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“Griff nach den Sternen”: Neues Buch zur “Himmelsscheibe von Nebra” und Eröffnung der Sonderausstellung in Halle (+ Videos)

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"Griff nach den Sternen": Neues Buch zur Himmelsscheibe von Nebra und Eröffnung der Sonderausstellung (Bilder: gemeinfrei & Propyläen Verlag / Montage: Fischinger-Online)
“Griff nach den Sternen”: Neues Buch zur “Himmelsscheibe von Nebra” und Eröffnung der Sonderausstellung (Bilder: gemeinfrei & Propyläen Verlag / Montage: Fischinger-Online)

Die Archäologie verdankt Harald Meller, Landesarchäologe von Sachsen-Anhalt, dass der Forschung heute die berühmte “Himmelsscheibe von Nebra” zur Verfügung steht. Er entriss sie 2002 aus den Händen von Hehlern und machte sie weltweit bekannt. Seit dem feilt er an seinen Thesen um ein “Königreich der Bronzezeit” in Mitteleuropa, dass weitreichende Kontakte hatte. Sie reichten nach Meller von England bis in den Orient. Dies versucht er jetzt in einem neuen Buch weiter zu untermauern, das jüngst erschien. Passend zu einer Sonderausstellung rund um die Welt der Himmelscheibe, die aktuell in Halle eröffnet wurde. Alles dazu erfahrt Ihr hier.


Die “Himmelsscheibe von Nebra”

Am 23. Februar 2002 konnte Harald Meller, Landesarchäologe von Sachsen-Anhalt, einen spektakulären Erfolg verzeichnen. In einem Hotelk in der Schweiz konnte er die unlängst weltbekannte “Himmelsscheibe von Nebra” sicherstellen. Sie war 1999 von zwei Raubgräbern am Mittelberg nahe Nebra in Sachsen-Anhalt entdeckt und illegal ausgegraben worden. Meller gab sich als angeblicher Kaufinteressent aus. So konnte er den bisher einmaligen Fund der Wissenschaft zugänglichen machen.

Seit dem gilt die rund 3.600 Jahre alte “Nebra-Himmelscheibe” als einer der sensationellsten Funde der Archäologie des Jahrhunderts. Das Artefakt, das 2013 in das “Weltdokumentenerbe” der UNESCO aufgenommen wurde, steht seit dem im Mittelpunkt zahlreicher Forschungen. Aber auch Deutungen, Spekulationen und verschiedenster Interpretationen. über die auf diesem Blog und dem Mystery Files-Video-Kanal immer wieder berichtet wurde (z. B. Link HIER).

Der Archäologe Meller wieder glaubt anhand der Scheibe und der Hintergründe der Entstehung und der darauf zu sehenden Darstellungen ein ganzes “Königreich” ableiten zu können. Eine hoch entwickelte Kultur im Zentrum Europas, die schon der in der Steinzeit begann, und weitreichende Beziehungen zu anderen Ländern pflegte. Diese kulturellen Kontakte und der Austausch von Wissen und Ideen reicht dabei von Großbritannien bis in den Mittleren Osten (Mesopotamien). Und von Skandinavien über Mitteldeutschland bis ins alte Ägypten. So zumindest weit verbreitete Interpretationen des “deutschen Nationalheiligtums”.

Meller selber beflügelte diese Ideen. Etwa in seinem Buch “Die Himmelsscheibe von Nebra“, in dem er in der Scheibe den “Schlüssel zu einer untergegangenen Kultur im Herzen Europas” sieht. So trug er maßgeblich dazu bei, dass dieser Schatz weit über die Grenzen Deutschland hinaus bekannt wurde. Auch wenn nicht alle seine Thesen teilen.

