Kurioses Foto sorgt für Rätselraten: Technische Störung, „Fehler in der Matrix oder Zeitriss?“ – Was sagen die Foto-Kenner? (+ Video)

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Fehler in der Matrix oder Zeitriss? (Bild: YouTube-Screenshot/W. Betz / Bearbeitung: Fischinger-Online)
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Fehler in der Matrix oder Zeitriss? (Bild: YouTube-Screenshot/W. Betz / Bearbeitung: Fischinger-Online)

Ein zufällig mit dem Smartphone aufgenommener Schnappschuss sorgt für Rätselraten. Zu sehen sind seltsame „verzerrte“ oder „verschobene“ Bäume sowie teilweise eine Person, die zum Zeitpunkt der Aufnahme nicht anwesend gewesen sein soll. Sie ist der Fotografin nach eigenen Angaben sogar gänzlich unbekannt. Nur eine kuriose Störung des Handys? Hier sind die Foto-Kenner gefragt, weshalb hier auch das Original-Foto zur Verfügung gestellt werden soll.


Fotos des Unbekannten

Seit Anbeginn der Fotografie gibt es auch „Geisterfotos“. Oder solche, die eben Geister oder „übernatürliche Erscheinungen“ aus der Anderswelt zeigen sollen.

Was all diese Fotos, die zum Teil noch aus der Steinzeit der Fotografie stammen, wirklich zeigen, ist zumindest umstritten. Von optischen Täuschungen bis Betrug ist alles in der Diskussion. Hierbei wird vielfach auch eine Doppelbelichtung des entsprechendes Bildes ins Spiel gebracht. Durch einen Fehler oder auch mit der Absicht eines Schwindels. Dabei wurde in früheren Jahrzehnten auch oftmals ganz einfach ein Filmfehler bei der Belichtung oder beim Transport des Filmstreifens in der Kamera angeführt.

Denn früher musste man in einen Fotoapparat bekanntlich einen Film einlegen, der dann jedes einzelne Bild nach dem Auslösen vor schob und belichtete. Heraus kam ein „Negativ“, das dann wiederum zu einem „Positiv“entwickelt werden musste. Unzählige Kameratypen für jeden Geldbeutel mit unterschiedlichen Ausstattungen und Techniken waren hierfür auf dem Mark. Und in noch früheren Tagen der Fotografie musste man sogar noch eine einzelne „Fotoplatte“ einlegen, die jeweils nur ein Bild erlaubte.

Technologien aus einer fast vollständig versunkenen Epoche. Heute hat längst nahezu jeder eine mehr oder weniger gute Kamera in der Tasche bei sich. In Form eines Smartphones oder Handys, die inzwischen beeindruckend gute Fotos (und Videos) machen können. Längst ist alles digital und es gibt keine physisch greifbaren „Negative“ eines Fotos mehr. Was auch zum Leidwesen vieler UFO-Forscher ist. Denn am PC daheim kann jeder einfach Fotos mit rätselhaften Dingen faken. Dazu gibt es sogar seit vielen Jahren Applikationen für das Smartphone selbst.

„Ein Bild sagt mehr als tausend Worte?

All jene, die solche digitalen Bilder auf ihre Echtheit hin untersuchen wollen, können das nur noch mittels Software. Zum Beispiel kann man mit verschiedenster Software ein Bild dahingehend untersuchen, ob die Dichte der einzelnen Pixel Unregelmäßigkeiten aufzeigt. Oder auch auffallende Farbunterschiede im Bereich der Pixel. Mit dem bloßen Auge ist das nicht oder kaum zu erkennen. Dazu bedarf es solcher Programme. Auch die sogenannten „Meta-Daten“ eines digitalen Fotos könnten auf die Spur eines Schwindels führen.

„Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“ – das gilt schon lange nicht mehr. Und prinzipiell galt das noch nie. Nur ist es in der Moderne mit Abstand leichter geworden, etwas an Fotos zu manipulieren. Hinzu kommt, dass digitale Bildaufnahmen reine Daten und damit Technologie sind. Und jede Technik kann Fehler haben. Diese nennt man bei Bildern oder Videos zum Beispiel „digitale Artefakte“. Störungen, die dann etwas zeigen, was gar nicht da war.

Was sich in all den Jahren jedoch nicht geändert hat, ist, dass Bilder für eventuelle Analysen im Original vorliegen müssen. In diesem Fall also die originale Bild-Datei, wie sie eine Digitalkamera oder ein Smartphone beim Fotografieren erstellte und speicherte.

