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Paranormales aus dem 19. Jahrhundert: Das dämonische Spukhaus von Dublin und die zwei Studenten

Paranormales im 19. Jahrhundert: das Spukhaus von Dublin (Bild: PixaBay/gemeinfrei / Bearbeitung: Fischinger-Online)
Paranormales im 19. Jahrhundert: das Spukhaus von Dublin (Bild: PixaBay/gemeinfrei / Bearbeitung: Fischinger-Online)

Paranormale Phänomene wie Geister-Erscheinungen oder Spukorte sind Klassiker in der Welt der Grenzwissenschaft und Mystery Files. Denn auch der Glaube an solche Phantome, Seelen Verstorbener und übersinnliche Kreaturen an sich ist sie alt wie die Menschheit. Ein interessantes Beispiel einer solchen „Heimsuchung“ wurde im Jahr 1862 in Irland veröffentlicht. Dabei handelt es sich um unheimliche Spuk-Erscheinungen, die zwei Studenten der Universität während ihres Studiums in Dublin selber erlebten. Erlebnisse in einem scheinbar “verfluchten Haus”, die heute bereits in den Bereich der Märchen gefallen sind. Was damals geschehen und was der Auslöser gewesen sein soll, lest Ihr in diesem Artikel.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Die Welt des Unfassbaren

Die Welt des Paranormalen gehört wohl zu den ältesten Themen der Grenzwissenschaft an sich. Egal ob man sie Paranormale Phänomene, Spuk, Geistererscheinungen, Parapsychologie oder kurz PSI nennt, beschäftigen sich seit Jahrhunderten Menschen mit diesen Phänomenen. Lange bevor es die „modernen“ grenzwissenschaftlichen Themen wie Prä-Astronautik, UFOs oder die populäre Form der Esoterik gab.

Geisterjäger“ sind dabei natürlich auch keine moderne Erfindung. Ebenso wie Erscheinungen von mutmaßlichen Geistern, Dämonen oder anderen unheimlichen Wesen und Entitäten. Immer schon gab es Menschen und durchaus auch Orte, die von  solchen Phänomenen und Erscheinungen „heimgesucht“ worden sein sollen.

Ein sehr interessantes Beispiel einer solchen „Heimsuchung“ wurde im Jahr 1862 im „Dublin University Magazin“ veröffentlicht. Dabei handelt es sich um paranormale Ereignisse oder Spuk-Erscheinungen, die nicht genau datiert wurden. Erfahren haben sie zwei Studenten der Universität, die während ihres Studiums in der Aungier Street in Dublin (Irland) lebten.

Das vermeintliche Märchen „Bericht über einige seltsame Turbulenzen in der Aungier Street“ stammt von Joseph Sheridan LeFanu. Er lebte mit seinem Cousin Tom Ludlow während seines Medizinstudiums in einem scheinbar „verfluchten“ Haus in Dublin.

Mehrfach, so LeFanu, erschienen ihm und Ludlow Geister in dem Gebäude, deren Manifestationen von paranormalen Begebenheiten begleitet worden sein sollen. Seltsame Fratzen, „Dämonen“ und erschreckende Erscheinungen spukten hier herum. Und beide Studenten wurden im Schlaf von sonderbaren Träumen und Emotionen geschüttelt. Ein, wie in dem über 20 Seiten umfassenden Bericht betont wird, sehr altes Haus, in dem es offenkundig spukt.

Heimsuchungen!

Eines Tages nahmen die „Heimsuchungen eine regelmäßige Form an“, schreibt LeFanu. Er durchlebte „immer wieder denselben schrecklichen Traum“. „Trotzt tiefster Dunkelheit“ und „mit widerwärtiger Genauigkeit“ erschien permanent eine erschreckende Fratze am Fenster. LeFanu war sich nach einiger Zeit sicher:

Dort ging in unbekannten Räumen, und aufgeführt von unbekannten Wesen, etwas vor sich, was wohl dazu gedacht war, mich zu quälen.

Eines Tages dann konnte der gequälte Zeuge dieses Gesicht am Fenster genauer sehen. Er beschreibt dieses Dämon mit den Worten:

Nach einer Pause von einer bestimmten Länge folgt ein Bild auf das Fenster und blieb dort wie ein Magnet angezogen haften. Bei dem Bild, das auf so geheimnisvolle Weise auf die Scheibe geheftet wurde, handelte es sich um das Porträt eines alten Mannes in einem scharlachfarbenen, mit Blumen bedruckten Morgenmantel. Der Gesichtsausdruck des Mannes stellte eine seltsame Mischung von Verstand, Sinnlichkeit und Kraft dar. Er war düster und voll Bösartigkeit. Die Nase war wie bei einem Raubvogel gebogen. Die Augen, grau und kalt, blickten mit einer tödlichen Grausamkeit drein.

(…) Ich erinnere mich an jede Linie, jeden Schatten, jede Pore dieses steinernen Gesichts. Der Blick dieser höllischen Visage ruhte auf mir, und ich schaute zu dem Gesicht hin, angezogen von der unerklärlichen Faszination, die von solch einem Schreckensbild ausgehen kann.

Was war das für eine „höllische Visage“, nur ein Traum?

Die „höllische Visage“

Diese paranormal anmutende Erzählung erinnert zum Teil durchaus an das bekannte Phänomen der „Bedroom-Visitors“ aus der UFO-Forschung. Das sind jene Berichte aus dem Gebiet der UFO-Entführungen, bei denen mutmaßliche Außerirdische nachts in die Schlagzimmer ihrer Opfer eindringen. Auch sie – die angeblichen Aliens – werden den Berichten/Erzählungen nach häufig als fremdartig-menschlich bis dämonisch geschildert …

Auch LeFanu assoziierte das Gesicht mit etwas Bösem und Sturem, da, so kann man vermuten, die Fratze fremdartig und nicht-menschlich, aussah.

Die seltsame Aussage „angezogen von der unerklärlichen Faszination“ ist heute umso interessanter. Wenn man sich ins Gedächtnis ruft, dass heutige UFO-Entführungsopfer bzw. Zeugen einer nahen Begegnung berichten, sie seien von den Fremden irgendwie „paralytisch“ angezogen worden. Kaum jemand der angeblich in ein UFO verschleppten Menschen konnte sich den hypnotischen Blicken der “Anderen” entziehen.

Am anderen Morgen, so heißt es weiter, sei der Beobachter dieser Fratze „zerschlagen und nervös“ gewesen, was ihm Probleme bereitete „den Pflichten des Tages nachzukommen“. Die Erklärung war für ihn, dass dies wohl irgendwie „mit der Ausstrahlung von Angst zusammenhing, die von diesem seltsamen Phantasiemagorie ausging“.

Und obwohl es zwischen paranormalen Erscheinungen wie eben Geister & Co. und dem UFO-Phänomen Parallelen gibt, entwickelt sich dieser Bericht zu einer klassischen Spuk-Erzählung.

Der skeptische Mitbewohner

Der Mitbewohner Tom Ludlow bekam von diesen schaurigen Erscheinungen udn Phänomenen nichts mit. Allerdings machte er sich „stets über meine Ängste lustig“, wie LeFanu notiert. „Ein Skeptiker, wie er es war, musste einmal ein Lektion erteilt bekommen, und wie das zuging.“ Und die bekam er auch, da auch er das dämonische Wesen sah. Doch, so stellte sich später heraus, nachdem beide das Spukhaus lieber wieder verlassen hatten, es soll der Geist eines Richters Horrock gewesen sein.

Ein Richter, der wie kein anderer Angeklagte zum Galgen brachte und sich letztlich in dem Haus erhängt habe. Durch diesen Suizid wurde das Haus zu einem jener seit undenklichen Zeiten bekannten Spukhäuser. Denn auch nach dem Freitod des Richters hatten zahllose weitere Bewohner und Mieter in der Aungier Street alles andere als Glück. Mehrere Menschen kamen hier ums Leben. Unfälle, Morden und Selbstmorde häuften sich.

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Dreimal will der Skeptiker Ludlow selber den teuflischen Geist gesehen haben, wie er es später erst seinem Cousin umfangreich schilderte. Anders als bei LeFanu war es bei ihm aber so, dass die Gestalt als Ganzes in seinem Zimmer schien. Mal saß sie mit ihrer unheimlichen Fratze nachts in einem Sessel, mal schritt sie für ihn eindeutig und klar erkennbar durch das Zimmer. Ein schreckliches Gesicht, das ich nie vergessen werde“ habe der Geist gehabt. Dieser „teuflische Anblick“ schockierte ihn.

Nach einer Begegnung mit dem „schrecklichen Phantom“ im Treppenhaus, bei dem es eine Galgenschlinge trug, stand fest: In diesem Geisterhaus kann man nicht mehr weiter leben und arbeiten – und so wurde ein neue Wohnung gesucht.

Laut dem Artikel von 1862 haben die beiden erst einige Zeit später erfahren, was es mit dem Haus auf sich hatte. Erst ihre frühere Haushälterin in Dublin erzählt ihr von dem Richter und all den anderen Unglücken, die sich in diesem Anwesen ereignet haben sollen.

Nächtliche und dabei deutliche Schritte, „Monster-Erscheinungen“ (etwa eine riesige „Ratte“ mit menschlichem Gesicht), die Erscheinungen des dämonischen Geistes – all das machte das Haus für die beiden Studenten unbewohnbar.

Gruselhäuser und unruhige Seelen

Die Veröffentlichung mit den Ereignissen ist überaus umfangreich und an dieser Stelle natürlich sehr zusammengefasst. Zweifellos ist sie aber eine klassische Geschichte eines ebenso klassischen Spukhauses. Inklusive unruhiger Seelen, wie Geister-Erscheinung klassische interpretiert werden.

Doch entspricht sie auch der Wahrheit? Das kann niemand sagen. Der Autor des Berichtes betont mehrfach, dass man sie gar nicht beweisen will. Man wolle nur erzählen, was man in diesem Haus als Studenten erlebt habe.

Der Richter, „der in dem Ruf stand, besonders viele Angeklagte zum Galgen geschickt zu haben“, sei hier der Auslöser für all die Ereignisse. „In einem Anfall von geistiger Umnachtung, wie der Leichenbeschauer schrieb“, habe er sich am Treppengeländer des Hauses erhängt. Wurde er so zu einer der viel zitierten  verlorenen Seelen?

Die Geschichte wurde zwar erst vor 157 Jahren von den Augenzeugen selber veröffentlicht, aber eines ist jetzt schon bemerkenswert: In einem Buch mit irischen Sagen und Märchen ist sie wie ganz selbstverständlich neben Erzählungen über Feen, Riesen und anderen Fabelwesen bereits heute zu finden …

Was denkst DU darüber? Diskutiere gerne bei Facebook mit.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Kann der Mensch seinen Körper verlassen – und was wiegt eigentlich unsere Seele? Offene Fragen, bizarre Experimente und seltsame Antworten +++ Artikel +++

Kann der Mensch seinen Körper verlassen - und was wiegt eigentlich unsere Seele? (Bilder: gemeinfrei / Bearbeitung/Montage: Fischinger-Online)
Kann der Mensch seinen Körper verlassen – und was wiegt eigentlich unsere Seele? (Bild: gemeinfrei / Bearbeitung/Montage: Fischinger-Online)

Nah-Tod-Erfahrungen (NTE) sind in der Grenzwissenschaft, Esoterik und vor allem Parapsychologie ein fester Begriff. Jene seltsamen Erlebnisse, die Menschen an der Schwelle zum Tode machen und die für viele Hinweise oder sogar Beweise für ein Leben nach dem Tod sind. Unsere Seele, unser Ich oder unser Selbst ziehen nach dem Tod in einem unbestimmten “Jenseits”, wenn der Mensch seinen Körper verlässt. Solche “außerkörperlichen Erfahrungen” am Ende des Lebens bieten seit jeher Stoff für hitzige Diskussionen. Zumal dazu Schilderungen von Erlebnissen außerhalb des physischen Körpers kommen, die nicht mit Nah-Tod-Erfahrungen in Verbindung zu stehen scheinen. Wie ist das zu verstehen – und kann man das überhaupt verstehen?  Was ist das eigentlich, diese “Seele”? Und kann man sie tatsächlich physikalisch messen und wiegen, wie es Experimente vor langer Zeit belegt haben sollen? Ein äußerst komplexes und vielschichtiges Thema, dass mehr Fragen als Antworten – aber auch erstaunliche Gedanken liefert, wie Ihr es in diesem Artikel lesen werdet. Einem Artikel, den sensible Tierfreunde vielleicht besser nicht ganz lesen sollten …


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Die Angst vor dem Tod: Spielball aller Religionen

Es gehört zu den fundamentalen Lehren der Religionen, Kulte und uralter Glaubensvorstellungen der Menschheit: Der Glaube, dass der Mensch nach seinem irdischen Leben in irgendeiner Art und Weise weiter existiert. In Form einer „Wiedergeburt“ (Reinkarnation) auf Erden, in einem „Paradies“, einer „Hölle“ oder irgendwo in einem unbestimmbaren „Jenseits“. Vielleicht auch in einer Wiedergeburt als „Geist“ in der Geisterwelt der Ahnen oder in den Reihen der Götter, wie es zahllose Kulturen der Vorzeit aber auch Gegenwart propagierten.

Die Auswahl an Angeboten, was der jeweilige Mensch glauben möchte, ist also überaus umfangreich. Für jeden ist etwas dabei. Die Tatsache, dass wir Menschen sterben, ist das Fundament ausnahmslos aller Religionen. Gäbe es keinen Tod, müssten auch nicht unzählige Religionen, Sekten und Glaubensgemeinschaften um die Gunst der Menschen und ihrer Seelen wetteifern.

Wozu jemanden das Seelenheil oder ewiges (oder ein neues) Leben versprechen, wenn es keinen Tod gäbe? Ohne unsere Angst von der eigenen Sterblichkeit hätte wohl keine Religion der Erde eine Daseinsberechtigung.

Alle religiösen Modelle können zwar nicht in der jeweiligen Form Recht haben, aber fester Bestandteil dieser Weltanschauungen ist der Glaube, dass der Mensch – seine Seele – den physischen Körper verlassen kann.

Der Mensch – außerhalb seines Körpers?

Den Körper verlassen – ein Glaube, der heute noch aktuell ist und auch in der Esoterik und Parawissenschaft diskutiert wird.

Hier spricht man allgemein von OBE („Out of Body Experience“), den „Außerkörperlichen Erfahrungen“ (= AKE). Besonders bei den oftmals hitzig und leidenschaftlich diskutierten Nah-Tod-Erfahrungen (NTE), soll es zu diesen Erlebnissen kommen. Menschen auf der ganzen Welt berichten von solchen Erfahrungen. Und schon die alten Ägypter glaubten fest daran, dass der Mensch eine Seele, Ka genannt, hat, die sich vom Körper trennen kann. Ein durchweg weit verbreiteter Glaube in vielen Teilen der Erde.

Bei den Nah-Tod-Erfahrungen berichten einige Betroffene im Nachhinein, dass sie ihren physischen Körper am Ort des Geschehens von Oben sehen konnten. Die „klassische Situation“ ist die, dass ein Mensch im Operationssaal oder auf der Intensivstation liegt und dort mit dem Tode ringt. Während Ärzte und Schwestern um das Leben des Patienten kämpfen, verspürt dieser plötzlich das Gefühl seinen eigenen Körper zu verlassen. Wie schwerelos gleitet dabei seine mutmaßliche Seele aus dem Körper heraus.

Der Patient sieht und hörte das gesamte Szenario, dass sich um seinen irdischen Körper abspielt. Eine klassische außerkörperliche Erfahrung also.

Solche Erfahrungen sind nicht nur spannend, sondern auch sehr umstritten. Ist es Tatsache? Hat der Mensch einen allgemein als Seele bezeichneten, nicht greifbaren Körper? Viele Menschen glauben das. Ebenso viele Autoren behaupten das auch immer wieder. Letztere sprechen dabei auch gerne von „Beweisen“, die sie in ihren jeweiligen Büchern vorlegen würden. Wissenschaftlich bewiesen ist das aber keineswegs! Sicher zur Freude der Religionen …

Verlassen Menschen aber erst nach dem Tod ihren irdischen Körper? Also erst an der Schwelle zum Tod bzw. dann, wenn alles zu spät ist? So, wie es die meisten Religionen in ihren frohen Botschaften verkünden: „Wenn Du stirbst, geht Deine Seele nach XY!“

Nicht unbedingt.

Betroffene wollen ihren Aussagen nach auch in anderen Extremsituationen wie Unfällen oder Folter eine AKW gemacht haben. Situationen also, bei denen das Leben eigentlich gar nicht in unmittelbarer Gefahr war. Oder anders ausgedrückt, während Ereignissen, die nicht als Nah-Tod-Erfahrungen betrachtet wurden und werden.

„Bilokation“

„Spiritisten“ wie auch ernsthafte Grenzwissenschaftler nennen diesen Körper auch „Astralkörper“. Eine Loslösung der Seele oder des „Astralkörpers“, um der physischen Situation zu entfliehen.

Teilweise gehen einige Forscher und Autoren sogar noch einen großen Schritt weiter. Sie vertreten die These, dass einige Menschen ihre Körper verlassen und dabei ihren „Astralkörper“ an einem anderen Ort wieder erscheinen lassen können. Ausgelöst durch Extremsituationen oder sogar – was ganz besonders interessant ist – vollkommen bewusst und beabsichtigt.

Man spricht hierbei auch von „Bilokation“; also der „Doppelten Anwesenheit an zwei Orten“. Man könnte es auch als „Astral-Projektion“ bezeichnen. Hierzu gibt es eine ganze Reihe von Beispielen und Berichten in der einschlägigen Literatur. Prominenteste Person, die diese Fähigkeiten besessen haben soll, ist der der im Sommer 2002 vom Vatikan heiliggesprochene Pater Pio aus Italien. Ein religiöser Nationalheld.

Eines darf man bei diesen fraglos komplexen Thematiken aber nicht vermischen: „Bilokation“ bedeutet, dass eine Person an zwei Orten zur selben Zeig gesehen wird. Eine „Astral-Reise“ des Selbst außerhalb des physischen Körpers, erfolgt für den Außenstehenden unsichtbar.

Als „Geist“ durch die Straßen von San Francisco

Einer, der bei einer Folterung seinen Körper verlassen haben will, ist beispielsweise der 1946 verstorbene Edward H. Morrell aus den USA. In der Welt der Paranormalen Phänomene heute als Ed Morrell hin und wieder noch ein Begriff.

