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Diskussion um den Marsmeteoriten ALH 84001: Kein Beweis für Leben auf dem Mars, so eine neue Studie (+ Videos)

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Diskussion um den Marsmeteoriten ALH 84001: Kein Beweis für Leben auf dem Mars, so eine neue Studie (Bilder: NASA / Montage: Fischinger-Online)
Diskussion um den Marsmeteoriten ALH 84001: Kein Beweis für Leben auf dem Mars, so eine neue Studie (Bilder: NASA / Montage: Fischinger-Online)

1996 wurde offiziell bekannt gegeben, unter anderem vom damaligen US-Präsidenten Clinton, dass man Leben auf dem Mars gefunden habe. Enthalten in einem Marsmeteoriten, der vor rund 13.000 Jahre in der Antarktis einschlug. Seit dem sorgt der als ALH 84001 bekannte Brocken vom Mars für Diskussionen. Nun wurde ein neue Studie dazu vorlegt. Darin erklären die Forscher, dass die damals gefundenen Spuren von Leben auch nicht-biologisch erklärt werden können.


ALH 84001 und Leben auf dem Mars

Einen Tag nach Weihnachten 1984 fanden Forscher in den Allan Hills in der Antarktis einen ungewöhnlich aussehenden Gesteinsbrocken. Einen Meteoriten, wie sich schnell herausstellte, und der heute als ALH 84001 bekannt ist.

Erst 1993 identifizierte genauere Untersuchungen den Stein aus dem All als ein Stück vom Mars. Ein sensationeller Fund, da solche Meteoritenfunde zwar sehr häufig sind, aber nicht solche, die von unserem Nachbarplaneten stammen. Das Alter des nicht ganz 2 Kilogramm wiegenden ALH 84001 wurde auf knapp 4 Millionen Jahre beziffert. Vor 15 Millionen Jahren wurde er durch einen Impakt aus der Marsoberfläche herausgeschleudert und begann seine Millionen Jahre dauernde Reise durch das All. Sie endete erst vor etwa 13.000 Jahren, als der Marsbrocken in den Allan Hills der Antarktis einschlug, wo ihn tausende Jahre später neugierige Forscher fanden.

Eine wahrliche Odyssee, die den Seltenheitswert solcher Objekte vom Mars deutlich macht. Es dauert nochmal bis zum Jahr 1996 bis dieser Stein auch außerhalb der wissenschaftlichen Gemeinde Berühmtheit erlangte. Denn Wissenschaftler um David S. McKay gaben im Sommer dieses Jahres bekannt, dass sie Spuren von Leben auf dem Mars in dem Meteoriten gefunden hätten. Selbst fossile Bakterien glaubten sie in dem Gestein zu erkennen. Im Titelbild ist ein solches „Exemplar“ künstliche eingefärbt zu sehen.

Stein des Anstoßes

Die Sensation war perfekt, als der damaligen US-Präsident Bill Clinton öffentlich vor Pressevertretern bekannt gab, dass man hiermit außerirdisches Leben gefunden habe. Ein Neuigkeit und Entdeckung, die wie kaum eine Zweite die Nerv der damaligen Zeit traf. Die Entdeckung von Exoplaneten durch Astronomen, der Alien-Kinohit „Independence Day“, das UFO-Phänomen, die NASA-Mission „Pathfinder“ mit ihrem kleinen Rover auf dem Mars die TV-Serie „Akte  X“ waren damals in aller Munde. Vor allem auch durch das explosionsartig boomende Internet. Und nun kam ein Brocken vom Mars, der Spuren von Leben in sich barg.

Ein unvergleichlicher Medienhype folgte. Auch in den deutschen „Leitmedien“ und Zeitungen, die Titelstorys brachten. Nicht nur die Frage nach (intelligenten) Außerirdischen rücken noch weiter in den Fokus, sondern auch, ob das irdische Leben vielleicht sogar ursprünglich vom Mars gekommen sein (s. 1. Video unten). An Bord solcher Steine vom Mars.

Obwohl es im Laufe der Jahre sehr ruhig in der Öffentlichkeit um ALH 84001 wurde, blieben der Brocken für die Forschung spannend. Zumal auch andere Marsmeteoriten wie etwa ALH 77005 mutmaßliche Spuren von Leben auf dem Roten Planeten zeigten. Schnell wurden aber auch die ersten Ergebnisse angezweifelt. Weitere Untersuchungen folgten, die bis heute andauern. Hier herrscht die Grundkritik vor, dass die in ALH 84001 entdeckten Spuren und sogenannten Lebensmarker auch durch anorganische Prozesse hätten entstehen können. Sie wären damit zwar vorhanden, aber kein Beweis für einstiges oder sogar noch existierendes Leben auf unserer Nachbarwelt.

Nicht-biologische Aktivitäten

Neue Nahrung bekommt diese schier endlose Kontroverse nun durch eine erneute Untersuchung des Meteoriten, die jüngst in „Science“ erschien. Darin erklären der Astrobiologe Andrew Steele, leitender Wissenschaftler an der „Carnegie Institution for Science“ in Washington, und sein Kollegenteam, dass die organischen Verbindungen und Hinweise auf Leben in dem Stein eben nicht von solchem herrühren. Beispielsweise sei der entdeckte Kohlenstoff die Folge von über das Gestein fließendes Wasser (Salzwasser) und damit anorganisch (abiotisch genannt) .

Neu sind diese Aussagen nicht. Schon nach Bekanntgaben von „Leben auf dem Mars“ wurden die Ergebnisse angezweifelt. Sie seien ganz einfach vollkommen übereilt gewesen und zogen anderen Erklärungen nicht in Betracht, hieß es schon in den 1990er Jahren. Es waren damals aber keine Fake-News gewesen, wie auch Steele und seine Kollegen schreiben. Die Deutungen seien 1996 durchaus sachlich und logisch gewesen, so die Forscher. Heute ist man weiter als vor 25 Jahren, so dass chemischen Verbindungen in dem Gestein anorganisch interpretiert werden können.

Die entdeckten organischen Chemikalien haben demnach ihren Ursprung in nicht-biologische Aktivitäten. Wechselwirkungen von Vulkangestein und salzigem Wasser, was auch auf unserem Planeten beobachtet werden kann, so die Studie.

Leben auf dem Mars?

Natürlich ist diese Studie keinesfalls das Aus für Leben auf dem Mars. Ob aktuell oder vor Millionen von Jahren. So schreiben die Wissenschaftler in ihrer Studie unter anderem:

Mars-Rover haben komplexe organische Moleküle in den alten Gesteinen auf der Planetenoberfläche und Methan in der modernen Atmosphäre gefunden. Es ist unklar, durch welche Prozesse diese organischen Stoffe entstanden sind, wobei sowohl biotische als auch abiotische Quellen in Frage kommen. (…)

Die Wechselwirkungen zwischen Wasser und Gestein sind für die Bewohnbarkeit von Planeten von Bedeutung und beeinflussen die mineralogische Vielfalt und die Produktion organischer Moleküle.“

Demnach sind viele Prozesse noch unklar, die zur Entstehung von Leben führen. Was vor allem auch für unseren Heimatplaneten gilt. Grundsätzlich für das Leben an sich. Denn auch weiterhin bleibt offen, ob biologische Prozesse für gewisse Entdeckungen auf dem Mars verantwortlich sind. Hier würde ein gesicherter Nachweis wohl dann erst erfolgen können, wenn Gestein- und Erdproben vom Mars zur Erde gebracht werden, um diese hier zu untersuchen.

