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Mythos Mars: Die Marsianer, die Invasion vom Mars, die Science-Fiction +++ Artikel +++

ARTIKEL: Mythos Mars: Invasion vom Mars, Marsianer und Science-Fiction (Bilder: gemeinfrei & PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
ARTIKEL: Mythos Mars: Invasion vom Mars, Marsianer und Science-Fiction (Bilder: gemeinfrei & PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Kein anderer Planet in unserem Sonnensystem faszinierte und fasziniert die Menschen so sehr wie der Mars. Der Rote Planet ist von einer Aura des Geheimnisvollen umgeben und regte Astronomen einst zu den phantastischsten Spekulationen um Marsmenschen an. Eine Zivilisation, ähnlich wie die unsrige, die auf dieser fremden Welt lebt. Damit war im 19. Jahrhundert der Mars-Mythos geboren, der sich wie ein marsroter Faden bis heute zieht. In diesem Artikel wird genau diesem Faden rund um den Roten Planten nachgegangen. Von den um ihr Überleben kämpfenden Marsianern, über die Invasion vom Mars bis zur Science-Fiction von heute. Eine Reise durch eine spannende Welt, die auch die frühe UFO-Gemeinschaft berühmt.


Faszination Mars

Jahrtausende lang starrten die Menschen mit bloßem Auge gebannt in den Himmel und zum Planeten Mars herauf. Wirklich viel sahen sie dabei nicht.

Das änderte sich schlagartige ab dem Jahre 1608. In diesem Jahr entdecke der holländische Brillenmacher Hans Lippershey eher durch Zufall das Teleskop. Sein Lehrling, so erzählt er es der Mythos um diese Entdeckung, spielte in einer Pause mit den herumliegenden Brillenlinsen und hielt zwei davon in einem gewissen Abstand voreinander. Erschrocken sah er, dass der Kirchturm des Ortes plötzlich näher zu sein scheint. Lippershey erkannte sofort den Nutzen dieser Entdeckung.

Damit war das sogenannte “Galileo-Fernrohr” erfunden und das Zeitalter der wissenschaftlichen Erkundung des Himmels konnte beginnen.

Teleskope und ganze Teleskopanlagen waren die Folge dieser zufälligen Entdeckung. Fraglos hätte vor rund 400 Jahren der Lehrling des Brillenmachers Lippershey wohl niemals gedacht, dass längst Teleskope im All Routine sind. Und so, wie heute die Astronomen um die Wette Planeten in fremden Sonnensystemen suchen und finden, begann damals ein Wettlauf beim Aufspüren neuer Himmelskörper.

Zu einer Legende in der Astronomie wurde unter anderem der Astronom Percival Lowell. Ein emsiger Himmelsgucker, der auch nach noch unbekannten Planeten in unserem Sonnensystem suchte. Doch Lowell hat noch eine ganz andere Schwäche: Die legendären „Marskanäle“, die zu einem der großen Mythen über den Planeten Mars schlechthin wurden.

Alles begann im Jahre 1877

Der Mars hat – wie die anderen Planeten auch – eine exakt kreisrunde Bahn um die Sonne. Sie verläuft leicht elliptisch und bringt so den Planeten mal mehr und mal weniger nahe an uns heran. Das ist auch der Grund, warum 2003 der Mars eine wahre Invasion von irdischen Robotern ausgesetzt war, denn auch in diesem Jahr stand er der Erde sehr nahe. Die ist alle 15 Jahre der Fall und bietet dabei den neugierigen Beobachtern auf der Erde die besten Chancen ihn zu erkunden. Dies war auch 1877 der Fall und Asaph Hall entdeckte in diesem Jahr auch die kleinen Marsmonde Phobos und Deimos.

Der in Mailand tätige Astronom Giovanni Virginio Schiaparelli war ein international hoch geachteter Astronom. Seine Marsbeobachtungen galten als die besten astronomischen Informationen seiner Zeit. So nutze er die Chance der Mars-Nähe zu unserer Erde und fertigte eine detaillierte Karte des roten Planeten an. Die bis dato beste Karte der fremden Welt und eine erstaunliche Arbeit in den Anfängen er Astronomie. Routiniert zeichnete er helle und dunkelen Flecken des Mars in seine Karte und gab diesen Gebieten Bezeichnungen wie Meere, Ozeane oder Seen. Es mag verwundern, doch es ist üblich gewesen, solchen Gebieten derartige Bezeichnungen zu geben. Auch der Mond hat bei seiner Erforschung Meeren und Ozeanen erhalten. Apollo 11 landete beispielsweise im „Mare Tranquillitaris“, Apollo 15 und 17 nahe dem Meer „Mare Serenitatis“ und Apollo 12 sogar unweit des „Oceanus Procellarum“.

Dass die dunklen Gebiete echte Meere sind, glaubt natürlich niemand – auch wenn einst sogar Bewohner auf dem Mond vermutet wurden. So ist es kein Wunder, dass es auch dem Mars beispielsweise den „Daws Ocean“, die „Knobel Sea“ oder „Phillips Island“ gibt. In der Raumfahrt kamen sogar Namen wie „Dopey“ oder „Bashful“ aus der Welt von Walt Disney hinzu.

Zur damaligen Zeit gab es kein einheitliches System um geologische Gebiete auf anderen Himmelskörpern zu bezeichnen. So etwa hat Schiaparelli auch auf dem Mars (Südpolregion) geologischen Strukturen Namen der Odyssee von Ilias und der Reise der Argonauten benutzt. Die Beobachtungen Schiaparellis zeigten aber auch, dass diese „Meere“ auf dem Mars zum Teil durch dunkle, lange Strukturen verbunden waren.

Die Mars-Kanäle

Neben den „Meeren“, „Inseln“, „Kontinenten“ und „Ozeanen“ sah der Astronom in den länglichen Gebilden schlicht „canale“. Das italienische Wort bedeutet so viel wie „Rinne“, „Furche“ oder auch „Flussbett“. Die Astronomen der damaligen Zeit erkannten zahlreiche dieser Gebilde auf dem Mars, was heute als optische Täuschung durch die damals genutzten Teleskope erklärt wird.

Der Astronom Lowell wiederum sah sich in seiner Faszination vom Mars durch Schiaparelli mehr als bestätigt. Im englischen gibt es für „Kanal“ die Bezeichnungen „Channel“, beispielsweise für eine Meerenge und die Bezeichnung „Canal“ für eine künstliche Wasserstraße. Aus dem italienischen canale wurde daraufhin Canal – damit waren die künstlichen Mars-Kanäle geboren. Lowell war elektrisiert.

Schon zuvor beobachtete er selber, dass die Eiskappen des Mars mit den Jahreszeiten ihr Aussehen veränderten. Nun fragte er sich, was sind diese Kanäle wirklich? Besteht hier ein Zusammenhang?

Daraufhin widmete sich Lowell ab 1892 ganz dem Marsfieber. Er wollte herausfinden, was da vor sich geht und ob dort intelligentes Leben gibt. Immerhin waren die Kanäle nicht nur ihn künstliche Wasserstraßen der Marsmenschen. Auch andere spekulierten in diese Richtung und die Mars-Kanäle der Marsmenschen waren in aller Munde. Die Zivilisation dort, so mutmaßte man damals, scheint vom Untergang bedroht zu sein. In den damaligen Vorstellungen könnte der Heimatplanet der Marsmenschen langsam austrocknen, was das das Ende der dortigen Bewohner wäre. In ihrem Überlebenskampf haben sie ihren gesamten Planeten mit eben diesen Kanälen überzogen, um so das Schmelzwasser der Pole in ihrer Welt zu verteilen.

Zweifellos eine heute eher skurril erscheinende These einiger Astronomen dieser Zeit. Man muss sie jedoch auch vor dem Hintergrund sehen, dass im Jahre 1869 der Suezkanal eingeweiht wurde. Eine große künstliche Wasserstraße auf der Erde. Und im Jahre 1879 wurde in Paris die Entscheidung getroffen, den Panamakanal zwischen dem Atlantik und dem Pazifik zu bauen. Genau in dieser Zeit, als die Weltpresse permanent über das gewaltige Vorhaben des Panamakanals berichtete, fertigte Schiaparelli seine Karte des Mars an. Es war das Zeitalter der Technik- und Fortschritt-Euphorie unter den Menschen.

Alles schien möglich, warum also auch nicht bei den Bewohnern des Mars?

Im Jahr 1894 nährte sich der Mars erneut der Erde und Lowell sah die Chance, die Kanäle genauer zu erforschen. Hierzu errichte er im Norden Arizonas nahe dem Ort Flagstaff auf dem so genannten „Mars-Hügel“ sein 46 Zentimeter-Teleskop auf 2.300 Metern Höhe. Von hier hatte er gute Beobachtungsmöglichkeiten und fertigte im Zuge seiner Arbeiten insgesamt 917 Zeichnungen vom Mars an. Hunderte Kanäle und regelrechte „Oasen“ will Lowell dabei entdeckt haben. Das Marsfieber griff spätestens ab jetzt um sich.

Marsfieber

Auch wenn Kollegen von Lowell keine Mars-Kanäle erkennen konnten, so war er doch von seinen Ergebnissen überzeugt. Obwohl der auf dem „Mars-Hügel“ ebenfalls anwesende Astronom W. H. Pickering diese Kanäle nicht sehen konnte. Für Lowell gab es nach seinen Forschungen 1894 nur drei klare Schlussfolgerungen:

  1. Der Mars ist von einer intelligenten Lebensform bewohnt
  2. Der Mars hat eine dünne Atmosphäre und das Wasser sammelt sich an dem Polen
  3. Die Kanäle sind künstliche Bewässerungsanlagen in Gebieten mit Vegetation

Seine Thesen trug Lowell an die Öffentlichkeit und schon ein Jahr nach seinen Beobachtungen veröffentlichte er sein Buch „Mars“ in den USA. Trotz der massiven Kritik seiner Fachkollegen verbreitete Lowell seine Thesen weiter und die Presse nahm diese begierig auf. Auch wenn Lowell in den Reihen der Astronomen praktisch alleine mit seinen Ideen stand, nahm die breite Öffentlichkeit sie dank Zeitungsberichte fasziniert auf.

Hätte Lowell damals Bilder des angeblichen Marsgesichts der NASA aus den 1970ger Jahren in den Händen gehabt, so wäre er wohl zum „Missionar des Mars“ geworden. So eifernd vertrat er seine Ideen der Marsianer.

Einige Astronomen teilten allerdings durchaus die Ansicht, dass es sich bei den Linien auf dem Mars um künstliche Kanäle handelt. Auch sie gingen an die Öffentlichkeit und schrieben darüber Berichte und Artikel. Öl ins Feuer dieses frühen medialen Aliens-Hype der damaligen Massenmedien.

Es ist aus heutiger Sicht unverständlich, dass man vor über 100 Jahren (und später auch noch) annahm, dass es eine sterbende Mars-Zivilisation gibt, die in einem verzweifelten Kampf ums Überleben ihren Planeten derart umgestaltet. Doch man muss sich vor Augen führen, dass wir erst seit Sommer 1965 durch die US-Raumsonde Mariner 4 Nahaufnahmen des Mars haben. Aus 10.000 Kilometer Höhe machte sie einige wenige schwarzweiße Bilder und funkte sie zur Erde. Zuvor waren Spekulationen Tür und Tor geöffnet.

