Suchergebnisse: Gen-Forschung

Archäologen und Genetiker auf der Suche nach dem Ursprung unserer Ahnen und ihrer Sprache – mit erstaunlichen Ergebnissen

Archäologen und Genetiker auf der Suche nach dem Ursprung unserer Sprache - mit erstaunlichen Ergebnissen (Bild: Google Earth / Bearbeitung: Fischinger-Online)
Archäologen und Genetiker auf der Suche nach dem Ursprung unserer Sprache – mit erstaunlichen Ergebnissen (Bild: Google Earth / Bearbeitung: Fischinger-Online)

Woher stammen und Vorfahren aus der Steinzeit bzw. Eiszeit, die vor bis zu 12.000 Jahren lebten? Wo liegt der Ursprung der indoeuropäischen Sprachen, die heute von Indien bis Großbritannien gesprochen werden? Und wie verliefen die Besiedelungswege der ersten ersten Ackerbauern und frühen  Jäger und Sammler. Solche Fragen kann heute unter anderem die Gen-Forschung weiter aufhellen. Ein internationales Forscherteam aus Genetikern, Anthropologen und Archäologen ist deshalb in der bisher umfangreichsten DNA-Untersuchung dieser Art genau diesen Fragen nachgegangen. Und kam zu erstaunlichen Ergebnisse, die sie jetzt “Science” veröffentlicht haben.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Wissenschaftler auf der Suche nach unseren Ahnen

Mehr als 100 Wissenschaftler aus den verschiedensten Fachgebieten, von Genetik bis Archäologie, veröffentlichten in dem Fachmagazin “Science” am 6. September die Ergebnisse ihrer Studie der menschliche DNA. Dabei bedienten sich die Experten um David Reich von der Harvard Medical School alter und uralter DNA von insgesamt 523 vorzeitlichen Personen, die vor allem in Süd- und Zentralasien lebten.

Der von diesen Vormenschen gewonnene Gencode wurde woraufhin mit der DNA bereits bekannter Untersuchungen anderer Individuen der Steinzeit verglichen. Diese Menschen stellen nach Aussage der beteiligten Forscher “Schlüsselphasen in der Bevölkerungsgeschichte Eurasiens fest, einschließlich der Ausbreitung von Bauernvölkern aus dem Nahen Osten mit Bewegungen sowohl nach Westen als auch nach Osten”.

Ergänzt wurde diese Studie durch archäologische Funde und Forschungen aus der Sprachwissenschaft, die daraufhin alle in einen Kontext gebracht wurden.

Nach Ansicht der Forscher widerlegt ihre Untersuchung bisherige Thesen über die Ausbreitung unserer direkten Vorfahren und vor alle auch der indoeuropäischen Sprachen. “Die Vorfahren aus der Steppe in Südasien haben dasselbe Profil wie in der Bronzezeit in Osteuropa”, schreiben sie in ihrer Veröffentlichung. Diese steinzeitlichen Siedler vermischten sich mit anderen frühen landwirtschaftlichen Kulturen in ganz Europa und Zentral- und Südasien und brachten auch ihre Sprache mit:

Eine massive Bevölkerungsbewegung aus der eurasischen Steppe nach Europa, die wahrscheinlich die indoeuropäischen Sprachen verbreitete. Wir zeigen eine parallele Reihe von Ereignissen, die zur Ausbreitung der Vorfahren aus der Steppe nach Südasien führten, und dokumentieren dabei Bewegungen von Menschen, die wahrscheinlich die Ausbreitung der indoeuropäischen Sprachen begünstigten.

Nach ihren Forschungen sind sich die Autoren der Studie sicher, dass nicht Bauern aus Anatolien ihre Sprache nach Europa und Richtung Asien verbreiteten. Bis heute ist das die übliche Hypothese über den Ursprung der indogermanistischen Sprachfamilie. Die Experten sind zu dem Ergebnis gekommen, dass die sprachlichen Wurzeln bei Viehzüchtern aus den Steppen Asiens liegen. Vor etwa 5.000 Jahren.

Spuren bei den weisen Brahmanen Indiens

Weiter zeigte die Untersuchung (sowie eine ergänzende Studie, die in “Cell” vom 5. September), dass die Landwirtschaft im Süden Asiens nicht von Siedlern aus dem Westen stammen kann. Auch im heutigen Iran und Zentralasien verlief die Entwicklung der Sprachen anders, als bisher angenommen. Erst rund 1.500 Jahre später machten sich die Nachfahren dieser europäischen Siedler wieder auf den Osten und asiatische Gebiete neu zu besiedeln. David Reich ist deshalb sicher:

Wir können eine Ausbreitung von Bauern mit anatolischen Wurzeln nach Südasien ausschließen.

Besonders bei einer Bevölkerungsgruppe in Südasien bzw. Indien lasse sich noch heute eine eindeutige genetische Spur zu den Steppenvölkern finden, so Reich. Es sind die Brahmanen aus dem Hinduismus. Weise und heilige Männer einer ganz besonderen Kaste, die Lehrer und Priester der alten indischen Schriften “Veden” sind. Verfasst sind diese heiligen Texte Sanskrit, einer uralten indoeuropäischen Sprache.

Eine Kasten-Elite, die über Generationen ihr Wissen weitergibt und sich nach den Untersuchungen der Forscher offensichtlich untereinander ihr genetische Erbe erhalten konnte:

Die Feststellung, dass Brahmanen mehr Steppen-Abstammung haben als andere Gruppen in Südasien, liefert ein faszinierendes neues Argument für einen Steppenursprung für indoeuropäische Sprachen in Südasien.

Dass eine elitäre Elite wie in diesem Fall die Brahmanen über unzählige Generationen lieber unter sich bleibt, ist nicht verwunderlich. Für die Genforscher dieser Untersuchung ein Glücksfall. Die moderne Wissenschaft hat offensichtlich mit der DNA ein einstmals undenkbares Werkzeug zur Erforschung unserer Vorgeschichte in der Hand, von der auch in Zukunft neue Erkenntnisse zu erwarten sind.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Wissenschaftler wollen durch DNA-Analysen Verwandte von Jesus Christus finden: Ein Fakten-Check und die Hintergründe

Kann man durch DNA-Untersuchungen tatsächlich Verwandte von Jesus Christus finden? (Bilder: gemeinfrei / Montage L. A. Fischinger)
Kann man durch DNA-Untersuchungen tatsächlich Verwandte von Jesus Christus finden? (Bilder: gemeinfrei / Montage L. A. Fischinger)

Jesus von Nazareth ist sicherlich eine der bekanntesten Namen der Erde. Für die einen der Sohn Gottes, für andere ein weiser Prophet des Herrn und für andere nur einer der zahllosen “Störenfriede” im heutigen Israel im 1. Jahrhundert nach Christus. Also ein ganz normaler Mensch, der nicht nur seit dem Bestseller “Sakrileg” von Dan Brown in den Augen nicht weniger Menschen verheiratet war und auch Kinder hatte. Eine Boulevardzeitung in der Schweiz berichtete kürzlich, dass Forscher jetzt “mit neuster Technologie” und Gen-Analysen Verwandte und Nachkommen von Jesus im Heiligen Land aufspüren wollen. Nur eine krude Story à la Dan Brown – oder was genau steckt hinter diesem Forschungsprojekt? Ein Fakten-Check und die Hintergründe.