Oder wenn Menschen vor Ort nach den „Marsianern“ suchen.

Video-Auswahl zum Thema

Video vom 11. April 2019 auf Mystery Files

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Video vom 18. Januar 2021 auf Mystery Files

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Video vom 30. März 2019 auf Mystery Files

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Leben auf dem Mars? Wissenschaftler finden mutmaßliche Bakterien in dem Mars-Meteorit ALH 77005 +++ YouTube-Video +++

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Leben auf dem Mars? Wissenschaftler finden mutmaßliche Bakterien in Mars-Meteorit (Bilder: NASA/JPL / gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Leben auf dem Mars? Wissenschaftler finden mutmaßliche Bakterien in dem Mars-Meteorit ALH 77005 (Bilder: NASA/JPL / gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Die Suche nach Leben auf dem Mars dauert nun schon Jahrhunderte. Auch wenn man schon lange keine „kleinen grünen Männchen“ mehr auf unserem Nachbarplaneten sucht, so suchen Wissenschaftler dennoch weiterhin nach Lebensspuren auf dem Mars. Die Frage, ob auf dem „Roten Planeten“ einst Mikroorganismen existierten, ist noch nicht abschließend beantwortetet. Ob derartige Bakterien sogar noch heute auf dem Mars leben, ebenso wenig. Eine neue Studie ungarischer Forscher liefert jetzt allerdings neue Hinweise für einstiges Mars-Leben. Die Forscher glauben Spuren von Bakterien in einem 1977 gefundenen Mars-Meteoriten entdeckt zu haben, und befeuert so die Diskussion erneut. Das erinnert an einen anderen Stein vom Mars, der 1996 aufgrund von darin enthaltenen mutmaßlichen bakteriellen Spuren ein Mars-Fieber mit entfachte. Alles über die Entdeckungen möglicher Biosignaturen in dem Mars-Gestein erfahrt Ihr in diesem Video auf YouTube von Fischinger-Online.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Ab August 1996 befeuerte der Mars-Meteor ALH 84001 die Diskussionen und Spekulationen über Leben auf dem Mars. Ein wahres Mars-Fieber brach in diesen Jahren aus und weltweit machte dieser Stein vom Mars Schlagzeilen in der Presse.

Sicher nicht zuletzt, da auch der damalige US-Präsident Bill Clinton höchst selbst die Entdeckungen rund um ALH 84001 bekannt gab …

Die jetzige Studie ungarischer Forscher um Ildikó Gyollai zu einem anderen Mars-Meteoriten findet dagegen keine derartige Beachtung wie 1996. Obwohl sie berichten, dass sie in dem 1977 in der Antarktis gefundenen Mars-Stein ALH 77005 Rückstände von Mars-Leben gefunden haben. Sogenannte Biosignaturen, die für Gyollai und seine Kollege Spuren von außerirdischen Leben sein könnten. Von Leben auf dem Mars.

Alles zu diesen mutmaßlichen Mars-Bakterien erfahrt Ihr in diesem YouTube-Video!

Bleibt neugierig …

YouTube-Video vom 10. April 2019 auf Grenzwissenschaft und Mystery Files

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VIDEO: Grenzwissenschaft Classics, Folge 56: Megaprojekt bemannte Mars-Landung: NASA-Pionier Jesco von Puttkamer 1997 im Interview

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VIDEO: Grenzwissenschaft Classics, Folge 56: Megaprojekt bemannte Mars-Landung (Bilder: NASA/gemeinfrei)
VIDEO: Grenzwissenschaft Classics, Folge 56: Megaprojekt bemannte Mars-Landung (Bild: NASA/gemeinfrei)

Es ist der Traum vieler Weltraumbegeisteter: Die Landung der ersten Menschen auf dem Planeten Mars! Davon träumen nicht nur Science-Fiction-Fans seit vielen Jahrzehnten, sondern zum Beispiel auch Ingenieure und Wissenschaftler der NASA seit langem. So wie der deutsche Pionier Jesco von Puttkamer, der schon unter Wernher von Braun für die NASA arbeitete. In dieser Folge der Grenzwissenschaft Classcic Videos aus dem Jahr 1997 schildert er umfangreich diese Träume und konkreten Pläne.


Menschen auf dem Mars

Seit jeher fasziniert der Planet Mars die Menschen. Kein anderer Himmelskörper in unserem Sonnensystem übt eine derart starke Faszination aus. Mit Ausnahme des Monde vielleicht. Doch wann werden endlich die ersten Menschen ihren Flug zum Mars antreten? Wann werden wir diese fremde Welt besiedeln oder dort das viel gesuchte Leben finden?

Diese Fragen werden seit Jahrzehnten gestellt. Nicht nur von Phantasten aus der Science-Fiction, sondern auch von ganz nüchternen Wissenschaftlern. Einer von ihnen war der 2012 verstorbene deutsche Raumfahrtingenieur Jesco von Puttkamer, der 1962 zur NASA stieß. Dort arbeitete er zusammen mit dem legendären Pionier Werner von Braun am Programm „Apollo“ der Raumfahrtbehörde. Damit letztlich nach der Verwirklichung der Mondlandungen der NASA.

In diesem Folge Nummer 56 der Grenzwissenschaft Classic Videos steht von Puttkamer zu Fragen einer bemannten Landung auf dem Mars und Raumfahrt allgemein „Rede und Antwort.“ Über vergangene und zukünftige Projekte der Raumfahrt und der NASA. Aber auch über vergangene Missionen ins All und Rückschläge der Raumfahrt. Das Interview ist von 1997 und damit aus einer zeit, als der Mars im Fokus der Öffentlichkeit stand. Gründe waren die Mars-Mission „Pathfinder“, Hollywood-Filme über den Roten Planeten und auch die Entdeckung von mutmaßlichen Spuren von Mars-Leben in dem Meteoriten ALH 84001.

Im Vergleich zu den bunten und aktionreichen Dokumentationen von heute (aber auch durchaus damals) mag sich der ein oder andere wundern, dass tatsächlich in den 1990er Jahren eine Sendung wie diese im TV gesendet wurde …

Bleibt neugierig …

Classic-Video Nr. 56 auf YouTube bei Mystery Files

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Das erste Leben auf der Erde? 3,42 Milliarden Jahre alte fossile Mikroben in Südafrika entdeckt!

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Fossile Mikroben: 3,42 Milliarden Jahre altes Leben entdeckt! (Bilder: B. Cavalazzi & WikiCommons/Zentrum für Marine Umweltwissenschaften, Universität Bremen, CC-BY 4.0 / Montage: Fischinger-Online)
Fossile Mikroben: 3,42 Milliarden Jahre altes Leben entdeckt! (Bilder: B. Cavalazzi & WikiCommons/Zentrum für Marine Umweltwissenschaften, Universität Bremen, CC-BY 4.0 / Montage: Fischinger-Online)

Wann gab es das erste Leben auf der Erde? Nach einer aktuellen Studie war das vor (mindestens) 3,42 Milliarden Jahren. Denn so alt sind Spuren in einem Gestein in Südafrika, die die Wissenschaftler als Mikrofossilien von frühen Mikroorganismen deuten. Die bisher ältesten bekannten Bewohner der Erde. Wie die Forscher diese Entdeckungen deuten und was das mit der Suche nach Leben im All und auf dem Planeten Mars zu tun hat, erfahrt Ihr hier.


