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Erich von Däniken im TV-Interview 1978 über die Manna-Maschine, die Bundeslade, Astronauten der Bibel und seine Suche nach der Wahrheit +++ Video +++

Erich von Däniken im TV-Interview 1978 über die Manna-Maschine Astronauten in der Bibel und seine Suche nach der Wahrheit (Bild: YouTube-Screenshot / Archiv / Montage: L. A. Fischinger)
Erich von Däniken im TV-Interview 1978 über die Manna-Maschine Astronauten in der Bibel und seine Suche nach der Wahrheit (Bild: YouTube-Screenshot / Archiv / Montage: Fischinger-Online)

Seit Februar 1968 veröffentlicht die Prä-Astronautik-Legende Erich von Däniken bereits Bücher über die Astronautengötter – die Raumfahrer der Antike, die unsere Ahnen für “Götter” hielten. In diesem Video-Fundstück eines Fernsehinterviews vom 25. August 1978 mit von Däniken sprich der emsige Autor des Phantastischen über Astronauten in der Bibel, die Bundeslade und die “Manna-Maschine” und räumt zugleich mit einigen Unwahrheiten über ihn auf, die damals kursierten.


Ein Erich von Däniken-Klassiker

Im Jahr 1978 veröffentlichten die Autoren George Sassoon und Rodney Dale das heute zweifellos als Klassiker der Prä-Astronautik anzusehende Buch “Die Manna-Maschine“. Ein Jahr später kam es mit einem Vorwort von Erich von Däniken auch in Deutschland auf dem Markt.

In diesem Fernsehinterview der Sendung “3 nach 9” von 1978 spricht von Däniken genau über diese Maschine und in welchem Zusammenhang die Bundeslade aus dem Alten Testament damit stehen könnte. Themen, die auch im Jahre 2016 noch diskutiert werden und die EvD in dem Video unten genauer erklärt.

Gleichfalls erzählt Erich von Däniken hier über die Anfänge seiner Leidenschaft als “Götter-Jäger” und räumt mit ein paar damaligen Gerüchten über ihn und seine Arbeit auf.

Wenn Euch solche klassischen Videos zur Grenzwissenschaft gefallen, schaut doch auch mal auf meinem YouTube-Kanal vorbei. Dort findet Ihr meine Filmreihe und Playlist “Grenzwissenschaft Classics Videos” mit Sendungen und Berichten aus den vergangenen Jahrzehnten der Mystery-Welt.

Bleibt neugierig …

Erich von Däniken am 25. August 1978 auf 3sat

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Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

 

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Video-Fundstück: Die Manna-Maschine und die Bundeslade des Exodus. Ancient Aliens in der Bibel?

“Auf den Spuren der All-Mächtigen” – eine deutsche Fernsehserie der 90ger Jahre von und mit Erich von Däniken, die schon lange zum Klassiker der Ancient Aliens-Theorie wurde. In dieser Folge der Serie geht es mit von Däniken und Johannes Fiebag um die legendäre Bundeslade, den Heiligen Gral und die sog. “Manna-Maschine”.

Bei “Youtube” heisst es zum Film “Die heilige Maschine” bzw. zur damaligen “Sat 1”-Prä-Astronautik-Serie:

DIE GROSSEN RÄTSEL DER WELTGESCHICHTE Mit diesen einzigartigen Bild- und Tondokumenten führt Erich von Däniken Sie auf eine fantastische Entdeckungsreise durch Raum und Zeit zu den ältesten Kulturen der Welt. Bei seinen fantasievollen Interpretationen beschäftigt sich Erich von Däniken mit zahlreichen rätselhaften Erscheinungen der Weltgeschichte. Er geht vielfältigen Fragen nach und präsentiert archäologische Phänomene, deren Rätsel die Wissenschaft bis heute noch nicht erklären kann. Er bietet so überraschende wie plausible Antworten auf Fragen, die die Menschheit seit Jahrtausenden beschäftigt und sich in ihren Bauwerken niedergeschlagen haben.”

Das Video:

Links:

 Zum Thema:


“Es muss nicht alles so sein, es kann auch ganz anders sein. Manche Rätsel sind Scheinrätsel, manche werden zu welchen gemacht, manche aber widerstehen ziemlich hartnäckig allzu glatten Erklärungsversuchen.”
(Walter-Jörg Langbein, 1993)

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Standort der Bundeslade in Beth-Schemesch gefunden? Als die Philister die Lade Gottes raubten – und reumütig zurück gaben (Artikel)

Standort der Bundeslade in Beth-Schemesch gefunden? Stand die Lade auf diesem Stein, wie es die Bibel beschreibt? (Bild: Lederman / Montage: Fischinger-Online)
Standort der Bundeslade in Beth-Schemesch gefunden? Stand die Lade auf diesem Stein, wie es die Bibel beschreibt? (Bild: Z. Lederman / Montage: Fischinger-Online)

Die biblische Bundeslade war vor Jahrtausenden das wichtigste Heiligtum des Volkes Israel. Immerhin hatte Gott persönlich ihren Bau für ihn als “Wohnsitz” befohlen. Dennoch erzählt das Alte Testament, dass es den verfeindeten Philistern einst gelungen sei, die mächtige Lade Gottes einst rauben. Nachdem sie jedoch die Bewohner jener Städte der Philister, in denen sie verwahrt wurde, mit “Seuchen” heimsuchte, gaben sie das Heiligtum reumütig zurück. An einem Ort der Israeliten, der Beth-Schemsch genannt wurde. Und genau dort haben Ausgrabungen Funde ans Licht gebracht, die diese Überlieferung stützen könnten. Doch was genau soll damals geschehen sein, was macht diesen Ort so wichtig – und ist hier tatsächlich ein biblischer Bericht archäologisch bestätigt worden? Alles über die spannende Geschichte erfahrt Ihr in diesem Artikel.


Die Bundeslade: Rätsel der Bibel

Im Alten Testament gibt es kein größeres und mächtigeres Heiligtum wie die Bundeslade aus dem 2. Buch Moses.

Es ist jene vergoldete Truhe, die auf Befehl Gottes von den Hebräern beim Exodus aus Ägypten angefertigt worden sein soll. Ein mobiler Tempel ihres Gottes, in dem sich auch heilige Reliquien befunden haben sollen. Etwa die Tafeln mit den Zehn Geboten oder ein Krug mit dem „Himmelsbrot“ Manna.

Diese heilige Lade des Herrn mit ihren gerade mal rund 1,25 x 0,75 x 0,75 Metern Größe und ihre bewegte Geschichte ist schon lange zu einem Mythos geworden. Ihre in der Bibel beschrieben „göttlichen“ und zugleich unheimlichen wie tödlichen Eigenschaften faszinieren Forscher aus aller Welt ebenso. Und vor allem ihr spurloses Verschwinden aus dem Tempel von Jerusalem vor mehr als 2.600 Jahren.

Bis heute zieht die Bundeslade Bibelforscher, Abenteuer, Grenzwissenschaftler, Theologen, Autoren und Historiker in ihren Bann. Die unglaublichen Geschichten über sie, die uns bis heute das Alte Testament überliefert, sind geradezu prädestiniert dafür. Auch auf diesem Blog findet Ihr zahlreiche Artikel und Postings zu diesem Thema. Ebenso entsprechende YouTube-Videos auf dem Kanal von Fischinger-Online, von denen ich Euch einige am Ende angefügt habe.

Grundsätzlich gibt es bei dem so viele Menschen faszinierenden Thema drei Standpunkte:

  1. Die Lade Gottes hat es niemals gegeben. All die zahlreichen Schilderungen rund um das Heiligtum in der Bibel sind nichts als religiöse Propaganda der Israeliten. Niedergeschrieben und erfunden im Exil in Babylon (597 – 539 v. Chr.), als weite Teile des Alten Testamentes entstanden, wie wir es heute kennen.
  2. Als der babylonische König Nebukadnezar II. Jerusalem eroberte und zerstörte, wurde mit dem Jerusalemer Tempel auch die Lade in ihrem Inneren zerstört. Die wäre bei der Plünderung der Stadt und des Tempels 597 vor Christus ganz einfach verbrannt, bevor die Israeliten ins Exil nach Babylon gingen.
  3. Angesichts der drohenden Gefahr durch die Babylonier für Jerusalem und damit die Lade im Tempel haben die Israeliten die Bundeslade rechtzeitig in Sicherheit gebracht und versteckt. Sie liegt bis heute in ihrem Versteck und wartet auf ihre Entdeckung.

Ergänzen könnte man hier noch einen vierten Punkt. Nämlich, dass die Lade des Herrn schon zu König Salomons Zeiten aus Jerusalem fortgebracht wurde und über Ägypten nach Äthiopien kam. Diesen Diebstahl der Lade aus dem Tempel des Salomon findet sich in dem äthiopische Epos „Kebra Nagast“ beschrieben (s. a. Video HIER & den Artikel HIER).

Der Raub der Bundeslade!

Ob aber die Lade schon dem König Salomon aus seinem Tempel in Jerusalem gestohlen und durch eine Kopie ersetzt wurde, kann niemand belegen. Auch wenn die Äthiopier bis heute sagen, dass die Lade bei ihnen in der Stadt Aksum (Axum) verborgen liegen soll.

Dem Volk Israel wurde die Lade im Laufe ihrer wechselhaften Geschichte aber auch laut Bibel einstmals geraubt. Und zwar von dem mit ihnen verfeindeten Philistern, wie es das 1. Buch Samuel ab Kapitel 4 beschreibt. Dort heißt es, dass die Israeliten nach einer verheerenden Niederlage im Kampf mit den Philistern die „Bundeslade des Herrn von Silo zu uns herholen“ wollten. Durch ihre Macht und Kraft erhofften sie sich den Sieg gegen die Armeen der Philister.

Doch auch als sie die Lade aus der Stadt Silo zu sich holten, erlitten die Israeliten erneut eine Niederlage. „Und die Niederlage war sehr groß, da aus Israel dreißigtausend Mann Fußvolk“ flohen, beklagt das 1. Buch Samuel (4,10). Die Bundeslade konnte sie nicht zum Sieg führen. Mehr noch, denn „die Lade Gottes ward genommen“ und befand sich nun im Besitz der Philister. Die Bibel beklagt den Verlust mit den Worten:

Die Herrlichkeit ist fort von Israel, denn die Lade Gottes ist genommen!“ (1. Sam. 4,22)

Die Schmach gegenüber den besiegten Israeliten ging aber noch weiter. Denn die Philister nahmen die Bundeslade, schickten sie in ihre Stadt Asdod und „brachten sie in das Haus Dagons und stellten sie neben Dagon“. Von da an begann das Unheil bei den Philistern, wie es ab Kapitel 5 im 1. Buch Samuel ausführlich beschrieben ist. Ihnen brachte die erbeutetet Lade alles – nur kein Glück. Die Katastrophe gipfelte darin, dass die Philister durch die Macht der Lade von einer Art „Pest“ heimgesucht wurden:

Aber die Hand des Herrn legte sich schwer über die Einwohner von Asdod und verderbte sie und schlug Asdod und ihr ganzes Gebiet mit Beulen. Als aber die Leute von Asdod sahen, dass es also zuging, sprachen sie: Lasst die Lade des Gottes Israels nicht bei uns verbleiben; denn seine Hand ist zu hart über uns und unserm Gott Dagon!“ (1. Sam. 5,6-7)

Um der Katastrophe Einhalt zu gebieten, brachten die Bewohner von Asdod das Raubgut in die Stadt Gat. Sogleich brach auch dort eine Plage herein und die Einwohner der Stadt wurden ebenfalls von Beulen heimgesucht. „Vom Kleinsten bis zum Größten“, so dass sich „eine sehr große Bestürzung“ verbreitetet.

