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Was machte eigentlich der “Nibiru-Autor” und Prä-Astronautiker Zecharia Sitchin in der Cheops-Pyramide – mit Hammer und Meißel?! (+ Videos)

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Was machte eigentlich der "Nibiru-Autor" Zecharia Sitchin in der Cheops-Pyramide - mit Hammer und Meißel?! (Bilder: Sitchin.com & Fischinger-Online)
Was machte eigentlich der “Nibiru-Autor” Zecharia Sitchin in der Cheops-Pyramide – mit Hammer und Meißel?! (Bilder: Sitchin.com & Fischinger-Online)

Vor einigen Jahren machte der “Cheops-Skandal” um die Privatforscher Stefan Erdmann und Dr. Dominique Görlitz international Schlagzeilen. Angeblich hätten sie die Namenskartusche des Pharao Cheops in einer kleinen Kammer der Cheops-Pyramide beschädigt. Ein Aufschrei in den Medien folgte. Eine regelrechte Hetzjagd begann. Doch bereits Jahre zuvor hatte schon der bekannte Prä-Astronautik-Autor Zecharia Sitchin einen ganz anderen Plan. Er wollte auf illegalen Wege und mit voller Absicht die besagte Inschrift in der Pyramide beschädigen, um eine Probe herauszubrechen. Unverblümt und detailliert hat er selber dieses Vorhaben geschildert. Was dahin steckt und warum er meint, dass dabei ein  Attentat auf ihn verübt wurde, erfahrt Ihr in diesem Artikel. Ein Kaum bekanntes oder beachtetes Kapitel rund um Sitchin und die Cheops-Pyramide!


Zecharia Sitchin und die Prä-Astronautik

Ein Autor, der die heutige Prä-Astronautik wie kaum ein zweiter beeinflusst hat, war Zecharia Sitchin aus den USA.

Der 2010 verstorbene Prä-Astronautik ist jener, der die Außerirdischen Anunnaki “in die Welt setzte”. Heute längst ein Kampfbegriff in Sachen Ancient Aliens und Prä-Astronautik. In seinen zahlreichen Büchern verbreitete er die Spekulation, dass diese Anunnaki-Aliens einstmals von einem bisher unbekannten Planeten in unserem Sonnensystem kamen.

Diesen Planeten innerhalb unseres Sonnensystems taufte er Nibiru. Von hier sollen die Astronauten der Antike gekommen sein. Auch wenn nachweislich eine derartige außerirdische Zivilisation auf einen Planeten, wie Sitchin ihn sich erdachte, nicht existieren konnte.

Vielfach war der Autor Sitchin bereits Thema auf Fischinger-Online. Ebenso “seine Anunnaki”, die sich leider in den letzten Jahren immer mehr in der Prä-Astronautik und entsprechender Literatur ausbreiten. Fernab der Realität über diese Anunnaki vom Himmel, sondern längst bis ins Absurde gesteigert. Sogar fernab der von Sitchin selber dazu erfunden Geschichten. Das stellt längst eine ernsthafte Beschäftigung mit dem Thema vor ungeahnte Probleme, wenn man sich für die Götter der Vergangenheit interessiert. Oder besser zu interessieren beginnt, worauf ich als Prä-Astronautiker immer wieder umfassend verweise (verweisen muss).

Zecharia Sitchin hat in seinen Büchern neben den Hautideen der Anunnaki vom Planeten Nibiru zahllose weitere Themen in der Prä-Astronautik bekannt gemacht. Themen, die heute vielfach isoliert von ihm als eigentliche Quelle weiterhin kursieren. Gern auch in abgewandelten Formen. Auch und vor allem gilt das für die Pyramiden von Gizeh in Ägypten.

Die Cheops-Pyramide und Sitchin

Vor allem die weit verbreitete Idee, dass die Entdeckung des Namens von Pharao Cheops als Beweis für die Archäologie innerhalb der Cheops-Pyramide ein Betrug sei, stammt von Sitchin. Dieser Name finden ich in der sogenannten Cheops-Kartusche in einer der Entlastungskammern in der Großen Pyramide. Es sind niedrige “Räume”, die sich oberhalb der Königskammer befinden, und die erst im 19. Jahrhundert entdeckt wurden.

Mittels Sprengstoff bahnten sich die Entdecker ihren Weg durch die Pyramide, bis sie auf besagte Kammern stießen. Dort finden sich Schriften auf den Steinen und unter ihnen eine Kartusche mit den Namen des Cheops. Hierzu heißt es bis heute, dass diese Inschrift bei ihrer Entdeckung 1837 durch Howard Vyse von ihm selber an die Wand gemalt wurde. Damit läge hier ein gewaltiger Betrug vor, den Vyse nur deshalb heimlich initiierte, damit er sich als großen Entdecker feiern lassen konnte.

Genau das brachte Sitchin 1982 in die Prä-Astronautik ein. Umfassend hat er es damals in seinem Buch “Stufen zum Kosmos” versucht zu beweisen, da Sitchin die Gizeh-Pyramiden in seinen Büchern für eine Art Navigationshilfen für einfliegende Raumschiffe hielt. Und seit Jahren werde auch ich als Autor des Phantastischen immer mal wieder beim Thema “Pyramiden” gefragt: “Warum nimmt niemand eine Probe der Kartusche, um das Thema Fake oder echt endlich ad acta legen zu können?” Vor einigen Jahren löste genau dieses Thema aber den “Cheops-Skandal” um Dr. Dominique Görlitz und Stefan Erdmann aus, über den HIER vielfach berichtet wurde.

Diese Frage steht seit Jahrzehnten im Raum und ist demnach mit Sicherheit nicht neu. Auch wenn beispielsweise eine Datierung der Farbe mit der Radiokarbon-Methode wohl nicht möglich wäre, da sie nicht organisch ist. Dennoch wurde dann und wann danach “verlangt”, dass man endlich eine Probe der Kartusche nimmt und diese datiert und analysiert. Stammt sie aus dem 19. Jahrhundert und ist damit ein Betrug – oder ist sie mindestens 4.500 Jahre alt?

Sitchins geheimer Plan

Auch Zecharia Sitchin selber dachte sich, dass ein Probe “seiner Kartusche” des Cheops eine wunderbare Sache wäre. So könne er, sofern das Ergebnis zu seinen Gunsten ausfiele, endliche belegen, dass die Kartusche eine Fälschung sei. Und tatsächlich hatte Sitchin mit einem Kollegen vor, eine Probe der Königskartusche zu nehmen. Auf illegalem Wege und ohne Wissen der Behörden, wie er es selber zugab. Inklusive Beschädigung der Kartusche.

Vielen scheint diese Tatsache nicht bewusst zu sein. Und gerade im Zuge des “Cheops-Skandal” vor einigen Jahren ist das nicht uninteressant. Wirft es doch erneut an fragwürdiges Licht auf Dr. Zahi Hawass. Es mag aber auch daran liegen, dass Sitchin selber diese Ereignisse um “seine Probe” in einem Buch veröffentlichte. Und was heutzutage in Büchern und damit nicht erscheint, nehmen viele gar nicht mehr war …

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So schreibt Sitchin in “Journeys to the Mythical Past” 2007, das 2010 als “Auf den Spuren alter Mythen” in deutsch erschien, folgendes: Während einer Leserreise 1997 in Israel entschied er sich einen spontanen Abstecher von dort nach Ägypten zu machen. Er wolle schließlich schon lange “die Zeichen in Farbe untersuchen”, mit denen der Name des Pharao in einer Entlastungskammer geschrieben steht. Dafür sollte sein Mittelsmann Abbas schon vor der besagten Leserreise “seine gute Beziehungen zu Dr. Hawass nutzen”, um hier irgendwie Zugang zu den Kammern zu bekommen. Sitchin “drängte ihn”, wie er schreibt, da die die Lage vor Ort in Ägypten sehr schwierig machen würde.

Letztlich wurde von Hawass tatsächlich die Erlaubnis erteilt. Nie zuvor sei es Sitchin gelungen “den ‘Tatort’ persönlich aufzusuchen”, an dem seiner Meinung nach der “große Pyramiden-Schwindel” durch Vyse geschah.

Da kein geringerer als Dr. Zahi Hawass ihnen die Erlaubnis erteilte, die Entlastungskammern zu betreten, war Sitchin voller Hoffnung. Ein Leser mit Namen “Wallace M.” (“Wally”) begleitete ihn, da dieser seien Exkursion und möglichen Entdeckungen im Bild dokumentieren konnte.

Unter falschen Tatsachen in die Cheops-Pyramide

“Wally” wurde daraufhin als Sitchins offizieller Fotograf ausgegeben. Sitchin schreibt weiter:

Abbas schrieb Wallys Namen auf die Liste, die er zuvor beim Büro des Direktors der Altertümer von Gizeh einreiche musste, und bezeichnete ihn als meinen Fotografen; tatsächlich aber hatte ich noch eine andere, vertrauliche Aufgabe für Wally, für die er einige seiner kleinen Werkzeuge mitnehmen sollte: Er sollte eine Probe der roten Farbe entnehmen, mit der die ,Steinmetzzeichen’ an die Steinquader gemalt waren, damit wir sie auf ihr Alter hin untersuchen lassen konnten. Ich hielt dies für wichtig (…)”

Sitchin hielt diese “Datierung” und heimliche und illegalen Probeentnahme in dem Sinne für wichtig, da er damit beweisen wollte, dass sein “Verdacht auf eine Fälschung richtig” wäre.

Am 25. September 1997 gestatte es Hawass dann, in die Kammern über der Königskammer zu gehen. Besser gesagt zu klettern. “Aber es darf keine Fotos geben”, mahnte er, da jüngst an diesem Tag eine ägyptische Zeitung umfangreich berichtete, dass zahllose Ausländer “unter dem Deckmantel der Archäologie” das Erbe der Ägypter zu besudeln. Mit Duldung der Behörden würden Atlantis– und Alien-Fans als “Archäologen” sich an den Denkmälern Ägyptens zu schaffen machen. Ein Vorwurf, der tatsächlich (auch) Mitte der 1990ger Jahre absolut korrekt war.

Trotzdem erlaubte Hawass nach einigem hin und her in seinem Büro letztlich doch. Seine Angestellten halfen natürlich auch mit Leitern in der Pyramide aus, da die Entlastungskammern ohne Leiter nicht zu erreichen sind.

Zecharia Sitchin war gut vorbereitet und hatte sogar Kopien von Skizzen dabei, die die Positionen der roten Inschriften in den Kammern zeigten. Von diesen sollten Stücke heraus gebrochen werden. Aber soweit kam es nicht. Sitchin fiel beim Aufstieg über die Leiter ein schweres Stück Holz auf den Schädel, und er musste umgehend blutend in ein Krankenhaus. Er glaubte sogar schon, wie er es umfangreich in seinem Buch ausführt, dass es “sein Ende” und sein Schädel gebrochen sei. Mehr noch, denn Sitchin spekuliert sogar, dass es ein Anschlag auf ihn war. Selbst Hawass wird zwischen den Zeilen als Auftraggeber des Attentates genannt.

Sitchin jedenfalls wollte “noch heute Nacht” zurück in die USA, da er meinte, er sei in Ägypten nicht mehr sicher …

Ziel: Absichtlich und illegal die Cheops-Kartusche beschädigen!

“Wally” wiederum schaffte es nach oben in die Kammer des Schreckens, nachdem “Anschlag” auf Sitchin. Und so berichtete er Sitchin was weiter geschah:

Als wir in unser Hotel zurückkehrten, wartete Wally bereits auf mich; er hatte schon gehört, was mir zugestoßen war. Seine Hand war verbunden. ,Was ist mit DIR passiert?’, fragte ich nach. Er beugte sich zu mir herüber und flüsterte mir ihn Ort: ,Ich versuchte, ein Stück aus dem Stein herauszubrechen, auf dem sich die Zeichen in roter Farbe befinden, doch stattdessen verletzte ich mich nur.’

Es wurde also 1997 nichts, dass der Sitchin-Freund “Wally” mit Hammer und Meißel ein Stück aus der Kartusche des geheimnisvollen Cheops heraus schlagen konnte.

Aber diese Ausführungen zu Zecharia Sitchins Bericht, zeigt eines mehr als deutlich: Dr. Zahi Hawass konnte viele Jahre zu privaten Anliegen “Ja und Amen” oder “Nein und Tschüss” sagen, wie es ihm beliebte. Natürlich wusste Hawass damals aber nicht, was dieser “Wally” und Sitchin in Wahrheit mit der Kartusche des Pharao vor hatte. Und dieses Vorhaben von Sitchin und seinem Helfershelfern war eindeutig. Die absichtliche und illegale Beschädigung der Kartusche in der Cheops-Pyramide, nachdem man sich zuvor unter Vorspiegelung falscher Tatsachen Zutritt zur besagten Entlastungskammer verschaffte.

Falsche Tatsachen deshalb, da “Wally” als Sitchins Fotograf ausgeben wurde. Er aber eindeutig im Rahmen dieser angezettelten Verschwörung den Auftrag hatte für den Privatmann Sitchin “eine Probe der roten Farbe” zu nehmen. “Herausbrechen” wollte sie “Wally” sogar, wie er seinem Auftraggeber Sitchin später erzählte.

Irgendeine Art von Aufschrei, nachdem Sitchin 2007 in seinem Buch diese Geschichte detailliert in dem Kapitel “Der verhängnisvolle Tag” unverblümt schilderte, hat es nie gegeben. Obwohl dieses Kapitel durch das darin geschilderte “Attentat” auf Sitchin in allen Ausgaben des Buches mit als Werbeaufmacher diente. Die Suche nach der Wahrheit und dem “größten Geheimnis der Pyramiden” habe er “fast mit dem Leben bezahlt”, wie es darin heißt.

Kein Vergleich zum “Cheops-Skandal” um Erdmann und Görlitz, nachdem diese Proben an einer ganz anderen Stelle der Großen Pyramide entnahmen. Legal übrigens …

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C14-Datierungen und die Cheops-Pyramide: Alles nur eine Frage der Proben? Von flexiblen Radiokarbondatierungen, phantastischen Daten und verlorenen Artefakten (Artikel)

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Die C14-Datierung und die Cheops-Pyramide: Alles nur eine Frage der Proben? (Bilder & Montage: Fischinger-Online)
Die C14-Datierung und die Cheops-Pyramide (Bilder & Montage: Fischinger-Online)

Keine Bauten der antiken Kulturen faszinieren mehr, als die Pyramiden in Ägypten. Vor allem um die Cheops-Pyramiden in Gizeh ranken sich dementsprechend zahlreiche Legenden, Spekulationen und Thesen. Sie stammt laut archäologischer Forschung aus der IV. Dynastie und ist damit rund 4.500 Jahre alt. Erbaut eben von Pharao Cheops, dessen Regierungszeit Ägyptologen sehr gut zu kennen glauben. Und dabei werden ihre Forschungen durch moderne C14-Datierungen (Radiokarbondatierung) untermauert, wie es heißt. Doch was genau ergaben wann und wie diese C14-Analysen? Welche Daten, Zeitangaben und Datierungen wurden ermittelt oder liegen bei den Pyramiden vor? Gab es Abweichungen? Und wenn ja, wie werden diese erklärt? Genau diesen und vielen weiteren Fragen soll in diesem Blog-Artikel genauer nachgegangen werden. Sie reichen von mehr als erstaunlichen Aussagen bis zu unglaublicher Schlamperei bei der Erforschung der Cheops-Pyramide, wie Ihr hier lesen könnt.


Die Cheops-Pyramide und der Gizeh-Komplex

Die Pyramiden in Ägypten, allen voran die Cheops-Pyramide in Gizeh, sind wohl die bekanntesten Bauten der Geschichte. Und dank Generationen von Archäologen und Forschern sind heute viele der Mysterien und Rätseln der Pyramiden bekannt oder entzaubert.

Vor allem was das Alter und die Herkunft der Pyramiden von Gizeh angeht, sind sich Ägyptologen scheinbar ihrer Sacher sehr sicher. Eigentlich hat keiner von ihnen Zweifel daran, wann wer und zu welchen Zweck die Monumente unweit von Kairo errichtet hat. Es waren drei mächtige Pharaonen aus einer Familie vor vielen Jahrtausenden, die sich hier ihre letzte Ruhestätten erbauen ließen, sagen die Archäologen.

Namentlich waren es die Herrscher Cheops, Chephren und Mykerinos aus der IV. Dynastie des sogenannten Alten Reich. Somit wären sie auf der Grundlage der von den Ägyptologen ermittelten Zeiten der drei Pharaonen in den Jahren 2620 bis 2503 vor Christus erbaut worden. Diese drei Hauptbauten waren einst 146,6, 143,5 und die kleinste 65 Meter hoch, zu denen sich noch mindestens 7 keine sogenannten Königinnenpyramiden gesellten. Plus eine enorme Anzahl an Gang- und Schachgräbern, die zum Teil jedoch erst nach den drei großen Pharaonen angelegt wurden.

Gegen Ende der IV. Dynastie, um etwa 2500 vor Christus, kam noch das hin und wieder als “vierte Pyramide” bezeichnete Bauwerk der Königin Chentkaus I. in Gizeh hinzu. Eine kleine Stufenpyramide mit einst 18,5 Metern Höhe und mit nur zwei Stufen unweit des Taltempels von Mykerinos. Die Pyramide gilt zwar als größtes Grab einer Königin des Alten Reich, doch sehr viel weiß man über Chentkaus I. nicht. Einig ist man sich dahingehen, dass sie während des Überganges von der IV. zur V. Dynastie großen Einfluss auf das politische und wohl auch religiöse Geschehen in Ägypten gehabt haben muss.

Damit nicht genug. Rund acht Kilometer von den Gizeh-Pyramiden entfernt steht die Pyramide des Pharao Radjedef (Djedefre) aus der IV. Dynastie. “Pyramide” kann man die Ruinen bei Abu Roasch allerdings heute nicht mehr nennen, da unter anderem exzessiver Steinraub sie fast vollständig den Erdboden gleichmachte. Dennoch ist Radjedef alles andere als ein unbekannter Herrscher. Zumindest für Archäologen, denn ein Tourist verirrt sich eigentlich nie hierher.

König Radjedef war ein Sohn von Pharao Cheops und sein direkten Nachfolger. Er bestieg den Thron noch vor dem wesentlich berühmteren Chephren; dem Bauherren der zweiten Pyramide von Gizeh und angeblich auch der großen Sphinx. Radjedefs Pyramide war ursprünglich nur 67 Meter hoch und damit vergleichbar mit der Mykerinos-Pyramide von Gizeh. Lediglich 11 Meter davon blieben allerdings bis heute erhalten. Von den mindestens zwei gleichfalls dort gebauten Königinnenpyramiden ist fast nichts mehr zu sehen.

Gebaut hat sie der Herrscher etwa 2580 bis 2570 vor Christus.

Pyramiden-Wahn

Die Herrscher der IV. Dynastie waren allesamt dem Pyramidenbau-Wahn verfallen. Wahnsinnige auf der Suche nach Unsterblichkeit, könnte man sie guten Gewissens nennen.

Rund zehn Pyramiden plus zahllose Nebenpyramiden wurden in der Zeit geschaffen, die die Ägyptologen auf etwa 2620 bis 2503 vor Christus datieren. Nicht alle lebten bzw. regierten dabei lang genug um sich selber echte Pyramiden bauen zu können. Denn mindestens sieben Pharaonen sollen sich in dieser Zeit das Zepter in die Hand gegeben haben.