„Fehler in der Matrix oder Zeitriss?“

So auch bei einem Fotos, dass der Autor und Mystery-Forscher Werner Betz vor einiger Zeit in einem Video auf seinem YouTube-Kanal vorstellte. Ihr findet das Video am Ende angefügt und das Original-Foto HIER. Dazu schreib er unter anderem auf Facebook:

Ein mysteriöses Foto, entstanden im Naturschutzgebiet ‚Kollenbruch‘ bei Groß-Gerau. Wie ist so etwas zu erklären? Mein neues Video handelt nicht von Rätseln der Geschichte und ich musste hierfür auch nicht weit reisen. Es geht um ein mysteriöses Foto: Fehler in der Matrix oder Zeitriss? … Lasst Euch überraschen.

Auf dem dort vorgestellten Handy-Foto sind seltsame „verzerrte“ oder „verschobene“ Bäume und der Kopf einer Person zu sehen. Die Fotografin beteuert, dass diese auf dem Bilder zu erkennenden Frau bei der Aufnahme nicht anwesend war. Ihr ist die klar zu erkennende Person auch nicht bekannt.

Digitale Störungen?

In den Kommentaren bei Facebook und bei YouTube wurde bisher viel spekuliert, was die Ursache für diese Aufnahme sein könnte. „Technischer Fehler“ wurde dabei verständlicherweise vielfach vermutet. Der User Roland K. schrieb beispielsweise:

Lieber Werner, ich habe mir das gründlich angesehen und finde es sehr spannend!

Wäre es ein Bild auf dem Rollfilm einer Spiegelreflex- oder Kompakt-Kamera, und hätten wir ein Negativ, könnte man Untersuchungen durchführen und/oder das Material an einen Foto-Experten weiterleiten. Ich würde aber auch in diesem Fall empfehlen, einen Experten für diese Art von Aufnahmen zu Rate zu ziehen.

Mein Gefühl sagt mir, dass es sich um einen technisch-elektronischen Fehler handelt; vergleichbar den Störungen auf einer fehlerhaften DVD oder CD. Der Kopf der Frau wirkt wie ausgeschnitten und hinein geklebt. Das ist in der Tat sehr rätselhaft, könnte aber vielleicht durch Überschneidungen mit anderem Bildmaterial erklärt werden, das auf diesem oder einem anderen Smartphone gespeichert ist. Aber davon verstehe ich überhaupt nichts.

Ich wünsche Dir viel Erfolg bei der Aufklärung (?) dieses Rätsels!

Ein „verdrehtes Bild“?

Original-Bild HIER

Und Kurt D. kommentierte:

Ich habe das Bild mal bearbeitet und dabei den verschobenen Ausschnitt repariert. Dabei habe ich festgestellt: Es sind keine Verschiebungen, sondern Drehungen. In der Mitte ist die Drehung am stärksten: Die Bäume waren alle um ca. 8 Grad nach links gedreht. Rechts daneben gab’s keine Drehung, und in den beiden äußeren Rechtecken betrug die Drehung jeweils 4 Grad nach rechts.

Ich kann mir nicht erklären, wie dieser Dreh-Effekt technisch zustande gekommen ist. Vom Erscheinen der Frau natürlich ganz zu schweigen. Es sieht so aus, als wäre ihr Kopf gegen irgend eine Halterung gelehnt – vielleicht Teil eines Gerätes oder Fahrzeugs, das mit dem ganz links zu sehenden Teil (Panel) verbunden sein könnte.

Das Bild ist ja während der Aufnahme für eine Weile komplett auf dem Bild-Chip vorhanden und wird dann abgetastet und in den Speicher eingelesen. Selbst wenn sich die Abtastgeschwindigkeit zeitweise ändern würde, hätte dies keinen Einfluss auf die im Speicher abgelegten Bilddaten.

Foto-Kenner sind gefragt

Wie sämtliches Film- und Foto-Material ist das von Betz in seinem Video gezeigte Bild bei YouTube komprimiert. Der Videoschnitt und die digitale Verarbeitungen von YouTube selber zeigen dort immer nur ein „Zerrbild“. Anhang von dort veröffentlichtem Bildmaterial sind beispielsweise Analysen von UFO-Aufnahmen ein recht sinnloses Unterfangen. Nicht anders wie bei diesem kuriosen Foto der Bäume und der Person.

Und kurios sieht es zweifellos aus. Was immer der Grund für die Entstehung des Bilder gewesen sein mag. Auf Nachfragen wurde mit deshalb das Orginal-Foto zur Verfügung gestellt, dass unverändert und in Originalgröße HIER auf meinem Server liegt. Aufgenommen wurde das Bild mit einem „Samsung Galaxy SM-G973F“.

Ob das Bild nun eine „Zeitriss“, „Fehler in der Matrix“ oder technischer Defekt ist, kann vielleicht ein erfahrener Foto-Kenner beurteilen. Denn besonders seltsam erscheint die Aussage, dass die teilweise zu sehende Person angeblich zum Zeitpunkt der Aufnahme nicht anwesend war – und auch der Fotografin unbekannt ist.

Wer eine Erklärung für diese digitale Kuriosum hat, kann gerne eine email senden.

Video

Bitte auf das „Play-Symbol“ klicken.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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