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Die Akte 2012 reloaded: Was blieb vom Hype um den 21. Dezember 2012, Nibiru, Maya-Kalender, Weltuntergang und all den Prophezeiungen?

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Die Akte 2012 reloaded - Weltuntergang, Nibiru, Maya-Kalender und anderer Unsinn zum 21. Dezember 2012
Die Akte 2012 reloaded – Weltuntergang, Nibiru, Maya-Kalender und anderer Unsinn zum 21. Dezember 2012

Der 21. Dezember 2012 ist nun lange Geschichte. Die Welt natürlich nicht: Sie ging nicht unter – es gab keinen Weltuntergang. Die angeblichen “Maya-Prophezeiungen” zum Ende ihres weltbekannten Kalenders trafen allesamt nicht ein. Ebenso wie sämtliche anderen von fantasievollen 2012-Esoterikern, Propheten, Alien-Fans, Nibiru-Gläubigen und “Verschwörungstheoretikern” heraus posaunte Aussagen. Wieder ging ein Mystery-Hype sang und klanglos unter. Aber warum eigentlich? Dazu ein umfassendes Resümee ein Jahr nach dem Ende der Welt, der Ankunft der Außerirdischen und dem Aufstieg in eine höhere Dimension …


(Update: 21. 12. 2013)

2012, Nibiru, die Maya und das Ende

Mitte August 2010 erschien das Buch “Die Akte 2012 – Wahn und Wirklichkeit“. Weder davor noch danach erschien ein ähnlicher Titel rund um den Mythos 2012.

Der Auslöser war, dass der Boom um den 21. Dezember 2012, die Maya, die Außerirdischen, einen Weltuntergang, den angeblichen Planeten Nibiru alias „Planet X“, einen Aufstieg der Menschheit etc. immer öfter an mich als Autor der Mysterien der Welt in E-Mails und im Internet herangetragen wurde. Vor allem ab 2008/9. Ein Phänomene-Journalist, wie ich eben einer bin, ist ja sicherlich auch einer der Ansprechpartner zu derartigen Themen. Da ich intensiv die “Aktivitäten der Mystery-Fans” im Internet lese usw. war mir der Boom natürlich nicht unbekannt. Doch es schlug nach und nach dem Fass den Boden aus, was ich da alles lesen „musste“.

Chichén Itzá in Mexiko (Zeichnung von Catherwood, 1843): die Maya galten schon immer als "verwunschene Kultur) (Bild: gemeinfrei / Archiv L. A. Fischinger)
Chichén Itzá in Mexiko (Zeichnung von Catherwood, 1843): die Maya galten schon immer als “verwunschene Kultur (Bild: gemeinfrei / Archiv L. A. Fischinger)

In einem Sozialen Netzwerk explodierten die 2012-Themen aufgrund von Roland Emmerich seinem Kinokracher “2012” im Jahre 2009. Im Sinne von: “Was steckt denn nun eigentlich dahinter?” Und genau dort war auch ich um 2009 dazu sehr aktiv. Bis heute bin ich überzeugt, dass der Mythos und Hype um 2012 den Ruf der Grenzwissenschaft geschadet hat. Wie schon der (kleinere) Hype um 1999 und Nostradamus oder der Selbstmord von rund 40 UFO-Sekten-Fans einige Jahre davor in den USA.

Die Maya als “verwunschene Kultur” im fernen Mittelamerika haben etwas Geheimes gewusst…hieß es in unzähligen Artikeln, Internetbeiträgen und Büchern. Da seit 1999 – dem letzten Hype ähnlicher Art – das Internet einen gigantischen Zuwachs bekam, überschlugen sich selbsternannte Kenner der Materie mit ihren leider allzu oft sehr dummen Ideen dazu. Filme bei YouTube kamen natürlich auch dazu. Und jeder wusste es besser, hatte Recht oder war eben der Experte zum Mythos 2012.

“Alles Quatsch, was Ihr da schreibt!” – das waren meine Antworten im Internet. Im spanischen oder auch englischen Internet ging es dabei sogar noch weit wilder zu als in deutscher Sprache. Ich selber wurde dabei mit den wildesten Beschimpfungen aufgrund meiner Anti-2012-Haltung überschüttet. Und natürlich wurde auch ich schnell zu einem Illuminaten oder einen vom CAI oder so bezahlten “Desinformanten” erklärt …

Maya-Prophezeiungen und der Weltuntergang: Eigentlich total albern …

Aber – wie immer in der wilden Esoterik-Szene – konnte keiner (und ich meine hier es im wahren Sinne des Wortes: keiner) der “Experten” sachliche Fragen von mir beantworten. Fragen etwa, wo ich diese oder jene “Maya-Prophezeiung” sachlich nachlesen kann. Oder auch, woher diese oder jene Information., Aussage oder auch Quelle stammt. “Experten” betraten die Bühne, die sogar derart peinliche Aussagen zum 21. Dezember 2012 machten, dass man sich als Autor des Phantastischen in Grund und Boden schämen musste, dass man eben persönlich seit rund 20 Jahren bzw. Kindertagen an den Rätseln und Mysterien der Welt sehr interessiert ist. Aber gerade solche Leute oder besser deren Aussagen waren es, die mit ihren Vorträgen auf Kongressen und Tagungen und natürlich ihren Veröffentlichungen/Büchern sehr großen Erfolg hatten.

Da ich ganz klar Pro-Mystery eingestellt bin – musste ich einfach in einem eigenen 2012-Buch eine Art „Kontra geben“. Es war mir gleich, dass ich gewisse Kreise der “Mystery-Szene” damit an das berühmte Bein pinkele. Wie es Roland M. Horn und ich ja auch schon 1999 mit unserem Bestseller “UFO-Sekten” taten. Denn nicht die (alten) Maya logen uns in Sachen 21. Dezember 2012 die Hucke voll, sondern die modernen 2012-Esoteriker und -Verschwörungstheoretiker taten dies. Der Hype war nichts weiter als eine mit Quatsch gefütterte Geldmaschine der westlichen Welt. Das wollte in den Boom-Jahren von mir niemand hören, da ich ein böser Desinformant sei. Auch zum Beispiel mein wiederholter Hinweis, dass der älteste Maya von Guatemala am 11. Oktober 2009 in der Zeitung “Telegraph” (Großbritannien) geradezu vor Zorn über diese “westlichen Theorien” explodierte und “die Schnauze voll diesem Kram” habe, war den Gläubigen egal.

Dutzende Bücher und Artikel und zehntausende(!) Internet-Postings zu 2012-Themen habe ich gelesen, ausgewertet und gesichtet. Texte sowie auch Diskussionen, die fast alle mit zwei falschen Kernaussagen zum Maya-Kalender begonnen haben (im Internet Mittelamerikas war es jedoch etwas anders): Da der Maya-Kalender am 21. Dezember 2012 endet, hieß es da immer, haben die alten Maya XY prophezeit. XY ist dabei eine Variable, deren “Wert” man sich aussuchen kann. Von einem Weltuntergang bis UFO-Invasion war alles dabei.

Beide Kernaussagen zum Maya-Kalender waren schlicht falsch und erfunden!

Wie erwähnt, konnte nicht ein einziger 2012-Fan mir sagen, wo genau diese oder jene “Maya-Prophezeiung” steht. Kein Wunder, da der Kalender nicht an diesem Tag endete, sondern dann nur ein Zyklus neu begann und es eine konkrete Prophezeiung der Maya Mexikos dazu überhaupt nicht gab und gibt. Ausreden der Fans wie “aber es wird was passieren, man sieht doch die Veränderungen in der Welt” oder ähnliche sind dabei nur Blabla gewesen. Zu jeder Zeit gab es Veränderungen in der Welt und der Geschichte. Wäre der Kalender-Zyklus schon am 21. Dezember 1950 resetet worden, hätte es sicher den “1950-Boom” in den Jahren 1945 bis 1950 gegeben. Denn da waren die Veränderungen der Welt mit Sicherheit ungleich schwerwiegender als heute. Aber natürlich hat der Maya-Kalender auch nichts mit den aktuellen Themen der Welt zu tun. Zum Beispiel den “Arabischen Frühling” oder Naturkatastrophen.

Der Sonnenstein der Azteken - nicht der Kalender der Maya (Bild: L. A. Fischinger)
Der Sonnenstein der Azteken in Mexiko-City: nicht der Kalender der Maya (Bild: L. A. Fischinger)

Wenn es also keine Prophezeiung der alten Maya gibt, die von einem Untergang der Welt oder Sonstigem berichten, warum denn dann dieser Boom darüber? Ehrlich gesagt ist das wohl ein Thema der Soziologen, das ich als Journalist des Phantastischen sicher nicht wissenschaftlich im Detail ergründen kann. Aber wichtig ist zu wissen, dass vor allem Roland Emmerich mit seinem 2012-Film dem Mythos richtig Nahrung gab. Die Presseberichte und Internet-Beiträge zeigen das sehr deutlich, wie in dem Buch “Die Akte 2012” dargelegt. Emmerich aber, dass sagte er höchst selbst in einem Interview mit einem Freund und Autoren, wollte nur einen Weltuntergangsfilm drehen und kam über “Google” sehr schnell auf die Maya, 2012 und ihren Kalender. Das Thema war also durchaus in der Mystery-Community schon bekannt und Emmerich puschte es erst in gigantische Höhen.

