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Im Bann der Dämonen: Seltsames über König Salomon und dem Bau des Tempels von Jerusalem +++ Artikel +++

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ARTIKEL: Die Dämonen im Bann: Seltsames über König Salomon und dem Bau des Tempels von Jerusalem (Bilder: gemeinfrei / WikiCommons/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
ARTIKEL: Die Dämonen im Bann: Seltsames über König Salomon und dem Bau des Tempels von Jerusalem (Bilder: gemeinfrei / WikiCommons/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

In den Büchern der Bibel finden sich zahllose große und kleine Protagonisten, die mal mehr und mal weniger bekannt sind. Einige sind legendäre Berühmtheiten, auch wenn man oft nicht mal weiß, ob es sie wirklich gab. Zum Beispiel Moses, Abraham oder König David. Und doch sind auch und gerade diese Personen zahllosen Menschen mehr oder weniger gut bekannt. Dazu zählt auch der legendäre König Salomon. Ein Herrscher, der vor rund 3.000 Jahren den 1. Tempel von Jerusalem gebaut haben soll und aufgrund seiner Weisheit bis heute gepriesen wird. Doch Salomon hatte nach den alten Texten auch seine Schattenseiten, die offenbar sogar in der Bibel selbst überwiegen. Welche das sind und was der sagenumwobene König zu Lebzeiten alles getan haben soll, erfahrt Ihr in diesem Blog-Artikel.


Der Tempel des Salomon

In der Bibel gibt es eine Reihe von Namen und Figuren, die immer wieder auftauchen. Berühmtheiten, von denen viele Menschen vielfach gehört haben, auch wenn sie nicht selber im Alten und Neuen Testament lesen. Allen voran natürlich Jesus und Maria aus dem Neuen Testament oder Adam, Eva, Noah sowie Moses aus dem Alten Testament sind hier zu nennen.

Eine durchaus auch noch bekannte Person aus dem Alten Testament ist sicherlich König David. Vor allem aufgrund des Kampfes „David gegen Goliath“ und vielleicht auch noch in seiner biblischen Funktion als frommer Herrscher in Jerusalem. Sein Nachfolger König Salomon hingegen ist dabei schon weniger prominent. Auch wenn seine legendäre Weisheit fraglos geläufig ist.

Als Baumeister des ersten Tempels von Jerusalem, dem nach ihm bekannten „Salomonischen Tempel“, ist aber auch dieser König eine wahrhaftige Legende der biblischen Geschichte und Forschung. Auch wenn weder die Person Salomon noch sein Tempel auf dem Tempelberg in Jerusalem archäologisch und historisch unumstritten belegt sind. Was aber für sehr viele biblische Figuren und Aussagen gleichermaßen gilt.

Über König Salomon berichten uns das 1. Buch der Könige und das 2. Buch der Chronik im Alten Testament. Vor allem das 1. Buch der Könige widmet sich dabei der größten Leistung des mythischen Herrschers – nämlich den Bau des Jerusalemer Tempels im 10. Jahrhundert vor Christus. Seinem Vater König David war diese Tat zu Lebzeiten nicht mehr vergönnt, weshalb erst Salomon ab etwa 974 vor Christus mit dem Tempelbau begann (im 4. Jahr seiner Regentschaft). Nach sieben Jahren emsiger Bauarbeiten feierte man Richtfest und Jerusalem hatte seinen Tempel zu Ehren Gottes. Kernheiligtum war darin im sogenannten „Allerheiligsten“ die Bundeslade.

Der transportable Tempel

Im Prinzip war der Tempel des Salomon ein „Nachbau“ in Stein des Zeltheiligtums des Exodus. Im Buch Exodus wird ab Kapitel 25 und ab Kapitel 36 dieses transportable Heiligtum mit seinem Inventar und Aussehen beschrieben. Es diente als Tempel für die aus Ägypten fliehenden Nomaden, der immer wieder auf- und abgebaut werden konnte. Auch hier stand im Allerheiligsten die Bundeslade und auch hier opferte man Gott bzw. nahm Kontakt mit ihm auf.

Ob es dieses Zeltheiligtum bei Exodus unter Moses jemals gab, weiß niemand wirklich zu sagen. Das gilt allerdings nicht nur für den „Mischkan“ oder „Stiftshütte“ genannte Zelt-Tempel, sondern für den gesamten Auszug der Hebräer aus Ägypten an sich.

Was aber unbestritten ist, ist die Tatsache, dass Gott selber laut Buch Exodus die Anweisungen zum Bau des Heiligtums und der Lade des Bundes gab. Zumindest haben die Autoren des Textes dem Herrn diese zugesprochen. Für einige Bibelforscher wurde jedoch nur der Jerusalemer Tempel und der entsprechende Kult darin von den Bibelautoren auf den Exodus zurückgedichtet.

Neben der Bibel gibt es keine Quelle für den Bau des Tempels von Salomon. Ein Hinweis, dass er existierte, könnte der Bericht im 2. Buch der Könige ab Kapitel 12 sein. Dort heißt es, dass König Joas Ende des 9. Jahrhunderts vor Christus den Salomonischen Tempel restaurierten ließ. Diesen Herrscher sowie die Instandsetzungen könnte es durchaus gegeben haben.

Während das Zeltheiligtum mit Bundeslade im 2. Buch Moses noch auf direkten Wunsch von Gott persönlich angefertigt wurde, ist es beim Tempel des Salomon anders. Hier gibt Gott keinen direkten Befehl, dass man ihm eine „Wohnstätte“ bauen soll, wie es noch im Buch Exodus der Fall war. Denn dort hat er angeblich sogar Moses noch persönlich Modelle der zu fertigen Dinge wie Bundeslade und Zelt gezeigt.

Gott braucht keine Wohnstätte!

Genaugenomen finden sich in der Bibel sogar eher als abwertend zu bezeichnende Aussagen bezüglich Salomon und seinem Tempelbau. Zum Beispiel in der Apostelgeschichte ab 7,44, wo wir lesen:

Unsere Väter hatten das Zelt des Zeugnisses in der Wüste, wie der, welcher zu Mose redete, befohlen hatte, es nach dem Muster zu machen, das er gesehen hatte. Und unsere Väter übernahmen es und führten es mit Josua ein bei der Besitzergreifung des Landes der Nationen, die Gott austrieb von dem Angesicht unserer Väter hinweg, bis zu den Tagen Davids, der Gnade fand vor Gott und eine Wohnstätte zu finden begehrte für den Gott Jakobs.

Salomo aber baute ihm ein Haus. Aber der Höchste wohnt nicht in Wohnungen, die mit Händen gemacht sind, wie der Prophet spricht: ‚Der Himmel ist mein Thron und die Erde der Schemel meiner Füße. Was für ein Haus wollt ihr mir bauen, spricht der Herr, oder welches ist der Ort meiner Ruhe?‘

Auch wenn diese Aussage natürlich aus der direkten Zeit nach Jesus Christus stammt und zu jener Zeit wahrscheinlich noch der 2. Tempel (von König Herodes) in Jerusalem stand, klingt sie schon erstaunlich. Durchaus auch in Bezug auf König David, der „Gnade fand vor Gott“. Immerhin hat dieser David laut Bibel alle möglichen Konkurrenten und Widersacher ermorden lassen und schreckte vor keiner Tat zurück. Ihm ist es jedoch zu verdanken, dass die Bundeslade aus der Stadt Silo nach Jerusalem gebracht wurde.

Eigentlich auch nur ein politischer Schachzug des Herrschers, der damit die Priesterschaft in Silo gewaltig schwächte. So konnte er Jerusalem zu seinem Zentrum für Politik und Religion als „Davidstadt“ ausbauen bzw. gründen.

Es gibt zwar sehr spärliche archäologische Hinweise auf das „Haus David“ als Herrscherdynastie, doch keine echten Belege seiner Existenz. Hier ist vor allem eine Inschrift zu nennen, die 1993 in Tel Dan gefunden wurde. Sie stammt aus dem Jahr 840 vor Christus und besagt, dass die Könige Judas vom „Haus David“ abstammen. Ein Beweis für eine real gelebte Person König David ist das aber nicht.

Und doch ist vor allem David und sein Geschlecht in der gesamten Bibel ein enorm wichtiger Bestandteil. Schließlich soll auch Jesus selber ein „Sohn Davids“ gewesen sein … damit aus seiner Ahnenreihe entstammen.

König Salomon und der Tempelberg

So verwundert es auch nicht, dass König David allein im Neuen Testament 59-mal erwähnt wird. Nur Moses (80-mal) und Stammvater Abraham (73-mal) werden hier öfter namentlich genannt. Natürlich mit Ausnahme von Jesus. Da aber David geradezu wie ein Diktator lebte, mordete, herrschte und vor allem sündigte, wollte ihn sein Gott letztlich doch dafür bestrafen. Diese Strafe bestand laut den Samuel-Büchern darin, dass es ihm nicht vergönnt war, den heiligen Tempel zu errichten. Jedoch wird der König im 2. Buch Samuel (ab Kapitel 11) als ein Liebling Gottes dargestellt, der letztlich seine skrupellosen Taten bereute. Eine Erzählung, die sich beispielsweise auch im Koran wiederfindet (Sure 38, ab Vers 21).

Als Salomon die Nachfolge seines Vaters David als König antrat, soll eine goldene Zeit angebrochen sein. Sie fand ihren Höhepunkt fraglos im Tempelbau für die Bundeslade und den Kult um Jahwe in Jerusalem. Schließlich gab es nichts, was heiliger ist, als die Lade des Bundes mit den Zehn Geboten. Sie bildete das geistige und spirituelle Zentrum innerhalb des Salomonischen Tempels.

Dabei soll – nach der sich entwickelten jüdischen Tradition – König Salomon den Bauplatz für den Tempel mit großer Sorgfalt gewählt haben. Nirgendwo sonst haben mehr religiöse Ereignisse stattgefunden, als auf dem heute als Tempelberg bekannten Platz. Zumindest dem Glauben nach. Dort, wo heute der muslimische Felsendom steht, liegt der Nabel der Welt in Form des namensgebenden Felsen. Und diese, meistens nicht in alten schriftlichen Aufzeichnungen nachweisbaren, Traditionen um den Felsen und Tempelberg sind überaus umfangreich. Beispiele:

  • Der Felsen ist der „Urfels“ von dem aus die Welt entstand bzw. der „Grundstein“ der Schöpfung.
  • Adam und Eva haben dort Gott geopfert.
  • Ihre Söhne Kain und Abel ebenso.
  • Der Garten Eden lag auf dem Tempelberg.
  • Nach der Sintflut habe auch Noah hier seinem Herrn ein Dankopfer dargebracht.
  • Abraham habe seinen Sohn Isaak auf diesen Felsen gelegt, als er ihn auf Befehl seinem Gott opferten wollte.
  • Der Prophet Mohammed sei von hier in den Himmel gefahren.
  • Letztlich stand angeblich auch die Bundeslade genau auf diesem Felsen.

Interessante Traditionen und Glaubensvorstellungen, von der aber nicht eine belegbar ist. Dennoch war bereits vor Jahrtausenden hier das Zentrum des Glaubens, was vor allem auch dem Tempel des Salomon zu verdanken ist.

Salomon – ein verschmähter König?

Man könnte also meinen, dass Salomon als Baumeister der Wohnstätte Gottes in Jerusalem in der Bibel gefeiert und gepriesen wird. Seltsamerweise ist aber genau das nicht der Fall.

So ist der Herrscher im Neuen Testament an gerade mal 12 Stellen belegt. Verglichen mit seinem sündigen und kriegerischen Vater David mit 59 Nennungen ist das verschwindend wenig. Schmeichelhaft sind zahlreiche der Erwähnungen Salomons im Neuen Testament auch nicht. Dazu zählt nicht nur die oben zitierte Kritik am Bau eines Hauses für den Herrn aus der Apostelgeschichte. Im Prinzip fängt es schon in im Matthäusevangelium (1,6f.) mit der unehelichen Zeugung mit der Frau Urias an.

„Bei diesen Stellen wird deutlich, dass die Figur Salomons im Neuen Testament stets in eher abwertendem Zusammenhang steht“, schreibt beispielsweise der Bibelforscher Peter Busch in seiner Analyse „Das Testament Salomons“ (2006). Obwohl der König auch als großer und weiser Exorzist und Dämonen-Bändiger in der traditionellen Überlieferung angesehen wird, werde er im Neuen Testament „keineswegs als Exorzist vorgestellt“, so Busch.

Solche religiösen Vorstellungen und Ansichten entlehnen sich meist aus mündlichen Erzählungen, Sagen und Märchen über diverse Figuren der biblischen Geschichte. Oder aus Schriftgut außerhalb der Bibel, das damit nicht in den heutigen Bibel zu finden ist. Man denke hier an das genannte Beispiel von Noah, der angeblich auf dem Tempelberg seinem Gott nach der Sintflut opferte. Laut Sintflut-Geschichte im biblischen Buch Genesis strandetet die Arche Noah nach der Flut nämlich sehr weit weg von Jerusalem. „Am Gebirge Ararat“ sei das gewesen …

„Das Testament des Salomon“

Zu der seltsamen Figur des Salomon existieren einige alte Schriften (Apokryphen), die sein Leben und Wirken weiter ausführen. Einige davon sollen sogar direkt von dem König selber verfasst worden sein. Wie das apokryphe und „okkulte“ Buch „Das Testament des Salomon“, das durchaus als zumindest eine Quelle der Traditionen um ihn als Dämonen-Bändiger angesehen werden kann. Auch der legendäre „Ring des Salomon“, Symbol und Werkzeug zur Kontrolle von bösen Mächten und Dämonen, entstammt diesem Text.

Verglichen mit der angenommenen Lebenszeit Salomons im 10. Jahrhundert vor Christus ist sein „Testament“ relative jung. Es soll, auch wenn Salomon hier selber als Autor in der Ich-Form spricht, erst im 4. Jahrhundert nach Christus entstanden sein. Also bereits unter dem frühen Christentum, was auch am Text deutlich erkennbar ist.