Doch mit den Kanälen von Marsmenschen, die heute als optische Täuschungen angesehen werden, war das Marsfieber noch lange nicht am Ende. Es fing in den späteren Jahren erst richtig an.

Marsmenschen

Das Marsfieber erfasste die Öffentlichkeit währen der industriellen Revolution und überall machte man sich Gedanken um die Lebewesen, die dort oben auf dem Mars wohnen. Viele Jahre wurde die Existenz dieser Marsmenschen ernsthaft in Betracht gezogen.

Im Jahre 1869 hatte beispielsweise der französische Physiker Charles Cros die Idee, in Europa riesige Spiegel in bestimmten Positionen anzuordnen um das Sonnenlicht auf den Mars zu lenken. Ein intelligentes Signal von der Erde für unsere Nachbarn im All.

1840 wollte der Astronom Joseph von Littrow aus Wien sogar 40 Kilometer riesige Löcher in der Sahara ausheben, mit Kerosin füllen und anzünden. So sollten geometrische Figuren die Bewohner des Sonnensystems aufmerksam gemacht werden.

Ähnliches wollte 20 Jahre vorher der Mathematiker Karl Gauss aus Göttingen. Er schlug vor in Sibirien riesige Wälder anzupflanzen, die intelligente Anordnungen wie den Satz des Pythagoras entsprechen. Intelligente Bewohner auf dem Mars oder Mond könnten diese sehen und würde so von uns Menschen erfahren.

Keine diese oder andere Idee wurde aber in die Tat umgesetzt. Sponsoren fanden sich auch nicht. Doch der Mars blieb das Thema.

Inspiriert durch die Mars-Spekulationen von Lowell und anderen schrieb 1897 der Schriftsteller Kurd Lasswitz sein Buch „Auf zwei Planeten“, in dem er die aktuelle Diskussion aufgriff. Über die Kanäle beispielsweise wusste Lasswitz:

Die nördliche Halbkugel besteht zum größten Teil aus unfruchtbaren Wüsten. Aber die Bevölkerung des Mars, der die von der Natur genügend bewässerte Region ihres Planeten längst zu klein geworden, wusste der kargen Natur neue Gebiete des Anbaus abzugewinnen. Sie durchzog das gesamte Wüstengebiet mit einem viel verzweigten Netz geradliniger breiter Kanäle und verteilte auf diese Weise zur Zeit der Schneeschmelze, im Beginn des Sommers einer jeden Halbkugel, das Wasser, welches sich in Gestalt von Schnee an den Polen angehäuft hatte, über den ganzen Planeten. Wie die Ägypter das Anwachsen des Nils benutzten, um der Wüste den fruchtbaren Boden des Niltals abzugewinnen, so tränkten die Marsbewohner durch ihre Kanäle beide Ufer derselben. Schnell schoss hier eine üppige Vegetation auf, und so wurde durch das Kanalnetz das ganze Wüstengebiet mit fruchtbaren, an hundert Kilometer breiten Vegetationsstreifen durchzogen, die eine ununterbrochene Kette blühender Ansiedlungen der Martier enthielten.

Lasswitz nahm damit lediglich die Diskussion über den Mars zum Anlass für einen Roman. Er schildert in phantasievollen Worten das Leben der Marsmenschen und andere Dinge mehr, die über 100 Jahre später Hollywood sogar in die Kinos brachte.

Die Invasion vom Mars

Im Jahr 1898 legte H. Georg Wells (s. Titelbild) nach und veröffentlichte sein Buch „Krieg der Welten“. Heute ebenfalls ein – wenn nicht der –  Klassiker zum Thema. Wells indes sah die Dinge in seiner Phantasie, wie es schon der Titel sagt, etwas anders. In seinem Buch griffen die Marsmenschen die Erde an, während bei Lasswitz die Marsianer keine Invasion auf der Erde durchführen. Lasswitz lässt die Wesen vom Mars am unerforschten Nordpol der Erde landen, wo ihre Station von zwei Polarforschern eines Tages entdeckt wird. Die Polarforscher werden von den netten Menschen vom Mars mit auf ihren Planeten genommen. Dort erleben und sehen die beiden Abenteurer die fremde Welt des roten Planeten und seiner Bewohner. Eine friedliche Welt also.

Ganz anders bei Wells. Eine Invasion vom Mars bedroht bei ihm die gesamte Menschheit der Erde. Auch wenn sein Roman nur in England spielt. Sein Mars-Kreaturen wollen uns an den Kragen, da sie von ihrer sterbenden Welt fliehen müssen. Sie brauchen schlicht und einfach Lebensraum und damit unseren Planeten.

Bis heute ist es üblich, den Außerirdischen, egal woher sie kommen, in Science-Fiction-Filmen böse Absichten zu unterstellen. Wells machte den Anfang unseres „modernen“ Alien-Bildes. Und er bediente sich dabei Motiven, die bis heute aktuell sind.

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In „Krieg der Welten“ landen Zylinder mit den Marsmenschen in vielen Teilen der Welt. Ihnen entstiegen Kreaturen mit Tentakeln, lederartiger Haut und schleimigen Mündern. Es waren Bestien ohne wirklichen Körper und Verdauungsorgane. Nur Köpfe, die sich von dem Blut anderer Wesen ernährten und dennoch von hoher Intelligenz beseelt waren. Sie wollen nicht weiter als die Welt unterjochen, um Lebensraum erobern. Also beginnen sie die Menschheit zu vernichten und nutzen sie auch gleich als Nahrung (in einer Neuverfilmung).

Die Menschheit hat gegen die Maschinen der Marsianer keine Chance. Sie fliegen durch die Luft und führen erbitterte Schlachten gegen die fast wehrlose Bevölkerung. Doch Hilfe für die Menschheit kam von ganz anderer Seite: Die Marsmenschen waren nicht immun gegen irdische Viren und Bakterien, denn auf ihrem Heimatplaneten gab es diese nicht. „Von dem Augenblick an, als jene Eindringlinge auf der Erde anlangten, als sie aßen und tranken, machten unsere mikroskopischen Verbündeten sich ans Werk, sie zu vernichten“, schreibt H. G. Wells in seinem Roman.

Der Grundstein des H. G. Wells

Damit war er „up to date“ in der Wissenschaft seiner Zeit, wie man heute sagen würde. Denn erst im Jahr des Erscheinens seines Buches entdeckte der russische Botaniker Dmitri Iossifowitsch Iwanowski und sein holländischer Kollege Martinus Willem Beijerinck unabhängig voneinander Viren.

Die Grundidee der Invasion aus dem All (vom Mars) wurde von Wells geboren und ist in unzähligen Romanen, Comics und Filmen zu finden. Es ist erstaunlich, aber auffallend am Kinofilm und Klassiker „Independence Day“ ist, dass sich auch dieser Film an das Schema von Wells hält. Schleimige Aliens kommen (hier natürlich nicht vom Mars) aus dem All, um die Erde zu erobern und auszubeuten. Sie bedrohten zeitgleich verschiedene Städte auf der Erde und die Menschheit ist ihnen schutzlos ausgeliefert. Doch Hilfe kommt unerwartet und recht einfach: von Computer-Viren. Auch bei dem Blockbuster „Independence Day“ liegen nachher die abgestürzten Raumschiffe der Invasoren überall auf der Erde herum. Wie bei Wells.

Eine Hommage an den großen H. G. Wells, so der Produzent Roland Emmerich.

Lasswitz beschreibt die Marsmenschen als recht menschliche Wesen und vor allem friedliche Geschöpfe des Alls. Die netten Nachbarn von nebenan. Sie nehmen sogar gastfreundlich zwei Menschen der Erde mit auf den Mars und zeigen ihnen dort allerlei zum Teil wundersame Sachen

Der Roman von Lasswitz erinnert in Teilen sehr stark an die phantasievollen Berichte der 1950ger Jahre, in denen Menschen erzählten, sie seien von Marsmenschen oder auch anderen Aliens in UFOs auf fremde Planeten gebracht worden. Mit dem großen Unterschied, dass diese Autoren, Kontaktler genannt, damals behaupten, dass ihre Bücher der Wahrheit entsprechen würden.

Doch auch andere Autoren widmeten sich dem Mars. Die Frage „gibt es Leben auf dem Mars?“ war damals für viele Menschen mit einem klaren „Ja“ zu beantworten. Von romantischen schönen Frauen bis hin zu widerlichen Monstern bot die damalige Zeit alles, was der menschliche Geist so hervorbringen konnte. Und immer schwamm die Idee mit, dass es auf unserem Nachbarplaneten wirklich eine Zivilisation gibt oder geben könnte.

Die Geschichte, die sich Wells rund um den Mars und seiner aggressiven fiesen Bewohner ausdachte, wurde 1938 zur Vorlage eines Radiohörspiels von CBS. Und damit zu einer weiteren Legende rund um den Mars.

 30. Oktober 1938

Orson Wells und Howard Koch und ihr „Mercury Theatre on the Air“ gingen am Abend des 30. Oktober 1938 mit diesem Hörspiel erstmals auf Sendung. Das Hörspiel war so aufgemacht, als berichtet der Reporter Carl Phillips live von einer Invasion der Marsianer, die bei einer Farm in Grovers Mill in New Jersey landeten. Sie zerstörten alles auf ihrem Wege und ihre Invasion bewege sich geradewegs auf New York zu. Der „Reporter“ des Hörspiels kam immer wieder zu Wort. Aufgeregt schilderte er das grausame Szenario, das sich ihm bot. Die Show war sehr realistisch – angeblich zu realistisch für einige der rund 2,6 Millionen Zuhörer, die sich erst später in die Sendung einschalteten.

Die erst einige Zeit später zugeschalteten Radiohörer trauten ihren Ohren nicht. Sie dachten, sie hören hier eine wirkliche reale Reportage. Gebannt und voll Schrecken vernahmen sie von den aufgeregten „Reportern“, wie die Marsmenschen nah Grovers Mill in zylindrischen UFOs landeten und mit Giftgas und Hitzestrahlen die Menschen niedermetzelten. Immer wieder wurde die laufende Musiksendung von neuen Meldungen unterbrochen. „Das Ende der Welt ist nahe“ war das eindringliche Resümee der gesamten „Reportage“.

Aber es begann schon spannend. Kurz zuvor habe man, so hieß es, auf dem Mars Explosionen beobachtet und so war klar, dass man hier einer Invasionsarmee der Marsianer gegenüber stehen würde. Im Hörspiel hieß es:

Meine Damen und Herren, wir unterbrechen die Tanzmusik mit einer Sondermeldung des Nachrichtenbüros Intercontinental Radio News. Professor Farell vom Mount-Jennings-Observatorium in Chicago hat 20 Minuten vor acht auf dem Planeten Mars eine Reihe starken, in regelmäßigen Abständen aufleuchtenden Gasexplosionen beobachtet. Im Spektroskop erwies sich das Gas als Wasserstoff, der mit ungeheurer Geschwindigkeit auf die Erde zukommt. Professor Pierson vom Princeton-Observatorium in New Jersey bestätigt Farells Beobachtung.