Aber wichtig ist auch zu wissen, dass die 2012-Promoter nur zu einem sehr kleinen Teil einen Weltuntergang 2012 prophezeiten! Die meisten Autoren des Themas gehörten eher der Hardcore-Esoterik an. Sie sprachen von Liebe, Aufstieg der Menschheit in eine höre Dimension, einem Goldenen Zeitalter oder meinetwegen auch von einer Neuen Weltordnung. Extrem-Autoren verbanden das alles jedoch zu einem 2012-Brei aus leeren Worthülsen, Lügen, Unwissenheit, Phantasie und Blödsinn. Sonnenstürme wurden zum Beispiel von einem selbsternannten “Dr.” prophezeit, die dann eine “Evolution der Menschheit” auslösen würden. Und das, obwohl wir solche Stürme schon ewig lange in der Astronomie kennen und diese immer wieder kommen. Mit dem Maya-Kalender hatte auch das wieder absolut nichts zu tun. Fast keiner der 2012-Freunde und vor allem -Promoter hat auch die kursierenden Aussagen oder Weissagung genauer recherchiert. Leider.

Andere wieder plapperten von der Ankunft des angeblichen Planeten Nibiru / Planet X in die Nähe der Erde. Übrigens haben sie dies auch beim 1999-Hype getan. Folge davon seien eben auch Katastrophen wie physische Polsprünge oder auch die Wiederkehr der angeblich auf diesem Planeten lebenden Außerirdischen mit dem Namen Anunnaki. Jene “Ancient Aliens”, die vor Jahrtausenden hier gewesen seien und die Menschheit auf die eine oder andere Art beeinflusst haben sollen. Spätestens hier platze mir als Autor mit dem Hauptinteresse und Thema Prä-Astronautik nun endgültig der Kragen.

Warum schreibt ein überzeugter Autor des Phantastischen ein “Anti-Buch”?

Der Leser wird mir zustimmen, dass das weite Feld der Esoterik und Grenzwissenschaft oft und gerne aus Unwissenheit in einen Topf geworfen, mit Verschwörung gewürzt und so zu einer Soße aus Quatsch aufgekocht wird?! So häuften sich denn auch mir gegenüber als Pro-Ancient Aliens-Autor die Vorwürfe, warum ich online im “Internet 2.0” gegen die 2012-Themen wettere, wo es doch “mein Gebiet” sei. Ja eben darum – weil es “mein Gebiet” ist! Richtig.

Die Akte 2012 reloaded - Weltuntergang, Nibiru, Maya-Kalender und anderen Unsinn zum 21. Dezember 2012
Die Akte 2012 reloaded – Weltuntergang, Nibiru, Maya-Kalender und anderen Unsinn zum 21. Dezember 2012

Es stellte sich in Windeseile durch “Google” heraus, dass in den jeweiligen 2012-Diskussionen und auf ungezählten Webseiten (in zahlreichen Sprachen) die Poster sich gegenseitig mit ihrem Unsinn und ihrer Unwissenheit überboten. Die Idee des angeblichen Planten Nibiru, der von intelligenten Aliens bewohnt ist, in unserem eigenen Sonnensystem seinen Bahnen zieht und ca. alle 3.600 Jahre hier in die Nähe der Erde kommen wird, stammt eigentlich aus dem Jahre 1976. Der US-Prä-Astronautik-Autor Zecharia Sitchin beschrieb diese Idee damals in seinem ersten Buch „The Twelfth Planet“, dem mehr als zehn weitere Bücher folgten. Er allein ist in der Grenzwissenschaft der Ursprung des Mythos vom bewohnten Nibiru.

Sitchin schrieb darüber zahlreiche Bücher und sah tatsächlich auch Katastrophen (Sintflut) auf der Erde durch die Gravitationwirkung des angeblichen Planeten. Aber er selber war es auch, der absolut nichts von 2012 hielt. So traurig es war und noch weiterhin sogar noch ist: so gut wie kein 2012-Propmoter kannte die Bücher von Sitchin oder hat alle nur wenigstens etwas gelesen und überhaupt verstanden. Nein, lieber wurde Pseudo-Wissen zu diesem Thema weiter erzählt und weiter gesponnen, um es mit weiteren Aussagen anzureichern, die nichts mehr mit den Büchern von Sitchin zu tun hatten. Selbstverständlich tauchten auch bald hier und dort “Channel-Botschaften” der Anunnaki zu 2012 im Internet auf. Das gab es schon vor Jahren zum Thema Nibiru und auch damals war alles schlichter Humbug. Und es wird es wieder geben. Jetzt aktuell zum Ende des Jahres 2013 wurde denn auch der erdnahe Komet „Ison“ mit Aliens und Nibiru in Verbindung gebracht …

Mir als angeblicher “Desinformanten der Illuminaten” schlugen sehr schnell die 2012-Gläubigen entgegen. Dass man meine damaligen Fragen nicht beantworte und nur Blabla zurück kam, kannte ich. Aber sehr bald war zu erfahren, dass die Nibiru-Fans es gar nicht interessiert, was “irgend einer in einem Buch geschrieben hat”. Damit war Sitchin als Erfinder des Nibiru gemeint. Ein mehr als starkes Stück, da man demnach offenkundig lieber “Copy & Past”-Aussagen und -Gerüchten im Internet glaubte als Sichtin selber (den man ja meinst nicht kannte). Dabei hätte schon 1976 jeder Leser Sitchins nachrechnen können, wann nach seiner Idee der Planet etwa wieder herkommen würde. Oder in seinem Buch “Apokalypse” sogar ganz konkret das Thema nachlesen können. Der Untertitel dieses Sitchin-Buches schrie doch geradezu danach gelesen zu werden: 

“Armageddon, die Endzeit und die Prophezeiungen von der Wiederkunft”

Über all dies berichtete ich bekanntlich umfassend und immer wieder in dutzenden Beiträgen auf diesen Blog-Seiten (z. B. hier, hier und hier) wie auch bei YouTube auf meinem Video-Kanal.

Die Umlaufbahn des Nibiru wie sie sich Zecharia Sitchin 1976 ausdachte – für eine Großansicht anklicken (Bild: L. A. Fischinger aus dem Buch “Die Akte 2012“)
Die Umlaufbahn des Nibiru wie sie sich Zecharia Sitchin 1976 ausdachte – für eine Großansicht anklicken (Bild: L. A. Fischinger aus dem Buch “Die Akte 2012“)

Aber um die Quellen zu studieren, dazu war die 2012-Szene zum weit überwiegenden Teil einfach zu faul. Sitchin-Leser hätten zum Beispiel einfach die angebliche und sehr stark elliptische Umlaufbahn (s. Bild) des Nibiru von 3.600 Jahren addieren können, da Sitchin schon 1976 Angaben machte, wann dieser Planet hier gewesen sei. Das erste Buch Sitchin musste eigentlich weithin bekannt gewesen sein, wenn die “News York Times” vor rund vier Jahren recht hatte. Darin war nämlich am 8. Januar 2010 zu lesen, dass “Der zwölfte Planet” bereits in der 45. Auflage (englisch) erscheinen würde und damit ein großer Verkaufserfolg ist.

Das Nibiru-Gerede seiner Ankunft, wie es etwa die “Zetas” (die zum Beispiel schon 1995 davon sprachen) so gerne verbreiten, war also schon von Grund auf unsinnig. Bereits 1995 habe ich etwa in dem Magazin “New Scientific Times” (Nr. 3/1995) darauf verwiesen, dass der angebliche Planet seinen „sonnennächsten Punkt im Jahr 2800“ haben wird. Blödsinnig war und ist dabei auch das wilde Gerede, dass der Planet X dabei mit der Erde kollidieren würde. Nach Nibiru-Erfinder Sitchin ist etwa der Asteroidengürtel hinter dem Mars der sonnennächste Punkt des Planeten. Weiter würde dies ja auch bedeuten, dass der angeblich bewohnte Alien-Planet bei seinem Umlauf alle 3.600 Jahre mit unserem Planeten zusammen stößt. Zwei von Zivilisationen bewohnte Planeten kollidieren alle paar tausend Jahre … Ist das glaubhaft?

Aber selbst die NASA sah sich aufgrund solcher Aussagen zu einer deutlichen Online-Stellungnahme gezwungen. Für 2012-Gläubige natürlich auch nur Desinformation der “Mächtigen”. Zumal nach einigen dieser Menschen sogar “Chemtrails” (Kondensstreifen von Flugzeugen) den “Mächtigen” dazu dienten, den kommenden Planeten zu “verstecken”.