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Inwiefern es wirklich eine Version aus vorchristlicher Zeit gab, die dann unter christlichen Einfluss neu bearbeitet wurde, ist ungewiss. Peter Busch vermutet in seiner Arbeit, dass das gesamte „Testament des Salomon“ eine christliche Schrift ist.

Inhaltlich bietet es aber spannende Aussagen über den Herrscher und Tempelbauer, die man durchweg als „verstörend“ ansehen könnte. Denn sie werfen ein vollkommen neues Licht auf den Bau des erstens Tempels auf dem Tempelberg, die in der Bibel nicht mal ansatzweise angeschnitten werden. So ist die Kernaussage des Buches, dass König Salomon den Bau des Tempels mit Hilfe von Dämonen realisierte. Er wird als mächtiger Mann dargestellt, der durch Gottes Unterstützung in der Lage war sich böse Dämonen gefügig zu machen und in seinem Sinne zu manipulieren.

Der magische Ring des Salomon

Freiwillig dürften Dämonen oder „gefallene Engel“ wohl eher weniger bereit gewesen sein, Salomon beim Bau eines Heiligtums für Gott zu helfen! Obwohl einige Deutungen dahin gehen, dass der Tempelbau nur als „Rahmenhandlung“ dient, um Salomons Macht über diese dunklen Wesen zu unterstreichen.

Der Mensch Salomon war allein nicht fähig sich Dämonen Untertan zu machen. Das zeigt sich darin, dass ab Kapitel 1 zu erfahren ist, dass ein Dämon und „böser Geist“ mit Namen Ornias die Bauarbeiten am Tempel immer wieder störte. Angeblich habe die Kreatur den Oberaufseher der Bauarbeiter regelmäßig heimgesucht, ihm den Lohn und Nahrung gestohlen sowie schlicht die Kraft geraubt.

Bauherr Salomon war entsetzt, als er von diesen Heimsuchungen hörte, und „betete aus ganzer Seele Tag und Nacht“ zu Gott, um Hilfe zu bekommen. Sein Bitten wurde letztlich erhört, und er bekam Besuch aus dem Himmel:

Als ich zum Gott des Himmels und der Erde betete, ward mir vom Herrn der Heeresscharen durch Michael, den Erzengel, ein Ring gegeben, darin ein eingraviertes Siegel aus Edelstein.

Er sprach zu mir: Nimm, Salomo, des Davids Sohn, hier das Geschenk, das dir der Herr, der höchste Gott der Heeresscharen, sendet! Damit kannst du die Geister all bezwingen, die männlichen und weiblichen; mit ihrer Hilfe kannst du auch Jerusalem erbauen, trägst du dies Gottessiegel.“ (1,6-7)

„Da ward ich hocherfreut“, so Salomon, und mit seinem magischen Ring vom Himmel konnte er den „lästigen Geist Ornias“ bändigen. „Gleichwie ein brennend Feuer“ sei diese Kreatur gewesen und gestand dem König, dass er zwar von den Engeln abstamme, aber von ihnen verstoßen worden sei. Mit seinem machtvollen Ring verdonnerte Salomon den Dämon daraufhin „zur Arbeit in dem Steinbruch“. Zuvor handelte er aber noch einen Deal mit ihm aus.

Herr der Dämonen

Der verstoßene Engel und der menschliche Herrscher einigten sich, dass Ornias weitere Dämonen in den Dienst des Königs stellen würde. Hierzu überließ Salomon ihm sogar den von Gott empfangen Ring und befahl ihm „hole mit den Obersten der Geister“! Gleichzeitig hatte Salomon aber mit dem manipulierten Geist Ornias einen ausgezeichneten Informanten gewonnen, der in der Lage war Informationen aus dem Himmel von Gott zu besorgen.

Genau dazu findet sich in der Schrift eine überaus erstaunliche Aussage:

Wir Dämonen, wir wandeln an dem Himmelsfirmament und fliegen mitten durch die Sterne hin; da hören wir die Ratschlüsse, die Gott für Menschenseelen festgelegt.

(…)

Was in dem Himmel sich ereignet, geschieht auch auf der Erde. Es gibt ja Fürstentümer, Herrschaften und Mächte, die oben fliegen und die des Eintritts in den Himmel schon gewürdigt werden.

Wir Dämonen dagegen werden müde, weil wir zum Ausruhen keine Stätte haben; so fallen wir herab, wie Blätter von den Bäumen. Die Menschen, die uns sehen, meinen, es fallen Sterne von dem Himmel.“ (20,12-16)

Dies widerspricht in allen Details der christlichen Tradition der angeblich „gefallenen Engel“. Eigentlich soll niemand der „gefallenen Engel“, aus denen das Christentum Satan und seine Dämonen der Hölle machte, je wieder in der Lage gewesen sein zu Gott zu reisen. Ein Weg zurück in den Himmel zum Herrn und seiner ihm treu gebliebenen Untergebenen war eigentlich versperrt (detailliert dazu HIER). Warum also nicht auch in diesem Text, zumal er unter christlichen Einfluss entstand?

Nach einer Art Test durch Salomon unterstreicht die Überlieferung sogar noch, dass der Dämon in diesem Zusammenhang die Wahrheit sagte:

Bei dieser Nachricht wusste ich, Salomo: Der Dämon hat die Wahrheit mir gesagt. Ich pries den Gott des Himmels und der Erde.“ (20,21)

Salomon erlangte durch den Zauberring des Herrn schier grenzenlose Macht über die Dämonen. Er nutze ihre Kräfte und Fähigkeiten um seinen Tempelbau voran zu treiben und sogar benachbarten Völkern zu helfen. Etwa den Bewohnern Arabiens, die unter einem tödlichen Wind oder „Hauch“ im Reich des Königs Adares litten. Ursprung dieses schrecklichen Windes war ein Dämon.

Hilfe für den Araber-König

Als der Araber-König Salomon deshalb um Hilfe bat, schickte dieser eine Gesandtschaft in das Reich Königs Adares. Mit dabei hatten sie Salomons Dämonen-Ring, den der weise Herrscher für diesen guten Zweck gerne erneut verlieh. So gelang es in Arabien diesen bösen Geist mit Namen Ephippas in einem „Schlauch“ einzufangen und zu Salomon nach Jerusalem zu bringen. Arabien war gerettet und auch der „gefallene Engel“ Ephippas musste fortan beim Tempelbau helfen.

„Ich bin imstande, Berge zu versetzen und Häuser vorzutragen“, brüstete sich der Dämon beim Verhör gegenüber Salomon. Damit war seine Aufgabe auf der Tempelbaustelle festgelegt. Er musste jene Steine auf der Baustelle bewegen und verbauen, die zuvor niemand bewegen konnte.

Ephippas war auch bereit einen weiteren Geist zu verraten. Es war der „Dämon in dem Roten Meer“, mit dessen Hilfe Ephippas noch weit mehr auf der Baustelle leisten könne, wie er dem König berichtete. Da jede Hilfe willkommen war – und sei sie auch dämonischer Natur – wurde daraufhin auch dieses Wesen nach Jerusalem gebracht. Sein Name war Abezethibu, der eine sehr dunkle Vergangenheit hatte, wie er Salomon erzählte.

Einstmals habe er im „ersten Himmel“ gelebt und sei verantwortlich für viele schreckliche Ereignisse, die beim Exodus der Hebräer aus Ägypten geschehen seien. Er habe damals nicht nur „bei den Wundern und den Zeichen mit Moses wettgeeifert“. „Ich war zugegen“, so der Dämon, „als Moses zu Ägyptens König Pharao ging und dessen Herz verhärtete“. Ein mehr als rätselhafte Aussage, wenn man die Exodus-Geschichte des Alten Testament kennt. Denn darin heißt es vielfach, dass Gott selber der Herz des Pharaos immer wieder „verhärtete“, dass dieser die Hebräer nicht ziehen ließ.

Der Dämon des Exodus

Nach der biblischen Erzählung vom Auszug aus Ägypten habe der Herr durch die Manipulation des Pharao letztlich auch dafür gesorgt, dass seine Soldaten den Hebräern nachjagten. Das Ende ist bekannt, denn alle seien beim „Meerwunder“ schließlich ertrunken.

Ein überaus sonderbares Verhalten des Herrn im Buch Exodus, das an anderer Stelle umfangreich hinterfragt wurde.

Im „Testament des Salomon“ wird Gott quasi von dieser Schuld freigesprochen. Auch wenn das Buch Exodus ihn als Urheber klar benennt. Hier jedoch gesteht der Dämon gegenüber Salomon schließlich alles:

Beim Auszuge der Israeliten verhärte ich das Herz des Pharao und reize sein und seiner Diener Herz. So machte ich, dass sie die Söhne Israels verfolgten; es folgte ihnen Pharao mit allen den Ägyptern. Damals war ich dabei; wir folgten ihnen allzumal und kamen insgesamt ans Rote Meer.“ (25,5-6)

Abezethibu wurde dann aber unachtsam. Denn als das Meer wieder zurückwich, das Heer der Ägypten unter sich begrub und so alle starben, war auch er im „Lager der Ägypter“. So wurde er „mit Wasser zugedeckt“ und blieb im Meer gefangen. Bis er durch Salomons magischen Ring nach Jerusalem gelangte.

Das „Testament“ schließt damit, dass der König seinen Abfall vom Herrn beschreibt. Wie er zum Sünder wurde, „aus jedem Land und Reiche Weiber“ nahm, fremden Göttern opferte und sogar „Götzentempel“ errichtet, da ihm „Gottes Geist entzogen ward“. Gottes Herrlichkeit sei so am Ende seiner Tage sogar ganz von ihm gewichen.

Diese Sünden und Verehrung von Götzen durch Salomon sind in unterschiedlichen Texten und Überlieferungen zu ihm belegt. Selbst den heidnischen Göttern der legendären Königin von Saba soll er einst in Jerusalem gehuldigt haben. Wohl kein einziger biblischer Herrscher bzw. keine biblische Figur verhielt sich immer ganz im Sinne Gottes.

Dass das Heiligste von diesem Herrscher aber mit tatkräftiger Hilfe von Dämonen und bösen Geistern errichtet wurde, sticht bei den zahllosen biblischen Mysterien heraus. Hilfe, Unterstützung oder Tipps kommen eigentlich immer von Gott selber oder von seinen himmlischen Helfern. Beispielsweise von sogenannten „Engeln“ die Menschen oder ganze Völker ermorden, die im Wege standen.

Gräueltaten des Himmels

Dabei ist die Palette dieser angeblichen Taten mehr als lang (s. a. Video HIER): Von der Tötung aller „Sünder“ durch die Sintflut, über Sodom und Gomorrha, der Ermordung von Heiden (z. B. 2. Kön. 1) bis zur „Landnahme“ des Volkes Israel und der Beseitigung unzähliger Menschen auf Gottes Geheiß hin (z. B. Jos. 6).

In einem Extrem-Beispiel, niedergeschrieben im apokryphen Buch Philo, Kapitel 6, soll Gott sogar zu Abrahams Zeiten 83.500 (ungläubige) Menschen durch Feuer und Erdbeben absichtlich getötet haben. Ein zweites Extrem ist im 2. Buch Samuel, Kapitel 24, zu finden (s. a. 1. Chr. 21). Hier ist Gott derart zornig, dass schlussendlich als Strafe 70.000 Menschen ihr Leben verlieren.

Diese Beispiele ließen sich endlos fortsetzten.

Doch nicht immer hat der Herr sich selber „die Finger schmutzig gemacht“, wie es eine unfassbare Geschichte im 2. Buch der Könige behauptet. Dort erfährt der Bibelleser, dass um etwa 702 vor Christus der assyrische König Sanherib mit seiner Armee Jerusalem unter König Hiskia belagerte (s. a. Jes. 37). Die Lage war aussichtslos und der Assyrer sandte eine Drohschrift oder ein Ultimatum an seinem Widersacher nach Jerusalem. In Stunden der größten Not legte König Hiskia diesen Brief im von Salomon erbauten Tempel vor den Herrn (die Bundeslade) und flehte um Hilfe.

Glücklicherweise wurde er von Gott erhört, der beschloss „diese Stadt (zu) beschrimen, dass ich ihr helfe“ um die Assyrer zu vernichten. Selber hatte Gott dafür allerdings keine Zeit und schickte deshalb einen seiner Helfer:

Und es begab sich in derselben Nacht, da ging der Engel des Herrn aus und erschlug im Lager der Assyrer 185.000 Mann. Und als man sich am Morgen früh aufmachte, siehe, da waren sie alle tot, lauter Leichen. Da brach Sanherib, der König von Assyrien, auf und ging weg und kehrte zurück und blieb zu Ninive.“ (2. Kön. 19,35-36)

Engel des Todes

Jerusalem war gerettet, unzählige Assyrer von einem „Engel“ ermordet und König Sanherib wurde nach seinem Abzug in der Heimat von seinen Söhnen erschlagen.

Sanherib und diesen Kampf um Jerusalem hat es tatsächlich gegeben. Auch der berühmte jüdischen Geschichtsschreiber Flavius Josephus aus dem 1. Jahrhundert nach Christus erwähnt diese Tragödie. Josephus zitiert dabei den nicht minder bekannten Babylonier Berossos mit den Worten:

Als nun Senacherib von dem Zuge gegen Ägypten nach Jerusalem zurückkehrte, fand er, dass die unter Rapsakes zurückgelassenen Truppen schwer an der Pest litten. In der ersten Nacht, da er gemeinsam mit diesen Truppen die Belagerung weiterführte, tötete die Seuche in seinem Heere 185.000 Mann samt ihren Führern und Hauptleuten.“

Die Anzahl der Toten ist dieselbe wie im Alten Testament. Die Ursache aber ein ganz andere und vollkommen natürliche (wie bei anderen Chronisten), die nichts mit Gott oder einem Engel zu tun hat.

Es zeigt sich sehr deutlich, dass die Geschichte von den Siegern geschrieben wird. Historisch unterlag Jerusalem den Assyrern unter Sanherbib. Und die Assyrer wissen (angeblich?) nichts von einem derart gewaltigen Verlust in ihrer Reihen. Ebenso ist eine solche riesige Streitmacht vor den Toren Jerusalems vor fast 3.000 Jahren kaum vorstellbar.

