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Lars A. Fischinger: “Rebellion der Astronautenwächter – Gefallene Göttersöhne, die Sintflut und versunkene Ur-Kulturen” (E-Book)

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“Kommen Sie mit – und begleiten Sie mich auf eine unglaubliche Reise …”

Lars A. Fischinger

„Engel“ waren keine Engel!

Es waren Kosmonauten aus dem All – Außerirdische, die vor Jahrtausenden gegen ihre Anführer rebellierten und zu uns auf die Erde kamen. Erst die berühmte Sintflut(en) vernichtete sie, ihre Nachfahren und die ersten Kulturen der Menschheit.

Unglaublich? Nichts anderes haben unsere Vorfahren uns weltweit überliefert.

Die detaillierte Betrachtung der Ursprungs-Quellen zeigt, dass solche Sagen und Mythen offenbar einen realen bzw. auffindbaren Kern haben. Anders als von allen Kritikern der „Raumfahrt im Altertum“-Idee immer behauptet wird. Alte Überlieferungen ergeben das schlüssige Bild einer Rebellion von Astronauten aus dem All, die weltweit Spuren hinterlassen hat. Spuren, die bis heute zum Teil Milliarden Menschen kennen, aber offenkundig missverstehen …

Aus dem Inhalt:

  • Der Planet der Sünde
  • Die Pläne der Außerirdischen
  • Engel, Nephilim und die Anunnaki
  • Der Satan ist an allem schuld!
  • Eine versunkene erste Zivilisation
  • Besuch beim höchsten Astronautengott
  • Sex mit den Göttern
  • Sintflut(en) und die Arche Noah
  • Die Missionen des Henoch
  • “Gottes” Kontrollverlust
  • Atlantis und archäologische Spuren
  • Geheime Kammern in den Pyramiden
  • Riesen zwischen Mythen und Fakten

Die Fahndung nach diesen Hinweisen ist und war mühsam und stellte sich sehr oft als Sackgasse heraus. Aber trotz solcher Misserfolge sind diese Hinweise aber in den Überlieferungen auf dem gesamten Erdball zu finden. Teilweise so erstaunlich ähnlich, dass in „Rebellion der Astronautenwächter“ alle Aussagen durch rund 700 Fußnoten belegt wurden.

So liegt nun erstmals in der Prä-Astronautik ein Sachbuch vor, in dem Skeptiker wie Befürworter alle Hinweise auf Astronautengötter im Detail prüfen können!

+++ Auch als gebundenes Buch erhältlich. +++

Beachtet dazu auch dieses YouTube-Video zum Thema vom Autor:

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Deutscher Prä-Astronautik-Autor behauptet: "Die Sintflut wurde durch eine Waffe der Astronautengötter ausgelöst"

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Der deutsche Autor Dieter Bremer, der vor allem im Internet mit seiner Idee, dass das “Atlantis” des griechischen Philosophen Platon in Wahrheit eine Raumstation der Ancient Aliens war, sorgt erneut mit seinen Thesen für Diskussionsstoff.

Kernaussage der prä-astronautischen Atlantis-Bücher und Überlegungen des Autoren Dieter Bremer ist: 

Platon verortet Atlantis im Atlantischen Meer. Dieses war ursprünglich das Himmelsmeer und Atlantis damit eine Insel im Himmelsmeer, also eine Raumstation der Astronautengötter, die die Erde einst besucht haben.
In Platons Weltraum Dialog Timaios wird Atlantis erstmals erwähnt und später eine sogenannte Weltseele interpretiert. Tatsächlich beschreibt Platon aber an dieser Stelle die Konstruktion der Raumstation und die dort wirkenden Kräfte zur künstlichen Schwerkrafterzeugung.
In Platons Kritias wird das konzentrische Ringsystem mit dem metallüberzogen Wällen beschrieben, dass viel mehr an eine künstliche, sich zur Schwerkrafterzeugung um sich selbst drehende Raumstation erinnert als an eine irdische Stadt.
Platon beschreibt im Phaidon ein außerirdisches Habitat oberhalb unserer Atmosphäre und damit die Raumstation Atlantis, auch wenn er sie in Unkenntnis der Zusammenhänge als ,Wahre Erde’ bezeichnet und selbst so nicht erkannte, dass es sich dabei um Atlantis handelt
.”  

Diese Raumstation in Form eines Ringes (wir kennen solche realistischen Raumstation-Konzepte aus dem Spielfilm “Odyssee im Weltraum” und zum Beispiel von Dr. Wernher von Braun), so Bremer weiter, geriet einst “außer Kontrolle” und stürze letztlich vor Jahrtausenden auf die Erde. Eine der Folgen war eine (globale) Sintflut, von der tatsächlich auch weltweit in den Mythen der unterschiedlichsten Völker und Kulturen erzählt wird. Bremer nimmt weiter an, dass vor 13.000 bis 45.000 Jahren diese Raumstation der Astronautengötter havarierte und so von den Göttern der Sterne mit Waffengewalt gesprengt werden musste. Unliebsame Folge dieser Katastrophe soll unter anderem eben die globale Flut gewesen sein.


Eine irre Story! Keine Frage. Aber Dieter Bremer ist sicher, dass es so gewesen sein könnte.


“Zugegeben, was hier von mir an Thesen aufgeschrieben wurde”, so Bremer an seine Leser, “erinnert eher an das Drehbuch für einen neuen Emmerich-Film als an Sachbücher”.


Nun will der Autor bei seinen Recherchen in alten Mythen, Überlieferungen, Sagen & Co. wieder Indizien für seine Überlegungen gefunden haben: Im Atramchasis-Epos aus Mesopotamien. Der Text ist rund 3.800 Jahre alt und stammt aus dem heutigen Irak. Auch darin findet sich, wie in zahlreichen Texten/Schriften dieser Region, eine Sintflut. Das Epos erzählt uns von der Mühsal der Arbeit der Götter des Himmels auf der Erde, der Schöpfung der Menschheit durch eben diese usw. und letztlich auch von einer Art “Rebellion der Astronauten-Wächer”, wozu ich Anfang 2013 mein kommendes Buch veröffentliche.


Leider fehlen im uralten Epos ab IV, Vers 25 rund 50 (mit Sicherheit hoch spannende) Zeilen, die über den Plan der Götter berichten, wie sie planen die Menschheit durch eine Sintflut zur Strafe zu ertränken. Ebenso schade ist es, dass später (V, ab Vers 35) erneut rund 30 Zeilen der Sintflut-Erzählung des Epos fehlen. Im weiteren Verlauf fehlen bedauerlicherweise immer wieder ganze Passagen, so dass grob 200 Zeilen überhaupt nicht mehr von der Erzählung zu Flut erhalten sind.


Nachdem jedoch auch in diesem Epos ein Boot gebaut wird usw. und natürlich auch die Ähnlichkeiten zur Bibel und zum Beispiel zum Epos des Gilgamesch klar zu erkennen sind, bricht auch hier die Katastrophe herein. Bremer nun aber berichtet zum Beispiel auf “Facebook”, dass darin die Flut als “Vernichtungswaffe” (der Götter) beschrieben ist. Damit bezieht er sich sicher auf den ebenfass beschädigten Abschnitt (Tafel) III, Vers 10. Dort heisst es (Verse 5, 10, 15 und 20):


(…) zermalmte das Ungewitter. (…) schirrten sie an; (das … mit) seinem Huf (zertrat die …) des Himmels. (…) das Land,

(wie einen Topf) zerschmiss er ihr Gebrüll. (… stürzte heraus) die Sintflut,) wie eine Schlacht) kam über die Menschen die Vernichtungswaffe. (Nicht) konnte sehen der Bruder seinen Bruder; (nicht) waren sie erkennbar in der Katastrophe.

(Die Flut) tobt laut wie Stiere; (wie ein) mordender Adler (rauscht) der Sturmwind. (Dicht war) die Finsternis, die Sonne blieb unsichtbar; (die …) flatterten umher wie Fliegen.

(… das) Tosen der Sintflut;”


“Wie ein Floß” trieb bei dieser Vernichtung die Arche in diesem Epos…die Flut wich zurück…die Erde/Menschheit entfaltete sich neu. Das kennen wir.

Doch warum eine “Vernichtungswaffe”? Ich zitierte oben das Epos nach Wolfram von Soden in “Texte aus dem Umfeld des Alten Testament” (TUAT) Bd. III, Lieferung 4 (“Weisheitstexte, Mythen und Epen” – “Mythen und Epen II”): “Atramchis-Mythos” (Herausgegeben von Otto Kaiser u.a.) aus meinem Archiv.


Der Vers III.10 hört sich in der Übersetzung auf Englisch jedoch anders an. Etwa so (oder ähnlich):


He broke its clamor (like a pot).

(…) the flood (came forth),

Its destructive power came upon the peoples (like a battle).

One person did (not) see another,

They could (not) recognize each other in the catastrophe.


(Zum Beispiel: Lambert, Wilfred G. und Millard, Alan R.: “ATRA-HASIS: The Babylonian Story of the Flood”, Oxford 1969, S. 95) 

Leider kann ich keine Keilschrift lesen. Was mag also konkret auf der III. Tafel in Vers 10 stehen?! Dieter Bremer ist sicher, dass dies ein Hinweis sein könnte. Ein Hinweis auf seine Überlebung, dass die Flut durch den Absturz der “Raumstation Atlantis” ausgelöst wurde – die eben durch Waffengewalt vernichtet wurde …

Links:

Zum Thema:

“Es muss nicht alles so sein, es kann auch ganz anders sein. Manche Rätsel sind Scheinrätsel, manche werden zu welchen gemacht, manche aber widerstehen ziemlich hartnäckig allzu glatten Erklärungsversuchen.”
(Walter-Jörg Langbein in “Die großen Rätsel der letzten 2500 Jahre”)1993)
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Das Sonnentor von Tiahuanaco: Eine "Sintflut" vor Jahrtausenden hoch in den Anden Südamerikas?

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Das Sonnentor von Tiahuanaco in Bolivien (Langbein)

Rätsel über Rätsel machen uns staunen! Da gab es vor Jahrtausenden auf der Hochebene in den Anden Boliviens eine unglaublich fortgeschrittene Kultur mit einem fremdartigen Kalender. Das Sonnentor von Tiahuanaco erweist sich als komplexer Kalender von unglaublicher Präzision!

Eisiger Wind beißt sich durch meine zwei dicken Wollpullover. Jeder Schritt fällt schwer, jeder Atemzug schmerzt. Kein Wunder: Ich befinde mich in 4.000 Metern Höhe über dem Meeresspiegel, nicht im Flugzeug, sondern in den Hochanden Boliviens. Vor mir erhebt sich ein Monument aus schwärzlich-grauem Stein. Das seltsame “Sonnentor” wurde aus einem einzigen Andesitblock gemeißelt. Irgendwann einmal zerbracht es in zwei Teile … wurde es von einem Erdbeben gestürzt? Wurde es in einer apokalyptischen Katastrophe umgeworfen, so als wäre es ein kleines Modell für die Spielzeugeisenbahn und nicht dreieinhalb Meter hoch und vier Meter breit?
 
Das Geheimnis der Anden IV, Teil 125 der Serie “Monstermauern, Mumien und Mysterien” von Walter-Jörg Langbein. Mehr bei bei “Ein Buch lesen!“:

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Die kaum erforsche Machalilla-Kultur von Ecuador und ihre Schädeldeformationen: Deutsche Forscher auf den Spuren eines 3.500 Jahre alten Volkes

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Die kaum erforschte Machalilla-Kultur von Ecuador: Deutscher Forscher auf den Spuren des 3.500 Jahre alten Volkes (Bilder: gemeinfrei & .thousandwonders.net/T. Ellis)
Die kaum erforschte Machalilla-Kultur von Ecuador: Deutsche Forscher auf den Spuren des 3.500 Jahre alten Volkes (Bilder: gemeinfrei & thousandwonders.net/T. Ellis)

Wissenschaftler des “Deutschen Archäologischen Instituts” (DAI) erforscht an der Küste von Ecuador die Spuren der kaum bekannten Machalilla-Kultur. Eine erst 1958 entdeckte Kultur an der Pazifikküste Südamerikas, von der die Forscher bis heute kaum etwas wissen. Die letzten Reste der Machalilla zeigen aber schon jetzt eine weit vernetzte Kultur, deren Beziehungen vor 3.500 Jahren bis nach Peru reichten, wie es das DAI in einer aktuellen Pressmitteilung mitteilte. Was die Archäologen über dieses unbekannte Volk jedoch wissen, ist, dass auch die Machalilla einem weltweitem Trend folgten: Denen der Schädeldeformationen. Mehr über diese bisher fast unerforschte Kultur von Ecuador lest Ihr in diesem Beitrag.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Die kaum bekannte Machalilla-Kultur

Erstmals entdeckt und beschrieben wurde die Machalilla-Kultur erst im Jahr 1958 von Emilio Estrada. Einem Archäologen aus Ecuador, der die Spuren dieses Volkes im heutigen Nationalpark Machalilla der Erde entlockte. Ein Naturreservart entlang der ecuadorianischen Küste am Pazifik mit einem kleinen Fischerdorf namens Machalilla.

Hier fand Estrade die erste Spuren und Artefakte dieser rund 3.500 Jahre alten Kultur aus der Frühzeit Südamerikas. Eine Art Zwischen-Volk, das aus der bis zu 5.900 Jahre alten Valdivia-Kultur hervorging und ab rund 1300 vor Christus in der Kultur der Chorrera aufging. Wobei die Abgrenzungen dieser drei Zivilisationen für Archäologen nicht immer klar zu ziehen sind (die Figur de Titelbildes zeigt ein Kunstwerk der Chorrera). Sie sind oftmals fließend, wobei 1800 vor Christus als Beginn der Machalilla-Kultur angehen wird.

Sie selber bestand nur rund 500 Jahre und wurde ab etwa 1300 vor Christus von den Chorrera abgelöst bzw. ging in dieser auf. In diesen 500 Jahren haben die Machalilla verhältnismäßig wenige Spuren hinterlassen, da das dieses Volk aus Südamerika bis heute wenig erforscht ist. Das “Deutsche Archäologische Institut” in Bonn möchte das mit einem “Team der Kommission für Archäologie Außereuropäischer Kulturen des DAI ändern”, heißt es in einer entsprechenden Presseerklärung vom 9. Januar 2019.

Darin heißt es:

Auf der Spur einer 3.500 Jahre alten Kultur an der Küste Ecuadors

DAI-Team erforscht die letzten Reste der kaum bekannten.

Die sogenannte Machalilla-Kultur (1.400-800 v. Chr.) ist bisher fast unerforscht. Sie breitete sich entlang der Küste Ecuadors aus und hatte Beziehungen bis ins Hochland und an die nordperuanische Küste. Ihren Namen erhielt sie 1958 vom ecuadorianischen Archäologen E. Estrada, der eine neuartige Keramik im heutigen Machalilla entdeckte. Viel mehr ist bisher nicht bekannt.

Das möchte ein Team der Kommission für Archäologie Außereuropäischer Kulturen des DAI ändern. Gemeinsam mit der Päpstlichen Universität in Quito (PUCE) haben die Archäolog*innen an zwei Fundorten in der Bucht von Machalilla gegraben. Der erste ist der namengebende Fundort, der zweite Fundplatz gehört zur sogenannten Chorrera-Kultur, die sich über mehrere Jahrhunderte parallel zur Machalilla-Kultur im gleichen Gebiet entwickelte. Auch das Verhältnis der beiden Kulturen zueinander steht im Fokus der archäologischen Untersuchungen.

Mittels einer Drohne und der Auswertung von Luftbildern wurde zunächst eine Gesamtkarte für die Bucht von Machalilla und die beiden ca. 2 km voneinander entfernten Fundorte erstellt . Parallel begannen die Grabungsarbeiten, die sich vor allem am namensgebenden Fundplatz aufgrund zahlreicher rezenter Gräber als sehr schwierig erwiesen. Dennoch stellte das Grabungsteam zahlreiche Funde sicher, die nun im Labor der PUCE genauer untersucht werden.

Anhand von verkohlten organischen Resten an den Innenseiten von Keramikfragmenten konnte der namengebende Fundort in die Zeit zwischen 1.380-1.000 v. Chr. datiert werden. Überraschend war, dass sich nicht eine einzige Scherbe des Keramiktyps ‘Ayangue Incised’ fand, der bisher in der Literatur als Leitfossil der Machalilla-Kultur gilt. Im Gegensatz dazu kamen am zweiten Fundort erstmals zahlreiche Fragmente von Figurinen zu tage, die bisher der Bahia-Kultur zugeordnet wurden. Da sie nun erstmals in gesichertem Fundzusammenhang nachgewiesen sind, muss ihre Zuordnung vermutlich komplett neu überdacht werden. Neben den Figurinen legte das Grabungsteam vor allem Objekte aus Meeresschnecken (Mollusken) wie Angelhaken oder Knöpfe in sämtlichen Bearbeitungsstufen frei.

Es bleiben noch viele Fragen und Auswertungen offen, die in den kommenden Kampagnen geklärt werden sollen.

