Suchergebnisse: Johannes Paul II

Seherin und “Mystikerin” Anna Katharina Emmerick: Sah sie im 19. Jahrhundert den Brand von Notre-Dame voraus? +++ Artikel +++

Die Seherin Anna Katharina Emmerick: Sah sie den Brand von Notre-Dame in Paris voraus? (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Die Seherin Anna Katharina Emmerick: Sah sie im 19. Jahrhundert den Brand von Notre-Dame in Paris voraus? (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Schreckliche und traurige Bilder erreichten die Welt am Abend des 15. April aus Paris: Die Kathedrale Notre-Dame de Paris stand in Flammen. Mutmaßlich fahrlässige Brandstiftung durch Bauarbeiten am Dachstuhl an dem Gotteshaus aus dem 12. Jahrhundert wird derzeit von der Pariser Staatsanwaltschaft vermutet. Und während die Welt und vor allem Frankreich um das Pariser Wahrzeichen und die enormen Schäden an Inventar und Bauwerk trauert, kursieren erste Gerüchte um den Großbrand. Eines davon besagt, dass die  1824 verstorbene Seherin und Stigmatesierte Anna Katharina Emmerick den Band von Notre-Dame in ihren Visionen vorhergesagt habe. Kann das stimmen? Was die weltberühmte und vom Vatikan Selig gesprochene Seherin aus meinem Heimatort Coesfeld gesagt und prophezeit haben soll, lest Ihr in diesem Beitrag.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Anna Katharina Emmerick

Die Seherin Anna Katharina Emmerick lebte 1774 bis 1824 als Bauerstochter einer Kötterfamilie in einer Bauernschaft der Stadt Coesfeld in Nordeinwestfalen. Nur wenige Minuten von meinem Heimatdorf Lette steht noch heute ihr (wieder aufgebautes) Heimathaus und im Nachbarort Dülmen findet sich ihr Grab. Heute ist die “Heilig-Kreuz-Kirche” eine Gedenkstätte der schon im Kindesalter überaus frommen und gottesfürchtigen Emmerick, die später das Leben einer Nonne wählte.

Bis heute wird die Seherin mit den “Wundmalen Christi” (Stigmata) im Christentum viel verehrt. Auch Pilgerreisen bzw. Prozessionen zu ihren Ehren finden im Münsterland statt, die von ihrem Geburtshaus in Coesfeld entlang meines Heimatdorfes Lette zur Emmerick-Gedenkstätte in Dülmen führen. Und selbst eine angebliche Körper-Reliquie der gottesfürchtigen Seherin soll existieren: Eine mumifizierte Hand, die zufällig bei Renovierungen einer Kirche in Buldern, einem Dorf, das zu Dülmen gehört, entdeckt wurde.

Am 3. Oktober 2004 sprach Papst Johannes Paul II. Anna Katharina Emmerick selig. Ein Verfahren, dass sich grundsätzlich über 100 Jahre hinzog. Denn ein erster Prozess zur Seligsprechung wurde bereits 1892 eröffnet, allerdings 1928 wieder geschlossen. Erst ein zweites Verfahren von 1973 bis 2004 erbrachte dann den Status der Emmerick als eine “Selige”. Ein alles andere als unumstrittenes Urteil der Kirche, da hier vor allem die Aufzeichnungen von Clemens Brentano (1778 bis 1842) als Quelle genutzt wurde.

Die Selige Emmerick

Der Schriftsteller Bernato hielt sich in den Jahren zwischen 1819 und 1824 bei Emmerick auf. Seine Schriften über die tranceartigen Visionen und die Stigmata Gottesfrau gelte bis heute als zumindest fragwürdig. Es ist bis heute unklar, was Bernato einfach selber ergänzte und persönlich ausschmückte. Auch die Wundmale der Seligen waren schon zu ihren Lebzeiten umstritten. Entsprechende medizinische und psychiatrische Interpretationen über ihre “Gottes-Visionen” ebenso.

Als 2004 der berühmte Schauspieler, Filmregisseur und Produzent Mel Gibson seinen Film “Die Passion Christi” in die Kinos brachte, wurde Emmerick weithin berühmt. So beruht doch der aufgrund seiner Grausamkeit und Brutalität umstrittene Jesus-Film ausschließlich auf den Aufzeichnungen von Clemens Brentano über Emmerick …

Nach der Seligsprechung der sogenannten “Mystikerin” 2004 wurde auch die Grab- und Wallfahrtskirche in Dülmen umgebaut und erweitert. Unterhalb der Krypta wurde beispielsweise eine Anna-Katharina-Emmerick-Gedenkstätte errichtet, in der auch das Krankenzimmer der Seligen wieder aufgebaut wurde. Anders als bei so vielen Seligen, Heiligen oder sonst wie im Christentum verehrten Menschen handelt es sich hierbei um die Originalobjekte aus dem Leben der Coesfelderin und nicht um Kopien.

Prophezeiungen, Visionen, göttliche Schauungen …

Viele Menschen haben ein mehr als “mulmiges Gefühl”, wenn in der katholischen Kirche Personen als heilig oder besonders gottesfürchtig angebetet werden. Das ist bei Anna Katharina Emmerick nicht anders. Nicht wenige Kritiker sehen in der Verehrung von angeblich zu Lebzeiten außergewöhnlich frommen oder sogar heiligen Menschen eher eine Verklärung.

Und das in der katholischen Kirche diese Art der “Glaubensbezeugung” mehr als stark präsent ist, steht außer Frage!

Wenn diese “besonders gottesfürchtigen” Menschen dann auch noch zu Lebzeiten Prophezeiungen aussprachen, wird es vielen Kirchenkritikern schnell zu viel des Guten. So auch bei “meiner Lokalheiligen” Emmerick. Denn ihre Visionen betrafen nicht nur den von Hollywood verfilmten Leidensweg Christi, sondern auch die Zukunft. Immerhin liegt es auch in der Natur der Sache, dass Prophezeiungen die Zukunft betreffen.

Werde auch DU Fan von Grenzwissenschaft & Mystery Files!

Grenzwissenschaft und Mystery Files auf YouTube

Werde Fan von Grenzwissenschaft und Mystery Files auf Facebook+++ Blog-Newsletter HIER abonnieren +++

Prophezeiungen, Weissagungen oder Zukunftsvisionen sind ein fragwürdiges Thema. Wirklich echte und unstrittigen “Propheten” dieser Art gab und gibt es nicht. Das sieht man hervorragend am Beispiel des 1566 verstorbenen Arzt, Astrologen und Seher Nostradamus aus Frankreich. Zweifellos der bekannteste seiner Zunft. Seine angeblichen “Prophezeiungen” dienen seit Jahrhunderten allen möglichen und unmöglichen Zwecken. Und seine “Centurien” genannten Weissagungen sind so schwammig und vor allem undatiert, dass der Buchmarkt voll von angeblichen Entschlüsslungen etc. ist.

Anders bei der Münsterländerin Emmerick. Sie schrieb nicht wie Nostradamus und andere schwammige und codierte Weissagungen der Zukunft nieder. Ihre mutmaßlichen Prophezeiungen sind in textlicher Reinform vorhanden. Wobei unklar ist, was der genannte Clemens Brentano hierbei selber im Zuge seiner “schriftstellerischen Freiheit” dazu dichtete …

Eine Prophezeiung von Anna Katharina Emmerick?

Ohne Frage haben auch “Propheten” und selbst Scharlatane bei ihren Visionen der Zukunft Treffer. Es ist unwichtig, ob diese Menschen aus redlichen oder sogar gottesfürchtigen Motiven handeln oder nur betrügen wollen, irgendwer hat irgendwo und irgendwann immer mal richtig gelegen. Verpackt man seine Weissagungen in möglichst schwammige Worte und macht möglichst schwammige Angaben, steigt die vermeintliche Trefferquote dabei enorm.

Bei einer Prophezeiungen wie etwa “es kommt im Jahr XY ein schweres Erdbeben und eine Naturkatastrophe fordert viele Menschenleben” ist ein Treffer sicher. Egal im welchem Jahr.

Derzeit aber kursiert im Internet eine Aussage von Emmerick, die viele Menschen auf das verheerende Feuer von Notre-Dame beziehen. Die online kursierenden Zitate unterscheiden sich etwas, aber grundsätzlich erfahren wir folgendes, das von ihr stammen soll:

Plötzlich brach eine Flamme im Turm aus, breitete sich über das Dach aus und es schien, als würde alles verbrannt werden. Ich dachte dann an den breiten Fluss, der durch eine der Seiten der Stadt fließt hat und sich fragt, ob es nicht mit seinem Wasser das Feuer aus dem Feuer bringen könnte. Aber die Flammen verletzen viele von denen, die ihre Hand in die Abriss Arbeit gelegt hatten: die Flammen jagten sie nieder und die Kirche ging weiter zu Fuß.

Allerdings habe ich gesehen, dass es erst nach dem großen Sturm, der sich nähert, gerettet würde. Dieses Feuer, dessen Aussehen entsetzlich war, zeigte auf dem ersten Platz eine große Gefahr, auf dem zweiten Platz eine neue Pracht der Kirche nach dem Sturm. In diesem Land haben sie bereits begonnen, die Kirche mit Hilfe von Schulen zu ruinieren, die dem Unglauben nachgeben.

Erstaunliche Worte

Das klingt durchaus erstaunlich und scheint in der Tat auf den Band von Notre-Dame sehr gut zu passen! Wir alle haben die Bilder aus Paris gesehen. Wie der Spitzturm und das Dach brannte. Und die Medien berichteten nach dem Brand auch intensiv darüber, dass die Kathedrale in neuer Pracht wieder aufgebaut werden wird.

Aber wer sollen die Menschen sein, die “ihre Hand an die Abrissarbeit” des Gotteshauses legten, und bei dem Feuer verletzt wurden? Die gab es nicht in Paris! Sollen hier jene Menschen gemeint sein, die in der heutigen Zeit gegen die Kirche “kämpfen” und ihre Status unlängst hinterfragen? Mit einer religiösen Motivation kann man das durchaus herauslesen. Und diese Menschen, so kann man es weiter hinein interpretieren, scheitern letztlich an ihren Vorhanden. Denn trotz der Gefahr wird die Kirche neu und gestärkt aus den Flammen auferstehen.

Der Fluss im Zitat wäre natürlich als der Fluss Seine in Paris zu deuten. Er fließt mitten durch Paris und Notre-Dame steht noch dazu auf einer Insel mitten in der Seine.

Die “Schulen, die dem Unglauben nachgeben”, und “in diesem Land” (damit also Frankreich) die Kirche ruinieren wollen, wie soll man diese verstehen? Religiöse Menschen bzw. jene, die in den Schriften “von” Emmerick göttliche Weissagungen sehen, könnten hier schlicht den gesellschaftlichen Verfall sehen. Vielleicht auch einfach den Abfall von der katholischen Kirche und ihren Werten/Lehrern in der modernen Welt der Toleranz und des Spaß.

Und wo anders als in Schulen wird eine Gesellschaft in ihrem Kern geprägt und (be)gelehrt?

Sah Anna Katharina Emmerick den Band von Notre-Dame voraus?

Jetzt stellt sich aber die frage, ob das kursierende Zitat der Anna Katharina Emmerick (oder Clemens Brentano) überhaupt der Wahrheit entspricht.

Es gibt eine ganze Reihe Publikationen, die sich mit Emmerick und vor allen ihren Visionen beschäftigen. Neben wenigen kritischen sind es hierbei vor allem natürlich religiös geprägte Veröffentlichungen. Nicht wenige stammen von überzeugten Gläubigen der katholischen Kirche und sehr viele enthalten vor allem Auswahltexte der Visionen. Alle jedoch berufen sich auf den Chronisten Clemens Brentano. Trotz aller Kritik sind und bleiben eben seine Schriften die Hauptquellen.

Eines der letztgenannten Veröffentlichungen stammt von Josef Stocker. In seinem 2013 veröffentlichten Buch “Visionen: Anna Katharina Emmerick” finden sich diverse Visionen von Emmerick, die Stocker den Aufzeichnungen von Berntano entnahm. Unter anderem auch die Prophezeiungen um “den Papst und die Zukunft der Kirche”. Und tatsächlich findet sich hier (ab Seite 78) das oben wiedergegebene Zitat vom Emmerick zu dem Feuer der Kirche. Allerdings wesentlich umfangreicher und mit einer ganzen Reihe von Unterschieden und auch Interpretationen. Zum Beispiel interpretiert Stocker die Kirche als eine Kirche in Wien (Stephanus) und die Personen, die hier Hand an das Gotteshaus legen, als Freimauer.

Vielleicht sollte man bessere sagen, dass das im Netz kursierende Zitat vom Emmerick “zusammengesetzt” wurde.

Eine wesentlich bessere Quelle ist die von Jozef de Raedemaeker 1998 “erstmalige Veröffentlichung der Urtexte”, die ich vom Emmerick-Bund e. V. bei mir vor Ort bekommen habe. Dieses “Dülmener Tagebuch” enthält die “Aufzeichnungen der Mitteilungen und der Zustände der Anna Katharina Emmerick”, die vier Jahre vor dem Tod der Seherin notiert wurden. Es ist Teil einer Sammlung der Brentano-Schriften.

Die Ur-Quelle …

Die im Januar 1820 gemachten Tagebuchaufzeichnungen mit der fraglichen Prophezeiungen sind das “Bild der Gefahr einer katholischen Kirche”. Einer ungenannten Kirche demnach, die in dem Text aber eindeutig in Rom oder Richtung Rom in Italien lokalisiert wird. Bei Visionen und Prophezeiungen ist natürlich immer vieles Interpretationen und Deutung der Leser, doch Rom liegt von Emmerick ihrer Heimat in einer ganzen anderen Richtung als Paris und Notre-Dame.

