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Die Cheops-Pyramide und das Geheimnis der unterirdischen Kammer +++ YouTube-Video +++

VIDEO: Cheops-Pyramide: Das Geheimnis der unterirdischen Kammer (Bild: gemeinfrei)
VIDEO: Die Cheops-Pyramide und das Geheimnis der unterirdischen Kammer (Bild: gemeinfrei)

Die Cheops-Pyramide gilt als eines der geheimnisvollsten Bauwerke der Antike. Und so ranken sich seit Jahrtausenden Gerüchte, Spekulationen und Märchen um die Große Pyramide von Cheops. “Etablierte Archäologen” sind ebenso von ihr fasziniert wie “Laien-Forscher” und natürlich Grenzwissenschaftler im Allgemeinen. Immer wieder in ihrem Inneren Geheimkammern oder verborgene Räume und Gänge vermutet. Was aber beim Blick auf die Geheimnisse der Pyramide vielfach zu kurz kommt ist die Felsenkammer tief unter der Pyramide. Auch “Unvollendete Grabkammer” genannt. Auch und vor allem um sie ranken sich rätselhafte Überlieferungen und Geschichten sowie zum Teil sehr sonderbare Begebenheiten. Welches das sind und was diesen Raum so spannend macht, berichte ich Euch in diesem YouTube-Video.


Zweifellos gilt die Cheops-Pyramide als eines der geheimnisvollsten Bauwerke der antiken Welt.

Seit Jahrtausenden ranken sich unzählige Gerüchte, Spekulationen und Märchen um die große Pyramide von Cheops. Archäologen und Historiker sind ebenso von ihr fasziniert wie “Laien-Forscher” und natürlich Grenzwissenschaftler im Allgemeinen (s. a. Blog-Artikel-Serie HIER).

Vielfach werden in der Cheops-Pyramide auch Geheimkammern und versteckte Räume vermutet.

Was aber bei der Diskussion um die Geheimnisse der großen Pyramide vielfach zu kurz kommt, ist die Felsenkammer tief unter der Pyramide. Auch Unvollendete Grabkammer genannt. Denn auch und vor allem um sie ranken sich rätselhafte Überlieferungen und Geschichten sowie zum Teil sehr sonderbare Begebenheiten.

Mehr darüber berichte ich Euch in diesem Video auf YouTube.

Bleibt neugierig …

Video vom 26. August 2019 auf Grenzwissenschaft und Mystery Files

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Die Cheops-Pyramide: Mumien, Grabräuber und Mysterien – Artikel-Serie von Lars A. Fischinger, Teil #4: DIE ARTEFAKTE

Die Cheops-Pyramide: Mumien Grabräuber und Mysterien - Artikel-Serie Teil #4: DIE ARTEFAKTE AUS DER PYRAMIDE
Die Cheops-Pyramide: Mumien Grabräuber und Mysterien – Artikel-Serie Teil #4: DIE ARTEFAKTE AUS DER PYRAMIDE (Bild: L. A. Fischinger)

Die Cheops-Pyramide von Gizeh – Das letzte und zugleich älteste Weltwunder der Antike, wie es immer wieder gerne betont wird. Ein Bauwerk, das seit rund 4.500 Jahren die Menschen in ihren Bann zieht. Dabei ist eine jener Fragen, die der Pyramide des Cheops immer wieder gestellt werden, jene nach er Mumie des Pharao und der erster Öffnung des Monumentes durch den Kalifen Al-Mamun im Jahre 823. Auf Grundlage einer früheren Veröffentlichung von mir soll in dieser Artikel-Serie der Spur der Plünderung(en) der Cheops-Pyramide, den Funden des Al-Mamun und seiner Entdeckungen genauer nachgegangen werden. Dabei ergeben sich – wie so oft in der Mystery-Forschung – neue Fragen auf alte Antworten …

Von Lars A. Fischinger

Hallo, liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Einleitung

Pyramiden gibt es in Ägypten wie den sprichwörtlichen Sand am Meer. Doch gerade und vor allem die Pyramide von Pharao Cheops (ca. 2620 bis 2580 vor Christus) aus der 4. Dynastie (2639 bis 2504 vor Christus) in Gizeh nahe Kairo erregt bis heute die Aufmerksamkeit zahllose Touristen und Autoren. (K)ein Wunder: ist sie doch mit ihren einst fast 147 Metern Höhe und einer Länger an der Basis von rund 230 Metern die größte Pyramide der Erde. Die Bauarbeiter des Königs türmten zu seinen Ehren unzählige Steinblöcke in den Himmel. Und so entstand ein Bauwerk, das nicht nur durch seine Wucht und Größe fasziniert, sondern auch vielen Autoren der Grenzwissenschaft durch ihre Rätsel und weiterhin offenen Fragen.

Gerne wird die Pyramide des Cheops als Monument aus fernen Tagen vor einer Sintflut gehandelt. Als eine Art „Wissensspeicher“ oder eine Art „kosmischer Plan“ für das Wissen der Menschheit. Eine „Zeitkapsel“, die die Weisheiten jener Menschen erhalten und schützen sollte, die vor der großen Sintflut bzw. vor Jahrtausenden lebten. Folglich ein Bauwerk, dass die Geheimnisse einer verborgenen Welt enthält. Vielleicht sogar von Atlantis. Eindeutige Beweise für diese Ideen gibt es keine.

Mehr als sonderbar und mysteriös ist, dass nie eine Mumie im Inneren der Steinberges entdeckt worden sein soll. Als das gewaltige Monument vor fast 1.200 Jahren erstmals durch einen Kalifen geöffnet wurde – war es vollkommen leer, wie es heißt.

Auf Grundlage meines Buches „Verbotene Geschichte“ (2010) und eines einstigen E-Book zum Thema soll in dieser kleinen Artikel-Serie speziell genau diesem Mysterium der Cheops-Pyramide nachgegangen werden. Fragen nach der Plünderung der Pyramide werden ebenso dargelegt, wie arabische Überlieferungen über die Öffnung des Bauwerkes sowie die Widersprüche, die sich daraus ergeben. Ebenso eine Spur, wo der mutmaßlich innere Sarkophag einer offenbar tatsächlich gefunden Mumie letztlich gelandet ist.

Alte Fragen, die durch ihre Antworten neue Fragen ergeben.

Zum Abschluss der Reihe plane ich als 5. Teil eine Zusammenfassung in einem YouTube-Video auf meinem Grenzwissenschaft-Channel „Ancient Aliens & Mystery Files“.

Bleibt also neugierig!

 

Die Cheops-Pyramide: Mumien Grabräuber und Mysterien

Teil #4: DIE ARTEFAKTE AUS DER PYRAMIDE

 

Lars A. Fischinger (mit Sonja Ampssler) vor dem rätselhaften Sarkophag in der Cheops-Pyramide (Bild: L. A. Fischinger)
Lars A. Fischinger (mit Sonja Ampssler) vor dem rätselhaften Sarkophag in der Cheops-Pyramide: Was befand sich hier im Jahre 823 drin? Und von wem? (Bild: L. A. Fischinger)

In den bisherigen Teilen der Artikel-Serie habe ich unter anderem eine ganze Reihe von Chronisten zu Wort kommen lassen, die im „Hitat“ über die „erste Öffnung“ der Cheops-Pyramide im Jahre 823 nach Christus berichtet haben. Selber dabei war – bis auf eine Ausnahme – kein einziger dieser Autoren. Das sollte anhand ihrer genannten Lebenszeiten klar zu erkennen gewesen sein. Dennoch stimmen zumindest alle diese Chronisten darin überein, dass vor rund 1.200 Jahren von den Arabern „etwas“ im Inneren der Cheops-Pyramide entdeckt wurde. Inklusive einer Mumie, einer Leiche oder zumindest Reste mindestens eines dort bestatteten Menschen.

