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Grenzwissenschaft Classics, Folge #24: “Kinder brauchen Märchen – brauchen Erwachsene UFOs?” +++ YouTube-Video +++

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Grenzwissenschaft Classics Folge #24: Kinder brauchen Märchen - Erwachsene UFOs (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Grenzwissenschaft Classics Folge #24: Kinder brauchen Märchen – Erwachsene UFOs (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Sind UFOs “unglaublich – aber auch wahr?” Dass fragte sich Mitte der 1990er Jahre auch diese Folge meiner Reihe “Grenzwissenschaft Classics Video” auf meinem YouTube-Channel. Ein weiteres Highlight der Video-Reihe, in dem die Moderation fragt, ob das UFO-Phänomen nichts weiter als Märchen für Erwachsene sei. Ein “Raumschiff-Kult”, wie es heißt. Aber in der 24. Folge der GreWi-Classics kommen auch deutsche UFO-Zeugen und Experten zu Wort, die über das UFO-Thema berichten …


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Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Eigentlich ist jedes Video der YouTube-Klassiker-Reihe ein Highlight. Doch dieser Teil verdient diese Bezeichnung ganz hervorragend.

Sie zeigt in nur wenigen Minuten zusammengefasst, dass mediale Bild des Thema “UFOs und Aliens“, wie es in den 1990er Jahren wöchentlich am Fernsehen zu “bewundern” war.

Damit allen Interessierten viel Spaß mit der 24. Folge der beliebten GreWi Classics Videos.

Bleibt neugierig …

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Bitte auf das “Play-Symbol” klicken.
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Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Astronautengötter und die Gebrüder Grimm: Ein seltsames Zeitreise-Märchen und ein noch seltsameres “Zwerglein” aus dem Böhmerwald +++ Artikel +++

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"Missing Time" bei den Gebrüdern Grimm: Ein seltsames Märchen und Männchen (Bilder: gemeinfrei / Montage/Bearbeitung: Fischinger-Online)
“Missing Time” bei den Gebrüdern Grimm: Ein seltsames Märchen und Männchen (Bilder: gemeinfrei / Montage/Bearbeitung: Fischinger-Online)

Denkt man an Märchen, denken viele Menschen sofort an die Geschichten der Brüder Grimm. Klassiker wie “Der Froschkönig”, “Rapunzel”, “Aschenputtel” und natürlich “Schneewittchen” kennt sicher jeder aus den Märchensammlungen von Jacob und Wilhelm Grimm. Schöne Geschichten aber eben Märchen. In der grenzwissenschaftlichen Forschung sieht man das naturgemäß ein wenig anders. Schon lange werden hier Sagen und Märchen aus aller Welt dahingehend betrachtet, ob es darin Parallelen oder Hinweise auf die Astronautengötter gibt. Fündig wurden viele Prä-Astronautiker und Mystery-Jäger. Allerdings praktisch nie bei den “Klassikern” der Grimms. Und doch beinhalten deren Sammlungen die ein oder andere rätselhafte Überlieferung, die nur wenige Grenzwissenschaftler kennen. Auf ein solches “Märchen” wurde ich jüngst aufmerksam gemacht, da es fraglos überaus interessante Elemente im Sinne der Prä-Astronautik enthält. Welche das sind, was die spannende Legende erzählt und wo es eine Jahrtausende alte Parallele gibt, erfahrt Ihr wie immer hier.


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Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Von Märchen und Sagen

Vor wenigen Tagen habe ich auf diesem Blog einen Artikel veröffentlicht, der von einer seltsamen Erscheinung aus der Welt des Paranormalen handelt. Eine Art “Geistergeschichte”, die sich angeblich 1933 in der damaligen UdSSR ereignet haben soll.

Ich bat in dem entsprechen Posting auch um Eure Hilfe, ob Ihr mehr Informationen oder Quellen zu diesem Fall aus Russland habt. Kurz darauf erreichte mich eine E-Mail meines Lesers Rainer L., der mich im Zusammenhang mit meinem Artikel auf eine andere seltsame Geschichte hinwies.

Diese sei in den Veröffentlichungen der Brüder Grimm zu finden, und weise Ähnlichkeiten zu dem Fall von 1933 auf, so Rainer L. In der Tat hatte er Recht. Und nicht nur das, denn dieses angebliche Märchen aus der Sammlung der Brüder Grimm zeigt noch zu weiteren Überlieferungen Parallelen.

Ich selber habe in über zwei Jahrzehnten immer wieder derartige Mythologien, Sagen & Co. im Sinne der Götter der Sterne beleuchtet um mögliche Verbindungen zu finden. Doch die von Rainer L. genannte Geschichte war mir leider bisher entgangen.

Spuren der Astronautengötter

Jacob und Wilhelm Grimm sind zweifellos die Märchensammler schlechthin gewesen. Ihnen verdanken wir die eingangs erwähnten Klassiker, die mit Sicherheit jedes Kind in Mitteleuropa kennt. Die Brüder Grimm sammelten zu Lebzeiten jedoch unzählige Sagen und Märchen, die sie später in verschiedenen Sammlungen publizierten. Dass sie dabei auch verschiedene Versionen einzelner Erzählungen zu einer neuen Version kombinierten, ist auch vielen bekannt.

Märchen, die ein und dasselbe Thema erzählen, variieren von Region zu Region und auch von Zeit zu Zeit. Schließlich handelt es sich auch und vor allem um mündliche Erzählungen. Ein Umstand, den übrigens kein Astronautengötter-Jäger anzweifelt, wenn Märchen und Sagen der Folklore nach möglichen Spuren der Ancient Aliens in deren Kern “abgeklopft” werden.

VIDEO: UFOs und fremde Wesen im Mittelalter und seit Jahrtausenden: Das UFO-Phänomen ist uralt … und keine moderne Erfindung einer “Phantasten”! (Bild & Montage: L. A. Fischinger)
VIDEO: UFOs und fremde Wesen im Mittelalter und seit Jahrtausenden: Das UFO-Phänomen ist uralt … und keine moderne Erfindung einer “Phantasten”! (Bild & Montage: L. A. Fischinger)

Immerhin ist es vollkommen logisch für die Idee der Prä-Astronautik, dass man Mythologien, Sagen, Überlieferungen und all die Erzählungen der Vergangenheit “neu und modern betrachtet“.

Wirkliche Grenzen, die zum Beispiel durch Zeitepoche, Herkunft oder deren Quelle gezogen werden, gibt es hierbei nicht. Das wird am klassischen Beispiel der biblischen und jüdischen Texte und Märchen deutlich. Diese werden schon Jahrzehnte prä-astronautisch gedeutet und sind teilweise Jahrtausende alte Schriften.

Religiöse Schriften (aus aller Welt) kann man in diesem Sinn interpretieren. Nur hören diese meiner Meinung nicht auf, wenn solche Überlieferungen offiziell als “Folklore” und damit “Märchen” gelistet sind. Nur weil sie nicht schriftlich seit tausenden von Jahren vorliegen, darf man sie nicht bei der Suche nach ihrem wahren Kern ignorieren.

Aber was mag dieser “wahre Kern” in dem Grimm-Märchen mit dem Namen “Die Heiligszwerge” sein?

Es war einmal im Böhmerwald

Die Geschichte beginnt mit einer Ortsangabe, wo das folgende Ereignis stattgefunden haben soll:

Am Fluss Eger zwischen dem Hof Wildenau und dem Schlosse Aicha ragen ungeheure große Felsen hervor, die man vor alters den Heilingsfelsen nannte.

Den genannten Heilingfelsen gibt es tatsächlich und auch die Ortsangaben passen dazu. Es ist, so weiß es auch Wikipedia korrekt, ein “sagenumwobenes Naturdenkmal”, das im “Hans-Heiling-Tal” am Fluss Eger westlich von Karlsbad liegt. Heute ist das Tschechien und diese Felsen sind angeblich schon seit unbekannten Tagen ein mythisches Gebiet.

Eine Sage, die verkürzt auch die Brüder Grimm veröffentlichten, erzählt von “Hans Heiligens”, dem Namensgeber der Felsen. Dieser wohlhabende Hans war “mit den Teufel” im Bunde und verfluchte eines Tages die Hochzeitsgesellschaft seiner nicht erwiderten Liebe. So kamen die Felsen zu ihren Namen “Hans Heilings Felsen” …

In dem Märchen “Die Heiligszwerge” heißt es, dass am Fuß des Berges eine kleine gewölbte Höhle existieren würde, die “von kleinen Zwerglein bewohnt” gewesen sein soll. Einem dieser “Zwerge” soll, so die Sage weiter, eines Tages vor langer Zeit einmal ein lokale Bewohnerin aus dem Dorf Taschwitz begegnet sein. Eine Treffen in einem seltsamen “Haus”, dass diese Frau wohl nie vergessen hatte.

"So rasch wie der Wind": Eine UFO-Entführung vor Jahrhunderten in Irland? (Bild: gemeinfrei / Bearbeitung & Montage: L. A. Fischinger)
ARTIKEL: “So rasch wie der Wind”: Eine UFO-Entführung vor Jahrhunderten in Irland? (Bild: gemeinfrei / Bearbeitung & Montage: L. A. Fischinger)

Die Sage erzählt dies Ereignis in der Grimm-Version so:

Einmal vorzeiten ging ein Weib, aus dem Dorfe Taschwitz bürtig, am Vorabend von Peter Pauli in den Forst und wollte Beeren suchen; es wurde ihr Nacht, und sie sah neben diesem Felsen ein schönes Haus stehen. Sie trat hinein, und als sie die Tür öffnete, saß ein alter Mann an einem Tische, schrieb emsig und eifrig. Die Frau bat um Herberge und wurde willig angenommen. Außer dem alten Mann war aber kein lebendes Wesen im ganzen Gemach (…).”

Irgendwie schien es in der Höhle des alten Zwerges aber nicht mit rechten Dingen zuzugehen. “Es rumorte heftig in allen Ecken, der Frau ward greulich und schauerlich”, so dass die Besucherin von dem Fremden wissen wolle, wo sie eigentlich genau sei. Dieser sagte nur, er heiße “Heiling” und müsse bald verreisen. Er sei praktisch einer der letzten seiner Art hier, “denn zwei Drittel meiner Zwerge sind schon fort und entflohen”.

“Alles war seltsam und verändert”

“Diese sonderbare Antwort machte das Weib nur noch unruhiger”, geht es in der Erzählung weiter. Eigentlich wollte sie noch mehr wissen, aber der Zwerg verbot ihr eitere Nachfragen und “gebot ihr Stillschweigen”. Bevor sich die Frau “demütig” und erschöpft schlafen legte, mahnte die fremde Gestalt noch:

Wäret Ihr nicht gerade in dieser merkwürdigen Stunde gekommen, solltet Ihr nimmer Herberge gefunden haben.”

Eine seltsame Anspielung des Zwerglein in seinem Haus. Aber nicht zu unrecht, denn als die Frau am kommenden Morgen aus ihrem Schlaf erwachte, war das gruselige Haus verschwunden. Ebenso das fremde Wesen war nirgends mehr zu sehen. Sie erwachte “mitten unter dem Felsstein” und glaubte, dass sie all das nur geträumt habe. So machte sie sich “froh und zufrieden, dass ihr in der gefährlichen Gegend kein Leid widerfahren sei”, zufrieden und erholt zurück in ihr Heimatdorf.

Bei der Ankunft in Taschwitz dann der Schock, denn es war irgendwie “alles so verändert und seltsam”. Und weiter:

Im Dorf waren die Häuser neu und anders aufgebaut, die Leute, die ihr begegneten, kannte sie nicht und wurde auch nicht von ihnen erkannt. Mit Mühe fand sie endlich die Hütte, wo sie sonst wohnte, und auch die war besser gebaut; nur dieselbe Eiche beschattete sie noch, welche einst ihr Großvater dahin gepflanzt hatte”

Neubauten und Renovierungen in Taschwitz, die in nur einer Nacht geschaffen wurden und das Bild des Dorfes dermaßen veränderten? Das ist weder heute möglich – noch war es damals möglich. “Das Weib” hatte sich aber nicht verlaufen, da sie schließlich auch ihr (restauriertes) Heim wieder gefunden habe.

VIDEO: Von Aliens entführt? UFO-Entführungen heute und in der Vergangenheit (Bilder: gemeinfrei / Bearbeitung/Montage: Fischinger-Online)
VIDEO: Von Aliens entführt? UFO-Entführungen heute und in der Vergangenheit (Bilder: gemeinfrei / Bearbeitung/Montage: Fischinger-Online)

Es scheint, als habe sie ganz allein ihr Haus bzw. ihre Hütte wiedergefunden. Schließlich konnte niemand ihr den Weg weisen, da sie niemanden der Dorfbewohner kannte und niemand kannte sie. Es wird aber noch Seltsamer.

Eine Irre im Dorfe?

Wie es nicht anders zu erwarten war, wollte die Frau in ihr vermeintliches eigenes Haus eintreten. Nur schien es nicht ihr Heim zu sein, und so wurde “von den unbekannten Bewohnern als eine Fremde von der Tür” gesetzt.

Sie selber war deshalb tief bestürzt und schien an ihrem Verstand zu zweifeln. Wie auch die Dorfbewohner selbst, als sie nach der unliebsamen Begegnung an “ihrer” Hütte “weinend und klagend im Dorfe umher” rannte.

Als es den Dörflern letztlich zu viel wurde, wurde die “Irre” dem Dorfvorstand vorgeführt. Was dieser dann heraus fand, klingt unglaublich:

Die Leute hielten sie für wahnwitzig und führten sie vor die Obrigkeit, wo sie verhört und ihre Sache untersucht wurde; sieh da, es fand sich in den Gedenk- und Kirchenbüchern, dass grad vor hundert Jahren an ebendiesem Tag eine Frau ihres Namens, welche nach dem Forst in die Beeren gegangen, nicht wieder heimgekehrt sei und auch nicht mehr zu finden gewesen war.”

Nach nur einer Nacht in den ominösen und nachher verschwundenen “Haus” des alten Zwerges kam sie 100 Jahre später erst in ihr Dorf zurück! Nach dem Märchen aus dem Böhmerwald war auch die Dorfgemeinschaft und die Obrigkeit angesichts dieser rätselhaften Zeitreise der Frau sprachlos und fasziniert:

“Es war also deutlich erwiesen, dass sie volle hundert Jahr im Felsen geschlafen hatte und die Zeit über nicht älter geworden war. Sie lebte nun ihre übrigen Jahre ruhig und sorgenlos aus und wurde von der ganzen Gemeinde anständig verpflegt zum Lohn für die Zauberei, die sie hatte erdulden müssen.

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“Zauberei” überall!

Eine phantastische Erzählung, auf die mich hier Rainer L. hingewiesen hat. Natürlich ist es ein “Märchen” und ich selber habe bereits unzählige Märchen, Überlieferungen und Sagen dieser und ähnlicher Art in Büchern, Artikeln und Postings zum Thema. Darum wäre es an dieser Stelle unsinnig hier eine Parallele und ein Beispiel nach dem anderen aus anderen Mythologien zu benennen.

ARTIKEL: Gott und die Berufung des Mose am “brennenden Dornbusch”: War in Wahrheit alles ganz anders? ( Bild: Archiv W.-J. Langbein)
ARTIKEL: Gott, Moses und der “brennende Dornbusch”: War es in Wahrheit ganz anders und wurde Moses sogar entführt? (Bild: Archiv W.-J. Langbein)

Ein sehr deutliches Beispiel soll reichen, das ich in meinem Prä-Astronautik-Buch “Götter der Sterne” 1997 umfassend zitiert habe:

Was mir an dieser Sage über “Die Heiligszwerge” sofort aufgefallen ist, ist eine erzählerische Verbindung zu einer viel älteren Überlieferung.

Diese stammt allerdings aus der jüdisch-biblischen Tradition und ist in einer außerbiblischen Schrift niedergeschrieben worden. Sie gehört also zu den apokryphe Schriften, die zwar klar mit biblischen Texten in Verbindung und in deren Tradition stehen, aber nicht innerhalb der Bibel zu finden sind.

Das beste weil bekannteste Beispiel in der Grenzwissenschaft sind hier die Texte des biblischen Propheten Henoch. Auch die gehören zu den apokryphen Schriften.

Diese Schrift wird “Reste der Worte Baruchs” oder “Nachtrag zum Propheten Jeremias” genannt. Die biblischen Propheten Baruch und Jeremia lebten und wirkten rund 600 Jahre vor Christus. In diesem Text findet sich die Geschichte eines Mannes mit Namen Abimelech, mit dem der Gottesmann Jeremia befreundet war.

So kam es, dass Jeremia eines Tages ein Treffen mit Gott und seinen Himmlischen hatte, die vom Himmel hernieder kamen. Bei dieser Gelegenheit bat Jeremia, dass der Herr und seine Helfer diesen Abimelech irgendwie in Sicherheit bringen mögen, da bald Jerusalem zerstört würde. Das solle Abimelech nicht mir ansehen. Gesagt getan.

So bekam Abimelech den Auftrag, dass er in den nahen Bergen einen Korb Feigen für Jeremia sammeln gehen soll. Dort würde Gott schon auf ihn warten und so auf wundersame Weise retten.

Ein Verirrter in der Stadt

Selbstverständlich ging Jeremias Freund und Helfer auch los in die Berge, wobei er dann allerdings während einer Verschnaufpause einschlief. Munter erwacht hatte Abimelech daraufhin ein schlechtes Gewissen und eilte zurück nach Jerusalem und zu Jeremias. Also ging er nichts ahnend zurück und dachte nicht im Traum daran, dass er Jahrzehnte “geschlafen” hatte.

VIDEO: Monster, Mythen und Mysterien: Urlaubsinsel Sylt jenseits von Promis, Party & Prosecco (Bild: L.A. Fischinger)
VIDEO: Monster, Mythen und Mysterien: Urlaubsinsel Sylt jenseits von Promis, Party & Prosecco (Bild: L. A. Fischinger)

Das änderte sich erst, als er an Jerusalems Mauern angekommen war und eine verstörende Feststellung machen musste:

„Doch kennt er weder diese Stadt, noch ihre Häuser, noch seine eigene Familie. (…) Dies ist gar nicht die rechte Stadt.“ (Kapitel 5, Verse 7-8)

Was war passiert? Sicher zweifelte auch Abimelech langsam an seinem Verstand, wie es die Frau in dem Märchen oben tat.

Ich bin verwirrt, weil ich den Bergweg ging. Ich bin gerade aus dem Schlaf erwacht. Der Kopf ist mir noch schwer; ich habe noch nicht genug geschlafen; ich bin verwirrt. Verwunderlich! Wie kann ich nur vor Jeremias sagen, ich sei verwirrt!“ (Kapitel 5, Verse 9-11)

Verstört ging Abimelech vor die Stadtmauern und “schaute nach den Merkmalen der Stadt”. Schnell erkannte er an diesen, dass dieser Ort tatsächlich Jerusalem war. Nur war die Stadt irgendwie anders und auch innerhalb der Stadtmauern erkannte er keinen einzigen Menschen wieder. Alles waren Fremde. Erst ein alter Mann brachte Aufklärung.

Dieser Greis erzählte Abimelech, dass es bereits 66 Jahre her sei, “seitdem das Volk nach Babylon verschleppt worden ist”. Mehr als sechs Jahrzehnte waren nach dieser Überlieferung also vergangen, seit dem Abimelech “mal eben” Feigen sammeln ging. Er konnte es verständlicherweise nicht glauben und wollte den Senior sogar “beschimpfen” und “verlachen”.

Erst als klar wurde, dass die gesammelten Feigen in seinem Korb noch frisch und saftig waren, glaubte er an dieses göttliche Wunder. “Schau auf das Ackerland und sieh”,  so der greise Mann zu Abimelech, die Feigensamen würden erst keimen, denn “die Zeit für Feigen ist noch nicht gekommen” …

Unglaublich?

ARTIKEL: Unsichtbare Riesen und die "Wesen eines anderen Sterns": Spuren der Prä-Astronautik in der Sagenwelt (Bild: gemeinfrei / Montage/Bearbeitung: L. A. Fischinger)
ARTIKEL: Unsichtbare Riesen und die “Wesen eines anderen Sterns”: Spuren der Prä-Astronautik in der Sagenwelt (Bild: gemeinfrei / Montage/Bearbeitung: L. A. Fischinger)

Abimelech und die namentlich nicht genannte Frau aus der Sage haben offensichtlich Ähnliches erlebt! Da besteht zumindest anhand der Texte überhaupt kein Zweifel.

  • Beide begegnen “überirdische Wesen”: Im Märchen ein Zwerglein in/mit einem später verschwundenen Haus. Bei Baruch Gott/Engel.
  • Beide schlafen ein.
  • Beide wachen erst sehr viele Jahre später wieder auf, sind sich dessen aber nicht bewusst.
  • Beide gehen dann heim, erkennen aber ihr Dorf bzw. ihre Stadt nicht mehr wieder.
  • Beide erkennen jedoch, dass sie grundsätzlich am richtigen Ort sind.
  • Beide finden keine ihnen bekannte Bewohner mehr vor.
  • Beide zweifeln letztlich an ihrem Verstand.
  • Beide stellen letztlich fest, dass sie durch “überirdische Wesen” durch die Zeit gereist sind.
  • Beide sammeln sogar in den Erzählungen Beeren bzw. Früchte.

