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Das letzte Interview mit Josef F. Blumrich, Vater des Raumschiff des Ezechiel: “Meine Ansicht ist unverändert.”

Prä-Astronautik-Legende Josef F. Blumrich - der Vater des "Raumschiffs des Ezechiel: Er starb 2002 und gab Lars A. Fischinger 1998 sein letztes Interview
Prä-Astronautik-Legende Josef F. Blumrich – der Vater des “Raumschiffs des Ezechiel: Er starb 2002 und gab Lars A. Fischinger 1998 sein letztes Interview (Bild: J. F. Blumrich / Montage: L. A. Fischinger)

Prä-Astronautiker wie ich suchen auch und vor allen in alten Texten, Mythologien, Überlieferungen und Sagen nach möglichen Spuren der Astronautengötter vor Jahrtausenden. Indianerlegenden aus Südamerika werden dabei ebenso studierte wie Sagen aus Australien oder eben – die Bibel. Das war vor über einem halben Jahrhundert so und ist noch heute so. Legendär und weltberühmt, weil nicht nur in Insider-Kreisen der Prä-Astronautik bekannt, ist dabei das “Raumschiff des Ezechiel”. Einem Propheten der Bibel, der dem “Thronwagen Gottes” begegnet sein will und der seit Beginn der Ancient Aliens-Ideen bekannt ist. Und so wurde auch der ehemalige NASA-Mitarbeiter Josef F. Blumrich bekannt, als dieser in den 1970gern das Raumschiff des des Propheten “technisch rekonstruierte”. Hochbetagt gab er mir 1998 für eines meiner Bücher ein Interview, das ich Euch hier online stellen möchte.

 

 

Von Lars A. Fischinger

Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Die Spurensuche nach Hinweisen auf Außerirdische in der Bibel ist nicht neu. Sie ist heute ebenso fester Bestandteil der Beschäftigung mit der Prä-Astronautik, wie sie es schon vor über einem halben Jahrhundert war. Schon bevor der legendäre Götter-Jäger Erich von Däniken 1968 zum “Vater der Prä-Astronautik” wurde, suchten schon andere Mystery-Pioniere nach außerirdischen Hinweisen in den Texten der Bibel. Auch bei dem Propheten Ezechiel im Alten Testament.

Das Raumschiff des Ezechiel

Erst durch den grandiosen Erfolg von Erich von Däniken und seinen Büchern ab 1968 wurde die Prä-Astronautik und die Frage, ob die Götter aus dem All kamen, global bekannt. Die Geschichte und Entwicklung der Astronautengötter habe ich in diesem Artikel auf meinem Blog einmal nach gezeichnet.

In seinem Weltbesteller „Erinnerungen an die Zukunft“ behautet von Däniken damals:

Die „Vision des Propheten Ezechiel“ aus dem Buch Ezechiel (Kapitel 1) der Bibel sei in Wahrheit die Beschreibung der Landung eines außerirdischen Raumschiffes. Oder besser gesagt, der Prophet aus dem Alten Testamt sah Außerirdische, die er versuchte mit seinen Worten zu beschreiben. So wie auch der Franzose Robert Charroux oder der US-Amerikaner George Adamski vermutete auch von Däniken von nunmehr rund 50 Jahren, dass hier keine „Gottesvision“ vorliegt, sondern der Prophet eine reales Fahrzeug der Astronautengötter sah.

War der Prophet Ezechiel im Alten Testament "der erste", der einen Thronwagen Gottes sah? (Bild: gemeinfrei / L A. Fischinger / Archiv E. v. Däniken)
VIDEO: War der Prophet Ezechiel im Alten Testament “der erste”, der einen Thronwagen Gottes sah? (Bild: gemeinfrei / L A. Fischinger / Archiv E. v. Däniken)

Hohn und Spott erntete der Schweizer Autor dafür – bis heute. So weiß doch die Theologie und Bibelforschung, dass es nur eine Vision war. Eine Vision voller Zeichen usw. die der Berufung des Mannes Ezechiel zum Propheten Gottes dient. Wirklich real sei nichts an diesen Visionen. Wohl eher, von der theologischen Seite aus gesehen, seien es “von Gott inspirierte Schriften“. Vielleicht, so wieder ganz andere Stimmen, war die Begegnung mit der “Herrlichkeit des Herrn” auch bloß eine Naturerscheinung gewesen. Oder solche “Erscheinungen” waren schlichte Spinnerei unserer Ahnen.

Von Däniken – und viel mit ihm – waren aber schon 1968 sicher: es war ein technisches Fahrzeug aus dem All. Es waren Außerirdische, die sich dem Propheten zeigten.

Josef F. Blumrich und der “Quatsch des Erich von Däniken”

Der ehemalige Leiter der Abteilung für Projektkonstruktionen des Marshall Space Flight Center der NASA, Josef F. Blumrich (1913 – 2002), bekam im Zuge der “Däniken-Welle” den Bestseller „Erinnerungen an die Zukunft“ ebenfalls in die Hände. Nach kurzem lesen in dem Buch, so Blumrich später, schmiss er den Bestseller nicht gerade leise in die Ecke. „Was für ein Quatsch“, war seine Meinung. Eine Meinung, die er änderte.

Blum"Da tat sich der Himmel auf" - Das Raumschiff des Ezechiel nach Josef F. Blumrichrich nahm sich selber den Text des Buches Ezechiel der Bibel vor und war nach einiger Zeit sicher, dass an der Idee doch etwas dran sein könnte. Obwohl er von Däniken eigentlich schnell widerlegen wollte. So wurde Blumrich mit nur einem Buch zu einem der bekanntesten Autoren der Prä-Astronautik überhaupt! In seinem Kultbuch „Da tat sich der Himmel auf – Die Raumschiffe des Propheten Ezechiel und ihre Bestätigung durch modernste Technik“ lieferte Blumrich 1973 dann seine Rekonstruktion des Raumschiff des Ezechiel.

So habe das UFO der Bibel ausgesehen, war sich Blumrich in seinem Buch sicher. Es war seiner Meinung nach real und der einstige Kritiker Blumrich stellte sogar deutlich fest: „Sie sind hier gewesen, also müssen sie hergekommen sein.“

Auch Presse-Artikel wie beispielsweise “NASA Engineer Believes Aliens Visited Earth 2.600 Years Ago” in der bekannten “Los Angeles Times” am 26. Oktober 1973 trugen nicht unerheblich dazu bei, dass das “Bibel-UFO” weltweit in aller Munde war. Er war daraufhin auch Referent auf mehreren Kongressen zur Prä-Astronautik.

Heute gilt der am 10. Februar 2002 verstorbene Blumrich als eine der Ikonen der Prä-Astronautik, über dessen Buch und Ansichten nun seit Jahrzehnten diskutiert wird. Zahlreiche grenzwissenschaftliche Autoren aber auch Skeptiker berufen sich bis heute auf ihn.

Interview mit Josef F. Blumrich (1998)

Trotz schwerster Krankheit und körperlicher Leiden ist Josef Anfang 1998 bereit gewesen, mir folgendes kurzes Interview zu seiner Arbeit zu geben. Es waren die letzten Äußerungen des “Vaters des Raumschiff des Ezechiel” zu seiner Arbeit. Er war bis zu seinem Tode überzeugt, seine Arbeit ist korrekt…

Lars A. Fischinger:

Herr Blumrich, wann bemerkten Sie, als Sie die These des Herrn von Däniken über die Schriften Ezechiels mit Ihren Kenntnissen überprüfen wollten, dass die Vision Ezechiels eine reale Grundlage zu besitzen scheint? Gab es eine Art „Schlüsselhinweis“ im Text, der Sie zu weiterer Arbeit ermutigte?

Josef F. Blumrich:

Das "Raumschiff des Ezechiel": Warum besaßen sie Ancient Aliens vor 2500 Jahren derartige "Billigt-Technik"? (Bild/Montage: L. A. Fischinger / gemeinfrei / E. v. Däniken)
VIDEO: Das “Raumschiff des Ezechiel”: Warum besaßen die Ancient Aliens vor 2500 Jahren derartige “Billigt-Technik”? (Bild/Montage: L. A. Fischinger / gemeinfrei / E. v. Däniken)

Es gab keinen „Schlüssenhinweis“. Was mich nach anfänglichem Unwillen veranlasste, den Bibeltext näher in Bezug auf von Dänikens Behauptungen zu untersuchen, war der Vers 7 des ersten Kapitels mit der Beschreibung der Beine jener Lebewesen, die da vom Himmel herunter kamen; denn das war eine treffende Beschreibung von Landehilfen, die ich selbst mit meinen Leuten Jahre vorher für eine Mondlandefähre konstruiert hatte. Das änderte meine harte Ablehnung und ich begann den Ezechiel Text langsam und vorsichtig zu lesen – sozusagen um jenem mir damals unbekannten von Däniken wenigstens eine Chance zu geben. Je öfter ich dann den Bibeltext las, um so mehr Beschreibungen technischer Art fand ich, mit denen ich aus meiner eigenen beruflichen Erfahrung vertraut war. Diese Tatsache, in Verbindung mit den schließlich möglich gewordenen Berechnungen, änderte nach langer Arbeit meine Vermutung zur Überzeugung.

L.A.F.

Ihre Aufsehen erregende Analyse des Ezechieltextes gilt heute als eine Meisterleistung für die Paläo-SETI-Hypothese. Sind Sie der Meinung, dass die ähnlichen Klingenden Schilderungen in Büchern wie etwa Jesaja ebenfalls auf das von Ezechiel beschriebene Fluggerät zurückzuführen sind?

UFOs in der Bibel? Die "fliegende Buchrolle" des Sacharja: Ein zylindrisches Flugobjekt der Astronautengötter? (Bild: L. A. Fischinger / gemeinfrei)
VIDEO: UFOs in der Bibel? Die “fliegende Buchrolle” des Sacharja: Ein zylindrisches Flugobjekt der Astronautengötter? (Bild: L. A. Fischinger / gemeinfrei)

J.F.B.

Ich habe Jesaja nie gelesen. Ganz allgemein ist zu sagen, dass Beschreibungen die den Eindruck machen: „das klingt so als ob …“ oder „das sieht aus wie …“ mit großer Vorsicht zu behandeln sind. Denn ohne konkrete weitere Angaben sind sie völlig wertlos.

L.A.F.

Nachdem Sie Ihre detaillierte Analyse des Textes publiziert haben, erhielte Sie da eher positive oder eher negative Resonanz im Kreise Ihrer Kollegen und Bekannten?

J.F.B.

Zur Zeit der Erscheinung meines Buches arbeitete ich im G.C. Marshall Space Flight Center, Alabama. Ich war mit meinem Büro intensiv an der Entwicklung  und Fertigstellung der 1. Stufe (des so genannten Boosters) der Saturn V – der Mondrakete – beschäftigt gewesen, der größten Rakete, die bis heute jemals von Menschen erfolgreich gebaut worden ist. Ich sage das nur, um die notwendigen kritischen und vorsichtigen Einstellungen aller Beteiligten wenigstens einigermaßen verständlich zu machen. Aus diesem Kreis erfahrener Ingenieure und Wissenschaftlern habe ich nur positive Beurteilungen erhalten.

L.A.F.

Das uralte Buch "Die Apokalypse des Abraham" erzählt: Engel brachten Abraham in das "All". (Bild: NASA/JPL / L. A. Fischinger / WikiCommons)
VIDEO: Die Apokalypse des Abraham und die Prä-Astronautik – Reiste der Stammvater mit den Astronautengöttern in das All? (Bild: NASA/JPL / L. A. Fischinger / WikiCommons)

Der deutsche Ingenieur Hans Herbert Beier hat, wie Sie wissen, den Tempel des Propheten rekonstruiert. Sehe Sie, sofern die Arbeit von Beier korrekt ist, in Zukunft die Möglichkeit, dass dies Gebäude gefunden werden kann? (Anm.: Hans Herbert Beier: “Kronzeuge Ezechiel“. München 1985)

J.F.B.

Warum nicht?

L.A.F.

Abschließend noch die Frage: Kamen Ihnen im Laufe der Jahre Zweifel an der Stichhaltigkeit Ihrer eigenen Arbeit zum Buch Ezechiel, oder hat der Lauf der Zeit Ihre Ansicht immer weiter bestärkt?

J.F.B.

Meine Ansicht ist unverändert.

Ich danke Euch, Euer Jäger des Phantastischen

Fischinger-Online

(Geschäfts-eMail: FischingerOnline@gmail.com)

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Das “Raumschiff des Ezechiel” aus der Bibel und seine “Vorläufer” vor der Prä-Astronautik +++ Video +++

VIDEO: Das Raumschiff des Ezechiel - noch vor der Prä-Astronautik (Bilder: gemeinfrei / J. Blumrich / Montage: Fischinger-Online)
VIDEO: Das Raumschiff des Ezechiel – noch vor der Prä-Astronautik (Bilder: gemeinfrei / J. Blumrich / Montage: Fischinger-Online)

Seit Mitte der 1970ger Jahre ist es nicht mehr aus der Prä-Astronautik wegzudenken: Das sogenannte “Raumschiff des Ezechiel”. Im Alten Testament beschreibt der Prophet Ezechiel wie er vor rund 2.500 Jahren die “Herrlichkeit des Herrn” auf seinem “Thronwagen” hat kommen sehen. In einem “Sturmwind” sei dieser hell und feurig strahlend gekommen, um Ezechiel zu berufen. Schon früh wurde dieser Bericht als ein “UFO der Bibel” gedeutet. Und nachdem der Ingenieur Josef F. Blumrich anhand des Bibeltextes dieses Fluggerät rekonstruiert haben will, kennt jeder Prä-Astronautiker diesen Flugwagen des Propheten. Doch es es ganz interessante und heute vollkommen vergessene Veröffentlichungen, die scheinbar einen erheblichen Teil dazu beitrugen, dass Blumrich später dieses “Fahrzeug der Außerirdischen” technisch rekonstruierte und deutete. Vergessene Fakten der Prä-Astronautik. Welche das sind – erfahrt Ihr detailliert in diesem YouTube-Video.


Das “Raumschiff des Ezechiel”

Das sogenannte Raumschiff des Ezechiel (auch Hezechiel) ist seit rund einem halben Jahrhundert ein fester Bestandteil der Prä-Astronautik bzw. Ancient Aliens.

Es ist jenes seltsame Fluggerät mit Raketen- und Helikopter-Antrieben, dass einst der NASA-Ingenieur Josef F. Blumrich anhand der Texte aus dem Buch Ezechiel im Alten Testament der Bibel rekonstruiert haben will. Seit Mitte der 1970ger Jahre ist es auf der Thematik “Waren die Götter Außerirdische?” kaum mehr wegzudenken. Vor allem seit Erich von Däniken dies weltberühmt machte.

In der Bibel beschreibt der Prophet Ezechiel wie er vor über 2.500 Jahren in „Visionen“ die „Herrlichkeit des Herrn“ kommen sah. Den bekannten „Thronwagen Gottes“, der in der Prä-Astronautik technisch interpretiert wird. Also als Fluggerät der Astronautengötter.