Reumütige Philister

Verständlicherweise wollten auch die Bewohner von Gat die Lade auf den schnellsten Weg wieder loswerden. Daraufhin wurde beschlossen, sie einfach in eine andere Stadt zu senden. Diesmal nach Ekron. Da sich aber die von der Lade verursachten Seuchen längst bis dort herumgesprochen hatten, brach dort schon vor deren Ankunft Panik aus (angeblich wurden mindestens fünf Städte durch die Macht der Lage „geschlagen“). Ekron weigerte sich aus gutem Grund die geraubte Lade der Israeliten bei sich unterzubringen.

Jetzt erst versammelten sich „alle Fürsten der Philister“ um über ihr weiteres Vorgehen mit der Bundeslade zu betraten. Sie sahen letztlich keine andere Möglichkeit:

Sendet die Lade des Gottes Israels wieder zurück an ihren Ort, dass sie mich und mein Volk nicht töte! Denn es war eine tödliche Bestürzung in der ganzen Stadt, und die Hand Gottes lag sehr schwer auf ihr. 12 Und die Leute, welche nicht starben, wurden mit Beulen geschlagen, und das Geschrei der Stadt stieg zum Himmel empor.“ (1. Sam 5,11-12)

Sieben Monate hatte die Bundeslade nach Aussage der Bibel zu dieser Zeit schon im Land der Philister gewütet. Mehr als alles andere bereuten Volk, Herrscher, „Priester und Wahrsager“, dass sie den Israeliten ihr Heiligtum gestohlen hatten! Und so wurde von ihnen nicht nur deren Rückgabe beschlossen, sondern mit ihr schickten sie den Israeliten eine Entschuldigung. Ein wertvolles „Schuldopfer“, wie es im 1. Samuelbuch beschrieben ist.

Also luden die Philister die Bundeslade auf einen Wagen, stellten ihr „Schuldopfer“ dazu, spannten zwei Kühe davor und machten sich auf den Weg zu ihren Feinden. Demütig folgten dem Zug auch „die Fürsten der Philister“ und so erreichte sie die nahe Grenze des israelischen Ortes Beth-Schemesch (auch Beth-Semes):

Die Bethsemiten aber schnitten eben den Weizen im Tale. Als sie nun ihre Augen erhoben, sahen sie die Lade und freuten sich, dieselbe zu sehen.“ (1. Sam 6,13)

Nach ihrer Odyssee im Land der Philister war also die Lade Gottes wieder im Besitz des Volkes Israel.

Ein Heiligtum voller Gefahren

Nach einigen weiteren Stationen fand sie schließlich im Allerheiligsten im Tempel des Salomon ihren Platz. Dem abgeschirmten Kern des Tempels, den nur auserwählte Priester betreten durften. Immerhin war die Lade für jeden Menschen eine Gefahr; nicht nur für die Philister. Das zeigte sich nach ihrer Rückgabe in dem Ort Beth-Schemesch:

Und Er schlug die Bethsemiten, weil sie in die Lade des Herrn geschaut hatten; er schlug nämlich von dem Volk siebzig Mann, und fünfzigtausend Mann. Da trug das Volk Leid, weil der Herr das Volk mit einem so großen Schlag heimgesucht hatte.“ (1. Sam. 6,19)

Die Lade unterschied also nicht zwischen Freund und Freund, zwischen Ungläubigen und Gläubigen. „All dies große Übel“, dass die rätselhafte Bundeslade den Philistern zufügte, war also kein Zufall. Denn trotz des Schreckens in ihren Orten, dachten zumindest einige der Philister noch immer an einen Zufall. Nicht an die Macht der Gotteslade als Auslöser. „So wissen wir dann, dass nicht seine Hand uns geschlagen hat, sondern dass es uns zufällig widerfahren ist“, sagt 1. Sam. 6,9 dazu.

Für Das Volk Israel war die Ankunft der Lade in Beth-Schemesch eine unbeschreibliche Freude. Endlich hatten sie ihr Heiligstes von den Philistern zurück, die sicherlich nicht minder froh waren, das „Ding“ wieder los zu sein. Darum ist die Ortschaft Beth-Schemesch in der Geschichte der Bundeslade eine der wichtigsten Stationen überhaupt. Als Ort der Übergabe an das Volk Israel.

Nach der Bibel gestaltete sich die Rückgabe der Lade sogar recht einfach:

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Der Wagen aber kam auf den Acker Josuas, des Bethsemiten, und stand daselbst still. Und es war ein großer Stein daselbst; und sie spalteten das Holz vom Wagen und brachten die Kühe dem Herrn zum Brandopfer dar. Die Leviten aber hoben die Lade des Herrn herab und das Kästlein, das dabei war, worin sich die goldenen Kleinodien befanden (das „Schuldopfer“ der Philister als Entschuldigung für den Diebstahl, Anm. LAF), und setzten sie auf den großen Stein. An demselben Tag opferten die Leute zu Beth-Semes dem Herrn Brandopfer und Schlachtopfer. Als aber die fünf Fürsten der Philister das gesehen hatten, kehrten sie am gleichen Tag wieder nach Ekron zurück.

(…) Und Zeuge ist der große Stein, worauf sie die Lade des Herrn niederließen; er ist auf dem Acker Josuas, des Bethsemiten, bis auf diesen Tag.“ (1. Sam. 6,14-18)

Beth-Schemesch, Stadt der Leviten

Wie bei so vielen Berichten aus dem Alten Testament, so lässt sich die hier zusammengefasste Überlieferung über die Odyssee der Lade nicht beweisen. Niemand kann mit Bestimmtheit sagen, ob es diese Plagen im Gebiet der Philister durch die Lade gab. Nicht mal, ob der heilige Schrein überhaupt bei den Philistern war. Oder ob der in verschiedenen Büchern des Alten Testament beschriebene Weg der Lade bis zu ihrem Ziel Jerusalemer Tempel der Wahrheit entspricht. Auch wenn verschiedene Orte oder Stationen historisch nachweisbare Stätten sind bzw. waren.

Umso interessanter ist Beth-Schemesch oder Beth-Semes, eine Stadt des Stammes der Leviten. Sie waren auserwählte Diener Gottes, denen vor allem der heilige Dienst rund um die Bundeslade und dem Tabernakel, dem Zeltheiligtum, in dem sich die Lade beim Exodus befand, aufgetragen wurde. Zahlreiche Bibelstellen belegen, dass diese Priesterkaste zu den „Auserwählten“ gehörte (z. B.: Ex. 32,26ff., Num. 3,5-51, Num, 4,3, Num. 8,5-26., 1. Chr. 23,1ff., 2. Chr. 29,34 …). Unter anderem durften sie – und nur sie! – die die Bundeslade tragen.

Insgesamt wurden den Leviten 48 Orte als Heimat zugewiesen, wie es unter anderem das Buch Josua 21,1-42 überliefert. Und einer davon war Beth-Schemesch an der nördlichen Grenze von Juda. Das „zufällig“ bei der Rückgabe der Lade der Wagen genau hier stehen blieb, ist also alles andere als ein Zufall.

Wo genau das geschehen sein soll, ist auch bekannt. Beth-Schemesch liegt rund 20 Kilometer westlich von Jerusalem und ist als Ain Shems bekannt. Ein Ort mit einer bewegten und kriegerischen Geschichte, der später auch von den Philistern erobert wurde. Schon 1838 schrieben E. Robionson und E. Smith in „Palästina und die südlich angrenzen Länder“, Bd. 3, in dem sie ihre Reisen „in Bezug auf die biblische Geographie“ schildern:

In späteren Zeiten war es die Residenz eines der zwölf Amtleute Salomons, und wurde der Schauplatz der Besiegung des Amazia, den Königs von Juda, durch Joas, König von Israel; die Philister eroberten es auch vom König Ahas mit anderen Städten der Ebene.“

Diese Kämpfe und Eroberungen sind beispielsweise im 1. und 2. Buch der Könige und im 1. und 2. Buch der Chronik beschrieben.

Die Bundeslade und der “große Stein” von Beth-Schemesch

Eine historische Stätte, an der so viele wichtige biblische Ereignisse stattgefunden haben sollen, ist natürlich auch für die Archäologie hoch interessant. Vor allem in Israel sind in allen Ecken des Landes Archäologen auf den Spuren nach historischen Zeugnissen für die verschiedensten biblischen Erzählungen. Die Bibelarchäologie ist hier Alltag und die Forscher laufen quasi auf Schritt und Tritt über bibel-geschichtliches Terrain.

Schon die Forschungen von Robinson 1838 und erneut 1852 waren „wegweisend auf diesem Gebiet“, wie es die Forscher Israel Finkelstein und Neil A. Silberman in „Keine Posaunen vor Jericho“ (2002) schreiben:

Robinson stellte fest, dass Duzende alter Hügel und Ruinen mit vordem vergessenen biblischen Stätten identifiziert werden konnten, wenn man die in der Bibel enthaltenen geographischen Informationen nutzte und sorgfältig mit den modernen arabischen Ortsnamen im Land verglich.“

Obwohl es eine Tatsache ist, das viele Angaben des Alten Testament historisch nachgewiesen und belegt werden können, können es viele andere nicht. Sehr viele, je weiter man in der Geschichte  zurückgeht. Grundsätzlich zählt dazu alles, was irgendwie mit der Bundeslade zu tun hat. Beginnend mit ihrer Existenz.

Umso erstaunlicher ist dies in Bezug auf die Stätte Beth-Schemesch als zeitweiliger Aufbewahrungsort der Lade. „Und es war ein großer Stein daselbst“, sagt die Bibel, und auf diesen stellte man die Lade, wie oben zitiert. So, als wolle das Alte Testament den Wahrheitsgehalt der Erzählung unterstreichen, erfahren wird abschließend sogar noch:

„(…) Und Zeuge ist der große Stein, worauf sie die Lade des Herrn niederließen; er ist auf dem Acker Josuas, des Bethsemiten, bis auf diesen Tag.“ (1. Sam. 6,18)

Und exakt diesen Stein der Bundeslade haben Archäologen jetzt gefunden, wie sie spekulieren.

