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Paranormales aus dem 19. Jahrhundert: Das dämonische Spukhaus von Dublin und die zwei Studenten

Paranormales im 19. Jahrhundert: das Spukhaus von Dublin (Bild: PixaBay/gemeinfrei / Bearbeitung: Fischinger-Online)
Paranormales im 19. Jahrhundert: das Spukhaus von Dublin (Bild: PixaBay/gemeinfrei / Bearbeitung: Fischinger-Online)

Paranormale Phänomene wie Geister-Erscheinungen oder Spukorte sind Klassiker in der Welt der Grenzwissenschaft und Mystery Files. Denn auch der Glaube an solche Phantome, Seelen Verstorbener und übersinnliche Kreaturen an sich ist sie alt wie die Menschheit. Ein interessantes Beispiel einer solchen „Heimsuchung“ wurde im Jahr 1862 in Irland veröffentlicht. Dabei handelt es sich um unheimliche Spuk-Erscheinungen, die zwei Studenten der Universität während ihres Studiums in Dublin selber erlebten. Erlebnisse in einem scheinbar “verfluchten Haus”, die heute bereits in den Bereich der Märchen gefallen sind. Was damals geschehen und was der Auslöser gewesen sein soll, lest Ihr in diesem Artikel.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Die Welt des Unfassbaren

Die Welt des Paranormalen gehört wohl zu den ältesten Themen der Grenzwissenschaft an sich. Egal ob man sie Paranormale Phänomene, Spuk, Geistererscheinungen, Parapsychologie oder kurz PSI nennt, beschäftigen sich seit Jahrhunderten Menschen mit diesen Phänomenen. Lange bevor es die „modernen“ grenzwissenschaftlichen Themen wie Prä-Astronautik, UFOs oder die populäre Form der Esoterik gab.

Geisterjäger“ sind dabei natürlich auch keine moderne Erfindung. Ebenso wie Erscheinungen von mutmaßlichen Geistern, Dämonen oder anderen unheimlichen Wesen und Entitäten. Immer schon gab es Menschen und durchaus auch Orte, die von  solchen Phänomenen und Erscheinungen „heimgesucht“ worden sein sollen.

Ein sehr interessantes Beispiel einer solchen „Heimsuchung“ wurde im Jahr 1862 im „Dublin University Magazin“ veröffentlicht. Dabei handelt es sich um paranormale Ereignisse oder Spuk-Erscheinungen, die nicht genau datiert wurden. Erfahren haben sie zwei Studenten der Universität, die während ihres Studiums in der Aungier Street in Dublin (Irland) lebten.

Das vermeintliche Märchen „Bericht über einige seltsame Turbulenzen in der Aungier Street“ stammt von Joseph Sheridan LeFanu. Er lebte mit seinem Cousin Tom Ludlow während seines Medizinstudiums in einem scheinbar „verfluchten“ Haus in Dublin.

Mehrfach, so LeFanu, erschienen ihm und Ludlow Geister in dem Gebäude, deren Manifestationen von paranormalen Begebenheiten begleitet worden sein sollen. Seltsame Fratzen, „Dämonen“ und erschreckende Erscheinungen spukten hier herum. Und beide Studenten wurden im Schlaf von sonderbaren Träumen und Emotionen geschüttelt. Ein, wie in dem über 20 Seiten umfassenden Bericht betont wird, sehr altes Haus, in dem es offenkundig spukt.

Heimsuchungen!

Eines Tages nahmen die „Heimsuchungen eine regelmäßige Form an“, schreibt LeFanu. Er durchlebte „immer wieder denselben schrecklichen Traum“. „Trotzt tiefster Dunkelheit“ und „mit widerwärtiger Genauigkeit“ erschien permanent eine erschreckende Fratze am Fenster. LeFanu war sich nach einiger Zeit sicher:

Dort ging in unbekannten Räumen, und aufgeführt von unbekannten Wesen, etwas vor sich, was wohl dazu gedacht war, mich zu quälen.

Eines Tages dann konnte der gequälte Zeuge dieses Gesicht am Fenster genauer sehen. Er beschreibt dieses Dämon mit den Worten:

Nach einer Pause von einer bestimmten Länge folgt ein Bild auf das Fenster und blieb dort wie ein Magnet angezogen haften. Bei dem Bild, das auf so geheimnisvolle Weise auf die Scheibe geheftet wurde, handelte es sich um das Porträt eines alten Mannes in einem scharlachfarbenen, mit Blumen bedruckten Morgenmantel. Der Gesichtsausdruck des Mannes stellte eine seltsame Mischung von Verstand, Sinnlichkeit und Kraft dar. Er war düster und voll Bösartigkeit. Die Nase war wie bei einem Raubvogel gebogen. Die Augen, grau und kalt, blickten mit einer tödlichen Grausamkeit drein.

(…) Ich erinnere mich an jede Linie, jeden Schatten, jede Pore dieses steinernen Gesichts. Der Blick dieser höllischen Visage ruhte auf mir, und ich schaute zu dem Gesicht hin, angezogen von der unerklärlichen Faszination, die von solch einem Schreckensbild ausgehen kann.

Was war das für eine „höllische Visage“, nur ein Traum?

Die „höllische Visage“

Diese paranormal anmutende Erzählung erinnert zum Teil durchaus an das bekannte Phänomen der „Bedroom-Visitors“ aus der UFO-Forschung. Das sind jene Berichte aus dem Gebiet der UFO-Entführungen, bei denen mutmaßliche Außerirdische nachts in die Schlagzimmer ihrer Opfer eindringen. Auch sie – die angeblichen Aliens – werden den Berichten/Erzählungen nach häufig als fremdartig-menschlich bis dämonisch geschildert …

Auch LeFanu assoziierte das Gesicht mit etwas Bösem und Sturem, da, so kann man vermuten, die Fratze fremdartig und nicht-menschlich, aussah.

Die seltsame Aussage „angezogen von der unerklärlichen Faszination“ ist heute umso interessanter. Wenn man sich ins Gedächtnis ruft, dass heutige UFO-Entführungsopfer bzw. Zeugen einer nahen Begegnung berichten, sie seien von den Fremden irgendwie „paralytisch“ angezogen worden. Kaum jemand der angeblich in ein UFO verschleppten Menschen konnte sich den hypnotischen Blicken der “Anderen” entziehen.

Am anderen Morgen, so heißt es weiter, sei der Beobachter dieser Fratze „zerschlagen und nervös“ gewesen, was ihm Probleme bereitete „den Pflichten des Tages nachzukommen“. Die Erklärung war für ihn, dass dies wohl irgendwie „mit der Ausstrahlung von Angst zusammenhing, die von diesem seltsamen Phantasiemagorie ausging“.

Und obwohl es zwischen paranormalen Erscheinungen wie eben Geister & Co. und dem UFO-Phänomen Parallelen gibt, entwickelt sich dieser Bericht zu einer klassischen Spuk-Erzählung.

Der skeptische Mitbewohner

Der Mitbewohner Tom Ludlow bekam von diesen schaurigen Erscheinungen udn Phänomenen nichts mit. Allerdings machte er sich „stets über meine Ängste lustig“, wie LeFanu notiert. „Ein Skeptiker, wie er es war, musste einmal ein Lektion erteilt bekommen, und wie das zuging.“ Und die bekam er auch, da auch er das dämonische Wesen sah. Doch, so stellte sich später heraus, nachdem beide das Spukhaus lieber wieder verlassen hatten, es soll der Geist eines Richters Horrock gewesen sein.

Ein Richter, der wie kein anderer Angeklagte zum Galgen brachte und sich letztlich in dem Haus erhängt habe. Durch diesen Suizid wurde das Haus zu einem jener seit undenklichen Zeiten bekannten Spukhäuser. Denn auch nach dem Freitod des Richters hatten zahllose weitere Bewohner und Mieter in der Aungier Street alles andere als Glück. Mehrere Menschen kamen hier ums Leben. Unfälle, Morden und Selbstmorde häuften sich.

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Dreimal will der Skeptiker Ludlow selber den teuflischen Geist gesehen haben, wie er es später erst seinem Cousin umfangreich schilderte. Anders als bei LeFanu war es bei ihm aber so, dass die Gestalt als Ganzes in seinem Zimmer schien. Mal saß sie mit ihrer unheimlichen Fratze nachts in einem Sessel, mal schritt sie für ihn eindeutig und klar erkennbar durch das Zimmer. Ein schreckliches Gesicht, das ich nie vergessen werde“ habe der Geist gehabt. Dieser „teuflische Anblick“ schockierte ihn.

Nach einer Begegnung mit dem „schrecklichen Phantom“ im Treppenhaus, bei dem es eine Galgenschlinge trug, stand fest: In diesem Geisterhaus kann man nicht mehr weiter leben und arbeiten – und so wurde ein neue Wohnung gesucht.

Laut dem Artikel von 1862 haben die beiden erst einige Zeit später erfahren, was es mit dem Haus auf sich hatte. Erst ihre frühere Haushälterin in Dublin erzählt ihr von dem Richter und all den anderen Unglücken, die sich in diesem Anwesen ereignet haben sollen.