Heute kennt jeder Interessierte diese „Raumschiff des Ezechiel“ bzw. hat es schon mal gesehen oder davon gehört. Auf diesem Blog gibt es dazu bereits eine Reihe von Beiträgen dazu. Ebenso einige Videos zum Thema auf meinem YouTube-Kanal.

Dabei war der Weg zu diesem „Raumschiff des Propheten“ eigentlich sehr lang. Und vor allem war er überaus spannend, wenn man weit in die Prä-Astronautik zurückblickt. Denn lange bevor durch Prä-Astronautik-Pionier Erich von Däniken die Begegnung Ezechiels mit dem seltsamen „Gefährt“ berühmt wurde, spekulierten bereits andere um das „UFO der Bibel“.

Und dabei gibt es ganz erstaunliche und heute vollkommen vergessene Veröffentlichungen, die offenbar einen erheblichen Teil dazu beitrugen, dass später Blumrich dieses „Fahrzeug der Außerirdischen“ technisch rekonstruierte und deutete.

Vergessene Fakten der Prä-Astronautik. Welche das sind – erfahrt Ihr detailliert in diesem YouTube-Video vom 16. Mai 2020.

Bleibt neugierig …

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Lars A. Fischinger

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Die “Raumschiff-Vision” des Ezechiel: Hat der biblische Prophet den Thronwagen Gottes abgeschrieben? (Artikel + Videos)

Die "Raumschiff-Vision" des Ezechiel: Hat der biblische Prophet abgeschrieben? (Bilder: gemeinfrei & Archiv E. v. Däniken / Bearbeitung/Montage: Fischinger-Online)
Die “Raumschiff-Vision” des Ezechiel: Hat der biblische Prophet abgeschrieben? (Bilder: gemeinfrei & Archiv E. v. Däniken / Bearbeitung/Montage: Fischinger-Online)

Es gibt in der Prä-Astronautik eine Handvoll Themen, die man ohne Bedenken als Klassiker bezeichnen kann. Der biblische Prophet Ezechiel und seine „Visionen“ vom „Thronwagen Gottes“ gehören zweifellos dazu. Erlebt haben will der Prophet diese himmlischen Erscheinungen der „Herrlichkeit des Herrn“ vor nun rund 2.600 Jahren. Göttliche Visionen seien es gewesen, sagt die Theologie. Wogegen die Prä-Astronautik es seit über einen halben Jahrhundert als ein technisches Fahrzeug von Außerirdischen betrachtet. Was jedoch beim diesem Klassiker der Ancient Aliens-Thematik praktisch nie beachtet wird, ist, dass bereits Jahrhunderte vor Ezechiel diese „Vision“ auch ein anderer Prophet hatte. Und wie der Text des Ezechiel, so gilt auch seine Beschreibung als authentisches Werk des Propheten selbst. Sein Name: Jesaja. Dieser Artikel berichte von ihm und anderen seiner Mitstreiter Gottes.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

UFOs und Aliens in der Bibel

Autoren und Forscher der Prä-Astronautik stöbern auch und vor allem in alten Schriften und Texten nach möglichen Hinweisen auf die Götter aus dem All. Das ist tägliches Brot und ein Kernthema der gesamten These um Außerirdische, die vor Jahrtausenden unsere Erde besuchten.

Geleitet werden diese (und ich) von einer ganz einfachen wie spekulativen Grundannahme: Wenn die frühe Menschheit wirklich von Aliens besucht wurde, muss es in den religiösen Aufzeichnungen der Menschheit Spuren dieser Begegnungen geben. Und die gibt es in Massen in allen Mythen und Überlieferungen der Welt. Allerdings nur dann, wenn man diese religiösen Schriften, Texte und Bücher so deuten möchte.

Somit liegt es mehr als nahe, auch in der Bibel als das Religionsbuch überhaupt nach diesen Hinweisen zu suchen. Schließlich sind die Schriften des meist verkauften Buches der Erde (meistens) problemlos und umgehend zur Hand. Schnell kann man so nach den „UFOs und Aliens der Bibel“ suchen.

Und gerade bei den Schriften des Propheten Ezechiel wird man schnell fündig. Jahrzehnte schon sind seine Erlebnisse mit dem „Thronwagen des Herrn“ Paradebeispiele für die Prä-Astronautik. Immerhin berichtet der Gottesmann bereits zu Beginn seines von ihm selber verfassten Textes wie er einen Himmlischen Wagen hat vom Himmel fliegen sehen. Geschehen sie dies um das Jahr 593 vor Christus.

Das “Raumschiff des Ezechiel”

Ein Fahrzeug Gottes sei damals gekommen, wie Ezechiel einst glaubte. Und der Pilot dieser „Herrlichkeit des Herrn“ genannten Erscheinung war für ihn der Herr. Daran änderte sich auch nichts, als der Prophet bei einer späteren Begegnung mit diesem Wagen des Himmel vom Herrn mit auf einen Flug genommen wurde.

Heute kennt zweifellos selbst jeder Neuling der Astronautengötter-Themen diese Beschreibungen aus dem Alten Testament. Nachzulesen ab Kapitel 1 bei Ezechiel. Gleichfalls auch das „Raumschiff des Ezechiel“, wie es einstmals von NASA-Ingenieur Josef F. Blumrich anhand der Bibel „rekonstruiert“ wurde.

Für Bibelforscher und Theologen alles Unsinn, Blasphemie und Phantasie. Die „im Sturmwind“ mit Donner und Getöse Erscheinung, die zum Propheten geflogen kam, sei nichts als eine spirituelle Vision. Sagt die Bibelforschung. Vielleicht inspiriert durch Nordlichter, wie es Mitte des 19. Jahrhunderts in diese Diskussion gebracht wurde.

Grundsätzlich aber gilt, dass kein Wagen und auch kein echter Thronwagen mit Gott herbei flogen und Ezechiel kontaktierte. „Göttlich inspiriert“ seien die mehrfachen Erscheinungen des Flugobjektes schon (sonst stünde der Text auch nicht im Kanon der Bibel), aber eben nicht physisch.

Himmlische Flugwagen hatte der biblische Gott aber eine ganze Menge. „Die Wagen Gottes sind zahllos, tausendmal tausend“, weiß etwa schon Psalm 68,18 zu berichten. Und tatsächlich finden sich in den Texten des Alten Testamentes und vor allem auch in den Apokryphen unzählige Beispiele von Erscheinungen des „Thronwagen des Höchsten“. In dem Buch “Götter der Sterne” habe ich dieses Thema sehr umfassend darlegt. Im Rahmen eines Blog-Artikels ist das natürlich nicht möglich.

Allerdings kann man die Bedeutung des Buches Ezechiel für die Prä-Astronautik nicht deutlich genug betonen. Warum? Weil es eben fast immer nur seine Begegnungen mit „Gott“ sind, die rezitiert werden. Auch wenn es Ausnahmen gibt.

Jesaja und der “Thronwagen Gottes”

Eine Art Arbeitskollege des Ezechiel war in biblischen Zeiten der Prophet Jesaja. Auch dieser Jesaja hat eine alttestamentarische Schrift hinterlassen. Sein Buch wird heute aufgrund seiner sprachlichen Gestaltung von der Bibelforschung sogar als einer der Höhepunkte des Alten Testamentes angesehen.

Interessant ist auch hier die Berufung des Propheten, die sich bei ihm in Kapitel 6 findet. Der Text, so wie er heute im Alten Testament zu finden ist, datieren die Bibelforscher in Zeit um 735/734 vor Christus (s. auch 2. Kön. 16,5-9). Dabei ist es interessant, dass der erste Teil des Buches mit ziemlicher Sicherheit aus Jesajas eigener Feder stammt.

(Jes. 40-55 sind jedoch wahrscheinlich nachträglich angefügt worden, was uns aber an dieser Stelle nicht interessieren soll.)

Folglich hat der Prophet seine Beobachtungen selber niedergeschrieben. Wie Ezechiel. Denn in diesem ersten Teil findet sich die Berufung des Jesaja durch „Gott“ auf seinem Himmelswagen. Das sei um das Jahr 740 vor Christus, im Todesjahr des Königs Usija (Jes. 6,1) gewesen.

Also gut 150 Jahre vor der legendären Berufung des Ezechiel!

Anders als bei dem im Babylonischen Exil lebenden Ezechiel soll das in Jerusalem geschehen sein. Und so beginnt das sogenannte „Immanuelbuch“, die Berufung Jesajas zum Propheten, mit ähnlichen Elementen, wie sie vom „Raumschiff des Ezechiel“ bekannt sind:

Im Todesjahr des Königs Usija sah ich den Herrn. Er saß auf einem hohen und erhabenen Thron. Der Saum seines Gewandes füllte den Tempel aus. Serafim standen über ihm. Jeder hatte sechs Flügel: Mit zwei Flügeln bedeckten sie ihr Gesicht, mit zwei bedeckten sie ihre Füße, und mit zwei flogen sie.“ (Jes. 6,1-2)

Diese geflügelten Serafim oder Seraphe sind aus verschiedenen Texten bekannt. Zum Beispiel aus dem apokryphen Buch „Schatzhöhle“. Hier begleiten sie Adam und Eva als diese in das himmlische Paradies aufgenommen wurden (s. Video unten bzw. HIER). Seraphe und Cherube waren, so dies Apokryph, bei diesem Flug mit dem „Thronwagen Gottes“ ebenfalls dabei.

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Feurige “Flügelwesen”

Diese ominösen, geflügelten Gestalten sind eng mit den Cherube verwandt, wenn nicht sogar identisch. Serafim bedeutet etymologisch die „Brennenden“ und ihr Name soll mit einem „brennenden, strahlenden Lichtglanz“ zusammenhängen. Ein Strahlen, das diese umgab, weshalb sie auch als „Feuerengel“ bekannt sind. In der christlichen Tradition sind es schlicht Engel aus dem Reich des Herrn. Allerdings zwei unterschiedliche Klassen dieser angeblichen Geistwesen:

Es sind menschliche, aber mit sechs Flügeln versehende Gestalten; sie erinnern an die geheimnisvollen Wesen, die den Wagen Jahwes in Ezechiel 1 und 10 tragen (…) Die spätere Überlieferung hat zwei Engelklassen mit den Namen Serafim und Kerubim benannt.

Mit späterer Überlieferung ist natürlich das Christentum gemeint. Bekanntlich verdanken wir dem christlichen Eifer die nicht mit der Bibel übereinstimmende Erfindung allerlei Engel-Wesen und ihren Hierarchien. Mehr dazu in diesem Blog-Artikel HIER.

Jesaja sah also nach eigener Aussage eine überaus „strahlende“ und/oder „feurige“ Erscheinung kommen. Eben typisch für das Alte Testament und verwandtes Schriftgut. Es liegt auf der Hand, dass jeder der „Typ Seraphe“ mit sechs Flügeln versehen war, da es der Prophet selber überliefert. Aber nur zwei davon wurden bei diesem Flugmanöver benötigt. Eigentlich ein Widerspruch zur Tradition des Christentums, da hier Engel eigentlich nicht mit sechs Flügeln darstellt wurden und werden …

Diese Cherube des Thronwagens des Ezechiel und anderer „Augenzeugen“ besaßen je zwei Flügelpaare. Augenscheinlich ein einer Typ der Herrlichkeit vom Himmel. In der theologischen Auslegung heißt es allerdings, dass die „Wesen“ mit zwei Flügeln ihre Gesichter „aus Furcht, Jahwe zu schauen“, bedeckten. Dann würden sie also mit zwei weiteren „aus Furcht“ vor dem Höchsten ihre Füße bedecken? Auch wenn die „Füße“ in diesem Zusammenhang als die „Geschlechtsteile“ der Wesen interpretiert werden.

Alles in Allem soll Jesaja durch die Erscheinung „die Transzendenz Gottes und die Unwürdigkeit des Menschen offenbar“ geworden sein.

Der fliegende Herr

Prä-Astronautisch gesehen reichte schlicht nur ein Flügelpaar aus, um sich in dieser Situation fortbewegen zu können. Jahwe befand sich schließlich auch im Landeanflug, und die anderen Paare wurden vielleicht nur für weitere (schnellere) Flüge genutzt.

Natürlich fehlten bei Jahwes Niederkunft auch keine Erschütterungen und Qualm (Rauch) in der Umgebung, denn Jesaja notierte:

Die Türschwellen bebten bei ihrem lauten Ruf, und der Tempel füllte sich mit Rauch.“ (Jes. 6,4)

Dieser „Ruf“ soll sich, so Jes. 6,3, wie eine Lobpreisung an den Herrn angehört haben, da die Seraphe ständig „heilig, heilig“ etc. brüllten. Bringt aber eine Preisung der Engel die Erde zum Beben und lässt Rauch aufsteigen? Kaum, aber eine starke Antriebsleistung ist dazu im Stande.

Das zweite Buch Samuel beinhaltet ebenfalls einen interessanten Bericht über die donnernde Herniederkunft Jahwes. In diesem Beispiel wird berichtet, dass König David seinen Gott im Himmel anrief, der schließlich mit seinem fliegende Wagen zur Erde fuhr:

Da wankte und schwankte die Erde, / und die Gründe des Himmels erbebten. / Aus seiner Nase quoll Rauch, / aus seinem Munde kam fressendes Feuer, / (…) Er neigte den Himmel und fuhr herab, / und dunkles Gewölk lag ihm unter den Füßen. Auf einem Cherub saß er und flog dahin, / auf Sturmesflügeln schwebte er einher.“ (2. Sam. 22,8-11)

Bei dieser Erscheinung soll der Höchste sogar im Himmel „Donner rollen“ gelassen haben und mit „dröhnender Stimme“ umhergezogen sein. Noch dazu „schoss er seine Pfeile ab“ und „schleuderte Blitze“ (2. Sam. 22,14-15). Wie anders sollte ein technisch uninformierter Beobachter ein fremdes Fluggerät beschreiben?!

Die “Hand Gottes”

Auch der der Prophet Jesaja sah eine ähnliche Erscheinung, die ihm Angst bereitete. „Weh mir, ich bin verloren“, rief er aus und lag dabei sicher vor Ehrfurcht erstarrt auf dem Boden. Unreine Lippe haben er und auch das Volk um ihn herum, weswegen er um sein Leben fürchtet, heißt es in Jes. 6,5.

Bevor Jahwe das Wort ergriff, kam ein Seraph auf ihn zu, und berührte Jesajas Lippen mit einer glühenden Kohle (Jes. 6,6-7). Dadurch, so das Wesen, wäre seine Schuld getilgt, und der „Herr“ richtete das Wort an ihm, um Jesaja zum Propheten zu erheben (Jes. 6,7-13).

Es liegt auf der Hand, und der Bericht bestätigt dies, dass Jesaja den Wagen äußerst ängstlich bei seiner Landung beobachtete. So wie auch Ezechiel. Wie soll man aber die glühenden Kohlen deuten, die in der Theologie als „Sühneritus“ verstanden werden? Tatsächliche glühende Kohlen, die der Seraph laut Jes. 6,6 mit einer „Zange“ vom „Altar“ nehmen musste, waren es kaum.