Und, davon bin ich überzeugt, es handelte sich dabei nicht um die Mumie des Pharao Cheops, der seit seinem Tode 2580 vor Christus hier verborgen lag. Die Idee, Aussage oder Spekulation, dass Cheops hier durch Al-Mamun 3.403 Jahre nach seiner Bestattung gefunden wurde, ist meiner Meinung nach absurd. Dennoch scheint der Kalif in der großen Pyramide allerlei zum Teil sehr seltsame Dinge vorgefunden zu haben.

Also sehen wir uns in dieser Folge der Artikel-Reihe einmal näher an, was genau nach diesen Chroniken in der Pyramide entdeckt worden sein soll.

Da wären:

  • Eine „vollkommen wohl erhaltene und trockene“ Mumie/Leiche eines Mannes
  • Eine ebenso erhaltene Mumie/Leiche einer Frau
  • Ein goldener Deckel, mit dem der Sarkophag verschlossen war
  • Ein goldenes Kästchen mit Blut
  • Ein „ganz zerfallendes Gewand“ mit goldenen Fäden
  • Eine grünliche „Bildsäule eines Menschen“, die aus „einer Art Malachit“ bestand
  • Einen Leichnam in dieser „Bildsäule“
  • Einen „Panzer“ um diesen Leichnam mit Gold und Edelsteinen
  • Ein Schwert ohne Griff
  • Eine Frauenstatue mit einem Spiegel mit Metallrand
  • Eine Männerstatue mit einer „beschriebe Tafel“ in der Hand
  • „Morsche Knochen“ unter einem goldenen Deckel im Sarkophag
  • Pech, Aloe, Myrrhe, Edelsteine
Ein fragwürdiges Video zeigt angeblich sogar die Bergung einer Alien-Mumie in Gizeh durch den KGB (Bild: L.A. Fischinger / gemeinfrei)
Gerüchte und fragwürdiges Aussagen zu den Pyramiden gibt es genug: Ein Video zeigt angeblich sogar die Bergung einer Alien-Mumie in Gizeh durch den KGB (Bild: L.A. Fischinger / gemeinfrei)

Sofort dürfte auffallen, dass die überlieferten Angaben sich eindeutig widersprechen. Denn von „morschen Knochen“ bis zu einer „vollkommen wohl erhaltenen und trockenen“ Mumie ist es ein weiter Schritt.

Grundsätzlich sollte das aber nicht weiter von Interesse sein, da diese Aufzeichnungen in verschiedenen Jahrhunderten verfasst wurden und ausnahmslos auf Hörensagen beruhen. Fast niemand der zitierten Autoren im mittelalterlichen „Hitat“ hat diese Dinge aus der Cheops-Pyramide mit eigenen Augen gesehen. Alle notierten Erzählungen, Geschichten und Überlieferungen über das Reich der Pyramiden, die man sich dort erzählte. Die legendäre „Stille Post“ hat diese zweifellos verfälscht und es sei nochmals darauf hingewiesen, dass das „Hitat“ aus dem Mittelalter stammt.

Aber: Auch die in der Mystery-Forschung sehr bekannte Aussage, dass der biblischen Prophet Henoch die Cheops-Pyramide erbaut habe – da er eine große Flut kommen sah – wurde aus der Textsammlung „Hitat“ von al-Maqrizi abgeleitet. In diesem konkreten Fall sogar von ihm selber, der bekanntlich 1364 bis 1442 nach Christus lebte. Also tausende Jahre nach der Herrschaft des Pharao Cheops oder sogar den Tages den Henoch.

Eine blutige Entdeckung?

Ich wäre kein „Jäger des Phantastischen“, wenn ich nicht die Aussagen der alten Chronisten quasi mit drei Augen lesen würde. Denn so fällt bei den oben aufgelisteten Funden aus der Cheops-Pyramide und den zuvor angeführten Zitaten Sonderbares auf.

Da wäre zum einen das goldene Kästchen, dass der bereits 990 nach Christus verstorben al-Nadim erwähnt hat. Er notierte die Geschichte, dass die arabischen Entdecker in der Grabkammer ein Kästchen fanden, in dem sich wiederum „frisches Blut“ befand. Dieses Blut, so schreibt er weiter, gerann jedoch und trocknete ein, als es der Luft ausgesetzt wurde, eben „wie Blut zu gerinnen pflegt“.

Eindrücke aus der Königskammer - sie ist alles andere als "zierlich". Auf der Leiter zu sehen ist Dr. Dominique Görlitz; bekannt durch das "Cheops-Projekt".<span style="color: #999999;">(Bild: L. A. Fischinger / D. Görlitz)
Eindrücke aus der Königskammer – sie ist alles andere als “zierlich”. Auf der Leiter zu sehen ist Dr. Dominique Görlitz; bekannt auch durch das “Cheops-Projekt“.(Bild: L. A. Fischinger / D. Görlitz)

Wie soll man so eine Aussage verstehen, wenn sie wahr ist? Über 3.000 Jahre nach dem Bau der Pyramide fanden die arabischen Grabräuber dort noch immer ein Kästchen mit „frischem Blut“? Wenn dem so wäre, stammt es aus einer späteren Epoche und von einer viel späteren Bestattung.

Es könnte sich bei diesem „Kästchen“ um eine der sogenannten Kanopen gehandelt haben. Dies sind kleine Gefäße (oft in Form einer Gottheit), in dem die Ägypter die Eingeweide getrennt mit bestatteten, die bei der Mumifizierung dem Leichnam entnommen wurden. Diese kamen ab dem Ende der 4. Dynastie „in Mode“. Also jener Dynastie, in der Pharao Cheops gelebt hat. „Frisches“ Blut enthält aber keine dieser „Vasen“, und so ist es auch Spekulation, was es mit diesem Fund in Wahrheit auf sich hat.

Seltsam auch, dass al-Nadim die Königskammer als „zierlicher, gewölbter Bau“ beschrieben hat. Diese Grabkammer ist alles andere als „zierlich“ und hat auch eine vollkommen flache Decke. Offensichtlich war er nie im Inneren der Pyramide bzw. in der Königskammer. Sonst wüsste er auch, dass im dortigen Sarkophag überhaupt kein Platz für die Mumie einer zweiten Person neben der genannten männlichen Mumie ist. „An seiner Seite ruhte ein Weib“, wie er schreibt, passt wortwörtlich nicht.

Al-Kaisi war offenkundig nie in der Königskammer der Cheops-Pyramide, als er die ihm zu Ohren gekommenen Geschichten notierte. Sonst hätte er den Raum nicht in der vorliegenden Form beschrieben. Immerhin ist diese Kammer ca. 10,49 Meter lang, 5,24 breit und 5,84 Meter hoch und wurde aus zum Teil überaus mächtigen Ganitblöcken erbaut. Das sind übrigens genau jene (Decken-)Monolithen, an denen die Forscher Stefan Erdmann und Dr. Dominique Görlitz Eisen gefunden haben, worüber in diesem Video auf meinem YouTube-Kanal ausführlicher berichtet wird.

Dieser Widerspruch zwischen arabischen Bericht und Realität der Kammer es Königs wirft ein durchaus „fragliches Licht“auf al-Kaisi. Und zwar auf seine Geschichte über die Entdeckungen in dem senkrechten Schacht der Felskammern, die er persönlich gemacht haben will. Diese Funde von Geheimkammern und Mumien durch al-Kaisi kamen im vorherigen Artikel der Reihe zur Sprache kamen ….

Der Chronist Al-Mutanabbi wiederum war hier bei seinen Notizen genauer. Er schrieb von schwer zu erklimmenden Gängen und Treppen sowie einem „würfelförmigen“ Gemach mit einem Sarg darin. Das beschreibt das tatsächliche Aussehen der Königskammer schon recht gut.

Der verlorene Sarkophag – noch im 12. Jahrhundert zu besichtigen?