Danach folgte wieder Musik, immer wieder unterbrochen von den aktuellsten Geschehnissen. Etwa, dass die Regierung der USA die Observatorien des Landes anwies, den Mars genau zu beobachten.

Dann wurde es unheimlich. Eine erneute Unterbrechung der Musik verkündete, dass ein „Asteroid“ nahe Grovers Mill niederging, dessen Aufprall 65 Kilometer weit zu hören war. Tatsächlich machten sich, so die Zeitung „Newsweek“ später, im sechs Kilometer entfernten Princton Menschen in ihren Autos auf den Weg zum vermeintlichen Einschlagsort. Arthur F. Buddington von der geologischen Fakultät der Universität von Princton, war ebenfalls überzeugt am Radio die Wahrheit gehört zu haben. Auch er fuhr zum Ort des Geschehens um ein Stück des „Asteroiden“ zu bekommen.

Das Ende der Menschheit ist nahe!

Doch der „Reporter“ meldete kurze Zeit später, dass es ein außerirdisches Raumschiff von 30 Metern Durchmesser sei, das da niederging. Kein Naturereignis, kein Asteroid. Daraufhin kam es zu ersten angsterfüllten Reaktionen einiger unwissender Radiohörer. Überall trafen besorgte Anrufe ein; die „New York Times“ erhielt beispielsweise 875 Anrufe besorgter Bürger. Es wurde aber alles viele schlimmer für die Menschen laut der „Reportage“.

Es dauerte nicht lange, dann verkündete das Radio das Unglaubliche: Schleimige Aliens entstiegen dem Flugobjekt! Das nahmen viele für wahr und in Los Angeles, Salt Lake City, New York, San Franzisco und anderen Städten meldeten sich Freiwillige, um den Kampf aufzunehmen. Das Radio vermeldete indes, man habe die gesamte Region zum Kriegsgebiet erklärt.

Die Lage spitze sich zu und die Zuhörer vernahmen entsetzt, wie der „Reporter“ Phillips beschrieb, dass die Marsmenschen mit ihren überlegenden Waffen angriffen. Nur 20 Meter sei er vom Grauen entfernt – dann war Totenstille, es hatte den „Reporter“ Phillips offensichtlich erwischt. Die Lage in den USA spitze sich zu, als „Hauptmann“ Lansoing in Grovers Mill schilderte, wie 7.000 Mann seiner Armee von den Marsianer einfach „zermalmt oder mit seinen Hitzestrahlen in Asche verwandelt“ wurden. Die Straßen seien von „wild flüchtenden Autos verstopft“. Eine Aussichtslose Lage.

Schließlich kam sogar der „Innenminister“ zu Wort und versuchte die Bevölkerung zu beruhigen. Er rief zum Zusammenhalt angesichts der Bedrohung aus dem All auf. Aufgeregt schallt es aus dem Radio, wie die Armee versucht die Maschinen der Marsmenschen zu bekämpfen, als sie Sendung plötzlich wieder schweigt. Nur kurz, denn eine andere Stimme schildert plötzlich, dass Giftgas über das Land zieht.

Das war das Ende der Menschheit, glaubten die uninformierten Zuhörer des Hörspiels. Man rannte auf die Straßen, versuchte sich mit Tüchern vor dem Mund gegen das Gas zu schützen, versammelte sich zum Gebet, floh aus den Städten oder versuchte sogar selber zu kämpfen. Als das Radio verkündete, die Invasion haben den Hudson River erreicht und dies werde wohl die letzte Sendung sein war die Lage aussichtslos – im Hörspiel.

New York in Gefahr

Zahlreiche Menschen der Ostküste, vor allem natürlich in New Jersey und New York, rannten hinaus auf die Straßen. Sie bewaffneten sich und es kam zu panischen Tumulten. Angsterfüllt blickte man in den Himmel und suchte ihn nach den brutalen Marsbewohnern ab. Die Behörden wurden mit Anrufen überschüttet und verängstigte Menschen zogen aus, um die Menschheit zu verteidigen. Es gab Verletzte bei Tumulten. Das junge Kommunikationssystem der USA und das Verkehrsnetz brachen teilweise zusammen. Einige Menschen ergriffen schlicht die Flucht und andere beteten weinend zum Himmel und dachten, dass Ende der Welt sei gekommen. Auch Luftschutzkeller wurden teilweise aufgesucht. Der Kommandeur der Nationalgarde ließ in New York sogar Verhaltensmaßregeln an die Bevölkerung verteilen, um die Sache in den Griff zu bekommen.

Das es Marsmenschen gibt, war damals für nicht wenige Menschen ganz einfach eine Tatsache. Das Hörspiel scheint es zu belegen. Im Jahre 1900 wurde in Frankreich sogar ein Wettbewerb ausgeschrieben. Eine Zeitung versprach demjenigen, der zuerst nachweislichen Kontakt mit Außerirdischen hat, 100.000 France. Dabei zählte aber kein Kontakt zum Mars, denn das sei schlicht zu einfach. Unverständlich bleibt jedoch, warum die Menschen nicht hörten, als in der laufenden Sendung viermal und nach der Sendung fünfmal darauf hingewiesen wurde, dass es nur ein Hörspiel ist.

Orson Wells und auch andere waren im Nachhinein mehr als erstaunt über die Wirkung ihres Hörspiels. Ein Beweis, wie man Massen manipulieren kann und ein Studienobjekt für Psychologen bis auf den heutigen Tag. Obwohl, das darf nicht übersehen werden, der weitaus größte Teil der Zuhörer ganz genau wusste, dass hiervon nichts Realität ist. Ebenso kam es trotz Tumulten und der oben beschrieben Ereignisse nicht zu weit verbreiteten „Massenpaniken“ oder ähnlichen, wie heute hier und da zu lesen ist.

Wells selber entschuldigte sich vor laufenden Kameras für den angerichteten Schlamassel. Und sicher werden viele Menschen im Nachhinein sich ihrer naiven Verhaltensweise geschämt haben.

Doch man mag es wieder nicht glauben: Am 30. Oktober 1988, 50 Jahre später, strahlte ein Sender in Portugal das Hörspiel leicht geändert erneut aus. Diesmal landeten die Mars-Soldaten nahe der Stadt Braga im Norden des Landes und wieder kam es zu Tumulten. Wieder hielten einige das Hörspiel für eine wahrheitsgetreue Reportage. Auch andere Sender strahlen das Hörspiel aus, ob dabei jemand die Sache ernst nahm, ist allerdings nicht bekannt.

Marsianer-Invasion in den Kinos

Mit Orson Wells Hörspiel nahm der Mars-Mythos neue Formen an. Es folgten Filme in Anlehnung an H. G. Wells, weitere Neu-Versionen des Hörspiels und auch TV-Serien zum “Kampf” bzw.  Krieg der Welten”. Im Jahre 1953 wurde die Geschichte vom „Krieg der Welten“ von Byron Haskin erstmals fürs Kino verfilmt.  Dieser Film ist einer der Klassiker der Science-Fiction-Filme überhaupt und beeinflusste sogar einige Astronomen in ihrer Kindheit. Die Invasion spielt wieder in den USA und wie im Roman vernichten irdische Mikroben die Marsmenschen letztlich doch, nachdem das irdische Militär nichts ausrichten konnte.

Es folgten zahlreiche Fortsetzungen des Spielfilms, von denen an dieser Stelle nur “Mars Attacks!” von Tim Burton aus dem Jahr 1996 genannt werden soll. Und zwar aus dem Grunde, das er eine satirische Komödie zu dem Stoff von  H. G. Wells ist, der mehr als gekonnt mit den Klischees entsprechender Filme dieser Ära spielt.

1953 erschien auch der Film „Invasion vom Mars“ von William C. Menzies. In diesem Klassiker landet ein UFO mit grünen Marsmenschen in einem Sandhügel und wird dabei von einem kleinen Jungen beobachtet. Die Marsmenschen entführen daraufhin Menschen in ihr Raumschiff und implantieren ihnen „Sonden“ im Nacken um sie so zu kontrollieren. Der Grund für ihr Tun ist eine startbereite Rakete nahem dem Landeort des UFOs, die die Marsbewohner als Bedrohung für sich sehen. In diesem Film schaffen es letztlich die Soldaten, eine Bombe im Raumschiff der Marsmenschen zu legen und besiegen so die unfreundlichen Eindringlinge.

Auch in diesem Streifen aus Hollywood erkennt man Elemente, die später zahllose der oben genannten UFO-Kontaktler in ihren vermeintlichen Sachbüchern berichteten. Der Vollständigkeit halber soll an dieser Stelle nicht vergessen werden, dass bis heute in der Grenzwissenschaft Außerirdische auf dem Mars vermutet werden. Etwa Basen dieser Fremden, die jedoch aus den Tiefen des Alls kommen. Dies soll hier jedoch nicht das Thema sein.

Sämtliche Science-Fiction-Filme jener Zeit, beispielsweise auch der damals sensationelle Film „Fliegende Untertassen greifen an“ von 1956, waren sehr einfach gestrickt. Auch endeten sie im Vergleich zu heutigen Filmen eigentlich dann, wenn sie erst richtig anfangen. Hauptdarsteller ist oft ein schlauer Wissenschaftler, der so allerlei über den Mars oder die Aliens weiß, sowie eine schöne Frau, die sich in ihn verliebt. Wundervoll auf die Schippe genommen in der genannten Komödie “Mars Attacks!”.

Aliens auf der Leinwand und UFOs

Den Absturz eines UFOs zeigt der Film „Flying Disc men from Mars“ (1951) von Fred Barnnon. Hier will ein Marsmensch die Invasion seiner Rasse vorbereiten und bedient sich der Hilfe eines schlauen Wissenschaftlers, um sein UFO zu reparieren. Doch dieser durchschaut letztlich den Plan des fremden Wesens.

Heute schmunzeln wir über diese sehr zahlreichen Filme, doch sie spiegeln einen Boom wieder, der sich auch in Comics niederschlug. Mars war überall und ein Verkaufsschlager. Auch in der frühen UFO-Literatur. Der Film „This Island Earth“ (1954), hier als „Metaluna 4 antwortet nicht“ bekannt, von Joseph Newman nimmt ebenso Motive der UFO-Thematik vorweg. Hier kommen die Außerirdischen zur Erde, da sie von den Menschen Hilfe brauchen. Zwei Wissenschaftler reisen deshalb später zur Alien-Heimat „Metaluna 4“, um dort den Fremden um zu helfen.

Aber warum ist der Mars in den Köpfen der meisten Menschen damals von „kleinen grünen Männchen“ bewohnt? Eine Vorstellung, die bis heute bei vielen Menschen zum Thema Aliens herumspukt. Fragen wir Kinder, wie denn Aliens sol aussehen, sind es vielfach eben solche grünen Wesen. Dann und wann sogar mit Antennen auf dem Kopf. Marsmännchen kennt heute jedes Kind. Selbst die Spielzeugindustrie bedient sich noch heute den Motiven des Science-Fiction der 50ger Jahren und des früheren Marsfiebers.

