Auf den Spuren der Anunnaki, Teil #2: Eine Gruppe Götter ohne Namen in der Bibel und von außerirdischen Rebellen zu den Nephilim - Grenzwissenschaft & Mystery Files

Auf den Spuren der Anunnaki, Teil #2: Eine Gruppe Götter ohne Namen in der Bibel und von außerirdischen Rebellen zu den Nephilim

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Auf den Spuren der Anunnaki, Teil 2: Von einer Gruppe Götter der Sterne, die keinen Namen trägt, in die Bibel – von außerirdischen Rebellen zu den Nefilim
Auf den Spuren der Anunnaki, Teil #2: Von einer Gruppe Götter der Sterne, die keinen Namen trägt, in die Bibel – von außerirdischen Rebellen zu den Nephilim

Teil #1 von „Auf den Spuren der Anunnaki“ sollte einige Hintergründe um diese Götterschar beleuchten. Woher diese heute aus der Grenzwissenschaft nicht mehr wegzudenkenden Ancient Aliens stammen und vor allem wie und von wem diese Astronautengötter in die Prä-Astronautik eingebracht wurden. In diesem Teil wollen wir uns einige Überlieferungen um diese ansehen und einen Sprung in das Alte Testament und damit verwandte Schriften wagen.

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Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Es wird recht spannend, wenn wir die mythologischen Hintergründe der Anunnaki ein wenig genauer betrachten. So, wie es bereits im ersten Teil angeklungen ist.

Die Anunnaki und die Erschaffung des Menschen

Sie sollen diese Fremden in der Theologie des Nahen Ostens Götter der Erde sein – denen die Götter des Himmels gegenüberstehen. Bei den Sumerern und späteren der Kultur der Akkader nördlich des Gebietes der Sumerer im Irak hießen diese Igigu oder Igigi. Die Anunnaki wiederum wurden beispielsweise einst von dem Gott Marduk zur Erde geschickt oder hierher verbannt. So lesen wir etwa im Schöpfungsepos „Enuma elisch“ auf der Tafel VI, dass die Götter den Menschen als Arbeiter durch den Gott Ea/Enki aus dem Blut der Götter und Lehm schufen. Andere altbabylonische Mythen sprechen der Göttin Ninhursag (= Nintu, die Muttergöttin und Frau von Ea/Enki) diese Erschaffung der Menschheit zu. Das alles wurde auf einer Versammlung der Götter beschlossen. So wurde der „Primitive“, der Mensch oder auch „Lullu“ oder „Lulla“, als Diener und Knecht für die Götter erschaffen. Diese Überlieferungen reichen mindestens bis ins dritte Jahrtausend vor Christus zurück.

Folgen wir dem „Enuma elisch“-Epos weiter, so erfahren wir Details von den Beschlüssen auf diesem „göttlichen“ Meeting: Der Mensch als Sklave muss her (alle folgenden Zitate nach Barbara C. Sproul: „Schöpfungsmythen der östlichen Welt“. München 1993):

Blut will ich binden an Blut, Blut an Gebein, Aufstellen will ich Lullu, Mensch sei sein Name, Erschaffen will ich Lullu, den Menschen! Es sollen ihm auferlegt werden die Götterdienste, sie sollen ausgeführt sein!

Muttergöttin Ninti (sitzend) bei der Erschaffung des Menschen: Ein Wert von Außerirdischen - den Anunnaki? (Bild: Archiv L.A. Fischinger)
Muttergöttin Ninti (sitzend) bei der Erschaffung des Menschen: Ein Wert von Außerirdischen – den Anunnaki? (Bild: Archiv L.A. Fischinger)

Und unmissverständlich an späterer Stelle im Epos der Schöpfung:

Die Schwarzköpfigen sollen den Götter auf Erden dienen, bedingungslos.“

Oder in einem ähnlichen, altbabylonischen Mythos:

Erschaffe den Lullu und lasse ihn das Joch tragen! Das Joch wird er tragen (…) Die Last der Schöpfung wird tragen der Mensch!