Ein Tempel für die Lade Gottes?

Zumindest bringt der Archäologe Dr. Zevi Lederman von der Universität von Tel Aviv in Israel diese Entdeckung damit in Zusammenhang. Zusammen mit Prof. Shlomo Bunimovitz haben er und ihr Team bei Ausgrabungen in Beth-Schemesch seit 2012 ein Gebäude freigelegt, das sie als Tempel oder Heiligtum interpretieren. Im Inneren genau dieses quadratischen „Tempels“ von 8,5 Metern Kantenlänge steht ein großer Stein. Ein Steintisch, der aus einer Platte besteht, die auf zwei anderen Steinen liegt. Ähnlich einem Dolmen.

Innerhalb des ausgegrabenen Heiligtums mit dem seltsamen Steintisch konnten die Forscher Hinweise finden, dass hier religiöse Rituale angehalten wurden. Zum Beispiel Opferschalen und Tierknochen. Auch sei der Raum exakt nach den Himmelsrichtungen ausgerichtet, was für eine religiöse oder zeremonielle Nutzung spricht. Ungewöhnlich seien auch die isolierte Lage des Bauwerkes und seine besonders starken Mauern, so Prof. Bunimovitz. Er ist sicher:

Es gibt viele Beweise dafür, dass dies wirklich ein Tempel war. Wenn man sich die Struktur und ihren Inhalt ansieht, ist klar, dass dies kein gewöhnlicher Wohnraum ist, sondern etwas Besonderes.“

Ein großer abgeflachter Stein, arrangiert zu einer Art Altar in einem Tempel in einem Ort, wo sich laut Bibel die Bundeslade auf eben einem großen Stein befunden haben soll, fasziniert auch Lederman:

Dies wäre ein seltener Fall, in dem wir die biblische Erzählung mit einem archäologischen Fund zusammenführen können.“

Die Grabungen unter Leitung von Lederman und Bunimovitz haben in den letzten Jahren auch gezeigt, dass dieser Ort mehrfach zerstört wurde. Genau das sagt auch die Bibel, da (unter anderem) die Philister Beth-Schemesch eroberten und zerstörten. Selbst als Stall habe dieser kleine Tempel daraufhin gedient. Angriffe der Philister waren genau hier nicht ungewöhnlich, da sie nur sieben Kilometer in Tel Batash ihre nächste Siedlung hatten. Beth-Schemesch war Grenzgebiet, wie es auch das Alte Testament besagt.

Es gibt natürlich kritische Stimmen und viele offene Fragen zu diesem Fund, wie es auch Bunimovitz und Lederman selber betonen. Archäologisch wäre es kaum zu belegen, so Lederman. Und Bunimovitz ergänzt in „The Jerusalem Post“:

Es ist nicht einfach, alle Wendungen der Geschichte, die in der Bibel Einzug hielten, auszupacken und herauszufinden, woran sich die Menschen erinnerten, was historisch war und was später hinzugefügt wurde.“

Ein Widerspruch zwischen dem Steintisch in dem Tempel und der Bibel ist allein schon der Umstand, dass im 1. Buch Samuel gesagt wird, dass der große Stein außerhalb des Ortes auf einem Feld lag. Allerdings sollte es nicht verwundern, wenn später der Stein vom Feld geholt und in einen eigens dafür errichteten Tempel gestellt wurde.

Archäologische Beweise?

Archäologen wie Prof. Israel Finkelstein wenden auch ein, dass Beth-Schemesch im 12. Jahrhundert vor Christus zerstört wurde. Die Überlieferung der Bundeslade wurde aber erst rund 400 Jahre später aufgeschrieben. Für Finkelstein ist es deshalb kaum vorstellbar, dass „eine Erinnerung aus dem 12. Jahrhundert bis zum 8. Jahrhundert vor Christus ohne kontinuierliche Schreibtradition bewahrt “ werden konnte.

Auch Lederman und Bunimovitz geben das zu bedenken. Vielleicht wurde der einst real vorhandene Steintisch einfach nachträglich in die Geschichte eingebunden, so Bunimovitz:
Aber in jede ideologische Erzählung müssen einige reale Elemente eingefügt werden, wenn man möchte, dass sie geglaubt und akzeptiert wird.“

Avraham Faust, Archäologie-Professor an der Bar-Ilan-Universität in Israel, glaubt sogar eher an einen Zufall:

Ich glaube, niemand würde dies wörtlich nehmen und daraus schließen, dass dies der Stein aus der biblischen Geschichte ist. Natürlich wurde die Geschichte viel später geschrieben, aber dieser Fund könnte die Theorie stützen, dass es einige sehr frühe Traditionen gibt, die ihren Weg in die Bibel gefunden haben.

Es ist ein automatischer und manchmal begründeter Verdacht, aber ich glaube nicht, dass dies hier der Fall ist. Dies ist ein wahrnehmbarer Stein, der zur richtigen Zeit an einer auffälligen Stelle innerhalb eines Tempels platziert wird. Es gibt also viele Punkte, die diesen Fund mit einer alten Tradition verbinden können, die möglicherweise Eingang in die biblische Geschichte gefunden hat.“

Ob seine Vermutung stimmt, weiß natürlich auch Faust nicht. Er ist jedoch überzeugt, dass es „sorgfältig geprüft werden sollte“. Nur eine derartige sorgsame Prüfung sollte sehr schwierig werden. Es wird sich in dem kleinen Tempel von Beth-Schemesch kaum eine Inschrift mit Datum und Siegel finden, die besagt, dass hier die Bundeslade stand.

Zumindest wäre auf dem Steintisch Platz für die Lade gewesen. Sie war laut Buch Exodus 2,5 x 1,5 x 1,5 Ellen groß und damit hatte sie eine rechteckige Grundfläche von maximal 1,30 x 0,80 Metern. Bilder von den Ausgrabungen zeigen, dass dies durchaus zu passen scheint.

Widersprüche und Rätsel

Seltsam ist jedoch die Größe des über 3.000 Jahre alten Gebäudes selbst. Der Raum mit dem Steintisch ist exakt quadratisch und hat 8,5 Meter Seitenlänge. Für eine Kasten wie die Bundeslade sicher groß genug, aber: Nach der biblischen Geschichte wurde die Bundeslade während des Exodus aus Ägypten in einem Zeltheiligtum verwahrt. Einem Tabernakel oder eine „Stiftshütte“ mit einem Allerheiligsten im Innersten. Darin wurde die Lade verwahrt (s. a. Video HIER).

Es war ein „Offenbarungszelt“, dessen genaue Bauanweisungen zusammen mit dem Befehl zum Bau der Bundeslade durch Gott persönlich erteilt wurden. Inklusive allem Zubehör und Inventar, wie man es sehr detailliert im 2. Buch Moses ab Kapitel 25 nachlesen kann.

Der heilige Bereich im Inneren war nach den Beschreibungen 10 Ellen breit und 30 Ellen lang. Darin wiederum stand das quadratische „Heiligtum der Heiligtümer“ mit einer Kantenlänge von 10 Ellen und der Lade Gottes. Das sind, bei einer angenommenen Elle von 50 Zentimetern, 5 Meter Seitenlänge.

Warum ist dann der Tempel in Beth-Schemesch 8,50 Meter groß, wenn er doch wesentlich später errichtet worden sein soll (zumindest nach der biblischen Chronologie)? Immerhin stammen die umfangreichen und genauen Anweisungen für das Zeltheiligtum etc. direkt von Gott, der sie Moses auf dem Sinai gegeben hat. „Heiliger“ können ein Auftrag und Maße kaum sein …

Auch das spätere Heiligtum für die Bundeslade, der Tempel des Salomon in Jerusalem, wo die Lade letztlich nach ihren Aufenthalt in Beth-Schemesch ankam, widerspricht dem. Nach den Beschreibungen im 1. Buch der Könige ab Kapitel 6 war auch hier das Allerheiligste 10 x 10 x 10 Ellen groß. Ebenso, wie es Gott Moses und seinem Volk beim Auszug aus Ägypten aufgetragen haben soll.

Obwohl heute angenommen wird, dass das Zeltheiligtum des Exodus nur vom Tempel in Jerusalem in die Zeit Moses „zurückdatiert“ wurde, entspricht Beth-Schemesch nicht dieser Tradition. Man sollte doch annehmen, dass man sich an die Anweisungen Gottes hält. Auch wenn der Steintisch im Tempel dort einer späteren Tradition entsprungen ist. Beziehungsweise dieser später mit der Lade des Herrn in Zusammenhang gesetzt wurde.

Video-Auswahl zum Thema auf Fischinger-Online bei YouTube

Viedeo vom 7. Nov. 2019 auf Fischinger-Online

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Video vom 16. März 2017 auf Fischinger-Online

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Lars A. Fischinger

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Oak Island, Kanadas legendäre Schatzinsel: Ein Insel-Besitzer hat seine Fundstücke online gestellt – die Hintergründe

Die legendäre Schatzinsel Oak Island vor der Ostküste Kanadas: Ein Besitzer hat jetzt alle seine Fundstücke von der Schatzinsel ins Netz gestellt (Bilder: Google Earth / aus L. A. Fischinger "Historia Mystica" / Montage: Fischinger-Online)
Die legendäre Schatzinsel Oak Island vor der Ostküste Kanadas: Ein Besitzer hat jetzt alle seine Fundstücke von der Schatzinsel ins Netz gestellt (Bilder: Google Earth & L. A. Fischinger “Historia Mystica” 2009 / Montage: Fischinger-Online)

Denkt man an Schatzinseln, denkt man gleichzeitig an irgendwelche Piraten, die auf warmen Inseln irgendwo in der Karibik oder im Pazifik Truhen voller Gold und Edelsteine unter Palmen vergraben haben. Ganz anders als diese einsamen und “klassischen Schatzinseln” aus Film und Literatur ist es bei dem winzigen Eiland Oak Island. Diese Schatzinsel liegt im kalten Nord-Atlantik an der Ostküste Kanadas und ist alles andere als einsam und weit abgelegen. Und trotzdem suchen auf Oak Island seit Jahrhunderten Schatzsucher, Neugierige und ganze Bergungsgesellschaften nach einem mutmaßlichen Schatz. Zumindest nach einem dort verborgenen Geheimnis, von dem nicht mal klar ist, was und von wem dieses eigentlich stammt. Ein Landbesitzer der kleinen und geheimnisvollen Insel hat jetzt alle Fundstücke von seinem Grundstück dokumentiert und ins Netz gestellt. Für alle an dem Mythos von Oak Island Interessierte ein Glücksfall. Was es damit genau auf sich hat, die Hintergründe und Details erfahrt Ihr in diesem Beitrag.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Oak Island

Klein, kalt, öde und vollkommen unspektakulär. Nur eine Insel von insgesamt rund 350 weiteren Inseln in der Mahone Bay, die sich an der Ostküste von Nova Scotia, Kanada, befindet. Sie ist gerade einmal 1,3 Kilometer lang und rund 600 Meter breit udn liegt nur knapp 200 Meter vom Festland entfernt.

