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Wie die Götter den Bootsbau auf die Fidschi-Inseln brachten – und dann im Zorn die Sintflut

Artikel: Wie die Götter den Bootsbau auf die Fidschi-Inseln brachten – und dann im Zorn die Sintflut (Bilder: PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Artikel: Wie die Götter den Bootsbau auf die Fidschi-Inseln brachten – und dann im Zorn die Sintflut (Bilder: PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Denkt man die faszinierende Inselwelt der Südsee mit ihren tausenden von Atollen und Inseln, denken viele Menschen an Sonne, Strände, wundervolles Meer und paradiesisches Leben. Die Welt Ozeaniens ist Projektionsfläche unzähliger Träume und Sehnsüchte. Und mitten in dieser endlosen Weite des Pazifik liegen die bekannten Fidschi-Inseln. Ein Paradies für viele Touristen, das aber eine sehr dunkle Vergangenheit hat. Zumindest nach einer Mythologie der Ureinwohner, in der überliefert wird, wie die Kunst des Bootsbau auf die Inseln kam. Ein Gott habe ihnen diese und andere Dinge gelehrt, bevor sich die Menschen gegen ihren Lehrmeister auflehnten und dieser letztlich die Sintflut kommen ließ! Eine phantastische Überlieferung mit erstaunlichen Parallelen zu anderen dieser Art, wie Ihr in diesem Artikel erfahren werdet.


Südseezauber und Sintflut

Unzählige Inseln und Atolle liegen im Pazifik verstreut. Große und zum Teil winzige Inseln, weshalb die Region im Südwesten des größten aller Ozeane auch „Ozeanien“ nennt. Ein riesiges Gebiet der Erde mit allein mehr als 7.500 (meist unbewohnten) Inseln, das rund 70 Millionen Quadratkilometer Fläche umfasst. Fast alles ist Meer, denn nur etwas über ein Siebzigstel davon ist tatsächlich auch Land.

Ein Region, wie geschaffen für Mythen und Mysterien aller Art. Man denke hier an die in der Grenzwissenschaft sehr bekannten „Cargo-Kulte“ der sogenannten Südsee. Zum Beispiel der Kult um den vermeintlichen Gott „John Frum“ aus dem mythischen Reich „USA“ auf der Insel Tanna, über den in diesem Blog-Artikel HIER sehr umfangreich berichtet wurde.

Rund 1.000 Kilometer östlich von Tanna mit dem seltsamen Kult liegt die Inselgruppe Fidschi. Ein Inselstaat mit 332 Inseln, der auch bei westlichen Touristen mit Fernweh und entsprechenden Geldbeutel beliebt ist, da von diesen nur 110 bewohnt sind. Was der Besucher zwischen Südseetraum, Palmen und Cocktails am Strand eher weniger erfahren dürfte, ist die unheimliche Vergangenheit des Inselparadieses. Hinterlassen in den Mythen der Ureinwohner des Inselstaates.

Ein Staat, der rund 3.500 Kilometer südöstlich der legendären und viel diskutierten Ruinenstätte Nan Madol liegt. Dem “Venedig der Südsee”, wie man diesen rätselhaften Ort auch nennt.

Auch die fidschianischen Bewohner überliefern Ereignisse aus der dunklen Vorzeit, die weltweit sehr ähnliche Parallelen hat. Denn auch hier gab es einen Streit mit himmlischen Mächten, der letztlich eine durch einen Gott geschickte Sintflut zur Folge hatte.

Der liebevolle Lehrmeister

Dort heißt es, dass einstmals eine friedliche Zeit herrschte und ein mächtiger Schlangengott über die Geschicke der Menschen wachte. „Auf dem Berge Kau-wandra steht der Tempel“ dieses Gottes mit Namen Dengei, heißt es in der Überlieferung. Alle Menschen hatte Respekt vor diesem Gott, und „sie lebten sehr einfach und bedürfnislos“. Jeder Stamm in seinem Gebiet und in Ehrfurcht vor dem Wohnsitz ihres Gottes:

In alten Zeiten fürchteten die Fidji-Leute den Ort und zollten ihm Verehrung, denn dort wohnte die Große Schlange, die von ihnen angebetet wurde.“

Eines Tages jedoch hatte die Gottheit „Mitleid mit ihnen“, da die Menschen nicht einmal Boote bauen konnten. Für Ozeanien, dessen Inseln durch Boote besiedelt wurden, und wo Wassergefährte aller Art Alltag sind, war das ein Unding!

Also suchte sich Dengei einen Stamm aus und lehrte ihnen den Bootsbau. Von weit her kamen fortan die Menschen, um diesem Stamm zu dienen und von ihnen zu lernen. Selbst Land auf dem Gottesberg bekamen sie von Dengei geschenkt, auf dem sie sich eine Stadt erbauten. Hin und wieder kam sogar der mächtige Gott persönlich dort vorbei, und es heißt über diese Besuche in der Mythologie:

Häufig erschien auch der Gott und unterhielt sich mit ihnen; er lehrte sie viele Dinge, so dass sie klüger wurden als die übrigen. Das war eine schöne Zeit; sie lebten in Frieden und Überfluss.“

Durch das Monopol über den Bootsbau und durch die „vielen Dinge“, die ihr Gott ihnen lehrte, wurde dieses Volk „im Laufe der Zeit stolz und hochmütig und gehorchten der Großen Schlange nicht“ mehr. Ihr Lehrmeister drückte aber ein Augen zu und „war nachsichtig, denn er hatte sie lieb“.

Vorerst, denn es kam, wie es kommen musste.

Aufstand gegen einen Gott

Der Schlangengott hatte in seinen Tempel auf dem Berg eine schwarze Taube als Gehilfen. Offenbar ebenfalls göttlichen Ursprungs denn sie wachte über ihren Herren und weckte ihn jeden Morgen. Schlief der Gott, wurde es Nacht. Drehte er sich um, gab es Erdbeben. Öffnete er wieder die Augen, brach der Morgen an. Dann hieß es auf Geheiß von Dengei für das Volk der Bootsbauer wieder an die Arbeit zu gehen.

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Genau das missfiel dem „Häuptling der Bootbauer Rokola und sein Bruder Kausam-baria“, da sie „stolz und faul“ geworden waren. Sie hasste die Taube in ihrer Funktion als Wecker ihres mächtigen Gottes und führten sich wie seine Sklaven. Schnell beschlossen die beiden Brüder daraufhin sich nachts zum Tempel ihres Lehrmeisters zu schleichen und den Vogel zu töten.

Und genau das taten sie.

Natürlich erkannte Dengei schnell, wer für diese schändliche Tat verantwortlich ist. Er schwor Rache, denn mit dem Zorn eines Gottes ist bekanntlich wahrlich nicht zu spaßen.

Die Brüder und ihr Stamm rüsteten sich nun für den Kampf. Sie bauten Verteidigungsanlagen und verhöhnten dabei fortwährend ihren Ex-Gott. „Baut euren Wall nur recht stark, führt ihn bis zum Himmel auf, ein Gott ist euer Feind“, spottete dieser zurück. Als die Menschen es letztlich sogar wagten, Dengei offen zum Kampf aufzufordern, machte er kurzen Prozess. Er ließ eine Sintflut kommen:

Jetzt kannte die Wut des Gottes keine Grenzen; er schleuderte seine Keule hoch in den Himmel hinein; die Wolken barsten, und eine unheimliche Regenflut ergoss sich über die Erde. Der Regen hielt viele, viele Tage an – es war kein Regen, wie er heute auf die Erde herab kommt, es goss in wahren Strömen –, auch das Meer stieg und überflutete das Land; o, es war ein schreckliches Schauspiel.

Höher und höher stiegen die Fluten – und endlich wurde auch der Kriegswall der Bootbauer samt der Stadt und allen Menschen fort gespült. Rokola und viele andere ertranken; doch eine große Menge – es sollen gegen zweitausend Menschen gewesen sein – trieb auf Bäumen, Flößen und Booten fort; sie schwammen auf den Wassern hier hin und dort hin; schließlich landeten sie, die einen hier und andere da, auf den Bergspitzen, die aus den Fluten herausragten; und bei den Menschen, die vor dem Wasser dorthin geflohen waren, bettelten sie um ihr Leben.

Als das Meer wieder zurücktrat, nahm man sie mit in die Täler der verschiedenen Königreiche hinab; dort wurden sie die Sklaven der Häuptlinge und bauen ihnen bis zum heutigen Tage die Boote.“

Die Sintflut als Strafe des Himmels

Trotz der Tragik – eine schöne Geschichte aus dem Reich der Mythen und Legende der Vorzeit. Könnte man fraglos denken. Wenn nicht die Tatsache wäre, dass im Prinzip dieselbe Kerngeschichte überall auf Erde erzählt wurde oder wird. In praktischer keiner Religion der Welt bzw. bei den dortigen Völkern, Religionen und Kulturen fehlt diese „mythische Erinnerung“. Bekannt heute natürlich vor allem aus dem Alten Testament und verwandter Schriften sowie Mythen aus Mesopotamien.

Menschen werden von Gott, Göttern oder himmlischen Wesen in Wissen, Fertigkeiten und „vielen Dingen“ unterwiesen, woraufhin sie sich von diesen abwenden. Sie werden eitel, boshaft, ignorant oder schlicht hochmütig. Daraufhin folgt ein Riss zwischen Menschen und Gott und den Götter und letztlich die Rache des Himmels. Meistens in Form einer Sintflut, die auch von anderen Katastrophen wie Feuersbrünste einhergehen kann.

Natürlich gibt es bei diesen im Kern identischen bis gleichen Elementen immer auch Überlebende des Zorns der Götter. Muss es ja auch geben, immerhin gibt es noch immer Menschen. Vielfach überleben diese in einem Boot, das auch mal, wie in einem Mythos aus Brasilien, ein ausgehöhlter Baum sein kann. Selbst die winzigsten Völkern der Erde wissen von einem solchen Ereignis.

Etwa die heute so gut wie ausgestorbenen Großen Andamanesen, die Ureinwohner der Andamanen im Indischen Ozean. Auch hier erwiesen sich die ersten Menschen gegenüber der Gottheit PuIuga als widerspenstig und ungehorsam:

Die Nachkommen des ersten Menschen erregten den Zorn Pulugas, des Schöpfers. Da schickte er eine große Flut, welche alles Lebende vernichtete. Mit Ausnahme zweier Männer und zweier Frauen, welche sich in einem Kanu befanden.

Als sie landeten, fanden sie alles vernichtet, doch Puluga erbarmte sich ihrer, er rief die Tiere wieder ins Leben.“

Viele Kritiker solcher weltweiten Parallelen über eine Flut oder die göttliche Strafe und Vernichtung einer (ersten) Menschheit sehen keine wirklichen Zusammenhänge unter ihnen. Sie argumentieren oftmals, dass die Kunde dieser Ereignisse durch Reisende verbreitet wurde. Dies erkläre auch die eindeutigen Parallelen solcher Überlieferungen in jedem Winkel des Planeten. Vielleicht, so heißt es weiter, wurden so auch lokal bereits vorhandene Mythologien über eine Flut oder ähnliches durch diese eingeschleppten Berichte kontaminiert.

Sind aber wirklich nur Abenteurer, Entdecker, Seefahrer, Missionare oder andere Europäer mit der Bibel in der Hand im 16. oder 17. Jahrhundert dafür verantwortlich?

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Lars A. Fischinger: “Rebellion der Astronautenwächter – Gefallene Göttersöhne, die Sintflut und versunkene Ur-Kulturen” (E-Book)

“Kommen Sie mit – und begleiten Sie mich auf eine unglaubliche Reise …”

Lars A. Fischinger

„Engel“ waren keine Engel!

Es waren Kosmonauten aus dem All – Außerirdische, die vor Jahrtausenden gegen ihre Anführer rebellierten und zu uns auf die Erde kamen. Erst die berühmte Sintflut(en) vernichtete sie, ihre Nachfahren und die ersten Kulturen der Menschheit.

Unglaublich? Nichts anderes haben unsere Vorfahren uns weltweit überliefert.

Die detaillierte Betrachtung der Ursprungs-Quellen zeigt, dass solche Sagen und Mythen offenbar einen realen bzw. auffindbaren Kern haben. Anders als von allen Kritikern der „Raumfahrt im Altertum“-Idee immer behauptet wird. Alte Überlieferungen ergeben das schlüssige Bild einer Rebellion von Astronauten aus dem All, die weltweit Spuren hinterlassen hat. Spuren, die bis heute zum Teil Milliarden Menschen kennen, aber offenkundig missverstehen …

Aus dem Inhalt:

  • Der Planet der Sünde
  • Die Pläne der Außerirdischen
  • Engel, Nephilim und die Anunnaki
  • Der Satan ist an allem schuld!
  • Eine versunkene erste Zivilisation
  • Besuch beim höchsten Astronautengott
  • Sex mit den Göttern
  • Sintflut(en) und die Arche Noah
  • Die Missionen des Henoch
  • “Gottes” Kontrollverlust
  • Atlantis und archäologische Spuren
  • Geheime Kammern in den Pyramiden
  • Riesen zwischen Mythen und Fakten

Die Fahndung nach diesen Hinweisen ist und war mühsam und stellte sich sehr oft als Sackgasse heraus. Aber trotz solcher Misserfolge sind diese Hinweise aber in den Überlieferungen auf dem gesamten Erdball zu finden. Teilweise so erstaunlich ähnlich, dass in „Rebellion der Astronautenwächter“ alle Aussagen durch rund 700 Fußnoten belegt wurden.