Morrell war ein Verbrecher, der mit seiner Bande in den USA diverse Raubüberfälle etc. verübte. Das brachte ihm 1894 eine Verurteilung zu lebenslanger Haft, wobei er aber 1908 begnadigt wurde. Fünf Jahre verbrachte er dabei in Einzelhaft.

In seinem Buch „The Twenty-Fifth Man“ (1924) schildert Morrell seine Erlebnisse in den Gefängnissen der USA. Auch die Misshandlungen und Folterungen, die er über sich ergehen lassen musste. Unter anderem im bekannten Gefängnis „San Quentin“. Grund genug übrigens, dass er nach seiner Entlassung als einer der engagiertesten Kämpfer für eine Gefängnisreform in den USA auftrat.

Bei diesen harten Misshandlungen wiederum machte er die seltsamen (paranormalen) Erfahrungen, wie er seinen Körper verlassen habe. Morrell berichtet unter anderem, dass sein „Astralkörper“ während dieser Folterungen sogar durch San Francisco gewandert sei. Er selber nannte diese Erfahrungen „die Wanderungen im ‚kleinen Tod‘“.

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Als man den Häftling in eine Zwangsjacke steckte und diese mit Wasser übergoss, damit sie sich beim Trocknen immer mehr zusammenzieht, hatte er nicht nur das Gefühl, er würde zerquetscht werden. Plötzlich, so Morrell, stand er neben seinem Körper. Er sah, wie die Folterknechte um ihn herum standen und mit fragenden Blicken seinen Körper beugten. Er lag da, als würde er schlafen.

Der „Astralkörper“ von Morrell machte sich nun auf, durch die Straßen von San Francisco zu reisen. Dabei sah er in der Bucht ein Schiffswrack, von dem er unter normalen Umständen im Gefängnis nichts hätte wissen können. Heißt es zumindest. Regelrecht Wanderungen durch Raum und Zeit habe Morrell unternommen.

Tatsächlich bestätigte George W. P. Hunt, Gouverneur von Arizona, später, dass Ed Morrell eine Vielzahl an Informationen besaß, die er nicht im Gefängnis erfahren haben konnte. Vor allem nicht in Einzelhaft.

Morrell schrieb in seinem Buch „The Twenty-Fifth Man“ über diese mysteriösen Vorgänge zum Beispiel:

Es leben tatsächlich Männer, die diese geheimnisvollen Fähigkeiten in vollem Funktionszustand haben. Sie sind in der Lage, diese zu nutzen, um eine Vielzahl wichtiger Informationen über die Natur und Geschichte des Menschen und über die Welt, die die meisten von uns nicht sehen können, zu erhalten.

Es ist kein Bild oder eine reine Vision vor den Augen dieser Ermittler, kein unwirkliches Panorama, das sich auf einer Bühne enthüllt. Es ist ein wirkliches Leben in der sogenannten Vergangenheit.“

Sicher ist das kein Beweis, dass der Mensch seinen Körper verlassen kann. Aber es ist eines von vielen Beispielen, die ich an anderer Stelle umfangreich diskutiert habe. Kritsch könnte man beispielsweise einfach sagen, dass Morrell sich in einer Art Selbsthypnose aus den jeweiligen Situationen „hinausdachte“. So konnte er den Misshandlungen aber auch dem Schrecken des Kerkers an sich entkommen …

Reisen außerhalb des Körpers?

Kritiker des Themas Nah-Tod-Erfahrungen wenden ein, dass diese Erfahrungen des Verlassens des Körpers eine reine Schutzfunktion des Gehirns sei. Das menschliche Gehirn setzt eine AKE lediglich als eine Art Schutzmechanismus ein. Die betroffene Person unterliegt so dem Gefühl, sich nicht mehr in ihrem von Schmerzen gepeinigten Körper zu befinden. Die Ausschüttung der Glückshormone Endorphine begleitet diesen Vorgang, wodurch der Betroffene zusätzlich das Gefühl grenzenloses Glückes und Friedens erfahre. Auch diese ist fester Bestandteil von Nah-Tod-Erfahrungen.

Für viele Menschen – vor allem jene, die selber eine derartige Erfahrung machten – sind die medizinischen und biochemischen Einwände gegen eine NTE als Beleg für ein Leben nach dem Leben nur Firlefanz. Sie glauben weiter fest daran, dass sie an der Schwelle zum Tod und Jenseits standen oder sogar „wirklich tot waren“.

In der Tat gibt es gegen die vielen und unterschiedlichen Erklärungen der Medizin wiederum Gegenargumente, wie sehr umfangreich HIER dargelegt. Das einzige, was wirklich einheitlich akzeptiert ist, ist, dass es diese Phänomene gibt. In der Welt des Paranormalen sind die übrigens das beherrschende Thema auf dem Buchmarkt, wie es die Veröffentlichungen seit Jahrzehnten beweisen.

Aber wenn eine Person nach einer solchen fraglos einschneidenden außerkörperlichen Erfahrung im Nachhinein davon zu berichten weiß, sollte man diese doch leicht beweisen können? Könnte man meinen.

Experimente mit der Seele

Vor rund 20 Jahren dachte sich genau das auch Medaille Lowrence und entwickelte dazu ein einfaches wie erstaunliches Experiment. Bei verschiedenen Gelegenheiten berichtete zum Beispiel auch die „BBC“ 1999 über diese Versuche und Lowrences Versuche fanden weltweit Nachahmer. Hierbei waren der Aufbau und die Grundidee so simpel wie genial:

Über einem Operationstisch wurde eine Leuchtschrifttafel montierte, die nach dem Zufallsprinzip Wörter aufleuchten ließ. Diese Tafel und vor allem die dort zu lesenden Wörtern waren aber nur dann zu sehen, wenn sich der Betrachter oberhalb des Tisches/Bettes, also an der Decke, befindet. Er müsste schweben und dabei nach unten blicken.

Der Gedanke hinter diesem Versuch ist klar: Ein Mensch, der eine außerkörperliche Erfahrung durchlebt haben will, sollte die Wörter lesen können. Im Nachhinein hätte die Person von diesen gewusst und sie benannt.

Ein Jahr lang blieb der Versuch aufgebaut und in dieser Zeit verloren 24 Patienten vollkommen das Bewusstsein. Doch das Ergebnis war leider mehr als ernüchternd. Keiner jener Menschen, die meinten eine solche Nah-Tod-Erfahrung gemacht zu haben (es waren nur drei), konnte sich an irgendwelche Wörter auf der Tafel erinnern.

Wenn „Astralkörper“ Tiere erschrecken

Auch andere Versuche mit vorgeblichen AKW sind interessant.

Die berühmte Parapsychologie-Legende D. Scott Rogo wohnte solchen Versuchen des Psychologen Dr. Robert Morris von der „Psychological Research Foundation“ in Durham, USA, bei. Durchgeführt wurden diese mit dem sogenannten „Medium“ Keith „Blue“ Harary aus den USA. „Blue“ behauptete nämlich, dass er nicht nur seinen Körper bewusst verlassen kann, sondern auch mit seinem „Astralkörper“ eine Wirkung auf Tiere wie Ratten, Katzen, Schlangen und Hunde habe.

Scott Rogo war immer skeptisch, wenn es um jegliche Art von paranormalen Experimenten und Berichten ging. In diesem Fall allerdings war auch der Parapsychologie-Pionier und Autor verblüfft.

So berichtet Rogo von einem Experiment mit dem AKE-Medium Harary, bei dem dieser eine Schlange in einem Käfig beeinflussen sollte. Harary wurde dazu in einem anderen Raum gebracht und die Schlange in ihrem Käfig im Versuchslabor verwahrt.

Rogo über das Experiment:

Als sich Harary außerhalb seines Körper befand und in diesem Zustand zu der Schlange kam, hörte sie auf, in ihrer typischen Art im Käfig umherzukriechen, und unternahm buchstäblich einen Angriff. Bösartig schien sie nach etwas in der Luft zu schnappen

 Das ganze dauerte ca. 20 Sekunden, die genau mitten in dem Zeitraum lagen, in dem Keith behauptete, sich außerhalb seines Körpers bei der Schlange zu befinden, ohne dass er wusste, was im Labor vor sich ging.

Verblüffend, zweifellos. War es ein Zufall, dass die Schlange exakt zu der Zeit ihr Verhalten änderte, als sich das Medium bei ihr befunden haben will?

Zu dem bis heute im Kreis der parapsychologischen Forschung hoch geachteten Rogo sei noch angemerkt, dass er Mitte August 1990 in seiner Wohnung ermordet wurde. Laut Polizei hab es keinen Kampf und ein 1992 verurteilter Tatverdächtiger wurde 1996 wieder freigelassen. Somit gilt der Mord bis heute als ungelöst und sein Mörder als unbekannt. Stoff für viele Spekulationen im Sinne von „wusste er zu viel?“, die sich um seine paranormalen Forschungen drehen …

Unsere Seele wiegt (bis zu) 69,5 Gramm

Die Liste von Experimenten und Versuchen, die Nah-Tod-Erfahrungen, AKE, ein Leben nach dem Tod usw. belegen wollten, ist endlos. Eher weniger bekannt sind aber Experimente „mit der Seele“, die wir heute sicher als „bizarr“ bezeichnen würden.

Zum Beispiel jene von Medizinern in den Niederlanden und Großbritannien. Sie versuchten mit Experimenten nachzuweisen, dass die Seele ein fassbares Etwas ist, das man auch sehen kann.

Dr. R. A. Watters etwa versuchte in einigen Versuchsreihen mit Fröschen, Hühnern und Mäusen deren astrale Seele im Moment des Sterbens zu fotografieren. Hierzu konstruierte er Vakuumbehälter, die zum Teil mit Öl oder Wasserdampf gefüllt wurden, und in die er die Tiere streckte – um sie dann zu töten.

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Tatsächlich gelang es ihm im Moment des Todes der Tiere „etwas“ zu fotografieren. Irgendwelche „Gebilde“, die an kleine Wolken oder Nebel erinnerten. Waren das sie Seelen der von ihn getöteten Tiere?

Das physikalische Gewicht der Seele wollen die niederländischen Physiker Dr. G. J. Zaalberg van Zelst und Dr. J. L. Malta einst sogar ermittelt haben. In einigen Versuchen in Den Haag wogen sie sterbende Menschen und ermittelte dabei im Moment des klinischen Todes einen nicht zu erklärenden Gewichtsverlust der Personen von bis zu 69,5 Gramm.

Ähnlich der amerikanische Arzt Dr. Duncan MacDougall im Jahr 1902. Er hing Sterbende mit samt ihrem Bett an eine Waage und wiederholte diese Messung, als seine „Versuchsobjekte“ später verstorben waren. Genau gesagt, während sie starben. Das wiederholte er mit insgesamt sechs seiner Patienten, und ermittelte so ein Gewichtsverlust von 8 bis 35 Gramm zwischen dem lebendem und dem dann totem Menschen.

Um seinen Wissensdurst bei der Jagd nach der Seele zu stillen, besorgte sich MacDougall zusätzlich noch 15 Hunde. Hier wartete er nicht auf ihren natürlich Tod, sondern vergiftete alle. Da aber bei den ermordeten Tieren keine Gewichtsabnahme wie bei seinen menschlichen Probanden zu messen war folgerte er, dass Hunde keine Seele haben. So seine Schlussfolgerungen in zwei Artikeln in „American Medicine“ im April und Juli 1907.

MacDougall erregte mit seinen erstaunlichen Experimenten und Schlussfolgerungen durchaus auch das Interesse der Medien. „Die Seele hat ein Gewicht“, schrieb beispielsweise die „New Work Times“ am 11. März 1907 dazu in einem Beitrag.

Derartige Versuche waren in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts nicht ungewöhnlich. Inspiriert durch MacDougall hat in den 1930ger Jahren zum Beispiel Harry LaVerne Twining in Los Angeles solche Versuche mit Mäusen durchgeführt. Er jedoch war sicher, dass nach der Vergiftung der Nager diese im Augenblick des Todes Gewicht verloren.

Haben also Mäuse und Menschen eine messbare Seele und Hunde nicht …?

Ob wir heute diese Experimente als wissenschaftlich fundierte Forschungen betrachten sollten, ist mehr als fraglich. Ethisch sind sie so oder so nicht vertretbar.

Was wiegt das Himmelreich?

Habe ich mit meiner Wiegevorrichtung den Stoff der Seele entdeckt? Ich denke schon, und ich werde es bestätigen und wieder und wieder bestätigen, wenn ich lange genug lebe.

So MacDougall damals voller Optimismus in einem Brief, den Len Fisher in dem Buch „Der Versuch, die Seele zu wiegen“ (2007) zitiert.

Obwohl die Messungen längst als unwissenschaftlich angesehen werden, bleiben doch die Ergebnisse. Es gibt die unterschiedlichsten Interpretationen und Erklärungen, warum diese Gesichtsverluste gewogen wurden. Wirklich einstimmig und einheitlich erklären kann man sie rund 100 Jahre später nicht mehr.

Wenn die Seele eine physikalisch messbare und erfassbare Größe ist, die nach dem Tod eines Menschen den Körper verlässt, öffnen sich ungeahnte Fragen. Vor allem jene, wie viel dann eigentlich das Himmelreich, das Jenseits, das Paradies oder schlicht die Welt der Verstobenen Seelen wiegen mag. Materielle Seelen müssen, auch wenn sie nur einige wenige Gramm wiegen, doch irgendwo abgeblieben sein. Schweben sie einfach „für immer“ um uns herum? Laufen wir ständig gegen sie?

Milliarden Seelen von all den Menschen, die auf diesem Planeten bereits gestorben sind? Oder schweben sie im All umher? Können wir sie dann nicht in ihrer Gesamtheit messen bzw. wiegen?

Eine Seele mit einem messbaren Gewicht von knapp unter 10 bis rund 70 Gramm wiegt für sich genommen nicht viel. Immerhin aber so viel wie 10 bis 70 Stück Würfelzucker.

Damals sprach Duncan MacDougall von einem Durchschnittsgewicht von 21 Gramm pro Seele. Ein Durchschnittswert, der sich schon damals „einbürgerte“. Der Spielfilm „21 Gramm“ aus dem Jahr 2003 bezieht sich genau auf diese Experimente von damals. Sprüche wie „schweren Herzens“ und ähnliche sollen von diesen Experimenten herrühren.

Letztlich haben schon die eingangs erwähnten Alten Ägypter geglaubt, dass das Herz als Sitz der Seele im Jenseits auf eine Waagschale gegen eine Feder aufgewogen wird. So wollten die Götter der Unterwelt die „Reinheit“ und „Tugend“ der Seele zu Lebzeiten des Verstorbenen ermitteln …

108.470.690.115 Seelen um uns herum

Dazu ein Gedankenexperiment:

Laut der Berechnungen in der Studie „Population Reference Bureau“ von 1995, die 2002 und 2011 aktualisiert wurde, gab es 2017 insgesamt 108.470.690.115 Menschen, die jemals auf der Erde geboren wurden. Ausgehend vom Beginn der Menschheit 50.000 vor Christus. Natürlich eine theoretische Angabe, auch wenn zahlreiche Faktoren und Statistiken in dieser Studie berücksichtig wurden.

Gegen wir einfach von 100 Milliarden Menschen aus, die bisher auf unserem Planeten lebten und inzwischen tot sind.

Wo sind all ihre Seelen, wenn sie doch gewogen werden können? 2,1 Millionen Tonnen Seelen müssten bei einem Durchschnittsgewicht von 21 Gramm „um uns herum“ existieren. Bei einem „Seelegewicht“ à 70 Gramm wären es 7 Millionen Tonnen Seelen oder 70.000.000.000 Stück Würfelzucker. Wenn mir keine Kommastelle verrutscht ist.

Allein die irdischen Bewohner des Jenseits wiegen also Millionen von Tonnen. Hinzu kommen, vermutlich, die Seelen von Außerirdischen. Tiere sind hier bewusst außen vor gelassen. Derer Seelen sind nicht zählbar oder deren Anzahl auch nur annähernd zu schätzen.

Es mag albern klingen. Nur wenn die Seele des Menschen wirklich etwas physisch fass- und messbares wäre, muss es auch das Jenseits und seine Bewohner sein. Wo ist dieser materielle Ort, da wir ihn offensichtlich nicht sehen. „Zahlenspielerein“, die meiner persönlichen Überzeugung nach klar belegen, dass alle Aussagen, der Mensch habe eine in Gramm messbare Seele, ab absurdum führen. Denn bis heute steht die Behauptung im Raum, dass das Ich des Menschen ein greifbares Etwas ist.

Es ist eines der großen Mysterien der Religionen, Menschheit und Grenzwissenschaft – die Seele und/oder der Astralkörper. Immerhin hängt mit diesem Thema auch die Frage zusammen, ob der Mensch nach dem irdischen Tode in irgendeiner Form weiter lebt. Eine Frage, die sich ausnahmslos jeder von uns stellt oder stellen wird, sobald die Zeit gekommen ist!

Und bis heute streiten sich die Geister – die Antwort auf diese Frage ist ganz einfach offen. Kein Wissenschaftler, Autor, Journalist und auch kein Experiment hat sie bisher beweisbar beantwortet.

Den Religionen freut es …

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Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Neuerscheinung: Erich von Däniken, seine Arbeit und die Prä-Astronautik als Thema einer Doktorarbeit

Erich von Däniken und die Prä-Astronautik als Thema einer Doktorarbeit (Bilder: Archiv L. A. Fischinger)
Erich von Däniken und die Prä-Astronautik als Thema einer Doktorarbeit (Bilder: Archiv L. A. Fischinger)

Dass die Ideen, Spekulationen und Hinweis, dass die Götter der weltweiten Mythologie einstmals reale Astronauten aus dem Kosmos waren, in den letzten Jahrzehnten zu einem kaum mehr überschaubares “Konstrukt” anwuchs, wissen vor allem “alte Hasen” der Prä-Astronautik. Vor vier Wochen erschien nun eine Doktorarbeit mit dem Titel “Götter-Astronauten: Erich von Däniken und die Paläo-SETI-Mythologie”, die sich genau diesen Themen angenommen hat. Die 366-seitige Dissertation von Dr. Jonas Richter, den man selber durchaus als “Mitglied” der grenzwissenschaftlichen Szene sehen kann, möchte ich Euch an dieser Stelle einmal vorstellen.

 

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Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Dr. Jonas Richter (Universität Göttingen) ist innerhalb der Community der Prä-Astronautik (oder, wie Richter sie in seiner Dissertation nennt: Paläo-SETI) für viele Menschen sicher kein Unbekannter. Er selber publizierte dazu einige Artikel und besuchte auch verschiedene Tagungen zur Grenzwissenschaft. Zum Beispiel auch zweimal das jährliche Seminar “Phantastische Phänomene” in Bremen, das erst am letzten Wochenende wieder stattgefunden hat.

