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UFO-Sekten-Führerin und “Sprachrohr Gottes” Uriella ist tot. Ein Rückblick und Ausblick auf den “Orden Fiat Lux”

UFO-Sekten Führerin und "Sprachrohr Gottes" Uriella ist tot (Bilder: gemeinfrei & Blick.ch / Bearbeitung/Montage: Fischinger-Online)
UFO-Sekten Führerin und “Sprachrohr Gottes” Uriella ist tot (Bilder: gemeinfrei & Blick.ch / Bearbeitung/Montage: Fischinger-Online)

Sie war zweifellos eine der “schillerndsten” Persönlichkeiten aus dem Bereich UFO-Sekten und neu-religiöse Gruppen: Uriella, die  Chefin der Sekte “Fiat Lux” mit Hauptsitz in der Schweiz, die erst kürzlich ihren 90. Geburtstag feierte. Wie jetzt bekannt wurde ist das Oberhaupt des “Orden Fiat Lux” und selbsternanntes “Sprachrohr Gottes” nach langer Krankheit verstorben. Mehr dazu und einen  Rückblick und Ausblick auf die UFO-Sekte “Fiat Lux” und deren Lehren lest Ihr hier.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Uriella und ihre UFO-Sekte “Fiat Lux”

Uriella wurde 1929 als Erika Hedwig Bertschinger-Eicke in Zürich in der Schweiz geboren und behauptete ab 1973, dass sie spirituelle Kräfte habe. Hellsehen gehörte ebenso dazu, wie der angeblich Kontakt mit Gott, Jesus Christus und zahlreichen weiteren religiösen Personen bzw. “Meistern”. Sie selber sei vom Himmel als “Sprachrohr Gottes” auf Erden ausgewählt worden.

Die Lehren von “Fiat Lux” unter Uriella und ihrem Mann Icordo (Eberhard Bertschinger-Eicke) waren mehr als umfangreich. Reinkarnation, (göttliche) Offenbarungen durch Uriella, Naturheilkunde, “Wundermittel” und “Wunderheilungen” gehörten ebenso dazu, wie der Glaube an UFOs, den Weltuntergang oder einem kommenden Paradies auf Erden.

Vor allem der Glaube an UFOs und geradezu göttliche Aliens ist im Bereich Grenzwissenschaft und Mystery Files interessant. Ein Glaube, den viele UFO-Sekten weltweit teilen, wie Roland M. Horn und ich es 1999 in unserem Buch “UFO-Sekten” ausführlich dargelegt haben. Auch der Orden “Fit Lux” wird darin behandelt. Denn vor allem in den 1990ger Jahren war die Sekte mit ihren Lehren und Weltanschauungen medial stark vertreten. Neben Probleme mit der Justiz vor allem durch den vom “Sprachrohr Gottes” angekündigten Weltuntergang.

Uriella verbreite dabei vor allem auch die “Lehre”, dass beim kommenden Ende der Welt zahllose UFOs erscheinen werden. Diese Raumschiffe würden die “Gläubigen” von unserem Planeten evakuieren, bis die Zeit der Wandlung vorüber sei. Danach herrsche hier ein Paradies für all jene, die den Weltuntergang überstanden hätten. Diese neue Welt hieße dann “Amora“.

Vor allem für das Jahr 1998 verbreite Uriella und “Fiat Lux” diese angeblich himmlischen Ankündigungen. Dass dieses Ende der Welt nicht eintraf, so die UFO-Sekte später, ist dabei nur einem “Aufschub” Gottes zu verdanken. So zumindest erklärten Uriella und Icordo es mir damals in einem Schreiben.

Die Idee der Evakuierung der Menschheit oder Auserwählter durch UFOs ist allerdings alles andere als eine “Exklusiv-Lehre” von Uriella und ihrem Mann Icordo. Vor allem die UFO-Sekte “Ashtar Command” (s. Artikel HIER) um den imaginären Außerirdischen “Ashtar Sheran” sowie entsprechende Splittergruppen verbreiten diese UFO-Religion bis heute intensiv. Ander UFO-Kulte schließen sich hier an, wobei die Selbstmord-Alien-Sekte “Heavens Gate” wohl das extremste Beispiel ist.

In diesem Blog-Artikel HIER wurde der Orden und ihr Glaube bereits detailliert diskutiert.

Uriellas lange Krankheit

Eine Sekte oder ein Orden, wie “Fit Lux” sich selber bezeichnet, lebt und stirbt meistens mit ihren geistigen Anführern. Nicht anders ist es bei der esoterischen Gruppe um Icordo und Uriella.

Schon lange war bekannt, dass die betont kitschig auftretende Orden-Chefin Uriella schwer krankt war. Obwohl die UFO-Gruppe “Fiat Lux” dies vorerst verneinte, kamen interne Schreiben der Sekte dazu sehr schnell an die Öffentlichkeit. In einer von Uriella empfangenen “Kurzbotschaft von Jesus Christus” vom 8. Februar 2009 hieß es beispielsweise, dass ihr Leben “auf des Messers Schneide” stehen würde. Eine schwere Erkrankung der Chefin war demnach nicht mehr zu leugnen.

Dies hatte fatale Folgen für die UFO-Sekte selber. In einer weiteren “Kurzbotschaft von Jesus Christus” vom 20. März 2009 teilte der “Gottvater” persönlich über sein Sprachrohr Uriella mit, dass er “zutiefst erschüttert” sei. Denn 90 Prozent aller Mitglieder würden “Fiat Lux” den Rücken gekehrt haben. Eine Todsünde für alle Abtrünnigen des Ordens, wie es hieß, der nur vergleichbar mit dem biblischen “Fall der Engel” sei.

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“Kein Erdenmensch mit diesen verheerenden Untugenden hat auf Amora Zutritt”, ließ Gott über seine Dienerin Uriella übermitteln. “Wer auf eine Amnesie Gottes spekuliert”, so weiter, “lebt in einer gewaltigen Täuschung”. Damit war das Ende der Sekte grundsätzlich besiegelt. Ihr Mann Icordo bestätigte in den Folgejahren mehrfach die schwere Krankheit (“Amyotrophe Lateralsklerose”, ALS) seiner Frau. So beispielsweise gegenüber der Boulevardzeitung “Blick” im August 2014, in der er bestätigte, dass sie gelähmt sei und starke Schmerzen habe.

Obwohl immer wieder über den Tod von Uriella spekuliert wurde, gab “Fiat Lux” jetzt offiziell ihren Tod bekannt. “Icordo hat uns gestern mitgeteilt, dass Uriella verstorben ist”, so Ibachs Bürgermeister Helmut Kaiser in diversen Medienberichten. Nur vier Tage nach ihrem 90. Geburtstag am 20. Februar.

Nachdem in den letzten zehn Jahren die meisten Mitglieder die Sekte verlassen haben, wird es wohl keine Zukunft mehr für den “Orden” geben. Bis zum Tode von Uriella soll die Gruppe nur noch 15 bis 20 treue Mitglieder in Ibach gehabt haben, so der Kaiser. Der “Südkurier” zitiert Bürgermeister Kaiser dazu auch mit den Worten:

Auf dem Friedhof der Gemeinde Ibach sind schon mehrere Fiat-Lux-Anhänger bebraben. Die Familie wird natürlich entscheiden, ob dort auch Uriella ihre letzte Ruhe finden wird.

Möge das “Sprachrohr Gottes” ihren Frieden gefunden haben. Und es ist zu hoffen, dass die wenigen verbliebenen Anhänger den Zusammenbuch ihrer Welt unbeschadet überstehen …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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+++ Artikel +++ Die Sekte “Fiat Lux”, die kaum beachteten UFO- und Alien-Lehren der Führerin “Uriella” und was aus aus ihr wird …

Die Sekte Fiat Lux - die kaum beachteten UFO-Lehren der Uriella (Bild: YouTube-Screenshot/KEYSTONE Video / Montage: L. A. Fischinger)
Die Sekte Fiat Lux – die kaum beachteten UFO-Lehren der Uriella (Bild: YouTube-Screenshot/KEYSTONE Video / Montage: L. A. Fischinger)

1999 veröffentlichte ich nach langen und intensiven Recherchen zusammen mit Roland M. Horn das  umfangreiche Buch “UFO-Sekten“. Teil dieser Arbeit ist auch der “Orden Fiat Lux” aus der Schweiz, der bisher in der Öffentlichkeit nicht richtig interpretiert wurde. Bis heute steht der “Orden” in einschlägigen Sekten-Lexikons und Online-Quellen als “Neuoffenbarungs-Sekte” gelistet, was zwar zutreffend aber nicht vollständig ist. Vollkommen ignoriert werden scheinbar bis heute die intensiven und pseudo-religiösen UFO-Lehren von Fiat Lux. Diese Gruppe gehört damit offensichtlich auch zu den UFO-Sekten – und übernahm dabei sogar in weiten Teilen den Glauben einer anderen Alien-Sekte. Warum das so ist und welchen UFO-Glauben die Sekten-Führer propagieren, fasst dieser Artikel zusammen.

+++ Artikel +++ Die Sekte “Fiat Lux”, die kaum beachteten UFO- und Alien-Lehren der Führerin “Uriella” und was aus aus ihr wird … weiterlesen

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Das schweizer Tösstal in der Presse: Ein Sammelpunkt für UFO- und Jesus-Gläubige und Zentrum einer UFO-Sekte

Das schweizer Tösstal: Ein Sammelpunkt von UFO- und Jesus-Gläubigen aller Art und Unart (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Das schweizer Tösstal: Ein Sammelpunkt von UFO- und Jesus-Gläubigen (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Unzählige Menschen glauben an Jesus Christus und haben auf der ganzen Welt entsprechende “Hotspots” der Verehrung. Von Wallfahrtsorten bis hin zu spirituellen Glaubensgemeinschaften oder Orden, in denen man mehr oder weniger unter sich ist. Gleiches gilt aber auch für UFOs und Aliens, an die auch Millionen Menschen mehr oder weniger stark “glauben”. Auch wenn hierbei “Hotspots von Gläubigen” eher die Ausnahme sind, gibt es diese. Und einer davon ist das Tösstal, über das deshalb aktuell eine angesehene Zeitung aus der Schweiz berichtet hat. Das Tal in den schweizer Bergen hat sich zu einem Sammelpunkt zahlreicher Glaubensgemeinschaften entwickelt, “wo UFO-Gläubige und Jesus-Fans ihr Glück suchen”. Doch warum? Was in diesem als “Bibelgürtel Zürichs” bezeichneten Tösstal vor sich geht, und warum es seit Jahrzehnten direkten Einfluss auf die internationale UFO-Forschung hat, erfahrt Ihr in diesem Beitrag.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Von Freikirchen und Bibelfundamentalisten

Religiöse Fundamentalisten und “freie Glaubensgemeinschaften” gibt es nicht nur im Islam, wobei deren Ruf in unserer westlichen Medienlandschaft bekanntlich kaum schlechter sein könnte. Auch im Christentum gibt es derartige Glaubensgemeinschaften, die bei uns allerdings eher selten in den Fokus der Öffentlichkeit gelangen.

Anders beispielsweise in den USA, wo quasi jeder Kurzentschlossene eine Freikirche oder Religion gründen oder sich zu einem “Priester” ernennen kann. Die USA – aber auch andere Länder der Erde – sind da eine Hochburg der religiösen Vielfalt wie auch Einfalt. In einigen Regionen von Amerika ist das stärker ausgeprägt, als in anderen. Weltweit finden sich derartige Hotspots von religiösen Sinnsuchenden und Gemeinschaften. Oftmals gemischt mit Bibelfundamentalisten, esoterischen oder okkulten Ansichten, fernöstlichen Weisheiten oder sogar dem Glauben an UFOs und außerirdische Heilspringer. Sprich: UFO-Sekten

Neben der Insel Teneriffa als eine Art spiritueller Ausstiegs-Ort gilt auch der “Bibelgürtel von Zürich” Tösstal in der Schweiz als ein solcher in Europa. “Zahlreiche Freikirchen haben sich dort angesiedelt – von exotisch bis fromm”, so die “Neue Zürcher Zeitung” in einem Artikel am 6. Juni 2018 über diesen “Bibelgürtel”. Darin machte sich die angesehene “NZZ” auf die “Spuren dreier Glaubensgemeinschaften” im Tösstal, von der eine ganz besonders heraus sticht: Die “Freie Interessengemeinschaft für Grenz- und Geisteswissenschaften und Ufologiestudien”, abgekürzt FIGU.

FIGU und der UFO-Guru Billy Meier

Der UFO-Verein FIGU wurde bereits 1975 von Eduard Albert Meier gegründet und hat seinen Sitz im sogenannten “Semjase-Silver-Star-Center” in Hinterschmidrüti. Dieser Meier, der in der UFO-Forschung als “Billy Meier” sehr weit bekannt ist, ist fraglos ein Phänomen. Seit Jahrzehnten behauptet er, dass er mit Aliens in Kontakt stünde, die von den Plejaden gekommen seien und dessen Botschafter er ist. Auch die “Basis” der Gruppe ist nach einem dieser Aliens bekannt: Nach der Außerirdischen “Semjase”

Grenzwissenschaft Classics, #23: Ein TV-Bericht über die angeblichen UFO-Kontakte des Gurus Billy Meier von 1934 (Bilder: gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)
VIDEO: Grenzwissenschaft Classics, #23: Ein TV-Bericht über die angeblichen UFO-Kontakte des Gurus Billy Meier von 1994 (Bilder: gemeinfrei / Montage Fischinger-Online)

Diese (und andere) Außerirdischen hätten den heute 81-jährigen im zarten Alter von fünf Jahren erstmals kontaktiert und bis heute pflegt er Kontakte zu diesen Aliens. Unzählige “Kontaktberichte” bzw. “FIGU-Bulletin” sind dazu erschienen, in denen diese Fremden aus dem All über ihren Kontakt Meier zahllose verschiedene Themen behandeln. Meier allein, das betont er immer wieder, sei der einzige Mensch, der wirklich Kontakt mit Außerirdischen habe. Alle anderen UFO-Gurus diverser UFO-Sekten seien seinen Worten nach ganz einfach Lügner und Schwindler!

