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Sensationelle Entdeckung der Archäologie in Mexiko: Größtes und ältestes Maya-Monument entdeckt! +++ Video +++

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VIDEO: Sensationelle Entdeckung der Archäologie in Mexiko: Größtes und ältestes Maya Monument entdeckt! (Bild: T. Inomata/Nature)
VIDEO: Sensationelle Entdeckung der Archäologie in Mexiko: Größtes und ältestes Maya Monument entdeckt! (Bild: T. Inomata/Nature)

Auf den Spuren der versunkenen Kultur der Maya in Mittelamerika machten Archäologen eine sensationelle Entdeckung: Eine gigantische Plattform – ein künstliches Plateau – bei Aguada Fénix in Mexiko. Mit einer Länge von 1,4 Kilometern und einer Breite von rund 400 Metern. Es ist der größte und zugleich älteste Monumentalbau, der Maya überhaupt. Erbaut zu einer Zeit, als die Maya eigentlich noch gar keine monumentalen Bauten errichteten. Und nur wenige Jahrzehnte genutzt! Alles über diese spannende Entdeckung erfahrt Ihr in diesem YouTube-Video.


Erstaunlicher Fund der alten Maya

Sensationelle Entdeckung der Archäologie in Mexiko! Forscher haben mittels der Laser-Scan-Technologie „Lidar“ das bisher größte und zugleich älteste Monument der Maya entdeckt.

Eine gigantische Plattform – ein künstliches Plateau – bei Aguada Fénix im Bundesstaat Tabasco. Mit einer Länge von unglaublichen 1,4 Kilometern und einer Breite von rund 400 Metern. Bis zu 15 Meter hoch wurden hier Millionen Kubikmeter Baumaterial aufgetürmt. In einer frühen Epoche der Maya-Kultur auf der Halbinsel Yukatan, als diese nach bisheriger Meinung noch überhaupt keine Monumentalbauten errichteten.

Ein überaus bedeutender Fund für die Archäologe und die Erforschung der Maya, so die Archäologen jüngst in ihrer Veröffentlichung in dem Magazin „Nature“. Warum aber nach nur 50 Jahren diese Stätte wieder verlassen wurde, ist unklar …

Alle Details über dieses riesige Monument erfahrt Ihr in folgendem YouTube-Video.

Im Februar 2018 stellte ich bereits ein Video über die Entdeckung mittels „Lidar“ auf meinem YouTube-Kanal online. Auf dieses verweise ich auch in dem unten stehenden Video. Ihr findend es HIER auf Fischinger-Online.

Bleibt neugierig …

YouTube-Video vom 4. Juni 2020 auf Fischinger-Online

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Lars A. Fischinger

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Fand eine Expedition die “verlorene Pyramide der Maya” und löste das Rätsel um eine der größten Pyramiden der Welt? Die Hintergründe

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"Die verlorene Pyramide der Maya" von El Mirador in Guatemala (Bild: Screenshot YouTube/"Yes Theory")
“Die verlorene Pyramide der Maya” von El Mirador in Guatemala (Bild: Screenshot YouTube/”Yes Theory”)

Derzeit kursiert – vornehmlich in der Boulevardpresse – eine Meldung, dass es einer Expedition gelungen sei das Rätsel um “die verschollene Pyramide der Maya” zu lüften. Eine der größten Pyramiden der Welt, die sogar mehr Volumen als die Cheops-Pyramide in Ägypten hat. Das Monument steht mitten im Dschungel von Guatemala in der alten Maya-Stätte El Mirador und war das Ziel dieser Expedition. Entstanden ist hierbei auch ein etwa einstündiger Film, in dem gezeigt wird, wie die Gruppe die verlorene Pyramide nach ihrem mehrtägigen Marsch durch den Urwald schließlich erkundet. Ein Blick auf die Hintergründe zeigt aber ein vollkommen anderes Bild dieser “Expedition” und der entsprechenden Pressemeldungen, wie Ihr hier lesen könnt. Der Filmbericht ist hier ebenfalls eingebunden.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Pyramide im Dschungel

Weltweit stehen Pyramiden oder pyramidenartige Bauwerke aus den unterschiedlichsten Kulturen. Monumente, die unser Vorfahren überall auf den Planeten zu den verschiedensten Zeiten errichteten, und die fast ausschließlich einem Zweck dienten: Es waren Bauwerke zu Ehren der Götter und/oder ihrer irdischen Stellvertreter und Helfer.

Bekannt sind neben den Pyramiden in Ägypten vor allem die Bauwerke der Maya, Azteken und weiterer Völker, die in Mittelamerika zu finden sind. Oftmals Mitten im dichten Dschungel stießen die ersten Entdecker hier auf eine versunkene Welt und unzählige Pyramiden. Überwuchert von der Natur und errichtet von rätselhaften Völkern. Wie eben den Maya. Heute touristisch erschlossen sind vor allem Maya-Orte wie Tikal, Palenque oder auch Chitzen Itza mit ihren zahlreichen Tempeln und Pyramiden unlängst weltweit bekannt.

Doch im Urwald Mittelamerikas liegen noch viele Stätten und einstige Maya-Zentren, die heute kaum ein Tourist oder Reisender kennt. Zum Teil nicht mal die Archäologie, die diese Kultur intensiv erforscht, um auch die letzten Geheimnisse der Maya zu ergründen.

Eine dieser Stätten ist das versunkene Maya-Zentrum El Mirador im Norden von Guatemala.

Vor Urwald überwuchert wurde dieser gewaltige Ort erst im Jahr 1926 entdeckt und vier Jahre später erstmals aus der Luft in Fotos dokumentiert. Datiert wird die Stadt, die in einem Kulturgebiet von mindestens 26 Quadratkilometern befindet zwischen das 6. Jahrhundert vor und das 1. Jahrhundert nach Christus. Dann versank auch dieser Ort, wie so viele andere Stätten der Maya, nach und nach im Urwald. Spätestens im 9. Jahrhundert ging El Mirador und die gesamte Maya-Kultur letztlich ganz unter.

Maya-Zentrum El Mirador

Bis die ersten Entdecker staunend in Mittelamerika deren Ruinen wiederfanden.

Nicht anders als bei El Mirador und den rund drei Dutzend dortigen Pyramiden und Pyramiden-Plattformen. Als eine der letzten Großstädte der Maya allerdings erst vor knapp 100 Jahren.

Die Erbauer erbrachten hier Erstaunliches. Vor allem die Pyramide mit Namen „La Danta“ begeistert dabei die Archäologen und Besucher, da sie als eine der größten Pyramiden der Welt gilt. Sie ist zwar heute nur knapp 72 Meter hoch, doch aufgrund ihrer gewaltigen Basis hat sie ein geschätztes Volumen von 2,8 Millionen Kubikmetern. Damit übertrifft „La Danta“ die Cheops-Pyramide in Ägypten mit einem Volumen von ca. 2,5 Millionen Kubikmetern.

Ausgrabungen und Forschungen in der Maya-Stätte gab es zum Beispiel in den Jahren 1962 und 1978. Sie gilt aufgrund der Abgeschiedenheit und des dort noch großflächig vorhandenen Urwaldes um El Mirador als schwieriges Gebiet. Obwohl unlängst in unmittelbarer Nähe ein Hubschrauberlandesplatz errichtet wurde. Dazu gleich mehr.

Im Jahr 2003 realisierte Dr. Richard D. Hansen von der Idaho State University das wohl ehrgeizigste Forschungsprojekt um die El Miradior und die dortigen Pyramiden und Tempelanlagen. Über 50 Universitäten und Forschungsinstitute nahmen daran teil. Die Archäologen und Wissenschaftler veröffentlichten im August 2008 zu ihren dortigen Arbeiten rund 170 wissenschaftliche Artikel und Papiere. Eine der umfangreichsten Ausgrabungen und Forschungen an einer Maya-Stätte überhaupt.

Pyramiden mitten im Urwald – vor allem von dieser wuchtigen Größe – faszinieren offenkundig heute noch. So kam es, dass sich die Gruppe „Yes Theory“ um Thomas Brag, Ammar Kandil und Matt Dajer aufmachte, um die Riesen-Pyramide im Dschungel von Guatemala zu „entdecken“.

„Die verlorene Pyramide der Maya“

Mit neuesten Technologien wie Drohnen du 4K-Videokameras ausgestattet machten sie sich mit sieben anderen Entdecken auf den Weg nach El Miradior. Grund war der “Traum von Ammar Kandil eine Pyramide zu besteigen“. Heraus kam der fast einstündige Film „Finding the Lost Largest Pyramid in the World“, den sie am 15. September 2019 frei zugänglich online stellten.

Unten ist dieser via YouTube eingebunden.

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Die Doku erweckt den Anschein eines modernen Abenteuers von einigen jungen Menschen, die unter Strapazen die „verlorene Pyramide“ letztlich finden. Nach vier Tagen zu Fuß durch den Dschungel und in Begleitung von einheimischen Führern.

