies ist je nach Größe und Energieabstrahlung einer Sonne unterschiedlich. Bei einem Stern vom Typ eines „Roten Zwerg“ läge diese lebensfreundliche Zone beispielsweise nähre an dem Zentgralgestirn als in unserem Sonnensystem.

Von allen Planeten, die die Astronomie bisher kennt, hat allein das Teleskop Kepler 2.325 gefunden. 150.000 Sterne suchte Kepler dafür in vier Jahren ab. Insgesamt 21 dieser Exoplanten liegen damit in jener Zone, die Leben ermöglichen könnte, so die NASA am 10. Mai (s. Grafik unten). Diese Ergebnisse sagen aber grundsätzlich nichts darüber aus, ob es dort Aliens in welcher Art und Weise auch immer gibt. „Nur“, dass es dort theoretisch Leben geben könnte.

Bisher bekannte Exoplanten in der lebensfreundlicher Zone (Bild: NASA)
Bisher bekannte Exoplanten in der lebensfreundlicher Zone [zur Großansicht anklicken] (Bild: NASA Ames/N. Batalha and W. Stenzel)
Auf der Presskonferenz der NASA in Washington sagte Timothy Morton von der Princeton University in New Jersey, einer der Hauptautoren der entsprechenden Studie im „Astrophysical Journal“:

Das ist die größte Zahl von Exoplaneten, die je auf einmal bekanntgeben worden sind.

Und NASA-Chefwissenschaftlerin Ellen Stofan ergänzte hoffnungsvoll:

Das macht uns Hoffnung, dass wir irgendwann da draußen bei einem Stern ähnlich unserem eigenen eine weitere Erde entdecken.“

Vielleicht wird der Nachfolger des überaus erfolgreichen Planetenjägers Kepler, das kommende NASA-Teleskop „TESS“ („Transiting Exoplanet Survey Satellite“), einen Planeten wie unsere Heimatwelt finden. Mehr als 200.000 Sterne soll „TESS“ dabei unter die Lupe nehmen und wer weiß, was nach dem für Juni 2018 angesetzten Start der Mission diesem neuen Planetenjäger im All vor die Linse kommt …

In der Tat: wir lebe in einer spannenden Zeit!

Ich danke Euch, Euer Jäger des Phantastischen

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„Netzwerk der Alien-Jäger“ und ein neuer Ansatz bei der Suche nach Leben im All und den Folgen: Das „Forschungsnetzwerk Extraterrestrische Intelligenz“ gegründet.

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"Forschungsnetzwerk Extraterrestrische Intelligenz" gegründet (Bild: NASA / L.A. Fischinger / eti-research.net)
„Forschungsnetzwerk Extraterrestrische Intelligenz“ gegründet (Bild: NASA / L.A. Fischinger / eti-research.net)

Es ist nur eine Frage der Zeit, bis Wissenschaft und Technik den Beweis erbringen, dass es Leben außerhalb der Erde gibt. Ebenso ist es für viele Wissenschaftler wie auch Laien nur eine Zeitfrage, bis intelligentes außerirdisches Leben in den Tiefen des Alls nachgewiesen wird. Seit Jahren häufen sich die Hinweis darauf. Doch in den Medien werden diese oft sehr irreführend und auch falsch dargestellt, wie es jüngst die angebliche „Entdeckung einer Erde 2.0“ zeigte. Doch es gibt ein Projekt, dass solche Themen, Fragen und Forschungen auch für die Öffentlichkeit besser machen möchte: Das „Forschungsnetzwerk Extraterrestrische Intelligenz“. Was genau  das „Netzwerk der Alien-Jäger“ anstrebt, erfahrt Ihr hier.

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Von Lars A. Fischinger

Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Verschiedene Entdeckungen der Astrophysik, Astronomie und Astrobiologie in den letzten beiden Jahrzehnten belegen, dass es in unserer Galaxie extrasolare, teilweise sogar erdähnliche Planeten gibt und dass Leben auch unter extremen Bedingungen möglich ist. Vor diesem Hintergrund erscheint es heute wahrscheinlich, dass die Erde nicht der einzige ‚belebte’ Planet und die Menschheit womöglich auch nicht die einzige intelligente Spezies im Universum ist. Ein Kontakt zu einer außerirdischen Zivilisation könnte also unerwartet auf verschiedenste Art eintreten.

Mit diesen Worten stellt sich das bisher noch deutsche „Forschungsnetzwerk Extraterrestrische Intelligenz“ online vor. Weiter heißt es (Fettschrift von mir):

Die erlangte Gewissheit über die Existenz außerirdischer Zivilisationen würde tiefgreifende Auswirkungen auf unser Bild von der Stellung des Menschen im Kosmos haben – die Folgen für Wissenschaft, Philosophie, Religion, Kultur usw. sind noch gar nicht abzusehen. Daher können die damit verbundenen Fragen nur im Zusammenwirken von Natur- und Kulturwissenschaften erörtert werden. Das Forschungsnetzwerk Extraterrestrische Intelligenz möchte hierfür eine Plattform bieten.