Vor allem sind all jene Betrüger, die angeben, dass sie auch Kontakt mit Wesen von den Plejaden haben. Dass habe ein entsprechender Alien mit Namen “Ptaah” Billy Meier höchst selbst bei einem Gespräch darüber bestätigt. “Scharlatanerie und Mauschelei”, “Behauptungen und Machenschaften”, “irre Phantasie”, “Unsinn”, “Lüge” der auch “Faseleien” sei nach den Worten des Aliens “Ptaah” zu Meier alles, was andere Menschen über ihren Kontakt mit den Plejaden behaupten. Das gilt aktuell und auch in Zukunft, da ausschließlich er der auserwählte Kontaktler sei.

So bereits nachzulesen im “FIGU-Bulletin” Nr. 8 vom August 1996 von Billy Meier.

Der “alleinigen Propheten der Neuzeit”, wie seine Gläubigen den UFO-Meister nennen, handele mit seinen Alien-Kontakten und -Botschaften im Dienst der ganzen Menschheit. Das habe er quasi schon immer getan, da Meier bereits als Inkarnation der Propheten Mohammed  Elija, Jesaja, Jeremia, Immanuel und Henoch auf der Erde lebte und wirkte. Sogar Jesus Christus habe er bereits im Rahmen einer Zeitreise getroffen …

Die “NZZ” bei der FIGU

Billy Meier lebt heute im hohen Alter verständlicherweise eher zurück gezogen. Dennoch ist seine UFO-Sekte im “Semjase-Silver-Star-Center” in Hinterschmidrüti weiterhin aktiv. Mit all diesen Freikirchen und christlichen Sondergruppen im “Bibelgürtel Zürichs” hat seine Gruppe allerdings nichts zu tun.

Das stellte auch die “NZZ” fest, die im Tösstal zwei der dortigen Glaubensgemeinschaften plus die FIGU besuchte. “Eingeladen” wird man von der FIGU bereits im Vorfeld des “Semjase-Silver-Star-Center” auf einer Tafel mit  den Worten:

Neugierige Gaffer, Sektierer, Rassisten, Fremdenhasser sowie sonstige Irre und Anormale sind unerwünscht!

Ausnahmsweise verständlich, denn ein Stammsitz einer UFO-Gruppe mit einem Propheten der Aliens zieht mit Sicherheit genau solche Menschen an. Dazu weiter unten mehr.

VIDEO: Grenzwissenschaft CLASSICS #4: Alle 3 Monate kommen Aliens der Plejaden zur Erde! TV-Bericht 1991 (Bild: Fischinger-Online)
VIDEO: Grenzwissenschaft CLASSICS #4: Alle 3 Monate kommen Aliens der Plejaden zur Erde! TV-Bericht 1991 (Bild: Fischinger-Online)

Eingeladen waren aber Reporter der “NZZ”. Der Senior Christian Frehner der UFO-Sekte FIGU erklärte den Zeitungs-Reporter Florian Schoop und Jan Hudec bei ihrem Besuch die Welt der Gruppe und ihres Führers Meiers. Frehner erklärte dabei auch, wie sich die Außerirdischen dem Billy Meier zeigen bzw. wie sie ihn kontaktieren:

Sie materialisieren sich jeweils in seinem Büro, wie bei Star Trek.”

Solche und die unzähligen weiteren Aussagen des Billy Meier glauben rund 400 Mitglieder der UFO-Sekte bis heute. “Die FIGU ist mit Sicherheit die exotischste Glaubensgemeinschaft im Tösstal”, so in die “NZZ” in ihrem Artikel resümierend. Fraglos ist sie das nicht nur dort, sondern auch im Bereich der UFO-Sekten. Wenn man bei diesen UFO-Bereich überhaupt noch von “exotisch” und “weniger exotisch” sprechen kann und sollte.

Es ist zwar in der öffentlichen Wahrnehmung stillt um die Gruppe FIGU und ihrem UFO-Papst Billy Meier geworden, doch es gibt sie weiterhin. Praktisch unverändert wie eh und je, wie es der “NZZ”-Bericht und die darin enthalten Aussagen des Anhängers Frehner zeigen. Weiterhin ist ein sehr wichtiger Themenschwerpunkt zum Beispiel die Überbevölkerung der Erde, vor der die Aliens von den Sternen der Plejaden über ihren Auserwählten Billy Meier seit jeher warnen …

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Kritiker unerwünscht!?

Roland M. Horn und ich haben 1999 das Standartwerk “UFO-Sekten” veröffentlicht, dessen Buchtitel Programm war. Auch die FIGU um ihr UFO-Kontakler Meier kamen darin selbstverständlich überaus umfassend in einem eigenen Kapitel vor. Auch der Kritiker Kal K. Korff wird darin genannt, der Mitte der 1990er Jahre wohl der größte und bekannteste Zweifel an Meier, seinen Aliens und seiner FIGU war.

Es waren genau jene Jahre, in denen nicht nur das Thema UFOs an sich erneut boomte, sondern zugleich auch die damit verbundenen esoterischen Gruppen und “Gurus”. Eine mediale Hochzeit für Grenzwissenschaft jedweder Art, UFO-Forschung und der damit immer einhergehenden ufologischen Esoterik.

Korff veröffentlichte genau in diesen Boom-Jahren 1995 sein Buch “Spaceships of the Pleiades: The Billy Meier Story“, in dem, wie kaum anders zu erwarten, die Meier-UFO-Sekte und deren Gläubige mehr als schlecht weg kam. In deutsch erschien dieses Buch nicht, aber trotzdem holte die FIGU damals in einer “Online-Rezension” zum Gegenschlag aus.

Auf der damaligen Homepage der UFO-Sekte auf dem Sever alien.de befand sich ein Pro- und Kontra-Bereich mit Meinungen zur FIGU.

Die “Rezension” von Korffs Buch war jedoch mehr als Angriff auf Korffs Person zu verstehen und selbst das Äußere und die Schriftgröße der Danksagung des Buches wurde dort bemängelt Kal K. Korff selber wurde gleich zu Beginn des Online-Beitrages der FIGU als “dreckiger und feiger Lügner” und als Mensch mit “hinterlistigen und heimtückischen Charakter” betitelt (der bezogene Link war am 9. Juli 1998 dieser HIER)

Warum?

Unter falschen Namen

Kern des Gegenschlages der FIGU waren Aussagen Korff über Billy Meier und sein “Semjase-Silver-Star-Center”, das er unter falschen Namen für seien Recherchen besucht hat. Nicht also wie die Reporter der “NZZ” für ihren aktuellen Artikel.

Das passte der UFO-Gruppe im Nachhinein ganz und gar nicht, so dass die oben genannte Schildaufschrift der Gruppe verständlich wird. In unserem Buch “UFO-Sekten” schrieben Horn und ich dazu unter anderem:

Da die Autoren nicht wie Korff unter falschen Namen in diesem Esoterik-Center waren, können wir die Behauptungen der Sekten- und der Korff-Seite aber nicht beurteilen.

ARTIKEL: Die Sekte “Fiat Lux” und die kaum beachteten UFO- und Alien-Lehren der Führerin “Uriella” (Bild: YouTube-Screenshot/KEYSTONE Video / Montage: L. A. Fischinger)
ARTIKEL: Die UFO-Sekte “Fiat Lux” und die kaum beachteten UFO- und Alien-Lehren der Führerin “Uriella” (Bild: YouTube-Screenshot/KEYSTONE Video / Montage: Fischinger-Online)

Diesen Satz haben viele Meier-Fans und -Gläubige in unserem Buch wohl übersehen. Besser gesagt, es wurde nach erscheinen von “UFO-Sekten” versucht mir daraus einen “Strick zu drehen”. Warum nicht meinem Coautor und Kollegen Roland M. Horn (der übrigens den meisten Text des Meier-Kapitels schrieb, was der Leser natürlich nicht wissen kann), ist eine andere Frage.

So tauchte schnell eine Diskussion über Billy Meier, Lars A. Fischinger und “UFO-Sekten” der Anhänger auf. Grund war vor allem, dass ich nicht selber vor Ort im “Semjase-Silver-Star-Center” in der Schweiz im Zuge der Recherchen war. Eine Aussage, die stimmte. Nur war es so, dass ich vor Erscheinung des Buches versucht habe in Kontakt mit Billy Meier bzw. der FIGU zu treten, aber meine Anfragen gar nicht erst beantwortet wurden!

Diese Anfragen gingen zum einen an das “Semjase-Silver-Star-Center” in der Schweiz selber und zum anderen an den damaligen UFO-Forscher Michael Hesemann. Letzteren deshalb, da er in Kontakt mit Meier stand, ein Vorwort zu einem seiner Bücher verfasste und damals Chefredakteur eines UFO-Magazins war, das auch über Meier berichtete.

Von beiden Seiten erfolgte keine Antwort auf meine Faxe. Aber: Nachdem “UFO-Sekten” auf dem Markt war und die Meier-Gläubigen online hitzig ihre Unzufriedenheit darüber freien Lauf ließen hieß es im Netz: Ich können gerne mal vorbei kommen ….

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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1977: Aliens senden die bis heute ungeklärte “Vrillon-Botschaft” im britischen TV – die Hintergründe +++ YouTube-Video inkl. Botschaft auf Deutsch+++

1977 kam es am britischen Fernsehen zu einer "sonderbaren Störung": Ein angeblicher Alien schickte eine Botschaft über das TV in die englischen Wohnzimmer (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
1977 kam es am britischen Fernsehen zu einer “sonderbaren Störung”: Ein angeblicher Alien schickte eine Botschaft über das TV in die englischen Wohnzimmer (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Die “Southern Television broadcast interruption”, die vom “südlichen Fernsehen ausgestrahlte Unterbrechung”, aus Großbritannien von 1977 kennt sicher niemand. Eher ist diese damalige TV-Störung unter dem Namen “Vrillon-Botschaft” bekannt, die immer mal wieder in der UFO-Community zum Thema gemacht wird. Immerhin war diese vom britischen TV ausgestrahlte Bild- und Tonstörung des laufenden Sendebetriebes nichts anderes als eine Botschaft von Aliens an die gesamte Menschheit. Das behauptete zumindest eben jene Stimme, die während der Unterbrechung an den Fernsehgeräten zu hören war. Und auch 40 Jahre später ist Herkunft der Botschaft bzw. TV-Störung unbekannt. In diesem YouTube-Video und Posting erfahrt Ihr interessante Hintergründe zu der vermeintlichen Alien-TV-Botschaft und dem angeblichen Außerirdischen dahinter, die so heute kaum einer mehr kennt …


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

TV-Hijackers aus dem Kosmos

Vor nicht allzu langer Zeit lebte die Welt noch im Prä-Internet-Zeitalter. Massenmedien und damit Meinungsmacher und Informationsquellen waren in jenen Tagen Fernsehen, Radio und gedruckte Zeitungen aus Papier. Es war nicht leicht mit seinen Ansichten und Ideen jeglicher Art die Massen zu erreichen. Es sei denn, man war ein Medienmogul oder eine TV-Größe.

Heute kann jeder ganz einfach über das Netz seine Meinungen, Thesen, Ideen oder auch “Wahrheiten” weltweit verbreiten und so theoretisch Milliarden Menschen erreichen. Alles das vollkommen ungeprüft, was “uns” beim Thema Grenzwissenschaft und Mystery Files tagtäglich Fakes, Irrtümer, Lügen und Schwindel beschert. Jeder kann bewusst Falschaussagen und Fälschungen verbreiten, die neudeutsch inzwischen Fake-News genannt werden.

Im Vorzeitalter des Internet war das gar nicht so einfach.

26. November 1977, 17.10 Uhr

Um so interessanter ist das, was 1977 in Großbritannien geschehen ist. Das laufende TV-Programm wurde plötzlich für knapp fünf Minuten von einer “Störung” unterbrochen und die Fernsehzuschauer sahen nur noch verzerrte Fernsehbilder auf ihren Geräten. Dazu hörten sie eine seltsame, dunkle Stimme, die den Empfang überlagerte und behauptete – ein Alien zu sein!

Ashrar Sheran, der angebliche Alien-Kommandeur von Millionen UFOs: "Ich klage an!" (Bilder: gemeinfrei / NASA / Montage: Fischinger-Online)
“Ich klage an!”: Alien Ashtar Sheran klagt über die Menschheit und Erde (Bilder: gemeinfrei / NASA / Montage: Fischinger-Online)

Dieser Alien und seine außerirdischen Freunde gekaperte quasi die TV-Ausstrahlung, um der gesamten Menschheit eine Wichtige Botschaft zu übermitteln. Wie die Stimme behauptete.

Der kosmische TV-Hijacker selber nannte sich Vrillon, wobei aufgrund der Sendequalität dieser Name nicht ganz klar verständlich war. Trotzdem wurde diese TV-Störung vom 26. November 1977 um 17.10 Uhr als “Vrillon-Botschaft” bekannt.

Warum die angebliche Aliens das Massenmedium Fernsehen gehackt haben, wurde in der Botschaft schnell deutlich: Das Schicksal der gesamten Menschheit und unseres Planeten steht auf dem Spiel. Davor sollte 1977 durch diese TV-Überlagerung der Aliens gewarnt werden, die im Auftrag von einem “galaktischen Kommando” von Außerirdischen um ihren Führer Ashtar (Sheran) stamme.

Die “Vrillon-Botschaft”

Anders, als vielfach behauptet wird, war am 26. November 1977 kein Außerirdischer am britischen TV zu sehen, der seine Botschaft der Aliens an die Menschheit verkündete. Es handelte sich vielmehr um eine Überlagerung des laufenden Programm mit einem Tonsignal – also nur einer Stimme.

Und diese Stimme aus dem All teilte uns als Bewohner der Erde damals folgendes mit:

Dies ist die Stimme von Vrillon, ein Vertreter des galaktischen Kommandos von Ashtar die zu euch spricht. Seit vielen Jahren schon habt ihr uns als Lichter am Himmel gesehen. Wir sprechen nun zu euch in Frieden und Weisheit, wie wir es bereits vor euch zu euren Brüdern und Schwestern auf diesem Planeten gesprochen haben.