So liegt nun erstmals in der Prä-Astronautik ein Sachbuch vor, in dem Skeptiker wie Befürworter alle Hinweise auf Astronautengötter im Detail prüfen können!

+++ Auch als gebundenes Buch erhältlich. +++

Beachtet dazu auch dieses YouTube-Video zum Thema vom Autor:

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Deutscher Prä-Astronautik-Autor behauptet: "Die Sintflut wurde durch eine Waffe der Astronautengötter ausgelöst"

Der deutsche Autor Dieter Bremer, der vor allem im Internet mit seiner Idee, dass das “Atlantis” des griechischen Philosophen Platon in Wahrheit eine Raumstation der Ancient Aliens war, sorgt erneut mit seinen Thesen für Diskussionsstoff.

Kernaussage der prä-astronautischen Atlantis-Bücher und Überlegungen des Autoren Dieter Bremer ist: 

Platon verortet Atlantis im Atlantischen Meer. Dieses war ursprünglich das Himmelsmeer und Atlantis damit eine Insel im Himmelsmeer, also eine Raumstation der Astronautengötter, die die Erde einst besucht haben.
In Platons Weltraum Dialog Timaios wird Atlantis erstmals erwähnt und später eine sogenannte Weltseele interpretiert. Tatsächlich beschreibt Platon aber an dieser Stelle die Konstruktion der Raumstation und die dort wirkenden Kräfte zur künstlichen Schwerkrafterzeugung.
In Platons Kritias wird das konzentrische Ringsystem mit dem metallüberzogen Wällen beschrieben, dass viel mehr an eine künstliche, sich zur Schwerkrafterzeugung um sich selbst drehende Raumstation erinnert als an eine irdische Stadt.
Platon beschreibt im Phaidon ein außerirdisches Habitat oberhalb unserer Atmosphäre und damit die Raumstation Atlantis, auch wenn er sie in Unkenntnis der Zusammenhänge als ,Wahre Erde’ bezeichnet und selbst so nicht erkannte, dass es sich dabei um Atlantis handelt
.”  

Diese Raumstation in Form eines Ringes (wir kennen solche realistischen Raumstation-Konzepte aus dem Spielfilm “Odyssee im Weltraum” und zum Beispiel von Dr. Wernher von Braun), so Bremer weiter, geriet einst “außer Kontrolle” und stürze letztlich vor Jahrtausenden auf die Erde. Eine der Folgen war eine (globale) Sintflut, von der tatsächlich auch weltweit in den Mythen der unterschiedlichsten Völker und Kulturen erzählt wird. Bremer nimmt weiter an, dass vor 13.000 bis 45.000 Jahren diese Raumstation der Astronautengötter havarierte und so von den Göttern der Sterne mit Waffengewalt gesprengt werden musste. Unliebsame Folge dieser Katastrophe soll unter anderem eben die globale Flut gewesen sein.


Eine irre Story! Keine Frage. Aber Dieter Bremer ist sicher, dass es so gewesen sein könnte.


“Zugegeben, was hier von mir an Thesen aufgeschrieben wurde”, so Bremer an seine Leser, “erinnert eher an das Drehbuch für einen neuen Emmerich-Film als an Sachbücher”.


Nun will der Autor bei seinen Recherchen in alten Mythen, Überlieferungen, Sagen & Co. wieder Indizien für seine Überlegungen gefunden haben: Im Atramchasis-Epos aus Mesopotamien. Der Text ist rund 3.800 Jahre alt und stammt aus dem heutigen Irak. Auch darin findet sich, wie in zahlreichen Texten/Schriften dieser Region, eine Sintflut. Das Epos erzählt uns von der Mühsal der Arbeit der Götter des Himmels auf der Erde, der Schöpfung der Menschheit durch eben diese usw. und letztlich auch von einer Art “Rebellion der Astronauten-Wächer”, wozu ich Anfang 2013 mein kommendes Buch veröffentliche.


Leider fehlen im uralten Epos ab IV, Vers 25 rund 50 (mit Sicherheit hoch spannende) Zeilen, die über den Plan der Götter berichten, wie sie planen die Menschheit durch eine Sintflut zur Strafe zu ertränken. Ebenso schade ist es, dass später (V, ab Vers 35) erneut rund 30 Zeilen der Sintflut-Erzählung des Epos fehlen. Im weiteren Verlauf fehlen bedauerlicherweise immer wieder ganze Passagen, so dass grob 200 Zeilen überhaupt nicht mehr von der Erzählung zu Flut erhalten sind.


Nachdem jedoch auch in diesem Epos ein Boot gebaut wird usw. und natürlich auch die Ähnlichkeiten zur Bibel und zum Beispiel zum Epos des Gilgamesch klar zu erkennen sind, bricht auch hier die Katastrophe herein. Bremer nun aber berichtet zum Beispiel auf “Facebook”, dass darin die Flut als “Vernichtungswaffe” (der Götter) beschrieben ist. Damit bezieht er sich sicher auf den ebenfass beschädigten Abschnitt (Tafel) III, Vers 10. Dort heisst es (Verse 5, 10, 15 und 20):


(…) zermalmte das Ungewitter. (…) schirrten sie an; (das … mit) seinem Huf (zertrat die …) des Himmels. (…) das Land,

(wie einen Topf) zerschmiss er ihr Gebrüll. (… stürzte heraus) die Sintflut,) wie eine Schlacht) kam über die Menschen die Vernichtungswaffe. (Nicht) konnte sehen der Bruder seinen Bruder; (nicht) waren sie erkennbar in der Katastrophe.

(Die Flut) tobt laut wie Stiere; (wie ein) mordender Adler (rauscht) der Sturmwind. (Dicht war) die Finsternis, die Sonne blieb unsichtbar; (die …) flatterten umher wie Fliegen.

(… das) Tosen der Sintflut;”


“Wie ein Floß” trieb bei dieser Vernichtung die Arche in diesem Epos…die Flut wich zurück…die Erde/Menschheit entfaltete sich neu. Das kennen wir.

Doch warum eine “Vernichtungswaffe”? Ich zitierte oben das Epos nach Wolfram von Soden in “Texte aus dem Umfeld des Alten Testament” (TUAT) Bd. III, Lieferung 4 (“Weisheitstexte, Mythen und Epen” – “Mythen und Epen II”): “Atramchis-Mythos” (Herausgegeben von Otto Kaiser u.a.) aus meinem Archiv.


Der Vers III.10 hört sich in der Übersetzung auf Englisch jedoch anders an. Etwa so (oder ähnlich):


He broke its clamor (like a pot).

(…) the flood (came forth),

Its destructive power came upon the peoples (like a battle).

One person did (not) see another,

They could (not) recognize each other in the catastrophe.


(Zum Beispiel: Lambert, Wilfred G. und Millard, Alan R.: “ATRA-HASIS: The Babylonian Story of the Flood”, Oxford 1969, S. 95) 

Leider kann ich keine Keilschrift lesen. Was mag also konkret auf der III. Tafel in Vers 10 stehen?! Dieter Bremer ist sicher, dass dies ein Hinweis sein könnte. Ein Hinweis auf seine Überlebung, dass die Flut durch den Absturz der “Raumstation Atlantis” ausgelöst wurde – die eben durch Waffengewalt vernichtet wurde …

Links:

Zum Thema:

“Es muss nicht alles so sein, es kann auch ganz anders sein. Manche Rätsel sind Scheinrätsel, manche werden zu welchen gemacht, manche aber widerstehen ziemlich hartnäckig allzu glatten Erklärungsversuchen.”
(Walter-Jörg Langbein in “Die großen Rätsel der letzten 2500 Jahre”)1993)
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Das Sonnentor von Tiahuanaco: Eine "Sintflut" vor Jahrtausenden hoch in den Anden Südamerikas?

Das Sonnentor von Tiahuanaco in Bolivien (Langbein)

Rätsel über Rätsel machen uns staunen! Da gab es vor Jahrtausenden auf der Hochebene in den Anden Boliviens eine unglaublich fortgeschrittene Kultur mit einem fremdartigen Kalender. Das Sonnentor von Tiahuanaco erweist sich als komplexer Kalender von unglaublicher Präzision!

Eisiger Wind beißt sich durch meine zwei dicken Wollpullover. Jeder Schritt fällt schwer, jeder Atemzug schmerzt. Kein Wunder: Ich befinde mich in 4.000 Metern Höhe über dem Meeresspiegel, nicht im Flugzeug, sondern in den Hochanden Boliviens. Vor mir erhebt sich ein Monument aus schwärzlich-grauem Stein. Das seltsame “Sonnentor” wurde aus einem einzigen Andesitblock gemeißelt. Irgendwann einmal zerbracht es in zwei Teile … wurde es von einem Erdbeben gestürzt? Wurde es in einer apokalyptischen Katastrophe umgeworfen, so als wäre es ein kleines Modell für die Spielzeugeisenbahn und nicht dreieinhalb Meter hoch und vier Meter breit?
 
Das Geheimnis der Anden IV, Teil 125 der Serie “Monstermauern, Mumien und Mysterien” von Walter-Jörg Langbein. Mehr bei bei “Ein Buch lesen!“:

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Axel Milberg: Wie der „Tatort“-Kommissar „Klaus Borowski“ als Schüler Erich von Däniken begegnete und plötzlich die Welt verstand

Axel Milberg: Wie der "Tatort"-Kommissar "Klaus Borowski" als Schüler Erich von Däniken begegnete - und mutmaßlich seinem ärgsten Kritiker (Bilder: ARD/NDR/Ch. Schroeder / Montage: Fischinger-Online)
Axel Milberg: Wie der “Tatort”-Kommissar “Klaus Borowski” als Schüler Erich von Däniken begegnete – und mutmaßlich seinem ärgsten Kritiker (Bilder: ARD/NDR/Ch. Schroeder/LAF / Montage: Fischinger-Online)

Viele Prominente wie Schauspieler, TV-Sternchen und Musiker haben inzwischen Bücher veröffentlicht. Sie werden gerne gekauft, so dass Publikumsverlage gerne auf diese Autoren zurückgreifen. So auch auf die Schauspieler der beliebten TV-Serie “Tatort”. Einer von diesen ist Axel Milberg, der im “Tatort” der ARD den Kommissar “Klaus Borowski” in Norddeutschland spielt. Tatsächlich ist Milberg in Kiel aufgewachsen, worüber er in seinem Buch “Düsternbook” schreibt. Und hier begegnete er als Schüler einst Erich von Däniken, der an Milbergs Gymnasium 1971 einen Vortrag hielt. Für Milberg ein einschneidendes Erlebnis seiner Jugend. Durchaus interessante Ausführungen des Schauspielers, in der sich jedoch offenbar sein Phantasie und “Erinnerung” mischen. Was und wie damals gesehen sein soll, und was der erste “Anti-Däniken-Autor” dieser Tage damit zu tun hat, erfahrt Ihr in diesem Beitrag!


Axel Milberg

Unlängst gehört es zum guten Ton, dass Prominente, Stars und Sternchen aus Fernsehen und Öffentlichkeit Bücher schreiben. Nicht wenige dieser Veröffentlichungen diverser „Promis“ und auch „Z-Promis“ werden dabei auch gekauft. Das wissen auch deutsche Schauspieler, wozu natürlich die verschiedenen Kommissare der beliebten Krimireihe „Tatort“ von ARD und ZDF zählen.

Einer von ihnen ist Axel Milberg, der im „Tatort“ den Kommissar „Klaus Borowski“ spielt. Er veröffentlichte 2019 sein Buch „Düsternbrook“, das wie zu erwarten ein Besteller in Deutschland wurde. Einen autobiographischen Roman über seine Kindheit und Jugend im Stadtteil Düsternbrook in Kiel. Eigentlich also kein Buch, das irgendwas mit Grenzwissenschaften und Mystery-Themen zu tun hat.