Genau dies sind Punkte, die ich auf diesen Blog und in Videos auf meinem YouTube-Channel immer wieder betont habe. Es würde schon bei den Religionen und religiösen Menschen auf der ganzen Wert anfangen, wie ich es beispielsweise in diesem Artikel dargelegt habe.

Das neue „Forschungsnetzwerk Extraterrestrische Intelligenz“ möchte dies kompetent und sachlich ändern. So etwa heißt es in deren Positionspapier mit Stand 3. April 2015 deutlich:

Sind die Weltreligionen auf Außerirdische vorbereitet? (Bild: L. A. Fischinger)
Artikel: Sind die Weltreligionen auf Außerirdische vorbereitet? (Bild: L. A. Fischinger)

Dies (die Hinweise auf mögliches Leben im All, Anm. L.A.F.) macht eine systematische Beschäftigung mit der Frage nach möglichen außerirdischen Zivilisationen, nach Kommunikationsoptionen und nach kulturellen Folgen verschiedener Kontaktszenarien dringend erforderlich. Dies ist eine Aufgabe, der sich  eine wissenschaftliche Disziplin allein nicht stellen kann – hier sind Kultur- und Naturwissenschaften, Philosophie und Theologie gefragt; die Zusammenarbeit der unterschiedlichsten Professionen ist unabdingbar, um die Voraussetzungen verschiedener Kontaktszenarien analysieren und deren mögliche Konsequenzen abschätzen zu können.

Ein Plan, wie man die Menschheit über Leben im All und andere Intelligenzen aufklären könnte?

Das Positionspapier enthält dazu derzeit 12 Programmpunkte, die allesamt das enthalten, was sich auch einige Personen (wie ich) aus der Grenzwissenschaft seit langem wünschen. Diese sind dort:

  1. die Zusammenarbeit zwischen Natur- und Kulturwissenschaften auf dem Forschungsfeld ‚Menschen und Außerirdische’ vorantreiben und in diesem Zusammenhang eine Infrastruktur für den wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Austausch bieten;
  2. die wissenschaftliche Forschung zu den Voraussetzungen der Entstehung und Entwicklung intelligenten Lebens (einschließlich postbiologischer Zivilisationen) anregen und kritisch begleiten;
  3. die anthropozentrischen und kulturellen Vorannahmen bei der Suche nach außerirdischen Intelligenzen hinterfragen;
  4. die öffentlichen Diskussionen über die aktuellen Befunde der Astrowissenschaften zur Wahrscheinlichkeit außerirdischen Lebens fördern;
  5. das klassische SETI-Paradigma um weitere denkbare Kontaktszenarien mit außerirdischen Intelligenzen ergänzen;
    Die Außerirdischen kommen - zumindest am TV (Bild: WikiCommons / L. A. Fischinger / NASA/JPL/DLR / gemeinfrei)
    VIDEO: Werden wir alle durch die Medien auf Intelligenzen im All vorbereitet? (Bild: WikiCommons / L. A. Fischinger / NASA/JPL/DLR / gemeinfrei)
  6. Forschungen zu Chancen und Risiken des Kontakts zwischen der Menschheit und außerirdischen Zivilisationen vorantreiben und deren Ergebnisse öffentlich bekannt machen;
  7. das wissenschaftliche, zivilgesellschaftliche und politische Nachdenken über die kulturellen Folgen des Kontakts der Menschheit mit einer außerirdischen Zivilisation fördern;
  8. die Schwierigkeiten einer Kommunikation mit einer außerirdischen Spezies ausloten;
  9. die entscheidende Rolle der Medien bei der öffentlichen Wahrnehmung von Forschungsinitiativen zu analysieren;
  10. wissenschaftliche Forschungstabus in diesem Bereich kritisch hinterfragen und der Stigmatisierung von Forschern und Forscherinnen in diesem Feld aktiv entgegentreten;
  11. die kulturellen Hemmnisse für die unvoreingenommene wissenschaftliche und öffentliche Diskussion zu den genannten Forschungsbereichen untersuchen und daran mitwirken, diese abzubauen;
  12. die wissenschaftlichen, politischen und medialen Leitlinien und Zuständigkeiten im Umgang mit potenziellen Hinweisen auf die Existenz einer außerirdischen Intelligenz ergründen.

Selbstverständlich ist es bisher unbekannt, ob es irgendwo außerhalb der Erde tatsächlich Leben in irgendeiner Form gibt. Der wissenschaftliche Nachweis der „etablierten Wissenschaft“ fehlt ebenso wie der Nachweis von Ancient Aliens oder UFOs als „Raumfahrzeuge von Außerirdischen“.

Meiner Erfahrung nach, die ich in über 20 Jahren als Jäger des Phantastischen und seit Jahren vor allem als Blogger und YouTube-Vlogger, gesammelt habe, sind alle genannten Punkte ausnahmslos sinnvoll! Da ich tagtäglich Meinungen, Diskussionen, Berichte, News usw. zu diesen Themen lese und auch täglich Leser-Feedback bekomme, weiß ich, dass eben viele „Alien-Themen“ zu unreflektiert vermengt werden.

