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Vimanas im alten Indien: Fliegende Wagen der Götter am Himmel und im All – der ewige Streit um Außerirdische in Indiens Antike

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Vimanas: fliegende Wagen der Götter im alten Indien - der ewige streit (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Vimanas: fliegende Wagen der Götter im alten Indien – der ewige streit (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Mystery-Forscher und Autoren der Prä-Astronautik durchforsten seit Jahrzehnten alte Texte und Schriften nach scheinbar modernen Inhalten. Vor allem auch nach Göttern des Himmels, die in fliegenden Wagen oder Geräten beschrieben werden. Solche Gefährte heißen in den alten heiligen Büchern Indiens nicht selten Vimana. Fluggeräte von fremden Wesen aus ebenso fremden Welten oder vom Himmel. Aber stimmt es, dass solche Flugwagen der indischen Götter, Helden und Dämonen nur reine Phantasie diverser Autoren sind, wie es Kritiker der Prä-Astronautik immer wieder sagen?


Vimanas im Alten Indien

Biblische und verwandte Texte aus alter Zeit berichten von zahlreichen „Himmelfahrten“ und überliefern derartige „Gotteserfahren“. Es sind Beschreibungen des fliegenden „Thronwagen Gottes“. Kein Wunder also, dass die Autoren der „Ancient Aliens“ sich schon vor 60 und mehr Jahren an biblische Schriften heranwagten, um diese „modern“ zu interpretieren.

Es bietet sich ja an, denn eine Bibel hat eigentlich jeder im Haus und auch die nicht-biblischen Texte sind leicht zu bekommen.

Aber in der modernen Prä-Astronautik sind heute auch die uralten Texte aus Indien nicht mehr wegzudenken. Quasi unter dem Ladentisch kursiert zum Beispiel eine 140-seitige Dokumentation über „Vimana in Ancient India“. Unter dem Ladentisch deshalb, da sie im Selbstverlag in winziger Auflage 1985 im indischen Kalkutta erschienen ist. Darin wird die Bezeichnung „Vimana“ aus den alten Schriften als Fluggeräte von außerirdischen Göttern identifiziert.

Autor dieser Zusammenfassung über diese Vimanas war Professor Dileep Kumar Kanjilal von der Universität Kalkutta. Seines Zeichens ein Kenner der altindischen Schriften des Sanskrit. Er übersetzte alte Texte ins moderne Englisch und beim Studium seiner Arbeit scheint es eigentlich keinen Zweifel mehr zu geben: „Die alten Götter Indiens flogen in Raumschiffen herum! Die Vimanas waren Fluggeräte von Außerirdischen!“

Kritiker spotten, wenn sie diese Arbeit überhaupt kennen, bis heute über den Inhalt dieser Broschüre. „Pure Phantasie“ schreien diese und sprechen Professor Kanjilal jegliche Qualifikation ab. Mehr noch, im Internet heißt es unter Skeptikern seit Jahren, dass diese Übersetzungen nur Erfindungen wären. Und zwar auf Wunsch von keinem geringeren als Erich von Däniken selber.

Skeptiker

So schrieb bereits vor mehr als 10 Jahren ein Skeptiker (den ich hier nicht namentlich nennen werde) in seinem Internetforum sogar folgendes:

Dieser Inder, der gute Kanjilal, hat für Erich von Däniken eine Wunschübersetzung angefertigt. Das hat Däniken (…) einem anderen Prä-Astronautik-Autor gestanden. Er hat ihm einfach mit einem mehrfachen Jahresgehalt vor der Nase rumgewedelt, darauf ist er eingeknickt.“

Beweise für diese Unterstellung gab es von Seiten des Kritikers damals nicht.

Was aber ist denn nun ein Vimana, das viele Prä-Astronautik-Autoren als Raumfahrtzeug oder Luftfahrzeug von Außerirdischen betrachten? Ein einschlägiges Sanskrit-Lexikon von 1999 unter dem Stichwort „Vimāna“ verrät es. Demnach ist es ein…

Fahrzeug der Götter, welches sich von selbst bewegen kann; ein Luftwagen; Tempel, Thron; Maß, Proportion; eine Person, die allen Stolz und Egoismus aufgegeben hat und zum Himmel aufsteigt.“

Tatsächlich sollten hier Grenzwissenschaftler aufhorchen. Götterfahrzeuge sind ja für für viele Mystery-Jäger Fahrzeuge von Außerirdischen. Und auch heute noch heißen Flugzeuge in Indien zum Teil „Vimana“. Ebenso Tempel oder Teile der Tempel, wie etwa die Spitze. Pauschal gibt es demnach nicht das oder die eine Vimana. Und Professor Kanjilal übersetzte in seiner „modernen Interpretation“ von 1985 Vimana schlicht mit „Raumschiff“.

Doch auch abseits von „vorbelasteter Literatur“ sind diese indischen Flugwagen der Götter aufzuspüren. Und dies nicht zu knapp.

Ein leuchtender Himmelswagen

Im Jahre 1824 veröffentlichte Professor Franz Bopp seine Arbeit „Ardschuna’s Reise zu Indra’s Himmel nebst drei anderen Episoden des Mahâ-Bhârata“ über die Reise des in Indien legendären Helden Ardschuna in den Himmel. Der Text stammt aus dem berühmten, Jahrtausende alten Nationalepos Mahabharata.