 

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Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Am 22. April titelte die Boulevardzeitung “Blick“:

DNA-Spuren sollen weiterhelfen: Forscher suchen Verwandte von Jesus

Nun könnte man schon allein anhand des Titels und vor allem, wo diese Meldung erschien, die Sache als “Sensationsgier” der Regenbogenpresse beiseite legen. Immerhin sind vor allem seit dem Weltbesteller “Sakrileg” von Dan Brown Berichte, Spekulationen und Meldungen über Jesus, seine Frau und seine Kinder weltweit enorm verbreitet.

Auch wenn Dan Brown in seinem Roman die Story des wesentlich früher erschienen Sachbuches “Der heilige Gral und seine Erben” von 1982 übernahm, machte er diese Idee weltbekannt. Doch was die Schweizer Boulevardpresse in ihrem Beitrag berichtet, hat ausnahmsweise nichts mit irgendwelchen angeblichen Kindern und Ehefrauen von Jesus zu tun. Doch der Background ist tatsächlich sehr interessant.

DNA von Jesus Christus?

Lars A. Fischinger in der Grabeskirche vor dem Grab Jesu: Alles ein Fake? (Bild: L.A. Fischinger)
Lars A. Fischinger in der Grabeskirche vor dem Grab Jesu (Bild: L.A. Fischinger)

Laut dem Neuen Testament geschah nach der Kreuzigung von Jesus ein echtes Wunder biblischen Ausmaßes: Jesus Körper verschwand aus seinem Grab, da er wieder auferstanden sei. Er hatte den Tod überwunden und zeigte sich später auch seinen Jüngern um sie davon zu überzeugen, dass er leibhaftig wieder von den Toten auferstanden sei. Das feiern Christen in aller Welt mit dem Osterfest.

Folglich ist seit rund 2.000 Jahren das Grab Jesu in der Grabeskirche in Jerusalem leer. Nur drei Tage habe dort laut Bibel der Leichnam Jesu gelegen, bis er auf wundersame Weise wieder auferstanden ist und später in den Himmel gefahren sein soll.

Auch wenn nicht wenige Publikationen belegen wollen, dass Jesus in Wahrheit nicht tot gewesen sei und so nach einem dreitägigen “Koma” oder “Delirium” nach der Kreuzigung wieder unter den Lebenden weilte, ist eines unstrittig: Die Grabeskirche ist leer und es existiert weder eine Leiche noch irgendwelche Knochen usw. von Jesus.

Da Jesus leibhaftig in den Himmel aufgefahren sein soll und nirgendwo organisches Material für DNA-Analysen von ihm vorhanden ist, stellt sich die Frage: Wie wollen nun laut dem Boulevard-Bericht Forscher mittels Gen-Untersuchungen das Mysterium um Jesus und seiner Nachkommen/Verwandten lösen? Ist die DNA vom Himmel gefallen?

Die Suche nach dem Gencode Jesu

 Unser täglich UFO gib uns heute! Warum US-Mystery-Dokus am TV so sind, wie sie sind (Bilder: WikiCommons/gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)
Unser täglich UFO gib uns heute! Warum US-Mystery-Dokus am TV so sind, wie sie sind (Bilder: WikiCommons/gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)

Die beiden Forscher, die sich zusammengetan haben, um den Gencode von Jesus und seiner Verwandtschaft zu entschlüsseln, kommen aus zwei vollkommen unterschiedlichen Richtungen. Der eine ist der Geisteswissenschaftler und Priester Joe Butch Basile aus Fresno in Kalifornien (USA).

Der andere ist George Busby, ein Gen-Forscher vom “Wellcome Trust Centre for Human Genetics” an der Universität in Oxford in Großbritannien. Ein DNA-Experte, der zuvor am “Institute of Zoology” des Londoner Zoo tätig war.

Joe Basile wiederum ist “Pastor, Prophet und Evangelist an der Encounter Church und The Road Church” wie er sich bei Facebook bezeichnet. Einer der jungen und “poppigen” Geistlichen, die es in der USA sehr zahlreich gibt. Zusammen mit dem “History Channel” haben er und Busby in ihrer Dokumentation “The Jesus Strand: A Search for DNA” ihre Suche nach dem Gencode der Familie Jesus Christus am 16. April präsentiert.

Hier muss man, wie bei der Meldung in “Blick” ein zweites Mal aufhorchen! Die Dokumentationen des US-TV diesen vor allem der Unterhaltung und an zweiter Stelle der Vermittlung von Wissen und Fakten. Das hatte ich Ende Januar 2017 in einem Beitrag bereits einmal genauer ausgeführt.

Wie ernst kann man dann die Arbeiten von Busby und Basile bei ihrer Jagd nach DNA und der Verwandtschaft von Jesus nehmen?

Die blutigen Hintergründe

Ausschnitt vom "Turiner Grabtuch" - befindet sich auf ihm die DNA von Jesus? (Bild: gemeinfrei)
Ausschnitt vom “Turiner Grabtuch” – befindet sich auf ihm die DNA von Jesus? (Bild: gemeinfrei)

Klar: Der Genetiker George Busby hat nicht von den sterblichen Überresten von Jesus ein Probe genommen, aus dieser den Gencode entschlüsselt und dann im Heiligen Land durch Massen-Gentests noch lebende Verwandte gesucht. Das ist schlicht nicht möglich, wie oben dargelegt.

Möglich aber wäre der Umweg über christliche Reliquien, die direkt mit Jesus in Verbindung gebracht werden und die heute noch existieren. Nämlich die Grabtücher, die nach der Auferstehung laut Neuem Testament im leeren Grab Jesu in Jerusalem gefunden worden sein sollen. Denn diese existieren bis heute. So heißt es zumindest.

Zum einen ist da das weltberühmte Grabtuch von Turin in Italien, seit seit Jahrzehnten für Kontroversen und Spekulationen sorgt. Ein Leinentuch von über vier Metern Länge, dass wahrscheinlich die bekannteste Reliquie des Christentums überhaupt ist, da sie die Vorder- und Rückseite eines gekreuzigten Mannes zeigt. Und dieser Mann sei eben Jesus von Nazareth und das Grabtuch von Turin ein bis heute erhaltenes blutige Beweisstück seiner Kreuzigung und Auferstehung. So zumindest die Gläubigen und Befürworter.

Das andere Grabtuch ist das weniger bekannte aber nicht minder interessante Schweißtuch von Oviedo in der Kathedrale von San Salvador in Oviedo in Spanien.

Bei diesem vollkommen verschmutzten Tuch in Oviedo soll es sich nach “gläubiger Lesart” um ein Grabtuch handeln, dass als Schweißtuch dem gekreuzigten Jesus um den Kopf gewickelt war. Dadurch drangen Blut usw. des Gekreuzigten in das Tuch und damit auch seine DNA. Und da auch auch dem Grabtuch von Turin Blut zu finden ist, liegen hier zwei mögliche Quellen vor, aus der die DNA von Jesus gewonnen werden kann.

Das Schweißtuch von Oviedo in Spanien (Bild: Archiv M. Hesemann)
Das Schweißtuch von Oviedo in Spanien (Bild: Archiv M. Hesemann)

Vorausgesetzt natürlich, dass beide Stoffe wirklich von der Kreuzigung Jesu stammen und sich darauf wirklich sein Blut befindet (und die Reliquien überhaupt 2.000 Jahre alt sind). Das sind folglich schon überaus unsichere Voraussetzungen, denen sich Busby und Basile bei ihrer Suche nach der DNA von Jesus und seiner Verwandtschaft gegenüber sehen.