„Dieser Film wurde mit tiefem Respekt und Liebe für unseren Planeten und alle Lebewesen gemacht“, betont das Team. Und „Tiere, Flora, Fauna (oder Menschen) wurden bei der Herstellung nicht geschädigt“, wird unterstrichen. Ebenso fehlen auch keine Verweise und Verlinkungen „über das Maya-Biosphärenreservat und die laufenden Umweltschutzbemühungen in Guatemala“. Dazu zahlreiche Hinweise auf die Sponsoren und Unterstützer, die diese Expedition erst ermöglicht haben.

Grundsätzlich ein sehr schöner Film mit ausgezeichneten Aufnahmen, über den in den letzten Tagen auch einige englischsprachige Medien berichteten. Hier wird aber ein sehr falsches Bild des Filmes und der Expedition präsentiert, der nicht sehr viel mit der Realität zu tun hat. Besonders schlimm sticht hier die Boulevardzeitung „Express“ mal wieder heraus. In einem umfangreichen Artikel mit dem Titel „Maya-Rätsel gelöst: ‚Größte Pyramide der Welt‘ entdeckt, versteckt unter Guatemala-Dschungel“ heißt es zum Beispiel, dass El Mirador geradezu verschollen gewesen sei. Zwar werden die Forschungen von 2003 um Richard D. Hansen erwähnt, aber weiter:

Obwohl sein Team feststellte, dass das Gebiet beeindruckende Beispiele der präklassischen Maya-Zivilisation enthielt, verhinderte seine Lokalisierung eine umfassende Dokumentation. 16 Jahre später hat das digitale Medienunternehmen ‚Yes Theory‘ dies geändert und zwei große Pyramiden im Komplex entdeckt.“

Es geht auch einfacher …

Dass fast 170 wissenschaftliche Publikationen im August 2008 zu diesen archäologischen Forschungen erschienen, hat der Redakteur wohl übersehen. Ebenso, dass es in der Nähe einen Landeplatz für Helikopter gibt. Man muss sich nicht tagelang durch den Dschungel kämpfen, um die beeindruckenden Ruinen zu besuchen. Für 700 Dollar kann man hin fliegen.

Selbst in dem Film des Teams sieht man wunderbar, dass einige Ruinen sogar für Besucher mehr oder weniger erschlossen sind. Neben Abdächern über archäologischen Funden kann sich der Entdecker auch bequem an Geländern auf diversen Pyramiden und Tempeln anlehnen (s. a. Titelbild). Auch der berühmte Schauspieler und Moderator diverser TV-Dokumentationen Morgen Freeman besuchte bereits vor Jahren die Ruinenstätte mit einem Kamerateam.

Sicherlich ohne mit dem Team durch den dichten Urwald gelaufen zu sein.

“Umständlich” bleibt die Anreise dennoch. Nicht wie bei anderen Maya-Orten wie etwa Palenque, wo der Tourist mit dem Bus quasi bis vor die Pyramiden gebracht wird. Zur Blütezeit von El Mirador sah das etwas anders aus, wie Forschungen 2016 belegten. Hierbei wurden 17 Fernstraßen von insgesamt 240 Kilometern Länge der Maya nachgewiesen, die den Ort mit anderen Städten der Region verbanden. Eines der ersten Landstraßennetze der Geschichte (s. dazu Video HIER)

Es war überhaupt nicht Sinn und Zweck der Reise eine „verlorene Pyramide“ wiederzufinden, die bis dato nicht wirklich „dokumentiert“ wurde. Diese gibt es nicht vor Ort. Die Gruppe „Yes Theory“ bot eine Touristenreise an, wie sie selber schreiben. Eine spirituelle Reise in der Natur, die man online bei ihnen buchen kann bzw. konnte. Auch ähnliche Reisen werden angeboten.

Spiritueller Naturliebhaber

Zu dieser Expedition heißt es im Angebot:

Auf dieser einzigartigen und einzigartigen Expedition werden wir 7 Tage lang zum Herzen des Maya-Biosphärenreservats (Schutzgebiet der UNESCO) wandern und zu einem der energischsten, spirituellsten und magischsten Orte auf dem Planeten Erde reisen. Wirklich ein unbeschreibliches und unvergessliches Abenteuer, das Ihr Leben verändern und den tiefsten Teil Ihrer selbst positiv beeinflussen wird.

Eine Expedition für Abenteuerliebhaber und Esoteriker mit offenem Herzen und offenem Verstand. Das stößt gerne an seine Grenzen und liebt es, aus seiner Komfortzone herauszufahren.“

Ohne Handy und Internet sollten die Teilnehmer dabei die Komfortzone verlassen. Einfach die Natur auf den etwa 160 Kilometer langen Marsch genießen. Selbstverständlich wurde dabei auch an „Campingausrüstung, Zelte, Yogamatten, Decken und Kissen“ sowie an allerlei Ausrüstung gedacht. Erfahrene Guides begleiten die Interessierten und ein Koch sorgt für „drei Mahlzeiten prost Tag, plus Snacks“. Und wem die Strapazen in der Hitze zu viel werden, für den kommen auch „Maultiere mit Stühlen“ mit.

So zumindest die Tourbeschreibung.

Wie es auch der Film der Gruppe selber zeigt, war die Expedition eine Reise spiritueller Naturliebhaber, die einfach mal „raus wollten“. Daran ist nichts auszusetzen. Und ein Besuch von El Mirador mit dem Helikopter wäre damit auch nicht Sinn und Zweck der Reise.

Doch was die (immerhin viel gelesene) Boulevardpresse daraus machte, ist fast schon erschreckend!

Das Video von “Yes Thory” auf YouTube

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Lars A. Fischinger

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Sensationelle Entdeckungen in Guatemala: Forscher finden zehntausende unbekannte Maya-Stätten in Mittelamerika! +++ YouTube-Video +++

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VIDEO: Forscher finden zehntausende unbekannte Stätten in Mittelamerika (Bild: Canuto & Auld-Thomas/PACUNAM & L. A. Fischinger / Bearbeitung: Fischinger-Online)
VIDEO: Forscher finden mittels Laser-Scans (hier: Tikal) zehntausende unbekannte Stätten in Mittelamerika (Bild: Canuto & Auld-Thomas/PACUNAM & L. A. Fischinger / Bearbeitung: Fischinger-Online)

Sensationelle Neuigkeiten aus der Archäologie Mittelamerikas. Forschern ist es mit modernster Laser-Scan-Technologie gelungen im Urwald von Guatemala rund 60.000(!) bisher unbekannte (Maya-)Stätten aufzuspüren. Und das auf nur 2.100 Quadratkilometern Fläche, die bisher untersucht wurden. Denn die Wissenschaftler planen in den kommenden Jahren ein zehnfach größeres Gebiet mit dieser Scan-Technik zu erkunden. Weitere Entdeckungen sind somit garantiert! Alles zu den spannenden Ergebnissen der Wissenschaftler aus den Dschungel Mittelamerikas, erfahrt Ihr in diesem YouTube-Video.


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Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Pyramiden, Straßen, Häuser, Tempel und Paläste warten hier in Zentralamerika auf ihre Erforschung!

Schon jetzt sprechen Archäologen und Maya-Forscher davon, dass die Geschichte der Völker Mittelamerikas neu geschrieben werden muss. Das vor ca. 1200 Jahren versunkene Volk der Maya in Mexiko, Honduras, Guatemala und angrenzenden Ländern verbirgt noch zahllose Geheimnisse und Entdeckungen.

Selbst bekannte und gut erforschte Städte der Maya (etwa Tikal in Guatemala) hielten noch erstaunliche Funde für die Archäologen verborgen.

Alles zu den spannenden Resultaten aus den Dschungel Mittelamerikas in diesem Video.

Bleibt neugierig …

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Rätselhafter Fund: Waren Afrikaner lange vor Kolumbus bei den Maya in Mittelamerika? +++ YouTube-Video +++

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YouTube-Video: Waren Schwarz-Afrikaner lange vor Kolumbus bei den Maya in Mittelamerika? (Bild: M. Warnholtz/Lübbe Verlag / Bearbeitung: L. A. Fischinger)
YouTube-Video: Waren Schwarz-Afrikaner lange vor Kolumbus bei den Maya in Mittelamerika? (Bild: M. Warnholtz/Lübbe Verlag / Bearbeitung: L. A. Fischinger)

Gab es Jahrhunderte oder sogar Jahrtausende vor Christoph Kolumbus und den Wikingern Kontakte über die Ozeane? Waren europäische Seefahrer des Altertums bereits in Amerika und umgekehrt? Darüber zerbrechen sich seit Jahrhunderten zahlreiche Menschen den Kopf. Gerne zieht man auch das Thema Atlantis dabei heran. Oder die Seefahrt-Experimente des Thor Heyerdahl mit seinen Booten sowie Parallelen bei Funden in der Alten und in der Neuen Welt. Im folgenden YouTube-Video wollen wir einen dieser erstaunlichen Funde der alten Maya einmal genau ansehen …

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Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Parallelen in Kunst, Kult und Kultur zwischen der Alten Welt und Amerika findet man ohne Frage. Mal mehr als deutlich, wie etwa die berühmten Steinkugeln von Costa Rica, die es in dieser Form auch in Südost Europa gibt, oft aber eben weniger deutlich.