ARTIKEL: Die UFO-Sekte “Ashtar Command” und die “Galaktische Föderation des Lichts”: Wie man an einen imaginären Alien-Gott glaubt (Bild: NASA/JPL / Montage/Bearbeitung: L. A. Fischinger)
ARTIKEL: Die UFO-Sekte “Ashtar Command” und die “Galaktische Föderation des Lichts”: Wie man an einen imaginären Alien-Gott glaubt (Bild: NASA/JPL / Montage/Bearbeitung: Fischinger-Online)

Wir sind gekommen um euch vor eurem zukünftigen Schicksal für eure Rasse und eure Welt zu warnen, damit ihr zu euren Mitmenschen sprecht welchen Kurs ihr einschlagen müsst um diese Katastrophe zu vermeiden, die all die Wesen auf eurer Welt, all die Menschen und Tiere, und all die Wesen die mit euch in Verbindung stehen und sich um eure Welt herum befinden betrifft. Teilt ihnen mit das sie alle Teil des großen Erwachens sind, wenn euer Planet in das Zeitalter des Wassermannes wechselt.

Das neue Zeitalter kann eine Zeit von großem Frieden und Entwicklung für euch sein, aber nur wenn eure Herrscher darüber erfahren und es verstehen von welch bösen Kräften sie beherrscht werden. Geht nun in euch und denkt genau nach über die einzige Möglichkeit die euch noch bleibt.

All eure todbringenden Waffen müssen entfernt werden. Die Zeit der Kriege ist nun vorbei und die Rasse, von der auch ihr ein Teil seid, muss zu höheren Stufen der Evolution aufsteigen. Ihr habt nur noch wenig Zeit um in Frieden und gutem Willen miteinander zu leben.

Kleine Gruppen überall auf eurem Planeten beginnen es zu verstehen und sie sind dazu geboren um das Licht und das Wissen über euch allen auszubreiten. Ihr seid frei in eurem Willen um das übermittelte Wissen zu akzeptieren oder abzulehnen, aber nur jene die lernen in Frieden miteinander zu leben werden die nächste Evolutionsstufe erreichen.

Hört jetzt genau zu, Vrillon, ein Vertreter des galaktischen Kommandos von Ashtar spricht zu euch. Seid euch darüber im klaren das viele falsche Propheten und Führer in eurer Welt sprechen und agieren. Sie saugen euch eure Lebenskraft aus. Die Energie, die ihr mit dem Namen Geld bezeichnet, investieren sie ihre bösen Machenschaften um euch dafür nur Dreck und Abfall zu geben.

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Dies ist unsere Botschaft an unsere geliebten Freunde. Wir haben euren Wachstum genauso lange beobachtet wie ihr unsere Lichter am Himmel. Ihr wisst nun das wir hier sind und außer uns noch viele Wesen mehr als eure Wissenschaftler euch mitteilen wollen.

Wir sind zutiefst um euch und euren Werdegang ins Licht besorgt und wir werden tun was in unserer Macht steht um euch zu helfen. Habt keine Angst, versucht nur euch selbst zu verstehen und lebt in Harmonie mit eurer Erde. Wir vom galaktischen Kommando von Ashtar danken euch für eure Aufmerksamkeit.

Wir verlassen nun eure Existenzebene. Seid gesegnet mit all der Liebe und Weisheit des Kosmos.”

Warnende Worte aus dem All

ARTIKEL: Es gibt viele Götter und Erich von Däniken ist ihr Prophet! Über die Absurdität von UFO-Sekten und den Vorwürfen gegen die Prä-Astronautik als „Ancient Aliens Sekte“ (Bild: L.A. Fischinger / gemeinfrei / NASA/JPL)
ARTIKEL: Über die Absurdität von UFO-Sekten und den Vorwürfen gegen die Prä-Astronautik als „Ancient Aliens Sekte“ (Bild: Fischinger-Online / gemeinfrei / NASA/JPL)

Nachrichtensprecher Andrew Gardner war es damals, dessen News-Sendung von diesen Aliens des “Ashtar-Command” gehackt wurde. In meinem Video unten erläutere ich genauer, was dieses “galaktische Kommando” und den Alien-Führer Ashtar Sheran genau ist. Kurz gesagt: Es ist eine esoterische UFO-Sekte, die an eben diesen imaginären Alien Ashtar Sheran glaubt.

Dieser überaus kitschig dargestellte Alien Ashtar stammt angeblich von dem außerirdischen Volk der Santiner ab. Einer liebevollen Alien-Rasse, die zusammen mit Jesus Christus, Gott (ja, der Gott), Buddha, “aufgestiegenen Meistern” etc. in großer Sorge um unseren Planeten und uns Menschen lebt. Schon viele Jahre sendet dieser Ashtar seinen Fans, Anhängern und Gläubigen angeblich liebevolle Botschaften mit Licht und Frieden. Botschaften, die fast immer warnende Worte der Aliens enthalten, um uns Menschen auf den “richtigen Weg” zu führen. Eben wie es auch die “Vrillon-Botschaft” von 1977 tat.

Die US-Lokalzeitung “Eugene Register-Guard” schrieb am 15. Dezember 1977 zu dieser TV-Störung:

Spaßige Sache – Niemand schien zu denken, dass ‘Asteron’ wirklich real gewesen sein könnte. Oder, dass das was er gesagt hat, sehr sinnvoll ist.

So kann man es auch sehen. Als Spaß mit sinnlosem Inhalt. Für die Anhänger dieses imaginären Führers Ashtar Sheran sind solche Botschaften aber alles andere als spaßig. Für sie ist dieses Alien-Kommando im Ashtar real – die “galaktische Föderation des Lichts” und die liebevollen Außerirdischen der Santiner eine Tatsache. Auch wenn sie niemand sieht …

Evakuierung in den Weltraum

ARTIKEL: Die Sekte “Fiat Lux” und die kaum beachteten UFO- und Alien-Lehren der Führerin “Uriella” (Bild: YouTube-Screenshot/KEYSTONE Video / Montage: L. A. Fischinger)
ARTIKEL: Die Sekte “Fiat Lux” und die kaum beachteten UFO- und Alien-Lehren der Führerin “Uriella” (Bild: YouTube-Screenshot/KEYSTONE Video / Montage: Fischinger-Online)

Wie in meinem Video unten auch erklärt, sind die Anhänger dieses Ashtar-Command auch davon überzeugt, die Santiner werden die Menschen (notfalls) retten. Durch eine “Evakuierung in den Weltraum” mit UFOs, wie die Gläubigen es schon jahrzehntelang sagen. Kleine UFOs würde im Fall des Falles die Menschen  der Erde einsammeln und in Raumschiffe bringen, die schon jetzt im Erdorbit auf ihren Einsatz warten.

Allerdings sind diese UFOs der Santiner – 17 Millionen sollen es sein – unter dem Kommando von Ashtar Sheran unsichtbar, weshalb wir sie eben nicht sehen. Doch sie würden bereit sein der Menschheit notfalls bei ihrem “Aufstieg” zu helfen.

Was hierbei ganz besonders interessant ist, ist die Tatsache, dass diese und andere Elemente des Ashtar-Sekte andere UFO-Sekten übernommen haben. Roland M. Horn und ich haben das in unserem gleichnamigen Erfolgsbuch “UFO-Sekten” 1999 umfangreich ausgeführt.

Ein Beispiel wäre die Sekte “Fiat Lux“, dessen Lehren in weiten Teilen von diesem Kommando um die Santiner stammen. Inklusive der Evakuierung in das All, Jesus, Channel-Botschaften etc.

Für die UFO-Forschung an sich aber auch UFO-Interessierte sind solche Aussagen und Gruppen bis heute ein echtes Ärgernis. Sie bringen, da sind sich die meisten Interessierten einig, das ganze Thema in Verruf! Selbst entsprechende Gruppen rund um Grenzwissenschaft und Mystery Files bei Facebook möchten keine Postings rund um Ashtar & Co.

Mehr dazu sowie die “Vrillon-Botschaft” im Original im folgenden YouTube-Video

Bleibt also neugierig …

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Lars A. Fischinger

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Wikipedia, die Wiki-Autoren und die Grenzwissenschaft: Der ewige Streit um Meinungen, Wissen und Fakten +++Artikel+++

ARTIKEL: Wikipedia und die Grenzwissenschaft: der ewige Streit der "Systeme"
Wikipedia und die Grenzwissenschaft: der ewige Streit der “Systeme” (Bild: E. v. Däniken / WikiCommons/gemeinfrei / Archiv /Montage: Fischinger-Online)

Das berühmte Internet-Lexikon Wikipedia ist immer wieder ein Streitfall. Auch und vor allem in der Grenzwissenschaft und dem Mystery-Bereich. Hinter den Kulissen des Online-Lexikons geht es dabei – natürlich anonym! – hitzig bis geradezu grotesk vor. Was gehört wie und warum in das Online-Lexikon oder eben doch nicht? Welche Informationen und Quellen sind “gut” und welche “nicht gut”? Ein aufschlussreicher Einblick aus Jahren der Wikipedia-Beobachtung und darüber hinaus.


(Artikel vom 26. Oktober 2011 / grafisches Update & ergänzt: 9. Januar 2017)

Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Viele Mystery-Fans, das zeigten die vergangenen Jahre mehr als deutlich, beklagen weiterhin Probleme oder Ärger mit Wikipedia bzw. dessen “freien Autoren” zu diversen Themen der Grenzwissenschaft und Mystery Files (aber auch Esoterik, & Co.). Deshalb scheint sich seit der Erstveröffentlichung dieses Artikels 2011 in dieser Hinsicht nicht viel geändert zu haben und so dieser Artikel noch immer up to date zu sein.

Die Geburt des größten Lexikons der Erde: Wikipedia

Es war ein langer und mühsamer Weg, den das heutige Wikipedia (allgemein “Wiki” genannt) gegangen ist: Bereits am 22. Oktober 1993 soll in der Newsgroup alt.internet.services von dem legendären Internetpionier Rick Gates (USA) die Wikipedia-Ur-Idee mit den Worten geboren worden sein:

Wow! Eine Internetenzyklopädie!

Je mehr ich darüber nachdachte, desto mehr war ich mir sicher, dass solch eine Quelle mit allgemeinem, enzyklopädischen Wissen für den Laien ein wichtiges Hilfsmittel für manche Arten der Forschung und für die Net.Bürgerschaft generell sein würde.

Ahh.. aber was ist mit den Mitarbeitern… wo wird man Autoren finden, welche die kurzen Artikel schreiben, die man benötigt? Nun, zuerst würde ich damit beginnen, einen Weg zu finden um mit extrem verschiedenen Leuten zu kommunizieren… darunter Sprachforscher, Molekularbiologen, Tierschützer ebenso wie Zymurgisten, Geografen und Chemikern. Ratet mal? 🙂 Das Internet stellt genau dieses Feld bereit! Darum dachte ich etwas mehr darüber nach…

…und kam zu dem Schluss, dass dies eine gute Idee ist![1]

Die Jagd nach den Fake News ist eröffnet: Facebook, Politik & Medien gegen Falschmeldungen. Auch in der Grenzwissenschaft? (Bild: L. A. Fischinger)
VIDEO: Die Jagd nach den Fake News ist eröffnet: Facebook, Politik & Medien gegen Falschmeldungen. Auch in der Grenzwissenschaft? (Bild: L. A. Fischinger)

Es vergingen Jahre und die Idee wuchs. Wie die Seiten von Wikipedia selber verraten, sah man sich mit der Idee damals in direkter Konkurrenz zur weltberühmten „Encyclopædia Britannica“. Die galt es mit einem “Internet-Lexikon” zu toppen. Erst 2001 (15. Januar) wurde letztlich Wiki gestartet und ging “ans Netz”. Die offiziellen Statistiken von Wiki zeigen, dass ab etwa Herbst 2002 die Anzahl der Zugriffe, Artikel und Bearbeitungen stiegen bis diese um Ende 2004/Anfang 2005 geradezu explodierten.[2]

Wie ist der Erfolg von Wiki zu erklären?

Den Erfolg des Projektes erklärt die Enzyklopädie eigentlich auf seiner Hauptseite in knappen Worten den Leserinnen und Lesern selber:

Wikipedia ist ein Projekt zum Aufbau einer Enzyklopädie aus freien Inhalten in allen Sprachen der Welt. Jeder kann mit seinem Wissen beitragen. (…) Gute Autorinnen und Autoren sind stets willkommen.” (Fettschrift L.A.F.)

Und genau das ist das Problem. Das macht Wiki in der modernen Medienwelt und vor allem in den “neuen Wissenschaften” und der “Grenzwissenschaft” zu einem Gegenstand verschiedenster Kontroversen. Jedwede Autoren und ihr vermeintliches “Wissen” sind hier “stets willkommen”.

Doch wer oder was kontrolliert, ob das vermeintlich gesicherte Wissen der Gastautoren in Wiki auch nützlich, wahr, nachweisbar oder nicht sogar verfälscht ist? Wer kontrolliert und entscheidet im sehr oft anonymen Wikipedia-Dschungel, ob alternative Erklärungsmethoden zum Beispiel in der Archäologie angenommen und freigegeben – sprich: veröffentlicht – werden? Wer beurteilt wie die Quellen und was befugt denjenigen dazu?

Autoren und Journalisten der alternativen Weltsichten sollten bei Wiki mehr als vorsichtig sein. Doch auch “normale” Journalisten des Mainstream. So etwa schrieb “Spiegel Online” am 9. Februar 2009 in einem Artikel[3] über Karl-Theodor zu Guttenberg einfach – falsch! – bei Wikipedia ab und musste am 11. Februar 2009 diesen Fehler eingestehen.[4] Einer der zahllosen anonymen Autoren der Enzyklopädie hatte zu Guttenberg einfach den Vornamen “Wilhelm” zugefügt. Keiner prüfte das und “Spiegel online” sprach später von “Manipulation der Internet-Enzyklopädie” und “mangelnder Nachrecherche von Spiegel Online” und entschuldigte sich.[5]

“Manipulation der Internet-Enzyklopädie”? Wo fängt diese an?

„Der Desinformant“ Vortrag von Lars A. Fischinger: Warum ich angeblich im Auftrag von CIA, Vatikan, Freimauer, Satan, Mainstreammedien, Illuminaten, Aliens & Co. Desinformationen verbreite.(Bild: WikiCommons / L. A. Fischinger / US Government /
VIDEO/Vortrag: „Der Desinformant“: Warum ich angeblich im Auftrag von CIA, Vatikan, Freimauer, Satan, Mainstream, Illuminaten, Aliens & Co. Desinformationen verbreite. (Bild: WikiCommons / L. A. Fischinger)

Dass man vorsichtig sein muss belegen die internen Wikipedia-Seiten “hinter den Kulissen”. Zu jedem Artikel gibt es einen Diskussionsbereich und den Bereich mit der “Versionsgeschichte” der einzelnen Artikel. Doch dort schaut kaum ein normaler User nach – denn hier tun sich teilweise enorme Abgründe auf.