Mit diesen Worten könnte man die Insel Oak Island auf den ersten Blick treffend beschreiben. Wenn sie nicht schon vor Jahrhunderten zu einem Mythos geworden wäre, da seit 1795 dort nach einem Schatz oder einem vergrabenen Geheimnis gesucht wird. Eine Suche, an der seit dem tausende Menschen beteiligt waren, die unzählige Millionen Dollar kostete, mehre Todesopfer forderte, Bergungsfirmen in den Ruin stürzte und letztlich doch (fast) nichts brachte!

Auslöser des Mythos waren drei Freunde.

1795

Daniel McGinnis, John Smith und Anthony Vaughan erkundeten 1795 die Insel und stieße dabei auf eine Art von Senke im Boden. Irgendwie erschien sie den drei Männern künstlich angelegt, so als sei hier etwas vergraben worden. Ein Schatz! – so ihre erste Vermutung. Also begannen sie zu graben und stießen Meter für Meter weiter in das Innere von Oak Island vor. Sie waren sicher, dass sie einen von Menschenhand angelegten Schacht entdeckt haben, auf dessen Grund sich etwas Wertvolles verbergen müsse.

Gefunden haben die drei ersten Oak Island-Jäger keinen Schatz. Sie fanden keine unermesslichen Reichtümer oder irgendwas, das vor unbekannten Zeiten von unbekannten Menschen dort verborgen wurde. Sie gaben schließlich auf. Obwohl sie fest glaubten, dass sie hier ein Versteck gefunden haben.

Seit diesem Ereignis pilgerten unzählige Menschen auf die kleine Insel Oak Island. Es wurden Gesellschaften gegründet, Teams von Bergbauexperten zusammengestellte, Millionen Gelder besorgt, schwere Bohr- und Grabungsgeräte auf die Insel gebracht und Oak Island im Laufe der Jahre wortwörtlich durchlöchert. Am Ende sah die geschundene Insel aus wie ein Schweizer Käse und war in weiten Teilen vollkommen umgepflügt.

Schätze und Geheimnisse der Insel

Die Geschichte der Arbeiten und Suchen auf Oak Island ist seit 1795 zu einer unendliche Geschichte geworden. Ausnahmslos niemand der dort tätigen Schatzsucher und Gesellschaften hat je einen Schatz gefunden. Nicht die Spur eines wertvollen Versteckes brachte man nach über 220 Jahren ans Tageslicht. Was aber die emsigen Oak Island-Forscher immer wieder in den Jahrhunderten fanden waren Hinweise oder Indizien für ein dort verborgenes Geheimnis. Vielleicht eben sogar ein Schatz von enormen finanziellen Wert.

Immer wieder kamen Objekte oder angebliche Hinweise auf ein Versteck in der Landschaft oder Geologie der Insel hervor. Mal Objekte, die ganz real ausgegraben oder durch Bohrungen gefunden wurden, mal auch solche Spuren, die mittels Bodenradar und ähnlichen modernden Technologien aufgespürt wurden.

Dutzende Thesen, was hier in Wahrheit einst von wem auf Oak Island versteckt worden sein könnte, wurden in de letzten 200 Jahren vertreten. Quasi jeder Fund verleitet zu einer neuen Spekulation um das Mysterien der Insel. Fast jeder vermutet die angeblich existierenden geheimen Kammern udn Tunnel unter der Erde woanders. Andere glauben sogar alles sei nur Tarnung udn Ablenkung der Erbauer des Versteckes, da der wahre Schatz (oder was auch immer dort verborgen liegen mag) auf einer anderen Insel in diesem Gebiet liegt …

Thesen, Thesen, Thesen

Der Mythos von Oak Island fasziniert heute viele Menschen (mich eingeschlossen, z. B.  HIER & HIER). Irgendwer muss irgendwann hier irgendwas auf/in dieser winzigen Insel verborgen haben. Reichtümer finanzieller Art oder vielleicht sogar ein so brisantes Geheimnis, dass es dort für allezeit vor der Welt versteckt bleiben sein sollte.

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Ich selber habe in einige Veröffentlichungen, Büchern und Vorträgen immer mal wieder das Thema Oak Island aufgriffen und diskutiert. Unlängst ist es zu einer ganzen “Themen-Krake” herangewachsen, wenn man sich all die Spekulationen zu dieser Insel heute anschaut. Vermutungen, wer hier einst ein Versteckte anlegte oder was sich dort befinden könnte, sind zahllos:

  • Piraten der Karibik (vor allem Captain Kidd & Francis Drake)
  • Die Inka aus Peru
  • Außerirdische
  • Die Azteken aus Mexiko
  • Die Wikinger
  • Die Original-Manuskripte von Francis Bacon (Texte, die William Shakespeare zugeschrieben werden)
  • Die Tempelritter aus Europa
  • Britische Soldaten
  • Die Bundeslade aus dem Alten Testament
  • Der Heilige Gral
  • Der Schatz der Tempelritter / Templer
  • Ein Alien-Raumschiff
  • Lokale Indianerstämme (Micmac-Indianer)
  • Die Maya aus Mexiko
  • Die Phönizier aus dem Mittelmeerraum
  • Bewohner des versunkenen Atlantis
  • Irgendwelche Geheimbünde wie die Freimauer,  Illuminaten etc.
  • Die Manna-Maschine (ein Gerät, dass angeblich von Astronautengöttern den Hebräern beim biblisches Exodus übergeben wurde, und für diese bei ihrer Wanderung die Nahrung “Manna” produzierte . s. d. Video mit Erich von Däniken HIER)

Es wäre müßig die gesamte Geschichte von Oak Island an dieser Stelle darzulegen und zu diskutieren. Dafür ist sie zu umfangreich geworden. Wie auch die Spekulationen, was hier eigentlich versteckt ist. Und wann, von wem, warum und ob es überhaupt ein derartiges Geheimnis gibt. Denn in der Auflistung der Beispiele oben fehlt der Punkt, dass alles um Oak Island nur ein Märchen ist. Demnach seien alle “ungewöhnlichen Funde” entweder natürlichen Ursprungs, durch Stürme angeschwemmt und dann verschüttet worden, nur Zufall oder wurden irgendwann einmal von irgendeinem Besucher dort verloren.

Rick und Marty Lagina und Oak Island

Auf keinen Fall unerwähnt bleiben dürfen aber die beiden Brüder Rick und Marty Lagia und ihr Team. Die beiden unermüdlichen Oak Island-Forscher sind seit Kindertagen von der Insel fasziniert und erwarben bereits im Jahr 2006 große Anteile von Oak Island. Seit dem suchen die wohlhabenden Geschäftsleute mit allen heute nur erdenklichen Mitteln und Techniken nach dem Geheimnis von Oak Island.

Ihre Begeisterung nahm ihren Anfang, als sie 1965 in “Reader’s Digest” erstmals von der Insel und dem dortigen Versteck “Mony-Pit” (“Geld-Loch”) lasen.

Bei ihren Forschungen werden die beiden nicht nur von Forscherkollegen und Expertenteams unterschiedlicher Richtungen begleitet, sondern auch von dem US-TV-Sender “History Channel”. Anfang Januar 2014 startete dieser die Doku-Reihe “The Curse of Oak Island” rund um die Laginas und ihren Arbeiten auf dem Eiland. Aktuell läuft die TV-Reihe in der 6. Staffel mit etwa 30 Folgen. In diesem Internet-Forum HIER wird das Thema und die TV-Reihe übrigens sehr aufmerksam verfolgt und umfangreich diskutiert (dort vor allem die Beiträge des Users “s..zwerg05” beachten).

The Curse of Oak Island”

The Curse of Oak Island” mit Rick und Marty Lagia & Co. ist eine typische Doku-Reihe der USA. Spektakulär aufgemacht, gespickt mit vermeintlich sensationelle Entdeckungen und auf Sensation gedrillt. Das kennt man nur zu gut von entsprechenden UFO-Dokumentationen aus Amerika. Doch streicht man diese unvermeidlichen US-Doku-Beigaben (schließlich will der Sender die Serie auch verkaufen) heraus, bleibt eine überaus spannende TV-Reihe zum Thema. Bedenken sollte man auch, dass die Brüder beträchtliche Summen ihres Privatvermögens für ihre Leidenschaft investierten.

Kritiker der Sendung übersehen das sehr gerne.

Sie übersehe auch, dass der “History Channel” erst Jahre nachdem die Lagias auf Oak Island Land und Grabungslizenzen erworben dazu kam. Die enormen Kosten der Arbeiten für Mensch, Material und Maschine sind in “The Curse of Oak Island” unübersehbar. Wenn (davon ist auszugehen) die Familienväter finanziell vom “History Channel” unterstützt werden, ist dagegen nichts einzuwenden. Immerhin besser, als wenn es eines Tages heißt “entschuldigt, liebe Familie, wird sind pleite. Alles Geld wurde für unseren Kindheitstraum in Oak Island versenkt” …

Und je mehr Finanzmittel, je mehr kann gesucht und geforscht werden und je mehr Ergebnisse können der rätselhaften Insel entlockt werden. Auch wenn diese Resultate eben vor allem für Mystery-Jäger und an den Rätseln der Welt Interessierte spannend sind.

Artefakte von Oak Island im Internet

Einer der seine ganz eigenen Ergebnisse bzw. Fund  jetzt ins Netz stellte ist Robert Young. Young ist ein Grundstücksbesitzer auf Oak Island, der 1996 eine Parzelle der Insel kaufte. Damals herrschte eine Art von kalten Krieg auf der Insel,  da die Haupteigentümer Fred Nolan und Dan Blankenship einen erbitterten Streit um die Insel führten. Begonnen hatte dieser bereits 1983, als Nolan Land auf der Insel kaufte. Unbemerkt von der damals auf der Insel aktiven “Triton-Allianz” von Dan Blankenship, der bereits seit Ende der 60ger Jahre auf der Insel wohnte.

Von diesem Fred Nolan erwarb Young das Grundstück “Lot 5”. Bis heute darf er nicht den 1965 erbauten Fahrdamm zum Festland benutzen und muss das Boot nehmen. Trotz dieser Streitigkeiten hat aber auch Young auf seinem Grundstück im Laufe der Jahre diverse Funde gemacht. Da sein Land für die Brüder Lagina und dem “History Channel” natürlich tabu sind, präsentiert Young seine Entdeckungen auf einem anderen Weg. Auf seiner Webseite OakIslandlotfive.com, die er nach seinem Grundstück benannt hat.