Diese uralten Überlieferung, die teilweise in den Ruinen der Stadt Ninive entdeckt wurden schildert weiter, dass der Gott Marduk mit der „Muttergöttin“ in einem Haus verschwunden sein soll, um dort mit der schweren Arbeit der Menschheitserschaffung zu beginnen. Ninti/Nintu ist laut den Texten des Zweistromlandes (neben zahlreichen weiteren „Muttergöttinen“) überaus aktiv an der Schöpfung des Gottessklaven „Mensch“ beteiligt gewesen. Eine Hymne an sie macht dies sehr deutlich:

Die Götter riefen sie an, (…) die Mutter, die gnädigste der Gottheiten, die weise Mama: ,Du bist der Mutterleib, der die Menschheit erschafft. Erschaffe den Lullu  und lasse ihn das Joch tragen! Das Joch wird er tragen (…), Die Last der Schöpfung wird tragen der Mensch!’“

Und hierbei, bei diesem göttlichen Akt der Schöpfung der Menschen, waren die himmlischen Anunna der Sumerer versammelt. Die Mythen Mesopotamiens besagen ferner aber auch, dass es diese kosmischen Wesen waren, die den Menschen die Zivilisation brachten. Die Babylonier glaubten zum Beispiel, dass 241.200 Jahre vor der Sintflut „das Königtum vom Himmel herabgestiegen“ sei (s. a. Albert Schott: „Das Gilgamesch-Epos“ Stuttgart 1958/1972). Ihre erste Niederlassung war die Stadt Eridu im südlichen Mesopotamien, südlich der Stadt Uruk. Vermutlich eine der ältesten Städte der Sumerer überhaupt. Auch wenn mit Sicherheit kein etablierter Archäologe eine Zeitangabe wie die aus diesen Überlieferungen in den Mund nehmen würde.

Aber im Grunde besagen diese Mythen und Geschichten unsere Ahnen im Land zwischen Euphrat und Tigris genau das, was die Anhänger der Ancient Aliens ja auch behaupten: dass „Götter aus dem All“ den Menschen die Zivilisation brachten und Wissen gleich mit. Der Oberste dieser Götter – quasi der Chef der Götterversammlung und der Prä-Astronautik-Forschung zufolge der oberste Kommandeur der Außerirdischen – war zum Teil der Gott An oder akkadisch Anu/Anum und natürlich der bekannte Gott Marduk (der archäologisch vor allem auch mit dem “Turm von Babylon” bekannt ist).

Marduk – der “König des Alls” und der “Alleinherrscher der Anunnaki”

Der Turm von Babylon - himmelhoch! (Bild: WikiCommons, L. A. Fishcinger / NASA/JPL)
VIDEO: Der Turm von Babylon – himmelhoch und ein Mysterium. Aber auch er soll mit Gott Marduk im Zusammenhang stehen. (Bild: WikiCommons, L. A. Fischinger / NASA/JPL)

Die Namen dieser Herrschergötter (zum Beispiel der sumerische An oder eben der babylonische Marduk) sind recht vielsagend. Marduk etwa war der „König der Könige, Herr der Herren des Weltalls“. Dem „König des Alls“ würde „von der großen Versammlung“ der Götter/Anunnaki „im All“ gehuldigt werden usw. „Die Götter des Alls“ sollen ihn segnen, heißt es in einer akkadischen Beschwörungsformel. Eine andere preist ihn als „Alleinherrscher der Anunnaki“, der auch die Igigu-Götter überwacht.

Der Gott Enki wiederum, wichtig bei der künstlichen Erschaffung der Menschen aus göttlichem Blut und Lehm, war der „Herr der Erde“. Ninurta (= Nergal), Enkel des An und Sohn des Ellil (= Enlil) war „allererster der Anunnaki, der die Igigu anleitet, Richter des Alls“, wie es in einem akkadischen Gebet heißt. Ellil, so ein anderes Gebet, war der „Beherrscher der Anunnaki“. Und Nusku war nach einer Weihungshymne der „gewaltig große Herr“, der das All und „die Igigu und Anunnaki betreut“. Alles scheint also damals im Himmel und auf Erden klar geregelt worden zu sein. Und Enlil war ein Anunnaki, da dieser deutlich als „allererster der Anunnaki“ bezeichnet wird.

Die umfangreiche Mythologie Mesopotamiens erzählt bei einer genauen Betrachtung überaus spannende Dinge. Theologie, die ohne Zweifel auch in die jüdische Mythologie und Religion des Alten Testamentes eingeflossen sind (hier & hier). So besagt die im ersten Teil bereits zitierte Tafel VI. des „Enuma elisch“:

Marduk, der König der Götter, teilte darauf die Götter: Eine Schar oben, die anderen unten. 300 oben als Wächter, Hüter von Anus Befehl, fünf mal sechzig unten als Wächter der Erde: 600 Götter zwischen Erde und Himmel.“