Alles Propaganda?

Also sind diese Beispiele von Tötungen durch die Himmlischen nicht weiter als biblische Propaganda? Wahrscheinlich ja. Zumindest zum Teil bzw. sie sind maßlos übertrieben. Sie zeigen aber sehr deutlich, dass im Zusammenhang mit „himmlischen Mächten“ und auch Gottes menschlichen Helfern in den alten Texten sehr gerne manipuliert wurde. Bei König Salomon und seinem Tempelbau mag es nicht anders gewesen sein, als lange Zeit nach ihm sein „Testament“ geschrieben wurde.

Trotz der überall zu findenden religiösen Propaganda in den entsprechenden Schriften beinhalten sie aber immer auch Wahrheiten. Oft bis ins unkenntlich verdreht und verzehrt. Wo könnte diese bei Salomon und seinen Dämonen liegen? Sofern der Text tatsächlich von Christen in seiner Gesamtheit erst im 4. Jahrhundert verfasst wurde, scheint der weise Salomon hier absichtlich in ein schlechtes Licht gerückt worden zu sein. Die dortigen Schilderungen seines Abfalls von Gott unterstreicht das deutlich.

Warum aber dann „gefallene Engel“ oder Geister-Dämonen, die beim Bau des Allerheiligsten der Juden halfen? Immerhin waren die ersten Christen allesamt Juden. Wollte man sich vom Salomonischen Tempel inklusive dortiger Bundeslade als Heiligstes des Heiligen abgrenzen? Eine Verachtung der eigenen Wurzeln? Wenig vorstellbar –  doch möglich. Oder sollte Salomon hier als so mächtig beschrieben werden, dass er vor seinem Fall Kontrolle und Hilfe von übermenschlichen Wesen hatte?

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Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Stand die Bundeslade einst genau auf diesem Stein? Als die Philister die Lade Gottes raubten – und reumütig zurück gaben

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Standort der Bundeslade in Beth-Schemesch gefunden? Stand die Lade auf diesem Stein, wie es die Bibel beschreibt? (Bild: Z. Lederman / Montage: Fischinger-Online)
Standort der Bundeslade in Beth-Schemesch gefunden? Stand die Lade auf diesem Stein, wie es die Bibel beschreibt? (Bild: Z. Lederman / Montage: Fischinger-Online)

Die biblische Bundeslade war vor Jahrtausenden das wichtigste Heiligtum des Volkes Israel. Immerhin hatte Gott persönlich ihren Bau für ihn als „Wohnsitz“ befohlen. Dennoch erzählt das Alte Testament, dass es den verfeindeten Philistern einst gelungen sei, die mächtige Lade Gottes einst rauben. Nachdem sie jedoch die Bewohner jener Städte der Philister, in denen sie verwahrt wurde, mit „Seuchen“ heimsuchte, gaben sie das Heiligtum reumütig zurück. An einem Ort der Israeliten, der Beth-Schemsch genannt wurde. Und genau dort haben Ausgrabungen Funde ans Licht gebracht, die diese Überlieferung stützen könnten. Doch was genau soll damals geschehen sein, was macht diesen Ort so wichtig – und ist hier tatsächlich ein biblischer Bericht archäologisch bestätigt worden? Alles über die spannende Geschichte erfahrt Ihr in diesem Artikel.


Die Bundeslade: Rätsel der Bibel

Im Alten Testament gibt es kein größeres und mächtigeres Heiligtum wie die Bundeslade aus dem 2. Buch Moses.

Es ist jene vergoldete Truhe, die auf Befehl Gottes von den Hebräern beim Exodus aus Ägypten angefertigt worden sein soll. Ein mobiler Tempel ihres Gottes, in dem sich auch heilige Reliquien befunden haben sollen. Etwa die Tafeln mit den Zehn Geboten oder ein Krug mit dem „Himmelsbrot“ Manna.

Diese heilige Lade des Herrn mit ihren gerade mal rund 1,25 x 0,75 x 0,75 Metern Größe und ihre bewegte Geschichte ist schon lange zu einem Mythos geworden. Ihre in der Bibel beschrieben „göttlichen“ und zugleich unheimlichen wie tödlichen Eigenschaften faszinieren Forscher aus aller Welt ebenso. Und vor allem ihr spurloses Verschwinden aus dem Tempel von Jerusalem vor mehr als 2.600 Jahren.

Bis heute zieht die Bundeslade Bibelforscher, Abenteuer, Grenzwissenschaftler, Theologen, Autoren und Historiker in ihren Bann. Die unglaublichen Geschichten über sie, die uns bis heute das Alte Testament überliefert, sind geradezu prädestiniert dafür. Auch auf diesem Blog findet Ihr zahlreiche Artikel und Postings zu diesem Thema. Ebenso entsprechende YouTube-Videos auf dem Kanal von Fischinger-Online, von denen ich Euch einige am Ende angefügt habe.

Grundsätzlich gibt es bei dem so viele Menschen faszinierenden Thema drei Standpunkte:

  1. Die Lade Gottes hat es niemals gegeben. All die zahlreichen Schilderungen rund um das Heiligtum in der Bibel sind nichts als religiöse Propaganda der Israeliten. Niedergeschrieben und erfunden im Exil in Babylon (597 – 539 v. Chr.), als weite Teile des Alten Testamentes entstanden, wie wir es heute kennen.
  2. Als der babylonische König Nebukadnezar II. Jerusalem eroberte und zerstörte, wurde mit dem Jerusalemer Tempel auch die Lade in ihrem Inneren zerstört. Die wäre bei der Plünderung der Stadt und des Tempels 597 vor Christus ganz einfach verbrannt, bevor die Israeliten ins Exil nach Babylon gingen.
  3. Angesichts der drohenden Gefahr durch die Babylonier für Jerusalem und damit die Lade im Tempel haben die Israeliten die Bundeslade rechtzeitig in Sicherheit gebracht und versteckt. Sie liegt bis heute in ihrem Versteck und wartet auf ihre Entdeckung.

Ergänzen könnte man hier noch einen vierten Punkt. Nämlich, dass die Lade des Herrn schon zu König Salomons Zeiten aus Jerusalem fortgebracht wurde und über Ägypten nach Äthiopien kam. Diesen Diebstahl der Lade aus dem Tempel des Salomon findet sich in dem äthiopische Epos „Kebra Nagast“ beschrieben (s. a. Video HIER & den Artikel HIER).

Der Raub der Bundeslade!

Ob aber die Lade schon dem König Salomon aus seinem Tempel in Jerusalem gestohlen und durch eine Kopie ersetzt wurde, kann niemand belegen. Auch wenn die Äthiopier bis heute sagen, dass die Lade bei ihnen in der Stadt Aksum (Axum) verborgen liegen soll.

Dem Volk Israel wurde die Lade im Laufe ihrer wechselhaften Geschichte aber auch laut Bibel einstmals geraubt. Und zwar von dem mit ihnen verfeindeten Philistern, wie es das 1. Buch Samuel ab Kapitel 4 beschreibt. Dort heißt es, dass die Israeliten nach einer verheerenden Niederlage im Kampf mit den Philistern die „Bundeslade des Herrn von Silo zu uns herholen“ wollten. Durch ihre Macht und Kraft erhofften sie sich den Sieg gegen die Armeen der Philister.

Doch auch als sie die Lade aus der Stadt Silo zu sich holten, erlitten die Israeliten erneut eine Niederlage. „Und die Niederlage war sehr groß, da aus Israel dreißigtausend Mann Fußvolk“ flohen, beklagt das 1. Buch Samuel (4,10). Die Bundeslade konnte sie nicht zum Sieg führen. Mehr noch, denn „die Lade Gottes ward genommen“ und befand sich nun im Besitz der Philister. Die Bibel beklagt den Verlust mit den Worten:

Die Herrlichkeit ist fort von Israel, denn die Lade Gottes ist genommen!“ (1. Sam. 4,22)

Die Schmach gegenüber den besiegten Israeliten ging aber noch weiter. Denn die Philister nahmen die Bundeslade, schickten sie in ihre Stadt Asdod und „brachten sie in das Haus Dagons und stellten sie neben Dagon“. Von da an begann das Unheil bei den Philistern, wie es ab Kapitel 5 im 1. Buch Samuel ausführlich beschrieben ist. Ihnen brachte die erbeutetet Lade alles – nur kein Glück. Die Katastrophe gipfelte darin, dass die Philister durch die Macht der Lade von einer Art „Pest“ heimgesucht wurden:

Aber die Hand des Herrn legte sich schwer über die Einwohner von Asdod und verderbte sie und schlug Asdod und ihr ganzes Gebiet mit Beulen. Als aber die Leute von Asdod sahen, dass es also zuging, sprachen sie: Lasst die Lade des Gottes Israels nicht bei uns verbleiben; denn seine Hand ist zu hart über uns und unserm Gott Dagon!“ (1. Sam. 5,6-7)

Um der Katastrophe Einhalt zu gebieten, brachten die Bewohner von Asdod das Raubgut in die Stadt Gat. Sogleich brach auch dort eine Plage herein und die Einwohner der Stadt wurden ebenfalls von Beulen heimgesucht. „Vom Kleinsten bis zum Größten“, so dass sich „eine sehr große Bestürzung“ verbreitetet.

Reumütige Philister

Verständlicherweise wollten auch die Bewohner von Gat die Lade auf den schnellsten Weg wieder loswerden. Daraufhin wurde beschlossen, sie einfach in eine andere Stadt zu senden. Diesmal nach Ekron. Da sich aber die von der Lade verursachten Seuchen längst bis dort herumgesprochen hatten, brach dort schon vor deren Ankunft Panik aus (angeblich wurden mindestens fünf Städte durch die Macht der Lage „geschlagen“). Ekron weigerte sich aus gutem Grund die geraubte Lade der Israeliten bei sich unterzubringen.

Jetzt erst versammelten sich „alle Fürsten der Philister“ um über ihr weiteres Vorgehen mit der Bundeslade zu betraten. Sie sahen letztlich keine andere Möglichkeit:

Sendet die Lade des Gottes Israels wieder zurück an ihren Ort, dass sie mich und mein Volk nicht töte! Denn es war eine tödliche Bestürzung in der ganzen Stadt, und die Hand Gottes lag sehr schwer auf ihr. 12 Und die Leute, welche nicht starben, wurden mit Beulen geschlagen, und das Geschrei der Stadt stieg zum Himmel empor.“ (1. Sam 5,11-12)

 

Sieben Monate hatte die Bundeslade nach Aussage der Bibel zu dieser Zeit schon im Land der Philister gewütet. Mehr als alles andere bereuten Volk, Herrscher, „Priester und Wahrsager“, dass sie den Israeliten ihr Heiligtum gestohlen hatten! Und so wurde von ihnen nicht nur deren Rückgabe beschlossen, sondern mit ihr schickten sie den Israeliten eine Entschuldigung. Ein wertvolles „Schuldopfer“, wie es im 1. Samuelbuch beschrieben ist.

Also luden die Philister die Bundeslade auf einen Wagen, stellten ihr „Schuldopfer“ dazu, spannten zwei Kühe davor und machten sich auf den Weg zu ihren Feinden. Demütig folgten dem Zug auch „die Fürsten der Philister“ und so erreichte sie die nahe Grenze des israelischen Ortes Beth-Schemesch (auch Beth-Semes):

Die Bethsemiten aber schnitten eben den Weizen im Tale. Als sie nun ihre Augen erhoben, sahen sie die Lade und freuten sich, dieselbe zu sehen.“ (1. Sam 6,13)

Nach ihrer Odyssee im Land der Philister war also die Lade Gottes wieder im Besitz des Volkes Israel.

Ein Heiligtum voller Gefahren

Nach einigen weiteren Stationen fand sie schließlich im Allerheiligsten im Tempel des Salomon ihren Platz. Dem abgeschirmten Kern des Tempels, den nur auserwählte Priester betreten durften. Immerhin war die Lade für jeden Menschen eine Gefahr; nicht nur für die Philister. Das zeigte sich nach ihrer Rückgabe in dem Ort Beth-Schemesch:

Und Er schlug die Bethsemiten, weil sie in die Lade des Herrn geschaut hatten; er schlug nämlich von dem Volk siebzig Mann, und fünfzigtausend Mann. Da trug das Volk Leid, weil der Herr das Volk mit einem so großen Schlag heimgesucht hatte.“ (1. Sam. 6,19)

Die Lade unterschied also nicht zwischen Freund und Freund, zwischen Ungläubigen und Gläubigen. „All dies große Übel“, dass die rätselhafte Bundeslade den Philistern zufügte, war also kein Zufall. Denn trotz des Schreckens in ihren Orten, dachten zumindest einige der Philister noch immer an einen Zufall. Nicht an die Macht der Gotteslade als Auslöser. „So wissen wir dann, dass nicht seine Hand uns geschlagen hat, sondern dass es uns zufällig widerfahren ist“, sagt 1. Sam. 6,9 dazu.

Für Das Volk Israel war die Ankunft der Lade in Beth-Schemesch eine unbeschreibliche Freude. Endlich hatten sie ihr Heiligstes von den Philistern zurück, die sicherlich nicht minder froh waren, das „Ding“ wieder los zu sein. Darum ist die Ortschaft Beth-Schemesch in der Geschichte der Bundeslade eine der wichtigsten Stationen überhaupt. Als Ort der Übergabe an das Volk Israel.

Nach der Bibel gestaltete sich die Rückgabe der Lade sogar recht einfach:

Der Wagen aber kam auf den Acker Josuas, des Bethsemiten, und stand daselbst still. Und es war ein großer Stein daselbst; und sie spalteten das Holz vom Wagen und brachten die Kühe dem Herrn zum Brandopfer dar. Die Leviten aber hoben die Lade des Herrn herab und das Kästlein, das dabei war, worin sich die goldenen Kleinodien befanden (das „Schuldopfer“ der Philister als Entschuldigung für den Diebstahl, Anm. LAF), und setzten sie auf den großen Stein. An demselben Tag opferten die Leute zu Beth-Semes dem Herrn Brandopfer und Schlachtopfer. Als aber die fünf Fürsten der Philister das gesehen hatten, kehrten sie am gleichen Tag wieder nach Ekron zurück.