Durch die Streitigkeiten auf der Insel bleibt Young auch nicht viel anderes übrigen, wenn er seine gefundenen Objekte präsentieren will. Denn in der aktuellen TV-Reihe “The Curse of Oak Island” ist von Young niemals die Rede. So, als existiere er gar nicht …

Das ändert natürlich nichts daran, dass er seit 1996 auf seinem Grund und Boden auch diverse Funde machte. Wie die kanadische Tageszeitung “The Chronicle Herald” am 10. Januar 2018 über Robert Youngs Funde berichtete, haben diese ihn selber überrascht:

Ich war überrascht, wie viel ich wahrheitsgemäß gefunden habe. Ich dachte, ich würde verbogene Taschenmesser oder was auch immer finden, aber es war einfach wunderbar. Von Tag zu Tag wusste ich nie, was ich finden würde.

Lot 5

Ergebnis sind rund 100 Fotos verschiedenster Fundobjekte von seinem Grundstück “Lot 5”, die Ihr HIER online sehen könnt. Alle diese Objekte – von Münzen bis verbogenem Metall – sind von ihm, so betont er, ganz legal ausgegraben worden. Seit 1998 besaß er eine “Treasure Trove License” für seien Parzelle 5 der Behörden im nahen Halifax. Das ist eine Art offizielle Schatzsucherlizenz, die Young auch auf seiner Internetseite als Pdf vollständig online gestellt hat.

Für Fans des Mythos um Oak Island sind diese zahlreichen Artefakte von der Insel mehr als spannend. Immerhin ist seit Jahren die einzige wirkliche Quelle für Funde aller Art und Unart die US-TV-Serie des “History Channel”. So zitiert “The Chronicle Herald” ihn auch mit den Worten:

Ich bin eine Ein-Mann-Operation. Und als ich diese Arbeit machte, hatte ich nicht einmal einen Computer, um auf das Internet zuzugreifen, also musste ich in die Innenstadt zur Bibliothek gehen und alles über Cricket-Abzeichen oder was auch immer herausfinden. (…)

Ich betrachte diese Website immer als eine Art Geschenk für die Menschen in Nova Scotia. Ein Dankeschön, dass sie mich hier leben lassen und ich in den Laden gehen kann, ohne meine Tür und dergleichen verschließen zu müssen Im Grunde sag ich, ich war hier, das ist, was ich getan habe, und jetzt müssen sie herausfinden, was das alles bedeutet.

Eine kleines Stück Schatzinsel

Gefunden hat Young alle Objekte nach seinen Angaben ausschließlich auf seinem kleinen Stückchen Oak Island im Nord-Westen der Insel. Weit weg von all den Arbeiten, Grabungen, Tätigkeiten, Bohrungen usw. der Brüder Lagina und ihren Teams, die sich hauptsächlich 700 oder mehr Meter von seinem Grund und Boden abspielen. Denn dort befindet sich das “Haupt-Suchgebiet”, da in dieser Ecke der angeblich ursprüngliche Versteck lag, das 1795 entdeckt wurde. Auch wenn natürlich auf der gesamten Insel gesucht, geforscht und gegraben wird.

Auf diesem Screenshot der Insel von Google Earth habe ich das einmal grauer eingezeichnet (zur Großsicht anklicken):

Oak Island - Aktuelle Übersicht mit dem Grundstück Lot 5 von R. S. Young (Bilder: Google Earth Sceenshot & oakislandlotfive.com / Bearbeitung: Fischinger-Online)
Oak Island – Aktuelle Übersicht mit dem Grundstück Lot 5 von R. S. Young [Großansicht] (Bilder: Google Earth Sceenshot & oakislandlotfive.com / Bearbeitung: Fischinger-Online)
Insgesamt ist Oak Island in 32 Lot unterteilt. Ganz unten rechts auf dem Google Earth-Bild findet sich Lot 32; ganz oben links Lot 1.

Die Lot 5-Funde

In “The Curse of Oak Island” des “History Channel” sind die Objekte von Young nicht zu sehen. Die genannten Unstimmigkeiten sind der Grund. Für Oak Island-Interessierte sind sie gerade deshalb interessant, da jede Neuigkeit wissbegierig aufgenommen wird. So hat auch die Lokalzeitung “The Chronicle Herald” vor wenigen Tagen die veröffentlichten Fotos der Lot 5-Funde Professor Jonathan Fowler von der Universität Saint Mary in Halifax gezeigt, und ihn um eine Stellungnahme gebeten:

“Ich würde sagen, auf den ersten Blick ist das Material, das wir hier betrachten, eine typische Kolonialzeit-Artefaktsammlung. Es gibt eine Reihe funktionaler Kategorien, von Küchengeräten, Bekleidungselementen und persönlichen Elementen. Es gibt dort einen Schlüssel, ich sehe ein oder zwei Fingerhüte, einen Kochtopf und einige Werkzeuge. Dies ist ziemlich normal. Nun, es gibt einige Dinge, die ein bisschen seltsam sind, zum Beispiel dieses Cricket-Abzeichen und solche Dinge Aber selbst das ist nicht untypisch (…) Es gibt Leute, die zurückkommen und dort Sachen fallen lassen.”

Professor Fowler ist weiter sicher, dass es “eine echte archäologische Geschichte zu Oak Island gibt, die sich von der abenteuerlicheren Erzählung der populären spekulativen Geschichte unterscheidet.” Aus diesem Grunde findet er die Online-Bildergalerie der Objekt “nützlich”.

Etwas wirklich Spektakuläres sucht der Betrachter unter diesen Artefakten vergeblich. Auch der Archäologie Dr. Jonathan Fowler sieht das so. Fowler selber ist von der Athropolischen Abteilung der Universität Saint Mary und unter anderem auf die Archäologie des Kolonialismus Nordamerikas spezialisiert. Damit sind Robert Young seine Fundstücke für einen Forscher wie ihn fraglos interessant aber alltägliche Artefakte. Zynische Oak Island-Skeptiker würden sie vielleicht sogar schlicht als Müll aus zwei Jahrhunderten bezeichnen …

Ein enttäuschter Oak Island-Besitzer?

Robert Young äußerte sich in dem Zeitungsartikel auch zu den aktuellen Vorgängen auf Oak Island rund um die Brüder Lagina. Er gehört nicht zu dessen Team und habe auch keine Einigung über die Nutzung des Fahrdamms zum Festland erzielen können, schreibt “The Chronicle Herald”. Mehr noch, Young glaubt, so heißt es weiter, “dass die beliebte Fernsehserie ‘Curse of Oak Island’ andere wie ihn und seine Funde zur Seite gestoßen haben könnte”.

Klingt hier Unmut angesichts des Erfolges der TV-Serie und der enormen zur Verfügung stehenden Mittel heraus? Meiner Meinung durchaus denkbar. Ebenso sagt Young selber, dass der seine Schatzsucherlizenz “Treasure Trove License” bereits im Jahr 2008 auslaufen lies. Er habe sie nicht verlängert, da die “damit verbundenen Bestimmungen dazu führen könnten, dass sein Eigentum als Special Place ausgewiesen” werden könnte. Aus diesem Grunde habe er sich zurückgezogen, da es ihm “das Risiko nicht wert” war.

Ferien auf Oak Island

Seine Parzelle nutze er nur noch als “Ferienobjekt” und Young sei “grundsätzlich zufrieden mit dieser Entscheidung“, die Lizenz nicht verlängert zu haben. Letztlich haben Rick und Marty Lagia mit ihren Arbeiten und der TV-Serie das ganze Thema Oak Island zerstört und missbraucht, meint Young:

Ich bin überhaupt nicht damit einverstanden, was in den letzten Jahren dort vor sich gegangen ist. Ich denke, sie haben die Insel irgendwie missbraucht. Mein ganzes Thema ist es, es so original wie möglich zu halten.

Sehr gut möglich, dass Young es heute bereut, dass er zwei Jahre nach dem Landkauf der Lagina-Brüder hat seine eigene Lizenz auslaufen lassen. Jetzt gehört ihm nur ein kleines Waldgrundstück, mit dem er eigentlich nichts anfangen und das er nur mit einem Boot erreichen kann. Während andere mit LKWs, Kranwagen, Baggern, Bohrmaschinen und Kettenfahrzeugen über den Damm anreisen und auf Oak Island herumfahren und lärmen.

Vielleicht ein Teil des “Fluch von Oak Island, von denen einige Menschen sprechen. Aber vielleicht ist die Veröffentlichung seiner Artefakte von Lot 5 ja ein Anfang für ein Entgegenkommen …

Was denkst DU über das Thema? Diskutiere gerne bei Facebook mit.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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10 (erstaunliche) Dinge, die man wissen muss – über: Erich von Däniken +++ Blog-Serie, Teil #2 +++

Blog-Serie: "10 (erstaunliche) Dinge die man wissen muss - über Erich von Däniken" (Bild: Archiv E. v. Däniken / Montage: Fischinger-Online)
Blog-Serie, Teil #2: “10 (erstaunliche) Dinge die man wissen muss – über Erich von Däniken” (Bild: Archiv E. v. Däniken / Montage: Fischinger-Online)

“10 (erstaunliche) Dinge, die man über wissen muss” – zweiter Teil der meiner Blog-Serie auf Grenzwissenschaft und Mystery Files für Euch. Teil #2 der erstaunlichen “10 Dinge, die man wissen muss” widmet sich diesmal der Person Erich von Däniken. Als bekanntester Autor und Pionier der Thesen um Ancient Aliens bzw. Prä-Astronautik jeden grenzwissenschaftlich interessierten Menschen seit 50 Jahren ein Begriff.

Hier also “10 (erstaunliche) Dinge, die man über Erich von Däniken wissen muss”!


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

10 (erstaunliche) Dinge, die man über Erich von Däniken wissen muss

Wissen zum Angeben, Mitreden, Auffrischen und Nachdenken!

1.:

Erich von Däniken (EvD) hat heute weit über 60 Millionen Bücher in über 30 Sprachen auf der ganzen Welt verkauft. Dabei begann seine Karriere als Schriftsteller alles andere als vielversprechend: Die Erstausgabe seines 1. Buches „Erinnerungen an die Zukunft“ erschien im Februar/März 1968 mit überaus bescheidenen 6.000 Exemplaren in einem recht kleinen Verlag.

Rund zwei Dutzend Verlage lehnten seine Ideen vorher ab, so dass EvD 1967 persönlich in seinem alten „VW“ und dem Manuskript in der Tasche von Davos in den Schweizer Bergen nach Düsseldorf zu seinem späteren Verlag fuhr.

2.:

EvD plante einst nicht Schriftsteller zu werden. Er war während der Entstehung seines 1. Buches Direktor des Hotels „Rosenhügel“ in der Schweiz. Als Hotelier schrieb er einige Zeitungsartikel zu den Themen seiner späteren Bücher und sprach im Zuge des damaligen Wettlauf ins All zwischen den USA und der UdSSR mit Hotelgästen immer wieder über Außerirdische, Raumfahrt und das Universum. In jenen Jahren überall präsente Themen.

Einer dieser Hotelgäste schlug dann vor, dass er ein Buch über seine Aliens der Antike schreiben solle.

3.:

Das Buch „Erinnerungen an die Zukunft“ bzw. die englische Ausgabe „Chariots of the Gods?“, mit dem EvD bis heute immer genannt wird, ist heute nicht das, was von Däniken damals schrieb.