Astronautengötter? Möglich, aber unwahrscheinlich

Was denkt der Autor Dr. Richter selber über die Ancient Aliens?

Dazu schreibt er in seiner Anfang Februar 2017 beim LIT Verlag veröffentlichte Doktorarbeit:

„Zwar halte ich bei der gegenwärtigen Indizienlage den Paläokontakt zwischen Irdischen und Außerirdischen für unwahrscheinlich, aber ich kann ihn nicht prinzipiell ausschließen. Ob Außerirdische jemals die Erde besucht haben, ist bis heute nicht wissenschaftlich bewiesen, aber auch nicht mit Gewissheit zu verneinen.“

Richter vertritt also einen Standpunkt, den sicherlich die meisten Erich von Däniken– und Prä-Astronautik-Kritiker vertreten bzw. vertreten sollten/müssen. Wie sollte man auch etwas widerlegen, was gar nicht belegt ist?! Die Forscher der Paläo-SETI sind selbstverständlich in der Beweispflicht, diese Ideen zu belegen. Nicht die Kritiker, diese zu widerlegen.

Man muss sich (meiner Meinung nach) als überzeugter Vertreter oder Publizist der Idee, dass die Götter in Wahrheit leibhaftige Außerirdische waren, eingestehen, dass es dafür keinen einzigen echten Beweis gibt! So schreibt Dr. Richter in seiner Arbeit aber auch ganz richtig zu Erich von Däniken:

Auch wenn Dänikens Behauptungen von Befürwortern und Gegnern der Paläo-SETI-Hypothese sehr unterschiedlich eingeschätzt werden, herrscht doch Übereinstimmung bezüglich seiner Leistungen und seines Einflusses auf das Thema. Däniken gilt als ,Kopf’ und Anführer nicht nur innerhalb der deutschsprachigen Prä-Astronautik. Auch eine Würdigung wie eine Folge in der TV-Dokumentationsserie Ancient Aliens (…), die ihm gewidmet ist, zeugt von der Anerkennung, die er weltweit genießt. Meinen Beobachtungen zufolge entspricht die große Bedeutung Dänikens, die ihm in der bisherigen Forschungsliteratur über Prä-Astronautik zugesprochen wird, der Anerkennung, die ihm in diesem Feld gezollt wird.

Dazu sei ergänzt, dass EvD erst im Herbst 2016 in London eine durchaus pompöse weitere Anerkennung für seine Arbeiten bekommen hat. Mehr dazu HIER.

Die Szene der Prä-Astronautik und Dr. Jonas Richter

Richter wirft auch einen vollkommen korrekten Blick auf die Community der Prä-Astronautik-Szene an sich. Denn, so Richter, “Darstellung des Umfeldes, in dem diese Bücher rezipiert werden, ist nützlich zur besseren Kontextualisierung des untersuchten Weltbilds”.

Da der jetzige Dr. Jonas Richter über viele Jahre hinweg selber aktiv in der der Szene war bzw. seit Jahre ist, sind alleine schon seine Betrachtung der Szene selbst den Kauf seiner nicht gerade preiswerten Dissertation wert. Viele Jahre besuchte er verschiedene Treffen der Szene und beteiligte sich auch online innerhalb der Community. Da ich ihn persönlich online und offline kenne, kann ich seine Beobachtungen daher bestätigen!

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So etwa spricht Richter von einem “unsichtbaren Feld anonymer” Mitglieder der Szene, die beispielsweise Bücher dieser Themen lesen oder sich online darüber informieren. Das ist meiner Meinung nach sogar der weitaus grüßte Teil der grenzwissenschaftlich Interessierten. “Sichtbare Personen”, wie Jonas Richter sie nennt, wären meiner Meinung nach beispielsweise Teilnehmer von Meetings. Grundsätzlich ist nämlich “die” Szene ein bunter Haufen von Interessierten. So schriebt Richter:

Meinen Eindrücken von der Szene nach ist die Paläo-SETI-Forschung heterogen; ihre Anhängerschaft umfasst viele unterschiedliche Ausprägungen, die von esoterisch-lebenspraktischen Orientierungen über touristische Schwerpunktsetzungen, Schreibtischforschung, bloß intellektuell-anregende Spekulation bis hin zu politisch randständigen Alternativkulturen reicht. Es bestehen Überlappungen zu manchen Strömungen innerhalb der UFOlogie, zur Beschäftigung mit mutmaßlichen Entführungen durch Außerirdische, zur weiter gefassten ,Phänomene’-Forschung (Magie, Geister, Parapsychologie, Geomantie u. v. a. m.) und zu Verschwörungstheorien.”

Genau so ist es auch. Es gibt, und Dr. Richter stellt es mehrfach dar, nicht “die Prä-Astronautik-Szene“. Ein Umstand, auf den auch ich immer wieder verweise. Es gibt auch nicht “die Prä-Astronautik” und nicht “die Prä-Astronautiker”, da quasi jeder sein eigenes Süppchen kochte. Inklusive UFO-Sekten wie vor allem die Sekte der Rael-Bewegung, die mehr als deutliche Parallelen zum Thema der Astronautengötter in ihren Lehren hat.

Es ist aber nicht Kern der Dissertation von Richter, die Astronautengötter-Idee zu widerlegen oder zu belegen oder ähnliches:

“Ich stelle mich auf den Standpunkt, dass der Streit um die Richtigkeit der Paläo-SETI-Hypothese bereits seit langem in entsprechenden Publikationen geführt wird und hier deswegen nicht eigens thematisiert zu werden braucht. Dänikens Argumentation genügt meiner Auffassung nach wissenschaftlichen Maßstäben nicht, wie oben gezeigt wurde. Ich möchte jedoch nicht den Fehler machen, daraus abzuleiten, dass niemals Außerirdische unser Sonnensystem erreicht haben. Ein entsprechender ,negativer’ Beweis ist unmöglich zu erbringen.

Zwar halte ich bei der gegenwärtigen Indizienlage den Paläokontakt zwischen Irdischen und Außerirdischen für unwahrscheinlich, aber ich kann ihn nicht prinzipiell ausschließen. Ob Außerirdische jemals die Erde besucht haben, ist bis heute nicht wissenschaftlich bewiesen, aber auch nicht mit Gewissheit zu verneinen. Ich kann daher nicht behaupten, dass Dänikens Theorie zwingend falsch ist – wohl aber, dass die Plausibilität seiner Argumente nach wissenschaftlichen Maßstäben als sehr gering einzuschätzen ist.

Dr. Richter geht natürlich auch die Frage ein, ob die Idee der Götter der Sterne eine Art “Religion” ist. Sprich: ob das Weltbild der Prä-Astronautik eine “Sekte” darstellen könnte, um es auf den Punkt zu bringen. Ein Vorwurf übrigens, den ich selber immer wieder energisch verneine!

Für alle, die auch hinter die Kulissen der Prä-Astronautik und Erich von Däniken seinen Arbeiten sehen möchten, ist “Götter-Astronauten: Erich von Däniken und die Paläo-SETI-Mythologie” mehr als nur spannend und eine klare Empfehlung von mir.

  • Ihr könnt unter diesen Link eine Leseprobe als PDF der Arbeit herunterladen. Die Doktorarbeit selber bekommt Ihr zum Beispiel HIER.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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ZDF-Interview mit Lars A. Fischinger in “Hallo Deutschland”: Die Spuk-Villa Haus Fühlingen, Vandalen und die Pressefreiheit

Lars A. Fischinger im Interview 2013 im Haus Fühlingen in Köln (Bilder: S. Fischinger)
Lars A. Fischinger im ZDF-Interview 2013 im Haus Fühlingen in Köln (Bilder: S. Fischinger)

Vor einigen Wochen fuhr ich mit einigen Kollegen und einem TV-Team des ZDF zu der “Spuk-Villa” Haus Fühlingen in Köln. Seit vielen Jahren wird von diesem alten Gebäude berichtet, dass es darin nicht mit rechten Dingen zugehen soll. Immer wieder wollen Menschen in diesem Gebäude oder in seiner Nähe paranormale Erfahrungen wie Spuk-Phänomene erlebt haben. Unsere Gruppe und das Fernsehteam um den Paraforscher Christian Wellmann bekamen jedoch als erstes Team von den Eigentümern die Genehmigung innerhalb des Hauses zu drehen. Auch und vor allem mit dem ZDF – was die Besitzer allerdings im Nachhinein durchaus bereuten …

 

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Posting vom 9. Dezember 2013 / Update: 2. November 2016


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Auch in Deutschland gibt es Orte, Plätze und “Spuk-Häuser”, wo es nicht mit rechten Dingen zugehen soll. So auch im Haus Fühlingen bzw. “Villa Oppenheim” in Köln Chorweiler.

Spuk in Köln?

Dort werden seit vielen Jahren paranormale Phänomene wie eben Geister beobachtet und Medien (= sensitive Menschen, nicht die Presse) berichten immer wieder davon, dass sie dort die Anwesenheit von “fremden Seelen” fühlen, wahrnehmen oder spüren. Ich selber, dies vorweg, habe an diesem Spukort nichts ungewöhnliches erlebt oder erfahren. Und obwohl der Bericht des ZDF online nicht mehr zu finden ist, ist der Background dieser Dreharbeiten und Interviews interessant …

Anfang November 2013 fuhren ein Team und ich mit einem TV-Kamerateam aus Kassel nach Köln zum Haus Fühlingen. Einen ersten kleinen Beitrag der Dreharbeiten strahlte das ZDF in der Sendung “Hallo Deutschland” am 4. Dezember 2013 aus, den Ihr hier in der Mediathek des ZDF sehen könnt konntet. Mit dabei war bei diesem TV-Dreh diesmal auch meine in Köln lebende Schwester, die eigentlich kein “aktiver Teil” der Grenzwissenschaft ist.

Die "Geister-Villa" Haus Fühlingen in Köln (Bild & Bearbeitung: Ch. Wellmann)
Die “Geister-Villa” Haus Fühlingen in Köln (Bild & Bearbeitung: Ch. Wellmann)

Die im ZDF-Beitrag erwähnten Messergebisse von dem Kollegen Werner Betz wurden ebenso verschiedentlich. Wobei Betz jedoch zusammen mit Sonja Ampssler schon 2014 das Buch “Kräfte aus dem Nichts?” zu diesen und weiteren Messungen veröffentlichte.

Bei der Gelegenheit habe ich ein kurzes Interview mit Werner Betz vor Ort in Köln am Rande der Filmarbeiten über seine Versuche geführt, das auf meinem Video-Kanal bei YouTube erscheinen wird. erschienen. Nach dem Besuch unserer Gruppe der GEgP am Haus Fühlingen habe ich auch mit Wellmann rund um Themen aus der Parapsychologie und der Frage eines Leben nach dem Tod ein Interview geführt. Dieses ist ebenso online und beide Videos finde Ihr am Ende eingefügt.

Eigentümer und Vandalen

Das Haus Fühlingen verfällt jeden Tag mehr. Durch den Zahn der Zeit und Natur und auch durch Vandalismus.

L. A. Fischinger und Schwester bei Dreharbeiten 2013 am Haus Fühlingen in Köln (Bild: W. Betz)
L. A. Fischinger und Schwester bei Dreharbeiten 2013 am Haus Fühlingen in Köln (Bild: W. Betz)

Die Eigentümer selber erhofften sich von den Dreharbeiten (die einen ganzen Tag im Dauerregen und Kälte gingen), dass wir um Christian Wellmann klipp und klar sagen, dass dies nur ein altes Haus ohne irgendwelche “seltsamen Dinge” ist. Sehr wahrscheinlich vor allem auch deshalb, um Schaulustige und Neugierigere fernzuhalten und so auch dem Vandalismus Einhalt zu gebieten. Beispielsweise ist auch in den Jahren nach diesen Dreharbeiten Ende 2013 von uns am Haus in Köln immer wieder zu sehen gewesen, dass die Umzäunung des Gebäudes von Vandalen umgeworfen wurde.

Auch ein stabiler Bauzaun hielt und hält keine ungebetenen Gäste ab. Mein Schwester in Köln konnte ebenfalls immer wieder beobachten, dass am Haus Fühlingen häufig Menschen und Autos zu sehen sind. Augenscheinlich auch für Partys. So ist es überaus verständlich, dass die Eigentümer, die selber nicht vor Ort ansässig sind, ihre Immobilie vor weiten Schäden schützen wollen. Auch in Hinblick auf eine weitere Nutzung und Renovierung der Anlagen, die immer wieder im Gespräch ist. Etwa für Luxuswohnungen, was sich jedoch weiter hinzieht.

Pressefreiheit und Bedenken

Letztlich war es durch die Dreharbeiten eben nicht der Fall, das in dem bei “Hallo Deutschland” auf ZDF gesendeten Bericht das Haus Fühlingen als vollkommen “normale Ruine” erklärt wurde.

Chr. Wellmann (re.) an einem "Spukort" 2013 in Bad Pyrmont (Bild: M. L. Sievers)
Organisator Christian Wellmann (re.) an einem “Spukort” 2013 in Bad Pyrmont (Bild: M. L. Sievers)

Die Gründe waren beispielsweise das uns begleitende Medium, die – zumindest nach ihren Aussagen – paranormale Empfindungen oder Eingebungen hatte. Ebenso die physikalischen Messungen von Werner Betz, zu dessen Arbeiten in diesem Bereich ich später (August 2015) dieses Video-Interview zum Thema mit ihm und Sonja Ampssler auf YouTube stellte.

So versuchte die Eigentümergemeinschaft nach unserem Dreh am 6. November 2013 juristisch die Ausstrahlung des Berichtes im ZDF zu verhindern. Sicherlich auch deshalb, um weitere “Geisterjäger” von dem Gebäude fernzuhalten. Unsere Gruppe um Christian Wellmann, der praktisch den gesamten Tag alleine vor der Kamera stand und auch die Organisation realisierte, hatte sich natürlich nichts vorzuwerfen. Wir besaßen Genehmigungen und Schlüssel.

Als bei dem Dreh beispielsweise die Polizei kam, um nachzusehen, was hier vor sich geht, konnte Wellmann die erforderlichen Papiere vorlegen.

Also sollten sich die Eigentümer mit dem ZDF und dem Fernsehteam auseinander setzten, wenn sie unbedingt eine Ausstrahlung verhindern wollten. Mit Blick auf die Pressefreiheit ließ das TV-Team sich jedoch davon aber nicht beirren.

Und sicherlich saß auch das ZDF selber am viel zitierten “längeren Hebel”. Natürlich war auch klar, dass wir nichts weiter taten, als wahrheitsgetreu über das Haus Fühlingen und seine Geschichten(en) zu berichten. Und doch muss man auch die andere Seite verstehen, also die Besitzer. Deren scheinbare Befürchtung, dass der Fernsehbericht noch mehr unerlaubte Gäste und Vandalen anlocken könnte, war durchaus berechtigt …

Die Videos zum Thema:

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2. Tagung der GEgP (Gesellschaft zur Erforschung grenzwissenschaftlicher Phänomene) am 25. Juni 2016 in Erfurt: Infos, Referenten und Programm

Am 25. Juni 2016 findet in Erfurt der 2. Kongress der GEgP statt (Bild: Ch. Wellmann / L. A. Fischinger)
Am 25. Juni 2016 findet in Erfurt der 2. Kongress der GEgP statt (Bild: Ch. Wellmann / L. A. Fischinger)

Im Sommer 2015 fand in Erfurt die erste Tagung der GEgP, der “Gesellschaft zur Erforschung grenzwissenschaftlicher Phänomene”, statt. Auch in diesem Jahr wird es einen Kongress der GEgP in Erfurt rund um die Themen Paranormale Phänomene (PSI-Phänomene), UFO-Forschung, Spuk- und Geister-Erscheinungen und die Welt des Unerklärlichen geben. Das Programm der Tagung, zahlreiche weitere Informationen rund um diese sowie detaillierte Hintergrundinformationen findet Ihr hier nun online. Zusammengefasst hat sie der Mystery-Jäger Alexander Knörr, der neben dem Parapsychogen Christian Wellmann Mitorganisator des 2. Kongresses der GEgP ist.

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Fischinger Online Mystery-Kanal bei YouTube abonnierenVon Alexander Knörr

Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Wer mich kennt weiß, dass ich schon immer meine Finger irgendwie bei der Organisation von grenzwissenschaftlichen Fachtagungen im Spiel hatte. Früher hatte ich ja auch beruflich mit der Organisation von Events zu tun und da war es schon immer von Vorteil meine Erfahrungen auch in der Organisation von derlei Tagungen mit einzubringen.

Von der reinen UFO-Tagung und Jubiläumskongressen mit internationalen Referenten bis hin zu kleineren oder größeren Vortragsevents habe ich schon viele Events ins Leben gerufen oder unterstützt.

Da liegt es als Mitglied dieses Netzwerkes nahe, dass ich auch die Tagungen der interdisziplinär agierenden GEgP (“Gesellschaft zur Erforschung grenzwissenschaftlicher Phänomene“) mit organisiere.

In diesem Jahr veranstaltet die GEgP schon das zweite Mal ihre Tagung im wunderschönen Erfurter Steigerwald. Mit dem Gasthof Schloss Hubertus in der Arnstädter Chaussee 9, 99096 Erfurt wurde eine andere Location als im letzten Jahr gewählt, die über einen ausgewiesenen Tagungsbereich und entsprechende Erfahrung bei solchen Veranstaltungen verfügt. So wird die Fischer Gastronomie den ganzen Tag die Veranstaltung unterstützen und sämtliche Tagungsgetränke wie Kaffee und alkoholfreie Getränke sind im Tagungspreis beinhaltet.

Aber was ist denn eigentlich die GEgP und was ist ihr Anliegen?