Könnte man meinen. Doch schon der Buchumschlag und die Werbetexte zeigen, dass es doch damit in Verbindung steht:

Als die populäre Theorie vom Wirken Außerirdischer die Stadt erreicht, scheint sie für Axel viele Merkwürdigkeiten zu erklären. Mit dem rätselhaften Verschwinden einiger Jungen wird die Heimat vollends unheimlich und der Wunsch auszubrechen übermächtig. (…)

Er folgt seinem heranwachsenden Helden, der die Welt mithilfe von Märchen, Mädchen, übersinnlichen Mächten und Erich von Däniken verstehen will (…).“

Wenn Erich von Däniken und Außerirdische schon in der Buchwerbung, auf dem Buchrücken und im Klappentext vorkommen, macht das einen Prä-Astronautiker neugierig. Immerhin kam nach Erscheinen des Buches in diversen Interviews mit Milberg auch darin immer wieder das Thema auf von Däniken.

Auch wenn natürlich der bei weitem größte Teil von „Düsternbrook“ nichts mit Aliens, Däniken & Co. zu tun hat, findet sich darin doch ein ganzes Kapitel zum Thema. In „Besuch aus der Schweiz“ schildert Milberg den für ihn denkwürdigen Tag des 6. September 1971, als Erich von Däniken in seinem damaligen Gymnasium einen Vortrag hielt. „Ein Schweizer Hochstapler, der gerade aus dem Gefängnis entlassen worden war“ habe die Aula des damaligen Schülers Milberg betreten.

Axel Milberg vs. Erich von Däniken

Seine Schulklasse sollte, so habe es der Lehrer ihnen damals gesagt, „ohne Vorurteile“ dem Vortrag von Erich von Däniken zuhören:

Hört euch das mal an, habt keine Vorurteile. Wir reden anschließend darüber, ob wahr oder falsch. Sammelt für beide Seiten Argumente, es ist wichtig, das ihr lernt, Lüge und Wahrheiten zu unterscheiden. Gute Unterhaltung wird es auf jeden Fall sein.“

Mit diesen Worten lauschten der junge Milberg und seine Mitschüler dem Däniken-Vortrag damals. Freundlich und in einer „gewinnenden Art“ trug von Däniken seinen Vortrag vor. „Wir trauten unseren Ohren nicht“, so Milberg weiter, und er zitiert im Folgenden Aussagen aus dem Vortrag. Eine Art Zusammenfassung der Idee der Prä-Astronautik.

Da dieser Vortrag 1971 stattgefunden hat, werden es wohl kaum mehr korrekte Wiedergaben der Worte von Däniken an der Schule sein. Zum Beispiel solche:

Es ist denkbar, dass vor vielen Jahrtausenden die Affen mit superintelligenten Astronautensperma gekreuzt und die misslungenen Fehlexemplare in einer Eiszeit beseitigt wurden.“

Egal ob Phantasie-Zitate des Autors Milberg in seinem Roman oder nicht, auf den folgenden Seiten geht genau diese mit ihm durch! Er schreibt, dass er damals von den Thesen des von Däniken überzeugt war. „Ich war überzeugt, dass dieser Gast aus der Schweiz recht hatte“, erinnert sich der „Tatort“-Kommissar weiter:

Gibt es nicht wirklich überall Spuren um uns, die von frühen Besuchern aus dem All erzählen? Die erklärten, was sonst unerklärlich wäre?

Alles hängt mit allem zusammen

Daraufhin habe Milberg damals alles hinterfragt und in Zusammenhang mit Außerirdischen und Verschwörungen gebrachte, behauptet er. Von „Geräuschen in der Nacht auf dem Dachboden“ bis zu den Hünengräbern, die in Norddeutschland bis heute recht häufig zu finde sind. Auch sein ständiges Nasenbluten habe etwas mit diesen Aliens zu tun, da in Büchern aus den USA von Sonden zu lesen war, die Außerirdische in Menschen implantieren.

„Alles hängt zusammen und alles macht plötzlich Sinn“, so Milberg in seinem Roman nach von Dänikens Besuch in Kiel. Und sogar er selbst könnte von diesen Fremden aus dem All ausgesucht worden sein, da diese „frische kleine Menschen“ benötigen. Auch das Autokennzeichen „KI“ von Kiel und die alte bzw. damalige Postleitzahl „23“ (West-2300) von Kiel stehen hiermit in Verbindung. KI sei „Künstliche Intelligenz“ und die Zahl 23 habe sowieso irgendwas mit den Illuminaten zu tun.

Also deutet alles auf einen frühen Besuch hin, Fremde aus dem All, in vorchristlicher Zeit. Kiel könnte einer dieser Orte sein, die für die Aliens eine große Rolle spielen.“

Natürlich darf man diese Aussagen und „Erinnerungen“ von Axel Milberg in seinem Roman nicht für bare Münze nehmen. Gut zu erkennen an seinen Erwähnungen von Künstlicher Intelligenz als „KI“, Alien-Implanten und den Illuminaten sowie der „23“. 1971 und in den Jahren danach waren dies längst keine bekannte Themen!

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Dass ihn als jungen Schüler Erich von Däniken mit seinem Vortrag, Ideen und Thesen faszinierte und begeisterte, kann man aber sehr wohl glauben. Das kennen sehr viele Fans und Leser des von Däniken von sich selber, die heute längst erwachsen und „vernünftig“ sind. Die einen finden es noch immer hoch spannend, die anderen haben diese „Jugendsünden“ längst begraben.

Der Däniken-Kritiker der ersten Stunde

Milberg schildert in seiner Autobiographie aber noch ein Detail im Zusammenhang mit Dänikens Vortrag an seinem Gymnasium. Denn nach diesem betrat ein Kritiker für einen zweiten Vortrag die Bühne, über den behauptet wird:

Danach betrat ein Abiturient die Bühne und nannte seinen Vortag ‚Erinnerungen an die Wahrheit‘. (…) Er machte sich lustig über den Scharlatan, der gut aussehende Mitschüler, er war bestimmt der Primus seiner Klasse.

Alle lachten nun über den Schweizer Gast, nur ich dachte, was für ein Wichtigtuer, dieser Primus, Glaubt, er ist klüger als Erich von Däniken.“

Da der junge Milberg durch seine Schule „zu Hause in der Antike“ war, war dieser Kritiker nur ein Schwätzer. Von Däniken habe Recht, nicht er. Ob es diesen Skeptiker aber wirklich 1971 dort in Kiel gab, wäre interessant. Denn der Titel des angeblichen Vortrages, „Erinnerungen an die Wahrheit“, erinnert frappierend an das erste „Anti-Däniken-Buch“.

Dieses erschien erstmals als Schreibmaschinen-Version 1969 in Berlin, wo es die „SLAN-Nachrichten“ als ihren Sonderband Nr. 2 weiter kopierten. Ab März 1971 brachte es das dann ein Verlag als kleines dünnes Taschenbuch mit dem Titel „Erinnerungen an die Wirklichkeit – Erich von Däniken und seine Quellen“ heraus. Autor des heute praktisch vergessenen Büchleins war Gerhard Gadow. Gedacht als „Ein Kommentar zum Däniken-Bestseller“, so der Untertitel der ersten Version von 1969. Allein im ersten Jahr nach Erscheinen des Taschenbuches 1971 haben sich davon über 50.000 Exemplare verkauft.

War dieser Gadow der Kritiker damals in Kiel?

“Erinnerungen an die Wirklichkeit”

In den 1970ger Jahren war Gadow aufgrund seiner „Erinnerungen an die Wirklichkeit“ kein Unbekannter. Was auch daran liegen mag, dass er der erste Autor überhaupt war, der sich gegen den Boom von Erich von Däniken stellte. Deshalb berichteten auch die Medien und Zeitungen über Gadow und von Däniken selber ist er bis heute in Erinnerung. Ich selber hatte ihn vor wenigen Jahren auf ihn angesprochen …

Gerhard Gadow machte laut seinem Buch im Jahr 1970 Abitur und studierte bei erscheinen „gegenwärtig an der FU Berlin Rechtswissenschaft“. Also ein Student am Tag des Kieler Däniken-Vortrages 1971. „Der Primus seiner Klasse“, wie Milberg ihn in seinem Buch nennt, muss nicht zwangsläufig sein Mitschüler gewesen sein. Sonst hätte ihn Milberg auch sicher gekannt.

In solchen „vergangenen Zusammenhängen“ zu stöbern ist durchaus zeitaufwendig. Aber für Mystery-Jäger durchaus sehr spannend. Gerade wenn es um den Kritiker der ersten Stunde geht, was Gerhard Gadow zweifelsohne war. Und auch wenn Däniken selber aus verschiedenen Gründen nicht gut auf seine Veröffentlichung „Erinnerungen an die Wirklichkeit“ zu sprechen ist, gibt es hier „verborgene Verbindungen“.

So nennt von Däniken ein Kapitel in seinem Buch „Was ich jahrzehntelang verschwiegen habe“ von 2015. Dort heißt es über Gadow:

„(Er) studierte damals Jura an einer Berliner Hochschule. Wir trafen uns, und ich erfuhr, dass hinter dem Text wieder einmal ein Professor der Archäologie steckte. (…) Damals lud ich den Anti-Däniken-Autor Gerhard Gadow in die USA ein, und gemeinsam reisten wir für 20 Tage in den Vereinigen Staaten umher. Als zuverlässiger Begleiter betreute Gerhard die Technik bei meinen Vorträgen.“

Demnach wäre Gadow damals ein Ghostwriter eines Archäologie-Professors gewesen, der „Erinnerungen an die Wirklichkeit“ so gar nicht schrieb. Oder nur im Auftrag.

Hat Milberg diese Marionette des „Professor der Archäologie“ in 1971 Kiel in der Aula seiner Schule gesehen? Wer aber war dieser angebliche Archäologe, der Gadow anstifte, beauftragte oder sogar benutzte?

Eigentlich faszinierend: Nach Jahrzehnten der Prä-Astronautik hat es unlängst intern so einige eigene Mysterien und Rätsel, die es zu lösen gilt.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Soziologe Prof. Didier Fassin: “Verschwörungstheorien beseitigen Unsicherheiten” und deren Kritik sollte man auch ernst nehmen

Sozialwissenschaftler Prof. Didier Fassin: "Verschwörungstheorien beseitigen Unsicherheiten" (Bilder: PixaBay & gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Sozialwissenschaftler Prof. Didier Fassin: “Verschwörungstheorien beseitigen Unsicherheiten” (Bilder: PixaBay & gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Verschwörungstheorien haben – gefühlt – seit Jahren Hochkonjunktur. Gleichgültig von welcher Art sie sind und welche Aussagen sie im Einzelnen beinhalten. Im “Schlepptau” der offenbar wachsenden Beliebtheit von Verschwörungstheorien und Verschwöungstheoretikern haben aber auch jene Menschen Konjunktur, die sich mehr oder weniger wissenschaftlich damit befassen. Soziologen, Psychologen und Wissenschaftler aller Art äußern sich vermehrt zu diesem Thema. So auch kürzlich der Sozialwissenschaftler Prof. Didier Fassin vom “Institute for Advanced Studies” in einem Interview. Doch dieses Interview sticht aus dem wohl bekannten Schema entsprechen Interviews und Berichte heraus. Warum erfahrt Ihr in diesem Beitrag.


Verschwörungstheorien für Jedermann

Heute kann wohl selbst der normale Medienkonsument ohne irgendeine Affinität zu Verschwörungstheorien nicht mehr leugnen, dass genau diese seit Jahren boomen. Regelrecht explodieren. Das Thema ist unlängst in der “bürgerlichen Mitte” angekommen.

Hauptgrund, der hierfür so gut wie immer angeführt wird, ist das Internet und die vernetzte Welt. Zurecht, da heute jeder und überall Zugang zu mehr Informationen hat, als es jemals zuvor in der Geschichte der Fall gewesen ist. Noch dazu ist man in Echtzeit live bei diversen großen und kleinen Ereignissen dabei. Und schaut mal auf die Internet-Gemeinde, dauert es höchstens wenige Stunden, bis online zu diesem oder jenem Ereignis eine Verschwörungstheorie ausgesprochen wird.

Hier ist der Übergang von ersten Zweifeln oder Fragen zum jeweiligen Ereignis bis zu einer “echten” Verschwörungstheorie nicht selten fließen. Wobei nicht unerwähnt bleiben darf, dass vor allem Kritiker und Skeptiker sehr schnell zur Stelle sind jemanden als “Verschwörungstheoretiker” hinzustellen, wenn diese Person nur das eine oder andere hinterfragt. “Verschwörungstheoretiker” ist längst ein Kampfbegriff geworden, mit dem man sehr leicht jemanden diffamieren oder als unseriös abstempeln kann.

Auch wenn es unzählige bizarre, verrückte und absurden Verschwörungstheorien gibt, sind solche “Hinterfrager” eben nicht sofort allesamt Verschwörungsspinner!

In den letzten Jahren haben immer mehr Personen aus der sogenannten “etablierten Wissenschaft” Interviews zum Thema Verschwörungstheorien gegeben. Viele veröffentlichen Statements, Artikel oder Bücher und Laien organisieren sich gegen die Flut an solchen Thesen. Gegen entsprechende Verschwörungstheorien zu sein lohnt sich heute mehr denn je. Ein Blick auf dem Buchmarkt zeigt das sehr deutlich.