Es handelt sich dabei um genau jenem Text, der auch angeblich das bereits HIER analysierte „Atombomben-Zitat“ enthält. Also Aussagen, die auf den Einsatz von Atombomben vor tausenden von Jahren hindeuten sollen.

Wir lesen bei Bopp Erstaunliches. So erfahren wir, dass der Held Ardschuna sich eines Tages wünschte, dass ein „Wagen“ (Vimana) kommen solle, was er daraufhin auch mit viel Tamtam tat:

Und mit Matali (der göttliche „Pilot“, Anm. LAF) kam plötzlich im Lichtglanze der Wagen an, Finsternis aus der Luft scheuchend, und erleuchtend die Wolken all, Die Weltgegenden anfüllend mit Getöse, dem Donner gleich. Der falben Rosse zehn tausend zogen mit Windeseile ihn. Himmlisch Zaubergebild war es, ein augenraubendes fürwahr. (…)

Auf dem Wagen sodann stieg er (Ardschuna, Anm. LAF), glänzend so wie des Tages Herr. Mit dem Zaubergebild führ er, dem Sonn’-ähnlichen Wagen nun, Dem himmlischen, empor freudig, der weise Spross aus Kuru’s Stamm.“ (nach Bobb, S. 1-3)

Mit diesem fliegenden Wagen nun stieg der tapfere Krieger Ardschuna in den Himmel auf. Dort sollte er den Gott Indra treffen. Und es wird richtig spannend:

Als er nun dem Bezirk nahte, der unsichtbar den Sterblichen, Erdewandelnden, sah Wagen, wunderschön’ er zu Tausenden. Dort scheint Sonne nicht, Mond nicht, dorten glänzet das Feuer nicht, Sondern in eigenem Glanz leuchtet allda, durch edler Thaten Kraft, Was in Sternengestalt unten auf der Erde gesehen wird, Ob großer Ferne gleich Lampen, obwohl es große Körper sind.“

Der biblische Abraham lässt grüßen – wie HIER dargelegt …

Mit einem Vimana zu den Sternen

Es heißt folglich, dass der mutige Held mit einem göttlichen, fliegen Wagen in den Himmel fuhr. Dort erreichte er einen für die Menschen der Erde („Erdenwandlern“) unsichtbaren Bereich. Wie bei Abraham heißt es auch hier, dass es dort kein Feuer gibt. Dunkel scheint es auch zu sein. Aber phantastisch – und wie wir heute wissen richtig – klingt die Aussage, dass Sterne, die von der Erde aus wie „Lampen“ erscheinen, in Wahrheit „große Körper“ sind, die von selber leuchten.

Professor Bobb hat diese Texte aus dem Sanskrit selber übersetzt. Kritiker sagen auch hier, der Herr Professor hat 1824 phantasiert. Nun, auch wenn es vor bald 200 Jahren keinen Erich von Däniken gab, lohnt sich ein Blick in andere Übersetzungen.

Meine fast 5000 Seiten lange englische Übersetzung „The Mahabharata of Krishna-Dwaipayana Vyasa“ von 1883 bis 1896 des Mahabharata von Kisari Mohan Ganguli verrät nach emsigen suchen, wo der Text steht. Er findet sich im dritten Buch, dem Vana Parva, Teil 42, (Indralokagamana Parva). Und vor allem: er stimmt! Sehr kleine Unterschiede der Übersetzungen von Bobb aus dem Original ins Deutsche und von Ganguli ins Englische, sind wie zu erwarten zu finden.

Die fliegenden Vimama-Himmelswagen („celestial car”), das Getöse, die Reise in den Himmel, den man von der Erde nicht sieht, die tausende von Himmelswagen dort und die Aussage über die Beschaffenheit der Sterne sind jedoch vorhanden. Phantasiert hat demnach Bobb vor 100 Jahren nicht!

„Die Wirklichkeit der Götter“

Der Autor Lutz Gentes hat seit 1977 bisher vier spannende Analysen und Interpretationen altindischer Berichte über Flugwagen und ganzen Schlachten am Himmel vorgelegt. Damals erschien eine erste Arbeit mit dem Titel „Zur Frage der Tatsachlichkeit von Kontakten zu Außerirdischen in Altertum und Vorzeit“ als Sonderband der UFO-Forschungsorganisation MUFON.

Eine neue, umfassende Analyse soll folgen, wie ich bereits vor Jahren von ihm erfuhr. Vor allem ist er sicher, dass es ganze Schlachten und Städte im oder am Himmel (Raumstationen?!) gab. Die Schriften der alten Inder sind voll damit und immer wieder reisten Helden in diese Himmelstädte. „Himmlische und großartige Hallen“ im Himmel, die „mit dem Glanz von Feuer“ erbaut waren, oder eine goldene „Stadt in der Luft“ mit Namen Hiranyapura (= „Stadt aus Gold“) überliefern die alten Inder, so Gentes.