Nun, die GEgP ist kein Verein, wie es in den Grenzwissenschaften so üblich ist, sondern ein Netzwerk an grenzwissenschaftlichen Forschern, die unabhängig und ohne große vereinspolitische Hürden wirklich an ihren Themengebieten aktiv forschen und sich untereinander unterstützen und austauschen. Dabei steht der rege Austausch untereinander und interdisziplinär im Vordergrund. Denn immer wieder legen die Fakten eines grenzwissenschaftlichen Ereignisses oder Erlebnisses es nahe, dass viele verschiedene Forschungsdisziplinen ihren Anteil daran haben und durch ein Miteinander dem Phänomen vielleicht erfolgreicher auf den Grund gegangen werden kann. Beispielsweise gibt es UFO-Sichtungsfälle, deren Charakteristik auch psychologische oder parapsychologische Aspekte und physikalische Wechselwirkungen mit einbeziehen. Oder es wird an Spukorten auch immer wieder von Vorkommnissen berichtet, die auch geomantische und physikalische Beeinflussungen nahe legen. Hier müssen die Forscher aus verschiedenen Disziplinen enger zusammenarbeiten und auch Vor-Ort-Recherchen zusammen durchführen. Dies ist jedoch nur ohne die vereinspolitischen Scheuklappen möglich. Und dies versucht die GEgP mit ihrem Netzwerk und ihren Untersuchungen zu arrangieren. Der Parapsychologe Christian Wellmann ist Gründer der GEgP und hat bereits entsprechende Erfahrungen mit derlei interdisziplinären Untersuchungen sammeln können.

VIDEO: Gibt es parapsychologische Phänomene, Leben nach dem Tod und Geister? Interview mit Christian Wellmann von der GEgP
VIDEO: Gibt es parapsychologische Phänomene, Leben nach dem Tod und Geister? Interview mit Christian Wellmann von der GEgP (Bild: L. A. Fischinger)

Und aus diesem Grund sind die Tagungen der GEgP eben auch querbeet durch die Grenzwissenschaften ausgelegt. Es gibt Schwerpunkte, wie beispielsweise in diesem Jahr die Parapsychologie und die UFO-Forschung, aber trotzdem sind verschiedenste Themen dort willkommen.

Wie gesagt, ist einer der Schwerpunkte in diesem Jahr die Parapsychologie! Wer könnte dann als Referent besser geeignet sein, als Dr. Walter von Lucadou, der an der Universität Freiburg den parapsychologischen Lehrstuhl von Hans Bender übernahm, und in Freiburg die parapsychologische Beratungsstelle gründete und leitet. Von Lucadou war schon jeher Verfechter eines eigenständigen und unorthodoxen Ansatzes zur Erklärung parapsychologischer Phänomene, der eben psychologische wie physikalische Erklärungsmuster vereint. Genau die Herangehensweise, für die auch die GEgP steht. Von Lucadou gibt den Teilnehmern einen Einblick in den aktuellen Stand der parapsychologischen Forschung.

Auch die anderen Referenten stehen für eine interdisziplinäre Zusammenarbeit und arbeiten auch schon bei Recherchen eng miteinander.

Beispielsweise Gerhard Gröschel, der bekannt dafür ist, dass er mit Hilfe seines von ihm entwickelten Magnetfeldsensors, gekoppelt mit einer Reihe ausgeklügelter Kamerasysteme auf der Jagd nach unerklärlichen Himmelsphänomenen ist. Gröschel hat eine seiner Überwachungsstationen seit mehr als einem Jahr an dem UFO-Hotspot Hessdahlen stehen und gibt uns auf der Tagung einen exklusiven Einblick in seine Vor-Ort-Untersuchungen und die bisherigen Ergebnisse.

Der Letteraner Mystery-Forscher Lars A. Fischinger verschafft den Teilnehmern in seinem Vortrag einen Einblick in die seltsamsten Mysterien der Grenzwissenschaft und regt auch hier eine gemeinschaftliche interdisziplinäre Herangehensweise bei der Erforschung dieser Phänomene an.

ARTIKEL: Exorzismus in Deutschland: Angebliche Teufelsaustreibung in einem Frankfurter Hotel endet tödlich! Und weshalb „STAR WARS“ direkt zum Satan führt … (Grafik: L. A. Fischinger)
ARTIKEL: Exorzismus in Deutschland: Angebliche Teufelsaustreibung in einem Frankfurter Hotel endet tödlich! Und weshalb „STAR WARS“ direkt zum Satan führt … (Grafik: L. A. Fischinger)

Der Initiator der GEgP, Christian Wellmann, ist bekanntlich selbst in der parapsychologischen Forschung tätig und gibt gleich zwei Vorträge in Erfurt zum Besten. Als erstes widmet er sich in seinem Vortrag “Parapsychologie meets Hollywood” der immer wieder auftretenden Vermengung von realen Phänomenen und den dahinter stehenden Geschichten mit der Fiktion, die in Hollywoodfilmen daraus entsteht. Dabei werden wir teilweise bekannte, aber noch vielmehr bisher unbekannte Verbindungen gezeigt bekommen. In seinem zweiten Vortrag behandelt er den Exorzismus der Anneliese Michel und zeigt ungeschönt, was damals diesem jungen Mädchen widerfahren ist. Seine Ausführungen begleiten originale Tondokumente, die erschreckend sind! Aus diesem Grund ist dieser Teil der Tagung auch nur für ein Publikum ab 18 Jahren zugänglich!

Zu guter Letzt referiere ich selbst in meinem Beitrag “Die Wahrheit über Deutschlands UFO-Akten” über diese und meine Recherchen rund um dieses Thema, und stelle überdies noch meine spektakulärsten und besten UFO-Sichtungsfälle aus 26 Jahren aktiver Forschung vor.

Insgesamt erwartet die Teilnehmer ein höchst attraktives und informatives Programm mit komplett neuen Sichtweisen und bisher unveröffentlichtem Material!

Grenzwissenschaftlicher Kongress der GEgP 2016 in Erfurt: Flyer zum Download [hier] (Bild: Ch. Wellmann)
Grenzwissenschaftlicher Kongress der GEgP 2016 in Erfurt: Flyer zum Download [hier] (Bild: Ch. Wellmann)

Veranstaltungsort der GEgP-Tagung

Vorläufiges Programm

  • 09:00 Uhr Begrüßung
  • 09:05 Uhr Christian Wellmann und Alexander Knörr – wer sind wir und was
    wollen wir (Vorstellung der GEgP, unserer Projekte und was wir bezwecken)
  • 09:30 Uhr Gerhard Gröschel – UFO-Forschung in Hessdalen
  • 10:30 Uhr Pause
  • 10:45 Uhr Christian Wellmann – Parapsychologie meets Hollywood
  • 12:00 Uhr Mittagspause
  • 14:00 Uhr Alexander Knörr – Die Wahrheit über Deutschlands UFO-Akten und
    die besten Fälle aus 26 Jahren aktiver UFO-Forschung
  • 14:45 Uhr Pause
  • 15:00 Uhr Christian Wellmann – Besessen! – Der Exorzismus der Anneliese
    Michel – mit exklusivem Tonbandmaterial – ACHTUNG ab 18 Jahren!
  • 16:00 Uhr Pause
  • 16:15 Uhr Dr. Walter von Lucadou – Der Stand der parapsychologischen
    Forschung
  • 17:15 Uhr Diskussion mit Walter von Lucadou und Christian Wellmann
  • 17:45 Uhr Pause
  • 18:00 Uhr Lars A. Fischinger – Bizarr! Die seltsamsten Mysterien der
    Grenzwissenschaft
  • 18:45 Uhr Verabschiedung und Ende der Veranstaltung

Hotelliste

Aufruf von Lars A. Fischinger auf YouTube: Habt Ihr bereits paranormale Erfahrungen gemacht? (Bild: S. & L. A. Fischinger)
Aufruf von Lars A. Fischinger auf YouTube: Habt Ihr bereits paranormale Erfahrungen gemacht? (Bild: S. & L. A. Fischinger)

Diese Liste stellt nur eine Empfehlung dar. Wir übernehmen keine Garantie für eine Verfügbarkeit bei Buchung.

Victors Residenz Hotel Erfurt

Häßlerstraße 17

99096 Erfurt

0361/65330

www.victors.de

Pension Wegerich

Windthorststraße 29

Auch in der ehemaligen DDR gab es Mystery-Interessierte und Paranormale Phänomene. (Bild: L.A. Fischinger / gemeinfrei)
Okkulte DDR: In Ostdeutschland gab es einen „grenzwissenschaftlichen Untergrund“. Ein Forschungsprojekt zum Thema Paranormales in der DDR soll diesen jetzt aufarbeiten (Bild: L.A. Fischinger / gemeinfrei)

99096 Erfurt

0361/3457558

www.pension-wegerich.de

Carat Hotel

Hans-Grundig-Straße 40

99099 Erfurt

0361/34300

www.hotel-carat-erfurt.de/

Hotel Zumnorde am Anger

Weitergasse 26

99084 Erfurt

Videos aus der Welt des Paranormalen und Phantastischen (Bild: L.A. Fischinger / YouTube)
Videos aus der Welt des Paranormalen und Phantastischen auf dem YouTube-Kanal von Fischinger-Online (Bild: L.A. Fischinger / YouTube)

0361/56800
www.hotel-zumnorde.de/Hotel-Erfurt

Hotel Zum Bismarckturm

Am Tannenwäldchen 28

99096 Erfurt

0361/3405740

www.bismarckturm-erfurt.de

Ich danke Euch, Euer Jäger des Phantastischen

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Fischinger-Online

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Neuerscheinung zum UFO-Phänomen: Illobrand von Ludwiger: “Ergebnisse aus 40 Jahren UFO-Forschung – Wie die Untersuchungen von MUFON-CES zu einem neuen Weltbild führten”

Neues Buch von Illobrand von Ludwiger: "Ergebnisse aus 40 Jahren UFO-Forschung" (Bild: Exopolitik / Kopp-Verlag / MUFON-CES)
Neues Buch von Illobrand von Ludwiger: “Ergebnisse aus 40 Jahren UFO-Forschung” (Bild: Exopolitik / Kopp-Verlag / MUFON-CES)

Literatur zum UFO-Phänomen ist in Deutschland in den letzten Jahren seltener geworden. Umso gespannter war ich, als ich vor einigen Monaten erfuhr, dass Illobrand von Ludwiger, der viele Jahre in der UFO-Forschungsgruppe MUFON-CES aktiv war, ein neues Buch zum Thema veröffentlichen wird. “Ergebnisse aus 40 Jahren UFO-Forschung” werden von dem UFO-Forscher darin vorgelegt, die aus den Untersuchungen der Organisation MUFON-CES stammen.

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Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Unidentifizierte Flugobjekte lassen sich nicht ins Laboratorium und auf den Seziertisch der Wissenschaft zwingen. Sie tauchen unvorhersehbar nur für kurze Zeit im Luftraum oder in greifbarer Nähe vor Zeugen auf und verschwinden plötzlich wieder.

Diese Flüchtigkeit macht es dem Wissenschaftsbetrieb unmöglich, sich mit ihnen zu befassen. Daher haben sich in aller Welt Wissenschaftler aus privatem Interesse zusammengefunden, um diese Phänomene in eigener Initiative zu untersuchen.

 Illobrand v. Ludwiger Ergebnisse aus 40 Jahren UFO-Forschung
Illobrand v. Ludwiger: “Ergebnisse aus 40 Jahren UFO-Forschung”

Illobrand von Ludwiger hat dies seit 1974 gemeinsam mit einer Gruppe von Wissenschaftlern und Raumfahrt-Ingenieuren 40 Jahre lang im deutschsprachigen Raum getan. Dabei konnten rund 600 Objekte nicht identifiziert werden, und die Analyse vieler Fotos, Videos und militärischer Radaraufzeichnungen belegen deren physikalische Existenz.

Untersuchungen von Landeplätzen, Zeugen von Nahsichtungen und Entführte mit Implantaten beweisen die sporadische Anwesenheit und das Wirken einer fremden Intelligenz auf unserer Erde. Eine sechsdimensionale einheitliche Feldtheorie könnte einige der bisher unverständlichen Eigenschaften der unbekannten Objekte erklären: beispielsweise den Gravitationsantrieb, die ,Solid Lights’ das Verschwinden im Nichts, instantane Projektionen von Objekten aus fernen Distanzen und Zeiten.

Das führt zu der Schlussfolgerung, dass wir eine sechsdimensionale Realität akzeptieren müssen, in der die Phänomene der Parapsychologie von der fremden Intelligenz bereits technologisch perfektioniert angewendet werden, und dass auch der Mensch mehr ist als nur ein materielles Wesen in Raum und Zeit.” (Verlagstext)

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Okkulte DDR: In Ostdeutschland gab es einen “grenzwissenschaftlichen Untergrund”. Ein Forschungsprojekt zum Thema Paranormales in der DDR soll diesen jetzt aufarbeiten

Auch in der ehemaligen DDR gab es Mystery-Interessierte und Paranormale Phänomene. (Bild: L.A. Fischinger / gemeinfrei)
Auch in der ehemaligen DDR gab es Mystery-Interessierte und Paranormale Phänomene. (Bild: L.A. Fischinger / gemeinfrei)

Der “real existierende Sozialismus” auf deutschen Boden nach dem Vorbild der UdSSR war die staatlich verordnete Weltanschauung in der ehemaligen DDR und anderen Staaten des Ostblock. Doch auch in der “Deutsch Demokratischen Republik” gab es bereits grenzwissenschaftlich Interessierte, die beispielsweise Bücher von Erich von Däniken als Kopien unter der Hand tauschten. Nun ist dieser “okkulte Untergrund” Teil einer Untersuchung des “Institut für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene” (IGPP) in Freiburg.

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Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Seit 1950 erforscht das einst von Dr. Hans Bender gegründete “Institut für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene” (IGPP) paranormale Phänome & Co. Der 1991 verstorbenen Parapsychologe Hans Bender gilt bis heute als Wegbereiter dieser Forschung. Heute leitet Prof. Dr. Dieter Vaitl das Institut in Freiburg im Breisgau. Durch seine Medienpräsenz wird vor allem Dr. Dr. Walter von Lucadou mit seiner Parapsychologischen Beratungsstelle der “Wissenschaftlichen Gesellschaft zur Förderung der Parapsychologie” (WGFP) mit parapsychologischer Forschung in Freiburg in Verbindung gebracht.

Im Vorstand der “WGFP” sitzt auch Andreas Anton (Schriftführer), der derzeit an der Doktorarbeit „Im Schatten des Szientismus. Zum Umgang mit heterodoxen Wissensbeständen, Erfahrungen und Praktiken in der DDR“. am “IGPP” arbeitet. Gefördert wird das Projekt von der “deutschen Forschungsgemeinschaft” und läuft rund drei Jahre:

“Das Projekt untersucht mit wissenssoziologischem Fokus das Verhältnis zwischen orthodoxen und heterodoxen Wissensbeständen und Praxisformen in der ehemaligen DDR; insbesondere geht es um die Beziehungen zwischen dem offiziellen Geltungsanspruch des Herrschaftssystems einerseits und der individuell erlebten Wirklichkeit andererseits sowie um entsprechende Strategien der Absicherung der staatlich kontrollierten Wirklichkeitsordnung. Als Exempel dient der weitgehend unerforschte Bereich des so genannten Paranormalen (Astrologie, Wunderheilung, Wünschelruten usw.), namentlich der Konflikt zwischen dem dominanten szientistischen Weltbild auf der einen und davon abweichenden Anschauungen und Lebenspraxen der Bevölkerung auf der anderen Seite. Konkret sind drei zentrale Forschungsaufgaben formuliert:

(1) die Rekonstruktion jenes abweichenden Wissens- und Handlungsfeldes in der DDR

(2) die Analyse der staatlichen Strategien der Absicherung der offiziellen Wirklichkeitsordnung und

(3) die Erforschung des konkreten Umgangs mit ‚Wirklichkeitshäretikern’.

Methodische Zugänge bilden teilnarrative Interviews sowohl mit Akteuren des ‚okkulten Feldes’ als auch mit damaligen Vertretern der Instanzen sozialer Kontrolle sowie eine wissenssoziologische Deutungsmusteranalyse der (massenmedialen und behördlichen) Diskursfragmente der offiziellen politischen Kultur zum Thema.”

Das 2001 zerstörte World Trade Center: Zeugen wollen in dessen Trümmern eine "Geisterfrau" gesehen haben (Bild: WikiCommons/gemeinfrei)
Das 2001 zerstörte World Trade Center: Zeugen wollen in dessen Trümmern eine “Geisterfrau” gesehen haben (Bild: WikiCommons/gemeinfrei)

Tatsächlich ist es schwer, aus den Jahren der DDR hier Quellenmaterial zu finden, wie es auch Andreas Anton in einem Interview mit “Trossinger Zeitung” am 12. Januar 2015 in einem Interview berichtet. So sagt der selber in Trossingen in Süddeutschland geborene Mystery-Jäger zur Frage woher er seine Quellen beziehe:

Zum einem mache ich qualitative Interviews mit Zeitzeugen; also mit Menschen, die sich für paranormale Phänomene interessiert haben, oder selbst aktiv waren, etwa als Astrologen, oder weil sie geglaubt haben, dass sie hellsehen könnten. Eine zweite Säule sind Zeitungen, Bücher, Fernsehsendungen und andere Dokumente des offiziellen Diskurses in der DDR. Und drittens gibt es Archivdokumente, zum Beispiel im Stasiunterlagen-Archiv.”

Von “dummen Ossis” und “schlauen Wessis” in der Welt des Unfassbaren

Umfragen und ähnliche Untersuchungen habe es in der DDR-Tagen nicht gegeben, auf die sich Anton beziehen könnte. So sagte er der “Trossinger Zeitung” gegenüber:

Nur in Bezug auf die DDR gab es keine Daten; das war sozusagen eine Leerstelle. Wir versuchen dies nun rückblickend auch für die DDR aufzuarbeiten. Ich untersuche das ganze aus einer wissenssoziologischen Perspektive. Die Wissenssoziologie beschäftigt sich mit der Frage, warum in bestimmten Gesellschaften und ganz allgemein Gruppen von Menschen gewisse Dinge gewusst werden und andere nicht, beziehungsweise warum bestimmte Vorstellungen von Wirklichkeit herrschen und nicht andere. Der Umgang mit dem Paranormalen in der DDR ist da insofern ein besonders gutes Beispiel, weil zum einen ein gewisses Weltbild – die sogenannte wissenschaftliche Weltanschauung des Marxismus-Leninismus – staatlicherseits propagiert und durchgesetzt wurde, das mit allem ,Paranormalen’ und ,Okkulten’ auf Kriegsfuß stand, zum anderen aber auch Menschen in der DDR entsprechende Erfahrungen machten und paranormale Glaubensinhalte teilten. Wir sprechen deshalb auch von einem ,okkulten Untergrund’ in der DDR.

In der Tat ist das Projekt von Anton nach dem Empfinden vieler an der Grenzwissenschaft Interessierter längst überfällig. Gleich, ob sie aus der ehemaligen DDR stammen oder nicht. die Auseinandersetzung mit Phänomenen und Ähnlichem war in der DDR ebenso “staatlich verpönt” wie in allen anderen “Bruderstaaten” und der UdSSR auch.

