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Umfrage: Mehr Deutsche glauben an Außerirdische als an das Jüngste Gericht und ewiges Leben. Über die Karteileichen der katholischen Kirche

Meinungsumfrage: Mehr Deutsche glauben an UFOs und Außerirdische als an das Jüngste Gericht. Ein Alarmzeichen für die Kirche? (Bild: WikiCommons/gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)
Die Deutsche glauben lieber an Aliens als an das Ende aller Tage! (Bild: WikiCommons/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Nach einer repräsentativen Meinungsumfrage von “YouGov” im September 2015 in Deutschland, den USA und Großbritannien 52 bis 56 Prozent der Befragten an außerirdisches Leben im Universum. Angesicht der gewaltigen Fortschritte bei der Suche nach Außerirdischen, ist das nicht weiter verwunderlich. Doch zeitgleich kritisierte die katholische Kirche bei der Bischofskonferenz in Fulda den “Mangel an christlichem Glauben in der Gesellschaft”, da deren Lehren “massenhaft angelehnt werden”. Auch und vor allem von den Christen selber, die es zumindest laut Aktenlage sind. Millionen kirchliche Karteileichen und Papier-Christen haben wir inzwischen in Deutschland, was die Kirche schon unlängst selber alamiert hat. Wie und warum, das lest Ihr hier.


Update 23. Dez. 2018

Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen

Aliens statt Jesus

Umfragen zu außerirdischen Leben, UFOs, Aberglauben oder auch Religionen sind für einen Mystery-Forscher sehr oft spannend, wie ich es an anderer Stelle bereits umfangreich zeigte. Auch die Thematik “Außerirdische vs. Kirche” ist interessant, wie es auf diesem Blog bereits mehrfach Thema war.

Nun hat “YouGov” im September 2015 eine Umfrage zu außerirdischen Leben publiziert, die zeigte, dass mehr als die Hälfte der Deutschen, US-Amerikaner und Briten an Aliens im Kosmos glauben. Dabei gehen aber die meisten Befragten (bis zu 59 %) davon aus, dass diese intelligenten Wesen zu weit weg seine, als dass diese hierher kommen. Auch haben wir laut dieser Umfrage einfach nicht die Technologie mit den “Anderen” Kontakt aufzunehmen, wie bis zu 57 % glauben. Obwohl natürlich ein Kontakt mit Wesen von den Sternen schon morgen Realität sein kann. Auch physisch. Wir wissen es nur nicht.

22 % der Deutschen glauben übrigens, dass Außerirdische “die Erde kontaktiert oder besucht (haben), allerdings lange bevor es Menschen gab.” Und nur 17 % der Deutschen glauben an eine Verschwörung der Regierung(en) zu diesem Thema. In den USA sind es 30 %.

Eigentlich hat die Kirche und der Vatikan mit intelligenten Außerirdische unlängst kein Problem mehr. Beispielsweise HIER, HIER, HIER & HIER sowie in diesem Video HIER habe ich das bereits darlegte. Auch wenn der Götterschock und eine Art “Kollaps der Religionen” dennoch durchaus Realität werden kann!

Aber die katholische Kirche hat ein ganz anders Problem, wie es ziemlich zeitgleich zu der “YouGov”-Meinungsumfrage bei der deutschen Bischofskonferenz in Fulda erläutert wurde: Der Kirche laufen in Massen die Gläubigen weg. Oder besser gesagt: “Christen” haben keine Lust mehr an die Glaubensvorgaben der Kirche aus Rom zu glauben.

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Kirche mehr als nur in Not

Der neue Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki bemängelte bei der herbstlichen Bischofskonferenz in Fulda den mangelhaften Glauben an die Lehren der Christenheit in der Gesellschaft. Die Lehren der Kirche haben sich, so Kardinal Woelki im Dom zu Fulda, unlängst in Wohlwollen aufgelöst. Die Christen glauben einfach nicht mehr an das, was die Kirche als Dogma lehrt.

Und Kardinal Woelki ist angesichts dieser Tatsache mehr als besorgt:

Dass nur ein Drittel der Deutschen an die Auferstehung Christi glaubt, müsste die Kirchen schon einigermaßen beunruhigen, wenn doch nach Aktenlage zwei Drittel Christen sind. (…)

Selbst unter den Gläubigen werden zentrale Inhalte der christlichen Botschaft massenhaft abgelehnt. 60 Prozent glauben nicht an ein ewiges Leben. Diese Form der Diaspora ist allerorten unsere pastorale Realität.”

Das sind nicht nur deutliche und klare Worte über den Zustand der Christen, sondern es dürften aus Sicht des Vatikan erschreckende Zustände sein! 60 Prozent – also fast Zweidrittel! – der “Gläubigen” glauben nicht ans das ewige Leben. Das muss man sich vergegenwärtigen, denn das ewige Leben bzw. die Auferstehung Jesus Christus ist das Fundament des Christentum.

Was nun, Kirche? Ich persönlich bin schon seit Jahrzehnten fest davon überzeugt, dass der Mensch sich seit langer Zeit sehr oft ganz individuell seinen eigenen Glauben zurecht zimmert. Nicht nur, dass zum Beispiel in Lateinamerika christliche Lehren mit dem alten “Heidentum” vermischt werden, sondern auch in den Industrienationen glauben sicher die meisten Menschen an “irgendwas”.

Millionen Karteileichen und Papier-Christen

“Gläubige” bedienen sich einfach aus einem Fundus von spirituellen Vorstellungen und erfinden so ihren ganz eigenen Religions-Mix. Gleichgültig was der Papst im Rom, die Bibel, der Katechismus oder der lokale Dorfpriester sagen und lehren. Sofern man überhaupt davon Kenntnis hat. Christlich geboren, getauft usw. ist keine Garantie, dass man nicht (wie die meisten) als verstaubte Karteileiche der katholischen Kirche endet. Und von diesen gibt es folglich Millionen.

Diese Papier-Christen bleiben nämlich in der Kirche. Sie bleiben Mitglieder, zahlen ihre Kirchensteuer und sind damit laut Aktenlage Christen. Vielleicht picken sie sich einige schöne Bräuche des Christentums heraus, da sie ihnen gefallen. Etwa und vor allem Weihnachten oder diverse Oster-Traditionen. Mehr auch nicht.