Als Autor des Phantastischen legte er beispielsweise auch 1995 seine Arbeit „Der Krieg gegen Dwârakâ: Beschreibung eines Luftangriffs im altindischen Mahâbhârata und Bhâgavata-Purâna“ (Scientific Ancient Skies, Band 2, 1995) vor. Fand damit aber wohl aufgrund mangelnder Reichweite weniger Beachtung. Das änderte sich erst ein Jahr später mit seinem ersten Buch „Die Wirklichkeit der Götter“, in dem er sehr detailliert Flugwagen, Raumstationen und Luftschlachten aus den indischen Texten analysiert. Hier war der Untertitel des Buches Programm: „Raumfahrt im frühe Indien“.

Rund 15 Jahre nach seinem Buch „Die Wirklichkeit der Götter“ von 1996, entdeckten auch Kritiker das umfangreiche Werk. Und so kam schon Ende 2009 im Internet eine Diskussion um genau diese Arbeit auf. Eine Diskussion, in der sich zwei Monate lang hitzig Pro und Kontra ablöste. Um nicht zu sagen: eine explosive Debatte.

„Unhaltbarer Blödsinn“?

Man dürfe den Laien Gentes nicht ernst nehmen, er hat keine Kompetenz und hat sich alles aus den Fingern gesogen und fälsche mit Absicht, waren noch nette Bezeichnungen der Skeptiker. Der „Rädelführer“ unter den Skeptikern gab jedoch in dem damaligen Internetforum „Rätsel der Vergangenheit“ bereits früh zu:

Aber ich muss zugeben, dass ich das Gentes-Buch nicht gelesen habe und auch nicht vorhab, dies zu tun.“

Aha? Alle modernen Deutungen erkenne dieser Kritiker (auch ohne sie gelesen zu haben) direkt als „unter aller Sau“, „völlig bekloppte Versfälschungen“, „unhaltbarer Blödsinn“ und „abstrus“.

Der eifrigste Skeptiker brüstete sich sogar, dass Gentes schon mit „krimineller Dreistigkeit“ „völlig bekloppte Verfälschungen“ veröffentlicht habe. „Wenn ich mit Lutz Gentes fertig bin“, tönte ein Kritiker, „ist er so erledigt, wie man nur sein kann“. Und ein Vertreter der Pro-Seite sei nichts weiter als „aufgeblasener Dummschwätzer“.

Es dauerte nicht lange, und die Befürworter der Prä-Astronautik und der Skeptiker-Rädelsführer drifteten in ihren „Diskussionen“ in die Fäkalsprache ab. Natürlich wurde auch mit dem Staatsanwalt gedroht und nach rechtlichen Konsequenzen wurde gerufen. Beide Seiten warfen der anderen Seite Lug, Täuschung und Betrug vor. Forderungen wurden laut, einen Pro-Vertreter wegen „unzumutbaren Schwachsinn“ aus dem Forum zu werfen was mit einem „Penner“ beantwortet wurde …

Wurde das Thema von dem selbsternannten Experten der Kontra-Seite nun widerlegt? Gab es keine „fliegenden Wagen“ und Schlachten am Himmel im Mahabharata? Ein klares Nein. Nichts wurde entschieden und man trennte sich in Zorn und Feindschaft. „Blutige Nasen“ hätten sie sich geholt, so der Betreiber des Forums auf meine Nachfragen. Das einzige, wohin diese „Debatte“ damals führte, war die Eskalation!

Aber auch das zweitgrößte Epos Indiens, das Rāmayana (viertes Jahrhundert vor Christus), ist voll von Flugwagen der Götter. Der Text des Epos enthält zahlreiche Schilderungen von Schlachten und „fliegenden Wagen“. Eben den Vimanas.

Noch mehr Vimanas

So schildert das Buch etwa die Entführung der schönen Sita, was zahlreiche Kämpfe nach sich zog. In Kapitel 49 (drittes Buch, Aranya Kanda) heißt es, dass der Dämon Ravana mit einem Fluggerät die sanftmütige Sita in den Himmel verschleppte. Als er sie packte, „erschien augenblicklich Ravanas großer Wagen“ und er bestieg den von „schreienden Maultieren“ gezogenen Wagen. „Hoch mit ihr in die Luft“ ging die Reise, während Sita wie wild gegen ihren Entführer kämpfte.

Rāma wollte Sita unbedingt zurück und erfuhr von Kabandha, wie er das schaffen könne. Doch wie genau er ihm dies mitteilte, liest sich spannend:

Und dieser schöne Dämon (Kabandha, Anm. LAF) (…) stieg in die Luft, sitzend auf einem glänzenden Wagen, den Schwäne zogen, und mit seinem Glanz erleuchtete er die zehn Regionen. Am Himmel stehend sprach er zu Rama: (…)“ (drittes Buch, Aranya Kanda, Kapitel 72)

Das müssen sonderbare „Schwäne“ gewesen sein…

Auch in anderen Teilen des Buches wird beschrieben, wie Götter und Dämonen umherfliegen konnten. „Schnell wie Garuda flog er (Hanuman, Anm. LAF) hinweg über das Meer und bahnte sich seinen Weg durch die wolkengefüllte Luft“, heißt es in Kapitel 1 des fünften Buches (Sundara Kana) zum Beispiel. „Durchs Firmament“ soll er geflogen sein und dabei die Wolken wie der Wind zerstreut haben. Denn so ein göttlicher Flugwagen war…

ein unvergleichliches Meisterwerk, denn er vermochte durch den Himmel zu fliegen wie ein Leuchtfeuer im Kreis der Sonne, und strahlte unbeschreiblich“. (fünftes Buch, Sundara Kana, Kapitel 8)

