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Neue Studie und die Jagd nach Exoplaneten: Es könnte weit mehr erdähnliche Planeten geben, als bisher vermutet – in Doppelsternsystemen (+ Videos)

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Neue Studie: Es könnte noch weit mehr erdähnliche Planeten geben, als bisher vermutet - in Doppelsternsystemen (Bild: NASA/JPL)
Neue Studie: Es könnte noch weit mehr erdähnliche Planeten geben, als bisher vermutet – in Doppelsternsystemen (Bild: NASA/JPL)

Fast 4.500 Exoplaneten haben Astronomen inzwischen in den Tiefen des Kosmos nachgewiesen. Viele dieser Planeten außerhalb unseres Sonnensystems sind dabei „erdähnlich“ oder sogenannte „Super-Erden“. Und vielleicht gibt es zumindest auf einigen von ihnen außerirdisches Leben. Jetzt jedoch legt eine neue Studie nahe, dass es von diesen Welten weit mehr gibt, als bisher angenommen. Sie wurden bisher nur übersehen, so die Forscher in ihrer Studie.


Die Jagd nach Exoplaneten

Exoplaneten, also Planeten außerhalb unseres Sonnensystems, finden Astronomen inzwischen nahezu täglich. Eine sehr neue astronomische Wissenschaft, das bis vor verhältnismäßig wenigen Jahren nicht eine einzige dieser fernen Welten bekannt war. Mit stand 29. Juni 2021 wurden bereits 4.422 Exoplaneten entdeckt. 7.450 entsprechende Messungen weisen auf solche Planeten hin, sind aber noch nicht nachgewiesen.

Die allermeisten sind Gasriesen oder andere lebensfeindliche Welten. Doch rund die Hälfte sind „erdähnlich“ oder sogenannten „Super-Erden“. Also Gesteinsplaneten, die größer als unsere Erde sind.

Auch einer der bis dato zuletzt gefundene Exoplaneten mit Namen KOI-3503 b ist eine solche „Super-Erde“. Er hat 1,16-mal die Größe der Erde, womit diese Welt eher zu den kleinen „Super-Erden“ gehört. Dafür aber hat dieser 9,2-mal die Masse unserer Erde und umrundet in nur 21,2 Tagen seine Heimatsonne. Er ist Teil eines ganzen Planetensystems um seinen Stern in 2893 Lichtjahren Entfernung. Von derartigen Systemen sind inzwischen 3.280 nachgewiesen worden.

Traumhafte Zeiten für Astronomen, Planetenjäger und vor allem für die suche nach Leben im All und einer bewohnbaren Welt. Noch Mitte der 1990er Jahre war das alles Spekulation! Nicht einen Planeten außerhalb unseres Sonnensystem kannte man. Vermutet wurden sie – doch man blieb auf Theorien angewiesen. Neue Technologien eröffnen hier im wahrsten Sinne des Wortes neue Welten.

Dabei ist die mit Abstand erfolgreichste Methode zur Planeten-Jagd die Transitmethode (s. dazu Videos unten). Dreiviertel aller Exowelten wurden bisher so gefunden. Dabei wird die Verdunkelung einer Sonne gemessen, die ein Exoplanet verursacht, wenn dieser von der Erde aus gesehen vor seinem Stern herzieht. Im Prinzip dasselbe wie eine Sonnenfinsternis, bei der der Mond sich von uns aus gesehen vor die Sonne schiebt. Oder der Transit des Planeten Venus vor der Sonne.

Exoplaneten und die Transitmethode

Schon der gesunde Menschenverstand sagt uns dabei, dass diese Technik Schwächen haben muss.

Ein im Vergleich zu einer Sonne winziger Planet verdeckt nur einen minimalen Bereich des Sterns. So verdunkelt er diesen auch nun in sehr geringen Maße. Nur extrem sensible Teleskope von der Erde oder im Erdorbit können mittels ihrer Software überhaupt solche Verdunkelungen detektieren. Je größer das Objekt, je mehr verdunkelt er auch natürlich auch seine Sonne und je besser kann man dieses aufspüren.