All das klingt zu schön, um auch wahr zu sein! Niemand pocht (hoffentlich) in der Grenzwissenshaft und hier spezielle der Prä-Astronautik, dass sich diese und viele ähnliche Berichte dieser Art eins zu eins so zutragen haben. Es faszinieren aber immer wieder die “Kerne” derartige Überlieferungen und sogenannter Märchen.

Vielleicht stimmen sie – vielleicht auch nicht. Weder das eine noch das andere kann man belegen. Lediglich vermuten oder glauben kann man, dass hier Spuren von Astronautengöttern (die fremden Wesen) vorhanden sind, da solche Sagen eben weltweit existieren. In den beiden Beispielen hier wären diese Hinweise das Eingreifen oder besser gesagt die Manipulation von nicht-menschlichen Wesen von Menschen. Klar verbunden mit Zeitanomalien, da hier sicher niemand jahrzehntelang geschlafen hat.

Oder man sieht in ihnen schlicht und einfach nichts weiter als fromme Belletristik unserer Vorfahren rund um die Welt, wie es die meisten Kritiker machen. Letztendlich wissen wir einfach nicht!

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Die Cheops-Pyramide: Mumien, Grabräuber und Mysterien – Artikel-Serie von Lars A. Fischinger, Teil #3: MÄRCHEN AUS 1001 NACHT?

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Die Cheops-Pyramide: Mumien Grabräuber und Mysterien - Artikel-Serie Teil #3: Märchen aus 1001 Nacht?
Die Cheops-Pyramide: Mumien, Grabräuber und Mysterien – Artikel-Serie Teil #3: Märchen aus 1001 Nacht?

Die Cheops-Pyramide von Gizeh – Das letzte und zugleich älteste Weltwunder der Antike, wie es immer wieder gerne betont wird. Ein Bauwerk, das seit rund 4.500 Jahren die Menschen in ihren Bann zieht. Dabei ist eine jener Fragen, die der Pyramide des Cheops immer wieder gestellt werden, jene nach er Mumie des Pharao und der erster Öffnung des Monumentes durch den Kalifen Al-Mamun im Jahre 823. Auf Grundlage einer früheren Veröffentlichung von mir soll in dieser Artikel-Serie der Spur der Plünderung(en) der Cheops-Pyramide, den Funden des Al-Mamun und seiner Entdeckungen genauer nachgegangen werden. Dabei ergeben sich – wie so oft in der Mystery-Forschung – neue Fragen auf alte Antworten …

Von Lars A. Fischinger

Hallo, liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Einleitung

Pyramiden gibt es in Ägypten wie den sprichwörtlichen Sand am Meer. Doch gerade und vor allem die Pyramide von Pharao Cheops (ca. 2620 bis 2580 vor Christus) aus der 4. Dynastie (2639 bis 2504 vor Christus) in Gizeh nahe Kairo erregt bis heute die Aufmerksamkeit zahllose Touristen und Autoren. (K)ein Wunder: ist sie doch mit ihren einst fast 147 Metern Höhe und einer Länger an der Basis von rund 230 Metern die größte Pyramide der Erde. Die Bauarbeiter des Königs türmten zu seinen Ehren unzählige Steinblöcke in den Himmel. Und so entstand ein Bauwerk, das nicht nur durch seine Wucht und Größe fasziniert, sondern auch vielen Autoren der Grenzwissenschaft durch ihre Rätsel und weiterhin offenen Fragen.

Gerne wird die Pyramide des Cheops als Monument aus fernen Tagen vor einer Sintflut gehandelt. Als eine Art „Wissensspeicher“ oder eine Art „kosmischer Plan“ für das Wissen der Menschheit. Eine „Zeitkapsel“, die die Weisheiten jener Menschen erhalten und schützen sollte, die vor der großen Sintflut bzw. vor Jahrtausenden lebten. Folglich ein Bauwerk, dass die Geheimnisse einer verborgenen Welt enthält. Vielleicht sogar von Atlantis. Eindeutige Beweise für diese Ideen gibt es keine.

Mehr als sonderbar und mysteriös ist, dass nie eine Mumie im Inneren der Steinberges entdeckt worden sein soll. Als das gewaltige Monument vor fast 1.200 Jahren erstmals durch einen Kalifen geöffnet wurde – war es vollkommen leer, wie es heißt.

Auf Grundlage meines Buches „Verbotene Geschichte“ (2010) und eines einstigen E-Book zum Thema soll in dieser kleinen Artikel-Serie speziell genau diesem Mysterium der Cheops-Pyramide nachgegangen werden. Fragen nach der Plünderung der Pyramide werden ebenso dargelegt, wie arabische Überlieferungen über die Öffnung des Bauwerkes sowie die Widersprüche, die sich daraus ergeben. Ebenso eine Spur, wo der mutmaßlich innere Sarkophag einer offenbar tatsächlich gefunden Mumie letztlich gelandet ist.

Alte Fragen, die durch ihre Antworten neue Fragen ergeben.

Zum Abschluss der Reihe plane ich als 5. Teil eine Zusammenfassung in einem YouTube-Video auf meinem Grenzwissenschaft-Channel „Ancient Aliens & Mystery Files“.

Bleibt also neugierig!

 

Die Cheops-Pyramide: Mumien Grabräuber und Mysterien

Teil #3: Märchen aus 1001 Nacht?

 

Der Schacht des Kalifen Al-Mamun aus dem 9. Jahrhundert, der heute die Besucher in die Cheops-Pyramide führt (Bild: L. A. Fischinger)
Der Schacht des Kalifen Al-Mamun aus dem 9. Jahrhundert, der heute die Besucher in die Cheops-Pyramide führt (Bild: L. A. Fischinger)

Die Annahme, dass die Pyramide erstmals 823 aufgebrochen wurde und dabei rein gar nichts enthielt, ist also unzutreffend. Das wissen wir nun. Wessen Leiche Al-Mamun aber wirklich fand, ist und bleibt reine Spekulation. Pharao Cheops höchst selbst wird es wohl kaum gewesen sein. Doch Überlegungen über den Verbleib einer möglichen echten Mumie des Cheops, sind ebenso spekulativ.

Doch schauen wir uns in dieser Artikel-Folge einmal an, was die alten Chronisten und Historiker dazu noch wussten. Oder gewusst haben wollen.

“Märchenonkel” Herodot?

Hierbei wird oft an erster Stelle der schon legendäre Geschichtsschreiber Herodot von Halikarnass (490/480 bis 424 vor Christus) genannt. Ein griechischer Autor, der eine Art Weltgeschichte (die „Historien“) in mehreren Bänden verfasst hat. Aber auch ein Geschichtsschreiber, der als „Geschichtenerzähler“ verrufen war und ist und den der griechische Schriftsteller und Philosoph Plutarch (45 bis 125 nach Christus) sogar schlicht einen „Lügner“ nannte. Ein fraglos starker Vorwurf von Plutarch gegenüber eines seiner Vorgänger.

Der nicht minder bekannte Geschichtsschreiber Diodor von Sizilien (erste Hälfte des 1. Jahrhundert vor Christus) hielt ebenso nichts von den Schilderungen des Herodot. Nur „Wundermärchen und unterhaltende Dichtungen“ habe dieser überliefert, so sein Landsmann Diodor im 1. Buch seines 40 Bände umfassenden Geschichtswerk „Bibliothéke historiké“. Auch er zweifelte folglich an der Wahrhaftigkeit der Geschichtsschreibung durch Herodot.

Der Grieche Herodot war es übrigens auch, der den heute lange widerlegten aber weithin bekannten Mythos in die Welt setzte, dass ein Heer von 100.000 Sklaven die Cheops-Pyramide in 20 Jahren errichtet habe. Oder auch, so Herodot in Band 2 seiner „Historien“, dass Pharao Cheops „als er Geld brauchte, seine eigene Tochter in einem Bordell sitzen ließ und ihr auferlegte, eine gewisse Summe des Geldes (…) zu verdienen“.

Das Grab des Osiris von Gizeh: Wie Ägyptens letzter Pharao Zahi Hawass einen fast 100 Jahre alten Fund als seine Entdeckung präsentierte (Bild: L. A. Fischinger)
ARTIKEL: Das Grab des Osiris von Gizeh: Wie Ägyptens letzter Pharao Zahi Hawass einen fast 100 Jahre alten Fund als seine Entdeckung präsentierte (Bild: L. A. Fischinger)

Auch wenn damals wie heute Herodot als Erzähler von Fakt und Fiktion angesehen wurde und wird, sind seine Aussagen über die angebliche letzte Ruhestätte des Cheops sehr weit verbreitet. Herodot notierte nämlich, dass die „Sklavenarbeiter“ des Pharao neben der eigentlichen Pyramide eine Reihe von geheimen unterirdischen Kammern oder Räumen anlegten und in einer dieser Gruften letztlich Cheops selber bestatte wurde. Folglich nicht in der „Königskammer“ der großen Pyramide, die dann eigentlich bei ihrer Versiegelung vor ca. 4.500 Jahren schlicht leer gewesen sein sollte. Zumindest bis jemand den von Al-Mamun entdeckten Verstorbenen dort bestattete.

Im Zusammenhang mit dieser versteckten Grabkammer des Cheops wird vielfach das unterirdische „Osiris-Grab“ genannt. Diese unterirdische Anlage befindet sich zwischen der Pyramide des Chephren und der Sphinx auf dem Plateau von Gizeh. Darüber habe ich an anderer Stelle in einem YouTube-Video berichtet.

Verschwommene Erinnerungen?

Interessant ist aber, was der Herodot-Kritiker Diodor von Sizilien selber zu den Pyramiden von Gizeh schreibt. Etwa um das Jahr 50 vor Christus reiste Diodor durch Ägypten und sammelte dabei auch Informationen über die Cheops-Pyramide. Und so berichtet auch er selbst zum Beispiel, dass Cheops tatsächlich nicht in der Pyramide mit seinem Namen begraben wurde, sondern in einem geheimen Versteck. Ähnliches also wie sein Vorgänger Herodot. Als Grund für diese Form des Begräbnisses des Königs führt Diodor aus, dass er die Rache der von ihm versklavten Bauarbeiter bzw. Bevölkerung befürchtet habe. Auch sein Nachfolger Pharao Chephren sei auf diese Weise und genau aus demselben Grund versteckt bestattet worden. Das klingt erst mal spannend. Aber schaut man sich weitere Angaben von Diodor zur Cheops-Pyramide an, so zeigt sich sehr schnell, dass ihm in Ägypten wohl jeder Mensch eine andere Story aufgetischt hat.

So nennt Diodor als Bauherren der großen Pyramide auch einen ganz anderen und unbekannten Herrscher, der „Harmais“ geheißen haben soll. Ein solcher König ist in Ägypten aber unbekannt. Wohl aber ist der sehr ähnliche Name „Harmachis“ geläufig und auch der Sphinx wurde einst „Harmachis-Chepre-Re-Atum“ genannt. Harmachis ist jedoch eine Gottheit, die seit der 18. Dynastie ab etwa 1550 vor Christus eine Form des bekannten Gottes Horus war. Hat also ein Gott mit Falkenkopf die Pyramide des Cheops gebaut?!

Bildnis des Pharao Amasis / Ahmose II. (Bild: L. A. Fischinger)
Bildnis des Pharao Amasis / Ahmose II. (Bild: L. A. Fischinger)

Auch für die Chephren-Pyramide nennt Diodor einen weiteren Baumeister. Und auch dieser lässt sich nicht mit seinen Angaben über „Geheimgräber“ von Cheops und Chephren in Einklang bringen. So überliefert der Geschichtsschreiber, dass ein Pharao mit dem Namen Amasis der wahre Bauherr der Chephren-Pyramide von Gizeh war. Diesen Pharao wiederum hat es tatsächlich gegeben, auch wenn er rund 2.000 Jahre nach dem Bau der großen Pyramiden lebte.

Es handelt sich dabei um den Pharao Ahmose II. (570 bis 526 vor Christus), den Diodor als Herrscher von „außergewöhnlicher Klugheit und in seinem Charakter maßvoll und gerecht“ lobt. Pharao Ahmose II. könnte dennoch tatsächlich etwas mit den Pyramiden zu tun gehabt haben. Seine Herrschaft fiel in die 26. Dynastie des Pharaonenreiches, die uns im 1. Teil bereits begegnete. Das ist genau jene Saiten-Dynastie, die für Umbauten und Restaurationen an den Pyramiden von Gizeh und anderen Monumenten verantwortlich war …

Sollte vielleicht sogar Pharao Ahmose II. jene Mumie gewesen sein, die Al-Mamun 823 in der Cheops-Pyramide entdeckt hat? Auch das ist wieder fragwürdig, da dieser Herrscher fast exakt 1.350 Jahre vor den Entdeckungen des Kalifen starb. Vielmehr scheint es so, als habe Diodor hier eine verschwommene Erinnerung an die 26. Dynastie von seinen einheimischen Informanten erzählt bekommen.

Das zeigt sich auch bei seiner Angabe, dass die ungeheure Anzahl von 360.000 Menschen über 20 Jahre mit dem Bau der Cheops-Pyramide beschäftigt war. Ein Arbeiterheer, für das nicht einmal Platz auf dem Gizeh-Plateau ist, und das sich permanent auf die Füße getreten wäre.

Zurück zum “Hitat”

Teilansicht der sog. "unvollendeten Grabkammer" tief unten in der Cheops-Pyramide (Bild: W.-J. Langbein)
Teilansicht der sog. “unvollendeten Grabkammer” tief unten in der Cheops-Pyramide (Bild: W.-J. Langbein)

Natürlich enthält auch das „Hitat“, das in der vorherigen Artikel-Folge umfangreich zu Wort kam, selbst zahllose Angaben über die Cheops-Pyramide und andere ihrer Art. Vielfach sind es dabei Wiederholung, Erzählungen der ägyptischen Kopten oder auch Lobeshymnen an die prachtvolle Architektur der Monumente. Ebenso die Erwähnungen von Inschriften an den Außenverkleidungen der Pyramiden und auch Aussagen über eine Sintflut.

Bei der Suche nach dem verschollenen Pharao Cheops muss der Vollständigkeit halber aber erneut der Chronist al Kaisi erwähnt werden. Das war jener Autor aus Teil 2, der noch im Jahr 1133 die „Götzenstatue“ aus der Cheops-Pyramide gesehen haben will. Doch er will noch weit mehr gesehen haben – sehr viel mehr.

So schildert al Kaisi neben den Entdeckungen von Al-Mamun auch seine eigenen persönlichen Erkundungen in der großen Pyramide. Bei diesen stieß er auf „ein großes gewölbtes Gemach, dessen Basis ein Viereck bildet“ und dessen Decke rund gewesen sei. Bei genauerer Betrachtung entdeckte er in diesem Raum noch weitere Stollen und geheime Kammern, zu denen er schreibt:

In der Mitte befand sich ein viereckiger Brunnenschacht von 10 Ellen Tiefe. Steigt man in ihm herab, so entdeckt man auf jeder seiner vier Seiten eine Pforte, die zu einem großen Raum führt, in dem Leichname liegen, Söhne Adams. Sie sind mit einer großen Zahl von Leichentüchern bedeckt. Auf jedem liegen mehr als 100 Tücher, die durch die lange Zeit morsch und schwarz geworden sind. Ihre Leiber gleichen den unseren (…). Von ihren Körpern und ihrem Haar ist nichts abgefallen. Kein Greis, keiner dessen Haar weiß ist, befindet sich unter ihnen. (…) Aber sie haben sehr an Gewicht verloren, schließlich sind sie infolge der langen Zeit wie welke Blätter und sonstiger Abfall geworden.

In diesem Brunnenschacht sind vier mit Leichnamen angefüllte Räume.“

Video: Das Mysterium des „Osiris-Grab“ von Gizeh – Ein See und unerforschte Tunnel unter der Pyramide des Cheops?(Bilder: L. A. Fischinger / NSA/JPL)
VIDEO: Das Mysterium des „Osiris-Grab“ von Gizeh – Ein See und unerforschte Tunnel unter der Pyramide des Cheops? (Bilder: L. A. Fischinger / NSA/JPL)

Das sind nicht nur ganz erstaunliche Aussage des angeblichen Augenzeugen, sondern zugleich sehr sonderbare. Beschrieben wird hier eindeutig die „unvollendete Grabkammer“ 30 Meter unter der Cheops-Pyramide und der darin senkrecht nach unten verlaufende Schacht. Denn diesen gibt es wirklich, und der bereits der britische Pyramiden-Entdecker John Shae Perring, ein Kollege des Howard Vyse aus dem 1. Artikel-Teil, und der Entdecker einer nach ihm bekannten “Entlastungskammer” in der Cheops-Pyramide, untersuchte diesen Schacht. Perring kam dabei bis in eine Tiefe von 11 Metern herunter.

Alles Märchen?

Obwohl die Ägyptologie selber uneins ist, was es mit dieser Felsenkammer genau auf sich hat, sind solche Kammern am Ende des dortigen „Blindschacht“ laut Archäologie-Meinung vollkommen unbekannt. Der Archäologe und einstige Leiter des “Deutschen Archäologischen Institut” in Kairo, Rainer Stadelmann, glaubt sogar, dass der senkrechte Schacht überhaupt nicht von den Pharaonen stammt. In seinem Buch “Die ägyptischen Pyramiden” (1991) schreibt er:

“(Ich halte den Schacht) für eine vergebliche Bohrung spätzeitlicher Schatzsucher, vielleicht angeregt durch Geschichten, die man zu Zeiten Herodots von den unterirdischen Räumen erfunden hat.

Stadelmann bezieht sich hier auf die Geschichte des “Osiris-Grab” bzw. die Erzählung, dass Cheops auf einer “Insel” unter der Pyramide selber bestatte wurde. Also wäre – zumindest nach dieser archäologischen Spekulation! – der senkrechte Schacht der Felsenkammer kein Relikte aus der Bauzeit der Cheops-Pyramide …

Es wurde und wird zwar in der Mystery-Literatur immer mal wieder spekuliert, ob es dort solche Räume gibt, aber offiziell gibt es sie nicht. Im 12. Jahrhundert zumindest will al Kaisi diese Geheimkammern nicht nur persönlich betreten, sondern dort auch Mumien gefunden haben.

Teilansicht der sog. "unvollendeten Grabkammer" tief unten in der Cheops-Pyramide (Bild: gemeinfrei)
Teilansicht der sog. “unvollendeten Grabkammer” tief unten in der Cheops-Pyramide (Bild: gemeinfrei)

Ein Märchen aus 1001 Nacht, wie durchaus nicht wenige Aussagen des „Hitat“? Oder werden hier die Berichte der alten Autoren mit zweierlei Maß bewertet?

Mein Autoren-Freund und -Kollege Andreas von Rétyi soll an dieser Stelle stellvertretend für eine Vielzahl an “grenzwissenschaftlichen Autoren” genannt werden, denen der “Brunnenschacht” tief unter der großen Pyramiden nicht ganz geheuer ist. So berichtet er in seinem Buch “Geheimakte Gizeh-Plateau” (2005), was ihm bei seinen Besuchen in der unterirdischen Kammer aufgefallen ist. So schreibt von Rétyi, dass in diesem seltsamen Schacht offenbar Ausgrabungen oder andere Arbeiten stattfanden, die anschließend “getarnt” wurden.

Hierzu erklärt von Rétyi weiter, dass der eigentlich sehr tiefe Schacht bei einem Besuch von ihm nur vier Wochen später scheinbar mit Sand aufgefüllt wurde. Wer sollte einen nach Meinung der Archäologie nicht geheimnisvollen senkrechten Schacht mit Tonnen von Sand zuschütten? Noch dazu in einer Kammer, in die der normale Besucher überhaupt nicht rein kommt? Von Rétyi glaubt weiter sogar, dass zwei von ihm in diesem “Tunnel” entdeckte Metallstäbe, die aus dem Sand darin herausragen, eventuell eine Art “Hebelvorrichtung” sein könnten:

Der senkrecht nach unten verlaufene Sacht in der Felsenkammer - nur ein Raubgräber-Tunnel? (Bild: Archiv E. v. Däniken)
Der senkrecht nach unten verlaufene Sacht in der Felsenkammer – nur ein Raubgräber-Tunnel? (Bild: Archiv E. v. Däniken)

Er (der Stab, Anm. LAF) diente natürlich als Henkel, an dem man sie Abdeckung per Flaschenzug nach oben heben kann. Schaut man genauer hin, fällt noch eine zweite Stange auf der anderen Seite auf.

Von wegen tonnenweise Sand. Lediglich eine dünne Schicht muss zur Tarnung drauf.

Auch wenn sich Jahrtausende nach dem Richtfest der Cheops-Pyramide darin ein Fremder bestatten ließ, bleiben Fragen zu den einzelnen Funden durch die Araber im 9. Jahrhundert offen. Sehen wir uns also in der nächsten Folge die Beschreibungen der einzelnen Entdeckungen/Artefakte aus dem „Hitat“ des vorherigen Artikel einmal im Detail an …

... und begeben uns in Teil 4 auf eine „Spurensuche“ nach diesen Funkstücken.

 

Ich danke Euch, Euer Jäger des Phantastischen

Fischinger-Online

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Bald ist der Weltuntergang, sagen angeblich die Maya! Was wir aus dem 2012-Märchen lernen können oder sollten. Neues Video auf YouTube.

