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UFO-Whistleblower Luis Elizondo behauptet, dass Pentagon habe ihn aufgrund seiner UFO-Enthüllungen bedroht und diskreditiert – jetzt wehrt er sich juristisch

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UFO-Whistleblower Luis Elizondo behauptet, dass Pentagon habe ihn bedroht und diskreditiert - jetzt wehrt er sich juristisch (Bilder: gemeinfrei & To The Stars Academy)
UFO-Whistleblower Luis Elizondo behauptet, dass Pentagon habe ihn bedroht und diskreditiert – jetzt wehrt er sich juristisch (Bilder: gemeinfrei & To The Stars Academy)

Es gibt in der UFO-Forschung einige Personen, ohne die scheinbar keine TV-Sendung oder -Dokumentation zum Thema mehr auskommt. Eine davon ist unbestreitbar Luis Elizondo, der nicht nur die weltweit bekannten und bestätigten UFO-Videos der US-Navy an die Öffentlichkeit brachte. Er gab auch preis, dass das Pentagon eine Art geheimes UFO-Forschungsprojekt betrieb, in dem er involviert war. Das ist einige Jahre her – und seit dem habe man versucht ihn, seine ehemalige Arbeit im Verteidigungsministerium und seine Aussagen zum UFO-Thema zu diskreditieren, wie er behauptet. Jetzt wehrt er sich juristisch mit einer Beschwerde gegen die Diffamierung seiner Person von Seiten der offiziellen US-Behörden.


Luis Elizondo und die UFOs

Luis Elizondo ist in der UFO-Szene wohl der bekannteste UFO-Whistleblower unserer Tage. Vor rund vier Jahren trat er mit der Aussage an die Öffentlichkeit, dass das US-Verteidigungsministerium seit 2007 das “Advanced Aerospace Threat Identification Program” (AATIP) betrieben habe. Ein UFO-Forschungsprogramm verschiedener offizieller Stellen wie dem Pentagon, in das über eine Zeitraum von fünf Jahren rund 22 Millionen US-Dollar flossen.

Damit löste er eine Welle an UFO-Enthüllungen aus, die vor allem darin gipfelten, dass die US-Navy offiziell bestätigte, dass es solche Sichtungen gibt. Die drei dabei publizierten kurzen UFO-Videos kennt heute die ganze Welt (s. a. Videos HIER). Was auf diesen Filmchen zu sehen ist, ist bisher auch von Seiten der Militärs unklar. Zumindest aber lieferten diese und die zahlreichen folgenden Enthüllungen, Eingeständnisse, Zeugenaussagen und Veröffentlichungen von offiziellen und inoffiziellen Stellen in den USA neue Nahrung für die UFO-Forschung. Selbst vier Jahre nachdem die Videos offiziell vom Pentagon freigegeben wurden, erhitzen sie die Diskussionen zur UFO-Thematik.

Was genau die Geheimdienste, Militärs und andere Behörden in den USA über UFOs bzw. UAPs wissen, soll im kommenden Monat in einem offiziellen Bericht veröffentlicht werden. Mehr dazu unter anderem in diesem YouTube-Video HIER auf Mystery Files.

Elizondo stieg durch seine “UFO/UAP-Arbeit” für das Pentagon und vor allem durch seine Enthüllungen innerhalb der UFO-Forschung zu einem Idol auf. Einem Idol für all jene, die weit mehr hinter dem Phänomen vermuten, als behördliche Kreise oder offizielle Personen zugeben wollen. Denn spätestens seit dem Ende des 2. Weltkrieges vermuten viele, dass verschiedene Regierungen und vor allem die USA das UFO-Phänomen vertuschen. Ein Schleier der Geheimhaltung und Irreführung habe man um UFOs gelegt, so der offensichtlich nicht immer ganz zu Unrecht vorgetragene Vorwurf.

Eine Schmutzkampagne gegen Elizondo?

Elizondo wiederum gab mehrfach an, dass er unter anderem mit dem UFO-Forschungsprogramm AATIP der USA unzufrieden war. Deshalb sei er mehr oder weniger frustriert dort ausgestiegen und habe sich vor allem an die Öffentlichkeit gewandt. Sehr zur Freude der UFO-“Gläubigen” in aller Welt. Skeptiker wiederum halten ihn in weiten Teilen für einen “Schwätzer”. Dass er inzwischen in TV-Dokumentationen aus den USA selber auf “UFO-Jagd” geht, befeuert dabei diesen Vorwurf. Gleichzeitig aber auch, dass seit 2017 unter anderem das Pentagon die Person Elizondo immer wieder zu diskreditieren versuchte. Und sogar bedrohte.

Das behauptet Elizondo jetzt selber, wie es unter anderem politico.com aktuell berichtet. Jene Nachrichtenplattform, die in der Vergangenheit maßgeblich an immer neuen Enthüllungen und Storys zum Thema “UFOs und das Pentagon” beteiligt war. Als ehemaligen nationalen Sicherheitsbeamten habe das Pentagon gegen ihn und seine Aussagen eine regelrechte Hetzkampagne durchgeführt, so sein Hauptvorwurf. Man habe alles versucht, um seien Person und seine Aussagen rund um UFOs zu diskreditieren. Mit Absicht wären dabei falsche Behauptungen über ihn und seine Arbeit verbreitet worden, die beispielsweise gezielt an Blogger gingen. Diese haben dann mehr oder weniger unwissentlich diese Desinformationen weiter verbreitet.