Das weiß die Kirche mit Sicherheit auch selber. Zumal dann, wenn sie hierzulande in ihre leeren Kirchen schaut. Außer natürlich zu Weihnachten. Schließlich besucht man dann “als Christ” die Kirche, da man das halt so macht. Die mit Papier-Christen überfüllten Kirchen zu den Weihnachtsfeiertagen oder Heilig Abend zeigen das jedes Jahr erneut. Eigentlich eine Beleidigung aller wirklich gläubigen Christen!

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Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Artikel: Der Vatikan und die Außerirdischen – Die Haltung der katholischen Kirche zu der Frage “Leben im Universum?” und intelligenten Aliens

Der Vatikan, der Papst und die Außerirdischen – Die Haltung der katholischen Kirche zu der Frage Leben im Universum (Bild: L. A. Fischinger /NASA / Montage: L. A. Fischinger)
Der Vatikan, der Papst und die Außerirdischen: Die Haltung der katholischen Kirche zu der Frage Leben im Universum (Bild: L. A. Fischinger /NASA / Montage: L. A. Fischinger)

In einem Interview mit dem vielsagenden Titel “Der Außerirdische ist mein Bruder” (“L’extraterrestre è mio fratello”) spricht Vatikan-Astronom Fundes auch über die Frage nach (intelligenten!) Leben im All und die Beziehung des katholischen Glaubens dazu. Er stellt darin eindeutig klar, dass der weit verbreitete Glaube an außerirdische Zivilisationen in keinerlei Widerspruch zum Glauben an Gott steht. Denn die Haltung des Vatikan bzw. der katholischen Kirche zu “Aliens & Co.” ist unlängst nicht mehr ablehnend. Zumindest gilt das für die Führer der Kirche. Mit Blick auf die Suche nach Leben auf dem Mars oder auch einer Erde 2.0 ist auch die Frage, wie genau die Kirche das alles sieht.

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Weltweite Umfrage: Rund die Hälfte der Menschheit glaubt an Außerirdische und möchte Kontakt aufnehmen – das Nachsehen hat die Kirche

Weltweite Umfrage: Rund die Hälfte der Menschheit glaubt an außerirdisches Leben (Bilder: PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Weltweite Umfrage: Rund die Hälfte der Menschheit glaubt an außerirdisches Leben (Bilder: PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Die Überzeugung, dass es im Universum anders Leben und außerirdische Zivilisationen gibt, hat in den letzten Jahren immer mehr zugenommen. Vor allem auch durch die Entdeckung Tausender Exoplaneten, von denen einige potentiell sogar bewohnbar sind. Der Glaube, das es Leben im All gibt, steigt von Umfrage zu Umfrage, die bisher auf nationalen Ebenen durchgeführt wurden. Doch auch eine internationale Befragung in 24 Ländern der Erde hat dies gezeigt. Nach dieser glauben fast 50 Prozent der Befragten weltweit an intelligente außerirdische Zivilisationen im All und viele von ihnen wünschen sich einen Kontakt mit diesen Aliens. Eine erstaunliche Erhebung aus dem Bereich der Naturwissenschaft und dem Glauben an Außerirdische. Parallel dazu nimmt aber deutlich erkennbar ein anderer Glaube ab. Nämlich die Gläubigen des Christentums. Alle Details und Hintergründe zu der internationalen Umfrage und dem Niedergang des Christentums erfahrt Ihr in diesem Beitrag.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Leben im All und Außerirdische

Bis vor rund zwei Jahrzehnten musste man sich geradezu rechtfertigen wenn man sagte, dass man an Außerirdische glaubt. Das Thema Leben im All hatte in der breiten Öffentlichkeit eher den Hauch des Verrückten und war für viele Menschen “verrücktes Zeug”. Ein Gebiet, dass man lieber der Science-Fiction oder irgendwelchen “UFO-Spinnern” überlies.

Dieses Bild zum Thema außerirdisches Leben hat sich in den letzten Jahren drastisch gewandelt. Zumindest für all jene, die sich dazu etwas mehr informiert und  gebildet haben. Und schon lange sind Außerirdische und Leben im All auch und vor allem für Astronomen kein Tabu mehr!

Verschiedene nationale Umfragen belegen außerdem, dass der Glaube an Leben außerhalb der Erde in den letzten Jahren immer weiter zugenommen hat. Je höher die Bildung, je eher glaubt man an fremdes Leben in den weiten des Alls. Vor allem die Fortschritte in der Astronomie wie die Entdeckung Tausender Exoplaneten führten zu diesem radikalen Wechsel der Ansichten über Aliens.

Dabei muss man aber drei Unterscheidungen klar unterstreichen:

  1. Der Glaube, dass es primitives Leben im All gibt. Etwa Mikroorganismen auf dem Mars oder in Lichtjahren Entfernung auf einem Exoplaneten. Zum Beispiel dem Planeten Proxima Centauri b im Sternsystem Alpha Centauri (s. a. HIER, HIER & die Videos HIER & HIER).
  2. Der Glaube, dass es im Universum technologische Alien-Zivilisationen gibt, die womöglich wesentlich fortgeschrittener sind als wir. Vielleicht sogar Millionen dieser außerirdischen Zivilisationen.
  3. Der Glaube, dass hinter dem UFO-Phänomen Außerirdische stecken.

Die unterschiedlichen Umfragen der letzten Jahre haben gezeigt, dass der Glaube an alle drei Punkte zugenommen hat. In abnehmender Reihenfolge zu dieser Auflistung allerdings.

Die Hälfte der Menschheit glaubt an Außerirdische

Was neben den zahlreichen nationalen Umfragen der Vergangenheit fehlte war eine weltweite Umfrage zu Leben im All. Diese wurde bereits 2017 veröffentlicht und fand zwischen Dezember 2015 und Februar 2016 in 24 Ländern in 15 Sprachen statt. Hierbei wurden insgesamt 26.492 Menschen befragt, die 62 Prozent der Weltbevölkerung sowie 80 Prozent der Weltwirtschaft widerspiegelten.

Und die Ergebnisse der “Glocalities”-Umfrage sind durchaus erstaunlich!