Kontakt mit Aliens

Wann haben wir den ersten Kontakt mit den Außerirdischen? (Bild: NASA/JPL / R. Habeck / L.A. Fischinger / Bearbeitung L.A. Fischinger)
Wann haben wir den ersten Kontakt mit Außerirdischen? (Bild: NASA/JPL / R. Habeck / L.A. Fischinger / Bearbeitung L.A. Fischinger)

Dabei geht es nicht mal unbedingt so sehr um die Frage, wer, wann, wie und wo der Menschheit beispielsweise den Kontakt mit intelligenten Außerirdischen bekannt geben soll. Ebenso geht es nicht um die Frage, wer zum Beispiel mittels SETI-Radiosignal möglichen Aliens „im Namen der Menschheit“ antworten soll und darf (und ob überhaupt geantwortet werden soll!).

Es geht allein schon um die Details und „Mosaiksteine“, die seit Jahren auf der Suche nach außerirdischen Leben gefunden werden. Hierbei sind eben auch Soziologen etc. gefragt, die dass Netzwerk ganz bewusst mit im Boot hat. Meiner Meinung aber auch Geistliche, die offenbar im Team des Forschungsnetzwerk noch fehlen.

Das jüngste Medien-Beispiel, dass das Weltraumteleskop „Kepler“ angeblich eine „Erde 2.0“ mit dem Namen „Kepler-452b“ im Universum gefunden hat, zeigte das deutlich. Die Meldungen, Spekulationen und irreführenden Berichte rund um diesen „Cousin der Erde“ in 1400 Lichtjahren Entfernung ließen die Fakten der Entdeckung in (legitimen) Spekulationen und auch falschen und zum Teil wirren Aussagen verschwimmen. Wenn dann eines (nahen) Tages intelligente Aliens gefunden werden – sind wahrscheinlich die globalen Folgen so oder so kaum absehbar.

Darum ist dieses „Netzwerk der Alien-Jäger“, um es flapsig auszudrücken, für mich eine hervorragende Sache. Sofern es denn auch die Massen wie geplant erreichen wird …

Ich danke Euch, Euer Jäger des Phantastischen

Fischinger-Online

(Geschäfts-eMail: FischingerOnline@gmail.com)

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Suche nach Leben im All: Leben auf Saturn-Mond Enceladus immer wahrscheinlicher – sagt eine neue Studie +++ Video +++

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VIDEO: Suche nach Außerirdischen: Leben auf Saturnmond Enceladus immer wahrscheinlicher (Bild: NASA/JPL)
VIDEO: Suche nach Außerirdischen: Leben auf Saturn-Mond Enceladus immer wahrscheinlicher (Bild: NASA/JPL)

Derzeit reden alle über das UFO-Phänomen und die entsprechenden Enthüllen dazu. Wieder steht die Frage im Raum, ob diese Sichtungen auf Außerirdische zurückzuführen sind, was grundsätzlich auch nicht von offiziellen Seiten zum Teil ausgeschlossen wird. Hierbei ging eine Entdeckung in unserer Nachbarschaft fast unter: Einer neuer Studie nach ist die wahrscheinlichste Erklärung für Daten vom Saturn-Mond Enceladus, die die Raumsonde Cassini messen konnte, dass es dort außerirdisches Leben gibt. Mehr zu diesen Ergebnisse erfahrt Ihr in diesem Video.


Außerirdisches Leben auf Saturn-Mond Enceladus

Das Thema Außerirdische ist derzeit wieder in aller Munde. Natürlich mit Blick auf das Phänomen der UAPs / UFOs, hinter denen oft ein Beweis für Leben im Weltraum vermutet wird. Doch eine neue Studie zeigt: Auf dem Saturn-Mond Enceladus scheint es Leben zu geben!

Mit Spannung blicken all jene, die sich für Leben im All und natürlich das Phänomen der UFOs bzw. UAPs interessieren, auf die aktuellen Entwicklungen. Immerhin hat erst kürzlich sogar der Chef der NASA in einem Interview mit CNN gesagt: Es ist nicht ausgeschlossen, das hinter diesen Sichtungen Aliens stecken. Als eine möglich Erklärung. Eine Ansicht, die offenbar auch der kommende (offizielle) „UAP-Bericht“ der USA teilt (s. Video HIER). Was natürlich längst nicht bedeutet, dass es auch so ist …

Aus dem Blick geriet bei dem neuen Boom der „Unbekannten Flugobjekte“ die Suche nach Leben im All in unserem Sonnensystem. Schließlich haben wir beispielsweise mit dem Planeten Mars, dem Jupiter-Mond Europa oder dem Saturn-Mond Enceladus einige Kandidaten, auf denen außerirdisches Leben existieren könnte. Primitive Organismen, die es zu finden gilt.

Enceladus als einer der Monde des Saturn ist hierbei ein besonders heißer Kandidat. Seit der Weltraummission Cassini zum „Ringplaneten“ Saturn wissen die Wissenschaftler, dass unter seiner Eisdecke ein flüssiger Ozean existiert. Und in diesem könnte es nach den Daten von Cassini Leben geben!