Nur die Könige Snofru (der sich gleich drei Haupt-Pyramiden bauen ließ), Cheops, Chephren und Mykerinos gelten hier als relevant. Nur sie herrschten mit jeweils um 20 Jahren lang genug und lebten damit auch entsprechend lange. Was aber schon an dieser Stelle zahllose Fragen aufwirft. Und das beginnt eigentlich schon mit dem Beginn des Pyramidenzeitalters der IV. Dynastie um das Jahr 2620 vor Christus mit Snofru. Denn das ist das Todesjahr des Pharao, der eigentlich schon ab 2670 vor Christus die Herrschaft über Ägypten übernahm. Als Bauherr von drei gewaltigen Pyramiden wird er mit Sicherheit direkt nach seiner Thronbesteigung mit der ersten Grundsteinlegung begonnen haben.

In diesen 50 Jahren baute er seine drei Pyramiden. Die “Pyramide von Meidum”, die “Knickpyramide” und die “Rote Pyramide”, wie sie heute genannt werden. Sie stehen südlich von Gizeh im Bereich der Nekropole von Dahschur und eine in Sichtweite in Meidum. Rechnet man seine anderen Bauvorhaben und die kleinen Pyramiden (zum Beispiel “Kultpyramiden”) hinzu, eine schier übermenschliche Leistung. Auch in “nur” rund 50 Jahren. Wenn er denn so lange regierte.

Der legendäre “Königspapyrus Turin” oder “Turiner Königsliste” besagt nämlich, dass er nur 24 Jahre regierte. Andere Quellen sprechen von 29 Jahren. Und diese “24 Jahre” sollen nach dem für die Chronologie des Alten Ägypten heute so wichtigen “Königspapyrus” auf sogenannte “Zählungen” beruhen. Landesweite Zählungen, die alles andere als regelmäßig und damit auch nicht jährlich stattfanden. Es können Jahren zwischen diesen “Zählungen” gelegen haben …

Ein Dilemma für Geschichtsforscher und Archäologen, die versuchen aus zahllosen Quellen die Geschichte der Pharaonen zu rekonstruieren. Und diese widersprechen sich gerne. Teilweise sogar erheblich, um nicht zu sagen: gewaltig. Welche Angaben und Informationen die Forscher von den antiken Chronisten und Geschichtsschreibern übernahmen und als “wahr” ansehen, ist hierbei durchaus ein Ermessensspielraum.

Man denke, um nur ein Beisiel zu nennen, an Herodot. Einige seiner Aussagen zu Pharao Cheops und seiner Pyramide, wie etwa die Regierungszeit des Königs, akzeptieren die heutigen Forscher. Andere wiederum werden als Fake-News der Antike abgelehnt. Zum Beispiel, dass 100.000 Sklaven die Pyramide bauten, dabei Eisen nutzten oder Cheops selber gar nicht in der Pyramide sondern in dessen Nähe begraben wurde.

Von den oft unglaublichen Pyramiden-Überlieferungen des Hitat aus dem Mittelalter wollen Ägyptologen schon mal gar nichts wissen. Zum Beispiel erfahrt Ihr in dieser Artikel-Serie HIER und auch in diesem Artikel HIER sowie diesem Video HIER dazu mehr.

C14-Datierungen und die Cheops-Pyramide

Kann hier nicht die moderne Wissenschaft Abhilfe schaffen, um dieses Wirrwarr in Sachen Alter und Bauzeiten zu entwirren? Vor allem die C14-Datierung (Radiokarbondatierung)? Obwohl, wie erst kürzlich HIER berichtet, die so gewonnen Daten erneut in der Kritik stehen. Sie seien zu ungenau, hieß es.

Interessant sind derartige Datierungen und vor allen die variierenden Ergebnisse für viele aber erst dann, wenn sie die “großen Bauten” der alten Zivilisationen betreffen. Eben allen voran die Pyramiden in Ägypten, die bereits tatsächlich mehrfach im Fokus von C14-Anaysen standen. Verwundern sollte das aber nicht. Immerhin sind die Pyramiden von Gizeh aufgrund ihrer Einmaligkeit, ihrer Berühmtheit und als letztes der antiken Sieben Weltwunder für jeden Archäologen ein Highlight.

Zum Beispiel die C14-Datierungen von 1984, als Denkmälern aus der III. Dynastie (Djoser-Pyramide) bis zur V. Dynastie (Unas-Pyramide) datiert wurden. Eigentlich sollten die damaligen Ergebnisse noch heute jeden Ägyptologen schockieren, denn sie waren “durchschnittlich 374 Jahre älter als die Daten der Cambridge Ancient History der Könige, mit denen die Pyramiden identifiziert wurden”. So ein Forscherteam um Shawki Nakla und David Koch zum Beispiel in “Archaeology” Nr. 5/1999.

Als Ursache für diese eklatanten Abweichungen der anerkannten Chronologie wird bis heute angenommen, dass die datierten Holzproben und Holzkohlerest unter anderem kontaminiert waren. Kontaminiert durch die Verwendung alten Holzes beim Pyramidenbau. Die Forscher, denen übrigens der damals noch recht unbekannte Dr. Zahi Hawass angehörte, schrieben 1999 zu diesen früheren Datierungen:

Trotz dieser Diskrepanz bestätigten die Radiokarbondaten, dass die Große Pyramide zu der von Ägyptologen untersuchten historischen Ära gehörte. Bei der Bewältigung der 374-jährigen Diskrepanz mussten wir das alte Holzproblem berücksichtigen. 1984 hielten wir es für unwahrscheinlich, dass die Pyramidenbauer durchweg jahrhundertealtes ägyptisches Holz als Brennstoff für die Herstellung von Mörtel verwendeten. (…)

Die Ergebnisse von 1984 ließen uns zu wenig Daten, um den Schluss zu ziehen, dass die historische Chronologie des Alten Reiches um fast 400 Jahre fehlerhaft war, aber wir betrachteten dies zumindest als eine Möglichkeit. Wenn unsere Radiokohlenstoff-Altersschätzungen aus irgendeinem Grund fehlerhaft waren, mussten wir alternativ davon ausgehen, dass viele andere Daten aus ägyptischen Materialien ebenfalls verdächtig waren.”

“Dies führte zu einer zweiten, größeren Studie”, die ab 1995 durchgeführt wurde.

Neue Datierungen, neue Unklarheiten

Material für diese C14-Datierungen wurden vor rund 25 Jahren von Gräbern aus der I. Dynastie und der Stufenpyramide von Sakkara ebenso entnommen, wie von den Pyramiden von Gizeh der IV. Dynastie. Einige entnahmen die Experten Pyramiden der V. und VI. Dynastie sowie aus dem Mittleren Reich (bis ca. 1781 vor Christus). Insgesamt waren es 450 Proben von 33 Monumenten, die beim “Pyramids Radiocarbon Dating Project” schließlich untersucht wurden.

Diese neue Studie des Physikers Professor Dr. Willy Wölfli von der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich und vor allem David H. Koch und Kollegen brachte noch mehr Verwirrung in die Kohlenstoffdatierungen (s. a. HIER). Denn nach diesen neuen Resultaten wies die Pyramiden des Cheops ein Alter auf, das 52 Jahre höher war, als es in den Geschichtsbüchern steht. Mindestens, denn die gewonnen Daten schwankten enorm (z. B.: Willy Wölfli: “Archäologie mit einem Schwerionenbeschleuniger”, Nr. 2/1994 & Herbert Haas u.a.: “Radiocarbon Chronology and the Historical Calendar in Egypt”, “British Archaeological Reports”, 1987):

Erstens gibt es zwischen 1984 und 1995 erhebliche Unterschiede zwischen Cheops und Chephren, nicht jedoch zwischen Djoser und Mykerinos. Zweitens sind die Daten von 1995 verstreut und variieren sogar für ein einzelnes Denkmal stark. Für Cheops verteilen sie sich über einen Bereich von etwa 400 Jahren. (…)

Acht kalibrierte Daten auf Stroh aus der Pyramide von Sesostris II. (XII. Dynastie, Mittleres Reich, etwa 1845 bis 1837 vor Christus, Anm. LAF) reichten von 103 Jahren älter bis 78 Jahre jünger als die historischen Daten seiner Regierungszeit, wobei vier Daten nur um 30, 24, 14 und drei Jahre verschoben waren.”

Auch die Pyramide des Chephren zeigte einen Widerspruch, der einige Jahrhunderte(!) Jahre umfasste. Die kleinste und Pharao Mykerinos zugesprochene Gizeh-Pyramide wäre nach den Analysen sogar einige Jahrhunderte jünger, als es die Archäologie sagt. Auch ältere Messwerte von bis zu 557 Jahren vor der angeblichen Erbauungszeit der Monumente lieferten die Datierungen.
Für die Experten gibt es dafür bis heute nur eine ausschlaggebende Erklärung:

Die Pyramidenbauer verwendeten älteres Kulturmaterial, sei es aus Gründen der Zweckmäßigkeit oder um eine bewusste Verbindung zwischen ihrem Pharao und seinen Vorgängern herzustellen.”

Recycling für den Pharao

Als Beispiel für diese Wiederverwendung nennen sie unter anderem die Stufenpyramide von Sakkara des Pharao Djoser aus der III. Dynastie. In diesem Monument entdeckten Archäologen insgesamt über 40.000 Steingefäße, dessen Inschriften die Namen der meisten Könige der I. und II. Dynastie trugen. Der Name von Djoser selber kam dabei nur ein einziges Mal vor. “Vielleicht hat Djoser die Vasen aus den 200 Jahre alten archaischen Gräbern in Nord-Sakkara gesammelt”, so die Archäologen. So konnte ein Bauherr Kosten und Mühen sparen, was auch Holz als Bau- und Brennmaterial mit einschloss, wie die Forscher betonen (“Radiocarbon”, Nr. 3/2001).

Ebenfalls wird darauf verwiesen, dass die Proben der Analysen von 1984/85, insgesamt 85 an der Zahl, inklusive fünf von der Sphinx, von der Außenseite der Cheops-Pyramide entnommen wurden. Winzige Stroh- und Holzstücke, die im Mörtel eingeschlossen waren.

Aufgrund solcher (hier nur zusammengefasster) Ergebnisse von C14-Datierungen dürfte es nicht verwundern, wenn Laien wie Experten dieser Methode immer wieder kritisch gegenüberstehen. Was im Zusammenhang mit dem genannten “Pyramids Radiocarbon Dating Project” allerdings auch sehr interessant ist, ist folgendes.

Durchgeführt wurden die Forschungen von einer Reihe Archäologen und anderen Wissenschaftlern. Mit dabei war natürlich auch Dr. Zahi Hawass, der damals noch aktiv im ägyptischen obersten Rat für Altertümer war. Ebenso beteiligt war der sehr bekannte Ägyptologe und Autor mehrerer Bücher über Pyramiden Dr. Mark Lehner. Koordiniert und verwaltet wurden die Untersuchungen von der “Ancient Egypt Research Associates, Inc.” Und schon damals war Lehner mehr als überrascht über die Ergebnisse:

Die Daten reichen von 3809 vor Christus bis 2869 vor Christus Im Allgemeinen sind die Daten also (…) deutlich früher als das beste ägyptologische Datum für Cheops.

Kurz gesagt, die Radiokarbondaten legen je nach der beachteten Stichprobe nahe, dass die ägyptologische Chronologie zwischen 200 bis 1.200 Jahren schwankt. Ich kann mir vorstellen, dass es einigen stinken wird. Die Pyramide von Gizeh ist 400 Jahre älter als Ägyptologen glauben.”

Eine große mediale Aufmerksamkeit blieb aus. Erstaunlicherweise. Auch sind diese frühen C14-Resultate heute kaum bekannt.

Noch weniger bekannt ist aber, dass das gesamte Projekt von der “Edgar Cayce Foundation” (ARE – korrekter Name: “Association for Research and Enlightenment”) bezahlt wurde. Immerhin 17.000 US-Dollar. Eine Organisation mit Hauptsitz in den USA, denen man zumindest heute keine Zusammenarbeit mit anerkannten Ägyptologen zutrauen würde. Oder besser gesagt umgekehrt.

Spuren von Atlantis?

Denn diese “Edgar Cayce Foundation” ist nach dem Seher Edgar Cayce benannt, der unter anderem in seinen “Weissagungen” von Atlantis und der “Halle der Aufzeichnungen” in Gizeh sprach (mehr dazu findet Ihr z. B. in diesem Video HIER sowie HIER). Über 10.000 Jahre sei nach Cayce und seinen bis heute aktiven Anhängern Gizeh alt. Das heute in der Grenzwissenschaft in aller Munde kursierende Jahr 10.500 vor Christus für eine Art untergegangene Urkultur usw. stammt von genau diesem Cayce. Obwohl der “Wahrsager” und “schlafende Prophet”, wie man ihn bis heute nennt, bereits im Jahr 1945 in den USA starb, sind seine Ideen weiterhin populär.

Genau diese Aussagen von Cayce wollte die ARE mit diesem C14-Datierungs-Projekt belegen. Was augenscheinlich nicht gelang, auch wenn die gewonnenen Ergebnisse überaus interessant sind. Auf ein Alter der Monumente oder der Sphinx von 12.500 Jahren wiesen diese aber nicht annähernd hin.

Bei den neueren Datierungen 1995 war der Lehner-Sponsor David H. Koch erneut dabei. Denn Koch hatte zusammen mit der ARE bereits zuvor die Arbeiten gesponsert.  Darunter auch das sehr bekannte “Giza Plateau Mapping Project” ab 1982 von Lehner.

Dass eine Beteiligung der “Edgar Cayce Foundation” bei Projekten und C14-Datierungen in Gizeh heute von den Ägyptologen lieber “vergessen” wird, sollte nicht verwundern. Mit Atlantis und einer vor mindestens 10.000 Jahren in Gizeh anwesenden unbekannten Kultur, möchte die etablierte Archäologie nicht in Zusammenhang gebracht werden. Obwohl David Koch in seinem Artikel “Dating the Pyramids” in der angesehenen Fachzeitschrift “Archaeology” 1999 noch explizite die “Edgar Cayce Foundation” in diesem Zusdammenhang nennt.

Inzwischen hat sich auch der Ägyptologe Lehner selber unlängst von der ARE mehr und mehr entfernt, wie es der bekannte Autor Robert Bauval schon 2002 in einem Artikel schrieb.

Heute wäre eine Kooperation zwischen der ARE und Ägyptologen vor Ort im Land der Pyramiden schon sensationell. Dazu muss man nur auf die zahllosen Aussagen und Statements von Seiten der etablierten Forscher der letzten Jahrzehnte zu dieser Art “Hobby-Pyramidenforscher” schauen. Etwa von Dr. Rainer Stadelmann, der von 1989 bis 1998 Chef des “Deutschen Archäologischen Institut” in Kairo (DAIK) war. Und natürlich von Dr. Zahi Hawass selber.

10.500 vor Christus vs. C14-Datierungen

Interessant ist bei diesen C14-Datierungen in Zusammenhang mit der ARE natürlich das Ergebnis für die Organisation selbst. Es widerspricht eindeutig den “Lehren” von Edgar Cayce über Alter und Herkunft der Cheops-Pyramide und der Sphinx enorm. Grob 7.000 Jahre liegen zwischen der Angabe um 10.500 vor Christus und den Ergebnissen Radiokarbondatierungen. Und das ist gewaltig, auch für die alternative Geschichtsforschung. Wobei natürlich die Zweifel an den ermittelten Daten auch für die ARE gelten dürfen und sollten.

Allerdings ist es bezeichnet, dass die umfangreiche Internetseite der “Edgar Cayce Foundation” heute nichts von dem damaligen und einmaligen Projekt berichtet.

Private Pyramidenforscher, von der etablierten Archäologie seit dem 19. Jahrhundert auch spöttisch “Pyramidologen” oder sogar “Pyramidioten” genannt, zweifel grundsätzlich. Nicht nur, da zwei, drei Überlieferungen im oben erwähnten Hitat existieren, die den Bau der Gizeh-Pyramiden vor die Sintflut datieren. Viel zitiert wird auch der Priester und Geschichtsschreiber Manetho (um 250 vor Christus). Auch wenn dessen Werke nicht mehr vollständig von ihm selber vorliegen, so wird er doch von anderen Geschichtsschreibern immer wieder zitiert. Etwa von Eusebius im 4. Jahrhundert nach Christus.

Unglaubliche Behauptungen finden sich in diesen Chroniken. Denn darin heißt es, dass nach einer 13.900 Jahre andauernden Herrschaft der Götter über Ägypten, ihnen Halbgötter auf den Thron folgten. Diese regierten nochmals 11.000 Jahre über das Land am Nil, bis ihnen dann die eigentlichen Pharaonen folgten. Zusammen also 25.000 Jahre – erst dann übernahmen die Menschen und mit ihnen die anerkannte Geschichtsschreibung die Macht.

Auch Herodot (ca. 490 bis 430 vor Christus) berichtete vergleichbares in seinen “Historien” über Ägypten. Er habe persönlich vor Ort in Theben von den Priestern erfahren, dass seit 11.340 Jahren die Hohenpriester dort im Amt seien. Dies entspräche 341 Generationen, so Herodot, weshalb man ihm zum Beweis 341 Statuen präsentierte. “Denn jeder Oberpriester stellte dort schon zu Lebzeiten seine eigene Statue auf”, schrieb Herodot bereits im 5. Jahrhundert vor Christus dazu.

Kein Ägyptologe nimmt solche und ähnliche Angaben ernst. Was man sicher mehr als verstehen kann.

Phantastische Daten

Wie gesehen passen aber auch die C14-Datierungen nicht zu diesen unfassbaren Daten. Sofern man sie auf die Cheops-Pyramide übertragen möchte. Hinzu kommt, dass Herodot angeblich nicht nur der “Vater der Geschichtsschreibung” war, sondern gleichfalls ein “Erzähler zahlreicher Märchen”. So schreibt beispielsweise der Geschichtsprofessor Wolfgang Blösel in seiner umfangreichen Untersuchung “Themistokles bei Herodot: Spiegel Athens im fünften Jahrhundert” (2004, S. 45):

Je nach Blickwinkel wurde Herodot schon in der antiken, aber dann auch neuzeitlichen Bewertung entweder als ‘Vater der Geschichtsschreibung’ oder als ‘Vater der Lügen’ apostrophiert. Bezeichnenderweise jedoch trägt schon Ciceros Loblied auf Herodot als pater historiae, in das die Gelehrten verstärkt seit dem 19. Jahrhundert miteinstimmen, diese starke Ambivalenz in die, moniert Cicero doch im gleichen Atemzug bei ihm ‘zahllose Märchen.

Dies veranschaulicht mehr als deutlich das Problem, dass die anerkannte Ägyptologie mit derart aus dem Rahmen fallen Behauptungen und Daten von Herodot und anderen Historikern haben. Was ist Wahrheit, was ist Lüge? Was sollen oder wollen die modernen Forscher glauben, was lieber nicht?

Anders bei den oben genannten C14-Datierungen. Sie passen zwar nicht wirklich zu der anerkannten Chronologie Ägyptens, aber wenigstens so in Etwa. Fehler in den Messergebnissen seien durchaus akzeptabel, solange sie nicht vollkommen aus der Zeit fallen. Kontaminationen, wiederverwendete Materialien, die üblich Toleranz bei C14-Datierungen oder auch natürliche Abweichungen wären halt die Ursache. Das gilt auch für die Kalibrierung und damit Anpassung der Jahreszahlen mit der “Baumringdatierung” (Dendrochronologie). Die allerdings, wie sich kürzlich zeigte (s. Artikel HIER), im Zusammenspiel mit der C14-Methode ebenfalls alles andere als perfekt ist.