Verschwörungstheorien: Was ist Wahrheit?

Dabei kann (sollte) man von diesen Verschwörungstheorien lernen. Nicht nur, da sie auch Kern-Wahrheiten beinhalten können, sondern auch deshalb, da man deren Kritik ernst nehmen sollte.

Davon zumindest ist Prof. Didie Fassin in einem Interview vom 2. November 2019 überzeugt. Der Soziologe und Kulturanthropologe sieht wie viele andere auch den scheinbaren Boom solcher Theorien in der vernetzten Welt. Die Informationsflut sei der Grund, so Fassin:

Je mehr wir wissen, desto deutlicher wird, wie viel wir nicht verstehen. Die Stärke von Verschwörungstheorien liegt darin, dass sie diese Unsicherheit beseitigen, indem sie alles bis ins kleinste Detail erklären.

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Ob die letzte Aussage aber so richtig ist, ist fraglich.

Immerhin sind einzelne Verschwörungstheorien sehr oft ein gewaltiges und komplexes Konstrukt, das in unzählige Themenbereiche hineinreicht. Nicht selten sind dann auch noch solche Verschwörungs-Konstrukte mit anderen Verschwörungstheorien verwoben und verzahnt. Hinzu kommt die Tatsache, dass diverse Vertreter der ein oder anderen Verschwörungstheorie diese ganz individuell ausbauen, erweitern, revidieren oder mit weiteren Ideen kombinieren. Was dann wieder andere abändern oder erneut erweitern.

So kommt es, dass Verschwörungstheorien auch so etwas wie ein lebender Organismus sind. Sie unterliegen einer Evolution von Anpassung und Selektion. Die Stärkste überlebt auch hier. Deshalb kann man kaum annehmen, dass sie Unsicherheiten beseitigen und “alles bis ins kleinste Detail erklären”. Vielmehr verunsichern sie durch ihren Wandel und ihre Komplexität sicher viele Menschen.

Die “tiefe Wahrheit” dahinter

Prof. Fassin vertritt also im Grundsatz dieselbe Meinung zahlloser anderer Kritiker in seinem Interview. Jedoch mit dem Unterschied, dass er solchen Theorien auch etwas “Gutes” abgewinnen kann. Denn seiner Meinung nach “können sie eine tiefere Wahrheit enthalten”.

Ebenso sieht er Verschwörungstheorien auch als Kritik an dem Establishment:

Regierungen, Wissenschaftler und etablierte Medien galten lange als diejenigen, die verbindlich sagen, was in der Welt los ist. Nun werden sie nicht zuletzt durch Verschwörungstheorien stark angefochten. Ich will sie gewiss nicht verteidigen oder ihre oft diskriminatorische Dimension unterschlagen, aber es könnte gesund sein, die ihnen zugrunde liegende Kritik ernst zu nehmen, statt sie einfach in Gänze abzutun.”

Ein Blick in die üblichen Mainstreammedien zeigt, dass man dort weit davon entfernt ist, aus dieser Richtung kommende Kritiken ernstzunehmen. Vielmehr ignoriert man sie oder zieht sie ins Lächerliche. Bestes Beispiel ist natürlich aus dem Bereich Mystery Files und Grenzwissenschaft die UFO-Thematik. Bei der Vielzahl an einzelnen Verschwörungstheorien und ihren jeweiligen “Splitter-Theorien” wüssten die etablierten Medien aber nicht mal, wo sie anfangen sollen.

Der Klassiker der angeblich nicht stattgefundenen Mondladungen der USA ist so ziemlich das einzige  Thema, dass regelmäßig im Mainstream thematisiert wird. Verstärkt kam in den letzten Jahren aber auch das Thema Klimawandel hinzu.

Didie Fassin dazu weiter:

Wenn Verschwörungstheorien uns dazu bringen, hergebrachte Autoritäten zu hinterfragen, könnten sie zu einer Vertiefung von Demokratie beitragen. Zudem könnten sie unser Denken über die Welt bereichern, indem sie zu stark vereinfachende Ansichten über Wahrheit und Falschheit in Zweifel ziehen.”

Eine sicher mehr als optimistische Hoffnung. Sicher werden gerade in diversen Verschwörungstheorien “hergebrachte Autoritäten” hinterfragt, doch ob dies “zu einer Vertiefung von Demokratie” beiträgt, ist eher fraglich.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Im Bann der Dämonen: Seltsames über König Salomon und dem Bau des Tempels von Jerusalem +++ Artikel +++

ARTIKEL: Die Dämonen im Bann: Seltsames über König Salomon und dem Bau des Tempels von Jerusalem (Bilder: gemeinfrei / WikiCommons/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
ARTIKEL: Die Dämonen im Bann: Seltsames über König Salomon und dem Bau des Tempels von Jerusalem (Bilder: gemeinfrei / WikiCommons/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

In den Büchern der Bibel finden sich zahllose große und kleine Protagonisten, die mal mehr und mal weniger bekannt sind. Einige sind legendäre Berühmtheiten, auch wenn man oft nicht mal weiß, ob es sie wirklich gab. Zum Beispiel Moses, Abraham oder König David. Und doch sind auch und gerade diese Personen zahllosen Menschen mehr oder weniger gut bekannt. Dazu zählt auch der legendäre König Salomon. Ein Herrscher, der vor rund 3.000 Jahren den 1. Tempel von Jerusalem gebaut haben soll und aufgrund seiner Weisheit bis heute gepriesen wird. Doch Salomon hatte nach den alten Texten auch seine Schattenseiten, die offenbar sogar in der Bibel selbst überwiegen. Welche das sind und was der sagenumwobene König zu Lebzeiten alles getan haben soll, erfahrt Ihr in diesem Blog-Artikel.


Der Tempel des Salomon

In der Bibel gibt es eine Reihe von Namen und Figuren, die immer wieder auftauchen. Berühmtheiten, von denen viele Menschen vielfach gehört haben, auch wenn sie nicht selber im Alten und Neuen Testament lesen. Allen voran natürlich Jesus und Maria aus dem Neuen Testament oder Adam, Eva, Noah sowie Moses aus dem Alten Testament sind hier zu nennen.

Eine durchaus auch noch bekannte Person aus dem Alten Testament ist sicherlich König David. Vor allem aufgrund des Kampfes „David gegen Goliath“ und vielleicht auch noch in seiner biblischen Funktion als frommer Herrscher in Jerusalem. Sein Nachfolger König Salomon hingegen ist dabei schon weniger prominent. Auch wenn seine legendäre Weisheit fraglos geläufig ist.

Als Baumeister des ersten Tempels von Jerusalem, dem nach ihm bekannten „Salomonischen Tempel“, ist aber auch dieser König eine wahrhaftige Legende der biblischen Geschichte und Forschung. Auch wenn weder die Person Salomon noch sein Tempel auf dem Tempelberg in Jerusalem archäologisch und historisch unumstritten belegt sind. Was aber für sehr viele biblische Figuren und Aussagen gleichermaßen gilt.

Über König Salomon berichten uns das 1. Buch der Könige und das 2. Buch der Chronik im Alten Testament. Vor allem das 1. Buch der Könige widmet sich dabei der größten Leistung des mythischen Herrschers – nämlich den Bau des Jerusalemer Tempels im 10. Jahrhundert vor Christus. Seinem Vater König David war diese Tat zu Lebzeiten nicht mehr vergönnt, weshalb erst Salomon ab etwa 974 vor Christus mit dem Tempelbau begann (im 4. Jahr seiner Regentschaft). Nach sieben Jahren emsiger Bauarbeiten feierte man Richtfest und Jerusalem hatte seinen Tempel zu Ehren Gottes. Kernheiligtum war darin im sogenannten „Allerheiligsten“ die Bundeslade.

Der transportable Tempel

Im Prinzip war der Tempel des Salomon ein „Nachbau“ in Stein des Zeltheiligtums des Exodus. Im Buch Exodus wird ab Kapitel 25 und ab Kapitel 36 dieses transportable Heiligtum mit seinem Inventar und Aussehen beschrieben. Es diente als Tempel für die aus Ägypten fliehenden Nomaden, der immer wieder auf- und abgebaut werden konnte. Auch hier stand im Allerheiligsten die Bundeslade und auch hier opferte man Gott bzw. nahm Kontakt mit ihm auf.

Ob es dieses Zeltheiligtum bei Exodus unter Moses jemals gab, weiß niemand wirklich zu sagen. Das gilt allerdings nicht nur für den „Mischkan“ oder „Stiftshütte“ genannte Zelt-Tempel, sondern für den gesamten Auszug der Hebräer aus Ägypten an sich.

Was aber unbestritten ist, ist die Tatsache, dass Gott selber laut Buch Exodus die Anweisungen zum Bau des Heiligtums und der Lade des Bundes gab. Zumindest haben die Autoren des Textes dem Herrn diese zugesprochen. Für einige Bibelforscher wurde jedoch nur der Jerusalemer Tempel und der entsprechende Kult darin von den Bibelautoren auf den Exodus zurückgedichtet.

Neben der Bibel gibt es keine Quelle für den Bau des Tempels von Salomon. Ein Hinweis, dass er existierte, könnte der Bericht im 2. Buch der Könige ab Kapitel 12 sein. Dort heißt es, dass König Joas Ende des 9. Jahrhunderts vor Christus den Salomonischen Tempel restaurierten ließ. Diesen Herrscher sowie die Instandsetzungen könnte es durchaus gegeben haben.

Während das Zeltheiligtum mit Bundeslade im 2. Buch Moses noch auf direkten Wunsch von Gott persönlich angefertigt wurde, ist es beim Tempel des Salomon anders. Hier gibt Gott keinen direkten Befehl, dass man ihm eine „Wohnstätte“ bauen soll, wie es noch im Buch Exodus der Fall war. Denn dort hat er angeblich sogar Moses noch persönlich Modelle der zu fertigen Dinge wie Bundeslade und Zelt gezeigt.

Gott braucht keine Wohnstätte!

Genaugenomen finden sich in der Bibel sogar eher als abwertend zu bezeichnende Aussagen bezüglich Salomon und seinem Tempelbau. Zum Beispiel in der Apostelgeschichte ab 7,44, wo wir lesen:

Unsere Väter hatten das Zelt des Zeugnisses in der Wüste, wie der, welcher zu Mose redete, befohlen hatte, es nach dem Muster zu machen, das er gesehen hatte. Und unsere Väter übernahmen es und führten es mit Josua ein bei der Besitzergreifung des Landes der Nationen, die Gott austrieb von dem Angesicht unserer Väter hinweg, bis zu den Tagen Davids, der Gnade fand vor Gott und eine Wohnstätte zu finden begehrte für den Gott Jakobs.

Salomo aber baute ihm ein Haus. Aber der Höchste wohnt nicht in Wohnungen, die mit Händen gemacht sind, wie der Prophet spricht: ‚Der Himmel ist mein Thron und die Erde der Schemel meiner Füße. Was für ein Haus wollt ihr mir bauen, spricht der Herr, oder welches ist der Ort meiner Ruhe?‘

Auch wenn diese Aussage natürlich aus der direkten Zeit nach Jesus Christus stammt und zu jener Zeit wahrscheinlich noch der 2. Tempel (von König Herodes) in Jerusalem stand, klingt sie schon erstaunlich. Durchaus auch in Bezug auf König David, der „Gnade fand vor Gott“. Immerhin hat dieser David laut Bibel alle möglichen Konkurrenten und Widersacher ermorden lassen und schreckte vor keiner Tat zurück. Ihm ist es jedoch zu verdanken, dass die Bundeslade aus der Stadt Silo nach Jerusalem gebracht wurde.

Eigentlich auch nur ein politischer Schachzug des Herrschers, der damit die Priesterschaft in Silo gewaltig schwächte. So konnte er Jerusalem zu seinem Zentrum für Politik und Religion als „Davidstadt” ausbauen bzw. gründen.

Es gibt zwar sehr spärliche archäologische Hinweise auf das „Haus David“ als Herrscherdynastie, doch keine echten Belege seiner Existenz. Hier ist vor allem eine Inschrift zu nennen, die 1993 in Tel Dan gefunden wurde. Sie stammt aus dem Jahr 840 vor Christus und besagt, dass die Könige Judas vom „Haus David“ abstammen. Ein Beweis für eine real gelebte Person König David ist das aber nicht.

Und doch ist vor allem David und sein Geschlecht in der gesamten Bibel ein enorm wichtiger Bestandteil. Schließlich soll auch Jesus selber ein „Sohn Davids“ gewesen sein … damit aus seiner Ahnenreihe entstammen.