In diesem Video soll genau einer dieser „seltsamen Funde“ genauer betrachtet werden, der bis dato oftmals übersehen wurde: Gemälde der alten Maya aus Mexiko in Mittelamerika, die scheinbar eindeutig Schwarz-Afrikaner zeigen …

Bleibt neugierig …

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Die Akte 2012 reloaded: Was blieb vom Hype um den 21. Dezember 2012, Nibiru, Maya-Kalender, Weltuntergang und all den Prophezeiungen?

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Die Akte 2012 reloaded - Weltuntergang, Nibiru, Maya-Kalender und anderer Unsinn zum 21. Dezember 2012
Die Akte 2012 reloaded – Weltuntergang, Nibiru, Maya-Kalender und anderer Unsinn zum 21. Dezember 2012

Der 21. Dezember 2012 ist nun lange Geschichte. Die Welt natürlich nicht: Sie ging nicht unter – es gab keinen Weltuntergang. Die angeblichen “Maya-Prophezeiungen” zum Ende ihres weltbekannten Kalenders trafen allesamt nicht ein. Ebenso wie sämtliche anderen von fantasievollen 2012-Esoterikern, Propheten, Alien-Fans, Nibiru-Gläubigen und “Verschwörungstheoretikern” heraus posaunte Aussagen. Wieder ging ein Mystery-Hype sang und klanglos unter. Aber warum eigentlich? Dazu ein umfassendes Resümee ein Jahr nach dem Ende der Welt, der Ankunft der Außerirdischen und dem Aufstieg in eine höhere Dimension …


(Update: 21. 12. 2013)

2012, Nibiru, die Maya und das Ende

Mitte August 2010 erschien das Buch “Die Akte 2012 – Wahn und Wirklichkeit“. Weder davor noch danach erschien ein ähnlicher Titel rund um den Mythos 2012.

Der Auslöser war, dass der Boom um den 21. Dezember 2012, die Maya, die Außerirdischen, einen Weltuntergang, den angeblichen Planeten Nibiru alias „Planet X“, einen Aufstieg der Menschheit etc. immer öfter an mich als Autor der Mysterien der Welt in E-Mails und im Internet herangetragen wurde. Vor allem ab 2008/9. Ein Phänomene-Journalist, wie ich eben einer bin, ist ja sicherlich auch einer der Ansprechpartner zu derartigen Themen. Da ich intensiv die “Aktivitäten der Mystery-Fans” im Internet lese usw. war mir der Boom natürlich nicht unbekannt. Doch es schlug nach und nach dem Fass den Boden aus, was ich da alles lesen „musste“.

Chichén Itzá in Mexiko (Zeichnung von Catherwood, 1843): die Maya galten schon immer als "verwunschene Kultur) (Bild: gemeinfrei / Archiv L. A. Fischinger)
Chichén Itzá in Mexiko (Zeichnung von Catherwood, 1843): die Maya galten schon immer als “verwunschene Kultur (Bild: gemeinfrei / Archiv L. A. Fischinger)

In einem Sozialen Netzwerk explodierten die 2012-Themen aufgrund von Roland Emmerich seinem Kinokracher “2012” im Jahre 2009. Im Sinne von: “Was steckt denn nun eigentlich dahinter?” Und genau dort war auch ich um 2009 dazu sehr aktiv. Bis heute bin ich überzeugt, dass der Mythos und Hype um 2012 den Ruf der Grenzwissenschaft geschadet hat. Wie schon der (kleinere) Hype um 1999 und Nostradamus oder der Selbstmord von rund 40 UFO-Sekten-Fans einige Jahre davor in den USA.

Die Maya als “verwunschene Kultur” im fernen Mittelamerika haben etwas Geheimes gewusst…hieß es in unzähligen Artikeln, Internetbeiträgen und Büchern. Da seit 1999 – dem letzten Hype ähnlicher Art – das Internet einen gigantischen Zuwachs bekam, überschlugen sich selbsternannte Kenner der Materie mit ihren leider allzu oft sehr dummen Ideen dazu. Filme bei YouTube kamen natürlich auch dazu. Und jeder wusste es besser, hatte Recht oder war eben der Experte zum Mythos 2012.

“Alles Quatsch, was Ihr da schreibt!” – das waren meine Antworten im Internet. Im spanischen oder auch englischen Internet ging es dabei sogar noch weit wilder zu als in deutscher Sprache. Ich selber wurde dabei mit den wildesten Beschimpfungen aufgrund meiner Anti-2012-Haltung überschüttet. Und natürlich wurde auch ich schnell zu einem Illuminaten oder einen vom CAI oder so bezahlten “Desinformanten” erklärt …

Maya-Prophezeiungen und der Weltuntergang: Eigentlich total albern …

Aber – wie immer in der wilden Esoterik-Szene – konnte keiner (und ich meine hier es im wahren Sinne des Wortes: keiner) der “Experten” sachliche Fragen von mir beantworten. Fragen etwa, wo ich diese oder jene “Maya-Prophezeiung” sachlich nachlesen kann. Oder auch, woher diese oder jene Information., Aussage oder auch Quelle stammt. “Experten” betraten die Bühne, die sogar derart peinliche Aussagen zum 21. Dezember 2012 machten, dass man sich als Autor des Phantastischen in Grund und Boden schämen musste, dass man eben persönlich seit rund 20 Jahren bzw. Kindertagen an den Rätseln und Mysterien der Welt sehr interessiert ist. Aber gerade solche Leute oder besser deren Aussagen waren es, die mit ihren Vorträgen auf Kongressen und Tagungen und natürlich ihren Veröffentlichungen/Büchern sehr großen Erfolg hatten.

Da ich ganz klar Pro-Mystery eingestellt bin – musste ich einfach in einem eigenen 2012-Buch eine Art „Kontra geben“. Es war mir gleich, dass ich gewisse Kreise der “Mystery-Szene” damit an das berühmte Bein pinkele. Wie es Roland M. Horn und ich ja auch schon 1999 mit unserem Bestseller “UFO-Sekten” taten. Denn nicht die (alten) Maya logen uns in Sachen 21. Dezember 2012 die Hucke voll, sondern die modernen 2012-Esoteriker und -Verschwörungstheoretiker taten dies. Der Hype war nichts weiter als eine mit Quatsch gefütterte Geldmaschine der westlichen Welt. Das wollte in den Boom-Jahren von mir niemand hören, da ich ein böser Desinformant sei. Auch zum Beispiel mein wiederholter Hinweis, dass der älteste Maya von Guatemala am 11. Oktober 2009 in der Zeitung “Telegraph” (Großbritannien) geradezu vor Zorn über diese “westlichen Theorien” explodierte und “die Schnauze voll diesem Kram” habe, war den Gläubigen egal.

Dutzende Bücher und Artikel und zehntausende(!) Internet-Postings zu 2012-Themen habe ich gelesen, ausgewertet und gesichtet. Texte sowie auch Diskussionen, die fast alle mit zwei falschen Kernaussagen zum Maya-Kalender begonnen haben (im Internet Mittelamerikas war es jedoch etwas anders): Da der Maya-Kalender am 21. Dezember 2012 endet, hieß es da immer, haben die alten Maya XY prophezeit. XY ist dabei eine Variable, deren “Wert” man sich aussuchen kann. Von einem Weltuntergang bis UFO-Invasion war alles dabei.

Beide Kernaussagen zum Maya-Kalender waren schlicht falsch und erfunden!

Wie erwähnt, konnte nicht ein einziger 2012-Fan mir sagen, wo genau diese oder jene “Maya-Prophezeiung” steht. Kein Wunder, da der Kalender nicht an diesem Tag endete, sondern dann nur ein Zyklus neu begann und es eine konkrete Prophezeiung der Maya Mexikos dazu überhaupt nicht gab und gibt. Ausreden der Fans wie “aber es wird was passieren, man sieht doch die Veränderungen in der Welt” oder ähnliche sind dabei nur Blabla gewesen. Zu jeder Zeit gab es Veränderungen in der Welt und der Geschichte. Wäre der Kalender-Zyklus schon am 21. Dezember 1950 resetet worden, hätte es sicher den “1950-Boom” in den Jahren 1945 bis 1950 gegeben. Denn da waren die Veränderungen der Welt mit Sicherheit ungleich schwerwiegender als heute. Aber natürlich hat der Maya-Kalender auch nichts mit den aktuellen Themen der Welt zu tun. Zum Beispiel den “Arabischen Frühling” oder Naturkatastrophen.