Nächtliche und dabei deutliche Schritte, „Monster-Erscheinungen“ (etwa eine riesige „Ratte“ mit menschlichem Gesicht), die Erscheinungen des dämonischen Geistes – all das machte das Haus für die beiden Studenten unbewohnbar.

Gruselhäuser und unruhige Seelen

Die Veröffentlichung mit den Ereignissen ist überaus umfangreich und an dieser Stelle natürlich sehr zusammengefasst. Zweifellos ist sie aber eine klassische Geschichte eines ebenso klassischen Spukhauses. Inklusive unruhiger Seelen, wie Geister-Erscheinung klassische interpretiert werden.

Doch entspricht sie auch der Wahrheit? Das kann niemand sagen. Der Autor des Berichtes betont mehrfach, dass man sie gar nicht beweisen will. Man wolle nur erzählen, was man in diesem Haus als Studenten erlebt habe.

Der Richter, „der in dem Ruf stand, besonders viele Angeklagte zum Galgen geschickt zu haben“, sei hier der Auslöser für all die Ereignisse. „In einem Anfall von geistiger Umnachtung, wie der Leichenbeschauer schrieb“, habe er sich am Treppengeländer des Hauses erhängt. Wurde er so zu einer der viel zitierten  verlorenen Seelen?

Die Geschichte wurde zwar erst vor 157 Jahren von den Augenzeugen selber veröffentlicht, aber eines ist jetzt schon bemerkenswert: In einem Buch mit irischen Sagen und Märchen ist sie wie ganz selbstverständlich neben Erzählungen über Feen, Riesen und anderen Fabelwesen bereits heute zu finden …

Was denkst DU darüber? Diskutiere gerne bei Facebook mit.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Aktuelles vom Kölner Spukhaus “Haus Fühlingen” (Villa Oppenheim): Von Luxuswohnungen, Partys und der Polizei

Aktuelles vom Kölner Spukhaus "Haus Fühlingen" (Bild: Fischinger-Online)
Aktuelles vom Kölner Spukhaus “Haus Fühlingen” (Bild: Fischinger-Online)

Überall gibt es Orte, an denen es “nicht ganz normal” zugeht, da es an diesen sogenannten Spukorten immer wieder zu paranormalen Erscheinungen und Phänomen kommen soll. Dort soll es “spuken”, wie es der Volksmund nennt. Einer dieser Orte ist die “Villa Oppenheim” in Köln, besser bekannt als “Haus Frühlingen”. Einem einst prächtigen Gebäude, von dem Zeugen immer wieder berichten, dass sie dort unerklärliche Erlebnisse erfahren hätten. Mehrfach war dieses Kölner Spukhaus auf diesem Blog bereits Thema (HIER, HIER & HIER). Doch kürzlich war ich mehr oder weniger zufällig erneut in Köln am “Haus Fühlingen”. Und so nutze ich die Gelegenheit vor Ort mit Passanten und der Polizei über die Spuk-Villa zu sprechen. Was dabei Aktuelles heraus kam, könnt Ihr hier lesen.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Spukhaus “Haus Fühlingen”

In den vergangenen Jahren war ich bereits mehrfach am “Haus Frühlingen” in Köln, wo bzw. wozu ich auch die unten angehangenen YouTube-Videos zu machte.

Mein letzter Besuch ist ein paar wenige Jahre her. Damals war ich mit meinen Kollegen Christian Wellmann, Werner Betz, meiner Schwester Silke und anderen vor Ort. Wir drehten mit einem Kamerateam des ZDF einen TV-Bericht über das Kölner Spukhaus “Villa Oppenheim”. Eine im Nachhinein “heikle Sache”. Denn obwohl wir von den Eigentümern Genehmigungen und Schlüssel hatten, wollten diese dann doch die Ausstrahlung des Berichtes beim ZDF verhindern.

Die Eigentümer wollten nicht, dass wir vor laufenden Kameras von den “Geistergeschichten” rund um das Spukhaus in Köln erzählen. Sie dachten sich wohl, dass wir davon kein Wort sagen oder all die unheimlichen Berichte verschweigen. Eigentlich eine recht sonderbare Vorstellung, wenn man für das ZDF einen Bericht über ein Spukhaus dreht …

Erbaut wurde das Anwesen ab etwa 1880 als Herrenhaus mit Pferderennbahn und Gestüt von dem Kölner Eduard von Oppenheim. Einem Spross einer reichen Bankierfamilie, der später das “Gestüt Schlenderhan” am gleichnamigen Schloss (Bergheim bei Köln) als erstes privates Gestüt in Deutschland gründete. Bis heute gilt es als das bedeutendste deutsche Vollblutgestüt.

Spuk in Köln

Damit ist klar: In der Domstadt Köln steht ein Gebäude, in dem es spuken soll, wie Ihr es in den Videos unten genauer erfahrt. Das “Haus Fühlingen” reiht sich damit nahtlos in die Reihe der unzähligen anderen Spukorte in Deutschland und aller Welt ein. Mit dem Unterschied, dass dieses einst stattliche Villa im Kreise der Grenzwissenschaft und Mystery Files-Interessieren sehr weit bekannt ist. Vor allem natürlich bei Geisterjägern.

Kern all der unheimlichen Berichte rund um das Spukhaus Fühlingen sind dort geschehene Selbstmorde und ein geheimnisvolles Kind. Dieses Kind, ein kleines Mädchen, soll aus einer Affäre mit einem NS-Deutschen und einer osteuropäischen Zwangsarbeiterin entstanden sein. Ein kaum zu überbietendes Unding in den Tagen des 2. Weltkrieg und der Nazi-Diktatur! Das kleine Mädchen wurde daraufhin “beiseite geschafft”

Eine andere Version der Geschichte handelt von dem Zwangsarbeiter Edward M. aus Polen. Er habe im “Haus Fühlingen” Anfang 1943 eine heimliche Beziehung mit der noch minderjährigen Tochter des Besitzers gehabt. Dieser verriet ihn an die Gestapo, die den Polen ermordete. Ob die Affäre stimmt? Niemand weiß es genau. Doch Edward soll bis heute als arme Seele auf dem Anwesen nach seiner Geliebten suchen.

Auch andere Ermordete spuken angeblich in der “Villa Oppenheim”. Vor allem ehemalige “Deutsche Herren”, die von den Zwangsarbeiter nach der Befreiung im 2. Weltkrieg aus Rache ermordet wurden. Oder auch ein Richter aus der Nazi-Zeit, der sich 1962 dort erhängt habe.

Und so berichten bis heute immer wieder Menschen von Geistererscheinungen, “bösen Gefühlen”, seltsamen Lauten und Geräuschen oder sonderbaren Lichtern am und im Haus. Das alte Gemäuer steht unter Denkmalschutz und ist längst eine “Pilgerstätte” für Geisterjäger und andere Neugierige geworden. Dass erst am 13. August 2018 der “Merkur” wieder von dem Geisterhaus berichtete, macht die Sache nicht besser.

Erneut vor Ort in der Geister-Villa

Im Sommer 2018 war mein Freund und Kollege Werner Betz vom Ancient Mail-Verlag mit einer Lesergruppe eine Woche in Deutschland unterwegs. Am 30. Juli war deren Ziel die Ruinen von Hohensyburg (“Sigiburg “) bei Dortmund. Dort soll es, wie ich es in diesem Video HIER von dort berichtete, vor Jahrtausenden unter Kaiser Karl dem Großen zu einer UFO-Sichtung gekommen sein.

Kurzerhand nahm ich das Auto meiner Freundin Iwonka K. und fuhr zu Werner Betz und seiner Reisegruppe nach Dortmund.

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Von dort ging es weiter zu eben jenem Kölner Spukhaus in Fühlingen, das ich nach ein paar Jahren mir mal wieder ansehen wollte. Immerhin, dass macht seit sehr vielen Jahren die Runde, planen die neuen Inhaber aus Hannover dort den Bau von Luxuswohnungen in der “Villa Oppenheim”. Immobilien für die bessere Gesellschaft, wobei hier zum Teil von 32 in Planung befindlichen Wohnungen gesprochen wird!

Wer das Gebäude kennt – und sei er auch nur vor Jahren dort gewesen – wird das vielleicht erstaunen. Das “Haus Fühlingen” ist seit Jahren eine Ruine! Ende Juli dieses Jahres war es da nicht anders – im Gegenteil. Obwohl auf einer riesigen Tafel vor dem Eingangstor auf die Baupläne hingewiesen wird, ist auf dem Gelände und an dem Haus selber davon nicht zusehen. Seit Jahren ist das schon so.

Bekanntlich wird ein leerstehendes Gebäude nicht dadurch besser, dass man es einfach jahrelang unberührt lässt. So auch beim “Haus Fühlingen”, das sich inzwischen in einem erbärmlichen Zustand befindet. Seit meinem letzten Besuch vor ca. 4 Jahren ist der Verfall des einstmals so stolzen Hauses an vielen Teilen sehr weit fortgeschritten. Es ist eine Ruine, deren Substanz sich geradezu auflöst.