Das bedeutete aber nicht, dass kein Interesse bestand oder es sogar Erfahrungen damit in der Bevölkerung gab. Das zeigte sich beispielsweise nach dem Zusammenbruch des Ostblock daran, dass der Buchmark für grenzwissenschatliche und esoterische Literatur in den ehemaligen Warschauer Pakt-Staaten explodierte. Auch in der DDR oder etwa in der ehemaligen Tschechoslowakei. In der jüngeren Zeit sieht man dies anhand von China.

Aufruf von Lars A. Fischinger auf YouTube: Habt Ihr bereits paranormale Erfahrungen gemacht? (Bild: S. & L. A. Fischinger)
VIDEO: Aufruf von Lars A. Fischinger auf YouTube: Habt Ihr bereits paranormale Erfahrungen gemacht? (Bild: S. & L. A. Fischinger)

Selbst in Ungarn, einem zu Sowjet-Zeiten etwas “offeneren Land”, explodierten beispielsweise der Buchmarkt und entsprechende Mystery-Zeitschriften ab 1991/1992. Ohne Zweifel hatte die Bevölkerung hinter dem ehemaligen “Eisernen Vorhang” einen enormen Wissensdurst, da es nun einfach war sich entsprechende Bücher zu besorgen. Wie Schallplatten als Kassettenkopien herumgereicht wurden mussten auch keine Bücher von Däniken & Co. mehr als mühsam mit der Schreibmaschine abgeschriebene Kopien angefertigt werden.

Persönlich finde ich es übrigens erschreckend, dass zum Teil bis heute aufgrund der einst in der DDR nicht umfassend vorhandenen Mysterien-Literatur, den ehemaligen Ossis von ach so schlauen Wessis “Dummheit” vorgeworfen wird! Das erinnert mich an einen grausig-unverschämten TV-Werbespott der Waschmittel-Marke “Persil” (meine ich) nach der Wende. In diesem Spot musste eine “schlaue Wessi-Hausfrau” einer “dummen Ossi-Hausfrau” zeigten und erklären, wie sie das Westprodukt richtig anzuwenden habe …

Aufruf an Mystery-Freundinnen und -Freunde aus der Ex-DDR:

Wie dem auch sei: Speziell die Vergangenheit DDR-Bevölkerung ist für uns Freunde des Phantastischen (aufgrund der selben Sprache) sicher spannend. So sieht es auch Andreas Anton. Anton bittet deshalb auf seiner Projektseite “okkulte DDR” auch ehemalige Bürger der DDR um ihre Mithilfe:

Konkrete Forschungsfragen sind beispielsweise:

  • Wie verbreitet waren individuelle Erfahrungen und soziale Praktiken im hier interessierenden Untersuchungsfeld des Paranormalen?
  • Wie und wo wurden die DDR-Bürger über solche Themen informiert bzw. wo konnten sie selbst entsprechende Informationen einholen?
  • Unter welchen Bedingungen und in welcher Form waren diese Erfahrungen und die entsprechenden Themen Gegenstand öffentlicher Berichterstattung? Aber auch: Welchen Einfluss hatten die (West-)Medien?
    Freuen Sie sich auf Ihren Tod? Neues Buch von Lars A. Fischinger: „Der Tod: Irrtum der Menschheit? – PSI-Phänomene, Nah-Tod-Erfahrungen, UFOs und das Leben nach dem Leben“ (Bild: WikiCommons / L.A. Fischinger
    Buch von Lars A. Fischinger: „Der Tod: Irrtum der Menschheit? – PSI-Phänomene, Nah-Tod-Erfahrungen, UFOs und das Leben nach dem Leben“ (Bild: WikiCommons / L.A. Fischinger
  • Waren Eliten und Staatsorgane involviert? Gab es wissenschaftliche Experten, Forschungseinrichtungen und/oder -projekte, die sich mit den genannten Themen befassten?
  • Wurde der gemeinte Themen- und Akteursbereich als problematisch von staatlichen Instanzen zur Kenntnis genommen?
  • Welche staatlichen Instanzen waren für die Überwachung entsprechender Aktivitäten und für die Sanktionierung entsprechender Praktiken bzw. Akteure zuständig?

Personen, die sich zu DDR-Zeiten mit den genannten Themen beschäftigten und dazu bereit sind, über ihre Erfahrungen Auskunft zu geben, sind hiermit explizit eingeladen, über die Kontaktseite Verbindung zum Projektteam aufzunehmen.” (s. hier)

Fragen, die auch mich persönlich sehr interessieren.

Wenn die ein oder andere Leserin oder der ein oder andere Leser hier helfen kann …

Ich danke Euch Euer Jäger des Phantastischen

Fischinger-Online

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Neues eBook: Spuk in Deutschland – Was geht im "Haus Fühlingen" vor sich?

Haus Fühlingen – “Die Geistervilla” (Bild: Christian Wellmann)

Der mysteriöse Grabstein eines Privatlehrers, der auf dem Grundstück liegt…eine geheimnisvolle Stahltür im Keller…verstörte Menschen, die im Haus aufgefunden wurden…Morde und unerklärliche Selbstmorde, die Ähnlichkeiten aufweisen…merkwürdige Zeitanomalien…und ein kleines Mädchen welches angeblich und offiziell nie existiert haben soll. Der Autor Christian Wellmann, Gründer der “Gesellschaft zur Erforschung grenzwissenschaftlicher Phänomene” (GEgP), begibt sich auf Spurensuche im bekanntesten Spukhaus Deutschlands. Spukt dort der Geist eines kleinen Mädchens, das nie existiert haben soll?

von Lars A. Fischinger

Mein Tipp an alle Leserinnen und Leser, die sich für “Paranormale Phänomene” udn “Spukorte” auch und vor allem in Deutschland interessieren:

Christian Wellmann
Spukorte Deutschlands
Erkundung des Hauses Fühlingen




Laut dem Kollegen Christian Wellmann wird dieses erste eBook der Start einer PSI-Serie zu  “Spukorten in Deutschland” sein, die beim Verlag “Ancient Mail” erscheinen wird.

Vorwort von Christian Wellmann

In der Grenzwissenschaft gibt es einen sehr bekannten Satz über den man immer wieder stolpert, wenn man sich mit der Materie befasst und zwar – „Es kann nicht sein, was nicht sein darf“. Dabei sind unser gesamtes Universum und unser Planet voller Mysterien, die wir zum größten Teil noch nicht kennen, nicht verstehen und vor allem nicht erklären können. Aber diese Mysterien existieren und deshalb können wir sie nicht einfach beiseiteschieben und außer Acht lassen. Und nur weil wir etwas mit dem bloßen Auge nicht sehen können, bedeutet dies nicht, dass es nicht auch da ist.

Weltweit existieren Berichte von sogenannten „verlorenen Seelen“, die durch alte Gemäuer spuken sollen. Aber man muss gar nicht so weit fahren, um diesen Phänomenen begegnen zu können. Denn in Deutschland gibt es eine Vielzahl von bekannten und unbekannten Spukorten und der Untersuchung dieser Orte widmen wir uns.

Die Parapsychologie bietet ein breites Forschungsspektrum. Teilgebie-te sind unter anderem die Telepathie, Reinkarnation, Präkognition und natürlich Geistererscheinungen und Spukphänomene. Wir behandeln letzteres und widmen uns der Untersuchung des ortsgebundenen Spukes. Es gibt auch noch den personengebundenen Spuk , der auch unter der Bezeichnung „Poltergeist-Phänomen“ bekannt ist. Dieses ist aller Theorie nach allerdings kein Spuk, sondern ein telekinetisches Phänomen, welches die erlebenden Personen selber auslösen. Meist erleben Menschen dieses Phänomen, die sehr viel Stress aushalten müssen oder auch große Sorgen und Probleme haben. Bei einigen kann es dann passieren, dass sie sich selber dafür verantwortlich machen und die Wut darauf gegen sich selber richten. Dabei kann es dazu kommen, dass es bei einigen Menschen zu telekinetischen Fähigkeiten führt, ohne dass sie bemerken, dass sie selbst der Auslöser dafür sind, wenn sich z. B. Gegenstände wie von Geisterhand bewegen. Und nach heutiger Theorie hat dieses sogenannte „Poltergeist-Phänomen“ nichts mit dem eigentlichen Spuk zu tun.


Bei der Thematik des ortsgebundenen Spukes, begibt man sich schon eher in die Richtung von Geistern. Aber sind es denn wirklich Geister?! Oder steckt ein ganz anderes naturwissenschaftliches Phänomen dahinter?!


Schon seit der Antike existiert die Theorie der feinstofflichen und grobstofflichen Materie und diese Theorie hat es bis in die heutigen Parawissenschaften geschafft. Nach dieser Theorie wird zwischen der Seele (feinstoffliche Materie) und unserem Körper (grobstoffliche Materie) unterschieden. Die Bezeichnung „Seele“ stammt aus religiösen, philosophischen und mythischen Überlieferungen. Wir als Parapsychologen würden heute im wissenschaftlichen Sinne von Körperenergie sprechen. Und schon damals nahm man an, dass wenn ein Mensch verstirbt, es unter Umständen passieren kann, dass seine Körperenergie am Ort des Sterbens verbleibt. Denn die Körperenergie oder auch Seele verlässt den sterblichen Korpus beim Tode. Warum sie in manchen Fällen vor Ort verbleibt und dadurch ein sogenanntes Spukphänomen auftritt, darüber haben wir unsere eigene Theorie. Denn solche Spukphänomene stehen immer mit sehr viel Leid oder auch Trauer in Verbindung. Je leidvoller das Leben oder auch das Ableben eines Menschen war, desto größer ist die Chance, dass sich ein Spuk daraus ergibt. Sicher gibt es weltweit viele Menschen, die eine leidvolles Leben haben oder auch auf grausame Weise aus dem Leben geschieden sind, und sicher folgt nicht auf all diese Schicksale auch ein Spukphänomen. Aber in einigen Fällen scheint dies zu passieren und zwar aus Gründen, die wir bis heute noch nicht verstehen.
 

Nach der klassischen Lehre der Parapsychologie läuft ein ortsgebundener Spuk immer gleich ab, also man muss ihn sich wie einen Film vor-stellen. Als Beispiel nehmen wir die leider nicht mehr existierende „Villa Neizert“ oder von vielen auch „Villa Rasselstein“ genannt, da man mit ihr und den damaligen Phänomenen die Thematik sehr gut erklären kann. Die Villa wurde im Jahre 1888 gebaut und sie wurde immer wieder für verschiedenste Zwecke genutzt, bis sie im Jahre 2002 wegen Einsturzge-fahr abgerissen wurde. Was die Villa so einzigartig machte, war ein Spukphänomen, welches aus einem sehr tragischen Schicksal heraus entstand.

„Carl Remy bezog mit seiner Frau, seinen 2 Töchtern und einer Haushälterin die Villa. Als Herr und Frau Remy auf einer Geschäftsreise in Polen waren, brach in der Villa ein schwerer Brand aus, bei dem die beiden Töchter und die Haushälterin umkamen. Am selben Tag, geschah ein schwerer Unfall in Polen, bei dem Carl Remy verstarb. Seine Frau kehrte alleine in die ausgebrannte Villa zurück, kam aber über den schmerzlichen Verlust ihres Mannes und ihrer Töchter nie hinweg. Tag für Tag stand sie am Fenster und starrte auf die Hofeinfahrt und dies in der Hoffnung, dass ihr Mann und ihre Töchter hinaufgefahren kom-men. Ein Jahr später starb sie, weil sie ihren Lebenswillen verlor. Jahre danach konnte man immer wieder ihren Geist am Fenster stehen sehen.“
 

Ein wirklich trauriges Schicksal, welches die Familie Remy erleben musste. Aber anhand dieser Geschichte kann man sehr gut den ortsge-bundenen Spuk erklären. Frau Remy hat als Geist das getan, was sie in den leidvollsten Stunden ihres Lebens getan hat – und zwar in aller Hoffnung am Fenster zu stehen. Jetzt kann man sich die Frage stellen, ob wir in Bezug auf den ortsgebundenen Spuk wirklich nur eine Art Film sehen. Es gibt eine Theorie, die dies bestätigen könnte. Und zwar heißt es in der klassischen Parapsychologie, dass ortsgebundene Geister nicht mit uns Lebenden interagieren können, also sie nehmen uns nicht wahr und wir sie im Normalfall auch nicht. Aber auch hier bestätigen Ausnahmen die Regeln, denn nach unseren Erfahrungen kann es in gewissen Ausnahmefällen dazu kommen, dass sie doch mit uns interagieren. Und ebenso, dass wir sie mit eigenen Augen wahrnehmen, was allerdings auch ein Ausnahmefall ist.

Denn häufig kann der ortsgebundene Spuk nicht mit dem Auge wahr-genommen werden und dies hat mehrere Gründe. Zum einen liegt es an unseren Augen, denn die sehen in einer ganz anderen Frequenz und in einem anderen Spektrum, als sich die Phänomene befinden. Deswegen reagieren zum Beispiel Hunde und Katzen sehr stark auf paranormale Phänomene, weil ihre allgemeine Wahrnehmung viel größer ist, als bei uns Menschen. Aber es gibt noch einen anderen Faktor, der dazu beiträgt, und zwar unser Gehirn. Egal was unsere Augen sehen, am Ende ent-scheidet noch immer unser Gehirn was rationell ist und was nicht. Und wenn das Gehirn entscheidet, dass eine Information irrelevant oder nicht rationell ist, dann verwirft es die Information ins Unterbewusstsein und unser Verstand kommt gar nicht dazu, diese Information zu verarbeiten und wir können die Phänomene nicht bewusst wahrnehmen. Daher sind Kameras bei der Dokumentation von Phänomenen ein wichtiges Hilfsmittel. Denn Kameras wägen nicht ab, ob eine Information rationell verwertbar ist oder nicht und sie nehmen auf, was wirklich da ist. Zudem kann man mit verschiedenen Kameratypen ein breites Spektrum abtasten, zum Beispiel mit Infrarot-, Wärmebild- oder auch Spektralkameras.


Aber nicht nur die Kameratechnik kann hilfreich sein. Auch Laser können dazu dienen, das Unsichtbare sichtbar zu machen. Dazu wird ein spezieller Aufsatz auf einen Laser geschraubt, der ganz viele Laserpunkte in den Raum wirft. Wenn sich etwas durch den Raum bewegt, was für das Auge nicht sichtbar ist, dann kann man dies mit dem Laser sichtbar machen. Und zwar verschwimmen die gestreuten Punkte ganz leicht, wenn sich etwas Unsichtbares hindurch bewegt. Denn man kann nur etwas mit den eigenen Augen sehen, wenn es auch Licht reflektiert. Tests mit der Methode waren erfolgreich und brachten interessante Aufnahmen zu Tage und anscheinend liefern Laser genau die richtige Frequenz, das Unsichtbare ins Licht zu holen und somit ein wenig sichtbar zu machen.
 

Was vielen wahrscheinlich bekannt ist, sind auch die sogenannten Tonbandstimmen oder auch EVP´s (Electronic Voice Phenomena). Bei diesen Aufnahmen werden die Umgebungsgeräusche aufgenommen oder auch Fragen an den anwesenden Geist gestellt. Beim Abhören dieser Tonauf-nahmen versucht man dann, Stimmen aus den Umgebungsgeräuschen oder auch Antworten auf die direkt gestellten Fragen zu filtern. Wir ste-hen dieser Methode doch eher skeptisch gegenüber, denn wenn man sich solche Aufnahmen oft und lang genug anhört, dann kommt es meist unweigerlich dazu, dass man in ein Geräusch eine Stimme hinein interpretiert. Interessant wird es dann, wenn man solche Stimmen mit den eigenen Ohren hören kann. Daher machen wir auch diese Aufnahmen, um uns abzusichern. Wenn wir etwas mit den eigenen Ohren wahrnehmen, nutzen wir die Aufnahmen dazu, um hinterher zu schauen, ob die Stimme oder das Geräusch wirklich da war und wir es uns nicht nur eingebildet haben.

Bei einer weiteren Messmethode werden Magnetfelder abgetastet und dies mit der Hilfe eines EMF-Detektors. Viele kennen diese Methode und sie ist allgemein bekannt. Allerdings wissen viele nicht WARUM man diese Felder eigentlich misst – und darunter sind auch einige Hobby-Geisterjäger, wenn ich sie mal so nennen darf. Man bringt nicht Geister mit Magnetfeldern in Zusammenhang, sondern es ist genau anders herum, denn Magnetfelder können laut Theorie ebenfalls für das Erleben paranormaler Phänomene verantwortlich sein. Starke Magnetfelder kön-nen nämlich beim Menschen verschiedene Bewusstseinszustände und Halluzinationen auslösen. Um solche Magnetfelder auszuschließen, macht man diese Messung. In sogenannten Ghosthunter-Shops im Internet kann man für wenig Geld solche Geräte kaufen. Aber viele Hobby-Geisterjäger wissen nicht, dass diese Geräte völlig ungeeignet sind. Denn um solche Magnetfelder ausschließen zu können, müssen mehrere Mes-sungen gemacht werden. Man unterscheidet hier zwischen elektromagne-tischen Feldern, magnetischen Feldern und Radiowellen, inklusive Mikrowellen. Und genau das können diese Geräte nicht, denn es gibt nur ein Messgerät weltweit, das dies kann. Daher sind alle bisher gemachten Messungen wertlos, denn es reicht nicht, nur ein Magnetfeld festzustellen und sich darauf zu berufen, dass es eine Anomalie ist. Es müssen erst alle möglichen und natürlichen Quellen diese Feldes ermittelt werden. Natürliche Felder können Strom- und Telefonleitungen oder Wasserrohre sein. Auch in der Nähe befindliche Funkmasten können dafür verantwortlich sein und ebenfalls das Handy, was man vergessen hat auszuschalten. Auch das schwankende Erdmagnetfeld muss berücksichtigt werden. Und nur dann, wenn man diese ganzen Messungen gemacht hat, kann man ein unnatürliches Magnetfeld nachweisen und somit das eventuelle Vorhandensein von paranormalen Phänomenen.