Das vollständige Original-Zitat ließt sich wie folgt – und umfasst weit mehr Text:

Ich sah an einem Ort, mehr gegen Rom zu, zwischen hohen Häusern, eine katholische Kirche mit sehr hohem, künstlichem Turm (Stephan?). Ich sah um diese Kirche her sehr viele vornehme Leute beschäftigt, darunter mehrere Fremde, vornehme, mit Schürzen und Kellen, als wären sie dahin gesandt, welche diese Kirche, die mit Schiefer gedeckt war, und den künstlichen Turm abbrechen <wollten>. Es gesellten sich allerlei aus dem Lande zu ihnen, auch waren selbst Priester dabei. Ich geriet darüber in solche Betrübnis, da! ich zu meinem Bräutigam sagte, er solle doch helfen; Xaverius habe ja mit dem Kreuz in der Hand alles vermocht: Er möge doch hier den Feind nicht triumphieren lassen.

Ich sah hierauf fünf Menschenbilder in diese Kirche eingehen, drei in alten, schweren Paramenten, als seien es Geister, und zwei ganz junge Geistliche, als wären sie berufen. Es war auch, als erhielten diese das Abendmahl und als sollten sie ein neues Leben erwecken und es schlug auch plötzlich eine Flamme aus dem Turm und warf sich um das ganze Dach, und es war, als sollte alles verbrennen. Ich gedachte dabei noch eines breiten Flusses, der an der einen Seite der Stadt vorbei floß, <und fragte mich,> ob man nicht aus ihm das Feuer löschen werde. Es waren bei denen, welche abbrechen wollten, sogar Ordensgeistliche. Aber die Flammen verletzten sehr viele von denen, welche Hand zum Abbruch angelegt hatten, und vertrieben sie und die Kirche blieb stehen.

Diese Rettung, hatte ich aber <vernommen>, würde erst nach dem großen Ungewitter, welches nahte, vor sich gehen, denn das Feuer, welches erschrecklich war, deutete fürs erste auf große Gefahr und fürs zweite auf neuen Glanz in der Kirche nach dem <Un>wetter. Der eine der eingehenden Heiligen war Sankt Stephanus, der andere war jener, der nach ihm gemartert wurde. Die jungen Leute waren Vorläufer des Johannes. Das Verletzen der Kirche haben sie jetzt dort schon angefangen bei den Schulen. Sie wollen alles freigeben.

Zwischen den beiden Kirchengesichten sah ich sich ein heftiges <Un>wetter hervordrängen aus Mitternacht. Es zog sehr nach der Stadt mit dem Turm, <zog sich> im halben Kreis herum.

… und viele Deutungen

Liest man sich diese Vision der Emmerick ganz nüchtern durch, muss man sagen, dass hier wohl kaum der Band von Notre-Dame vorausgesehen wurde! Abgesehen davon, dass hier von Rom oder “mehr gegen Rom” gesprochen wurde, gibt es zahlreiche Details, die gegen einen Blick in die Zukunft sprechen. Am auffälligsten ist dabei sicherlich, das dieser Text davon spricht, dass die Kirche abgerissen werden sollte, bevor sie brannte. Notre-Dame sollte renoviert werden.

Ebenso haben die Flammen von Paris nicht “sehr viele von denen, welche Hand zum Abbruch angelegt hatten” verletzt. Beim Brand von Notre-Dame war das exakte Gegenteil der Fall. Und selbstverständlich waren auch keine “Ordensgeistliche” daran beteiligt. Mit Schiefer war Notre-Dame auch nicht bedeckt. Lediglich die Aussage “und es schlug auch plötzlich eine Flamme aus dem Turm und warf sich um das ganze Dach, und es war, als sollte alles verbrennen” passt durchaus auf den Großbrand von Paris. Natürlich auch, dass die Kirche letztlich stehengeblieben ist.

Viele Urheber

In der Aufzeichnung von 1820 findet sich auch eine interessante Anmerkung zu dieser Vision vom Untergang der Kirche. Diese Aussage der Seligen Emmerick stamme aus “der Handschrtift der Frau Sendtler”, ist darin zu erfahren. Damit ist Anna Barbara Sendtner gemeint, die eine Mitarbeiter von Clemens Berntano war und ebenfalls die Worte von Anna Katharian Emmerick bearbeitet hat.

So heißt es beispielsweise zu dem mehrere hundert Euro kostenden Gesamtwerk “Religiöse Werke II” von Brentano:

Die vorliegende Edition gibt den Text erstmals nach der von Brentano als Druckvorlage vorgesehenen und von ihm korrigierten Abschrift durch seine Mitarbeiterin Anna Barbara Sendtner wieder, die zumal bei einigen im 19. Jahrhundert als theologisch heikel betrachteten Passagen teilweise erheblich von der Druckfassung abweicht.”

Andere Bearbeiter der Aussagen von Emmerick waren Christian Bernatano, der Bruder von von Clemens Bernatano, und seine Frau Emilie. Wer will da beim Thema “Prophezeiungen von Anna Katharina Emmerick” noch zwischen Wahrheit und schriftstellerischer Fiktion unterscheiden können?

Was denkst DU darüber? Diskutiere gerne bei Facebook mit.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

Interessantes zum Thema bei amazon.de:

, , , , , , , , , , markiert <

“Fatima – Das letzte Geheimnis”: Die Marienerscheinungen von 1917 kommen als Doku-Spielfilm in die Kinos +++ Artikel und Review +++

"Fatima - Das letzte Geheimnis": Die Marienerscheinungen von 1917 kommen in die Kinos (Bild: fatimathedocumentary.com)
“Fatima – Das letzte Geheimnis”: Die Marienerscheinungen von 1917 kommen in die Kinos (Bild: fatimathedocumentary.com)

1917 kam es in Fatima in Portugal zu bis heute viel diskutierten sonderbaren Erscheinungen: Drei Kindern hatten mehrere Marienerscheinungen und zehntausende Pilger und Neugierige strömten in der Folge jeden Monat nach Fatima, um weiteren “Erscheinungen der Mutter Gottes” beizuwohnen, die von ihr den Kindern angekündigt wurden. Fatima wurde so zu einem der größten Wallfahrtsorte der Christenheit und von der katholischen Kirche offiziell auch als solcher anerkannt. Hier habe sich demnach wirklich der Himmel, die Mutter Maria bzw. Gott selber den Menschen der Erde mit Botschaften und Erscheinungen offenbart! Eine spanische Filmproduktionsfirma hat 2017 das 100-jährige Jubiläum der Erscheinungen zum Anlass genommen, und den schon jetzt gefeierten Film “Fatima. Das letzte Geheimnis” in die Kinos gebracht. Auch in die deutschen. Mehr zu Fatima 1917 und dem Kinofilm,  erfahrt Ihr in diesem Mystery-Review.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Fatima, Portugal, 1917

Es wäre von vornherein zum Scheitern verurteilt, an dieser Stelle die Ereignisse, Erscheinungen, Botschaften, Kritiken, Wunder und all die vielschichtigen Facetten rund um die Marienerscheinungen von Fatima 1917 darzulegen. Sie sind nicht nur viel zu umfangreich und komplex, sondern können auch und vor allem mit Sicherheit niemals vollständig aufgezeigt werden.

Fatima und die Erscheinungen der Gottesmutter, die drei Botschaften der Seherkinder sowie das “Sonnenwunder” etc. waren allerdings auf Grenzwissenschaft und Mystery Files in der Vergangenheit immer mal wieder Thema. Grundsätzlich kann man es in einfachen Worten wie folgt zusammenfassen, was hier in Portugal vor 100 Jahren geschehen sein soll:

Drei einfache Kinder sahen bzw. hörten mehrfach in Fatima die Erscheinungen der Mutter Maria des Himmels. Jeden Monat ab dem 13. Mai 1917 zu einem festgelegten Termin kam es erneut zu diesen Marienerscheinungen und diese Geschichte verbreitete sich schon 1917 wie ein Lauffeuer. Monat für Monat strömten immer mehr Menschen nach Fatima, um diesen Erscheinungen beizuwohnen.

Bis es zum himmlischen Höhepunkt der Marienerscheinungen kam: Das “Sonnenwunder von Fatima” am 13. Oktober 1917, über das Ihr zum Beispiel in diesem Artikel HIER alles erfahrt. Bis zu 100.000 Menschen sollen angeblich an diesem denkwürdigen Tag in Fatima anwesend gewesen sein. Wobei andere Schätzungen wohl realistischer von 30.000, 50.000 oder 75.000 Anwesenden sprechen …

Was aber außer Zweifel steht ist, dass die drei Kinder Lucia Santos, Jacinta Marto und Francisco Marto zu gefeierten Sprachrohren des Himmels innerhalb der katholischen Kirche wurden. Bis heute. Vor allem aber die kleine Lucia, da sie als die Hauptkontaktperson während der Marienerscheinungen vor 100 Jahren angesehen weder kann. Hinzu kommen die legendären “drei Botschaften von Fatima”, die von der Erscheinung des Himmels an die ganze Menschheit über die Seherkinder überbracht wurden.

Was dann folgte waren Pilgermassen und die Anerkennung des Vatikan, die Fatima zu einem der größten Wallfahrtsorte der christlichen Welt machten. Hier war also den ganzen Sommer 1917 drei armen und einfachen Kindern die Jungfrau Maria erschienen, um allen Menschen des Planeten himmlische Botschaften zu überbringen.

Das kann man glauben, muss man aber nicht!

Kritiker, Gläubige, Katholiken

Über der Steineiche schwebte eine Dame, ganz in Weiß gekleidet, strahlender als die Sonne. Sie verbreitete ein noch helleres Licht als die hellsten Sonnenstrahlen, die durch ein mit Wasser gefülltes Kristallglas scheinen.“

Die wunderbare Frau schien 15 bis 18 Jahre alt zu sein. Sie war nur 1,20 Meter groß und hatte schwarze Augen. Ihr Kleid war weiß wie der Schnee; es war am Halse mit einer goldenen Schnur geschlossen und reichte bis zu den Füßen, welche die Blätter der Steineiche kaum berührten. Ein weißer, goldumsäumter Mantel umhüllte den Kopf und die ganze Gestalt.

Von den Händen, die sie vor der Brust gefaltet hielt, hing ein Rosenkranz aus weißen Perlen mit einem silbernen Kreuzlein herab. Heller Lichtschein umstrahlte das Antlitz; doch die reinen, unendlich zarten Züge schienen von Traurigkeit überschattet. Die Dame blickte auf die Kinder. Lucias frommes Herz ahnte, dass es die Muttergottes sei, aber sie wagte nicht, es zu glauben.“

Mit solchen Worten wurde damals beschrieben, was die Kinder bzw. Lucia gesehen haben. Eine strahlende Erscheinung. Eine winzige junge Frau, so dass “Lucias frommes Herz ahnte, dass es die Muttergottes” sein müsse, die sich hier offenbare.

Viele Christen glauben das. Viele andere wiederum nicht. Und wieder andere Christen/Katholiken sind die ein Jahrhundert zurück liegenden Ereignisse fremd udn fremdartige oder schlicht egal. Immerhin ist die überwiegender Mehrheit der Christen hierzulande nur irgendwie “auf dem Papier” Christ. Vielmehr sind es “Karteileichen in der katholischen Kirche”, wie ich sie in diesem Blog-Artikel HIER 2015 nannte. Man geht dann wann wann mal in die Kirche, weil man das so macht, und kennt – wenn überhaupt! – die Bibel nur vom Hörensagen …

Hinzu kommen die Kritiker innerhalb der Kirche. Nicht nur all jene, die diesen Ganzen “Götzenkult” um Marien- und Heiligenverehrungen der katholischen Kirche ablehnen. Auch die, die mit solchen Dogmen und Lehren des Vatikan ganz einfach nichts anzufangen wissen. Warum soll sich der allmächtige Gott in Form seiner vor 2000 Jahren verstorbenen irdischen Mutter drei einfachen Kindern vom Lande in einem Nest namens Fatima offenbaren, fragen viele.

Nüchterne Skeptiker von Marienerscheinungen an sich sehen das nicht ganz so. Gleich welche Erscheinungen an welchen Orten auch immer. Sie fragen eher nach Fakten, Beweisen, empirischen Belegen und handfesten Tatsachen.

Marienerscheinungen von Fatima und Außerirdische

Keinesfalls ungenannt bleiben darf an dieser Stelle natürlich auch nicht die “moderne Interpretationen” diverser Marienerscheinungen. Allen voran auch Fatima und das damalige “Sonnenwunder” dort. Nicht wenige Autoren der Prä-Astronautik und UFO-Forscher sehen die Ereignisse 1917 vollkommen anders als die Kirche. Sie glauben, dass hier nichts weiter als Außerirdische am Werk waren, die sich unter dem “Deckmantel Gott” den Menschen offenbarten.

Schon Erich von Däniken hat in seinem Buch “Erscheinungen” aus dem Jahr 1974 solche These vertreten (s. auch mein Video-Interview HIER). Ein Buch des Bestsellerautoren, das heute eher unbekannt ist. Auch die in der Prä-Astronautik und UFO-Thematik bekannten Autoren Johannes und Peter Fiebag vertraten diese Überlegungen in einigen Büchern. Nicht wenige internationale grenzwissenschaftliche Autoren sehen das sehr ähnlich.