“Abreißen und neu aufbauen, statt renovieren!” Das war die einhellige Meinung von uns vor Ort.

Natürlich ist das Gelände umzäunt. Bei meinem letzten Besuch war das Haus von einem Bauzaun umgeben, der größtenteils allerdings umgeworfen war. Jetzt haben die Verantwortlichen das Gemäuer bereits an der Straße einzäunt. Drei verschiedene Schilder am Zaun warnen potentielle Eindringlinge, dass hier Lebensgefahr besteht. Beteten verboten oder auch Helm und Sicherheitsschuhe tragen, heißt es auf den Schildern. Auf einem sogar in Deutsch, Englisch und Arabisch.

Das Kölner Spukhaus heute

Ehrgeizige Pläne haben die Eigentümer mit ihren Luxuswohnungen in der Geistervilla. Getan hat sich seit Jahren rein gar nichts, so dass das Spukhaus von Köln nur noch ein trauriger Rest seiner selbst ist. Der Zahn der Zeit ist natürlich das Hauptproblem. Aber auch Neugierige und purer Vandalismus, weshalb es schließlich auch einzäunt ist. So was hält natürlich niemanden davon ab, dass Grundstück oder sogar das Haus zu betreten.

Obwohl der Platz vor dem Haus offensichtlich vor nicht allzu langer Zeit von Bewuchs befreit wurde, hat sich sonst nur eines getan: Alles wurde vergittert und verschlossen. Der Haupteingang ins Gebäude selber, zu dem wir damals den Schlüssel bekamen, zeigt das mehr als deutlich. Heute findet sich dort nicht mehr die Stahltür mit Klinke und Schloss, sondern sie wurde verschweißt. Ohne eine “Flex” kommt man dadurch nicht mehr ins Innere.

Eine Treppe zum Eingang gibt es übrigens auch nicht mehr. Jemand hat sie abgerissen…und von dort ein Loch in den Keller durchgebrochen. Hier kann aber niemand einfach durch schlüpfen, denn der Durchbruch ist mit einbetonierten Stahlstreben versperrt. Dieses Bild von mir zeigt es sehr deutlich:

Die Eingangstür vom Haus Fühlingen im Sommer 2018 (Bild: Fischinger-Online)
Die Eingangstür vom “Haus Fühlingen” im Sommer 2018 [Großansicht] (Bild: Fischinger-Online)
Man möchte keine Fremden und vor allem keine Vandalen in dem Gebäude. Verständlich. Nicht um etwas zu “vertuschen”, sondern um weitere mutwillige Zerstörungen zu verhindern. Denn derartige Spuren finden sich überall und werden immer mehr. Graffiti ist dabei nicht das Problem, sondern die Beschädigungen der Substanz.

Ob irgendwelche Vandalen die Eingangstreppe zerstört und ein Loch in den Keller gebrochen haben, kann ich nicht sagen. Vielleicht waren hier wirklich Arbeiter am Werk, die auf diesem Wege irgendwelchen Schrott aus dem Keller holten. Positiv gedacht. Zum Beispiel fanden sich bei meinem letzten Besuch noch Heizkessel, Kabel, Rohre usw. in den einzelnen Kellerräumen. Wenn eh eine neue Treppe kommt, dann halt auf diesem Wege den Kram aus dem Keller holen …

Geisterhaus unter Polizeischutz

Das Kölner Spukhaus liegt an einer viel befahrenen Hauptstraße in Köln, so dass jeder PKW vor dem Geisterhaus auffällt. So auch bei mir. Also dauerte es nicht lange, bis bei meinem Besuch die Polizei mit drei oder vier Beamten erschien. Wie bei dem letzten Besuch davor, als wir für das ZDF drehten (und unsere Genehmigungen vorzeigten).

Freundlich aber bestimmt kontrollierten die Beamten und wiesen eindringlich darauf hin, dass dort betreten verboten ist. Während mein Kollegen Werner Betz und seine Reisegruppe unlängst abgereist waren, suchte ich das Gespräch mit der Polizei. Zufällig seien sie nicht hier vorbei gekommen, versicherten sie mir. Täglich würde eine Streife dort vorbei fahren und am Wochenende und in den Schulferien sogar mehrfach.

Das Spukhaus sei ein gern genutztes Ausflugsziel für partyfreudige Teenager, so meinten sie. Was es ja eigentlich seit Jahren ist. Es gilt also das Haus gezielter vor Vermüllung und Vandalismus zu schützen, so die Polizei. Einer der Gründe sei der Umstand, dass das Haus unter Denkmalschutz steht. Egal in welch einem traurigem Zustand es auch ist.

Dass die “Partygäste” teilweise ohne Rücksicht auf Verluste hier feiern, sah ich auch auf dem Dachboden. Irgendwer hatte sich diesen einst ausgesucht um dort zu grillen. Nicht aber mit einem Grill, sondern die Grillkohle für Wurst & Co. wurde direkt auf den Holzboden gelegt und angezündet. Ergebnis: Ein Brandloch im Dachboden.

Nach Angaben der Polizeibeamten müssen sie in den Sommermonaten so gut wie jeden Tag jugendliche Eindringlinge von dort verjagen. Bei der Baufälligkeit des Gemäuers ist es auch zu deren eigenem Schutz.

Lost Party Place

Die “Spukvilla Oppenheim” ist nicht nur als Geisterort bekannt, sondern auch in der Gemeinde der “Lost Places”-Fans. Also jene Menschen, die gerne verlassene, einsame oder auch unheimliche Orte besuchen und vor allem fotografieren. Ein Trend, der seit Jahren anhält. In entsprechenden Foren im Internet wird bei diesen Fans auch “Haus Fühlingen” im er wieder genannt.

Mit ihren Kameras machen diese “Lost Places”-Freunde ja eigentlich nichts kaputt. Anders sieht es bei betrunkenen Jugendlichen aus, die laut Polizei eben das Problem dort sind. Nicht alle sitzen hier einfach herum und trinken ihre Biere, was sie eigentlich auch nicht dürften. Bei meinem Besuch waren ebenfalls zwei junge Leute dort auf dem Gelände.

Obwohl sie nur friedlich am Eingang herum saßen, sprach ich sie draußen einmal an, nachdem die Polizei sie kontrollierte.

Das junge Pärchen (beide knapp über 20) hatte leider keine Neuigkeiten über irgendwelche paranormalen Ereignisse zu erzählen. Wohl aber, dass eine ihrer Bekannten Stein und Bein schwört, dass sie im Spukhaus einmal eine Art Geist gesehen zu haben. Sie selber hatten von diesen Geschichten nur gehört, kommen jedoch öfter mit dem Bus hierher, um sich mit Freuden zu treffen. Es sei ein Treffpunkt und eigentlich gehen sie auch immer in das Haus hinein. Party würden sie hier dann und wann hier ebenfalls feiern.

Selbstverständlich nehmen sie dann aber immer ihren Müll wieder mit – und beschädigen auch nichts, wie sie mir versicherten …

Der oben auf dem Foto zu sehende Durchbruch unter der ehemaligen Eingangstreppe sei erst ganz neu vergittert worden. Zuvor habe man dadurch in die Gruselvilla gekonnt, so die beiden Besucher. Sie wussten auch, dass die Polizei hier immer mal wieder vorbei fährt. Ohne das Gelände und Haus zu betreten, sieht die Polizei von der Straße aus natürlich nicht jeden Menschen. Dafür ist es zu bewachsen und verwinkelt. Durch Wände kann auch die Kölner Polizei nicht sehen. Jemanden hinter dem Haus sieht man so erst recht nicht.

So hätten sie noch nie Ärger mit der Polizei gehabt, erzählten die Zwei weiter. Und genau das zeigte sich auch, als ich mich dort aufgehalten habe.

Rechts durch eine Lücke im Zaun stibitzte sich ein zweites Paar auf das Grundstück, und lief einen augenscheinlich viel benutzten Trampelpfad zum Haus. Diese beiden waren älter und offensichtlich sogenannte Gothic-Fans, da sie vollständig in entsprechender schwarzer, langer Kleidung kamen. Bei fast 40 Grad Hitze an diesem 30. Juli übrigens. Früher sagte man auch eher abwertend “Gruftis” dazu.

Diese beiden liefen am Haus vorbei auf die Rückseite und damit aus den Augen. Als danach die Polizei kam, schauten sie sich nach ihrer Kontrolle auch etwas auf dem Gelände um. Es hätten ja neben dem jungen Pärchen noch weitere Personen dort sein können. Und obwohl die Beamten zu dritt (oder sogar zu viert) waren, trafen sie das Gothic-Pärchen nicht an.