König Salomon und der Tempelberg

So verwundert es auch nicht, dass König David allein im Neuen Testament 59-mal erwähnt wird. Nur Moses (80-mal) und Stammvater Abraham (73-mal) werden hier öfter namentlich genannt. Natürlich mit Ausnahme von Jesus. Da aber David geradezu wie ein Diktator lebte, mordete, herrschte und vor allem sündigte, wollte ihn sein Gott letztlich doch dafür bestrafen. Diese Strafe bestand laut den Samuel-Büchern darin, dass es ihm nicht vergönnt war, den heiligen Tempel zu errichten. Jedoch wird der König im 2. Buch Samuel (ab Kapitel 11) als ein Liebling Gottes dargestellt, der letztlich seine skrupellosen Taten bereute. Eine Erzählung, die sich beispielsweise auch im Koran wiederfindet (Sure 38, ab Vers 21).

Als Salomon die Nachfolge seines Vaters David als König antrat, soll eine goldene Zeit angebrochen sein. Sie fand ihren Höhepunkt fraglos im Tempelbau für die Bundeslade und den Kult um Jahwe in Jerusalem. Schließlich gab es nichts, was heiliger ist, als die Lade des Bundes mit den Zehn Geboten. Sie bildete das geistige und spirituelle Zentrum innerhalb des Salomonischen Tempels.

Dabei soll – nach der sich entwickelten jüdischen Tradition – König Salomon den Bauplatz für den Tempel mit großer Sorgfalt gewählt haben. Nirgendwo sonst haben mehr religiöse Ereignisse stattgefunden, als auf dem heute als Tempelberg bekannten Platz. Zumindest dem Glauben nach. Dort, wo heute der muslimische Felsendom steht, liegt der Nabel der Welt in Form des namensgebenden Felsen. Und diese, meistens nicht in alten schriftlichen Aufzeichnungen nachweisbaren, Traditionen um den Felsen und Tempelberg sind überaus umfangreich. Beispiele:

  • Der Felsen ist der „Urfels“ von dem aus die Welt entstand bzw. der „Grundstein“ der Schöpfung.
  • Adam und Eva haben dort Gott geopfert.
  • Ihre Söhne Kain und Abel ebenso.
  • Der Garten Eden lag auf dem Tempelberg.
  • Nach der Sintflut habe auch Noah hier seinem Herrn ein Dankopfer dargebracht.
  • Abraham habe seinen Sohn Isaak auf diesen Felsen gelegt, als er ihn auf Befehl seinem Gott opferten wollte.
  • Der Prophet Mohammed sei von hier in den Himmel gefahren.
  • Letztlich stand angeblich auch die Bundeslade genau auf diesem Felsen.

Interessante Traditionen und Glaubensvorstellungen, von der aber nicht eine belegbar ist. Dennoch war bereits vor Jahrtausenden hier das Zentrum des Glaubens, was vor allem auch dem Tempel des Salomon zu verdanken ist.

Salomon – ein verschmähter König?

Man könnte also meinen, dass Salomon als Baumeister der Wohnstätte Gottes in Jerusalem in der Bibel gefeiert und gepriesen wird. Seltsamerweise ist aber genau das nicht der Fall.

So ist der Herrscher im Neuen Testament an gerade mal 12 Stellen belegt. Verglichen mit seinem sündigen und kriegerischen Vater David mit 59 Nennungen ist das verschwindend wenig. Schmeichelhaft sind zahlreiche der Erwähnungen Salomons im Neuen Testament auch nicht. Dazu zählt nicht nur die oben zitierte Kritik am Bau eines Hauses für den Herrn aus der Apostelgeschichte. Im Prinzip fängt es schon in im Matthäusevangelium (1,6f.) mit der unehelichen Zeugung mit der Frau Urias an.

„Bei diesen Stellen wird deutlich, dass die Figur Salomons im Neuen Testament stets in eher abwertendem Zusammenhang steht“, schreibt beispielsweise der Bibelforscher Peter Busch in seiner Analyse „Das Testament Salomons“ (2006). Obwohl der König auch als großer und weiser Exorzist und Dämonen-Bändiger in der traditionellen Überlieferung angesehen wird, werde er im Neuen Testament „keineswegs als Exorzist vorgestellt“, so Busch.

Solche religiösen Vorstellungen und Ansichten entlehnen sich meist aus mündlichen Erzählungen, Sagen und Märchen über diverse Figuren der biblischen Geschichte. Oder aus Schriftgut außerhalb der Bibel, das damit nicht in den heutigen Bibel zu finden ist. Man denke hier an das genannte Beispiel von Noah, der angeblich auf dem Tempelberg seinem Gott nach der Sintflut opferte. Laut Sintflut-Geschichte im biblischen Buch Genesis strandetet die Arche Noah nach der Flut nämlich sehr weit weg von Jerusalem. „Am Gebirge Ararat“ sei das gewesen …

„Das Testament des Salomon“

Zu der seltsamen Figur des Salomon existieren einige alte Schriften (Apokryphen), die sein Leben und Wirken weiter ausführen. Einige davon sollen sogar direkt von dem König selber verfasst worden sein. Wie das apokryphe und „okkulte“ Buch „Das Testament des Salomon“, das durchaus als zumindest eine Quelle der Traditionen um ihn als Dämonen-Bändiger angesehen werden kann. Auch der legendäre „Ring des Salomon“, Symbol und Werkzeug zur Kontrolle von bösen Mächten und Dämonen, entstammt diesem Text.

Verglichen mit der angenommenen Lebenszeit Salomons im 10. Jahrhundert vor Christus ist sein „Testament“ relative jung. Es soll, auch wenn Salomon hier selber als Autor in der Ich-Form spricht, erst im 4. Jahrhundert nach Christus entstanden sein. Also bereits unter dem frühen Christentum, was auch am Text deutlich erkennbar ist.

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Inwiefern es wirklich eine Version aus vorchristlicher Zeit gab, die dann unter christlichen Einfluss neu bearbeitet wurde, ist ungewiss. Peter Busch vermutet in seiner Arbeit, dass das gesamte „Testament des Salomon“ eine christliche Schrift ist.

Inhaltlich bietet es aber spannende Aussagen über den Herrscher und Tempelbauer, die man durchweg als „verstörend“ ansehen könnte. Denn sie werfen ein vollkommen neues Licht auf den Bau des erstens Tempels auf dem Tempelberg, die in der Bibel nicht mal ansatzweise angeschnitten werden. So ist die Kernaussage des Buches, dass König Salomon den Bau des Tempels mit Hilfe von Dämonen realisierte. Er wird als mächtiger Mann dargestellt, der durch Gottes Unterstützung in der Lage war sich böse Dämonen gefügig zu machen und in seinem Sinne zu manipulieren.

Der magische Ring des Salomon

Freiwillig dürften Dämonen oder „gefallene Engel“ wohl eher weniger bereit gewesen sein, Salomon beim Bau eines Heiligtums für Gott zu helfen! Obwohl einige Deutungen dahin gehen, dass der Tempelbau nur als „Rahmenhandlung“ dient, um Salomons Macht über diese dunklen Wesen zu unterstreichen.

Der Mensch Salomon war allein nicht fähig sich Dämonen Untertan zu machen. Das zeigt sich darin, dass ab Kapitel 1 zu erfahren ist, dass ein Dämon und „böser Geist“ mit Namen Ornias die Bauarbeiten am Tempel immer wieder störte. Angeblich habe die Kreatur den Oberaufseher der Bauarbeiter regelmäßig heimgesucht, ihm den Lohn und Nahrung gestohlen sowie schlicht die Kraft geraubt.

Bauherr Salomon war entsetzt, als er von diesen Heimsuchungen hörte, und „betete aus ganzer Seele Tag und Nacht“ zu Gott, um Hilfe zu bekommen. Sein Bitten wurde letztlich erhört, und er bekam Besuch aus dem Himmel:

Als ich zum Gott des Himmels und der Erde betete, ward mir vom Herrn der Heeresscharen durch Michael, den Erzengel, ein Ring gegeben, darin ein eingraviertes Siegel aus Edelstein.

Er sprach zu mir: Nimm, Salomo, des Davids Sohn, hier das Geschenk, das dir der Herr, der höchste Gott der Heeresscharen, sendet! Damit kannst du die Geister all bezwingen, die männlichen und weiblichen; mit ihrer Hilfe kannst du auch Jerusalem erbauen, trägst du dies Gottessiegel.“ (1,6-7)

„Da ward ich hocherfreut“, so Salomon, und mit seinem magischen Ring vom Himmel konnte er den „lästigen Geist Ornias“ bändigen. „Gleichwie ein brennend Feuer“ sei diese Kreatur gewesen und gestand dem König, dass er zwar von den Engeln abstamme, aber von ihnen verstoßen worden sei. Mit seinem machtvollen Ring verdonnerte Salomon den Dämon daraufhin „zur Arbeit in dem Steinbruch“. Zuvor handelte er aber noch einen Deal mit ihm aus.

Herr der Dämonen

Der verstoßene Engel und der menschliche Herrscher einigten sich, dass Ornias weitere Dämonen in den Dienst des Königs stellen würde. Hierzu überließ Salomon ihm sogar den von Gott empfangen Ring und befahl ihm „hole mit den Obersten der Geister“! Gleichzeitig hatte Salomon aber mit dem manipulierten Geist Ornias einen ausgezeichneten Informanten gewonnen, der in der Lage war Informationen aus dem Himmel von Gott zu besorgen.

Genau dazu findet sich in der Schrift eine überaus erstaunliche Aussage:

Wir Dämonen, wir wandeln an dem Himmelsfirmament und fliegen mitten durch die Sterne hin; da hören wir die Ratschlüsse, die Gott für Menschenseelen festgelegt.

(…)

Was in dem Himmel sich ereignet, geschieht auch auf der Erde. Es gibt ja Fürstentümer, Herrschaften und Mächte, die oben fliegen und die des Eintritts in den Himmel schon gewürdigt werden.

Wir Dämonen dagegen werden müde, weil wir zum Ausruhen keine Stätte haben; so fallen wir herab, wie Blätter von den Bäumen. Die Menschen, die uns sehen, meinen, es fallen Sterne von dem Himmel.“ (20,12-16)

Dies widerspricht in allen Details der christlichen Tradition der angeblich „gefallenen Engel“. Eigentlich soll niemand der „gefallenen Engel“, aus denen das Christentum Satan und seine Dämonen der Hölle machte, je wieder in der Lage gewesen sein zu Gott zu reisen. Ein Weg zurück in den Himmel zum Herrn und seiner ihm treu gebliebenen Untergebenen war eigentlich versperrt (detailliert dazu HIER). Warum also nicht auch in diesem Text, zumal er unter christlichen Einfluss entstand?

Nach einer Art Test durch Salomon unterstreicht die Überlieferung sogar noch, dass der Dämon in diesem Zusammenhang die Wahrheit sagte:

Bei dieser Nachricht wusste ich, Salomo: Der Dämon hat die Wahrheit mir gesagt. Ich pries den Gott des Himmels und der Erde.“ (20,21)

Salomon erlangte durch den Zauberring des Herrn schier grenzenlose Macht über die Dämonen. Er nutze ihre Kräfte und Fähigkeiten um seinen Tempelbau voran zu treiben und sogar benachbarten Völkern zu helfen. Etwa den Bewohnern Arabiens, die unter einem tödlichen Wind oder „Hauch“ im Reich des Königs Adares litten. Ursprung dieses schrecklichen Windes war ein Dämon.

Hilfe für den Araber-König

Als der Araber-König Salomon deshalb um Hilfe bat, schickte dieser eine Gesandtschaft in das Reich Königs Adares. Mit dabei hatten sie Salomons Dämonen-Ring, den der weise Herrscher für diesen guten Zweck gerne erneut verlieh. So gelang es in Arabien diesen bösen Geist mit Namen Ephippas in einem „Schlauch“ einzufangen und zu Salomon nach Jerusalem zu bringen. Arabien war gerettet und auch der “gefallene Engel” Ephippas musste fortan beim Tempelbau helfen.

„Ich bin imstande, Berge zu versetzen und Häuser vorzutragen“, brüstete sich der Dämon beim Verhör gegenüber Salomon. Damit war seine Aufgabe auf der Tempelbaustelle festgelegt. Er musste jene Steine auf der Baustelle bewegen und verbauen, die zuvor niemand bewegen konnte.

Ephippas war auch bereit einen weiteren Geist zu verraten. Es war der „Dämon in dem Roten Meer“, mit dessen Hilfe Ephippas noch weit mehr auf der Baustelle leisten könne, wie er dem König berichtete. Da jede Hilfe willkommen war – und sei sie auch dämonischer Natur – wurde daraufhin auch dieses Wesen nach Jerusalem gebracht. Sein Name war Abezethibu, der eine sehr dunkle Vergangenheit hatte, wie er Salomon erzählte.