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Rätsel alter Weltkulturen

Die Arbeiten der Archäologe in Ecuador sowie die DAI-Presseerklärung zeigt es uns mal wieder sehr deutlich: Auf der ganze Erde finden wird auch in der heutigen Zeit noch immer verwehte und verborgene Spuren, Relikte und Hinweise auf unbekannte Kulturen und Zivilisationen. Die Rätsel alter Weltkulturen sind noch lange nicht alle entdeckt oder sogar erforscht.

Machalilla waren vor Jahrtausenden Fischer, Ackerbauern und Jäger. Nicht unüblich für diese Zeit. Sie waren aber auch Anhänger eines bizarren Kultes oder eines bizarren Schönheitsideals. Denn auch die Machalilla-Kultur verformte absichtlich die noch weichen Schädelknochen ihrer Kinder. Solche Schädeldeformationen finden sich auf der ganzen Welt und vor allem auch in Südamerika. Etwa in der gesamten Region der Anden und den Gebieten zischen Pazifik und Hochanden.

Mittels Brettern, Bandagen und – wie im Fall der Machalilla – Steingewichten wurden von den Anhängern dieses “Kultes” hierbei der noch weiche Schädelknochen von Säuglingen verformt. Oftmals in schon gruselig aussehende Formen und Größen. Beispielsweise, wenn der Hinterkopf der noch wachsenden Kinder enorm in die Länge und Höhe “gepresst” wurde und diese Menschen dann ihr Leben lang mit “Turmschädel” herumliefen.

Schädeldeformationen

Ein für uns heute unheimlicher Brauch, der mit Sicherheit auch nicht ohne Schmerzen für die Heranwachsenden von statten ging! Über Jahre hinweg mussten die Kinder das über sich ergehen lassen. Und doch sahen sich weltweit Kulturen und Völker dazu veranlasst die Schädel ihrer Kinder auf solche Weisen zu verformen. Auch noch in Historischen Zeiten, etwa im 19. Jahrhundert in Afrika. Sonderbar ist dabei die Tatsache, dass dies nahezu weltweit praktiziert wurde. Von Deutschland über die Steppen Asiens bis Amerika und Afrika folgte man diesem vermeintlichen Schönheitsideal. Selbst unserer ehemaliger Mitmensch, der Neandertaler, tat dies seinen Kindern an.

Warum … wissen wir ganz einfach nicht.

Archäologen, Historiker und auch Ethnologen verweisen hierbei auf dem Umstand, dass vollkommen unterschiedliche Kulturen diesen Brauch pflegten. Und war solche, die nicht nur viele tausend Kilometer voneinander getrennt existieren, sondern auch solche, die Jahrtausende trennen. Untereinander können diese also niemals in Kontakt gestanden und der eine von den anderen abgeguckt haben. In direktem Kontakt über die Zeiten hinweg ist hier natürlich gemeint, denn geographische Kontakte zwischen “den Welten” gab es wahrscheinlich schon vor Jahrtausenden.

Bei der bis dato noch fremden Machalilla-Kultur ist das etwas anders. Immerhin haben nahezu alle Kulturen in Südamerika Schädeldeformationen an ihren Kindern durchgeführt. Kultureller Austausch, Handel und gegenseitige Beeinflussungen sind hier nicht nur zu erwarten sondern auch belegt. Immerhin haben auch die Machalilla Beziehungen bis in den Norden von Peru unterhalten, wo Schädeldeformationen geradezu Alltag waren. Nur eines der unzähligen Mysterien in Südamerika.

Natürlich haben diverse Forscher auch diverse Deutungen dieses Kultes der verformten Schädel. Etwa, dass es eben ein Schönheitsideal sei. Oder auch, dass die Menschen mit solch extrem verformten und lang gezogenen Schädeln Mitglieder einer höher gestellten Gruppe bzw. Gesellschaft angehörten. Vielleicht aber auch um Reichtum zu zeigen, da die noch nicht ausgewachsenen Kinder so zeigten, dass sie beispielsweise nicht hart arbeiten mussten. Schulpflicht gab es bekanntlich nicht und jedes Familienmitglied musste seinen Teil zum Familienauskommen beitragen.

Schönheit für die Götter

All das sind aber letztlich nur Vermutungen der “Mainstream-Wissenschaft“.

An derer Stelle habe ich das Thema der Schädeldeformationen bereits genauer behandelt. Denn immerhin gibt es auch die phantastische Deutung im Sinne der Prä-Astronautik. Demnach sahen die Menschen Götter von den Sternen, deren Schädel sich von den irdischen Menschen in dieser Form unterschieden. Sie waren größer und/oder länger und ähnelten diesen “Turmschädeln”. Um zumindest diesen Astronautengöttern etwas ähnlich zu sehen, erfand man die Technik der Schädeldeformationen an den Nachkommen.

Vielleicht ganz einfach zu ihren Ehren. Als sichtbares Zeichen ihrer Verbindung zu den Göttern.

Durchaus denkbar, dass eben genau solche Familien oder Gruppen aus hören sozialen oder religiösen Positionen dies taten. Man denke an geistige und religiöse Führer, Priesterkasten und Herrscherfamilien. Zumindest aber würde diese Hypothese sehr elegant erklären, dass Menschen zu unterschiedlichen Zeiten und in weit voneinander entfernten Regionen Schädeldeformationen durchführten. Schließlich kann – und sollte – man bei der Prä-Astronautik davon ausgehen, dass die “Götter” nicht nur einmal und nicht nur zu einem eng umrissenen Gebiet der Erde kamen …

Was denkst DU darüber? Diskutiere gerne bei Facebook mit.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Der Stern von Bethlehem: Ein UFO der Astronautengötter? Falsche Zitate und wirre “Kritik” im Mainstream

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Der Stern von Bethlehem: ein UFO? Falscher Spott und wirre "Kritik" im Mainstream (Bild: gemeinfrei / Bearbeitung: Fischinger-Online)
Der Stern von Bethlehem: ein UFO? Falscher Spott und wirre “Kritik” im Mainstream (Bild: gemeinfrei / Bearbeitung: Fischinger-Online)

Forscher und Autoren der Prä-Astronautik, die die Idee verflogen, dass die “imaginären” Götter der Vergangenheit in Wahrheit Außerirdische waren, durchforsten bei ihrer Suche auch die Schriften der Vergangenheit. Auch und vor allem in diesen Überlieferungen und Texten finden sich unzählige Aussagen zu diesen göttlichen Wesen aus dem Himmel. So natürlich auch in der Bibel. Dabei wurde schon vor Jahrzehnten die These aufgestellt, dass der “Stern von Bethlehem” vielleicht ein Fahrzeug dieser “Götter” war. Ein UFO, dass die “drei Weisen aus dem Morgenland” den Weg wies, und über der “Krippe” mit dem Jesus-Kindlein zu sehen gewesen sein soll. Jetzt erschien allerdings eine “Kritik” an der Spekulation um das “Bethlehem-UFO” im Mainstream, dass einem fast die Worte fehlen. Wie Ihr hier lesen werdet, scheint hier die Presse vollkommen am Ziel vorbei geschrieben zu haben.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Jesus Christus und die Aliens

Es ist alles andere als neu, dass Prä-Astronautiker in der Bibel nach Spuren von Astronautengöttern suchen und dabei meistens nur das Alte Testament im Blick haben. Das Neue Testament des Christentums mit den Erzählungen über Jesus Christus wird eher am Rande bei diesen Thesen gestreift.

Dafür gibt es drei ganz einfache Gründe:

Erstens handelt das Neue Testament vor allem von den Taten Jesus und der Welt um sein sein Wirken und ist damit weitaus Jünger als all die mythologischen Geschichten im Alten Testament. Und zweitens enthalten die Schriften des Neuen Testament auf den ersten Blick nicht so viele Hinweise auf mögliche Götter der Sterne.

Vor allem aber gibt es einen dritten Grund. Viele Forscher scheuen davor Jesus Christus irgendwie mit diesen Aliens der Antike in Verbindung zu bringen. Die religiösen Gefühle von Milliarden Christen könnten dadurch mehr als nur ein wenig strapaziert werden. Das sieht man auch an der bekannten TV-Serie “Ancient Aliens”, die bis dato das Thema (und das Thema Marienerscheinungen) komplett ausgelassen hat, wie bereits HIER berichtet. Der amerikanische TV-Sender “History Channel” möchte auf keinen Fall die zahllosen Gläubigen und auch Fundamentalisten in den USA vor dem Kopf stoßen.

Auch Erich von Däniken wurde (meines Wissens nach) bereits vor 50 Jahren mit diesen religiösen Bedenken konfrontiert als er sein erstes Buch “Erinnerungen an die Zukunft” veröffentlichen wollte. Erst nach einer grundlegenden Überarbeitung seines Manuskriptes und der Entfernung der darin enthaltenen Jesus-Themen (u.a.) erschien das “entschärfte” Werk 1968. Dem damaligen ECON-Verlag war es schlicht “zu heiß”.

Das UFO von Bethlehem

Dennoch wurde das Thema “Jesus und Aliens” später in der Prä-Astronautik aufgegriffen. Wjatscheslaw Saizew aus der damaligen UdSSR war sicherlich mit seinem legendären Artikel “Wissenschaft oder Phantasie” in dem Magazin “Sputnik” 1968 (zu finden HIER) einer der ersten Mystery-Autoren. Vor allem aber nachdem das Buch “Jesus Christus – Erbe der Astronauten” von Gerhard R. Steinhäuser 1973 erschien, wurde das “heiße Thema” populärer. “Die Religion aus der Retorte” war ein weiterer provokanter Untertitel von Steinhäusers Buch, dem thematisch einige Autoren im Laufe der Jahre folgten. Beispielsweise Walter Hain, Peter Krassa oder auch Gisela Ermel.

Die These dahinter ist eigentlich vollkommen simpel, wenn man in die Bibel schaut. Die “Weihnachtsgeschichte” erzählt, dass Fremde bzw. Esoteriker aus dem Morgenland – über die in diesem Posting HIER umfangreich berichtet wurde – einem hellen Stern am Himmel folgten, bis sie den Geburtsort von Jesus Christus erreichten. Dieser Stern bzw. das UFO wies den Männern den Weg zu Jesus und blieb dann angeblich über seiner “Krippe” stehen. Hierhin mussten die “Weisen aus dem Morgenland” also ziehen, um das Baby zu finden.

Und da Maria, die Mutter Jesus, von einem Engel aus dem Himmel die kommende Schwangerschaft und Geburt von Jesus verkündet wurde, könnten hier Außerirdische hinter stecken. Noch dazu, da das Neue Testament betont, dass nicht Joseph als Mann von Maria der leibliche Vater des Kindes war – sondern Gott.

Klassische Überlieferungen, die jedes Kind heute kennt. Zumal in wenigen Tagen erneut die Weihnachtsfeiertage anbrechen. Allerdings auch Überlieferungen, die sich fraglos im Sinne der Prä-Astronautik deuten lassen. Auch wenn Astronomen schon seit sehr vielen Jahren den Stern von Bethlehem mit einer besonderen Planetenkonstellation oder anderen astronomischen Besonderheiten am Himmel zu erklären versuchen. Oder aber diese natürlicher Phänomene vor den Besuchern aus dem Morgenland herziehen bzw. ihnen den Weg zeigen können, steht auf einem anderen Blatt.

Damit war zumindest in der Grenzwissenschaft die Spekulationen um ein UFO von Bethlehem geboren. Wie so vieles in der Prä-Astronautik eine reine Hypothese, die sie niemals beweisen lassen wird.

Heute allerdings erschien auf der bekannten Internetseite “Telepolis” von “Heise online” eine “Kritik” an dieser Geschichte vom Bethlehem-UFO. Eine wirre Häme daran, die inhaltlich nicht nur vollkommen unleserlich ist. Sie ist auch noch falsch und mit Unwahrheiten “untermauert”!

Lügenmärchen …

In dem Artikel auf Telepolis vom 22. Dezember heißt es unter der Überschrift “Vom Himmel hoch direkt in die Krippe zu Bethlehem”, dass der Stern von Bethlehem nach einem UFO klingen würde. Auch im Petrus-Evangelium sei dieses UFO zu finden, wo “wiederum ein UFO am Himmel über dem Grab” Jesus stehen würde. Und weiter:

Der Mythos hält sich, obwohl die frühen Redakteure des Neuen Testaments ja genau deswegen das Petrusevangelium rausgeschmissen haben dürften. Es roch ihnen wohl doch — schon damals — zu sehr nach einer Episode aus Star Treck.” (“Star Trek”, so wäre es korrekt, schreibt der Autor in seinem Artikel “Lügenmärchen mit Sci-Fi Einschlag” wirklich mit “ck”)

“Kirk und Spock betreten — als Zeitreisende — eine Szenerie im Nahen Osten der ausgehenden Bronze-Ära”, so seine Häme an der Überlieferung im Petrus-Evangelium. “Das erschien den frühen Redakteuren des Christentums doch ein bisschen weit hergeholt”, heißt es auf “Telepolis” weiter, auch wenn der Text “als Augenzeugenbericht” in der Ich-Form niedergeschrieben wurde. Es sei, da wir das Buch nicht im Kanon der Bibel finden, “Pseudoepigraphisch” und damit “eine Lügengeschichte”.

Natürlich ist es Unsinn und schlicht unwahr zu sagen, dass pseudepigraphische Texte “Lügengeschichten” sind. “Die Qualifizierung einer Schrift als ‘pseudepigraph’ sagt nichts über die inhaltliche oder literarische Qualität aus”, bringt es beispielsweise sogar Wikipedia auf dem Punkt. Vielmehr ist es so, dass Texte außerhalb der Bibel Schatz- und Fundgruben für die Bibelforschung sind. Dabei ist es auch gleichgültig, dass oftmals nicht jene Personen sie verfassten, die als Autor genannt sind. Auch die fünf Bücher Mose hat nicht Moses geschrieben. Und die stehen in der Bibel.

Geburt und Tod Jesus: In der “Kritik” dasselbe

In dem “kritischen Beitrag” zum Bethlehem-UFO geht es erstaunlicherweise nur um das Evangelium des Petrus. Aus dem wird auch zitiert. Bibelzitate zu “Weihnachtsgeschichte” fehlen ganz. Und der gesamte Rest des Artikels ist vollkommen belanglos, da er andere Themen behandelt (recht zusammenhangslos verfasst, übrigens).

Doch es wird aus dem Petrus-Evangelium auch zitiert, um das “Bethlehem-UFO” ad absurdum zu führen:

In der Nacht aber (…) erscholl eine laute Stimme im Himmel, und sie sahen die Himmel geöffnet und zwei Männer in einem großen Lichtglanz von dort herniedersteigen und sich dem Grabe nähern. Jener Stein, der vor den Eingang des Grabes gelegt war, geriet von selbst ins Rollen und wich zur Seite, und das Grab öffnete sich, und beide Jünglinge traten ein.” (Verse 35-37)

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Diese Jünglinge sind jene angeblichen Engel des Herrn, die auch in der Bibel genannt werden. Einige Quellen nennen einen “jungen Mann” oder “Jüngling” und andere zwei, wie in diesem Posting HIER und diesem Artikel HIER auf diesem Blog umfangreich dargestellt. Jene, die der “Kritiker” als die Zeitreisenden “Kirk” und “Spock” aus “Raumschiff Enterprise” bezeichnet.

Nur gibt es einen offensichtliches Problem bei dieser “Schmäh-Kritik”, da diese nichts mit dem Stern von Bethlehem zu tun hat. Eindeutig ließt man schließlich auch von dem Tod oder der Auferstehung Jesus in dem Petrus-Evangelium-Zitat, dass immerhin Telepolis selber anfügt. Was hat das mit der Geburt Jesus und dem besagten Stern zu tun? Richtig – nichts.