So bleibt fast alles beim Alten am Kölner Spukhaus “Haus Fühlingen”. Es löst sich immer rasanter in seine Bestandteile auf, Jugendlich feiern dort zum Teil Partys, die Eigentümer planen und planen angeblich immer noch und die Polizei darf beim Vorbeifahren einen Blick hinüber werfen …

YooTube-Videos zum Thema “Haus Fühlingen”

YouTube-Video vom 9. November 2013 auf Grenzwissenschaft und Mystery Files

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Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

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YouTube-Video vom 10. Dezember 2013 auf Grenzwissenschaft und Mystery Files

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Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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ZDF-Interview mit Lars A. Fischinger in “Hallo Deutschland”: Die Spuk-Villa Haus Fühlingen, Vandalen und die Pressefreiheit

Lars A. Fischinger im Interview 2013 im Haus Fühlingen in Köln (Bilder: S. Fischinger)
Lars A. Fischinger im ZDF-Interview 2013 im Haus Fühlingen in Köln (Bilder: S. Fischinger)

Vor einigen Wochen fuhr ich mit einigen Kollegen und einem TV-Team des ZDF zu der “Spuk-Villa” Haus Fühlingen in Köln. Seit vielen Jahren wird von diesem alten Gebäude berichtet, dass es darin nicht mit rechten Dingen zugehen soll. Immer wieder wollen Menschen in diesem Gebäude oder in seiner Nähe paranormale Erfahrungen wie Spuk-Phänomene erlebt haben. Unsere Gruppe und das Fernsehteam um den Paraforscher Christian Wellmann bekamen jedoch als erstes Team von den Eigentümern die Genehmigung innerhalb des Hauses zu drehen. Auch und vor allem mit dem ZDF – was die Besitzer allerdings im Nachhinein durchaus bereuten …

 

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Posting vom 9. Dezember 2013 / Update: 2. November 2016


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Auch in Deutschland gibt es Orte, Plätze und “Spuk-Häuser”, wo es nicht mit rechten Dingen zugehen soll. So auch im Haus Fühlingen bzw. “Villa Oppenheim” in Köln Chorweiler.

Spuk in Köln?

Dort werden seit vielen Jahren paranormale Phänomene wie eben Geister beobachtet und Medien (= sensitive Menschen, nicht die Presse) berichten immer wieder davon, dass sie dort die Anwesenheit von “fremden Seelen” fühlen, wahrnehmen oder spüren. Ich selber, dies vorweg, habe an diesem Spukort nichts ungewöhnliches erlebt oder erfahren. Und obwohl der Bericht des ZDF online nicht mehr zu finden ist, ist der Background dieser Dreharbeiten und Interviews interessant …

Anfang November 2013 fuhren ein Team und ich mit einem TV-Kamerateam aus Kassel nach Köln zum Haus Fühlingen. Einen ersten kleinen Beitrag der Dreharbeiten strahlte das ZDF in der Sendung “Hallo Deutschland” am 4. Dezember 2013 aus, den Ihr hier in der Mediathek des ZDF sehen könnt konntet. Mit dabei war bei diesem TV-Dreh diesmal auch meine in Köln lebende Schwester, die eigentlich kein “aktiver Teil” der Grenzwissenschaft ist.

Die "Geister-Villa" Haus Fühlingen in Köln (Bild & Bearbeitung: Ch. Wellmann)
Die “Geister-Villa” Haus Fühlingen in Köln (Bild & Bearbeitung: Ch. Wellmann)

Die im ZDF-Beitrag erwähnten Messergebisse von dem Kollegen Werner Betz wurden ebenso verschiedentlich. Wobei Betz jedoch zusammen mit Sonja Ampssler schon 2014 das Buch “Kräfte aus dem Nichts?” zu diesen und weiteren Messungen veröffentlichte.

Bei der Gelegenheit habe ich ein kurzes Interview mit Werner Betz vor Ort in Köln am Rande der Filmarbeiten über seine Versuche geführt, das auf meinem Video-Kanal bei YouTube erscheinen wird. erschienen. Nach dem Besuch unserer Gruppe der GEgP am Haus Fühlingen habe ich auch mit Wellmann rund um Themen aus der Parapsychologie und der Frage eines Leben nach dem Tod ein Interview geführt. Dieses ist ebenso online und beide Videos finde Ihr am Ende eingefügt.

Eigentümer und Vandalen

Das Haus Fühlingen verfällt jeden Tag mehr. Durch den Zahn der Zeit und Natur und auch durch Vandalismus.

L. A. Fischinger und Schwester bei Dreharbeiten 2013 am Haus Fühlingen in Köln (Bild: W. Betz)
L. A. Fischinger und Schwester bei Dreharbeiten 2013 am Haus Fühlingen in Köln (Bild: W. Betz)

Die Eigentümer selber erhofften sich von den Dreharbeiten (die einen ganzen Tag im Dauerregen und Kälte gingen), dass wir um Christian Wellmann klipp und klar sagen, dass dies nur ein altes Haus ohne irgendwelche “seltsamen Dinge” ist. Sehr wahrscheinlich vor allem auch deshalb, um Schaulustige und Neugierigere fernzuhalten und so auch dem Vandalismus Einhalt zu gebieten. Beispielsweise ist auch in den Jahren nach diesen Dreharbeiten Ende 2013 von uns am Haus in Köln immer wieder zu sehen gewesen, dass die Umzäunung des Gebäudes von Vandalen umgeworfen wurde.

Auch ein stabiler Bauzaun hielt und hält keine ungebetenen Gäste ab. Mein Schwester in Köln konnte ebenfalls immer wieder beobachten, dass am Haus Fühlingen häufig Menschen und Autos zu sehen sind. Augenscheinlich auch für Partys. So ist es überaus verständlich, dass die Eigentümer, die selber nicht vor Ort ansässig sind, ihre Immobilie vor weiten Schäden schützen wollen. Auch in Hinblick auf eine weitere Nutzung und Renovierung der Anlagen, die immer wieder im Gespräch ist. Etwa für Luxuswohnungen, was sich jedoch weiter hinzieht.

Pressefreiheit und Bedenken

Letztlich war es durch die Dreharbeiten eben nicht der Fall, das in dem bei “Hallo Deutschland” auf ZDF gesendeten Bericht das Haus Fühlingen als vollkommen “normale Ruine” erklärt wurde.

Chr. Wellmann (re.) an einem "Spukort" 2013 in Bad Pyrmont (Bild: M. L. Sievers)
Organisator Christian Wellmann (re.) an einem “Spukort” 2013 in Bad Pyrmont (Bild: M. L. Sievers)

Die Gründe waren beispielsweise das uns begleitende Medium, die – zumindest nach ihren Aussagen – paranormale Empfindungen oder Eingebungen hatte. Ebenso die physikalischen Messungen von Werner Betz, zu dessen Arbeiten in diesem Bereich ich später (August 2015) dieses Video-Interview zum Thema mit ihm und Sonja Ampssler auf YouTube stellte.

So versuchte die Eigentümergemeinschaft nach unserem Dreh am 6. November 2013 juristisch die Ausstrahlung des Berichtes im ZDF zu verhindern. Sicherlich auch deshalb, um weitere “Geisterjäger” von dem Gebäude fernzuhalten. Unsere Gruppe um Christian Wellmann, der praktisch den gesamten Tag alleine vor der Kamera stand und auch die Organisation realisierte, hatte sich natürlich nichts vorzuwerfen. Wir besaßen Genehmigungen und Schlüssel.

Als bei dem Dreh beispielsweise die Polizei kam, um nachzusehen, was hier vor sich geht, konnte Wellmann die erforderlichen Papiere vorlegen.

Also sollten sich die Eigentümer mit dem ZDF und dem Fernsehteam auseinander setzten, wenn sie unbedingt eine Ausstrahlung verhindern wollten. Mit Blick auf die Pressefreiheit ließ das TV-Team sich jedoch davon aber nicht beirren.

Und sicherlich saß auch das ZDF selber am viel zitierten “längeren Hebel”. Natürlich war auch klar, dass wir nichts weiter taten, als wahrheitsgetreu über das Haus Fühlingen und seine Geschichten(en) zu berichten. Und doch muss man auch die andere Seite verstehen, also die Besitzer. Deren scheinbare Befürchtung, dass der Fernsehbericht noch mehr unerlaubte Gäste und Vandalen anlocken könnte, war durchaus berechtigt …

Die Videos zum Thema:

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Lars A. Fischinger

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Walter von Lucadou mit Peter Wayner: “Die Geister, die mich riefen: Deutschlands bekanntester Spukforscher erzählt”

Hellsehen, Geister-Erscheinungen, Paranormale Phänomene, Leben nach dem Tod, Spuk …

Aus den Archiven des Paranormalen

Gibt es Botschaften aus dem Jenseits – oder sind Menschen, die von übersinnlichen Erfahrungen berichten, schlicht und einfach verrückt?

Dr. Walter von Lucadou ist Deutschlands Experte Nummer eins zu den Themen Hellsehen, Esoterik und Spuk. Jedes Jahr erreichen ihn Tausende von Briefen, in denen Menschen von Geistern und unheimlichen Phänomenen berichten. Er nimmt sie ernst und 1989 gründete er die staatlich geförderte Parapsychologische Beratungsstelle in Freiburg und leitet sie seither.