Schaut man in die zahnlosen einschlägigen Fachbücher über Pyramiden und das Alte Ägypten, finden sich kaum nennenswerte Kritiken an den C14-Daten. Im Gegenteil. In dem erstmals 1974 erscheinenden Klassiker “Das Rätsel der Pyramiden” von Dr. Kurt Mendessohn (1992, S. 19), heißt es:

Noch vor wenigen Jahrzehnten klafften daher die Ansichten einzelner Ägyptologen über die Regierungszeiten früher Pharaonen bisweilen um mehrere Jahrhunderte auseinander. Inzwischen gelang es jedoch – nicht zuletzt dank naturwissenschaftlicher Methoden (die etwa Radiokarbondatierung), vor allem aber durch sorgfältigsten Vergleich aller verfügbaren Daten -, einen bemerkenswert zuverlässigen Überblick über 3.000 Jahre altägyptischer Geschichte zu gewinnen.”

Raum für Spekulationen

Grenzwissenschaftler und “alternative Historiker” sehen das ganz anders. Wer will es ihnen verdenken, wenn schon die wissenschaftlichen Datierungen durch Radiokarbon um Jahrhunderte schwanken? Wobei man an dieser Stelle erneut unterstreichen muss, dass Altersangaben wie 12.500 Jahre ein Extrem zu den etablierten 4.500 Jahren sind. Das sieht auch der Physiker und Autor des Buches “Pyramiden und Planeten“, Dr. Hans Jelitto, so. Ein privater Pyramidenforscher, der die Form und Anordnung der Gizeh-Pyramiden mathematisch mit den inneren Planeten in Korrelation bring. Er schreibt:

Während die Ägyptologen den Bauzeitpunkt anhand der überlieferten Königslisten auf etwa 2600 bis 2500 v. Chr. festlegen, ergaben vor einigen Jahren Messungen mit einer verfeinerten Radiokarbon-Methode (Beschleuniger-Massen-Spektroskopie bzw. AMS, Accelerator mass spectrometry) den Zeitraum 3030 bis 2905 v. Chr. für den Bau der Cheops-Pyramide mit einer Wahrscheinlichkeit von 95 %.

Das ist eine Diskrepanz von immerhin ca. 400 Jahren. Diese Messungen stellen eine der modernsten und genauesten physikalischen Methoden zur Altersbestimmung dar.

So Jelitto auf seiner Internetseite. Er hält Messfehler bei den Datierungen “für unwahrscheinlich, da die Messungen sorgfältig an ca. einem Dutzend Bauwerken des Alten Reiches durchgeführt wurden”. Für Jelitto sind solche Forschungsergebnisse ein deutlicher Hinweis darauf, dass die Pyramiden von Gizeh mehr waren, als nur Gräber mächtiger Pharaonen.

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Dass die zahllosen analysierten Proben aus Gizeh und vielen anderen Orten Ägyptens viel Raum für Spekulationen lassen, steht außer Frage. Nach Meinung der Ägyptologen war es mal nachträglich irgendwie dahin gekommenes Material, oder einfach älteres Recyclingmaterial.  Bei der Cheops-Pyramide beispielsweise zeigt sich das überaus eindeutig, wie Hawass, Lehner, Wölfli und andere in “Radiocarbon Dates of Old and Middle Kingdom Monuments in Egypt” (“Radiocarbon”, Nr. 3/2001) dokumentierten.

Darin listen sie die entsprechenden Radiokarbondatierungen auf, die bei den verschiedenen Projekten in Ägypten an zahlreichen Bauten genommen wurden. Hunderte von Ergebnissen quer durch die Dynastien, die aber keine gewaltigen Überraschungen zeigen. Also beispielsweise keine Probe aus dem Mörtel der Pyramide, die plötzlich mit einem Alter von 10.000 Jahren aus der Reihe fällt. Allein 46 Proben bzw. C14-Datierungen von der Cheops-Pyramide listen die Forscher in ihrer Publikation auf. Bis auf eine aus Schilf war es in allen Fällen Holzkohle.

Ein paar Jahrhunderte Abweichung

Und die Altersangaben bei Cheops?

Sie reichen von zu jung bis zu alt, konkret von 3.810 bis 5.020 Jahre. Und hierbei ist die letzte genannte Datierung, angeben mit einer Fehlerquote von 130 Jahren, doppelt interessant. Nicht nur da sie rund 400 Jahre älter als der angenommene Pyramidenbau selber ist, sondern auch dadurch, wo genau man eben diese Probe entnahm. Es war die Südwestecke des oberen Bereichs der 198. Steinlage. Dort sicherte man die Holzkohle zur Beprobung. In unmittelbarer Nachbarschaft, in der gleichen Ecke der 198. Steinlage, wurde allerdings noch eine weitere Probe entnommen. Sie war mit einer Toleranz von 85 Jahren nur 4.395 Jahre alt.

Seltsam. Hier hätten also die Baumeister Holz bzw. Holzkohle in einem identischen Bauabschnitt und quasi am selben Tag genutzt, deren Bäume als Rohstoffquelle in einem Abstand von rund 700 Jahren gefällt wurden. Theoretisch ist das zwar möglich, aber wie würde sich das belegen lassen?

Man schien bei den C14-Datierungen der “ARCE 10A” und “ARCE 10B” genannten Holzkohleproben damals selber etwas irritiert gewesen zu sein. Zumindest wurde die zweite Probe, jene, die im Labor auf 5.020 Jahre datiert wurde, ein zweites mal untersucht. “Im selben Kontext” wie bei der ersten Untersuchung, wie der Bericht festhält. Diesmal kam man auf ein Alter von nur 4.440 Jahren. Jedoch mit der enormen Toleranz von 320 Jahren. Ungefähr passte dieses Ergebnis nun zum favorisierten Richtfest der Cheops-Pyramide um 2580 vor Christus.

Die Welt war wieder in Ordnung, wie man meinen könnte. Nur leider ist die Welt der Pyramidenforschung alles andere als in Ordnung, wie es weitere Beispiele belegen. So etwa das unrühmliche Ende des Sarkophags aus der Mykerinos-Pyramide. Entdeckt haben ihn 1837 Howard Vyse und John Perring, die sogar mit Sprengungen an der Außenseite der Pyramide nach weiteren Kammern suchten. Zurück blieb “Vyse’s Hole”, ein neun Meter riesiges Loch.

Seltsames aus der Mykerinos-Pyramide

In den Berichten “Operations carried on at the Pyramids of Gizeh in 1837” (1940) und “Appendix to Operations carried on at the Pyramids of Gizeh in 1837” (1942) schildern Perring und Vyse, dass der entdeckte Sarg ein prachtvolles Exemplar aus Basalt ohne Deckel gewesen sei. Gewesen deshalb, da sie ihn aus der Mykerinos-Pyramide stahlen und nach Großbritannien verschiffen wollten. Leider kam er dort nie an, da das Schiff “Beatrice” auf dem Weg 1838 samt Sarkophag und anderer Kostbarkeiten sank. Obwohl die Forschung verständlicherweise über diesen herben Verlust bis heute trauert, wird dabei ein weiterer Fund in der Pyramide gern vernachlässigt.

Perring und Vyse entdeckten bei ihren brachialen Forschungen einen zweiten Sarkophag mit einer Mumie innerhalb der Mykerinos-Pyramide. Dieses Exemplar war nicht nur menschenförmig, sondern auch aus Holz gefertigt. Zudem trug der Sargdeckel den Namen von Pharao Mykerinos.

Eine Mumie bzw. Reste einer Mumie in oder nahe einem Holzsarkophag, der den Bestatteten als Mykerinos ausweist, sind ein mehr als interessanter Fund für die Ägyptologie. So dachte man, denn leider stellte sich diese Bestattung als “Fake” heraus. Als eine sogenannte Sekundärbestattung aus späteren Epochen. So wurde der Sarg selber schnell in die Spätzeit des Alten Ägypten und damit tausende Jahre nach dem Bau der Mykerinos-Pyramide datiert. Entstanden sei er in der saitischen Epoche, die etwa von 664 bis 332 vor Christus ging.

Bei Mumie wurde es noch seltsamer. Denn sie stammt nach C14-Datieungen aus christlicher Zeit. Folglich wurde selbst der vergleichsweise sehr junge Holzsarg in der Pyramide Jahrhunderte später erneut benutzt. Warum aber der Name des Pharao Mykerinos auf dem Sargdeckel geschrieben wurde, bleibt ein Rätsel.

Die Entdeckung des Waynman Dixon in der Cheops-Pyramide

Blicken wir an dieser zurück auf die Große Pyramide von Gizeh. Und zwar etwas ausführlicher auf durchaus erschreckende Vorkommnisse.

Dass Proben, die für eine Altersbestimmung an der Außenseite eines Monumentes dieser Güte entnommen werden, immer Skeptiker auf den Plan rufen, ist verständlich. Es wäre demnach ein unschätzbarere Vorteil, wenn Wissenschaftler ein entsprechend geeignetes Artefakt innerhalb der Pyramide entdecken würden. Am besten sogar noch in einem seit der Erbauung verschlossenen Raum oder einer Kammer. Damit wäre ein späteres Eindringen des Stückes ausgeschlossen. Nicht wie im Fall des seltsamen Sarkophag der Mykerinos-Pyramide.

Und tatsächlich gibt es ein solches Objekt aus dem Inneren der Cheops-Pyramide, das von den Erbauern zurückgelassen wurde. Ober besser gesagt hat es ein solches gegeben, wie zum Beispiel in diesem Video HIER bereits berichtet.

Gefunden wurde es 1872 von Waynman Dixon in einem der kleinen “Lüftungsschächte” in der Königinnenkammer der Cheops-Pyramide. Es sind jene längst legendären Schächte, an dessen Ende sich “Blockiersteine” befinden, die während verschiedener Roboter-Missionen seit 1993 erkundet wurden. Letztlich bohrte man auch durch sie hindurch und schaute auch mit einer kleinen Kamera dahinter. Sie sind nur rund 20 Zentimeter klein, rechteckig und führen rund 65 Meter durch das Pyramiden-Innere. Seit Jahrzehnten sorgen gerade diese winzigen Korridore mit ihre Blockierungen am Ende für Kontroversen und Diskussionen.

Jeder an den Rätseln der Archäologie interessierte Laie kennt sie heute.

Bis in das Jahr 1872 waren die “Gänge” allerdings vollkommen unbekannt. Niemand wusste von ihrer Existenz, da sie in der Kammer der Königin verschlossen und vor allem nicht sichtbar waren. Bis Dixon kam, die Wände abklopfte und dabei bemerkte, dass es an zwei Stellen merkwürdig hohl klang. Daraufhin meißelte er an der Nord- und Südwand der Kammer die Steine an den hohl klingen Stellen auf und fand so die beiden “Luftschächte”.

Er und sein Partner Dr. James Grant entdeckten dabei aber noch mehr. Im Inneren der Schächte lagen einige Objekte, die heute als “Dixon-Relikte” bekannt sind. Eine Steinkugel, einen kleinen Haken aus Metall und ein Stück Holzlatte. Wobei anzumerken ist, dass der Fundort des Metall-Hakens in der Pyramide nicht ganz klar ist. Andere Quellen sprechen davon, dass er an einer ganz anderen Stelle des Bauwerkes verborgen lag, als Dixon ihn aufspürte. Mehr dazu aber weiter unten.

Verschollen und wiedergefunden

Die “Dixon-Relikte” wurden im Dezember 1872 in “Nature” und “The Graphic” sowie im Januar 1873 in “Harper’s Weekly” veröffentlicht. Weitere Publikationen folgten und bis heute ist man sich unter Ägyptologen uneins, was diese Artefakte einst für einen Zweck hatten. Selbst darüber, in welchen der beiden bis 1872 verschlossenen Schächte, dem Nord- oder dem Südschacht, welches Objekt von Dixon genau geborgen wurde, herrscht Unklarheit. Die Angaben wurden im 19. Jahrhundert bis heute immer widersprüchlicher.

Sehr gut hat diesen Umstand Stefan Bergdoll in seiner Untersuchung “Die Dixon-Relikte und die Geheimnisse der kleinen Schächte der Cheopspyramide” (“Göttinger Miszellen: Beiträge zur ägyptologischen Diskussion”, Heft 248, 2016) dokumentiert.

So unscheinbar die Fundstücke auch aussehen mögen, so spannend ist ihre Geschichte seit ihrer Bergung durch Dixon. Kurz gesagt gingen sie verloren, tauchten dann im Nachlass einer Dixon-Nachfahrin wieder auf und kamen daraufhin in das Britische Museum in London. Wo sie dann erneut verloren gingen oder vergessen wurden. Erst als der bekannte Autor und Pyramidenforscher Robert Bauval am 6. Dezember 1993 in “The Independent” über den Verlust der Objekte einen Artikel veröffentlichte, und die Leser nach Informationen über ihren Verbleib bat, suchte man im Britischen Museum nach diesen. Und fand sie auch.

Die 1872 von Waynman Dixon entdeckten Relikte
Die 1872 von Waynman Dixon entdeckten Relikte, Illustration aus “Harper’s Weekly” vom 11. Januar 1873

Allerdings nicht alle, denn das knapp 13 Zentimeter lange Holzstück blieb verschollen. Weitere Recherchen ergaben, dass das Holz 1946 in das Marischal Museum in Aberdeen gelangt sein könnte. Es wurde von den anderen “Dixon-Relikten” getrennt, die in einer Zigarrenkiste verwahrt wurden, und heute im Britischen Museum ausgestellt sind. Leider aber ist auch das Museum in Aberdeen nicht behutsam mit diesem einmaligen Fund umgegangen. Bergdoll dazu:

2001 tauchte dann in einer Inventarliste des Marischal Museums in Aberdeen der vermisste ‘Holzmaßstab’ unter der Objektnummer ABDUA:24358 zwar auf, konnte aber nicht gefunden werden, da das Museum damals im Umzug begriffen war.”

Sehr optimistisch schrieb Michael Haase, Autor zahlreicher Artikel und Bücher über die Pyramiden Ägyptens, noch 2004 in seine Buch “Eine Stätte für die Ewigkeit” (S. 50):

Mittlerweile verdichten sich aber die Vermutungen, dass sich das Holzfragment in den Magazinbeständen des Marischal Museums der Universität von Aberdeen befinden könnte.”

Die 1872 veröffentlichten Zeichnungen dieses “Stock” lassen vermuten, dass es eine Art Messlatte war. Hinterlassen von den Erbauern der Cheops-Pyramide. Auch die Aufzeichnungen aus dem 19. Jahrhundert lassen diese Vermutung zu. Hierzu würde passen, dass auf den Seiten entsprechende “Kerben” eingeschnitten gewesen sein sollen. “Sie tragen parallele Linien wie Markierungen”, hieß es dazu in Nature”, “möglicherweise war es Teil eines Längenmaßes”.

Anhand der dazu damals veröffentlichten Abbildung des mutmaßlichen Messstabes kann man sie allerdings nicht wirklich exakt interpretieren.

Was man aber sehr deutlich sieht, sind die Enden der kleinen und rechtwinkligen Latte. Sie sind gerade und sauber abgeschnitten, so dass die Vermutung, es handelt sich um irgendein abgebrochenes Stück, eher unwahrscheinlich ist. Auf der Zeichnung oben erkennt man allerdings (vorne rechts), dass eine Ecke fehlt.

In der ersten Veröffentlichung in “Nature” vom 26. Dezember 1872 über die Artefakte war in diesem Zusammenhang noch von weiteren Holzfragmenten die Rede. Die Beschreibung damals:

Ein kleiner rechteckiger Zedernstab, an einem Ende gebrochen, und einige Fragmente.”

Schlamperei im Museum

Mit diesem “Stock” aus vermuteten Zedernholz läge der Pyramidenforschung ein einmaliges und unschätzbar wertvolles Fundobjekt vor. Auch wenn es nur “Fragmente” oder Bruchstücke wären. Bedauerlicherweise ging auch das Marischal Museum mit dem Artefakt alles andere als sorgsam um. “Eine Anfrage an das Marischal Museum vom 8. Dezember 2014 brachte folgendes Ergebnis”, so Stefan Bergdoll:

Das Objekt wurde bis heute nicht mehr aufgefunden und entzieht sich somit dem Versuch einer Altersbestimmung nach der C14-Methode. Das Museum beherbergt mehr als 63.500 Objekte, wobei ca. 6.000 Objekte zur ägyptischen Sammlung zählen. Da das Museum über 100 Jahre alt ist, kam es leider dazu, dass einige Objekte ihre Beschriftungen verloren haben oder an der falschen Stelle deponiert wurden, was das Auffinden eines Objekts enorm erschwert oder sogar unmöglich macht.

Für die Ägyptologie und Erforschung der Großen Pyramide ist das niederschmetternd! Ein von den Pyramidenbauern angefertigtes und gesägtes Holzstück, dass bis 1872 seit Jahrtausenden an einem Ort im Inneren der Pyramide unberührt lag, ist heute einfach – weg. Resigniert schreibt auch Bergdoll in seiner Studie:

Was den Verbleib des vermissten Holzstücks angeht, bin ich eher skeptisch, d.h. ich glaube nicht, dass besagtes Stück jemals wieder auftaucht und auch noch zweifelsfrei als solches identifiziert werden kann. Leider ist damit eine Möglichkeit verspielt, das Alter der Cheopspyramide mittels C14-Methode überprüfen zu können.

Natürlich ist es alles andere als ein Einzelfall, dass in Museen antike Artefakte und archäologische Fundstücke “verloren” gehen oder einfach “verschwinden”. Man denke nur das ehrwürdige Ägyptische Museum von Kairo. Auch dort verschwanden unzählige Objekte aus den Kellern. Oder sie werden einfach nicht mehr wiedergefunden, können nicht mehr eingeordnet werden oder irgendwelche Zuordnungen von Inventarbeständen sind überhaupt nicht mehr möglich.

Noch schlimmer ging es in der Vergangenheit zu. Da wurden Artefakte und sogar ganze Mumien aus den Depots des Museums heraus an betuchte Sammler unter der Hand verkauft.

Falsche Angaben, kaputt und verloren!

Stöbert man in den Katalogaufzeichnungen des Marischal Museums der Universität von Aberdeen findet man das gesuchte Holzobjekt weiterhin gelistet. Auch wenn niemand mehr weiß, wo es überhaupt liegt und ob es überhaupt noch im Lager ist. In der Aufzeichnung wiederum heißt es, dass es ein Messinstrument (bzw. ein Teil davon) der Steinmetze war, dass 1946 dem Museum geschenkt wurde. Von E. F. Morice, einer Nachfahrin des Mitentdeckers Grant. Katalogisiert wurde es am 26. November 1946.

So weit, so gut. Denn ansonsten strotzt die Karteikarte des Museums von Fehlern. Angefangen beim dort genannten “Herstellungsdatum des Objekts”, das mit 4000 vor Christus angegeben wird (“4000 BC”). Also fast 2.000 Jahre vor dem Bau der Cheops-Pyramide.

Bei der kurzen aber vielsagenden “Objektgeschichte” stimmt schon fast gar nichts mehr. In nur vier Sätzen sind alle vier Hauptangaben bzw. Daten falsch. Dort heißt es, dass das Objekt 1886 von Dixon in einem der “Ventilationsschächte der Großen Pyramide von Gizeh in der Königinnenkammer” gefunden worde. Die Öffnung der Schächte und die Entdeckung des Artefaktes war aber bereits 1872. Weiter heißt es in der Beschreibung, dass die Cheops-Pyramide aus dem Jahr 400 vor Christus stammt (“400 BC”), was wiederum dem “Herstellungsdatum des Objekts” gewaltig widerspricht.