Genau das vermutet jetzt auch ein aktuelle Studie. Die Autoren kommen darin zu dem Schluss, dass die von Enceladus in Fontänen ausgestoßenen chemischen Verbindungen sich am besten durch vorhandenes Leben erklären lassen! Gäbe es kein Leben im Ozean des Mondes, könne man sich die analysierten Zusammensetzungen nicht erklären, so das Fazit.

Eine äußert spannenden Entdeckung, wie Ihr in diesem Video vom 8. Juni 2021 erfahrt!

Bleibt neugierig …

Video vom 8. Juni 2021 auf Mystery Files

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Studie: Ist die Welt doch nur eine Simulation? Vielleicht leben wir tatsächlich alle in einer Matrix +++ Video +++

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VIDEO: Wie real ist die Matrix? Leben wir alle in einer Simulation? (Bilder: PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
VIDEO: Wie real ist die Matrix? Leben wir alle in einer Simulation? (Bilder: PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Mit der erfolgreiche Kinofilmreihe „Matrix“ wurde das Thema weltweit einem breiten Publikum bekannt: Was wäre, wenn die Welt und alles, was wir als Realität wahrzunehmen glauben, in Wahrheit eine Illusion ist? Eine technologische Simulation, die einer außerirdischen Zivilisation geschaffen wurde? Genau das ist die Matrix. In der Tat vermuten das einige. Doch jetzt erschien eine wissenschaftliche Studie zu dem Thema, die genau dieser Frage nachging. Mit teilweise sehr spannenden Resultaten, wir Ihr es in diesem Video erfahren werdet. Leben wir alle in der Matrix?


Willkommen in der Matrix!

1999 kam der erste Teil des Kassenschlagers „Matrix“ in die Kinos. Hier wird uns eine Welt gezeigt, die so gar nicht existiert. Alles ist nur eine Simulation, eine mittels Computertechnologie vorgetäuscht Realität. Die Wirklichkeit ist nicht die Wirklichkeit – sie ist die Matrix.

Viele kennen die „Matrix“-Filme. Und obwohl diese Thema schon Jahrzehnte zuvor behandelt wurde, fragen sich seit dem Menschen, ob da was dran sein könnte? Ist wirklich alles, was wir sehen und wahrnehmen, nur eine Simulation? Erschaffen durch Außerirdische oder durch eine künstliche Intelligenz (KI)?

Jetzt erschien eine Studie, die sich dieser Frage mathematisch annahm. Welcher Energieaufwand und welche Rechenleistung wäre notwendig, um eine solche Simulation um uns herum und mit uns zu schaffen? Eine mathematische Untersuchung, die nicht wirklich ausschließen kann, dass wir alle tatsächlich in einer Art Matrix leben. Und die sogar Argumente anführt, warum und wie unser Welt tatsächlich nur eine Simulation durch Außerirdische sein könnte.

Näheres erfahrt Ihr in diesem realen Video vom 9. März 2021.

Bleibt neugierig …

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Erneute Debatte und Uneinigkeit in der Kirche: Was ist wenn „Perseverance“ auf dem Mars Leben findet – oder wir eines Tages intelligentes Leben im All? (+ Video)

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Debatte und Uneinigkeit in der Kirche: Was ist wenn Perseverance auf dem Mars Leben findet - oder wir eines Tages intelligentes Leben im All? (Bilder: NASA & PixaBay / Montage: Fischinger-Online)
Debatte und Uneinigkeit in der Kirche: Was ist wenn „Perseverance“ auf dem Mars Leben findet – oder wir eines Tages intelligentes Leben im All? (Bilder: NASA & PixaBay / Montage: Fischinger-Online)

Am 18. Februar landete der neue NASA-Rover „Perseverance“ erfolgreich auf dem Mars. Die Suche nach aktuellem oder einstigen Leben auf dem Mars kann beginnen. Und vielleicht wird die Mission „Mars 2020“ der NASA tatsächlich Erfolg haben, und wir wissen bald alle, dass es Leben im All gibt. Für Naturwissenschaftler und alle Weltraum-Freunde eine enorm spannende Mission. Doch das ist sie auch für gewissen Kreise der katholischen Kirche, die sich immer wieder die Frage stellen muss, was ist, wenn es außerirdisches Leben oder sogar andere Intelligenzen im Kosmos gibt? Welche Auswirkungen hat das auf deren Lehren, den Gedanken des Jesus als Erlöser oder die Stellung der Menschheit? Dazu erschien jüngst ein aufschlussreiches Interview, dass diese Probleme deutlich macht. Und doch nur an der Oberfläche kratzt, wie Ihr hier lesen könnte. Brauch die Kirche eines Tages sogar Missionare im All?


Leben auf dem Mars – Leben überall?

Wohl in keinem Gebiet des menschlichen Geistes kann man soviel spekulieren, wie bei der Frage nach Leben im Universum, andere Zivilisationen und Aliens allgemein. Immerhin ist der Kosmos groß genug und bietet damit reichlich Platz für die kühnsten Ideen und Phantasien. Von grandiosen Science-Fiction bis zu Feststellung, das wir vollkommen alleine im All sind. Letztere Ansicht teilen wohl die wenigstens naturwissenschaftlich informierten Menschen.