Ein weiteres Problem ist, dass sich diese Exoplaneten auf einer „Ebene“, auf einer „Sichtlinie“, mit dem Beobachtungspunkt auf der Erde befinden müssen. Würden wir quasi von oben auf das entsprechende Sternsystem schauen, sehen wir diese Welten nicht, da sie von unserem Standpunkt aus nicht vor deren Sonne entlangziehen.

Ein drittes Problem ist, dass sich ein Exoplanet währen der Messphase natürlich nicht gerade hinter seinem Stern befinden darf. Es kann Tage oder Jahre dauern, bis er sich von dort vor den Stern schiebt und er so entdeckt werden kann. Je nachdem, wie lange er für einen Umlauf benötigt. Bekanntlich benötigt die Erde 365 Tage für eine Umrundung der Sonne. Der Gas-Riese Neptun hingegen schon rund 165 Jahre! Um so schneller der Orbit eines Exoplaneten, um so schneller rückt er auch wieder in Blickrichtung und kann einfacher gefunden werden.

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Dies sind Gründe, warum zahllose bisher nachgewiesene Exoplaneten riesige Planten sind, die sich in nur wenigen Tagen um ihre Sterne drehen. Astronomen und Planeten-Jäger stellt das immer wieder vor große Herausforderungen. Auch und vor allem bei der theoretischen Ermittlung, wie viele erdähnliche und potenziell lebensfreundlichen Planeten es letztlich im Kosmos überhaupt gibt. einig ist man sich durch die bisherigen Entdeckungen, dass fast alle Sterne Planeten haben müssen.

Weit mehr Welten als angenommen

Wie viele und vor allem welcher Art diese Welten sind, das bleibt Spekulation. Ebenso die Frage, ob diese in der lebensfreundlichen Zone ihres Sterns liegen und damit theoretisch bewohnbar wären oder sogar – sind. Dutzende Milliarden erdähnliche Planeten könnten allein in unserer Milchstraße existieren. Was nicht bedeutet, dass alle diese fremden Himmelskörper auch Leben irgendwelcher Art tragen.

Vielleicht aber übersehen wir mit unserem aktuellen Stand der Technik aber unzählige erdähnliche Planeten im All. Zu diesem Schluss kommt eine Studie, die jetzt im „Astronomical Journal“ (28. Juni 2021) publiziert wurde. Forscher um Kathryn Lester vom „NASA Ames Research Center“ vermuten darin, dass wir mit der bewährten Transitmethode rund die Hälfte der erdgroßen bzw. erdähnlichen Exoplaneten schlicht übersehen würden. Demnach gäbe es weit mehr solche Welten, als bisher angenommen.

Für die Wissenschaftler liegt der Grund darin, da annähernd die Hälfte aller Sternsysteme im Universum Doppelsternsysteme sind. Sie haben also nicht nur eine Sonne, sondern zwei (oder sogar mehr), um die sich die gesuchten Welten drehen. Kleine oder sogar erdgroße Planeten würden so nicht erkannt werden, selbst wenn sie da sind. Das Licht der beiden Sonnen würde diese Exoplaneten für uns unsichtbar machen, so die Astronomin Lester.

Erdähnliche Planeten um Doppelsterne

Aufgefallen war diese Umstand den Forschern, als sie sich die Daten des Satelliten TESS („Transiting Exoplanet Survey Satellite“) genauer ansahen. Das 2018 gestartete Weltraumteleskop TESS der NASA ist eines der wichtigsten Instrumente der Astronomie bei der Suche nach Exoplaneten. Aus einer Erdumlaufbahn heraus sucht TESS gezielt und überaus erfolgreich nach diesen. Unter anderem mit der Transitmethode.

Den Forschern fiel beim Blick auf die Daten auf, dass TESS bei einzelnen Sonnen kleine Exoplaneten ebenso nachweisen konnte, wie große und riesige Gas-Welten. In Doppelsternsystemen fand das Teleskop zur Verblüffung der Wissenschaftler hingegen fast keine erdähnlichen Planeten, sondern nur große. Also schauten sie mit dem Doppel-Teleskop des Gemini-Observatoriums auf Hawaii und in Chile sowie dem Kitt Peak National-Teleskop in den USA nochmal genauer hin. Mit dem Resultat, dass  die TESS-Daten teilweise nicht stimmten.