In Deutschland ist der Autor Hubert Berghaus alias “Judas Aries” in dieser Hinsicht mit zahlreichen Büchern und Vorträgen sehr aktiv. So schreibt er beispielsweise in seinem Buch “Fatima: Wozu braucht Gott Fluggeräte?“:

Vergessen wir also den Begriff ‘Sonnenwunder’. Wir sprechen hier inszenierte Flugtage für die Öffentlichkeit. (…) Während dieser Termine zeigten sich die bereits erwähnten Flugobjekte mit all dem beschrieben Beiwerke, und zwar im Auftrag des prominentesten Außerirdischen auf unserer Erde, namentlich Gott.

Ein “3D-Lichttheater” haben die Aliens hier 1917 am Himmel über Fatima vollführt, so Berghaus. In einem weiteren seiner Bücher (“Das Unternehmen Gott” 2009) untermauert Berghaus klar, dass er den drei Seherkindern keine bösen Absichten, Lügen oder Betrug unterstellt. Ihre Erfahrungen seien real gewesen – aber eben nicht von Gott gekommen. So schreibt er auf Seite 409:

Doch meines Erachtens finden wir keine zureichenden Anhaltspunkte dafür, Lucia habe die exklusiven ‘Gottermutter-Kontakte’ ausgeschmückt und mit Unwahrheiten versehen. Hingegen werden uns Fakten überliefert, deren genauere Betrachtung die Aussagen der späteren Schwester Lucia glaubwürdig erscheinen lässt.

Exakt das ist der Schnittpunkt zwischen religiöser und außerirdischer Deutung der Erscheinungen von Fatima. Aber auch der einzige. Fatima-gläubige Christen weltweit laufen Sturm gegen die Behauptung, dass hier nicht Gott bzw. die Jungfrau Maria vor 100 Jahren erschien, sondern Aliens sich offenbarten. Immerhin ist Fatima vom Vatikan anerkannt und damit von der höchsten religiösen Instanz des katholischen Glaubens als echte und stattgefundene Offenbarungen Gottes für alle Gläubigen abgesegnet.

Werde auch DU Fan von Grenzwissenschaft & Mystery Files!

Grenzwissenschaft und Mystery Files auf YouTube

Werde Fan von Grenzwissenschaft und Mystery Files auf Facebook+++ Blog-Newsletter HIER abonnieren +++

Verständlich, dass sich Erscheinungen von Außerirdischen aus Fleisch und Blut nicht mit Erscheinungen des wahren metaphysischen Gottes und Schöpfers von Allem vereinbaren lässt!

Fatima: Das letzte Risiko?

Wie ist das eigentlich, wenn man selber überzeugter Christ bzw. Katholik ist, an Jesus Christus, die Auferstehung und all die Lehren der Bibel und des Vatikan glaubt, aber Marienerscheiungen für Quatsch hält? Gläubige, die in Fatima & Co. Unsinn, Hirngespinste, Märchen, Irrtümer, Massenhalluzinationen usw. sehen, sollten doch eigentlich mit Papst und Kirche in Konflikt geraten? Tun sie das?

Eigentlich eine endlose Geschichte. Denn eigentlich kann sich der Gläubige nicht einfach aus dem Fundus der kirchlichen Lehren bedienen, wie es ihm beliebt. “Das gefällt mir, das glaube ich gerne. Das das aber wieder nicht!” – ist keine Option. Meiner Meinung nach eines der ganz großen Probleme der modernen Kirche mit ihren Anhängern.

Kommen dann Autoren und Prä-Astronautiker, die sagen, dass hier niemals der wahre Gott des Universums wirkte, sondern Außerirdische, ist ein Streit vorprogrammiert. Sofern natürlich die Gläubigen diese Thesen überhaupt ernst nehmen oder sich mit ihnen befassen. Ein Beispiel zeigt das deutlicher als alle anderen, die man nennen könnte: Die US-Serie “Ancient Aliens” des “History Channel”, die jeder Prä-Astronautik-Fan heute kennt (s. a. HIER, HIER, HIER, HIER & HIER).

Kernkritik an der amerikanischen Doku-Reihe ist die Tatsache, dass in “Ancient Aliens” geradezu alles und jedes irgendwie mit den Astronautengöttern der Vorzeit in Verbindung gebracht wird. Kritiker der Prä-Astronautik an sich sehen das ebenso wie die Anhänger dieser Ideen. Aber keine Regel ohne Ausnahme. Denn schaut man sich die fast 150 Teile der Serie von 2009 bis jetzt zum Beispiel einmal HIER an, fällt auf, dass ein Thema fehlt: Fatima!

Obwohl die US-Serie vielfach Themen aus der Bibel inkl. einer Folge mit dem Titel “Engel und Außerirdische” im Programm hat, fehlen die Marienerscheinungen von Fatima völlig (Jesus Christus übrigens auch). Und das, obwohl die Ereignisse von 1917 in Portugal mit Sicherheit wesentlich mehr Potential für eine “Ancient Aliens”-Folge haben, als so manch anders Thema in der Serie. Dass das Thema (bisher) vollkommen fehlt, ist aber nicht die “Schuld” des Senders oder der Produktionsfirma, da man dieses Risiko nicht eingehen möchte.

Fatima oder andere Marienerscheinungen in Verbindung mit Ancient Aliens zu bringen, ist die “History Channel” zu heiß. Die (zum Teil extrem) gläubige Nation der Amerikaner wäre durch eine solche Sendung wie vor dem Kopf gestoßen. Zu riskant für den in den USA sehr bekannten Sender und seine erfolgreiche TV-Serie.

Francisco Mourão Corrêa, portugiesischer UFO- und Mystery-Forscher von der Universität Fernando Pessoa in Porto, berichtete 2017 Ähnliches in diesem Zusammenhang. Auch Corrêa befasste sich mit den Fatima-Erscheinungen und war “an einer Produktion des History Channel über die Vorfälle von Fatima beteiligt, die jedoch nie ausgestrahlt wurde – angeblich aus Respekt vor den religiösen Gefühlen der Zuschauer”.

Zumindest ist es sehr auffällig, dass das Thema “Fatima und Ancient Aliens” bis dato nicht von der US-Doku-Reihe aufgegriffen und auch ausgestrahlt wurde.

“Fatima – Das letzte Geheimnis”

Fatima war und ist in aller Welt zuerst einmal ein rein religiöses Thema oder Phänomen. Gezeigt hat sich das natürlich 2017, als die Kirche 100 Jahre Fatima feierte und zahlreiche Veröffentlichungen zum Thema erschienen. So auch der Kinofilm “Fatima – Das letzte Geheimnis” der spanischen Produktionsfirma “Goya Producciones” in Madrid. Premiere hatte der Film unter der Regie von Andrés Garrigóin in Deutschland am 7. Oktober 2018 in Bonn.

Es ist aber nicht noch ein Spielfilm, der die Ereignisse von 1917 nachzeichnet, sondern ein Dokumentarfilm, wie es der Trailer unten schon klar zeigt. Eine Mischung aus Spielfilm, Interviews, Dokus und Spielszenen, die in den letzten Jahren bekanntlich immer beliebter werden und auch in den Lichtspielhäusern laufen:

Ein Dokumentarfilm über die weltgeschichtliche Bedeutung der Marienerscheinungen von Fatima. Hat Fatima die Geschichte der Welt verändert?

Eine Reihe merkwürdiger Umstände scheinen darauf hinzuweisen, dass die geheimnisvollen Erscheinungen von Fatima den Lauf der Geschichte innerhalb der letzten 100 Jahre verändert haben. (…) Basierend auf Tatsachen und den Meinungen internationaler Experten, schildert dieser Film bislang unbekannte Ereignisse und bietet eine spannende ganzheitliche Sicht auf unsere Geschichte.

So oder ähnlich lesen sich die Ankündigungen des Filmes. Ein Doku-Spielfilm, der die Ereignisse also historisch, religiös und weltgeschichtlich betrachtet. Von den Thesen über UFOs und Außerirdische vor 100 Jahren findet der Zuschauer darin selbstverständlich nichts. Vielmehr soll der Film “Fatima – Das letzte Geheimnis” exakte Recherchen aufzeigen:

Diese detailgetreuen Nachforschungen wurden in eine fiktive Rahmenhandlung verpackt und durch Szenen bereichert, die die Erscheinungen der Muttergottes 1917 nachstellen.

“Ist Fatima immer noch relevant für die heutigen Probleme?”, fragt der Film. Und gleichfalls auch, ob “ein Zusammenhang zwischen Fatima und dem Islam” besteht und was geschehen wird, “wenn die Welt die Warnungen der Jungfrau Maria ignoriert”. Klammert man als Mystery-Jäger einmal aus, wer nun wirklich hinter den Erscheinungen damals steckte, klingen diese Ankündigungen ohne Zweifel spannend.

Ob von Gott oder durch Aliens gegeben sind die Folgen und Auswirkungen der Ereignisse in den letzten 100 Jahren hier von Bedeutung. Das sagte selbst UFO-Forscher Francisco Mourão Corrêa am Ende seines UFO-Fatima-Vortrag am 27. Mail 2017 in Leipzig. Ein Vortrag, der selbstverständlich alles andere als unumstritten ist, wie es entsprechende Kommentare im Netz zeigen.

Was ist ein “letztes Geheimnis”?

Der Kinofilm heißt “Fatima – Das letzte Geheimnis” und läuft nicht regulär im Kino (geplante Vorführungen HIER). Nur was ist das eigentlich, ein “letztes Geheimnis”? Und wird dieses in dem Film gelüftet, so dass 100 Jahre nach Fatima kein solches Geheimnis mehr existiert? Wohl kaum. Dafür ist das Thema an sich nicht nur zu komplex, sondern es wird ständig neu und aus anderen Winkeln beachtet und interpretiert (s. a. die Buchtipps am Ende).

Ein einziges “letztes Geheimnis” wird es nie geben. Das unterscheidet die Wunder und Erscheinungen von Fatima damit nicht im Geringsten von anderen Mysterien der Welt und der Geschichte. Neue Fragen und Ereignisse der Zeit werfen nun mal neue Fragestellungen auf und wollen neue Antworten. Egal ob es sich dabei um die Marienerscheinungen und Botschaften von Fatima handelt, oder Themen aus ganz anderen Bereichen der Geschichte und Gesellschaft.

Der Kirchenhistoriker Michael Hesemann, Autor zahlreicher Bücher über kirchliche Mysterien, Reliquien, Geschichte und natürlich Fatima, sieht das sehr ähnlich. Nicht nur in verschieden Interviews 2017, wie etwa mit “Kirche in Not” oder dem katholischen Portal “One Peter five”. Hesemann veröffentlichte 2016 sein Buch “Das letzte Geheimnis von Fatima“, bei dem es sich um eine erweiterte, überarbeitete und aktualisierte Ausgabe seines Buches “Das Fatima Geheimnis” von 2002 und 2005 handelt.

Beleg dafür, dass auch 100 Jahre nach den eigentlichen Ereignissen in Portugal das Thema nicht stillsteht. Im Gegenteil, denn es wächst unaufhörlich. So schreibt Hesemann in seinem Buch “Das letzte Geheimnis von Fatima”:

Tatsache ist: Bei den Erscheinungen von Fatima, gipfelnd in einem großen Sonnenwunder mit 70.000 Augenzeugen, handelte es sich um den machtvollsten Eingriff Gottes in die Geschichte der Gegenwart. (…)

Papst Franziskus, der am Fatima-Tag gewählt wurde, weihte der Gottesmutter sein Pontifikat – und betonte damit die Aktualität der marianischen Botschaft auch und gerade in den Krisen unserer Zeit. Noch ist es möglich, die prophezeite Katastrophe zu verhindern.”

Aus religiöser Sicht spielen alle Päpste bei Fatima eine Rolle. Vor allem und in ganz besondere Weise natürlich Johannes Paul II., in dem es in dem Film “Fatima – Das letzte Geheimnis” deshalb auch in weiten Strecken geht. Und natürlich auch Papst Franziskus.

Fatima und Johannes Paul II.

Nach einem Attentat auf Johannes Paul II. am 13. Mai 1981 wurde Fatima erneut in das Bewusstsein der Menschen gerückt. Es war der Gedenktag der Fatima-Erscheinungen, als auf den Papst in Rom von einem Attentäter geschossen wurde. So schrieb der glühende Marienverehrer Johannes Paul II. sein Überleben damals eben der Jungfrau Maria zu.

Mehr noch: Der Papst reiste nach seiner Genesung in einer Wallfahrt selber nach Fatima, um vor Ort der Gottes Mutter für seine himmlische Rettung zu danken. Die Kugel des Attentäters, die die Ärzte ihm aus dem Bauch entfernten, brachte er dabei gleich mit. Sie wurde vergoldet und in eine Krone eingefasst, die der Madonnafigur in Fatima als Dankesgeschenk vom Papst “überreicht” wurde.

Göttliche Rettung durch Maria, Zufall oder medizinisches Können der Ärzte in Rom?! Auch das eine Sache des Glaubens.

Der Attentäter war 1981 der Türke Mehmet Ali Ağca, der schon zuvor in der Türkei in Morde, Schießereien und Straßenkämpfe verwickelt war. Warum er den Papst ermorden wollte, darüber machte Ağca die unterschiedlichsten Angaben. Kommunistische Geheimdienste oder auch die Stasi wurden ins Spiel gebracht. Aber auch Allah, da der iranische Ajatollah Chomeini Ağca den Mord in Namen Allahs persönlich befohlen habe. Vor Gericht erzählte Ağca 1985 jedoch auch, dass er der “wiedergeborene Christus” sei, weshalb er sich den Jahrestag von Fatima für seinen Mordplan an dem irdischen Stellvertreter Christus auswählte …

2009 meldeten dann die Medien, dass Mehmet Ali Ağca zum Katholizismus konvertiert sei. Ein Jahr später, Ende 2010, folgten dann Meldungen, dass er sich wieder zum Islam bekenne. Aber ist das alles eine Rechtfertigung, Fatima und den Islam miteinander zu verbinden, da in allen Ankündigungen des Filmes “Fatima – Das letzte Geheimnis” auch vom muslimische Glauben gesprochen wird?