“Griff nach den Sternen”

Um seine Thesen einer weit vernetzten Kultur und eines “Herren der Himmelscheibe” zu untermauern, legte Meller jetzt ein weiteres Buch vor. In “Griff nach den Sternen” geht Meller mit seinem Mitautoren Kai Michel, einem deutschen Historiker, der Spur “Nebra – Stonehenge – Babylon” nach. Eine “Reise ins Universum der Himmelsscheibe”, wie es der Untertitel verrät, zu dem der Verlag schreibt:

Ob Stonehenge, die Tempel Babylons oder ägyptische Göttermythen: Die frühen Zivilisationen versuchten, die Geheimnisse des Himmels zu entschlüsseln. Seit dem spektakulären Fund der Himmelsscheibe von Nebra, der ältesten konkreten Darstellung des Himmels, wissen wir, dass auch in Mitteleuropa vor fast viertausend Jahren eine Kultur blühte, die nach den Sternen griff. Durch Handel reich geworden, ließen sich ihre Herrscher in gewaltigen Grabhügeln bestatten.

Harald Meller und Kai Michel stellen in ihrem neuen Buch die Welt der Bronzezeit in faszinierenden Bildern vor. Sie zeigen, wie Archäologen immer neue Kontakte zwischen den Kulturen aufdecken, und präsentieren die neuesten Erkenntnisse der Forschung darüber, auf welche Weise das Wissen der Himmelsscheibe nach Nebra gelangt sein könnte.

“Wir neigen dazu, die Menschen damals dramatisch zu unterschätzen, aber die Welt der Bronzezeit ist hochgradig vernetzt”, so Meller laut DPA. Die Welt vor Jahrtausenden war seiner Ansicht nach bereits globalisiert:

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Es geht um Erklärungen des geistigen Fundaments der Himmelsscheibe. Sie ist nicht nur die älteste konkrete Darstellung des Himmels, sie ist auch das Produkt einer bereits vor rund 4.000 Jahren erstaunlich globalisierten Welt.”

Im Kleinen “globalesiert”. Denn Kulturkontakte über die Ozeane, etwa nach Amerika, sind für für den Archäologen bisher kein Thema (s. z. B. Link HIER oder Videos HIER & HIER).

“Die Welt der Himmelsscheibe von Nebra – Neue Horizonte”

Zeitgleich mit dem neuen Buch von Meller eröffnete in Halle auch die Sonderausstellung “Die Welt der Himmelsscheibe von Nebra – Neue Horizonte” rund um die Himmelsscheibe, die bereits HIER vorgestellt wurde. Eigentlich sollte diese Ausstellung im “Landesmuseum für Vorgeschichte” in Halle bereits im vergangenen Jahr eröffnen, musste aber auf den 4. Juni verschoben werden.

Die Forscher und Organisatoren wollen hierbei “die Ergebnisse der Forschungen rund um die Himmelsscheibe der vergangenen 20 Jahre” präsentieren. In enger Kooperation mit dem British Museum in London ist man in Halle besonders stolz darauf, dass man “über 50 Leihgebern aus 14 Ländern” für die Ausstellung gewinnen konnte. Seit dem Fund der “Himmelsscheibe von Nebra” 1999/2002 stellt sich nicht nur Landesarchäologe Meller die Frage:

Gab es auch in Mitteldeutschland eine Dynastie, deren Herrscher in weithin sichtbaren Grabhügeln bestattet wurden? Befehligten sie Armeen, deren Waffen wir in großen Bronzeschätzen wiederfinden? Lebte die Bevölkerung in friedlichen Zeiten, ohne Burgen und Befestigungen? Und reisten Verwegene in ferne Länder, um Kontakte zu knüpfen und neues Wissen mit in die Heimat zu bringen?

Obwohl seit der Entdeckung der Himmelscheibe rund zwei Jahrzehnte vergangen sind, wird die mit Sicherheit noch in Jahrzehnten Gegenstand der Forschung sein. Dies belegen nicht zuletzt die neusten Untersuchungen an dem Artefakt, die, wie HIER berichtet, neue Hintergründe zu der “ältesten konkreten Darstellung des Himmels” erbrachen.

