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4.000 Kilometer weit importiert: 9.000 Jahre alte Steinwerkzeugartefakte in den Großen Seen Nordamerikas entdeckt

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9.000 Jahre alte Steinwerkzeugartefakte in den Großen Seen Nordamerikas entdeckt! (Bilder: Google Earth / J. M. O'Shea/Plos one)
9.000 Jahre alte Steinwerkzeugartefakte in den Großen Seen Nordamerikas entdeckt! (Bilder: Google Earth / J. M. O’Shea/Plos one)

Überraschende Funde im Lake Huron, einer der Großen Seen in Nordamerika. Unterwasserarchäologen fanden in dem See Artefakte von Steinwerkzeugen aus Obsidian, die vor 9.000 Jahren über eine Strecke von rund 4.000 Kilometern dorthin importiert worden sein müssen. Ein nordamerikanisches Handessnetz um 7.000 vor Christus, wie die Forscher jetzt in ihrer Untersuchung bekanntgaben.


Überraschende Funde im Lake Huron

Die Vergangenheit überrascht immer wieder. Und je mehr Wissenschaftler unterschiedlichster Disziplinen sie erforschen, um so mehr Erstaunliches finden sie über unsere Vorfahrern heraus. Nicht selten helfe hierbei überraschende Funde. Wie jene, die jetzt Unterwasserarchäologen im Lake Huron entdeckten.

Ein Forscherteam verschiedener Institutionen entdeckte dort unter Wasser scheinbar unscheinbare Steinstücke, wie sie jetzt in ihren veröffentlichten Untersuchungsergebnissen berichten. Diese Funde stellten sich schnell als Obsidian heraus, einem vulkanischen Glas, das seit je her in der Geschichte rund um die Welt als überaus wertvoll angesehen wurde. Nach Ansicht der Archäologen gehören diese Stücke dort nicht hin, sondern sind aus Oregon im Westen der USA importiert worden.

Ashley Lemke, Assistenzprofessorin für Soziologie und Anthropologie an der University of Texas in Arlington, kommentierte diese Entdeckung mit den Worten:

In diesem Fall zeigen diese winzigen Obsidian-Artefakte soziale Verbindungen in ganz Nordamerika vor 9.000 Jahren. Die Artefakte, die unterhalb der Großen Seen gefunden wurden, stammen aus einer geologischen Quelle in Oregon, die 4.000 Kilometer entfernt liegt – was sie zu einer der längsten Entfernungen macht, die für Obsidian-Artefakte überall auf der Welt aufgezeichnet wurden.

Ein nordamerikanisches Handessnetz

Für die beteiligten Forscher ist das ein eindeutige Hinweis, dass es zu Ende der letzten Eiszeit bereits Handel über weite Strecken hinweg in Nordamerika Realität war.

Das sind sehr kleine Stücke, die sehr große Geschichten zu erzählen haben. Obsidian aus dem äußersten Westen der Vereinigten Staaten wird selten im Osten gefunden. Dieser Fund ist wirklich spannend, weil er zeigt, wie wichtig die Unterwasserarchäologie ist. Die Erhaltung alter Unterwasserstätten ist an Land beispiellos und diese Orte haben uns eine großartige Gelegenheit gegeben, mehr über frühere Völker zu erfahren.

So die Unterwasserarchäologin Lemke weiter. Diese Funde sind Teil einer umfangreichen Untersuchung der Beziehungen der nordamerikanischen Ureinwohner am Ende der letzten Eiszeit untereinander. Damals lagen die Stätten noch auf dem Trockenen, da der Wasserspiegel heute rund 30 Meter höher liegt. Auch Mauerreste und andere archäologische Spuren wurden bereist auf dem Grund der Großen Seen entdeckt.

Diese Funden beweisen jedoch erstmals einen Handeln mit anderen Volksgruppen, die 4.000 Kilometer weiter westlich siedelten und dort den Obsidian abbauten.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Forschungsschiff startet die Erkundung eines 3.500 Jahre alten Hügelgrab auf dem Grund des “Süßen See” (+ Video)

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Forschungsschiff startet die Erkundung eines 3500 Jahre alten Hügelgrab auf dem Grund des Süßen See (Bild: Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt)
Forschungsschiff startet die Erkundung eines 3500 Jahre alten Hügelgrab auf dem Grund des Süßen See (Bild: Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt)

Wie Anfang Januar 2021 in einem YouTube-Video berichtet, fanden Forscher auf dem Grund des “Süßen See” bei Halle eine seltsame, kreisförmige Struktur. Sie halten das mittels Sonar entdeckte Gebilde für ein 3.500 Jahre altes Hügelgrab, das bisher unbekannt war. Und wahrscheinlich sogar unversehrt ist. Jetzt starteten die Wissenschaftler mit einem Forschungsschiff eine genaue Erkundung des Fundes. Was die Experten sich konkret erhoffen, erfahrt Ihr hier.