Wahrscheinlich wurden die grünen Marsbewohner von Edgar Rice Burroughs im Jahre 1911 geboren. Burroughs, der Erfinder des athletischen Helden „Tarzan“, veröffentlichte damals seinen Roman „Die Prinzessin vom Mars“, in dem er den Außerirdischen grüne Haut gab.

Eine neue Mars-Ära

Eine neue Ära der Mars-Filme wurde 1990 mit dem Film „Total Recall“ von Paul Verhoeven eingeleitet. Hier ist der Mars bereits besiedelt und die angeblich 1976 entdeckten „Pyramiden“ auf dem Mars, über die noch heute diskutiert wird, spielten hier eine wichtige Rolle. Die Helden des Filmes schaffen es eine uralte außerirdische Anlage in Gang zu bringen, die auf dem Planeten Mars eine Atmosphäre mit Sauerstoff freisetzt. Die Kolonisten können sich fortan sicher auf dem gesamten Planeten frei bewegen.

Andere Filme der neuen Mars-Ära waren zum Beispiel „Mission to Mars“ von Brian De Palma oder auch „Red Planet“ von Antony Hoffman (beide 2000). „Mission to Mars“ spielt ebenfalls mit dem Gedanken, dass Außerirdische auf dem Planeten waren und dort Bauwerke hinterließen. Im berühmten „Marsgesicht“ findet sich dort natürlich auch eine außerirdische Technologie. So erfahren die Zuschauer, dass vor langer Zeit ein Asteroid die Atmosphäre des Mars vernichtete, weshalb die Mars-Zivilisationen ihre Gene mit Raumfahrzeugen in das All schoss. Wir Menschen sind das Ergebnis.

Eine Story, die realen Spekulationen einiger Autoren entlehnt wurde.

Der Film „Red Planet“ ist da realistischer. Dort versucht man mittels Algen den Mars umzugestalten, da die Erde nur noch ein ökologisches Chaos ist. Terraforming nennt man diese Zukunftsvision, die ebenfalls einen realen Background hat. Selbst der Rover der NASA-Mission „Pathfinder“ wird in diesem Film erwähnt und als Notfunkzentrale genutzt. 50 Jahre nach seinem Einsatz. Doch auch hier geht es nicht ohne Action und so wird die erste bemannte Mars-Mission, die prüfen soll, warum die Algen vom Mars verschwunden sind, von Mars-Insekten und von einem selber mitgebrachten Roboter dezimiert.

Marsianer-Fieber

Marsfieber bricht in Schüben aus. Dies scheint deutlich zu sein. Und so dreht Hollywood bis heute Filme, die auf dem Mars spielen. Der Filme „Der Marsianer“ von Ridley Scott aus dem Jahr 2015 ist hier besonders zu nennen. Aus dem Grunde, da hier überhaupt keine Aliens oder außerirdische Objekte vorkommen. Vielmehr wird hier möglichst realistisch eine bemannte Mars-Mission von der Erde gezeigt, bei der ein Astronaut aufgrund einer Katastrophe aus dem Planeten zurückbleibt. Diesen gilt es im Laufe des Filmes zu Retten.

Einen „Robinson Crusoe auf dem Mars“ hat es zuvor in den Kinos jedoch auch schon gegeben. Im gleichnamigen Film von Byron Haskin aus dem Jahr 1964, der auch unter dem Titel „Notlandung im Weltraum“ bekannt ist, strandet ebenso ein Astronaut auf dem Mars. Zusammen mit einem Äffchen kämpft auch er ums Überleben und um seine Rückkehr zur Erde. Er bekommt aber Probleme mit Aliens, als er eines Tages UFOs und Außerirdische beobachtet, die eine Rasse von Weltraum-Menschen auf dem Mars zu Sklavenarbeit zwingen. Mit einem außerirdischen Sklaven, den der Held im Film „Freitag“ nennt, überleben sie letztlich bis zur Rettung von der Erde ….

Niemand glaubt heute mehr, dass auf dem Mars eine ganze Zivilisation existiert. Dass es dort bis heute Leben in Form von Mikroorganismen gibt, indes schon. So gilt der Mars bis heute in der Astronomie als Kandidat für außerirdisches Leben, dass es zu finden gilt. Solche Mikroorganismen bauen natürlich keine Mars-Kanäle, kommen in UFOs um Kontaktler zu besuchen oder greifen gleich die ganze Erde an.

Für Hollywood ist das kein Grund, nicht weiter an dem Mars-Mythos zu feilen. So geschehen in dem Film „Life“ von Daniél Espinosa von 2017. In diesem werden durch eine Raumsonde Bodenprobe vom Mars auf die Internationalen Raumstation ISS zur Untersuchung gebracht, in dem sich tatsächlich mikroskopisches Leben befindet. So weit, so realistisches, wie in diesem Artikel HIER, dargelegt. Mit dem Unterschied, dass sich in „Life“ dieses scheinbar primitive Mars-Leben in Windeseile zu einem großen und tödlichen Organismus entwickelt, der am Ende des Filmes zur Erde gelangt und damit die gesamte Menschheit bedroht.

Mal wieder …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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“Wir sahen kleine Leute im Wollaton Park”: Angebliche Sichtung von Gnomen 1979 soll erneut untersucht werden

"Wir sahen kleine Leute im Wollaton Park": Angebliche Begegnung mit "Gnomen" im Jahr 1979 soll erneut hinterfragt werden (Bild: Archiv Nottingham Post / WikiCommons/gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)
“Wir sahen kleine Leute im Wollaton Park”: Angebliche Begegnung mit “Gnomen” im Jahr 1979 soll erneut hinterfragt werden (Bild: Archiv Nottingham Post / WikiCommons/gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)

“Kindermund tut Wahrheit kund”, so sagt es ein altes Sprichwort und soll bedeuten, dass Kinder oftmals ehrlich und ungeschönt die Wahrheit sagen. So auch im September 1979, als sechs Kinder zwischen acht und zehn Jahren berichteten, dass sie im Wollaton Park in Nottingham (Großbritannien) insgesamt 60 kleinen Wesen begegnet wären? Kobolde oder Gnome, wie man sie eigentlich nur aus Märchen und Sagen kennt. Damals erweckte die Geschichte der Kinder großes Interesse der Medien, da diese sich angeblich nie in ihren Schilderungen widersprachen. Jetzt will ein Historiker den Fall der unlängst erwachsenen Kinder neu aufrollen und bewerten. Denn es war nicht die einzige sonderbare Begegnung in diesem Park …

 

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Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Im September 1979 waren Andrew Pearce, seine Schwester Rosie, Angela Elliott, ihr Bruder Glen, Patrick Olive sowie eine Julie noch Kinder, als sie im Wollaton Park in Nottingham unterwegs waren. Dennoch wurden sie angeblich Zeugen von etwas überaus Sonderbaren, das im Laufe der letzten Jahrzehnten immer mehr zu einem Mythos wurde.

60 kleine Wesen im Wollaton Park

Die Kinder von damals erzählten ihrer Schulleiterin in Nottingham eines Tages, dass sie im Park rund 15 Minuten lang etwa 60 Gnome oder Kobolde beobachten konnten, die vollkommen seltsam ausgehen hätten. Diese kleinen Leute seien nur halb so groß wie die Kinder selber gewesen, hatten winzige Autos, trugen lange weiße Bärte, gelbe Strumpfhosen und blaue Oberteile. Auch hätten die Gnome die quasi obligatorischen “Zipfelmützen” getragen.

Mit ihren kleinen Autos fuhren die Zwerge wie wild im Wollaton Park umher und machten dabei wahre Stunts. Sie sprangen mit diesen winzigen Autos ohne Mühe über allerlei Hindernisse wie etwa herumliegende Baumstämme. Und diese Mini-Autos waren schnell, sehr schnell. Die Kids schätzten, dass die Kobolde bis zu 193 Stundenkilometer (120 mph) damit durch die Gegend rasten.

Das alles über eine Viertelstunde hinweg, als wollten die Winzlinge den sechs Kinder ein Show-Programm liefern. Aber immerhin waren die Zwerge “freundlich und spaßig”, wie es die Kinder damals behaupteten.

Die Kinder wurde daraufhin einzeln über diesen Vorfall von ihrer Lehrerin befragt. Wie es heißt, habe keines der Kinder dabei irgendwelche widersprüchlichen Angaben gemacht und erzählten alle ohne Abweichungen die selbe Geschichte. Tatsächlich hielt man es damals in Nottingham für nicht ausgeschlossen, dass die Kleinen die Wahrheit sagen. Gerade das machte diesen Fall in der britischen Presse landesweit überaus populär und zog daraufhin weite Kreise.

Lionel Baker, einst Angestellter des Park, sagte 1979, dass er in 51 Jahren seiner Arbeit für den Park so eine Story noch nie gehört habe. Er traute den Kindern nicht, und sagte damals, dass er “glaube, jemand stellt uns hier ein Bein”. Ohne fraglos klingt das mehr als fraglich …

Kindermund tut Wahrheit kund?

"Wir sahen kleine Leute im Wollaton Park": Zeitungsmeldung von 1979 (Bild: Nottingham Post)
“Wir sahen kleine Leute im Wollaton Park”: Zeitungsmeldung von 1979 (Bild: Nottingham Post)

Im Laufe der Jahrzehnte – immerhin ereignete sich diese Begegnung schon 1979 – geriet diese angeblich wahre Geschichte der sechs Kinder mehr und mehr in Vergessenheit. Langsam aber sicher wurde sie zu einer Art modernen Mythos, dessen genaue Wahrheit bzw. ihrer genauer Kern sich immer weiter verdunkelte. Auch in den Bereich der Parapsychologischen Phänomene reihte sich die Wollaton-Park-Story langsam ein.

Rund 40 Jahre nach diesen Ereignissen will der Autor und Historiker Dr. Simon Young den Fall neu aufrollen und untersuchen. Die Kinder von damals sind heute natürlich alle erwachsen und Dr. Young erhofft sich nach all den Jahrzehnten durch erneute Befragungen der Zeugen auch neue Erkenntnisse. Ebenso will er bei seinen Recherchen Anwohner der Region, Verwandte der damaligen Kinder und andere Personen befragen, die 1979 an dieser Geschichte beteiligt waren.

Simon Young zu seinen neuen Ermittlungen gegenüber der “Nottingham Post” am 14. Februar 2017:

Die Wollaton Park-Sichtung benötigt dringend ein längere Studie. Ich möchte sie über ihre Erinnerungen interviewen. Ich werde absolute Anonymität garantieren. Die Menschen sind verständlicherweise in dieser Angelegenheit sehr empfindlich.

„Die Erfahrung war in mehrfacher Hinsicht interessant. Es gibt viele Fälle von Kindern, die Feen von Angesicht zu Angesicht sahen, aber ich kenne keinen einzigen, wo gleich sechs gemeinsam Feen sahen. So viele unerklärliche Erlebnisse hängen von einem wackeligen Zeugen oder einer schlechten Kette von Beweisen ab. Das ist bei Wollaton nicht der Fall.”