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Kam Kolumbus 15.000 Jahre zu spät? ABORA-Sonderausstellung in Sassnitz auf Rügen ab Juni 2021

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Kam Kolumbus 15.000 Jahre zu spät? ABORA Sonderausstellung in Sassnitz vom 18. Juni bis 19. September 2021 (Bild: D. Görlitz / abora.eu)
Kam Kolumbus 15.000 Jahre zu spät? ABORA-Sonderausstellung in Sassnitz vom 18. Juni bis 19. September 2021 (Bild: D. Görlitz / abora.eu)

Der Experimentalarchäologe Dr. Dominique Görlitz wurde vor allem als “Steinzeit-Segler” bekannt. Mit seinen Schifffahrtsexpeditionen ABORA wollte er aufzeigen, dass es schon in der Vorzeit möglich war mit einfachen Booten die Weltmeere und Ozeane zu befahren. Jetzt platz er zusammen mit der Stadt Sassnitz auf Rügen eine Sonderausstellung zu seinen Forschungen und Expeditionen.


Mit ABORA auf den Spuren vorzeitlicher Seefahrt

Seit Jahren versucht der deutsche Forscher Dr. Dominique Görlitz nachzuweisen, dass vor tausenden von Jahren unsere Ahnen bereits über die Ozeane und Meere hinweg Kontakt hatten. Lange, bevor Christoph Kolumbus die “Neue Welt” entdeckte, waren seiner Meinung nach bereits Seefahrer des Altertums dort. Eine These, die seit Jahrzehnten diskutiert wird.

Seine Expeditionen mit dem “Steinzeit-Booten” ABORA” I bis IV sorgten dabei immer wieder für Schlagzeilen. Im “Fahrwasser von Thor Heyerdahl” sucht Görlitz nach Belegen, dass es Kulturkontakte über die Meere zu einer Zeit gab, als dies nach üblicher Geschichtsschreibung nicht möglich war. Dazu findet Ihr HIER einige Video auf meinen YouTube-Kanal. Auch Videos mit Dominique Görlitz – zum Beispiel HIER.

Jetzt plant der “Seefahrt-Forscher” eine Sonderausstellung auf der Insel Rügen an der Ostsee.  In der Stadt Sassnitz soll diese ab dem 18. Juni ihre Tore öffnen. Görlitz und sein Team von ABORA planen dabei nicht nur eine “trockene Ausstellung”. Die Besucher können bei bestimmten Gelegenheiten auch selber eines der “Steinzeit-Boote” in Aktion auf der Ostsee erleben. Ein Testsegler namens DILMUN S werde dafür in See stecken.

Sonderausstellung zu ABORA in Sassnitz

Dazu heißt es in einer Presseerklärung und der Ausstellungsbeschreibung von Dominique Görlitz unter anderem:

Die Kulturvölker der Frühzeit lebten in einer Welt, die ihnen unendlich erschien. Die Erde als All. Und sie im Mittelpunkt. Die Frage, die sich daraus ergibt, ist: Hatten die Völker untereinander Kontakt?

Alle Funde, wenn wir sie richtig interpretieren, beweisen uns, dass es schon transozeanische Kontakte in der Zeit vor den großen Kulturen des Altertums gab. Die frühen Völker segelten über die Ozeane rund um die Welt, von und nach Amerika – lange vor Kolumbus. Die Ozeane trennten diese Kulturen nicht, sondern verbanden sie miteinander. Dies zeigt die neue ABORA-Sonderausstellung vom 18. Juni bis 19. September 2021 im Molenfussgebäude Sassnitz.

Die Darstellung dieser archäologischen und maritimen Zusammenhänge ist das Ziel dieser neuen Wissensschau. Aus dem hier gezeigten Material ergibt sich zwingend, dass die Neue Welt lange vor Kolumbus entdeckt worden war. Zu bestimmten Events wird auch der Testsegler DILMUN S mit dem ABORA-Team Segel setzen, um die Manövrierfähigkeit eines vorzeitlichen Schilfseglers vor vielen Besuchern zu dokumentieren. Wieder in der Ausstellung integriert ist ein Eventkino, das neben erfolgreichen alten Dokumentationen auch die völlig neue Fahrt der ABORA IV vom Schwarzen ins Mittelmeer präsentiert.