Erde, Planet des Lebens – aber seit wann?

Unsere Erde ist fast 4,6 Milliarden Jahre alt und präsentiert sich seit Milliarden von Jahren als der berühmte „baue Punkt im All“. Doch wie jedes Schulkind lernt, war die Erde nicht immer ein so einladender Ort, wie er heute ist. In der Frühzeit zeigte er sich als glühende Feuerkugel im All – ohne wirklich feste Oberfläche und ohne Meere und Ozeane. Ein Ball aus geschmolzenem Gestein, der sich nach und nach verfestigte, später Ozeane bekam (und auch hielt) und auf der sich noch viel später auf der festen Oberfläche Leben in einer schier unendlichen Vielfalt ausbreitete.

Milliarden Jahre durch die Erdzeitalter seit Anbeginn unseres Sonnensystems, die uns in unzähligen TV-Dokumentationen und Büchern so plastisch und anschaulich präsentiert werden. Mit zwei großen und bisher ungelösten Problemen gleich zu Beginn von dem, was wir heute unseren Heimatplaneten nennen. Erstens die Frage, wie überhaupt das ersten Leben auf der Ur-Erde entstehen konnte. Und zweitens, wann und wo das war.

Die erste Frage ist und bleibt unbeantwortet. Niemand weiß es genau, wie das erste Leben aus toter Materie entstand. Ein Wunder des Universums – selbst dann, wenn das Leben aus dem Kosmos zu uns gelangt sein sollte. Etwa durch Kometen. Was die Frage nach der Entstehung des Lebens an sich nicht beantwortet, sondern nur an einen anderen und uns fremden Ort verlegt. Ein weites Feld der Forschung, der Wissenschaftler seit Jahrzehnten auf der Spur sind.

Der zweiten Frage jedoch nähren sich Wissenschaftler immer mehr und genauer. Lange schon wird angenommen, dass relativ kurz nach Entstehung und Abkühlung der Erde sich die ersten Mikroorganismen entwickelten. Möglicherweise schon nach rund einer haben Milliarde Jahren.

Das älteste Leben auf der Erde

Hoch im Kurs stehen bei dieser Fragestellung schon seit längerer Zeit hydrothermale Quellen und Schlote auf dem Meeresgrund. Heiße Schlote voller Nährstoffe und chemischer Bausteine, die die Entstehung primitiven Lebens in Gang gesetzt haben könnten. Auch auf anderen Himmelskörpern, wie diversen Monden in unserem Sonnensystem. Auch dort werden solche Schlote und damit auch Leben vermutet.

Wann das auf der Erde geschah, versuchen Forscher durch Mikrofossilien herauszufinden. Keine Fossilien im klassischen Sinn, sondern winzige Rillen in uraltem Gestein. Diese Spuren werden auf ihre chemische Zusammensetzung hin untersucht, um so schlussfolgern zu können, ob diese „Risse“ von einst lebenden Mikroorganismen stammen. 1996 wurde auf diesem Wege sogar in dem Meteoriten ALH 84001 mutmaßliche Lebensspuren nachgewiesen. Ein Gesteinsbrocken, der vom Mars kam und in der Antarktis einschlug.

Wie bei dem Mars-Meteoriten sind auch die Nachweise von Mikrofossilien in irdischem Gestein nicht immer unumstritten. Nicht alles, was nach einstigem Leben aussehen soll, war auch welches. Eine lang anhalte Diskussion unter den Forschern, die aktuell neue Nahrung bekommen hat. Denn Wissenschaftler um Barbara Cavalazzi von der Universität Bologna (Italien) haben nun genau solche Mikrofossilien entdeckt, die ihrer Meinung nach belegen, dass es vor 3,42 Milliarden Jahren bereits Leben auf unserem Planeten gab.

Bei ihrer Untersuchung griffen sie auf Proben zurück, die aus dem „Barberton Greenstone Belt“ in Südafrika stammen. Sie gelten als eine der ältesten Gesteine der Erde, die durch Sedimentablagerungen entstanden sind. Hier nutzten die Forscher Proben aus einem Bereich, in dem vor Milliarden von Jahren sich kaltes Meerwasser mit durch Vulkane erhitztes Wasser vermischte. Ein Cocktail für Chemikalien und Nährstoffe für die Entstehung von Leben, so die Forscher in ihrer aktuellen Studie in „Science Advances„.

Auswirkungen bei der Suche nach Leben auf dem Mars

Hier fanden die Forscher winzige Spuren, sogenannte Filamente, die ihrer Ansicht nach nur von Lebewesen stammen können. Die gemessene Nickel-Konzentration in diesen Spuren ähnelt dabei sogar denen, „die sich bei heute lebenden Mikroben finden, die Methan verstoffwechseln“. Außerdem würden die angenommenen Mikrofossilien eindeutig eine kohlenstoffreiche Außenhülle aufweisen, die in ihrer Struktur und Chemie klar einen inneren Kern abgrenzt. Die Verteilung dieser Ur-Organismen in den früheren Höhlungen zeige außerdem, dass es sich um Leben handeln würde. Cavalazzi:

Wir haben außergewöhnlich gut erhaltene versteinerte Mikroben gefunden, die offenbar an den Wänden von Hohlräumen gediehen, die durch warmes Wasser aus hydrothermalen Systemen einige Meter unter dem Meeresboden entstanden sind. Unterirdische Lebensräume, die durch vulkanische Aktivität aufgeheizt wurden, haben wahrscheinlich einige der frühesten mikrobiellen Ökosysteme der Erde beherbergt, und dies ist das älteste Beispiel, das wir bisher gefunden haben.“

Damit wäre es ihnen erstmals gelungen solche Fossilien in eine Zeit zu datieren, „in der das Leben erstmals auf der Erde entstand“, so Cavalazzi weiter. Und das habe direkte Auswirkungen auf die Suche nach Leben im All bei unserem Nachbarn Mars:

Da wir ähnliche Umgebungen auch auf dem Mars finden, hat die Studie auch Auswirkungen auf die Astrobiologie und die Chancen, Leben außerhalb der Erde zu finden.

Mit einem Alter von 3,42 Milliarden Jahren wären diese Organismen die bisher ältesten, die auf unserer Erde nachgewiesen wurden. Und sie fallen in eine Epoche unseres Sonnensystems, in der auch der Mars aller Wahrscheinlichkeit nach lebensfreundlich war. Auf ihm gab es Meere, Ozeane, fließendes Wasser und vermutlich auch Leben. Der genannte Mars-Meteorit ALH 84001 wird übrigens auf ein Alter von rund 4,09 Milliarden Jahren datiert. Nur rund 0,67 Milliarden Jahre älter als die Spuren aus dem „Barberton Greenstone Belt“ in Südafrika.