Die namenlosen Götter Anunnaki in der Bibel

Diese „Wächter der Erde“ waren diese Anunnaki. Die 300 Wächter im Himmel waren die bereits erwähnten Himmelswesen Igigu. Glauben wir dem berühmten Epos des Gilgamesch, kam es zwischen diesen Götter-Gruppen einst zu einem himmlischen Zwist. Es sind „die Anunnaki, die großen Götter“ (X. Tafel, Vers 36), die laut diesem Epos auch an der Sintflut beteiligt waren. Jene große Flut, die durch das 1. Buch Mose wohl eine der bekanntesten Geschichten der Menschheit überhaupt wurde. Nach dem Schrecken der Flut waren dem Gilgamesch-Epos nach auch diese Himmelswesen über das Ausmaß der Vernichtung bestürzt: „Die Anunnaki-Götter klagen“ zusammen mit der Göttin Ischtar über das geschehene Elend auf der Erde (XI. Tafel, Vers 124). Auch im Alten Testament klagte Gott nach der Katastrophe der Sintflut und bereute offenbar diese über die Menschheit geschickt zu haben (Gen. 8,21).

Noah, der Film (2014) von Darren Aronofsky - Ein Mystery Review (Bild: L.A. Fischinger / UPI/Paramount)
VIDEO: Noah, der Film (2014) von Darren Aronofsky – Ein Mystery Review (Bild: L.A. Fischinger / UPI/Paramount)

Auch in den nicht in der Bibel eingefügten Schriften des Propheten Henoch finden sich sinngleiche Aussagen. Und eben das ist interessant: Einen Streit zwischen Göttern oder Himmlischen, Götter, die auf die Erde kommen, und anderen, die oben bleiben, verschiedene „Funktionen“ der Götter über die Anunnaki sowie die Bezeichnung „Wächter“ – all das (und eine Flut) ist aus der Bibel und der jüdischen Mythologie wohl bekannt. Da die Mehrheit der sich als „gläubig“ bezeichneten Christen in unserer modernen westlichen Industriegesellschaft sich höchstens auf wenige Kirchenbesuche im Jahr beschränken, sind derartige Überlieferungen sicher Neuland. Wenn man jedoch nicht nur zu den Anlässen XY in die Kirche geht („weil man das so macht“) und mythologische Hintergründe studiert, sind solche Aussagen dennoch aufzuspüren.

Im Buch Genesis (6,1ff.) heißt es, das „Söhne der Götter“ vom Himmel zur Erde kamen und mit Menschenfrauen Kinder zeugten. „Söhne des Höchsten“ seien das laut dem biblischen Psalm 82,6 gewesen. Die Kinder, die aus diesen Beziehungen hervorgingen, waren fremdartig und es heißt auch, dass es Riesen waren. Der jüdische Prophet Henoch schildert diese Ereignisse sehr detailliert in seinem ersten Buch (äthiopisch). Vor der Sintflut sei das alles geschehen, als Wesen aus dem Reich Gottes zur Erde kamen. Aber wie in der mesopotamischen Mythologie, so heißt es auch bei Henoch, anderen Propheten und zum Teil auch in der Bibel, dass einige Göttersöhne im Himmel verblieben seien.


Der “Fall der Engel”

Es kam zu einem Streit im „Reich Gottes“, so dass in der jüdischen Mythologie „Wächter“ genannte Kreaturen vom Himmel auf die Erde kamen. Wissen und Zivilisation brachten sie und sind heute durch das Neue Testament als „gefallene Engel“ bekannt.

Übrigens: Auch der am 3. April 2014 angelaufene Kinofilm “NOAH” nennt die Wesen “Wächter” (dazu ein Video hier). Obwohl diese Bezeichnung nicht in diesem Zusammenhang im Buch Genesis steht. Der Film “Jack und die Giganten” (“Jack the Giant Slayer”) vom März 2013 geht da sogar noch weiter (dazu ein Video hier).

„Wir wollen uns Weiber aus den Menschenkindern wählen und uns Kinder erzeugen“ (1. Henoch 6,2), nahmen sich die Himmlischen vor. Ein fester Plan sei das gewesen, der den Höchsten mehr als wütend machte. Aber dass der Höchste seinen Untergebenen im Himmel eh nicht trauen konnte, weiß denn auch die Bibel:

Der Fall der Engel von Johann Michael Rottmayr, 1697: In Wahrheit die Ankunft von rebellischen Außerirdischen? (Bild: WikiCommons)
Der Fall der Engel von Johann Michael Rottmayr, 1697: In Wahrheit die Ankunft von rebellischen Außerirdischen? (Bild: WikiCommons/gemeinfrei)

Selbst seinen Dienern traut er nicht, zeiht seinen Engeln noch des Irrtums.“ (Ijob 4,18)

So kamen dann 200 Wächter mit 19 Anführern vom Himmel hernieder (1. Henoch 6,6ff.); der Chef war „Semjasa, ihr Oberster“. Namentlich aufgelistete Wächter lehrten nun die Menschen verschiedene Wissenschaften (ab Henoch 69). Semjasa zum Beispiel Astronomie und „Erdzeichen“.