Der Granit-Sarkophag in der großen Pyramide: Lag in diesem ein weiterer Sarkophag, der noch bis ins 12. Jahrhundert in Kairo zu sehen war? (Bild: gemeinfrei)
Der Granit-Sarkophag in der großen Pyramide: Lag in diesem ein weiterer Sarkophag, der noch bis ins 12. Jahrhundert in Kairo zu sehen war? (Bild: gemeinfrei)

Was beim zitierten al-Kaisi wiederum sehr interessant ist, ist der Umstand, dass er höchstpersönlich die „Steinsäule“ gesehen habe, in der sich letztlich die Mumie befand. Jene „Bildsäule eines Menschen”, die “wie aus grünem Stein, einer Art Malachit, gefertigt“ gewesen sei, wie er sie beschreibt. Nach dem Öffnen genauer dieser „Säule“ erblickte Al-Mamun „darin den Leichnam eines Menschen“ und einige wertvolle Grabbeigaben. Und dieses Götzenbild, „aus dem man diesen Leichnam hervorholte, habe ich neben der Pforte des königlichen Palastes zu Misr liegen sehen“.

Auch wenn al-Kaisi vielleicht die Pyramide von König Cheops niemals selber von innen sah und nur Erzählungen ihres Inneren notierte, ist es bei dieser Bildsäule oder Statue etwas anders. Sie lag in seinen Tagen nicht mehr im Inneren der Pyramide und konnte folgerichtig von ihm auch ohne das Monument zu betreten bestaunt werden. Das heißt, dass al-Kaisi durchaus einen Sarkophag einer Bestattung gesehen haben kann, den die Araber 823 nach Christus aus der Cheops-Pyramide holten.

Ich vermute, dass es sich hierbei möglicherweise um einen „inneren Sarkophag“ gehandelt haben könnte, der sich in dem heute bekannten und für Besucher zu sehenden Sarg in der Königskammer befand. Es ist kein Geheimnis und sicherlich den meisten Menschen bekannt, dass die alten Ägypter ihre verstorbenen Könige nicht selten in einer „Schicht“ ineinander verschachtelter Särge beisetzten. Das bekannteste Beispiel ist hier selbstverständlich der Pharao Tutanchamun.

Interessant ist im Weiteren auch die Aussage, dass al-Kaisi diesen Sarg im arabischen Jahr 511 am Eingang eines Palastes in Misr hat herumliegen sehen. Das war nach christlicher Zeitrechnung 1133 nach Christus und über 300 Jahre nach dem Kalifen. Sollten also wirklich ein Artefakt aus dem Inneren der Pyramide des Cheops in verhältnismäßig junger Vergangenheit noch existiert haben?

Ein Sarg als Palast-Dekoration der Kalifen?

Was aber ist der „königliche Palast zu Misr“ genau?

Misr ist ein Kürzel von Misr al-qadima und liegt im Süden des heutigen Kairo, nur rund 10 Kilometer Luftlinie von den Pyramiden Gizeh entfernt am Ostufer des Nil. Die Nil-Insel Er-Roda gehört zu dem in Deutsch „Alt-Kairo“ bedeutenden Gebiet. (Heute) 400 Meter vom Nil entfernt steht die Festung Per-Ḥapi-n-Iwnw, die unter der Herrschaft der Griechen „Babylon“ genannt wurde.

Der Herausgeber des „Hitat“, al-Maqrizi, selber notierte erstmals auch einen anderen Namen für diesen Ort. Er nannte ihn „Qaṣr asch-Scham“, was in Etwa „Palast“ oder „Festung der Kerzen“ bedeutet. Auch bei der Eroberungen Ägyptens durch die Araber spielte diese Region oder besser gesagt diese heutige Altstadt von Kairo ein große Rolle. Genau hier irgendwo will der Augenzeuge al-Kaisi im Jahr 1133 den mutmaßlich inneren Sarg gesehen haben, der 823 aus der Cheops-Pyramide gestohlen wurde.

Teilansicht des Pyramiden von Abusir, südlich von Gizeh. Auch hier wurden Steine als Baumaterial geplündert. (Bild: L. A. Fischinger)
Teilansicht des Pyramiden von Abusir, südlich von Gizeh. Auch hier wurden Steine als Baumaterial geplündert. (Bild: L. A. Fischinger)

Und das ist auch nicht so unwahrscheinlich.

Vielen an Ägypten interessierten Menschen ist bekannt, dass nach der Gründung der Stadt Kairo durch die Araber im Jahre 969, diese die Bauten des alten Ägypten als „Steinbrüche“ nutzten. Die verschiedenen Pyramiden auf dem nahem Plateau Gizeh wurden dabei ebenso ihrer Steine beraubt, wie andere Heiligtümer des Landes auch. Hierbei wird auch gerne auf die Spitze der Chephren-Pyramide in Gizeh verwiesen, die noch Reste ihrer früheren Verkleidung besitzt. Dieser Steinraub zog sich Jahre hin und reichte bis zum südlich von Kairo gelegenen Pyramidenfeld von Abusir. Auch beim Bau und Ausbau des Kalifenpalast in Misr, oder besser gesagt der Palaststadt der Kalifen dort, kamen solche Bausteine aus dem alten Ägypten zum Einsatz. Im Jahr unsres Augenzeugen, 1133, regierte dort der Kalif Al-Hafiz aus der Dynastie der Fatimiden.

Gab es also unter seiner Regentschaft tatsächlich noch diese „Säule“ aus der Königskammer der Cheops-Pyramide? Nicht weniger wichtig ist aber auch die Frage, wie der Araber al-Kaisi diese steinerne „Bildsäule eines Menschen“ in Misr als genau jene aus der großen Pyramide identifizieren konnte? Es waren zwar „nur“ rund 300 Jahre seit der arabischen Öffnung der Pyramide vergangen – aber die ägyptischen Hieroglyphen konnte schon damals niemand mehr lesen. Sofern dieses Objekt überhaupt solche trug, anhand derer man dieses Objekt irgendwie zuordnen konnte.

Obwohl einer anderer Chronist die Behauptung des al-Kaisi durchaus stützen könnte, da dieser im “Hitat” überliefert:

Einige Geschichtsschreiber Ägyptens berichten, dass dieses grüne Götzenbild, in dem man die Gebeine fand, bis zum Jahre 611 der Higra beständig neben dem königlichen Palaste zu Misr lag.“

Es wäre spannend, ob nach bald 1.000 Jahren ein derartiges (Stein-)Artefakt überhaupt noch wiederzufinden wäre. Und: ob es überhaupt als das erkannt würde, was es ist.

Der grüne Sarkophag

Nische in der Kammer der Königin der Cheops-Pyramide : Stand hier einst ein Statue oder Sarkophag? (Bild: gemeinfrei)
Nische in der Kammer der Königin der Cheops-Pyramide: Stand hier einst ein Statue und/oder Sarkophag einer Frau? (Bild: gemeinfrei)

Wenig beachtet scheint mir bei der „Spurensuche“ aber die Erwähnung, dass dieses ominöse Bildnis mit einer Mumie darin grün gewesen sei. Das Objekt habe aus „grünen Stein“ bestanden, der Malachit ähnlich gesehen haben soll. Malachit ist ein bekannter Schmuckstein von eindringlicher grüner Farbe und auch im Land der Pharaonen sehr beliebt gewesen. Die Ägypter schmückten mit diesem Stein auch Sarkophage, weshalb die Aussagen der “Hitat”-Chronisten durchaus plausibel klingt. Vielleicht waren die in der Auflistung oben genannten Statuen eines Mannes und einer Frau eben solche Särge?! Oder weiter spekuliert, in der „Königinnenkammer“, die ihren Namen tatsächlich erst in der arabischen Zeit Ägyptens bekam und deren wahren Namen heute niemand mehr kennt, fand sich sogar eine solches Bildnis.