Hierzu zitiert das Museum die Spenderin selber aus einem Brief vom 18. August 1946. Wobei hier das Datum nicht stimmt, da sie diesen bereits am 18. Juni verfasste. Darin ist in der Tat bereits das falsche Alter der Pyramide genannt, was vom Museum einfach übernommen wurde. Allerdings nannte Morice, dessen Name übrigens im Museumskatalog auch noch falsch geschrieben wurde, in ihrem Brief als Fundjahr korrekt. Um die Verwirrung abzurunden, hat das Museum unter “Notizen” das korrekte Jahr 1872 angeben.

Ignorieren wird die falschen Angaben und deuten sie als Abschreibfehler des Briefes von Morice an das Museum, bleibt noch eine weitere, traurige Aussage. So notierte das Museum 1946 aus dem Schreiben der Schenkerin:

Der Maßstab ist in Fragmente zerfallen, da er der Luft ausgesetzt war.

Also nicht nur verschollen, sondern seit mindestens 1946 auch noch kaputt!

Das kann eigentlich nur als “faule Ausrede” gewertet werden. Immerhin lag das Holz tausende von Jahre unentdeckt und unberührt in einem der “Lüftungsschächte”. Deren beide Ende waren zwar bis Dixons gewaltsamen Öffnung des unteren “Ausganges” verschlossen, aber selbstverständlich voller Luft. Ein Vakuum herrschte darin nicht, weshalb das Artefakt mindestens bereits 4.500 Jahre der Luft ausgesetzt war. Erst dann wurde es in einer Zigarrenkiste mit den anderen Objekte verschickt.

Auch der Umstand, dass die “Messlatte” später (als sie dem Britischen Museum in London angeboten wurde) in einem Glaskolben verwahrt wurde, ändert daran nichts. Bezeichnet ist hierbei auch, dass nach der Entdeckung in entsprechenden Veröffentlichungen über diese Funde der hervorragende Erhaltungszustand des Holzes betont wurde.

Zur Ehrenrettung sollte man aber nicht übersehen, dass das trockene Klima von Gizeh weitaus besser Hölzer jeglicher Art erhält, das jenes in Großbritannien. Oder sind mit dem “Zerfall” die Fragmente gemeint, die laut “Nature” (s. oben) zusammen mit der “Rute” gefunden wurden? Bilder dieser Stücke wurden nie veröffentlicht. Darum ist es wahrscheinlicher, dass es tatsächlich nur kleine Splitter waren, denen schon 1872 keine Bedeutung beigemessen wurde.

Unwahrscheinlich, dass diese in das Museum von Aberdeen gelangten, und dadurch das Objekt als “in Fragmente zerfallen” beschrieben wurde.

Dr. Zahi Hawass sieht es ganz anders

Die von Dixon entdeckten Schächte in der Kammer der Königin werden seit 1993 (inoffiziell) auch als “Gantenbrink-Schächte” bezeichnet. Nach dem Ingenieur Rudolf Gantenbrink, der mit seinem Roboter “UPUAUT 2” damals an den oberen Enden der Schächte die schon legendären kleinen “Türen” entdeckte. Bekanntlich folgten bis heute eine Reihe weiterer Roboter-Untersuchungen der Stollen.

Am bekanntesten dürfte wohl die Untersuchung sein, bei der man ein Loch in den Stein bohrte und eine Kamera hindurch schon. Eine TV-Show, die unter Leitung von Dr. Zahi Hawass am 17. September 2002 von “Nationale Geographic” weltweit “live” übertragen wurde. Heute kennt jeder Archäologie-Interessierte diese Ereignisse, die damals ein großes Medienecho nach sich zogen. Auch unzählige Publikationen dazu erschienen in der Folge, die von Ägyptologen wie von Laien gleichermaßen verfasst wurden.

Eine davon war der Sammelband “The Treasures of the Pyramids” (2003), in dem verschiedene Ägyptologen und Pyramidenforscher über die Rätsel der Pyramiden berichteten. Nicht nur über die neuen Entdeckungen am Ende der “Luftschächte”. Bekannte Namen aus der Ägyptologie wie Günter Dreyer, Mark Lehner oder auch Rainer Stadelmann lieferten Beiträge für diese Anthologie. Und selbst Suzanne Mubarak, die Frau des damaligen Staatspräsidenten Husni Mubarak, steuerte als First Lady Ägyptens ein Vorwort bei.

Wirklich bekannt ist das Buch wahrscheinlich nur im Kreise der Archäologen. Was die enthalten archäologischen Veröffentlichungen an dieser Stelle so interessant machen, sind enthalte Aussagen von Zahi Hawass zu den Dixon-Funden. Hawass schrieb mit Abstand die meisten Beiträge und geht in “The Secret Doors Inside the Great Pyramid” (ab S. 156) auf die geheimnisvollen Schächte genauer ein. Zu dem von Dixon geborgenem Holzstück bemerkt er ganz nebenbei:

Einige schlagen vor, dass eine Kohlenstoffdatierung des Holzes eine genaue Datierung der Pyramide ermöglichen würde, da Holz beim Bau der Pyramide im Schacht belassen worden sein muss (vorausgesetzt, der Schacht war versiegelt) Aber ich behaupte, dass dies nicht absolut sicher ist. Holz kann nach dem Bau über den Schachtausgang in den Schacht eingebracht werden, falls er existiert.”

Die offene Cheops-Pyramide des Hawass

Eigentlich eine unfassbare Aussage, die Hawass nur ein Jahr nach seiner Durchbohrung des Sperrsteins tätigte. Eine C14-Dateiung sei seiner Meinung also sinnlos, da das Holz “nach dem Bau über den Schachtausgang” dorthin gelangt sein könnte.

Ihm war natürlich klar, dass der Schacht unten erst 1872 aufgebrochen wurde, was er in seinem Beitrag auch selber schreibt. Und ihm war seit 1993 durch Gantenbrink auch klar, dass er oben mit einem Stein versperrt wurde. Aufgrund der Durchbohrung 2002 wusste er natürlich auch – er war ja dabei -, dass dahinter eine weitere Steinsperre liegt. Wo ist da Platz für einen Ausgang ins Freie, durch den das Holz hätte in den Schacht fallen können?

Gleichfalls kennt er natürlich die Architektur der Cheops-Pyramide ganz genau. So weiß er auch, dass der Bau der Pyramide auch nach Fertigstellung und Versiegelung der kleinen Stollen der Königinnenkammer noch sehr lange weiter in die Höhe ging. Die “Lüftungsschächte” selber reichen auch bis über die Kammer des Königs im Mauerwerk der Pyramide hinaus. Das heißt, wenn die “Messlatte” in den Schacht gelangte, als dieser am oberen Ende noch offen war, geschah dies trotzdem noch während der Bauzeit der Pyramide.

Danach war er “dicht”. Was Hawass dann wieder nur einen Satz später selber schreibt:

Ägyptologen haben mehrere Erklärungen für diese Schächte. Einige glauben, dass sie zur Belüftung verwendet wurden, aber dies kann nicht wahr sein, da sie sich nicht nach außen öffnen.

Sofern also niemand nach Fertigstellung der Pyramide und der Schächte von Außen durch das Mauerwerk bohrte, dann durch das entstanden Loch die Dixon-Relikte hinfallen ließ, um daraufhin das Loch innerhalb des winzigen Stollens sowie an der Außenseite der Pyramide unsichtbar zu verschließen, bleibt diese Vermutung reine Spekulation von Hawass.

Eine letzte Chance?

Vielleicht gibt es aber noch ein letzte C14-Chance. Auf dem von Dixon 1872 gefunden Metallhaken könnten geringe Holzreste vorhandenen gewesen sein, wie es die Objektbeschreibungen vermuten lassen. So schrieb schon John Dixon, der Bruder des Entdeckers, in einem Artikel über die Funde in “Harper’s Weekly” (11. Januar 1873) zur der Beschreibung des Hakens:

Bronze Instrument, an dem ein Teil des Holzgriffs haftet.

Und in “Nature” heiß es im Dezember 1872 dazu:

Ein kleiner Doppelhaken aus Bronze mit genieteten Stiften zum Befestigen an einem Griff.

Es ist also unklar, ob mit “Teil des Holzgriffs” nicht vielleicht doch nur die Befestigungsstifte oder Nieten gemeint waren. Diese sind klar zu erkennen, und werden bis heute als Halterungen für einen Holzgriff interpretiert. Wie schon damals in “Nature”:

Mit einem Holzgriff, der an den beiden Stiften befestigt ist, kann er als Werkzeug verwendet worden sein.

Wo dieses Fundstück sich heute befindet, ist seit 1993 bekannt. Es schlummert, vollkommen unbeachtet von den üblichen Touristen, in einer Vitrine im Britischen Museum in London vor sich hin.

Ob diese mutmaßlichen Holzreste für eine C14-Datierung ausreichen, ist natürlich offen. Fraglich ist auch, ob sie nach der 2012 durchgeführten Konservierung des Fundes im Britischen Museum überhaupt noch vorhanden oder für eine Kohlenstoffdatierung nutzbar sind. “Stabilisierung” nennt sich diese Aufarbeitung. Es bedeutet nichts weiter, als dass die entsprechenden Experten das Artefakt mit verschiedenen Methoden behandeln, um es auch für zukünftige Generationen zu erhalten.

Hinzu kommt, dass 1877, also nur kurz nach den Dixon-Entdeckungen, James Bonwick in “Pyramid facts and fancies” schrieb, der Haken sei in der Vorkammer der Königskammer gefunden worden. Dort, wo sich die Fallsteine als Sicherung gegen Grabräuber befanden, und damit weit weg von der Kammer der Königin. Folglich auch mehr oder weniger offen im Inneren des Monuments und nicht in einem der erst durch Dixon nach Jahrtausenden geöffneten Schächte. Wobei je nach Aussage der Haken im Nord- oder Südschacht gefunden wurde.Selbst das ist demnach unklar.

Bonwick dazu (S. 36):

Die Höhe des Fallgitters beträgt laut Perring 12 Fuß 5 Zoll. Mr. Waynman Dixon fand dort in der Nähe einen Bronzehaken; er könnte einem alten Schatzsucher gehört haben.

Hätte Bonwick mit dieser Aussage wirklich recht, könnte der Haken damit erst sehr, sehr viel später in die Pyramide gelangt sein. Lange nach dem Richtfest des Bauwerkes. Ein C14-Datierung wäre dann zwar interessant, aber würde nichts über das “wahre Alter” der Pyramide enthüllen.

Ein ernüchterndes Resümee

Auch wenn das Thema “C14-Datierungen und die Cheops-Pyramide” fraglos nicht ausgeschöpft wurde, ist es Zeit für ein Resümee. Leider ein recht ernüchterndes, wie es die wichtigsten Punkte im Folgenden verdeutlichen sollen:

  • Es gab eine große Anzahl von C14-Datierungen bezüglich der Cheops-Pyramide.
  • Die Altersbestimmungen variieren dabei zum Teil durchaus erheblich. Um mehrere Jahrhunderte.
  • Zur Datierung diente meistens Holz bzw. Holzkohlereste aus dem Mörtel der Außenseite der Pyramide.
  • Mal mehr und mal weniger grob stimmen die Datierungen mit den angenommenen Baudaten unter Pharao Cheops überein.
  • Abweichungen gelten als Toleranz und/oder die Wiederverwendung älterer Materialien durch die Baumannschaften.
  • Aufzeichnungen alter Chronisten mit geradezu phantastischen Zeitangaben für das Alte Ägypten, wie etwa von Herodot, werden in Forschung nicht ernst genommen.
  • Die C14-Analysen erbrachten jedoch auch keine gewaltigen Altersangaben, die solche Behauptungen der alten Geschichtsschreiber untermauern. Außer man glaubt an eine Verschwörung der Archäologie, die genau solche Daten unter Verschluss hält.
  • Ein authentisches Stück Holz, das wahrscheinlich Jahrtausende unberührt und unentdeckt in der Cheops-Pyramide lag, noch dazu von den Baumeistern selber stammen muss, ist heute spurlos verschwunden.
  • Holzfragmente, die mit dieser vermuteten “Messlatte” geborgen wurden, sind ebenso verschollen. Ihnen wurde vermutlich schon während der Entdeckung keine Bedeutung beigemessen (an die Möglichkeiten von C14-Datierungen konnte damals auch wirklich niemand denken).
  • Eine in der Mykerinos-Pyramide gefundene Mumie sowie ein entdeckter Sarkophag fallen zeitlich vollkommen aus dem Rahmen der IV. Dynastie. Auch wenn der Name des Pharao Mykerinos darauf steht, reichen die Funde bis in die frühchristliche Zeit.
  • Selbst C14-Datierungen aus der XII. Dynastie schwanken um rund 200 Jahre.
  • Teilweise wurden die Radiokarbondatierungen von einer Organisation ganz offiziell finanziert bzw. mitfinanziert, die in Gizeh inklusive Sphinx Bauten eines Volkes aus Atlantis sieht.
  • Erst kürzlich wurde in einer neuen Studie aufgezeigt, dass die Kalibrierung von C14-Datierungen mit Baumringen weitaus ungenauer ist, als bisher angenommen.
  • Eine der Proben der Cheops-Pyramide fiel besonders aus dem Rahmen der anderen Datierungen. Auch im Vergleich zu einer weiteren und direkt daneben entnommenen und datierten Probe. Erst eine zweite Altersbestimmung wies diesen Ausreißer “in seine Schranken”.
  • Authentische und mittels C14 datierbare Objekte aus dem Inneren der Pyramide(n) liegen – soweit bekannt – nicht vor.
  • An dem 1872 entdeckten Metallhaken waren vielleicht an den Befestigungsstiften Holzreste vorhanden. Ob es so war, und ob sie überhaupt noch vorhanden sind, ist unklar.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Die Cheops-Pyramide von Gizeh – Das letzte und zugleich älteste Weltwunder der Antike, wie es immer wieder gerne betont wird. Ein Bauwerk, das seit rund 4.500 Jahren die Menschen in ihren Bann zieht. Dabei ist eine jener Fragen, die der Pyramide des Cheops immer wieder gestellt werden, jene nach er Mumie des Pharao und der erster Öffnung des Monumentes durch den Kalifen Al-Mamun im Jahre 823. Auf Grundlage einer früheren Veröffentlichung von mir soll in dieser Artikel-Serie der Spur der Plünderung(en) der Cheops-Pyramide, den Funden des Al-Mamun und seiner Entdeckungen genauer nachgegangen werden. Dabei ergeben sich – wie so oft in der Mystery-Forschung – neue Fragen auf alte Antworten …

Von Lars A. Fischinger

Hallo, liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Einleitung

Pyramiden gibt es in Ägypten wie den sprichwörtlichen Sand am Meer. Doch gerade und vor allem die Pyramide von Pharao Cheops (ca. 2620 bis 2580 vor Christus) aus der 4. Dynastie (2639 bis 2504 vor Christus) in Gizeh nahe Kairo erregt bis heute die Aufmerksamkeit zahllose Touristen und Autoren. (K)ein Wunder: ist sie doch mit ihren einst fast 147 Metern Höhe und einer Länger an der Basis von rund 230 Metern die größte Pyramide der Erde. Die Bauarbeiter des Königs türmten zu seinen Ehren unzählige Steinblöcke in den Himmel. Und so entstand ein Bauwerk, das nicht nur durch seine Wucht und Größe fasziniert, sondern auch vielen Autoren der Grenzwissenschaft durch ihre Rätsel und weiterhin offenen Fragen.

Gerne wird die Pyramide des Cheops als Monument aus fernen Tagen vor einer Sintflut gehandelt. Als eine Art „Wissensspeicher“ oder eine Art „kosmischer Plan“ für das Wissen der Menschheit. Eine „Zeitkapsel“, die die Weisheiten jener Menschen erhalten und schützen sollte, die vor der großen Sintflut bzw. vor Jahrtausenden lebten. Folglich ein Bauwerk, dass die Geheimnisse einer verborgenen Welt enthält. Vielleicht sogar von Atlantis. Eindeutige Beweise für diese Ideen gibt es keine.

Mehr als sonderbar und mysteriös ist, dass nie eine Mumie im Inneren der Steinberges entdeckt worden sein soll. Als das gewaltige Monument vor fast 1.200 Jahren erstmals durch einen Kalifen geöffnet wurde – war es vollkommen leer, wie es heißt.

Auf Grundlage meines Buches „Verbotene Geschichte“ (2010) und eines einstigen E-Book zum Thema soll in dieser kleinen Artikel-Serie speziell genau diesem Mysterium der Cheops-Pyramide nachgegangen werden. Fragen nach der Plünderung der Pyramide werden ebenso dargelegt, wie arabische Überlieferungen über die Öffnung des Bauwerkes sowie die Widersprüche, die sich daraus ergeben. Ebenso eine Spur, wo der mutmaßlich innere Sarkophag einer offenbar tatsächlich gefunden Mumie letztlich gelandet ist.

Alte Fragen, die durch ihre Antworten neue Fragen ergeben.

Zum Abschluss der Reihe plane ich als 5. Teil eine Zusammenfassung in einem YouTube-Video auf meinem Grenzwissenschaft-Channel „Ancient Aliens & Mystery Files“.

Bleibt also neugierig!

 

Die Cheops-Pyramide: Mumien Grabräuber und Mysterien

Teil #3: Märchen aus 1001 Nacht?

 

Der Schacht des Kalifen Al-Mamun aus dem 9. Jahrhundert, der heute die Besucher in die Cheops-Pyramide führt (Bild: L. A. Fischinger)
Der Schacht des Kalifen Al-Mamun aus dem 9. Jahrhundert, der heute die Besucher in die Cheops-Pyramide führt (Bild: L. A. Fischinger)

Die Annahme, dass die Pyramide erstmals 823 aufgebrochen wurde und dabei rein gar nichts enthielt, ist also unzutreffend. Das wissen wir nun. Wessen Leiche Al-Mamun aber wirklich fand, ist und bleibt reine Spekulation. Pharao Cheops höchst selbst wird es wohl kaum gewesen sein. Doch Überlegungen über den Verbleib einer möglichen echten Mumie des Cheops, sind ebenso spekulativ.

Doch schauen wir uns in dieser Artikel-Folge einmal an, was die alten Chronisten und Historiker dazu noch wussten. Oder gewusst haben wollen.

“Märchenonkel” Herodot?

Hierbei wird oft an erster Stelle der schon legendäre Geschichtsschreiber Herodot von Halikarnass (490/480 bis 424 vor Christus) genannt. Ein griechischer Autor, der eine Art Weltgeschichte (die „Historien“) in mehreren Bänden verfasst hat. Aber auch ein Geschichtsschreiber, der als „Geschichtenerzähler“ verrufen war und ist und den der griechische Schriftsteller und Philosoph Plutarch (45 bis 125 nach Christus) sogar schlicht einen „Lügner“ nannte. Ein fraglos starker Vorwurf von Plutarch gegenüber eines seiner Vorgänger.

Der nicht minder bekannte Geschichtsschreiber Diodor von Sizilien (erste Hälfte des 1. Jahrhundert vor Christus) hielt ebenso nichts von den Schilderungen des Herodot. Nur „Wundermärchen und unterhaltende Dichtungen“ habe dieser überliefert, so sein Landsmann Diodor im 1. Buch seines 40 Bände umfassenden Geschichtswerk „Bibliothéke historiké“. Auch er zweifelte folglich an der Wahrhaftigkeit der Geschichtsschreibung durch Herodot.