Demnach glauben 47 Prozent der befragten Person nicht nur an irgendwelches primitives Leben im All, sondern “an die Existenz intelligenter außerirdischer Zivilisationen im Universum”. Der Forschungsdirektor der Umfrage, Martijn Lampert, brachte dieses Ergebnis auf den Punkt:

Menschen, die an die Existenz intelligenter außerirdischer Zivilisationen glauben, sind keine marginale Minderheit, sondern bilden ein großes (47%) und eigenständiges Segment unkonventioneller und antiautoritärer Denker mit einer Leidenschaft für Wissenschaft, Technologie, Kultur, Politik und Kunst. Aufgrund ihrer Faszination für Wissenschaft, Kunst und das Leben im Universum charakterisieren wir sie mit dem Begriff Homo Universalis.

Hierbei glauben Russen, Mexikaner und Chinesen eher an die Existenz intelligenter außerirdischer Zivilisationen als Menschen in den USA. Ein weiteres erstaunliches Ergebnis, da die USA als das Land der Aliens und UFOs gilt. Am wenigsten wiederum glauben die Türken, Niederländer und Indonesier an die Existenz solcher Alien-Zivilisationen.

Der “Homo Universalis”

Mehr noch, denn von diesen 47 Prozent gaben wiederum 60 Prozent an, dass wir Menschen versuchen sollten Kontakt mit diesen Außerirdischen aufzunehmen. An “irgendeine Form von Leben auf anderen Planeten” glauben sogar 61 Prozent der Umfrageteilnehmer. Also an Mikroorganismen oder andere Lebewesen, die wir im Allgemeinen als “primitiv” ansehen.

Nur bescheidene 17 Prozent schlossen nach dieser Umfrage aus, dass es Leben außerhalb der Erde gibt. Dagegen glaubten 25 Prozent sogar, “dass die erste Form des Lebens auf der Erde von einem anderen Ort im Universum hierher gekommen ist”.

Daneben zeigte die Ergebung, dass jene Menschen, die “an die Existenz intelligenter außerirdischer Zivilisationen glauben”, fünf typisches “Werteprofile” haben. Demnach sei der “Homo Universalis”:

  1. Sehr naturwissenschaftlich interessiert und glaubt an den technischen Fortschritt.
  2. Offen, tolerant, wertschätzend und antiautoritär eingestellt.
  3. Ein ganzheitliche Denker, der glaubt, dass alle Dinge und Phänomene miteinander verbunden sind.
  4. Überzeugt, dass unsere Träume und Vorstellungen die Realität schaffen, in der wir leben.
  5. Interessiert an Politik und für politische Transparenz.

Martijn Lampert ist nach der Umfrage überzeugt, dass sich genau diese Gruppe Menschen “mehr und mehr in die Debatte über die Zukunft der Menschheit und den Platz des Planeten Erde im Universum engagieren wird”. Nicht nur die Entdeckungen von Exoplaneten würde die hohe Prozentzahl jener Menschen erklären, die an außerirdische Zivilisationen glauben, so Lampert weiter. Auch der Erfolg von Science-Fiction-Filmen wie Avatar, Star Trek und vor allem STAR WARS hätten daran Anteil.

Der Wandel im Glauben …

“Glauben gehört in die Kirche!” – Das ist ein allseits bekannter Spruch. Auch bei der Frage “glaubst Du an Außerirdische?”.

Diese Umfrage von “Glocalities” beweist aber einmal mehr auf Neue eine Verlagerung von “Glauben”. Immerhin haben wir (bisher!) keinen unumstößlichen Beweis für irgendeine Art und Form von Leben im All. Also glauben alle Befragten nur daran. Und das umso mehr, je mehr diese an den naturwissenschaftlichen interessiert sind.

Der Katholischen Kirche hingegen rennen die Gläubigen in Scharen davon. Nicht nur einige Schäfchen kehren der Kirche den Rücken, sondern ganze Herden verlasen das Haus Gottes oder schlicht das Christentum. Nicht nur Umfragen, die massive Zahl der Kirchenaustritte oder diverse Statistiken zeigen das (s. a. Blog-Artikel HIER), sondern allein schon die leeren Kirchen.

So besuchten im Jahr der Veröffentlichung der Umfrage (2017) rund 2,3 Millionen Menschen regelmäßig den katholischen Gottesdienst am Sonntag. Nur muss man sagen, denn 1950 waren es noch fast 12 Millionen sonntägliche Kirchgänger in Deutschland, wie es die Statistik zeigt. 167.500 Personen sind aus der Katholischen Kirche und ca. 200.000 aus der Evangelischen Kirche 2017 ausgetreten.

Ein eindeutiger Trend!

Der Glaube an Wissenschaft, Technik und Forschung und die damit einhergehende Überzeugung, dass wir nicht allein im Kosmos sind, nimmt den Kirchen die Gläubigen weg. Obwohl sich, wie in zahlreichen Beiträgen auf Grenzwissenschaft und Mystery Files gezeigt, Christentum oder der Glauben an außerirdische Zivilisationen nicht ausschließen.

Im Gegenteil, da selbst die Kirche und der Papst die mögliche Existenz von Aliens anerkennen.

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Aktivitäten von Dämonen nehmen dramatisch zu: Ein irischer “Teufelsaustreiber” fordert von der Kirche mehr Exorzisten auszubilden

Aktivitäten von Dämonen nehmen dramatisch zu: Ein irischer "Teufelsaustreiber" fordert von der Kirche mehr Exorzisten auszubilden (Bild: gemeinfrei)
Aktivitäten von Dämonen nehmen dramatisch zu: Ein irischer “Teufelsaustreiber” fordert von der katholischen Kirche mehr Exorzisten auszubilden (Bild: gemeinfrei)

Es mag heute mittelalterlich erscheinen oder von irgendwelchen “primitiven Völkern” im Urwald stammen, aber Exorzismus gibt es bis heute in der katholischen Kirche. Wie bereits mehrfach auf diesem Bog berichtet, ist Exorzismus tatsächlich noch immer fester Bestandteil der Kirche. Eigens dafür bildet der Vatikan selber solche “Teufelsaustreiber” aus, die dann in aller Welt den Kampf gegen Satan, böse Dämonen und Besessenheit aufnahmen. Jetzt aber fordert ein Exorzist in einem offenen Brief an die Kirche, dass diese mehr Exorzisten ausbilden müsse. Der Grund ist, dass Aktivitäten von Dämonen und dem Bösen enorm zugenommen haben!