In der Kammer der Königin befindet sich in der Tat eine Nische an deren Ostwand, in der eine „Statue“ gestanden haben könnte. Diese Nische ist fast 5 Meter hoch und einen Meter tief und ihre Funktion ist in der Ägyptologie vollkommen unklar. Fragmente von Diorit innerhalb dieses kleinen “Gewölbes” können dafür sprechen, dass hier einstmals eine Statue stand. Und wer weiß, ob die Araber nicht tatsächlich dort (auch) einen Sarkophag vorfanden, der den Leichnam einer Frau enthielt. Diese in unbekannter Zeit nach Cheops erfolgte Beisetzung veranlasste daraufhin die Araber dem Raum den Namen „Königinnenkammer“ zu geben.

Von Vasen und inneren Organen

Auch wenn solche Spekulationen zutreffen, waren die von den Chronisten erwähnten beiden Statuen eines Mannes und einer Frau, die sich gegenseitig ansahen und in der Königskammer gestanden haben sollen, andere Artefakte. Vielleicht waren auch diese Kanopen-Vasen einer Bestattung, da sich das oben erwähnte „Kästchen“ mit dem Blut zwischen diesen Bildnissen befand. So zumindest hat es Ibn-an-Nadim (935 bis 990) vom „Hörensagen“ her notiert. Wenn man sich sein bereits zitiertes „Fundbild“ nochmal vor Augen führt, könnte es so gewesen sein:

„(Neben dem Sarkophag) erheben sich 2 Felsblöcke in vollendeter Sauberkeit und Schönheit und reichen Farben. Auf jedem gewahrt man eine steinerne Statue; die eine stellt einen Mann, die andere eine Frau dar. Die beiden stehen sich Aug in Aug gegenüber

(…)

Zwischen den beiden Blöcken steht ein steinernes Gefäß (…) in diesem fand man beim Öffnen frisches Blut (…)“

Beispiele solcher Kanopen-Vasen (Bilder: gemeinfrei/WikiCommons)
Beispiele solcher Kanopen-Vasen (Bilder: gemeinfrei/WikiCommons)

Die Funde von Edelsteinen sind bei den Schilderungen der arabischen Chronisten nettes aber nicht gerade rätselhaftes Beiwerk. Die „beschriebe Tafel“ hingegen, die die männliche Statue in Händen gehalten haben soll, wäre hier ein wesentlich spannenderes Artefakt. Was mag auf dieser Schrifttafel gestanden haben? Welche Informationen wurden hier überliefert? Würde es sich bei diesen Statuen tatsächlich “nur” um steinerne Kanopen-Vasen gehandelt haben, so wäre es rein religiöse Inschriften gewesen. Zumal wir auch keinerlei Anhaltspunkte haben, wie groß diese beiden Bildnisse eigentlich gewesen sind!

Obwohl schon früh solchen Kanopen beschriftet wurden, wurden diese Vasen erst ab dem sogenannten Mittleren Reich (2137 bis 1781 vor Christus) mit Deckel in Form menschlicher Köpfe geschmückt. Üblicherweise waren es aber Darstellungen von Göttern (den Söhnen des Horus), die Schutz und Sicherheit geben sollten. Und meistens waren es vier Kanopen mit jeweils einem der göttlichen Horus-Söhne für vier entnommene Organe der Mumie.

In der „Dritten Zwischenzeit“ wiederum fertigten die Ägypter diese Beigaben in Form von Mini-Mumien an, die teils auch mit Mini-Totenmasken geschmückt wurden. Und das wiederum fällt zeitlich in die schon bekannte 26. Dynastie, oder besser gesagt, in den Übergang zwischen „Dritter Zwischenzeit“ in die „Spätzeit“ Ägyptens. Damit ist es auch hier mehr als unwahrscheinlich, dass authentische Artefakte aus der Tagen des Pharao Cheops beschrieben worden sind. Stimmt die Vermutung von entdeckten Kanopen, waren es nach den alten Texten aber nur drei – und nicht wie üblich vier für Lunge, Gedärme, Leber und Magen des Bestatteten.

Einen Spiegel oder eine beschriebene Tafel, wie es überliefert ist, hielt aber so oder so keine der heute bekannte Kanopen oder Mini-Mumie in den Händen. Was auch schwerlich möglich wäre, da derartige Vasen überhaupt keine Hände oder Arme haben …

Widersprüche, Unklarheiten und – Klarheiten

Ohne Frage ist in der Phänomene-Forschung und Grenzwissenschaft oft der Wunsch der Vater des Mysteriums. Dennoch aber bleibt „Cheops Vermächtnis“ aufgrund folgender Tatsachen und ihrer Widersprüche weiter nebulös:

  • Es wurde mit Sicherheit eine Mumie (oder sogar mehrere Mumien) in der großen Pyramiden gefunden. Inklusive einige Beigaben.
  • Nichts deutet darauf hin, dass der Pharao Cheops gefunden wurde.
  • Die arabischen Chronisten widersprechen sich teils deutlich.
  • Durch diese Widersprüche ist nicht mal klar festzustellen, was eigentlich genau gefunden wurde.
  • Wann sich wer in der Pyramide des Cheops lange nach ihrer Errichtung beerdigen lies, ist vollkommen unklar.
  • Wenn die Pyramide schon vor Al-Mamun 823 nach Christus offen war oder stand, ist es seltsam, dass trotzdem von ihm Kostbarkeiten wie Edelsteine und ein Sargdeckel aus Gold gefunden wurden.
  • Die bisher einzige bekannte Darstellung der Pharao Cheops (Bilder: L. A. Fischinger)
    Die bisher einzige bekannte Darstellung der Pharao Cheops (Bilder: L. A. Fischinger)

    Das spricht durchaus für eine erneute Versiegelung in unbekannten Tagen, die dann von Al-Mamun aufgebrochen wurde.

  • Noch im 12. Jahrhundert wollen Augenzeugen einen „Sarg“ aus der Cheops-Pyramide gesehen haben.
  • Wie diese Chronisten den im 9. Jahrhundert gefundenen „inneren Sarkophag“ als Entdeckung von Al-Mamun identifizierten konnten, ist offen.
  • Wenn 25 vor Christus die Cheops-Pyramide noch durch eine „Klapptür“ betreten werden konnte (wie der Geschichtsschreiber Strabo berichtet, siehe Teil 1) – dann stammen die Funde von Al-Mamun aus der Zeit danach. Niemand hätte wertvolle Objekte unangetastet gelassen, wäre das Monument nicht nach dem Jahr 25 vor Christus erneut verschlossen worden!
  • Die Vermutung, dass bei Renovierungen Jahrhunderte vor Strabo jemand dort bestattet wurde, könnte stimmen. Aber diese Bestattung(en) blieben nicht bis 823 unangetastet.
  • Die Beschreibungen von Mumien-Funden usw. im Schacht der Felsenkammer aus dem 3. Teil dieser Reihe, sind wohl eher Erfindungen, da der Autor scheinbar nie das Innere der Pyramide betrat.

Möglicherweise haben die Widersprüche und Unklarheiten der arabischen Chronisten über Al-Mamuns Funde folgenden Grund:

Im „Hitat“ des al-Maqrizi werden Erzählungen und Gerüchte aus dem ägyptischen Volksmund überliefert. Auch wenn diese zum Teil Jahrhunderte alt waren, bestätigen sie zumindest Beisetzungen in der Pyramide des Cheops. Die widersprüchlichen Angaben könnten sich dadurch erklären, dass unterschiedliche Funde aus unterschiedlichen Zeiten in einen Topf geworfen wurden. Obwohl Al-Mamun die Cheops-Pyramide nicht als erster Prüderer betrat, sind Geschichten über dort entdeckte Objekte mit ihm verknüpft worden.