Über 70 ferne Sterne, die TESS als normale Sonnen registrierte, waren in Wahrheit Doppelsternsysteme. Erst durch hochauflösende Bilder erkannten die Astronomen diesen Fehler. Lester und ihr Team entdeckten daraufhin, dass es um einige dieser Sterne sehr wohl auch Planeten gab, die TESS zuvor nicht nachweisen konnte. Demnach könnte es weit mehr derartiger Exoplaneten geben, als die bisherigen theoretischen Berechnungen nahelegten.

Ebenso zeigt die Studie, dass Planeten-Jäger sich bei der ihrer Suche nicht nur auf eine Technik und eine Datenquelle – in diesem Fall eben TESS – verlassen dürfen. Schnell huschen sonst erdähnliche Planeten durch das Raster. Wichtig sei es zudem, dass Astronomen im Vorfeld wissen müssen, ob ein untersuchter Stern nicht vielleicht ein Doppelsternsystem ist.

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Leben im All: Die Erde ist nicht ideal – Auf Exoplaneten könnte sich Leben „üppiger und aktiver“ entwickeln +++ YouTube-Video +++

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VIDEO: Erstaunliches bei der Suche nach Leben im All: Exoplaneten könnten für die Entstehung von Leben besser geeignet sein als die Erde (Bilder: NASA/JPL / Montage: Fischinger-Online)
VIDEO: Erstaunliches bei der Suche nach Leben im All: Exoplaneten könnten für die Entstehung von Leben besser geeignet sein als die Erde (Bilder: NASA/JPL / Montage: Fischinger-Online)

Die Suche nach Leben im All und einem bewohnbaren Exoplaneten macht weiterhin Fortschritte. Inzwischen sind über 4.000 derartige Planeten außerhalb unseres Sonnensystems bekannt, die um fernen Sterne kreisen. Eine „zweite Erde“ oder „Erde 2.0“ war bisher nicht darunter. Immerhin galt unsere Heimatwelt vor Milliarden von Jahren als „idealer Ort“ für die Entwicklung von Leben, So zumindest wurde es bisher immer angenommen. Doch jetzt zeigen Computersimulationen von Exoplaneten, dass auf anderen Welten im Universum weitaus bessere Lebensbedienungen herrschen könnten, als auf unserer Erde. Dies verblüffte selbst die beteiligten Wissenschaftler, wie Ihr es in diesem YouTube-Video erfahrt.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Unsere Erde ist im Universum ein schöner Ort zum Leben. Das steht außer Frage.

Und unser Planet hatte vor Milliarden sehr viel Glück, dass hier Leben entstehen konnte. Viele „Zufälle“ seien hier glücklicherweise zusammen gekommen, heißt es immer aus der Astronomie, so dass sich schließlich auf der noch recht jungen Erde erste Lebewesen entwickelten.

Was genau die Voraussetzungen für diesen Sprung des Lebens auf der Ur-Erde waren, weiß niemand wirklich zu sagen. Einig ist man sich nur dahingehend, dass hier alles „optimal zusammen lief“.

Doch jetzt überrascht eine neue Untersuchung von Exoplaneten die Astrobiologen und Astronomen. Denn diese hat mittels Computersimulationen gezeigt, dass auf anderen Planeten die Bedingungen für die Lebensentwicklung weitaus besser sind, als vor Milliarden von Jahren auf der Erde!

Unsere Welt könnte „nicht optimal bewohnbar sein“ und auf anderen Erden wären „viel bessere Bedingungen“ als hier möglich. Ein „üppigeres und aktiveres Leben“ wäre auf diesen Exoplaneten vorzufinden.

Eine Untersuchung, dessen Resultate selbst die verantwortlichen Wissenschaftler überraschte, wie Ihr es in diesem Video auf meinem YouTube-Kanal erfahrt.