Erneut steht bekanntlich wieder der Mars im Fokus der Suche nach den Aliens. Mit der Mission „Mars 2020„, über die ich bereits im Januar 2020 in diesem YouTube-Video HIER berichtete. Dieser Mars-Mission der NASA mit ihrem Rover „Perseverance“ könnte es tatsächlich gelingen zu beweisen, dass es auf dem Planeten Mars Leben gibt. Oder einstmals gab. Allerdings wurde das auch schon Mitte der 1970er Jahre von den beiden Missionen „Viking“ der NASA gesagt, die auf dem Roten Planeten erfolgreich landeten. Auch diese Lander, stationäre Labore ohne Rover, suchten nach Leben oder wenigstens Spuren von diesem. Vergeblich, wie zumeist gesagt wird.

Findet „Perseverance“ Leben auf unserem Nachbarplaneten, ändert das grundsätzlich erstmals alles. Alles in dem Sinne, dass der wissenschaftliche Beweis erfolgt ist, dass es auch außerhalb er Erde Leben gibt oder gab. Spätere Missionen könnten zusätzlich belegen, dass es auch an anderen Orten in unserem Sonnensystem Leben gibt. Etwa auf dem Jupiter-Mond Europa. Doch das ist noch Zukunftsmusik und könnte eines Tages wieder alles ändern.

Für die katholische Kirche und das Christentum mit ihren Heilslehren und biblischen Dogmen ändert die Entdeckung von Leben auf dem Mars ebenso alles. Obwohl es dort natürlich keine Alien-Zivilisationen gibt, sondern dieses Leben nur aus Mikroorganismen bestünde. Dennoch würde die Kirche vom Grundsatz her zwei Fragen stellen, die sich identisch wohl auch die Wissenschaft oder NASA stellen würden:

  1. Stammt dieses Mars-Leben ursprünglich von der Erde, oder entwickelte es sich unabhängig von unserer Welt? (Oder kommt das irdischen Leben sogar vom Mars? Denn auch das ist möglich.)
  2. Ist also Leben – auch intelligentes – der Normalfall im riesigen Kosmos, wenn schon mindestens zwei Welten in nur einem System Leben tragen oder trugen?

Mars-Leben: Ein Problem für Christen?

Hitzige Debatten werden dem Nachweis von Leben auf dem Mars folgen, die genau diese Fragen behandeln.

Naturwissenschaftler wie Exobiologen werden jubeln. Schlaue Köpfe werden wiedereinmal die Drake-Gleichung heranziehen, mit der theoretisch die Anzahl von außerirdischen Zivilisationen berechnet werden kann, und neue statistische Wahrscheinlichkeiten errechnen. Immerhin kann man mit dieser Formen oder Gleichung grundsätzlich jede Anzahl von Zivilisationen im All berechnen. Von nur einer, uns hier auf der Erde, bis Millionen bewohnter Welten. Ein Nachweis von Mars-Leben macht entsprechende Berechnungen aber durchaus genauer. Schließlich sind die meisten der Faktoren der Drake-Formel reine Schätzwerte.

Als eine Art „Faustformel“ muss man immer bedenken, dass es ein gewaltiger Schritt von Mikroorganismen auf dem Mars oder einem Mond bis zur einer außerirdischen, intelligenten Spezies ist. Eine lebendige Bakterie im kargen Wüstenboden des Mars ist noch kein intelligenter Außerirdischer auf einem anderen Planeten, der vielleicht sogar in einem UFO herum fliegt.

So fragte auch das „Domradio“ aus Köln, ein vor allem in Deutschland sehr bekannter christlicher Radiosender, ob es zwischen Leben auf dem Mars und dem Christentum „ein Problem“ geben würde. In einem Interview am 24. Februar mit Dr. Christian Weidemann, dem wissenschaftlichen Mitarbeiter am Lehrstuhl für philosophisch-theologische Grenzfragen der Ruhr-Universität in Bochum. Wenn „Perseverance“ Leben finden würde, so Weidemann, würde das für den christlichen Glauben ersteinmal „gar nichts bedeuten“. Immerhin könnte es sein, „dass sich das Leben mit Meteoriten im Sonnensystem verteilt hat“. Damit hätten irdisches Leben und Mars-Leben vielleicht „einen gemeinsamen Ursprung“. Theologisch und philosophisch sei dies kein Problem für die Gläubigen der Kirche, meint Weidemann.

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Doch auch wenn sich dieses Leben unabhängig entwickelt hätte, wäre es nicht allzu problematisch. Selbst wenn dies bedeuten würde, dass „Leben im Universum relativ weit verbreitet ist“. Weidemann:

Die Verbreitung von Leben als solchem ist theologisch auch noch relativ unverdächtig. Man hätte dann vielleicht eine Erklärung, warum das Universum so groß ist.

Wenn es überall Leben gibt, kann man sagen, Gott hat vielleicht gewollt, dass es ein sehr vielfältiges Leben gibt, das sich im Universum verteilt. Aber man hätte auch ein Argument dafür, dass auch intelligentes Leben im Universum verbreiteter ist. Intelligentes Leben wirft theologisch eine Reihe von Problemen auf.