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Bald kommt der Weltuntergang: Was wir aus den Märchen um den 21. Dezember 2012 lernen können! (Bild: gemeinfrei / NASA / Montage: L. A. Fischinger)
Bald kommt der Weltuntergang: Was wir aus den Märchen um den 21. Dezember 2012 lernen können! (Bild: gemeinfrei / NASA / Montage: L. A. Fischinger)

In vier Wochen geht die Welt unter. Das behaupten… ja – nicht die Maya, das behaupten die Medien und einige verrückte 2012-Propheten. Ihr als treuer Zuschauer meines Video-Channel bei YouTube und Leser dieses BLOG wisst das. Eben ein Tag wie jeder andere wird es sein. Aber was können wir eigentlich aus dem Hype um 2012 & Co. lernen? Dazu ein neues Video auf meinem Kanal des Unfassbaren.

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Darf ich Euch die (Märchen-)Geschichte erzählen – von "Nibiru" dem 12. Planeten unseres Sonnensystems?

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Habt Ihr schon gehört vom “Planeten-X” wie ihn unsere Astronomen und Physiker heute nennen. Wenn sie es wagen darüber zu reden(schließlich könnte man seinen guten Ruf verlieren oder noch schlimmer Gelder werden gestrichen). Möchtet Ihr etwas wissen von der Vergangenheit dieses Planeten? Aber auch von seinem “Ende”

 Was zum Lachen von den “Raumbrüdern”

Dies ist die Story von einem Planeten, der in einer riesigen Elipse um unsere Sonne zieht und folglich auch zu unserem System gehört. Sein Platz ist zwischen Mars und Jupiter angesiedelt und er zieht Gegenläufig seine Bahn. Das heißt alle Planeten kreisen wie die Erde auch in der gleichen Richtung um unsere Sonne. Nibiru läuft dagegen. 3600 Jahre braucht er für eine Umlaufbahn. Auch die “Hopi” kannten dieses Gestirn. Bei Ihnen heißt “Red Star Katchina”.

 

 

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Der Prophet Esra, “der Schreiber der Wissenschaft des Höchsten”: Technische „Visionen“ und Geheimschriften der Astronautengötter +++ Artikel +++

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Der Prophet Esra, "der Schreiber der Wissenschaft des Höchsten", und seine rätselhaften Überlieferungen im Sinne der Prä-Astronautik gesehen (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Der Prophet Esra, “der Schreiber der Wissenschaft des Höchsten”, und seine rätselhaften Überlieferungen (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Prä-Astronautik-Forscher suchen seit Jahrzehnten auch und vor allem in alten Texten und Mythologien aus aller Welt nach möglichen Spuren der Götter aus dem All. Getrieben von der ganz richtigen Annahme, dass, wenn diese Astronautengötter hier auf der Erde waren, ihre Anwesenheit eben in solchen alten Überlieferungen Spuren hinterlassen haben muss. Weltweit werden dahingehend alten Schriften durchleuchtet. Natürlichkeit auch die Bibel und verwandte Texte, die man als Apokryphen kennt. Doch ein überaus rätselhaftes Buches außerhalb der Bibel wurde dabei eher weniger beachtet: Das 4. Buch des Propheten Esra. Und das, obwohl diese Jahrtausende Überlieferung ganz erstaunliche Aussagen und “Visionen” enthält. Von einen Gottesmann, der angeblich sogar fast 100 Bücher im Auftrag des Herrn verfasste – und von denen der Großteil geheimgehalten werden sollte! Wie Ihr in diesem Artikel lesen werdet, könnten die “Visionen” aber mehr als Phantastereien eines frommen Propheten sein. Kein Wunder also, dass genau dieses Buch des Esra nicht in der Bibel zu finden ist …


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Propheten der Astronautengötter

Bei der Suche nach Spuren von möglichen Astronautengöttern in alten Schriften dient oftmals die Bibel als eine Art „erste Anlaufstelle“, da praktisch jeder ein solche besitzt. Von da aus ist es auch nur ein kleiner Schritt zu den alten biblischen Texten, die nicht im Kanon der Bibel zu finden sind

Hier sind die klassischen Beispiele natürlich die außerbiblischen Bücher des viel zitierten Propheten Henoch und die Apokalypse des Abraham. „Dieser Henoch ist mein Freund, ich bin ihm auf den Versen“, schrieb schon Erich von Däniken 1977 in seinem Buch “Beweise” über die Henoch-Bücher. Die Apokalypse des Abraham wiederum ist jene Schrift, in der die erstaunliche „Himmelsreise des Abraham“ zu einer „Raumstation der Götter“ beschrieben wird, über die Ihr HIER ein YouTube-Video findet.

Ein weiterer Name, der sich durchaus mit anderen Propheten und ihren „himmlischen Erscheinungen“ messen kann, ist der Prophet Esra. Auch dieser Mann Gottes wurde Zeuge ungewöhnlicher Ereignisse und ist der (theologischen) Bibelforschung wohl bekannt.

Esra war in der Zeit des Königs Artaxerxes II. (404 bis ca. 359 vor Christus) im persischen Babylon am königlichen Hof Priester und Schriftgelehrter. Dort regelte er jüdische Angelegenheiten, und führte im Jahr 458 vor Christus 1496 Juden aus dem babylonischen Exil zurück nach Jerusalem. Dort organisierte er die Rückkehr weiterer Menschen aus dem Exil. Durchaus also eine Ikone der biblischen Historie, dessen biblisches Buch etwa zwischen 400 und 200 vor Christus aus älteren Schriften und Urkunden von dem Autor der Chronikbücher verfasst worden sein soll.

VIDEO: Henoch und die Astronautengötter: Nichts als Träumereien eines Fantasten vor Jahrtausenden? (Bild: gemeinfrei / Bearbeitung: L. A. Fischinger)
VIDEO: Henoch und die Astronautengötter: Nichts als Träumereien eines Fantasten vor Jahrtausenden? (Bild: gemeinfrei / Bearbeitung: Fischinger-Online)

Neben seinem kanonisierten Werk, tragen auch einige Apokryphen den Namen des jüdischen Priesters Esra. Eine Apokalypse, ein „Gesicht des Esdras“ und das 3.  bis 6. Buch Esra vor. Und vor allem das 4. Buch des Esra enthält einige überaus erstaunliche Schilderungen, die eine Deutung im Sinne der Ancient Aliens durchaus nahe legen.[6]

Rätselhafte “Visionen” des Esra

Dieses Buch war im Altertum die am weitesten verbreitete Apokalypse und entstand in der heutigen Form um das Jahr 120 nach Christus. In sieben Visionen („Gesichte“ genannt) schildert der Autor darin seltsame und interessante Erlebnisse und Ereignisse. Gleichfalls auch von seinen Begegnungen mit dem Herrn, der ihn letztendlich in den Himmel „entrückte“.

So lesen wir etwa im fünften Gesicht „Der Adler“, wie ein angeblicher „Adler“ aus dem Meer emporstieg. Ein Vogel, der seltsamer kaum aussehen könnte:

Und in der zweiten Nacht sah ich ein Traumgericht: Da stieg vom Meer ein Adler auf; zwölf Flügel hatte er, dazu drei Häupter.“ (9,1)

Einen natürlichen Adler sah der Beobachter wohl nicht; dies geht aus der Beschreibung deutlich hervor. Einen dreiköpfigen Adler mit 12 Flügeln gibt es nicht. Wir kennen aber einen sonderbaren Adler bereits aus dem mesopotamischen Etana-Epos, mit dem der Held Etana in den Himmel reiste. Es liegt eher der Gedanke nahe, dass hier etwas Technisches der Astronautengötter beschrieben worden sein könnte.

Im weiteren Verlauf werden bei Esra dann Vorgänge dieses „Adlers“ beschreiben, die durchaus an flugtechnische Manöver erinnern. So war das „Tier“ beispielsweise dazu in der Lage, seine Flügel nach Belieben ein- und wieder auszufahren. Über diesen windigen und wolkigen Vorgang heiß es:

Ich schaute, wie er die Flügel über die ganze Erde breitete, wie all des Himmels Winde auf ihn bliesen und Wolken sich um ihn zusammenballten. Dann schaute ich, wie aus den Flügeln Unterflügel wuchsen; sie wurden kleine und geringe Flügelchen.“ (9,2-3)

Seltsam: Aus welchem Adlerflügel können kleinere, geringfügigere Flügel hervor kommen? Die Aussage scheint eher einen technischen Ursprung zu haben: Das Fluggerät, pardon, der „Adler“, besaß kleine, ein- und ausfahrbare Stabilisatoren (insgesamt acht). Auch Stabilisatoren sehen aus wie Flügel(chen). Diese Vermutung wird auch durch spätere Verse erhärtet.

Der Adler ist gelandet

Der Prophet sah das Fluggerät am Himmel wie es „mit den Flügeln flog“, wobei er festgestellte, dass von den drei Köpfen der Mittlere „größer als die beiden anderen“ war. (9,4-5). Dann landete das „Objektes“ (auf den „Krallen“) und einen ungewöhnlichen Vorgang folgte:

Dann sah ich, wie der Adler, auf seinen Krallen aufgerichtet, zu seinen Flügeln also sprach: Macht nicht zusammen alle! Schlaft, jegliches an seiner Stätte, wacht nur zu eurer Zeit! (…) Ich sah, dass diese Stimme nicht aus seinen Häuptern kam, vielmehr aus seines Leibes Mitte.“ (9,7-10)

Nach der Ladung des „Adler“ soll eine Stimme gesprochen haben, die „aus seines Leibes Mitte“ kam. Erstaunlicherweise also nicht aus einem der drei Köpfe, wie man annehmen sollte. Wer also sprach da und befand sich dabei in diesem gelandeten „Gerät“?

VIDEO: Das “Raumschiff des Ezechiel”: Warum besaßen sie Ancient Aliens vor 2.500 Jahren derartige “Billig-Technik”? (Bild/Montage: Fischinger-Online / gemeinfrei / E. v. Däniken)
VIDEO: Das “Raumschiff des Ezechiel”: Warum besaßen sie Ancient Aliens vor 2.500 Jahren derartige “Billig-Technik”? (Bild/Montage: Fischinger-Online / gemeinfrei / E. v. Däniken)

Interessant auch die Aussage zu den Flügeln des vermeintlichen Wesens an sich. Nicht alle der 12 Flügel sollten nach der Landung zusammengeklappt bzw. eingefahren werden, sondern ein Teil an ihrem Platz „schlafen“. Ruhen, bis sie wieder benötigt werden …

So kam es dann auch. Esra beobachtete einige Zeit später, „wie auf der rechten Seite der erste Flügel aufwachte“. Erkennbar wurde dieser eingezogen, denn es ging mit ihm „zu Ende, und er verschwand, und seine Stätte war nicht mehr zu sehen.“ (9,12-13)

Auch der linke Flügel wurde eingezogen, „und er verschwand ganz wie der vorherige“, so 9,14. Genau ist hier folglich überliefert, wie ein Flügel nach dem anderen sich „erhob“ und verschwand (9,18ff.):

Und so ergings den anderen Flügeln allen (…) Da sah ich hin. Verschwunden waren die zwölf Flügel mit zwei Flügelchen. Am ganzen Adlerleib war nichts mehr übrig, als nur drei ruhende Häupter und nur sechs Flügelchen.“ (9,19-23)

Als der „Adler“ auf seinen Krallen fest auf dem Boden stand, fuhr er seine Flügel ein, bis sie nicht mehr zu sehen waren. Einem tatsächlichen Adler wird dies nie gelingen. Klar. Jedoch benötigt eine technische Flugmaschine natürlich keine Flügel mehr, wenn sie gelandet ist. Von diesem Standpunkt aus betrachtet, hat Esra hier eine korrekte Beschreibung gegeben.

Die interessanten Vorgänge, die Esra geschaut haben will, gehen noch sehr viel weiter. So etwa berichtet er uns, wie „die vier Unterflügel planten, sich aufzurichten und das Regiment zu führen“ (9,25). Aber auch die drei Häupter konnten Erstaunliches vollführen: In 9,29-30 wird beschrieben, wie der mittlere, große Kopf erwachte – und „die beiden Häupter mit sich selbst verband“. Später verschwand der mittlere Kopf wieder, und die beiden kleineren verbanden sich miteinander (9,33-35).

Nur “göttliche Visionen” und Eingebungen?

Die übliche Auslegung dieser „Vision“ des Propheten ist die, dass der „Adler“ aus dem „Meer“ für das Römische Reich am Mittelmeer stehe. Alles sei rein symbolisch und in einer Art Gleichnis zu verstehen. Die 12 Flügel wären dabei Symbole für 12 griechische Könige, und die acht „Unterflügel“ entsprechen dabei „Gengenkaisern“, die nach Kaiser Neros Tod (68 n. Chr.) vielfach ausgerufen wurden. Wobei diese Interpretation aber als unklar oder nicht sicher angesehen wird.

Auch die drei Häupter werden mit römischen Herrschern gleichgesetzt (Titus, Domitian und in der Mitte, der große, Vespasian), die zwischen Juni 69 bis 96 nach Christus an der Macht waren.

"Missing Time" bei den Gebrüdern Grimm: Ein seltsames Märchen und Männchen (Bilder: gemeinfrei / Montage/Bearbeitung: Fischinger-Online)
ARTIKEL: Astronautengötter und die Gebrüder Grimm: Ein seltsames Zeitreise-Märchen und ein noch seltsameres “Zwerglein” (Bilder: gemeinfrei / Montage/Bearbeitung: Fischinger-Online)

Auch wenn diese Interpretation (hier nur in Kürze) von Seiten der Exegeten und des Übersetzers durchaus interessant klingt, so stellt sich doch die Frage, ob nicht auch eine technische Deutung möglich ist.

Wenn wir die Beschreibungen nicht als Symbole für Machtkämpfe politischer Größen ansehen, so liegt eine Ähnlichkeit zu flugtechnischen Begebenheiten auf der Hand. Auch wenn der Beobachter nichts davon verstanden hat, sondern versuchte, diese durch seinen Wissensstand zu begreifen.

Der fliegende “Mensch” aus dem Meer

Doch die „Adler-Vision“ ist nicht das einzige Kuriosum in den Schriften des Esra. So etwa das „sechste Gesicht“, in dem es heißt, dass der Prophet „einen Traum bei Nacht“ träumte (11,1), der heute als Vision des Messias oder die Ankunft des Heilands in der Endzeit angesehen wird. Wobei die Frage erlaubt sein muss, warum sollte der Messias am Ende aller Tage aus dem Meer (und nicht vom Himmel) kommen? So heißt es in dieser angeblichen Endzeit-Prophezeiung wörtlich:

Ein ganz gewaltiger Sturm erhob sich von dem Meer und regte alle seine Wogen aus. Ich sah, da führte jener Sturmwind aus des Meers Herzen, was einem Menschen glich. Ich sah und dieser Mensch flog mit den Himmels Wolken. Wohin er nur sein Antlitz wandte und blickte, erbebte alles, was er angeschaut.“ (11,2-3)

So, wie zuvor ein „technischer Adler“ aus dem Meer aufsteigen war, so beobachtete Esra nun erneut, wie sich etwas aus dem Wasser erhob. Vollkommen richtig erwähnt er zuerst, dass ein „gewaltiger Sturm“ aus „des Meeres Herzen“ erschien und dabei die Wasseroberfläche aufwühlte. Deutlich sei sogar zu erkennen gewesen, dass jemand „wie ein Mensch“ mit diesem Sturm und Wolken flog.

Wohin dieser „Mensch“ auch blickte, erbebte die Erde. Dies ist eine bekannte Begleiterscheinung solcher Flüge, Erscheinungen oder auch Niederkünfte, die vielfach in solchen Zusammenhängen beschrieben wurde.

Den mutmaßlichen „Antrieb“ des Gefährt bezeichnet der Text als „Mund“. Tatsächlich ist Lärm und Getöse bei solchen Begegnungen wiederum nichts  Ungewöhnliches. Die jeweiligen Propheten bzw. Texte aus biblischen und jüdischen Schriften sahen darin meist die tosende, donnernde und auch feurige „Stimme Gottes“. Zumindest wurde es damit verglichen und assoziiert.

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So auch bei Esra, was in folgender Aussage anschaulich wird:

Wohin die Stimme seines Mundes ging, zerschmolzen all, die seine Stimme hörten, wie Wachs zerfließt, wenn dieses Feuer sprüht.“ (11,4)

Hier zeigt sich deutlich, dass die „Stimme“ keine normale oder sogar sprechende Stimme gewesen sein konnte. Noch weniger die Stimme des Messias. Aber ebenso zeigt sich, dass die Stimme aus dem Mund „Feuer sprüht“, weshalb es sich gut um die lärmende Antriebseinheit handeln könnte.

In Esra 11,10-11 nutzt dieser „Mensch“ sogar seinen „Mund“ und das daraus hervor kommende Feuer als Waffe. Dazu aber gleich.

Ungleiche Kämpfe

„Ein unzählbares Heer von Menschen“, so 11,5, stürmte nun auf diesen Menschen zu, um ihn zu bekämpfen. Dabei flog er auf einen „Berg“ zu, den der vermeintliche Messias zuvor „losgeschlagen“ hatte. Auch dieser „Berg“ war kein gewöhnlicher, da Esra festhält:

Ich aber wünschte, die Gegend oder jenen Ort zu kennen, woraus der Berg war losgeschlagen; doch ich vermochte es nicht.“ (11,7)

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Der Prophet versuchte in seiner „Vision“ also selber zu ergründen, woher der „Berg“ plötzlich auf/über dem göttlichen Schlachtfeld erschienen war. Er konnte es sich aber schlicht und einfach nicht erklären.

Warum dies Fluggerät auf den „Berg“ zuflog, ist nicht beschrieben. In Esra 11,12 wird lediglich gesagt, dass er von diesem hernieder stieg, nachdem er alle Feine niedergemetzelt hatte …

Als die Menschenmenge den Berg sah, bekamen sie zwar Angst, aber dennoch „wagten sie den Kampf“ (11,8). Der Prophet war spätestens an dieser Stelle endgültig verwirrt. Zu seinem Entsetzen sah er, dass dieser Mensch mit seinem Fluggerät keine Hand erhob, kein Schwert benutzte, „noch eine andere Waffe“ (11,9), um die Menschen zu bekämpfen. Er nutzte allein den Rückstoß seines „Mundes“ um die unliebsamen Angreifer allesamt zu – verbrennen:

Ich sah nur das, wie er aus seinem Munde etwas ausgestoßen, das einem Feuerstrome glich, von seinen Lippen einen Flammenhauch. Von seiner Zunge lässt er Glutwind strömen, und alles mischt sich ineinander: Der Feuerstrom, der Flammenhauch, der große Sturm. Das überfällt im Ansturme das kampfbereite Heer, verbrennt es ganz.“ (11,9-11)

Ist das die Beschreibung einer Waffe oder des Rückstoßes eines Antriebes? Recht genau konnte Esra diese Ereignisse sehen und schildert sie mit seinen einfachen seinen Worten überaus treffend. Für die Angreifer war dieses Feuer der Astronautengötter zumindest absolut tödlich. Das gesamte Heer war ausgelöscht, es blieb nichts als Asche und Gestank zurück. Für Esra ein entsetzlicher Anblick:

Im selben Augenblick war von dem unzählbaren großen Heer nichts mehr zu sehen, als Aschestaub und Rauchgeruch. Bei diesem Anblick kam ich in Entsetzen.“ (11,11)

Nach diesem ungleichen Kampf stieg der siegreiche Mensch von seinem „Berg“ herunter und wurde von zahlreichen menschlichen Gestalten jubelnd empfangen. Andere hingegen, wahrscheinlich die Anhänger des getöteten Heeres, waren „traurig“, über das, was da passiert ist, wie es Esra 11,13 beschreibt.

Nachfrage bei Gott

Die Flugwagen des König Salomon
ARTIKEL: Die Flugwagen von König Salomon aus der Bibel: Spannende Märchen ohne Wahrheit? (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Wie andere Propheten auch, so hatte natürlich aus Esra Kontakt mit seinem Gott, nicht nur „Visionen“.

Bei dieser Gelegenheit ließ er es sich später auch nicht nehmen, ihn zu fragen, „weshalb ich den Mann aus dem Herzen des Meeres habe aufsteigen sehen“ (11,51). Gottes Antwort:

Wie niemand das erforschen und nicht erfahren kann, was in des Meeres Tiefen ist, so kann niemand von den Erdenbewohner je meinen Sohn erblicken, noch die Genossen , es sei denn nur zur Stunde seines Tages.“ (11,52)

Mit Genossen oder Gefährten ist das Heer der himmlischen Engel gemeint, die erst am Ende aller Tage zu sehen sein werden. Nur widerspricht dieses Bild eines „Mannes“ aus dem Meer klar der christlichen Tradition eines Messias vom Himmel. Auch die vermeintliche Erklärung “Gottes” ändert daran nichts. Es könnte sich hier eher um mythologische Aussagen handeln, die eigentlich nicht den Messias meinen.

Das sah schon der deutsche Theologieprofessor Dr. Hermann Gunkel vor über 100 Jahren so. Er fand das nicht nur, sondern merkte 1899 in einer Übersetzung von Apokryphen zum Alten Testament dazu an:

Ob dies wirklich die ursprünglich im Stoffe angelegte Deutung ist, erscheint sehr zweifelhaft. Dass der Zug überliefert ist, mag man daher vermuten, weil er sehr seltsam ist: nach der eschatologischen Dogmatik kommt der Christus vom Himmel, nicht aus dem Meere. Wenn der Stoff mythologischer Art ist, so liegt der Gedanke an einen Gestirngott nahe, der aus dem Meer auftaucht, zum Himmelsberg emporsteigt, seine Feinde mit seinen glühenden Strahlen verbrennt und dann sein Friedensreich stiftet.“ (in: Kautzsch, Emil: “Die Apokryphen und Pseudepigraphen des Alten Testaments”. Bd 2, Freiburg i. Br., S. 400)

Ein „Gestirngott“ aus mythologischen Quellen ist alles andere als der verheißene Messias beim Jüngsten Gericht.