(…) Und Zeuge ist der große Stein, worauf sie die Lade des Herrn niederließen; er ist auf dem Acker Josuas, des Bethsemiten, bis auf diesen Tag.“ (1. Sam. 6,14-18)

Beth-Schemesch, Stadt der Leviten

Wie bei so vielen Berichten aus dem Alten Testament, so lässt sich die hier zusammengefasste Überlieferung über die Odyssee der Lade nicht beweisen. Niemand kann mit Bestimmtheit sagen, ob es diese Plagen im Gebiet der Philister durch die Lade gab. Nicht mal, ob der heilige Schrein überhaupt bei den Philistern war. Oder ob der in verschiedenen Büchern des Alten Testament beschriebene Weg der Lade bis zu ihrem Ziel Jerusalemer Tempel der Wahrheit entspricht. Auch wenn verschiedene Orte oder Stationen historisch nachweisbare Stätten sind bzw. waren.

Umso interessanter ist Beth-Schemesch oder Beth-Semes, eine Stadt des Stammes der Leviten. Sie waren auserwählte Diener Gottes, denen vor allem der heilige Dienst rund um die Bundeslade und dem Tabernakel, dem Zeltheiligtum, in dem sich die Lade beim Exodus befand, aufgetragen wurde. Zahlreiche Bibelstellen belegen, dass diese Priesterkaste zu den „Auserwählten“ gehörte (z. B.: Ex. 32,26ff., Num. 3,5-51, Num, 4,3, Num. 8,5-26., 1. Chr. 23,1ff., 2. Chr. 29,34 …). Unter anderem durften sie – und nur sie! – die die Bundeslade tragen.

Insgesamt wurden den Leviten 48 Orte als Heimat zugewiesen, wie es unter anderem das Buch Josua 21,1-42 überliefert. Und einer davon war Beth-Schemesch an der nördlichen Grenze von Juda. Das „zufällig“ bei der Rückgabe der Lade der Wagen genau hier stehen blieb, ist also alles andere als ein Zufall.

Wo genau das geschehen sein soll, ist auch bekannt. Beth-Schemesch liegt rund 20 Kilometer westlich von Jerusalem und ist als Ain Shems bekannt. Ein Ort mit einer bewegten und kriegerischen Geschichte, der später auch von den Philistern erobert wurde. Schon 1838 schrieben E. Robionson und E. Smith in „Palästina und die südlich angrenzen Länder“, Bd. 3, in dem sie ihre Reisen „in Bezug auf die biblische Geographie“ schildern:

In späteren Zeiten war es die Residenz eines der zwölf Amtleute Salomons, und wurde der Schauplatz der Besiegung des Amazia, den Königs von Juda, durch Joas, König von Israel; die Philister eroberten es auch vom König Ahas mit anderen Städten der Ebene.“

Diese Kämpfe und Eroberungen sind beispielsweise im 1. und 2. Buch der Könige und im 1. und 2. Buch der Chronik beschrieben.

Die Bundeslade und der „große Stein“ von Beth-Schemesch

Eine historische Stätte, an der so viele wichtige biblische Ereignisse stattgefunden haben sollen, ist natürlich auch für die Archäologie hoch interessant. Vor allem in Israel sind in allen Ecken des Landes Archäologen auf den Spuren nach historischen Zeugnissen für die verschiedensten biblischen Erzählungen. Die Bibelarchäologie ist hier Alltag und die Forscher laufen quasi auf Schritt und Tritt über bibel-geschichtliches Terrain.

Schon die Forschungen von Robinson 1838 und erneut 1852 waren „wegweisend auf diesem Gebiet“, wie es die Forscher Israel Finkelstein und Neil A. Silberman in „Keine Posaunen vor Jericho“ (2002) schreiben:

Robinson stellte fest, dass Duzende alter Hügel und Ruinen mit vordem vergessenen biblischen Stätten identifiziert werden konnten, wenn man die in der Bibel enthaltenen geographischen Informationen nutzte und sorgfältig mit den modernen arabischen Ortsnamen im Land verglich.“

Obwohl es eine Tatsache ist, das viele Angaben des Alten Testament historisch nachgewiesen und belegt werden können, können es viele andere nicht. Sehr viele, je weiter man in der Geschichte zurückgeht. Grundsätzlich zählt dazu alles, was irgendwie mit der Bundeslade zu tun hat. Beginnend mit ihrer Existenz.

Umso erstaunlicher ist dies in Bezug auf die Stätte Beth-Schemesch als zeitweiliger Aufbewahrungsort der Lade. „Und es war ein großer Stein daselbst“, sagt die Bibel, und auf diesen stellte man die Lade, wie oben zitiert. So, als wolle das Alte Testament den Wahrheitsgehalt der Erzählung unterstreichen, erfahren wird abschließend sogar noch:

„(…) Und Zeuge ist der große Stein, worauf sie die Lade des Herrn niederließen; er ist auf dem Acker Josuas, des Bethsemiten, bis auf diesen Tag.“ (1. Sam. 6,18)

Und exakt diesen Stein der Bundeslade haben Archäologen jetzt gefunden, wie sie spekulieren.

Ein Tempel für die Lade Gottes?

Zumindest bringt der Archäologe Dr. Zevi Lederman von der Universität von Tel Aviv in Israel diese Entdeckung damit in Zusammenhang. Zusammen mit Prof. Shlomo Bunimovitz haben er und ihr Team bei Ausgrabungen in Beth-Schemesch seit 2012 ein Gebäude freigelegt, das sie als Tempel oder Heiligtum interpretieren. Im Inneren genau dieses quadratischen „Tempels“ von 8,5 Metern Kantenlänge steht ein großer Stein. Ein Steintisch, der aus einer Platte besteht, die auf zwei anderen Steinen liegt. Ähnlich einem Dolmen.

Innerhalb des ausgegrabenen Heiligtums mit dem seltsamen Steintisch konnten die Forscher Hinweise finden, dass hier religiöse Rituale angehalten wurden. Zum Beispiel Opferschalen und Tierknochen. Auch sei der Raum exakt nach den Himmelsrichtungen ausgerichtet, was für eine religiöse oder zeremonielle Nutzung spricht. Ungewöhnlich seien auch die isolierte Lage des Bauwerkes und seine besonders starken Mauern, so Prof. Bunimovitz. Er ist sicher:

Es gibt viele Beweise dafür, dass dies wirklich ein Tempel war. Wenn man sich die Struktur und ihren Inhalt ansieht, ist klar, dass dies kein gewöhnlicher Wohnraum ist, sondern etwas Besonderes.“

Ein großer abgeflachter Stein, arrangiert zu einer Art Altar in einem Tempel in einem Ort, wo sich laut Bibel die Bundeslade auf eben einem großen Stein befunden haben soll, fasziniert auch Lederman:

Dies wäre ein seltener Fall, in dem wir die biblische Erzählung mit einem archäologischen Fund zusammenführen können.“

Die Grabungen unter Leitung von Lederman und Bunimovitz haben in den letzten Jahren auch gezeigt, dass dieser Ort mehrfach zerstört wurde. Genau das sagt auch die Bibel, da (unter anderem) die Philister Beth-Schemesch eroberten und zerstörten. Selbst als Stall habe dieser kleine Tempel daraufhin gedient. Angriffe der Philister waren genau hier nicht ungewöhnlich, da sie nur sieben Kilometer in Tel Batash ihre nächste Siedlung hatten. Beth-Schemesch war Grenzgebiet, wie es auch das Alte Testament besagt.

Es gibt natürlich kritische Stimmen und viele offene Fragen zu diesem Fund, wie es auch Bunimovitz und Lederman selber betonen. Archäologisch wäre es kaum zu belegen, so Lederman. Und Bunimovitz ergänzt in „The Jerusalem Post“:

Es ist nicht einfach, alle Wendungen der Geschichte, die in der Bibel Einzug hielten, auszupacken und herauszufinden, woran sich die Menschen erinnerten, was historisch war und was später hinzugefügt wurde.“

Ein Widerspruch zwischen dem Steintisch in dem Tempel und der Bibel ist allein schon der Umstand, dass im 1. Buch Samuel gesagt wird, dass der große Stein außerhalb des Ortes auf einem Feld lag. Allerdings sollte es nicht verwundern, wenn später der Stein vom Feld geholt und in einen eigens dafür errichteten Tempel gestellt wurde.

Archäologische Beweise?

Archäologen wie Prof. Israel Finkelstein wenden auch ein, dass Beth-Schemesch im 12. Jahrhundert vor Christus zerstört wurde. Die Überlieferung der Bundeslade wurde aber erst rund 400 Jahre später aufgeschrieben. Für Finkelstein ist es deshalb kaum vorstellbar, dass „eine Erinnerung aus dem 12. Jahrhundert bis zum 8. Jahrhundert vor Christus ohne kontinuierliche Schreibtradition bewahrt “ werden konnte.

Das "Haus Israel" am Berg Moses - dort wurde angeblich die Lade gefertigt (Bild: gemeinfrei)
Das „Haus Israel“ am Berg Moses – dort wurde angeblich die Lade gefertigt (Bild: gemeinfrei)

Auch Lederman und Bunimovitz geben das zu bedenken. Vielleicht wurde der einst real vorhandene Steintisch einfach nachträglich in die Geschichte eingebunden, so Bunimovitz:

Aber in jede ideologische Erzählung müssen einige reale Elemente eingefügt werden, wenn man möchte, dass sie geglaubt und akzeptiert wird.“

Avraham Faust, Archäologie-Professor an der Bar-Ilan-Universität in Israel, glaubt sogar eher an einen Zufall:

Ich glaube, niemand würde dies wörtlich nehmen und daraus schließen, dass dies der Stein aus der biblischen Geschichte ist. Natürlich wurde die Geschichte viel später geschrieben, aber dieser Fund könnte die Theorie stützen, dass es einige sehr frühe Traditionen gibt, die ihren Weg in die Bibel gefunden haben.

Es ist ein automatischer und manchmal begründeter Verdacht, aber ich glaube nicht, dass dies hier der Fall ist. Dies ist ein wahrnehmbarer Stein, der zur richtigen Zeit an einer auffälligen Stelle innerhalb eines Tempels platziert wird. Es gibt also viele Punkte, die diesen Fund mit einer alten Tradition verbinden können, die möglicherweise Eingang in die biblische Geschichte gefunden hat.“

Ob seine Vermutung stimmt, weiß natürlich auch Faust nicht. Er ist jedoch überzeugt, dass es „sorgfältig geprüft werden sollte“. Nur eine derartige sorgsame Prüfung sollte sehr schwierig werden. Es wird sich in dem kleinen Tempel von Beth-Schemesch kaum eine Inschrift mit Datum und Siegel finden, die besagt, dass hier die Bundeslade stand.

Zumindest wäre auf dem Steintisch Platz für die Lade gewesen. Sie war laut Buch Exodus 2,5 x 1,5 x 1,5 Ellen groß und damit hatte sie eine rechteckige Grundfläche von maximal 1,30 x 0,80 Metern. Bilder von den Ausgrabungen zeigen, dass dies durchaus zu passen scheint.

Widersprüche und Rätsel

Seltsam ist jedoch die Größe des über 3.000 Jahre alten Gebäudes selbst. Der Raum mit dem Steintisch ist exakt quadratisch und hat 8,5 Meter Seitenlänge. Für eine Kasten wie die Bundeslade sicher groß genug, aber: Nach der biblischen Geschichte wurde die Bundeslade während des Exodus aus Ägypten in einem Zeltheiligtum verwahrt. Einem Tabernakel oder eine „Stiftshütte“ mit einem Allerheiligsten im Innersten. Darin wurde die Lade verwahrt (s. a. Video HIER).

Es war ein „Offenbarungszelt“, dessen genaue Bauanweisungen zusammen mit dem Befehl zum Bau der Bundeslade durch Gott persönlich erteilt wurden. Inklusive allem Zubehör und Inventar, wie man es sehr detailliert im 2. Buch Moses ab Kapitel 25 nachlesen kann.

Der heilige Bereich im Inneren war nach den Beschreibungen 9 Ellen breit und 30 Ellen lang. Darin wiederum stand das „Heiligtum der Heiligtümer“ mit einer mutmaßlichen Breite von maximal 9 Ellen (Breite der „Stiftshütte“) und der Lade Gottes. Das sind, ja nach angenommener Elle, bis knapp 5 Meter Seitenlänge.

Warum ist dann der Tempel in Beth-Schemesch 8,50 Meter groß, wenn er doch wesentlich später errichtet worden sein soll (zumindest nach der biblischen Chronologie)? Immerhin stammen die umfangreichen und genauen Anweisungen für das Zeltheiligtum etc. direkt von Gott, der sie Moses auf dem Sinai gegeben hat. „Heiliger“ können ein Auftrag und Maße kaum sein …

Auch das spätere Heiligtum für die Bundeslade, der Tempel des Salomon in Jerusalem, wo die Lade letztlich nach ihren Aufenthalt in Beth-Schemesch ankam, widerspricht dem. Nach den Beschreibungen im 1. Buch der Könige in Vers 6,20 war hier das Allerheiligste rund 10 x 10 x 10 Meter groß.

Obwohl heute angenommen wird, dass das Zeltheiligtum des Exodus nur vom Tempel in Jerusalem in die Zeit Moses „zurückdatiert“ wurde, entspricht Beth-Schemesch nicht dieser Tradition. Man sollte doch annehmen, dass man sich an die Anweisungen Gottes hält. Auch wenn der Steintisch im Tempel dort einer späteren Tradition entsprungen ist. Beziehungsweise dieser später mit der Lade des Herrn in Zusammenhang gesetzt wurde.