„Fliegende Wagen der Götter“

„Die fliegenden Wagen der Götter“ (Kapitel 8) waren zahlreich im Alten Indien. Ravana, Besitzer des Flugwagens, konnte ihn allein durch die Kraft seiner Gedanken steuern. So sei er in der Lage gewesen, „schnell wie der Wind“ überall hinzukommen, wohin er wollte. Folgende Worte preisen diese Technologie der Götter:

Den Himmel vermochte er zu durchqueren, und er enthielt viele Kammern und unzählige seelenentzückende Kunstwerke. Fleckenlos wie der Herbstmond glich der Wagen einem Berg mit prächtigen Gipfeln.“ (fünftes Buch, Sundara Kana, Kapitel 8)

Bei Tag und Nacht konnte das Luftfahrzeug fliegen. Und es hatte auch einen Namen: „fliegender Wagen Pushpaka“, eben „Pushpakavimana“. „Das Luftfahrzeug Pushpaka“, wie es das Sanskrit-Wörterbuch von Dr. Martin Mittwede sagt. Und ein Pushpaka ist auch ein „fliegender Palast“. Rāma, der Held des Rāmayana, „flog nach gewonnenem Kampf damit zurück in sein Königreich“.

Und Pushpaka waren wirklich Flugwagen, wenn uns die Texte des Rāmayana nicht belügen:

„(sie) begaben sich zum Pushpakawagen und bestiegen ihn. Und die Dämoninnen nahmen diesen fliegenden Wagen und flogen auf Ravans Befehl zu Sita in den Ashokahain“. (sechstes Buch, Yuddha Kanda, Kapitel 47)

An anderer Stelle, so könnte man es interpretieren, fliegt ein solcher Vimana auch durch das All. Es heißt:

Unermüdlich durchtauchte Hanuman diesen Raum, den Sonne und Sterne schmückten, und überflog den König der Planeten. (…) Durch den Himmelsraum wurde er getragen, dieser Sohn des Windes, und er zerteilte beständig die Wolkengruppen und segelte fort und fort, wobei er lautes, donnergleiches Gebrüll ausstieß (…)“ (fünftes Buch, Sundara Kana, Kapitel 57)

Waren die oft genannten Vimanas Indiens nur Phantasie der alten Schreiber? Demnach nur von Prä-Astronautik-Forschern und -Autoren falsch gedeutet und interpretiert? Wenn nicht: wer flog vor Jahrtausenden durch den Himmel; wer waren diese „Götter“ und „Dämonen“ in den Flugwagen?

Götterwagen vs. Phantasie

Das Ramayana besteht aus 24.000 Doppelversen und wurde zum Beispiel von Claudia Schmölders (teilweise) ins Deutsche übersetzt. „Auf eine Eindeutschung der Schreibweise wurde verzichtet“, bemerkte sie explizit zu ihrer Arbeit. Ebenso, dass sie der anerkannten Übersetzung „The Ramayana of Valmiki“ (3 Bände, London 1953 bis 1959) von Hari Prasad Shastri folgte.

Kommt und kam es den Übersetzern der alten Schriften Indiens nicht seltsam vor, dass dort die Götter in fliegenden und leuchtenden Wagen durch den Himmel reisten? Denn einfach und pauschal zu behaupten, dass ein Vimana in den alten indischen Büchern nichts mit fliegenden Fahrzeugen von Himmelswesen zu tun hat, ist offensichtlich nicht weit genug geblickt. Es lassen sich zweifellos solche Fluggeräte darin finden, die sogar außerhalb der Erde operiert haben sollen.

Die alles entschiedene Frage ist hier die, was daran einst eine physische Realität war. Eine immer wiederkehrende Frage in der gesamten Prä-Astronautik, die ohne handfeste Beweise weiterhin ohne Antwort bleiben wird.

Hierbei ist im Fall der indischen Vimanas besonders interessant, dass es angeblich so was wie „technische Rekonstruktionen“ dieser Fluggeräte gibt. Sie kursieren schon viele Jahrzehnte und sind online immer wieder zu finden. Ein Dr. Shivkar Bapuji Talpade aus Bombay soll sogar schon 1895 nach Anweisungen eines Pandit Subbaraya Shastry ein flugfähiges Gerät dieser Art nachgebaut haben.

Hierzu veröffentlichte das „Indian Institute of Science“ bereits  1974 die Untersuchung „A critical study of the work ‚Vymanika Shastra'“. Darin kommen die Autoren zu dem Ergebnis, dass die kursierenden „Rekonstruktionen“ (angeblich von 1904) nicht in der Lage waren zu fliegen. Auch die genauen Textquellen dieser „Rekonstruktionen“ seien unauffindbar.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Hinweise in alten Texten: Gab es schon vor Jahrtausenden Atombomben-Explosionen in Indien? +++Artikel+++

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Hinweise in Alten Texten: Gab es schon vor Jahrtausenden Atombomben-Explosionen im Alten Indien? (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Hinweise in Alten Texten: Gab es schon vor Jahrtausenden Atombomben-Explosionen im Alten Indien? (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Haben Außerirdische, die Astronautengötter der Vorzeit, vor Jahrtausenden auf unserem Planeten Kriege geführt? Die Mythologien der unterschiedlichsten Völker sagen zumindest eindeutig, dass die „Götter“ es taten. Auseinandersetzungen, Kriege und Kämpfe waren in der „glückseligen Welt“ der Götter scheinbar an der Tagesordnung, wie es die weltweiten Überlieferungen erzählen. Aber haben diese  Himmelswesen dabei auch mit modernen Waffen ihre Schlachten ausgefochten? Nutzten die mutmaßlichen Ancient Aliens Atombomben auf unserem Planeten? Ein Text aus den alten Schriften Indiens scheint das nahezulegen.  Was sich hinter diesem „Atombomben-Zitat“ aus den heiligen Büchern des alten Indien verbirgt, berichte ich in diesem Artikel.