Und genau diese „Reihe von Problemen“ sind jene nach der Frage nach Erlösung, Sünde und Jesus als Erlöser dieser Aliens, die ich bereits in einem früheren Artikel HIER ausführlich diskutiert habe. War Jesus etwa auch auf anderen Planeten in Alien-Form? Auch Weidemann sieht das in seinem Interview sehr ähnlich. Er geht davon aus, dass auch außerirdische Intelligenzen „Sünder“ sind, die „erlöst“ werden müssen. Darin würden sie den Menschen ähneln:

Es gibt wenig Grund anzunehmen, dass – wenn es anderes intelligentes Leben gibt – es sich dabei nicht auch um Sünder handelt. Und wenn es sich um Sünder handelt, dann ist dieses Leben auch erlösungsbedürftig. Dann haben wir das Problem, dass nach christlicher Vorstellung Jesus Christus für die gesamte ‚Welt‘ gestorben ist.

Sündige Außerirdische

Mit „Welt“ könnte nach Weidemann „Kosmos“ gemeint gewesen sein. Dies würde bedeuten, dass Jesus Christus vor 2.000 Jahren auf irgendeinem Planeten in irgendeiner Galaxis in irgendeiner Stadt (Jerusalem) durch seine Kreuzigung das gesamte Universum erlöst hat? Wissen die Außerirdischen überhaupt davon? Denn auch Weidemann sieht die offensichtlichen Probleme mit dieser Heilslehre eines Erlösers namens Jesus. „Aber wenn der Kosmos eng besiedelt ist, wäre es sehr unwahrscheinlich, dass das Heil des gesamten Kosmos von der Erde ausgeht“, gibt er ganz richtig zu bedenken.

Nach Meinung von Weidemann sei dies ein Rückfall in den Geozentrismus. Also die Lehre, dass die Erde und damit die Menschheit der Mittelpunkt des Universums sind. Eigentlich wurde diese seit Kopernikus ad acta gelegt. Natürlich nicht bei allen Menschen und bei allen Gläubigen. Dazu später mehr. Weidemann spricht in diesem Kontext von einem „Heils-Geozentrismus“, den er für unplausibel hält, wie den eigentlich Geozentrismus an sich. Fraglos werden die meisten Mystery Files-Leser dem uneingeschränkt zustimmen. Weidemann führt aus:

Was ist mit dem Heil von Menschen, die nie von Jesus erfahren haben und zwar ohne eigene Schuld? Also entweder, weil sie zu früh gelebt haben oder weil sie an zu entfernen Stellen der Erde gelebt haben. Was ist mit der Erlösung von diesen Menschen?

Da hat die Kirche sich ja auch schon bewegt. Das heißt, dass die Kenntnis der Heiligen Schrift oder die Kenntnis des Lebens Jesu Christi wird nicht für das individuelle Heil als notwendig erachtet. Da hat man dogmatisch schon Justierungen vorgenommen. Man müsste ähnliche, vielleicht aber noch radikalere Justierungen vornehmen, wenn man tatsächlich intelligentes Leben im Universum fände, oder zumindest falls man gute Anhaltspunkte hätte, dass es sehr, sehr weit verbreitet ist im Universum.“

Erstaunliche Aussagen, die es früher in der Kirche so nicht gab. Man denke nur an die Eroberungen der Kontinente und vieler anderer Regionen der Welt im Zeichen des Kreuzes (und Schwertes). Hier wollte man mit Bibel und Schwert den „Heiden“ das Christentum lehren, um diese „zu erlösen“. Jetzt also brauch ein Mensch gar nichts mehr von Jesus und der Bibel wissen, um sein Seelenheil zu finden. Eine radikale Kehrtwende zu früheren Ansichten der Kirche.

Alien-Erlöser Jesus Christus?

Im Zuge der anstehenden ersten Mondlandungen wurde damals sogar die Frage laut, ob wir eines Tages christliche Missionare im All benötigen, um die Außerirdischen zu erlösen. Darüber berichtete ich schon 2015 in einem Video auf YouTube, das ich am Ende nochmal angefügt habe.

Zumal schon der gesunde Menschenverstand einem sagen muss: Wenn ein Mensch am Tag der Geburt von Jesus Christus stirbt, hat er seine angebliche „Erlösungslehre“ nie erfahren. Er konnte es gar nicht. Wäre dieser also „verdammt“?

Der Theologe Dr. Hannes Bräutigam sieht diese Probleme sehr ähnlich. Er schrieb seine Doktorarbeit mit dem Titel „Das Kreuz mit den Aliens“ genau zu diesen Fragen. „Nicht jedes Selbstverständnis des christlichen Glaubens ist mit außerirdischer Intelligenz vereinbar“, ist sich Bräutigam sicher. So stelle sich die fundamentale Frage, ob die Kreuzigung Jesus als Erlösung der Menschen tatsächlich der einzige Weg zur Erlösung ist oder überhaupt sein kann. Genau das ist aber die Kernlehre der katholischen Kirche. Jesus wäre dann nicht mehr der einzige Erlöser und Heilsbringer. Oder Jesus ist auch auf anderen Planeten erschienen. Oder wird es noch. Vielleicht war es auch jemand ganz anders, der diese Außerirdisches erlöst hat.