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VIDEO: Mentalist Uri Geller, die PR und die Bundeslade: Angeblich weiß er, wo der verlorene Schatz der Bibel verborgen ist

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Video: Uri Keller will die Bundeslade des Moses finden! (Bilder: Dmity Rozhkov/WikiCommons CC BY-SA 3.0 & ICRAR & Fischinger-Online)
Video: Uri Keller will die Bundeslade des Moses finden! (Bilder: Dmity Rozhkov/WikiCommons CC BY-SA 3.0 & ICRAR & Fischinger-Online)

Seit rund 2.500 Jahren gilt die heilige Bundeslade der Bibel als verschollen. Viele Suchende vermuten ihren Aufenthaltsort an ebenso vielen unterschiedlichen Orten in der Welt, die vom Irak über Frankreich und Äthiopien bis Kanada reichen. Gefunden hat sie bisher niemand und handfeste Beweise fehlen. Bis der bekannte Mentalist Uri Geller kommen musste? Denn er behauptet, dass er genau weiß, wo sich das heiligste Relikte der Bibel befindet. „Ein archäologisches und theologisches Erdbeben“ werde er damit auslösen, so Geller. Doch stimmt das und was steckt dahinter?


Bundeslade: Seit 2.500 Jahre verschollen

Was macht eigentlich Uri Geller, der Mentalist aus Israel, der als Löffelbieger weltberühmt wurde? Ihn gibt es noch. Und Anfang 2022 vermeldete er per Twitter eine Weltsensation: Er habe die verschollene Bundeslade der Bibel gefunden! Diese Entdeckung werde nach seinen Worten ein historischer Tsunami folgen.

„Ein archäologisches und theologisches Erdbeben“ wird die Entdeckung des verlorenen Schatzes der Bibel auslösen, so Geller. Sie werde die Erde erschüttern, auch wenn mit gewaltigem Widerstand zu rechnen sei, schrieb er weiter.

Das sind mehr als starke Worte, die mehr als nur einen Löffel verbiegen können. Denn tatsächlich wäre die Entdeckung der Bundeslade eine Sensation für die Archäologie, Bibelforschung und Theologie. Schließlich gilt dieser heilige Schrein, den die Hebräer bei ihrem Auszug aus Ägypten unter Moses (dem Exodus) angefertigt haben sollen, seit über 2.500 Jahren als verschollen.

Einst stand sie im Tempel des Salomon mitten auf dem Tempelberg in Jerusalem, wie es die Bibel erzählt. Doch dieser wurde durch die Babylonier vernichtet und jede Spur des Heiligsten der Hebräer und der Bibel überhaupt verliert sich.

Wo sie heute liegen soll, da gibt es viele Ansichten. Sie reichen von der Stadt Axum (Aksum) in Äthiopien, über Frankreich, Irland und Kanada bis zur Aussage, dass sie noch nimmer in Israel liegt. Oder sogar dort einst verbrannte. Und so wird das verschollene Heiligtum Gottes seit langer Zeit vergeblich gesucht. Bis Uri Geller kommen musste, der kürzlich auch vor einer Massenlandung von Außerirdischen warnte, wie HIER berichtet?

Werfen wir in diesem Video vom 24. Januar 2022 einen Blick auf die Geschichte der göttlichen Lade, wo sie überall angeblich sein soll und letztlich auch auf die „steile Behauptung“ des Mentalisten Geller.

Bleibt neugierig …

Video vom 24. Januar 2022 auf Mystery Files

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Münze aus dem verlorenen Schatz des Tempel von Jerusalem gefunden: Geschichte(n) aus dem Dreck und die Verbindung nach Rom (+ Video)

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Münze aus dem verlorenen Silberschatz des Tempel von Jerusalem gefunden (Bilder: gemeinfrei & Y. Sindel/Flash90 / Montage: Fischinger-Online)
Münze aus dem verlorenen Silberschatz des Tempel von Jerusalem gefunden (Bilder: gemeinfrei & Y. Sindel/Flash90 / Montage: Fischinger-Online)

In Jerusalem hat ein Mädchen eine kleine Silbermünze gefunden, die nach Ansicht von Experten aus der Zeit des 2. Jerusalemer Tempels stammt. Datiert wird der Fund in die Jahre des jüdischen Krieges gegen die Römer, bei dem im Jahr 70 der Tempel vollkommen vernichtet und seine seine Schätze geraubt wurden. So unscheinbar die Münze auch ist: Hinter ihr verbirgt sich eines der wichtigsten Ereignisse der jüdisch-römischen Geschichte. Die direkt mit dem Kolosseum, dem Wahrzeichen Roms, in Verbindung steht, wie Ihr hier erfahrt.


Das Ende des 2. Tempel von Jerusalem

Vor 1951 Jahren kam es in Jerusalem und dem ganzen Heiligen Land zu einem einschneidenden Ereignis: Nachdem 66 nach Christus der jüdische Aufstand gegen die Römer begann, eroberten und plünderten diese im Sommer 70 Jerusalem. Es ist jener Tempel, den auch Jesus Christus besuchte und dort gegen die „Geldwechsler“ wetterte, die den Tempel zu einer „Räuberhöhle“ gemacht hätten. Eine bekannte Episode aus dem Leben Jesu.

Trauriger Höhepunkt des Krieges war die Eroberung und vor allem Zerstörung dieses Jerusalemer Tempels auf dem Tempelberg. Ein Beispielloses Gemetzel, bei dem laut dem berühmten jüdischen Gesichtsschreiber und Zeitzeugen Flavius Josephus (ca. 38 – 100) mehr als 1 Millionen Menschen ums Leben kamen. Eine sicher sehr weit übertriebene Zahl. Doch die Kämpfe müssen furchtbar gewesen sein. So notierte der römische Geschichtsschreiber Cassius Dio (ca. 163 – 235) in Band 65 seines Werkes „Römische Geschichte“ über die Ereignisse:

Da stürzten sich die einen freiwillig in die Schwerter der Römer, die andern erschlugen sich gegenseitig, andere brachten sich selbst um, wieder andere sprangen in die Flammen. Und es schien für alle nicht so sehr Verderben, sondern eher Sieg und Heil und Gnade zu bedeuten, mit dem Tempel zusammen unterzugehen.“

Bis auf Grundmauern und die Westmauer wurde der Tempel vollständig zerstört. Heute ist das die berühmte „Klagemauer“ in Jerusalem, an dem genau dieser Verlust beklagt wird. Daher der Name. Obwohl heute angenommen wird, dass die vollständige Zerstörung des Tempels ein Unfall war,  ist es bis heute ein Trauma der Juden. Vor fast 2.000 Jahren, unter der Eroberung von Kaiser Titus, erlitten Jerusalems Einwohner damit eine ihrer größten Katastrophen. Wer nicht ermordet wurde oder Selbstmord begann, wurde versklavt oder verbannt.

Sieg und Plünderung durch Kaiser Titus

Anfang September 70 war die gesamte Stadt besiegt und großflächig zerstört. Wenige Jahre später, nach der Eroberung der Festungsanlage Masada, fiel ganz Judäa. Ein großer Sieg für Kaiser Titus, zu dessen Ehren nahe dem Kolosseum in Rom im Jahr 71 ein Triumphbogen errichtet wurde. Er steht dort noch heute. Auf ihm wird der römische Herrscher angesichts seines Sieges über die widerspenstigen Juden gefeiert.

Relief auf dem Titus-Bogen in Rom: römische Soldaten plündern die Schätze des Jerusalemer Tempels (Bild: Fischinger-Online)
Relief auf dem Titus-Bogen in Rom: römische Soldaten plündern die Schätze des Jerusalemer Tempels (Bild: Fischinger-Online)

Prunkvoll zeigt der sogenannte „Titus-Bogen“, wie römische Soldaten die Schätze des Jerusalemer Tempels fort tragen. Unter anderem den berühmten Siebenarmigen Leuchter aus dem Tempel, den man als Menoar kennt. Heute ist das verschollene Heiligtum eines der wichtigstes Symbole des Judentums. Was der Siegesbogen des Titus übrigens nicht zeigt oder erwähnt, ist die legendären Bundeslade.

Dieses heiligste Objekt überhaupt verschwand schon mindestens 600 Jahre zuvor aus Jerusalem. Mehr dazu im Video unten auf dem Mystery Files-Video-Channel.

Der Bogen steht unübersehbar auf dem Forum Romanum. Am höchsten Punkt der Straße, die zum Kolosseum führt, das mit Kaiser Titus und Jerusalem eng verknüpft ist. Das Kolosseum ist das Wahrzeichen des modernen Rom und das größte Amphitheater, das die Römer jemals errichteten. Und zwar in den Jahren 72 bis 80 und Dank der geraubten Tempelschätze aus Jerusalem. Die Kriegsbeute aus dem gewonnen Krieg gegen die Juden machte die Finanzierung des gewaltigen Kolosseum erst möglich.

Der verlorene Tempelschatz

Ein wahrhaft lohnender Feldzug, „dessen Beute so immens gewesen sein muss wie kaum je nach einem siegreichen Krieg Roms“, schrieb beispielsweise Géza Alföldy in seiner Studie „Eine Bauinschrift aus dem Colosseum“ in der „Zeitschrift für Papyrologie und Epigraphik“ (Nr. 109, 1995). Die Beute wurde später „nach Rom gebracht, um dort beim Triumph ‚haufenweise‘ zur Schau gestellt zu werden“, so Alföldy. Und weiter:

So lesen wir beispielsweise nicht nur bei Josephus, sondern auch bei Zonaras, dass die Goldbeute aus dem Jüdischen Krieg so groß war, dass sich der Wert des Goldes in Syrien auf die Hälfte verringerte.

(…) ‚die Beute des Titus‘ aus dem Jüdischen Krieg dürfte angesichts ihres einzigartigen Reichtums ein gängiger Begriff, wohl ein geflügeltes Wort, gewesen sein.

Mit diesem immensen Vermögen wurden das Kolosseum und andere öffentliche Bauten errichtet. Ein Tempelschatz, eingeschmolzen und von den Feinden der Juden verhökert – wer kann es ihnen da verübeln, dass sich diese Niederlage im ersten Jahrhundert ins kollektive Gedächtnis des Volkes eingebrannt hat? Zumal der Tempel nie wieder aufgebaut wurde und der einstige Standort oben auf  Tempelberg heute muslimisch ist. Er ist das wohl umstrittenste kleine Stück Land der Welt, das es überhaupt gibt. Somit ein politisches Pulverfass.

So wird bis heute jeder noch so winzige Fund, der irgendwie mit dem Tempel von Jerusalem in Verbindung steht, als wahrer Schatz angesehen. Vor allem wenn er dem vorherigen 1. Jerusalemer Tempel zugeschrieben wird. Jenem Heiligtum, das laut Bibel König Salomon vor rund 3.000 Jahren für die Bundeslade errichte haben soll. Seine einstige Existenz wiederum ist umstritten. Gleiches gilt für archäologisch Funde, die direkt oder indirekt mit ihm oder seinem Tempel in Verbindung gebracht werden.

Sieben in der Erde von Jerusalem

Den Nachfolgebau hat es gegeben, wovon nicht nur die „Klagemauer“, schriftliche Quellen und andere archäologische Funde zeugen. Deshalb wird daran nicht gezweifelt. Jedoch kann kein Archäologe der Welt auf dem Tempelberg selber Ausgrabungen nach diesem (oder dem Salomonischen) Heiligtum durchführen. So bleibt nichts anders übrige, als Schutt aus der Umgebung des Tempelberges zu durchsieben. Immer in der Hoffnung, in diesem Aushub vom Berg und aus der Davidstadt Artefakt der Tempel zu entdecken.

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Und genau das wird intensiv getan und sogar gefördert. Hierzu wurde bereits 1999 von den Archäologen Gabriel Barkay und Zachi Dvira das „Tempelberg-Siebprojekt“ ins Leben gerufen. An diesem Projekt haben sich seitdem mehr als 212.000 Juden wie auch Christen beteiligt. Ganze Familien machen sich in ihrer Freizeit auf, um achtlos in der Vergangenheit abgeladenen Aushub nach verborgenen Relikten und Spuren zu durchsuchen. Das ist für die Kinder eine Art Schatzsuche, bei der bisher fast 500.000 Artefakte entdeckt wurden.

Dieses „Temple Mount Sifting Project“ wird von Privatleuten, Universitäten und Behörden gefördert. Unzählige Freiwillige sieben dabei stundenlang die historische Erde, um kostbare oder bedeutende Altertümer zu finden. Nicht zur eigenen Bereicherung, sondern um deren Erhalt zu sichern. Oder sie erst mal überhaupt zu finden. Auch wenn das Projekt seien Kritiker hat, die beispielsweise fehlenden wissenschaftlichen Wert beklagen und hier eine reine Freizeitbeschäftigung sehen. Vor allem sei der Bauschutt und Aushub mehrfach umgelagert worden, weshalb etwaige Funden keinen Kontext zugeordnet werden können.

Doch deshalb den Aushub vom Tempelberg und der historischen Davidstadt von Jerusalem einfach unbeachtet liegen lassen, ist sicher auch der falsche Weg.

Erinnerung an den verlorenen Tempelschatz

Auch das 11-jährige Mädchen Liel Krutokop reiste extra aus Petach Tikwa, einem Vorort von Tel Aviv, an, um mit ihrer Schwester und Eltern an diesem Projekt teilzunehmen. Das Mädchen fand dabei eine Münze aus 14 Gramm reinem Silber, die während der Epoche des 2. Tempels in Umlauf war.

Auf der Vorderseite dieser Münze sieht man (s. Titelbild) einen Becher und die Inschriften „Israelitischer Schekel“ und die Abkürzung für „Zweites Jahr“. Also das zweite Jahr des Aufstands gegen die Römer. Auf der Rückseite wiederum steht unter anderem „Heiliges Jerusalem“ und „eine Inschrift, die von Gelehrten als Sitz des Hohepriesters identifiziert wurde“, so „Israel heute“ am 1. Dezember 2021. Begeistert über den Fund zeigte sich Robert Kool, Leiter der Münzabteilung der israelischen Antikenbehörde:

Dies ist ein seltener Fund, da von vielen Tausend Münzen, die bisher bei archäologischen Ausgrabungen entdeckt wurden, nur etwa 30 Münzen aus Silber aus der Zeit des Großen Aufstands sind.“

Kool ist der Meinung, dass sie Münze aus dem verlorenen Tempelschatz stammt:

Wo sonst hätte man in jenen Tagen Silber in nennenswerter Menge und von so hoher Qualität finden können? Wenn das so ist, ist diese Münze eines der ganz wenigen Stücke aus dem Tempel selbst, die wir heute besitzen.

