Suchergebnisse: Görlitz erdmann

Experimentelle Archäologie: Neuer Film über das erfolgreich beendete Seefahrt-Experiment “Abora IV” von und mit Dominique Görlitz online (+ Video)

Abora IV: Muss die Geschichte neu geschrieben werden? (Bild: YouTube-Screenshot eingeschenkt.tv)
Abora IV: Muss die Geschichte neu geschrieben werden? (Bild: YouTube-Screenshot eingeschenkt.tv)

Wie auf Fischinger-Online berichtet hat kürzlich der Experimentalarchäologe Dr. Dominique Görlitz erfolgreich sein Seefahrt-Experiment “Abora IV” beendet. Ziel war es nachzuweisen, dass Seehandel bereits in der Bronzezeit (oder sogar wesentlich früher) im östlichen Mittelmeer für unsere Ahnen technisch sehr wohl möglich war. Ein Handel zwischen dem Schwarzen Meer, der Ägäis und dem alten Ägypten über das Meer. Jetzt entstand daraus ein neuer Film rund um “Abora IV” und dem Seefahrthistoriker Görlitz, der heute erschienen ist. Hier erfahrt die Hintergründe.


“Abora IV”: Muss die Geschichte neu geschrieben werden?

Historiker und Archäologen wissen aufgrund von Ausgrabungen, dass bereits in der Steinzeit umfangreiche Handelswege und Netzwerke existierten. Der Austausch von Ideen, Waren, Techniken und wahrscheinlich auch religiösen Anschauungen war vor Jahrtausenden weit umfassender, als man es einst angenommen hatte. Auch und vor allem über weite Strecke hinweg. Hierbei herrscht jedoch die Meinung vor, dass dieser kulturelle Austausch (fast ausschließlich) über den Landweg erfolgte.

Genau das sehen einige alternative Historiker wie eben Dominique Görlitz anders. Sie gehen in ihren Überzeugungen sogar soweit, dass es Handel und Austausch auch über die Ozeane gegeben haben kann. Zum Beispiel sehr lange vor der Entdeckung Amerikas zwischen Europa und der “Neuen Welt”. Mit Nachbauten primitiver Boote hat auch Görlitz in verschiedenen Versuchen und Experimenten diese Möglichkeit aufgezeigt.

Bekannt sind dabei vor allem seine Schifffahrt-Experimente mit seiner “Abora-Klasse”. Der letzte Versuch dieser Art war mit dem Schilfboot “Abora IV“, das nach rund 3.000 Kilometern Fahrt kürzlich sicher ans Ziel kam. Ein Segelexperiment, dass von Varna am Schwarzen Meer durch den Bosporus, das Marmarameer, die Ägäis und das östliche Mittelmeer führte.

Auch dieses private Experiment von Dominique Görlitz und seiner Crew wurde mit der Kamera begleitet und dokumentiert. Daraus entstand der Film “Abora IV: Muss die Geschichte neu geschrieben werden?”, den Ihr unten angefügt findet.

Neuer Film über “Abora IV” online

Initiator und Leiter Görlitz schrieb am 2. November 2019 auf Facebook dazu:

Experimentelle Archäologie lebt von der audiovisuellen Dokumentation. Nur sie garantiert, dass Rekonstruktionen über technische Prozesse oder Werkzeuge auch von Wissenschaftlern und den Bürgern begutachtet werden können, um die technische Umsetzung nachvollziehen zu können.

So auch im Beispiel unserer ‘Abora IV-‘Expedition von Varna/Bulgarien nach Kaş in die Türkei.

Unser neuer TV-Partner Eingeschenkt TV Chemnitz hat deshalb große Arbeit geleistet, um gemeinsam mit unserem Kameramann Frank Stegmann den gesamten Bau und die gesamte Fahrt zu dokumentieren. Daraus entstand diese neue filmische Reportage, die die Fahrt von Çanakkale über Santorin bis nach Kleinasien spannenden Bildern zusammenfasst.

‘Abora’-Expeditionen und ‘Abora’-Dokumentationen sind zwei Seiten ein und derselben Medaille. Schon seit den ersten Projekten (‘DILMUN I’, 1990) achtete ich stets darauf, dass Fernsehsender und auch Filmteams mit am Start sind. So sind auch etliche Kameraleute, die beim Fernsehen arbeiten (verschiedene Sender), Vereinsmitglieder, um in ihrer Freizeit ihre Fähigkeiten für das Team und die audiovisuelle Dokumentation zur Verfügung zu stellen.

Höhepunkte der Arbeit unseres Teams waren Produktionen mit dem ZDF oder National Geographics, aber auch eigene Produktionen wie die ‘Abora’ Saga oder das ‘Cheops-Projekt‘ von Nuoviso TV.

Werde auch DU Fan von Grenzwissenschaft & Mystery Files!

Grenzwissenschaft und Mystery Files auf YouTube

Werde Fan von Grenzwissenschaft und Mystery Files auf Facebook+++ Blog-Newsletter HIER abonnieren +++

Der Film heute und dritter Teil (hier findet Ihr Teil 1 & Teil 2, Anm. LAF) aus der Eingeschenkt TV Sendereihe über ‘Abora’ beleuchtet den letzten und spannendsten Teil unserer Seereise. Eingeschenkt TV kommt aus Chemnitz. Es ist ein mehrköpfiges Team voller engagierter Leute aus dem Bereich Medien, Film, Publikation, Informatik und Journalismus. Sie produzieren für jedermann Interviews, Artikel, Presseanalysen, Dokumentationen.

Sie waren auch viel mit uns unterwegs, so auch in Beloslav, Varna, Çanakkale, Limnos und Santorin, um vor Ort über unser Projekt zu berichten.

Diese Reportage stellt nun die Grundlage für ein weiteres Filmprojekt dar, welches ich mit dem Berliner TV-Produzenten Theodor Baltz auf die Beine stellen werde. Das gesamte, während der Fahrt von verschiedenen Teams produzierte Filmmaterial wird dann in einer großen Dokumentation zusammengefasst, die noch viel tiefgründiger die Hintergründe und Ergebnisse beleuchten wird. Das wird aber noch ein paar Wochen brauchen.

Deshalb genießt dieses erste Zwischenprodukt, was wirklich Lust auf ‘meer’ macht!

Der Experimentalarchäologe Dominique Görlitz sieht auch in seine neuen Seefahrt-Expermiment einen Erfolg. Es zeige unter anderem auch auf, dass sehr wohl über den Seeweg Metalle wie vor allem Eisen aus der Region des Schwarzen Meer bis nach Ägypten gehandelt sein können. Eine These, an der Görlitz bereits seit Jahren arbeitet, wie er es unter anderem in diesem Interview-Video HIER auf meinem YouTube-Kanal ausgeführt hat.

Von Beginn an arbeitete die “Mission Abora IV” auch mit Wissenschaftler und Archäologen zusammen. Denn seit wann im alten Ägypten tatsächlich Eisen genutzt wurde, und wie es woher ins Land gekommen ist, ist in der Archäologie weiterhin umstritten.

Am 23. November 2019 findet dazu im Galileo-Park Lennestadt auch der Kongress “Pioniere der Meere” statt.

Das neue Video zu “Abora IV”

YouTube-Video vom 2. Nov. 2019

Bitte auf das “Play-Symbol” klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

Interessantes zum Thema bei amazon.de:

, , , , , markiert <

Neue Runde im “Cheops-Skandal”: Dr. Dominique Görlitz in Oman verhaftet! Pressemitteilung von Dr. Görlitz

Die "ABORA" von und mit Dr. Dominique Görlitz auf See (Bild: D. Görlitz)
Die “ABORA” von und mit Dr. Dominique Görlitz auf See (Bild: D. Görlitz)

Der “Cheops-Skandal” um die beiden Privatforscher Dr. Dominique Görlitz und Stefan Erdmann: er ist noch immer nicht beendet! Angeblich, so die Vorwürfe aus Ägypten, hätten Erdmann und Görlitz vor einigen Jahren in der Cheops-Pyramide von Gizeh wertvolle Schriften absichtlich beschädigt, um von diesen Proben zu nehmen. Ein Skandal, über den international in den Medien berichtet wurde und der sehr weite Kreise zog. Die beiden Forscher wurden in Abwesenheit in Kairo zu Haftstrafen verurteilt und via Interpol gesucht. Obwohl sich die Anschuldigen als haltlos erwiesen und auch die ägyptischen Begleiter von Görlitz und Erdmann unlängst wieder aus der Haft entlassen wurden, kam es vor einigen Tagen zu einer bedauerlichen Wende: Dominique Görlitz wurde während einer Präsentations-Reise zu seinen “ABORA“-Projekten in Oman verhaftet. Grund ist erneut der “Cheops-Skandal” und eine Verschleierungstaktik in Kairo. Der Kollege Görlitz schickte mir dazu heute aus Oman eine umfangreiche Presseerklärung zu den aktuellen Vorkommnissen, die ich Euch hier online stelle.

 

+++ Blog-Newsletter HIER abonnieren +++

Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Ich bin sicher, dass nicht wenige von Euch den zuletzt “absurd ausufernden” Skandal um die Cheops-Pyramide und ihrer angebliche Beschädigung durch Stefan Erdmann und Dr. Dominique Görlitz aufmerksam verfolgt haben.

Doch jüngste Ereignisse in Oman um den Experimental-Forscher Dominique Görlitz rücken das Thema bedauerlicherweise erneut in den Fokus. Auf seiner Rückreise von Oman nach Deutschland wurde er im Flugzeug festgenommen und vier Tage inhaftiert. Wie mir Stefan Erdmann letzten Tage schrieb, ist er jedoch erst mal wieder frei. Und so bekam ich heute heute von Görlitz folgende Erklärung zugeschickt, die sicher viele aktuelle Fragen und Spekulationen beantwortet (Links von mir eingefügt).

“ABORA”-Präsentation in Oman endet mit weiterem Streit mit den ägyptischen Behörden

Nachdem ich meine Vortragsreise erfolgreich in Oman abschloss, wurde ich auf meiner Rückreise nach Deutschland auf dem Flughafen Muskat von dortigen Behörden gestoppt. Wie sich während der nachfolgenden Diskussion herausstellte, lag gegen mich von den ägyptischen Behörden immer noch ein Interpolsuchbefehl gegen mich vor. Daraufhin wurde ich in der Polizeistation Muskat für vier Tage inhaftiert, um die Hintergründe zu klären.

Ich möchte an dieser Stelle den omanischen Behörden jedoch einen großen Dank aussprechen, denn sie haben mich sehr privilegiert untergebracht und ein Schnellverfahren eingeleitet, um die Angelegenheit so schnell wie möglich in meinem Interesse zu klären.

 Dominique Görlitz bei der "ABORA"-Präsentation in Oman (Bild: D. Görlitz)
Dominique Görlitz bei der “ABORA“-Präsentation in Oman (Bild: D. Görlitz)

Um jeglichen Vorwürfen einer leichtsinnigen Reise nach Arabien den Wind aus den Segeln zu nehmen, möchte ich hiermit erklären, dass ich vor Antritt meiner Omanreise von einer deutschen Polizeibehörde meinen Interpolstaus weltweit prüfen ließ. Man versicherte mir, dass gegen mich aus dem Ausland keinerlei Suchanfragen vorlägen, und ich problemlos meine Reise in den Oman antreten könne. Worin liegt also das Problem?

1) Die Suchanfrage bei Interpol (“Red Notices”) war ursprünglich von der ägyptischen Regierung über das nationale Zentralbüro von Interpol in Ägypten (NCB Egypt) auf dem Weg gebracht worden. Die Grundlage war ein ägyptisches Gerichtsurteil vom November 2014, nach welchem unser deutsches Forscherteam angeblich die so genannte “Cheops-Kartusche” beschädigt haben soll, die sich mit roter Farbe gemalt in der obersten Kammer der Großen Pyramide von Gizeh befindet. Gleichzeitig warf man uns aberwitzige Beschädigungen an einer Granitwand in der Königskammer vor.

2) Unser Team hatte stets beteuert, dass wir diese Taten nicht begangen haben. Es hat diesbezüglich entlastende Beweismittel erbracht, die auch der internationalen Kommission in Lyon zugänglich gemacht wurden. Das deutsche Team wurde daher von der internationalen Kommission entlastet. Außerdem verwiesen sie darauf, dass man den Vorfall bereits in Deutschland außergerichtlich klären konnte, und der Fall abgeschlossen ist.

3) Weiterhin kamen entlastende Signale aus Ägypten selbst, da das in erster Instanz 2014 gefällte Urteil gegen die sechs beschuldigten ägyptischen Begleiter durch ein Kriminalgericht in Kairo im Mai 2016 aufgehoben wurde. Alle Involvierten – inzwischen aus der Haft entlassenen – Inspektoren und Angestellten konnten wieder ihre Arbeit für die SCA aufnehmen und erhielten einen Teil des Lohns zurück, den sie durch die Haft verloren hatten. Der Generalsekretär der SCA Prof. Dr. Mostafa Ahmeen nannte als Begründung zur Wiedereinstellung seiner ehemaligen Angestellten das Urteil als invalide, also nicht zutreffend.

4) Nach Vorlage all dieser Belege bei den omanischen Polizeibehörden wurde ich nach vorläufiger Prüfung wieder auf freien Fuß gesetzt. Leider hat ein wenig erfahrener Anwalt keine vollständige Entlastung erbracht, so dass eine weitere Prüfung meiner Angaben über das Auswärtige Amt notwendig wird. Nun arbeiten wir mit einem neuen Anwalt an der endgültigen Klärung der Vorwürfe aus Ägypten. Ich konnte durch unseren detaillierten Beweismittelvortrag alle involvierten Omanis überzeugen, dass an den ägyptischen Tatvorwürfen nichts dran ist. Darüber hinaus kamen die omanischen Polizeibeamten, ohne hier Details preiszugeben, zu dem Schluss, dass die Vorwürfe gegen mich äußerst schwach begründet sind. Man bedauere die Unannehmlichkeiten müsse aber den internationalen Gesetzen folgen.

5) Für mich ist dieser Vorfall natürlich äußerst unangenehm. Sie werfen abermals ein negatives Licht auf meine Forschungen und natürlich waren die Tage im Gefängnis – vor allem mental  – sehr frustrierend. Glücklicherweise konnte ich aufgrund sehr guter Beziehungen in Oman, Dubai und auch in Deutschland den größten Schaden abwenden. Dennoch ist diese Inhaftierungen abermals ein schwerer Schlag gegen die freie Bürgerforschung (citizen sciene). Hier geht nicht um die Beschädigung eines UNESCO Heiligtums. Wir haben in den letzten drei Jahren kategorisch bewiesen, dass alle Vorwürfe haltlos sind.

6) Es geht um nichts anderes als eine Verschleierung der wahren Umstände unseres Forschungsprojektes. Es sind alle Hinweise zusammen, dass dieser so genannte Skandal eine Inszenierung des ehemaligen Antikenministers Zahi Hawass gewesen war und immer noch ist. Er hat diese internationalen Verwicklungen mit seinen aberwitzigen Vorwürfen überhaupt erst ausgelöst und die damaligen Behörden unter Zugzwang gesetzt. Der Grund ist offensichtlich: Nicht wir haben 2013 die Cheops-Kartusche beschädigt, sondern bereits sieben Jahre zuvor wurden diese Beschädigungen an der Malerei verursacht. 2006 war der verantwortliche Manager auf dem Gizeh-Plateau. Nun sitzt der ex-Minister in der Klemme, denn wir können dies mit unseren eigenen Aufnahmen und denen hochrangiger Wissenschaftler unwiderlegbar beweisen!

Statement von Prof. Robert Schoch von 2014 zum "Cheops-Skandal" und der angeblichen Beschädigung der Cheops-Kartusche durch Dominique Görlitz und Stefan Erdmann (Bild: Archiv D. Görlitz)
Statement von Prof. Robert Schoch von 2014 zum “Cheops-Skandal” und der angeblichen Beschädigung der Cheops-Kartusche durch Dominique Görlitz und Stefan Erdmann (Bild: Archiv D. Görlitz)

Die Fakten sind die Fakten, und die Wahrheit wird nun endgültig ans Tageslicht kommen. Ich werde daher nun mit Unterstützung omanischer Top-Anwälte für meine Entlastung kämpfen. Außerdem werden wir uns aufgrund einer Gesetzesänderung in Ägypten nun erstmals auch in Kairo durch einen Anwalt vertreten lassen: Es ist endlich an der Zeit, der Wahrheit und auch der Gerechtigkeit Genüge zu tun.

Aus diesem Grund bitte ich auch um Unterstützung, denn dieser unerwartete Aufenthalt in Oman und die neuen Anwälte in Oman sowie in Ägypten kosten eine Menge Geld. Bitte helfen Sie mir, damit ich mit professionellem Rechtsbeistand die unsägliche Angelegenheit ein für alle Mal klären kann. Dafür richten wir auf unserer Webseite ein Spendenkonto ein!