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Mars könnte voller Leben sein! Für dessen (unverfälschte) Entdeckung ist es vielleicht bald zu spät – warnt eine SETI-Forscherin

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Der Mars könnte voller Leben sein! Für dessen (unverfälschte) Entdeckung ist es vielleicht bald zu spät - warnt eine SETI-Forscherin (Bilder: NASA & gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Der Mars könnte voller Leben sein! Für dessen (unverfälschte) Entdeckung ist es vielleicht bald zu spät – warnt eine SETI-Forscherin (Bilder: NASA & gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Der Mars ist derzeit vielfach Thema. So auch aktuell in einem Bericht in der Boulevardpresse. Dort ist zu erfahren, dass eine „Alien-Forscherin“ in einer Studie vermutet, dass der Mars „voller Leben“ sei, und „es sogar jede Menge Aliens auf dem roten Planeten geben könnte“. Reine Sensationsgier in den Überschriften, wie sich schnell herausstellt. Es geht zwar um Leben auf dem Mars, aber in einem anderen Kontext, wie Ihr es hier erfahren könnt.


Leben auf dem Mars

In meinem ersten Buch schrieb ich 1996, noch vor der Bekanntgabe angeblicher Bakterien-Hinweise in dem Mars-Meteoriten ALH 84001, zum Thema Leben auf dem Mars:

Diese ‚Bewohner‘ sind aber keine humanoiden Lebewesen, sondern, wenn überhaupt, kleinste Bakterien im Wüstenboden.

Verfasst hatte ich diese Zeilen einige Jahre zuvor Anfang der 1990er Jahre. Denn noch lebende Mikroorganismen werden seit Jahrzehnten in „biologischen Nischen“ und unter der Marsoberfläche vermutet und gesucht. Angefangen mit den Missionen „Viking“ der NASA, die 1976 auf dem Mars landeten und nach diesen Mars-Leben suchten. Jene Mission, die auch das „Marsgesicht“ erstmals aus dem Orbit heraus fotografierte.

Seit „Viking“ der NASA sind genau 45 Jahre vergangen und erstaunlicherweise wissen wir immer noch nicht, ob es auf dem Mars Leben gibt oder gab. Trotz zahlreicher weitere Missionen, Landungen und der ganzen Flotte von Rovern, die auf der Oberfläche des Mars fahren oder fuhren. Ausgestattet mit der allerneusten High-Tech, die die Menschheit zu bieten hat, suchen diese fahrenden Labore bis heute nach diesem Mars-Leben. Aktuell natürlich die Mission „Mars 2020“ mit dem Rover Perseverance”, über die ich auf diesem Blog und in Videos bei YouTube immer wieder berichtete (Link HIER).

HIER findet Ihr zum Thema Mars und auch die aktuelle Mission Videos auf meinem Kanal.

„Aliens auf dem Roten Planeten“

Die Wissenschaftler sind hartnäckig und offensichtlich sehr geduldig, bei der Beantwortung der Frage nach „Mars-Bewohnern“. Fast niemand will deren Existenz auch von Vornherein ausschließen. Ein immer wiederkehrender Streitpunkt in der Debatte ist natürlich die Frage, ob dieses Leben vor Milliarden Jahren mal existierte, ober heute noch auf dem Mars lebt. Möglich ist beides.

Davon ist auch die Astrobiologin Dr. Nathalie A. Cabrol vom „Carl Sagan Center for Research“ (CSC) am berühmten SETI-Institut überzeugt. Dort sucht man bekanntlich auf wissenschaftlichen oder „professionellen Wege“ nach außerirdischem Leben, wobei deren SETI-Projekte fraglos die medienwirksamsten sind. Also die Suche nach Signalen von außerirdischen Zivilisationen mittels Radioteleskopen und anderen Technologien. Insgesamt arbeiten dort über 75 Wissenschaftler in verschiedenen Gebieten, die alle mit der Frage nach Leben im All zu tun haben. Etwa Exoplaneten, Astrobiologie oder Klimaforschung.

Cabrol ist dabei nicht irgendwer. Sie ist die Direktorin des „Carl Sagan Center for the Study of Life in the Universe“, die hunderte anerkannte Publikationen zur ihren Forschungen vorweisen kann. Die mehrfach ausgezeichnete Wissenschaftlerin konzentriert sich dabei auch auf Leben unter Extrembedienungen. Hier auf der Erde oder auch außerhalb dieses Planeten. Wie auf dem Mars. Für die Webseite „Tag24„wurde sie deshalb zu einer „Alien-Forscherin“, die „behauptet, der Mars ist voller Leben, aber nicht ans der Oberfläche“. „Aliens auf dem Roten Planeten“ oder „wenn es also auf dem Mars Außerirdische gibt“, sind nur einige der irreführenden Formulierungen bei „Tag24“.

Leben auf dem Mars schützen

Denn zur Frage nach Leben auf dem Mars veröffentlichte Cabrol in der März-Ausgabe des angesehen Magazins „Nature Astronomie“ einen Artikel. Der allerdings in der Hauptsache eindringlichen Warnungen enthält, dass wir dieses Leben schützen müssen. In diesem Beitrag, bei dem es sich nicht um eine „Studie“ handelt, steht nicht die Aussage im Vordergrund, dass der Mars voller Leben ist.

Die Erforschung der Hypothese, dass das Leben heute auf dem Mars vorhanden ist“, so Cabrol, stehe an einem entscheidenden Wendepunkt. Damit meint sie ausdrücklich die Frage nach dem Schutz der mutmaßlichen Biosphäre auf dem Mars vor Kontamination durch irdische MikroorganismenDie Uhr tickt, um unverfälschte Proben zurückzubringen, bevor Menschen die Umwelt unwiderruflich verändern“, warnt sie.

Was damit gemeint ist, ist unmissverständlich. Lander oder sogar eines Tages Menschen auf dem Mars haben theoretisch das Potential irdisches Mikro-Leben einzuschleppen. Ein Problem, dass seit Jahrzehnten diskutiert wird, auch wenn Lander auf Mond oder Mars in allen Ecken und Kanten zuvor sterilisiert werden, wie zum Beispiel in diesem Blog-Artikel HIER ausgeführt (s. a. Link HIER). Welcher Wissenschaftler will schon in einer Probe vom Mars irdische Mikroorganismen entdecken? Oder Bakterien der Erde, die sich veränderten, um in der Umgebung des Mars zu überleben?

Cabrol ist in ihrem Artikel sicher, dass der Mars vor 3,5 bis 3,9 Milliarden Jahren erdähnlich war, womit auch dort Leben entstanden sein kann. Die meisten Astrobiogen und Planetenforscher teilen diese These, für die es immer mehr Anzeichen gibt. Nur noch keine Belege. Möglich, dass es dieses Leben bis heute auf dem gesamten Planeten gibt. Vor allem unter der Oberfläche, wo ja auch der aktuelle Rover „Perseverance“ nach diesen suchen soll. Wenn erst Menschen auf dem Mars landen, so Cabrol weiter, könnte es mit dem urtümlichen Mars-Leben schnell vorbei sein. Ein kontaminierter Planet wäre die Folge.