Sicher haben viele auch schon von sogenannten „Cold Spots“ gehört, die immer mit der Anwesenheit eines Geistes in Verbindung gebracht werden. „Cold Spots“ sind Bereiche inmitten eines Raumes, die eine kältere Temperatur aufweisen, als die Umgebungstemperatur. Erklärt wird dies damit, dass Geister bei der Materialisierung dem Raum Energie ent-ziehen, was dazu führt, dass es an der Stelle zu sogenannten kalten Stellen kommt. Gemessen werden diese Flecken mit einem Thermometer, aber auch an dieser Stelle muss ich sagen, dass die meisten Hobby-Geisterjäger das falsche Messinstrument benutzen. Denn ein Infrarot-Laser-Thermometer ist ungeeignet um „Cold Spots“zu messen. Diese Thermometer messen die Oberflächentemperatur von Gegenständen und nicht die Raumtemperatur. Aber dennoch werden diese Geräte in den einschlä-gigen Ghosthunter-Shops angeboten. Um die Spots zu messen, braucht man ein Thermometer, welches mit einem Luftfühler ausgestattet ist. Dieser Fühler tastet sekundenschnell den Bereich ab, in den man es hält. Allerdings ist diese Methode nicht überall anwendbar. Alte Gebäude die meist baufällig sind, sind oftmals der Witterung ausgeliefert und auch der Vandalismus trägt oftmals dazu bei, dass Fenster zerschlagen oder Wände und Türen aufgebrochen wurden. Daher zieht der Wind durch die Gebäude und es ist schwer einen „Cold Spot“nachzuweisen. Dazu muss das Gebäude noch nicht einmal stark beschädigt sein und oftmals reichen schon kleine Öffnungen im Gebäude aus, durch die der Wind zieht. Dabei entstehen für den Menschen kaum oder gar nicht fühlbare Luftströme im Haus, die durch die baulichen Gegebenheiten, kleine Verwirbelungen bilden. Diese Verwirbelungen sind dann kälter als ihre Umgebungsluft, haben aber mit den eigentlich gesuchten Spots nichts zu tun.


Wie wir sehen, gibt es eine Menge zu beachten und man darf bei all der Technik nicht vergessen, dass sie einem selbst auch eine Menge Streiche spielen kann. Nicht nur bei EVP´s kann man Stimmen in irgendwel-che Umgebungsgeräusche hinein interpretieren. Sondern Licht- und Schatteneffekte können auf Foto- und Videomaterial ebenfalls eine Ano-malie vorgaukeln. In erster Linie muss man unvoreingenommen an solch eine Untersuchung herangehen und erst einmal schauen, ob es nicht ganz natürliche Erklärungen für die Phänomene gibt, bevor man sie dem Paranormalen zuschreibt. Daher ist die persönliche Wahrnehmung ebenfalls ein wichtiger Punkt.


In einschlägigen Mysterien-Foren findet man viele Orte in Deutschland, die paranormal frequentiert sein sollen. Ansonsten ist dies Thema in unserem Land ein Tabu-Thema. Viele Menschen, die mit solchen Phäno-menen in Kontakt kommen, haben Angst davor, sich in der Öffentlichkeit darüber zu äußern. Der Grund für die Angst ist, dass sie befürchten als krank oder verrückt abgestempelt zu werden, obwohl sie es gar nicht sind. Daher habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, Deutschlands Spukorte zu dokumentieren, denn sie gehören ebenso zu der Geschichte unseres Landes, wie alles andere auch, was nicht mit den Parawissenschaften zu tun hat. Viele Spukorte stehen in Verbindung mit Gebäuden und mittler-weile sind viele davon baufällig und stehen kurz vor dem Abriss. Ich möchte mit meiner gegründeten Gesellschaft, die „Gesellschaft zur Erforschung grenzwissenschaftlicher Phänomene“ die Geschichte dieser Gebäude und natürlich die dort auftretenden Phänomene dokumentieren, bevor sie durch Bagger und Abrissbirne im Nichts verschwinden.


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Zum Thema

      Es muss nicht alles so sein, es kann auch ganz anders sein. Manche Rätsel sind Scheinrätsel, manche werden zu welchen gemacht, manche aber widerstehen ziemlich hartnäckig allzu glatten Erklärungsversuchen.”
      (Walter-Jörg Langbein, 1993 in “Die großen Rätsel der letzten 2500 Jahre”)

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      Freuen Sie sich auf Ihren Tod? “Der Tod – Irrtum der Menschheit”: E-Book von Lars A. Fischinger: Auszüge, Details & Infos

      Cover: "Der Tod - Irrtum der Menschheit" (Bilder WikiCommons / gemeinfrei / Montage. L. A. Fischinger)
      Cover: “Der Tod – Irrtum der Menschheit” (Bilder: WikiCommons / gemeinfrei / Montage. L. A. Fischinger)

      Kommunikation mit Überwelten, Multiversen, Todesvorstellungen in aller Welt, Nah-Tod-Erfahrungen, Botschaften aus dem Jenseits, Erlebnisse außerhalb von Zeit und Raum, PSI-Erscheinungen, UFO-Phänomene, Leben nach dem Tod, Reinkarnation, Geister …Sind alle diese “Para-Phänomene” der Grenzwissenschaft unabhängig zu betrachten? Oder hängen diese alle mit einander zusammen? JA! – alles hängt mit allem zusammen!


      Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

      Wir alle sind unsterblich!

      Das zumindest vermutet bzw. glaube ich persönlich das als Mystery-Autor. In meinem umfangreichen Buch “Der Tod – Irrtum der Menschheit” versuche ich aufzuzeigen, warum ich das glaube.

      In diesem Buch lege ich auf rund 530 Seiten dar, dass die Welt des Unerklärlichen wesentlich komplexer und auch vernetzter ist, als es bei oberflächlicher Betrachtung den Anschein zu haben scheint.

      Zwischen all diesen “Phänomenen” aus der Welt der Grenzwissenschaft, Paranormalen und  auch UFOs gibt es Parallelen und Zusammenhänge – aber auch bisher nicht zu deutende Fragen. Etwa, ob “Außerirdische in Raumschiffen” (UFOs) tatsächlich das sind, als was sie im Allgemeinen meistens angenommen werden…und warum diese Phänomene dann mit dem mutmaßlichen “Leben nach dem Tod” zusammenhängen könnten?

      Oder auch der Umstand, dass der weit verbreitete Glaube an eine Wiedergeburt (Reinkarnation) offensichtlich dem Glauben an ein Leben im “Jenseits”  widerspricht. Ebenso rätselhafte die Tatsache, dass einige Menschen mit Nah-Tod-Erfahrungen im Nachhinein davon sprechen, dass diese alles andere als “friedlich”, “paradiesisch”, “liebevoll” oder “glücklich” war: Denn sie sahen die “Hölle”!

      Gibt es sie also doch?

      Fragen, Antworten, Rätsel und Mysterien, die ausnahmslos jeden einzelnen Menschen angehen!


      Auszüge aus “Der Tod – Irrtum der Menschheit

      Inhaltsverzeichnis

      • Auftakt
      • Vorwort des Autors: Freuen Sie sich auf ihren Tod?
      Der Tod - Irrtum der Menschheit: PSI-Phänomene, Nah-Tod-Erfahrungen, UFOs und das Leben nach dem Leben: Hängt alles mit allem zusammen?
      “Der Tod – Irrtum der Menschheit” von Lars A. Fischinger [Großansicht] (Bild: L. A. Fischinger)

      Teil 1 – Der Tod

      • Wie dachten vergangene Kulturen und Völker über den Tod? Wie die Religionen der Welt über Tod und Jenseits? Gibt es sogar eine Wiedergeburt der menschlichen Seele und damit einen Kreislauf des Lebens?

      Teil 2 – Dem Tod ein Schnippchen geschlagen: Nah-Tod-Erfahrungen

      • Ist es Tatsache, dass Menschen an der Schwelle zwischen Leben und Tod einen Blick in das „Jenseits“ werfen konnten? Kann ein Mensch seinen toten Körper verlassen?

      Teil 3 – Zeichen und Einflüsse von der „anderen Seite“?

      • Können die Toten uns Menschen beeinflussen und begegnen? Vermitteln sogar tote Künstler den Lebenden ihr Können aus dem Drüben und gibt es so „Berührungen zwischen den Welten“?

      Teil 4 – Transkommunikation: Wenn das „Jenseits“ anruft

      • Sind die Jenseitigen in der Lage mittels Radio, Fernsehen, Telefon etc. Signale in die Welt der Lebenden zu schicken? Gibt es stützende Indizien für diese Annahme?

      Teil 5 – PSI-Phänomene jenseits von Raum und Zeit

      • „Sehen“ Menschen Geschehnisse der Vergangenheit und der Zukunft? Haben prophetische Vorhersagen Wahrheitswert, und wenn ja: Ist das Leben vorherbestimmt?

      Teil 6 – UFOs, PSI und Nah-Tod-Erlebnisse: Hängt alles mit allem zusammen?

      • Warum zeigen UFO-Entführungen Parallelen zu den Nah-Tod-Erfahrungen und anderen PSI-Erscheinungen? Sind solche scheinbar vollkommen unterschiedliche Erscheinungen miteinander verwoben?

      Teil 7 – Anhang

      • Nachwort des Autors: Ich bin dann mal tot – ein Multiversum voller Überwelten?
      • Klassische Einwände zur Realität von Nah-Tod-Erfahrungen und deren Kontra
      • Zusätzliche Literaturauswahl.
      • Glossar
      • Zum Autor
      • Fußnoten
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      E-Book: Lars A. Fischinger: "Der Tod - Irrtum der Menschheit" neue Version 2018 - Cover
      Neues Cover 2018 / NeoBooks [Großansicht]

      Der Tod – Irrtum der Menschheit

      PSI-Phänomene, Nah-Tod-Erfahrungen, UFOs und das Leben nach dem Leben

      • Format: ePUB via NeoBooks
      • Dateigröße: 1057 KB
      • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 527 Seiten
      • Sprache: Deutsch
      • EAN: 9783742739117
      • Erschienen: 7. Mai 2018
      • Preis: nur 9,99 Euro

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      Vorwort des Autors: Freuen Sie sich auf Ihren Tod?

      Es gibt auf der Welt und darüber hinaus vieles, was Menschen faszinieren. Das vorliegende Buch handelt von einem speziellen Thema dieser Faszination: Was wird mit uns geschehen, wenn wir gestorben sind? Gibt es andere Dimensionen des Seins?

      Dieses Buch ist das Ergebnis einer langen Jahre andauernden Beobachtung, Recherche, Beschäftigung und Auseinandersetzung mit den Thematiken der Nah-Tod-Erlebnisse (= NTE), Geister- und Spukphänomenen, mutmaßlichen Transkommunikationen, Reinkarnationsforschungen und auch mit angeblichen Prophezeiungen sowie anderen paranormalen Erscheinungen mehr.

      Die Auseinandersetzung mit diesen Themen der parapsychologischen Erforschung der Welt ist schwierig. Um nicht zu sagen: äußerst zeitaufwendig und zumeist (leider!) wenig erfolgreich.

      Es ist ein „lästiges Übel“, sich auch mit diesen Fragen der Welt beschäftigen zu wollen. Nicht nur, dass es jeden Menschen betrifft bzw. einmal betreffen wird, sondern die Welt der Parapsychologie ist ein Sammelsurium von wirren Ideen, Scharlatanerie, Fakten und ernsthaften Forschungen. Ein Problem, dem man auch in der UFO-Forschung gegenüber steht. Und doch zeichnet sich im Verlauf näherer Analysen ein spannendes Bild ab:

      Der Mensch ist nicht an seinen Körper gebunden – das Leben ist eine Vorstufe zu einem Leben im Jenseits, in einer anderen, fremden und höheren Dimension. Das menschliche Bewusstsein ist nach dem Tode weiter existent. Es kann vom „Drüben“ in die Welt der Lebenden eindringen und es kann uns aus dem sogenannten Jenseits kontaktieren. Es ist möglich, zukünftige oder auch vergangene Erscheinungen und Szenen zu sehen oder „erleben“. Schlicht: unsere Welt, wie wir sie wahrnehmen, ist nur die Spitze einer Realität, dessen Tiefe wir heute nur erahnen können. Ein Kosmos voller paralleler Universen, die doch alle Realität sein könnten.

      Para-normal?

      Doch was ist schon für den Menschen im Universum „para-normal“? „Para“ – vom griechischen παρά – heißt schlussendlich nur „neben“. Neben der uns bekannten Realität bzw. was wir allgemein für die ganz „normale Tatsächlichkeit“ halten.

      Die Menschheit ist sich seit der bewussten Erkenntnis ihres Selbst klar, dass jeder Mensch auf der Erde nur einige Jahrzehnte leben wird. Bereits die frühesten Gesellschaftsformen des intelligenten Menschen begannen ihre Verstorbenen zu bestatten. Dieser frühe Ritus wird heute als Indiz dafür gewertet, dass der denkende Mensch seit Beginn seiner selbst von einem „Leben nach dem Leben“ überzeugt ist. Diese Überzeugung lässt sich bei allen Kulturen und Zivilisationen der Geschichte in der einen oder anderen Form klar nachweisen.

      Eine Antwort auf diese Frage aber hat es in den Jahrtausenden der menschlichen Entwicklung nicht gegeben. Und doch zeigt die Moderne erstaunliche Erkenntnisse zum Thema Tod, Jenseits und PSI-Erscheinungen wie Geister. Wir haben hier ein komplexes Themenfeld vor uns, das Erfahrungen in der nebulösen Welt zwischen Leben und Tod ebenso einschließt, wie technische Kommunikation mit Toten, Manifestationen Verstorbener und sogar UFO-Entführungen.

      In diesem Buch werden Phänomene und Berichte geschildert, diskutiert und verglichen, die die Idee nahe legen, dass wir alle „unsterblich“ sind. Damit einher geht die Erkenntnis, dass es in bzw. neben unserer Welt eine Welt gibt, die sich in einer höherdimensionalen Ebene des Seins befindet.

      Diese „Überwelt“ ist die Welt der Geister, des sogenannten Paranormalen und auch der UFOs.

      Es ist erstaunlich, aber die Resultate der in diesem Buch zu diskutierenden Phänomene der Nah-Tod-Erfahrungen und Geistererscheinungen weisen Parallelen zum ebenso undurchsichtigen UFO-Entführungsphänomen auf! Menschen, die angaben, sie seien gegen ihren Willen in ein UFO verschleppt worden, berichten von Erlebnissen, die zum Teil jenen frappierend ähneln, die auch Personen mit Nah-Tod-Erfahrungen schildern.

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      Was mag dies zu bedeuten haben? Sind NTE und Entführungen durch angebliche Aliens ein und dasselbe?

      Doch auch ein anderes Phänomen ist für unser Leben von großer Bedeutung: Die Prophezeiungen bzw. die Vorhersagen, die zukünftige Dinge und Ereignisse des Menschen betreffen. Gewisse Personen wollen Geschehnisse bewusst oder unbewusst „schauen“, die dann tatsächlich Realität werden. Ist also das Leben des Menschen vor dem bewussten und irdischen Tode unabdingbar vorherbestimmt? Können wir eventuell überhaupt nichts gegen den Verlauf unseres Lebens unternehmen? Es ist wie es ist?

      Wie steht es mit dem Glauben an eine Wiedergeburt? Ist dies ein Widerspruch zum Glauben, der Mensch zieht nach seinem Tode ins „Jenseits“ ein? Sind die Berichte über Menschen, die angebliche Beweise für frühere Leben haben, ernst zu nehmen und wenn dem so ist, wie ist sich eine Wiedergeburt vorzustellen?

      Die Welt der Lebenden ist ebenso faszinierend, wie es die Welt der Toten ist. Und beide Welten existieren nebeneinander, wobei die Welt „von Drüben“ auf uns Menschen Einfluss nehmen kann. Es sind Parallelwelten.

      Es geht jeden an!

      Dieses eBook diskutiert Themen, die jeden von uns angehen! Angehen wird. Jeder von uns wird sich einmal die Frage stellen müssen: Was geschieht mit mir nach dem Tod? Diese und auch zahlreiche andere Fragen sollen hier diskutiert werden. Und es zeigt sich schnell eine phantastische Welt zwischen Leben und Tod und zwischen Parapsychologie und anderen Phänomenen der Welt. Ein Universum – ein Multiversum! – der ungeahnten Realitäten.

      Es wäre ein Unding, nicht nur das Thema „Tod“ weit von sich zu stoßen – sondern auch die sehr breit gefächerten Facetten und „Subphänomene“ der eigentlichen Frage „Gibt es ein Jenseits?“ nicht zu beachten. Die Fragen und damit auch die mögliche Antworten auf diese Themen sind weit vielschichtiger als nur zu sagen Ja! oder eben Nein!

      Ich bin eigentlich kein Freund pauschaler Lösungen in der Welt der Rätsel und Mysterien! Selig zu glauben „nach dem Tod geht es irgendwie weiter“ oder eben, salopp ausgedrückt, „Ende aus – Micky Maus“, ist mir zu einfach.

      Denn es hängt alles mit allem zusammen …

      Euer Jäger des Phantastischen

      Lars A. Fischinger

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      vor 20 Jahren in Sachsen: Der Alien “Jimmy”, die UFO-Landung der Trigonier und “Außerirdische raus!”: Bizarres aus der UFO-Welt +++ Artikel +++

      Die UFO-Landung der Trigonier 1997 in Deutschland (Bild: gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)
      Die UFO-Landung der Trigonier 1997 in Deutschland (Bild: gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)

      In einem meiner Bücher ging ich im 2010 der Frage nach, ob die deutsche Regierung oder irgendwer in unserem Land eigentlich auf die Landung eines UFOs aus dem All in irgendeiner Art und Weise vorbereitet ist. Gibt es hierzulande Pläne oder Maßnahmen für ein solches spektakuläres Ereignis, das auch immer wieder Thema auf diesem Blog ist? Der Grund meiner Recherchen zu diesem Thema waren damals offizielle Anfragen verschiedener Abgeordneten an den Deutschen Bundestag genau zu diesen (und anderen) Fragen. Offiziell vorbereitet ist die Regierung nach eigenen Angaben allerdings nicht. Was aber geschehen kann wenn Privatpersonen mit Unterstützung der Medien behaupten, sie haben Kontakt mit Aliens und diese werden zu einer bestimmten Zeit landen, haben mein Kollege Roland M. Horn und ich bereits 1999 in einem gemeinsamen Buch geschildert. Es ging um den Fall einer 1997 angekündigten UFO-Landung in Sachsen, die quasi “aus dem Ruder lief”. Eine bizarre Geschichte, die an dieser Stelle noch einmal erzählt werden soll …

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      Liebe Freundinnen und Freunde des Phantastischen!

      Wie unterschiedlich Aussagen über die “Ankunft der Aliens” seien können, zeigt ein Beispiel von 1997 aus Deutschland. Ein Beispiel, das auch wundervoll in meine YouTube-Video-Reihe “Grenzwissenschaft Classics Videos” passt, die Ihr HIER findet.