Der Grieche Herodot war es übrigens auch, der den heute lange widerlegten aber weithin bekannten Mythos in die Welt setzte, dass ein Heer von 100.000 Sklaven die Cheops-Pyramide in 20 Jahren errichtet habe. Oder auch, so Herodot in Band 2 seiner „Historien“, dass Pharao Cheops „als er Geld brauchte, seine eigene Tochter in einem Bordell sitzen ließ und ihr auferlegte, eine gewisse Summe des Geldes (…) zu verdienen“.

Das Grab des Osiris von Gizeh: Wie Ägyptens letzter Pharao Zahi Hawass einen fast 100 Jahre alten Fund als seine Entdeckung präsentierte (Bild: L. A. Fischinger)
ARTIKEL: Das Grab des Osiris von Gizeh: Wie Ägyptens letzter Pharao Zahi Hawass einen fast 100 Jahre alten Fund als seine Entdeckung präsentierte (Bild: L. A. Fischinger)

Auch wenn damals wie heute Herodot als Erzähler von Fakt und Fiktion angesehen wurde und wird, sind seine Aussagen über die angebliche letzte Ruhestätte des Cheops sehr weit verbreitet. Herodot notierte nämlich, dass die „Sklavenarbeiter“ des Pharao neben der eigentlichen Pyramide eine Reihe von geheimen unterirdischen Kammern oder Räumen anlegten und in einer dieser Gruften letztlich Cheops selber bestatte wurde. Folglich nicht in der „Königskammer“ der großen Pyramide, die dann eigentlich bei ihrer Versiegelung vor ca. 4.500 Jahren schlicht leer gewesen sein sollte. Zumindest bis jemand den von Al-Mamun entdeckten Verstorbenen dort bestattete.

Im Zusammenhang mit dieser versteckten Grabkammer des Cheops wird vielfach das unterirdische „Osiris-Grab“ genannt. Diese unterirdische Anlage befindet sich zwischen der Pyramide des Chephren und der Sphinx auf dem Plateau von Gizeh. Darüber habe ich an anderer Stelle in einem YouTube-Video berichtet.

Verschwommene Erinnerungen?

Interessant ist aber, was der Herodot-Kritiker Diodor von Sizilien selber zu den Pyramiden von Gizeh schreibt. Etwa um das Jahr 50 vor Christus reiste Diodor durch Ägypten und sammelte dabei auch Informationen über die Cheops-Pyramide. Und so berichtet auch er selbst zum Beispiel, dass Cheops tatsächlich nicht in der Pyramide mit seinem Namen begraben wurde, sondern in einem geheimen Versteck. Ähnliches also wie sein Vorgänger Herodot. Als Grund für diese Form des Begräbnisses des Königs führt Diodor aus, dass er die Rache der von ihm versklavten Bauarbeiter bzw. Bevölkerung befürchtet habe. Auch sein Nachfolger Pharao Chephren sei auf diese Weise und genau aus demselben Grund versteckt bestattet worden. Das klingt erst mal spannend. Aber schaut man sich weitere Angaben von Diodor zur Cheops-Pyramide an, so zeigt sich sehr schnell, dass ihm in Ägypten wohl jeder Mensch eine andere Story aufgetischt hat.

So nennt Diodor als Bauherren der großen Pyramide auch einen ganz anderen und unbekannten Herrscher, der „Harmais“ geheißen haben soll. Ein solcher König ist in Ägypten aber unbekannt. Wohl aber ist der sehr ähnliche Name „Harmachis“ geläufig und auch der Sphinx wurde einst „Harmachis-Chepre-Re-Atum“ genannt. Harmachis ist jedoch eine Gottheit, die seit der 18. Dynastie ab etwa 1550 vor Christus eine Form des bekannten Gottes Horus war. Hat also ein Gott mit Falkenkopf die Pyramide des Cheops gebaut?!

Bildnis des Pharao Amasis / Ahmose II. (Bild: L. A. Fischinger)
Bildnis des Pharao Amasis / Ahmose II. (Bild: L. A. Fischinger)

Auch für die Chephren-Pyramide nennt Diodor einen weiteren Baumeister. Und auch dieser lässt sich nicht mit seinen Angaben über „Geheimgräber“ von Cheops und Chephren in Einklang bringen. So überliefert der Geschichtsschreiber, dass ein Pharao mit dem Namen Amasis der wahre Bauherr der Chephren-Pyramide von Gizeh war. Diesen Pharao wiederum hat es tatsächlich gegeben, auch wenn er rund 2.000 Jahre nach dem Bau der großen Pyramiden lebte.

Es handelt sich dabei um den Pharao Ahmose II. (570 bis 526 vor Christus), den Diodor als Herrscher von „außergewöhnlicher Klugheit und in seinem Charakter maßvoll und gerecht“ lobt. Pharao Ahmose II. könnte dennoch tatsächlich etwas mit den Pyramiden zu tun gehabt haben. Seine Herrschaft fiel in die 26. Dynastie des Pharaonenreiches, die uns im 1. Teil bereits begegnete. Das ist genau jene Saiten-Dynastie, die für Umbauten und Restaurationen an den Pyramiden von Gizeh und anderen Monumenten verantwortlich war …

Sollte vielleicht sogar Pharao Ahmose II. jene Mumie gewesen sein, die Al-Mamun 823 in der Cheops-Pyramide entdeckt hat? Auch das ist wieder fragwürdig, da dieser Herrscher fast exakt 1.350 Jahre vor den Entdeckungen des Kalifen starb. Vielmehr scheint es so, als habe Diodor hier eine verschwommene Erinnerung an die 26. Dynastie von seinen einheimischen Informanten erzählt bekommen.

Das zeigt sich auch bei seiner Angabe, dass die ungeheure Anzahl von 360.000 Menschen über 20 Jahre mit dem Bau der Cheops-Pyramide beschäftigt war. Ein Arbeiterheer, für das nicht einmal Platz auf dem Gizeh-Plateau ist, und das sich permanent auf die Füße getreten wäre.

Zurück zum “Hitat”

Teilansicht der sog. "unvollendeten Grabkammer" tief unten in der Cheops-Pyramide (Bild: W.-J. Langbein)
Teilansicht der sog. “unvollendeten Grabkammer” tief unten in der Cheops-Pyramide (Bild: W.-J. Langbein)

Natürlich enthält auch das „Hitat“, das in der vorherigen Artikel-Folge umfangreich zu Wort kam, selbst zahllose Angaben über die Cheops-Pyramide und andere ihrer Art. Vielfach sind es dabei Wiederholung, Erzählungen der ägyptischen Kopten oder auch Lobeshymnen an die prachtvolle Architektur der Monumente. Ebenso die Erwähnungen von Inschriften an den Außenverkleidungen der Pyramiden und auch Aussagen über eine Sintflut.

Bei der Suche nach dem verschollenen Pharao Cheops muss der Vollständigkeit halber aber erneut der Chronist al Kaisi erwähnt werden. Das war jener Autor aus Teil 2, der noch im Jahr 1133 die „Götzenstatue“ aus der Cheops-Pyramide gesehen haben will. Doch er will noch weit mehr gesehen haben – sehr viel mehr.

So schildert al Kaisi neben den Entdeckungen von Al-Mamun auch seine eigenen persönlichen Erkundungen in der großen Pyramide. Bei diesen stieß er auf „ein großes gewölbtes Gemach, dessen Basis ein Viereck bildet“ und dessen Decke rund gewesen sei. Bei genauerer Betrachtung entdeckte er in diesem Raum noch weitere Stollen und geheime Kammern, zu denen er schreibt:

In der Mitte befand sich ein viereckiger Brunnenschacht von 10 Ellen Tiefe. Steigt man in ihm herab, so entdeckt man auf jeder seiner vier Seiten eine Pforte, die zu einem großen Raum führt, in dem Leichname liegen, Söhne Adams. Sie sind mit einer großen Zahl von Leichentüchern bedeckt. Auf jedem liegen mehr als 100 Tücher, die durch die lange Zeit morsch und schwarz geworden sind. Ihre Leiber gleichen den unseren (…). Von ihren Körpern und ihrem Haar ist nichts abgefallen. Kein Greis, keiner dessen Haar weiß ist, befindet sich unter ihnen. (…) Aber sie haben sehr an Gewicht verloren, schließlich sind sie infolge der langen Zeit wie welke Blätter und sonstiger Abfall geworden.

In diesem Brunnenschacht sind vier mit Leichnamen angefüllte Räume.“

Video: Das Mysterium des „Osiris-Grab“ von Gizeh – Ein See und unerforschte Tunnel unter der Pyramide des Cheops?(Bilder: L. A. Fischinger / NSA/JPL)
VIDEO: Das Mysterium des „Osiris-Grab“ von Gizeh – Ein See und unerforschte Tunnel unter der Pyramide des Cheops? (Bilder: L. A. Fischinger / NSA/JPL)

Das sind nicht nur ganz erstaunliche Aussage des angeblichen Augenzeugen, sondern zugleich sehr sonderbare. Beschrieben wird hier eindeutig die „unvollendete Grabkammer“ 30 Meter unter der Cheops-Pyramide und der darin senkrecht nach unten verlaufende Schacht. Denn diesen gibt es wirklich, und der bereits der britische Pyramiden-Entdecker John Shae Perring, ein Kollege des Howard Vyse aus dem 1. Artikel-Teil, und der Entdecker einer nach ihm bekannten “Entlastungskammer” in der Cheops-Pyramide, untersuchte diesen Schacht. Perring kam dabei bis in eine Tiefe von 11 Metern herunter.

Alles Märchen?

Obwohl die Ägyptologie selber uneins ist, was es mit dieser Felsenkammer genau auf sich hat, sind solche Kammern am Ende des dortigen „Blindschacht“ laut Archäologie-Meinung vollkommen unbekannt. Der Archäologe und einstige Leiter des “Deutschen Archäologischen Institut” in Kairo, Rainer Stadelmann, glaubt sogar, dass der senkrechte Schacht überhaupt nicht von den Pharaonen stammt. In seinem Buch “Die ägyptischen Pyramiden” (1991) schreibt er:

“(Ich halte den Schacht) für eine vergebliche Bohrung spätzeitlicher Schatzsucher, vielleicht angeregt durch Geschichten, die man zu Zeiten Herodots von den unterirdischen Räumen erfunden hat.

Stadelmann bezieht sich hier auf die Geschichte des “Osiris-Grab” bzw. die Erzählung, dass Cheops auf einer “Insel” unter der Pyramide selber bestatte wurde. Also wäre – zumindest nach dieser archäologischen Spekulation! – der senkrechte Schacht der Felsenkammer kein Relikte aus der Bauzeit der Cheops-Pyramide …

Es wurde und wird zwar in der Mystery-Literatur immer mal wieder spekuliert, ob es dort solche Räume gibt, aber offiziell gibt es sie nicht. Im 12. Jahrhundert zumindest will al Kaisi diese Geheimkammern nicht nur persönlich betreten, sondern dort auch Mumien gefunden haben.

Teilansicht der sog. "unvollendeten Grabkammer" tief unten in der Cheops-Pyramide (Bild: gemeinfrei)
Teilansicht der sog. “unvollendeten Grabkammer” tief unten in der Cheops-Pyramide (Bild: gemeinfrei)

Ein Märchen aus 1001 Nacht, wie durchaus nicht wenige Aussagen des „Hitat“? Oder werden hier die Berichte der alten Autoren mit zweierlei Maß bewertet?

Mein Autoren-Freund und -Kollege Andreas von Rétyi soll an dieser Stelle stellvertretend für eine Vielzahl an “grenzwissenschaftlichen Autoren” genannt werden, denen der “Brunnenschacht” tief unter der großen Pyramiden nicht ganz geheuer ist. So berichtet er in seinem Buch “Geheimakte Gizeh-Plateau” (2005), was ihm bei seinen Besuchen in der unterirdischen Kammer aufgefallen ist. So schreibt von Rétyi, dass in diesem seltsamen Schacht offenbar Ausgrabungen oder andere Arbeiten stattfanden, die anschließend “getarnt” wurden.

Hierzu erklärt von Rétyi weiter, dass der eigentlich sehr tiefe Schacht bei einem Besuch von ihm nur vier Wochen später scheinbar mit Sand aufgefüllt wurde. Wer sollte einen nach Meinung der Archäologie nicht geheimnisvollen senkrechten Schacht mit Tonnen von Sand zuschütten? Noch dazu in einer Kammer, in die der normale Besucher überhaupt nicht rein kommt? Von Rétyi glaubt weiter sogar, dass zwei von ihm in diesem “Tunnel” entdeckte Metallstäbe, die aus dem Sand darin herausragen, eventuell eine Art “Hebelvorrichtung” sein könnten:

Der senkrecht nach unten verlaufene Sacht in der Felsenkammer - nur ein Raubgräber-Tunnel? (Bild: Archiv E. v. Däniken)
Der senkrecht nach unten verlaufene Sacht in der Felsenkammer – nur ein Raubgräber-Tunnel? (Bild: Archiv E. v. Däniken)

Er (der Stab, Anm. LAF) diente natürlich als Henkel, an dem man sie Abdeckung per Flaschenzug nach oben heben kann. Schaut man genauer hin, fällt noch eine zweite Stange auf der anderen Seite auf.

Von wegen tonnenweise Sand. Lediglich eine dünne Schicht muss zur Tarnung drauf.

Auch wenn sich Jahrtausende nach dem Richtfest der Cheops-Pyramide darin ein Fremder bestatten ließ, bleiben Fragen zu den einzelnen Funden durch die Araber im 9. Jahrhundert offen. Sehen wir uns also in der nächsten Folge die Beschreibungen der einzelnen Entdeckungen/Artefakte aus dem „Hitat“ des vorherigen Artikel einmal im Detail an …

... und begeben uns in Teil 4 auf eine „Spurensuche“ nach diesen Funkstücken.

 

Ich danke Euch, Euer Jäger des Phantastischen

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Die Cheops-Pyramide: Mumien, Grabräuber und Mysterien – Artikel-Serie von Lars A. Fischinger, Teil #1: WO IST CHEOPS?

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Cheops-Pyramide - Mumien Grabräuber und Mysterien - Teil 1 - Wo ist Cheops
Die Cheops-Pyramide: Mumien Grabräuber und Mysterien – Artikel-Serie Teil #1: Wo ist Cheops?

Die Cheops-Pyramide von Gizeh – Das letzte und zugleich älteste Weltwunder der Antike, wie es immer wieder gerne betont wird. Ein Bauwerk, das seit rund 4.500 Jahren die Menschen in ihren Bann zieht. Dabei ist eine jener Fragen, die der Pyramide des Cheops immer wieder gestellt werden, jene nach er Mumie des Pharao und der erster Öffnung des Monumentes durch den Kalifen Al-Mamun im Jahre 823. Auf Grundlage einer früheren Veröffentlichung von mir soll in dieser Artikel-Serie der Spur der Plünderung(en) der Cheops-Pyramide, den Funden des Al-Mamun und seiner Entdeckungen genauer nachgegangen werden. Dabei ergeben sich – wie so oft in der Mystery-Forschung – neue Fragen auf alte Antworten …

 

 

Von Lars A. Fischinger

Hallo, liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Einleitung

Pyramiden gibt es in Ägypten wie den sprichwörtlichen Sand am Meer. Doch gerade und vor allem die Pyramide von Pharao Cheops (ca. 2620 bis 2580 vor Christus) aus der 4. Dynastie (2639 bis 2504 vor Christus) in Gizeh nahe Kairo erregt bis heute die Aufmerksamkeit zahllose Touristen und Autoren. (K)ein Wunder: ist sie doch mit ihren einst fast 147 Metern Höhe und einer Länger an der Basis von rund 230 Metern die größte Pyramide der Erde. Die Bauarbeiter des Königs türmten zu seinen Ehren unzählige Steinblöcke in den Himmel. Und so entstand ein Bauwerk, das nicht nur durch seine Wucht und Größe fasziniert, sondern auch vielen Autoren der Grenzwissenschaft durch ihre Rätsel und weiterhin offenen Fragen.

Gerne wird die Pyramide des Cheops als Monument aus fernen Tagen vor einer Sintflut gehandelt. Als eine Art „Wissensspeicher“ oder eine Art „kosmischer Plan“ für das Wissen der Menschheit. Eine „Zeitkapsel“, die die Weisheiten jener Menschen erhalten und schützen sollte, die vor der großen Sintflut bzw. vor Jahrtausenden lebten. Folglich ein Bauwerk, dass die Geheimnisse einer verborgenen Welt enthält. Vielleicht sogar von Atlantis. Eindeutige Beweise für diese Ideen gibt es keine.

Mehr als sonderbar und mysteriös ist, dass nie eine Mumie im Inneren der Steinberges entdeckt worden sein soll. Als das gewaltige Monument vor fast 1.200 Jahren erstmals durch einen Kalifen geöffnet wurde – war es vollkommen leer, wie es heißt.

Auf Grundlage meines Buches „Verbotene Geschichte“ (2010) und eines einstigen E-Book zum Thema soll in dieser kleinen Artikel-Serie speziell genau diesem Mysterium der Cheops-Pyramide nachgegangen werden. Fragen nach der Plünderung der Pyramide werden ebenso dargelegt, wie arabische Überlieferungen über die Öffnung des Bauwerkes sowie die Widersprüche, die sich daraus ergeben. Ebenso eine Spur, wo der mutmaßlich innere Sarkophag einer offenbar tatsächlich gefunden Mumie letztlich gelandet ist.

Alte Fragen, die durch ihre Antworten neue Fragen ergeben.

Zum Abschluss der Reihe plane ich als 4. Teil 5. Teil eine Zusammenfassung in einem YouTube-Video auf meinem Grenzwissenschaft-Channel „Ancient Aliens & Mystery Files“.

Bleibt also neugierig!

 

Die Cheops-Pyramide: Mumien Grabräuber und Mysterien

Teil #1: Wo ist Cheops?

 

“Das kommt mir spanisch vor”

VIDEO: Die Cheops-Pyramide und der Roboter „UPUAUT 2“: Wird uns ein Artefakt aus einem Geheimgang der Pyramide unterschlagen? (Bild: L. A. Fischinger)
VIDEO: Die Cheops-Pyramide und der Roboter „UPUAUT 2“: Wird uns ein Artefakt aus einem Geheimgang der Pyramide unterschlagen? (Bild: L. A. Fischinger)

Einige verweisen hier auf den Umstand, dass der mächtige Pharao Cheops die nach ihm benannte Pyramide angeblich selber nie errichten ließ. Es heißt seit vielen Jahren vielmehr, der Name des Pharao sei nie in der Pyramide gefunden worden. Und die Kartusche des Herrschers, die der Brite Richard William Howard Vyse (1784 bis 1853) im Inneren der Pyramide fand – so setzte es der US-Autor Zecharia Sitchin in die Welt –  sei in Wahrheit von seinem Entdecker höchst selbst gefälscht worden. Auch andere Hinweise auf die Bauherrschaft des Cheops werden häufig angezweifelt.

Und so dauert der ewige Streit zwischen etablierter Archäologie und der Grenzwissenschaft zum Teil bis heute an.

Fasziniert sind viele auch von der Tatsache, dass die Cheops-Pyramide bis auf wenige Inschriften der Bauarbeiter in den Entlastungskammern keine Hieroglyphen-Texte enthält. Beispielsweise sind die Pyramiden von Pharao Unas (2380 bis 2350 vor Christus) und Titi in Sakkara (südlich von Gizeh) aus der 5. Dynastie (ca. 3280 bis 2350 vor Christus) voll von solchen Inschriften. Es handelt sich um die so genannten Pyramidentexte.