In Ägypten beginnt ab Mai das Revisionsverfahren. Der Richter hat in Vorverhandlungen bereits Hawass in Schutz genommen. Dennoch bleibt zu hoffen, dass das ehrenwerte Gericht dieses Mal die wahren Zusammenhänge des Cheops-Projekts erkennt und die richtigen Urteile fällt.

Dr. Dominique Görlitz

Keine Frage:

Dominique Görlitz ist guter Dinge, dass durch diese mehr als bedauerliche Ereignisse jetzt die Wahrheit über den Cheops-Skandal “endgültig ans Tageslicht kommen” wird.

Hoffen wir also, dass die aktuellen Geschehnisse nicht nur schnell ein gutes Ende nehmen, sondern auch, dass dieses Mal die wahren Zusammenhänge des Cheops-Projekts” offengelegt werden!

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

(Geschäfts-E-Mail: FischingerOnline@gmail.com)

►► Eure Unterstützung: Paypal.me/Fischinger

Interessantes zum Thema:

, , , , , , , , , markiert <

++Neues YouTube-Video+++ Die Mysterien der Cheops-Pyramide, das Cheops-Projekt, Eisen bei den alten Ägyptern und Seefahrt vor Jahrtausenden: Dr. Dominique Görlitz im Interview mit Lars A. Fischinger

Dr. Dominique Görlitz und Lars A. Fischinger im Interview zu den Rätseln der Cheops-Pyramide und dem "Cheops-Projekt" (Bild: L. A. Fischinger)
Dr. Dominique Görlitz und Lars A. Fischinger im Interview zu den Rätseln der Cheops-Pyramide und dem “Cheops-Projekt” (Bild: L. A. Fischinger)

Vor einigen Tagen besuchte ich den Kongress „The Secrets of the Sphinx“ im Galileo-Park in Lennestadt, über den ich auf meinen Blog-Seiten und bei YouTube bereits mehrfach berichtete. Im Rahmen des Kongresses mit „alternativen Forschern“ wie Robert Bauval, Stefan Erdmann und Robert Schoch fand auch die entsprechende Ausstellung zum Thema in den „Sauerland-Pyramiden“ statt. Also nutze ich die Gelegenheit den Initiator der noch bis Ende November 2016 stattfindenden Ausstellung “Das Eisen der Pharaonen” und maßgeblichen Kongress-Organisator Dr. Dominique Görlitz für YouTube zu interviewen.

 

Blog-Newsletter hier abonnieren

Von Lars A. Fischinger

Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Dr. Dominique Görlitz ist in der Grenzwissenschaft und unter „alternativen Historikern“ kein Unbekannter. Auch ich habe über seine Arbeiten und Neuigkeiten auf meinem Blog immer wieder berichtet.

Am dritten Tag des Kongresses in Lennestadt, der ganz im Zeichen des „Cheops-Projekt“ von Görlitz und Pyramiden-Forscher Stefan Erdmann, der Mysterien der Cheops-Pyramide und der Geheimnisse der Sphinx stand, sprachen Dominique und ich über die neuen Entdeckungen und Befunde rund um die Rätsel der Pyramide des Cheops.

Ein spannendes Video aus dem Galileo-Park, in dem es auch und vor allem um die Frage geht: woher hatten die Pharaonen vor mindestens 4.500 Jahren bereits Eisen? Und warum scheint eine Vielzahl an Forschern diese Erkenntnisse abzulehnen?

Aber lassen wir Dominique in diesem Video zum „Cheops-Projekt“ und der aktuell laufenden Ausstellung im Galileo-Park selber zu Wort kommen …

Fischinger Online Mystery-Kanal bei YouTube abonnieren
Bitte auf das “Play-Symbol” klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft [klick] hier.

Ich freue mich über Eure Ansichten, Postings, Kommentare und Meinungen bei YouTube dazu – und wenn Ihr meinen Mystery-Channel abonnieren würdet.

Ich danke Euch, Euer Jäger des Phantastischen

Fischinger-Online

(Geschäfts-eMail: FischingerOnline@gmail.com)

Interessantes zum Thema:

, , , , , , , , , , , , markiert <

Die Cheops-Pyramide und der neu entdeckte Hohlraum: Soll hier etwas vertuscht und zensiert werden?

Die Cheops-Pyramide und der unbekannte Hohlraum: was wird hier vertuscht? (Bilder gemeinfrei & L. A. Fischinger)
Dr. Zahi Hawass vor der Cheops-Pyramide: Wir hier wirklich etwas verschwiegen? (Bilder gemeinfrei & L. A. Fischinger)

Vor bald zwei Wochen wurde öffentlich bekannt, dass ein Team von Physikern des Forschungsprojekt “Scan Pyramids” in der Pyramide des Cheops in Ägypten einen möglicherweise 30 Meter riesigen und bisher unbekannten Hohlraum entdeckt hat. Für viele Menschen eine Sensation oder zumindest eine spannende Entdeckung in der Ägyptologie, über die derzeit noch nicht viele Daten vorliegen, da weitere Untersuchungen notwendig sind. Trotzdem wird inzwischen laut davon gesprochen, dass die Ägyptologen hier etwas vertuschen, verheimlichen, zensieren oder unter den Tisch kehren wollen. Die Archäologen in Ägypten, allen voran Dr. Zahi Hawass, wären bemüht, diese Entdeckung zu verheimlichen oder zu dementieren. Welche Argumente angeführt werden, die eine solche Archäologie-Verschwörung vermuten lassen, zeigt detailliert dieser Beitrag.


+++ Blog-Newsletter HIER abonnieren +++

Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Nach der Bekanntgabe des “Pyramid Scan” Projekt, dass durch modernste Untersuchungsmethoden ein 30 Meter riesiger Hohlraum in der Cheops-Pyramide gefunden wurde, dauerte es nur einen gefühlten Wimpernschlag, bis erste “Verschwörungs-Vermutungen” ausgesprochen wurden.

Die bisherige Faktenlage zu diesem bisher unbekannten und nicht geöffneten Hohlraum über der Großen Galerie der Pyramide habe ich in einem Blog-Beitrag bereits umfangreich vorgestellt. Das ist erst wenige Tage her und geändert an den wissenschaftlichen Befunden der Untersuchungen hat sich bis heute – nichts.

Was sich aber änderte, ist das Bild dieser Entdeckung in der Netz-Gemeinde, die sich für solche Forschungen und Funde interessiert. Also speziell der Grenzwissenschaft und der “alternativen Historiker“, oder wie man sie nennen mag. Also all jene, die offizielle Meinungen, Lehren und Aussagen der etablierten Archäologie bezweifeln, auch ohne irgendwelche Astronautengötter hinzuzuziehen. Und das sind nicht wenige.

Zensur durch die Ägyptologen?

Ein gemeinsamer Tenor nach Bekanntwerden des Fundes eines gewaltigen Hohlraumes in der Pyramide des Cheops, war in der Netzgemeinde sehr schnell zu erkennen: Ein toller Fund des “Scan Pyramid” Projekt, der unbedingt genau erforscht werden muss. Doch die Ägyptologen und/oder die verantwortlichen Behörden würden das sicher zu verhindern wissen. Allen voran natürlich der unbeliebte Dr. Zahi Hawass.

“Scan Pyramids” und das Rätsel der Cheops-Pyramide: Erste Ergebnisse der Pyramiden-Forscher sorgen für Spekulationen: “an den Pyramiden scheint etwas nicht normal”! (Bild: CNN-Sceenshot / L. A. Fischinger)
“Scan Pyramids” und das Rätsel der Cheops-Pyramide (Bild: CNN-Sceenshot / L. A. Fischinger)

So in Etwa kann man die vorherrschenden Meinungen umschreiben. Das liegt auch an den Aussagen, wie sie eben beispielsweise Zahi Hawass machte, nachdem in dem Magazin “Nature” die Ergebnisse rund um diesen großen Hohlraum veröffentlicht wurden (s. Artikel HIER).

Immerhin war Hawass alles andere als begeistert, nachdem weltweit die Medien von diesem rund 30 Meter riesigen Hohlraum berichteten. Auch wenn es eventuelle mehrere Hohlräume hintereinander sein könnten, viele Fragen noch vollkommen offen sind und bisher nicht mal die exakte Lage bestimmt werden kann, passte Hawass so einiges nicht. Natürlich auch nicht, dass die Resultate am 2. November 2017 in dem Magazin “Nature” publiziert wurden und er bzw. das zuständige Ägyptologen-Team scheinbar dazu kein OK gab.

Das ist nichts neues bei Dr. Zahi Hawass, der mit aufbrausenden Kommentaren und Aussagen immer wieder auffällt. Allerdings verbreiten sich nach und nach immer mehr Meinungen im Internet, die spekulieren, dass die Ägyptologen diese Entdeckung “unter den Tisch kehren wollen“. Für diese Vermutungen sind verschiedenste Gründe genannt worden, die an sich recht vielschichtig sind. Kurz gesagt heißt es an vielen Stellen im Netz, dass die Ägyptologen diese angebliche geheime Kammern in der Großen Pyramide zensieren und damit verschweigen wollen.

Was (wenn) vertuschen die Archäologen?

Zwei oder drei Aussagen, die eine Vertuschung des Fundes belegen sollen, sind immer wieder anzutreffen. Da wäre einmal die Tatsache, dass diese faszinierende Entdeckung nicht in den Nachrichten am Fernsehen vorgekommen sei. ARD oder ZDF hätten eigentlich berichten sollen oder sogar müssen, so heißt es zum Beispiel in Diskussionen auf einigen Facebook-Seiten.

VIDEO: “Scan Pyramids Mission”: Technologischer Großangriff bei der Suche nach "Geheimkammern" in Ägyptens Pyramiden (Bild: ScanPyramids.org / Bearbeitung: L. A. Fischinger)
VIDEO: “Scan Pyramids Mission”: Technologischer Großangriff bei der Suche nach “Geheimkammern” in Ägyptens Pyramiden (Bild: ScanPyramids.org / Bearbeitung: L. A. Fischinger)

Tatsächlich haben die TV-Nachrichten der “etablierten TV-Sender” meines Wissens nach am Fernsehen nicht darüber berichtet. Allerdings hat “ZDF heute” bereits am 2. November online sehr wohl darüber eine Meldung veröffentlicht. “Forscher vermuten Hohlraum in Cheops-Pyramide”, titelte “heute” und schrieb beispielsweise:

Forscher vermuten im Herzen der Cheops-Pyramide in Ägypten einen riesigen Hohlraum. Rund 4.500 Jahre lang sei die Kammer völlig unberührt geblieben, hieß es.

Über den Fund berichtet das Fachmagazin ,Nature’. Der Hohlraum habe die Größe einer Passagiermaschine mit 200 Plätzen, sagte einer der Co-Autoren, Mehdi Tajubi. Um was es sich bei dem Hohlraum genau handelt, werde noch untersucht.”

Auch die Online-Seiten von zahlreichen als “Mainstream-Medien” bezeichneten Zeitungen haben ausnahmslos alle über diesen Hohlraum berichtete. Hier eine Auswahl von deutschen und englischen Artikeln zum Thema, die sich beliebig (auch international) erweitern ließe:

Los Angeles Times” (2. November), Frankfurter Allgemein Zeitung” (6. November), “Forbes” (4. November), “Science Magazine” (2. November), “Die Welt” (2. November),FOCUS online” (8. November), “The Guardian” (2. November) “Spektrum der Wissenschaft” (6. November), “Egypt Independent” (4. November) “Süddeutsche Zeitung” (2. November), “New York Post” (2. November), “STERN” (6. November), “NBC News (7. November), “BILD” (2. November), “Bild der Wissenschaft” (2. November), “National Geographic” (2. November), “N-TV” (2. November), “Reuters” (7. November), “Wall Street Journal” (2. November), “The Times” (2. November) …

Angesichts der Flut an Berichten, Artikeln und Meldungen rund um diese vermeintliche Geheimkammer, kann wohl niemand wirklich von einer Zensur oder einer Verschwörung der Archäologie sprechen. Die Ägyptologen können diese Entdeckung überhaupt nicht “unter den Tisch kehren”, wie es beispielsweise zusammenfassend dieses kurze YouTube-Video vom 9. November 2017 behauptet.

Aber …

Verschweigt Dr. Zahi Hawass etwas?

Dr. Zahi Hawass - "Ägyptens letzter Pharao" (Bild: Montage L. A. Fischinger)
Dr. Zahi Hawass – “Ägyptens letzter Pharao” (Bild: Montage L. A. Fischinger)

Eine weitere Aussage, die die Vermutung nahe legen soll, dass in Ägypten etwas vertuscht werden soll, bezieht sich auf Dr. Zahi Hawass selber. Er war, wie ich es in diesem Artikel berichtet habe, ziemlich sauer, dass die Ergebnisse des Projektes “Scan Pyramids” quasi ohne seine und die Zustimmung des Wissenschaftlers Rates veröffentlicht wurden. Also, dass man hinter seinem Rücken damit an die Öffentlichkeit gegangen sei.

+++ Blog-Newsletter HIER abonnieren +++

Erst, so Hawass, hätte man die Ergebnisse mit den beteiligten Wissenschaftlern bzw. Archäologen auswerten müssen. Und so wird eine Aussage, die Zahi Hawass in diesem Zusammenhang tätigte, momentan sehr gerne als Beleg für eine Verschwörung oder Vertuschung angeführt:

Sie fanden nichts. Die Veröffentlichung bring der Ägyptologie nichts. Null.

Diese Behauptung von Hawass stammt aus der “New York Times” vom 2. November. Aber sie hat nichts mit einer Vertuschung des Fundes durch ihn zu tun, wie es der zusammenhänge Artikel in der “News York Times” zeigt. Hawass und andere Archäologen schimpfen darüber, dass es lange bekannt ist, dass die Baumeister der Pyramiden überall auch Hohlräume ließen. Dies wüsste die Archäologie schon sehr lange und sei damit auch kein Mysterium. Geheimkammern wären sie deshalb noch lange nicht.

Eben genau einen solchen Hohlraum haben die Physiker von “Scan Pyramids” um Mehdi Tayoubi vom Heritage Innovation Preservation Institute (Paris) um Kunihiro Morishima (Nagoya University, Japan) jetzt gefunden. Mehr nicht, so Hawass und andere Archäologen. Hawass streitet die Existenz des Hohlraumes überhaupt nicht ab, im Gegenteil. Er sagt ja selbst, dass es nicht verwundert, dass  solche “Räume” gefunden werden. Er sagt aber auch, dass weitere Untersuchungen notwendig wären, um hier auch nur ansatzweise von einer echten Kammer reden zu können.

Bauten die Pharaonen die Cheops-Pyramide bereits mit Eisenwerkzeugen? (Bild: L. A. Fischinger)
Streitthema: Bauten die Pharaonen die Cheops-Pyramide bereits mit Eisenwerkzeugen? (Bild: L. A. Fischinger)

Allerdings sprechen auch die Entdecker selber in ihrer Veröffentlichung nicht von einer “echten Geheimkammer” oder auch nur “Kammer”, sonder von einer “großen Lücke” oder “Leere” (“big void”). Mit der Aussagen “sie fanden nichts” meint Hawass also nicht, dass überhaupt nichts gefunden wurde und damit diese Entdeckung praktisch ein Irrtum oder Fake sei, sondern, dass das Team “nichts Besonders” fand. Folgerichtig zum jetzigen Zeitpunkt “nichts von wissenschaftlichem Wert”.

Ich persönlich sehe das allerdings anders, da ein solcher Hohlraum zumindest für die Architektur und die Bauweise der Cheops-Pyramide von Interesse sein könnte.

Warum wird nicht gebohrt?

Die dritte Aussage, die einige Interessierte an der Wahrhaftigkeit der Aussagen der Ägyptologen zweifeln lassen, ist der Umstand, dass niemand einfach mal ein Loch in diese “Kammer” bohrt und hinein sieht. Das ist mit einfachen Aufwand und einer kleinen Kamera kein Problem, argumentieren viele Menschen.

Vollkommen richtig! Von der 46 Meter langen Galerie aus, über der dieser Hohlraum oder diese Hohlräume liegen, kann man bohren und nachschauen. Ein sicheres Arbeitsgerüst wird zwar notwendig sein – immerhin ist die Galerie zwischen rund 8,50 bis 8,75  Meter hoch! –  aber daran wird es wohl kaum scheitern. Nur gibt es bei dieser grundsätzlich sehr einfachen Methode einige Probleme.

Die Forscher des Teams “Scan Pyramids”, die mittels der kosmischen Teilchen diesen Hohlraum ausfindig gemacht haben, wissen viel zu wenig über diesen Raum. Anhand ihrer bisherigen Daten können sie nicht mal exakt bestimmen, ob es eine oder mehre Kammern sind.