Wir öffnen die Ausstellung in Kooperation mit der Stadt Sassnitz sowie der dem Speedboot Skipper Freiherr Constantin von Hodenberg vom 18. Juni bis 19. September 2021. Kommen Sie vorbei und segeln Sie mit im Kielwasser prähistorischer Seefahrer!

(…)

Die Ausstellung thematisiert Görlitz’ Experimentalreisen im Mittelmeer und auf dem windigen Nordatlantik mit den vorzeitlichen Schilfbooten ABORA I bis IV. Er ist einem der ungelösten Rätsel der Archäologie auf der Spur: Standen die Hochkulturen der Neuen Welt in einem Kulturaustausch?

Mehr Informationen über die kommende Ausstellung findet Ihr auf der Internetseite www.Schilfsegelboot-Sassnitz.de HIER.

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Rätselhafte Technologie in China vor 5.800 Jahren – und die ersten Darstellungen des Himmels? +++ Video +++

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Rätselhafte Technologie in China vor 5800 Jahren - Fischinger-Online
Rätselhafte Technologie in China vor 5800 Jahren

Das Alte China ist immer wieder für Überraschungen gut. Nicht nur aufgrund der dort immer wieder gemachten archäologischen Funden, sondern auch durch all die Mythen und Legenden, die sich um das Land ranken. Viele Funde bleiben vor allem hier “im Westen” eher unbekannt. So auch zum Teil ganz erstaunliche Jade-Funde, die Archäologen in China seit 1985 in Gräbern in Lingjiatan machen. Sie zeigen eine erstaunliche Steinzeit-Technologie bei ihrer Herstellung und sollen sogar versteckte Codes enthalten. Die auf der ganzen Welt einst verstanden worden sein sollen, wie Ihr in diesem Video vom 4. Januar 2021 erfahrt.


Rätselhaftes aus der Steinzeit aus China

Emsige Archäologen finden überall auf der Welt immer wieder spannende Funde, von denen die Öffentlichkeit nichts erfährt. Nicht weil sie verheimlicht oder vertuscht werden, sondern weil sie zu “unscheinbar” sind, um für große Sensationen oder mediale Schlagzeilen zu sorgen. Spektakuläre Entdeckungen in archäologischen Monumenten oder sogar Schätze wecken eher das öffentliche Interesse, als beispielsweise kleine Grabbeigaben in irgendeiner Gegend irgendeines Landes.

So ist es auch bei Funden von Objekten aus Jade, die aus China stammen. Sie stammen aus der Steinzeit, sind bis zu 5.800 Jahre alt und wurden in Gräbern in Lingjiatan gemacht. Tausende Artefakte, die chinesische Archäologen dort seit 1985 gefunden haben. Aus insgesamt (bis jetzt) 69 Gräbern.

Schaut man sich einige dieser Kostbarkeiten aus Jade aber genauer an, wird es wieder interessant! Denn sie zeigen nicht nur eine erstaunliche Technologie der Steinzeit bei der Bearbeitung solcher Objekte. Nach einer These belegen diese auch, dass schon vor Jahrtausenden der Mensch unser Sonnensystem “verschlüsselt” dargestellt hat. In einem “Code”, der weltweit zu finden sei, so dass sogar die Erbauer von Stonehenge diesen nutzen. Ein Kontakt in der Steinzeit zwischen China und England?

Was die Funde so spannend macht, erfahrt Ihr in diesem Video vom 4. Januar 2021.

Bleibt neugierig …

Video vom 4. Januar 2021 auf Mystery Files

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“Kon-Tiki 2”: Experimental-Segler auf den stürmischen Spuren des Thor Heyerdahl von 1947: Schiffbruch nach 114 Tagen im Pazifik

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"Kon-Tiki 2" - Auf den stürmischen Spuren des Thor Heyerdahl (Bild: gemeinfrei / www.kontiki2.com)
“Kon-Tiki 2” 2016: Auf den stürmischen Spuren des Thor Heyerdahl. Kleines Bild: Die “Kon-Tiki” von Heyerdahl im Jahre 1947 (Bild: gemeinfrei / kontiki2.com)