Der Sonnenstein der Azteken - nicht der Kalender der Maya (Bild: L. A. Fischinger)
Der Sonnenstein der Azteken in Mexiko-City: nicht der Kalender der Maya (Bild: L. A. Fischinger)

Wenn es also keine Prophezeiung der alten Maya gibt, die von einem Untergang der Welt oder Sonstigem berichten, warum denn dann dieser Boom darüber? Ehrlich gesagt ist das wohl ein Thema der Soziologen, das ich als Journalist des Phantastischen sicher nicht wissenschaftlich im Detail ergründen kann. Aber wichtig ist zu wissen, dass vor allem Roland Emmerich mit seinem 2012-Film dem Mythos richtig Nahrung gab. Die Presseberichte und Internet-Beiträge zeigen das sehr deutlich, wie in dem Buch “Die Akte 2012” dargelegt. Emmerich aber, dass sagte er höchst selbst in einem Interview mit einem Freund und Autoren, wollte nur einen Weltuntergangsfilm drehen und kam über “Google” sehr schnell auf die Maya, 2012 und ihren Kalender. Das Thema war also durchaus in der Mystery-Community schon bekannt und Emmerich puschte es erst in gigantische Höhen.

Aber wichtig ist auch zu wissen, dass die 2012-Promoter nur zu einem sehr kleinen Teil einen Weltuntergang 2012 prophezeiten! Die meisten Autoren des Themas gehörten eher der Hardcore-Esoterik an. Sie sprachen von Liebe, Aufstieg der Menschheit in eine höre Dimension, einem Goldenen Zeitalter oder meinetwegen auch von einer Neuen Weltordnung. Extrem-Autoren verbanden das alles jedoch zu einem 2012-Brei aus leeren Worthülsen, Lügen, Unwissenheit, Phantasie und Blödsinn. Sonnenstürme wurden zum Beispiel von einem selbsternannten “Dr.” prophezeit, die dann eine “Evolution der Menschheit” auslösen würden. Und das, obwohl wir solche Stürme schon ewig lange in der Astronomie kennen und diese immer wieder kommen. Mit dem Maya-Kalender hatte auch das wieder absolut nichts zu tun. Fast keiner der 2012-Freunde und vor allem -Promoter hat auch die kursierenden Aussagen oder Weissagung genauer recherchiert. Leider.

Andere wieder plapperten von der Ankunft des angeblichen Planeten Nibiru / Planet X in die Nähe der Erde. Übrigens haben sie dies auch beim 1999-Hype getan. Folge davon seien eben auch Katastrophen wie physische Polsprünge oder auch die Wiederkehr der angeblich auf diesem Planeten lebenden Außerirdischen mit dem Namen Anunnaki. Jene “Ancient Aliens”, die vor Jahrtausenden hier gewesen seien und die Menschheit auf die eine oder andere Art beeinflusst haben sollen. Spätestens hier platze mir als Autor mit dem Hauptinteresse und Thema Prä-Astronautik nun endgültig der Kragen.

Warum schreibt ein überzeugter Autor des Phantastischen ein “Anti-Buch”?

Der Leser wird mir zustimmen, dass das weite Feld der Esoterik und Grenzwissenschaft oft und gerne aus Unwissenheit in einen Topf geworfen, mit Verschwörung gewürzt und so zu einer Soße aus Quatsch aufgekocht wird?! So häuften sich denn auch mir gegenüber als Pro-Ancient Aliens-Autor die Vorwürfe, warum ich online im “Internet 2.0” gegen die 2012-Themen wettere, wo es doch “mein Gebiet” sei. Ja eben darum – weil es “mein Gebiet” ist! Richtig.

Die Akte 2012 reloaded - Weltuntergang, Nibiru, Maya-Kalender und anderen Unsinn zum 21. Dezember 2012
Die Akte 2012 reloaded – Weltuntergang, Nibiru, Maya-Kalender und anderen Unsinn zum 21. Dezember 2012

Es stellte sich in Windeseile durch “Google” heraus, dass in den jeweiligen 2012-Diskussionen und auf ungezählten Webseiten (in zahlreichen Sprachen) die Poster sich gegenseitig mit ihrem Unsinn und ihrer Unwissenheit überboten. Die Idee des angeblichen Planten Nibiru, der von intelligenten Aliens bewohnt ist, in unserem eigenen Sonnensystem seinen Bahnen zieht und ca. alle 3.600 Jahre hier in die Nähe der Erde kommen wird, stammt eigentlich aus dem Jahre 1976. Der US-Prä-Astronautik-Autor Zecharia Sitchin beschrieb diese Idee damals in seinem ersten Buch „The Twelfth Planet“, dem mehr als zehn weitere Bücher folgten. Er allein ist in der Grenzwissenschaft der Ursprung des Mythos vom bewohnten Nibiru.

Sitchin schrieb darüber zahlreiche Bücher und sah tatsächlich auch Katastrophen (Sintflut) auf der Erde durch die Gravitationwirkung des angeblichen Planeten. Aber er selber war es auch, der absolut nichts von 2012 hielt. So traurig es war und noch weiterhin sogar noch ist: so gut wie kein 2012-Propmoter kannte die Bücher von Sitchin oder hat alle nur wenigstens etwas gelesen und überhaupt verstanden. Nein, lieber wurde Pseudo-Wissen zu diesem Thema weiter erzählt und weiter gesponnen, um es mit weiteren Aussagen anzureichern, die nichts mehr mit den Büchern von Sitchin zu tun hatten. Selbstverständlich tauchten auch bald hier und dort “Channel-Botschaften” der Anunnaki zu 2012 im Internet auf. Das gab es schon vor Jahren zum Thema Nibiru und auch damals war alles schlichter Humbug. Und es wird es wieder geben. Jetzt aktuell zum Ende des Jahres 2013 wurde denn auch der erdnahe Komet „Ison“ mit Aliens und Nibiru in Verbindung gebracht …

Mir als angeblicher “Desinformanten der Illuminaten” schlugen sehr schnell die 2012-Gläubigen entgegen. Dass man meine damaligen Fragen nicht beantworte und nur Blabla zurück kam, kannte ich. Aber sehr bald war zu erfahren, dass die Nibiru-Fans es gar nicht interessiert, was “irgend einer in einem Buch geschrieben hat”. Damit war Sitchin als Erfinder des Nibiru gemeint. Ein mehr als starkes Stück, da man demnach offenkundig lieber “Copy & Past”-Aussagen und -Gerüchten im Internet glaubte als Sichtin selber (den man ja meinst nicht kannte). Dabei hätte schon 1976 jeder Leser Sitchins nachrechnen können, wann nach seiner Idee der Planet etwa wieder herkommen würde. Oder in seinem Buch “Apokalypse” sogar ganz konkret das Thema nachlesen können. Der Untertitel dieses Sitchin-Buches schrie doch geradezu danach gelesen zu werden: 

“Armageddon, die Endzeit und die Prophezeiungen von der Wiederkunft”

Über all dies berichtete ich bekanntlich umfassend und immer wieder in dutzenden Beiträgen auf diesen Blog-Seiten (z. B. hier, hier und hier) wie auch bei YouTube auf meinem Video-Kanal.

Die Umlaufbahn des Nibiru wie sie sich Zecharia Sitchin 1976 ausdachte – für eine Großansicht anklicken (Bild: L. A. Fischinger aus dem Buch “Die Akte 2012“)
Die Umlaufbahn des Nibiru wie sie sich Zecharia Sitchin 1976 ausdachte – für eine Großansicht anklicken (Bild: L. A. Fischinger aus dem Buch “Die Akte 2012“)

Aber um die Quellen zu studieren, dazu war die 2012-Szene zum weit überwiegenden Teil einfach zu faul. Sitchin-Leser hätten zum Beispiel einfach die angebliche und sehr stark elliptische Umlaufbahn (s. Bild) des Nibiru von 3.600 Jahren addieren können, da Sitchin schon 1976 Angaben machte, wann dieser Planet hier gewesen sei. Das erste Buch Sitchin musste eigentlich weithin bekannt gewesen sein, wenn die “News York Times” vor rund vier Jahren recht hatte. Darin war nämlich am 8. Januar 2010 zu lesen, dass “Der zwölfte Planet” bereits in der 45. Auflage (englisch) erscheinen würde und damit ein großer Verkaufserfolg ist.

Das Nibiru-Gerede seiner Ankunft, wie es etwa die “Zetas” (die zum Beispiel schon 1995 davon sprachen) so gerne verbreiten, war also schon von Grund auf unsinnig. Bereits 1995 habe ich etwa in dem Magazin “New Scientific Times” (Nr. 3/1995) darauf verwiesen, dass der angebliche Planet seinen „sonnennächsten Punkt im Jahr 2800“ haben wird. Blödsinnig war und ist dabei auch das wilde Gerede, dass der Planet X dabei mit der Erde kollidieren würde. Nach Nibiru-Erfinder Sitchin ist etwa der Asteroidengürtel hinter dem Mars der sonnennächste Punkt des Planeten. Weiter würde dies ja auch bedeuten, dass der angeblich bewohnte Alien-Planet bei seinem Umlauf alle 3.600 Jahre mit unserem Planeten zusammen stößt. Zwei von Zivilisationen bewohnte Planeten kollidieren alle paar tausend Jahre … Ist das glaubhaft?