Die Ägypter selber wussten von Funden im Inneren der Pyramide, aber schrieben sie alle Al-Mamun zu. Welcher „Einbrecher“ was wann wo genau vorfand, war längst in Vergessenheit geraten. Der eine fand nichts als morsche Knochen im Sarkophag der Königskammer – der andere wiederum vielleicht eine Mumie in recht gutem Zustand. Einer entdeckte Statuen/Kanopen oder sogar mehrere Särge in menschlicher Form – der andere einen kostbaren Sargdeckel aus Gold mit Leichenresten darunter …

Doch Pharao Cheops wurde nach dieser “Analyse” der arabischen Überlieferungen nie in seiner Pyramide gefunden.

Eine abschließende Zusammenfassung als 5. Folge der Artikel-Serie findet Ihr hier in einem YouTube-Video.

 

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Die Cheops-Pyramide: Mumien, Grabräuber und Mysterien – Artikel-Serie von Lars A. Fischinger, Teil #3: MÄRCHEN AUS 1001 NACHT?

Die Cheops-Pyramide: Mumien Grabräuber und Mysterien - Artikel-Serie Teil #3: Märchen aus 1001 Nacht?
Die Cheops-Pyramide: Mumien, Grabräuber und Mysterien – Artikel-Serie Teil #3: Märchen aus 1001 Nacht?

Die Cheops-Pyramide von Gizeh – Das letzte und zugleich älteste Weltwunder der Antike, wie es immer wieder gerne betont wird. Ein Bauwerk, das seit rund 4.500 Jahren die Menschen in ihren Bann zieht. Dabei ist eine jener Fragen, die der Pyramide des Cheops immer wieder gestellt werden, jene nach er Mumie des Pharao und der erster Öffnung des Monumentes durch den Kalifen Al-Mamun im Jahre 823. Auf Grundlage einer früheren Veröffentlichung von mir soll in dieser Artikel-Serie der Spur der Plünderung(en) der Cheops-Pyramide, den Funden des Al-Mamun und seiner Entdeckungen genauer nachgegangen werden. Dabei ergeben sich – wie so oft in der Mystery-Forschung – neue Fragen auf alte Antworten …

Von Lars A. Fischinger

Hallo, liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Einleitung

Pyramiden gibt es in Ägypten wie den sprichwörtlichen Sand am Meer. Doch gerade und vor allem die Pyramide von Pharao Cheops (ca. 2620 bis 2580 vor Christus) aus der 4. Dynastie (2639 bis 2504 vor Christus) in Gizeh nahe Kairo erregt bis heute die Aufmerksamkeit zahllose Touristen und Autoren. (K)ein Wunder: ist sie doch mit ihren einst fast 147 Metern Höhe und einer Länger an der Basis von rund 230 Metern die größte Pyramide der Erde. Die Bauarbeiter des Königs türmten zu seinen Ehren unzählige Steinblöcke in den Himmel. Und so entstand ein Bauwerk, das nicht nur durch seine Wucht und Größe fasziniert, sondern auch vielen Autoren der Grenzwissenschaft durch ihre Rätsel und weiterhin offenen Fragen.

Gerne wird die Pyramide des Cheops als Monument aus fernen Tagen vor einer Sintflut gehandelt. Als eine Art „Wissensspeicher“ oder eine Art „kosmischer Plan“ für das Wissen der Menschheit. Eine „Zeitkapsel“, die die Weisheiten jener Menschen erhalten und schützen sollte, die vor der großen Sintflut bzw. vor Jahrtausenden lebten. Folglich ein Bauwerk, dass die Geheimnisse einer verborgenen Welt enthält. Vielleicht sogar von Atlantis. Eindeutige Beweise für diese Ideen gibt es keine.

Mehr als sonderbar und mysteriös ist, dass nie eine Mumie im Inneren der Steinberges entdeckt worden sein soll. Als das gewaltige Monument vor fast 1.200 Jahren erstmals durch einen Kalifen geöffnet wurde – war es vollkommen leer, wie es heißt.

Auf Grundlage meines Buches „Verbotene Geschichte“ (2010) und eines einstigen E-Book zum Thema soll in dieser kleinen Artikel-Serie speziell genau diesem Mysterium der Cheops-Pyramide nachgegangen werden. Fragen nach der Plünderung der Pyramide werden ebenso dargelegt, wie arabische Überlieferungen über die Öffnung des Bauwerkes sowie die Widersprüche, die sich daraus ergeben. Ebenso eine Spur, wo der mutmaßlich innere Sarkophag einer offenbar tatsächlich gefunden Mumie letztlich gelandet ist.

Alte Fragen, die durch ihre Antworten neue Fragen ergeben.

Zum Abschluss der Reihe plane ich als 5. Teil eine Zusammenfassung in einem YouTube-Video auf meinem Grenzwissenschaft-Channel „Ancient Aliens & Mystery Files“.

Bleibt also neugierig!

 

Die Cheops-Pyramide: Mumien Grabräuber und Mysterien

Teil #3: Märchen aus 1001 Nacht?

 

Der Schacht des Kalifen Al-Mamun aus dem 9. Jahrhundert, der heute die Besucher in die Cheops-Pyramide führt (Bild: L. A. Fischinger)
Der Schacht des Kalifen Al-Mamun aus dem 9. Jahrhundert, der heute die Besucher in die Cheops-Pyramide führt (Bild: L. A. Fischinger)

Die Annahme, dass die Pyramide erstmals 823 aufgebrochen wurde und dabei rein gar nichts enthielt, ist also unzutreffend. Das wissen wir nun. Wessen Leiche Al-Mamun aber wirklich fand, ist und bleibt reine Spekulation. Pharao Cheops höchst selbst wird es wohl kaum gewesen sein. Doch Überlegungen über den Verbleib einer möglichen echten Mumie des Cheops, sind ebenso spekulativ.

Doch schauen wir uns in dieser Artikel-Folge einmal an, was die alten Chronisten und Historiker dazu noch wussten. Oder gewusst haben wollen.

“Märchenonkel” Herodot?

Hierbei wird oft an erster Stelle der schon legendäre Geschichtsschreiber Herodot von Halikarnass (490/480 bis 424 vor Christus) genannt. Ein griechischer Autor, der eine Art Weltgeschichte (die „Historien“) in mehreren Bänden verfasst hat. Aber auch ein Geschichtsschreiber, der als „Geschichtenerzähler“ verrufen war und ist und den der griechische Schriftsteller und Philosoph Plutarch (45 bis 125 nach Christus) sogar schlicht einen „Lügner“ nannte. Ein fraglos starker Vorwurf von Plutarch gegenüber eines seiner Vorgänger.

Der nicht minder bekannte Geschichtsschreiber Diodor von Sizilien (erste Hälfte des 1. Jahrhundert vor Christus) hielt ebenso nichts von den Schilderungen des Herodot. Nur „Wundermärchen und unterhaltende Dichtungen“ habe dieser überliefert, so sein Landsmann Diodor im 1. Buch seines 40 Bände umfassenden Geschichtswerk „Bibliothéke historiké“. Auch er zweifelte folglich an der Wahrhaftigkeit der Geschichtsschreibung durch Herodot.

Der Grieche Herodot war es übrigens auch, der den heute lange widerlegten aber weithin bekannten Mythos in die Welt setzte, dass ein Heer von 100.000 Sklaven die Cheops-Pyramide in 20 Jahren errichtet habe. Oder auch, so Herodot in Band 2 seiner „Historien“, dass Pharao Cheops „als er Geld brauchte, seine eigene Tochter in einem Bordell sitzen ließ und ihr auferlegte, eine gewisse Summe des Geldes (…) zu verdienen“.