Sein 1966 fertiggestelltes Manuskript hatte in der Ur-Version dicke 434 Textseiten plus 40 Seiten mit Bildern. Geschrieben hat es der spätere Bestsellerautor in einem ungeheizten Lagerschuppen hinter seinem gepachteten Hotel, um als Leiter des „Rosenhügel“ und junger Vater und Ehemann (seit 1960) ungestört zu sein. Auf Wunsch seines Verlages wurde „Erinnerungen an die Zukunft“ soweit gekürzt, “vom Schwyzerdütsch bereinigt” und bearbeitet, wie es seine Fans heute kennen.

Damals war von Däniken 33 Jahre alt.

4.:

In seinem Erstlingswerk dankt von Däniken in seinem Vorwort einigen Personen für „die aufmunternde Mithilfe“ an dem Buch. Namen, die niemand (mehr) kennt. Ein gewisser „Herr Dr. Stehlin“ fällt hier auf, da nur bei ihm kein Vorname genannt wurde.

Dr. Stehlin war der Besitzer des von EvD geleiteten Hotels und eigentlich Bankier in Basel. Als wohlgesonnener Besitzer des Hotels drückte dieser auch mal ein Auge zu, was von Däniken ihm damit danken wollte. Direkt nach seiner Frau Elisabeth dankt er auch einen gewissen Hans Neuner. Das war ein Hotelangestellter und guter Freund von von Däniken, der ihn auf allen damaligen Reisen begleitete. Bis auf über 4.000 Meter hohe Berge in Peru.

ARTIKEL: Erich von Däniken, die Prä-Astronautik und die Geschichte eines Mystery-Phänomens: Wie die Ancient Aliens wurden, was sie sind (Bild: Archiv E. v. Däniken / L. A. Fischinger)
ARTIKEL: Erich von Däniken und die Prä-Astronautik – die Geschichte einer astronauten-göttlichen Idee (Bilder: Archiv E. v. Däniken / Fischinger-Online)

5.:

Als bekanntester Vertreter der Thesen der Prä-Astronautik, also, dass die Götter aus dem All kamen, wurde Erich von Däniken bekanntlich bereits mit seinem ersten Buch 1968 weltberühmt. Dies zog sogleich Spötter, Kritiker und Neider auf dem Plan, die ihm die absurdesten Dinge vorwarfen. So etwa, dass er sich das „von” in seinem Namen selber gab. Oder auch, dass er Schuhe mit doppelt so hohen Absätzen und Sohlen trage, um größer zu erscheinen. Heute würde man solche Menschen “Hater” oder “Trolle” nennen.

In Wahrheit heißt er genau genommen Dr. h.c. Erich Anton Paul von Däniken und der Stammbaum seiner Familie “von Däniken” lässt sich väterlicherseits bis ins Jahr 1570 zurückverfolgen.

Bei einem Vortrag bot EvD auch an, dass ein Zuhörer selber auf die Bühne kommen kann, um seine Schuhe zu überprüfen. Dieser hatte ihn zuvor auf diese “Schuh-Kritik” angesprochen.

6.:

Auf einer Pressekonferenz in Griechenland bezichtigte ein anwesender Journalist Erich von Däniken, dass er Mitglied des „Mossad“. Das ist der Geheimdienst von Israel. Von Däniken musste bzw. sollte auf der Pressekonferenz allen Anwesenden offiziell bestätigten, dass er kein Mitglied des israelischen Geheimdienstes ist. Was er auch umfangreich tat.
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7.:

Nachdem „Erinnerungen an die Zukunft“ erschien, veröffentlichte das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ angesichts des Bucherfolges bereits zwei Monate später ein Artikel darüber. Der „Spiegel“-Artikel vom 13. Mai 1968 überzog das gesamte Buch und die Thesen von EvD an sich auf zwei Seiten mit Hohn und Spott, der bis heute seinesgleichen sucht.

Die Einleitung liest sich so:

In grauer Vorzeit entdeckten fremde Raumfahrer die Erde und brachten den Affen Anstand und Sitte bei. Durch künstliche Befruchtung weiblicher Erdbewohner mit Astronauten-Sperma und radikale Ausrottung der misslungenen Exemplare mittels einer Sintflut gelang ihnen die Züchtung des Homo sapiens. Die veredelten Affen verehrten die Astronauten fortan als Götter.“

Ergebnis: Einstig des Buches in die „Spiegel“-Bestsellerliste am 22. Juli auf Platz 9 und in der Ausgabe vom 9. Dezember 1968 auf Platz 1. Passend zum Weihnachtsfest.

8.:

Das 2. Buch von Erich von Däniken, „Zurück zu den Sternen“, stieg 1969 auf Platz 4 der Bestsellerliste des “Spiegel” ein. Auch dank weiterer Berichte in „Der Spiegel“, obwohl ausnahmslos alle negativen Inhaltes über EvD und seine Thesen waren!

Geschrieben hat von Däniken dieses Buch ganz ohne vorliegende Sekundärliteratur, da er während der Arbeit daran im Zuchthaus in U-Haft saß. Später verurteilt wegen angeblicher Untreue und in einem schon damals überaus fragwürdigen Prozess verurteilt. Dieses juristische Verfahren hatte – entgegen allen heutigen Behauptungen! – nichts seiner Arbeit bzw. den Themen seiner Bücher zu tun.

Die Verurteilung wurde vom Gericht in Graubünden rund fünf Jahre nach dem Verfahren aus dem Strafregister von Dänikens entfernt. Auch die Prozessordnung des Kanton Graubründen wurde im Nachhinein geändert, was heute vor Ort „Lex Däniken“ genannt wird.

+++YouTube-Video+++ Erich von Däniken im TV-Interview 1978 über die Manna-Maschine, die Bundeslade, Astronauten in der Bibel und seine Suche nach der Wahrheit
VIDEO: Erich von Däniken im TV-Interview 1978 über die Manna-Maschine, die Bundeslade, Astronauten in der Bibel und seine Suche nach der Wahrheit

9.:

Apropos Schuhe:

Mitte der 1990er Jahre macht EvD zusammen mit dem damaligen Formel 1-Star Michael Schuhmacher TV-Werbung für einen Sportschuhe-Hersteller. Ein 45 Sekunden dauernder TV-Spot (HIER), den der Sportartikel-Hersteller 1996 voll und ganz auf Weltraum, UFOs, Aliens und von Däniken zugeschnitten hatte.

10.:

Von Däniken lebte früher in Feldbrunnen in der Schweiz. Als er und seine Familie sich verkleinerten und nach Beatenberg zogen, entsorgte er bei dieser Gelegenheit über eine Millionen alphabetisch in Ordner sortierte Briefe. Sie landeten im Müll.

Gleichzeitig trennte er sich aus Platzmangel von einer Vielzahl von Büchern etc. aus seinem riesigen Archiv. Dafür gab EvD eine Zeitungsanzeige auf, in der er schrieb, dass sich jeder holen kann, was er will. Er stellte also für die Interessierten Bücherkisten an die Stresse – die allesamt blitzschnell weg waren …

Kein Anspruch auf Vollständigkeit.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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“Jäger der verlorener Schätze”: Große Indiana Jones-Ausstellung im Thurgauer Museum für Archäologie eröffnet (plus Videos)

Jäger der verlorener Schätze: Indiana Jones-Ausstellung in der Schweiz eröffnet (Bild: A. Dragone / Montage: L. A: Fischinger)

Der Held und Archäologe Indiana Jones alias “Indy” fasziniert seit Jahrzehnten auf der Kinoleinwand. Als Jäger der verschwundenen Bundeslade der Bibel, des heiligen Gral oder sogar auf den Spuren von außerirdischen Kristallschädeln ist der Kinoheld auch vielen Mystery- und Prä-Astronautik-Fans ein fester Begriff. Die wohl größte Sammlung von Objekten, Artefakten und Exponaten rund um die Indiana Jones-Filme jenseits von Hollywood ist nun in der Schweiz im Archäologischen Museum in Frauenfeld zu bestaunen. Eine Privatsammlung, die schon viele große und kleine Menschen begeisterte und die für einen guten Zweck bis Januar 2018 geöffnet sein wird.

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Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Der Schweitzer Andreas Dragone ist Indiana Jones-Fan durch und durch. Ein begeisterter Sammler von allem, was mit den Filmen von “Indy” zu tun hat – von der Nachbauten von Reliquien und Ausstattungen der Filmreihe bis zu Original-Objekten aus Hollywood.

Seine private Ausstellung “Jäger der verlorenen Schätze” seiner Exponate spricht Jones-Fans und Mystery-Interessierte gleichermaßen an. Auch Erich von Däniken zeigte sich begeistert, als Dragone seine beeindruckende Sammlung im Juni 2014 im “Jungfrau Park” in Interlaken präsentierte.

Ich muss gestehen, dass auch ich als “Indy”-Fan Star (und STAR WARS-Sammler) von den zusammengetragenen Objekten begeistert bin. Obwohl ich die Sammlung bisher nie selber gesehen habe und sie nur von Fotos früher Ausstellungen her kenne.

Der berühmteste Archäologe aller Zeiten ist zurück!

Zur Ausstellung von Andreas Dragone, die in den vergangenen Jahren bereits mehrfach an verschiedenen Orten zu sehen war, heißt es:

Wer für den schillernden Archäologen schwärmt, sollte sich die faszinierende Ausstellung ,Jäger der verlorenen Schätze’ nicht entgehen lassen. Folgen Sie dem Filmhelden Indiana Jones bei seinen Abenteuern und nehmen Sie die wertvollen Artefakte in Augenschein wie einst der Professor tat. Zu sehen gibt es eine große und exklusive Kollektion von Filmrequisiten darunter die berühmte Bundeslade, die magischen Sankara Steine, den Heiligen Gral und den einzigartigen Kristallschädel. Zusätzlich zeigen wir Kostüme und vieles mehr, das die Szenen der Filme noch einmal nacherleben lässt.

Der Jones-Fan Dragone hat bis heute 35 Jahre an seiner Sammlung gearbeitet. Doch mit der aktuellen Ausstellung in einem Museum für Archäologie erfüllt er sich selber einen Traum:

Mit der eigenen Ausstellung geht ein langersehnter Traum für mich in Erfüllung. Ich wollte meine Sachen schon immer in einem Museum präsentieren.

Mehr zur Bundeslade auch auf meinem Video-Kanal bei YouTube HIER (Bild: L. A. Fischinger / gemeinfrei / WikiCommons/ Bearbeitung: L. A. Fischinger)
Mehr zur Bundeslade auch auf meinem Video-Kanal bei YouTube HIER (Bild: L. A. Fischinger / gemeinfrei / WikiCommons/ Bearbeitung: L. A. Fischinger)

Und das ist mehr als nachvollziehbar für einen privaten Sammler. Immerhin ist die Hollywood-Figur “Indiana Jones” (der eigentlich Dr. Henry Walton Jones Jr. heißt) alles andere als ein “klassischer Archäologe”. Dem Bild eines realen Archäologen und dessen tatsächlich Arbeit jenseits der Kinoleinwand entspricht er ebenso wenig.