Auch könnte diese „Zange“ der „Arm“ gewesen sein, den einst der Priester Ezechiel sah. Ein solcher Arm war an jedem Cherub angebracht, wie der Prophet notierte. Auch diese Arme wurden in der Prä-Astronautik durch das Buch „Da tat sich der Himmel auf“ von Josef F. Blumrich weltweit bekannt. Blumrich deutete sie, inspiriert durch Erich von Däniken sein Buch „Erinnerungen an die Zukunft“ (1968) als mechanischen Greifarm. Eine Art Roboterarm mit Hand, die damit alles anderes als „die Hand Gottes“ war.

Interessant ist bei der Arbeit von Blumrich übrigens auch, dass die Texte von Jesaja gar nicht kannte. Zumindest nutze er ausschließlich bei der Arbeit an seinem “Raumschiff des Ezechiel” dessen Buch. So Blumrich in einem Interview mit mir, das Ihr HIER online findet.

Jesaja vs. Ezechiel

Es besteht nicht der geringste Zweifel, dass der Prophet Jesaja seine Erlebnisse vor Ezechiel hatte und niedergeschrieben hat. Das war vor 2.759 Jahren. Doch nur die Aussagen von Ezechiel wurden in der Grenzwissenschaft geradezu legendär. Ein Grund ist natürlich, dass seine Texte wesentlich umfangreicher, detaillierter und spannender sind.

Kein Zweifel besteht in der Bibelforschung aber auch dahingehend, dass beide Texte von den Propheten selber geschrieben wurden. Damit unterscheiden sie sich von den unzähligen anderen Erwähnungen des Thronwagens in anderen und zum Teil wesentlich jüngeren Texten und Büchern. Schriften, deren wirkliche Autoren wir nicht mehr kennen.

In diesem Zusammengang sind die Erzählungen von Adam und Eva fraglos das beste Beispiel. In diesen überaus interessanten und an anderen Stellen (HIER, HIER, & Video unten bzw. HIER) detailliert diskutierten Texten erzählt nämlich das erste Menschenpaar selber. Es sind teilweise Erzählungen unter christlichen Einfluss, in denen Eva und/oder Adam in der „Ich-Form“ von ihren Erlebnissen mit derartigen Gefährten vom Himmel berichten. Zum Beispiel im Garten Enden nach dem „Sündenfall“, als dieser tosend ins Paradies kam und landete. Oder auch, als die Leiche Adams damit weg geflogen wurde.

Es wird wohl niemand ernsthaft annehmen, dass Adam und Eva selber diese Schriften verfasst haben. Anders sieht es bei dem letzten Buch der Bibel aus.

Die Offenbarung des Johannes

Auch in der Apokalypse oder Offenbarung des Johannes finden wir den „Thronwagen Gottes“. Ein zweifellos christliches Buch aus dem 1. Jahrhundert, in dem sich jahrhundertealte Motive wiederfinden. In der Tradition vieler „göttlicher“ Offenbarungen findet sich auch zu Beginn der Apokalypse des Johannes der Hinweis, dass er entrückt wurde:

Danach sah ich: Ein Tür war geöffnet am Himmel; und die Stimme, die vorher zu mit gesprochen hatte und die wie eine Posaune klang, sagte: Komm herauf, und ich werde dir zeigen, was dann geschehen muss. Sogleich wurde ich vom Geist ergriffen. Und ich sah: Ein Thron stand im Himmel; auf dem Thron saß einer, der wie eine Jaspis und ein Karneol aussah. Und über den Thron wölbte sich ein Regenbogen, der wie ein Smaragd aussah.“ (Off. 4,1-3)

Schwer vorstellbar, dass Johannes in den Himmel geholt und vor einen königlichen Thron geführt wurde. Einem Thron, auf dem dann bequem „Gott“ saß. Oder mit den Worten des Johannes „einer, der wie Jaspis und ein Karneol aussah“, denn Gott nennt er nicht.

Natürlich ist auch das wiederum aus anderen Schriften bekannt. In einem Apokryph mit Namen „Ezechiel der Tragiker“ soll sogar Moses selber solch einen strahlenden Thron mit dem fremden Wesen gesehen haben. Weiter heißt es darin sogar, dass Moses diesen Thronwagen bestiegen habe und damit die Erde verließ (mehr im Blog-Artikel HIER).

Selbst der „Regenbogen“ in der Offenbarung, der Schein des Fluggerätes, ist im Buch Ezechiel zu finden (Ez. 1,26-28). Ebenso in anderen jüdischen und christlichen Texten zum Thema „Wagen Gottes“.

Das sind Parallelen, die kein Bibelforscher abstreitet. Im Gegenteil, denn wenn man in biblische Nachschlagewerke, Anmerkungen und Lexika schaut, werden diese sogar immer unterstrichen. Auch Professor Robin Lane Fox, einer der bekanntesten Bibelforscher unserer Zeit, vertritt die Meinung, dass Ezechiels „Vision“ den Schreiber der Offenbarung stark „beeinflusst“ habe. Gleichzeitig habe sich der Autor bei seiner Erfahrung auch aus den Texten des Propheten Daniel (Dan. 7,1+) bedient, so Fox und die Bibelexegese. Und Jesajas ähnliche und zugleich älteste Beschreibung macht da keine Ausnahme.

Gesehen oder nicht?

Folgerichtig hat der Texter der Apokalypse Beschreibungen andere Propheten einfach übernommen. Das wiederum bedeutet, dass er diese Erscheinung in der Form überhaupt nicht hatte. Ist dies aber der Fall, sind auch die folgenden „Prophezeiungen“ der Apokalypse mehr als fragwürdig. Und das beim letzten und für das Christentum theologisch wichtigsten Buch der gesamten Bibel. Immerhin verspricht die Offenbarung im Kern allen Gläubigen das ewige Leben und eine Rettung vor dem Ende aller Tage …

Die Lösung könne ganz einfach sein: Ezechiel, Jesaja, Johannes und all die anderen Autoren sahen alle den „Thronwagen Jahwes“. Und so beschrieben sie ihn natürlich auch alle ähnlich. Ob deren Schriften nun Teil der Bibel sind, oder nicht.

Innerhalb der Bibel finden sich nur Bücher, die „göttlich inspiriert“ sein sollen. War aber Johannes von Gott inspiriert, als er aus Texten, die schon zu seiner Zeit Jahrhunderte alt waren, Beschreibungen übernahm?

Erstaunlich ist auch die religiöse Interpretation als „Visionen von Gott“ an sich. Der „Heilige Geist Gottes“ habe hier auf die Autoren direkt oder indirekt gewirkt und diese inspiriert (s. auch Blog-Artikel HIER). Dies tat er also im 1. Jahrhundert nach Christus ebenso wie 740 vor Christus …

„Wie lebende Wesen“

Es ist gleichgültig wie genau die „Wesen“ unter dem himmlischen Thron genau genannt wurden, immer sahen sie aus „wie lebende Wesen“. Und der Herr oben auf dem Gefährt sah auf „wie ein Mensch“. Trotzdem sind innerhalb und außerhalb der Bibel diese geflügelten Gestalten ein Kernelement dieser Berichte.

Beispiel „Apokalypse des Abraham“, in der wir ab Vers 18,1 lesen:

„(es) hebt sich empor das Feuer, das auf der Feste war. Ich hörte eine Stimme gleich dem Meeresbrausen, und durch des Feuers reiche Fülle hört sie nicht auf. Und wie das Feuer, in die Höhe steigend, sich erhebt, erblick ich unterm Feuer einen Feuerthron und rings um ihn Vieläugige, die jenes Lied vortragen, und unterm Thron vier Feuerlebewesen singen.

(…)

Die beiden Flügel an den Schultern bedeckten ihre Angesicher, die beiden Flügel an den Lenden ihre Füße; die beiden Mittelflügel breiten sie beim Vorwärtsfliegen aus.

(…) und auf den Rädern war ein Thron, den ich erblickt, und dieser war bedeckt mit Feuer, und Feuer floss ringsher um ihn; es war ein unbeschreiblich Feuer auch um eine Feuerschar.“

Hier erschien also auch der „Typ Seraph“ mit sechs Flügel. Und obwohl das Buch „Apokalypse des Abraham“ nicht in der Bibel steht, sahen die feurigen Wesen auch darin so aus, wie Ezechiel sie beschrieb. „Ein jedes hatte vier Gesichter“, heißt es in den Versen 18,4-6, die wie Löwe, Mensch, Stier und Adler ausgehen hätten. „Vier Häupter saßen auf ihren Leibern, so dass die vier Geschöpfe sechszehn Köpfe hatten“, heißt es in dem Apokryph.

Übrigens ist es mehr als spannend, was laut der “Apokalypse des Abraham” weiter geschah. Im weiteren Verlauf des Buches wird beschrieben, wie Abraham (oder wer auch immer es war) die Erde mit diesem Fluggerät verließ. So kam er zu einer sich drehenden Raumstation im All (s. Video unten)!

Vier Gesichter

Das klingt schon recht gruselig, ist aber doch im Kern identisch mit der „Vision“ des Ezechiel. Der fromme Mann notierte:

Ihre Angesichter waren vorn gleich einem Menschen, und zur rechten Seite gleich einem Löwen bei allen Vieren, und zu linken Seite gleich einem Ochsen bei allen Vieren, und hinten gleich einem Adler bei allen Vieren. Ihre Flügel waren nach oben ausgespannt. Mit zwei Flügeln berührten sie einander, und mit zwei bedeckten sie ihren Leib.“ (Ez. 1,10-11)

Abgesehen davon, dass man hier durchaus sechs Flügel interpretierten könnte (zwei nach oben, zwei berührten die der anderen „Wesen“ und zwei hingen herunter), hat schon das frühe Christentum diese Schilderung für sich gedeutet.

Der legendäre Kirchenvater Hieronymus (347 bis 420 nach Christus) meinte, dass die vier Gesichter ein Sinnbild der vier Evangelien sind. Also der vier anerkannten Schriften des Neuen Testamentes, die vom Leben und Wirken Jesus Christus erzählen. Demnach wäre Ezechiels „Vision“ fast 600 Jahre vor der Geburt Jesus eine Art Prophezeiung der späteren Evangelien, die in die Bibel aufgenommen wurden.

Hieronymus stellte sich das mit den Evangelisten und den „Wesen“ etwa so vor:

  • Mensch = Matthäus, da er am Anfang seines Evangeliums ein Geschlechtsregister aufführt; die sogenannte „Abstammung Jesu“ (ab Mt. 1,1).
  • Löwe = Markus, da er zu Beginn seines Evangeliums angeblich einen „löwenhaften“ Ruf besitzt.
  • (Opfer-)Stier = Lukas, da mit dem Opfer Sacharjas seine Schrift beginnt (ab Luk. 1,8).
  • Adler = Johannes, da sein Prolog  „adlerhaft“ sein soll. Im Sinne der Idee der Götter aus dem All wäre auch das denkbar:

Das kann man glauben, muss man aber nicht.

  • Flügel = Flug = Adler
  • Getöse und Lärm = brüllendes Tier = Löwe
  • Menschenhände = Mensch
  • Füße bzw. Fußsohlen wie Rinder = Stier

Auch das kann man glauben …

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+++Neues YouTube-Video+++ UFOs in der Bibel? Die “fliegende Buchrolle” des Sacharja: Ein zylindrisches Flugobjekt Gottes am Himmel?

UFOs in der Bibel? Die "fliegende Buchrolle" des Sacharja: Ein zylindrisches Flugobjekt der Astronautengötter? (Bild: L. A. Fischinger / gemeinfrei)
UFOs in der Bibel? Die “fliegende Buchrolle” des Sacharja: Ein zylindrisches Flugobjekt der Astronautengötter? (Bild & Montage: L. A. Fischinger / gemeinfrei)

Das sogenannte „Raumschiff des Ezechiel“ kennt in der Prä-Astronautik sicher jeder. Dabei handelt es sich um die Vision des Propheten Ezechiel in der Bibel, die beispielsweise Erich von Däniken in seinem ersten Buch „Erinnerungen an die Zukunft“ 1968 als eine Begegnung mit Ancient Aliens deutete. Und diese „Herrlichkeit des Herrn“ der Bibel hat 1973 Josef F. Blumrich in einem Buch als Raumfahrtzeug „modern rekonstruiert“. Doch eine „Vision“ eines seltsamen „Flugobjektes“ im Alten Testament lässt sich vom Aussehen her kinderleicht rekonstruieren: Es ist ein 10 x 5 Meter großes zylindrisches Flugobjekt („fliegende Buchrolle“ genannt“), dass vor rund 2.500 Jahren ein Prophet in einer „Vision“ am Himmel daher fliegen gesehen haben will. Mehr darüber in einem neuen Video auf meinem grenzwissenschaftlichen Video-Kanal bei YouTube.

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Von Lars A. Fischinger

Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Was sah vor etwa 2.500 Jahren der Prophet Sacharja am Himmel fliegen?

Ein „Engel“ hat, so erzählt es die Überlieferung, den Propheten auf eine „fliegende Buchrolle” von zehn Metern Länge und fünf Metern Breite hingewiesen, die am Himmel geflogen sein soll. Was war dieses zylindrische Objekt? Tatsächlich nur eine „Vision“, wie es in der Bibel heißt?