Atombomben und Kriege der Astronautengötter

„Götter sind auch nur Menschen“, pflege ich gerne zu sagen. Warum?

Weil wir in den Mythologien der Erde ein Flut von Überlieferungen haben, die die vermeintlichen „Götter“ als überaus menschlich zeigen. Da gibt es Intrigen, Kriege, Mord, Zwietracht und Verrat sowie ganze (Sex-)Rebellionen der Götterwesen gegen ihren Höchsten. Letzteres finden wir in der jüdischen Mythologie, dem Christentum und sogar weltweit überliefert.

Von Amerika bis nach Asien beweisen die Überlieferungen der Völker, dass deren Götterwelt alles andere als das viel gepriesene „Himmlische Reich des Friedens“ war. Das sind zuerst einmal Fakten.

Angebliche Mythen-Kenner sagen, das alles sei eigentlich auch kein Wunder: Die Menschen haben zu allen Zeiten in allen Teilen der Welt ihre irdische Gesellschaft auf bzw. in den Himmel projiziert. Zornige Götterwesen, die sich bekämpfen etc., haben ihren Ursprung ganz einfach im menschlichen Geist. Damit wären klar: alles Phantasie unserer Ahnen. Keine Realität.

Anhänger der Prä-Astronautik schmunzeln über derartige Erklärungen. Sie sind nicht bereit, Götter-Mythen als pure Erfindungen anzusehen. „Die Götter waren Astronauten!“, titelt denn auch Erich von Däniken in einem Buch.

Haben Außerirdische auf dem Mars einen Atomkrieg geführt? (Bilder: NASA & gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Haben Außerirdische auf dem Mars einen Atomkrieg geführt? (Bilder: NASA & gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Wenn es Kriege der Götter gab, so fragt man sich denn auch, was für Waffen diese eingesetzt haben mögen. Und so kommt man schnell nach Indien und deren umfangreichen Mythenschatz. Deren uralte Texte berichten (wie viele andere auch) von Kriegen am Himmel zwischen Göttern oder auch Dämonen. Selbst mit modernen Waffen, feurigen Geschossen und sogar „Laserstrahlen“ soll hier vor Jahrtausenden gekämpft worden sein.

Im Rahmen der Ancient Aliens-Idee werden diese Schriften aus dem fernen Indien immer wieder ins „moderne Licht“ gerückt. Was geschah hier vor Jahrtausenden am Himmel? Und…gibt es Hinweise auf Atomwaffen, die sich in diesen indischen Texten finden lassen? Atombomben in ferner Vergangenheit?

Atomkrieg in der Steinzeit?

So beispielsweise las ich in einem Prä-Astronautik-Buch von 2007:

An der Tatsache, dass im Mahabharata die Explosion einer Atombombe detailliert beschrieben wird, ist nach menschlichen Maßstäben nicht mehr zu rütteln.“

Stimmt das so?

Seit Jahrzehnten kursiert ein scheinbar sensationeller Bericht aus Indien in der Literatur der Grenzwissenschaft, der nur staunen lässt! Lesen wir diese alte Überlieferung, so kann es eigentlich keinerlei Zweifel darüber geben, dass vor unbekannten Zeiten einmal Wesen aus dem Himmel atomare Waffen benutzt haben.

Ich selber zitierte schon in meinem ersten Buch 1996 diese indische Überlieferung mit den Worten:

„Das Feuer dieser Waffe (der Götter, LAF) zerstörte die Städte, indem es ein Licht verbreitete, das heller war als hun­derttausend Sonnen.

Dann erhob sich ein Wind, und das Feuer der furchtbaren Waffe verbrannte die Elefanten, die Sol­daten, die Kampfwagen und die Pferde ohne dass man es sehen konnte, denn es war unsichtbar. Die­ses Feuer bewirkte es auch, dass den Menschen die Haare und die Nä­gel an den Händen und Füßen ausfielen. Es bleichte das Gefieder der Vögel, färbte ihre ver­krampften Krallen rot.

Um diesen Feuer zu entfliehen, warfen sich die Soldaten in die Flüsse, um sich selbst darin zu wa­schen und alles, was sie berüh­ren mussten.“ (nach Robert Charroux)

VIDEO: “Die Wahrheit über Aliens”: Was passieren kann, wenn man die Astronautengötter vor lauter Alien-Beweisen nicht mehr sieht (Bildmontage: L. A. Fischinger)
VIDEO: “Die Wahrheit über Aliens”: Was passieren kann, wenn man die Astronautengötter vor lauter Alien-Beweisen nicht mehr sieht (Bildmontage: Fischinger-Online)

Ein erstaunlicher und rätselhafter Text aus den alten indischen Schriften. Zugleich aber auch dahingehend sehr sonderbar, da es seit Jahrzehnten offenkundig unterschiedliche Versionen dieses angeblichen Textes gibt. Fast alle Veröffentlichungen, die sich in den vergangenen 60 Jahren mit dem Thema Astronautengötter & Co. befassen, scheinen andere „Variationen“ dieser Überlieferungen zu haben. Auch wenn es ein oder derselbe Autor ist.