Diese Tatsache gilt jedoch genauso (wie es schon ein flüchtiger Blick hinter die Kulissen zeigt) für zahllose andere Themen bei Wikipedia. Diese “Abgründe” im Sinne von Streitereien, Vorwürfen und sogar Hetze ziehen sich quer durch das Online-Lexikon und sind nicht auf Grenzwissenschaften & Co. beschränkt. Von Sport über Politik bis hin zu Medizin und prominenten Personen der Gegenwart ist nach zu sehen. Man kann hier beobachten, dass hinter den Kulissen von Wikipedia quasi eine eigene Welt aus unzähligen Diskussions-Foren besteht.

Beispiel: Das Thema der umstrittenen weil fragwürdigen “Steine von Ica”[6], Peru:

Bis Juli 2011 stand der entsprechende Wiki-Artikel ohne sachliche Quellenangaben im Lexikon und die Steine wurden allesamt als Schwindel bezeichnet. Es zeigte sich aber sehr schnell, dass die meisten Informationen über die Steine von einem umfangreichen Online-Artikel von mir selber abgeschrieben oder besser gesagt übernommen und dieser Artikel als (inzwischen) toter Weblink angeführt wurde.[7] Das heißt, dass ich selber die Quelle war, der entsprechende Link aber nicht mehr funktionierte. Und tote Links sind erst mal kein Problem. Könnte man meinen.

Als aber eine Userin im Juli 2011 dann den Artikel entsprechend aktualisierte und bearbeitete, wurde ich auf der Diskussionsseite als unseriös diffamiert und nicht als Quellenangabe akzeptiert.[8] Erst nach mehreren Protesten und der Forderung am 22. Juli 2011 nach Nennung von Quellen, wurden von dem anonymen Wiki-Autoren “Andreas” unterschiedliche Quellenangaben und Änderungen zu diesen “Steinen von Ica” freigegeben.

“Quellenangaben” – das Stichwort bei Wikipedia.

Was sind gute Quellen und was sind schlechte Quellen? Ein offenbar bis heute (Anm: 2016) anhaltender Streitpunkt des gesamten Lexikons.

VIDEO: Vorsicht vor falschen Sensationen! Auch in der Grenzwissenschaft ist Vorsicht geboten. (Bild: L. A. Fischinger)
VIDEO: Vorsicht vor falschen Sensationen! Auch in der Grenzwissenschaft ist Vorsicht geboten. (Bild: L. A. Fischinger)

Das Beispiel Erich von Däniken-Themen unter der Wiki-Eingabe “Prä-Astronautik” macht dies mehr als deutlich. Der fraglos umfangreiche Artikel ist (teilweise) ein Ärgernis für alle an den Themen von Erich von Däniken interessierten Menschen. Die unter dem Beitrag stehenden Literaturangaben[9] zum Beispiel beschränken sich praktisch ausnahmslos auf Anti-Bücher zu von Dänikens Aussagen und Ideen. Traurig wird es, wenn man sich den Absatz “Kritik der etablierten Natur- und Geisteswissenschaften”[10] im Artikel ansieht. Immerhin der längste Beitrag unter dem Stichwort “Prä-Astronautik”. Der Beitrag wartet mit vier oder fünf Seiten Kritik auf – und enthält nicht eine einzige Quellenangabe dazu. Gleiches gilt für den Absatz “Gegenstand und Vorgehensweise der Prä-Astronautik”. Und das, obwohl Wikipedia-Mitarbeiter immer laut nach Quellen schreien!

Als am 17. Mai 2011 ein nicht bei Wikipedia angemeldeter User diesen Umstand richtigerweise auf der Diskussionsseite kritisierte, bekam er am 20. Mai eine mehr bezeichnende Antwort eines Wiki-Mitarbeiters “Jonas kork”:

Ob der Abschnitt erst mal verschwindet/ausgelagert wird und je nach Quellnachweis wieder reinkommt, oder einfach erst mal stehen bleibt (ist ohnehin seit November drin), ist mir egal.[11]

Wikipedia-Autoren sind Quellennachweise “egal” – je nach Thema

Das Autorenprofil[12] des “Jonas kork” auf Wiki sagt da jedoch was ganz anderes. In diesem schreibt er nämlich stolz:

Die Artikel sollen ausschließlich bedeutsames Wissen aus belegten und zuverlässigen Quellen enthalten.”

Auch der Autor des Kritik-Abschnittes, ein User mit Namen “DagdaMor”, äußerte sich bei Wikipedia am 19. Mai 2011 zu dem Vorwurf.[13] Er habe schlicht “Zeitmangel” um Quellen zu nennen, “da die Recherche zu Aufwendig ist im Moment”. Allerhand.

Rätsel um das "Aluminium-Objekt von Aiud. (Bild: L. A. Fischinger)
Interview mit Lars A. Fischinger zum “Aluminium-Objekt von Aiud” (Bild: L. A. Fischinger / M. Hesemann)

Im Artikel “Prä-Astronautik” findet sich auch ein Abschnitt über den sonderbaren Aluminiumkeil von Aiud in Rumänien, über den ich in zwei Büchern (hier und hier) schon berichtet habe. Was immer das Objekt letzten Endes ist. Das Stück aus Aluminium wird bei Wiki jedoch als eines der Beispiele für das “Für und Wider” in Sachen Mystery vs. Wissenschaft angeführt.

“Seit wann sind Baggerzähne prä-astronautrisch” schimpft hier am 4. Februar 2009 ein User mit Namen “Stirni” auf der Diskussionsseite.[14] “Haus und Hof” verwettet er darauf, dass der Fund ein Baggerzahn und auch nicht aus Aluminium ist. Als die Userin “Henriette” auf die Arbeiten von Luc Bürgin und Michael Hesemann verwies, war es “Stirni” schlicht egal “wer was zu einem Baggerzahn sagt”. Eine Diskussion entbrannte und der Abschnitt über Aiud wurde vielfach hin und her umgeschrieben. Bis heute (4. Januar 2013 / Update: 15. März 2016) ist das so. Doch steht’s mit dem Hinweis, dass “die Wissenschaft” (wer?) das Objekt als “gefälscht” ansieht.

Erst als am 9. März der Wiki-Autor “Jonas kork” energisch nach einer Quelle fragte, die die Fälscher-These belege, wurde der Abschnitt sachlich umgeschrieben und freigegeben. Der Wunsch von “Jonas kork”, “wenn jemand geeignete Literatur auftreiben kann, um eine Widerlegungsargumentation zu dokumentieren, immer her damit”, wurde bis heute nicht erfüllt.[15]

“Raus mit Erich von Däniken!”

Thema Wünschen: scheinbar ist man bei Wikipedia bei strittigen Themen oft beim Wünschen. Unter dem Wikipedia-Stichwort “Nazca-Linien” stutzen wir Journalisten des Erstaunlichen immer wieder. Ein Blick auf die Einzelnachweise der Quellen des Artikels ist erschreckend.[16] Handelt es sich hierbei doch fast ausnahmslos um Veröffentlichungen zu Nazca aus den 80er Jahren (1980 – 1987). Der Absatz über die Thesen und Forschungen von Nazca erstaunt dann umso mehr. Namen wie Hoimar von Ditfurth oder August Steinmann mit seiner “Drachen-Startplatz-These”[17] begegnen uns dort. Wer und was fehlen (wie auch bei den Literaturangaben)? Erich von Däniken und die gesamten Ideen der Prä-Astronautik zu Nazca. Und das, obwohl in den Wikipedia-Artikel zu von Däniken (damals zumindest!) sowie zur Prä-Astronautik allgemein explizit Nazca genannt und verlinkt wird. In der englischsprachigen Wikipedia wurde von Däniken wenigstens unter “Alternative Theorien” in zwei Sätzen genannt.[18]

Ältere Versionen[19], etwa von 2005, enthielten zumindest knappe Hinweise auf die Ideen von Dänikens bzw. der Prä-Astronautik …die natürlich immer wieder entfernt wurden. Am 11. Februar 2009 versuchte der User “Daniel 1992” erneut in knappen Worten die Däniken-Ideen von einem Cargo-Kult usw. einzufügen. Doch schon am 13. April schrie der Wikipedia-Autor “Arpad99”: “Raus mit von Däniken” und löschte alles wieder. Gleiches wiederholte sich zum Beispiel am 23. April 2011, wo nach nur fünf Minuten(!) von Däniken mit den Worten “Märchenonkel, keine Theorie” von einem anderen User wieder getilgt wurde.[20]

VIDEO: Sensationelle Entdeckungen in Kasachstan: Ein „zweites Nazca“ mit dutzenden Geoglyphen in Asien gefunden (Bilder: Google Earth)
VIDEO: Sensationelle Entdeckungen in Kasachstan: Ein „zweites Nazca“ mit dutzenden Geoglyphen in Asien gefunden! (Bilder: Google Earth)

Ein Klick hinter den offiziellen Nazca-Artikel der Enzyklopädie in den Diskussionsbereich zeigt dann auch die sture Ablehnung des Autors “Arpad99”, als er 2009 das Thema “Däniken gehört nicht in den Artikel” eröffnete.[21] Er bescheinigt von Däniken zwar ein “genialer und talentierter Autor” zu sein (wie eigentlich alle seine Kritiker) – sieht aber in seinen Ideen “reine Fiktion”. Wer von Dänikens Thesen in den Nazca-Artikel bei Wikipedia schreibt, so schrieb er weiter, “könnte ebenso diejenigen von Uriella aufführen”.

Sekten-Kram?

Das ist schon starker Tobak, von Däniken seine Ideen mit der inzwischen verstorbenen UFO-Sekten-Chefin Uriella aus der Schweiz zu vergleichen. Finden mit Sicherheit viele seiner Fans.

Das fand auch zwei Jahre später ein anderer Wiki-Autor, der am 16. Juli 2011 überaus erbost schrieb:

Dieser Abschnitt ist fern der Realität. Uriella und Däniken zu vergleichen ist schon beleidigend! Seine Bücher als ,Fiktion’ zu bezeichnen BEWEIST Unwissen seiner Arbeit, Thesen und Ideen. Denn: vieles IST vorhanden, was er beschreibt (gleich was nun Wahrheit ist). Däniken sieht hier einen Cargo-Kult – KEINE Landebahnen von Aliens. Der User sollte sich bitte in Dänikens Nazca-Bücher (Däniken ist Ehrenbürger von Nazca) einlesen um sachlich zu argumentieren und kommentieren. Auch hat die ,Däniken-Stiftung’ wissenschaftliche Forschungen dort betrieben und die Ergebnisse auch veröffentlicht. Und das waren keine uriellaartigen Eso-Sing-Sangs. Des Weiteren würden die Maria Reiche-Biographen Schulze und Zetzsche in der Biographie ,Bilderbuch der Wüste’ (etwa Seite 155) von Däniken dahingehend, dass er es war, der ,wie ein Scheinwerfer”‘ die Welt auf die Ebene hinwies.”[22]

Geändert hat sich lange Zeit nichts und auch eine Antwort blieb aus. Dabei ist es bezeichnet, dass das genannte Buch von Schulze und Zetzsche, “Bilderbuch der Wüste” (Halle 2005), als Literaturangabe im Nazca-Artikel angeführt ist. Aber was schrieb schon 1968 Maria Reiche in ihrem Buch “Geheimnis der Wüste” zu den Linien?

Einige könnte man für Flugplätze halten.

Doch am 5. Februar 2012 kam das “Alien-Thema” von Nazca dann erneut auf und so wurde nach einer Diskussion im Frühjahr 2012 letztlich doch der Abschnitt “Parawissenschaftliche Spekulationen” eingefügt. (Der heute nicht mehr zu finden ist.)

UFO-Sekten und UFO-Forschung

Die Themen UFOs, UFO-Forschung, UFO-Forscher/-Autoren, UFO-Gruppen usw. ist, genau wie im realen Offline-Leben, auch in der Wikipedia heiß umstritten.

ARTIKEL: Es gibt viele Götter und Erich von Däniken ist ihr Prophet! Über die Absurdität von UFO-Sekten und den Vorwürfen gegen die Prä-Astronautik als „Ancient Aliens Sekte“ (Bild: L.A. Fischinger / gemeinfrei / NASA/JPL)
ARTIKEL: Es gibt viele Götter und Erich von Däniken ist ihr Prophet! Über die Absurdität von UFO-Sekten und den Vorwürfen gegen die Prä-Astronautik als „Ancient Aliens Sekte“ (Bild: L.A. Fischinger / gemeinfrei / NASA/JPL)

Ein UFO-Beispiel ist der sehr knappe Wikipedia-Eintrag unter “Ufoglaube” im Lexikon. ZUsammen mit meinem Kollegen Roland M. Horn habe ich 1999 dazu umfassende Standartwerk “UFO-Sekten” zum Thema veröffentlicht. Ich selber sehe den sehr kurzen Beitrag dazu im Wiki grundlegend als OK an. Aber: Das Thema ist nicht nur sehr komplex sondern auch ein Ärgernis für uns Journalisten des Unglaublichen. Immerhin ist es eine in der Grenzwissenschaft bekannte Tatsache, dass religiöser oder esoterisch-religiöser UFO-Glaube mit Themen wie Astronautengötter Erich von Däniken, UFOs und UFO-Forschung und sogar SETI sehr gerne in einen Mystery-Topf geworfen wird. Doch erfrischend da notwendig ist diesbezüglich diese klare Aussage im Artikel bei Wikipedia dazu:

Von religiösem Ufoglauben ist der grenzwissenschaftliche Forschungszweig der Ufologie zu unterscheiden.”

Erstellt wurde der durchaus wichtige Artikel schon im Jahr 2001. Ende Dezember 2003 jedoch bemühten sich einige Wiki-User um eine Entfernung des gesamten Eintrages.[23] Warum? Weil er “in seiner jetzigen Form nicht dem enzyklopädischen Anspruch der Wikipedia gerecht wird.”[24] Der Artikel blieb. Aber mager sind dabei die Literaturangaben, die freigegeben wurden. Es sind nur vier genannt (Update: auch noch am 15. März 2016).