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Die Spuren der Anderen: Der deutsche UFO-Forscher und Prä-Astronautiker Dr. Johannes Fiebag wäre heute 65 geworden (+ Videos)

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Auf den Spuren der Anderen: Dr. Johannes Fiebag wäre heute 65 geworden (Bilder: Fiebag/Archiv / Montage: Fischinger-Online)
Auf den Spuren der Anderen: Dr. Johannes Fiebag wäre heute 65 geworden (Bilder: Fiebag/Archiv / Montage: Fischinger-Online)

Heute (14. März) wäre der deutsche Geologe und UFO-Forscher Dr. Johannes Fiebag 65 Jahre alt geworden. Ein Autor unter anderem aus den Bereichen UFO-Forschung und Prä-Astronautik, der bis zu seinem viel zu frühen Tod 1999 maßgeblich die „Szene“ hierzulande mitbestimmte. Grund genug an ihn zu erinnern, da zu seinem Geburtstag ein ihm gewidmetes Musikalbum erschien. Und auch ich selber hatte als blutjunger Einsteiger in die Welt der Astronautengötter so einige denkwürdige Augenblicke mit Johannes.


Dr. Johannes Fiebag

In den 1990er Jahren stand alles, was mit UFOs, Aliens, Mystery und Prä-Astronautik zu tun hat, sehr hoch im Kurs. Es waren zweifellos Boom-Jahre der Grenzwissenschaft, die man mit heute nicht vergleichen kann.

Viele Autoren und Forscher, die man durchaus auch heute noch in der grenzwissenschaftlichen Gemeinschaft kennt, da diese weiterhin aktiv sind, starteten in diesen Jahren ihre Jagd nach dem Phantastischen. Auch ich selber nach und nach ab September 1989. Damals bekannt war schon Dr. Johannes Fiebag als UFO-Forscher und Prä-Astronautiker. Ein studierter Geologe, der 1988 promovierte und bereits 1982 mit 26 Jahren sein erstes Buch veröffentlichte. In „Rätsel der Menschheit“, so der Titel des längst vergriffenen Werkes, beschäftigte sich Fiebag mit zahlreichen Mysterien der Welt. Aus Geschichte und Gegenwart, die damals sogar noch Themen wie Kryptozoologie einschlossen.

Später spezialisierte sich Fiebag bei seinen Forschungen auf die UFO-Thematik und Prä-Astronautik. Hierzu erschienen zahlreiche Bücher, die er teilweise mit seinem Bruder Peter Fiebag verfasste. Auch Anthologien erschienen unter seinem Namen und ebenso fand man in diversen Sammelbänden aus diesem Themenfeld immer wieder Beiträge von Fiebag. Dazu kamen zahllose Artikel, die unter anderem in dem Magazin „Ancient Skies“ erschienen.

Dieses Magazin war das Sprachrohr der „Ancient Astronaut Society“. Einem Verein, der sich ganz dem Thema „Waren die Götter Astronauten?“ widmete. Heute nennt sich die Vereinigung „Forschungsgesellschaft für Archäologie, Astronautik und SETI“ (A.A.S.), die Ihr sicher durch diverse Beiträge auf diesem Blog kennt. Auch deren Magazin wandelte sich zeitgleich und nennt sich seit dem „Sagenhafte Zeiten„. Maßgeblich war es unter anderem Johannes Fiebag, der an der Reorganisation und Umgestaltung des Vereins und vor allem des Magazins beteiligt war. Hier übernahm er auch die Redaktion, schrieb fast immer das Editorial und viele Ausgaben enthielten Beiträge mit seinen Forschungen. Vielfach wieder mit seinem Bruder Peter Fiebag, der bis heute in der A.A.S. und als Autor maßgeblich aktiv ist.

Die Anderen

Bis zu seinem Tode 1999 war Johannes Fiebag in Deutschland vor allem im Kreise der UFO-Forscher und -Interessierten ein fester Begriff. Vor allem widmete er sich in dieser Zeit dem Thema UFO-Entführungen und veröffentlichte speziell hierzu eine Reihe von Büchern und Sammelbänden. Dabei konzentrierte er sich auf das Phänomen im deutschsprachigen Raum und war dazu auch im TV ein gern gesehener Gast.

Vor allem sollte hier das Buch „Die Anderen“ genannt werden, das von ihm bereits 1993 veröffentlicht wurde. Eine Kernthese, die Fiebag darin formulierte, ist die „Mimikry-Hypothese“, die aus der Zoologie abgeleitet ist. Dort bezeichnet „Mimikry“ die Anpassung von Farbe oder Gestalt, die der Täuschung dienen. Meist zum eigenen Schutz, wie etwa vor Fressfeinden. Dieses Verhalten übertrug Fiebag auf die Außerirdischen. Sie tarnen und täuschen, wodurch sie sich in den vollkommen unterschiedlichsten „Erscheinungsformen“ manifestieren, so seine Überzeugung.

Dazu führte ich 1997 ein Interview mit ihm, das Ihr HIER auf meinem Blog online findet. Beachtet aber auch das erste Video mit Johannes Fiebag unten dazu.

Auch die heute in Kreisen der Grenzwissenschaft immer wieder diskutierte Überlegung, ob Marienerscheinungen in Wahrheit auf das Einwirken einer außerirdischen Intelligenz zurückzuführen sind, wurde maßgeblich durch Bücher der beiden Fiebags hierzulande geprägt. HIER findet Ihr unter anderem ein Video dazu.

Obwohl Fiebag durch seine Beschäftigung mit UFOs, dem Entführungsphänomen und den „antiken Aliens“ damals jedem aus diesem Bereich sehr bekannt war, ist ein Buch von ihm heute nahezu vergessen. Er erschien zusammen mit Torsten Sasse 1996 unter dem Titel „Mars: Planet des Lebens„. Wie es der Titel unschwer erkennen lässt, geht es darin um Leben auf dem Mars und den möglichen Spuren von Mikroorganismen in dem Mars-Meteoriten ALH 84001 (mehr dazu u. a. in diesem Video HIER). Das besondere daran ist die Tatsache, dass das Buch nur wenige Monate nach der Bekanntgabe der Entdeckungen in ALH 84001 bereits erschien. Bekannt gegeben wurden die Neuigkeit zu diesem Meteortiten unter anderem durch den damaligen US-Präsidenten Bill Clinton persönlich am 7. August 1996.

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Ich selber begann schon 1990 mit der Arbeit an meinem allerersten Buch. Einige Jahre darauf intensivierte ich diese, da ich beschloss, es auch tatsächlich zu veröffentlichen (mehr HIER). Also wandte ich mich immer wieder an Johannes Fiebag von der damaligen „Ancient Astronaut Society“, und bat per Fax oder Brief um Rat, Tipps, Quellen und auch Bildmaterial. Unter anderem Bilder vom/zum Marsgesicht und anderen „Anomalien auf dem Mars“. All das bekam ich von ihm postwendend umgehend zugeschickt. In einem Brief von ihm, der sich noch immer in meinem Archiv befindet, warnte er als Geologe mich damals sogar, die Sache mit dem Gesicht und den Pyramiden auf dem Mars nicht zu hoch zu bewerten.