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Exorzisten

Teufelsaustreiber gibt es eigentlich in allen Teilen der Welt sowie in zahllosen Kulturen. Die wenigsten dieser Menschen sind aber auch “kirchlich anerkannte Exorzisten“, die im Auftrag des Vatikan handeln und auch in Rom ausgebildet wurden. Im schlimmsten Fall sind solche selbsternannten Teufelsaustreiber charismatische Sekten-Gurus.

Auch wenn es in der katholischen Kirche ein Regelwerk für Exorzisten gibt und weiterhin dort solche Geistlichen ausgebildet werden, ist der Glaube an das Böse und Satan allgegenwärtig. Hier sieht die Kirche das Problem, dass sich Scharlatane, Gurus oder Geistheiler in ihre Tattätigkeit des Exorzismus einmischen. Nicht unbegründet befürchtet der Vatikan dadurch Schaden an Leib und Leben angeblich von Dämonen oder dem Teufel besessenen Menschen!

Enormer Anstieg “dämonische Aktivitäten” in Irland

Der Exorzist Pater Pat Collins aus Irland schlägt deshalb jetzt Alarm, wie es verschiedenen Medien berichten. Er sieht sich in Irland einem dramatischen Anstieg von teuflischen Aktivitäten gegenüber und fordert die Bischöfe seinen Landes und die Kirche dazu auf, mehr Exorzisten auszubilden.

In den letzten Jahren seien die Anfragen von besorgten Gläubigen nach einem Exorzismus so gewaltig angestiegen, dass die Kirche eingreifen müsse. So berichtetet es beispielsweise “The Irish Catholic”.

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Pater Pat Collins dazu:

Was ich verzweifelt herausfinden musste, sind Leute, die in ihren eigenen Köpfen – zu Recht oder zu Unrecht – glauben, dass sie von einem bösen Geist befallen sind.

Ich denke, in vielen Fällen glauben sie falsch, aber wenn sie sich an die Kirche wenden, weiß die Kirche nicht, was sie mit ihnen machen soll und sie verweisen sie entweder an einen Psychologen oder an jemanden, von dem sie gehört haben, dass er sich für diese Form des Dienstes interessiert. Und so fallen sie zwischen die Ritzen und ihnen wird oft nicht geholfen.

Genau darum verlangt Collins, dass die Kirche mehr Exorzisten ausbilden muss. Eine Aussage, die auch die “International Association of Exorcists” (IAE), die Vereinigung der katholischen Kirche von einigen hundert aktiven Exorzisten, teilt.

Satan oder Psychiatrie?

Der Exorzist Pater Collins ist überzeugt:

Es gibt immer mehr Beweise für das niederträchtige Treiben des Bösen.

Andere Exorzisten sind der selben Meinung. Doch nicht jeder “vom Teufel besessene Mensch” ist es auch, wie es die Kirche auch selber sagt. Es wäre auch mehr als vermessen zu behaupten, dass alle Menschen, die sich in irgendwelchen Wahnvorstellungen und psychischen Ausnahmezuständen verlieren, gleich von Dämonen besessen sind.

Zwischen dämonischer Aktivität und einer psychischen Erkrankung muss klar unterschieden werden. Dazu heißt es im “Katechismus der Katholischen Kirche”:

Der Exorzismus dient dazu, Dämonen auszutreiben oder vom Einfluss von Dämonen zu befreien und zwar kraft der geistigen Autorität, die Jesus seiner Kirche anvertraut hat. Etwas ganz anderes sind Krankheiten, vor allem psychischer Art; solche zu behandeln ist Sache der ärztlichen Heilkunde. Folglich ist es wichtig, dass man, bevor man einen Exorzismus feiert, sich Gewissheit darüber verschafft, dass es sich wirklich um die Gegenwart des bösen Feindes und nicht um eine Krankheit handelt.” (KKK, 1673)

Pater Collins und die “International Association of Exorcists” sehen sich angesichts der Flut an Exorzismus-Nachfragen ihrer “Schäfchen” schlicht überfordert.

Gleich ob es nun “echte Besessenheit” oder eine psychische Erkrankung in den Augen der Kirche ist, muss diesen Menschen geholfen werden.

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Lars A. Fischinger

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Der Astronom des Papstes würde auch Außerirdische taufen – doch nicht nur er. Aber warum sollte die Kirche das?

Außerirdische taufen? Der Astronom des Papstes würde es tun - aber nicht nur er (Bilder & Montage: L. A. Fischinger)
Außerirdische taufen? Der Astronom des Papstes würde es tun – aber nicht nur er (Bilder & Montage: L. A. Fischinger)

Das Thema “Kirche und Außerirdische” war in den letzten Jahren bereits häufiger auch Thema auf diesem Blog. Vor allem dahingehend, wie die Kirche heute zur Frage nach Intelligenzen im All steht. Jetzt hat der Jesuit Guy Consolmagno, der Direktor der Vatikanischen Sternwarte in Castel Gandolfo in Italien, in einem Interview gesagt, dass er intelligente Außerirdische auch christlich taufen würde. Der Astronom ist sicher, dass es Leben im All gibt. Doch mit der Aussage, dass er Aliens taufen würde, ist er im Vatikan lange nicht allein. Auch der Papst höchst selbst würde das tun. Nur gibt es bei den vatikanischen Aussagen zu Leben im All und der Taufe von Außerirdischen eklatante Probleme. Welche das warum sind, wieso Aliens keine Juden werden können und wie genau das mit der Taufe von ihnen gemeint ist, erfahrt Ihr erneut hier.


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Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Kürzlich berichtete ich über ein Interview des Radios “Deutschlandfunk” mit dem Ex-Astronauten Ulrich Walter. Darin ging es um Leben und Zivilisationen im Universum, wobei Alien-Zivilisationen für Walter zumindest in unserer Milchstraße als mehr als unwahrscheinlich angesehen wurden.

Im Rahmen der Radio-Serie “Ferne Welten” von “Deutschlandfunk” wurde jetzt auch der Astronom Guy Consolmagno interviewt. Er ist der Leiter der Sternwarte des Vatikan, die südlich von Rom im Castel Gandolfo liegt. Eine Sternwarte, die nicht nur im Auftrag des Vatikan und des Papstes das All erforscht, sondern indirekt auch nach Leben darin sucht.