Wahrscheinlich würden einige Dogmen der kirchlichen Heilslehre, etwa die (erfundene) Erbsünde von Adam und Eva, auf anderen Welten überhaupt nicht mehr greifen, ist auch Bräutigam sicher. Immer vorausgesetzt, dass Außerirdische „Sünder“ sind …

Ein Schock für Christen?

Als 2020 Spekulationen aufkamen, dass in der Atmosphäre der Venus vielleicht Leben existiert (s. Videos HIER), berichtete auch das christliche Magazin „pro“ darüber. Befragt wurde dazu am 16. September 2020 auch der Theologe Thorsten Dietz von der Evangelischen Hochschule Tabor in Marburg: „Was würde es für Christen ändern, wenn es auch anderswo Leben gäbe?“ Dietz ist sicher, dass außerirdisches Leben für Christen ein Schock wäre. Auch wenn, so führte er damals aus, es niemals zu einem Kontakt mit anderen Intelligenzen kommen würde. Das All sei zu groß, die Lichtgeschwindigkeit eine Grenze und deshalb „wird es niemals das Jahr des ersten Kontakts geben“, sagte Dietz pessimistisch. Ob er damit Recht hat, ist mehr als zweifelhaft!

Einige Gläubige werden die Sache mit intelligentem Leben im All recht einfach handhaben. Diese Außerirdischen werden in deren Augen schlicht Dämonen sein. Sie wären keine Geschöpfe Gottes, sondern Handlager des Teufels, womit man sich auch keine Gedanken machen muss, ob Jesus diese erlöst habe. So erstaunlich es klingt, aber einige Christen oder „Gläubige“ sehen das schon jetzt als Tatsache, wenn sie auf das Thema UFOs und Aliens blicken. UFOs sind dämonische Manifestationen des Satan, glauben diese. Mutmaßlich Aliens in diesen Objekten damit auch nur Dämonen des Bösen und Kreaturen, die die Menschen in die Irre leiten wollen. Erde und Mensch bleiben das Zentrum von allem. Mir selber als Autor, YouTuber und Blogger wird genau das immer vorgeworfen, da ich mich bekanntlich seit 31 Jahren mit dieser Thematik beschäftige.

Eine ganz einfache „Lehre“ dieser angeblichen Christen. Damit wäre das Thema andere Wesen im All bequem abgeschmettert und diese Menschen müssen sich keine Gedanken über ihre biblischen Lehren und Heilsversprechungen mehr machen. Oder sie sogar hinterfragen.

Video zum Thema

Video vom 28. Januar 2015 auf Mystery Files

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Grenzwissenschaft Classics, Folge 43: Das Abenteuer „Leben im All“ und die Suche nach Aliens +++ Video +++

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VIDEO: Grenzwissenschaft Classics, Folge 43: Das Abenteuer "Leben im All" und die Suche nach Aliens (Bild: PixaBay/gemeinfrei / Fischinger-Online)
VIDEO: Grenzwissenschaft Classics, Folge 43: Das Abenteuer „Leben im All“ und die Suche nach Aliens (Bild: PixaBay/gemeinfrei / Fischinger-Online)

Der Mensch auf den Sprung in das Weltall und die Suche nach Leben All – das waren in 1990ger Jahren verstärkt Themen in TV-Dokumentationen. Wann wird der Mensch den Mars besiedeln wurde ebenso diskutiert, wie die Frage, wann wir außerirdische Zivilisationen oder wenigstens Alien-Mikroben finden werden. So wie in Folge Nummer 43 der Grenzwissenschaft Classic Videos. Eine Wissenschafts-Sendung aus dem 1996 voller Träume über die Zukunft der Raumfahrt.


Die Aliens und das Leben im All

Eigentlich fasziniert das Thema Leben im All und die Suche nach Aliens bzw. Außerirdische die Menschheit seit je her.

Das Weltbild der Menschen hat sich nur gewandelt – aus vermeintlichen „Göttern“ im Himmel, All oder Weltraum wurden Außerirdische. Obwohl natürlich in der Welt der Ancient Aliens bzw. Prä-Astronautik Außerirdische und Götter der Vergangenheit ein und dasselbe sind …

Doch mit dem Fortschritt der Naturwissenschaft und auch Technologie wurde das Universum auch mehr und mehr zu einem Forschungsgebiet. Für die bemannte Raumfahrt in den nahen Erdorbit ebenso, wie für Missionen zu anderen Planeten wie Mars, Jupiter, Saturn, Venus usw. Letztlich sogar bis zum Pluto. Und natürlich blickt der Mensch sehr weit über die Grenzen unseres Sonnensystems hinaus. Auch mit Radioteleskopen, mit denen wir nach Signalen von Außerirdischen suchen (SETI).

Längst haben wir auch tausende Exoplaneten weit draußen im Kosmos gefunden. Eine zweite Erde, Leben im All oder Aliens jedweder Art allerdings noch nicht. Noch. Ein neues Zeitalter der Entdeckungen „da draußen“ ist im vollen Gange.