Das Grab des Osiris von Gizeh: Wie Ägyptens letzter Pharao Zahi Hawass einen fast 100 Jahre alten Fund als seine Entdeckung präsentierte (Bild: L. A. Fischinger)
ARTIKEL: Das Grab des Osiris von Gizeh: Wie Ägyptens letzter Pharao Zahi Hawass einen fast 100 Jahre alten Fund als seine Entdeckung präsentierte (Bild: L. A. Fischinger)

Auch wenn damals wie heute Herodot als Erzähler von Fakt und Fiktion angesehen wurde und wird, sind seine Aussagen über die angebliche letzte Ruhestätte des Cheops sehr weit verbreitet. Herodot notierte nämlich, dass die „Sklavenarbeiter“ des Pharao neben der eigentlichen Pyramide eine Reihe von geheimen unterirdischen Kammern oder Räumen anlegten und in einer dieser Gruften letztlich Cheops selber bestatte wurde. Folglich nicht in der „Königskammer“ der großen Pyramide, die dann eigentlich bei ihrer Versiegelung vor ca. 4.500 Jahren schlicht leer gewesen sein sollte. Zumindest bis jemand den von Al-Mamun entdeckten Verstorbenen dort bestattete.

Im Zusammenhang mit dieser versteckten Grabkammer des Cheops wird vielfach das unterirdische „Osiris-Grab“ genannt. Diese unterirdische Anlage befindet sich zwischen der Pyramide des Chephren und der Sphinx auf dem Plateau von Gizeh. Darüber habe ich an anderer Stelle in einem YouTube-Video berichtet.

Verschwommene Erinnerungen?

Interessant ist aber, was der Herodot-Kritiker Diodor von Sizilien selber zu den Pyramiden von Gizeh schreibt. Etwa um das Jahr 50 vor Christus reiste Diodor durch Ägypten und sammelte dabei auch Informationen über die Cheops-Pyramide. Und so berichtet auch er selbst zum Beispiel, dass Cheops tatsächlich nicht in der Pyramide mit seinem Namen begraben wurde, sondern in einem geheimen Versteck. Ähnliches also wie sein Vorgänger Herodot. Als Grund für diese Form des Begräbnisses des Königs führt Diodor aus, dass er die Rache der von ihm versklavten Bauarbeiter bzw. Bevölkerung befürchtet habe. Auch sein Nachfolger Pharao Chephren sei auf diese Weise und genau aus demselben Grund versteckt bestattet worden. Das klingt erst mal spannend. Aber schaut man sich weitere Angaben von Diodor zur Cheops-Pyramide an, so zeigt sich sehr schnell, dass ihm in Ägypten wohl jeder Mensch eine andere Story aufgetischt hat.

So nennt Diodor als Bauherren der großen Pyramide auch einen ganz anderen und unbekannten Herrscher, der „Harmais“ geheißen haben soll. Ein solcher König ist in Ägypten aber unbekannt. Wohl aber ist der sehr ähnliche Name „Harmachis“ geläufig und auch der Sphinx wurde einst „Harmachis-Chepre-Re-Atum“ genannt. Harmachis ist jedoch eine Gottheit, die seit der 18. Dynastie ab etwa 1550 vor Christus eine Form des bekannten Gottes Horus war. Hat also ein Gott mit Falkenkopf die Pyramide des Cheops gebaut?!

Bildnis des Pharao Amasis / Ahmose II. (Bild: L. A. Fischinger)
Bildnis des Pharao Amasis / Ahmose II. (Bild: L. A. Fischinger)

Auch für die Chephren-Pyramide nennt Diodor einen weiteren Baumeister. Und auch dieser lässt sich nicht mit seinen Angaben über „Geheimgräber“ von Cheops und Chephren in Einklang bringen. So überliefert der Geschichtsschreiber, dass ein Pharao mit dem Namen Amasis der wahre Bauherr der Chephren-Pyramide von Gizeh war. Diesen Pharao wiederum hat es tatsächlich gegeben, auch wenn er rund 2.000 Jahre nach dem Bau der großen Pyramiden lebte.

Es handelt sich dabei um den Pharao Ahmose II. (570 bis 526 vor Christus), den Diodor als Herrscher von „außergewöhnlicher Klugheit und in seinem Charakter maßvoll und gerecht“ lobt. Pharao Ahmose II. könnte dennoch tatsächlich etwas mit den Pyramiden zu tun gehabt haben. Seine Herrschaft fiel in die 26. Dynastie des Pharaonenreiches, die uns im 1. Teil bereits begegnete. Das ist genau jene Saiten-Dynastie, die für Umbauten und Restaurationen an den Pyramiden von Gizeh und anderen Monumenten verantwortlich war …

Sollte vielleicht sogar Pharao Ahmose II. jene Mumie gewesen sein, die Al-Mamun 823 in der Cheops-Pyramide entdeckt hat? Auch das ist wieder fragwürdig, da dieser Herrscher fast exakt 1.350 Jahre vor den Entdeckungen des Kalifen starb. Vielmehr scheint es so, als habe Diodor hier eine verschwommene Erinnerung an die 26. Dynastie von seinen einheimischen Informanten erzählt bekommen.

Das zeigt sich auch bei seiner Angabe, dass die ungeheure Anzahl von 360.000 Menschen über 20 Jahre mit dem Bau der Cheops-Pyramide beschäftigt war. Ein Arbeiterheer, für das nicht einmal Platz auf dem Gizeh-Plateau ist, und das sich permanent auf die Füße getreten wäre.

Zurück zum “Hitat”

Teilansicht der sog. "unvollendeten Grabkammer" tief unten in der Cheops-Pyramide (Bild: W.-J. Langbein)
Teilansicht der sog. “unvollendeten Grabkammer” tief unten in der Cheops-Pyramide (Bild: W.-J. Langbein)

Natürlich enthält auch das „Hitat“, das in der vorherigen Artikel-Folge umfangreich zu Wort kam, selbst zahllose Angaben über die Cheops-Pyramide und andere ihrer Art. Vielfach sind es dabei Wiederholung, Erzählungen der ägyptischen Kopten oder auch Lobeshymnen an die prachtvolle Architektur der Monumente. Ebenso die Erwähnungen von Inschriften an den Außenverkleidungen der Pyramiden und auch Aussagen über eine Sintflut.

Bei der Suche nach dem verschollenen Pharao Cheops muss der Vollständigkeit halber aber erneut der Chronist al Kaisi erwähnt werden. Das war jener Autor aus Teil 2, der noch im Jahr 1133 die „Götzenstatue“ aus der Cheops-Pyramide gesehen haben will. Doch er will noch weit mehr gesehen haben – sehr viel mehr.

So schildert al Kaisi neben den Entdeckungen von Al-Mamun auch seine eigenen persönlichen Erkundungen in der großen Pyramide. Bei diesen stieß er auf „ein großes gewölbtes Gemach, dessen Basis ein Viereck bildet“ und dessen Decke rund gewesen sei. Bei genauerer Betrachtung entdeckte er in diesem Raum noch weitere Stollen und geheime Kammern, zu denen er schreibt:

In der Mitte befand sich ein viereckiger Brunnenschacht von 10 Ellen Tiefe. Steigt man in ihm herab, so entdeckt man auf jeder seiner vier Seiten eine Pforte, die zu einem großen Raum führt, in dem Leichname liegen, Söhne Adams. Sie sind mit einer großen Zahl von Leichentüchern bedeckt. Auf jedem liegen mehr als 100 Tücher, die durch die lange Zeit morsch und schwarz geworden sind. Ihre Leiber gleichen den unseren (…). Von ihren Körpern und ihrem Haar ist nichts abgefallen. Kein Greis, keiner dessen Haar weiß ist, befindet sich unter ihnen. (…) Aber sie haben sehr an Gewicht verloren, schließlich sind sie infolge der langen Zeit wie welke Blätter und sonstiger Abfall geworden.