Dr. Young seine Begeisterung ist durchaus nachvollziehbar. Aber ob die Kinder von einst fast vier Jahrzehnte nach diesen angeblichen Begegnungen noch wirkliche Erinnerungen daran haben? Sei es jetzt ein abgesprochener Witz der Kinder oder eine wie auch immer zu erklärende reale Begegnung gewesen:  Welcher Mensch im Alter von beispielsweise 50 Jahren, erinnert sich noch wahrheitsgetreu an ein Erlebnis, dass er mit zehn Jahre hatte?

Aber die Geschichte von 1979 ist nicht allein im Wollaton Park, was die Story wiederum für Jäger des Phantastischen spannend macht.

Ein Park der Gnome?

In ihrem Buch “Seeing Fairies” berichtet die Autorin Marjorie T. Johnson über zahlreiche Begegnungen mit solchen Wesen. In “den verlorenen Archiven der Fairy Invesigation Society” suchte und fand Johnson “authentische Berichte über Feen in modernen Zeiten” und veröffentlichte diese 2014. Das Vorwort schrieb übrigens Dr. Simon Young.

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Tatsächlich gab es bis in die 1990er diese “Fairy Investigation Society” in Großbritannien, die sogar Meetings organisierte und deren prominentestes Mitglied wohl Filmemacher Walt Disney war.

In “Seeing Fairies” beschreibt Johnson die Begegnung einer Jean E. Dixon, die vor den sechs Kindern 1979 in dem ominösen Park ebenso seltsame Zwerge gesehen haben will. Dazu heißt es:

Sie ging alleine in einer nachdenklichen Stimmung, als sie sich der Gegenwart der Gnome bewusst wurde, die ihr gerne einige der verschiedenen Szenen und Gegenstände, die sie begeisterten, zeigen wollten. Jean sieht die Gnome nicht, bekommt aber Geschenke von ihnen: Federn usw. “

Auch im Jahr 1900 soll es zu einer unheimlichen Begegnung in diesem Park gekommen sein. Eine Frau mit Namen C. George aus Stapleford ging an dem Park vorbei und begegnet dort plötzlich gut gelaunten “Mini-Polizisten”:

Sie ging gerade an den Toren des Wollaton Parks vorbei, als sie sah, dass dort einige, wie Polizisten gekleidet, ,kleine Männer’ waren , die im Eingang der Lodge standen. Sie lächelten und sahen sehr glücklich aus.

,Sie hatten keine Flügel und soweit ich mich erinnern kann, waren sie zwischen drei und drei Fuß hoch’, so der Bericht. Sie erinnerte sich auch Feen gesehen zu haben, die um den See im Park herumtanzenden.

Jetzt kann man von solchen Schilderungen halten, was man will. Dennoch ist es erstaunlich, dass die sechs Kinder 1979 eben nicht die einzigen Menschen waren, die an oder im Wollaton Park etwas beobachte haben wollen.

Vater Abraham und die “Schümpfe”

Ist es denkbar, dass die Schulkinder vor 40 Jahren von diesen seltsamen Geschichten um den Park gehört haben und dies zu Anlass nahmen, ihre Gnom-Begegnung zu erfinden? Winzlinge mit langen Bärten und Zipfelmützen, die mit fast 200 Stundenkilometern in Miniaturautos über Wald und Wiese rasen, kling schon mehr als nur etwas klischeehaft.

Die Schlümpfe von 1979 - Inspiration für die 6 Kinder
Die Schlümpfe von 1979 – Inspiration für die 6 Kinder?

Vielleicht ist es in diesem Zusammenhang auch ganz interessant, war ein Jahr vor der Sichtung der Kinder in Großbritannien, also 1978, “up to date” war. Es war der niederländische Musiker “Vater Abraham” mit seinem Lied  “Father Abraham in Smurfland”, der englischen Version des bekannten Schlupflides. 1978 war es in England 11 Wochen in den Charts.

Nicht minder interessant ist auch die Tatsache, dass die aus Belgien stammenden “Schlümpfe” damals unlängst ihren Siegeszug antraten. Der Film “The Smurfs and the Magic Flute” feierte am 7. September 1976 in Belgien Premiere und in Großbritannien – 1979. Ebenfalls 1979 erschien passend zu den “Schlümpfen” bzw. “Smurfs”, wie sie englisch heißen, von Anthea Bell auch das Comicbuch zu dem Film in Großbritannien.

Bis heute begeistern sich bekanntlich viele Kinder an den Geschichten der “Schlümpfe”. Ob und wie aber die sechs Kinder 1979 irgendwie durch den Kinofilm und das entsprechende Comicbuch mit den blauen Zwergen zu ihrer Geschichte ermutigt wurden, ist natürlich auch nur eine Spekulation …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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“Star Wars – Rogue One”: Ein “Auftragswerke der US-Regierung”, um die Menschheit auf den Kontakt mit Aliens vorzubereiten?

"Star Wars - Rogue One": In Wahrheit ein Filmprojekt der US-Regierung - um die Menschheit auf den Kontakt mit Aliens vorzubereiten? (Bilder: WikiCommons / Montage: L. A. Fischinger)
“Star Wars – Rogue One”: In Wahrheit ein Filmprojekt der US-Regierung – um die Menschheit auf den Kontakt mit Aliens vorzubereiten? (Bilder: WikiCommons / Montage: L. A. Fischinger)

Heute lief in den deutschen Kinos der neue Film aus dem Universum von “Start Wars” an: “Star Wars – Rogue One”. Es ist “a Star Wars Story”, die zeitlich zwischen Episode III und Episode IV spielt und mit Sicherheit für allen Fans Pflicht ist. Doch kann es sein, dass die Regierung der USA hier ihre Finger mit im Spiel hatte, um mittels “Star Wars – Rogue One” die Menschheit allmählich auf den Kontakt mit realen Außerirdischen vorzubereiten? Ist “Stars Wars” folgerichtig eine Art geheimes Regierungsprojekt zur Manipulation der Massen? Zumindest behaupten das zwei UFO-Forscher in der Boulevardpresse. Aber gibt es dafür tatsächlich Hinweise?

 

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Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Der heute in Deutschland angelaufene Kinostreifen “Star Wars – Rogue One” steht sicher bei allen Fans des Krieg der Sterne auf dem Terminplan. Obwohl es kein Film der eigentlichen Reihe der Filme von “Star Wars” ist, von dem zuletzt Episode VII Ende 2015 in den Kinos lief, gehört er grundsätzlich dazu.

So erzählt der Film nämlich, wie es den Rebellen der Filme gelang den Baupläne des legendären “Todesstern” zu bekommen. Die eigentlich Vernichtung dieses Waffe des Bösen war eine wichtige Kernerzählung in dem Film “Star Wars – Episode IV”, mit dem im Jahr 1977 alles begann. Es gibt sogar die Idee, dass dieser Film von 1977 dafür verantwortlich ist, dass UFO-Zeugen dreieckige UFOs am Himmel sehen oder gesehen haben wollen. Grund seien die dreieckigen Riesenraumschiffe in “Star Wars – Episode IV”, die uns auch im neuen Film wieder begegnen werden. Nähers dazu in einem Video von mir bei YouTube hier.

Krieg der Sterne

Meldungen von Dreieck-UFOs: Ist STAR WARS IV von 1977 schuld? (Bild: L. A. Fischinger / NASA/JPL/ESA)
VIDEO: Meldungen von Dreieck-UFOs: Ist STAR WARS IV von 1977 schuld? (Bild: L. A. Fischinger / NASA/JPL/ESA)

Jeder Fan weiß genau, worum es in dem neuen Film “Star Wars – Rugue one” eigentlich genau geht und welche Geschichte dort erzählt wird. Doch für allen Nicht-Fans oder Laien eine sehr kurze Zusammenfassung. Diese sollte man kennen, wenn man über Frage, ob die US-Regierung an dem Film ihre Finger (und warum) im Spiel hatte, ernsthafte debattieren will.

1977 begann der Boom und die Leidenschaft von “Star Wars” mit Teil IV. Darin jagt das böse galaktische Imperium eine Horde Rebellen, die in den Besitz der “technischen Unterlagen des Todessterns” (so Prinzessin Leia in dem Film) gekommen sind. Die Rebellen wollen “eine Schwäche finden und sie ausnutzen”. Das gelingt auch “durch die von Prinzessin Leia überbrachten Pläne” und die Waffe des Imperiums wird vernichtet.

Wie es den Spionen und Rebellen nun gelungen ist, diese Pläne zu bekommen, erzählt “Star Wars – Rugue one”. Ein in sich abgeschlossener Film und ein Kriegsfilm, der im Universum spielt.

Vorbereitung auf den Kontakt mit Aliens?

Es wäre vergebliche Liebesmüh das Universum von “Star Wars” mit den bisherigen Episoden I bis VII (“Das Erwachen der Macht“) hier zusammenzufassen. Jeder Fan kennt es und alle Nicht-Fans haben zumindest von diesen Science-Fiction-Filmen schon gehört oder mal das ein oder andere davon gesehen.

Neues Video: Erich von Däniken im Interview zum neuen „Star Wars VII – Das Erwachen der Macht“. Und was EvD vor Begeisterung vergessen hat.(Bild: E v. Däniken)
Neues Video: Erich von Däniken im Interview zum neuen „Star Wars VII – Das Erwachen der Macht“. Und was EvD vor Begeisterung vergessen hat. (Bild: E v. Däniken)

Jetzt habe ich als eingefleischter Fan von “Star Wars” und als Jäger des Phantastischen eine scheinbar bizarre Aussage in der Zeitung “Kronen Zeitung” aus Österreich gelesen. In dem kleinen Artikel vom 14. Dezember geht es um die UFO-Forscher und -Zeugen Waltraud Kaliba und Jürgen Trieb aus Österreich (s. hier), die darin vorgestellt werden. In der UFO-Szene selber sind die beiden sicher vielen bekannt, zum Beispiel auch über die spannenden UFO-Forschungen meines Kollegen Gerhard Gröschel.

Aber was sollen “Star Wars” und die UFO-Forschung gemeinsam haben? Dazu schreibt die “Kronen Zeitung” am 14. Dezember unter anderem:

“Blockbuster wie der eben erst angelaufene ‘Star Wars’Ableger ‘Rogue One’ seien nach Ansicht der beiden Steirer ‘Auftragswerke der US-Regierung’, um die Bevölkerung auf den ‘ersten Kontakt’ vorzubereiten. ‘Damit auf unserer Erde nicht eine Massenpanik ausbricht’ …

Im Auftrag der US-Regierung …

Auch wenn ich Waltraud Kaliba und Jürgen Trieb bereits auf der ein oder Tagung zur UFOs und Grenzwissenschaft schon getroffenen habe und auch Gerhard Gröschel kenne, klingt diese Idee der Alien-Vorbereitung nicht nur abwegig sondern absurd. Aber warum?

Die Idee, dass die Medien und das Kino die Menschheit nach und nach auf dem ersten Kontakt mit Aliens vorbereiten oder heranführen wollen, ist an sich nicht undenkbar. Ich habe selber zum Beispiel in diesem Video oder diesem Video darüber spekuliert. Vor allem habe ich auf diesem Blog immer wieder das Thema des ersten Kontakt und der Vorbereitung der Menschheit auf intelligentes Leben im All (oder sogar deren Ankunft bei uns auf der Erde) diskutiert. Mit dem Ergebnis, dass die Menschheit als Ganzes absolut unvorbereitet auf diesen ist.

