Leben nach dem Tod? Nach einer Studie glauben bis zu 60 Prozent der Probanden, dass sie "Kontakt" mit ihren verstorbenen Partnern hatten - Grenzwissenschaft & Mystery Files

Leben nach dem Tod? Nach einer Studie glauben bis zu 60 Prozent der Probanden, dass sie „Kontakt“ mit ihren verstorbenen Partnern hatten

Nach einer Studie in Italien, glauben bis zu 60 Prozent der Probanden, dass sie "Kontakt" mit ihren verstorbenen Partnern hatten (Bild: L. A. Fischinger)
Nach einer Studie in Italien glauben bis zu 60 Prozent der Probanden, dass sie „Kontakt“ mit ihren verstorbenen Partnern hatten (Bild: L. A. Fischinger)

Seien wir mal ehrlich: Irgendwie wünschen oder hoffen wir doch allem, dass es nach dem Leben irgendeiner Art und Weise „weiter geht“?! Sei es nun durch eine Wiedergeburt (Reinkarnation), ein Leben nach dem Tod in einem „Paradies“, einer Existenz im „Jenseits“ oder was man sich gerne wünscht (oder die jeweilige Religion lehrt). Eine Untersuchung mit verwitweten Menschen in Italien hat nun gezeigt, dass bis zu 60 Prozent der Probanden glauben, dass sie auf die ein oder andere Art und Weise Kontakt mit ihren verstorbenen Partnern hatten. Wunschdenken, Posttraumatischen Belastungsstörung oder ein Blick ins Jenseits?

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Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Das „Journal of Affective Disorders“ veröffentlichte jüngst die Ergebnisse einer Befragung zum Thema „Leben nach dem Tod?“. Augenmerk dieser Untersuchung waren Witwen und Witwer und deren Erfahrungen bzw. Erlebnisse nach dem Tod deren Partner.

Tatsächlich hat die Befragung ergeben, dass bis 60 Prozent der Hinterbliebenen nach dem irdischen Ableben deren Partner bzw. Partnerinnen glauben, irgendwie „Kontakt“ mit diesen gehabt zu haben. Sei es, dass sie „gespürt“ oder sogar „gesehen“ wurden. Die Zeitung „Cronaca Milano“ zitiert am 16. März 2016 dazu:

„Alles deutet darauf auf eine auffallend hohe Prävalenz von halluzinatorischen Erfahrungen – im Bereich von 30 % bis 60 % – nach dem Verlust unter den verwitweten Personen hin, was dem Phänomen eine Beständigkeit und Legitimität verleiht.“

Wunschdenken, Stress, Wahrnehmungsstörungen oder das „echte Jenseits“?

Wie ist diese Untersuchung bei dem Thema „Sind wir alle unsterblich?“ zu bewerten? Denn Studien, Umfragen oder dokumentierte Berichte zu diesen Thema gibt es quasi jeden Monat. Dies zeige ich sehr detailliert in meinem Buch „Der TOD: Irrtum der Menschheit? – PSI-Phänomene, Nah-Tod-Erfahrungen, UFOs und das Leben nach dem Leben„, in dem auch auch auf eine ganze Reihe von Widersprüchen bei diesen sensiblen Themen verweise. Aber auch auf scheinbar mehr als erstaunliche Zusammenhänge …

Interessant ist vielleicht hierbei auch der Umstand, dass nach derartigen Studien solche Nach-Tod-Kontakte wesentlich verbreiteter sind, als die berühmten Nah-Tod-Erfahrungen (NTE), die oftmals als eine Art von „Blick ins Jenseits“ in der Grenzwissenschaft angesehen werden. Während keine 10 Prozent der Menschen in den westlichen Ländern eine NTE erfahren haben (oder sich nur nicht mehr daran erinnern), sind es bei Befragungen zu Nach-Tod-Kontakten bis weit über 70 Prozent.

Alles zum Buch "Der Tod - Irrtum der Menschheit / Hängt alles mit allem zusammen?" von Lars A. Fischinger (Bild: WikiCommons / L.A. Fischinger
Alles zum Buch „Der Tod – Irrtum der Menschheit / Hängt alles mit allem zusammen?“ von Lars A. Fischinger (Bild: WikiCommons / L.A. Fischinger

Bis zu 61% der Hinterbliebenen in den Industrienationen berichten nach dem Tod ihrer Partner eben von solchen Nach-Tod-Kontakten. Bei den Eltern von verstorbenen  Kindern sind es sogar weit mehr. Für eine solche Studie 2004 wurden beispielsweise 162 Hinterbliebene befragt, von denen nahe Angehörige oder Freunde an Aids, Krebs oder durch Selbstmord plötzlich und vollkommen unerwartet starben. 75 Prozent dieser Menschen berichteten bei dieser Befragung von derartigen Nach-Tod-Erfahrungen mit den Verstorbenen (hier).

Ich bin sicher, dass fast jeder Menschen kennt, die solche Erfahrungen gemacht haben oder machen. Oder persönlich gemacht haben. Auch ich selber habe bereits vor Jahrzehnten im Freundeskreis davon gehört. Und der verstorbene Prä-Astronautik-Autor Peter Krassa schilderte 1993 in seinem Buch „Die Palmblatt-Bibliothek“ sogar die Nach-Tod-Erfahrungen mit seiner verstorbene Katze.