Ich denke nicht!

Fatima und der Islam

Auf der Internetseite “Texte zum Film” wird in einer Kritik zu dem Fatima-Film aber noch eine andere Begründung genannt. Dort heißt es unter anderem:

Als besonders aktuell nimmt sich außerdem der Zusammenhang zwischen Fatima und dem Islam aus. Dazu führt Regisseur und Produzent Garrigó aus:

‘Warum hat unsere himmlische Mutter sich dazu entschieden, im einzigen Ort Portugals zu erscheinen, der denselben Namen trägt wie die Tochter Mohammeds? Die Erklärung einer unserer Experten ist sehr interessant:

Die Muslime hatten Spanien und Portugal erobert und die Portugiesen kämpften, um ihr Land von den Mauren zu befreien. Während der Schlacht wurde eine junge Frau namens Fatima gefangen genommen. Sie war jung und einer der Soldaten, ein portugiesischer Adliger, verliebte sich in sie und sie heirateten. Sie wurde Katholikin.

Der Ort, wo sie begraben liegt, wurde nach ihr benannt: Fatima. Fatima ist also ein arabischer Name und die Anhänger des Islam haben große Achtung vor Unserer lieben Frau von Fatima, nicht nur, weil sie denselben Namen trägt wie Mohammeds Tochter, sondern auch, weil im Koran die Jungfrau Maria als die Mutter Jesu, eines Propheten, verehrt wird.’

Wer der Experte sein soll, wird hier nicht verraten.

Ich vermute der Thologieprofessor Manfred Hauke aus der Schweiz war hier gemeint, da dieser als Mitwirkender an “Fatima – Das letzte Geheimnis” explizit aufgeführt ist. Und Professor Hauke hat sich bereits am 19. April 2017 in dem Interview mit dem Bistum Regensburg mit dem Titel “Fatima: Der Marienerscheinungsort, der Muslime neugierig machen könnte” genau dahingehend umfassend geäußert.

Islam ist also das/ein “letzte Geheimnis” um Fatima? Eine vermeintlich neue Antwort auf eine vermeintlich neue Frage der Zeit im Zwist der Religionen? Wenn, dann sicher nur solange, bis neue Geschehnisse neue “letzte Geheimnisse” der Marienerscheinungen von 1917 offenbaren. Zumindest hiervon kann man sicher ausgehen. Kern bleibt dabei wohl immer die Botschaft des Friedens.

Fatima-Forscher und -Autor Michael Hesemann sieht das in seinem Buch “Das letzte Geheimnis von Fatima” sehr ähnlich. Der “Verein zur Förderung des internationalen christlichen Films” (VficF) zitiert ihn mit den Worten:

Ich habe diesen Dokumentarfilm gesehen und bin darüber zutiefst beeindruckt. Ich hatte tatsächlich Tränen in meinen Augen! Was für ein
wunderbarer Film und welch perfekter Weg, die Botschaft von Fatima bekannt zu machen!

Möge Gott und Unsere Frau all jene segnen, die dieses Meisterstück zustande gebracht haben.

Ob man dem Thema skeptisch, religiös, mystisch oder sogar gleichgültig gegenüber steht, sollte man sich dennoch diesen Film ansehen. (Mögliche) Verbindungen von wundersamen Erscheinungen und Botschaften von vor 100 Jahren mit der Gegenwart, sind immer ein interessantes Thema.

Und was sind schon zehn Jahrzehnte im Vergleich zu Querverbindungen, die über Jahrtausende hinweg gehen, wie sie beispielsweise aus der Bibel heraus interpretiert und gezogen werden?

Trailer 'Fatima - Das letzte Geheimnis' auf YouTube

Bitte auf das “Play-Symbol” klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

+++ Postet mir Eure Fragen, Anregungen, Kommentare & Meinungen dazu bei YouTube. / Abo & Daumen hoch nicht vergessen … +++

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

Interessantes zum Thema bei amazon.de:

, , , , , , , , , , , , markiert <

Im Zeichen des Phantastischen: Meine Mystery-Geschenk-Tipps für unfassbare Weihnachten …

Meine Mystery-Geschenk-Tipps zu Weihnachten (Bild: deep-xcursion.de / Bearbeitung: L. A. Fischinger)
Meine Mystery-Geschenk-Tipps zu Weihnachten (Bild: deep-xcursion.de / Bearbeitung: L. A. Fischinger)

Weihnachten steht vor der Tür. Doch was lege ich meinen Lieben auf den Gabentisch? Für alle Freundinnen und Freunde des Phantastischen habe ich an dieser Stelle eine – sicher noch unvollständige! – Liste mit Geschenk-Tipps zusammenstellt. Tipps aus der Welt der Grenzwissenschaft und der Mysterien der Menschheit, die sicherlich nicht nur zu Weihnachten die Herzen der Mystery-Fans im Takt des Unfassbaren schlagen lassen. Zum Schenken oder sich selber schenken …

 

+++ Blog-Newsletter HIER abonnieren +++

Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Bald ist es soweit: Das Christkind steht vor der Türe. Heute öffneten wir das erste Türchen unseres Adventskalenders und trotzdem wird Weihnachten mit Sicherheit für den ein oder anderen urplötzlich da sein. Wer kennt das nicht …?!

An dieser Stelle habe ich für alle Freundinnen und Freunde des Phantastischen (und alle, die es mal werden wollen), eine Auswahl an “Mystery-Ideen zum Fest” zusammengestellt. Jeweils fünf mysteriöse Ideen in den einzelnen Kategorien unten. Geschenke-Tipps für Eure Lieben oder Euch selber, die natürlich ganz im Zeichen der Grenzwissenschaft, der Mysterien der Menschheit und dem Unfassbaren stehen.

Vielleicht ist für den einen oder anderen bei dieser ersten Auswahl etwas dabei. Und falls es dann doch Socken zu Weihnachten sein sollen: HIER, bitteschön …

Tipp: Von mir als Jäger des Phantastischen veröffentlichte Bücher findet Ihr in meinem Shop hier oder unter diesem Link auf meinem BLOG!

Selbstverständlich könnt Ihr Euch auch in meinem Online-Shop einmal umsehen:

Fischinger-Online: Der Shop zur Grenzwissenschaft & mehr von Lars A. Fischinger (Logo)Spezial: Bei Bestellungen von Waren aus meinem Online-Shop liegen jeder Bestellung drei phantastische Geschenke kostenlos bei!

(Gilt nicht für Bestellungen via amazon und Kopp Verlag)


Rätselhafte DVD/Blu-ray

(mehr Film-Tipps HIER …)

  • 35 Jahre “Alien” – die Jubiläums Collection

    Welcher Science-Fiction-Fan kennt nicht “Alien”? Der Inbegriff eines bösartigen Weltraummonsters und bis heute ein Kult der Science-Fiction. Klassiker, der mit dem Film “Prometheus” der “Alien”-Reihe wie kaum ein zweiter die Prä-Astronautik zu Thema hat.

Tipp: Für den Fan der legendären “Alien!-Reihe ist auch das Buch “Alien – Das Archiv: Der ultimative Guide zu den klassischen Filmen” ein unbedingtes must-have!

Die Sammler-Film-Kollektion mit allen 4 “Alien”-Teilen findet Ihr bei amazon:

Als DVD / Als Blu-ray


  • “Auf den Spuren der Aliens” – alle Folgen

    Zehn Dokus mit Giorgio Tsoukalos aus der Mystery-Fans wohl bekannten TV-Serie “Ancient Aliens – Unerklärliche Phänomene”. In dieser TV-Reihe geht Tsoukalos weltweit auf die Suche nach Hinweisen auf einstige Astronautengötter.

Von Malta über die Linien von Nacza und der Suche nach Bigfoot und Atlantis bis zum Monster vopn Loch Ness ist für jeden Fan was dabei. [mehr Infos in meinem Online-Shop HIER]

Erhältlich auf 3 DVDs bei amazon


  • “Ancient Aliens – Unerklärliche Phänomene”

Die TV-Serie zum Thema “Waren die Götter Astronauten?” aus den USA, die man eigentlich nicht erklären muss!

Diese Doku-Reihe machte die Ideen der Raumfahrer der Antike erneut populär.

Alle Staffeln sind bei amazon zu bekommen (teilweise in Englisch):

Staffel 1 hier / Staffel 2 hier / Staffel 3 hier / Staffel 4 hier / Staffel 5 hier

Staffel 6, Teil 1 hier / Staffel 6, Teil 2 hier / Staffel 7 hier / Staffel 8 hier / Staffel 9 hier


  • Star Wars – Das Erwachen der Macht” – die Collector’s Fan-Edition

“Star Wars” ist seit spätestens seit 1977 mit dem 1. Film “Eine neue Hoffnung” der Kult des Sciene-Fiction schlechthin. Dies ist die band-neue und limitierte Collector’s Edition der Episode VI, die erst jünst in den Kinos lief. Mit Sicherheit für jeden Fan ein absolutes Muss auf dem Gabentisch zu Weihnachten.

Inhalt der Sammlerbox sind eine 3D Blu-ray, eine 2D Blu-ray sowie eine zusätzliche Bonus-Blu-ray mit Material im Digipack. Alles in einem Schuber mit 3D Optik.

Erhältlich bei amazon


  •  “Unerklärlich – Rätselhafte Phänomene”

Rätselhafte Vermisstenfällen, UFO-Phänomene, unbekannte Tiere in aller Welt und unerklärliche Vorfälle, die Wissenschaftler vor Rätsel stellen.

Diese beiden DVDs des bekannten TV-Senders “Discovery Channel” enthält auf über 260 Minuten Spielzeit für jeden Mystery-Fan eine spannende Fundgrube aus der Welt des Phantastischen!

Erhältlich bei amazon


Unglaublich exklusive Dinge

(mehr Exklusiv-Tipps HIER …)

  • Bedruckte Leinwand: Uralte Felszeichnungen mit Astronautengötter-Darstellungen

Leinwand-Druck: Astronautengötter auf einer FelswandEine überaus erstaunliches Felsbild, dass wie kaum ein anderes Bild dieser Art die Spekulationen um Astronautengötter aus dem Universum veranschaulicht. Als „Bonbon“ wurde bei der qualitativen Bearbeitung des Bildes ein UFO in das Motiv der Leinwand eingefügt.

„Gekrönt“ wird das lediglich farblich verbesserte Motiv der Leinwand mit einem klaren Statement für alle Jägerinnen und Jäger des Phantastischen: Astronautengötter. [mehr Infos in meinem Online-Shop HIER]

Professionell bedruckt / Auf Echtholzrahmen / Echte Leinwand / Maße ca. 30 x 20 x 2 cm (L, B, H)

Exklusiv nur im Shop von Fischinger-Online erhältlich!


  • Bedruckte Leinwand: Das „Nibiru-Rollsiegel“ der Anunnaki – Zeigt es unser Sonnensystem?

Leinwand-Druck: Das "Nibiru-Rollsiegel" aus Mesopotamien mit unserem SonnensystemDas Rollsiegel VA/243 aus Mesopotamien (Zweistromland), das seit Jahrzehnten für mehr als hitzige Diskussionen sorgt: Zeigt das im Original nur etwa 10 cm kleine Siegel oben links unser Sonnensystem mit allen Planten und der Sonne korrekt im Zentrum?

Das Motiv dieser einzigartigen Fotoleinwand ist sorgsam bearbeitet und gestaltet worden. Ebenso wurde das Rollsiegel mit einem passenden und schönen Hintergrund unterlegt, der die Darstellung sehr gut hervorhebt. Ein Schatten um das Motiv runde die Leinwand ab. [mehr Infos in meinem Online-Shop HIER]

Professionell bedruckt / Auf Echtholzrahmen / Echte Leinwand / Maße ca. 30 x 20 x 2 cm (L, B, H)

Exklusiv nur im Shop von Fischinger-Online erhältlich!


  • Die Weltkarte des Piri Reis von 1531 als Replik / Poster-Druck: Eine Antarktis ohne Eis?

Die Weltkarte des Piri Reis von 1513 als Poster im GroßformatDie Karte des Piri Reis ist eine osmanische Seekarte des Zentralatlantiks, die dem Admiral Piri Reis zugeschrieben und wird auf  1513 datiert. Sie befindet sich im Topkapı-Palast in Istanbul.

Doch bis heute wird sie dahingehend interpretiert, dass sie Landstriche (Antarktis) zeigt, die den damaligen Menschen nicht bekannt gewesen sein konnten. Sowohl Vertreter der Prä-Astronautik wie auch der Atlantis-Idee sehen teilweise hier einen Beweis, dass unsere Vorfahren schon die Erde kartographiert haben.

Gab es damit also lange vor Kolumbus Kontakte über die Ozeane? Oder beruhen alle Spekulationen um die Karte des Piri Reis auf Fehlinterpretationen? [mehr Infos in meinem Online-Shop HIER]

Großformat 59 cm x 46 cm / professionell gedruckt / nach einer Vorlage aus dem Topkapi-Palast in Istanbul / Versand gerollt als Paket oder Päckchen und so frei von Knicken

 Exklusiv nur im Shop von Fischinger-Online erhältlich!