Wenn man aber der These des Bethlehem-UFO oder “Jesus Christus – Erbe der Astronauten” (Steinhäuser) untermauert das von dem “Kritiker” angeführte Zitat mit den beiden Himmelswesen diese sogar noch. Eine “laute Stimme” ertönt, “zwei Männer in einem großen Lichtglanz” kommen aus dem sich geöffneten Himmel hernieder und rollen wie durch Zauberhand den Stein vom Grab Jesus beiseite …

Bei all der oft genug gerechtfertigten Kritik an der Prä-Astronautik und den Thesen der Raumfahrt im Altertum ist dieser Beitrag von Telepolis ein Tiefpunkt. Wirr verfasste Häme, die mit einem vollkommen falschen Zitat “untermauert” wurde, dass eigentlich eher für die Idee der Ancient Aliens spricht …

Was denkst DU darüber? Diskutiere gerne bei Facebook mit.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Hunderte neue “Planeten” in unserem Sonnensystem entdeckt: Aber was wurde aus Planet X, dem Planet Nine? +++ YouTube-Video +++

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Hunderte neue Planeten in unserem Sonnensystem entdeckt - aber was macht die Suche nach Planet X / Planet Nine? (Bild: WikiCommons/gemeinfrei)
VIDEO: Hunderte neue Planeten in unserem Sonnensystem entdeckt – aber was macht die Suche nach “Planet X”, dem “Planet Nine”? (Bild: WikiCommons/gemeinfrei)

Nahezu tagtäglich machen Astronomen in aller Welt in den Weiten des Kosmos spektakuläre Entdeckungen. Doch auch vor unserer eigenen Haustür – in unserem eigenen Sonnensystem – machen Wissenschaftler immer wieder spannende Entdeckungen. Dazu gehören hunderte von neuen „Planeten“, die Astronomen inzwischen gefunden haben. Zwerg-Planeten, die hinter dem Planeten Neptun ihre Umlaufbahnen ziehen. Auch unter ihnen gibt es einen „Heiligen Gral“ der Astronomen: Es ist der “Planet X” oder auch “Planet Nine“. Ein Riesenplanet, der dort bis heute unentdeckt seine Bahnen ziehen soll. Was aus der Suche nach diesem “Planeten X” wurde udn was die Astronomen dort am Rande unseres Sonnensystems noch alles fanden, erfahrt Ihr in diesem YouTube-Video.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Beinahe täglich machen Astronomen in aller Welt in den Weiten des Kosmos spannende Entdeckungen. Unser Wissen über das Weltall wächst rasanter als jemals zuvor und viele Menschen können sich für solche Funde im All begeistern. Unendlich weit entfernte Exoplaneten in fremden Sonnensystemen werden heute alltäglich gefunden – sie begeistern schon kaum jemanden mehr wirklich.

Doch auch vor unserer eigenen Haustür – in unserem eigenen Sonnensystem – machen Wissenschaftler immer wieder spannende Entdeckungen. Dazu gehören hunderte von neuen „Planeten“, die Astronomen inzwischen gefunden haben. Zwerg-Planeten, die hinter dem Planeten Neptun ihre Umlaufbahnen ziehen.

Es sind die „Exoten“ in unserem Sonnensystem, die zum Teil hunderte, tausende oder sogar zehntausende Jahre benötigen, um einmal die Sonne zu umrunden. „Transneptunische Objekte“ (TNO) nennt man solche Mini-Planeten, die weit draußen im Kuipergürtel ihrer Bahnen ziehen. Der bekannteste unter ihnen ist der Pluto, der bis 2006 noch als Planet galt.

Auch unter diesen TNO gibt es einen „Heiligen Gral“ der Astronomen: Es ist der “Planet X” oder auch “Planet Nine”. Ein riesiger Planet – größer als die Erde, den es nach Berechnungen dort draußen theoretisch geben könnte.

Nachdem vor einigen Jahren das theoretische Vorhandensein dieses “Planet Nine” von Astronomen bekannt gegeben wurden, folgten hitzige Debatten in Presse, Wissenschaft und auch Grenzwissenschaft. Was aber wurde aus der Suche nach diesem “Planet X“? Was sind diese möglicherweise tausende von TNO und sucht überhaupt noch jemand nach diesem fremden Riesenplaneten? Und was haben die Ancient Aliens – die Außerirdischen der Vergangenheit – mit diesem Astronomie-Thema zu tun?

Das und mehr erfahrt Ihr in diesem YouTube-Video.

Bleibt neugierig …

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“Auf Tour mit Erich von Däniken”: Interview mit EvD vom schweizer TV (und warum es für ihn von 24.000 Menschen standing ovations gab)

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"Auf Tour mit Erich von Däniken": Video von und mit EvD vom schweizer TV (Bild: Screenshot TeleBärn)
“Auf Tour mit Erich von Däniken”: Video von und mit EvD vom schweizer TV (Bild: Screenshot TeleBärn)

200 Tage und mehr ist Erich von Däniken jedes Jahr in der Welt unterwegs und damit nicht daheim in der Schweiz. Trotzdem nahm er sich jüngst für den schweizer Regional-TV-Sender “TeleBärn” Zeit für ein knapp 23minütiges Interview. Eine Fernsehsendung, die am 4. Dezember 2018 ausgestrahlt wurde und jetzt online gestellt wurde. Das Interview mit von Däniken hebt sich nicht nur aufgrund seiner Länge von über 20 Minuten von all den zahllosen TV-Sendungen von, mit und über ihn ab. Warum lest und seht Ihr in diesem Mystery-Review auf “Grenzwissenschaft & Mystery Files“.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

“Auf Tour mit Erich von Däniken”

Interviews im TV und der Presse mit Erich von Däniken kennt man seit 50  Jahren. Mal umfangreich, mal sachlich-langweilig und mal auch nur kurz und knapp. Anders ein Interview des lokalen TV-Senders “TeleBärn” von der Journalistin Michelle Renaud von Anfang Dezember 2018.

“TeleBärn” besuchte von Däniken in seinem Büro und filmte dort in einer lockeren Atmosphäre – weit abseits trockener Fernsehstudios oder Talk-Shows. Offenbar ohne klares “Drehbuch”, was das unten verlinkte Interview für jeden Prä-Astronautik- bzw. EvD-Fan zu einem Muss macht. Sofern man dem dort gesprochenen Schwizerdütsch auch folgen kann …

Auf der Webseite des Senders heißt es zu diesem Interview kurz und knapp:

83 Jahre alt und noch immer auf Alien-Mission. Erich von Däniken.

Im Ausland bejubelt, hier wissen die Menschen kaum, was er macht. Außerirdische Gedanken in der heiligen Zeit, diesen Dienstagabend auf TeleBärn in der Sendung ‘Renaud Tour’ — Echt und ehrlich.

Und so ist es auch. In Ländern wie Brasilien oder vor allem auch den USA ist Erich von Däniken längst wieder “kult” geworden. 50 Jahre nachdem sein erstes Buch “Erinnerungen an die Zukunft” 1968 erschien und das Thema der Astronautengötter aus dem Kosmos weltbekannt mache.

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Jubelnde Fans und ein gut gelaunter von Däniken

Hierzulande – in Europa – ticken da die Mystery-Uhren ganz anders!

Bei uns gibt es keine Kongresse, Vorträge oder Tagungen, in denen der “Vater der Prä-Astronautik” mit standing ovations empfangen wird. Hier gibt es keine Stadien, in denen von Däniken von 24.000 begeisterten Gästen jubelnd empfangen wird – so wie in den USA. Der Zeitgeist sei bei uns ein anderer, so EvD. Natürlich freut er sich über solche standing ovations der ausländischen Fans, wie er gerne zugibt.

Einer der Gründe für den Erfolg seiner Person und des Themas sei vor allem die US-Serie “Ancient Aliens”, über die auf “Grenzwissenschaft & Mystery Files” immer wieder gepostet wurde.

In dem Interview mit “TeleBärn” geht von Däniken auch auf die Nazca-Linien ein wenig ein. Er findet es ein Unding, dass fast immer nur die Figuren von Tieren hierzulande gezeigt werden, die sich auf der Hochebene in Peru finden. Nicht aber die zum Teil gewaltigen Pisten und Linien, die eben das Rätsel von Nazca überhaupt erst ausmachen, so EvD (dazu findet Ihr HIER ein aktuelles Video von mir auf meinem YouTube-Channel).

Auf die “Alien-Mumien von Nazca”, über die von Däniken auch in seinem aktuellen Buch “Neue Erkenntnisse” schreibt, geht er ebenso ein. Das sind jene angeblich außerirdischen Körper, die bei Nazca in Peru gefunden wurden und von denen ihm eine zum Kauf angeboten wurde. Mehr dazu erfahrt Ihr in diesem Video HIER von mir.

Ramon Zürcher, die rechte Hand von Erich von Däniken (s. a. Video HIER), kommt gegenüber “TeleBärn” ebenfalls zu Wort. Aalles in allem für mich als “alten Hasen” der Pä-Astronautik ein überaus erfrischendes Interview mit einem gut gelaunten Erich von Däniken und einer nicht minder gut gelaunten Michelle Renaud.

Das vollständige Interview ist auf der Webseite des Senders HIER zu finden.

Was denkst DU darüber? Diskutiere gerne bei Facebook mit.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Engel sind wahrlich keine Engel: Das völlig falsche und verzerrte Bild der lieblichen “Boten Gottes” der Bibel

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Engel – In Wahrheit waren sie alles andere als Engel. Im Gegenteil! (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

In diesen Tagen kurz vor Weihnachten sind sie wieder allgegenwärtig: Die Engel. Niedliche oder besser gesagt kitschige Darstellungen der Boten und Diener Gottes, die wir alle aus der Bibel kennen. Glauben zumindest die meisten Menschen und “Gläubigen”. In Wahrheit sind Engel alles andere als Engel in den alten Schriften und Überlieferungen. Fast alles, was heute als “Engel” gehandelt wird, ist nicht nicht nur falsch und verzerrt, sondern schlicht erfunden und falsch. In diesem Artikel erfahrt Ihr, warum die heutigen Engel schon lange nichts mehr mit ihrem wahren Ursprung zu tun haben – und dass diese Himmelswesen aus dem Hofstaat Gottes das genaue Gegenteil von dem waren, als was sie heute angesehen werden. Eine unangenehme Wahrheit, die von der Kirche längst verdreht wurde …


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Engel sind keine Engel

Jahrtausende alte Schriften und Texte aus dem Nahen Osten erzählen uns von seltsamen Wesen aus dem Himmel. Meistens werden sie darin Himmlische, Söhne Gottes, Gesandte, Göttersöhne, Wächter, himmlische Heerscharen etc. genannt. Heute kennt sie jeder unter ihrem allgemeinen Namen „Engel“.

Das Problem ist nur, dass diese „Abgesandten Gottes“ lange schon ihre wahre Identität verloren haben. Engel von heute sind nur noch Karikaturen ihres wahren Ursprungs. Ein erster flüchtiger Blick genügt hier schon:

Die mythischen Himmlischen sahen in den alten Texten alle ausnahmslos wie wir Menschen aus. Und ohne Ausnahme waren es Männer wie die irdischen Männer. Mit dem Unterschied natürlich, dass ihre Welt eben nicht die Erde gewesen sei, sondern sie vom Himmel kamen. „Engel“ waren demnach alles andere als die asexuellen Gestalten mit Flügeln, Harfe oder Trompete in der Hand, dicken Kinderbäckchen und niedlichen Babygesichtern von heute.

Es ist ein vollkommen verzerrtes oder besser gesagt falsches und erfundenes Bild, dass heute von Engeln in der westlichen Welt vorherrscht. Gerade in der Weihnachtszeit, in der allerorten solche kitschigen Engel-Darstellungen zu sehen sind. Ob in Kirchen, heimischen Wohnungen oder in den Innenstätten: Überall Zerrbilder, die rein gar nichts mit den Engel der alten Schriften zu tun haben.

Gleiches gilt auch für die „moderne“ Art der Engel als Lichtwesen, Schutzengel oder „spirituelle Begleiter“ usw. Solche Ansichten sind ebenfalls Erfindungen und Wunschdenken, die sich aus keinen alten Überlieferungen wirklich herleiten lassen.

Aus diesem Grund lohnt es sich immer mal wieder in Erinnerung  zu rufen, was die alten Texte von diesen Engeln eigentlich so alles erzählen.

Männer sind auch nur Engel

Schauen wir zuerst auf eine spannende Aussage des Propheten Henoch, die wohl kaum jemand kennt. Henoch hält in den nach ihm bekannten Schriften zum Beispiel fest, dass er einst von den „Glorreichen“ von der Erde in die Gefilde des „Höchsten“ entrückt wurde. Engel bzw. „Wächter des Himmels“ nahmen ihn fort und brachten ihn zu Gott. Oder, da Henoch nie den Terminus „Gott“ nutzte, zum „Höchsten“ oder auch den „Alten, des Regenten der Sternenreihen“ (Slawisches Buch Henoch 4,1).

Hier oben im Himmel – außerhalb der irdischen Welt der Menschen – zog er dann die Kleidung der vermeintlichen „Engel“ an, um dann erstaunt an sich festzustellen:

Als ich mich beschaute, war ich wie einer der Glorreichen ohne Unterschied. Furcht und zittern viel von mir ab.“ (Slawisches Buch Henoch 22,10)

Folgerichtig hat der Mensch und Mann Henoch sich nur umziehen müssen, um wie ein Engel auszusehen. Schon das ist mit Blick auf die Engel von heute eine staunenswerte Feststellung.

Eine Ausnahme dieser Männer aus dem All ist aber im Jahrhunderte später entstandenen Koran zu finden. Dort wird von eindeutig weiblichen Engeln gesprochen, die sich sonst nirgendwo finden. So heißt es in Sure 43, Vers 19:

Und sie machen die Engel, die des Gnadenreichen Diener sind, zu weiblichen Wesen.

Solche “weiblichen Engel” sind den älteren Texten des Nahen Osten vollkommen fremd. Eigentlich aber haben Engel im Islam keine festen Körper. Sie seien auch Licht erschaffen worden und damit nicht-materiell.

Thomas von Aquin (1225 – 1274), einer der bedeutendsten Kirchenlehrer und Theologen der Katholischen Kirche, sieht das in seinen Lehren sehr ähnlich. In seinem Werk “Summa theologica, also der “Summe der Thologie” legte r fest, dass Engel immaterielle Wesen des Himmels seien. Sie haben keine Materie, so der Theologe in seinem bedeutenden Standartwerk.

Im Buch Tobit aus dem 2. Jahrhundert vor Christus lesen wir dann aber wiederum, dass die Himmlischen den Menschen glichen. Nicht nur glichen – sie waren identisch mit uns Menschen bzw. den Männern der Menschen:

Tobias ging hinaus, um jemanden zu suchen, der mit ihm nach Medien reisen könnte und dem der Weg vertraut war. Er ging also hinaus und fand Rafaël, den Engel, vor sich stehen. Er wusste aber nicht, dass es ein Engel Gottes ist.“ (Tobit 5,4)

„Junger Mann“ und „Bruder“ nannten Tobias und andere im Verlauf des Textes im Buch Tobit den Engel. Offensichtlich sah er demnach nicht aus, als stamme er nicht der Erde. Flügel, eine Trompete dicke Bäckchen und ein asexuelles und babyhaftes Aussehen war an ihm ebenso wenig zu erkennen. Das wäre Tobias und den anderen Personen der Überlieferung sicherlich aufgefallen.

Engel-Besuch in Sodom

Wie auch bei den drei Engeln von Sodom im 1. Buch Mose.

Laut dem Buch Genesis (Kapitel 18) kamen drei Männer in das Lager von Stammvater Abraham und seiner Frau Sara. Abraham lebte in diesen Tagen als Nomade und Schäfer unweit der verruchten Stadt Sodom. Dass die drei Männer in Wahrheit aber Engel waren, erkannten sie vorerst nicht. Im Gegenteil, da die Familie Abraham die drei Herren erst einmal freundlich als Gäste in ihren Zelten willkommen hieß.

Wie wir wissen, war die zu überprüfende Stadt Sodom eine Stadt voll Sünde und Gotteslästerung. Sie und einige andere Orte der Region wurden letztlich durch den Zorn Gottes vernichtet. Mit fast allen Bewohnern.

Zum Teil wird einer der Männer/Engel später sogar als Gott persönlich angesprochen. Was recht interessant ist, da die Bibelforschung die drei Männer als „Vorzeichen der Dreifaltigkeit Gottes“ deutet. Also Gott, Sohn und Heiliger Geist (was aber eine Erfindung des Christentums ist, die nicht durch die Bibel belegt ist).

Abraham und Sara bewirteten im Folgenden gastfreundlich die drei Engel, die dann weiter Richtung Sodom zogen. Es galt vor Ort zu prüfen, ob die Stadt tatsächlich so sündig und ungerecht sei, wie es den vollkommen menschlichen Engeln zu Ohren gekommen war.

Übrigens sagt die Bibelforschung zu dieser Bewirtung wiederum, dass die Autoren der Geschichte damit lediglich die unter Nomaden verbreitete Gastfreundschaft betonen wollten. Den Umstand, dass Abraham im weiteren Verlauf der Erzählung dann mit Gott/den Engeln um die Anzahl der in Sodom lebenden Gerechten feilscht und handelt – ist nach Bibel-Exegese Ausdruck der im Nahen Osten beliebten Feilscherei …

Zurück zu der Erzählung:

Am Stadttor von Sodom angekommen saß Lot – der Neffe von Abraham – davor (Gen. 19,1ff.). Mit den Worten „meine Herren! Kehrt doch ein in das Haus eures Knechtes“ lud er sie in sein Haus ein. Gastfreundlich eben.

Auf sein Drängen gaben die Engel schließlich nach und kamen mit. Eigentlich wollten sie auf dem Markplatz von Sodom übernachten. Was dann geschah, kennen viele Menschen aus aller Welt:

Noch hatten sie sich nicht niedergelegt, da umringten die Männer der Stadt, die Männer von Sodom, das Haus, vom Knaben bis zum Greis, das ganze Volk von allen Enden der Stadt.