Atomar verstrahlt – vor Jahrtausenden?

`Zum Beispiel zitierte bereits der Bestsellerautor Charles Berlitz 1973 in seinem Buch „Geheimnisse versunkener Welten“ diesen Bericht mit den Worten:

„…einem einzigen Geschoss, das die Kraft des Universums in sich trug. Eine weißglühende Säule aus Rauch und Flammen, heller als zehntausend Sonnen, erhob sich in all ihrem Glanz … Es war eine unbekannte Waffe, ein eiserner Donnerkeil, ein gigantischer Todesbringer, der das ganze Volk der Vrischnis und der Andhakas zu Asche verbrannte … Die Körper waren so verbrannt, dass sie unkenntlich waren. Ihre Haare und Nägel fielen aus. Tongefäße zerbrachen ohne ersichtlichen Grund, und die Vögel waren weiß geworden. Nach ein paar Stunden waren alle Nahrungsmittel vergiftet.

Um diesem Feuer zu entgehen, warfen sich die Soldaten in die Flüsse und versuchten, sich und ihre Ausrüstung abzuwaschen …

Die 2003 verstorbene Mystery-Autor-Legende Berlitz gab 1973 in seinem weniger bekannten Buch an, er habe diese Überlieferungen im Mahābhārata und dem Ramanyana gefunden. Uralte indische Texte mit enormem Umfang.

So umfasst der indische Sanskrittext Mahābhārata etwa 106.000 Verse, die in 18 Büchern gegliedert sind. Meine englische Gesamtausgabe aus dem 19. Jahrhundert ist zum Beispiel fast 5.000 Textseiten lang. Vor allem in der Prä-Astronautik sorgen diese spannenden Texte für hitzige Diskussionen. Denn darin werden auch „fliegende Wagen“ der Götter beschrieben, die „Vimāna“ (Vimana) heißen.

Der Siegeszug der Kernwaffen der Vorzeit

Umfangreich hat der französische Kultautor Robert Charroux in seinem Buch „Phantastische Vergangenheit“ schon 1966 über „Atomkriege im alten Indien“ geschrieben. Jedoch eher von der Öffentlichkeit unbemerkt.

VIDEO & ARTIKEL: Ein Rentner spricht 1969 im britischen TV auf “Venusianisch” – und beherrscht dazu noch 16 weitere Alien-Sprachen (Bild: gemeinfrei/NASA/JPL / YouTube-Screenshot)
VIDEO & ARTIKEL: Ein Rentner spricht 1969 im TV auf “Venusianisch” – und beherrscht dazu noch 16 weitere Alien-Sprachen (Bild: gemeinfrei/NASA/JPL / YouTube-Screenshot)

Von Charroux fand das Kernwaffen-Thema kurz danach Einzug in Erich von Däniken seinem Weltbestseller „Erinnerungen an die Zukunft“ von 1968. Durch dieses weltweit erfolgreiche Buch über die Götter aus dem Weltall begann der Weg des Themas/Zitates in die phantastische Literatur über die Ancient Astronauts.

Der Franzose Charroux gibt wie meistens in seinen Büchern keine Quelle an, wo er den weiter oben zitierten Text in den altindischen Schriften gefunden haben will. Er spekulierte dazu allerdings 1966, dass die Texte „sich auf einen Atomkrieg beziehen, der sich 10.000 oder 20.000 Jahre früher abgespielt hat“. Einen Krieg, in dem Außerirdische gegen Menschen kämpften.

Letztlich hat US-Bestsellerautor Zecharia Sitchin den „Kriegen der Menschen und der Götter“ 1985 ein sehr umfangreiches Buch gewidmet. Auch Sitchin ist darin von atomaren Vernichtungen und Kriegen vor Jahrtausenden überzeugt. Seiner Meinung nach durch die Aliens mit Namen Anunnaki seines Planeten Nibiru …

UFOs von der Venus und die Kräfte des Kosmos

Die älteste Quelle der „Atombomben-Überlieferung“ stammt von George Adamski und seinem Co-Autoren Desmond Leslie aus dem Jahr 1953. Zumindest die älteste Quelle in der Mystery-Literatur, in denen der Text ziert wird, die mir bekannt ist. Adamski gehörte damals zu den sogenannten „Kontaktlern“ im Bereich der UFO-Szene. Das waren Menschen, die vor allem in den 50er, 60er und 70er Jahren behaupteten, dass sie mit den Aliens aus den UFOs in direkten Kontakt stünden.

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Eine sehr spezilelle UFO-Szene, die durchaus noch heute besteht.

Damals, vor nun mehr knapp 65 Jahren, erschien das Buch „Flying Soucers have landed“ von Adamski und Leslie in London. Dieses UFO-Buch wurde vor allem ab 1957 durch die (zweite) deutsche Veröffentlichung „Fliegende Untertassen sind gelandet“ zu einem Klassiker. Bis heute. Leslie nimmt darin zahlreiche Themen der Prä-Astronautik vorweg, die teilweise bis heute noch diskutiert werden.