Aber selbst die NASA sah sich aufgrund solcher Aussagen zu einer deutlichen Online-Stellungnahme gezwungen. Für 2012-Gläubige natürlich auch nur Desinformation der “Mächtigen”. Zumal nach einigen dieser Menschen sogar “Chemtrails” (Kondensstreifen von Flugzeugen) den “Mächtigen” dazu dienten, den kommenden Planeten zu “verstecken”.

2012-Mainstream-Boom

Als es dann derart albern wurde, dass der Planet Nibiru als “Raumstation” wie der Todesstern in STAR WARS angesehen wurde, oder, dass er durch ein Wurmloch zur Erde kommt und vielleicht sogar auch schlicht “unsichtbar” durch ein “Tarnschild” oder einer anderen Dimension sei – erschien auch das Anti-Buch “Die Akte 2012 – Wahn und Wirklichkeit” (13. August 2010). Da ich mich als Prä-Astronautiker irgendwie „genötigt“ sah, zum Hype Stellung zu beziehen. Zum Beispiel wird das Nibiru-2012-Thema dort in einem ganzen Kapitel umfassend dargelegt, behandelt und widerlegt. Praktisch alle kursierenden Aussagen zu Nibiru und dem Weltuntergang usw. widersprechen bis heute den “Kernthesen” Sitchins. Ebenso entzogen sie sich beim Boom des 21. Dezember 2012-Themas irgendwelche weiteren und nachvollziehbaren Quellen. Doch auch die geradezu ungezählten Aussagen der Esoteriker im Sinne einer neuen und tollen Welt(ordnung) und 2012. Das alles hatte nun wirklich nichts mit dem uralten Maya-Kalender aus Mexiko zu tun. Es war nicht mehr und nicht weniger als “eine komplette Erfindung und eine Chance für eine Menge Leute, Geld zu verdienen”. So treffend drückte es die Direktorin der “Foundation for the Avancement of Mesoamerican Studies” (FAMSI, famsi.org), USA, Sandra Nobel, aus.

Dresdener Codex, Tafel 74
Dresdener Codex, Tafel 74 für eine Großansicht anklicken

Der populäre Professor Dr. Nikolai Grube von der Universität Bonn (und viele andere echte Maya-Kenner) teilten diese Ansicht schon vor Jahren zu 100 Prozent. So etwa sagte der Maya-Spezialist Grube schon am 21. August 2009 in der “Baseler Zeitung”:

Keine Inschrift und kein Codex der Maya enthalten Angaben über die Bedeutung dieses Datums, und keine Prophezeiung lässt sich finden, welche die Behauptungen über ein angekündigtes Weltenende stützen könnte. (…) Ganz offensichtlich eignen sich wenig bekannte und exotische Völker wie die Maya ganz besonders gut als Projektionsfläche für die Wünsche und Ängste von Menschen aus der kapitalistischen Welt.

Auch die Aussage, dass der Maya-Codex in Dresden auf einer Seite das Ende der Welt 2012 durch eine Flut weissagt, ist falsch. Das Buch “Die Akte 2012” sollte dies 2010 deutlich aufzeigen. Zu allem “Überfluss” haben die alten Maya dann sogar noch selbst-persönlich in Tempeln Datumsangaben hinterlassen, die sehr, sehr weiter hinter das Jahr 2012 reichen. In der Stadt Tikal finden wir etwa den 24. Februar 9898. Kein Platz für den Weltuntergang 2012. Aber was sie nicht hinterlassen haben sind all die ungezählten Aussagen, wie sie die westliche Esoterik sehr auflagenstark und voller Phantasie verbreitet hat. Dabei waren aber die Mainstreammedien vor allem schuld daran, dass das Thema „Untergang der Welt“ in der breiten Bevölkerung die meiste Beachtung fand.

Wie es auch bei diesem Hype zu erwarten war: Nachdem ich meinen Mystery-Vlog-Channel im Spätsommer 2012 bei YouTube startete und dort (natürlich!) auch über 2012 berichte…hageltet es Beleidigungen der “Gläubigen”. Sogar bis heute, ein Jahr nach dem 21. Dezember 2012. (Update Dezember 2014: und noch immer)

Mich als Autor stellte all dies vor ein großes Problem, da ich mich mit meiner Buchidee eben nicht dem 2012-Mainstream-Boom angeschlossen hatte. Ganz im Gegenteil. Trotz guter Verlags-Kontakte wollte man das Contra-Manuskript einfach nicht. Ein Lektor sagte etwa klipp und klar, dass damit dessen erfolgreichste Autorin widerlegt sei. Die Lektoren sahen keine (Verkaufserfolgs-)Chancen, da eben all die kursieren 2012-Phantasie-Themen in diesem Manuskript ad absurdum geführt würden. Ich bin sicher, dass Autoren, Journalisten und Schriftsteller diese Tatsache der „unpassenden Themenangebote“ sehr gut kennen. Es ist nicht allein auf grenzwissenschaftliche Veröffentlichungen beschränkt, sondern gilt beispielsweise auch für Belletristik. Was die Masse der Leser nicht interessiert – das wird auch nicht veröffentlicht. Verständlich.

Erst als nach langem hin und her in der Verlagslandschaft Deutschlands erschien „Die Akte 2012″ doch noch bei dem geschätzten Verlag “Die Silberschnur”. Nachdem jedoch das Manuskript “entschärft” wurde, Passagen und Aussagen und deren Quellennachweise entfernt wurden und ich noch eine ganze Reihe weiterer „Kompromisse“ einging …

Resümierend kann man zum Maya-Kalender und den Prophezeiungen zum 21. Dezember 2012 sagen:

Natürlich ist dies hier nur eine kleine “Reloaded-Zusammenfassung” des vergangenen Hypes aus meiner Sicht als Mystery-Autor. Über die Suchfunktion dieses BLOG hier werdet Ihr, liebe Freundinnen und Freunde des Phantastischen, zahlreiche Beiträge von und zu 2012 und den entsprechenden Themen finden. Es ist ein Jahr nach dem angeblichen Schicksalsjahr oder auch Schicksalstag unlängst völlig ruhig dazu geworden. Plötzlich war er – weg. Das war schon Anfang 2013 so, als genau dieser Artikel etwas abgewandelt in dem Magazin “DEGUFORUM” der DEGUFO e.V. erschien.

Der Mythos 2012 entwickelte sich langsam aber stetig bis 2009 Roland Emmerich mit einem „Krawums“ in die Lichtspielhäuser kam. Von da an ging es mit dem Thema extrem steil bergauf. Leider jedoch mit dem Kernpunkt „Weltuntergang“. Die wenigstens Menschen der Esoterik-Szene, die irgendwie an 2012 & Co. glaubten, sprachen aber jemals von einem Ende aller Tage. Das puschte die Medienlandschaft in die Bevölkerung. Hier sind die 2012-Promoter im Sinne eines „Aufstiegs der Menschheit“ usw. und ich persönlich ganz klar einer Meinung. Aber was wurde aus all den anderen wunderbaren Weissagungen zum Maya-Kalender? Habe nur ich irgendwie was verpasst?

Aber der nächste Boom kommt bestimmt. Der nächste Weltuntergang und „Aufstieg“ sowieso.

Euch Euer Jäger des Phantastischen

Fischinger-Online

(Geschäfts-eMail: FischingerOnline@gmail.com)

zum Thema

 

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Hurra, wir leben noch. Noch? Das "wahre Ende des Maya-Kalenders" am 23. Dezember 2012 …

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Hurra: Wir haben den 21. Dezember 2012 überlebt! Aber das ist kein Wunder – es gab ja auch nichts zu befürchten bzw. es wurde von der alten Maya-Zivilisation für das “aktuelle”Ende dieses Kalenderzyklus nichts prophezeit. Wie die Leser des Buches “Die Akte 2012 – Wahn und Wirklichkeit” wissen, gibt es aber für alle 2012-Prophezeiungs-Fans doch noch ein rettendes “Bonbon”.


von Lars A. Fischinger

 
Ich bin in den vergangenen Jahren nicht müde geworden zu betonen: 21. Dezember 2012? Weltuntergang? Maya-Weissagung? Alles Käse! Wiederholungen und begründete Belege spare ich mir darum an dieser Stelle (hier).

Ebenso wurde ich aber auch nicht müde zu betonen, dass die Synchronisierung der drei Maya-Kalender mit unserem heutigen Kalendersystem der westlichen Welt nicht so 100prozentig sicher ist. Dazu möchte ich hier die sehr guten Arbeiten von Mario Krygier und Jens Rohark kurz anführen. Schon bei den Recherchen zu “Die Akte 2012” war der Kollege Mario eine grosse Hilfe.

Und was sagen die beiden Autoren in ihren umfangreichen Arbeiten nun? Knapp gesagt: 

Der aktuelle Zyklus des 13. Baktun (= 13.0.0.0.0 geschrieben) endet am 23. Dezember 2012 und nicht am 21. Dezember 2012!