Bleibt neugierig …

Video vom 1. Sep. 2019 auf Grenzwissenschaft und Mystery Files

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(Primitives) Leben auf Exoplaneten mit irdischen Bakterien „befruchten“? „Das wäre die Sache wert“, sagt ein deutscher Physiker

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(Primitives) Leben auf Exoplaneten mit irdischen Bakterien "befruchten" - "Das wäre die Sache wert", sagt ein deutscher Physiker (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
(Primitives) Leben auf Exoplaneten mit irdischen Bakterien „befruchten“ – „Das wäre die Sache wert“, sagt ein deutscher Physiker (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Noch wissen wir nicht mit Sicherheit, ob es im Kosmos bewohnte/belebte Planeten gibt. Wir kennen zwar inzwischen tausende von Exoplaneten – haben aber gleichzeitig nicht mal in unserem eigenen Sonnensystem außerirdisches Leben gefunden. Das hindert Forscher wie Laien nicht daran über über Leben auf fernen Planeten zu spekulieren. So auch jüngst ein deutscher Physiker in einem Interview. Darin äußert er sich dahingehend, dass es sich eines sehr fernen Tages lohnen würde primitives Leben auf Exoplaneten quasi mit irdischen Bakterien einen Anstoß für deren Evolution zu geben. Wie er das meint und warum scheinbar „ethische Bedenken“ nicht im ganzen Kosmos gelten, erfahrt Ihr hier.


Exoplaneten und die zweite Erde

Tausende Exoplaneten außerhalb unseres Sonnensystems sind heute der Wissenschaft bekannt. Unzählige Welten mehr warten auf ihre Entdeckung. Und so sprechen Weltraumforscher unlängst von einem „goldenen Zeitalter der Entdeckungen“ in der Astronomie. Womit sie zweifellos recht haben, denn auch die Entdeckung einer „zweiten Erde“ – auch „Erde 2.0“ genannt – wird kommen.

Medienberichte in der Vergangenheit haben immer wieder Schlagzeiten verbreitet, dass eine zweite Erde im All gefunden wurde. Ausnahmslos alle diese Meldungen waren natürlich falsch bzw. vollkommen übertrieben! Kein einziger Exoplaneten ist auch nur annähernd eine „Erde 2.0“. Wohl aber haben wir Cousins unserer Erde im Universum gefunden. Ebenso „erdähnliche Planeten“, auf denen theoretisch primitives Leben existieren könnte.

Bei all diesen Meldungen der Mainstreammedien und Regenbogenpresse wird aber immer gerne eines übersehen: Auch der Mars und die Venus sind „erdähnliche Planeten“. Und bei diesen wird niemand von einer „zweiten Erde“ sprechen. Von intelligenten Außerirdischen dort so oder so nicht.

Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass wir bereits Exoplaneten kennen, auf denen möglicherweise flüssiges Wasser und Mikroorganismen existieren. Hier fehlt der Nachweis. Bedenkt man, dass wir seit fast 50 Jahren auf dem vor unserer Haustür liegenden Mars vergeblich nach Leben suchen, wird schnell deutlich, wie schwer diese Belege zu finden sind. Solche Exoplaneten sind milliardenfach weiter von uns entfernt, als der Rote Planet nebenan.

Die Menschheit ist nicht in der Lage mal eben Raumsonden auf Exoplaneten zu senden um dort nach Bakterien zu suchen. Selbst die Suche nach vermuteten Leben auf dem Jupiter-Mond Europa stellt uns vor gewaltige Herausforderungen. Die aber noch im aktuellen „goldenen Zeitalter der Entdeckungen“ gemeistert werden.

Irdische Bakterien im All

Vieles in der Raumfahrt und vor allem bei entsprechenden theoretischen Überlegungen klingt für den „Ottonormalverbraucher“ wie pure Science-Fiction. Themen wie „Leben auf dem Mars“ oder eben auf fernen Exoplaneten sind für sie pure Phantasie, um es freundlich auszudrücken. Wenn dann noch davon gesprochen wird, dass man solches außerirdisches Leben vor irdischen Einflüssen schützen muss, schaltet der „Ottonormalverbraucher“ auf taub …

Obwohl seit über einem halben Jahrhundert bodenständige und ernste Wissenschaftler genau davon sprechen. Nicht nur das, denn diese haben auch allerlei Konzepte, Vorschriften und Regelungen auf internationaler Ebene entworfen, um solche Außerirdischen vor irdischen Einflüssen zu bewahren. Allerdings auch umgekehrt, wie man an den ersten Mondlandungen von „Apollo“ sehen konnte. Die Mondfahrer mussten bei ihrer Rückkehr vom Mond in Quarantäne. Es galt auf diesem Weg auszuschließen, dass die Männer außerirdische Mikroorganismen auf die Erde bringen (s. a. HIER, HIER & HIER).