Und sie riefen nach Lot und sagten zu ihm: Wo sind die Männer, die diese Nacht zu dir gekommen sind? Führe sie zu uns heraus, dass wir sie erkennen!“ (Gen. 19,4-5)

Auch hier: Eindeutig vollkommen menschliche Männer diese Engel des Himmels. Immerhin wollten die (männlichen und homosexuellen) Bewohner von Sodom mit ihnen sogar Sex („erkennen“) haben. Selbst als Lot anbot, dass er seine beiden jungfräulichen Töchter zum Sex herausbringen würde, damit man seine Engel in Ruhe ließe, lehnte der Pöbel vor dem Haus ab.

Was sagt die Bibelforschung dazu? Es sei ein indirekter oder verspielter Hinweis darauf, dass Homosexualität gegen Gottes Gebote und eine schwere Sünde sei.

Auf der Suche nach den Engeln der Bibel

Engel des Himmels, die hin und wieder als „Glorreiche“ oder „Wächter“ bezeichnet werden, waren nach diesen Textbeispielen zweifellos Männer. Nicht oder kaum zu unterscheiden von den Männern der Menschen, die damals über die Erde liefen. Und doch glaubt jeder „anständige Christ“ genau zu wissen, was es mit diesen Wesen auf sich hat. Immerhin berichtet ja die Bibel vielfach von ihnen – glauben sie zumindest – und schon die Geburt von Jesus Christus wurde ja von einem Engel verkündet.

Mit diesem „Wissen“ ist die Tatsache erstaunlich, dass man in den Schriften der kanonischen Bibel meist vollkommen vergeblich nach Engeln sucht. Namentlich genannt werden sogar nur vier Männer: Michael, Gabriel, Rafael und den später gegen den Höchsten auflehnenden Rebellenführer Luzifer (s. weiter unten).

Alle Engel von heute wurden später erfunden oder stehen in alten Schriften, die wir heute nicht in der Bibel finden. Wie die Bücher Henoch oder auch das Buch der Jubiläen. Von dort bedienten sich die gläubigen Kirchenväter mit vollen Händen im Pool der Himmlischen. In ihren Lehren oder besser gesagt Irrlehren unterschlagen sie dabei bis heute, was in diesen Texten die Wesen Gottes eigentlich so alles machten.

Sehr umfangreich und im Detail beleuchtet habe ich das im meinem Buch „Rebellion der Astronautenwächter“. Aufgrund des gewaltigen Umfangs des Themas, möchte ich an dieser darauf verweisen.

Der Hofstaat des Herrn

Es soll aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Bibel ganze Scharen von Engeln kennt. Zwar nennt sie keine Namen, aber immer wieder findet der aufmerksame Leser die „himmlischen Heerscharen“. Einen Hofstaat des Herrn voller Engel, deren Anzahl an keiner Stelle exakt benannt ist. Der „Herr der Heerscharen“, wie Gott im Alten Testament auch genannt wird (z. B. in 1. Sam. 4,4), habe tausende von Engeln unter und um sich gehabt. Sagen zumindest einige Texte außerhalb der Bibel.

Konkreter wird es im bereits oben zitierten Buch Tobit. Dort lesen wir in 12,15 zumindest von sieben Anführern (ohne Namen):

Denn ich bin Rafaël, einer von den sieben Engeln, die vor die Herrlichkeit des Herrn treten dürfen.“

Nur sieben dürfen das? Eine klare Hierarchie der Engel im Himmelreich der Glückseligkeit. Was aber auch nicht von der modernen Bibel-Lehre abgestritten wird. Warum sich aber niemand der Gläubigen fragt, weshalb es im himmlischen Reich Gottes eine Hierarchie unter den Glorreichen geben soll, ist zumindest mir schleierhaft.

Der Hofstaat des Herrn aus seinen Helfern und Helfershelfern ist gleichzeitig eine himmlisches Ratsversammlung. Eine Glaubensvorstellung, die wir von den alten Völkern Mesopotamiens bis zu den Römern und Griechen überall vorfinden: Ein Chef-Gott und ein Stab von Beratern, Unter-Göttern, Himmlischen oder eben Engeln. Dazu mehr in dieser Artikel-Reihe HIER.

Im Neuen Testament ist dazu eine recht interessante Spur zu finden, da dort eventuell die Anzahl der Berater am Himmels-Hof genannt ist. In der Offenbarung heißt es, dass der Herr einen Ältestenrat von 24 Getreuen um sich versammelt hatte:

Und rings um den Thron waren 24 Throne, und auf den Thronen saßen 24 Älteste, bekleidet mit weißen Kleidern, und auf ihren Häuptern goldene Kronen.“ (Off. 4,4)

Solche Überlieferungen passen natürlich auch nicht in das heutige Bild der Engel, die ihren Herrn umgeben. Der Allmächtige bedarf doch eigentlich keinen Ältestenrat, Berater oder überhaupt Boten als Mittler seines Willens. Sollte man denken.

In einem beliebten viel genutzten Handbuch zur Bibelforschung liest sich das so:

Im Alten Testament bedeutet Söhne Gottes immer die Wesen, die zum Hof oder Heer Jahwes gehören ihm dienen und seine Boten sind.“

Beispielsweise im 1. Buch der Könige in Vers 22,19:

Ich sah Jehova auf seinem Throne sitzen, und alles Heer des Himmels bei ihm stehen, zu seiner Rechten und zu seiner Linken.“

Ein Angehöriger des Stabes um Gott war natürlich auch der Engel Luzifer. Bevor man ihn verteufelte. So erfahren wir im Buch Hiob 1,6 über eine Versammlung des Herrn mit seinem Engel-Hofstaat Folgendes:

Es begab sich aber eines Tages, da die Söhne Gottes vor den Herrn zu treten pflegten, dass auch der Satan unter ihnen kam.“

Hier steht die Bezeichnung „Satan“ für den Engel Luzifer.

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Guter Bote …

Göttersöhne“ (s. weiter unten), „Söhne des Höchsten“, „Wächter“ … alle diese Bezeichnungen für Engel und ihren Staat sind zwar selten in der Bibel, aber durchaus vorhanden. Sie finden sich ausführlich bei Henoch & Co. Zugleich sind es eben die Boten Gottes, wie es auch der Name „Engel“ sagt, was vom griechischen „ángelos“ stammt und so viel wie „Bote“ oder „(Ab)Gesandter“ bedeutet. Wer diese Schriften und biblischen Texte auch nur etwas genauer kennt, der weiß, dass die Bezeichnung als „Bote“ durchaus zutreffend ist. Immerhin treten diese Himmels-Männer als Botschafter des Herrn auf.

Im Koran sind Engel ebenfalls Diener. Mittler und Boten Gottes. (z. B. Sure 43:19 Sure 16:2 oder Sure 21:26), was eigentlich nicht weiter verwundern sollte. Immerhin entstand der Koran nach und aus den jüdisch-christlichen Texten und der Bibel. Das Judentum und das Christentum sind die Grundlage des Koran und Islam.

Besonders erfreulich war ihre Botschaft natürlich im Neuen Testament, wo sie die berühmte „Frohe Botschaft“ verkündet haben.

Als laut der „Weihnachtsgeschichte“ das leere Grab Jesus Christus entdeckt wurde, waren sie da, um die Botschaft der Auferstehung zu überbringen. Ein oder zwei von ihnen. Laut dem Evangelium des Markus (16,5) trafen die drei Frauen Maria, Maria Magdalena und Salome im Grab „einen jungen Mann“ an, „der mit einem weißen Gewand bekleidet war“. Ein Engel, der vom Himmel kam und laut Matthäus Evangelium (28,3) „wie der Blitz“ ausgesehen haben soll und ein „Gewand weiß wie Schnee“ trug. Lukas indes erzählt in 24,4 von „zwei Männer in strahlendem Gewand“, die am leeren Grab erschienen seien.

Auch hier zeigt sich die Betonung der fremdartigen oder zumindest außergewöhnlichen Kleidung dieser Männer vom Himmel.

Übrigens konnte auch Luzifer als rebellierender Engel gegen Gott wie ein Blitz vom Himmel fahren. Jesus selber habe das gesehen, wie er es zu Lebzeiten seinen Jüngern sagte:

Da sagte er zu ihnen: Ich sah den Satan wie einen Blitz aus dem Himmel fallen.“ (Lk. 10,18)

Die Männer des Himmels standen laut Bibel zum Teil sogar unter Termindruck. Zumindest kann man so Daniel 10,13-14 deuten. Hier offenbart sich Daniel ein ihm fremder Engel, obwohl zuvor „Michael, einer der ersten Fürsten“ mit ihm Kontakt hatte. Jetzt aber kam dieser andere Himmlische, um die Mission weiter zu führen. „Einer, den Menschenkindern gleich“ übrigens.

… schlechter Bote

Wenn die Bibel und verwandte Überlieferungen Gott als „Herr der Heerscharen“ benennt, sollte der genaue Leser eigentlich ebenfalls stutzig werden. Hier ist nicht von den Scharen des Herrn im Sinne von Gott die Rede, sondern von einem Herr – und damit von einer kriegerischen Organisation! Ein Heer ist nichts anders als Militär oder eine Armee.

Überspitzt aber dennoch wahrheitsgemäß ausgedrückt, stellen wir uns also zu Weihnachten Soldaten/Krieger in die Wohnzimmer und Kaufhäuser. Mit ihren goldenen Haaren, Flügelchen und kindlichen Aussehen mag man es gerne vergessen. Vor allem angesichts der Botschaft, die schließlich ein oder zwei der Himmels-Krieger am leeren Jesus-Grab nach der Auferstehung den Anwesenden verkündet haben.

Anders erging es erneut dem Propheten Henoch, als dieser von zwei Wächtern in den Himmel geholt wurde. Er sah dort nämlich beispielsweise das:

Inmitten des Himmels sah ich bewaffnete Scharen, die dem Herrn mit Pauken und Zhmbeln fortwährend Lob sangen. Ich ergötzte mich an ihnen.“ (Slawischens Buches Henoch 17,1)

Wer sich bis hierhin noch nicht von dem Bild der Engel in den Köpfen der westlichen Welt verabschiedet hat, sollte es spätestens jetzt. Bleiben wir aber bei der Bibel als „Quelle“ des Engel-Bildes.

Im Buch Numeri lesen wir die Geschichte von Bileam, wie er zu König Balak reisen wollte. Kein König, der dem Volk Israel wohlgesonnen war, wohlgemerkt. Der Herr wollte dieses Treffen unterbinden „und wurde zornig, weil Bileam mitging“. Also sandte er einen seinen Botschafter aus „und der Engel des Herrn trat Bileam in feindlicher Absicht in den Weg“ (Num. 22,22). Und Bileam „sah den Engel des Herrn auf dem Weg stehen, mit dem gezügten Schwert in der Hand“, heißt es daraufhin später im Buch Numeri 22,31.

Während das Erlebnis von Bileam noch harmlos war, ist das, was das 2. Buch der Könige überliefert, schon eine ganz andere Kategorie. In den Texten heißt es, dass der assyrische König Sanherib 701 vor Christus den Jerusalemer König Heskija/Hiskia bedrohte und ihm eine Art Ultimatum zukommen ließ. Laut 2. Kön. 19,14-16 aber auch Jes. 37,14-20 nahm König Hiskia die Drohschrift der Assyrer und trug sie mit der Bitte um Hilfe Gott mittels der Bundeslade im Tempel vor.

Laut der Überlieferung in der Bibel hat der Höchste den Hilferuf des Königs auch gehört. Also schickte der Herr einen seiner Engel, der die Sache auf „göttliche Art“ erledigen sollte:

In jener Nacht zog der Engel des Herrn aus und erschlug im Lager der Assyrer 125.000 Mann. Als man am nächsten Morgen aufstand, fand man sie alle als Leichen.“ (2. Kön. 19,35)

Ob Wahrheit oder Fiktion: Das sind die Geschichten, die die Bibel über Engel aus dem Hofstaat Gottes überliefert!

Sex-Lüsterne Engel

Auch wenn im Zeitalter der Aufklärung bzw. im 19. Jahrhundert einige Künstler Engel weiblich darstellten, waren sie es nicht. Ganz besonders zeigt sich das bei ihrem allerersten Auftreten in der Bibel überhaupt, wo sie direkt das moderne Engel-Bild zunichte machten.

Dort lüsterte es ihnen nach Sex mit den Frauen der Menschen auf der Erde, mit denen sie unbedingt Kinder zeugen wollten. Für angeblich aus Licht von Gott geschaffene und nicht-materielle Wesen schon eine durchaus verblüffend menschliche Schwäche dieser Engel.

Beschrieben ist das im 1. Buch Moses ab 6,1 in nur vier Versen. Wir erfahren dort, dass sich vor der Sintflut die Menschheit verbreitete und die „Töchter der Menschen schön waren“. Da „sahen die Göttersöhne, wie schön die Menschentöchter waren, und sie nahmen sich von ihnen allen Frauen, die sie auswählten“, wie es die Bibel weiß. Riesen habe es damals gegeben, „nachdem sich die Göttersöhne mit den Menschentöchtern eingelassen und diese ihnen Kinder geboren hatten“, so Gen. 6,4.

Da im Zuge dieser Vermischung der abtrünnigen Engel mit menschlichen Frauen angeblich die „Bosheit des Menschen zunahm und das alles Sinnen und Trachte seines Herzens immer nur böse war“, wollte Gott alle töten. Deshalb habe er die Sintflut geschickt, denn es „reute es den Herrn, auf der Erde den Menschen gemacht zu haben“ sagt Gen. 6,6.

Überaus detailliert schildern diese Geschehnisse biblische Texte außerhalb der Bibel und auch Schriften aus den Höhlen von Qumran. Auslöser für alle diese Ereignisse war der Wunsch einer Gruppe von himmlischen Engeln nach Sex mit Menschenfrauen. Sie planten eine Rebellion gegen den Höchsten der Ratsversammlung und „diesen Plan nicht aufzugeben, sondern ihn auszuführen“. So sagt es das äthiopische Buch Henoch in 6,4 beispielsweise. Oder an anderer Stellen:

Sie gingen zu den Menschentöchtern auf der Erde, schliefen bei den Weibern und verunreinigten sich; dann machten sie sie mit allen Arten von Sünden bekannt. Die Weiber gebaren Kinder und dadurch ward die ganze Erde von Blut und Ungerechtigkeit erfüllt.“ (Äthiopische Buch Henoch 9,8-9)

Alle anderen bei ihnen nahmen sich Weiber, und jeder von ihnen wählte sich eine aus. Dann begann sie, zu ihnen zu gehen und sich an ihnen zu verunreinigen. (…) Sie wurden schwanger und gebaren Riesen, die 3.000 Ellen groß waren. Diese verzehrten alle Vorräte der anderen Menschen. Als aber die Leute ihnen nichts mehr geben konnten, wandten sich die Riesen gegen diese und fraßen sie auf.“ (Äthiopische Buch Henoch 7,1-4)

Insgesamt seien es 200 Himmlische gewesen, „die in Jareds Tagen zum Gipfel des Hermonsberges herabstiegen“ erzählt Henoch. Diese Engelschar wurde von 19 namentlich genannten Anführern befehligt, wobei sich ihnen auch „Semjasa, ihr Oberster“ trotz anfänglicher Bedenken anschloss.

Wirklich kein „engelhaftes“ Verhalten der Himmlischen.

Göttersöhne

„Göttersöhne“ sind eine uralte Bezeichnung für die heutigen Engel. Im frühen Judentum bzw. den Schriften der Bibel steht sie für ein Pantheon von himmlischen/göttlichen Wesen. Den Hofstaat oder die die Entourage von Gott als Höchsten. Hierzu finden sich zahlreiche sehr deutliche Parallelen zu benachbarten Völkern der biblischen Autoren. Erinnerungen an urzeitliche Götterwesen im Himmel, wie es die Bibelforschung sieht.

Allerdings sollen diese Göttersöhne nicht nur vor der Flut auf der Erde gewesen sein, sondern auch in historischer Zeit. So heißt es im Buch Daniel in 3,25:

Ich sehe aber vier Männer frei im Feuer umhergehen und sie sind unversehrt; und der vierte sieht aus, als wäre er ein Sohn der Götter.

Angeblich soll das der babylonische König Nebukadnezar gesagt oder gesehen haben. Eine geschichtlich belegte Person also. Wobei das Buch Daniel aber fraglos eine apokalyptische Schrift ist, die bekanntermaßen angeblich „codierte Visionen“ beinhalten. Daniel nennt wie andere Propheten auch die Göttersöhne aber auch Wächter. „Und siehe, ein heiliger Wächter fuhr vom Himmel herab“, lesen wir dort in 4,10. Und in 4,20 heißt es, „dass aber der König einen heiligen Wächter gesehen hat vom Himmel herabfahren“ wäre.

Verständlich, dass „Söhne der Götter“ (vor allem wenn sie Sex mit Menschenfrauen haben) im Monotheismus der Bibel bei Juden und Christen ein Problem sind. In der Septuaginta, der ältesten bisher bekannten durchgehende Übersetzung der hebräisch-aramäischen Bibel, war man deshalb ganz geschickt bei der Verschleierung dieser unangenehmen Aussagen. Hier setzte man einfach „Engel Gottes“ als „Übersetzung“ ein. Zum Beispiel bei Hiob in 1,6, wo der Höchste seinen Hofstaat inklusive Luzifer zusammenkommen lässt.