“Ich wäre sehr überrascht, wenn es kein außerirdisches Leben gäbe”

Heute wurde das Interview online veröffentlicht und sorgt dabei bei einigen Medien für erstaunen. Nicht nur, dass Guy Consolmagno sich überzeugt zeigt, dass es außerirdisches Leben geben muss, sondern auch, das solches Leben kein Widerspruch zu seinem Glauben an Gott sei. Eine Aussage, die aber lange nicht neu ist, wie auf diesem Blog immer wieder berichtet wurde.

So etwa sagte Consolmagno im Interview am 5. August zur Frage ob es außerirdisches Leben gibt:

“(…) Aber ich glaube, dass es möglich ist und deshalb forsche ich auch intensiv danach. Und als Direktor des vatikanischen Observatoriums unterstütze ich andere in unserem Observatorium, die auch danach forschen.

VIDEO: Der Vatikan und die Außerirdischen: brauchen wir (eines Tages) Weltraummissionare? (Bild: L.A. Fischinger / WikiCommons/gemeinfrei / NASA/JPL-Caltech)
VIDEO: Der Vatikan und die Außerirdischen: brauchen wir (eines Tages) Weltraummissionare? (Bild: L.A. Fischinger / WikiCommons/gemeinfrei / NASA/JPL-Caltech)

(…)

Ich wäre sehr überrascht, wenn es kein außerirdisches Leben gäbe, zumindest bakteriologisches Leben. Es gibt Hinweise auf bakteriologisches Leben auf dem Titan, dem größten Mond des Planeten Saturn. Und der Titan ist so kalt, dass wir uns dort keine Leben vorstellen könne, wie wir es kennen. Aber organische Verbindungen können seltsame und wunderbare Dinge schaffen und wer weiß, ob sie nicht Leben selbst in der Kälte des Titan erzeugen können.

“Würden Sie einen Außerirdischen taufen?”

Im Interview wurde Guy Consolmagno selbstverständlich auch nach dem christlichen Gott im Zusammenhang mit Außerirdischen gefragt. Ebenso aber auch danach, ob er als Katholik Aliens auch taufen würde. Dazu sagte der vatikanische Astronom:

Nur wenn Sie mich danach fragen würden. Aber diese Frage, danach, ob ich einen Außerirdischen taufen würde, die werde ich immer wieder gefragt und meine schnell dahingesagte Antwort lautete:

Nur wenn sie mich danach fragen würden. Aber in der Tat, das ist eine sehr wichtige Antwort. Denn wenn Sie jemanden taufen wollen, dann müssen sie ihn vor sich haben, sie müssen mit ihm kommunizieren können, sie müssen herausfinden, ob sie ihn verstehen können und ob er Sie verstehen kann. Das alles ist eine Kette von Voraussetzungen. Und wenn dieser Kette irgendwo unterbrochen ist, dann stellt sich diese Frage – ob ich ihn taufen würde.”

Dass Consolmagno als “Astronom des Papstes” diese Frage immer wieder gestellt wurde, liegt nicht zuletzt auch an einem Buch von ihm selber. Denn diese dem Geistlichen immer wieder gestellte Frage wurde auch der Titel eines Buches von ihm und Paul Mueller: “Would You Baptize an Extraterrestrial?“, das unter dem deutschen Titel “Wo war Gott, als das Universum geschaffen wurde?” 2016 erschien.

Aliens – auch der Papst würde sie taufen

Obwohl nach erscheinen des Interviews mit Consolmagno bei “Deutschlandfunk” verschiedene Medien erstaunt darüber berichten, ist diese Aussage nicht neu. Die Presse hat beispielsweise auch nach erscheinen des oben genannten Buches von ihm und Paul Mueller im Sommer erstaunt über diese berichtet.

UMFRAGE: Mehr Deutsche glauben an Außerirdische als an das Jüngste Gericht und ewiges Leben. Über die Karteileichen der katholischen Kirche (Bild: WikiCommons/gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)
UMFRAGE: Mehr Deutsche glauben an Außerirdische als an das Jüngste Gericht und ewiges Leben(Bild: WikiCommons/gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)

Allerdings steht Guy Consolmagno hier in guter (neuer) Tradition zur katholischen Kirche. Auch Jose Gabriel Fundes, der frühere “Astronom des Papstes” an der vatikanischen Sternwarte in Castel Gandolfo, sprach vor fast 10 Jahren in einem Interview umfassend über Leben und Intelligenzen im Kosmos und Gott. Dieses Interview erschien in der angesehenen Vatikan-Zeitung “L Osservatore romano” am 14. Mai 2008 und sorgt damals für viel Wirbel in den Medien.

Wirbel vor allem deshalb, da Fundes einige erstaunliche Aussagen über (intelligentes) Leben im All und die Beziehung des katholischen Glaubens dazu tätigte, die viele Menschen mehr als erstaunten.

Das Zitat “Der Außerirdische ist mein Bruder” (“L’extraterrestre è mio fratello”), so auch der Titel des Interviews, machte 2008 die mediale Runde. Und Funes stellte vor rd. 10 Jahren eindeutig klar, dass der weit verbreitete Glaube an außerirdische Zivilisationen in keinerlei Widerspruch zum Glauben an Gott stehe.

Und der Papst als “oberster Hüter des Glaubens”?

In der Frühmesse im Gästehaus “Santa Marta” im Vatikan am 12. Mai 2014 predigte Papst Franziskus über die katholische Kirche, die ihre Türen immer offen halte. Die Kirche verschließe niemanden die Tore, so der Papst damals. Und das gilt ausdrücklich auch für Außerirdische:

Das ist etwas, was unausdenkbar war. Wenn morgen eine Expedition von Marsmännchen käme, zum Beispiel – grün, mit langer Nase und großen Ohren, so wie Kinder sie malen – und eines von ihnen bittet um die Taufe, was würde dann passieren?

Papst Franziskus bezog sich hier auf die Apostelgeschichte im Neuen Testament. Darin heißt es ab Kapitel 11, ab Vers 1, dass dem Apostel Petrus Vorwürfe gemacht wurden, dass er zum Beispiel “zu unbeschnittenen Männern hineingegangen und (…) mit ihnen gegessen” habe. Ein Problem des aus dem Judentum beginnenden Christentums im 1. Jahrhundert: Dürfen auch unbeschnittene Männer getauft werden? Also auch “Heiden” – Nicht-Juden – Christen werden?