Die Große Galerie in der Cheops-Pyramide auf einer Aufnahme von 1910 (Bild: gemeinfrei)
Die Große Galerie in der Cheops-Pyramide auf einer Aufnahme von 1910 (Bild: gemeinfrei)

Ebenso wenig wissen die Physiker zum jetzigen Zeitpunkt, wo sich dieser Hohlraum genau befindet oder welche tatsächlichen Abmessungen (L, B, H) er überhaupt hat. Sie wissen nicht mal sicher, ob diese “Anomalie” exakt waagrecht oder irgendwie schräg verläuft. Zum Beispiel aufsteigend, wie die Große Galerie darunter.

Wo soll man da den Bohrer ansetzen?

Die “Hauruck-Methode” des 18. und 19. Jahrhunderts in der Ägyptologie ist lange vorbei. Man denke hier auch und vor allem an die Zahi Hawass-Fernsehshow, als dieser 2002 den Sperrstein am Ende des Gantenbrink-Schachtes in der Cheops-Pyramide durchbohren ließ. Damals ging ein Aufschrei durch die Archäologie, die eben die Methode und das damit zu erwartende Ergebnis mehr als nur bemängelten. Immerhin ist die Pyramide des Cheops damit unwiederbringlich beschädigt worden.

Obwohl die Bohrungen in den Schächten der Kammer der Königin wohl niemals ein Mensch mit einigen Augen sehen wird, da niemand in die 20 Zentimeter breiten Schächte hinein kommt, sind sie zerstört. Nur minimal, keine Frage. Aber die Archäologen sind sehr vorsichtig, geradezu pingelig, wenn es um solche “Hauruck-Methoden” geht. Und einen Hohlraum anzubohren, von dem man nicht einmal weiß wo und wie er genau liegt, ist unsinnig. Wie viele Löcher sollten gebohrt werden, bis man ihn trifft?

Hier müssen zuvor weitere Daten ermittelt und zusätzlich Untersuchungen durchgeführt werden, wenn man tatsächlich bohren will. Genau das wiederum sagen die Wissenschaftler um Tayoubi und Morishima in der Veröffentlichung ihrer Ergebnisse in dem Magazin “Nature” ebenso.

Stellt sich aber in Zukunft die genaue Lager heraus und vor allem auch, dass hier tatsächlich eine verborgene Kammer und kein architektonischer Leerraum liegt, wird irgendwer sicher hier nachsehen. Wer und wann auch immer das sein mag. Blind drauf los bohren kann eigentlich auch nicht im Sinne des eingefleischtesten Grenzwissenschaftlers sein, oder?

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

Interessantes zum Thema:

, , , , , , markiert <

Neue Spekulation um die Cheops-Pyramide: War die Pyramide ein Blitz-Strom-Kraftwerk für elektrische Energie vor Jahrtausenden?

Die Cheops-Pyramide: Ein Blitz-Strom-Kraftwerk? (Bild & Montage: L. A. Fischinger/Archiv)
Die Cheops-Pyramide: Ein Blitz-Strom-Kraftwerk für elektrische Energie? (Bild & Montage: L. A. Fischinger/Archiv)

Seit einigen Jahren schon kursiert eine neue Interpretation der rätselhaften Cheops-Pyramide von Gizeh. Das mindestens 4.500 Jahre Monument soll, so glaubt es der Autor und Prä-Astronautiker Dr. Artur Lipinski, einst zur Erzeugung bzw. Speicherung von Elektrizität gedient haben, die die Bauherren durch Blitzeinschläge eingefangen haben. Kondensatoren und Akkus innerhalb der großen Pyramide sowie weiterer Pyramiden/Relikte dienten hier vor Jahrtausenden den alten Ägyptern zur Speicherung der himmlischen Energie, vermutet der Autor. Eine interessant klingende Idee, für die der Mystery-Jäger auch deutliche Indizien und Hinweise gefunden haben will. Welche das sind und wie dieses “E-Werk des Altertums” funktioniert haben soll, erläutere ich detailliert in diesem Beitrag …


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

“Keine Angst vor kühnen Gedanken”, sagte die Prä-Astronautik-Legende Erich von Däniken vor Jahren einmal. Damit brachte er den “Geist” der Ideen von den Astronauten aus dem All zweifellos präzise auf dem Punkt, da diese von kühnen Ideen und Gedanken lebt.

Doch wie kühn diese sein können, zeigt eine recht neue Idee zum Sinn und Zweck der großen Pyramide des Cheops in Gizeh.

Streitfall Cheops-Pyramide – auch ohne Aliens & Co.

Sicherlich ist es mehr als bekannt, dass die Pyramiden in Ägypten in der Welt der Mysterien und Rätsel schon immer eine zentrale Rolle gespielt haben. Vor allem die Cheops-Pyramide als die die größte ihrer Art zieht dabei grenzwissenschaftliche Ideen und Spekulationen geradezu magisch an. Egal, ob diese nun von Bewohnern von Atlantis gebaut worden oder in Wahrheit 10.000 und mehr Jahre alt und voller Geheimkammern sein soll: Die Große Pyramide polarisiert.

Für die etablierte Archäologie ist das “Rätsel Cheops-Pyramide” grundsätzlich überhaupt nicht vorhanden. Alternative Geschichts-Autoren und Mystery-Jäger sehen das oft völlig anders, da diese immer wieder große und kleine Mysterien der Pyramide aufzeigen. Oder aufzeigen wollen. Dabei bedarf es allerdings überhaupt keine Astronautengötter oder Bewohner von Atlantis, sondern immer wieder wollen auch Personen, die frei von diesen Annahmen sind, hier Unerklärliches gefunden haben.

Als Beispiel sei der französische Forscher und Architekt Jean-Pierre Houdin genannt, der vor über zehn Jahren mit einer neuen Theorie zur Cheops-Pyramide bekannt wurde. Houdin veröffentlichte damals die Idee, dass die alten Ägypten die Pyramide des Cheops mit einer im Inneren liegenden Rampe erbaut haben. Eine Theorie, die nichts mit Aliens oder Menschen einer versunkenen Ur-Kultur zu tun hat, aber dennoch Teil des “Streifall Cheops-Pyramide” ist.

Neue Ideen

Der sehr bekannte Ägyptologe Prof. Rainer Stadelmann, einst Direktor des Deutschen Archäologischen Instituts in Kairo, sagte zu Houdins Ideen:

Jean-Pierre Houdins Theorie ist nicht nur interessant, sie ist schlüssig und revolutionär.

Damit ist es also alles andere als “ungewöhnlich”, wenn es zur Pyramide des Cheops immer wieder neue Spekulationen gibt. Beispielsweise haben ja auch die beiden Kollegen Stefan Erdmann und Dr. Dominique Görlitz erst vor weniger Jahren mit neuen Ideen zum Pyramidenbau auf sich aufmerksam gemacht, wie auf diesem Bog vielfach berichtet wurden.

Doch auch Görlitz und Erdmann kommen mit ihrer Hypothese des “Eisen bei den alten Pharaonen” grundsätzlich ohne kosmische Wesen aus dem All oder einer versunkenen Kultur aus.

Da wurde es eigentlich fast schon Zeit, dass innerhalb der Prä-Astronautik und der Astronautengötter eine neue Pyramiden-Idee auftaucht. Und tatsächlich gibt es diese, auch wenn sie bisher eher in Insiderkreisen bekannt ist.

Elektrischer Strom im Alten Ägypten

Die Prä-Astronautiker Peter Krassa und Reinhard Habeck haben bereits vor Jahrzehnten zum Beispiel in einem gemeinsamen Buch über elektrischen Strom im Land der Pyramiden berichtet. Habeck und Krassa haben hierbei allerdings “nur” über die Nutzung von elektrischem Licht und geringer Stromspannungen bei den Pharaonen spekuliert. Nichts im Vergleich zu dem, was der Autor und Mediziner Dr. Artur Lipinski seit einigen Jahren bereits behauptet.

Lipinski tauchte vor wenigen Jahren in Internet-Foren auf, in denen er versuchte seine Spekulationen um die Pyramide des Cheops darzulegen. Seiner Meinung sei die Große Pyramide in Wahrheit nichts weiter als ein Speicher von elektrischer Energie gewesen. Vielleicht sogar die meisten Pyramiden in Ägypten, so Lipinski.

Die Baumeister hätten die Pyramiden seiner Meinung nach nur deshalb errichtet, um sie als Kraftwerke für Elektrizität zu nutzen, die diese durch Blitze eingefangen haben sollen.

Akkus in der Grabkammer

Artur Lipinski ist überzeugt, dass die Pyramide des Cheops eine elektrische Anlage war. Mit dieser bzw. in dieser wurde die Energie von Blitzen aufgefangen und gespeichert. Die oben an der Spitze der Pyramide in rund 147 Metern Höhe einschlagenden Blitze sollen seinen Überlegungen nach absichtlich dort “angelockt” wurden sein. Bekanntlich haben Blitze gewaltige elektrische Ladungen (Volt), die dann von der Pyramidenspitze als elektrischen Strom (Ampere) durch Kabel in Kondensatoren im Inneren des Bauwerkes geleitet wurden.

Diese sogenannten “Plattenkondensatoren” hätten die Energie dann als Batterien/Akkus gespeichert und so stünde sie den einstigen Pharaonen (oder wem auch immer) bei Bedarf zur Verfügung. Mit einem “Abnehmer”, so nennt in dies in der Elektrotechnik, konnten die vorzeitlichen Kraftwerksmitarbeiter die elektrische Energie dann ableiten und für ich nutzbar machen.

Weiter glaubt Lipinski, dass die Sarkophage der Alten Ägypter in Wahrheit die Behältnisse für Akkus waren, die von diesen Blitzen gespeist wurden. Auch der Sarg in der Kammer des Königs in der Cheops-Pyramide sei so ein Akku-Behälter gewesen. Und die “Entlastungskammern” über der Königskammer waren nach Lipinskis Meinung Plattenkondensatoren, da sie von ihrem Aufbau oder besser gesagt Aussehen im Querschnitt solchen elektrischen Bauteilen ähneln.

Wer den Aufbau und die Gestalt von Plattenkondensatoren kennt, weiß, dass mit etwas Fantasie die Entlastungskammern damit durchaus verglichen werden können.

Die Pyramide als Blitz-Kraftwerk

Als der Autor Artur Lipinski vor wenigen Jahren mit dieser hier zusammengefassten Spekulation in Internet-Foren in Erscheinung trat, schlug ihm praktisch nur Gegenwind entgegen. Die Pyramide des Cheops ein Jahrtausende altes Blitz-Kraftwerk? – Das konnte sich kaum jemand vorstellen. Einige dachten, dass der Mann nur ein “Witzbold” sei, der unter Pseudonym etwas Spaß auf dem Rücken der Prä-Astronautik haben will. Andere Leser wiederum dachten, vielleicht steckt ja doch etwas hinter den Überlegungen dieses Lipinski. Auch wenn letztere in der Minderheit waren.

Als emsiger Leser von Online-Themen und -Diskussionen zur Grenzwissenschaft und zu Ancient Aliens-Ideen, muss ich gestehen, dass auch ich Artur Lipinski für einen Fake hielt. Für einen Spaßvogel, den es so nicht gibt.

Doch weit gefehlt. Lipinski gibt es und bereits im Oktober 2011 hielt er auf dem Kongress der “Forschungsgesellschaft für Archäologie, Astronautik & SETI” in Berlin einen Vortrag zu seinen Hypothesen. Im Mai 2016 folgte dann sein Buch zum Thema, das er zusammen mit seiner Frau Arleta Holowacz veröffentlichte.

“Metallkabel in der Cheops-Pyramide”

“Geheimnisvolle Metallkabel in der Cheops-Pyramide als Schlüssel zur endgültigen Lösung des Pyramidenrätsels”, so der Titel des Vortrages von Lipinski und seiner Frau Arleta Holowacz (Physikerin) vor sechs Jahren in Berlin. In diesem Vortrag wurden von ihm die “Eckpunkte” seines “Schlüssel zur endgültigen Lösung des Pyramidenrätsels” vorgestellt. Eben, dass die Große Pyramide von Gizeh in Wahrheit ein durch Blitze gespeistes Elektrizitätswerk war.

“Das es Grabstätten waren, finde ich total unsinnig”, so Lipinski zum Beispiel in einem Video-Interview vom Oktober 2016. Denn, so der Prä-Astronautiker weiter, nie habe man in der Cheops-Pyramide Inschriften oder Mumien sowie Grabbeigaben gefunden. Tatsächlich jedoch enthalten keine der frühen Pyramiden Inschriften. Erst die ägyptischen Monumente der V. Dynastie in Ägypten enthalten solche. Die Cheops-Pyramide und andere Pyramiden der IV. Dynastie sind ausnahmslos kahl, also ohne Inschriften. Texte innerhalb von Pyramiden sind im Reich der Pharaonen sogar die Ausnahme und damit eher was Besonderes.

Hochtechnologie im Alten Ägypten

Obwohl oft auf die “Kahlheit” des Pyramiden-Inneren als ein Mysterium verwiesen wird, ist es keins. Erstaunlich ist es aus heutiger Sicht allerdings schon, da heutige Baumeister ihre Monumente sicherlich stolz beschriftet hätten. Heute. Nach Lipinski – aber auch vielen anderen – hätten die Ägyptologen keine Beweise, dass Cheops die nach ihm benannte Pyramide auf dem Gizeh-Plateau gebaut hat. Mehr noch, denn er nimmt weiter an, dass die Mainstream-Forschung alle Belege für eine vorzeitliche Hochtechnologie in Ägypten zerstören, beiseite schaffen oder vertuscht.

Was aber nicht stimmt ist, das niemals innerhalb der Pyramide des Cheops Mumien und andere Objekte gefunden wurden. Dazu habe ich bereits 2016 auf diesem Blog eine umfangreiche Artikel-Serie in fünf Teilen mit einem zusammenfassenden YouTube-Video veröffentlicht. Eine ganze Reihe verschiedener arabischer Historiker berichten eindeutig, dass eben doch Funde gemacht wurden, als die Cheops-Pyramide “erstmals” um das Jahr 820 nach Christus durch die Araber geöffnet wurde. Inklusive Mumien.

Die Muslime konnte damals aber eines nicht finden, dass nach den Aussagen von Artur Lipinski ein wichtiger Beleg für seine Ideen ist. Nämlich die Reste der Hochspannungskabel, die durch zwei kleine Schächte auch in die Kammer der Königin führten.

Wurden 1993 uralte Kabelreste gefunden?

Diese Kabelkanäle, so würde man sie in der Elektrotechnik korrekt nennen, sind die bekannten “Seelenschächte” oder “Gantenbrink-Schächte” an deren Ende sich die weltbekannte kleine Tür befindet. Mit etwa 20 mal 20 Zentimetern Größe sind die Schächte für Menschen viel zu winzig, für Stromleitungen aber nicht.

Viele Mystery- und Ägyptologie-Interessierte kennen diese erstmals im März 1993 genauer erforschten Schächte nur zu gut. Damals erkundete ein Roboter-Fahrzeug des Deutschen Rudolf Gantenbrink diese Kleinst-Korridore und so stieß man nach rund 60 Metern Fahrt des Fahrzeuges auf Sperrsteine. Die Weiterfahrt war nicht mehr möglich (mehr dazu z. B. in den Videos HIER, HIER, HIER, HIER, HIER & HIER).

An diesen Blockierungen wiederum waren ganz deutlich zwei Beschläge zu erkennen, die wahrscheinlich aus Kupfer sind. “Wahrscheinlich” deshalb, das die Wissenschaftler bei späteren Erkundungen der Korridore ein Probestück dieser Beschläge bargen und es – verloren haben. Behaupten diese zumindest, was ich persönlich aber aufgrund des wissenschaftlich spannenden Objektes schon für sehr fragwürdig halte. Aber wer weiß das schon …

Lipinski wiederum meint, dass diese Beschläge in Wahrheit die Reste jener Elektrokabel sind, die vor Jahrtausenden durch diesen Kabelkanal in die Kammer führten. Dass das überhaupt nicht möglich gewesen sein kann, scheint er bis heute übersehen zu haben.

Waynman Dixon

Die besagten Kanäle waren bis in das Jahr 1872 fest verschlossen und nicht mal zu sehen. Erst durch Abklopfen der Wände wurden diese durch Waynman Dixon gefunden und dann mit Hammer und Meißel aufgebrochen. Gefunden hat Dixon darin nur einige wenige Objekte, worauf ich in diesem Video näher eingehe.

Dass die kleine Stollen bis ins 19. Jahrhundert fest verschlossen und nicht sichtbar waren, ist ein Umstand, den eigentlich auch innerhalb der Grenzwissenschaft und Prä-Astronautik ausnahmslos niemand bestreitet. Eher ist genau das Gegenteil der Fall, da dieser die Geheimnisse um die beiden Schächte nur noch weiter verdunkeltet. Denn warum wurden sie angelegt und in weiten Teilen sorgsam gebaut, wenn sie in der Kammer nicht zu sehen waren und dort einige Zentimeter hinter massiven Stein der Kammerwände endeten …?