Einstmals habe er im „ersten Himmel“ gelebt und sei verantwortlich für viele schreckliche Ereignisse, die beim Exodus der Hebräer aus Ägypten geschehen seien. Er habe damals nicht nur „bei den Wundern und den Zeichen mit Moses wettgeeifert“. „Ich war zugegen“, so der Dämon, „als Moses zu Ägyptens König Pharao ging und dessen Herz verhärtete“. Ein mehr als rätselhafte Aussage, wenn man die Exodus-Geschichte des Alten Testament kennt. Denn darin heißt es vielfach, dass Gott selber der Herz des Pharaos immer wieder „verhärtete“, dass dieser die Hebräer nicht ziehen ließ.

Der Dämon des Exodus

Nach der biblischen Erzählung vom Auszug aus Ägypten habe der Herr durch die Manipulation des Pharao letztlich auch dafür gesorgt, dass seine Soldaten den Hebräern nachjagten. Das Ende ist bekannt, denn alle seien beim „Meerwunder“ schließlich ertrunken.

Ein überaus sonderbares Verhalten des Herrn im Buch Exodus, das an anderer Stelle umfangreich hinterfragt wurde.

Im „Testament des Salomon“ wird Gott quasi von dieser Schuld freigesprochen. Auch wenn das Buch Exodus ihn als Urheber klar benennt. Hier jedoch gesteht der Dämon gegenüber Salomon schließlich alles:

Beim Auszuge der Israeliten verhärte ich das Herz des Pharao und reize sein und seiner Diener Herz. So machte ich, dass sie die Söhne Israels verfolgten; es folgte ihnen Pharao mit allen den Ägyptern. Damals war ich dabei; wir folgten ihnen allzumal und kamen insgesamt ans Rote Meer.“ (25,5-6)

Abezethibu wurde dann aber unachtsam. Denn als das Meer wieder zurückwich, das Heer der Ägypten unter sich begrub und so alle starben, war auch er im „Lager der Ägypter“. So wurde er „mit Wasser zugedeckt“ und blieb im Meer gefangen. Bis er durch Salomons magischen Ring nach Jerusalem gelangte.

Das „Testament“ schließt damit, dass der König seinen Abfall vom Herrn beschreibt. Wie er zum Sünder wurde, „aus jedem Land und Reiche Weiber“ nahm, fremden Göttern opferte und sogar „Götzentempel“ errichtet, da ihm „Gottes Geist entzogen ward“. Gottes Herrlichkeit sei so am Ende seiner Tage sogar ganz von ihm gewichen.

Diese Sünden und Verehrung von Götzen durch Salomon sind in unterschiedlichen Texten und Überlieferungen zu ihm belegt. Selbst den heidnischen Göttern der legendären Königin von Saba soll er einst in Jerusalem gehuldigt haben. Wohl kein einziger biblischer Herrscher bzw. keine biblische Figur verhielt sich immer ganz im Sinne Gottes.

Dass das Heiligste von diesem Herrscher aber mit tatkräftiger Hilfe von Dämonen und bösen Geistern errichtet wurde, sticht bei den zahllosen biblischen Mysterien heraus. Hilfe, Unterstützung oder Tipps kommen eigentlich immer von Gott selber oder von seinen himmlischen Helfern. Beispielsweise von sogenannten “Engeln” die Menschen oder ganze Völker ermorden, die im Wege standen.

Gräueltaten des Himmels

Dabei ist die Palette dieser angeblichen Taten mehr als lang (s. a. Video HIER): Von der Tötung aller „Sünder“ durch die Sintflut, über Sodom und Gomorrha, der Ermordung von Heiden (z. B. 2. Kön. 1) bis zur „Landnahme“ des Volkes Israel und der Beseitigung unzähliger Menschen auf Gottes Geheiß hin (z. B. Jos. 6).

In einem Extrem-Beispiel, niedergeschrieben im apokryphen Buch Philo, Kapitel 6, soll Gott sogar zu Abrahams Zeiten 83.500 (ungläubige) Menschen durch Feuer und Erdbeben absichtlich getötet haben. Ein zweites Extrem ist im 2. Buch Samuel, Kapitel 24, zu finden (s. a. 1. Chr. 21). Hier ist Gott derart zornig, dass schlussendlich als Strafe 70.000 Menschen ihr Leben verlieren.

Diese Beispiele ließen sich endlos fortsetzten.

Doch nicht immer hat der Herr sich selber „die Finger schmutzig gemacht“, wie es eine unfassbare Geschichte im 2. Buch der Könige behauptet. Dort erfährt der Bibelleser, dass um etwa 702 vor Christus der assyrische König Sanherib mit seiner Armee Jerusalem unter König Hiskia belagerte (s. a. Jes. 37). Die Lage war aussichtslos und der Assyrer sandte eine Drohschrift oder ein Ultimatum an seinem Widersacher nach Jerusalem. In Stunden der größten Not legte König Hiskia diesen Brief im von Salomon erbauten Tempel vor den Herrn (die Bundeslade) und flehte um Hilfe.

Glücklicherweise wurde er von Gott erhört, der beschloss „diese Stadt (zu) beschrimen, dass ich ihr helfe“ um die Assyrer zu vernichten. Selber hatte Gott dafür allerdings keine Zeit und schickte deshalb einen seiner Helfer:

Und es begab sich in derselben Nacht, da ging der Engel des Herrn aus und erschlug im Lager der Assyrer 185.000 Mann. Und als man sich am Morgen früh aufmachte, siehe, da waren sie alle tot, lauter Leichen. Da brach Sanherib, der König von Assyrien, auf und ging weg und kehrte zurück und blieb zu Ninive.“ (2. Kön. 19,35-36)

Engel des Todes

Jerusalem war gerettet, unzählige Assyrer von einem „Engel“ ermordet und König Sanherib wurde nach seinem Abzug in der Heimat von seinen Söhnen erschlagen.

Sanherib und diesen Kampf um Jerusalem hat es tatsächlich gegeben. Auch der berühmte jüdischen Geschichtsschreiber Flavius Josephus aus dem 1. Jahrhundert nach Christus erwähnt diese Tragödie. Josephus zitiert dabei den nicht minder bekannten Babylonier Berossos mit den Worten:

Als nun Senacherib von dem Zuge gegen Ägypten nach Jerusalem zurückkehrte, fand er, dass die unter Rapsakes zurückgelassenen Truppen schwer an der Pest litten. In der ersten Nacht, da er gemeinsam mit diesen Truppen die Belagerung weiterführte, tötete die Seuche in seinem Heere 185.000 Mann samt ihren Führern und Hauptleuten.“

Die Anzahl der Toten ist dieselbe wie im Alten Testament. Die Ursache aber ein ganz andere und vollkommen natürliche (wie bei anderen Chronisten), die nichts mit Gott oder einem Engel zu tun hat.

Es zeigt sich sehr deutlich, dass die Geschichte von den Siegern geschrieben wird. Historisch unterlag Jerusalem den Assyrern unter Sanherbib. Und die Assyrer wissen (angeblich?) nichts von einem derart gewaltigen Verlust in ihrer Reihen. Ebenso ist eine solche riesige Streitmacht vor den Toren Jerusalems vor fast 3.000 Jahren kaum vorstellbar.

Alles Propaganda?

Also sind diese Beispiele von Tötungen durch die Himmlischen nicht weiter als biblische Propaganda? Wahrscheinlich ja. Zumindest zum Teil bzw. sie sind maßlos übertrieben. Sie zeigen aber sehr deutlich, dass im Zusammenhang mit „himmlischen Mächten“ und auch Gottes menschlichen Helfern in den alten Texten sehr gerne manipuliert wurde. Bei König Salomon und seinem Tempelbau mag es nicht anders gewesen sein, als lange Zeit nach ihm sein „Testament“ geschrieben wurde.

Trotz der überall zu findenden religiösen Propaganda in den entsprechenden Schriften beinhalten sie aber immer auch Wahrheiten. Oft bis ins unkenntlich verdreht und verzehrt. Wo könnte diese bei Salomon und seinen Dämonen liegen? Sofern der Text tatsächlich von Christen in seiner Gesamtheit erst im 4. Jahrhundert verfasst wurde, scheint der weise Salomon hier absichtlich in ein schlechtes Licht gerückt worden zu sein. Die dortigen Schilderungen seines Abfalls von Gott unterstreicht das deutlich.

Warum aber dann „gefallene Engel“ oder Geister-Dämonen, die beim Bau des Allerheiligsten der Juden halfen? Immerhin waren die ersten Christen allesamt Juden. Wollte man sich vom Salomonischen Tempel inklusive dortiger Bundeslade als Heiligstes des Heiligen abgrenzen? Eine Verachtung der eigenen Wurzeln? Wenig vorstellbar –  doch möglich. Oder sollte Salomon hier als so mächtig beschrieben werden, dass er vor seinem Fall Kontrolle und Hilfe von übermenschlichen Wesen hatte?

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Video vom 30. Sep. 2019 auf Fischinger-Online

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Das Atlantis der Karibik: Die Rätsel von Bimini +++ Artikel +++

ARTIKEL: Atlantis der Karibik: Die Rätsel von Bimini (Bilder: gemeinfrei & PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
ARTIKEL: Atlantis der Karibik: Die Rätsel von Bimini (Bilder: gemeinfrei & PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Überall auf der Welt suchen Menschen das versunkene Atlantis. Dabei reichen die Thesen zur Lokalisierung der mutmaßlichen Ur-Kultur von Südamerika über das Mittelmeer bis zum Himalaja und sogar in den Weltraum. Vor 50 Jahren kam eine weitere Überlegung zu Atlantis hinzu, als in der Karibik bei den Bahamas (Bimini) mutmaßlich künstliche Strukturen im Meer gefunden wurden, die von Atlantis oder einer Kolonie der Atlanter stammen sollen. Eine Entdeckung, die Jahre zuvor “prophezeit” wurde und der weitere Funde folgten. Für die Mehrheit der Geologen sind diese Gebilde auf dem Meeresboden natürlichen Ursprungs. Andere sehen hier Hinterlassenschaften von Menschenhand, deren Ursprung einige hundert bis Jahrtausende zurück liegen soll. Ein umstrittenes Thema, in dem sich Phantasie und Realität nur allzu oft zu mischen scheinen, wie Ihr es in diesem Artikel lesen könnt.


Atlantis in der Karibik

Rund um die Erde finden Archäologen, Abenteuer oder einfach ganz gewöhnliche Leute immer wieder Spuren aus längst vergessenen Tagen der Menschheit. Hinterlassenschaften unserer im Dunkeln der Vergangenheit verschwundenen Vorfahren. Es ist fast keine Region der Erde bekannt, in der nicht Hinweise auf die Entwicklung der Zivilisation zu finden sind. Und nicht wenige dieser Spuren auf frühe Gesellschaften und sogar Zivilisationen finden sich auch in den Gewässern der Weltmeere.

Ein Ort der Erde mit möglichen Spuren einer versunkenen Kultur ist bei all den interessanten Beispielen fast schon in Vergessenheit geraten: die heutigen Bahamas bzw. Bimini, das knapp über 80 Kilometer südöstlich von Miami im Atlantik liegt.

In der Grenzwissenschaft ist die Meeresregion um Bimini ein fester Begriff. Vor allem Autoren und Mystery-Jäger, die sich mit dem Thema Atlantis beschäftigen, kennen die Entdeckungen von Bimini praktisch auswendig. Aber auch jene Menschen, die vom so genannten Bermuda-Dreieck fasziniert sind, ist Bimini ein Begriff. Vor allem seit Charles Berlitz, Autor der Bestseller „Das Bermuda-Dreieck“ (1974) und „Spurlos“ (1977) , in seinen Büchern die Rätsel um die Bahamas weltweit bekannt machte.

Allein sein Weltbestseller „Das Bermuda-Dreieck“ verkaufte sich fast 15 Millionen mal in mehr als 20 Sprachen und führte auch in Deutschland die Bestsellerlisten an. Und obwohl es still um das „Bimin-Rätsel“ geworden ist, lohnt sich eine nähere Auseinandersetzung mit dem Thema. Was war also geschehen?

Atlantis: “Prophezeit” und gefunden?

Seit Jahrzehnten kursieren Gerüchte, das in den seichten Gewässern um die Bahamas in der Karibik künstliche Strukturen wie Tempel, Grundmauern von Gebäuden und Straßen verborgen liegen. Selbst Pyramiden sollen dort im Meer verborgen liegen, wie zum Beispiel HIER und HIER oder auch HIER berichtet. Sind all das Spuren einer versunkenen Kultur oder sogar Ur-Kultur?

Im Jahre 1968 nahmen diese Gerüchte erstmals konkrete Gestalt an. Jacques Mayol und andere entdeckten damals vor im Gebiet der Bahamas eine rechteckige Struktur auf dem Meeresgrund. Offensichtlich schien die Struktur von Menschen geschaffen worden zu sein, und so sorgte diese Entdeckung für Furore. Vor allem deshalb, da sie angeblich von einem “Seher” vorhergesagt worden sein soll.