Es war einmal im Aufzug …

Nach Erscheinen meines ersten Buchs im Juni 1996 meinte Fiebag unter anderem, dass es „ganz gut aussieht“. Einen jungen Frischling wie mich, ich war damals 22, spornt so was natürlich enorm an, wenn ein alter Hase sich Zeit für irgendwelche unbekannten Enthusiasten nimmt. Einige Zeit später erschien bereits mein zweites Buch unter dem Titel „Götter der Sterne“. Hierzu steuerte Fiebag bereits ein Nachwort bei.

Im gleichen Jahr, im Oktober 1996, kam es dann zu einer „schicksalhaften“ Begegnung mit ihm. Es war auf einem Kongress der „Ancient Astronaut Society“ in Mannheim, auf dem selbstverständlich auch Johannes Fiebag war. Diese Tagungen, auf denen ich inzwischen selber einige Vorträge hielt, gibt es bis heute. Die letzte fand im Oktober 2020 in Leipzig statt.

In Mannheim begegnete ich Fiebag meiner Erinnerung nach zum ersten Mal persönlich. Und zwar fand ich mich selber mit ihm zufällig im Aufzug des Hotels wieder, in dem sich noch eine dritte Person befand. Es war ein inzwischen ebenso verstorbener UFO-Aktivist, der damals überaus bekannt war. Vor allem durch das Fernsehen, seine enorme „Schreibwut“ im frühen Internet und seine zahllosen Pressemitteilungen zur UFO-Thematik, auf die immer wieder von den Mainstreammedien zurückgegriffen wurde. Er selber gehörte aber mit seinem kleinen UFO-Verein der „Gegenseite“ an. Er war der Kritiker“ der UFO-Forschung überhaupt, wodurch er in der deutschen (Presse-)Öffentlichkeit viel Gehört fand. Damit waren Johannes Fiebag und er alles andere als Freunde, um es freundlich zu formulieren.

Es war, wie man sich denken kann, Werner Walter, der bis zu seinem Tode 2016 selber in Mannheim lebte. Wer ihn, seine Schriften und Aussagen etc. kannte oder kennt, weiß, dass zwischen Fiebag und ihm unüberbrückbare Differenzen lagen. Gerade das machte meinen First Contact mit gleich beiden zusammen in einem engen Aufzug als blutjunger Autor zu einer unvergesslichen Begegnung der III. Art …

Ein musikalisches Andenken

Ein Weggefährte von Dr. Johannes Fiebag war auch Gottfried Bonn, der einige Veröffentlichungen zu UFOs und Prä-Astronautik herausgab. Doch Bonn macht bis heute auch Musik – elektronische Musik -, in denen er sich diesen Themen annimmt. Er hat anlässlich des 65. Geburtstag von Fiebag in seinem Gedenken das Album „The Others (Interdimensional Aliens)“ komponiert, zu dem er schreibt:

Dieses Album ist den Theorien und der Arbeit des Paläo-SETI-Autors Dr. Johannes Fiebag gewidmet und von ihm und seinen Werken inspiriert. Er wurde am 14. März 1956 in Northeim geboren und verstarb am 11. Oktober 1999 in Bad Neustadt. Er war ein Pionier der Paläo-SETI-Theorie.“

Ihr findet dieses musikalische Andenken an Fiebag mit Themen aus dessen Schaffensbereich HIER auf der Seite von Bonn.

Video-Auswahl mit Johannes Fiebag von meinem Kanal

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Außerirdisches Leben endlich bestätigt – oder voreilige Sensation?

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Die „außerirdischen Fossilien“ (Bild: Centre for Astrobiology, University of Buckingham, Buckingham, UK / Journal of Cosmology, Vol,21, No,37)

Die Astrobiologen Nalin Chandra Wickramasinghe vom „Buckingham Centre for Astrobiology“ an der University of Buckingham haben im Innern des am 29. Dezember 2012 auf Sri Lanka niedergegangenen Meteoriten Strukturen entdeckt, bei denen es sich gemäß ihrer Aussage um versteinerte Zellhüllen von Kieselalgen handeln soll.

von Fernando Calvo

„Dass der Meteorit erst beim Aufprall auf der Erde kontaminiert worden sein könnte, schließen die Wissenschaftler kategorisch aus. Eine Kontamination durch irdisches Material schließt man deshalb schon aus, weil die elementare Isotopenhäufigkeit im Innern dieser Mikrostrukturen mit der des sie umgebenden meteoritischen Materials übereinstimmen, das heißt, sie sind gleichen Ursprungs. Darum sehen die Wissenschaftler dies als Beweis an, dass es sich um von außerhalb der Erde zu uns gelangtes, außerirdisches Leben handelt.


Die außerirdischen Strukturen entdeckten sie im Innern des kohlenstoffhaltigen Meteoriten und weisen eine frappierende Ähnlichkeit mit dem Aufbau von Zellhüllen der Kieselalgen bzw. Diatomeen (Bacillariophyta) auf. Deshalb sind die Wissenschaftler überzeugt, dass es sich auch um ebensolche Kieselalgen handelt.“

Die Untersuchung online:
  • N. C. Wickramasinghe, J. Wallis, D.H. Wallis & Anil Samaranayake: FOSSIL DIATOMS IN A NEW CARBONACEOUS METEORITE, in: Journal of Cosmology, Vol. 21, Nr. 37 vom 10 January 2013 – Link (PDF)

Aber warten wir mal ab – denn schon gibt es Gegenstimmen (hier).

Die Facebook-Gruppe von Fernando Calvo

Links

   Zum Thema:

  Es muss nicht alles so sein, es kann auch ganz anders sein. Manche Rätsel sind Scheinrätsel, manche werden zu welchen gemacht, manche aber widerstehen ziemlich hartnäckig allzu glatten Erklärungsversuchen.

(Walter-Jörg Langbein, 1993 in „Die großen Rätsel der letzten 2500 Jahre“)
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Astronomen jubeln: "Erde 2" in nur rund 40 Lichtjahren Entfernung gefunden?

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Mitten in der bewohnbaren Zone: Naher Planet mit lebensfreundlichen Bedingungen. Welt mit siebenfacher Erdmasse in 41 Lichtjahren Entfernung – „Es gibt keinen Grund, weshalb der Planet kein erdähnliches Klima entwickeln kann“

In nur 41 Lichtjahren Entfernung – also kosmisch gesehen in unmittelbarer Nachbarschaft zu unserer Sonne – hat ein internationales Astronomenteam Hinweise auf eine Welt entdeckt, die sich als ideale Kandidatin für Leben jenseits unserer Erde entpuppen könnte. Der Planet mit der Katalognummer HD 40307 g zählt zur Gruppe der sogenannten Super-Erden und umkreist sein Zentralgestirn in einem Abstand, der flüssiges Wasser begünstigt. Was ihn darüber hinaus noch auszeichnet, ist der Umstand, dass er sich um die eigene Achse dreht. Damit würde der Planet über einen Tag-Nacht-Zyklus verfügen, was gemeinsam mit milden Temperaturen Grundvoraussetzung ist für ein stabiles Klima ist.

Der Nachweis von „Erde 2“ rückt scheinbar näher.

Doch es heisst abwarten. Was einige Menschen scheinbar nicht wirklich können, da diese solche spannenden Entdeckungen der Astronomie gerne mit 2012 und einer „Wende“ vermengen.