Im Auftrag der Astronautengötter

Esra bekam in guter prophetischer Tradition natürlich von seinem Herrn auch einen Auftrag. Er sollte Bücher mit göttlichem Wissen verfassen, dass dieser ihm offenbaren werde. Einige dieser Schriften dürfe er danach veröffentliche, andere müsse er geheim halten bzw. „den Weisen insgeheim übergeben“, wie es bei Esra 12,26 heißt. Sei das erledigt, würde Esra aus den Reihen der Menschen „entrückt“ und in den Himmel aufgenommen werden. „Bei meinem Sohn und seinesgleichen“ werde er verweilen, versprach Gott ihm.

ARTIKEL: Zeitreisen schon vor 2500 Jahren? Wenn ein Mensch unwissentlich mehr als ein halbes Jahrhundert in die Zukunft reist! (Bild: NASA/JPL / WikiCommons / W.-J. Langbein / Montage: L. A. Fischinger)
ARTIKEL: Zeitreisen schon vor 2500 Jahren? Wenn ein Mensch unwissentlich mehr als ein halbes Jahrhundert in die Zukunft reist! (Bild: NASA/JPL / WikiCommons / W.-J. Langbein / Montage: Fischinger-Online)

Für die Vorbereitung dieser göttlichen Mission und seiner anschließenden Himmelsreise sollte der Prophet sein Haus bestellen und nochmals das Volk zur Treue etc. ermahnen. Auch dürfe niemand den Propheten in den kommenden Wochen irgendwo suchen. So bekam er schließlich die himmlische Anweisung:

„Geh heim! Versammele dir das Volk und sprich zu ihm, es solle vierzig Tage dich nicht suchen! Du aber mache dir viele Tafeln fertig und nimm Saraja, Dabria, Selemia, Ethan und Asiel, fünf Männer! Denn sie verstehen, schnell zu schreiben. Dann komm hierher. Alsdann entzünde ich der Wahrheit Licht in deinem Herzen (…) bis du mit Schreiben fertig bist.

Bist du dann fertig, alsdann veröffentliche das eine! Das andere aber übergib den Weisen insgeheim.“ (12,23-26)

Daraufhin nahm der Gottesmann die fünf ausgesuchten Männer mit, um am Folgetag mit ihrer Arbeit zu beginnen. Hierfür bekam Esra einen wundersamen Kelch mit einem Trunk gereicht, der wie Wasser erschien, „doch seine Farbe glich dem Feuer“. Wie bei anderen Überlieferungen dieser Art (Johannes, Henoch usw.) verlieh ihm das wundersame Getränkt Einsicht und Weisheit, die er den fünf Schreibern in den kommenden 40 Tagen diktierte. In der theologischen Deutung heißt es dazu, „der Becher ist voll des heiligen Geistes; Esra wird inspiriert“ (Dr. Hermann Gunkel, S. 400).

“Der Schreiber der Wissenschaft des Höchsten”

In seltsamen „Zeichen, die sie nicht verstanden“ (12,42), schrieben sie fortan alles nieder. Das Ergebnis der Schreibarbeit: 94 göttliche Bücher! Bedauerlich ist nur, dass die meisten dieser Schriften nicht für das Volk, sondern für die Eliten der damaligen Zeit bestimmt waren. So heißt es in Esra 12,45-47:

Die vierundzwanzig Bücher, die du zuerst geschrieben, sollst du veröffentlichen, den Würdigen und Unwürdigen zum Lesen! Die letzten siebzig aber halte zurück und gib sie nur den Weisen deines Volks. In diesen fließt der Born der Einsicht, der Quell der Weisheit, der Strom der Wissenschaft.

Ein merkwürdiger Auftrag Gottes an seinen treuen Diener, der direkt nach der Erledigung der Arbeit „entrückt und an den Ort zu seinesgleichen aufgenommen“ wurde.

70 Geheimschriften, die nur in die Hände der Weisen gelangen sollten?

Mord und Totschlag im Namen Gottes: Wie das ZDF die Bibel für die Zuschauer schön redet (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Mord und Totschlag im Namen Gottes: Wie das ZDF die Bibel für die Zuschauer schön redet (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Das klingt fast schon so, als habe der Herr hier etwas vor dem einfachen Volk zu verbergen versucht. Wissen, dass nicht in falsche Hände geraten soll. Untermauert wird das nochmal deutlich im letztens Vers des 4. Buch Esra, in dem es heißt, dass Esra bis in alle Ewigkeit den Titel „der Schreiber der Wissenschaft des Höchsten“ tragen solle.

Einen solcher Titel oder Ehre kennt man eigentlich nur von dem Propheten Henoch! So heißt es in 1. Henoch 12,4, dass der Prophet von den Wächtern des Himmels mit den Worten „Henoch, du Schreiber der Gerechtigkeit“, gerufen und angesprochen wurde. Im slawischen Buch Henoch 22,11 ist es sogar ein Engel mit Namen Bretil, „der weise ist und alle Werke des Herrn aufschreibt“. Und obwohl moderne Bibel kein Buch Henoch enthalten, preist ihn die Bibel fast schon über alle Maßen. Beispielsweise im Buch Genesis in 5,24, in dem wir lesen:

Und Henoch wandelte mit Gott und war nicht mehr, weil Gott ihn zu sich genommen hatte.”

Doch auch das Neue Testament huldigt Henoch und seine Taten in Hebräer 11,5 mit den Worten:

Durch Glauben wurde Henoch entrückt, so dass er den Tod nicht sah, und er wurde nicht mehr gefunden, weil Gott ihn entrückt hatte; denn vor seiner Entrückung wurde ihm das Zeugnis gegeben, dass er Gott wohlgefallen habe.

Solche biblischen Lobpreisungen eines Propheten, der nicht in der Bibel mit einer eigenen Schrift vertreten ist, zeit den enormen Stellenwert des Henoch, des “Schreiber der Gerechtigkeit“.” Esra ist folglich als “Schreiber der Wissenschaft des Höchsten“ Teil dieser ganz besonderen Auserwählten und später “entrückten”.

Es fragt sich nur, ob die technisch anmutenden „Visionen“ des Propheten zu den Büchern für die „Würdigen und Unwürdigen“ oder den im Geheimen den Weisen des Volkes übergebenen gehören. Das wissen wohl nur die Astronautengötter …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Der Bibel ist zu glauben! Von Fake-Propheten, echten Gottesworten und der Inspiration und Manipulation durch Gott

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Fake-News der Bibel sind zu glauben und Folge zu leisten! Aber wer ist der Urheber und bestimmt das? (Bild: Fischinger-Online / gemeinfrei)
Fake-News der Bibel sind zu glauben und Folge zu leisten! Aber wer ist der Urheber und bestimmt das? (Bild: Fischinger-Online / gemeinfrei)

In einem früheren Posting ging es um die Frage, ob Jesus Christus einem Menschen an Buch diktiert haben kann und er damit auch das Urheberrecht daran hat. Eine “spitzfindige Frage”, wenn man es so nennen mag, die eher aus dem Bereich Esoterik stammte. Und doch führt diese zu wesentlich weiter reichenden Überlegungen, Spekulationen, Problemen und  Ideen, wenn wir auf die Bibel, Jesus und die Propheten darin blicken. Woher kommen diese Inhalte und Aussagen, wie hat Gott die Bibel aus theologischer Sicht “geschrieben” und wer bestimmt das eigentlich wie? Und was sagt der biblische Herr zu den viel zitierten “falschen Propheten”? Spannende Gedanken mit nicht minder interessanten und zugleich erschreckenden Antworten, wie Ihr es in diesem Artikel erfahren werdet …


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Am 16. April 2018 berichte ich auf diesem Blog über ein Gerichtsverfahren 2014 in Deutschland, in dem es zu klären galt: “Wenn Jesus Christus mir ein Buch diktiert: Haben dann er oder ich das Copyright?”

Ein Thema bzw. juristischer Streit am Oberlandesgericht Frankfurt am Main, was sich fraglos absurd anhören mag. Genauer betrachtet war diese Urheberrechtsfrage um ein angeblich von Jesus selbst einem Mensch “spirituell” als Stimme im Kopf diktierst Buch aber durchaus sehr aufschlussreich, wie es der Beitrag zeigte.

Wenn Jesus Christus, Gott und Heiliger Geist (was nach Dreifaltigkeit-Lehre Eins ist) aber irgendwas “diktieren” oder “aufschreiben” lassen, kommt man an der Bibel nicht herum. Wie sieht es mit deren angeblich vom Herrn stammenden Inhalten aus?

Die Bibel: „Alle Rechte vorbehalten“?

“Die Bibel ist das Buch Gottes”, “Die Bibel hat der Herr geschrieben” oder sie ist “Das Wort Gottes” – das haben sicher viele Menschen bereits gehört. Bibelfundamentalisten glauben das teilweise genau so. Eben, dass das Buch der Bücher die unveränderlichen Worte Gottes und natürlich Jesus Christus enthält. Eine Art Faktenbuch, diktiert vom Herrn an seine Propheten und Schreiber.

Theologen, Bibelforscher, Kirchen-Kritiker, Historiker und viele andere Menschen sehen das vollkommen anders. Eben als das, was die Bibel auch wirklich ist: Ein Sammelsurium von Texten, Textabschnitten und Büchern, die zu unterschiedlichen Zeiten von unterschiedlichen Autoren verfasst und später “zusammengesetzt” wurden. Ein Sammelband von älteren und in der Bibel veränderten Überlieferungen anderer Religionen, “Märchen”, Tatsachen und “Gleichnissen”.

Das heilige Buch ist zwar durchaus das “Wort Gottes”, nicht aber von ihm geschrieben. Es wäre auch eine absurde und mittelalterliche Vorstellung, das anzunehmen!

(c) Copyright by Gott?

"Waren die Götter der Heiden wirklich Astronauten?" fragt sich ein Bibelfundamentalist in einem Vortrag (Bilder: gemeinfrei/L. A. Fischinger / Montage: L. A. Fischinger)
“Waren die Götter der Heiden wirklich Astronauten?” fragt sich ein Bibelfundamentalist (Bilder: gemeinfrei/L. A. Fischinger / Montage: Fischinger-Online)

“Wort Gottes” wird von den Theologen aber nicht unbedingt als Worte aus Gottes Mund an des Menschen Ohr verstanden. Sie sehen darin Niederschriften, die der Schreiber durch Gottes Hilfe und Eingebung “empfangen” hat. Also als eine indirekte Beeinflussung der Schreiber und Propheten durch himmlische Mächte. In diesem Zusammenhang wird in der Theologie von der Inspiration der Propheten durch den heiligen Geist des Herrn gesprochen.

Beispielsweise wurde aber im 16. Jahrhundert auch der Standpunkt vertreten, dass die Bibel das unfehlbare “Gotteswort” sei. So etwa bilden Kunstwerke jener Epoche die vier anerkannten Evangelisten nicht bloß als Augenzeugen der Himmelfahrt Jesus Christus ab, sondern legten ihnen gleich Schreibzeug und Bücher in die Hände. Die Evangelisten haben nach dieser Vorstellung das unmittelbar Gesehene direkt notiert, wobei ihre Hände teilweise – auf den Gemälden –  von einem Engel geleitet wurden.

Erst am 24. April 1870 wurde auf der dritten Sitzung des ersten vatikanischen Konzils ausdrücklich festgelegt, dass nur Schriften, die “unter Eingebung des heiligen Geistes geschrieben, Gott zum Urheber haben und als solche der Kirche übergeben worden sind” (EB 77) als “heilig”, sprich echt, gelten dürfen. Also hat nach diesen Worten auch eine inspirativ erlangte Erkenntnis, die sich eben in der Bibel wiederfinden soll, “Gott zum Urheber”.

Ist dies der Fall, müssen, so, als hätte Gott persönliche gesprochen, die Berichte und Ereignisse dennoch von Gott stammen. So heißt es dazu im Beschluss des ersten vatikanischen Konzils vom 24. April 1870, EB 79:

Wenn einer die Bücher der Heiligen Schrift, vollständig mit all ihren Teilen, wie sie die heilige Kirchenversammlung von Trient aufgezählt hat, als heilig und kanonisch nicht annimmt oder wenn er leugnet, dass sie göttlich inspiriert sind (divinitus inspiratos esse), so sei er im Banne!

Klipp und klar sagt dies auch ein theologisches Handbuch zum Alten Testament, das ich in einem Buch 1997 bereits zitierte:

Gott ist Verfasser der heiligen Schrift.

Die göttliche Urheberschaft macht die heilige Schrift zum Wort Gottes, und die Kirche hat sie immer als solche betrachtet; dieser Aspekt der Bibel ist in letzter Instanz Ursache ihrer absoluten Geltung und unfehlbaren Wahrheit. Es kann daher gesagt werden, dass die heilige Schrift auf die Weise inspiriert ist, dass Gott ihr Verfasser ist (…)”

Biblische Fake-News sind zu glauben

Hinsichtlich des Alten und Neuen Testament, den Worten von Jesus Christus, den Propheten und all den anderen Inhalten der heutigen Bibel, ist der Fall also eindeutig: Die katholische Kirche hat nicht nur bestimmt, was genau in die Bibel hinein gehört und was nicht, sondern auch, dass der Inhalt in Gott seinen Ursprung hat.

VIDEO: Die Vatikanverschwörung: Geld, Intrigen, Macht und Sex: dunkle Machenschaften am Heiligen Stuhl in Rom? ( (Bild: WikiCommons / S. Ampssler / Fischinger-Online)
VIDEO: Geld, Intrigen, Macht und Sex: dunkle Machenschaften am Heiligen Stuhl in Rom? (Bild: WikiCommons / S. Ampssler / Fischinger-Online)

Die Schreiber, Propheten und alle dazugehörigen Redakteure der Heiligen Schrift standen bei ihrer Arbeit und in ihrem Handeln unter “geistigem Einfluss” Gottes. Dieser habe sie spirituell, wie man heute sagen würde, kontaktiert und sie veranlasst dieses oder jenes zu tun und zu schreiben.

All dies ist heute von ganz oben in der Kirche im Vatikan in Rom wortwörtlich abgesegnet. Und glaubt eine Person nicht an die göttliche Herkunft und Urheberschaft der Heiligen Schrift, “so sei er im Banne”! Sagt die Kirche.

Starke Worte, zweifellos. Folgerichtig muss der Gläubige auch alle in der Bibel zu findenden Fake-News als vom Himmel gegeben, eingegeben oder inspiriert anerkennen. Einem Dogma oder einer Vorgabe dieser Art und Weise ist aber nicht nur in diesem Fall zwingend Folge zu leisten. Praktisch ausnahmslos alle Sekten und Religionen bedienen sich dieser manipulativen Vorgehensweise. Entweder glauben oder – untergehen.

Selbst bei Themen der Grenzwissenschaft und Mystery Files ist das so. Viele Interessierte glauben bereitwillig alles, was sie hören. Vor allem natürlich bei UFO-Sekten. Teilt man nicht deren Alien-Lehren, ist man “im Banne” oder wird zu Saulus. Wie erst vor einiger Zeit ich selber, als man mir das in einem Kommentar zu meinem YouTube-Video zur Alien-Relgion um Ashtar Sheran vorwarf …

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Ein Fall für die Psychiatrie

In der Copyright-Streitigkeit um das Buch “A Course in Miracles” von Helen Cohn Schucman bzw. Jesus Christus war die Rechtslage klar. Das Oberlandesgericht  Frankfurt am Main sah in Jesus als angeblichen Urheber des Buches ein “außerirdisches Wesen”. Das stimmt per Definition schon, da Jesus eben nicht in oder auf dieser Welt physisch lebt und damit außerirdisch ist. “Überirdisch” eben, der seiner angeblich auserwählten Schreiberin Schucman seine Worte spirituell eingab oder diktierte.

Wenn Jesus Christus mir ein Buch diktiert - Haben dann er oder ich das Copyright ? (Bilder: gemeinfrei / Montage/Bearbeitung: Fischinger-Online)
Wenn Jesus Christus mir ein Buch diktiert – Haben dann er oder ich das Copyright? (Bilder: gemeinfrei / Montage/Bearbeitung: Fischinger-Online)

Nach Ansicht von Schucman habe sie also Kontakt mit dem Himmel und Jesus Christus bzw. Gott, dem Herrn. Das sagten und behaupteten auch all die Propheten in der Bibel. Die, wie oben dargelegt, einer göttlich inspirierten Eingebung folgten, wodurch “Gott ihr Verfasser” wäre. Wer aber kann das überprüfen? Niemand!

Hier bestimmen Glaube und kirchliche Lehren und Dogma die “Wahrheit”.

Warum aber haben wir heute keine Propheten mehr, die mit dem Herrn sprechen oder die Gott inspiriert? Ist Gott tot, nachdem Jesus vor 2.000 Jahren in Jerusalem starb? Oder hat Gott alles gesagt oder besser schreiben lassen, was von Bedeutung ist?

Oder ganz anders: Sitzen die “echten Propheten Gottes” heute alle in der Psychiatrie, da sie behaupten, dass Gott mit ihnen spricht oder sie beim Schreiben ihrer Werke inspiriert?

Schucman behauptete nur, dass sie eine himmlische Korrespondenz mit Jesus pflegte. Eine Stimme in ihrem Inneren habe angeblich mit ihr gesprochen, die sich dann als Christus zu erkennen gab. Oder sie hatten Erscheinungen des Himmels, die ursprünglich von Gott kamen.

Das behaupteten tatsächlich nicht wenige Menschen auf der ganzen Welt. Nicht nur in fernen biblische Zeiten oder in vergangenen Jahrhunderten, sondern bis heute ist das so. Extremfälle steigern sich sogar soweit in ihren angeblichen Kontakt mit dem Himmel hinein, dass sie sich letztlich selber für Jesus halten. Ein trauriges  und sehr bekanntes Beispiel waren die “Branch Davidians” (“Davidianer”) um Vernon Wayne Howell, der sich später David Koresh nannte. Im Februar 1993 kamen über 80 Davidianer in Waco, Texas, nach einer Belagerung des Anwesens durch die US-Behörden um …

Nimmt sich der Heilige Stuhl in Rom aber all dieser Schriften und Texte von heute und der Vergangenheit an, die von Gott “inspiriert” sein sollen? Überprüft die Kirche sie grundsätzlich überhaupt, um deren Inhalte auf ihre von Gott inspirierte Herkunft zu überprüfen? Wohl eher weniger.

Propheten, Verrückte und das Konsortium der Heiligen

Unzählige solcher Schriften existierten und werden seit Jahrhunderten geschrieben. Befinden sich darunter auch “echte Worte Gottes”?

Das "Blutwunder" des heiligen Januarius von Neapel: Es trat auch 2017 ein (Bilder: gemeinfrei / Bearbeitung: L. A. Fischinger)
ARTIKEL: Das “Blutwunder” des heiligen Januarius von Neapel: Es trat auch 2017 ein (Bilder: gemeinfrei / Bearbeitung: Fischinger-Online)

Vielleicht möchte der “Heilige Geist” heute überhaupt keine neuen Propheten berufen – oder sie sitzen alle als Verrückte in der Psychiatrie, da wir sie nicht erkennen? Wo sind die neuen Propheten des Herrn, wenn es sie gibt? Und gab und gibt es sich nicht: warum gibt es sie nicht?

Es ist schon ein sehr verlockender Gedanke, über den sich wunderbar debattieren und spekulieren lässt. Bekanntlich sind in den letzten 2.000 Jahren zahllose Personen als Gottes Sprachrohr und des Herrn Schreibknecht aufgetreten. Bis heute sind diese “falschen Propheten” der Nährboden für allerlei Sekten, Kulte und religiöse Untergruppen, wie es das traurige Beispiel von David Koresh 1993 zeigte.

Die katholische Kirche hat ein mehr als breit gestreutes Konsortium an sogenannten “Heiligen” im Angebot. Ein Fundus an verstorben Menschen,die in den Augen des Vatikan heilig und gottergeben in ihren Taten, Werken und Worten waren.

Auch diese “heiligen Menschen” haben nicht selten Schriften hinterlassen, die inhaltlich selbstverständlich den Lehren des Vatikan entsprechen. Sonst wären sie in den Augen der Kirche auch nicht heilig. Hier kann sich der gläubige Mensch in einem umfangreichen Katalog einen oder mehrere Heilige aussuchen und diese verehren, anbeten sowie deren eventuell vorhandenen Texte lesen.

Für jeden ist etwas dabei und der Gläubige kann frei wählen und deren entsprechenden Feiertage ehren (auch wenn diese nicht überall gleich sind). Das beste Beispiele ist hier natürlich der Heilige Nikolaus am 6. Dezember und natürlich die Heiligen Drei Könige am 6. Januar, obwohl es von diesen keine vom Herrn inspirieren Texte gibt.

Ist Gott tot?