Papst Franziskus dazu weiter:

“Wer bin ich denn, dass ich Hindernisse aufbauen dürfte? Ein schönes Wort für Bischöfe, Priester, auch für Christen im allgemeinen: Wer sind wir denn, dass wir Türen schließen dürften? In der alten Kirche gab es das Amt des Türöffners – der ließ die Leute eintreten. Aber ein Amt des Türschließers hat es in der Kirche nie gegeben!

Und da auch Aliens Nicht-Juden sind, können auch sie die Taufe empfangen. Eben wie die Nicht-Juden im 1. Jahrhundert bei den ersten Christen.

Außerirdische Juden und ein zweiter Jesus Christus?

Wenn Außerirdische zur Erde kommen, können diese zum Judentum konvertieren? Was Rabbiner zu Aliens und Leben im Universum sagen (Bild: gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)
Können Außerirdische zum Judentum konvertieren? Was Rabbiner zu Aliens und Leben im Universum sagen (Bild: gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)

Fremde Wesen aus dem All sind selbstverständlich keine Juden. Ebenso wenig wie sie irgendeiner anderer Religion der Erde angehören, die wir heute so zur Auswahl haben.

Zumal Außerirdische laut einer umfangreichen Analyse der jüdischen Texte durch den Rabbiner David Geballe in der “Jüdischen Allgemeinen” sowieso keine Juden werden können. Selbst wenn diese es gerne möchten. In meinem Blog-Beitrag “Wenn Außerirdische zur Erde kommen – Was Rabbiner zu Aliens und Leben im Universum sagen” habe ich diese Aussagen des Rabbiner vom 28. Juli 2016 damals einmal genauer dargelegt und hinterfragt.

Immerhin ist Geballe als Rabbiner in seiner Untersuchung zu Frage nach Intelligenzen im All sicher, dass es Aliens geben könnte. Es sei kein Widerspruch zum jüdischen Glauben. Diese Fremden könnten dabei sogar weit intelligenter als wir Menschen sein, unterstrich Geballe 2016 in seinen Ausführungen. Allerdings haben sie keinen freien Willen, da Gott sie für die Menschen erschaffen habe, so der Rabbiner weiter. Kein freier Wille – keine Konvertierung zum  Judentum …

Jose Gabriel Funes, der vatikanische Astronom, der das oben zitierte Interview “Der Außerirdische ist mein Bruder” 2008 gab, legte am 31. Juli 2015 allerdings zu diesem Thema nach. Er erklärte damals, wie ich es HIER kritisch kommentierte, wie es eigentlich mit Aliens und Jesus Christus aussehen würde. Fundes:

Die Entdeckung außerirdischen Lebens heißt nicht, dass es auch einen außerirdischen Jesus gibt. Die Inkarnation von Gottes Sohn ist ein einmaliges Ereignis in der Geschichte der Menschheit, des Universums.”

Wie Ihr HIER von mir nachlesen könnt, ist das Ergebnis von Fundes Überlegungen geradezu erschreckend für uns als Menschheit. Um es milde zu sagen. Es würde nämlich nicht mehr und nicht weniger bedeuten, dass die Menschheit eine Art “Schrecken der Schöpfung” im Kosmos sei. Und zwar nur wir Menschen, niemand anderes im Universum sonst. Nur die Menschheit musste folgerichtig durch Jesus Christus erlöst werden, da er nach dieser Aussage nur einmal in der Geschichte des Universums Inkarnierte. Als Mensch vor 2.000 Jahren.

Wieso dann allerdings Außerirdische die Taufe empfangen sollen, ist ein Rätsel. Die Taufe ist ja der erste Schritt zur Erlösung durch Jesus/Gottes Sohn im Christentum. So gelangt man letztlich zu ewigen Leben. Oder, wie Jesus es im Johannes-Evangelium Kapitel 14, Vers 6 sagte, “niemand kommt zum Vater denn durch mich”.

Und da er ja ausschließlich auf diesem Planten als Erlöser inkarniert sein soll, brauchen  Aliens keine Erlösung und damit keine Taufe, oder?

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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VLOG: Protzverein Kirche? Streitfall Franz-Peter Tebartz-van Elst – Bischof von Limburg

Streitfall Franz-Peter Tebartz-van Elst (Bild: L. A. Fischinger)
Streitfall Franz-Peter Tebartz-van Elst (Bild: L. A. Fischinger)

Seit Wochen in den Medien: Der neue Bischofssitz in Limburg von Bischof Tebartz-van Elst und seine gewaltigen Baukosten. Noch diese Woche berichtete das Medien zum Teil, dass die Bauarbeiten letztlich bis zu 40 Millionen Euro kosten könnten. Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung” legte dabei mit einem überaus schwammigen Gerücht nach, dass der Bruder des Bischof, Prof. Dr. Ludger Tebartz-van Elst, ihm ein „Asperger-Syndrom” diagnostizierte. Während Papst Franziskus im Vatikan Bescheidenheit predigt – überschlägt sich die Presse mit immer neuen Berichten über die Prunksucht und den Reichtum der Kirche in Deutschland. Alles nur Panikmache und Hetze?!

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Umfrage zum Kreationismus in Deutschland: Je öfter Sonntags in der Kirche – je öfter wird die Evolutionstheorie abgelehnt!

Ein Problem der Kreationisten? Jerusalem ist älter als die Schöpfung des Universums (Bild: WikiCommons/gemeinfrei / NASA / Montage: L. A. Fischinger)
Viele Menschen glauben fest an die Schöpfung des Universums durch Gott und lehnen moderne Naturwissenschaft ab. Das zeigte auch eine Forsar-Umfrage in Deutschland  (Bild: WikiCommons/gemeinfrei / NASA / Montage: L. A. Fischinger)

Mir fiel kürzlich eine sehr interessante Umfrage der “Forschungsgruppe Weltanschauungen in Deutschland” von 2005 zur “Auffassung über die Entstehung und Entwicklung des Lebens auf der Erde” auf. Eine interessante Erhebung zu Auffassungen in Deutschland über die Entstehung und Entwicklung des Lebens auf der Erde und uns Menschen und damit auch zum Kreationismus. War es die Natur oder Gott, war dabei die grundsätzliche Fragestellung.