Obwohl beide Tücher überaus spannende Objekte sind, die sogar eine ganze Reihe von Übereinstimmungen zeigen, die auf einen gemeinsamen Ursprung schießen lassen, kamen die beiden “GEN-Hunter” zu einem Ergebnis. Das war auch nicht zu erwarten. Schon im Vorfeld der Erstausstrahlung der Doku zu Ostern nicht.

Obwohl beide Tücher überaus spannende Objekte sind, die sogar eine ganze Reihe von Übereinstimmungen zeigen, die auf einen gemeinsamen Ursprung schießen lassen, kamen die beiden “GEN-Hunter” zu einem Ergebnis. Das war auch nicht zu erwarten. Schon im Vorfeld der Erstausstrahlung der Doku zu Ostern nicht.

Wie ich zum Beispiel in einem Vortrag 2009 (zu finden auf meinem YouTube-Kanal) oder in meinem Buch “Das Wunder von Guadalupe” zu zeigen versuchte, sind die Übereinstimmungen der (Blut-)spuren auf dem Grabtuch von Turin und dem Schweißtuch von Oviedo schon sehr spannend. Sie lassen sich sehr gut mit einem Gekreuzigten in sehr vielen Details in Zusammenhang bringen, der diese beiden Tücher um oder über seinen Körper und Kopf trug.

Sakrileg!

Überlagerung der Blutspuren auf dem Grabtuch von Turin und dem Schweißtuch von Oviedo: es scheint mehr als Zufall zu sein! (Bild: Archiv M. Hesemann)
Überlagerung der Blutspuren auf dem Grabtuch von Turin und dem Schweißtuch von Oviedo: es scheint mehr als Zufall zu sein! (Bild: Archiv M. Hesemann)

Wenn nun aber zwei Interessierte zusammen mit dem “History Channel” nach Turin und Oviedo kommen, um Proben der verehrten Jesus-Reliquien nehmen wollen, ist die Antwort der Verantwortlichen wohl klar. Auch hat der US-Doku-Sender “Discovery Channel” zahlreiche Gläubige und Geistliche bereits einmal mit einer Jesus-Doku zu Ostern 2015 verärgert.

Welcher US-Doku-Sender auch immer angekommen wäre, das Ergebnis wäre eine ähnliche Unterhaltungs-Show gewesen. Man kann nicht einfach mal eben nach Turin und Oviedo fahren und dort irgendwelche Proben der an diesen Orten verehrten heiligen Reliquien nehmen. Das ist sicher auch jedem klar, der mit Kirche, Jesus und Christentum “nichts am Hut” hat, um es einmal lapidar auszudrücken.

In der Sendung “Das Jesus-Grab” wurde damals das angeblich echte Familiengrab von Jesus in Talpiot in Jerusalem “nachgewiesen”. Inklusive seiner Frau und deren Kind. Gleichzeitig wurde mit dieser Behauptung natürlich das Jesus-Grab in der Grabeskirche von Jerusalem als Schwindel, Fake, Irrtum oder wie auch immer denunziert. Für gläubige Christen war und ist diese Doku ganz einfach ein Sakrileg.

Das die Sendung dann auch noch zu Ostern (Karfreitag), dem Fest der Auferstehung, ausgestrahlt wurde, machte es nicht besser. Auch nicht, dass bereits 2007 das Thema in der englischen Original-Dokumentation mit dem Titel “The lost Tomb of Jesus“ Thema war.

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Verantwortlich für die Dokumentation um das angeblich echte Grab von Jesus war damals übrigens James Cameron, der erst kürzlich “Atlantis entdeckt” hat. Für einen US-Doku-Sender, natürlich.

Der Eingang der Grabeskirche in Jerusalem: Hier soll Jesus auferstanden sein (Bild & Montage: L. A. Fischinger / Jesu: gemeinfrei)
Der Eingang der Grabeskirche in Jerusalem: Hier soll Jesus auferstanden sein (Bild & Montage: L. A. Fischinger / Jesu:  gemeinfrei)

Obwohl das Turiner Grabtuch und auch das Schweißtuch untersucht wurden und auch Proben genommen wurden, sind DNA-Funde auf diesen so oder so umstritten.

Im Laufe der Jahrhunderte oder sogar Jahrtausende könnten genetische Spuren auf beiden Reliquien nicht zwingend Jesus Christus zugeordnet werden. Obwohl auch diese Aussage wiederum strittig ist, da die Blutspuren beider Tücher beispielsweise dieselbe seltene Blutgruppe haben. Ist es wirklich das Blut des Messias?

Eine 3. DNA-Quelle?

Die Voraussetzungen für George Busby und Joe Basile bei ihrer Jagd nach Verwandten von Jesus waren grundsätzlich schlecht. Da sollte es auch nicht verwundern, dass in der US-Dokumentationen “The Jesus Strand: A Search for DNA” letztlich kein abschließendes Ergebnis herauskam. Was, am Rande erwähnt, bei zahlreichen solcher Mystery-Sendungen aus den USA der Fall ist …

Trotzdem wollten Basile und Busby bei ihren Nachforschungen noch eine dritte DNA-Quelle hinzuziehen. Dabei handelte es sich um Knochen, die von Johannes dem Täufer stammen sollen. Eine sehr bekannte Personen aus dem Neuen Testament, die laut Bibel Jesus einst taufte und große Verehrung genossen habe. Angeblich könnte er mit Jesus verwandt gewesen sein, wie einige Bibelforscher vermuten. Träfe das zu, müsste sich eben eine genetische Verwandtschaft nachweisen lassen.

Der Stab des Mose und die Bundeslade (Bild: L. A. Fischinger / gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)
Reliquien gibt es überall: Der Stab des Mose und die Bundeslade (Bild: L. A. Fischinger / gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)

Doch auch diese genetische Spur steht auf mehr als wackeligen Füßen.

Die angeblich echten Knochen des Täufers wurden 2010 bei Ausgrabungen auf der Insel Sweti Iwan im Schwarzen Meer (Bulgarien) entdeckt. Dort lagen sie in einer Urne aus Marmor in der Klosterkirche St. Johannes und waren mit der Inschrift “Johannes der Täufer” beschriftet.

Ebenso fanden sich weitere Objekte im Umfeld, die sich auf Johannes den Täufer bezogen, wie bei einer Pressekonferenz am 1. August 2010 bekannt geben wurde. Für den Entdecker, der Archäologe Prof. Kazimir Popkonstantinov von der Universität Veliko Turnovo sicher der Fund seines Lebens.

Unter anderem wurde ein Zahn, ein Stück Schädel und ein Fingerknochen auf Sweti Iwan geborgen. Eine Datierung des Fingers an der Universität Oxford zeigte, dass dieser Knochen aus dem 1. Jahrhundert nach Christus stammt und würde damit zeitlich zu Johannes passen. Spätere DNA-Analysen an der Universität Kopenhagen durch den Biologen Prof. Eske Willerslev rundeten dann die mutmaßliche Sensation ab. Sie ergaben, dass alle drei Teile von einem Mann stammen und dieser im Nahen Osten gelebt haben muss. Also im Land Jesus Christus und des Täufers Johannes.