Lucadou findet erstmals glaubwürdige Antworten darauf, warum es mehr Dinge zwischen Himmel und Erde gibt, als unsere Schulweisheit sich träumen lässt.

  • Walter von Lucadou ist selbst ein paranormales Phänomen” (“Die Zeit”)
  • “Niemand kennt sich in Deutschland so gut mit parapsychologischen Phänomenen aus wie Dr. Dr. Walter von Lucadou  (“Süddeutsche Zeitung”)
  • “Der Freiburger Geisterexperte hat eine spannende Lektüre mit den spektakulärsten Fällen seiner Beratungsstelle zusammengetragen. Als Bettlektüre nur für starke Nerven zu empfehlen, denn wer weiß schon so genau was passieren kann, wenn das Licht aus geht.” (“SR 3 Lesezeichen”)
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Geister, Spuk und Paranormale Phänomene: Mit Geisterjägern unterwegs und warum “Ghosthunter”-Gruppe mehr schaden als helfen könnten

Mit den Geisterjägern von NRW auf den Spuren des Unfassbaren (Bild: gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)
Mit den Geisterjägern von NRW auf den Spuren des Unfassbaren (Bild: gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)

In Deutschland gibt es eine ganze Reihe von Gruppen, Einzelpersonen und Vereinigungen, die sich mit der “Geisterjagd” befassen. Das heißt, dass diese Menschen versuchen Meldungen über Geistererscheinungen, Spuk oder schlicht paranormalen Erscheinungen mit den unterschiedlichsten Methoden auf den Grund zu gehen. Von Untersuchungen bzw. Messungen mit technischem Equipment bis zu medialer Kontaktaufnahme mit den Geistern ist hierbei alles vertreten. Weltweit ist das fast schon als Boom anzusehen. In Nordrhein-Westfalen gibt es beispielsweise die Gruppe der “Ghosthunter NRW”. Ein gutes Beispiel dafür, wie man sich solche Geisterjäger vorstellen kann – denn der Trend ist ungebrochen und kann auch zu ernsthaften Problemen führen.

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Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Auf der Internetseite der “Ghosthunter NRW” stellt sich das seit sechs Jahren bestehende Team in knappen und klaren selber vor:

Sie sind der Meinung ein paranormales Phänomen/Spuk zu erleben und möchten dies von einem seriös arbeitendem Geisterjäger Team untersuchen lassen? 

Dann sind Sie bei uns genau richtig. Wir nehmen Sie, Ihre Anfrage und Ihre Schilderungen ernst und stehen Ihnen mit Rat und Tat zur Seite.

Seien Sie sich sicher, wir finden heraus was in Ihren Räumlichkeiten vor sich geht.

Unsere Arbeit ist diskret und kostenlos.”

Das klingt schon mal nach sehr großem Selbstbewusstsein, dass das “starke Geisterjäger-Team in Sachen Spuk und paranormalen Phänomene”, wie es auf deren Webseite zu lesen ist, offenbar besitzt. Immerhin geben diese an, dass sie sicher herausfinden werden, was hinter dem jeweiligen “Phänomen” steckt.

Geisterjäger im Dauereinsatz!

Praktisch kein einziger Geisterjäger ist von Beruf wirklich ein Geisterjäger. Wie auch, da man diese Tätigkeit nicht klassisch im Rahmen einer Berufsausbildung studieren oder lernen kann und sich jeder so nennen darf. Das sieht man auch an der Gründerin der NRW-Gruppe, Melanie Schindler, die ihres Zeichens Bürokauffrau ist. Auch ich selber unterschreibe ja meine Postings auf diesem Blog auch mit “Euer Jäger des Phantastischen”. Auch das ist kein klassischer Beruf, das ist eine Berufung! Das gilt auch für das Team um Schindler und eigentlich für fast alle anderen ähnlichen Gruppierungen überall auf der Welt.

Das solche Tätigkeiten mehr Berufung als Beruf sind, sehen wohl auch die NRW-Spuk-Jäger so, wie es am 10. Mai 2016 die “Rheinische Post” in einem doch sehr umfangreichen Artikel über die Gruppe berichtet hat. Monate im Voraus seien sie ausgebucht und jedes 2. Wochenende auf der Jagd nach dem Paranormalen. Weiter heißt es:

VIDEO auf YouTube: YouTuberin "Noobaffairstalk" im Interview mit Lars A Fischinger Gott, Leben nach dem Tod, Aliens und Geister/Spuk (Bild: Noobaffairs / YouTube-Sceenshot)
VIDEO auf YouTube: YouTuberin “Noobaffairstalk” im Interview mit Lars A Fischinger Gott, Leben nach dem Tod, Aliens und Geister/Spuk (Bild: Noobaffairs / YouTube-Sceenshot)

Schindler und ihr Team sind Selfmade-Geisterjäger. Schon seit ihrer Kindheit interessierte sich die Rheinländerin für ungewöhnliche Phänomene. Geisterjägergruppen gibt es tatsächlich mehrere in Deutschland – nachdem Schindler als Erwachsene in keinem der bestehenden Teams aufgenommen wurde, beschloss sie kurzerhand, selbst eines zu gründen. Seitdem ist sie Pressesprecherin, Managerin und Geisterjägerin in Personalunion. Als erstes offizielles Mitglied folgte Dunja Kutschat, Schindlers langjährige Freundin und Nachbarin, die als Medium Geister im Raum erspüren können will. Schnell bekamen die zwei Spuk-Expertinnen Anfragen von Freunden und Fremden zur Teamerweiterung. Seit 2014 bestehen die ,Ghosthunter NRW’ in ihrer aktuellen Konstellation.

Das könnte man durchaus als einen “klassischen Werdegang” von Geisterjägern bezeichnen. Doch es gibt auch Kritik an solchen Gruppen. Nicht nur von Seiten der Skeptiker, die paranormale Erscheinungen wie eben Spuk oder Geistererscheinungen rund weg für Mumpitz halten, sondern auch von dem einzigen “echten Ghosthunter” Deutschland: Dr. Walter von Lucadou.

Hobbyjäger des Paranormalen vs. Wissenschaft

Die kritischen Einwände des Parapsychologen Walter von Lucadou zum Hobby der Geisterjagd, hat die “Rheinische Post” in ihrem Artikel nicht verschwiegen. So lesen wir dort unter anderem, dass er “für Geisterjäger trotz seines ungewöhnlichen Lebenslaufs kein Verständnis hat”. Von Lucadou wird mit den Worten zitiert:

Wenn man sich an solche Gruppen wendet, dann ist das, als ob man mit einem entzündeten Blinddarm zu jemanden geht, der sich hobbymäßig für Chirurgie interessiert, statt zu einem richtigen Arzt. Diese Menschen sind oftmals psychisch labil oder leiden gar unter einer Psychose. Geisterjäger haben aber keine psychologische Ausbildung und können großes Unheil anrichten.

(…)

Aufruf von Lars A. Fischinger auf YouTube: Habt Ihr bereits paranormale Erfahrungen gemacht? (Bild: S. & L. A. Fischinger)
VIDEO-Aufruf von Lars A. Fischinger auf YouTube: Habt Ihr bereits paranormale Erfahrungen gemacht? (Bild: S. & L. A. Fischinger)

Wenn Menschen ein Problem haben, das sie nicht bewusst wahrnehmen, zeigen sie häufig psychosomatische Reaktionen. Ich glaube, dass ein Spuk ganz ähnlich funktioniert. Nur äußert sich das Problem nicht als Störung des eigenen Körpers, sondern als Störung der Umgebung.

Und jetzt stellen Sie sich vor, jemand glaubt, in seiner Wohnung gibt es Geister. Dann kommen die Geisterjäger und sagen, es handle sich dabei um den verstorbenen Ehemann… Wenn sich das Ehepaar im Leben gut verstanden hat, ist das kein Problem, aber wenn der Ehemann ein Tyrann war, kann das einen enormen Schock auslösen.”

Solche Bedenken sind nicht unbegründet. Nur das Problem ist meiner Meinung auch, dass wohl kaum jemand, der glaubt, dass es bei ihm spukt, damit öffentlich hausieren geht! Hier bekommt man sicherlich genauso schnell den “Spinner-Stempel” aufgedrückt, als würde man herum erzählt, dass man ein UFO gesehen habe.

Was soll der oder die Betroffene also tun?

Gerade die Jagd nach Geistern als mutmaßliche “Verstorbene” oder Seelen aus dem Jenseits ist überaus sensibel anzusehen und anzugehen! Nur leider gibt es hier keine Standards und so wird mit Sicherheit jeder selbsternannte Geisterjäger anders mit sensiblen Themen umgehen. Das gilt ausnahmslos für alle “Ghosthunter-Gruppen” weltweit, die keine psychologisch ausgebildeten Teammitglieder haben. Von daher sind die Bedenken von Walter von Lucadou ernstzunehmen.