  •  Bedruckte Leinwand: Das Sonnentor von Tiahuanaco in Bolivien als „Stargate“

Leinwanddruck: Das Stargate von TiahuanacoHoch in den Anden von Bolivien liegt die legendäre Ruinenstadt Tiahuanaco auf rund 4.000 Metern Höhe, die angeblich sogar von den „Göttern“ selber erbaut wurde. Auch deshalb glauben viele, dass diese Ruinen mit ihrem berühmten Sonnentor vielleicht sogar unglaubliche 15.000 Jahre alt sein könnten … Archäologen sprechen von “nur” 2.000 Jahren.

Teil der  Anlage in ist das „Sonnentor”. Diese Fotoleinwand zeigt das Tor als eine Art “Stargate”. Sorgfältig bearbeitet und mit Hilfe von Hochauflösenden NASA-Fotos in das All verlegt. [mehr Infos in meinem Online-Shop HIER]

Professionell bedruckt / Auf Echtholzrahmen / Echte Leinwand / Maße ca. 30 x 20 x 2 cm (L, B, H)

Exklusiv nur im Shop von Fischinger-Online erhältlich!


  • Top-Angebot: 5 Leinwand-Drucke mit Motiven aus der Grenzwissenschaft als günstiges Gesamtpaket

Weihnachtsangebot: 5 professionell bedruckten Leinwände mit Motiven aus der Grenzwissenschaft und Mystery-Welt als günstiges Gesamt-Set! Exklusiv nur im Shop von Fischinger-Online erhältlich.Die Welt des Unfassbaren als Blickfänger in den eigenen vier Wänden – jetzt als Herbstangebot im Set!

Fünf professionell bedruckte und von mir selber gestaltete Leinwände als Gesamtpaket zu einem einmaligen günstigen Preis.

Dekorative, zeitlose und faszinierende Blickfänger, die direkt aus dem weiten Feld der Grenzwissenschaft entstammen und exklusiv nur im Shop von Fischinger-Online erhältlich sind.

In diesem einmaligen Sparset enthalten sind folgende Leinwände:

  • Der Leinwand-Druck „Geflügelter Genius (Anunnaki) aus Mesopotamien“ (Details)
  • Der Leinwand-Druck „Das ,Nibiru-Rollsiegel‘ der Annunaki“ (Details)
  • Der Leinwand-Druck „Die legendäre Grabplatte von Palenque“ (Details)
  • Der Leinwand-Druck „Uralte Felszeichnungen mit Astronautengötter-Darstellungen“ (Details)
  • Der Leinwand-Druck „Das Sonnentor von Tiahuanaco als ‚Stargate’“ (Details)

Angebot zu Weihnachten / Professionell bedruckt / Auf Echtholzrahmen (2 cm) / Echte Leinwand / Maße ca. 30 x 20 cm (B, H)

Exklusiv nur im Shop von Fischinger-Online erhältlich!


Unfassbare Bücher

(mehr Buch-Tipps HIER …)

  • “Das Blut von Aliens: Was der Rhesus-Faktor uns über unsere außerirdische Herkunft sagt”

Ist ein großer Teil der Menschheit das Produkt einer außerirdischen Zivilisation, fragt Nick Redfern in seinem neuen Buch? Wurde die Menschheit im Laufe der Jahrtausende immer wieder genetisch durch die Astronautengötter modifiziert und verändert?

Der Rhesus-Faktor lässt es vermuten. Bei 85 % aller Menschen ist er positiv – doch bei 15 % fehlt dieses Antigen. Haben diese Menschen ein anderes genetisches Erbe? Sind wir Kinder der Götter aus dem All?

Erhältlich bei amazon


  • Erich von Däniken: “Botschaften aus dem Jahr 2118”

Die Astronautengötter, die vor Jahrtausenden auf der Erde waren, sind schon lange wieder hier! Das sagt der Altmeister Erich von Däniken in seinem allerneusten Buch und geht dabei den Fragen nach:

Was wollten die Außerirdischen eigentlich vor Jahrtausenden hier? Warum beeinflussten sie damals die frühe Menschheit? Und was wollen sie eigentlich hier und jetzt? [mehr Infos in meinem Online-Shop HIER]

Erhältlich bei amazon oder beim KOPP Verlag


  • “Überirdische Rätsel: Entdeckungsreisen zu wundersamen Orten”

Rätselhafte Phänomene, wundersame Begebenheiten und erstaunliche Entdeckungen, werden seit jeher mit sakralen Stätten und uralten Kraftorten in Verbring gebracht. Alle Völker der Erde kennen solche geheimnisvollen Orte.

Der bekannten Mystery-Autor Reinhard Habeck besuchte zahlreiche dieser legendären Pilgerstätten sowie geheimnisvolle Plätze des Überirdischen und ist für sein neues Buch ihren fantastischen Überlieferungen gefolgt. [mehr Infos in meinem Online-Shop HIER]

Erhältlich bei amazon


  • Tipp: Sammlerausgaben von 18 Bestsellern von Erich von Däniken im Schuber!

Erich von Däniken-Sammelschuber mit 18 Sonderausgaben seiner Bestellsteller4.400 geballte Seiten Erich von Däniken! Ein unbedingtes Muss für alle Fans der Rätsel der Menschheit, Prä-Astronautik und Ancient Aliens! Seine 18 Bände im dekorativen Schuber, gebunden und durchgehend farbig illustriert.

Der Text dieser Liebhaber-Edition entspricht in allen Bänden den Originalen. Das Bildmaterial wurde mit großem Aufwand komplett überarbeitet und teilweise durch neuere Bilder ersetzt. Das Layout wurde in einem modernen und lesefreundlichen Stil neu gestaltet. Die Verwendung eines hochwertigen Bilderdruckpapiers garantiert höchste Druckqualität und ein einmaliges Leseerlebnis. [mehr Däniken in meinem Online-Shop HIER]

Exklusiv nur beim KOPP Verlag erhältlich!


  • “Das letzte Geheimnis von Fatima”

Das neue Buch von Michael Hesemann: Was geschah vor 100 Jahren bei den Erscheinungen in Fatima, die in dem Sonnenwunder mit 70.000 Augenzeugen gipfelten?

Präzise sagte die Gottesmutter den drei Seherkindern den Aufstieg und Fall der Sowjetunion, den Zweiten Weltkrieg und die an ein Wunder grenzende Bekehrung Russlands voraus. Wie kein anderes mystisches Ereignis prägte Fatima seitdem aber auch die Geheimpolitik der Päpste, bis hin zu Johannes Paul II., der überzeugt war, mit einer von der Gottesmutter erbetenen Weihe den Kommunismus besiegt und die Spaltung Europas überwunden zu haben.

Erhältlich bei amazon oder beim KOPP Verlag


Phantastisches Allerlei

  • Moai: Statue der Osterinsel

Figur von der der weltberühmten Moai der Osterinsel im Pazifik. Hunderte dieser Figuren stehen dort auf der winzigen Insel verteilt. Bis heute geben sie Forschern wie Laien Rätsel auf.

Die Deko-Figuren sind nun sogar in in drei verschiedenen Größen erhältlich.

Qualitativ hochwertiger Guss aus Kunstharz/ Manuell vollendet/ Künstliche Stein-Optik

Erhältlich bei amazon


  • Tipp: UFO-Deckenlampe mit Fernbedienung – kultig!

Das eigene private UFO für daheim!

Deckenlampe in Form eines UFOs – für kleine und große Alien- und Science-Fiction-Fans. Gehalten im Stil der Science-Fiction-Filme der 50er und 60er Jahre, die bei vielen Freundinnen und Freunden des Phantastischen unlängst als Kult gelten.

Die Lampe ist höhenverstellbar, hat etwa 48 Zentimeter Durchmesser und bietet Platz für acht Leuchtmittel.

Erhältlich bei amazon


  • Der legendäre “Stein von Rosetta” als Wanddekoration

Archäologische Fundstücke, mit dem es gelang, die zur ägyptischen Hieroglyphen zu entziffern. Gefunden von Jean-Francois Champollion in Roset 1799. Das Original ist heute ein Publikumsmagnet im Britischen Museum in London. Für Archäologie-Freunde ein Highlight der Forschung!

Größe 34 cm x 28 cm aus handbemalten Alabastergips / hergestellt in Deutschland

Erhältlich bei amazon


  • Auf der Suche nach Artefakten und Schätzen: Metalldetektor

 Auf der Suche nach Artefakten und Schätzen: MetalldetektorGarette Ace 250 Metalldetektor (1139070) für die ganz private Suche nach Geheimnissen im Erdreich.

Elektronische Punktortung zur genauen Lokalisierung der Funde in der Erde und für eine schnelle Grabung. Egal ob Archäologische Objekte, Schätze oder sogar Relikte der Götter aus dem Kosmos: Mit diesem günstigen Gerät lassen sie sich finden! [weitere Modelle findet Ihr zum Beispiel HIER, HIER und HIER]

Erhältlich bei amazon


  • Kettenanhänger der “Himmelsscheibe von Nebra” – aus 925-Silber

Der international bekannte archäologische Funde der “Himmelscheibe von Nebra” aus Deutschland als Schmuck! Ein Sensationsfund der Archäologie, der als die erste Darstellung des Himmels und Kosmos der Menschheit gilt.

Die gegossenen oder getriebenen Repliken werden aus 925er Silber gefertigt und tragen auf die erhabenen Teilen galvanisch 14 karätiges Gold. Der mehr-reihige Halsreif besteht aus Edelstahl und ist mit mehrfarbigem (neutral, schwarz und golden) Kunststoff ummantelt. Länge 45 Zentimeter / Durmesser der Himmelsscheibe von Nebra: 30 Millimeter

Auch in anderen Größen erhältlich mit 18 Millimeter oder mit 34 Millimeter Durchmesser.

Erhältlich bei amazon


Aktuelles Bücher zur Grenzwissenschaft, Prä-Astronautik, UFO/Aliens und den Mysterien der Welt von Lars A. FischingerEuer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

(Geschäfts-E-Mail: FischingerOnline@gmail.com)

►► Eure Unterstützung: Paypal.me/Fischinger

<

Rätselhaftes Turiner Grabtuch: Zeigt es den wahren Jesus Christus? Grabtuch-Ausstellung mit einem Replik der Reliquie des Bibelforschers Michael Hesemann in Salzburg eröffnet

Das Turiner Grabtuch: Zeigt es den wahren Jesus Christus? Nun wird ein Replik in Salzburg ausgestellt (Bild: L. A. Fischinger / gemeinfrei)
Das Turiner Grabtuch: Zeigt es den wahren Jesus Christus? Nun wird ein Replik in Salzburg ausgestellt (Bild: L. A. Fischinger / gemeinfrei)

Das weltberühmte Turiner Grabtuch ist mit Sicherheit die bekannteste Reliquie und eines der größten Rätsel der Christenheit.  Das etwa 4,36 Meter lange und 1,10 Meter breite Tuch zeigt als eine Art “Schatten” die Vorder- und Rückseite eines Mannes, der offenkundig gefoltert und gekreuzigt wurde. Eine Fälschung des Mittelalters? Oder ein authentisches Abbild von Jesus Christus? Dazu wurde am 14. Januar 2016 die Wanderausstellung “Wer ist der Mann auf dem Tuch? – Eine Spurensuche” im erzbischöflichen Palais in Salzburg eröffnet. Highlight der Ausstellung ist dabei eine originalgetreue Kopie des Turiner Grabtuch des Historikers und Autoren Michael Hesemann.

Blog-News hier abonnieren

Fischinger Online Mystery-Kanal bei YouTube abonnierenVon Lars A. Fischinger

Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Wohl über keine andere religiöse Reliquie der Welt wurde mehr spekuliert, phantasiert und diskutiert wie über Grabtuch von Turin. Seit dem 14. September 1578 liegt das Leinentuch, das den gegeißelten Jesus Christus nach der Kreuzung zeigen soll, in Turin.

Die jüngste Bekanntheit erlangte das Tuch sicherlich am 30. März 2013, als es während eines 1,5 Stunden dauernden Gottesdienst ausgestellt wurde. Dieser wurde auch live im TV übertragen und auch der damals noch neue Papst Franziskus war mittels Videobotschaft vertreten.

Der Malteser Ritterorden Deutschland hat nun die Ausstellung “Wer ist der Mann auf dem Tuch? – Eine Spurensuche” mit einem 1 zu 1 Replik des Grabtuches Jesu am 14. Januar feierlich eröffnet. In der Einladung zu dieser nicht nur rein spirituellen sondern auch wissenschaftlichen Ausstellung heißt es in der Einladung des Ordens nach Salzburg:

Mittelpunkt dieser vom deutschen Malteserorden konzipierten Wanderausstellung ist eine über 4 Meter große originalgetreue Kopie des Turiner Grabtuches. Stelen und Bildtafeln erläutern die wissenschaftlichen Untersuchungen, die historische Forschung sowie die theologische Sichtweise.

Elisabeth Hintner vom Malteser-Hospitaldienst erklärt, dass nicht nur Helfen für den Orden wichtig ist, sondern auch das Glaube an Jesus Christus. Die Besucherinnen und Besuchern der Ausstellung rund um das rätselhafte Leinen im erzbischöflichen Palais in Salzburg sollen die Möglichkeit haben, sich von, diesem Mysterium des Christentums berühren zu lassen. “Es ist, als würde mich jemand ansehen”, so der Erzbischof Franz Lackner in den “Salzburger Nachrichten” vom 14. Januar.

Nur eine Fälschung?