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Das “Raumschiff des Propheten Ezechiel” in der Bibel: Billig-Technologie der Astronautengötter vor 2500 Jahren? +++YouTube-Video+++

Das "Raumschiff des Ezechiel": Warum besaßen sie Ancient Aliens vor 2.500 Jahren derartige "Billig-Technik"? (Bild/Montage: L. A. Fischinger / gemeinfrei / E. v. Däniken)
Das “Raumschiff des Ezechiel”: Warum besaßen sie Ancient Aliens vor 2.500 Jahren derartige “Billig-Technik”? (Bild/Montage: L. A. Fischinger / gemeinfrei / E. v. Däniken)

“Geiz ist geil!”, redet uns die Werbung eines Elektronik-Marktes ein. Gilt oder galt dieses Motto auch bei den Ancient Aliens, die vor Jahrtausenden hier auf der Erde gewesen sein könnten? Denn bei dem fraglosen Klassiker-Thema der Prä-Astronautik, dem “Raumschiff des Propheten Ezechiel” aus dem Alten Testamt, scheint ebenfalls “Geiz geil” gewesen zu sein. Nach vielen Meinungen innerhalb der Grenzwissenschaft, beschriebt der Prophet Ezechiel in seinen Texten ein außerirdisches Raumschiffes der Astronautengötter. Eine Art “Zubringer-Raumfahrzeug”, wie es 1973 der Ingenieur Josef F. Blumrich rekonstruiert haben will. Wenn dem so ist, warum erscheint uns diese Technologie der Götter der Sterne selbst heute so primitiv? Mehr zu diesen und anderen Fragen rund um das “Raumschiff des Ezechiel” in einem neuen Video auf meinem Grenzwissenschaft-Kanal bei YouTube. Continue reading Das “Raumschiff des Propheten Ezechiel” in der Bibel: Billig-Technologie der Astronautengötter vor 2500 Jahren? +++YouTube-Video+++

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E-Mail der Götter? Die Suche nach einer Botschaft der Ancient Aliens: Wie ein eindeutigen Beweis aussieht und wo man ihn finden könnte: (M)ein 5-Punkte-Plan

E-Mail der Götter? Wo ist die Botschaft der Außerirdischen? (Bilder: NASA / gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
E-Mail der Götter? Wo ist die Botschaft der Außerirdischen? (Bilder: NASA & gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

(Update: 19. Mai 2018) Ein wichtiger und zugleich auch umstrittener Punkt bei der gesamten Thematik der “Außerirdische vor Jahrtausenden?” (Ancient Aliens) ist die Frage, ob die einstigen “Götter der Sterne” an uns technische Menschen von heute oder später nicht eine Nachricht ihrer erstmaligen Anwesenheit haben zukommen lassen (wollten)? Wenn tatsächlich Astronautengötter in der grauen Vorzeit hier auf der Erde waren, wie es eben die erfolgreiche US-TV-Serie Ancient Aliens sagt, haben sie dann nicht irgendetwas mit Absicht für uns hinterlassen? Haben sie nirgendwo eine Art “Zeitkapsel des kosmischen Wissens” verborgen, die uns heute den Beweis für die Realität der Prä-Astronautik liefern könnte? Und wie sollte diese E-Mail der Götter eigentlich aussehen? Dazu in diesem Beitrag einige Gedankenspiele und mein “5-Punkte-Plan”, um die Idee der Ancient Aliens definitiv zu beweisen …


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Die Idee der Astronauten aus dem All – der Ancient Aliens –  setzt voraus, dass die außerirdischen Besucher, die vor Jahrtausenden auf der Erde weilten, wie wir Menschen eine physische und psychische Evolution durchlebten. Falls sie hier waren, waren sie auch uns Menschen von heute technisch überlegen, da sie offensichtlich die interstellare oder interdimensionale Raumfahrt beherrschten.

Ihre Evolution und Entwicklung muss folglich lange vor der des Menschen auf der 4,5 Milliarden Jahre alten Erde begonnen haben. Oder vollkommen anders. Ausschließen kann man diese Annahmen heute schon lange nicht mehr.

Botschaft der Götter

Diese Ancient Aliens müssen gewusst oder zumindest vermutet haben, dass auch hier auf der Erde wahrscheinlich irgendwann einmal eine technische Zivilisation existieren wird, die zwar nicht unbedingt der der Besucher entspricht, doch die zumindest den Stand erreicht, den wir eben heute haben. Sprich: dass sich diese noch primitive Menschheit eines Tages konkrete Gedanken über Leben im Kosmos und eben auch der Aliens machen wird. Eben, dass erst eine Zivilisation, ähnlich wie die unsere, in der Lage sein wird, rational in “kosmischen Maßstäben” zu denken.

Wir sind längst der Auffassung, dass außerirdisches Leben inkl. Zivilisationen möglich und sogar wahrscheinlich sind. Demzufolge wäre es für eine außerirdische Kultur, die uns Menschen schon vor Äonen besuchen konnte, absehbar gewesen, dass aus jenen Menschen oder Urmenschen, die sie hier antrafen, in nicht absehbarer aber dennoch möglicher Zukunft eine technische und sogar raumfahrende Zivilisation entsteht.

Da nun – nach der Prä-Astronautik-Idee – diese Fremden hier waren, ja, dass sie sogar hier als “Götter”, “Lehrmeister”, „Himmelsgeister“, “Kulturbringer” usw. betrachtet wurden, stellt sich die unausweichliche Frage: Haben diese einstigen Wesen nicht daran gedacht uns “moderne Zivilisierte” eine unmissverständliche Botschaft ihrer Anwesenheit oder sogar Herkunft zu übermitteln?

Ich selber spekuliere mal, dass wir dies selber machen würden, befänden wir uns eines sehr weit entfernten Tages mal in der Situation der vermeintlichen Götter der Vorzeit …

Ein Physiker behauptet: Wir werden niemals Kontakt mit Aliens haben: Die Außerirdischen löschen sich alle selber aus! Tatsächlich?(Bild: L. A. Fischinger / NASA / Montage: L. A. Fischinger)
Ein Physiker behauptet: Wir werden niemals Kontakt mit Aliens haben: Die Außerirdischen löschen sich alle selber aus! Tatsächlich? (Bild: L. A. Fischinger / NASA / Montage: Fischinger-Online)

Die meisten Vertreter und Autoren der Prä-Astronautik (inkl. ich selber) sind der Meinung, dass es diese Raumfahrer der Vorzeit auch taten. Und zwar bewusst und vorsätzlich an eine moderne und technologische Menschheit der Zukunft gerichtet. Nicht zum Beispiel an einen mittelalterlichen Papst, einen Charles Darwin oder einfach an eine Menschheit adressiert, die mit dieser Information nichts anzufangen weiß. 

Hier also sind wir nun! Wir haben eine (ausreichend?) intelligente Zivilisation hervorgebracht – wo aber ist nun diese Botschaft der Ancient Aliens?

Eine außerirdische “Botschaft”, oder nennen wir es besser eine “zeitlich festgelegte Information an eine (un)bestimmte Zukunft“, muss meiner Meinung nach einige doch sehr hohe Ansprüche erfüllen. Wenn wir davon ausgehen, dass die Astronautengötter uns überhaupt etwas mitteilen wollten (es kann ja sein, dass sie es nicht wollten oder sie nie hier waren), sollte diese Mitteilung einige Grundaspekte erfüllen.

(M)ein “Fünf-Punkte-Plan”:

  1. Die Nachricht (belassen wir es bei dieser Bezeichnung!) muss vom Empfänger (wir?!) auch unmissverständlich als eine Nachricht Außerirdischer bzw. eben von Ancient Aliens erkannt werden können. Zweifel an dem, was man da “vor sich” hat, dürfen gar nicht erst entstehen.
  2. Die „E-Mail der Götter“ wäre an eine Kultur gerichtet, die bestimmte Fähigkeiten beherrschen muss, um Umfang, Auswirkung und Aussage dieser überhaupt zu verstehen. Sie dürfte also nicht im Mittelalter entdeckt werden, und dann aufgrund des Unverständnisses verloren gehen. Es muss also von den Besuchern vermieden werden, die Nachricht einer verständnislosen Epoche in die Hände fallen zu lassen.
  3. Die Nachricht muss wahrscheinlich enorme Zeiträume überdauern können. Sie darf weder durch Naturgewalten noch durch Menschenhand zerstört werden können und muss außerdem auch nach einer teilweisen Zerstörung ihren wahren Ursprung und ihre wahre Bedeutung erkennen lassen.
  4. Die Botschaft muss so positioniert bzw. verborgen werden, dass sie auch eines Tages tatsächlich gefunden wird; gleich wo auf der Erde in zum Beispiel 5.000 Jahren Menschen leben werden. Eine Botschaft mit den Worten „passt gut darauf auf und gebe es weiter“ einer frühen Kultur zu geben, deren Zukunft natürlich unsicher ist, wäre von den Ancient Aliens vollkommen sinnlos.
  5. Die Nachricht muss in einer “Sprache” oder einem “Code” verfasst sein, der die zur Zeit der “Absendung” herrschenden Sprachen usw. ignoriert. Sie muss von jeder intelligenten Kultur der Zukunft der Erde mit dem entsprechenden Stand der Wissenschaft verstanden wird.
ARTIKEL in 2 Teilen: "Auf den Spuren der Anunnaki", Teil #1: Von den göttlichen Ratsversammlungen in die Unterwelt – von Zecharia Sitchin in die Prä-Astronautik (Bild: Z. Sitchin / L.A. Fischinger)
ARTIKEL in 2 Teilen: “Auf den Spuren der Anunnaki”, Teil #1: Von den göttlichen Ratsversammlungen in die Unterwelt – von Zecharia Sitchin in die Prä-Astronautik (Bild: Z. Sitchin / L.A. Fischinger)

An diesem 5-Punkte-Plan wird deutlich, dass beispielsweise ein technisches Gerät, welches etwa einem sumerischen Hohenpriester vertrauensvoll in die Hand gedrückt wurde, diesen Anforderungen nicht entspricht. Auch ein irgendwo auf Erden vor sagen wir 10.000 Jahren vergrabendes UFO genügt den Ansprüchen einer sicheren “Zeitbotschaft” nicht wirklich.

Einige Autorenkollegen der prä-astronautischen Idee – ich eingeschlossen – sind jedoch auch der Meinung, dass die Besucher der Sterne auserwählten Menschen „Dinge“ zeigten und offenbarten, die sie der Nachwelt übermitteln sollen. Ich denke hier an heilige Schriften.

Diese Schriften und Texte könnten “Botschaften” an uns sein, erfüllen aber natürlich auch nicht die Voraussetzungen weiter oben. Bereits 1997/98 habe ich in meinem Buch „Götter der Sterne“ vielfach auf diese Überlieferungen verwiesen, dass eben gewisse Menschen von den „Himmlischen“ damit beauftragt wurden, Wissen und Weisheit der Götter weiterzugeben. Etwa der in der Szene der Prä-Astronautiker sehr bekannte Prophet Henoch, der im Auftrag des Herrn „göttliches Wissen“ in Büchern niederschrieb und zu dem ich damals unter anderem schrieb:

“(Als Henoch fertig geschrieben hatte), rief Gott Henoch zu sich, um ihn noch einmal den Wert dieser Geheimnisse und von nun an auch Henochs Person einzuschärfen (slawischer Henoch, 24,1-25,5). Die endgültige Bestätigung, dass Henoch einzig allein nur diese Bücher schreiben musste, finden wir im 33. Kapitel, das kaum treffender überschrieben werden konnte als ,Henochs Auftrag‘:

 ,Henoch! Ich habe dir alles gesagt, und du hast alles auf Erden gesehen, und alles hast du in diese Bücher geschrieben. Ich habe die Erschaffung von all dem ersonnen; ich schuf vom Höchsten bis zum Niedrigsten. Mein Ratgeber war dabei (…) Nimm dich zusammen, Henoch, und erkenne den, der mit dir spricht! Nimm die Bücher, die du geschrieben! Ich gebe dir die Engel Semiel und Rafuel und den, der dich zu mir gebracht. Seh auf die Erde hinab und sag deinen Söhnen alles, was ich dir erzählte, und alles was du gesehen vom unteren Himmel bis zu meinem Thron!, (slawischer Henoch, 33,3-6)

 Die Worte des Höchsten besagen klipp und klar, dass Henoch sich nicht auf der Erde befand, sondern darüber. Gleichzeitig sollte der Prophet aber auch den erkennen, der mit ihm sprach, so als wolle Gott dem Erdling über seine wahre Identität aufklären.

Nun bekam Henoch von Gott Engel eingeteilt, die ihn wieder zur Erde bringen sollten, und es wurde ihm geboten, alles, was er erlebte und erfahren hatte an seine Kinder weitergeben:

,Gib ihnen die Bücher mit deiner Handschrift und die Kinder sollen sie den Kindern geben, die Verwandten den Verwandten, das Geschlecht dem Geschlecht! Henoch! Sei der Mittler meines Heerführers Michael! Denn deine Handschrift und die deiner Väter Adam und Seth werden nicht vernichtet bis zum Ende der Zeiten.‘ (slawischer Henoch, 33,8-11)

UFOs in der Bibel? Die "fliegende Buchrolle" des Sacharja: Ein zylindrisches Flugobjekt der Astronautengötter? (Bild: L. A. Fischinger / gemeinfrei)
VIDEO: UFOs in der Bibel? Die “fliegende Buchrolle” des Sacharja: Ein zylindrisches Flugobjekt der Astronautengötter? (Bild: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online )

(…)

Wie dem auch sei, nach der Begegnung mit diesem Engel war der Prophet wieder zu Hause bei seinen zwei Söhnen. Und so wie Gott es ihm aufgetragen hatte, berichtete er alles seinen Söhnen, damit sie es weitergeben und seine Bücher weite Verbreitung finden:

,Und die Bücher, die ich euch von Gott gab, verberget sie nicht! Sprechet davon zu allen, die es wünschen, dass sie dadurch des Herrn Werke kennen lernen!‘ (slawischer Henoch, 54,1)

Leider ist dieser Herzensauftrag, die Verbreitung seines Wissens, kläglich gescheitert.

Mehr dazu auch in diesem Video auf meinem YouTube-Kanal.

Es müssten also neben diesen mutmaßlichen Informationen und Nachrichten für die Nachwelt mittels Propheten etc. auch eindeutige Quellen auffindbar sein, die den 5-Punkte-Plan erfüllen.

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Wie also kann man sich eine solche “Zeitkapsel” der Ancient Aliens theoretisch vorstellen?

Zum Beispiel durch gewaltige Monumentalbauten. Ja, meinetwegen durch Pyramiden.

Die rund 4.500 Jahre alte große Pyramide von Pharao Cheops von Gizeh in Ägypten wird dahingehend oft als eben eine solche Botschaft angesehen. Jedoch auch auf „codierte Mitteilungen“ aus Atlantis und anderen versunkenen Völkern, da in ihren Maßen und Proportionen mathematische und astronomische Botschaften verankert sein sollen, die nicht unbedingt mit Außerirdischen zu tun haben müssen.

In der Tat sind derartige Bauwerke auch nach einer weitflächigen Zerstörung durchaus zu rekonstruieren. Sie würden also durchaus dem Punkt entsprechen, dass auch nach einer teilweisen Zerstörung der Ursprung bzw. die Botschaft der Götter bzw. der Beweis für die Prä-Astronautik erkannt wird. Doch es ist dabei sicher wesentlich einfacher, ein weiteres völlig identisches Bauwerk an einem ganz anderen Ort zu erbauen. Somit würden wir zwei gleiche Bauten haben, einen zum Beispiel in Ägypten, einen beispielsweise in Australien.

Das wäre ein Signal, das hier etwas mehr als seltsam ist. Quasi der Fingerzeig der Götter … „Seltsam“ heißt aber dabei eben nicht gleich “außerirdisch”.

Um bei mysteriösen Pyramiden zu bleiben:

In der Cheops-Pyramide wurde ein ca. 30 Meter langer Hohlraum nachgewiesen (Bilder: L. A. Fischinger/S. Ampssler)
In der Cheops-Pyramide wurde ein ca. 30 Meter langer Hohlraum nachgewiesen (Bilder: L. A. Fischinger/S. Ampssler)

Oft – sehr oft – wird vermutet, im Inneren befinden sich versteckte Kammern mit eben jenen Botschaften an uns. Doch wirklich an – uns?! Würde vor 1.000 Jahren jemand auf die Idee gekommen sein, die Pyramide des Cheops zu zerlegen, Tunnel und Löcher überall hinein zu graben und sie praktisch damit völlig zu zerstören, wäre die hinterlegte Botschaft futsch. Diese Botschaft soll nämlich, so die Ideen weiter, aus Schriften und anderem vergänglichem “Zeugs” bestehen.