Natürlich können dann auch die von Lipinski als Kabelreste interpretierten “Beschläge” an dem Stein am Ende der Tunnel nicht in die Kammer geführt haben. Außer, man bedient sich archäologischen Verschwörungen in Gizeh. Zum Beispiel, dass Waynman Dixon 1872 diese nur dadurch fand, weil sie offen waren oder meinetwegen auch Kabelenden aus der Wand ragten. Nur lässt sich das eben nicht mal ansatzweise beweisen. Auch wenn Lipinski überzeugt ist, dass technologische Hinweise und Spuren in den Pyramiden und ägyptischen Sarkophagen (die er ja für Akku-Behälter hält) absichtlich beseitigt wurden.

Die Kondensatoren in der Cheops-Pyramide

In dem oben erwähnten Video-Interview berichtet Lipinski auch von den beiden weiteren “Seelenschächten”, die sich in der Kammer des Königs befinden. Diese sind in der Tat schon immer bekannt, da sie offen waren und sind und auch nicht irgendwo im inneren Mauerwerk der Cheops-Pyramide enden. Sie reichen bis an die Außenseiten der Pyramide und kommen dort hoch oben an der südlichen und nördlichen Seite wieder ans Tageslicht. Auch diese Stollen waren nach dieser Hypothese Kabelkanäle.

Lipinski dazu:

In die Königskammer führen also unserer Theorie nach zwei dicke elektrische Leitungen, die die elektrische Energie, den elektrtischen Strom, von der Pyramidenspitze in den Kondensator geführt haben.

Dr. Artur Lipinski im Interview (Bild: YouTube-Screenshot / Alternativ.TV)
Dr. Artur Lipinski im Interview (Bild: YouTube-Screenshot / Alternativ.TV)

Dieser Kondensator waren die Entlastungskammern und auch die Kammer des Königs an sich. In der Königskammer sei, wie in den Entlastungskammern natürlich ebenso, dazu Metall angebracht gewesen. Inzwischen sei dies aber im Laufe der Zeiten “zu Staub zerfallen”. Die Metallspuren, die Dominique Görlitz und Stefan Erdmann im Rahmen ihres “Cheops-Projekt” an den Deckenbalken gefunden haben (s. a. HIER, HIER & HIER), sind nach Lipinskis Ideen Reste dieser Metallplatten des Kondensators. Reste, die sich quasi in die Granitdecke der Grabkammer “eingebrannt” haben, wie er vermutet.

Damit wären diese für jeden sichtbaren Verfärbungen an den Deckenbaken noch heute zu sehende Spuren der elektrischen Anlagen in der Großen Pyramide. Görlitz und Erdmann deuten diese dunklen Metallspuren allerdings ganz anders. Nämlich als Spuren einer rein mechanischen Hebetechnologie der alten Ägypter, mit der diese die rund 70 Tonnen schweren Bausteine in der Königskammer hoben und verbauten.

Geheimhaltung

Aber:

Die haben dort unvorstellbare Sachen entdeckt, die man der Öffentlichkeit vorenthalten musste.”

So ist Artur Lipinski fest überzeugt, was er auch in seinem 2016 erscheinenden Buch “Das Pyramidenrätsel – Endlich gelöst?” ausführt.

Damit meinte er Rudolf Gantenbrink und seine Fahrten mit seinem Roboter 1993 in den Schächten der Königinnenkammer. Also jene, die erst 1872 aufgebrochen wurden und an deren Ende Dr. Lipinski Kabelreste in den beiden “Beschläge” des Sperrsteins erkannt haben will.

Lipinski ist ebenso der Meinung, dass es vier oder fünf weiterer solcher Steine in den Schächten auf dem Weg zur Außenwand der Kammer gegeben haben muss. Auch durch diese (nun nicht mehr vorhandenen) Steine wären die Kabelleitungen durchgelaufen, bis die Ägyptologen diese beseitigten. Nach seiner Überlegung eventuell sogar durch kleine Sprengladungen!

Damit dienten die heute noch existenten “Sperrsteine” in den beiden Stollen eigentlich als Kabelführungen in den Kabelkanälen aus Kalkstein. Vielleicht könnte man die kleinen Steinblöcken auch als “Kabelklemmen” oder besser “Kabelschellen” bezeichnen. Die angeblich zerstörten anderen “Führungs-Steine” dienten demzufolge dazu, dass die beiden Kabel pro Kabelkanal sich nicht berühren konnten. Auch nicht bei einem Erdbeben. Immerhin wäre eine Ader, also ein Kabel, pro Schacht positiv und die andere Ader negativ geladen (zumindest nimmt Lipinski das an). Würden sie sich berühren, wäre das Ergebnis ganz einfach: ein Kurzschluss.

Wer sich in der Elektrotechnik auskennt, muss zugeben, dass das tatsächlich logisch klingt und prinzipiell wie ein primitiver Kabelkanal mit Kabelführung aussieht. Aber mehr auch nicht.

Verschwörung der Ägyptologen!?

Dass die Kabelkanäle in der Kammer der Königin nie in diese führten, schließt eindeutig aus, dass es auch solche waren. Damit sind auch die “Beschläge” am letzten Stein keine Reste von Kabel-Adern, die die Beseitigung der Wissenschaftler überstanden haben. Das es jemals weitere solcher “Kabelführungen” in den beiden unteren Schächten gab, also weitere derartig durchbohrter Steine, durch die die Kabel geführt wurden, ist reine Spekulation.

Lipinski mutmaßt, dass die Ägyptologen in Gizeh die Steine bei geheimen Forschungen nach und nach aus dem Weg schufen, um so immer weiter in den Schächten voranzukommen. Er übersieht allerdings hierbei, dass Rudolf Gantenbrink mit seinem kleinem Roboter “UPUAUT 2” in den 1990er Jahren überhaupt erst der erste Forscher war, der den Schacht so weit erkundete. Beide Stollen in ihrer vollen Länge bis zu den  Sperrsteinen. Der Nicht-Archäologe Gantenbrink wurde damals als Techniker auch genau zu diesem Zweck von Deutschen Archäologischen Institut in Kairo unter Reiner Stadelmann engagiert.

Der Auftrag war damals nachzuprüfen, wie die Luftzirkulation bzw. Belüftung der geheimnisvollen Cheops-Pyramide verbessert werden kann. Die Besuchermassen des Bauwerkes verlieren durch ihren Schweiß Feuchtigkeit und Salze, die das Monument beschädigen. Ein sehr bekanntes Problem bei vielen Stätten in Ägypten, dem durch Belüftung entgegengewirkt werden muss.

Werde auch DU Fan von Grenzwissenschaft & Mystery Files!

Grenzwissenschaft und Mystery Files auf YouTube

Werde Fan von Grenzwissenschaft und Mystery Files auf Facebook+++ Blog-Newsletter HIER abonnieren +++

Der Stein des Anstoßes

In der Kammer des Königs, deren “Seelenschächte”, wurden zum Beispiel Ventilatoren eingebaut. Sie führen bekanntlich bis an die Außenseite der Pyramide und damit ins Freie. Auch ein Klimagerät befindet sich in diesem Raum. Damit war der Gantenbrink übertragene Auftrag klar und eigentlich mehr als profan. Er selber hat immer betont, dass eben eine solche Überprüfung sein Job in der Pyramide war.

Gantenbrink weiß auch nichts von weiteren Steinen, die sein Fortkommen mit dem Roboter störten. Obwohl er die Entdeckung des Sperrsteins damals selbst an die Medien bekannt gab. Weshalb sollte er das verschweigen, da als Folge seiner Entdeckung und seiner nicht autorisierten Verbreitung dieser praktisch “aus Ägypten geworfen” wurde? Den Streit, den es danach zwischen den Ägyptologen und Gantenbrink gab, kennen sicher viele Mystery-Fans und alle Erich von Däniken-Leser.

Hätte es hier aber eine Verschwörung der Ägyptologen gegeben, muss grundsätzlich auch Gantenbrink persönlich Teil dieser gewesen sein! Weitere Sperrsteine und Kabel in den beiden von ihm erkundeten Stollen der Kammer der Königin, wären für ihn unübersehbare Hindernisse gewesen. Hindernisse, die seinem kleinen Roboter im Weg gestanden oder gelegen hätten. Folgerichtig wäre Gantenbrink ein Mitwisser, der von der heimlichen Beseitigung dieser Störfaktoren gewusst haben muss.

“Mudition” gegen die Ägyptologen?

Wieso hat Gantenbrink dieses Wissen dann nicht im nachfolgenden Streit mit dem Deutschen Archäologischen Institut und Prof. Stadelmann als “Munition” gegen sie genutzt? Hier sollte man vielleicht auch wissen, dass der Ingenieur Gantenbrink später Bild- und Videomaterial sowie Informationen zur Erkundung der Stollen Erich von Däniken zur Verfügung stellte. EvD schilderte den Fall beispielsweise bereits 1995 in seinem Buch “Der jüngste Tag hat längst begonnen” und zeigte oftmals das Videomaterial von Gantenbrink öffentlich bei seinen Vorträgen.

Der Astronautengötter-Jäger von Däniken ist wohl alles andere als ein “Mainstream-Forscher” oder linientreuer Autor zu archäologischen Fragen und Rätseln. Hätte also da etwas nach Betrug und Vertuschung in der von Lipinski angenommen Art und Weise gerochen: EvD wäre der erste gewesen, der das lautstark an den Pranger gestellt hätte! Außer natürlich, dass während einer “verbotenen Archäologie” die hypothetischen Steine etc. bereits vor Arbeitsbeginn von Rudolf Gantenbrink beseitigt wurden.

Wenn dem so wäre, ist es aber mehr als fraglich, warum das Deutschen Archäologischen Institut Gantenbrink danach überhaupt den Auftrag erteilt haben soll. Immerhin wäre den “geheimen Archäologen” dann bereits bekannt gewesen, wie die Schächte aussehen, wie lang sie sind und vor allem wie sie enden. Vergessen darf man auch nicht, dass in den kleinen Stollen Hindernisse lagen, die teilweise während der Arbeit von Gantenbrink erst beiseite geschafft werden mussten. Sie verhinderten die freie Fahrt des Roboters “UPUAUT 2”. Wie kann dann vorher ein (bisher nicht bekanntes) Fahrzeug dort drin gewesen sein und sogar Sprengungen durchgeführt haben?

Persönlich finde ich es überaus fragwürdig, dass die Cheops-Pyramide und andere Pyramiden nur deshalb gebaut wurden, um als Blitz-Elektrizitätswerke zu dienen. Die Astronautengötter hätten es viel einfacher haben können, in dem sie beispielsweise Türme oder hohe Strukturen aus Metall bauten, um mit diesen Blitzen anzulocken. Solche Versuche gab und gibt es in unserer Welt schon sehr lange. Immerhin hat heute selbst jenes Haus einen Blitzableiter und zuckende Blitze vom Himmel einzufangen ist prinzipiell sogar sehr einfach.

Weshalb diese “Götter” aus dem Kosmos damals auch keine andere Technik der Energiegewinnung hatten, steht dabei noch auf einen weiteren Blatt …

Elektrotechniker aus dem Kosmos?

Auch die Art der Kabel an sich, die angeblich in der Cheops-Pyramide verlegt wurden, erscheint mir sonderbar. Warum waren diese scheinbar nicht isoliert?

Wären sie isoliert gewesen, muss man auch keine “Kabelführungen” in die “Kabelkanäle” einbauen, um deren gegenseitige Berührung zu vermeiden. Allerdings ist das nicht unbedingt so sonderbar, da auch heute Stromkabel trotz ihrer Isolierungen in Führungen verlegt werden. Je nach Art und Weise der Kabel, der Kabelführung oder auch der Umgebung.

Die "Gantenbrink-Türen" in der Cheops-Pyramide (Bilder: R. Gantenbrink / National Geographic)
Die “Gantenbrink-Türen” in der Cheops-Pyramide [anklicken zur Großansicht](Bilder: R. Gantenbrink / National Geographic)
Ich habe auch ein Problem mit dem Querschnitt der angenommenen Leitungen. Da die Sperrstein-Metallreste Überbleibsel der elektrischen Leitungen sein sollen, scheinen sie einen viel zu geringen Querschnitt zu haben. Etwa 20 Zentimeter hoch und breit ist ein solcher Stein und die daran zu sehenden Überreste der Kabel sind ca. 5,5 Zentimeter lang (s. Bilder rechts).

Würde ich den Querschnitt der hier durchlaufenden Leitungen schätzen müssen, würde ich sagen, dass es sich mindestens um “1,5 Quadrat” handelt. Das ist eine umgangssprachliche Bezeichnung aus der Elektrotechnik und bedeutet nichts weiter als Kabel-Adern mit 1,5 Quadratmillimetern Stärke. Das sind vergleichsweise winzige Adern, die heute in unserem normalen 230 Volt-Stromnetz im Haushalt genutzt werden. Auch in elektrischen Schaltanlagen wie Schaltschränken mit Steuerungen kommen solche Kabel zum Einsatz.

Blitze vom Himmel

Adern mit 1,5 Quadratmillimetern oder meinetwegen auch 2,0 oder 4,0, da es kaum korrekt anhand der Bilder aus dem Gantenbrink-Schächten geschätzt werden kann, würden bei den von Lipinski angenommen Stromstärken (Blitze) ganz einfach schmelzen. Selbst die Kabel, an denen im normalen Haushalt 400 Volt Drehstrom anliegen (im Volksmund “Kraftstrom” genannt) sind dicker. Ganz zu schweigen davon, dass die Kanäle für so kleine Leitungen viel zu groß angelegt wurden.

Ein Beispiel mag das Problem mit den Kabeln der Schächte vielleicht anschaulich machen:

Unser 230 Volt-Netz daheim ist mit Sicherungen für eine Stromstärke von 16 Ampere abgesichert. Das sind dieses “Sicherungsautomaten” im Verteilerkasten, die dann und wann schon mal “raus fliegen”. Dazu kommt der berühmte “Fi-Schalter” (Fi = Fehlerstrom) über den auch die drei Phasen des Drehstrom laufen. Ein solcher Fi-Schutzschalter in einem normalen Haushalt ist meistens bis maximal 40 Ampere Stromstärke abgesichert. Ist der Strom höher, etwa durch einen Kurzschluss im Haus, “fliegt er raus”.

Ein Blitz vom Himmel ist hier eine ganz andere Kategorie. Durchschnittlich fließt in der Hauptentladung eines Blitzes ein Strom von 20.000 Ampere. Einige Blitze erreichen sogar 400.000 Ampere Stromstärke. Das sind gewaltige Entladungen, deren Auswirkungen mit Sicherheit jeder Mensch kennt!

Natürlich kennt niemand den Schaltplan des angeblichen Blitz-Krafwerk und damit die Art der “Hauptleitungen”. Dennoch erscheint mir die gesamte Hypothese aufgrund der dargelegten Punkte doch mehr als fragwürdig …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

Interessantes zum Thema:

, , , , , , , , markiert <

Die Cheops-Pyramide: Mumien, Grabräuber und Mysterien – Artikel-Serie von Lars A. Fischinger, Teil #4: DIE ARTEFAKTE

Die Cheops-Pyramide: Mumien Grabräuber und Mysterien - Artikel-Serie Teil #4: DIE ARTEFAKTE AUS DER PYRAMIDE
Die Cheops-Pyramide: Mumien Grabräuber und Mysterien – Artikel-Serie Teil #4: DIE ARTEFAKTE AUS DER PYRAMIDE (Bild: L. A. Fischinger)

Die Cheops-Pyramide von Gizeh – Das letzte und zugleich älteste Weltwunder der Antike, wie es immer wieder gerne betont wird. Ein Bauwerk, das seit rund 4.500 Jahren die Menschen in ihren Bann zieht. Dabei ist eine jener Fragen, die der Pyramide des Cheops immer wieder gestellt werden, jene nach er Mumie des Pharao und der erster Öffnung des Monumentes durch den Kalifen Al-Mamun im Jahre 823. Auf Grundlage einer früheren Veröffentlichung von mir soll in dieser Artikel-Serie der Spur der Plünderung(en) der Cheops-Pyramide, den Funden des Al-Mamun und seiner Entdeckungen genauer nachgegangen werden. Dabei ergeben sich – wie so oft in der Mystery-Forschung – neue Fragen auf alte Antworten …

Von Lars A. Fischinger

Hallo, liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Einleitung

Pyramiden gibt es in Ägypten wie den sprichwörtlichen Sand am Meer. Doch gerade und vor allem die Pyramide von Pharao Cheops (ca. 2620 bis 2580 vor Christus) aus der 4. Dynastie (2639 bis 2504 vor Christus) in Gizeh nahe Kairo erregt bis heute die Aufmerksamkeit zahllose Touristen und Autoren. (K)ein Wunder: ist sie doch mit ihren einst fast 147 Metern Höhe und einer Länger an der Basis von rund 230 Metern die größte Pyramide der Erde. Die Bauarbeiter des Königs türmten zu seinen Ehren unzählige Steinblöcke in den Himmel. Und so entstand ein Bauwerk, das nicht nur durch seine Wucht und Größe fasziniert, sondern auch vielen Autoren der Grenzwissenschaft durch ihre Rätsel und weiterhin offenen Fragen.