Es ist in der Bibelforschung längst kein Geheimnis mehr, dass Mythologien des Zweistromlandes in das Alte Testament eingeflossen sind. Ja, die Bibel kennt eben auch eine Art „Rat des Herrn“, eine „Versammlung der Heiligen“ oder „Gottesversammlung“, genau wie die Sumerer, Phönizier, Aramäer, Babylonier, Kanaaniter und andere. Und in ebendiesem Kreis rebellierten einige gegen Gott und kamen als „gefallene Engel“ zur Erde. Sie wurden quasi von den Anunna zu den Anunna-ki …

Henoch: Der erste Erich von Däniken der Geschichte

Henoch bzw. die Bücher, die seinen Namen tragen, hat dieses Szenario eindringlich geschildert. Er ist quasi der erste Erich von Däniken der Geschichte, wenn uns dieser in seinen Schriften von Wesen, die vom Himmel kamen, erzählt. Ein irdischer Superstar, der innigen Umgang mit den Astronautengöttern pflegte und sogar höchst persönlich in den Himmel geflogen sein soll.

Zum Beispiel huldigt die Bibel Henoch mit den Worten:

Kaum einer auf Erden kommt Henoch gleich, / darum wurde er auch lebend entrückt.“ (Sir. 49,14)

Was sagen die Überlieferungen zu den Anunnaki noch?

Im „Enuma elisch“ heißt es über die Wächter, „die Anunnaki (sind die) einst Gefallenen“. Aufgrund der Tatsache, dass theologische  Weltanschauungen der alten Völker Mesopotamiens auch in das Alte Testament eingeflossen sind, liegt ein Vergleich der vom Himmel gekommenen „Ex-Anunna“ mit den „Göttersöhnen“, „Wächtern“, „gefallenen Engeln“ etc. der jüdischen und biblischen Mythologie sehr nahe. „Benej ha’elohim“ heißen diese vom Himmel gekommenen Söhne der Götter. Im ersten Buch Moses (6,4) steht zu diesen dunklen Zeiten der Vergangenheit auch (und natürlich bei Henoch oder auch im Buch der Jubiläen), dass die seltsamen Nephilim damals auf der Erde lebten. Dies leitet sich (angeblich!) vom hebräischen „nephal“ ab, was „fallen“ bedeutet. Dazu gleich mehr.

Wobei sich gerade und vor allem hierbei in der Welt der „leichtfertigen Grenzwissenschaft“ ein Fehler durch die Jahrzehnte zieht. Seit dem ersten Buch „Der 12. Planet“ von Zecharia Sitchin vor rund 40 Jahren. Erzählungen und Mythologien des Nahen Ostens schildern diese Rebellion der Astronautengötter, in dessen Zuge Himmlische zur Erde kamen, während andere Wesen sich nicht an dem Aufstand gegen den Höchsten beteiligten. Im ersten Buch Mose der Bibel ist als Einleitung zur Sintflut- und Arche Noah-Geschichte in Kapitel 6 diese Geschichte in vier kleinen Versen angedeutet. Darin heißt es:

Video: „Auf der Jagd nach den Nephilim“ – Von Ancient Aliens, Riesen, Anunnaki und Göttersöhnen (Vortrag von Lars A. Fischinger 2015) (Bild: L.A. Fischinger)
VIDEO: Auf der Jagd nach den Nephilim – Vortrag von 2015 (Bild: L.A. Fischinger)

Da sich aber die Menschen begannen zu mehren auf Erden und ihnen Töchter geboren wurden, da sahen die Kinder Gottes nach den Töchtern der Menschen, wie sie schön waren, und nahmen zu Weibern, welche sie wollten.  Da sprach der Herr: Die Menschen wollen sich von meinem Geist nicht mehr strafen lassen; denn sie sind Fleisch. Ich will ihnen noch Frist geben 120 Jahre.