Er war schon zu Lebzeiten eine weltweite Legende: Der 2002 im Alter von 87 Jahren verstorbene Norweger Thor Heyerdahl. Sein alles andere als normales Leben wurde im Jahr 1947 schlagartig bekannt, als Heyerdahl und seine fünf Mann starke Crew mit einem Holzfloß von Peru, Südamerika, nach Polynesien fuhren. Weitere Expeditionen folgten und bis heute sind seine Fahrten Ideengeber für so machen “alternativen Geschichtsschreiber” bzw. Experimental-Archäologen. Die Thesen von kulturellen Kontakten über die Ozean lange vor der “christlichen Seefahrt” solchen so untermauert werden. Das wollten auch die 14 Teilnehmer der Expedition “Kon-Tiki 2” im Fahrwasser des Thor Heyerdahl. Doch nach 114 Tagen auf dem Pazifik mussten sie von einem Frachter aus Seenot gerettet werden.

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Fischinger Online Mystery-Kanal bei YouTube abonnierenVon Lars A. Fischinger

Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Am 7. November 2015 machte sich die Expedition “Kon-Tiki 2“, bestehend aus zwei Flößen und insgesamt 14 Teilnehmern aus verschiedenen Ländern, von Callao in Peru auf dem Weg den Pazifik zu bezwingen. Wie auch Thor Heyerdahl 1947, der ebenso in Callao aus seine ehrgeizige Expedition startete. Auch das “Kon-Tiki 2”-Team wollte die Thesen untermauern, dass südamerikanische Indianer schon vor den Zeiten der bekannten Inka in der Lage waren mit einfachen Booten bis in die Inselwelt Polynesiens zu segeln.

Technisch belegt hat das eigentlich schon Heyerdahl vor rund 70 Jahren mit seiner 1. Expedition. Doch begeisterte Experimental-Forscher sind selten zu bremsen. Zum Glück!

Schiffbruch für die die beiden “Kon-Tiki”.

Nach dem Start der Expedition Anfang November 2015 erreichten die unter anderem aus Norwegen, Russland, Peru und Neuseeland stammenden Forscher nach 43 Tagen die legendäre und weltbekannt Osterinsel. Die “einsamste Insel der Welt”, die durch ihre hunderten von gigantischen Steinfiguren (Moai genannt) bekannt ist.

Von der Osterinsel aus wollten die Expeditions-Teilnehmer am 6. Januar zurück nach Peru fahren. Doch das Team verfehlte ihr Ziel und geriet aufgrund des sich verschlechternden Zustandes ihrer beiden Flöße in Seenot. Die drohende Gefahr lies den 14 Seglern letztlich keine andere Wahl, als am 16. März einen Notruf abzusetzen. Der Frachter “Hokuetsu Ushaka” nahm daraufhin die Mannschaften am 17. März wohlbehalten auf.

Im Fahrwasser des Thor Heyerdahl: Bericht über den Kongress "Kam Kolumbus 15.000 Jahre zu spät?" und Video(Bild: L. A. Fischinger / gemeinfrei)
Im Fahrwasser des Thor Heyerdahl: Bericht über den Kongress “Kam Kolumbus 15.000 Jahre zu spät?” und Video (Bild: L. A. Fischinger / gemeinfrei)

Mit Sicherheit bitter für die ehrgeizigen Teilnehmer der Expedition. Aber Sicherheit geht vor!

Anerkennung von anderen Heyerdahl-Enthusiasten

Thor Heyerdahl hat mit seinem Experiment 1947, dem darauf folgenden Buch und dem preisgekrönten Dokumentarfilm zu “Kon-Tiki” vor rund 70 Jahren, die Welt fasziniert. Diese Begeisterung hält bis heute an. Zumal auch deshalb, da Heyerdahl es nicht bei dieser einen Expedition im Pazifik belassen hat. Nein, vielmehr war es der Anfang einer ganzen Reihe von Expeditionen der Schifffahrt der Antike.