Selbst normale Touristen „kommt es spanisch vor“, dass diese riesige Pyramide im Innere so kahl und nackt ist. Denn viele Menschen haben bei Pharaonen-Gräbern wundervoll und kunstfertig bemalte Grabanlagen vor Augen, wie man sie von Bildern der Gräber im Tal der Könige nahe Luxor kennt. Bestes Beispiel ist hier das bekannte Grab des Pharao Tutanachamun. Jedoch stammen alle dieser wunderschön geschmückten Gräber im Tal der Könige aus sehr viel späteren Epochen und sind allesamt keine Pyramiden.

Auch zeigt eine etwas genauere Betrachtung der über 100 bekannten Pyramiden in Ägypten, dass Inschriften in diesen Monumenten eben die Ausnahme sind. Nicht die Regel. Nicht einmal zehn von über 100 Pyramiden in Ägypten enthalten Texte und von prunkvollen Wandbemalungen ganz zu schweigen. Die Große Pyramide ist also absolut nichts Besonders, wenn sich ihre Wände, Kammern und Gänge dem Betrachter vollkommen kahl präsentieren. Und von Pharao Cheops selber haben wir heute so oder so kaum Relikte vorliegen. Lediglich eine 7,5 Zentimeter winzige Statue von ihm ist Ägyptischen Museum in Kairo zu bewundern. Schon fast „peinlich“ für den Erbauer der größten Pyramide, die wir heute kennen …

Wo ist die Mumie von Pharao Cheops?

VIDEO: Geheimkammern in Gizeh: Gibt es eine Verschwörung um die Cheops-Pyramide und dort verborgenen Kammern und Schächten? (Bild: L. A. Fischinger)
VIDEO: Geheimkammern in Gizeh: Gibt es eine Verschwörung um die Cheops-Pyramide und dort verborgenen Kammern und Schächten? (Bild: L. A. Fischinger)

Durch die gesamte Geschichte zieht sich wie ein roter Faden die Aussage, dass die gewaltige Cheops-Pyramide schon immer leer gewesen war. Sie soll keine Mumie oder Schätze enthalten haben, als die Pyramide erstmals im Jahre 823 nach Christus aufgebrochen und betreten wurde. Erich von Däniken schildert diesen Umstand in der TV-Serie „Außerirdische – kommen sie zurück?“ (26. November 1996) zum Beispiel so:

Noch was. Hier, der Sarkophag. Im Jahre 823 nach Christus ist die Pyramide zum ersten Male geöffnet worden. Der Kalif al-Mamun stieg da hinein, und was fand er? Nichts. Der Sarkophag war leer.“

Und diese bzw. ähnliche Aussagen sind in praktisch jedem Buch, Artikel, Video oder sonst welchen Veröffentlichungen über die Rätsel der Cheops-Pyramide zu finden. In Erich von Dänikens Buch „Die Augen der Sphinx“ (1989) erfahren wir dann auch, woher er weiß, dass die Pyramide in Wahrheit leer war. Der Ägypter Achmed, der einheimische Führer von Erich von Däniken vor Ort, hat es ihm gesagt:

Vieles ist hier umstritten, doziert Achmed. Der Sarkophag soll leer und ohne Deckel aufgefunden sein – wozu dient ein leerer Sarkophag?“

Demnach ist die Geschichte der vollkommen leeren Pyramide auch vor Ort bei den Einheimischen bekannt. Und in einer Bildunterschrift in seinem Buch unterstreicht von Däniken diese Aussage seines einheimischen Führers und schreibt:

Der Sarkophag in der Königskammer (…) war leer. Wozu mag er gedient haben?

Eine wichtige Aussage, die sich in unzähligen Büchern aus dem Gebiet der Grenzwissenschaft und „alternativen Geschichtsschreibung“ findet. Seit Jahrzehnten. Der sehr bekannte Prä-Astronautik-Autor Zecharia Sitchin, der Urheber der Idee des von den Anunnaki bewohnten Planten Nibiru in unserem eigenen Sonnensystem, beispielsweise hat in einer ganzen Reihe Bücher die leere Pyramide diktiert.

Selbst in „neutralen Büchern“ zu den Rätseln der Vergangenheit und der Archäologie ist der leere Sarg des Pharao scheinbar unlängst zum Fakt aufgestiegen. So heißt es etwa in dem einfachen aber erfolgreichen Buch „Die großen Rätsel unserer Welt“ von Roland Göök:

Die Pyramiden waren Grabdenkmäler und Mausoleen. Oder etwa doch nicht? In der Cheopspyramide fand sich nur ein leerer Steinsarkophag.“

Wann wurde die Cheops-Pyramide wirklich geplündert?

Doch selbst die weithin bekannte und grundsätzlich anerkannte Geschichte des Kalifen Al-Mamun und seiner Erstöffnung der Cheops-Pyramide, ist nicht unstrittig. Was die gesamte Angelegenheit wiederum noch sonderbarer macht.

So etwa schreibt der bekannte Ägyptologen Rainer Stadelmann in seinem einem Standartwerk “Die ägyptischen Pyramiden” (1991) bereits, dass der Kalif 823 nach Christus vielleicht nur eine bereits geplünderte Pyramide aufbrach. Es gäbe, so Stadelmann weiter, Berichte von einer Art “Schwingtür” aus Stein, die im Jahre 25 vor Christus den Eingang in die Pyramide des Cheops darstellte. Stadelmann:

Der Original-Eingang in die Cheops-Pyramide heute (Bild: L. A. Fischinger)
Der Original-Eingang in die Cheops-Pyramide heute (Bild: L. A. Fischinger)

Strabo, der um 25 v. Chr. Ägypten bereiste und in seinem Werk ,Geograhika’ beschrieb, berichtete von einer herausklappbaren Steinplatte, die den Eingang verschlossen haben soll. Dies kann kaum der originale Verschluss gewesen sein, denn dieser dürfte aus Blockierungssteinen und einem Verkleidungsstein bestanden haben, der den Eingang unkenntlich gemacht hat. Man hat daher angenommen, dass die Pyramide nach der Beraubung in der 1. Zwischenzeit – und vielleicht mehreren folgenden – in saitischer Zeit einen steinernen Klapptür erhalten habe, durch die die Innenräume besichtigt werden konnten. Später, aber in antiker Zeit, wäre die Pyramide erneut so blockiert und verschlossen worden, dass in arabischer Zeit und Ma’mun der Eingang nicht aufgefunden wurde.”

Dieser Aussage des griechischen Geschichtsschreibers und Geographen Strabo (auch Strabon) aus dem Jahr 25 vor Christus nach, haben also unbekannte Grabräuber die Cheops-Pyramide lange vor Al-Mamun aufgebrochen und geplündert. Interessant bei dieser Angabe von Strabo ist auch der Umstand, dass sie eigentlich nicht neu ist. Schon William M. Flinders Petrie, der als „Vater der Ägyptologie“ bezeichnet wird, erwähnt diesen Bericht  in seinem Buch „The Pyramids and Tempels of Gizeh“ im Jahre 1883.

Nach diesem Frevel in unbekannter Zeit jedenfalls habe man, so wird weiter vermutet, die Cheops-Pyramide erneut versiegelt bzw. verschlossen, bis der Kalif Al-Mamun sie letztlich wiederum öffnete. Wobei es hier aber sehr fraglich ist, wer sich auch nach dem Besuch von Strabo die Mühe gemacht haben soll, die große Pyramide vollständig neu zu versiegeln und so Al-Mamun rund 900 Jahre später keinen Eingang mehr vorfand. Auch wenn in alter Zeit die Cheops-Pyramide neu verschlossen wurde, so war sie es nach Strabos Aussage vor rund 2.000 Jahre nicht oder nicht mehr. Auch Stadelmann hat Zweifel, dass diese „Schwingtür“ vor nur etwa zwei Jahrtausenden wieder versteckt oder verschlossen wurde. Wer sollte das warum getan haben?

Der nicht minder bekannte Ägyptologe Mark Lehner geht in seinem Buch “The Complete Pyramids” (1997) sogar noch einen Schritt weiter. Auch Lehner berichtet über Reparaturen an der Cheops-Pyramide in der Dynastie der Saien (26. Dynastie). Instandsetzungen, die tatsächlich durchgeführt wurden und auch andere Monumente im Land der Pyramiden umfassten. Auch als eine Epoche der Restaurationen in Ägypten ist diese 26. Dynastie bekannt, die ihren Namen der damaligen Hauptstadt Sais verdankt.

Lars A. Fischinger (mit Sonja Ampssler) vor dem rätselhaften Sarkophag in der Cheops-Pyramide (Bild: L. A. Fischinger)
Lars A. Fischinger (mit Sonja Ampssler) vor dem rätselhaften Granit-Sarkophag in der Cheops-Pyramide (Bild: L. A. Fischinger)

Das war aber lange vor Strabos offener Pyramide. Die 26. Dynastie begannt bereits 664 vor Christus und endete 525 vor Christus mit der Machtübernahme durch die Perser. Sofern hier tatsächlich ein mutmaßlicher Eingang in die Pyramide des Cheops verschlossen wurde – 500 Jahre später zumindest stand sie wieder offen.

So schreibt auch Mark Lehner:

Doch wann die Pyramide aufgebrochen wurde, bleibt ein Rätsel. Es kann aber in antiker Zeit gewesen sein. (…) Vielleicht haben Mammuns Leute nur eine Einbruchstelle antiker Räuber erweitert. Das alles flößt nicht gerade Vertrauen in die Historizitzät der Geschichte von al-Mamun ein. (…) Neue Zweifel erweckte der jakobitische Patriarch von Antiochia, Denys von Telmahre. Er begleitete Mammuns Leute und stellte fest, bei ihrem Besuch habe die Große Pyramide bereits offen gestanden.”

Und Rainer Stadelmann vermutet sogar:

Al-Mamun hat wohl nur den in der Ramessidenzeit restaurierten Holzsarg des Cheops mit der Mumie nochmals plündern können.”

Dies sind wichtige Aussagen, die vor allem im folgenden Teil dieser Artikel-Reihe immer im Hinterkopf behalten werden sollten!

Al-Mamun kam als Letzter …

Interessant ist im Zusammenhang mit Strabo und dem von Mark Lehner erwähnten Chronisten Denys von Telmahre (Dionysius von Tell Mahre) Folgendes:

Auch der weiter oben genannten Ägypten-Forscher R. W. Howard Vyse, der bekanntlich die Kartusche des Namen Cheops in der Pyramide gefunden hat, erwähnt Denys von Telmahre. Vyse schrieb bereits in seinem Buch „Operations carried on at the Pyramids of Gizeh in 1837“ im Jahr 1840, dass die Pyramide schon vor Al-Mamun geöffnet worden sein könnte. Die Aussage des Denys von Telmahre wird hierbei von Vyse als klarer Hinweis angeführt.

Das ist insofern spannend, da seit dem Buch „Stufen zum Kosmos“ (1982) von Zecharia Sitchin oft diese Namenskartusche als Fälschung von eben diesem Vyse selber angesehen wird. Und um dies zu untermauern führt Sitchin in seinem Buch über sehr weite Strecken die Öffnung der Cheops-Pyramide durch Al-Mamun und natürlich den angeblichen Betrug von Vyse aus.

Die beiden Eingänge in die Pyramide des Cheops auf einer Aufnahme von 1883. Unten rechts der heutige Besuchereingang, den Al-Mamun 823 geschlagen haben soll (Bild: gemeinfrei)
Die beiden Eingänge in die Pyramide des Cheops auf einer Aufnahme von 1883. Unten rechts der heutige Besuchereingang, den Al-Mamun 823 geschlagen haben soll (Bild: gemeinfrei)

Da aber auch der „Background“ von Vyse durch Sitchin umfangreich abgeklopft wird, ist es verwunderlich, dass Sitchin darüber rätselt, warum die Grabkammer im Jahr 823 vollkommen leer und keine Mumie zu finden war. Immerhin nennt Sitchin bei seiner Beweisführung das Buch von Howard Vyse explizit, da dies für ihn eine der wichtigsten Quellen bei dieser Geschichte ist. Genannt wird aber eben nicht Denys von Telmahre, der beim Al-Mamun-Einbruch in die (schon offene) Cheops-Pyramide dabei war.

Und um die „Verwirrung“ abzurunden, nennt Sitchin in seinem Bestseller aber den Geschichtsschreiber Strabo, und dass dieser lange vor Al-Mamun das Monument betreten haben soll. Dann wäre eine fehlende Mumie eigentlich kein so großes Mysterium …

Tatsache ist aber: Wir finden zum Beispiel im Ägyptischen Museum von Kairo keine prachtvollen Grabbeigaben des Pharaos. Wir finden auch in der dortigen Mumien-Ausstellung keine Mumie des Herrschers Cheops. Wir finden nichts von dem Baumeister der Großen Pyramide, was die etwa 4.500 Jahre überdauert haben könnte. Außer die oben genannte Figur mit seinem Bildnis und diverse Kleinigkeiten. Tatsache ist aber auch, dass der überwiegende Teil der Literatur, die sich die Cheops-Pyramide zum Thema hat, von einer vollkommen leeren Pyramide spricht, als der Kalif Al-Mamun sie aufbrach. Oder wieder aufbrach.

War also das Monument 823 nach Christus wirklich so gähnend leer, so dass heute natürlich auch keine Grabbeigaben oder eine Mumie ausgestellt werden kann?

Scheinbar nicht. Und darum soll es im kommenden Teil dieser Serie gehen…

 

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Neue Denkansätze für die Ägyptologie: Der Kongress “Das Cheops-Projekt” in Lennestadt setzte Akzente für die weitere Erforschung der Frühzeit des Pharaonenreichs

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"Das Cheops-Projekt": Die Referenten (Bild: L.A. Fischinger)
“Das Cheops-Projekt”: Die Referenten (Bild: L.A. Fischinger)

Über einen höchst erfolgreichen Verlauf des Kongresses “Das Cheops-Projekt”, der am 22. und 23. August 2015 in den Sauerland-Pyramiden bei Lennestadt stattfand, können sich sowohl die Veranstalter, die beteiligten Forscher und auch die Besucher/innen der Veranstaltung freuen. Im Verlauf der Veranstaltung wurde nicht nur deutlich, dass sich die offizielle Ägyptologie in wesentlichen Fragen in Sackgassen manövriert hat, sondern es konnten auch Wege aus der Stagnation skizziert und neue Denk- sowie Forschungsansätze präsentiert werden.

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(Text der Veranstalter / Links & Bilder von mir eingefügt)

Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

“Über einen höchst erfolgreichen Verlauf des Kongresses ‘Das Cheops-Projekt’, der am 22. und 23. August 2015 in den Sauerland-Pyramiden bei Lennestadt stattfand, können sich sowohl die Veranstalter, die beteiligten Forscher und auch die Besucher/innen der Veranstaltung freuen. Im Verlauf der Veranstaltung wurde nicht nur deutlich, dass sich die offizielle Ägyptologie in wesentlichen Fragen in Sackgassen manövriert hat, sondern es konnten auch Wege aus der Stagnation skizziert und neue Denk- sowie Forschungsansätze präsentiert werden.

Eisen im Alten Reich – Die Rampen-Theorie zum Bau der Pyramiden hat endgültig ausgedient

Dr. Dominique Görlitz machte mit seinem Auftaktreferat zu den von Stefan Erdmann entdeckten schwarzen ‘Zungen’ an der Decke der Königskammer deutlich, dass es sich hierbei um authentische Rückstände magnetithaltigen Eisenoxids handelt. Anhand der vorliegenden Befunde ist davon auszugehen, dass die Ägypter bereits in der IV. Dynastie – also vor ca. 4.600 Jahren – die Herstellung von Schmiedeeisen beherrschten. Die klassische Vorstellung der Abfolge so genannter Material-Zeitalter (Stein-, Kupfer-, Bronze- und Eisenzeit) sei damit, was Nordostafrika betrifft, nicht länger haltbar.

Das Cheops-Projekt - Video auf YouTube zum Kongress in Lennestadt (Bild: L.A. Fischinger)
Das Cheops-Projekt – Video auf YouTube zum Kongress in Lennestadt (Bild: L.A. Fischinger)

In Hinsicht auf den Bau der Großpyramiden auf dem Gizeh-Plateau ergibt sich aus dieser Erkenntnis die revolutionäre Theorie zur vertikalen Bewegung tonnenschwerer Megalith-Bauelemente. Dazu rekonstruierte Görlitz eine Technologie mittels der Nutzung eiserner Transportklammern und dem mechanischem Aufkeilen der Riesen-Blöcke durch die Bauleute der Alten Pharaonen.

Diese Methode, die in Lennestadt am 2. Kongresstag bereits zum zweiten Mal den experimental-archäologischen Praxistest bestanden hat (siehe unten / Anm. L.A.F.: Ich habe den Hebeversucht vor Ort gefilmt – ggf. für meinen YouTube-Kanal.), weist ein weitaus größeres Erklärungspotential auf, als die letztlich höchst fragwürdige, in der Ägyptologie akzeptierte Annahme gewaltiger Rampen, über welche hunderte von Arbeitern die Riesen-Steine zum Einbau in die Pyramiden emporgeschleift haben sollen. Diese unhaltbare und praxisfremde Theorie ist durch Görlitz‘ Forschungen fachwissenschaftlich und empirisch widerlegt.

Folgenschwere Ermittlungsergebnisse zur ‘Königskartusche’

Im zweiten Vortrag legte Stefan Erdmann die Ergebnisse seiner mehr als anderthalbjährigen, akribischen Ermittlungen zur Frage der Authentizität der so genannten Khufu- oder Königskartusche vor. In der klassischen Ägyptologie betrachtet man diese Kartusche seit Jahrzehnten allgemein als unwiderruflichen Beweis, dass der Pharao Khufu (griech.: Cheops) der Bauherr der Großen Pyramide gewesen sei. In der Vergangenheit waren zwar wiederholt Zweifel an der Echtheit der Kartusche geäußert worden – z.B. durch den bekannten Autor Zecharia Sitchin -, aber die bisher vorgebrachten Argumente dafür, dass es sich bei diesem eher unscheinbaren roten Graffito um eine Fälschung des Pyramidenforscher-Pioniers Howard Vyse und seiner Mitarbeiter handele, hatten sich als nicht stichhaltig erwiesen.

Video: Geheimkammern in Gizeh: Gibt es eine Verschwörung um die Cheops-Pyramide und unbekannte Kammern? (Bild: gemeinfrei / L.A. Fischinger)
VIDEO: Gibt es eine Verschwörung um die Cheops-Pyramide und unbekannte Kammern? (Bild: gemeinfrei / L.A. Fischinger)

Zusammenfassend kam Stefan Erdmann zu dem Ergebnis, dass es klare optische Befunde an dem „Kh“-Zeichen der Kartusche dafür gibt, dass Vyse daran nachträglich Veränderungen vorgenommen hat, die den Fälschungsvorwurf tendenziell rechtfertigen. Damit ist die gängige Annahme der Authentizität der Kartusche so schwer erschüttert, dass dieses Graffito keinerlei Beweiskraft mehr hat, was die Bauherrenschaft des Cheops betrifft. Dieses Ergebnis wird durch Stefan Erdmann und Dominique Görlitz jedoch nicht als Argument dafür herangezogen, Cheops generell als Bauherrn in Frage zu stellen. Lediglich diese Kartusche fällt aus der Beweiskette heraus.