Gerne wird die Pyramide des Cheops als Monument aus fernen Tagen vor einer Sintflut gehandelt. Als eine Art „Wissensspeicher“ oder eine Art „kosmischer Plan“ für das Wissen der Menschheit. Eine „Zeitkapsel“, die die Weisheiten jener Menschen erhalten und schützen sollte, die vor der großen Sintflut bzw. vor Jahrtausenden lebten. Folglich ein Bauwerk, dass die Geheimnisse einer verborgenen Welt enthält. Vielleicht sogar von Atlantis. Eindeutige Beweise für diese Ideen gibt es keine.

Mehr als sonderbar und mysteriös ist, dass nie eine Mumie im Inneren der Steinberges entdeckt worden sein soll. Als das gewaltige Monument vor fast 1.200 Jahren erstmals durch einen Kalifen geöffnet wurde – war es vollkommen leer, wie es heißt.

Auf Grundlage meines Buches „Verbotene Geschichte“ (2010) und eines einstigen E-Book zum Thema soll in dieser kleinen Artikel-Serie speziell genau diesem Mysterium der Cheops-Pyramide nachgegangen werden. Fragen nach der Plünderung der Pyramide werden ebenso dargelegt, wie arabische Überlieferungen über die Öffnung des Bauwerkes sowie die Widersprüche, die sich daraus ergeben. Ebenso eine Spur, wo der mutmaßlich innere Sarkophag einer offenbar tatsächlich gefunden Mumie letztlich gelandet ist.

Alte Fragen, die durch ihre Antworten neue Fragen ergeben.

Zum Abschluss der Reihe plane ich als 5. Teil eine Zusammenfassung in einem YouTube-Video auf meinem Grenzwissenschaft-Channel „Ancient Aliens & Mystery Files“.

Bleibt also neugierig!

 

Die Cheops-Pyramide: Mumien Grabräuber und Mysterien

Teil #4: DIE ARTEFAKTE AUS DER PYRAMIDE

 

Lars A. Fischinger (mit Sonja Ampssler) vor dem rätselhaften Sarkophag in der Cheops-Pyramide (Bild: L. A. Fischinger)
Lars A. Fischinger (mit Sonja Ampssler) vor dem rätselhaften Sarkophag in der Cheops-Pyramide: Was befand sich hier im Jahre 823 drin? Und von wem? (Bild: L. A. Fischinger)

In den bisherigen Teilen der Artikel-Serie habe ich unter anderem eine ganze Reihe von Chronisten zu Wort kommen lassen, die im „Hitat“ über die „erste Öffnung“ der Cheops-Pyramide im Jahre 823 nach Christus berichtet haben. Selber dabei war – bis auf eine Ausnahme – kein einziger dieser Autoren. Das sollte anhand ihrer genannten Lebenszeiten klar zu erkennen gewesen sein. Dennoch stimmen zumindest alle diese Chronisten darin überein, dass vor rund 1.200 Jahren von den Arabern „etwas“ im Inneren der Cheops-Pyramide entdeckt wurde. Inklusive einer Mumie, einer Leiche oder zumindest Reste mindestens eines dort bestatteten Menschen.

Und, davon bin ich überzeugt, es handelte sich dabei nicht um die Mumie des Pharao Cheops, der seit seinem Tode 2580 vor Christus hier verborgen lag. Die Idee, Aussage oder Spekulation, dass Cheops hier durch Al-Mamun 3.403 Jahre nach seiner Bestattung gefunden wurde, ist meiner Meinung nach absurd. Dennoch scheint der Kalif in der großen Pyramide allerlei zum Teil sehr seltsame Dinge vorgefunden zu haben.

Also sehen wir uns in dieser Folge der Artikel-Reihe einmal näher an, was genau nach diesen Chroniken in der Pyramide entdeckt worden sein soll.

Da wären:

  • Eine „vollkommen wohl erhaltene und trockene“ Mumie/Leiche eines Mannes
  • Eine ebenso erhaltene Mumie/Leiche einer Frau
  • Ein goldener Deckel, mit dem der Sarkophag verschlossen war
  • Ein goldenes Kästchen mit Blut
  • Ein „ganz zerfallendes Gewand“ mit goldenen Fäden
  • Eine grünliche „Bildsäule eines Menschen“, die aus „einer Art Malachit“ bestand
  • Einen Leichnam in dieser „Bildsäule“
  • Einen „Panzer“ um diesen Leichnam mit Gold und Edelsteinen
  • Ein Schwert ohne Griff
  • Eine Frauenstatue mit einem Spiegel mit Metallrand
  • Eine Männerstatue mit einer „beschriebe Tafel“ in der Hand
  • „Morsche Knochen“ unter einem goldenen Deckel im Sarkophag
  • Pech, Aloe, Myrrhe, Edelsteine
Ein fragwürdiges Video zeigt angeblich sogar die Bergung einer Alien-Mumie in Gizeh durch den KGB (Bild: L.A. Fischinger / gemeinfrei)
Gerüchte und fragwürdiges Aussagen zu den Pyramiden gibt es genug: Ein Video zeigt angeblich sogar die Bergung einer Alien-Mumie in Gizeh durch den KGB (Bild: L.A. Fischinger / gemeinfrei)

Sofort dürfte auffallen, dass die überlieferten Angaben sich eindeutig widersprechen. Denn von „morschen Knochen“ bis zu einer „vollkommen wohl erhaltenen und trockenen“ Mumie ist es ein weiter Schritt.

Grundsätzlich sollte das aber nicht weiter von Interesse sein, da diese Aufzeichnungen in verschiedenen Jahrhunderten verfasst wurden und ausnahmslos auf Hörensagen beruhen. Fast niemand der zitierten Autoren im mittelalterlichen „Hitat“ hat diese Dinge aus der Cheops-Pyramide mit eigenen Augen gesehen. Alle notierten Erzählungen, Geschichten und Überlieferungen über das Reich der Pyramiden, die man sich dort erzählte. Die legendäre „Stille Post“ hat diese zweifellos verfälscht und es sei nochmals darauf hingewiesen, dass das „Hitat“ aus dem Mittelalter stammt.

Aber: Auch die in der Mystery-Forschung sehr bekannte Aussage, dass der biblischen Prophet Henoch die Cheops-Pyramide erbaut habe – da er eine große Flut kommen sah – wurde aus der Textsammlung „Hitat“ von al-Maqrizi abgeleitet. In diesem konkreten Fall sogar von ihm selber, der bekanntlich 1364 bis 1442 nach Christus lebte. Also tausende Jahre nach der Herrschaft des Pharao Cheops oder sogar den Tages den Henoch.

Eine blutige Entdeckung?

Ich wäre kein „Jäger des Phantastischen“, wenn ich nicht die Aussagen der alten Chronisten quasi mit drei Augen lesen würde. Denn so fällt bei den oben aufgelisteten Funden aus der Cheops-Pyramide und den zuvor angeführten Zitaten Sonderbares auf.

Da wäre zum einen das goldene Kästchen, dass der bereits 990 nach Christus verstorben al-Nadim erwähnt hat. Er notierte die Geschichte, dass die arabischen Entdecker in der Grabkammer ein Kästchen fanden, in dem sich wiederum „frisches Blut“ befand. Dieses Blut, so schreibt er weiter, gerann jedoch und trocknete ein, als es der Luft ausgesetzt wurde, eben „wie Blut zu gerinnen pflegt“.

Eindrücke aus der Königskammer - sie ist alles andere als "zierlich". Auf der Leiter zu sehen ist Dr. Dominique Görlitz; bekannt durch das "Cheops-Projekt".<span style="color: #999999;">(Bild: L. A. Fischinger / D. Görlitz)
Eindrücke aus der Königskammer – sie ist alles andere als “zierlich”. Auf der Leiter zu sehen ist Dr. Dominique Görlitz; bekannt auch durch das “Cheops-Projekt“.(Bild: L. A. Fischinger / D. Görlitz)

Wie soll man so eine Aussage verstehen, wenn sie wahr ist? Über 3.000 Jahre nach dem Bau der Pyramide fanden die arabischen Grabräuber dort noch immer ein Kästchen mit „frischem Blut“? Wenn dem so wäre, stammt es aus einer späteren Epoche und von einer viel späteren Bestattung.

Es könnte sich bei diesem „Kästchen“ um eine der sogenannten Kanopen gehandelt haben. Dies sind kleine Gefäße (oft in Form einer Gottheit), in dem die Ägypter die Eingeweide getrennt mit bestatteten, die bei der Mumifizierung dem Leichnam entnommen wurden. Diese kamen ab dem Ende der 4. Dynastie „in Mode“. Also jener Dynastie, in der Pharao Cheops gelebt hat. „Frisches“ Blut enthält aber keine dieser „Vasen“, und so ist es auch Spekulation, was es mit diesem Fund in Wahrheit auf sich hat.

Seltsam auch, dass al-Nadim die Königskammer als „zierlicher, gewölbter Bau“ beschrieben hat. Diese Grabkammer ist alles andere als „zierlich“ und hat auch eine vollkommen flache Decke. Offensichtlich war er nie im Inneren der Pyramide bzw. in der Königskammer. Sonst wüsste er auch, dass im dortigen Sarkophag überhaupt kein Platz für die Mumie einer zweiten Person neben der genannten männlichen Mumie ist. „An seiner Seite ruhte ein Weib“, wie er schreibt, passt wortwörtlich nicht.

Al-Kaisi war offenkundig nie in der Königskammer der Cheops-Pyramide, als er die ihm zu Ohren gekommenen Geschichten notierte. Sonst hätte er den Raum nicht in der vorliegenden Form beschrieben. Immerhin ist diese Kammer ca. 10,49 Meter lang, 5,24 breit und 5,84 Meter hoch und wurde aus zum Teil überaus mächtigen Ganitblöcken erbaut. Das sind übrigens genau jene (Decken-)Monolithen, an denen die Forscher Stefan Erdmann und Dr. Dominique Görlitz Eisen gefunden haben, worüber in diesem Video auf meinem YouTube-Kanal ausführlicher berichtet wird.

Dieser Widerspruch zwischen arabischen Bericht und Realität der Kammer es Königs wirft ein durchaus „fragliches Licht“auf al-Kaisi. Und zwar auf seine Geschichte über die Entdeckungen in dem senkrechten Schacht der Felskammern, die er persönlich gemacht haben will. Diese Funde von Geheimkammern und Mumien durch al-Kaisi kamen im vorherigen Artikel der Reihe zur Sprache kamen ….

Der Chronist Al-Mutanabbi wiederum war hier bei seinen Notizen genauer. Er schrieb von schwer zu erklimmenden Gängen und Treppen sowie einem „würfelförmigen“ Gemach mit einem Sarg darin. Das beschreibt das tatsächliche Aussehen der Königskammer schon recht gut.

Der verlorene Sarkophag – noch im 12. Jahrhundert zu besichtigen?

Der Granit-Sarkophag in der großen Pyramide: Lag in diesem ein weiterer Sarkophag, der noch bis ins 12. Jahrhundert in Kairo zu sehen war? (Bild: gemeinfrei)
Der Granit-Sarkophag in der großen Pyramide: Lag in diesem ein weiterer Sarkophag, der noch bis ins 12. Jahrhundert in Kairo zu sehen war? (Bild: gemeinfrei)

Was beim zitierten al-Kaisi wiederum sehr interessant ist, ist der Umstand, dass er höchstpersönlich die „Steinsäule“ gesehen habe, in der sich letztlich die Mumie befand. Jene „Bildsäule eines Menschen”, die “wie aus grünem Stein, einer Art Malachit, gefertigt“ gewesen sei, wie er sie beschreibt. Nach dem Öffnen genauer dieser „Säule“ erblickte Al-Mamun „darin den Leichnam eines Menschen“ und einige wertvolle Grabbeigaben. Und dieses Götzenbild, „aus dem man diesen Leichnam hervorholte, habe ich neben der Pforte des königlichen Palastes zu Misr liegen sehen“.

Auch wenn al-Kaisi vielleicht die Pyramide von König Cheops niemals selber von innen sah und nur Erzählungen ihres Inneren notierte, ist es bei dieser Bildsäule oder Statue etwas anders. Sie lag in seinen Tagen nicht mehr im Inneren der Pyramide und konnte folgerichtig von ihm auch ohne das Monument zu betreten bestaunt werden. Das heißt, dass al-Kaisi durchaus einen Sarkophag einer Bestattung gesehen haben kann, den die Araber 823 nach Christus aus der Cheops-Pyramide holten.

Ich vermute, dass es sich hierbei möglicherweise um einen „inneren Sarkophag“ gehandelt haben könnte, der sich in dem heute bekannten und für Besucher zu sehenden Sarg in der Königskammer befand. Es ist kein Geheimnis und sicherlich den meisten Menschen bekannt, dass die alten Ägypter ihre verstorbenen Könige nicht selten in einer „Schicht“ ineinander verschachtelter Särge beisetzten. Das bekannteste Beispiel ist hier selbstverständlich der Pharao Tutanchamun.

Interessant ist im Weiteren auch die Aussage, dass al-Kaisi diesen Sarg im arabischen Jahr 511 am Eingang eines Palastes in Misr hat herumliegen sehen. Das war nach christlicher Zeitrechnung 1133 nach Christus und über 300 Jahre nach dem Kalifen. Sollten also wirklich ein Artefakt aus dem Inneren der Pyramide des Cheops in verhältnismäßig junger Vergangenheit noch existiert haben?

Ein Sarg als Palast-Dekoration der Kalifen?

Was aber ist der „königliche Palast zu Misr“ genau?

Misr ist ein Kürzel von Misr al-qadima und liegt im Süden des heutigen Kairo, nur rund 10 Kilometer Luftlinie von den Pyramiden Gizeh entfernt am Ostufer des Nil. Die Nil-Insel Er-Roda gehört zu dem in Deutsch „Alt-Kairo“ bedeutenden Gebiet. (Heute) 400 Meter vom Nil entfernt steht die Festung Per-Ḥapi-n-Iwnw, die unter der Herrschaft der Griechen „Babylon“ genannt wurde.

Der Herausgeber des „Hitat“, al-Maqrizi, selber notierte erstmals auch einen anderen Namen für diesen Ort. Er nannte ihn „Qaṣr asch-Scham“, was in Etwa „Palast“ oder „Festung der Kerzen“ bedeutet. Auch bei der Eroberungen Ägyptens durch die Araber spielte diese Region oder besser gesagt diese heutige Altstadt von Kairo ein große Rolle. Genau hier irgendwo will der Augenzeuge al-Kaisi im Jahr 1133 den mutmaßlich inneren Sarg gesehen haben, der 823 aus der Cheops-Pyramide gestohlen wurde.

Teilansicht des Pyramiden von Abusir, südlich von Gizeh. Auch hier wurden Steine als Baumaterial geplündert. (Bild: L. A. Fischinger)
Teilansicht des Pyramiden von Abusir, südlich von Gizeh. Auch hier wurden Steine als Baumaterial geplündert. (Bild: L. A. Fischinger)

Und das ist auch nicht so unwahrscheinlich.

Vielen an Ägypten interessierten Menschen ist bekannt, dass nach der Gründung der Stadt Kairo durch die Araber im Jahre 969, diese die Bauten des alten Ägypten als „Steinbrüche“ nutzten. Die verschiedenen Pyramiden auf dem nahem Plateau Gizeh wurden dabei ebenso ihrer Steine beraubt, wie andere Heiligtümer des Landes auch. Hierbei wird auch gerne auf die Spitze der Chephren-Pyramide in Gizeh verwiesen, die noch Reste ihrer früheren Verkleidung besitzt. Dieser Steinraub zog sich Jahre hin und reichte bis zum südlich von Kairo gelegenen Pyramidenfeld von Abusir. Auch beim Bau und Ausbau des Kalifenpalast in Misr, oder besser gesagt der Palaststadt der Kalifen dort, kamen solche Bausteine aus dem alten Ägypten zum Einsatz. Im Jahr unsres Augenzeugen, 1133, regierte dort der Kalif Al-Hafiz aus der Dynastie der Fatimiden.

Gab es also unter seiner Regentschaft tatsächlich noch diese „Säule“ aus der Königskammer der Cheops-Pyramide? Nicht weniger wichtig ist aber auch die Frage, wie der Araber al-Kaisi diese steinerne „Bildsäule eines Menschen“ in Misr als genau jene aus der großen Pyramide identifizieren konnte? Es waren zwar „nur“ rund 300 Jahre seit der arabischen Öffnung der Pyramide vergangen – aber die ägyptischen Hieroglyphen konnte schon damals niemand mehr lesen. Sofern dieses Objekt überhaupt solche trug, anhand derer man dieses Objekt irgendwie zuordnen konnte.