2012-Mainstream-Boom

Als es dann derart albern wurde, dass der Planet Nibiru als “Raumstation” wie der Todesstern in STAR WARS angesehen wurde, oder, dass er durch ein Wurmloch zur Erde kommt und vielleicht sogar auch schlicht “unsichtbar” durch ein “Tarnschild” oder einer anderen Dimension sei – erschien auch das Anti-Buch “Die Akte 2012 – Wahn und Wirklichkeit” (13. August 2010). Da ich mich als Prä-Astronautiker irgendwie „genötigt“ sah, zum Hype Stellung zu beziehen. Zum Beispiel wird das Nibiru-2012-Thema dort in einem ganzen Kapitel umfassend dargelegt, behandelt und widerlegt. Praktisch alle kursierenden Aussagen zu Nibiru und dem Weltuntergang usw. widersprechen bis heute den “Kernthesen” Sitchins. Ebenso entzogen sie sich beim Boom des 21. Dezember 2012-Themas irgendwelche weiteren und nachvollziehbaren Quellen. Doch auch die geradezu ungezählten Aussagen der Esoteriker im Sinne einer neuen und tollen Welt(ordnung) und 2012. Das alles hatte nun wirklich nichts mit dem uralten Maya-Kalender aus Mexiko zu tun. Es war nicht mehr und nicht weniger als “eine komplette Erfindung und eine Chance für eine Menge Leute, Geld zu verdienen”. So treffend drückte es die Direktorin der “Foundation for the Avancement of Mesoamerican Studies” (FAMSI, famsi.org), USA, Sandra Nobel, aus.

Dresdener Codex, Tafel 74
Dresdener Codex, Tafel 74 für eine Großansicht anklicken

Der populäre Professor Dr. Nikolai Grube von der Universität Bonn (und viele andere echte Maya-Kenner) teilten diese Ansicht schon vor Jahren zu 100 Prozent. So etwa sagte der Maya-Spezialist Grube schon am 21. August 2009 in der “Baseler Zeitung”:

Keine Inschrift und kein Codex der Maya enthalten Angaben über die Bedeutung dieses Datums, und keine Prophezeiung lässt sich finden, welche die Behauptungen über ein angekündigtes Weltenende stützen könnte. (…) Ganz offensichtlich eignen sich wenig bekannte und exotische Völker wie die Maya ganz besonders gut als Projektionsfläche für die Wünsche und Ängste von Menschen aus der kapitalistischen Welt.

Auch die Aussage, dass der Maya-Codex in Dresden auf einer Seite das Ende der Welt 2012 durch eine Flut weissagt, ist falsch. Das Buch “Die Akte 2012” sollte dies 2010 deutlich aufzeigen. Zu allem “Überfluss” haben die alten Maya dann sogar noch selbst-persönlich in Tempeln Datumsangaben hinterlassen, die sehr, sehr weiter hinter das Jahr 2012 reichen. In der Stadt Tikal finden wir etwa den 24. Februar 9898. Kein Platz für den Weltuntergang 2012. Aber was sie nicht hinterlassen haben sind all die ungezählten Aussagen, wie sie die westliche Esoterik sehr auflagenstark und voller Phantasie verbreitet hat. Dabei waren aber die Mainstreammedien vor allem schuld daran, dass das Thema „Untergang der Welt“ in der breiten Bevölkerung die meiste Beachtung fand.

Wie es auch bei diesem Hype zu erwarten war: Nachdem ich meinen Mystery-Vlog-Channel im Spätsommer 2012 bei YouTube startete und dort (natürlich!) auch über 2012 berichte…hageltet es Beleidigungen der “Gläubigen”. Sogar bis heute, ein Jahr nach dem 21. Dezember 2012. (Update Dezember 2014: und noch immer)

Mich als Autor stellte all dies vor ein großes Problem, da ich mich mit meiner Buchidee eben nicht dem 2012-Mainstream-Boom angeschlossen hatte. Ganz im Gegenteil. Trotz guter Verlags-Kontakte wollte man das Contra-Manuskript einfach nicht. Ein Lektor sagte etwa klipp und klar, dass damit dessen erfolgreichste Autorin widerlegt sei. Die Lektoren sahen keine (Verkaufserfolgs-)Chancen, da eben all die kursieren 2012-Phantasie-Themen in diesem Manuskript ad absurdum geführt würden. Ich bin sicher, dass Autoren, Journalisten und Schriftsteller diese Tatsache der „unpassenden Themenangebote“ sehr gut kennen. Es ist nicht allein auf grenzwissenschaftliche Veröffentlichungen beschränkt, sondern gilt beispielsweise auch für Belletristik. Was die Masse der Leser nicht interessiert – das wird auch nicht veröffentlicht. Verständlich.

Erst als nach langem hin und her in der Verlagslandschaft Deutschlands erschien „Die Akte 2012″ doch noch bei dem geschätzten Verlag “Die Silberschnur”. Nachdem jedoch das Manuskript “entschärft” wurde, Passagen und Aussagen und deren Quellennachweise entfernt wurden und ich noch eine ganze Reihe weiterer „Kompromisse“ einging …

Resümierend kann man zum Maya-Kalender und den Prophezeiungen zum 21. Dezember 2012 sagen:

Natürlich ist dies hier nur eine kleine “Reloaded-Zusammenfassung” des vergangenen Hypes aus meiner Sicht als Mystery-Autor. Über die Suchfunktion dieses BLOG hier werdet Ihr, liebe Freundinnen und Freunde des Phantastischen, zahlreiche Beiträge von und zu 2012 und den entsprechenden Themen finden. Es ist ein Jahr nach dem angeblichen Schicksalsjahr oder auch Schicksalstag unlängst völlig ruhig dazu geworden. Plötzlich war er – weg. Das war schon Anfang 2013 so, als genau dieser Artikel etwas abgewandelt in dem Magazin “DEGUFORUM” der DEGUFO e.V. erschien.

Der Mythos 2012 entwickelte sich langsam aber stetig bis 2009 Roland Emmerich mit einem „Krawums“ in die Lichtspielhäuser kam. Von da an ging es mit dem Thema extrem steil bergauf. Leider jedoch mit dem Kernpunkt „Weltuntergang“. Die wenigstens Menschen der Esoterik-Szene, die irgendwie an 2012 & Co. glaubten, sprachen aber jemals von einem Ende aller Tage. Das puschte die Medienlandschaft in die Bevölkerung. Hier sind die 2012-Promoter im Sinne eines „Aufstiegs der Menschheit“ usw. und ich persönlich ganz klar einer Meinung. Aber was wurde aus all den anderen wunderbaren Weissagungen zum Maya-Kalender? Habe nur ich irgendwie was verpasst?

Aber der nächste Boom kommt bestimmt. Der nächste Weltuntergang und „Aufstieg“ sowieso.

Euch Euer Jäger des Phantastischen

Fischinger-Online

(Geschäfts-eMail: FischingerOnline@gmail.com)

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E-Mail der Götter? Die Suche nach einer Botschaft der Ancient Aliens: Wie ein eindeutigen Beweis aussieht und wo man ihn finden könnte: (M)ein 5-Punkte-Plan

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E-Mail der Götter? Wo ist die Botschaft der Außerirdischen? (Bilder: NASA / gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
E-Mail der Götter? Wo ist die Botschaft der Außerirdischen? (Bilder: NASA & gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

(Update: 19. Mai 2018) Ein wichtiger und zugleich auch umstrittener Punkt bei der gesamten Thematik der “Außerirdische vor Jahrtausenden?” (Ancient Aliens) ist die Frage, ob die einstigen “Götter der Sterne” an uns technische Menschen von heute oder später nicht eine Nachricht ihrer erstmaligen Anwesenheit haben zukommen lassen (wollten)? Wenn tatsächlich Astronautengötter in der grauen Vorzeit hier auf der Erde waren, wie es eben die erfolgreiche US-TV-Serie Ancient Aliens sagt, haben sie dann nicht irgendetwas mit Absicht für uns hinterlassen? Haben sie nirgendwo eine Art “Zeitkapsel des kosmischen Wissens” verborgen, die uns heute den Beweis für die Realität der Prä-Astronautik liefern könnte? Und wie sollte diese E-Mail der Götter eigentlich aussehen? Dazu in diesem Beitrag einige Gedankenspiele und mein “5-Punkte-Plan”, um die Idee der Ancient Aliens definitiv zu beweisen …


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Die Idee der Astronauten aus dem All – der Ancient Aliens –  setzt voraus, dass die außerirdischen Besucher, die vor Jahrtausenden auf der Erde weilten, wie wir Menschen eine physische und psychische Evolution durchlebten. Falls sie hier waren, waren sie auch uns Menschen von heute technisch überlegen, da sie offensichtlich die interstellare oder interdimensionale Raumfahrt beherrschten.