Das kenne ich (und sicher viele Kollegen mit mir) zum Beispielk auch aus den Jahren 1995 und 1996 aus den Medien. Bei der Entdeckung des Asteroiden „ALH 84001“ in der Antartis, der auf frühers Leben auf dem Mars hinweisen soll, und des ersten Exoplanten bei „Pegasus 51“ gab einen „Space-Boom“.

Die Medienmeldungen überschlugen sich – der Mars und Aliens wurden „hipp“. „Der Spiegel“ (Nr. 45/1995) etwa nahm gleich einen UFO-Kongress in Deutschland und Roswell mit in seine Berichterstattung auf. „FOCUS“ (Nr. 33/1996) war da sachlicher in ihren Artikel bzg. des Mars-Asteroiden.

Natürlich habe auch ich selber darüber geschrieben. Etwa in meinem Buch „Götter der Sterne“ 1997 oder in dem damaligen Mystery-Fachmagazin „Unknown Reality„, das mein Freund und Mystery-Kollege Mario Ringmann herausgegeben hat.

„Der Spiegel“ (Nr. 34/1996) brachte damasls sogar indirekt bei ihrem Bericht „Apfel vom Mars“ zum Thema Mars-Leben die Prä-Astronautik ins Spiel. So schrieb „Der Spiegel“ damals unter anderem:


„Im 6. Kapitel des Buches Genesis, der Schöpfungsgeschichte, ist von ,Gottessöhnen’ die Rede, ,die mit den Menschentöchtern verkehrten’ – nach Ansicht der Bibedeuter sind mit den Gottessöhnen Abgesandte aus einer anderen Welt gemeint.“

…und auch nach meiner Meinung, wie ich 2013 in meinem kommenden Buch darzulegen versuche…


Die Suche nach der „Erde 2“ dauert aber noch an. Vor allem, weil eine Art „Zwilling“ unseres schönen Planeten noch nicht in den unendlichen Weiten des Alls gefunden wurde. Damit sollte man die Suche nach dieser nicht mit dem Mythos 2012 verbinden.

Ewa und ich schrieben schon in unserem Buch „Die Akte 2012 – Wahn und Wirklichkeit“ zu diesem Thema:


Es spricht also (leider) bis heute nichts für die Rückkehr der Außerirdischen der Vergangenheit oder irgendwelcher UFO-Aliens im Jahre 2012. Kein angeblicher Hinweis auf ein derart epochales Ereignis für die gesamte Menschheit hält einer genaueren Betrachtung stand.

Das bedeutet aber nicht, dass wir 2012 nicht zum Thema „Aliens“ etwas erreichen werden. Vielleicht finden wir die ersehnte Erde II im Universum. Zum Beispiel durch die hervorragende NASA-Mission mit dem Weltraumteleskop „Kepler“, die am 7. März 2009 gestartet wurde. Aufgabe des 600-Millionen-US-Dollar-Projektes ist allein die Suche nach anderen Planeten im Universum. Dabei konzentrieren sich die Forscher der NASA auf über 100000 Sterne im Sternbild des Schwans und vor allem auf den Nachweis einer bewohnbareren Erde II im All. Einem Planeten wie die Erde, auf dem wir leben könnten. Am 4. Januar 2010 meldeten indes William Borucki vom „Ames Research Center“, der verantwortliche Wissenschaftler der NASA-Mission, bei einer Konferenz der „American Astronmical Society“ den Nachweis der ersten fünf Exoplanten (Gasriesen) durch „Kepler“.

Es ist auch denkbar, dass das Projekt SETI („Search for Extraterrestrial Intelligence“) den Beweis für intelligente Außerirdische 2012 liefert. Seit der Astronom Professor Frank Drake 1960 mit „Project Ozma“ SETI ins Leben rief, suchen Radioastronomen emsig nach intelligenten Radiosignalen aus dem All, die von außerirdischen Völkern stammen. Tausende bis sogar Millionen außerirdische Zivilisationen soll es nach unterschiedlichen Berechnungen der Astronomen allein in unserer Milchstraße geben. Fündig wurden sie bisher nicht. Leider. Werden sie es 2012? Ist das die „Wende“?

Oder wissen die Aliens schon lange durch die Aussendung von Radiostrahlen von der Erde, dass wir existieren? Kommen sie plötzlich zur Erde und lösen den unvermeintlichen Schock aus, wie es der berühmte Physiker Professor Michio Kaku zum Beispiel öfter mutmaßte. Denn Kritiker sagen, wir sollten lieber keine Radiosignale in das All senden – wir wissen nicht, ob die Außerirdischen friedlich sind! Oder hat Erich von Däniken ebenso recht, wenn er von einem „Götterschock“ in seinem gleichnamigen Buch spricht? Auch wir sind überzeugt, dass die Ankunft der Aliens oder deren Nachweis einen Schock auslösen würde. Ganz gleich, dass einige Skeptiker das nicht wahrhaben wollen.

Auch diese Überlegungen über den Beweis von ET 2012 ist Spekulation ohne Fakten. Auch wenn der Beweis kommen wird. Doch mit den Maya und dem „Jahr der Wende“ haben diese Ideen natürlich auch nichts zu tun. Wir haben keine Ahnung, wann Erde II nachgewiesen wird und ebenso wenig wissen wir oder jemand anders, wann und ob SETI den Beweis für intelligente Außerirische liefert.

Wir sollten also 2012 nicht auf irgendwelche „Götter“ oder Außerirdische warten. Die Faktenlage lässt solche Erwartungen leider nicht zu.

Links:

Zum Thema:

Es muss nicht alles so sein, es kann auch ganz anders sein. Manche Rätsel sind Scheinrätsel, manche werden zu welchen gemacht, manche aber widerstehen ziemlich hartnäckig allzu glatten Erklärungsversuchen.
(Walter-Jörg Langbein, 1993 in „Die großen Rätsel der letzten 2500 Jahre“)
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Der „Baumring-Krater“: Verblüffendes Foto vom Mars verrät die Vergangenheit – und könnte bei der Suche nach Leben helfen (+ Videos)

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Der "Baumringe-Krater": Verblüffendes Foto vom Mars verrät die Vergangenheit (Bild: ESA/Roscosmos/CaSSIS, CC BY-SA 3.0 IGO)
Der „Baumring-Krater“: Verblüffendes Foto vom Mars verrät die Vergangenheit (Bild:
ESA/Roscosmos/CaSSIS, CC BY-SA 3.0 IGO)

Auf unserem Nachbarplaneten Mars hat eine Raumsonde einen Krater fotografiert, dessen Aussehen die beteiligten ESA-Forscher treffend mit „Baumringen“ vergleichen. Ein beeindruckendes Foto. Und es verrät den Mars-Forschern weit mehr, als es auf den ersten Blick den Anschein hat. Auch zu Frage nach Leben auf dem Mars.