Mein Freund und Kollege Dr. Dominique Görlitz, den regelmäßige Leserinnen und Leser dieser Webseiten natürlich kennen, hat beispielsweise ebenso derartige Expeditionen im Kielwasser des Thor Heyerdahl unternommen. Seine “Abora”-Schifffahrt-Expeditionen sind nicht minder ehrgeizig gewesen, wie es aktuell “Kon-Tiki 2” war.

Und so schrieb Görlitz am 19. März 2016 bei Facebook zu dem Projekt “Kon-Tiki 2” auch anerkennend:

Meine Sympathie für unsere Kollegen von dem norwegischen Floß Kon-Tiki 2!

Von einem Floß-Segler zu einem Floß-Segler – Ich möchte meine Anteilnahme über das vorzeitige Ende der Kon-Tiki 2-Expedition zusenden.

In der Gnade der Elemente ist es immer schwer, den richtigen Kurs zu finden. Selbst wenn ein solches Experiment letztlich nicht mit einem Erfolg endet, helfen uns diese Erfahrungen zu verstehen, wie die alten Seefahrer ihren Kurs über den Ozean fanden.

Gab es Seefahrt über die Ozeane schon vor Jahrtausenden? (Bild: L. A. Fischinger / Reto Stöckli, NASA Earth Observatory)
VIDEO: Gab es Seefahrt über die Ozeane schon vor Jahrtausenden? Es scheint tatsächlich so! (Bild: L. A. Fischinger / Reto Stöckli, NASA Earth Observatory)

Wir haben die selben Erfahrungen mit Abora III im Jahr 2007 gemacht. Ab er das war nicht das Ende unserer Forschungen.

Ich wünsche der Mannschaft von Kon-Tiki 2 alles Gute bei ihrer Rückkehr zu ihren Familien.

Viel Glück!

Heyerdahl fasziniert ohne Frage viele Menschen auch nach Jahrzehnten. Mich ebenso. Auch der beeindruckende Kinofilm “Kon-Tiki” von 2012 zeigt diese Faszination eindringlich. Es steht für viele “alternative Geschichtsforscher” außer Frage, dass es Kulturkontakte über die Ozeane gab, als Kolumbus oder auch die Wikinger noch nicht mal existierten …

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Fischinger-Online

(Geschäfts-eMail: FischingerOnline@gmail.com)

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"Das Cheops Projekt", die Rätsel der Cheops-Pyramide und die Frage ob Kolumbus 15.000 Jahre zu spät kam

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(Bild: abora.eu / nuoviso.tv / Fischinger)

“Mehr sehen als anderswo” – das ist das Motto von NuoViso.TV (hier). Aktuell fand am 12. und 13. Oktober im Galileo-Park Lennestadt der Kongress “Kam Kolumbus 15.000 Jahre zu spät?”, bei dem es rund um die Frage ging, ob es in der sog. “Steinzeit” schon Kulturkontakte über die Ozeane gab (DVD hier erhältlich). Aber es wird nicht bei einem einmaligen Kongress dazu bleiben, da auch die Dokumentation “Das Cheops Projekt” thematisch dazu in Arbeit ist. Darin soll Klarheit über einige der Rätsel der Pyramide des Cheops in Ägpten geschaffen werden. Dazu gibt es nun ein neues Video online.


Von Lars A. Fischinger

Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen! 

Die interdisziplinäre Forschung trägt immer mehr Fakten zusammen, die dafür Hinweise liefern, dass es schon vor mehr als 15.000 Jahren Seefahrt und kulturellen Austausch über die Meere gegeben haben könnte.”

So die Initiatoren zusammenfassend über den vergangenen und erfolgreichen Kongress und die dazugehörige Ausstellung in Lennestadt im Sauerland. Als Referenten waren dabei waren die Forscher Dr. Dr. Wolfgang Knabe, Dr. Hans Jelitto, Dr. phil. Helge Wirth, Bernhard Beier und natürlich auch der Kollege Dr. rer. nat. Dominique Görlitz. (hier, hier und hier).