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Erich von Däniken im Interview zu Gott, Jesus und die Bibel: “Nicht zu fassen, wie eine Milliarde Menschen so einen Blödsinn glauben kann!”

Erich von Däniken im Interview: "Nicht zu fassen, wie eine Milliarde Menschen so einen Blödsinn glauben kann!" (Bilder PixaBay/gemeinfrei & E. v. Däniken/sagenhaftezeiten.com)
Erich von Däniken im Interview: “Nicht zu fassen, wie eine Milliarde Menschen so einen Blödsinn glauben kann!” (Bilder PixaBay/gemeinfrei & E. v. Däniken/sagenhaftezeiten.com)

Seit nunmehr einem halben Jahrhundert schreibt Erich von Däniken Bücher, gibt Interviews, hält Vorträge und ist in TV-Sendungen und -Dokus zu sehen. Zählen kann diese längst niemand mehr. Auch nicht seine Interviews der letzten 50 Jahre, die in Zeitungen, Magazinen, Fernsehen oder bei YouTube erschienen sind. Viele der darin enthalten Aussagen und Meinungen von Erich von Däniken kennen seine Leser, Fans und auch Kritiker. Entweder aus anderen Interviews, oder, da sie seine Bücher gelesen haben. Obwohl viele Interviews mit von Däniken meist recht kurz und allgemein sind, gibt es Ausnahmen. So ein Interview vom November 2013, in dem er sich zum Teil recht umfangreich und klar äußerte. Vor allem auch zum Thema Religion(en), Jesus Christus und Katholische Kirche. “Alles Mist”, so von Däniken. Warum er das so sieht, und was die „Erbsünde“ damit zu tun hat, erfahrt ihr in diesem Beitrag.


Erich von Däniken

Erich von Däniken ist seit nunmehr 50 Jahren aktiv auf der Suche nach den Spuren der Astronautengötter. Über 40 Bücher erschienen bereits von ihm, Tausende Vorträge hat er in er in aller Welt gehalten und nicht mehr zu zählende Interviews gab er bereits. Auch auf Fischinger-Online sind diese immer wieder Thema. Zu Recht bezeichnet man von Däniken deshalb als Urgestein und auch Vater der Prä-Astronautik (s. a. HIER).

In den unzähligen Interviews mit von Däniken der letzten Jahrzehnte finden seine Fans und vor allem emsigen Leser immer wieder bekannte Aussagen. Bekannt aus seinen Büchern, Vorträgen und TV-Dokumentationen sowie aus der Doku-Serie „Ancient Aliens“ aus den USA. Auch wenn die meisten Interviews mit dem „Götter-Jäger“ meistens sehr kurz ausfallen.

Doch in einem durch Zufall gefundenen Interview vom November 2013 äußerte sich von Däniken zum Teil sehr umfangreich zu verschiedenen Themen. Vor allem auch zum Thema Religion, Jesus Christus und Katholische Kirche und ihre Lehren.

In dem Interview mit Jakob Buhre spricht von Däniken anfangs vor allem über seine Ansichten bzw. dem ewigen Streit zwischen diesen und der etablierten Wissenschaft. Ebenso über die unterschiedliche Art und Weise, wie in Europa im Vergleich zu anderen Teilen der Welt (etwa Südamerika oder den USA) seinen Ideen und der Prä-Astronautik begegnet wird. Zum Beispiel im „akademischen Betrieb“, wie es Buhne im Interview formuliert.

Interessante Aussagen und Erklärungen, die viele thematisch Interessierte kennen dürften. Auch von entsprechenden Beiträgen und Artikeln hier bei Fischinger-Online.

“Grauenhaftes Heidentum”

Spannend wird es in der zweiten Hälfte des Interviews, da sich hier von Däniken ungewohnt scharf und konkret zum Thema Kirche, Jesus Christus und die Lehren des Neuen Testamentes bzw. des Vatikan äußert. „Also, ich habe meinen christlichen Glauben längst verloren“, so von Däniken. Er sei durchaus gläubig an einen „Geist der Schöpfung“ hinter allem, was er in zahlreichen anderen Interviews bereits betonte, doch er möchte mit Religion „möglichst nichts“ zu tun haben. „Ich halte nichts davon“, so der Prä-Astronautiker.

Da verwundert es natürlich nicht, dass auch Kirchenbesuche für von Däniken nur hin und wieder eine gesellschaftliche Verpflichtung sind. „Ich gehe nur, wenn ich muss, bei einer Hochzeit oder einer Beerdigung“, womit von Däniken mit Sicherheit nicht allein ist. Denn, wie in diesem Beitrag HIER detailliert ausgeführt, besteht die katholische Kirche so oder so aus unzähligen Karteileichen. Menschen, die auf dem Papier Christen sind, und plötzlich zu Weihnachten in die Kirchen strömen – „da sich das so gehört“ …

Für Erich von Däniken kommen auch weihnachtliche Kirchgänge nicht in Frage:

Wenn ich christliche Weihnachtslieder höre, dann frage ich mich immer: ‚Wie können Menschen so einen Mist singen und so einen Mist glauben?‘“

Der Niedergang, wenn man es so bezeichnen möchte, der Katholischen Kirche in den Industrienationen belegt, dass von Dänikens Ansicht mehr und mehr Menschen teilen. Weiter sagt er dazu ungewohnt scharf für ein Interview:

Nach christlichem Denken soll Jesus gekommen sein, um uns Menschen zu erlösen. Aber von was zu erlösen? Von einer sogenannten Erbsünde. Was soll denn das sein?

Da gab es mal nach christlichem Denken etwas, das nennt man Gott. in seiner unendlichen Güte zwei Menschen geschaffen: Adam und Eva. Er hat sie in ein angebliches Paradies gesetzt, hat ihnen gesagt: ‚Ihr dürft alles machen, nur von diesem Apfel essen, dürft ihr nicht.‘ Prompt machen sie, was er in seiner Zeitlosigkeit sowieso vorher weiß. Jetzt ist er aber tödlich beleidigt, obschon er das auch selber inszeniert hat, jagt die beiden Stammeltern aus dem Paradies und belastet die ganze Nachkommenschaft, die nichts dafür kann, mit einer sogenannten Sünde.