“12 Hände und sechs Köpfe”

Der Kölner Dom: Liegen hier tatsächlich die heiligen drei Könige? (Bild: Public Domain / L. A. Fischinger)
Der Kölner Dom, auch hier gibt vermeintlich echte Reliquien: Die Gebeine der heiligen drei Könige … (Bild: Public Domain / L. A. Fischinger)

Das war es dann auch mit den Fakten rund um die Knochen von Johannes dem Täufer aus Bulgarien. Obwohl 2012 weltweit die Medien über die interessanten Ergebnisse der Untersuchungen berichteten, heißt das eigentlich nichts. Tom Higham von der Universität Oxford gab auch klar zu bedenken:

Wir hatten erwartet, dass die Knochen aus einer jüngeren Zeit stammen, vielleicht aus dem dritten oder vierten Jahrhundert.

Das Ergebnis passt eindeutig zu jemandem, der im ersten nachchristlichen Jahrhundert gelebt hat. Ob diese Person Johannes der Täufer war, ist eine Frage, die wir noch nicht zweifelsfrei beantworten können – und wahrscheinlich auch nie werden.”

Fraglos ist es erstaunlich, dass hier Knochen eines Mannes aus dem 1. Jahrhundert entdeckt wurden, der noch dazu wahrscheinlich im Nahen Osten gelebt hat. Aber nur weil Johannes drauf steht, muss nicht Johannes drin sein. Reliquien von Johannes dem Täufer gibt es nicht wenige. Zwar nicht so viele wie von Jesus, aber eine doch recht ansehnliche Anzahl. Von Köpfen bis Hände ist alles dabei, was angeblich von Johannes dem Täufer stammt.

Bereits 2012 gab beispielsweise “Reuters” zu bedenken, dass, wären all diese Johannes-Reliquien authentisch, “die biblische Figur wohl 12 Hände und sechs Köpfe gehabt hat”.

Immerhin gilt Johannes seine Existenz zur Zeit Jesu als verbürgt. Der Geschichtsschreiber Flavius Josephus aus dem 1. Jahrhundert, bis heute eine überaus wichtige Quelle der Geschichte des Nahen Ostens zu biblischen Zeiten, erwähnt ihn in Band 18 der “Jüdische Altertümer“. Umstittener ist dann wieder die Verwandtschaft zwischen Jesus und Johannes. Immerhin eine Voraussetzung für George Busby und Joe Basile bei der Suche nach Verwandten von Jesus.

Johannes der Täufer tauft Jesus Christus (Bild: gemeinfrei)
Johannes der Täufer tauft Jesus Christus: Waren beide verwandt? (Bild: gemeinfrei)

Jesus und Johannes könnten laut dem Evangelium des Lukas tatsächlich Cousins zweiten Grades gewesen sein. Bei Lukas heißt es in der Geschichte, als ein Engel der Maria ihre Schwangerschaft mit Jesus verkündet:

Und siehe, Elisabeth, deine Verwandte, hat auch einen Sohn empfangen in ihrem Alter und ist jetzt im sechsten Monat, sie, die vorher unfruchtbar hieß.“ (Lk. 1,36)

Dieser Knabe der Elisabeth soll Johannes der Täufer gewesen sein, wie es in Lukas ab 1,57 beschrieben wird. Darin heißt es auch, dass Johannes erst nach seinem Vater Zacharias bekannte wurde, aber Elisabeth sich durchsetzte und “er soll Johannes heißen”. “Denn die Hand des Herrn war mit ihm”, so Lk. 1,66.

Nur leider schweigt das Neue Testament sich aus, in welchem verwandtschaftlichen Verhältnis Maria und Elisabeth standen. Vermutet wird, dass sie Cousinen waren. Zumindest aber könnte die Gen-Forschung tatsächlich solche Verhältnisse nachweisen – hätte sie authentische Proben.

Der “History Channel”, George Busby und Joe Basile hatten von vornherein für ihre Dokumentationen auf der Suche nach Jesus Verwandtschaft überhaupt keine wissenschaftlich gesicherte Grundlage. Das Ergebnis, dass man eben zu keinem Ergebnis kommt, stand schon vor Drehbeginn fest. US-Science-Unterhaltung eben.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Das “sumerische Rollsiegel” des Zecharia Sitchin und das Rätsel um die 4.500 Jahre alte Abbildung unseres Sonnensystems. Artikel von Lars A. Fischinger

Das "sumerische Rollsiegel" des Zecharia Sitchin und das Rätsel um die 4.500 Jahre alte Abbildung unseres gesamten Sonnensystems. Artikel von Lars A. Fischinger (Bild: Archiv L. A. Fischinger)
Das “sumerische Rollsiegel” des Zecharia Sitchin und das Rätsel um die 4.500 Jahre alte Abbildung unseres gesamten Sonnensystems. Artikel von Lars A. Fischinger (Bild: Archiv L. A. Fischinger)

18. Februar 1930: Der Astronom Clyde William Tombaugh hat Grund, die Sektkorken knallen zu lassen: er hat nun offiziell den Planeten Pluto entdeckt, der hinter Neptun verborgene 9. Planet unseres Sonnensystems. War Tombaugh aber wirklich der Erstentdecker? Oder wussten bereits unsere Vorfahren vor Jahrtausenden von seiner Existenz? Kannte man bereits vor tausenden von Jahren Aufbau, Größe und Beschaffenheit unseres gesamten Sonnensystems? Ein archäologisches Fundstück zumindest gibt es, das einigen Thesen nach darauf hindeuten könnt: Ein schätzungsweise 4.500 Jahre altes Rollsiegel aus Ton, das bei Ausgrabungen in Mesopotamien, Irak, gefunden wurde. Und dieses – in der Grenzwissenschaft seit genau 40 Jahren bekannte – Siegel gibt immer wieder Anlass zu Spekulationen über die Astronautengötter. Das legendäre und von dem Autoren Zecharia Sitchin 1976 in der Prä-Astronautik bekannt gemacht „Rollsiegel der Sumerer“ soll an dieser Stelle einmal genauer betrachtet werden. Denn Fragen bleiben bis heute offen …


Nach dem Buch “Historia Mystica” (2009)

Hallo, liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Lowell Observatorium in Flagstaff, Arizona, USA, Anfang 1930:

Der junge Astronom Clyde William Tombaugh (1906 – 1997) führt eine Suche durch, die schon ein viertel Jahrhundert andauert. Man ist auf der Suche nach einem weiteren Planeten in unserem Sonnensystem, der sich hinter dem Planeten Neptun verbergen könnte. Der Fund des angenommenen „Trans-Neptun“ soll der Höhepunkt in der Karriere des aufstrebenden Astronomen Tombaugh werden.

Am 18. Februar 1930 war es dann soweit: Durch Vergleiche von Fotos aus dem All stieß der Astronom auf einen seltsamen und sich bewegenden Lichtpunkt. Dass musste der gesuchte 9. Planet in unserem Sonnensystem sein! Am 13. März 1930 gab das Lowell Observatorium die Sensation bekannt, dass man einen weiteren Trabanten unserer Sonne gefunden habe, der Pluto getauft wurde. Einen Winzling von nur 2.374 Kilometern Durchmesser, der zu 70 Prozent aus Gestein und 30 Prozent aus gefrorenem Wasser besteht. Er ist so weit von der Sonne entfernt, dass wir erst heute gute Aufnahmen von Pluto haben und bis 2012 sogar fünf Monde von ihm entdeckten. Ein dunkler und mit bis zu minus 240 Grad Celsius eisiger Himmelskörper, der aufgrund seiner geringen Größe im September 2006 sogar den Status eines „richtigen Planeten“ aberkannt bekam.