(re-Post)

Ein im See versunkenes Hügelgarb bei Halle

Deutsche Forscher um den Archäologen Dr. Sven Thomas fanden im April 2018 auf dem Grund des “Süßen Sees” westlich von Halle eine kreisförmige Struktur mit einer Unterwasserdrohne. Schnell waren sich die Experten sicher, dass es sich um eine von Menschen erbaute Anlage handelt. Ein Hügelgrab, waren sie sich schnell sicher, das fast 3.500 Jahre alt ist. Damit stamme es aus der Bronzezeit.

Weiter ergaben hydromagnetische Messungen, dass sich im Inneren des kreisförmigen Grabhügels Metall befindet. Damit könnte der Fund seit 3,5 Jahrtausenden unangetastet geblieben sein, wie in dem unten nochmals angefügten Video im Januar 2021 berichtet. Dennoch sind und waren weitere Forschungen notwendig, die heute ( 8. März) begonnen haben. Das Forschungsschiff “Sonara” der Mitteldeutschen Ingenieurconsult (Midi/Halle) soll, ausgerüstet mit der modernster Messtechnik, eine Woche lange den Grund des “Süßen See” erkunden. Nicht nur nach möglichen Artefakten wird gesucht, sondern auch der komplette Seegrund soll dreidimensional kartiert werden.

Natürlich gilt das Hauptinteresse dem vermuteten Hügelgrab in rund 5 Metern Tiefe.

Suche nach Artefakten

“Viele neue Erkenntnisse” erhofft sich der verantwortliche Archäologe Dr. Thomas von dieser Expedition. Vor allem auch durch den Einsatz eines speziellen Sonargerätes, dass den Grund durch Schallwellen bis in 2 Meter Tiefe scannen und darstellen kann. Mutmaßliche Artefakte, die seit tausenden von Jahren unter dem heutigen Seegrund liegen, können so sichtbar gemacht werden. Schicht für Schicht kann diese Technologie deutlich die Konturen möglicher Objekte darstellen, so Thomas.

Schon jetzt hat das versunkene Grab einen Spitznamen bekommen: “Malandis”. Ein Anspielung auf das legendäre “Atlantis” und den Namen “Marsfelder Land”, in dem sich der “Süße See” befindet. Sehr weit hergeholt, da hier selbstverständlich keine versunkene Zivilisation in dem doch recht kleinen See liegt. Es spiegelt aber die Begeisterung der Anwohner und Segler wieder, das Projekt “großartig unterstützt”, wie es Thomas betont.

Mit der Lokalisierung von künstlichen Objekten Tief im See beginnt eigentlich erst die genauere Forschung. Denn die gewonnen Daten müssen in der Folge erst mal ausgewertet und eingeschätzt werden. erst dann können Taucher und Unterwasserarchäologen sich an die Arbeit machen diese Artefakte zu bergen. Auch Dr. Sven Thomas betont, dass mit der aktuellen Mission “Ausgrabungen und der Einsatz von Tauchern vorbereitet” werden.

Es bleibt also spannend im “Süßen See”!

Video zum Thema

YouTube-Video vom 1. Januar 2021 auf Mystery Files

Bitte auf das “Play-Symbol” klicken.
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Grüße aus Doggerland: 8.000 Jahre alte Bootswerft aus der Steinzeit auf dem Grund der Nordsee entdeckt

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8.000 Jahre alte Bootswerft aus der Steinzeit auf dem Grund der Nordsee entdeckt (Bild: Maritime Archaeological Trust)
8.000 Jahre alte Bootswerft aus der Steinzeit auf dem Grund der Nordsee entdeckt (Bild: Maritime Archaeological Trust)

Forscher haben auf dem Grund der Nordsee einen sensationellen Fund gemacht. In 11 Metern Meerestiefe stießen sie an der britischen Insel Isle of Wight im Ärmelkanal aus hölzerne Strukturen, die sie für eine Bootswerft aus der Steinzeit halten. Versunken vor rund 8.000 Jahren, als der Meeresspiegel durch die Reste der der letzten Eiszeit anstieg. Weite Teile Nordeuropas versanken in den Fluten und das riesige Doggerland genannte Gebiet (das “Atlantis der Nordsee”) versank in der Nordsee und im Atlantik. Die Unterwasserarchäologen sprechen unlängst von einem “bedeutenden Fund”. Alle Details und die Hintergründe erfahrt Ihr in diesem Beitrag.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Die Steinzeit-Werft auf dem Grund der Nordsee

Unterwasserarchäologen haben vor der Küste der britischen Insel Isle of Wight im Ärmelkanal eine sensationelle Entdeckung gemacht. In 11 Meter Meerestiefe stießen die Forscher auf hölzerne Plattformen und Strukturen, die sie für eine 8.000 Jahre alte Werft aus der Steinzeit halten.