      Es war eine verrückte Geschichte, die wie kaum eine Zweite hier in Deutschland zeigt(e), dass Personen, die behaupten mit Aliens in Kontakt zu stehen, wirklich kaum jemand ernst nimmt. Doch gleichzeitig zeigt dieser UFO-Fall vor nun genau 20 Jahren auch deutlich, dass irgendwelche Behauptungen von UFO-Fans über die Ankunft der Aliens (die es immer und immer wieder gab und gibt!) nicht mit einem plötzlich “aus dem Nichts” kommenden und realen Alien-Besuch zu vergleichen sind. Also die echte Ankunft von Außerirdischen, die plötzlich vor “unserem Planten stehen”.

      Dabei ist es vollkommen belanglos wie groß die Wahrscheinlichkeit eines Besuches von intelligenten Außerirdischen auf der Erde ist: man kann diese nicht grundsätzlich ausschließen.

      Was war also 1997 in Sachsen geschehen? Roland M. Horn und ich gingen der Sache 1998/1999 einmal nach.

      Aliens und UFOs im Fernsehen der 1990er Jahre

      In zahlreichen Talkshows waren sie in den 90gern zu Gast, um über die Botschaften eines Außerirdischen mit dem Namen “Jimmy” zu berichten. Er gehört der Alien-Rasse der “Trigonier” an und spracht damals nur durch das Esoterik-Paar Erika und Wolfgang Ressler. Unermüdlich sprach Erika Ressler im Deutschen TV als “Jimmy”, als Medium eines Aliens. Und doch: In den beliebten Talkshows, in denen die Resslers auftraten, hatten sie kein Geld gefordert – sie schienen selbst an ihre Story zu glauben.

      "Grenzwissenschaft Classics Videos": die retro Mystery-Serie von Lars A. Fischinger
      YouTube-Video-Reihe: “Grenzwissenschaft Classics Videos”: die retro Mystery-Serie von Lars A. Fischinger

      Bis zu jenem Tag, als der angebliche Alien seine Landung mit einem UFO bei den Resslers in Sachsen ankündigte!

      Schon Anfang 1995 wurde die Bulevardpresse auf das Ehepaar Ressler aufmerksam. “Forscher sicher: Bald landen UFOs im Tegeler Fließ”, berichtete beispielsweise die “Bild” Berlin am 2 Januar 1995. Dort erfuhren wir, dass Wolfgang Ressler ein Jahr zuvor seine Heimat bei Detmold verlassen habe, um sich in Seifhennersdorf in Sachsen anzusiedeln. Aber nicht aus beruflichen oder ähnlichen Gründen:

      Weil hier in Kürze erstmals UFOs landen! Bei einem telepathischen Kontakt 1993 haben sie’s mir verraten.”

      In klaren Vollmondnächten stand Wolfgang Ressler auf dem Westhang des 43 Meter hohen Jockelberges. Er verwendete dabei 50 Meter lange Aluminiumstreifen, um so die Einflugschneise seiner erwarteten UFO-Raumschiffe zu markieren. “30 Jahre spüre ich schon Kraftfelder von Außerirdischen auf!”, sagte Ressler gegenüber der Berliner “Bild”. Ressler sei ferner sicher, dass Außerirdische seit 15 Millionen Jahren die Erde besuchen.

      Neben Seifhennersdorf sollen auch Collmberg bei Oschatz und das Tegeler Fließ potentielle UFO-Landestellen sein. Der Bergsporn nahe Heftstett in Sachsen-Anhalt soll seiner Meinung nach sogar seit mindestens 8.000 Jahren von UFOs angeflogen werden. Und im Boifiner Wald bei Bützow in Mecklenburg-Vorpommern sollen fünf Steinringe die Landestelle eines UFOs aus dem Jahr 600 vor Christus markieren.

      Wolfgang Ressler wusste auch Interessantes über die „wahre Entstehung“ des Riesenkraters “Nördlinger Ries” (rund 25 Kilometer Durchmesser) in der fränkischen Alb zu berichten. Vor 14 Millionen Jahren haben Außerirdische ihn als Platz für eine ganze Raumflotte in die Erde gesprengt![i]

      Heute weiß jedoch jeder Geologe: Hier schlug ein gigantischer Meteorit aus den Tiefen des Alls ein, was der bekannte Geologe Eugene M. Shoemaker – der Mitentdecker des sensationellen Kometen “Shoemaker-Levy 9”, der auf Jupiter 1994 einschlug – bereits in den 60ger Jahren nachweisen konnte.[ii]

      Auffallend ist, dass in diesem ersten Zeitungsbericht ausschließlich von Wolfgang Ressler gesprochen wurde, während spätere Medienmeldungen immer angaben, seine Frau Erika sei das eigentliche Medium.

      So trat etwa in der Talkshow “Vera am Mittag” des Senders “SAT 1” Erika Ressler als telepathische Kontaktperson auf. Die hypnotische Kontaktaufnahme zu dem in Oregon, USA, lebenden Trigonier mit Namen “Jimmy” sei sicherer und billiger als ein Telefonat. So Erika Ressler.[iii]

      Das UFO kommt – und die Polizei!

      Dann kam die Stunde, zu der sich die Prophezeiung von der Ankunft der UFOs und Aliens erfüllen sollte: Die Nacht vom 12. auf den 13. April 1997. Die Bewohner des Planeten Trigon wollten nach dem angeblich durch Erika Ressler sprechenden Alien “Jimmy” im Lausitzort Seifhennersdorf landen. Und ganz Deutschland wusste durch die medialen Auftritte der beiden darüber Bescheid!

      Ravensburgerin von der Polizei aufgegriffen, da sie angeblich von Außerirdischen verfolgt wurde! (Bild: Wappen & historische Ansicht von Ravensburg/gemeinfrei / Bearbeitung: L. A. Fischinger)
      Ravensburgerin von der Polizei aufgegriffen, da sie angeblich von Außerirdischen verfolgt wurde! (Bild: Wappen & historische Ansicht von Ravensburg/gemeinfrei / Bearbeitung: L. A. Fischinger)

      400 Schaulustige warteten dort nun auf das versprochene UFO. Doch es kam einfach nicht und die Anwesenden wurden langsam unruhig. Es kam zu Gewalttätigkeiten. 15 Jugendliche machten sich sogar auf, um das Haus des Ehepaares Ressler zu stürmen. Sie warfen Fenster ein und brachen sogar die Tür auf. Es dauerte nicht lange, bis die Polizei eingreifen musste und auch der Bundesgrenzschutz gerufen wurde. Es kam so zu einem Großeinsatz der Ordnungskräfte wegen einer “UFO-Landung”, die aber freilich ausblieb …

      Damit aber nicht genug:

      Als alle noch auf das UFO warteten, liefen Verhandlungen zwischen den Resslers und Fernsehsendern: “RTL” erhielt wie auch “PRO 7” eine Absage und “SAT 1” kaufte die Exklusivrechte für die kommende Landung der Außerirdischen. Der Sender erhielt den Zuschlag aufgrund seiner schnellen und unbürokratischen Reaktion.

      Der zuständige Redakteur soll gleich einen Vertrag über eine Summe über fünf Millionen DM sowie einen Verrechnungsscheck über 1.000 DM dabei gehabt haben. Bedingung war allerdings, dass die Trigonier auch wirklich auf der Erde landen würden. Wären es also tatsächlich zur Landung der Außerirdischen gekommen, dann wären die Bilder des ersten Kontaktes zwischen Menschen und außerirdischen Besuchern selbstverständlich weit mehr wert gewesen. Was die TV-Sender natürlich wussten.

      Die ungewöhnlich gute Zusammenarbeit zwischen “SAT 1” und “RTL” ließ damals jedoch durchaus darauf schließen, dass beide Sender nicht so richtig an die bevorstehende UFO-Landung glaubten. Sicher kann es ihnen auch niemand verübeln. Man half sich gegenseitig bei der Ausleuchtung des Grundstücks und “SAT 1” pochte nicht wirklich auf die Exklusivrechte, die sie sich zuvor vertraglich gesichert hatten.

      “RTL” wiederum tat alles, um die dortige Stimmung unter den Schaulustigen anzuheizen. Man warf eine Nebelmaschine an und führte diverse Interviews in mystisch-esoterischer Atmosphäre. Auch junge Mädchen mit Plakaten, die die Aufschrift “Herzlich willkommen, Jimmy” trugen, fielen in der Menge auf. Und die Menge skandierte fröhlich “UFO! UFO! UFO!”.

      Kurz nach Mitternacht zogen 15 grün gekleidete Männchen mit Gasmasken vor Resslers Grundstück auf. Es war der lokale Karnevalsverein, der mit einem selbst gebastelten Blech-UFO anrückte. Unter den Schaulustigen herrschte eine regelrechte Volksfeststimmung – man machte einfach Party. Als das echte UFO jedoch ausblieb, konnten auch der Verein die Stimmung nicht mehr retten.

      Das “Zeitprotokoll” der Aliens

      Wieso kamen die Außerirdischen eigentlich nicht? Was sagten die Resslers selber dazu, dass die Aliens nicht kamen? In der “Dresdner Morgenpost” vom 14. April 1997 finden wir die Auskunft, die “Jimmy” durch Frau Ressler in “Trance” gab, als Protokoll abgedruckt. Darin heißt es als vermeintliche Erklärung oder außerirdische Entschuldigung:

      13.07 – Okay – Anflug 0.00 Uhr

      21.37 – Vorschau auf das bevorstehende Ereignis: Zigarrenförmiges, mehrere hundert Meter langes Mutterschiff (ca. 100 Trigonier an Bord) tritt in den Luftraum ein. Kleines rundes Boot (Durchmesser zwölf Meter) löst sich, parkt über Resslers Grundstück. Kraftfeldtreppe (gleißendes Licht) wird zu Resslers Terrasse aufgebaut. Luke öffnet sich, ein Trigonier steigt aus. Jimmys folgt in menschlicher Gestalt, für Interviews 60 Minuten Zeit.

      22.38 – Anweisung an TV-Teams: ,Gegenlicht aufstellen, bessere Aufnahmen möglich.’

      22.58 – ,Gehe soeben in Oregon/USA an Bord eines Shuttles’.

      "So rasch wie der Wind": Eine UFO-Entführung vor Jahrhunderten in Irland? (Bild: gemeinfrei / Bearbeitung & Montage: L. A. Fischinger)
      ARTIKEL: “So rasch wie der Wind”: Eine UFO-Entführung vor Jahrhunderten in Irland? (Bild: gemeinfrei / Bearbeitung & Montage: L. A. Fischinger)

      23.01 – ,Bin im Anflug!’

      23.06 – ,Ja, unsere Waffen sind euren weit überlegen. Wir haben kein Interesse, sie einzusetzen.’

      23.18 – ,Viele Menschen auf dem Weg zu Euch.’

      23.53 – ,Alles o.k., 40 Minuten.’

      0.13 – ,Ich bin so aufgeregt, ein wichtiges Ereignis für Euch und unsere Geschichte.’

      0.37 – ,Leiten Countdown ein. Etwa zehn Minuten.’

      0.47 – ,Stellt bitte ein Glas Leitungswasser bereit.’

      0.53 – ,Die Leute vorm Haus werden sich gleich beruhigen!’

      0.57 – ,Fragt mich nicht nach Minuten. Für uns ist das eine schwierige Operation.’

      0.59 – ,Wir stehen jetzt Südost.’

      1.03 – ,Müssen stoppen. Zu viel negative Energie bei Euch!’

      1.05 – ,Negative Energie!’

      1.06 – ,Sorry, wir können das Volk da unten nicht beruhigen!’

      1.09 – ,Sichert Euch selbst!’

      1.23 – ,Wir drehen kurz ab.’

      1.39 – ,Gleich wird sich das bei Euch beruhigen, wir warten.“

      1.50 – ,Kann bis sechs dauern, es muss Ruhe herrschen.’

      2.03 – ,Sorry, was bei Euch passiert ist. Es ist mir entglitten.’

      2.59 – ,Wir warten noch!’

      3.22 – ,Gut, das Polizei da ist. Sind aber bewaffnet. Wir prüfen.’

      3.25 – ,Würden wir unsere Waffen einsetzen, wäre euer Garten ein riesiger Aschenbecher.’

      3.37 Uhr – ,Heute nicht mehr berechenbar. Es sieht schlecht aus.’

      ARTIKEL: Die UFO-Sekte “Ashtar Command” und die “Galaktische Föderation des Lichts”: Wie man an einen imaginären Alien-Gott glaubt (Bild: NASA/JPL / Montage/Bearbeitung: L. A. Fischinger)
      ARTIKEL: Die UFO-Sekte “Ashtar Command” und die “Galaktische Föderation des Lichts”: Wie man an einen imaginären Alien-Gott glaubt (Bild: NASA/JPL / Montage/Bearbeitung: L. A. Fischinger)

      3.53 – ,Zu viel negative Energie. Tut mir leid, es ist gelaufen.’

      “Die Leute vorm Haus werden sich schon beruhigen”, meinte der nette Außerirdische alias Erika Ressler. Leider beruhigten sie sich nicht; im Gegenteil.

      “Deutschland den Deutschen – Außerirdische raus!”

      Bereits um 0.43 Uhr, als die Resslers von der Masse noch stürmisch gefeiert wurden, flog die erste leere Flasche, die von einem Skinhead geworfen wurde. Später eskalierte die Situation mehr und mehr: Noch harmlose Zurufe wie “UFO vor, noch ein Tor!” werden von Parolen wie “Hängt die Lügenschweine!” abgelöst. “Sieg Heil!” tönte es zum Hitlergruß und mit den Worten „Reißt die Bude ein!“ warfen die offensichtlich alkoholisierten Rechtsradikalen drei Fensterscheiben der Resslers ein.

      Die Scheinwerfer der Fernsehsender wurden nach und nach auf dieselbe Art “ausgeschossen”. “Deutschland den Deutschen – Außerirdische raus”, brüllten die Skinheads im Chor.

      Als Erika Ressler schließlich die Polizei rief, wurde sie zunächst nicht ernst genommen. So musste Christian Görzel von “RTL” die Polizei beschwören, hier doch einzugreifen. Als die Polizei um 1.30 Uhr endlich mit Blaulicht, Kampfausrüstung und 15 Beamten eintraf, war nur noch der harte Kern der 15 Randalierer anwesend, und so konnte es schnell zur Deeskalation kommen.

      Der Dienst habende Leiter der Polizeidirektion Görlitz fuhr sogar persönlich zum Einsatzort, um Ermittlungen wegen Landfriedensbruchs einzuleiten. Nachdem die Geschichte von Polizei-Obermeister Eichner aufgenommen und mit einem schlichten “Na ja!” kommentiert worden war, löste der Polizeidirektionsleiter Reinhard Herwig die Menge auf und bat die Presse, nach Hause zu gehen. Mittlerweile war es zehn Minuten vor vier Uhr morgens.

      Resultat der ufologischen Aktion: 3.000 DM Sachschaden und 15 Ermittlungsverfahren (hauptsächlich wegen Landfriedensbruch).[iv]

      “Trigon”, die Heimatwelt der Außerirdischen

      Der Planet Trigon, von dem “Jimmy” und sein Volk stammen sollen, hat laut Erika Ressler nur ein Zwölftel der Erdmasse, und soll sich in der „übernächsten Galaxie“ befinden. Innerhalb der nächsten 10 Jahre wird das Leben auf Trigon unmöglich sein, denn eine Klimakatastrophe bedroht “Jimmys” Heimatplaneten. Da sich die Trigonier mit einem Vielfachen der Lichtgeschwindigkeit fortbewegten sollen, bräuchten sie für die Strecke Trigon – Erde lediglich fünf Jahre.

      ARTIKEL: Dauerstreitthema Flüchtlingskrise: Aber bekommen eigentlich auch echte Aliens im Sinne von Außerirdischen bei uns Asyl? Interessante Spekulationen … (Bild: gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)
      ARTIKEL: Dauerstreitthema Flüchtlingskrise: Aber bekommen eigentlich auch echte Aliens im Sinne von Außerirdischen bei uns Asyl? Interessante Spekulationen … (Bild: gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)

      Außer den Trigoniern soll es derzeit vier weitere Alien-Zivilisationen geben, von denen zwei feindlich gesinnt und aggressiv seien. Die Trigonier suchen auf der Erde Asyl, weil die Erde ihrem Heimatplaneten klimatisch am ähnlichsten sei. 70 Trigonier leben nach Erika Ressler bereits getarnt auf der Erde, davon zwei in Deutschland. “Jimmy” – ein Farmer aus Oregon, USA – sei dabei der Sprecher dieser intergalaktischen Agentengruppe. Er ist mit einer menschlichen Frau verheiratet und hat zwei Kinder. Allerdings musste er sie aus der Schule nehmen, weil sie zu klug waren und so seine Tarnung gefährdeten

      Die Kommunikation unter den Trigoniern funktioniert natürlich telepathisch. Die Verwendung von Sprachen ist dort nicht nötig. Jeder kann mit jedem – auch über größere Entfernungen hinweg – Kontakt aufnehmen. Die Trigonier sind laut Resslers etwas kleiner als wir Menschen der Erde und haben einen größeren Kopf als wir. Es gibt auch dort zwei Geschlechter und die Lebenserwartung der Trigonier beträgt zwischen 150 und 180 Jahren. Wobei ich mich hier frage, wie es nach dieser Beschreibung mit dem Tarnen vor der Menschheit klappen soll.

      Auf Trigon gibt es auch keinerlei Hierarchie. Entscheidungen werden durch das “Trigon-Network” getroffen – es besteht aus den gesammelten Gedanken aller (nur!) fünf Millionen Bewohner des Planeten. Aufgrund der Klimakatastrophe ist die Bevölkerungsdichte dort stark rückläufig, so dass vermutlich nur noch drei Millionen von ihnen übrigbleiben werden, die dann auf der Erde Asyl beantragen.

      Nach der Landung in Seifhennersdorf hätten die Trigonier ein Jahr lang die Reaktion der Menschheit beobachten wollen. Erst nach dieser Probe-Phase wäre ein Folgetreffen auf Regierungsebene von den Aliens eingeleitet worden. Ein von ihnen, also den kosmischen Asylanten, geplantes Forschungszentrum im Zittauer Gebirge hätte die Menschen dann in den geistigen Fähigkeiten der Trigonier geschult.

      “Stinknormale Leute” im UFO-Fieber

      Die Resslers, die diese Geschichte intensiv verbreiten, bezeichnen sich selbst als “stinknormale Leute”.