Man könnte durchaus die kirchlichen Heiligen als die neuen Propheten Gottes ansehen. Sofern sie Bücher und Schriften verfasst haben, wären das folglich die neuen vom Heiligen Geist inspirierten Worte Gottes. In die Bibel kommen diese natürlich nicht, da diese quasi “voll” ist. So wie viele andere Evangelien und biblische Bücher (= Apokryphen), die zum Teil 2.000 Jahre und älter sind. Solche uralten Texte außerhalb der Bibel sind angeblich nicht von Gott inspiriert, da sie kirchlichen Ansichten teils entschieden widersprechen …

Setzten wir aber einmal mit kindlichem Gemüt Folgendes voraus:

Der biblische Gott, sein Heiliger Geist und Jesus Christus in der kirchlich behaupteten “Dreifaltigkeit” ist der wahre Gott ist. So, wie man sich ihn vorstellt, wenn man an ein solches metaphysisches Wesen als Schöpfer glaubt. Nehmen wir weiter an, dieser Herr von Allem inspiriert und beruft heute einen Menschen als Schreiber und Sprachrohr auf unserem Planeten.

ARTIKEL: "Das Alien-Grey-Dämonen-Evangelium" der UFOs und Astronautengötter: Wie Erich von Däniken bin auch ich ein dämonischer Verführer mit meinen Lehren (Bild: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
ARTIKEL: “Das Alien-Grey-Dämonen-Evangelium”! Angeblich bin ich ein satanischer Verführer mit meinen “Alien-Lehren” (Bild: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Wer würde diesem Menschen seine göttliche Mission und himmlische Inspiration glauben? Und warum sollte man der Person eigentlich nicht glauben?

“Falsche Propheten” ist hier der biblische und kirchliche Slogan- Ein Blick in das Neue Testament offenbart sehr schnell, dass es hier vor Warnungen vor diesen “falschen Propheten” nur so wimmelt. Jesus selber und andere Propheten warnen an sehr vielen Stellen in der Bibel vor diesen Verführern.

“Es werden falsche Christusse und falsche Propheten auftreten” (Mk 12,22), heißt es da beispielsweise. Oder auch „böse Menschen aber und Betrüger werden es immer schlimmer treiben, indem sie verführen und sich verführen lassen“ (2Tim 3,13).

Beliebig ließen sich diese Warnungen und Mahnungen fortsetzten. Ein geschickter Schachzug der Heiligen Schrift und damit auch der Kirche. So etwa soll Jesus zu seinen Anhängern folgende wichtige Aussage zu den Fake-Christussen und Fake-Propheten gemacht haben:

Ihr aber, habt acht! Siehe, ich habe euch alles vorhergesagt.“ (Mk 13,23).

Mit dieser “Prophezeiung”, dass Menschen kommen werden, die seine Lehren in Frage stellen, leugnen oder auch “ausbauen”, hat sich Jesus abgesichert. Jeder zukünftige Mensch dieser Art ist ein (vom Satan gesandter) Verführer. Man muss kein Prophet sein, um so eine Weissagung zu machen. Aber schon sehr schlau, um allen Anhängern zu sagen, dass niemand nach ihm kommen wird, der auch wirklich von Gott gesandt und inspiriert ist.

Ist also Gott seit der Kreuzigung tot? Warum kommt kein Prophet mehr, der in seinem Namen handelt?

Tod den Ungläubigen

Bereits im Alten Testament heißt es nach dem Vorfall mit dem “Goldenen Kalb” am Berg Sinai (mehr HIER, HIER & HIER), das all jene, die versuchen Gläubige vom Herrn abzubringen, ermordet werden müssen. Egal ob die eigenen Kinder oder auch die Mutter. So lesen wir im 5. Buch Moses (12,7-11):

Wenn dich dein Bruder, deiner Mutter Sohn, oder dein Sohn oder deine Tochter oder deine Frau in deinen Armen oder dein Freund, der dir so lieb ist wie dein Leben, heimlich überreden würde und sagen: Lasst uns hingehen und andern Göttern dienen, die du nicht kennst noch deine Väter, von den Göttern der Völker, die um euch her sind, sie seien dir nah oder fern, von einem Ende der Erde bis ans andere, so willige nicht ein und gehorche ihm nicht.

Auch soll dein Auge ihn nicht schonen, und du sollst dich seiner nicht erbarmen und seine Schuld nicht verheimlichen, sondern sollst ihn zum Tode bringen. (…) Du sollst ihn zu Tode steinigen, denn er hat dich abbringen wollen von dem Herrn (…)”

Das gilt auch für Bewohner ganzer Orte und Städte inklusive den Tieren darin, die nach getaner “Arbeit” dann vollständig abgebrannt werden sollen. Sagt Gott.

VIDEO: Jahwe der Kriegsherr! Das geheime “Buch der Kriege Gottes”: Verschollen oder versteckt?(Bild: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
VIDEO: Jahwe der Kriegsherr! Das geheime “Buch der Kriege Gottes”: Verschollen oder versteckt? (Bild: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Gott ist aber nicht tot, denn auch dafür wurde im Zusammenhang mit den “falschen Propheten” gesorgt. Und das, wie ich finde, auf eine ganz und gar perfide Art und Weise von Paulus selber. Also von eben jenem Paulus von den Jüngern Jesus, auf dessen “Stuhl” bis heute die Päpste in Rom sitzen.

Im 2. Brief des Paulus an die Thessalonicher im Neuen Testamt steht diese interessante Warnung vor dem “Mensch der Bosheit” und den teuflischen Verführern. Gesetzlose und Abgefallene würde der Herr bei seiner herrlichen Wiederkehr durch den “Hauch seines Mundes vernichten”, heiß es darin (2. Th, 2,1-12).

Und weiter, dass jene, die die Wahrheit Jesu durch Satans Verführungskünste nicht annahmen, verloren und verdammt seien:

“(…) ihn, dessen Ankunft gemäß der Wirksamkeit des Satans erfolgt mit jeder Machttat und mit Zeichen und Wundern der Lüge und mit jedem Betrug der Ungerechtigkeit für die, welche verloren gehen, dafür, dass sie die Liebe der Wahrheit zu ihrer Rettung nicht angenommen haben.”

Gott ist nicht tot!

Warne Aussagen dieser Art sind typisch für die Bibel und auch anderen Religionen. Schließlich führt der Weg zum ewigen Leben und zu Gott durch Jesus, wie er selber gesagt haben soll. Nicht durch Satan oder seinen Helfern. Fällt man von diesen Lehren ab, und begibt sich auf einen dunklen Pfad, ist man verloren und damit verdammt. Aus religiöser Sicht ist das nachvollziehbar und logisch.

Was dann aber kaum mehr nachzuvollziehen ist, ist der Vers nach diesem über die “Verdammten”. Denn Gott höchst selber sendet eine “Kraft”, damit Menschen eben genau diesen Irrlehren, vor denen Jesus und die Bibel warnt, glauben. Sie sollen es durch die Kraft Gottes, damit sie alle verdammt werden. Es heißt:

Und deshalb sendet ihnen Gott eine wirksame Kraft des Irrwahns, dass sie der Lüge glauben, damit alle gerichtet werden, die der Wahrheit nicht geglaubt, sondern Wohlgefallen gefunden haben an der Ungerechtigkeit.

"Grenzwissenschaft und Mystery Files" von Lars A. Fischinger auf YouTube
“Grenzwissenschaft und Mystery Files” von Lars A. Fischinger auf YouTube

Gott ist also auch nicht tot. Nein, er ist vielmehr damit beschäftigt bis zum Jüngsten Gericht bzw. seiner Rückkehr “eine wirksame Kraft des Irrwahns” oder Irrglaubens zu senden, um die von ihm so manipulierten Menschen dann zu richten!

Mit der oft rezitierten biblischen Aussage “an ihren Taten sollt ihr sie erkennen” kommt man demnach auch nicht weiter. Woher will das gläubige Individuum denn auch wissen, dass man nicht durch die “Kraft des Irrwahns” von dem Herrn manipuliert wurde?!

Unglaublich, dass Anhänger von eben diesen neuen und falschen Propheten und boshaften Menschen durch des Herrn mit Absicht “falsch inspiriert” werden. Durch seine magische Zauberkraft, “dass sie die Liebe der Wahrheit zu ihrer Rettung nicht angenommen haben”.

Folglich ist die weiter oben genannte göttliche Kraft der Inspiration ein zweischneidiges Schwert. Der Herr inspiriert “echte Schreiber” und gleichzeitig bis heute auch Menschen, damit sie den falschen Lehren folgen …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Spekulationen um die Greys, die „kleinen Grauen“: Sind die angeblichen UFO-Aliens in Wahrheit biologische Roboter? +++ Artikel +++

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Greys, die Grauen: sind die angeblichen Aliens der UFO-Forschung in Wahrheit keine biologischen Lebewesen? (Bilder: gemeinfrei/pixabay / Montage/Bearbeitung: Fischinger-Online)
Greys, die Grauen: sind die angeblichen Aliens der UFO-Forschung in Wahrheit keine biologischen Lebewesen? (Bilder: gemeinfrei/pixabay / Montage/Bearbeitung: Fischinger-Online)

Bereits seit Jahrzehnten ist im Dickicht der UFO-Forschung und Alien-Thematik ein Typus von Außerirdischen überaus weit verbreitet: Die der “kleinen Grauen” oder auch “Greys”. Kleine menschenähnliche Wesen, die vor allem durch das Thema UFO-Entführungen sowie natürlich durch Kino und TV weltbekannt wurden. Spätestens die US-Erfolgsserie “Akte X” verhalf diesem Bild der kleinen Aliens mit ihren riesigen Augen und zierlichen Körpern zum Siegeszug. Aber sind diese “kleinen Grauen” überhaupt biologische Lebensformen, die bei UFO-Entführungen angeblich ihre Hände im Spiel haben? Sind es vielleicht nicht eher eine Art von Bioroboter, die von “echten Aliens” erschaffen wurden? Obwohl das Thema um diese grauen Zwerge aus dem All selber Spekulation ist, lassen sich dazu noch weit mehr Überlegungen in Betracht ziehen. Interessante Mutmaßungen über die wahre Natur der Greys, die Ihr in diesem Artikel lesen könnt.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Seit Jahrzehnten beschreiben Zeugen einer UFO-Begegnung die mutmaßlich beteiligten Außerirdischen als „kleine Graue“, die Greys. Vor allem bei den so genannten UFO-Entführungen. Aber auch bei schlichten Landungen von unbekannten Flugobjekten, sehen Menschen ihren Angaben nach diese seltsamen Wesen, die heute durch Kino und TV wohl jeder kennt.

Eben die „klassischen Aliens“, die ihren ersten großen Kinoauftritt bereits in “Unheimliche Begegnung der dritten Art” von Steven Spielberg 1977 hatten.

Die „kleinen Grauen“: Der Alien-Klassiker

Es handelt sich um kleine, nur etwa 120 bis 150 Zentimeter große und grauhäutige Hominide. Sie sollen sehr lange und dünne Arme und Beine haben, (meistens) nur vier Finger besitzen und einen ungewöhnlich großen Kopf auf ihrem dünnen Hals tragen. Die Augen werden einheitlich als oval, tiefschwarz und groß beschrieben, die leicht schräg im Schädel liegen. Gerne bezeichnet man diese Augen als „mandelförmig“

Die Nase wie auch die Ohren sind nur ansatzweise zu erkennen oder meisten nur als „Löcher“ im Kopf des Wesens. Auch der Mund scheint „verkümmert“, da er keine Lippen und auch keine Zähne habe und eher wie ein einfacher Schlitz im Schädel aussehe. Die Haut der „Greys“ erscheint meist wie Leder. Hin und wieder heißt es aber auch, dass die Haut nicht grau, sondern eher blaugrün, grauschwarz oder grünlich erscheint.

Alles in allem bestimmt genau diese sonderbare Gestalt heute in der UFO-Forschung wie auch in der Öffentlichkeit das Bild, das man von einem „klassischen Alien“ hat. Zwar durchaus mit Variationen, aber im Kern identisch. Selbst der bekannte Handy-Messenger-Dienst “Whatsapp” nutzt das Gesicht dieses Grey-Alien in seinen Icon-Bildchen. Kaum also jemand, der zumindest diesen medial stark verbreiteten Alien-Kopf nicht schon mal gesehen hat …

Greys und UFO-Menschen

Ganz besonders bei dem Thema UFO-Entführungen treten diese zwergenhaften Alien-Figuren in Erscheinung. Sie sind es, die an den entführten Menschen pseudomedizinische „Versuche“ durchführen und/oder dem Entführten ominöse Dinge innerhalb der UFOs zeigen. Dabei, so die einstimmige Meinung der Betroffenen, sind die Greys ausgesprochen gefühlskalt. Sie verhalten sich vollkommen kühl, es besteht kein Interesse an eventuelle Leiden eines Menschen während einer Entführung.

VIDEO: UFO-Entführungen, die Aliens und die Army: stecken die USA und geheime Experimente in Wahrheit dahinter? (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
VIDEO: UFO-Entführungen, die Aliens und die Army: stecken die USA und geheime Experimente in Wahrheit dahinter? (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Die kleinen Grauen werden aber nicht selten gleichzeitig zusammen mit anderen „außerirdischen Wesen“ beobachtet. Bei diesen handelt es sich meist um echt „normal aussehende Menschen“. Das heißt, sie sehen aus, als sei es der Nachbar von nebenan. Zum Teil jedoch heißt es, dass diese „Menschen“ größer wären als wir und eher eine blasse Hautfarbe haben. Auch werden diese „UFO-Menschen“ dann und wann als haarlos beschrieben.

Diese Figuren der UFO-Forschung sind seit langem in die Kategorie „nordisch“ oder schlicht „humanoid“ eingeordnet worden (wobei aber auch die Greys eigentlich “humanoid” sind). Es stellt sich aber durchaus die Frage, wer in der „Rangordnung“ oben steht. Sind es die „Menschen“ – oder sind es die Greys? Zumindest glauben UFO-Forscher durch ihre Beschäftigungen mit Entführten hier eine Rangordnung erkennen zu können.

Dass es auch Berichte von UFO-Entführungen gibt, an denen „Militärangehörige“ oder „Uniformierte“ beteiligt gewesen sein sollen, wurde bereits an anderer Stelle in einem YouTube-Video dargelegt …

UFO-Entführungsforscher, die auch den obskuren Bereich der medizinischen Experimente und vor allem der “sexuell” bezogenen Varianten eines solchen „Experimentes“ diskutieren, sehe sich oftmals durch Entführungsberichte zu der Annahme verleitet, die Außerirdischen züchten eine „neue Rasse“.

Im Klartext: Die Greys kreuzen Alien-DNA mit denen von uns Menschen und erzeugen so Hybridwesen. Ein Projekt, wenn man es so nennen mag, das schon seit unbekannten Zeiten auf der Erde laufen würde.

Alien-Multikulti im UFO

Die Tatsache, dass die Zeugen einer nahen UFO-Begegnung einschließlich Alien-Entführungen Greys, Menschen und verschiedenen Varianten von kleinen Grauen zusammen beschreiben, ist problematisch. Vollkommen unterschiedlich erscheinende Alien-Spezies agieren demnach gemeinsam?

Da das Kürzel „UFO“ umgehend als Synonym für „Außerirdische” angesehen wird, glauben auch einige UFO-Forscher und UFO-Interessierte, dass die Unterschiede in der Anatomie der vermeintlichen außerirdischen Lebensformen darauf beruhen, dass es Wesen von unterschiedlichen Planten im All sind. Eigentlich ist das sicherlich die einfachste Interpretation dieser seltsamen UFO-Berichte.

VIDEO: NASA-Chef: Außerirdische existieren und wir finden sie. Doch versteckte Aliens und UFOs in der Basis Area 51 gibt es nicht! (Bild/Montage: Fischinger-Online / Google Earth)
VIDEO: NASA-Chef: Außerirdische existieren und wir finden sie. Doch versteckte Aliens und UFOs in der Basis Area 51 gibt es nicht! (Bild/Montage: Fischinger-Online / Google Earth)

Es handelt sich also bei den UFO-Sichtungen und -Begegnungen nach dieser Deutung um ein multikulti Programm außerirdischer Intelligenzen. Als eines der Indizien für diese Annahme halten deren Befürworter gerne Aussagen der UFO-Piloten hoch, die die Heimat bzw. den Ursprung der Insassen beinhalten.

Denn die Piloten der fliegenden Untertassen antworten auf die Frage nach ihrer Herkunft (wenn) oftmals mit sehr unterschiedlichen Angaben. Der Mond, Saturn oder gewisse Sterne sind ebenso dabei, wie der Mars und undeutbare Aussagen. (Nebenbei: Wenn diese Aliens gewisse Sterne als ihre Heimat bezeichnen, verwenden sie netterweise die uns geläufigen Namen für diese Himmelskörper).

Es würde also bedeuten, dass die Insassen der UFOs ein Zusammengewürfelter Haufen von verschiedenen bewohnten Planten in ebenso verschiedenen Teilen des Universums sind. Und dabei wissen wir nicht einmal, ob diese Berichte rund um Greys, Entführungen, UFOs und Aliens überhaupt auf Außerirdische zurückzuführen sind. Bisher hat noch niemand einen echten Alien vorweisen können

Leben UFO-Greys überhaupt?

Bei dem Thema Greys und ihren Handlungen ist es seltsam, dass sie unseren Vorstellungen von intelligenten Außerirdischen nicht unbedingt entsprechen. Sicher, wir haben keine Ahnung, wie Intelligenzen im All aussehen und nur uns Menschen zum Vergleich. Aber diese kleinen UFO-Wesen entsprechen in gewisser Weise nicht einmal einer biologischen Lebensform. Sind sie also wirklich „normale“ Außerirdische mit einer Biologie und Physiologie?

Folgende Punkte könnten in dem eh schon spekulativen Feld der UFO-Entführungen für diese Spekulation sprechen:

  • Die Greys erscheinen als Kreaturen ohne Gefühl, ohne emotionale Regungen und ohne Anteilnahme an den Vorgängen, die sie nicht interessieren zu scheinen.
  • Diese „Wesen“ haben keine erkennbaren Geschlechtsorgane, obwohl sie meistens ohne Kleidung gesehen werden.
  • Ebenfalls haben sie keine zu erkennenden Ausscheidungssysteme wie einen After.
  • Ihre Augen sind lediglich schwarze Ovale, die keine Pupillen haben, und werden als „tot“ beschrieben.
  • Die Kreaturen wurden nie bei der Nahrungsaufnahme gesehen.
  • Sie sprechen meist nicht, denn ihre Stimmen kommen „von innen“. (Hier wird aber meistens von Telepathie gesprochen.)
  • Sie haben keinen Bauchnabel.
  • Ihre Schädel sind im Vergleich zum dünnen und feinen Körper derart groß, dass eine Geburt durch einen biologischen Geburtskanal nach unserem Verständnis nicht möglich ist.
  • Oft sind sie nackt, scheinen also ein Schamgefühl im unserem Sinne nicht zu haben.
  • Sie agieren auch in Zusammenarbeit mit normal erscheinen Menschen.
  • Ihre Haut wirkt “unecht”, wie Leder oder sogar künstlich.
  • Es gibt scheinbar keine männlichen und weiblichen Greys, sondern sie sind alle asexuell.

Sicher sind diese Punkte ohne Zweifel problematische Details bei der Frage, nach der wahren Natur der kleinen Wesen. Wobei wir, um es nochmals zu unterstreichen, natürlich keine Ahnung haben, wie außerirdische Intelligenz aussieht und funktioniert.

Roboter aus dem Universum?

Nüchtern betrachtet spricht die Auflistung oben für die Annahme, bei den Greys handele es sich nicht um biologische Wesen. Vielmehr verleitet sie zu der Hypothese, die Greys sind eine künstliche Lebensform – also: Roboter.

Kommen UFOs aus anderen Dimensionen? Neues E-Book von Lars A. Fischinger bei amazon Kindle erschienen (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Kommen UFOs aus anderen Dimensionen? Neues E-Book von Lars A. Fischinger bei amazon Kindle erschienen (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Heute erscheint die Idee, dass es so perfekte Roboter (oder Bioroboter) wie die Greys geben könnte, fast absurd. Dennoch sei darauf hingewiesen, dass es in der Zukunft mit Sicherheit Roboter geben wird, die sich nicht von biologischen Lebewesen unterscheiden lassen. Eine Reihe von Zukunftsforscher geht sogar soweit zu behaupten, dass es in Zukunft auf der Erde sogar künstliche Intelligenz geben wird. Der Physiker Michio Kaku, sehr bekannt aus diversen TV-Dokus, ist zum Beispiel einer von ihnen.

Wir Menschen werden in absehbarer Zukunft (50 bis 100 Jahre nehmen Optimisten an) künstliche Wesen schaffen, die uns Menschen mehr als nur ähneln. Es ist hier übrigens ganz interessant, dass zum Beispiel die Robotik in Japan festgestellt hat, dass zu menschlich aussehende Roboter die Menschen eher abschrecken als begeistern …

Bei der Betrachtung der Grauen der UFOs ist also die Frage legitim, ob es sich bei diesen eben um solche künstlichen Kreaturen handelt. Sie wären demzufolge „Arbeitsdrohnen“ der „echten“ Außerirdischen, zum Beispiel der „nordischen Typen“ der UFO-Forschung. Tatsache ist, dass gerade die Greys offenbar wirklich die Arbeiter sind, denn sie hantieren an den Menschen im Rahmen einer Entführung herum. Die großen und normal erscheinenden Wesen in den UFOs hingegen nicht/kaum.