Ausschnitt vom "Turiner Grabtuch" - Jahre der Forschung sind noch nötig (Bild: gemeinfrei)
Interview: Der Leiter des „Internationalen Zentrum für Grabtuchforschung“ regt eine umfassende und detaillierte Untersuchung aller Daten und Fakten rund um das Grabtuch von Turin an (Bild: gemeinfrei)

Der Autor, Bibelforscher und Historiker Michael Hesemann hielt im Zuge der Eröffnungsfeierlichkeiten in Salzburg auch einen halbstündigen Vortrag über das Leinentuch. Hesemann, der 2010 mit “Das Bluttuch Christi” auch eine aktuelle Zusammenfassung der Forschungen zum Grabtuch von Turin veröffentlichte, zweifelt ebenfalls an der “offiziellen Datierung” des Tuches. Denn dieses wurde 1988 durch die Radiokarbon-Methode (C14) als eine Fälschung aus dem Mittelalter “entlarvt”. Es stamme etwa aus dem 13. oder frühen 14. Jahrhundert nach Christus, hieß es. Daran glauben bis heute die Kritiker und Skeptiker des Grabtuch von Turin verbissen.

Hesemann dazu in Salzburg:

Das Domkapitel und die Bischöfe haben es wiederholt berührt und geküsst. (…) Das Gewebe ist hochgradig kontaminiert, deshalb hat zum Beispiel die Datierung mittels der Radio-Carbon-Methode nicht funktioniert.

Auch der Physiker Bruno Barberis, der in Turin das Zentrum der Grabtuschforschung leitet, äußerte starke Bedenken an dieser C14-Analyse. In einem Interview am 17. Juni n2015 sagte er:

Diese Datierung nach der Radiokarbon-Methode lässt heute viele Zweifel. Denn möglicherweise ist das Gewebe kontaminiert worden in seiner langen und komplizierten Geschichte, die man nicht bis ins Detail rekonstruieren kann. Beispielsweise hat man an der Stelle des Tuches, wo die Stoffprobe entnommen wurde, Baumwollfäden gefunden, die sicherlich später hinzukamen. Die Datierung müsste neu gemacht werden, aber erst dann, wenn wir genau wissen, wo wir die Stoffproben entnehmen sollen. Die Entnahmestelle von 1988 war sicher nicht geeignet.“

Die fraglichen Proben wurden am 21. April 1988 in Turin von der Reliquie genommen und zur Analyse/Datierung frei gegeben. Nur einen Monat später sagte Papst Johannes Paul II.  am 24. Mai 1988 in der Kathedrale von Turin zum Rätsel des Grabtuches:

Vortrag über "Das Wunder von Guadalupe", das Grabuch von Turin und den "Schleier von Manoppello" von L.A. Fischinger 2009 (Bild: L.A. Fischinger)
VIDEO/Vortrag über “Das Wunder von Guadalupe”, das Grabtuch von Turin und den “Schleier von Manoppello” von L.A. Fischinger 2009 (Bild: L.A. Fischinger)

Das Turiner Grabtuch ist eine Herausforderung für den Verstand. (…) Die Kirche fordert sie (die Wissenschaftler) auf, die Untersuchungen des Grabtuches ohne vorgefasste Meinungen vorzunehmen (…)  innerlich frei zu handeln und sorgfältig bedacht zu sein sowohl auf die wissenschaftliche Methodik als auch auf das Empfinden der Gläubigen.”

Nur einige Monate nach der Ansprache des Papstes lag das strittige C14-Ergebnis vor …

Aber man sollte diese Datierungen des Grabtuches, die am 16. Februar 1989 zum Beispiel in dem angesehenen Magazin “Nature” (Vol. 337, No. 6208) veröffentlicht wurden, endlich ad acta legen. Zumindest sollte man diese angesichts der Zweifel an der Art der Datierung nicht als unumkheren “Fakt” ansehen.

Es ist ein “CSI Golgota”, so Hesemann.

Die Ausstellung in Salzburg geht noch bis zum 20. Februar (Infos hier).

Ich danke Euch, Euer Jäger des Phantastischen

Fischinger-Online

(Geschäfts-eMail: FischingerOnline@gmail.com)

 

Interessantes zum Thema:

, , , , , , , , , markiert <

Interview: Der Leiter des “Internationalen Zentrum für Grabtuchforschung” regt eine umfassende und detaillierte Untersuchung aller Daten und Fakten rund um das Grabtuch von Turin an

Ausschnitt vom "Turiner Grabtuch" - Jahre der Forschung sind noch nötig (Bild: gemeinfrei)
Ausschnitt des “Turiner Grabtuch” mit dem Antlitz: Jahre der Forschung sind noch nötig (Bild: gemeinfrei)

Um eine endgültige und wissenschaftliche Klärung und Erklärung rund um das Phänomen des Grabtuch von Turin zu erhalten, sollten alle chemischen, historischen, biologischen, medizinischen und physischen Daten und Beweise umfassend untersucht werden. So der Physiker Bruno Barberis, der das “Internationale Zentrum für Grabtuchforschung“ vor Ort Turin leitet. Skeptiker sehen in dem Leinentuch einen frommen Schwindel aus dem Mittelalter, da Radiokarbon-Analysen dies 1988 ergaben. Doch auch daran gibt unlängst ernsthafte Zweifel!

Blog-News hier abonnieren

Fischinger Online Mystery-Kanal bei YouTube abonnierenVon Lars A. Fischinger

Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Seit über 100 Jahren, seit das Grabtuch 1898 erstmals genau fotografiert wurde und so auf dem Negativ das Abbild des Tuches deutlicher zu sehen war, streiten sich Wissenschaft und Gläubige über die Herkunft des Grabtuches von Turin. Den vermeintlichen “Rest” gaben die Radiokarbon-Datierungen von Proben des über vier Meter langen Tuches im Jahr 1988 der Reliquie. Demnach sei es von einem Fälscher im Mittelalter angefertigt worden und damit keine 2000 Jahre alt. Das wahre Grabtuch Jesus könne es damit natürlich nicht sein.

Der Physiker Bruno Barberis, der in Turin das Zentrum der Grabtuschforschung leitet, gab jüngst “Radio Vatikan” ein Interview. Auch auf die Datierungen von 1988 ging er darin ein und sagte:

Diese Datierung nach der Radiokarbon-Methode lässt heute viele Zweifel. Denn möglicherweise ist das Gewebe kontaminiert worden in seiner langen und komplizierten Geschichte, die man nicht bis ins Detail rekonstruieren kann. Beispielsweise hat man an der Stelle des Tuches, wo die Stoffprobe entnommen wurde, Baumwollfäden gefunden, die sicherlich später hinzukamen. Die Datierung müsste neu gemacht werden, aber erst dann, wenn wir genau wissen, wo wir die Stoffproben entnehmen sollen. Die Entnahmestelle von 1988 war sicher nicht geeignet.“

Barberis ist sicher, dass es eine umfassende Untersuchung des Tuches geben muss, um das Phänomen exakt zu ergründen:

Wir wissen nicht, wie dieser Abdruck entstanden ist. Alle Versuche, diesen Abdruck mit alten oder hochmodernen Methoden zu reproduzieren, sind gescheitert. Niemand war jemals dazu in der Lage, eine Kopie des Grabtuchs anzufertigen, die dem Original in seinen chemischen, physikalischen, biologischen Eigenschaften entspricht. Wir haben 2015. Wir müssten es doch schaffen, zu verstehen, was auf einem Tuch ist, ein simples Objekt im Vergleich zu anderen wissenschaftlichen Fragen des Universums. Und doch, das ist eine offene Frage.

(…)

Ich denke, das hilfreichste wäre heute, ein komplettes Kennfeld des Tuches zu erstellen, ein Merkmal-Diagramm. Nicht vom Bildlichen her, als hochauflösendes  Video, das gibt es schon. Sondern es geht um eine komplette Erfassung sämtlicher biologischer, chemischer, physischer und gewebetechnischer Merkmale des Tuches an allen seinen Stellen. Dann könnte man für jeden Punkt des Tuches sagen, welche Substanzen da sind und die Unterschiede zwischen den verschiedenen Zonen verzeichnen: da, wo nichts ist, da, wo der Abdruck ist, da, wo das Blut ist, da, wo die Verbrennungen aus dem Brand sind. Das ist ein gewaltiger Aufwand. Man müsste ein komplettes Forschungslabor rund um das Turiner Grabtuch bauen, mit modernen Instrumenten, die eine enorme Zahl von Daten zu erheben imstande sind. Dann kann man das Grabtuch zurück an seinen Platz geben und mit den Daten arbeiten, deren Auswertung sicherlich Jahre dauern würde. Das wird dann wieder neue Fragen aufwerfen – denn so ist das in der Wissenschaft, man findet Antworten, die sofort neue Fragen aufwerfen. Aber erst, wenn wir diese Daten in der Hand haben, können wir uns an die Ausarbeitung machen und dann vielleicht Fortschritte machen.

Artikel: Streit um das angebliche Grab Jesus in Jerusalem (Bild: L.A. Fischinger & gemeinfrei)
Artikel: Streit um das angebliche Grab Jesus in Jerusalem (Bild: L.A. Fischinger & gemeinfrei)

In der Tat ist das Grabtuch von Turin nicht nur aus religiöser Sicht ein interessantes Objekt. Auch aus wissenschaftlicher Sicht. “Untersuchungen müssen seriös gemacht werden, von einem Team von Forschern, egal ob gläubig oder nicht”, so Barberis im Interview

Auch die Webseite vom “domradio” brachte diese am 19. April 2015 in dem Artikel “Die Wissenschaft gibt keine Antwortenauf den Punkt. Darin hieß es:

Chemische Analysen und physikalische Untersuchungen, fromme Überzeugungen und weltanschauliche Vorurteile prallen in der Debatte über die Echtheit des Grabtuchs aufeinander. Für Außenstehende ist es schwer, die Stichhaltigkeit der jeweiligen Argumente zu beurteilen.”

In dem Interview mit “Radio Vatikan” beruft sich Bruno Barberis auch auf Papst Johannes Paul II., der im Jahr 1998 sagte, dass die Wissenschaft und nicht die Kirche für die Untersuchungen des Grabtuches zuständig sei. Dabei spielt er auf die Rede des damaligen Papstes vom 24. Mai 1998 bei der Ausstellung in Turin an. In seiner Ansprache in der Kathedrale von Turin sagte Johannes Paul II. damals in deutlichen Worten:

Das Turiner Grabtuch ist eine Herausforderung für den Verstand. Es verlangt in erster Linie das Bemühen des Menschen, besonders aber des Forschers, um demütig die tiefe Botschaft wahrzunehmen, die es an unsere Vernunft und unser Leben richtet. Die von dem Grabtuch ausgehende geheimnisvolle Faszination drängt danach, sich Fragen zu stellen über die Beziehung zwischen dem heiligen Linnen und der historischen Geschichte Jesu. Da es keine Angelegenheit des Glaubens ist, hat die Kirche keine besondere Kompetenz, diese Fragen zu beantworten. Die Kirche fordert sie (die Wissenschaftler) auf, die Untersuchungen des Grabtuches ohne vorgefasste Meinungen vorzunehmen (…) innerlich frei zu handeln und sorgfältig bedacht zu sein sowohl auf die wissenschaftliche Methodik als auch auf das Empfinden der Gläubigen.

Wer sich mit den Mysterien der Welt befasst – der kennt natürlich das Grabtuch von Turien und all die Spekulationen, Vermutungen und Gerüchte um das Leinen. Besonders bizarr waren einst Medienberichte, dass die UFO-Sekte der “Rael-Bewegung” Hitler (durch die sterblichen Überreste des Diktators) nun auch Jesus Christus anhand von Gen-Proben des Grabtuches klonen will. Was natürlich Medien-Unsinn der Sekte war.

Vortrag über "Das Wunder von Guadalupe", das Grabuch von Turin und den "Schleier von Manoppello" von L.A. Fischinger 2009 (Bild: L.A. Fischinger)
Vortrag über “Das Wunder von Guadalupe”, das Grabtuch von Turin und den “Schleier von Manoppello” von L.A. Fischinger 2009 (Bild: L.A. Fischinger)

Dennoch gibt es auch andere, die hier für Schlagzeilen sorgten. So etwa Dr. Leoncia A. Garz-Valdes, ein gläubiger Katholik, der anhand der Proben für die Radiokarbon-Datierung von 1988 die DNA von Jesus geklont haben will. Diese DNA entnahm er sechs Fäden, die ihm im April 1993 Prof. Alan Adler übergeben hatte. Prof. Adler wiederum war Mitglied der bekannten Grabtuch-Untersuchungen der STURP-Gruppe, des “Shroud of Turin Research Project”. Ergebnis war 1999 das Buch “The DNA of God?” (“Die DNA Gottes?”), Zwistigkeiten mit der Kirche und einen Medienrummel. Genau dieser medialen Aufmerksamkeit schloss sich dann die UFO-Sekten der “Rael-Bewegung” damals an, für die Klonen eine Art “Alien-Göttliche-Pflicht” ist.

Der Historiker Michael Hesemann schrieb in seinem Buch “Das Bluttuch Christi” (2010), in dem er nicht nur das Turnier Tuch diskutiert, sondern offensichtlich damit in Verbindung stehende weitere Reliquien, über diese Sensationsmacher:

Die Kirche wollte sensationalistischen Spekulationen, das Jesus geklont werden könne, keinen Vorschub leisten. Das Mysterium der Menschwerdung Gottes darf nicht zum schlagzeilenträchtigen Forschungsprojekt ehrgeiziger Genforscher degradiert werden.

Und ebenso sieht es der Physiker Bruno Barberis in seinem aktuellen Interview zum Grableinen.