In den USA lebte der Seher Edgar Cayce, der bis zu seinem Tode 1945 eine Vielzahl von „Prophezeiungen“ in einer Art Trance diktierte. Inhaltlich beziehen sich seine unzähligen Informationen vor allem auf das Thema Atlantis, Reinkarnation und Astrologie. In einer seiner so genannten „Readings“ in Trance am 2. Dezember 1933 sprach er davon, dass man Reste des sagenhaften Inselreichs Atlantis nahe Bimini im Meer finden wird. Sieben Jahre später wurde er konkreter, und gab an, dass 1968 oder 1969 die ersten Teile von Atlantis genau dort wieder entdeckt werden.

Und genau 1968 tauchten der mutmaßliche Tempel bzw. die Strukturen auf dem Meeresboden auf. Ein Zufall? Oder eine in Erfüllung gegangene Prophezeiung des  sogenannten „schlafenden Propheten“ Cayce?

Man muss hier aber kritisch bleiben. Denn wer waren die Entdecker eigentlich? Es waren zwei Piloten/Mitglieder der „Association for Research an Enlightenment Inc.“ (ARE). Die ARE wurde 1947 gegründet, hat ihren Hauptsitz in Virginia Beach, USA –  und ist die Oberorganisation der „Edgar Cayce Zentren“, die sich in 25 Ländern der Erde finden. Damit steht diese Organisation dem „schlafenden Propheten“ Cayce natürlich sehr nahe. So mag man geneigt sein zu vermuten, dass genau deshalb die Entdeckung auf das vorhergesagte Jahr 1968 fiel. Also quasi um die Prophezeiung zu erfüllen.

Tauchausflüge zur “Bimini Straße”

Dennoch ändert das nichts an der Tatsache, dass die Gewässer reich an interessanten Funden sind.

Manson Valentine war einer der Forscher der ersten Stunden. Der Meeresbiologe und Cayce-Anhänger entdeckte auf der großen Bahama-Bank eine Vielzahl von Plätzen auf dem Meeresgrund, an denen er (seiner Meinung nach) künstliche Konstruktionen identifizierte. Dreiecke, Rechtecke mit 100 Metern Kantenlänge, gerade Mauern und Gebilde und natürlich die berühmte „Straße von Bimini“ mit ihren rechteckigen großen Gesteinsblöcken.

Letztere wurde jedoch schon im Jahre 1957/59 durch den Unterwasserforscher Dimitri Rebikoff entdeckt. Er wurde von einheimischen Fischern auf die heute als „Bimini Straße“ bekannte Struktur aufmerksam gemacht, die sich in nur wenigen Metern Meerestiefe befindet. Erstaunlicherweise hat diese „Straße“ dabei bis heute eine Länge von rund 800 Metern.

Doch der Anfang war gemacht und die Neugier der Forscher und Taucher auf Bimini war geweckt.

So ist es nicht verwunderlich, dass in den Folgejahren die Entdeckungen vermeintlich menschlicher Spuren im Meer der Bahama-Bänke anstiegen. Auch Steinsäulen von 15 Metern Höhe, in dessen Umgebung seltsame „Zahnräder“ zutage gefördert wurden, machten die Runde. Das Hauptinteresse der zahlreichen Tauchexpeditionen galt jedoch bis auf den heutigen Tag den „Strassenpflastern“ im Schlick der Karibik.

Die in zwei Reihen angeordneten Wege bestehen aus Steinblöcken, die drei bis sogar sechs Meter Kantenlänge haben. Sie zeigen sich eben, glatt und sorgfältig wie von Menschenhand verlegt. Sie vermitteln jedem Taucher den deutlichen Eindruck, dass hier einstmals eine unbekannte und versunkene Kultur am Werk war. Denn heute ist die „Straße“ längst zu einem beliebten Ausflugsziel für Hobbytaucher geworden.

Nichts als versteinerter Strand?

Kritiker wenden bis heute ein, diese angeblichen Straßen seien nichts weiter als versteinerte Küstenlinien. Sie verweisen auf die Tatsache, dass an den heutigen Stränden der Inseln auf den Bahama-Bänken noch heute solche Formationen zu finden sind. Sie bestehen aus gepresstem und versteinertem Strandsand. Das ist Fakt, doch die am Strand trockenen Fußes zu sehenden Anordnungen sind wesentlich kleiner. Sie bestehen aus Blöcken, die um die einen Meter Kantenlänge haben. Verglichen mit jenen „Straßen“ auf dem Grund der See sind sie somit mehr als klein.

Doch unumstößliche Beweise, dass die „Bimini Straße“ von Menschen geschaffen wurde, fehlen weiterhin.

Die ersten Tauchexpeditionen, wie etwa jene durch Cayce-Anhänger Valentine zusammen mit dem legendären Apnoe-Taucher Jacques Mayol und Robert Angove, fanden aber auch „handliche“ Blöcke der „Bimini Road“. Doch auch wenn die Straßen natürlichen Ursprungs sind, geben andere Entdeckungen bis heute durchaus Rätsel auf. Beispielsweise kreisrunde Anordnungen von Steinen, die vor Andros im Meer liegen und gerne mit den steinzeitlichen Anlagen in England und Frankreich verglichen werden. Sollten auch sie natürlich entstanden sein?

Ganz besonders spannend wird es, wenn es um dort versunkene Pyramiden geht, die sogar mittels Sonar vermessen worden sein sollen. Darüber wurde aber bereits an anderen Stellen umfangreich berichtet.

Pyramiden im Meer?

Die erste Meldung von versunkenen Pyramiden ging im Jahr 1970 durch die Presse. Ein Ray Brown berichtete damals, dass er vor den Berry-Inseln eine Pyramide entdeckt habe, dessen Spitze nur 12 Meter unter dem Wasserspiegel liegt. Auch berichtete Brown von Ruinen, die von einem Sturm freigelegt wurden.

Sieben Jahre später nahmen die vermuteten Pyramiden im Meer Gestalt an (s. a. HIER). Auslöser war 1977 eine Fischfangexpedition eines Don Henry in den Gewässern der Cay Sal Bank, die exakt südlich der Florida Keys liegt. Also nahe der Bahamas.

Während die Expedition Echlotmessungen durchführte, zeichnete das Gerät in 200 Metern Tiefe eine klar erkennbare Pyramide auf. Das seltsame Objekt hat eine Höhe von rund 140 Metern und eine Kantenlänge von 150 Metern. Damit ist sie ohne weiteres mit der großen Pyramide von Gizeh zu vergleichen, die etwa 147 Meter hoch war und rund 120 Meter Kantenlänge besitzt. Mehrfach wurde die Stelle überfahren und immer zeigte das Sonar eindeutig eine sehr regelmäßige Erhebung in Form einer Pyramide auf dem Grund.

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Sollte es eine Laune der Natur sein, die zufällig auf dem sonst so ebenen Meeresboden liegt? Vielleicht ein Vulkankegel? Oder ist diese Entdeckung, die vor allem durch Charles Berlitz bekannt wurde, nur das, was wir heute Fake-News nennen? Man muss sich nämlich auch fragen, warum diese angebliche Pyramide nie wieder entdeckt und vor allem dokumentiert wurde. Zumal sie so dicht unter dem Meeresspiegel liegen soll.

Bimini verbirgt durchaus eine Flut an seltsamen Spuren. Einige Atlantis-Autoren sehen in all diese Entdeckungen Hinweise oder sogar Beweis für eine frühe Zivilisation. Vielleicht war Bimini vor 12.000 Jahren eine Art Kolonie der Kultur von Atlantis so argumentieren sie. Bekanntlich lagen bis zum Ende der Eiszeit nachweislich große Teile der Bahama-Bänke und der Umgebung trocken. Erst nach dem Ende der letzten Eiszeit stieg der Meeresspiegel und überflutete die heute Rätsel aufgebenden Strukturen. Um wie viel Meter sich der Meeresspiegel hob, ist aber unsicher. Meist spricht man von rund 100 bis 120 Metern.

Eine versunkene Kultur?

All das klärt nicht die Frage, ob es sich um künstliche Gebilde von Menschenhand handelt. Bis heute ist – erstaunlich genug! – für viele diese Frage nicht geklärt. Obwohl es seit 1971 zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen durch Taucher, Meeresbiologen, Archäologen und Geologen gab, die sich vor allem der „Straße von Bimini“ angenommen hatten. So wurde schon sehr früh von diesen Expeditionen erklärt, dass diese Struktur natürliche Gesteinsformationen sind. Eben versteinerter Strand, den man in der Geologie „Beachrock“, also „Strandstein“, nennt.

Unwidersprochen blieben diese natürlichen Erklärungen natürlich nicht. Verschiedene Autoren und Forscher bezweifelten, dass hier keine Menschen am Werk gewesen sind. Die „Straße“ oder der „Wall“ könnten vielleicht sogar die Reste eines Hafens sein, wie sie schon Rebikoff vor nunmehr 50 Jahren interpretierte.

Bei den zahlreichen Autoren, die sich schon früh mit den Rätseln der Karibik beschäftigt haben, ist vor allem auch Dr. David Zink zu nennen. Zink, der 1976 von der „International Explorer Society“ den Titel „Explorer of the Year“ bekam, legte dazu 1978 ein interessantes Buch vor. Darin berichtet er von seinen eigenen Forschungsexpeditionen in die karibische See und zu den Bimini-Funden, die er nicht als natürlich ansieht. Er ist der Überzeugung, dass die Mauern, Steinkreise, Straßen und Gebäudereste um Bimini künstlich sind und im Zusammenhang mit dem legendären Atlantis stehen müssen.

Zink führte detaillierte Forschungen unter Wasser durch und machte sich über Jahre hinweg auf immer neue Expeditionen. Bei seinen Untersuchungen bediente er sich auch angeblich hellsichtigen „Medien“, weshalb seine Ergebnisse von vielen Kritiker von vornherein als unglaubwürdig angesehen wurden und werden.

Zumindest erhoffte sich der Forscher von diesen „Sensitiven“, das sie mittels ihrer übersinnlichen Fähigkeiten mehr Informationen usw. über die Strukturen liefern. In der Tat, so zumindest Zink, lieferten diese Parapsychologen korrekte Informationen, die ihm bei seinen Forschungen vor Ort halfen.

Das alles hat die Diskussion nicht beendet. Auch wenn Zink und sein Team, zu dem teilweise auch einige andere Forscher der ersten Stunde angehörten, nach zehn Expeditionen angeblich bewiesen haben wollen, dass um Bimini eine versunkene Welt liegt. Zink schreibt beispielsweise von einem menschlichen Kopf aus Marmor, den er aus sechs Metern Tiefe bergen konnte. Auch dieser Fund ist leider kein Beweis, da er auch nur schwer als menschlicher Kopf zu erkennen ist.

“Strahlungen” von Atlantis?

David Zink war auch einer der ersten, die von „Strahlungen“ oder ähnlichem in den Gebiet berichteten. So etwa bei einer steinernen Säule auf dem Meeresgrund. Diese „Strahlungen“ waren auch von dem Seher Edgar Cayce beschrieben worden. Cayce erzählte diesbezüglich in seinen „Visionen“ von seltsamen Kristallen, die angeblich im Besitz der Bewohner von Atlantis waren. Diese „Kristalle“ wiederum seien eine Art Energiequelle gewesen, die den hohen Stand der atlantischen Zivilisation erst ermöglichte.

In Kreisen einiger Esoteriker und auch UFO-Autoren werden diese Ideen teilweise bis heute gerne übernommen. Auch die Spekulation kursiert, dass diese „Kristalle“ bis heute aktiv sind und für das Verschwinden von Mensch und Material im berüchtigten Bermuda-Dreieck verantwortlich sind. Man kann sich das etwa als hoch effizienten Generator vorstellen, der vom Meeresboden aus die Technik der Schiffe und Flugzeuge stört und sie so „verschwinden“ lässt.

Auch der Autor Pierre Carnac nahm sich bereits 1978 in einem Buch der Bimini-Funde an. Er behauptet in seinem Buch „Geschichte beginnt in Bimini“, dass die megalithischen Zeugnisse des frühen Europa ihren Ursprung in der Karibik haben. Nicht umgekehrt, wie von grenzwissenschaftlichen Autoren oder „alternativen Historikern“ vielfach vermute wird.

Diese gewaltigen Steinanlagen in Europa, die sich von Schottland bis Afrika und in den Nahen Osten erstrecken, wurden bereits sehr oft mit Atlantis (im Atlantik) in Verbindung gebracht. Vor allem auch aufgrund der Tatsache, dass sich diese uralten Anlagen an den Küsten Europas konzentrieren und zum Teil 5.000 oder auch 8.000 Jahre alt sind (mehr HIER).