In “Die Akte 2012” wurde das genauer erläutert. Doch auch hier eine kleine Erläuterung dazu:

Diese 13 Baktun sind 144.000 Tage. Also 144.000 Tage (Tag = “Kin” genannt) x 13 = 1.872.000 Tage. Und da vom Start des Zyklus am 13. August 3114 vor Christus ausgegangen wird, kommen Krygier & Rohark (aber auch andere) zu diesem Enddatum am 23. Dezember 2012.

Ach, übrigens:

Erich von Däniken geht in seinem Buch “Götterdämmerung” vom Oktober 2009, in dem er sich mit den Maya und die Rückkehr der Götter aus dem Kosmos befasst, auch von einem Ende der “Langen Zählung” am 23. Dezember 2012 aus. Scheint ebenfalls kaum jemand bemerkt/gelesen zu haben. Ebenso ist der Untertitel seines Maya-Buches “Der Tag, an dem die Götter kamen” aus dem Jahre 1984(!), in der sich auch umfangreich mit den Kalendern der Maya befasst, “11. August 3114 v. Chr.”…

Menschen, die was auch immer am Ende der Zählung erwarten (erwarten wollen) können also noch ein ganz wenig Hoffnung haben. Auch an den hier von mir am 21. Dezember dargelegten Aussagen ändert auch das “neue Datum” nichts.

Zahlreiche Vidos zu diesen Themen sind auf meinem Channel “Rätsel & Mysterien der Welt” auf “Youtube” zu finden.

 Links

   Zum Thema:

  Es muss nicht alles so sein, es kann auch ganz anders sein. Manche Rätsel sind Scheinrätsel, manche werden zu welchen gemacht, manche aber widerstehen ziemlich hartnäckig allzu glatten Erklärungsversuchen.

(Walter-Jörg Langbein, 1993 in “Die großen Rätsel der letzten 2500 Jahre”)
www.Youtube.com/FischingerOnlineDER MYSTERY-VIDEO-CHANNEL

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Unbeachteter Hinweis im "Maya-Kalender": Wird der Weltuntergang doch kommen?

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Der westliche Hype um das Jahr 2012, dem Weltuntergang und mehr ist nur eine modere Legende. Das heißt, es ist eine Art modernes Märchen das mit riesigen Schritten durch das Internet schreitet und von dort auf dem Buchmarkt überschlug. Solche Märchen haben den großen Nachteil, dass der Urheber, die Quelle, nicht feststellbar ist. So auch bei zahlreichen wilden Spekulationen zum 21. Dezember 2012. Eine Reihe von 2012-Fans scheinen nur das zu glauben, was sie gerne glauben wollen (oder was $-Cash bringt). Andere Meinungen? Fakten? Widerlegung? Unerwünscht! Aber als “Alternative” zum 21. Dezember 2012 haben wir ja noch eine tatsächlich uralte “Prophezeiung der Alten Maya”, die bisher keine Beachtung fand… 

Von Lars A. Fischinger
(aus und nach dem Buch “Die Akte 2012 – Wahn und Wirklichkeit“)

Wann geht die Welt “laut Maya-Kalender” zu Ende?

Immerhin hat das angebliche Jahr des Wandels inzwischen ein Eigenleben entwickelt und splitterte sich in zahlreichen Unterlegenden”. Seit Jahren ein beliebtes Thema und ein echter Boom. Diese Themen wurden 2010 in dem Enthüllungsbuch „Die Akte 2012: Wahn und Wirklichkeit“ von mir und Ewa Gyur umfassend dargelegt, untersucht und letztlich auch widerlegt. Sehr zum Ärger einer ganzen Reihe 2012-Fans, die immer mehr mit Gift und Galle, mit absurden “Fakten”, wirren Aussagen und Beleidigungen gegen mich um sich werfen. Und genau das habe ich auch erwartet, als ich mich der “Akte 2012” angenommen habe. Zum Glück sind aber nicht alle so verstockt beim Thema Maya & Co. Aber man sollte auch nicht “mit dem Feuer spielen”, wenn gewisse 2012-Fans nur St…

Was diese Menschen wohl nicht wissen: 


Ich bin Pro-Vertreter und “Anhänger” der Rätsel dieser Welt-Forschung. Ja, wirklich! Das bedeutet, ich stehe Mythen, Legenden, seltsamen Berichten, Aliens & UFOs und der Prä-Astronautik zu 101 Prozent offen gegenüber! Ja, mehr noch: ich bin von der Idee der Prä-Astronautik überzeugt. Auch wenn natürlich vieles in diesem Bereich leider reiner Blödsinn ist oder auf Irrtümern beruht. Wo mag der wahre Kern sein?, frage ich mich darum seit 1989 (hier und hier)!? Den gibt es meist durchaus bzw. er wäre durchaus denkbar.

Ist das auch beim Mythos 2012 so? Ja und Nein.

Es stellt sich bei der Recherche und Beschäftigung mit dem 2012-Phänomen inklusive all seiner Subphänomene heraus, dass der Kern des Mythos nur eine Art Sandkorn der Erde ist. Das ist wohl mehr als nur erstaunlich und zugleich unverständlich. Blickt man nämlich die letzten Jahre auf den Hype um 2012 und die Maya – so erweckt des den Anschein, dass die Leute ganz genau wissen, wovon sie berichten und sprechen. Es scheint, als wimmelt es von Maya-Prophezeiungen zu 2012. Fakt ist ja immerhin auch, die Maya-Zivilisation existierte wirklich. Und Fakt ist weiter, sie hatten drei Kalendersysteme, die auf 2012 hinauslaufen könnten. Fakt ist weiter auch, dass wir zahllose Schriften und Inschriften der Alten Maya haben und wir diese unlängst lesen können.

Die Autoren Kurt-J. Heering und Jo Müller stellten treffend in ihrem 2012-Buch “Apokalypse 2012: Die Endzeitprophezeiungen der Maya” etwa fest:

Was die Maya wirklich geweissagt haben und was Interpreten in den Hinterlassenschaften dieses Volkes an Prophezeiungen zu erkennen glauben, sind sehr unterschiedliche Dinge. Aber um spannende Geschichten handelt es sich allemal.”[i]

So ist es.

Nach Nachfragen in den ungezählten 2012-Diskussionen oder ähnlichem bei den Prophezeiungs-Anhängern nach sachlichen Quellen dazu sind seit Jahren vergeblich. Sie werden mit unsinnigen Aussagen und oft mit Beleidigungen beantwortet, weil diese eben keine alte Propheiungs-Quelle liefern konnten und bis heute können…

Das Buch “Apokalypse 2012” der Autoren und inzwischen Freunde Kurt Heering und Jo Müller von 2009 war im Deutschen Raum übrigens eine echte Wohltat, da es sich schon damals gegen die 2012-Märchen aussprach. Und vor allem auch deshalb, weil Roland Emmerich höchst selbst in einem umfassenden Interview in diesem Buch darlegte, wie es zu seinem Spielfilm “2012” kam. Aussagen von Emmerich, die gerne von 2012-Anhänger ignoriert werden oder denen einfach unbekannt sind. Weise ich als Mystery-Journalist eben auf diese Aussagen zu/und den Spielfilm mit seinen Folgen in der öffentlichen Meinung zum Maya-Kalender hin – bin ich umgehend eine Persona non grata in den Augen dieser. Was soll’s – das waren mein damaliger Koautor Roland M. Horn und ich bereits 1999 mit unserem Beststeller “UFO-Sekten“.

Wo ist er denn nun…der echte, greifbare und reale Kern hinter den meist vollkommen sinnlosen 2012-Aussagen? Wann geht denn nun die Welt laut den untergegangenen Maya zugrunde?

Ich muss Euch, liebe Leserinnen und Leser, auch hier wieder enttäuschen. Stammleser dieses BLOG und Zuschauer meines Video-Channel (ich habe unten drei Videos zum Thema eingefügt) bei ahnten es sicher schon. 2012-Propheten usw. wollen es dagegen lieber nicht wissen. Aber ich habe ein kleines “Bonbon” für eben all jene aus dem Buch “Die Akte 2012 – Wahn und Wirklichkeit” herausgesucht, die auf das Ende aller Tage warten möchten.

Der Kalender der Maya könnte 2012 nach einem über 5000 Jahre andauernden Zyklus wieder neu beginnen. Könnte, wenn die Berechnung auf den 21. Dezember 2012 korrekt ist. Aber möchte nun jemand die Wahrheit der Maya zum Jahr 2012 suchen, wird er am Ende seiner Recherchen sehr bitterlich enttäuscht sein. Die versunkene Maya-Zivilisation hat bekanntlich nichts hinterlassen, was in irgendeiner Art und Weise mit dem Ende des “Long Count” – dem Maya-Datum 13.0.0.0.0 – in Zusammenhang steht. Nirgendwo auch nur ein Text oder eine Inschrift. Nichts, die totale Abwesenheit von echten Fakten. Kein Weltuntergang, kein “Aufstieg”…absolut nichts (bis auf “Monument Six) Das hören einige 2012-Freunde nicht gerne, ist aber nun mal so.