Ich danke Euch, Euer Jäger des Phantastischen

Fischinger-Online

(Geschäfts-eMail: FischingerOnline@gmail.com)

Links zur Grenzwissenschaft:

Interessantes zum Thema:

, , , , , markiert <

Die Marienerscheinungen von Guadalupe 1531 und das Tuch-Wunder auf der Tilma: Artikel, Videos, Vortrag & Interviews

Das Wunder von Guadalupe 1531 und seine Geschichte: Vortrag, Interview und Artikel von Lars A. Fischinger (Bild: Fischinger-Online / gemeinfrei)
Das Wunder von Guadalupe 1531 und seine Geschichte: Vortrag, Interviews und Artikel von Lars A. Fischinger (Bild: Fischinger-Online / gemeinfrei)

Der Volksmund weiß es schon sehr lange: „Wunder gibt es immer wieder.“ Aber das Thema „Wunder“ ist auch fester Bestandteil aller Religionen der Welt. Vor allem auch im Christentum werden Wunder gerne als Zeichen Gottes oder des Himmels angenommen. Und die „Marienerscheinungen“ sind dabei in der gesamten christlichen Welt ein fundamentaler Bestandteil der Glaubenswelt. Doch auch wenn die wenigstens angeblichen Erscheinungen von den entsprechenden vatikanischen Untersuchungsbehörden anerkannt werden, so ist ein Marien-Wunder für die katholische Kirche unumstritten: Guadalupe in Mexiko-Stadt, das ab dem 9. Dezember 1531 seinen Anfang nahm. In diesem Posting fasse ich für Euch das Thema in einem umfangreicher Artikel zusammen. Ebenso findet Ihr hier einen Vortrag dazu von meinem YouTube-Kanal, der auch andere Mysterien, wie etwa das Grabtuch von Turin und der Schleier von Manoppello, zum Thema hat.


“Nicht von Menschenhand – Das Wunder von Guadalupe”

Der erste Papst, der das Guadalupe-Wunder von 1531 offiziell anerkannte, war bereits im Jahr 1754 Benedikt XIV. Auch andere Päpste nach ihm betonten die Echtheit der Marienerscheinung und im Jahre 1976 wurde aufgrund des großen Zustroms von gläubigen Pilgern sogar eine neue Basilika mit Platz für ca. 10.000 Menschen in Mexiko-City gebaut.

Guadalupe gilt damit heute als der größte Wallfahrtsort der Erde.

Im Jahre 2007 habe ich zum Thema der Erscheinungen der Mutter Gottes 1531, der Reliquie der “Tilma von Guadalupe” und anderen rätselhaften Tuch-Reliquien mein Buch “Nicht von Menschenhand – Das Wunder von Guadalupe” veröffentlicht habe (s. a. HIER). In dieser Veröffentlicht erfahrt Ihr die Geschichte und die Details rund um dieses Erscheinung in allen Einzelheiten. Ebenso findet Ihr am Ende dieses Artikels ein entsprechendes YouTube-Video mit einem Vortrag von mir zu diesen Mysterien der Christenheit.

Doch was war hier vor Jahrhunderten geschehen?

Die Geschichte des Wunders von Guadalupe.

Am 9. Dezember 1531 machte sich der aztekisch-stämmige Christ Juan Diego aus Tolpetlac auf den Weg zur heiligen Messe in Mexiko-Stadt. Auf dem Wege dorthin passierte er den Hügel Tepeyac und hatte dort seine erste Begegnung mit der rätselhaften Erscheinung. Von der Spitze des Hügels herab konnte Diego eine für ihn übernatürlich erscheinende Musik und einen „wunderbaren himmlischen Gesang“ vernehmen.

Plötzlich aber verstummte diese himmlische Musik und er hörte wie jemand seinen Namen rief. Neugierig machte er sich auf den Weg zum Gipfel. Dort angekommen sah er sich nun einer wunderbaren Gestalt, einem „Edelfräulein“, wie es die Überlieferung nennt, gegenüber.

Bild des Juan Diego in Guadalupe (Bild: L. A. Fischinger)
Bild des Juan Diego in Guadalupe (Bild: L. A. Fischinger)

Diego erfuhr von der Erscheinung, dass sie die heilige Jungfrau Maria persönlich sei und einen Auftrag für ihn habe. Er sei dazu auserwählt, an diesem Ort auf dem Tepeya für die Mutter Gottes ein Heiligtum zu errichten. Dazu soll er nach Mexiko-City gehen um diesen heiligen Auftrag dem dortigen Bischof P. Juan de Zumárraga zu unterbreiten. Ein Auftrag des Himmels, das war für Diego klar. Und natürlich machte er sich umgehend auf den Weg zum Bischof.

Doch Bischof Zumárraga war verständlicherweise misstrauisch gegenüber der Bitte des Azteken Diego. Und so entließ er Diego mit dem Hinweis, bei Zeiten über das von ihm Gehörte nochmals nachzudenken.

Juan Diego verließ Mexiko-City und begab sich zurück zum Hügel der Erscheinung wo es erneut zu einer Begegnung mit der heiligen Mutter Gottes kam. Diego berichtete, dass er mit Sicherheit der falsche Mann für diese Aufgabe sei und sie doch bitte einen anderen in ihren Namen zum Bischof schicken solle. Doch die „Mutter Gottes“ blieb stur: Diego sei der Vermittler ihrer Bitte und solle am folgenden Tag gleich wieder zum Bischof gehen um seiner Forderung Nachdruck zu verleihen.

So sprach Diego am kommenden Tag erneut bei Bischof Zumárraga vor. Doch dieser war weiterhin nicht überzeugt, dass der Azteke die Wahrheit sprach. Auf das Wort eines einzelnen Mannes könne er nicht eine Kirche bauen, so der Bischof. Diego solle einen Beweis bringen, dass er tatsächlich „von der Königin des Himmels persönlich gesandt“ wurde.

Auf dem Weg zurück traf Diego ein drittes Mal auf die „Königin des Himmels“ und schilderte ihr erneut seinen Misserfolg. Doch diesmal erfuhr Diego, dass er am kommenden Tag erneut hierher kommen soll und dann den geforderten Beweis erhalten werde. 

Das eigentliche Wunder von 1531: Die Tilma von Guadalupe und das Abbild der Mutter Gottes

Blick zur Spitze des Tepeyac heute (Bild: L. A. Fischinger)
Blick zur Spitze des Tepeyac heute (Bild: L. A. Fischinger)

Nun wurde es sehr interessant, denn Diego kam natürlich wie befohlen erneut zum verabredeten Treffpunkt und die heilige Dame trug Diego auf, er soll zum Gipfel steigen und dort die Blumen pflücken, die er dort vorfinden wird. Schon das verwunderte Diego, denn es war mitten im Winter.

Auch im Dezember ist es kalt in Mexiko und von einer Blumenpracht kann keine Rede sein.

Doch an diesem Tage, so die Überlieferungen weiter, wuchsen dort die herrlichsten Blumen und Diego sammelte sie begeistert auf und legte sie in seinen Umhang, die so genannte „Tilma“. Die Madonna trug ihm deutlich auf, dass diese Blumen der Beweis sind, den der Bischof verlangt habe. Ein drittes Mal machte sich Diego nun auf dem Weg zum Bischof und wurde auch zu ihm vorgelassen. Dieser war aber nun nicht allein in seinem Raum. Als ihn der Bischof fragte, ob er nun den Beweis habe – geschah das eigentliche “Wunder von Guadalupe”.

Wieder schilderte Diego voller Leidenschaft seine Geschichte und aufmerksam hörte sich der Bischof alles an. Sicher voller Erwartung, ob der Azteke das geforderte Wunder liefen kann, blickte er auf die an sich schon wundersame Blumenpracht in Diegos Tilma! Dann geschah das “Zeichen des Himmels”, das bis auf den heutigen Tag von 20 Millionen Menschen im Jahr besucht wird.

Der Urtext überliefert:

Vortrag über "Das Wunder von Guadalupe", das Grabuch von Turin und den "Schleier von Manoppello" von L.A. Fischinger 2009 (Bild: L.A. Fischinger)
VORTRAG über “Das Wunder von Guadalupe”, das Grabuch von Turin und den “Schleier von Manoppello” von Lars A. Fischinger (Bild: L.A. Fischinger)

Und dann breitete er seine weiße Tilma aus, in die hinein sie die Blumen gelegt hatte. Und sobald die verschiedenen kostbaren Blumen zu Boden fielen, da verwandelte sie (die Tilma, Anm. LAF) sich dort in ein Zeichen, es erschien plötzlich das geliebte Bild der Vollkommenen, der Heiligen Jungfrau Maria, der Mutter Gottes, in der Form und Gestalt, wie es jetzt ist.

Dort, wo es jetzt aufbewahrt wird in ihrem geliebten kleinen Haus, in ihrem kleinen Heiligtum dort auf dem Tepeyac, der Guadalupe genannt wird. Und als der regierende Bischof es sah, und alle die dort waren, knieten sie nieder und bewunderten es sehr. Sie standen auf, um es zu sehen (…) das Herz, die Gedanken erstaunt…

Und der regierende Bischof bat ihn unter Weinen und in Betrübnis um Verzeihung, dass er nicht gleich ihren Willen, ihren ehrwürdigen Hauch, ihr ehrwürdiges Wort ausgeführt hatte. Und als er aufstand, löste er von der Schulter, wo es zusammengebunden war, das Gewand, die Tilma von Juan Diego, auf der erschienen war, auf der sich in ein Zeichen verwandelt hatte die Königin des Himmels.

Die Blumen lösten sich bei der Berührung des Bodens in Luft auf, aber von Erstaunen ergriffen blickten die Anwesenden nun auf ein Bild der Jungfrau Maria, das auf Tilma erschien.

Die Tilma von Guadalupe heute (Bild: L. A. Fischinger)
Die Tilma von Guadalupe heute (Bild: L. A. Fischinger)

Umgehend erklärte sich der tief beeindruckte Bischof bereit, die kleine Kirche am Ort der Erscheinung zu errichten und am 26. Dezember 1531 wurde das Bildnis der Madonna feierlich in die neue Kapelle getragen. Der Bischof war nicht nur erstaunt, er war nun überzeugt! Zumárraga zweifelte nach dem, was er da gesehen hatte, keine Sekunde mehr, dass der Indio tatsächlich eine Begegnung mit dem Himmel gehabt hatte, dass er der Sprecher der Gottesmutter war und dass der Wunsch nach einer Marienkirche erfüllt werden musste.

So bat er Diego am folgenden Morgen, dass er ihm genau zeigen solle, wo das Gotteshaus der Maria denn erbaut werden sollte. Also machten sich Diego, der Bischof und einige Gefolgsleute auf den Weg zum Tepeyac. Diego führte die Gesandtschaft genau dorthin, wo er seine Treffen mit der Erscheinung gehabt hatte. Dort entstand in den folgenden Jahrhunderten nach und nach die Wallfahrtsstätte der Jungfrau von Guadalupe in Mexiko-Stadt; der meistbesuchte Pilgerort der Erde.

Eine Marienerscheinung, die eine Reliquie hinterlassen hat?

Was hier vor über 450 Jahren geschehen sein soll, gilt bis heute als ein reales Wunder. Die Zeugen, die 1531 bei der Manifestation des Bildes der „lieben Frau“ zugegen waren, sahen die plötzliche Erscheinung des Bildes mit eigenen Augen. Aber das Originalbild dieses Wunders liegt bis heute vor. Es existiert noch immer – und es ist ohne Zweifel eines der erstaunlichsten Reliquien der Christenheit.

Als Wunder muss man eigentlich schon allein den Umstand bezeichnen, dass wir das Bildnis seit 1531 noch immer vorliegen haben. Außer natürlich, wir unterstellen der katholischen Kirche, dass sie schon lange das Bildnis in der Basilika gegen eine Kopie ausgetauscht hat. Der Stoff, aus dem die Tilma einst hergestellt wurde, hält normalerweise nämlich nicht länger als 20 bis 25 Jahre. Normalerweise …

Lars A. Fischinger vor der Basilika von Guadalupe in Mexiko (Bild: L. A. Fischinger)
Lars A. Fischinger vor der Basilika von Guadalupe in Mexiko (Bild: L. A. Fischinger)

Doch bis heute ist an dem Gewebe keinerlei Spur einer Abnutzung zu sehen. Jahrhunderte lang haben es fromme Menschen geküsst und gestreichelt, Weihrauch geopfert, unzählige Kerzen vor dem Bildnis angezündet, und zum Teil sogar kranken Menschen über gelegt. Dabei war das Bild über lange Zeiten hinweg offen in der Kapelle ausgestellt. Keine Glasscheibe schützte das heilige Relikt vor den Einwirkungen der Zeit.

Auch Fenster gab es nicht. Die „Farben“ sind bis heute dennoch kräftig und erscheinen frisch. Schon im Jahre 1979 stellte Professor Philipp Callaham, Biophysiker an der Universität Florida, fest, dass die andauernde Bestrahlung des Bildes mit ultraviolettem Licht der Kerzen die Farben schon unlängst zerstört hätte. Hat es aber nicht.

Doch Jahrzehnte zuvor, im Jahre 1936, kam es bereits zu einer anderen, seltsamen Entdeckung: Professor Richard Kuhn, Nobelpreisträger für Chemie von der Universität Heidelberg, bekam eine gelbe und eine rote Faser des Stoffes zu genauen Analysen. Professor Kuhn kam nach eingehenden Untersuchungen der Proben zu einem seltsamen Ergebnis, denn er konnte weder tierische, mineralische noch pflanzliche Farbstoffe in den Proben nachweisen.