In diesem Vlog auf meinem Mystery-Channel bei YouTube ging ich ebenso auf die Frage “gab es Jahrtausende vor Kolumbus kulturelle Kontakte über die Ozeane?” ein:

Bitte auf das “Play-Symbol” klicken.

Die Vortrags-DVD zu dem Kongress ist nun bereits zu bekommen und enthält zusätzlich Filmmaterial zu der kommenden Dokumentation “Das Cheops Projekt” (hier):

Bitte auf das “Play-Symbol” klicken.
Mehr Vidos hier.

Damit ist und bleibt – wie seit Jahrzehnten! – die Frage nach einem bewussten kulturellen Austausch unserer Ahnen über die Meere und Ozeane weiter spannend (s. a. diesen Artikel). Immerhin müssen ja mit Sicherheit nicht alle Rätsel & Mysterien der Welt “zwingend” mit den Ancient Aliens der Prä-Astronautik zusammenhängen, wie ich bereits in diesem Artikel hier sehr deutlich machte.

Die Dokumentation “Das Cheops Projekt” widmet sich dabei auch der berühmt-berüchtigten Kartusche des Cheops in einer der “Entlastungskammern” innerhalb der großen Pyramide von Gizeh. Seit Zecharia Sitchins Buch “Stufen zum Kosmos” wird diese in der Mystery-Welt oft als Fälschung seines Endeckers Howard Vyse angesehen. Auch wenn Sitchin in seinem Beststeller 1980/82 nicht die Wahrheit über die Schreibweise der Königskartusche im Inneren der Pyramide schrieb (z.B. S. 307ff & Abb. 148b).

Die Kartusche ist richtig geschrieben, und eben nicht wie von Sitchin vor rund 35 Jahren behauptet. Bereit in meinem Buch “Die Götter waren hier!” habe ich vor fast 15 Jahren zu der Idee der Fälschung und der Schreibweise des Namens des König Cheops in der grossen Pyramide geschrieben: 

“(…) Da man wohl kaum von einem Fotobetrug ausgehen kann, ist die These der falschen Hieroglyphe zu den Akten zu legen. Doch die These der Fälschung noch lange nicht. Endgültige Klarheit bringt nur eine wissenschaftliche Analyse der Farbe selber. So kann das Alter der Schrift bestimmt werden.”

Und genau dies nimmt “Das Cheops Projekt” nun unter anderem in Angriff. Erste Ergebnisse werden in naher Zukunft bereits vorliegen …

Links:

RÄTSEL & MYSTERIEN DER WELT - der YouTube-Themen-Kanal zu diesem BLOG

Zum Thema

      Es muss nicht alles so sein, es kann auch ganz anders sein. Manche Rätsel sind Scheinrätsel, manche werden zu welchen gemacht, manche aber widerstehen ziemlich hartnäckig allzu glatten Erklärungsversuchen.”
      (Walter-Jörg Langbein, 1993 in “Die großen Rätsel der letzten 2500 Jahre”)

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      Artikel: Ein Fall für Indiana „Indy“ Jones: Exodus und Bundeslade bei den Azteken in Mexiko und in der Bibel?

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      Gab es eine Art Bundeslade auch in der Alten Welt bei den Azteken? (Bild: L. A. Fischinger / gemeinfrei / WikiCommons/ Bearbeitung: L. A. Fischinger
      Gab es eine Art Bundeslade auch in der Alten Welt bei den Azteken? (Bild: L. A. Fischinger/ Bearbeitung: L. A. Fischinger)

      Die Welt der Wissenschaft und natürlich auch der Grenzwissenschaft beinhalten auch ein Thema, das seit Jahrzehnten immer wieder ins Licht des Interesses rückt: Hatten die Völker und Zivilisationen der Frühzeit auch über die Ozeane hinweg miteinander Kontakt? Und das lange – zum Teil sogar sehr lange – vor Christoph Kolumbus? Viele verschiedene Autoren und Hobbyforscher wie etwa zum Thema „Atlantis“ versuchen genau das nachzuweisen. Aber gab es auch eine „Bundeslade“ und einen „Exodus“, die im Alten Testament zu finden sind, auch in Mittelamerika?

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