Ihre Evolution und Entwicklung muss folglich lange vor der des Menschen auf der 4,5 Milliarden Jahre alten Erde begonnen haben. Oder vollkommen anders. Ausschließen kann man diese Annahmen heute schon lange nicht mehr.

Botschaft der Götter

Diese Ancient Aliens müssen gewusst oder zumindest vermutet haben, dass auch hier auf der Erde wahrscheinlich irgendwann einmal eine technische Zivilisation existieren wird, die zwar nicht unbedingt der der Besucher entspricht, doch die zumindest den Stand erreicht, den wir eben heute haben. Sprich: dass sich diese noch primitive Menschheit eines Tages konkrete Gedanken über Leben im Kosmos und eben auch der Aliens machen wird. Eben, dass erst eine Zivilisation, ähnlich wie die unsere, in der Lage sein wird, rational in “kosmischen Maßstäben” zu denken.

Wir sind längst der Auffassung, dass außerirdisches Leben inkl. Zivilisationen möglich und sogar wahrscheinlich sind. Demzufolge wäre es für eine außerirdische Kultur, die uns Menschen schon vor Äonen besuchen konnte, absehbar gewesen, dass aus jenen Menschen oder Urmenschen, die sie hier antrafen, in nicht absehbarer aber dennoch möglicher Zukunft eine technische und sogar raumfahrende Zivilisation entsteht.

Da nun – nach der Prä-Astronautik-Idee – diese Fremden hier waren, ja, dass sie sogar hier als “Götter”, “Lehrmeister”, „Himmelsgeister“, “Kulturbringer” usw. betrachtet wurden, stellt sich die unausweichliche Frage: Haben diese einstigen Wesen nicht daran gedacht uns “moderne Zivilisierte” eine unmissverständliche Botschaft ihrer Anwesenheit oder sogar Herkunft zu übermitteln?

Ich selber spekuliere mal, dass wir dies selber machen würden, befänden wir uns eines sehr weit entfernten Tages mal in der Situation der vermeintlichen Götter der Vorzeit …

Ein Physiker behauptet: Wir werden niemals Kontakt mit Aliens haben: Die Außerirdischen löschen sich alle selber aus! Tatsächlich?(Bild: L. A. Fischinger / NASA / Montage: L. A. Fischinger)
Ein Physiker behauptet: Wir werden niemals Kontakt mit Aliens haben: Die Außerirdischen löschen sich alle selber aus! Tatsächlich? (Bild: L. A. Fischinger / NASA / Montage: Fischinger-Online)

Die meisten Vertreter und Autoren der Prä-Astronautik (inkl. ich selber) sind der Meinung, dass es diese Raumfahrer der Vorzeit auch taten. Und zwar bewusst und vorsätzlich an eine moderne und technologische Menschheit der Zukunft gerichtet. Nicht zum Beispiel an einen mittelalterlichen Papst, einen Charles Darwin oder einfach an eine Menschheit adressiert, die mit dieser Information nichts anzufangen weiß. 

Hier also sind wir nun! Wir haben eine (ausreichend?) intelligente Zivilisation hervorgebracht – wo aber ist nun diese Botschaft der Ancient Aliens?

Eine außerirdische “Botschaft”, oder nennen wir es besser eine “zeitlich festgelegte Information an eine (un)bestimmte Zukunft“, muss meiner Meinung nach einige doch sehr hohe Ansprüche erfüllen. Wenn wir davon ausgehen, dass die Astronautengötter uns überhaupt etwas mitteilen wollten (es kann ja sein, dass sie es nicht wollten oder sie nie hier waren), sollte diese Mitteilung einige Grundaspekte erfüllen.

(M)ein “Fünf-Punkte-Plan”:

  1. Die Nachricht (belassen wir es bei dieser Bezeichnung!) muss vom Empfänger (wir?!) auch unmissverständlich als eine Nachricht Außerirdischer bzw. eben von Ancient Aliens erkannt werden können. Zweifel an dem, was man da “vor sich” hat, dürfen gar nicht erst entstehen.
  2. Die „E-Mail der Götter“ wäre an eine Kultur gerichtet, die bestimmte Fähigkeiten beherrschen muss, um Umfang, Auswirkung und Aussage dieser überhaupt zu verstehen. Sie dürfte also nicht im Mittelalter entdeckt werden, und dann aufgrund des Unverständnisses verloren gehen. Es muss also von den Besuchern vermieden werden, die Nachricht einer verständnislosen Epoche in die Hände fallen zu lassen.
  3. Die Nachricht muss wahrscheinlich enorme Zeiträume überdauern können. Sie darf weder durch Naturgewalten noch durch Menschenhand zerstört werden können und muss außerdem auch nach einer teilweisen Zerstörung ihren wahren Ursprung und ihre wahre Bedeutung erkennen lassen.
  4. Die Botschaft muss so positioniert bzw. verborgen werden, dass sie auch eines Tages tatsächlich gefunden wird; gleich wo auf der Erde in zum Beispiel 5.000 Jahren Menschen leben werden. Eine Botschaft mit den Worten „passt gut darauf auf und gebe es weiter“ einer frühen Kultur zu geben, deren Zukunft natürlich unsicher ist, wäre von den Ancient Aliens vollkommen sinnlos.
  5. Die Nachricht muss in einer “Sprache” oder einem “Code” verfasst sein, der die zur Zeit der “Absendung” herrschenden Sprachen usw. ignoriert. Sie muss von jeder intelligenten Kultur der Zukunft der Erde mit dem entsprechenden Stand der Wissenschaft verstanden wird.
ARTIKEL in 2 Teilen: "Auf den Spuren der Anunnaki", Teil #1: Von den göttlichen Ratsversammlungen in die Unterwelt – von Zecharia Sitchin in die Prä-Astronautik (Bild: Z. Sitchin / L.A. Fischinger)
ARTIKEL in 2 Teilen: “Auf den Spuren der Anunnaki”, Teil #1: Von den göttlichen Ratsversammlungen in die Unterwelt – von Zecharia Sitchin in die Prä-Astronautik (Bild: Z. Sitchin / L.A. Fischinger)

An diesem 5-Punkte-Plan wird deutlich, dass beispielsweise ein technisches Gerät, welches etwa einem sumerischen Hohenpriester vertrauensvoll in die Hand gedrückt wurde, diesen Anforderungen nicht entspricht. Auch ein irgendwo auf Erden vor sagen wir 10.000 Jahren vergrabendes UFO genügt den Ansprüchen einer sicheren “Zeitbotschaft” nicht wirklich.

Einige Autorenkollegen der prä-astronautischen Idee – ich eingeschlossen – sind jedoch auch der Meinung, dass die Besucher der Sterne auserwählten Menschen „Dinge“ zeigten und offenbarten, die sie der Nachwelt übermitteln sollen. Ich denke hier an heilige Schriften.

Diese Schriften und Texte könnten “Botschaften” an uns sein, erfüllen aber natürlich auch nicht die Voraussetzungen weiter oben. Bereits 1997/98 habe ich in meinem Buch „Götter der Sterne“ vielfach auf diese Überlieferungen verwiesen, dass eben gewisse Menschen von den „Himmlischen“ damit beauftragt wurden, Wissen und Weisheit der Götter weiterzugeben. Etwa der in der Szene der Prä-Astronautiker sehr bekannte Prophet Henoch, der im Auftrag des Herrn „göttliches Wissen“ in Büchern niederschrieb und zu dem ich damals unter anderem schrieb:

“(Als Henoch fertig geschrieben hatte), rief Gott Henoch zu sich, um ihn noch einmal den Wert dieser Geheimnisse und von nun an auch Henochs Person einzuschärfen (slawischer Henoch, 24,1-25,5). Die endgültige Bestätigung, dass Henoch einzig allein nur diese Bücher schreiben musste, finden wir im 33. Kapitel, das kaum treffender überschrieben werden konnte als ,Henochs Auftrag‘:

 ,Henoch! Ich habe dir alles gesagt, und du hast alles auf Erden gesehen, und alles hast du in diese Bücher geschrieben. Ich habe die Erschaffung von all dem ersonnen; ich schuf vom Höchsten bis zum Niedrigsten. Mein Ratgeber war dabei (…) Nimm dich zusammen, Henoch, und erkenne den, der mit dir spricht! Nimm die Bücher, die du geschrieben! Ich gebe dir die Engel Semiel und Rafuel und den, der dich zu mir gebracht. Seh auf die Erde hinab und sag deinen Söhnen alles, was ich dir erzählte, und alles was du gesehen vom unteren Himmel bis zu meinem Thron!, (slawischer Henoch, 33,3-6)

 Die Worte des Höchsten besagen klipp und klar, dass Henoch sich nicht auf der Erde befand, sondern darüber. Gleichzeitig sollte der Prophet aber auch den erkennen, der mit ihm sprach, so als wolle Gott dem Erdling über seine wahre Identität aufklären.