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      Erika Ressler war zum Zeitpunkt des Geschehens 42 Jahre alt, ihr Mann zwei Jahre älter. Bereits 17 Jahre vor der nicht eingetroffenen UFO-Landung begannen sich die beiden nach eigenen Aussagen mit den Fähigkeiten des Geistes, der Parapsychologie, Hypnose und Heilpraktiken zu beschäftigen. Sie hatten eine wachsende Fangemeinde, doch in ihrem kleinen Dorf in Sachsen galten sie schlicht und einfach als Spinner. Sie trösteten sich jedoch – insbesondere nach dem Fiasko jener denkwürdigen Nacht 1997 – damit, dass Galilei und Kopernikus auch auf Unverständnis gestoßen waren.

      Der angebliche Kontakt zu “Jimmy” bestand 1997 bereits seit fünf Jahren. Er war es, der ihre Geisteskräfte entdeckte, als sie sich medial ins “Trigon-Network” einklinkten. Die Geistes-Fähigkeiten des Paares sollen denen der meisten Menschen überlegen sein, wonach sie quasi “auserwählt” seien. Die UFO-Landung war für die Resslers damit die Hoffnung schlechthin:

      Wenn Jimmy nicht kommt, können wir uns erschießen oder nach Arnsdorf in die Klapse begeben.

      ARTIKEL: Es gibt viele Götter und Erich von Däniken ist ihr Prophet! Über die Absurdität von UFO-Sekten und den Vorwürfen gegen die Prä-Astronautik als „Ancient Aliens Sekte“ (Bild: L.A. Fischinger / gemeinfrei / NASA/JPL)
      ARTIKEL: Die absurden UFO-Sekten und die Vorwürfe gegen die Prä-Astronautik als „Ancient Aliens Sekte“ (Bild: L.A. Fischinger / gemeinfrei / NASA/JPL)

      So wurden die Resslers damals von der “Dresdner Morgenpost” zitiert.

      Tatsächlich erlitt Erika Resslers nach der missglückten Landung einen Nervenzusammenbruch. Ihr Mann meinte, die Trigonier würde jetzt vermutlich nach einem anderen Ort suchen, an dem sie von den Menschen friedfertiger empfangen würden. Die Redakteure der “Dresdner Morgenpost” waren dabei der Meinung, dass die Geschichte der Trigonier schlicht unglaubhaft, aber auch nicht auszuschließen sei. Sie schrieben außerdem, dass die Angaben der Resslers von Wissenschaftlern weder bestätigt noch widerlegt werden konnten.[v]

      UFO-Kindergarten

      Das ist alles viel zu einfach bzw. man macht es sich hier viel zu einfach!

      Natürlich ist es für die Wissenschaft schwierig mit äußerst laienhaften Angaben wie “übernächste Galaxie” etwas anzufangen. So kann “die Wissenschaft” natürlich auch überhaupt nichts widerlegen. Allerdings scheint es in meinen Augen sehr unglaubwürdig, dass ein mit Überlichtgeschwindigkeit Raumfahrt betreibendes, hoch intelligentes und mit sich mit Telepathie verständigendes Volk Ausdrücke wie “übernächste Galaxie” verwendet. Zumal es eine übernächste Galaxie nicht gibt, da es immer auf den Standpunkt des Beobachters ankommt.

      Wenn man sich die gesamte Geschichte ansieht, dann scheint es sich hier aber auch nicht um ein astrophysikalisches, sondern viel eher um ein psychologisches (vermutlich sogar psychiatrisches) und soziologisches Phänomen zu halten, das auch eine politische Komponente hatte.

      Die Beobachtung der “Dresdner Morgenpost”, dass die Resslers „eine anwachsende Fan-Gemeinde“ hatte, deutet auch in diesem Fall auf die Entwicklung zu einer sektenartigen Gemeinschaft hin. Sollten die Resslers tatsächlich in Zukunft “Gläubige” um sich scharen können? Hätte es so kommen können?

      Eine Woche nach der Nacht, in der die Aliens laut dem Ehepaar hätten landen sollen, waren jene übrigens gegenüber dem “FOCUS” schon wieder voller Hoffnung:

      In drei Monaten kommen die wieder. Hundertprozentig! Wir haben Bescheid gekriegt.”[vi]

      Aber auch diese Frist verstrich ereignislos und das UFO kam nicht. Und doch hatte das Ehepaar Ressler ihre Publicity und stand für einen kurzen Augenblick im Mittelpunkt des (lokalen) Geschehens. Die oben im Protokoll zitierten “Erklärungen” und “Begründungen” für den Rückzug von “Jimmy” , die ja immerhin von den Außerirdischen stammen sollen, klingen wohl mehr nach einer einfachen Ausrede …

      Das Ehepaar Ressler war der festen Überzeugung (zumindest behaupteten sie es), dass das UFO eben nur wegen der unglücklichen Situation am Tag der vermeintlichen Landung nicht kam. Er werden aber sicher kommen, waren sie rund 1,5 Jahre später noch überzeugt. Wohl im Frühjahr 1999, wie sie es in einem TV-Interview mit “RTL 2” am 7. Oktober 1998 erzählten.[xi]

      ARTIKEL: Die Sekte “Fiat Lux” und die kaum beachteten UFO- und Alien-Lehren der Führerin “Uriella” (Bild: YouTube-Screenshot/KEYSTONE Video / Montage: L. A. Fischinger)
      ARTIKEL: Die Sekte “Fiat Lux” und die kaum beachteten UFO- und Alien-Lehren der Führerin “Uriella” (Bild: YouTube-Screenshot/KEYSTONE Video / Montage: L. A. Fischinger)

      Doch wo die Aliens landen werden, schien schon damals eher in den Sternen zu stehen. Nach den Ereignissen am Haus der Resslers meldete die “Bild” Hamburg im Juni 1997[xii] unter der Überschrift “Abkassiert und in Luft aufgelöst”, dass die Resslers ihren UFO-Heimathafen verlassen hätten. Obwohl die Resslers angebliche Heilseminare für bis zu 2.000 DM veranstalteten, hatten sie 10.000 DM Mietschulden und verschwanden, bevor der Gerichtsvollzieher kam. Grund waren sicher auch Drohbriefe gegen die selbsternannten UFO-Kenner, die nach dem 12./13. April 1997 bei dem Ehepaar eingingen …

      Eigentlich auch verständlich …

      Ergänzung 20. Okt. 2017: Auffällig finde ich rückblickend Folgendes: Mitte der 1990er Jahre waren nicht nur große Boom-Jahre für Themen wie UFOs, Aliens, Grenzwissenschaft usw., in denen geradezu Massen an solchen Geschichten, Berichten und Behauptungen aufkamen. Es war genau die Zeit, in der sich das Internet geradezu schlagartig verbreitete. Auch die Aliens der Resslers hatten ein Netzwerk, das sie “Trigon-Network” nannten. Kaum jemand vor dem Internet hätte solch eine Formulierung benutzt.

      Gleichfalls waren es Jahre, in denen zahlreiche Asylanten nach Deutschland kamen. Auch die Aliens um “Jimmy” wollten Asyl. Es kam in jenen Jahren auch zu einer weitreichenden Ernüchterung nach der Wiedervereinigung und dem Zusammenbruch des Ostblock, der in weiten Teilen des Landes offenen Rechtsradikalismus inklusive Anschlägen nach sich zog. Vor allem auch in der ehemaligen DDR, wo unzählige Firmen durch die Gesellschaft “Treuhand” (Treuhandanstalt) schlicht “abgewickelt” wurden und so zahllose Menschen auf der Straße landeten. Die von Bundeskanzler Helmut Kohl versprochenen “blühenden Landschaften im Osten” ließen auf sich warten.

      Dieser zum Teil ganz offene Rechtsradikalismus erklärt, warum es 1997 bei den Resslers zu diesen Szenen mit “Neonazis” gab.

      In diesen Jahren waren auch Umweltthemen überall in den Medien. Vor allem auch dadurch, dass in der DDR Umwelt- und Klimaschutz eigentlich keine Rolle spielte, was nach der Wiedervereinigung jedem vor Augen geführt wurde. Ein ökologisches Problem, das laut den Resslers auch die Aliens auf ihrem gesamten Planeten haben oder hatten.

      Damit spiegelt dieses UFO-Beispiel meiner Meinung nach auch sehr gut den damaligen Zeitgeist wider.

      Ein Einzelfall? Nein!

      ARTIKEL: Die Katastrophe der “Sonnentempler”-Sekte. Massenmord und Gruppensuizid um in eine neue Welt beim Stern Sirius zu reisen. (Bild: gemeinfrei / L. A. Fischinger/bearbeitet)
      ARTIKEL: Die Katastrophe der “Sonnentempler”-Sekte. Massenmord und Gruppensuizid um in eine neue Welt beim Stern Sirius zu reisen. (Bild: gemeinfrei / L. A. Fischinger/bearbeitet)

      Die Ereignisse von 1997 in Sachsen sind kein Einzelfall in der Welt der UFOs. Mitnichten, denn dieser UFO-Fall, wenn man überhaupt so nennen kann, reiht sich nahtlos in eine schier endlose Liste bizarrer UFO-Geschichten nein. Ein Beispiel aus meinem Archiv solle das veranschaulichen.

      Paul Kuhn – ein selbst ernannter Prophet aus der Schweiz – sagte einst einen Weltuntergang inl. dem Kommen von Aliens für den Muttertag 1988 voraus. Ganz ähnlich, wie zahllose UFO-Freunde der Geschichte auch immer wieder einen solchen Untergang prophezeien.

      Kuhn sprach von einem festen Termin der kommenden UFO-Landung, wie es die Resslers auch 1997 taten. UFO-Mutterschiffe hätten nach den Aussagen von Kuhn damals in dem schweizer Dorf Dozwil, Thurgau, landen und die Kinder der Sekte an einen “wunderschönen Ort” evakuieren sollen.[vii]

      Aber schon 30 Jahre vor 1988 hatte der „ehemalige Gärtner und Gemüsehändler, Hypnotiseur, Telepath und Magier“ seine “St. Michaels-Vereinigung” gegründet. Seine Eingebungen will er durch ein zwischenzeitlich verstorbenes Medium erhalten haben. Später verwendete er eine Sekundärschülerin als Medium. Paul Kuhn hielt sich für einen “vom Himmel geweihten Priester” und seine Fan-Gemeinde bestand immerhin aus rund 3.000 Anhängern in der Schweiz und in Süddeutschland. Als Zweck der Bewegung wurde “Vereinigung, Versöhnung und Toleranz auf ökumenischer Basis” angegeben. Seine Aufgabe sah Kuhn darin “vor kommenden Ereignissen zu warnen” … und seine aufsehenerregendste Prophezeiung war eben jene, dass am Muttertag alle Kinder von UFOs abgeholt würden.

      Rund ein Drittel der Dozwiler galten als Anhänger Paul Kuhns, und die übrigen Einwohner hatten sich entweder arrangiert oder sogar Gegentreffen abgehalten.

      Die offiziellen Geistlichen des Ortes störten sich verständlicherweise an der Panikmache, die von Kuhns UFO- und Endzeit-Prophezeiung ausging. So etwa sagte  er für den Sommer 1988 kriegerische Auseinandersetzungen voraus, die von Russland, China und den anderen Ostblockstaaten ausgehen würden. Nur ein elitärer Kreis von Menschen würde dabei gerettet werden. Über die Kinder hatte Kuhn gesagt:

      Diese reinen und unschuldigen Geschöpfe Gottes werden nicht den Heuschrecken und den Skorpionen ausgesetzt werden, die euch quälen werden, fünf Monate lang. Die Auserwählten unter euch, die mit den Kindern geholt werden, werden mit unseren Helfern für sie sorgen.“

      Die Kinder erzählten in der Schule begeistert, dass ihnen nichts geschehen würde, und der örtliche Pfarrer befürchtete, sie könnten Paul Kuhn – der angeblich eine “wahnsinnige Macht” und große “magische Kraft” habe – mittlerweile hörig sein. Möglicherweise sei er dazu fähig, eine Massenhysterie zu erzeugen, die zu Todesopfern führen könnte. Und tatsächlich waren nicht alle Kinder entzückt über Kuhns Botschaft. Ein Mädchen soll sogar beim Lesen der Botschaften des Gurus in einen schüttelfrostähnlichen Zustand verfallen sein …

      Die UFO-Sekte “Rael-Bewegung” will die Bundesregierung um Land für ein Botschaftsgelände für Außerirdische bitten  (Bild: WikiCommons/gemeinfrei / L.A. Fischinger / RealPress)

      Vorsorglich wies Guru Kuhn allerdings darauf hin, dass er keine Drohungen, sondern Botschaften – die übrigens an alle schweizer Pfarrer gingen – verschickt habe. Und Warnungen seinen ja auch schon von den biblischen Aposteln ausgesprochen worden, verteidigte er sich. Es ginge ihm nicht um Leid, sondern um die “Hoffnung, die Reinigung und die Erlösung”. Derartige Erklärungen lies Paul Kuhn grundsätzlich über seinen Rechtsanwalt verbreiten, was eigentlich schon erstaunlich ist.

      Vom Weltuntergang habe er auch nie gesprochen, betonte der ehemalige Gemüsehändler. Der Esoterik-UFOloge verwies darauf, dass der Papst schließlich auch einst selber zu den Gläubigen der Kirche gesagt habe, der Mensch müsse sich auf große “Prüfungen” gefasst machen, und er betonte ausdrücklich:

      Nach Gottes Plan sollen alle Kinder gerettet werden, auch die hoffnungslosen.“[viii]

      Quasi ein Rattenfänger nach den Plan des Herren also. Nach Polizeiangaben kam es am Samstag vor dem entscheiden Tag, am 7. Mai 1988, zu Ausschreitungen gegenüber Angehörigen der seltsamen “St. Michaels-Vereinigung”. Sogar Sachbeschädigungen wurden gemeldet.

      Am gleichen Tag verbreitete die Sekte ein Kommuniqué, in dem es hieß, dass niemals ein bestimmter Tag für das prophezeite Ereignis genannt worden sei. Vielmehr sei der 8. Mai als “ein internes Datum” zu betrachten, an dem Paul Kuhn „mit dem Verschwinden der Kinder rechne“. (Ein alter Trick, der bereits von den Zeugen Jehovas mit Erfolg angewendet worden war. Zunächst macht man durch die Nennung eines Datums auf sich aufmerksam, und wenn sich das Datum nähert, weist man so langsam darauf hin, dass man ja nie ein konkretes Datum genannt habe. Diesbezügliche Aussagen werden relativiert. UFO-Sekten wie die UFO-Gruppe “Fiat Lux” und auch viele andere mehr reihen sich hier nahtlos ein.)

      “Wie kann das Volk so dumm sein?”

      Am darauf folgenden Sonntag reisten hunderte von Ausflüglern aus der gesamten Schweiz nach Dozwil. Die Besucher warteten auf das angekündigte Raumschiff von den Sternen, das die Kinder in ein UFO-Mutterschiff im Erdorbit bringen sollte. Vor dort aus wären sie dann an den “wunderschönen Ort” gelangt, an dem diese Kinder auf ihre nachkommenden Eltern warten würden.

      Für die Dozwiler Kinder war damit klar: Nach dem 8. Mai würden sie nicht mehr zur Schule gehen und so war bis zum Sonntagmittag der Ort Dozwil von Menschen überlaufen. Die Feuerwehr hatte die Straße zu dem einer Sporthalle ähnelnden Tempel der Gruppe mit einem Gitter abgesperrt, und ein Feuerwehrmann trug dafür Sorge, dass nur Fußgänger passieren konnten. Und diese versammelten sich auch recht zahlreich um den Tempel. An der Hauptstraße wurden Bratwürste verkauft und die Dorfstraßen waren komplett zugeparkt. Es herrschte auch hier eine Jahrmarktsatmosphäre. Alles wartete auf die Ankunft der Außerirdischen.

      Grenzwissenschaft Classics Folge #16: UFO-Landeplätze in Österreich und die Evakuierung der Menschheit +++YouTube-Video+++
      Grenzwissenschaft Classics Videos, Folge #17: UFO-Landeplätze in Österreich und die Evakuierung der Menschheit

      Am Abend kam es dann allerdings zu ungewollten Ausschreitungen rund um die Gemeinschaft des Kuhn. Angetrunkene Jugendliche warfen beispielsweise mit Flaschen nach den Sektenanhängern – ähnlich wie es die Resslers knapp zehn Jahre später zu spüren bekamen. Das Sektenanwesen wurde verwüstet und Autos der St. Michaelaner zum Teil schwer beschädigt. Vier Sektengegner wurden festgenommen, wodurch eine Eskalation der Ereignisse verhindert werden sollte und wohl auch  konnte. Die Sektenanhänger hätten sich laut Polizeiangaben dennoch ruhig verhalten und lediglich mit Menschenketten und Autos den Zugang zum Tempelareal verbarrikadiert.[ix]

      Nach diesem denkwürdigen Wochenende – die Raumschiffe waren natürlich nicht erschienen – entspannte sich die Lage in Dozwil wieder. Die Festgenommenen wurden auf freien Fuß gesetzt und der UFO-Prophet Paul Kuhn hielt keine weiteren Messen mehr ab. Er befürchtete weitere Ausschreitungen. Der Dodzwiler Gemeindeamtmann Alfred Bauman erklärte gegenüber der “Basler Zeitung” vom 10. Mai 1988:

      Ich habe bei weitem nicht damit gerechnet, dass es so weit kommen würde und dass das Volk so dumm sein kann.“[x]

      Wie wir wissen, war diese Geschichte jedoch nicht die einzige ihrer Art. Alfred Baumann kann folglich beruhigt sein. Nicht nur die Schweizer waren damals so dumm. Auch in Deutschland, den USA und in vielen anderen Ländern der Welt spielten und spielen sich wiederholt ähnliche Geschichten ab. Leider …

      Euer Jäger des Phantastischen

      Lars A. Fischinger

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      Fußnoten


      [i] CENAP-Report Nr. 224, S. 43
      [ii] von Rétyi 1997, S. 127ff.
      iii CENAP-Report Nr. 242, S. 28
      [iv] Skeptiker, Nr.10/1997, S, 144
      [v] Dresdner Morgenpost, 14. April 1997, S. 1, 22 u. 23
      [vi] Focus vom 21.April 1997
      [vii] Magin 1991, S. 78
      [viii] Basler Zeitung vom 7. Mai 1988
      [ix] Basler Zeitung vom 9. Mai 1988
      [x] Basler Zeitung vom 10. Mai 1988
      [xi] Von Aliens entführt? – Der ganz normale UFO-Wahnsinn, RTL2, 7. Oktober 1998
      [xii] 23. Juni 1997

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