Die Sensation war jedoch 1930 perfekt. Das Sonnensystem wuchs.

Altes Wissen – neu entdeckt?

Doch ist dies tatsächlich ein Wissen, dass aufgrund von Forschungen im 20. Jahrhundert erreicht wurde? Oder wussten unsere Vorfahren schon mehr über den Aufbau, die Größe und die Beschaffenheit unseres Sonnensystems?

Das Rollsiegel mit der "Sternenkarte" (Bild: Archiv)
Das Rollsiegel mit der “Sternenkarte” – für eine Großansicht anklicken (Bild: Archiv L. A. Fischinger)

Ja! sagen einigen Vertreter der Prä-Astronautuik-Theorie. Jener Spekulation, die sagt, dass vor Jahrtausenden die Götter der Erde reale außerirdische Wesen von den Sternen waren. Und die Befürworter der Idee, dass unsere Vorfahren vor tausenden von Jahren mehr über unser Sonnensystem wussten, können dabei sogar auf einen offiziellen archäologischen Fund verweisen.

Dieser Fund liegt heute in Berlin im Vorderasiatischen Museum und trägt die Archiv-Nummer VA/243. Es handelt sich um ein akkadisches Rollsiegel (genau genommen eine Abrollung eines solchen Siegels) aus Ton, das bei Ausgrabungen in Mesopotamien gefunden wurde. Sein Alter wird auf rund 4.500 Jahre beziffert. Gefunden wurde es vermutlich in Hai, etwa 50 Kilometer von Kut im Irak entfernt.

Die „Sternenkarte der Sumerer“
Die „Sternenkarte der Sumerer“

Interessant ist es, was das Siegel im Detail zeigt. Deutlich sieht man eine Person sitzen, auf die zwei weitere Personen offenbar zugehen. Laut archäologischer Meinung handelt es sich um eine „Einführungs-Szene“ bei der einem Gott (sitzend) von einem niederen Gott ein Mensch (meist der Besitzer des Siegels) zugeführt wird.

Zwischen den Köpfen der beiden stehenden Personen ist eine Darstellung zu finden, die seit nun genau 40 Jahren für heftige Diskussionen sorgt. Es scheint sich auf den ersten Blick ganz klar um eine Abbildung eines Sonnensystems zu handeln. Und zwar in einem heliozentrischen Weltbild, da die Sonne – dargestellt mit Sonnenstrahlen – sich im Zentrum der Abbildung befindet.

Darum sind einige verschieden große Punkte angebracht, die als Planeten gedeutet werden könnten. Insgesamt sind es auf den ersten Blick 11 „Planeten-Punkte“, die man auf dem bekannten Foto der Szene sehen kann. Dazu kommt die mutmaßliche Sonne im Zentrum und so erhält man 12 Punkte oder Kreise.

Von Archäologen wird diese Darstellung „Nebenzene“ genannt, die nur den Zweck hatte, freie Flächen auf solchen Siegeln irgendwie künstlerisch zu füllen. Abertausende solcher Rollsiegel sind aus dem Nahen Osten bekannt und liegen in Musen in aller Welt. Doch nur dieses eine Siegel ist zu einer Art Legende in der Prä-Astronautik geworden.

Von Nibiru und den Anunnaki

Die Umlaufbahn des Nibiru wie sie sich Zecharia Sitchin 1976 ausdachte (Bild: L. A. Fischinger)
Die Umlaufbahn des Nibiru wie sie sich Zecharia Sitchin 1976 ausdachte – für eine Großansicht anklicken (Bild: L. A. Fischinger aus dem Buch “Die Akte 2012“)

Der US-Autor Zecharia Sitchin wurde einst auf diesen Fund aufmerksam und machte ihn zu einem Kernstück seiner Spekulationen über Außerirdische, die vor Jahrtausenden auf die Erde kamen. Angeblich, so Sitchin in seinen zahlreichen Büchern, kamen einst Ancient Aliens von einem Planeten mit Namen Nibiru hernieder und nahmen als Anunnaki Einzug in die Mythologie des Zweistromlandes. Diese Anunnaki seien vor über 430.000 Jahren auf die Erde gelangt und schufen letztlich die moderne Menschheit. Ihr Heimatplanet Nibiru sei dabei ein Planet, der bis heute unentdeckt in unserem eigenen Sonnensystem in einer starken Ellipse in rund 3.600 Jahren einmal die Sonne umrundet.

In meinen Büchern „Die Akte 2012“ und „Historia Mystica“ sowie in zahlreichen YouTube-Videos & Vorträgen und natürlich auf diesem Blog habe ich vielfach über diesen Nibiru und Sitchin berichtet. Ebenso in einem Artikel über die Anunnaki selber, auf die ich auch in meinem aktuellen Buch “Rebellion der Astronauten-Wächter” sehr umfangreich eingehe (abseits von Sitchin als “Quelle”!). Deshalb verweise ich an dieser Stelle auf diese Veröffentlichungen von mir, um hier das umstrittene Rollsiegel in den Fokus zu stellen …

Die „Sternenkarte der Sumerer“

Die ohne Frage hoch interessante Rollsiegel-Darstellung aus Mesopotamien zeigt deutlich 11 „Planeten“. Dazu muss man den aus Serpentin bestehenden, 3,4 Zentimeter hohen Siegelzylinder natürlich erst in Ton abrollen. So erhält man die weithin in der Mystery-Szene bekannte Darstellung, die auch das Titelbild dieses Artikels ist. Dazu später mehr.

"Auf den Spuren der Anunnaki" - Zweiteiliger Online-Artikel von Lars A. Fischinger (Bild: Z. Sitchin / L. A. Fischinger)
Auf den Spuren der Anunnaki” – Zweiteiliger Online-Artikel von Lars A. Fischinger (Bild: Z. Sitchin / L. A. Fischinger)

Zecharia Sitchin deute diese Abbildung in seinem ersten Buch „Der zwölfte Planet“ von 1976 so, dass es sich dabei um alle Planeten unseres Sonnensystems handelt. Dazu ergänzte er den Mond unserer Erde und den von ihm postulierten Planeten Nibiru. Damit käme er auf die dargestellten 11 Objekte oder Punkte. Mit der Sonne im Zentrum ergibt das 12, woraus sich der Titel seines ersten Buches ableitet. Der „Planet X“ wiederum, die von Sitchin seit 1976 als Nibiru bezeichnete Heimat seiner Astronauten aus dem All, ist bisher unbekannt bzw. nicht nachgewiesen.

Auch wenn immer wieder von einem mutmaßlichen Planten im äußeren Sonnensystem berichtet wird, kann dies kein bewohnter Nibiru á la Sitchin sein. Dass dort seit hunderttausenden von Jahren irgendeine Alien-Rasse existiert, ist purer Unsinn. Das habe ich in meinem Buch „Die Akte 2012“ in einem ganzen Kapitel mehr als deutlich darlegen können.

Zu dieser Abbildung des Rollsiegels schrieb Zecharia Sitchin bereits 1976 in „Der zwölfte Planet“:

Es ist natürlich eine Darstellung des den Sumerern bekannten Sonnensystems, das aus zwölf Himmelskörpern besteht.“

Doch diese „sumerische Sternenkarte“ ist eigentlich keine sumerische.