Obwohl einer anderer Chronist die Behauptung des al-Kaisi durchaus stützen könnte, da dieser im “Hitat” überliefert:

Einige Geschichtsschreiber Ägyptens berichten, dass dieses grüne Götzenbild, in dem man die Gebeine fand, bis zum Jahre 611 der Higra beständig neben dem königlichen Palaste zu Misr lag.“

Es wäre spannend, ob nach bald 1.000 Jahren ein derartiges (Stein-)Artefakt überhaupt noch wiederzufinden wäre. Und: ob es überhaupt als das erkannt würde, was es ist.

Der grüne Sarkophag

Nische in der Kammer der Königin der Cheops-Pyramide : Stand hier einst ein Statue oder Sarkophag? (Bild: gemeinfrei)
Nische in der Kammer der Königin der Cheops-Pyramide: Stand hier einst ein Statue und/oder Sarkophag einer Frau? (Bild: gemeinfrei)

Wenig beachtet scheint mir bei der „Spurensuche“ aber die Erwähnung, dass dieses ominöse Bildnis mit einer Mumie darin grün gewesen sei. Das Objekt habe aus „grünen Stein“ bestanden, der Malachit ähnlich gesehen haben soll. Malachit ist ein bekannter Schmuckstein von eindringlicher grüner Farbe und auch im Land der Pharaonen sehr beliebt gewesen. Die Ägypter schmückten mit diesem Stein auch Sarkophage, weshalb die Aussagen der “Hitat”-Chronisten durchaus plausibel klingt. Vielleicht waren die in der Auflistung oben genannten Statuen eines Mannes und einer Frau eben solche Särge?! Oder weiter spekuliert, in der „Königinnenkammer“, die ihren Namen tatsächlich erst in der arabischen Zeit Ägyptens bekam und deren wahren Namen heute niemand mehr kennt, fand sich sogar eine solches Bildnis.

In der Kammer der Königin befindet sich in der Tat eine Nische an deren Ostwand, in der eine „Statue“ gestanden haben könnte. Diese Nische ist fast 5 Meter hoch und einen Meter tief und ihre Funktion ist in der Ägyptologie vollkommen unklar. Fragmente von Diorit innerhalb dieses kleinen “Gewölbes” können dafür sprechen, dass hier einstmals eine Statue stand. Und wer weiß, ob die Araber nicht tatsächlich dort (auch) einen Sarkophag vorfanden, der den Leichnam einer Frau enthielt. Diese in unbekannter Zeit nach Cheops erfolgte Beisetzung veranlasste daraufhin die Araber dem Raum den Namen „Königinnenkammer“ zu geben.

Von Vasen und inneren Organen

Auch wenn solche Spekulationen zutreffen, waren die von den Chronisten erwähnten beiden Statuen eines Mannes und einer Frau, die sich gegenseitig ansahen und in der Königskammer gestanden haben sollen, andere Artefakte. Vielleicht waren auch diese Kanopen-Vasen einer Bestattung, da sich das oben erwähnte „Kästchen“ mit dem Blut zwischen diesen Bildnissen befand. So zumindest hat es Ibn-an-Nadim (935 bis 990) vom „Hörensagen“ her notiert. Wenn man sich sein bereits zitiertes „Fundbild“ nochmal vor Augen führt, könnte es so gewesen sein:

„(Neben dem Sarkophag) erheben sich 2 Felsblöcke in vollendeter Sauberkeit und Schönheit und reichen Farben. Auf jedem gewahrt man eine steinerne Statue; die eine stellt einen Mann, die andere eine Frau dar. Die beiden stehen sich Aug in Aug gegenüber

(…)

Zwischen den beiden Blöcken steht ein steinernes Gefäß (…) in diesem fand man beim Öffnen frisches Blut (…)“

Beispiele solcher Kanopen-Vasen (Bilder: gemeinfrei/WikiCommons)
Beispiele solcher Kanopen-Vasen (Bilder: gemeinfrei/WikiCommons)

Die Funde von Edelsteinen sind bei den Schilderungen der arabischen Chronisten nettes aber nicht gerade rätselhaftes Beiwerk. Die „beschriebe Tafel“ hingegen, die die männliche Statue in Händen gehalten haben soll, wäre hier ein wesentlich spannenderes Artefakt. Was mag auf dieser Schrifttafel gestanden haben? Welche Informationen wurden hier überliefert? Würde es sich bei diesen Statuen tatsächlich “nur” um steinerne Kanopen-Vasen gehandelt haben, so wäre es rein religiöse Inschriften gewesen. Zumal wir auch keinerlei Anhaltspunkte haben, wie groß diese beiden Bildnisse eigentlich gewesen sind!

Obwohl schon früh solchen Kanopen beschriftet wurden, wurden diese Vasen erst ab dem sogenannten Mittleren Reich (2137 bis 1781 vor Christus) mit Deckel in Form menschlicher Köpfe geschmückt. Üblicherweise waren es aber Darstellungen von Göttern (den Söhnen des Horus), die Schutz und Sicherheit geben sollten. Und meistens waren es vier Kanopen mit jeweils einem der göttlichen Horus-Söhne für vier entnommene Organe der Mumie.

In der „Dritten Zwischenzeit“ wiederum fertigten die Ägypter diese Beigaben in Form von Mini-Mumien an, die teils auch mit Mini-Totenmasken geschmückt wurden. Und das wiederum fällt zeitlich in die schon bekannte 26. Dynastie, oder besser gesagt, in den Übergang zwischen „Dritter Zwischenzeit“ in die „Spätzeit“ Ägyptens. Damit ist es auch hier mehr als unwahrscheinlich, dass authentische Artefakte aus der Tagen des Pharao Cheops beschrieben worden sind. Stimmt die Vermutung von entdeckten Kanopen, waren es nach den alten Texten aber nur drei – und nicht wie üblich vier für Lunge, Gedärme, Leber und Magen des Bestatteten.

Einen Spiegel oder eine beschriebene Tafel, wie es überliefert ist, hielt aber so oder so keine der heute bekannte Kanopen oder Mini-Mumie in den Händen. Was auch schwerlich möglich wäre, da derartige Vasen überhaupt keine Hände oder Arme haben …

Widersprüche, Unklarheiten und – Klarheiten

Ohne Frage ist in der Phänomene-Forschung und Grenzwissenschaft oft der Wunsch der Vater des Mysteriums. Dennoch aber bleibt „Cheops Vermächtnis“ aufgrund folgender Tatsachen und ihrer Widersprüche weiter nebulös:

  • Es wurde mit Sicherheit eine Mumie (oder sogar mehrere Mumien) in der großen Pyramiden gefunden. Inklusive einige Beigaben.
  • Nichts deutet darauf hin, dass der Pharao Cheops gefunden wurde.
  • Die arabischen Chronisten widersprechen sich teils deutlich.
  • Durch diese Widersprüche ist nicht mal klar festzustellen, was eigentlich genau gefunden wurde.
  • Wann sich wer in der Pyramide des Cheops lange nach ihrer Errichtung beerdigen lies, ist vollkommen unklar.
  • Wenn die Pyramide schon vor Al-Mamun 823 nach Christus offen war oder stand, ist es seltsam, dass trotzdem von ihm Kostbarkeiten wie Edelsteine und ein Sargdeckel aus Gold gefunden wurden.
  • Die bisher einzige bekannte Darstellung der Pharao Cheops (Bilder: L. A. Fischinger)
    Die bisher einzige bekannte Darstellung der Pharao Cheops (Bilder: L. A. Fischinger)

    Das spricht durchaus für eine erneute Versiegelung in unbekannten Tagen, die dann von Al-Mamun aufgebrochen wurde.

  • Noch im 12. Jahrhundert wollen Augenzeugen einen „Sarg“ aus der Cheops-Pyramide gesehen haben.
  • Wie diese Chronisten den im 9. Jahrhundert gefundenen „inneren Sarkophag“ als Entdeckung von Al-Mamun identifizierten konnten, ist offen.
  • Wenn 25 vor Christus die Cheops-Pyramide noch durch eine „Klapptür“ betreten werden konnte (wie der Geschichtsschreiber Strabo berichtet, siehe Teil 1) – dann stammen die Funde von Al-Mamun aus der Zeit danach. Niemand hätte wertvolle Objekte unangetastet gelassen, wäre das Monument nicht nach dem Jahr 25 vor Christus erneut verschlossen worden!
  • Die Vermutung, dass bei Renovierungen Jahrhunderte vor Strabo jemand dort bestattet wurde, könnte stimmen. Aber diese Bestattung(en) blieben nicht bis 823 unangetastet.
  • Die Beschreibungen von Mumien-Funden usw. im Schacht der Felsenkammer aus dem 3. Teil dieser Reihe, sind wohl eher Erfindungen, da der Autor scheinbar nie das Innere der Pyramide betrat.

Möglicherweise haben die Widersprüche und Unklarheiten der arabischen Chronisten über Al-Mamuns Funde folgenden Grund:

Im „Hitat“ des al-Maqrizi werden Erzählungen und Gerüchte aus dem ägyptischen Volksmund überliefert. Auch wenn diese zum Teil Jahrhunderte alt waren, bestätigen sie zumindest Beisetzungen in der Pyramide des Cheops. Die widersprüchlichen Angaben könnten sich dadurch erklären, dass unterschiedliche Funde aus unterschiedlichen Zeiten in einen Topf geworfen wurden. Obwohl Al-Mamun die Cheops-Pyramide nicht als erster Prüderer betrat, sind Geschichten über dort entdeckte Objekte mit ihm verknüpft worden.

Die Ägypter selber wussten von Funden im Inneren der Pyramide, aber schrieben sie alle Al-Mamun zu. Welcher „Einbrecher“ was wann wo genau vorfand, war längst in Vergessenheit geraten. Der eine fand nichts als morsche Knochen im Sarkophag der Königskammer – der andere wiederum vielleicht eine Mumie in recht gutem Zustand. Einer entdeckte Statuen/Kanopen oder sogar mehrere Särge in menschlicher Form – der andere einen kostbaren Sargdeckel aus Gold mit Leichenresten darunter …

Doch Pharao Cheops wurde nach dieser “Analyse” der arabischen Überlieferungen nie in seiner Pyramide gefunden.

Eine abschließende Zusammenfassung als 5. Folge der Artikel-Serie findet Ihr hier in einem YouTube-Video.

 

Ich danke Euch, Euer Jäger des Phantastischen

Fischinger-Online

►► Eure Unterstützung: Paypal.me/Fischinger

(Geschäfts-eMail: FischingerOnline@gmail.com)

Interessantes zum Thema:

, , , , , , , , , , , , , markiert <

Das “Osiris-Grab” von Gizeh: Wie Ägyptens letzter Pharao Dr. Zahi Hawass einen Jahrzehnte bekannten Fund in seine Entdeckung ummünzte

ARTIKEL: Das Grab des Osiris von Gizeh: Wie Ägyptens letzter Pharao Zahi Hawass einen fast 100 Jahre alten Fund als seine Entdeckung präsentierte (Bild: L. A. Fischinger)
ARTIKEL: Das Grab des Osiris von Gizeh: Wie Ägyptens letzter Pharao Zahi Hawass einen fast 100 Jahre alten Fund als seine Entdeckung präsentierte (Bild: L. A. Fischinger)

Ägypten ist seit geraumer Zeit wieder als Land der Pharaonen mit seiner Jahrtausende alten Geschichte im Fokus der Medien. Grund sind mutmaßlich Geheimkammern, die sich im Grab des Pharao Tutanchamun in Tal der Könige nahe Luxor befinden könnten. Im Zuge dieser Berichterstattungen bot “Focus Online” in einem Video & Artikel den ehemaligen “Pyramiden-Chef” Dr. Zahi Hawass wieder eine mediale Plattform. Und zwar mit einer alter Aussage von ihm, in der er sich selber als Entdecker des schon legendären “Osiris-Grab” von Gizeh feierte. Nur leider schmückte sich Hawass hier mit der Entdecker-Krone eines anderen, denn das “Osiris-Grab” wurde schon 1933/34 von jemanden anderem entdeckt. Und das wusste Hawass mit Sicherheit. Die genauen Hintergründe zu dem Schwindel von Ägyptens letzten Pharao Zahi Hawass erfahrt Ihr hier.


Blog-Newsletter hier abonnieren

Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Bei den Namen Dr. Zahi Hawass sträuben sich zahlreichen Archäologen und auch Grenzwissenschaftlern die Nackenhaare. Obwohl der Archäologe offiziell schon lange nicht mehr das Amt des Chef der ägyptischen Antikenverwaltung innehat, so zieht der doch im Hintergrund immer wieder die Fäden. Das zeigte sich beispielsweise beim Cheops-Skandal um die Deutschen Stefan Erdmann und Dr. Dominque Görlitz, über den hier vielfach berichtet wurde.

Dr. Hawass und “die aufregendste Entdeckung meines Lebens”, die “er” in Gizeh machte

Der Archäologe Dr. Hawass, spätestens seit der inszenierten „Live-Öffnung“ des Sperrstein am Ende des Gantenbrink-Schacht der Cheops-Pyramide im September 2002 spöttisch mit „Indianer Jones“ verglichen, sorgte durch eine andere Entdeckung ebenso für Schlagzeilen. Auch wenn ihn die TV-Show 2002 weltweit bekannt machte, so war und ist der Ägyptologe immer wieder für fragliche Überraschungen gut. Beispielsweise im Sommer 2015, als sich Hawass bei einem Vortrag von Graham Hancock in Beschimpfungen gegen den Autor Robert Bauval verlor. Und er dabei ganz nebenbei behauptet, dass es die sensationellen Ruinen von Göbekli Tepe in der Türkei nicht gibt bzw. wenn, dass sie niemals 12.000 Jahre alt sein können. Zum Vergleich: Die Cheops-Pyramide in seinem Land ist “erst” rund 4.500 Jahre alt.

Dr. Zahi Hawass: Er kennt als Archäologe die sensationelle Ruinen von Göbekli Tepe nicht! (Bild: gemeinfrei/WikiCommons / L.A. Fischinger)
VIDEO: Dr. Zahi Hawass: Er kennt als Archäologe die sensationelle Ruinen von Göbekli Tepe (angeblich) nicht! (Bild: gemeinfrei/WikiCommons / L.A. Fischinger)

Aber eine Sensation hatte Dr. Zahi Hawass schon vor bald zwei Jahrzehnten zu melden. Er persönlich habe, so ließ er es 1999 verkünden, einen fast 30 Meter tiefen, senkrechten Schacht „genau in der Mitte zwischen der Chephren-Pyramide und der Sphinx“ gefunden.[i] Im inneren des unterirdischen Systems lagen eine Reihe von Kammern verborgen, die Hawass als „Osiris-Grab“ bezeichnete und die Anlass zu Spekulationen gaben und noch immer geben. Immerhin war auch Hawass mehr als begeistert über den Grabfund, den er “die aufregendste Entdeckung meines Lebens” nannte.

Die Spekulationen um das seltsame Grab eines Gottes reißen weiterhin nicht ab. Auch wenn mehrere Vor-Ort-Besuche die ganze Sache weniger spektakulär erscheinen lassen und eine ganze Reihe Irrtümer in der Diskussion über die Grabanlage offenbaren, wie ich 2015 in meinem Buch “Rebellion der Astronautenwächter” berichtete. Auch gab es unlängst Untersuchungen der “National Research Institute of Astronomy and Geophysics” in Kairo mit dem “Ground Penetrating Radar” (GPR) dieses und anderer Gebiete auf dem Plateau von Gizeh. Diese zeigten noch weitere “Geheimkammern” usw. um die Pyramiden von Gizeh. Verborgene Räume und Schächte, die zu einem Großteil sicher Grabanlagen aus der Zeit nach den großen Pyramiden sein werden. Von diesen finden sich auf dem Plateau unzählige und auch das “Osiris-Grab” gehört dazu, da es fast 2.000 Jahre nach der Cheops-Pyramide gebaut wurde.

Diese Schachtanlage liegt auch nicht – wie sehr oft behauptet wird! – in oder unter einer Pyramide sondern unter dem Auffweg der Chephren-Pyramide. Etwa zwischen dieser und der Sphinx, was Hawass aber immer korrekt angab und es damit nicht auf “seinem Mist gewachsen” ist. Das Grab des Osiris ist folglich keine Geheimkammer in einer Pyramide, sondern liegt ein ganzes Stück weiter von ihnen entfernt.