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Diese Vorsichtsmaßnahmen waren zum Glück unnötig, wie es sich herausstellte.

„Weltraum-Hygiene“ ist aber bis heute ein enorm wichtiges Thema. Zu Beispiel die beiden Lander der NASA-Raumsonden „Viking“ Mitte der 1970er Jahre. Die auf dem Mars gelandeten automatischen Labore von „Viking“ 1 und 2 wurden vor ihrem Start auf der Erde bis ins Kleinste sterilisiert. Kein einziges Bakterium der Erde sollte mit den beiden Wikingern auf dem Mars gelangen. Nicht nur die Forschungsergebnisse der Lander bei ihrer Suche nach Leben auf dem Mars zu verfälschen, sondern auch um mögliches Mars-Leben nicht zu kontaminieren.

Und so wurden die „Viking“-Lander nicht nur mit allerlei Chemikalien in den Laboren der NASA behandelt, sondern auch in gewaltigen Öfen bei 110 Grad Celsius gebacken. Vorsichtsmaßnahmen, die bis heute alle Lander und auch Rover vor ihrem Start über sich ergehen lassen müssen.

Der Evolution im All einen Schups geben …?

Grundsätzlich herrscht in der wissenschaftlichen Community die einheitliche Meinung, dass jegliche Art von außerirdischem Leben vor irdischer Kontamination bewahrt werden muss. Für zukünftige Forschungen und Forschergenerationen ebenso wie „aus ethischen Gründen“.

Wobei man sich durchaus fragen darf, was das für „ethische Gründe“ sein sollen. Immerhin sitzt die ethische Messlatte bei Leben jeglicher Art auf unserem eigenen Planeten mehr als nur etwas weit unten. Was machen da schon ein paar Mikroben aus dem Mars …?

Aufgrund dieser internationalen Bedenken zum Schutz von außerirdischen Leben verwundert ein Interview mit dem Physiker Dr. Claudius Gros. Der Forscher der Universität Frankfurt beschäftigt sich nicht nur mit der Frage nach Leben im All, sondern auch damit, wie man dieses erreichen kann. Genau dazu gab Professor Gros vom Institut für Theoretische Physik dem Magazin „Technology Review“ am  8. März 2019 ein Interview.

„Wir sind zwar immer noch weit davon entfernt, Sonden zu anderen Sternen zu schicken, aber das ist keine Science-Fiction mehr“, so der Forscher im Interview.  Allerdings würde ein solche Mission einige Jahrtausende dauern, so dass Prof. Gros „über diesen großen Zeitraum (…) keinen Nutzen für die Wissenschaft definieren“ könne. Deshalb meint er:

Wenn wir zu einem Planeten, auf dem es nur primitive prokaryotische Bakterien gibt, Bakterien von der Erde bringen, erhöhen wir die Chance, dass sich dort komplexes Leben entwickelt, gewaltig. Das wäre die Sache also wert.

Damit würde die Menschheit also die Entwickelung des Leben auf anderen Welten anstoßen. Nichts anders bedeutet das. Obwohl das Zukunftsmusik ist, hat Hollywood diese Szenarien unlängst durchgespielt. Man denke an die „Prometeus“-Filme, in denen Aliens die Evolution der Erde mit ihrer DNA befruchten. Oder auch „Star Trek“ bzw. „Raumschiff Enterprise“. Hier gibt es eine Episode, in der mehrere Spezies der TV-Serie feststellen, dass sie letztlich von einer „Ur-Alien-Rasse“ abstammen, die ihre Gene im All verbreitete.

„Ethisch vertretbar“?

Letztlich erinnert das auch an die (gerichtete) Panspermie-Hypothese des Biologen und Physikers Francis Crick von 1973. Er erhielt 1962 den Medizin-Nobelpreis für die Entdeckung der Molekularstruktur der DNA. Die gerichtete Panspermie-Hypothese besagt grundsätzlich nichts weiter, als dass eine außerirdische Zivilisation absichtlich DNA von ihrem Heimatplaneten im gesamten All verteilt. In der Hoffnung, dass irgendwo im Weltraum dieser Gen-Code auf eine bewohnbare Welt trifft und sich dort entwickelt kann. Hunderte, tausende oder zehntausende mit ihrer (oder anderer) DNA beladene Raumsonden reisen so durch den Kosmos – und wenigstens einige werde an entsprechend lebensfreundliche Welten angekommen.