Die plündernden Römer haben die Münze wohl übersehen. Führt man sich die Geschichte und vor allem das Schicksal des Tempels und seiner Schätze vor Augen, so sieht man diesen bescheidenen Münz-Fund mit anderen Augen. Kein Vergleich mit den geraubten Unsummen und Kostbarkeiten (es sollen dutzende Tonnen gewesen sein). Dennoch ein seltenes Objekt mit einer faszinierenden Geschichte und eine Erinnerung an die einschneidendsten Jahre des heutigen Jerusalem überhaupt!

Video zum Thema

Video vom 16. März 2017 auf Mystery Files

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Beweise für König Salomon der Bibel in Süden von Spanien – nicht in Jerusalem? Ein Forscher glaubt sie zu haben! +++ Video +++

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VIDEO: Beweise für König Salomon der Bibel in Süden von Spanien? Ein Forscher glaubt sie zu haben! (Bild: gemeinfrei)
VIDEO: Beweise für König Salomon der Bibel in Süden von Spanien? Ein Forscher glaubt sie zu haben! (Bild: gemeinfrei)

König Salomon aus dem Alten Testament ist eine der berühmtesten Figuren der Bibel. Nicht aufgrund seiner sprichwörtlichen Weisheit, sondern auch aufgrund seines ihm nachgesagtem Reichtums. Und vor allem auch, da er vor rund 3.000 Jahren den ersten Tempel in Jerusalem für die Bundeslade auf dem Tempelberg gebaut haben soll. Wissenschaftlich belegt ist weder das eine, noch das andere. Ein britischer Forscher sieht das jetzt anders. Er glaubt, dass er Belege für die Existenz des mythischen Herrschers gefunden hat. Nicht in Jerusalem oder Israel, sondern im Süden von Spanien.


König Salomon, mythischer Herrscher von Jerusalem

In diesen Tagen ist unter anderem am Tempelberg in Jerusalem ein alter, tödlicher Konflikt entbrannt. Denn hier stand einst angeblich der Tempel des König Salomon der Bibel. Gab es dieses König tatsächlich? Ein britischer Forscher will dafür Beweise gefunden haben.

Laut dem Alten Testament der Bibel baute vor rund 3000 Jahren der mythische und legendäre König Salomon auf dem Tempelberg in Jerusalem seinen Tempel. Etwa dort, wo heute die #Klagemauer steht. Ein Rest eines späteren Tempelbau. Wie sein Vater König David, der die Bundeslade aus der Hand der Feine wieder zu seinem Volk brachte (und gegen den Riesen Goliath kämpfte), ist auch König Salomon historisch nicht belegt.

Seit Jahrhunderten sucht man nach wirklichen Fakten und Beweisen für Salomon und seinen Tempel. Seine Weisheit und auch sein Reichtum sind heute bekanntlich legendär. Wie auch die Quelle seiner Schätze wie unter anderem Silber und Gold. Mit Schiffen, so einige Aussagen der Bibel, habe er zahlreiche Kostbarkeiten ins Land geholt. Unter anderem in Zusammenarbeit mit einem ebenfalls rätselhaften König mit Namen Hiram.

Ein Name, der verschiedentlich im Alten Testament zu finden ist. Auch ein Baumeister des Jerusalemer Tempel trug diesen Namen. Umstrittene Ereignisse, Beschreibungen und Aussagen, wie die Bibelforschung selber eingesteht.

Der britische Forscher Dr. Sean Kingsley sieht das anders. Er will Belege für Salomons Quellen des Reichtums gefunden haben. Und das im Süden von Spanien, von wo der Herrscher mit Hilfe der Seefahrer und Händler der Phönizier die Waren importiert haben soll.

Eine mehr als gewagte These – um es vorsichtig zu formulieren. Zumindest nach dem, was Kingskley bisher dazu vorlegte. Denn ein Buch von ihm soll dazu folgen. In diesem Video vom 11. April 2021 wollen wir uns die Könige Salomon und Hiram und die Ideen von Kingsley einmal näher anschauen…

Bleibt neugierig …

Video vom 11. Mai 2021 auf Mystery Files

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Angebliches Geheimprojekt des Vatikan in Jerusalem: Ein neuer Messias soll aus den Gebeinen von König David geklont werden +++ Video +++

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VIDEO: Angebliches Geheimprojekt des Vatikan in Jerusalem: Ein neuer Messias soll aus den Gebeinen von König David geklont werden (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
VIDEO: Angebliches Geheimprojekt des Vatikan in Jerusalem: Ein neuer Messias soll aus den Gebeinen von König David geklont werden (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Ein jüdischer Rabbiner hat eine unglaubliche Behauptung verbreitet: Angeblich habe der Vatikan einen geheimen Tunnel in Jerusalem graben lassen, um die Gebeine des legendären biblischen König David zu finden. Jenem mythischen König, der nicht nur den Riesen Golith im Kampf besiegte, sondern auch die Bundeslade vor 3.000 Jahren nach Jerusalem gebracht haben soll. Mit Hilfe dieser sterblichen Überreste des weltberühmten Herrschers will der Vatikan angeblich einen „neuen Messias“ klonen. Ziel sei es, so der Rabbiner, die Welt mit diesem geklonten Menschen zu manipulieren. Welche Hintergründe diese religiöse Verschwörungstheorie und der Rabbiner selber haben, erfahrt  Ihr in diesem Video!


Verschwörung des Vatikan um König David und einen „neuen Messias“?

Der Rabbiner Daniel Asor behauptetet Unglaubliches: Der Vatikan gräbt in Jerusalem im Geheimen in Jerusalem nach den Gebeinen von König David aus der Bibel. Aus dessen DNA wolle man einen „neuen Messiasklonen, um die Welt zu manipulieren!

Wilde Spekulationen und Behauptungen gibt es also offensichtlich nicht nur im Bereich Mystery & Co. Auch im religiösen Bereich gibt es sie. So wie jetzt bei diesem Rabbiner, der tatsächlich behauptet hat, das der Vatikan diesen geheimen Plan in Jerusalem verfolgt. Angeblich sucht der Vatikan durch Grabungen nach denn Gebeinen des legendären biblischen König David um aus diesen 3000 Jahre alten Knochen die DNA des berühmten Königs zu gewinnen.

David ist jener mythische Herrscher, der nicht nur den Riesen Goliath im Kampf besiegt haben soll. Er soll laut biblischen Schriften auch die nicht minder legendären Bundeslade nach Jerusalem gebracht haben. Sein Sohn, König Salomon, war es dann, der den ersten Tempel von Jerusalem auf dem Tempelberg für die Heilige Lade erbaut habe. Es ist eine der Schlüsselfiguren der gesamten Bibel.

Das alles mit dem hinterhältigen, dunklen Ziel, so der Rabbiner weiter, mit diesem genetischen Code einen „neuen Messias“ zu klonen und wie Welt in die Irre zu führen. Womit wohl vor allem das Judentum gemeint ist, da diese Religion bekanntlich den christlichen Jesus nicht als Messias anerkannt hat.

Eine unglaubliche und bizarre Behauptung – und ein unglaublicher Rabbiner, wie Ihr es in diesem YouTube-Video vom 20. April 2021 erfahrt.

Bleibt neugierig …

Video vom 20. April 2021 auf Mystery Files

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2000 Jahre alte unterirdische Kammern unweit der Klagemauer und des Tempelberg in Jerusalem entdeckt

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2000 Jahre alte unterirdische Kammern unweit der Klagemauer in Jerusalem entdeckt! (Bild: E. Salman)
2000 Jahre alte unterirdische Kammern unweit der Klagemauer in Jerusalem entdeckt! (Bild: E. Salman)

Sensationeller Fund in Jerusalem! Archäologen fanden unweit der weltbekannten Klagemauer nahe des Tempelberg bisher verborgene unterirdische Räume und Kammern im Fels. Für die beteiligten Archäologen ist das über mehrere Stockwerke angelegte Raumsystem eine Sensation. Bisher ist nichts ähnliches an bzw. unter der Klagemauer bekannt. Die Ausgräber sind zudem sicher, dass der Fund aus der Zeit des zweiten Jerusalemer Tempels vor 2.000 Jahren stammt.


Jerusalem, der Tempel und die Klagemauer

Wohl kaum ein Platz der Erde ist so voller Geschichte, wie der Tempelberg von Jerusalem. Jener Ort, wo angeblich König Salomon seinen legendären und heute spurlos verschwundenen Tempel errichten ließ und wo die Bundeslade verwahrt wurde.

Eigentlich eine Fundgrube für die Archäologie.

Wäre da nicht die Tatsache, dass gerade der heilige Tempelberg und seine Umgebung seit Jahrtausenden ein Zankapfel von Religionen und Politik ist. Bis heute beklagen gläubige Juden dort an der sogenannten Klagemauer den Verlust ihres Heiligtums. Denn auch der zweite Tempel von Jerusalem wurde zerstört. Im Jahr 70 durch die Römer. Übrig blieb unter anderem die Klagemauer, als das zentrale Heiligtum des Judentums (sieht man von der Thora einmal ab).

Um so erstaunlicher ist der Fund, den Archäologen jetzt an oder besser gesagt unter der Klagemauer gemacht haben. Das Team um Barak Monnickendam-Givon entdeckte dort bei Ausgrabungen in einem Tunnel drei bisher unbekannte Räume im Gestein. Angelegt in drei Stockwerken, die durch einfach Treppen miteinander verbunden waren.

Ein „einzigartiger Fund“, so Monnickendam-Givon, da bisher ein solches unterirdisches Kammersystem im gewachsenen Felsgestein an der Klagemauer unbekannt war. Wie „Israel Antiquities Authority“ am 19. April bekannt gab, wurden dieses Räume in der Zeit um den zweiten Tempel von Jerusalem vor seiner Zerstörung genutzt. Dieser Tempel war das Zentralheiligtum der Juden, in dem sich laut Neuen Testament auch Jesus aufhielt.

Über den unterirdischen Felsenkammern lagen Reste großen Gebäudes aus byzantinischer Zeit. Vermutlich erbaut vor rund 1.400 Jahren und 150 Jahre später umfassend umgebaut. Die Räume darunter waren da offensichtlich längst vergessen.

Rätselhafte Kammern

Für die Archäologen sind die Kammern ein Rätsel. Es sei unbekannt, warum Menschen vor 2.000 Jahren Räume in den gewachsenen Felsen unter der Erde meißelten, da zu jener Zeit Gebäude jeglicher Art ganz normal über der Erde gemauert wurden:

Die Frage ist, warum solche Anstrengungen und Ressourcen in das Hauen von Räumen unter der Erde im harten Grundgestein investiert wurden. Wir befinden uns im Herzen Jerusalems während der Römerzeit, am Vorabend der Zerstörung (des zweiten Tempels der Juden, Anm. LAF).

Wir kennen Ausgrabungen für Bestattungen, Wasserzisternen oder Ritualbäder, aber das ist hier nicht der Fall.“

Die Forscher um Monnickendam-Givon könen nur spekulieren, welchen Zweck diese „Geheimkammern“ einstmals dienten. Vielleicht als Versteck, Lager oder Vorratskammer für ein heute nicht mehr vorhandenes Gebäude, so die ersten Vermutungen. Zumindest wiesen Funde von Türscharnieren, eingemeißelten Regale und Plätze für Öllampen darauf hin, dass diese Räume regelmäßig genutzt wurden. Vielleicht sogar täglich.

Ausgegrabene Alltagsgegenstände wie eben solche Öllampen und Steinbecher scheinen dafür zu sprechen, so die „Israel Antiquities Authority“. Möglicherweise standen die Räumlichkeiten auch mit rituellen Waschungen in Verbindung. Darauf würden gefundene Reste eines Ritual-Beckens zur Wasseraufbewahrung schließen lassen.

Wie kaum ein anderer Fund der letzten Jahrzehnte unweit des Tempelberges belegen diese Entdeckungen eindrücklich, welches archäologische Potential dort schlummert. Auf, neben, am und vor allem im Inneren des heiligen Tempelberg. Meistens vollkommen unerreichbar für die Archäologen, woran sich in absehbarer Zeit auch nichts ändern wird.

Und wer weiß: Vielleicht findet sich eines Tages dort in einer unterirdischen Kammer die verschollene Bundeslade! (Videos dazu finden Ihr HIER.)

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Standort der Bundeslade in Beth-Schemesch gefunden? Als die Philister die Lade Gottes raubten – und reumütig zurück gaben (Artikel)

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Standort der Bundeslade in Beth-Schemesch gefunden? Stand die Lade auf diesem Stein, wie es die Bibel beschreibt? (Bild: Lederman / Montage: Fischinger-Online)
Standort der Bundeslade in Beth-Schemesch gefunden? Stand die Lade auf diesem Stein, wie es die Bibel beschreibt? (Bild: Z. Lederman / Montage: Fischinger-Online)

Die biblische Bundeslade war vor Jahrtausenden das wichtigste Heiligtum des Volkes Israel. Immerhin hatte Gott persönlich ihren Bau für ihn als „Wohnsitz“ befohlen. Dennoch erzählt das Alte Testament, dass es den verfeindeten Philistern einst gelungen sei, die mächtige Lade Gottes einst rauben. Nachdem sie jedoch die Bewohner jener Städte der Philister, in denen sie verwahrt wurde, mit „Seuchen“ heimsuchte, gaben sie das Heiligtum reumütig zurück. An einem Ort der Israeliten, der Beth-Schemsch genannt wurde. Und genau dort haben Ausgrabungen Funde ans Licht gebracht, die diese Überlieferung stützen könnten. Doch was genau soll damals geschehen sein, was macht diesen Ort so wichtig – und ist hier tatsächlich ein biblischer Bericht archäologisch bestätigt worden? Alles über die spannende Geschichte erfahrt Ihr in diesem Artikel.


