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Erdbeben in Mexiko: Zahlreiche Zeugen sahen und filmten während des Bebens rätselhafte Leuchterscheinungen am Himmel

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Rätselhaftes Himmelsleuchten während des Erdbeben in Mexiko (Bild: Twitter-Screenshot)
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Rätselhaftes Himmelsleuchten während des Erdbeben in Mexiko (Bild: Twitter-Screenshot)

Am 7. September erschütterte ein starkes Erdbeben Mexiko, dessen Zentrum nahe dem Ort Acapulco am Pazifik lag. Auswirkungen waren auch hunderte Kilometer weiter in Mexiko-City zu spüren. Doch während in den üblichen Medien das ebenso übliche über die Katastrophe berichtet wurde, berichteten Augenzeugen noch mehr. Zahlreiche Menschen sahen und filmten unheimliche Lichter und Leuchterscheinungen während des Bebens am Himmel. Ein Phänomen, das seit Jahrtausenden bekannt aber bisher ungeklärt ist.


Seltsame Lichter beim Erdbeben über Mexiko

Am vergangenen Dienstag (7. September) erschütterte ein schweres Erdbeben der Stärke 7 bis 7,1 Mexiko. Das Zentrum lag nahe dem Badeort Acapulco im südlichen Bundesstaat Guerrero am Pazifik. Auch im über 300 Kilometer entfernten Mexiko-City war das Beben zu spüren. Binnen einer Stunde kam es zu über 70 Nachbeben, die eine Stärke von bis zu 5,2 aufweisen. Millionen Menschen waren ohne Strom.

So schrecklich solche Katastrophen auch sind, so normal sind sie vor allem in Mexiko und im Westen von Mittelamerika. Als Teil des „Pazifischen Feuerrings“, der sich rund um die Pazifischen Ozean erschreckt und in dem Erbeben häufig sind, besteht auch Mexiko immer eine erhörte Gefahr von Erdbeben.

Während in den Medien in der üblichen Berichterstattung über das mexikanische Beben die ebenso üblichen Informationen zu sehen waren, sahen die Betroffenen vor Ort noch mehr. Unerklärliche (meist blaue) Lichter am Himmel. Ein Phänomen, dass seit Jahrhunderten im Zusammenhang beobachtet wird und in diesem Fall von zahlreichen Zeugen auch gefilmt wurde. Auch in Mexiko-City waren diese Erscheinungen am Himmel zu sehen, die entweder vom Boden „herauf“ oder sogar auf dem ihm „heraus“ kamen, oder aber in den Wolken erst zu sehen waren.

Diese Erdbebenlichter waren bei diesem Erdbeben besonders gut sehen, da das Beben in der Dunkelheit stattfand. Und im Informationszeitalter mit unseren zahllosen Kameras wurden diese diesmal auch besonders häufig gefilmt. Ein unheimlich erleuchteter Nachthimmel, der fraglos viele Menschen zusätzlich verängstigte. Selbst von der „Apokalypse“ wurde in Sozialen Netzwerken deshalb gesprochen.

Unter Videos dieser Leuchterscheinungen, die auf Plattformen wie Facebook, YouTube und vor allem Twitter hochgeladen wurden, finden sich zahllose Kommentaren zu diesen. Selbst von einer Alien-Invasion wurde verschiedentlich dort fabuliert. Wohl nicht ganz im ernst, wie zu hoffen ist. Oder auch von geheimen Projekten dunkler Mächte. Viele vermuteten einfach Kurzschlüsse in Trafostationen, die für diese Lichter verantwortlich sein sollen.

Seit Jahrtausenden dokumentiert

Die in den vergangenen Tagen online gestellten Videos und Fotos der Erscheinungen bekamen im spanischen Sprachraum schnell den Hashtag „Apocalipsis“ – also dem Weltuntergang. Der natürlich nicht eintrat.

Da solche Leuchterscheinungen während eines Erdbebens, aber auch davor und danach, seit hunderten wenn nicht tausenden von Jahren bekannt sind, scheinen sie offensichtlich ein Naturphänomen zu sein. Was die Ursache dieser unheimlichen Lichter ist, ist bisher unbekannt. Theorien reichen von aus dem Erdinneren austretenden radioaktiven Isotopen bis zu elektrischen Entladungen des Gestein. Auch über Störungen des Magnetfeldes der Erde, die dabei kurzzeitig eine Aurora in Erdnähe auslösen, wurde schon diskutiert.

Erdbebenlichter sind keine Vorboten des Weltuntergang, sondern werden auch von der Wissenschaft ernst genommen. Troy Shinbrot, Physiker der Rutgers University im US-Bundesstaat New Jersey, erklärt aufgrund der Videos dem US-Sender NPR am 8. September, dass solche Lichter seit Jahrtausenden bekannt sind. So hätte auch die Apokalypse längst stattfinden müssen, wie er betont.

Schon Aristoteles beschrieb um 350 vor Christus dieses Phänomen. Ebenso der römische Autor Sencea im 1. Jahrhundert nach Christus. Besonders auffällig bei den seit der Antike dokumentierten Erdbebenlichtern ist die Tatsache, dass diese auch hunderte Kilometer vom Epizentrum auftreten können. Wie aktuell in Mexiko-City. Dabei sind den Bewohnern von Mexiko diese Lichter nicht fremd. Bei dem Beben am 8. September 2017 mit einer Stärke von 8,2 im Süden von Mexiko wurden ebenfalls Erdbebenlichter gesehen.

Auch wenn das Phänomen seit tausenden von Jahren dokumentiert und bekannt ist, steht eine verbindliche Erklärung noch aus. Und dass solche Erscheinungen im Zusammenhang mit einem Erdbeben bei den Betroffenen noch mehr Ängste auslösen können, dürfte jeder nachvollziehen können.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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