Adamski wiederum berichtet in diesem Buch über UFOs und deren Piloten von der Venus, mit denen er selber angeblich realen Kontakt habe. Ihr habt richtig gelesen: von der Venus…

Leslie will mit einer Vielzahl von Zitaten beweisen, dass unsere Ahnen bereits über die Kräfte des Kosmos und deren Auswirkungen Kenntnis hatten. Anders als die späteren Autoren nennen Leslie und Adamski jedoch eine Quelle für ihre zahlreichen Zitate aus dem alten Indien.

Es handelt sich um die Übersetzung des Mahābhārata und den immer wieder in der Literatur erwähnten (Unter-)Texten wie „Drona Parva“, „Karna Parva“ usw. von Protap Chandra Roy. Erschienen ist sie 1889 in Kalkutta. Auch Erich von Däniken berief sich Jahrzehnte später (1977 und 2001) unter anderem auf diese englische Übersetzung. Auch Berlitz führt diese im Quellenverzeichnis.

Charroux als einer der Pioniere der Prä-Astronautik fügte seinen Büchern fast nie ein Quellenverzeichnis an. Allerdings erwähnte er in seinem Buch „Phantastische Vergangenheit“ von 1966 in einem vollkommen anderen Zusammenhang beiläufig das besagte Buch von Leslie und Adamski. Der Schluss liegt klar auf der Hand, dass Robert Charroux seine Zitate aus dem ihm offensichtlich bekannten Buch hat.

Alles nur erfunden?

Die beiden „Atombomben-Zitate“ oben kursieren in vielen Büchern zur Grenzwissenschaft.

Jedoch wird oft (wenn überhaupt) eine andere Quelle der „Atombomben-Überlieferung“ angegeben. Den englischen Originaltext hatte dabei praktisch niemand benutzt, sondern es wurde via „Copy & Past“ der Mythos durch die Literatur übernommen. Auch von mir 1996 in einem meiner Bücher, wie oben erwähnt.

Ein Textvergleich mit den englischen Übersetzungen aus dem 19. Jahrhundert belegt allerdings, dass Leslie 1953 tatsächlich richtig aus den alten Texten zitiert hat. Doch der Zusammenhang der Verse wurde dabei in späteren Jahren missachtet, wie ein Blick in in sein Buch zeigt.

70 Jahre UFOs: Am 24. Juni 1947 wurden die Fliegenden Untertassen geboren (Bilder: gemeinfrei)
70 Jahre UFOs: Wie am 24. Juni 1947  die „Fliegenden Untertassen“ geboren wurden (Bilder: gemeinfrei)

Bei einem genaueren Studium der ursprünglichen Übersetzungen von Roy und der Übersetzung von 1883 bis 1896 durch Kisari Mohan Ganguli (die mir vorliegt und die sich praktisch entsprechen) zeigt sich, dass die Aussagen der Zitate oben existieren. Die Aussagen aus den indischen Überlieferungen wurden grundsätzlich nicht einfach erfunden.

Allerdings finden sie diese anderen Zusammenhängen und sogar anderen Büchern des Mahābhārata! Etwa aus den Büchern „Drona Parva“ (Buch XII) und „Mausala Parva“ (Buch XVI).

Atomkrieg der Ancient Aliens

Das bedeutet, dass das Zitat über den Atomkrieg im alten Indien zusammengebaut wurde.

Auch Lutz Gentes, der 1996 eine Mammutarbeit vorlegte, in der er versuchte wissenschaftlich indische Texte modern zu analysieren, kennt keine Atombomben im alten Indien. Er ist auch der einzige Ancient-Aliens-Autor, der in seinem Buch „Die Wirklichkeit der Götter“ möglichst genaue Quellen nennt.

Doch die umfassende Pro-Prä-Astronautik-Analyse von Gentes wurde nur wenig beachtet. Das liegt allerdings nicht zuletzt auch an dem großen Umfang und die Seltenheit des Buches sowie den schwierigen Texten darin. Allerdings merkte Gentes bereits 1995 in einer umfangreichen Analyse der alten Inder-Texte für die „Ancient Astronaut Society“ an:

Die von einigen Paläo-SETI-Autoren (…) aufgestellte Behauptung, im alten Indien seien Kernwaffen eingesetzt worden, hält (…) genauer Nachprüfung nicht stand.

Die alten Texte Indiens haben für die Forschung der Astronautengötter eine Vielzahl an spannenden Versen. Daran besteht kein Zweifel. Aber das legendäre Zitat mit Atombomben existiert in dieser Form – nicht.

Was wusste Dr. Robert Oppenheimer, der Vater der Atombombe?