Bei anderen erhaltenen Übersetzungen wie etwa Texten in Griechisch sind unliebsame Feststellungen mit „Söhne des Himmels“ wiedergegeben. Etwa jene, in denen die Göttersöhne sich mit den irdischen Frauen vereinigten in Gen. 6,1-4. Jüdische Rabbiner haben diese sogar als „Söhne der Richter“ gedeutet, um ihnen so jegliche Verbindung zu Gott und dem Himmel abzuerkennen.

Damit wurden aus diesen außerirdischen und göttlichen Wesen des Himmels – Menschen. Nur wären dann auch die Engel der Christenheit Menschen …

Gefallene Engel

All dies taten die Göttersöhne in den Tagen vor der Sintflut, als laut Buch Genesis Henoch lebte. Der Anführer dieser Rebellen ist heute unter den Namen Luzifer, Teufel oder schlicht Satan jedem einen Begriff. Jener Engel vom Hofstaat Gottes, der sich gegen seinen Herrn aufrührte und so vom Himmel verstoßen wurde. In der christlichen Tradition wurde daraus später der „Fall der Engel“.

Hier ist sich die Bibelforschung einig, dass sich die „gefallenen Engel“ auch und vor allem aus den Texten außerhalb der Bibel herleiten. Die vier knappen Verse im Buch Genesis sind nur „mythologische Reste“ dieser himmlischen Sünder und ihrer Menschenfrauen. Auch darin ist man sich einig. Einig ist man sich auch, dass Luzifer ihr Anführer war und dessen „Fall“ mit Textstellen in der Bibel über den Sturz des „Morgenstern“ verbunden wurde.

Luzifer beutet vom Lateinischen „Lichtbringer“. Einer der vielen Gründe, weshalb verschiedene Übersetzungen der Bibel und einige der ersten Kirchenväter Luzifer mit dem Morgenstern gleichstellen oder direkt übersetzten. Oder umgekehrt.

Ohne hier zu sehr ins Detail gehen zu wollen, wandelte sich der Engel Luzifer und der Morgenstern im Laufe der Zeit bei den Übersetzern zum Satan. Wirklich Gleichgestellt wurde der Lichtbringer Luzifer mit dem Satan aber erst in späterer Zeit. Hier vor allem in außerbiblischen Büchern, wie etwa „Leben Adam und Evas“. Wieder ein Buch also, das nicht in der Bibel zu finden ist, doch dessen Inhalt in den kirchlichen Lehren und Traditionen übernommen wurde.

Was aber in diesem Zusammenhang am Rade durchaus interessant ist, ist der Umstand, dass sich Jesus Christus in der Offenbarung (22,16) selber als „strahlender Morgenstern“ bezeichnet. Tatsächlich sah man deshalb im frühen Mittelalter Luzifer sogar als einen Beinamen von Jesus selber an.

Im Evangelium des Lukas sagt Jesus wiederum:

Ich sah den Satan wie einen Blitz aus dem Himmel fallen.“ (Lk. 10,18)

Passend für einen Lichtbringer.

„Satan“ ist eigentlich für den Anführer dieser rebellierenden Engel ein nicht minder treffender Name. Im Hebräischen bedeutet „ha-Satan“ so viel wie „Widersacher“. Genau das war er mit seiner  Schar Engel, die vom Himmel zu den Menschenfrauen kamen, ja auch. Erst die aufkommende christliche Engelslehre im 4. und 5. Jahrhundert formte nach und nach das heute bekannte Bild der „gefallenen Engel“.

Sie fielen ja durchaus tatsächlich.

Und zwar vor den Augen ihres Höchsten, gegen die sich meuterten um auf die Erde zu kommen. Ein Zurück gab es für diese 200 Wächter nicht mehr, wie es die Schriften und jüdische Sagen berichten. Henoch als weiser und tugendhafter Mann wurde sogar vom obersten Herrn dazu berufen, dass er als Mensch als Mittler zwischen herabgestiegenen Engeln und ihm fungieren solle. Als Diplomat und Botschafter zwischen Himmel und Erde.

So preist zum Beispiel auch das Buch der Jubiläen in 4,22 Henoch aufgrund seiner Taten mit den Worten:

Er zeugte gegen die Wächter, die mit den Menschentöchtern sündigten. Denn jene begannen, den Menschentöchtern beizuwohnen, so dass sie befleckt wurden, und Henoch zeugte gegen sie alle.“

Keine Gnade für die Engel!

Dass der Höchste über den Fall oder besser Abfall seiner Engel von ihm mehr als nur zornig war, lesen wir etwa in drastischen Gottesworten wie diesen:

Henoch, du Schreiber der Gerechtigkeit, geh hin und verkünde den Himmelswächtern, die den hohen Himmel, die heilige ewige Stätte verließen, sich mit Weibern nach Menschenart verunreinigten, sich Weiber nahmen und so großes Verderben auf die Erde brachten:

Sie werden weder Frieden noch Verzeihung finden. So oft sie sich über ihre Kinder freuen, werden sie die Ermordung ihrer Lieblinge erleben und über den Untergang ihrer Kinder seufzen; sie werden immerdar bitten, aber weder Gnade noch Frieden erlangen!“ (Äthiopisches Buch Henoch, 12,4)

Und so führte der „Fall der Engel“ auch laut Alten Testament zu Sintflut und „das Ende allen Fleisches“, wie es der Herr beschloss.

Schon sonderbar, was die „Ur-Engel“ getrieben haben sollen, und was die christliche Engelslehre aus ihren und ihrem „Fall“ machte. Dabei sagt schon das Alte Testament selber, dass Gott seinem Hofstaat nicht traute:

Siehe, selbst seinen Dienern vertraut er nicht, und seinen Engeln legt er Irrtum zur Last.“ (Hiob 4,18)

Auch das offensichtlich eine unpassende Aussage für ein (christliches) Himmelreich der Glückseligkeit bei Gott. Wobei es aber nicht so war, dass die Engel, Wächter, Göttersöhne, Boten – oder welchen ihrer Namen man auch bevorzugen mag – nicht wieder versuchten zurück in den Himmel kommen. So lesen wir bei Henoch in seiner Funktion als Mittler zwischen Erde und Himmel unter anderem folgende Passage:

Sie (die Wächter des Himmels, L.A.F.) baten mich (Henoch, L.A.F.), für sie eine Bittschrift zu schreiben, damit ihnen Verzeihung zuteil würde, und ihre Bittschrift vor dem Herrn des Himmels vorzulesen. Denn sie konnten von da an nicht mehr mit ihm reden, und ihre Augen zum Himmel erheben aus Scham über ihre Sünden, derentwegen sie gestraft wurden. So verfasste ich ihre Bitt- und Flehschrift (…).“ (Äthiopisches Buch Henoch 13,4-6)

Genutzt hat es bekanntlich nichts. Schließlich sind Engel eigentlich auch nur Menschen, wenn es heißt:

Es wurden ja die Menschen ganz gleich wie die Engel geschaffen (…)“ (Äthiopisches Buch Henoch 69,11).

Da sollte es auch nicht verwundern, dass diese Wesen sich nach den Frauen der Irdischen sehnten. Nicht nur weil es offensichtlich keine Frauen unter den Engeln gab. Auch deshalb, da beide „Spezies kompatibel“ waren. Die Söhne des Himmels waren aber laut einigen Schriften „Riesen“. Sicher nicht hoch wie ein Kirchturm, wie man sie aus Märchen und Sagen kennt, aber offenkundig größer als die Menschen der damaligen Zeit. Schon 2 Meter Körpergröße war von Jahrtausenden durchaus ein Riese.

Im Slawischen Buch Henoch (18,1) erfahren wir auch dazu etwas.

Als der Prophet auf dem Weg zum Höchsten durch die Himmelsregionen flog sah er „viele Scharen Wächter; ihr Aussehen glich den Menschen; sie waren größer als die größten Riesen.“ So sollte es nicht verwundern, dass laut 1. Buch Moses und zahllosen außerbiblischen Überlieferungen die Kinder der Engel mit den Menschenfrauen zu Riesen heran wuchsen. Halb-Engel vom enormen Wuchs, der mit Sicherheit nicht 3.000 Ellen betrug, wie weiter oben zitiert.

Dies wären immerhin rund 1,5 Kilometer Körpergröße …

Und die guten Erzengel?

Jetzt könnte man einwenden: Gut, diese Engel waren nun wirklich keine Engel. Aber es gibt ja in der Bibel die Erzengel; also die Guten.

Leider stimmt auch das so nicht.

Von den drei in der Bibel genannten Engeln (plus Luzifer) ist einer ausdrücklich der Chef. Es ist der Engel Michael, der in Judas 9,9 als „Erzengel Michael“ bezeichnet wird. Rafael und Gabriel werden zwar in der Bibel ausdrücklich als Engel bezeichnet, aber nur als einfache Engel. Alle anderen Erzengel, die man heute vor allem in der weltweiten Tradition unterschiedlicher christlicher Strömungen findet, sind pure Erfindungen.

Die christliche Tradition machte aber auch Rafael und Gabriel kurzerhand einfach so zu Erzengeln. Ebenso Uriel, den wir natürlich nirgends in der Bibel finden. Wie auch die ganze Armee von Engel-Namen bzw. Erzengeln wie Zedakiel, Anael, Sychael, Phlogotheel ,Rumiel, Pantasaron und viele weitere mehr. Ausnahmslos alles Fake-Engel.

Erst im 6. Jahrhundert erfanden die frühen Christenväter die heutige Engelslehre, die sich „Pseudo-Dionysius Areopagita“ nennt. Hierin wurde versucht der Welt der himmlischen Boten eine Struktur und vor allem eine Hierarchie zu geben. Eine Ordnung mit Gott an der Spitze und von da weiter abfallenden niederen Engeln. In den heute erhaltenen frühen Kirchen erkennt man diese erfundene Hierarchie sehr gut an den prachtvollen Innengemälden.

Bei den ersten Engel-Darstellungen ist es interessant, dass diese auch keine Flügel haben. Zum Beispiel zu finden in den Katakomben von Rom aus dem 3. Jahrhundert, in denen die ersten Christen auch ihre Toten bestatteten.

Nur findet man bekanntlich eine Vielzahl an Wächtern inkl. Namen in den Texten außerhalb der Bibel, von denen bei Henoch 19 explizit als „Anführer“ bezeichnet werden. Ein Chaos unter den Himmlischen, denn auch die außerbiblischen Schriften wurden selbstverständlich von den frühen Christen gelesen. Und selbst Jesus zitiert Henoch.

Im Jahr 745 wollte Papst Zacharias mit all dem Schluss machen. Er verbot auf einem Konzil in Rom kurzerhand die Anbetung irgendwelcher Engel/Erzengel von außerhalb der Bibel. Offizielle Lehre des Christentums sei es fortan, dass ausschließlich die drei Engel der Bibel namentlich bekannt sein dürfen und damit auch verehrt werden sollen. Und zwar als Erzengel.

Erzengel sind Befehlsgeber

„Erz“ bedeutet „Beginn“ oder „Führung“, weshalb ein Erz-Engel nichts weiter als ein „Führungs-Engel“ ist. Eben exakt wie jene 19 Anführer bei Henoch. In der Bibel wird es aber recht mühsam eine echte Hierarchie und überhaupt Erzengel namentlich zu finden. Rafael und Gabriel sind es schon mal nicht, auch wenn es die Kirche heute so lehrt. Dass es aber Führer-Engel gab, dass weiß die Bibel in der Tat, weshalb Erzengel an sich richtig sind.

Im Buch Sacharja 2,7-8 findet sich im Alten Testament dazu ein erster Hinweis. Hier steht eindeutig geschrieben, dass ein Engel dem anderen Engel einen „Befehl“ erteilt:

Und siehe, da trat der Engel, der mit mir redete, hervor und ein anderer Engel trat auf, ihm entgegen. Er sagte zu ihm: Lauf und sag dem jungen Mann dort (…)“

Zumindest in den Augen des Kirchenvaters Isidor von Sevilla um das Jahr 600 zeugt diese Passage von einfachen und befehlenden Engeln. Zweifellos nachvollziehbar, was auch folgende Passage aus dem biblischen Buch Josua 5,13-15 unterstreicht:

Als Josua bei Jericho war und die Augen erhob, schaute er und siehe: Ein Mann stand vor ihm, mit einem gezückten Schwert in der Hand. Josua ging auf ihn zu und fragte ihn: Gehörst du zu uns oder zu unseren Feinden?

Er antwortete: Nein, ich bin der Anführer des Heeres des Herrn. Ich bin soeben gekommen. Da fiel Josua auf sein Angesicht zur Erde nieder, um ihm zu huldigen, und fragte ihn: Was befiehlt mein Herr seinem Knecht?

Der Anführer des Heeres des Herrn antwortete Josua (…)“

Ein Name dieses Soldaten-Engel wird leider nicht verraten. Aber dieser führt das Heer Gottes, da schließlich auch der „Allmächtige“ Krieger besaß, wie oben gesehen. Vielleicht war es sogar der Engel Michael, da dieser im Slawischen Buch Henoch 33,10 als „Heerführer“ bezeichnet wird. Da Michael in der Bibel der einzige Himmlische mit der Stellung „Erzengel“ ist, könnte das sehr gut zutreffen. „Michael und seine Engel kämpften“ weiß denn auch die Offenbarung in Vers 12,7.

Auch wenn er nur einer von vielen ist oder war. So sagt das Bibel-Buch Daniel in 10,13, dass „Michael, einer der ersten unter den Fürsten“ sei. Folgerichtig gab es noch andere Führer der Heerscharren des Herrn, dessen Namen die Bibel leider ungenannt lässt.

Erzengel sind damit lediglich Befehlshaber, die den niederen Engeln Aufgaben und Aufträge erteilen. Wie es die Engelslehre der Kirche auch sagt. Sie führt auch weiter aus, dass normale Engel für die einfachen Botschaften von Gott an einen Menschen zuständig sind. Erzengel für Botschaften an ganze Völker oder die Menschheit selbst. Und natürlich gehört dieser Erzengel, da es nur einen davon in der Bibel gibt, nicht zu den „gefallenen Engeln“. Er steht in der Bibel bekanntlich weiterhin im Dienst des Höchsten.

Unheimliches aus dem Neuen Testament

Ein durchaus mulmiges Gefühl sollten Gläubige bekommen, wenn sie im Neuen Testament nachschlagen. Da Michael als Führungs-Engel laut Dogma als Künder von Botschaften für die ganze Menschheit fungiert, warum sucht man ihn dann bei Jesus Auferstehung vergeblich? Keine Spur von seinem Namen als Erzengel am leeren Grab Jesus Christus, wo nur von „Männern“ die Rede ist.

Es wird aber noch unheimlicher, sofern man es so ausdrücken möchte:

Im Evangelium des Lukas (1,26-38) lesen wir von der wundersamen Ankündigung, dass Maria schwanger werden und einen Sohn bekommen wird. Gott habe sie „unter allen Frauen auserwählt“ und sie werde „einen Sohn zur Welt bringen“. „Jesus soll er heißen“, offenbart es der Engel der erschrockenen Maria. Scheinbar eine eher „einfache Botschaft“ für einen niederen Boten des Herrn. Warum sonst schickte er nicht Erzengel Michael zu der kommenden Mutter von seinem Sohn, sondern den Engel Gabriel, wie es dort zu lesen ist?

Schaut man im „bedeutendstes Lexikon der wissenschaftlichen katholischen Theologie im deutschsprachigen Raum“ nach, findet man eine erstaunliche Aussage in diesem Zusammenhang. Im „Lexikon für Theologie und Kirche“, einer Standardwerk von rund 2.700 Theologen und Mitarbeitern, erfährt man zu Erzengel, dass diese im Neuen Testament überhaupt nicht vorkommen können. Im Aramäischen und Hebräischen, den Sprachen des Neuen Testaments, gibt es keine Entsprechung für das aus dem Griechischen stammende Wort „Erzengel“.

Was es nicht gibt – kann man auch nicht in Worte fassen.

Und die guten Schutzengel?

Es gibt natürlich noch eine weitere Kategorie der himmlische Heerscharen, die heute vor allem in der Esoterik bis auf das Äußerste strapaziert werden: Die Schutzengel.

Von diesen Schutzengeln finden wir natürlich auch keine Namen in den Schriften der Bibel. Keiner der drei bekannten Bibel-Engel noch Luzifer wird irgendwo als „Schutzengel“ oder ähnliches bezeichnet. Es ist aber nicht schwer anhand zahlreicher Aussagen des Neuen und des Alten Testament solche Schutzengel herzuleiten. Immer wieder griffen Engel bei diversen Gelegenheiten schützend, helfend oder rettend ein. In der Apostelgeschichte „öffnete während der Nacht“ ein Engel sogar „die Türen des Gefängnisses und führte sie hinaus“ und verhalf so den Jüngern Jesu zu Flucht.