Aber lassen wir vorher den Astronomen und Anthropologen Professor Anthony Aveni, Colgate Universität New York, sprechen. Der Autor des fraglos spannenden Buches “The End of Time: The Maya Mystery of 2012” von 2009 schreibt in dem Fachmagazin “Archaeology” (Nr. 6/2009) deutlich:

Obwohl die Maya an zyklische, aufeinanderfolgende Schöpfungen glaubten, gibt es keine klaren Belege dafür, was sie für unseren 13.0.0.0.0 erwarteten[ii]

Die Alten Maya sagten/schrieben an keiner Stelle, dass XY passiert oder – so berichten es leider unsäglich schlechte Medienberichte und gewisse Apokalyptiker – der Planet Nibiru (hier und hier) erscheinen wird. Und vielleicht dieser dann sogar das Ende der Welt oder zumindest Chaos auf Erden bringt. Doch mehr noch, in der alten Maya-Stadt Palenque existieren Funde, die auf Jahreszahlen weit nach 2012 hinweisen.

Die berühmten Maya-Experten Professor Linda Schele und der Archäologe David Freidel berichten jedenfalls von einer in Palenque gefundenen Inschrift, die bis auf den Oktober 4772 nach Christus vorausblickt. Gefunden wurde sie in der legendären Pyramide “Tempel der Inschriften” (um 690 nach Christus) und sie sagt, dass man in diesen fernen Tagen noch König Pakal den Große, der dort bestattet wurde, huldigen wird. Wir Prä-Astronautiker kennen diesen und den „Tempel der Inschriften“ vor allem durch die weltberühmte Grabplatte von Palenque, die als Ancient Alien gedeutet wird.

Auch Dr. Nikolai K. Grube, Professor für Altamerikanistik an der Universität Bonn und Spezialist der Maya-Inschriften, verweist auf Maya-Daten, die über das Jahr 2012 hinausweisen. Dabei beruft er sich zum Beispiel auf einen beschrifteten Knochen mit Namen “MT26”, der in einem Grab in der legendären Maya-Stadt Tikal gefunden wurde. Auf diesen stehen drei Daten:

  • 17. Juni 1224
  • 22. April 5565
  • 24. Februar 9898

Das letzte Datum scheint den Alten Maya wichtig gewesen zu sein. Wir finden es, so zumindest Maya-Experte Grube, häufig in Maya-Inschriften. Grube:

Es (das Datum, L.A.F.) birgt offensichtlich eine Information von universeller Bedeutung, mit großer Wahrscheinlichkeit eine konkrete Aussage über die Dauer des gegenwärtigen Universums in der Vorstellung der Maya. Dafür spricht auch, dass es keine Hieroglyphentexte gibt, in dem Zeitangaben gemacht werden, die über das Jahr 9898 hinaus weisen. Es war eine Zeitgrenze, die nicht überschritten wurde, weil man sich dessen, was danach folgte, nicht mehr gewiss war.”[iii]

Kein Platz für den baldigen Weltuntergang also. Aber auch kein Platz für angeblich vorhandene “Prophezeiungen” der Maya über einen “spirituellen Aufstieg” und Wandel der Menschheit 2012. Meinetwegen durch Energiestrahlen aus dem All und von der Sonne. Mit etwas gutem Willen könnten wir aber das Maya-Datum 24. Februar 9898 als Tag des Untergangs der Welt interpretieren, da es (bisher?!) keine späteren Daten gibt.

Der 2012-Autor Mario Krygier weißt jedoch in einem interessanten Artikel für das Magazin Skeptiker” (Nr. 1/2009) auf eine Weissagung “des legendären Schamanen der Lakandon-Maya” mit Namen Chan K’in Ma’ax (Viejo) hin. Der angeblich mit rund 110 Jahre am 23. Dezember 1996 verstorbene Schamane weissagte in der Tat ein Ende der Welt. Zum Beispiel:

Es wird das Ende der Welt kommen. So erzählt man, so sagt man. Es wir unser Ende kommen, wenn es keine Bäume mehr gibt, dann, wenn sie alle gefällt sind, wenn es überall Menschen gibt, wenn es keinen Wald mehr gibt.”[iv]

Chan K’in Ma’ax war natürlich kein Prophet der Alten Maya. Er war ein Maya-Schamane des 21. Jahrhunderts und seine Aussagen über Umweltzerstörung finden sich in der heutigen Zeit überall; von Politikern bis Umweltschützern. “Wenn der Dschungel zerstört wird, wird die Welt sterben” wusste der Maya zum Beispiel schon vor 30 Jahren in Kingman Daily Minder” vom 28. Dezember 1980 zu berichten. Solche Aussagen sind logisch und heute nachvollziehbar. Es bedarf hier mit Sicherheit keiner prophetischen Gabe, um das zu erkennen. Ein Datum oder Jahr nannte Chan K’in Ma’ax indes übrigens auch nicht.

Für 2012-Freunde ist das vollkommene fehlen von derartigen Maya-Prophezeiungen ein Dorn im Auge. Auch Professor Grube hat diese Erfahrung gemacht, wie er in einem Interview mit “Die Zeit” 2009 berichtete:

Ich werde häufig (von Esoterik-Gruppen, L.A.F.) angefragt und muss dann immer Entwarnung für das Jahr 2012 geben. Das stößt auf großes Entsetzen oder auf Unglauben, verbunden mit einer Kritik an der Wissenschaft, die sich für diese Phänomene nicht öffne, wie es dann heißt. Die Argumentationsstrukturen der Wissenschaft und der Esoterikszene sind nicht kompatibel. Esoterik beruht auf Glauben, die Wissenschaft auf Belegen.”[v]

Und was ist mit der berühmten Schrift “Popul Vuh” der Maya, dem wichtigsten Dokument ihrer Kultur?

In der Tat, dieses “Buch des Rates” ist für die Maya-Forschung eine enorm wichtige Quelle, seit es um 1700 aus alten Quellen zusammengetragen wurde. Aber auch hier Fehlanzeige. Das Buch enthält keinerlei Prophezeiungen für 2012. Man muss es nur lesen um diesen Umstand zu erkennen. Ich habe auch immer wieder darauf hingewiesen, dass der Älteste Maya von Guatemala sich schon 2009 über den westlichen Hype um den 21. Dezember 2012 böse aufregte.

Und der berühmte Maya-Codex in Dresden, der den Weltuntergang durch eine Sintflut zeigt?

Der für uns interessante Codex aus Dresden wurde 1739 von Johann Christian Götze (1692 bis 1749) entdeckt und liegt heute in der Schatzkammer des Buchmuseums der Sächsischen Landes- und Universitätsbibliothek in Dresden. Auch wenn der ohne Zweifel interessante Codex Berechnungen zum Mars oder zur Venus und die legendären “Finsternistafeln” enthält, ist nur ein einziges Bild für die 2012-Apokalyptiker spannend. Interessant beim Thema “Die Akte 2012” ist nämlich die Tafel 74 des Codex: “Weltende” oder “Sintflut” genannt. Sie zeigt im oberen Rand einen Drachen oder ein Krokodil, das Wasser speit und sich offenbar über den Himmel erstreckt. Über einer schwarzen und bewaffneten Gottheit auf dem Bild steht mutmaßlich die Maya-Göttin Ixchel. Sie trägt eine Schlange auf dem Haupt und zwei gekreuzte Knochen auf ihrem Rock. Dies steht nicht für Nibiru, sondern steht angeblich für „Feindschaft“ oder kriegerische Absichten. Ixchel war die Schutzgöttin der Schwangeren, des Wassers und des Regenbogens am Himmel und ebenso eine Göttin der Erde und des Mondes. Vielleicht hat sie auch etwas mit der Fruchtbarkeit zu tun. Jedoch zeigt der Codex deutlich, dass auch sie einen Krug mit Wasser scheinbar auf die Erde schüttet.

Was nun bedeutet diese Darstellung?

Maya-Forscher wie Rolf Krusche mutmaßen, dass Bild zeigt eine in ganz Mittelamerika verbreitete Mythologie: Das Ende der Welt; hier durch eine Sintflut. Aber nicht unbedingt in Zukunft!

Die Völker in Mittelamerika glaubten – ähnlich wie die Hopi Indianer in Arizona, die angeblich aus Mexiko kommen – dass die Welt bereits mehrmals untergegangen ist. Die Azteken etwa glaubten, sie befinden sich in der fünften Welt bzw. Schöpfung. Durch eine Katastrophe (Erdbeben) werde auch diese fünfte Schöpfung eines Tages vernichtet. Wann das jedoch soweit sein wird, dass haben die Azteken nicht überliefert.