Die Bundeslade: Rätsel der Bibel

Im Alten Testament gibt es kein größeres und mächtigeres Heiligtum wie die Bundeslade aus dem 2. Buch Moses.

Es ist jene vergoldete Truhe, die auf Befehl Gottes von den Hebräern beim Exodus aus Ägypten angefertigt worden sein soll. Ein mobiler Tempel ihres Gottes, in dem sich auch heilige Reliquien befunden haben sollen. Etwa die Tafeln mit den Zehn Geboten oder ein Krug mit dem „Himmelsbrot“ Manna.

Diese heilige Lade des Herrn mit ihren gerade mal rund 1,25 x 0,75 x 0,75 Metern Größe und ihre bewegte Geschichte ist schon lange zu einem Mythos geworden. Ihre in der Bibel beschrieben „göttlichen“ und zugleich unheimlichen wie tödlichen Eigenschaften faszinieren Forscher aus aller Welt ebenso. Und vor allem ihr spurloses Verschwinden aus dem Tempel von Jerusalem vor mehr als 2.600 Jahren.

Bis heute zieht die Bundeslade Bibelforscher, Abenteuer, Grenzwissenschaftler, Theologen, Autoren und Historiker in ihren Bann. Die unglaublichen Geschichten über sie, die uns bis heute das Alte Testament überliefert, sind geradezu prädestiniert dafür. Auch auf diesem Blog findet Ihr zahlreiche Artikel und Postings zu diesem Thema. Ebenso entsprechende YouTube-Videos auf dem Kanal von Fischinger-Online, von denen ich Euch einige am Ende angefügt habe.

Grundsätzlich gibt es bei dem so viele Menschen faszinierenden Thema drei Standpunkte:

  1. Die Lade Gottes hat es niemals gegeben. All die zahlreichen Schilderungen rund um das Heiligtum in der Bibel sind nichts als religiöse Propaganda der Israeliten. Niedergeschrieben und erfunden im Exil in Babylon (597 – 539 v. Chr.), als weite Teile des Alten Testamentes entstanden, wie wir es heute kennen.
  2. Als der babylonische König Nebukadnezar II. Jerusalem eroberte und zerstörte, wurde mit dem Jerusalemer Tempel auch die Lade in ihrem Inneren zerstört. Die wäre bei der Plünderung der Stadt und des Tempels 597 vor Christus ganz einfach verbrannt, bevor die Israeliten ins Exil nach Babylon gingen.
  3. Angesichts der drohenden Gefahr durch die Babylonier für Jerusalem und damit die Lade im Tempel haben die Israeliten die Bundeslade rechtzeitig in Sicherheit gebracht und versteckt. Sie liegt bis heute in ihrem Versteck und wartet auf ihre Entdeckung.

Ergänzen könnte man hier noch einen vierten Punkt. Nämlich, dass die Lade des Herrn schon zu König Salomons Zeiten aus Jerusalem fortgebracht wurde und über Ägypten nach Äthiopien kam. Diesen Diebstahl der Lade aus dem Tempel des Salomon findet sich in dem äthiopische Epos „Kebra Nagast“ beschrieben (s. a. Video HIER & den Artikel HIER).

Der Raub der Bundeslade!

Ob aber die Lade schon dem König Salomon aus seinem Tempel in Jerusalem gestohlen und durch eine Kopie ersetzt wurde, kann niemand belegen. Auch wenn die Äthiopier bis heute sagen, dass die Lade bei ihnen in der Stadt Aksum (Axum) verborgen liegen soll.

Dem Volk Israel wurde die Lade im Laufe ihrer wechselhaften Geschichte aber auch laut Bibel einstmals geraubt. Und zwar von dem mit ihnen verfeindeten Philistern, wie es das 1. Buch Samuel ab Kapitel 4 beschreibt. Dort heißt es, dass die Israeliten nach einer verheerenden Niederlage im Kampf mit den Philistern die „Bundeslade des Herrn von Silo zu uns herholen“ wollten. Durch ihre Macht und Kraft erhofften sie sich den Sieg gegen die Armeen der Philister.

Doch auch als sie die Lade aus der Stadt Silo zu sich holten, erlitten die Israeliten erneut eine Niederlage. „Und die Niederlage war sehr groß, da aus Israel dreißigtausend Mann Fußvolk“ flohen, beklagt das 1. Buch Samuel (4,10). Die Bundeslade konnte sie nicht zum Sieg führen. Mehr noch, denn „die Lade Gottes ward genommen“ und befand sich nun im Besitz der Philister. Die Bibel beklagt den Verlust mit den Worten:

Die Herrlichkeit ist fort von Israel, denn die Lade Gottes ist genommen!“ (1. Sam. 4,22)

Die Schmach gegenüber den besiegten Israeliten ging aber noch weiter. Denn die Philister nahmen die Bundeslade, schickten sie in ihre Stadt Asdod und „brachten sie in das Haus Dagons und stellten sie neben Dagon“. Von da an begann das Unheil bei den Philistern, wie es ab Kapitel 5 im 1. Buch Samuel ausführlich beschrieben ist. Ihnen brachte die erbeutetet Lade alles – nur kein Glück. Die Katastrophe gipfelte darin, dass die Philister durch die Macht der Lade von einer Art „Pest“ heimgesucht wurden:

Aber die Hand des Herrn legte sich schwer über die Einwohner von Asdod und verderbte sie und schlug Asdod und ihr ganzes Gebiet mit Beulen. Als aber die Leute von Asdod sahen, dass es also zuging, sprachen sie: Lasst die Lade des Gottes Israels nicht bei uns verbleiben; denn seine Hand ist zu hart über uns und unserm Gott Dagon!“ (1. Sam. 5,6-7)

Um der Katastrophe Einhalt zu gebieten, brachten die Bewohner von Asdod das Raubgut in die Stadt Gat. Sogleich brach auch dort eine Plage herein und die Einwohner der Stadt wurden ebenfalls von Beulen heimgesucht. „Vom Kleinsten bis zum Größten“, so dass sich „eine sehr große Bestürzung“ verbreitetet.

Reumütige Philister

Verständlicherweise wollten auch die Bewohner von Gat die Lade auf den schnellsten Weg wieder loswerden. Daraufhin wurde beschlossen, sie einfach in eine andere Stadt zu senden. Diesmal nach Ekron. Da sich aber die von der Lade verursachten Seuchen längst bis dort herumgesprochen hatten, brach dort schon vor deren Ankunft Panik aus (angeblich wurden mindestens fünf Städte durch die Macht der Lage „geschlagen“). Ekron weigerte sich aus gutem Grund die geraubte Lade der Israeliten bei sich unterzubringen.

Jetzt erst versammelten sich „alle Fürsten der Philister“ um über ihr weiteres Vorgehen mit der Bundeslade zu betraten. Sie sahen letztlich keine andere Möglichkeit:

Sendet die Lade des Gottes Israels wieder zurück an ihren Ort, dass sie mich und mein Volk nicht töte! Denn es war eine tödliche Bestürzung in der ganzen Stadt, und die Hand Gottes lag sehr schwer auf ihr. 12 Und die Leute, welche nicht starben, wurden mit Beulen geschlagen, und das Geschrei der Stadt stieg zum Himmel empor.“ (1. Sam 5,11-12)

Sieben Monate hatte die Bundeslade nach Aussage der Bibel zu dieser Zeit schon im Land der Philister gewütet. Mehr als alles andere bereuten Volk, Herrscher, „Priester und Wahrsager“, dass sie den Israeliten ihr Heiligtum gestohlen hatten! Und so wurde von ihnen nicht nur deren Rückgabe beschlossen, sondern mit ihr schickten sie den Israeliten eine Entschuldigung. Ein wertvolles „Schuldopfer“, wie es im 1. Samuelbuch beschrieben ist.

Also luden die Philister die Bundeslade auf einen Wagen, stellten ihr „Schuldopfer“ dazu, spannten zwei Kühe davor und machten sich auf den Weg zu ihren Feinden. Demütig folgten dem Zug auch „die Fürsten der Philister“ und so erreichte sie die nahe Grenze des israelischen Ortes Beth-Schemesch (auch Beth-Semes):

Die Bethsemiten aber schnitten eben den Weizen im Tale. Als sie nun ihre Augen erhoben, sahen sie die Lade und freuten sich, dieselbe zu sehen.“ (1. Sam 6,13)

Nach ihrer Odyssee im Land der Philister war also die Lade Gottes wieder im Besitz des Volkes Israel.

Ein Heiligtum voller Gefahren

Nach einigen weiteren Stationen fand sie schließlich im Allerheiligsten im Tempel des Salomon ihren Platz. Dem abgeschirmten Kern des Tempels, den nur auserwählte Priester betreten durften. Immerhin war die Lade für jeden Menschen eine Gefahr; nicht nur für die Philister. Das zeigte sich nach ihrer Rückgabe in dem Ort Beth-Schemesch:

Und Er schlug die Bethsemiten, weil sie in die Lade des Herrn geschaut hatten; er schlug nämlich von dem Volk siebzig Mann, und fünfzigtausend Mann. Da trug das Volk Leid, weil der Herr das Volk mit einem so großen Schlag heimgesucht hatte.“ (1. Sam. 6,19)

Die Lade unterschied also nicht zwischen Freund und Freund, zwischen Ungläubigen und Gläubigen. „All dies große Übel“, dass die rätselhafte Bundeslade den Philistern zufügte, war also kein Zufall. Denn trotz des Schreckens in ihren Orten, dachten zumindest einige der Philister noch immer an einen Zufall. Nicht an die Macht der Gotteslade als Auslöser. „So wissen wir dann, dass nicht seine Hand uns geschlagen hat, sondern dass es uns zufällig widerfahren ist“, sagt 1. Sam. 6,9 dazu.

Für Das Volk Israel war die Ankunft der Lade in Beth-Schemesch eine unbeschreibliche Freude. Endlich hatten sie ihr Heiligstes von den Philistern zurück, die sicherlich nicht minder froh waren, das „Ding“ wieder los zu sein. Darum ist die Ortschaft Beth-Schemesch in der Geschichte der Bundeslade eine der wichtigsten Stationen überhaupt. Als Ort der Übergabe an das Volk Israel.

Nach der Bibel gestaltete sich die Rückgabe der Lade sogar recht einfach:

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Der Wagen aber kam auf den Acker Josuas, des Bethsemiten, und stand daselbst still. Und es war ein großer Stein daselbst; und sie spalteten das Holz vom Wagen und brachten die Kühe dem Herrn zum Brandopfer dar. Die Leviten aber hoben die Lade des Herrn herab und das Kästlein, das dabei war, worin sich die goldenen Kleinodien befanden (das „Schuldopfer“ der Philister als Entschuldigung für den Diebstahl, Anm. LAF), und setzten sie auf den großen Stein. An demselben Tag opferten die Leute zu Beth-Semes dem Herrn Brandopfer und Schlachtopfer. Als aber die fünf Fürsten der Philister das gesehen hatten, kehrten sie am gleichen Tag wieder nach Ekron zurück.

(…) Und Zeuge ist der große Stein, worauf sie die Lade des Herrn niederließen; er ist auf dem Acker Josuas, des Bethsemiten, bis auf diesen Tag.“ (1. Sam. 6,14-18)

Beth-Schemesch, Stadt der Leviten

Wie bei so vielen Berichten aus dem Alten Testament, so lässt sich die hier zusammengefasste Überlieferung über die Odyssee der Lade nicht beweisen. Niemand kann mit Bestimmtheit sagen, ob es diese Plagen im Gebiet der Philister durch die Lade gab. Nicht mal, ob der heilige Schrein überhaupt bei den Philistern war. Oder ob der in verschiedenen Büchern des Alten Testament beschriebene Weg der Lade bis zu ihrem Ziel Jerusalemer Tempel der Wahrheit entspricht. Auch wenn verschiedene Orte oder Stationen historisch nachweisbare Stätten sind bzw. waren.

Umso interessanter ist Beth-Schemesch oder Beth-Semes, eine Stadt des Stammes der Leviten. Sie waren auserwählte Diener Gottes, denen vor allem der heilige Dienst rund um die Bundeslade und dem Tabernakel, dem Zeltheiligtum, in dem sich die Lade beim Exodus befand, aufgetragen wurde. Zahlreiche Bibelstellen belegen, dass diese Priesterkaste zu den „Auserwählten“ gehörte (z. B.: Ex. 32,26ff., Num. 3,5-51, Num, 4,3, Num. 8,5-26., 1. Chr. 23,1ff., 2. Chr. 29,34 …). Unter anderem durften sie – und nur sie! – die die Bundeslade tragen.

Insgesamt wurden den Leviten 48 Orte als Heimat zugewiesen, wie es unter anderem das Buch Josua 21,1-42 überliefert. Und einer davon war Beth-Schemesch an der nördlichen Grenze von Juda. Das „zufällig“ bei der Rückgabe der Lade der Wagen genau hier stehen blieb, ist also alles andere als ein Zufall.

Wo genau das geschehen sein soll, ist auch bekannt. Beth-Schemesch liegt rund 20 Kilometer westlich von Jerusalem und ist als Ain Shems bekannt. Ein Ort mit einer bewegten und kriegerischen Geschichte, der später auch von den Philistern erobert wurde. Schon 1838 schrieben E. Robionson und E. Smith in „Palästina und die südlich angrenzen Länder“, Bd. 3, in dem sie ihre Reisen „in Bezug auf die biblische Geographie“ schildern:

In späteren Zeiten war es die Residenz eines der zwölf Amtleute Salomons, und wurde der Schauplatz der Besiegung des Amazia, den Königs von Juda, durch Joas, König von Israel; die Philister eroberten es auch vom König Ahas mit anderen Städten der Ebene.“

Diese Kämpfe und Eroberungen sind beispielsweise im 1. und 2. Buch der Könige und im 1. und 2. Buch der Chronik beschrieben.