Meiner Meinung nach ist es tatsächlich nicht ausgeschlossen, dass innerhalb der Pyramiden (weltweit) noch Hohlräume und Kammern auf ihre Entdeckung warten, und diese dann auch wirklich etwas Seltsames und Spannendes enthalten. Um aber bei der Idee der Nachricht von realen Ancient Aliens zu bleiben, muss dieser mutmaßliche Inhalt aber eindeutig nicht von dieser Welt und völlig intakt erhalten sein.

Ein Zeichen einer außerirdischen Anwesenheit dürfte aber nicht innerhalb einer Pyramide zu finden sein. Jedenfalls nicht, wenn man von den Annahme ausgeht, dass diese die Mitteilung selber für die ferne Zukunft dort einbrachten. Sehr schnell, wenn diese zeitlich zu früh entdeckt wird, kann sie in der Versenkung der Geschichte verschwinden. Eine Nachricht dürfte also eben nicht verloren gehen oder beiseite geschafft werden können. Sie muss nach der Entdeckung überprüfbar bleiben, um den Punkten 2 und 3 gerecht zu werden.

Kein Außerirdischer der Welt hätte wissen können, ob das Bauwerk XY mit ihrer kosmischen Information nicht in XY Jahren vollkommen vernichtet ist. Samt Inhalt. Außer natürlich dann, wenn diese auch oder zugleich Zeitreisen wären. Dann jedoch hätten sie sich die Mühe einer Botschaft sparen können, da sie uns diese einfach hier und jetzt persönlich überbringen könnten …

Um als Astronautengötter sicher zu gehen, dass auch eine zu frühe Entdeckung durch puren Zufall ausgeschlossen ist, wäre es zum Beispiel eben eine Möglichkeit, dass man identische Riesenbauten über gewaltige Entfernungen hinweg errichtet. Diese sollten auch über Gebirge, Kontinente und Meere verteilt liegen. Solche Bauten bzw. deren Standorte könnte man so wählen, dass diese – auf eine Weltkarte übertragen – zum Beispiel den Satz des Pythagoras auf dem Globus zeigen. Man würde also die Gleichung “A2 + B2 = C2” erhalten, wenn man die Gebäude mit imaginären Linien miteinander verbindet.

VIDEO & ARTIKEL-SERIE: "Die Cheops-Pyramide: Mumien Grabräuber und Mysterien": Artikel-Reihe/Video von Lars A. Fischinger auf YouTube (Bild: gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)
VIDEO & ARTIKEL-SERIE: “Die Cheops-Pyramide: Mumien Grabräuber und Mysterien”: Artikel-Reihe/Video von Lars A. Fischinger auf YouTube (Bild: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Eine solche Verbindung wird mit absoluter Sicherheit jemand einmal ziehen. Gerade weil diese Bauten identisch sind, wird zwangsläufig eine Beziehung untereinander vermutet werden (müssen!). Das die Erde eines Tages von den Menschen in ihrer Gänze vermessen und kartographiert wird – dies hätten die Botschafter der Sterne natürlich voraussetzen müssen und durchaus auch können.

Doch bei dem unbestreitbar vorhandenen „Pyramiden-Gürtel“ um unseren Planeten ist es anders – ganz anders! Die Bauten ähneln sich zwar grob, aber sie weisen mehr Unterschiede als Parallelen auf. Diese reichen vom Baustil und Aussehen bis hin zum Datum ihrer Errichtung. Ein Zusammenhang oder sogar Botschaft der Götter des Kosmos in diesen zu erkennen, halte ich für falsch. Auch wenn ich kulturelle Kontakte über den Atlantischen Ozean als daraus möglich ansehe. Das ist aber wieder etwas anderes und bedarf keiner Götter aus dem All.

Nun aber würde das Auffinden einer solchen Anordnung auf Erden auch keine klare Botschaft von Ancient Aliens sein. Es würde sich als Hinweis auf eine globale und fortschrittliche Gesellschaft wie eben etwa Atlantis präsentieren. Ein Hinweis auf den Besuch von außerhalb der Erde könnte man nur spekulativ vermuten, und erfüllt damit nicht mal den Punkt 1 unseres 5-Punkte-Plans. Doch eine solche Anordnung würde mit Sicherheit den Punkt 5 erfüllen, denn die Mathematik ist in jeder Sprache gleich.

Es bedarf also – wenn wir bei einer mathematischen Anordnung von Bauten bleiben wollen – weiterer Details, um die Anforderungen einer wahren Nachricht von Ancient Aliens zu erfüllen. Würde dieses Beispiel hier tatsächlich auf Erden gefunden werden, so könnte man ihre Existenz leicht den Bewohnern von Atlantis in die Schuhe schieben. Eine echte Botschaft von Außerirdischen muss indes vor allem den Punkt erfüllen, dass wir unzweideutig erkennen, dass der Absender eben außerirdisch ist.

Eine vergrabene Laserpistole mag diesen Zweck erfüllen, kann aber auch nicht mehr sagen, als dass Außerirdische hier waren. Oder: Die Laserpistole stammt aus einem Super-Atlantis.

Doch auch die (oft als Beispiel für einen Beweis genommene) Laserpistole kann zufällig gefunden werden – und so verloren gehen. Bestünde sie jedoch aus einem nicht irdischen Metall und damit kaum aus Super-Atlantis, sähe die Sache anders aus. Etwas anders aber auch nur.

Fehlalarm um das mutmaßlich intelligente SETI-Signal aus dem All: es ist "wahrscheinlich terrestrischen Ursprungs" (Bild: Graeme L. White & Glen Cozens [James Cook University] / Bearbeitung: L. A. Fischinger)
Fehlalarm um das mutmaßlich intelligente SETI-Signal aus dem All: es ist “wahrscheinlich terrestrischen Ursprungs” (Bild: Graeme L. White & Glen Cozens [James Cook University] / Montage: Fischinger-Online)
Nun also hätten wir beispielsweise in einem sicheren Zeit-Safe in einem oder mehreren der am Pythagoras-Dreieck beteiligten Bauten ein außerirdisches Relikt gefunden. Wo und wie genau dieses gefunden würde, ist weitreichenden Spekulationen überlassen.

Die fremden Besucher würden den (zusätzlichen bzw. dazugehörigen) Hinweis auf etwas Kosmisches sicher so verbergen, dass man es erst mit einem gewissen Stand der Technik entdecken kann. Beispielsweise am Ende eines in den Fels geschnittenen, sehr, sehr kleinen Tunnels innerhalb oder unterhalb eines dieser mathematisch platzierten Gebäude. Etwa mit außerirdischen Gestein im Inneren verkleidet und nur mit modernster Technologie zu entdecken und zu finden. Wenn der Bau denn noch steht …

Botschaften der frühen Vergangenheit

Übrigens sind diese Ideen einer “geometrischen Botschaft” in einer anderen Hinsicht nicht neu.

So entwarf schon 1820 der Mathematiker Karl Gauss eine Methode, wie sich die Menschheit anderen intelligenten Wesen im All bemerkbar machen könnte. Er schlug vor in Sibirien ein riesiges und rechtwinkliges Dreieck aus Weizen anzulegen, an deren Seiten Pinienwälder gepflanzt werden sollten. Diese Wälder würden den Satz des Pythagoras darstellen, welcher von Außerirdischen dann klar als intelligentes Signal identifiziert werden könnte.

Klingt absurd, aber war es eigentlich gar nicht.

Da zu Lebzeiten von Gauss vermutet wurde, dass der Mars, die Venus und sogar der Mond von Wesen bewohnt sein könnten, war dieser Vorschlag zu seiner Zeit durchaus sinnvoll. Starke Teleskope der Marsmännchen oder des Mann im Mond würde diese Formation auf der Erde entdecken und als künstlich identifizieren. Damals fand sich jedoch kein Sponsor für diese Unternehmung – gespartes Geld, wie wir heute wissen.

Einen ähnlichen Vorschlag machte 1840 der Physiker Joseph von Littrow. Seine Idee bestand darin, in der Sahara Löcher von 20 Meilen Durchmesser zu graben, sie dann mit Kerosin zu füllen und anzuzünden. Somit sollten in unserem Sonnensystem brennende geometrische Figuren wortwörtlich wie ein Leuchtfeuer auf eine Intelligenz auf der Erde aufmerksam machen. Das waren quasi die Vorläufer unserer modernen und technischen SETI-Projekte – der Suche nach außerirdischer Intelligenz mit Radioteleskopen.

Wir haben eine Laser-Pistole der Astronautengötter gefunden! Und jetzt?

Die Mathematik verwies in dieser Spekulation auf die Bauwerke. Die Technik von heute öffnete den Weg zum Fundobjekt; gleich welcher Art es auch sein mag.

„Die Wahrheit über Aliens“: Was passieren kann, wenn man die Astronautengötter vor lauter Alien-Beweisen nicht mehr sieht ... (Bildmontage: L. A. Fischinger)
„Die Wahrheit über Aliens“: Was passieren kann, wenn man die Astronautengötter vor lauter Alien-Beweisen nicht mehr sieht … (Montage: Fischinger-Online)

Wenn nun dieser spezielle Fund keine Himmelskarte mit exakten Koordinaten der Heimat der Ancient Aliens ist, wären die Bauten selber erneut interessante “Objekt der Codierung”. Die Anordnung nach Pythagoras ist der erste Hinweis. Man kann sie als Zeichen zum nähren Untersuchen interpretieren. Eine Art Rufsignal in Stein.

Nun wiederum könnten die außerirdischen Absender der Nachricht in den Monumenten selber mathematische und/oder astronomische Beziehungen einbauen, die klar auch nach Jahrtausenden erkannt werden müssten. Sie könnten, und dies halte ich für das wahrscheinlichste, auf ihre Heimat hinweisen.

Und hier nähren wir uns einem ganz schwierigen Terrain:

Wie sollen die Außerirdischen in einem Bauwerk oder mehreren Monumenten einen Fingerzeit auf ihren Heimatstern einbauen, wenn die Empfänger (= wir) gar nicht wissen, wonach sie suchen sollen? Natürlich vorausgesetzt, diese Gebäude würden überhaupt noch existieren.

Man erkläre etwa einem nie gesehenen Außerirdischen per SETI-Technik, was links und was rechts ist – denn auch dies ist aussichtslos. Der eine nimmt die Maße der mutmaßlichen Bauwerke und rechnet herum, der andere rechnet herum und wieder andere rechnen wieder anders herum. Dabei kommen alle zu unterschiedlichen Resultaten. Einer erkennt eine Beziehung zum Mond, der andere zum Saturn, ein weiterer zum Alpha Centauri und noch einer meint, sie kamen vom Mars, der Venus und gleichzeitig auch von den Plejaden. Der ursprüngliche Zweck dieser angenommenen Nachricht wäre völlig verfehlt.

Mir fällt hierbei als erstes ein, dass man in diesen Monumenten eine Ausrichtung einbaut, die sehr starke Bezüge zu jenem Himmelsteil oder gar Stern(bild) zeigen. Beispielsweise Ausrichtungen verschiedener Gebäudeteile oder man erbaut nach dem gleichen Prinzip wie das Pythagoras-Dreieck das Sternbild auf Erden nach. Dazu würde es sich am besten eignen, wenn dies innerhalb der Pythagoras-Anordnung befindet. Damit wäre das schwierigste Problem geschafft.

Der "Black Night Satellit": Umkreis die Erde seit Jahrtausenden ein Beweis für die Astronauten der Antike? (Bild: NASA's Goddard Space Flight Center, Greenbelt, Md. / Bearbeitung: L. A. Fischinger)
VIDEO & ARTKEL: Der “Black Night Satellit”: Umkreis die Erde seit Jahrtausenden ein Beweis für die Astronauten der Antike? (Bild: NASA’s Goddard Space Flight Center, Greenbelt, Md. /Montage: Fischinger-Online)

Da auch die Ancient Aliens auf ihrem Planeten mittels Wellen kommunizieren werden (Funkt etc.) wäre folglich ein aufgrund der Entfernung viele Jahre dauernder SETI-Lauschangriff auf dieses System nötig. Die Frequenz und Bandbreite, auf der man die Radioteleskope ausrichten muss, wären natürlich in den Maßen der Bauten zu finden. Sie könnten sich (einfach, und das ist wichtig) aus Längen, Breiten- und Höhenangaben ableiten lassen. Oder und vor allem durch einen binären Code.

Doch Stopp! Welches Maß ist das Maß der Dinge?

Der Meter, der Zoll oder eine der zahllosen Ellen der Antike?! Keines. Die Ableitung einer mutmaßlichen Frequenz, auf der man den Stern abhorchen soll, müsste sich mit jedem x-beliebigen Messsystem durchführen lassen. Entweder, die Erbauer dachten auch daran, die Maßeinheit irgendwie der Nachwelt zu übermitteln, oder sie müssten sich geometrischen (oder auch chemischen!) Beziehungsverhältnissen bedienen, die immer gleich sind.

Außerhalb der Erde suchen

Die Idee, Außerirdische bauen gewaltige Monumente in mathematischer Präzision, ist möglich. Sofern natürlich alle oben genannten Punkte, vor allem der Schutz vor Zerstörung und die sichere Ankunft an den richtigen Empfänger, erfüllt werden. Aber, das wissen wir alle, diese existieren nicht.

Doch lohnt es sich für Ancient Aliens überhaupt, auf einem fremden Planeten Kraftakte zu verrichten oder verrichten zu lassen, dessen Beständigkeit ohne jede Frage unsicher ist? Vielleicht, denn wir kennen ihr Ziele nicht.

Aber es ist weitaus geeigneter und weniger aufwendig, eine Nachricht über ihre einstige Anwesenheit der Nachwelt außerhalb der Erde zu hinterlassen. Dies könnte in Form von Satelliten sein, oder aber durch Bauten bzw. Artefakte auf dem Mond, im Asteroidengürtel oder besser noch dem Mars.

Haben Außerirdische auf dem Mars einen Atomkrieg geführt? (Bilder: NASA & gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Haben Außerirdische auf dem Mars einen Atomkrieg geführt? (Bilder: NASA & gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Oder auch an zahllosen verschiedenen Orten im Sonnensystem zugleich, wie es auch “Arch Mission” für das Wissen der Menschheit plant. Diese Organisation will in Archiven auf Mond, Mars und anderen Plätzen im Sonnensystem Archive mit allen Errungenschaften des Menschen verteilen. Ab 2020 soll es mit einer ersten Mond-Bibliothek starten, wie am 17. Mai 2018 in diesem Beitrag HIER berichtet.

So halte ich es für wesentlich geeigneter und sinnvoller, beispielsweise mehrere Sonden im Erdorbit oder um/auf dem Mond in Stellung zu bringen. Dort können sie hunderttausende Jahre verweilen, bis eine intelligente Menschheit mit ihrer entwickelten Raumfahrt sie findet.

Aber wie finden wir sie? Auch dieses Problem lässt sich raffiniert lösen und garantiert dabei, dass die Botschaft die Menschheit nur dann erreicht, wenn sie technologisch reif genug ist.