Jedoch findet sich bereits ab dem Jahr 2007 auf der Diskussionsseite[25] wesentlich mehr Material. Verschiedene Wiki-Autoren und -Mitarbeiter streiten sich dort seit Jahren um Umfang und Inhalt des fraglichen Artikels. Am 7. Oktober 2009 endete der Streit dort ohne Ergebnis.

Interessant ist jedoch in meinen Augen die Aussage eines Autoren vom 10. März 2009.[26]:

Werde auch DU Fan von Grenzwissenschaft & Mystery Files!

Grenzwissenschaft und Mystery Files auf YouTube

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Ich habe auch nicht die Zeit und die Muße, den Müll ins deutsche zu übersetzten und mich mit dabei noch mit der Kritik der Billy-Meier Fraktion oder der Realianer-Fraktion oder anderen Fraktionen hier auseinanderzusetzen.”

Das heißt im Klartext: Wikipedia fürchtet die Kritik der genannten UFO-Sekten, wenn man diese dort behandelt bzw. genauer benennt. Obwohl Billy Meier der Gruppe “FIGU”, Schweiz, selber einen im Lexikon diskutierten und umstrittenen[27], [28] sowie nicht gerade kleinen Wikipedia-Eintrag hat.[29]

Pyramiden und Pyramidioten

Über Wikipedia streiten sich also bis heute die Geister. Auch und gerade in Detailfragen.

Beispielsweise teilte mit der Atlantis-Forscher und -Autor Peter Nowak mit, dass im Onlinelexikon im Artikel über die Cheops-Pyramide von Gizeh in Ägypten als schwerster Steinblock des Bauwerkes ein Gewicht von 7,5 Tonnen (ohne Quelle) angegeben ist. Mehrfache Versuche von Nowak selber diesen frappierenden Wiki-Irrtum zu korrigieren wurden entfernt und nicht freigegeben. Erst im März 2011 wurde korrekt “50 – 80 Tonnen” genannt.[30]

Bezeichnet ist hier auch der Abschnitt “Theorien zur Konstruktionsweise”.[31] Hier findet sich ausschließlich die Theorie einer “Inneren Rampe” des französischen Architekten Jean-Pierre Houdin vom Frühjahr 2007 kurz erwähnt. Diese wird mit den Worten sie ist “nicht nur interessant, sie ist schlüssig und revolutionär” des deutschen Ägyptologen und ehemaligen Direktors des “Deutschen Archäologischen Instituts” in Kairo, Rainer Stadelmann, von “Spiegel online” vom 2. April 2007 kommentiert wird. Weitere Thesen und Aussagen fanden sich nicht , was sich aber inzwischen grundlegend änderte.

"Das Cheops-Projekt", gewaltige Steine und die Frage nach dem "Eisen der Pharaonen" (Bild: L.A. Fischinger)
VIDEO: “Das Cheops-Projekt”, gewaltige Steine und die Frage nach dem “Eisen der Pharaonen” (Bild: L.A. Fischinger)

Die Diskussionsseite hinter der offiziellen Seite verrät auch hier wieder mehr. Hier streitet man sich nicht nur, ob man “Alternative Theorien”[32] einfügen soll, sondern auch ob “neue Erkenntnisse zum Bau”[33] überhaupt in das Lexikon gehören. Dabei ist man sich jedoch recht einig, dass es zu viele und zu oft neue Erkenntnisse zum Bau der Pyramide gibt. Lediglich die Idee von einer Innenrampe fand hier lange Zeit Gnade vor den Augen der Wikipedia-Gemeinschaft.

Hinter den Kulissen

Im Eintrag zur Pyramide des Pharao Cheops gab es in den vergangenen Jahren erstaunlich viele Änderungen und Updates. Für den Jäger des Phantastischen ist dabei besonders interessant, dass die Prä-Astronautik und Erich von Däniken in einem Unterkapitel eingefügt wurden. Ein Umstand, der, wie oben gesehen, beim Thema Scharrbilder von Nazca fehlt. In diesem werden diverse Spekulationen der Grenzwissenschaft im Sinne der Götter aus dem All umrissen und auch die Kritikpunkte der etablierten Wissenschaft gegen diese Überlegungen im Zusammenhang mit der Cheops-Pyramide angeführt. Ein recht langer Beitrag, der auf der Diskussionsseite des Eintrages am 22. Februar 2016 mit den Worten kommentiert wurde:

Muss das wirklich so breit ausgetreten werden? Wäre ich v.D., würde ich mich bedanken…

Interessant sind auch hier wieder die Fußnoten in Sachen “Prä-Astronautik und Große Pyramide”. Es handelt sich ausschließlich um das Buch “Erinnerungen an die Zukunft”, das von Däniken bekanntlich bereits 1968 veröffentlichte. Die einzelnen Kritikpunkte sind indes nicht durch Quellenangaben benannt. Lediglich das Buch “Geschäfte mit der Phantasie – Warum es keinen Raumflug vor Jahrtausenden geben konnte” von Pieter Coll wird als Beispiel genannt.

Und das erschien als Erstausgabe schon 1970!

Streit um Personen

Es ist bereits angeklungen, dass sich die Wikipedia-Gemeine sehr gerne und oft auch über einzelnen Personen zankt. Meistens irgendwelche Prominente aus diesem oder jenem Bereich des öffentlichen Interesses. Bei Erich von Däniken als bekanntesten Prä-Astronautiker beispielsweise wurde bei seinem Eintrag der Bereich “Hypothesen” am 24. März 2014 bemängelt, dass Quellen fehlen:

Dieser Abschnitt ist fast vollständig unbelegt und meiner Meinung nach zu überladen. Wer sich für die Details der Thesen interessiert, kann ja auf weiterführende Literatur / Weblinks verwiesen werden, aber in einem Biografieartikel leidet hier die Übersicht (…)”

Pressemitteilung & Video: Der "Cheops-Skandal" um Stefan Erdmann und Dominique Görlitz ist juristisch überaus fragwürdig (Bild: L. A. Fischinger / D. Görlitz)
Pressemitteilung & Video-Interview: Der “Cheops-Skandal” um Stefan Erdmann und Dominique Görlitz ist juristisch überaus fragwürdig (Bild: L. A. Fischinger / D. Görlitz)

Und welche Verweise und/oder Quellen finden wir im auf Belege bedachten Wikipedia dort? Nur eine Fußnote mit dem Hinweis auf den Buchklassiker “Da tat sich der Himmel auf. Die Raumschiffe des Propheten Ezechiel und ihre Bestätigung durch modernste Technik” von Josef F. Blumrich aus dem Jahre 1973.

Interessant ist auch der sehr umfangreiche Lexikon-Eintrag zu Dominique Görlitz, seiner Reputation und dem auf diesem Blog oftmals thematisierten “Cheops-Skandal“. Im Eintrag “Beschädigungen in der Cheops-Pyramide” zeigt sich erneut auf der Diskussionsseite eine hitzige Debatte. Beispielsweise wird dort versucht Görlitz in die “rechte Ecke” zu rücken.

Persona non grata bei Wikipedia?

Hier muss man die Einträge des Wiki-Autoren Bernhard Beier von Atlantisforschung.de unterstreichen, der bemüht ist, die gesamte (irrwitzige) Angelegenheit sachlich zu belegen. Ein anderer Wiki-Autor verwies am 6. März 2016 (mit Quelle) auch auf den Umstand, dass die juristische Verurteilung von Görlitz im “Cheops-Skandal” an den Haaren herbei gezogen ist. Das entsprechende Gutachten eines ehemaligen vorsitzenden Richters am Oberlandesgericht wird zwar verlinkt aber im eigentlichen Wikipedia-Eintrag (bisher) nicht genannt. Obwohl Richter Wolf-Philipp Müller dazu unter anderem schreibt:

Angesichts des ehemaligen Aufschreis der Entrüstung möchte ich Sie ganz herzlich bitten, diese Meldung mit in Ihren Pressemitteilungen aufzunehmen, da sich mehr und mehr herausstellt, dass an den Vorwürfen letztlich nichts dran war.

Und noch deutlicher in dem Gutachten vom 22. Januar  2015 selber:

Die Aufhebung des ägyptischen Urteils gegen die Inspektoren vom 9. Mai 2015 hat ebenfalls eine große Relevanz auf für das Strafverfahren in Deutschland. Es beweist, dass an den Strafvorwürfen gegen Erdmann und Görlitz nichts dran war und ist.

(…)

M.E. hat sich der Angeklagte von dem Medienrummel und dem Druck aus Ägypten zu sehr beeindrucken lassen. Natürlich spielten auch die Kostenängste und die unabsehbare Langwierigkeit des Verfahrens (einer Hauptverhandlung) eine tragende Rolle bei seiner Entscheidung. Ein Schuldeingeständnis kann man aus dieser Beschränkung (und der damit verbundenen Selbstunterwerfung) auf Grund der Faktenlage nicht ableiten.”

Lars A. Fischinger im Interview mit Erich von Däniken 2015 (Bild: L. A. Fischinger)
VIDEO: Lars A. Fischinger im Interview mit Erich von Däniken 2015 (Bild: L. A. Fischinger)

“Jeder Idiot kann da schreiben was er will”

Solche Aussagen über eine Person gehören eigentlich eben aufgrund der medialen Brisanz in den entsprechenden Eintrag bei Wiki. Erst recht dann, wenn sie hinter den Kulissen explizit genannt und als Quelle verlinkt wurden.

“Jeder Idiot kann da schreiben was er will”, sagte Erich von Däniken mal zu mir als wir über Wikipedia sprachen. Ganz Unrecht hat er da nicht, wie es sich quasi jeden Tag zeigt. Also am Besten überhaupt nicht dort eingetragen sein, wenn man eine Person der Mystery-Szene ist?

Das dachte sich zumindest vor Jahren auch der Prä-Astronautik-Autor Erdogan Ercivan. Er versuchte mehrfach, dass sein Eintrag im Lexikon vollständig gelöscht wird. Vergeblich, da auch seine eigene Löschungen immer wieder Rückgängig gemacht wurden. Und so steht der recht umfangreiche Eintrag weiterhin ohne eine einzige Quellenangabe online. Obwohl auch hier wieder in den Diskussionen die Art und Qualität des Textes bemängelt wird. Zuletzt schon am 15. Mai 2013.

Wikipedia … ist trotzdem wichtig!

Der Blick hinter den Spiegel lohnt sich bei Wikipedia teilweise mehr als die eigentlichen Einträge. Zumal es dort auch zum Teil zahlreiche Archive vergangener Jahre der Diskussionen gibt. Diese offenbaren teilweise die Debatten bis fast zu den Anfängen von Wikipedia selber.

Beispielsweise beim natürlich sehr langen Eintrag des Senders “ZDF”, wo oft in Sachen “Staatsfernsehen” etc. bei den Bearbeitungen und Diskussionen die Fetzen fliegen. Nicht anders wird zum Beispiel bei Prominenz aus Show und Entertainment wie etwa bei Stefan Raab oder Til Schweiger gestritten was rein darf und was nicht …

Ich selber werde nie müde zu sagen und zu schreiben, dass Wikipedia wichtig und großartig ist! Erwähne ich jedoch das böse Wiki in einem meiner Videos auf meinem YouTube-Channel … ernte ich praktisch ohne Ausnahme “Hass-Kommentare” und Trollerei.

Dabei übersehen diese “Kritziker” bzw. Hater natürlich liebend gerne, dass ich immer wieder eben auf die Diskussionen hinter den eigentlichen Einträgen hinweise und vor allem auch darauf, dass genannte Fußnoten, Bücher oder Quellenangaben (wenn sie denn auch vorhanden sind) immer zu weiteren Informationen für die eigene Recherche führen.

Darum sollten Quellen immer beachtet und genutzt und von den Wiki-Autoren angegeben werden. Immerhin will es ein “Online-Lexikon” sein. Es Dabei ist es natürlich gleichgültig ob Pro-Mystery oder Kontra-Mystery oder ob Politik und Gesellschaft. Ob die “Macher hinter Wikipedia” diese nun als “sachlich”, “seriös”, “kompetent” oder “nützlich” ansehen steht – dahinter.

Euer Jäger des Phantastischen

Fischinger-Online

(Geschäfts-eMail: FischingerOnline@gmail.com)

Ursprünglich stammt dieser Artikel von meinem früheren Google-Blog.