Nun bekam Henoch von Gott Engel eingeteilt, die ihn wieder zur Erde bringen sollten, und es wurde ihm geboten, alles, was er erlebte und erfahren hatte an seine Kinder weitergeben:

,Gib ihnen die Bücher mit deiner Handschrift und die Kinder sollen sie den Kindern geben, die Verwandten den Verwandten, das Geschlecht dem Geschlecht! Henoch! Sei der Mittler meines Heerführers Michael! Denn deine Handschrift und die deiner Väter Adam und Seth werden nicht vernichtet bis zum Ende der Zeiten.‘ (slawischer Henoch, 33,8-11)

UFOs in der Bibel? Die "fliegende Buchrolle" des Sacharja: Ein zylindrisches Flugobjekt der Astronautengötter? (Bild: L. A. Fischinger / gemeinfrei)
VIDEO: UFOs in der Bibel? Die “fliegende Buchrolle” des Sacharja: Ein zylindrisches Flugobjekt der Astronautengötter? (Bild: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online )

(…)

Wie dem auch sei, nach der Begegnung mit diesem Engel war der Prophet wieder zu Hause bei seinen zwei Söhnen. Und so wie Gott es ihm aufgetragen hatte, berichtete er alles seinen Söhnen, damit sie es weitergeben und seine Bücher weite Verbreitung finden:

,Und die Bücher, die ich euch von Gott gab, verberget sie nicht! Sprechet davon zu allen, die es wünschen, dass sie dadurch des Herrn Werke kennen lernen!‘ (slawischer Henoch, 54,1)

Leider ist dieser Herzensauftrag, die Verbreitung seines Wissens, kläglich gescheitert.

Mehr dazu auch in diesem Video auf meinem YouTube-Kanal.

Es müssten also neben diesen mutmaßlichen Informationen und Nachrichten für die Nachwelt mittels Propheten etc. auch eindeutige Quellen auffindbar sein, die den 5-Punkte-Plan erfüllen.

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Wie also kann man sich eine solche “Zeitkapsel” der Ancient Aliens theoretisch vorstellen?

Zum Beispiel durch gewaltige Monumentalbauten. Ja, meinetwegen durch Pyramiden.

Die rund 4.500 Jahre alte große Pyramide von Pharao Cheops von Gizeh in Ägypten wird dahingehend oft als eben eine solche Botschaft angesehen. Jedoch auch auf „codierte Mitteilungen“ aus Atlantis und anderen versunkenen Völkern, da in ihren Maßen und Proportionen mathematische und astronomische Botschaften verankert sein sollen, die nicht unbedingt mit Außerirdischen zu tun haben müssen.

In der Tat sind derartige Bauwerke auch nach einer weitflächigen Zerstörung durchaus zu rekonstruieren. Sie würden also durchaus dem Punkt entsprechen, dass auch nach einer teilweisen Zerstörung der Ursprung bzw. die Botschaft der Götter bzw. der Beweis für die Prä-Astronautik erkannt wird. Doch es ist dabei sicher wesentlich einfacher, ein weiteres völlig identisches Bauwerk an einem ganz anderen Ort zu erbauen. Somit würden wir zwei gleiche Bauten haben, einen zum Beispiel in Ägypten, einen beispielsweise in Australien.

Das wäre ein Signal, das hier etwas mehr als seltsam ist. Quasi der Fingerzeig der Götter … „Seltsam“ heißt aber dabei eben nicht gleich “außerirdisch”.

Um bei mysteriösen Pyramiden zu bleiben:

In der Cheops-Pyramide wurde ein ca. 30 Meter langer Hohlraum nachgewiesen (Bilder: L. A. Fischinger/S. Ampssler)
In der Cheops-Pyramide wurde ein ca. 30 Meter langer Hohlraum nachgewiesen (Bilder: L. A. Fischinger/S. Ampssler)

Oft – sehr oft – wird vermutet, im Inneren befinden sich versteckte Kammern mit eben jenen Botschaften an uns. Doch wirklich an – uns?! Würde vor 1.000 Jahren jemand auf die Idee gekommen sein, die Pyramide des Cheops zu zerlegen, Tunnel und Löcher überall hinein zu graben und sie praktisch damit völlig zu zerstören, wäre die hinterlegte Botschaft futsch. Diese Botschaft soll nämlich, so die Ideen weiter, aus Schriften und anderem vergänglichem “Zeugs” bestehen.

Meiner Meinung nach ist es tatsächlich nicht ausgeschlossen, dass innerhalb der Pyramiden (weltweit) noch Hohlräume und Kammern auf ihre Entdeckung warten, und diese dann auch wirklich etwas Seltsames und Spannendes enthalten. Um aber bei der Idee der Nachricht von realen Ancient Aliens zu bleiben, muss dieser mutmaßliche Inhalt aber eindeutig nicht von dieser Welt und völlig intakt erhalten sein.

Ein Zeichen einer außerirdischen Anwesenheit dürfte aber nicht innerhalb einer Pyramide zu finden sein. Jedenfalls nicht, wenn man von den Annahme ausgeht, dass diese die Mitteilung selber für die ferne Zukunft dort einbrachten. Sehr schnell, wenn diese zeitlich zu früh entdeckt wird, kann sie in der Versenkung der Geschichte verschwinden. Eine Nachricht dürfte also eben nicht verloren gehen oder beiseite geschafft werden können. Sie muss nach der Entdeckung überprüfbar bleiben, um den Punkten 2 und 3 gerecht zu werden.

Kein Außerirdischer der Welt hätte wissen können, ob das Bauwerk XY mit ihrer kosmischen Information nicht in XY Jahren vollkommen vernichtet ist. Samt Inhalt. Außer natürlich dann, wenn diese auch oder zugleich Zeitreisen wären. Dann jedoch hätten sie sich die Mühe einer Botschaft sparen können, da sie uns diese einfach hier und jetzt persönlich überbringen könnten …

Um als Astronautengötter sicher zu gehen, dass auch eine zu frühe Entdeckung durch puren Zufall ausgeschlossen ist, wäre es zum Beispiel eben eine Möglichkeit, dass man identische Riesenbauten über gewaltige Entfernungen hinweg errichtet. Diese sollten auch über Gebirge, Kontinente und Meere verteilt liegen. Solche Bauten bzw. deren Standorte könnte man so wählen, dass diese – auf eine Weltkarte übertragen – zum Beispiel den Satz des Pythagoras auf dem Globus zeigen. Man würde also die Gleichung “A2 + B2 = C2” erhalten, wenn man die Gebäude mit imaginären Linien miteinander verbindet.

VIDEO & ARTIKEL-SERIE: "Die Cheops-Pyramide: Mumien Grabräuber und Mysterien": Artikel-Reihe/Video von Lars A. Fischinger auf YouTube (Bild: gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)
VIDEO & ARTIKEL-SERIE: “Die Cheops-Pyramide: Mumien Grabräuber und Mysterien”: Artikel-Reihe/Video von Lars A. Fischinger auf YouTube (Bild: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Eine solche Verbindung wird mit absoluter Sicherheit jemand einmal ziehen. Gerade weil diese Bauten identisch sind, wird zwangsläufig eine Beziehung untereinander vermutet werden (müssen!). Das die Erde eines Tages von den Menschen in ihrer Gänze vermessen und kartographiert wird – dies hätten die Botschafter der Sterne natürlich voraussetzen müssen und durchaus auch können.

Doch bei dem unbestreitbar vorhandenen „Pyramiden-Gürtel“ um unseren Planeten ist es anders – ganz anders! Die Bauten ähneln sich zwar grob, aber sie weisen mehr Unterschiede als Parallelen auf. Diese reichen vom Baustil und Aussehen bis hin zum Datum ihrer Errichtung. Ein Zusammenhang oder sogar Botschaft der Götter des Kosmos in diesen zu erkennen, halte ich für falsch. Auch wenn ich kulturelle Kontakte über den Atlantischen Ozean als daraus möglich ansehe. Das ist aber wieder etwas anderes und bedarf keiner Götter aus dem All.

Nun aber würde das Auffinden einer solchen Anordnung auf Erden auch keine klare Botschaft von Ancient Aliens sein. Es würde sich als Hinweis auf eine globale und fortschrittliche Gesellschaft wie eben etwa Atlantis präsentieren. Ein Hinweis auf den Besuch von außerhalb der Erde könnte man nur spekulativ vermuten, und erfüllt damit nicht mal den Punkt 1 unseres 5-Punkte-Plans. Doch eine solche Anordnung würde mit Sicherheit den Punkt 5 erfüllen, denn die Mathematik ist in jeder Sprache gleich.