In diesem Zusammenhang kursiert ein weiteres Gerücht:

Lars A. Fischinger: "Verbotene Geschichte: Die großen Geheimnisse der Menschheit und was die Wissenschaft uns verschwiegen hat"
Mehr zum Thema in: Lars A. Fischinger: „Verbotene Geschichte“

Dr. Julius Robert Oppenheimer, der „Vater der Atombombe“ der USA, sagte zur Explosion der ersten Atombombe 1945 in New Mexiko:

Wenn das Licht von tausend Sonnen am Himmel plötzlich bräche hervor, zu gleicher Zeit – das wäre gleich dem Glanze dieses Herrlichen.“

Zu einem „Erschütterer der Welten“ sei er nun geworden und zitierte dabei uralte indische Schriften. Also, so fragen sich einige, war sich Dr. Oppenheimer bewusst, dass am 16. Juli 1945 lediglich die erste Atombombe der Neuzeit detonierte? Hinweise auf atomare Vernichtungen von Jahrtausenden, die er kannte? Oder doch nur eine „Fake-News“ der Mystery-Literatur?

Nein – Dr. Oppenheimer zitierte 1945 soweit richtig. Eine Suche in den alten Texten der Inder zeigt, dass er aus der „Bhagavad-Gῑtā“ zitiert. Darin heißt es:

Wenn hunderttausende von Sonnen gleichzeitig am Himmel aufstiegen, gliche ihr strahlender Glanz vielleicht dem Glanz der Höchsten Person in jener universalen Form.“ (11,12)

Aber: der Zusammenhang der Schrift zeigt, dass hier nichts von „Götterkriegen“ oder Waffen zu finden ist. Das Zitat von Dr. Oppenheimer hat ursprünglich nichts mit (Atom-)Waffen der Astronautengötter zu tun.

Auch das Gerücht von etwa 2000, dass in Indien eine Stadt gefunden wurde, die von auf einer Fläche von fünf Quadratkilometern von radioaktiver Asche bedeckt war, ist fraglich. Angeblich soll dort vor 8.000 bis 12.000 Jahren Atombomben detoniert sein und zahllose Menschen getötet haben.

Wissenschaftliche Fakten hierzu sind nicht aufzufinden.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Weitere Literatur:

  • Berlitz, Charles: Geheimnisse versunkener Welten. Frankfurt a. M. 1973
  • Charroux, Robert: Phantastische Vergangenheit. Berlin 1966
  • Däniken, Erich von. Erinnerungen an die Zukunft. Düsseldorf 1968
  • Däniken, Erich von: Beweise. Düsseldorf 1977
  • Däniken, Erich von: Die Götter waren Astronauten! München 2001
  • Fischinger, Lars A.: Göttliche Zeiten. Münster 1996
  • Ganguli, Kisari Mohan: The Mahabharata of Krishna-Dwaipayana Vyasa. Calcutta 1883 bis 1896
  • Gentes, Lutz: Der Krieg gegen Dwârakâ: Beschreibung eines Luftangriffs im altindischen Mahâbhârata und Bhâgavata-Purâna. In: Scientific Ancient Skies, Band 2, Berlin 1995
  • Gentes, Lutz: Die Wirklichkeit der Götter. München und Essen 1996
  • Gentes, Lutz: Zur Frage der Tatsächlichkeit von Kontakten zu Außerirdischen in Altertum und Vorzeit: Ein neuer Weg zur Beweisführung anhand eines Vergleichsverfahrens zur Psychologie plötzlicher Kontakte sowie altindischer Schriften zur Luft- und Raumfahrt. Ergänzungsband zum Bericht über die Tagung der MUFON – Central European Section. München 1977
  • Jungk, Robert: Heller als tausend Sonnen. Bern und Stuttgart 1962
  • Leslie, Desmond & Adamski, George: Flying Soucers have landed. London 1953
  • A.: Atomexplosion vor 8000 Jahren? In: Sagenhafte Zeiten Nr. 2/2001
  • Roy, Biren: Mahābhārata. München 1995
  • Sitchin, Zecharia: Die Kriege der Menschen und der Götter. München 1991
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Erich von Däniken, die Prä-Astronautik und die Geschichte eines Mystery-Phänomens: Wie die Ancient Aliens wurden, was sie sind +++Artikel von Lars A. Fischinger+++

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ARTIKEL: Erich von Däniken, die Prä-Astronautik und die Geschichte eines Mystery-Phänomens: Wie die Ancient Aliens wurden, was sie sind (Bild: Archiv E. v. Däniken / L. A. Fischinger)
Erich von Däniken und die Prä-Astronautik – die Geschichte einer astronauten-göttlichen Idee (Bild: Archiv E. v. Däniken / L. A. Fischinger)

Februar 1968: Ein junger Schweizer mit dem wohlklingenden Namen Erich Anton Paul von Däniken veröffentlicht nach einer Odyssee durch dutzende von Deutschen Verlagen im Düsseldorfer ECON-Verlag sein kleines Büchlein „Erinnerungen an die Zukunft“ mit einer Startauflage von 6.000 Exemplaren. Der Herausgeber ließ bei dem Thema Vorsicht walten. Doch schon im Dezember 1968 wurden rund 120.000 Bücher in etwa zehn Neuauflagen nachgedruckt, und 1970 waren 30 Auflagen mit über 600.000 Bücher längst überschritten. Ein „Mystery-Kult“ war im Mainstream geboren, der „Kult“ der Prä-Astronautik – der Ancient Aliens. Doch wie kam es dazu? Hier erfahrt Ihr die ganze  Geschichte der Idee der Götter aus dem All – und wie der mittlerweile über achtzigjährige Erich von Däniken mit dem Thema Astronautengötter einen Boom ins Leben rief.

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