Invasion zum Mars

Seit Jahrhunderten steht unser Nachbarplanet Mars unter neugieriger Beobachtung der Erdlinge. Vielfach mit dem Hauptaugenmerk, wo dort die Marsianer sind, was sie tun und wie sie wohl aussehen mögen. Dieses zivilisierte Mars-Leben ist dank moderner Forschung längst vom Tisch. Niemand glaubt mehr wirklich daran, dass dort eine Mars-Zivilisation bis heute existiert. Wohl aber könnte es dennoch Leben auf dem Mars geben. Sogar noch heute.

Dieses Leben bestünde, sofern es nicht bereits vergangen ist, aus Mikroorganismen. Kleinstlebewesen, die in geeigneten Nischen auf dem Roten Planten bis heute überlebt haben könnten. Etwa in Kratern oder unter der staubigen Oberfläche. Vielleicht entstand sogar auf dem Mars das Leben früher als auf unserer Erde. Von dort könnte es theoretisch durch Mars-Meteoriten zu uns gekommen sein. Ausschließen kann diese von einigen Forschern diskutierte These niemand (s. a. 2. Video unten).

Doch obwohl seit Jahrzehnten die Menschheit unzählige Raumfahrzeuge, Roboter, Rover-Fahrzeuge und Landegeräte zum Mars schickt, ist die Frage nach dortigen Leben noch immer nicht geklärt. Eine regelrechte Invasion zum Mars ist seit Jahren im Gange. In den kommenden Jahren wird sich die Frage nach Mars-Leben nach Jahrhunderten der Suche wahrscheinlich auch klären.

Was die neugierigen Wissenschaftler aber erreicht haben, sind unzählige Einblicke in die Welt des Mars. In seine Frühzeit, seine Geologie, seine Atmosphäre und seine Entwicklung. Immerhin, so wird heute praktisch von allen Planetenforschern angenommen, war der Mars vor Milliarden Jahren eine Welt, die der Erde nicht unähnlich war. Mit Flüssen und Ozeanen und einem weit milderen Klima. Noch heute verrät die Geologie dieser Welt den Forschern viel aus dieser lange zurück liegenden Zeit. Zugleich erfahren wir aus ihr aber auch, was aktuell dort los ist. Unter anderem, dass auf unserem Nachbarn offenbar noch immer Wasser existiert. Unter gewissen Voraussetzungen auch flüssiges Wasser.

Ein Mars-Krater wie „Baumringe“

Eine dieser geologischen Formationen, von der sich Astronomen Erkenntnisse über den Mars erhoffen, ist ein ganz besonderer Meteoritenkrater auf seiner Oberfläche. Die europäische Weltraumorganisation ESA bezeichnet sein Aussehen als „Baumringe“. Denn seine Strukturen erinnern sogar farblich an die Ringe in einem Baumstamm, wie es das Titelbild hier zeigt (Bild in HD HIER).

Aufgenommen wurde das Foto am 13. Juni 2021 von Bord des Raumfahrzeuges „ExoMars Trace Gas Orbiter“ (TGO) in dem nördlichen Mars-Gebiet „Acidalia Planitia“. TGO ist ein Gemeinschaftsprojekt der ESA und der russischen Roscosmos, das im März 2016 zum Mars geschickt wurde. Und so schreibt die ESA zu dem am 28. Januar veröffentlichten Foto unter anderem:

Dieses Objekt könnte leicht mit einem Baumstumpf mit charakteristischen konzentrischen Ringen verwechselt werden. In Wirklichkeit ist es ein beeindruckender Blick aus der Vogelperspektive auf einen eisreichen Einschlagskrater auf dem Mars. Baumringe liefern Momentaufnahmen des vergangenen Klimas auf der Erde, und obwohl sie auf ganz andere Weise entstanden sind, verraten die Muster in diesem Krater auch Details aus der Geschichte des Roten Planeten.

Das Innere des Kraters ist mit Ablagerungen gefüllt, die wahrscheinlich reich an Wassereis sind. Es wird vermutet, dass diese Ablagerungen zu einem früheren Zeitpunkt in der Geschichte des Mars entstanden sind, als die Neigung der Drehachse des Planeten die Bildung von Wassereisablagerungen in niedrigeren Breitengraden als heute ermöglichte. Genau wie auf der Erde führt die Neigung des Mars zu Jahreszeiten, aber im Gegensatz zur Erde hat sich seine Neigung über lange Zeiträume hinweg dramatisch verändert.

Die deutlich sichtbaren, kreisförmigen Brüche, die den Krater an Baumringe erinnern lassen, sind für die Forscher besonders interessant. Ebenso wie tatsächliche Baumringe für Biologen und Klimaforscher vor Interesse sind.

Leben auf dem Mars

Damit war es auch schon mit den Parallelen.

Diese ringförmigen Spuren in den Ablagerungen des Kraters sind Bruchmuster, die „wahrscheinlich das Ergebnis jahreszeitlicher Temperaturschwankungen“ auf dem Mars sind, so die ESA. „Eine zyklische Ausdehnung und Kontraktion des eisreichen Materials“ innerhalb des Kraters habe diese Risse entstehen lassen. Genau solche Spuren sind es, die all jene Wissenschaftler interessieren, die nach Leben auf dem Mars suchen. Frei nach dem grundsätzlichen Motto: „Wo flüssiges Wasser ist, da ist auch Leben.“

Ob es in diesem „Baumringe-Krater“ Leben gibt, weiß natürlich niemand. Die Aufnahme entstand aus dem Orbit heraus. Kein Rover mit entsprechenden Geräten und Sensoren an Bord befindet sich in diesem Krater. „Die Erforschung der Geschichte des Wassers auf dem Mars und der Frage, ob dies einst Leben ermöglichte, steht im Mittelpunkt der ExoMars-Missionen“, kommentiert auch die ESA dieses Foto. Und weiter:

Die Sonde liefert nicht nur spektakuläre Bilder, sondern auch die bisher beste Bestandsaufnahme der atmosphärischen Gase des Planeten mit besonderem Schwerpunkt auf geologisch und biologisch wichtigen Gasen und kartiert die Oberfläche des Planeten auf wasserreiche Stellen.“

Solche Orte werden im Vorfeld jeder Mars-Missison mittels Satelliten im Orbit ausgekundschaftet. Daraufhin stecken die Forscher und Techniker ihre Köpfe zusammen und wählen einen zukünftigen Landeplatz kommender Missionen aus. Besser gesagt mehrere, da immer auch Ausweichziele bestimmt werden. Ein Plan B oder sogar C erhört die Erfolgschancen entsprechender Landungen und Untersuchungen. Auch der Orbiter der „ExoMars“-Mission, der diese Aufnahme machte, ist nur ein Teil weiterer Erkundungen:

Es wird auch Datenübertragungsdienste für die zweite ExoMars-Mission, bestehend aus dem Rosalind-Franklin-Rover und der Kazachok-Plattform, bereitstellen, wenn diese im Jahr 2023 auf dem Mars eintrifft. Der Rover wird eine Region des Mars erforschen, in der sich vermutlich einst ein alter Ozean befand, und unterirdisch nach Anzeichen von Leben suchen.“

Hoffen wir, dass es bald gefunden wird …

Video-Auswahl zum Thema

Video vom 10. März 2021 auf Mystery Files

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Video vom 11. April 2019 auf Mystery Files

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Video vom 18. Januar 2021 auf Mystery Files

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Video vom 30. März 2019 auf Mystery Files

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