So die Panspermie-Spekulationen und damit die Hoffnungen dieser theoretischen Aliens.

Doch ist das „ethisch vertretbar“ oder „die Sache wert“, wie es Claudius Gros ausdrückt? Auch wenn es Jahrtausende in der Zukunft liegt, würde die natürliche Biologie und damit das Leben dieser Exoplaneten zerstört werden. Eine „reine Zerstörung wäre ethisch natürlich nicht zu verantworten“, so Gros im Interview weiter. Primitives außerirdisches Leben durch irdische Bakterien einen Stoß zur Entwicklung von höherem Leben zu geben demnach schon.

Claudius Gros seine Veröffentlichungen in diesem Bereich der interstellaren Raumfahrt sind natürlich Theorie. Auch wenn – wie in diesem Beitrag HIER berichtet – die Breakthrough-Initiative Raumsonden zu unserem Nachbarnstern Alpha Centauri senden will, wie es auch Gros im Interview erwähnt. Doch nur weil eine Beeinflussung von Leben auf Exoplaneten noch sehr ferne Zukunftsmusik ist … sollten hier nicht die selben „ethischen Bedenken“ greifen, die man beispielsweise Mars-Mikroben zugesteht?

Was denkst DU darüber? Diskutiere gerne bei Facebook mit.

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Neue Erde im All gefunden? Exoplaneten: Auf der Suche nach Erde 2.0 und Erde 3.0 (Video)

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Neue Erde im All gefunden? Exoplaneten: Auf der Suche nach Erde 2.0 und Erde 3.0 (Bild: NASA/JPL/DLR / L.A. Fischinger)
Neue Erde im All gefunden? Exoplaneten: Auf der Suche nach Erde 2.0 und Erde 3.0 (Bild: NASA/JPL/DLR / L.A. Fischinger)

Seit Jahren berichten Medien immer wieder davon, dass es gelungen sei eine neue Erde im Kosmos zu finden. Eine Erde 2.0, die schon lange gesucht wird. Tatsächlich haben die Astronomen bereits tausende Exoplaneten im Universum finden und nachweisen können. Aber wirklich auch die heiß gesuchte „neue Erde“, wie einige Berichte es zu suggerieren scheinen? Leider nein! Bisher war die Suche nach einem weiteren Planeten wie unsere Erde vergeblich. Wieso es bisher erfolglos war und wie man Planeten im All findet, erfahrt Ihr in einem neuen Video auf meinem Mystery-Kanal des Unfassbaren bei YouTube.

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SETI-Forscher belauschten gezielt neu entdeckte Exoplaneten nach Alien-Signalen – Vergebens.

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Am Ende unseres Buches „Die Akte 2012 – Wahn und Wirklichkeit“ schrieben wir bzg. der „grossen Wende 2012“: Kann es sein, dass die NASA-Weltraumteleskop-Mission „Kepler“ die „grosse Wende“ bringen wird? Ds weiss bis heute natürlich keiner. Jedoch hat die Planeten-Such-Mission eine Flut an neuen Welten in den weiten des Kosmos gesucht. SETI-Forscher haben nun einige Erde 2.0-Kandidaten auf Signale einer außerirdischen Zivilisation abgehorcht. (Bisher) vergeblich!

Von Markus Becker

Noch in den achtziger Jahren hielten Wissenschaftler die Suche nach Außerirdischen für das Geschäft von Spinnern: Die Existenz eines kleinen, lebensfreundlichen Gesteinsplaneten wie der Erde erschien als derartig unfassbare Verkettung von Glücksfällen, dass die Hoffnung auf eine zweite Erde in den Tiefen des Alls vergeblich erschien. Sogar die Existenz irgendeines weiteren Planetensystems außer dem unseren galt als unwahrscheinlich.

Inzwischen ist die Suche nach den Alien eine ernste Wissenschaft (hier). Vor wenigen Jahrzehnte war das noch ganz anders! Auf diesem BLOG hatte ich bereits kurz darüber berichtet, als es bei „Wer wird Millionär“ auf RTL im September 2012 zu einer SETI-Frage kam: hier

Zum Thema


  Es muss nicht alles so sein, es kann auch ganz anders sein. Manche Rätsel sind Scheinrätsel, manche werden zu welchen gemacht, manche aber widerstehen ziemlich hartnäckig allzu glatten Erklärungsversuchen.