Dennoch hieß 2006 in dem Untersuchungsbericht über die GPR-Forschungsergebnisse zum Beispiel:

Die Ergebnisse dieser Studien unterstützen die Möglichkeit der Präsenz unentdeckter Relikte von hohem Wert.” [ii]

Wenigstens etwas …

Doch schon früher waren Dr. Hawass solche Schachtanlagen unter der Erde von Gizeh und anderswo mit Sicherheit bekannt. In einer Fernsehdokumentation von 1995 beispielsweise führt er das TV-Team selber in unterirdischen Räumen herum.[iii] Am 2. März 1999 brachte der TV-Sender “FOX” sogar das Live-Spezial “Öffnung des verlorenen Grabes – Live aus Ägypten” um die Entdeckung der Kammern/Schächte und präsentierte einem erstaunten Publikum die unterirdische Welt von Gizeh.[iv]

Wie Dr. Zahi Hawass die Entdeckung von jemand anderem in seine eigene ummünzte!

Damit sind versteckte Kammern, Tunnel, Schächte und Räume bei den Pyramiden von Gizeh eine Realität. Doch zu oft werden diese aufgebauscht und es wird dabei verschwiegen, dass es auf/in Gizeh eben von Gräbern aus unterschiedlichen Zeiten nur so wimmelt. Das Plateau ist ein Schweizer Käse. Das “Osiris-Grab” wiederum hebt sich fraglos von anderen ab, steht aber archäologisch nicht allein dar.

Und hier kommt Ägyptens letzter Pharao ins Spiel:

Zahi Hawass persönlich foppte die Medienwelt mit der Aussage, er selber habe das unterirdische Grab des Gottes Osiris gefunden. Eben jene bis heute heiß diskutierte Anlage, die ich erstmals im Februar 2006 aufsuchte, als dort die oben genannten Radar-Messungen durchgeführt wurden. Diese Hawass-Behauptung wurde erst am 4. Mai 2016 von “Focus online” in einem Online-Video und dem zugehörigen Artikel “Archäologische Sensation in Pyramide gefunden” neu belebt. Im Zusammenhang mit den Untersuchungen im Grab des Tutanchamun haben verschiedene Mainstream-Medien über diverse Themen der Ägyptologie berichtet. So eben auch der “Focus” über Hawass “seine” spektakuläre Entdeckung vor etwa 20 Jahren.

Werde auch DU Fan von Grenzwissenschaft & Mystery Files!

Grenzwissenschaft und Mystery Files auf YouTube

Werde Fan von Grenzwissenschaft und Mystery Files auf Facebook+++ Blog-Newsletter HIER abonnieren +++

Hawass im erneut zitierten Interview zu dem Fund der Grabanlage:

“Ich habe mit diesem Schacht zwei wichtige Entdeckungen gemacht, die erste ist, das es sich um das Grab handelt, dass Herodot beschrieben hat. Niemand ahnte, dass es tatsächlich existierte, bis ich es ausgegraben habe und den Sarkophag fand. Die zweite Entdeckung ist, dass es sich um ein symbolisches Grab für den Totengott Osiris handelt, Osiris der auch über das unterirdische Labyrinth von Gizeh regierte. Ich muss sagen das Osiris Grab ist wirklich die aufregendste Entdeckung meines Lebens.

Bravo, Herr Dr. Hawass, für diese dreisten Lügen damals! Beim Bart des Pharao und bei Hut von Indiana Jones – die Ehre der Entdeckung gebührt einem anderen Ägyptologen. Hawass sagte rund um die Umstände der Entdeckungen nicht die Wahrheit.

Es war der Ägyptologe Professor Dr. Selim Hassan, der das “Osiris-Grab” schon bei seinen Grabungen in den Jahren 1933 und 1934 entdeckte und dokumentierte und nicht Hawass.[v] Dr. Hassan war es übrigens auch schon, der die Grabanlage damals auf etwa 600 vor Christus datierte. Das muss einem Ex-Chef der Antikenverwaltung, Ägyptologe und einstmals Wächter der Grabungen und Forschungen in Gizeh und ganz Ägypten bei seinen Interviews um 1999 bekannt gewesen sein.

Hawass und die jüdische Weltverschwörung

Wohlwollend könnte man annehmen, dass Zahi Hawass tatsächlich nichts von den Entdeckungen seines früheren Kollegen Selim Hassan wusste. Ob das aber irgendwie glaubhaft erscheint, ist fraglich. Dr. Hawass als Teil der ehemaligen Elite unter der Regierung von Präsident Muhammad Husni Mubarak glaubt so oder so an eine Verschwörung gegen ihn, weshalb er im Juli 2011 seine Ämter endgültig verlor. Selbst an eine jüdische Weltverschwörung glaubt Hawass, wie er es beispielsweise in einem TV-Interview am 11. Februar 2009 im ägyptischen Fernsehen erzählte.

Dr. Dominique Görlitz und Lars A. Fischinger im Interview zu den Rätseln der Cheops-Pyramide und dem "Cheops-Projekt" (Bild: L. A. Fischinger)
VIDEO: Dr. Dominique Görlitz und Lars A. Fischinger im Interview zu den Rätseln der Cheops-Pyramide und dem “Cheops-Projekt” (Bild: L. A. Fischinger)

Auch Stefan Erdmann und Dr. Dominique Görlitz sowie Robert Bauval gehören dieser geheimen Weltherrschaft der Juden an. So zumindest seine haarsträubenden Aussagen im Rahmen der Kontroversen um den Cheops-Skandal. Hawass unterstellte ihnen nämlich, dass sie die Cheops-Pyramide neu und älter datieren und die Juden zu den Bauherren erklären wollen. Die beiden Deutschen bzw. alle alle Drei wollen mit ihrem “Cheops-Projekt” nichts anders, als belegen, dass vor 15.000 Jahre die Juden die mächtigen Monumente von Gizeh erbaut hätte, so Zahi Hawass.

Dass das Unfug ist, wird allein schon durch die Tatsache belegt, dass es vor 15.000 Jahren noch gar keine Juden gab. Noch sehr lange nicht, weshalb es wohl mehr als schwer sein würde, diesem Volk den Bau der Pyramiden von Gizeh vor 15 Jahrtausenden zuzusprechen. Aber vielleicht ist dies dem Ägyptologen ebenso entgangen, wie die (anerkannten) Ausgrabungen und Forschungen in Göbekli Tepe in Anatolien, die vor allem von dem 2014 verstorbenen Archäologen Dr. Klaus Schmidt seit 1995 durchgeführt wurden. Einem Deutschen übrigens …

Immerhin glaubt Hawass an geheime Kammern in der Cheops-Pyramide. Hin und wieder zumindest, da er diesen Glauben auch gerne mal ändert. So sagte er zum Beispiel bei seiner weltweiten Vortragstournee im Juni 2013 gegenüber “LiveScience”:

Ich glaube wirklich, dass die Kammer des Cheops noch nicht entdeckt wurde und alle drei Kammern nur da sind, um die Diebe zu täuschen. Die Schätze des Cheops sind immer noch in der Großen Pyramide versteckt.

Wirklich eine schillernde Figur der Ägyptologie.

Ich danke Euch, Euer Jäger des Phantastischen

Fischinger-Online

(Geschäfts-eMail: FischingerOnline@gmail.com)

Interessantes zum Thema:

Fußnoten

[i] Insel in der Unterwelt, Spiegel online, 30. Oktober 2000 (und Nr. 44/2000) & Hawass, Zahi, in: Newspaper Extra Bladet (Kopenhagen), vom 31. Januar 1999, „Sandpit Of Royalty“, von Dorte Quist

[ii] z. B.: Abbas, Mohamed (u. a.): Uncovering the Pyramids Plateau – Giza Plateau in a Search for Archaeological Relics by Untilizing Ground Penetrating Radar, in: NRIAG Journal of Geophysics, Special Issue, National Research Institute of Astronomy and Geophysics, Cairo 2006, S. 2

[iii] The Mystery of the Sphinx, NBC 1995

[iv] Opening The Lost Tombs, Fox TV, 2. März 1999

[v] Hassan, Selim: Excavations at Giza, vol. V: 1933-1934. Kairo 1944, S. 193ff.

 

, , , , , , , , , , , , markiert <

Ausstellungseröffnung zur Cheops-Pyramide: “Das Eisen der Pharaonen” im Galileo-Park Lennestadt am 19. März 2016: Infos und Bilder

Ausstellungseröffnung am 19. März 2016: "Das Eisen der Pharaonen" im Galileo-Park Lennestadt (Bild: D. Görliz)
Ausstellungseröffnung am 19. März 2016: “Das Eisen der Pharaonen” im Galileo-Park Lennestadt (Bild: D. Görliz)

In den nächsten drei Tagen findet im Galileo-Park Lennestadt die Sneak- Preview für die Presse und alle geladenen Gäste des Galileo-Parks statt. Mehr als 220 Personen haben für die Veranstaltungen gemeldet. Auf 400 Quadratmetern können sich die Besucher in einer aufwendigen und multimedialen Sonderausstellung alles Wissenswerte über das Eisen der Pharaonen ansehen. Für die Besucher haben Görlitz und das Team vom Galileo-Park aufwendige Nachbauten aus dem Inneren der Cheops-Pyramide, wie z.B. den Aufsteigenden Gang oder die Königskammer im Maßstab 1 : 2, gefertigt. Dort kann man sich auch die rätselhaften schwarzen Zungen an der Decke der Pyramide in Originalgröße anschauen.

Blog-News hier abonnieren

Fischinger Online Mystery-Kanal bei YouTube abonnierenVon Lars A. Fischinger

Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Nun ist es bald soweit: Die bereits auf diesem Blog bzw. in einem Video auf meinem YouTube-Kanal (siehe Video unten) genannte Ausstellung “Das Eisen der Pharaonen” in den “Sauerland-Pyramiden” Lennestadt steht vor der Eröffnung.

Der Ausstellungs-Kuraktor Dr. Dominique Görlitz hat bei Facebook dazu nun weitere Details veröffentlicht:

Die Ausstellungseröffnung “Das Eisen der Pharaonen” im Galileo-Park Lennestadt am 19. März 2016

“Die neue Sonderausstellung präsentiert in aufwendigen Inszenierungen die Ergebnisse des Cheops-Projektes, welche im April 2013 von Dominique Görlitz und Stefan Erdmann erbracht worden sind. Mit diesen Befunden aus dem Inneren der Cheopspyramide und der Unterstützung zahlreicher interdisziplinär arbeitender Wissenschaftler stellt diese Ausstellung die gängigen Theorien der Ägyptologen auf den Prüfstand: Das Hauptergebnis stellt die Entdeckung von Eisenoxid an der Decke der Königskammer dar. Eisen hat es nach der bisherigen Auffassung zur Zeit der Erbauung der Cheops-Pyramide in der Mitte des 3. Jahrtausends v. Chr. jedoch noch nicht gegeben. Dieses Paradigma muss nach dem Cheops-Projekt revidiert werden, weil die Forschungsergebnisse auch durch Spezialisten der TU Bergakademie Freiberg begutachtet und für authentisch eingeschätzt wurden.

Interview & Pressemitteilung: Der Cheops-Skandal um Stefan Erdmann und Dr. Dominique Görlitz: juristisch überaus fragwürdig! (Bild: L. A. Fischinger)
Der Cheops-Skandal um Stefan Erdmann und Dr. Dominique Görlitz: juristisch überaus fragwürdig! (Bild: L. A. Fischinger)

Eines der Kardinalprobleme des Pyramidenbaus, nämlich die Frage, wie die mehr als 60 Tonnen schweren Granitblöcke ohne Rampen auf den Pyramidenstumpf transportiert wurden, wird in der Ausstellung diskutiert. Nach Görlitz wurden die Granitblöcke für die Entlastungskammern mit Hilfe der Keil-Hebetechnik von Schicht zu Schicht auf die Pyramide angehoben. Diese Hebetechnik können die Besucher in einem kleinen Experiment mit Hilfe eines Betonsteins und kleiner Keile selbst ausprobieren!

Die Ausstellung thematisiert aber noch viele weitere Fragen rund um das alte Ägypten. In einem eigens gefertigten Kino können die Besucher sich auf den Film “Das Cheops-Projekt” anschauen. Außerdem werden die im Rahmen des Cheops-Projektes erbrachten Eisenfunde in einen größeren Zusammenhang mit den Handelsbeziehungen der Ägypter gebracht. Die Präsentation geht auch auf die rätselhafte Steinbearbeitung auf dem Giza-Plateau und die astronomische Ausrichtung der Pyramiden ein. Damit ist diese Wissensschau für Laien wie auch für Berufsarchäologen eine bestens geeignete Plattform, um den gegenwärtigen und z.T. widersprüchlichen Wissensstand zum alten Ägypten erkenntnisoffen zu diskutieren.

Die Ausstellung läuft vom 19.3. bis 19. November 2016. Der Galileo-Park hat in den Ferien in NRW auch täglich geöffnet; nur außerhalb der Ferien ist montags Ruhetag. Bitte schauen Sie auch auf die Homepage des Galileo-Parks aufgrund möglicher kurzfristiger Änderungen.

Ausstellung "Das Eisen der Pharaonen" im Galileo-Park Lennestadt (Bild: D. Görlitz)
Impressionen der Ausstellung “Das Eisen der Pharaonen” im Galileo-Park Lennestadt [zur Großansicht anklicken] (Bilder: D. Görlitz)

Video zum Kongress “Die Geheimnisse der Sphinx”:

Fischinger Online Mystery-Kanal bei YouTube abonnieren
Bitte auf das “Play-Symbol” klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft [klick] hier.

Ich danke Euch, Euer Jäger des Phantastischen

Fischinger-Online

(Geschäfts-eMail: FischingerOnline@gmail.com)

Interessantes zum Thema:

, , , , , , , , , , , , , markiert <

+++ YouTube-Video +++ Die Geheimnisse der Sphinx, die Rätsel der Cheops-Pyramide und das Cheops-Projekt: Internationaler Kongress im Sauerland

Die Geheimnisse der Sphinx, die Rätsel der Cheops-Pyramide und das Cheops-Projekt: Internationaler Kongress im Sauerland (Bild: L. A. Fischinger)
Die Geheimnisse der Sphinx, die Rätsel der Cheops-Pyramide und das Cheops-Projekt: Internationaler Kongress im Sauerland (Bild: L. A. Fischinger)

Im Sommer 2015 fand in Lennestadt bei den „Sauerland-Pyramiden“ der Kongress „Das Cheops-Projekt“ statt. Als Referenten waren neben Stefan Erdmann und Dr. Dominique Görlitz (die „Auslöser“ des „Cheops-Skandal“) Robert Bauval und David Rohl mit dabei. Nun gibt es einen weiteren Kongress inklusive einer entsprechenden Ausstellung rund um die Rätsel der Cheops-Pyramide, Gizeh und auch der Sphinx in Lennestadt: Der Kongress „Die Geheimnisse der Sphinx“ im dortigen Galileo Park. Auch Erich von Däniken wird vor dem Kongress vor Ort anwesend sein. Alle Infos rund um diese Tagung und weitere Hintergründe erfahrt Ihr in einem neuen Video auf meinem YouTube-Channel und hier.

Kostenlosen Newsletter hier abonnieren

Von Lars A. Fischinger

Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Vom 29. April bis 1. Mai 2016 steht Lennestadt im Sauerland und vor allem der dortige Galileo Park mit seinen „Sauerland-Pyramiden“ wieder ganz im Zeichen der Mysterien und Fragen rund um das alte Ägypten.

Von den offenen Fragen zum Bau der Cheops-Pyramide über die Rätsel der Sphinx bis zu den ungelösten Mysterien von Gizeh reichen die Themen. Neben den Informationen in meinem neuen YouTube-Video findet Ihr alles nochmal detailliert zusammen mit dem Programm weiter unten.

Worum es bei dem Kongress “Die Geheimnisse der Sphinx” genau geht, berichte ich Euch in diesem neuen Video auf YouTube:

Fischinger Online Mystery-Kanal bei YouTube abonnieren
Bitte auf das “Play-Symbol” klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft [klick] hier.