Sowohl Erdmann und Görlitz als auch andere Kongressteilnehmer betonten, dass nun die zuständigen Stellen in Kairo in der Pflicht stehen, entweder die Ergebnisse der zwischen 2004 und 2006 erfolgten Beprobung zur Überprüfung durch die weltweite Wissenschaftsgemeinde vorzulegen oder die Authentizitäts-Frage durch erneute, transparente, d.h. international kontrollierte naturwissenschaftliche Material-Analysen definitiv zu klären.

Podiumsdiskussion (Bild: L.A. Fischinger)
Podiumsdiskussion (Bild: L.A. Fischinger)

David Rohl: Die ägyptische Kultur hat ihre Ursprünge im vorzeitlichen Mesopotamien

Mit dem Vortrag von David Rohl stellte sich erstmals ein etablierter und weltbekannter Ägyptologe vor die beiden deutschen Forscher. Zudem reiste auch die deutsche Ägyptologin Dr. Renate Germer (Universität Hamburg) an, welche die Forschungen von Dr. Dominique Görlitz nach seinem Vortrag sehr positiv reflektierte.

David Rohl beschäftigt sich in seinem mitreißenden Vortrag intensiv mit den prädynastischen Kontakten zwischen Mesopotamien und der Nilzivilisation. Dazu legte er überzeugende kulturhistorische und archäologische Befunde zur Stützung seiner Annahme vor, dass die vorzeitliche Nilkultur erhebliche kulturelle Stimuli aus dem fernen Zweistromtal erhielt. Rohl schlägt damit in dieselbe ‘Kerbe’ wie Görlitz, der in Buch und Film zum Cheops-Projekt zum Ausdruck bringt, dass sich die steinzeitliche afrikanische Kultur so sehr von der nachfolgend erscheinenden ägyptischen Kultur unterscheidet, dass ein massiver überseeischer Kulturtransfer angenommen werden muss.

Auf neuen Forschungswegen: die Referenten in Lennestadt (Bild: L.A. Fischinger)
Auf neuen Forschungswegen: die Referenten in Lennestadt (Bild: L.A. Fischinger)

Die Darlegungen der englischen Archäologen wurden von ihm so exzellent in Wort und Bild präsentiert, dass auch die in der englischen Sprache weniger versierten Gäste seinen hervorragenden Vortrag genießen konnten.

Robert Bauval: Ungelöste Mysterien der Großen Pyramide von Giza

Robert Bauval, Bestsellerautor und Pyramidenforscher, sprach als letzter Referent. Sein Vortrag wurde zu einem weiteren Höhepunkt des Kongresses. Dies lag nicht nur an seinen überaus spannenden Informationen zum möglichen kulturhistorischen Hintergrund der Cheops-Pyramide, die seiner Meinung nach ein Mehrzweckbauwerk darstellt, welches nicht zuletzt nach dem Tod des Pharaos seine Seele zu den Sternen geleiten sollte.

Zudem zog Bauval durch den Vergleich mit Rudolf Gantenbrinks UPOAUT Forschungen Parallelen zum Cheops-Skandal. In eindringlichen Worten legte er den Finger auf die ‘wunden Stellen’ aktueller Ägyptologie, die scheinbar nur noch wenig Interesse an einer erkenntnisoffenen und ideologiefreien Erforschung der ägyptischen Altertümer zeigt. Bauval verteidigte eindringlich das Cheops-Projekt, welches ausschließlich zum Ziel gehabt habe, das hohe kulturelle Erbe der ägyptischen Hochkultur zu erforschen, wie es eine innovative Wissenschaft im 21. Jahrhundert eben erfordere.

Angeregte Publikumsdiskussion mit den Referenten

Am zweiten Kongresstag hatten die Besucher zunächst die Möglichkeit zur Diskussion mit den vier Referenten, die sich auf dem Podium in der ‘Großen Pyramide’ von Lennestadt den Fragen des Publikums stellten. Erweitert wurde die Expertenrunde durch den Geographen und Sternbildforscher Dr. Kai Helge Wirth sowie durch den Wissenschaftspublizisten Bernhard Beier.

Gab es eine Art Bundeslade auch in der Alten Welt bei den Azteken? (Bild: L. A. Fischinger / gemeinfrei / WikiCommons/ Bearbeitung: L. A. Fischinger)
ARTIKEL: Gab es eine Art Bundeslade auch in der Alten Welt bei den Azteken? (Bild: L. A. Fischinger / gemeinfrei / WikiCommons/ Bearbeitung: L. A. Fischinger)

Dabei blieb es keineswegs bei der Klärung allgemeiner Fragen, wie: Was bewegt Kritiker des derzeitigen Pyramiden-Paradigmas dazu, die Funktion dieser Bauwerke als Grabstätten der Pharaonen infrage zu stellen? Vielmehr reichte das Spektrum der angerissenen Themen – zu einer tiefer gehenden Debatte ließ der eng gesteckte Terminplan leider keine Zeit – z.B. bis hin zu Detailproblemen der Analyse-Möglichkeiten bei der geforderten Untersuchung der ‘Königs-Kartusche’.

Besonderes Interesse zeigte das Auditorium auch an den frühen nautischen Fähigkeiten und Leistungen alter Kulturen im Allgemeinen und insbesondere der Ägypter. So wurde die Frage aufgeworfen, ob tatsächlich Spuren altägyptischer Expeditionen in Nordamerika und Australien existieren. Der Ägyptologe David Rohl verneinte dies zwar, verwies aber – man denke hier z.B. an die Nikotin- und Kokainfunde in ägyptischen Mumien – auf die grundsätzliche Möglichkeit phönizischer ‘Auftragsfahrten’ in die Neue Welt. Zudem sei aufgrund zahlreicher Entdeckungen von Felsritzungen mit der so genannten Ogham-Schrift in Amerika auch die Frage transatlantischer keltischer Seereisen ernsthaft zu diskutieren.

Hebeexperiment erfolgreich wiederholt

Getreu dem Grundsatz ,ein Experiment und seine Ergebnisse müssen jederzeit reproduzierbar sein’, organisierte Dr. Dominique Görlitz in Zusammenarbeit mit dem Galileo-Park Lennestadt eine Wiederholung des Hebe-Experiments vom April 2015. Mit diesem Experiment wurde die praktische Anwendbarkeit der von ihm rekonstruierten Methode zum vertikalen Transport gewaltiger Steinblöcke durch die Altägypter erstmals unter Beweis gestellt.

Das Cheops-Projekt: Diesen Betonblock halt bes anzuheben (Bild: L.A. Fischinger)
Das Cheops-Projekt: Diesen Betonblock galt es anzuheben (Bild: L.A. Fischinger)

Unter den Augen von mehr als 100 Gästen der Veranstaltung hoben nur zwei (!) Mitarbeiter des ABORA-Teams mit eingesetzten Keilen aus Eisen bzw. Eichenholz den mehr als 16 Tonnen schweren Betonblock an. Für die Gäste war es aufschlussreich zu sehen, dass sich Holzkeile viel leichter als solche aus Metall unter den schweren Stein eintreiben ließen.

Mit diesem Hebeversuch konnte der Chemnitzer Experimentalarchäologe seine Theorie empirisch untermauern und transparent machen, warum die Keil-Hebetechnik das Standard-Paradigma der Ägyptologen zum Großstein-Transport im wahrsten Sinne des Wortes ‘aushebelt’. Fast alle Ägyptologen gehen noch immer davon aus, dass die Altägypter schwere Lasten ausschließlich nur durch Schleppen und Ziehen in vertikaler Richtung über Rampen bewegen konnten. Das Experiment von Lennestadt dokumentiert jedoch, dass effiziente Hebetechniken bereits im Alten Reich praktikabel waren.

Gestützt wurde durch die Experimente mit dem Betonblock aber auch die der Rekonstruktion dieser Transport-Technik zugrunde liegende Interpretation der Magnetit-‘Zungen’ in der Königskammer der Cheops-Pyramide: Auch auf dem Betonblock, an dem seit April die Eisenklammern befestigt sind, entstehen an den entsprechenden Stellen Ablagerungen von Eisenoxid (s. Bild unten, Anm.: L.A.F.). Diese Patina hat stetig zugenommen und zeigt immer größere Ähnlichkeit mit den Anhaftungen in der Königskammer.

Das Cheops-Projekt - Das Eisen der Pharaonen: Die Anhaftungen am Betonblock (Bild: D. Görlitz)
Das Eisen der Pharaonen: Die Anhaftungen am Betonblock [zur Großansicht anklicken] (Bild: D. Görlitz)

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Die Illuminaten und ihr teuflischer “Monster”-Plan: Sie wollen die Weltherrschaft – durch Energy-Drinks. (Und warum der ungarische Wein von geflohenen Aliens stammt und auch “Veltins” dahinter steckt …)

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Illuminaten wollen die Weltherrschaft durch Engergydrings. Doch auch in Ungarn stimmt was nicht ... (Bild: WikiCommons / gemeinfrei / L.A. Fischinger / YouTube-Sceenshot)
Illuminaten wollen die Weltherrschaft durch Engergydrinks. Doch auch in Ungarn stimmt was nicht … (Bild: WikiCommons / gemeinfrei / L.A. Fischinger / YouTube-Sceenshot)

Jeder, der sich mit der Grenzwissenschaft und vor allem Verschwörungen und angebliche Verschwörungen befasst, der kennt sie: Die Illuminaten! Angeblich geheime Machthaber hinter den Kulissen, die die Fäden der Welt in der Hand halten und praktisch überall dahinter stecken sollen. Vom 11. September bis zu Bemühungen die Weltbevölkerung zu dezimieren. Weniger Menschen – leichter herrschen. So lautete die Devise. Doch stecken die satanischen Illuminaten auch hinter dem Energy-Drink “Monster”, wie es im Netz kursiert? Und was haben der ungarische Wein, die Illuminaten und Außerirdische mit dem Pils “Veltins” zu tun? In welcher Verbindung stehen der Vatikan, das Geschlecht der Medici, der Planet Nibiru, die Sintflut und vieles mehr mit der Brauerei? Hier wird alles exklusiv aufgedeckt …

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Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Ich beteilige mich recht selten an (wilden) Verschwörungen und habe sie auch nicht oft auf diesen Seiten detailliert zum Thema. Gleichfalls betone ich in verschiedenen Videos auf meinem YouTube-Kanal des Unfassbaren immer wieder, dass es ohne Zweifel Verschwörungen gibt. Ebenso, dass der Begriff “Verschwörungstheoretiker” unlängst zu einer “Schlagt-ihn-tot-Keule” geworden ist, um damit alle Behauptungen abseits der Mainstream Community ad absurdum führen zu wollen.

Fußball WM 2014, der Gaucho-Dance & "Gauchogate" - ein Skandal?
Fußball WM 2014 und die “Nazi-Keule” / Video (Bild: L. A. Fischinger / FreeClipArt)

Folgerichtig ist auch diese Bezeichnung schon lange eine Art zweite “Nazi-Keule” geworden, mit der gerne und schnell der Stempel “Pfui-Thema” aufgedrückt wird. Natürlich auch nicht immer zu unrecht! Jedoch sind einige Themen der Verschwörungstheorien wirklich mehr als nur bizarr. So auch die Idee, dass das beliebte Energy-Getränk “MONSTER” in Wahrheit ein Teufelszeug ist, von den Illuminaten verbreitet wurde und wird und dessen Existenz dazu dient, die Menschheit auszurotten/zu dezimieren. Aus diesem Grund soll in diesem Posting darauf genauer eingegangen werden…um anschließend ein wesentlich weitreichendere “Verschwörung” aufzudecken!

Im Energy-Drink “Monster” steckt nicht nur der Teufel!

Einige Videos im Internet (vor allem dieses hier, mit über 8,5 Millionen Klicks in nur sechs Monaten) vertreten die Meinung, dass “Monster” ein echtes Monster sei. Der Verzehr des Energie-Getränkes mache nicht nur dumm, sondern diene vor allem den teuflischen Illuminaten als eine Art Waffe um die Menschheit zu dezimieren. Eine wesentlich kleinere Bevölkerung der Erde lässt sich im Sinne einer “Neuen Weltordnung” (NWO – “New World Order”) eben leichter beherrschen, kontrollieren und vielleicht sogar versklaven.

Auf den Dosen von “Monster” stehe deshalb die Zahl des Teufels, des Antichristen oder schlicht des Satans: Die “666”. Für jeden erkennbar, heißt es. Aber die Zahl 666 steht dort in hebräischen Zeichen ausgeschrieben (s. Titelbild) und so erkennt der ahnungslose Konsument nicht, was er da in Wahrheit trinkt: Ein Illuminaten-Gebräu! Ein “Beleg” sei zum Beispiel auch der immer wieder auch in den Medien aufkeimende Streit um Gesundheitsgefahren dieser süßen Getränke.

Diese “Nummer des Biest 666” stammt aus der Offenbarung des Johannes im Neuen Testament. Auch bekannt als “Apokalypse des Johannes” und sie ist aufgrund ihrer vielfach rätselhaften Aussagen schon deshalb eine Fundus für Interpretationen. So lesen wir in in den Versen 13,16-18 in der Einheitsübersetzung:

666 - die biblische Zahl des Teufels in hebräischen Zeichen (Bild: L.A. Fischinger)
666 – die biblische Zahl des Teufels in hebräischen Zeichen (Bild: L.A. Fischinger)

Die Kleinen und die Großen, die Reichen und die Armen, die Freien und die Sklaven, alle zwang es, auf ihrer rechten Hand oder ihrer Stirn ein Kennzeichen anzubringen. Kaufen oder verkaufen konnte nur, wer das Kennzeichen trug: den Namen des Tieres oder die Zahl seines Namens. Hier braucht man Kenntnis. Wer Verstand hat, berechne den Zahlenwert des Tieres. Denn es ist die Zahl eines Menschennamens; seine Zahl ist sechshundertsechsundsechzig.”

 Das klingt schon kryptisch und auch ein wenig gruselig. Auch wenn die Exegese teilweise annimmt, dass sich die 666 auf den römischen Kaiser und Christenverfolger Nero (Claudius Caesar Augustus Germanicus) bezieht, so sehen andere Auslegungen den leibhaftigen Satan aus der Hölle dahinter. Wobei dieser Teufel, Satan, Antichrist oder Luzifer eigentlich vollkommen jemand anderes war. Die Aussage “kaufen oder verkaufen” passt doch eigentlich schön zu einem Produkt wie “Monster”, das ja verkauft werden soll. Nur im Kontext gelesen heißt es, dass nur diejenigen “kaufen oder verkaufen” können, die dieses Zeichen der 666 auf der “rechten Hand oder ihrer Stirn” tragen.

"MONSTER" und die angebliche 666 - Illuminaten wollen die Weltherrschaft (Bild: Sceenshot von YouTube)
“MONSTER” und die angebliche 666: Illuminaten wollen die Weltherrschaft (Bild: Sceenshot von YouTube)

Achtete also beim kommenden Einkauf bitte einmal darauf, ob die Käufer/innen von “Monster” das Zeichen des Tieres an der Hand oder Stirn auch tatsächlich tragen …

Da aber das Logo von “Monster” ohne Zweifel der hebräischen 666 sehr ähnelt, folgern eben nun einige, dass die Marke irgendwie mit dem Teufel und irgendwie so oder so den Illuminaten zu tun haben muss. Warum sonst sollen die Dosen des Getränkes mit der Zahl des Teufels verziert sein? Und die Illuminaten haben ja angeblich eh überall ihre Finger im Spiel. Blöd nur, dass der Plan erkannt und bekannt wurde, dass “Monster” Teil dieser Lebensmittel-Gifte des Bösen ist. Obwohl die Grafiker von “Monster” ihre 666-Teufel-Botschaft ja so “geschickt” verborgen haben, in dem sie diese einfach in hebräischen Zeichen auf die Dosen drucken. Die natürlich kein einziger “Illuminaten-Teufel-Jäger” kennt und erkennt. Wenn es denn überhaupt die 666 sein soll. Zum Markennamen “Monster” würde es schon passen, was durchaus auch die Marketing-Strategen bei “Monster” erkannt haben könnten. Aber:

Die 666 von “Monster” – ein “M” wie Monster!

Warum einfach wenn es auch schwer geht? Ist das boshafte Logo der Dosen nicht einfach nur ein langweiliges “M”  für “Monster”? Es sieht eindeutig auch nach einem “m” aus.

Ich habe mir mal am 23. April 2015 die Mühe und den Spaß gemacht, die Zentrale von “Monster” schriftlich um eine Stellungnahme zu bitten, ob diese “666-Enthüllung” etc. bei ihnen bekannt ist. Und wenn ja, was die Geschäftsführung davon hält, dass ihre dunklen Pläne aufgedeckt wurden. Die Antwort am 28. April war eindeutig:

Das ist nicht wahr und eine bösartige Lüge, die im Internet zirkuliert, dass unsere Monster Energy-Dinks irgendwie mit ,Satan’ in Verbind stehen. Im Laufe der Jahre fielen viele andere namhafte Unternehmen und Marken – einschließlich Starbucks Coffee, Disney Entertainment und Texaco oil – ähnlichen Versionen von gewundenen ,Teufel Theorien’ zum Opfer, die immer wieder zeigten, wie absurd sie sind. Die Theorien über Monster Energy sind völlig lächerlich.

In unserem M-Klauen-Logo sind keine hebräischen Buchstaben oder Zahlen enthalten. Das Logo wurde als stilisierter englische Buchstabe ,M’ konzipiert, um den ersten Buchstaben im ,Monster’-Markennamen zu repräsentieren. Das gezackte Design soll veranschaulichen, wie das M-Logo die Metalldose aufreißt.”

Na ja: Natürlich sind solche Statements der Firma für echte “Gläubige” so oder so gelogen. Für mich ist jedoch diese monsterhafte “Verschwörung” absoluter Humbug.

Die “Veltins-Alien-Ungarn-Wein-Connection”

Im September 2012 habe ich aus Spaß mal spontan der Marke “KABA” eine Geheimbotschaft in ihren Produkten “nachgewiesen” (die dort noch online ist). Eine Verschwörung um ihr Kakao-Produkt, die ich bei Facebook anhand dessen Verpackung “beweisen” konnte. Darin ging es um die Erschaffung der Menschheit aus Frühmenschen durch Ancient Aliens. Sogar “Micky Maus” und die Illuminaten waren inklusive. Natürlich auch das nur als Jux.

Aber: Kürzlich konnte ich eine weitere Verschwörung ebenso spontan “aufdecken”, die weitreichende Konsequenzen für uns alle haben wird. Auf einem Bierdeckel der Pils-Marke “Veltins” ist sie für alle zu sehen. Eine Connection von Ancient Aliens mit dem heutigen Land Ungarn, dem Teufel, dem Planeten Mars, den Anunnaki usw. Hinter allem steckt heute verborgen die Biermarke “Veltins”. Ebenso (natürlich!) die Freimaurer.

Betrachtet man sich das Logo (das Wappen) des Hopfengetränkes einmal ganz genau und zerlegt es in seine einzelne “Aussagen”, sollte folgendes auffallen: Da ist eine geheime Botschaft an die Kunden versteckt. Zweifellos und einwandfrei zu erkennen…wenn man nur die Augen öffnet.

Und zwar fand ich folgende “geheimen Hinweise, Bedeutungen, Botschaften und Zeichen” im “Veltins”-Logo, die hier lediglich als Fantasie-Beispiele zeigen sollen, wie leicht man überall etwas “Verborgenes” im Sinne von “Verschwörung” finden kann. Egal wie absurd es ist! Wer lange genug sucht und Fantasie hat, der findet ausnahmslos überall eine mysteriöse Botschaft.