Tafel 74 des Dresdner Codex nun soll eben einen solchen Untergang zeigen. Krusche schrieb schon 1966:

Das Bild bezieht sich auf die bei allen mittelamerikanischen Völkern anzutreffende Vorstellung von der mehrmaligen Schöpfung und Vernichtung der Welt. Nach den Überlieferungen der Maya gingen der bestehenden Welt, die auch dereinst einmal zerstört werden würde, bereits drei andere Weltzeiten voraus.[vi]

Über 40 Jahre später, inzwischen sind die Maya-Texte in weiten Teilen lesbar, revidierte Maya-Schriftexperte Professor Dr. Nikolai Grube diese Aussage jedoch etwas. Grube, der bereits im Jahre 2004 in “Abenteuer Archäologie” (Nr. 1/2004) kompetent gegen den 2012-Mythos vorging, hat hier so seine Zweifel. Es sei seiner Meinung nach sogar unsicher in welchem Maya-Weltzeitalter wir heute überhaupt leben:

Es gibt keine Maya-Aufzeichnungen über die Zahl der Universen, und wir wissen nicht, in welcher Welt wir gerade leben, ob in der zweiten oder zehnten oder welcher auch immer.”[vii]

Interessant ist der oben genannte Krug der Göttin, aus dem sie Wasser schüttet. In dem Wasser ist das “magische Datum 5Eb” (Grube) geschrieben. Das Datum dieser Fluten. Die Maya-Forscher wissen aber bis heute nicht, wann das Datum nach unserem Kalender in Wahrheit genau ist. Grube spekuliert auch über den Untergang der jetzigen Welt schon 2009 in “Bild der Wissenschaft”:

Inschriften der Klassischen Zeit deuten darauf hin, dass die gegenwärtige Welt 33 mal 400 Jahre dauern wird. Demnach würde das Ende im Jahr 8077 n. Chr. nahen.[viii]

Dies leitet Grube wie folgt ab:

  • 33 x 400 Jahre = 13.200 Jahre
  • 13.200 – 3114 Jahre (Start des Maya-Kalenders) = 10.086 Jahre
  • 10.086 Jahre – 2009 (das Jahr, in dem Grube diese Aussage tätigte) = 8077 nach Christus

Sackgasse…

Also auch hier von dem Jahr 2012 keine Spur. Mag sein, dass der Codex in die Zukunft weist, aber in eine unbestimmte Zukunft. Vielleicht auf das Jahr 9898. Oder, wie es Adrian Gilbert und Maurice Cotterell deuten, auf eine vergangene Vernichtung einer Maya-Welt. Und natürlich sagen solche Prophezeiungen über ein Ende der Menschheit bzw. der Welt, wie wir sie kennen, in keiner Weise, dass dies irgendwie in unsere heutige Zeit fällt. Stichwort Klimawandel, knappe Ressourcen, Überbevölkerung etc. pp. War nicht auch 1945 ein Jahr des “Wandels”? Oder 1492? Oder 1989? Oder 2001? Oder oder …

Wenn also unbedingt ein Weltuntergang á la Maya-Weissagungen gewünscht wird – hier, bitte:

24. Februar 9898

 

Links

Buch zum Thema:

Drei Videos zum Thema

   Mehr zum Thema:

 

 Es muss nicht alles so sein, es kann auch ganz anders sein. Manche Rätsel sind Scheinrätsel, manche werden zu welchen gemacht, manche aber widerstehen ziemlich hartnäckig allzu glatten Erklärungsversuchen.

(Walter-Jörg Langbein, 1993 in “Die großen Rätsel der letzten 2500 Jahre”)
www.Youtube.com/FischingerOnlineDER MYSTERY-VIDEO-CHANNEL

Fußnoten:

[i]Heering, Kurt-J. & Müller, Jo: Apokalypse 2012. Wien 2009, S. 9
[ii] Aveni, Anthony: Apocalypse Soon? In: Arechaeology Nr. 6/2009 (vol. 62, November/Dezember 2009)
[iii]Grube, Nikolai: Vorläufig kein Weltuntergang. In: Abenteuer Archäologie Nr. 1/2004, S. 51
[iv]Nach: Krygier, Mario: Weltuntergang 2012. In: Skeptiker Nr. 1/2009, S. 24
[v]Interview „Lust auf Weltuntergang“von Max Rauner mit Nikolai Grube in: Die Zeit vom 15. Oktober 2009 (Nr. 43)
[vi]Krusche, Rolf: Die Maya-Handschrift Codex Dresdenis. Frankfurt am Main 1966, S. 44
[vii]Zick, Michael: Handbuch für Wahrsager. In: Bild der Wissenschaft Nr. 10/2009, S. 77 (dort wird Grube dementsprechend zitiert)
[viii]ebenda

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Bald ist der Weltuntergang, sagen angeblich die Maya! Was wir aus dem 2012-Märchen lernen können oder sollten. Neues Video auf YouTube.

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Bald kommt der Weltuntergang: Was wir aus den Märchen um den 21. Dezember 2012 lernen können! (Bild: gemeinfrei / NASA / Montage: L. A. Fischinger)
Bald kommt der Weltuntergang: Was wir aus den Märchen um den 21. Dezember 2012 lernen können! (Bild: gemeinfrei / NASA / Montage: L. A. Fischinger)

In vier Wochen geht die Welt unter. Das behaupten… ja – nicht die Maya, das behaupten die Medien und einige verrückte 2012-Propheten. Ihr als treuer Zuschauer meines Video-Channel bei YouTube und Leser dieses BLOG wisst das. Eben ein Tag wie jeder andere wird es sein. Aber was können wir eigentlich aus dem Hype um 2012 & Co. lernen? Dazu ein neues Video auf meinem Kanal des Unfassbaren.

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Mythos 21. Dezember 2012: In Guatemala beginnen die Vorbereitungen für den "Tag X" in der Maya-Stadt Tikal

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Der 21. Dezember 2012 ist “nur” das Ende der “Langen Zählung” der drei Maya-Kalender. Nicht mehr und nicht weniger. Dieser dauerte etwa 5200 Jahre und begionnt dann neu. Weltuntergangs-Märchen sind hierbei alle Uninn! So feiert Guatemala seit Januar jeweilts am 21. eines Monats bereits dieses Ereignis. Am 21. Dezember mit einer Hauptfeierlichkeit in der Maya-Ruinenstadt Tikal.

 

Feierlichkeiten in anderen Ländern

 

Auch andere Länder der Region, über die sich das vor rund 1.000 Jahren untergegangene Reich der Mayas erstreckte, wollen mit Feierlichkeiten an die Zeitenwende erinnern. In den meisten der zahlreichen archäologischen Stätten Mexikos und Belizes sind Aktivitäten geplant, bei denen auch die Nachfahren der Mayas an die große Kultur ihrer Vorväter erinnern werden.

Endlich mal ein schöner 2012-Artikel!
 
In dem unter “weiter” verlinken Artikel wird klar darauf hingewiesen, dass es Freundenfeste der Maya-Nachfahren sind, die seit Januar 2012 begannen werden. Und eben der 21. Dezember an sich auch. Genau so ist es auch!

Auch wurde bekanntlich im Frühjahr 2012 in den Medien berichtet, dass
“die alten Maya voraus sagten, dass die Welt fortbestehen und in 7000 Jahren alles noch genau sein wird wie damals” (hier). Der Artikel oben verweist ebenso darauf.


Aber:


Auch wenn der fraglos spannende Fund Anfang 2012 als eine Art “Absage für das Ende der Welt 2012” in den Medien und im Internet bejubelt wurde – in unserem Buch “Die Akte 2012 – Wahn und Wirklichkeit” haben Ewa und ich das schon Anfang 2010 dargelegt. Nämlich, dass zum Beispiel in Tikal ein Fund (unter anderem) von dem Datum 24. Februar 9898 spricht. Natürlich nach Chritus. Ebenfalls, dass die Alten Maya dies als Fest sahen.

Übrigens, und auch darauf wiesen wir in “Die Akte 2012” hin, erhob der Maya-Älteste (Apolinario Chile Pixtun) eben von Guatemala schon vor Jahren Einspruch in Sachen 2012-Mythos. Der gesamte Hype um 2012 und sämtliche erfunden Aussagen um diesen, vom Doomsday bis zum “Aufstieg”, sei nach ihm “nervig” und er habe “die Schnautze voll von diesem Kram”. “Westliche Theorien” – mehr sei der gesamte Mythos um 2012 nicht, so der Maya am 11. Oktober 2012.

Archäologen, (seriöse) Maya-Kenner, Sekten-Experten, Soziologen usw. (und wir) schliessen uns da seit Jahren zu 100 Prozent an…

Links

Video zum Thema:
 
   Zum Thema:

 Es muss nicht alles so sein, es kann auch ganz anders sein. Manche Rätsel sind Scheinrätsel, manche werden zu welchen gemacht, manche aber widerstehen ziemlich hartnäckig allzu glatten Erklärungsversuchen.

(Walter-Jörg Langbein, 1993 in “Die großen Rätsel der letzten 2500 Jahre”)
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