Die Frage ist nur: Sind solche Erlebnisse oder Erfahrungen reale Einwirkungen aus einer Art „Jenseits“? Oder nur Wunschdenken der Trauernden, die vielleicht verständlicherweise unter einer Stressstörung durch den Verlust (zeitweise) leiden? Mein Kollege Fernando Calvo der Internetseite „Terra Mystica“ ergänzte in seiner Meldung vom 15. März 2016 zu der italienischen Studie, dass Dr. Jacqueline Hayes von der University of Roehampton (London) das Phänomen ebenso seit Jahren untersuche. Dr. Hayes benutzt für diese Erfahrungen den Begriff „Experiences of Continued Presence“ („Erfahrungen von fortgesetzter Anwesenheit“) und beschreibt sie so:

„Die Leute schildern Visionen, Stimmen, taktile Empfindungen, Gerüche sowie etwas, das wir das Gefühl einer Anwesenheit nennen und nicht unbedingt mit einem unserer fünf Sinne in Verbindung steht. Sie geschehen unbeabsichtigt und nicht während jemand bewusst in Erinnerungen schwelgt. Sie sind für die Hinterbliebenen stets sehr bedeutend und setzen einige Aspekte der Beziehung zu dem geliebten Menschen fort. Manchmal verstärken sie sie sogar noch.“

VIDEO: Gibt es Parapsychologische Phänomene, ein Leben nach dem Tod und Geister? (Bild: L. A. Fischinger)(Bild: L. A. Fischinger)
VIDEO: Gibt es Parapsychologische Phänomene, ein Leben nach dem Tod und Geister? (Bild: L. A. Fischinger)

Kritiker und Psychologen sehen bei diesen Erlebnissen meistens natürlich keinen „Wink des Himmels“, sondern eher eine Posttraumatische Belastungsstörung. Dr. Hayes wiederum glaubt nicht an eine Belastungsstörung, sondern, dass sich hier bei den Hinterbliebenen mehr offenbart, als reine Psychologie. So schreibt der Mystery-Jäger Calvo auf seinem Blog zusammenfassend dazu:

„(Dr. Hayes) argumentiert, dass dieses Phänomen auch erst viele Jahre nach dem Tod des geliebten Partners auftreten kann und somit nicht mit einem Trauma erklärt werden kann, das durch die Trauer unmittelbar nach dem Verlust des Menschen ausgelöst wurde.“

Leben nach dem Tod? Der Glaube daran schwindet!

Ob es eine Weiterexistenz nach dem Leben, wie wir es kennen, geben wird … das wird sich jeder Mensch irgendwann im Leben sicher mal fragen. Die Religionen der Welt liefern dazu natürlich spirituelle Antworten, da diese Frage zweifellos der Grundpfeiler deren Daseinsberechtigung ist!

Doch auch dieser Glaube an ein Leben nach dem Leben schwindet offensichtlich. Das belegte zum Beispiel das Institut „Emnid“ in einer aktuellen Umfrage für das evangelische Magazin „Chrismon“, die vom 19. bis 21. Januar 2016 unter 1007 Männer und Frauen in Deutschland durchgeführt wurde. Nach dieser repräsentativen „Emnid“-Umfrage sagen 33 Prozent der Befragten zwischen 14 und 29 Jahren, dass mit dem Tod alles zu Ende sei. Jene Probanden über 60 Jahre hingegen glauben dies zu 49 Prozent. Von den über 60jährigen glauben übrigens nur verschwindet geringe 4 Prozent an eine Hölle und einen Himmel, wie es auch das Christentum lehrt.

Meinungsumfrage: Mehr Deutsche glauben an UFOs und Außerirdische als an das Jüngste Gericht. Ein Alarmzeichen für die Kirche? (Bild: WikiCommons/gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)
Mehr Deutsche glauben an UFOs und Außerirdische als an das Jüngste Gericht. Ein Alarmzeichen für die Kirche? (Bild: WikiCommons/gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)

Das bestätigt auch sehr eindrucksvoll eine Umfrage, über die ich am 11. November 2015 berichtet habe. Demnach glauben wesentlich mehr Deutsche, Briten und US-Amerikaner an Außerirdische als an das ewige Leben oder das Jüngste Gericht.

Auch der Kölner Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki bemängelte den mangelhaften Glauben an die Lehren des C hristentums in der Gesellschaft. Die Lehren der Kirche haben sich, so Kardinal Woelki, unlängst in Wohlwollen aufgelöst. Die Christen glauben einfach nicht mehr an das, was die Kirche lehrt. Und das ist für den Kardinal mehr als beunruhigend, wie ich ihn in meinem Artikel zierte:

Dass nur ein Drittel der Deutschen an die Auferstehung Christi glaubt, müsste die Kirchen schon einigermaßen beunruhigen, wenn doch nach Aktenlage zwei Drittel Christen sind. (…)

Selbst unter den Gläubigen werden zentrale Inhalte der christlichen Botschaft massenhaft abgelehnt. 60 Prozent glauben nicht an ein ewiges Leben. Diese Form der Diaspora ist allerorten unsere pastorale Realität.“

Nun – irgendwann „wissen“ wir es alle, ob es ein Danach gibt oder nicht. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt …

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Ich danke Euch, Euer Jäger des Phantastischen

Fischinger-Online

(Geschäfts-eMail: FischingerOnline@gmail.com)

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