“Indy” gräbt auch nicht einfach nur Scherben und “Schutt” aus dem Schmutz der Geschichte, der er dann als Archäologe in mühevoller Kleinarbeit sortiert und dokumentiert. Bei dem Hollywood-Archäologen sind seine Arbeitsgeräte nicht Pinsel und Bleistift, sondern seine legendäre Peitsche und der Revolver. Dr. Jones gräbt auch nicht irgendwelche Tonscherben oder oxidierte Pfeilspitzen aus dem Dreck der Vergangenheit – bei ihm sind es gleich die Bundeslade der Bibel (auch wenn sie im Film nicht der Beschreibung der Bibel entspricht) oder ein Kristallschädel von Außerirdischen der Vorzeit. Und wer die Filme kennt, der weiß auch, dass Indiana Jones nicht gerade zimperlich mit den archäologischen Hinterlassenschaften der Vorzeit umzugehen pflegt …

Das alles macht den Leinwandhelden auch in der Prä-Astronautik und Grenzwissenschaft zu einer beliebten Figur. Verständlich, dass “etabliere Archäologie-Museen” und Archäologen ein mulmiges Gefühl bekommen, wenn sie eine Ausstellung wie die von Dragone unterstützen sollen.

Durchaus aber “zieht” die Hollywood-Figur Interessierte ins Museum und bringt ihnen damit echte Archäologie näher. So sieht es auch Dr. Urs Leuzinger, Leiter des Thurgauer Museums für Archäologie, der von dieser ganz speziellen Ausstellung in seinen Räumen begeistert ist:

Am meisten hat mich die enorm positive Reaktion der Leute überrascht. Plötzlichen haben sich Nachbarn und Freude als heimliche Indiana-Jones-Fans geoutet. Die Ausstellung bietet die ideale Möglichkeit, die Archäologie auf eine attraktive Art der Bevölkerung zu vermitteln und lockt hoffentlich viele neue Besucher an.

“Von Fans für Fans”

+++YouTube-Video+++ Erich von Däniken im TV-Interview 1978 über die Manna-Maschine, die Bundeslade, Astronauten in der Bibel und seine Suche nach der Wahrheit
VIDEO: Erich von Däniken im TV-Interview 1978 über die Bundeslade und Astronauten in der Bibel (Bild: YouTube-Screenshot / Archiv / Montage: L. A. Fischinger)

Andreas Dragone und sein “Indy”-Kollege José Ortega Godoy sind aber nicht nur Fans des imaginären Indiana Jones, sondern, so die Zeitung “Berner Oberländer” am 30. Mai 2014, “auch noch Fans von einem anderen Forscher”. Damit ist Erich von Däniken gemeint.

So hat zum Beispiel EvD schon in seinem ersten Buch “Erinnerungen an die Zukunft” 1968 über die heile Bundeslade aus dem Alten Testament geschrieben. Eine goldene Truhe, die angeblich genau nach den Anweisungen Gottes von den Israeliten beim Auszug aus Ägypten gebaut worden sein soll. Mehr noch, denn laut dem Buch Exodus hat Gott dem Moses sogar ein Modell der Lade präsentiert, das er nachbaue sollte.

Über 2.600 Jahre ist die Bundeslade inzwischen spurlos verschwunden und war damit ein klarer Fall für den ersten Film “Jäger des verloren Schatzes” der Indiana Jones-Reihe. Dieser kam 1981 in die Kinos, gefolgt von bisher drei Fortsetzungen und einer TV-Serie.

Ebenso waren Kristallschädel Thema bei von Däniken. Zum Beispiel eindrucksvoll in ersten Dokumentationen Mitte der 1970ger Jahre, die nach seinen Büchern gedreht wurden. Solche (Alien-)Kristallschädel sind Kern des bisher letzten Jones-Filmes “Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels” von 2008, in dem auch UFO der Vorzeit vorkommt.

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Ungelöste Rätsel der Vergangenheit”, so der Untertitel von EvD seinem ersten Buch, sind schlichtweg die Themen des Prä-Astronautik-Pionier und aller ihm folgenden Autoren.

“Es gibt Däniken – dann kommt ganz lange gar nichts und dann kommen die anderen Autoren”, sagte ich etwa in einem jüngst veröffentlichten YouTube-Video zum Thema “Grenzwissenschaft in der Schule?“. Eine Tatsache, da kein anderer Autor der Prä-Astronautik auch nur annähernd den Bekanntheitsgrad des von Dänikens hat.

So sollte es nicht verwundern, dass “Indy”-Fan Andreas Dragone auch Fan von EvD bzw. seinen Ideen der Astronautengötter ist. In einem interessanten Interview mit von Däniken anlässlich der Eröffnung der Jones-Ausstellung 2014 im “Jungfrau Park”, kommt auch genau das zur Sprache.

Ausstellung für einen guten Zweck

Die Dr. Jones-Ausstellung mit all ihren Exponaten von Andreas Dragone ist von ihm als “Indy”-Fan für andere Fans. Doch nicht nur große und kleine Freunde des Leinwand-Archäologen sollen dabei auf ihre Kosten kommen, betont Dragone. Er möchte gleichzeitig mit dieser Präsentation im Thurgauer Museum für Archäologie Gelder für einen guten Zweck sammeln, die der Kindernothilfe Schweiz zugute kommen sollen.

Auch diese Unterstützung steht ganz im Zeichen von Indiana Jones, wie Dragone betont:

Im zweiten Film hilft Indiana Jones Kindern in Indien und befreit sie aus der Sklaverei. Auch ich will Kindern helfen.

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Lars A. Fischinger

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Frage: “Gibt es eine Religion, welche Außerirdische anbetet?” – ein interessantes Netzfundstück und warum Milliarden Menschen zu Aliens beten

Gibt es Menschen, die Außerirdische anbeten? - eine interessante Frage aus dem Netz (Bilder: gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)
Gibt es Menschen, die Außerirdische anbeten? – eine interessante Frage aus dem Netz (Bilder: gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)

Jesus Christus, Gott, Allah, Heilige, Buddha, die Mutter Gottes, Engel, Shiva, Jehova … die Palette an Namen ist lang, zu denen Menschen heute beten und die sie verehren. Dabei haben die drei großen “Buchreligionen”, Christentum, Judentum und Islam, ein und denselben Gott, zu denen die Gläubigen beten. Der Gott der Thora, der Bibel inkl. Jesus und des Koran ist demnach eine Art “Hauptgott” der Menschheit auf diesem Planten, da Milliarden Menschen an diesen glauben. Aber längst nicht alle Menschen der Erde glauben an diesen Gott. Und so tauchte im Netz kürzlich eine scheinbar seltsame Frage auf: Die Frage, ob es Menschen gibt, die Aliens “anbeteten”. Eine kleine Frage, die durchaus Sprengstoff birgt! Warum und was es mit dieser Frage genau auf sich hat, erkläre ich hier.


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Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Netzfundstücke sind grundsätzlich nichts besonders. Je nachdem, wofür sich eine Person im Internet interessiert, findet diese zu seinem Interesse immer interessante Fundstücke im Netz.

Doch auf diesem Blog geht es um die Grenzwissenschaft und die Mystery Files, die bekanntlich auch Mythen, Religionen, Aliens, Götter-Sagen, Sekten und Überlieferungen einschließen. Und so stieß ich bei meinen “Streifzügen auf den Spuren des Unfassbaren” kürzlich wieder auf die Webseite gutefrage.net. Das ist jene Internet-Seite, auf der immer mal wieder auch ein Mystery-Jäger interessante Fragen und dazugehörigen Antworten/Diskussionen findet. Beispielsweise jene, wie man ein UFO erkennt und was man dann machen soll. Oder auch die Frage nach einem “Erich von Däniken-Instiut” und wo man Prä-Astronautik studieren kann.

Obwohl auf dieser Webseite praktisch aus allen erdenklichen Bereichen Fragen an die dortige Community gestellt werden, ist eine vom 2. August 2017 sehr spannend für einen Grenzwissenschaftler:

Gibt es eine Religion, welche Außerirdische anbetet?

Das klingt auf den ersten Blick mehr als bizarr! Aber nur auf dem ersten Blick, da diese Frage wie kaum eine andere in der Mystery-Welt Sprengstoff birgt.

Menschen, die Aliens “anbeten”?

Es gibt viele Götter und Erich von Däniken ist ihr Prophet! Über die Absurdität von UFO-Sekten und den Vorwürfen gegen die Prä-Astronautik als „Ancient Aliens Sekte“
ARTIKEL: Die Absurdität von UFO-Sekten und den Vorwürfen gegen die Prä-Astronautik als „Ancient Aliens Sekte“ (Bild: L.A. Fischinger / gemeinfrei / NASA/JPL)

Im Jahr 1999 veröffentlichten mein Freund und Autorenkollege Roland M. Horn und ich unser gemeinsames Erfolgsbuch “UFO-Sekten”. Darin schildern wir sehr umfangreich esoterisch-religiöse Strömungen innerhalb der UFO-Szene, in denen (teilweise) tatsächlich Außerirdische angebetet wurden. Und werden. Solche UFO-Sekten waren und sind deshalb auch immer wieder Thema auf diesem BLOG und bei meiner Arbeit als Mystery-Jäger.

Diese sektenartigen UFO-Gruppen sind “ein Irrsinn”, wie ich es bereits 1998/99 in meinem Buch “Begleiter aus dem Universum” in einem entsprechenden Kapitel ausführte. Leider gibt es also tatsächlich Menschen, die Außerirdische quasi “vergöttlichen” und anbeten. Keine Religionen im eigentlich Sinn, aber Gruppen und Menschen, die in solchen Aliens weit mehr als nur Wesen aus Fleisch und Blut sehen.

Ein Problem, dass sich auf die gesamte Szene der UFO-Forschung und Grenzwissenschaft negativ auswirkt. So schrieb ich in einem Artikel für das Magazin “Sagenhafte Zeiten” (Nr. 1/2002) vor über 15 Jahren zu solchen UFO-Sekten warnend:

Die rasant wachsende Anzahl derartiger und zahlreicher anderer Weltanschauungen in den letzten Jahren hat leider zur Folge, dass nicht nur immer mehr Menschen diesen Gruppen verfallen, sondern das die breiten Medien eben vorzugsweise über eben jene Anhänger dieser Lehren berichten. TV-Sendungen und vor allem die Massenprintmedien schildern meist genau diese wirren Thesen.