Carnac, dessen Name übrigens ein Pseudonym ist und von einer gewaltigen Steinanlage nahe dem Ort Carnac in der Bretagne abgeleitet wurde, behauptet, dass die Kunst mit diesen Megalithen in Europa zu hantieren aus dem Westen kam – aus der Karibik. Nachweislich finden sich auch im Nordosten Amerikas Steinsetzungen, so genannte Dolmen, die eigentlich als typisch für die Steinzeit Europas gelten. Die Frage nach einem Kontakt der beiden „Welten“ liegt daher durchaus nahe.

Dr. Zink wiederum greift in einem Buch auch das Thema Plejaden auf. Das 380 Lichtjahre entfernte Sternbild der Plejaden („Siebengestirn“) ist bei vielen Autoren etwas ganz besonderes. Sie sehen hier zum Beispiel die Heimat der außerirdischen Götter, die in der Vergangenheit vom Himmel kamen. Fraglos hat diese auffällige Sternkonstellation in der Mythologie unserer Vorfahren festen Bestand. Bis heute wird von UFO-Kontaktlern und ebenso von anderen Menschen behauptet, Aliens der Plejaden seien auf die Erde gekommen. Hier driften die meisten Autoren in wüste Spekulationen ab.

Bauten von chinesischen Seefahrern?

Die Bahamas wurden nach Altamerika-Forschern erst im 4. Jahrhundert nach Christus besiedelt. Folglich, so die Argumentation, können die Strukturen nicht Jahrtausende alt sein und von irgendeiner Ur-Kultur wie Atlantis stammen. Dies ist aber ein Zirkelschluss, da diese angeblich unbekannte versunkene Ur-Zivilisation eben unbekannt ist.

Der Autor und ehemaliger U-Boot-Kommandant der Royal Navy, Rowan Gavin Paton Menzies, sieht das Thema wiederum ganz anders. Er vermutet, dass diese Gebilde im Meer Spuren von Seefahrern aus China sind, die schon vor Kolumbus im Jahre 1421 dort waren. Der Kaiser Zhu Di (auch Yongle, 1360 bis 1424) habe diese Expedition befohlen und so entdeckten und kartographierten die chinesischen Seefahrer angeblich fast alle Teile der Welt.

Damit sind nach Ansicht Menzies die Bimini-Gebilde zwar künstlich, aber nur einige Jahrhunderte alt.

Die Seefahrer des Kaisers gab es unter dem Kommando des legendären Entdeckers Zheng Hes tatsächlich. Seine sogenannte „Schatzflotte“ befuhr weiterer Strecken der Ozeane und brachte beispielsweise aus Afrika Tiere mit nach China. Ob sie aber Amerika erreichte, ist ungewiss. Der Historiker Robert Finlay sah im „Journal of World History“ (Nr.2/2004) in dieser Idee eine reine Phantasie von Menzies. Zumal die Chinesen von Osten durch den Indischen Ozean an Afrika vorbei durch den Atlantik hätten segeln müssen, um die Karibik zu erreichen. Oder durch den gesamten Pazifik und dann entlang der Westküste Südamerikas, weiter an Feuerland vorbei (durch die 1520 entdeckte Magellanstraße) in den Atlantik und von dort in Richtung Norden bis Mittelamerika …

Ein endloser Streit …

Obwohl die Mehrzahl der Geologen schon lange überzeugt ist, dass hier in der Karibik keine versunkenen Bauten zu finden sind, reißt die Diskussion darüber nicht ab. Zum Beispiel 2005 als der Atlantis-Forscher Greg Little und der Unterwasser-Archäologe William M. Donato ihre Ergebnisse zu den Strukturen veröffentlichten. Sie verweisen in „Underwater Stone Formation at Bimini: Ancient Harbor Evidence“ darauf, dass frühere Forscher absichtlich irreführende Ergebnisse publiziert hätten.

Little und Donato bezogen in ihrer Arbeit auch jene Strukturen im Meer mit ein, die wahrscheinlich der Hurrikan „Wilma“ 2005 freilegte, und kommen so zu dem Schluss, dass diese von Menschen geschaffen wurden. Frühere Untersuchungen bezeichnen sie als „Bimini Hoax“ und werfen vor allem dem Archäologen Marshall McKusick und dem Geologen Eugene A. Shinn eine Falschdarstellung der Fakten vor. Denn vor allem Shinn war es, der schon in den 1970ger Jahren die These des versteinerten Strandes vertrat.

Wobei jedoch schon 1978 diese Erklärung der Steingebilde in der karibischen See von Shinn kritisiert wurde. Zum Beispiel von William R. Corliss in einem Beitrag in „Science Frontiers“ (Nr. 4 vom Juli 1978), wo er unter anderem zu der Erklärung schreibt:

Ein Geheimnis bleibt jedoch in diesem entlarvenden Artikel (von Shinn, Anm. LAF). Das ist die unbeantwortete Frage, wie die Bimini-Felsen 15 Fuß unter Wasser gelangten, wenn erhebliche Beweise darauf hindeuten, dass in den letzten 2.200 Jahren keine derartigen Veränderungen des Meeresspiegels stattgefunden haben.“

Diese frühe und „leichte Kritik“ ging eher unter. Zumal Corliss selber kein Geologe war, sondern Physiker. Vor allem aber war er Sachbuchautor von dutzenden Büchern, die sich vielfach auch mit der Welt des Paranormalen befassten.

All das ändert nichts an der Tatsache, dass das Bimini-Rätsel bis heute noch immer ungelöst ist. Zumindest für all jene, die die etablierten Deutungen ablehnen und in diesem Zusammenhang auf die unterschiedlichsten Funde im dortigen Meer verweisen.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Tagung der “Forschungsgesellschaft für Archäologie, Astronautik und SETI” mit Erich von Däniken am 26. Oktober 2019: Programm & Infos

A.A.S. 1-Day-Meeting 2019 mit Erich von Däniken am 26. Oktober in Hannover - Das Programm & Infos (Bilder A.A.S./LAF)
A.A.S. 1-Day-Meeting 2019 mit Erich von Däniken am 26. Oktober in Hannover – Das Programm & Infos (Bilder A.A.S./Fischinger-Online)

Das diesjährige 1-Day-Meeting 2019 der “Forschungsgesellschaft für Archäologie, Astronautik und SETI” (A.A.S.) rund um die Ideen und Themen von Erich von Däniken findet am Samstag, 26. Oktober in Hannover statt. Schriftsteller, Forscher, Menschen mit Neugier auf das Unbekannte und die Astronautengötter treffen sich dort zum A.A.S.-Meeting. Anreisetag ist Freitag, der 25. Oktober. Wie immer gibt es am Vorabend interessante Diskussionen und neue Bekanntschaften rund um die Prä-Astronautik und die Götter aus dem All. In diesem Beitrag habe ich alle Information zum Programm, Meeting und mehr für Euch zusammengestellt.


Ancient Aliens und Erich von Däniken

Nach über einem halben Jahrhundert Prä-Astronautik (Neudeutsch: Ancient Aliens) ist der Autor und “Götter-Jäger” Erich von Däniken weiterhin überaus aktiv. Wie kürzlich auf meinem YouTube-Kanal in diesem Video HIER berichtet.

Mit seinen Ideen und Überlegungen rund um die Frage, ob die Götter alter Mythologien reale Wesen von den Sternen gewesen sein könnten, inspirierte und faszinierte er zahllose Leser und Autoren. Und viele dieser Menschen treffen sich unter anderem jedes Jahr bei den jährlichen Meetings der “Forschungsgesellschaft für Archäologie, Astronautik und SETI” (A.A.S.). Einem Verein, der sich ausschließlich mit diesen Themen befasst und ein entsprechendes Magazin publiziert (s. a. Video dazu HIER).

Dies Jahr findet das Astronautengötter-Meeting in Hannover statt. Geplant sind insgesamt 11 Vorträge sowie eine Diskussionsrunde. Mit dabei ich natürlich auch von Däniken selber, der traditionell den Abschlussvortrag hält. Mit im Gepäck wird er sicherlich auch sein neues Buch haben – das inzwischen 43., wenn ich mich nicht irre …

Programm

  • 09:00 – 09:30 Uhr: Peter Fiebag – Eröffnungsvortrag: In Stein und Sand geborgen
  • 09:30 – 10:00 Uhr: Hansjörg Ruh: Iram – Die verschollene Stadt
  • 10:00 – 10:30 Uhr: Bernd Grathwohl: Saudiarabien von oben

Pause: 10:30 – 11:00 Uhr

  • 11:00 – 11:30 Uhr: Klaus Pionzik & Claude Bärtels: Wahrscheinlichkeiten in der Galaxis für Leben,  Intelligenz und Zivilisationen
  • 11:30 – 12:00 Uhr: Reinhard Habeck: Neue Paläo-SETI-Spuren in Ägypten

Pause: 12:00 – 14:00 Uhr

  • 14:00 – 14:30 Uhr: Dr. Marcel Polte: Native Americans und ihre Lehrmeister
  • 14:30 – 15:00 Uhr: Detlev Hoyer: Generationenraumschiff

Pause + Postersession 15.00 – 15:30 Uhr

  • 15:30 – 16:00 Uhr: Désirée Neff: Mythen der Philippinen
  • 16:00 – 16:30 Uhr: Thorsten Morawietz: Crowdfunding Expedition Malta – die Ergebnisse
  • 16:30 – 17:00 Uhr: Ramon Zürcher: Mondlegenden und digitale Updates
  • 17:00 – 17:30 Uhr: Diskussion/Podiumsgespräch (Leitung: Andreas Kirchner und Peter Fiebag)
  • 17:30 – 18:00 Uhr: Erich von Däniken: Schlussvortrag

Einen PDF-Fleyer zum Programm findet Ihr HIER.

Ein Video zu den einzelnen Referenten findet Ihr HIER.

Weitere Informationen sowie Hinweise zur Anreise auf der Seite der A.A.S. HIER.

Details und Veranstaltungsort

Veranstaltungsort:

MARITIM Airport Hotel Hannover
Flughafenstr. 5
D-30669 Hannover
Telefon +49 (0) 511 9737-0
Fax +49 (0) 511 9737-590
E-Mail: hfl@maritim.de

Veranstalter:

“Forschungsgesellschaft für Archäologie, Astronautik und SETI” (A.A.S.)

Karten:

Tickets 79 Euro – erhältlich vor Ort sowie im Online-Shop der A.A.S. HIER.

Ich wünsche allen Teilnehmern viel Spaß und interessante Stunden in Hannover.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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ANGEBOT: Lars A. Fischinger: “Rebellion der Astronautenwächter” inkl. gratis Überraschung & Versand

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“Kommen Sie mit – und begleiten Sie mich auf eine unglaubliche Reise …”

„Engel“ waren keine Engel!

Es waren Kosmonauten aus dem All – Außerirdische, die vor Jahrtausenden gegen ihre Anführer rebellierten und zu uns auf die Erde kamen. Erst die berühmte Sintflut(en) vernichtete sie, ihre Nachfahren und die ersten Kulturen der Menschheit.

Unglaublich? Nichts anderes haben unsere Vorfahren uns weltweit überliefert.

Die detaillierte Betrachtung der Ursprungs-Quellen zeigt, dass solche Sagen und Mythen offenbar einen realen bzw. auffindbaren Kern haben. Anders als von allen Kritikern der „Raumfahrt im Altertum“-Idee immer behauptet wird. Alte Überlieferungen ergeben das schlüssige Bild einer Rebellion von Astronauten aus dem All, die weltweit Spuren hinterlassen hat. Spuren, die bis heute zum Teil Milliarden Menschen kennen, aber offenkundig missverstehen …

Aus dem Inhalt (detailliertes Inhaltsverzeichnis & Auszüge HIER):

  • Der Planet der Sünde
    Neues Prä-Astronautik-Buch: „Rebellion der Astronautenwächter“. Spuren der Ancient Aliens rund um die Erde – mehr Infos und Textauszüge [klick] hier
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  • Die Pläne der Außerirdischen
  • Engel, Nephilim und die Anunnaki
  • Der Satan ist an allem schuld!
  • Eine versunkene erste Zivilisation
  • Besuch beim höchsten Astronautengott
  • Sex mit den Göttern
  • Sintflut(en) und die Arche Noah
  • Die Missionen des Henoch
  • “Gottes” Kontrollverlust
  • Atlantis und archäologische Spuren
  • Geheime Kammern in den Pyramiden
  • Riesen zwischen Mythen und Fakten

Die Fahndung nach diesen Hinweisen ist und war mühsam und stellte sich sehr oft als Sackgasse heraus. Aber trotz solcher Misserfolge sind diese Hinweise aber in den Überlieferungen auf dem gesamten Erdball zu finden. Teilweise so erstaunlich ähnlich, dass in „Rebellion der Astronautenwächter“ alle Aussagen durch rund 700 Fußnoten belegt wurden.

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Beachtet dazu auch dieses YouTube-Video von Lars A. Fischinger zum Buch:

YouTube-Video von Grenzwissenschaft & Mystery Files vom 24. Jan. 2015 zum Buch

Bitte auf das “Play-Symbol” klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER
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