Diese normalen Wesen sind es auch, die bei modernen UFO-Entführungen als „Ärzte“ bezeichnet werden. Oder, als Frau, „Krankenschwestern“ oder „Medizinerin“.

Greys und die Alien-Mensch Hybriden

Nun aber stehen wir vor einem ganz anderen Problem:

Jene Menschen, die angeblich von UFOs entführt wurden, berichten teilweise, dass ihnen Sperma oder, bei Frauen, Eier gestohlen wurden. Einige UFO-Forscher haben selbst Entführungsfälle recherchiert, bei denen die Frauen künstliche befruchtet worden sein sollen. Im Rahmen einer weiteren Entführung wurde diesen Frauen dann der Fötus wieder aus dem Mutterleib entnommen.

Hier sprechen eine ganze Reihe Entführungsforscher wie auch Zeugen davon, dass die kleinen grauen Freaks Zwitter aus ihnen und uns Menschen schaffen. Hybridwesen, Zwitter, also. Aktuell hat sich beispielsweise der UFO-Forscher David M. Jacobs in seinem Buch „Alien-Hybriden“ diesem Thema erneut angenommen.

Tatsächlich ist es in der UFO-Forschung hinlänglich bekannt, dass einige Entführte in ihren hypnotischen Rückführungen davon sprachen, dass die in den UFOs (oder wo sie waren) genau solchen Hybriden gesehen haben. Entweder als umherlaufende „Kinder“ – oder aber sogar als noch heranwachsende Föten, die sich in „Brutkästen“ befanden. Zieht man alte Berichte über Begegnungen mit fremden Wesen und Entführen durch diese dabei auch noch heran, scheint es dieses “Zucht-Programm” schon Jahrhunderte zu geben. Mindestens, wie in diesem YouTube-Video dargelegt (s. z. B. auch HIER, HIER und HIER).

Wären also die Greys Maschinen, Roboter ohne organische Funktionen (vor allem der Fortpflanzung dienend), kann eine Hybridrasse aus diesen nie geschaffen werden. Da aber beispielsweise kein Bauchnabel an den Grauen zu sehen ist, und auch Geschlechtsorgane offenkundig fehlen, möchte man sicher einwenden, dass die Greys sich künstliche Fortpflanzen. Das heißt, alle kleinen Grauen wachsen in Reagenzgläsern heran. Eine geschlechtliche Fortpflanzung ist ihnen unbekannt.

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Das halte ich für unsinnig und falsch.

Wenn es sich bei den grauen Aliens und reale biologische Lebewesen handelt, müssen sie auf ihren Heimatplaneten eine Evolution durchlebt haben. Auch wenn man annimmt, die Greys seien asexuelle Geschöpfe, so müssen sie sich aber dennoch biologisch Fortpflanzen. Doch dazu fehlen ihnen offenkundig die Geschlechtsorgane.

Und wenn diese nun tatsächlich innerhalb ihre kleinen und schmächtigen Körpers liegen sollten, ist es immer noch unmöglich, dass sie einen Geburtskanal haben, durch den ihre großköpfigen Babys geboren werden können (wie sie herauskommen ist ohne äußere Geschlechtsmerkmale eh ein Rätsel).

Alien-Züchtungen aus dem All?

VIDEO: Von Aliens entführt? UFO-Entführungen heute und in der Vergangenheit (Bilder: gemeinfrei / Bearbeitung/Montage: Fischinger-Online)
VIDEO: Von Aliens entführt? UFO-Entführungen heute und in der Vergangenheit – aber wozu? (Bilder: gemeinfrei / Bearbeitung/Montage: Fischinger-Online)

Wenn die kleinen Geschöpfe wirklich biologische Lebewesen sind, wäre die Überlegung legitim, sie wären selber durch eine andere Alien-Spezies gezüchtet worden. Es würde sich also bei ihnen um „biologische Roboter“ handeln. Die medizinische Technologie der Fremden aus dem All wäre demnach soweit fortgeschritten, dass es ihnen möglich ist, Wesen nach dem Typus „Grey“ künstlich zu schaffen.

Auch wenn diese Spekulation mehr als reizvoll klingt, so bleibt der Umstand, dass die Grauen keine Körperöffnungen haben, durch die verarbeitete Nahrung ausgeschieden wird. Zumindest will sie niemand gesehen haben. Wozu dient dann aber der Mund? Immerhin sollen diese Kreaturen mittels Telepathie kommunizieren. Oder ist er doch ein „Überbleibsel“ einer biologischen Evolution?

Erschwerend kommt hinzu, dass sich nach allen bisher vorliegenden Beschreibungen der Brustkorb der Gestalten nicht bewegt. Er hebt und senkt sich nicht, was bei einer Atmung mit Lungen (und Kiemen haben sie nicht) zu erwarten wäre. Zumindest will auch das niemand gesehen haben.

Da den „Wesen“ unsere Atmosphäre nichts ausmacht – auch den anderen beschriebenen Aliens nicht -, wird auch ihr Körper ähnlich wie unser funktionieren. Zwar haben wir auf unserer Erde zum Erstaunen vieler Biologen und auch Astrobiologen Lebewesen an Orten gefunden, die bisher als lebensfeindlich galten, aber diese können dafür nicht in unserer normalen Atmosphäre überleben. Deshalb wäre es irrig zu behaupten, die Greys kämen aus einer so verschiedenen Welt, dass sie hier ohne Atmung leben können …

Da die Idee Greys = Roboter oder sogar Cyborgs meiner Meinung nach durchaus interessant ist, dürfen wir ein anderes Teilproblem bei diesen Spekulationen nicht übergehen: UFO-Abstürze.

UFO-Abstürze und tote Aliens

Befasst man sich nur etwas genauer mit der UFO-Forschung und den entsprechenden Veröffentlichungen, gewinnt man schnell den Eindruck, dass inzwischen unzählige UFOs abgestürzt sind. Allen voran natürlich der UFO-Absturz von Roswell vom Sommer 1947.

Ein Raumfahrt-Ingenieur sorgte für Diskussionen: Er behauptet, dass in der Area 51 Außerirdische mit den USA zusammen arbeiten…und zeigt angebliche Beweise (Bild: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Ein Raumfahrt-Ingenieur behauptet, in der Area 51 arbeiten Aliens … und zeigt angebliche Beweise (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Glauben wir den Zeugen und Recherchen, so sollen bei UFO-Abstürzen rund um die Welt auch deren Insassen gefunden worden sein. Ein Umstand, der, wenn ein Absturz tatsächlich erfolgt sein soll, natürlich auch zu erwarten wäre. Zeugen – und jene, die es sein wollen – sagen, dass solche Aliens gefunden wurden, und sie diese dann an diesem oder jenem Ort selber gesehen haben. Im Fall Roswell zum Beispiel in einer Militärbasis. Dabei, und dieser Punkt ist hervorzuheben, wird aber nicht behauptet, man habe Organe gesehen. Lediglich die vermeintlichen „Leichen“.

Nun aber liegen gleichsam Berichte vor, die von Obduktionen der bei einem UFO-Absturz gefunden Körper sprechen. Ebenfalls ein Umstand, der zu erwarten ist, wenn irgendwo auf der Welt ein UFO samt Besatzung gefunden wird. Und gerade in diesem Zusammenhang ist ein nebulöser Film weltweit berühmt geworden, der angeblich die Öffnung einer außerirdischen Leiche zeigt. Der als Santilli-Film bekannte Streifen wurde in der UFO-Forschung viele Jahre hitzig diskutiert und von vielen als schlichte Fälschung angesehen. Letztlich stellte sich auch heraus, dass der ganze Film ein Fake war.

Somit ist auch der Santilli-Film kein Beweis, dass die Greys echte Lebewesen mit einer organischen Biologie sind. Obwohl die Macher des Filmes behaupteten, es gäbe einen echten Alien-Autopsie-Film und ihr Werk stelle diesen nur nach. Als Begründung wurde unter anderem angeführt, dass der angeblich echte Autopsie-Film zu beschädigt gewesen sei …

Neben Berichten über gefundenen Alien-Leichen und natürlich den zweifelhaften Santilli-Fake, liegen aber auch Aussagen vor, die davon sprechen, dass lebendige Außerirdische in gewissen militärischen Anlagen gesehen wurden. Zum Teil gehen diese Aussagen sogar soweit zu behauten, dass diese Aliens mit menschlichen Wissenschaftlern der Erde gemeinsam an diversen Projekten arbeiten.

Wie wir solchen Aussagen gegenüberstehen, ist sicher jedem Interessenten selber überlassen. Immerhin müssen wir uns bei solchen Geschichten auf die Glaubwürdigkeit einzelner „Zeugen“ (oder eben solche, die es sein wollen) verlassen. Definitive Beweise gibt es nicht einen.

Außerirdische im Verhör

Doch auch hier gibt es Einwände.

So zeigte Mitte der 1990ger Jahre die Pro7-Sendung „TAFF“ einen kurzen und undeutlichen Film, der angeblich von einem Angestellten der sagenumwobenen „Area 51“, Nevada, USA, heraus geschmuggelt wurde. Wir sehen dort einen tatsächlich typischen Grey, der von einem Mann in Arztkleidung „verhört“ wird. Deutlich erkennbar ist in dem Farbfilm, dass der vermeintliche kleine Graue lebt.

VIDEO: Die "Alien Autopsie" von Roswell 1947 des Ray Santilli - steckt doch mehr hinter dem UFO-Schwindel-Film? (Bild: Archiv / L. A. Fischinger)
VIDEO: Die “Alien Autopsie” von Roswell 1947 des Ray Santilli – steckt doch mehr hinter dem UFO-Schwindel-Film? (Bild: Archiv / Fischinger-Online)

Da dieser dunkel gefilmte Streifen äußerst zweifelhaft ist, und einen dokumentarischen Wert für irgendein geheimes Militärarchiv nicht erkennen lässt, sehen die meisten UFO-Forscher und auch ich hier einen Schwindel. Es handelt sich wahrscheinlich lediglich um gewitzte Zeitgenossen, wobei einer eine Grey-Maske trägt.

Interessant am Rande: Im Rahmen des „UFO Day“ 1996 in Berlin gab ich dem Sender Pro7 ein Interview, in dem ich mich (negativ) zu mir dort von Pro7 vorgelegten „UFO-Fotos“ äußerte. Die Quelle der Bilder war, so der Reporter des Senders, dieselbe, wie der Area 51-Film mit dem Alien-Interview. Die mir von dem Reporter gezeigten schwarzweißen Fotos mit „UFOs“ waren als einfache Fälschungen leicht zu erkennen. Meinte ich zumindest auf dem „UFO Day“. Es war auch bemerkenswert, dass man heute noch mit einem schwarz-weiß Film in der Kamera umherläuft … und Pro7 mein und andere negativen Statements zu den Bildern in ihrem Bericht zu dem Kongress nicht sendete. Ein Schelm, wer böses dabei denkt.

Heute, 2018, ist das Netz bekanntlich mit Alien-Videos, UFO-Filmen und auch Interviews mit angeblichen Außerirdischen überflutet …

Keine Beweise, nur Spekulationen!

Die Spekulation, die kleinen Grauen seien in Wahrheit (Bio-)Roboter, lässt sich natürlich nicht beweisen. Ausschließlich durch die Berichte von Entführungsopfern und Zeugen einer UFO-Landung einschließlich der Sichtung von Wesen, können Indizien liefern. Denn nicht mal diese Begegnungen lassen sich belegen.

"Missing Time" bei den Gebrüdern Grimm: Ein seltsames Märchen und Männchen (Bilder: gemeinfrei / Montage/Bearbeitung: Fischinger-Online)
ARTIKEL: Astronautengötter und die Gebrüder Grimm: Ein seltsames Zeitreise-Märchen und seltsame “Zwerglein” (Bilder: gemeinfrei / Montage/Bearbeitung: Fischinger-Online)

Es ist aber so, dass Greys ein ausgesprochen „seltsames Verhalten“ zeigen, welches sich von den fast normal menschlich aussehenden Wesen stark unterscheidet. Da beide „Rassen“ in Zusammenarbeit beobachtet wurden und werden, könnt man sogar folgendes behaupten:

Die Grauen sind Roboter, die wir Menschen der Erde selber in der Zukunft gebaut haben. Die menschlichen „UFOnauten“ wären dann unsere eigenen Nachfahren von diesem Planeten und die UFOs an sich nichts weiter als Zeitmaschinen irdischen Ursprungs.

Ob nur wir in der Zukunft solchen Roboter erschaffen und sogar Zeitmaschinen erfinden, wissen wir natürlich auch wieder nicht.

Außerirdische Zivilisationen können im Laufe ihrer technischen Evolution solche Roboter sicher problemlos entwickelt haben. Eigentlich geht jeder Vertreter der These, dass UFOs außerirdisch sind, von der Annahme aus, die Aliens kommen von sehr viel älteren Planeten. Damit haben sie eine weitaus längere (technische) Entwicklung hinter sich, und so dürfen wir den bis zur Erde gekommenen Besuchern durchaus die Fähigkeit zum Roboterbau à la Grey zubilligen.

Und wenn die Außerirdischen sich mit mehr als der Lichtgeschwindigkeit durch das Universum bewegen, sind es so oder so Zeitreisende. Auch wenn das nach allem was wir wissen nicht möglich sein kann.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Harald Lesch in Interviews zu Erich von Däniken, der “Hämorrhoide am Hintern der Archäologen” – und warum auch er “begeisterter von Däniken-Anhänger” war

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Harald Lesch im Interview 2002: "Erich von Däniken ist ein außerordentlich interessanter Ideengeber" (Bild: Screenshot ZDF/Lesch Kosmos)
Harald Lesch im Interview 2002: “Erich von Däniken ist ein außerordentlich interessanter Ideengeber” (Bild: Screenshot ZDF/Lesch Kosmos)

Am 15. August 2012 verwies ich auf meinem alten Blog auf ein Interview mit Professor Harald Lesch aus dem Jahr 2002. Geführt hatte das sehr umfangreich Gespräch der Betreiber einer privaten Webseite, der von sich selber sagt, dass man ihn als “Querdenker, Spinner, Realist, Gedankenakrobat oder was auch immer bezeichnen” könne. In diesem Interview äußerte sich der bekannte Astrophysiker und TV-Moderator nicht nur zu “grünen Schleim” und den Wunders des Universums, sondern auch zu Erich von Däniken und dessen Ideen rund um die Prä-Astronautik. Da das entsprechende Interview wegen technischer Veränderungen lange nicht erreichbar war, möchte ich das Thema in einem neuen und erweiterten Beitrag an dieser Stelle auf Grenzwissenschaft und Mystery Files erneut für Euch online stellen. Mehr oder weniger aus aktuellem Anlass, doch vor allem aufgrund der interessanten Antworten, die Lesch darin zu von Däniken gab. Welche anderen Aussagen Lesch an anderen Stellen noch zu EvD machte, und warum er selber Däniken-Anhänger war, erfahrt Ihr wie immer hier.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Pseudowissenschaft

Etablierten Wissenschaftler stehen bereits Jahrzehnte mit grenzwissenschaftlichen Ideen und Autoren auf Kriegsfuß. Die Grenzwissenschaft wird von vielen “Mainstream-Wissenschaftlern” inklusive Professor Harald Lesch fast immer in ihrer Gesamtheit als “Pseudowissenschaft” bezeichnet. Ein schon lange bekannter Begriff, den Wikipedia beispielsweise so beschreibt:

Pseudowissenschaft (…) ist ein Begriff für Behauptungen, Lehren, Theorien, Praktiken und Institutionen, die beanspruchen, wissenschaftlich zu sein bzw. scheinbar wissenschaftlich sind, aber die Ansprüche an Wissenschaftlichkeit, insbesondere das Kriterium der Nachprüfbarkeit, nicht erfüllen.”

Eigentlich eine Bezeichnung, die keinerlei feste Grenzen hat, was genau als “Pseudowissenschaft” zu benennen wäre. Wiki schreibt in dem dortigen, gut zusammenzufassenden Artikel unter anderem auch:

Viele verbreitete Vorschläge zu einer groben Begriffsbestimmung kommen zumindest in zwei Punkten überein:

  1. Pseudowissenschaften treten mit dem Anspruch der Wissenschaftlichkeit auf.
  2. Pseudowissenschaften stehen im Widerspruch zu den anerkannten wissenschaftlichen Methoden.

Punkt 1 trifft auf “die Grenzwissenschaft” wohl nicht zu, da es keine Bücher gibt, die wissenschaftlich diese Thesen beweisen wollen oder können. Die allermeisten “Pseudowissenschaftler” treten alles andere als wissenschaftlich auf, sie wollen es auch gar nicht. Gleichgültig ob UFO-Forscher oder eben Prä-Astronautiker, fast alle bezeichnen sich als “Hobbyforscher” oder “Sonntagsforscher”. Fast alle, denn gerade und vor allem in der Esoterik wimmelt es an solchen “Pseudowissenschaftlern”, die für sich in Anspruch nehmen, ihre Sache XY sei wissenschaftlich. Oder sogar wissenschaftlich erforscht und belegt …

Der 2. Punkt ist eigentlich richtig, was sicher jedem Mystery-Fan und -Leser einleuchtend erscheint. Da sich die veröffentlichten Spekulationen, Ideen, Hypothesen etc. der GreWi “im Widerspruch zu den anerkannten wissenschaftlichen Methoden” bewegen. Nicht eine Pro-Veröffentlichung ist eine wissenschaftliche Arbeit.

Das Problem mit dem Ausdruck “Pseudowissenschaft” ist aber, dass er schon lange zu einem negativen Ausdruck für die Skeptiker gegen, in deren Augen, “alles unwissenschaftliche” geworden ist. Eine Art Kampfbegriff, ähnlich wie “Verschwörungstheoretiker”.

“Viel Feind – viel Ehr” Artikel von Dr. h. c. Erich von Däniken über angeblich gekaufte Doktortitel und anderen Anmaßungen (Bilder: E. v. Däniken / Kollage: L. A. Fischinger)
“Viel Feind – viel Ehr” Artikel von Dr. h. c. Erich von Däniken über angeblich gekaufte Doktortitel und anderen Anmaßungen (Bilder: E. v. Däniken / Kollage: Fischinger-Online)

Auch und vor allem der bekannte “Vorzeige-Wissenschaftler” Harald Lesch als Moderator der öffentlich-rechtlichen TV-Sender nutzt gerne den Begriff “Pseudowissenschaft”. Und darum sollte man die Erläuterungen oben beim folgenden Interview mit ihm im Hinterkopf haben, wenn Professor Lesch über Erich von Däniken spricht. Zumal er in den Medien immer mal wieder als “Anti-Däniken” bezeichnet wurde und wird.

“Ich bin niemand, der auf dem Herrn Däniken herum hackt”

Auf der Video-Plattform YouTube finden sich unzählige Videos von und mit Harald Lesch auf ebenso unzähligen verschiedenen Channels. Offizielle und illegale. Was man dort aber nicht findet, ist ein Interview, das ein gewisser Manuel Uhl 2002 persönlich mit Lesch führte. Immerhin mache sich Uhl “Gedanken über alles”.

Auf die Frage an Lesch, dass er auch „der Anti-Däniken“ genannt wurde, antwortete der Astrophysiker:

Haha, also ich kenne den Erich von Däniken persönlich. Er ist ein ganz wunderbarer Mensch und ich kann nichts böses über ihn sagen. Ich weiß nicht so genau – wer glaubt mehr an seine Hypothesen – seine Leser oder er.

Auf jeden Fall sind seine Hypothesen immer sehr interessant. Es lohnt sich, sich damit auseinander zu setzen und sie sind zwar sehr gewagt, aber da könnte ich fast dagegen halten, denn in der Physik gibt es auch jede Menge gewagter Thesen. Solche Theorien wie ‘Stringtheorien und Paralleluniversen’ sind mindestens genauso gewagt wie die Vorstellung, dass hier pausenlos irgendwelche Außerirdischen landen.Aber ich würde sagen: Erich von Däniken ist ein außerordentlich interessanter Ideengeber.”

Von Däniken sei ein “außerordentlich charismatischer Redner” und fülle immer wieder bei seinen Vorträgen die Säle, so Lesch weiter in seiner umfangreichen Antwort. Der Wissenschaftler aus München sieht das alles recht gelassen, wenn er weiter sagt:

Ich bin niemand, der auf dem Herrn Däniken herum hackt. Ich versuche nur, dagegen zu halten, was ich gerne unter ‘gesundem Menschenverstand’ zusammen fassen würde.

Zweifellos klingen diese Aussagen alles andere als die von einem “Anti-Däniken” und von einem etablierten Wissenschaftler, der mit der “Pseudowissenschaft” auf offenem Kriegsfuß steht. Natürlich stehen alle etablierten Wissenschaftler den zahlreichen Ideen der Grenzwissenschaft kritisch und auch ablehnend gegenüber – eben auf Kriegsfuß, da sie nichts mit der Arbeit ausgebildeter Wissenschaftler zu tun hat – aber hier zeigt Lesch seine freundliche Art.

Auch wenn Harald Lesch zehn Jahre später im Zusammenhang mit EvD und dem 21. Dezember 2012 des Maya-Kalender offensichtlich groben Unfug erzählte, wie Ihr es HIER nachlesen und sehen könnt.