Die breite Öffentlichkeit muss aufgrund dieser irrationalen Aussagen in den Medien zu der Meinung kommen, die Thesen der UFO-Forschung und der Prä-Astronautik sind nichts als Unfug! Leider ist die Wirkung der Medien auf die Meinungsbildung der Öffentlichkeit enorm. Vor allem deshalb, da es offensichtlich keinerlei Unterscheidung der jeweiligen Redaktionen zwischen seriöser Beschäftigung und esoterischen UFO-Gruppierungen gibt.”

Damit ist klar, dass es Menschen gibt, die in Außerirdischen geradezu “Götter” sehen und sie entsprechend verehren. Jedoch auf den unterschiedlichsten Art und Weisen und dabei selten sogar gefährlich. Aber diese Gruppen sind höchstens Sekten und damit keine “echten” Religionen. Obwohl nicht selten auch Jesus, Moses, Buddha oder welche religiöse Person in deren außerirdischen Weltanschauung integriert sind.

Auch bei gutefrage.net kam eine entsprechende Antwort auf die oben zitierte Frage. Darin heißt es:

Es gibt eine sehr hoch intelligente Spezies,die mit Gott in Verbindung steht,und irgendwann zur seiner Zeit werden sie dabei helfen, die Erde zu evakuieren.”

Damit ist die Lehre der UFO-Sekte Ashtar Command gemeint. Eine mehr fragwürdige UFO-Gruppe, die an göttliche Außerirdische glaubt, die eines Tages die Menschheit retten und über die auf diesen Seiten bereits mehrfach berichtet wurde. Folglich eine Gruppierung, die UFOs, Aliens und Gott/Jesus miteinander vermischt hat.

Dumme Frage? Dumme Antwort?

"Das Alien-Grey-Dämonen-Evangelium" der UFOs und Astronautengötter: Wie Erich von Däniken bin auch ich ein dämonischer Verführer mit meinen Lehren (Bild: gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)
ARTIKEL: Das “teuflische Evangelium der Aliens” und “die dämonischen Lehren der Prä-Astronautik” (Bild: gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)

Die Frage nach “Religion, welche Außerirdische anbeteten” in der gutefrage.net-Community mag kindisch klingen. Ist sie aber ganz und gar nicht.

So sind auch die Antworteten dort bisher frei Hohn und Spott gegen den Fragesteller. Eine Antwort nennt beispielsweise “so ziemliche jede” Religion:

Weil alles was da so vorkommt ist doch (außerirdisch) Engel z. B. kommen ja nicht von hier…

Mehrere Antworten nennen die Scientology als eine Religion, deren Mitglieder Aliens anbeten. Ein User ist sogar überzeugt:

Aliens haben die Religionen erfunden, um die Masse zu kontrollieren.

Doch eine Antwort sticht in der dortigen Community heraus. Sie wird von der Online-Plattform derzeit auch als “Hilfreichste Antwort” zu der Frage geführt. Obwohl es darin nur kurz und knapp heißt, dass “alle drei monotheistischen Religionen” Außerirdische anbeten. Folglich, dass gläubige Juden, Christen und Muslime in Wahrheit zu Aliens beten.

Mit Blick auf die Ideen der Prä-Astronautik, der Ancient Aliens-Überlegungen der Astronautengötter, ist das sogar vollkommen – richtig.

Allerdings ist dieser Umstand so etwas wie ein “rotes Tuch” innerhalb der Vertreter der Idee, dass die Götter aus dem All kamen. Zwar ist jedem überzeugten Prä-Astronautiker dies bewusst, aber so wirklich direkt und unmissverständlich beim Namen nennen mag man es dann doch nicht.

Gott ist ein Außerirdischer und Jesus war ein Alien-Mensch-Hybrid

Als in den 1960er Jahren Erich von Däniken mit seinem Manuskript zu seinem ersten Buch “Erinnerungen an die Zukunft” auf der Suche nach einem Verlag war, hagelte es Absagen. Das kennen alle Autoren bis heute. Bekanntlich erschien dieses Buch im Jahr 1968  im ECON Verlag in Düsseldorf letztlich doch noch und wurde ein Erfolg.

+++YouTube-Video+++ Erich von Däniken im TV-Interview 1978 über die Manna-Maschine, die Bundeslade, Astronauten in der Bibel und seine Suche nach der Wahrheit
VIDEO: EvD im TV-Interview 1978 über die Manna-Maschine, die Bundeslade und Astronauten in der Bibel (Bild: YouTube-Screenshot / Archiv / Montage: L. A. Fischinger)

Das wissen die Fans und Leser von EvD. Weniger bekannt ist aber die Tatsache, dass “Erinnerungen an die Zukunft” damals von einem Redakteur bearbeitet wurde. Dieser hieß Wilhelm Roggersdorf und ist auch vorne in den jeweiligen Büchern namentlich benannt. Das ist also kein Geheimnis. Doch noch weniger bekannt ist, dass ursprünglich in dem Manuskript von Erich von Däniken auch das Thema Jesus Christus und Außerirdische Thema war. Also das Neue Testament als “Spurengeben” auf außerirdische Götter.

“Zu heikel” hieß es damals – und so wurden Jesus und die Astronautengötter gestrichen. Zu vielen Menschen wäre das damals viel zu weit gegangen, da es ein direkter und ungeschönter Angriff auf ihren Glauben gewesen wäre. Jesus…der Sohn von Aliens? Ein beispielloses Sakrileg. Obwohl von Dänikens Erstling  zur Hochzeit der Weltraum-Begeisterung und auch der Hippie-Ära erschien, waren solche Ideen viel heikel. Man denke beispielsweise auch an den Jahrzehnte später erschienenen Roman “Sakrileg” von Dan Brown. Obwohl “Sakrileg” ein Roman ist, was das Echo der Medien und auch der Kirche gewaltig.

Allerdings, dies sei der Vollständigkeit halber erwähnt, veröffentlichte der Prä-Astronautiker Gerhard R. Steinhäuser im Zuge des “Däniken-Boom” 1973 sein Buch “Jesus Christus – Erbe der Astronauten Die Religion aus der Retorte”. Hier war der Titel Programm.

Aber nur weil ein Thema zu irgendeiner Zeit als “zu heikel” angesehen wurde, um es zu publizieren, verschwindet es nicht einfach. Es steht im Raum. Die obige Aussage, dass “alle drei monotheistischen Religionen” Aliens anbeten, ist von Seiten der Prä-Astronautik ganz einfach wahr. Milliarden Menschen auf diesem Planten glauben an einen Gott, der keiner ist.

In den meisten Büchern über vorzeitliche Raumfahrer von den Sternen finden sich Zitate oder Verweise auf Überlieferungen des Alten Testament. Mal mehr und mal weniger umfangreich werden in diesen Veröffentlichungen verschiedene Berichte der Bibel über “Gott” und seine “Engel” als mythologische Zeugen der einstigen Astronautengötter benannt. Der Gott es Alten Testament war demnach nicht der Gott, wie ihn der Großteil der Menschheit heute verehrt. Nein! – er war ein Außerirdischer.

Da “alle drei monotheistischen Religionen” im Alten Testamt wurzeln, die Prä-Astronautik in dem Gott dieser Texte nicht den Gott sieht, beten Juden, Muslime und Christen demzufolge Außerirdische an.

Jesus wiederum, der nach dem Neun Testament auf wundersame Weise von Maria empfangen wurde, war ein Hybridwesen. Das ist ganz einfach die logische Konsequenz, wenn man als Prä-Astronautiker im Alten Testament das Wirken von Astronautengöttern sieht.

VIDEO: Sah schon die biblische Eva ein UFO? (Bild: L.A. Fischinger / gemeinfrei)
VIDEO: Sah schon die biblische Eva ein UFO? (Bild: L.A. Fischinger / gemeinfrei)

Der Jesus aus dem Neuen Testament wurde von einer Menschenfrau geboren, wie es die Weihnachtsgeschichte erzählt. Aber er wurde von Außerirdischen “in” diese Menschenfrau mit Namen Maria “eingepflanzt”. Klar sagt das Neue Testament schließlich, dass sein Vater kein Mensch war.

Jesus war damit eine Kreuzung aus Mensch und Alien. Weltweit gibt es Überlieferungen von Personen, die eine irdische Mutter und einen göttlichen Vater gehabt haben sollen. Frühere Religionen kennen diese Geschichten zu alten Zeiten rund um die Welt. Und das schon Jahrtausendelang. Jesus Christus reiht sich da nur ein.

In der Konsequenz ist der Fall eindeutig: Alle Muslime, Juden, Christen und wer sich sonst noch auf das Alte Testament beruft, beten nicht zu Gott, sie beten zu Außerirdischen. Zum Beispiel preisen auch die Zeugen Jehovas oder die Mormonen in ihren Gebeten einem Alien bzw. Aliens. Und wer zu Engel betet, etwa um von ihren Schutz zu erbitten, bittet in Wahrheit Außerirdische um Beistand, die einst auf der Erde waren.

Das alles setzt natürlich voraus, dass die Spekulationen der Prä-Astronautik um vorzeitliche Besuche von Wesen aus dem All, auch stimmt …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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+++YouTube-Video+++ Indiana Jones, die Bundeslade und Hollywood: Sah sie wirklich so aus? Was bisher jeder übersah …

 Indiana Jones, die Bundeslade und Hollywood: Sah sie wirklich so aus? (Bild: L. A. Fischinger)
Indiana Jones, die Bundeslade und Hollywood. Aber sah die Lade Gottes wirklich so aus? (Bild: L. A. Fischinger)

Seit rund 2.600 Jahren gilt die heilige Bundeslade aus der Bibel als verschollen oder sogar zerstört. Einst haben Moses und die Israeliten am Berg Sinai nach Gottes Anweisungen gebaut und später fand sie im legendären Tempel des Salomon in Jerusalem ihren festen Platz. Und natürlich kennen die meisten Mystery-Fans die Bundeslade aus Hollywood. In dem Film “Jäger des verlorenen Schatzes” sucht der Held Indiana Jones den Schrein Gottes – und findet ihn. Aber hat Hollywood die Lade des Herrn wirklich genau nach der Bauanleitung Gottes im Buch Exodus nachgebaut? Wie sie wirklich aussah und welcher Hinweis in der Bibel bisher ausnahmslos übersehen wurde, erfahrt Ihr in meinem neuen Video auf YouTube.

 

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Die rätselhafte Bundeslade, die laut dem Buch Exodus nach einer Anweisung Gottes von Moses gebaut wurde, ist eines der ganz großen Rätsel der Bibel!

Hollywood machte die Lade durch den Helden Indiana Jones weltbekannt, der sie in “Jäger des verlorenen Schatzes” im Wettlauf mit den Nazis sucht. Aber hat die Bundeslade wirklich so ausgesehen, wie sie Hollywood “in unsere Köpfte pflanzte”? Immerhin ist das Aussehen der Lade des Herrn im Alten Testamt erstaunlich genau überliefert …

Wo die Traumfabrik richtig lag (und wo nicht) und welcher verborgene indirekte Hinweis über ihr Aussehen im Alten Testament bisher immer übersehen wurde, zeige ich Euch in diesem Video …

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