In diesem Brunnenschacht sind vier mit Leichnamen angefüllte Räume.“

Video: Das Mysterium des „Osiris-Grab“ von Gizeh – Ein See und unerforschte Tunnel unter der Pyramide des Cheops?(Bilder: L. A. Fischinger / NSA/JPL)
VIDEO: Das Mysterium des „Osiris-Grab“ von Gizeh – Ein See und unerforschte Tunnel unter der Pyramide des Cheops? (Bilder: L. A. Fischinger / NSA/JPL)

Das sind nicht nur ganz erstaunliche Aussage des angeblichen Augenzeugen, sondern zugleich sehr sonderbare. Beschrieben wird hier eindeutig die „unvollendete Grabkammer“ 30 Meter unter der Cheops-Pyramide und der darin senkrecht nach unten verlaufende Schacht. Denn diesen gibt es wirklich, und der bereits der britische Pyramiden-Entdecker John Shae Perring, ein Kollege des Howard Vyse aus dem 1. Artikel-Teil, und der Entdecker einer nach ihm bekannten “Entlastungskammer” in der Cheops-Pyramide, untersuchte diesen Schacht. Perring kam dabei bis in eine Tiefe von 11 Metern herunter.

Alles Märchen?

Obwohl die Ägyptologie selber uneins ist, was es mit dieser Felsenkammer genau auf sich hat, sind solche Kammern am Ende des dortigen „Blindschacht“ laut Archäologie-Meinung vollkommen unbekannt. Der Archäologe und einstige Leiter des “Deutschen Archäologischen Institut” in Kairo, Rainer Stadelmann, glaubt sogar, dass der senkrechte Schacht überhaupt nicht von den Pharaonen stammt. In seinem Buch “Die ägyptischen Pyramiden” (1991) schreibt er:

“(Ich halte den Schacht) für eine vergebliche Bohrung spätzeitlicher Schatzsucher, vielleicht angeregt durch Geschichten, die man zu Zeiten Herodots von den unterirdischen Räumen erfunden hat.

Stadelmann bezieht sich hier auf die Geschichte des “Osiris-Grab” bzw. die Erzählung, dass Cheops auf einer “Insel” unter der Pyramide selber bestatte wurde. Also wäre – zumindest nach dieser archäologischen Spekulation! – der senkrechte Schacht der Felsenkammer kein Relikte aus der Bauzeit der Cheops-Pyramide …

Es wurde und wird zwar in der Mystery-Literatur immer mal wieder spekuliert, ob es dort solche Räume gibt, aber offiziell gibt es sie nicht. Im 12. Jahrhundert zumindest will al Kaisi diese Geheimkammern nicht nur persönlich betreten, sondern dort auch Mumien gefunden haben.

Teilansicht der sog. "unvollendeten Grabkammer" tief unten in der Cheops-Pyramide (Bild: gemeinfrei)
Teilansicht der sog. “unvollendeten Grabkammer” tief unten in der Cheops-Pyramide (Bild: gemeinfrei)

Ein Märchen aus 1001 Nacht, wie durchaus nicht wenige Aussagen des „Hitat“? Oder werden hier die Berichte der alten Autoren mit zweierlei Maß bewertet?

Mein Autoren-Freund und -Kollege Andreas von Rétyi soll an dieser Stelle stellvertretend für eine Vielzahl an “grenzwissenschaftlichen Autoren” genannt werden, denen der “Brunnenschacht” tief unter der großen Pyramiden nicht ganz geheuer ist. So berichtet er in seinem Buch “Geheimakte Gizeh-Plateau” (2005), was ihm bei seinen Besuchen in der unterirdischen Kammer aufgefallen ist. So schreibt von Rétyi, dass in diesem seltsamen Schacht offenbar Ausgrabungen oder andere Arbeiten stattfanden, die anschließend “getarnt” wurden.

Hierzu erklärt von Rétyi weiter, dass der eigentlich sehr tiefe Schacht bei einem Besuch von ihm nur vier Wochen später scheinbar mit Sand aufgefüllt wurde. Wer sollte einen nach Meinung der Archäologie nicht geheimnisvollen senkrechten Schacht mit Tonnen von Sand zuschütten? Noch dazu in einer Kammer, in die der normale Besucher überhaupt nicht rein kommt? Von Rétyi glaubt weiter sogar, dass zwei von ihm in diesem “Tunnel” entdeckte Metallstäbe, die aus dem Sand darin herausragen, eventuell eine Art “Hebelvorrichtung” sein könnten:

Der senkrecht nach unten verlaufene Sacht in der Felsenkammer - nur ein Raubgräber-Tunnel? (Bild: Archiv E. v. Däniken)
Der senkrecht nach unten verlaufene Sacht in der Felsenkammer – nur ein Raubgräber-Tunnel? (Bild: Archiv E. v. Däniken)

Er (der Stab, Anm. LAF) diente natürlich als Henkel, an dem man sie Abdeckung per Flaschenzug nach oben heben kann. Schaut man genauer hin, fällt noch eine zweite Stange auf der anderen Seite auf.

Von wegen tonnenweise Sand. Lediglich eine dünne Schicht muss zur Tarnung drauf.

Auch wenn sich Jahrtausende nach dem Richtfest der Cheops-Pyramide darin ein Fremder bestatten ließ, bleiben Fragen zu den einzelnen Funden durch die Araber im 9. Jahrhundert offen. Sehen wir uns also in der nächsten Folge die Beschreibungen der einzelnen Entdeckungen/Artefakte aus dem „Hitat“ des vorherigen Artikel einmal im Detail an …

... und begeben uns in Teil 4 auf eine „Spurensuche“ nach diesen Funkstücken.

 

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+++YouTube-Video+++ Hat der KGB in Gizeh die Mumie eines Außerirdischen gefunden? Neue Diskussionen um einen angeblichen KGB-Film von 1961

Fand der KGB 1961 eine Ancient Alien-Mumie in Gizeh? (Bild: Google Earth / L.A. Fischinger / YouTube Screenshot)
Fand der KGB 1961 eine Ancient Alien-Mumie in Gizeh? (Bild: Google Earth / L.A. Fischinger / YouTube Screenshot)

Seit einigen Jahren kursiert ein merkwürdiges Videos im Internet, das angeblich die Bergung einer Ancient Alien-Mumie durch den KGB in Ägypten zeigen soll. Die Gerüchte sagen, dass diese geheime Expedition der Sowjetischen Akademie der Wissenschaften 1961 durchgeführt wurde, nachdem man unterhalb der „unvollendeten Grabkammer“ unter der Cheops-Pyramide eine Geheimkammer fand. Inhalt: Die Mumie eines Außerirdischen. Nun ist dieses vermeintliche KGB-Video erneut in den Fokus der Grenzwissenschaft gerückt. Doch ist es auch echt? Dazu ein Video auf meinem YouTube-Channel zur Grenzwissenschaft.

 

Blog-Feed

Von Lars A. Fischinger

Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Dass der senkrechte Schacht in der „Felsenkammer“ („unvollendete Grabkammer“) tief unterhalb der Cheops-Pyramide seit Jahrzehnten für Spekulationen sorgt, ist kein Geheimnis. Ein Geheimnis voll aber das „Isis Project“ von 1961 des KGB sein. Denn im Zuge dieses angeblichen Geheimprojektes in Gizeh habe die Sowjetunion damals die Mumie eines Außerirdischen gefunden und geboren. Ein anderer Upload vom Mai 2010 sprach sogar von dem Fund eines Anunnaki durch den KGB, wie ich im Juli 2012 hier berichtete.

Ominöse Filmaufnahmen in schlechter Qualität sollen das belegen. Mehr dazu in diesem Mystery-Video, an dessen Ende ich das angebliche KGB-Video mit der Bergung der außerirdischen Mumie vollständig angehangen habe.

Gerne könnt Ihr meine Arbeit mit einem Daumen hoch honorieren, also das Video liken, es teilen und kommentieren oder meinem grenzwissenschaftlichen Kanal abonnieren. Danke!

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Neues vom "Riesenfinger" – dem "Relikt von Bir Hooker"?