+++Ich freue mich über Eure Ansichten, Postings, Kommentare und Meinungen bei YouTube dazu und wenn Ihr meinen Mystery-Channel abonniert – sowie Euren Daumen hoch für meine Arbeit. +++

Programm “Die Geheimnisse der Sphinx”

Kongressort: Galileo-Park, Sauerland-Pyramiden 4-7, 57368 Lennestadt-Meggen
Kongressdatum: 29. April  bis  1. Mai 2016

Ablaufsplan:

(Stand: 9. März 2016 / Änderungen vorbehalten)

"Die Geheimnisse der Sphinx" - Flyer des Kongresses (Bild: D. Görlitz / St. Erdmann / Galileo-Park.de)
“Die Geheimnisse der Sphinx” – Flyer des Kongresses (Bild: D. Görlitz / St. Erdmann / Galileo-Park.de)

Ablaufplan Freitag

Zusatz-Event: (kostenpflichtig)

  • 17.00 Uhr Einlass Vortrag “Unmögliche Wahrheiten” von Erich von Däniken (Pädagogischen Zentrum Lennestadt-Meggen)
  • 18.00 Uhr Vortrag von Erich von Däniken

Ablaufplan Samstag

  • 10.00 Uhr Einlass und Begrüßung
  • 10.15 Uhr 1. Vortrag: Dr. Dominique Görlitz: „Ungelöste Rätsel des Baus der Großen Pyramide von Giza“
  • 11.15 Uhr Wechselpause
  • 11.30 Uhr 2. Vortrag: Prof. Dr. Robert Schoch: „The Secrets of the Sphinx“
  • 12.30 Uhr Mittagspause
  • 13.30 Uhr 3. Vortrag: David Rohl: „Rostau: A Necropolis and Ritual Site at Giza Before the Pyramids”
  • 14.30 Uhr Wechselpause
  • 14.45 Uhr 4. Vortrag: Robert Bauval: „The unsolved Mysteries of the Great Pyramid”
  • 15.45 Uhr Kurzpause (30 min.)
  • 16.15 Uhr 5. Vortrag: Stefan Erdmann: „Die technischen Hintergründe der Cheops Pyramide“
    Interview & Pressemitteilung: Der Cheops-Skandal um Stefan Erdmann und Dr. Dominique Görlitz: juristisch überaus fragwürdig! +++Plus YouTube-Video+++ (Bild: L. A. Fischinger)
    Interview & Pressemitteilung: Der Cheops-Skandal um Stefan Erdmann und Dr. Dominique Görlitz: juristisch überaus fragwürdig! +++Plus YouTube-Video+++ (Bild: L. A. Fischinger)
  • 17.45 Uhr Abendessenspause
  • 19.00 Uhr Abend-Programm: Musikeinführung, Preview Trailer mit Filmausschnitten, Podiumsdiskussion mit den Referenten
  • 21.00 Uhr Get together mit den Referenten im Tagungshotel “Schweinsberg”

Ablaufplan Sonntag

(für spät Anreisende Wiederholung des Freitagprogramms, ohne Vortrag von Erich von Däniken)

Ich danke Euch, Euer Jäger des Phantastischen

Fischinger-Online

(Geschäfts-eMail: FischingerOnline@gmail.com)

Interessantes zum Thema:

, , , , , , , , , , , markiert <

Neue Denkansätze für die Ägyptologie: Der Kongress “Das Cheops-Projekt” in Lennestadt setzte Akzente für die weitere Erforschung der Frühzeit des Pharaonenreichs

"Das Cheops-Projekt": Die Referenten (Bild: L.A. Fischinger)
“Das Cheops-Projekt”: Die Referenten (Bild: L.A. Fischinger)

Über einen höchst erfolgreichen Verlauf des Kongresses “Das Cheops-Projekt”, der am 22. und 23. August 2015 in den Sauerland-Pyramiden bei Lennestadt stattfand, können sich sowohl die Veranstalter, die beteiligten Forscher und auch die Besucher/innen der Veranstaltung freuen. Im Verlauf der Veranstaltung wurde nicht nur deutlich, dass sich die offizielle Ägyptologie in wesentlichen Fragen in Sackgassen manövriert hat, sondern es konnten auch Wege aus der Stagnation skizziert und neue Denk- sowie Forschungsansätze präsentiert werden.

Blog-News hier abonnieren

Fischinger Online Mystery-Kanal bei YouTube abonnierenVon Lars A. Fischinger

(Text der Veranstalter / Links & Bilder von mir eingefügt)

Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

“Über einen höchst erfolgreichen Verlauf des Kongresses ‘Das Cheops-Projekt’, der am 22. und 23. August 2015 in den Sauerland-Pyramiden bei Lennestadt stattfand, können sich sowohl die Veranstalter, die beteiligten Forscher und auch die Besucher/innen der Veranstaltung freuen. Im Verlauf der Veranstaltung wurde nicht nur deutlich, dass sich die offizielle Ägyptologie in wesentlichen Fragen in Sackgassen manövriert hat, sondern es konnten auch Wege aus der Stagnation skizziert und neue Denk- sowie Forschungsansätze präsentiert werden.

Eisen im Alten Reich – Die Rampen-Theorie zum Bau der Pyramiden hat endgültig ausgedient

Dr. Dominique Görlitz machte mit seinem Auftaktreferat zu den von Stefan Erdmann entdeckten schwarzen ‘Zungen’ an der Decke der Königskammer deutlich, dass es sich hierbei um authentische Rückstände magnetithaltigen Eisenoxids handelt. Anhand der vorliegenden Befunde ist davon auszugehen, dass die Ägypter bereits in der IV. Dynastie – also vor ca. 4.600 Jahren – die Herstellung von Schmiedeeisen beherrschten. Die klassische Vorstellung der Abfolge so genannter Material-Zeitalter (Stein-, Kupfer-, Bronze- und Eisenzeit) sei damit, was Nordostafrika betrifft, nicht länger haltbar.

Das Cheops-Projekt - Video auf YouTube zum Kongress in Lennestadt (Bild: L.A. Fischinger)
Das Cheops-Projekt – Video auf YouTube zum Kongress in Lennestadt (Bild: L.A. Fischinger)

In Hinsicht auf den Bau der Großpyramiden auf dem Gizeh-Plateau ergibt sich aus dieser Erkenntnis die revolutionäre Theorie zur vertikalen Bewegung tonnenschwerer Megalith-Bauelemente. Dazu rekonstruierte Görlitz eine Technologie mittels der Nutzung eiserner Transportklammern und dem mechanischem Aufkeilen der Riesen-Blöcke durch die Bauleute der Alten Pharaonen.

Diese Methode, die in Lennestadt am 2. Kongresstag bereits zum zweiten Mal den experimental-archäologischen Praxistest bestanden hat (siehe unten / Anm. L.A.F.: Ich habe den Hebeversucht vor Ort gefilmt – ggf. für meinen YouTube-Kanal.), weist ein weitaus größeres Erklärungspotential auf, als die letztlich höchst fragwürdige, in der Ägyptologie akzeptierte Annahme gewaltiger Rampen, über welche hunderte von Arbeitern die Riesen-Steine zum Einbau in die Pyramiden emporgeschleift haben sollen. Diese unhaltbare und praxisfremde Theorie ist durch Görlitz‘ Forschungen fachwissenschaftlich und empirisch widerlegt.

Folgenschwere Ermittlungsergebnisse zur ‘Königskartusche’

Im zweiten Vortrag legte Stefan Erdmann die Ergebnisse seiner mehr als anderthalbjährigen, akribischen Ermittlungen zur Frage der Authentizität der so genannten Khufu- oder Königskartusche vor. In der klassischen Ägyptologie betrachtet man diese Kartusche seit Jahrzehnten allgemein als unwiderruflichen Beweis, dass der Pharao Khufu (griech.: Cheops) der Bauherr der Großen Pyramide gewesen sei. In der Vergangenheit waren zwar wiederholt Zweifel an der Echtheit der Kartusche geäußert worden – z.B. durch den bekannten Autor Zecharia Sitchin -, aber die bisher vorgebrachten Argumente dafür, dass es sich bei diesem eher unscheinbaren roten Graffito um eine Fälschung des Pyramidenforscher-Pioniers Howard Vyse und seiner Mitarbeiter handele, hatten sich als nicht stichhaltig erwiesen.

Video: Geheimkammern in Gizeh: Gibt es eine Verschwörung um die Cheops-Pyramide und unbekannte Kammern? (Bild: gemeinfrei / L.A. Fischinger)
VIDEO: Gibt es eine Verschwörung um die Cheops-Pyramide und unbekannte Kammern? (Bild: gemeinfrei / L.A. Fischinger)

Zusammenfassend kam Stefan Erdmann zu dem Ergebnis, dass es klare optische Befunde an dem „Kh“-Zeichen der Kartusche dafür gibt, dass Vyse daran nachträglich Veränderungen vorgenommen hat, die den Fälschungsvorwurf tendenziell rechtfertigen. Damit ist die gängige Annahme der Authentizität der Kartusche so schwer erschüttert, dass dieses Graffito keinerlei Beweiskraft mehr hat, was die Bauherrenschaft des Cheops betrifft. Dieses Ergebnis wird durch Stefan Erdmann und Dominique Görlitz jedoch nicht als Argument dafür herangezogen, Cheops generell als Bauherrn in Frage zu stellen. Lediglich diese Kartusche fällt aus der Beweiskette heraus.

Sowohl Erdmann und Görlitz als auch andere Kongressteilnehmer betonten, dass nun die zuständigen Stellen in Kairo in der Pflicht stehen, entweder die Ergebnisse der zwischen 2004 und 2006 erfolgten Beprobung zur Überprüfung durch die weltweite Wissenschaftsgemeinde vorzulegen oder die Authentizitäts-Frage durch erneute, transparente, d.h. international kontrollierte naturwissenschaftliche Material-Analysen definitiv zu klären.

Podiumsdiskussion (Bild: L.A. Fischinger)
Podiumsdiskussion (Bild: L.A. Fischinger)

David Rohl: Die ägyptische Kultur hat ihre Ursprünge im vorzeitlichen Mesopotamien

Mit dem Vortrag von David Rohl stellte sich erstmals ein etablierter und weltbekannter Ägyptologe vor die beiden deutschen Forscher. Zudem reiste auch die deutsche Ägyptologin Dr. Renate Germer (Universität Hamburg) an, welche die Forschungen von Dr. Dominique Görlitz nach seinem Vortrag sehr positiv reflektierte.

David Rohl beschäftigt sich in seinem mitreißenden Vortrag intensiv mit den prädynastischen Kontakten zwischen Mesopotamien und der Nilzivilisation. Dazu legte er überzeugende kulturhistorische und archäologische Befunde zur Stützung seiner Annahme vor, dass die vorzeitliche Nilkultur erhebliche kulturelle Stimuli aus dem fernen Zweistromtal erhielt. Rohl schlägt damit in dieselbe ‘Kerbe’ wie Görlitz, der in Buch und Film zum Cheops-Projekt zum Ausdruck bringt, dass sich die steinzeitliche afrikanische Kultur so sehr von der nachfolgend erscheinenden ägyptischen Kultur unterscheidet, dass ein massiver überseeischer Kulturtransfer angenommen werden muss.

Auf neuen Forschungswegen: die Referenten in Lennestadt (Bild: L.A. Fischinger)
Auf neuen Forschungswegen: die Referenten in Lennestadt (Bild: L.A. Fischinger)

Die Darlegungen der englischen Archäologen wurden von ihm so exzellent in Wort und Bild präsentiert, dass auch die in der englischen Sprache weniger versierten Gäste seinen hervorragenden Vortrag genießen konnten.

Robert Bauval: Ungelöste Mysterien der Großen Pyramide von Giza

Robert Bauval, Bestsellerautor und Pyramidenforscher, sprach als letzter Referent. Sein Vortrag wurde zu einem weiteren Höhepunkt des Kongresses. Dies lag nicht nur an seinen überaus spannenden Informationen zum möglichen kulturhistorischen Hintergrund der Cheops-Pyramide, die seiner Meinung nach ein Mehrzweckbauwerk darstellt, welches nicht zuletzt nach dem Tod des Pharaos seine Seele zu den Sternen geleiten sollte.

Zudem zog Bauval durch den Vergleich mit Rudolf Gantenbrinks UPOAUT Forschungen Parallelen zum Cheops-Skandal. In eindringlichen Worten legte er den Finger auf die ‘wunden Stellen’ aktueller Ägyptologie, die scheinbar nur noch wenig Interesse an einer erkenntnisoffenen und ideologiefreien Erforschung der ägyptischen Altertümer zeigt. Bauval verteidigte eindringlich das Cheops-Projekt, welches ausschließlich zum Ziel gehabt habe, das hohe kulturelle Erbe der ägyptischen Hochkultur zu erforschen, wie es eine innovative Wissenschaft im 21. Jahrhundert eben erfordere.

Angeregte Publikumsdiskussion mit den Referenten

Am zweiten Kongresstag hatten die Besucher zunächst die Möglichkeit zur Diskussion mit den vier Referenten, die sich auf dem Podium in der ‘Großen Pyramide’ von Lennestadt den Fragen des Publikums stellten. Erweitert wurde die Expertenrunde durch den Geographen und Sternbildforscher Dr. Kai Helge Wirth sowie durch den Wissenschaftspublizisten Bernhard Beier.

Gab es eine Art Bundeslade auch in der Alten Welt bei den Azteken? (Bild: L. A. Fischinger / gemeinfrei / WikiCommons/ Bearbeitung: L. A. Fischinger)
ARTIKEL: Gab es eine Art Bundeslade auch in der Alten Welt bei den Azteken? (Bild: L. A. Fischinger / gemeinfrei / WikiCommons/ Bearbeitung: L. A. Fischinger)

Dabei blieb es keineswegs bei der Klärung allgemeiner Fragen, wie: Was bewegt Kritiker des derzeitigen Pyramiden-Paradigmas dazu, die Funktion dieser Bauwerke als Grabstätten der Pharaonen infrage zu stellen? Vielmehr reichte das Spektrum der angerissenen Themen – zu einer tiefer gehenden Debatte ließ der eng gesteckte Terminplan leider keine Zeit – z.B. bis hin zu Detailproblemen der Analyse-Möglichkeiten bei der geforderten Untersuchung der ‘Königs-Kartusche’.

Besonderes Interesse zeigte das Auditorium auch an den frühen nautischen Fähigkeiten und Leistungen alter Kulturen im Allgemeinen und insbesondere der Ägypter. So wurde die Frage aufgeworfen, ob tatsächlich Spuren altägyptischer Expeditionen in Nordamerika und Australien existieren. Der Ägyptologe David Rohl verneinte dies zwar, verwies aber – man denke hier z.B. an die Nikotin- und Kokainfunde in ägyptischen Mumien – auf die grundsätzliche Möglichkeit phönizischer ‘Auftragsfahrten’ in die Neue Welt. Zudem sei aufgrund zahlreicher Entdeckungen von Felsritzungen mit der so genannten Ogham-Schrift in Amerika auch die Frage transatlantischer keltischer Seereisen ernsthaft zu diskutieren.

Hebeexperiment erfolgreich wiederholt

Getreu dem Grundsatz ,ein Experiment und seine Ergebnisse müssen jederzeit reproduzierbar sein’, organisierte Dr. Dominique Görlitz in Zusammenarbeit mit dem Galileo-Park Lennestadt eine Wiederholung des Hebe-Experiments vom April 2015. Mit diesem Experiment wurde die praktische Anwendbarkeit der von ihm rekonstruierten Methode zum vertikalen Transport gewaltiger Steinblöcke durch die Altägypter erstmals unter Beweis gestellt.

Das Cheops-Projekt: Diesen Betonblock halt bes anzuheben (Bild: L.A. Fischinger)
Das Cheops-Projekt: Diesen Betonblock galt es anzuheben (Bild: L.A. Fischinger)

Unter den Augen von mehr als 100 Gästen der Veranstaltung hoben nur zwei (!) Mitarbeiter des ABORA-Teams mit eingesetzten Keilen aus Eisen bzw. Eichenholz den mehr als 16 Tonnen schweren Betonblock an. Für die Gäste war es aufschlussreich zu sehen, dass sich Holzkeile viel leichter als solche aus Metall unter den schweren Stein eintreiben ließen.

Mit diesem Hebeversuch konnte der Chemnitzer Experimentalarchäologe seine Theorie empirisch untermauern und transparent machen, warum die Keil-Hebetechnik das Standard-Paradigma der Ägyptologen zum Großstein-Transport im wahrsten Sinne des Wortes ‘aushebelt’. Fast alle Ägyptologen gehen noch immer davon aus, dass die Altägypter schwere Lasten ausschließlich nur durch Schleppen und Ziehen in vertikaler Richtung über Rampen bewegen konnten. Das Experiment von Lennestadt dokumentiert jedoch, dass effiziente Hebetechniken bereits im Alten Reich praktikabel waren.

Gestützt wurde durch die Experimente mit dem Betonblock aber auch die der Rekonstruktion dieser Transport-Technik zugrunde liegende Interpretation der Magnetit-‘Zungen’ in der Königskammer der Cheops-Pyramide: Auch auf dem Betonblock, an dem seit April die Eisenklammern befestigt sind, entstehen an den entsprechenden Stellen Ablagerungen von Eisenoxid (s. Bild unten, Anm.: L.A.F.). Diese Patina hat stetig zugenommen und zeigt immer größere Ähnlichkeit mit den Anhaftungen in der Königskammer.

Das Cheops-Projekt - Das Eisen der Pharaonen: Die Anhaftungen am Betonblock (Bild: D. Görlitz)
Das Eisen der Pharaonen: Die Anhaftungen am Betonblock [zur Großansicht anklicken] (Bild: D. Görlitz)

Ich danke Euch, Euer Jäger des Phantastischen

Fischinger-Online

(Geschäfts-eMail: FischingerOnline@gmail.com)

Weitere Links zur Grenzwissenschaft von Ancient Aliens & Mystery Files:

Interessantes zum Thema:

, , , , , , , , , , markiert <