Dr. von Lucadou ist übrigens auch am 25. Juni 2016 auf der 2. Tagung der GEgP, der „Gesellschaft zur Erforschung grenzwissenschaftlicher Phänomene“, einer der teilnehmenden Referenten. Sein Vortrag wird den “Stand der parapsychologischen Forschung” zum Thema haben.

Ich danke Euch, Euer Jäger des Phantastischen

Fischinger-Online

(Geschäfts-eMail: FischingerOnline@gmail.com)

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Videoreport: “Der Wald des Schreckens”. Besuch eines Spuk-Waldes bei Bremen, in dem sich seit einem Kindermord 2001 Unheimliches zutragen soll.

Der Wald des Schreckens - ein Videoreport (Bild: L.A. Fischinger / Kollektiv.org)
Der Wald des Schreckens – ein Videoreport (Bild: L.A. Fischinger / Kollektiv.org)

Gemeinsam mit dem Parapsychologen Christian Wellmann und den beiden UFO- und Mystery-Forschern Mario Rank und Alexander Knörr besuchte ich Ende Oktober 2014 spontan ein mysteriöses Waldstück südlich von Bremen. Dort soll es immer wieder zu seltsam schaurigen Vorkommnissen gekommen sein, so dass wir uns nach dem Meeting der A.A.S. spontan entschlossen, uns dieses Wäldchen einmal anzusehen. Mit dabei war natürlich auch Marie-Luise Sievers, die auf dem YouTube-Kanal “Ancient Aliens & Mystery Files” bereits mehrfach in Videos zu sehen war. Gefilmt hat Mario Rank aus Wien von Kollektiv.org.

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Von Lars A. Fischinger

Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Im Jahre 2001 wurde das junge Mädchen, Adelina P. in einem Müllbeutel tot in diesem “Spuk-Wald” abgelegt. Viele seltsame Baumformationen und rätselhafte Funde machen das Wäldchen noch heute gruselig und fragwürdig. Der schreckliche Mord an dem kleinen Mädchen wurde dem amtsbekannten Marc H. zugeschrieben, er soll angeblich einem Zellengenossen gestanden haben, das Kind getötet zu haben.

Bis heute konnte ihm die Tat allerdings nicht eindeutig nachgewiesen werden und im Internet kursieren die wildesten Gerüchte über Anomalien und Portale, die dort zu finden sein. Wir begaben uns auf Spurensuche und untersuchten den unheimlichen Wald.

Alles detailliert dazu in diesem “Gast-Video” von Mario Rank und eingeleitet von mir.
“Teilen”, kommentieren, liken und verbreiten ist natürlich wie immer erwünscht.

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Spukhaus “Haus Fühlingen” in Köln: Investorten planen noch ab 2014 den Umbau in eine Luxus-Immobilie

Die "Geister-Villa" Haus Fühlingen in Köln steht vor dem Umbau (Bild: Ch. Wellmann)
Die “Geister-Villa” Haus Fühlingen in Köln steht vor dem Umbau (Bild: Ch. Wellmann)

Über viele alte Gemäuer erzählen sich die Menschen unheimliche Geschichten von Geistern, Spuk und rätselhaften Phänomenen. So auch über das Geisterhaus “Villa Oppenheim” bei Fühlingen (Köln Chorweiler.), in dem es nicht nur seit Jahren spuken soll, sondern in dem nun auch 35 Luxus-Wohnungen für die gehobene Preisklasse entstehen sollen. Angeblich seien die ersten Wohnungen bereits verkauft …

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Fischinger Online Mystery-Kanal bei YouTube abonnierenVon Lars A. Fischinger

Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Auf meinem Blog habe ich bereits über die Spukvilla “Haus Fühlingen” hin und wieder berichtet (hier & hier). Zumal auch deshalb, da ich mit einigen Kollegen und einem Fernsehteam selber vor Ort war um “Geister zu jagen”. Dazu findet Ihr hier ein Video auf meinem YouTube-Kanal zum Thema und inzwischen gibt es auch das eBook “Erkundung des Hauses Fühlingen” von dem Geisterjäger Christian Wellmann (Video-Interview).

Nun berichtete Koeln.de am 22./28. Juli 2014, dass die Investoren von “Dolphin Capital Investment” bereits der Herbst 2014 für den Baubeginn der Umbauarbeiten ins Auge gefasst hätten. André Klein, Sprecher der Investoren, erklärte, das der Bauantrag kurzfristig “nach Abstimmung mit allen Behörden” eingereicht werden würde. Derzeit liegt das Gelände um die Reste des Anwesens an der Neusser Straße jedoch noch brach.

Es sollen sogar bereits einige Wohnungen verkauft worden sein, deren Preise bis zu 580.000 Euro betragen. Durch den Totalumbau mit 35 Wohnungen von 45 bis 165 Quadratmetern Größe wird nicht mehr viel von dem Spukhaus über bleiben, wie es auch die Planungen zeigen (Bild hier). “Die alten Gespenstergeschichten – sie sollen dann in Vergessenheit geraten”, so Koeln.de. In der Tat ist es ein “Pilgerort” für junge Party-Fans und auch Geisterjäger, obwohl das Anwesen unter Denkmalschutz steht und der Zutritt verboten ist.

Schon der “Kölner Stadtanzeiger” berichtete schon am 18. Juli 2014:

Immer wieder dringen Unbekannte in die Ruine ein. In verschiedenen Internetforen wird das alte Gemäuer als Spukhaus beschrieben, es zieht Menschen an, die hoffen, sich hier richtig gruseln zu können – obwohl der Zutritt offiziell verboten ist.” (hier – PDF bei “Dolphin Capital”)

Als meine Kollegen und ich mit einem TV-Team dort waren, hatten wir aber offizielle Genehmigungen usw. – wovon wir auch die Polizei überzeugen mussten, wie Ihr am Ende dieses Videos von vor Ort seht.

Ob tatsächlich die “Grusel-Geschichten” um das Haus Fühlingen durch einen geplanten Totalumbau verschwinden, sei aber einmal dahingestellt …

Ich danke Euch – Euer
Fischinger-Online
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Zum Thema

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YouTube-Video: PSI-Phänomene, Spuk und das Leben nach dem Tod: Ein Interview mit dem Parapsychologen Christian Wellmann

Gibt es Parapsychologische Phänomene, Leben nach dem Tod und Geister? (Bild: L. A. Fischinger)
Gibt es Parapsychologische Phänomene, Leben nach dem Tod und Geister? (Bild: L. A. Fischinger)

Gibt es Parapsychologische Erscheinungen (PSI-Phänomene), ein Leben nach dem Tod und Geister/Spuk-Erscheinungen? Was mag hinter den sog. “Spukorten” stecken und sind wir letztlich alle unsterblich? Dazu führte ich ein spontanes Interview mit dem Parapsychologen Christian Wellmann, mit dem ich zuvor an einem solchen Ort des Spuks in Köln einen TV-Dreh hatte. Das Interview findet Ihr nun auf meinem YouTube-Kanal rund um die Rätsel der Menschheit.

YouTube-Video: PSI-Phänomene, Spuk und das Leben nach dem Tod: Ein Interview mit dem Parapsychologen Christian Wellmann weiterlesen

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Neues eBook: Spuk in Deutschland – Was geht im "Haus Fühlingen" vor sich?

Haus Fühlingen – “Die Geistervilla” (Bild: Christian Wellmann)

Der mysteriöse Grabstein eines Privatlehrers, der auf dem Grundstück liegt…eine geheimnisvolle Stahltür im Keller…verstörte Menschen, die im Haus aufgefunden wurden…Morde und unerklärliche Selbstmorde, die Ähnlichkeiten aufweisen…merkwürdige Zeitanomalien…und ein kleines Mädchen welches angeblich und offiziell nie existiert haben soll. Der Autor Christian Wellmann, Gründer der “Gesellschaft zur Erforschung grenzwissenschaftlicher Phänomene” (GEgP), begibt sich auf Spurensuche im bekanntesten Spukhaus Deutschlands. Spukt dort der Geist eines kleinen Mädchens, das nie existiert haben soll?

von Lars A. Fischinger

Mein Tipp an alle Leserinnen und Leser, die sich für “Paranormale Phänomene” udn “Spukorte” auch und vor allem in Deutschland interessieren:

Christian Wellmann
Spukorte Deutschlands
Erkundung des Hauses Fühlingen




Laut dem Kollegen Christian Wellmann wird dieses erste eBook der Start einer PSI-Serie zu  “Spukorten in Deutschland” sein, die beim Verlag “Ancient Mail” erscheinen wird.