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Deshalb habe Elizondo zusammen mit seinem Anwalt Daniel Sheehan am 3. Mai eine Beschwerde beim Generalinspektor des Pentagon eingereicht. Ein Dokument von 64 Seiten Umfang, das durch duzende Belege beweisen soll, dass gegen ihn diese Schmutzkampagne und Drohung stattfanden. Es sollte natürlich kein Geheimnis sein, dass “politische Gegner”, “Andersdenkende”, vermeintliche “Verräter” oder sogar ganze Länder seit jeher diskreditiert werden. Schmutzkampagnen gehören also seit Jahrtausenden zum Alltag des vermeintlich “politisches Geschäftes”.

War und ist es auch bei Elizondo so? Er und sein Anwalt sind davon überzeugt!

Die eingereichten Belege und Nachweise würden das klar beweisen, da darin auch die entsprechenden Namen genannt würden. Diese Namen der Pentagon-Beamten wurden von politico.com nicht veröffentlicht, “da unklar ist, ob die Beschwerde untersucht wird”. Auch eine Stellungnahme des Pentagon blieb bisher aus, so heißt es weiter. Elizondo wiederum ist überzeugt, dass er Beweise in Form von eMails, Dokumenten und öffentlichen Aufzeichnungen habe. “Was auf eine koordinierte Anstrengung hindeutet, die Wahrheit vor dem amerikanischen Volk zu verschleiern, während mein Ruf als ehemaliger Geheimdienstoffizier im Pentagon in Frage gestellt wird”, so zitiert ihn Politco.

Desinformation, Drohungen, Repressalien

Elizondo wirft dem Pentagon “böswillige Aktivitäten, koordinierte Desinformation, berufliches Fehlverhalten, Repressalien gegen Whistleblower und explizite Drohungen bestimmter hochrangiger Pentagon-Beamter” gegen ihn vor. Diese haben sich direkt auf ihn und seine Familie ausgewirkt. Ein hoher Regierungsbeamter habe ihn kurz nach seinem Ausscheiden aus dem offiziellen Dienst sogar gedroht, er würde “den Leuten sagen, dass Sie verrückt sind, und dies könnte sich auf Ihre Sicherheitsüberprüfung auswirken”! Ebenfalls sollte geleugnet werden, dass er das “AATIP betrieben habe”. Politico weiter:

Er behauptet, es habe seitdem koordinierte Anstrengungen gegeben, um seinen Ruf zu verleumden, einschließlich Pentagon-Presseerklärungen, in denen behauptet wird, er habe keine offizielle Rolle in der UFO-Forschung. Selbst nachdem seine Rolle offiziell bestätigt wurde. Er behauptet auch, eine persönliche Rache eines Pentagon-Rivalen, von dem er behauptet, er habe wiederholt versucht, seiner Karriere Schaden zuzufügen, einschließlich des Versuchs, ihn wegen der Veröffentlichung des Videos untersuchen zu lassen, nachdem er von jeglichem Fehlverhalten befreit worden war.

Anwalt Daniel Sheehan fasst die Beschwerde und Vorwürfe wie folgt zusammen:

Was er sagt, ist, dass es bestimmte Personen im Verteidigungsministerium gibt, die ihn tatsächlich angreifen und öffentlich über ihn lügen, indem sie die Farbe der Autorität ihrer Büros verwenden, um ihn herabzusetzen und zu diskreditieren, und seine Möglichkeit eine neue Erwerbstätigkeit zu suchen beeinträchtigen. Und es wurde auch mit seiner Sicherheitsfreigabe gedroht.

Ob die eingereichte Beschwerde im Pentagon irgendwelche Untersuchungen und Ermittlungen nach sich ziehen wird, ist bisher unklar. Es ginge aber nicht nur darum den Ruf von Luis Elizondo wieder herzustellen, so Sheehan. Ziel sei es auch, Druck auf das Pentagon auszuüben, damit dort die Verwirrung über UFO-Sichtungen beseitigt werde. Angeblich nehme man dieses Phänomen nicht ernst genug. Was schon Elizondo nach eigener Aussage während seiner Dienstzeit stark kritisierte. In den bürokratischen Mühlen würden “die verschiedenen Einheiten und Gruppen, die für die Reaktion auf dieses spezielle Phänomen verantwortlich sind, sich nicht gegenseitig darüber informieren”.

Warum diese Beschwerde nur wenige Wochen vor dem offiziellen UFO-Untersuchungsbericht der US-Regierung eingereicht wurde, kann man nur raten. Denn “Druck” wird diese kaum darauf ausüben können. Außer, dass die Arbeit von Luis Elizondo und das Pentagon-UFO-Problem damit nochmal in den Fokus rücken.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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