“Online-Kritiker” der Prä-Astronautik, des von Däniken oder allgemein der Grenzwissenschaft sind da ein ganz anderes Kaliber.

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Däniken die Hämorrhoide …

“Spinner”, “Phantast” oder auch “Märchenonkel” sind wohl die meist verbreiteten Bezeichnungen der freundlicheren Art, die man in 50 Jahren für Erich von Däniken gefunden hat. Denn vor einem halben Jahrhundert wurde er 1968 mit seinem ersten Buch “Erinnerungen an die Zukunft” zum Bestsellerautoren. Weitere Bezeichnungen für seine Person von Kritikern, Hatern, Neidern, Skeptikern und entrüsteten Wissenschaftler sind zu unflätig, als dass ich ich sie hier nennen mag. Wobei sich “Phantast” der Bestsellerautor allerdings auch selber nennt.

Eine neue Umschreibung der Person EvD brachte Harald Lesch selber ins Spiel: “Däniken ist eine Hämorrhoide am Hintern der Archäologen”. Das sagte Lesch beispielsweise schmunzelt aber doch klar anerkennt im Mai 2012 in einer UFO- und Alien-Dokumentation auf dem TV-Sender “Phoenix”. Es war nicht als Beleidigung des angeblichen “Anti-Däniken” Lesch gemeint.

ARTIKEL: Erich von Däniken, die Prä-Astronautik und die Geschichte eines Mystery-Phänomens: Wie die Ancient Aliens wurden, was sie sind (Bild: Archiv E. v. Däniken / L. A. Fischinger)
Erich von Däniken und die Prä-Astronautik – die Geschichte einer astronauten-göttlichen Idee (Bilder: Archiv E. v. Däniken / Fischinger-Online)

Im Gegenteil. Er meinte damit, dass es von Däniken durch seine Thesen und Bücher wie kein anderer Autor der “Pseudowissenschaft” geschafft hat, Altertumsforscher und Archäologen herauszufordern. Die trockenen, altgedienten und eben auch und vor allem etablierten Wissenschaften wurden hier von einem vollkommen Laien provoziert und mit frischem Wind wach gerüttelt.

Bekanntlich wurde dieser unterhaltsame Wind zu einem Sturm, und viele Menschen zeigten plötzlich Interesse an der Vergangenheit der Menschheit und anderen Däniken-Themen.

Viele Kritiker stimmen zumindest hier zu.

… und Lesch der Ex-Däniken-Anhänger

“Ein Kind seiner Zeit”, wäre von Däniken gewesen, als vor 50 Jahren sein erstes Buch erschien, so Professor Lesch. Eine Tatsache, die Ihr in meinem Blog-Artikel “Erich von Däniken, die Prä-Astronautik und die Geschichte eines Mystery-Phänomens” umfangreich nachlesen könnt.

In diesem Telefon-Interview mit Harald Lesch, das er anlässlich zu von Dänikens 80. Geburtstag am 14. April 2015 führte, outete sich der Professor sogar als ehemaliger Däniken-Anhänger:

Ich war als 14, 15jähriger begeisterter von Däniken-Anhänger, ich fand diese Ideen unglaublich interessant. Und dabei ist es dann auch geblieben.

Sie sind eben nur interessant, es sind einfach nur interessante Gedankengänge, die ja zu der Zeit auch viele Wissenschaftler auf dem Plan gerufen haben, die erst mal gesagt haben, dass ist alles Unsinn. Aber die dann doch gedacht haben, ok, dann geben wir doch den Argumenten dieses Mannes mal nach, und schauen mal, wie können wir denn wissenschaftlich seriös argumentieren und nicht nur einfach spekulieren. (…)”

Natürlich gratulierte auch Lesch “ganz herzlich” zum 80. Geburtstag und betont auch in diesem Interview:

“Erich von Däniken ist eine der Hämorrhoiden am Hintern der Wissenschaft gewesen. Er hat immer wieder gezwickt und damit die Archäologie und die gesamten historischen Wissenschaften ein bisschen herausgefordert. Und das hat ja offenbar das Publikum sehr gemocht.”

Dr. Lesch traf tatsächlich im Laufe seiner Karriere hin und wieder auch auf von Däniken. Was eigentlich nicht verwunderlich ist, da er ein medial stark vertretener Wissenschaftler ist, und von Däniken der erfolgreichste “Alien-Autor” der Welt ist. Wenn man es so sagen mag. So auch vor ziemlich genau acht Jahren, als sich beide bei einer ZDF-Talkshow zum Thema Raumfahrt und Außerirdische trafen.

Markus Lanz lädt zum Alien-Talk

Zu dem Thema “Gibt es Außerirdische?” lief am 1. September 2010 auch die Talkshow “Markus Lanz“ am ZDF. Gäste waren Lesch, von Däniken und der ehemalige Astronaut Ulrich Walter.

Das ZDF und Harald Lesch gehen in Terra X ungelösten Fällen der Archäologie nach (Bilder: ZDF / gemeinfrei / LAF / Montage: Fischinger-Online)
Das ZDF und Harald Lesch gehen in Terra X ungelösten Fällen der Archäologie nach (Bilder: ZDF / gemeinfrei / LAF / Montage: Fischinger-Online)

Nachdem in der Sendung von Däniken seine Überlegungen zu den Astronautengöttern erklärte, vor allem in Bezug auf uralte religiöse Texte und Schriften über diese, entgegnete ihm Harald Lesch:

Aber stellen sie sich doch mal vor: In 5- oder 6.000 Jahren macht man Archäologie dieses Teils der Erde. Und dort findet man Plastiktüten. Plastiktüten von ’ner bestimmten Sorte. Da gibt es also zum Beispiel Plastiktüten mit dem großen Buchstaben ,A’ am Anfang und Plastiktüten mit dem großen Buchstaben ,L’.

Und dann vermuten die Archäologen: Ja, damals muss es zwei große Religionsgruppen gegeben haben, nämlich die ‘A’s’ und die ‘L’s’, und die haben in Tempeln… es gab sogar großen Tempelanlagen, wo die alle hingegangen sind und saßen sie in Regalen. Also man kann ja wahnsinnig schief liegen, wenn man einfach nur das interpretiert (…)”

Hiermit wollte Lesch sagen, dass die Prä-Astronautik von Interpretationen lebt, die eben auch vollkommen falsch liegen können. Texte, wie die bei “Lanz” von EvD genannten Schriften des Propheten Henoch (umfangreich dazu HIER) oder indische Schriften, könne man nicht für “wahr” nehmen. Ohne an dieser Stelle auf “wahr” oder “unwahr” einzugehen, zeigt diese Talkwunde vor allem, dass auch hier Lesch seinem “Feind” sehr freundlich gegenüber steht.

Über die Religion der Plastiktüten meint von Däniken, dass “beide Humor haben” und es sein “eine Freude sei, mit ihnen diskutieren zu dürfen”. “Solche Beispiele sind vernünftig”, so der Astronautengötter-Jäger bei “Markus Lanz” weiter, und erklärt daraufhin seine Sicht der Dinge genauer.

Ich persönlich finde, dass die oft überaus bösen “Kritiken” von der Pro-Prä-Alien-Seite zu Harald Lesch aufgrund seiner Ablehnung der Prä-Astronautik maßlos am Ziel vorbei schießen. Das sollten diese Beispiele zeigen. Vor allem in der (nicht vorhandenen) Diskussionskultur der Sozialen Netzwerke wie Facebook begegne ich als Pro-Prä-Astronautik-Anhänger und als Lesch-Fan diesen leider immer wieder, bei meinen alltäglichen “Up-to-Date-Arbeiten” im Netz.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Wozu benötigen Wesen aus der Anderswelt eigentlich fliegende Fahrzeuge? Eine Feen-Sage über die Entführung eines Menschenkindes, die viele Fragen aufwirft!

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Warum brauchen Feen und Wesen aus der Anderswelt eigentlich Fluggeräte( Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Warum brauchen Feen und andere Wesen aus der sogenannten “Anderswelt” eigentlich Fluggeräte? (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Feen kennt heute jedes Kind. Emsige Marketingstrategen haben schon lange Feen, Elfen oder andere Fabelwesen aus der Welt der Märchen und Sagen für sich entdeckt. Ein florierender Markt. Vor allem eben für die Kinder, die so seit Jahrzehnten ein vollkommen verdrehtes Bild von Feen & Co. haben, das nicht mehr viel mit der eigentlichen Folklore zu tun hat. In der Grenzwissenschaft werden allerdings solche Wesen seit langer Zeit auch immer wieder diskutiert. Und zwar in dem Sinne, dass in den Geschichten über sie vielleicht “verzerrte Hinweise” auf die Astronautengötter zu finden sind. Spannend wird es dabei unter anderem auch, wenn man auf Erzählungen über diese angeblich so lieblichen, geflügelten und kleinen Feen stößt, die ein ganz anders Bild zeigen. Zum Beispiel, dass diese engelhaften Feen alles andere als lieblich und nett sind und sogar Flugwagen zur Fortbewegung benötigen. Von genau solch einer überaus rätselhaften Sage erfahrt Ihr in diesem Artikel …


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Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Dämonische Sylphen und Entführungen nach „Magonia“

Ab dem ersten Jahrtausend nach Christus kamen Erzählungen und Berichte auf, die von angeblichen Dämonen in Frankreich sprachen. Fremde Wesen aus dem Himmel, die angeblich im ganzen Land ihr Unwesen trieben und vor allem auch Menschen entführte.

Es waren die sogenannten „Sylphen“, die den Überlieferungen nach unbescholtene Menschen in ein außerirdisches „Himmelreich“ mit Namen „Magonia“ mitnahmen. Hier, in diesem Reich außerhalb der Menschenwelt, zeigten diese Sylphen den entführten Franzosen allerlei scheinbar alltägliche Dinge aber auch „Wunder“, um sie dann wieder zurück auf die Erde zu bringen.

Diese Berichte über die fremde Welt Magonia und ihre nicht-menschlichen Bewohner sind überaus spannende Quellen für die Prä-Astronautik. Vor allem auch aus dem Grund, da sie im deutschen Raum bisher eher wenig in dieser Hinsicht betrachtet wurden. Aber auch, da diese Sylphen den Aufzeichnungen und Erzählungen nach in Luftschiffen bzw. Fluggeräten umher flogen, wie ich es in einem Buch bereits vor Jahren ausführlich darlegte.

„Liegen die Parallelen zu bestimmten Aspekte der UFO-Forschung nicht wie ein offenes Buch dar?“ So die weiterhin aktuelle Frage angesichts solcher seltsamen Geschichten.

Sylphen und ihr nicht-irdisches Reich Magonia stechen unter den unzähligen Sagen, Legenden und Märchen noch aus einem weiteren Grund heraus: Den Geschichten und Aufzeichnungen aus Frankreich nach, besaßen diese „Dämonen“ fliegende Wagen. Andere Wesen aus der Anderswelt, von denen uns die vielen alten Überlieferungen des Mittelalters erzählen, konnten damit meistens nie beeindrucken.

Ob Feen, Zwerge oder Elfen, ihnen alle sprach man keine derartigen Fluggeräte zu. Obwohl sie natürlich auch vielfach fliegen konnten, was aber eher durch „Zauberei“, „verzauberte Alltagsgegenstände“ oder Tiere geschehen sein soll.

Doch es gibt auch in der Märchen- und Sagenwelt phantastische Ausnahmen. Zum Beispiel bei einer Geschichte aus Irland.

“Eine sehr alte Straße” in Irland

Schon allein der Umstand, dass das besagte Märchen an einem bestimmten bzw. nachvollziehbaren Ort angesiedelt wird, macht es zu einer Ausnahme:

VIDEO: Erschien nicht die “Mutter Gottes” 1917 in Fatima sondern Aliens? (Bild: gemeinfrei / L.A. Fischinger)
VIDEO: Die Erscheinungen von Fatima 1917: Kamen die Ancient Aliens schon vor rund 100 Jahren zurück? Oder waren sie nie fort? (Bild: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Auf der Insel Irland befindet sich im Südwesten die Provinz Munster mit der Grafschaft Limerick. Benannt nach ihrer Hauptstadt Limerick (Luimneach), die heute in Irland als eine Hauptstadt des Drogenschmuggels bekannt ist. Aber auch einigen als Geburtsort von Mary Jane Kelly, die 1888 das fünfte Opfer von „Jack the Ripper“ in London wurde.

Eine alte Stadt, die bereits 812 eine Siedlung der Wikinger war. Und genau in dieser Region soll sich die seltsame Entführung durch Feen zugetragen haben, wie es die Sage erzählt. Auf einer Straße bei Limerick, die von dort weiter über Tipperary in das grob 180 Kilometer entfernte Dublin an der Ostküste Irlands führte.

Eine „sehr alte Straße“, die durch Sumpflandschaften, Berg und Tal und Wald und Wiesen führen würde. Etwa 10 „irische Meilen“ östlich von Limerick passiert diese dann eine hügelige Landschaft, die als „Die Slieveelim Hügel“ bekannt sei.

Man könnte hier beinahe an eine romantische Gegend auf der der grünen Insel Irland denken. Nur heiß es in der Sage dazu weiter, dass ein „Feen-Wagen“ und eine sehr seltsame Frau, die plötzlich genau dort erschienen, bei der Entführung eines Menschenkindes beteiligt waren.

Mit Gottes Schutz gegen „außerirdische Mächte“

„Mary Ryan“ heißt in dem Feen-Märchen die Mutter des entführten Kindes. Eine verarme Witwe aus Limerick sei sie gewesen, die sich alleine um insgesamt vier Kinder kümmern musste. Ryan war aber auch eine sehr gläubige Frau, die nicht nur an den Gott der Bibel glaubte, sondern auch an Hexen und böse Mächte. Darum hatte sie ihr Haus mit allerlei Talismanen und christlichen Zeichen wie Rosenkränze, Weihwasser und Dingen gegen Hexen, das Übel und gegen die „Machenschaften des Bösen“ abgesichert.

Immerhin lauerte das Böse überall und diese Objekte …:

„… waren Bollwerke gegen das Vordringen außerirdischer und böser Mächte, an die man in der Familie ständig durch die Silhouette des Lisnavoura erinnert wurde, eines einsamen Hügels, den das ‚gute Volk‘, wie die Feen nicht ganz zu Recht genannt werden, bewohnte.“

"So rasch wie der Wind": Eine UFO-Entführung vor Jahrhunderten in Irland? (Bild: gemeinfrei / Bearbeitung & Montage: L. A. Fischinger)
ARTIKEL: “So rasch wie der Wind”: Eine UFO-Entführung vor Jahrhunderten in Irland? (Bild: gemeinfrei / Bearbeitung & Montage: L. A. Fischinger)

Dass Feen „nicht ganz zu Recht“ als gutes Volk angesehen werden, wie das Märchen warnend bemerkt, wird die Witwe noch leidlich erfahren müssen. Die außerirdischen oder übernatürlichen Mächte lauern schließlich überall.

„Außerirdisch“ wird übrigens nur in deutschen Übersetzungen des Märchens geschrieben. Im Englischen steht an dieser Stelle „unearthly“, was auch „überirdisch“, „übernatürlich“ oder „gespenstisch“ heißen kann. Hier ist also nicht von Außerirdischen nach unserem heutigen Verständnis die Rede!

Lisnavoura, der Feenhügel, der nicht weit von dem Hause entfernt stand, schien aber auch irgendwie nicht von dieser Welt zu sein. Es heißt über diesen Hügel:

Der seltsame, kuppelartige Hügel erhob sich etwa eine halbe Meile vom Haus entfernt und wirkte wie eine Festung in der Gebirgslinie.“

Allen Schutzmaßnahmen gegen das überirdische Böse zum Trotz, kam es eines Tages zu einer Tragödie innerhalb der Familie der Mary Ryan.

Spurlos verschwunden?

„Arm war die Frau in einem armen Land“, und so ging sie eines Tages hinaus ins Moor, „um dort eine Last Torf zu holen“. Ihre älteste Tochter Nell arbeitete derweil daheim in der Küche, während ihre drei kleinen Kinder Con, Bill und Peg vor dem Haus auf der Straße spielten.

Mit dem Torf beladen und „gebeugt von der Last“ kam Ryan nach getaner Arbeit wieder zurück zu ihrer Hütte. Doch etwas stimmte hier nicht, da sie nur ihr ältestes Kind Nett zu hause antraf. Sie vermisste sie ihre drei jüngsten Kinder und fragte Nett wo diese seien:

„,Die spielen auf der Straße, Mutter. Hast du sie nicht gesehen, als du hereingekommen bist?‘

,Nein. Es war niemand vor mir auf der Straße‘, sagte sie beunruhigt, ‚nicht eine Seele, Nell, warum hast du nicht mal ein Auge auf sie gehabt?‘

Die Flugwagen des König Salomon
ARTIKEL: Die Flugwagen von König Salomon aus der Bibel: Spannende Märchen ohne Wahrheit? (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Also begann Nett ihre Geschwister zu suchen, „aber ihre zwei kleinen Brüder, Con und Bill, und ihre kleine Schwester Peg waren nirgends zu sehen“. Überall wurde nachgesehen, alles wurde abgesucht, aber keine Spur von den Kindern. Auch die Sonne ging bereits unter „aber nichts als das Gezwitscher der Vögel in den Bäumen“ war zu hören.

Es wurde langsam unheimlich:

„Wie oft hatte sie am Feuer während des Winters Geschichten von Kindern gehört, die bei Einbruch der Nacht an abgelegenen Orten von Feen gestohlen worden waren! Sie wusste auch, dass diese Furcht ihre Mutter immer wieder plagte. (…) Bei alledem ist es kein Wunder, dass sich auch Nell besonders vor den Feen fürchtete.“

Mary Ryan betete, dass die drei Kleinen bald wieder heim kommen, und machte ihrer Tochter Nell große Vorwürfe, dass sie nicht aufgepasst habe. Nell beschwichtigte ihre Mutter immer wieder, dass die Kids sicher gleich zurück sind und wohl nur „ein Stück die Straße entlanggegangen“ wären. Immerhin sind es Kinder, „sie springen hierhin und springen dahin“.

Endlich dann die Erlösung – so dachte Mutter Ryan zumindest …

Ein fliegender Feen-Wagen aus Glas

Ryans vermisste Kids kamen endlich zurück, aber:

Sie kamen jetzt aus westlicher Richtung näher, von dort her, wo der gefürchtete Hügel von Lisnavoura lag. Aber es waren nur zwei Kinder, und eines von ihnen, das kleine Mädchen, weinte.“

Bill war nicht dabei. Wo der erst fünfjährige Junge geblieben sei, wollte die Mutter verständlicherweise von ihren zwei Kindern wissen. Und so erzählte Con unter Tränen:

„,Er ist fort. Sie haben ihn mitgenommen. Aber sie haben gesagt, er wird bald wieder zurück sein‘, antwortete der kleine Con (…)

,Er ist fort mit den großen Damen‘, plapperte des kleine Mädchen.“

"Missing Time" bei den Gebrüdern Grimm: Ein seltsames Märchen und Männchen (Bilder: gemeinfrei / Montage/Bearbeitung: Fischinger-Online)
ARTIKEL: Astronautengötter und die Gebrüder Grimm: Ein seltsames Zeitreise-Märchen und ein noch seltsameres “Zwerglein” aus dem Böhmerwald (Bilder: gemeinfrei / Montage/Bearbeitung: Fischinger-Online)

Mary Ryan war außer sich und verstand die Welt nicht mehr. Welche Dame meinen ihre Kinder überhaupt und wohin soll Bill mit ihr gegangen sein!?

Nachdem sich die beiden Kinder etwas beruhigt hatten, erzählte sie der Mutter eine wundersame Geschichte:

Als sie auf der Straße spielten, „wurden sie von einer aufgeregten Stimme in schrillem Tonfall von hinten angerufen“, das sie aus dem Weg gehen sollen.

Sie wandten sich um. Sie blickten auf etwas, das sie nie zuvor gesehen hatten. Es war ein Wagen, bespannt mit vier Pferden, die schnaubten und ungeduldig wieherten, während sie herankamen.“

Prachtvoll und herrlich sei die Kutsche  gewesen, wie es das 1870 aufgezeichnete Märchen weiter erzählt. Die Männern auf diesem Gefährt „wirkten sehr klein und irgendwie unpassend“, „hatten scharfe Gesichtszüge“ und „kleine, ruhelose, wild dreinblickende Augen, und um ihre Münder spielte ein schlaues, boshaftes Lächeln, vor dem die Kinder Angst bekamen“. Auch der Kutscher selber machte den Kindern Angst:

Der kleine Kutscher schimpfte. Seine kleinen wütenden Perlaugen schienen aus ihren Höhlen herausspringen zu wollen, während er die Peitschenschnur um den Kopf der Pferde wirbeln ließ, bis es aussah, als sei da ein Feuerstrahl in der Luft .“

Wie es sich für ein anständiges Märchen gehört, saß in dieser prunkvollen Kutsche eine „Prinzessin“. „Eine schöne und sehr vornehm aussehende Dame“, deren „Licht dieses Lächelns als angenehm“ von den beiden Kindern beschrieben wurde. Begleitet wurde diese Dame von einer weiten Frau:

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Das Oberteil der Kutsche war fast völlig aus Glas, und so konnten die Kinder sehen, dass drinnen noch eine andere Frau mitfuhr, die ihnen nicht so gut gefiel. Es war eine schwarze Frau, mit einem wundervollen langen Hals (…)

Das Gesicht diese schwarzen Frau sah fast aus wie bei einem Totenkopf, hohe Wangenknochen, große starre Augen, bei denen das Weiße, gleich der Farbe ihrer Zähne, einen strahlenden Kontrast zu ihrer Haut bildete. Sie lehnte sich zu der schönen Frau hinüber und schien ihr etwas zuzuflüstern.“

Die beiden fremden Passagiere der wundervollen Kutsche führten allerdings nichts Gutes im Schilde. Sie wollten den hübschen blonden Bill entführen!