Vorwort von Christian Wellmann

In der Grenzwissenschaft gibt es einen sehr bekannten Satz über den man immer wieder stolpert, wenn man sich mit der Materie befasst und zwar – „Es kann nicht sein, was nicht sein darf“. Dabei sind unser gesamtes Universum und unser Planet voller Mysterien, die wir zum größten Teil noch nicht kennen, nicht verstehen und vor allem nicht erklären können. Aber diese Mysterien existieren und deshalb können wir sie nicht einfach beiseiteschieben und außer Acht lassen. Und nur weil wir etwas mit dem bloßen Auge nicht sehen können, bedeutet dies nicht, dass es nicht auch da ist.

Weltweit existieren Berichte von sogenannten „verlorenen Seelen“, die durch alte Gemäuer spuken sollen. Aber man muss gar nicht so weit fahren, um diesen Phänomenen begegnen zu können. Denn in Deutschland gibt es eine Vielzahl von bekannten und unbekannten Spukorten und der Untersuchung dieser Orte widmen wir uns.

Die Parapsychologie bietet ein breites Forschungsspektrum. Teilgebie-te sind unter anderem die Telepathie, Reinkarnation, Präkognition und natürlich Geistererscheinungen und Spukphänomene. Wir behandeln letzteres und widmen uns der Untersuchung des ortsgebundenen Spukes. Es gibt auch noch den personengebundenen Spuk , der auch unter der Bezeichnung „Poltergeist-Phänomen“ bekannt ist. Dieses ist aller Theorie nach allerdings kein Spuk, sondern ein telekinetisches Phänomen, welches die erlebenden Personen selber auslösen. Meist erleben Menschen dieses Phänomen, die sehr viel Stress aushalten müssen oder auch große Sorgen und Probleme haben. Bei einigen kann es dann passieren, dass sie sich selber dafür verantwortlich machen und die Wut darauf gegen sich selber richten. Dabei kann es dazu kommen, dass es bei einigen Menschen zu telekinetischen Fähigkeiten führt, ohne dass sie bemerken, dass sie selbst der Auslöser dafür sind, wenn sich z. B. Gegenstände wie von Geisterhand bewegen. Und nach heutiger Theorie hat dieses sogenannte „Poltergeist-Phänomen“ nichts mit dem eigentlichen Spuk zu tun.


Bei der Thematik des ortsgebundenen Spukes, begibt man sich schon eher in die Richtung von Geistern. Aber sind es denn wirklich Geister?! Oder steckt ein ganz anderes naturwissenschaftliches Phänomen dahinter?!


Schon seit der Antike existiert die Theorie der feinstofflichen und grobstofflichen Materie und diese Theorie hat es bis in die heutigen Parawissenschaften geschafft. Nach dieser Theorie wird zwischen der Seele (feinstoffliche Materie) und unserem Körper (grobstoffliche Materie) unterschieden. Die Bezeichnung „Seele“ stammt aus religiösen, philosophischen und mythischen Überlieferungen. Wir als Parapsychologen würden heute im wissenschaftlichen Sinne von Körperenergie sprechen. Und schon damals nahm man an, dass wenn ein Mensch verstirbt, es unter Umständen passieren kann, dass seine Körperenergie am Ort des Sterbens verbleibt. Denn die Körperenergie oder auch Seele verlässt den sterblichen Korpus beim Tode. Warum sie in manchen Fällen vor Ort verbleibt und dadurch ein sogenanntes Spukphänomen auftritt, darüber haben wir unsere eigene Theorie. Denn solche Spukphänomene stehen immer mit sehr viel Leid oder auch Trauer in Verbindung. Je leidvoller das Leben oder auch das Ableben eines Menschen war, desto größer ist die Chance, dass sich ein Spuk daraus ergibt. Sicher gibt es weltweit viele Menschen, die eine leidvolles Leben haben oder auch auf grausame Weise aus dem Leben geschieden sind, und sicher folgt nicht auf all diese Schicksale auch ein Spukphänomen. Aber in einigen Fällen scheint dies zu passieren und zwar aus Gründen, die wir bis heute noch nicht verstehen.
 

Nach der klassischen Lehre der Parapsychologie läuft ein ortsgebundener Spuk immer gleich ab, also man muss ihn sich wie einen Film vor-stellen. Als Beispiel nehmen wir die leider nicht mehr existierende „Villa Neizert“ oder von vielen auch „Villa Rasselstein“ genannt, da man mit ihr und den damaligen Phänomenen die Thematik sehr gut erklären kann. Die Villa wurde im Jahre 1888 gebaut und sie wurde immer wieder für verschiedenste Zwecke genutzt, bis sie im Jahre 2002 wegen Einsturzge-fahr abgerissen wurde. Was die Villa so einzigartig machte, war ein Spukphänomen, welches aus einem sehr tragischen Schicksal heraus entstand.

„Carl Remy bezog mit seiner Frau, seinen 2 Töchtern und einer Haushälterin die Villa. Als Herr und Frau Remy auf einer Geschäftsreise in Polen waren, brach in der Villa ein schwerer Brand aus, bei dem die beiden Töchter und die Haushälterin umkamen. Am selben Tag, geschah ein schwerer Unfall in Polen, bei dem Carl Remy verstarb. Seine Frau kehrte alleine in die ausgebrannte Villa zurück, kam aber über den schmerzlichen Verlust ihres Mannes und ihrer Töchter nie hinweg. Tag für Tag stand sie am Fenster und starrte auf die Hofeinfahrt und dies in der Hoffnung, dass ihr Mann und ihre Töchter hinaufgefahren kom-men. Ein Jahr später starb sie, weil sie ihren Lebenswillen verlor. Jahre danach konnte man immer wieder ihren Geist am Fenster stehen sehen.“
 

Ein wirklich trauriges Schicksal, welches die Familie Remy erleben musste. Aber anhand dieser Geschichte kann man sehr gut den ortsge-bundenen Spuk erklären. Frau Remy hat als Geist das getan, was sie in den leidvollsten Stunden ihres Lebens getan hat – und zwar in aller Hoffnung am Fenster zu stehen. Jetzt kann man sich die Frage stellen, ob wir in Bezug auf den ortsgebundenen Spuk wirklich nur eine Art Film sehen. Es gibt eine Theorie, die dies bestätigen könnte. Und zwar heißt es in der klassischen Parapsychologie, dass ortsgebundene Geister nicht mit uns Lebenden interagieren können, also sie nehmen uns nicht wahr und wir sie im Normalfall auch nicht. Aber auch hier bestätigen Ausnahmen die Regeln, denn nach unseren Erfahrungen kann es in gewissen Ausnahmefällen dazu kommen, dass sie doch mit uns interagieren. Und ebenso, dass wir sie mit eigenen Augen wahrnehmen, was allerdings auch ein Ausnahmefall ist.

Denn häufig kann der ortsgebundene Spuk nicht mit dem Auge wahr-genommen werden und dies hat mehrere Gründe. Zum einen liegt es an unseren Augen, denn die sehen in einer ganz anderen Frequenz und in einem anderen Spektrum, als sich die Phänomene befinden. Deswegen reagieren zum Beispiel Hunde und Katzen sehr stark auf paranormale Phänomene, weil ihre allgemeine Wahrnehmung viel größer ist, als bei uns Menschen. Aber es gibt noch einen anderen Faktor, der dazu beiträgt, und zwar unser Gehirn. Egal was unsere Augen sehen, am Ende ent-scheidet noch immer unser Gehirn was rationell ist und was nicht. Und wenn das Gehirn entscheidet, dass eine Information irrelevant oder nicht rationell ist, dann verwirft es die Information ins Unterbewusstsein und unser Verstand kommt gar nicht dazu, diese Information zu verarbeiten und wir können die Phänomene nicht bewusst wahrnehmen. Daher sind Kameras bei der Dokumentation von Phänomenen ein wichtiges Hilfsmittel. Denn Kameras wägen nicht ab, ob eine Information rationell verwertbar ist oder nicht und sie nehmen auf, was wirklich da ist. Zudem kann man mit verschiedenen Kameratypen ein breites Spektrum abtasten, zum Beispiel mit Infrarot-, Wärmebild- oder auch Spektralkameras.


Aber nicht nur die Kameratechnik kann hilfreich sein. Auch Laser können dazu dienen, das Unsichtbare sichtbar zu machen. Dazu wird ein spezieller Aufsatz auf einen Laser geschraubt, der ganz viele Laserpunkte in den Raum wirft. Wenn sich etwas durch den Raum bewegt, was für das Auge nicht sichtbar ist, dann kann man dies mit dem Laser sichtbar machen. Und zwar verschwimmen die gestreuten Punkte ganz leicht, wenn sich etwas Unsichtbares hindurch bewegt. Denn man kann nur etwas mit den eigenen Augen sehen, wenn es auch Licht reflektiert. Tests mit der Methode waren erfolgreich und brachten interessante Aufnahmen zu Tage und anscheinend liefern Laser genau die richtige Frequenz, das Unsichtbare ins Licht zu holen und somit ein wenig sichtbar zu machen.
 