Ich kann das Logo aufgrund des Copyright hier leider nicht zeigen, wie ich zumindest meine. Aber unter diesem Wikipedia-Link ist es sehr gut zu erkennen. Meine analysierten “Veltins-Geheim-Fakten” zeigen, dass im Wappen der Brauerei Codes zu finden sind, dass ...

  • … es einst einen bewohnten Planeten zwischen Mars und Jupiter gab, der “Tiamat” hieß.
  • … dessen Bewohner vor der Zerstörung ihres Planeten auf die Erde kamen.
  • … diese Außerirdischen auch den Mars betraten.
  • … der Planet Nibiru und die Außerirdischen mit Namen Anunnaki der Geschäftsführung von “Veltins” wohl bekannt sind.
  • … die Zerstörung dieses Planeten die irdische Sintflut auslöste.
  • … diese Ancient Aliens Wein und Bier zur Erde brachten.
  • … die Fremden wohl zuerst im Gebiet es heutigen Ungarn landeten.
  • … Noah nach der Sintflut eine weltberühmten ungarischen Wein trank.
  • … astronomisches Wissen zu diesem ehemaligen Planeten im Pils-Logo verborgen sind.
  • … der (heutige) “Teufel” als Schlange, Gott aber auch Symbol des Bösen im Wappen involviert ist.
  • … die Cheops-Pyramide und der “Fälscher der Cheops-Kartusche” Howard Vyse mit “Veltins” im Zusammenhang stehen.
  • … der Vatikan offenkundig dazu gehört.
  • … gewisse Päpste und Herrscher mit im Boot sitzen oder zumindest saßen.
  • … die angesehene “Royal Astronomical Society” und ein von dieser hoch ausgezeichneter Astronom die Finger im Spiel hatten.
  • … Geheimbünde wie Illuminaten und Freimaurer hinter dem Pils stecken.
  • … der 11. September 2001 (9/11) damit in Verbindung zu bringen ist.
  • … das “Veltins”-Produkt “V+” als Teil der manipulativen Verschwörung auf dem Markt kam.
  • … die Zahl des Teufels 666 auch hier schockiert!
  • … Göttermythen folglich zum Teil die Wahrheit sagen.
  • … die kosmischen Wesen in Ungarn ihre bis heute Spuren in der dortigen Sprache hinterließen.
  • … das angebliche Gründungsjahr und der Gründervater der Brauerei bereits Teil der Verschwörung ist.
  • … das Jahr der Sintflut bzw. Zerstörung des “Tiamat” auf jeder Pils-Flasche der Marke steht.
  • … der wohl berühmteste Wein der Welt nicht nur aus Ungarn kommt, sondern mit zur Verschwörung gehört.

… und vieles mehr ist dem Gersten-Unternehmen bekannt. Nur darf es natürlich niemand wissen …

Die erste Spur auf dem Weg zur Enthüllung ist unübersehbar: In dem Wappen sind die Farben rot, weiß und grün deutlicher Mittelpunkt des Gesamtbildes. Das ist die Nationalflagge des Landes Ungarn. Schon das ist seltsam, da “Veltins” laut Wikipedia ursprünglich aus Meschede-Grevenstein im Sauerland und somit nicht Ungarn in Südost-Europa kommt. Warum dann diese Flagge als offenkundiger Eye-Catcher im Zentrum des Logos? Das weckt Interesse nach mehr “Untersuchungen” …

“Veltins” will die Weltherrschaft: Die einzelnen “Enthüllungen” im Zusammenhang mit dem Logo der Marke:

  • In dem Wappen findet sich in der Farbe Grün der ungarischen Nationalflagge ein Stern. Ein deutlicher Hinweis auf den Kosmos, das All, die Sterne, den Himmel …
  • Der Stern stand schon in der frühen Keilschrift der ersten Zivilisationen als Zeichen für “Himmel”, “Oben”, “Gott” und als Zeichen des Gottes “An”. Das behaltet bitte im Hinterkopf.
  • Die Logo-Krone als Symbol des königlichen Ursprungs hat fünf “Zacken” bzw. “Blätter”, die aus fünf Punkten “wachsen”. Das bedeutet:
  • In Verbindung mit dem genannten Stern als Symbol für das All weist dies auf den 5. Planeten hin. Auch die “Punkte” sind hierbei ggf. in Wahrheit Planeten-Symbole. Aber sie deuten nicht auf den 5. Planeten von heute (das wäre Jupiter).
    Asteroidengürtel und der vernichtete Planet Tiamat (Bild: WikiCommons/gemeinfrei / bearbeitet von L.A. Fischinger)
    Asteroidengürtel und der vernichtete Planet Tiamat [Zur Großansicht anklicken]. (Bild: WikiCommons/gemeinfrei / bearbeitet von L.A. Fischinger)
  • Babylonische Mythologie sagt, dass das Königtum vom Himmel – von den “Göttern” – zu Erde kam.
  • Wie gerne spekuliert wird, gab es nämlich zwischen Mars und Jupiter (heute der Asteroidengürtel) einst einen Planeten mit dem Namen “Tiamat”. Das wäre dieser 5. Planet von der Sonne aus.
  • Die fünf “Zacken” der Krone sind Blätter. Blätter sind biologisches “Leben”/”Lebenssymbole”. Denn nach Spekulationen um diesen heute verschwundenen Planeten soll dieser einst bewohnt gewesen sein. Bis zu seiner Vernichtung. Das wussten also die Ungarn bzw. wusste/weiß “Veltins” …
  • Die außerirdischen Bewohner des zerstörten Planeten flohen vor ihrem Untergang auf die Erde.
  • Die Erde ist der 3. Planet von der Sonne. Und was sehen wird? In der Farbe Weiß der ungarischen Flagge im Wappen finden sich im Sinne eines Eye-Catchers drei Kelche. Drei Kelche = 3. Planet = Erde. Das ist wohl kaum ein Zufall.
  • Diese Kelche sehen aus wie Weinkelche und nicht wie Bierkelche oder Gläser. Seltsam für eine Brauerei. Sehr seltsam. Tatsächlich aber ist Wein aus Ungarn bekannt und wird dort viel angebaut. Und ungarisch heißt Wein “Bor”…mit drei Buchstaben! Genau wie das dortige Wort für Bier mit drei Buchstaben: “Sör”. Und “Sör” spricht man “Schör” aus – fünf Buchstaben = “Tiamat”

Aber diese Belege für ein Geheimwissen sind lange nicht alle, die “Veltins” versteckt hat:

  • Der Name “Veltins” hat sieben Buchstaben. Von außerhalb unseres Sonnensystems kommende Aliens sahen vor der Vernichtung von “Tiamat” die Erde als 7. Planeten: Neptun – Uranus – Saturn – Jupiter – “Tiamat” – Mars – Erde
  • Der Gründervater und Namensgeber war Clemens Veltins, dessen Vorname ebenso sieben Buchstaben hat. (Wir treffen gleich auf noch einen “Clemens”)
  • Die Logo-Krone zeigt wie ein Morsecode abwechselnd Punkte und Striche. Insgesamt sind es sieben, wobei bekanntlich die Zahl 7 seit jeher als “heilige” oder “mythische Zahl” gilt.
  • Ungarn ist nur die heutige und allgemeine Bezeichnung für das Land. Einst trug es die Bezeichnung “Magyeri”, was ebenfalls sieben Buchstaben hat. Erst später wandelte es sich in den auch bekannten Ländernamen “Magyar”.
  • Die Ungarn selber nennen ihr Land auch “Magyarország”, was grob in seinem Ursprung soviel wie “Menschen-Land” bedeutet (“Ungarn-Land”). Aber: wieso Menschen – wer sollte denn bitteschön sonst dort siedeln?
  • Die Aussage ist eindeutig: Alien-Wesen vom “Tiamat” landeten im heutigen Ungarn.
  • Aus Ungarn stammt der weltbekannte Edel-Süßwein “Tokajer”. Anzahl der Buchstaben sind auch hier sieben. Doch zu diesem Wein nachher mehr Enthüllungen.
  • “Magyarország” hat 12 Buchstaben. Das deutet frappierend auf enormes Astronomiewissen hin, da es inklusive Sonne, Mond und “Tiamat” auch den angeblichen von Außerirdischen bewohnten Planeten “Nibiru” geben soll. Das sind dann 12 Himmelskörper, die man aber mit dem bloßem Auge nicht alle sehen kann.
  • Direkt unter der Krone im Logo von “Veltins” ist eine weitere Botschaft der Götter. Dort findet sich eine Pyramide als Dreieck und links und rechts über dieser Elemente, die an die “Flügelsonne” der Ägypten und alten Völker aus Mesopotamien erinnern. Ein Symbol der Götter und in der Grenzwissenschaft unlängst auch für die Astronautengötter.
  • Auch auf dem Mars soll es Aliens gegeben haben (Bild: L. A. Fischinger / NASA/JPL)
    VIDEO: Auch auf dem Mars soll es Aliens gegeben haben. (Bild: L. A. Fischinger / NASA/JPL)

    Die Pyramidenspitze zeigt natürlich nach oben auf die Krone. Doch warum ist die Krone innen rot? Ein Hinweis auf den “Roten Planeten”, den Mars, auf dem es bekanntlich ebenfalls Pyramiden geben soll und der sogar nach einigen Autoren als Zwischenstation der Aliens auf dem Weg zu Erde diente?!

  • Auch der Stern im unteren grünen Feld der ungarischen Nationalflagge weist auf dem Mars als 4. Planeten von der Sonne, da dieser Stern von vier Punkten (= Planeten) umgeben ist.
  • Ganz unten im Wappen ist eindeutig ein Engel mit Flügeln zu sehen. Engel, Söhne Gottes, Wächter des Himmels…das sind keine anderen als die außerirdischen Götter von den Sternen.
  • Nehmen wir nur die nach oben offene hufeinsenförmige Umrandung des Wappens und blenden alle andere Elemente des Wappens aus – wir sehen Hörner. Hörner des Teufels geschmückt mit einer königlichen Krone. Gruselig.
  • In jedem Horn finden sich 13 Kreise oder Punkte. Die Unglückszahl!
  • Das obere gebogene Ende jedes der Hörner ähnelt jeweils einer Schlange mit Kopf. Die Schlange ist ebenfalls oft das Symbol des Bösen, des Satans oder einfach des Teufels.
  • Neun “Halbkreise” befinden sich jeweils links und rechts wellenförmig am Außenrand des Logos. Diese neun Halbkreise einer Seite plus die drei vollkommen rätselhaften Weinkelche im Inneren sind 11. Also 9/11 … der 11. September (20001).
  • Die Firma “Veltins” brachte passend im Attentat-Jahr 2001 ihr Pils-Mix-Getränk-Produkt “V+” auf dem Markt. Zielgruppe der Produktgruppe sind ganz klar die jungen Menschen, die auch so mit dem Geheimwissen in Berührung kommen.
  • “V+” bedeutet ja schlicht “Veltins plus Beimischung” wie etwa Cola. Aber es gibt auch die Beimischung “Energy”, was wohl Bände spricht …

Das alles klingt mehr als erstaunlich? Richtig. Denn diese Verschwörung konnte nicht ewig im Verborgenen bleiben. Doch es gibt noch mehr glasklare Fakten, die beweisen, dass die Marke “Veltins”, das Land Ungarn, der Vatikan, der ungarische Wein, die Ancient Aliens und der Teufel hinter allem stecken:

  • “Veltins” wirbt damit, dass es deren Pils seit dem Jahre 1824 durch Clemens Veltins gibt. Stimmt das? Kaum oder besser auch, denn rückwärts geschrieben ergibt dieses Jahr es die Zahl 4281. Und “4281 Pounds” ist ein erst 1985 entdeckter Hauptasteroid im Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter. Damit also ein Rest des vernichteten Planeten “Tiamat”, den die böse Wissenschaft bis heute leugnet!
  • Die Entdeckung des “Tiamat”-Planeten-Stücks “4281 Pounds” im Jahr 1985 wurde mit Absicht in dieses Jahr datiert, wenn man auch hier den “Rückwerts-Code” nutzt:
  • 5891 – 4281 = 1610. 1610? In diesem Jahr wurde Gräfin Elisabeth Báthory verhaftet. Die weltberühmte “Blutgräfin” und Massermörderin von angeblich 650 Mädchen. Sie war Ungarin und wurde von König Mathias II. eingesperrt. Dem König von – Ungarn.
  • 1610 wurde der berühmte König Heinrich IV. von Frankreich ermordet. Die Regentschaft übernahm keine geringere als Maria de’ Medici aus dem mehr als nur mächtigen und legendären Herrschergeschlecht der Medici.
  • Aus dem Hause der Medici entstammen eine Reihe Päpste. Offenbar ist also auch der Vatikan involviert, was auch dieser Umstand beweist:
  • Medici-Papst und somit Maria-Verwandter Clemens VII. nahm zufällig nicht nur “Clemens” als Papstnamen an, sondern er annullierte auch eine Ehe von König Heinrich IV. Wen heiratete der Monarch dann? Richtig: Maria de’ Medici.
  • Marias Mutter war Erzherzogin Johanna von Österreich. Teil der damaligen Herrschergebiete um Österreich war unter anderem kein anderes Land als Ungarn.
  • 1610 entdeckte kein geringerer als Galileo Galilei die ersten vier Jupiter-Monde und damit seinen ersten astronomischen Beleg, dass die Erde nicht der Mittelpunkt von allem ist.
  • Seltsam auch: Im Geburtsjahr 1824 von “Veltins” hatte der in der Grenzwissenschaft sehr bekannte Richard William Howard Vyse das königlichen Ehrenamt des “High Sheriff” inne. Vyse ist kein anderer als jener Brite, der in der Cheops-Pyramide die Kartusche des Pharao gefälscht habe, nachdem er 1835 erstmals nach Ägypten ging. Auch das  spricht Bände.
  • “Zufällig” bekam 1824 auch der Astronom Johann Franz Encke die höchste Auszeichnung der “Royal Astronomical Society”. Einer seiner Forschungsschwerpunkte – Asteroiden.
  • Die große Flut (Bild: WikiCommons)
    Die große Flut, ausgelöst durch die Vernichtung des Planeten “Tiamat” – “Veltins” bestätigt sie! (Bild: WikiCommons)

    Purer “Zufall” ist wohl auch kaum der Umstand, dass die Erde (wohlwollend ausgelegt) 4281 vor Christus erschaffen worden sein soll. Oder, dass die Sintflut in dieser Epoche stattgefunden hat. Als Folge des Untergangs des bewohnten Planeten “Tiamat”?

  • Tiamat ist auch ein Name einer ursprünglichen babylonischen Göttin, dessen Name sich vom akkadischen Wort für “Meer”(als Salzwasser / tâmtum) herleitet. Also die “Tiamat”-Sintflut.
  • Der Stern im Logo, der auch für den Gott An stehen kann, ist hier auch ein Beleg. Ein Sohn von An war Ea/Enki, der der Herrscher des Süßwasserozeans war. Wieder: Wasser! Er gilt sogar als Schöpfer der Menschheit und warnte nach dem Epos des Gilgamesch dem Noah dieses Textes vor der kommenden Sintflut. Dieser baute daraufhin ein Arche.
  • Ganz nebenbei hatte die Göttin Tiamat auch einen Ehemann. Es war der Gott Abzu und dieser steht für die unterirdischen Südwasserozeane (Grundwasser). Die, so die Bibel, ebenfalls bei der Sintflut ausbrachen und das Land überschwemmten.
  • Noah baute laut Bibel nach der “Tiamat”-Sintflut Wein an und trank davon mehr als einen Kelch zu viel. Wein? “Tiamat” war zerstört, die Bewohner geflohen, drei (= Erde) Weinkelche innerhalb der ungarischen Flagge im Wappen, Noah betrank sich nach der Flut mit Wein und die deutliche Verbindung zum Weinland Ungarn – was wollt Ihr mehr an Beweisen?
  • Trank Noah den süßen Wein Tokajer aus Ungarn, der ursprünglich und heute aus den Tokajer-Gebirge stammt? Ja! Ungarisch heißt der edle Süßwein auch “Tokaji Aszú”. Aszú klingt nicht nur dem Süßwasserozean Abzu sehr ähnlich, sondern diese Weinbezeichnung bedeutet auf Deutsch schlicht “Tokajer Ausbruch“.
  • Natürlich wird auch “Veltins” aus Grundwasser gebraut.
  • Wein galt schon in den frühesten Kulturen als “göttlich” und diente bei Zeremonien und Opferungen. Bier auch, das schon die Sumerer kannten, und das Teil der “Bezahlung” der Arbeiter an den ägyptischen Pyramiden war.
  • An – der “Stern”/”Himmel” – hatte eine Frau mit Namen Ki (= Erde). Deren Sohn Ea/Enki war in den alten Texten auch der Chef der Anunnaki.
  • Im Wappen der Brauerei “Veltins” ist eindeutig ein Pentagram zu finden. Es schließt an seinen Eckpunkten den Kopf des “Engels”, die oberen Kreise im linken und rechten Horn des Teufels und – durch die waagrechte Linie zwischen dem ungarischen Grün und Weiß bestimmt – zwei weitere Punkte der satanischen Hörner ein. Und damit umspannt es klar die drei Weinkelche und den Stern als Symbol des Kosmos, der Sonne, des Himmels und des Gottes An.
  • Zwischen den Pentagram-Spitzen sind links und rechts nun einige Kreise durch die Linien/Spitzen getrennt. Erneut ein Hinweis auf die Cosmic Connection, da es im oberen Bereich sieben (Erde von außerhalb des Sonnensystems) und im unteren Bereich vier (der Mars von der Sonne) Kreise sind.
  • Die vier Kreise des Mars links und rechts, plus je zwei Punkte (für jede Seite des Logos) des Mars-Hinweises neben dem Stern sind jeweils links und rechts sechs. Da innerhalb des Pentagram neben dem Stern mit seinen vier Begleitern die drei Weinkelche fraglos deutlich betont werden (zur Erinnerung: Das Wort für Wein hat im Ungarischen wie das Wort für Bier drei Buchstaben) rechnen wir: dreimal die Zahl 6 = 666
  • Das Pentagram gilt auch als Zeichen der Freimaurer oder natürlich der Illuminaten. Als Beispiel sei nur kurz das Stichwort “George Washington” genannt. Freimaurer, erster Präsident der USA und Namensgeber der US-Hauptstadt.

Der Kreis schließt sich … 😉

Ich danke Euch, Euer Jäger des Phantastischen

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Cheops-Pyramide: Aufregung in Ägypten um die illegale Entnahme von Proben in der Pyramide durch “alternative Geschichtsforscher”

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Pressemitteilungen zum "Pyramiden-Skandal" von Stefan Erdmann und Dominique Görlitz (Bild: L. A. Fischinger)
Der “Pyramiden-Skandal” um die Hobby-Forscher Stefan Erdmann und Dominique Görlitz (Bild: L. A. Fischinger)

Großer Streit um die „alternativen Geschichtsforscher“ Dominique Görlitz und Stefan Erdmann und ihre Probeentnahmen in der Pyramide des Cheops in Gizeh. Seit Jahrzehnten wird behauptet, dass die Inschrift mit dem Königsnamen in der Großen Pyramide eine Fälschung des Entdeckers Howard Vyse selber aus dem Jahr 1837 sei. Erdmann und Görlitz haben nun ohne Genehmigung in einer der “Entlastungskammern” eine Probe der Farbe der Inschriften genommen um diese in Dresden analysieren zu lassen. Und damit zogen sie den Zorn der Ägyptologen, der ägyptischen Behörden und auch vieler Mystery-Fans auf sich …

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