Angeblicher Riese aus Südamerika (Rekonstruktion)

Neues zu Monströse Entdeckung: Gab es im alten Ägypten Riesen? ?

In einem Webforum meldete sich ein Herr zu Wort, der das Buch von Gregor Spörri mit dem “Riesenfinger” angeblich “betreut”. Er poste unter anderem zu diversen Vorwürfen:

“Hallo! Mein Name ist Ulrich Steiger. Ich kenne Gregor Spörri und seine Arbeit seit Jahren und habe mich deshalb anerboten, sein Buchprojekt »The Lost God« zu betreuen. Im Thread »Relikt von Bir Hooker« dieses Forums bin ich auf Aussagen zu den Motiven und zur Bewerbung des Buches gestoßen, die ich mit der Erlaubnis des Administrators gerne relativieren möchte.

Gregor Spörri stellt die unglaubliche Behauptung auf, 1988 in Ägypten einen mumifizierten Finger eines riesigen humanoiden Wesens gesehen, angefasst, so weit als möglich untersucht, mit einer vorliegenden Röntgenaufnahme verglichen und fotografiert zu haben.
Es gibt insgesamt über ein Dutzend Fotos dieses Relikts, die ich mir als großformatige Ausdrucke ansehen konnte. Da ich jedoch kein Fachmann bin auf diesem Gebiet, will ich dazu auch keine wertenden Aussagen machen. 


Was ich aber machen kann, ist etwas Licht ins Dunkel der Geschichte zu bringen. Wer ist dieser 56-jährige Unternehmer, und worin liegt seine Motivation, als unbekannter Autor ein Buch zu schreiben, es als Hardcover selber teuer zu produzieren und in einem kleinen Basler Verlag herauszugeben, obwohl sich damit auch nach mehreren Auflagen keine nennenswerten Gewinne werden realisieren lassen?

1988 besaß Gregor Spörri seit bereits 10 Jahren seine eigene Diskothekenausstattungs-Firma. Ein bekannter Basler Radiomann fragte ihn damals an, ob er daran interessiert sei, mit ihm zusammen in einem Gewerbegebiet die größte Schweizer Diskothek zu errichten. Spörris damalige Freundin war esoterisch interessiert und besaß mehrere Bücher zu den ägyptischen Pyramiden. Das brachte Spörri auf die Idee, die Disko in Form einer solchen Pyramide zu bauen. 
 
Im April 1988 reiste er über Thailand kommend nach Ägypten, um Eindrücke und Ideen zu sammeln für das Projekt. Zudem wollte er aus reiner Neugierde einige der in den Büchern seiner Freundin angeführten Experimente rund um die kosmischen Kräfte der Cheops-Pyramide durchführen.


Spörris Versuche gingen schief, dafür glaubte ein Einheimischer später im Hotel verstanden zu haben, er interessiere sich für den Kauf wertvoller ägyptischer Antiquitäten und lockte ihn zu einem Nachkommen einer Grabräuberfamilie nach Bir Hooker. Einhundert Kilometer außerhalb Kairos stellte sich dann schnell heraus, dass dem so nicht war. 


Als Spörri dem Grabräuber-Nachfahre über seine Experimente in und auf der Cheops-Pyramide berichtete und dabei die geheimnisvolle Felsenkammer 30 Meter unter dem Bauwerk erwähnte, in der er vergeblich auf kosmische Kräfte wartend Stunden verbracht hatte, wurde der Araber hellhörig und zeigte Spörri später das unverkäufliche Relikt aus dem Erbschatz seiner Familie.


Zurück in der Schweiz, nahm Gregor Spörri Kontakt auf zu seinem ehemaligen Biologielehrer, der auch im Basler Naturhistorischen Museum tätig war. Dr. Carl Bader verwarf zwar die Hände ob Spörris Aufnahmen, sagte, dass es so etwas unmöglich geben könne u.s.w. Dennoch nahm der Milbenforscher die Sache ernst genug um ihn einige Briefe verfassen zu lassen, die er zunächst ohne Fotos, aber mit einer Beschreibung des Relikts an befreundete Kollegen weiterleitete. Spörri erhielt jedoch nicht eine einzige Antwort auf seine Briefe, was ihn konsternierte.


Dafür drängte ihn der Basler Radiomann, eine freiwerdende Lokalität zu übernehmen und dort die neue Disko zu bauen, stellte sich das Pyramidenprojekt doch als finanziell nicht realisierbar heraus. Gregor Spörri nahm die Herausforderung an, worauf er mit seiner Firma über ein Jahr lang fast rund um die Uhr schuftete um den damals modernsten Club der Schweiz zu errichten. Sein Name: »Only One Megaclub«. In dieser Location verarbeitete Spörri sein Erlebnis von Bir Hooker – gestaltete riesenhafte Figuren und Videoheads. Fotos davon findet man auf seiner alten Firmenhomepage: http://www.z-productions.ch/bau-only-one-basel.htm Nach dem »Only One« folgten weitere Großprojekte, sodass Bir Hooker langsam aber sicher in Vergessenheit geriet.


2004 begann Spörri damit, seine Foto- und Diasammlung zu digitalisieren. Irgendwann gerieten ihm die Aufnahmen vom Relikt von Bir Hooker wieder in die Hände. Damals entstand die Idee für seinen Roman »The Lost God – Tag der Verdammnis«, an dem er von 2008 bis 2012 schrieb und recherchierte. Dabei ging er unter anderem den Hinweisen des alten Arabers nach, forschte mehrmals in der unvollendeten Kammer der Cheops-Pyramide, im Osiris-Schacht gleich daneben, und er machte sich erneut auf die Suche nach Nagib und seinem Relikt. Seine Nachforschungen dauern bis heute an. Dazu gehört auch der Kontakt zu ehemaligen Grabräubern.


Spätestens 2014 will Gregor Spörri seine bisherigen Kenntnisse und alle Fotos des Relikts in einem großformatigen Fotoband veröffentlichen. Er geht damit abermals ein finanzielles Risiko ein, dessen Erfolg ebenso unabsehbar bleibt wie der seines Romans. Von den Kosten für seine Recherchen will er erst gar nicht reden. Warum also tut er sich das an, wird seine Entdeckung doch im besten Fall milde belächelt.


Er selber sagt dazu: »Ich will eine Sache zu Ende bringen, die seit 24 Jahren in meinem Kopf herumgeistert. Ich will endlich einen Schlussstrich ziehen können unter etwas, dass ich bis zum heutigen Tag selber nicht vollständig verstehe.«

Zu Spörris Roman: »The Lost God – Tag der Verdammnis« ist ein Realtiy-Fiction-Thriller mit Mystery und Scifi-Elementen, in dem der Autor spekuliert, was wäre, wenn dieser mumifizierte Finger zu einem riesenhaften Wesen gehörte, wie sich solche seit Jahrhunderten und Jahrtausenden in der Bibel, der Thora, dem Koran, in apokryphen Schriften, Mythen und Märchen tummeln. Und er stellt sich vor, was wäre, wenn wir in der heutigen Zeit wieder auf sie treffen würden, oder besser gesagt, sie auf uns.
Spörris Werk ist vielschichtig und spannend, in allen Bereichen solide recherchiert, politisch ab und an unkorrekt und mit einigen bitterbösen Momenten gespickt. Auch pinkelt sich der Autor inmitten der Geschichte selber ans Bein und lässt auch einen Erich von Däniken nicht ungeschoren davonkommen.

Ich hoffe, mit meinem Beitrag den einen oder anderen neuen Gedanken zu Gregor Spörri und seinem Roman sowie dem Relikt von Bir Hooker eingebracht zu haben. 29. März 2012, U.S.(Quelle)

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Und wenn Ihr schon immer mal wissen wolltet woher die ganzen “echten” Fotos von Riesen herkommen (und meine Bücher “Verbotene Geschichte” und “Die Akte 2012” nicht kennt) –

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