Das Rollsiegel stammt nicht von den Sumerern aus dem heutigen Süd-Irak, auch wenn dies von den Anhängern Sitchins bzw. des Nibiru immer behauptet wird. Die Schriftzeichen auf dem Siegel weisen einen „IIli-Illat“ als Besitzer aus, der dem Gott „Dubsiga“ damit huldigt. Und das ist ein semitischer bzw. akkadischer Name. Und das mesopotamische Reich von Akkad existierte grundsätzlich erst nach den Stadtstaaten der Sumerer. Auch der Name der Außerirdischen von Sitchin – Anunnaki – ist nicht sumerisch sondern akkadisch, babylonisch bzw. assyrisch, wie ich es in einem zweiteiligen Artikel auf diesem Blog umfassend ausgeführt habe.

Sitchin selber wiederum nennt das Siegel auch korrekt „akkadisches Rollsiegel“, überträgt es jedoch zugleich auf die Kultur der Sumerer. Er hat damit 1976 nicht gesagt, dass es ein archäologisches Fundstück von den Sumerern sei.

Nibiru?

VIDEO: "Planet Nine": Neuer Planet in unserem Sonnensystem gefunden? Und das böse N-Wort … Nibiru! (Bild: NASA/JPL / Montage: L. A. Fischinger)
VIDEO: “Planet Nine”: Neuer Planet in unserem Sonnensystem gefunden? Und das böse N-Wort … Nibiru! (Bild: NASA/JPL / Montage: L. A. Fischinger)

Doch die Suche nach einem Transpluto, einem Planeten hinter Pluto, ist auch in der Astronomie nicht unbekannt. Die bisher gefundenen Objekte hinter Pluto sind jedoch allesamt Winzlinge wie Pluto selbst. Und so wird schon seit dem Spätsommer 2006 Pluto selber nicht mehr als wirklicher Planet angesehen und geführt. Nachdem 1930 durch die Entdeckung des Pluto das Sonnensystem noch wuchs – schrumpfte es also vor zehn Jahren wieder, als Pluto „degradiert“ wurde.

John B. Murry (Offene Universität Großbritannien) und John Matese von der Universität von Louisianer, Lafayett, USA, berichteten jedoch schon 1999, dass es einen unbekannten Riesenplanet tatsächlich geben könnte. Er würde bis zu zehnmal größer als der Riesenplanet Jupiter sein, 32.000-mal weiter als die Erde von der Sonne seine Bahnen ziehen und Kometen und andere Objekte im äußeren Sonnensystem durch seine Masse ablenken.

Bewiesen ist dieser neue Planet bisher nicht. Daran änderten auch die Berichte um die angebliche bzw. theoretische Entdeckung des „Planet nine“ nichts. Auch dieser wurde Anfang 2016 umgehend mit Sitchins Nibiru in einen Topf geworfen. In einem YouTube-Video habe ich darüber am 21. Januar dieses Jahres berichtet.

Sonnensystem oder nicht?

Aufgrund der Tatsache, dass das Rollsiegel mit der mutmaßlichen Sternenkarte ein authentisches archäologisches Fundstück ist, fesselte Sitchin mit seinen spektakulären Ideen und Behauptungen sehr viele Leser. Obwohl heute oftmals nicht mal mehr bekannt ist, dass Zecharia Sitchin 1976 der Erfinder des Nibiru & Co. war, finden seine Themen weiterhin großen Anklang. Meist jedoch in Form von vollkommen absurden Aussagen, die grundsätzlich von Sitchin stammen (können) aber mit allerlei anderen Behauptungen und Unsinn vermischt wurden.

Das Rollsiegel mit der "Sternenkarte": Im Schatten dieser Aufnahme befinden sich weitere "Planeten" (Bild: Archiv)
Das Rollsiegel mit der “Sternenkarte”: Im Schatten dieser Aufnahme befinden sich weitere “Planeten” – für eine Großansicht anklicken (Bild: Archiv / L. A. Fischinger)

Eine ganze Reihe der Sitchin-Leser sah sich im Laufe der Jahre veranlasst, beim Vorderasiatischen Museum zu Berlin selber bezüglich dieser vermuteten Sternenkarte anzufragen. Sitchin selber zeigte natürlich das Bild des abgerollten Siegels auch vor 40 Jahren in seinem ersten Buch und verriet ebenso, wo es sich befindet. So sah sich Dr. Joachim Marzahn vom Vorderasiatischen Museum 1995 aufgrund der vielen Anfragen sogar veranlasst, in der angesehenen Astronomiezeitschrift „Sterne und Weltraum“ selber darauf einzugehen.

Dr. Marzahn verweist darin auf den Umstand, dass nur auf Fotos die angenommenen 12 „Planeten-Punkte“ (inklusive Mond und Sonne) zu sehen sind. Eben das Bild, das auch diesen Artikel illustriert. Eine genaue Analyse des Rollsiegel-Zylinders in seinem Museum habe jedoch gezeigt, dass es jedoch in Wahrheit mit Sonne insgesamt 15 Punkte sind. Die drei weiteren sind auf Fotografien des abgerollten Zylinders nicht zu sehen, da sie am oberen Rand im Schatten verschwinden bzw. ein Punkt nicht ausreichend tief ist, um auf der Abrollung sichtbar zu sein.

Der Schatten selber entsteht dadurch, dass durch eindrücken und abrollen des Zylinders in den feuchten Ton zu beiden Enden der “Walze” mit dem Motiv Material beiseite gequetscht wird. Das ist bei allen hunderttausenden Abrollungen dieser Art aus dem Nahen Osten der Fall.

„Es kann sich beim Rollsiegel VA/243 also keinesfalls um eine Darstellung unseres Planetensystems handeln“, kommentiert beispielsweise der Prä-Astronautik-Autor Wolfgang Siebenhaar in einem Artikel in der „Scientific Ancient Skies“ (Band 2, 1995) die Entdeckung von Marzahn. Und das ist erst mal soweit vollkommen richtig, da unser Solarsystem so viele Planten eben nicht besitzt. Gleich ob mit oder ohne Pluto.

Es sei noch angemerkt, dass das einst kurzzeitig existierende Magazin „Scientific Ancient Skies“ ein Ableger des Magazin „Ancient Skies“ war. Heute nennt sich das Magazin „Ancient Skies“ unlängst „Sagenhafte Zeiten“ und ist fast jedem Erich von Däniken-Fan ein Begriff, da es seit Jahrzehnten von seiner Forschungsgesellschaft herausgegeben wird. Trotz der Kritik von Siebenhaar in „Scientific Ancient Skies“, war das Magazin also alles andere als ein Skeptiker-Magazin! Ebenso ist auch der Autor Wolfgang Siebenhaar ein Pro-Prä-Astronautik-Autor.

Von Punkten und Planeten

Die Nibiru-Lüge: Was wirklich dahinter steckt. Vortrag von Lars A. Fischinger (Bild: NASA/JPL)
VIDEO: Die Nibiru-Lüge und was wirklich dahinter steckt. Vortrag von Lars A. Fischinger (Bild: NASA/JPL / Bearbeitung: L. A. Fischinger)

14 “planetare Kugeln”? Auch hier gibt es durchaus berechtigte Zweifel:

Dr. Marzahn ließ 1995 mit Hilfe von Dr. A. Unger vom Rathgen-Forschungslabor der Staatlichen Museum Berlin mikroskopische Vergrößerungen (100 bis 200-mal vergrößert) der Punkte auf dem Siegel-Zylinder anfertigen. Es zeigte sich, dass die angeblich zusätzlich mit einem Bohrer angebrachten „Planeten-Punkte“, die zusammen die 15 ergeben, vielleicht zum Teil gar nicht künstlich sind. Sie könnten auch Beschädigungen in Form von Abplatzungen des Materials sein – und damit wollte der Künstler des Siegels vor 4.500 Jahren diese ursprünglich gar nicht anbringen!