E-Mail der Götter verzweifelt gesucht!

Die mutmaßlichen Sonden der Ancient Aliens im All kreisen in unserem Gedankenspiel deaktiviert um die Erde oder befinden sich auf dem Mond (oder sonst wo). Von Zeit zu Zeit – alle 2.000, dann 1.000 dann 500 Jahre und später in noch kleineren Schritten, aktiviert sich die kosmische Botschaft von selbst und erwacht aus ihrem Winterschlaf. Sie sendet dann auf einer von allen kosmischen Einflüssen abgeschirmten oder zumindest einer sehr “sauberen” Frequenz ihr „Funkfeuer“. Besser und wahrscheinlich ist es jedoch, wenn sie nach der Aktivierung auf einer gewaltig großen Bandbreite an Frequenzen die E-Mail der Götter als Leuchtfeuer senden würde.

Eine derart verborgene Botschaft ist zu 100 Prozent in der Lage nicht etwa Karl dem Großen oder anderen Personen ohne entsprechendes Wissen um das Universum und die erforderlichen Technologien in die Hände zu fallen. Erhält die piepende Sonde von Ancient Aliens im All keine Antwort, schaltet sie sich wieder ab. Bis zum nächsten Erwachen und Senden.

Man könnte sogar soweit spekulieren, dass die Sonde oder die Sonden – mehrere sind sicherer – erst durch ganz bestimmte Radiostrahlen bzw. Frequenzen von der Erde aus aktiviert werden.

Das letzte Interview (1998) mit Josef F. Blumrich - dem Vater des Raumschiffs des Ezechiel: "Meine Ansicht ist unverändert." (Bild: J. F. Blumrich / Montage: L. A. Fischinger)
Das letzte Interview (1998) mit Josef F. Blumrich – dem Vater des Raumschiffs des Ezechiel: “Meine Ansicht ist unverändert.” (Bild: J. F. Blumrich / Montage: Fischinger-Online)

Diese immer von der Erde abstrahlenden Signale zeigen der intelligenten Technik der Vorzeit im All, dass die Menschen da unten eine technische Zivilisation besitzen und bereit für den Kontakt sind. Oder zumindest sein könnten. Dies würde aber bedeuten, dass die Systeme mehr Energie benötigen und auch anfälliger sind, als wenn die Sonden nur eine Uhr über die Jahrtausende laufen haben, die dann und wann den Satelliten aktiviert. Doch was wissen wir schon über die Technologie der Ancient Aliens …?!

Auch und natürlich auf dem Mars wäre eine solche Botschaftssonde hervorragend aufgehoben. Sie würde beispielsweise aktiv, wenn Radiosignale bzw. Funksignale (nicht von NASA-Sonden à la “Viking” & Co.) vom Mars zur Erde gefunkt werden. Und dies wäre bei der ersten Landung des Menschen auf dem Mars. Mit Sicherheit also dann, wenn die Menschheit unlängst eine Raumfahrer-Kultur hervorgebracht hat, die in der Lage sein wird, die eigentliche Botschaft zu verstehen.

Diese Sonde der gesuchten Ancient Aliens ist aber nicht unbedingt die eigentliche Botschaft der Götter. Sie ist das “Pythagoras-Dreieck” (nur besser) aus dem ersten Beispiel. Der Satellit bzw. sein Funkfeuer dient ausschließlich als Lockmittel und Hinweis im Sinne von „Hier, Erdlinge! Hier gibt es was Spannendes zu entdecken!“ …

Die wahre Botschaft schlummert beispielsweise in ihrem Inneren. Und hier hätten die mutmaßlichen Außerirdischen gewaltige Ideen einfließen lassen können. Die Botschaft müsste nicht verborgen sein, denn die Finder sind ja entsprechend fortgeschritten in Wissenschaft und Wissen. Binäre und genetische Codes, Bilder, astronomische und mathematische Darstellungen, einfache Piktogramme und unendliche Möglichkeiten mehr stehen zur Verfügung, um dem Menschen von heute (oder übermorgen) auf diese Weise eine Nachricht zukommen zu lassen.

Nano-Technologie im All

Doch auch hier haben wir durchaus das Problem, dass die E-Mail Gottes im Laufe der kosmischen Jahrtausende zerstört werden könnte. Auch wenn die Absender abertausende dieser technischen Hinweise im Sonnensystem im Mini- oder besser Nano-Format verteilt haben sollten.

Zuversicht bei der NASA: “In 20 Jahren finden wir außerirdisches Leben!” Voller Optimismus in die Zukunft (Bilder: NASA / gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)
Zuversicht bei der NASA: “In 20 Jahren finden wir außerirdisches Leben!” (Bilder: NASA / gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Nano-Technologie wäre sicherlich die beste und wirtschaftlichste Lösung, damit wenigstens einige der Sonden die Zeiten überstehen. Wir sehen schon heute, welche gewaltigen Fortschritte die Entwicklungen dieser Technologien in unserer Welt macht. Sie sind riesig…oder besser gesagt: winzig. Unlängst haben Kosmologen diese Techniken bei ihren Spekulationen und Hypothesen über die Zukunft der Raumfahrt und den Möglichkeiten von Außerirdischen mit einbezogen.

Warum sollten also Ancient Aliens vor Jahrtausenden nicht ungleich höher entwickelte Nano-Technologie genutzt haben? Es spricht nichts dagegen.

100prozentig sicher sein, dass diese technologische Nachrichten auf dem Mars, im Asteroidengürtel, einem Mond des Saturn oder sonst wo uns irgendwann auch unbeschadet und samt seinen enthaltenen Informationen erreicht, konnten auch die Götter aus dem All nicht. Wie soll man zum Beispiel den Einschlag eines Asteroiden oder eine Kollision mit diesem über undenkliche bzw. unbekannte Zeitepochen ausschließen? Oder haben die Fremden von den Sternen auch daran gedacht und „Abwehrsysteme“ installiert …? Oder Millionen von Nano-Sonden verteilt?

Spekulationen der Prä-Astronautik? Ohne Frage! Unhaltbare Ideen und Annahmen ohne realen Background? Nicht unbedingt!

VIDEO-Interview von Lars A. Fischinger mit Erich von Däniken (Bild: L. A. Fischinger)
VIDEO-Interview von Lars A. Fischinger mit Erich von Däniken (Bild: Fischinger-Online)

Wenn wir eine ernsthafte, eine handfeste und eindeutige Botschaft der Astronautengötter vor Jahrtausenden suchen, so doch wohl auf diesem oder ähnlichem Wege. Folglich am besten außerhalb der Erde. Falls nicht irgendwann ein SETI-Signal oder eine Ladung/Ankunft der Außerirdischen den Beweis erbringen wird, dass sie da waren. Und selbstverständlich unter den beiden Voraussetzungen, dass diese Außerirdischen auch hier waren und ganz bewusst der Menschheit der Zukunft dies auch mitteilen wollten.

Aber auch – natürlich! – vorausgesetzt, die wie auch immer gearteten „Mächtigen der Welt“ enthalten uns diese nicht vor …

Die Ancient Aliens kommen – und schockieren die Prä-Astronautiker und Erich von Däniken-Leser

Abschließend ein anderer Gedanke bei der Suche nach dem ultimativen Beweis für die Richtigkeit der Prä-Astronautik:

Vielleicht würden die “Mächtigen der Welt” den Beweis vertuschen, vielleicht haben sie ihn sogar schon oder vielleicht liegt dieser sogar in unserem genetischen Code. Wer weiß. Aber der Beweis 2.0 für die Existenz fremder Zivilisationen im Kosmos wäre fraglos ihre öffentliche, physische für alle sichtbare Ankunft auf unserem Planeten Erde.

Als Vorreiter der  Prä-Astronautik spricht Erich von Däniken hierbei gerne von einem “Götterschock“. Damit meint er, dass dieses Ereignis die Menschheit schockieren würden, da sie als Spezies darauf nicht vorbereitet ist. Eine Meinung die viele – wie auch ich – teilen, andere aber ablehnen.

Doch vielleicht verpassen die Außerirdischen ja den durchaus auf ihre Ankunft vorbereiteten Prä-Astronautikern der westlichen Welt einen Schock!? Nämlich dann, wenn wir die (hoffentlich friedlichen) Fremden aus dem Universum mit den Worten begrüßen:

“Willkommen auf der Erde, da seit ihr ja wieder!”

Und diese daraufhin antworten:

“Wieso … wieder?!” …

Mehr zum Thema auch in meinem Vortrag “Artefakte der Astronautengötter und die Suche nach dem ultimativen Beweis”, den ich 2014 beim One-Day-Meeting der “Forschungsgesellschaft für Archäologie, Astronautik und SETI” (A.A.S.) gehalten haben.

Ihr finden diesen auf meinem YouTube-Kanal unter Fischinger-Online und hier:

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Euer Jäger des Phantastischen
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Wikipedia, die Wiki-Autoren und die Grenzwissenschaft: Der ewige Streit um Meinungen, Wissen und Fakten +++Artikel+++

ARTIKEL: Wikipedia und die Grenzwissenschaft: der ewige Streit der "Systeme"
Wikipedia und die Grenzwissenschaft: der ewige Streit der “Systeme” (Bild: E. v. Däniken / WikiCommons/gemeinfrei / Archiv /Montage: Fischinger-Online)

Das berühmte Internet-Lexikon Wikipedia ist immer wieder ein Streitfall. Auch und vor allem in der Grenzwissenschaft und dem Mystery-Bereich. Hinter den Kulissen des Online-Lexikons geht es dabei – natürlich anonym! – hitzig bis geradezu grotesk vor. Was gehört wie und warum in das Online-Lexikon oder eben doch nicht? Welche Informationen und Quellen sind “gut” und welche “nicht gut”? Ein aufschlussreicher Einblick aus Jahren der Wikipedia-Beobachtung und darüber hinaus.


(Artikel vom 26. Oktober 2011 / grafisches Update & ergänzt: 9. Januar 2017)

Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Viele Mystery-Fans, das zeigten die vergangenen Jahre mehr als deutlich, beklagen weiterhin Probleme oder Ärger mit Wikipedia bzw. dessen “freien Autoren” zu diversen Themen der Grenzwissenschaft und Mystery Files (aber auch Esoterik, & Co.). Deshalb scheint sich seit der Erstveröffentlichung dieses Artikels 2011 in dieser Hinsicht nicht viel geändert zu haben und so dieser Artikel noch immer up to date zu sein.

Die Geburt des größten Lexikons der Erde: Wikipedia

Es war ein langer und mühsamer Weg, den das heutige Wikipedia (allgemein “Wiki” genannt) gegangen ist: Bereits am 22. Oktober 1993 soll in der Newsgroup alt.internet.services von dem legendären Internetpionier Rick Gates (USA) die Wikipedia-Ur-Idee mit den Worten geboren worden sein:

Wow! Eine Internetenzyklopädie!

Je mehr ich darüber nachdachte, desto mehr war ich mir sicher, dass solch eine Quelle mit allgemeinem, enzyklopädischen Wissen für den Laien ein wichtiges Hilfsmittel für manche Arten der Forschung und für die Net.Bürgerschaft generell sein würde.

Ahh.. aber was ist mit den Mitarbeitern… wo wird man Autoren finden, welche die kurzen Artikel schreiben, die man benötigt? Nun, zuerst würde ich damit beginnen, einen Weg zu finden um mit extrem verschiedenen Leuten zu kommunizieren… darunter Sprachforscher, Molekularbiologen, Tierschützer ebenso wie Zymurgisten, Geografen und Chemikern. Ratet mal? 🙂 Das Internet stellt genau dieses Feld bereit! Darum dachte ich etwas mehr darüber nach…

…und kam zu dem Schluss, dass dies eine gute Idee ist![1]

Die Jagd nach den Fake News ist eröffnet: Facebook, Politik & Medien gegen Falschmeldungen. Auch in der Grenzwissenschaft? (Bild: L. A. Fischinger)
VIDEO: Die Jagd nach den Fake News ist eröffnet: Facebook, Politik & Medien gegen Falschmeldungen. Auch in der Grenzwissenschaft? (Bild: L. A. Fischinger)

Es vergingen Jahre und die Idee wuchs. Wie die Seiten von Wikipedia selber verraten, sah man sich mit der Idee damals in direkter Konkurrenz zur weltberühmten „Encyclopædia Britannica“. Die galt es mit einem “Internet-Lexikon” zu toppen. Erst 2001 (15. Januar) wurde letztlich Wiki gestartet und ging “ans Netz”. Die offiziellen Statistiken von Wiki zeigen, dass ab etwa Herbst 2002 die Anzahl der Zugriffe, Artikel und Bearbeitungen stiegen bis diese um Ende 2004/Anfang 2005 geradezu explodierten.[2]

Wie ist der Erfolg von Wiki zu erklären?

Den Erfolg des Projektes erklärt die Enzyklopädie eigentlich auf seiner Hauptseite in knappen Worten den Leserinnen und Lesern selber:

Wikipedia ist ein Projekt zum Aufbau einer Enzyklopädie aus freien Inhalten in allen Sprachen der Welt. Jeder kann mit seinem Wissen beitragen. (…) Gute Autorinnen und Autoren sind stets willkommen.” (Fettschrift L.A.F.)

Und genau das ist das Problem. Das macht Wiki in der modernen Medienwelt und vor allem in den “neuen Wissenschaften” und der “Grenzwissenschaft” zu einem Gegenstand verschiedenster Kontroversen. Jedwede Autoren und ihr vermeintliches “Wissen” sind hier “stets willkommen”.

Doch wer oder was kontrolliert, ob das vermeintlich gesicherte Wissen der Gastautoren in Wiki auch nützlich, wahr, nachweisbar oder nicht sogar verfälscht ist? Wer kontrolliert und entscheidet im sehr oft anonymen Wikipedia-Dschungel, ob alternative Erklärungsmethoden zum Beispiel in der Archäologie angenommen und freigegeben – sprich: veröffentlicht – werden? Wer beurteilt wie die Quellen und was befugt denjenigen dazu?

Autoren und Journalisten der alternativen Weltsichten sollten bei Wiki mehr als vorsichtig sein. Doch auch “normale” Journalisten des Mainstream. So etwa schrieb “Spiegel Online” am 9. Februar 2009 in einem Artikel[3] über Karl-Theodor zu Guttenberg einfach – falsch! – bei Wikipedia ab und musste am 11. Februar 2009 diesen Fehler eingestehen.[4] Einer der zahllosen anonymen Autoren der Enzyklopädie hatte zu Guttenberg einfach den Vornamen “Wilhelm” zugefügt. Keiner prüfte das und “Spiegel online” sprach später von “Manipulation der Internet-Enzyklopädie” und “mangelnder Nachrecherche von Spiegel Online” und entschuldigte sich.[5]

“Manipulation der Internet-Enzyklopädie”? Wo fängt diese an?