Interessantes zum Thema:

 Fußnoten


[1] http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Geschichte_der_Wikipedia#cite_ref-11
2] http://stats.wikimedia.org/DE/PlotsPngArticlesTotal.htm
[3] http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,606315,00.html
[4] http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,606912,00.html
[5] http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,606315,00.html (unten die Anmerkung)
[6] http://de.wikipedia.org/wiki/Steine_von_Ica
[7] http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Steine_von_Ica&diff=89690023&oldid=89454979 (unten: “Bericht über die Steine von Ica”)
[8] http://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:Steine_von_Ica#Quellen
[9] http://de.wikipedia.org/wiki/Pr%C3%A4-Astronautik#Literatur
[10] http://de.wikipedia.org/wiki/Pr%C3%A4-Astronautik#Kritik_der_etablierten_Natur-_und_Geisteswissenschaften
[11] http://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:Pr%C3%A4-Astronautik#Wieso_kein_EINZIGER_Nachweis_im_kompletten_Abschnitt_.22Kritik.22
[12] http://de.wikipedia.org/wiki/Benutzer:Jonas_kork
[13] http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Benutzer_Diskussion%3ADagdaMor&action=historysubmit&diff=89026417&oldid=89016715
[14] http://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:Pr%C3%A4-Astronautik#Aluminium-Objekt_von_Aiud
[15] Ende 2012 hat Lars A. Fischinger in Deutschland eine neue Material-Untersuchung des ohne Frage aus Aluminium bestehende Objekt von Aiud in Deutschland durchführen lassen. Diese bestätigen im Grunde die ersten zwei Analysen aus Rumänien, konnte die Legierung aber nicht identifizieren. Die Ergebnisse wurden in dem Magazin “Sagenhafte Zeiten” veröffentlicht.
[16] http://de.wikipedia.org/wiki/Nazca-Linien#Einzelnachweise
[17] Luc, sieh dazu auch: Jim Woodman: Nazca – mit dem Inka-Ballon zur Sonne. C. Bertelsmann, München, 1977
[18] http://en.wikipedia.org/wiki/Nazca_lines#Alternative_theories
[19] http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Nazca-Linien&limit=500&action=history
[20] ebenda
[21] http://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:Nazca-Linien#D.C3.A4niken_geh.C3.B6rt_nicht_in_den_Artikel
[22] ebenda
[23] http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Ufoglaube&limit=500&action=history
[24] http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Ufoglaube&diff=458436&oldid=431796
[25] http://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:Ufoglaube
[26] ebenda
[27] http://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:Eduard_Albert_Meier
[28] http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Diskussion:Eduard_Albert_Meier&limit=500&action=history
[29] http://de.wikipedia.org/wiki/Eduard_Albert_Meier
[30] http://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:Cheops-Pyramide#FALSCHE_Daten
[31] http://de.wikipedia.org/wiki/Cheops-Pyramide#Theorien_zur_Konstruktionsweise
[32] http://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:Cheops-Pyramide#Alternative_Theorien
[33] http://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:Cheops-Pyramide#neue_Erkenntnisse_zum_Bau.3F

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vor 20 Jahren in Sachsen: Der Alien “Jimmy”, die UFO-Landung der Trigonier und “Außerirdische raus!”: Bizarres aus der UFO-Welt +++ Artikel +++

Die UFO-Landung der Trigonier 1997 in Deutschland (Bild: gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)
Die UFO-Landung der Trigonier 1997 in Deutschland (Bild: gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)

In einem meiner Bücher ging ich im 2010 der Frage nach, ob die deutsche Regierung oder irgendwer in unserem Land eigentlich auf die Landung eines UFOs aus dem All in irgendeiner Art und Weise vorbereitet ist. Gibt es hierzulande Pläne oder Maßnahmen für ein solches spektakuläres Ereignis, das auch immer wieder Thema auf diesem Blog ist? Der Grund meiner Recherchen zu diesem Thema waren damals offizielle Anfragen verschiedener Abgeordneten an den Deutschen Bundestag genau zu diesen (und anderen) Fragen. Offiziell vorbereitet ist die Regierung nach eigenen Angaben allerdings nicht. Was aber geschehen kann wenn Privatpersonen mit Unterstützung der Medien behaupten, sie haben Kontakt mit Aliens und diese werden zu einer bestimmten Zeit landen, haben mein Kollege Roland M. Horn und ich bereits 1999 in einem gemeinsamen Buch geschildert. Es ging um den Fall einer 1997 angekündigten UFO-Landung in Sachsen, die quasi “aus dem Ruder lief”. Eine bizarre Geschichte, die an dieser Stelle noch einmal erzählt werden soll …

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Liebe Freundinnen und Freunde des Phantastischen!

Wie unterschiedlich Aussagen über die “Ankunft der Aliens” seien können, zeigt ein Beispiel von 1997 aus Deutschland. Ein Beispiel, das auch wundervoll in meine YouTube-Video-Reihe “Grenzwissenschaft Classics Videos” passt, die Ihr HIER findet.

Es war eine verrückte Geschichte, die wie kaum eine Zweite hier in Deutschland zeigt(e), dass Personen, die behaupten mit Aliens in Kontakt zu stehen, wirklich kaum jemand ernst nimmt. Doch gleichzeitig zeigt dieser UFO-Fall vor nun genau 20 Jahren auch deutlich, dass irgendwelche Behauptungen von UFO-Fans über die Ankunft der Aliens (die es immer und immer wieder gab und gibt!) nicht mit einem plötzlich “aus dem Nichts” kommenden und realen Alien-Besuch zu vergleichen sind. Also die echte Ankunft von Außerirdischen, die plötzlich vor “unserem Planten stehen”.

Dabei ist es vollkommen belanglos wie groß die Wahrscheinlichkeit eines Besuches von intelligenten Außerirdischen auf der Erde ist: man kann diese nicht grundsätzlich ausschließen.

Was war also 1997 in Sachsen geschehen? Roland M. Horn und ich gingen der Sache 1998/1999 einmal nach.

Aliens und UFOs im Fernsehen der 1990er Jahre

In zahlreichen Talkshows waren sie in den 90gern zu Gast, um über die Botschaften eines Außerirdischen mit dem Namen “Jimmy” zu berichten. Er gehört der Alien-Rasse der “Trigonier” an und spracht damals nur durch das Esoterik-Paar Erika und Wolfgang Ressler. Unermüdlich sprach Erika Ressler im Deutschen TV als “Jimmy”, als Medium eines Aliens. Und doch: In den beliebten Talkshows, in denen die Resslers auftraten, hatten sie kein Geld gefordert – sie schienen selbst an ihre Story zu glauben.

"Grenzwissenschaft Classics Videos": die retro Mystery-Serie von Lars A. Fischinger
YouTube-Video-Reihe: “Grenzwissenschaft Classics Videos”: die retro Mystery-Serie von Lars A. Fischinger

Bis zu jenem Tag, als der angebliche Alien seine Landung mit einem UFO bei den Resslers in Sachsen ankündigte!

Schon Anfang 1995 wurde die Bulevardpresse auf das Ehepaar Ressler aufmerksam. “Forscher sicher: Bald landen UFOs im Tegeler Fließ”, berichtete beispielsweise die “Bild” Berlin am 2 Januar 1995. Dort erfuhren wir, dass Wolfgang Ressler ein Jahr zuvor seine Heimat bei Detmold verlassen habe, um sich in Seifhennersdorf in Sachsen anzusiedeln. Aber nicht aus beruflichen oder ähnlichen Gründen:

Weil hier in Kürze erstmals UFOs landen! Bei einem telepathischen Kontakt 1993 haben sie’s mir verraten.”

In klaren Vollmondnächten stand Wolfgang Ressler auf dem Westhang des 43 Meter hohen Jockelberges. Er verwendete dabei 50 Meter lange Aluminiumstreifen, um so die Einflugschneise seiner erwarteten UFO-Raumschiffe zu markieren. “30 Jahre spüre ich schon Kraftfelder von Außerirdischen auf!”, sagte Ressler gegenüber der Berliner “Bild”. Ressler sei ferner sicher, dass Außerirdische seit 15 Millionen Jahren die Erde besuchen.

Neben Seifhennersdorf sollen auch Collmberg bei Oschatz und das Tegeler Fließ potentielle UFO-Landestellen sein. Der Bergsporn nahe Heftstett in Sachsen-Anhalt soll seiner Meinung nach sogar seit mindestens 8.000 Jahren von UFOs angeflogen werden. Und im Boifiner Wald bei Bützow in Mecklenburg-Vorpommern sollen fünf Steinringe die Landestelle eines UFOs aus dem Jahr 600 vor Christus markieren.

Wolfgang Ressler wusste auch Interessantes über die „wahre Entstehung“ des Riesenkraters “Nördlinger Ries” (rund 25 Kilometer Durchmesser) in der fränkischen Alb zu berichten. Vor 14 Millionen Jahren haben Außerirdische ihn als Platz für eine ganze Raumflotte in die Erde gesprengt![i]

Heute weiß jedoch jeder Geologe: Hier schlug ein gigantischer Meteorit aus den Tiefen des Alls ein, was der bekannte Geologe Eugene M. Shoemaker – der Mitentdecker des sensationellen Kometen “Shoemaker-Levy 9”, der auf Jupiter 1994 einschlug – bereits in den 60ger Jahren nachweisen konnte.[ii]

Auffallend ist, dass in diesem ersten Zeitungsbericht ausschließlich von Wolfgang Ressler gesprochen wurde, während spätere Medienmeldungen immer angaben, seine Frau Erika sei das eigentliche Medium.

So trat etwa in der Talkshow “Vera am Mittag” des Senders “SAT 1” Erika Ressler als telepathische Kontaktperson auf. Die hypnotische Kontaktaufnahme zu dem in Oregon, USA, lebenden Trigonier mit Namen “Jimmy” sei sicherer und billiger als ein Telefonat. So Erika Ressler.[iii]

Das UFO kommt – und die Polizei!

Dann kam die Stunde, zu der sich die Prophezeiung von der Ankunft der UFOs und Aliens erfüllen sollte: Die Nacht vom 12. auf den 13. April 1997. Die Bewohner des Planeten Trigon wollten nach dem angeblich durch Erika Ressler sprechenden Alien “Jimmy” im Lausitzort Seifhennersdorf landen. Und ganz Deutschland wusste durch die medialen Auftritte der beiden darüber Bescheid!

Ravensburgerin von der Polizei aufgegriffen, da sie angeblich von Außerirdischen verfolgt wurde! (Bild: Wappen & historische Ansicht von Ravensburg/gemeinfrei / Bearbeitung: L. A. Fischinger)
Ravensburgerin von der Polizei aufgegriffen, da sie angeblich von Außerirdischen verfolgt wurde! (Bild: Wappen & historische Ansicht von Ravensburg/gemeinfrei / Bearbeitung: L. A. Fischinger)

400 Schaulustige warteten dort nun auf das versprochene UFO. Doch es kam einfach nicht und die Anwesenden wurden langsam unruhig. Es kam zu Gewalttätigkeiten. 15 Jugendliche machten sich sogar auf, um das Haus des Ehepaares Ressler zu stürmen. Sie warfen Fenster ein und brachen sogar die Tür auf. Es dauerte nicht lange, bis die Polizei eingreifen musste und auch der Bundesgrenzschutz gerufen wurde. Es kam so zu einem Großeinsatz der Ordnungskräfte wegen einer “UFO-Landung”, die aber freilich ausblieb …

Damit aber nicht genug:

Als alle noch auf das UFO warteten, liefen Verhandlungen zwischen den Resslers und Fernsehsendern: “RTL” erhielt wie auch “PRO 7” eine Absage und “SAT 1” kaufte die Exklusivrechte für die kommende Landung der Außerirdischen. Der Sender erhielt den Zuschlag aufgrund seiner schnellen und unbürokratischen Reaktion.

Der zuständige Redakteur soll gleich einen Vertrag über eine Summe über fünf Millionen DM sowie einen Verrechnungsscheck über 1.000 DM dabei gehabt haben. Bedingung war allerdings, dass die Trigonier auch wirklich auf der Erde landen würden. Wären es also tatsächlich zur Landung der Außerirdischen gekommen, dann wären die Bilder des ersten Kontaktes zwischen Menschen und außerirdischen Besuchern selbstverständlich weit mehr wert gewesen. Was die TV-Sender natürlich wussten.

Die ungewöhnlich gute Zusammenarbeit zwischen “SAT 1” und “RTL” ließ damals jedoch durchaus darauf schließen, dass beide Sender nicht so richtig an die bevorstehende UFO-Landung glaubten. Sicher kann es ihnen auch niemand verübeln. Man half sich gegenseitig bei der Ausleuchtung des Grundstücks und “SAT 1” pochte nicht wirklich auf die Exklusivrechte, die sie sich zuvor vertraglich gesichert hatten.

“RTL” wiederum tat alles, um die dortige Stimmung unter den Schaulustigen anzuheizen. Man warf eine Nebelmaschine an und führte diverse Interviews in mystisch-esoterischer Atmosphäre. Auch junge Mädchen mit Plakaten, die die Aufschrift “Herzlich willkommen, Jimmy” trugen, fielen in der Menge auf. Und die Menge skandierte fröhlich “UFO! UFO! UFO!”.

Kurz nach Mitternacht zogen 15 grün gekleidete Männchen mit Gasmasken vor Resslers Grundstück auf. Es war der lokale Karnevalsverein, der mit einem selbst gebastelten Blech-UFO anrückte. Unter den Schaulustigen herrschte eine regelrechte Volksfeststimmung – man machte einfach Party. Als das echte UFO jedoch ausblieb, konnten auch der Verein die Stimmung nicht mehr retten.

Das “Zeitprotokoll” der Aliens

Wieso kamen die Außerirdischen eigentlich nicht? Was sagten die Resslers selber dazu, dass die Aliens nicht kamen? In der “Dresdner Morgenpost” vom 14. April 1997 finden wir die Auskunft, die “Jimmy” durch Frau Ressler in “Trance” gab, als Protokoll abgedruckt. Darin heißt es als vermeintliche Erklärung oder außerirdische Entschuldigung:

13.07 – Okay – Anflug 0.00 Uhr

21.37 – Vorschau auf das bevorstehende Ereignis: Zigarrenförmiges, mehrere hundert Meter langes Mutterschiff (ca. 100 Trigonier an Bord) tritt in den Luftraum ein. Kleines rundes Boot (Durchmesser zwölf Meter) löst sich, parkt über Resslers Grundstück. Kraftfeldtreppe (gleißendes Licht) wird zu Resslers Terrasse aufgebaut. Luke öffnet sich, ein Trigonier steigt aus. Jimmys folgt in menschlicher Gestalt, für Interviews 60 Minuten Zeit.

22.38 – Anweisung an TV-Teams: ,Gegenlicht aufstellen, bessere Aufnahmen möglich.’

22.58 – ,Gehe soeben in Oregon/USA an Bord eines Shuttles’.

"So rasch wie der Wind": Eine UFO-Entführung vor Jahrhunderten in Irland? (Bild: gemeinfrei / Bearbeitung & Montage: L. A. Fischinger)
ARTIKEL: “So rasch wie der Wind”: Eine UFO-Entführung vor Jahrhunderten in Irland? (Bild: gemeinfrei / Bearbeitung & Montage: L. A. Fischinger)

23.01 – ,Bin im Anflug!’

23.06 – ,Ja, unsere Waffen sind euren weit überlegen. Wir haben kein Interesse, sie einzusetzen.’

23.18 – ,Viele Menschen auf dem Weg zu Euch.’

23.53 – ,Alles o.k., 40 Minuten.’

0.13 – ,Ich bin so aufgeregt, ein wichtiges Ereignis für Euch und unsere Geschichte.’

0.37 – ,Leiten Countdown ein. Etwa zehn Minuten.’

0.47 – ,Stellt bitte ein Glas Leitungswasser bereit.’

0.53 – ,Die Leute vorm Haus werden sich gleich beruhigen!’

0.57 – ,Fragt mich nicht nach Minuten. Für uns ist das eine schwierige Operation.’

0.59 – ,Wir stehen jetzt Südost.’

1.03 – ,Müssen stoppen. Zu viel negative Energie bei Euch!’

1.05 – ,Negative Energie!’

1.06 – ,Sorry, wir können das Volk da unten nicht beruhigen!’