Interview der GEP eV zum Wunder von Guadalupe mit Lars A. Fischinger (Bild: L. A. Fischinger)
Interview der GEP eV zum Wunder von Guadalupe (Bild: L. A. Fischinger)

Die Ergebnisse von Professor Kuhns Forschungen wurden zehn Jahre später bestätigt. 1946 untersuchte man das gesamte Tuch mit einem Mikroskop. Dabei stellte sich heraus, dass es sich bei dem Abbild auf keinen Fall um ein Gemälde handeln kann – jegliche Spuren einer Pinselführung fehlten vollkommen.

Auch der Physiker Professor Franciso Camps Rivera untersuchte das Material 1954 und 1966 auf Hinweise, dass hier ein Gemälde und somit um eine Fälschung vorliegt. Doch auch seine Analysen kamen zu identischen Ergebnissen.

Den endgültigen Nachweis, die die These einer geschickt angefertigten Fälschung widerlegte, erbrachten 1979 der schon erwähnte Professor Philipp Callaham und Professor Jody Smith. Durch ihre Infrarotuntersuchungen wiesen sie nach, dass das Bild keine Untermalung oder Grundierung besitzt.

Auch wird das Motiv auf dem Tuch von keiner Glasur oder ähnlichem vor der Witterung geschützt, was aufgrund des sehr guten Erhaltungszustandes sicher mehr als erstaunt. Auch eine Leimung schlossen die beiden Forscher aus und bezeichneten das mysteriöse Phänomen des Tuches als „phantastisch“. Sogar die Zwischenräume der einzelnen Fasern waren leer; es fanden sich keine Farben oder andere Materialien dazwischen.

Ein Team von KODAK gab im Jahre 1963 sogar bekannt, dass das Abbild der Madonna „den Charakter einer Fotografie“ habe. Erklären konnten sie es nicht. 

Bilder in den Augen der Madonna von Guadalupe?

Der Umstand, dass das umstrittene Abbild der Maria auf dem Mantel kein Gemälde ist, ist nur eine Besonderheit des Objektes. Eine andere Eigenart und sicher auch bedeutendere Feststellung sind die seltsamen Details des Bildes an sich. Im Jahr 1929 machte der mexikanische Fotograf Alfonso Gonzales als erster die Entdeckung, dass das Abbild der Jungfrau angeblich versteckte Szenen enthält. Er wies die kirchlichen Behörden darauf hin, dass er in den Augen der Mutter Maria das Gesicht eines Menschen fand.

Werde auch DU Fan von Grenzwissenschaft & Mystery Files!

Grenzwissenschaft und Mystery Files auf YouTube

Werde Fan von Grenzwissenschaft und Mystery Files auf Facebook+++ Blog-Newsletter HIER abonnieren +++

Doch mit seiner Entdeckung konnte man lange nichts anfangen und so dauerte es noch bis zum Jahre 1951.

Am 29. Mai griff der Grafiker Carlos Salinas diese Entdeckung wieder auf und stellte eigene Untersuchungen an. Salinas fand tatsächlich in der Pupille des rechten Auges das Abbild eines Mannes mit Bart. Sogleich unterrichtete er Luis Maria Martinez, Erzbischof von Mexiko-City. Salinas hatte mehr Glück als Gonzales 1929, denn der Erzbischof rief eine Sonderkommission ein, die das Abbild genauer untersuchen sollte. Die Untersucher bestätigten am 11. Dezember 1955 nicht nur das Vorhandensein eines menschlichen Gesichtes im Auge der Abbildung, sondern sprachen dies sogar Juan Diego höchst selbst zu.

Sind in den Augen der Madonna der Tilma von Guadalupe Personen zu sehen? (Bild-Beispiele entnommen aus dem Buch "El secreto de sus ojos" von José Aste Tönsmann 2004)
Sind in den Augen der Madonna der Tilma von Guadalupe Personen zu sehen? Klick zur Großansicht. (Bild-Beispiele entnommen aus dem Buch “El secreto de sus ojos” von José Aste Tönsmann 2004)

Die Entdeckungen gingen noch weiter.

Schon im Juli 1956 konnten die Augenärzte Dr. Javier Torroelle Bueno und Rafael Torifa Lavoignet die Ergebnisse nicht nur bestätigen sondern noch erweitern. Lavoignet wies darauf hin, dass die Abbildungen in den Augen der heiligen Madonna exakt einer Spiegelung entsprechen, wie sie in einem echten menschlichen Auge entstehen kann. „Die Verzerrung und die Stelle des optischen Bildes stimmen mit dem überein, was in einem normalen Auge produziert wird“, schrieb Lavoignet.

Lars A. Fischinger im Interview 2010 (Bild: L.A. Fischinger)VIDEO: iPhone, eBooks, neue Medien & die alten Mysterien der Menschheit: Interview von Susan Heat mit Lars A Fischinger auf der Buchmesse Frankfurt 2010
VIDEO: Lars A. Fischinger im spontanen Interview mit Susan Heat auf der Buchmesse Frankfurt 2010 (Bild: L. A. Fischinger)

Doch die Untersuchungen des Augenarztes Dr. C. Wahlig und seinem Team aus Optikern und Ärzten übertrafen alle bisherigen. Ihnen gelang es nicht nur weitere „Personen“ in den Augen des Bildes zu finden, sondern sie konnten sogar rekonstruieren in welcher Anordnung sich diese befanden. Dr. Wahlig vermutet, dass die Szene in den Augen der Jungfrau Maria exakt jener Szene entspricht, wie sie sich im Dezember 1531 in den Räumen des Bischofs von Mexiko-City zugetragen hat, als Juan Diego die Blumen vor den Geistlichen auf dem Boden warf … heißt es.

Die letzte derartige Untersuchung der Augen des Madonna-Bildnisses wurde 1986 von dem Augenarzt Dr. Jorge Padilla durchgeführt. Mittels Computeranalysen und Aufnahmen durch ein Elektronenmikroskop bestätigte auch Dr. Padilla die Existenz der Personen im vollen Umfang. 

Ein „Wink des Himmels“?

Die Tilma ist nur 167,64 mal 94,15 Zentimeter groß.

Lars A. Fischinger im Interview (Bild: S. Ampssler / WikiCommons)
VIDEO: Lars A. Fischinger 2008 im (lokalen) TV-Interview – u.a. zum Thema “Guadalupe” (Bild: S. Ampssler / WikiCommons)

Das eigentliche Bild der „Mutter Lateinamerikas, wie Papst Johannes Paul II. es bei seinem Besuch in Guadalupe 1979 nannte, ist nur 142,24 Zentimeter hoch. Ein sehr grob gewebtes Stück Stoff, das seit der ersten, einfachen Untersuchung 1666 immer mehr Rätsel aufgibt.

Was mag hier vor Jahrhunderten geschehen sein? Was hat es mit der Geschichte auf sich? Ist alles reines Wunschdenken der Gläubigen? Ist die Urschift der Ereignisse, das “Nican Mopohua” von 1540 bis 1550, das die Geschichte erzählt, authentisch? Für Skeptiker ist allein schon dieser Text ein Fake. Und was wollte Gott, Jesus, der heilige Geist oder die Mutter Maria mit diesen Erscheinungen und dem Wunder auf der Tilma überhaupt erreichen?

Die Ereignisse und wundersamen Marienerscheinungen in Mexiko liegen lange zurück, sind aber vom Vatikan als eine Art „Wink aus dem Himmel“ und “Zeichen von Gott” anerkannt.

Auch den Einheimische Juan Diego, der bis heute in Mexiko eine Art „Held“ oder besser eine nationale Ikone ist, hat der Papst als ersten Amerikaner heiliggesprochen. Obwohl es Zweifel gibt, dass es diesen Mann jemals gab. Und wir haben von der Erscheinung der Mutter Gottes ein „Zeichen“ in Form des Bildes auf der Tilma bis heute vorliegen. Jeder kann es sich ansehen. Wenn es – denn auch diese Einwände existieren – tatsächlich noch das echte Bild von 1531 ist.

Bei allen Untersuchungen des Bildes verstärkten sich die Hinweise, dass wir hier tatsächlich eine unerklärliche Situation vor uns haben. Die Abbildung scheint kein Gemälde zu sein, sie ist seit rund 480 Jahren in einem bemerkenswert guten Erhaltungszustand und in den Augen wurden mutmaßlich die Abbildungen von Menschen nachgewiesen, die sogar jene Personen seien, die im Dezember 1531 beim Wunder anwesend waren. Und vom Bildnis selber sollen ebenso „Wunder“ ausgehen.

Grenzwissenschafts-Autor und Mystery-Jäger Lars A. Fischinger im Interview: Die Welt der Prä-Astronautik, die Skeptiker, der Papst und die “Ancient Aliens-Religion” (Bild: L. A. Fischinger)
VIDEO: Lars A. Fischinger im Interview: Die Prä-Astronautik, die Skeptiker, der Papst & die „Ancient Aliens-Religion“ (Bild: L. A. Fischinger)

Wie vom heiligen Wallfahrtsort Fatimá und anderen wird auch von dem Bildnis in Guadalupe berichtet, es haben Menschen geheilt usw. Auch einer Wasserquelle, die am Ort der Erscheinungen entspringt, werden heilende Wirkungen nachgesagt. Doch das Größte Wunder ist wohl die Tatsache, dass das Bild der heiligen Jungfrau zu einer Zeit erschienen sein soll, als das große Volk der Azteken seine schlimmsten Jahre durchlebte.

Die spanischen Eroberer schafften es in rund 40 Jahren nicht nur ein riesiges Reich zu zerschlagen sondern fast das gesamte Volk der Azteken auszulöschen. Eingeschleppte Erkrankungen der Europäer taten dabei ihr übriges. In diesen Tagen des Untergangs erschien das Bild.

Im Zuge dieses Wunders von Guadalupe – ließen sich über neun Millionen Azteken taufen und vermischten sich mit den Spaniern …

Update 2. September 2018: Layout, Links & Bilder

Vortrag von 2009 auf Grenzwissenschaft und Mystery Files zum Thema
Bitte auf das “Play-Symbol” klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft [klick] hier.

+++ Postet mir Eure Fragen, Anregungen, Kommentare & Meinungen dazu bei YouTube. / Abo & Daumen hoch nicht vergessen … +++

Euer Jäger des Phantastischen

Fischinger-Online

(Geschäfts-eMail: FischingerOnline@gmail.com)

Interessantes zum Thema:

, , , , , , , , , , , markiert <

Das "Wunder von Guadalupe" (Mexiko) von 1531: Interview mit Lars A. Fischinger zum Thema

Interview der GEP eV zum Wunder von Guadalupe mit Lars A. Fischinger (Bild: L. A. Fischinger)
Interview der GEP eV zum Wunder von Guadalupe mit Lars A. Fischinger (Bild: L. A. Fischinger)

Die aztekische Schrift “Nican Mopohua” aus dem 16. Jahrhundert berichtet von einem unglaublichen Ereignis, das sich im Dezember 1531 in Mexiko zugetragen hat. Damals kam der aztekischstämmige Juan Diego aus Tolpetlac am Hügel Tepeyac vorbei, der heute der Wallfahrtsort Guadalupe (Mexiko-City) ist. Von der Kuppe her hörte er eine Art Musik und Gesang und als diese verstummt waren, erklomm er den Hügel und sah sich einer bildschönen weiblichen Gestalt gegenüber. Laut Meinung der katholichen Kirche war diese Frau die Mutter Gottes – die Madonna, “Unsere Liebe Frau von Guadalupe”. Diese erste Begegnung war der Beginn des “Wunder von Guadalupe”. Hier ein Interview zum Thema von 2008 (mit der G.E.P. e.V.).

Blog-News hier abonnieren

Das "Wunder von Guadalupe" (Mexiko) von 1531: Interview mit Lars A. Fischinger zum Thema weiterlesen

, , , , , , , , , , markiert <

Erich von Däniken, die Prä-Astronautik und die Geschichte eines Mystery-Phänomens: Wie die Ancient Aliens wurden, was sie sind +++Artikel von Lars A. Fischinger+++

ARTIKEL: Erich von Däniken, die Prä-Astronautik und die Geschichte eines Mystery-Phänomens: Wie die Ancient Aliens wurden, was sie sind (Bild: Archiv E. v. Däniken / L. A. Fischinger)
Erich von Däniken und die Prä-Astronautik – die Geschichte einer astronauten-göttlichen Idee (Bild: Archiv E. v. Däniken / L. A. Fischinger)

Februar 1968: Ein junger Schweizer mit dem wohlklingenden Namen Erich Anton Paul von Däniken veröffentlicht nach einer Odyssee durch dutzende von Deutschen Verlagen im Düsseldorfer ECON-Verlag sein kleines Büchlein “Erinnerungen an die Zukunft” mit einer Startauflage von 6.000 Exemplaren. Der Herausgeber ließ bei dem Thema Vorsicht walten. Doch schon im Dezember 1968 wurden rund 120.000 Bücher in etwa zehn Neuauflagen nachgedruckt, und 1970 waren 30 Auflagen mit über 600.000 Bücher längst überschritten. Ein “Mystery-Kult” war im Mainstream geboren, der “Kult” der Prä-Astronautik – der Ancient Aliens. Doch wie kam es dazu? Hier erfahrt Ihr die ganze  Geschichte der Idee der Götter aus dem All – und wie der mittlerweile über achtzigjährige Erich von Däniken mit dem Thema Astronautengötter einen Boom ins Leben rief.

, , , , , , , , , , , , , , , , markiert <