Einzelne Menschen und Nationen werden Aliens eher verkraften als andere Menschen. Gesellschaftlicher Kollaps scheint aber wohl unausweichlich zu sein! Auch wenn dieser Kollaps von Region zu Region auf diesem Planten anders aussehen wird, wird die Menschheit da wohl nicht drumherum kommen..

VIDEO: Wie viel Wahrheit steckt im neuen Hollywood-Film von Roland Emmerich? (Bild: NASA / Montage: L. A. Fischinger)
VIDEO: Wie viel Wahrheit steckt im neuen Hollywood-Film von Roland Emmerich? (Bild: NASA / Montage: L. A. Fischinger)

Eine schrittweise Vorbereitung wäre die einzige Lösung. Aber ist “Star Wars” hier wirklich ein geeignetes Instrument, dass noch dazu ein “Auftragswerk der US-Regierung” sein soll? Mit Sicherheit nicht!

Fast alle Science-Fiction-Filme erzählen uns von bösen Aliens, die der Menschheit nichts Gutes wollen. Zuletzt in dem Alien-Invasions-Film “Independence Day II” von 2016. Sind Massen an Toten und quasi Zerstörungen im Sekundentakt wirklich dazu geeignet die Bevölkerung auf Außerirdische vorzubereiten?

Vorbereitung seit Jahrzehnten?

Nicht nur Hollywood hat seit den 1940er Jahren tausende von Science-Fiction-Filmen produziert, von denen schon vor Jahrzehnten gesagt wurde, sie dienen der Vorbereitung auf die Ankunft der UFOs. Grundsätzlich ist das Schema da immer gleich: Böse Aliens kommen, die Erde und Menschheit ist in höchster Gefahr, der Kampf beginnt und – wir Menschen siegen. Das war schon in dem Klassiker “Der Krieg der Welten” von H. G. Wells so, der schon 1898 erschien. Und im Prinzip ist es auch bei “Star Wars” genauso.

Selbstverständlich, und damit hätten Waltraud Kaliba und Jürgen Trieb durchaus recht, sind Science-Fiction-Fans bei der Frage nach UFOs bzw. außerirdischen Zivilisationen mit Sicherheit wesentlich aufgeschlossener als “normale Menschen”. Science-Fiction-Anhänger oder auch Grenzwissenschaftler muss man aber deshalb nicht auf den ersten Alien-Kontakt vorbereiten. Den erwarten diese (inklusive ich selbst) sicher schon sehr lange.

Würde die US-Regierung mit “Star Wars” und anderen Filmen “Auftragswerke” für den Erstkontakt in die Kinos “geschmuggelt” haben, sollten wir uns ernsthaft fragen: Würde dann nicht jeder, der solche und ähnliche Filme mal gesehen (es müssen ja nicht nur die Fans sein) und die “Botschaft” erreicht hat, alles andere als ruhig und friedlich den Erstkontakt freudig begrüßen …?

Euer Jäger des Phantastischen

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SETI: Die Suche nach der (mutmaßlichen) “Superzivilisation” des Sterns KIC 8462852 – sie blieb ohne Erfolg

Auf der Suche nach der Superzivilisation des Sterns KIC 8462852 - ohne Erfolg (Bild: NASA/Ames/JPL-Caltech / L. A. Fischinger / Montage: L. A. Fischinger)
Auf der Suche nach der “Superzivilisation” des Sterns KIC 8462852 – ohne Erfolg (Bild: NASA/Ames/JPL-Caltech / L. A. Fischinger / Montage: L. A. Fischinger)

Im Oktober 2015 machte eine Meldung aus der Astronomie in der ganzen Welt Schlagzeilen: Möglicherweise ist das Weltraumteleskop “Kepler”, das ca. 150.000 Sterne nach bewohnbaren Welten im Kosmos absucht, in 1480 Lichtjahren Entfernung fündig geworden! Um den Stern KIC 8462852 stießen die Forscher auf sonderbare Lichtschwankungen, die zu den Spekulationen verlockten, dass es hier vielleicht eine außerirdische “Superzivilisation” geben könnte. Ein klarer Fall für das Radioastronomie-Programm von “SETI”. Doch die Ergebnisse sind ernüchternd …

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Von Lars A. Fischinger

Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Große Aufregung herrschte ab dem Oktober 2015 in der Welt der Astronomie und natürlich auch der Grenzwissenschaft: Hat das Teleskop “Kepler” eine Alien-Zivilisation gefunden? In einem YouTube-Video habe ich damals die Spekulationen und Fakten dargelegt – und füge das Video am Ende nochmals ein.

“Spannend ist die Entdeckung auf jeden Fall”, schrieb ich am 16. Oktober, “und der Stern KIC 8462852 damit wohl ein Kandidat für eine Untersuchung via SETI …”  Nach der Veröffentlichung der ersten Untersuchungen zu diesen solaren Anomalien in rd. 1480 Lichtjahren Entfernung, kamen sehr schnell die wildesten Vermutungen über “Super-Aliens” auf. Eine außerirdische Zivilisation, die vielleicht ihr gesamtes Sonnensystem mit künstlichen Strukturen und/oder Satelliten “auffüllte”, die für diese Schwankungen der Messungen verantwortlich sind.

Oder – ganz nüchtern betrachtet – es ist vielleicht nur ein Schwarm von planetaren Trümmern, die sich um den Stern bewegen. Vielleicht sogar ein gewaltiger explodierter Komet. Dennoch, allen Kritiken zum Trotz, ein fraglos spannender Kandidat dort einmal nach möglichen Radiosignalen von ET zu horchen. Wenn man so oder so das Weltall nach diesen Botschaften der Außerirdischen absucht – warum nicht bei diesem Stern, da hier wenigstens etwas Außergewöhnliches nachzuweisen war?! So das vollkommen nachvollziehbare Argument der “SETI”-Befürworter. Irgendwas scheint in diesem Sonnensystem die Messdaten zu „verfälschen“ – eine “Megastruktur von Außerirdischen” oder eben doch nur natürliche Objekte wie zum Beispiel ein riesiges Feld von Asteroiden etc.?

Neue Erde im All gefunden? Exoplaneten: Auf der Suche nach Erde 2.0 und Erde 3.0 (Bild: NASA/JPL/DLR / L.A. Fischinger)
VIDEO: Auf der Suche nach Erde 2.0 und Erde 3.0 (Bild: NASA/JPL/DLR / L.A. Fischinger)

Und so kam es auch, dass die Forscher rund um “SETI” sich der seltsamen Lichtschwankungen annahmen, die den Stern KIC 8462852 so interessant bei der Suche nach Leben im Universum machen. Der heilige Gral der Astronomie schien, so der Eindruck, den zahlreiche Medienberichte durchaus erweckten, bald gefunden zu sein. Das größte Ereignis der Menschheitsgeschichte könnte vor der Tür stehen. Euphorie, die man durchaus nachvollziehen kann.

Von Ende Oktober bis Ende November beobachteten daraufhin das “Boquete Optical Seti” Observatorium (Panama) und das “Allen Telescope Array” in Kalifornien den rätselhaften Stern – und fanden und hörten: nichts!

Keine Außerirdischen um den Stern KIC 8462852?!

In einem Bericht vom 8. Dezember von Gerry Harp, Douglas Vakoch und Seth Shostak scheibt Vakoch als SETI-Präsident ernüchternd:

Wir haben keinerlei Hinweise darauf gefunden, dass eine fortschrittliche Zivilisation absichtlich Laser-Signale in Richtung Erde sendet.

Laser-Signale”?

Ja, denn “SETI” sucht neben Radiosignalen von Aliens auch nach “optischen Signalen” der Fremden aus dem All. In beiden Fällen gibt es zwei Möglichkeiten diese außerirdischen Spuren zu finden. Erstes, die mutmaßlichen Außerirdischen senden diese Signale mit voller Absicht in das All, um bewusst andere Zivilisationen zu erreichen. Oder zweitens, diese Signale sind zufällig von diesen Aliens verschickt worden und dienen überhaupt nicht einer Kontaktaufnahme. Vergleichbar mit dem “Strahlungs-Müll” unser irdischen Radio-Sendungen, die ebenfalls durch das All rauschen. Und natürlich nie für irgendwelche kosmischen Zuhörer gedacht waren – aber eben von diesen empfangen werden könnten

fand das Teleskop "Kepler" eine außerirdische Super-Zivilisation? (Bild: NASA / gemeinfrei / Montage: L.A. Fischinger)
VIDEO: Fand das Teleskop “Kepler” eine außerirdische Super-Zivilisation? (Bild: NASA / gemeinfrei / Montage: L.A. Fischinger)

Doch auch die Suche nach künstlichen Radiowellen von Außerirdischen um den Stern KIC 8462852 war vergeblich. Auch hier wurden keine Signale einer fremden Zivilisation in 1480 Lichtjahren Entfernung  gefunden.

“Die Hypothese einer gewaltigen, von Außerirdischen geschaffenen Struktur”, so SETI-Präsident Douglas Vakoch, “bricht in sich zusammen”. Seth Shostak zeigt sich ebenfalls enttäuscht und schreibt:

Die Geschichte der Astronomie lehrt, dass, immer wenn wir glaubten, ein Phänomen beobachtet zu haben, das auf die Aktivitäten von Außerirdischen hindeutet, wir damit falsch lagen.

Die beobachteten Lichtschwankungen scheinen also nicht auf eine außerirdische Super-Zivilisation hinzudeuten. Oder aber, um zu spekulieren, diese Außerirdischen haben sich abgeschottet und senden keine von uns nachweisbare Signale (mehr?) aus. Vielleicht ist die Alien-Zivilisation auch unlängst unter gegangen und wir können von ihnen heute gar nichts mehr empfangen. Nur noch ihre “Megastruktur” zeugt von deren einstiger Existenz. Dabei muss man natürlich wissen, dass der Stern etwa 1480 Lichtjahre von unserer Heimat im All entfernt ist. Damit schauen wir auf den Stern KIC 8462852, wie er vor 1480 Jahren aussah und nicht heute im Jahr 2015, da sein Licht (oder auch Radiosignale) natürlich fast 1,5 Jahrtausende zu uns auf dem Weg ist.

Eine andere Erklärung wäre natürlich die, die bereits bei der Entdeckung der Lichtschwankungen angeführt wurde: Dass dort planetare Trümmer oder Kometen die Messdaten von “Kepler” “verfälscht haben. Für solche vollkommen natürlichen Ereignisse benötigt man keine Außerirdischen. Außer aber, um mit einer richtig schönen Spekulation (und nur das ist es!) abzuschließen:

Die Heimat der Außerirdischen um den sonderbaren Stern ist selber zerstört worden. Die Trümmer ihres eigenen Planeten sind also die Ursache für die messbaren Lichtabweichungen um KIC 8462852 …

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Exorzismus in Deutschland: Angebliche Teufelsaustreibung in einem Frankfurter Hotel endet tödlich! Und weshalb “STAR WARS” direkt zum Satan führt …

Exorzismus in einem Frankfurter Hotel endet mit dem Tod (Grafik: L. A. Fischinger)
Angeblicher Exorzismus in einem Frankfurter Hotel endet mit dem Tod (Grafik: L. A. Fischinger)

Die Welt steckt voller Dämonen, teuflischer Gesellen und der Satan persönlich ist eine ständige Gefahr für die Menschheit. Das hilft nur ein Exorzismus! Das ist keine Glaubenslehre irgendwelcher “obskuren Kulte” in Afrika oder anderswo, sondern die offizielle Lehre der katholischen Kirche. Um dem Treiben des Teufels Einhalt zu gebieten hat der Vatikan dafür auch eigene Exorzisten. Nun aber ist ein Fall aus Frankfurt a. M. bekannt geworden, bei dem scheinbar eine Familie selber Exorzist spielte und eine “vom Teufel besessene” Frau zu Tode folterten.