1.09 – ,Sichert Euch selbst!’

1.23 – ,Wir drehen kurz ab.’

1.39 – ,Gleich wird sich das bei Euch beruhigen, wir warten.“

1.50 – ,Kann bis sechs dauern, es muss Ruhe herrschen.’

2.03 – ,Sorry, was bei Euch passiert ist. Es ist mir entglitten.’

2.59 – ,Wir warten noch!’

3.22 – ,Gut, das Polizei da ist. Sind aber bewaffnet. Wir prüfen.’

3.25 – ,Würden wir unsere Waffen einsetzen, wäre euer Garten ein riesiger Aschenbecher.’

3.37 Uhr – ,Heute nicht mehr berechenbar. Es sieht schlecht aus.’

ARTIKEL: Die UFO-Sekte “Ashtar Command” und die “Galaktische Föderation des Lichts”: Wie man an einen imaginären Alien-Gott glaubt (Bild: NASA/JPL / Montage/Bearbeitung: L. A. Fischinger)
ARTIKEL: Die UFO-Sekte “Ashtar Command” und die “Galaktische Föderation des Lichts”: Wie man an einen imaginären Alien-Gott glaubt (Bild: NASA/JPL / Montage/Bearbeitung: L. A. Fischinger)

3.53 – ,Zu viel negative Energie. Tut mir leid, es ist gelaufen.’

“Die Leute vorm Haus werden sich schon beruhigen”, meinte der nette Außerirdische alias Erika Ressler. Leider beruhigten sie sich nicht; im Gegenteil.

“Deutschland den Deutschen – Außerirdische raus!”

Bereits um 0.43 Uhr, als die Resslers von der Masse noch stürmisch gefeiert wurden, flog die erste leere Flasche, die von einem Skinhead geworfen wurde. Später eskalierte die Situation mehr und mehr: Noch harmlose Zurufe wie “UFO vor, noch ein Tor!” werden von Parolen wie “Hängt die Lügenschweine!” abgelöst. “Sieg Heil!” tönte es zum Hitlergruß und mit den Worten „Reißt die Bude ein!“ warfen die offensichtlich alkoholisierten Rechtsradikalen drei Fensterscheiben der Resslers ein.

Die Scheinwerfer der Fernsehsender wurden nach und nach auf dieselbe Art “ausgeschossen”. “Deutschland den Deutschen – Außerirdische raus”, brüllten die Skinheads im Chor.

Als Erika Ressler schließlich die Polizei rief, wurde sie zunächst nicht ernst genommen. So musste Christian Görzel von “RTL” die Polizei beschwören, hier doch einzugreifen. Als die Polizei um 1.30 Uhr endlich mit Blaulicht, Kampfausrüstung und 15 Beamten eintraf, war nur noch der harte Kern der 15 Randalierer anwesend, und so konnte es schnell zur Deeskalation kommen.

Der Dienst habende Leiter der Polizeidirektion Görlitz fuhr sogar persönlich zum Einsatzort, um Ermittlungen wegen Landfriedensbruchs einzuleiten. Nachdem die Geschichte von Polizei-Obermeister Eichner aufgenommen und mit einem schlichten “Na ja!” kommentiert worden war, löste der Polizeidirektionsleiter Reinhard Herwig die Menge auf und bat die Presse, nach Hause zu gehen. Mittlerweile war es zehn Minuten vor vier Uhr morgens.

Resultat der ufologischen Aktion: 3.000 DM Sachschaden und 15 Ermittlungsverfahren (hauptsächlich wegen Landfriedensbruch).[iv]

“Trigon”, die Heimatwelt der Außerirdischen

Der Planet Trigon, von dem “Jimmy” und sein Volk stammen sollen, hat laut Erika Ressler nur ein Zwölftel der Erdmasse, und soll sich in der „übernächsten Galaxie“ befinden. Innerhalb der nächsten 10 Jahre wird das Leben auf Trigon unmöglich sein, denn eine Klimakatastrophe bedroht “Jimmys” Heimatplaneten. Da sich die Trigonier mit einem Vielfachen der Lichtgeschwindigkeit fortbewegten sollen, bräuchten sie für die Strecke Trigon – Erde lediglich fünf Jahre.

ARTIKEL: Dauerstreitthema Flüchtlingskrise: Aber bekommen eigentlich auch echte Aliens im Sinne von Außerirdischen bei uns Asyl? Interessante Spekulationen … (Bild: gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)
ARTIKEL: Dauerstreitthema Flüchtlingskrise: Aber bekommen eigentlich auch echte Aliens im Sinne von Außerirdischen bei uns Asyl? Interessante Spekulationen … (Bild: gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)

Außer den Trigoniern soll es derzeit vier weitere Alien-Zivilisationen geben, von denen zwei feindlich gesinnt und aggressiv seien. Die Trigonier suchen auf der Erde Asyl, weil die Erde ihrem Heimatplaneten klimatisch am ähnlichsten sei. 70 Trigonier leben nach Erika Ressler bereits getarnt auf der Erde, davon zwei in Deutschland. “Jimmy” – ein Farmer aus Oregon, USA – sei dabei der Sprecher dieser intergalaktischen Agentengruppe. Er ist mit einer menschlichen Frau verheiratet und hat zwei Kinder. Allerdings musste er sie aus der Schule nehmen, weil sie zu klug waren und so seine Tarnung gefährdeten

Die Kommunikation unter den Trigoniern funktioniert natürlich telepathisch. Die Verwendung von Sprachen ist dort nicht nötig. Jeder kann mit jedem – auch über größere Entfernungen hinweg – Kontakt aufnehmen. Die Trigonier sind laut Resslers etwas kleiner als wir Menschen der Erde und haben einen größeren Kopf als wir. Es gibt auch dort zwei Geschlechter und die Lebenserwartung der Trigonier beträgt zwischen 150 und 180 Jahren. Wobei ich mich hier frage, wie es nach dieser Beschreibung mit dem Tarnen vor der Menschheit klappen soll.

Auf Trigon gibt es auch keinerlei Hierarchie. Entscheidungen werden durch das “Trigon-Network” getroffen – es besteht aus den gesammelten Gedanken aller (nur!) fünf Millionen Bewohner des Planeten. Aufgrund der Klimakatastrophe ist die Bevölkerungsdichte dort stark rückläufig, so dass vermutlich nur noch drei Millionen von ihnen übrigbleiben werden, die dann auf der Erde Asyl beantragen.

Nach der Landung in Seifhennersdorf hätten die Trigonier ein Jahr lang die Reaktion der Menschheit beobachten wollen. Erst nach dieser Probe-Phase wäre ein Folgetreffen auf Regierungsebene von den Aliens eingeleitet worden. Ein von ihnen, also den kosmischen Asylanten, geplantes Forschungszentrum im Zittauer Gebirge hätte die Menschen dann in den geistigen Fähigkeiten der Trigonier geschult.

“Stinknormale Leute” im UFO-Fieber

Die Resslers, die diese Geschichte intensiv verbreiten, bezeichnen sich selbst als “stinknormale Leute”.

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Erika Ressler war zum Zeitpunkt des Geschehens 42 Jahre alt, ihr Mann zwei Jahre älter. Bereits 17 Jahre vor der nicht eingetroffenen UFO-Landung begannen sich die beiden nach eigenen Aussagen mit den Fähigkeiten des Geistes, der Parapsychologie, Hypnose und Heilpraktiken zu beschäftigen. Sie hatten eine wachsende Fangemeinde, doch in ihrem kleinen Dorf in Sachsen galten sie schlicht und einfach als Spinner. Sie trösteten sich jedoch – insbesondere nach dem Fiasko jener denkwürdigen Nacht 1997 – damit, dass Galilei und Kopernikus auch auf Unverständnis gestoßen waren.

Der angebliche Kontakt zu “Jimmy” bestand 1997 bereits seit fünf Jahren. Er war es, der ihre Geisteskräfte entdeckte, als sie sich medial ins “Trigon-Network” einklinkten. Die Geistes-Fähigkeiten des Paares sollen denen der meisten Menschen überlegen sein, wonach sie quasi “auserwählt” seien. Die UFO-Landung war für die Resslers damit die Hoffnung schlechthin:

Wenn Jimmy nicht kommt, können wir uns erschießen oder nach Arnsdorf in die Klapse begeben.

ARTIKEL: Es gibt viele Götter und Erich von Däniken ist ihr Prophet! Über die Absurdität von UFO-Sekten und den Vorwürfen gegen die Prä-Astronautik als „Ancient Aliens Sekte“ (Bild: L.A. Fischinger / gemeinfrei / NASA/JPL)
ARTIKEL: Die absurden UFO-Sekten und die Vorwürfe gegen die Prä-Astronautik als „Ancient Aliens Sekte“ (Bild: L.A. Fischinger / gemeinfrei / NASA/JPL)

So wurden die Resslers damals von der “Dresdner Morgenpost” zitiert.

Tatsächlich erlitt Erika Resslers nach der missglückten Landung einen Nervenzusammenbruch. Ihr Mann meinte, die Trigonier würde jetzt vermutlich nach einem anderen Ort suchen, an dem sie von den Menschen friedfertiger empfangen würden. Die Redakteure der “Dresdner Morgenpost” waren dabei der Meinung, dass die Geschichte der Trigonier schlicht unglaubhaft, aber auch nicht auszuschließen sei. Sie schrieben außerdem, dass die Angaben der Resslers von Wissenschaftlern weder bestätigt noch widerlegt werden konnten.[v]

UFO-Kindergarten

Das ist alles viel zu einfach bzw. man macht es sich hier viel zu einfach!

Natürlich ist es für die Wissenschaft schwierig mit äußerst laienhaften Angaben wie “übernächste Galaxie” etwas anzufangen. So kann “die Wissenschaft” natürlich auch überhaupt nichts widerlegen. Allerdings scheint es in meinen Augen sehr unglaubwürdig, dass ein mit Überlichtgeschwindigkeit Raumfahrt betreibendes, hoch intelligentes und mit sich mit Telepathie verständigendes Volk Ausdrücke wie “übernächste Galaxie” verwendet. Zumal es eine übernächste Galaxie nicht gibt, da es immer auf den Standpunkt des Beobachters ankommt.

Wenn man sich die gesamte Geschichte ansieht, dann scheint es sich hier aber auch nicht um ein astrophysikalisches, sondern viel eher um ein psychologisches (vermutlich sogar psychiatrisches) und soziologisches Phänomen zu halten, das auch eine politische Komponente hatte.

Die Beobachtung der “Dresdner Morgenpost”, dass die Resslers „eine anwachsende Fan-Gemeinde“ hatte, deutet auch in diesem Fall auf die Entwicklung zu einer sektenartigen Gemeinschaft hin. Sollten die Resslers tatsächlich in Zukunft “Gläubige” um sich scharen können? Hätte es so kommen können?

Eine Woche nach der Nacht, in der die Aliens laut dem Ehepaar hätten landen sollen, waren jene übrigens gegenüber dem “FOCUS” schon wieder voller Hoffnung:

In drei Monaten kommen die wieder. Hundertprozentig! Wir haben Bescheid gekriegt.”[vi]

Aber auch diese Frist verstrich ereignislos und das UFO kam nicht. Und doch hatte das Ehepaar Ressler ihre Publicity und stand für einen kurzen Augenblick im Mittelpunkt des (lokalen) Geschehens. Die oben im Protokoll zitierten “Erklärungen” und “Begründungen” für den Rückzug von “Jimmy” , die ja immerhin von den Außerirdischen stammen sollen, klingen wohl mehr nach einer einfachen Ausrede …

Das Ehepaar Ressler war der festen Überzeugung (zumindest behaupteten sie es), dass das UFO eben nur wegen der unglücklichen Situation am Tag der vermeintlichen Landung nicht kam. Er werden aber sicher kommen, waren sie rund 1,5 Jahre später noch überzeugt. Wohl im Frühjahr 1999, wie sie es in einem TV-Interview mit “RTL 2” am 7. Oktober 1998 erzählten.[xi]

ARTIKEL: Die Sekte “Fiat Lux” und die kaum beachteten UFO- und Alien-Lehren der Führerin “Uriella” (Bild: YouTube-Screenshot/KEYSTONE Video / Montage: L. A. Fischinger)
ARTIKEL: Die Sekte “Fiat Lux” und die kaum beachteten UFO- und Alien-Lehren der Führerin “Uriella” (Bild: YouTube-Screenshot/KEYSTONE Video / Montage: L. A. Fischinger)

Doch wo die Aliens landen werden, schien schon damals eher in den Sternen zu stehen. Nach den Ereignissen am Haus der Resslers meldete die “Bild” Hamburg im Juni 1997[xii] unter der Überschrift “Abkassiert und in Luft aufgelöst”, dass die Resslers ihren UFO-Heimathafen verlassen hätten. Obwohl die Resslers angebliche Heilseminare für bis zu 2.000 DM veranstalteten, hatten sie 10.000 DM Mietschulden und verschwanden, bevor der Gerichtsvollzieher kam. Grund waren sicher auch Drohbriefe gegen die selbsternannten UFO-Kenner, die nach dem 12./13. April 1997 bei dem Ehepaar eingingen …

Eigentlich auch verständlich …

Ergänzung 20. Okt. 2017: Auffällig finde ich rückblickend Folgendes: Mitte der 1990er Jahre waren nicht nur große Boom-Jahre für Themen wie UFOs, Aliens, Grenzwissenschaft usw., in denen geradezu Massen an solchen Geschichten, Berichten und Behauptungen aufkamen. Es war genau die Zeit, in der sich das Internet geradezu schlagartig verbreitete. Auch die Aliens der Resslers hatten ein Netzwerk, das sie “Trigon-Network” nannten. Kaum jemand vor dem Internet hätte solch eine Formulierung benutzt.

Gleichfalls waren es Jahre, in denen zahlreiche Asylanten nach Deutschland kamen. Auch die Aliens um “Jimmy” wollten Asyl. Es kam in jenen Jahren auch zu einer weitreichenden Ernüchterung nach der Wiedervereinigung und dem Zusammenbruch des Ostblock, der in weiten Teilen des Landes offenen Rechtsradikalismus inklusive Anschlägen nach sich zog. Vor allem auch in der ehemaligen DDR, wo unzählige Firmen durch die Gesellschaft “Treuhand” (Treuhandanstalt) schlicht “abgewickelt” wurden und so zahllose Menschen auf der Straße landeten. Die von Bundeskanzler Helmut Kohl versprochenen “blühenden Landschaften im Osten” ließen auf sich warten.