Was vielen wahrscheinlich bekannt ist, sind auch die sogenannten Tonbandstimmen oder auch EVP´s (Electronic Voice Phenomena). Bei diesen Aufnahmen werden die Umgebungsgeräusche aufgenommen oder auch Fragen an den anwesenden Geist gestellt. Beim Abhören dieser Tonauf-nahmen versucht man dann, Stimmen aus den Umgebungsgeräuschen oder auch Antworten auf die direkt gestellten Fragen zu filtern. Wir ste-hen dieser Methode doch eher skeptisch gegenüber, denn wenn man sich solche Aufnahmen oft und lang genug anhört, dann kommt es meist unweigerlich dazu, dass man in ein Geräusch eine Stimme hinein interpretiert. Interessant wird es dann, wenn man solche Stimmen mit den eigenen Ohren hören kann. Daher machen wir auch diese Aufnahmen, um uns abzusichern. Wenn wir etwas mit den eigenen Ohren wahrnehmen, nutzen wir die Aufnahmen dazu, um hinterher zu schauen, ob die Stimme oder das Geräusch wirklich da war und wir es uns nicht nur eingebildet haben.

Bei einer weiteren Messmethode werden Magnetfelder abgetastet und dies mit der Hilfe eines EMF-Detektors. Viele kennen diese Methode und sie ist allgemein bekannt. Allerdings wissen viele nicht WARUM man diese Felder eigentlich misst – und darunter sind auch einige Hobby-Geisterjäger, wenn ich sie mal so nennen darf. Man bringt nicht Geister mit Magnetfeldern in Zusammenhang, sondern es ist genau anders herum, denn Magnetfelder können laut Theorie ebenfalls für das Erleben paranormaler Phänomene verantwortlich sein. Starke Magnetfelder kön-nen nämlich beim Menschen verschiedene Bewusstseinszustände und Halluzinationen auslösen. Um solche Magnetfelder auszuschließen, macht man diese Messung. In sogenannten Ghosthunter-Shops im Internet kann man für wenig Geld solche Geräte kaufen. Aber viele Hobby-Geisterjäger wissen nicht, dass diese Geräte völlig ungeeignet sind. Denn um solche Magnetfelder ausschließen zu können, müssen mehrere Mes-sungen gemacht werden. Man unterscheidet hier zwischen elektromagne-tischen Feldern, magnetischen Feldern und Radiowellen, inklusive Mikrowellen. Und genau das können diese Geräte nicht, denn es gibt nur ein Messgerät weltweit, das dies kann. Daher sind alle bisher gemachten Messungen wertlos, denn es reicht nicht, nur ein Magnetfeld festzustellen und sich darauf zu berufen, dass es eine Anomalie ist. Es müssen erst alle möglichen und natürlichen Quellen diese Feldes ermittelt werden. Natürliche Felder können Strom- und Telefonleitungen oder Wasserrohre sein. Auch in der Nähe befindliche Funkmasten können dafür verantwortlich sein und ebenfalls das Handy, was man vergessen hat auszuschalten. Auch das schwankende Erdmagnetfeld muss berücksichtigt werden. Und nur dann, wenn man diese ganzen Messungen gemacht hat, kann man ein unnatürliches Magnetfeld nachweisen und somit das eventuelle Vorhandensein von paranormalen Phänomenen.


Sicher haben viele auch schon von sogenannten „Cold Spots“ gehört, die immer mit der Anwesenheit eines Geistes in Verbindung gebracht werden. „Cold Spots“ sind Bereiche inmitten eines Raumes, die eine kältere Temperatur aufweisen, als die Umgebungstemperatur. Erklärt wird dies damit, dass Geister bei der Materialisierung dem Raum Energie ent-ziehen, was dazu führt, dass es an der Stelle zu sogenannten kalten Stellen kommt. Gemessen werden diese Flecken mit einem Thermometer, aber auch an dieser Stelle muss ich sagen, dass die meisten Hobby-Geisterjäger das falsche Messinstrument benutzen. Denn ein Infrarot-Laser-Thermometer ist ungeeignet um „Cold Spots“zu messen. Diese Thermometer messen die Oberflächentemperatur von Gegenständen und nicht die Raumtemperatur. Aber dennoch werden diese Geräte in den einschlä-gigen Ghosthunter-Shops angeboten. Um die Spots zu messen, braucht man ein Thermometer, welches mit einem Luftfühler ausgestattet ist. Dieser Fühler tastet sekundenschnell den Bereich ab, in den man es hält. Allerdings ist diese Methode nicht überall anwendbar. Alte Gebäude die meist baufällig sind, sind oftmals der Witterung ausgeliefert und auch der Vandalismus trägt oftmals dazu bei, dass Fenster zerschlagen oder Wände und Türen aufgebrochen wurden. Daher zieht der Wind durch die Gebäude und es ist schwer einen „Cold Spot“nachzuweisen. Dazu muss das Gebäude noch nicht einmal stark beschädigt sein und oftmals reichen schon kleine Öffnungen im Gebäude aus, durch die der Wind zieht. Dabei entstehen für den Menschen kaum oder gar nicht fühlbare Luftströme im Haus, die durch die baulichen Gegebenheiten, kleine Verwirbelungen bilden. Diese Verwirbelungen sind dann kälter als ihre Umgebungsluft, haben aber mit den eigentlich gesuchten Spots nichts zu tun.


Wie wir sehen, gibt es eine Menge zu beachten und man darf bei all der Technik nicht vergessen, dass sie einem selbst auch eine Menge Streiche spielen kann. Nicht nur bei EVP´s kann man Stimmen in irgendwel-che Umgebungsgeräusche hinein interpretieren. Sondern Licht- und Schatteneffekte können auf Foto- und Videomaterial ebenfalls eine Ano-malie vorgaukeln. In erster Linie muss man unvoreingenommen an solch eine Untersuchung herangehen und erst einmal schauen, ob es nicht ganz natürliche Erklärungen für die Phänomene gibt, bevor man sie dem Paranormalen zuschreibt. Daher ist die persönliche Wahrnehmung ebenfalls ein wichtiger Punkt.


In einschlägigen Mysterien-Foren findet man viele Orte in Deutschland, die paranormal frequentiert sein sollen. Ansonsten ist dies Thema in unserem Land ein Tabu-Thema. Viele Menschen, die mit solchen Phäno-menen in Kontakt kommen, haben Angst davor, sich in der Öffentlichkeit darüber zu äußern. Der Grund für die Angst ist, dass sie befürchten als krank oder verrückt abgestempelt zu werden, obwohl sie es gar nicht sind. Daher habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, Deutschlands Spukorte zu dokumentieren, denn sie gehören ebenso zu der Geschichte unseres Landes, wie alles andere auch, was nicht mit den Parawissenschaften zu tun hat. Viele Spukorte stehen in Verbindung mit Gebäuden und mittler-weile sind viele davon baufällig und stehen kurz vor dem Abriss. Ich möchte mit meiner gegründeten Gesellschaft, die „Gesellschaft zur Erforschung grenzwissenschaftlicher Phänomene“ die Geschichte dieser Gebäude und natürlich die dort auftretenden Phänomene dokumentieren, bevor sie durch Bagger und Abrissbirne im Nichts verschwinden.


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RÄTSEL & MYSTERIEN DER WELT - der YouTube-Themen-Kanal zu diesem BLOG

Zum Thema

      Es muss nicht alles so sein, es kann auch ganz anders sein. Manche Rätsel sind Scheinrätsel, manche werden zu welchen gemacht, manche aber widerstehen ziemlich hartnäckig allzu glatten Erklärungsversuchen.”
      (Walter-Jörg Langbein, 1993 in “Die großen Rätsel der letzten 2500 Jahre”)

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      Daniela Katzenberger: Erst die Reinkarnation im TV – nun soll es bei ihr spuken

      Vor einiger Zeit sendete das Fernsehen in der “VOX”-Reihe “Natürlich blond” von und mit Daniela Katzenberger Beiträge, in der sich die “Katze” auf die Spuren ihrer angeblichen früheren Leben begab. Auf diesem Blog wurde dazu berichtet. Nun erzählte ihre Mutter in einer anderen “VOX”-Sendung, dass es bei Daniela Katzenberger spuken soll – und die “Kult-Blondine” deshalb hin und wieder zu ihrer Mutter flieht.

      Hui Buh, das kleine Katzengespenst. So könnte dieses kurze geistreiche Kapitel aus dem Leben von Daniela Katzenberger (26) heißen. Spätestens ab Sonntagabend wird Deutschlands Fernsehnation über die Blondine, bei der sich bekanntlich die Geister scheiden, auch noch erfahren, dass diese hinter ihr her sind. Ja, die Katzenberger ist auf der Flucht vor bösen Geistern. 

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          Es muss nicht alles so sein, es kann auch ganz anders sein. Manche Rätsel sind Scheinrätsel, manche werden zu welchen gemacht, manche aber widerstehen ziemlich hartnäckig allzu glatten Erklärungsversuchen.”
          (Walter-Jörg Langbein, 1993 in “Die großen Rätsel der letzten 2500 Jahre”)
          www.Youtube.com/FischingerOnlineDER MYSTERY-VIDEO-CHANNEL
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