Es waren auch zu den Zeiten Nephilim auf Erden; denn da die Kinder Gottes zu den Töchtern der Menschen eingingen und sie ihnen Kinder gebaren, wurden daraus Gewaltige in der Welt und berühmte Männer.“

Anunnaki = Astronauten aus dem All, aber keine “Engel”

Schon anhand dieser winzigen Passage des Alten Testamentes, die durch weitere Texte umfassend und sinngleich erweitert wird, sieht man folgendes: Die Nephilim sind nicht die „Kinder Gottes“, die „Gottessöhne“ oder „Wächter des Himmels“, die zur Erde kamen. Die Nephilim sind die aus dieser Vermischung von Ancient Aliens und Menschenfrauen geborenen Kinder!

Der „Spiegel“ (Nr. 34) brachte es 1996 auf den Punkt:

Nach Ansicht der Bibeldeuter sind mit den Gottessöhnen Abgesandte aus einer anderen Welt gemeint.

„Abgesandte aus einer anderen Welt“ sind für uns Prä-Astronautik-Autoren nicht mehr und nicht weniger als Außerirdische.

Der Theologe und Bibel-Lexikon-Autor Professor Dr. Herbert Haag stellt hierzu fest, dass diese Himmelssöhne „immer die Wesen, die zum Hof oder Heer Jahwes gehören, ihm dienen und seine Boten sind“. Praktisch alle theologischen Nachschlagewerke teilen diese Aussage. Also ein Hofstaat des biblischen Gottes, von dem sich einige „Engel“ lösten und zur Erde kamen. Genau das sind Aussagen in den Mythologien anderer und auch älterer Völker Mesopotamiens, wie oben gezeigt. Trotzdem finden sich gerade seit dem Boom des Internetzeitalters ungezählte Texte und Fakefotos (Videos z.B. hier, hier & hier) von Anunnaki und/oder Nephilim als Riesen.

Nutzten "geilen Raumfahrer" vor Jahrtausenden die Erde als "Partyplanet"? (Bild: L A. Fischinger / NASA/JPL / freeclipart / Bearbeitung: L. A. Fischinger)
VIDEO: Kritiker: “geile Raumfahrer” vor Jahrtausenden sahen die Erde als “Partyplanet”! (Bild: L A. Fischinger / NASA/JPL / freeclipart / Bearbeitung: L. A. Fischinger)

Diese werden heute gleichgestellt, obwohl meiner Meinung nach (und das Bibelzitat oben zeigt dies), die Nephilim die gemischten Nachfahren dieser Wächter aus dem All waren. Ebenfalls scheint es auch sehr fraglich, dass sich die Bezeichnung „Nephilim“ tatsächlich von „nephal“ (= „fallen“) herleitet. Auch wenn es mehr als reizvoll klingt, diese im Sinne von vom Himmel „(herab)fallen“ zu interpretieren. „Nephil(im)“ bedeutet schlicht „Riesen“ oder vielleicht „riesige Menschen“ und natürlich die Nachfahren dieser Mischehen von Frauen und Wächtern.

Im Klartext heißt das, dass vier kleine Bibelverse falsch gedeutet wurden und zu einem Selbstläufer der Mystery-Welt wurden. Im Laufe der Jahre erfanden emsige Personen rund um diese Anunnaki dann eine ganz eigene Welt, die nicht mal mehr mit den Spekulationen von Sitchin selber etwas gemein haben!

Aber: der Kern bleibt.

Diverse Götter/Wächter oder die „namenlosen Götter“ steigen vom Himmel zur Erde hernieder und rebellierten sogar gegen andere himmlische Kreaturen. Selbst die Erschaffung des Menschen nach einem himmlischen Ratsbeschluss der Götter ist durchaus im Alten Testament in Spuren zu finden. Die Spuren der Anunna(ki) sind folglich überall aufzuspüren.

Der Einwand der Kritiker, dass diese Anunnaki und zuvor bei den Sumerern die Anunna nur ein Haufen namenloser Erd- und Himmelsgötter waren, ist zwar durchaus korrekt aber nicht stichhaltig. Wenn dann noch auf der ganzen Welt Überlieferungen identische Kernaussagen – wie etwa eine Rebellion im Reich der Götter oder eine Spaltung einer Götterwelt im Streit – beinhalten…dann wird die ganze Thematik der Prä-Astronautik wieder mehr als spannend.

Trotz des Schmarren über die Anunnaki und Nephilim, die heute kursieren …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger
(Geschäfts-eMail: FischingerOnline@gmail.com)

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