Das war 1996 gerade frisch angebrochen, wie es die Folge 43 der „Grenzwissenschaft Classics Videos“ aus genau diesem Jahr sehr schön zeigt. Damals, vor rund 25 Jahren, blickte man mehr als optimistisch in das Universum.

Damit Euch viel Spaß mit Teil 43 der Grenzwissenschaft und Mystery Files Classics.

Bleibt neugierig …

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Leben im All? Ehemalige britische Astronautin: „Außerirdische existieren und sind vielleicht schon hier!“

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Ehemalige Astronautin: "Außerirdische existieren und sind vielleicht schon hier" (Bild: PixaBay/gemeinfrei)
Ehemalige Astronautin: „Außerirdische existieren und sind vielleicht schon hier“ (Bild: PixaBay/gemeinfrei)

Dass Leben im All oder Außerirdische existieren, davon sind in den letzten Jahrzehnten immer mehr Wissenschaftler überzeugt. Aufgrund der rasant ansteigenden Zahl von gefundenen Exoplaneten, von denen einige „erdähnlich“ sind und sich in den bewohnbaren Zonen um ihre Sterne befinden, haben nur noch wenige Naturwissenschaftler Zweifel an Leben „da draußen“. So wie die ehemalige britische Astronautin Helen Sharman, die derzeit für Schlagzeilen sorgt. Sie glaub nicht nur an Außerirdische, sondern dass diese vielleicht schon hier sind. Wie sie das genau meint, erfahrt Ihr in diesem Beitrag.


Leben im All

Außerirdische existieren, es gibt keinen Zweifel daran. Es gibt so viele Milliarden von Sternen da draußen im Universum, dass es alle möglichen Arten von Lebensformen geben muss.“

So die ehemalige Astronautin Dr. Helen Sharman in einem Interview mit der Zeitung „The Guardian„. Eine Aussage, die derzeit ür internationale Schlagzeilen sorgte.

Sharman ist in Großbritannien so etwas wie eine Legende. Sie bewarb sich 1989 nach einem Aufruf als erste Astronautin für das Vereinige Königreich und flog daraufhin im Mai 1991 mit sowjetischen Kosmonauten zur damaligen Raumstation MIR. Dabei wurde sie zu einem ersten Popstar der britischen Raumfahrt, da sie von der MIR aus auch eine Unterrichtsstunde gab, die von dort direkt in britische Klassenzimmer übertragen wurde.

Vor den Tagen des Internet und Twitter sorgte vor allem diese Übertragung in die Schulen damals für großes mediales Interesse. Nicht minder wie ihre Aussagen zu Außerirdischen, an deren Existenz sie keinen Zweifel hat.

Diese Aussage für sich allein genommen, ist wenig „spektakulär“. Angesichts der Tatsache, dass kaum ein Astronom oder schlicht Naturwissenschaftler heute an der Existenz von Leben im All zweifelt. Man darf in diesem Zusammenhang aber „Außerirdische“ bzw. „Leben im All“ nicht vorschnell mit „Aliens“ und „außerirdischen Zivilisationen“ in einen Topf werfen. Mit dem Thema UFOs schon gar nicht.

Vielleicht sind Außerirdische schon hier

Sharman glaubt nicht nur, das es im All Leben gibt, sondern spekuliert in ihrem Interview noch weiter. Die Wissenschaftlerin meint, dass dieses außerirdische Leben nicht zwangsläufig auf Kohlenstoff und Stickstoff basieren muss, wie das Leben auf unserem Heimatplaneten Erde. Auch andere Basisgrundstoffe seien denkbar.

Zum Beispiel Silicium, das bei diesen Überlegungen immer wieder angeführt wird. Da Silicium ähnliche Voraussetzungen und Eigenschaften wie Kohlenstoff erfülle, so die These, könne sich auch darauf Leben entwickeln. Eine Überlegung, über die schon länger diskutiert wird. Höre Lebensformen seien auf Basis von Silicium aber nicht denkbar, wie es heißt. Dafür seien Siliciumverbindungen zu unflexibel, fest und starr.

Die ehemalige Astronautin verblüfft in ihrem Interview auch mit der Aussage, das „es ist möglich“ sein könnte, dass Außerirdische „schon hier sind und wir sie einfach nur nicht sehen können“. Eine Behauptung, die momentan in der Presse für viel Verwunderung sorgt. Doch auch diese Spekulation ist nicht unbedingt neu, wie in diesem Blog-Beitrag HIER berichtet.

Gemeint hat Sharman damit keine „klassischen Aliens“, die etwa in UFOs unsere Erde besuchen. Bei dieser Aussage bezieht sie sich auf die genannte Möglichkeit, dass Leben möglicherweise auch eine vollkommen andere Biologie haben kann, als die uns bekannte. Eben statt Kohlenstoff Silicium. Und dieses außerirdische Leben hier auf der Erde könnte – so zumindest einige Thesen – auch derart klein und bizarr sein, dass wir es schlicht nicht als Leben im eigentlich Sinn erkennen.

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