Folgerichtig ist es zumindest sehr fraglich, dass es tatsächlich eine Darstellung ist, um die absichtlich 14 „Planeten-Punkte“ angebracht wurden. Aber wie viel Punkte oder Planeten sind es denn jetzt wirklich?

Eine mir vorliegende Kopie der Abrollung und des entsprechenden Zylinders aus dem Vorderasiatischen Museum zu Berlin, zeigt wieder etwas anders. Darauf sind nur neun „Planeten-Punkte“ zu sehen. Liegt es an der Qualität der Kopie? Wahrscheinlich. Auch auf einem für mich bereits 1995 im Museum angefertigten Foto der Abrollung sind keine 15 Punkte zu zählen. Dies Fotos würde dem entsprechen, was Sitchin in seinen Büchern abdrucken lies und seit dem immer wieder verbreitet wurde.

Es ist damit vollkommen offen, wie viele “Kugeln” die Dargestellte “Sonne” in Wirklichkeit umrunden. Oder besser gesagt, ist es völlig unklar, mit wie vielen Löchern der Hersteller des Siegels vor viereinhalb Jahrtausenden sein Kunstwerk tatsächlich dekorierte.

Fragen, Spekulationen und Widersprüche

Was zeigt also das Siegel? Ein Sonnensystem mit der Sonne richtigerweise in der Mitte? Wie viele „Planeten“ wurden vom Schöpfer des Siegels letztlich tatsächlich und mit voller Absicht in den Zylinder geschnitten? Ist es sogar ein fremdes Sonnensystem aus den Tiefen des Universums, wie einige meinen? Oder nur eine „Nebenszene“, die allein den Zweck diente, leeren Raum auf dem Rollsiegel zu füllen, wie es die Archäologie sagt? Ist es folglich Zufall, dass vor 4.500 Jahren ein Künstler in Mesopotamien auf einem Siegel eine Darstellung anbrachte, die fraglos einem heliozentrischen Sonnensystem gleicht? Oder ist der Stern in der Mitte überhaupt keine Sonne, sondern nur ein Symbol für den Planeten Mars, wie viele Skeptiker anmerken? Dann wären die vermeintlichen Planeten eben nichts weiter als Dekoration.

Der Zwerg-Planet Pluto (Bild: NASA)
Der nur 2.374 Kilometer kleine Zwerg-Planet Pluto (Bild: NASA)

Wäre es dennoch ein Abbild unseres Sonnensystem inklusive der von Erde ohne technische Hilfsmittel nicht zu sehenden Planten, wäre das sensationell. Aber wieso dann eine Darstellung des Sonnensystems in einer so winzigen und bisher einzigartigen Abbildung? Und warum findet sich auf dem Rollsiegel nicht der kleinste Hinweis zu dieser „Szene“, wenn es sich um außerirdisches Wissen handelt, dass eben vor 4.500 Jahren niemand wissen konnte?

Auch wenn die 40 Jahre alte Behauptung, dass die Größenverhältnisse der Planten um die Sonne auf dieser Abbildung stimmen, schon augenscheinlich falsch ist, bleibt auch die Frage: Wenn es unser Sonnensystem sein soll, wer bestimmte dann die Anzahl der darzustellenden Planeten? Unlängst wurden in unserem Sonnensystem zahlreiche weitere Kleinst-Planeten gefunden, weshalb letztlich ja auch unser Freund Pluto seinen Planetenstatus verlor. Sind also, weiter spekuliert, andere Kleinst-Planeten auf dem Siegel dargestellt worden? Aber wozu? Fertigte der Künstler das Siegel tatsächlich mit einem ihm bekannten Aufbau des Sonnensystems an, war sich jedoch über die Anzahl der Planeten im Unklaren?

Wir wissen es nicht …

 

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Fundstück im Netz: Erich von Däniken im TV-Interview 1996. Von der Schöpfung bis zu den Göttern – Ist die Prä-Astronautik heute nur noch kalter Kaffee?

Erich von Däniken im NDR TV-Interview 1996 (Bild: L. A. Fischinger / E. v. Däniken / S. Ampssler)
Erich von Däniken im NDR TV-Interview 1996 (Bild: L. A. Fischinger / E. v. Däniken / S. Ampssler)

Rund 50 Jahre steht Erich von Däniken mit der Idee, dass die Götter in Wahrheit Astronautengötter aus dem All waren, im Licht der Öffentlichkeit. Seit von Dänikens erstes Buch “Erinnerungen an die Zukunft” im Februar 1968 erschien, ist sein Name untrennbar mit den Raumfahrern der Antike und dem Thema “Ungelöste Rätsel der Vergangenheit” verbunden. In einer online zu sehenden NDR-Fernsehsendung aus dem Jahr 1996 stellte der Autor sein damals neues Buch “Der Jüngste Tag hat längst begonnen” vor, und seine Aussagen klingen auch 2014 sehr bekannt. Warum das so ist, erfahrt Ihr hier.

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Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

An dem Schriftsteller und “Sonntagsforscher”, wie er sich selber gerne nannte, Erich von Däniken scheiden sich die Geister. Einige hassen ihn geradezu – andere lieben ihn. Wieder andere sind begeistert von seinen Ideen und selbst die schlimmsten Kritiker müssen sein Talent als Autor, Redner und Referent eingestehen. Ebenso zweifelt sicher kein Kritiker des Erich von Däniken, dass allein durch ihn die Ideen und Spekulationen rund um die Frage “waren die Götter Astronauten?” weltberühmt wurden. Auch wenn oft im gleichen Atemzug von Kritikern und auch Hatern darauf verwiesen wird, das er “nicht der erste” war, der sich mit den Astronautengöttern auseinander setzte. Dieser (richtige!) Hinweis dient bei den Kritikern meistens jedoch dazu, die Erfolge eines von Däniken zu schmälern, in Abrede zu stellen oder schlicht um ihn schlecht zu machen.

Aber Hand aufs Herz: Wen juckt es, dass von Däniken ein bereits vorhandenes Thema aufgriff und damit zu einem Bestsellerautoren wurde?! Der ECON Verlag in Düsseldorf, der im Februar 1968 das erste Buch von Dänikens veröffentlichte, startete mit einer kleinen Erstauflage von nur 6.000 Exemplaren. Der weltweite Hype nach erscheinen des Buches “Erinnerungen an die Zukunft” war nicht abzusehen. Aber die Themen entsprachen dem Zeitgeist von Mondlandungen & Co. Ebenso hat der Erfolg der Bücher von Erich von Däniken auch seine thematischen Autorenkollegen zu neuen Höhen verholfen, da auch deren Bücher “gepuscht” wurden. Allen voran natürlich der Autor Robert Charroux aus Frankreich, dessen Bücher im Zuge des Däniken-Hype ebenfalls im deutschen ECON Verlag wie von Dänikens Bücher erschienen …

Nichts neues bei den Astronautengöttern?