Es bedarf also – wenn wir bei einer mathematischen Anordnung von Bauten bleiben wollen – weiterer Details, um die Anforderungen einer wahren Nachricht von Ancient Aliens zu erfüllen. Würde dieses Beispiel hier tatsächlich auf Erden gefunden werden, so könnte man ihre Existenz leicht den Bewohnern von Atlantis in die Schuhe schieben. Eine echte Botschaft von Außerirdischen muss indes vor allem den Punkt erfüllen, dass wir unzweideutig erkennen, dass der Absender eben außerirdisch ist.

Eine vergrabene Laserpistole mag diesen Zweck erfüllen, kann aber auch nicht mehr sagen, als dass Außerirdische hier waren. Oder: Die Laserpistole stammt aus einem Super-Atlantis.

Doch auch die (oft als Beispiel für einen Beweis genommene) Laserpistole kann zufällig gefunden werden – und so verloren gehen. Bestünde sie jedoch aus einem nicht irdischen Metall und damit kaum aus Super-Atlantis, sähe die Sache anders aus. Etwas anders aber auch nur.

Fehlalarm um das mutmaßlich intelligente SETI-Signal aus dem All: es ist "wahrscheinlich terrestrischen Ursprungs" (Bild: Graeme L. White & Glen Cozens [James Cook University] / Bearbeitung: L. A. Fischinger)
Fehlalarm um das mutmaßlich intelligente SETI-Signal aus dem All: es ist “wahrscheinlich terrestrischen Ursprungs” (Bild: Graeme L. White & Glen Cozens [James Cook University] / Montage: Fischinger-Online)
Nun also hätten wir beispielsweise in einem sicheren Zeit-Safe in einem oder mehreren der am Pythagoras-Dreieck beteiligten Bauten ein außerirdisches Relikt gefunden. Wo und wie genau dieses gefunden würde, ist weitreichenden Spekulationen überlassen.

Die fremden Besucher würden den (zusätzlichen bzw. dazugehörigen) Hinweis auf etwas Kosmisches sicher so verbergen, dass man es erst mit einem gewissen Stand der Technik entdecken kann. Beispielsweise am Ende eines in den Fels geschnittenen, sehr, sehr kleinen Tunnels innerhalb oder unterhalb eines dieser mathematisch platzierten Gebäude. Etwa mit außerirdischen Gestein im Inneren verkleidet und nur mit modernster Technologie zu entdecken und zu finden. Wenn der Bau denn noch steht …

Botschaften der frühen Vergangenheit

Übrigens sind diese Ideen einer “geometrischen Botschaft” in einer anderen Hinsicht nicht neu.

So entwarf schon 1820 der Mathematiker Karl Gauss eine Methode, wie sich die Menschheit anderen intelligenten Wesen im All bemerkbar machen könnte. Er schlug vor in Sibirien ein riesiges und rechtwinkliges Dreieck aus Weizen anzulegen, an deren Seiten Pinienwälder gepflanzt werden sollten. Diese Wälder würden den Satz des Pythagoras darstellen, welcher von Außerirdischen dann klar als intelligentes Signal identifiziert werden könnte.

Klingt absurd, aber war es eigentlich gar nicht.

Da zu Lebzeiten von Gauss vermutet wurde, dass der Mars, die Venus und sogar der Mond von Wesen bewohnt sein könnten, war dieser Vorschlag zu seiner Zeit durchaus sinnvoll. Starke Teleskope der Marsmännchen oder des Mann im Mond würde diese Formation auf der Erde entdecken und als künstlich identifizieren. Damals fand sich jedoch kein Sponsor für diese Unternehmung – gespartes Geld, wie wir heute wissen.

Einen ähnlichen Vorschlag machte 1840 der Physiker Joseph von Littrow. Seine Idee bestand darin, in der Sahara Löcher von 20 Meilen Durchmesser zu graben, sie dann mit Kerosin zu füllen und anzuzünden. Somit sollten in unserem Sonnensystem brennende geometrische Figuren wortwörtlich wie ein Leuchtfeuer auf eine Intelligenz auf der Erde aufmerksam machen. Das waren quasi die Vorläufer unserer modernen und technischen SETI-Projekte – der Suche nach außerirdischer Intelligenz mit Radioteleskopen.

Wir haben eine Laser-Pistole der Astronautengötter gefunden! Und jetzt?

Die Mathematik verwies in dieser Spekulation auf die Bauwerke. Die Technik von heute öffnete den Weg zum Fundobjekt; gleich welcher Art es auch sein mag.

„Die Wahrheit über Aliens“: Was passieren kann, wenn man die Astronautengötter vor lauter Alien-Beweisen nicht mehr sieht ... (Bildmontage: L. A. Fischinger)
„Die Wahrheit über Aliens“: Was passieren kann, wenn man die Astronautengötter vor lauter Alien-Beweisen nicht mehr sieht … (Montage: Fischinger-Online)

Wenn nun dieser spezielle Fund keine Himmelskarte mit exakten Koordinaten der Heimat der Ancient Aliens ist, wären die Bauten selber erneut interessante “Objekt der Codierung”. Die Anordnung nach Pythagoras ist der erste Hinweis. Man kann sie als Zeichen zum nähren Untersuchen interpretieren. Eine Art Rufsignal in Stein.

Nun wiederum könnten die außerirdischen Absender der Nachricht in den Monumenten selber mathematische und/oder astronomische Beziehungen einbauen, die klar auch nach Jahrtausenden erkannt werden müssten. Sie könnten, und dies halte ich für das wahrscheinlichste, auf ihre Heimat hinweisen.

Und hier nähren wir uns einem ganz schwierigen Terrain:

Wie sollen die Außerirdischen in einem Bauwerk oder mehreren Monumenten einen Fingerzeit auf ihren Heimatstern einbauen, wenn die Empfänger (= wir) gar nicht wissen, wonach sie suchen sollen? Natürlich vorausgesetzt, diese Gebäude würden überhaupt noch existieren.

Man erkläre etwa einem nie gesehenen Außerirdischen per SETI-Technik, was links und was rechts ist – denn auch dies ist aussichtslos. Der eine nimmt die Maße der mutmaßlichen Bauwerke und rechnet herum, der andere rechnet herum und wieder andere rechnen wieder anders herum. Dabei kommen alle zu unterschiedlichen Resultaten. Einer erkennt eine Beziehung zum Mond, der andere zum Saturn, ein weiterer zum Alpha Centauri und noch einer meint, sie kamen vom Mars, der Venus und gleichzeitig auch von den Plejaden. Der ursprüngliche Zweck dieser angenommenen Nachricht wäre völlig verfehlt.

Mir fällt hierbei als erstes ein, dass man in diesen Monumenten eine Ausrichtung einbaut, die sehr starke Bezüge zu jenem Himmelsteil oder gar Stern(bild) zeigen. Beispielsweise Ausrichtungen verschiedener Gebäudeteile oder man erbaut nach dem gleichen Prinzip wie das Pythagoras-Dreieck das Sternbild auf Erden nach. Dazu würde es sich am besten eignen, wenn dies innerhalb der Pythagoras-Anordnung befindet. Damit wäre das schwierigste Problem geschafft.

Der "Black Night Satellit": Umkreis die Erde seit Jahrtausenden ein Beweis für die Astronauten der Antike? (Bild: NASA's Goddard Space Flight Center, Greenbelt, Md. / Bearbeitung: L. A. Fischinger)
VIDEO & ARTKEL: Der “Black Night Satellit”: Umkreis die Erde seit Jahrtausenden ein Beweis für die Astronauten der Antike? (Bild: NASA’s Goddard Space Flight Center, Greenbelt, Md. /Montage: Fischinger-Online)

Da auch die Ancient Aliens auf ihrem Planeten mittels Wellen kommunizieren werden (Funkt etc.) wäre folglich ein aufgrund der Entfernung viele Jahre dauernder SETI-Lauschangriff auf dieses System nötig. Die Frequenz und Bandbreite, auf der man die Radioteleskope ausrichten muss, wären natürlich in den Maßen der Bauten zu finden. Sie könnten sich (einfach, und das ist wichtig) aus Längen, Breiten- und Höhenangaben ableiten lassen. Oder und vor allem durch einen binären Code.

Doch Stopp! Welches Maß ist das Maß der Dinge?

Der Meter, der Zoll oder eine der zahllosen Ellen der Antike?! Keines. Die Ableitung einer mutmaßlichen Frequenz, auf der man den Stern abhorchen soll, müsste sich mit jedem x-beliebigen Messsystem durchführen lassen. Entweder, die Erbauer dachten auch daran, die Maßeinheit irgendwie der Nachwelt zu übermitteln, oder sie müssten sich geometrischen (oder auch chemischen!) Beziehungsverhältnissen bedienen, die immer gleich sind.