Entführt von Feen

Die Kleinen bekamen Angst.

VIDEO: Von Aliens entführt? UFO-Entführungen heute und in der Vergangenheit (Bilder: gemeinfrei / Bearbeitung/Montage: Fischinger-Online)
VIDEO: Von Aliens entführt? UFO-Entführungen heute und in der Vergangenheit (Bilder: gemeinfrei / Bearbeitung/Montage: Fischinger-Online)

„Eine süße Stimme“, die aus dem Inneren des Genährtes kam, und ihnen „wie der Klang einer Silberglocke“ erschien, beruhigte sie jedoch schnell wieder. „Wie das Licht einer Zauberlampe“ habe die vermeintliche Prinzessin gelächelt, als die den kleinen Bill voller Wohlgefallen in Augenschein nahm.

Nun begann die Fee Äpfel auf die Straße zu werfen. Doch die Äpfel verschwanden immer dann, wenn die Kinder danach griffen, in einem Loch oder Graben. Es war jedoch nur ein Trick der Fee oder Feen, um die arglosen Kinder zu täuschen und wegzulocken.

Als ihnen der Betrug klar wurde, und sie bereits ganz woanders waren war es längst zu spät:

Es hatte den Anschein, dass dort die Pferdehufe und das Gefährt einen wunderbaren Staub aufwirbelten, und eine Staubwolke, wie sie auch an ruhigen Tagen manchmal entsteht, schien sich zu bilden. Sie hüllte die Kinder für einen Moment ein und trieb dann wirbelnd gegen den Lisnavoura hin. Inmitten dieses Wirbels aber fuhr die Kutsche.

Plötzlich aber war statt ihrer nur noch Stroh in der Luft, und einige welke Blätter segelten über das Straßenpflaster. Im selben Augenblick verschwand der obere Rand des untergehenden Sonnenballs hinter dem Hügel von Knockdoula, und es wurde Zwielicht. Die Kinder spürten die Veränderung wie einen Schock (…)“

Der Junge Bill war weg. „Geht heim“, forderte eine dunkle Stimme die beiden Kinder auf. Sie sahen aber niemanden, der mit ihnen sprach und so liefen sie weinend und voller Angst schnell heim zu ihrer Mutter.

Der Knabe war und blieb verschwunden. Offensichtlich war er von den Feen verschleppt worden.

Manchmal, so heißt es weiter, sah die Familie Bill noch nachts am Fenster stehen. Jedes Mal aber, wenn sie schnell raus liefen und nach sahen, war er fort. „Molly Ryan sah ihren Sohn nie wieder“ und auch „seine früheren Spielgefährten bekamen ihn wieder zu Gesicht“ …

Wie deuten, was zitieren?

Kaum etwas ist für einen Mystery-Forscher wie mich schwerer, als solche Berichte aus der Anderswelt im Sinne der Prä-Astronautik oder dem UFO-Phänomen zu interpretieren. Einmal liegt es daran, dass derartige Märchen und Sagen immer nur auszugsweise zitiert werden können. Hier stellt sich naturgemäß die Frage, welche Passagen man auswählt, um die Überlieferung nicht zu verfälschen.

Ein weiteres Problem ist natürlich hier Herkunft, das Alter und der Kern der Geschichte. Letzteres ist es ja, was einige Autoren des Phantastischen „modern deuten“ und so mit Themen wie eben Astronautengötter oder UFO-Aliens in Verbindung bringen. In diesem Fall ist es besonders schwer, weshalb ich auch gerade diese Geschichte als Beispiel aus meinem Buch „Begleiter aus dem Universum“ ausgesucht habe.

ARTIKEL: Das uralte UFO-Phänomen! Jahrhundertealte “UFO-Berichte” und Begegnungen mit der Anderswelt (Bild: gemeinfrei / Collage: L.A. Fischinger)
ARTIKEL: Das uralte UFO-Phänomen! Jahrhundertealte “UFO-Berichte” und Begegnungen mit der Anderswelt (Bild: gemeinfrei / Collage: L.A. Fischinger)

Es ist ein „typischer“ Fall von Kindesraub durch eine Fee oder zwei eben Feen, der aber nie in der erzählten Form stattgefunden hat. Doch auch wenn spätere Erzähler allerlei „wundersame“ Ereignisse um den hier relevanten Kern herum gesponnen haben, so bleibt dennoch diese Tatsache erkennbar. Nämlich, dass hier ein Knabe von fremden Wesen verschleppt worden sein soll.

Interessant ist, dass europäische Feen-Märchen die Erlebnisse der Feen-Entführten in der Anderswelt gerne mit Festen und in paradies-ähnliche Gegenden beschreiben. Oft  -sehr oft – durch christliche Elemente ausgeschmückt. Hier aber verschwindet ein Kind für immer, nachdem ein schöne „Prinzessin“ in einer herrlichen Kutsche daher kam.

Wiederum diese „Kutsche“ ist es, die bei dieser Sage nicht ganz „normal“ erscheint. Gleiches gilt für die „Männer“ bei oder auf dieser. Neben den Beschreibungen, wie schön und prunkvoll das Fahrzeug der Fee war, scheint es allerdings auch so, dass sie fliegen konnte. Zumindest könnte man es so anhand des oben zitierten Verschwinden des Vehikels interpretieren.

Aliens, Feen, Geister und … Rassismus?

Ausgelassen wurden bis hierher die umfangreichen Beschreibungen, wie schön die Kutsche, dessen Pferde und all das Zubehör war. Schmückendes Beiwerk ist grundsätzlich Teil ausnahmslos aller Geschichten aus der Folklore! In diesem Feen-Märchen finden sich trotzdem einige deutliche Auffälligkeiten, die nicht ausgelassen werden dürfen.

Auch die Details der Kleidung der zweiten Fee an Bord, der schwarzen Frau, wurden oben weggelassen. Diese habe „viele Ketten aus Perlen verschiedener Farbe“ getragen und „einen Turban aus Seide, die in allen Farben des Regenbogens changierte“. „Zusammengehalten wurde dieser Kopfputz von einem goldenen Stern“, wie es die Kinder gesehen haben wollen. Alles in allem gefiel diese Dame im Wagen den Kindern „nicht so gut“.

Ein rassistisches Märchen?

Im heutigen Zeitalter des grenzenlosen medialen Nazi-Wahn und der wie durch Zauberhand an allen möglichen und unmöglichen Stellen gefundenen Rassismus-Vorwürfe, trifft das mit Sicherheit zu. Es ist schließlich kein Geheimnis, dass „die Gesellschaft“ hierzulande unlängst ganz schnell mit irgendwelchen Aussagen, dass man „keine Toleranz vor Fremden“ hat etc., daher kommt.

Im Märchen des von Feen geraubten Jungen ist es scheinbar ebenso. Nur: umgekehrt.

Verdächtig oft wird in der Sage über den entführten Bill erwähnt, dass er wundervoll blond war. Golden seien seine Haare gewesen, während die Erzählung nebenbei an keiner Stelle vergisst zu erwähnen, welche Haarfarben die anderen Beteiligten hatten. Alle andern hatten nämlich dunkle oder schwarze Haare. Ganz deutlich wird an mehreren Stellen, dass Bill offenbar eben aufgrund seiner Haarfarbe von den Feen verschleppt wurde.

Wie es zu der Wahl kam, gerade Bill zu entführen, wird auch klar gesagt. Die schwarze und nicht so schöne Fee mit dem Turban kam auf die Idee:

Sie lehnte sich zu der schönen Frau hinüber und schien ihr etwas zu zuflüstern.“

Erst daraufhin begann die schöne „Prinzessin“ sich für „den Jungen mit dem goldenen Haar“ genauer zu interessieren, um ihn letztlich zu rauben.

Nie wieder war Bill daraufhin gesehen. Vielleicht aber dann und wann als Geist am Fenster seiner Familie, da dieses Märchen auch als Geistergeschichte bezeichnet wird.

Was kann man da noch glauben?

VIDEO: UFOs und fremde Wesen im Mittelalter und seit Jahrtausenden: Das UFO-Phänomen ist uralt … und keine moderne Erfindung einer “Phantasten”! (Bild & Montage: L. A. Fischinger)
VIDEO: UFOs und fremde Wesen im Mittelalter und seit Jahrtausenden: Das UFO-Phänomen ist uralt … und keine moderne Erfindung einer “Phantasten”! (Bild & Montage: L. A. Fischinger)

Abgesehen davon, dass sowohl Haarfarben wie auch die vielen anderen Details der Geschichte für Mystery-Jäger Beiwerk sind, ist die „Rassismus-Frage“ nicht unberechtigt.

Es scheint, als könne dieses Märchen als eine Art Warnung der damaligen Zeit vor schwarzen Menschen verstanden werden. Schließlich war es auch die schwarze Fee, die scheinbar erst die schöne andere Fee mit ihren blauen Augen (wie es betont wurde) zu der Entführung „anstachelte“. Das Böse ging demnach von ihr aus.

Um das Jahr 1870 wurde „Das Kind, das mit den Feen ging“ von dem irischen Autoren Joseph Thomas Sheridan Le Fanu veröffentlicht. Der 1873 verstorbene Joseph Fanu gilt als Autor von Schauergeschichten und seine Vampir-Erzählung „Carmilla“ von 1872 bildete die Grundlage für Bram Stokers Roman „Dracula“ (1897).

Heute würde die Veröffentlichung eines solchen Märchens mit Sicherheit einen Rassismus-Aufschrei nach sich ziehen. Vor fast 150 Jahren natürlich nicht, da in jenen Tagen eine eine Teilung der Welt in Schwarz und Weiß vollkommen normal war.

Was kann man als Grenzwissenschaftler hier noch „glauben“? Ist die Sage tatsächlich in einer solchen rassistischen Art entstanden? Oder hat Fanu sie sogar als Teil seiner Gruselgeschichten vollständig im Geist seiner Zeit erfunden? Oder kann es sein, dass sich eine entsprechende ursprüngliche Feen-Legende der Folklore durch den irischen Volksmund in eine derart verzerrte Form wandelte?

Obwohl Entführungen von Menschen und deren Kindern durch Wesen aus der Anderswelt fester Bestandteil der Sagenwelt ist, stößt man hier an die Grenzen der Deutungen. Zumindest wenn man bemüht ist, in deren Kernaussagen Spuren von Astronautengöttern zu ermitteln.

Auch auf ein anderes Märchen trifft das zu, das ich vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt auf diesem Blog bzw. bei Grenzwissenschat & Mystery Files einmal vorstelle. Denn die Spuren dieser Feen-Saga führen bis zu den Freimaurern, dem Komponisten Wolfgang Amadeus Mozart und der der damaligen High Society von Wien am Ende des 18. Jahrhunderts …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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“Warum wird Erich von Däniken mundtot gemacht?”: Interessantes Netzfundstück und das Netzwerkdurchsetzungsgesetz (NetzDG) des Heiko Maas

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"Warum wird Erich von Däniken mundtot gemacht?": Interessantes Netzfundstück und das Netzwerkdurchsetzungsgesetz (Bild: Fischinger-Online)
Erich von Däniken und Lars A. Fischinger im Video-Interview: Wird von Däniken wirklich “mundtot gemacht”? (Bild: Fischinger-Online)

Das Netz ist ein Tummelplatz von Meinungen, Ideen, Spekulationen und Vermutungen rund um die Grenzwissenschaft. Obwohl sehr viele dieser Aussagen lediglich auf Missverständnisse und Fehlinformationen beruhen, so kann man doch fast immer auch von diesen lernen. So auch bei einer interessanten Fragestellung zu der Person Erich von Däniken, die ich Euch hier als neues Netzfundstück vorstellen möchte. Vor allem die Kommentare und Antworten einer Online-Community zur Frage, warum von Däniken in den Mainstreammedien “mundtot” gemacht wird, erstaunen sehr. Und zwar mit Blick auf das jüngst in Kraft getretene Netzwerkdurchsetzungsgesetz, wie Ihr hier erfahrt.


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Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Eine “Däniken-Verschwörung” der Medien?

Bereits häufig habe ich auf diesem Blog interessante Netzfundstücke vorgestellt und auch diskutiert. Obwohl es nicht möglich ist, sich bei der Menge an solchen “Fundstücken” rund um die Grenzwissenschaft und Mystery Files auch nur mit einem Teil von diesen zu befassen, stechen einige doch immer wieder hervor.

So auch das Netzfundstück “Warum wird Erich von Däniken mundtot gemacht?”, das am 6. Januar 2018 einer Fragen-Community gestellt wurde:

Ein bekannter Physiker, der viele Sachen aufgedeckt hat, zum Beispiel, dass die Pyramiden von Außerirdischen erschaffen wurden. Er wird von den Fernsehanstalten nicht eingeladen, weil seine Theorien nicht in die Doktrin der Massenmedien passen.

Die Frage an sich ist eigentlich weniger interessant. Kenner der Prä-Astronautik und der Person EvD wissen, dass er kein Physiker ist und das natürlich auch nie behauptet hat. Gleichfalls ist von Däniken sehr wohl auch in den Massenmedien präsent. Und das seit 50 Jahren. Wobei natürlich die Hochzeit dieser TV-Auftritte usw. lange vor dem Internet, dem Privatfernsehen und den Smartphones war.

Vor allem die 1970ger und 1980ger Jahre waren das Zeitalter der Prä-Astronautik und der entsprechenden Bücher rund um diese Themen. Natürlich auch der Veröffentlichungen von EvD selber.

Was aber wesentlich interessanter als die Frage nach einer Art Verschwörung gegen von Däniken der Massenmedien ist, sind darauf folgenden Antworten der Community. Antworten, die eigentlich sprachlos machen sollten.

Das Netzwerkdurchsetzungsgesetz: Heiko Maas, übernehmen Sie!

ARTIKEL: Erich von Däniken, die Prä-Astronautik und die Geschichte eines Mystery-Phänomens: Wie die Ancient Aliens wurden, was sie sind (Bild: Archiv E. v. Däniken / L. A. Fischinger)
ARTIKEL: Erich von Däniken und die Geschichte der Prä-Astronautik (Bild: Archiv E. v. Däniken / L. A. Fischinger)

Kürzlich trat das neue Mediengesetzt mit dem schönen Namen “Netzwerkdurchsetzungsgesetz” in Deutschland in Kraft. Vorgestellt wurde das “Gesetz zur Verbesserung der Rechtsdurchsetzung in sozialen Netzwerken”, das der Volksmund bereits “Facebook-Gesetz” nennt, bereits im Frühjahr 2017 durch den deutschen Justizminister Heiko Maas.

Kern dieses Gesetztes sei es, so das “Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz”, dass Online-Plattformen und Soziale Netzwerke wie eben Facebook dazu verpflichtet werden, Hasskommentare, Beleidigungen und “strafrechtlich relevante” Inhalte binnen eines Frist zu löschen.

Für viele Menschen gleicht das in vielen Teilen einer Zensur. Auch etablierte Journalisten sehen das zum Teil so und üben scharfe Kritik an diesem Gesetz. Der Deutsche Journalistenverband (DJV) fordert sogar eine Rücknahme des Gesetzes.

Bei Facebook ist seit dem vielfach zu beobachten, wie sich dort User über die Löschung von Postings oder Kommentaren oder sogar Sperrungen ihres Accounts innerhalb der Facebook-Gemeinde beschweren. Harmlos erscheinende Kommentare werden entfernt – andere nicht, so die einhellige Meinung.

“Erich von Däniken ist tot”

Was dieses Gesetzt mit Erich von Däniken und dem oben zitierten Netzfundstück zu tun hat, wird schnell klar:

Bis dato bekam die Frage, warum EvD von den Mainstreammedien “mundtot gemacht” wird, 28 Antworten. Dazu kommen ein Dutzend Kommentare zu den jeweiligen Antworten der Netz-Gemeinde. Mehr als auffällig ist dabei, dass auf dieser Plattform das Netzwerkdurchsetzungsgesetz des Heiko Maas offensichtlich keine Anwendung findet.

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Es hagelt in den dortigen Antworten von Beleidigungen gegen die Person Erich von Däniken, die nach dem neuen “Zensur-Gesetzt” etwa bei Facebook samt und sonders entfernt würden! Zwei Beispiele:

“Erich von Däniken hätte Wimbledon-Gewinner oder Nobelpreisträger werden können” – EvD im Interview mit Deutschlandradio (Bilder: Archiv E. v. Däniken / Montage: L. A. Fischinger)
“Erich von Däniken hätte Wimbledon-Gewinner oder Nobelpreisträger werden können” – EvD im Interview mit Deutschlandradio (Bilder: Archiv E. v. Däniken / Montage: L. A. Fischinger)

Weil man Schwätzern ohne jeglichen wissenschaftlichen Hintergrund und scheinbar mit ein paar Schrauben zu locker, keine Bühne gibt.”

EvD ist ein Spinner, Parawissenschaftler und Löffelbieger der ersten Stunde.

Das Wort “Spinner” fällt hier oft.

Eigentlich reicht das im Sinne des Netzwerkdurchsetzungsgesetz, wie Justizminister Heiko Maas unlängst bekanntlich selber erfahren musste. Ein Posting bei Twitter, in dem Maas den Autoren und Politiker Thilo Sarrazin als “Idiot” bezeichnete, wurde von Twitter gelöscht. Obwohl dieser Tweet bereits am 6. November 2010 von Heiko Maas bei Twitter geschrieben wurde. Angeblich sei aber der Grund für die Löschung “unklar” – wer es glaubt.

Auch wenn das NetzDG wahrscheinlich gekippt oder zumindest massiv geändert wird, so sind die Postings bzg. von Däniken schon harter Stoff für dieses. Ein User verbreitet beispielsweise, dass EvD gar nicht mehr unter den Lebenden weile:

Erich von Däniken ist tot, das mal zuerst. Ihn kann niemand mehr, wohin auch immer, einladen.

Obwohl, es fallen neben solch absurden Aussagen auch sachliche Sätze dort. Etwa, dass von Däniken “in den 1980er Jahren eine richtige Medien-Euphorie” auslöste und er weiterhin in den Medien zu finden ist.

“Däniken-Bashing”?

Selbstverständlich sind die Spekulationen und Thesen rund um außerirdische Götter in der Vergangenheit mehr als strittig. Als “anerkannter Prä-Astronautiker und Mystery-Jäger” weiß ich das zu gut. Dabei richtet sich die Hauptkritik eben gegen von Däniken, da er nun schon seit 50 Jahren der bekannteste Autor und Vertreter der Prä-Astronautik ist.

Wie bereits an anderer Stelle berichtet, ist er es gewohnt, dass er von allen Seiten angegriffen und diffamiert wird. Das war nach seinem ersten Buches 1968 ebenso wie heute im Jahr 2018. Ein halbes Jahrhundert Kritik und Angriffe, die einige schon als “Däniken-Bashing” bezeichnen würden.

In der Tat gibt es noch (oder gerade!) heute im Netz viele “Däniken-Hater”. Auch viele Artikel oder Berichte in den “etablierten Medien” schlagen hier oftmals über die Stränge.

Aber hier von einem “Däniken-Bashing” zu sprechen … ist rund weg falsch. Und, dass Kritiker, Hater und Skeptiker auch unter der Gürtellinie “argumentieren” ist eben so und bleibt wohl auch immer so.

Online-Gelassenheit

Talk mit Erich von Däniken im Schweizer TV: “Nimmst Du Drogen oder hast Du Dich mal untersuchen lassen, da Du solche Ideen hast?”
VIDEO: Talk mit Erich von Däniken: “Nimmst Du Drogen oder hast Du Dich mal untersuchen lassen, da Du solche Ideen hast?” (Bild: Screenshot srf.ch/sendungen/schawinski)

Man kann es auch mit Humor nehmen. Das zeigen einige Antworten in der Community meines Netzfundstück, die dort auf eine andere Frage folgten. Gestellt hatte diese der selben User, der von einer Mundtodmachung von von Däniken sprach. So fragte dieser in einer zweiten Frage bei gutefrage.net am 8. Januar 2018:

Warum sind Erich von Dänikens Entdeckungen noch immer nicht Teil von Schulgeschichtsbüchern?

Eine interessante Frage, die ich kürzlich auch in diesem Video auf YouTube gestellt habe.

Obwohl auf diese Frage teilweise die selber User antworteten, die bei der Frage oben noch schimpften, kann man das alles eben auch gelassen angeben:

Sie werden in die neue Ausgabe von Grimms Hausmärchen aufgenommen.

Weil man mit dem Vorlesen von Märchen nach dem Kindergarten i.d.R. aufhört.

Kein Fall für Heiko Maas und seine “Zensur-Behörde”.

Und doch ist das Netzwerkdurchsetzungsgesetz mehr als fragwürdig. Beleidigungen in großen Netzwerken wie Facebook werden gemeldet und verschwinden (zurecht) – vor allem wohl aus Angst der Netzwerke vor Geldstrafen, die das NetzDG  vorsieht – aber in kleinen Communitys darf weiter “gehatet” werden …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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