So haben laut Bibel immer wieder Engel irgendwie in die Geschicke der Menschen eingegriffen: Mal Feine ermordet, mal Nahrung gebracht, mal Propheten in misslichen Situationen geholfen usw. Es gehörte auch zu ihren Aufgaben, die der Herr ihnen gegeben haben soll:

Denn er bietet seine Engel für dich auf, dich zu bewahren auf allen deinen Wegen.“ (Ps. 91,11)

Von solchen Aussagen auf die Idee einer Engel-Klasse der „Schutzengel“ zu kommen, war vor allem für die frühen Christen ein Leichtes. Immerhin hat Jesus selber in seinem berühmten „Gleichnis vom verlorenen Schaf“ laut Matthäus-Evangelium 18,10 gepredigt:

Seht zu, dass ihr keines dieser Kleinen verachtet! Denn ich sage euch: Ihre Engel im Himmel schauen allezeit das Angesicht meines Vaters im Himmel.“

Zur Ehrenrettung der Engel gibt es sie also – die guten Wächter des Himmels. Aber das stand niemals in Abrede. Im Gegenteil, denn der hinterhältige Plan den Höchsten zu umgehen, um sich mit den Frauen der Menschen einzulassen, wurde nicht von allen durchgeführt. Die Überlieferungen lassen keinen Zweifel daran, dass einige im Himmel bei ihrem Obersten blieben. Im Kern eine Aussage, die schon Jahrtausende vor der Bibel von anderen Kulturen des Nahen Ostens überliefert wurde, wie detailliert HIER ausgeführt.

Engel – Eine Bilanz

Mit Sicherheit ist in diesem Beitrag das schwierige Thema nicht in all seinen Punkten umfangreich durchleuchtet. Sollte es auch nicht, da es an anderen Stellen bereits getan wurde ( z. B. HIER, HIER, HIER , HIER, HIER & HIER). Einige Punkte wurden auch ganz ausgelassen. Trotz vieler nachträglicher Streichungen in diesem Artikel werden auch die wenigsten alles oder bis hierher gelesen haben …

Resümierend ist die Bilanz aber ernüchternd.

„Engel“ waren ursprünglich nichts weiter als außerirdische/himmlische Männer aus dem Hofstaat Gottes, die sich Sex mit menschlichen Frauen wünschten, um so Kinder zu zeugen. Natürlich gegen den Willen ihres Höchsten, so dass eine Gruppe der Himmlischen unter ihrem Anführer „Satan“ sich gegen diesen verschworen.

Von diesem sündigen Plan waren die Wächter vom Hof Gottes  nicht abzubringen und schworen diesen „nicht aufzugeben, sondern ihn auszuführen“. Ihren Weg zurück in die Reihen der im Himmel gebliebenen Engel und vor allem zum Höchsten hatten sie sich damit für immer verbaut.

Sie, ihre Kinder und die ganze Menschheit einschließlich aller auf der Welt lebenden Riesen mussten vernichtet werden. Tiere inklusive, da der Herr eine Flut zu deren Untergang schicken wollte.

Im Verlauf des Christentums wurde aus diesen alten Überlieferungen der „Fall der Engel“ und aus ihrem Anführer der Fürst der Hölle – Satan. Trotzdem pflegt man bis heute den Glauben an die guten Engel, von denen sich aber nur bescheidene drei in der Bibel finden. Von diesen wiederum ist nur einer ein machtvoller Erzengel und damit ein Chef-Himmlischer. So ein richtiger „Engel“ im heutigen Sinn war aber auch er ebenso wenig, wie alle anderen namenlosen Engel der Bibel. Erzengel Michael ist als Soldatenführer beschrieben, als ein Befehlsgeber des Heeres des liebenden und friedlichen Allmächtigen …

Urtümlich stammt der vielschichtige Engels-Glaube aus Schriften außerhalb der Bibel, worin sich die Bibelforschung einig ist. (Noch früher aus Mythen Mesopotamiens, was hier außen vor blieb!) Genau das sind aber die Quellen, die von den sündigen Machenschaften dieser Gottessöhne erzählen und die Gott damit nicht unter Kontrolle hatte. Und genau das erfährt weder der angeblich fromme Kirchengänger noch der Bibelleser überhaupt in den Schriften. Nur im 1. Buch Moses in wenigen Versen, die so gar nicht nach Engeln klingen und überlesen werden. Obwohl in diesen exakt das steht, was zur Rebellion im Himmel gegen den Herrn führte.

Industrienationen-Engel von heute sind nichts als Phantasie, Propaganda und sogar Lügen. Niedliche und bis zur Unkenntlichkeit verzerrte Darstellungen, die keine Entsprechung in der Bibel haben. Obwohl es selbstverständlich Texte mit geflügelten Wesen um den fliegenden Thronwagen des Herrn gibt, die mit Posaunenlärm und Lobgesagt seine Landungen ankündigen usw. Nur am Rande: Das sollen laut Engellehre Himmlische sein, die noch weiter in der Hierarchie oben stehen.

Kein einziger Engel in den Schriften ist eine Frau oder trägt einen Frauennamen. Es finden sich auch nirgends Kindlein, Babys, Mädchen, Jungen oder geschlechtlich undefinierbare Kreaturen, wie wir sie heute allerorten sehen müssen. Alle Diener des Herrn waren männlich und sahen aus wie die Männer der Menschen. Wahrscheinlich sogar nahezu identisch, wenn auch größer. Ihre hier und dort erwähnte „strahlend weiße“ Kleidung passt erfrischender Weise zu den beliebten Weihnachtsengeln. Schließlich war der Mann oder Jüngling im leeren Jesus-Grab auch so angezogen.

Doch ein „Engel“ war eigentlich keiner der Engel …

Was denkst DU darüber? Diskutiere gerne bei Facebook mit.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Der John Frum-Kult der Südsee: Wer war der Gott “John Frum” aus dem “Paradies” USA? +++ Gast-Artikel +++

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Der John-Frum-Kult der Südsee: Wer war der Gott aus dem "Paradies namens USA"? (Bilder: W.-J. Langbein / Bearbeitung: Fischinger-Online)
Prozession zu Ehren des John Frum-Kult auf der Insel Tanna in der Südsee: Wer war der Gott aus dem “Paradies namens USA”? (Bilder: W.-J. Langbein / Bearbeitung: Fischinger-Online)

In einem bisher unveröffentlichten Artikel berichtete ich vor einigen Jahren unter anderem über einen ganz  besonderen religiösen Kult auf der Insel Tanna im Pazifik: Prinz Philip, Herzog von Edinburgh und Ehemann der Königin von England, wird in diesem als eine Art Gottheit bzw. Sohn eines lokalen Berggeistes verehrt. Ein überirdisches hellhäutig Wesen, dass einst über das Meer auf die Insel kam. So, wie es Prinz Philip einst tatsächlich tat. Solche Religionen nennt man allgemein hin “Cargo-Kulte” und sie sie fußen zum Teil in den früheren Kolonialbestrebungen der Europäer. In diesem Gast-Artikel berichtet mein Kollege Walter-Jörg Langbein von einem  ähnlichen Kult in der Südsee, den er sich vor Ort angesehen hat. Der Kult um den Gott, Geist, Messias “John Frum”, der einst aus einem gelobten Land “USA” auf die Insel gekommen sei. Ein spannender Ausflug in die Welt der religiösen Bewegungen, die möglicherweise nicht ganz umsonst an die Ideen der “Götter aus dem All” anklingt. Warum – lest Ihr hier.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Der rätselhaft “John Frum-Kult” der Südsee

Gast-Artikel von Walter-Jörg Langbein nach dem Buch “Monstermauern, Mumien und Mysterien(Zusammenfassung und zu Beginn leicht gekürzt)

Reise in die Südsee

Die Anreise war eine Tortur: Frankfurt – Amsterdam –Tokio – Guam – Pohnpei – Kosrae – Honolulu – Sydney – Port Vila (Vanuatu) – Tanna.

Nicht die Sehnsucht nach sandigen Südseestränden hat mich mit einigen wackeren Reisegefährten ins ferne Melanesien geführt. Es waren auch keine archäologischen Rätsel, die vor Ort zu ergründen waren. Es war ein geheimnisvoller Kult, der uns die weite Reise hat antreten lassen: der ominöse John-Frum-Kult lockte uns nach Tanna.

Jedes Jahr wird diesem John Frum am 15. Februar gehuldigt. Wie lange noch? Langsam aber sicher passt sich das Christentum der seltsamen Religion an, um irgendwann den fremden Glauben dem christlichen einzuverleiben.

Anno 1774 wurde James Cook auf das Eiland von Tanna gelockt: von nächtlichem Glühen „in den Wolken“. Die Quelle des rötlichen Lichts war rasch ausgemacht: Es rührte von Yasur, einem Vulkan. James Cook wollte mit seiner Mannschaft den Vulkankegel erklimmen. Doch die einheimische Bevölkerung hinderte ihn daran. Das Gebiet sei durch ein mächtiges Tabu geschützt und dürfe nicht entweiht werden. „Dort hausen die Seelen der Verstorbenen!“ erfuhr James Cook.

Yasur – Der Mittelpunkt der Welt

Die Anhänger des John-Frum-Kults sind überzeugt, dass der Yasur-Vulkan den Mittelpunkt der Welt darstellt. Aus der glühenden Lava, die der Yasur einst ausgespuckt hat, sei die Welt entstanden. Auch heute ist der Yasur noch mehr als imposant. Sein Hauptkrater hat einen Durchmesser von etwa 300 Metern und ist rund 100 Meter tief. Durchschnittlich alle drei Minuten wird ein glühender Klumpen zähflüssigen Materials empor gespuckt. Abends und nachts ist dieses natürliche Feuerwerk wirklich sehr imposant.

Unter dem Krater des Yasur-Vulkans lebt nach Überzeugung der Anhänger des John-Frum-Kults nicht etwa der von den Christen verteufelte Satan… sondern der göttliche Sohn. Und diesem positiven Wesen wird jeden Freitag gehuldigt. In einer größeren Hütte versammeln sich die Gläubigen. Sie lauschen andächtig Musikanten… Gitarren kommen zum Einsatz. Es erklingen aber keine schleppenden Kirchenlieder. Stattdessen erschallt frohe, mitreißende Musik. Die Menschen strahlen ruhige Gelassenheit, aber auch frohe Heiterkeit aus.

Uns wenige fremde Besucher nehmen sie wie selbstverständlich in ihren Kreis auf. Jung und alt tanzen um die Hütte herum. Schon kleine Kinder sind dabei.. wie auch altehrwürdige Greise. Die Feiern dauern bis zum Morgengrauen.

John Frum-Kult Bild 1
John Frum-Kult auf Tanna (Bild: W.-J. Langbein)

Alle Jahre aber werden am 15. Februar besondere Rituale gefeiert. Mehr oder minder die gesamte Anhängerschaft John Frums ist dann zugegen, wenn verschiedene Gruppen stampfenden Schritts um den Festplatz marschieren. Sie vollführen dabei Sprünge im Rhythmus der Musik. Und alles geschieht in einer seltsamen Mischung aus heiterer Gelassenheit und stillem Ernst… zu Ehren von John Frum. Die stechende Sonne scheint den Anhängern John Frums nichts auszumachen.

Wer war John Frum?

Wer aber war dieser John Frum?

Ein göttlicher Sohn, der unter dem Vulkankrater lebte… wird immer wieder von seinen Anhängern verkündet. Ein Messias-Wesen, das den Menschen den ursprünglichen Glauben brachte. Eine göttliche Gestalt, die einst zu den Menschen von Tanna kam. Sie werde, so habe John Frum versprochen, dereinst wieder kommen und den Menschen von Tanna eine paradiesische Zeit bescheren. Ein rotes Kreuz auf weißem Grund sei, so hört man oft von seinen Anhängern, sei das heilige Zeichen John Frums.

Ein christlicher Missionar fragte einen John-Frum-Anhänger herablassend: „Du wartest auf die Rückkehr von John Frum? Wie lange schon?“ – „Seit fast fünfzig Jahren!“ Der Missionar erkundigte sich weiter: „Dein Vater… wie lange wartet der schon auf die Wiederkehr John Frums?“ – „80 Jahre!“ Kopfschüttelnd lachte der Missionar: „Du glaubst immer noch, dass John Frum wieder erscheinen wird… nachdem er 80 Jahre ausgeblieben ist?“ Die Antwort des John-Frum-Anhängers ließ das Gelächter des Missionars verstummen: „Man sagt, dass ihr Christen seit 2.000 Jahren auf die Wiederkehr eures Messias wartet. Und ihr meint immer noch, dass er doch noch erscheinen wird, obwohl er sich schon zwei Jahrtausende nicht hat blicken lassen?“

John Frum-Kult Bild 2
Prozession des John Frum-Kult auf Tanna (Bild: W.-J. Langbein)

Wer war John Frum? Oder: Wer ist John Frum? Beim Jahresfest der John-Frum-Anhänger am 15. Februar fällt auf, wie die einzelnen Männer-Gruppen marschieren: im Gleichschritt, mit geschulterten Fahnen und Holzstangen. Die Männer-Gruppen haben ganz und gar nichts Tänzerisches an sich. Sie wirken kriegerisch-militärisch. Manche scheinen sich dabei um einen grimmig-ernsten Gesichtsausdruck zu bemühen. Alkohol trinken sie keinen. Und so klappt es mit geradezu preußisch exaktem Gleichschritt.

Ohne Frage: Die Umzüge der Männer haben etwas Strenges, Militärisches an sich, auch wenn die „Soldaten“ barfuß und mit bloßem Oberkörper marschieren. Hat John Frum etwas mit Militär zu tun?

GI John

Zum Jahresfest der John-Frum-Bewegung marschieren bei den Feierlichkeiten auf dem Festplatz immer wieder Männergruppen auf, bei denen es sich um Kopien von Parademärsche zelebrierende Soldaten zu handeln scheint. Die Männer sind allerdings eher leger gekleidet (barfuß, bloßer Oberkörper). Und anstatt von Gewehren schultern sie Holzstöcke.

Und in der Tat: die John-Frum-Anhänger imitieren US-Soldaten. Warum?

Um 1940 wurden in der Südsee, wohl auch auf Tanna, amerikanische Soldaten stationiert. Die Fremden zeigten sich den Einheimischen gegenüber freundlich. Sie beschenkten sie reichlich. Die Einheimischen nahmen die Gaben – vom Kaugummi bis zur Konservendose – gern entgegen. Und sie staunten nicht wenig über die scheinbare Allmacht dieser Besucher. Kamen sie nicht mit metallenen Vögeln vom Himmel? Offenbar verfügten sie über Zauberkräfte! Ohne Magie kann kein Mensch fliegen. Und ohne Zauber konnte niemand aus den Leibern dieser künstlichen Vögel unerschöpfliche Mengen an kostbarem Frachtgut zu Tage fördern.

Die Verständigung zwischen den Einheimischen und den amerikanischen Soldaten erfolgte in erster Linie über Zeichensprache. Man redete mit Händen und Füßen. Und die amerikanischen Soldaten stellten sich immer wieder vor… „I’m John from America!“ mag so mancher GI verkündet haben, denn der Vorname John ist sehr häufig. „I’m John frum Idaho…“ mag der eine GI verkündet haben, „I’m John From Michigan…“ ein anderer. Und so hörten die Einheimischen immer wieder „John from…“ Also verpassten sie den Besuchern aus einer fremden Welt den Namen „John from“, woraus schließlich „John Frum“ wurde.

„John Frum“ marschierte mit geschultertem Gewehr. John Frum trug Uniform. Auf dieser Uniform standen Zeichen, Buchstaben: „USA“. Die Einheimischen imitieren seither die amerikanischen Soldaten, indem sie „uniformiert“ mit Holzstöcken über der Schulter auf und ab marschieren. Und sie schreiben sich „USA“ auf Brust oder Rücken: große wie kleine John-Frum-Anhänger tragen stolz auf nackter Haut die goldenen Lettern „USA“.

Göttliche US-Soldaten

Die Bewohner von Tanna und anderen Südseeinseln kombinierten: Einst wurden sie von einem mächtigen göttlichen Wesen besucht. Dieses Wesen konnte zaubern. So wie die amerikanischen Soldaten. Also identifizierten sie die amerikanischen GIs mit göttlichen Wesen. Eines Tages verabschiedeten sich die Besucher, von denen sie so viele Geschenke erhalten hatten. Sie versprachen, wieder zu kommen. Doch die spendablen Fremden blieben aus.

Prozession des John Frum-Kult auf Tanna (Bild: W.-J. Langbein)
Prozession des John Frum-Kult auf Tanna (Bild: W.-J. Langbein)

Jetzt fingen die Einheimischen an, John Frum zu imitieren. Er sollte erkennen, dass man ihm huldigte. Also marschierte man auch so wie er. Man versuchte sich so zu kleiden wie er, tätowierte oder malte sich „USA“ auf den Rücken und erhob ein mythisches Vogelwesen zum Kultobjekt. Und wie einst von “John Frum“ wurden Fahnen gehisst, es wurde salutiert und man marschierte vor den Fahnen auf und ab.