Außerhalb der Erde suchen

Die Idee, Außerirdische bauen gewaltige Monumente in mathematischer Präzision, ist möglich. Sofern natürlich alle oben genannten Punkte, vor allem der Schutz vor Zerstörung und die sichere Ankunft an den richtigen Empfänger, erfüllt werden. Aber, das wissen wir alle, diese existieren nicht.

Doch lohnt es sich für Ancient Aliens überhaupt, auf einem fremden Planeten Kraftakte zu verrichten oder verrichten zu lassen, dessen Beständigkeit ohne jede Frage unsicher ist? Vielleicht, denn wir kennen ihr Ziele nicht.

Aber es ist weitaus geeigneter und weniger aufwendig, eine Nachricht über ihre einstige Anwesenheit der Nachwelt außerhalb der Erde zu hinterlassen. Dies könnte in Form von Satelliten sein, oder aber durch Bauten bzw. Artefakte auf dem Mond, im Asteroidengürtel oder besser noch dem Mars.

Haben Außerirdische auf dem Mars einen Atomkrieg geführt? (Bilder: NASA & gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Haben Außerirdische auf dem Mars einen Atomkrieg geführt? (Bilder: NASA & gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Oder auch an zahllosen verschiedenen Orten im Sonnensystem zugleich, wie es auch “Arch Mission” für das Wissen der Menschheit plant. Diese Organisation will in Archiven auf Mond, Mars und anderen Plätzen im Sonnensystem Archive mit allen Errungenschaften des Menschen verteilen. Ab 2020 soll es mit einer ersten Mond-Bibliothek starten, wie am 17. Mai 2018 in diesem Beitrag HIER berichtet.

So halte ich es für wesentlich geeigneter und sinnvoller, beispielsweise mehrere Sonden im Erdorbit oder um/auf dem Mond in Stellung zu bringen. Dort können sie hunderttausende Jahre verweilen, bis eine intelligente Menschheit mit ihrer entwickelten Raumfahrt sie findet.

Aber wie finden wir sie? Auch dieses Problem lässt sich raffiniert lösen und garantiert dabei, dass die Botschaft die Menschheit nur dann erreicht, wenn sie technologisch reif genug ist.

E-Mail der Götter verzweifelt gesucht!

Die mutmaßlichen Sonden der Ancient Aliens im All kreisen in unserem Gedankenspiel deaktiviert um die Erde oder befinden sich auf dem Mond (oder sonst wo). Von Zeit zu Zeit – alle 2.000, dann 1.000 dann 500 Jahre und später in noch kleineren Schritten, aktiviert sich die kosmische Botschaft von selbst und erwacht aus ihrem Winterschlaf. Sie sendet dann auf einer von allen kosmischen Einflüssen abgeschirmten oder zumindest einer sehr “sauberen” Frequenz ihr „Funkfeuer“. Besser und wahrscheinlich ist es jedoch, wenn sie nach der Aktivierung auf einer gewaltig großen Bandbreite an Frequenzen die E-Mail der Götter als Leuchtfeuer senden würde.

Eine derart verborgene Botschaft ist zu 100 Prozent in der Lage nicht etwa Karl dem Großen oder anderen Personen ohne entsprechendes Wissen um das Universum und die erforderlichen Technologien in die Hände zu fallen. Erhält die piepende Sonde von Ancient Aliens im All keine Antwort, schaltet sie sich wieder ab. Bis zum nächsten Erwachen und Senden.

Man könnte sogar soweit spekulieren, dass die Sonde oder die Sonden – mehrere sind sicherer – erst durch ganz bestimmte Radiostrahlen bzw. Frequenzen von der Erde aus aktiviert werden.

Das letzte Interview (1998) mit Josef F. Blumrich - dem Vater des Raumschiffs des Ezechiel: "Meine Ansicht ist unverändert." (Bild: J. F. Blumrich / Montage: L. A. Fischinger)
Das letzte Interview (1998) mit Josef F. Blumrich – dem Vater des Raumschiffs des Ezechiel: “Meine Ansicht ist unverändert.” (Bild: J. F. Blumrich / Montage: Fischinger-Online)

Diese immer von der Erde abstrahlenden Signale zeigen der intelligenten Technik der Vorzeit im All, dass die Menschen da unten eine technische Zivilisation besitzen und bereit für den Kontakt sind. Oder zumindest sein könnten. Dies würde aber bedeuten, dass die Systeme mehr Energie benötigen und auch anfälliger sind, als wenn die Sonden nur eine Uhr über die Jahrtausende laufen haben, die dann und wann den Satelliten aktiviert. Doch was wissen wir schon über die Technologie der Ancient Aliens …?!

Auch und natürlich auf dem Mars wäre eine solche Botschaftssonde hervorragend aufgehoben. Sie würde beispielsweise aktiv, wenn Radiosignale bzw. Funksignale (nicht von NASA-Sonden à la “Viking” & Co.) vom Mars zur Erde gefunkt werden. Und dies wäre bei der ersten Landung des Menschen auf dem Mars. Mit Sicherheit also dann, wenn die Menschheit unlängst eine Raumfahrer-Kultur hervorgebracht hat, die in der Lage sein wird, die eigentliche Botschaft zu verstehen.

Diese Sonde der gesuchten Ancient Aliens ist aber nicht unbedingt die eigentliche Botschaft der Götter. Sie ist das “Pythagoras-Dreieck” (nur besser) aus dem ersten Beispiel. Der Satellit bzw. sein Funkfeuer dient ausschließlich als Lockmittel und Hinweis im Sinne von „Hier, Erdlinge! Hier gibt es was Spannendes zu entdecken!“ …

Die wahre Botschaft schlummert beispielsweise in ihrem Inneren. Und hier hätten die mutmaßlichen Außerirdischen gewaltige Ideen einfließen lassen können. Die Botschaft müsste nicht verborgen sein, denn die Finder sind ja entsprechend fortgeschritten in Wissenschaft und Wissen. Binäre und genetische Codes, Bilder, astronomische und mathematische Darstellungen, einfache Piktogramme und unendliche Möglichkeiten mehr stehen zur Verfügung, um dem Menschen von heute (oder übermorgen) auf diese Weise eine Nachricht zukommen zu lassen.

Nano-Technologie im All

Doch auch hier haben wir durchaus das Problem, dass die E-Mail Gottes im Laufe der kosmischen Jahrtausende zerstört werden könnte. Auch wenn die Absender abertausende dieser technischen Hinweise im Sonnensystem im Mini- oder besser Nano-Format verteilt haben sollten.

Zuversicht bei der NASA: “In 20 Jahren finden wir außerirdisches Leben!” Voller Optimismus in die Zukunft (Bilder: NASA / gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)
Zuversicht bei der NASA: “In 20 Jahren finden wir außerirdisches Leben!” (Bilder: NASA / gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Nano-Technologie wäre sicherlich die beste und wirtschaftlichste Lösung, damit wenigstens einige der Sonden die Zeiten überstehen. Wir sehen schon heute, welche gewaltigen Fortschritte die Entwicklungen dieser Technologien in unserer Welt macht. Sie sind riesig…oder besser gesagt: winzig. Unlängst haben Kosmologen diese Techniken bei ihren Spekulationen und Hypothesen über die Zukunft der Raumfahrt und den Möglichkeiten von Außerirdischen mit einbezogen.

Warum sollten also Ancient Aliens vor Jahrtausenden nicht ungleich höher entwickelte Nano-Technologie genutzt haben? Es spricht nichts dagegen.

100prozentig sicher sein, dass diese technologische Nachrichten auf dem Mars, im Asteroidengürtel, einem Mond des Saturn oder sonst wo uns irgendwann auch unbeschadet und samt seinen enthaltenen Informationen erreicht, konnten auch die Götter aus dem All nicht. Wie soll man zum Beispiel den Einschlag eines Asteroiden oder eine Kollision mit diesem über undenkliche bzw. unbekannte Zeitepochen ausschließen? Oder haben die Fremden von den Sternen auch daran gedacht und „Abwehrsysteme“ installiert …? Oder Millionen von Nano-Sonden verteilt?

Spekulationen der Prä-Astronautik? Ohne Frage! Unhaltbare Ideen und Annahmen ohne realen Background? Nicht unbedingt!

VIDEO-Interview von Lars A. Fischinger mit Erich von Däniken (Bild: L. A. Fischinger)
VIDEO-Interview von Lars A. Fischinger mit Erich von Däniken (Bild: Fischinger-Online)

Wenn wir eine ernsthafte, eine handfeste und eindeutige Botschaft der Astronautengötter vor Jahrtausenden suchen, so doch wohl auf diesem oder ähnlichem Wege. Folglich am besten außerhalb der Erde. Falls nicht irgendwann ein SETI-Signal oder eine Ladung/Ankunft der Außerirdischen den Beweis erbringen wird, dass sie da waren. Und selbstverständlich unter den beiden Voraussetzungen, dass diese Außerirdischen auch hier waren und ganz bewusst der Menschheit der Zukunft dies auch mitteilen wollten.