Dieser zum Teil ganz offene Rechtsradikalismus erklärt, warum es 1997 bei den Resslers zu diesen Szenen mit “Neonazis” gab.

In diesen Jahren waren auch Umweltthemen überall in den Medien. Vor allem auch dadurch, dass in der DDR Umwelt- und Klimaschutz eigentlich keine Rolle spielte, was nach der Wiedervereinigung jedem vor Augen geführt wurde. Ein ökologisches Problem, das laut den Resslers auch die Aliens auf ihrem gesamten Planeten haben oder hatten.

Damit spiegelt dieses UFO-Beispiel meiner Meinung nach auch sehr gut den damaligen Zeitgeist wider.

Ein Einzelfall? Nein!

ARTIKEL: Die Katastrophe der “Sonnentempler”-Sekte. Massenmord und Gruppensuizid um in eine neue Welt beim Stern Sirius zu reisen. (Bild: gemeinfrei / L. A. Fischinger/bearbeitet)
ARTIKEL: Die Katastrophe der “Sonnentempler”-Sekte. Massenmord und Gruppensuizid um in eine neue Welt beim Stern Sirius zu reisen. (Bild: gemeinfrei / L. A. Fischinger/bearbeitet)

Die Ereignisse von 1997 in Sachsen sind kein Einzelfall in der Welt der UFOs. Mitnichten, denn dieser UFO-Fall, wenn man überhaupt so nennen kann, reiht sich nahtlos in eine schier endlose Liste bizarrer UFO-Geschichten nein. Ein Beispiel aus meinem Archiv solle das veranschaulichen.

Paul Kuhn – ein selbst ernannter Prophet aus der Schweiz – sagte einst einen Weltuntergang inl. dem Kommen von Aliens für den Muttertag 1988 voraus. Ganz ähnlich, wie zahllose UFO-Freunde der Geschichte auch immer wieder einen solchen Untergang prophezeien.

Kuhn sprach von einem festen Termin der kommenden UFO-Landung, wie es die Resslers auch 1997 taten. UFO-Mutterschiffe hätten nach den Aussagen von Kuhn damals in dem schweizer Dorf Dozwil, Thurgau, landen und die Kinder der Sekte an einen “wunderschönen Ort” evakuieren sollen.[vii]

Aber schon 30 Jahre vor 1988 hatte der „ehemalige Gärtner und Gemüsehändler, Hypnotiseur, Telepath und Magier“ seine “St. Michaels-Vereinigung” gegründet. Seine Eingebungen will er durch ein zwischenzeitlich verstorbenes Medium erhalten haben. Später verwendete er eine Sekundärschülerin als Medium. Paul Kuhn hielt sich für einen “vom Himmel geweihten Priester” und seine Fan-Gemeinde bestand immerhin aus rund 3.000 Anhängern in der Schweiz und in Süddeutschland. Als Zweck der Bewegung wurde “Vereinigung, Versöhnung und Toleranz auf ökumenischer Basis” angegeben. Seine Aufgabe sah Kuhn darin “vor kommenden Ereignissen zu warnen” … und seine aufsehenerregendste Prophezeiung war eben jene, dass am Muttertag alle Kinder von UFOs abgeholt würden.

Rund ein Drittel der Dozwiler galten als Anhänger Paul Kuhns, und die übrigen Einwohner hatten sich entweder arrangiert oder sogar Gegentreffen abgehalten.

Die offiziellen Geistlichen des Ortes störten sich verständlicherweise an der Panikmache, die von Kuhns UFO- und Endzeit-Prophezeiung ausging. So etwa sagte  er für den Sommer 1988 kriegerische Auseinandersetzungen voraus, die von Russland, China und den anderen Ostblockstaaten ausgehen würden. Nur ein elitärer Kreis von Menschen würde dabei gerettet werden. Über die Kinder hatte Kuhn gesagt:

Diese reinen und unschuldigen Geschöpfe Gottes werden nicht den Heuschrecken und den Skorpionen ausgesetzt werden, die euch quälen werden, fünf Monate lang. Die Auserwählten unter euch, die mit den Kindern geholt werden, werden mit unseren Helfern für sie sorgen.“

Die Kinder erzählten in der Schule begeistert, dass ihnen nichts geschehen würde, und der örtliche Pfarrer befürchtete, sie könnten Paul Kuhn – der angeblich eine “wahnsinnige Macht” und große “magische Kraft” habe – mittlerweile hörig sein. Möglicherweise sei er dazu fähig, eine Massenhysterie zu erzeugen, die zu Todesopfern führen könnte. Und tatsächlich waren nicht alle Kinder entzückt über Kuhns Botschaft. Ein Mädchen soll sogar beim Lesen der Botschaften des Gurus in einen schüttelfrostähnlichen Zustand verfallen sein …

Die UFO-Sekte “Rael-Bewegung” will die Bundesregierung um Land für ein Botschaftsgelände für Außerirdische bitten  (Bild: WikiCommons/gemeinfrei / L.A. Fischinger / RealPress)

Vorsorglich wies Guru Kuhn allerdings darauf hin, dass er keine Drohungen, sondern Botschaften – die übrigens an alle schweizer Pfarrer gingen – verschickt habe. Und Warnungen seinen ja auch schon von den biblischen Aposteln ausgesprochen worden, verteidigte er sich. Es ginge ihm nicht um Leid, sondern um die “Hoffnung, die Reinigung und die Erlösung”. Derartige Erklärungen lies Paul Kuhn grundsätzlich über seinen Rechtsanwalt verbreiten, was eigentlich schon erstaunlich ist.

Vom Weltuntergang habe er auch nie gesprochen, betonte der ehemalige Gemüsehändler. Der Esoterik-UFOloge verwies darauf, dass der Papst schließlich auch einst selber zu den Gläubigen der Kirche gesagt habe, der Mensch müsse sich auf große “Prüfungen” gefasst machen, und er betonte ausdrücklich:

Nach Gottes Plan sollen alle Kinder gerettet werden, auch die hoffnungslosen.“[viii]

Quasi ein Rattenfänger nach den Plan des Herren also. Nach Polizeiangaben kam es am Samstag vor dem entscheiden Tag, am 7. Mai 1988, zu Ausschreitungen gegenüber Angehörigen der seltsamen “St. Michaels-Vereinigung”. Sogar Sachbeschädigungen wurden gemeldet.

Am gleichen Tag verbreitete die Sekte ein Kommuniqué, in dem es hieß, dass niemals ein bestimmter Tag für das prophezeite Ereignis genannt worden sei. Vielmehr sei der 8. Mai als “ein internes Datum” zu betrachten, an dem Paul Kuhn „mit dem Verschwinden der Kinder rechne“. (Ein alter Trick, der bereits von den Zeugen Jehovas mit Erfolg angewendet worden war. Zunächst macht man durch die Nennung eines Datums auf sich aufmerksam, und wenn sich das Datum nähert, weist man so langsam darauf hin, dass man ja nie ein konkretes Datum genannt habe. Diesbezügliche Aussagen werden relativiert. UFO-Sekten wie die UFO-Gruppe “Fiat Lux” und auch viele andere mehr reihen sich hier nahtlos ein.)

“Wie kann das Volk so dumm sein?”

Am darauf folgenden Sonntag reisten hunderte von Ausflüglern aus der gesamten Schweiz nach Dozwil. Die Besucher warteten auf das angekündigte Raumschiff von den Sternen, das die Kinder in ein UFO-Mutterschiff im Erdorbit bringen sollte. Vor dort aus wären sie dann an den “wunderschönen Ort” gelangt, an dem diese Kinder auf ihre nachkommenden Eltern warten würden.

Für die Dozwiler Kinder war damit klar: Nach dem 8. Mai würden sie nicht mehr zur Schule gehen und so war bis zum Sonntagmittag der Ort Dozwil von Menschen überlaufen. Die Feuerwehr hatte die Straße zu dem einer Sporthalle ähnelnden Tempel der Gruppe mit einem Gitter abgesperrt, und ein Feuerwehrmann trug dafür Sorge, dass nur Fußgänger passieren konnten. Und diese versammelten sich auch recht zahlreich um den Tempel. An der Hauptstraße wurden Bratwürste verkauft und die Dorfstraßen waren komplett zugeparkt. Es herrschte auch hier eine Jahrmarktsatmosphäre. Alles wartete auf die Ankunft der Außerirdischen.

Grenzwissenschaft Classics Folge #16: UFO-Landeplätze in Österreich und die Evakuierung der Menschheit +++YouTube-Video+++
Grenzwissenschaft Classics Videos, Folge #17: UFO-Landeplätze in Österreich und die Evakuierung der Menschheit

Am Abend kam es dann allerdings zu ungewollten Ausschreitungen rund um die Gemeinschaft des Kuhn. Angetrunkene Jugendliche warfen beispielsweise mit Flaschen nach den Sektenanhängern – ähnlich wie es die Resslers knapp zehn Jahre später zu spüren bekamen. Das Sektenanwesen wurde verwüstet und Autos der St. Michaelaner zum Teil schwer beschädigt. Vier Sektengegner wurden festgenommen, wodurch eine Eskalation der Ereignisse verhindert werden sollte und wohl auch  konnte. Die Sektenanhänger hätten sich laut Polizeiangaben dennoch ruhig verhalten und lediglich mit Menschenketten und Autos den Zugang zum Tempelareal verbarrikadiert.[ix]

Nach diesem denkwürdigen Wochenende – die Raumschiffe waren natürlich nicht erschienen – entspannte sich die Lage in Dozwil wieder. Die Festgenommenen wurden auf freien Fuß gesetzt und der UFO-Prophet Paul Kuhn hielt keine weiteren Messen mehr ab. Er befürchtete weitere Ausschreitungen. Der Dodzwiler Gemeindeamtmann Alfred Bauman erklärte gegenüber der “Basler Zeitung” vom 10. Mai 1988:

Ich habe bei weitem nicht damit gerechnet, dass es so weit kommen würde und dass das Volk so dumm sein kann.“[x]

Wie wir wissen, war diese Geschichte jedoch nicht die einzige ihrer Art. Alfred Baumann kann folglich beruhigt sein. Nicht nur die Schweizer waren damals so dumm. Auch in Deutschland, den USA und in vielen anderen Ländern der Welt spielten und spielen sich wiederholt ähnliche Geschichten ab. Leider …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

(Geschäfts-E-Mail: FischingerOnline@gmail.com)

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Interessantes zum Thema:

Fußnoten


[i] CENAP-Report Nr. 224, S. 43
[ii] von Rétyi 1997, S. 127ff.
iii CENAP-Report Nr. 242, S. 28
[iv] Skeptiker, Nr.10/1997, S, 144
[v] Dresdner Morgenpost, 14. April 1997, S. 1, 22 u. 23
[vi] Focus vom 21.April 1997
[vii] Magin 1991, S. 78
[viii] Basler Zeitung vom 7. Mai 1988
[ix] Basler Zeitung vom 9. Mai 1988
[x] Basler Zeitung vom 10. Mai 1988
[xi] Von Aliens entführt? – Der ganz normale UFO-Wahnsinn, RTL2, 7. Oktober 1998
[xii] 23. Juni 1997

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Es gibt viele Götter und Erich von Däniken ist ihr Prophet! Über die Absurdität von UFO-Sekten und den Vorwürfen gegen die Prä-Astronautik als “Ancient Aliens Sekte”

UFO-Sekten - bis heute ein Irrsinn (Bild: L.A. Fischinger / gemeinfrei / NASA/JPL)
UFO-Sekten – bis heute ein Irrsinn (Bild: L.A. Fischinger / gemeinfrei / NASA/JPL)

Die Beschäftigung mit den Gebieten der Prä-Astronautik – den “Ancient Aliens” – und auch der UFO-Forschung konfrontiert uns Journalisten des Unfassbaren und Mystery-Autoren immer wieder mit sehr fraglichen Gruppen, Aussagen und Weltanschauungen aus der esoterischen Sparte: der UFO-Sektierer. Und leider sind es schon immer genau diese Menschen, die das Bild der Öffentlichkeit in Sachen “Rätsel & Mysterien der Welt” bilden. Nicht alle, die sich mit diesen Themen befassen, sind aber auch “Verrückte”. Und die wenigstens überzeugten Menschen sehen in der Prä-Astronautik eine Art “Heilslehre”. Ebenso ist Erich von Däniken als bekannteste Person der Idee der Götter aus dem All kein Guru einer wie auch immer gearteten UFO- oder Alien-Sekte. Dieser Vorwurf steht immer wieder im Raum der Skeptiker. Warum erklärt dieser Artikel.

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Erich von Däniken live beim Abendessen mit einem "Alien" im Schweizer TV 1996

Ein schönes Fundstück: Erich von Däniken am Schweizer Fernsehen 1996. Während die Anrufer in der Satire-Sendung anrufen können und von UFOs & Co. berichten – nimmt von Däniken im Hintergrund mit einem “Alien” ein Mahl zu sich und erkärt diesem die “Spuren der Außerirdischen”. Herrlich: Die unvergleiche “Uriella” der UFO-Sekte FIAT LUX ist auch dabei…

Viel Spass:

Das Buch, das Erich von Däniken im Background dem “Alien” präsentiert, ist dieses – mit einem passenden Titel:

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Während von Däniken dem “Alien” die Spuren seiner Vorfahren auf der Erde zeigt, berichtet Uriella von ihren UFOs und Aliens. Über die UFO-Sekte der Uriella habe ich bereits auf diesem BLOG berichtet. Und 1999 mit Roland M. Horn in dem Buch “UFO-Sekten“…

Aber schön, dass von Däniken auch hier dem Mythos “Nazi-UFOs” einen deutlichen Korb gibt!

Links:

Zum Thema:

Es muss nicht alles so sein, es kann auch ganz anders sein. Manche Rätsel sind Scheinrätsel, manche werden zu welchen gemacht, manche aber widerstehen ziemlich hartnäckig allzu glatten Erklärungsversuchen.
(Walter-Jörg Langbein, 1993 in “Die großen Rätsel der letzten 2500 Jahre”)

www.Youtube.com/FischingerOnlineDER MYSTERY-VIDEO-CHANNEL
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