John Frum aber blieb aus. Schließlich erinnerten sich jene, die John Frum noch leibhaftig erlebt hatten: John Frums metallenes Flugvehikel landete auf straßenartigen Bahnen. Konnte John Frum nicht wieder auf die Insel zurückkehren, weil es keine Landebahnen mehr gab? Also legten die Einheimischen Landebahnen an. Sie imitierten nicht nur die Soldaten, sondern auch die Techniker der Amerikaner. So bastelten sie aus Holz Walkie talkies, sprachen in die Kästchen hinein, in der Hoffnung, John Frum würde sie erhöhen.

Der frühere Neuguinea-Missionar Dr. Friedrich Steinbauer erkannte nach langen Jahren der intensiven Forschung, dass der John-Frum-Kult von Tanna kein lokales Kuriosum einer einzelnen Insel darstellt. Es handelt sich vielmehr um eine in der Südsee weit verbreitete Heilserwartung. Dr. Steinbauer machte immerhin 185 ganz ähnliche Kulte ausfindig, in deren Zentrum stets ein Heilsbringer mit magischen Kräften steht.

Und diesen spendablen Heilsbringer möchte man zur Rückkehr auf die Insel bewegen.

Cargo-Kulte

Weil es bei all diesen Kulten um die erhofften Gaben geht, die sich die Anhänger der verschiedenen Gruppen erhoffen, bezeichnet man sie alle als „Cargo-Kulte“. Cargo steht dabei für das Frachtgut, das John Frum einst gebracht haben soll… und das er morgen oder übermorgen wiederum seinen Anhängern schenken soll.

Ein christlicher Missionar erklärte mir eines Abends auf Tanna den angeblichen wesentlichen Unterschied zwischen John-Frum-Glauben und Christentum. Der John-Frum-Kult sei profan und primitiv, ziele er doch – ganz anders als der christliche Glaube – nur auf materiellen Gewinn. Dabei hat der fromme Mann wohl vergessen, dass auch der christliche Glaube stark materialistisch geprägt ist. So lesen wir in den Evangelien nach Markus (Kapitel 10, Verse 29 und 30) und nach Lukas (Kapitel 18, Verse 28-30), dass den Anhängern des Messias Jesus irdischer Reichtum versprochen wird. Wer sich dazu entschließt, Jesus zu folgen, wer als Jünger des Jesus irdischen Besitz aufgibt, der wird bald – noch zu Lebzeiten – „hundertfach empfangen Häuser, Brüder, Schwestern, Mütter und Äcker“.

Mitte der Vierziger Jahre des 20. Jahrhunderts erklärte sich ein gewisser Neloiag zum „wiedergeborenen John Frum“. Er verkündete: die Wundervögel mit unermesslichen Reichtümern werden uns wieder besuchen, wenn wir sie einladen. Nach den Anweisungen von Neloiag wurden breite und lange Straßen für die künstlichen Vögel geschaffen. Mit Feuereifer wurde gearbeitet. Die Landebahnen wurden immer wieder verlängert und breiter gemacht… ohne Erfolg.

Als immer mehr Gefolgsleute Neloiag den Gehorsam versagten, drohte er mit drakonischen Strafen. Die Abtrünnigen würden ein schlimmes Ende finden. Aus den metallenen Vögeln würden Bomben abgeworfen, um sie zu vernichten. Die Strafe blieb aus, die Arbeiten wurden eingestellt.

Andere Gruppen kam zu der Überzeugung, sie seien zu reich. John Frum, so glaubten sie, komme nur zu Armen. Also versuchten sie, so mittellos wie nur möglich zu leben. Es kam sogar vor, dass die eigenen Hütten niedergebrannt wurden… in der Hoffnung, dass dann John Frum wieder erscheint und die wahren Anhänger reich beschenkt. Auch derlei drastische Maßnahmen veranlassten John Frum nicht, zu seinen Anhängern zurückzukehren.

John Frum vs. Jesus Christus

Der John-Frum-Kult aber lebte weiter… bis in unsere Tage. Und immer wieder werden die Buchstaben „USA“ auf die Rücken von John-Frum-Anhängern gemalt. Offenbar ist das Zeichen „USA“ zu einem Symbol für John Frum geworden, für das magische Wesen, das dank Zauberkraft Reichtum schenken kann.

Der John Frum-Kult - zu Ehren der Heimat des "Gottes" USA (Bild: W.-J. Langbein)
Der John Frum-Kult – zu Ehren der Heimat des “Messias”: USA (Bild: W.-J. Langbein)

Sehr zum Verdruss christlicher Missionare ließ sich der John-Frum-Glaube nicht verbieten noch verdrängen. Zu stark ist er im Bewusstsein der Bevölkerung verankert. Also änderten die Missionare ihre Methodik. Sie bekämpften nicht mehr den John-Frum-Glauben. Sie verkünden seit Jahren, John Frum sei nicht ein beliebiger Messias, der den Menschen Glückseligkeit bringen wird. John Frum sei kein anderer als Jesus, der von den Christen erwartete Messias. Und die christlichen Verkünder beteiligen sich an den Jahresfeiern der John-Frum-Bewegung.

Und so marschieren John-Frum-Anhänger der alten Schule als Pseudo-Soldaten in Uniform zum Jahresfest auf… gefolgt von Anhängern eines christlichen „John Frum“. Letztere stellen John Frum passionsspielartig als Gekreuzigten dar, der zu den Menschen von Tanna kommt. Ich beobachtete vor Ort folgendes kleines Theaterstück auf dem „großen Festplatz“:

Menschen arbeiten auf ihrer Insel (Tanna) auf dem Felde. Sie schuften, fristeten ein kärgliches Dasein. Ein Schiff taucht auf. Die Insulaner werden überfallen. Sie sollen als Sklaven verschleppt werden. Doch Hilfe naht. Jesus erscheint. Er trägt sein Kreuz.. er ist der Gekreuzigte. Die Menschen sehen ihn. Sie streben auf ihn zu. Schließlich fallen sie vor Jesus auf die Knie. Sie beten ihn an. Sie wenden sich Jesus als dem Messias zu. So verschmelzen nach und nach John Frum und Jesus zu einer Person.

Als ich den Jahresfeiern der John-Frum-Religion beiwohnte, war mir nicht klar, wer da auftrat: John Frum als Jesus oder Jesus als John Frum? Am Ende wird dann wohl aus dem John Frum namens Jesus… der Jesus der christlichen Kirche werden. Ob dann die fröhlichen Tänze zu Ehren von John Frum noch aufgeführt werden?

Wohl kaum!

Ein Chamäleon namens Kirche

Auch am Abend ist es noch schwül. Die drückende Hitze macht das Atmen schwer… die hohe Luftfeuchtigkeit lässt die Kleidung am Körper kleben. Ich stehe in einer großen Gruppe von Anhängern des John-Frum-Kults. Wir beobachten die Jahresfeierlichkeiten der Glaubensgemeinschaft. Die Menschen sind fröhlich und doch auch ernst. Unsere kleine Gesellschaft wird vorbehaltlos aufgenommen. Wir, in der aus unserer Sicht exotischen Südsee, sind hier die Exoten. Wir sind hier die „Heiden“.

Es wäre erfreulich, wenn wir in unseren Gefilden Fremde so freundlich behandelt würden… wie uns das in der Südsee widerfahren ist! „Die Kirche hat einen guten Magen, hat ganze Länder aufgefressen, und doch noch nie sich übergessen.“ So lässt Johann Wolfgang von Goethe Mephistopheles im Faust (Faust 1, Spaziergang) sagen.

Viele Jahrhunderte bedeutete Kirchenpolitik irdisches Machtstreben. Möglichst viele fremde Länder galt es zu erobern und mit dem eigenen Glauben zu beglücken. Die Zeiten haben sich geändert. Aber nach wie vor wird missioniert. Nach wie vor will jede Kirche die Zahl der eigenen Gläubigen erhöhen. Aber oft ist in fernen Gefilden ein eigener Glaube heimisch, den man dort nicht so gern aufgeben möchte. Da hat das Christentum eine wirksame Methode entwickelt. Heute werden Andersgläubige nicht mehr wahlweise zwangsgetauft oder als Ketzer verbrannt.

Wie ein Chamäleon passt die Kirche den eigenen Glauben dem fremden an, wo sie den fremden Glauben nicht verdrängen kann. Auf Tanna wird ein Messias „John Frum“ verehrt. Christliche Missionare machen aus John Frum den christlichen Messias Jesus… und hoffen, dass so der ursprüngliche Messias nach und nach vergessen wird.

Der Messias aus den USA

Gern verlachen gerade christliche Kritiker den John-Frum-Kult. Gehe er doch eindeutig auf den Besuch von amerikanischen Soldaten auf Tanna zurück. Nicht bestritten werden kann die militärische Prägung der John-Frum-Feierlichkeiten. Da wird militärisch marschiert, da werden Fahnen gehisst und durch Strammstehen geehrt.

Die „Uniformen“ der gewöhnlichen John-Frum-Jünger sind eher schlicht und ohne Pomp. Die Männer tragen mehr oder minder einheitliche Hosen von mehr oder minder ähnlicher Farbe. Sie gehen mit energischen Schritten barfuß und mit bloßem Oberkörper um den Festplatz. Die Zuschauer harren geduldig am Rand des Zeremonialplatzes aus. Einige suchen Schatten in schilfgedeckten Unterständen. Alkohol trinkt niemand. Alle bleiben nüchtern.

Eine Ausnahme in Sachen Kleidung stellt der Chief der Jahresfeier dar: Er trägt eine geradezu imposante Uniform, stets würdevoll und ernst dreinblickend. Eine breite Schärpe schmückt die breite Brust, an der Orden auszumachen sind.

Was uns merkwürdig vorkommen mag: Warum wurde aus dem US-Soldaten „John Frum“ so etwas wie eine Messiasgestalt, auf die die Anhänger des Kults heute noch warten? Der Journalist Albrecht Joachim Bahr beschrieb die ersten Kontakte von Tanna-Bewohnern mit Flugzeugpiloten im 20. Jahrhundert so:

Der Chief der Jahresfeier zu Ehren von John Frum (Bild: W.-J. Langbein)
Der Chief der Jahresfeier zu Ehren von John Frum (Bild: W.-J. Langbein)

Sie tragen Fliegermontur. Ihre Sonnenbrillen blitzen in der gleißenden Sonne. Für die Einheimischen müssen sie wie Götter erscheinen, die Hilfsgüter bringen und versprechen, wiederzukommen und sodann mit ihren Flugmaschinen wieder verschwinden. Die Eingeborenen warten bis heute auf die Wiederkehr der Besucher aus einer ganz anderen Welt.

Der „John-Frum-Kult“ entstand keineswegs aus dem Nichts, als amerikanische Soldaten zu den Menschen von Tanna kamen. Gewiss, eine religiöse Bewegung wurde um 1940 unter dem Namen „John-Frum-Kult“ bekannt. Die Regierung verbot den Glauben zunächst. Christliche Missionare bekämpften ihn wütend. Konkurrenz, die sich großer Beliebtheit erfreute, empörte die Vertreter jener Religion, die sich Toleranz und Nächstenliebe auf die wehenden Fahnen geschrieben haben. 1952 wurden Anhänger der John-Frum-Bewegung ins Gefängnis gesteckt.

Dessen ungeachtet wurde fünf Jahre später ganz offiziell die „John-Frum-Glaubensgemeinschaft“ gegründet. Erst 1957 bekam eine alte religiöse Bewegung nur ihren neuen Namen als „John-Frum-Religion“.

Kapitän James Cook: Ein Gott

In der Südsee muss es einen uralten Glauben gegeben haben, in dessen Zentrum ein hilfreicher, den Menschen wohlgesonnener Gott stand. Er kam offenbar in uralten Zeiten zur Erde und verabschiedete sich wieder… nicht ohne zu versprechen, dereinst wieder zu kommen. So hielt man im 18. Jahrhundert Kapitän James Cook für einen göttlichen „John Frum“ als er am 13. April 1769 mit seinem Schiff „Endeavour“ vor Tahiti ankerte. Damals glaubten die Einheimischen, Gott Rongo sei zurückgekehrt. Einst habe sie Rongo mit seinem Wolkenschiff besucht… und nun sei er wieder erschienen.

Rongo, so wird überliefert, gehörte einer göttlichen Trinität an: Rongo, Rangi und Papa. „Rangi“ war Vater Himmel, „Papa“ war „Mutter Erde“ und „Rongo“ war der göttliche Sohn.

Am Abend löste sich die Veranstaltung langsam auf. Eine Gruppe von teilweise noch kleinen Kindern und Jugendlichen marschierte in die Dunkelheit. Der John-Frum-Kult soll überleben… Dafür wollen die führenden Männer und Frauen dieser religiösen Bewegung sorgen…

Bei strömendem Regen trat ich die „Rückreise“ vom Festplatz von Tanna zu meinem „Urwaldbungalow“ an… zu nächtlicher Stunde. Nach einem glutheißen Tag und einem kaum kühleren Abend schaukelte der alte Pickup über die marode „Straße“ durch die Nacht. Es regnete… immer stärker. Die Scheinwerfer tasteten sich wie zu kurz geratene schwächliche Finger durch die Dunkelheit. Ich stand auf der glitschigen Ladefläche und hielt mich krampfhaft fest. Ein orkanartiges Gewitter setzte ein. Es goss wie aus gewaltigen Kübeln und wenige Minuten später war ich bis auf die Haut durchnässt. Ich genoss die Abkühlung… und den abenteuerlichen Transport.

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Die Fahrt zog sich hin. In Kilometern gemessen war die Entfernung bescheiden. Aber bei den erbärmlichen Straßenverhältnissen und dem schauderhaften Wetter wurde daraus eine größere Reise. Wir kamen wir nur sehr langsam voran.

In den Monaten vor meiner Reise in die Südsee hatte ich unzählige Werke über die dortigen Religionen, Mythen und Mysterien gelesen. In jener Nacht kamen mir verblüffende Gedanken…

Rongo bedeutet in der Maori-Sprache: Frieden! Wie sich doch die Bilder ähneln: „Rongo“ alias „Frieden“ entspricht Jesus, dem göttlichen Sohn, der den Menschen Frieden bringen wollte. Gott Rongo war aber nicht das „Original“. Ihm vorausgegangen war Karaperamun. Karaperamun soll einst das erste Leben hervorgebracht gebracht haben. Zu Ehren von Karaperamun tanzten seine Anhänger… so wie „John Frum“ auch heute noch in Tänzen gehuldigt wird.

Die erfundene Dreifaltigkeit Gottes

Es lohnt sich, über die christliche Trinität („Dreifaltigkeit“) nachzudenken.

Sie ist um Jahrtausende älter als das Christentum. Erst seit dem fünften nachchristlichen Jahrhundert wird sie als reine „Männergruppe“ angesehen. Fakt ist: Das biblische Dreiergespann Gott, Sohn und Heiliger Geist hatte Vorläufer: In der uralten sumerischen Religion wird die Götterhierarchie durch ein Dreigespann, bestehend aus An, Enlil und Enki, angeführt.

Die Priesterschaft im babylonisch-assyrischen Raum übernahm die göttlichen Drei als Anu, Ellil und Ea. Auch die alten Ägypter verehrten ein göttliches Dreigespann: Osiris, Isis und Horus.

Bei den Römern dominierten zunächst Jupiter, Mars und Quirinus. Und in den ältesten indischen Texten, in den so genannten Veden, bestimmen Agni, Vayu und Surya die kosmischen wie die irdischen Geschicke. Selbst im Buddhismus sind eindeutig vergleichbare Strukturen zu erkennen.

Im christlichen Volksglauben allerdings wird die Dreifaltigkeit, die niemand wirklich zu verstehen vermag, als eine fromme Lehre christlichen Ursprungs gesehen. Gegen diesen Irrglauben geht die Kirche allerdings nicht vor…und das, obwohl es in der Theologie keinen Zweifel daran gibt, dass die Trinität weit älter als die Bibel ist. Mehr noch: Die wissenschaftliche Theologie lässt keinen Zweifel daran aufkommen, dass in der Bibel selbst die Trinitätslehre gar nicht vorkommt!

So muss der Theologe M. R. De Haan in seinem Werk „508 Answers to Bible Questions“ (ohne Ortsangabe 1982) zugeben:

Es gibt keinen Vers in der Bibel, der aussagt, dass Gott eine Dreifaltigkeit ist, bestehend aus drei Personen.

Damit vertritt er keine moderne Außenseiterposition, sondern die allgemeine wissenschaftliche Lehrmeinung, die auch der Theologe Karl-Heinz Ohlig teilt. 1999 brachte er es in seinem Buch „Ein Gott in drei Personen?“ (Mainz 1999) auf den Punkt. Kurz und bündig: Die Lehre von der Dreifaltigkeit „besitzt keinerlei biblische Grundlage“.

Ihren Ursprung hat die Lehre von der Dreifaltigkeit in uralten Zeiten… als Göttinnen Himmel und Erde beherrschten. Zu Zeiten des Matriarchats gab es Göttinnen-Triaden. Damals bestand die Dreifaltigkeit aus drei Göttinnen. Über alle Grenzen der Kulturen hinweg gab es sie. Mannigfaltig sind ihre Namen: Ereshkigal, Inanna und Nana zum Beispiel. Die drei Göttinnen wurden vor Jahrtausenden von den alten Sumerern verehrt und angebetet.