„Der Desinformant“ Vortrag von Lars A. Fischinger: Warum ich angeblich im Auftrag von CIA, Vatikan, Freimauer, Satan, Mainstreammedien, Illuminaten, Aliens & Co. Desinformationen verbreite.(Bild: WikiCommons / L. A. Fischinger / US Government /
VIDEO/Vortrag: „Der Desinformant“: Warum ich angeblich im Auftrag von CIA, Vatikan, Freimauer, Satan, Mainstream, Illuminaten, Aliens & Co. Desinformationen verbreite. (Bild: WikiCommons / L. A. Fischinger)

Dass man vorsichtig sein muss belegen die internen Wikipedia-Seiten “hinter den Kulissen”. Zu jedem Artikel gibt es einen Diskussionsbereich und den Bereich mit der “Versionsgeschichte” der einzelnen Artikel. Doch dort schaut kaum ein normaler User nach – denn hier tun sich teilweise enorme Abgründe auf.

Diese Tatsache gilt jedoch genauso (wie es schon ein flüchtiger Blick hinter die Kulissen zeigt) für zahllose andere Themen bei Wikipedia. Diese “Abgründe” im Sinne von Streitereien, Vorwürfen und sogar Hetze ziehen sich quer durch das Online-Lexikon und sind nicht auf Grenzwissenschaften & Co. beschränkt. Von Sport über Politik bis hin zu Medizin und prominenten Personen der Gegenwart ist nach zu sehen. Man kann hier beobachten, dass hinter den Kulissen von Wikipedia quasi eine eigene Welt aus unzähligen Diskussions-Foren besteht.

Beispiel: Das Thema der umstrittenen weil fragwürdigen “Steine von Ica”[6], Peru:

Bis Juli 2011 stand der entsprechende Wiki-Artikel ohne sachliche Quellenangaben im Lexikon und die Steine wurden allesamt als Schwindel bezeichnet. Es zeigte sich aber sehr schnell, dass die meisten Informationen über die Steine von einem umfangreichen Online-Artikel von mir selber abgeschrieben oder besser gesagt übernommen und dieser Artikel als (inzwischen) toter Weblink angeführt wurde.[7] Das heißt, dass ich selber die Quelle war, der entsprechende Link aber nicht mehr funktionierte. Und tote Links sind erst mal kein Problem. Könnte man meinen.

Als aber eine Userin im Juli 2011 dann den Artikel entsprechend aktualisierte und bearbeitete, wurde ich auf der Diskussionsseite als unseriös diffamiert und nicht als Quellenangabe akzeptiert.[8] Erst nach mehreren Protesten und der Forderung am 22. Juli 2011 nach Nennung von Quellen, wurden von dem anonymen Wiki-Autoren “Andreas” unterschiedliche Quellenangaben und Änderungen zu diesen “Steinen von Ica” freigegeben.

“Quellenangaben” – das Stichwort bei Wikipedia.

Was sind gute Quellen und was sind schlechte Quellen? Ein offenbar bis heute (Anm: 2016) anhaltender Streitpunkt des gesamten Lexikons.

VIDEO: Vorsicht vor falschen Sensationen! Auch in der Grenzwissenschaft ist Vorsicht geboten. (Bild: L. A. Fischinger)
VIDEO: Vorsicht vor falschen Sensationen! Auch in der Grenzwissenschaft ist Vorsicht geboten. (Bild: L. A. Fischinger)

Das Beispiel Erich von Däniken-Themen unter der Wiki-Eingabe “Prä-Astronautik” macht dies mehr als deutlich. Der fraglos umfangreiche Artikel ist (teilweise) ein Ärgernis für alle an den Themen von Erich von Däniken interessierten Menschen. Die unter dem Beitrag stehenden Literaturangaben[9] zum Beispiel beschränken sich praktisch ausnahmslos auf Anti-Bücher zu von Dänikens Aussagen und Ideen. Traurig wird es, wenn man sich den Absatz “Kritik der etablierten Natur- und Geisteswissenschaften”[10] im Artikel ansieht. Immerhin der längste Beitrag unter dem Stichwort “Prä-Astronautik”. Der Beitrag wartet mit vier oder fünf Seiten Kritik auf – und enthält nicht eine einzige Quellenangabe dazu. Gleiches gilt für den Absatz “Gegenstand und Vorgehensweise der Prä-Astronautik”. Und das, obwohl Wikipedia-Mitarbeiter immer laut nach Quellen schreien!

Als am 17. Mai 2011 ein nicht bei Wikipedia angemeldeter User diesen Umstand richtigerweise auf der Diskussionsseite kritisierte, bekam er am 20. Mai eine mehr bezeichnende Antwort eines Wiki-Mitarbeiters “Jonas kork”:

Ob der Abschnitt erst mal verschwindet/ausgelagert wird und je nach Quellnachweis wieder reinkommt, oder einfach erst mal stehen bleibt (ist ohnehin seit November drin), ist mir egal.[11]

Wikipedia-Autoren sind Quellennachweise “egal” – je nach Thema

Das Autorenprofil[12] des “Jonas kork” auf Wiki sagt da jedoch was ganz anderes. In diesem schreibt er nämlich stolz:

Die Artikel sollen ausschließlich bedeutsames Wissen aus belegten und zuverlässigen Quellen enthalten.”

Auch der Autor des Kritik-Abschnittes, ein User mit Namen “DagdaMor”, äußerte sich bei Wikipedia am 19. Mai 2011 zu dem Vorwurf.[13] Er habe schlicht “Zeitmangel” um Quellen zu nennen, “da die Recherche zu Aufwendig ist im Moment”. Allerhand.

Rätsel um das "Aluminium-Objekt von Aiud. (Bild: L. A. Fischinger)
Interview mit Lars A. Fischinger zum “Aluminium-Objekt von Aiud” (Bild: L. A. Fischinger / M. Hesemann)

Im Artikel “Prä-Astronautik” findet sich auch ein Abschnitt über den sonderbaren Aluminiumkeil von Aiud in Rumänien, über den ich in zwei Büchern (hier und hier) schon berichtet habe. Was immer das Objekt letzten Endes ist. Das Stück aus Aluminium wird bei Wiki jedoch als eines der Beispiele für das “Für und Wider” in Sachen Mystery vs. Wissenschaft angeführt.

“Seit wann sind Baggerzähne prä-astronautrisch” schimpft hier am 4. Februar 2009 ein User mit Namen “Stirni” auf der Diskussionsseite.[14] “Haus und Hof” verwettet er darauf, dass der Fund ein Baggerzahn und auch nicht aus Aluminium ist. Als die Userin “Henriette” auf die Arbeiten von Luc Bürgin und Michael Hesemann verwies, war es “Stirni” schlicht egal “wer was zu einem Baggerzahn sagt”. Eine Diskussion entbrannte und der Abschnitt über Aiud wurde vielfach hin und her umgeschrieben. Bis heute (4. Januar 2013 / Update: 15. März 2016) ist das so. Doch steht’s mit dem Hinweis, dass “die Wissenschaft” (wer?) das Objekt als “gefälscht” ansieht.

Erst als am 9. März der Wiki-Autor “Jonas kork” energisch nach einer Quelle fragte, die die Fälscher-These belege, wurde der Abschnitt sachlich umgeschrieben und freigegeben. Der Wunsch von “Jonas kork”, “wenn jemand geeignete Literatur auftreiben kann, um eine Widerlegungsargumentation zu dokumentieren, immer her damit”, wurde bis heute nicht erfüllt.[15]

“Raus mit Erich von Däniken!”

Thema Wünschen: scheinbar ist man bei Wikipedia bei strittigen Themen oft beim Wünschen. Unter dem Wikipedia-Stichwort “Nazca-Linien” stutzen wir Journalisten des Erstaunlichen immer wieder. Ein Blick auf die Einzelnachweise der Quellen des Artikels ist erschreckend.[16] Handelt es sich hierbei doch fast ausnahmslos um Veröffentlichungen zu Nazca aus den 80er Jahren (1980 – 1987). Der Absatz über die Thesen und Forschungen von Nazca erstaunt dann umso mehr. Namen wie Hoimar von Ditfurth oder August Steinmann mit seiner “Drachen-Startplatz-These”[17] begegnen uns dort. Wer und was fehlen (wie auch bei den Literaturangaben)? Erich von Däniken und die gesamten Ideen der Prä-Astronautik zu Nazca. Und das, obwohl in den Wikipedia-Artikel zu von Däniken (damals zumindest!) sowie zur Prä-Astronautik allgemein explizit Nazca genannt und verlinkt wird. In der englischsprachigen Wikipedia wurde von Däniken wenigstens unter “Alternative Theorien” in zwei Sätzen genannt.[18]

Ältere Versionen[19], etwa von 2005, enthielten zumindest knappe Hinweise auf die Ideen von Dänikens bzw. der Prä-Astronautik …die natürlich immer wieder entfernt wurden. Am 11. Februar 2009 versuchte der User “Daniel 1992” erneut in knappen Worten die Däniken-Ideen von einem Cargo-Kult usw. einzufügen. Doch schon am 13. April schrie der Wikipedia-Autor “Arpad99”: “Raus mit von Däniken” und löschte alles wieder. Gleiches wiederholte sich zum Beispiel am 23. April 2011, wo nach nur fünf Minuten(!) von Däniken mit den Worten “Märchenonkel, keine Theorie” von einem anderen User wieder getilgt wurde.[20]

VIDEO: Sensationelle Entdeckungen in Kasachstan: Ein „zweites Nazca“ mit dutzenden Geoglyphen in Asien gefunden (Bilder: Google Earth)
VIDEO: Sensationelle Entdeckungen in Kasachstan: Ein „zweites Nazca“ mit dutzenden Geoglyphen in Asien gefunden! (Bilder: Google Earth)

Ein Klick hinter den offiziellen Nazca-Artikel der Enzyklopädie in den Diskussionsbereich zeigt dann auch die sture Ablehnung des Autors “Arpad99”, als er 2009 das Thema “Däniken gehört nicht in den Artikel” eröffnete.[21] Er bescheinigt von Däniken zwar ein “genialer und talentierter Autor” zu sein (wie eigentlich alle seine Kritiker) – sieht aber in seinen Ideen “reine Fiktion”. Wer von Dänikens Thesen in den Nazca-Artikel bei Wikipedia schreibt, so schrieb er weiter, “könnte ebenso diejenigen von Uriella aufführen”.

Sekten-Kram?

Das ist schon starker Tobak, von Däniken seine Ideen mit der inzwischen verstorbenen UFO-Sekten-Chefin Uriella aus der Schweiz zu vergleichen. Finden mit Sicherheit viele seiner Fans.

Das fand auch zwei Jahre später ein anderer Wiki-Autor, der am 16. Juli 2011 überaus erbost schrieb:

Dieser Abschnitt ist fern der Realität. Uriella und Däniken zu vergleichen ist schon beleidigend! Seine Bücher als ,Fiktion’ zu bezeichnen BEWEIST Unwissen seiner Arbeit, Thesen und Ideen. Denn: vieles IST vorhanden, was er beschreibt (gleich was nun Wahrheit ist). Däniken sieht hier einen Cargo-Kult – KEINE Landebahnen von Aliens. Der User sollte sich bitte in Dänikens Nazca-Bücher (Däniken ist Ehrenbürger von Nazca) einlesen um sachlich zu argumentieren und kommentieren. Auch hat die ,Däniken-Stiftung’ wissenschaftliche Forschungen dort betrieben und die Ergebnisse auch veröffentlicht. Und das waren keine uriellaartigen Eso-Sing-Sangs. Des Weiteren würden die Maria Reiche-Biographen Schulze und Zetzsche in der Biographie ,Bilderbuch der Wüste’ (etwa Seite 155) von Däniken dahingehend, dass er es war, der ,wie ein Scheinwerfer”‘ die Welt auf die Ebene hinwies.”[22]

Geändert hat sich lange Zeit nichts und auch eine Antwort blieb aus. Dabei ist es bezeichnet, dass das genannte Buch von Schulze und Zetzsche, “Bilderbuch der Wüste” (Halle 2005), als Literaturangabe im Nazca-Artikel angeführt ist. Aber was schrieb schon 1968 Maria Reiche in ihrem Buch “Geheimnis der Wüste” zu den Linien?

Einige könnte man für Flugplätze halten.

Doch am 5. Februar 2012 kam das “Alien-Thema” von Nazca dann erneut auf und so wurde nach einer Diskussion im Frühjahr 2012 letztlich doch der Abschnitt “Parawissenschaftliche Spekulationen” eingefügt. (Der heute nicht mehr zu finden ist.)

UFO-Sekten und UFO-Forschung

Die Themen UFOs, UFO-Forschung, UFO-Forscher/-Autoren, UFO-Gruppen usw. ist, genau wie im realen Offline-Leben, auch in der Wikipedia heiß umstritten.

ARTIKEL: Es gibt viele Götter und Erich von Däniken ist ihr Prophet! Über die Absurdität von UFO-Sekten und den Vorwürfen gegen die Prä-Astronautik als „Ancient Aliens Sekte“ (Bild: L.A. Fischinger / gemeinfrei / NASA/JPL)
ARTIKEL: Es gibt viele Götter und Erich von Däniken ist ihr Prophet! Über die Absurdität von UFO-Sekten und den Vorwürfen gegen die Prä-Astronautik als „Ancient Aliens Sekte“ (Bild: L.A. Fischinger / gemeinfrei / NASA/JPL)

Ein UFO-Beispiel ist der sehr knappe Wikipedia-Eintrag unter “Ufoglaube” im Lexikon. ZUsammen mit meinem Kollegen Roland M. Horn habe ich 1999 dazu umfassende Standartwerk “UFO-Sekten” zum Thema veröffentlicht. Ich selber sehe den sehr kurzen Beitrag dazu im Wiki grundlegend als OK an. Aber: Das Thema ist nicht nur sehr komplex sondern auch ein Ärgernis für uns Journalisten des Unglaublichen. Immerhin ist es eine in der Grenzwissenschaft bekannte Tatsache, dass religiöser oder esoterisch-religiöser UFO-Glaube mit Themen wie Astronautengötter Erich von Däniken, UFOs und UFO-Forschung und sogar SETI sehr gerne in einen Mystery-Topf geworfen wird. Doch erfrischend da notwendig ist diesbezüglich diese klare Aussage im Artikel bei Wikipedia dazu:

Von religiösem Ufoglauben ist der grenzwissenschaftliche Forschungszweig der Ufologie zu unterscheiden.”

Erstellt wurde der durchaus wichtige Artikel schon im Jahr 2001. Ende Dezember 2003 jedoch bemühten sich einige Wiki-User um eine Entfernung des gesamten Eintrages.[23] Warum? Weil er “in seiner jetzigen Form nicht dem enzyklopädischen Anspruch der Wikipedia gerecht wird.”[24] Der Artikel blieb. Aber mager sind dabei die Literaturangaben, die freigegeben wurden. Es sind nur vier genannt (Update: auch noch am 15. März 2016).

Jedoch findet sich bereits ab dem Jahr 2007 auf der Diskussionsseite[25] wesentlich mehr Material. Verschiedene Wiki-Autoren und -Mitarbeiter streiten sich dort seit Jahren um Umfang und Inhalt des fraglichen Artikels. Am 7. Oktober 2009 endete der Streit dort ohne Ergebnis.