Die Bundeslade und der „große Stein“ von Beth-Schemesch

Eine historische Stätte, an der so viele wichtige biblische Ereignisse stattgefunden haben sollen, ist natürlich auch für die Archäologie hoch interessant. Vor allem in Israel sind in allen Ecken des Landes Archäologen auf den Spuren nach historischen Zeugnissen für die verschiedensten biblischen Erzählungen. Die Bibelarchäologie ist hier Alltag und die Forscher laufen quasi auf Schritt und Tritt über bibel-geschichtliches Terrain.

Schon die Forschungen von Robinson 1838 und erneut 1852 waren „wegweisend auf diesem Gebiet“, wie es die Forscher Israel Finkelstein und Neil A. Silberman in „Keine Posaunen vor Jericho“ (2002) schreiben:

Robinson stellte fest, dass Duzende alter Hügel und Ruinen mit vordem vergessenen biblischen Stätten identifiziert werden konnten, wenn man die in der Bibel enthaltenen geographischen Informationen nutzte und sorgfältig mit den modernen arabischen Ortsnamen im Land verglich.“

Obwohl es eine Tatsache ist, das viele Angaben des Alten Testament historisch nachgewiesen und belegt werden können, können es viele andere nicht. Sehr viele, je weiter man in der Geschichte  zurückgeht. Grundsätzlich zählt dazu alles, was irgendwie mit der Bundeslade zu tun hat. Beginnend mit ihrer Existenz.

Umso erstaunlicher ist dies in Bezug auf die Stätte Beth-Schemesch als zeitweiliger Aufbewahrungsort der Lade. „Und es war ein großer Stein daselbst“, sagt die Bibel, und auf diesen stellte man die Lade, wie oben zitiert. So, als wolle das Alte Testament den Wahrheitsgehalt der Erzählung unterstreichen, erfahren wird abschließend sogar noch:

„(…) Und Zeuge ist der große Stein, worauf sie die Lade des Herrn niederließen; er ist auf dem Acker Josuas, des Bethsemiten, bis auf diesen Tag.“ (1. Sam. 6,18)

Und exakt diesen Stein der Bundeslade haben Archäologen jetzt gefunden, wie sie spekulieren.

Ein Tempel für die Lade Gottes?

Zumindest bringt der Archäologe Dr. Zevi Lederman von der Universität von Tel Aviv in Israel diese Entdeckung damit in Zusammenhang. Zusammen mit Prof. Shlomo Bunimovitz haben er und ihr Team bei Ausgrabungen in Beth-Schemesch seit 2012 ein Gebäude freigelegt, das sie als Tempel oder Heiligtum interpretieren. Im Inneren genau dieses quadratischen „Tempels“ von 8,5 Metern Kantenlänge steht ein großer Stein. Ein Steintisch, der aus einer Platte besteht, die auf zwei anderen Steinen liegt. Ähnlich einem Dolmen.

Innerhalb des ausgegrabenen Heiligtums mit dem seltsamen Steintisch konnten die Forscher Hinweise finden, dass hier religiöse Rituale angehalten wurden. Zum Beispiel Opferschalen und Tierknochen. Auch sei der Raum exakt nach den Himmelsrichtungen ausgerichtet, was für eine religiöse oder zeremonielle Nutzung spricht. Ungewöhnlich seien auch die isolierte Lage des Bauwerkes und seine besonders starken Mauern, so Prof. Bunimovitz. Er ist sicher:

Es gibt viele Beweise dafür, dass dies wirklich ein Tempel war. Wenn man sich die Struktur und ihren Inhalt ansieht, ist klar, dass dies kein gewöhnlicher Wohnraum ist, sondern etwas Besonderes.“

Ein großer abgeflachter Stein, arrangiert zu einer Art Altar in einem Tempel in einem Ort, wo sich laut Bibel die Bundeslade auf eben einem großen Stein befunden haben soll, fasziniert auch Lederman:

Dies wäre ein seltener Fall, in dem wir die biblische Erzählung mit einem archäologischen Fund zusammenführen können.“

Die Grabungen unter Leitung von Lederman und Bunimovitz haben in den letzten Jahren auch gezeigt, dass dieser Ort mehrfach zerstört wurde. Genau das sagt auch die Bibel, da (unter anderem) die Philister Beth-Schemesch eroberten und zerstörten. Selbst als Stall habe dieser kleine Tempel daraufhin gedient. Angriffe der Philister waren genau hier nicht ungewöhnlich, da sie nur sieben Kilometer in Tel Batash ihre nächste Siedlung hatten. Beth-Schemesch war Grenzgebiet, wie es auch das Alte Testament besagt.

Es gibt natürlich kritische Stimmen und viele offene Fragen zu diesem Fund, wie es auch Bunimovitz und Lederman selber betonen. Archäologisch wäre es kaum zu belegen, so Lederman. Und Bunimovitz ergänzt in „The Jerusalem Post“:

Es ist nicht einfach, alle Wendungen der Geschichte, die in der Bibel Einzug hielten, auszupacken und herauszufinden, woran sich die Menschen erinnerten, was historisch war und was später hinzugefügt wurde.“

Ein Widerspruch zwischen dem Steintisch in dem Tempel und der Bibel ist allein schon der Umstand, dass im 1. Buch Samuel gesagt wird, dass der große Stein außerhalb des Ortes auf einem Feld lag. Allerdings sollte es nicht verwundern, wenn später der Stein vom Feld geholt und in einen eigens dafür errichteten Tempel gestellt wurde.

Archäologische Beweise?

Archäologen wie Prof. Israel Finkelstein wenden auch ein, dass Beth-Schemesch im 12. Jahrhundert vor Christus zerstört wurde. Die Überlieferung der Bundeslade wurde aber erst rund 400 Jahre später aufgeschrieben. Für Finkelstein ist es deshalb kaum vorstellbar, dass „eine Erinnerung aus dem 12. Jahrhundert bis zum 8. Jahrhundert vor Christus ohne kontinuierliche Schreibtradition bewahrt “ werden konnte.

Auch Lederman und Bunimovitz geben das zu bedenken. Vielleicht wurde der einst real vorhandene Steintisch einfach nachträglich in die Geschichte eingebunden, so Bunimovitz:
Aber in jede ideologische Erzählung müssen einige reale Elemente eingefügt werden, wenn man möchte, dass sie geglaubt und akzeptiert wird.“

Avraham Faust, Archäologie-Professor an der Bar-Ilan-Universität in Israel, glaubt sogar eher an einen Zufall:

Ich glaube, niemand würde dies wörtlich nehmen und daraus schließen, dass dies der Stein aus der biblischen Geschichte ist. Natürlich wurde die Geschichte viel später geschrieben, aber dieser Fund könnte die Theorie stützen, dass es einige sehr frühe Traditionen gibt, die ihren Weg in die Bibel gefunden haben.

Es ist ein automatischer und manchmal begründeter Verdacht, aber ich glaube nicht, dass dies hier der Fall ist. Dies ist ein wahrnehmbarer Stein, der zur richtigen Zeit an einer auffälligen Stelle innerhalb eines Tempels platziert wird. Es gibt also viele Punkte, die diesen Fund mit einer alten Tradition verbinden können, die möglicherweise Eingang in die biblische Geschichte gefunden hat.“

Ob seine Vermutung stimmt, weiß natürlich auch Faust nicht. Er ist jedoch überzeugt, dass es „sorgfältig geprüft werden sollte“. Nur eine derartige sorgsame Prüfung sollte sehr schwierig werden. Es wird sich in dem kleinen Tempel von Beth-Schemesch kaum eine Inschrift mit Datum und Siegel finden, die besagt, dass hier die Bundeslade stand.

Zumindest wäre auf dem Steintisch Platz für die Lade gewesen. Sie war laut Buch Exodus 2,5 x 1,5 x 1,5 Ellen groß und damit hatte sie eine rechteckige Grundfläche von maximal 1,30 x 0,80 Metern. Bilder von den Ausgrabungen zeigen, dass dies durchaus zu passen scheint.

Widersprüche und Rätsel

Seltsam ist jedoch die Größe des über 3.000 Jahre alten Gebäudes selbst. Der Raum mit dem Steintisch ist exakt quadratisch und hat 8,5 Meter Seitenlänge. Für eine Kasten wie die Bundeslade sicher groß genug, aber: Nach der biblischen Geschichte wurde die Bundeslade während des Exodus aus Ägypten in einem Zeltheiligtum verwahrt. Einem Tabernakel oder eine „Stiftshütte“ mit einem Allerheiligsten im Innersten. Darin wurde die Lade verwahrt (s. a. Video HIER).

Es war ein „Offenbarungszelt“, dessen genaue Bauanweisungen zusammen mit dem Befehl zum Bau der Bundeslade durch Gott persönlich erteilt wurden. Inklusive allem Zubehör und Inventar, wie man es sehr detailliert im 2. Buch Moses ab Kapitel 25 nachlesen kann.

Der heilige Bereich im Inneren war nach den Beschreibungen 10 Ellen breit und 30 Ellen lang. Darin wiederum stand das quadratische „Heiligtum der Heiligtümer“ mit einer Kantenlänge von 10 Ellen und der Lade Gottes. Das sind, bei einer angenommenen Elle von 50 Zentimetern, 5 Meter Seitenlänge.

Warum ist dann der Tempel in Beth-Schemesch 8,50 Meter groß, wenn er doch wesentlich später errichtet worden sein soll (zumindest nach der biblischen Chronologie)? Immerhin stammen die umfangreichen und genauen Anweisungen für das Zeltheiligtum etc. direkt von Gott, der sie Moses auf dem Sinai gegeben hat. „Heiliger“ können ein Auftrag und Maße kaum sein …

Auch das spätere Heiligtum für die Bundeslade, der Tempel des Salomon in Jerusalem, wo die Lade letztlich nach ihren Aufenthalt in Beth-Schemesch ankam, widerspricht dem. Nach den Beschreibungen im 1. Buch der Könige ab Kapitel 6 war auch hier das Allerheiligste 10 x 10 x 10 Ellen groß. Ebenso, wie es Gott Moses und seinem Volk beim Auszug aus Ägypten aufgetragen haben soll.

Obwohl heute angenommen wird, dass das Zeltheiligtum des Exodus nur vom Tempel in Jerusalem in die Zeit Moses „zurückdatiert“ wurde, entspricht Beth-Schemesch nicht dieser Tradition. Man sollte doch annehmen, dass man sich an die Anweisungen Gottes hält. Auch wenn der Steintisch im Tempel dort einer späteren Tradition entsprungen ist. Beziehungsweise dieser später mit der Lade des Herrn in Zusammenhang gesetzt wurde.

Video-Auswahl zum Thema auf Fischinger-Online bei YouTube

Video vom 7. Nov. 2019 auf Fischinger-Online

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Video vom 20. Juni 2016 auf Fischinger-Online

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Die Flugwagen des König Salomon und wie die Bundeslade nach Äthiopien flog +++ Video +++

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VIDEO: Die Flugwagen des Salomon und wie die Bundeslade nach Äthiopien flog (Bilder: gemeinfrei / Bearbeitung/Montage: Fischinger-Online)
VIDEO: Die Flugwagen des Salomon und wie die Bundeslade nach Äthiopien flog (Bilder: gemeinfrei / Bearbeitung/Montage: Fischinger-Online)

Sie gilt als eines der größten Rätsel der Bibel und des Glaubens: Die Bundeslade. Jenes Heiligtum, das die Hebräer laut dem Alten Testament beim Exodus aus Ägypten anfertigten, um darin unter anderem die Zehn Gebote zu verwahren. Letztlich bekam die Lade ihren Platz im Salomonischen Tempel von Jerusalem, von wo sie eines Tages spurlos verschwand. Fast spurlos – denn das Nationalepos von Äthiopien, das Kebra Nagast, erzählt eine ganz andere Geschichte rund um die Bundeslade und König Salomon. Demnach sei das größte Heiligtum der Hebräer nach Äthiopien verschleppt worden. Doch unter welchen Umständen dieser Diebstahl im Detail geschehen sein soll, wird oft übersehen. In diesem YouTube-Video erfahrt Ihr die unglaublichen Hintergründe.


Tatobjekt: Bundeslade

Der Exodus der Hebräer aus Ägypten, Moses, die Bundeslade, der weise König Salomon und sein legendärer Tempel in Jerusalem, die Königin von Saba … all das ist Stoff, aus dem Legenden sind. Vor allem seit vor mindestens ca. 2.600 Jahren die heilige Bundeslade aus Jerusalem spurlos verschwand.

Die einen sagen sie sei bei der Zerstörung des Salomonischen Tempels und der Stadt durch die Babylonier ebenfalls vernichtet worden (s. Video HIER). Andere sagen, eine Lade des Bundes hat es nie gegeben. Wieder andere vermuten sie irgendwo in einer Höhle in Israel; vielleicht sogar sicher versteckt im Tempelberg von Jerusalem selber. Vielleicht auch in Jordanien, in Südafrika, auf/in einer Insel in Kanada, in Ägypten, im Vatikan, in Südfrankreich oder eben in der Stadt Axum in Äthiopien.

Denn genau dort soll die „echte Bundeslade“ verborgen sein. Versteckt vor der Weltöffentlichkeit in einer kleinen Kapelle und für niemanden zu sehen. Diese Legende entstammt aus dem mittelalterlichen Buch Kebra Nagast aus Äthiopien und wurde vor allem durch den Autor Graham Hancock 1992 durch seinen Besteller „The Sign and the Seal“ weltberühmt. Im Kebra Nagast steht detailliert geschrieben, dass die Bundeslade aus dem Besitz von König Salomon gestohlen wurde.

So sei sie über Ägypten nach Äthiopien gekommen, wo sie sich bis heute befinden soll …

Ein Mythos über die Lade Gottes, den viele Menschen inzwischen wenigstens im Ansatz kennen. Was aber sehr gerne hierbei übersehen wird, sind die Begleitumstände dieses Diebstahls und was dem mythischen Herrscher Salomon noch alles zugesprochen wurde.

Genau diese erfahrt Ihr in diesem YouTube-Video.

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