Der “Heilige Geist” war eine Frau

Auf Tanna hat die Göttin „Papa“ („Mutter Erde“) überlebt. Die christliche Trinität besteht aus Gottvater, Sohn und Heiligem Geist. Was kaum jemand weiß: der „Heilige Geist“ war ursprünglich weiblich. Was kaum jemand weiß: In einer uralten christlichen Kirche wird die Dreifaltigkeit dargestellt als Gottvater, Gottsohn und als eine – Frau.

Der “Heiligen Geist” in der Kirche von Urschalling aus den Jahren 1160 bis 1200: eine Frau! (Bild: W.-J. Langbein)

Unweit von Prien am Chiemsee liegt das Dörfchen Urschalling. Der ländliche Weiler bietet im kleinen Kirchlein eine echte Sensation. Errichtet wurde das Gotteshaus zwischen 1160 und 1200. Nicht ganz klar ist, wann die frommen Fresken angebracht wurden. Um 1550 jedenfalls wurden sie jedenfalls übermalt… und erst 1923 zufällig wieder entdeckt. Im Verlauf der Jahrhunderte wurden einige von ihnen stark beschädigt oder ganz zerstört, als die kleinen Fenster vergrößert wurden.

Warum wurden die kostbaren Malereien übertüncht?

Als ein „Sakrileg“ wurde wohl die „heilige Dreifaltigkeit“ hoch oben im Gewölbe erachtet: Da wurde vor mehr als einem halben Jahrtausend eine seltsame „Gestalt“ verewigt, bestehend aus einem Unterkörper und drei Oberkörpern. Das Wesen hat nur zwei Hände und ein Übergewand, aber drei ganz unterschiedliche Oberkörper. Man erkennt rechts „Gott Vater“ mit weißem Bart, links Jesus mit blondem Bart und – in der Mitte – den „Heiligen Geist“.

Und der „Heilige Geist“ ist eindeutig als Frau dargestellt: mit weichen weiblichen Formen, langem femininen Haaren und vollem Busen.

Auf Tanna erkannte ich: Religionen sind nichts Statisches. Sie verändern sich ständig gehen ineinander über. Glaubensinhalte sind nicht auf alle Ewigkeiten fixiert. Sie sind stetigem Wandel unterworfen. Einst herrschten Göttinnen am Himmel. Mit dem Monotheismus kam der Herrschergott.

Und doch leben die Göttinnen weiter: im uralten Südseeglauben als „Mutter Erde“, im Christentum als „Heiliger Geist“, der eigentlich eine „Geistin“ war!

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Umfrage und Diskussion im Netz: “Was haltet ihr von den Theorien der Prä-Astronautik?” – mit erstaunlichen Ergebnissen

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Umfrage und Diskussion im Netz: "Was haltet ihr von den Theorien der Prä- Astronautik?" (Bilder: gemeinfrei / Montage/Bearbeitung: Fischinger-Online)
Umfrage und Diskussion im Netz: “Was haltet ihr von den Theorien der Prä- Astronautik?” (Bilder: gemeinfrei / Montage/Bearbeitung: Fischinger-Online)

Im Internet findet sich (zum Glück?) alles. So stieß ich jüngst auf ein Netzfundstück mit einer Umfrage und Diskussion zum Thema Ancient Aliens und außerirdische Götter aus dem All. Sprich: “Was haltet ihr von den Theorien der Prä-Astronautik Paläo-SETI)?” Eine sicher nicht repräsentative Umfrage unter Laien, deren bisherige Umfrage-Ergebnisse etc. ich Euch hier einmal vorstellen möchte. Zumal es praktisch direkt nach Erstellung der Frage umgehend zu Streitereien und Vorwürfen kam, so dass der Ersteller der Umfrage nur zwei Tage später “kapitulieren” musste. Für alle Prä-Astronautik-Interessierte ein Paradebeispiel bei dem Thema im Netz.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Prä-Astronautik: Ja, Nein, Vielleicht

Schon seit Jahrzehnten scheiden sich die Geister an der Frage, ob die Idee, dass die Götter der Vergangenheit reale Aliens von den Sternen waren, zutrifft oder nicht. Viele Menschen sind bis heute von diesen Überlegungen begeistert und halten es möglich oder denkbar. Viele andere wiederum sehen in der gesamten Prä-Astronautik nichts weiter als Unsinn.

Das zeigt sich auch in einer Online-Umfrage, die vor wenigen Tagen gestellt wurde. “Was haltet ihr von den Theorien der Prä-Astronautik?” möchte der Ersteller dieses Netzfundstückes wissen, und führte dazu weiter aus:

Habe in letzter Zeit viel über die Thematik gelesen und gesehen. Glaubt ihr das uns extraterrestisches Leben in der Vergangenheit besucht haben und uns geholfen haben den Technischen Fortschritt so zu erweitern wie er heute ist?

Kann man einige Zitate der Bibel tatsächlich mit Besuch von außerirdischen Besuchern vergleichen? (z. B. Ezechiel oder Henoch) oder verschiedenster Bauwerke, die angeblich nicht von Menschen stamme kann? Machu Pichu oder Nasca-Linen oder Inka-Mauer in Cusco? Würde gerne eure Meinung dazu hören.

Diese Umfrage auf “GuteFrage.net” ist natürlich alles andere als irgendwie repräsentativ. Der Ersteller der Frage wird vermutlich die TV-Serie “Ancient Aliens” kennen, die ihn zu seiner Umfrage animiert hat. Und doch ist das bisherige Ergebnis für alle Fans der Prä-Astronautik oder auch der US-Doku-Reihe wenig erfreulich:

  • 64 Prozent sagen: “Schwachsinn”
  • 35 Prozent sagen: “Könnte möglich sein”
  • 0 Prozent antworteten mit “Ja, sie haben uns besucht”

Wo das fehlende 1 Prozent ist, kann ich nicht sagen.

“Ausreden um Unwissenheit und Unverständnis zu kaschieren”

Natürlich folgte eine Diskussion zu dieser kleinen Umfrage. So kommentierte zum Beispiel ein User sofort , dass die Prä-Astronautik “nichts weiter als Ausreden, um Unwissenheit und Unverständnis zu kaschieren”, seien. Immerhin “beschäftige und informiere (ich) mich gerne vielseitig”, so der Kritiker.

Ein anderer User glaubt, dass es “durchaus möglich” sein könnte, während ein weiteres Mitglied der dortigen Community daraufhin sogleich nach Beweisen fragt. “Den ‘Beleg’ findest du in alten Schriften rund um den Erdball”, ergänzt ein anderer Teilnehmer. Beweise gäbe es nirgendwo, “außer bei den Blütenträumern von Däniken & Co.“, wieder ein anderer User. Was “Blütenträumer” sind, kann ich allerdings nicht sagen.

Der Umfrage-Erstelle glaubt, dass all die Bauten der Vergangenheit wohl “irgendwie” mit den Göttern aus dem All zusammenhängen könnten. Alle diese Monumente wie von den Inka in Peru können seiner Meinung nicht einfach so erschaffen worden sein. Aussagen, die man zweifellos als Jahrzehnte alte Klassiker der Prä-Astronautik bezeichnen kann.

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Fake-News in Buchform?

Ein Nutzer mit Namen “warehouse14” sieht das alles etwas distanzierter. Er (oder sie) spekuliert, dass vielleicht eine “andere (irdische) Spezies” die Schöpfer sind. Eine intelligente Rasse, die vielleicht die Erde verlassen hat. “Es ist alles eine Frage der Interpretation”, ist er sich sicher, womit er dort viel Gegenwind bekam.

Richtig Mühe gab sich die Userin “uteausmünchen” in ihrem Kommentar. Sie stimmte nicht nur mit “Schwachsinn” ab, sondern sieht hinter dem Thema Prä-Astronautik eine Manipulation von Erich von Däniken und anderen Autoren:

Däniken und andere Verkünder der Prä-Astronautik leben davon, dass Otto-Normalverbraucher ein sehr – seeeeehr – oberflächliches Wissen alter Kulturen hat. Der durchschnittliche Leser dieser Bücher ist fasziniert von der Vorstellung, merkt aber eben nicht, wo Däniken & Co. die Sachverhalte völlig falsch darstellen.

Bücher der Prä-Astronautik sind nach dieser Aussage also so etwas wie Fake-News in Buchform. Populärwissenschaftliche Sachbücher ohne den Ansprich auf Wirtschaftlichkeit sind es natürlich alle, aber “uteausmünchen” machte sich auch die Mühe Beispiele zu benennen.

“Winzige Details” von “viel größeren bildhaften Darstellungen” würden gezielt herausgegriffen und dabei dem Leser unterschlagen, “dass er nur ein Detail zu sehen bekommt”. Das Gesamtbild, das dem Leser eben vorenthalten wird, würde in Wahrheit aber ” die Deutung der Prä-Astronauten halt gar nicht mehr unterstützt”. Leider erfahren wir nicht, an welche Abbildungen und Bilder die Kritikerin hier denkt.

“Echte archäologische Erklärung der Darstellungen” würden Erich von Däniken & Co. absichtlich “unterschlagen”. Die Unkenntnis der Leserschaft nutze man so aus, der Gesamtkontext der “suggestiv gewählten Bilder” würde nicht genannt und ebenso “anders aussehende  Vorstufen” von diesen. Auch hier wird kein Beispiel genannt, aber auf einen Artikel des Däniken-Kritikers Dr. Florian Freistetter verlinkt, der Teil einer kleinen Serie anlässlich des EvD-Buches “Was ich jahrzehntelang verschweigen habe” ist.

In “Erich von Däniken packt aus: ‘Ägyptische Verbindungen’ und die geheimen Kammern der Pyramiden” vom 5. Januar 2016 schreibt Freistetter von “Argumentum ad ignorantiam”, dem “Argument durch Nichtwissen”, dass er von Däniken vorwirft. Nachzulesen HIER.

Immer wieder Ägypten!

Als dritten Kritikpunkt führt “uteausmünchen” an, dass “schlicht falsche Angaben gemacht” werden. “Etwa über die angebliche Exaktheit bearbeiteter Blöcke, über Zahlenangaben…”. Was sie meint, kann ich nicht sagen. Ich vermute, dass “Ute” hier an die angeblich so perfekten und exakten Pyramiden und ihre Bausteine in Ägypten dachte. Tatsächlich wird in der Welt der Grenzwissenschaft und Mystery Files gerne über die so “exakten” Bausteine und die so perfekte Bauweise der Cheops-Pyramide geschwärmt. Allerdings ist das zu 99 Prozent falsch.

Vor Ort in Ägypten oder auch durch eine einfache Bildersuche im Netz sieht man sehr schnell, dass die allermeisten Pyramiden-Bausteine eher Schutt und grobe Brocken sind. Von einer Perfektion (des Kernmauerwerk!) kann hier überhaupt keine Rede sein – man kann in die Fugen sogar bequem den Kopf hinein stecken. Und selbst die bekannten Granit-Blöcke in der Königskammer der Cheops-Pyramide sind zum Teil alles andere als perfekt bzw. “fugenlos” verlegt. Auch das sieht man allein auf Fotos, ohne selber vor Ort gewesen zu sein.

Für andere Pyramiden in Ägypten, etwa die Rote Pyramide von Daschur, gilt das ebenso. Anders sieht es allerdings bei den Granit-Steinen in dem Tempeln am Fuß der Gizeh-Pyramiden nahe der Sphinx aus. Hier steht der Besucher tatsächlich staunend vor der perfekten Bearbeitung und Verarbeitung der Monolithen!

Als viertes und letztes Beispiel nennt die Prä-Astronautik-Kritikerin “Ute” Dinge, die “als für Experten erklärbar verkauft” werden, doch in Wahrheit doch erklärbar sind. Hier verlinkt sie auf einen Artikel des Däniken-Kritikers Andreas Bühler, in dem es um die “technischen” Abbildungen auf einem Deckenbalken im Totentempel Sethos I. von Abydos in Ägypten geht (Helikopter, U-Boot etc.). Mehr dazu erfahrt Ihr in diesem Artikel HIER auf diesem Blog.

Geldquelle Astronautengötter?

“Prä-Astronautik ist eine Geldquelle”, resümiert “uteausmünchen”. Man würde mit Büchern und DVD den Leuten das Geld aus der Tasche ziehen, “weil sie die Idee faszinierend finden”. Damit sei das Thema Prä-Astronautik keine Frage einer Meinung, sondern ganz einfach Lug und Trug. Ein “josef050153” sieht das ähnlich, da auch er meint: “es ist eine gute Möglichkeit, um Geld zu verdienen”.

Natürlich ist der Geld-Machen-Vorwurf genauso Unsinn, wie viele angebliche Mysterien der Grenzwissenschaft und Prä-Astronautik an sich. Autoren, Verlage, DVD-Produzenten oder Mystery-Forscher an sich wissen ganz genau, dass man mit solchen Themen kein Geld verdienen kann! Kosten und Einnahmen stehen hier in keinerlei Relation zueinander. “Eine gute Möglichkeit, um Geld zu verdienen” … ist damit nichts weiter als reine Fantasie der Kritiker. Eine Art Totschlagargument, das aber – wenn überhaupt – nur den Szene-Laien beeindrucken kann.

Erich von Däniken ist jedoch tatsächlich eine Ausnahme. Er selber sagte und sagt immer wieder von sich, dass er gut davon leben kann. Er sei einer der ganz wenigen, wie er es oft unterstreicht. Wo heute niemand mehr für Informationen (Bücher, Videos, Magazine etc.) bezahlen will, geht Geld verdienen anders. Auch mit anderen Themen für populärwissenschaftliche Bücher. Eine endlose Geschichte, über die viel gesagt werden könnte …

Zu dem dem Vorwurf, dass sich Mystery-Forscher mit Online-Arbeiten eine goldene Nase verdienen, könnt Ihr übrigens HIER die wahren Fakten erfahren. Auch wenn dieser nicht explizit bei “GuteFrage.net” genannt wurde.

Ein User mit Namen “feldsalat01” kommentiert dies mit folgenden Worten:

Was Däniken angeht, respektiere ich Ihn und alle andersdenkende Forscher/innen. (…)

Was diese lächerlichen finanziellen Anspielungen fortlaufend angeht, kann mir hier bitte Jemand plausibel erklären, welche menschen-gemachte Unternehmung auch immer, keine finanziellen Vorteile einbringen soll? Parteien? Religionen? Universitäten? Gesundheitssystem? Länder? usw.

Und was sagt Kritikern “Ute” dazu? Der Kommentar “strotzt von Unkenntnis über wissenschaftliches Arbeiten”, kommentiert sie. Allerdings erhebt kein Prä-Astronautiker den Anspruch, dass er wissenschaftlich arbeitet. Das genaue Gegenteil ist der Fall.

Spekulationen, auf Alien komm raus

“Reviloone95”, jener User, der die Umfrage eingangs erstellte, musste schon zwei Tage nach seinem Posting quasi kapitulieren. Er schreibt:

Mhmm… Klingt wirklich so, als würde der gute alte Däniken uns wirklich auf dem Arm nehmen wollen. Eigentlich schade muss ich sagen. Ich empfand es als ein sehr spannendes Thema und vor allem mal zum umdenken. Die Medien haben es herausgefunden und uns Zuschauer suggeriert das jedes Bauwerk, jede Hieroglyphe, einige Höhlenmalerei auf Außerirdische zurückzuführen ist.

Jedoch ist es mal wieder so, dass die Einschaltquoten steigen sollen wie zum Beispiel die Serie Ancient Aliens. Es wird uns jeden Mist erzählt was wir hören wollen. Das ist mal wieder typisch. Danke für die Aufklärung.

Und da haben wir wieder das Problem: Der User wurde von der TV-Serie “Ancient Aliens” auf diese Themen gebracht, in der ohne Frage überall Astronautengötter vermutet werden. Es wimmelt bekanntlich in der erfolgreichen TV-Reihe an Hinweise auf die Astronauten aus dem All, worauf auf diesem Blog sehr oft hingewiesen wurde.

Der Fragesteller “Reviloone95” resignierte aber nach meinem Geschmack viel zu schnell. Nur weil in “Ancient Aliens”, die er augenscheinlich kostenlos am TV gesehen hat, “auf Alien komm raus” spekuliert wird – ist das Thema Prä-Astronautik damit nicht nur Unsinn. Offenbar hat sich “Reviloone95” auch nicht die Mühe gemacht, irgendwelche Thesen und Aussagen rund um die Aliens der Antike selber zu überprüfen. Vielleicht sogar durch den Kauf von Büchern, die eben Geld kosten.

Ehrlicherweise muss man aber sagen, dass es dadurch nicht einfach getan ist. Man müsste schon tief hinter die Thematik einsteigen, um Fakten und Fiktionen zu trennen. Das kostet nicht nur viel Zeit und Geld, sondern ist viel zu oft ernüchternd.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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