(Walter-Jörg Langbein, 1993 in „Die großen Rätsel der letzten 2500 Jahre“)
www.Youtube.com/FischingerOnlineDER MYSTERY-VIDEO-CHANNEL
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Kepler-Teleskop entdeckt große Bandbreite an Exoplaneten

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NASA-Forscher schließen aus Funden, dass die Milchstraße mit Planeten „vollgepackt“ ist

Washington – Vielen mag noch die Ehrfurcht gebietende Zahl von mehr als 100 Milliarden Planeten, die laut jüngsten Berechnungen um die Sterne der Milchstraße kreisen, in den Ohren klingen. Und das ist nicht einmal die Zahl der Planeten insgesamt, sondern nur jener, die innerhalb der sogenannten „bewohnbaren Zone“ um ihren jeweiligen Stern liegen. Die Gesamtzahl aller Planeten in der Milchstraße ist noch einmal wesentlich höher. Planetensysteme seien keine Ausnahme, sondern die Regel, folgerten die Astronomen, die die Berechnung durchgeführt hatten.

(693 Planeten bisher)

Siehe auch:

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Wie findet man eigentlich einen Exoplaneten?

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Planeten – größere kugelförmige Himmelskörper, die ihren Zentralstern umkreisen – sind schon so lange bekannt, wie es menschliche Hochkulturen gab. Bereits in der Antike und davor waren Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn bekannt – die fünf Planeten unseres Sonnensystems, die sich mit bloßem Auge beobachten lassen. Einer der Planeten unseres Sonnensystems brachte Leben hervor: Die Erde. Doch gibt es auch um andere ferne Sonnen Planeten?

Wie  findet man die „Erde 2“ der allgemein Planeten („Exoplaneten“) ausserhalb unseres Sonnensystems?

weiter …

Links:

Zum Thema:

Es muss nicht alles so sein, es kann auch ganz anders sein. Manche Rätsel sind Scheinrätsel, manche werden zu welchen gemacht, manche aber widerstehen ziemlich hartnäckig allzu glatten Erklärungsversuchen.
(Walter-Jörg Langbein, 1993 in „Die großen Rätsel der letzten 2500 Jahre“)
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Neue Erkenntnisse über den Exoplaneten 55 Cancri e

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Vierzig Lichtjahre von der Erde entfernt kreist eine steinige Welt namens „55 Cancri e“ gefährlich nahe an einem stellaren Inferno. Der fremde Planet liegt 26 Mal näher an seinem Zentralstern als Merkur an der Sonne und komplettiert eine Umrundung in nur 18 Stunden. Wenn die Erde an derselben Position läge, würde der Boden unter unseren Füßen auf 1.760 Grad Celsius erhitzt werden. Wissenschaftler haben lange gedacht, dass 55 Cancri e ein Ödland ausgetrockneten Gesteins sein muss.
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Neues von KEPLER: Die bislang kleinsten Exoplaneten

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  von bei Wissenschaft-Online.de

Derzeit ist Erntezeit in den reichhaltigen Messdaten des Weltraumteleskops Kepler, so dass sich in der letzten Zeit die Bekanntgabe ungewöhnlicher Planeten um fremde Sterne häuft. Nun stieß ein Forscherteam um Philip S. Muirhead am California Institute of Technology in den Kepler-Daten auf das Sternsystem KOI-961 und führte die Beobachtungen mit erdgebundenen Teleskopen wie Palomar und Keck fort. Das Team konnte zeigen, dass sich im Umlauf um den Roten Zwerg des Spektraltyps M drei Planeten befinden, deren äußerster weniger als zwei Tage für einen Umlauf benötigt. Sie werden als KOI-961.01, KOI-961.02 und KOI-961.03 bezeichnet und erreichen zwischen 78 und 57 Prozent des Erddurchmessers (12 750 Kilometer). Damit sind sie die bislang kleinsten Exoplaneten, die mit der Transitmethode nachgewiesen wurden, KOI-961.03 ist mit etwa 7300 Kilometer Durchmesser nur etwas größer als Mars.

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