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Nach Jahrtausenden schickt der allmächtige Gott dann seinen eigenen Sohn. Der wird Fleisch. Und was machen diese Trottel auf der Erde? Sie verstehen nicht, was er sagt, sie foltern ihn, sie töten ihn, sie nageln ihn ans Kreuz. Und jetzt ist Gott versöhnt.

Das ist der Grundgedanke: Das Opfer des Unschuldigen für die Sünden der Schuldigen – das ist ein grauenhaftes Heidentum. Wie kann man so einen Schmarren… an Weihnachten singen wir das: ‚Himmlische Heere, jauchzen dir Ehre…‘

Das ist nicht zu fassen, wie eine Milliarde Menschen so einen Blödsinn glauben kann.“

Welche “Erbsünde”?

Kein Wunder, dass Erich von Däniken als bekannte und öffentliche Person aufgrund solcher Überzeugungen von tief religiösen Menschen wortwörtlich verteufelt wird (mehr dazu z.B. HIER & HIER). Immerhin gilt die angebliche „Erbsünde“ als ein Grunddogma der Katholischen Kirche. Dass die „Erbsünde“ aber frei erfunden ist, so nicht in der Legende von Adam und Eva und dem „Sündenfall“ vorkommt, habe ich an dieser Stelle bereits sehr detailliert aufgezeigt.

Erst der berühmte Kirchenvater Augustinus von Hippo (354 – 430 nach Christus) formulierte das Dogma der vererblichen Sünde. Die eigentliche Lehre von einer „Erbsünde“ wurde wiederum erst auf 5. Sitzung des Konzils von Trient (1545 – 1563) im Jahr 1546 zu einem amtlichen Glaubensgrundsatz der Kirche

Die Interpretationen von Augustinus gingen auch noch von einer falsch übersetzten Bibeltextstelle im Paulusbrief an die Römer aus (Röm. 5,12-21). Die hebräische Überlieferung des „Sündenfalls“ kennt weder Worte wie „Sünde“ oder „Sündhaftigkeit“ noch den „Sündenfall“ an sich.

Prof. Robin Lane Fox, ein herausragender Experte für die Schriften der Bibel, dessen geschichtliche Arbeiten mehrfach preisgekrönt wurden, beschreibt diese Tatsache in seinem Buch „Im Anfang war das Wort (1995) sehr deutlich. Auf Seite 30 heißt es bei Prof. Fox unter anderem dazu:

Augustinus’ Interpretation basierte auf einem Text, der fälschlicherweise lautet: ,Der Tod gelangte zu allen Menschen wegen Adam, durch den alle sündigten.’ Die Erbsünde wurde also in die Genesis hinein gelesen und dann infolge eines Übersetzungsfehlers mit dem Paulusbrief in Zusammenhang gebracht.“

Eine Kirche ohne Wert(e)?

Erich von Däniken lehnt die von der christlichen Kirche vermittelten Werte natürlich nicht rund weg ab. Immerhin seien durchaus „auch gute Werte dabei“, wie er es in dem Interview unterstreicht. Allerdings:

Aber der Glaube dahinter, der liebe Gott habe seinen Sohn geschickt, wir haben ihn abgeschlachtet, um uns zu erlösen: Das ist ein absolutes Heidentum. Das ist ein grauenhafter Gedanke.“

Solche Werte, etwa die klassischen Zehn Gebote der Alten Testament, „funktionieren auch ohne Jesus“, so von Däniken ganz richtig. „Seit Jahrtausenden haben wir Krach und Streit, vorwiegend auch um Religionen“, erzählt von Däniken weiter, „die hauen sich aus religiöser Rechthaberei und Rassismus gegenseitig die Schädel voll“. Deshalb ist er überzeugt, dass der Kontakt mit Außerirdischen oder sogar deren physische Ankunft zu einem neuen Denken der Menschheit als Ganzes führen würde.

Eine Ansicht, die ich seit nunmehr 30 Jahren ebenso teile. Wobei hinzugefügt werden muss, dass anfänglich fraglos ein Chaos in diesem „Denken“ herrschen wird. Auch und vor allem unter religiösen Menschen, gleich welcher Sekte, Religion oder Glaubensrichtung. Viele werden daraufhin Religionen plötzlich auch als „Unsinn“ betrachten. Sofern sie es nicht bereits heute tun, wie es vor allem bei naturwissenschaftlich interessierten und gebildeten Menschen zu sehen ist.

Und wegen dem Unsinn haben sich unsere Väter die Schädel eingeschlagen, Kriege geführt mit Millionen von Toten. Das ist bekloppt.“

Untergang der Religionen

So Erich von Däniken. Natürlich kann auch der Prä-Astronautiker nicht in die Köpfe der Menschen und ganzen Menschheit sehen. Fraglos gibt es in jeder Religion „seichte“ und „harte“ Gläubige. Zumindest unter jene Personen, die von sich selber sagen, dass die angeblich gläubig sind. Diese könnten sich mutmaßlich „anpassen“, wenn sie erkennen, dass religiöse Dogmen und Texte ihnen nur etwas vorgegaukelt haben.

Wobei von Däniken Themen wie Prä-Astronautik und Außerirdische im Islam eher als sinnlos ansieht:

Mit denen kannst du ja nicht reden. Über unsere Bibel kannst du debattieren, da kannst du streiten. Im arabischen Raum kannst du über den Koran oder Mohammed nicht streiten. Das ist sinnlos, komplett intolerant.“

Da niemand in die Zunft sehen kann, wird sich zeigen, wie die Menschheit als Ganzes und einzelne Gruppen, Religions-Strömungen und Personen reagieren werden. Es ist dennoch offensichtlich, dass „die“ Gesellschaft mehr und mehr kirchlichen Dogmen rund um die Bibel oder Jesus nicht mehr folgen kann oder will. Die deutlichen Worte und berechtigten Kritiken von Erich von Däniken in diesem nunmehr sechs Jahre alten Interview unterstreichen das.

Vielleicht ein willkommener Anlass selber einmal genauer diverse Lehren und Dogmen zu hinterfragen und in den biblischen Texten nachzulesen …

Interview von Fischinger-Online mit Erich von Däniken

YouTube-Video vom 21. November 2015 auf Fischinger-Online

Bitte auf das “Play-Symbol” klicken.
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Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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