Das der Prä-Astronautik-Idee schon lange die großen Mysterien und Themen ausgegangen sind, ist meiner Meinung nach ebenso eine Tatsache. In einem Artikel auf diesem Blog legte ich bereits dar, dass sich neue Entdeckungen und Ideen meistens um die alten Klassiker der Ancient Aliens-Themen drehen. Aber das ist im Grunde genommen kein Untergang der Welt der Götter aus dem Kosmos! Ebenso könnte man beispielsweise sagen, dass die Genetik tot ist, da sich alle Neuigkeiten in diesem Bereich um das alte Hauptthema drehen: die Genetik. Obwohl natürlich die Prä-Astronautik keine Wissenschaft wie die Gen-Forschung ist.

Sah schon die biblische Eva ein UFO? (Bild: L.A. Fischinger / gemeinfrei)
VIDEO: Sah schon die biblische Eva ein UFO? (Bild: L.A. Fischinger / gemeinfrei)

Das TV-Fundstück unten aus dem Jahr 1996 mit Erich von Däniken ist in dieser Hinsicht spannend und sehr interessant. In dieser Sendung des “NDR” spricht von Däniken über die Rückkehr der Götter, die Entstehung der Menschheit durch eine Manipulationen von Außerirdischen etc. und nennt Beispiele aus der Welt der Prä-Astronautik. So etwa verweist er auf die Tatsache, dass weltweite Überlieferungen von vollkommen verschiedenen Kulturen und Völkern eben von einem “Eingriff der Götter” bei der Erschaffung des Menschen erzählen. Dabei verglich er die frühe Menschheit mit einem Ameisenhaufen, aus dem ein Mensch (der dann ein “Gott” wäre) ein Exemplar nimmt und es später zurück zu seinen Artgenossen bringt. Eine “außerameisische Intelligenz” habe demnach das arme Tier verschleppt …

Diese (und andere) Beispiele, Argumente und Themen, die von Däniken in der TV-Sendung von 1996 nennt, nennen er und andere auch heute noch. Das Beispiel der Ameisen soll nach den Worten des Bestsellerautoren verdeutlichen, dass wir Menschen die Absichten, Gedanken usw. der Fremden aus dem All nicht wirklich verstehen können. Und damit ist dieses Beispiel auch im Jahr 2014 nicht minder treffend als 1996. Auch jene Astronomen und Wissenschaftler, die sich mit der Frage nach Leben im All befassen, können nicht im Geringsten sagen, was oder wie eventuelle Intelligenzen im All fühlen und handeln. In einer Vielzahl an TV-Sendungen und Dokumentationen fallen diese Aussagen der Forscher immer wieder. Eben weil es so ist. Oder auch die Themen der mutmaßlichen Manipulation der ersten Menschen durch außerirdische Götter, dass diese einst wiederkommen werden oder alte Texte, die von Gotteserscheinungen und dem Wirken von Wesen des Himmels erzählen. Bei genau diesen gähnen die Kritiker der Raumfahrt vor Jahrtausenden. Zumindest jene, die sich auch in der Vergangenheit damit befasst haben und so die Geschichte der Prä-Astronauten-Literatur kennen.

Warum? Weil diese Aussagen des Prä-Astronautik-Urgesteins von Däniken und anderen Autoren bis heute zu lesen und zu hören sind. Nichts neues, kalter Kaffee. Oder, wie es hier und dort heißt, Zombies der Astronautengötter-Idee, da tote Themen neu wiederbelebt werden.

Nur kalter Kaffee in der Prä-Astronautik?

Das uralte Buch "Die Apokalypse des Abraham" erzählt: Engel brachten Abraham in das "All". (Bild: NASA/JPL / L. A. Fischinger / WikiCommons)
VIDEO: Das uralte Buch “Die Apokalypse des Abraham” erzählt: Engel brachten Abraham in das “All”. (Bild: NASA/JPL / L. A. Fischinger / WikiCommons)

Astronautengötter-Zombies? Das ist fast richtig! Aber eben nur fast.

Wenn Däniken & Co. damals und heute darauf verweisen, dass die Mythen der Völker der Vergangenheit von einem Eingriff von Wesen des Himmels berichten, dann ist auch das eben so. Wenn Autoren der Prä-Astronautik (ich eingeschlossen) zu den alten Hauptthemen versuchen neue Details und Informationen zu finden, dann ist das rundum positiv. Weder Erich von Däniken noch ein anderer Autor der Mysterien der Menschheit kann etwas dafür, dass diese Aussagen in den Überlieferungen und alten Texten nun einmal stehen. Aussagen alter Kulturen und Schriften, die teilweise Jahrtausende alt sind, stört es mit Sicherheit nicht, dass diese vor Jahrzehnten, heute oder in Jahrzehnten nun mal da sind. Wenn in dem Interview von 1996 Themen vorkommen, die noch im Jahr 2014 für Spekulationen sorgen, dann liegt es ganz einfach daran, dass diese alten Hinweise auf die Götter des Alls nicht einfach verschwunden sind.

Ist es also nicht “erlaubt”, diese Aussagen auch Jahre später noch als Beispiele und mögliche Indizien für diese antiken Aliens zu bemühen? Wäre das nicht so, dann wäre es, als würde eine etablierte Wissenschaft ihre Grundlagenforschung fortan ignorieren, da sie Jahrzehnte alt und damit kalter Kaffee Crema ist?

Ebenso wenig wird es neue Textfunde oder neu “ausgegrabene” Überlieferungen stören, dass sie innerhalb der Mystery-Szene für Spekulationen sorgen könnten. Sie wären dann eben genau das, worauf ich persönlich immer hinweise: Neue Details zu alten Hauptthemen der Ancient Aliens. Zweifellos ist ja das gesamte Thema auch eine Spekulation.

Hier nun die Videos, bei denen aber offensichtlich ein 3. Teil bei YouTube fehlt. Online gingen die Videos bereits im Mai 2012:

  
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Yeti, Bigfoot & Co.: DNA-Analysen angeblicher Yeti-Beweise veröffentlicht – und warum der Yeti KEIN Bär ist, wie es die Medien behaupten +++ YouTube-Video +++

Der Yeti nur ein Bär? (Bild: L. A. Fischinger / WikiCommons)
Der Yeti nur ein Bär? (Bild: L. A. Fischinger / WikiCommons)

Seit einigen Jahren wird eine DNA-Studie in der Grenzwissenschaft mit großer Spannung beobachtet: Die genetische Analyse von einigen Dutzend biologischen Proben, die von Bigfoot, Yeti & Co. stammen könnten. Das Projekt um den Genetiker Dr. Bryan Sykes (Uni Oxford) wurde nun veröffentlicht und in den Massenmedien lesen wir: „Der Yeti ist ein Bär!“ – stimmt das aber auch tatsächlich? Dazu ein neues Video auf meinem Mystery-Kanal des Unfassbaren bei YouTube.


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Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Das moderne Feld der Gen-Forschung sollte Beweise liefern, dass es vielleicht „Affenmenschen“ nach Art des Yeti in Asien gibt (oder eben nicht – s. a. hier, hier & Video hier).

Die Studie wurde nun im Magazin „Proceedings of the Royal Society B“ (B = Biological Science) publiziert … doch die Mainstreammedien berichten sehr „irreführend“ darüber.

Warum „irreführend“ und mehr zum Thema erfahrt Ihr in diesem Video.

Bleibt neugierig!

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