Aber auch – natürlich! – vorausgesetzt, die wie auch immer gearteten „Mächtigen der Welt“ enthalten uns diese nicht vor …

Die Ancient Aliens kommen – und schockieren die Prä-Astronautiker und Erich von Däniken-Leser

Abschließend ein anderer Gedanke bei der Suche nach dem ultimativen Beweis für die Richtigkeit der Prä-Astronautik:

Vielleicht würden die “Mächtigen der Welt” den Beweis vertuschen, vielleicht haben sie ihn sogar schon oder vielleicht liegt dieser sogar in unserem genetischen Code. Wer weiß. Aber der Beweis 2.0 für die Existenz fremder Zivilisationen im Kosmos wäre fraglos ihre öffentliche, physische für alle sichtbare Ankunft auf unserem Planeten Erde.

Als Vorreiter der  Prä-Astronautik spricht Erich von Däniken hierbei gerne von einem “Götterschock“. Damit meint er, dass dieses Ereignis die Menschheit schockieren würden, da sie als Spezies darauf nicht vorbereitet ist. Eine Meinung die viele – wie auch ich – teilen, andere aber ablehnen.

Doch vielleicht verpassen die Außerirdischen ja den durchaus auf ihre Ankunft vorbereiteten Prä-Astronautikern der westlichen Welt einen Schock!? Nämlich dann, wenn wir die (hoffentlich friedlichen) Fremden aus dem Universum mit den Worten begrüßen:

“Willkommen auf der Erde, da seit ihr ja wieder!”

Und diese daraufhin antworten:

“Wieso … wieder?!” …

Mehr zum Thema auch in meinem Vortrag “Artefakte der Astronautengötter und die Suche nach dem ultimativen Beweis”, den ich 2014 beim One-Day-Meeting der “Forschungsgesellschaft für Archäologie, Astronautik und SETI” (A.A.S.) gehalten haben.

Ihr finden diesen auf meinem YouTube-Kanal unter Fischinger-Online und hier:

Bitte auf das „Play-Symbol“ klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft [klick] hier.
Euer Jäger des Phantastischen
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Die USA will keinen "Todesstern" á la STAR WARS bauen: Er wäre zu teuer, hat Schwachstellen und die USA "ist gegen die Zerstörung von Planeten"

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Das Weiße Haus (Sebastian Wallroth, Wikimedia)

Vor einiger Zeit wurde das Weiße Haus in Washington, USA,  in einer Online-Petition dazu aufgefordert, bis zum Jahr 2016 mit dem Bau eines “STAR WARS-Todesstern” anzufangen. Über 34.000 Unterschriften kamem dafür online zusammen. Paul Shawcross, der Chef der Wissenschafts- und Weltraumabteilung des Weißen Hauses Büro für Management und Budget, lehnte dies nun in einer offiziellen Antwort der Obama-Regierung mit viel “STAR WARS”-Witz ab. Aber es gibt auch eine durchaus ernste Komponente.

von Lars A. Fischinger


Drei Argumente sprechen laut Shawcross gegen den Bau eines “Todessterns”: 

  • Die Konstruktion eines Todessterns würde uns schätzungsweise mehr als 850.000.000.000.000.000 US-Dollar kosten (hier). Wir arbeiten hart daran, das Defizit zu verringern, nicht es zu vergrößern.
  • Die Regierung ist gegen die Vernichtung von Planeten.
  • Warum sollten wir unzählige Mengen von Steuergeldern in einen Todesstern mit einer fundamentalen Schwachstelle investieren, die durch ein Ein-Mann-Raumschiff ausgenutzt werden kann?

Shawcross spielt damit auf Episode IV (“Eine neue Hoffnung”) der Science-Fiction-Fime aus dem Jahr 1977 an. Dort wird der friedliche und unbewaffnete Planet “Alderaan” vom “Todesstern” mit einem Super-Laser vernichtet und die Kampfstation später von Luke Skywalker an der genannten Schwachstelle zerstört.

Shawcross schließt seine Antwort auf die Petition ebenfalls mit Anspielungen auf die “STAR WARS”-Filme:



Wenn sie eine Karriere in den Bereichen Wissenschaft, Technologie, Ingenieurswissenschaften oder Mathematik anstreben, wird die Macht mit uns sein! Vergessen Sie nicht: Die Fähigkeit des Todessterns, einen Planeten oder sogar ein ganzes Sternensystem zu zerstören, ist nichts gegen die Stärke, die die Macht verleiht.”

Auch hier spielt er wieder auf Episode IV an. Darin sagt der Bösewicht Darth Vader an Bord des Todessterns zum Kommandanten:

Sein Sie nicht allzu stolz auf Ihr technologisches Schreckgespenst…. Die Fähigkeit, einen ganzen Planeten zu vernichten, ist nichts gegen die Stärke, die die Macht verleiht.”

…wie auch schon der Titel seiner Antwort eine Anspielung auf Episode IV für die Fans ist:

“This Isn’t the Petition Response You’re Looking For” – “Das ist nicht die Petition, die sie suchen.”

Jedi-Ritter Obi-Wan Kenobi sagt nämliches Ähnliches bei der Flucht vom Wüstenplaneten “Tatooine” (hier) in dem verruchten Raumflughafen “Mos Eisley”. Dort, wo man laut Kenobi zu Luke Skywalker “mehr Abschaum und Verkommenheit versammelt finden” kann, als sonst wo. Mit Hilfe der “Macht” manipuliert Kenobi dort ein Suchkommando der imperialen Sturmtruppen mit den Worten:

Das sind nicht die Droiden, die ihr sucht.”

Und entkommt so den Häschern.

Als “STAR WARS”-Fan für mich natürlich eine schöne Antwort des Weißen Hauses…
Natürlich war die Online-Petition mit dem Wunsch, die USA mögen einen “Todesstern” bauen und so auch die Wirtschaft ankurbeln auch nicht so bierernst gemeint. Zumal die beiden “Todessterne” in den Filmen mehrer hundert Kilometer Durchmesser haben.

Aber halt!


Tatsächlich gibt es Ideen und Gedanken solche ähnlichen “Laser-Stationen” um die Erde und/oder auch im Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter zu stationieren. Diese würden zwei Aufgaben erfüllen. Erstens: die Abwehr von bösen Aliens und zweitens, die Abwehr von Asteroiden und Kometen, die mit der Erde kollidieren würden. Das ist nicht sehr weit hergeholt, wie es die Erdgeschichte eindeutig beweist. Derzeit sind wird Erdenmenschen vollkommen wehrlos wenn ein Asteroid gleich welcher Größe in Richtung Erde rast. Ein solcher Broken von 10, 20 oder noch mehr Kilometern Durchmesser wird “Planetenkiller” genannt. Doch schon viel kleinere Objekt würden der Erd-Zivilisation den Garaus machen.

Die meisten Astronomen sind überzeugt, dass irgendwann erneut ein kosmischer Killer auf unseren Planeten einschlagen wird. “Todessterne” könnten eines Tages tatsächlich solche Geschosse auf Erdkurs abwehren.

Und wer weiss, ob nicht doch irgendwann fremde Aliens die Erde überfallen wollen…

Links

   Zum Thema:

  Es muss nicht alles so sein, es kann auch ganz anders sein. Manche Rätsel sind Scheinrätsel, manche werden zu welchen gemacht, manche aber widerstehen ziemlich hartnäckig allzu glatten Erklärungsversuchen.

(Walter-Jörg Langbein, 1993 in “Die großen Rätsel der letzten 2500 Jahre”)
www.Youtube.com/FischingerOnlineDER MYSTERY-VIDEO-CHANNEL
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Die Apokalypse! Aber wo bleibt der angebliche Planet Nibiru alias “Planet X” eigentlich immer? (Update)

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Wann kommt der Planet Nibiru - der legendäre Planet X - nun endlich zur Erde? (Bilder NASA/JPL / Montage: L. A. Fischinger)
Wann kommt der Planet Nibiru – der legendäre Planet X – nun endlich zur Erde? (Bilder NASA/JPL / Montage: L. A. Fischinger)

Glauben wir gewissen Kreisen der Esoterik-Szene, kommt ein Planet mit dem Namen Nibiru oder auch Planet X im Jahr 2012 nahe der Erde vorbei oder kollidiert sogar mit dieser. Die Folgen eines solches Szenarios sind bekannt und sollen hier nicht weiter ausgeführt werden. Nur ein Wort: Weltuntergang! Doch, dass es sich dabei um eines der vielen 2012-Märchen handelt, mit den Maya nichts zu tun hat und woher dieser Mythos genau kommt – das wissen scheinbar nur wenige. Die wichtigsten Details zum Planeten Nibiru und seiner erwarteten Wiederkehr deshalb auf dieser Seite. Auch wenn 2012 lange vorbei ist, sind diese Fakten quasi im jeden Jahr immer wieder aktuell!

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