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Fischinger Online Mystery-Kanal bei YouTube abonnierenVon Lars A. Fischinger

Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

“Der Satan ist an allem schuld!” – so heißt ein Kapitel in meinem aktuellen analytischen  Prä-Astronautik-Buch “Rebellion der Astronautenwächter“. Doch Satan, Luzifer, Beelzebub etc. ist in meinen Augen jemand ganz anders als ein “Höllenfürst aus der Unterwelt” …

Dennoch ist die offizielle Lehre der katholischen Kirche davon überzeugt, dass es Menschen gibt, die von Dämonen oder gleich dem Teufel selber besessen sind. Aus diesem Grund hat die Kirche eine “Armee” eigener Exorzisten, die gegen diese teuflischen Machenschaften auf Erden kämpfen. Doch diese kirchlichen Exorzisten sind machtlos, wenn Gläubige quasi in “Heimarbeit” selber einen Exorzismus durchführen. Der auch mit dem Tod enden kann … und das kommt immer wieder vor.

Derartige Berichte tauchen immer mal als kleine Randnotizen in den Medien auf und geschehen dabei (meist) in fernen Ländern. Oder bei religiösen Fundamentalisten, wie es beispielsweise ein Fall aus Texas, USA, im Frühjahr 2015 zeigte.

Doch nun ereignete sich eine solche Tragödie erneut bei uns in Deutschland: Ein angeblicher Exorzismus-Fall in einem Hotel in Frankfurt am Main, der mit dem Tod der “Besessenen” und einem verletzten zweiten Opfer endete.

Zu Tode gefoltert

Was war gesehenen?

In einem Hotel in Frankfurt am Main hat die Polizei den Medienberichten nach die Leiche einer 41 Jahre alten Frau gefunden, die offenkundig über Stunden zu Tode gequält wurde. Geschehen oder Angefangen seien die Folterungen der Frau bereits am letzten Samstag (5. Dezember). Die Staatsanwaltschaft Frankfurt hat daraufhin fünf Personen festgenommen, die an der Verstorbenen quasi einen “familiären “Exorzismus” durchgeführt haben sollen. Denn alle Tatbeteiligten sind Familienangehörige der Toten – einer ihr 15 Jahre junger Sohn.

Der Autor Erich von Däniken soll von Satan manipuliert werden (Bild: S. Ampssler / L. A. fikschinger
Der Autor Erich von Däniken soll von Satan manipuliert werden (Bild: S. Ampssler / L. A. Fischinger

Die Familie kam vor nicht einmal zwei Monaten aus Südkorea nach Deutschland. Und brachten scheinbar einen fanatischen Glauben an Dämonen und den Teufel mit nach Frankfurt. Die Verstorbene wurde von ihrer Familie geknebelt und immer wieder mit Schlägen gegen Brust und Bauch bis zum Tode gefoltert. Sogar einen Kleiderbügel habe man ihr in den Rachen gesteckt.

Erst nach dem Tod der angeblich Besessenen riefen die Angehörigen einen katholischen Priester ins Hotel, der daraufhin Alarm schlug. “Ersticken infolge massiver Brustkorbkompression und Gewalteinwirkung auf den Hals” sei nach der Staatsanwalt die Todesursache. Zudem war die Leiche übersät mit zahllosen Blutergüssen und Hämatomen gewesen. Weiter zitiert zum Beispiel “Die Welt” am 9. Dezember die Behörden mit den Worten:

“Nach derzeitigem Kenntnisstand fügten die Beschuldigten dem Opfer über einen Zeitraum von mindestens zwei Stunden Schmerzen und Qualen zu, wobei ihr Handeln von einer gefühllosen und unbarmherzigen Gesinnung getragen war (…)”

Oberstaatsanwältin Nadja Niesen sieht hier eine außergewöhnliche und zugleich grausamen Tat. “So etwas habe ich noch nicht erlebt”, so zitiert die “Frankfurter Allgemeine” am 9. Dezember die Staatsanwältin.

Stundenlange Folterungen und ein zweiten Exorzismus der Familie?

Im Verhör der Polizei gestand die teuflische Familie schließlich noch am 5. Dezember, dass in ihrem Haus in Sulzbach ein weiteres Opfer sei. Hier entdeckten die Ermittler in der Garage des Hauses eine schwer verletzte und fast verdurste Frau, die in Frischhaltefolie eingewickelt und stark unterkühlt war. Aber zum Glück lebte. Auch ein Opfer eines derartigen Exorzismus?

Nach einem anderen Medienbericht lebte die Familie sehr zurück gezogen in Sulzbach und auch nur kurzzeitig. Die Koreaner hätten den Nachbarn auch immer wieder davon erzählt, dass in dem Haus Geister leben würden. So heißt es dazu:

Die Koreaner lebten in dem Haus in Sulzbach offenbar sehr zurückgezogen. Die Rollläden waren nach Angaben der Nachbarn so gut wie immer heruntergelassen, alle Bewohner hätten jeden Vormittag gemeinsam das Haus in Richtung S-Bahn verlassen. Anfangs, als noch viele Männer mit in dem von einem Hofheimer vermieteten Haus gewohnt hätten, sei nachts stundenlang Gekreische aus dem Keller zu hören gewesen.

Papst Benedikt XVI. und Lars A. Fischinger - Angeblich ist der Papst der Satan in Person (Bild: Archiv L.A. Fischinger)
Papst Benedikt XVI. und Lars A. Fischinger – Angeblich ist er Satan in Person (Bild: Archiv L.A. Fischinger)

Was mag dort Grausiges geschehen sein? Zogen die Koreaner vor kurzem versehentlich in ein “Spukhaus” und machten die beiden Opfer dafür verantwortlich? Hat die Familie im religiösen Wahn dann selber versucht, den beiden Frauen den vermeintlichen “Teufel auszutreiben”? Eine Meldung vom Januar 2014 auf diesem BLOG ist dazu vielleicht noch in Erinnerung. Darin hieß es, dass im November 2011 eine Familie in den USA ein Haus bezog, in dem angeblich über 200 Dämonen hausen sollen. Ein wahres Horrorhaus nach den Berichten damals.

Der Vatikan hat seine eigenen Exorzisten und ebenso strenge Regeln was einen Exorzismus angeht. So was macht man mal nicht nebenbei im Kreise der Familie. Eigentlich, egal für wie gläubig oder “fromm” man sich auch selber halten mag. Ich vermute, dass die Koreaner Christen sind, da sie nach der Tat im Hotel am vergangenen Samstag auch einen katholischen Pfarrer riefen. Da war es leider schon zu spät für eines der Opfer.

Nach den Lehren der Kirche bedarf es einer gründlichen Prüfung des Falles bevor ein Exorzismus durchgeführt werden kann oder soll. Auch einer medizinischen Untersuchung geht dem voran. Und eine solche “Teufelsaustreibung” muss daraufhin erst noch von dem verantwortlichen Bischof persönlich genehmigt werden. Diese Erlaubnis für einen Exorzismus gilt dabei auch nicht für jedermann, sondern für einen Priester/Exorzisten der Kirche selber.

Der Beelzebub boomt in Polen

Star Wars Episode VII von J.J. Abrams und Disney - Was kommt da auf uns zu?
VIDEO: “STAR WARS – Episode VII” von J.J. Abrams und Disney – Was kommt da auf uns zu? (Bild: L. A. Fischinger)

Im katholischen Polen beispielsweise arbeiten 130 Exorzisten. Der Teufel boomt dort. So können dort beispielsweise seit 2012 die Gläubigen das Magazin “Egzorcysta” (Der Exorzist) kaufen, und sich darin über den Kampf gegen Luzifer informieren. Monatlich werden davon 40.000 Exemplare gedruckt – angefangen mit 15.000 im Jahr 2012.

Besonders übel beim Teufels-Boom in Polen ist eine Nachricht für alle Fans von “STAR WARS” inkl. mir selber natürlich: Die Diözese Warschau-Praga hat einen Fragenkatalog verteilt, anhand dessen man überprüfen kann, ob man nicht vom Teufel besessen oder verführt ist. 60 Fragen enthält der Bogen. Und wer “böse Filme” wie eben “STAR WARS” oder auch “Indiana Jones” schaut, könnte dem Satan verfallen.

“Hello Kitty” ist nach diesen “analytischen Fragen” übrigens kein Teufelswerk …

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Neues Buch erschienen: Tipp zu den Arbeiten des Phänomene-Forschers John A. Keel

Die Arbeiten des Phänomene-Forschers John A. Keels (1930 – 1932), die bislang dem Großteil der deutschsprachigen Bevölkerung unbekannt geblieben sind, faszinieren wie ein fantastisches Gemälde des Surrealismus. Wo die Schulwissenschaft scheinbar Grenzen setzt, dort ist die Welt keineswegs zuende. Hinter den willkürlich gezogenen Grenzlinien öffnet sich eine fantastische Welt, in der “Ultrairdische” – wie Keel sie nannte – zuhause sind, wo Prophezeiungen und UFOs ebenso zuhause sind wie monströs wirkende Wesen, die am Himmel fliegen und riesige Flugapparate vor weit mehr als 100 Jahren. Der Autor Roland M. Horn hat nun das Buch “John A. Keel und der Stein der Weisen” vorgelegt über den Forscher vorgelegt. Einen Reiseführer in die weite Welt eines “Phantasten” Keel, der viel mehr von der Realität zu erfassen vermag als “biedere Erbsenzähler” …


Von Lars A. Fischinger 

Die UFO-Forschung ist relativ komplex. Neben den ungeklärten Fällen und der Suche nach des Rätsels Lösung ist eine Lagerbildung zu erleben. Die Untersucher sind sich entweder darüber einig, das hinter den nach der Untersuchung zurückbleibenden UFO-Fällen ein bisher unbekanntes, aber intelligentes und exotisches Phänomen steckt, oder aber, dass alle diese unidentifizierten Objekte nur deshalb ungeklärt seien, weil die Zeugen lügen oder aber falsche, bzw. ungenaue Angaben machen würden.

Dazwischen gibt es fast nichts.