Interessant ist jedoch in meinen Augen die Aussage eines Autoren vom 10. März 2009.[26]:

Werde auch DU Fan von Grenzwissenschaft & Mystery Files!

Grenzwissenschaft und Mystery Files auf YouTube

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Ich habe auch nicht die Zeit und die Muße, den Müll ins deutsche zu übersetzten und mich mit dabei noch mit der Kritik der Billy-Meier Fraktion oder der Realianer-Fraktion oder anderen Fraktionen hier auseinanderzusetzen.”

Das heißt im Klartext: Wikipedia fürchtet die Kritik der genannten UFO-Sekten, wenn man diese dort behandelt bzw. genauer benennt. Obwohl Billy Meier der Gruppe “FIGU”, Schweiz, selber einen im Lexikon diskutierten und umstrittenen[27], [28] sowie nicht gerade kleinen Wikipedia-Eintrag hat.[29]

Pyramiden und Pyramidioten

Über Wikipedia streiten sich also bis heute die Geister. Auch und gerade in Detailfragen.

Beispielsweise teilte mit der Atlantis-Forscher und -Autor Peter Nowak mit, dass im Onlinelexikon im Artikel über die Cheops-Pyramide von Gizeh in Ägypten als schwerster Steinblock des Bauwerkes ein Gewicht von 7,5 Tonnen (ohne Quelle) angegeben ist. Mehrfache Versuche von Nowak selber diesen frappierenden Wiki-Irrtum zu korrigieren wurden entfernt und nicht freigegeben. Erst im März 2011 wurde korrekt “50 – 80 Tonnen” genannt.[30]

Bezeichnet ist hier auch der Abschnitt “Theorien zur Konstruktionsweise”.[31] Hier findet sich ausschließlich die Theorie einer “Inneren Rampe” des französischen Architekten Jean-Pierre Houdin vom Frühjahr 2007 kurz erwähnt. Diese wird mit den Worten sie ist “nicht nur interessant, sie ist schlüssig und revolutionär” des deutschen Ägyptologen und ehemaligen Direktors des “Deutschen Archäologischen Instituts” in Kairo, Rainer Stadelmann, von “Spiegel online” vom 2. April 2007 kommentiert wird. Weitere Thesen und Aussagen fanden sich nicht , was sich aber inzwischen grundlegend änderte.

"Das Cheops-Projekt", gewaltige Steine und die Frage nach dem "Eisen der Pharaonen" (Bild: L.A. Fischinger)
VIDEO: “Das Cheops-Projekt”, gewaltige Steine und die Frage nach dem “Eisen der Pharaonen” (Bild: L.A. Fischinger)

Die Diskussionsseite hinter der offiziellen Seite verrät auch hier wieder mehr. Hier streitet man sich nicht nur, ob man “Alternative Theorien”[32] einfügen soll, sondern auch ob “neue Erkenntnisse zum Bau”[33] überhaupt in das Lexikon gehören. Dabei ist man sich jedoch recht einig, dass es zu viele und zu oft neue Erkenntnisse zum Bau der Pyramide gibt. Lediglich die Idee von einer Innenrampe fand hier lange Zeit Gnade vor den Augen der Wikipedia-Gemeinschaft.

Hinter den Kulissen

Im Eintrag zur Pyramide des Pharao Cheops gab es in den vergangenen Jahren erstaunlich viele Änderungen und Updates. Für den Jäger des Phantastischen ist dabei besonders interessant, dass die Prä-Astronautik und Erich von Däniken in einem Unterkapitel eingefügt wurden. Ein Umstand, der, wie oben gesehen, beim Thema Scharrbilder von Nazca fehlt. In diesem werden diverse Spekulationen der Grenzwissenschaft im Sinne der Götter aus dem All umrissen und auch die Kritikpunkte der etablierten Wissenschaft gegen diese Überlegungen im Zusammenhang mit der Cheops-Pyramide angeführt. Ein recht langer Beitrag, der auf der Diskussionsseite des Eintrages am 22. Februar 2016 mit den Worten kommentiert wurde:

Muss das wirklich so breit ausgetreten werden? Wäre ich v.D., würde ich mich bedanken…

Interessant sind auch hier wieder die Fußnoten in Sachen “Prä-Astronautik und Große Pyramide”. Es handelt sich ausschließlich um das Buch “Erinnerungen an die Zukunft”, das von Däniken bekanntlich bereits 1968 veröffentlichte. Die einzelnen Kritikpunkte sind indes nicht durch Quellenangaben benannt. Lediglich das Buch “Geschäfte mit der Phantasie – Warum es keinen Raumflug vor Jahrtausenden geben konnte” von Pieter Coll wird als Beispiel genannt.

Und das erschien als Erstausgabe schon 1970!

Streit um Personen

Es ist bereits angeklungen, dass sich die Wikipedia-Gemeine sehr gerne und oft auch über einzelnen Personen zankt. Meistens irgendwelche Prominente aus diesem oder jenem Bereich des öffentlichen Interesses. Bei Erich von Däniken als bekanntesten Prä-Astronautiker beispielsweise wurde bei seinem Eintrag der Bereich “Hypothesen” am 24. März 2014 bemängelt, dass Quellen fehlen:

Dieser Abschnitt ist fast vollständig unbelegt und meiner Meinung nach zu überladen. Wer sich für die Details der Thesen interessiert, kann ja auf weiterführende Literatur / Weblinks verwiesen werden, aber in einem Biografieartikel leidet hier die Übersicht (…)”

Pressemitteilung & Video: Der "Cheops-Skandal" um Stefan Erdmann und Dominique Görlitz ist juristisch überaus fragwürdig (Bild: L. A. Fischinger / D. Görlitz)
Pressemitteilung & Video-Interview: Der “Cheops-Skandal” um Stefan Erdmann und Dominique Görlitz ist juristisch überaus fragwürdig (Bild: L. A. Fischinger / D. Görlitz)

Und welche Verweise und/oder Quellen finden wir im auf Belege bedachten Wikipedia dort? Nur eine Fußnote mit dem Hinweis auf den Buchklassiker “Da tat sich der Himmel auf. Die Raumschiffe des Propheten Ezechiel und ihre Bestätigung durch modernste Technik” von Josef F. Blumrich aus dem Jahre 1973.

Interessant ist auch der sehr umfangreiche Lexikon-Eintrag zu Dominique Görlitz, seiner Reputation und dem auf diesem Blog oftmals thematisierten “Cheops-Skandal“. Im Eintrag “Beschädigungen in der Cheops-Pyramide” zeigt sich erneut auf der Diskussionsseite eine hitzige Debatte. Beispielsweise wird dort versucht Görlitz in die “rechte Ecke” zu rücken.

Persona non grata bei Wikipedia?

Hier muss man die Einträge des Wiki-Autoren Bernhard Beier von Atlantisforschung.de unterstreichen, der bemüht ist, die gesamte (irrwitzige) Angelegenheit sachlich zu belegen. Ein anderer Wiki-Autor verwies am 6. März 2016 (mit Quelle) auch auf den Umstand, dass die juristische Verurteilung von Görlitz im “Cheops-Skandal” an den Haaren herbei gezogen ist. Das entsprechende Gutachten eines ehemaligen vorsitzenden Richters am Oberlandesgericht wird zwar verlinkt aber im eigentlichen Wikipedia-Eintrag (bisher) nicht genannt. Obwohl Richter Wolf-Philipp Müller dazu unter anderem schreibt:

Angesichts des ehemaligen Aufschreis der Entrüstung möchte ich Sie ganz herzlich bitten, diese Meldung mit in Ihren Pressemitteilungen aufzunehmen, da sich mehr und mehr herausstellt, dass an den Vorwürfen letztlich nichts dran war.

Und noch deutlicher in dem Gutachten vom 22. Januar  2015 selber:

Die Aufhebung des ägyptischen Urteils gegen die Inspektoren vom 9. Mai 2015 hat ebenfalls eine große Relevanz auf für das Strafverfahren in Deutschland. Es beweist, dass an den Strafvorwürfen gegen Erdmann und Görlitz nichts dran war und ist.

(…)

M.E. hat sich der Angeklagte von dem Medienrummel und dem Druck aus Ägypten zu sehr beeindrucken lassen. Natürlich spielten auch die Kostenängste und die unabsehbare Langwierigkeit des Verfahrens (einer Hauptverhandlung) eine tragende Rolle bei seiner Entscheidung. Ein Schuldeingeständnis kann man aus dieser Beschränkung (und der damit verbundenen Selbstunterwerfung) auf Grund der Faktenlage nicht ableiten.”

Lars A. Fischinger im Interview mit Erich von Däniken 2015 (Bild: L. A. Fischinger)
VIDEO: Lars A. Fischinger im Interview mit Erich von Däniken 2015 (Bild: L. A. Fischinger)

“Jeder Idiot kann da schreiben was er will”

Solche Aussagen über eine Person gehören eigentlich eben aufgrund der medialen Brisanz in den entsprechenden Eintrag bei Wiki. Erst recht dann, wenn sie hinter den Kulissen explizit genannt und als Quelle verlinkt wurden.

“Jeder Idiot kann da schreiben was er will”, sagte Erich von Däniken mal zu mir als wir über Wikipedia sprachen. Ganz Unrecht hat er da nicht, wie es sich quasi jeden Tag zeigt. Also am Besten überhaupt nicht dort eingetragen sein, wenn man eine Person der Mystery-Szene ist?

Das dachte sich zumindest vor Jahren auch der Prä-Astronautik-Autor Erdogan Ercivan. Er versuchte mehrfach, dass sein Eintrag im Lexikon vollständig gelöscht wird. Vergeblich, da auch seine eigene Löschungen immer wieder Rückgängig gemacht wurden. Und so steht der recht umfangreiche Eintrag weiterhin ohne eine einzige Quellenangabe online. Obwohl auch hier wieder in den Diskussionen die Art und Qualität des Textes bemängelt wird. Zuletzt schon am 15. Mai 2013.

Wikipedia … ist trotzdem wichtig!

Der Blick hinter den Spiegel lohnt sich bei Wikipedia teilweise mehr als die eigentlichen Einträge. Zumal es dort auch zum Teil zahlreiche Archive vergangener Jahre der Diskussionen gibt. Diese offenbaren teilweise die Debatten bis fast zu den Anfängen von Wikipedia selber.

Beispielsweise beim natürlich sehr langen Eintrag des Senders “ZDF”, wo oft in Sachen “Staatsfernsehen” etc. bei den Bearbeitungen und Diskussionen die Fetzen fliegen. Nicht anders wird zum Beispiel bei Prominenz aus Show und Entertainment wie etwa bei Stefan Raab oder Til Schweiger gestritten was rein darf und was nicht …

Ich selber werde nie müde zu sagen und zu schreiben, dass Wikipedia wichtig und großartig ist! Erwähne ich jedoch das böse Wiki in einem meiner Videos auf meinem YouTube-Channel … ernte ich praktisch ohne Ausnahme “Hass-Kommentare” und Trollerei.

Dabei übersehen diese “Kritziker” bzw. Hater natürlich liebend gerne, dass ich immer wieder eben auf die Diskussionen hinter den eigentlichen Einträgen hinweise und vor allem auch darauf, dass genannte Fußnoten, Bücher oder Quellenangaben (wenn sie denn auch vorhanden sind) immer zu weiteren Informationen für die eigene Recherche führen.

Darum sollten Quellen immer beachtet und genutzt und von den Wiki-Autoren angegeben werden. Immerhin will es ein “Online-Lexikon” sein. Es Dabei ist es natürlich gleichgültig ob Pro-Mystery oder Kontra-Mystery oder ob Politik und Gesellschaft. Ob die “Macher hinter Wikipedia” diese nun als “sachlich”, “seriös”, “kompetent” oder “nützlich” ansehen steht – dahinter.

Euer Jäger des Phantastischen

Fischinger-Online

(Geschäfts-eMail: FischingerOnline@gmail.com)

Ursprünglich stammt dieser Artikel von meinem früheren Google-Blog.

Interessantes zum Thema:

 Fußnoten


[1] http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Geschichte_der_Wikipedia#cite_ref-11
2] http://stats.wikimedia.org/DE/PlotsPngArticlesTotal.htm
[3] http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,606315,00.html
[4] http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,606912,00.html
[5] http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,606315,00.html (unten die Anmerkung)
[6] http://de.wikipedia.org/wiki/Steine_von_Ica
[7] http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Steine_von_Ica&diff=89690023&oldid=89454979 (unten: “Bericht über die Steine von Ica”)
[8] http://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:Steine_von_Ica#Quellen
[9] http://de.wikipedia.org/wiki/Pr%C3%A4-Astronautik#Literatur
[10] http://de.wikipedia.org/wiki/Pr%C3%A4-Astronautik#Kritik_der_etablierten_Natur-_und_Geisteswissenschaften
[11] http://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:Pr%C3%A4-Astronautik#Wieso_kein_EINZIGER_Nachweis_im_kompletten_Abschnitt_.22Kritik.22
[12] http://de.wikipedia.org/wiki/Benutzer:Jonas_kork
[13] http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Benutzer_Diskussion%3ADagdaMor&action=historysubmit&diff=89026417&oldid=89016715
[14] http://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:Pr%C3%A4-Astronautik#Aluminium-Objekt_von_Aiud
[15] Ende 2012 hat Lars A. Fischinger in Deutschland eine neue Material-Untersuchung des ohne Frage aus Aluminium bestehende Objekt von Aiud in Deutschland durchführen lassen. Diese bestätigen im Grunde die ersten zwei Analysen aus Rumänien, konnte die Legierung aber nicht identifizieren. Die Ergebnisse wurden in dem Magazin “Sagenhafte Zeiten” veröffentlicht.
[16] http://de.wikipedia.org/wiki/Nazca-Linien#Einzelnachweise
[17] Luc, sieh dazu auch: Jim Woodman: Nazca – mit dem Inka-Ballon zur Sonne. C. Bertelsmann, München, 1977
[18] http://en.wikipedia.org/wiki/Nazca_lines#Alternative_theories
[19] http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Nazca-Linien&limit=500&action=history
[20] ebenda
[21] http://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:Nazca-Linien#D.C3.A4niken_geh.C3.B6rt_nicht_in_den_Artikel
[22] ebenda
[23] http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Ufoglaube&limit=500&action=history
[24] http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Ufoglaube&diff=458436&oldid=431796
[25] http://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:Ufoglaube
[26] ebenda
[27] http://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:Eduard_Albert_Meier
[28] http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Diskussion:Eduard_Albert_Meier&limit=500&action=history
[29] http://de.wikipedia.org/wiki/Eduard_Albert_Meier
[30] http://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:Cheops-Pyramide#FALSCHE_Daten
[31] http://de.wikipedia.org/wiki/Cheops-Pyramide#Theorien_zur_Konstruktionsweise
[32] http://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:Cheops-Pyramide#Alternative_Theorien
[33] http://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:Cheops-Pyramide#neue_Erkenntnisse_zum_Bau.3F

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