Möglicherweise sei dies die älteste Anlage dieser Art, die weltweit jemals gefunden wurde, so die Archäologen von „Maritime Archaeological Trust“(MAT). Nach der Entdeckung 2005 hielt man die Holzstrukturen zuerst für Gehwege oder anderen zusammengebrochene Plattformen, aber nicht für eine Bootswerft.

Garry Momber, Direktor der „Maritime Archaeological Trust“, ist begeistert über die Art und den Umfang der Funde:

Diese neue Entdeckung ist besonders wichtig, da die Holzplattform Teil eines Standorts ist, der die Menge des in Großbritannien gefundenen bearbeiteten Holzes aus einer Zeitspanne von 5.500 Jahren verdoppelt.

Der Standort enthält eine Fülle von Beweisen für technologische Fähigkeiten, die seit ein paar tausend Jahren nicht mehr weiterentwickelt wurden. Zum Beispiel fortgeschrittene Holzbearbeitung.“

Die geborgenen Reste vom Grund der Nordsee befinden sich inzwischen „in einem Kühlhaus und werden feucht gehalten, damit sie stabil sind“, so das MAT. Die Hölzer sollen im „National Oceanography Centre“ in Southampton weiter untersucht und rekonstruiert werden. Immerhin handele bei dieser Entdeckung um „die intakteste mesolithische Holzkonstruktion, die jemals in Großbritannien ausgegraben wurde“.

Als das zusammenhängendste archäologische Artefakt seiner Art ist es auch das bedeutendste. Als solches wird es vollständig konserviert, so dass es in einem Museum für alle sichtbar ausgestellt werden kann.“

Schon jetzt sind sich die Experten sicher, dass diese Funde belegen, dass die steinzeitlichen Menschen dieser Region Kontakt mit anderen Menschen weit im Süden gehabt haben müssen. Vor 8.000 Jahren war die Isle of Wight noch keine Insel wie heute. Erst durch das Abschmelzen der Gletscher zum Ende der letzten Eiszeit lies den Meeresspiele nach und nach ansteigen. Um mindestens 120 Meter.

Doggerland – das “Atlantis der Nordsee”

Auch den Ärmelkanal gab es in der heutigen Form nicht und riesige einst trockene und bewohnte Landflächen liegen heute auf dem Grund der Nordsee.

Diese versunkene Welt wird heute Doggerland genannt – ein Atlantis der Nordsee, von dem immer wieder Spuren und Artefakte auf dem Meeresgrund gefunden werden. Auch verschiedene Steinzeitbauten an den (heutigen) Küsten Nord- und Westeuropas, die ganz und teilweise im Meer versunken sind, zeigen eindrücklich den Anstieg des Meeresspiegels.

Neue Untersuchungen, die 2012 von der britischen „Royal Society“ vorgestellt wurden, zeigen zudem, dass das versunken Doggerland einst wesentlich größer war als bisher angenommen wurde. Richard Bates, Geochemiker an der University von St. Andrews, und sein Team haben 15 Jahre lang nach diesen Spuren von Doggerland gefahndet. Neben Daten von Ölbohrfirmen und archäologischen Objekten vom Grund der Nordsee wurden auch Pollenproben untersucht und der Meeresboden systematisch gescannt. (mehr dazu im Video HIER)

Vor Jahrtausenden konnte man von der heutigen Nordseeküste Deutschlands oder Dänemarks bis weit über den heutigen Norden Schottlands über trocknendes Land laufen. Selbst die Shetland Inseln waren keine Inseln sondern Teil von Doggerland.

Die Bootswerft zeigt eindrücklich, dass in der Steinzeit vor 8.000 Jahren unserer Ahnen offensichtlich auch Seehandel trieben. Auch dann noch, als Doggerland vor 8.000 Jahren von der Nordsee verschluckt wurde, wie es zum Beispiel von Helgoland auf das Festland importierte Funde zeigen. Noch führen Handel und sogar Hochseefahrt gab es offenbar bereits vor 130.000 Jahren im östlichen Mittelmeer, wie in diesem Beitrag HIER berichtet.

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