Ein amerikanischer Journalist, der durch seine Forschungen Wesen und Phänomene wie den Mothman und die Men in Black bekannt machte, ist John A. Keel. Mit seinen Forschungen und Publikationen brachte er neue Impulse in die UFO-Forschung. In seinem Buch “Our Haunted Planet” (1971) entwickelte er die Theorie der “Ultrairdischen” (als Gegenpart zur Theorie der Außerirdischen). Diese Besucher waren demnach keine wirklichen Außerirdischen. Keel selbst bezeichnete sie als “eine [Art] Kraft”. Mit seinem Buch “The Eighth Tower” (1975) verfeinerte er die Theorie der „Ultrairdischen“ und beschrieb genauer deren Wirken. In “The Mothman Prophecies” beschäftigte er sich mit den rätselhaften Vorfällen in Point Pleasant, West Virginia, in denen zwischen 1966 und 1967 neben UFOs und Prophetie-Fällen vor allem auch Men in Black und Mothman Sichtungen verzeichnet wurden. Der tragische Einsturz der Silver Bridge, der 46 Menschen das Leben kostete, machte diese Geschehnisse weltberühmt. Im Zuge der Verfilmung (mit zum Teil stark abgewandelter Geschichte) der Geschehnisse im Jahr 2002 mit Richard Gere erschien unter dem Titel “The Mothman Prophecies – Tödliche Visionen” das Buch (als einziges Werk von John A. Keel) auch in deutscher Sprache.

Diesem außergewöhnlichem Menschen ist die vorliegende Arbeit von Roland M. Horn (hier) nicht nur gewidmet, sondern sie geht auch tief in dessen Theoriegebilde ein. Doch Roland M. Horn geht weiter, macht sich eigene Gedanken und entwickelt das Konzept Keels weiter. (Verlagstext nach dem Vorwort von Marius Kettmann)

Vorwort

 

Die UFO-Forschung ist relativ komplex. Neben den ungeklärten Fällen und der Suche nach des Rätsels Lösung ist eine Lagerbildung zu erleben. Die Untersucher sind sich entweder darüber einig, dass hinter den nach der Untersuchung zurückbleibenden UFO-Fällen ein bisher unbekanntes, aber intelligentes und exotisches Phänomen steckt oder aber, dass alle diese unidentifizierten Objekte nur deshalb ungeklärt seien, weil die Zeugen lügen oder aber falsche bzw. ungenaue Angaben machen würden. Dazwischen gibt es fast nichts.

Für die meisten in der sogenannten UFO-Szene Involvierten, die etwas Außergewöhnliches hinter den Fällen vermuten ist die ETH (Extraterrestrial Hypothesis, Außerirdische Hypothese) die annehmbarste. Außenseiter sind selten. Und noch seltener ist es, wenn diese einen gewissen Einfluss gewinnen und mit ihren (oft unkonventionellen) Sichtweisen völlig neue Perspektiven eröffnen. Zwei Personen ist dies umfänglich gelungen und beide sind weithin auf dem Gebiet der UFO-Forschung bekannt. Der eine, ein gebürtiger Franzose der sich in den USA als Astronom und vor allem Informatiker einen Namen machte, ist Jacques F. Vallée. Bekannt durch seine enge Freundschaft mit dem Chef-Untersucher des Projects Bluebook, J. Allen Hynek, und seinen Forschungen die weit vor die Zeit der Initial-Sichtung von Kenneth Arnold hinausgingen (z.B. in seinen Büchern „Passport to Magonia“ 1969, „Dimensions“ 1988 oder zuletzt zusammen mit Chris Aubeck in „Wonders in the Sky“ 2010), entwickelte er die Theorie des Kontrollsystems. Der andere, ein amerikanischer Journalist, der durch seine Forschungen Wesen und Phänomene wie den Mothman und die Men in Black bekannt machte, ist John A. Keel. Diesem außergewöhnlichem Menschen, ist die vorliegende Arbeit von Roland M. Horn nicht nur gewidmet, sondern sie geht auch tief in dessen Theoriegebilde ein. 

Um wen handelte es sich und was machte John A. Keels Arbeit aus? 

Keels Buchveröffentlichungen sind überschaubar, was allerdings in Anbetracht seiner Forschungen eher ein Verlust ist. Bereits mit 27 Jahren erschien sein erstes Werk unter dem Titel „Jadoo“ (1957), welches sich jedoch nicht mit dem UFO-Phänomen sondern mit seinen Reisen nach Ägypten und Indien beschäftigte (unter anderem auch mit dem Yeti). Neun Jahre später erschien mit „The Fickle Finger of Fate“ ein Roman aus Keels Feder. Doch mittlerweile hatte das UFO-Thema sein Interesse geweckt. Anfänglich der ETH zugetan, merkte er anhand der Fälle die er sich anschaute und den Einflüssen vor allem der Lektüre von Charles Fort und der daraus entstandenen Forteaner-Bewegung, dass die ETH nicht unbedingt die erfolgversprechendste zu sein schien. Er untersuchte die Orte, an denen sich die Vorfälle ereigneten, bestimmte sogenannte Fensterorte, in welchen sich für einen bestimmten Zeitraum verschiedene Phänomene summierten, und er legte sein Hauptaugenmerk auf UFO-Wellen.

Seine Arbeit konnte man in der zweiten Hälfte der 1960er Jahre vor allem in der Flying Saucer Review und im Fate Magazine verfolgen, bevor ab dem Jahr 1970 seine fünf Jahre andauernde produktivste Zeit begann. Mittlerweile hatte Keel begonnen sich Vollzeit mit Phänomenen zu beschäftigen. Im Buch „UFOs: Operation Trojan Horse“ (1970) deckte er auf, dass es sich bei der scheinbaren Darstellung der Wesen in den UFOs als Außerirdische um eine Maskerade handle. Diese sei nur vorgeschoben, ein Deckmantel für die eigentlichen Strippenzieher, die er hier als Dämonen oder Geister identifizierte. Dass er sich in einer Zeit in der von denen, die tatsächlich ein exotisches Phänomen hinter UFOs vermuteten, die ETH bevorzugt wurde, massiven Widerständen gegenübersah, lag auf der Hand. Ein Schicksal, welches auch Jacques Vallée ereilen sollte, der sich nach seinen Büchern „The Invisible College“ (1975) und „Messengers of Deception“ (1979) für fast ein Jahrzehnt frustriert aus der UFO-Szene zurückzog. Keel war jedoch zu tief in seinen Forschungen gefangen, als dass er sich vorstellen konnte, das Feld zu räumen. In seinem Buch „Strange Creatures from Time and Space“ welches er ebenfalls 1970 vorlegte, präsentierte er ein Sammelsurium von Phänomenen und Wesenheiten (angefangen vom Mothman über Außerirdische bis hin zu Bigfoot und Nessie).

In seinem Buch „Our Haunted Planet“ 1971 entwickelte er die Theorie der „Ultrairdischen“ (als Gegenpart zur Theorie der Außerirdischen). Diese Besucher waren demnach keine wirklichen Außerirdischen. Keel selbst bezeichnete sie als „eine [Art] Kraft“.

1975 meldete sich Keel mit zwei weiteren wichtigen Werken zurück. In „The Eighth Tower“ verfeinerte er die Theorie der „Ultrairdischen“ und beschrieb genauer deren Wirken. In „The Mothman Prophecies“ beschäftigte er sich mit den rätselhaften Vorfällen in Point Pleasant, West Virginia, in denen zwischen 1966 und 1967 neben UFOs und Prophetie-Fällen vor allem auch Men in Black und Mothman Sichtungen verzeichnet wurden. Der tragische Einsturz der Silver Bridge, der 46 Menschen das Leben kostete, machte diese Geschehnisse weltberühmt. Im Zuge der Verfilmung (mit zum Teil stark abgewandelter Geschichte) der Geschehnisse 2002 mit Richard Gere erschien unter dem Titel „The Mothman Prophecies – Tödliche Visionen“, das Buch (als einziges Werk von John A. Keel) auch in deutscher Sprache.

Die produktivste Zeit Keels (was das Publizieren seiner Forschungen und Ergebnisse in Buchformat betrifft) war nun vorbei. Lediglich mit „Disneyland oft the Gods“ (1988) meldete er sich noch einmal zurück – allerdings eher im Sinne eines modernen Charles Fort, der Fälle sammelt und archiviert. Zudem erschienen teilweise überabeitete Versionen seiner älteren Werke, wie z.B. 1975 „Visitors from Space“ (englische Auflage von „The Mothman Prophecies“), 1978 „The Cosmic Question“ (englische Auflage von „The Eighth Tower“) oder 1994 „The Complete Guide to Mysterious Beings“ (überarbeitete Auflage von „Strange Creatures from Time and Space“).

Eine Kollektion seiner bedeutendsten Beiträge in der Zeitschrift „Fate“, wurde 2006 als „The Best of John Keel“ herausgegeben.

Legendär bleibt seine Form der Untersuchung, die eben vielen Forschern zum Trotz, keine Beschränkungen kannte und nicht von selbstaufgestellten Grenzen kompakt gehalten wurde. So nahm er Fälle, wie den während der 1973er UFO-Welle in den USA vorgekommenen, in welchem eine Frau nicht nur ein Objekt am Himmel entdeckte, sondern an dessen Seite in großen Buchstaben auch das Wort „UFO“ zu lesen war, durchaus ernst und ordnete sie den verwirrenden Spielen der „Ultrairdischen“ zu (die er auch „Cosmic Trickster“ nannte).

John A. Keel und sein freier, uneingeschränkter und erfrischender Geist fehlen heute oft in der UFO-Forschung. Seine Theorie verdient einen tieferen Blick, sie sollte ernsthaft und aufgeschlossen diskutiert werden. Keels Forschungen sind in Deutschland vielen nicht bekannt, da seine Werke hier nicht erschienen. Dies ist sehr traurig und erweist sich als weitere Parallele zu Jacques Vallée, von dessen 13 UFO-Sachbüchern ebenfalls nur drei ins Deutsche übersetzt wurden.

Dabei war Keel nicht nur umstritten und wegen seiner Unangepasstheit an die favorisierte ETH kontrovers gesehen, sondern auch ein Inspirationsquell vor allem für die Forteanische-Szene und Forscher, wie z.B. Loren Coleman. Der Einfluss auf ihn war so stark, dass Coleman sein 2002er Werk „Mothman and Other Curious Encounters“ Keel widmete.

Das vorliegende Buch von Roland M. Horn, der bereits durch seine gemeinsam mit Lars A. Fischinger publizierte Arbeit „UFO-Sekten“ ein wichtiges Handbuch veröffentlichte, ist hoch einzuschätzen, da hier zum größten Teil die Erkenntnisse, Theorien und Vorstellungen von John A. Keel erstmalig in deutscher Sprache zugänglich gemacht werden. Doch Roland M. Horn geht weiter, macht sich eigene Gedanken und entwickelt das Konzept Keels weiter.

Roland M. Horns Buch gehört somit sicherlich zu den wichtigsten und interessantesten UFO-Büchern Deutschlands der letzten 10 Jahre. 

Marius Kettmann 
2. Vorsitzender der DEGUFO
Im August 2012 

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      Es muss nicht alles so sein, es kann auch ganz anders sein. Manche Rätsel sind Scheinrätsel, manche werden zu welchen gemacht, manche aber widerstehen ziemlich hartnäckig allzu glatten Erklärungsversuchen.”
      (Walter-Jörg Langbein, 1993 in “Die großen Rätsel der letzten 2500 Jahre”)

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